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		<title>steinzeit - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<updated>2026-05-11T05:41:58Z</updated>
		<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundstellen_in_%C3%84gypten&amp;diff=5604</id>
		<title>Fundstellen in Ägypten</title>
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				<updated>2025-01-25T16:14:21Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Genauere Beschreibung eines der Fundtableaus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Ägypten==&lt;br /&gt;
Ägypten, 1.000.000 Quadratkilometer groß, besteht mit Ausnahme des Niltals und des Deltas, aus Wüste. Für diesen Bericht sind die arabische und libysche Wüste, da beide zur Sahara gehörend, von Interesse.&lt;br /&gt;
Außerhalb dieses Rahmens werden lediglich, aus Gründen des Vergleichs, die Fundstellen von Merimde am südwestlichen Deltarand und Badari - Hemamieh am rechten Nilufer in Oberägypten, berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Ende des 19. Jahrhunderts begannen Archäologen sich für steinzeitliche Kulturen in Ägypten zu interessieren, so F. Petrie in Nagada. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts kamen dazu Junker in Merimde, Brunton in Badari und die große Dame der ägyptischen Vor - und Frühgeschichte G. Caton - Thompson in Hemamieh, im Fayum und Anfang der 30er Jahre in den Kharga - Oasen.&lt;br /&gt;
Erwähnt seien auch die frühen Expeditionen Hassanein Beys in den Uweinat von wo er über Felsbilder berichtete und Kemal el Dins, der den Gilf Khebir entdeckte und ebenfalls Malereien im Uweinat fand.&lt;br /&gt;
Neben den älteren Arbeiten soll versucht werden auch die in jüngerer Zeit ausgeführten Forschungen, einschließlich der noch laufenden, in diesen Bericht zu integrieren. &lt;br /&gt;
Zu nennen wären unter anderen die Teams um F. Wendorf und R. Schild im Südostteil der libyschen Wüste, R. Kuper und seine Mannschaft mit den Projekten B.O.S und ACACIA, M. Mc Donald in den Dakhla - Oasen und B.E. Barich mit Kollegen in Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Genauere Beschreibung eines der Fundtableaus==&lt;br /&gt;
Abbildung Nr. 7 der Fotogalerie: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot; (Knochenwerkzeuge), verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben links sehen wir aus Kalzit und Baryt geschnitzte sog. Ohrstecker bzw. Bruchstücke derselben. Außerdem drei Diabolos, wovon zwei aus Kalzit- und einer aus Barytkristall hergestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben anschließend werden die von mir als &amp;gt;Webschiffchen&amp;lt; bezeichneten Artefakte gezeigt. Davon sind zwei Stücke zur Gänze erhalten, eines aus Kalkstein das andere aus eisenhaltigem Tonstein gefertigt. Ein Stück ist unzerbrochen, aber ihm fehlt die typische zentrale Bohrung. Von den vier Bruchstücken ist eines, bei dem der Bruch oberhalb der Bohrung gelegen war, zu einem Anhänger umgearbeitet worden (siehe auch Fundplatz 1085/87, Fundkomplex Abu Tartur, Fundplätze, Komplex Sandsteinebene).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben rechts befinden sich einige der seltenen Knochenwerkzeuge und zwar zwei Spitzen, ein meißelförmiges Stück und ein Spachtel. Unterhalb der Spitzen ist ein kleines an den Rändern und auf der leicht gerundeten Oberseite poliertes Knochenstück zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unten links werden Straußeneiperlen und ihre Vorstufen vorgestellt. In der ersten Reihe werden von oben nach unten eckige, durchbohrte, in der zweiten Reihe gerundete, nicht durchbohrte Stücke gezeigt. Die drei folgenden Reihen zeigen einen weiteren Fertigungsschritt an. Die Artefakte sind rund, durchbohrt aber der Mantel, die äußere Peripherie ist noch nicht geschliffen und poliert. Darauf folgen drei Reihen perfekt polierter Perlen im ursprünglichen fertigen Zustand. Hier hat die Deflation noch nicht angesetzt. Die nächsten Reihe zeigt gleichartige Perlen wie die drei Vorgängerreihen, wobei die Stücke kleiner im Durchmesser angelegt sind. Auch hier sind wir in der Kategorie A, unverwitterte Perlen. Windüberformte Exemplare zeigen die drei nächsten Reihen Kategorie B und die Kategorie C, stark verwitterte Perlen, werden in den drei letzten Reihen gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren werden Schmuckanhänger, durchbohrte Zylinder aus Hartgestein (4x Hornstein, 1x Kalkstein und 1x Amazonit), verzierte Straußeneischalen, Kupfererz (Malachit aus dem nubischen Sandstein) sowie große, nicht durchbohrte Perlen gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rechte untere Ecke des Bildes zeigt neben einer tropfenförmig durchbohrten Straußeneischale ein rechteckiges Stück Hornstein mit einer zentralen Bohrung und ein sehr großes gerundetes Teil mit einer durchbohrten Straußeneischale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele aus der aquatischen Fauna und zwar sowohl aus dem Meeres- als auch aus dem Süßwasserbereich schließen sich an. Häufig sind die Stücke angeschliffen oder durchbohrt, um sie auffädeln zu können. Gut zu bestimmen sind die Kaurischnecken aus dem Roten Meer und Lymnaea natalensis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch die Kapitel:&lt;br /&gt;
* Töpfern, Bohren, Schleifen und Polieren; Fundkomplex Abu Tartur, Nr. 6&lt;br /&gt;
* Die Wirkung der Deflation auf Straußeneischalen; Fundkomplex Abu Tartur, Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Ägypten - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden 132 Fundtableaus werden nicht näher erklärt, da viele Artefakte in den entsprechenden Rubriken gezeichnet und wissenschaftlich beschrieben worden sind. Jedes Artefakt ist mit einer eindeutigen Fundplatznummer gekennzeichnet. Fundplätze mit Nummern finden Sie unter Fundkomplex Abu Tartur. '''HINWEIS:''' Klicken Sie 2x in Folge auf die gewünschte Abbildung und Sie sehen das Tableau in Bildschirmgröße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0003_N_AbuTartur.jpg|Abb. 1: Klingen und Lamellen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0009_B_AbuTartur.jpg|Abb. 2: Bohrer, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0011_E_AbuTartur.jpg|Abb. 3: Kerben, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0013_D_AbuTartur.jpg|Abb. 4: Mikrolithen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0018_P21_Tixier_Liste.jpg|Abb. 5: Auflistung nach Tixier, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0029_Perlen_AbuTartur.jpg|Abb. 6: Perlen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0035_L_AbuTartur.jpg|Abb. 7: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0033_12_AbuTartur.jpg|Abb. 8: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0037_6_AbuTartur.jpg|Abb. 9: Nabta Pfeilspitzen und andere, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0039_4_AbuTartur.jpg|Abb. 10: Querschneider von Fundplatz 0002/84 und andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0041_7_AbuTartur.jpg.jpg|Abb. 11: Flächeretuschierte Stielspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0043_11_AbuTartur.jpg|Abb. 12: Ounan Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0045_9_AbuTartur.jpg|Abb. 13: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0092_14_AbuTartur.jpg|Abb. 14: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0094_13_AbuTartur.jpg|Abb. 15: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0187_26_AbuTartur.jpg|Abb. 16: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0189_22_AbuTartur.jpg|Abb. 17: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0191_18_AbuTartur.jpg|Abb. 18: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0193_20_AbuTartur.jpg|Abb. 19: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0195_21_AbuTartur.jpg|Abb. 20: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0197_10_AbuTartur_Renate.jpg|Abb. 21: Blattspitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0199_23_AbuTartur.jpg|Abb. 22: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0201_15_AbuTartur.jpg|Abb. 23: Blattspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0203_16_AbuTartur.jpg|Abb. 24: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0205_1_19_AbuTartur.jpg|Abb. 25: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0206_17_AbuTartur.jpg|Abb. 26: Blattspitzen mix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0112_XXVI_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 27: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0149_Q_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 28: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0171_O_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 29: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0073_UU_AbuTartur.jpg|Abb. 30: Große plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0075_NN_AbuTartur.jpg|Abb. 31: Werkzeuge, Fundplatz 1072&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0077_QQ_AbuTartur.jpg|Abb. 32: Plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0079_HH_AbuTartur.jpg|Abb. 33: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0081_1_JJ_AbuTartur.jpg|Abb. 34: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0082_TT_AbuTartur.jpg|Abb. 35: Klingen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0084_KK_AbuTartur.jpg|Abb. 36: Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0086_OO_AbuTartur.jpg|Abb. 37: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0088_PP_AbuTartur.jpg|Abb. 38: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0090_RR_AbuTartur.jpg|Abb. 39: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0096_G_AbuTartur.jpg|Abb. 40: Sicheln und Sicheleinsätze, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0098_XXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 41: Klingen, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0100_ZZ_AbuTartur.jpg|Abb. 42: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0102_YY_AbuTartur.jpg|Abb. 43: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0104_XXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 44: Flächig bearbeitete Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0106_XXV_AbuTartur.jpg|Abb. 45: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0108_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 46: Klingen und Lamellen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0110_XXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 47: Verschiedene Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0114_XXII_AbuTartur.jpg|Abb. 48: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0116_XXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 49: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0118_XXI_AbuTartur.jpg|Abb. 50: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0120_XXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 51: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0122_XLIII_AbuTartur.jpg|Abb. 52: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0124_roem_L_AbuTartur.jpg|Abb. 53: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0126_XLVI_AbuTartur.jpg|Abb. 54: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0011/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0128_XLV_AbuTartur.jpg|Abb. 55: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0130_XLIV_AbuTartur.jpg|Abb. 56: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0132_LV_AbuTartur.jpg|Abb. 57: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0134_XLVII_AbuTartur.jpg|Abb. 58: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1046/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0136_XLVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 59: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0138_XLIX_AbuTartur.jpg|Abb. 60: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0140_1_LIV_AbuTartur.jpg|Abb. 61: Paläolithische Werkzeuge auf neolithischen Fundplätzen und Aterienspitzen (gekauft)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0141_LII_AbuTartur.jpg|Abb. 62: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0014/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0143_LI_AbuTartur.jpg|Abb. 63: Verschiedene Artefakte und Perlen, Fundplatz 1002/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0145_F_AbuTartur.jpg|Abb. 64: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0147_LIII_AbuTartur.jpg|Abb. 65: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1045/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0151_A_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 66: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0157_C_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 67: Bohrer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0159_SS_AbuTartur.jpg|Abb. 68: Klingen und Lamellen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0163_XXX_AbuTartur.jpg|Abb. 69: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0165_J_AbuTartur.jpg|Abb. 70: Große Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0173_K_AbuTartur.jpg|Abb. 71: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0175_VV_AbuTartur.jpg|Abb. 72: Messer und Spitzen, Fundplatz 1017/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0177_WW_AbuTartur.jpg|Abb. 73: Messer und Spitzen, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0183_M_AbuTartur.jpg|Abb. 74: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0208_III_AbuTartur.jpg|Abb. 75: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1035/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0210_XI_AbuTartur.jpg|Abb. 76: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0213_X_AbuTartur.jpg|Abb. 77: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0215_VII_AbuTartur.jpg|Abb. 78: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0217_VI_AbuTartur.jpg|Abb. 79: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1052/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0219_IV_AbuTartur.jpg|Abb. 80: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0009/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0221_V_AbuTartur.jpg|Abb. 81: Verschieden Artefakte, Perlen und Keramik, Fundplatz 0008/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0223_XVI_AbuTartur.jpg|Abb. 82: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0225_VIII_AbuTartur.jpg|Abb. 83: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0227_IX_AbuTartur.jpg|Abb. 84: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0229_XVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 85: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0231_roem_I_AbuTartur.jpg|Abb. 86: Paläolithische Artefakte auf neolithischen Fundplätzen (z.T. Wiederverwendung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0233_roem_II_AbuTartur.jpg|Abb. 87: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0010/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0236_XLII_AbuTartur.jpg|Abb. 88: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0238_XXXI_AbuTartur.jpg|Abb. 89: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0240_XXXII_AbuTartur.jpg|Abb. 90: Bohrer und Pfrieme, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0242_XXXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 91: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0244_XXXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 92: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0246_XXXV_AbuTartur.jpg|Abb. 93: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0248_XXXVI_AbuTartur.jpg|Abb. 94: Bohrer, Klingen und andere Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0250_XXXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 95: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1072/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0252_XXXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 96: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0254_XXXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 97: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0256_XL_AbuTartur.jpg|Abb. 98: Lamellen, kleine Klingen und Mikrolithen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0258_XLI_AbuTartur.jpg|Abb. 99: Retuschierte Thermoscherben, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0260_LVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 100: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0262_XVII_AbuTartur.jpg|Abb. 101: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1016/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0264_H_AbuTartur.jpg|Abb. 102: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0266_XII_AbuTartur.jpg|Abb. 103: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0268_XV_AbuTartur.jpg|Abb. 104: Sichelmesser und &amp;quot;Ackerbau Geräte&amp;quot;, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0270_XIX_AbuTartur.jpg|Abb. 105: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1019/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0272_XIV_AbuTartur.jpg|Abb. 106: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0275_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 107: Verschiedene Artefakte, Fundplätze auf dem Plateau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0277_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 108: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0279_LX_AbuTartur.jpg|Abb. 109: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1039/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0281_XIII_AbuTartur.jpg|Abb. 110: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0284_LIX_AbuTartur.jpg|Abb. 111: Klingen, Kerbklingen und Windkanter, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0286_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 112: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1022/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0322_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 113: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0323_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 114: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0335_besondereWerkzeuge_AbuTartur.jpg|Abb. 115: Große Werkzeuge, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0336_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 116: Reib- und Malsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0337_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 117: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0339_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 118: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0343_Reibstein_AbuTartur.jpg|Abb. 119: Reibsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0340_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 120: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0356_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 121: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0357_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 122: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0358_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 123: Paletten, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0359_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 124: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0360_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 125: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0364_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 126: Reibschale mit Reibstein, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0348_AbuTartur.jpg|Abb. 127: Kerne, Klopfsteine und Spielsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0349_Keulenköpfe_AbuTartur.jpg|Abb. 128: Keulenköpfe, AbuTartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0350_AbuTartur.jpg|Abb. 129: Verschiedene Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0351_AbuTartur.jpg|Abb. 130: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0352_AbuTartur.jpg|Abb. 131: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0334_plattige_Stücke_AbuTartur.jpg|Abb. 132: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kharga==&lt;br /&gt;
G. Caton – Thomson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G. Caton Thompson beschreibt sechs Fundstellen innerhalb der Khargaregion, auf denen Pfeilspitzen vorkommen.&lt;br /&gt;
Diese sind&lt;br /&gt;
* 1.) K05 Bellaida&lt;br /&gt;
* 2.) K015 Umm ed Dabadib&lt;br /&gt;
* 3.) Ghuata (Qasr El Ghueita )&lt;br /&gt;
* 4.) Gala Hill&lt;br /&gt;
* 5.) Abu Sighwal Pass ( Nagb Umm Sirwal )&lt;br /&gt;
* 6.) Yesba Pass ( Nagb Asyut, Gebel El Yabisa )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) K05 Bellaida'''&lt;br /&gt;
Die Stelle liegt südlich der Gebirgslücke zwischen dem Gebel Teir und dem Gebel Tarif.&lt;br /&gt;
Eine Gesamtwerkzeugmenge von 42 Stücken wurde beobachtet aber nicht weiter bearbeitet und veröffentlicht. Unter den auf Tafel 100 vorgestellten Artefakten befinden sich ein Querschneider F8, eine teilflächig retuschierte Blattspitze, eine D7 - Spitze, eine D19 - Spitze und ein Stück, welches einen Übergang von der rhombischen zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) K015 Umm el Dabadib'''&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt in einer breiten Gasse der Abu Muharig Dünenkette in den Ausläufern des südliche Abbruchs des libyschen Plateaus.&lt;br /&gt;
74 Werkzeuge, darunter auch Pfeilspitzen, wurden gefunden und nicht weiter klassiert. 21 Pfeilspitzen sind auf Tafel 99 dargestellt, sie zeigen H1 - Spitzen und Übergänge von H1 nach H5 sowie Blattspitzen vollflächig und teilflächig retuschiert vom Typ C1 und C3, eine schlanke D12 - Spitze und Dreieckspitzen der Typen A1 und H7. Ein atypisches, flächig retuschiertes Stück ist die Nr. 13, die wie eine verunglückte Mischung aus C3 und D6 anmutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) Ghuata ( Qasr El Ghueita )''' &lt;br /&gt;
Der ptolemäische Tempel von Ghuata liegt rund 20 km südlich von Kharga, östlich davon schließt sich eine deflationsgeglättete Depression an.&lt;br /&gt;
Ghuata produzierte 61 Werkzeuge, davon sieben Pfeilspitzen. Gezeichnet sind auf Tafel 95 fünf Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte C3 - Spitzen, eine mit auf beiden Seiten flachen Randretuschen versehene C1 - Spitze, eine asymmetrische H5 - Spitze und eine H - Spitze mit einseitig angedeutetem Stiel, die als abgebrochene Ounanspitze beschrieben ist. Die übrigen auf den Tafeln 94 und 95 gezeigten Stücke weisen epipaläolithische Merkmale auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) Gala hill'''&lt;br /&gt;
22 km südlich von Ghuata liegt innerhalb der Depression ein 124 m hoher Sandsteinhügel mit dem Namen Gala hill. Auf diesem Platz wurden 45 Werkzeuge, davon 13 Pfeilspitzen, gefunden, welche sich unterteilen in 12 Querschneider und eine Ounanspitze. Die restlichen Artefakte sind Klingen, Lamellen, geometrische Mikrolithen sowie weitere epipaläolithische Implemente. Das Inventar erinnert an die Abu Tartur Fundstelle 0002/84.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) Abu Sighwal Pass'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle liegt auf dem östlichen Kalksteinplateau nordöstlich des Gebel Umm El Ghanayin in mit terra rossa gefüllten kleinen Senken, ähnlich wie es sich auf dem Abu Tartur Plateau darstellt.&lt;br /&gt;
Die Fundstreuung ergab 67 Werkzeuge davon lediglich zwei Bewehrungen, nämlich Ounanspitzen wie eine auf der Tafel 98 unter Nr. 3 abgebildet ist. Die Tafel zeigt ebenfalls eine Blattspitze unter 2/98, diese wird aber im Inventar nicht aufgeführt. Die übrigen Werkzeuge bestehen hauptsächlich aus Klingen ( 17 Stück ), Lamellen ( 19 Stück ) und geometrischen Mikrolithen wie Dreiecken und einem Segment. Das Ganze mutet epipaläolithisch an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) Yesba Pass'''&lt;br /&gt;
Dieser Pass bildet den nördlichen Zugang zu den Kharga Oasen und ist über 50 km von Kharga Zentrum entfernt. Auch hier liegen Artefaktenkonzentrationen in kleinen, flachen, terra rossa gefüllten Senken.&lt;br /&gt;
Yesba gab 148 Werkzeuge her, davon 66 Pfeilspitzen. Die übrigen Artefakte sind typische epipaläolithische Stücke mit 64 gestumpften Lamellen, Segmenten und Dreiecken. Kerbklingen sowie Quarzartefakte in Form von Kratzern oder meißelartigen Kernen sind ebenfalls vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen sind wie folgt unterteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;auto&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Pfeilspitzetyp'''||'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Querschneider||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ounanspitzen||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lamellenartige Rhombische||25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rhombische||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Atypische||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blattspitzen||26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stielspitzen inkl. I||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|'''Total'''||'''66'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Ounanspitzen kann auch das Exemplar Nr. 16 Tafel 97 gerechnet werden. Die Lamellenartigen entsprechen den Typen H1 ( 15/97 ), H5 ( 9/97 ) und Übergängen von H1 nach H5 ( 13/97 ).&lt;br /&gt;
Rhombische Exemplare sind zwei vorhanden, nämlich die Nr. 21 und Nr. 22 der Tafel 97.&lt;br /&gt;
Die atypische Spitze 8/97, die bis auf den linken Rand auf ihrem Umfang kantenretuschiert erscheint, fällt in die Gruppe H19.&lt;br /&gt;
Nr. 20/97 kann unter I 4 eingeordnet werden. Die Blattspitzen entsprechen den Typen C1 und C3 und das Exemplar 26/97 weist schon nach C6. Die dargestellten Stielspitzen können dem Typ D7 zugeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den Fundstellen Abu Sighwal und Yesba wurden auf dem Plateau noch 34 Werkzeuge am Gebel Umm El Ghenneiem und 36 Stücke bei Agaba Matana gefunden. Sie bringen keine weiteren Typen und sind auch nicht weiter aufgeschlüsselt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einordnung der beschriebenen und / oder gezeichneten Pfeilspitzen des „ Bedouin &lt;br /&gt;
Microlithic „ von Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''K015'''&lt;br /&gt;
|'''K05'''&lt;br /&gt;
|'''Ghuata'''&lt;br /&gt;
|'''Gala'''&lt;br /&gt;
|'''Sighwal'''&lt;br /&gt;
|'''Yesba'''&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Werkzeuge'''&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|61&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|67&lt;br /&gt;
|148&lt;br /&gt;
|437&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Davon Pfeilspitzen'''&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|117 &lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|19&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|E&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|F&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|G&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|H&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|50&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den rund 500 aufgefundenen Werkzeugen sind 437 dokumentiert. Von letzteren sind 115 oder 26,6 % Pfeilspitzen. ( Da die Familie I nicht mitgerechnet wird reduziert sich die Zahl auf 113 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 1'''&lt;br /&gt;
* = A + B + E&lt;br /&gt;
* = 2 + 0 + 3&lt;br /&gt;
* = 5 oder 4,42 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 2''' &lt;br /&gt;
*= C&lt;br /&gt;
*= 31 oder 27,43 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 3'''&lt;br /&gt;
*= D&lt;br /&gt;
*= 11 oder 9,74 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 4''' &lt;br /&gt;
*= F + G + H&lt;br /&gt;
*= 16 + 0 + 50   &lt;br /&gt;
*= 66 oder 58, 41 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den weiter oben behandelten Pfeilspitzen wurden elf große, ausgekehlte Dreieckspitzen gefunden. Wie Tafel III zeigt, handelt es sich unter anderem um ein durchschnittliches Exemplar mit 41 mm Länge und um ein weiteres von 63 mm Länge und einer Kehle von 28 mm Tiefe. Von den elf Exemplaren, 7 wurden in  K0 15 gefunden, 4 stammen von K0 5, weisen 6 eckige Schwingen auf, die übrigen dürften gerundet sein. Schwingen vom Typ A 25 mit nach innen gebogenen, spitzen Schwingenenden wurden von G. Caton Thompson nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''D.L. Holmes'''&lt;br /&gt;
Wie D.L. Holmes in ihrer „ Analysis and comparison of some prehistoric projectile points from Egypt „ schreibt, entdeckte sie im Dezember 1983 in der Umgebung von Kharga 45 Pfeilspitzen verschiedenster Typen, wie sie auch schon von G. Caton - Thompson beschrieben worden sind und von dieser als „ bedouin microlithic „ klassiert wurden. Der Anteil der Pfeilspitzen am Gesamtvolumen der Werkzeuge beträgt 12 %. Zwei Bruchstücke konnten nicht eingeordnet werden. Die Funde stammen von acht verschiedenen Stellen und obwohl das Gebiet mit Umm - el - Dabadib angegeben ist, zählen dazu auch die nordöstlich von Kharga gelegenen Quellhügel K0 8 und K0 6. Der in der Nähe von Umm - el - Dabadib gelegene Fundplatz K0 15 wird nicht erwähnt. Die Entfernung zwischen K0 6 und K015 beträgt rund 40 km. Der Fundplatz K0 10, der ebenfalls zu den acht Stellen gehört, an denen Pfeilspitzen gesammelt wurden, wird von G. Caton - Thompson dem oberen Acheul zugerechnet. Wahrscheinlich ist es hier zu Verwechslungen der Bezeichnungen gekommen. Für die Analyse der Funde und für Vergleiche mit Sammlungen aus dem gleichen Gebiet werden die beiden Fragmente ausgeklammert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 4,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||15||34,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||16||37,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||10||23,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''43'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weitere Fundbeobachtungen in den Kharga - Oasen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Wendorf und R. Schild, die 1980 in den Kharga - Oasen gearbeitet haben, erwähnen keine Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Simmon und Mandel dagegen sprechen in ihrem Bericht von 1986 von einigen unregelmäßigen Pfeilspitzen, sowie von Blatt - und Stielspitzen, die Menge dürfte bei 12 - 15 Stücken liegen.&lt;br /&gt;
Die umfangreichste Sammlung aus dem Gebiet von Umm - el - Dabadib und Kharga dürfte von R. Ulbrich und G. Ulbrich stammen. Sie enthält 615 Pfeilspitzen, die sich wie folgt verteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 43|| 6,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||184||29,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||283||46,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||105||17,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''615'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgebildet und beschrieben sind sie in diesem Bericht auf den Tafeln Ä - U1, Ä - U2, &lt;br /&gt;
Ä - U3 und teilweise auf weiteren Tafeln der Bezeichnung Ä unter den Kürzeln K, D und Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schreiber des Berichts hatte die Gelegenheit einen Teil des oben genannten Gebiets zu begehen, hier der Fundbericht :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundgebiet Nr. 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koordinaten : ( Mittelwerte ) L = 30°25’, B = 25°28’&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geographie : Rund 10 km nördlich von Kharga erhebt sich der Gebel el Teir, westlich davon liegt mit 451 m die höchste Erhebung der Gegend, der Gebel Tarif und seine nördliche Fortsetzung, der Gebel el Sheikh. 15 km weiter nach Norden schiebt sich das libysche &lt;br /&gt;
Kalksteinplateau in die Kharga - Senke. An seinen Flanken liegen im Nordosten des Fundgebietes die trocken gefallene Oase Ain - el - Labakha und im Nordwesten das Fort Ain - el - Wan ( rund 5 km südlich von Umm - el - Dabadib ). Die weiteren approximativen Begrenzungen des Fundgebietes sind im Osten die Linie Ain - el - Labakha – Gebel el Teir, im Westen der Schnittpunkt der Linien Ain - el - Wan südwärts und Gebel el Teir westwärts. Die Landschaft ist geprägt durch die Dünenketten des Abu Muharig mit Sicheldünen bis zu 50 m Höhe. Die äolische Überformung ist extrem weit fortgeschritten, dennoch haben sich auch Playagebiete, teilweise mit Yardangs durchsetzt, halten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausdehnung : N – S = 17,5 km, W – O = 10 km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschreibung des Fundplatzes : Die meisten Fundstellen sind an Restplayas gebunden aber auch auf Sandsteinuntergrund kommen sekundäre Konzentrationen vor. &lt;br /&gt;
In situ Plätze und Herdstellen sind nicht beobachtet worden, mit Ausnahme einiger in Yardangs in Kopfhöhe eingeschlossener Artefakte ist das Fundmaterial ausnahmslos bewegt worden. K0 15, ein „ bedouin microlithic „ Fundplatz G. Caton - Thompsons südlich von   Ain - el - Wan ist lediglich begangen worden und in seiner vorgefundenen Situation belassen worden, das gleiche gilt für K0 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar : 360 Steinartefakte, davon 10 nicht modifizierte, sind aufgesammelt worden. Die 350 Werkzeuge gliedern sich wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer|| 23|| 6,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||54||15,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||7||2,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rückengestumpfte Lamellen||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||38||10,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Endretuschen||4||1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Geometrische Microlithen||5||1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Microburin Technik||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Andere||213||60,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''350'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe „ Andere „ setzt sich zusammen aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ounanspitzen|| 8|| 2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierten Stücken||67||19,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Side - blow - flakes||8||2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Pfeilspitzen||80||22,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Zweiflächnern||26||7,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstigen||24||6,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''213'''|| '''60,85'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert man die Pfeilspitzen inklusive der Ounan - Spitzen nach Hugot, so wird folgendes Ergebnis sichtbar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''87'''|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen vom Typ I, mit einem Exemplar vertreten, werden nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
Im Vergleich mit den Analysen der Pfeilspitzen der Abu Tartur Fundplätze 1024/82, 1023/82 und 1017/82 fällt auf, dass das Indiz III des Fundgebietes 1026/82 um rund 20 % bis 30 % höher liegt, ansonsten sind Ähnlichkeiten trotz des unwissenschaftlichen Absammelns durchaus zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten im Gebiet 1026/82 sind nicht weiter vertieft worden und zwar aus zwei Gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Die Fundplätze sind durch Deflation stark gestört und definierbare Kulturschichten sind nicht gefunden worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Die Entfernung von der Basis Abu Tartur war zu groß und für eine Einzelperson war das schwierige Gelände zu risikoreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der größenordnungsmäßig unterschiedlichen, von verschiedenen Personen in einer recht großen Zeitspanne gesammelten Pfeilspitzen des „ bedouin microlithic „ ergibt ein interessantes Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''G. Caton-Thompson*'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''D. L. Holmes**'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''R. und G. Ulbrich'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1026/82***'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 4,42|| 2|| 4,65|| 43|| 6,99|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||31||27,43||15||34,88||184||29,92||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||11||9,74||16||37,21||283||46,02||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||66||58,41||10||23,26||105||17,07||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Total|| 113|| 100,00|| 43|| 100,00|| 615|| 100,00|| 87|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die elf großen, ausgekehlten Dreieckspitzen von K0 5 und K0 15 werden, da von Caton - Thompson eher dem „ peasant neolithic „ zugerechnet, später behandelt.&lt;br /&gt;
* ** Ohne Bruchstücke.&lt;br /&gt;
* *** Eine Pfeilspitze der Familie I ist unberücksichtigt geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine klare Übereinstimmung der Sammlungen Holmes, Ulbrich und 1026 ist nicht von der Hand zu weisen. Gemeinsam ist allen ein geringer Wert des Indiz I, der zwischen rund 5 % und 7 % liegt. Ein Drittel der Spitzen gehört zum Indiz II. Die stärkste Gruppe bilden die gestielten Pfeilspitzen mit rund 35 % bis 46 % und die Gruppe der nicht flächig bearbeiteten Stücke liegt bei rund 17 % bis 25 %. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ins Bild passen die entsprechenden Zahlen von G. Caton - Thompson. Ihr Fundgebiet erstreckte sich weiter nach Süden und zu den Pässen im Norden, der epipaläolithische Anteil der hier angetroffenen Fundstellen ist höher. G. Caton - Thompson klassiert außerdem die Fundstellen K0 5 und K0 15 als gemischt aus „ bedouin microlithic „ und „ peasant    neolithic „.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den in Abu Tartur gewonnenen Kenntnissen stellen die Oberflächenfunde in dem hier behandelten Raum ein Artefaktengemenge aus den verschiedensten Epochen und Kulturen dar. Dieses wird verständlich durch die Tatsache, dass der Boden in der Khargasenke im Mittel jährlich um 2 mm abgesenkt wird. Bis auf wenige Ausnahmen, K0 15 ist teilweise eine solche, ist von den ursprünglichen Lagerplätzen nichts übrig geblieben. Die Herde sind weggeblasen worden, die Keramik zu Staub zerrieben und die Steinartefakte nach Korngröße gesichtet worden. Das Material ist dermaßen durcheinander gewirbelt, dass es schon wieder homogen erscheint, wie der typologische Vergleich der verschiedenen Sammlungen suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine in Abu Tartur angefertigte Langzeitstudie über die Auswirkung des Windschubes auf prähistorische Artefakte belegt mit eindeutigen Zahlen sowohl Verschiebung als auch Sichtung (bislang unveröffentlicht, aktuell in dieser Internetpräsenz, siehe: Windschubmessung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Tartur==   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zur El Ghorab Straße zwischen Kharga und Dakhla verläuft die Bruchkante des libyschen Plateaus in westöstlicher Richtung, lediglich die Felsmasse von Abu Tartur schiebt sich nach Süden in die Sandsteinebene vor. Die Bruchkante ist hier, bedingt durch die harten Kurkurschichten mit 550 m höher als die übrigen, bei rund 450 m – 500 m liegenden Partien. Begrenzt wird der Vater der Zipfelmütze, so die Bedeutung von Abu Tartur, im Süden und Osten durch eine mit Zeugenbergen durchsetzte, sandige Ebene der Nubiaschichten, im Westen durch den Wadi Batikh, den Wassermelonen - Fluss und im Norden durch den Wadi Ain Amur. Die mittleren Koordinaten sind 29°30’ – 30°10’ Ost und 25°20’ – 25°40’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird unter Abu Tartur vor allem die ungefähr 50 km westlich von Kharga gelegene Phosphatgrube im südöstlichen Bereich des Massivs verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier war der Verfasser, abgesehen von einer früheren, kurzen Intervention im Jahr 1978, von 1982 bis 1987 als Bergingenieur im Auftrag der Societé Francaise d´ Etudes Minieres ( Sofrémines ) tätig. Außerdem ermöglichte die deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen eines Sonderforschungsprogramms eine sechswöchige Visite mit Archäologen des Heinrich Barth - Instituts für Ur - und Frühgeschichte der Universität zu Köln im Herbst 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Freizeit während des Aufenthalts in Ägypten in den Jahren 1982 – 87 wurden im Umkreis von rund 30 km 146 Fundstellen entdeckt, davon 25 größere mit 100 bis 2500 Werkzeugen. Eine detaillierter Bericht liegt vor, eine Kopie befindet sich im Kölner Institut. Eine Veröffentlichung, auch auszugsweise, wurde nicht vorgenommen. Wohl aber wurden Informationen und erkannte Zusammenhänge für Veröffentlichungen unter anderem Namen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besiedlungsdauer in Abu Tartur reicht vom Epipaläolithikum bis zum ausgehenden Neolithikum falls die wenigen paläolithischen Einzelfunde wie z.B. Aterienspitzen unberücksichtigt bleiben. Das Inventar stammt von der Oberfläche, auf Grabungen ist verzichtet worden, selbst wenn die Überdeckung aus geringmächtigen Lockersedimenten bestand. Spuren späterer Aktivitäten aus historischen Zeiten ist nicht nachgegangen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon im Fundstellenbericht Abu Tartur dargestellt, sind in situ - Plätze in der Sahara äußerst selten. Das Vorhandensein von überdeckenden Ablagerungen stellt keine Garantie für ungestörte Kulturschichten dar. Häufig handelt es sich dabei um umgelagerte äolische Sedimente oder durch Wadis transportiertes Material. In diesen Situationen können sich Artefakte der verschiedensten Zeitalter vom langschmalen Dreieck bis zur schlanken, beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze im gleichen ergrabenen Horizont finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einigen der bedeutenderen Fundstellen fehlt die schützende Decke und das heterogene Fundmaterial ist auf die heutige Oberfläche projiziert worden. Zum Glück gibt es aber auch kleinere Konzentrationen, die unvermischt gerade aus ihrer originalen Situation auswittern und die es erlauben das Artefaktengemisch zu entwirren.&lt;br /&gt;
Kleine Fundstellen sind vielfach homogen in Bezug auf die Verwendung von Rohmaterial, die Bearbeitungstechnik und das Typenvorkommen.&lt;br /&gt;
Die Typenvielfalt der Abu Tartur Fundstellen spiegelt sich im Reichtum der Pfeilspitzenformen, wie die Auswertung des Materials einiger der größeren Konzentrationen zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der Pfeilspitzen - Formen &lt;br /&gt;
Fundplatz 1023/82 : 2462 Werkzeuge davon 44,76 % Pfeilspitzen. Von den 1546 unter Varia ( Tixier 112 ) klassierten Artefakten waren 1071 Pfeilspitzen, dazu kommen 32 Ounanspitzen ( Tixier 107 ), so dass eine Gesamtmenge von 1103 Bewehrungen entsteht. Alter nicht gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anzahl&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|%&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz I&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|A + B + E&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|21 + 6 + 6&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|3,02&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz II&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|575&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|52,61&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz III&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|203&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|18,57&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz IV&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|F + G + H&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|0 + 5 + 277&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|282&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|25,8&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''1093'''&lt;br /&gt;
|'''='''&lt;br /&gt;
|'''100'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zehn Stücke der Familie I werden nicht berücksichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1005/83 : 897 Werkzeuge davon 43,03 % Pfeilspitzen. Von den 546 unter Varia klassierten Artefakten waren 376 Pfeilspitzen dazu gesellen sich noch zehn Ounanspitzen, so dass sich eine Gesamtmenge von 386 Bewehrungen ergibt. Alter 6420 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 19|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||223||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||73||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||59||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''374'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie I ist mit 12 Stücken vertreten und wird in der Auswertung nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1024/82 : 459 Werkzeuge davon 37,47 % Pfeilspitzen. Von den 322 unter Varia klassierten Werkzeugen waren 169 Pfeilspitzen. Zusammen mit den drei Ounanspitzen wird eine Anzahl von 172 Stücken erreicht. Alter 6620 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 9|| 5,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||123||72,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||20||11,83&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||17||10,06&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''169'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Pfeilspitzen der Familie I sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 : 729 Werkzeuge davon 24,42 % Pfeilspitzen. Von den 186 unter Varia klassierten Artefakten waren 125 Pfeilspitzen, hinzu kommen die unter Tixier 107 eingeordneten 53 Ounanspitzen des Fundplatzes, welche allgemein als Bewehrungen gewertet werden. Die Summe aller Pfeilspitzen beträgt demnach 178. Alter 7145 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 6|| 3,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||86||48,59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||14||7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||71||40,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''177'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Stück gehört in die Familie I und wird hier nicht gewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1004/83 : 628 Werkzeuge davon 21,66 % Pfeilspitzen. Von den 139 unter Varia klassierten Artefakten waren 113 Pfeilspitzen, mit den 23 Ounanspitzen des Fundplatzes ergibt sich eine Gesamtmenge von 136 Stücken. Alter 7590 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 1,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||24||17,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||6||4,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||103||76,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''135'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Pfeilspitze der Familie I wird nicht mitgezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 0002/84 : 402 Werkzeuge davon 47,51 % Bewehrungen. Die 191 Bewehrungen lassen sich zum größten Teil auf die Tixier Nummern 87 und 92 zurückführen, hinzu kommen weitere Querschneidertypen sowie Pfeilspitzen der Typen H 10 ( Dreieck ), H 1 ( Blatt ), H 5 ( Stiel ) sowie Ounanspitzen ( H 12 ) und Ounan - Harif - Spitzen ( H 14 ). Alter 9120 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 0|| 0,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||3||1,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||1||0,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||187||97,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''191'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Blattspitzen der Familie C scheinen auf den ersten Blick nicht in den Kontext zu passen, obwohl sie in ihrer Größe und der Art der Flächenretuschierung von Blattspitzen anderer Abu Tartur Fundstellen abweichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Stielspitze der Familie D ist einseitig flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, sie gleicht vom Material und der Technik her der Hybridspitze  ( Tafel Ä 35/14 ), die ebenfalls flache Randretuschen zeigt. Beide Stücke sowie auch die leicht rhombische H 14 Spitze ( Tafel Ä 35/13 ) mit Kantenretuschen an den proximalen Begrenzungslinien können zum kulturellen Inventar gehören. Damit wäre die D – Spitze ein sehr frühes Beispiel einer flächenretuschierten, gestielten Pfeilspitze ( Ä 12/6 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben 0002/84 ist auch der Fundplatz 1072/86 wegen seines homogenen Aspekts hoch interessant. Die auf 7670 +- 50 und 7645 +- 35 BP datierte Fundstelle erscheint weitestgehend unvermischt und wittert in schmalen Windkanälen oder auch Regenrinnen aus, so dass immer wieder in zeitlichen Abständen frische Artefakte gefunden werden können. Durch diese Tatsache erklärt sich das Zustandekommen der Sammlung 1072/02, die von Heiko Riemer durchgeführt wurde und welche neben 17 gestielten Spitzen, 8 Kerbresten und 5 weiteren retuschierten Werkzeugen auch 23 unmodifizierte Klingen und 49 Abschläge, letztere meistens Abfallstücke der Werkzeugproduktion, aufweist. Die erste Sammlung stammt von 1986, dem Jahr der Entdeckung der Fundstelle. Die Zusammenstellung der retuschierten Artefakte umfasst 125 Stücke und sieht wie folgt aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Nr. Tixier'''&lt;br /&gt;
|'''Werkzeug'''&lt;br /&gt;
|'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|'''%'''&lt;br /&gt;
|'''% der Gruppen'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|Einfacher Kratzer auf Abschlag&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|Kreisförmiger Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|Vorspringender Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|7,1&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|Gekerbter Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Kratzer auf gestumpfter Klinge&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|Doppelend - Bohrer&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|II&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|Stichel&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|III&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|IV&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|55&lt;br /&gt;
|Gebogene Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|Bruchstück rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|8,8&lt;br /&gt;
|VI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|Ouchtata Lamelle&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|Gekerbter Abschlag&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|Gezähnter Abschlag&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|76&lt;br /&gt;
|Kerbklinge oder Kerblamelle&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|VII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|Gezähnte Klinge oder gezähnte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8 &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|80&lt;br /&gt;
|Endretusche&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|VIII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|105&lt;br /&gt;
|Durchgehende Retusche&lt;br /&gt;
|47&lt;br /&gt;
|37,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|Ounanspitze&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|72&lt;br /&gt;
|XI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|Verschiedene&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|18,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Total&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|125&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die erste Sammlung 16 % an Ounanspitzen und den damit verwandten Artefakten aufweist, steigt der Anteil beim Gesamtinventar ( 1072/86 plus 1072/02 ) auf 21 %.&lt;br /&gt;
Die Ounanspitze ist ursprünglich ein Werkzeug aus dem Epipaläolithikum, wo sie möglicherweise als Bohrer benutzt wurde. Benannt ist sie nach dem Fundort Bir Ounan im südlichen Taoudeni in der Republik Mali. Vorneolithische Vorkommen sind unter anderen Ain Fritissa im südlichen Marokko, Oued Diffel, Bou Nouara und Dakhlat es - Saadane in Algerien und Ténéré im Norden Nigers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Stücke aus der Ostsahara fallen in die Zeit um 7850 BP – 7600 BP ( El Jarar Early Neolithic, Wendorf et al. 2001 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Abu Tartur Fundstelle 1072/86 gehört in diesen Zeitraum. Außer den von Tixier definierten Ounanspitzen finden sich hier in den gleichen Schichten Pfeilspitzen, die eine Bruchfläche am Stielende aufweisen und solche, bei denen Schlagfläche und Bulbus erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit sind Herkunft und frühes Auftreten dieser Stielspitzen, einmal der „ Abu Tartur Spitze „ und zum anderen der kantenretuschierten Spitze mit modifiziertem Stiel, geklärt. Die Bearbeitung des Stiels dieser nach Hugot als „ H5 „ oder nach Caton - Thompson als „ Ounanien „ zu bezeichnenden Pfeilspitze kann Teile oder die Gesamtheit des Stiels betreffen, es werden sowohl steile als auch flache Retuschen beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiele seien genannt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ounanspitze  -  1072  Tafel Ä 33 Nr. 2&lt;br /&gt;
* Abu Tartur Spitze  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 2&lt;br /&gt;
* H5 - Spitze nach Hugot  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die meisten Artefakte der Fundstelle 1072/86 sind auch diese drei Exemplare aus karamellfarbenem Hornstein hergestellt.&lt;br /&gt;
Ohne die Sammlung Ulbrich enthält das lithische Gesamtinventar Abu Tarturs 14375 Werkzeuge davon 3173 Pfeilspitzen und Pfeilschneiden, Ounanspitzen nicht inbegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reibschalen, Läufersteine und Hammersteine sind in dieser Auflistung nicht berücksichtigt. Der prozentuale Anteil der Pfeilspitzen für die Gesamtheit der Abu Tartur Fundstellen beträgt 21,06 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Geschossbewehrungen der Sammlung Ulbrich und anderer stehen für eine Auswertung insgesamt 4000 Stücke zur Verfügung, rund 1000 dieser Pfeilspitzen sind durch Zeichnungen im Maßstab 1 : 1 und Kurzbeschreibungen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Fayum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Gertrude Caton-Thompson und Elinor Gardner entdeckten und bearbeiteten Fundstellen liegen am Nordufer des Birket el Qarun, einem Restsee in der Fayum-Depression. Die Seeoberfläche liegt heute 45m unter dem Meeresniveau. Durch die Hochwasser des Nils und durch erhöhte Regenfälle während der holozänen Feuchtperioden hat der See häufiger seine Größe und seine Uferzonen verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den drei Grabungsperioden 1924/25, 1925/26 und 1926/24 bearbeiteten sie zum einen das Fayum B, eine Kultur, die auf mikrolithischen Werkzeugen und der Technik der Kantenretuschierung basierte und die keinerlei Keramik aufwies, zum anderen das Fayum A, welches sämtliche Attribute eines entwickelten Neolithikums aufwies als da sind Ackerbau und Viehzucht, Keramik und flächenretuschierte Steinwerkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist, dass die beiden so unterschiedlichen Kulturen große, flächenretuschierte, ausgekehlte Pfeilspitzen ähnlicher Art hervorgebracht haben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Fayum Kulturen wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 3910 +- 115 BC, 3860 +- 100 BC und 3210 +- 100 BC angegeben, wobei das älteste Datum dem höchsten Seestand entspricht und das jüngste Datum der heutigen Uferlinie zugeordnet ist.&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Pfeilspitzen-Vorkommen behandelt wie sie in G. Caton-Thompson „The Desert Fayum“ von 1934 dargestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fayum Fundplätze und ihre Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Nr.Werkzeuge'''|| '''Nr.Pfeilspitzen'''|| '''%'''|| '''A1'''|| '''A17'''|| '''A 2'''|| '''C'''|| '''D'''|| '''E'''|| '''I'''|| '''H'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||'''A18'''||'''A25-A28'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||||'''A13'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site K|| 43|| 14|| 32,6|| 5|| -|| -|| 9|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| L Basin Sites|| 121|| 38|| 31,4|| 8|| -|| 7|| 17|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area L-X|| 116|| 29|| 25,0|| 6|| -|| -|| 18|| 5|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site X|| 113|| 24|| 21,2|| 5|| 1|| 7|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area X-V, X-W|| 39|| 10|| 25,6|| -|| -|| 1|| 1|| 8|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site V|| 213|| 105|| 49,3|| 1|| 4|| 25|| 23|| 52|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas cii-w, cii-v,v-w|| 90|| 25|| 27,8|| 6|| -|| 14|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camp ii Basin|| 651|| 312|| 47,9|| 12|| -|| 30|| 77|| 192|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Z|| 84|| 20|| 23,8|| -|| 2|| 6|| 12|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Z Basin|| 79|| 60|| 75,9|| 1|| -|| -|| 1|| 53|| 4|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Zi|| 78|| 11|| 14,1|| 6|| -|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Lifeh to Qasr Sagha|| 72|| 23|| 31,9|| -|| 4|| 8|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site R|| 34|| 13|| 38,2|| 1|| -|| 7|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| N Basin sites-S|| 44|| 13|| 29,5|| -|| 1|| 2|| 7|| 3|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site T|| 38|| 9|| 23,7|| -|| 2|| 6|| 1|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas R-T, S-T|| 18|| 3|| 16,7|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area T-O|| 15|| 8|| 53,3|| 1|| -|| 3|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site O|| 10|| 2|| 20,0|| 1|| -|| 1|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site N|| 184|| 24|| 13,0|| -|| 6|| 10|| 2|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West Dimai Basin|| 95|| 35|| 36,8|| 6|| -|| 11|| 9|| 9|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dimai Dyke Area|| 18|| 4|| 22,2|| 2|| -|| 2|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D3 Wadi site M|| 67|| 54|| 80,6|| 5|| -|| 28|| 9|| 12|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Southern Area|| 7|| 1|| 14,3|| 1|| -|| -|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West End Sites|| 100|| 22|| 22,0|| 2|| -|| 10|| 3|| 7|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total (neolithisch und ungewisses Alter'''|| '''2329'''|| '''859'''|| '''36,9'''|| '''69'''|| '''20'''|| '''179'''|| '''228'''|| '''357'''|| '''4'''|| '''2'''|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 1||=|| A+B+E||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||268+0+4||=|| 31,74 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||272||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 2|||| C|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||228||=||26,60 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 3||=|| D|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||357||=||41,66 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 4||=|| F+G+H|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||0||=||0,00 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Stücke fallen in die Familie I, die nicht berücksichtigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häufigkeit der Pfeilspitzen im Gesamtinventar der Fayum Sammlung Caton-Thompsons liegt bei 36,9 % und ist damit wesentlich höher als bei vergleichbaren Fundstellen. Die Bandbreite liegt zwischen 13 % bei Site N und erreicht 80,6 % bei Site M.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zahlen lassen, wie es auch aus den Kommentaren Caton-Thompsons zu den einzelnen Fundstellen hervorgeht, auf ein selektives Absammeln, auf  vorhergehendes Sammeln von Touristen und Plünderern und / oder auf durch Wind und Wasser zusammengetragene Artefaktenkonzentrationen und Sichtung nach Korngrößen schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die typischen, da häufigsten Pfeilspitzenarten in der Caton-Thompson Kollektion sind die Gestielten aus der Familie D. Sie erreichen 41,66 % des Gesamtvolumens und werden gefolgt von A-Spitzen der Gruppen A1, A17, A18, A2, A25 und A26, welche zusammen 31,74 % ergeben. Die Blattspitzen liegen mit 26,60 % auf dem dritten Platz. Pfeilspitzen mit dem Indiz 4, kommen nicht vor bzw. sind nicht in die „neolithische“ Sammlung aufgenommen worden. Selektionen wurden in einigen Fällen vorgenommen z.B. The Z basin levels A.L. 180-160, in anderen nicht z.B. Areas Cii-w, cii-v, v-w and Site V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen gehören zu einen Inventar, welches unter anderen folgende Werkzeuge enthält :&lt;br /&gt;
* Beile, poliert oder retuschiert&lt;br /&gt;
* Beidseitig bearbeitete Messer&lt;br /&gt;
* Sichelblätter&lt;br /&gt;
* Spitzen und Messer, deren Ausgangsmaterial aus gerundeten Flintaggregaten besteht&lt;br /&gt;
* Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
* Hohlbeile&lt;br /&gt;
* Rückengestumpfte Lamellen. Bei einigen Fundstellen werden sie aufgeführt, bei anderen weggelassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzigartig scheint die große Anzahl von stark ausgekehlten Spitzen des Typs A25 zu sein.&lt;br /&gt;
Von den „surface sites“ stammt eine gestielte Großspitze vom Typ D3 (Plate XLII).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der im Fayum gefundenen Pfeilspitzen ist beträchtlich. Neben den frühen Sammlungen von H.W. Seton-Karr und M.C.T. Currell und anderen kommen die vielen für die Archäologie verlorenen Stücke, die in irgendwelchen Schubladen und Vitrinen verstauben.  &lt;br /&gt;
Die Menge der von G. Caton- Thompson beschriebenen Bewehrungen beträgt 859 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nabta Playa und Bir Kiseiba.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen dieser Orte im Süden Ägyptens, westlich des Nils und in der Nähe der sudanesischen Grenze sind eng verbunden mit dem Wirken der „ Combined Prehistoric Expedition „. Diese anfänglich als Rettungsaktion, der durch das steigende Wasser des Assuan Hochdamms gefährdeten prähistorischen Siedlungsplätze, gedachte Aktion ist später weiter nach Osten ausgedehnt worden, um die reichen frühgeschichtlichen Vorkommen von Nabta Playa und Bir Kiseiba zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
Die Expedition war ein Gemeinschaftsunternehmen der Geological Survey of Egypt, der polnischen wissenschaftlichen Akademie Warschau und der Southern Methodist University Dallas.&lt;br /&gt;
Geleitet wurden die archäologischen Arbeiten von Fred Wendorf und Romuald Schild. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen war das frühe Holozän und die damit verbundenen Besiedlungsphasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nabta Playa''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von El Nabta und der weiteren Umgebung werden von Fred Wendorf, Romuald Schild und ihrer Mitarbeiter in zwei Volumen behandelt.&lt;br /&gt;
Erstens in dem 1980 erschienenem Werk „Prehistory of the Eastern Sahara“, New York Academic Press und zweitens in dem 2001 in New York bei Kluwer Academic / Plenum Publishers erschienenem Band „Holocene Settelement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of Nabta Playa“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzentypen sind denen von Bir Kiseiba sehr ähnlich und verteilen sich auf die einzelnen Fundstellen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Prehistory of the Eastern Sahara :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-3''' Alter 8840 +- 90 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen: stemmed points&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 28 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 431 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 6,5 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden neun Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.39 &lt;br /&gt;
* v – Stielspitze vom Typ H5, der Stiel ist auf der Ventralseite bearbeitet.&lt;br /&gt;
* w – breite und grobe H5 - Spitze&lt;br /&gt;
* x – grobe H5-Spitze&lt;br /&gt;
* y-z – rhombische Spitzen vom Typ H2&lt;br /&gt;
* a.a. – Ounanspitze &lt;br /&gt;
* b.b. – Die Spitze weist eine Ähnlichkeit mit dem Typ H3 auf &lt;br /&gt;
* c.c. – H5-Spitze mit querschneidigem distalem Ende, der Stiel ist ventral modifiziert. Das Stück könnte auch unter F14 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.40&lt;br /&gt;
* c – H19, das Stück entspricht in seiner Silhouette dem Typ E5 bei den flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den oben genannten Pfeilspitzen wurden 7 Dreiecke und 18 Trapeze gefunden, die als Bewehrungen hätten dienen können. Vier dieser geometrischen Mikrolithen wurden gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Epipaläolithisch) Alter ca. 8290 +- 80 BP (Eierschale)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan-Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 12 bei einer Werkzeugmenge von 146 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 8,22 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sechs Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.45&lt;br /&gt;
* k-p kleine Ounanspitzen (H12). Die Trapeze und Dreiecke der Fundstelle könnten auch als Bewehrungen genutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-7'''&lt;br /&gt;
* Von dieser mit aller Wahrscheinlichkeit gemischten Fundstelle wurden 448 retuschierte Werkzeuge aufgesammelt, darunter drei Pfeilspitzen, eine Blattspitze vom Typ H10, eine kleine Ounanspitze (H12) und ein Bruchstück einer flächenretuschierten D1-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch)&lt;br /&gt;
* Von den 146 Werkzeugen waren 8,22 % oder 12 Exemplare Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch Pits) Von den 312 Werkzeugen waren lediglich 1,3 % oder 4 Stücke gestielte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-5''' (Neolithisch) Alter 7530 +- 180 Jahre&lt;br /&gt;
* Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 223 Stücke, hauptsächlich retuschierte Stücke und gekerbte bzw. gezähnte Stücke. Bohrer sind ebenfalls häufig. Neben Endretuschen, rückengestumpften Lamellen und Kratzern kommen jeweils ein Trapez, ein Krukowski microburin und ein ausgesplittertes Stück vor. &lt;br /&gt;
Die drei schlanken Stielspitzen unterscheiden sich stark von den Exemplaren der älteren Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (lower layer) Alter : von 7100 BP bis 6700 BP.&lt;br /&gt;
*Von den 395 Werkzeugen sind 10,4 % oder 41 Stücke Pfeilspitzen, die als Nabta points bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei um basisretuschierte Dreieckspitzen, die aber auch steile Randretuschen oder Modifikationen des distalen Endes aufweisen können. Sie werden unter H7 und H8 geführt. Ähnliche Artefakte gehören in Kiseiba und Abu Tartur in das mittlere Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (upper layer)&lt;br /&gt;
* Die Menge der gefundenen Werkzeuge beträgt 136 Stücke, davon sind 1,47 % oder zwei Exemplare querschneidige Pfeilspitzen. Außerdem wurde eine Ounanspitze (H12) mit stark modifiziertem distalem Ende gezeichnet (Fig. 3.103).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1980 veröffentlichen Fundstellenberichte von El Nabta beinhalten 107 Pfeilspitzen. Als gestielt werden 44 Exemplare bezeichnet, 3 sind gestielt und schlank, 12 sind Ounanspitzen und für 41 Stücke wurde der Name „Nabta points“ gewählt. Letztere sind kantenretuschierte Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8. Die übrigen sieben Stücke verteilen sich auf die Gruppen D1, C3, H10, H12 und auf zwei Querschneider der Familie F ohne genauere Bestimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die H10-Spitze Fig. 3.58 m, die als Bewehrung mit spitzbogiger Basis bezeichnet wird. Typologisch identische Formen werden im „Cattle keeper“ als Ounan-Harif-Spitzen angesprochen. (Seite 277, Fig. 12.11.e) und (Seite 303, Fig. 13.3.g.h.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liste der Altersangaben der Fundstellen und der zugehörigen Pfeilspitzentypen&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''in „Prehistory of Eastern Sahara“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8840+-90 BP|| E-77-3|| 28|| gestielt|| H5, H2, H3, H19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||18 Trapeze, 7 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8290+-80 BP|| E-75-6 Epipal.|| 12|| Ounan|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||3 Trapeze, 10 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-7|| 4|| Point with ogival base|| H10, H12, D1, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Ounan point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Bifacial points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 12|| gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 4|| gestielt|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||pits||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7530+-180 BP|| E-77-5 Neolith.|| 3|| schlank, gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||1 Trapez&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7100-6700 BP|| E-75-8 lower|| 41|| Nabta points|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8 upper|| 3|| Querschneider|| F?, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Holocene settlement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of  Nabta Playa”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6 El Nabta und Al Jerar Village'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Feature 1/91, 1/90 und IV/91&lt;br /&gt;
* Alter feature 1 : 7600 BP +- 110&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Cut 1/90 und Feature 2/90&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area B Oberfläche&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 3 Ounanspitzen, 1 atypische Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1''' Al Jerar Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area C'''   Alter : 7536 +- 110 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 4 Ounanspitzen (H12) ?, 3 abrupt kantenretuschierte Blattspitzen (H10) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 3 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.15 a-H1, d-H2, e-H7 ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area D'''   Alter : 7850 +- 70 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Areas 1 und 5'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12, davon 10 Ounanspitzen, eine Blattspitze und eine dreieckige Spitze.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 9 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.28. f-H5, h-H2, o-H2&lt;br /&gt;
* Fig. 8.29. b-H1, g-H5, h-H5, i-H5&lt;br /&gt;
* Fig. 8.26. l-H10, m-H5, h-(Varia) könnte eine H8-Spitze sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 2'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen, 3 beidseitig flächenretuschierte Spitzen. Von letzteren ist eine Spitze abgebildet Fig. 8.34, zwei sind abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen:&lt;br /&gt;
* 4 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
* 1 große Dreieckspitze mit zentraler Kehle Fig. 8.37 die Dimensionen sind 69mm x 27mm x 8mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 4'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 31 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen (H12), zwei beidseitig flächenretuschierte Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 4 Ounanspitzen (H12) Fig. 8.43. h-k und eine E3-Spitze sowie eine D3-Spitze l und m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 5 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 8 Oberfläche und Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen. Das gezeichnete Exemplar (Fig. 8.45 f) stellt eine H5-Spitze dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 9'''&lt;br /&gt;
* Außer sechs Ounanspitzen von der Oberfläche produzierte der Fundplatz vier Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 10'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 9 Ounanspitzen und 9 Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden vier Exemplare (Fig. 8.50).&lt;br /&gt;
* a.) Dreieckspitze vom Typ H7 (besonders lang).&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine H5-Spitze, da eine Verlängerung des Stiels vermutet wird.&lt;br /&gt;
* c.) Dreieckspitze vom Typ H7 (mit gerundetem Übergang vom linken Rand zur Basis).&lt;br /&gt;
* m.)  Ist entweder eine H5- oder eine Abu Tartur-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 11'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 16 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden fünf Exemplare (Fig. 8.53).&lt;br /&gt;
* b.)  Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* d.) Abu Tartur-Spitze (H13)&lt;br /&gt;
* e.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* h.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1 (besonders lang)&lt;br /&gt;
* j.) Dreieckspitze vom Typ H7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 13'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 14'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet : eine H12 oder H13-Spitze (Fig. 8.59 e.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 15 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 8 Ounanspitzen und 7 Spitzen („points“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 16'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen und 4 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sieben Exemplare (Fig. 8.61)&lt;br /&gt;
* a.) Blattspitze vom Typ H10&lt;br /&gt;
* c.) Abu Tartur-Spitze H13&lt;br /&gt;
* d.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* e.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* f.) Dreieckspitze vom Typ H9&lt;br /&gt;
* j.) Blattspitze vom Typ H4&lt;br /&gt;
* k.) Blattspitze vom Typ H10 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstellen E-77-1 und E-94-3'''&lt;br /&gt;
* Zwei neolithische Fundstellen in der Nähe des Gebel Nabta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-1'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 14 Ounanspitzen (Fig. 13.7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* f.) Stielspitze vom Typ H12&lt;br /&gt;
* j.) Dieses an anderen Stellen als Ounan-Harif-Spitze bezeichnetes Exemplar kann unter H2 klassiert werden.&lt;br /&gt;
* k.) Die nicht ganz klare Zeichnung lässt eine H5-Spitze vermuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter werden zwei Spitzen mit gerundeter Basis erwähnt (Fig. 13.6 b) und zwei Dreieckspitzen mit zentraler Kehle vom Typ A2 (Fig. 13.8 k), Die Maße der größeren betragen 54mm x 33mm x 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-3'''  Alter von 5800 – 6300 BP&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen &lt;br /&gt;
* – 1 Ounanspitze ohne Zeichnung&lt;br /&gt;
* - eine blattförmige Spitze mit halbsteilen Randretuschen vom Typ H10 (Fig. 13.15 c)&lt;br /&gt;
* - eine beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 (Fig. 13.15 d) ferner eine Blattspitze der Familie C und eine zerbrochene Stielspitze der Familie D, beide ohne Zeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-92-7 Al Jerar Phase und spätes Neolithikum''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-92-7 spätes Neolithikum'''&lt;br /&gt;
* Von 72 Werkzeugen war nur ein Stück eine Ounanspitze (Fig. 9.14 f).&lt;br /&gt;
* Von der Oberfläche wurden zusätzliche Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 9.18.&lt;br /&gt;
* a.) – D3-Spitze mit konkavokonvexen Rändern und stark heruntergezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* b.) – Blattspitze vom Typ C3 mit vollflächig retuschierter Dorsalseite und teilflächig modifizierter Ventralseite.&lt;br /&gt;
* e.) – Ounanspitze (H12)&lt;br /&gt;
* d.) – große Blattspitze vom Typ C3&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Site E-75-8''' Zusatzgrabung auf der Fundstelle aus dem 7. Jahrtausend in Nabta Playa&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12 Dreieckspitzen, eine zerbrochene Blattspitze (Fig. 10.12), gezeichnet wurden fünf Dreieckspitzen und die Blattspitze.&lt;br /&gt;
* a-d. Dreieckspitzen der Gruppe H7.&lt;br /&gt;
* g.  Wird als Dreieckspitze bezeichnet ist aber sehr atypisch.&lt;br /&gt;
* i. Teilflächig retuschierte Spitze der Gruppe C1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Area A des gleichen Fundplatzes werden drei weitere Dreieckspitzen des Typs H7 und eine teilweise flächig retuschierte D21-Spitze gemeldet (Fig. 11.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom nördlichen Erweiterungsgraben sind zwei Spitzen gezeichnet Fig. 11.12.&lt;br /&gt;
* a.) Ist eine interessante Dreieckspitze mit konkaver Basis, die Ränder verlaufen im proximalen Bereich nahezu parallel zueinander, im distalen Bereich konvex. Sie ist kantenretuschiert und das distale Ende ist auf der Ventralseite durch flache Retuschen verdünnt. Dieser neue Typ erhält die Bezeichnung H20.&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine große Blattspitze der Gruppe H4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-94-2 Spätes Neolithikum von Nabta'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-2'''   Alter : von 5260 +- 60 BP (Herd 9) bis 6220 +- 90 BP (Herd 51).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.8 zeigt folgende Pfeilspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
* a.) Große Ounanspitze (H12).&lt;br /&gt;
* b.) Leicht asymmetrische D3-Spitze mit nur leicht herabgezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* c.) Große C4 Spitze.&lt;br /&gt;
* h.) C3-Spitze, das distale Ende erinnert am linken Rand an C11.&lt;br /&gt;
* j.)  C2-Spitze.&lt;br /&gt;
* l.)  C4-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle E-96-1 Struktur B'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 17.20 zeigt zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
* b) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle vom Typ A2, sie wurde einige Meter entfernt von der Struktur B an der Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
* e) Stielspitze mit kurzen Widerhaken. Im proximalen Bereich verlaufen die Ränder parallel zueinander. Das distale Ende ist spitzbogenförmig ausgestaltet. Sie kann noch unter D33 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''In „Holocene settlement“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7600+-100BP|| E-75-6 F.1|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 1/19,2/90|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 B,Oberfläche|| 4|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7536+-110BP|| E-91-1 C|| 7|| Ounan, leaf shaped|| H1,H2,H7,H10 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7850+-70BP|| E-91-1 D|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 12|| „points“|| H5,H1,H2,H10,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A2|| 22|| Ounan, bifacial points|| H12 ?, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Oberfläche|| 5|| Ounan, bifacial concave|| H12 ?, A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Base point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Grabung|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A4|| 31|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Oberfläche|| 8|| Ounan „Pointe“|| H12,E3,D3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Grabung|| 5|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A8|| 19|| Ounan|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A9|| 10|| Ounan, middle|| H12,H7,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||neolithic points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 10|| 18|| Ounan „points“|| H5,H7, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 16|| „points“|| H1,H13,H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 13|| 19|| Ounan|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 14|| 6|| Ounan|| H12 oder H13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 15|| 15|| Ounan „points“|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 16|| 10|| Ounan „points“|| H10,H13,H5,H9,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-77-1|| 18|| Ounan, points with|| H12,H2,H5,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||rounded base, points||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||with concave base||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5800-6300BP|| E-94-3|| 5|| Ounan, leaf shaped,|| H12 ?,H10,D1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||others||C ?, D ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-92-7|| 5|| Ounan „points“|| H12,D3,C3, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8|| 19|| Triangular points|| C1,H20,H4,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||leaf shaped point||H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||bifacial point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5260-6220BP|| E-94-2|| 6|| -|| H12,D3,C4,C3,C2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-96-1|| 2|| -|| A2, D33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bir Kiseiba'''  ( F. Wendorf, R. Schild, Ed. A.E. Close 1984 )&lt;br /&gt;
*Die auf den Siedlungsplätzen um Bir Kiseiba gefundenen Pfeilspitzen lassen sich in vier Gruppen einteilen wenn von einem Einzelfund einer großen, ausgekehlten, beidseitig flächenretuschierten Dreieckspitze vom Typ A2 und der Erwähnung einiger weniger flächenretuschierter, kleinformatiger Stücke abgesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Ounan Spitzen''' – hierbei sollte die Definition von J. Tixier Anwendung finden. Einige der besprochenen Bewehrungen entsprechen nicht den Kriterien und werden in andere Gruppen transferiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Kantenretuschierte Dreieckspitzen''' – sie kommen entweder mit geradliniger Basis oder mit konkaver Basis vor.&lt;br /&gt;
Die ersteren werden im weiteren Verlauf unter H7, die zweiten unter H8 geführt. Diese Einteilung wurde für die Fundstellen in Abu Tartur gewählt, wo 50 H7 – Spitzen und 15 H8 – Spitzen klassiert worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar Fig. 6.8 e wird als Bou- Saada- Spitze bezeichnet, diese weisen jedoch nach der Definition Tixiers keine kantenretuschierten Ränder auf. Sie wird unter H8 eingeteilt trotz einer leicht konvexen Schwinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar stimmt die Aussage D.L. Holmes, dass die H7 – Spitze der Columnata- Spitze Tixiers ähnelt, aber ein wichtiger technischer Punkt bleibt unberücksichtigt. Während die Basis der H7 – Spitze abrupt kantenretuschiert ist zeigt die Columnata- Spitze an der Basis auf beiden Seiten flache Druckretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Querschneider''' – Auf den Fundplätzen vom el- Kortein Typ sind neben den typischen Ounan- Harif- Spitzen ebenfalls geometrische Mikrolithen in Form von Trapezen und Dreiecken gefunden worden. Diese können als mögliche Bewehrungen nicht ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Ounan- Harif- Spitzen.''' – Durch die Art der basalen Modifikationen weisen alle Ounan- Harif- Spitzen eine starke Gemeinsamkeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinngemäß schreibt Angela E. Close dazu folgendes :&lt;br /&gt;
... allen Exemplaren dieses Typs ist die Bearbeitung der Basis gemeinsam. Sämtliche Spitzen weisen zwei proximale, schräg verlaufende, konvergierende Endretuschen auf, die geradlinig, konvex oder konkav sein können, so dass die Formen der Basis von gestielt bis eiförmig reichen. Die meisten zeigen flache Retuschen, um die Höhe des Bulbus zu verringern ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fred Wendorf und Romnald Schild drücken es so aus :&lt;br /&gt;
... Ounan- Harif- Spitzen sind die charakteristischen Werkzeuge der el Kortein Periode des frühen Neolithikums und sie bilden die größte Gruppe in dieser Werkzeug – Zusammenstellung. Die hier gefundenen 18 Exemplare weisen den typischen Stiel ( stem ) auf, welcher durch zwei sich schneidende basale Endretuschen geformt wird ..... Die beiden basalen Endretuschen können geradlinig sein ( sechs ) oder häufiger eine gerade und eine konvexe aufweisen ( neun ) oder eine gerade und eine konkave ( eine ) oder zwei konkave   ( zwei ) ....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Sinne schreibt Hanna Wieckowska :&lt;br /&gt;
„ ... Die an der Oberfläche gefundene Spitze ist untypisch. Sie ist aus tertiärem Hornstein gefertigt mit einem 9 mm langen Heftzapfen (tang) an beiden Rändern herausgearbeitet durch beidseitige, proximale Kerben, sie zeigt ebenfalls flache Retuschen auf der Ventralseite ... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die ausgegrabenen Stücke wird gesagt - :&lt;br /&gt;
„ .... Sämtliche Stiele sind proximal. Drei werden durch zwei geradlinige, konvergierende Endretuschen gebildet ....&lt;br /&gt;
.... eine hat eine konvexe und eine konkave Endretusche und drei haben zwei konkave Endretuschen. „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen lauten die Ausführungen von K. Morgan Banks im gleichen Volumen sinngemäß :&lt;br /&gt;
„ ... Ounan – Spitzen ( Typ 107 ) – Ounan- Harif- Spitzen sind kleine Abschläge oder Klingen bei denen ein Ende, normalerweise das proximale, so retuschiert ist, dass ein eindeutiger Stiel mit einer oder mehreren konkaven Schultern gebildet wird. Die Schultern können unterschiedlich gut ausgearbeitet sein. Die Stücke können Retuschen an den Rändern aufweisen. Das dem Stiel gegenüberliegende Ende, meistens das distale, ist entweder natürlich zugespitzt oder durch Retuschen modifiziert .... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollte der Begriff „ Stiel „ im Zusammenhang mit Pfeilspitzen definiert werden sowie die Methoden der Schäftung. Im Prinzip kennen wir vier verschiedene Pfeilspitzen – Basen, die für die Schäftung vorgesehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Geradlinige, konvexe und konkave Basen''' wie sie vor allem bei Dreieckspitzen angetroffen werden, seien diese nun flächenretuschiert oder nicht.&lt;br /&gt;
Als Beispiele können genannt werden A1, A18, B1 aber auch F5, F7 sowie H7, H8, H4 und H9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Gekehlte Basen''' wie sie für die Gruppen A2, A13 und A19 und anderer typisch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Konvergierende Linien,''' seien diese geradlinig, konvex, konkav oder gemischt.&lt;br /&gt;
Gerade konvergierende Linien sind bei rhombischen Pfeilspitzen üblich wie bei E1 und E2.&lt;br /&gt;
Konvexe konvergierende Linien bilden die Basen fast aller Blattspitzen. Als Beispiele seien genannt C1, C2, C3.&lt;br /&gt;
Konvergierende, konkave Linien sind anzutreffen bei rhombischen Spitzen ( E5 ) und bei Blattspitzen ( C11 ). &lt;br /&gt;
Gemischte konvergierende Linien wie z.B. konvex – konkav sind selten. In der Familie I ist es die Gruppe 12, welche die Kriterien erfüllt. Die schönsten Beispiele allerdings bieten die Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Der Stiel''' – Der Stiel setzt sich deutlich von einem häufig dreieckigem Körper ab. Auch bei den meisten schlanken, auch blattförmigen Körpern ist der Übergang zum Stiel klar zu erkennen. Beispiele sind D1, D2, D3, D11, D12, D38, D46 und sämtliche übrigen Pfeilspitzen der Familie D sowie H5, H12, H13 und andere bei den nicht flächenretuschierten  Exemplaren.&lt;br /&gt;
Es existieren weniger deutliche Gruppen wie D7 wo ein kleiner, bohrerartiger Stiel angebracht ist oder D44, welche einen Übergang von der Blattspitze zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Falle der Ounan- Harif- Spitzen von Bir Kiseiba handelt es sich um Pfeilspitzen, deren Basen durch konvergierende Linien gebildet werden, also in den häufigsten Fällen nicht um gestielte Spitzen. Die kurze und präzise Definition von Angela E. Close ist in diesem Zusammenhang besonders wertvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Typologie, die besonders die Silhouette zur Bestimmung heranzieht ist es schwierig verschiedenartige Exemplare, wenn sie auch in einer Hinsicht eine Gemeinsamkeit aufweisen und eine kulturelle Einheit bilden, in einer einzigen Gruppe zu führen.&lt;br /&gt;
Da vergleichbare und schon definierte Pfeilspitzen in der algerischen Sahara vorkommen, erhalten die blattförmigen Ounan- Harif- Spitzen die Bezeichnungen H1 und H10. Die unregelmäßigen rhombischen werden unter H2, die regelmäßigen unter H17 klassiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ounan- Harif- Spitzen werden unter der Bezeichnung H14 diejenigen Exemplare geführt, deren basale Retuschen konkav verlaufen oder es verläuft nur eine konkav aber sie bildet mit dem gegenüberliegendem proximalen Randabschnitt einen kleinen aber deutlichen Stiel.&lt;br /&gt;
Sollte trotz konkaver Basisretuschen ein abgesetzter Stiel nicht erkennbar sein, wird das Exemplar unter H19 abgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen von Bir Kiseiba sind auf die einzelnen Fundstellen wie folgt verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 1'''  Alter : 8210 +- 70 BP auf Straußeneischale &lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan – Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 8 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 247 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 3,24 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 4 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.6. z  Das Stück ist eine kurze und breite Ounan- Spitze mit atypischem distalem Ende. Die Ränder laufen nicht zu einer natürlichen Spitze zusammen sondern das distale Ende wird durch eine schräg verlaufende Schneide gebildet, welche die Wirkungsweise eines Querschneiders hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.8.&lt;br /&gt;
* i – rhombische Spitze vom Typ H17&lt;br /&gt;
* j – typische H2 - Spitze&lt;br /&gt;
* k – breite H5 - Spitze mit Ähnlichkeit zur Ounanspitze aber die Bohrerspitze fehlt am Stielende und das distale Ende ist gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Fundstelle wurden ebenfalls 2 Trapeze und 4 Dreiecke beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 2'''  Alter : 7610 +- 70 BP, 7780 +- 130 BP, 8130 +- 100 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan ( 8 ) und Bou – Saada ( 1 ).&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 9 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 887 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 1,02 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden vier Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 6.8.&lt;br /&gt;
* d – H5 - Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
* e – H8 - Spitze mit abgerundeter linker Schwinge.&lt;br /&gt;
* f - g – kleine Ounanspitze, H12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 6'''  Alter 7170 +- 80 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 19 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 577 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 3,29 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 8 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.6.&lt;br /&gt;
* i - m – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.7.&lt;br /&gt;
* r - s – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
* t – kantenretuschierte Dreieckspitze mit konkaver Basis vom Typ H8. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.5.&lt;br /&gt;
* zeigt eine große ausgekehlte, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze vom Typ A2 ( Dim. 49x30x7 ). Das Stück ist ein Irrläufer und gehört nicht in den Kontext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 7'''  Alter 7360 +- 200 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen mit konkaver Basis.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 2 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 20 Stücken, der Anteil der  pfeilspitzen beträgt also 10 %. &lt;br /&gt;
* Gezeichnet : keine, beide Spitzen können nach der Beschreibung als H8 – Spitzen identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 1'''  Alter Area C 8020 +- 70 BP und 8020 +- 90 BP.&lt;br /&gt;
* Area C enthält nur eine Pfeilspitze, für area A, die 62 Pfeilspitzen produzierte, sind nur indirekte Altersangaben verfügbar. Sie beruhen auf  Vergleichen mit ähnlichen Plätzen wie E – 77 – 3 ( 8840 +- 90 BP ), E – 75 – 6 ( 9360 +- 70 BP ) und ( 8290 +- 80 BP ) letztere auf  Straußeneischale.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif- Spitzen, sie stellen bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 817 Stücken 7,76 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.11.&lt;br /&gt;
* a – Querschneider vom Typ F14.&lt;br /&gt;
* b – Blattspitze vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* c – Sollte das gestumpfte Artefakt eine Pfeilspitze sein, so gehört es unter die Atypischen.&lt;br /&gt;
* d - g – Blattspitzen vom Typ H10.  &lt;br /&gt;
* h – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14. &lt;br /&gt;
* i – Blattspitze vom Typ H1.   					                                   &lt;br /&gt;
* j – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14.&lt;br /&gt;
* k – Spitze vom Typ H2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf E – 80 – 1 wurden ebenfalls 8 Trapeze und 9 Dreiecke gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 2'''  Alter : auf Grund von Beobachtungen auf ähnlichen Fundplätzen wird das Alter auf den Zeitraum von vor 8100 BP bis nach 9000 BP geschätzt.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : gestielte Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 18 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 63 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 28,57 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 13.3.&lt;br /&gt;
* f – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* g - i – Blattspitzen vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* j – Querschneider vom Typ F14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wurden 5 Trapeze mit den Tixier Nummern 83, 85, 87 und 88 gefunden, die potenzielle Pfeilspitzen- Bewehrungen sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 3'''  Keine Altersangabe&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 5 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 241 Stücken, dies ergibt einen Anteil von 2,07 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 14.5.&lt;br /&gt;
* a – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* b – H10- Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „ cattle – keepers „ werden insgesamt 125 Pfeilspitzen, davon 8 Ounanspitzen, 94 Ounan- Harif- Spitzen, 22 kantenretuschierte Dreieckspitzen und eine beidseitig flächenretuschierte, große, ausgekehlte Dreieckspitze, vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen 19 Trapeze und 9 Dreiecke, die als Bewehrungen in Frage kommen würden und 5 flächenretuschierte Exemplare. Die Ounan- Harif- Spitzen fallen durch ihre Breite auf, sie sind, legt man die Durchschnittslängen und Breiten zu Grunde, sämtlich aus Abschlägen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von Breite zu Länge beträgt für den Fundplatz E – 80 – 1 – A  0,47 und für die Fundplätze E – 80 – 2 und E – 80 – 3  0,40. Die Dimensionen variieren :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Länge von 19 – 35 mm ( E – 80 – 1 ), 23 – 31 mm ( E – 80 – 2 ), 26 – 32 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Breite von 8 – 18 mm ( E – 80 – 1 ), 9 – 13 mm ( E – 80 – 2 ), 11 – 12 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Dicke von 1 – 5 mm ( E – 80 – 1 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 2 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durchschnittlichen Werte für die 62 Spitzen vom Fundplatz E – 80 – 1 – A  betragen 27,9 x 13,1 x 3,0 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu sind die als Ounanspitzen bezeichneten Bewehrungen von Fundplatz E – 79 – 2 schlanker und aus Lamellen gefertigt. Die Durchschnittswerte liegen bei 37,2 mm Länge und 12,4 mm Breite, die Dicke beträgt 4,3 mm. Das Verhältnis von Breite zu Länge ist wesentlich geringer als bei Ounan- Harif- Spitzen und liegt bei 0,33. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 22 kantenretuschierten Dreieckspitzen, sei nur die Basis oder seien auch die Ränder von den Modifikationen betroffen, unterteilen sich in * H7 – Spitzen mit geradliniger Basis, &lt;br /&gt;
* H8 – Spitzen mit konkaver Basis und in H18 – Spitzen mit konvexer Basis.&lt;br /&gt;
Die Länge der Geschosse reicht von 13 – 25 mm, die Breite von 8 – 18 mm und die Dicke von 2 – 5 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bir Murr I werden vier flächenretuschierte Pfeilspitzen gemeldet, von Bir Murr II lediglich eine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holzkohlen Analyse für Bir Murr I ergab ein C 14 Alter von 6310 +- 70 BP Jahren.&lt;br /&gt;
Zeichnungen sind nicht angefertigt worden. Aus den Beschreibungen geht hervor, dass es sich bei dem Exemplar von Bir Murr II um eine abgebrochene Blattspitze handelt. Die Stücke von Bir Murr I scheinen zwei Stielspitzen der Gruppen D21 und D1 und eine Blattspitze des Typs C4 zu sein. Douglas R. Connor beschreibt das vierte Stück als gestielte, mit Schwingen versehene Spitze mit konvex dreieckigem Körper und einem Stiel, der von der Längsachse mit 30° abweicht. Er bezweifelt die Funktionalität als Pfeilspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist die geringe Pfeilspitzendichte vor allem bei den wenigen spätneolithischen Fundplätzen wie z.B. Bir Murr II, wo eine einzige Pfeilspitze unter 170 Werkzeugen gefunden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezeichneten Altersangaben erlauben eine relativ sichere Zuordnung der Pfeilspitzengruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''Typen im „cattle-keepers“'''|| '''Typen nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - nach 9000 und|| E - 80 - 2|| 18|| Ounan - Harif|| F13, H2, H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||vor 8100 BP||||||gestielt||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8210 +- 70 BP|| E - 79 - 1|| 8|| Ounan - Harif|| H2, H5, H12, H17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8020 +- 70 BP|| E - 80 - 1 - C|| 1|| Ounan - Harif|| F14, H1, H2, H14,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8020 +- 90 BP||||||||H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8290 +- 80 BP bis|| E - 80 - 1 - A|| 62|| Ounan - Harif||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||9360 +- 70 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7610 +- 70 BP|| E - 79 - 2|| 8|| Ounan|| H5, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7780 +- 130 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8130 +- 110 BP|||| 1|| Bou Saada|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7170 +- 80 BP|| E - 79 - 6|| 19|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||1||Beidseitig flächenretuschierte||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Dreieckspitze mit konkaver Basis||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7360 +- 200 BP|| E - 79 - 7|| 2|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8100 - 8000 BP|| E - 80 - 3|| 5|| Ounan - Harif|| H2, H10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 6310 +- 70 BP|| Bir Murr I/II|| 5|| Flächenretuschierte Spitzen|| C4, D1, D21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenfassung Nabta und Kiseiba'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Südost-Ecke der libyschen oder westlichen Wüste Ägyptens hat ca. 500 Pfeilspitzen hervorgebracht.&lt;br /&gt;
- Da sind zunächst die Ounan-Harif-Spitzen, eine heterogene Gruppe von kantenretuschierten Exemplaren, die die Gemeinsamkeit haben, dass konvergierende Linien die Schäftungszone bilden. Dieses Merkmal teilen sie mit rhombischen und blattförmigen Stücken. Teilweise sind auch Druckretuschen zur Verringerung der Dicke zu beobachten.&lt;br /&gt;
Um eine differenzierte Ansprache zu erlauben, wurden die Ounan-Harif-Spitzen gemäß ihrer Silhouetten in verschiedene Gruppen aufgeteilt.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien - H1 oder H10.&lt;br /&gt;
* Zwei geradlinige, konvergierende Linien - H2 oder H17.&lt;br /&gt;
* Zwei konkave, konvergierende Linien - H19.&lt;br /&gt;
* Gemischte konvergierende Linien mit Bildung eines deutlichen Stielchens - H14.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien und ein querschneidiges distales Ende - F18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ounan-Harif-Spitzen sind typisch für die Zeitspanne von vor 9000 BP bis ca. 8000 BP (E-80-2, E-80-3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ounanspitzen sind schon im Kapitel „Abu Tartur“ abgehandelt worden. Die entsprechenden Bewehrungen von Kiseiba und Nabta sind ebenfalls eingeteilt worden in :&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
a.) Ounanspitzen gemäß der Definition Tixiers. Charakteristisch ist das bohrerartig zugespitzte Stielende (hier als H12 eingeordnet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b.) „Abu Tartur Spitzen“ weisen ein Stielende auf, welches aus einer mittels der Kerbtechnik herbeigeführten Bruchfläche besteht. Diese Stücke werden mit H13 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c.) Bei den H5-Spitzen ist die Bearbeitung des Stiels weitergehend, sie umfasst flache Retuschen zur Reduzierung des Bulbus und ebensolche zur Abflachung des Stiels auf der Dorsalseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Häufung dieser gestielten Spitzen ist zwischen ca. 7800 BP und 7500 BP zu beobachten. Aber sie können ebenfalls auf Fundstellen mit Daten von über 8000 BP und unter 6000 BP auftreten. Ob sie nun in diesen frühen und späten Epochen hergestellt worden sind oder ob sie durch Vermischung in die Inventare gelangt sind, sei dahingestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das mittlere Neolithikum Kiseibas und Nabtas sind kleine, kantenretuschierte Dreieckspitzen, auch Nabtaspitzen genannt, typisch.&lt;br /&gt;
Je nach Ausformung der Basis werden sie mit H7, H8 oder H18 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz E-75-8 (untere Schicht) brachte 41 dieser Spitzen hervor, sein Alter wird mit 7100 – 6700 BP angegeben. 19 Stücke stammen vom auf  7170 BP datiertem Fundplatz       E-79-6. Nach den vorliegenden Daten sind sie in dem Zeitraum von ca. 7500 – 6700 BP anzusiedeln. Parallel zu den kantenretuschierten Dreieckspitzen waren in geringer Menge Blattspitzen gleicher Bearbeitungstechnik im Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab ca. 6300 BP tauchen für die nächsten tausend Jahre zweiseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen der Gruppen C1, C2, C3, C4 und D1, D3 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle (A2) von den Fundplätzen E-79-6, E-77-1 und &lt;br /&gt;
E-96-1 sind Oberflächenfunde und schlecht einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Querschneider wie Dreiecke, Trapeze und Segmente kommen schon während der frühesten Besiedlungsphasen vor und finden sich auch noch im ausgehenden Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dakhla==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mut, der Hauptort der Dakhla Oasen liegt auf dem Längengrad 29° Ost und auf dem Breitengrad 25°30’ Nord. Von Tineida im Osten zieht sich ein Grüngürtel von rund 100 km Länge mit Unterbrechungen über Balat, Ismant, Mut und El Qasr bis nach Gharb Mawhub. Von dort führt die Teerstraße parallel zu den Dünenketten der großen Sandsee nach Abu Minqar und weiter nach Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts durchforscht Mary M. A. Mc Donald die Oasen. Sie hat die für diesen Bericht relevanten prähistorischen Kulturen des Holozäns wie folgt eingeteilt :&lt;br /&gt;
* 1.) Masara A, B und C mit Altersangaben von 9180 BP (site 194 Masara B) bis 8170 BP (site 166 Masara A).&lt;br /&gt;
* 2.) Bashendi A mit Daten von 8340 BP (site 228 SH) bis 6380 BP (site 228 C1.1). Für diese Phase wurden 25 Altersanalysen erstellt, 22 davon beziehen sich auf ein Gebiet, dass außerhalb der Oasen, südöstlich von diesen am Fuße des Abu Tartur Massivs liegt.&lt;br /&gt;
* 3.) Bashendi B mit Daten von 6480 BP (site 165) bis 4380 BP (site 277).&lt;br /&gt;
* 4.) Sheikh Muftah mit Daten von 8210 BP (site 108) bis 4310 (site 244).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erscheint als ob die verschiedenen frühholozänen Masara Fundstellen A, B und C praktisch gleich alt seien und sich unterscheiden würden durch das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Baustrukturen und dem Vorkommen von rückengestumpften Lamellen und Klingen bzw. ihr Fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bashendi A schließt an die frühen Kulturen an und hat um 7000 BP seine größte Ausdehnung, mit kurzer Überlappung folgt Bashendi B mit reichen Vorkommen um ca. 6000 BP. &lt;br /&gt;
Die vier Sheikh Muftah Daten verteilen sich über den gesamten Bashendi Zeitraum und weisen ein erstes Datum im Frühholozän, am Ende der Masara Phase auf. Nach den C14- Daten enden Sheikh Muftah und Bashendi B gegen 4300 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die in der mir bekannten Literatur erwähnten und dokumentierten Pfeilspitzen verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Phasen und Fundplätze :'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Masara Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1.) '''263''' Masara A.   Das Alter, die Menge der Pfeilspitzen und die Gesamtwerkzeugmenge sind nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Zwei Pfeilspitzen sind gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitze : Fig. 4.d rough point or arrowhead, Fig. 4.e Ounan- point.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.d   Interessante, randretuschierte Blattspitze, die im proximalen Bereich am linken und rechten Rand jeweils eine Kerbe aufweist, wie sie später in protodynastischer Zeit bei den D42- Spitzen auftreten. Durch die Kerben wird eine Schäftungszone markiert und ein Stiel angedeutet. Das Artefakt erhält die Bezeichnung H21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.e   Wie aus der nicht klaren Zeichnung hervorgeht, handelt es sich entweder um eine H13 Spitze, falls die Modifikationen aus Kantenretuschen bestehen und das Stielende eine Bruchfläche aufweist. Im Falle, dass es sich auf der Dorsalseite um flächige Retuschen handeln sollte, wäre das Exemplar eine H5- Spitze, Auf keinen Fall handelt es sich um eine wie von Tixier definierte Ounanspitze (H12), da der Stiel nicht bohrerartig zugespitzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2.) '''300''' Masara C.   Alter : 8220 BP und 8840 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : elf plus Querschneider.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : a-b arrowheads, im Text Ounan points f. trapeze, g. triangle.  &lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden zwei Spitzen und zwei Querschneider, die Gesamtwerkzeugmenge ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.a-b   Es handelt sich um Ounan- Harif Spitzen mit der Silhouette H19, Ausgangsmaterial waren möglicherweise Abschläge. Das Exemplar a weist eine starke Randretuschierung auf. Die die Schäftungszone bildenden, als Kerben ausgelegten, konvergierenden Linien sind von der Dorsalseite aus angebracht im Gegensatz zu dem Exemplar b, welches eine alternierende Retuschierung des Stielchens aufweist. Die Ränder sind weniger stark modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichartige Pfeilspitzen werden in Nabta und Abu Tartur angetroffen, sie sind typisch für die El Ghorab Phase. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.f   Querschneider vom Typ F2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.g   Querschneider vom Typ F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Angaben und Zeichnungen Fig. 2 und Fig. 4 sind aus „Holocene Prehistory : Interim Report on the 1997 and 1998 Seasons – The Masara sites“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3.) '''308''' Im Text werden 20 kleine Harif- Spitzen von dieser Masara C Fundstelle erwähnt, von denen aber weder Zeichnungen noch Beschreibungen existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altersangaben liegen bei 8710 BP und 8810 BP.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* 4.) '''265''' Von diesem Fundplatz wird eine Serie von kleinen Pfeilspitzen „most with bifacial edge retouch“ gemeldet ohne nähere Präzisionen über Menge und Gruppe der Bewehrungen und ohne exakte Beschreibung der übrigen Werkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 8590 BP bzw. 8480 BP angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zusammenfassung kann für die Dakhla Oasen und die Masara Phase von sechs dokumentierten Pfeilspitzen ausgegangen werden. Davon eine H21, eine H13 oder auch H5, eine H19, eine F16 und eine F13.&lt;br /&gt;
Quantitative Angaben existieren für insgesamt elf mögliche H19- Spitzen und 20 Harif- Spitzen. Mit der Serie kleiner, mit flachen Randretuschen versehener Pfeilspitzen und den Querschneidern wäre von einer Gesamtmenge von ca. 50 Bewehrungen auszugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi A Phase.'''&lt;br /&gt;
Für die Bashendi A Phase existieren einige Zusammenstellungen von Werkzeugen. Die aufgelisteten Fundstellen befinden sich sämtlich außerhalb des Oasen Grünlandes im Südosten von Dakhla, beiderseits der Straße nach Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''387''' Das Alter ist nicht angegeben, die Fundstelle hat 34 kleine, beidseitig      &lt;br /&gt;
flächenretuschierte Bewehrungen mit zwei zugespitzten Enden hervorgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine C1- Spitze wurde gezeichnet (Fig. 4.f). Die nicht gezeichneten Pfeilspitzen dürften den Gruppen C1 und C3 zugeordnet werden können, da sie über zwei Spitzen verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''228''' Alter : von 8340 BP bis 6380 BP, wobei das frühholozäne Datum wohl &lt;br /&gt;
ausgeklammert werden sollte.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : verschiedene&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 93&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : neun Exemplare (Fig. 3. Sahara 4/1991).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.a.) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle, die Schwingenanordnung ist asymmetrisch und ergibt den Hybridtyp A2/A27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.b) E1 groß, Fig. 3.c D1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.d) D12 groß, ein nahezu identisches Stück ist von Abu Tartur Fundplatz 1005/83 bekannt (6420 +- 60 BP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.e) D39, Fig. 3. f-g C1, Fig. 3. h.i H5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) '''228''' A site Cluster 1   Alter : 7200 BP bis 6380 BP.&lt;br /&gt;
* Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 11,9% oder 12 Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) '''228''' A Site Combo (Cluster 3 und 4 sowie Mound site).                                                                          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht die Vermutung, dass diese Fundstelle identisch mit der schon behandelten Fundstelle 228 ist, da die Anzahl der Pfeilspitzen, der Kerben und der gezähnten Stücke, der Kratzer, der Messer, der retuschierten Stücke und der Meißel gleich ist. Lediglich bei den Bohrern, den Kombinations- Werkzeugen und den Varia bestehen Unterschiede sowie auch in der Gesamtmenge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) '''228''' A site Shake Hole. Alter : von 8340 bis 6480 BP.&lt;br /&gt;
* Die Anzahl der Pfeilspitzen beträgt 30. Weitere spezifische Angaben werden nicht gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) '''174''' (30/450-F8-3) Alter : 6900 BP&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 54.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : es gibt sieben Typen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* a.) Aus Lamellen hergestellte Pfeilspitzen mit beidseitig flächenretuschierte Stielen aber ansonsten durch einseitige Kantenretuschen modifiziert.&lt;br /&gt;
* b.) Kleine Dreieckspitzen mit konkaver Basis und einigen Kantenretuschen (Bou Saada).&lt;br /&gt;
* c.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen.&lt;br /&gt;
* d.) Asymmetrische Spitzen mit Kantenretuschen.&lt;br /&gt;
* e.) Aus Lamellen hergestellte Blattspitzen mit zwei zugespitzten Enden und mit zweiseitigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* f.) Blattspitzen mit beidseitiger flächiger Retusche.&lt;br /&gt;
* g.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen mit Schwingen und Widerhaken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Foto Fig. 7.1. in „Neolithic Cultural Units and Adaptations in the Dakhleh Oasis“ zeigt die beschriebenen Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Sie korrespondieren mit den Bezeichnungen :&lt;br /&gt;
* a.) Zwei Exemplare H16.&lt;br /&gt;
* b.) Zwei Exemplare H8.&lt;br /&gt;
* c.) Ein Exemplar D2 und eine rhombische Spitze E2.&lt;br /&gt;
* d.) Die Stücke sind nach dem Foto nicht einzuordnen.&lt;br /&gt;
* e.) Ein Exemplar H5 und ein Exemplar H2.&lt;br /&gt;
* f.) Zwei Exemplare C1.&lt;br /&gt;
* g.) Jeweils ein Exemplar D13 und D49.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe der Fundstelle ist eine 47mm lange Dreieckspitze mit zentraler Kehle von der Oberfläche aufgesammelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Third report on lithic industries in the Dakhleh Oasis“ 1982 sind von weiteren Fundplätzen Pfeilspitzen gezeichnet oder abgelichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So eine nach Mc Donald 6a Spitze von 32/390-D2-2 was nach Hugot eine H1- Spitze sein würde (Fig. 7.d.).&lt;br /&gt;
Plate XIII zeigt von Fundplatz 31/420-P5-1 vier D26- Spitzen mit treppenförmigen Stiel sowie vier Blattspitzen mit zum Teil gerundeten Basen und beidseitigen flachen Randretuschen, drei Exemplare sind unter H4 und eine unter H1 zu klassieren.&lt;br /&gt;
Plate XV zeigt verschiedene neolithische Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Foto a. sind eine C1- Spitze, eine gezähnte C6- Spitze und vier C3- Spitzen zu sehen, sie werden als Type 6b bezeichnet.&lt;br /&gt;
Foto b. zeigt ebenfalls Blattspitzen und zwar drei C4- Spitzen, eine gezähnte C6- Spitze, eine ebenfalls gezähnte C9- Spitze mit gerundeter Basis und eine C- Spitze mit einem abgebrochenen Ende. Diese Bewehrungen werden bei Mc Donald unter der Bezeichnung 6c geführt.&lt;br /&gt;
Auf Foto c. sind verschiedenartige Stielspitzen und ein asymmetrisches Stück vorgestellt. Nach Hugot sind es zwei D1- Spitzen, eine D3- Spitze, eine D18- Spitze und zwei D28- Spitzen. Das asymmetrische Exemplar ist eine I3- Spitze. Die Stielspitzen werden in dem Bericht mit 6d. bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto d. zeigt sieben grob flächenretuschierte Blattspitzen, hier 6e genannt, davon drei mit stark gerundeten Basen und eine mit angedeutetem Stiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewehrungen dieser Art sind von den benachbarten Fundkomplexen wie Lobo, Djara, Eastpans oder Abu Tartur nicht bekannt, es wäre daher interessant das Begleitmaterial und die Fundbedingungen zu kennen.&lt;br /&gt;
Ich würde, ohne sicher zu sein, dieses Stück nicht dem Neolithikum sondern einem späten Aterien zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesamtvolumen der Dakhla- Pfeilspitzen des Bashendi A Komplexes kann nur geschätzt werden. Die Typologien der aufgelisteten Fundplätze ergeben 223 Pfeilspitzen bei 799 Werkzeugen, das sind 27,9 % der Gesamtwerkzeugmenge. Zählt man die Fundstelle 228 und A site Combo als eigenständige Plätze so ergeben sich 316 Bewehrungen bei 1029 Werkzeugen und ein prozentualer Anteil von 30,7.&lt;br /&gt;
Hinzu kommen die 34 dokumentierten Spitzen von Plate XIII und Plate XV, so dass von ca. 350 Bashendi A- Pfeilspitzen ausgegangen werden kann. Würden die hier nicht erwähnten kleineren Fundplätze und die Einzelfunde berücksichtigt, könnte die Gesamtmenge wesentlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi B Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''271''' Alter : 6360 BP und 6280 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den üblichen Blattspitzen der Typen C1, C3 und C4 werden für diese Phase jedoch nicht ausdrücklich für diesen Fundplatz jeweils eine D31- Spitze, eine D25- Spitze und eine D19- Spitze vorgestellt (Sahara 4/1991 Fig. 5.). Eine zeitliche Einordnung dieser Stielspitzen ist daher nur im groben Raster möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''385''' Das Alter ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : vier, gezeichnet wurden drei Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen, eine vom Typ C4 (a.) und eine vom Typ C3 (c.). Die dritte Pfeilspitze (b.) ist vom Typ H1 mit einseitigen flachen Randretuschen. (Holocene Prehistory : Interim Report on the 1999 Season Fig. 4.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt sind circa 20 Bashendi B Fundstellen angegeben allerdings, mit Ausnahme von 271 und 385, ohne Werkzeug- Auflistung und ohne Angaben der Anzahl der Pfeilspitzen, möglicherweise weil die Fundmenge keine Erstellung von Typologien erlaubten und Pfeilspitzen nur in geringen Mengen gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Sheikh Muftah Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine einzige Sheikh Muftah Fundstelle nämlich 31/420-P6-1 ist typologisch ausgewertet worden. Sie enthält neben den Varia lediglich vier Werkzeuggruppen und keinerlei Bewehrungen. Allerdings werden in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ 2002 zwei Stielspitzen und zwei Querschneider aus der Sheikh Muftah Phase vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 1.&lt;br /&gt;
* j) Zeigt eine langstielige, mit Widerhaken versehene D9- Spitze.&lt;br /&gt;
* k) Ist eine sehr schlanke D19- Spitze.&lt;br /&gt;
* l-m) Sind zwei Querschneider vom Typ F13, die zusammen mit dreieckigen Exemplaren der Gruppe F4 auf dem Fundplatz 136 vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrer Magisterarbeit stellt I. Teubner aus Berlin insgesamt 55 Bewehrungen der Sheikh Muftah Phase vor, davon rund 40 vom Fundplatz 136. Da gute Zeichnungen vorliegen können die Pfeilspitzen wie folgt klassifiziert werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Typ'''|| '''Anzahl'''|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D1|| 2|| 135&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D2||1||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D3||6||404, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D18||3||105, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D19||2||135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F4||10||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F10||20||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F14||2||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I3||3||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I9||1||404&lt;br /&gt;
|-|-&lt;br /&gt;
||Nicht identifiziert||5||404, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''55'''||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell sind auch die Pfeilspitzen der Sheikh Muftah Phase nicht sehr häufig. Größere Blattspitzen mit groben Flächenretuschen kommen noch vor aber Stielspitzen, häufig mit Widerhaken und leichter Zähnung sind neben langschmalen trapezförmigen und dreieckigen Querschneidern der Typen F10, F4 und F14 die bevorzugten Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der in den Dakhla Oasen und der Südwestecke des Abu Tartur Massivs durch Zeichnungen und Fotos dokumentierten Pfeilspitzen beträgt für die Masara Plätze sechs Exemplare, Bashendi A ergibt 57 Stücke, Bashendi B sieben Artefakte und Sheikh Muftah 57 Bewehrungen. Zusammengenommen sind es 127 Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Die im Text genannte und zum Teil aufgelistete Menge dürfte bei ca. 426 Exemplaren liegen. Eine genaue zeitliche Zuweisung ist nur für wenige Exemplare möglich z.B. Masara C Fig. 2.a-b zeigt zwei H19- Spitzen mit einem Alter von 8840 BP – 8220 BP. Dieses entspricht dem Alter ähnlicher Ounan-Harif- Spitzen der El Ghorab Phase in Kiseiba oder die Blattspitzen der Gruppen C1, C3 und C4 des Fundplatzes 271 (Bashendi B) deren Alter sehr genau mit 6360 BP bzw. 6280 BP angegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi A Fundplätze'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''387'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''228'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site cluster 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site SH'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site Combo'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''174 30/450-F8-3'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 42,0&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 11,9&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 14,9&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 40,4&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 22,6&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 44,6&lt;br /&gt;
|| 46&lt;br /&gt;
|| 22,9&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 21,3&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 23,5&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 10,6&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 13,9&lt;br /&gt;
|| 110&lt;br /&gt;
|| 54,8&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 10,9&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombi- Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,2&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 6,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 3,0&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,9&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,6&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,7&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 18,9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 16,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3,0&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,6&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''81'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''217'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''101'''&lt;br /&gt;
|| '''100,3'''&lt;br /&gt;
|| '''201'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''230'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi B- und Sheikh Muftah- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 271'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 385'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Sheikh Muftah 31/420-P6-1'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 64&lt;br /&gt;
|| 50,4&lt;br /&gt;
|| 97&lt;br /&gt;
|| 50,0&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Kombi Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 8,8&lt;br /&gt;
|| 35&lt;br /&gt;
|| 21,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 11,0&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
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|| 11&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
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|| 3&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Microburin&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Awls&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretusche&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''127'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''194'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''164'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Masara- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''85 Masara A'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''263 A Masara A'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''194 Masara B'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''264 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''300 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''308 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''260 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''265 Masara C'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alter&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7730&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8700&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8200&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8600&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8600-8500&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuggruppen&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I Kratzer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 16&lt;br /&gt;
|| 14,3&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 9,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 50,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| II Bohrer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 12,1&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 12,8&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 10,5&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| III Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 22,2&lt;br /&gt;
|| 75&lt;br /&gt;
|| 67,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VI Rück. Lamellen*&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 59,2&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VII Kerben&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 8,2&lt;br /&gt;
|| 27&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 11,6&lt;br /&gt;
|| 48&lt;br /&gt;
|| 24,1&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 17,4&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 26,3&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 47,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VIII Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| IX Geom. Mikro.**&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 12,2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,5&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 20,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| X Microburin&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 7,0&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| XI Verschiedene&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 3,6&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 33,2&lt;br /&gt;
|| 16&lt;br /&gt;
|| 18,6&lt;br /&gt;
|| 28&lt;br /&gt;
|| 40,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 10,5&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 31,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''49'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''63'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''86'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''70'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''57'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   *   VI   Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
*   ** IX   Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Merimde beni-Salam==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde beni-Salam liegt westlich des Rosetta-Arms des Nils auf ehemaligem Wüstenboden. Heute ist das Gebiet zwischen Nil und der Giza-Alexandria Straße für die Landwirtschaft erschlossen worden. Von Kairo sind es ungefähr 60 km in nordwestlicher Richtung.&lt;br /&gt;
Bekannt wurde Merimde ab 1928 durch die Arbeiten von Hermann Junker, dem Entdecker des ausgedehnten Siedlungsareals.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Arbeiten ging jedoch in den Wirren des 2. Weltkriegs verloren und ein endgültiger Bericht wurde nie vorgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter dieser frühen unterägyptischen, bäuerlichen Niederlassung wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 4880 BC bis 4230 BC angegeben. Von den Driesch und Boessneck ( 1985 ) datieren Merimde zwischen 5890 BP und 5440 BP. Breunig ( 1987 ) gibt für die untere Schicht ein Alter von 3940 bis 5840 BP an. Auf der Liste der Radiocarbon Daten der Universität zu Köln ( B.O.S. und ACACIA Projekte ) wird Merimde auf ca. 5900 bis 5600 BP oder auf ca. 4800 bis 4430 BC cal. datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979 veröffentlichte Josef Eiwanger seinen Bericht über die „Geschossspitzen aus Merimde“. Die Arbeit stützt sich auf neuere Grabungen, berücksichtigt aber auch das Material und die Vorberichte von H. Junker. Insgesamt werden 61 große Dreieckspitzen der Typen A2, A27, A25 und A28 vorgestellt mit Gewichten von ca. 3g bis ca. 15g.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiteren Arbeiten werden ferner Querschneider ohne weitere Spezifikationen und eine Stielspitze mit einem seitlichen Kerbenpaar ( D31 ) aus der Urschicht, sowie eine D33-Spitze mit flachen Randretuschen aus Schicht IV vorgestellt. Von der Oberfläche sind drei weitere Stielspitzen aus den Zeiten H. Junkers bekannt. Letzterer stellt 1928 in seinem Bericht über &lt;br /&gt;
die archäologischen Arbeiten im Westdelta auf Tafel 16 sieben typische „Merimdespitzen“ vor, die er libysche Pfeilspitzen nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in Merimde so variieren auch in Abu Tartur und den angrenzenden Gebieten die Gewichte der großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle stark und liegen hier bei ca. 1,9g bis ca. 17,5g. Das Gleiche gilt für die großen Stielspitzen der Typen D3 und D4, die außer in Abu Tartur in der westlichen Wüste äußerst selten gefunden wurden. Aus dem Niltal und der übrigen Sahara liegen nur wenige vergleichbaren Stücke vor. Bekannt ist eine Großspitze aus dem Fayum, eine weitere wurde von H. Junkers in Merimde gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke J. Eiwangers überschwere Pfeile aus der deckunggebenden Ufervegetation heraus aus sehr kurzer Distanz auf  große Beutetiere abzuschießen ist einleuchtend. Die einschlägige Forschung geht sicherlich bei Pfeil und Bogen, auch im prähistorischem Kontext nur von einer Fernwaffe aus, was im Prinzip sehr berechtigt ist. In Ausnahmefällen allerdings, wie bei speziellen Jagdtechniken oder aber im Verdrängungskrieg um Weiden und Wasserstellen könnte ein schwerer Pfeil mit kurzer Flugbahn im Kampf Mann gegen Mann von Vorteil sein. Auf  Felsbildern im Tassili sind derartige Szenen bewegt und eindrucksvoll dargestellt aber auch aus Südafrika sind ähnliche Auseinandersetzungen im Bild festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Liste A auf den Seiten 73 und 74 sind die großen, gekehlten Dreieckspitzen, beidseitig flächenretuschiert, aufgeführt.&lt;br /&gt;
34 Stücke, es sind bis auf eine Einzige Oberflächenfunde, wurden von H. Junker ab 1928 publiziert. Die 17 von J. Eiwanger während der Grabungskampagne 1978 gefundene Stücke verteilen sich auf die Oberfläche ( 5 Exemplare ), die Phase IV ( 11 Exemplare ) und die Phase V ( 1 Exemplar ). Weiterhin sind noch 10 Spitzen, sämtlich von der Oberfläche, genannt. Das bekannte Gesamtinventar kann somit in 48 Oberflächen-Fundstücke und 13 aus Schichten stammenden Funden eingeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sein Diagramm Abb. 3 gliedert der Autor die Pfeilspitzen in breite ( B ), normale ( N ) und schmale ( S ) Stücke und die Schäftungskehle in tiefe ( T ), normale ( N ) und flache ( F ). Um dieses graphisch sichtbar zu machen, werden in einem Koordinatensystem auf der Ordinate das Verhältnis von Länge zu Breite ( a : b ) und auf der Abszisse das Verhältnis der Länge zwischen Kehlenende und dem distalen Ende zu der Breite der Pfeilspitze in Höhe des Kehlenendes ( A : B ) eingetragen. Die Auswertung der Merimdespitzen ergibt für die ältere Phase IV hauptsächlich breite bis normale Stücke mit flachen bis normalen Kehlen ( BF, NF, NN ). Tief ausgekerbte und schlanke Artefakte sowie die Spitzflügel, wie sie auch aus dem Fayum bekannt sind, kommen in Phase V und einer darüber liegenden erodierten Schicht vor. Besonders die tief ausgekerbten Spitzflügel stellen einen technischen Fortschritt dar, indem sie die Wirkung einer großen Aufpralllänge, gegeben durch die Breite b, bewahren und durch Materialreduzierung das Gewicht senken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siwa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siwa, die Oase im nordwestlichen Ägypten, nahe der libyschen Grenze hat für mich, wahrscheinlich bedingt durch die isolierte Lage oder auch durch das Orakel des Amontempels etwas Mystisches, Geheimnisvolles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Mittelmeer, nach Marsa Matruh sind es, der „Straße“ folgend, rund 300 km. Verbindungen nach Südosten zu den Bahariya Oasen oder nach Osten ins Fayum werden durch abenteuerliche Pisten gewährleistet oder auch nicht, wie schon das frühe Beispiel des Kambyses und seiner Perserarmee zeigt, sie sind nie angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf prähistorische Vorkommen ist das Gebiet von Siwa und den benachbarten Oasen Um el Hiyus, Gara, El Arag und Sitra von Fekri A. Hassan Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und von den B.O.S. Expeditionen (R. Kuper, E. Cziesla) in den 80er Jahren wissenschaftlich untersucht worden.&lt;br /&gt;
Die Hauptbesiedlungsphasen scheinen epipaläolithisch und frühneolithisch gewesen zu sein, bezieht man sich auf das von Fekri A. Hassan vorgestellte Fundmaterial, welches hohe Anteile an Rückenstumpfungen und Meißeln aufweist.&lt;br /&gt;
Die B.O.S. Fundstelle 85/05-4, mit 356 m² etwas größer als weitere Plätze in Sitra, ist gemischt. Sie führt ebenfalls rückengestumpfte Lamellen und Langschmale Dreiecke aber auch einige flächenretuschierte Artefakte jüngeren Datums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorkommen von Pfeilspitzen in den Siwa- Oasen beschränken sich auf wenige flächenretuschierte Exemplare. Ounanspitzen sind sehr selten, Ounan-Harif-Spitzen und damit verwandte Stücke werden von Site 75/27 in Gara gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der mir zur Verfügung stehenden Literatur ergibt sich folgendes Bild :&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Ounan-Harif-Spitzen beträgt sicher zehn, das sind die gezeichneten Exemplare und wahrscheinlich 39, das sind sämtliche Pfeilspitzen der Tafel 5.1 in  „Resources and Subsistence during the Early Holocene at Siwa Oasis, Northern Egypt“ von Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Exemplare sind datiert, das Alter von 8219 +- 73 BP fällt zusammen mit dem Ende der El Ghorab Phase im äußersten Südwestzipfel der östlichen Wüste Ägyptens, dort wurden gleichartige Bewehrungen beobachtet.&lt;br /&gt;
Die teilweise flächige Bearbeitung findet durchaus Parallelen in Kiseiba, Nabta und Abu Tartur.&lt;br /&gt;
Auch die Stücke a und d (Fig. 7 Artifacts from Gara Oasis site 75/27) passen gut als frühe flächig retuschierte Stielspitzen in den allgemeinen Rahmen. Ein weiteres Beispiel ist die D21- Spitze von Sitra 85/5 (Abb. 1/3 in Cziesla 98), die in Silhouette und Bearbeitungstechnik der Spitze a site 75/27 sehr ähnlich ist und die in den Zeithorizont um ca. 8200 BP fällt.&lt;br /&gt;
Weitere datierte Exemplare aus Dakhla und Abu Tartur erhärten den Befund, dass flächig retuschierte Stielspitzen am Ausgang des 9. Jahrtausend vereinzelt auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen nach Fundorten innerhalb der Siwa- Oasen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplatz&lt;br /&gt;
|| Anzahl der&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gefunden&lt;br /&gt;
|| Anzahl der &lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gezeichnet&lt;br /&gt;
|| Alter BP&lt;br /&gt;
des&lt;br /&gt;
Fundplatzes&lt;br /&gt;
|| Klassifikation&lt;br /&gt;
nach Hugot*&lt;br /&gt;
|| Literatur-&lt;br /&gt;
hinweise&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/31&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/24&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/27&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 8219+-73&lt;br /&gt;
|| D1, D21, 2xH1, &lt;br /&gt;
5xH4, 1 Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 7 a-j&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/24A2 &lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/05-4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D3, D33, H10&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/09&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| H12, H5&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| G1&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/07&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D33&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| ca. 8200&lt;br /&gt;
|| D21 nach 19&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/15&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D18 langstielig&lt;br /&gt;
D44, 2xC1&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 f-i&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus&lt;br /&gt;
Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD19 langstielig&lt;br /&gt;
C3, D44,&lt;br /&gt;
C Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 a-e&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/12&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.3 b&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa Slg. Bates&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D21 schlank&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98&lt;br /&gt;
Abb. 1/4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 83/11-2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Blattspitzen&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Südl. Des Sitra-&lt;br /&gt;
Sees&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD18&lt;br /&gt;
1xD42&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98,&lt;br /&gt;
Abb. 1/12, 13, 14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa&lt;br /&gt;
ohne weitere&lt;br /&gt;
Präzision&lt;br /&gt;
|| 102&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 11xC4&lt;br /&gt;
11 Ounan-Harif-Spitzen&lt;br /&gt;
der Typen H10 und H14,&lt;br /&gt;
60 Stielspitzen des &lt;br /&gt;
Typs D19 und D18,&lt;br /&gt;
19xC1 oder C3,&lt;br /&gt;
1xE3&lt;br /&gt;
|| Mc. Burney&lt;br /&gt;
1955&lt;br /&gt;
Seiten 254 - 257,&lt;br /&gt;
Fig. 35, 36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''&amp;gt; 163'''&lt;br /&gt;
|| '''50'''&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *&lt;br /&gt;
-Die C4- Spitzen weisen flächige Randretuschen auf, vor allem die Schäftungszonen sind beidseitig modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Schäftungszonen der Ounan- Harif- Spitzen „shanked blades“, wie Mc. Burney sie nennt, sind ebenfalls durch flache, beidseitige Retuschen bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die sehr schlanken Stielspitzen der Gruppen D18 und D19 mit einem Koeffizienten B/L von 0,20 bis 0,35 sind relativ jung. Für Djara werden sie von K. Kindermann bei ca. 6000 BP angesiedelt. („The Holocene Occupation of the Eastern Sahara, Regional Chronologies and Supra- regional Developments in four Areas of the Absolut Desert“ in Gezeiten der Wüste, Herausgeber R. Kuper 2002 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundort&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Um el Hiyus&lt;br /&gt;
a) 75/5 b) 75/31&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Gara&lt;br /&gt;
a) 75/24 b) 75/27&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | El Arag&lt;br /&gt;
a) 76/4 b) 76/24A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 32&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 28,1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 88&lt;br /&gt;
|| 17,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte&lt;br /&gt;
Klinge u. Abschläge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 53,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 14,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 25,0&lt;br /&gt;
|| 72&lt;br /&gt;
|| 32,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 128&lt;br /&gt;
|| 25,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. Zähnungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7,7&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 27,3&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 9,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 10,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 12,5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 20,5&lt;br /&gt;
|| 73&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Seitenschaber&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 18,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 42&lt;br /&gt;
|| 8,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endstumpfung&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 0,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Spitzen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 0,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Zweiflächner&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Andere&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''69'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|| '''64'''&lt;br /&gt;
|| '''100,2'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''221'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''494'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987&lt;br /&gt;
Table 5.1 Tool classes from Holocene Sites in the Siwa Oasis Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahariya==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptort der Bahariya Oasen, Bawiti, liegt ungefähr 180 km nordöstlich von Farafra entfernt, und von den Pyramiden in Giza sind es rund 370 km in südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stahlwerke von Heluan werden über eine Eisenbahnstrecke mit dem Eisenerz der Gruben von Bahariya versorgt. Die submarine Exhalations- Lagerstätte deckt den ägyptischen Inlandbedarf.&lt;br /&gt;
Der wunderschöne Rosengarten in der Iron-Mine-City dürfte der einzige in der westlichen Wüste sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erforschung holozäner Besiedlung scheint nicht weit fortgeschritten zu sein. Lediglich Fekri A. Hassan erwähnt einige einseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen an einigen Plätzen in „Archaeological explorations at Bahariya Oasis and the Western Delta“1979. Angaben zur Silhouette der Bewehrungen sind nicht gemacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Farafra==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Farafra liegt rund 500 km in nordwestlicher Richtung von den Kharga Oasen entfernt, falls der Weg über Mut genommen wird. Von Giza über Bawiti sind es ca. 550 km nach Südwesten. Kleiner als die Kharga und Dakhla Oasen hatte sich Farafra lange Zeit seine Ursprünglichkeit bewahrt. Gerne erinnere ich mich an die Gastfreundlichkeit und den herrlichen Garten des Homda, Bürgermeister würden wir ihn nennen. Dieser kühle, schattige Platz hat ein wenig von dem Paradies, wie es im Koran beschrieben ist, ohne die Jungfrauen allerdings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon sehr früh im Holozän brachte die Region um Farafra pflanzliche Taxa hervor, wie z.B. Sorhum sp., Getaria, Brachiaria, Panicum und Echinochloa colona. Auch Schaf und Ziege sind sehr früh vertreten wie Daten von 7251 +- 67 BP und 7110 +- 50 BP belegen.&lt;br /&gt;
Obwohl Behausungsstrukturen ausgegraben worden sind, ist bislang sehr wenig Töpferware gefunden worden. (Ein Bruchstück von site HV – 2).&lt;br /&gt;
Verbunden mit den archäologischen Aktivitäten sind die Namen von Barbara E. Barich, Fekri A. Hassan, A.G. Fahmy, A. Gautier, G. Lucarini und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Auswertung des lithischen Inventars noch nicht abgeschlossen ist, sollen hier lediglich die bis jetzt veröffentlichen Pfeilspitzen behandelt werden. So werden in „Archaeology of  Farafra Oasis (Western Desert Egypt) A Survey of the most recent Research“ von B.E. Barich und G. Lucarini folgende Bewehrungen vorgestellt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' Farafra Oasis, Hidden Valley Village, Lithic industry. Drei Blattspitzen, davon ein Exemplar C6 mit vollständiger, beidseitiger Flächenretuschierung, zwei Exemplare vom Typ C3 mit einseitiger, vollständiger Flächenretuschierung, die Ventralseite weist eine teilflächige Retuschierung auf.&lt;br /&gt;
Eine H13- Spitze mit leichten Retuschen am linken, distalen Rand. Gezeichnet sind weiter gekerbte und gezähnte Stücke mit den obligatorischen harten Kantenretuschen sowie ein Schaber und ein Messer mit flachen Randretuschen. Der Zeithorizont ist ca. 7100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8''' Farafra Oasis, Hidden Valley Area, Late neolithic bifacial artifacts. Zeigt drei Blattspitzen der Gruppen C1 und C3 wovon eine beidseitig flächenretuschiert ist, die zwei anderen sind auf der Ventralseite lediglich in der Schäftungszone flächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden gezeichnet ein side-blow-flake, drei Messer und ein Schaber- Kratzer. Diese Werkzeuge haben ein Alter von 5950 BP Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klärungsbedarf besteht für die Ounan-Arif-Spitzen vom spätneolithischen Fundplatz Sheikh el- Obeiyid und für eine weitere typisch beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze, welche an den Ounan-Arif Typ erinnert und welche auf  „Playa I“ in der Rajih Region auf einem Platz mit Klingenindustrie gefunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebel Kamil==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebel Kamil ist nach der Beschreibung von Joachim Hahn, dessen Bekanntschaft ich in Abu Tartur machen durfte, ein konischer Hügel, der sich rund 100 m über die umgehenden Dünenfelder erhebt und so eine weithin sichtbare Landmarke bildet. Er liegt südsüdöstlich des Gilf Khebir in der Nähe der ägyptisch- sudanesischen Grenze.&lt;br /&gt;
In seinem Artikel „Neolithic Settlement Patterns in the Gebel Kamil Area, Southwest Egypt“ beschreibt J. Hahn neolithische Fundplätze, von denen einige Pfeilspitzen aufweisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28''' ist eine der größten Fundstellen der Gegend, als mögliche Bewehrungen kommen Segmente, Trapeze und Dreiecke in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28-1'''  ist eine datierte Fundstelle mit Altersangaben von ca. 4300 BP bis 4600 BP. Auch hier sind die Pfeilspitzen- Bewehrungen auf Querschneider wie Trapeze, Dreiecke und eventuell Segmente beschränkt. Gezeichnet wurden drei Dreiecke, zwei Trapeze und vierzehn Segmente. Die Dreiecke entsprechen dem Querschneider Typ F4, die Trapeze den Gruppen F10 und F11. Zum Teil sind die Artefakte sehr klein wie das Dreieck 83/28-1 Nr. 4 mit einer Höhe von 8mm und einer Schneidenlänge von 7mm. Das Trapez 83/28-1 Nr. 9 hat die Höhe von 7mm, die kleine Schneide misst 3mm, die große 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''85/67''' ist der dritte Fundplatz von welchem Pfeilspitzen vorgestellt werden. Außer den Querschneidern vom Typ F16, F4, F10 und F14, es sind sieben Exemplare gezeichnet, kommen nicht näher beschriebene zweiseitig flächenretuschierte Spitzen vor, die aber kaum Pfeilspitzen sein dürften, da sie im Zusammenhang mit Handäxten, groben Abschlägen und Levallois- Kernen genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fig. 6 gibt J. Hahn Querschneider für die Fundstellen K25, 85/67 und 85/58 an, Trapeze und Dreiecke für 83/28 und 85/58, Trapeze ohne Dreiecke für 85/67.&lt;br /&gt;
Der Fundkomplex Gebel Kamil wird in den Zeithorizont vom 4. bis zum 6. Jahrtausend BP gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die große Sandsee==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Oase Siwa im Norden bis zu den Ausläufern der Sandsteinmasse des Gilf Kebir im Süden erstreckt sich die große Sandsee auf einer Breite von ca. 100 km bis 300 km westlich der libysch- ägyptischen Grenze.&lt;br /&gt;
Die archäologischen Untersuchungen wurden von der Universität Köln und dem Heinrich Barth Institut durchgeführt, sie waren im Besonderen auf die Gebiete um Abu Minqar, Regenfeld, Ain Dalla und die Glasregion konzentriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Regenfeld'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regenfeldfundstellen liegen nördlich und südlich des 25. Breitengrads Nord und östlich des 27. Längengrads Ost. Benannt wurde die Region im Jahre 1873 von Gerhard Rolfs wegen der starken Regenfälle, die ihn auf seiner Expedition überraschten. &lt;br /&gt;
Die ältesten Vorkommen, Regenfeld A, weisen ein Alter von über 9000 BP auf und enthalten keinerlei Pfeilspitzen oder geometrische Mikrolithen, die als Bewehrungen angesprochen werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das darauffolgende Regenfeld B mit einem Alter von ca. 8700 BP produzierte neben langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Artefakten auch eine rückengestumpfte Blattspitze vom Typ H1 und zwei Trapeze mit gestumpfter, leicht gekehlter kleiner Seite, die im gleichaltrigem Kontext auch in Westpans 85/52 gefunden worden sind und die als mögliche Bewehrung die Bezeichnung F20 erhalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem folgenden Zeitabschnitt von ca. 8300 BP bis 7800 BP wurden keine Bewehrungen gefunden, langschmale Dreiecke, rückengestumpfte Lamellen und eine Kerbklinge bestimmen das Inventar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngsten Phase, Regenfeld D, von ca. 7700 BP ( 87/2 ) bis 7000 – 6500 BP ( 96/19 ) erscheinen neben klassischen Bewehrungen der Typen F4 und F13 auch flächenretuschierte Artefakte. Dabei handelt es sich unter anderem um große, beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen. Zwei dieser Stücke sind gezeichnet worden, eine davon, die Längere, hat die ungefähren Abmessungen L = 78 mm, B = 28 mm und Dicke = 8,3 mm. Diese Dimensionen sind vergleichbar mit denen der großen Blattspitzen von Abu Tartur, welche Längen zwischen 70 mm und 91 mm und Gewichte von 8,7g bis 14,2g aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können ebenso wie die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle und die großen Stielspitzen als Pfeilspitzen eingesetzt werden und mit Erfolg von einem Bogen verschossen werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der querschneidigen Bewehrungen von Regenfeld wird auf zehn geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Glasregion'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein gezieltes Ausbeuten der Rohstoffquellen, des libyschen Wüstenglases oder Lechatelierit zu erschweren, sind genauere Hinweise auf die Lage der Fundgebiete nicht angegeben.&lt;br /&gt;
Die größte Fundstelle, 81/61, wird auch nach dem Entdecker „Willmanns Camp“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwei Schnitten wurden insgesamt 1934 Werkzeuge, davon 250 Mikrolithen, zu Tage gefördert. Die verschiedenen C14- Analysen ergeben Resultate von ca. 8000 BP bis ca. 5700 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flächenretuschierte Artefakte sowie Pfeilspitzen fehlen in den Inventaren. Als mögliche Bewehrungen kommen Trapeze und Dreiecke in Frage. Sechs Dreiecke und 21 Trapeze sind gezeichnet worden und fallen unter die Typen F4 und F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ain Dalla'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am östlichen Rand der großen Sandsee, etwa nördlich von Abu Minqar und nordwestlich von Farafra liegt der Brunnen von Ain Dalla.&lt;br /&gt;
Ein spätneolithischer Fundplatz scheint 85/15 zu sein. Die zwei dort gefundenen Stielspitzen sind sehr schlank und gehören zu den Typen D19 und D49. Die Ränder der D19- Spitze sind sehr leicht konvex ausgebildet, nicht genug um als D18 klassiert zu werden. Die Widerhaken der D49- Spitze sind sehr klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 85/26 mit einem Alter von ca. 8610 BP produzierte eine Ounanspitze vom Typ H12 und auf dem dritten, circa 8460 BP alten Ain Dalla Fundplatz 85/28 – 1 wurden eine  H5- Spitze und zwei Dreieckspitzen vom Typ H7 gefunden. Letztere passen normalerweise nicht zu den vorherrschenden Rückenstumpfungen, die für das Inventar charakteristisch sind, sie sind eher für das mittlere Neolithikum typisch. Die primitive Ausführung könnte sie allerdings dem Fundplatz zugehörig erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Gerara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von Abu Gerara liegen zwischen Djara im Norden und den Eastpans im Süden, nach Südwesten befinden sich die Vorkommen der Dakhla Oasen und nach Südosten sind es die Plateau- Plätze und Playakonzentrationen von Abu Tartur. Zwischen dem Abu Tartur Massiv und den Abu Gerara Schichtabbrüchen liegen ein mit Kalksteinhügeln durchsetztes Gelände, zwei große Depressionen sowie eine kleine mit dem Fundplatz 00/59, an dessen Exploration ich mitarbeiten konnte. Nördlich der Schichtstufen kommen weitere Kalksteinhügel vor, dann nach rund 25 km geht das Gelände in eine Hamada über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchungen, die zur Zeit von der Kölner Universität durchgeführt werden, sind noch nicht beendet. So werden lediglich einige Fundstellen, von denen schon endgültige Ergebnisse vorliegen, berücksichtigt. In „Abu Gerara : Mid- Holocene sites between Djara and Dakhla Oasis (Egypt)“ Heiko Riemer 2003 wird die Fundstelle 98/5 vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''98/5''' Fundstelle im Hügelland nördlich der Schichtstufen. Der Fundplatz ähnelt in seiner Anlage stark den Vorkommen auf dem Abu Tartur Plateau. Ein tief gelegenes Becken ist umrahmt von bis zu elf Metern hohen Hügeln, die einen guten Schutz gegen den Nordwind abgeben. Von den Hügeln laufen Regenrinnen ins Beckentiefste. Dort hat sich ein terra rosa Boden gebildet, der gepanzert durch das Artefaktenmaterial und gehärtet durch erhöhten Phosphateintrag teilweise der Deflation standgehalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden 75 retuschierte Werkzeuge geborgen, davon 16 Pfeilspitzen, die mit 21,3 % den größten Anteil stellen, gefolgt von Seitenkratzern und gezähnten Stücken. Weitere Artefakte sind Bohrer, side-blow-flakes, blattartige Messer und Vorstufen dazu, sowie Sichelblätter und Dexel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei C14 Analysen datieren 98/5 auf 6600 Jahre BP. Dies ist einer der nicht zu großen Fundplätze, die ein weitgehend unvermischtes Inventar mit einem bestimmten Alter aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8'''  zeigt unter anderem zwei Blattspitzen mit teilflächiger Retuschierung. Die Nr. 5 hat eine klassische C3 Silhouette während Nr. 6 eine deutlich gerundete Schäftungszone aufweist aber noch unter C3 geführt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die Nr. 7. Im medialen Abschnitt weist das Artefakt nahezu parallel verlaufende Ränder auf, die Schwingen zeigen winzige Widerhaken und der recht lange, schlanke Stiel ist an seiner Basis eingeschnürt, das Ende des Stiels ist abgerundet, das distale Ende ist abgebrochen. Derartige Stücke sind aus Djara bekannt, wo einige dieser als D52 bezeichneten Bewehrungen vorkommen. E. Cziesla stellt eine ganz ähnliche Spitze vor, die südlich des Sitra Sees gefunden worden ist (Nr. 14, Abb. 1 in Anmerkungen zu flächenretuschierten Pfeilspitzen 1998). Bei diesem Exemplar ist der Stiel kurz und die Parallelität der Ränder im medialen Abschnitt ist nicht gegeben.&lt;br /&gt;
Die Nr. 8 ist eine D36 Spitze und kommt ebenfalls in einigen Exemplaren in Abu Tartur vor. Eine vergleichbare mit nur einem Kerbenpaar (D31) ist von Eastpans bekannt, eine weitere ist, klassiert unter Bashendi B in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ Fig. 5.d gezeichnet. M. Mc Donald 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Eastpans ist ebenfalls eine Großspitze des Typs D3 bekannt, mit stärker ausgeprägten Widerhaken wurde auch in Abu Gerara eine solche aufgesammelt (Site 99/28). Weitere Einzelstücke sind in Dakhla und Djara gefunden worden. Diese Spitzen sind zu vergleichen mit der Serie von gestielten Großspitzen von Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''00/70''' Dieser Fundplatz in der Nähe der großen Dolineneinbrüche nördlich des Abu Tartur Massivs ist nur kurz angefahren worden. Bei dem Inventar handelt es sich um ein im Tiefsten des Siedlungsplatzes zusammengespültes Artefaktengemisch. Ein nördlich am Hang gelegenes Areal mit sehr vielen Herdstellen wurden aus Zeitmangel ignoriert. Ein hastig dort aufgeklaubte Pfeilspitze ist vom Typ C10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==El Karafish==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Straße von den Dakhla Oasen nach Abu Minqar liegt auf dem libyschen Plateau El Karafish, eine junge Fundstelle, die von prädynastischer Zeit und auf Grund von Keramikvergleichen bis in die 6. Dynastie reicht. Eine C14- Analyse ergab ein Alter von ca. 4500 BP. Im Keramikmaterial finden sich ebenfalls Claytonringe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Pfeilspitzen wurden geborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Eine Ounanspitze vom Typ H13, die im Kontext von El Karafish deplaziert wirkt und eher eine typische Bewehrung um 7600 BP darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Eine flächig retuschierte Stielspitze vom Typ D2, wobei die linke Schwinge leicht gerundet erscheint. Dieser Typ taucht in den verschiedensten spätneolithischen Inventaren auf. Die Dorsalseite ist bis auf einen schmalen, zentralen Bereich flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, lediglich der Stiel ist vollflächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Zum Fundplatz passend ist das dritte Exemplar. Es handelt sich um eine Stielspitze mit kurzem, breitem Stiel und mit parallel zueinander verlaufenden Rändern im proximalen Bereich. Die Ränder weisen eine sehr feine Zähnung auf, die Schwingen stehen rechtwinklig zur Längsachse, sind jedoch mit winzigen Widerhäkchen bestückt. Das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert, der distale Bereich ist abgebrochen. Da die Silhouette der Pfeilspitze ein Novum darstellt, erhält sie die Bezeichnung D50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art von schlanken, feingezähnten Stielspitzen stellt das Ende einer Entwicklung von tief penetrierenden Bewehrungen dar, welche aus lithischem Material hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dungul==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oase liegt ca. 160 km südwestlich von Assuan am Rande des Kalksteinplateaus, Hester und Hobler haben die dortige prähistorische Kultur untersucht. Nur wenige Pfeilspitzen gehören dem Inventar der „Libyan industry“, deren Alter mit 7900 +-150 BP Jahren angegeben wird (Hester und Hobler 1969). Gezeichnet oder fotografiert sind acht Exemplare, davon sind zwei Querschneider, eine Stielspitze der Familie D, zwei H5 – Spitzen sowie drei Blattspitzen der Familie C. Eine vierte Blattspitze wird im Text erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Badari==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
El Badari liegt am Ostufer des Nils rund 40 km südlich von Asyut und ca. 60 km nördlich von Sohag. Wie Merimde als prähistorische Niederlassung in Unterägypten, so soll El Badari als Beispiel für oberägyptische steinzeitliche Besiedlung im Niltal dienen.&lt;br /&gt;
Beide Fundkomplexe verfügen über größere Mengen von ausgekehlten Dreieckspitzen, so dass ein Vergleich mit entsprechenden Wüstenfundplätzen wie dem Fayum und Abu Tartur möglich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 veröffentlichten Guy Brunton und G. Caton- Thompson ihren Bericht „The Badarian Civilisation“ wo neben mit Schwingen oder Widerhaken versehenen, dreieckigen Großspitzen auch zwei gestielte Exemplare erwähnt werden.&lt;br /&gt;
Die gezeichneten Stücke können wie folgt eingeteilt werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| A1|| A2|| A17|| A25|| A26|| A28|| C1|| andere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 3|| -|| 2|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 5|| -|| -|| -|| 6|| -|| 2|| 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 6|| -|| -|| -|| 5|| 1|| -|| 4|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVI|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVII|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVIII|| 3|| -|| -|| -|| -|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate LVI|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''3'''|| '''2'''|| '''1'''|| '''22'''|| '''1'''|| '''2'''|| '''6'''|| '''2'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die östliche oder arabische Wüste Ägyptens==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streifen zwischen dem Niltal und der Küste des Roten Meeres bildet den östlichen Rand der Sahara. Im Norden zwischen Kairo und Suez ist er ca. 135 km breit, im Süden an der Grenze zum Sudan und zur nubischen Wüste rund 500 km. Die Entfernung entlang des Roten Meeres von Suez bis Halait beträgt über 1000 km. Aus diesem riesigen Gebiet sind nur wenige prähistorische Funde bekannt und dem entsprechend eine geringe Anzahl von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die arabische Wüste war gewiss nicht weniger attraktiv als das Gebiet westlich des Nils. Im Gegenteil, es existierte ein integriertes Wadisystem, welches das Wasser aus dem Gebirge entweder ins Meer oder in den Nil leitete. Das Küstengebirge weist Höhen um 1000 m auf und gelegentlich wird auch die 2000 m Marke überschritten. Die hydrologische Situation dürfte daher vorteilhafter als in der westlichen Wüste gewesen sein. Wenn dennoch weniger Relikte vorgeschichtlicher Kulturen gefunden worden sind, so liegt es wahrscheinlich an dem unwegsamen Gelände. Wer hier etwas außerhalb der wenigen Verbindungsstraßen entdecken will muss gut zu Fuß sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fundplatz, der Pfeilspitzen in seinem Inventar aufweist, wurde von P.M. Vermeersch, P. van Peer, J. Moeyerson und Wim van Neer „Tree Shelter“ genannt. Er liegt nordwestlich von Quseir in der Nähe der Phosphatgruben und ist mit dem Geländewagen zu erreichen. &lt;br /&gt;
Vier Holzkohlenproben ergaben Altersstellungen von 6770 +- 60 BP bis 4930 +- 30 BP. Die Geräte, 80 an der Zahl, setzen sich aus gezähnten Stücken, retuschierten Abschlägen, flächig bearbeiteten Stücken, Kerben, einem side-blow-flake und Verschiedenen zusammen.&lt;br /&gt;
Außerdem wurden zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen, ohne weitere Präzisierung, erwähnt. Möglicherweise handelt es sich um Blattspitzen der Familie C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant sind das Vorhandensein von Asphataria rubens aus dem Niltal und ein side-blow-flake, ein Werkzeug, welches östlich des Nils zu den Raritäten zählt. Publiziert wurde der Bericht im Dezember 2002 in Archéo-Nil. In unmittelbarer Nachbarschaft des „Tree Shelter“ hat das gleiche Autorenteam eine Höhle, genannt Sodmein Cave, untersucht („Neolithic occupation of the Sodmein area, Red Sea Mountains, Egypt“ in Aspects of African Archaeology edited by G. Pwiti and R. Saper 1996).&lt;br /&gt;
Die Altersangaben reichen von 6490 +- 100 BP und 7090 +- 80 BP für die unterste Schicht bis 6320 +- 100 BP und 6360 +- 90 BP für die obere Schicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundenen Pfeilspitzen sind den Schichten nicht in der Art zugeordnet, dass sie mit einem exakten Alter in Verbindung gebracht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (Fig. 3 Seite 414).&lt;br /&gt;
* Nr.   2  ist eine asymmetrische, einseitig flächenretuschierte Blattspitze.&lt;br /&gt;
* Nr.   3  ist eine Blattspitze des Typs C1, die Rückseite zeigt lediglich flächige Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   6  ist ein Fragment und gehört möglicherweise zu einer Blattspitze C1, C3 oder zu einer Stielspitze D44.&lt;br /&gt;
* Nr.   7  wie Nr. 6.&lt;br /&gt;
* Nr.   8  ist eine Blattspitze mit beidseitigen flächigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   9  ist eine asymmetrische H1- Spitze.&lt;br /&gt;
* Nr. 10  ist eine H1- Spitze, im proximalen Bereich ist sie beidseitig flächenretuschiert auf der Ventralseite ist zusätzlich ein Rand flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
* Nr. 11  ähnlich wie Nr. 10.&lt;br /&gt;
* Nr. 12 und 13  Ounanähnliche Spitzen des Typs H13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Verbindungsstraße Qena im Niltal nach Quseir am Roten Meer berichtet Debono aus der Gegend von Laqueita von zwei Ounanspitzen (Debono, 1951 plate III b) und einigen Querschneidern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Ölfördergebiet von Ras Gharib, etwa 25 km von der Küste entfernt, weist Montenant (1986 plate XXXVI) auf Pfeilspitzen in der Nähe des bir Nakhla hin, es Handelt sich um aus Lamellen gearbeitete, kantenretuschierte Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Dittmann weist in seiner Veröffentlichung „Zur Paläogeographie der ägyptischen Eastern Desert“, 1990 auf Pfeilspitzenfunde von Fundplatz B im Gebel Zeit hin. Das Fundgebiet liegt an der Küste des Roten Meeres zwischen Ras Gharib und Hurgada. Gefunden wurden drei Blattspitzen vom Typ C1 und eine D21- Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
Aus dem Abri im oberen Wadi Deir im Bereich des Klosters St. Paulus wird ein großes Blattspitzenfragment gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorgestellten Einzelfunde und Daten lassen lediglich erkennen, dass die östliche oder arabische Wüste ähnlich besiedelt war wie das Gebiet westlich des Nils. Ounanspitzen und andere kantenretuschierte Pfeilspitzen weisen auf ein frühes Neolithikum hin. Über die spätneolithischen Typen C und D bis zu prädynastischen Querschneidern reicht die Formenvielfalt über große Zeiträume.&lt;br /&gt;
Hier liegt ein riesiges Gebiet, lediglich an seinen Rändern angekratzt und wartet auf seine Entdeckung. Künftigen Forschern wird die Arbeit so schnell nicht ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Djara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer multidisziplinären Expedition der Universität Köln hatte der Verfasser im Jahr 2000 Gelegenheit die Fundstellen der Siedlungskammer Djara kennenzulernen.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt 15 km westlich des Abu Muharig Dünengürtels etwas nördlich der Linie Farafra – Asyut. &lt;br /&gt;
Neben einer Reihe von kleinen, oft hochinteressanten Fundstellen, sind drei große Konzentrationen hervorzuheben. Zunächst die Fundstelle 90/1 mit einer wahrscheinlich im Tertiär entstandenen Tropfsteinhöhle als Besonderheit an ihrer südlichen Peripherie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite bedeutende Konzentration ist 98/20 mit einem Inventar, das von rückengestumpften Artefakten bis zu side-blow-flakes reicht.&lt;br /&gt;
Eine weitere Konzentration wird mit 98/4 bezeichnet, sie weist die am weitesten fortgeschrittene Zerstörung durch Deflation auf. Die Playaablagerungen sind bis auf einige flache Hügel, möglicherweise durch Phosphateintrag entstandene Härtlinge, komplett ausgeräumt und die Kalksteinstrukturen, wie sie im Pleistozän vorhanden waren, treten wieder zu Tage. Nur große und schwere Artefakte finden sich auf dem Grund des ehemaligen Siedlungsplatzes. Pfeilspitzen fehlen ebenso wie Mikrolithen und Straußeneischalen. &lt;br /&gt;
Keramik, die auf anderen Stellen in Djara nicht gefunden wurde, ist in einer mit schluffigem Material gefüllten Windfalle entdeckt worden.&lt;br /&gt;
Eine detaillierte Beschreibung und Auswertung der Funde und Befunde des Gesamtgebietes ist in Arbeit (K. Kindermann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 90/1'''&lt;br /&gt;
Das Gelände ist in mehrere Grabungszonen aufgeteilt worden, die von 90/1 – 1 bis 90/1 – 15 durchnummeriert worden sind. Pfeilspitzen sind an folgenden Stellen gefunden worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 1'''   Alter : 6786 +- 49 BP bis 6448 +- 69 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 12 Pfeilspitzen, acht davon sind gezeichnet worden und zwar : &lt;br /&gt;
Zwei D21- Spitzen, eine D26, eine D44, zwei E2 und jeweils eine H1, Eine H5 und eine H7- Spitze. Drei der flächenretuschierten Pfeilspitzen stammen aus den Herden und können als in situ Funde gelten. Es sind dies eine D21- Spitze, die lediglich als gestielt beschrieben ist, eine E2- Spitze, die als Blattspitze bezeichnet ist und eine D26- Spitze, die als gestielt mit Zähnung deklariert wird (In „Investigations of Mid- Holocene settlement of Djara“ in K. Kindermann 2003).&lt;br /&gt;
Während die flächenretuschierten rhombischen Exemplare und die Stielspitzen gut zu den C14- Werten passen, sind die kantenretuschierten Stücke, ob Blatt- Stiel oder Dreieckspitze eher für frühere Epochen typisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 2'''   Alter : 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden und gezeichnet wurden fünf Pfeilspitzen. Die kurzen und gedrungenen Exemplare bestehen aus Blattspitzen der Gruppen C3 (2 Stücke) und C4 (1 Stück) sowie einer ebenfalls gedrungenen D2- Spitze mit kurzem, breitem und abgerundetem Stiel. Das fünfte Stück ist ein schwer einzuordnendes Fragment mit flachen Randretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 4''' ohne Altersangabe.&lt;br /&gt;
* Es wurden vier Pfeilspitzen gefunden, gezeichnet wurde keine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 6'''   Alter : 6900 +- 50 BP und 6696 +- 94 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden drei Pfeilspitzen, davon eine Blattspitze C1 und eine gestielte Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 10'''   Alter : 6885 +- 50 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 19 Pfeilspitzen, darunter zwei H1, zwei C1 und eine D3- Spitze, ferner wurde ein Querschneider vom Typ F4 beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 13'''   Alter : 6713 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 36 Pfeilspitzen und zwar von den kantenretuschierten fünf H1, sechs H5 und eine H7- Spitze und von den flächenretuschierten Stücken zehn C1, drei C6 und fünf D1- Spitzen. Dazu kommen noch weitere sechs flächenretuschierte, nicht weiter präzisierte Stücke sowie vier zusätzliche Fragmente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 15'''   Von dieser Grabung ist ein Querschneider vom Typ F4 bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der Pfeilspitzen von den Grabungsflächen beträgt 80, davon wurden 15 Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Oberfläche 90/1 wurden insgesamt 155 Pfeilspitzen gefunden, davon sind 36 Stücke gezeichnet worden und zwar von den Konzentrationen 1 – 6. Von der Konzentration 7, welche 107 Pfeilspitzen hervorbrachte, sind keine Zeichnungen angefertigt worden.&lt;br /&gt;
Die Konzentration „cluster 7“ liegt im Südwesten von 90/1. Sie wird östlich von einer Wadirinne und westlich von dem Kalkgestein einer steil ansteigenden Hügelkette begrenzt. Der Untergrund besteht aus einem Schwemmfächer aus fein- bis mittelkörnigem Schutt.&lt;br /&gt;
Darin waren neben vielen anderen Artefakten 107 Pfeilspitzen eingelagert. Darunter befinden sich zwei Ounan- Harif- Spitzen mit Schäftungszonen, die von zwei geradlinigen Rändern gebildet werden (Typ H2). Weiter wurden gefunden eine Ounanspitze H12 und 24 H5- Spitzen, eine kantenretuschierte, blattförmige Spitze vom Typ H1 und eine Dreieckspitze vom Typ H7. Hinzu kommen noch acht fragmentierte kantenretuschierte Bewehrungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Stücke setzen sich zusammen aus 14 beidseitig modifizierten C- Spitzen und 11 einseitig bearbeiteten C- Spitzen. Die gestielten Exemplare gehören sechsmal zu den D3, fünfmal zu den D1 und dreimal zu den D26- Spitzen. Ferner wurden sieben fragmentierte D1- Spitzen und 16 Fragmente von nicht identifizierbaren flächenretuschierten Spitzen gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gelangten die Pfeilspitzen und andere, hier nicht aufgeführte Werkzeuge auf diesen sterilen Schwemmfächer? Sie wurden nicht mit den Sedimenten heruntergespült, wie angenommen werden könnte, da oberhalb keinerlei Kulturspuren zu entdecken sind, sondern sie wurden vom Nordwind in diese Artefaktenfalle geweht. Vergleichbare sekundäre Konzentrationen sind von Abu Tartur bekannt. Der vom Verfasser durchgeführte Langzeitversuch über die Wirkung des Windes auf  steinzeitliche Artefakte in ariden Klimazonen unterstreicht die Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 51 gezeichneten Exemplare von Djara gehören 20 verschiedenen Gruppen an und verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte blattförmige, 17 x C|| C 1|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 3||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 6||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte gestielte, 14 x D|| D 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 3||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 21||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 26||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 31||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 44||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rhombische, 4 x E|| E 2|| 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Querschneider, 2 x F|| F 4|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rundschneidige, 5 x G|| G 1|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kantenretuschierte, 9 x H|| H 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 4||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 5||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 7||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| '''Total'''|| '''51 (von 235)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 98/20'''&lt;br /&gt;
* Das Zentrum der Fundstelle wird, wie schon bei 90/1, von einer Restplaya gebildet. Ein im Jahr 2000 durchgeführter Baggerschnitt erreichte das unterliegende Kalkgestein. In der Kontaktzone hatte sich eine Schicht großer Kalzitkristalle gebildet, die später auch an höher gelegenen Stellen, ebenfalls im Kontakt Playa- Kalksteinliegendes, nachgewiesen werden konnte.&lt;br /&gt;
Die Ausbildung großer Kalzitkristalle unter den gegebenen Umständen setzt eine über längere Zeiträume dauernde Anwesenheit von Wasser voraus. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Lebensbedingungen, zumindest die Präsenz von Wasser betreffend, in der Siedlungskammer Djara während der pluvialen Optima wesentlich besser waren als bisher dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artefaktenvielfalt ist groß und reicht von Ounan- Harif- Spitzen, Ounanspitzen, langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Werkzeugen bis zu side- blow- flakes und flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 34 Stücken stellen die Ounan- Harif- Spitzen die größte Gruppe der Bewehrungen, nicht gezählt sind drei weitere Exemplare sowie eine Ounanspitze, die neben einer H1- Spitze und einer H5- Spitze vom Verfasser vor Ort beobachtet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Pfeilspitzen, die für 98/20 aufgelistet sind und die zu den C14- Werten von 6430 +- 50 BP und 6365 +- 30 BP passen, sind eine partiell flächenretuschierte C1- Spitze und eine gleichartig modifizierte D1- Spitze. Die beidseitig flächenretuschierten Stücke gehören mit einem Exemplar in die Gruppe C1 und mit zwei Exemplaren in die Gruppe C3. Sieben Stielspitzen sind vom Typ D1, zwei vom Typ D3 und eine ist eine D31- Spitze. Insgesamt sind also 40 rückengestumpfte und 15 flächig bearbeitete Pfeilspitzen im Inventar 98/20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Umgebung des Fundplatzes 98/4'''&lt;br /&gt;
* Wie schon eingangs erwähnt, ist Fundplatz 98/4 durch Deflation stark gestört und leichte Artefakte wie z.B. Pfeilspitzen sind nicht mehr vorhanden.&lt;br /&gt;
In den angrenzenden, etwas besser geschützten Hügeln jedoch finden sich einige interessante Exemplare.&lt;br /&gt;
So liegt nördlich des Komplexes 98/4 die Fundstelle 00/63, die neben einer D52- Spitze, eine D25 und eine C1- Spitze produziert hat.&lt;br /&gt;
Die Fundstelle 00/68, südwestlich von 98/4 gelegen, weist eine Großspitze vom Typ D3 auf (L = ca. 66 mm, B = 35 mm, D = 6 mm) ein seltener Fund auf dem Plateau. Daneben finden sich zwei Ounanspitzen vom Typ H12, zwei D47- Spitzen und eine rhombische E2- Spitze.&lt;br /&gt;
Eine weitere D52- Spitze stammt von der Fundstelle 00/69.&lt;br /&gt;
Der Keramikfundplatz 00/65 weist eine C10- Spitze auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit 00/ markierten Fundstellen sind im Rahmen zeitlich sehr begrenzter Suchfahrten entdeckt worden und nicht weiter bearbeitet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Djara weist eine sehr große Palette von Pfeilspitzenformen auf und deckt mit seinen Typen einen Zeitraum von rund 3000 Jahren ab, wie auch die C14 Daten belegen (von 8620 BP bis 5982 BP).&lt;br /&gt;
Mit über 300 gefundenen Exemplaren ist Djara auch mengenmäßig ein bedeutender Fundplatz für Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Abu Ballas Schichtstufenland==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Phasen haben die Archäologen der Universität Köln unter Leitung von Rudolf Kuper die Fundstellen von Abu Ballas untersucht.&lt;br /&gt;
Wie auch anderen Orts hat das von den höher gelegenen Einzugsgebieten ablaufende Niederschlagswasser sich in Deflationsmulden sammeln können und so zur Bildung von siltig- tonigen Playas führen können. Zwischen den verschiedenen Überflutungsphasen sind immer wieder äolische Einträge zu beobachten.&lt;br /&gt;
Die Hauptkonzentrationen prähistorischer Besiedlung wurden Eastpans, Mudpans und Westpans genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eastpans   wurden vom Stuttgarter Fotografen Rudolf René Gebhardt während einer seiner zahlreichen Alleinexpeditionen entdeckt.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt ungefähr 90 km südlich der Dakhla Oasen, die beiden größeren Fundstellen wurden mit 95/1 und 95/2 bezeichnet.&lt;br /&gt;
Die epipaläolithischen Konzentrationen 95/1 – 1 und 96/6, letztere mit einem Alter von    8350 +- 55 BP produzierten keine Pfeilspitzen, eine Ausnahme bildet ein asymmetrisches Trapez von 96/6, welches als eine mögliche Bewehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
Auch die jüngere, aber ebenfalls noch epipaläolithische Fundstelle 95/1 – 1 mit einem Alter von 7750 +- 150 BP bis 7752 +- 48 BP weist keinerlei Jagdwaffen in Form von Pfeilspitzen auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelneolithischen Charakter zeigen einige Artefakte der oberen Schicht der Fundstelle    95/1 – 1, die ein Alter von 7529 +- 48 BP aufweist und damit nur geringfügig jünger ist als die unterliegende epipaläolithische Schicht. Typisch ist eine Dreieckspitze mit kantenretuschierter Basis vom Typ H7 sowie eine kantenretuschierte Spitze mit konkaver Basis vom Typ H20 wie er auch in Nabta auf der Fundstelle E – 75 – 8 vorkommt. Das Auftreten einseitig flächenretuschierter Blattspitzen (2 Fragmente) passt ebenfalls in den Zeitrahmen.&lt;br /&gt;
Der spätneolithische Fundplatz 95/2 ist auf 6170 +- 80 BP bis 6072 +- 36 BP datiert. Die Vielzahl der Mikrolithen lassen auf einen Einfluss aus Süden, das Vorhandensein von Feuerstein, von einem side- blow- flake und von flächenretuschierten Artefakten auf einen Einfluss aus Norden schließen. An Bewehrungen sind vier Trapeze vom Typ F10 und eine D31- Spitze zu nennen, letztere stammt aus der datierten Grabungsschicht, während eine gestielte Großspitze vom Typ D3 von der Oberfläche abgesammelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erstaunlich, dass eine hauptsächlich von der Jagd lebende Gesellschaft, selbst im Spätneolithikum überwiegen Wildtierknochen und stehen einer nur geringen Anzahl von Rind- und Schafsknochen gegenüber, nur eine verschwindende Anzahl von Pfeilspitzen hinterlassen hat.&lt;br /&gt;
Zu erwähnen ist noch eine interessante Ounanspitze, die der Verfasser im Oktober 2000 an der Oberfläche von 95/1 beobachtet hat. Wie die vor Ort angefertigte Zeichnung zeigt, handelt es sich wahrscheinlich nicht um eine Bewehrung, sondern eher um ein epipaläolithisches Mehrzweck- Werkzeug (Bohrer, Kerbe, retuschiertes Stück).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mudpans''' werden schon 1939 von Bagnold ebenso wie das Vorhandensein prähistorischer Artefakte an diesem Ort erwähnt. Paschur und Braun bestätigen dies 1980. Die Fundstellen liegen südöstlich des Abu Ballas Hügels und südwestlich von Eastpans, der Schichtstufe folgend.&lt;br /&gt;
Da die mir zur Verfügung stehende Dokumentation nicht lückenlos war, werden lediglich die gezeichneten Bewehrungen behandelt. Im Prinzip entsprechen sie in Quantität und Qualität auch den gefundenen Stücken. Kleine, für diese Zusammenstellung aber nicht entscheidende Unterschiede, sind daher möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Trapezen und Dreiecken kommen auch rückengestumpfte Formen, Stichel, Endretuschen, gezähnte Stücke, ausgesplitterte Stücke, Bohrer vom Typ Tixier 16 und andere, und weitere Mikrolithen wie z.B. Segmente vor.&lt;br /&gt;
Eine Weiterentwicklung der Inventare ist nicht zu erkennen. Eine einzige Pfeilspitze weist Flächenretuschen auf. Es ist eine Stielspitze vom Typ I 9 mit einer rechtwinklig zur Längsachse stehenden Schwinge und einer gerundeten Schwinge vom Typ D21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gezeichnete Bewehrungen (außer Segmenten)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/56|| ca. 7000|| || H 1|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||5 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 7||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||19 x F||F 4||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 11||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-1|| ca. 6530|| 1 x H|| H 5|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||bis 5740||28 x F||F 2||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 13||7*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-9|| -|| 2 x F|| F 4|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-1|| ca. 5690|| 10 x F|| F 4|| 3*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-2|| -|| 1 x I|| I 9|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||2 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 9||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||7 x F||F 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 14||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-3|| ca. 6700|| 8 x F|| F 4|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-4|| ca. 6320|| 1 x H|| H 7|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||12 x F||F 4||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/54-1|| -|| 3 x F|| F 2|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||||| '''Total'''|||| '''99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Davon ein Exemplar mit flächigen Retuschen in der Schäftungszone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Westpans''' mit seinem Fundplatz 85/52 ist mit einem Alter von 8700 +- 190 BP das älteste epipaläolithische Vorkommen in der Abu Ballas Gegend.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt rund 50 km südwestlich von Mudpans, seine Koordinaten sind 24°7’ Nord und 27°37’ Ost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben anderen Mikrolithen wurden zwei breite, unregelmäßige Dreiecke und sechs Trapeze, deren kleine Seite eine ausgeprägte Kerbe aufweist, gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hugot beschreibt aus Algerien drei Dreiecke, deren durch Kantenretuschen zugespitztes Ende durch eine Schäftungskerbe ersetzt wurde und bezeichnet den Querschneider mit F9. Die Trapeze mit Schäftungskerbe erhalten die Bezeichnung F15.&lt;br /&gt;
Ein vom Verfasser gefundenes Trapez aus dem oberen Capsien von Bir Hameiria, Tunesien, weist ebenfalls eine Schäftungskerbe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilf Kebir==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der äußerste Südwesten Ägyptens wird durch das über 1000 m hohe Sandsteinplateau des Gilf Kebir geprägt. Die dortigen Sandsteinschichten der Jura- und Kreidezeit sind von tertiärem Vulkanismus durchbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zur Herstellung steinzeitlicher Artefakte verwandte Material ist vor allem ein quarzitischer Sandstein, der in verschiedenen metamorphen Stadien, Korngrößen, und Farben ansteht. Als weitere Materialien kommen Basalt, Quarzporphyr und im geringem Maß Quarzgerölle, also Kieselsteine und aus den tonigen und siltigen Schichten geringvolumige Chalzedone vor. Diese Chalzedone aus den buntgefärbten Ton- und Siltlinsen der Kharga Schichten bilden den bevorzugten Werkszoff der älteren holozänen Komplexe von Abu Tartur. Noch seltener sind Werkstoffe wie verkieseltes Holz und libysches Wüstenglas aus der großen Sandsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1980 arbeiten die Archäologen der Universität Köln, zunächst im Rahmen des Projekts B.O.S., später des Projekts ACACIA, im Gilf Kebir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Ausgrabungen im Wadi el Akhdar liegt eine Monographie von Werner Schön vor, im gleichen Volumen bearbeitet Erwin Cziesla den Fundplatz 80/14 (Schön 1996). Im Hinblick auf das Vorhandensein von Pfeilspitzen ist der Wadi el Akhdar als äußerst arm zu bezeichnen. Die 22 aufgelisteten Fundstellen lieferten 2494 Werkzeuge aber nur ca. 48 Bewehrungen in Form von Querschneidern, das macht ca. 2 % der Gesamtwerkzeugmenge aus. Diese dreieckigen und trapezförmigen geometrischen Formen kommen lediglich mit 41 Exemplaren auf der Fundstelle 80/14, mit fünf Exemplaren auf der Fundstelle 81/8 sowie drei relativ sicheren Stücken von der Oberfläche des Fundplatz 81/2 vor. Alle übrigen Plätze sind frei von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fehlen von Mikrolithen in vielen Inventaren, der schlechte Erhaltungszustand des Knochenmaterials und der geringe Anteil an großen, nicht verrundeten Keramikscherben lässt auf eine starke Zerstörung der Siedlungsplätze durch klimatische Einflüsse schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 80/14''' Alter : die drei Proben von Straußeneischalen ergeben ein Alter von 4210 +- 60 BP, 4300 +- 55 BP und 4500 +- 55 BP. Ein Datum von 4200 +- 1100 BP von einer Holzkohlenprobe kann wegen der hohen Standartabweichung nicht berücksichtigt werden. Von 131 Geräten sind 41 als Pfeilspitzenbewehrungen anzusprechen, das sind 31,3 %. Gezeichnet wurden 34 von 39 Dreieckspitzen, wie sie im Text bezeichnet werden, ein Trapez und eine Trapezspitze.&lt;br /&gt;
Von den gezeichneten Stücken der Tafel 1 sind 24 Exemplare Dreiecke mit geradlinigen Rändern vom Typ Tixier 89, die als Pfeilbewehrung mit F4 bezeichnet sind. Die neun Trapeze, die als Dreiecke eingeordnet sind, gehören zum Typ Tixier 83, als Pfeilspitzenwerden sie unter F10 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Dreieck weist konkave Ränder auf, der Typ ist Tixier 92 oder als Pfeilspitze F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Trapez Nr. 35 mit längerer kurzer Schneide als die neun oben erwähnten Exemplare gehört ebenfalls zum Typ Tixier 83. Durch seinen eher epipaläolithischen Charakter würde, isoliert betrachtet, ein Gebrauch als Pfeilspitze fraglich erscheinen, im Kontext mit einer Vielzahl von Querschneidern ist jedoch eine Verwendung als Bewehrung möglich. Das Trapez Nr. 40 mit einem leicht konkaven und einem geraden Rand (Tixier 86), welches in Hugots Einteilung als f16 geführt werden könnte, gehört ebenfalls zu den Querschneidern. Fünf Exemplare sind nicht gezeichnet worden, es ist anzunehmen, dass es sich um Dreieckspitzen des Typs F4 handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/8''' Holzkohlenproben ergeben ein Alter von 5430 +- 65 BP und 5940 +- 230 BP. Von den 73 Geräten oder ihren Fragmenten sind fünf Stücke oder 6,8 % als Querschneider, sowohl Dreiecke als auch Trapeze, angesprochen worden.&lt;br /&gt;
Ein eindeutiges Trapez, Nr. 23 Tafel 101, ist gezeichnet worden, es stellt eine Bewehrung vom Typ F10 dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/2''' (Oberfläche)&lt;br /&gt;
Das Alter konnte nicht ermittelt werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 88 Stücke, davon neun Mikrolithen. Letztere sind aufgegliedert in unregelmäßige Dreiecke (4 Stücke oder 4,5 %), unregelmäßige Trapeze (2 Stücke oder 2,3 %) und drei andere Stücke. Gezeichnet wurden sieben Mikrolithen bzw. Bruchstücke derselben. Bei dem Trapez Nr. 11 Tafel 66 und den Fragmenten Nr. 13 und     Nr. 14 der gleichen Tafel ist eine Nutzung als Pfeilspitzenbewehrung denkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen im Wadi el Akhdar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen-Typen&lt;br /&gt;
Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 80/14&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''41'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/2 Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 2 (+3)&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''3 (+3)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''11 (+3)'''&lt;br /&gt;
|| '''24'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''49 (+3)'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geometrischen Mikrolithen des Wadi el Akhdar sind vergleichsweise klein. Für die Exemplare des Fundplatz 80/14 schwankt die Breite zwischen 7 und 16 mm.&lt;br /&gt;
Die Durchschnittsbreite beträgt 9 mm, die Durchschnittshöhe 10 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wadi Bakht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wadi Bakht liegt ca. 40 km östlich des Wadi el Akhdar und weist gleiche geologische und morphologische Strukturen auf wie letzteres. Trotz ähnlich intensiver Untersuchungen liegt hier keine vergleichbare Veröffentlichung wie für das Wadi el Akhdar (Schön 1996) vor. Beispielhaft seien einige der Wadi Bakht Fundplätze, hier in Bezug auf das Vorkommen von Bewehrungen, vorgestellt. Die Typologien wurden hauptsächlich von Bettina Petrick und Jörg Linstädter zusammengestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/11'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 3,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 41&lt;br /&gt;
|| 15,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 52&lt;br /&gt;
|| 19,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 7,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 7,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 96&lt;br /&gt;
|| 36,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''261'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Mikrolithen befinden sich acht Dreiecke, unter anderem Tix 89, 90 und 95 und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
Die entsprechenden Pfeilbewehrungen werden mit F4 (fünf Stücke) und eventuell mit H7 (fünf Stücke) bezeichnet. Drei Dreiecke sind langschmal ausgebildet und werden hier nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 1''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 2,10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 56&lt;br /&gt;
|| 16,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 68&lt;br /&gt;
|| 20,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 31&lt;br /&gt;
|| 9,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 3,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 114&lt;br /&gt;
|| 34,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 6,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''333'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 68 Mikrolithen sind neun Dreiecke und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen, vier der Dreiecke können als Pfeilbewehrungen vom Typ F4 angesprochen werden, die kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen eventuell unter H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 2''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 2,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 9,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 224&lt;br /&gt;
|| 43,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 84&lt;br /&gt;
|| 16,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 2,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 79&lt;br /&gt;
|| 15,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 6,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''519'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs der 22 Dreiecke unter den Mikrolithen können als Bewehrungen für Pfeilspitzen angesprochen werden und zwar F4 (5 Stücke) und F13 (1 Stück). Die zwölf kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen möglicherweise in die Gruppe H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 1''' - Alter ca. 6060 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 116&lt;br /&gt;
|| 23,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 91&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 4,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 99&lt;br /&gt;
|| 20,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 38&lt;br /&gt;
|| 7,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 59&lt;br /&gt;
|| 12,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 3,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''489'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den insgesamt 228 Trapezen und Dreiecken, die 46,62 % des Inventars ausmachen, sind 18 Dreiecke und 23 Trapeze gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
Die Dreieckbewehrungen setzen sich aus den Typen F4, F12, F13 und F14 zusammen, die Trapeze sind mit den Gruppen F10, F16 und F12 vertreten.&lt;br /&gt;
Sowohl streng symmetrische als auch asymmetrische Formen sind zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 2'''- Alter ca. 6640 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 17,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 5,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 28,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 3,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''139'''&lt;br /&gt;
|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Platz enthält außer den Segmenten lediglich vier Trapeze und sieben Dreiecke, zehn Stücke wurden gezeichnet. Der Anteil der Querschneider am Gesamtinventar beträgt 7,92 %. Die Bewehrungen fallen in die Gruppen F16, F10, F12 für die Trapeze und F4 und F14 für die Dreiecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/10'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer (Tixier 16)&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,35&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
und Abschläge&lt;br /&gt;
|| 58&lt;br /&gt;
|| 27,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,96&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 11,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 20,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 9,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''213'''&lt;br /&gt;
|| '''100,08'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 58 Trapezen und Dreiecken, welche 27,23 % des Inventars ausmachen, können sämtliche Stücke als Bewehrungen angesehen werden, sie gehören den Tixier Gruppen 83, 85 – 89 und 92 an. Gezeichnet wurden sieben Dreiecke der Typen F4 und F14 sowie vierzehn Trapeze der Gruppen F13 und F16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Querschneider Typen im Wadi Bakht'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14 &lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/10&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| '''58'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/11&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 1&lt;br /&gt;
|| 187&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''228'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| - &lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| '''11'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''225'''&lt;br /&gt;
|| '''18'''&lt;br /&gt;
|| '''29'''&lt;br /&gt;
|| '''9'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''312'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Maya von Czerniewiez bearbeiteten Fundplätze 82/15 (Alter 5070 +- 60 BP und 5180 +- 60 BP) und 82/24 (Alter 4920 +- 60 BP und 5090 +- 60 BP) enthielten keinerlei Pfeilspitzen- Bewehrungen. Dennoch weist das Wadi Bakht wesentlich mehr Mikrolithen, die als Bewehrungen gedient haben könnten, auf als das Wadi el Akhdar. Diese Tatsache kann ein Anzeichen für bessere Erhaltungsbedingungen der Fundstellen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für beide von den Archäologen der Universität Köln intensiv untersuchten Wadis aber auch für das Gilf Vorland und das Plateau und wahrscheinlich ebenfalls für die große Zahl der nicht behandelten Wadis gilt folgendes : Die relativ zum Gesamtinventar geringe Anzahl von Pfeilspitzen- Bewehrungen setzt sich fast ausnahmslos aus Querschneidern in Dreieck- und Trapezform zusammen (Tafel Ä24, Ä25).&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden die älteren dreieckigen Mikrospitzen, welche schon an die kantenretuschierten Dreieckspitzen erinnern, wie sie im mittleren Neolithikum in Nabta, Bir Kiseiba und Abu Tartur üblich waren (Tafel Ä26).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf eine Stielspitze vom Wadi Sora sind flächenretuschierte Pfeilspitzen aus dem Gilf Kebir nicht beobachtet worden. Das hat zum einen sicherlich kulturelle Gründe aber es sollte nicht vergessen werden, dass der in seiner Struktur nicht homogene, verfestigte Sandstein, aus dem die meisten Artefakte hergestellt worden sind, sich nicht für Flächenretuschen anbietet. Die in der Gesteinsmasse einzementierten Quarzkörner stellen einer Druckretusche zuviel Widerstand entgegen. Es gibt im Gilf Beispiele für flächige Retuschen aus dem Paläolithikum aber bei diesen Artefakten handelt es sich um großvolumige Kernwerkzeuge und nicht um aus Klingen oder Lamellen hergestellte Kleinwerkzeuge. Außerdem sind die paläolithischen Retuschen geschlagen und nicht gedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant, bezüglich der Pfeilspitzen, ist die fehlende Weiterentwicklung während der großen Zeitspanne vom Epipaläolithikum bis zum jüngsten Spätneolithikum, wenn davon abgesehen wird, dass die Bewehrungen während der prädynastischen Phasen teilweise kleiner werden und häufig asymmetrische Formen zeigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Frühen holozänen Besiedlungszeit ist ein Trapez mit gekerbter, kleiner Schneide bekannt, ähnliche Stücke wurden in Westpans und Regenfeld gefunden. Die bis dahin unbekannte Bewehrungsart erhielt die Bezeichnung F15, sie ist zu vergleichen mit F9, einem querschneidigem Dreieck mit Schäftungskerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Minqar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Weg zwischen den Dakhla Oasen und Farafra liegt hart am Rande der großen Sandsee die kleine Oase Abu Minqar. Im Rahmen des B.O.S. Programms der Universität Köln wurde zu Beginn der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts das Gebiet auf prähistorische, holozäne Siedlungsplätze untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf Pfeilspitzen stellen sich die Fundplätze wie folgt dar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-1 weist zwei recht unterschiedliche C14- Daten auf, einmal 7890 BP und ein älteres von ca. 8620 BP. Neben kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen der Gruppen C1 und C4 und gestielten, kantenretuschierten Exemplaren der Typen H5 und H12 kommen gekerbte und retuschierte Stücke (Tix 74 bis 77 und Tix 105) vor. Ein Besonderer Fund ist ein langgestrecktes Artefakt mit dreieckigem Querschnitt. Das über 140mm lange Stück ist vollständig flächenretuschiert, die Dicke von rund 6mm im medialen Bereich verringert sich zu den bohrerartig ausgebildeten Enden hin. Der Verwendungszweck bleibt rätselhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-2 liefert ebenfalls kleine, einseitig flächig retuschierte Blattspitzen. Es sind die Typen C1, C3, C4 und C6. Daneben gibt es eine gestielte, flächenretuschierte Pfeilspitze der Gruppe D3 und kantenretuschierte Bewehrungen der Typen H4 und H7 sowie Querschneider der Typen F4 und F13. Rückenstumpfungen und langschmale Dreiecke gehören ebenfalls zum Inventar von 81/55-2. Die C14- Daten reichen von 7100 BP über 6390, 6100 bis 4500 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-3 weist vor allem Querschneider auf und zwar der Gruppen F16, F4 und F13. Daneben kommen auch wieder die kleinen, teilweise flächenretuschierten Blattspitzen aber auch vollflächig retuschierte Exemplare vor.&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 6520 BP angegeben. Weitere typische Artefakte sind retuschierte Stücke (Tix 105), Rückenstumpfungen und Bohrer vom Typ Tix 16 (mèche de foret) sowie basisretuschierte Lamellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-5, dessen Alter mit 7260 BP angegeben ist, produzierte sieben Blattspitzen sowohl ganzflächig als auch teilflächig retuschiert. Daneben finden sich zwei Querschneider, drei H5- Stielspitzen und eine teilflächig retuschierte Hybridspitze vom Typ D44, welche den Übergang von der Blatt- zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den im Gebiet aufgelesenen Streufunden gehört neben Blattspitzen der Gruppen C1, C3, C4 und C11 auch eine große, beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 mit geradlinigen bis leicht gewellten Rändern. Der außergewöhnlich breite Stiel wird von konvexen Linien begrenzt und läuft in einer Spitze aus. Das Gewicht des Stückes ist nicht bekannt, aber da die Dicke in der Mitte des Exemplars bereits 10mm beträgt, dürfte es über 20g wiegen und damit eher zu den Stoß- und Wurfspießen gehören. Außerdem ist der Stiel so breit, dass eine Pfeilschäftung nur schwer vorstellbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Pfeilspitzen in Abu Minqar (Lobo)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| C&lt;br /&gt;
|| D3&lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14&lt;br /&gt;
|| H4&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|| H7&lt;br /&gt;
|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
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|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| 2&lt;br /&gt;
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|| 40&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Streufunde&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''16'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
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|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
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|| '''46'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen der verschiedensten Pfeilspitzen- Typen, die über weite Zeiträume gespannten Altersangaben und die neben den Bewehrungen gefundenen typischen, vielfach rückengestumpften Artefakte lassen eine so starke Durchmischung des Fundgutes vermuten, dass eine Altersbestimmung von Pfeilspitzengruppen in diesem Falle problematisch wäre. Sämtliche 123 in „Lobo“ gefundene Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (B.O.S.- Archiv, persönliche Mitteilung Frank Klees).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Weitere Fundplätze außerhalb des Komplexes „Lobo“ sind in folgender Grafik vorgestellt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| A1&lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| E1&lt;br /&gt;
|| E2&lt;br /&gt;
|| F2&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/16&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/17-1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/24&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/21&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/28-8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/27&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''7'''&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Blattspitzen sind die Typen C3 und C11 einseitig flächenretuschiert, das proximale Ende ist häufig auf beiden Seiten modifiziert. Von den C1- Spitzen sind zwei Stücke teilretuschiert.&lt;br /&gt;
Das Alter dieser Bewehrungen liegt, wie auch das der schlanken A1- Spitze, zwischen ca. 6500 BP und 6100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zum Gebrauch des Begriffs „Holozän“.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur in der deutschen Fachliteratur hat sich in Bezug auf das Holozän die Unsitte eingeschlichen, nicht abgeschlossene Zeiträume in Phasen einzuteilen. Diese kleine Anmerkung möge dazu dienen diese Praxis in Frage zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holozän ist ein Terminus aus der historischen Geologie oder Stratigraphie. Das Holozän, früher auch Alluvium genannt, ist die jüngste Stufe der Quatärformation. Es schließt sich an das Pleistozän oder Dilluvium an. Letzteres ist eine abgeschlossene Stufe, welche zwischen dem Pliozän, der jüngsten Erscheinung des Tertiärs, und dem Holozän, der Jetztzeit, angesiedelt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also möglich Begriffe wie frühes, mittleres und spätes Pleistozän zu bilden.&lt;br /&gt;
Anders verhält es sich mit dem Holozän, welches erst vor 10.000 – 12.000 Jahren begann und von dem wir nicht wissen wie lange es dauern wird. Möglicherweise ist es eine zukünftige Eiszeit, welche dieses Erdzeitalter beenden wird. Geologische Zeiträume, und Holozän ist ein solcher, sind im Gegensatz zu historischen, auch ur- und frühgeschichtlichen unvergleichlich groß, Millionen Jahre sind kurze Zeitspannen in der Geologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allenfalls kann also von einem frühen Holozän gesprochen werden, wenn die Zeit, die unmittelbar auf  das Pleistozän folgt, gemeint ist. Gänzlich inkorrekt hingegen sind Wendungen wie mittleres oder spätes Holozän.&lt;br /&gt;
Denkbar wären Formulierungen wie „spätsteinzeitliche Holozänphase“ oder „mittelsteinzeitliche holozäne Feuchtphase“, das sind zwar unförmige Wortgebilde, sie haben aber den Vorteil logisch zu sein. Außerdem vermeiden sie ebenfalls ungeliebte und mit unpraktischen Definitionsansätzen versehene Begriffe wie Neolithikum, Mesolithikum usw..&lt;br /&gt;
Läge die Steinzeit im späten Holozän, wo wären dann Bronze- und Eisenzeit oder gar das Atomzeitalter angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zehnjähriges Kind mit einer statistischen Lebenserwartung von 80 Jahren beschreibt seinen Lebensweg in der Art : „In der Frühphase meines Lebens verbrachte ich meine Zeit hauptsächlich mit Spielen. Dann in der mittleren Lebensphase ging ich in die Grundschule und letztlich, in der Spätphase meines Lebens, wurde ich in die Sexta des hiesigen Gymnasiums aufgenommen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Beispiel zeigt, dass offene Zeiträume nicht in Früh-, Mittel- und Spätphasen aufgeteilt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Große, gekehlte Dreieckspitzen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden sollen die Pfeilspitzen der Wüstenfundplätze Fayum, Abu Tartur und Kharga untereinander und mit den Bewehrungen der zwei Niltalvorkommen von Merimde und Badari verglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst gilt es das zeitliche Auftreten der gekehlten Dreieckspitzen in den einzelnen Siedlungsräumen zu klären. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum A wird unterteilt in das ältere Fayumian von 6075 BP bis 5540 BP und das jüngere Moerian von 5410 BP bis 5010 BP.&lt;br /&gt;
( Ginter et al. 1982; Ginter und Kozlowski 1983, 1984, 1986; Dagnan - Ginter et al. 1984; Kozlowski und Ginter 1989 ). Für die gleiche Kultur gibt F. Wendorf 1980 Altersstellungen von 6391 BP, 6064 BP, 5810 BP und 5160 BP an. Ausgehend von der Annahme, dass sämtliche C14 Analysen korrekt durchgeführt worden sind, kann das Fayum A in den Zeitraum von 6391 BP bis 5010 BP gestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde wird bei von den Driesch und Boessneck 1985 zwischen 5440 BP und 5010 BP datiert. Breunig gibt 1987 für die untere Merimdeschicht Alter von 3940 BP und 5840 BP an. Die Angaben von Derricourt 1971 liegen zwischen 4690 BP und 6250 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die problematische zeitliche Einordnung der Oberflächenfunde von Abu Tartur könnte mit Einschränkungen auf vier C14- Daten basiert werden.&lt;br /&gt;
Das Exemplar Nr. 12 der Tafel Ä2 wurde als einzige gekehlte Dreieckspitze auf dem Fundplatz 1004/83 aufgesammelt. Das Alter des Fundplatzes ist auf 7590 +- 75 BP datiert. Unter anderem führt dieser Komplex auch erste, recht primitiv gestaltete side-blow-flakes. &lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 mit einem Alter von 7145 +- 40 BP weist vier gekehlte Dreieckspitzen auf und 1024/82, der auf 6620 +- 40 BP datiert ist, drei dieser Exemplare. Eine weitere Datierung mit sieben dreieckigen Großspitzen stammt vom Fundplatz 1005/83 und beträgt  6420 +- 60 BP. &lt;br /&gt;
Andere Fundplätze mit häufigem Auftreten dieser Pfeilspitzengruppe konnten bisher noch nicht datiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vielzahl der unterschiedlichsten Datierungen der Fundplätze am Westende der Ausläufer des Abu Tartur Massivs, besonders site 228 und die mögliche Vermischung der Inventare in dieser Zone erlauben keine eindeutige zeitliche Zuweisung der Dreieckspitzen der Dakhla Oasen. Ähnliches gilt für andere einzelne Oberflächenfunde in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der frühesten Daten des Fayum A ( 6391 BP ) und Merimdes ( 6250 BP ), Fundstellen, die sich wie auch Abu Tartur durch statistisch auswertbare Mengen von großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle auszeichnen, ergibt ein Bild, welches die gehäufte, Präsenz dieser Bewehrungsart auf den oben genannten Plätzen ab der Mitte des 7. Jahrtausend vor heute suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur begann die Entwicklung etwa tausend Jahre früher ( 7590 BP ). Ein Ansteigen der Häufigkeit belegen die Stationen 7145 BP und 6620 BP. Die größten Mengen treten in Abu Tartur um 6420 BP auf, kurz vor dem ersten Erscheinen dieses Pfeilspitzentyps im Fayum und in Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielhaft für das Fayum sind die tief ausgekehlten Spitzflügelgeschosse der Gruppe A25, die noch durch zwei gezähnte Exemplare des Typs A26 ergänzt werden. Andere Dreieckspitzen verschiedenster Basisgestaltung sind A1 mit geradliniger Basis, A17 und A18 mit einer durch zwei schräg verlaufende gerade Linien gebildeten Basis oder einer konvexen Basis und die Stücke mit zentraler Kehle mit allen möglichen runden und eckigen Ausgestaltungen der Schwingenenden als da sind A2, A13, A27 u.s.w.&lt;br /&gt;
Die in Abu Tartur gefundenen Exemplare zeichnen sich häufig durch eine gewisse Asymmetrie, vor allem die Schwingenenden betreffend, aus ( z.B. Tafel Ä3, 2, 3, 5, 6, 8 und 11 ). Dieses Merkmal wird weder im Fayum noch in Merimde oder Badari angetroffen. Auch das Ansteigen des häufig spachtelförmigen Schwingenendes zum Kehlentiefsten hin ist typisch für Abu Tartur ( z.B. [[Tafel Ä 4A]], 1, 6, 9 und 16 ). Bis auf ein Exemplar der Gruppe A26 kommen Spitzflügelgeschosse im Einzugsgebiet von Abu Tartur nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Merimdespitze“ vom Fundplatz Merimde beni Salam ist eine symmetrisch geformte Dreieckspitze mit geradlinigen bis schwach konvexen Rändern. Die Basis ist mit einer zentralen Kehle ausgestattet, die Schwingenenden verlaufen häufig rechtwinklig zum Rand und sind nach außen leicht abgerundet. Sie entsprechen dem Typ A27 und kommen ebenfalls in geringer Anzahl in Abu Tartur vor. ( Tafel Ä4, 4 ; Tafel Ä2, 2 ). Die feinen morphologischen Unterschiede innerhalb der Gruppe sind von J. Eiwanger beschrieben. Außer den „Merimdespitzen“ kommen in den oberen Schichten und vor allem an der Oberfläche auch die jüngeren Spitzflügelgeschosse, ähnlich denen aus dem Fayum, vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der Bewehrungen der wesentlich jüngeren Badarikultur ( 5560 BP – 5030 BP Hassan 1985 ) sind Spitzflügelgeschosse vom Typ A25 aber auch A2, A26 und A28 kommen noch vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die elf von G. Caton-Thompson in Kharga gefundenen großen Pfeilspitzen mit teils eckigen, teils gerundeten Schwingen sowie die drei von M. Mc Donald erwähnten ausgekehlten Dreieckspitzen östlich von Dakhla können den Typen von Abu Tartur zugesellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die ägyptischen Fundgebiete im Vergleich.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenfassung der Pfeilspitzen Indizes sowie ihre grafische Darstellung sollten ursprünglich nur die Verschiedenheit oder Gleichheit einzelner Kulturen dokumentieren. Unvermischte Inventare ergeben gleichartige Grafiken bei gleicher Kultur, eine andersartige Kultur ergibt eine abweichende Grafik. Auf ähnliche Art können auch Gesamtinventare miteinander verglichen werden.&lt;br /&gt;
Trotz aller Kritik an dieser „französischen Methode“ haben ihre Kritiker bislang nichts anzubieten was effektiver wäre. Es wird lediglich versucht einfache Methoden durch aufwändige Arbeitsweisen zu ersetzen.&lt;br /&gt;
Die hier vorgestellten Grafiken haben in den meisten Fällen gemischte Inventare als Grundlage, dennoch sind sie äußerst informativ, denn sie zeigen die zeitliche und materielle Entwicklung der einzelnen Populationen auf und sie erlauben Vergleiche mit anderen Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersicht 1. - 6. sind Fundkomplexe der postulierten Gunstzone. Übersicht 7. - 11. sind Fundkomplexe außerhalb der postulierten Gunstzone. Übersicht 12. - 13. sind Sonderfälle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Kharga'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 7,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 259&lt;br /&gt;
|| 29,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 341&lt;br /&gt;
|| 39,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 203&lt;br /&gt;
|| 23,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''869'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 122&lt;br /&gt;
|| 3,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 1466&lt;br /&gt;
|| 45,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 597&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 1023&lt;br /&gt;
|| 31,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''3208'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Djara 90/1'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 28,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 53&lt;br /&gt;
|| 35,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''150'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Abu Minquar'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 51&lt;br /&gt;
|| 29,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 117&lt;br /&gt;
|| 67,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''173'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Dakhla'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 57&lt;br /&gt;
|| 38,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 14,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 65&lt;br /&gt;
|| 43,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''148'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6. Djara 98/20'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''55'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7. Mudpans'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 98&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''98'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8. Gilf Kebir'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 346&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''346'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9. Sandsee (Glasregion)'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| ca. 50&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''ca. 50'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10. Kiseiba'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 152&lt;br /&gt;
|| 96,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''157'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11. Nabta'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 3,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 2,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 350&lt;br /&gt;
|| 93,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''375'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12. Merimde'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 61&lt;br /&gt;
|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''66'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13. Fayum'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 272&lt;br /&gt;
|| 31,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 228&lt;br /&gt;
|| 26,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 357&lt;br /&gt;
|| 41,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''857'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Tartur - Verteilung der Pfeilspitzenfamilien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3a&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 9120 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7590 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7145 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6620 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6420 BP&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0002 / 84'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0006 - 0007 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1004 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1017 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1023 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1024 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1005 / 83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| 1,48|| I|| 3,39|| I|| 3,02|| I|| 5,33|| I|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||1,57||II||14,08||II||17,78||II||48,59||II||52,61||II||72,78||II||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||0,52||III||9,86||III||4,44||III||7,91||III||18,57||III||11,83||III||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||97,91||IV||76,06||IV||76,30||IV||40,11||IV||25,80||IV||10,06||IV||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kharga'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 90 / 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Dakhla'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Minqar'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 98 / 20'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 7,60|| I|| 3,80|| I|| 2,67|| I|| 2,70|| I|| 1,73|| I|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29,80||II||45,70||II||33,33||II||38,51||II||29,48||II||7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||39,24||III||18,61||III||28,67||III||14,87||III||1,16||III||20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||23,36||IV||31,89||IV||35,33||IV||43,92||IV||67,63||IV||72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Mudpans'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Gilf kebir'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Glasregion''' &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kiseiba'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Nabta'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Fayum'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Merimde'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| -|| I|| 0,64|| I|| 1,33|| I|| 31,74|| I|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||-||II||-||II||-||II||1,27||II||3,20||II||26,60||II||-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||-||III||-||III||-||III||1,27||III||2,13||III||41,66||III||3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||100||IV||100||IV||100||IV||96,82||IV||93,33||IV||-||IV||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alter bestimmter Pfeilspitzenformen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wird die Frage nach dem Alter bestimmter Pfeilspitzenformen gestellt. Um eine zufriedenstellende Antwort geben zu können, werden möglichst große Mengen Bewehrungen mit ausreichenden Altersbestimmungen durch C14 Analysen benötigt.&lt;br /&gt;
Im besprochenem Raum stellt sich die Faktenlage so dar, dass nur ein geringer Anteil der älteren Inventare, von vor 9000 BP bis etwa 7600 BP, in direktem Zusammenhang mit C14 Werten steht. Oft ist die Anzahl der an einer datierten Stelle aufgefundenen Pfeilspitzen klein oder aber eine zeitliche Zuweisung größerer Mengen eines Fundplatzes ist lediglich auf indirektem Wege, durch Vergleiche mit ähnlichen Vorkommen, deren Alter bekannt ist, möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die jüngeren Fundplätze von ca. 7600 bis ca. 6400 ist die Situation günstiger, da hier Datierungen mit größeren Mengen zusammenfallen, dieses gilt leider nur für Abu Tartur, dürfte aber ausreichen, um allgemeine Strömungen bei der Formgebung von Pfeilspitzen kenntlich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' zeigt die Entwicklung von vor 9120 BP bis 6900 BP ohne Wichtung der Menge. Jeder direkt datierte Pfeilspitzenfundplatz ist in dem Diagramm eingezeichnet so z.B. 0002/84 mit 180 Querschneidern aber lediglich zwei Ounan-Harif Spitzen vom Typ H14 ( Tafel Ä35 – 12 und 13 ) und fünf weiteren H- Spitzen. Schon im Frühholozän wurde mit neuen Formen und Techniken experimentiert wie die einseitig flächenretuschierte D1- Spitze ( Tafel Ä12 – 6 ) und die gestielte Hybridspitze ( Tafel 35 – 14 ) zeigen. Experimente sind im Diagramm durch einen Asterix gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_7.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_8.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den '''Nabta-Fundplatz E-77-3''' liegt eine Datierung vor und eine solide Menge von 28 Ounan-Harif Spitzen und 25 querschneidigen Bewehrungen. Gegenüber der knapp 300 Jahre älteren Fundstelle 0002/84 mit einem Ounan-Harif Anteil von ca. 1 % übersteigt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen mit 52,83 % die Menge der Querschneider, die es auf  47,17 % bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dakhla treten ähnliche Querschneider wie in Abu Tartur und größere Mengen von Ounan-Harif Spitzen, hauptsächlich vom Typ H19, auf. Leider sind die Mengen- und Typenangaben für eine Auswertung nicht präzise genug, ferner fehlen exakte, auf  Inventare bezogene Altersangaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Minqar 81/55-1''' weist um 8620 BP keine Ounan-Harif Spitzen aber erste Ounan- oder ounanähnliche Spitzen auf. Die Menge, fünf Exemplare, ist aber zu gering, um aussagekräftig zu sein. Ein weiteres Datum von 7890 BP könnte im Zusammenhang mit kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen gesehen werden. Aber auch hier ist die Menge ( drei Stücke ) zu gering und das auch noch in einem Fundkontext, welcher unübersichtlich und gestört erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den indirekt datierten Fundplätzen '''E-80-2 und E-80-1-A''' sind insgesamt 80 Ounan-Harif Spitzen und 22 querschneidige Mikrolithen bekannt. Diese größte Menge von in Ägypten gefundenen Ounan-Harif Spitzen sollte in der Betrachtung der Entwicklung der Pfeilspitzentypen nicht fehlen. Das Inventar ist daher in das Diagramm Fig. 7 aufgenommen und arbiträrerweise bei 8500 BP eingetragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wahl entbehrt nicht ganz der Logik, da das Verhältnis von Ounanspitzen zu Mikrolithen mit der Zeit ansteigt. Während 0002/84 nur 1,10 % Ounan-Harif Spitzen aufweist, steigt der Anteil auf 52,83 % für E-77-3, auf 62,00 % für Dakhla, auf 78,43 % für  E-80-2 und E-80-1-A. Nach 8500 BP sinkt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen und die Querschneider laufen in der behandelten Zone aus. Ounanspitzen vom Typ H12 und ähnliche wie H13 und H5 werden zahlreicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf 8290 +- 80 BP datierte Nabta Fundplatz '''E-75-6''' Epipal, weist keine Ounan-Harif Spitzen mehr auf, dafür aber immer noch mikrolithische Bewehrungen und Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
Dahingegen werden nur geringfügig später ( 8219 +- 73 BP ) auf dem Fundplatz Gara 75/27 in den Siwa Oasen weiterhin Ounan-Harif Spitzen produziert und Versuche mit flächenretuschierten Stielspitzen angestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Ounan-Harif Spitzen wie im äußersten Nordwesten der westlichen Wüste Ägyptens werden zur gleichen Zeit ( 8210 +- 70 BP ) im Südosten in Bir Kiseiba auf dem Fundplatz  E-79-1 hergestellt. Die letzten Ounan-Harif Spitzen erscheinen zwischen 8100 BP und 8020 BP auf den Fundplätzen E-80-3 und E-80-1-C. Der auf 8130 BP datierte Fundplatz E-79-2 führt schon Ounanspitzen, die jüngeren hier gemessenen Daten dürften sich auf  eine Bou Saada Spitze ( H7 ) beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1-C''' von F. Wendorf in die El Jerar Phase von Nabta Playa gestellt, weist zwei Ounanspitzen mit einem Alter von 7850 +- BP auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-79-2''' hatte acht Ounanspitzen um 8130 BP hervorgebracht, zwei jüngere Daten 7780 +- 130 BP und 7610 +- 70 BP könnten im Zusammenhang mit einer Bou Saada Spitze stehen, wie schon weiter oben ausgeführt wurde. Das jüngere Datum ist wahrscheinlicher, das ältere läge rund 200 Jahre vor dem Erscheinen der frühesten kantenretuschierten Dreieckspitzen der Typen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch zwei Holzkohlenproben von verschiedenen Herdstellen datierte Fundstelle '''1072/86''' hat ein Alter von 7670 +- 50 BP respektiverweise von 7645 +- 35 BP. Hier kann von einer intakten Fundschicht mit in situ Material ausgegangen werden. Es wurden 37 Spitzen der Typen H12, H13 und H5 gefunden, also Ounanspitzen und ounanähnliche Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um so erstaunlicher ist die Pfeilspitzen Vielfalt des auf 7590 +- 75 BP datierten Fundplatzes '''1004/83''', der neben 47 Spitzen der Gruppen H12, H13 und H5 eine Menge von 15 kantenretuschierten Blattspitzen, zwei flächenretuschierten Dreieckspitzen der Typen A1 und A2, 29 Blattspitzen der Typen C1, C2, C3, C6 und C10 und sechs Stielspitzen der Typen D1, D2 und D3 hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast gleichzeitig ist der mit 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP datierte Fundplatz Djara 90/1-2, welcher ebenfalls flächenretuschierte Blatt- und Stielspitzen führt. Die Nabta Fundplätze E-77-5 Neolith. ( 7530 +- 180 BP ) und E-91-1-C ( 7536 +- 110 BP ) führen zu dieser Zeit noch Ounanspitzen und kantenretuschierte Blattspitzen. Unsicher ist eine H7 Spitze, ein einzelnes Trapez taucht wieder auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 7360 +- 200 BP werden vom Kiseiba Fundplatz E-79-7 zwei kantenretuschierte Dreieckspitzen des Typs H8 gemeldet, um 7170 +- 80 BP steigt die Anzahl der H7 und H8 Spitzen auf Fundplatz E-79-6 auf 19 Exemplare. Ebenfalls wird eine große, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze mit zentraler Kehle des Typs A2 gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit, 7145 +- 40 BP, wird auf dem Fundplatz Abu Tartur 1017/82 eine Menge von 178 Pfeilspitzen gezählt darunter 60 Ounan- und ähnliche Spitzen, zehn kantenretuschierte Blattspitzen und von den flächenretuschierten Stücken vier Dreieck-, 86 Blatt- und 14 Stielspitzen. Der Fundplatz ist gemischt und die kantenretuschierten Exemplare dürften älter sein, was durch weitere Datierungen zu klären wäre. Kantenretuschierte Dreieckspitzen wurden nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Nabta Fundplatz E-75-8 lower, welcher 41 Pfeilspitzen der Typen H7 und H8 produzierte schwanken die Altersangaben zwischen 7100 BP und 6700 BP. Das ältere Datum scheint für die „Nabtaspitzen“ wahrscheinlicher zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der in der ägyptischen Sahara, also in der westlichen oder libyschen und in der östlichen oder arabischen Wüste gefundenen und wissenschaftlich bearbeiteten Pfeilspitzen liegt bei über 7000 Stücken. Die im diesem Bericht berücksichtigten Bewehrungen erreichen eine Zahl von rund 6800 Exemplaren. Zwei Drittel dieser Menge kommen aus einem breiten Streifen um den 26. nördlichen Breitengrad, einer Region, die wie ich meine sowohl Sommerregen aus Süden als auch den noch wichtigeren Winterregen aus Norden regelmäßig erwarten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch die Landschaftsform reicht die Kernzone der Pfeilspitzenhäufigkeit von Abu Minqar im Westen über Dakhla bis nach Kharga im Osten. Nördlich dieser Linie sind Farafra und Djara sowie Abu Gerara, das nördliche und westliche Abu Tartur Plateau, die geologischen Senken nördlich von Abu Tartur sowie das Gelände nördlich der Kharga Oasen zu nennen, wobei große Gebiete bis heute noch nicht auf prähistorische Vorkommen untersucht worden sind. Südlich der Linie liegen die Eastpans. Das Auffinden weiterer Fundplätze bis zum Breitengrad 25° Nord ist möglich, die Aussicht auf Erfolg ist wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem libyschen Kalksteinplateau und an seinem Fuße konnte auf ausgezeichnetes Rohmaterial zur Herstellung von Werkzeugen zurückgegriffen werden. Einmal auf Jaspis- und Chalzedonknollen aus den Tonlinsen der Khargaschichten, zum anderen auf eozäne Hornsteine, deren Ausbildung von kugelig bis plattig reicht. Es gibt weitere Gesteine, die als Ausgangsmaterial herangezogen worden sind, wie Sandstein, Kalkstein, verkieseltes Holz, Quarz und andere, ihre Verbreitung ist jedoch gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie Fig. 3''' zeigt ähneln sich die Diagramme der einzelnen Fundzonen. Sämtliche Pfeilspitzen- Grundformen wie die flächenretuschierten Dreieck-, Blatt- und Stielspitzen sind neben den kantenretuschierten Exemplaren vorhanden. Bis etwa 7500 BP sind Flächenretuschen die große Ausnahme obwohl mit dieser Technik experimentiert wurde. Nach ca. 7000 BP setzen sich die Flächenretuschen durch, Kantenretuschen werden seltener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Grafik zeigt das Indiz IV den Anteil der kantenretuschierten Pfeilspitzen und damit den Anteil älterer Besiedlungsphasen an. &lt;br /&gt;
Diese älteren Pfeilspitzen weisen ein großes Spektrum an Formen auf, es reicht von Ounan- Harif- Spitzen ( H 14, H2, H19 u.a. ) mit den verschieden gestalteten Schäftungszonen über Ounanspitzen ( H12 ), gestielten H5- Spitzen, Dreiecksformen ( H7, H8, H9, H18 ) und Blattspitzen ( H1, H4, H10, H11 ) bis zu Querschneidern ( F2 – F22 ), von denen die frühesten schon vor 9000 BP auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Größenordnung und Verteilung der Indize der flächenretuschierten Bewehrungen wird wahrscheinlich durch kulturelle Präferenzen bestimmt. So ist für die Khargaregion die Stielspitze wichtig. Da nahegelegene Abu Tartur und die Dakhla Oasen führen prozentual die meisten Blattspitzen während das Verhältnis von Blatt- zu Stielspitzen in Djara ausgeglichen erscheint. Diese Aussagen sind sehr verlässlich, da sie große Mengen als Basis aufweisen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger großen Inventaren genügt ein kleiner Eingriff, um das Gesamtbild zu ändern und eventuell zu verfälschen, so fehlen in Abu Minqar bis auf zwei Stücke die Stielspitzen. Gesetzt den Fall ein „Sammler“ hätte vor der wissenschaftlichen Untersuchung durch F. Klees rund 20 D- Spitzen, weil sie so „schön“ waren, entnommen, so wäre eine Erklärung für das Balkendiagramm gefunden. Zerstörung durch Deflation und kulturelle Verschiedenheit sind natürlich ebenfalls im Bereich des Möglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 4''' zeigt die Zusammensetzung der Pfeilspitzentypen von Fundstellen außerhalb des postulierten Gunstraums südlich und nördlich der Achse Abu Minqar – Kharga. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mudpans, die Glasregion in der großen Sandsee und die Fundstellen im Gilf Kebir weisen ausschließlich kantenretuschierte Werkzeuge auf und zwar von den ältesten bis zu den jüngsten Fundstellen. Über tausende von Jahren war der Querschneider die einzige bekannte Bewehrung im südwestlichen Teil der libyschen Wüste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den dort lebenden Gesellschaften fehlte die sonst für das Neolithikum so charakteristische Dynamik, die sich in Innovation und Vielfalt dokumentierte. Ganz ähnlich scheinen die Grafiken von Kiseiba und Nabta angelegt zu sein aber die Ähnlichkeit ist nur äußerlich. In diesen Gebieten wurden bevorzugt die älteren holozänen Fundstellen bearbeitet, was sich in dem hohen Anteil an kantenretuschierten Pfeilspitzen niederschlägt. Hier jedoch findet sich die bunte Mischung aus Stiel- Dreieck- und Blattspitzen neben den Querschneidern wieder, wie es in der Gegend um den 25. Breitengrad Nord der Fall war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigen bearbeiteten jüngeren Fundplätze weisen, wenn auch in geringer Anzahl, sämtliche Ausbildungstypen flächenretuschierter Pfeilspitzen auf. Gemeinsamkeiten zwischen dem Südostteil der westlichen Wüste und ihrer Südwest- Ecke sind nicht festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss des Feuerstein liefernden Kalksteinplateaus im Norden Nabtas und im Nordosten Kiseibas darf nicht unterschätzt werden, gab er doch den hier lebenden Populationen einen materiellen und daraus resultierend auch einen technologischen Vorteil gegenüber den im nubischen Sandstein siedelnden Gruppen, deren Rohmaterial hauptsächlich aus verhärtetem Sandstein bestand, der wie schon weiter oben angedeutet nicht das ideale Material für eine Bearbeitung mittels Flächenretuschen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum ( Fig. 4 ) zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Dreieckspitzen aus, dennoch liegt der Anteil der Stielspitzen um ca. 10 % höher. Würden die kantenretuschierten Bewehrungen des Fayum B berücksichtigt, so entstünde ein ähnliches Bild wie in den Kharga Oasen allerdings mit höherem Anteil an Dreieckspitzen ( Indiz I ) und einem niedrigerem Prozentsatz von Blattspitzen ( Indiz II ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beeinflussung durch die Fundplatzgruppe 25° N ist durchaus möglich.&lt;br /&gt;
Wie ebenfalls aus Fig. 4 hervorgeht, fehlt den Merimde Fundplätzen die zeitliche Tiefe, da ein Pfeilspitzentyp, die Gruppe A2, mit über 90 % Anteil das Bild beherrscht. Ähnliches gilt für die noch jüngere Badarikultur, die ca. 80 % A2- Spitzen aufweist und rund 16 % Blattspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem nun die ägyptischen Pfeilspitzen der Sahara zahlenmäßig erfasst sind und ihre Typen in einen, wenn auch groben Zeitrahmen gestellt werden konnten, erscheint es mit Einschränkungen möglich, einige Fragen beantworten zu können. Ebenfalls müssen mehrere notwendige Feststellungen getroffen werden.&lt;br /&gt;
* Über die Hälfte aller in Ägypten gefundenen und ausgewerteten Pfeilspitzen ist in dem Raum von Abu Tartur – Kharga konzentriert.&lt;br /&gt;
* Diese außerordentliche Akkumulation hat während der gesamten holozänen, steinzeitlichen Phase stattgefunden. &lt;br /&gt;
* Die Feldforschung in dem genannten Raum ist bei weitem nicht abgeschlossen. Die Region verfügt über ein gewaltiges Potential.&lt;br /&gt;
* Dichte und dauernde Besiedlung von der El Adam Phase bis zum Auftreten von Clayton Ringen ( Riemer ) setzt klimatische Bedingungen voraus, die nicht im Extrembereich liegen. Eine Ausweitung bisheriger Studien Klima, Fauna und Flora betreffend sowie die Erstellung weiterer C14- Analysen erscheinen angebracht. Auch die Quartärgeologie ist gefragt um eventuelle Fehlinterpretationen zur Klimaentwicklung zu korrigieren und gezielte, lokale Detailuntersuchungen zu betreiben, um die bestehende Diskrepanz zwischen den existierenden Studien und den archäologischen Fakten auszuräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Basiskehle dürften nach den heute bekannten und datierten Funden in Abu Tartur entwickelt worden sein. Von hier aus gelangten sie, kann postuliert werden, mit geringer Zeitverschiebung zunächst ins Fayum und dann nach Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fayum entwickelte sich aus den unregelmäßigen und zum Teil noch primitiv anmutenden Pfeilspitzen Abu Tarturs vor allem die elegante A25- Spitze mit nach innen gezogenen Schwingen und tiefen, breiten Kehlen. Dieser Typ verbindet die Wirkung eines breiten Geschosses mit entsprechendem Schusskanal mit einer Gewichtsreduzierung, welche mit einer tiefen und breiten Kehle zusammenhängt.&lt;br /&gt;
Die bevorzugten Typen in Merimde sind A2, A27, A25 und A28. Im Unterschied zu Abu Tartur sind hier die Pfeilspitzen gleichmäßiger und sauber gearbeitet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Erste flächenretuschierte Stielspitzen treten schon im Frühholozän vereinzelt als Experimente, die aber ohne direkte Folgen bleiben, in Gara, Sitra und Abu Tartur auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gara 75/27 produzierte zwei Stielspitzen mit einem Alter von 8219 Jahren, aus Sitra ist eine Stielspitze mit einem Alter von ca. 8200 Jahren bekannt und Abu Tartur weist zwei flächenretuschierte Stielspitzen von Fundplatz 0002/84 mit einem Alter von 9120 Jahren auf, eine dritte von 1023/82 ist nicht datiert, könnte aber nach der Bearbeitungstechnik und der Formgebung ebenfalls dazuzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese frühen, flächenretuschierten Stielspitzen ähneln stark Miniaturausführungen von Aterienspitzen. Eine Beeinflussung durch aufgefundene Paläoartefakte ist nicht von der Hand zu weisen, zumal im Inventar des Fundplatzes 0002/84 eine große Aterienspitze vorhanden ist. Außer den gestielten Exemplaren weisen 0002/84 und 0006/82 auch einige flächige modifizierte Blattspitzen der Gruppen C3 und C9 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie die Fundstellen Abu Tartur 1004/83 und Djara 90/1-2 zeigen, treten fast gleichzeitig ab ca. 7600 BP neben den kantenretuschierten Pfeilspitzen auch regelmäßig solche mit Flächenretuschen auf und zwar neben den Bewehrungen der Familien A, C und D ebenfalls, aber in geringeren Stückzahlen, die der Familien B, E und G auf.&lt;br /&gt;
Von dem oben genannten Zeitpunkt an nehmen die Flächenretuschierten prozentual zu, die Kantenretuschierten nehmen ab ohne aber gänzlich zu verschwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Anteil von Dreieck-, Blatt- oder Stielspitzen hängt bei den flächig retuschierten Pfeilspitzen nicht vom Alter des Fundplatzes ab sondern von den Präferenzen der jeweiligen kulturellen Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Gruppen, die westlich einer gedachten Linie Siwa – Abu Minquar. Eastpans – Bir Kiseiba – Nabta siedelten waren von den Geschossentwicklungen der Kernzonen abgekoppelt. Sie bringen keine Flächenretuschen hervor, zum Teil auf Grund eines Mangels an geeigneten Rohstoffen, sie verweilen hauptsächlich bei kleinen dreieckigen und trapezförmigen Querschneidern, andere kantenretuschierte Pfeilspitzenfamilien sind selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aus der ägyptischen Sahara sind nur wenige C14- Analysen aus holozänen Horizonten bekannt, die ein Alter von über 9000 Jahren aufweisen. Noch geringer ist die Anzahl von Fundstellen diesen Alters mit einem Inventar, welches eine typologische Einordnung zu erstellen erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste Datierung stammt von einem Herdplatz westlich des Abu Ballas, sie beträgt  10000 +- 225 BP Jahre weist aber keinerlei lithisches Material auf ( Gabriel 86 ).&lt;br /&gt;
Aus dem Wadi el Akhdar vom Fundplatz 80/7-1 wird ein Alter von 9370 +- 215 BP gemeldet (Schön 96) aber auch hier ist das analysierte Material aus einer geologischen Schicht ohne Artefakte entnommen worden.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 83/33 wurde eine Keramikscherbe auf 9080 +- 50 BP datiert. Zugehörige Steinartefakte sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Röper haben in der  „Roten Wüste“ etwa 70 – 100 km südlich von Abu Tartur eine Holzkohlenprobe von einer Herdstelle entnommen, die ein Alter von  9260 +- 370 BP aufweist. Steinartefakte und Keramik sind nicht untersucht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dakhla sind im Zusammenhang mit der dortigen Masara- Phase einige Daten bekannt. Sie liegen zwischen 9180 BP und 8170 BP für die Masara- Phasen A und B und zwischen 9000 BP und 8500 BP für die Masara- Phase C. Werkzeuge sind in diesem Falle vorhanden, einzelne Stücke stimmen mit einschlägigen Inventaren anderer Fundgebiete überein. Eigene auf Dakhla bezogene und vollständige Inventare sind jedoch erst spät erstellt worden, diese sind mit den Funden des Abu Tartur B zu vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches gilt für die C14 Daten der Fundregion Regenfeld in der großen Sandsee. Fundplatz 96/1 mit einem Alter von 9388 +- BP Jahren weist keine signifikanten Geräte auf und 96/20, auf 9040 +- 60 BP datiert, produzierte ähnlich wie die gleich alten Plätze im Südosten der libyschen Wüste Ägyptens hauptsächlich rückengestumpfte Lamellen ohne jedoch vergleichbar vollständige Typologien wie Nabta und Kiseiba zu liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollständige Inventare und Datierungen weisen vier Fundplätze auf. In Bir Kiseiba sind es E-80-4 und E-79-8 mit 423 respektiverweise 374 Werkzeugen, in Nabta lieferte E-77-7  158 Geräte und Abu Tartur 0002/84 hat 402 modifizierte Steinartefakte hervorgebracht. In der Fundplatzbeschreibung von 0002/84 werden diese vier Inventare miteinander verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Ostsahara begonnene kulturelle Entwicklung wurde durch die prädynastischen Gruppen im Niltal fortgesetzt. Da der Verfasser das Niltal mit Ausnahme von Merimde und Badari nicht in seine Betrachtungen aufgenommen hat, werden Pfeilspitzentypen wie sie z.B. in Abydos auftreten, nicht berücksichtigt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundstellen_in_%C3%84gypten&amp;diff=5603</id>
		<title>Fundstellen in Ägypten</title>
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				<updated>2025-01-11T11:06:02Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Genauere Beschreibung eines der Fundtableaus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Ägypten==&lt;br /&gt;
Ägypten, 1.000.000 Quadratkilometer groß, besteht mit Ausnahme des Niltals und des Deltas, aus Wüste. Für diesen Bericht sind die arabische und libysche Wüste, da beide zur Sahara gehörend, von Interesse.&lt;br /&gt;
Außerhalb dieses Rahmens werden lediglich, aus Gründen des Vergleichs, die Fundstellen von Merimde am südwestlichen Deltarand und Badari - Hemamieh am rechten Nilufer in Oberägypten, berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Ende des 19. Jahrhunderts begannen Archäologen sich für steinzeitliche Kulturen in Ägypten zu interessieren, so F. Petrie in Nagada. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts kamen dazu Junker in Merimde, Brunton in Badari und die große Dame der ägyptischen Vor - und Frühgeschichte G. Caton - Thompson in Hemamieh, im Fayum und Anfang der 30er Jahre in den Kharga - Oasen.&lt;br /&gt;
Erwähnt seien auch die frühen Expeditionen Hassanein Beys in den Uweinat von wo er über Felsbilder berichtete und Kemal el Dins, der den Gilf Khebir entdeckte und ebenfalls Malereien im Uweinat fand.&lt;br /&gt;
Neben den älteren Arbeiten soll versucht werden auch die in jüngerer Zeit ausgeführten Forschungen, einschließlich der noch laufenden, in diesen Bericht zu integrieren. &lt;br /&gt;
Zu nennen wären unter anderen die Teams um F. Wendorf und R. Schild im Südostteil der libyschen Wüste, R. Kuper und seine Mannschaft mit den Projekten B.O.S und ACACIA, M. Mc Donald in den Dakhla - Oasen und B.E. Barich mit Kollegen in Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Genauere Beschreibung eines der Fundtableaus==&lt;br /&gt;
Abbildung Nr. 7 der Fotogalerie: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot; (Knochenwerkzeuge), verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben links sehen wir aus Kalzit und Baryt geschnitzte sog. Ohrstecker bzw. Bruchstücke derselben. Außerdem drei Diabolos, wovon zwei aus Kalzit- und einer aus Barytkristall hergestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben anschließend werden die von mir als &amp;gt;Webschiffchen&amp;lt; bezeichneten Artefakte gezeigt. Davon sind zwei Stücke zur Gänze erhalten, eines aus Kalkstein das andere aus eisenhaltigem Tonstein gefertigt. Ein Stück ist unzerbrochen, aber ihm fehlt die typische zentrale Bohrung. Von den vier Bruchstücken ist eines, bei dem der Bruch oberhalb der Bohrung gelegen war, zu einem Anhänger umgearbeitet worden (siehe auch Fundplatz 1085/87, Fundkomplex Abu Tartur, Fundplätze, Komplex Sandsteinebene).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben rechts befinden sich einige der seltenen Knochenwerkzeuge und zwar zwei Spitzen, ein meißelförmiges Stück und ein Spachtel. Unterhalb der Spitzen ist ein kleines an den Rändern und auf der leicht gerundeten Oberseite poliertes Knochenstück zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unten links werden Straußeneiperlen und ihre Vorstufen vorgestellt. In der ersten Reihe werden von oben nach unten eckige, durchbohrte, in der zweiten Reihe gerundete, nicht durchbohrte Stücke gezeigt. Die drei folgenden Reihen zeigen einen weiteren Fertigungsschritt an. Die Artefakte sind rund, durchbohrt aber der Mantel, die äußere Peripherie ist noch nicht geschliffen und poliert. Darauf folgen drei Reihen perfekt polierter Perlen im ursprünglichen fertigen Zustand. Hier hat die Deflation noch nicht angesetzt. Die nächsten Reihe zeigt gleichartige Perlen wie die drei Vorgängerreihen, wobei die Stücke kleiner im Durchmesser angelegt sind. Auch hier sind wir in der Kategorie A, unverwitterte Perlen. Windüberformte Exemplare zeigen die drei nächsten Reihen Kategorie B und die Kategorie C, stark verwitterte Perlen, werden in den drei letzten Reihen gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren werden Schmuckanhänger, durchbohrte Zylinder aus Hartgestein (4x Hornstein, 1x Kalkstein und 1x Amazonit), verzierte Straußeneischalen, Kupfererz (Malachit aus dem nubischen Sandstein) sowie große, nicht durchbohrte Perlen gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rechte untere Ecke des Bildes zeigt neben einer tropfenförmig durchbohrten Straußeneischale ein rechteckiges Stück Hornstein mit einer zentralen Bohrung und ein sehr großes gerundetes Teil mit einer durchbohrten Straußeneischale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele aus der aquatischen Fauna und zwar sowohl aus dem Meeres- als auch aus dem Süßwasserbereich schließen sich an. Häufig sind die Stücke angeschliffen oder durchbohrt, um sie auffädeln zu können. Gut zu bestimmen sind die Kaurischnecken aus dem Roten Meer und Lymnaea natalensis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch die Kapitel:&lt;br /&gt;
* Töpfern, Bohren, Schleifen und Polieren; Fundkomplex Abu Tartur, N. 6&lt;br /&gt;
* Die Wirkung der Deflation auf Straußeneischalen; Fundkomplex Abu Tartur, Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Ägypten - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden 132 Fundtableaus werden nicht näher erklärt, da viele Artefakte in den entsprechenden Rubriken gezeichnet und wissenschaftlich beschrieben worden sind. Jedes Artefakt ist mit einer eindeutigen Fundplatznummer gekennzeichnet. Fundplätze mit Nummern finden Sie unter Fundkomplex Abu Tartur. '''HINWEIS:''' Klicken Sie 2x in Folge auf die gewünschte Abbildung und Sie sehen das Tableau in Bildschirmgröße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0003_N_AbuTartur.jpg|Abb. 1: Klingen und Lamellen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0009_B_AbuTartur.jpg|Abb. 2: Bohrer, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0011_E_AbuTartur.jpg|Abb. 3: Kerben, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0013_D_AbuTartur.jpg|Abb. 4: Mikrolithen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0018_P21_Tixier_Liste.jpg|Abb. 5: Auflistung nach Tixier, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0029_Perlen_AbuTartur.jpg|Abb. 6: Perlen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0035_L_AbuTartur.jpg|Abb. 7: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0033_12_AbuTartur.jpg|Abb. 8: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0037_6_AbuTartur.jpg|Abb. 9: Nabta Pfeilspitzen und andere, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0039_4_AbuTartur.jpg|Abb. 10: Querschneider von Fundplatz 0002/84 und andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0041_7_AbuTartur.jpg.jpg|Abb. 11: Flächeretuschierte Stielspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0043_11_AbuTartur.jpg|Abb. 12: Ounan Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0045_9_AbuTartur.jpg|Abb. 13: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0092_14_AbuTartur.jpg|Abb. 14: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0094_13_AbuTartur.jpg|Abb. 15: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0187_26_AbuTartur.jpg|Abb. 16: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0189_22_AbuTartur.jpg|Abb. 17: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0191_18_AbuTartur.jpg|Abb. 18: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0193_20_AbuTartur.jpg|Abb. 19: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0195_21_AbuTartur.jpg|Abb. 20: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0197_10_AbuTartur_Renate.jpg|Abb. 21: Blattspitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0199_23_AbuTartur.jpg|Abb. 22: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0201_15_AbuTartur.jpg|Abb. 23: Blattspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0203_16_AbuTartur.jpg|Abb. 24: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0205_1_19_AbuTartur.jpg|Abb. 25: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0206_17_AbuTartur.jpg|Abb. 26: Blattspitzen mix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0112_XXVI_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 27: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0149_Q_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 28: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0171_O_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 29: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0073_UU_AbuTartur.jpg|Abb. 30: Große plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0075_NN_AbuTartur.jpg|Abb. 31: Werkzeuge, Fundplatz 1072&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0077_QQ_AbuTartur.jpg|Abb. 32: Plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0079_HH_AbuTartur.jpg|Abb. 33: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0081_1_JJ_AbuTartur.jpg|Abb. 34: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0082_TT_AbuTartur.jpg|Abb. 35: Klingen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0084_KK_AbuTartur.jpg|Abb. 36: Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0086_OO_AbuTartur.jpg|Abb. 37: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0088_PP_AbuTartur.jpg|Abb. 38: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0090_RR_AbuTartur.jpg|Abb. 39: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0096_G_AbuTartur.jpg|Abb. 40: Sicheln und Sicheleinsätze, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0098_XXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 41: Klingen, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0100_ZZ_AbuTartur.jpg|Abb. 42: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0102_YY_AbuTartur.jpg|Abb. 43: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0104_XXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 44: Flächig bearbeitete Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0106_XXV_AbuTartur.jpg|Abb. 45: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0108_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 46: Klingen und Lamellen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0110_XXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 47: Verschiedene Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0114_XXII_AbuTartur.jpg|Abb. 48: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0116_XXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 49: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0118_XXI_AbuTartur.jpg|Abb. 50: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0120_XXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 51: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0122_XLIII_AbuTartur.jpg|Abb. 52: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0124_roem_L_AbuTartur.jpg|Abb. 53: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0126_XLVI_AbuTartur.jpg|Abb. 54: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0011/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0128_XLV_AbuTartur.jpg|Abb. 55: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0130_XLIV_AbuTartur.jpg|Abb. 56: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0132_LV_AbuTartur.jpg|Abb. 57: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0134_XLVII_AbuTartur.jpg|Abb. 58: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1046/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0136_XLVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 59: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0138_XLIX_AbuTartur.jpg|Abb. 60: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0140_1_LIV_AbuTartur.jpg|Abb. 61: Paläolithische Werkzeuge auf neolithischen Fundplätzen und Aterienspitzen (gekauft)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0141_LII_AbuTartur.jpg|Abb. 62: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0014/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0143_LI_AbuTartur.jpg|Abb. 63: Verschiedene Artefakte und Perlen, Fundplatz 1002/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0145_F_AbuTartur.jpg|Abb. 64: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0147_LIII_AbuTartur.jpg|Abb. 65: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1045/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0151_A_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 66: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0157_C_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 67: Bohrer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0159_SS_AbuTartur.jpg|Abb. 68: Klingen und Lamellen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0163_XXX_AbuTartur.jpg|Abb. 69: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0165_J_AbuTartur.jpg|Abb. 70: Große Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0173_K_AbuTartur.jpg|Abb. 71: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0175_VV_AbuTartur.jpg|Abb. 72: Messer und Spitzen, Fundplatz 1017/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0177_WW_AbuTartur.jpg|Abb. 73: Messer und Spitzen, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0183_M_AbuTartur.jpg|Abb. 74: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0208_III_AbuTartur.jpg|Abb. 75: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1035/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0210_XI_AbuTartur.jpg|Abb. 76: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0213_X_AbuTartur.jpg|Abb. 77: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0215_VII_AbuTartur.jpg|Abb. 78: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0217_VI_AbuTartur.jpg|Abb. 79: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1052/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0219_IV_AbuTartur.jpg|Abb. 80: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0009/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0221_V_AbuTartur.jpg|Abb. 81: Verschieden Artefakte, Perlen und Keramik, Fundplatz 0008/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0223_XVI_AbuTartur.jpg|Abb. 82: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0225_VIII_AbuTartur.jpg|Abb. 83: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0227_IX_AbuTartur.jpg|Abb. 84: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0229_XVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 85: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0231_roem_I_AbuTartur.jpg|Abb. 86: Paläolithische Artefakte auf neolithischen Fundplätzen (z.T. Wiederverwendung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0233_roem_II_AbuTartur.jpg|Abb. 87: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0010/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0236_XLII_AbuTartur.jpg|Abb. 88: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0238_XXXI_AbuTartur.jpg|Abb. 89: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0240_XXXII_AbuTartur.jpg|Abb. 90: Bohrer und Pfrieme, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0242_XXXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 91: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0244_XXXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 92: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0246_XXXV_AbuTartur.jpg|Abb. 93: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0248_XXXVI_AbuTartur.jpg|Abb. 94: Bohrer, Klingen und andere Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0250_XXXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 95: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1072/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0252_XXXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 96: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0254_XXXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 97: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0256_XL_AbuTartur.jpg|Abb. 98: Lamellen, kleine Klingen und Mikrolithen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0258_XLI_AbuTartur.jpg|Abb. 99: Retuschierte Thermoscherben, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0260_LVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 100: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0262_XVII_AbuTartur.jpg|Abb. 101: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1016/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0264_H_AbuTartur.jpg|Abb. 102: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0266_XII_AbuTartur.jpg|Abb. 103: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0268_XV_AbuTartur.jpg|Abb. 104: Sichelmesser und &amp;quot;Ackerbau Geräte&amp;quot;, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0270_XIX_AbuTartur.jpg|Abb. 105: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1019/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0272_XIV_AbuTartur.jpg|Abb. 106: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0275_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 107: Verschiedene Artefakte, Fundplätze auf dem Plateau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0277_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 108: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0279_LX_AbuTartur.jpg|Abb. 109: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1039/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0281_XIII_AbuTartur.jpg|Abb. 110: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0284_LIX_AbuTartur.jpg|Abb. 111: Klingen, Kerbklingen und Windkanter, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0286_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 112: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1022/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0322_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 113: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0323_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 114: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0335_besondereWerkzeuge_AbuTartur.jpg|Abb. 115: Große Werkzeuge, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0336_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 116: Reib- und Malsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0337_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 117: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0339_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 118: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0343_Reibstein_AbuTartur.jpg|Abb. 119: Reibsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0340_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 120: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0356_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 121: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0357_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 122: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0358_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 123: Paletten, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0359_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 124: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0360_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 125: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0364_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 126: Reibschale mit Reibstein, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0348_AbuTartur.jpg|Abb. 127: Kerne, Klopfsteine und Spielsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0349_Keulenköpfe_AbuTartur.jpg|Abb. 128: Keulenköpfe, AbuTartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0350_AbuTartur.jpg|Abb. 129: Verschiedene Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0351_AbuTartur.jpg|Abb. 130: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0352_AbuTartur.jpg|Abb. 131: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0334_plattige_Stücke_AbuTartur.jpg|Abb. 132: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kharga==&lt;br /&gt;
G. Caton – Thomson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G. Caton Thompson beschreibt sechs Fundstellen innerhalb der Khargaregion, auf denen Pfeilspitzen vorkommen.&lt;br /&gt;
Diese sind&lt;br /&gt;
* 1.) K05 Bellaida&lt;br /&gt;
* 2.) K015 Umm ed Dabadib&lt;br /&gt;
* 3.) Ghuata (Qasr El Ghueita )&lt;br /&gt;
* 4.) Gala Hill&lt;br /&gt;
* 5.) Abu Sighwal Pass ( Nagb Umm Sirwal )&lt;br /&gt;
* 6.) Yesba Pass ( Nagb Asyut, Gebel El Yabisa )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) K05 Bellaida'''&lt;br /&gt;
Die Stelle liegt südlich der Gebirgslücke zwischen dem Gebel Teir und dem Gebel Tarif.&lt;br /&gt;
Eine Gesamtwerkzeugmenge von 42 Stücken wurde beobachtet aber nicht weiter bearbeitet und veröffentlicht. Unter den auf Tafel 100 vorgestellten Artefakten befinden sich ein Querschneider F8, eine teilflächig retuschierte Blattspitze, eine D7 - Spitze, eine D19 - Spitze und ein Stück, welches einen Übergang von der rhombischen zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) K015 Umm el Dabadib'''&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt in einer breiten Gasse der Abu Muharig Dünenkette in den Ausläufern des südliche Abbruchs des libyschen Plateaus.&lt;br /&gt;
74 Werkzeuge, darunter auch Pfeilspitzen, wurden gefunden und nicht weiter klassiert. 21 Pfeilspitzen sind auf Tafel 99 dargestellt, sie zeigen H1 - Spitzen und Übergänge von H1 nach H5 sowie Blattspitzen vollflächig und teilflächig retuschiert vom Typ C1 und C3, eine schlanke D12 - Spitze und Dreieckspitzen der Typen A1 und H7. Ein atypisches, flächig retuschiertes Stück ist die Nr. 13, die wie eine verunglückte Mischung aus C3 und D6 anmutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) Ghuata ( Qasr El Ghueita )''' &lt;br /&gt;
Der ptolemäische Tempel von Ghuata liegt rund 20 km südlich von Kharga, östlich davon schließt sich eine deflationsgeglättete Depression an.&lt;br /&gt;
Ghuata produzierte 61 Werkzeuge, davon sieben Pfeilspitzen. Gezeichnet sind auf Tafel 95 fünf Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte C3 - Spitzen, eine mit auf beiden Seiten flachen Randretuschen versehene C1 - Spitze, eine asymmetrische H5 - Spitze und eine H - Spitze mit einseitig angedeutetem Stiel, die als abgebrochene Ounanspitze beschrieben ist. Die übrigen auf den Tafeln 94 und 95 gezeigten Stücke weisen epipaläolithische Merkmale auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) Gala hill'''&lt;br /&gt;
22 km südlich von Ghuata liegt innerhalb der Depression ein 124 m hoher Sandsteinhügel mit dem Namen Gala hill. Auf diesem Platz wurden 45 Werkzeuge, davon 13 Pfeilspitzen, gefunden, welche sich unterteilen in 12 Querschneider und eine Ounanspitze. Die restlichen Artefakte sind Klingen, Lamellen, geometrische Mikrolithen sowie weitere epipaläolithische Implemente. Das Inventar erinnert an die Abu Tartur Fundstelle 0002/84.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) Abu Sighwal Pass'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle liegt auf dem östlichen Kalksteinplateau nordöstlich des Gebel Umm El Ghanayin in mit terra rossa gefüllten kleinen Senken, ähnlich wie es sich auf dem Abu Tartur Plateau darstellt.&lt;br /&gt;
Die Fundstreuung ergab 67 Werkzeuge davon lediglich zwei Bewehrungen, nämlich Ounanspitzen wie eine auf der Tafel 98 unter Nr. 3 abgebildet ist. Die Tafel zeigt ebenfalls eine Blattspitze unter 2/98, diese wird aber im Inventar nicht aufgeführt. Die übrigen Werkzeuge bestehen hauptsächlich aus Klingen ( 17 Stück ), Lamellen ( 19 Stück ) und geometrischen Mikrolithen wie Dreiecken und einem Segment. Das Ganze mutet epipaläolithisch an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) Yesba Pass'''&lt;br /&gt;
Dieser Pass bildet den nördlichen Zugang zu den Kharga Oasen und ist über 50 km von Kharga Zentrum entfernt. Auch hier liegen Artefaktenkonzentrationen in kleinen, flachen, terra rossa gefüllten Senken.&lt;br /&gt;
Yesba gab 148 Werkzeuge her, davon 66 Pfeilspitzen. Die übrigen Artefakte sind typische epipaläolithische Stücke mit 64 gestumpften Lamellen, Segmenten und Dreiecken. Kerbklingen sowie Quarzartefakte in Form von Kratzern oder meißelartigen Kernen sind ebenfalls vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen sind wie folgt unterteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;auto&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Pfeilspitzetyp'''||'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Querschneider||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ounanspitzen||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lamellenartige Rhombische||25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rhombische||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Atypische||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blattspitzen||26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stielspitzen inkl. I||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|'''Total'''||'''66'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Ounanspitzen kann auch das Exemplar Nr. 16 Tafel 97 gerechnet werden. Die Lamellenartigen entsprechen den Typen H1 ( 15/97 ), H5 ( 9/97 ) und Übergängen von H1 nach H5 ( 13/97 ).&lt;br /&gt;
Rhombische Exemplare sind zwei vorhanden, nämlich die Nr. 21 und Nr. 22 der Tafel 97.&lt;br /&gt;
Die atypische Spitze 8/97, die bis auf den linken Rand auf ihrem Umfang kantenretuschiert erscheint, fällt in die Gruppe H19.&lt;br /&gt;
Nr. 20/97 kann unter I 4 eingeordnet werden. Die Blattspitzen entsprechen den Typen C1 und C3 und das Exemplar 26/97 weist schon nach C6. Die dargestellten Stielspitzen können dem Typ D7 zugeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den Fundstellen Abu Sighwal und Yesba wurden auf dem Plateau noch 34 Werkzeuge am Gebel Umm El Ghenneiem und 36 Stücke bei Agaba Matana gefunden. Sie bringen keine weiteren Typen und sind auch nicht weiter aufgeschlüsselt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einordnung der beschriebenen und / oder gezeichneten Pfeilspitzen des „ Bedouin &lt;br /&gt;
Microlithic „ von Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''K015'''&lt;br /&gt;
|'''K05'''&lt;br /&gt;
|'''Ghuata'''&lt;br /&gt;
|'''Gala'''&lt;br /&gt;
|'''Sighwal'''&lt;br /&gt;
|'''Yesba'''&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Werkzeuge'''&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|61&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|67&lt;br /&gt;
|148&lt;br /&gt;
|437&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Davon Pfeilspitzen'''&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|117 &lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|19&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|E&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|F&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|G&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|H&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|50&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den rund 500 aufgefundenen Werkzeugen sind 437 dokumentiert. Von letzteren sind 115 oder 26,6 % Pfeilspitzen. ( Da die Familie I nicht mitgerechnet wird reduziert sich die Zahl auf 113 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 1'''&lt;br /&gt;
* = A + B + E&lt;br /&gt;
* = 2 + 0 + 3&lt;br /&gt;
* = 5 oder 4,42 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 2''' &lt;br /&gt;
*= C&lt;br /&gt;
*= 31 oder 27,43 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 3'''&lt;br /&gt;
*= D&lt;br /&gt;
*= 11 oder 9,74 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 4''' &lt;br /&gt;
*= F + G + H&lt;br /&gt;
*= 16 + 0 + 50   &lt;br /&gt;
*= 66 oder 58, 41 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den weiter oben behandelten Pfeilspitzen wurden elf große, ausgekehlte Dreieckspitzen gefunden. Wie Tafel III zeigt, handelt es sich unter anderem um ein durchschnittliches Exemplar mit 41 mm Länge und um ein weiteres von 63 mm Länge und einer Kehle von 28 mm Tiefe. Von den elf Exemplaren, 7 wurden in  K0 15 gefunden, 4 stammen von K0 5, weisen 6 eckige Schwingen auf, die übrigen dürften gerundet sein. Schwingen vom Typ A 25 mit nach innen gebogenen, spitzen Schwingenenden wurden von G. Caton Thompson nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''D.L. Holmes'''&lt;br /&gt;
Wie D.L. Holmes in ihrer „ Analysis and comparison of some prehistoric projectile points from Egypt „ schreibt, entdeckte sie im Dezember 1983 in der Umgebung von Kharga 45 Pfeilspitzen verschiedenster Typen, wie sie auch schon von G. Caton - Thompson beschrieben worden sind und von dieser als „ bedouin microlithic „ klassiert wurden. Der Anteil der Pfeilspitzen am Gesamtvolumen der Werkzeuge beträgt 12 %. Zwei Bruchstücke konnten nicht eingeordnet werden. Die Funde stammen von acht verschiedenen Stellen und obwohl das Gebiet mit Umm - el - Dabadib angegeben ist, zählen dazu auch die nordöstlich von Kharga gelegenen Quellhügel K0 8 und K0 6. Der in der Nähe von Umm - el - Dabadib gelegene Fundplatz K0 15 wird nicht erwähnt. Die Entfernung zwischen K0 6 und K015 beträgt rund 40 km. Der Fundplatz K0 10, der ebenfalls zu den acht Stellen gehört, an denen Pfeilspitzen gesammelt wurden, wird von G. Caton - Thompson dem oberen Acheul zugerechnet. Wahrscheinlich ist es hier zu Verwechslungen der Bezeichnungen gekommen. Für die Analyse der Funde und für Vergleiche mit Sammlungen aus dem gleichen Gebiet werden die beiden Fragmente ausgeklammert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 4,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||15||34,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||16||37,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||10||23,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''43'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weitere Fundbeobachtungen in den Kharga - Oasen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Wendorf und R. Schild, die 1980 in den Kharga - Oasen gearbeitet haben, erwähnen keine Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Simmon und Mandel dagegen sprechen in ihrem Bericht von 1986 von einigen unregelmäßigen Pfeilspitzen, sowie von Blatt - und Stielspitzen, die Menge dürfte bei 12 - 15 Stücken liegen.&lt;br /&gt;
Die umfangreichste Sammlung aus dem Gebiet von Umm - el - Dabadib und Kharga dürfte von R. Ulbrich und G. Ulbrich stammen. Sie enthält 615 Pfeilspitzen, die sich wie folgt verteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 43|| 6,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||184||29,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||283||46,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||105||17,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''615'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgebildet und beschrieben sind sie in diesem Bericht auf den Tafeln Ä - U1, Ä - U2, &lt;br /&gt;
Ä - U3 und teilweise auf weiteren Tafeln der Bezeichnung Ä unter den Kürzeln K, D und Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schreiber des Berichts hatte die Gelegenheit einen Teil des oben genannten Gebiets zu begehen, hier der Fundbericht :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundgebiet Nr. 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koordinaten : ( Mittelwerte ) L = 30°25’, B = 25°28’&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geographie : Rund 10 km nördlich von Kharga erhebt sich der Gebel el Teir, westlich davon liegt mit 451 m die höchste Erhebung der Gegend, der Gebel Tarif und seine nördliche Fortsetzung, der Gebel el Sheikh. 15 km weiter nach Norden schiebt sich das libysche &lt;br /&gt;
Kalksteinplateau in die Kharga - Senke. An seinen Flanken liegen im Nordosten des Fundgebietes die trocken gefallene Oase Ain - el - Labakha und im Nordwesten das Fort Ain - el - Wan ( rund 5 km südlich von Umm - el - Dabadib ). Die weiteren approximativen Begrenzungen des Fundgebietes sind im Osten die Linie Ain - el - Labakha – Gebel el Teir, im Westen der Schnittpunkt der Linien Ain - el - Wan südwärts und Gebel el Teir westwärts. Die Landschaft ist geprägt durch die Dünenketten des Abu Muharig mit Sicheldünen bis zu 50 m Höhe. Die äolische Überformung ist extrem weit fortgeschritten, dennoch haben sich auch Playagebiete, teilweise mit Yardangs durchsetzt, halten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausdehnung : N – S = 17,5 km, W – O = 10 km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschreibung des Fundplatzes : Die meisten Fundstellen sind an Restplayas gebunden aber auch auf Sandsteinuntergrund kommen sekundäre Konzentrationen vor. &lt;br /&gt;
In situ Plätze und Herdstellen sind nicht beobachtet worden, mit Ausnahme einiger in Yardangs in Kopfhöhe eingeschlossener Artefakte ist das Fundmaterial ausnahmslos bewegt worden. K0 15, ein „ bedouin microlithic „ Fundplatz G. Caton - Thompsons südlich von   Ain - el - Wan ist lediglich begangen worden und in seiner vorgefundenen Situation belassen worden, das gleiche gilt für K0 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar : 360 Steinartefakte, davon 10 nicht modifizierte, sind aufgesammelt worden. Die 350 Werkzeuge gliedern sich wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer|| 23|| 6,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||54||15,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||7||2,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rückengestumpfte Lamellen||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||38||10,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Endretuschen||4||1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Geometrische Microlithen||5||1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Microburin Technik||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Andere||213||60,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''350'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe „ Andere „ setzt sich zusammen aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ounanspitzen|| 8|| 2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierten Stücken||67||19,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Side - blow - flakes||8||2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Pfeilspitzen||80||22,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Zweiflächnern||26||7,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstigen||24||6,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''213'''|| '''60,85'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert man die Pfeilspitzen inklusive der Ounan - Spitzen nach Hugot, so wird folgendes Ergebnis sichtbar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''87'''|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen vom Typ I, mit einem Exemplar vertreten, werden nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
Im Vergleich mit den Analysen der Pfeilspitzen der Abu Tartur Fundplätze 1024/82, 1023/82 und 1017/82 fällt auf, dass das Indiz III des Fundgebietes 1026/82 um rund 20 % bis 30 % höher liegt, ansonsten sind Ähnlichkeiten trotz des unwissenschaftlichen Absammelns durchaus zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten im Gebiet 1026/82 sind nicht weiter vertieft worden und zwar aus zwei Gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Die Fundplätze sind durch Deflation stark gestört und definierbare Kulturschichten sind nicht gefunden worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Die Entfernung von der Basis Abu Tartur war zu groß und für eine Einzelperson war das schwierige Gelände zu risikoreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der größenordnungsmäßig unterschiedlichen, von verschiedenen Personen in einer recht großen Zeitspanne gesammelten Pfeilspitzen des „ bedouin microlithic „ ergibt ein interessantes Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''G. Caton-Thompson*'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''D. L. Holmes**'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''R. und G. Ulbrich'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1026/82***'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 4,42|| 2|| 4,65|| 43|| 6,99|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||31||27,43||15||34,88||184||29,92||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||11||9,74||16||37,21||283||46,02||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||66||58,41||10||23,26||105||17,07||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Total|| 113|| 100,00|| 43|| 100,00|| 615|| 100,00|| 87|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die elf großen, ausgekehlten Dreieckspitzen von K0 5 und K0 15 werden, da von Caton - Thompson eher dem „ peasant neolithic „ zugerechnet, später behandelt.&lt;br /&gt;
* ** Ohne Bruchstücke.&lt;br /&gt;
* *** Eine Pfeilspitze der Familie I ist unberücksichtigt geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine klare Übereinstimmung der Sammlungen Holmes, Ulbrich und 1026 ist nicht von der Hand zu weisen. Gemeinsam ist allen ein geringer Wert des Indiz I, der zwischen rund 5 % und 7 % liegt. Ein Drittel der Spitzen gehört zum Indiz II. Die stärkste Gruppe bilden die gestielten Pfeilspitzen mit rund 35 % bis 46 % und die Gruppe der nicht flächig bearbeiteten Stücke liegt bei rund 17 % bis 25 %. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ins Bild passen die entsprechenden Zahlen von G. Caton - Thompson. Ihr Fundgebiet erstreckte sich weiter nach Süden und zu den Pässen im Norden, der epipaläolithische Anteil der hier angetroffenen Fundstellen ist höher. G. Caton - Thompson klassiert außerdem die Fundstellen K0 5 und K0 15 als gemischt aus „ bedouin microlithic „ und „ peasant    neolithic „.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den in Abu Tartur gewonnenen Kenntnissen stellen die Oberflächenfunde in dem hier behandelten Raum ein Artefaktengemenge aus den verschiedensten Epochen und Kulturen dar. Dieses wird verständlich durch die Tatsache, dass der Boden in der Khargasenke im Mittel jährlich um 2 mm abgesenkt wird. Bis auf wenige Ausnahmen, K0 15 ist teilweise eine solche, ist von den ursprünglichen Lagerplätzen nichts übrig geblieben. Die Herde sind weggeblasen worden, die Keramik zu Staub zerrieben und die Steinartefakte nach Korngröße gesichtet worden. Das Material ist dermaßen durcheinander gewirbelt, dass es schon wieder homogen erscheint, wie der typologische Vergleich der verschiedenen Sammlungen suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine in Abu Tartur angefertigte Langzeitstudie über die Auswirkung des Windschubes auf prähistorische Artefakte belegt mit eindeutigen Zahlen sowohl Verschiebung als auch Sichtung (bislang unveröffentlicht, aktuell in dieser Internetpräsenz, siehe: Windschubmessung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Tartur==   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zur El Ghorab Straße zwischen Kharga und Dakhla verläuft die Bruchkante des libyschen Plateaus in westöstlicher Richtung, lediglich die Felsmasse von Abu Tartur schiebt sich nach Süden in die Sandsteinebene vor. Die Bruchkante ist hier, bedingt durch die harten Kurkurschichten mit 550 m höher als die übrigen, bei rund 450 m – 500 m liegenden Partien. Begrenzt wird der Vater der Zipfelmütze, so die Bedeutung von Abu Tartur, im Süden und Osten durch eine mit Zeugenbergen durchsetzte, sandige Ebene der Nubiaschichten, im Westen durch den Wadi Batikh, den Wassermelonen - Fluss und im Norden durch den Wadi Ain Amur. Die mittleren Koordinaten sind 29°30’ – 30°10’ Ost und 25°20’ – 25°40’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird unter Abu Tartur vor allem die ungefähr 50 km westlich von Kharga gelegene Phosphatgrube im südöstlichen Bereich des Massivs verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier war der Verfasser, abgesehen von einer früheren, kurzen Intervention im Jahr 1978, von 1982 bis 1987 als Bergingenieur im Auftrag der Societé Francaise d´ Etudes Minieres ( Sofrémines ) tätig. Außerdem ermöglichte die deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen eines Sonderforschungsprogramms eine sechswöchige Visite mit Archäologen des Heinrich Barth - Instituts für Ur - und Frühgeschichte der Universität zu Köln im Herbst 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Freizeit während des Aufenthalts in Ägypten in den Jahren 1982 – 87 wurden im Umkreis von rund 30 km 146 Fundstellen entdeckt, davon 25 größere mit 100 bis 2500 Werkzeugen. Eine detaillierter Bericht liegt vor, eine Kopie befindet sich im Kölner Institut. Eine Veröffentlichung, auch auszugsweise, wurde nicht vorgenommen. Wohl aber wurden Informationen und erkannte Zusammenhänge für Veröffentlichungen unter anderem Namen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besiedlungsdauer in Abu Tartur reicht vom Epipaläolithikum bis zum ausgehenden Neolithikum falls die wenigen paläolithischen Einzelfunde wie z.B. Aterienspitzen unberücksichtigt bleiben. Das Inventar stammt von der Oberfläche, auf Grabungen ist verzichtet worden, selbst wenn die Überdeckung aus geringmächtigen Lockersedimenten bestand. Spuren späterer Aktivitäten aus historischen Zeiten ist nicht nachgegangen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon im Fundstellenbericht Abu Tartur dargestellt, sind in situ - Plätze in der Sahara äußerst selten. Das Vorhandensein von überdeckenden Ablagerungen stellt keine Garantie für ungestörte Kulturschichten dar. Häufig handelt es sich dabei um umgelagerte äolische Sedimente oder durch Wadis transportiertes Material. In diesen Situationen können sich Artefakte der verschiedensten Zeitalter vom langschmalen Dreieck bis zur schlanken, beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze im gleichen ergrabenen Horizont finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einigen der bedeutenderen Fundstellen fehlt die schützende Decke und das heterogene Fundmaterial ist auf die heutige Oberfläche projiziert worden. Zum Glück gibt es aber auch kleinere Konzentrationen, die unvermischt gerade aus ihrer originalen Situation auswittern und die es erlauben das Artefaktengemisch zu entwirren.&lt;br /&gt;
Kleine Fundstellen sind vielfach homogen in Bezug auf die Verwendung von Rohmaterial, die Bearbeitungstechnik und das Typenvorkommen.&lt;br /&gt;
Die Typenvielfalt der Abu Tartur Fundstellen spiegelt sich im Reichtum der Pfeilspitzenformen, wie die Auswertung des Materials einiger der größeren Konzentrationen zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der Pfeilspitzen - Formen &lt;br /&gt;
Fundplatz 1023/82 : 2462 Werkzeuge davon 44,76 % Pfeilspitzen. Von den 1546 unter Varia ( Tixier 112 ) klassierten Artefakten waren 1071 Pfeilspitzen, dazu kommen 32 Ounanspitzen ( Tixier 107 ), so dass eine Gesamtmenge von 1103 Bewehrungen entsteht. Alter nicht gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anzahl&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|%&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz I&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|A + B + E&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|21 + 6 + 6&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|3,02&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz II&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|575&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|52,61&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz III&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|203&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|18,57&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz IV&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|F + G + H&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|0 + 5 + 277&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|282&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|25,8&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''1093'''&lt;br /&gt;
|'''='''&lt;br /&gt;
|'''100'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zehn Stücke der Familie I werden nicht berücksichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1005/83 : 897 Werkzeuge davon 43,03 % Pfeilspitzen. Von den 546 unter Varia klassierten Artefakten waren 376 Pfeilspitzen dazu gesellen sich noch zehn Ounanspitzen, so dass sich eine Gesamtmenge von 386 Bewehrungen ergibt. Alter 6420 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 19|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||223||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||73||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||59||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''374'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie I ist mit 12 Stücken vertreten und wird in der Auswertung nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1024/82 : 459 Werkzeuge davon 37,47 % Pfeilspitzen. Von den 322 unter Varia klassierten Werkzeugen waren 169 Pfeilspitzen. Zusammen mit den drei Ounanspitzen wird eine Anzahl von 172 Stücken erreicht. Alter 6620 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 9|| 5,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||123||72,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||20||11,83&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||17||10,06&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''169'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Pfeilspitzen der Familie I sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 : 729 Werkzeuge davon 24,42 % Pfeilspitzen. Von den 186 unter Varia klassierten Artefakten waren 125 Pfeilspitzen, hinzu kommen die unter Tixier 107 eingeordneten 53 Ounanspitzen des Fundplatzes, welche allgemein als Bewehrungen gewertet werden. Die Summe aller Pfeilspitzen beträgt demnach 178. Alter 7145 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 6|| 3,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||86||48,59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||14||7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||71||40,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''177'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Stück gehört in die Familie I und wird hier nicht gewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1004/83 : 628 Werkzeuge davon 21,66 % Pfeilspitzen. Von den 139 unter Varia klassierten Artefakten waren 113 Pfeilspitzen, mit den 23 Ounanspitzen des Fundplatzes ergibt sich eine Gesamtmenge von 136 Stücken. Alter 7590 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 1,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||24||17,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||6||4,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||103||76,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''135'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Pfeilspitze der Familie I wird nicht mitgezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 0002/84 : 402 Werkzeuge davon 47,51 % Bewehrungen. Die 191 Bewehrungen lassen sich zum größten Teil auf die Tixier Nummern 87 und 92 zurückführen, hinzu kommen weitere Querschneidertypen sowie Pfeilspitzen der Typen H 10 ( Dreieck ), H 1 ( Blatt ), H 5 ( Stiel ) sowie Ounanspitzen ( H 12 ) und Ounan - Harif - Spitzen ( H 14 ). Alter 9120 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 0|| 0,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||3||1,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||1||0,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||187||97,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''191'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Blattspitzen der Familie C scheinen auf den ersten Blick nicht in den Kontext zu passen, obwohl sie in ihrer Größe und der Art der Flächenretuschierung von Blattspitzen anderer Abu Tartur Fundstellen abweichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Stielspitze der Familie D ist einseitig flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, sie gleicht vom Material und der Technik her der Hybridspitze  ( Tafel Ä 35/14 ), die ebenfalls flache Randretuschen zeigt. Beide Stücke sowie auch die leicht rhombische H 14 Spitze ( Tafel Ä 35/13 ) mit Kantenretuschen an den proximalen Begrenzungslinien können zum kulturellen Inventar gehören. Damit wäre die D – Spitze ein sehr frühes Beispiel einer flächenretuschierten, gestielten Pfeilspitze ( Ä 12/6 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben 0002/84 ist auch der Fundplatz 1072/86 wegen seines homogenen Aspekts hoch interessant. Die auf 7670 +- 50 und 7645 +- 35 BP datierte Fundstelle erscheint weitestgehend unvermischt und wittert in schmalen Windkanälen oder auch Regenrinnen aus, so dass immer wieder in zeitlichen Abständen frische Artefakte gefunden werden können. Durch diese Tatsache erklärt sich das Zustandekommen der Sammlung 1072/02, die von Heiko Riemer durchgeführt wurde und welche neben 17 gestielten Spitzen, 8 Kerbresten und 5 weiteren retuschierten Werkzeugen auch 23 unmodifizierte Klingen und 49 Abschläge, letztere meistens Abfallstücke der Werkzeugproduktion, aufweist. Die erste Sammlung stammt von 1986, dem Jahr der Entdeckung der Fundstelle. Die Zusammenstellung der retuschierten Artefakte umfasst 125 Stücke und sieht wie folgt aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Nr. Tixier'''&lt;br /&gt;
|'''Werkzeug'''&lt;br /&gt;
|'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|'''%'''&lt;br /&gt;
|'''% der Gruppen'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|Einfacher Kratzer auf Abschlag&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|Kreisförmiger Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|Vorspringender Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|7,1&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|Gekerbter Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Kratzer auf gestumpfter Klinge&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|Doppelend - Bohrer&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|II&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|Stichel&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|III&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|IV&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|55&lt;br /&gt;
|Gebogene Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|Bruchstück rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|8,8&lt;br /&gt;
|VI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|Ouchtata Lamelle&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|Gekerbter Abschlag&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|Gezähnter Abschlag&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|76&lt;br /&gt;
|Kerbklinge oder Kerblamelle&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|VII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|Gezähnte Klinge oder gezähnte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8 &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|80&lt;br /&gt;
|Endretusche&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|VIII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|105&lt;br /&gt;
|Durchgehende Retusche&lt;br /&gt;
|47&lt;br /&gt;
|37,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|Ounanspitze&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|72&lt;br /&gt;
|XI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|Verschiedene&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|18,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Total&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|125&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die erste Sammlung 16 % an Ounanspitzen und den damit verwandten Artefakten aufweist, steigt der Anteil beim Gesamtinventar ( 1072/86 plus 1072/02 ) auf 21 %.&lt;br /&gt;
Die Ounanspitze ist ursprünglich ein Werkzeug aus dem Epipaläolithikum, wo sie möglicherweise als Bohrer benutzt wurde. Benannt ist sie nach dem Fundort Bir Ounan im südlichen Taoudeni in der Republik Mali. Vorneolithische Vorkommen sind unter anderen Ain Fritissa im südlichen Marokko, Oued Diffel, Bou Nouara und Dakhlat es - Saadane in Algerien und Ténéré im Norden Nigers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Stücke aus der Ostsahara fallen in die Zeit um 7850 BP – 7600 BP ( El Jarar Early Neolithic, Wendorf et al. 2001 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Abu Tartur Fundstelle 1072/86 gehört in diesen Zeitraum. Außer den von Tixier definierten Ounanspitzen finden sich hier in den gleichen Schichten Pfeilspitzen, die eine Bruchfläche am Stielende aufweisen und solche, bei denen Schlagfläche und Bulbus erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit sind Herkunft und frühes Auftreten dieser Stielspitzen, einmal der „ Abu Tartur Spitze „ und zum anderen der kantenretuschierten Spitze mit modifiziertem Stiel, geklärt. Die Bearbeitung des Stiels dieser nach Hugot als „ H5 „ oder nach Caton - Thompson als „ Ounanien „ zu bezeichnenden Pfeilspitze kann Teile oder die Gesamtheit des Stiels betreffen, es werden sowohl steile als auch flache Retuschen beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiele seien genannt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ounanspitze  -  1072  Tafel Ä 33 Nr. 2&lt;br /&gt;
* Abu Tartur Spitze  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 2&lt;br /&gt;
* H5 - Spitze nach Hugot  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die meisten Artefakte der Fundstelle 1072/86 sind auch diese drei Exemplare aus karamellfarbenem Hornstein hergestellt.&lt;br /&gt;
Ohne die Sammlung Ulbrich enthält das lithische Gesamtinventar Abu Tarturs 14375 Werkzeuge davon 3173 Pfeilspitzen und Pfeilschneiden, Ounanspitzen nicht inbegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reibschalen, Läufersteine und Hammersteine sind in dieser Auflistung nicht berücksichtigt. Der prozentuale Anteil der Pfeilspitzen für die Gesamtheit der Abu Tartur Fundstellen beträgt 21,06 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Geschossbewehrungen der Sammlung Ulbrich und anderer stehen für eine Auswertung insgesamt 4000 Stücke zur Verfügung, rund 1000 dieser Pfeilspitzen sind durch Zeichnungen im Maßstab 1 : 1 und Kurzbeschreibungen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Fayum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Gertrude Caton-Thompson und Elinor Gardner entdeckten und bearbeiteten Fundstellen liegen am Nordufer des Birket el Qarun, einem Restsee in der Fayum-Depression. Die Seeoberfläche liegt heute 45m unter dem Meeresniveau. Durch die Hochwasser des Nils und durch erhöhte Regenfälle während der holozänen Feuchtperioden hat der See häufiger seine Größe und seine Uferzonen verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den drei Grabungsperioden 1924/25, 1925/26 und 1926/24 bearbeiteten sie zum einen das Fayum B, eine Kultur, die auf mikrolithischen Werkzeugen und der Technik der Kantenretuschierung basierte und die keinerlei Keramik aufwies, zum anderen das Fayum A, welches sämtliche Attribute eines entwickelten Neolithikums aufwies als da sind Ackerbau und Viehzucht, Keramik und flächenretuschierte Steinwerkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist, dass die beiden so unterschiedlichen Kulturen große, flächenretuschierte, ausgekehlte Pfeilspitzen ähnlicher Art hervorgebracht haben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Fayum Kulturen wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 3910 +- 115 BC, 3860 +- 100 BC und 3210 +- 100 BC angegeben, wobei das älteste Datum dem höchsten Seestand entspricht und das jüngste Datum der heutigen Uferlinie zugeordnet ist.&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Pfeilspitzen-Vorkommen behandelt wie sie in G. Caton-Thompson „The Desert Fayum“ von 1934 dargestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fayum Fundplätze und ihre Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Nr.Werkzeuge'''|| '''Nr.Pfeilspitzen'''|| '''%'''|| '''A1'''|| '''A17'''|| '''A 2'''|| '''C'''|| '''D'''|| '''E'''|| '''I'''|| '''H'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||'''A18'''||'''A25-A28'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||||'''A13'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site K|| 43|| 14|| 32,6|| 5|| -|| -|| 9|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| L Basin Sites|| 121|| 38|| 31,4|| 8|| -|| 7|| 17|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area L-X|| 116|| 29|| 25,0|| 6|| -|| -|| 18|| 5|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site X|| 113|| 24|| 21,2|| 5|| 1|| 7|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area X-V, X-W|| 39|| 10|| 25,6|| -|| -|| 1|| 1|| 8|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site V|| 213|| 105|| 49,3|| 1|| 4|| 25|| 23|| 52|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas cii-w, cii-v,v-w|| 90|| 25|| 27,8|| 6|| -|| 14|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camp ii Basin|| 651|| 312|| 47,9|| 12|| -|| 30|| 77|| 192|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Z|| 84|| 20|| 23,8|| -|| 2|| 6|| 12|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Z Basin|| 79|| 60|| 75,9|| 1|| -|| -|| 1|| 53|| 4|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Zi|| 78|| 11|| 14,1|| 6|| -|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Lifeh to Qasr Sagha|| 72|| 23|| 31,9|| -|| 4|| 8|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site R|| 34|| 13|| 38,2|| 1|| -|| 7|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| N Basin sites-S|| 44|| 13|| 29,5|| -|| 1|| 2|| 7|| 3|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site T|| 38|| 9|| 23,7|| -|| 2|| 6|| 1|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas R-T, S-T|| 18|| 3|| 16,7|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area T-O|| 15|| 8|| 53,3|| 1|| -|| 3|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site O|| 10|| 2|| 20,0|| 1|| -|| 1|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site N|| 184|| 24|| 13,0|| -|| 6|| 10|| 2|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West Dimai Basin|| 95|| 35|| 36,8|| 6|| -|| 11|| 9|| 9|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dimai Dyke Area|| 18|| 4|| 22,2|| 2|| -|| 2|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D3 Wadi site M|| 67|| 54|| 80,6|| 5|| -|| 28|| 9|| 12|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Southern Area|| 7|| 1|| 14,3|| 1|| -|| -|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West End Sites|| 100|| 22|| 22,0|| 2|| -|| 10|| 3|| 7|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total (neolithisch und ungewisses Alter'''|| '''2329'''|| '''859'''|| '''36,9'''|| '''69'''|| '''20'''|| '''179'''|| '''228'''|| '''357'''|| '''4'''|| '''2'''|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 1||=|| A+B+E||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||268+0+4||=|| 31,74 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||272||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 2|||| C|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||228||=||26,60 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 3||=|| D|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||357||=||41,66 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 4||=|| F+G+H|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||0||=||0,00 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Stücke fallen in die Familie I, die nicht berücksichtigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häufigkeit der Pfeilspitzen im Gesamtinventar der Fayum Sammlung Caton-Thompsons liegt bei 36,9 % und ist damit wesentlich höher als bei vergleichbaren Fundstellen. Die Bandbreite liegt zwischen 13 % bei Site N und erreicht 80,6 % bei Site M.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zahlen lassen, wie es auch aus den Kommentaren Caton-Thompsons zu den einzelnen Fundstellen hervorgeht, auf ein selektives Absammeln, auf  vorhergehendes Sammeln von Touristen und Plünderern und / oder auf durch Wind und Wasser zusammengetragene Artefaktenkonzentrationen und Sichtung nach Korngrößen schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die typischen, da häufigsten Pfeilspitzenarten in der Caton-Thompson Kollektion sind die Gestielten aus der Familie D. Sie erreichen 41,66 % des Gesamtvolumens und werden gefolgt von A-Spitzen der Gruppen A1, A17, A18, A2, A25 und A26, welche zusammen 31,74 % ergeben. Die Blattspitzen liegen mit 26,60 % auf dem dritten Platz. Pfeilspitzen mit dem Indiz 4, kommen nicht vor bzw. sind nicht in die „neolithische“ Sammlung aufgenommen worden. Selektionen wurden in einigen Fällen vorgenommen z.B. The Z basin levels A.L. 180-160, in anderen nicht z.B. Areas Cii-w, cii-v, v-w and Site V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen gehören zu einen Inventar, welches unter anderen folgende Werkzeuge enthält :&lt;br /&gt;
* Beile, poliert oder retuschiert&lt;br /&gt;
* Beidseitig bearbeitete Messer&lt;br /&gt;
* Sichelblätter&lt;br /&gt;
* Spitzen und Messer, deren Ausgangsmaterial aus gerundeten Flintaggregaten besteht&lt;br /&gt;
* Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
* Hohlbeile&lt;br /&gt;
* Rückengestumpfte Lamellen. Bei einigen Fundstellen werden sie aufgeführt, bei anderen weggelassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzigartig scheint die große Anzahl von stark ausgekehlten Spitzen des Typs A25 zu sein.&lt;br /&gt;
Von den „surface sites“ stammt eine gestielte Großspitze vom Typ D3 (Plate XLII).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der im Fayum gefundenen Pfeilspitzen ist beträchtlich. Neben den frühen Sammlungen von H.W. Seton-Karr und M.C.T. Currell und anderen kommen die vielen für die Archäologie verlorenen Stücke, die in irgendwelchen Schubladen und Vitrinen verstauben.  &lt;br /&gt;
Die Menge der von G. Caton- Thompson beschriebenen Bewehrungen beträgt 859 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nabta Playa und Bir Kiseiba.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen dieser Orte im Süden Ägyptens, westlich des Nils und in der Nähe der sudanesischen Grenze sind eng verbunden mit dem Wirken der „ Combined Prehistoric Expedition „. Diese anfänglich als Rettungsaktion, der durch das steigende Wasser des Assuan Hochdamms gefährdeten prähistorischen Siedlungsplätze, gedachte Aktion ist später weiter nach Osten ausgedehnt worden, um die reichen frühgeschichtlichen Vorkommen von Nabta Playa und Bir Kiseiba zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
Die Expedition war ein Gemeinschaftsunternehmen der Geological Survey of Egypt, der polnischen wissenschaftlichen Akademie Warschau und der Southern Methodist University Dallas.&lt;br /&gt;
Geleitet wurden die archäologischen Arbeiten von Fred Wendorf und Romuald Schild. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen war das frühe Holozän und die damit verbundenen Besiedlungsphasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nabta Playa''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von El Nabta und der weiteren Umgebung werden von Fred Wendorf, Romuald Schild und ihrer Mitarbeiter in zwei Volumen behandelt.&lt;br /&gt;
Erstens in dem 1980 erschienenem Werk „Prehistory of the Eastern Sahara“, New York Academic Press und zweitens in dem 2001 in New York bei Kluwer Academic / Plenum Publishers erschienenem Band „Holocene Settelement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of Nabta Playa“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzentypen sind denen von Bir Kiseiba sehr ähnlich und verteilen sich auf die einzelnen Fundstellen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Prehistory of the Eastern Sahara :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-3''' Alter 8840 +- 90 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen: stemmed points&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 28 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 431 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 6,5 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden neun Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.39 &lt;br /&gt;
* v – Stielspitze vom Typ H5, der Stiel ist auf der Ventralseite bearbeitet.&lt;br /&gt;
* w – breite und grobe H5 - Spitze&lt;br /&gt;
* x – grobe H5-Spitze&lt;br /&gt;
* y-z – rhombische Spitzen vom Typ H2&lt;br /&gt;
* a.a. – Ounanspitze &lt;br /&gt;
* b.b. – Die Spitze weist eine Ähnlichkeit mit dem Typ H3 auf &lt;br /&gt;
* c.c. – H5-Spitze mit querschneidigem distalem Ende, der Stiel ist ventral modifiziert. Das Stück könnte auch unter F14 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.40&lt;br /&gt;
* c – H19, das Stück entspricht in seiner Silhouette dem Typ E5 bei den flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den oben genannten Pfeilspitzen wurden 7 Dreiecke und 18 Trapeze gefunden, die als Bewehrungen hätten dienen können. Vier dieser geometrischen Mikrolithen wurden gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Epipaläolithisch) Alter ca. 8290 +- 80 BP (Eierschale)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan-Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 12 bei einer Werkzeugmenge von 146 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 8,22 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sechs Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.45&lt;br /&gt;
* k-p kleine Ounanspitzen (H12). Die Trapeze und Dreiecke der Fundstelle könnten auch als Bewehrungen genutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-7'''&lt;br /&gt;
* Von dieser mit aller Wahrscheinlichkeit gemischten Fundstelle wurden 448 retuschierte Werkzeuge aufgesammelt, darunter drei Pfeilspitzen, eine Blattspitze vom Typ H10, eine kleine Ounanspitze (H12) und ein Bruchstück einer flächenretuschierten D1-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch)&lt;br /&gt;
* Von den 146 Werkzeugen waren 8,22 % oder 12 Exemplare Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch Pits) Von den 312 Werkzeugen waren lediglich 1,3 % oder 4 Stücke gestielte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-5''' (Neolithisch) Alter 7530 +- 180 Jahre&lt;br /&gt;
* Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 223 Stücke, hauptsächlich retuschierte Stücke und gekerbte bzw. gezähnte Stücke. Bohrer sind ebenfalls häufig. Neben Endretuschen, rückengestumpften Lamellen und Kratzern kommen jeweils ein Trapez, ein Krukowski microburin und ein ausgesplittertes Stück vor. &lt;br /&gt;
Die drei schlanken Stielspitzen unterscheiden sich stark von den Exemplaren der älteren Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (lower layer) Alter : von 7100 BP bis 6700 BP.&lt;br /&gt;
*Von den 395 Werkzeugen sind 10,4 % oder 41 Stücke Pfeilspitzen, die als Nabta points bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei um basisretuschierte Dreieckspitzen, die aber auch steile Randretuschen oder Modifikationen des distalen Endes aufweisen können. Sie werden unter H7 und H8 geführt. Ähnliche Artefakte gehören in Kiseiba und Abu Tartur in das mittlere Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (upper layer)&lt;br /&gt;
* Die Menge der gefundenen Werkzeuge beträgt 136 Stücke, davon sind 1,47 % oder zwei Exemplare querschneidige Pfeilspitzen. Außerdem wurde eine Ounanspitze (H12) mit stark modifiziertem distalem Ende gezeichnet (Fig. 3.103).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1980 veröffentlichen Fundstellenberichte von El Nabta beinhalten 107 Pfeilspitzen. Als gestielt werden 44 Exemplare bezeichnet, 3 sind gestielt und schlank, 12 sind Ounanspitzen und für 41 Stücke wurde der Name „Nabta points“ gewählt. Letztere sind kantenretuschierte Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8. Die übrigen sieben Stücke verteilen sich auf die Gruppen D1, C3, H10, H12 und auf zwei Querschneider der Familie F ohne genauere Bestimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die H10-Spitze Fig. 3.58 m, die als Bewehrung mit spitzbogiger Basis bezeichnet wird. Typologisch identische Formen werden im „Cattle keeper“ als Ounan-Harif-Spitzen angesprochen. (Seite 277, Fig. 12.11.e) und (Seite 303, Fig. 13.3.g.h.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liste der Altersangaben der Fundstellen und der zugehörigen Pfeilspitzentypen&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''in „Prehistory of Eastern Sahara“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8840+-90 BP|| E-77-3|| 28|| gestielt|| H5, H2, H3, H19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||18 Trapeze, 7 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8290+-80 BP|| E-75-6 Epipal.|| 12|| Ounan|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||3 Trapeze, 10 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-7|| 4|| Point with ogival base|| H10, H12, D1, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Ounan point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Bifacial points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 12|| gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 4|| gestielt|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||pits||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7530+-180 BP|| E-77-5 Neolith.|| 3|| schlank, gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||1 Trapez&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7100-6700 BP|| E-75-8 lower|| 41|| Nabta points|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8 upper|| 3|| Querschneider|| F?, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Holocene settlement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of  Nabta Playa”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6 El Nabta und Al Jerar Village'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Feature 1/91, 1/90 und IV/91&lt;br /&gt;
* Alter feature 1 : 7600 BP +- 110&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Cut 1/90 und Feature 2/90&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area B Oberfläche&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 3 Ounanspitzen, 1 atypische Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1''' Al Jerar Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area C'''   Alter : 7536 +- 110 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 4 Ounanspitzen (H12) ?, 3 abrupt kantenretuschierte Blattspitzen (H10) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 3 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.15 a-H1, d-H2, e-H7 ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area D'''   Alter : 7850 +- 70 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Areas 1 und 5'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12, davon 10 Ounanspitzen, eine Blattspitze und eine dreieckige Spitze.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 9 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.28. f-H5, h-H2, o-H2&lt;br /&gt;
* Fig. 8.29. b-H1, g-H5, h-H5, i-H5&lt;br /&gt;
* Fig. 8.26. l-H10, m-H5, h-(Varia) könnte eine H8-Spitze sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 2'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen, 3 beidseitig flächenretuschierte Spitzen. Von letzteren ist eine Spitze abgebildet Fig. 8.34, zwei sind abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen:&lt;br /&gt;
* 4 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
* 1 große Dreieckspitze mit zentraler Kehle Fig. 8.37 die Dimensionen sind 69mm x 27mm x 8mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 4'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 31 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen (H12), zwei beidseitig flächenretuschierte Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 4 Ounanspitzen (H12) Fig. 8.43. h-k und eine E3-Spitze sowie eine D3-Spitze l und m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 5 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 8 Oberfläche und Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen. Das gezeichnete Exemplar (Fig. 8.45 f) stellt eine H5-Spitze dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 9'''&lt;br /&gt;
* Außer sechs Ounanspitzen von der Oberfläche produzierte der Fundplatz vier Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 10'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 9 Ounanspitzen und 9 Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden vier Exemplare (Fig. 8.50).&lt;br /&gt;
* a.) Dreieckspitze vom Typ H7 (besonders lang).&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine H5-Spitze, da eine Verlängerung des Stiels vermutet wird.&lt;br /&gt;
* c.) Dreieckspitze vom Typ H7 (mit gerundetem Übergang vom linken Rand zur Basis).&lt;br /&gt;
* m.)  Ist entweder eine H5- oder eine Abu Tartur-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 11'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 16 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden fünf Exemplare (Fig. 8.53).&lt;br /&gt;
* b.)  Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* d.) Abu Tartur-Spitze (H13)&lt;br /&gt;
* e.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* h.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1 (besonders lang)&lt;br /&gt;
* j.) Dreieckspitze vom Typ H7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 13'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 14'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet : eine H12 oder H13-Spitze (Fig. 8.59 e.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 15 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 8 Ounanspitzen und 7 Spitzen („points“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 16'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen und 4 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sieben Exemplare (Fig. 8.61)&lt;br /&gt;
* a.) Blattspitze vom Typ H10&lt;br /&gt;
* c.) Abu Tartur-Spitze H13&lt;br /&gt;
* d.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* e.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* f.) Dreieckspitze vom Typ H9&lt;br /&gt;
* j.) Blattspitze vom Typ H4&lt;br /&gt;
* k.) Blattspitze vom Typ H10 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstellen E-77-1 und E-94-3'''&lt;br /&gt;
* Zwei neolithische Fundstellen in der Nähe des Gebel Nabta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-1'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 14 Ounanspitzen (Fig. 13.7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* f.) Stielspitze vom Typ H12&lt;br /&gt;
* j.) Dieses an anderen Stellen als Ounan-Harif-Spitze bezeichnetes Exemplar kann unter H2 klassiert werden.&lt;br /&gt;
* k.) Die nicht ganz klare Zeichnung lässt eine H5-Spitze vermuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter werden zwei Spitzen mit gerundeter Basis erwähnt (Fig. 13.6 b) und zwei Dreieckspitzen mit zentraler Kehle vom Typ A2 (Fig. 13.8 k), Die Maße der größeren betragen 54mm x 33mm x 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-3'''  Alter von 5800 – 6300 BP&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen &lt;br /&gt;
* – 1 Ounanspitze ohne Zeichnung&lt;br /&gt;
* - eine blattförmige Spitze mit halbsteilen Randretuschen vom Typ H10 (Fig. 13.15 c)&lt;br /&gt;
* - eine beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 (Fig. 13.15 d) ferner eine Blattspitze der Familie C und eine zerbrochene Stielspitze der Familie D, beide ohne Zeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-92-7 Al Jerar Phase und spätes Neolithikum''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-92-7 spätes Neolithikum'''&lt;br /&gt;
* Von 72 Werkzeugen war nur ein Stück eine Ounanspitze (Fig. 9.14 f).&lt;br /&gt;
* Von der Oberfläche wurden zusätzliche Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 9.18.&lt;br /&gt;
* a.) – D3-Spitze mit konkavokonvexen Rändern und stark heruntergezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* b.) – Blattspitze vom Typ C3 mit vollflächig retuschierter Dorsalseite und teilflächig modifizierter Ventralseite.&lt;br /&gt;
* e.) – Ounanspitze (H12)&lt;br /&gt;
* d.) – große Blattspitze vom Typ C3&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Site E-75-8''' Zusatzgrabung auf der Fundstelle aus dem 7. Jahrtausend in Nabta Playa&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12 Dreieckspitzen, eine zerbrochene Blattspitze (Fig. 10.12), gezeichnet wurden fünf Dreieckspitzen und die Blattspitze.&lt;br /&gt;
* a-d. Dreieckspitzen der Gruppe H7.&lt;br /&gt;
* g.  Wird als Dreieckspitze bezeichnet ist aber sehr atypisch.&lt;br /&gt;
* i. Teilflächig retuschierte Spitze der Gruppe C1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Area A des gleichen Fundplatzes werden drei weitere Dreieckspitzen des Typs H7 und eine teilweise flächig retuschierte D21-Spitze gemeldet (Fig. 11.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom nördlichen Erweiterungsgraben sind zwei Spitzen gezeichnet Fig. 11.12.&lt;br /&gt;
* a.) Ist eine interessante Dreieckspitze mit konkaver Basis, die Ränder verlaufen im proximalen Bereich nahezu parallel zueinander, im distalen Bereich konvex. Sie ist kantenretuschiert und das distale Ende ist auf der Ventralseite durch flache Retuschen verdünnt. Dieser neue Typ erhält die Bezeichnung H20.&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine große Blattspitze der Gruppe H4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-94-2 Spätes Neolithikum von Nabta'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-2'''   Alter : von 5260 +- 60 BP (Herd 9) bis 6220 +- 90 BP (Herd 51).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.8 zeigt folgende Pfeilspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
* a.) Große Ounanspitze (H12).&lt;br /&gt;
* b.) Leicht asymmetrische D3-Spitze mit nur leicht herabgezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* c.) Große C4 Spitze.&lt;br /&gt;
* h.) C3-Spitze, das distale Ende erinnert am linken Rand an C11.&lt;br /&gt;
* j.)  C2-Spitze.&lt;br /&gt;
* l.)  C4-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle E-96-1 Struktur B'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 17.20 zeigt zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
* b) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle vom Typ A2, sie wurde einige Meter entfernt von der Struktur B an der Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
* e) Stielspitze mit kurzen Widerhaken. Im proximalen Bereich verlaufen die Ränder parallel zueinander. Das distale Ende ist spitzbogenförmig ausgestaltet. Sie kann noch unter D33 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''In „Holocene settlement“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7600+-100BP|| E-75-6 F.1|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 1/19,2/90|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 B,Oberfläche|| 4|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7536+-110BP|| E-91-1 C|| 7|| Ounan, leaf shaped|| H1,H2,H7,H10 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7850+-70BP|| E-91-1 D|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 12|| „points“|| H5,H1,H2,H10,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A2|| 22|| Ounan, bifacial points|| H12 ?, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Oberfläche|| 5|| Ounan, bifacial concave|| H12 ?, A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Base point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Grabung|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A4|| 31|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Oberfläche|| 8|| Ounan „Pointe“|| H12,E3,D3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Grabung|| 5|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A8|| 19|| Ounan|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A9|| 10|| Ounan, middle|| H12,H7,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||neolithic points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 10|| 18|| Ounan „points“|| H5,H7, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 16|| „points“|| H1,H13,H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 13|| 19|| Ounan|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 14|| 6|| Ounan|| H12 oder H13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 15|| 15|| Ounan „points“|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 16|| 10|| Ounan „points“|| H10,H13,H5,H9,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-77-1|| 18|| Ounan, points with|| H12,H2,H5,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||rounded base, points||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||with concave base||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5800-6300BP|| E-94-3|| 5|| Ounan, leaf shaped,|| H12 ?,H10,D1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||others||C ?, D ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-92-7|| 5|| Ounan „points“|| H12,D3,C3, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8|| 19|| Triangular points|| C1,H20,H4,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||leaf shaped point||H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||bifacial point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5260-6220BP|| E-94-2|| 6|| -|| H12,D3,C4,C3,C2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-96-1|| 2|| -|| A2, D33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bir Kiseiba'''  ( F. Wendorf, R. Schild, Ed. A.E. Close 1984 )&lt;br /&gt;
*Die auf den Siedlungsplätzen um Bir Kiseiba gefundenen Pfeilspitzen lassen sich in vier Gruppen einteilen wenn von einem Einzelfund einer großen, ausgekehlten, beidseitig flächenretuschierten Dreieckspitze vom Typ A2 und der Erwähnung einiger weniger flächenretuschierter, kleinformatiger Stücke abgesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Ounan Spitzen''' – hierbei sollte die Definition von J. Tixier Anwendung finden. Einige der besprochenen Bewehrungen entsprechen nicht den Kriterien und werden in andere Gruppen transferiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Kantenretuschierte Dreieckspitzen''' – sie kommen entweder mit geradliniger Basis oder mit konkaver Basis vor.&lt;br /&gt;
Die ersteren werden im weiteren Verlauf unter H7, die zweiten unter H8 geführt. Diese Einteilung wurde für die Fundstellen in Abu Tartur gewählt, wo 50 H7 – Spitzen und 15 H8 – Spitzen klassiert worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar Fig. 6.8 e wird als Bou- Saada- Spitze bezeichnet, diese weisen jedoch nach der Definition Tixiers keine kantenretuschierten Ränder auf. Sie wird unter H8 eingeteilt trotz einer leicht konvexen Schwinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar stimmt die Aussage D.L. Holmes, dass die H7 – Spitze der Columnata- Spitze Tixiers ähnelt, aber ein wichtiger technischer Punkt bleibt unberücksichtigt. Während die Basis der H7 – Spitze abrupt kantenretuschiert ist zeigt die Columnata- Spitze an der Basis auf beiden Seiten flache Druckretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Querschneider''' – Auf den Fundplätzen vom el- Kortein Typ sind neben den typischen Ounan- Harif- Spitzen ebenfalls geometrische Mikrolithen in Form von Trapezen und Dreiecken gefunden worden. Diese können als mögliche Bewehrungen nicht ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Ounan- Harif- Spitzen.''' – Durch die Art der basalen Modifikationen weisen alle Ounan- Harif- Spitzen eine starke Gemeinsamkeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinngemäß schreibt Angela E. Close dazu folgendes :&lt;br /&gt;
... allen Exemplaren dieses Typs ist die Bearbeitung der Basis gemeinsam. Sämtliche Spitzen weisen zwei proximale, schräg verlaufende, konvergierende Endretuschen auf, die geradlinig, konvex oder konkav sein können, so dass die Formen der Basis von gestielt bis eiförmig reichen. Die meisten zeigen flache Retuschen, um die Höhe des Bulbus zu verringern ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fred Wendorf und Romnald Schild drücken es so aus :&lt;br /&gt;
... Ounan- Harif- Spitzen sind die charakteristischen Werkzeuge der el Kortein Periode des frühen Neolithikums und sie bilden die größte Gruppe in dieser Werkzeug – Zusammenstellung. Die hier gefundenen 18 Exemplare weisen den typischen Stiel ( stem ) auf, welcher durch zwei sich schneidende basale Endretuschen geformt wird ..... Die beiden basalen Endretuschen können geradlinig sein ( sechs ) oder häufiger eine gerade und eine konvexe aufweisen ( neun ) oder eine gerade und eine konkave ( eine ) oder zwei konkave   ( zwei ) ....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Sinne schreibt Hanna Wieckowska :&lt;br /&gt;
„ ... Die an der Oberfläche gefundene Spitze ist untypisch. Sie ist aus tertiärem Hornstein gefertigt mit einem 9 mm langen Heftzapfen (tang) an beiden Rändern herausgearbeitet durch beidseitige, proximale Kerben, sie zeigt ebenfalls flache Retuschen auf der Ventralseite ... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die ausgegrabenen Stücke wird gesagt - :&lt;br /&gt;
„ .... Sämtliche Stiele sind proximal. Drei werden durch zwei geradlinige, konvergierende Endretuschen gebildet ....&lt;br /&gt;
.... eine hat eine konvexe und eine konkave Endretusche und drei haben zwei konkave Endretuschen. „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen lauten die Ausführungen von K. Morgan Banks im gleichen Volumen sinngemäß :&lt;br /&gt;
„ ... Ounan – Spitzen ( Typ 107 ) – Ounan- Harif- Spitzen sind kleine Abschläge oder Klingen bei denen ein Ende, normalerweise das proximale, so retuschiert ist, dass ein eindeutiger Stiel mit einer oder mehreren konkaven Schultern gebildet wird. Die Schultern können unterschiedlich gut ausgearbeitet sein. Die Stücke können Retuschen an den Rändern aufweisen. Das dem Stiel gegenüberliegende Ende, meistens das distale, ist entweder natürlich zugespitzt oder durch Retuschen modifiziert .... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollte der Begriff „ Stiel „ im Zusammenhang mit Pfeilspitzen definiert werden sowie die Methoden der Schäftung. Im Prinzip kennen wir vier verschiedene Pfeilspitzen – Basen, die für die Schäftung vorgesehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Geradlinige, konvexe und konkave Basen''' wie sie vor allem bei Dreieckspitzen angetroffen werden, seien diese nun flächenretuschiert oder nicht.&lt;br /&gt;
Als Beispiele können genannt werden A1, A18, B1 aber auch F5, F7 sowie H7, H8, H4 und H9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Gekehlte Basen''' wie sie für die Gruppen A2, A13 und A19 und anderer typisch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Konvergierende Linien,''' seien diese geradlinig, konvex, konkav oder gemischt.&lt;br /&gt;
Gerade konvergierende Linien sind bei rhombischen Pfeilspitzen üblich wie bei E1 und E2.&lt;br /&gt;
Konvexe konvergierende Linien bilden die Basen fast aller Blattspitzen. Als Beispiele seien genannt C1, C2, C3.&lt;br /&gt;
Konvergierende, konkave Linien sind anzutreffen bei rhombischen Spitzen ( E5 ) und bei Blattspitzen ( C11 ). &lt;br /&gt;
Gemischte konvergierende Linien wie z.B. konvex – konkav sind selten. In der Familie I ist es die Gruppe 12, welche die Kriterien erfüllt. Die schönsten Beispiele allerdings bieten die Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Der Stiel''' – Der Stiel setzt sich deutlich von einem häufig dreieckigem Körper ab. Auch bei den meisten schlanken, auch blattförmigen Körpern ist der Übergang zum Stiel klar zu erkennen. Beispiele sind D1, D2, D3, D11, D12, D38, D46 und sämtliche übrigen Pfeilspitzen der Familie D sowie H5, H12, H13 und andere bei den nicht flächenretuschierten  Exemplaren.&lt;br /&gt;
Es existieren weniger deutliche Gruppen wie D7 wo ein kleiner, bohrerartiger Stiel angebracht ist oder D44, welche einen Übergang von der Blattspitze zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Falle der Ounan- Harif- Spitzen von Bir Kiseiba handelt es sich um Pfeilspitzen, deren Basen durch konvergierende Linien gebildet werden, also in den häufigsten Fällen nicht um gestielte Spitzen. Die kurze und präzise Definition von Angela E. Close ist in diesem Zusammenhang besonders wertvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Typologie, die besonders die Silhouette zur Bestimmung heranzieht ist es schwierig verschiedenartige Exemplare, wenn sie auch in einer Hinsicht eine Gemeinsamkeit aufweisen und eine kulturelle Einheit bilden, in einer einzigen Gruppe zu führen.&lt;br /&gt;
Da vergleichbare und schon definierte Pfeilspitzen in der algerischen Sahara vorkommen, erhalten die blattförmigen Ounan- Harif- Spitzen die Bezeichnungen H1 und H10. Die unregelmäßigen rhombischen werden unter H2, die regelmäßigen unter H17 klassiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ounan- Harif- Spitzen werden unter der Bezeichnung H14 diejenigen Exemplare geführt, deren basale Retuschen konkav verlaufen oder es verläuft nur eine konkav aber sie bildet mit dem gegenüberliegendem proximalen Randabschnitt einen kleinen aber deutlichen Stiel.&lt;br /&gt;
Sollte trotz konkaver Basisretuschen ein abgesetzter Stiel nicht erkennbar sein, wird das Exemplar unter H19 abgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen von Bir Kiseiba sind auf die einzelnen Fundstellen wie folgt verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 1'''  Alter : 8210 +- 70 BP auf Straußeneischale &lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan – Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 8 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 247 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 3,24 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 4 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.6. z  Das Stück ist eine kurze und breite Ounan- Spitze mit atypischem distalem Ende. Die Ränder laufen nicht zu einer natürlichen Spitze zusammen sondern das distale Ende wird durch eine schräg verlaufende Schneide gebildet, welche die Wirkungsweise eines Querschneiders hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.8.&lt;br /&gt;
* i – rhombische Spitze vom Typ H17&lt;br /&gt;
* j – typische H2 - Spitze&lt;br /&gt;
* k – breite H5 - Spitze mit Ähnlichkeit zur Ounanspitze aber die Bohrerspitze fehlt am Stielende und das distale Ende ist gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Fundstelle wurden ebenfalls 2 Trapeze und 4 Dreiecke beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 2'''  Alter : 7610 +- 70 BP, 7780 +- 130 BP, 8130 +- 100 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan ( 8 ) und Bou – Saada ( 1 ).&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 9 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 887 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 1,02 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden vier Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 6.8.&lt;br /&gt;
* d – H5 - Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
* e – H8 - Spitze mit abgerundeter linker Schwinge.&lt;br /&gt;
* f - g – kleine Ounanspitze, H12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 6'''  Alter 7170 +- 80 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 19 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 577 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 3,29 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 8 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.6.&lt;br /&gt;
* i - m – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.7.&lt;br /&gt;
* r - s – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
* t – kantenretuschierte Dreieckspitze mit konkaver Basis vom Typ H8. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.5.&lt;br /&gt;
* zeigt eine große ausgekehlte, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze vom Typ A2 ( Dim. 49x30x7 ). Das Stück ist ein Irrläufer und gehört nicht in den Kontext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 7'''  Alter 7360 +- 200 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen mit konkaver Basis.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 2 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 20 Stücken, der Anteil der  pfeilspitzen beträgt also 10 %. &lt;br /&gt;
* Gezeichnet : keine, beide Spitzen können nach der Beschreibung als H8 – Spitzen identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 1'''  Alter Area C 8020 +- 70 BP und 8020 +- 90 BP.&lt;br /&gt;
* Area C enthält nur eine Pfeilspitze, für area A, die 62 Pfeilspitzen produzierte, sind nur indirekte Altersangaben verfügbar. Sie beruhen auf  Vergleichen mit ähnlichen Plätzen wie E – 77 – 3 ( 8840 +- 90 BP ), E – 75 – 6 ( 9360 +- 70 BP ) und ( 8290 +- 80 BP ) letztere auf  Straußeneischale.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif- Spitzen, sie stellen bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 817 Stücken 7,76 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.11.&lt;br /&gt;
* a – Querschneider vom Typ F14.&lt;br /&gt;
* b – Blattspitze vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* c – Sollte das gestumpfte Artefakt eine Pfeilspitze sein, so gehört es unter die Atypischen.&lt;br /&gt;
* d - g – Blattspitzen vom Typ H10.  &lt;br /&gt;
* h – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14. &lt;br /&gt;
* i – Blattspitze vom Typ H1.   					                                   &lt;br /&gt;
* j – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14.&lt;br /&gt;
* k – Spitze vom Typ H2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf E – 80 – 1 wurden ebenfalls 8 Trapeze und 9 Dreiecke gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 2'''  Alter : auf Grund von Beobachtungen auf ähnlichen Fundplätzen wird das Alter auf den Zeitraum von vor 8100 BP bis nach 9000 BP geschätzt.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : gestielte Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 18 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 63 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 28,57 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 13.3.&lt;br /&gt;
* f – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* g - i – Blattspitzen vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* j – Querschneider vom Typ F14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wurden 5 Trapeze mit den Tixier Nummern 83, 85, 87 und 88 gefunden, die potenzielle Pfeilspitzen- Bewehrungen sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 3'''  Keine Altersangabe&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 5 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 241 Stücken, dies ergibt einen Anteil von 2,07 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 14.5.&lt;br /&gt;
* a – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* b – H10- Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „ cattle – keepers „ werden insgesamt 125 Pfeilspitzen, davon 8 Ounanspitzen, 94 Ounan- Harif- Spitzen, 22 kantenretuschierte Dreieckspitzen und eine beidseitig flächenretuschierte, große, ausgekehlte Dreieckspitze, vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen 19 Trapeze und 9 Dreiecke, die als Bewehrungen in Frage kommen würden und 5 flächenretuschierte Exemplare. Die Ounan- Harif- Spitzen fallen durch ihre Breite auf, sie sind, legt man die Durchschnittslängen und Breiten zu Grunde, sämtlich aus Abschlägen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von Breite zu Länge beträgt für den Fundplatz E – 80 – 1 – A  0,47 und für die Fundplätze E – 80 – 2 und E – 80 – 3  0,40. Die Dimensionen variieren :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Länge von 19 – 35 mm ( E – 80 – 1 ), 23 – 31 mm ( E – 80 – 2 ), 26 – 32 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Breite von 8 – 18 mm ( E – 80 – 1 ), 9 – 13 mm ( E – 80 – 2 ), 11 – 12 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Dicke von 1 – 5 mm ( E – 80 – 1 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 2 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durchschnittlichen Werte für die 62 Spitzen vom Fundplatz E – 80 – 1 – A  betragen 27,9 x 13,1 x 3,0 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu sind die als Ounanspitzen bezeichneten Bewehrungen von Fundplatz E – 79 – 2 schlanker und aus Lamellen gefertigt. Die Durchschnittswerte liegen bei 37,2 mm Länge und 12,4 mm Breite, die Dicke beträgt 4,3 mm. Das Verhältnis von Breite zu Länge ist wesentlich geringer als bei Ounan- Harif- Spitzen und liegt bei 0,33. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 22 kantenretuschierten Dreieckspitzen, sei nur die Basis oder seien auch die Ränder von den Modifikationen betroffen, unterteilen sich in * H7 – Spitzen mit geradliniger Basis, &lt;br /&gt;
* H8 – Spitzen mit konkaver Basis und in H18 – Spitzen mit konvexer Basis.&lt;br /&gt;
Die Länge der Geschosse reicht von 13 – 25 mm, die Breite von 8 – 18 mm und die Dicke von 2 – 5 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bir Murr I werden vier flächenretuschierte Pfeilspitzen gemeldet, von Bir Murr II lediglich eine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holzkohlen Analyse für Bir Murr I ergab ein C 14 Alter von 6310 +- 70 BP Jahren.&lt;br /&gt;
Zeichnungen sind nicht angefertigt worden. Aus den Beschreibungen geht hervor, dass es sich bei dem Exemplar von Bir Murr II um eine abgebrochene Blattspitze handelt. Die Stücke von Bir Murr I scheinen zwei Stielspitzen der Gruppen D21 und D1 und eine Blattspitze des Typs C4 zu sein. Douglas R. Connor beschreibt das vierte Stück als gestielte, mit Schwingen versehene Spitze mit konvex dreieckigem Körper und einem Stiel, der von der Längsachse mit 30° abweicht. Er bezweifelt die Funktionalität als Pfeilspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist die geringe Pfeilspitzendichte vor allem bei den wenigen spätneolithischen Fundplätzen wie z.B. Bir Murr II, wo eine einzige Pfeilspitze unter 170 Werkzeugen gefunden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezeichneten Altersangaben erlauben eine relativ sichere Zuordnung der Pfeilspitzengruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''Typen im „cattle-keepers“'''|| '''Typen nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - nach 9000 und|| E - 80 - 2|| 18|| Ounan - Harif|| F13, H2, H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||vor 8100 BP||||||gestielt||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8210 +- 70 BP|| E - 79 - 1|| 8|| Ounan - Harif|| H2, H5, H12, H17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8020 +- 70 BP|| E - 80 - 1 - C|| 1|| Ounan - Harif|| F14, H1, H2, H14,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8020 +- 90 BP||||||||H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8290 +- 80 BP bis|| E - 80 - 1 - A|| 62|| Ounan - Harif||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||9360 +- 70 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7610 +- 70 BP|| E - 79 - 2|| 8|| Ounan|| H5, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7780 +- 130 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8130 +- 110 BP|||| 1|| Bou Saada|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7170 +- 80 BP|| E - 79 - 6|| 19|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||1||Beidseitig flächenretuschierte||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Dreieckspitze mit konkaver Basis||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7360 +- 200 BP|| E - 79 - 7|| 2|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8100 - 8000 BP|| E - 80 - 3|| 5|| Ounan - Harif|| H2, H10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 6310 +- 70 BP|| Bir Murr I/II|| 5|| Flächenretuschierte Spitzen|| C4, D1, D21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenfassung Nabta und Kiseiba'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Südost-Ecke der libyschen oder westlichen Wüste Ägyptens hat ca. 500 Pfeilspitzen hervorgebracht.&lt;br /&gt;
- Da sind zunächst die Ounan-Harif-Spitzen, eine heterogene Gruppe von kantenretuschierten Exemplaren, die die Gemeinsamkeit haben, dass konvergierende Linien die Schäftungszone bilden. Dieses Merkmal teilen sie mit rhombischen und blattförmigen Stücken. Teilweise sind auch Druckretuschen zur Verringerung der Dicke zu beobachten.&lt;br /&gt;
Um eine differenzierte Ansprache zu erlauben, wurden die Ounan-Harif-Spitzen gemäß ihrer Silhouetten in verschiedene Gruppen aufgeteilt.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien - H1 oder H10.&lt;br /&gt;
* Zwei geradlinige, konvergierende Linien - H2 oder H17.&lt;br /&gt;
* Zwei konkave, konvergierende Linien - H19.&lt;br /&gt;
* Gemischte konvergierende Linien mit Bildung eines deutlichen Stielchens - H14.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien und ein querschneidiges distales Ende - F18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ounan-Harif-Spitzen sind typisch für die Zeitspanne von vor 9000 BP bis ca. 8000 BP (E-80-2, E-80-3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ounanspitzen sind schon im Kapitel „Abu Tartur“ abgehandelt worden. Die entsprechenden Bewehrungen von Kiseiba und Nabta sind ebenfalls eingeteilt worden in :&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
a.) Ounanspitzen gemäß der Definition Tixiers. Charakteristisch ist das bohrerartig zugespitzte Stielende (hier als H12 eingeordnet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b.) „Abu Tartur Spitzen“ weisen ein Stielende auf, welches aus einer mittels der Kerbtechnik herbeigeführten Bruchfläche besteht. Diese Stücke werden mit H13 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c.) Bei den H5-Spitzen ist die Bearbeitung des Stiels weitergehend, sie umfasst flache Retuschen zur Reduzierung des Bulbus und ebensolche zur Abflachung des Stiels auf der Dorsalseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Häufung dieser gestielten Spitzen ist zwischen ca. 7800 BP und 7500 BP zu beobachten. Aber sie können ebenfalls auf Fundstellen mit Daten von über 8000 BP und unter 6000 BP auftreten. Ob sie nun in diesen frühen und späten Epochen hergestellt worden sind oder ob sie durch Vermischung in die Inventare gelangt sind, sei dahingestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das mittlere Neolithikum Kiseibas und Nabtas sind kleine, kantenretuschierte Dreieckspitzen, auch Nabtaspitzen genannt, typisch.&lt;br /&gt;
Je nach Ausformung der Basis werden sie mit H7, H8 oder H18 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz E-75-8 (untere Schicht) brachte 41 dieser Spitzen hervor, sein Alter wird mit 7100 – 6700 BP angegeben. 19 Stücke stammen vom auf  7170 BP datiertem Fundplatz       E-79-6. Nach den vorliegenden Daten sind sie in dem Zeitraum von ca. 7500 – 6700 BP anzusiedeln. Parallel zu den kantenretuschierten Dreieckspitzen waren in geringer Menge Blattspitzen gleicher Bearbeitungstechnik im Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab ca. 6300 BP tauchen für die nächsten tausend Jahre zweiseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen der Gruppen C1, C2, C3, C4 und D1, D3 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle (A2) von den Fundplätzen E-79-6, E-77-1 und &lt;br /&gt;
E-96-1 sind Oberflächenfunde und schlecht einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Querschneider wie Dreiecke, Trapeze und Segmente kommen schon während der frühesten Besiedlungsphasen vor und finden sich auch noch im ausgehenden Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dakhla==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mut, der Hauptort der Dakhla Oasen liegt auf dem Längengrad 29° Ost und auf dem Breitengrad 25°30’ Nord. Von Tineida im Osten zieht sich ein Grüngürtel von rund 100 km Länge mit Unterbrechungen über Balat, Ismant, Mut und El Qasr bis nach Gharb Mawhub. Von dort führt die Teerstraße parallel zu den Dünenketten der großen Sandsee nach Abu Minqar und weiter nach Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts durchforscht Mary M. A. Mc Donald die Oasen. Sie hat die für diesen Bericht relevanten prähistorischen Kulturen des Holozäns wie folgt eingeteilt :&lt;br /&gt;
* 1.) Masara A, B und C mit Altersangaben von 9180 BP (site 194 Masara B) bis 8170 BP (site 166 Masara A).&lt;br /&gt;
* 2.) Bashendi A mit Daten von 8340 BP (site 228 SH) bis 6380 BP (site 228 C1.1). Für diese Phase wurden 25 Altersanalysen erstellt, 22 davon beziehen sich auf ein Gebiet, dass außerhalb der Oasen, südöstlich von diesen am Fuße des Abu Tartur Massivs liegt.&lt;br /&gt;
* 3.) Bashendi B mit Daten von 6480 BP (site 165) bis 4380 BP (site 277).&lt;br /&gt;
* 4.) Sheikh Muftah mit Daten von 8210 BP (site 108) bis 4310 (site 244).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erscheint als ob die verschiedenen frühholozänen Masara Fundstellen A, B und C praktisch gleich alt seien und sich unterscheiden würden durch das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Baustrukturen und dem Vorkommen von rückengestumpften Lamellen und Klingen bzw. ihr Fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bashendi A schließt an die frühen Kulturen an und hat um 7000 BP seine größte Ausdehnung, mit kurzer Überlappung folgt Bashendi B mit reichen Vorkommen um ca. 6000 BP. &lt;br /&gt;
Die vier Sheikh Muftah Daten verteilen sich über den gesamten Bashendi Zeitraum und weisen ein erstes Datum im Frühholozän, am Ende der Masara Phase auf. Nach den C14- Daten enden Sheikh Muftah und Bashendi B gegen 4300 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die in der mir bekannten Literatur erwähnten und dokumentierten Pfeilspitzen verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Phasen und Fundplätze :'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Masara Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1.) '''263''' Masara A.   Das Alter, die Menge der Pfeilspitzen und die Gesamtwerkzeugmenge sind nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Zwei Pfeilspitzen sind gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitze : Fig. 4.d rough point or arrowhead, Fig. 4.e Ounan- point.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.d   Interessante, randretuschierte Blattspitze, die im proximalen Bereich am linken und rechten Rand jeweils eine Kerbe aufweist, wie sie später in protodynastischer Zeit bei den D42- Spitzen auftreten. Durch die Kerben wird eine Schäftungszone markiert und ein Stiel angedeutet. Das Artefakt erhält die Bezeichnung H21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.e   Wie aus der nicht klaren Zeichnung hervorgeht, handelt es sich entweder um eine H13 Spitze, falls die Modifikationen aus Kantenretuschen bestehen und das Stielende eine Bruchfläche aufweist. Im Falle, dass es sich auf der Dorsalseite um flächige Retuschen handeln sollte, wäre das Exemplar eine H5- Spitze, Auf keinen Fall handelt es sich um eine wie von Tixier definierte Ounanspitze (H12), da der Stiel nicht bohrerartig zugespitzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2.) '''300''' Masara C.   Alter : 8220 BP und 8840 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : elf plus Querschneider.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : a-b arrowheads, im Text Ounan points f. trapeze, g. triangle.  &lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden zwei Spitzen und zwei Querschneider, die Gesamtwerkzeugmenge ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.a-b   Es handelt sich um Ounan- Harif Spitzen mit der Silhouette H19, Ausgangsmaterial waren möglicherweise Abschläge. Das Exemplar a weist eine starke Randretuschierung auf. Die die Schäftungszone bildenden, als Kerben ausgelegten, konvergierenden Linien sind von der Dorsalseite aus angebracht im Gegensatz zu dem Exemplar b, welches eine alternierende Retuschierung des Stielchens aufweist. Die Ränder sind weniger stark modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichartige Pfeilspitzen werden in Nabta und Abu Tartur angetroffen, sie sind typisch für die El Ghorab Phase. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.f   Querschneider vom Typ F2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.g   Querschneider vom Typ F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Angaben und Zeichnungen Fig. 2 und Fig. 4 sind aus „Holocene Prehistory : Interim Report on the 1997 and 1998 Seasons – The Masara sites“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3.) '''308''' Im Text werden 20 kleine Harif- Spitzen von dieser Masara C Fundstelle erwähnt, von denen aber weder Zeichnungen noch Beschreibungen existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altersangaben liegen bei 8710 BP und 8810 BP.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* 4.) '''265''' Von diesem Fundplatz wird eine Serie von kleinen Pfeilspitzen „most with bifacial edge retouch“ gemeldet ohne nähere Präzisionen über Menge und Gruppe der Bewehrungen und ohne exakte Beschreibung der übrigen Werkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 8590 BP bzw. 8480 BP angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zusammenfassung kann für die Dakhla Oasen und die Masara Phase von sechs dokumentierten Pfeilspitzen ausgegangen werden. Davon eine H21, eine H13 oder auch H5, eine H19, eine F16 und eine F13.&lt;br /&gt;
Quantitative Angaben existieren für insgesamt elf mögliche H19- Spitzen und 20 Harif- Spitzen. Mit der Serie kleiner, mit flachen Randretuschen versehener Pfeilspitzen und den Querschneidern wäre von einer Gesamtmenge von ca. 50 Bewehrungen auszugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi A Phase.'''&lt;br /&gt;
Für die Bashendi A Phase existieren einige Zusammenstellungen von Werkzeugen. Die aufgelisteten Fundstellen befinden sich sämtlich außerhalb des Oasen Grünlandes im Südosten von Dakhla, beiderseits der Straße nach Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''387''' Das Alter ist nicht angegeben, die Fundstelle hat 34 kleine, beidseitig      &lt;br /&gt;
flächenretuschierte Bewehrungen mit zwei zugespitzten Enden hervorgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine C1- Spitze wurde gezeichnet (Fig. 4.f). Die nicht gezeichneten Pfeilspitzen dürften den Gruppen C1 und C3 zugeordnet werden können, da sie über zwei Spitzen verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''228''' Alter : von 8340 BP bis 6380 BP, wobei das frühholozäne Datum wohl &lt;br /&gt;
ausgeklammert werden sollte.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : verschiedene&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 93&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : neun Exemplare (Fig. 3. Sahara 4/1991).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.a.) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle, die Schwingenanordnung ist asymmetrisch und ergibt den Hybridtyp A2/A27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.b) E1 groß, Fig. 3.c D1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.d) D12 groß, ein nahezu identisches Stück ist von Abu Tartur Fundplatz 1005/83 bekannt (6420 +- 60 BP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.e) D39, Fig. 3. f-g C1, Fig. 3. h.i H5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) '''228''' A site Cluster 1   Alter : 7200 BP bis 6380 BP.&lt;br /&gt;
* Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 11,9% oder 12 Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) '''228''' A Site Combo (Cluster 3 und 4 sowie Mound site).                                                                          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht die Vermutung, dass diese Fundstelle identisch mit der schon behandelten Fundstelle 228 ist, da die Anzahl der Pfeilspitzen, der Kerben und der gezähnten Stücke, der Kratzer, der Messer, der retuschierten Stücke und der Meißel gleich ist. Lediglich bei den Bohrern, den Kombinations- Werkzeugen und den Varia bestehen Unterschiede sowie auch in der Gesamtmenge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) '''228''' A site Shake Hole. Alter : von 8340 bis 6480 BP.&lt;br /&gt;
* Die Anzahl der Pfeilspitzen beträgt 30. Weitere spezifische Angaben werden nicht gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) '''174''' (30/450-F8-3) Alter : 6900 BP&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 54.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : es gibt sieben Typen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* a.) Aus Lamellen hergestellte Pfeilspitzen mit beidseitig flächenretuschierte Stielen aber ansonsten durch einseitige Kantenretuschen modifiziert.&lt;br /&gt;
* b.) Kleine Dreieckspitzen mit konkaver Basis und einigen Kantenretuschen (Bou Saada).&lt;br /&gt;
* c.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen.&lt;br /&gt;
* d.) Asymmetrische Spitzen mit Kantenretuschen.&lt;br /&gt;
* e.) Aus Lamellen hergestellte Blattspitzen mit zwei zugespitzten Enden und mit zweiseitigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* f.) Blattspitzen mit beidseitiger flächiger Retusche.&lt;br /&gt;
* g.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen mit Schwingen und Widerhaken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Foto Fig. 7.1. in „Neolithic Cultural Units and Adaptations in the Dakhleh Oasis“ zeigt die beschriebenen Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Sie korrespondieren mit den Bezeichnungen :&lt;br /&gt;
* a.) Zwei Exemplare H16.&lt;br /&gt;
* b.) Zwei Exemplare H8.&lt;br /&gt;
* c.) Ein Exemplar D2 und eine rhombische Spitze E2.&lt;br /&gt;
* d.) Die Stücke sind nach dem Foto nicht einzuordnen.&lt;br /&gt;
* e.) Ein Exemplar H5 und ein Exemplar H2.&lt;br /&gt;
* f.) Zwei Exemplare C1.&lt;br /&gt;
* g.) Jeweils ein Exemplar D13 und D49.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe der Fundstelle ist eine 47mm lange Dreieckspitze mit zentraler Kehle von der Oberfläche aufgesammelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Third report on lithic industries in the Dakhleh Oasis“ 1982 sind von weiteren Fundplätzen Pfeilspitzen gezeichnet oder abgelichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So eine nach Mc Donald 6a Spitze von 32/390-D2-2 was nach Hugot eine H1- Spitze sein würde (Fig. 7.d.).&lt;br /&gt;
Plate XIII zeigt von Fundplatz 31/420-P5-1 vier D26- Spitzen mit treppenförmigen Stiel sowie vier Blattspitzen mit zum Teil gerundeten Basen und beidseitigen flachen Randretuschen, drei Exemplare sind unter H4 und eine unter H1 zu klassieren.&lt;br /&gt;
Plate XV zeigt verschiedene neolithische Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Foto a. sind eine C1- Spitze, eine gezähnte C6- Spitze und vier C3- Spitzen zu sehen, sie werden als Type 6b bezeichnet.&lt;br /&gt;
Foto b. zeigt ebenfalls Blattspitzen und zwar drei C4- Spitzen, eine gezähnte C6- Spitze, eine ebenfalls gezähnte C9- Spitze mit gerundeter Basis und eine C- Spitze mit einem abgebrochenen Ende. Diese Bewehrungen werden bei Mc Donald unter der Bezeichnung 6c geführt.&lt;br /&gt;
Auf Foto c. sind verschiedenartige Stielspitzen und ein asymmetrisches Stück vorgestellt. Nach Hugot sind es zwei D1- Spitzen, eine D3- Spitze, eine D18- Spitze und zwei D28- Spitzen. Das asymmetrische Exemplar ist eine I3- Spitze. Die Stielspitzen werden in dem Bericht mit 6d. bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto d. zeigt sieben grob flächenretuschierte Blattspitzen, hier 6e genannt, davon drei mit stark gerundeten Basen und eine mit angedeutetem Stiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewehrungen dieser Art sind von den benachbarten Fundkomplexen wie Lobo, Djara, Eastpans oder Abu Tartur nicht bekannt, es wäre daher interessant das Begleitmaterial und die Fundbedingungen zu kennen.&lt;br /&gt;
Ich würde, ohne sicher zu sein, dieses Stück nicht dem Neolithikum sondern einem späten Aterien zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesamtvolumen der Dakhla- Pfeilspitzen des Bashendi A Komplexes kann nur geschätzt werden. Die Typologien der aufgelisteten Fundplätze ergeben 223 Pfeilspitzen bei 799 Werkzeugen, das sind 27,9 % der Gesamtwerkzeugmenge. Zählt man die Fundstelle 228 und A site Combo als eigenständige Plätze so ergeben sich 316 Bewehrungen bei 1029 Werkzeugen und ein prozentualer Anteil von 30,7.&lt;br /&gt;
Hinzu kommen die 34 dokumentierten Spitzen von Plate XIII und Plate XV, so dass von ca. 350 Bashendi A- Pfeilspitzen ausgegangen werden kann. Würden die hier nicht erwähnten kleineren Fundplätze und die Einzelfunde berücksichtigt, könnte die Gesamtmenge wesentlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi B Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''271''' Alter : 6360 BP und 6280 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den üblichen Blattspitzen der Typen C1, C3 und C4 werden für diese Phase jedoch nicht ausdrücklich für diesen Fundplatz jeweils eine D31- Spitze, eine D25- Spitze und eine D19- Spitze vorgestellt (Sahara 4/1991 Fig. 5.). Eine zeitliche Einordnung dieser Stielspitzen ist daher nur im groben Raster möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''385''' Das Alter ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : vier, gezeichnet wurden drei Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen, eine vom Typ C4 (a.) und eine vom Typ C3 (c.). Die dritte Pfeilspitze (b.) ist vom Typ H1 mit einseitigen flachen Randretuschen. (Holocene Prehistory : Interim Report on the 1999 Season Fig. 4.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt sind circa 20 Bashendi B Fundstellen angegeben allerdings, mit Ausnahme von 271 und 385, ohne Werkzeug- Auflistung und ohne Angaben der Anzahl der Pfeilspitzen, möglicherweise weil die Fundmenge keine Erstellung von Typologien erlaubten und Pfeilspitzen nur in geringen Mengen gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Sheikh Muftah Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine einzige Sheikh Muftah Fundstelle nämlich 31/420-P6-1 ist typologisch ausgewertet worden. Sie enthält neben den Varia lediglich vier Werkzeuggruppen und keinerlei Bewehrungen. Allerdings werden in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ 2002 zwei Stielspitzen und zwei Querschneider aus der Sheikh Muftah Phase vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 1.&lt;br /&gt;
* j) Zeigt eine langstielige, mit Widerhaken versehene D9- Spitze.&lt;br /&gt;
* k) Ist eine sehr schlanke D19- Spitze.&lt;br /&gt;
* l-m) Sind zwei Querschneider vom Typ F13, die zusammen mit dreieckigen Exemplaren der Gruppe F4 auf dem Fundplatz 136 vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrer Magisterarbeit stellt I. Teubner aus Berlin insgesamt 55 Bewehrungen der Sheikh Muftah Phase vor, davon rund 40 vom Fundplatz 136. Da gute Zeichnungen vorliegen können die Pfeilspitzen wie folgt klassifiziert werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Typ'''|| '''Anzahl'''|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D1|| 2|| 135&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D2||1||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D3||6||404, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D18||3||105, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D19||2||135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F4||10||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F10||20||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F14||2||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I3||3||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I9||1||404&lt;br /&gt;
|-|-&lt;br /&gt;
||Nicht identifiziert||5||404, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''55'''||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell sind auch die Pfeilspitzen der Sheikh Muftah Phase nicht sehr häufig. Größere Blattspitzen mit groben Flächenretuschen kommen noch vor aber Stielspitzen, häufig mit Widerhaken und leichter Zähnung sind neben langschmalen trapezförmigen und dreieckigen Querschneidern der Typen F10, F4 und F14 die bevorzugten Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der in den Dakhla Oasen und der Südwestecke des Abu Tartur Massivs durch Zeichnungen und Fotos dokumentierten Pfeilspitzen beträgt für die Masara Plätze sechs Exemplare, Bashendi A ergibt 57 Stücke, Bashendi B sieben Artefakte und Sheikh Muftah 57 Bewehrungen. Zusammengenommen sind es 127 Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Die im Text genannte und zum Teil aufgelistete Menge dürfte bei ca. 426 Exemplaren liegen. Eine genaue zeitliche Zuweisung ist nur für wenige Exemplare möglich z.B. Masara C Fig. 2.a-b zeigt zwei H19- Spitzen mit einem Alter von 8840 BP – 8220 BP. Dieses entspricht dem Alter ähnlicher Ounan-Harif- Spitzen der El Ghorab Phase in Kiseiba oder die Blattspitzen der Gruppen C1, C3 und C4 des Fundplatzes 271 (Bashendi B) deren Alter sehr genau mit 6360 BP bzw. 6280 BP angegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi A Fundplätze'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''387'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''228'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site cluster 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site SH'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site Combo'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''174 30/450-F8-3'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 42,0&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 11,9&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 14,9&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 40,4&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 22,6&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 44,6&lt;br /&gt;
|| 46&lt;br /&gt;
|| 22,9&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 21,3&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 23,5&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 10,6&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 13,9&lt;br /&gt;
|| 110&lt;br /&gt;
|| 54,8&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 10,9&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombi- Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,2&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 6,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 3,0&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,9&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,6&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,7&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 18,9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 16,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3,0&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,6&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''81'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''217'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''101'''&lt;br /&gt;
|| '''100,3'''&lt;br /&gt;
|| '''201'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''230'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi B- und Sheikh Muftah- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 271'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 385'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Sheikh Muftah 31/420-P6-1'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 64&lt;br /&gt;
|| 50,4&lt;br /&gt;
|| 97&lt;br /&gt;
|| 50,0&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 27,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 18,9&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 8,8&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 12,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombi Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 8,8&lt;br /&gt;
|| 35&lt;br /&gt;
|| 21,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 11,0&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 3,6&lt;br /&gt;
|| 59&lt;br /&gt;
|| 36,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,8&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,7&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Beile&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|| 28&lt;br /&gt;
|| 14,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Microburin&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Awls&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretusche&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''127'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''194'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''164'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Masara- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''85 Masara A'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''263 A Masara A'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''194 Masara B'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''264 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''300 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''308 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''260 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''265 Masara C'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alter&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7730&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8700&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8200&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8600&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8600-8500&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuggruppen&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I Kratzer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 16&lt;br /&gt;
|| 14,3&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 9,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 50,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| II Bohrer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 12,1&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 12,8&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 10,5&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| III Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 22,2&lt;br /&gt;
|| 75&lt;br /&gt;
|| 67,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VI Rück. Lamellen*&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 59,2&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VII Kerben&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 8,2&lt;br /&gt;
|| 27&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 11,6&lt;br /&gt;
|| 48&lt;br /&gt;
|| 24,1&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 17,4&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 26,3&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 47,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VIII Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| IX Geom. Mikro.**&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 12,2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,5&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 20,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| X Microburin&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 7,0&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| XI Verschiedene&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 3,6&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 33,2&lt;br /&gt;
|| 16&lt;br /&gt;
|| 18,6&lt;br /&gt;
|| 28&lt;br /&gt;
|| 40,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 10,5&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 31,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''49'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''63'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''86'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''70'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''57'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   *   VI   Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
*   ** IX   Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Merimde beni-Salam==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde beni-Salam liegt westlich des Rosetta-Arms des Nils auf ehemaligem Wüstenboden. Heute ist das Gebiet zwischen Nil und der Giza-Alexandria Straße für die Landwirtschaft erschlossen worden. Von Kairo sind es ungefähr 60 km in nordwestlicher Richtung.&lt;br /&gt;
Bekannt wurde Merimde ab 1928 durch die Arbeiten von Hermann Junker, dem Entdecker des ausgedehnten Siedlungsareals.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Arbeiten ging jedoch in den Wirren des 2. Weltkriegs verloren und ein endgültiger Bericht wurde nie vorgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter dieser frühen unterägyptischen, bäuerlichen Niederlassung wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 4880 BC bis 4230 BC angegeben. Von den Driesch und Boessneck ( 1985 ) datieren Merimde zwischen 5890 BP und 5440 BP. Breunig ( 1987 ) gibt für die untere Schicht ein Alter von 3940 bis 5840 BP an. Auf der Liste der Radiocarbon Daten der Universität zu Köln ( B.O.S. und ACACIA Projekte ) wird Merimde auf ca. 5900 bis 5600 BP oder auf ca. 4800 bis 4430 BC cal. datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979 veröffentlichte Josef Eiwanger seinen Bericht über die „Geschossspitzen aus Merimde“. Die Arbeit stützt sich auf neuere Grabungen, berücksichtigt aber auch das Material und die Vorberichte von H. Junker. Insgesamt werden 61 große Dreieckspitzen der Typen A2, A27, A25 und A28 vorgestellt mit Gewichten von ca. 3g bis ca. 15g.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiteren Arbeiten werden ferner Querschneider ohne weitere Spezifikationen und eine Stielspitze mit einem seitlichen Kerbenpaar ( D31 ) aus der Urschicht, sowie eine D33-Spitze mit flachen Randretuschen aus Schicht IV vorgestellt. Von der Oberfläche sind drei weitere Stielspitzen aus den Zeiten H. Junkers bekannt. Letzterer stellt 1928 in seinem Bericht über &lt;br /&gt;
die archäologischen Arbeiten im Westdelta auf Tafel 16 sieben typische „Merimdespitzen“ vor, die er libysche Pfeilspitzen nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in Merimde so variieren auch in Abu Tartur und den angrenzenden Gebieten die Gewichte der großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle stark und liegen hier bei ca. 1,9g bis ca. 17,5g. Das Gleiche gilt für die großen Stielspitzen der Typen D3 und D4, die außer in Abu Tartur in der westlichen Wüste äußerst selten gefunden wurden. Aus dem Niltal und der übrigen Sahara liegen nur wenige vergleichbaren Stücke vor. Bekannt ist eine Großspitze aus dem Fayum, eine weitere wurde von H. Junkers in Merimde gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke J. Eiwangers überschwere Pfeile aus der deckunggebenden Ufervegetation heraus aus sehr kurzer Distanz auf  große Beutetiere abzuschießen ist einleuchtend. Die einschlägige Forschung geht sicherlich bei Pfeil und Bogen, auch im prähistorischem Kontext nur von einer Fernwaffe aus, was im Prinzip sehr berechtigt ist. In Ausnahmefällen allerdings, wie bei speziellen Jagdtechniken oder aber im Verdrängungskrieg um Weiden und Wasserstellen könnte ein schwerer Pfeil mit kurzer Flugbahn im Kampf Mann gegen Mann von Vorteil sein. Auf  Felsbildern im Tassili sind derartige Szenen bewegt und eindrucksvoll dargestellt aber auch aus Südafrika sind ähnliche Auseinandersetzungen im Bild festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Liste A auf den Seiten 73 und 74 sind die großen, gekehlten Dreieckspitzen, beidseitig flächenretuschiert, aufgeführt.&lt;br /&gt;
34 Stücke, es sind bis auf eine Einzige Oberflächenfunde, wurden von H. Junker ab 1928 publiziert. Die 17 von J. Eiwanger während der Grabungskampagne 1978 gefundene Stücke verteilen sich auf die Oberfläche ( 5 Exemplare ), die Phase IV ( 11 Exemplare ) und die Phase V ( 1 Exemplar ). Weiterhin sind noch 10 Spitzen, sämtlich von der Oberfläche, genannt. Das bekannte Gesamtinventar kann somit in 48 Oberflächen-Fundstücke und 13 aus Schichten stammenden Funden eingeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sein Diagramm Abb. 3 gliedert der Autor die Pfeilspitzen in breite ( B ), normale ( N ) und schmale ( S ) Stücke und die Schäftungskehle in tiefe ( T ), normale ( N ) und flache ( F ). Um dieses graphisch sichtbar zu machen, werden in einem Koordinatensystem auf der Ordinate das Verhältnis von Länge zu Breite ( a : b ) und auf der Abszisse das Verhältnis der Länge zwischen Kehlenende und dem distalen Ende zu der Breite der Pfeilspitze in Höhe des Kehlenendes ( A : B ) eingetragen. Die Auswertung der Merimdespitzen ergibt für die ältere Phase IV hauptsächlich breite bis normale Stücke mit flachen bis normalen Kehlen ( BF, NF, NN ). Tief ausgekerbte und schlanke Artefakte sowie die Spitzflügel, wie sie auch aus dem Fayum bekannt sind, kommen in Phase V und einer darüber liegenden erodierten Schicht vor. Besonders die tief ausgekerbten Spitzflügel stellen einen technischen Fortschritt dar, indem sie die Wirkung einer großen Aufpralllänge, gegeben durch die Breite b, bewahren und durch Materialreduzierung das Gewicht senken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siwa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siwa, die Oase im nordwestlichen Ägypten, nahe der libyschen Grenze hat für mich, wahrscheinlich bedingt durch die isolierte Lage oder auch durch das Orakel des Amontempels etwas Mystisches, Geheimnisvolles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Mittelmeer, nach Marsa Matruh sind es, der „Straße“ folgend, rund 300 km. Verbindungen nach Südosten zu den Bahariya Oasen oder nach Osten ins Fayum werden durch abenteuerliche Pisten gewährleistet oder auch nicht, wie schon das frühe Beispiel des Kambyses und seiner Perserarmee zeigt, sie sind nie angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf prähistorische Vorkommen ist das Gebiet von Siwa und den benachbarten Oasen Um el Hiyus, Gara, El Arag und Sitra von Fekri A. Hassan Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und von den B.O.S. Expeditionen (R. Kuper, E. Cziesla) in den 80er Jahren wissenschaftlich untersucht worden.&lt;br /&gt;
Die Hauptbesiedlungsphasen scheinen epipaläolithisch und frühneolithisch gewesen zu sein, bezieht man sich auf das von Fekri A. Hassan vorgestellte Fundmaterial, welches hohe Anteile an Rückenstumpfungen und Meißeln aufweist.&lt;br /&gt;
Die B.O.S. Fundstelle 85/05-4, mit 356 m² etwas größer als weitere Plätze in Sitra, ist gemischt. Sie führt ebenfalls rückengestumpfte Lamellen und Langschmale Dreiecke aber auch einige flächenretuschierte Artefakte jüngeren Datums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorkommen von Pfeilspitzen in den Siwa- Oasen beschränken sich auf wenige flächenretuschierte Exemplare. Ounanspitzen sind sehr selten, Ounan-Harif-Spitzen und damit verwandte Stücke werden von Site 75/27 in Gara gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der mir zur Verfügung stehenden Literatur ergibt sich folgendes Bild :&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Ounan-Harif-Spitzen beträgt sicher zehn, das sind die gezeichneten Exemplare und wahrscheinlich 39, das sind sämtliche Pfeilspitzen der Tafel 5.1 in  „Resources and Subsistence during the Early Holocene at Siwa Oasis, Northern Egypt“ von Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Exemplare sind datiert, das Alter von 8219 +- 73 BP fällt zusammen mit dem Ende der El Ghorab Phase im äußersten Südwestzipfel der östlichen Wüste Ägyptens, dort wurden gleichartige Bewehrungen beobachtet.&lt;br /&gt;
Die teilweise flächige Bearbeitung findet durchaus Parallelen in Kiseiba, Nabta und Abu Tartur.&lt;br /&gt;
Auch die Stücke a und d (Fig. 7 Artifacts from Gara Oasis site 75/27) passen gut als frühe flächig retuschierte Stielspitzen in den allgemeinen Rahmen. Ein weiteres Beispiel ist die D21- Spitze von Sitra 85/5 (Abb. 1/3 in Cziesla 98), die in Silhouette und Bearbeitungstechnik der Spitze a site 75/27 sehr ähnlich ist und die in den Zeithorizont um ca. 8200 BP fällt.&lt;br /&gt;
Weitere datierte Exemplare aus Dakhla und Abu Tartur erhärten den Befund, dass flächig retuschierte Stielspitzen am Ausgang des 9. Jahrtausend vereinzelt auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen nach Fundorten innerhalb der Siwa- Oasen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplatz&lt;br /&gt;
|| Anzahl der&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gefunden&lt;br /&gt;
|| Anzahl der &lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gezeichnet&lt;br /&gt;
|| Alter BP&lt;br /&gt;
des&lt;br /&gt;
Fundplatzes&lt;br /&gt;
|| Klassifikation&lt;br /&gt;
nach Hugot*&lt;br /&gt;
|| Literatur-&lt;br /&gt;
hinweise&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/31&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/24&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/27&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 8219+-73&lt;br /&gt;
|| D1, D21, 2xH1, &lt;br /&gt;
5xH4, 1 Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 7 a-j&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/24A2 &lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/05-4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D3, D33, H10&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/09&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| H12, H5&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| G1&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/07&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D33&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| ca. 8200&lt;br /&gt;
|| D21 nach 19&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/15&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D18 langstielig&lt;br /&gt;
D44, 2xC1&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 f-i&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus&lt;br /&gt;
Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD19 langstielig&lt;br /&gt;
C3, D44,&lt;br /&gt;
C Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 a-e&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/12&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.3 b&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa Slg. Bates&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D21 schlank&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98&lt;br /&gt;
Abb. 1/4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 83/11-2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Blattspitzen&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Südl. Des Sitra-&lt;br /&gt;
Sees&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD18&lt;br /&gt;
1xD42&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98,&lt;br /&gt;
Abb. 1/12, 13, 14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa&lt;br /&gt;
ohne weitere&lt;br /&gt;
Präzision&lt;br /&gt;
|| 102&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 11xC4&lt;br /&gt;
11 Ounan-Harif-Spitzen&lt;br /&gt;
der Typen H10 und H14,&lt;br /&gt;
60 Stielspitzen des &lt;br /&gt;
Typs D19 und D18,&lt;br /&gt;
19xC1 oder C3,&lt;br /&gt;
1xE3&lt;br /&gt;
|| Mc. Burney&lt;br /&gt;
1955&lt;br /&gt;
Seiten 254 - 257,&lt;br /&gt;
Fig. 35, 36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''&amp;gt; 163'''&lt;br /&gt;
|| '''50'''&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *&lt;br /&gt;
-Die C4- Spitzen weisen flächige Randretuschen auf, vor allem die Schäftungszonen sind beidseitig modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Schäftungszonen der Ounan- Harif- Spitzen „shanked blades“, wie Mc. Burney sie nennt, sind ebenfalls durch flache, beidseitige Retuschen bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die sehr schlanken Stielspitzen der Gruppen D18 und D19 mit einem Koeffizienten B/L von 0,20 bis 0,35 sind relativ jung. Für Djara werden sie von K. Kindermann bei ca. 6000 BP angesiedelt. („The Holocene Occupation of the Eastern Sahara, Regional Chronologies and Supra- regional Developments in four Areas of the Absolut Desert“ in Gezeiten der Wüste, Herausgeber R. Kuper 2002 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundort&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Um el Hiyus&lt;br /&gt;
a) 75/5 b) 75/31&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Gara&lt;br /&gt;
a) 75/24 b) 75/27&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | El Arag&lt;br /&gt;
a) 76/4 b) 76/24A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 32&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 28,1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 88&lt;br /&gt;
|| 17,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte&lt;br /&gt;
Klinge u. Abschläge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 53,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 14,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 25,0&lt;br /&gt;
|| 72&lt;br /&gt;
|| 32,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 128&lt;br /&gt;
|| 25,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. Zähnungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7,7&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 27,3&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 9,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 10,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 12,5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 20,5&lt;br /&gt;
|| 73&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Seitenschaber&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 18,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 42&lt;br /&gt;
|| 8,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endstumpfung&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 0,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Spitzen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 0,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Zweiflächner&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Andere&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''69'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|| '''64'''&lt;br /&gt;
|| '''100,2'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''221'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''494'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987&lt;br /&gt;
Table 5.1 Tool classes from Holocene Sites in the Siwa Oasis Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahariya==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptort der Bahariya Oasen, Bawiti, liegt ungefähr 180 km nordöstlich von Farafra entfernt, und von den Pyramiden in Giza sind es rund 370 km in südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stahlwerke von Heluan werden über eine Eisenbahnstrecke mit dem Eisenerz der Gruben von Bahariya versorgt. Die submarine Exhalations- Lagerstätte deckt den ägyptischen Inlandbedarf.&lt;br /&gt;
Der wunderschöne Rosengarten in der Iron-Mine-City dürfte der einzige in der westlichen Wüste sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erforschung holozäner Besiedlung scheint nicht weit fortgeschritten zu sein. Lediglich Fekri A. Hassan erwähnt einige einseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen an einigen Plätzen in „Archaeological explorations at Bahariya Oasis and the Western Delta“1979. Angaben zur Silhouette der Bewehrungen sind nicht gemacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Farafra==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Farafra liegt rund 500 km in nordwestlicher Richtung von den Kharga Oasen entfernt, falls der Weg über Mut genommen wird. Von Giza über Bawiti sind es ca. 550 km nach Südwesten. Kleiner als die Kharga und Dakhla Oasen hatte sich Farafra lange Zeit seine Ursprünglichkeit bewahrt. Gerne erinnere ich mich an die Gastfreundlichkeit und den herrlichen Garten des Homda, Bürgermeister würden wir ihn nennen. Dieser kühle, schattige Platz hat ein wenig von dem Paradies, wie es im Koran beschrieben ist, ohne die Jungfrauen allerdings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon sehr früh im Holozän brachte die Region um Farafra pflanzliche Taxa hervor, wie z.B. Sorhum sp., Getaria, Brachiaria, Panicum und Echinochloa colona. Auch Schaf und Ziege sind sehr früh vertreten wie Daten von 7251 +- 67 BP und 7110 +- 50 BP belegen.&lt;br /&gt;
Obwohl Behausungsstrukturen ausgegraben worden sind, ist bislang sehr wenig Töpferware gefunden worden. (Ein Bruchstück von site HV – 2).&lt;br /&gt;
Verbunden mit den archäologischen Aktivitäten sind die Namen von Barbara E. Barich, Fekri A. Hassan, A.G. Fahmy, A. Gautier, G. Lucarini und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Auswertung des lithischen Inventars noch nicht abgeschlossen ist, sollen hier lediglich die bis jetzt veröffentlichen Pfeilspitzen behandelt werden. So werden in „Archaeology of  Farafra Oasis (Western Desert Egypt) A Survey of the most recent Research“ von B.E. Barich und G. Lucarini folgende Bewehrungen vorgestellt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' Farafra Oasis, Hidden Valley Village, Lithic industry. Drei Blattspitzen, davon ein Exemplar C6 mit vollständiger, beidseitiger Flächenretuschierung, zwei Exemplare vom Typ C3 mit einseitiger, vollständiger Flächenretuschierung, die Ventralseite weist eine teilflächige Retuschierung auf.&lt;br /&gt;
Eine H13- Spitze mit leichten Retuschen am linken, distalen Rand. Gezeichnet sind weiter gekerbte und gezähnte Stücke mit den obligatorischen harten Kantenretuschen sowie ein Schaber und ein Messer mit flachen Randretuschen. Der Zeithorizont ist ca. 7100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8''' Farafra Oasis, Hidden Valley Area, Late neolithic bifacial artifacts. Zeigt drei Blattspitzen der Gruppen C1 und C3 wovon eine beidseitig flächenretuschiert ist, die zwei anderen sind auf der Ventralseite lediglich in der Schäftungszone flächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden gezeichnet ein side-blow-flake, drei Messer und ein Schaber- Kratzer. Diese Werkzeuge haben ein Alter von 5950 BP Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klärungsbedarf besteht für die Ounan-Arif-Spitzen vom spätneolithischen Fundplatz Sheikh el- Obeiyid und für eine weitere typisch beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze, welche an den Ounan-Arif Typ erinnert und welche auf  „Playa I“ in der Rajih Region auf einem Platz mit Klingenindustrie gefunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebel Kamil==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebel Kamil ist nach der Beschreibung von Joachim Hahn, dessen Bekanntschaft ich in Abu Tartur machen durfte, ein konischer Hügel, der sich rund 100 m über die umgehenden Dünenfelder erhebt und so eine weithin sichtbare Landmarke bildet. Er liegt südsüdöstlich des Gilf Khebir in der Nähe der ägyptisch- sudanesischen Grenze.&lt;br /&gt;
In seinem Artikel „Neolithic Settlement Patterns in the Gebel Kamil Area, Southwest Egypt“ beschreibt J. Hahn neolithische Fundplätze, von denen einige Pfeilspitzen aufweisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28''' ist eine der größten Fundstellen der Gegend, als mögliche Bewehrungen kommen Segmente, Trapeze und Dreiecke in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28-1'''  ist eine datierte Fundstelle mit Altersangaben von ca. 4300 BP bis 4600 BP. Auch hier sind die Pfeilspitzen- Bewehrungen auf Querschneider wie Trapeze, Dreiecke und eventuell Segmente beschränkt. Gezeichnet wurden drei Dreiecke, zwei Trapeze und vierzehn Segmente. Die Dreiecke entsprechen dem Querschneider Typ F4, die Trapeze den Gruppen F10 und F11. Zum Teil sind die Artefakte sehr klein wie das Dreieck 83/28-1 Nr. 4 mit einer Höhe von 8mm und einer Schneidenlänge von 7mm. Das Trapez 83/28-1 Nr. 9 hat die Höhe von 7mm, die kleine Schneide misst 3mm, die große 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''85/67''' ist der dritte Fundplatz von welchem Pfeilspitzen vorgestellt werden. Außer den Querschneidern vom Typ F16, F4, F10 und F14, es sind sieben Exemplare gezeichnet, kommen nicht näher beschriebene zweiseitig flächenretuschierte Spitzen vor, die aber kaum Pfeilspitzen sein dürften, da sie im Zusammenhang mit Handäxten, groben Abschlägen und Levallois- Kernen genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fig. 6 gibt J. Hahn Querschneider für die Fundstellen K25, 85/67 und 85/58 an, Trapeze und Dreiecke für 83/28 und 85/58, Trapeze ohne Dreiecke für 85/67.&lt;br /&gt;
Der Fundkomplex Gebel Kamil wird in den Zeithorizont vom 4. bis zum 6. Jahrtausend BP gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die große Sandsee==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Oase Siwa im Norden bis zu den Ausläufern der Sandsteinmasse des Gilf Kebir im Süden erstreckt sich die große Sandsee auf einer Breite von ca. 100 km bis 300 km westlich der libysch- ägyptischen Grenze.&lt;br /&gt;
Die archäologischen Untersuchungen wurden von der Universität Köln und dem Heinrich Barth Institut durchgeführt, sie waren im Besonderen auf die Gebiete um Abu Minqar, Regenfeld, Ain Dalla und die Glasregion konzentriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Regenfeld'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regenfeldfundstellen liegen nördlich und südlich des 25. Breitengrads Nord und östlich des 27. Längengrads Ost. Benannt wurde die Region im Jahre 1873 von Gerhard Rolfs wegen der starken Regenfälle, die ihn auf seiner Expedition überraschten. &lt;br /&gt;
Die ältesten Vorkommen, Regenfeld A, weisen ein Alter von über 9000 BP auf und enthalten keinerlei Pfeilspitzen oder geometrische Mikrolithen, die als Bewehrungen angesprochen werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das darauffolgende Regenfeld B mit einem Alter von ca. 8700 BP produzierte neben langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Artefakten auch eine rückengestumpfte Blattspitze vom Typ H1 und zwei Trapeze mit gestumpfter, leicht gekehlter kleiner Seite, die im gleichaltrigem Kontext auch in Westpans 85/52 gefunden worden sind und die als mögliche Bewehrung die Bezeichnung F20 erhalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem folgenden Zeitabschnitt von ca. 8300 BP bis 7800 BP wurden keine Bewehrungen gefunden, langschmale Dreiecke, rückengestumpfte Lamellen und eine Kerbklinge bestimmen das Inventar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngsten Phase, Regenfeld D, von ca. 7700 BP ( 87/2 ) bis 7000 – 6500 BP ( 96/19 ) erscheinen neben klassischen Bewehrungen der Typen F4 und F13 auch flächenretuschierte Artefakte. Dabei handelt es sich unter anderem um große, beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen. Zwei dieser Stücke sind gezeichnet worden, eine davon, die Längere, hat die ungefähren Abmessungen L = 78 mm, B = 28 mm und Dicke = 8,3 mm. Diese Dimensionen sind vergleichbar mit denen der großen Blattspitzen von Abu Tartur, welche Längen zwischen 70 mm und 91 mm und Gewichte von 8,7g bis 14,2g aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können ebenso wie die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle und die großen Stielspitzen als Pfeilspitzen eingesetzt werden und mit Erfolg von einem Bogen verschossen werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der querschneidigen Bewehrungen von Regenfeld wird auf zehn geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Glasregion'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein gezieltes Ausbeuten der Rohstoffquellen, des libyschen Wüstenglases oder Lechatelierit zu erschweren, sind genauere Hinweise auf die Lage der Fundgebiete nicht angegeben.&lt;br /&gt;
Die größte Fundstelle, 81/61, wird auch nach dem Entdecker „Willmanns Camp“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwei Schnitten wurden insgesamt 1934 Werkzeuge, davon 250 Mikrolithen, zu Tage gefördert. Die verschiedenen C14- Analysen ergeben Resultate von ca. 8000 BP bis ca. 5700 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flächenretuschierte Artefakte sowie Pfeilspitzen fehlen in den Inventaren. Als mögliche Bewehrungen kommen Trapeze und Dreiecke in Frage. Sechs Dreiecke und 21 Trapeze sind gezeichnet worden und fallen unter die Typen F4 und F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ain Dalla'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am östlichen Rand der großen Sandsee, etwa nördlich von Abu Minqar und nordwestlich von Farafra liegt der Brunnen von Ain Dalla.&lt;br /&gt;
Ein spätneolithischer Fundplatz scheint 85/15 zu sein. Die zwei dort gefundenen Stielspitzen sind sehr schlank und gehören zu den Typen D19 und D49. Die Ränder der D19- Spitze sind sehr leicht konvex ausgebildet, nicht genug um als D18 klassiert zu werden. Die Widerhaken der D49- Spitze sind sehr klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 85/26 mit einem Alter von ca. 8610 BP produzierte eine Ounanspitze vom Typ H12 und auf dem dritten, circa 8460 BP alten Ain Dalla Fundplatz 85/28 – 1 wurden eine  H5- Spitze und zwei Dreieckspitzen vom Typ H7 gefunden. Letztere passen normalerweise nicht zu den vorherrschenden Rückenstumpfungen, die für das Inventar charakteristisch sind, sie sind eher für das mittlere Neolithikum typisch. Die primitive Ausführung könnte sie allerdings dem Fundplatz zugehörig erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Gerara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von Abu Gerara liegen zwischen Djara im Norden und den Eastpans im Süden, nach Südwesten befinden sich die Vorkommen der Dakhla Oasen und nach Südosten sind es die Plateau- Plätze und Playakonzentrationen von Abu Tartur. Zwischen dem Abu Tartur Massiv und den Abu Gerara Schichtabbrüchen liegen ein mit Kalksteinhügeln durchsetztes Gelände, zwei große Depressionen sowie eine kleine mit dem Fundplatz 00/59, an dessen Exploration ich mitarbeiten konnte. Nördlich der Schichtstufen kommen weitere Kalksteinhügel vor, dann nach rund 25 km geht das Gelände in eine Hamada über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchungen, die zur Zeit von der Kölner Universität durchgeführt werden, sind noch nicht beendet. So werden lediglich einige Fundstellen, von denen schon endgültige Ergebnisse vorliegen, berücksichtigt. In „Abu Gerara : Mid- Holocene sites between Djara and Dakhla Oasis (Egypt)“ Heiko Riemer 2003 wird die Fundstelle 98/5 vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''98/5''' Fundstelle im Hügelland nördlich der Schichtstufen. Der Fundplatz ähnelt in seiner Anlage stark den Vorkommen auf dem Abu Tartur Plateau. Ein tief gelegenes Becken ist umrahmt von bis zu elf Metern hohen Hügeln, die einen guten Schutz gegen den Nordwind abgeben. Von den Hügeln laufen Regenrinnen ins Beckentiefste. Dort hat sich ein terra rosa Boden gebildet, der gepanzert durch das Artefaktenmaterial und gehärtet durch erhöhten Phosphateintrag teilweise der Deflation standgehalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden 75 retuschierte Werkzeuge geborgen, davon 16 Pfeilspitzen, die mit 21,3 % den größten Anteil stellen, gefolgt von Seitenkratzern und gezähnten Stücken. Weitere Artefakte sind Bohrer, side-blow-flakes, blattartige Messer und Vorstufen dazu, sowie Sichelblätter und Dexel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei C14 Analysen datieren 98/5 auf 6600 Jahre BP. Dies ist einer der nicht zu großen Fundplätze, die ein weitgehend unvermischtes Inventar mit einem bestimmten Alter aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8'''  zeigt unter anderem zwei Blattspitzen mit teilflächiger Retuschierung. Die Nr. 5 hat eine klassische C3 Silhouette während Nr. 6 eine deutlich gerundete Schäftungszone aufweist aber noch unter C3 geführt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die Nr. 7. Im medialen Abschnitt weist das Artefakt nahezu parallel verlaufende Ränder auf, die Schwingen zeigen winzige Widerhaken und der recht lange, schlanke Stiel ist an seiner Basis eingeschnürt, das Ende des Stiels ist abgerundet, das distale Ende ist abgebrochen. Derartige Stücke sind aus Djara bekannt, wo einige dieser als D52 bezeichneten Bewehrungen vorkommen. E. Cziesla stellt eine ganz ähnliche Spitze vor, die südlich des Sitra Sees gefunden worden ist (Nr. 14, Abb. 1 in Anmerkungen zu flächenretuschierten Pfeilspitzen 1998). Bei diesem Exemplar ist der Stiel kurz und die Parallelität der Ränder im medialen Abschnitt ist nicht gegeben.&lt;br /&gt;
Die Nr. 8 ist eine D36 Spitze und kommt ebenfalls in einigen Exemplaren in Abu Tartur vor. Eine vergleichbare mit nur einem Kerbenpaar (D31) ist von Eastpans bekannt, eine weitere ist, klassiert unter Bashendi B in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ Fig. 5.d gezeichnet. M. Mc Donald 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Eastpans ist ebenfalls eine Großspitze des Typs D3 bekannt, mit stärker ausgeprägten Widerhaken wurde auch in Abu Gerara eine solche aufgesammelt (Site 99/28). Weitere Einzelstücke sind in Dakhla und Djara gefunden worden. Diese Spitzen sind zu vergleichen mit der Serie von gestielten Großspitzen von Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''00/70''' Dieser Fundplatz in der Nähe der großen Dolineneinbrüche nördlich des Abu Tartur Massivs ist nur kurz angefahren worden. Bei dem Inventar handelt es sich um ein im Tiefsten des Siedlungsplatzes zusammengespültes Artefaktengemisch. Ein nördlich am Hang gelegenes Areal mit sehr vielen Herdstellen wurden aus Zeitmangel ignoriert. Ein hastig dort aufgeklaubte Pfeilspitze ist vom Typ C10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==El Karafish==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Straße von den Dakhla Oasen nach Abu Minqar liegt auf dem libyschen Plateau El Karafish, eine junge Fundstelle, die von prädynastischer Zeit und auf Grund von Keramikvergleichen bis in die 6. Dynastie reicht. Eine C14- Analyse ergab ein Alter von ca. 4500 BP. Im Keramikmaterial finden sich ebenfalls Claytonringe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Pfeilspitzen wurden geborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Eine Ounanspitze vom Typ H13, die im Kontext von El Karafish deplaziert wirkt und eher eine typische Bewehrung um 7600 BP darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Eine flächig retuschierte Stielspitze vom Typ D2, wobei die linke Schwinge leicht gerundet erscheint. Dieser Typ taucht in den verschiedensten spätneolithischen Inventaren auf. Die Dorsalseite ist bis auf einen schmalen, zentralen Bereich flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, lediglich der Stiel ist vollflächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Zum Fundplatz passend ist das dritte Exemplar. Es handelt sich um eine Stielspitze mit kurzem, breitem Stiel und mit parallel zueinander verlaufenden Rändern im proximalen Bereich. Die Ränder weisen eine sehr feine Zähnung auf, die Schwingen stehen rechtwinklig zur Längsachse, sind jedoch mit winzigen Widerhäkchen bestückt. Das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert, der distale Bereich ist abgebrochen. Da die Silhouette der Pfeilspitze ein Novum darstellt, erhält sie die Bezeichnung D50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art von schlanken, feingezähnten Stielspitzen stellt das Ende einer Entwicklung von tief penetrierenden Bewehrungen dar, welche aus lithischem Material hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dungul==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oase liegt ca. 160 km südwestlich von Assuan am Rande des Kalksteinplateaus, Hester und Hobler haben die dortige prähistorische Kultur untersucht. Nur wenige Pfeilspitzen gehören dem Inventar der „Libyan industry“, deren Alter mit 7900 +-150 BP Jahren angegeben wird (Hester und Hobler 1969). Gezeichnet oder fotografiert sind acht Exemplare, davon sind zwei Querschneider, eine Stielspitze der Familie D, zwei H5 – Spitzen sowie drei Blattspitzen der Familie C. Eine vierte Blattspitze wird im Text erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Badari==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
El Badari liegt am Ostufer des Nils rund 40 km südlich von Asyut und ca. 60 km nördlich von Sohag. Wie Merimde als prähistorische Niederlassung in Unterägypten, so soll El Badari als Beispiel für oberägyptische steinzeitliche Besiedlung im Niltal dienen.&lt;br /&gt;
Beide Fundkomplexe verfügen über größere Mengen von ausgekehlten Dreieckspitzen, so dass ein Vergleich mit entsprechenden Wüstenfundplätzen wie dem Fayum und Abu Tartur möglich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 veröffentlichten Guy Brunton und G. Caton- Thompson ihren Bericht „The Badarian Civilisation“ wo neben mit Schwingen oder Widerhaken versehenen, dreieckigen Großspitzen auch zwei gestielte Exemplare erwähnt werden.&lt;br /&gt;
Die gezeichneten Stücke können wie folgt eingeteilt werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| A1|| A2|| A17|| A25|| A26|| A28|| C1|| andere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 3|| -|| 2|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 5|| -|| -|| -|| 6|| -|| 2|| 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 6|| -|| -|| -|| 5|| 1|| -|| 4|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVI|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVII|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVIII|| 3|| -|| -|| -|| -|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate LVI|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''3'''|| '''2'''|| '''1'''|| '''22'''|| '''1'''|| '''2'''|| '''6'''|| '''2'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die östliche oder arabische Wüste Ägyptens==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streifen zwischen dem Niltal und der Küste des Roten Meeres bildet den östlichen Rand der Sahara. Im Norden zwischen Kairo und Suez ist er ca. 135 km breit, im Süden an der Grenze zum Sudan und zur nubischen Wüste rund 500 km. Die Entfernung entlang des Roten Meeres von Suez bis Halait beträgt über 1000 km. Aus diesem riesigen Gebiet sind nur wenige prähistorische Funde bekannt und dem entsprechend eine geringe Anzahl von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die arabische Wüste war gewiss nicht weniger attraktiv als das Gebiet westlich des Nils. Im Gegenteil, es existierte ein integriertes Wadisystem, welches das Wasser aus dem Gebirge entweder ins Meer oder in den Nil leitete. Das Küstengebirge weist Höhen um 1000 m auf und gelegentlich wird auch die 2000 m Marke überschritten. Die hydrologische Situation dürfte daher vorteilhafter als in der westlichen Wüste gewesen sein. Wenn dennoch weniger Relikte vorgeschichtlicher Kulturen gefunden worden sind, so liegt es wahrscheinlich an dem unwegsamen Gelände. Wer hier etwas außerhalb der wenigen Verbindungsstraßen entdecken will muss gut zu Fuß sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fundplatz, der Pfeilspitzen in seinem Inventar aufweist, wurde von P.M. Vermeersch, P. van Peer, J. Moeyerson und Wim van Neer „Tree Shelter“ genannt. Er liegt nordwestlich von Quseir in der Nähe der Phosphatgruben und ist mit dem Geländewagen zu erreichen. &lt;br /&gt;
Vier Holzkohlenproben ergaben Altersstellungen von 6770 +- 60 BP bis 4930 +- 30 BP. Die Geräte, 80 an der Zahl, setzen sich aus gezähnten Stücken, retuschierten Abschlägen, flächig bearbeiteten Stücken, Kerben, einem side-blow-flake und Verschiedenen zusammen.&lt;br /&gt;
Außerdem wurden zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen, ohne weitere Präzisierung, erwähnt. Möglicherweise handelt es sich um Blattspitzen der Familie C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant sind das Vorhandensein von Asphataria rubens aus dem Niltal und ein side-blow-flake, ein Werkzeug, welches östlich des Nils zu den Raritäten zählt. Publiziert wurde der Bericht im Dezember 2002 in Archéo-Nil. In unmittelbarer Nachbarschaft des „Tree Shelter“ hat das gleiche Autorenteam eine Höhle, genannt Sodmein Cave, untersucht („Neolithic occupation of the Sodmein area, Red Sea Mountains, Egypt“ in Aspects of African Archaeology edited by G. Pwiti and R. Saper 1996).&lt;br /&gt;
Die Altersangaben reichen von 6490 +- 100 BP und 7090 +- 80 BP für die unterste Schicht bis 6320 +- 100 BP und 6360 +- 90 BP für die obere Schicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundenen Pfeilspitzen sind den Schichten nicht in der Art zugeordnet, dass sie mit einem exakten Alter in Verbindung gebracht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (Fig. 3 Seite 414).&lt;br /&gt;
* Nr.   2  ist eine asymmetrische, einseitig flächenretuschierte Blattspitze.&lt;br /&gt;
* Nr.   3  ist eine Blattspitze des Typs C1, die Rückseite zeigt lediglich flächige Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   6  ist ein Fragment und gehört möglicherweise zu einer Blattspitze C1, C3 oder zu einer Stielspitze D44.&lt;br /&gt;
* Nr.   7  wie Nr. 6.&lt;br /&gt;
* Nr.   8  ist eine Blattspitze mit beidseitigen flächigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   9  ist eine asymmetrische H1- Spitze.&lt;br /&gt;
* Nr. 10  ist eine H1- Spitze, im proximalen Bereich ist sie beidseitig flächenretuschiert auf der Ventralseite ist zusätzlich ein Rand flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
* Nr. 11  ähnlich wie Nr. 10.&lt;br /&gt;
* Nr. 12 und 13  Ounanähnliche Spitzen des Typs H13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Verbindungsstraße Qena im Niltal nach Quseir am Roten Meer berichtet Debono aus der Gegend von Laqueita von zwei Ounanspitzen (Debono, 1951 plate III b) und einigen Querschneidern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Ölfördergebiet von Ras Gharib, etwa 25 km von der Küste entfernt, weist Montenant (1986 plate XXXVI) auf Pfeilspitzen in der Nähe des bir Nakhla hin, es Handelt sich um aus Lamellen gearbeitete, kantenretuschierte Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Dittmann weist in seiner Veröffentlichung „Zur Paläogeographie der ägyptischen Eastern Desert“, 1990 auf Pfeilspitzenfunde von Fundplatz B im Gebel Zeit hin. Das Fundgebiet liegt an der Küste des Roten Meeres zwischen Ras Gharib und Hurgada. Gefunden wurden drei Blattspitzen vom Typ C1 und eine D21- Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
Aus dem Abri im oberen Wadi Deir im Bereich des Klosters St. Paulus wird ein großes Blattspitzenfragment gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorgestellten Einzelfunde und Daten lassen lediglich erkennen, dass die östliche oder arabische Wüste ähnlich besiedelt war wie das Gebiet westlich des Nils. Ounanspitzen und andere kantenretuschierte Pfeilspitzen weisen auf ein frühes Neolithikum hin. Über die spätneolithischen Typen C und D bis zu prädynastischen Querschneidern reicht die Formenvielfalt über große Zeiträume.&lt;br /&gt;
Hier liegt ein riesiges Gebiet, lediglich an seinen Rändern angekratzt und wartet auf seine Entdeckung. Künftigen Forschern wird die Arbeit so schnell nicht ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Djara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer multidisziplinären Expedition der Universität Köln hatte der Verfasser im Jahr 2000 Gelegenheit die Fundstellen der Siedlungskammer Djara kennenzulernen.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt 15 km westlich des Abu Muharig Dünengürtels etwas nördlich der Linie Farafra – Asyut. &lt;br /&gt;
Neben einer Reihe von kleinen, oft hochinteressanten Fundstellen, sind drei große Konzentrationen hervorzuheben. Zunächst die Fundstelle 90/1 mit einer wahrscheinlich im Tertiär entstandenen Tropfsteinhöhle als Besonderheit an ihrer südlichen Peripherie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite bedeutende Konzentration ist 98/20 mit einem Inventar, das von rückengestumpften Artefakten bis zu side-blow-flakes reicht.&lt;br /&gt;
Eine weitere Konzentration wird mit 98/4 bezeichnet, sie weist die am weitesten fortgeschrittene Zerstörung durch Deflation auf. Die Playaablagerungen sind bis auf einige flache Hügel, möglicherweise durch Phosphateintrag entstandene Härtlinge, komplett ausgeräumt und die Kalksteinstrukturen, wie sie im Pleistozän vorhanden waren, treten wieder zu Tage. Nur große und schwere Artefakte finden sich auf dem Grund des ehemaligen Siedlungsplatzes. Pfeilspitzen fehlen ebenso wie Mikrolithen und Straußeneischalen. &lt;br /&gt;
Keramik, die auf anderen Stellen in Djara nicht gefunden wurde, ist in einer mit schluffigem Material gefüllten Windfalle entdeckt worden.&lt;br /&gt;
Eine detaillierte Beschreibung und Auswertung der Funde und Befunde des Gesamtgebietes ist in Arbeit (K. Kindermann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 90/1'''&lt;br /&gt;
Das Gelände ist in mehrere Grabungszonen aufgeteilt worden, die von 90/1 – 1 bis 90/1 – 15 durchnummeriert worden sind. Pfeilspitzen sind an folgenden Stellen gefunden worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 1'''   Alter : 6786 +- 49 BP bis 6448 +- 69 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 12 Pfeilspitzen, acht davon sind gezeichnet worden und zwar : &lt;br /&gt;
Zwei D21- Spitzen, eine D26, eine D44, zwei E2 und jeweils eine H1, Eine H5 und eine H7- Spitze. Drei der flächenretuschierten Pfeilspitzen stammen aus den Herden und können als in situ Funde gelten. Es sind dies eine D21- Spitze, die lediglich als gestielt beschrieben ist, eine E2- Spitze, die als Blattspitze bezeichnet ist und eine D26- Spitze, die als gestielt mit Zähnung deklariert wird (In „Investigations of Mid- Holocene settlement of Djara“ in K. Kindermann 2003).&lt;br /&gt;
Während die flächenretuschierten rhombischen Exemplare und die Stielspitzen gut zu den C14- Werten passen, sind die kantenretuschierten Stücke, ob Blatt- Stiel oder Dreieckspitze eher für frühere Epochen typisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 2'''   Alter : 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden und gezeichnet wurden fünf Pfeilspitzen. Die kurzen und gedrungenen Exemplare bestehen aus Blattspitzen der Gruppen C3 (2 Stücke) und C4 (1 Stück) sowie einer ebenfalls gedrungenen D2- Spitze mit kurzem, breitem und abgerundetem Stiel. Das fünfte Stück ist ein schwer einzuordnendes Fragment mit flachen Randretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 4''' ohne Altersangabe.&lt;br /&gt;
* Es wurden vier Pfeilspitzen gefunden, gezeichnet wurde keine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 6'''   Alter : 6900 +- 50 BP und 6696 +- 94 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden drei Pfeilspitzen, davon eine Blattspitze C1 und eine gestielte Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 10'''   Alter : 6885 +- 50 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 19 Pfeilspitzen, darunter zwei H1, zwei C1 und eine D3- Spitze, ferner wurde ein Querschneider vom Typ F4 beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 13'''   Alter : 6713 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 36 Pfeilspitzen und zwar von den kantenretuschierten fünf H1, sechs H5 und eine H7- Spitze und von den flächenretuschierten Stücken zehn C1, drei C6 und fünf D1- Spitzen. Dazu kommen noch weitere sechs flächenretuschierte, nicht weiter präzisierte Stücke sowie vier zusätzliche Fragmente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 15'''   Von dieser Grabung ist ein Querschneider vom Typ F4 bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der Pfeilspitzen von den Grabungsflächen beträgt 80, davon wurden 15 Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Oberfläche 90/1 wurden insgesamt 155 Pfeilspitzen gefunden, davon sind 36 Stücke gezeichnet worden und zwar von den Konzentrationen 1 – 6. Von der Konzentration 7, welche 107 Pfeilspitzen hervorbrachte, sind keine Zeichnungen angefertigt worden.&lt;br /&gt;
Die Konzentration „cluster 7“ liegt im Südwesten von 90/1. Sie wird östlich von einer Wadirinne und westlich von dem Kalkgestein einer steil ansteigenden Hügelkette begrenzt. Der Untergrund besteht aus einem Schwemmfächer aus fein- bis mittelkörnigem Schutt.&lt;br /&gt;
Darin waren neben vielen anderen Artefakten 107 Pfeilspitzen eingelagert. Darunter befinden sich zwei Ounan- Harif- Spitzen mit Schäftungszonen, die von zwei geradlinigen Rändern gebildet werden (Typ H2). Weiter wurden gefunden eine Ounanspitze H12 und 24 H5- Spitzen, eine kantenretuschierte, blattförmige Spitze vom Typ H1 und eine Dreieckspitze vom Typ H7. Hinzu kommen noch acht fragmentierte kantenretuschierte Bewehrungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Stücke setzen sich zusammen aus 14 beidseitig modifizierten C- Spitzen und 11 einseitig bearbeiteten C- Spitzen. Die gestielten Exemplare gehören sechsmal zu den D3, fünfmal zu den D1 und dreimal zu den D26- Spitzen. Ferner wurden sieben fragmentierte D1- Spitzen und 16 Fragmente von nicht identifizierbaren flächenretuschierten Spitzen gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gelangten die Pfeilspitzen und andere, hier nicht aufgeführte Werkzeuge auf diesen sterilen Schwemmfächer? Sie wurden nicht mit den Sedimenten heruntergespült, wie angenommen werden könnte, da oberhalb keinerlei Kulturspuren zu entdecken sind, sondern sie wurden vom Nordwind in diese Artefaktenfalle geweht. Vergleichbare sekundäre Konzentrationen sind von Abu Tartur bekannt. Der vom Verfasser durchgeführte Langzeitversuch über die Wirkung des Windes auf  steinzeitliche Artefakte in ariden Klimazonen unterstreicht die Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 51 gezeichneten Exemplare von Djara gehören 20 verschiedenen Gruppen an und verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte blattförmige, 17 x C|| C 1|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 3||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 6||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte gestielte, 14 x D|| D 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 3||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 21||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 26||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 31||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 44||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rhombische, 4 x E|| E 2|| 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Querschneider, 2 x F|| F 4|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rundschneidige, 5 x G|| G 1|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kantenretuschierte, 9 x H|| H 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 4||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 5||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 7||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| '''Total'''|| '''51 (von 235)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 98/20'''&lt;br /&gt;
* Das Zentrum der Fundstelle wird, wie schon bei 90/1, von einer Restplaya gebildet. Ein im Jahr 2000 durchgeführter Baggerschnitt erreichte das unterliegende Kalkgestein. In der Kontaktzone hatte sich eine Schicht großer Kalzitkristalle gebildet, die später auch an höher gelegenen Stellen, ebenfalls im Kontakt Playa- Kalksteinliegendes, nachgewiesen werden konnte.&lt;br /&gt;
Die Ausbildung großer Kalzitkristalle unter den gegebenen Umständen setzt eine über längere Zeiträume dauernde Anwesenheit von Wasser voraus. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Lebensbedingungen, zumindest die Präsenz von Wasser betreffend, in der Siedlungskammer Djara während der pluvialen Optima wesentlich besser waren als bisher dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artefaktenvielfalt ist groß und reicht von Ounan- Harif- Spitzen, Ounanspitzen, langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Werkzeugen bis zu side- blow- flakes und flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 34 Stücken stellen die Ounan- Harif- Spitzen die größte Gruppe der Bewehrungen, nicht gezählt sind drei weitere Exemplare sowie eine Ounanspitze, die neben einer H1- Spitze und einer H5- Spitze vom Verfasser vor Ort beobachtet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Pfeilspitzen, die für 98/20 aufgelistet sind und die zu den C14- Werten von 6430 +- 50 BP und 6365 +- 30 BP passen, sind eine partiell flächenretuschierte C1- Spitze und eine gleichartig modifizierte D1- Spitze. Die beidseitig flächenretuschierten Stücke gehören mit einem Exemplar in die Gruppe C1 und mit zwei Exemplaren in die Gruppe C3. Sieben Stielspitzen sind vom Typ D1, zwei vom Typ D3 und eine ist eine D31- Spitze. Insgesamt sind also 40 rückengestumpfte und 15 flächig bearbeitete Pfeilspitzen im Inventar 98/20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Umgebung des Fundplatzes 98/4'''&lt;br /&gt;
* Wie schon eingangs erwähnt, ist Fundplatz 98/4 durch Deflation stark gestört und leichte Artefakte wie z.B. Pfeilspitzen sind nicht mehr vorhanden.&lt;br /&gt;
In den angrenzenden, etwas besser geschützten Hügeln jedoch finden sich einige interessante Exemplare.&lt;br /&gt;
So liegt nördlich des Komplexes 98/4 die Fundstelle 00/63, die neben einer D52- Spitze, eine D25 und eine C1- Spitze produziert hat.&lt;br /&gt;
Die Fundstelle 00/68, südwestlich von 98/4 gelegen, weist eine Großspitze vom Typ D3 auf (L = ca. 66 mm, B = 35 mm, D = 6 mm) ein seltener Fund auf dem Plateau. Daneben finden sich zwei Ounanspitzen vom Typ H12, zwei D47- Spitzen und eine rhombische E2- Spitze.&lt;br /&gt;
Eine weitere D52- Spitze stammt von der Fundstelle 00/69.&lt;br /&gt;
Der Keramikfundplatz 00/65 weist eine C10- Spitze auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit 00/ markierten Fundstellen sind im Rahmen zeitlich sehr begrenzter Suchfahrten entdeckt worden und nicht weiter bearbeitet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Djara weist eine sehr große Palette von Pfeilspitzenformen auf und deckt mit seinen Typen einen Zeitraum von rund 3000 Jahren ab, wie auch die C14 Daten belegen (von 8620 BP bis 5982 BP).&lt;br /&gt;
Mit über 300 gefundenen Exemplaren ist Djara auch mengenmäßig ein bedeutender Fundplatz für Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Abu Ballas Schichtstufenland==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Phasen haben die Archäologen der Universität Köln unter Leitung von Rudolf Kuper die Fundstellen von Abu Ballas untersucht.&lt;br /&gt;
Wie auch anderen Orts hat das von den höher gelegenen Einzugsgebieten ablaufende Niederschlagswasser sich in Deflationsmulden sammeln können und so zur Bildung von siltig- tonigen Playas führen können. Zwischen den verschiedenen Überflutungsphasen sind immer wieder äolische Einträge zu beobachten.&lt;br /&gt;
Die Hauptkonzentrationen prähistorischer Besiedlung wurden Eastpans, Mudpans und Westpans genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eastpans   wurden vom Stuttgarter Fotografen Rudolf René Gebhardt während einer seiner zahlreichen Alleinexpeditionen entdeckt.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt ungefähr 90 km südlich der Dakhla Oasen, die beiden größeren Fundstellen wurden mit 95/1 und 95/2 bezeichnet.&lt;br /&gt;
Die epipaläolithischen Konzentrationen 95/1 – 1 und 96/6, letztere mit einem Alter von    8350 +- 55 BP produzierten keine Pfeilspitzen, eine Ausnahme bildet ein asymmetrisches Trapez von 96/6, welches als eine mögliche Bewehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
Auch die jüngere, aber ebenfalls noch epipaläolithische Fundstelle 95/1 – 1 mit einem Alter von 7750 +- 150 BP bis 7752 +- 48 BP weist keinerlei Jagdwaffen in Form von Pfeilspitzen auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelneolithischen Charakter zeigen einige Artefakte der oberen Schicht der Fundstelle    95/1 – 1, die ein Alter von 7529 +- 48 BP aufweist und damit nur geringfügig jünger ist als die unterliegende epipaläolithische Schicht. Typisch ist eine Dreieckspitze mit kantenretuschierter Basis vom Typ H7 sowie eine kantenretuschierte Spitze mit konkaver Basis vom Typ H20 wie er auch in Nabta auf der Fundstelle E – 75 – 8 vorkommt. Das Auftreten einseitig flächenretuschierter Blattspitzen (2 Fragmente) passt ebenfalls in den Zeitrahmen.&lt;br /&gt;
Der spätneolithische Fundplatz 95/2 ist auf 6170 +- 80 BP bis 6072 +- 36 BP datiert. Die Vielzahl der Mikrolithen lassen auf einen Einfluss aus Süden, das Vorhandensein von Feuerstein, von einem side- blow- flake und von flächenretuschierten Artefakten auf einen Einfluss aus Norden schließen. An Bewehrungen sind vier Trapeze vom Typ F10 und eine D31- Spitze zu nennen, letztere stammt aus der datierten Grabungsschicht, während eine gestielte Großspitze vom Typ D3 von der Oberfläche abgesammelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erstaunlich, dass eine hauptsächlich von der Jagd lebende Gesellschaft, selbst im Spätneolithikum überwiegen Wildtierknochen und stehen einer nur geringen Anzahl von Rind- und Schafsknochen gegenüber, nur eine verschwindende Anzahl von Pfeilspitzen hinterlassen hat.&lt;br /&gt;
Zu erwähnen ist noch eine interessante Ounanspitze, die der Verfasser im Oktober 2000 an der Oberfläche von 95/1 beobachtet hat. Wie die vor Ort angefertigte Zeichnung zeigt, handelt es sich wahrscheinlich nicht um eine Bewehrung, sondern eher um ein epipaläolithisches Mehrzweck- Werkzeug (Bohrer, Kerbe, retuschiertes Stück).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mudpans''' werden schon 1939 von Bagnold ebenso wie das Vorhandensein prähistorischer Artefakte an diesem Ort erwähnt. Paschur und Braun bestätigen dies 1980. Die Fundstellen liegen südöstlich des Abu Ballas Hügels und südwestlich von Eastpans, der Schichtstufe folgend.&lt;br /&gt;
Da die mir zur Verfügung stehende Dokumentation nicht lückenlos war, werden lediglich die gezeichneten Bewehrungen behandelt. Im Prinzip entsprechen sie in Quantität und Qualität auch den gefundenen Stücken. Kleine, für diese Zusammenstellung aber nicht entscheidende Unterschiede, sind daher möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Trapezen und Dreiecken kommen auch rückengestumpfte Formen, Stichel, Endretuschen, gezähnte Stücke, ausgesplitterte Stücke, Bohrer vom Typ Tixier 16 und andere, und weitere Mikrolithen wie z.B. Segmente vor.&lt;br /&gt;
Eine Weiterentwicklung der Inventare ist nicht zu erkennen. Eine einzige Pfeilspitze weist Flächenretuschen auf. Es ist eine Stielspitze vom Typ I 9 mit einer rechtwinklig zur Längsachse stehenden Schwinge und einer gerundeten Schwinge vom Typ D21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gezeichnete Bewehrungen (außer Segmenten)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/56|| ca. 7000|| || H 1|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||5 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 7||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||19 x F||F 4||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 11||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-1|| ca. 6530|| 1 x H|| H 5|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||bis 5740||28 x F||F 2||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 13||7*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-9|| -|| 2 x F|| F 4|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-1|| ca. 5690|| 10 x F|| F 4|| 3*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-2|| -|| 1 x I|| I 9|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||2 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 9||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||7 x F||F 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 14||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-3|| ca. 6700|| 8 x F|| F 4|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-4|| ca. 6320|| 1 x H|| H 7|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||12 x F||F 4||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/54-1|| -|| 3 x F|| F 2|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||||| '''Total'''|||| '''99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Davon ein Exemplar mit flächigen Retuschen in der Schäftungszone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Westpans''' mit seinem Fundplatz 85/52 ist mit einem Alter von 8700 +- 190 BP das älteste epipaläolithische Vorkommen in der Abu Ballas Gegend.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt rund 50 km südwestlich von Mudpans, seine Koordinaten sind 24°7’ Nord und 27°37’ Ost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben anderen Mikrolithen wurden zwei breite, unregelmäßige Dreiecke und sechs Trapeze, deren kleine Seite eine ausgeprägte Kerbe aufweist, gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hugot beschreibt aus Algerien drei Dreiecke, deren durch Kantenretuschen zugespitztes Ende durch eine Schäftungskerbe ersetzt wurde und bezeichnet den Querschneider mit F9. Die Trapeze mit Schäftungskerbe erhalten die Bezeichnung F15.&lt;br /&gt;
Ein vom Verfasser gefundenes Trapez aus dem oberen Capsien von Bir Hameiria, Tunesien, weist ebenfalls eine Schäftungskerbe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilf Kebir==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der äußerste Südwesten Ägyptens wird durch das über 1000 m hohe Sandsteinplateau des Gilf Kebir geprägt. Die dortigen Sandsteinschichten der Jura- und Kreidezeit sind von tertiärem Vulkanismus durchbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zur Herstellung steinzeitlicher Artefakte verwandte Material ist vor allem ein quarzitischer Sandstein, der in verschiedenen metamorphen Stadien, Korngrößen, und Farben ansteht. Als weitere Materialien kommen Basalt, Quarzporphyr und im geringem Maß Quarzgerölle, also Kieselsteine und aus den tonigen und siltigen Schichten geringvolumige Chalzedone vor. Diese Chalzedone aus den buntgefärbten Ton- und Siltlinsen der Kharga Schichten bilden den bevorzugten Werkszoff der älteren holozänen Komplexe von Abu Tartur. Noch seltener sind Werkstoffe wie verkieseltes Holz und libysches Wüstenglas aus der großen Sandsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1980 arbeiten die Archäologen der Universität Köln, zunächst im Rahmen des Projekts B.O.S., später des Projekts ACACIA, im Gilf Kebir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Ausgrabungen im Wadi el Akhdar liegt eine Monographie von Werner Schön vor, im gleichen Volumen bearbeitet Erwin Cziesla den Fundplatz 80/14 (Schön 1996). Im Hinblick auf das Vorhandensein von Pfeilspitzen ist der Wadi el Akhdar als äußerst arm zu bezeichnen. Die 22 aufgelisteten Fundstellen lieferten 2494 Werkzeuge aber nur ca. 48 Bewehrungen in Form von Querschneidern, das macht ca. 2 % der Gesamtwerkzeugmenge aus. Diese dreieckigen und trapezförmigen geometrischen Formen kommen lediglich mit 41 Exemplaren auf der Fundstelle 80/14, mit fünf Exemplaren auf der Fundstelle 81/8 sowie drei relativ sicheren Stücken von der Oberfläche des Fundplatz 81/2 vor. Alle übrigen Plätze sind frei von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fehlen von Mikrolithen in vielen Inventaren, der schlechte Erhaltungszustand des Knochenmaterials und der geringe Anteil an großen, nicht verrundeten Keramikscherben lässt auf eine starke Zerstörung der Siedlungsplätze durch klimatische Einflüsse schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 80/14''' Alter : die drei Proben von Straußeneischalen ergeben ein Alter von 4210 +- 60 BP, 4300 +- 55 BP und 4500 +- 55 BP. Ein Datum von 4200 +- 1100 BP von einer Holzkohlenprobe kann wegen der hohen Standartabweichung nicht berücksichtigt werden. Von 131 Geräten sind 41 als Pfeilspitzenbewehrungen anzusprechen, das sind 31,3 %. Gezeichnet wurden 34 von 39 Dreieckspitzen, wie sie im Text bezeichnet werden, ein Trapez und eine Trapezspitze.&lt;br /&gt;
Von den gezeichneten Stücken der Tafel 1 sind 24 Exemplare Dreiecke mit geradlinigen Rändern vom Typ Tixier 89, die als Pfeilbewehrung mit F4 bezeichnet sind. Die neun Trapeze, die als Dreiecke eingeordnet sind, gehören zum Typ Tixier 83, als Pfeilspitzenwerden sie unter F10 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Dreieck weist konkave Ränder auf, der Typ ist Tixier 92 oder als Pfeilspitze F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Trapez Nr. 35 mit längerer kurzer Schneide als die neun oben erwähnten Exemplare gehört ebenfalls zum Typ Tixier 83. Durch seinen eher epipaläolithischen Charakter würde, isoliert betrachtet, ein Gebrauch als Pfeilspitze fraglich erscheinen, im Kontext mit einer Vielzahl von Querschneidern ist jedoch eine Verwendung als Bewehrung möglich. Das Trapez Nr. 40 mit einem leicht konkaven und einem geraden Rand (Tixier 86), welches in Hugots Einteilung als f16 geführt werden könnte, gehört ebenfalls zu den Querschneidern. Fünf Exemplare sind nicht gezeichnet worden, es ist anzunehmen, dass es sich um Dreieckspitzen des Typs F4 handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/8''' Holzkohlenproben ergeben ein Alter von 5430 +- 65 BP und 5940 +- 230 BP. Von den 73 Geräten oder ihren Fragmenten sind fünf Stücke oder 6,8 % als Querschneider, sowohl Dreiecke als auch Trapeze, angesprochen worden.&lt;br /&gt;
Ein eindeutiges Trapez, Nr. 23 Tafel 101, ist gezeichnet worden, es stellt eine Bewehrung vom Typ F10 dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/2''' (Oberfläche)&lt;br /&gt;
Das Alter konnte nicht ermittelt werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 88 Stücke, davon neun Mikrolithen. Letztere sind aufgegliedert in unregelmäßige Dreiecke (4 Stücke oder 4,5 %), unregelmäßige Trapeze (2 Stücke oder 2,3 %) und drei andere Stücke. Gezeichnet wurden sieben Mikrolithen bzw. Bruchstücke derselben. Bei dem Trapez Nr. 11 Tafel 66 und den Fragmenten Nr. 13 und     Nr. 14 der gleichen Tafel ist eine Nutzung als Pfeilspitzenbewehrung denkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen im Wadi el Akhdar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen-Typen&lt;br /&gt;
Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 80/14&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''41'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/2 Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 2 (+3)&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''3 (+3)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''11 (+3)'''&lt;br /&gt;
|| '''24'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''49 (+3)'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geometrischen Mikrolithen des Wadi el Akhdar sind vergleichsweise klein. Für die Exemplare des Fundplatz 80/14 schwankt die Breite zwischen 7 und 16 mm.&lt;br /&gt;
Die Durchschnittsbreite beträgt 9 mm, die Durchschnittshöhe 10 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wadi Bakht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wadi Bakht liegt ca. 40 km östlich des Wadi el Akhdar und weist gleiche geologische und morphologische Strukturen auf wie letzteres. Trotz ähnlich intensiver Untersuchungen liegt hier keine vergleichbare Veröffentlichung wie für das Wadi el Akhdar (Schön 1996) vor. Beispielhaft seien einige der Wadi Bakht Fundplätze, hier in Bezug auf das Vorkommen von Bewehrungen, vorgestellt. Die Typologien wurden hauptsächlich von Bettina Petrick und Jörg Linstädter zusammengestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/11'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 3,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 41&lt;br /&gt;
|| 15,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 52&lt;br /&gt;
|| 19,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 7,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 7,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 96&lt;br /&gt;
|| 36,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''261'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Mikrolithen befinden sich acht Dreiecke, unter anderem Tix 89, 90 und 95 und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
Die entsprechenden Pfeilbewehrungen werden mit F4 (fünf Stücke) und eventuell mit H7 (fünf Stücke) bezeichnet. Drei Dreiecke sind langschmal ausgebildet und werden hier nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 1''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 2,10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 56&lt;br /&gt;
|| 16,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 68&lt;br /&gt;
|| 20,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 31&lt;br /&gt;
|| 9,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 3,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 114&lt;br /&gt;
|| 34,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 6,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''333'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 68 Mikrolithen sind neun Dreiecke und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen, vier der Dreiecke können als Pfeilbewehrungen vom Typ F4 angesprochen werden, die kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen eventuell unter H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 2''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 2,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 9,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 224&lt;br /&gt;
|| 43,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 84&lt;br /&gt;
|| 16,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 2,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 79&lt;br /&gt;
|| 15,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 6,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''519'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs der 22 Dreiecke unter den Mikrolithen können als Bewehrungen für Pfeilspitzen angesprochen werden und zwar F4 (5 Stücke) und F13 (1 Stück). Die zwölf kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen möglicherweise in die Gruppe H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 1''' - Alter ca. 6060 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 116&lt;br /&gt;
|| 23,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 91&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 4,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 99&lt;br /&gt;
|| 20,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 38&lt;br /&gt;
|| 7,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 59&lt;br /&gt;
|| 12,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 3,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''489'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den insgesamt 228 Trapezen und Dreiecken, die 46,62 % des Inventars ausmachen, sind 18 Dreiecke und 23 Trapeze gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
Die Dreieckbewehrungen setzen sich aus den Typen F4, F12, F13 und F14 zusammen, die Trapeze sind mit den Gruppen F10, F16 und F12 vertreten.&lt;br /&gt;
Sowohl streng symmetrische als auch asymmetrische Formen sind zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 2'''- Alter ca. 6640 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 17,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 5,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 28,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 3,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''139'''&lt;br /&gt;
|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Platz enthält außer den Segmenten lediglich vier Trapeze und sieben Dreiecke, zehn Stücke wurden gezeichnet. Der Anteil der Querschneider am Gesamtinventar beträgt 7,92 %. Die Bewehrungen fallen in die Gruppen F16, F10, F12 für die Trapeze und F4 und F14 für die Dreiecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/10'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer (Tixier 16)&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,35&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
und Abschläge&lt;br /&gt;
|| 58&lt;br /&gt;
|| 27,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,96&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 11,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 20,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 9,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''213'''&lt;br /&gt;
|| '''100,08'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 58 Trapezen und Dreiecken, welche 27,23 % des Inventars ausmachen, können sämtliche Stücke als Bewehrungen angesehen werden, sie gehören den Tixier Gruppen 83, 85 – 89 und 92 an. Gezeichnet wurden sieben Dreiecke der Typen F4 und F14 sowie vierzehn Trapeze der Gruppen F13 und F16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Querschneider Typen im Wadi Bakht'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14 &lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/10&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| '''58'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/11&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 1&lt;br /&gt;
|| 187&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''228'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| - &lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| '''11'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''225'''&lt;br /&gt;
|| '''18'''&lt;br /&gt;
|| '''29'''&lt;br /&gt;
|| '''9'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''312'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Maya von Czerniewiez bearbeiteten Fundplätze 82/15 (Alter 5070 +- 60 BP und 5180 +- 60 BP) und 82/24 (Alter 4920 +- 60 BP und 5090 +- 60 BP) enthielten keinerlei Pfeilspitzen- Bewehrungen. Dennoch weist das Wadi Bakht wesentlich mehr Mikrolithen, die als Bewehrungen gedient haben könnten, auf als das Wadi el Akhdar. Diese Tatsache kann ein Anzeichen für bessere Erhaltungsbedingungen der Fundstellen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für beide von den Archäologen der Universität Köln intensiv untersuchten Wadis aber auch für das Gilf Vorland und das Plateau und wahrscheinlich ebenfalls für die große Zahl der nicht behandelten Wadis gilt folgendes : Die relativ zum Gesamtinventar geringe Anzahl von Pfeilspitzen- Bewehrungen setzt sich fast ausnahmslos aus Querschneidern in Dreieck- und Trapezform zusammen (Tafel Ä24, Ä25).&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden die älteren dreieckigen Mikrospitzen, welche schon an die kantenretuschierten Dreieckspitzen erinnern, wie sie im mittleren Neolithikum in Nabta, Bir Kiseiba und Abu Tartur üblich waren (Tafel Ä26).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf eine Stielspitze vom Wadi Sora sind flächenretuschierte Pfeilspitzen aus dem Gilf Kebir nicht beobachtet worden. Das hat zum einen sicherlich kulturelle Gründe aber es sollte nicht vergessen werden, dass der in seiner Struktur nicht homogene, verfestigte Sandstein, aus dem die meisten Artefakte hergestellt worden sind, sich nicht für Flächenretuschen anbietet. Die in der Gesteinsmasse einzementierten Quarzkörner stellen einer Druckretusche zuviel Widerstand entgegen. Es gibt im Gilf Beispiele für flächige Retuschen aus dem Paläolithikum aber bei diesen Artefakten handelt es sich um großvolumige Kernwerkzeuge und nicht um aus Klingen oder Lamellen hergestellte Kleinwerkzeuge. Außerdem sind die paläolithischen Retuschen geschlagen und nicht gedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant, bezüglich der Pfeilspitzen, ist die fehlende Weiterentwicklung während der großen Zeitspanne vom Epipaläolithikum bis zum jüngsten Spätneolithikum, wenn davon abgesehen wird, dass die Bewehrungen während der prädynastischen Phasen teilweise kleiner werden und häufig asymmetrische Formen zeigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Frühen holozänen Besiedlungszeit ist ein Trapez mit gekerbter, kleiner Schneide bekannt, ähnliche Stücke wurden in Westpans und Regenfeld gefunden. Die bis dahin unbekannte Bewehrungsart erhielt die Bezeichnung F15, sie ist zu vergleichen mit F9, einem querschneidigem Dreieck mit Schäftungskerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Minqar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Weg zwischen den Dakhla Oasen und Farafra liegt hart am Rande der großen Sandsee die kleine Oase Abu Minqar. Im Rahmen des B.O.S. Programms der Universität Köln wurde zu Beginn der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts das Gebiet auf prähistorische, holozäne Siedlungsplätze untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf Pfeilspitzen stellen sich die Fundplätze wie folgt dar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-1 weist zwei recht unterschiedliche C14- Daten auf, einmal 7890 BP und ein älteres von ca. 8620 BP. Neben kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen der Gruppen C1 und C4 und gestielten, kantenretuschierten Exemplaren der Typen H5 und H12 kommen gekerbte und retuschierte Stücke (Tix 74 bis 77 und Tix 105) vor. Ein Besonderer Fund ist ein langgestrecktes Artefakt mit dreieckigem Querschnitt. Das über 140mm lange Stück ist vollständig flächenretuschiert, die Dicke von rund 6mm im medialen Bereich verringert sich zu den bohrerartig ausgebildeten Enden hin. Der Verwendungszweck bleibt rätselhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-2 liefert ebenfalls kleine, einseitig flächig retuschierte Blattspitzen. Es sind die Typen C1, C3, C4 und C6. Daneben gibt es eine gestielte, flächenretuschierte Pfeilspitze der Gruppe D3 und kantenretuschierte Bewehrungen der Typen H4 und H7 sowie Querschneider der Typen F4 und F13. Rückenstumpfungen und langschmale Dreiecke gehören ebenfalls zum Inventar von 81/55-2. Die C14- Daten reichen von 7100 BP über 6390, 6100 bis 4500 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-3 weist vor allem Querschneider auf und zwar der Gruppen F16, F4 und F13. Daneben kommen auch wieder die kleinen, teilweise flächenretuschierten Blattspitzen aber auch vollflächig retuschierte Exemplare vor.&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 6520 BP angegeben. Weitere typische Artefakte sind retuschierte Stücke (Tix 105), Rückenstumpfungen und Bohrer vom Typ Tix 16 (mèche de foret) sowie basisretuschierte Lamellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-5, dessen Alter mit 7260 BP angegeben ist, produzierte sieben Blattspitzen sowohl ganzflächig als auch teilflächig retuschiert. Daneben finden sich zwei Querschneider, drei H5- Stielspitzen und eine teilflächig retuschierte Hybridspitze vom Typ D44, welche den Übergang von der Blatt- zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den im Gebiet aufgelesenen Streufunden gehört neben Blattspitzen der Gruppen C1, C3, C4 und C11 auch eine große, beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 mit geradlinigen bis leicht gewellten Rändern. Der außergewöhnlich breite Stiel wird von konvexen Linien begrenzt und läuft in einer Spitze aus. Das Gewicht des Stückes ist nicht bekannt, aber da die Dicke in der Mitte des Exemplars bereits 10mm beträgt, dürfte es über 20g wiegen und damit eher zu den Stoß- und Wurfspießen gehören. Außerdem ist der Stiel so breit, dass eine Pfeilschäftung nur schwer vorstellbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Pfeilspitzen in Abu Minqar (Lobo)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| C&lt;br /&gt;
|| D3&lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14&lt;br /&gt;
|| H4&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|| H7&lt;br /&gt;
|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Streufunde&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''16'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''25'''&lt;br /&gt;
|| '''46'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen der verschiedensten Pfeilspitzen- Typen, die über weite Zeiträume gespannten Altersangaben und die neben den Bewehrungen gefundenen typischen, vielfach rückengestumpften Artefakte lassen eine so starke Durchmischung des Fundgutes vermuten, dass eine Altersbestimmung von Pfeilspitzengruppen in diesem Falle problematisch wäre. Sämtliche 123 in „Lobo“ gefundene Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (B.O.S.- Archiv, persönliche Mitteilung Frank Klees).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Weitere Fundplätze außerhalb des Komplexes „Lobo“ sind in folgender Grafik vorgestellt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| A1&lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| E1&lt;br /&gt;
|| E2&lt;br /&gt;
|| F2&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/16&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/17-1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/24&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/21&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/28-8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/27&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''7'''&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Blattspitzen sind die Typen C3 und C11 einseitig flächenretuschiert, das proximale Ende ist häufig auf beiden Seiten modifiziert. Von den C1- Spitzen sind zwei Stücke teilretuschiert.&lt;br /&gt;
Das Alter dieser Bewehrungen liegt, wie auch das der schlanken A1- Spitze, zwischen ca. 6500 BP und 6100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zum Gebrauch des Begriffs „Holozän“.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur in der deutschen Fachliteratur hat sich in Bezug auf das Holozän die Unsitte eingeschlichen, nicht abgeschlossene Zeiträume in Phasen einzuteilen. Diese kleine Anmerkung möge dazu dienen diese Praxis in Frage zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holozän ist ein Terminus aus der historischen Geologie oder Stratigraphie. Das Holozän, früher auch Alluvium genannt, ist die jüngste Stufe der Quatärformation. Es schließt sich an das Pleistozän oder Dilluvium an. Letzteres ist eine abgeschlossene Stufe, welche zwischen dem Pliozän, der jüngsten Erscheinung des Tertiärs, und dem Holozän, der Jetztzeit, angesiedelt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also möglich Begriffe wie frühes, mittleres und spätes Pleistozän zu bilden.&lt;br /&gt;
Anders verhält es sich mit dem Holozän, welches erst vor 10.000 – 12.000 Jahren begann und von dem wir nicht wissen wie lange es dauern wird. Möglicherweise ist es eine zukünftige Eiszeit, welche dieses Erdzeitalter beenden wird. Geologische Zeiträume, und Holozän ist ein solcher, sind im Gegensatz zu historischen, auch ur- und frühgeschichtlichen unvergleichlich groß, Millionen Jahre sind kurze Zeitspannen in der Geologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allenfalls kann also von einem frühen Holozän gesprochen werden, wenn die Zeit, die unmittelbar auf  das Pleistozän folgt, gemeint ist. Gänzlich inkorrekt hingegen sind Wendungen wie mittleres oder spätes Holozän.&lt;br /&gt;
Denkbar wären Formulierungen wie „spätsteinzeitliche Holozänphase“ oder „mittelsteinzeitliche holozäne Feuchtphase“, das sind zwar unförmige Wortgebilde, sie haben aber den Vorteil logisch zu sein. Außerdem vermeiden sie ebenfalls ungeliebte und mit unpraktischen Definitionsansätzen versehene Begriffe wie Neolithikum, Mesolithikum usw..&lt;br /&gt;
Läge die Steinzeit im späten Holozän, wo wären dann Bronze- und Eisenzeit oder gar das Atomzeitalter angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zehnjähriges Kind mit einer statistischen Lebenserwartung von 80 Jahren beschreibt seinen Lebensweg in der Art : „In der Frühphase meines Lebens verbrachte ich meine Zeit hauptsächlich mit Spielen. Dann in der mittleren Lebensphase ging ich in die Grundschule und letztlich, in der Spätphase meines Lebens, wurde ich in die Sexta des hiesigen Gymnasiums aufgenommen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Beispiel zeigt, dass offene Zeiträume nicht in Früh-, Mittel- und Spätphasen aufgeteilt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Große, gekehlte Dreieckspitzen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden sollen die Pfeilspitzen der Wüstenfundplätze Fayum, Abu Tartur und Kharga untereinander und mit den Bewehrungen der zwei Niltalvorkommen von Merimde und Badari verglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst gilt es das zeitliche Auftreten der gekehlten Dreieckspitzen in den einzelnen Siedlungsräumen zu klären. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum A wird unterteilt in das ältere Fayumian von 6075 BP bis 5540 BP und das jüngere Moerian von 5410 BP bis 5010 BP.&lt;br /&gt;
( Ginter et al. 1982; Ginter und Kozlowski 1983, 1984, 1986; Dagnan - Ginter et al. 1984; Kozlowski und Ginter 1989 ). Für die gleiche Kultur gibt F. Wendorf 1980 Altersstellungen von 6391 BP, 6064 BP, 5810 BP und 5160 BP an. Ausgehend von der Annahme, dass sämtliche C14 Analysen korrekt durchgeführt worden sind, kann das Fayum A in den Zeitraum von 6391 BP bis 5010 BP gestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde wird bei von den Driesch und Boessneck 1985 zwischen 5440 BP und 5010 BP datiert. Breunig gibt 1987 für die untere Merimdeschicht Alter von 3940 BP und 5840 BP an. Die Angaben von Derricourt 1971 liegen zwischen 4690 BP und 6250 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die problematische zeitliche Einordnung der Oberflächenfunde von Abu Tartur könnte mit Einschränkungen auf vier C14- Daten basiert werden.&lt;br /&gt;
Das Exemplar Nr. 12 der Tafel Ä2 wurde als einzige gekehlte Dreieckspitze auf dem Fundplatz 1004/83 aufgesammelt. Das Alter des Fundplatzes ist auf 7590 +- 75 BP datiert. Unter anderem führt dieser Komplex auch erste, recht primitiv gestaltete side-blow-flakes. &lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 mit einem Alter von 7145 +- 40 BP weist vier gekehlte Dreieckspitzen auf und 1024/82, der auf 6620 +- 40 BP datiert ist, drei dieser Exemplare. Eine weitere Datierung mit sieben dreieckigen Großspitzen stammt vom Fundplatz 1005/83 und beträgt  6420 +- 60 BP. &lt;br /&gt;
Andere Fundplätze mit häufigem Auftreten dieser Pfeilspitzengruppe konnten bisher noch nicht datiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vielzahl der unterschiedlichsten Datierungen der Fundplätze am Westende der Ausläufer des Abu Tartur Massivs, besonders site 228 und die mögliche Vermischung der Inventare in dieser Zone erlauben keine eindeutige zeitliche Zuweisung der Dreieckspitzen der Dakhla Oasen. Ähnliches gilt für andere einzelne Oberflächenfunde in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der frühesten Daten des Fayum A ( 6391 BP ) und Merimdes ( 6250 BP ), Fundstellen, die sich wie auch Abu Tartur durch statistisch auswertbare Mengen von großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle auszeichnen, ergibt ein Bild, welches die gehäufte, Präsenz dieser Bewehrungsart auf den oben genannten Plätzen ab der Mitte des 7. Jahrtausend vor heute suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur begann die Entwicklung etwa tausend Jahre früher ( 7590 BP ). Ein Ansteigen der Häufigkeit belegen die Stationen 7145 BP und 6620 BP. Die größten Mengen treten in Abu Tartur um 6420 BP auf, kurz vor dem ersten Erscheinen dieses Pfeilspitzentyps im Fayum und in Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielhaft für das Fayum sind die tief ausgekehlten Spitzflügelgeschosse der Gruppe A25, die noch durch zwei gezähnte Exemplare des Typs A26 ergänzt werden. Andere Dreieckspitzen verschiedenster Basisgestaltung sind A1 mit geradliniger Basis, A17 und A18 mit einer durch zwei schräg verlaufende gerade Linien gebildeten Basis oder einer konvexen Basis und die Stücke mit zentraler Kehle mit allen möglichen runden und eckigen Ausgestaltungen der Schwingenenden als da sind A2, A13, A27 u.s.w.&lt;br /&gt;
Die in Abu Tartur gefundenen Exemplare zeichnen sich häufig durch eine gewisse Asymmetrie, vor allem die Schwingenenden betreffend, aus ( z.B. Tafel Ä3, 2, 3, 5, 6, 8 und 11 ). Dieses Merkmal wird weder im Fayum noch in Merimde oder Badari angetroffen. Auch das Ansteigen des häufig spachtelförmigen Schwingenendes zum Kehlentiefsten hin ist typisch für Abu Tartur ( z.B. [[Tafel Ä 4A]], 1, 6, 9 und 16 ). Bis auf ein Exemplar der Gruppe A26 kommen Spitzflügelgeschosse im Einzugsgebiet von Abu Tartur nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Merimdespitze“ vom Fundplatz Merimde beni Salam ist eine symmetrisch geformte Dreieckspitze mit geradlinigen bis schwach konvexen Rändern. Die Basis ist mit einer zentralen Kehle ausgestattet, die Schwingenenden verlaufen häufig rechtwinklig zum Rand und sind nach außen leicht abgerundet. Sie entsprechen dem Typ A27 und kommen ebenfalls in geringer Anzahl in Abu Tartur vor. ( Tafel Ä4, 4 ; Tafel Ä2, 2 ). Die feinen morphologischen Unterschiede innerhalb der Gruppe sind von J. Eiwanger beschrieben. Außer den „Merimdespitzen“ kommen in den oberen Schichten und vor allem an der Oberfläche auch die jüngeren Spitzflügelgeschosse, ähnlich denen aus dem Fayum, vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der Bewehrungen der wesentlich jüngeren Badarikultur ( 5560 BP – 5030 BP Hassan 1985 ) sind Spitzflügelgeschosse vom Typ A25 aber auch A2, A26 und A28 kommen noch vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die elf von G. Caton-Thompson in Kharga gefundenen großen Pfeilspitzen mit teils eckigen, teils gerundeten Schwingen sowie die drei von M. Mc Donald erwähnten ausgekehlten Dreieckspitzen östlich von Dakhla können den Typen von Abu Tartur zugesellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die ägyptischen Fundgebiete im Vergleich.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenfassung der Pfeilspitzen Indizes sowie ihre grafische Darstellung sollten ursprünglich nur die Verschiedenheit oder Gleichheit einzelner Kulturen dokumentieren. Unvermischte Inventare ergeben gleichartige Grafiken bei gleicher Kultur, eine andersartige Kultur ergibt eine abweichende Grafik. Auf ähnliche Art können auch Gesamtinventare miteinander verglichen werden.&lt;br /&gt;
Trotz aller Kritik an dieser „französischen Methode“ haben ihre Kritiker bislang nichts anzubieten was effektiver wäre. Es wird lediglich versucht einfache Methoden durch aufwändige Arbeitsweisen zu ersetzen.&lt;br /&gt;
Die hier vorgestellten Grafiken haben in den meisten Fällen gemischte Inventare als Grundlage, dennoch sind sie äußerst informativ, denn sie zeigen die zeitliche und materielle Entwicklung der einzelnen Populationen auf und sie erlauben Vergleiche mit anderen Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersicht 1. - 6. sind Fundkomplexe der postulierten Gunstzone. Übersicht 7. - 11. sind Fundkomplexe außerhalb der postulierten Gunstzone. Übersicht 12. - 13. sind Sonderfälle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Kharga'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 7,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 259&lt;br /&gt;
|| 29,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 341&lt;br /&gt;
|| 39,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 203&lt;br /&gt;
|| 23,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''869'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 122&lt;br /&gt;
|| 3,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 1466&lt;br /&gt;
|| 45,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 597&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 1023&lt;br /&gt;
|| 31,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''3208'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Djara 90/1'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 28,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 53&lt;br /&gt;
|| 35,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''150'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Abu Minquar'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 51&lt;br /&gt;
|| 29,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 117&lt;br /&gt;
|| 67,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''173'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Dakhla'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 57&lt;br /&gt;
|| 38,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 14,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 65&lt;br /&gt;
|| 43,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''148'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6. Djara 98/20'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''55'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7. Mudpans'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 98&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''98'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8. Gilf Kebir'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 346&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''346'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9. Sandsee (Glasregion)'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| ca. 50&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''ca. 50'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10. Kiseiba'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 152&lt;br /&gt;
|| 96,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''157'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11. Nabta'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 3,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 2,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 350&lt;br /&gt;
|| 93,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''375'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12. Merimde'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 61&lt;br /&gt;
|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''66'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13. Fayum'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 272&lt;br /&gt;
|| 31,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 228&lt;br /&gt;
|| 26,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 357&lt;br /&gt;
|| 41,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''857'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Tartur - Verteilung der Pfeilspitzenfamilien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3a&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 9120 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7590 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7145 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6620 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6420 BP&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0002 / 84'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0006 - 0007 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1004 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1017 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1023 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1024 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1005 / 83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| 1,48|| I|| 3,39|| I|| 3,02|| I|| 5,33|| I|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||1,57||II||14,08||II||17,78||II||48,59||II||52,61||II||72,78||II||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||0,52||III||9,86||III||4,44||III||7,91||III||18,57||III||11,83||III||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||97,91||IV||76,06||IV||76,30||IV||40,11||IV||25,80||IV||10,06||IV||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kharga'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 90 / 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Dakhla'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Minqar'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 98 / 20'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 7,60|| I|| 3,80|| I|| 2,67|| I|| 2,70|| I|| 1,73|| I|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29,80||II||45,70||II||33,33||II||38,51||II||29,48||II||7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||39,24||III||18,61||III||28,67||III||14,87||III||1,16||III||20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||23,36||IV||31,89||IV||35,33||IV||43,92||IV||67,63||IV||72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Mudpans'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Gilf kebir'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Glasregion''' &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kiseiba'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Nabta'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Fayum'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Merimde'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| -|| I|| 0,64|| I|| 1,33|| I|| 31,74|| I|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||-||II||-||II||-||II||1,27||II||3,20||II||26,60||II||-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||-||III||-||III||-||III||1,27||III||2,13||III||41,66||III||3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||100||IV||100||IV||100||IV||96,82||IV||93,33||IV||-||IV||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alter bestimmter Pfeilspitzenformen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wird die Frage nach dem Alter bestimmter Pfeilspitzenformen gestellt. Um eine zufriedenstellende Antwort geben zu können, werden möglichst große Mengen Bewehrungen mit ausreichenden Altersbestimmungen durch C14 Analysen benötigt.&lt;br /&gt;
Im besprochenem Raum stellt sich die Faktenlage so dar, dass nur ein geringer Anteil der älteren Inventare, von vor 9000 BP bis etwa 7600 BP, in direktem Zusammenhang mit C14 Werten steht. Oft ist die Anzahl der an einer datierten Stelle aufgefundenen Pfeilspitzen klein oder aber eine zeitliche Zuweisung größerer Mengen eines Fundplatzes ist lediglich auf indirektem Wege, durch Vergleiche mit ähnlichen Vorkommen, deren Alter bekannt ist, möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die jüngeren Fundplätze von ca. 7600 bis ca. 6400 ist die Situation günstiger, da hier Datierungen mit größeren Mengen zusammenfallen, dieses gilt leider nur für Abu Tartur, dürfte aber ausreichen, um allgemeine Strömungen bei der Formgebung von Pfeilspitzen kenntlich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' zeigt die Entwicklung von vor 9120 BP bis 6900 BP ohne Wichtung der Menge. Jeder direkt datierte Pfeilspitzenfundplatz ist in dem Diagramm eingezeichnet so z.B. 0002/84 mit 180 Querschneidern aber lediglich zwei Ounan-Harif Spitzen vom Typ H14 ( Tafel Ä35 – 12 und 13 ) und fünf weiteren H- Spitzen. Schon im Frühholozän wurde mit neuen Formen und Techniken experimentiert wie die einseitig flächenretuschierte D1- Spitze ( Tafel Ä12 – 6 ) und die gestielte Hybridspitze ( Tafel 35 – 14 ) zeigen. Experimente sind im Diagramm durch einen Asterix gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_7.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_8.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den '''Nabta-Fundplatz E-77-3''' liegt eine Datierung vor und eine solide Menge von 28 Ounan-Harif Spitzen und 25 querschneidigen Bewehrungen. Gegenüber der knapp 300 Jahre älteren Fundstelle 0002/84 mit einem Ounan-Harif Anteil von ca. 1 % übersteigt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen mit 52,83 % die Menge der Querschneider, die es auf  47,17 % bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dakhla treten ähnliche Querschneider wie in Abu Tartur und größere Mengen von Ounan-Harif Spitzen, hauptsächlich vom Typ H19, auf. Leider sind die Mengen- und Typenangaben für eine Auswertung nicht präzise genug, ferner fehlen exakte, auf  Inventare bezogene Altersangaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Minqar 81/55-1''' weist um 8620 BP keine Ounan-Harif Spitzen aber erste Ounan- oder ounanähnliche Spitzen auf. Die Menge, fünf Exemplare, ist aber zu gering, um aussagekräftig zu sein. Ein weiteres Datum von 7890 BP könnte im Zusammenhang mit kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen gesehen werden. Aber auch hier ist die Menge ( drei Stücke ) zu gering und das auch noch in einem Fundkontext, welcher unübersichtlich und gestört erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den indirekt datierten Fundplätzen '''E-80-2 und E-80-1-A''' sind insgesamt 80 Ounan-Harif Spitzen und 22 querschneidige Mikrolithen bekannt. Diese größte Menge von in Ägypten gefundenen Ounan-Harif Spitzen sollte in der Betrachtung der Entwicklung der Pfeilspitzentypen nicht fehlen. Das Inventar ist daher in das Diagramm Fig. 7 aufgenommen und arbiträrerweise bei 8500 BP eingetragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wahl entbehrt nicht ganz der Logik, da das Verhältnis von Ounanspitzen zu Mikrolithen mit der Zeit ansteigt. Während 0002/84 nur 1,10 % Ounan-Harif Spitzen aufweist, steigt der Anteil auf 52,83 % für E-77-3, auf 62,00 % für Dakhla, auf 78,43 % für  E-80-2 und E-80-1-A. Nach 8500 BP sinkt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen und die Querschneider laufen in der behandelten Zone aus. Ounanspitzen vom Typ H12 und ähnliche wie H13 und H5 werden zahlreicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf 8290 +- 80 BP datierte Nabta Fundplatz '''E-75-6''' Epipal, weist keine Ounan-Harif Spitzen mehr auf, dafür aber immer noch mikrolithische Bewehrungen und Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
Dahingegen werden nur geringfügig später ( 8219 +- 73 BP ) auf dem Fundplatz Gara 75/27 in den Siwa Oasen weiterhin Ounan-Harif Spitzen produziert und Versuche mit flächenretuschierten Stielspitzen angestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Ounan-Harif Spitzen wie im äußersten Nordwesten der westlichen Wüste Ägyptens werden zur gleichen Zeit ( 8210 +- 70 BP ) im Südosten in Bir Kiseiba auf dem Fundplatz  E-79-1 hergestellt. Die letzten Ounan-Harif Spitzen erscheinen zwischen 8100 BP und 8020 BP auf den Fundplätzen E-80-3 und E-80-1-C. Der auf 8130 BP datierte Fundplatz E-79-2 führt schon Ounanspitzen, die jüngeren hier gemessenen Daten dürften sich auf  eine Bou Saada Spitze ( H7 ) beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1-C''' von F. Wendorf in die El Jerar Phase von Nabta Playa gestellt, weist zwei Ounanspitzen mit einem Alter von 7850 +- BP auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-79-2''' hatte acht Ounanspitzen um 8130 BP hervorgebracht, zwei jüngere Daten 7780 +- 130 BP und 7610 +- 70 BP könnten im Zusammenhang mit einer Bou Saada Spitze stehen, wie schon weiter oben ausgeführt wurde. Das jüngere Datum ist wahrscheinlicher, das ältere läge rund 200 Jahre vor dem Erscheinen der frühesten kantenretuschierten Dreieckspitzen der Typen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch zwei Holzkohlenproben von verschiedenen Herdstellen datierte Fundstelle '''1072/86''' hat ein Alter von 7670 +- 50 BP respektiverweise von 7645 +- 35 BP. Hier kann von einer intakten Fundschicht mit in situ Material ausgegangen werden. Es wurden 37 Spitzen der Typen H12, H13 und H5 gefunden, also Ounanspitzen und ounanähnliche Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um so erstaunlicher ist die Pfeilspitzen Vielfalt des auf 7590 +- 75 BP datierten Fundplatzes '''1004/83''', der neben 47 Spitzen der Gruppen H12, H13 und H5 eine Menge von 15 kantenretuschierten Blattspitzen, zwei flächenretuschierten Dreieckspitzen der Typen A1 und A2, 29 Blattspitzen der Typen C1, C2, C3, C6 und C10 und sechs Stielspitzen der Typen D1, D2 und D3 hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast gleichzeitig ist der mit 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP datierte Fundplatz Djara 90/1-2, welcher ebenfalls flächenretuschierte Blatt- und Stielspitzen führt. Die Nabta Fundplätze E-77-5 Neolith. ( 7530 +- 180 BP ) und E-91-1-C ( 7536 +- 110 BP ) führen zu dieser Zeit noch Ounanspitzen und kantenretuschierte Blattspitzen. Unsicher ist eine H7 Spitze, ein einzelnes Trapez taucht wieder auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 7360 +- 200 BP werden vom Kiseiba Fundplatz E-79-7 zwei kantenretuschierte Dreieckspitzen des Typs H8 gemeldet, um 7170 +- 80 BP steigt die Anzahl der H7 und H8 Spitzen auf Fundplatz E-79-6 auf 19 Exemplare. Ebenfalls wird eine große, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze mit zentraler Kehle des Typs A2 gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit, 7145 +- 40 BP, wird auf dem Fundplatz Abu Tartur 1017/82 eine Menge von 178 Pfeilspitzen gezählt darunter 60 Ounan- und ähnliche Spitzen, zehn kantenretuschierte Blattspitzen und von den flächenretuschierten Stücken vier Dreieck-, 86 Blatt- und 14 Stielspitzen. Der Fundplatz ist gemischt und die kantenretuschierten Exemplare dürften älter sein, was durch weitere Datierungen zu klären wäre. Kantenretuschierte Dreieckspitzen wurden nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Nabta Fundplatz E-75-8 lower, welcher 41 Pfeilspitzen der Typen H7 und H8 produzierte schwanken die Altersangaben zwischen 7100 BP und 6700 BP. Das ältere Datum scheint für die „Nabtaspitzen“ wahrscheinlicher zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der in der ägyptischen Sahara, also in der westlichen oder libyschen und in der östlichen oder arabischen Wüste gefundenen und wissenschaftlich bearbeiteten Pfeilspitzen liegt bei über 7000 Stücken. Die im diesem Bericht berücksichtigten Bewehrungen erreichen eine Zahl von rund 6800 Exemplaren. Zwei Drittel dieser Menge kommen aus einem breiten Streifen um den 26. nördlichen Breitengrad, einer Region, die wie ich meine sowohl Sommerregen aus Süden als auch den noch wichtigeren Winterregen aus Norden regelmäßig erwarten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch die Landschaftsform reicht die Kernzone der Pfeilspitzenhäufigkeit von Abu Minqar im Westen über Dakhla bis nach Kharga im Osten. Nördlich dieser Linie sind Farafra und Djara sowie Abu Gerara, das nördliche und westliche Abu Tartur Plateau, die geologischen Senken nördlich von Abu Tartur sowie das Gelände nördlich der Kharga Oasen zu nennen, wobei große Gebiete bis heute noch nicht auf prähistorische Vorkommen untersucht worden sind. Südlich der Linie liegen die Eastpans. Das Auffinden weiterer Fundplätze bis zum Breitengrad 25° Nord ist möglich, die Aussicht auf Erfolg ist wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem libyschen Kalksteinplateau und an seinem Fuße konnte auf ausgezeichnetes Rohmaterial zur Herstellung von Werkzeugen zurückgegriffen werden. Einmal auf Jaspis- und Chalzedonknollen aus den Tonlinsen der Khargaschichten, zum anderen auf eozäne Hornsteine, deren Ausbildung von kugelig bis plattig reicht. Es gibt weitere Gesteine, die als Ausgangsmaterial herangezogen worden sind, wie Sandstein, Kalkstein, verkieseltes Holz, Quarz und andere, ihre Verbreitung ist jedoch gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie Fig. 3''' zeigt ähneln sich die Diagramme der einzelnen Fundzonen. Sämtliche Pfeilspitzen- Grundformen wie die flächenretuschierten Dreieck-, Blatt- und Stielspitzen sind neben den kantenretuschierten Exemplaren vorhanden. Bis etwa 7500 BP sind Flächenretuschen die große Ausnahme obwohl mit dieser Technik experimentiert wurde. Nach ca. 7000 BP setzen sich die Flächenretuschen durch, Kantenretuschen werden seltener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Grafik zeigt das Indiz IV den Anteil der kantenretuschierten Pfeilspitzen und damit den Anteil älterer Besiedlungsphasen an. &lt;br /&gt;
Diese älteren Pfeilspitzen weisen ein großes Spektrum an Formen auf, es reicht von Ounan- Harif- Spitzen ( H 14, H2, H19 u.a. ) mit den verschieden gestalteten Schäftungszonen über Ounanspitzen ( H12 ), gestielten H5- Spitzen, Dreiecksformen ( H7, H8, H9, H18 ) und Blattspitzen ( H1, H4, H10, H11 ) bis zu Querschneidern ( F2 – F22 ), von denen die frühesten schon vor 9000 BP auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Größenordnung und Verteilung der Indize der flächenretuschierten Bewehrungen wird wahrscheinlich durch kulturelle Präferenzen bestimmt. So ist für die Khargaregion die Stielspitze wichtig. Da nahegelegene Abu Tartur und die Dakhla Oasen führen prozentual die meisten Blattspitzen während das Verhältnis von Blatt- zu Stielspitzen in Djara ausgeglichen erscheint. Diese Aussagen sind sehr verlässlich, da sie große Mengen als Basis aufweisen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger großen Inventaren genügt ein kleiner Eingriff, um das Gesamtbild zu ändern und eventuell zu verfälschen, so fehlen in Abu Minqar bis auf zwei Stücke die Stielspitzen. Gesetzt den Fall ein „Sammler“ hätte vor der wissenschaftlichen Untersuchung durch F. Klees rund 20 D- Spitzen, weil sie so „schön“ waren, entnommen, so wäre eine Erklärung für das Balkendiagramm gefunden. Zerstörung durch Deflation und kulturelle Verschiedenheit sind natürlich ebenfalls im Bereich des Möglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 4''' zeigt die Zusammensetzung der Pfeilspitzentypen von Fundstellen außerhalb des postulierten Gunstraums südlich und nördlich der Achse Abu Minqar – Kharga. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mudpans, die Glasregion in der großen Sandsee und die Fundstellen im Gilf Kebir weisen ausschließlich kantenretuschierte Werkzeuge auf und zwar von den ältesten bis zu den jüngsten Fundstellen. Über tausende von Jahren war der Querschneider die einzige bekannte Bewehrung im südwestlichen Teil der libyschen Wüste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den dort lebenden Gesellschaften fehlte die sonst für das Neolithikum so charakteristische Dynamik, die sich in Innovation und Vielfalt dokumentierte. Ganz ähnlich scheinen die Grafiken von Kiseiba und Nabta angelegt zu sein aber die Ähnlichkeit ist nur äußerlich. In diesen Gebieten wurden bevorzugt die älteren holozänen Fundstellen bearbeitet, was sich in dem hohen Anteil an kantenretuschierten Pfeilspitzen niederschlägt. Hier jedoch findet sich die bunte Mischung aus Stiel- Dreieck- und Blattspitzen neben den Querschneidern wieder, wie es in der Gegend um den 25. Breitengrad Nord der Fall war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigen bearbeiteten jüngeren Fundplätze weisen, wenn auch in geringer Anzahl, sämtliche Ausbildungstypen flächenretuschierter Pfeilspitzen auf. Gemeinsamkeiten zwischen dem Südostteil der westlichen Wüste und ihrer Südwest- Ecke sind nicht festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss des Feuerstein liefernden Kalksteinplateaus im Norden Nabtas und im Nordosten Kiseibas darf nicht unterschätzt werden, gab er doch den hier lebenden Populationen einen materiellen und daraus resultierend auch einen technologischen Vorteil gegenüber den im nubischen Sandstein siedelnden Gruppen, deren Rohmaterial hauptsächlich aus verhärtetem Sandstein bestand, der wie schon weiter oben angedeutet nicht das ideale Material für eine Bearbeitung mittels Flächenretuschen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum ( Fig. 4 ) zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Dreieckspitzen aus, dennoch liegt der Anteil der Stielspitzen um ca. 10 % höher. Würden die kantenretuschierten Bewehrungen des Fayum B berücksichtigt, so entstünde ein ähnliches Bild wie in den Kharga Oasen allerdings mit höherem Anteil an Dreieckspitzen ( Indiz I ) und einem niedrigerem Prozentsatz von Blattspitzen ( Indiz II ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beeinflussung durch die Fundplatzgruppe 25° N ist durchaus möglich.&lt;br /&gt;
Wie ebenfalls aus Fig. 4 hervorgeht, fehlt den Merimde Fundplätzen die zeitliche Tiefe, da ein Pfeilspitzentyp, die Gruppe A2, mit über 90 % Anteil das Bild beherrscht. Ähnliches gilt für die noch jüngere Badarikultur, die ca. 80 % A2- Spitzen aufweist und rund 16 % Blattspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem nun die ägyptischen Pfeilspitzen der Sahara zahlenmäßig erfasst sind und ihre Typen in einen, wenn auch groben Zeitrahmen gestellt werden konnten, erscheint es mit Einschränkungen möglich, einige Fragen beantworten zu können. Ebenfalls müssen mehrere notwendige Feststellungen getroffen werden.&lt;br /&gt;
* Über die Hälfte aller in Ägypten gefundenen und ausgewerteten Pfeilspitzen ist in dem Raum von Abu Tartur – Kharga konzentriert.&lt;br /&gt;
* Diese außerordentliche Akkumulation hat während der gesamten holozänen, steinzeitlichen Phase stattgefunden. &lt;br /&gt;
* Die Feldforschung in dem genannten Raum ist bei weitem nicht abgeschlossen. Die Region verfügt über ein gewaltiges Potential.&lt;br /&gt;
* Dichte und dauernde Besiedlung von der El Adam Phase bis zum Auftreten von Clayton Ringen ( Riemer ) setzt klimatische Bedingungen voraus, die nicht im Extrembereich liegen. Eine Ausweitung bisheriger Studien Klima, Fauna und Flora betreffend sowie die Erstellung weiterer C14- Analysen erscheinen angebracht. Auch die Quartärgeologie ist gefragt um eventuelle Fehlinterpretationen zur Klimaentwicklung zu korrigieren und gezielte, lokale Detailuntersuchungen zu betreiben, um die bestehende Diskrepanz zwischen den existierenden Studien und den archäologischen Fakten auszuräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Basiskehle dürften nach den heute bekannten und datierten Funden in Abu Tartur entwickelt worden sein. Von hier aus gelangten sie, kann postuliert werden, mit geringer Zeitverschiebung zunächst ins Fayum und dann nach Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fayum entwickelte sich aus den unregelmäßigen und zum Teil noch primitiv anmutenden Pfeilspitzen Abu Tarturs vor allem die elegante A25- Spitze mit nach innen gezogenen Schwingen und tiefen, breiten Kehlen. Dieser Typ verbindet die Wirkung eines breiten Geschosses mit entsprechendem Schusskanal mit einer Gewichtsreduzierung, welche mit einer tiefen und breiten Kehle zusammenhängt.&lt;br /&gt;
Die bevorzugten Typen in Merimde sind A2, A27, A25 und A28. Im Unterschied zu Abu Tartur sind hier die Pfeilspitzen gleichmäßiger und sauber gearbeitet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Erste flächenretuschierte Stielspitzen treten schon im Frühholozän vereinzelt als Experimente, die aber ohne direkte Folgen bleiben, in Gara, Sitra und Abu Tartur auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gara 75/27 produzierte zwei Stielspitzen mit einem Alter von 8219 Jahren, aus Sitra ist eine Stielspitze mit einem Alter von ca. 8200 Jahren bekannt und Abu Tartur weist zwei flächenretuschierte Stielspitzen von Fundplatz 0002/84 mit einem Alter von 9120 Jahren auf, eine dritte von 1023/82 ist nicht datiert, könnte aber nach der Bearbeitungstechnik und der Formgebung ebenfalls dazuzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese frühen, flächenretuschierten Stielspitzen ähneln stark Miniaturausführungen von Aterienspitzen. Eine Beeinflussung durch aufgefundene Paläoartefakte ist nicht von der Hand zu weisen, zumal im Inventar des Fundplatzes 0002/84 eine große Aterienspitze vorhanden ist. Außer den gestielten Exemplaren weisen 0002/84 und 0006/82 auch einige flächige modifizierte Blattspitzen der Gruppen C3 und C9 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie die Fundstellen Abu Tartur 1004/83 und Djara 90/1-2 zeigen, treten fast gleichzeitig ab ca. 7600 BP neben den kantenretuschierten Pfeilspitzen auch regelmäßig solche mit Flächenretuschen auf und zwar neben den Bewehrungen der Familien A, C und D ebenfalls, aber in geringeren Stückzahlen, die der Familien B, E und G auf.&lt;br /&gt;
Von dem oben genannten Zeitpunkt an nehmen die Flächenretuschierten prozentual zu, die Kantenretuschierten nehmen ab ohne aber gänzlich zu verschwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Anteil von Dreieck-, Blatt- oder Stielspitzen hängt bei den flächig retuschierten Pfeilspitzen nicht vom Alter des Fundplatzes ab sondern von den Präferenzen der jeweiligen kulturellen Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Gruppen, die westlich einer gedachten Linie Siwa – Abu Minquar. Eastpans – Bir Kiseiba – Nabta siedelten waren von den Geschossentwicklungen der Kernzonen abgekoppelt. Sie bringen keine Flächenretuschen hervor, zum Teil auf Grund eines Mangels an geeigneten Rohstoffen, sie verweilen hauptsächlich bei kleinen dreieckigen und trapezförmigen Querschneidern, andere kantenretuschierte Pfeilspitzenfamilien sind selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aus der ägyptischen Sahara sind nur wenige C14- Analysen aus holozänen Horizonten bekannt, die ein Alter von über 9000 Jahren aufweisen. Noch geringer ist die Anzahl von Fundstellen diesen Alters mit einem Inventar, welches eine typologische Einordnung zu erstellen erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste Datierung stammt von einem Herdplatz westlich des Abu Ballas, sie beträgt  10000 +- 225 BP Jahre weist aber keinerlei lithisches Material auf ( Gabriel 86 ).&lt;br /&gt;
Aus dem Wadi el Akhdar vom Fundplatz 80/7-1 wird ein Alter von 9370 +- 215 BP gemeldet (Schön 96) aber auch hier ist das analysierte Material aus einer geologischen Schicht ohne Artefakte entnommen worden.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 83/33 wurde eine Keramikscherbe auf 9080 +- 50 BP datiert. Zugehörige Steinartefakte sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Röper haben in der  „Roten Wüste“ etwa 70 – 100 km südlich von Abu Tartur eine Holzkohlenprobe von einer Herdstelle entnommen, die ein Alter von  9260 +- 370 BP aufweist. Steinartefakte und Keramik sind nicht untersucht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dakhla sind im Zusammenhang mit der dortigen Masara- Phase einige Daten bekannt. Sie liegen zwischen 9180 BP und 8170 BP für die Masara- Phasen A und B und zwischen 9000 BP und 8500 BP für die Masara- Phase C. Werkzeuge sind in diesem Falle vorhanden, einzelne Stücke stimmen mit einschlägigen Inventaren anderer Fundgebiete überein. Eigene auf Dakhla bezogene und vollständige Inventare sind jedoch erst spät erstellt worden, diese sind mit den Funden des Abu Tartur B zu vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches gilt für die C14 Daten der Fundregion Regenfeld in der großen Sandsee. Fundplatz 96/1 mit einem Alter von 9388 +- BP Jahren weist keine signifikanten Geräte auf und 96/20, auf 9040 +- 60 BP datiert, produzierte ähnlich wie die gleich alten Plätze im Südosten der libyschen Wüste Ägyptens hauptsächlich rückengestumpfte Lamellen ohne jedoch vergleichbar vollständige Typologien wie Nabta und Kiseiba zu liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollständige Inventare und Datierungen weisen vier Fundplätze auf. In Bir Kiseiba sind es E-80-4 und E-79-8 mit 423 respektiverweise 374 Werkzeugen, in Nabta lieferte E-77-7  158 Geräte und Abu Tartur 0002/84 hat 402 modifizierte Steinartefakte hervorgebracht. In der Fundplatzbeschreibung von 0002/84 werden diese vier Inventare miteinander verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Ostsahara begonnene kulturelle Entwicklung wurde durch die prädynastischen Gruppen im Niltal fortgesetzt. Da der Verfasser das Niltal mit Ausnahme von Merimde und Badari nicht in seine Betrachtungen aufgenommen hat, werden Pfeilspitzentypen wie sie z.B. in Abydos auftreten, nicht berücksichtigt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundstellen_in_%C3%84gypten&amp;diff=5602</id>
		<title>Fundstellen in Ägypten</title>
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				<updated>2025-01-11T11:02:25Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Genauere Beschreibung eines der Fundtableaus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Ägypten==&lt;br /&gt;
Ägypten, 1.000.000 Quadratkilometer groß, besteht mit Ausnahme des Niltals und des Deltas, aus Wüste. Für diesen Bericht sind die arabische und libysche Wüste, da beide zur Sahara gehörend, von Interesse.&lt;br /&gt;
Außerhalb dieses Rahmens werden lediglich, aus Gründen des Vergleichs, die Fundstellen von Merimde am südwestlichen Deltarand und Badari - Hemamieh am rechten Nilufer in Oberägypten, berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Ende des 19. Jahrhunderts begannen Archäologen sich für steinzeitliche Kulturen in Ägypten zu interessieren, so F. Petrie in Nagada. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts kamen dazu Junker in Merimde, Brunton in Badari und die große Dame der ägyptischen Vor - und Frühgeschichte G. Caton - Thompson in Hemamieh, im Fayum und Anfang der 30er Jahre in den Kharga - Oasen.&lt;br /&gt;
Erwähnt seien auch die frühen Expeditionen Hassanein Beys in den Uweinat von wo er über Felsbilder berichtete und Kemal el Dins, der den Gilf Khebir entdeckte und ebenfalls Malereien im Uweinat fand.&lt;br /&gt;
Neben den älteren Arbeiten soll versucht werden auch die in jüngerer Zeit ausgeführten Forschungen, einschließlich der noch laufenden, in diesen Bericht zu integrieren. &lt;br /&gt;
Zu nennen wären unter anderen die Teams um F. Wendorf und R. Schild im Südostteil der libyschen Wüste, R. Kuper und seine Mannschaft mit den Projekten B.O.S und ACACIA, M. Mc Donald in den Dakhla - Oasen und B.E. Barich mit Kollegen in Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Genauere Beschreibung eines der Fundtableaus==&lt;br /&gt;
Abbildung Nr. 7 der Fotogalerie: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot; (Knochenwerkzeuge), verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben links sehen wir aus Kalzit und Baryt geschnitzte sog. Ohrstecker bzw. Bruchstücke derselben. Außerdem drei Diabolos, wovon zwei aus Kalzit- und einer aus Barytkristall hergestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben anschließend werden die von mir als &amp;gt;Webschiffchen&amp;lt; bezeichneten Artefakte gezeigt. Davon sind zwei Stücke zur Gänze erhalten, eines aus Kalkstein das andere aus eisenhaltigem Tonstein gefertigt. Ein Stück ist unzerbrochen, aber ihm fehlt die typische zentrale Bohrung. Von den vier Bruchstücken ist eines, bei dem der Bruch oberhalb der Bohrung gelegen war ,zu einem Anhänger umgearbeitet worden (siehe auch Fundplatz 1085/87, Fundkomplex Abu tartur, Fundplätze, Komplex Sandsteinebene).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben rechts befinden sich einige der seltenen Knochenwerkzeuge und zwar zwei Spitzen, ein meißelförmiges Stück und ein Spachtel. Unterhalb der Spitzen ist ein kleines an den Rändern und auf der leicht gerundeten Oberseite poliertes Knochenstück zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unten links werden Straußeneiperlen und ihre Vorstufen vorgestellt. In der ersten Reihe werden von oben nach unten eckige, durchbohrte, in der zweiten Reihe gerundete, nicht durchbohrte Stücke gezeigt. Die drei folgenden Reihen zeigen einen weiteren Fertigungsschritt an. Die Artefakte sind rund, durchbohrt aber der Mantel, die äußere Peripherie ist noch nicht geschliffen und poliert. Darauf folgen drei Reihen perfekt polierter Perlen im ursprünglichen fertigen Zustand. Hier hat die Deflation noch nicht angesetzt. Die nächsten Reihe zeigt gleichartige Perlen wie die drei Vorgängerreihen, wobei die Stücke kleiner im Durchmesser angelegt sind. Auch hier sind wir in der Kategorie A, unverwitterte Perlen. Windüberformte Exemplare zeigen die drei nächsten Reihen Kategorie B und die Kategorie C, stark verwitterte Perlen, werden in den drei letzten Reihen gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren werden Schmuckanhänger, durchbohrte Zylinder aus Hartgestein (4x Hornstein, 1x Kalkstein und 1x Amazonit), verzierte Straußeneischalen, Kupfererz (Malachit aus dem nubischen Sandstein) sowie große, nicht durchbohrte Perlen gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rechte untere Ecke des Bildes zeigt neben einer tropfenförmig durchbohrten Straußeneischale ein rechteckiges Stück Hornstein mit einer zentralen Bohrung und ein sehr großes gerundetes Teil mit einer durchbohrten Straußeneischale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele aus der aquatischenFauna und zwar sowohl aus dem Meeres- als auch aus dem Süßwasserbereich schließen sich an. Häufig sind die Stücke angeschliffen oder durchbohrt, um sie auffädeln zu können. Gut zu bestimmen sind die Kaurischnecken aus dem Roten Meer und Lynaea natalensis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch die Kapitel:&lt;br /&gt;
* Töpfern, Bohren, Schleifen und Polieren; Fundkomplex Abu Tartur, N. 6&lt;br /&gt;
* Die Wirkung der Deflation auf Straußeneischalen; Fundkomplex Abu Tartur, Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Ägypten - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden 132 Fundtableaus werden nicht näher erklärt, da viele Artefakte in den entsprechenden Rubriken gezeichnet und wissenschaftlich beschrieben worden sind. Jedes Artefakt ist mit einer eindeutigen Fundplatznummer gekennzeichnet. Fundplätze mit Nummern finden Sie unter Fundkomplex Abu Tartur. '''HINWEIS:''' Klicken Sie 2x in Folge auf die gewünschte Abbildung und Sie sehen das Tableau in Bildschirmgröße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0003_N_AbuTartur.jpg|Abb. 1: Klingen und Lamellen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0009_B_AbuTartur.jpg|Abb. 2: Bohrer, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0011_E_AbuTartur.jpg|Abb. 3: Kerben, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0013_D_AbuTartur.jpg|Abb. 4: Mikrolithen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0018_P21_Tixier_Liste.jpg|Abb. 5: Auflistung nach Tixier, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0029_Perlen_AbuTartur.jpg|Abb. 6: Perlen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0035_L_AbuTartur.jpg|Abb. 7: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0033_12_AbuTartur.jpg|Abb. 8: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0037_6_AbuTartur.jpg|Abb. 9: Nabta Pfeilspitzen und andere, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0039_4_AbuTartur.jpg|Abb. 10: Querschneider von Fundplatz 0002/84 und andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0041_7_AbuTartur.jpg.jpg|Abb. 11: Flächeretuschierte Stielspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0043_11_AbuTartur.jpg|Abb. 12: Ounan Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0045_9_AbuTartur.jpg|Abb. 13: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0092_14_AbuTartur.jpg|Abb. 14: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0094_13_AbuTartur.jpg|Abb. 15: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0187_26_AbuTartur.jpg|Abb. 16: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0189_22_AbuTartur.jpg|Abb. 17: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0191_18_AbuTartur.jpg|Abb. 18: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0193_20_AbuTartur.jpg|Abb. 19: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0195_21_AbuTartur.jpg|Abb. 20: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0197_10_AbuTartur_Renate.jpg|Abb. 21: Blattspitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0199_23_AbuTartur.jpg|Abb. 22: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0201_15_AbuTartur.jpg|Abb. 23: Blattspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0203_16_AbuTartur.jpg|Abb. 24: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0205_1_19_AbuTartur.jpg|Abb. 25: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0206_17_AbuTartur.jpg|Abb. 26: Blattspitzen mix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0112_XXVI_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 27: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0149_Q_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 28: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0171_O_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 29: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0073_UU_AbuTartur.jpg|Abb. 30: Große plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0075_NN_AbuTartur.jpg|Abb. 31: Werkzeuge, Fundplatz 1072&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0077_QQ_AbuTartur.jpg|Abb. 32: Plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0079_HH_AbuTartur.jpg|Abb. 33: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0081_1_JJ_AbuTartur.jpg|Abb. 34: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0082_TT_AbuTartur.jpg|Abb. 35: Klingen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0084_KK_AbuTartur.jpg|Abb. 36: Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0086_OO_AbuTartur.jpg|Abb. 37: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0088_PP_AbuTartur.jpg|Abb. 38: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0090_RR_AbuTartur.jpg|Abb. 39: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0096_G_AbuTartur.jpg|Abb. 40: Sicheln und Sicheleinsätze, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0098_XXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 41: Klingen, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0100_ZZ_AbuTartur.jpg|Abb. 42: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0102_YY_AbuTartur.jpg|Abb. 43: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0104_XXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 44: Flächig bearbeitete Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0106_XXV_AbuTartur.jpg|Abb. 45: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0108_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 46: Klingen und Lamellen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0110_XXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 47: Verschiedene Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0114_XXII_AbuTartur.jpg|Abb. 48: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0116_XXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 49: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0118_XXI_AbuTartur.jpg|Abb. 50: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0120_XXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 51: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0122_XLIII_AbuTartur.jpg|Abb. 52: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0124_roem_L_AbuTartur.jpg|Abb. 53: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0126_XLVI_AbuTartur.jpg|Abb. 54: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0011/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0128_XLV_AbuTartur.jpg|Abb. 55: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0130_XLIV_AbuTartur.jpg|Abb. 56: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0132_LV_AbuTartur.jpg|Abb. 57: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0134_XLVII_AbuTartur.jpg|Abb. 58: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1046/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0136_XLVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 59: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0138_XLIX_AbuTartur.jpg|Abb. 60: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0140_1_LIV_AbuTartur.jpg|Abb. 61: Paläolithische Werkzeuge auf neolithischen Fundplätzen und Aterienspitzen (gekauft)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0141_LII_AbuTartur.jpg|Abb. 62: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0014/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0143_LI_AbuTartur.jpg|Abb. 63: Verschiedene Artefakte und Perlen, Fundplatz 1002/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0145_F_AbuTartur.jpg|Abb. 64: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0147_LIII_AbuTartur.jpg|Abb. 65: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1045/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0151_A_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 66: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0157_C_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 67: Bohrer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0159_SS_AbuTartur.jpg|Abb. 68: Klingen und Lamellen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0163_XXX_AbuTartur.jpg|Abb. 69: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0165_J_AbuTartur.jpg|Abb. 70: Große Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0173_K_AbuTartur.jpg|Abb. 71: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0175_VV_AbuTartur.jpg|Abb. 72: Messer und Spitzen, Fundplatz 1017/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0177_WW_AbuTartur.jpg|Abb. 73: Messer und Spitzen, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0183_M_AbuTartur.jpg|Abb. 74: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0208_III_AbuTartur.jpg|Abb. 75: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1035/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0210_XI_AbuTartur.jpg|Abb. 76: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0213_X_AbuTartur.jpg|Abb. 77: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0215_VII_AbuTartur.jpg|Abb. 78: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0217_VI_AbuTartur.jpg|Abb. 79: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1052/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0219_IV_AbuTartur.jpg|Abb. 80: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0009/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0221_V_AbuTartur.jpg|Abb. 81: Verschieden Artefakte, Perlen und Keramik, Fundplatz 0008/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0223_XVI_AbuTartur.jpg|Abb. 82: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0225_VIII_AbuTartur.jpg|Abb. 83: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0227_IX_AbuTartur.jpg|Abb. 84: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0229_XVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 85: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0231_roem_I_AbuTartur.jpg|Abb. 86: Paläolithische Artefakte auf neolithischen Fundplätzen (z.T. Wiederverwendung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0233_roem_II_AbuTartur.jpg|Abb. 87: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0010/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0236_XLII_AbuTartur.jpg|Abb. 88: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0238_XXXI_AbuTartur.jpg|Abb. 89: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0240_XXXII_AbuTartur.jpg|Abb. 90: Bohrer und Pfrieme, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0242_XXXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 91: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0244_XXXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 92: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0246_XXXV_AbuTartur.jpg|Abb. 93: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0248_XXXVI_AbuTartur.jpg|Abb. 94: Bohrer, Klingen und andere Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0250_XXXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 95: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1072/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0252_XXXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 96: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0254_XXXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 97: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0256_XL_AbuTartur.jpg|Abb. 98: Lamellen, kleine Klingen und Mikrolithen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0258_XLI_AbuTartur.jpg|Abb. 99: Retuschierte Thermoscherben, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0260_LVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 100: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0262_XVII_AbuTartur.jpg|Abb. 101: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1016/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0264_H_AbuTartur.jpg|Abb. 102: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0266_XII_AbuTartur.jpg|Abb. 103: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0268_XV_AbuTartur.jpg|Abb. 104: Sichelmesser und &amp;quot;Ackerbau Geräte&amp;quot;, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0270_XIX_AbuTartur.jpg|Abb. 105: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1019/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0272_XIV_AbuTartur.jpg|Abb. 106: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0275_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 107: Verschiedene Artefakte, Fundplätze auf dem Plateau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0277_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 108: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0279_LX_AbuTartur.jpg|Abb. 109: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1039/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0281_XIII_AbuTartur.jpg|Abb. 110: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0284_LIX_AbuTartur.jpg|Abb. 111: Klingen, Kerbklingen und Windkanter, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0286_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 112: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1022/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0322_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 113: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0323_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 114: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0335_besondereWerkzeuge_AbuTartur.jpg|Abb. 115: Große Werkzeuge, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0336_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 116: Reib- und Malsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0337_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 117: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0339_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 118: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0343_Reibstein_AbuTartur.jpg|Abb. 119: Reibsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0340_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 120: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0356_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 121: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0357_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 122: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0358_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 123: Paletten, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0359_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 124: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0360_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 125: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0364_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 126: Reibschale mit Reibstein, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0348_AbuTartur.jpg|Abb. 127: Kerne, Klopfsteine und Spielsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0349_Keulenköpfe_AbuTartur.jpg|Abb. 128: Keulenköpfe, AbuTartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0350_AbuTartur.jpg|Abb. 129: Verschiedene Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0351_AbuTartur.jpg|Abb. 130: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0352_AbuTartur.jpg|Abb. 131: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0334_plattige_Stücke_AbuTartur.jpg|Abb. 132: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kharga==&lt;br /&gt;
G. Caton – Thomson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G. Caton Thompson beschreibt sechs Fundstellen innerhalb der Khargaregion, auf denen Pfeilspitzen vorkommen.&lt;br /&gt;
Diese sind&lt;br /&gt;
* 1.) K05 Bellaida&lt;br /&gt;
* 2.) K015 Umm ed Dabadib&lt;br /&gt;
* 3.) Ghuata (Qasr El Ghueita )&lt;br /&gt;
* 4.) Gala Hill&lt;br /&gt;
* 5.) Abu Sighwal Pass ( Nagb Umm Sirwal )&lt;br /&gt;
* 6.) Yesba Pass ( Nagb Asyut, Gebel El Yabisa )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) K05 Bellaida'''&lt;br /&gt;
Die Stelle liegt südlich der Gebirgslücke zwischen dem Gebel Teir und dem Gebel Tarif.&lt;br /&gt;
Eine Gesamtwerkzeugmenge von 42 Stücken wurde beobachtet aber nicht weiter bearbeitet und veröffentlicht. Unter den auf Tafel 100 vorgestellten Artefakten befinden sich ein Querschneider F8, eine teilflächig retuschierte Blattspitze, eine D7 - Spitze, eine D19 - Spitze und ein Stück, welches einen Übergang von der rhombischen zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) K015 Umm el Dabadib'''&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt in einer breiten Gasse der Abu Muharig Dünenkette in den Ausläufern des südliche Abbruchs des libyschen Plateaus.&lt;br /&gt;
74 Werkzeuge, darunter auch Pfeilspitzen, wurden gefunden und nicht weiter klassiert. 21 Pfeilspitzen sind auf Tafel 99 dargestellt, sie zeigen H1 - Spitzen und Übergänge von H1 nach H5 sowie Blattspitzen vollflächig und teilflächig retuschiert vom Typ C1 und C3, eine schlanke D12 - Spitze und Dreieckspitzen der Typen A1 und H7. Ein atypisches, flächig retuschiertes Stück ist die Nr. 13, die wie eine verunglückte Mischung aus C3 und D6 anmutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) Ghuata ( Qasr El Ghueita )''' &lt;br /&gt;
Der ptolemäische Tempel von Ghuata liegt rund 20 km südlich von Kharga, östlich davon schließt sich eine deflationsgeglättete Depression an.&lt;br /&gt;
Ghuata produzierte 61 Werkzeuge, davon sieben Pfeilspitzen. Gezeichnet sind auf Tafel 95 fünf Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte C3 - Spitzen, eine mit auf beiden Seiten flachen Randretuschen versehene C1 - Spitze, eine asymmetrische H5 - Spitze und eine H - Spitze mit einseitig angedeutetem Stiel, die als abgebrochene Ounanspitze beschrieben ist. Die übrigen auf den Tafeln 94 und 95 gezeigten Stücke weisen epipaläolithische Merkmale auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) Gala hill'''&lt;br /&gt;
22 km südlich von Ghuata liegt innerhalb der Depression ein 124 m hoher Sandsteinhügel mit dem Namen Gala hill. Auf diesem Platz wurden 45 Werkzeuge, davon 13 Pfeilspitzen, gefunden, welche sich unterteilen in 12 Querschneider und eine Ounanspitze. Die restlichen Artefakte sind Klingen, Lamellen, geometrische Mikrolithen sowie weitere epipaläolithische Implemente. Das Inventar erinnert an die Abu Tartur Fundstelle 0002/84.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) Abu Sighwal Pass'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle liegt auf dem östlichen Kalksteinplateau nordöstlich des Gebel Umm El Ghanayin in mit terra rossa gefüllten kleinen Senken, ähnlich wie es sich auf dem Abu Tartur Plateau darstellt.&lt;br /&gt;
Die Fundstreuung ergab 67 Werkzeuge davon lediglich zwei Bewehrungen, nämlich Ounanspitzen wie eine auf der Tafel 98 unter Nr. 3 abgebildet ist. Die Tafel zeigt ebenfalls eine Blattspitze unter 2/98, diese wird aber im Inventar nicht aufgeführt. Die übrigen Werkzeuge bestehen hauptsächlich aus Klingen ( 17 Stück ), Lamellen ( 19 Stück ) und geometrischen Mikrolithen wie Dreiecken und einem Segment. Das Ganze mutet epipaläolithisch an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) Yesba Pass'''&lt;br /&gt;
Dieser Pass bildet den nördlichen Zugang zu den Kharga Oasen und ist über 50 km von Kharga Zentrum entfernt. Auch hier liegen Artefaktenkonzentrationen in kleinen, flachen, terra rossa gefüllten Senken.&lt;br /&gt;
Yesba gab 148 Werkzeuge her, davon 66 Pfeilspitzen. Die übrigen Artefakte sind typische epipaläolithische Stücke mit 64 gestumpften Lamellen, Segmenten und Dreiecken. Kerbklingen sowie Quarzartefakte in Form von Kratzern oder meißelartigen Kernen sind ebenfalls vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen sind wie folgt unterteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;auto&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Pfeilspitzetyp'''||'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Querschneider||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ounanspitzen||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lamellenartige Rhombische||25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rhombische||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Atypische||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blattspitzen||26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stielspitzen inkl. I||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|'''Total'''||'''66'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Ounanspitzen kann auch das Exemplar Nr. 16 Tafel 97 gerechnet werden. Die Lamellenartigen entsprechen den Typen H1 ( 15/97 ), H5 ( 9/97 ) und Übergängen von H1 nach H5 ( 13/97 ).&lt;br /&gt;
Rhombische Exemplare sind zwei vorhanden, nämlich die Nr. 21 und Nr. 22 der Tafel 97.&lt;br /&gt;
Die atypische Spitze 8/97, die bis auf den linken Rand auf ihrem Umfang kantenretuschiert erscheint, fällt in die Gruppe H19.&lt;br /&gt;
Nr. 20/97 kann unter I 4 eingeordnet werden. Die Blattspitzen entsprechen den Typen C1 und C3 und das Exemplar 26/97 weist schon nach C6. Die dargestellten Stielspitzen können dem Typ D7 zugeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den Fundstellen Abu Sighwal und Yesba wurden auf dem Plateau noch 34 Werkzeuge am Gebel Umm El Ghenneiem und 36 Stücke bei Agaba Matana gefunden. Sie bringen keine weiteren Typen und sind auch nicht weiter aufgeschlüsselt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einordnung der beschriebenen und / oder gezeichneten Pfeilspitzen des „ Bedouin &lt;br /&gt;
Microlithic „ von Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''K015'''&lt;br /&gt;
|'''K05'''&lt;br /&gt;
|'''Ghuata'''&lt;br /&gt;
|'''Gala'''&lt;br /&gt;
|'''Sighwal'''&lt;br /&gt;
|'''Yesba'''&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Werkzeuge'''&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|61&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|67&lt;br /&gt;
|148&lt;br /&gt;
|437&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Davon Pfeilspitzen'''&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|117 &lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|19&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|E&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|F&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|G&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|H&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|50&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den rund 500 aufgefundenen Werkzeugen sind 437 dokumentiert. Von letzteren sind 115 oder 26,6 % Pfeilspitzen. ( Da die Familie I nicht mitgerechnet wird reduziert sich die Zahl auf 113 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 1'''&lt;br /&gt;
* = A + B + E&lt;br /&gt;
* = 2 + 0 + 3&lt;br /&gt;
* = 5 oder 4,42 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 2''' &lt;br /&gt;
*= C&lt;br /&gt;
*= 31 oder 27,43 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 3'''&lt;br /&gt;
*= D&lt;br /&gt;
*= 11 oder 9,74 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 4''' &lt;br /&gt;
*= F + G + H&lt;br /&gt;
*= 16 + 0 + 50   &lt;br /&gt;
*= 66 oder 58, 41 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den weiter oben behandelten Pfeilspitzen wurden elf große, ausgekehlte Dreieckspitzen gefunden. Wie Tafel III zeigt, handelt es sich unter anderem um ein durchschnittliches Exemplar mit 41 mm Länge und um ein weiteres von 63 mm Länge und einer Kehle von 28 mm Tiefe. Von den elf Exemplaren, 7 wurden in  K0 15 gefunden, 4 stammen von K0 5, weisen 6 eckige Schwingen auf, die übrigen dürften gerundet sein. Schwingen vom Typ A 25 mit nach innen gebogenen, spitzen Schwingenenden wurden von G. Caton Thompson nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''D.L. Holmes'''&lt;br /&gt;
Wie D.L. Holmes in ihrer „ Analysis and comparison of some prehistoric projectile points from Egypt „ schreibt, entdeckte sie im Dezember 1983 in der Umgebung von Kharga 45 Pfeilspitzen verschiedenster Typen, wie sie auch schon von G. Caton - Thompson beschrieben worden sind und von dieser als „ bedouin microlithic „ klassiert wurden. Der Anteil der Pfeilspitzen am Gesamtvolumen der Werkzeuge beträgt 12 %. Zwei Bruchstücke konnten nicht eingeordnet werden. Die Funde stammen von acht verschiedenen Stellen und obwohl das Gebiet mit Umm - el - Dabadib angegeben ist, zählen dazu auch die nordöstlich von Kharga gelegenen Quellhügel K0 8 und K0 6. Der in der Nähe von Umm - el - Dabadib gelegene Fundplatz K0 15 wird nicht erwähnt. Die Entfernung zwischen K0 6 und K015 beträgt rund 40 km. Der Fundplatz K0 10, der ebenfalls zu den acht Stellen gehört, an denen Pfeilspitzen gesammelt wurden, wird von G. Caton - Thompson dem oberen Acheul zugerechnet. Wahrscheinlich ist es hier zu Verwechslungen der Bezeichnungen gekommen. Für die Analyse der Funde und für Vergleiche mit Sammlungen aus dem gleichen Gebiet werden die beiden Fragmente ausgeklammert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 4,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||15||34,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||16||37,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||10||23,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''43'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weitere Fundbeobachtungen in den Kharga - Oasen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Wendorf und R. Schild, die 1980 in den Kharga - Oasen gearbeitet haben, erwähnen keine Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Simmon und Mandel dagegen sprechen in ihrem Bericht von 1986 von einigen unregelmäßigen Pfeilspitzen, sowie von Blatt - und Stielspitzen, die Menge dürfte bei 12 - 15 Stücken liegen.&lt;br /&gt;
Die umfangreichste Sammlung aus dem Gebiet von Umm - el - Dabadib und Kharga dürfte von R. Ulbrich und G. Ulbrich stammen. Sie enthält 615 Pfeilspitzen, die sich wie folgt verteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 43|| 6,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||184||29,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||283||46,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||105||17,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''615'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgebildet und beschrieben sind sie in diesem Bericht auf den Tafeln Ä - U1, Ä - U2, &lt;br /&gt;
Ä - U3 und teilweise auf weiteren Tafeln der Bezeichnung Ä unter den Kürzeln K, D und Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schreiber des Berichts hatte die Gelegenheit einen Teil des oben genannten Gebiets zu begehen, hier der Fundbericht :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundgebiet Nr. 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koordinaten : ( Mittelwerte ) L = 30°25’, B = 25°28’&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geographie : Rund 10 km nördlich von Kharga erhebt sich der Gebel el Teir, westlich davon liegt mit 451 m die höchste Erhebung der Gegend, der Gebel Tarif und seine nördliche Fortsetzung, der Gebel el Sheikh. 15 km weiter nach Norden schiebt sich das libysche &lt;br /&gt;
Kalksteinplateau in die Kharga - Senke. An seinen Flanken liegen im Nordosten des Fundgebietes die trocken gefallene Oase Ain - el - Labakha und im Nordwesten das Fort Ain - el - Wan ( rund 5 km südlich von Umm - el - Dabadib ). Die weiteren approximativen Begrenzungen des Fundgebietes sind im Osten die Linie Ain - el - Labakha – Gebel el Teir, im Westen der Schnittpunkt der Linien Ain - el - Wan südwärts und Gebel el Teir westwärts. Die Landschaft ist geprägt durch die Dünenketten des Abu Muharig mit Sicheldünen bis zu 50 m Höhe. Die äolische Überformung ist extrem weit fortgeschritten, dennoch haben sich auch Playagebiete, teilweise mit Yardangs durchsetzt, halten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausdehnung : N – S = 17,5 km, W – O = 10 km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschreibung des Fundplatzes : Die meisten Fundstellen sind an Restplayas gebunden aber auch auf Sandsteinuntergrund kommen sekundäre Konzentrationen vor. &lt;br /&gt;
In situ Plätze und Herdstellen sind nicht beobachtet worden, mit Ausnahme einiger in Yardangs in Kopfhöhe eingeschlossener Artefakte ist das Fundmaterial ausnahmslos bewegt worden. K0 15, ein „ bedouin microlithic „ Fundplatz G. Caton - Thompsons südlich von   Ain - el - Wan ist lediglich begangen worden und in seiner vorgefundenen Situation belassen worden, das gleiche gilt für K0 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar : 360 Steinartefakte, davon 10 nicht modifizierte, sind aufgesammelt worden. Die 350 Werkzeuge gliedern sich wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer|| 23|| 6,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||54||15,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||7||2,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rückengestumpfte Lamellen||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||38||10,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Endretuschen||4||1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Geometrische Microlithen||5||1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Microburin Technik||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Andere||213||60,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''350'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe „ Andere „ setzt sich zusammen aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ounanspitzen|| 8|| 2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierten Stücken||67||19,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Side - blow - flakes||8||2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Pfeilspitzen||80||22,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Zweiflächnern||26||7,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstigen||24||6,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''213'''|| '''60,85'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert man die Pfeilspitzen inklusive der Ounan - Spitzen nach Hugot, so wird folgendes Ergebnis sichtbar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''87'''|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen vom Typ I, mit einem Exemplar vertreten, werden nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
Im Vergleich mit den Analysen der Pfeilspitzen der Abu Tartur Fundplätze 1024/82, 1023/82 und 1017/82 fällt auf, dass das Indiz III des Fundgebietes 1026/82 um rund 20 % bis 30 % höher liegt, ansonsten sind Ähnlichkeiten trotz des unwissenschaftlichen Absammelns durchaus zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten im Gebiet 1026/82 sind nicht weiter vertieft worden und zwar aus zwei Gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Die Fundplätze sind durch Deflation stark gestört und definierbare Kulturschichten sind nicht gefunden worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Die Entfernung von der Basis Abu Tartur war zu groß und für eine Einzelperson war das schwierige Gelände zu risikoreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der größenordnungsmäßig unterschiedlichen, von verschiedenen Personen in einer recht großen Zeitspanne gesammelten Pfeilspitzen des „ bedouin microlithic „ ergibt ein interessantes Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''G. Caton-Thompson*'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''D. L. Holmes**'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''R. und G. Ulbrich'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1026/82***'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 4,42|| 2|| 4,65|| 43|| 6,99|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||31||27,43||15||34,88||184||29,92||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||11||9,74||16||37,21||283||46,02||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||66||58,41||10||23,26||105||17,07||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Total|| 113|| 100,00|| 43|| 100,00|| 615|| 100,00|| 87|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die elf großen, ausgekehlten Dreieckspitzen von K0 5 und K0 15 werden, da von Caton - Thompson eher dem „ peasant neolithic „ zugerechnet, später behandelt.&lt;br /&gt;
* ** Ohne Bruchstücke.&lt;br /&gt;
* *** Eine Pfeilspitze der Familie I ist unberücksichtigt geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine klare Übereinstimmung der Sammlungen Holmes, Ulbrich und 1026 ist nicht von der Hand zu weisen. Gemeinsam ist allen ein geringer Wert des Indiz I, der zwischen rund 5 % und 7 % liegt. Ein Drittel der Spitzen gehört zum Indiz II. Die stärkste Gruppe bilden die gestielten Pfeilspitzen mit rund 35 % bis 46 % und die Gruppe der nicht flächig bearbeiteten Stücke liegt bei rund 17 % bis 25 %. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ins Bild passen die entsprechenden Zahlen von G. Caton - Thompson. Ihr Fundgebiet erstreckte sich weiter nach Süden und zu den Pässen im Norden, der epipaläolithische Anteil der hier angetroffenen Fundstellen ist höher. G. Caton - Thompson klassiert außerdem die Fundstellen K0 5 und K0 15 als gemischt aus „ bedouin microlithic „ und „ peasant    neolithic „.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den in Abu Tartur gewonnenen Kenntnissen stellen die Oberflächenfunde in dem hier behandelten Raum ein Artefaktengemenge aus den verschiedensten Epochen und Kulturen dar. Dieses wird verständlich durch die Tatsache, dass der Boden in der Khargasenke im Mittel jährlich um 2 mm abgesenkt wird. Bis auf wenige Ausnahmen, K0 15 ist teilweise eine solche, ist von den ursprünglichen Lagerplätzen nichts übrig geblieben. Die Herde sind weggeblasen worden, die Keramik zu Staub zerrieben und die Steinartefakte nach Korngröße gesichtet worden. Das Material ist dermaßen durcheinander gewirbelt, dass es schon wieder homogen erscheint, wie der typologische Vergleich der verschiedenen Sammlungen suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine in Abu Tartur angefertigte Langzeitstudie über die Auswirkung des Windschubes auf prähistorische Artefakte belegt mit eindeutigen Zahlen sowohl Verschiebung als auch Sichtung (bislang unveröffentlicht, aktuell in dieser Internetpräsenz, siehe: Windschubmessung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Tartur==   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zur El Ghorab Straße zwischen Kharga und Dakhla verläuft die Bruchkante des libyschen Plateaus in westöstlicher Richtung, lediglich die Felsmasse von Abu Tartur schiebt sich nach Süden in die Sandsteinebene vor. Die Bruchkante ist hier, bedingt durch die harten Kurkurschichten mit 550 m höher als die übrigen, bei rund 450 m – 500 m liegenden Partien. Begrenzt wird der Vater der Zipfelmütze, so die Bedeutung von Abu Tartur, im Süden und Osten durch eine mit Zeugenbergen durchsetzte, sandige Ebene der Nubiaschichten, im Westen durch den Wadi Batikh, den Wassermelonen - Fluss und im Norden durch den Wadi Ain Amur. Die mittleren Koordinaten sind 29°30’ – 30°10’ Ost und 25°20’ – 25°40’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird unter Abu Tartur vor allem die ungefähr 50 km westlich von Kharga gelegene Phosphatgrube im südöstlichen Bereich des Massivs verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier war der Verfasser, abgesehen von einer früheren, kurzen Intervention im Jahr 1978, von 1982 bis 1987 als Bergingenieur im Auftrag der Societé Francaise d´ Etudes Minieres ( Sofrémines ) tätig. Außerdem ermöglichte die deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen eines Sonderforschungsprogramms eine sechswöchige Visite mit Archäologen des Heinrich Barth - Instituts für Ur - und Frühgeschichte der Universität zu Köln im Herbst 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Freizeit während des Aufenthalts in Ägypten in den Jahren 1982 – 87 wurden im Umkreis von rund 30 km 146 Fundstellen entdeckt, davon 25 größere mit 100 bis 2500 Werkzeugen. Eine detaillierter Bericht liegt vor, eine Kopie befindet sich im Kölner Institut. Eine Veröffentlichung, auch auszugsweise, wurde nicht vorgenommen. Wohl aber wurden Informationen und erkannte Zusammenhänge für Veröffentlichungen unter anderem Namen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besiedlungsdauer in Abu Tartur reicht vom Epipaläolithikum bis zum ausgehenden Neolithikum falls die wenigen paläolithischen Einzelfunde wie z.B. Aterienspitzen unberücksichtigt bleiben. Das Inventar stammt von der Oberfläche, auf Grabungen ist verzichtet worden, selbst wenn die Überdeckung aus geringmächtigen Lockersedimenten bestand. Spuren späterer Aktivitäten aus historischen Zeiten ist nicht nachgegangen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon im Fundstellenbericht Abu Tartur dargestellt, sind in situ - Plätze in der Sahara äußerst selten. Das Vorhandensein von überdeckenden Ablagerungen stellt keine Garantie für ungestörte Kulturschichten dar. Häufig handelt es sich dabei um umgelagerte äolische Sedimente oder durch Wadis transportiertes Material. In diesen Situationen können sich Artefakte der verschiedensten Zeitalter vom langschmalen Dreieck bis zur schlanken, beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze im gleichen ergrabenen Horizont finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einigen der bedeutenderen Fundstellen fehlt die schützende Decke und das heterogene Fundmaterial ist auf die heutige Oberfläche projiziert worden. Zum Glück gibt es aber auch kleinere Konzentrationen, die unvermischt gerade aus ihrer originalen Situation auswittern und die es erlauben das Artefaktengemisch zu entwirren.&lt;br /&gt;
Kleine Fundstellen sind vielfach homogen in Bezug auf die Verwendung von Rohmaterial, die Bearbeitungstechnik und das Typenvorkommen.&lt;br /&gt;
Die Typenvielfalt der Abu Tartur Fundstellen spiegelt sich im Reichtum der Pfeilspitzenformen, wie die Auswertung des Materials einiger der größeren Konzentrationen zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der Pfeilspitzen - Formen &lt;br /&gt;
Fundplatz 1023/82 : 2462 Werkzeuge davon 44,76 % Pfeilspitzen. Von den 1546 unter Varia ( Tixier 112 ) klassierten Artefakten waren 1071 Pfeilspitzen, dazu kommen 32 Ounanspitzen ( Tixier 107 ), so dass eine Gesamtmenge von 1103 Bewehrungen entsteht. Alter nicht gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anzahl&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|%&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz I&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|A + B + E&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|21 + 6 + 6&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|3,02&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz II&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|575&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|52,61&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz III&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|203&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|18,57&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz IV&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|F + G + H&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|0 + 5 + 277&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|282&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|25,8&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''1093'''&lt;br /&gt;
|'''='''&lt;br /&gt;
|'''100'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zehn Stücke der Familie I werden nicht berücksichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1005/83 : 897 Werkzeuge davon 43,03 % Pfeilspitzen. Von den 546 unter Varia klassierten Artefakten waren 376 Pfeilspitzen dazu gesellen sich noch zehn Ounanspitzen, so dass sich eine Gesamtmenge von 386 Bewehrungen ergibt. Alter 6420 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 19|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||223||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||73||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||59||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''374'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie I ist mit 12 Stücken vertreten und wird in der Auswertung nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1024/82 : 459 Werkzeuge davon 37,47 % Pfeilspitzen. Von den 322 unter Varia klassierten Werkzeugen waren 169 Pfeilspitzen. Zusammen mit den drei Ounanspitzen wird eine Anzahl von 172 Stücken erreicht. Alter 6620 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 9|| 5,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||123||72,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||20||11,83&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||17||10,06&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''169'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Pfeilspitzen der Familie I sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 : 729 Werkzeuge davon 24,42 % Pfeilspitzen. Von den 186 unter Varia klassierten Artefakten waren 125 Pfeilspitzen, hinzu kommen die unter Tixier 107 eingeordneten 53 Ounanspitzen des Fundplatzes, welche allgemein als Bewehrungen gewertet werden. Die Summe aller Pfeilspitzen beträgt demnach 178. Alter 7145 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 6|| 3,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||86||48,59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||14||7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||71||40,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''177'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Stück gehört in die Familie I und wird hier nicht gewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1004/83 : 628 Werkzeuge davon 21,66 % Pfeilspitzen. Von den 139 unter Varia klassierten Artefakten waren 113 Pfeilspitzen, mit den 23 Ounanspitzen des Fundplatzes ergibt sich eine Gesamtmenge von 136 Stücken. Alter 7590 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 1,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||24||17,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||6||4,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||103||76,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''135'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Pfeilspitze der Familie I wird nicht mitgezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 0002/84 : 402 Werkzeuge davon 47,51 % Bewehrungen. Die 191 Bewehrungen lassen sich zum größten Teil auf die Tixier Nummern 87 und 92 zurückführen, hinzu kommen weitere Querschneidertypen sowie Pfeilspitzen der Typen H 10 ( Dreieck ), H 1 ( Blatt ), H 5 ( Stiel ) sowie Ounanspitzen ( H 12 ) und Ounan - Harif - Spitzen ( H 14 ). Alter 9120 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 0|| 0,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||3||1,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||1||0,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||187||97,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''191'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Blattspitzen der Familie C scheinen auf den ersten Blick nicht in den Kontext zu passen, obwohl sie in ihrer Größe und der Art der Flächenretuschierung von Blattspitzen anderer Abu Tartur Fundstellen abweichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Stielspitze der Familie D ist einseitig flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, sie gleicht vom Material und der Technik her der Hybridspitze  ( Tafel Ä 35/14 ), die ebenfalls flache Randretuschen zeigt. Beide Stücke sowie auch die leicht rhombische H 14 Spitze ( Tafel Ä 35/13 ) mit Kantenretuschen an den proximalen Begrenzungslinien können zum kulturellen Inventar gehören. Damit wäre die D – Spitze ein sehr frühes Beispiel einer flächenretuschierten, gestielten Pfeilspitze ( Ä 12/6 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben 0002/84 ist auch der Fundplatz 1072/86 wegen seines homogenen Aspekts hoch interessant. Die auf 7670 +- 50 und 7645 +- 35 BP datierte Fundstelle erscheint weitestgehend unvermischt und wittert in schmalen Windkanälen oder auch Regenrinnen aus, so dass immer wieder in zeitlichen Abständen frische Artefakte gefunden werden können. Durch diese Tatsache erklärt sich das Zustandekommen der Sammlung 1072/02, die von Heiko Riemer durchgeführt wurde und welche neben 17 gestielten Spitzen, 8 Kerbresten und 5 weiteren retuschierten Werkzeugen auch 23 unmodifizierte Klingen und 49 Abschläge, letztere meistens Abfallstücke der Werkzeugproduktion, aufweist. Die erste Sammlung stammt von 1986, dem Jahr der Entdeckung der Fundstelle. Die Zusammenstellung der retuschierten Artefakte umfasst 125 Stücke und sieht wie folgt aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Nr. Tixier'''&lt;br /&gt;
|'''Werkzeug'''&lt;br /&gt;
|'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|'''%'''&lt;br /&gt;
|'''% der Gruppen'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|Einfacher Kratzer auf Abschlag&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|Kreisförmiger Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|Vorspringender Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|7,1&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|Gekerbter Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Kratzer auf gestumpfter Klinge&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|Doppelend - Bohrer&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|II&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|Stichel&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|III&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|IV&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|55&lt;br /&gt;
|Gebogene Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|Bruchstück rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|8,8&lt;br /&gt;
|VI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|Ouchtata Lamelle&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|Gekerbter Abschlag&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|Gezähnter Abschlag&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|76&lt;br /&gt;
|Kerbklinge oder Kerblamelle&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|VII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|Gezähnte Klinge oder gezähnte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8 &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|80&lt;br /&gt;
|Endretusche&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|VIII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|105&lt;br /&gt;
|Durchgehende Retusche&lt;br /&gt;
|47&lt;br /&gt;
|37,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|Ounanspitze&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|72&lt;br /&gt;
|XI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|Verschiedene&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|18,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Total&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|125&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die erste Sammlung 16 % an Ounanspitzen und den damit verwandten Artefakten aufweist, steigt der Anteil beim Gesamtinventar ( 1072/86 plus 1072/02 ) auf 21 %.&lt;br /&gt;
Die Ounanspitze ist ursprünglich ein Werkzeug aus dem Epipaläolithikum, wo sie möglicherweise als Bohrer benutzt wurde. Benannt ist sie nach dem Fundort Bir Ounan im südlichen Taoudeni in der Republik Mali. Vorneolithische Vorkommen sind unter anderen Ain Fritissa im südlichen Marokko, Oued Diffel, Bou Nouara und Dakhlat es - Saadane in Algerien und Ténéré im Norden Nigers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Stücke aus der Ostsahara fallen in die Zeit um 7850 BP – 7600 BP ( El Jarar Early Neolithic, Wendorf et al. 2001 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Abu Tartur Fundstelle 1072/86 gehört in diesen Zeitraum. Außer den von Tixier definierten Ounanspitzen finden sich hier in den gleichen Schichten Pfeilspitzen, die eine Bruchfläche am Stielende aufweisen und solche, bei denen Schlagfläche und Bulbus erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit sind Herkunft und frühes Auftreten dieser Stielspitzen, einmal der „ Abu Tartur Spitze „ und zum anderen der kantenretuschierten Spitze mit modifiziertem Stiel, geklärt. Die Bearbeitung des Stiels dieser nach Hugot als „ H5 „ oder nach Caton - Thompson als „ Ounanien „ zu bezeichnenden Pfeilspitze kann Teile oder die Gesamtheit des Stiels betreffen, es werden sowohl steile als auch flache Retuschen beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiele seien genannt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ounanspitze  -  1072  Tafel Ä 33 Nr. 2&lt;br /&gt;
* Abu Tartur Spitze  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 2&lt;br /&gt;
* H5 - Spitze nach Hugot  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die meisten Artefakte der Fundstelle 1072/86 sind auch diese drei Exemplare aus karamellfarbenem Hornstein hergestellt.&lt;br /&gt;
Ohne die Sammlung Ulbrich enthält das lithische Gesamtinventar Abu Tarturs 14375 Werkzeuge davon 3173 Pfeilspitzen und Pfeilschneiden, Ounanspitzen nicht inbegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reibschalen, Läufersteine und Hammersteine sind in dieser Auflistung nicht berücksichtigt. Der prozentuale Anteil der Pfeilspitzen für die Gesamtheit der Abu Tartur Fundstellen beträgt 21,06 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Geschossbewehrungen der Sammlung Ulbrich und anderer stehen für eine Auswertung insgesamt 4000 Stücke zur Verfügung, rund 1000 dieser Pfeilspitzen sind durch Zeichnungen im Maßstab 1 : 1 und Kurzbeschreibungen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Fayum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Gertrude Caton-Thompson und Elinor Gardner entdeckten und bearbeiteten Fundstellen liegen am Nordufer des Birket el Qarun, einem Restsee in der Fayum-Depression. Die Seeoberfläche liegt heute 45m unter dem Meeresniveau. Durch die Hochwasser des Nils und durch erhöhte Regenfälle während der holozänen Feuchtperioden hat der See häufiger seine Größe und seine Uferzonen verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den drei Grabungsperioden 1924/25, 1925/26 und 1926/24 bearbeiteten sie zum einen das Fayum B, eine Kultur, die auf mikrolithischen Werkzeugen und der Technik der Kantenretuschierung basierte und die keinerlei Keramik aufwies, zum anderen das Fayum A, welches sämtliche Attribute eines entwickelten Neolithikums aufwies als da sind Ackerbau und Viehzucht, Keramik und flächenretuschierte Steinwerkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist, dass die beiden so unterschiedlichen Kulturen große, flächenretuschierte, ausgekehlte Pfeilspitzen ähnlicher Art hervorgebracht haben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Fayum Kulturen wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 3910 +- 115 BC, 3860 +- 100 BC und 3210 +- 100 BC angegeben, wobei das älteste Datum dem höchsten Seestand entspricht und das jüngste Datum der heutigen Uferlinie zugeordnet ist.&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Pfeilspitzen-Vorkommen behandelt wie sie in G. Caton-Thompson „The Desert Fayum“ von 1934 dargestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fayum Fundplätze und ihre Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Nr.Werkzeuge'''|| '''Nr.Pfeilspitzen'''|| '''%'''|| '''A1'''|| '''A17'''|| '''A 2'''|| '''C'''|| '''D'''|| '''E'''|| '''I'''|| '''H'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||'''A18'''||'''A25-A28'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||||'''A13'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site K|| 43|| 14|| 32,6|| 5|| -|| -|| 9|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| L Basin Sites|| 121|| 38|| 31,4|| 8|| -|| 7|| 17|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area L-X|| 116|| 29|| 25,0|| 6|| -|| -|| 18|| 5|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site X|| 113|| 24|| 21,2|| 5|| 1|| 7|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area X-V, X-W|| 39|| 10|| 25,6|| -|| -|| 1|| 1|| 8|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site V|| 213|| 105|| 49,3|| 1|| 4|| 25|| 23|| 52|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas cii-w, cii-v,v-w|| 90|| 25|| 27,8|| 6|| -|| 14|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camp ii Basin|| 651|| 312|| 47,9|| 12|| -|| 30|| 77|| 192|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Z|| 84|| 20|| 23,8|| -|| 2|| 6|| 12|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Z Basin|| 79|| 60|| 75,9|| 1|| -|| -|| 1|| 53|| 4|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Zi|| 78|| 11|| 14,1|| 6|| -|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Lifeh to Qasr Sagha|| 72|| 23|| 31,9|| -|| 4|| 8|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site R|| 34|| 13|| 38,2|| 1|| -|| 7|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| N Basin sites-S|| 44|| 13|| 29,5|| -|| 1|| 2|| 7|| 3|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site T|| 38|| 9|| 23,7|| -|| 2|| 6|| 1|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas R-T, S-T|| 18|| 3|| 16,7|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area T-O|| 15|| 8|| 53,3|| 1|| -|| 3|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site O|| 10|| 2|| 20,0|| 1|| -|| 1|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site N|| 184|| 24|| 13,0|| -|| 6|| 10|| 2|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West Dimai Basin|| 95|| 35|| 36,8|| 6|| -|| 11|| 9|| 9|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dimai Dyke Area|| 18|| 4|| 22,2|| 2|| -|| 2|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D3 Wadi site M|| 67|| 54|| 80,6|| 5|| -|| 28|| 9|| 12|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Southern Area|| 7|| 1|| 14,3|| 1|| -|| -|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West End Sites|| 100|| 22|| 22,0|| 2|| -|| 10|| 3|| 7|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total (neolithisch und ungewisses Alter'''|| '''2329'''|| '''859'''|| '''36,9'''|| '''69'''|| '''20'''|| '''179'''|| '''228'''|| '''357'''|| '''4'''|| '''2'''|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 1||=|| A+B+E||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||268+0+4||=|| 31,74 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||272||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 2|||| C|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||228||=||26,60 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 3||=|| D|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||357||=||41,66 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 4||=|| F+G+H|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||0||=||0,00 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Stücke fallen in die Familie I, die nicht berücksichtigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häufigkeit der Pfeilspitzen im Gesamtinventar der Fayum Sammlung Caton-Thompsons liegt bei 36,9 % und ist damit wesentlich höher als bei vergleichbaren Fundstellen. Die Bandbreite liegt zwischen 13 % bei Site N und erreicht 80,6 % bei Site M.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zahlen lassen, wie es auch aus den Kommentaren Caton-Thompsons zu den einzelnen Fundstellen hervorgeht, auf ein selektives Absammeln, auf  vorhergehendes Sammeln von Touristen und Plünderern und / oder auf durch Wind und Wasser zusammengetragene Artefaktenkonzentrationen und Sichtung nach Korngrößen schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die typischen, da häufigsten Pfeilspitzenarten in der Caton-Thompson Kollektion sind die Gestielten aus der Familie D. Sie erreichen 41,66 % des Gesamtvolumens und werden gefolgt von A-Spitzen der Gruppen A1, A17, A18, A2, A25 und A26, welche zusammen 31,74 % ergeben. Die Blattspitzen liegen mit 26,60 % auf dem dritten Platz. Pfeilspitzen mit dem Indiz 4, kommen nicht vor bzw. sind nicht in die „neolithische“ Sammlung aufgenommen worden. Selektionen wurden in einigen Fällen vorgenommen z.B. The Z basin levels A.L. 180-160, in anderen nicht z.B. Areas Cii-w, cii-v, v-w and Site V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen gehören zu einen Inventar, welches unter anderen folgende Werkzeuge enthält :&lt;br /&gt;
* Beile, poliert oder retuschiert&lt;br /&gt;
* Beidseitig bearbeitete Messer&lt;br /&gt;
* Sichelblätter&lt;br /&gt;
* Spitzen und Messer, deren Ausgangsmaterial aus gerundeten Flintaggregaten besteht&lt;br /&gt;
* Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
* Hohlbeile&lt;br /&gt;
* Rückengestumpfte Lamellen. Bei einigen Fundstellen werden sie aufgeführt, bei anderen weggelassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzigartig scheint die große Anzahl von stark ausgekehlten Spitzen des Typs A25 zu sein.&lt;br /&gt;
Von den „surface sites“ stammt eine gestielte Großspitze vom Typ D3 (Plate XLII).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der im Fayum gefundenen Pfeilspitzen ist beträchtlich. Neben den frühen Sammlungen von H.W. Seton-Karr und M.C.T. Currell und anderen kommen die vielen für die Archäologie verlorenen Stücke, die in irgendwelchen Schubladen und Vitrinen verstauben.  &lt;br /&gt;
Die Menge der von G. Caton- Thompson beschriebenen Bewehrungen beträgt 859 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nabta Playa und Bir Kiseiba.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen dieser Orte im Süden Ägyptens, westlich des Nils und in der Nähe der sudanesischen Grenze sind eng verbunden mit dem Wirken der „ Combined Prehistoric Expedition „. Diese anfänglich als Rettungsaktion, der durch das steigende Wasser des Assuan Hochdamms gefährdeten prähistorischen Siedlungsplätze, gedachte Aktion ist später weiter nach Osten ausgedehnt worden, um die reichen frühgeschichtlichen Vorkommen von Nabta Playa und Bir Kiseiba zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
Die Expedition war ein Gemeinschaftsunternehmen der Geological Survey of Egypt, der polnischen wissenschaftlichen Akademie Warschau und der Southern Methodist University Dallas.&lt;br /&gt;
Geleitet wurden die archäologischen Arbeiten von Fred Wendorf und Romuald Schild. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen war das frühe Holozän und die damit verbundenen Besiedlungsphasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nabta Playa''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von El Nabta und der weiteren Umgebung werden von Fred Wendorf, Romuald Schild und ihrer Mitarbeiter in zwei Volumen behandelt.&lt;br /&gt;
Erstens in dem 1980 erschienenem Werk „Prehistory of the Eastern Sahara“, New York Academic Press und zweitens in dem 2001 in New York bei Kluwer Academic / Plenum Publishers erschienenem Band „Holocene Settelement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of Nabta Playa“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzentypen sind denen von Bir Kiseiba sehr ähnlich und verteilen sich auf die einzelnen Fundstellen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Prehistory of the Eastern Sahara :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-3''' Alter 8840 +- 90 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen: stemmed points&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 28 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 431 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 6,5 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden neun Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.39 &lt;br /&gt;
* v – Stielspitze vom Typ H5, der Stiel ist auf der Ventralseite bearbeitet.&lt;br /&gt;
* w – breite und grobe H5 - Spitze&lt;br /&gt;
* x – grobe H5-Spitze&lt;br /&gt;
* y-z – rhombische Spitzen vom Typ H2&lt;br /&gt;
* a.a. – Ounanspitze &lt;br /&gt;
* b.b. – Die Spitze weist eine Ähnlichkeit mit dem Typ H3 auf &lt;br /&gt;
* c.c. – H5-Spitze mit querschneidigem distalem Ende, der Stiel ist ventral modifiziert. Das Stück könnte auch unter F14 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.40&lt;br /&gt;
* c – H19, das Stück entspricht in seiner Silhouette dem Typ E5 bei den flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den oben genannten Pfeilspitzen wurden 7 Dreiecke und 18 Trapeze gefunden, die als Bewehrungen hätten dienen können. Vier dieser geometrischen Mikrolithen wurden gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Epipaläolithisch) Alter ca. 8290 +- 80 BP (Eierschale)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan-Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 12 bei einer Werkzeugmenge von 146 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 8,22 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sechs Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.45&lt;br /&gt;
* k-p kleine Ounanspitzen (H12). Die Trapeze und Dreiecke der Fundstelle könnten auch als Bewehrungen genutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-7'''&lt;br /&gt;
* Von dieser mit aller Wahrscheinlichkeit gemischten Fundstelle wurden 448 retuschierte Werkzeuge aufgesammelt, darunter drei Pfeilspitzen, eine Blattspitze vom Typ H10, eine kleine Ounanspitze (H12) und ein Bruchstück einer flächenretuschierten D1-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch)&lt;br /&gt;
* Von den 146 Werkzeugen waren 8,22 % oder 12 Exemplare Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch Pits) Von den 312 Werkzeugen waren lediglich 1,3 % oder 4 Stücke gestielte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-5''' (Neolithisch) Alter 7530 +- 180 Jahre&lt;br /&gt;
* Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 223 Stücke, hauptsächlich retuschierte Stücke und gekerbte bzw. gezähnte Stücke. Bohrer sind ebenfalls häufig. Neben Endretuschen, rückengestumpften Lamellen und Kratzern kommen jeweils ein Trapez, ein Krukowski microburin und ein ausgesplittertes Stück vor. &lt;br /&gt;
Die drei schlanken Stielspitzen unterscheiden sich stark von den Exemplaren der älteren Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (lower layer) Alter : von 7100 BP bis 6700 BP.&lt;br /&gt;
*Von den 395 Werkzeugen sind 10,4 % oder 41 Stücke Pfeilspitzen, die als Nabta points bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei um basisretuschierte Dreieckspitzen, die aber auch steile Randretuschen oder Modifikationen des distalen Endes aufweisen können. Sie werden unter H7 und H8 geführt. Ähnliche Artefakte gehören in Kiseiba und Abu Tartur in das mittlere Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (upper layer)&lt;br /&gt;
* Die Menge der gefundenen Werkzeuge beträgt 136 Stücke, davon sind 1,47 % oder zwei Exemplare querschneidige Pfeilspitzen. Außerdem wurde eine Ounanspitze (H12) mit stark modifiziertem distalem Ende gezeichnet (Fig. 3.103).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1980 veröffentlichen Fundstellenberichte von El Nabta beinhalten 107 Pfeilspitzen. Als gestielt werden 44 Exemplare bezeichnet, 3 sind gestielt und schlank, 12 sind Ounanspitzen und für 41 Stücke wurde der Name „Nabta points“ gewählt. Letztere sind kantenretuschierte Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8. Die übrigen sieben Stücke verteilen sich auf die Gruppen D1, C3, H10, H12 und auf zwei Querschneider der Familie F ohne genauere Bestimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die H10-Spitze Fig. 3.58 m, die als Bewehrung mit spitzbogiger Basis bezeichnet wird. Typologisch identische Formen werden im „Cattle keeper“ als Ounan-Harif-Spitzen angesprochen. (Seite 277, Fig. 12.11.e) und (Seite 303, Fig. 13.3.g.h.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liste der Altersangaben der Fundstellen und der zugehörigen Pfeilspitzentypen&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''in „Prehistory of Eastern Sahara“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8840+-90 BP|| E-77-3|| 28|| gestielt|| H5, H2, H3, H19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||18 Trapeze, 7 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8290+-80 BP|| E-75-6 Epipal.|| 12|| Ounan|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||3 Trapeze, 10 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-7|| 4|| Point with ogival base|| H10, H12, D1, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Ounan point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Bifacial points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 12|| gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 4|| gestielt|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||pits||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7530+-180 BP|| E-77-5 Neolith.|| 3|| schlank, gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||1 Trapez&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7100-6700 BP|| E-75-8 lower|| 41|| Nabta points|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8 upper|| 3|| Querschneider|| F?, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Holocene settlement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of  Nabta Playa”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6 El Nabta und Al Jerar Village'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Feature 1/91, 1/90 und IV/91&lt;br /&gt;
* Alter feature 1 : 7600 BP +- 110&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Cut 1/90 und Feature 2/90&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area B Oberfläche&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 3 Ounanspitzen, 1 atypische Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1''' Al Jerar Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area C'''   Alter : 7536 +- 110 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 4 Ounanspitzen (H12) ?, 3 abrupt kantenretuschierte Blattspitzen (H10) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 3 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.15 a-H1, d-H2, e-H7 ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area D'''   Alter : 7850 +- 70 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Areas 1 und 5'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12, davon 10 Ounanspitzen, eine Blattspitze und eine dreieckige Spitze.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 9 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.28. f-H5, h-H2, o-H2&lt;br /&gt;
* Fig. 8.29. b-H1, g-H5, h-H5, i-H5&lt;br /&gt;
* Fig. 8.26. l-H10, m-H5, h-(Varia) könnte eine H8-Spitze sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 2'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen, 3 beidseitig flächenretuschierte Spitzen. Von letzteren ist eine Spitze abgebildet Fig. 8.34, zwei sind abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen:&lt;br /&gt;
* 4 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
* 1 große Dreieckspitze mit zentraler Kehle Fig. 8.37 die Dimensionen sind 69mm x 27mm x 8mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 4'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 31 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen (H12), zwei beidseitig flächenretuschierte Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 4 Ounanspitzen (H12) Fig. 8.43. h-k und eine E3-Spitze sowie eine D3-Spitze l und m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 5 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 8 Oberfläche und Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen. Das gezeichnete Exemplar (Fig. 8.45 f) stellt eine H5-Spitze dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 9'''&lt;br /&gt;
* Außer sechs Ounanspitzen von der Oberfläche produzierte der Fundplatz vier Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 10'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 9 Ounanspitzen und 9 Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden vier Exemplare (Fig. 8.50).&lt;br /&gt;
* a.) Dreieckspitze vom Typ H7 (besonders lang).&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine H5-Spitze, da eine Verlängerung des Stiels vermutet wird.&lt;br /&gt;
* c.) Dreieckspitze vom Typ H7 (mit gerundetem Übergang vom linken Rand zur Basis).&lt;br /&gt;
* m.)  Ist entweder eine H5- oder eine Abu Tartur-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 11'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 16 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden fünf Exemplare (Fig. 8.53).&lt;br /&gt;
* b.)  Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* d.) Abu Tartur-Spitze (H13)&lt;br /&gt;
* e.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* h.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1 (besonders lang)&lt;br /&gt;
* j.) Dreieckspitze vom Typ H7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 13'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 14'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet : eine H12 oder H13-Spitze (Fig. 8.59 e.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 15 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 8 Ounanspitzen und 7 Spitzen („points“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 16'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen und 4 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sieben Exemplare (Fig. 8.61)&lt;br /&gt;
* a.) Blattspitze vom Typ H10&lt;br /&gt;
* c.) Abu Tartur-Spitze H13&lt;br /&gt;
* d.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* e.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* f.) Dreieckspitze vom Typ H9&lt;br /&gt;
* j.) Blattspitze vom Typ H4&lt;br /&gt;
* k.) Blattspitze vom Typ H10 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstellen E-77-1 und E-94-3'''&lt;br /&gt;
* Zwei neolithische Fundstellen in der Nähe des Gebel Nabta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-1'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 14 Ounanspitzen (Fig. 13.7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* f.) Stielspitze vom Typ H12&lt;br /&gt;
* j.) Dieses an anderen Stellen als Ounan-Harif-Spitze bezeichnetes Exemplar kann unter H2 klassiert werden.&lt;br /&gt;
* k.) Die nicht ganz klare Zeichnung lässt eine H5-Spitze vermuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter werden zwei Spitzen mit gerundeter Basis erwähnt (Fig. 13.6 b) und zwei Dreieckspitzen mit zentraler Kehle vom Typ A2 (Fig. 13.8 k), Die Maße der größeren betragen 54mm x 33mm x 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-3'''  Alter von 5800 – 6300 BP&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen &lt;br /&gt;
* – 1 Ounanspitze ohne Zeichnung&lt;br /&gt;
* - eine blattförmige Spitze mit halbsteilen Randretuschen vom Typ H10 (Fig. 13.15 c)&lt;br /&gt;
* - eine beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 (Fig. 13.15 d) ferner eine Blattspitze der Familie C und eine zerbrochene Stielspitze der Familie D, beide ohne Zeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-92-7 Al Jerar Phase und spätes Neolithikum''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-92-7 spätes Neolithikum'''&lt;br /&gt;
* Von 72 Werkzeugen war nur ein Stück eine Ounanspitze (Fig. 9.14 f).&lt;br /&gt;
* Von der Oberfläche wurden zusätzliche Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 9.18.&lt;br /&gt;
* a.) – D3-Spitze mit konkavokonvexen Rändern und stark heruntergezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* b.) – Blattspitze vom Typ C3 mit vollflächig retuschierter Dorsalseite und teilflächig modifizierter Ventralseite.&lt;br /&gt;
* e.) – Ounanspitze (H12)&lt;br /&gt;
* d.) – große Blattspitze vom Typ C3&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Site E-75-8''' Zusatzgrabung auf der Fundstelle aus dem 7. Jahrtausend in Nabta Playa&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12 Dreieckspitzen, eine zerbrochene Blattspitze (Fig. 10.12), gezeichnet wurden fünf Dreieckspitzen und die Blattspitze.&lt;br /&gt;
* a-d. Dreieckspitzen der Gruppe H7.&lt;br /&gt;
* g.  Wird als Dreieckspitze bezeichnet ist aber sehr atypisch.&lt;br /&gt;
* i. Teilflächig retuschierte Spitze der Gruppe C1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Area A des gleichen Fundplatzes werden drei weitere Dreieckspitzen des Typs H7 und eine teilweise flächig retuschierte D21-Spitze gemeldet (Fig. 11.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom nördlichen Erweiterungsgraben sind zwei Spitzen gezeichnet Fig. 11.12.&lt;br /&gt;
* a.) Ist eine interessante Dreieckspitze mit konkaver Basis, die Ränder verlaufen im proximalen Bereich nahezu parallel zueinander, im distalen Bereich konvex. Sie ist kantenretuschiert und das distale Ende ist auf der Ventralseite durch flache Retuschen verdünnt. Dieser neue Typ erhält die Bezeichnung H20.&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine große Blattspitze der Gruppe H4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-94-2 Spätes Neolithikum von Nabta'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-2'''   Alter : von 5260 +- 60 BP (Herd 9) bis 6220 +- 90 BP (Herd 51).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.8 zeigt folgende Pfeilspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
* a.) Große Ounanspitze (H12).&lt;br /&gt;
* b.) Leicht asymmetrische D3-Spitze mit nur leicht herabgezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* c.) Große C4 Spitze.&lt;br /&gt;
* h.) C3-Spitze, das distale Ende erinnert am linken Rand an C11.&lt;br /&gt;
* j.)  C2-Spitze.&lt;br /&gt;
* l.)  C4-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle E-96-1 Struktur B'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 17.20 zeigt zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
* b) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle vom Typ A2, sie wurde einige Meter entfernt von der Struktur B an der Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
* e) Stielspitze mit kurzen Widerhaken. Im proximalen Bereich verlaufen die Ränder parallel zueinander. Das distale Ende ist spitzbogenförmig ausgestaltet. Sie kann noch unter D33 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''In „Holocene settlement“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7600+-100BP|| E-75-6 F.1|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 1/19,2/90|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 B,Oberfläche|| 4|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7536+-110BP|| E-91-1 C|| 7|| Ounan, leaf shaped|| H1,H2,H7,H10 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7850+-70BP|| E-91-1 D|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 12|| „points“|| H5,H1,H2,H10,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A2|| 22|| Ounan, bifacial points|| H12 ?, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Oberfläche|| 5|| Ounan, bifacial concave|| H12 ?, A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Base point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Grabung|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A4|| 31|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Oberfläche|| 8|| Ounan „Pointe“|| H12,E3,D3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Grabung|| 5|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A8|| 19|| Ounan|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A9|| 10|| Ounan, middle|| H12,H7,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||neolithic points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 10|| 18|| Ounan „points“|| H5,H7, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 16|| „points“|| H1,H13,H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 13|| 19|| Ounan|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 14|| 6|| Ounan|| H12 oder H13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 15|| 15|| Ounan „points“|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 16|| 10|| Ounan „points“|| H10,H13,H5,H9,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-77-1|| 18|| Ounan, points with|| H12,H2,H5,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||rounded base, points||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||with concave base||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5800-6300BP|| E-94-3|| 5|| Ounan, leaf shaped,|| H12 ?,H10,D1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||others||C ?, D ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-92-7|| 5|| Ounan „points“|| H12,D3,C3, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8|| 19|| Triangular points|| C1,H20,H4,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||leaf shaped point||H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||bifacial point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5260-6220BP|| E-94-2|| 6|| -|| H12,D3,C4,C3,C2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-96-1|| 2|| -|| A2, D33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bir Kiseiba'''  ( F. Wendorf, R. Schild, Ed. A.E. Close 1984 )&lt;br /&gt;
*Die auf den Siedlungsplätzen um Bir Kiseiba gefundenen Pfeilspitzen lassen sich in vier Gruppen einteilen wenn von einem Einzelfund einer großen, ausgekehlten, beidseitig flächenretuschierten Dreieckspitze vom Typ A2 und der Erwähnung einiger weniger flächenretuschierter, kleinformatiger Stücke abgesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Ounan Spitzen''' – hierbei sollte die Definition von J. Tixier Anwendung finden. Einige der besprochenen Bewehrungen entsprechen nicht den Kriterien und werden in andere Gruppen transferiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Kantenretuschierte Dreieckspitzen''' – sie kommen entweder mit geradliniger Basis oder mit konkaver Basis vor.&lt;br /&gt;
Die ersteren werden im weiteren Verlauf unter H7, die zweiten unter H8 geführt. Diese Einteilung wurde für die Fundstellen in Abu Tartur gewählt, wo 50 H7 – Spitzen und 15 H8 – Spitzen klassiert worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar Fig. 6.8 e wird als Bou- Saada- Spitze bezeichnet, diese weisen jedoch nach der Definition Tixiers keine kantenretuschierten Ränder auf. Sie wird unter H8 eingeteilt trotz einer leicht konvexen Schwinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar stimmt die Aussage D.L. Holmes, dass die H7 – Spitze der Columnata- Spitze Tixiers ähnelt, aber ein wichtiger technischer Punkt bleibt unberücksichtigt. Während die Basis der H7 – Spitze abrupt kantenretuschiert ist zeigt die Columnata- Spitze an der Basis auf beiden Seiten flache Druckretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Querschneider''' – Auf den Fundplätzen vom el- Kortein Typ sind neben den typischen Ounan- Harif- Spitzen ebenfalls geometrische Mikrolithen in Form von Trapezen und Dreiecken gefunden worden. Diese können als mögliche Bewehrungen nicht ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Ounan- Harif- Spitzen.''' – Durch die Art der basalen Modifikationen weisen alle Ounan- Harif- Spitzen eine starke Gemeinsamkeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinngemäß schreibt Angela E. Close dazu folgendes :&lt;br /&gt;
... allen Exemplaren dieses Typs ist die Bearbeitung der Basis gemeinsam. Sämtliche Spitzen weisen zwei proximale, schräg verlaufende, konvergierende Endretuschen auf, die geradlinig, konvex oder konkav sein können, so dass die Formen der Basis von gestielt bis eiförmig reichen. Die meisten zeigen flache Retuschen, um die Höhe des Bulbus zu verringern ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fred Wendorf und Romnald Schild drücken es so aus :&lt;br /&gt;
... Ounan- Harif- Spitzen sind die charakteristischen Werkzeuge der el Kortein Periode des frühen Neolithikums und sie bilden die größte Gruppe in dieser Werkzeug – Zusammenstellung. Die hier gefundenen 18 Exemplare weisen den typischen Stiel ( stem ) auf, welcher durch zwei sich schneidende basale Endretuschen geformt wird ..... Die beiden basalen Endretuschen können geradlinig sein ( sechs ) oder häufiger eine gerade und eine konvexe aufweisen ( neun ) oder eine gerade und eine konkave ( eine ) oder zwei konkave   ( zwei ) ....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Sinne schreibt Hanna Wieckowska :&lt;br /&gt;
„ ... Die an der Oberfläche gefundene Spitze ist untypisch. Sie ist aus tertiärem Hornstein gefertigt mit einem 9 mm langen Heftzapfen (tang) an beiden Rändern herausgearbeitet durch beidseitige, proximale Kerben, sie zeigt ebenfalls flache Retuschen auf der Ventralseite ... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die ausgegrabenen Stücke wird gesagt - :&lt;br /&gt;
„ .... Sämtliche Stiele sind proximal. Drei werden durch zwei geradlinige, konvergierende Endretuschen gebildet ....&lt;br /&gt;
.... eine hat eine konvexe und eine konkave Endretusche und drei haben zwei konkave Endretuschen. „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen lauten die Ausführungen von K. Morgan Banks im gleichen Volumen sinngemäß :&lt;br /&gt;
„ ... Ounan – Spitzen ( Typ 107 ) – Ounan- Harif- Spitzen sind kleine Abschläge oder Klingen bei denen ein Ende, normalerweise das proximale, so retuschiert ist, dass ein eindeutiger Stiel mit einer oder mehreren konkaven Schultern gebildet wird. Die Schultern können unterschiedlich gut ausgearbeitet sein. Die Stücke können Retuschen an den Rändern aufweisen. Das dem Stiel gegenüberliegende Ende, meistens das distale, ist entweder natürlich zugespitzt oder durch Retuschen modifiziert .... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollte der Begriff „ Stiel „ im Zusammenhang mit Pfeilspitzen definiert werden sowie die Methoden der Schäftung. Im Prinzip kennen wir vier verschiedene Pfeilspitzen – Basen, die für die Schäftung vorgesehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Geradlinige, konvexe und konkave Basen''' wie sie vor allem bei Dreieckspitzen angetroffen werden, seien diese nun flächenretuschiert oder nicht.&lt;br /&gt;
Als Beispiele können genannt werden A1, A18, B1 aber auch F5, F7 sowie H7, H8, H4 und H9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Gekehlte Basen''' wie sie für die Gruppen A2, A13 und A19 und anderer typisch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Konvergierende Linien,''' seien diese geradlinig, konvex, konkav oder gemischt.&lt;br /&gt;
Gerade konvergierende Linien sind bei rhombischen Pfeilspitzen üblich wie bei E1 und E2.&lt;br /&gt;
Konvexe konvergierende Linien bilden die Basen fast aller Blattspitzen. Als Beispiele seien genannt C1, C2, C3.&lt;br /&gt;
Konvergierende, konkave Linien sind anzutreffen bei rhombischen Spitzen ( E5 ) und bei Blattspitzen ( C11 ). &lt;br /&gt;
Gemischte konvergierende Linien wie z.B. konvex – konkav sind selten. In der Familie I ist es die Gruppe 12, welche die Kriterien erfüllt. Die schönsten Beispiele allerdings bieten die Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Der Stiel''' – Der Stiel setzt sich deutlich von einem häufig dreieckigem Körper ab. Auch bei den meisten schlanken, auch blattförmigen Körpern ist der Übergang zum Stiel klar zu erkennen. Beispiele sind D1, D2, D3, D11, D12, D38, D46 und sämtliche übrigen Pfeilspitzen der Familie D sowie H5, H12, H13 und andere bei den nicht flächenretuschierten  Exemplaren.&lt;br /&gt;
Es existieren weniger deutliche Gruppen wie D7 wo ein kleiner, bohrerartiger Stiel angebracht ist oder D44, welche einen Übergang von der Blattspitze zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Falle der Ounan- Harif- Spitzen von Bir Kiseiba handelt es sich um Pfeilspitzen, deren Basen durch konvergierende Linien gebildet werden, also in den häufigsten Fällen nicht um gestielte Spitzen. Die kurze und präzise Definition von Angela E. Close ist in diesem Zusammenhang besonders wertvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Typologie, die besonders die Silhouette zur Bestimmung heranzieht ist es schwierig verschiedenartige Exemplare, wenn sie auch in einer Hinsicht eine Gemeinsamkeit aufweisen und eine kulturelle Einheit bilden, in einer einzigen Gruppe zu führen.&lt;br /&gt;
Da vergleichbare und schon definierte Pfeilspitzen in der algerischen Sahara vorkommen, erhalten die blattförmigen Ounan- Harif- Spitzen die Bezeichnungen H1 und H10. Die unregelmäßigen rhombischen werden unter H2, die regelmäßigen unter H17 klassiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ounan- Harif- Spitzen werden unter der Bezeichnung H14 diejenigen Exemplare geführt, deren basale Retuschen konkav verlaufen oder es verläuft nur eine konkav aber sie bildet mit dem gegenüberliegendem proximalen Randabschnitt einen kleinen aber deutlichen Stiel.&lt;br /&gt;
Sollte trotz konkaver Basisretuschen ein abgesetzter Stiel nicht erkennbar sein, wird das Exemplar unter H19 abgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen von Bir Kiseiba sind auf die einzelnen Fundstellen wie folgt verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 1'''  Alter : 8210 +- 70 BP auf Straußeneischale &lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan – Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 8 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 247 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 3,24 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 4 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.6. z  Das Stück ist eine kurze und breite Ounan- Spitze mit atypischem distalem Ende. Die Ränder laufen nicht zu einer natürlichen Spitze zusammen sondern das distale Ende wird durch eine schräg verlaufende Schneide gebildet, welche die Wirkungsweise eines Querschneiders hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.8.&lt;br /&gt;
* i – rhombische Spitze vom Typ H17&lt;br /&gt;
* j – typische H2 - Spitze&lt;br /&gt;
* k – breite H5 - Spitze mit Ähnlichkeit zur Ounanspitze aber die Bohrerspitze fehlt am Stielende und das distale Ende ist gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Fundstelle wurden ebenfalls 2 Trapeze und 4 Dreiecke beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 2'''  Alter : 7610 +- 70 BP, 7780 +- 130 BP, 8130 +- 100 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan ( 8 ) und Bou – Saada ( 1 ).&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 9 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 887 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 1,02 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden vier Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 6.8.&lt;br /&gt;
* d – H5 - Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
* e – H8 - Spitze mit abgerundeter linker Schwinge.&lt;br /&gt;
* f - g – kleine Ounanspitze, H12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 6'''  Alter 7170 +- 80 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 19 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 577 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 3,29 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 8 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.6.&lt;br /&gt;
* i - m – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.7.&lt;br /&gt;
* r - s – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
* t – kantenretuschierte Dreieckspitze mit konkaver Basis vom Typ H8. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.5.&lt;br /&gt;
* zeigt eine große ausgekehlte, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze vom Typ A2 ( Dim. 49x30x7 ). Das Stück ist ein Irrläufer und gehört nicht in den Kontext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 7'''  Alter 7360 +- 200 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen mit konkaver Basis.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 2 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 20 Stücken, der Anteil der  pfeilspitzen beträgt also 10 %. &lt;br /&gt;
* Gezeichnet : keine, beide Spitzen können nach der Beschreibung als H8 – Spitzen identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 1'''  Alter Area C 8020 +- 70 BP und 8020 +- 90 BP.&lt;br /&gt;
* Area C enthält nur eine Pfeilspitze, für area A, die 62 Pfeilspitzen produzierte, sind nur indirekte Altersangaben verfügbar. Sie beruhen auf  Vergleichen mit ähnlichen Plätzen wie E – 77 – 3 ( 8840 +- 90 BP ), E – 75 – 6 ( 9360 +- 70 BP ) und ( 8290 +- 80 BP ) letztere auf  Straußeneischale.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif- Spitzen, sie stellen bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 817 Stücken 7,76 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.11.&lt;br /&gt;
* a – Querschneider vom Typ F14.&lt;br /&gt;
* b – Blattspitze vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* c – Sollte das gestumpfte Artefakt eine Pfeilspitze sein, so gehört es unter die Atypischen.&lt;br /&gt;
* d - g – Blattspitzen vom Typ H10.  &lt;br /&gt;
* h – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14. &lt;br /&gt;
* i – Blattspitze vom Typ H1.   					                                   &lt;br /&gt;
* j – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14.&lt;br /&gt;
* k – Spitze vom Typ H2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf E – 80 – 1 wurden ebenfalls 8 Trapeze und 9 Dreiecke gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 2'''  Alter : auf Grund von Beobachtungen auf ähnlichen Fundplätzen wird das Alter auf den Zeitraum von vor 8100 BP bis nach 9000 BP geschätzt.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : gestielte Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 18 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 63 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 28,57 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 13.3.&lt;br /&gt;
* f – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* g - i – Blattspitzen vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* j – Querschneider vom Typ F14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wurden 5 Trapeze mit den Tixier Nummern 83, 85, 87 und 88 gefunden, die potenzielle Pfeilspitzen- Bewehrungen sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 3'''  Keine Altersangabe&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 5 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 241 Stücken, dies ergibt einen Anteil von 2,07 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 14.5.&lt;br /&gt;
* a – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* b – H10- Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „ cattle – keepers „ werden insgesamt 125 Pfeilspitzen, davon 8 Ounanspitzen, 94 Ounan- Harif- Spitzen, 22 kantenretuschierte Dreieckspitzen und eine beidseitig flächenretuschierte, große, ausgekehlte Dreieckspitze, vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen 19 Trapeze und 9 Dreiecke, die als Bewehrungen in Frage kommen würden und 5 flächenretuschierte Exemplare. Die Ounan- Harif- Spitzen fallen durch ihre Breite auf, sie sind, legt man die Durchschnittslängen und Breiten zu Grunde, sämtlich aus Abschlägen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von Breite zu Länge beträgt für den Fundplatz E – 80 – 1 – A  0,47 und für die Fundplätze E – 80 – 2 und E – 80 – 3  0,40. Die Dimensionen variieren :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Länge von 19 – 35 mm ( E – 80 – 1 ), 23 – 31 mm ( E – 80 – 2 ), 26 – 32 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Breite von 8 – 18 mm ( E – 80 – 1 ), 9 – 13 mm ( E – 80 – 2 ), 11 – 12 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Dicke von 1 – 5 mm ( E – 80 – 1 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 2 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durchschnittlichen Werte für die 62 Spitzen vom Fundplatz E – 80 – 1 – A  betragen 27,9 x 13,1 x 3,0 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu sind die als Ounanspitzen bezeichneten Bewehrungen von Fundplatz E – 79 – 2 schlanker und aus Lamellen gefertigt. Die Durchschnittswerte liegen bei 37,2 mm Länge und 12,4 mm Breite, die Dicke beträgt 4,3 mm. Das Verhältnis von Breite zu Länge ist wesentlich geringer als bei Ounan- Harif- Spitzen und liegt bei 0,33. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 22 kantenretuschierten Dreieckspitzen, sei nur die Basis oder seien auch die Ränder von den Modifikationen betroffen, unterteilen sich in * H7 – Spitzen mit geradliniger Basis, &lt;br /&gt;
* H8 – Spitzen mit konkaver Basis und in H18 – Spitzen mit konvexer Basis.&lt;br /&gt;
Die Länge der Geschosse reicht von 13 – 25 mm, die Breite von 8 – 18 mm und die Dicke von 2 – 5 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bir Murr I werden vier flächenretuschierte Pfeilspitzen gemeldet, von Bir Murr II lediglich eine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holzkohlen Analyse für Bir Murr I ergab ein C 14 Alter von 6310 +- 70 BP Jahren.&lt;br /&gt;
Zeichnungen sind nicht angefertigt worden. Aus den Beschreibungen geht hervor, dass es sich bei dem Exemplar von Bir Murr II um eine abgebrochene Blattspitze handelt. Die Stücke von Bir Murr I scheinen zwei Stielspitzen der Gruppen D21 und D1 und eine Blattspitze des Typs C4 zu sein. Douglas R. Connor beschreibt das vierte Stück als gestielte, mit Schwingen versehene Spitze mit konvex dreieckigem Körper und einem Stiel, der von der Längsachse mit 30° abweicht. Er bezweifelt die Funktionalität als Pfeilspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist die geringe Pfeilspitzendichte vor allem bei den wenigen spätneolithischen Fundplätzen wie z.B. Bir Murr II, wo eine einzige Pfeilspitze unter 170 Werkzeugen gefunden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezeichneten Altersangaben erlauben eine relativ sichere Zuordnung der Pfeilspitzengruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''Typen im „cattle-keepers“'''|| '''Typen nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - nach 9000 und|| E - 80 - 2|| 18|| Ounan - Harif|| F13, H2, H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||vor 8100 BP||||||gestielt||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8210 +- 70 BP|| E - 79 - 1|| 8|| Ounan - Harif|| H2, H5, H12, H17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8020 +- 70 BP|| E - 80 - 1 - C|| 1|| Ounan - Harif|| F14, H1, H2, H14,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8020 +- 90 BP||||||||H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8290 +- 80 BP bis|| E - 80 - 1 - A|| 62|| Ounan - Harif||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||9360 +- 70 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7610 +- 70 BP|| E - 79 - 2|| 8|| Ounan|| H5, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7780 +- 130 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8130 +- 110 BP|||| 1|| Bou Saada|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7170 +- 80 BP|| E - 79 - 6|| 19|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||1||Beidseitig flächenretuschierte||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Dreieckspitze mit konkaver Basis||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7360 +- 200 BP|| E - 79 - 7|| 2|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8100 - 8000 BP|| E - 80 - 3|| 5|| Ounan - Harif|| H2, H10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 6310 +- 70 BP|| Bir Murr I/II|| 5|| Flächenretuschierte Spitzen|| C4, D1, D21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenfassung Nabta und Kiseiba'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Südost-Ecke der libyschen oder westlichen Wüste Ägyptens hat ca. 500 Pfeilspitzen hervorgebracht.&lt;br /&gt;
- Da sind zunächst die Ounan-Harif-Spitzen, eine heterogene Gruppe von kantenretuschierten Exemplaren, die die Gemeinsamkeit haben, dass konvergierende Linien die Schäftungszone bilden. Dieses Merkmal teilen sie mit rhombischen und blattförmigen Stücken. Teilweise sind auch Druckretuschen zur Verringerung der Dicke zu beobachten.&lt;br /&gt;
Um eine differenzierte Ansprache zu erlauben, wurden die Ounan-Harif-Spitzen gemäß ihrer Silhouetten in verschiedene Gruppen aufgeteilt.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien - H1 oder H10.&lt;br /&gt;
* Zwei geradlinige, konvergierende Linien - H2 oder H17.&lt;br /&gt;
* Zwei konkave, konvergierende Linien - H19.&lt;br /&gt;
* Gemischte konvergierende Linien mit Bildung eines deutlichen Stielchens - H14.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien und ein querschneidiges distales Ende - F18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ounan-Harif-Spitzen sind typisch für die Zeitspanne von vor 9000 BP bis ca. 8000 BP (E-80-2, E-80-3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ounanspitzen sind schon im Kapitel „Abu Tartur“ abgehandelt worden. Die entsprechenden Bewehrungen von Kiseiba und Nabta sind ebenfalls eingeteilt worden in :&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
a.) Ounanspitzen gemäß der Definition Tixiers. Charakteristisch ist das bohrerartig zugespitzte Stielende (hier als H12 eingeordnet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b.) „Abu Tartur Spitzen“ weisen ein Stielende auf, welches aus einer mittels der Kerbtechnik herbeigeführten Bruchfläche besteht. Diese Stücke werden mit H13 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c.) Bei den H5-Spitzen ist die Bearbeitung des Stiels weitergehend, sie umfasst flache Retuschen zur Reduzierung des Bulbus und ebensolche zur Abflachung des Stiels auf der Dorsalseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Häufung dieser gestielten Spitzen ist zwischen ca. 7800 BP und 7500 BP zu beobachten. Aber sie können ebenfalls auf Fundstellen mit Daten von über 8000 BP und unter 6000 BP auftreten. Ob sie nun in diesen frühen und späten Epochen hergestellt worden sind oder ob sie durch Vermischung in die Inventare gelangt sind, sei dahingestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das mittlere Neolithikum Kiseibas und Nabtas sind kleine, kantenretuschierte Dreieckspitzen, auch Nabtaspitzen genannt, typisch.&lt;br /&gt;
Je nach Ausformung der Basis werden sie mit H7, H8 oder H18 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz E-75-8 (untere Schicht) brachte 41 dieser Spitzen hervor, sein Alter wird mit 7100 – 6700 BP angegeben. 19 Stücke stammen vom auf  7170 BP datiertem Fundplatz       E-79-6. Nach den vorliegenden Daten sind sie in dem Zeitraum von ca. 7500 – 6700 BP anzusiedeln. Parallel zu den kantenretuschierten Dreieckspitzen waren in geringer Menge Blattspitzen gleicher Bearbeitungstechnik im Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab ca. 6300 BP tauchen für die nächsten tausend Jahre zweiseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen der Gruppen C1, C2, C3, C4 und D1, D3 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle (A2) von den Fundplätzen E-79-6, E-77-1 und &lt;br /&gt;
E-96-1 sind Oberflächenfunde und schlecht einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Querschneider wie Dreiecke, Trapeze und Segmente kommen schon während der frühesten Besiedlungsphasen vor und finden sich auch noch im ausgehenden Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dakhla==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mut, der Hauptort der Dakhla Oasen liegt auf dem Längengrad 29° Ost und auf dem Breitengrad 25°30’ Nord. Von Tineida im Osten zieht sich ein Grüngürtel von rund 100 km Länge mit Unterbrechungen über Balat, Ismant, Mut und El Qasr bis nach Gharb Mawhub. Von dort führt die Teerstraße parallel zu den Dünenketten der großen Sandsee nach Abu Minqar und weiter nach Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts durchforscht Mary M. A. Mc Donald die Oasen. Sie hat die für diesen Bericht relevanten prähistorischen Kulturen des Holozäns wie folgt eingeteilt :&lt;br /&gt;
* 1.) Masara A, B und C mit Altersangaben von 9180 BP (site 194 Masara B) bis 8170 BP (site 166 Masara A).&lt;br /&gt;
* 2.) Bashendi A mit Daten von 8340 BP (site 228 SH) bis 6380 BP (site 228 C1.1). Für diese Phase wurden 25 Altersanalysen erstellt, 22 davon beziehen sich auf ein Gebiet, dass außerhalb der Oasen, südöstlich von diesen am Fuße des Abu Tartur Massivs liegt.&lt;br /&gt;
* 3.) Bashendi B mit Daten von 6480 BP (site 165) bis 4380 BP (site 277).&lt;br /&gt;
* 4.) Sheikh Muftah mit Daten von 8210 BP (site 108) bis 4310 (site 244).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erscheint als ob die verschiedenen frühholozänen Masara Fundstellen A, B und C praktisch gleich alt seien und sich unterscheiden würden durch das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Baustrukturen und dem Vorkommen von rückengestumpften Lamellen und Klingen bzw. ihr Fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bashendi A schließt an die frühen Kulturen an und hat um 7000 BP seine größte Ausdehnung, mit kurzer Überlappung folgt Bashendi B mit reichen Vorkommen um ca. 6000 BP. &lt;br /&gt;
Die vier Sheikh Muftah Daten verteilen sich über den gesamten Bashendi Zeitraum und weisen ein erstes Datum im Frühholozän, am Ende der Masara Phase auf. Nach den C14- Daten enden Sheikh Muftah und Bashendi B gegen 4300 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die in der mir bekannten Literatur erwähnten und dokumentierten Pfeilspitzen verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Phasen und Fundplätze :'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Masara Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1.) '''263''' Masara A.   Das Alter, die Menge der Pfeilspitzen und die Gesamtwerkzeugmenge sind nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Zwei Pfeilspitzen sind gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitze : Fig. 4.d rough point or arrowhead, Fig. 4.e Ounan- point.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.d   Interessante, randretuschierte Blattspitze, die im proximalen Bereich am linken und rechten Rand jeweils eine Kerbe aufweist, wie sie später in protodynastischer Zeit bei den D42- Spitzen auftreten. Durch die Kerben wird eine Schäftungszone markiert und ein Stiel angedeutet. Das Artefakt erhält die Bezeichnung H21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.e   Wie aus der nicht klaren Zeichnung hervorgeht, handelt es sich entweder um eine H13 Spitze, falls die Modifikationen aus Kantenretuschen bestehen und das Stielende eine Bruchfläche aufweist. Im Falle, dass es sich auf der Dorsalseite um flächige Retuschen handeln sollte, wäre das Exemplar eine H5- Spitze, Auf keinen Fall handelt es sich um eine wie von Tixier definierte Ounanspitze (H12), da der Stiel nicht bohrerartig zugespitzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2.) '''300''' Masara C.   Alter : 8220 BP und 8840 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : elf plus Querschneider.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : a-b arrowheads, im Text Ounan points f. trapeze, g. triangle.  &lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden zwei Spitzen und zwei Querschneider, die Gesamtwerkzeugmenge ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.a-b   Es handelt sich um Ounan- Harif Spitzen mit der Silhouette H19, Ausgangsmaterial waren möglicherweise Abschläge. Das Exemplar a weist eine starke Randretuschierung auf. Die die Schäftungszone bildenden, als Kerben ausgelegten, konvergierenden Linien sind von der Dorsalseite aus angebracht im Gegensatz zu dem Exemplar b, welches eine alternierende Retuschierung des Stielchens aufweist. Die Ränder sind weniger stark modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichartige Pfeilspitzen werden in Nabta und Abu Tartur angetroffen, sie sind typisch für die El Ghorab Phase. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.f   Querschneider vom Typ F2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.g   Querschneider vom Typ F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Angaben und Zeichnungen Fig. 2 und Fig. 4 sind aus „Holocene Prehistory : Interim Report on the 1997 and 1998 Seasons – The Masara sites“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3.) '''308''' Im Text werden 20 kleine Harif- Spitzen von dieser Masara C Fundstelle erwähnt, von denen aber weder Zeichnungen noch Beschreibungen existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altersangaben liegen bei 8710 BP und 8810 BP.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* 4.) '''265''' Von diesem Fundplatz wird eine Serie von kleinen Pfeilspitzen „most with bifacial edge retouch“ gemeldet ohne nähere Präzisionen über Menge und Gruppe der Bewehrungen und ohne exakte Beschreibung der übrigen Werkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 8590 BP bzw. 8480 BP angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zusammenfassung kann für die Dakhla Oasen und die Masara Phase von sechs dokumentierten Pfeilspitzen ausgegangen werden. Davon eine H21, eine H13 oder auch H5, eine H19, eine F16 und eine F13.&lt;br /&gt;
Quantitative Angaben existieren für insgesamt elf mögliche H19- Spitzen und 20 Harif- Spitzen. Mit der Serie kleiner, mit flachen Randretuschen versehener Pfeilspitzen und den Querschneidern wäre von einer Gesamtmenge von ca. 50 Bewehrungen auszugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi A Phase.'''&lt;br /&gt;
Für die Bashendi A Phase existieren einige Zusammenstellungen von Werkzeugen. Die aufgelisteten Fundstellen befinden sich sämtlich außerhalb des Oasen Grünlandes im Südosten von Dakhla, beiderseits der Straße nach Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''387''' Das Alter ist nicht angegeben, die Fundstelle hat 34 kleine, beidseitig      &lt;br /&gt;
flächenretuschierte Bewehrungen mit zwei zugespitzten Enden hervorgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine C1- Spitze wurde gezeichnet (Fig. 4.f). Die nicht gezeichneten Pfeilspitzen dürften den Gruppen C1 und C3 zugeordnet werden können, da sie über zwei Spitzen verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''228''' Alter : von 8340 BP bis 6380 BP, wobei das frühholozäne Datum wohl &lt;br /&gt;
ausgeklammert werden sollte.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : verschiedene&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 93&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : neun Exemplare (Fig. 3. Sahara 4/1991).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.a.) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle, die Schwingenanordnung ist asymmetrisch und ergibt den Hybridtyp A2/A27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.b) E1 groß, Fig. 3.c D1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.d) D12 groß, ein nahezu identisches Stück ist von Abu Tartur Fundplatz 1005/83 bekannt (6420 +- 60 BP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.e) D39, Fig. 3. f-g C1, Fig. 3. h.i H5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) '''228''' A site Cluster 1   Alter : 7200 BP bis 6380 BP.&lt;br /&gt;
* Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 11,9% oder 12 Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) '''228''' A Site Combo (Cluster 3 und 4 sowie Mound site).                                                                          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht die Vermutung, dass diese Fundstelle identisch mit der schon behandelten Fundstelle 228 ist, da die Anzahl der Pfeilspitzen, der Kerben und der gezähnten Stücke, der Kratzer, der Messer, der retuschierten Stücke und der Meißel gleich ist. Lediglich bei den Bohrern, den Kombinations- Werkzeugen und den Varia bestehen Unterschiede sowie auch in der Gesamtmenge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) '''228''' A site Shake Hole. Alter : von 8340 bis 6480 BP.&lt;br /&gt;
* Die Anzahl der Pfeilspitzen beträgt 30. Weitere spezifische Angaben werden nicht gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) '''174''' (30/450-F8-3) Alter : 6900 BP&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 54.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : es gibt sieben Typen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* a.) Aus Lamellen hergestellte Pfeilspitzen mit beidseitig flächenretuschierte Stielen aber ansonsten durch einseitige Kantenretuschen modifiziert.&lt;br /&gt;
* b.) Kleine Dreieckspitzen mit konkaver Basis und einigen Kantenretuschen (Bou Saada).&lt;br /&gt;
* c.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen.&lt;br /&gt;
* d.) Asymmetrische Spitzen mit Kantenretuschen.&lt;br /&gt;
* e.) Aus Lamellen hergestellte Blattspitzen mit zwei zugespitzten Enden und mit zweiseitigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* f.) Blattspitzen mit beidseitiger flächiger Retusche.&lt;br /&gt;
* g.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen mit Schwingen und Widerhaken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Foto Fig. 7.1. in „Neolithic Cultural Units and Adaptations in the Dakhleh Oasis“ zeigt die beschriebenen Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Sie korrespondieren mit den Bezeichnungen :&lt;br /&gt;
* a.) Zwei Exemplare H16.&lt;br /&gt;
* b.) Zwei Exemplare H8.&lt;br /&gt;
* c.) Ein Exemplar D2 und eine rhombische Spitze E2.&lt;br /&gt;
* d.) Die Stücke sind nach dem Foto nicht einzuordnen.&lt;br /&gt;
* e.) Ein Exemplar H5 und ein Exemplar H2.&lt;br /&gt;
* f.) Zwei Exemplare C1.&lt;br /&gt;
* g.) Jeweils ein Exemplar D13 und D49.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe der Fundstelle ist eine 47mm lange Dreieckspitze mit zentraler Kehle von der Oberfläche aufgesammelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Third report on lithic industries in the Dakhleh Oasis“ 1982 sind von weiteren Fundplätzen Pfeilspitzen gezeichnet oder abgelichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So eine nach Mc Donald 6a Spitze von 32/390-D2-2 was nach Hugot eine H1- Spitze sein würde (Fig. 7.d.).&lt;br /&gt;
Plate XIII zeigt von Fundplatz 31/420-P5-1 vier D26- Spitzen mit treppenförmigen Stiel sowie vier Blattspitzen mit zum Teil gerundeten Basen und beidseitigen flachen Randretuschen, drei Exemplare sind unter H4 und eine unter H1 zu klassieren.&lt;br /&gt;
Plate XV zeigt verschiedene neolithische Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Foto a. sind eine C1- Spitze, eine gezähnte C6- Spitze und vier C3- Spitzen zu sehen, sie werden als Type 6b bezeichnet.&lt;br /&gt;
Foto b. zeigt ebenfalls Blattspitzen und zwar drei C4- Spitzen, eine gezähnte C6- Spitze, eine ebenfalls gezähnte C9- Spitze mit gerundeter Basis und eine C- Spitze mit einem abgebrochenen Ende. Diese Bewehrungen werden bei Mc Donald unter der Bezeichnung 6c geführt.&lt;br /&gt;
Auf Foto c. sind verschiedenartige Stielspitzen und ein asymmetrisches Stück vorgestellt. Nach Hugot sind es zwei D1- Spitzen, eine D3- Spitze, eine D18- Spitze und zwei D28- Spitzen. Das asymmetrische Exemplar ist eine I3- Spitze. Die Stielspitzen werden in dem Bericht mit 6d. bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto d. zeigt sieben grob flächenretuschierte Blattspitzen, hier 6e genannt, davon drei mit stark gerundeten Basen und eine mit angedeutetem Stiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewehrungen dieser Art sind von den benachbarten Fundkomplexen wie Lobo, Djara, Eastpans oder Abu Tartur nicht bekannt, es wäre daher interessant das Begleitmaterial und die Fundbedingungen zu kennen.&lt;br /&gt;
Ich würde, ohne sicher zu sein, dieses Stück nicht dem Neolithikum sondern einem späten Aterien zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesamtvolumen der Dakhla- Pfeilspitzen des Bashendi A Komplexes kann nur geschätzt werden. Die Typologien der aufgelisteten Fundplätze ergeben 223 Pfeilspitzen bei 799 Werkzeugen, das sind 27,9 % der Gesamtwerkzeugmenge. Zählt man die Fundstelle 228 und A site Combo als eigenständige Plätze so ergeben sich 316 Bewehrungen bei 1029 Werkzeugen und ein prozentualer Anteil von 30,7.&lt;br /&gt;
Hinzu kommen die 34 dokumentierten Spitzen von Plate XIII und Plate XV, so dass von ca. 350 Bashendi A- Pfeilspitzen ausgegangen werden kann. Würden die hier nicht erwähnten kleineren Fundplätze und die Einzelfunde berücksichtigt, könnte die Gesamtmenge wesentlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi B Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''271''' Alter : 6360 BP und 6280 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den üblichen Blattspitzen der Typen C1, C3 und C4 werden für diese Phase jedoch nicht ausdrücklich für diesen Fundplatz jeweils eine D31- Spitze, eine D25- Spitze und eine D19- Spitze vorgestellt (Sahara 4/1991 Fig. 5.). Eine zeitliche Einordnung dieser Stielspitzen ist daher nur im groben Raster möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''385''' Das Alter ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : vier, gezeichnet wurden drei Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen, eine vom Typ C4 (a.) und eine vom Typ C3 (c.). Die dritte Pfeilspitze (b.) ist vom Typ H1 mit einseitigen flachen Randretuschen. (Holocene Prehistory : Interim Report on the 1999 Season Fig. 4.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt sind circa 20 Bashendi B Fundstellen angegeben allerdings, mit Ausnahme von 271 und 385, ohne Werkzeug- Auflistung und ohne Angaben der Anzahl der Pfeilspitzen, möglicherweise weil die Fundmenge keine Erstellung von Typologien erlaubten und Pfeilspitzen nur in geringen Mengen gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Sheikh Muftah Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine einzige Sheikh Muftah Fundstelle nämlich 31/420-P6-1 ist typologisch ausgewertet worden. Sie enthält neben den Varia lediglich vier Werkzeuggruppen und keinerlei Bewehrungen. Allerdings werden in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ 2002 zwei Stielspitzen und zwei Querschneider aus der Sheikh Muftah Phase vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 1.&lt;br /&gt;
* j) Zeigt eine langstielige, mit Widerhaken versehene D9- Spitze.&lt;br /&gt;
* k) Ist eine sehr schlanke D19- Spitze.&lt;br /&gt;
* l-m) Sind zwei Querschneider vom Typ F13, die zusammen mit dreieckigen Exemplaren der Gruppe F4 auf dem Fundplatz 136 vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrer Magisterarbeit stellt I. Teubner aus Berlin insgesamt 55 Bewehrungen der Sheikh Muftah Phase vor, davon rund 40 vom Fundplatz 136. Da gute Zeichnungen vorliegen können die Pfeilspitzen wie folgt klassifiziert werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Typ'''|| '''Anzahl'''|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D1|| 2|| 135&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D2||1||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D3||6||404, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D18||3||105, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D19||2||135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F4||10||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F10||20||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F14||2||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I3||3||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I9||1||404&lt;br /&gt;
|-|-&lt;br /&gt;
||Nicht identifiziert||5||404, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''55'''||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell sind auch die Pfeilspitzen der Sheikh Muftah Phase nicht sehr häufig. Größere Blattspitzen mit groben Flächenretuschen kommen noch vor aber Stielspitzen, häufig mit Widerhaken und leichter Zähnung sind neben langschmalen trapezförmigen und dreieckigen Querschneidern der Typen F10, F4 und F14 die bevorzugten Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der in den Dakhla Oasen und der Südwestecke des Abu Tartur Massivs durch Zeichnungen und Fotos dokumentierten Pfeilspitzen beträgt für die Masara Plätze sechs Exemplare, Bashendi A ergibt 57 Stücke, Bashendi B sieben Artefakte und Sheikh Muftah 57 Bewehrungen. Zusammengenommen sind es 127 Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Die im Text genannte und zum Teil aufgelistete Menge dürfte bei ca. 426 Exemplaren liegen. Eine genaue zeitliche Zuweisung ist nur für wenige Exemplare möglich z.B. Masara C Fig. 2.a-b zeigt zwei H19- Spitzen mit einem Alter von 8840 BP – 8220 BP. Dieses entspricht dem Alter ähnlicher Ounan-Harif- Spitzen der El Ghorab Phase in Kiseiba oder die Blattspitzen der Gruppen C1, C3 und C4 des Fundplatzes 271 (Bashendi B) deren Alter sehr genau mit 6360 BP bzw. 6280 BP angegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi A Fundplätze'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''387'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''228'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site cluster 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site SH'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site Combo'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''174 30/450-F8-3'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 42,0&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 11,9&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 14,9&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 40,4&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 22,6&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 44,6&lt;br /&gt;
|| 46&lt;br /&gt;
|| 22,9&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 21,3&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 23,5&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 10,6&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 13,9&lt;br /&gt;
|| 110&lt;br /&gt;
|| 54,8&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 10,9&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombi- Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,2&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 6,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
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|| 4,1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
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|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
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|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
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|| 7&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,7&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 18,9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 16,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3,0&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,6&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''81'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''217'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
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|| '''100,3'''&lt;br /&gt;
|| '''201'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''230'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi B- und Sheikh Muftah- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 271'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 385'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Sheikh Muftah 31/420-P6-1'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|| 2,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
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|| 8,8&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|| Messer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,8&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Beile&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|| 28&lt;br /&gt;
|| 14,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Microburin&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Awls&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretusche&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''127'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''194'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
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|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Masara- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''85 Masara A'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''263 A Masara A'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''194 Masara B'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''264 Masara C'''&lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''308 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''260 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''265 Masara C'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alter&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8200&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8600&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8600-8500&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuggruppen&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I Kratzer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 16&lt;br /&gt;
|| 14,3&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 9,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 50,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| II Bohrer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 12,1&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 12,8&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 10,5&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| III Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VI Rück. Lamellen*&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 59,2&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| 2,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| VII Kerben&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
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|| 13&lt;br /&gt;
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|| 30&lt;br /&gt;
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|| 15&lt;br /&gt;
|| 26,3&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 47,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VIII Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| IX Geom. Mikro.**&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 12,2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,5&lt;br /&gt;
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|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| X Microburin&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 7,0&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| XI Verschiedene&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 3,6&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 33,2&lt;br /&gt;
|| 16&lt;br /&gt;
|| 18,6&lt;br /&gt;
|| 28&lt;br /&gt;
|| 40,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 10,5&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 31,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''49'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''63'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''86'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''70'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''57'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   *   VI   Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
*   ** IX   Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Merimde beni-Salam==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde beni-Salam liegt westlich des Rosetta-Arms des Nils auf ehemaligem Wüstenboden. Heute ist das Gebiet zwischen Nil und der Giza-Alexandria Straße für die Landwirtschaft erschlossen worden. Von Kairo sind es ungefähr 60 km in nordwestlicher Richtung.&lt;br /&gt;
Bekannt wurde Merimde ab 1928 durch die Arbeiten von Hermann Junker, dem Entdecker des ausgedehnten Siedlungsareals.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Arbeiten ging jedoch in den Wirren des 2. Weltkriegs verloren und ein endgültiger Bericht wurde nie vorgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter dieser frühen unterägyptischen, bäuerlichen Niederlassung wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 4880 BC bis 4230 BC angegeben. Von den Driesch und Boessneck ( 1985 ) datieren Merimde zwischen 5890 BP und 5440 BP. Breunig ( 1987 ) gibt für die untere Schicht ein Alter von 3940 bis 5840 BP an. Auf der Liste der Radiocarbon Daten der Universität zu Köln ( B.O.S. und ACACIA Projekte ) wird Merimde auf ca. 5900 bis 5600 BP oder auf ca. 4800 bis 4430 BC cal. datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979 veröffentlichte Josef Eiwanger seinen Bericht über die „Geschossspitzen aus Merimde“. Die Arbeit stützt sich auf neuere Grabungen, berücksichtigt aber auch das Material und die Vorberichte von H. Junker. Insgesamt werden 61 große Dreieckspitzen der Typen A2, A27, A25 und A28 vorgestellt mit Gewichten von ca. 3g bis ca. 15g.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiteren Arbeiten werden ferner Querschneider ohne weitere Spezifikationen und eine Stielspitze mit einem seitlichen Kerbenpaar ( D31 ) aus der Urschicht, sowie eine D33-Spitze mit flachen Randretuschen aus Schicht IV vorgestellt. Von der Oberfläche sind drei weitere Stielspitzen aus den Zeiten H. Junkers bekannt. Letzterer stellt 1928 in seinem Bericht über &lt;br /&gt;
die archäologischen Arbeiten im Westdelta auf Tafel 16 sieben typische „Merimdespitzen“ vor, die er libysche Pfeilspitzen nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in Merimde so variieren auch in Abu Tartur und den angrenzenden Gebieten die Gewichte der großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle stark und liegen hier bei ca. 1,9g bis ca. 17,5g. Das Gleiche gilt für die großen Stielspitzen der Typen D3 und D4, die außer in Abu Tartur in der westlichen Wüste äußerst selten gefunden wurden. Aus dem Niltal und der übrigen Sahara liegen nur wenige vergleichbaren Stücke vor. Bekannt ist eine Großspitze aus dem Fayum, eine weitere wurde von H. Junkers in Merimde gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke J. Eiwangers überschwere Pfeile aus der deckunggebenden Ufervegetation heraus aus sehr kurzer Distanz auf  große Beutetiere abzuschießen ist einleuchtend. Die einschlägige Forschung geht sicherlich bei Pfeil und Bogen, auch im prähistorischem Kontext nur von einer Fernwaffe aus, was im Prinzip sehr berechtigt ist. In Ausnahmefällen allerdings, wie bei speziellen Jagdtechniken oder aber im Verdrängungskrieg um Weiden und Wasserstellen könnte ein schwerer Pfeil mit kurzer Flugbahn im Kampf Mann gegen Mann von Vorteil sein. Auf  Felsbildern im Tassili sind derartige Szenen bewegt und eindrucksvoll dargestellt aber auch aus Südafrika sind ähnliche Auseinandersetzungen im Bild festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Liste A auf den Seiten 73 und 74 sind die großen, gekehlten Dreieckspitzen, beidseitig flächenretuschiert, aufgeführt.&lt;br /&gt;
34 Stücke, es sind bis auf eine Einzige Oberflächenfunde, wurden von H. Junker ab 1928 publiziert. Die 17 von J. Eiwanger während der Grabungskampagne 1978 gefundene Stücke verteilen sich auf die Oberfläche ( 5 Exemplare ), die Phase IV ( 11 Exemplare ) und die Phase V ( 1 Exemplar ). Weiterhin sind noch 10 Spitzen, sämtlich von der Oberfläche, genannt. Das bekannte Gesamtinventar kann somit in 48 Oberflächen-Fundstücke und 13 aus Schichten stammenden Funden eingeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sein Diagramm Abb. 3 gliedert der Autor die Pfeilspitzen in breite ( B ), normale ( N ) und schmale ( S ) Stücke und die Schäftungskehle in tiefe ( T ), normale ( N ) und flache ( F ). Um dieses graphisch sichtbar zu machen, werden in einem Koordinatensystem auf der Ordinate das Verhältnis von Länge zu Breite ( a : b ) und auf der Abszisse das Verhältnis der Länge zwischen Kehlenende und dem distalen Ende zu der Breite der Pfeilspitze in Höhe des Kehlenendes ( A : B ) eingetragen. Die Auswertung der Merimdespitzen ergibt für die ältere Phase IV hauptsächlich breite bis normale Stücke mit flachen bis normalen Kehlen ( BF, NF, NN ). Tief ausgekerbte und schlanke Artefakte sowie die Spitzflügel, wie sie auch aus dem Fayum bekannt sind, kommen in Phase V und einer darüber liegenden erodierten Schicht vor. Besonders die tief ausgekerbten Spitzflügel stellen einen technischen Fortschritt dar, indem sie die Wirkung einer großen Aufpralllänge, gegeben durch die Breite b, bewahren und durch Materialreduzierung das Gewicht senken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siwa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siwa, die Oase im nordwestlichen Ägypten, nahe der libyschen Grenze hat für mich, wahrscheinlich bedingt durch die isolierte Lage oder auch durch das Orakel des Amontempels etwas Mystisches, Geheimnisvolles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Mittelmeer, nach Marsa Matruh sind es, der „Straße“ folgend, rund 300 km. Verbindungen nach Südosten zu den Bahariya Oasen oder nach Osten ins Fayum werden durch abenteuerliche Pisten gewährleistet oder auch nicht, wie schon das frühe Beispiel des Kambyses und seiner Perserarmee zeigt, sie sind nie angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf prähistorische Vorkommen ist das Gebiet von Siwa und den benachbarten Oasen Um el Hiyus, Gara, El Arag und Sitra von Fekri A. Hassan Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und von den B.O.S. Expeditionen (R. Kuper, E. Cziesla) in den 80er Jahren wissenschaftlich untersucht worden.&lt;br /&gt;
Die Hauptbesiedlungsphasen scheinen epipaläolithisch und frühneolithisch gewesen zu sein, bezieht man sich auf das von Fekri A. Hassan vorgestellte Fundmaterial, welches hohe Anteile an Rückenstumpfungen und Meißeln aufweist.&lt;br /&gt;
Die B.O.S. Fundstelle 85/05-4, mit 356 m² etwas größer als weitere Plätze in Sitra, ist gemischt. Sie führt ebenfalls rückengestumpfte Lamellen und Langschmale Dreiecke aber auch einige flächenretuschierte Artefakte jüngeren Datums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorkommen von Pfeilspitzen in den Siwa- Oasen beschränken sich auf wenige flächenretuschierte Exemplare. Ounanspitzen sind sehr selten, Ounan-Harif-Spitzen und damit verwandte Stücke werden von Site 75/27 in Gara gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der mir zur Verfügung stehenden Literatur ergibt sich folgendes Bild :&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Ounan-Harif-Spitzen beträgt sicher zehn, das sind die gezeichneten Exemplare und wahrscheinlich 39, das sind sämtliche Pfeilspitzen der Tafel 5.1 in  „Resources and Subsistence during the Early Holocene at Siwa Oasis, Northern Egypt“ von Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Exemplare sind datiert, das Alter von 8219 +- 73 BP fällt zusammen mit dem Ende der El Ghorab Phase im äußersten Südwestzipfel der östlichen Wüste Ägyptens, dort wurden gleichartige Bewehrungen beobachtet.&lt;br /&gt;
Die teilweise flächige Bearbeitung findet durchaus Parallelen in Kiseiba, Nabta und Abu Tartur.&lt;br /&gt;
Auch die Stücke a und d (Fig. 7 Artifacts from Gara Oasis site 75/27) passen gut als frühe flächig retuschierte Stielspitzen in den allgemeinen Rahmen. Ein weiteres Beispiel ist die D21- Spitze von Sitra 85/5 (Abb. 1/3 in Cziesla 98), die in Silhouette und Bearbeitungstechnik der Spitze a site 75/27 sehr ähnlich ist und die in den Zeithorizont um ca. 8200 BP fällt.&lt;br /&gt;
Weitere datierte Exemplare aus Dakhla und Abu Tartur erhärten den Befund, dass flächig retuschierte Stielspitzen am Ausgang des 9. Jahrtausend vereinzelt auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen nach Fundorten innerhalb der Siwa- Oasen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplatz&lt;br /&gt;
|| Anzahl der&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gefunden&lt;br /&gt;
|| Anzahl der &lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gezeichnet&lt;br /&gt;
|| Alter BP&lt;br /&gt;
des&lt;br /&gt;
Fundplatzes&lt;br /&gt;
|| Klassifikation&lt;br /&gt;
nach Hugot*&lt;br /&gt;
|| Literatur-&lt;br /&gt;
hinweise&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/31&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/24&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/27&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 8219+-73&lt;br /&gt;
|| D1, D21, 2xH1, &lt;br /&gt;
5xH4, 1 Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 7 a-j&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/24A2 &lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/05-4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D3, D33, H10&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/09&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| H12, H5&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| G1&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/07&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D33&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| ca. 8200&lt;br /&gt;
|| D21 nach 19&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/15&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D18 langstielig&lt;br /&gt;
D44, 2xC1&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 f-i&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus&lt;br /&gt;
Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD19 langstielig&lt;br /&gt;
C3, D44,&lt;br /&gt;
C Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 a-e&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/12&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.3 b&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa Slg. Bates&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D21 schlank&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98&lt;br /&gt;
Abb. 1/4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 83/11-2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Blattspitzen&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Südl. Des Sitra-&lt;br /&gt;
Sees&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD18&lt;br /&gt;
1xD42&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98,&lt;br /&gt;
Abb. 1/12, 13, 14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa&lt;br /&gt;
ohne weitere&lt;br /&gt;
Präzision&lt;br /&gt;
|| 102&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 11xC4&lt;br /&gt;
11 Ounan-Harif-Spitzen&lt;br /&gt;
der Typen H10 und H14,&lt;br /&gt;
60 Stielspitzen des &lt;br /&gt;
Typs D19 und D18,&lt;br /&gt;
19xC1 oder C3,&lt;br /&gt;
1xE3&lt;br /&gt;
|| Mc. Burney&lt;br /&gt;
1955&lt;br /&gt;
Seiten 254 - 257,&lt;br /&gt;
Fig. 35, 36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''&amp;gt; 163'''&lt;br /&gt;
|| '''50'''&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *&lt;br /&gt;
-Die C4- Spitzen weisen flächige Randretuschen auf, vor allem die Schäftungszonen sind beidseitig modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Schäftungszonen der Ounan- Harif- Spitzen „shanked blades“, wie Mc. Burney sie nennt, sind ebenfalls durch flache, beidseitige Retuschen bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die sehr schlanken Stielspitzen der Gruppen D18 und D19 mit einem Koeffizienten B/L von 0,20 bis 0,35 sind relativ jung. Für Djara werden sie von K. Kindermann bei ca. 6000 BP angesiedelt. („The Holocene Occupation of the Eastern Sahara, Regional Chronologies and Supra- regional Developments in four Areas of the Absolut Desert“ in Gezeiten der Wüste, Herausgeber R. Kuper 2002 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundort&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Um el Hiyus&lt;br /&gt;
a) 75/5 b) 75/31&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Gara&lt;br /&gt;
a) 75/24 b) 75/27&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | El Arag&lt;br /&gt;
a) 76/4 b) 76/24A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 32&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 28,1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 88&lt;br /&gt;
|| 17,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte&lt;br /&gt;
Klinge u. Abschläge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 53,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 14,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 25,0&lt;br /&gt;
|| 72&lt;br /&gt;
|| 32,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 128&lt;br /&gt;
|| 25,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. Zähnungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7,7&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 27,3&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 9,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 10,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 12,5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 20,5&lt;br /&gt;
|| 73&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Seitenschaber&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 18,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 42&lt;br /&gt;
|| 8,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endstumpfung&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 0,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Spitzen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 0,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Zweiflächner&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Andere&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''69'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|| '''64'''&lt;br /&gt;
|| '''100,2'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''221'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''494'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987&lt;br /&gt;
Table 5.1 Tool classes from Holocene Sites in the Siwa Oasis Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahariya==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptort der Bahariya Oasen, Bawiti, liegt ungefähr 180 km nordöstlich von Farafra entfernt, und von den Pyramiden in Giza sind es rund 370 km in südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stahlwerke von Heluan werden über eine Eisenbahnstrecke mit dem Eisenerz der Gruben von Bahariya versorgt. Die submarine Exhalations- Lagerstätte deckt den ägyptischen Inlandbedarf.&lt;br /&gt;
Der wunderschöne Rosengarten in der Iron-Mine-City dürfte der einzige in der westlichen Wüste sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erforschung holozäner Besiedlung scheint nicht weit fortgeschritten zu sein. Lediglich Fekri A. Hassan erwähnt einige einseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen an einigen Plätzen in „Archaeological explorations at Bahariya Oasis and the Western Delta“1979. Angaben zur Silhouette der Bewehrungen sind nicht gemacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Farafra==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Farafra liegt rund 500 km in nordwestlicher Richtung von den Kharga Oasen entfernt, falls der Weg über Mut genommen wird. Von Giza über Bawiti sind es ca. 550 km nach Südwesten. Kleiner als die Kharga und Dakhla Oasen hatte sich Farafra lange Zeit seine Ursprünglichkeit bewahrt. Gerne erinnere ich mich an die Gastfreundlichkeit und den herrlichen Garten des Homda, Bürgermeister würden wir ihn nennen. Dieser kühle, schattige Platz hat ein wenig von dem Paradies, wie es im Koran beschrieben ist, ohne die Jungfrauen allerdings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon sehr früh im Holozän brachte die Region um Farafra pflanzliche Taxa hervor, wie z.B. Sorhum sp., Getaria, Brachiaria, Panicum und Echinochloa colona. Auch Schaf und Ziege sind sehr früh vertreten wie Daten von 7251 +- 67 BP und 7110 +- 50 BP belegen.&lt;br /&gt;
Obwohl Behausungsstrukturen ausgegraben worden sind, ist bislang sehr wenig Töpferware gefunden worden. (Ein Bruchstück von site HV – 2).&lt;br /&gt;
Verbunden mit den archäologischen Aktivitäten sind die Namen von Barbara E. Barich, Fekri A. Hassan, A.G. Fahmy, A. Gautier, G. Lucarini und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Auswertung des lithischen Inventars noch nicht abgeschlossen ist, sollen hier lediglich die bis jetzt veröffentlichen Pfeilspitzen behandelt werden. So werden in „Archaeology of  Farafra Oasis (Western Desert Egypt) A Survey of the most recent Research“ von B.E. Barich und G. Lucarini folgende Bewehrungen vorgestellt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' Farafra Oasis, Hidden Valley Village, Lithic industry. Drei Blattspitzen, davon ein Exemplar C6 mit vollständiger, beidseitiger Flächenretuschierung, zwei Exemplare vom Typ C3 mit einseitiger, vollständiger Flächenretuschierung, die Ventralseite weist eine teilflächige Retuschierung auf.&lt;br /&gt;
Eine H13- Spitze mit leichten Retuschen am linken, distalen Rand. Gezeichnet sind weiter gekerbte und gezähnte Stücke mit den obligatorischen harten Kantenretuschen sowie ein Schaber und ein Messer mit flachen Randretuschen. Der Zeithorizont ist ca. 7100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8''' Farafra Oasis, Hidden Valley Area, Late neolithic bifacial artifacts. Zeigt drei Blattspitzen der Gruppen C1 und C3 wovon eine beidseitig flächenretuschiert ist, die zwei anderen sind auf der Ventralseite lediglich in der Schäftungszone flächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden gezeichnet ein side-blow-flake, drei Messer und ein Schaber- Kratzer. Diese Werkzeuge haben ein Alter von 5950 BP Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klärungsbedarf besteht für die Ounan-Arif-Spitzen vom spätneolithischen Fundplatz Sheikh el- Obeiyid und für eine weitere typisch beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze, welche an den Ounan-Arif Typ erinnert und welche auf  „Playa I“ in der Rajih Region auf einem Platz mit Klingenindustrie gefunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebel Kamil==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebel Kamil ist nach der Beschreibung von Joachim Hahn, dessen Bekanntschaft ich in Abu Tartur machen durfte, ein konischer Hügel, der sich rund 100 m über die umgehenden Dünenfelder erhebt und so eine weithin sichtbare Landmarke bildet. Er liegt südsüdöstlich des Gilf Khebir in der Nähe der ägyptisch- sudanesischen Grenze.&lt;br /&gt;
In seinem Artikel „Neolithic Settlement Patterns in the Gebel Kamil Area, Southwest Egypt“ beschreibt J. Hahn neolithische Fundplätze, von denen einige Pfeilspitzen aufweisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28''' ist eine der größten Fundstellen der Gegend, als mögliche Bewehrungen kommen Segmente, Trapeze und Dreiecke in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28-1'''  ist eine datierte Fundstelle mit Altersangaben von ca. 4300 BP bis 4600 BP. Auch hier sind die Pfeilspitzen- Bewehrungen auf Querschneider wie Trapeze, Dreiecke und eventuell Segmente beschränkt. Gezeichnet wurden drei Dreiecke, zwei Trapeze und vierzehn Segmente. Die Dreiecke entsprechen dem Querschneider Typ F4, die Trapeze den Gruppen F10 und F11. Zum Teil sind die Artefakte sehr klein wie das Dreieck 83/28-1 Nr. 4 mit einer Höhe von 8mm und einer Schneidenlänge von 7mm. Das Trapez 83/28-1 Nr. 9 hat die Höhe von 7mm, die kleine Schneide misst 3mm, die große 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''85/67''' ist der dritte Fundplatz von welchem Pfeilspitzen vorgestellt werden. Außer den Querschneidern vom Typ F16, F4, F10 und F14, es sind sieben Exemplare gezeichnet, kommen nicht näher beschriebene zweiseitig flächenretuschierte Spitzen vor, die aber kaum Pfeilspitzen sein dürften, da sie im Zusammenhang mit Handäxten, groben Abschlägen und Levallois- Kernen genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fig. 6 gibt J. Hahn Querschneider für die Fundstellen K25, 85/67 und 85/58 an, Trapeze und Dreiecke für 83/28 und 85/58, Trapeze ohne Dreiecke für 85/67.&lt;br /&gt;
Der Fundkomplex Gebel Kamil wird in den Zeithorizont vom 4. bis zum 6. Jahrtausend BP gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die große Sandsee==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Oase Siwa im Norden bis zu den Ausläufern der Sandsteinmasse des Gilf Kebir im Süden erstreckt sich die große Sandsee auf einer Breite von ca. 100 km bis 300 km westlich der libysch- ägyptischen Grenze.&lt;br /&gt;
Die archäologischen Untersuchungen wurden von der Universität Köln und dem Heinrich Barth Institut durchgeführt, sie waren im Besonderen auf die Gebiete um Abu Minqar, Regenfeld, Ain Dalla und die Glasregion konzentriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Regenfeld'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regenfeldfundstellen liegen nördlich und südlich des 25. Breitengrads Nord und östlich des 27. Längengrads Ost. Benannt wurde die Region im Jahre 1873 von Gerhard Rolfs wegen der starken Regenfälle, die ihn auf seiner Expedition überraschten. &lt;br /&gt;
Die ältesten Vorkommen, Regenfeld A, weisen ein Alter von über 9000 BP auf und enthalten keinerlei Pfeilspitzen oder geometrische Mikrolithen, die als Bewehrungen angesprochen werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das darauffolgende Regenfeld B mit einem Alter von ca. 8700 BP produzierte neben langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Artefakten auch eine rückengestumpfte Blattspitze vom Typ H1 und zwei Trapeze mit gestumpfter, leicht gekehlter kleiner Seite, die im gleichaltrigem Kontext auch in Westpans 85/52 gefunden worden sind und die als mögliche Bewehrung die Bezeichnung F20 erhalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem folgenden Zeitabschnitt von ca. 8300 BP bis 7800 BP wurden keine Bewehrungen gefunden, langschmale Dreiecke, rückengestumpfte Lamellen und eine Kerbklinge bestimmen das Inventar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngsten Phase, Regenfeld D, von ca. 7700 BP ( 87/2 ) bis 7000 – 6500 BP ( 96/19 ) erscheinen neben klassischen Bewehrungen der Typen F4 und F13 auch flächenretuschierte Artefakte. Dabei handelt es sich unter anderem um große, beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen. Zwei dieser Stücke sind gezeichnet worden, eine davon, die Längere, hat die ungefähren Abmessungen L = 78 mm, B = 28 mm und Dicke = 8,3 mm. Diese Dimensionen sind vergleichbar mit denen der großen Blattspitzen von Abu Tartur, welche Längen zwischen 70 mm und 91 mm und Gewichte von 8,7g bis 14,2g aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können ebenso wie die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle und die großen Stielspitzen als Pfeilspitzen eingesetzt werden und mit Erfolg von einem Bogen verschossen werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der querschneidigen Bewehrungen von Regenfeld wird auf zehn geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Glasregion'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein gezieltes Ausbeuten der Rohstoffquellen, des libyschen Wüstenglases oder Lechatelierit zu erschweren, sind genauere Hinweise auf die Lage der Fundgebiete nicht angegeben.&lt;br /&gt;
Die größte Fundstelle, 81/61, wird auch nach dem Entdecker „Willmanns Camp“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwei Schnitten wurden insgesamt 1934 Werkzeuge, davon 250 Mikrolithen, zu Tage gefördert. Die verschiedenen C14- Analysen ergeben Resultate von ca. 8000 BP bis ca. 5700 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flächenretuschierte Artefakte sowie Pfeilspitzen fehlen in den Inventaren. Als mögliche Bewehrungen kommen Trapeze und Dreiecke in Frage. Sechs Dreiecke und 21 Trapeze sind gezeichnet worden und fallen unter die Typen F4 und F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ain Dalla'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am östlichen Rand der großen Sandsee, etwa nördlich von Abu Minqar und nordwestlich von Farafra liegt der Brunnen von Ain Dalla.&lt;br /&gt;
Ein spätneolithischer Fundplatz scheint 85/15 zu sein. Die zwei dort gefundenen Stielspitzen sind sehr schlank und gehören zu den Typen D19 und D49. Die Ränder der D19- Spitze sind sehr leicht konvex ausgebildet, nicht genug um als D18 klassiert zu werden. Die Widerhaken der D49- Spitze sind sehr klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 85/26 mit einem Alter von ca. 8610 BP produzierte eine Ounanspitze vom Typ H12 und auf dem dritten, circa 8460 BP alten Ain Dalla Fundplatz 85/28 – 1 wurden eine  H5- Spitze und zwei Dreieckspitzen vom Typ H7 gefunden. Letztere passen normalerweise nicht zu den vorherrschenden Rückenstumpfungen, die für das Inventar charakteristisch sind, sie sind eher für das mittlere Neolithikum typisch. Die primitive Ausführung könnte sie allerdings dem Fundplatz zugehörig erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Gerara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von Abu Gerara liegen zwischen Djara im Norden und den Eastpans im Süden, nach Südwesten befinden sich die Vorkommen der Dakhla Oasen und nach Südosten sind es die Plateau- Plätze und Playakonzentrationen von Abu Tartur. Zwischen dem Abu Tartur Massiv und den Abu Gerara Schichtabbrüchen liegen ein mit Kalksteinhügeln durchsetztes Gelände, zwei große Depressionen sowie eine kleine mit dem Fundplatz 00/59, an dessen Exploration ich mitarbeiten konnte. Nördlich der Schichtstufen kommen weitere Kalksteinhügel vor, dann nach rund 25 km geht das Gelände in eine Hamada über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchungen, die zur Zeit von der Kölner Universität durchgeführt werden, sind noch nicht beendet. So werden lediglich einige Fundstellen, von denen schon endgültige Ergebnisse vorliegen, berücksichtigt. In „Abu Gerara : Mid- Holocene sites between Djara and Dakhla Oasis (Egypt)“ Heiko Riemer 2003 wird die Fundstelle 98/5 vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''98/5''' Fundstelle im Hügelland nördlich der Schichtstufen. Der Fundplatz ähnelt in seiner Anlage stark den Vorkommen auf dem Abu Tartur Plateau. Ein tief gelegenes Becken ist umrahmt von bis zu elf Metern hohen Hügeln, die einen guten Schutz gegen den Nordwind abgeben. Von den Hügeln laufen Regenrinnen ins Beckentiefste. Dort hat sich ein terra rosa Boden gebildet, der gepanzert durch das Artefaktenmaterial und gehärtet durch erhöhten Phosphateintrag teilweise der Deflation standgehalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden 75 retuschierte Werkzeuge geborgen, davon 16 Pfeilspitzen, die mit 21,3 % den größten Anteil stellen, gefolgt von Seitenkratzern und gezähnten Stücken. Weitere Artefakte sind Bohrer, side-blow-flakes, blattartige Messer und Vorstufen dazu, sowie Sichelblätter und Dexel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei C14 Analysen datieren 98/5 auf 6600 Jahre BP. Dies ist einer der nicht zu großen Fundplätze, die ein weitgehend unvermischtes Inventar mit einem bestimmten Alter aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8'''  zeigt unter anderem zwei Blattspitzen mit teilflächiger Retuschierung. Die Nr. 5 hat eine klassische C3 Silhouette während Nr. 6 eine deutlich gerundete Schäftungszone aufweist aber noch unter C3 geführt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die Nr. 7. Im medialen Abschnitt weist das Artefakt nahezu parallel verlaufende Ränder auf, die Schwingen zeigen winzige Widerhaken und der recht lange, schlanke Stiel ist an seiner Basis eingeschnürt, das Ende des Stiels ist abgerundet, das distale Ende ist abgebrochen. Derartige Stücke sind aus Djara bekannt, wo einige dieser als D52 bezeichneten Bewehrungen vorkommen. E. Cziesla stellt eine ganz ähnliche Spitze vor, die südlich des Sitra Sees gefunden worden ist (Nr. 14, Abb. 1 in Anmerkungen zu flächenretuschierten Pfeilspitzen 1998). Bei diesem Exemplar ist der Stiel kurz und die Parallelität der Ränder im medialen Abschnitt ist nicht gegeben.&lt;br /&gt;
Die Nr. 8 ist eine D36 Spitze und kommt ebenfalls in einigen Exemplaren in Abu Tartur vor. Eine vergleichbare mit nur einem Kerbenpaar (D31) ist von Eastpans bekannt, eine weitere ist, klassiert unter Bashendi B in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ Fig. 5.d gezeichnet. M. Mc Donald 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Eastpans ist ebenfalls eine Großspitze des Typs D3 bekannt, mit stärker ausgeprägten Widerhaken wurde auch in Abu Gerara eine solche aufgesammelt (Site 99/28). Weitere Einzelstücke sind in Dakhla und Djara gefunden worden. Diese Spitzen sind zu vergleichen mit der Serie von gestielten Großspitzen von Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''00/70''' Dieser Fundplatz in der Nähe der großen Dolineneinbrüche nördlich des Abu Tartur Massivs ist nur kurz angefahren worden. Bei dem Inventar handelt es sich um ein im Tiefsten des Siedlungsplatzes zusammengespültes Artefaktengemisch. Ein nördlich am Hang gelegenes Areal mit sehr vielen Herdstellen wurden aus Zeitmangel ignoriert. Ein hastig dort aufgeklaubte Pfeilspitze ist vom Typ C10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==El Karafish==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Straße von den Dakhla Oasen nach Abu Minqar liegt auf dem libyschen Plateau El Karafish, eine junge Fundstelle, die von prädynastischer Zeit und auf Grund von Keramikvergleichen bis in die 6. Dynastie reicht. Eine C14- Analyse ergab ein Alter von ca. 4500 BP. Im Keramikmaterial finden sich ebenfalls Claytonringe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Pfeilspitzen wurden geborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Eine Ounanspitze vom Typ H13, die im Kontext von El Karafish deplaziert wirkt und eher eine typische Bewehrung um 7600 BP darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Eine flächig retuschierte Stielspitze vom Typ D2, wobei die linke Schwinge leicht gerundet erscheint. Dieser Typ taucht in den verschiedensten spätneolithischen Inventaren auf. Die Dorsalseite ist bis auf einen schmalen, zentralen Bereich flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, lediglich der Stiel ist vollflächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Zum Fundplatz passend ist das dritte Exemplar. Es handelt sich um eine Stielspitze mit kurzem, breitem Stiel und mit parallel zueinander verlaufenden Rändern im proximalen Bereich. Die Ränder weisen eine sehr feine Zähnung auf, die Schwingen stehen rechtwinklig zur Längsachse, sind jedoch mit winzigen Widerhäkchen bestückt. Das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert, der distale Bereich ist abgebrochen. Da die Silhouette der Pfeilspitze ein Novum darstellt, erhält sie die Bezeichnung D50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art von schlanken, feingezähnten Stielspitzen stellt das Ende einer Entwicklung von tief penetrierenden Bewehrungen dar, welche aus lithischem Material hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dungul==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oase liegt ca. 160 km südwestlich von Assuan am Rande des Kalksteinplateaus, Hester und Hobler haben die dortige prähistorische Kultur untersucht. Nur wenige Pfeilspitzen gehören dem Inventar der „Libyan industry“, deren Alter mit 7900 +-150 BP Jahren angegeben wird (Hester und Hobler 1969). Gezeichnet oder fotografiert sind acht Exemplare, davon sind zwei Querschneider, eine Stielspitze der Familie D, zwei H5 – Spitzen sowie drei Blattspitzen der Familie C. Eine vierte Blattspitze wird im Text erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Badari==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
El Badari liegt am Ostufer des Nils rund 40 km südlich von Asyut und ca. 60 km nördlich von Sohag. Wie Merimde als prähistorische Niederlassung in Unterägypten, so soll El Badari als Beispiel für oberägyptische steinzeitliche Besiedlung im Niltal dienen.&lt;br /&gt;
Beide Fundkomplexe verfügen über größere Mengen von ausgekehlten Dreieckspitzen, so dass ein Vergleich mit entsprechenden Wüstenfundplätzen wie dem Fayum und Abu Tartur möglich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 veröffentlichten Guy Brunton und G. Caton- Thompson ihren Bericht „The Badarian Civilisation“ wo neben mit Schwingen oder Widerhaken versehenen, dreieckigen Großspitzen auch zwei gestielte Exemplare erwähnt werden.&lt;br /&gt;
Die gezeichneten Stücke können wie folgt eingeteilt werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| A1|| A2|| A17|| A25|| A26|| A28|| C1|| andere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 3|| -|| 2|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 5|| -|| -|| -|| 6|| -|| 2|| 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 6|| -|| -|| -|| 5|| 1|| -|| 4|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVI|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVII|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVIII|| 3|| -|| -|| -|| -|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate LVI|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''3'''|| '''2'''|| '''1'''|| '''22'''|| '''1'''|| '''2'''|| '''6'''|| '''2'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die östliche oder arabische Wüste Ägyptens==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streifen zwischen dem Niltal und der Küste des Roten Meeres bildet den östlichen Rand der Sahara. Im Norden zwischen Kairo und Suez ist er ca. 135 km breit, im Süden an der Grenze zum Sudan und zur nubischen Wüste rund 500 km. Die Entfernung entlang des Roten Meeres von Suez bis Halait beträgt über 1000 km. Aus diesem riesigen Gebiet sind nur wenige prähistorische Funde bekannt und dem entsprechend eine geringe Anzahl von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die arabische Wüste war gewiss nicht weniger attraktiv als das Gebiet westlich des Nils. Im Gegenteil, es existierte ein integriertes Wadisystem, welches das Wasser aus dem Gebirge entweder ins Meer oder in den Nil leitete. Das Küstengebirge weist Höhen um 1000 m auf und gelegentlich wird auch die 2000 m Marke überschritten. Die hydrologische Situation dürfte daher vorteilhafter als in der westlichen Wüste gewesen sein. Wenn dennoch weniger Relikte vorgeschichtlicher Kulturen gefunden worden sind, so liegt es wahrscheinlich an dem unwegsamen Gelände. Wer hier etwas außerhalb der wenigen Verbindungsstraßen entdecken will muss gut zu Fuß sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fundplatz, der Pfeilspitzen in seinem Inventar aufweist, wurde von P.M. Vermeersch, P. van Peer, J. Moeyerson und Wim van Neer „Tree Shelter“ genannt. Er liegt nordwestlich von Quseir in der Nähe der Phosphatgruben und ist mit dem Geländewagen zu erreichen. &lt;br /&gt;
Vier Holzkohlenproben ergaben Altersstellungen von 6770 +- 60 BP bis 4930 +- 30 BP. Die Geräte, 80 an der Zahl, setzen sich aus gezähnten Stücken, retuschierten Abschlägen, flächig bearbeiteten Stücken, Kerben, einem side-blow-flake und Verschiedenen zusammen.&lt;br /&gt;
Außerdem wurden zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen, ohne weitere Präzisierung, erwähnt. Möglicherweise handelt es sich um Blattspitzen der Familie C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant sind das Vorhandensein von Asphataria rubens aus dem Niltal und ein side-blow-flake, ein Werkzeug, welches östlich des Nils zu den Raritäten zählt. Publiziert wurde der Bericht im Dezember 2002 in Archéo-Nil. In unmittelbarer Nachbarschaft des „Tree Shelter“ hat das gleiche Autorenteam eine Höhle, genannt Sodmein Cave, untersucht („Neolithic occupation of the Sodmein area, Red Sea Mountains, Egypt“ in Aspects of African Archaeology edited by G. Pwiti and R. Saper 1996).&lt;br /&gt;
Die Altersangaben reichen von 6490 +- 100 BP und 7090 +- 80 BP für die unterste Schicht bis 6320 +- 100 BP und 6360 +- 90 BP für die obere Schicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundenen Pfeilspitzen sind den Schichten nicht in der Art zugeordnet, dass sie mit einem exakten Alter in Verbindung gebracht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (Fig. 3 Seite 414).&lt;br /&gt;
* Nr.   2  ist eine asymmetrische, einseitig flächenretuschierte Blattspitze.&lt;br /&gt;
* Nr.   3  ist eine Blattspitze des Typs C1, die Rückseite zeigt lediglich flächige Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   6  ist ein Fragment und gehört möglicherweise zu einer Blattspitze C1, C3 oder zu einer Stielspitze D44.&lt;br /&gt;
* Nr.   7  wie Nr. 6.&lt;br /&gt;
* Nr.   8  ist eine Blattspitze mit beidseitigen flächigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   9  ist eine asymmetrische H1- Spitze.&lt;br /&gt;
* Nr. 10  ist eine H1- Spitze, im proximalen Bereich ist sie beidseitig flächenretuschiert auf der Ventralseite ist zusätzlich ein Rand flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
* Nr. 11  ähnlich wie Nr. 10.&lt;br /&gt;
* Nr. 12 und 13  Ounanähnliche Spitzen des Typs H13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Verbindungsstraße Qena im Niltal nach Quseir am Roten Meer berichtet Debono aus der Gegend von Laqueita von zwei Ounanspitzen (Debono, 1951 plate III b) und einigen Querschneidern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Ölfördergebiet von Ras Gharib, etwa 25 km von der Küste entfernt, weist Montenant (1986 plate XXXVI) auf Pfeilspitzen in der Nähe des bir Nakhla hin, es Handelt sich um aus Lamellen gearbeitete, kantenretuschierte Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Dittmann weist in seiner Veröffentlichung „Zur Paläogeographie der ägyptischen Eastern Desert“, 1990 auf Pfeilspitzenfunde von Fundplatz B im Gebel Zeit hin. Das Fundgebiet liegt an der Küste des Roten Meeres zwischen Ras Gharib und Hurgada. Gefunden wurden drei Blattspitzen vom Typ C1 und eine D21- Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
Aus dem Abri im oberen Wadi Deir im Bereich des Klosters St. Paulus wird ein großes Blattspitzenfragment gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorgestellten Einzelfunde und Daten lassen lediglich erkennen, dass die östliche oder arabische Wüste ähnlich besiedelt war wie das Gebiet westlich des Nils. Ounanspitzen und andere kantenretuschierte Pfeilspitzen weisen auf ein frühes Neolithikum hin. Über die spätneolithischen Typen C und D bis zu prädynastischen Querschneidern reicht die Formenvielfalt über große Zeiträume.&lt;br /&gt;
Hier liegt ein riesiges Gebiet, lediglich an seinen Rändern angekratzt und wartet auf seine Entdeckung. Künftigen Forschern wird die Arbeit so schnell nicht ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Djara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer multidisziplinären Expedition der Universität Köln hatte der Verfasser im Jahr 2000 Gelegenheit die Fundstellen der Siedlungskammer Djara kennenzulernen.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt 15 km westlich des Abu Muharig Dünengürtels etwas nördlich der Linie Farafra – Asyut. &lt;br /&gt;
Neben einer Reihe von kleinen, oft hochinteressanten Fundstellen, sind drei große Konzentrationen hervorzuheben. Zunächst die Fundstelle 90/1 mit einer wahrscheinlich im Tertiär entstandenen Tropfsteinhöhle als Besonderheit an ihrer südlichen Peripherie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite bedeutende Konzentration ist 98/20 mit einem Inventar, das von rückengestumpften Artefakten bis zu side-blow-flakes reicht.&lt;br /&gt;
Eine weitere Konzentration wird mit 98/4 bezeichnet, sie weist die am weitesten fortgeschrittene Zerstörung durch Deflation auf. Die Playaablagerungen sind bis auf einige flache Hügel, möglicherweise durch Phosphateintrag entstandene Härtlinge, komplett ausgeräumt und die Kalksteinstrukturen, wie sie im Pleistozän vorhanden waren, treten wieder zu Tage. Nur große und schwere Artefakte finden sich auf dem Grund des ehemaligen Siedlungsplatzes. Pfeilspitzen fehlen ebenso wie Mikrolithen und Straußeneischalen. &lt;br /&gt;
Keramik, die auf anderen Stellen in Djara nicht gefunden wurde, ist in einer mit schluffigem Material gefüllten Windfalle entdeckt worden.&lt;br /&gt;
Eine detaillierte Beschreibung und Auswertung der Funde und Befunde des Gesamtgebietes ist in Arbeit (K. Kindermann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 90/1'''&lt;br /&gt;
Das Gelände ist in mehrere Grabungszonen aufgeteilt worden, die von 90/1 – 1 bis 90/1 – 15 durchnummeriert worden sind. Pfeilspitzen sind an folgenden Stellen gefunden worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 1'''   Alter : 6786 +- 49 BP bis 6448 +- 69 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 12 Pfeilspitzen, acht davon sind gezeichnet worden und zwar : &lt;br /&gt;
Zwei D21- Spitzen, eine D26, eine D44, zwei E2 und jeweils eine H1, Eine H5 und eine H7- Spitze. Drei der flächenretuschierten Pfeilspitzen stammen aus den Herden und können als in situ Funde gelten. Es sind dies eine D21- Spitze, die lediglich als gestielt beschrieben ist, eine E2- Spitze, die als Blattspitze bezeichnet ist und eine D26- Spitze, die als gestielt mit Zähnung deklariert wird (In „Investigations of Mid- Holocene settlement of Djara“ in K. Kindermann 2003).&lt;br /&gt;
Während die flächenretuschierten rhombischen Exemplare und die Stielspitzen gut zu den C14- Werten passen, sind die kantenretuschierten Stücke, ob Blatt- Stiel oder Dreieckspitze eher für frühere Epochen typisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 2'''   Alter : 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden und gezeichnet wurden fünf Pfeilspitzen. Die kurzen und gedrungenen Exemplare bestehen aus Blattspitzen der Gruppen C3 (2 Stücke) und C4 (1 Stück) sowie einer ebenfalls gedrungenen D2- Spitze mit kurzem, breitem und abgerundetem Stiel. Das fünfte Stück ist ein schwer einzuordnendes Fragment mit flachen Randretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 4''' ohne Altersangabe.&lt;br /&gt;
* Es wurden vier Pfeilspitzen gefunden, gezeichnet wurde keine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 6'''   Alter : 6900 +- 50 BP und 6696 +- 94 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden drei Pfeilspitzen, davon eine Blattspitze C1 und eine gestielte Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 10'''   Alter : 6885 +- 50 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 19 Pfeilspitzen, darunter zwei H1, zwei C1 und eine D3- Spitze, ferner wurde ein Querschneider vom Typ F4 beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 13'''   Alter : 6713 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 36 Pfeilspitzen und zwar von den kantenretuschierten fünf H1, sechs H5 und eine H7- Spitze und von den flächenretuschierten Stücken zehn C1, drei C6 und fünf D1- Spitzen. Dazu kommen noch weitere sechs flächenretuschierte, nicht weiter präzisierte Stücke sowie vier zusätzliche Fragmente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 15'''   Von dieser Grabung ist ein Querschneider vom Typ F4 bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der Pfeilspitzen von den Grabungsflächen beträgt 80, davon wurden 15 Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Oberfläche 90/1 wurden insgesamt 155 Pfeilspitzen gefunden, davon sind 36 Stücke gezeichnet worden und zwar von den Konzentrationen 1 – 6. Von der Konzentration 7, welche 107 Pfeilspitzen hervorbrachte, sind keine Zeichnungen angefertigt worden.&lt;br /&gt;
Die Konzentration „cluster 7“ liegt im Südwesten von 90/1. Sie wird östlich von einer Wadirinne und westlich von dem Kalkgestein einer steil ansteigenden Hügelkette begrenzt. Der Untergrund besteht aus einem Schwemmfächer aus fein- bis mittelkörnigem Schutt.&lt;br /&gt;
Darin waren neben vielen anderen Artefakten 107 Pfeilspitzen eingelagert. Darunter befinden sich zwei Ounan- Harif- Spitzen mit Schäftungszonen, die von zwei geradlinigen Rändern gebildet werden (Typ H2). Weiter wurden gefunden eine Ounanspitze H12 und 24 H5- Spitzen, eine kantenretuschierte, blattförmige Spitze vom Typ H1 und eine Dreieckspitze vom Typ H7. Hinzu kommen noch acht fragmentierte kantenretuschierte Bewehrungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Stücke setzen sich zusammen aus 14 beidseitig modifizierten C- Spitzen und 11 einseitig bearbeiteten C- Spitzen. Die gestielten Exemplare gehören sechsmal zu den D3, fünfmal zu den D1 und dreimal zu den D26- Spitzen. Ferner wurden sieben fragmentierte D1- Spitzen und 16 Fragmente von nicht identifizierbaren flächenretuschierten Spitzen gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gelangten die Pfeilspitzen und andere, hier nicht aufgeführte Werkzeuge auf diesen sterilen Schwemmfächer? Sie wurden nicht mit den Sedimenten heruntergespült, wie angenommen werden könnte, da oberhalb keinerlei Kulturspuren zu entdecken sind, sondern sie wurden vom Nordwind in diese Artefaktenfalle geweht. Vergleichbare sekundäre Konzentrationen sind von Abu Tartur bekannt. Der vom Verfasser durchgeführte Langzeitversuch über die Wirkung des Windes auf  steinzeitliche Artefakte in ariden Klimazonen unterstreicht die Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 51 gezeichneten Exemplare von Djara gehören 20 verschiedenen Gruppen an und verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte blattförmige, 17 x C|| C 1|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 3||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 6||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte gestielte, 14 x D|| D 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 3||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 21||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 26||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 31||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 44||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rhombische, 4 x E|| E 2|| 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Querschneider, 2 x F|| F 4|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rundschneidige, 5 x G|| G 1|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kantenretuschierte, 9 x H|| H 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 4||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 5||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 7||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| '''Total'''|| '''51 (von 235)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 98/20'''&lt;br /&gt;
* Das Zentrum der Fundstelle wird, wie schon bei 90/1, von einer Restplaya gebildet. Ein im Jahr 2000 durchgeführter Baggerschnitt erreichte das unterliegende Kalkgestein. In der Kontaktzone hatte sich eine Schicht großer Kalzitkristalle gebildet, die später auch an höher gelegenen Stellen, ebenfalls im Kontakt Playa- Kalksteinliegendes, nachgewiesen werden konnte.&lt;br /&gt;
Die Ausbildung großer Kalzitkristalle unter den gegebenen Umständen setzt eine über längere Zeiträume dauernde Anwesenheit von Wasser voraus. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Lebensbedingungen, zumindest die Präsenz von Wasser betreffend, in der Siedlungskammer Djara während der pluvialen Optima wesentlich besser waren als bisher dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artefaktenvielfalt ist groß und reicht von Ounan- Harif- Spitzen, Ounanspitzen, langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Werkzeugen bis zu side- blow- flakes und flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 34 Stücken stellen die Ounan- Harif- Spitzen die größte Gruppe der Bewehrungen, nicht gezählt sind drei weitere Exemplare sowie eine Ounanspitze, die neben einer H1- Spitze und einer H5- Spitze vom Verfasser vor Ort beobachtet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Pfeilspitzen, die für 98/20 aufgelistet sind und die zu den C14- Werten von 6430 +- 50 BP und 6365 +- 30 BP passen, sind eine partiell flächenretuschierte C1- Spitze und eine gleichartig modifizierte D1- Spitze. Die beidseitig flächenretuschierten Stücke gehören mit einem Exemplar in die Gruppe C1 und mit zwei Exemplaren in die Gruppe C3. Sieben Stielspitzen sind vom Typ D1, zwei vom Typ D3 und eine ist eine D31- Spitze. Insgesamt sind also 40 rückengestumpfte und 15 flächig bearbeitete Pfeilspitzen im Inventar 98/20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Umgebung des Fundplatzes 98/4'''&lt;br /&gt;
* Wie schon eingangs erwähnt, ist Fundplatz 98/4 durch Deflation stark gestört und leichte Artefakte wie z.B. Pfeilspitzen sind nicht mehr vorhanden.&lt;br /&gt;
In den angrenzenden, etwas besser geschützten Hügeln jedoch finden sich einige interessante Exemplare.&lt;br /&gt;
So liegt nördlich des Komplexes 98/4 die Fundstelle 00/63, die neben einer D52- Spitze, eine D25 und eine C1- Spitze produziert hat.&lt;br /&gt;
Die Fundstelle 00/68, südwestlich von 98/4 gelegen, weist eine Großspitze vom Typ D3 auf (L = ca. 66 mm, B = 35 mm, D = 6 mm) ein seltener Fund auf dem Plateau. Daneben finden sich zwei Ounanspitzen vom Typ H12, zwei D47- Spitzen und eine rhombische E2- Spitze.&lt;br /&gt;
Eine weitere D52- Spitze stammt von der Fundstelle 00/69.&lt;br /&gt;
Der Keramikfundplatz 00/65 weist eine C10- Spitze auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit 00/ markierten Fundstellen sind im Rahmen zeitlich sehr begrenzter Suchfahrten entdeckt worden und nicht weiter bearbeitet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Djara weist eine sehr große Palette von Pfeilspitzenformen auf und deckt mit seinen Typen einen Zeitraum von rund 3000 Jahren ab, wie auch die C14 Daten belegen (von 8620 BP bis 5982 BP).&lt;br /&gt;
Mit über 300 gefundenen Exemplaren ist Djara auch mengenmäßig ein bedeutender Fundplatz für Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Abu Ballas Schichtstufenland==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Phasen haben die Archäologen der Universität Köln unter Leitung von Rudolf Kuper die Fundstellen von Abu Ballas untersucht.&lt;br /&gt;
Wie auch anderen Orts hat das von den höher gelegenen Einzugsgebieten ablaufende Niederschlagswasser sich in Deflationsmulden sammeln können und so zur Bildung von siltig- tonigen Playas führen können. Zwischen den verschiedenen Überflutungsphasen sind immer wieder äolische Einträge zu beobachten.&lt;br /&gt;
Die Hauptkonzentrationen prähistorischer Besiedlung wurden Eastpans, Mudpans und Westpans genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eastpans   wurden vom Stuttgarter Fotografen Rudolf René Gebhardt während einer seiner zahlreichen Alleinexpeditionen entdeckt.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt ungefähr 90 km südlich der Dakhla Oasen, die beiden größeren Fundstellen wurden mit 95/1 und 95/2 bezeichnet.&lt;br /&gt;
Die epipaläolithischen Konzentrationen 95/1 – 1 und 96/6, letztere mit einem Alter von    8350 +- 55 BP produzierten keine Pfeilspitzen, eine Ausnahme bildet ein asymmetrisches Trapez von 96/6, welches als eine mögliche Bewehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
Auch die jüngere, aber ebenfalls noch epipaläolithische Fundstelle 95/1 – 1 mit einem Alter von 7750 +- 150 BP bis 7752 +- 48 BP weist keinerlei Jagdwaffen in Form von Pfeilspitzen auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelneolithischen Charakter zeigen einige Artefakte der oberen Schicht der Fundstelle    95/1 – 1, die ein Alter von 7529 +- 48 BP aufweist und damit nur geringfügig jünger ist als die unterliegende epipaläolithische Schicht. Typisch ist eine Dreieckspitze mit kantenretuschierter Basis vom Typ H7 sowie eine kantenretuschierte Spitze mit konkaver Basis vom Typ H20 wie er auch in Nabta auf der Fundstelle E – 75 – 8 vorkommt. Das Auftreten einseitig flächenretuschierter Blattspitzen (2 Fragmente) passt ebenfalls in den Zeitrahmen.&lt;br /&gt;
Der spätneolithische Fundplatz 95/2 ist auf 6170 +- 80 BP bis 6072 +- 36 BP datiert. Die Vielzahl der Mikrolithen lassen auf einen Einfluss aus Süden, das Vorhandensein von Feuerstein, von einem side- blow- flake und von flächenretuschierten Artefakten auf einen Einfluss aus Norden schließen. An Bewehrungen sind vier Trapeze vom Typ F10 und eine D31- Spitze zu nennen, letztere stammt aus der datierten Grabungsschicht, während eine gestielte Großspitze vom Typ D3 von der Oberfläche abgesammelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erstaunlich, dass eine hauptsächlich von der Jagd lebende Gesellschaft, selbst im Spätneolithikum überwiegen Wildtierknochen und stehen einer nur geringen Anzahl von Rind- und Schafsknochen gegenüber, nur eine verschwindende Anzahl von Pfeilspitzen hinterlassen hat.&lt;br /&gt;
Zu erwähnen ist noch eine interessante Ounanspitze, die der Verfasser im Oktober 2000 an der Oberfläche von 95/1 beobachtet hat. Wie die vor Ort angefertigte Zeichnung zeigt, handelt es sich wahrscheinlich nicht um eine Bewehrung, sondern eher um ein epipaläolithisches Mehrzweck- Werkzeug (Bohrer, Kerbe, retuschiertes Stück).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mudpans''' werden schon 1939 von Bagnold ebenso wie das Vorhandensein prähistorischer Artefakte an diesem Ort erwähnt. Paschur und Braun bestätigen dies 1980. Die Fundstellen liegen südöstlich des Abu Ballas Hügels und südwestlich von Eastpans, der Schichtstufe folgend.&lt;br /&gt;
Da die mir zur Verfügung stehende Dokumentation nicht lückenlos war, werden lediglich die gezeichneten Bewehrungen behandelt. Im Prinzip entsprechen sie in Quantität und Qualität auch den gefundenen Stücken. Kleine, für diese Zusammenstellung aber nicht entscheidende Unterschiede, sind daher möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Trapezen und Dreiecken kommen auch rückengestumpfte Formen, Stichel, Endretuschen, gezähnte Stücke, ausgesplitterte Stücke, Bohrer vom Typ Tixier 16 und andere, und weitere Mikrolithen wie z.B. Segmente vor.&lt;br /&gt;
Eine Weiterentwicklung der Inventare ist nicht zu erkennen. Eine einzige Pfeilspitze weist Flächenretuschen auf. Es ist eine Stielspitze vom Typ I 9 mit einer rechtwinklig zur Längsachse stehenden Schwinge und einer gerundeten Schwinge vom Typ D21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gezeichnete Bewehrungen (außer Segmenten)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/56|| ca. 7000|| || H 1|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||5 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 7||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||19 x F||F 4||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 11||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-1|| ca. 6530|| 1 x H|| H 5|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||bis 5740||28 x F||F 2||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 13||7*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-9|| -|| 2 x F|| F 4|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-1|| ca. 5690|| 10 x F|| F 4|| 3*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-2|| -|| 1 x I|| I 9|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||2 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 9||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||7 x F||F 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 14||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-3|| ca. 6700|| 8 x F|| F 4|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-4|| ca. 6320|| 1 x H|| H 7|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||12 x F||F 4||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/54-1|| -|| 3 x F|| F 2|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||||| '''Total'''|||| '''99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Davon ein Exemplar mit flächigen Retuschen in der Schäftungszone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Westpans''' mit seinem Fundplatz 85/52 ist mit einem Alter von 8700 +- 190 BP das älteste epipaläolithische Vorkommen in der Abu Ballas Gegend.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt rund 50 km südwestlich von Mudpans, seine Koordinaten sind 24°7’ Nord und 27°37’ Ost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben anderen Mikrolithen wurden zwei breite, unregelmäßige Dreiecke und sechs Trapeze, deren kleine Seite eine ausgeprägte Kerbe aufweist, gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hugot beschreibt aus Algerien drei Dreiecke, deren durch Kantenretuschen zugespitztes Ende durch eine Schäftungskerbe ersetzt wurde und bezeichnet den Querschneider mit F9. Die Trapeze mit Schäftungskerbe erhalten die Bezeichnung F15.&lt;br /&gt;
Ein vom Verfasser gefundenes Trapez aus dem oberen Capsien von Bir Hameiria, Tunesien, weist ebenfalls eine Schäftungskerbe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilf Kebir==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der äußerste Südwesten Ägyptens wird durch das über 1000 m hohe Sandsteinplateau des Gilf Kebir geprägt. Die dortigen Sandsteinschichten der Jura- und Kreidezeit sind von tertiärem Vulkanismus durchbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zur Herstellung steinzeitlicher Artefakte verwandte Material ist vor allem ein quarzitischer Sandstein, der in verschiedenen metamorphen Stadien, Korngrößen, und Farben ansteht. Als weitere Materialien kommen Basalt, Quarzporphyr und im geringem Maß Quarzgerölle, also Kieselsteine und aus den tonigen und siltigen Schichten geringvolumige Chalzedone vor. Diese Chalzedone aus den buntgefärbten Ton- und Siltlinsen der Kharga Schichten bilden den bevorzugten Werkszoff der älteren holozänen Komplexe von Abu Tartur. Noch seltener sind Werkstoffe wie verkieseltes Holz und libysches Wüstenglas aus der großen Sandsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1980 arbeiten die Archäologen der Universität Köln, zunächst im Rahmen des Projekts B.O.S., später des Projekts ACACIA, im Gilf Kebir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Ausgrabungen im Wadi el Akhdar liegt eine Monographie von Werner Schön vor, im gleichen Volumen bearbeitet Erwin Cziesla den Fundplatz 80/14 (Schön 1996). Im Hinblick auf das Vorhandensein von Pfeilspitzen ist der Wadi el Akhdar als äußerst arm zu bezeichnen. Die 22 aufgelisteten Fundstellen lieferten 2494 Werkzeuge aber nur ca. 48 Bewehrungen in Form von Querschneidern, das macht ca. 2 % der Gesamtwerkzeugmenge aus. Diese dreieckigen und trapezförmigen geometrischen Formen kommen lediglich mit 41 Exemplaren auf der Fundstelle 80/14, mit fünf Exemplaren auf der Fundstelle 81/8 sowie drei relativ sicheren Stücken von der Oberfläche des Fundplatz 81/2 vor. Alle übrigen Plätze sind frei von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fehlen von Mikrolithen in vielen Inventaren, der schlechte Erhaltungszustand des Knochenmaterials und der geringe Anteil an großen, nicht verrundeten Keramikscherben lässt auf eine starke Zerstörung der Siedlungsplätze durch klimatische Einflüsse schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 80/14''' Alter : die drei Proben von Straußeneischalen ergeben ein Alter von 4210 +- 60 BP, 4300 +- 55 BP und 4500 +- 55 BP. Ein Datum von 4200 +- 1100 BP von einer Holzkohlenprobe kann wegen der hohen Standartabweichung nicht berücksichtigt werden. Von 131 Geräten sind 41 als Pfeilspitzenbewehrungen anzusprechen, das sind 31,3 %. Gezeichnet wurden 34 von 39 Dreieckspitzen, wie sie im Text bezeichnet werden, ein Trapez und eine Trapezspitze.&lt;br /&gt;
Von den gezeichneten Stücken der Tafel 1 sind 24 Exemplare Dreiecke mit geradlinigen Rändern vom Typ Tixier 89, die als Pfeilbewehrung mit F4 bezeichnet sind. Die neun Trapeze, die als Dreiecke eingeordnet sind, gehören zum Typ Tixier 83, als Pfeilspitzenwerden sie unter F10 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Dreieck weist konkave Ränder auf, der Typ ist Tixier 92 oder als Pfeilspitze F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Trapez Nr. 35 mit längerer kurzer Schneide als die neun oben erwähnten Exemplare gehört ebenfalls zum Typ Tixier 83. Durch seinen eher epipaläolithischen Charakter würde, isoliert betrachtet, ein Gebrauch als Pfeilspitze fraglich erscheinen, im Kontext mit einer Vielzahl von Querschneidern ist jedoch eine Verwendung als Bewehrung möglich. Das Trapez Nr. 40 mit einem leicht konkaven und einem geraden Rand (Tixier 86), welches in Hugots Einteilung als f16 geführt werden könnte, gehört ebenfalls zu den Querschneidern. Fünf Exemplare sind nicht gezeichnet worden, es ist anzunehmen, dass es sich um Dreieckspitzen des Typs F4 handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/8''' Holzkohlenproben ergeben ein Alter von 5430 +- 65 BP und 5940 +- 230 BP. Von den 73 Geräten oder ihren Fragmenten sind fünf Stücke oder 6,8 % als Querschneider, sowohl Dreiecke als auch Trapeze, angesprochen worden.&lt;br /&gt;
Ein eindeutiges Trapez, Nr. 23 Tafel 101, ist gezeichnet worden, es stellt eine Bewehrung vom Typ F10 dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/2''' (Oberfläche)&lt;br /&gt;
Das Alter konnte nicht ermittelt werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 88 Stücke, davon neun Mikrolithen. Letztere sind aufgegliedert in unregelmäßige Dreiecke (4 Stücke oder 4,5 %), unregelmäßige Trapeze (2 Stücke oder 2,3 %) und drei andere Stücke. Gezeichnet wurden sieben Mikrolithen bzw. Bruchstücke derselben. Bei dem Trapez Nr. 11 Tafel 66 und den Fragmenten Nr. 13 und     Nr. 14 der gleichen Tafel ist eine Nutzung als Pfeilspitzenbewehrung denkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen im Wadi el Akhdar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen-Typen&lt;br /&gt;
Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 80/14&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''41'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/2 Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 2 (+3)&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''3 (+3)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''11 (+3)'''&lt;br /&gt;
|| '''24'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''49 (+3)'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geometrischen Mikrolithen des Wadi el Akhdar sind vergleichsweise klein. Für die Exemplare des Fundplatz 80/14 schwankt die Breite zwischen 7 und 16 mm.&lt;br /&gt;
Die Durchschnittsbreite beträgt 9 mm, die Durchschnittshöhe 10 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wadi Bakht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wadi Bakht liegt ca. 40 km östlich des Wadi el Akhdar und weist gleiche geologische und morphologische Strukturen auf wie letzteres. Trotz ähnlich intensiver Untersuchungen liegt hier keine vergleichbare Veröffentlichung wie für das Wadi el Akhdar (Schön 1996) vor. Beispielhaft seien einige der Wadi Bakht Fundplätze, hier in Bezug auf das Vorkommen von Bewehrungen, vorgestellt. Die Typologien wurden hauptsächlich von Bettina Petrick und Jörg Linstädter zusammengestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/11'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 3,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 41&lt;br /&gt;
|| 15,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 52&lt;br /&gt;
|| 19,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 7,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 7,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 96&lt;br /&gt;
|| 36,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''261'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Mikrolithen befinden sich acht Dreiecke, unter anderem Tix 89, 90 und 95 und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
Die entsprechenden Pfeilbewehrungen werden mit F4 (fünf Stücke) und eventuell mit H7 (fünf Stücke) bezeichnet. Drei Dreiecke sind langschmal ausgebildet und werden hier nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 1''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 2,10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 56&lt;br /&gt;
|| 16,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 68&lt;br /&gt;
|| 20,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 31&lt;br /&gt;
|| 9,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 3,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 114&lt;br /&gt;
|| 34,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 6,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''333'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 68 Mikrolithen sind neun Dreiecke und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen, vier der Dreiecke können als Pfeilbewehrungen vom Typ F4 angesprochen werden, die kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen eventuell unter H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 2''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 2,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 9,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 224&lt;br /&gt;
|| 43,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 84&lt;br /&gt;
|| 16,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 2,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 79&lt;br /&gt;
|| 15,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 6,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''519'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs der 22 Dreiecke unter den Mikrolithen können als Bewehrungen für Pfeilspitzen angesprochen werden und zwar F4 (5 Stücke) und F13 (1 Stück). Die zwölf kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen möglicherweise in die Gruppe H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 1''' - Alter ca. 6060 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 116&lt;br /&gt;
|| 23,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 91&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 4,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 99&lt;br /&gt;
|| 20,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 38&lt;br /&gt;
|| 7,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 59&lt;br /&gt;
|| 12,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 3,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''489'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den insgesamt 228 Trapezen und Dreiecken, die 46,62 % des Inventars ausmachen, sind 18 Dreiecke und 23 Trapeze gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
Die Dreieckbewehrungen setzen sich aus den Typen F4, F12, F13 und F14 zusammen, die Trapeze sind mit den Gruppen F10, F16 und F12 vertreten.&lt;br /&gt;
Sowohl streng symmetrische als auch asymmetrische Formen sind zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 2'''- Alter ca. 6640 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 17,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 5,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 28,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 3,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''139'''&lt;br /&gt;
|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Platz enthält außer den Segmenten lediglich vier Trapeze und sieben Dreiecke, zehn Stücke wurden gezeichnet. Der Anteil der Querschneider am Gesamtinventar beträgt 7,92 %. Die Bewehrungen fallen in die Gruppen F16, F10, F12 für die Trapeze und F4 und F14 für die Dreiecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/10'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer (Tixier 16)&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,35&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
und Abschläge&lt;br /&gt;
|| 58&lt;br /&gt;
|| 27,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,96&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 11,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 20,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 9,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''213'''&lt;br /&gt;
|| '''100,08'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 58 Trapezen und Dreiecken, welche 27,23 % des Inventars ausmachen, können sämtliche Stücke als Bewehrungen angesehen werden, sie gehören den Tixier Gruppen 83, 85 – 89 und 92 an. Gezeichnet wurden sieben Dreiecke der Typen F4 und F14 sowie vierzehn Trapeze der Gruppen F13 und F16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Querschneider Typen im Wadi Bakht'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14 &lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/10&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| '''58'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/11&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 1&lt;br /&gt;
|| 187&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''228'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| - &lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| '''11'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''225'''&lt;br /&gt;
|| '''18'''&lt;br /&gt;
|| '''29'''&lt;br /&gt;
|| '''9'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''312'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Maya von Czerniewiez bearbeiteten Fundplätze 82/15 (Alter 5070 +- 60 BP und 5180 +- 60 BP) und 82/24 (Alter 4920 +- 60 BP und 5090 +- 60 BP) enthielten keinerlei Pfeilspitzen- Bewehrungen. Dennoch weist das Wadi Bakht wesentlich mehr Mikrolithen, die als Bewehrungen gedient haben könnten, auf als das Wadi el Akhdar. Diese Tatsache kann ein Anzeichen für bessere Erhaltungsbedingungen der Fundstellen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für beide von den Archäologen der Universität Köln intensiv untersuchten Wadis aber auch für das Gilf Vorland und das Plateau und wahrscheinlich ebenfalls für die große Zahl der nicht behandelten Wadis gilt folgendes : Die relativ zum Gesamtinventar geringe Anzahl von Pfeilspitzen- Bewehrungen setzt sich fast ausnahmslos aus Querschneidern in Dreieck- und Trapezform zusammen (Tafel Ä24, Ä25).&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden die älteren dreieckigen Mikrospitzen, welche schon an die kantenretuschierten Dreieckspitzen erinnern, wie sie im mittleren Neolithikum in Nabta, Bir Kiseiba und Abu Tartur üblich waren (Tafel Ä26).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf eine Stielspitze vom Wadi Sora sind flächenretuschierte Pfeilspitzen aus dem Gilf Kebir nicht beobachtet worden. Das hat zum einen sicherlich kulturelle Gründe aber es sollte nicht vergessen werden, dass der in seiner Struktur nicht homogene, verfestigte Sandstein, aus dem die meisten Artefakte hergestellt worden sind, sich nicht für Flächenretuschen anbietet. Die in der Gesteinsmasse einzementierten Quarzkörner stellen einer Druckretusche zuviel Widerstand entgegen. Es gibt im Gilf Beispiele für flächige Retuschen aus dem Paläolithikum aber bei diesen Artefakten handelt es sich um großvolumige Kernwerkzeuge und nicht um aus Klingen oder Lamellen hergestellte Kleinwerkzeuge. Außerdem sind die paläolithischen Retuschen geschlagen und nicht gedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant, bezüglich der Pfeilspitzen, ist die fehlende Weiterentwicklung während der großen Zeitspanne vom Epipaläolithikum bis zum jüngsten Spätneolithikum, wenn davon abgesehen wird, dass die Bewehrungen während der prädynastischen Phasen teilweise kleiner werden und häufig asymmetrische Formen zeigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Frühen holozänen Besiedlungszeit ist ein Trapez mit gekerbter, kleiner Schneide bekannt, ähnliche Stücke wurden in Westpans und Regenfeld gefunden. Die bis dahin unbekannte Bewehrungsart erhielt die Bezeichnung F15, sie ist zu vergleichen mit F9, einem querschneidigem Dreieck mit Schäftungskerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Minqar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Weg zwischen den Dakhla Oasen und Farafra liegt hart am Rande der großen Sandsee die kleine Oase Abu Minqar. Im Rahmen des B.O.S. Programms der Universität Köln wurde zu Beginn der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts das Gebiet auf prähistorische, holozäne Siedlungsplätze untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf Pfeilspitzen stellen sich die Fundplätze wie folgt dar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-1 weist zwei recht unterschiedliche C14- Daten auf, einmal 7890 BP und ein älteres von ca. 8620 BP. Neben kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen der Gruppen C1 und C4 und gestielten, kantenretuschierten Exemplaren der Typen H5 und H12 kommen gekerbte und retuschierte Stücke (Tix 74 bis 77 und Tix 105) vor. Ein Besonderer Fund ist ein langgestrecktes Artefakt mit dreieckigem Querschnitt. Das über 140mm lange Stück ist vollständig flächenretuschiert, die Dicke von rund 6mm im medialen Bereich verringert sich zu den bohrerartig ausgebildeten Enden hin. Der Verwendungszweck bleibt rätselhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-2 liefert ebenfalls kleine, einseitig flächig retuschierte Blattspitzen. Es sind die Typen C1, C3, C4 und C6. Daneben gibt es eine gestielte, flächenretuschierte Pfeilspitze der Gruppe D3 und kantenretuschierte Bewehrungen der Typen H4 und H7 sowie Querschneider der Typen F4 und F13. Rückenstumpfungen und langschmale Dreiecke gehören ebenfalls zum Inventar von 81/55-2. Die C14- Daten reichen von 7100 BP über 6390, 6100 bis 4500 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-3 weist vor allem Querschneider auf und zwar der Gruppen F16, F4 und F13. Daneben kommen auch wieder die kleinen, teilweise flächenretuschierten Blattspitzen aber auch vollflächig retuschierte Exemplare vor.&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 6520 BP angegeben. Weitere typische Artefakte sind retuschierte Stücke (Tix 105), Rückenstumpfungen und Bohrer vom Typ Tix 16 (mèche de foret) sowie basisretuschierte Lamellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-5, dessen Alter mit 7260 BP angegeben ist, produzierte sieben Blattspitzen sowohl ganzflächig als auch teilflächig retuschiert. Daneben finden sich zwei Querschneider, drei H5- Stielspitzen und eine teilflächig retuschierte Hybridspitze vom Typ D44, welche den Übergang von der Blatt- zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den im Gebiet aufgelesenen Streufunden gehört neben Blattspitzen der Gruppen C1, C3, C4 und C11 auch eine große, beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 mit geradlinigen bis leicht gewellten Rändern. Der außergewöhnlich breite Stiel wird von konvexen Linien begrenzt und läuft in einer Spitze aus. Das Gewicht des Stückes ist nicht bekannt, aber da die Dicke in der Mitte des Exemplars bereits 10mm beträgt, dürfte es über 20g wiegen und damit eher zu den Stoß- und Wurfspießen gehören. Außerdem ist der Stiel so breit, dass eine Pfeilschäftung nur schwer vorstellbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Pfeilspitzen in Abu Minqar (Lobo)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| C&lt;br /&gt;
|| D3&lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14&lt;br /&gt;
|| H4&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|| H7&lt;br /&gt;
|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Streufunde&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''16'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''25'''&lt;br /&gt;
|| '''46'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen der verschiedensten Pfeilspitzen- Typen, die über weite Zeiträume gespannten Altersangaben und die neben den Bewehrungen gefundenen typischen, vielfach rückengestumpften Artefakte lassen eine so starke Durchmischung des Fundgutes vermuten, dass eine Altersbestimmung von Pfeilspitzengruppen in diesem Falle problematisch wäre. Sämtliche 123 in „Lobo“ gefundene Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (B.O.S.- Archiv, persönliche Mitteilung Frank Klees).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Weitere Fundplätze außerhalb des Komplexes „Lobo“ sind in folgender Grafik vorgestellt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| A1&lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| E1&lt;br /&gt;
|| E2&lt;br /&gt;
|| F2&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/16&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/17-1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/24&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/21&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/28-8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/27&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''7'''&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Blattspitzen sind die Typen C3 und C11 einseitig flächenretuschiert, das proximale Ende ist häufig auf beiden Seiten modifiziert. Von den C1- Spitzen sind zwei Stücke teilretuschiert.&lt;br /&gt;
Das Alter dieser Bewehrungen liegt, wie auch das der schlanken A1- Spitze, zwischen ca. 6500 BP und 6100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zum Gebrauch des Begriffs „Holozän“.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur in der deutschen Fachliteratur hat sich in Bezug auf das Holozän die Unsitte eingeschlichen, nicht abgeschlossene Zeiträume in Phasen einzuteilen. Diese kleine Anmerkung möge dazu dienen diese Praxis in Frage zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holozän ist ein Terminus aus der historischen Geologie oder Stratigraphie. Das Holozän, früher auch Alluvium genannt, ist die jüngste Stufe der Quatärformation. Es schließt sich an das Pleistozän oder Dilluvium an. Letzteres ist eine abgeschlossene Stufe, welche zwischen dem Pliozän, der jüngsten Erscheinung des Tertiärs, und dem Holozän, der Jetztzeit, angesiedelt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also möglich Begriffe wie frühes, mittleres und spätes Pleistozän zu bilden.&lt;br /&gt;
Anders verhält es sich mit dem Holozän, welches erst vor 10.000 – 12.000 Jahren begann und von dem wir nicht wissen wie lange es dauern wird. Möglicherweise ist es eine zukünftige Eiszeit, welche dieses Erdzeitalter beenden wird. Geologische Zeiträume, und Holozän ist ein solcher, sind im Gegensatz zu historischen, auch ur- und frühgeschichtlichen unvergleichlich groß, Millionen Jahre sind kurze Zeitspannen in der Geologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allenfalls kann also von einem frühen Holozän gesprochen werden, wenn die Zeit, die unmittelbar auf  das Pleistozän folgt, gemeint ist. Gänzlich inkorrekt hingegen sind Wendungen wie mittleres oder spätes Holozän.&lt;br /&gt;
Denkbar wären Formulierungen wie „spätsteinzeitliche Holozänphase“ oder „mittelsteinzeitliche holozäne Feuchtphase“, das sind zwar unförmige Wortgebilde, sie haben aber den Vorteil logisch zu sein. Außerdem vermeiden sie ebenfalls ungeliebte und mit unpraktischen Definitionsansätzen versehene Begriffe wie Neolithikum, Mesolithikum usw..&lt;br /&gt;
Läge die Steinzeit im späten Holozän, wo wären dann Bronze- und Eisenzeit oder gar das Atomzeitalter angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zehnjähriges Kind mit einer statistischen Lebenserwartung von 80 Jahren beschreibt seinen Lebensweg in der Art : „In der Frühphase meines Lebens verbrachte ich meine Zeit hauptsächlich mit Spielen. Dann in der mittleren Lebensphase ging ich in die Grundschule und letztlich, in der Spätphase meines Lebens, wurde ich in die Sexta des hiesigen Gymnasiums aufgenommen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Beispiel zeigt, dass offene Zeiträume nicht in Früh-, Mittel- und Spätphasen aufgeteilt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Große, gekehlte Dreieckspitzen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden sollen die Pfeilspitzen der Wüstenfundplätze Fayum, Abu Tartur und Kharga untereinander und mit den Bewehrungen der zwei Niltalvorkommen von Merimde und Badari verglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst gilt es das zeitliche Auftreten der gekehlten Dreieckspitzen in den einzelnen Siedlungsräumen zu klären. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum A wird unterteilt in das ältere Fayumian von 6075 BP bis 5540 BP und das jüngere Moerian von 5410 BP bis 5010 BP.&lt;br /&gt;
( Ginter et al. 1982; Ginter und Kozlowski 1983, 1984, 1986; Dagnan - Ginter et al. 1984; Kozlowski und Ginter 1989 ). Für die gleiche Kultur gibt F. Wendorf 1980 Altersstellungen von 6391 BP, 6064 BP, 5810 BP und 5160 BP an. Ausgehend von der Annahme, dass sämtliche C14 Analysen korrekt durchgeführt worden sind, kann das Fayum A in den Zeitraum von 6391 BP bis 5010 BP gestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde wird bei von den Driesch und Boessneck 1985 zwischen 5440 BP und 5010 BP datiert. Breunig gibt 1987 für die untere Merimdeschicht Alter von 3940 BP und 5840 BP an. Die Angaben von Derricourt 1971 liegen zwischen 4690 BP und 6250 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die problematische zeitliche Einordnung der Oberflächenfunde von Abu Tartur könnte mit Einschränkungen auf vier C14- Daten basiert werden.&lt;br /&gt;
Das Exemplar Nr. 12 der Tafel Ä2 wurde als einzige gekehlte Dreieckspitze auf dem Fundplatz 1004/83 aufgesammelt. Das Alter des Fundplatzes ist auf 7590 +- 75 BP datiert. Unter anderem führt dieser Komplex auch erste, recht primitiv gestaltete side-blow-flakes. &lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 mit einem Alter von 7145 +- 40 BP weist vier gekehlte Dreieckspitzen auf und 1024/82, der auf 6620 +- 40 BP datiert ist, drei dieser Exemplare. Eine weitere Datierung mit sieben dreieckigen Großspitzen stammt vom Fundplatz 1005/83 und beträgt  6420 +- 60 BP. &lt;br /&gt;
Andere Fundplätze mit häufigem Auftreten dieser Pfeilspitzengruppe konnten bisher noch nicht datiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vielzahl der unterschiedlichsten Datierungen der Fundplätze am Westende der Ausläufer des Abu Tartur Massivs, besonders site 228 und die mögliche Vermischung der Inventare in dieser Zone erlauben keine eindeutige zeitliche Zuweisung der Dreieckspitzen der Dakhla Oasen. Ähnliches gilt für andere einzelne Oberflächenfunde in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der frühesten Daten des Fayum A ( 6391 BP ) und Merimdes ( 6250 BP ), Fundstellen, die sich wie auch Abu Tartur durch statistisch auswertbare Mengen von großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle auszeichnen, ergibt ein Bild, welches die gehäufte, Präsenz dieser Bewehrungsart auf den oben genannten Plätzen ab der Mitte des 7. Jahrtausend vor heute suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur begann die Entwicklung etwa tausend Jahre früher ( 7590 BP ). Ein Ansteigen der Häufigkeit belegen die Stationen 7145 BP und 6620 BP. Die größten Mengen treten in Abu Tartur um 6420 BP auf, kurz vor dem ersten Erscheinen dieses Pfeilspitzentyps im Fayum und in Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielhaft für das Fayum sind die tief ausgekehlten Spitzflügelgeschosse der Gruppe A25, die noch durch zwei gezähnte Exemplare des Typs A26 ergänzt werden. Andere Dreieckspitzen verschiedenster Basisgestaltung sind A1 mit geradliniger Basis, A17 und A18 mit einer durch zwei schräg verlaufende gerade Linien gebildeten Basis oder einer konvexen Basis und die Stücke mit zentraler Kehle mit allen möglichen runden und eckigen Ausgestaltungen der Schwingenenden als da sind A2, A13, A27 u.s.w.&lt;br /&gt;
Die in Abu Tartur gefundenen Exemplare zeichnen sich häufig durch eine gewisse Asymmetrie, vor allem die Schwingenenden betreffend, aus ( z.B. Tafel Ä3, 2, 3, 5, 6, 8 und 11 ). Dieses Merkmal wird weder im Fayum noch in Merimde oder Badari angetroffen. Auch das Ansteigen des häufig spachtelförmigen Schwingenendes zum Kehlentiefsten hin ist typisch für Abu Tartur ( z.B. [[Tafel Ä 4A]], 1, 6, 9 und 16 ). Bis auf ein Exemplar der Gruppe A26 kommen Spitzflügelgeschosse im Einzugsgebiet von Abu Tartur nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Merimdespitze“ vom Fundplatz Merimde beni Salam ist eine symmetrisch geformte Dreieckspitze mit geradlinigen bis schwach konvexen Rändern. Die Basis ist mit einer zentralen Kehle ausgestattet, die Schwingenenden verlaufen häufig rechtwinklig zum Rand und sind nach außen leicht abgerundet. Sie entsprechen dem Typ A27 und kommen ebenfalls in geringer Anzahl in Abu Tartur vor. ( Tafel Ä4, 4 ; Tafel Ä2, 2 ). Die feinen morphologischen Unterschiede innerhalb der Gruppe sind von J. Eiwanger beschrieben. Außer den „Merimdespitzen“ kommen in den oberen Schichten und vor allem an der Oberfläche auch die jüngeren Spitzflügelgeschosse, ähnlich denen aus dem Fayum, vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der Bewehrungen der wesentlich jüngeren Badarikultur ( 5560 BP – 5030 BP Hassan 1985 ) sind Spitzflügelgeschosse vom Typ A25 aber auch A2, A26 und A28 kommen noch vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die elf von G. Caton-Thompson in Kharga gefundenen großen Pfeilspitzen mit teils eckigen, teils gerundeten Schwingen sowie die drei von M. Mc Donald erwähnten ausgekehlten Dreieckspitzen östlich von Dakhla können den Typen von Abu Tartur zugesellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die ägyptischen Fundgebiete im Vergleich.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenfassung der Pfeilspitzen Indizes sowie ihre grafische Darstellung sollten ursprünglich nur die Verschiedenheit oder Gleichheit einzelner Kulturen dokumentieren. Unvermischte Inventare ergeben gleichartige Grafiken bei gleicher Kultur, eine andersartige Kultur ergibt eine abweichende Grafik. Auf ähnliche Art können auch Gesamtinventare miteinander verglichen werden.&lt;br /&gt;
Trotz aller Kritik an dieser „französischen Methode“ haben ihre Kritiker bislang nichts anzubieten was effektiver wäre. Es wird lediglich versucht einfache Methoden durch aufwändige Arbeitsweisen zu ersetzen.&lt;br /&gt;
Die hier vorgestellten Grafiken haben in den meisten Fällen gemischte Inventare als Grundlage, dennoch sind sie äußerst informativ, denn sie zeigen die zeitliche und materielle Entwicklung der einzelnen Populationen auf und sie erlauben Vergleiche mit anderen Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersicht 1. - 6. sind Fundkomplexe der postulierten Gunstzone. Übersicht 7. - 11. sind Fundkomplexe außerhalb der postulierten Gunstzone. Übersicht 12. - 13. sind Sonderfälle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Kharga'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 7,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 259&lt;br /&gt;
|| 29,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 341&lt;br /&gt;
|| 39,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 203&lt;br /&gt;
|| 23,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''869'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 122&lt;br /&gt;
|| 3,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 1466&lt;br /&gt;
|| 45,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 597&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 1023&lt;br /&gt;
|| 31,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''3208'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Djara 90/1'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 28,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 53&lt;br /&gt;
|| 35,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''150'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Abu Minquar'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 51&lt;br /&gt;
|| 29,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 117&lt;br /&gt;
|| 67,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''173'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Dakhla'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 57&lt;br /&gt;
|| 38,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 14,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 65&lt;br /&gt;
|| 43,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''148'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6. Djara 98/20'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''55'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7. Mudpans'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 98&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''98'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8. Gilf Kebir'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 346&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''346'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9. Sandsee (Glasregion)'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| ca. 50&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''ca. 50'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10. Kiseiba'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 152&lt;br /&gt;
|| 96,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''157'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11. Nabta'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 3,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 2,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 350&lt;br /&gt;
|| 93,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''375'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12. Merimde'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 61&lt;br /&gt;
|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''66'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13. Fayum'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 272&lt;br /&gt;
|| 31,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 228&lt;br /&gt;
|| 26,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 357&lt;br /&gt;
|| 41,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''857'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Tartur - Verteilung der Pfeilspitzenfamilien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3a&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 9120 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7590 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7145 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6620 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6420 BP&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0002 / 84'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0006 - 0007 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1004 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1017 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1023 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1024 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1005 / 83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| 1,48|| I|| 3,39|| I|| 3,02|| I|| 5,33|| I|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||1,57||II||14,08||II||17,78||II||48,59||II||52,61||II||72,78||II||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||0,52||III||9,86||III||4,44||III||7,91||III||18,57||III||11,83||III||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||97,91||IV||76,06||IV||76,30||IV||40,11||IV||25,80||IV||10,06||IV||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kharga'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 90 / 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Dakhla'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Minqar'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 98 / 20'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 7,60|| I|| 3,80|| I|| 2,67|| I|| 2,70|| I|| 1,73|| I|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29,80||II||45,70||II||33,33||II||38,51||II||29,48||II||7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||39,24||III||18,61||III||28,67||III||14,87||III||1,16||III||20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||23,36||IV||31,89||IV||35,33||IV||43,92||IV||67,63||IV||72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Mudpans'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Gilf kebir'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Glasregion''' &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kiseiba'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Nabta'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Fayum'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Merimde'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| -|| I|| 0,64|| I|| 1,33|| I|| 31,74|| I|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||-||II||-||II||-||II||1,27||II||3,20||II||26,60||II||-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||-||III||-||III||-||III||1,27||III||2,13||III||41,66||III||3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||100||IV||100||IV||100||IV||96,82||IV||93,33||IV||-||IV||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alter bestimmter Pfeilspitzenformen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wird die Frage nach dem Alter bestimmter Pfeilspitzenformen gestellt. Um eine zufriedenstellende Antwort geben zu können, werden möglichst große Mengen Bewehrungen mit ausreichenden Altersbestimmungen durch C14 Analysen benötigt.&lt;br /&gt;
Im besprochenem Raum stellt sich die Faktenlage so dar, dass nur ein geringer Anteil der älteren Inventare, von vor 9000 BP bis etwa 7600 BP, in direktem Zusammenhang mit C14 Werten steht. Oft ist die Anzahl der an einer datierten Stelle aufgefundenen Pfeilspitzen klein oder aber eine zeitliche Zuweisung größerer Mengen eines Fundplatzes ist lediglich auf indirektem Wege, durch Vergleiche mit ähnlichen Vorkommen, deren Alter bekannt ist, möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die jüngeren Fundplätze von ca. 7600 bis ca. 6400 ist die Situation günstiger, da hier Datierungen mit größeren Mengen zusammenfallen, dieses gilt leider nur für Abu Tartur, dürfte aber ausreichen, um allgemeine Strömungen bei der Formgebung von Pfeilspitzen kenntlich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' zeigt die Entwicklung von vor 9120 BP bis 6900 BP ohne Wichtung der Menge. Jeder direkt datierte Pfeilspitzenfundplatz ist in dem Diagramm eingezeichnet so z.B. 0002/84 mit 180 Querschneidern aber lediglich zwei Ounan-Harif Spitzen vom Typ H14 ( Tafel Ä35 – 12 und 13 ) und fünf weiteren H- Spitzen. Schon im Frühholozän wurde mit neuen Formen und Techniken experimentiert wie die einseitig flächenretuschierte D1- Spitze ( Tafel Ä12 – 6 ) und die gestielte Hybridspitze ( Tafel 35 – 14 ) zeigen. Experimente sind im Diagramm durch einen Asterix gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_7.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_8.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den '''Nabta-Fundplatz E-77-3''' liegt eine Datierung vor und eine solide Menge von 28 Ounan-Harif Spitzen und 25 querschneidigen Bewehrungen. Gegenüber der knapp 300 Jahre älteren Fundstelle 0002/84 mit einem Ounan-Harif Anteil von ca. 1 % übersteigt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen mit 52,83 % die Menge der Querschneider, die es auf  47,17 % bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dakhla treten ähnliche Querschneider wie in Abu Tartur und größere Mengen von Ounan-Harif Spitzen, hauptsächlich vom Typ H19, auf. Leider sind die Mengen- und Typenangaben für eine Auswertung nicht präzise genug, ferner fehlen exakte, auf  Inventare bezogene Altersangaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Minqar 81/55-1''' weist um 8620 BP keine Ounan-Harif Spitzen aber erste Ounan- oder ounanähnliche Spitzen auf. Die Menge, fünf Exemplare, ist aber zu gering, um aussagekräftig zu sein. Ein weiteres Datum von 7890 BP könnte im Zusammenhang mit kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen gesehen werden. Aber auch hier ist die Menge ( drei Stücke ) zu gering und das auch noch in einem Fundkontext, welcher unübersichtlich und gestört erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den indirekt datierten Fundplätzen '''E-80-2 und E-80-1-A''' sind insgesamt 80 Ounan-Harif Spitzen und 22 querschneidige Mikrolithen bekannt. Diese größte Menge von in Ägypten gefundenen Ounan-Harif Spitzen sollte in der Betrachtung der Entwicklung der Pfeilspitzentypen nicht fehlen. Das Inventar ist daher in das Diagramm Fig. 7 aufgenommen und arbiträrerweise bei 8500 BP eingetragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wahl entbehrt nicht ganz der Logik, da das Verhältnis von Ounanspitzen zu Mikrolithen mit der Zeit ansteigt. Während 0002/84 nur 1,10 % Ounan-Harif Spitzen aufweist, steigt der Anteil auf 52,83 % für E-77-3, auf 62,00 % für Dakhla, auf 78,43 % für  E-80-2 und E-80-1-A. Nach 8500 BP sinkt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen und die Querschneider laufen in der behandelten Zone aus. Ounanspitzen vom Typ H12 und ähnliche wie H13 und H5 werden zahlreicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf 8290 +- 80 BP datierte Nabta Fundplatz '''E-75-6''' Epipal, weist keine Ounan-Harif Spitzen mehr auf, dafür aber immer noch mikrolithische Bewehrungen und Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
Dahingegen werden nur geringfügig später ( 8219 +- 73 BP ) auf dem Fundplatz Gara 75/27 in den Siwa Oasen weiterhin Ounan-Harif Spitzen produziert und Versuche mit flächenretuschierten Stielspitzen angestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Ounan-Harif Spitzen wie im äußersten Nordwesten der westlichen Wüste Ägyptens werden zur gleichen Zeit ( 8210 +- 70 BP ) im Südosten in Bir Kiseiba auf dem Fundplatz  E-79-1 hergestellt. Die letzten Ounan-Harif Spitzen erscheinen zwischen 8100 BP und 8020 BP auf den Fundplätzen E-80-3 und E-80-1-C. Der auf 8130 BP datierte Fundplatz E-79-2 führt schon Ounanspitzen, die jüngeren hier gemessenen Daten dürften sich auf  eine Bou Saada Spitze ( H7 ) beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1-C''' von F. Wendorf in die El Jerar Phase von Nabta Playa gestellt, weist zwei Ounanspitzen mit einem Alter von 7850 +- BP auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-79-2''' hatte acht Ounanspitzen um 8130 BP hervorgebracht, zwei jüngere Daten 7780 +- 130 BP und 7610 +- 70 BP könnten im Zusammenhang mit einer Bou Saada Spitze stehen, wie schon weiter oben ausgeführt wurde. Das jüngere Datum ist wahrscheinlicher, das ältere läge rund 200 Jahre vor dem Erscheinen der frühesten kantenretuschierten Dreieckspitzen der Typen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch zwei Holzkohlenproben von verschiedenen Herdstellen datierte Fundstelle '''1072/86''' hat ein Alter von 7670 +- 50 BP respektiverweise von 7645 +- 35 BP. Hier kann von einer intakten Fundschicht mit in situ Material ausgegangen werden. Es wurden 37 Spitzen der Typen H12, H13 und H5 gefunden, also Ounanspitzen und ounanähnliche Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um so erstaunlicher ist die Pfeilspitzen Vielfalt des auf 7590 +- 75 BP datierten Fundplatzes '''1004/83''', der neben 47 Spitzen der Gruppen H12, H13 und H5 eine Menge von 15 kantenretuschierten Blattspitzen, zwei flächenretuschierten Dreieckspitzen der Typen A1 und A2, 29 Blattspitzen der Typen C1, C2, C3, C6 und C10 und sechs Stielspitzen der Typen D1, D2 und D3 hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast gleichzeitig ist der mit 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP datierte Fundplatz Djara 90/1-2, welcher ebenfalls flächenretuschierte Blatt- und Stielspitzen führt. Die Nabta Fundplätze E-77-5 Neolith. ( 7530 +- 180 BP ) und E-91-1-C ( 7536 +- 110 BP ) führen zu dieser Zeit noch Ounanspitzen und kantenretuschierte Blattspitzen. Unsicher ist eine H7 Spitze, ein einzelnes Trapez taucht wieder auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 7360 +- 200 BP werden vom Kiseiba Fundplatz E-79-7 zwei kantenretuschierte Dreieckspitzen des Typs H8 gemeldet, um 7170 +- 80 BP steigt die Anzahl der H7 und H8 Spitzen auf Fundplatz E-79-6 auf 19 Exemplare. Ebenfalls wird eine große, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze mit zentraler Kehle des Typs A2 gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit, 7145 +- 40 BP, wird auf dem Fundplatz Abu Tartur 1017/82 eine Menge von 178 Pfeilspitzen gezählt darunter 60 Ounan- und ähnliche Spitzen, zehn kantenretuschierte Blattspitzen und von den flächenretuschierten Stücken vier Dreieck-, 86 Blatt- und 14 Stielspitzen. Der Fundplatz ist gemischt und die kantenretuschierten Exemplare dürften älter sein, was durch weitere Datierungen zu klären wäre. Kantenretuschierte Dreieckspitzen wurden nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Nabta Fundplatz E-75-8 lower, welcher 41 Pfeilspitzen der Typen H7 und H8 produzierte schwanken die Altersangaben zwischen 7100 BP und 6700 BP. Das ältere Datum scheint für die „Nabtaspitzen“ wahrscheinlicher zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der in der ägyptischen Sahara, also in der westlichen oder libyschen und in der östlichen oder arabischen Wüste gefundenen und wissenschaftlich bearbeiteten Pfeilspitzen liegt bei über 7000 Stücken. Die im diesem Bericht berücksichtigten Bewehrungen erreichen eine Zahl von rund 6800 Exemplaren. Zwei Drittel dieser Menge kommen aus einem breiten Streifen um den 26. nördlichen Breitengrad, einer Region, die wie ich meine sowohl Sommerregen aus Süden als auch den noch wichtigeren Winterregen aus Norden regelmäßig erwarten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch die Landschaftsform reicht die Kernzone der Pfeilspitzenhäufigkeit von Abu Minqar im Westen über Dakhla bis nach Kharga im Osten. Nördlich dieser Linie sind Farafra und Djara sowie Abu Gerara, das nördliche und westliche Abu Tartur Plateau, die geologischen Senken nördlich von Abu Tartur sowie das Gelände nördlich der Kharga Oasen zu nennen, wobei große Gebiete bis heute noch nicht auf prähistorische Vorkommen untersucht worden sind. Südlich der Linie liegen die Eastpans. Das Auffinden weiterer Fundplätze bis zum Breitengrad 25° Nord ist möglich, die Aussicht auf Erfolg ist wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem libyschen Kalksteinplateau und an seinem Fuße konnte auf ausgezeichnetes Rohmaterial zur Herstellung von Werkzeugen zurückgegriffen werden. Einmal auf Jaspis- und Chalzedonknollen aus den Tonlinsen der Khargaschichten, zum anderen auf eozäne Hornsteine, deren Ausbildung von kugelig bis plattig reicht. Es gibt weitere Gesteine, die als Ausgangsmaterial herangezogen worden sind, wie Sandstein, Kalkstein, verkieseltes Holz, Quarz und andere, ihre Verbreitung ist jedoch gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie Fig. 3''' zeigt ähneln sich die Diagramme der einzelnen Fundzonen. Sämtliche Pfeilspitzen- Grundformen wie die flächenretuschierten Dreieck-, Blatt- und Stielspitzen sind neben den kantenretuschierten Exemplaren vorhanden. Bis etwa 7500 BP sind Flächenretuschen die große Ausnahme obwohl mit dieser Technik experimentiert wurde. Nach ca. 7000 BP setzen sich die Flächenretuschen durch, Kantenretuschen werden seltener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Grafik zeigt das Indiz IV den Anteil der kantenretuschierten Pfeilspitzen und damit den Anteil älterer Besiedlungsphasen an. &lt;br /&gt;
Diese älteren Pfeilspitzen weisen ein großes Spektrum an Formen auf, es reicht von Ounan- Harif- Spitzen ( H 14, H2, H19 u.a. ) mit den verschieden gestalteten Schäftungszonen über Ounanspitzen ( H12 ), gestielten H5- Spitzen, Dreiecksformen ( H7, H8, H9, H18 ) und Blattspitzen ( H1, H4, H10, H11 ) bis zu Querschneidern ( F2 – F22 ), von denen die frühesten schon vor 9000 BP auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Größenordnung und Verteilung der Indize der flächenretuschierten Bewehrungen wird wahrscheinlich durch kulturelle Präferenzen bestimmt. So ist für die Khargaregion die Stielspitze wichtig. Da nahegelegene Abu Tartur und die Dakhla Oasen führen prozentual die meisten Blattspitzen während das Verhältnis von Blatt- zu Stielspitzen in Djara ausgeglichen erscheint. Diese Aussagen sind sehr verlässlich, da sie große Mengen als Basis aufweisen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger großen Inventaren genügt ein kleiner Eingriff, um das Gesamtbild zu ändern und eventuell zu verfälschen, so fehlen in Abu Minqar bis auf zwei Stücke die Stielspitzen. Gesetzt den Fall ein „Sammler“ hätte vor der wissenschaftlichen Untersuchung durch F. Klees rund 20 D- Spitzen, weil sie so „schön“ waren, entnommen, so wäre eine Erklärung für das Balkendiagramm gefunden. Zerstörung durch Deflation und kulturelle Verschiedenheit sind natürlich ebenfalls im Bereich des Möglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 4''' zeigt die Zusammensetzung der Pfeilspitzentypen von Fundstellen außerhalb des postulierten Gunstraums südlich und nördlich der Achse Abu Minqar – Kharga. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mudpans, die Glasregion in der großen Sandsee und die Fundstellen im Gilf Kebir weisen ausschließlich kantenretuschierte Werkzeuge auf und zwar von den ältesten bis zu den jüngsten Fundstellen. Über tausende von Jahren war der Querschneider die einzige bekannte Bewehrung im südwestlichen Teil der libyschen Wüste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den dort lebenden Gesellschaften fehlte die sonst für das Neolithikum so charakteristische Dynamik, die sich in Innovation und Vielfalt dokumentierte. Ganz ähnlich scheinen die Grafiken von Kiseiba und Nabta angelegt zu sein aber die Ähnlichkeit ist nur äußerlich. In diesen Gebieten wurden bevorzugt die älteren holozänen Fundstellen bearbeitet, was sich in dem hohen Anteil an kantenretuschierten Pfeilspitzen niederschlägt. Hier jedoch findet sich die bunte Mischung aus Stiel- Dreieck- und Blattspitzen neben den Querschneidern wieder, wie es in der Gegend um den 25. Breitengrad Nord der Fall war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigen bearbeiteten jüngeren Fundplätze weisen, wenn auch in geringer Anzahl, sämtliche Ausbildungstypen flächenretuschierter Pfeilspitzen auf. Gemeinsamkeiten zwischen dem Südostteil der westlichen Wüste und ihrer Südwest- Ecke sind nicht festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss des Feuerstein liefernden Kalksteinplateaus im Norden Nabtas und im Nordosten Kiseibas darf nicht unterschätzt werden, gab er doch den hier lebenden Populationen einen materiellen und daraus resultierend auch einen technologischen Vorteil gegenüber den im nubischen Sandstein siedelnden Gruppen, deren Rohmaterial hauptsächlich aus verhärtetem Sandstein bestand, der wie schon weiter oben angedeutet nicht das ideale Material für eine Bearbeitung mittels Flächenretuschen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum ( Fig. 4 ) zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Dreieckspitzen aus, dennoch liegt der Anteil der Stielspitzen um ca. 10 % höher. Würden die kantenretuschierten Bewehrungen des Fayum B berücksichtigt, so entstünde ein ähnliches Bild wie in den Kharga Oasen allerdings mit höherem Anteil an Dreieckspitzen ( Indiz I ) und einem niedrigerem Prozentsatz von Blattspitzen ( Indiz II ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beeinflussung durch die Fundplatzgruppe 25° N ist durchaus möglich.&lt;br /&gt;
Wie ebenfalls aus Fig. 4 hervorgeht, fehlt den Merimde Fundplätzen die zeitliche Tiefe, da ein Pfeilspitzentyp, die Gruppe A2, mit über 90 % Anteil das Bild beherrscht. Ähnliches gilt für die noch jüngere Badarikultur, die ca. 80 % A2- Spitzen aufweist und rund 16 % Blattspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem nun die ägyptischen Pfeilspitzen der Sahara zahlenmäßig erfasst sind und ihre Typen in einen, wenn auch groben Zeitrahmen gestellt werden konnten, erscheint es mit Einschränkungen möglich, einige Fragen beantworten zu können. Ebenfalls müssen mehrere notwendige Feststellungen getroffen werden.&lt;br /&gt;
* Über die Hälfte aller in Ägypten gefundenen und ausgewerteten Pfeilspitzen ist in dem Raum von Abu Tartur – Kharga konzentriert.&lt;br /&gt;
* Diese außerordentliche Akkumulation hat während der gesamten holozänen, steinzeitlichen Phase stattgefunden. &lt;br /&gt;
* Die Feldforschung in dem genannten Raum ist bei weitem nicht abgeschlossen. Die Region verfügt über ein gewaltiges Potential.&lt;br /&gt;
* Dichte und dauernde Besiedlung von der El Adam Phase bis zum Auftreten von Clayton Ringen ( Riemer ) setzt klimatische Bedingungen voraus, die nicht im Extrembereich liegen. Eine Ausweitung bisheriger Studien Klima, Fauna und Flora betreffend sowie die Erstellung weiterer C14- Analysen erscheinen angebracht. Auch die Quartärgeologie ist gefragt um eventuelle Fehlinterpretationen zur Klimaentwicklung zu korrigieren und gezielte, lokale Detailuntersuchungen zu betreiben, um die bestehende Diskrepanz zwischen den existierenden Studien und den archäologischen Fakten auszuräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Basiskehle dürften nach den heute bekannten und datierten Funden in Abu Tartur entwickelt worden sein. Von hier aus gelangten sie, kann postuliert werden, mit geringer Zeitverschiebung zunächst ins Fayum und dann nach Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fayum entwickelte sich aus den unregelmäßigen und zum Teil noch primitiv anmutenden Pfeilspitzen Abu Tarturs vor allem die elegante A25- Spitze mit nach innen gezogenen Schwingen und tiefen, breiten Kehlen. Dieser Typ verbindet die Wirkung eines breiten Geschosses mit entsprechendem Schusskanal mit einer Gewichtsreduzierung, welche mit einer tiefen und breiten Kehle zusammenhängt.&lt;br /&gt;
Die bevorzugten Typen in Merimde sind A2, A27, A25 und A28. Im Unterschied zu Abu Tartur sind hier die Pfeilspitzen gleichmäßiger und sauber gearbeitet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Erste flächenretuschierte Stielspitzen treten schon im Frühholozän vereinzelt als Experimente, die aber ohne direkte Folgen bleiben, in Gara, Sitra und Abu Tartur auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gara 75/27 produzierte zwei Stielspitzen mit einem Alter von 8219 Jahren, aus Sitra ist eine Stielspitze mit einem Alter von ca. 8200 Jahren bekannt und Abu Tartur weist zwei flächenretuschierte Stielspitzen von Fundplatz 0002/84 mit einem Alter von 9120 Jahren auf, eine dritte von 1023/82 ist nicht datiert, könnte aber nach der Bearbeitungstechnik und der Formgebung ebenfalls dazuzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese frühen, flächenretuschierten Stielspitzen ähneln stark Miniaturausführungen von Aterienspitzen. Eine Beeinflussung durch aufgefundene Paläoartefakte ist nicht von der Hand zu weisen, zumal im Inventar des Fundplatzes 0002/84 eine große Aterienspitze vorhanden ist. Außer den gestielten Exemplaren weisen 0002/84 und 0006/82 auch einige flächige modifizierte Blattspitzen der Gruppen C3 und C9 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie die Fundstellen Abu Tartur 1004/83 und Djara 90/1-2 zeigen, treten fast gleichzeitig ab ca. 7600 BP neben den kantenretuschierten Pfeilspitzen auch regelmäßig solche mit Flächenretuschen auf und zwar neben den Bewehrungen der Familien A, C und D ebenfalls, aber in geringeren Stückzahlen, die der Familien B, E und G auf.&lt;br /&gt;
Von dem oben genannten Zeitpunkt an nehmen die Flächenretuschierten prozentual zu, die Kantenretuschierten nehmen ab ohne aber gänzlich zu verschwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Anteil von Dreieck-, Blatt- oder Stielspitzen hängt bei den flächig retuschierten Pfeilspitzen nicht vom Alter des Fundplatzes ab sondern von den Präferenzen der jeweiligen kulturellen Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Gruppen, die westlich einer gedachten Linie Siwa – Abu Minquar. Eastpans – Bir Kiseiba – Nabta siedelten waren von den Geschossentwicklungen der Kernzonen abgekoppelt. Sie bringen keine Flächenretuschen hervor, zum Teil auf Grund eines Mangels an geeigneten Rohstoffen, sie verweilen hauptsächlich bei kleinen dreieckigen und trapezförmigen Querschneidern, andere kantenretuschierte Pfeilspitzenfamilien sind selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aus der ägyptischen Sahara sind nur wenige C14- Analysen aus holozänen Horizonten bekannt, die ein Alter von über 9000 Jahren aufweisen. Noch geringer ist die Anzahl von Fundstellen diesen Alters mit einem Inventar, welches eine typologische Einordnung zu erstellen erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste Datierung stammt von einem Herdplatz westlich des Abu Ballas, sie beträgt  10000 +- 225 BP Jahre weist aber keinerlei lithisches Material auf ( Gabriel 86 ).&lt;br /&gt;
Aus dem Wadi el Akhdar vom Fundplatz 80/7-1 wird ein Alter von 9370 +- 215 BP gemeldet (Schön 96) aber auch hier ist das analysierte Material aus einer geologischen Schicht ohne Artefakte entnommen worden.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 83/33 wurde eine Keramikscherbe auf 9080 +- 50 BP datiert. Zugehörige Steinartefakte sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Röper haben in der  „Roten Wüste“ etwa 70 – 100 km südlich von Abu Tartur eine Holzkohlenprobe von einer Herdstelle entnommen, die ein Alter von  9260 +- 370 BP aufweist. Steinartefakte und Keramik sind nicht untersucht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dakhla sind im Zusammenhang mit der dortigen Masara- Phase einige Daten bekannt. Sie liegen zwischen 9180 BP und 8170 BP für die Masara- Phasen A und B und zwischen 9000 BP und 8500 BP für die Masara- Phase C. Werkzeuge sind in diesem Falle vorhanden, einzelne Stücke stimmen mit einschlägigen Inventaren anderer Fundgebiete überein. Eigene auf Dakhla bezogene und vollständige Inventare sind jedoch erst spät erstellt worden, diese sind mit den Funden des Abu Tartur B zu vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches gilt für die C14 Daten der Fundregion Regenfeld in der großen Sandsee. Fundplatz 96/1 mit einem Alter von 9388 +- BP Jahren weist keine signifikanten Geräte auf und 96/20, auf 9040 +- 60 BP datiert, produzierte ähnlich wie die gleich alten Plätze im Südosten der libyschen Wüste Ägyptens hauptsächlich rückengestumpfte Lamellen ohne jedoch vergleichbar vollständige Typologien wie Nabta und Kiseiba zu liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollständige Inventare und Datierungen weisen vier Fundplätze auf. In Bir Kiseiba sind es E-80-4 und E-79-8 mit 423 respektiverweise 374 Werkzeugen, in Nabta lieferte E-77-7  158 Geräte und Abu Tartur 0002/84 hat 402 modifizierte Steinartefakte hervorgebracht. In der Fundplatzbeschreibung von 0002/84 werden diese vier Inventare miteinander verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Ostsahara begonnene kulturelle Entwicklung wurde durch die prädynastischen Gruppen im Niltal fortgesetzt. Da der Verfasser das Niltal mit Ausnahme von Merimde und Badari nicht in seine Betrachtungen aufgenommen hat, werden Pfeilspitzentypen wie sie z.B. in Abydos auftreten, nicht berücksichtigt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundstellen_in_%C3%84gypten&amp;diff=5601</id>
		<title>Fundstellen in Ägypten</title>
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				<updated>2025-01-11T11:01:21Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Genauere Beschreibung eines der Fundtableaus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Ägypten==&lt;br /&gt;
Ägypten, 1.000.000 Quadratkilometer groß, besteht mit Ausnahme des Niltals und des Deltas, aus Wüste. Für diesen Bericht sind die arabische und libysche Wüste, da beide zur Sahara gehörend, von Interesse.&lt;br /&gt;
Außerhalb dieses Rahmens werden lediglich, aus Gründen des Vergleichs, die Fundstellen von Merimde am südwestlichen Deltarand und Badari - Hemamieh am rechten Nilufer in Oberägypten, berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Ende des 19. Jahrhunderts begannen Archäologen sich für steinzeitliche Kulturen in Ägypten zu interessieren, so F. Petrie in Nagada. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts kamen dazu Junker in Merimde, Brunton in Badari und die große Dame der ägyptischen Vor - und Frühgeschichte G. Caton - Thompson in Hemamieh, im Fayum und Anfang der 30er Jahre in den Kharga - Oasen.&lt;br /&gt;
Erwähnt seien auch die frühen Expeditionen Hassanein Beys in den Uweinat von wo er über Felsbilder berichtete und Kemal el Dins, der den Gilf Khebir entdeckte und ebenfalls Malereien im Uweinat fand.&lt;br /&gt;
Neben den älteren Arbeiten soll versucht werden auch die in jüngerer Zeit ausgeführten Forschungen, einschließlich der noch laufenden, in diesen Bericht zu integrieren. &lt;br /&gt;
Zu nennen wären unter anderen die Teams um F. Wendorf und R. Schild im Südostteil der libyschen Wüste, R. Kuper und seine Mannschaft mit den Projekten B.O.S und ACACIA, M. Mc Donald in den Dakhla - Oasen und B.E. Barich mit Kollegen in Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Genauere Beschreibung eines der Fundtableaus==&lt;br /&gt;
Abbildung Nr. 7 der Fotogalerie: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot; (Knochenwerkzeuge), verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben links sehen wir aus Kalzit und Baryt geschnitzte sog. Ohrstecker bzw. Bruchstücke derselben. Außerdem drei Diabolos, wovon zwei aus Kalzit- und einer aus Barytkristall hergestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben anschließend werden die von mir als &amp;gt;Webschiffchen&amp;lt; bezeichneten Artefakte gezeigt. Davon sind zwei Stücke zur Gänze erhalten, eines aus Kalkstein das andere aus eisenhaltigem Tonstein gefertigt. Ein Stück ist unzerbrochen, aber ihm fehlt die typische zentrale Bohrung. Von den vier Bruchstücken ist eines, bei dem der Bruch oberhalb der Bohrung gelegen war ,zu einem Anhänger umgearbeitet worden (siehe auch Fundplatz 1085/87, Fundkomplex Abu tartur, Fundplätze, Komplex Sandsteinebene).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben rechts befinden sich einige der seltenen Knochenwerkzeuge und zwar zwei Spitzen, ein meißelförmiges Stück und ein Spachtel. Unterhalb der Spitzen ist ein kleines an den Rändern und auf der leicht gerundeten Oberseite poliertes Knochenstück zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unten links werden Straußeneiperlen und ihre Vorstufen vorgestellt. In der ersten Reihe werden von oben nach unten eckige, durchbohrte, in der zweiten Reihe gerundete, nicht durchbohrte Stücke gezeigt. Die drei folgenden Reihen zeigen einen weiteren Fertigungsschritt an. Die Artefakte sind rund, durchbohrt aber der Mantel, die äußere Peripherie ist noch nicht geschliffen und poliert. Darauf folgen drei Reihen perfekt polierter Perlen im ursprünglichen fertigen Zustand. Hier hat die Deflation noch nicht angesetzt. Die nächsten Reihe zeigt gleichartige Perlen wie die drei Vorgängerreihen, wobei die Stücke kleiner im Durchmesser angelegt sind. Auch hier sind wir in der Kategorie A, unverwitterte Perlen. Windüberformte Exemplare zeigen die drei nächsten Reihen Kategorie B und die Kategorie C, stark verwitterte Perlen, werden in den drei letzten Reihen gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren werden Schmuckanhänger, durchbohrte Zylinder aus Hartgestein (4x Hornstein, 1x Kalkstein und 1x Amazonit), verzierte Straußeneischalen, Kupfererz (Malachit aus dem nubischen Sandstein) sowie große, nicht durchbohrte Perlen gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rechte untere Ecke des Bildes zeigt neben einer tropfenförmig durchbohrten Straußeneischale ein rechteckiges Stück Hornstein mit einer zentralen Bohrung und ein sehr großes gerundetes Teil mit einer durchbohrten Straußeneischale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele aus der aquatischenFauna und zwar sowohl aus dem Meeres- als auch aus dem Süßwasserbereich schließen sich an. Häufig sind die Stücke angeschliffen oder durchbohrt, um sie auffädeln zu können. Gut zu bestimmen sind die Kaurischnecken aus dem Roten Meer und Lynaea natalensis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch die Kapitel:&lt;br /&gt;
Töpfern, Bohren, Schleifen und Polieren; Fundkomplex Abu Tartur, N. 6&lt;br /&gt;
Die Wirkung der Deflation auf Straußeneischalen; Fundkomplex Abu Tartur, Nr. 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Ägypten - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden 132 Fundtableaus werden nicht näher erklärt, da viele Artefakte in den entsprechenden Rubriken gezeichnet und wissenschaftlich beschrieben worden sind. Jedes Artefakt ist mit einer eindeutigen Fundplatznummer gekennzeichnet. Fundplätze mit Nummern finden Sie unter Fundkomplex Abu Tartur. '''HINWEIS:''' Klicken Sie 2x in Folge auf die gewünschte Abbildung und Sie sehen das Tableau in Bildschirmgröße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0003_N_AbuTartur.jpg|Abb. 1: Klingen und Lamellen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0009_B_AbuTartur.jpg|Abb. 2: Bohrer, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0011_E_AbuTartur.jpg|Abb. 3: Kerben, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0013_D_AbuTartur.jpg|Abb. 4: Mikrolithen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0018_P21_Tixier_Liste.jpg|Abb. 5: Auflistung nach Tixier, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0029_Perlen_AbuTartur.jpg|Abb. 6: Perlen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0035_L_AbuTartur.jpg|Abb. 7: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0033_12_AbuTartur.jpg|Abb. 8: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0037_6_AbuTartur.jpg|Abb. 9: Nabta Pfeilspitzen und andere, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0039_4_AbuTartur.jpg|Abb. 10: Querschneider von Fundplatz 0002/84 und andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0041_7_AbuTartur.jpg.jpg|Abb. 11: Flächeretuschierte Stielspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0043_11_AbuTartur.jpg|Abb. 12: Ounan Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0045_9_AbuTartur.jpg|Abb. 13: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0092_14_AbuTartur.jpg|Abb. 14: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0094_13_AbuTartur.jpg|Abb. 15: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0187_26_AbuTartur.jpg|Abb. 16: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0189_22_AbuTartur.jpg|Abb. 17: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0191_18_AbuTartur.jpg|Abb. 18: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0193_20_AbuTartur.jpg|Abb. 19: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0195_21_AbuTartur.jpg|Abb. 20: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0197_10_AbuTartur_Renate.jpg|Abb. 21: Blattspitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0199_23_AbuTartur.jpg|Abb. 22: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0201_15_AbuTartur.jpg|Abb. 23: Blattspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0203_16_AbuTartur.jpg|Abb. 24: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0205_1_19_AbuTartur.jpg|Abb. 25: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0206_17_AbuTartur.jpg|Abb. 26: Blattspitzen mix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0112_XXVI_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 27: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0149_Q_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 28: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0171_O_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 29: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0073_UU_AbuTartur.jpg|Abb. 30: Große plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0075_NN_AbuTartur.jpg|Abb. 31: Werkzeuge, Fundplatz 1072&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0077_QQ_AbuTartur.jpg|Abb. 32: Plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0079_HH_AbuTartur.jpg|Abb. 33: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0081_1_JJ_AbuTartur.jpg|Abb. 34: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0082_TT_AbuTartur.jpg|Abb. 35: Klingen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0084_KK_AbuTartur.jpg|Abb. 36: Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0086_OO_AbuTartur.jpg|Abb. 37: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0088_PP_AbuTartur.jpg|Abb. 38: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0090_RR_AbuTartur.jpg|Abb. 39: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0096_G_AbuTartur.jpg|Abb. 40: Sicheln und Sicheleinsätze, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0098_XXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 41: Klingen, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0100_ZZ_AbuTartur.jpg|Abb. 42: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0102_YY_AbuTartur.jpg|Abb. 43: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0104_XXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 44: Flächig bearbeitete Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0106_XXV_AbuTartur.jpg|Abb. 45: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0108_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 46: Klingen und Lamellen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0110_XXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 47: Verschiedene Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0114_XXII_AbuTartur.jpg|Abb. 48: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0116_XXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 49: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0118_XXI_AbuTartur.jpg|Abb. 50: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0120_XXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 51: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0122_XLIII_AbuTartur.jpg|Abb. 52: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0124_roem_L_AbuTartur.jpg|Abb. 53: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0126_XLVI_AbuTartur.jpg|Abb. 54: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0011/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0128_XLV_AbuTartur.jpg|Abb. 55: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0130_XLIV_AbuTartur.jpg|Abb. 56: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0132_LV_AbuTartur.jpg|Abb. 57: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0134_XLVII_AbuTartur.jpg|Abb. 58: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1046/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0136_XLVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 59: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0138_XLIX_AbuTartur.jpg|Abb. 60: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0140_1_LIV_AbuTartur.jpg|Abb. 61: Paläolithische Werkzeuge auf neolithischen Fundplätzen und Aterienspitzen (gekauft)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0141_LII_AbuTartur.jpg|Abb. 62: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0014/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0143_LI_AbuTartur.jpg|Abb. 63: Verschiedene Artefakte und Perlen, Fundplatz 1002/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0145_F_AbuTartur.jpg|Abb. 64: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0147_LIII_AbuTartur.jpg|Abb. 65: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1045/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0151_A_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 66: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0157_C_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 67: Bohrer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0159_SS_AbuTartur.jpg|Abb. 68: Klingen und Lamellen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0163_XXX_AbuTartur.jpg|Abb. 69: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0165_J_AbuTartur.jpg|Abb. 70: Große Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0173_K_AbuTartur.jpg|Abb. 71: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0175_VV_AbuTartur.jpg|Abb. 72: Messer und Spitzen, Fundplatz 1017/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0177_WW_AbuTartur.jpg|Abb. 73: Messer und Spitzen, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0183_M_AbuTartur.jpg|Abb. 74: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0208_III_AbuTartur.jpg|Abb. 75: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1035/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0210_XI_AbuTartur.jpg|Abb. 76: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0213_X_AbuTartur.jpg|Abb. 77: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0215_VII_AbuTartur.jpg|Abb. 78: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0217_VI_AbuTartur.jpg|Abb. 79: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1052/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0219_IV_AbuTartur.jpg|Abb. 80: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0009/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0221_V_AbuTartur.jpg|Abb. 81: Verschieden Artefakte, Perlen und Keramik, Fundplatz 0008/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0223_XVI_AbuTartur.jpg|Abb. 82: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0225_VIII_AbuTartur.jpg|Abb. 83: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0227_IX_AbuTartur.jpg|Abb. 84: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0229_XVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 85: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0231_roem_I_AbuTartur.jpg|Abb. 86: Paläolithische Artefakte auf neolithischen Fundplätzen (z.T. Wiederverwendung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0233_roem_II_AbuTartur.jpg|Abb. 87: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0010/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0236_XLII_AbuTartur.jpg|Abb. 88: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0238_XXXI_AbuTartur.jpg|Abb. 89: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0240_XXXII_AbuTartur.jpg|Abb. 90: Bohrer und Pfrieme, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0242_XXXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 91: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0244_XXXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 92: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0246_XXXV_AbuTartur.jpg|Abb. 93: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0248_XXXVI_AbuTartur.jpg|Abb. 94: Bohrer, Klingen und andere Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0250_XXXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 95: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1072/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0252_XXXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 96: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0254_XXXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 97: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0256_XL_AbuTartur.jpg|Abb. 98: Lamellen, kleine Klingen und Mikrolithen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0258_XLI_AbuTartur.jpg|Abb. 99: Retuschierte Thermoscherben, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0260_LVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 100: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0262_XVII_AbuTartur.jpg|Abb. 101: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1016/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0264_H_AbuTartur.jpg|Abb. 102: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0266_XII_AbuTartur.jpg|Abb. 103: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0268_XV_AbuTartur.jpg|Abb. 104: Sichelmesser und &amp;quot;Ackerbau Geräte&amp;quot;, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0270_XIX_AbuTartur.jpg|Abb. 105: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1019/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0272_XIV_AbuTartur.jpg|Abb. 106: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0275_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 107: Verschiedene Artefakte, Fundplätze auf dem Plateau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0277_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 108: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0279_LX_AbuTartur.jpg|Abb. 109: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1039/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0281_XIII_AbuTartur.jpg|Abb. 110: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0284_LIX_AbuTartur.jpg|Abb. 111: Klingen, Kerbklingen und Windkanter, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0286_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 112: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1022/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0322_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 113: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0323_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 114: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0335_besondereWerkzeuge_AbuTartur.jpg|Abb. 115: Große Werkzeuge, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0336_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 116: Reib- und Malsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0337_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 117: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0339_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 118: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0343_Reibstein_AbuTartur.jpg|Abb. 119: Reibsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0340_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 120: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0356_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 121: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0357_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 122: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0358_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 123: Paletten, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0359_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 124: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0360_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 125: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0364_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 126: Reibschale mit Reibstein, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0348_AbuTartur.jpg|Abb. 127: Kerne, Klopfsteine und Spielsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0349_Keulenköpfe_AbuTartur.jpg|Abb. 128: Keulenköpfe, AbuTartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0350_AbuTartur.jpg|Abb. 129: Verschiedene Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0351_AbuTartur.jpg|Abb. 130: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0352_AbuTartur.jpg|Abb. 131: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0334_plattige_Stücke_AbuTartur.jpg|Abb. 132: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kharga==&lt;br /&gt;
G. Caton – Thomson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G. Caton Thompson beschreibt sechs Fundstellen innerhalb der Khargaregion, auf denen Pfeilspitzen vorkommen.&lt;br /&gt;
Diese sind&lt;br /&gt;
* 1.) K05 Bellaida&lt;br /&gt;
* 2.) K015 Umm ed Dabadib&lt;br /&gt;
* 3.) Ghuata (Qasr El Ghueita )&lt;br /&gt;
* 4.) Gala Hill&lt;br /&gt;
* 5.) Abu Sighwal Pass ( Nagb Umm Sirwal )&lt;br /&gt;
* 6.) Yesba Pass ( Nagb Asyut, Gebel El Yabisa )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) K05 Bellaida'''&lt;br /&gt;
Die Stelle liegt südlich der Gebirgslücke zwischen dem Gebel Teir und dem Gebel Tarif.&lt;br /&gt;
Eine Gesamtwerkzeugmenge von 42 Stücken wurde beobachtet aber nicht weiter bearbeitet und veröffentlicht. Unter den auf Tafel 100 vorgestellten Artefakten befinden sich ein Querschneider F8, eine teilflächig retuschierte Blattspitze, eine D7 - Spitze, eine D19 - Spitze und ein Stück, welches einen Übergang von der rhombischen zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) K015 Umm el Dabadib'''&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt in einer breiten Gasse der Abu Muharig Dünenkette in den Ausläufern des südliche Abbruchs des libyschen Plateaus.&lt;br /&gt;
74 Werkzeuge, darunter auch Pfeilspitzen, wurden gefunden und nicht weiter klassiert. 21 Pfeilspitzen sind auf Tafel 99 dargestellt, sie zeigen H1 - Spitzen und Übergänge von H1 nach H5 sowie Blattspitzen vollflächig und teilflächig retuschiert vom Typ C1 und C3, eine schlanke D12 - Spitze und Dreieckspitzen der Typen A1 und H7. Ein atypisches, flächig retuschiertes Stück ist die Nr. 13, die wie eine verunglückte Mischung aus C3 und D6 anmutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) Ghuata ( Qasr El Ghueita )''' &lt;br /&gt;
Der ptolemäische Tempel von Ghuata liegt rund 20 km südlich von Kharga, östlich davon schließt sich eine deflationsgeglättete Depression an.&lt;br /&gt;
Ghuata produzierte 61 Werkzeuge, davon sieben Pfeilspitzen. Gezeichnet sind auf Tafel 95 fünf Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte C3 - Spitzen, eine mit auf beiden Seiten flachen Randretuschen versehene C1 - Spitze, eine asymmetrische H5 - Spitze und eine H - Spitze mit einseitig angedeutetem Stiel, die als abgebrochene Ounanspitze beschrieben ist. Die übrigen auf den Tafeln 94 und 95 gezeigten Stücke weisen epipaläolithische Merkmale auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) Gala hill'''&lt;br /&gt;
22 km südlich von Ghuata liegt innerhalb der Depression ein 124 m hoher Sandsteinhügel mit dem Namen Gala hill. Auf diesem Platz wurden 45 Werkzeuge, davon 13 Pfeilspitzen, gefunden, welche sich unterteilen in 12 Querschneider und eine Ounanspitze. Die restlichen Artefakte sind Klingen, Lamellen, geometrische Mikrolithen sowie weitere epipaläolithische Implemente. Das Inventar erinnert an die Abu Tartur Fundstelle 0002/84.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) Abu Sighwal Pass'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle liegt auf dem östlichen Kalksteinplateau nordöstlich des Gebel Umm El Ghanayin in mit terra rossa gefüllten kleinen Senken, ähnlich wie es sich auf dem Abu Tartur Plateau darstellt.&lt;br /&gt;
Die Fundstreuung ergab 67 Werkzeuge davon lediglich zwei Bewehrungen, nämlich Ounanspitzen wie eine auf der Tafel 98 unter Nr. 3 abgebildet ist. Die Tafel zeigt ebenfalls eine Blattspitze unter 2/98, diese wird aber im Inventar nicht aufgeführt. Die übrigen Werkzeuge bestehen hauptsächlich aus Klingen ( 17 Stück ), Lamellen ( 19 Stück ) und geometrischen Mikrolithen wie Dreiecken und einem Segment. Das Ganze mutet epipaläolithisch an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) Yesba Pass'''&lt;br /&gt;
Dieser Pass bildet den nördlichen Zugang zu den Kharga Oasen und ist über 50 km von Kharga Zentrum entfernt. Auch hier liegen Artefaktenkonzentrationen in kleinen, flachen, terra rossa gefüllten Senken.&lt;br /&gt;
Yesba gab 148 Werkzeuge her, davon 66 Pfeilspitzen. Die übrigen Artefakte sind typische epipaläolithische Stücke mit 64 gestumpften Lamellen, Segmenten und Dreiecken. Kerbklingen sowie Quarzartefakte in Form von Kratzern oder meißelartigen Kernen sind ebenfalls vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen sind wie folgt unterteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;auto&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Pfeilspitzetyp'''||'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Querschneider||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ounanspitzen||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lamellenartige Rhombische||25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rhombische||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Atypische||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blattspitzen||26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stielspitzen inkl. I||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|'''Total'''||'''66'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Ounanspitzen kann auch das Exemplar Nr. 16 Tafel 97 gerechnet werden. Die Lamellenartigen entsprechen den Typen H1 ( 15/97 ), H5 ( 9/97 ) und Übergängen von H1 nach H5 ( 13/97 ).&lt;br /&gt;
Rhombische Exemplare sind zwei vorhanden, nämlich die Nr. 21 und Nr. 22 der Tafel 97.&lt;br /&gt;
Die atypische Spitze 8/97, die bis auf den linken Rand auf ihrem Umfang kantenretuschiert erscheint, fällt in die Gruppe H19.&lt;br /&gt;
Nr. 20/97 kann unter I 4 eingeordnet werden. Die Blattspitzen entsprechen den Typen C1 und C3 und das Exemplar 26/97 weist schon nach C6. Die dargestellten Stielspitzen können dem Typ D7 zugeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den Fundstellen Abu Sighwal und Yesba wurden auf dem Plateau noch 34 Werkzeuge am Gebel Umm El Ghenneiem und 36 Stücke bei Agaba Matana gefunden. Sie bringen keine weiteren Typen und sind auch nicht weiter aufgeschlüsselt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einordnung der beschriebenen und / oder gezeichneten Pfeilspitzen des „ Bedouin &lt;br /&gt;
Microlithic „ von Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''K015'''&lt;br /&gt;
|'''K05'''&lt;br /&gt;
|'''Ghuata'''&lt;br /&gt;
|'''Gala'''&lt;br /&gt;
|'''Sighwal'''&lt;br /&gt;
|'''Yesba'''&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Werkzeuge'''&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|61&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|67&lt;br /&gt;
|148&lt;br /&gt;
|437&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Davon Pfeilspitzen'''&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|117 &lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|19&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|E&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|F&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|G&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|H&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|50&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den rund 500 aufgefundenen Werkzeugen sind 437 dokumentiert. Von letzteren sind 115 oder 26,6 % Pfeilspitzen. ( Da die Familie I nicht mitgerechnet wird reduziert sich die Zahl auf 113 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 1'''&lt;br /&gt;
* = A + B + E&lt;br /&gt;
* = 2 + 0 + 3&lt;br /&gt;
* = 5 oder 4,42 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 2''' &lt;br /&gt;
*= C&lt;br /&gt;
*= 31 oder 27,43 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 3'''&lt;br /&gt;
*= D&lt;br /&gt;
*= 11 oder 9,74 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 4''' &lt;br /&gt;
*= F + G + H&lt;br /&gt;
*= 16 + 0 + 50   &lt;br /&gt;
*= 66 oder 58, 41 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den weiter oben behandelten Pfeilspitzen wurden elf große, ausgekehlte Dreieckspitzen gefunden. Wie Tafel III zeigt, handelt es sich unter anderem um ein durchschnittliches Exemplar mit 41 mm Länge und um ein weiteres von 63 mm Länge und einer Kehle von 28 mm Tiefe. Von den elf Exemplaren, 7 wurden in  K0 15 gefunden, 4 stammen von K0 5, weisen 6 eckige Schwingen auf, die übrigen dürften gerundet sein. Schwingen vom Typ A 25 mit nach innen gebogenen, spitzen Schwingenenden wurden von G. Caton Thompson nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''D.L. Holmes'''&lt;br /&gt;
Wie D.L. Holmes in ihrer „ Analysis and comparison of some prehistoric projectile points from Egypt „ schreibt, entdeckte sie im Dezember 1983 in der Umgebung von Kharga 45 Pfeilspitzen verschiedenster Typen, wie sie auch schon von G. Caton - Thompson beschrieben worden sind und von dieser als „ bedouin microlithic „ klassiert wurden. Der Anteil der Pfeilspitzen am Gesamtvolumen der Werkzeuge beträgt 12 %. Zwei Bruchstücke konnten nicht eingeordnet werden. Die Funde stammen von acht verschiedenen Stellen und obwohl das Gebiet mit Umm - el - Dabadib angegeben ist, zählen dazu auch die nordöstlich von Kharga gelegenen Quellhügel K0 8 und K0 6. Der in der Nähe von Umm - el - Dabadib gelegene Fundplatz K0 15 wird nicht erwähnt. Die Entfernung zwischen K0 6 und K015 beträgt rund 40 km. Der Fundplatz K0 10, der ebenfalls zu den acht Stellen gehört, an denen Pfeilspitzen gesammelt wurden, wird von G. Caton - Thompson dem oberen Acheul zugerechnet. Wahrscheinlich ist es hier zu Verwechslungen der Bezeichnungen gekommen. Für die Analyse der Funde und für Vergleiche mit Sammlungen aus dem gleichen Gebiet werden die beiden Fragmente ausgeklammert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 4,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||15||34,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||16||37,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||10||23,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''43'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weitere Fundbeobachtungen in den Kharga - Oasen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Wendorf und R. Schild, die 1980 in den Kharga - Oasen gearbeitet haben, erwähnen keine Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Simmon und Mandel dagegen sprechen in ihrem Bericht von 1986 von einigen unregelmäßigen Pfeilspitzen, sowie von Blatt - und Stielspitzen, die Menge dürfte bei 12 - 15 Stücken liegen.&lt;br /&gt;
Die umfangreichste Sammlung aus dem Gebiet von Umm - el - Dabadib und Kharga dürfte von R. Ulbrich und G. Ulbrich stammen. Sie enthält 615 Pfeilspitzen, die sich wie folgt verteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 43|| 6,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||184||29,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||283||46,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||105||17,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''615'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgebildet und beschrieben sind sie in diesem Bericht auf den Tafeln Ä - U1, Ä - U2, &lt;br /&gt;
Ä - U3 und teilweise auf weiteren Tafeln der Bezeichnung Ä unter den Kürzeln K, D und Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schreiber des Berichts hatte die Gelegenheit einen Teil des oben genannten Gebiets zu begehen, hier der Fundbericht :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundgebiet Nr. 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koordinaten : ( Mittelwerte ) L = 30°25’, B = 25°28’&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geographie : Rund 10 km nördlich von Kharga erhebt sich der Gebel el Teir, westlich davon liegt mit 451 m die höchste Erhebung der Gegend, der Gebel Tarif und seine nördliche Fortsetzung, der Gebel el Sheikh. 15 km weiter nach Norden schiebt sich das libysche &lt;br /&gt;
Kalksteinplateau in die Kharga - Senke. An seinen Flanken liegen im Nordosten des Fundgebietes die trocken gefallene Oase Ain - el - Labakha und im Nordwesten das Fort Ain - el - Wan ( rund 5 km südlich von Umm - el - Dabadib ). Die weiteren approximativen Begrenzungen des Fundgebietes sind im Osten die Linie Ain - el - Labakha – Gebel el Teir, im Westen der Schnittpunkt der Linien Ain - el - Wan südwärts und Gebel el Teir westwärts. Die Landschaft ist geprägt durch die Dünenketten des Abu Muharig mit Sicheldünen bis zu 50 m Höhe. Die äolische Überformung ist extrem weit fortgeschritten, dennoch haben sich auch Playagebiete, teilweise mit Yardangs durchsetzt, halten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausdehnung : N – S = 17,5 km, W – O = 10 km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschreibung des Fundplatzes : Die meisten Fundstellen sind an Restplayas gebunden aber auch auf Sandsteinuntergrund kommen sekundäre Konzentrationen vor. &lt;br /&gt;
In situ Plätze und Herdstellen sind nicht beobachtet worden, mit Ausnahme einiger in Yardangs in Kopfhöhe eingeschlossener Artefakte ist das Fundmaterial ausnahmslos bewegt worden. K0 15, ein „ bedouin microlithic „ Fundplatz G. Caton - Thompsons südlich von   Ain - el - Wan ist lediglich begangen worden und in seiner vorgefundenen Situation belassen worden, das gleiche gilt für K0 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar : 360 Steinartefakte, davon 10 nicht modifizierte, sind aufgesammelt worden. Die 350 Werkzeuge gliedern sich wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer|| 23|| 6,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||54||15,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||7||2,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rückengestumpfte Lamellen||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||38||10,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Endretuschen||4||1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Geometrische Microlithen||5||1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Microburin Technik||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Andere||213||60,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''350'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe „ Andere „ setzt sich zusammen aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ounanspitzen|| 8|| 2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierten Stücken||67||19,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Side - blow - flakes||8||2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Pfeilspitzen||80||22,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Zweiflächnern||26||7,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstigen||24||6,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''213'''|| '''60,85'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert man die Pfeilspitzen inklusive der Ounan - Spitzen nach Hugot, so wird folgendes Ergebnis sichtbar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''87'''|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen vom Typ I, mit einem Exemplar vertreten, werden nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
Im Vergleich mit den Analysen der Pfeilspitzen der Abu Tartur Fundplätze 1024/82, 1023/82 und 1017/82 fällt auf, dass das Indiz III des Fundgebietes 1026/82 um rund 20 % bis 30 % höher liegt, ansonsten sind Ähnlichkeiten trotz des unwissenschaftlichen Absammelns durchaus zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten im Gebiet 1026/82 sind nicht weiter vertieft worden und zwar aus zwei Gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Die Fundplätze sind durch Deflation stark gestört und definierbare Kulturschichten sind nicht gefunden worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Die Entfernung von der Basis Abu Tartur war zu groß und für eine Einzelperson war das schwierige Gelände zu risikoreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der größenordnungsmäßig unterschiedlichen, von verschiedenen Personen in einer recht großen Zeitspanne gesammelten Pfeilspitzen des „ bedouin microlithic „ ergibt ein interessantes Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''G. Caton-Thompson*'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''D. L. Holmes**'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''R. und G. Ulbrich'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1026/82***'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 4,42|| 2|| 4,65|| 43|| 6,99|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||31||27,43||15||34,88||184||29,92||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||11||9,74||16||37,21||283||46,02||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||66||58,41||10||23,26||105||17,07||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Total|| 113|| 100,00|| 43|| 100,00|| 615|| 100,00|| 87|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die elf großen, ausgekehlten Dreieckspitzen von K0 5 und K0 15 werden, da von Caton - Thompson eher dem „ peasant neolithic „ zugerechnet, später behandelt.&lt;br /&gt;
* ** Ohne Bruchstücke.&lt;br /&gt;
* *** Eine Pfeilspitze der Familie I ist unberücksichtigt geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine klare Übereinstimmung der Sammlungen Holmes, Ulbrich und 1026 ist nicht von der Hand zu weisen. Gemeinsam ist allen ein geringer Wert des Indiz I, der zwischen rund 5 % und 7 % liegt. Ein Drittel der Spitzen gehört zum Indiz II. Die stärkste Gruppe bilden die gestielten Pfeilspitzen mit rund 35 % bis 46 % und die Gruppe der nicht flächig bearbeiteten Stücke liegt bei rund 17 % bis 25 %. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ins Bild passen die entsprechenden Zahlen von G. Caton - Thompson. Ihr Fundgebiet erstreckte sich weiter nach Süden und zu den Pässen im Norden, der epipaläolithische Anteil der hier angetroffenen Fundstellen ist höher. G. Caton - Thompson klassiert außerdem die Fundstellen K0 5 und K0 15 als gemischt aus „ bedouin microlithic „ und „ peasant    neolithic „.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den in Abu Tartur gewonnenen Kenntnissen stellen die Oberflächenfunde in dem hier behandelten Raum ein Artefaktengemenge aus den verschiedensten Epochen und Kulturen dar. Dieses wird verständlich durch die Tatsache, dass der Boden in der Khargasenke im Mittel jährlich um 2 mm abgesenkt wird. Bis auf wenige Ausnahmen, K0 15 ist teilweise eine solche, ist von den ursprünglichen Lagerplätzen nichts übrig geblieben. Die Herde sind weggeblasen worden, die Keramik zu Staub zerrieben und die Steinartefakte nach Korngröße gesichtet worden. Das Material ist dermaßen durcheinander gewirbelt, dass es schon wieder homogen erscheint, wie der typologische Vergleich der verschiedenen Sammlungen suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine in Abu Tartur angefertigte Langzeitstudie über die Auswirkung des Windschubes auf prähistorische Artefakte belegt mit eindeutigen Zahlen sowohl Verschiebung als auch Sichtung (bislang unveröffentlicht, aktuell in dieser Internetpräsenz, siehe: Windschubmessung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Tartur==   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zur El Ghorab Straße zwischen Kharga und Dakhla verläuft die Bruchkante des libyschen Plateaus in westöstlicher Richtung, lediglich die Felsmasse von Abu Tartur schiebt sich nach Süden in die Sandsteinebene vor. Die Bruchkante ist hier, bedingt durch die harten Kurkurschichten mit 550 m höher als die übrigen, bei rund 450 m – 500 m liegenden Partien. Begrenzt wird der Vater der Zipfelmütze, so die Bedeutung von Abu Tartur, im Süden und Osten durch eine mit Zeugenbergen durchsetzte, sandige Ebene der Nubiaschichten, im Westen durch den Wadi Batikh, den Wassermelonen - Fluss und im Norden durch den Wadi Ain Amur. Die mittleren Koordinaten sind 29°30’ – 30°10’ Ost und 25°20’ – 25°40’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird unter Abu Tartur vor allem die ungefähr 50 km westlich von Kharga gelegene Phosphatgrube im südöstlichen Bereich des Massivs verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier war der Verfasser, abgesehen von einer früheren, kurzen Intervention im Jahr 1978, von 1982 bis 1987 als Bergingenieur im Auftrag der Societé Francaise d´ Etudes Minieres ( Sofrémines ) tätig. Außerdem ermöglichte die deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen eines Sonderforschungsprogramms eine sechswöchige Visite mit Archäologen des Heinrich Barth - Instituts für Ur - und Frühgeschichte der Universität zu Köln im Herbst 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Freizeit während des Aufenthalts in Ägypten in den Jahren 1982 – 87 wurden im Umkreis von rund 30 km 146 Fundstellen entdeckt, davon 25 größere mit 100 bis 2500 Werkzeugen. Eine detaillierter Bericht liegt vor, eine Kopie befindet sich im Kölner Institut. Eine Veröffentlichung, auch auszugsweise, wurde nicht vorgenommen. Wohl aber wurden Informationen und erkannte Zusammenhänge für Veröffentlichungen unter anderem Namen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besiedlungsdauer in Abu Tartur reicht vom Epipaläolithikum bis zum ausgehenden Neolithikum falls die wenigen paläolithischen Einzelfunde wie z.B. Aterienspitzen unberücksichtigt bleiben. Das Inventar stammt von der Oberfläche, auf Grabungen ist verzichtet worden, selbst wenn die Überdeckung aus geringmächtigen Lockersedimenten bestand. Spuren späterer Aktivitäten aus historischen Zeiten ist nicht nachgegangen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon im Fundstellenbericht Abu Tartur dargestellt, sind in situ - Plätze in der Sahara äußerst selten. Das Vorhandensein von überdeckenden Ablagerungen stellt keine Garantie für ungestörte Kulturschichten dar. Häufig handelt es sich dabei um umgelagerte äolische Sedimente oder durch Wadis transportiertes Material. In diesen Situationen können sich Artefakte der verschiedensten Zeitalter vom langschmalen Dreieck bis zur schlanken, beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze im gleichen ergrabenen Horizont finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einigen der bedeutenderen Fundstellen fehlt die schützende Decke und das heterogene Fundmaterial ist auf die heutige Oberfläche projiziert worden. Zum Glück gibt es aber auch kleinere Konzentrationen, die unvermischt gerade aus ihrer originalen Situation auswittern und die es erlauben das Artefaktengemisch zu entwirren.&lt;br /&gt;
Kleine Fundstellen sind vielfach homogen in Bezug auf die Verwendung von Rohmaterial, die Bearbeitungstechnik und das Typenvorkommen.&lt;br /&gt;
Die Typenvielfalt der Abu Tartur Fundstellen spiegelt sich im Reichtum der Pfeilspitzenformen, wie die Auswertung des Materials einiger der größeren Konzentrationen zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der Pfeilspitzen - Formen &lt;br /&gt;
Fundplatz 1023/82 : 2462 Werkzeuge davon 44,76 % Pfeilspitzen. Von den 1546 unter Varia ( Tixier 112 ) klassierten Artefakten waren 1071 Pfeilspitzen, dazu kommen 32 Ounanspitzen ( Tixier 107 ), so dass eine Gesamtmenge von 1103 Bewehrungen entsteht. Alter nicht gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anzahl&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|%&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz I&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|A + B + E&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|21 + 6 + 6&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|3,02&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz II&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|575&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|52,61&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz III&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|203&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|18,57&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz IV&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|F + G + H&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|0 + 5 + 277&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|282&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|25,8&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''1093'''&lt;br /&gt;
|'''='''&lt;br /&gt;
|'''100'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zehn Stücke der Familie I werden nicht berücksichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1005/83 : 897 Werkzeuge davon 43,03 % Pfeilspitzen. Von den 546 unter Varia klassierten Artefakten waren 376 Pfeilspitzen dazu gesellen sich noch zehn Ounanspitzen, so dass sich eine Gesamtmenge von 386 Bewehrungen ergibt. Alter 6420 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 19|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||223||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||73||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||59||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''374'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie I ist mit 12 Stücken vertreten und wird in der Auswertung nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1024/82 : 459 Werkzeuge davon 37,47 % Pfeilspitzen. Von den 322 unter Varia klassierten Werkzeugen waren 169 Pfeilspitzen. Zusammen mit den drei Ounanspitzen wird eine Anzahl von 172 Stücken erreicht. Alter 6620 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 9|| 5,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||123||72,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||20||11,83&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||17||10,06&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''169'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Pfeilspitzen der Familie I sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 : 729 Werkzeuge davon 24,42 % Pfeilspitzen. Von den 186 unter Varia klassierten Artefakten waren 125 Pfeilspitzen, hinzu kommen die unter Tixier 107 eingeordneten 53 Ounanspitzen des Fundplatzes, welche allgemein als Bewehrungen gewertet werden. Die Summe aller Pfeilspitzen beträgt demnach 178. Alter 7145 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 6|| 3,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||86||48,59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||14||7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||71||40,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''177'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Stück gehört in die Familie I und wird hier nicht gewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1004/83 : 628 Werkzeuge davon 21,66 % Pfeilspitzen. Von den 139 unter Varia klassierten Artefakten waren 113 Pfeilspitzen, mit den 23 Ounanspitzen des Fundplatzes ergibt sich eine Gesamtmenge von 136 Stücken. Alter 7590 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 1,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||24||17,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||6||4,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||103||76,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''135'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Pfeilspitze der Familie I wird nicht mitgezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 0002/84 : 402 Werkzeuge davon 47,51 % Bewehrungen. Die 191 Bewehrungen lassen sich zum größten Teil auf die Tixier Nummern 87 und 92 zurückführen, hinzu kommen weitere Querschneidertypen sowie Pfeilspitzen der Typen H 10 ( Dreieck ), H 1 ( Blatt ), H 5 ( Stiel ) sowie Ounanspitzen ( H 12 ) und Ounan - Harif - Spitzen ( H 14 ). Alter 9120 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 0|| 0,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||3||1,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||1||0,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||187||97,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''191'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Blattspitzen der Familie C scheinen auf den ersten Blick nicht in den Kontext zu passen, obwohl sie in ihrer Größe und der Art der Flächenretuschierung von Blattspitzen anderer Abu Tartur Fundstellen abweichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Stielspitze der Familie D ist einseitig flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, sie gleicht vom Material und der Technik her der Hybridspitze  ( Tafel Ä 35/14 ), die ebenfalls flache Randretuschen zeigt. Beide Stücke sowie auch die leicht rhombische H 14 Spitze ( Tafel Ä 35/13 ) mit Kantenretuschen an den proximalen Begrenzungslinien können zum kulturellen Inventar gehören. Damit wäre die D – Spitze ein sehr frühes Beispiel einer flächenretuschierten, gestielten Pfeilspitze ( Ä 12/6 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben 0002/84 ist auch der Fundplatz 1072/86 wegen seines homogenen Aspekts hoch interessant. Die auf 7670 +- 50 und 7645 +- 35 BP datierte Fundstelle erscheint weitestgehend unvermischt und wittert in schmalen Windkanälen oder auch Regenrinnen aus, so dass immer wieder in zeitlichen Abständen frische Artefakte gefunden werden können. Durch diese Tatsache erklärt sich das Zustandekommen der Sammlung 1072/02, die von Heiko Riemer durchgeführt wurde und welche neben 17 gestielten Spitzen, 8 Kerbresten und 5 weiteren retuschierten Werkzeugen auch 23 unmodifizierte Klingen und 49 Abschläge, letztere meistens Abfallstücke der Werkzeugproduktion, aufweist. Die erste Sammlung stammt von 1986, dem Jahr der Entdeckung der Fundstelle. Die Zusammenstellung der retuschierten Artefakte umfasst 125 Stücke und sieht wie folgt aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Nr. Tixier'''&lt;br /&gt;
|'''Werkzeug'''&lt;br /&gt;
|'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|'''%'''&lt;br /&gt;
|'''% der Gruppen'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|Einfacher Kratzer auf Abschlag&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|Kreisförmiger Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|Vorspringender Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|7,1&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|Gekerbter Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Kratzer auf gestumpfter Klinge&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|Doppelend - Bohrer&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|II&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|Stichel&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|III&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|IV&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|55&lt;br /&gt;
|Gebogene Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|Bruchstück rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|8,8&lt;br /&gt;
|VI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|Ouchtata Lamelle&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|Gekerbter Abschlag&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|Gezähnter Abschlag&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|76&lt;br /&gt;
|Kerbklinge oder Kerblamelle&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|VII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|Gezähnte Klinge oder gezähnte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8 &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|80&lt;br /&gt;
|Endretusche&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|VIII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|105&lt;br /&gt;
|Durchgehende Retusche&lt;br /&gt;
|47&lt;br /&gt;
|37,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|Ounanspitze&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|72&lt;br /&gt;
|XI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|Verschiedene&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|18,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Total&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|125&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die erste Sammlung 16 % an Ounanspitzen und den damit verwandten Artefakten aufweist, steigt der Anteil beim Gesamtinventar ( 1072/86 plus 1072/02 ) auf 21 %.&lt;br /&gt;
Die Ounanspitze ist ursprünglich ein Werkzeug aus dem Epipaläolithikum, wo sie möglicherweise als Bohrer benutzt wurde. Benannt ist sie nach dem Fundort Bir Ounan im südlichen Taoudeni in der Republik Mali. Vorneolithische Vorkommen sind unter anderen Ain Fritissa im südlichen Marokko, Oued Diffel, Bou Nouara und Dakhlat es - Saadane in Algerien und Ténéré im Norden Nigers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Stücke aus der Ostsahara fallen in die Zeit um 7850 BP – 7600 BP ( El Jarar Early Neolithic, Wendorf et al. 2001 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Abu Tartur Fundstelle 1072/86 gehört in diesen Zeitraum. Außer den von Tixier definierten Ounanspitzen finden sich hier in den gleichen Schichten Pfeilspitzen, die eine Bruchfläche am Stielende aufweisen und solche, bei denen Schlagfläche und Bulbus erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit sind Herkunft und frühes Auftreten dieser Stielspitzen, einmal der „ Abu Tartur Spitze „ und zum anderen der kantenretuschierten Spitze mit modifiziertem Stiel, geklärt. Die Bearbeitung des Stiels dieser nach Hugot als „ H5 „ oder nach Caton - Thompson als „ Ounanien „ zu bezeichnenden Pfeilspitze kann Teile oder die Gesamtheit des Stiels betreffen, es werden sowohl steile als auch flache Retuschen beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiele seien genannt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ounanspitze  -  1072  Tafel Ä 33 Nr. 2&lt;br /&gt;
* Abu Tartur Spitze  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 2&lt;br /&gt;
* H5 - Spitze nach Hugot  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die meisten Artefakte der Fundstelle 1072/86 sind auch diese drei Exemplare aus karamellfarbenem Hornstein hergestellt.&lt;br /&gt;
Ohne die Sammlung Ulbrich enthält das lithische Gesamtinventar Abu Tarturs 14375 Werkzeuge davon 3173 Pfeilspitzen und Pfeilschneiden, Ounanspitzen nicht inbegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reibschalen, Läufersteine und Hammersteine sind in dieser Auflistung nicht berücksichtigt. Der prozentuale Anteil der Pfeilspitzen für die Gesamtheit der Abu Tartur Fundstellen beträgt 21,06 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Geschossbewehrungen der Sammlung Ulbrich und anderer stehen für eine Auswertung insgesamt 4000 Stücke zur Verfügung, rund 1000 dieser Pfeilspitzen sind durch Zeichnungen im Maßstab 1 : 1 und Kurzbeschreibungen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Fayum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Gertrude Caton-Thompson und Elinor Gardner entdeckten und bearbeiteten Fundstellen liegen am Nordufer des Birket el Qarun, einem Restsee in der Fayum-Depression. Die Seeoberfläche liegt heute 45m unter dem Meeresniveau. Durch die Hochwasser des Nils und durch erhöhte Regenfälle während der holozänen Feuchtperioden hat der See häufiger seine Größe und seine Uferzonen verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den drei Grabungsperioden 1924/25, 1925/26 und 1926/24 bearbeiteten sie zum einen das Fayum B, eine Kultur, die auf mikrolithischen Werkzeugen und der Technik der Kantenretuschierung basierte und die keinerlei Keramik aufwies, zum anderen das Fayum A, welches sämtliche Attribute eines entwickelten Neolithikums aufwies als da sind Ackerbau und Viehzucht, Keramik und flächenretuschierte Steinwerkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist, dass die beiden so unterschiedlichen Kulturen große, flächenretuschierte, ausgekehlte Pfeilspitzen ähnlicher Art hervorgebracht haben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Fayum Kulturen wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 3910 +- 115 BC, 3860 +- 100 BC und 3210 +- 100 BC angegeben, wobei das älteste Datum dem höchsten Seestand entspricht und das jüngste Datum der heutigen Uferlinie zugeordnet ist.&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Pfeilspitzen-Vorkommen behandelt wie sie in G. Caton-Thompson „The Desert Fayum“ von 1934 dargestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fayum Fundplätze und ihre Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Nr.Werkzeuge'''|| '''Nr.Pfeilspitzen'''|| '''%'''|| '''A1'''|| '''A17'''|| '''A 2'''|| '''C'''|| '''D'''|| '''E'''|| '''I'''|| '''H'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||'''A18'''||'''A25-A28'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||||'''A13'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site K|| 43|| 14|| 32,6|| 5|| -|| -|| 9|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| L Basin Sites|| 121|| 38|| 31,4|| 8|| -|| 7|| 17|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area L-X|| 116|| 29|| 25,0|| 6|| -|| -|| 18|| 5|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site X|| 113|| 24|| 21,2|| 5|| 1|| 7|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area X-V, X-W|| 39|| 10|| 25,6|| -|| -|| 1|| 1|| 8|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site V|| 213|| 105|| 49,3|| 1|| 4|| 25|| 23|| 52|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas cii-w, cii-v,v-w|| 90|| 25|| 27,8|| 6|| -|| 14|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camp ii Basin|| 651|| 312|| 47,9|| 12|| -|| 30|| 77|| 192|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Z|| 84|| 20|| 23,8|| -|| 2|| 6|| 12|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Z Basin|| 79|| 60|| 75,9|| 1|| -|| -|| 1|| 53|| 4|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Zi|| 78|| 11|| 14,1|| 6|| -|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Lifeh to Qasr Sagha|| 72|| 23|| 31,9|| -|| 4|| 8|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site R|| 34|| 13|| 38,2|| 1|| -|| 7|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| N Basin sites-S|| 44|| 13|| 29,5|| -|| 1|| 2|| 7|| 3|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site T|| 38|| 9|| 23,7|| -|| 2|| 6|| 1|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas R-T, S-T|| 18|| 3|| 16,7|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area T-O|| 15|| 8|| 53,3|| 1|| -|| 3|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site O|| 10|| 2|| 20,0|| 1|| -|| 1|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site N|| 184|| 24|| 13,0|| -|| 6|| 10|| 2|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West Dimai Basin|| 95|| 35|| 36,8|| 6|| -|| 11|| 9|| 9|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dimai Dyke Area|| 18|| 4|| 22,2|| 2|| -|| 2|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D3 Wadi site M|| 67|| 54|| 80,6|| 5|| -|| 28|| 9|| 12|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Southern Area|| 7|| 1|| 14,3|| 1|| -|| -|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West End Sites|| 100|| 22|| 22,0|| 2|| -|| 10|| 3|| 7|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total (neolithisch und ungewisses Alter'''|| '''2329'''|| '''859'''|| '''36,9'''|| '''69'''|| '''20'''|| '''179'''|| '''228'''|| '''357'''|| '''4'''|| '''2'''|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 1||=|| A+B+E||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||268+0+4||=|| 31,74 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||272||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 2|||| C|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||228||=||26,60 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 3||=|| D|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||357||=||41,66 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 4||=|| F+G+H|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||0||=||0,00 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Stücke fallen in die Familie I, die nicht berücksichtigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häufigkeit der Pfeilspitzen im Gesamtinventar der Fayum Sammlung Caton-Thompsons liegt bei 36,9 % und ist damit wesentlich höher als bei vergleichbaren Fundstellen. Die Bandbreite liegt zwischen 13 % bei Site N und erreicht 80,6 % bei Site M.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zahlen lassen, wie es auch aus den Kommentaren Caton-Thompsons zu den einzelnen Fundstellen hervorgeht, auf ein selektives Absammeln, auf  vorhergehendes Sammeln von Touristen und Plünderern und / oder auf durch Wind und Wasser zusammengetragene Artefaktenkonzentrationen und Sichtung nach Korngrößen schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die typischen, da häufigsten Pfeilspitzenarten in der Caton-Thompson Kollektion sind die Gestielten aus der Familie D. Sie erreichen 41,66 % des Gesamtvolumens und werden gefolgt von A-Spitzen der Gruppen A1, A17, A18, A2, A25 und A26, welche zusammen 31,74 % ergeben. Die Blattspitzen liegen mit 26,60 % auf dem dritten Platz. Pfeilspitzen mit dem Indiz 4, kommen nicht vor bzw. sind nicht in die „neolithische“ Sammlung aufgenommen worden. Selektionen wurden in einigen Fällen vorgenommen z.B. The Z basin levels A.L. 180-160, in anderen nicht z.B. Areas Cii-w, cii-v, v-w and Site V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen gehören zu einen Inventar, welches unter anderen folgende Werkzeuge enthält :&lt;br /&gt;
* Beile, poliert oder retuschiert&lt;br /&gt;
* Beidseitig bearbeitete Messer&lt;br /&gt;
* Sichelblätter&lt;br /&gt;
* Spitzen und Messer, deren Ausgangsmaterial aus gerundeten Flintaggregaten besteht&lt;br /&gt;
* Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
* Hohlbeile&lt;br /&gt;
* Rückengestumpfte Lamellen. Bei einigen Fundstellen werden sie aufgeführt, bei anderen weggelassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzigartig scheint die große Anzahl von stark ausgekehlten Spitzen des Typs A25 zu sein.&lt;br /&gt;
Von den „surface sites“ stammt eine gestielte Großspitze vom Typ D3 (Plate XLII).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der im Fayum gefundenen Pfeilspitzen ist beträchtlich. Neben den frühen Sammlungen von H.W. Seton-Karr und M.C.T. Currell und anderen kommen die vielen für die Archäologie verlorenen Stücke, die in irgendwelchen Schubladen und Vitrinen verstauben.  &lt;br /&gt;
Die Menge der von G. Caton- Thompson beschriebenen Bewehrungen beträgt 859 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nabta Playa und Bir Kiseiba.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen dieser Orte im Süden Ägyptens, westlich des Nils und in der Nähe der sudanesischen Grenze sind eng verbunden mit dem Wirken der „ Combined Prehistoric Expedition „. Diese anfänglich als Rettungsaktion, der durch das steigende Wasser des Assuan Hochdamms gefährdeten prähistorischen Siedlungsplätze, gedachte Aktion ist später weiter nach Osten ausgedehnt worden, um die reichen frühgeschichtlichen Vorkommen von Nabta Playa und Bir Kiseiba zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
Die Expedition war ein Gemeinschaftsunternehmen der Geological Survey of Egypt, der polnischen wissenschaftlichen Akademie Warschau und der Southern Methodist University Dallas.&lt;br /&gt;
Geleitet wurden die archäologischen Arbeiten von Fred Wendorf und Romuald Schild. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen war das frühe Holozän und die damit verbundenen Besiedlungsphasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nabta Playa''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von El Nabta und der weiteren Umgebung werden von Fred Wendorf, Romuald Schild und ihrer Mitarbeiter in zwei Volumen behandelt.&lt;br /&gt;
Erstens in dem 1980 erschienenem Werk „Prehistory of the Eastern Sahara“, New York Academic Press und zweitens in dem 2001 in New York bei Kluwer Academic / Plenum Publishers erschienenem Band „Holocene Settelement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of Nabta Playa“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzentypen sind denen von Bir Kiseiba sehr ähnlich und verteilen sich auf die einzelnen Fundstellen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Prehistory of the Eastern Sahara :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-3''' Alter 8840 +- 90 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen: stemmed points&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 28 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 431 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 6,5 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden neun Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.39 &lt;br /&gt;
* v – Stielspitze vom Typ H5, der Stiel ist auf der Ventralseite bearbeitet.&lt;br /&gt;
* w – breite und grobe H5 - Spitze&lt;br /&gt;
* x – grobe H5-Spitze&lt;br /&gt;
* y-z – rhombische Spitzen vom Typ H2&lt;br /&gt;
* a.a. – Ounanspitze &lt;br /&gt;
* b.b. – Die Spitze weist eine Ähnlichkeit mit dem Typ H3 auf &lt;br /&gt;
* c.c. – H5-Spitze mit querschneidigem distalem Ende, der Stiel ist ventral modifiziert. Das Stück könnte auch unter F14 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.40&lt;br /&gt;
* c – H19, das Stück entspricht in seiner Silhouette dem Typ E5 bei den flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den oben genannten Pfeilspitzen wurden 7 Dreiecke und 18 Trapeze gefunden, die als Bewehrungen hätten dienen können. Vier dieser geometrischen Mikrolithen wurden gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Epipaläolithisch) Alter ca. 8290 +- 80 BP (Eierschale)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan-Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 12 bei einer Werkzeugmenge von 146 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 8,22 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sechs Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.45&lt;br /&gt;
* k-p kleine Ounanspitzen (H12). Die Trapeze und Dreiecke der Fundstelle könnten auch als Bewehrungen genutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-7'''&lt;br /&gt;
* Von dieser mit aller Wahrscheinlichkeit gemischten Fundstelle wurden 448 retuschierte Werkzeuge aufgesammelt, darunter drei Pfeilspitzen, eine Blattspitze vom Typ H10, eine kleine Ounanspitze (H12) und ein Bruchstück einer flächenretuschierten D1-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch)&lt;br /&gt;
* Von den 146 Werkzeugen waren 8,22 % oder 12 Exemplare Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch Pits) Von den 312 Werkzeugen waren lediglich 1,3 % oder 4 Stücke gestielte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-5''' (Neolithisch) Alter 7530 +- 180 Jahre&lt;br /&gt;
* Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 223 Stücke, hauptsächlich retuschierte Stücke und gekerbte bzw. gezähnte Stücke. Bohrer sind ebenfalls häufig. Neben Endretuschen, rückengestumpften Lamellen und Kratzern kommen jeweils ein Trapez, ein Krukowski microburin und ein ausgesplittertes Stück vor. &lt;br /&gt;
Die drei schlanken Stielspitzen unterscheiden sich stark von den Exemplaren der älteren Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (lower layer) Alter : von 7100 BP bis 6700 BP.&lt;br /&gt;
*Von den 395 Werkzeugen sind 10,4 % oder 41 Stücke Pfeilspitzen, die als Nabta points bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei um basisretuschierte Dreieckspitzen, die aber auch steile Randretuschen oder Modifikationen des distalen Endes aufweisen können. Sie werden unter H7 und H8 geführt. Ähnliche Artefakte gehören in Kiseiba und Abu Tartur in das mittlere Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (upper layer)&lt;br /&gt;
* Die Menge der gefundenen Werkzeuge beträgt 136 Stücke, davon sind 1,47 % oder zwei Exemplare querschneidige Pfeilspitzen. Außerdem wurde eine Ounanspitze (H12) mit stark modifiziertem distalem Ende gezeichnet (Fig. 3.103).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1980 veröffentlichen Fundstellenberichte von El Nabta beinhalten 107 Pfeilspitzen. Als gestielt werden 44 Exemplare bezeichnet, 3 sind gestielt und schlank, 12 sind Ounanspitzen und für 41 Stücke wurde der Name „Nabta points“ gewählt. Letztere sind kantenretuschierte Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8. Die übrigen sieben Stücke verteilen sich auf die Gruppen D1, C3, H10, H12 und auf zwei Querschneider der Familie F ohne genauere Bestimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die H10-Spitze Fig. 3.58 m, die als Bewehrung mit spitzbogiger Basis bezeichnet wird. Typologisch identische Formen werden im „Cattle keeper“ als Ounan-Harif-Spitzen angesprochen. (Seite 277, Fig. 12.11.e) und (Seite 303, Fig. 13.3.g.h.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liste der Altersangaben der Fundstellen und der zugehörigen Pfeilspitzentypen&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''in „Prehistory of Eastern Sahara“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8840+-90 BP|| E-77-3|| 28|| gestielt|| H5, H2, H3, H19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||18 Trapeze, 7 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8290+-80 BP|| E-75-6 Epipal.|| 12|| Ounan|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||3 Trapeze, 10 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-7|| 4|| Point with ogival base|| H10, H12, D1, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Ounan point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Bifacial points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 12|| gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 4|| gestielt|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||pits||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7530+-180 BP|| E-77-5 Neolith.|| 3|| schlank, gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||1 Trapez&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7100-6700 BP|| E-75-8 lower|| 41|| Nabta points|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8 upper|| 3|| Querschneider|| F?, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Holocene settlement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of  Nabta Playa”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6 El Nabta und Al Jerar Village'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Feature 1/91, 1/90 und IV/91&lt;br /&gt;
* Alter feature 1 : 7600 BP +- 110&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Cut 1/90 und Feature 2/90&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area B Oberfläche&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 3 Ounanspitzen, 1 atypische Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1''' Al Jerar Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area C'''   Alter : 7536 +- 110 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 4 Ounanspitzen (H12) ?, 3 abrupt kantenretuschierte Blattspitzen (H10) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 3 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.15 a-H1, d-H2, e-H7 ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area D'''   Alter : 7850 +- 70 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Areas 1 und 5'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12, davon 10 Ounanspitzen, eine Blattspitze und eine dreieckige Spitze.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 9 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.28. f-H5, h-H2, o-H2&lt;br /&gt;
* Fig. 8.29. b-H1, g-H5, h-H5, i-H5&lt;br /&gt;
* Fig. 8.26. l-H10, m-H5, h-(Varia) könnte eine H8-Spitze sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 2'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen, 3 beidseitig flächenretuschierte Spitzen. Von letzteren ist eine Spitze abgebildet Fig. 8.34, zwei sind abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen:&lt;br /&gt;
* 4 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
* 1 große Dreieckspitze mit zentraler Kehle Fig. 8.37 die Dimensionen sind 69mm x 27mm x 8mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 4'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 31 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen (H12), zwei beidseitig flächenretuschierte Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 4 Ounanspitzen (H12) Fig. 8.43. h-k und eine E3-Spitze sowie eine D3-Spitze l und m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 5 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 8 Oberfläche und Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen. Das gezeichnete Exemplar (Fig. 8.45 f) stellt eine H5-Spitze dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 9'''&lt;br /&gt;
* Außer sechs Ounanspitzen von der Oberfläche produzierte der Fundplatz vier Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 10'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 9 Ounanspitzen und 9 Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden vier Exemplare (Fig. 8.50).&lt;br /&gt;
* a.) Dreieckspitze vom Typ H7 (besonders lang).&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine H5-Spitze, da eine Verlängerung des Stiels vermutet wird.&lt;br /&gt;
* c.) Dreieckspitze vom Typ H7 (mit gerundetem Übergang vom linken Rand zur Basis).&lt;br /&gt;
* m.)  Ist entweder eine H5- oder eine Abu Tartur-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 11'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 16 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden fünf Exemplare (Fig. 8.53).&lt;br /&gt;
* b.)  Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* d.) Abu Tartur-Spitze (H13)&lt;br /&gt;
* e.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* h.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1 (besonders lang)&lt;br /&gt;
* j.) Dreieckspitze vom Typ H7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 13'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 14'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet : eine H12 oder H13-Spitze (Fig. 8.59 e.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 15 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 8 Ounanspitzen und 7 Spitzen („points“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 16'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen und 4 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sieben Exemplare (Fig. 8.61)&lt;br /&gt;
* a.) Blattspitze vom Typ H10&lt;br /&gt;
* c.) Abu Tartur-Spitze H13&lt;br /&gt;
* d.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* e.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* f.) Dreieckspitze vom Typ H9&lt;br /&gt;
* j.) Blattspitze vom Typ H4&lt;br /&gt;
* k.) Blattspitze vom Typ H10 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstellen E-77-1 und E-94-3'''&lt;br /&gt;
* Zwei neolithische Fundstellen in der Nähe des Gebel Nabta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-1'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 14 Ounanspitzen (Fig. 13.7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* f.) Stielspitze vom Typ H12&lt;br /&gt;
* j.) Dieses an anderen Stellen als Ounan-Harif-Spitze bezeichnetes Exemplar kann unter H2 klassiert werden.&lt;br /&gt;
* k.) Die nicht ganz klare Zeichnung lässt eine H5-Spitze vermuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter werden zwei Spitzen mit gerundeter Basis erwähnt (Fig. 13.6 b) und zwei Dreieckspitzen mit zentraler Kehle vom Typ A2 (Fig. 13.8 k), Die Maße der größeren betragen 54mm x 33mm x 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-3'''  Alter von 5800 – 6300 BP&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen &lt;br /&gt;
* – 1 Ounanspitze ohne Zeichnung&lt;br /&gt;
* - eine blattförmige Spitze mit halbsteilen Randretuschen vom Typ H10 (Fig. 13.15 c)&lt;br /&gt;
* - eine beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 (Fig. 13.15 d) ferner eine Blattspitze der Familie C und eine zerbrochene Stielspitze der Familie D, beide ohne Zeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-92-7 Al Jerar Phase und spätes Neolithikum''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-92-7 spätes Neolithikum'''&lt;br /&gt;
* Von 72 Werkzeugen war nur ein Stück eine Ounanspitze (Fig. 9.14 f).&lt;br /&gt;
* Von der Oberfläche wurden zusätzliche Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 9.18.&lt;br /&gt;
* a.) – D3-Spitze mit konkavokonvexen Rändern und stark heruntergezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* b.) – Blattspitze vom Typ C3 mit vollflächig retuschierter Dorsalseite und teilflächig modifizierter Ventralseite.&lt;br /&gt;
* e.) – Ounanspitze (H12)&lt;br /&gt;
* d.) – große Blattspitze vom Typ C3&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Site E-75-8''' Zusatzgrabung auf der Fundstelle aus dem 7. Jahrtausend in Nabta Playa&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12 Dreieckspitzen, eine zerbrochene Blattspitze (Fig. 10.12), gezeichnet wurden fünf Dreieckspitzen und die Blattspitze.&lt;br /&gt;
* a-d. Dreieckspitzen der Gruppe H7.&lt;br /&gt;
* g.  Wird als Dreieckspitze bezeichnet ist aber sehr atypisch.&lt;br /&gt;
* i. Teilflächig retuschierte Spitze der Gruppe C1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Area A des gleichen Fundplatzes werden drei weitere Dreieckspitzen des Typs H7 und eine teilweise flächig retuschierte D21-Spitze gemeldet (Fig. 11.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom nördlichen Erweiterungsgraben sind zwei Spitzen gezeichnet Fig. 11.12.&lt;br /&gt;
* a.) Ist eine interessante Dreieckspitze mit konkaver Basis, die Ränder verlaufen im proximalen Bereich nahezu parallel zueinander, im distalen Bereich konvex. Sie ist kantenretuschiert und das distale Ende ist auf der Ventralseite durch flache Retuschen verdünnt. Dieser neue Typ erhält die Bezeichnung H20.&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine große Blattspitze der Gruppe H4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-94-2 Spätes Neolithikum von Nabta'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-2'''   Alter : von 5260 +- 60 BP (Herd 9) bis 6220 +- 90 BP (Herd 51).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.8 zeigt folgende Pfeilspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
* a.) Große Ounanspitze (H12).&lt;br /&gt;
* b.) Leicht asymmetrische D3-Spitze mit nur leicht herabgezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* c.) Große C4 Spitze.&lt;br /&gt;
* h.) C3-Spitze, das distale Ende erinnert am linken Rand an C11.&lt;br /&gt;
* j.)  C2-Spitze.&lt;br /&gt;
* l.)  C4-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle E-96-1 Struktur B'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 17.20 zeigt zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
* b) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle vom Typ A2, sie wurde einige Meter entfernt von der Struktur B an der Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
* e) Stielspitze mit kurzen Widerhaken. Im proximalen Bereich verlaufen die Ränder parallel zueinander. Das distale Ende ist spitzbogenförmig ausgestaltet. Sie kann noch unter D33 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''In „Holocene settlement“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7600+-100BP|| E-75-6 F.1|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 1/19,2/90|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 B,Oberfläche|| 4|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7536+-110BP|| E-91-1 C|| 7|| Ounan, leaf shaped|| H1,H2,H7,H10 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7850+-70BP|| E-91-1 D|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 12|| „points“|| H5,H1,H2,H10,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A2|| 22|| Ounan, bifacial points|| H12 ?, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Oberfläche|| 5|| Ounan, bifacial concave|| H12 ?, A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Base point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Grabung|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A4|| 31|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Oberfläche|| 8|| Ounan „Pointe“|| H12,E3,D3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Grabung|| 5|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A8|| 19|| Ounan|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A9|| 10|| Ounan, middle|| H12,H7,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||neolithic points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 10|| 18|| Ounan „points“|| H5,H7, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 16|| „points“|| H1,H13,H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 13|| 19|| Ounan|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 14|| 6|| Ounan|| H12 oder H13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 15|| 15|| Ounan „points“|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 16|| 10|| Ounan „points“|| H10,H13,H5,H9,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-77-1|| 18|| Ounan, points with|| H12,H2,H5,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||rounded base, points||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||with concave base||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5800-6300BP|| E-94-3|| 5|| Ounan, leaf shaped,|| H12 ?,H10,D1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||others||C ?, D ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-92-7|| 5|| Ounan „points“|| H12,D3,C3, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8|| 19|| Triangular points|| C1,H20,H4,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||leaf shaped point||H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||bifacial point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5260-6220BP|| E-94-2|| 6|| -|| H12,D3,C4,C3,C2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-96-1|| 2|| -|| A2, D33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bir Kiseiba'''  ( F. Wendorf, R. Schild, Ed. A.E. Close 1984 )&lt;br /&gt;
*Die auf den Siedlungsplätzen um Bir Kiseiba gefundenen Pfeilspitzen lassen sich in vier Gruppen einteilen wenn von einem Einzelfund einer großen, ausgekehlten, beidseitig flächenretuschierten Dreieckspitze vom Typ A2 und der Erwähnung einiger weniger flächenretuschierter, kleinformatiger Stücke abgesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Ounan Spitzen''' – hierbei sollte die Definition von J. Tixier Anwendung finden. Einige der besprochenen Bewehrungen entsprechen nicht den Kriterien und werden in andere Gruppen transferiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Kantenretuschierte Dreieckspitzen''' – sie kommen entweder mit geradliniger Basis oder mit konkaver Basis vor.&lt;br /&gt;
Die ersteren werden im weiteren Verlauf unter H7, die zweiten unter H8 geführt. Diese Einteilung wurde für die Fundstellen in Abu Tartur gewählt, wo 50 H7 – Spitzen und 15 H8 – Spitzen klassiert worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar Fig. 6.8 e wird als Bou- Saada- Spitze bezeichnet, diese weisen jedoch nach der Definition Tixiers keine kantenretuschierten Ränder auf. Sie wird unter H8 eingeteilt trotz einer leicht konvexen Schwinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar stimmt die Aussage D.L. Holmes, dass die H7 – Spitze der Columnata- Spitze Tixiers ähnelt, aber ein wichtiger technischer Punkt bleibt unberücksichtigt. Während die Basis der H7 – Spitze abrupt kantenretuschiert ist zeigt die Columnata- Spitze an der Basis auf beiden Seiten flache Druckretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Querschneider''' – Auf den Fundplätzen vom el- Kortein Typ sind neben den typischen Ounan- Harif- Spitzen ebenfalls geometrische Mikrolithen in Form von Trapezen und Dreiecken gefunden worden. Diese können als mögliche Bewehrungen nicht ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Ounan- Harif- Spitzen.''' – Durch die Art der basalen Modifikationen weisen alle Ounan- Harif- Spitzen eine starke Gemeinsamkeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinngemäß schreibt Angela E. Close dazu folgendes :&lt;br /&gt;
... allen Exemplaren dieses Typs ist die Bearbeitung der Basis gemeinsam. Sämtliche Spitzen weisen zwei proximale, schräg verlaufende, konvergierende Endretuschen auf, die geradlinig, konvex oder konkav sein können, so dass die Formen der Basis von gestielt bis eiförmig reichen. Die meisten zeigen flache Retuschen, um die Höhe des Bulbus zu verringern ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fred Wendorf und Romnald Schild drücken es so aus :&lt;br /&gt;
... Ounan- Harif- Spitzen sind die charakteristischen Werkzeuge der el Kortein Periode des frühen Neolithikums und sie bilden die größte Gruppe in dieser Werkzeug – Zusammenstellung. Die hier gefundenen 18 Exemplare weisen den typischen Stiel ( stem ) auf, welcher durch zwei sich schneidende basale Endretuschen geformt wird ..... Die beiden basalen Endretuschen können geradlinig sein ( sechs ) oder häufiger eine gerade und eine konvexe aufweisen ( neun ) oder eine gerade und eine konkave ( eine ) oder zwei konkave   ( zwei ) ....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Sinne schreibt Hanna Wieckowska :&lt;br /&gt;
„ ... Die an der Oberfläche gefundene Spitze ist untypisch. Sie ist aus tertiärem Hornstein gefertigt mit einem 9 mm langen Heftzapfen (tang) an beiden Rändern herausgearbeitet durch beidseitige, proximale Kerben, sie zeigt ebenfalls flache Retuschen auf der Ventralseite ... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die ausgegrabenen Stücke wird gesagt - :&lt;br /&gt;
„ .... Sämtliche Stiele sind proximal. Drei werden durch zwei geradlinige, konvergierende Endretuschen gebildet ....&lt;br /&gt;
.... eine hat eine konvexe und eine konkave Endretusche und drei haben zwei konkave Endretuschen. „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen lauten die Ausführungen von K. Morgan Banks im gleichen Volumen sinngemäß :&lt;br /&gt;
„ ... Ounan – Spitzen ( Typ 107 ) – Ounan- Harif- Spitzen sind kleine Abschläge oder Klingen bei denen ein Ende, normalerweise das proximale, so retuschiert ist, dass ein eindeutiger Stiel mit einer oder mehreren konkaven Schultern gebildet wird. Die Schultern können unterschiedlich gut ausgearbeitet sein. Die Stücke können Retuschen an den Rändern aufweisen. Das dem Stiel gegenüberliegende Ende, meistens das distale, ist entweder natürlich zugespitzt oder durch Retuschen modifiziert .... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollte der Begriff „ Stiel „ im Zusammenhang mit Pfeilspitzen definiert werden sowie die Methoden der Schäftung. Im Prinzip kennen wir vier verschiedene Pfeilspitzen – Basen, die für die Schäftung vorgesehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Geradlinige, konvexe und konkave Basen''' wie sie vor allem bei Dreieckspitzen angetroffen werden, seien diese nun flächenretuschiert oder nicht.&lt;br /&gt;
Als Beispiele können genannt werden A1, A18, B1 aber auch F5, F7 sowie H7, H8, H4 und H9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Gekehlte Basen''' wie sie für die Gruppen A2, A13 und A19 und anderer typisch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Konvergierende Linien,''' seien diese geradlinig, konvex, konkav oder gemischt.&lt;br /&gt;
Gerade konvergierende Linien sind bei rhombischen Pfeilspitzen üblich wie bei E1 und E2.&lt;br /&gt;
Konvexe konvergierende Linien bilden die Basen fast aller Blattspitzen. Als Beispiele seien genannt C1, C2, C3.&lt;br /&gt;
Konvergierende, konkave Linien sind anzutreffen bei rhombischen Spitzen ( E5 ) und bei Blattspitzen ( C11 ). &lt;br /&gt;
Gemischte konvergierende Linien wie z.B. konvex – konkav sind selten. In der Familie I ist es die Gruppe 12, welche die Kriterien erfüllt. Die schönsten Beispiele allerdings bieten die Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Der Stiel''' – Der Stiel setzt sich deutlich von einem häufig dreieckigem Körper ab. Auch bei den meisten schlanken, auch blattförmigen Körpern ist der Übergang zum Stiel klar zu erkennen. Beispiele sind D1, D2, D3, D11, D12, D38, D46 und sämtliche übrigen Pfeilspitzen der Familie D sowie H5, H12, H13 und andere bei den nicht flächenretuschierten  Exemplaren.&lt;br /&gt;
Es existieren weniger deutliche Gruppen wie D7 wo ein kleiner, bohrerartiger Stiel angebracht ist oder D44, welche einen Übergang von der Blattspitze zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Falle der Ounan- Harif- Spitzen von Bir Kiseiba handelt es sich um Pfeilspitzen, deren Basen durch konvergierende Linien gebildet werden, also in den häufigsten Fällen nicht um gestielte Spitzen. Die kurze und präzise Definition von Angela E. Close ist in diesem Zusammenhang besonders wertvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Typologie, die besonders die Silhouette zur Bestimmung heranzieht ist es schwierig verschiedenartige Exemplare, wenn sie auch in einer Hinsicht eine Gemeinsamkeit aufweisen und eine kulturelle Einheit bilden, in einer einzigen Gruppe zu führen.&lt;br /&gt;
Da vergleichbare und schon definierte Pfeilspitzen in der algerischen Sahara vorkommen, erhalten die blattförmigen Ounan- Harif- Spitzen die Bezeichnungen H1 und H10. Die unregelmäßigen rhombischen werden unter H2, die regelmäßigen unter H17 klassiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ounan- Harif- Spitzen werden unter der Bezeichnung H14 diejenigen Exemplare geführt, deren basale Retuschen konkav verlaufen oder es verläuft nur eine konkav aber sie bildet mit dem gegenüberliegendem proximalen Randabschnitt einen kleinen aber deutlichen Stiel.&lt;br /&gt;
Sollte trotz konkaver Basisretuschen ein abgesetzter Stiel nicht erkennbar sein, wird das Exemplar unter H19 abgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen von Bir Kiseiba sind auf die einzelnen Fundstellen wie folgt verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 1'''  Alter : 8210 +- 70 BP auf Straußeneischale &lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan – Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 8 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 247 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 3,24 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 4 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.6. z  Das Stück ist eine kurze und breite Ounan- Spitze mit atypischem distalem Ende. Die Ränder laufen nicht zu einer natürlichen Spitze zusammen sondern das distale Ende wird durch eine schräg verlaufende Schneide gebildet, welche die Wirkungsweise eines Querschneiders hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.8.&lt;br /&gt;
* i – rhombische Spitze vom Typ H17&lt;br /&gt;
* j – typische H2 - Spitze&lt;br /&gt;
* k – breite H5 - Spitze mit Ähnlichkeit zur Ounanspitze aber die Bohrerspitze fehlt am Stielende und das distale Ende ist gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Fundstelle wurden ebenfalls 2 Trapeze und 4 Dreiecke beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 2'''  Alter : 7610 +- 70 BP, 7780 +- 130 BP, 8130 +- 100 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan ( 8 ) und Bou – Saada ( 1 ).&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 9 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 887 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 1,02 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden vier Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 6.8.&lt;br /&gt;
* d – H5 - Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
* e – H8 - Spitze mit abgerundeter linker Schwinge.&lt;br /&gt;
* f - g – kleine Ounanspitze, H12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 6'''  Alter 7170 +- 80 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 19 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 577 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 3,29 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 8 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.6.&lt;br /&gt;
* i - m – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.7.&lt;br /&gt;
* r - s – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
* t – kantenretuschierte Dreieckspitze mit konkaver Basis vom Typ H8. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.5.&lt;br /&gt;
* zeigt eine große ausgekehlte, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze vom Typ A2 ( Dim. 49x30x7 ). Das Stück ist ein Irrläufer und gehört nicht in den Kontext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 7'''  Alter 7360 +- 200 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen mit konkaver Basis.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 2 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 20 Stücken, der Anteil der  pfeilspitzen beträgt also 10 %. &lt;br /&gt;
* Gezeichnet : keine, beide Spitzen können nach der Beschreibung als H8 – Spitzen identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 1'''  Alter Area C 8020 +- 70 BP und 8020 +- 90 BP.&lt;br /&gt;
* Area C enthält nur eine Pfeilspitze, für area A, die 62 Pfeilspitzen produzierte, sind nur indirekte Altersangaben verfügbar. Sie beruhen auf  Vergleichen mit ähnlichen Plätzen wie E – 77 – 3 ( 8840 +- 90 BP ), E – 75 – 6 ( 9360 +- 70 BP ) und ( 8290 +- 80 BP ) letztere auf  Straußeneischale.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif- Spitzen, sie stellen bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 817 Stücken 7,76 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.11.&lt;br /&gt;
* a – Querschneider vom Typ F14.&lt;br /&gt;
* b – Blattspitze vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* c – Sollte das gestumpfte Artefakt eine Pfeilspitze sein, so gehört es unter die Atypischen.&lt;br /&gt;
* d - g – Blattspitzen vom Typ H10.  &lt;br /&gt;
* h – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14. &lt;br /&gt;
* i – Blattspitze vom Typ H1.   					                                   &lt;br /&gt;
* j – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14.&lt;br /&gt;
* k – Spitze vom Typ H2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf E – 80 – 1 wurden ebenfalls 8 Trapeze und 9 Dreiecke gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 2'''  Alter : auf Grund von Beobachtungen auf ähnlichen Fundplätzen wird das Alter auf den Zeitraum von vor 8100 BP bis nach 9000 BP geschätzt.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : gestielte Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 18 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 63 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 28,57 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 13.3.&lt;br /&gt;
* f – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* g - i – Blattspitzen vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* j – Querschneider vom Typ F14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wurden 5 Trapeze mit den Tixier Nummern 83, 85, 87 und 88 gefunden, die potenzielle Pfeilspitzen- Bewehrungen sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 3'''  Keine Altersangabe&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 5 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 241 Stücken, dies ergibt einen Anteil von 2,07 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 14.5.&lt;br /&gt;
* a – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* b – H10- Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „ cattle – keepers „ werden insgesamt 125 Pfeilspitzen, davon 8 Ounanspitzen, 94 Ounan- Harif- Spitzen, 22 kantenretuschierte Dreieckspitzen und eine beidseitig flächenretuschierte, große, ausgekehlte Dreieckspitze, vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen 19 Trapeze und 9 Dreiecke, die als Bewehrungen in Frage kommen würden und 5 flächenretuschierte Exemplare. Die Ounan- Harif- Spitzen fallen durch ihre Breite auf, sie sind, legt man die Durchschnittslängen und Breiten zu Grunde, sämtlich aus Abschlägen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von Breite zu Länge beträgt für den Fundplatz E – 80 – 1 – A  0,47 und für die Fundplätze E – 80 – 2 und E – 80 – 3  0,40. Die Dimensionen variieren :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Länge von 19 – 35 mm ( E – 80 – 1 ), 23 – 31 mm ( E – 80 – 2 ), 26 – 32 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Breite von 8 – 18 mm ( E – 80 – 1 ), 9 – 13 mm ( E – 80 – 2 ), 11 – 12 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Dicke von 1 – 5 mm ( E – 80 – 1 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 2 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durchschnittlichen Werte für die 62 Spitzen vom Fundplatz E – 80 – 1 – A  betragen 27,9 x 13,1 x 3,0 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu sind die als Ounanspitzen bezeichneten Bewehrungen von Fundplatz E – 79 – 2 schlanker und aus Lamellen gefertigt. Die Durchschnittswerte liegen bei 37,2 mm Länge und 12,4 mm Breite, die Dicke beträgt 4,3 mm. Das Verhältnis von Breite zu Länge ist wesentlich geringer als bei Ounan- Harif- Spitzen und liegt bei 0,33. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 22 kantenretuschierten Dreieckspitzen, sei nur die Basis oder seien auch die Ränder von den Modifikationen betroffen, unterteilen sich in * H7 – Spitzen mit geradliniger Basis, &lt;br /&gt;
* H8 – Spitzen mit konkaver Basis und in H18 – Spitzen mit konvexer Basis.&lt;br /&gt;
Die Länge der Geschosse reicht von 13 – 25 mm, die Breite von 8 – 18 mm und die Dicke von 2 – 5 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bir Murr I werden vier flächenretuschierte Pfeilspitzen gemeldet, von Bir Murr II lediglich eine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holzkohlen Analyse für Bir Murr I ergab ein C 14 Alter von 6310 +- 70 BP Jahren.&lt;br /&gt;
Zeichnungen sind nicht angefertigt worden. Aus den Beschreibungen geht hervor, dass es sich bei dem Exemplar von Bir Murr II um eine abgebrochene Blattspitze handelt. Die Stücke von Bir Murr I scheinen zwei Stielspitzen der Gruppen D21 und D1 und eine Blattspitze des Typs C4 zu sein. Douglas R. Connor beschreibt das vierte Stück als gestielte, mit Schwingen versehene Spitze mit konvex dreieckigem Körper und einem Stiel, der von der Längsachse mit 30° abweicht. Er bezweifelt die Funktionalität als Pfeilspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist die geringe Pfeilspitzendichte vor allem bei den wenigen spätneolithischen Fundplätzen wie z.B. Bir Murr II, wo eine einzige Pfeilspitze unter 170 Werkzeugen gefunden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezeichneten Altersangaben erlauben eine relativ sichere Zuordnung der Pfeilspitzengruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''Typen im „cattle-keepers“'''|| '''Typen nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - nach 9000 und|| E - 80 - 2|| 18|| Ounan - Harif|| F13, H2, H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||vor 8100 BP||||||gestielt||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8210 +- 70 BP|| E - 79 - 1|| 8|| Ounan - Harif|| H2, H5, H12, H17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8020 +- 70 BP|| E - 80 - 1 - C|| 1|| Ounan - Harif|| F14, H1, H2, H14,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8020 +- 90 BP||||||||H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8290 +- 80 BP bis|| E - 80 - 1 - A|| 62|| Ounan - Harif||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||9360 +- 70 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7610 +- 70 BP|| E - 79 - 2|| 8|| Ounan|| H5, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7780 +- 130 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8130 +- 110 BP|||| 1|| Bou Saada|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7170 +- 80 BP|| E - 79 - 6|| 19|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||1||Beidseitig flächenretuschierte||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Dreieckspitze mit konkaver Basis||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7360 +- 200 BP|| E - 79 - 7|| 2|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8100 - 8000 BP|| E - 80 - 3|| 5|| Ounan - Harif|| H2, H10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 6310 +- 70 BP|| Bir Murr I/II|| 5|| Flächenretuschierte Spitzen|| C4, D1, D21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenfassung Nabta und Kiseiba'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Südost-Ecke der libyschen oder westlichen Wüste Ägyptens hat ca. 500 Pfeilspitzen hervorgebracht.&lt;br /&gt;
- Da sind zunächst die Ounan-Harif-Spitzen, eine heterogene Gruppe von kantenretuschierten Exemplaren, die die Gemeinsamkeit haben, dass konvergierende Linien die Schäftungszone bilden. Dieses Merkmal teilen sie mit rhombischen und blattförmigen Stücken. Teilweise sind auch Druckretuschen zur Verringerung der Dicke zu beobachten.&lt;br /&gt;
Um eine differenzierte Ansprache zu erlauben, wurden die Ounan-Harif-Spitzen gemäß ihrer Silhouetten in verschiedene Gruppen aufgeteilt.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien - H1 oder H10.&lt;br /&gt;
* Zwei geradlinige, konvergierende Linien - H2 oder H17.&lt;br /&gt;
* Zwei konkave, konvergierende Linien - H19.&lt;br /&gt;
* Gemischte konvergierende Linien mit Bildung eines deutlichen Stielchens - H14.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien und ein querschneidiges distales Ende - F18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ounan-Harif-Spitzen sind typisch für die Zeitspanne von vor 9000 BP bis ca. 8000 BP (E-80-2, E-80-3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ounanspitzen sind schon im Kapitel „Abu Tartur“ abgehandelt worden. Die entsprechenden Bewehrungen von Kiseiba und Nabta sind ebenfalls eingeteilt worden in :&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
a.) Ounanspitzen gemäß der Definition Tixiers. Charakteristisch ist das bohrerartig zugespitzte Stielende (hier als H12 eingeordnet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b.) „Abu Tartur Spitzen“ weisen ein Stielende auf, welches aus einer mittels der Kerbtechnik herbeigeführten Bruchfläche besteht. Diese Stücke werden mit H13 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c.) Bei den H5-Spitzen ist die Bearbeitung des Stiels weitergehend, sie umfasst flache Retuschen zur Reduzierung des Bulbus und ebensolche zur Abflachung des Stiels auf der Dorsalseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Häufung dieser gestielten Spitzen ist zwischen ca. 7800 BP und 7500 BP zu beobachten. Aber sie können ebenfalls auf Fundstellen mit Daten von über 8000 BP und unter 6000 BP auftreten. Ob sie nun in diesen frühen und späten Epochen hergestellt worden sind oder ob sie durch Vermischung in die Inventare gelangt sind, sei dahingestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das mittlere Neolithikum Kiseibas und Nabtas sind kleine, kantenretuschierte Dreieckspitzen, auch Nabtaspitzen genannt, typisch.&lt;br /&gt;
Je nach Ausformung der Basis werden sie mit H7, H8 oder H18 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz E-75-8 (untere Schicht) brachte 41 dieser Spitzen hervor, sein Alter wird mit 7100 – 6700 BP angegeben. 19 Stücke stammen vom auf  7170 BP datiertem Fundplatz       E-79-6. Nach den vorliegenden Daten sind sie in dem Zeitraum von ca. 7500 – 6700 BP anzusiedeln. Parallel zu den kantenretuschierten Dreieckspitzen waren in geringer Menge Blattspitzen gleicher Bearbeitungstechnik im Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab ca. 6300 BP tauchen für die nächsten tausend Jahre zweiseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen der Gruppen C1, C2, C3, C4 und D1, D3 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle (A2) von den Fundplätzen E-79-6, E-77-1 und &lt;br /&gt;
E-96-1 sind Oberflächenfunde und schlecht einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Querschneider wie Dreiecke, Trapeze und Segmente kommen schon während der frühesten Besiedlungsphasen vor und finden sich auch noch im ausgehenden Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dakhla==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mut, der Hauptort der Dakhla Oasen liegt auf dem Längengrad 29° Ost und auf dem Breitengrad 25°30’ Nord. Von Tineida im Osten zieht sich ein Grüngürtel von rund 100 km Länge mit Unterbrechungen über Balat, Ismant, Mut und El Qasr bis nach Gharb Mawhub. Von dort führt die Teerstraße parallel zu den Dünenketten der großen Sandsee nach Abu Minqar und weiter nach Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts durchforscht Mary M. A. Mc Donald die Oasen. Sie hat die für diesen Bericht relevanten prähistorischen Kulturen des Holozäns wie folgt eingeteilt :&lt;br /&gt;
* 1.) Masara A, B und C mit Altersangaben von 9180 BP (site 194 Masara B) bis 8170 BP (site 166 Masara A).&lt;br /&gt;
* 2.) Bashendi A mit Daten von 8340 BP (site 228 SH) bis 6380 BP (site 228 C1.1). Für diese Phase wurden 25 Altersanalysen erstellt, 22 davon beziehen sich auf ein Gebiet, dass außerhalb der Oasen, südöstlich von diesen am Fuße des Abu Tartur Massivs liegt.&lt;br /&gt;
* 3.) Bashendi B mit Daten von 6480 BP (site 165) bis 4380 BP (site 277).&lt;br /&gt;
* 4.) Sheikh Muftah mit Daten von 8210 BP (site 108) bis 4310 (site 244).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erscheint als ob die verschiedenen frühholozänen Masara Fundstellen A, B und C praktisch gleich alt seien und sich unterscheiden würden durch das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Baustrukturen und dem Vorkommen von rückengestumpften Lamellen und Klingen bzw. ihr Fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bashendi A schließt an die frühen Kulturen an und hat um 7000 BP seine größte Ausdehnung, mit kurzer Überlappung folgt Bashendi B mit reichen Vorkommen um ca. 6000 BP. &lt;br /&gt;
Die vier Sheikh Muftah Daten verteilen sich über den gesamten Bashendi Zeitraum und weisen ein erstes Datum im Frühholozän, am Ende der Masara Phase auf. Nach den C14- Daten enden Sheikh Muftah und Bashendi B gegen 4300 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die in der mir bekannten Literatur erwähnten und dokumentierten Pfeilspitzen verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Phasen und Fundplätze :'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Masara Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1.) '''263''' Masara A.   Das Alter, die Menge der Pfeilspitzen und die Gesamtwerkzeugmenge sind nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Zwei Pfeilspitzen sind gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitze : Fig. 4.d rough point or arrowhead, Fig. 4.e Ounan- point.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.d   Interessante, randretuschierte Blattspitze, die im proximalen Bereich am linken und rechten Rand jeweils eine Kerbe aufweist, wie sie später in protodynastischer Zeit bei den D42- Spitzen auftreten. Durch die Kerben wird eine Schäftungszone markiert und ein Stiel angedeutet. Das Artefakt erhält die Bezeichnung H21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.e   Wie aus der nicht klaren Zeichnung hervorgeht, handelt es sich entweder um eine H13 Spitze, falls die Modifikationen aus Kantenretuschen bestehen und das Stielende eine Bruchfläche aufweist. Im Falle, dass es sich auf der Dorsalseite um flächige Retuschen handeln sollte, wäre das Exemplar eine H5- Spitze, Auf keinen Fall handelt es sich um eine wie von Tixier definierte Ounanspitze (H12), da der Stiel nicht bohrerartig zugespitzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2.) '''300''' Masara C.   Alter : 8220 BP und 8840 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : elf plus Querschneider.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : a-b arrowheads, im Text Ounan points f. trapeze, g. triangle.  &lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden zwei Spitzen und zwei Querschneider, die Gesamtwerkzeugmenge ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.a-b   Es handelt sich um Ounan- Harif Spitzen mit der Silhouette H19, Ausgangsmaterial waren möglicherweise Abschläge. Das Exemplar a weist eine starke Randretuschierung auf. Die die Schäftungszone bildenden, als Kerben ausgelegten, konvergierenden Linien sind von der Dorsalseite aus angebracht im Gegensatz zu dem Exemplar b, welches eine alternierende Retuschierung des Stielchens aufweist. Die Ränder sind weniger stark modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichartige Pfeilspitzen werden in Nabta und Abu Tartur angetroffen, sie sind typisch für die El Ghorab Phase. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.f   Querschneider vom Typ F2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.g   Querschneider vom Typ F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Angaben und Zeichnungen Fig. 2 und Fig. 4 sind aus „Holocene Prehistory : Interim Report on the 1997 and 1998 Seasons – The Masara sites“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3.) '''308''' Im Text werden 20 kleine Harif- Spitzen von dieser Masara C Fundstelle erwähnt, von denen aber weder Zeichnungen noch Beschreibungen existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altersangaben liegen bei 8710 BP und 8810 BP.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* 4.) '''265''' Von diesem Fundplatz wird eine Serie von kleinen Pfeilspitzen „most with bifacial edge retouch“ gemeldet ohne nähere Präzisionen über Menge und Gruppe der Bewehrungen und ohne exakte Beschreibung der übrigen Werkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 8590 BP bzw. 8480 BP angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zusammenfassung kann für die Dakhla Oasen und die Masara Phase von sechs dokumentierten Pfeilspitzen ausgegangen werden. Davon eine H21, eine H13 oder auch H5, eine H19, eine F16 und eine F13.&lt;br /&gt;
Quantitative Angaben existieren für insgesamt elf mögliche H19- Spitzen und 20 Harif- Spitzen. Mit der Serie kleiner, mit flachen Randretuschen versehener Pfeilspitzen und den Querschneidern wäre von einer Gesamtmenge von ca. 50 Bewehrungen auszugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi A Phase.'''&lt;br /&gt;
Für die Bashendi A Phase existieren einige Zusammenstellungen von Werkzeugen. Die aufgelisteten Fundstellen befinden sich sämtlich außerhalb des Oasen Grünlandes im Südosten von Dakhla, beiderseits der Straße nach Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''387''' Das Alter ist nicht angegeben, die Fundstelle hat 34 kleine, beidseitig      &lt;br /&gt;
flächenretuschierte Bewehrungen mit zwei zugespitzten Enden hervorgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine C1- Spitze wurde gezeichnet (Fig. 4.f). Die nicht gezeichneten Pfeilspitzen dürften den Gruppen C1 und C3 zugeordnet werden können, da sie über zwei Spitzen verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''228''' Alter : von 8340 BP bis 6380 BP, wobei das frühholozäne Datum wohl &lt;br /&gt;
ausgeklammert werden sollte.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : verschiedene&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 93&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : neun Exemplare (Fig. 3. Sahara 4/1991).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.a.) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle, die Schwingenanordnung ist asymmetrisch und ergibt den Hybridtyp A2/A27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.b) E1 groß, Fig. 3.c D1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.d) D12 groß, ein nahezu identisches Stück ist von Abu Tartur Fundplatz 1005/83 bekannt (6420 +- 60 BP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.e) D39, Fig. 3. f-g C1, Fig. 3. h.i H5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) '''228''' A site Cluster 1   Alter : 7200 BP bis 6380 BP.&lt;br /&gt;
* Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 11,9% oder 12 Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) '''228''' A Site Combo (Cluster 3 und 4 sowie Mound site).                                                                          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht die Vermutung, dass diese Fundstelle identisch mit der schon behandelten Fundstelle 228 ist, da die Anzahl der Pfeilspitzen, der Kerben und der gezähnten Stücke, der Kratzer, der Messer, der retuschierten Stücke und der Meißel gleich ist. Lediglich bei den Bohrern, den Kombinations- Werkzeugen und den Varia bestehen Unterschiede sowie auch in der Gesamtmenge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) '''228''' A site Shake Hole. Alter : von 8340 bis 6480 BP.&lt;br /&gt;
* Die Anzahl der Pfeilspitzen beträgt 30. Weitere spezifische Angaben werden nicht gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) '''174''' (30/450-F8-3) Alter : 6900 BP&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 54.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : es gibt sieben Typen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* a.) Aus Lamellen hergestellte Pfeilspitzen mit beidseitig flächenretuschierte Stielen aber ansonsten durch einseitige Kantenretuschen modifiziert.&lt;br /&gt;
* b.) Kleine Dreieckspitzen mit konkaver Basis und einigen Kantenretuschen (Bou Saada).&lt;br /&gt;
* c.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen.&lt;br /&gt;
* d.) Asymmetrische Spitzen mit Kantenretuschen.&lt;br /&gt;
* e.) Aus Lamellen hergestellte Blattspitzen mit zwei zugespitzten Enden und mit zweiseitigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* f.) Blattspitzen mit beidseitiger flächiger Retusche.&lt;br /&gt;
* g.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen mit Schwingen und Widerhaken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Foto Fig. 7.1. in „Neolithic Cultural Units and Adaptations in the Dakhleh Oasis“ zeigt die beschriebenen Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Sie korrespondieren mit den Bezeichnungen :&lt;br /&gt;
* a.) Zwei Exemplare H16.&lt;br /&gt;
* b.) Zwei Exemplare H8.&lt;br /&gt;
* c.) Ein Exemplar D2 und eine rhombische Spitze E2.&lt;br /&gt;
* d.) Die Stücke sind nach dem Foto nicht einzuordnen.&lt;br /&gt;
* e.) Ein Exemplar H5 und ein Exemplar H2.&lt;br /&gt;
* f.) Zwei Exemplare C1.&lt;br /&gt;
* g.) Jeweils ein Exemplar D13 und D49.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe der Fundstelle ist eine 47mm lange Dreieckspitze mit zentraler Kehle von der Oberfläche aufgesammelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Third report on lithic industries in the Dakhleh Oasis“ 1982 sind von weiteren Fundplätzen Pfeilspitzen gezeichnet oder abgelichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So eine nach Mc Donald 6a Spitze von 32/390-D2-2 was nach Hugot eine H1- Spitze sein würde (Fig. 7.d.).&lt;br /&gt;
Plate XIII zeigt von Fundplatz 31/420-P5-1 vier D26- Spitzen mit treppenförmigen Stiel sowie vier Blattspitzen mit zum Teil gerundeten Basen und beidseitigen flachen Randretuschen, drei Exemplare sind unter H4 und eine unter H1 zu klassieren.&lt;br /&gt;
Plate XV zeigt verschiedene neolithische Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Foto a. sind eine C1- Spitze, eine gezähnte C6- Spitze und vier C3- Spitzen zu sehen, sie werden als Type 6b bezeichnet.&lt;br /&gt;
Foto b. zeigt ebenfalls Blattspitzen und zwar drei C4- Spitzen, eine gezähnte C6- Spitze, eine ebenfalls gezähnte C9- Spitze mit gerundeter Basis und eine C- Spitze mit einem abgebrochenen Ende. Diese Bewehrungen werden bei Mc Donald unter der Bezeichnung 6c geführt.&lt;br /&gt;
Auf Foto c. sind verschiedenartige Stielspitzen und ein asymmetrisches Stück vorgestellt. Nach Hugot sind es zwei D1- Spitzen, eine D3- Spitze, eine D18- Spitze und zwei D28- Spitzen. Das asymmetrische Exemplar ist eine I3- Spitze. Die Stielspitzen werden in dem Bericht mit 6d. bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto d. zeigt sieben grob flächenretuschierte Blattspitzen, hier 6e genannt, davon drei mit stark gerundeten Basen und eine mit angedeutetem Stiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewehrungen dieser Art sind von den benachbarten Fundkomplexen wie Lobo, Djara, Eastpans oder Abu Tartur nicht bekannt, es wäre daher interessant das Begleitmaterial und die Fundbedingungen zu kennen.&lt;br /&gt;
Ich würde, ohne sicher zu sein, dieses Stück nicht dem Neolithikum sondern einem späten Aterien zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesamtvolumen der Dakhla- Pfeilspitzen des Bashendi A Komplexes kann nur geschätzt werden. Die Typologien der aufgelisteten Fundplätze ergeben 223 Pfeilspitzen bei 799 Werkzeugen, das sind 27,9 % der Gesamtwerkzeugmenge. Zählt man die Fundstelle 228 und A site Combo als eigenständige Plätze so ergeben sich 316 Bewehrungen bei 1029 Werkzeugen und ein prozentualer Anteil von 30,7.&lt;br /&gt;
Hinzu kommen die 34 dokumentierten Spitzen von Plate XIII und Plate XV, so dass von ca. 350 Bashendi A- Pfeilspitzen ausgegangen werden kann. Würden die hier nicht erwähnten kleineren Fundplätze und die Einzelfunde berücksichtigt, könnte die Gesamtmenge wesentlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi B Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''271''' Alter : 6360 BP und 6280 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den üblichen Blattspitzen der Typen C1, C3 und C4 werden für diese Phase jedoch nicht ausdrücklich für diesen Fundplatz jeweils eine D31- Spitze, eine D25- Spitze und eine D19- Spitze vorgestellt (Sahara 4/1991 Fig. 5.). Eine zeitliche Einordnung dieser Stielspitzen ist daher nur im groben Raster möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''385''' Das Alter ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : vier, gezeichnet wurden drei Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen, eine vom Typ C4 (a.) und eine vom Typ C3 (c.). Die dritte Pfeilspitze (b.) ist vom Typ H1 mit einseitigen flachen Randretuschen. (Holocene Prehistory : Interim Report on the 1999 Season Fig. 4.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt sind circa 20 Bashendi B Fundstellen angegeben allerdings, mit Ausnahme von 271 und 385, ohne Werkzeug- Auflistung und ohne Angaben der Anzahl der Pfeilspitzen, möglicherweise weil die Fundmenge keine Erstellung von Typologien erlaubten und Pfeilspitzen nur in geringen Mengen gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Sheikh Muftah Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine einzige Sheikh Muftah Fundstelle nämlich 31/420-P6-1 ist typologisch ausgewertet worden. Sie enthält neben den Varia lediglich vier Werkzeuggruppen und keinerlei Bewehrungen. Allerdings werden in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ 2002 zwei Stielspitzen und zwei Querschneider aus der Sheikh Muftah Phase vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 1.&lt;br /&gt;
* j) Zeigt eine langstielige, mit Widerhaken versehene D9- Spitze.&lt;br /&gt;
* k) Ist eine sehr schlanke D19- Spitze.&lt;br /&gt;
* l-m) Sind zwei Querschneider vom Typ F13, die zusammen mit dreieckigen Exemplaren der Gruppe F4 auf dem Fundplatz 136 vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrer Magisterarbeit stellt I. Teubner aus Berlin insgesamt 55 Bewehrungen der Sheikh Muftah Phase vor, davon rund 40 vom Fundplatz 136. Da gute Zeichnungen vorliegen können die Pfeilspitzen wie folgt klassifiziert werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Typ'''|| '''Anzahl'''|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D1|| 2|| 135&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D2||1||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D3||6||404, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D18||3||105, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D19||2||135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F4||10||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F10||20||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F14||2||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I3||3||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I9||1||404&lt;br /&gt;
|-|-&lt;br /&gt;
||Nicht identifiziert||5||404, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''55'''||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell sind auch die Pfeilspitzen der Sheikh Muftah Phase nicht sehr häufig. Größere Blattspitzen mit groben Flächenretuschen kommen noch vor aber Stielspitzen, häufig mit Widerhaken und leichter Zähnung sind neben langschmalen trapezförmigen und dreieckigen Querschneidern der Typen F10, F4 und F14 die bevorzugten Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der in den Dakhla Oasen und der Südwestecke des Abu Tartur Massivs durch Zeichnungen und Fotos dokumentierten Pfeilspitzen beträgt für die Masara Plätze sechs Exemplare, Bashendi A ergibt 57 Stücke, Bashendi B sieben Artefakte und Sheikh Muftah 57 Bewehrungen. Zusammengenommen sind es 127 Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Die im Text genannte und zum Teil aufgelistete Menge dürfte bei ca. 426 Exemplaren liegen. Eine genaue zeitliche Zuweisung ist nur für wenige Exemplare möglich z.B. Masara C Fig. 2.a-b zeigt zwei H19- Spitzen mit einem Alter von 8840 BP – 8220 BP. Dieses entspricht dem Alter ähnlicher Ounan-Harif- Spitzen der El Ghorab Phase in Kiseiba oder die Blattspitzen der Gruppen C1, C3 und C4 des Fundplatzes 271 (Bashendi B) deren Alter sehr genau mit 6360 BP bzw. 6280 BP angegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi A Fundplätze'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''387'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''228'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site cluster 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site SH'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site Combo'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''174 30/450-F8-3'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
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|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
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|| 93&lt;br /&gt;
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|| 30&lt;br /&gt;
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|| 93&lt;br /&gt;
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|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
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|| 49&lt;br /&gt;
|| 22,6&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 44,6&lt;br /&gt;
|| 46&lt;br /&gt;
|| 22,9&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 21,3&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
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|| 23&lt;br /&gt;
|| 10,6&lt;br /&gt;
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|| 110&lt;br /&gt;
|| 54,8&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 10,9&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombi- Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
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|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 3,0&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
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|| 1,0&lt;br /&gt;
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|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,6&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,7&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 18,9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 16,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
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|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
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|| '''230'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi B- und Sheikh Muftah- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 271'''&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 64&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
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|| 11,0&lt;br /&gt;
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|| Messer&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
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|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''127'''&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Masara- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Alter&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8700&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8200&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8600&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8600-8500&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuggruppen&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
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|| I Kratzer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
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|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 50,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| II Bohrer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 12,1&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 12,8&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
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|| 6&lt;br /&gt;
|| 10,5&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| III Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 22,2&lt;br /&gt;
|| 75&lt;br /&gt;
|| 67,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VI Rück. Lamellen*&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 59,2&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VII Kerben&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 8,2&lt;br /&gt;
|| 27&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 11,6&lt;br /&gt;
|| 48&lt;br /&gt;
|| 24,1&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 17,4&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 26,3&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 47,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VIII Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| IX Geom. Mikro.**&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 12,2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,5&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 20,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| X Microburin&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 7,0&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
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|| 6&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| XI Verschiedene&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 3,6&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 33,2&lt;br /&gt;
|| 16&lt;br /&gt;
|| 18,6&lt;br /&gt;
|| 28&lt;br /&gt;
|| 40,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 10,5&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
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|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''49'''&lt;br /&gt;
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|| '''70'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''57'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   *   VI   Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
*   ** IX   Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Merimde beni-Salam==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde beni-Salam liegt westlich des Rosetta-Arms des Nils auf ehemaligem Wüstenboden. Heute ist das Gebiet zwischen Nil und der Giza-Alexandria Straße für die Landwirtschaft erschlossen worden. Von Kairo sind es ungefähr 60 km in nordwestlicher Richtung.&lt;br /&gt;
Bekannt wurde Merimde ab 1928 durch die Arbeiten von Hermann Junker, dem Entdecker des ausgedehnten Siedlungsareals.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Arbeiten ging jedoch in den Wirren des 2. Weltkriegs verloren und ein endgültiger Bericht wurde nie vorgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter dieser frühen unterägyptischen, bäuerlichen Niederlassung wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 4880 BC bis 4230 BC angegeben. Von den Driesch und Boessneck ( 1985 ) datieren Merimde zwischen 5890 BP und 5440 BP. Breunig ( 1987 ) gibt für die untere Schicht ein Alter von 3940 bis 5840 BP an. Auf der Liste der Radiocarbon Daten der Universität zu Köln ( B.O.S. und ACACIA Projekte ) wird Merimde auf ca. 5900 bis 5600 BP oder auf ca. 4800 bis 4430 BC cal. datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979 veröffentlichte Josef Eiwanger seinen Bericht über die „Geschossspitzen aus Merimde“. Die Arbeit stützt sich auf neuere Grabungen, berücksichtigt aber auch das Material und die Vorberichte von H. Junker. Insgesamt werden 61 große Dreieckspitzen der Typen A2, A27, A25 und A28 vorgestellt mit Gewichten von ca. 3g bis ca. 15g.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiteren Arbeiten werden ferner Querschneider ohne weitere Spezifikationen und eine Stielspitze mit einem seitlichen Kerbenpaar ( D31 ) aus der Urschicht, sowie eine D33-Spitze mit flachen Randretuschen aus Schicht IV vorgestellt. Von der Oberfläche sind drei weitere Stielspitzen aus den Zeiten H. Junkers bekannt. Letzterer stellt 1928 in seinem Bericht über &lt;br /&gt;
die archäologischen Arbeiten im Westdelta auf Tafel 16 sieben typische „Merimdespitzen“ vor, die er libysche Pfeilspitzen nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in Merimde so variieren auch in Abu Tartur und den angrenzenden Gebieten die Gewichte der großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle stark und liegen hier bei ca. 1,9g bis ca. 17,5g. Das Gleiche gilt für die großen Stielspitzen der Typen D3 und D4, die außer in Abu Tartur in der westlichen Wüste äußerst selten gefunden wurden. Aus dem Niltal und der übrigen Sahara liegen nur wenige vergleichbaren Stücke vor. Bekannt ist eine Großspitze aus dem Fayum, eine weitere wurde von H. Junkers in Merimde gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke J. Eiwangers überschwere Pfeile aus der deckunggebenden Ufervegetation heraus aus sehr kurzer Distanz auf  große Beutetiere abzuschießen ist einleuchtend. Die einschlägige Forschung geht sicherlich bei Pfeil und Bogen, auch im prähistorischem Kontext nur von einer Fernwaffe aus, was im Prinzip sehr berechtigt ist. In Ausnahmefällen allerdings, wie bei speziellen Jagdtechniken oder aber im Verdrängungskrieg um Weiden und Wasserstellen könnte ein schwerer Pfeil mit kurzer Flugbahn im Kampf Mann gegen Mann von Vorteil sein. Auf  Felsbildern im Tassili sind derartige Szenen bewegt und eindrucksvoll dargestellt aber auch aus Südafrika sind ähnliche Auseinandersetzungen im Bild festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Liste A auf den Seiten 73 und 74 sind die großen, gekehlten Dreieckspitzen, beidseitig flächenretuschiert, aufgeführt.&lt;br /&gt;
34 Stücke, es sind bis auf eine Einzige Oberflächenfunde, wurden von H. Junker ab 1928 publiziert. Die 17 von J. Eiwanger während der Grabungskampagne 1978 gefundene Stücke verteilen sich auf die Oberfläche ( 5 Exemplare ), die Phase IV ( 11 Exemplare ) und die Phase V ( 1 Exemplar ). Weiterhin sind noch 10 Spitzen, sämtlich von der Oberfläche, genannt. Das bekannte Gesamtinventar kann somit in 48 Oberflächen-Fundstücke und 13 aus Schichten stammenden Funden eingeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sein Diagramm Abb. 3 gliedert der Autor die Pfeilspitzen in breite ( B ), normale ( N ) und schmale ( S ) Stücke und die Schäftungskehle in tiefe ( T ), normale ( N ) und flache ( F ). Um dieses graphisch sichtbar zu machen, werden in einem Koordinatensystem auf der Ordinate das Verhältnis von Länge zu Breite ( a : b ) und auf der Abszisse das Verhältnis der Länge zwischen Kehlenende und dem distalen Ende zu der Breite der Pfeilspitze in Höhe des Kehlenendes ( A : B ) eingetragen. Die Auswertung der Merimdespitzen ergibt für die ältere Phase IV hauptsächlich breite bis normale Stücke mit flachen bis normalen Kehlen ( BF, NF, NN ). Tief ausgekerbte und schlanke Artefakte sowie die Spitzflügel, wie sie auch aus dem Fayum bekannt sind, kommen in Phase V und einer darüber liegenden erodierten Schicht vor. Besonders die tief ausgekerbten Spitzflügel stellen einen technischen Fortschritt dar, indem sie die Wirkung einer großen Aufpralllänge, gegeben durch die Breite b, bewahren und durch Materialreduzierung das Gewicht senken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siwa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siwa, die Oase im nordwestlichen Ägypten, nahe der libyschen Grenze hat für mich, wahrscheinlich bedingt durch die isolierte Lage oder auch durch das Orakel des Amontempels etwas Mystisches, Geheimnisvolles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Mittelmeer, nach Marsa Matruh sind es, der „Straße“ folgend, rund 300 km. Verbindungen nach Südosten zu den Bahariya Oasen oder nach Osten ins Fayum werden durch abenteuerliche Pisten gewährleistet oder auch nicht, wie schon das frühe Beispiel des Kambyses und seiner Perserarmee zeigt, sie sind nie angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf prähistorische Vorkommen ist das Gebiet von Siwa und den benachbarten Oasen Um el Hiyus, Gara, El Arag und Sitra von Fekri A. Hassan Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und von den B.O.S. Expeditionen (R. Kuper, E. Cziesla) in den 80er Jahren wissenschaftlich untersucht worden.&lt;br /&gt;
Die Hauptbesiedlungsphasen scheinen epipaläolithisch und frühneolithisch gewesen zu sein, bezieht man sich auf das von Fekri A. Hassan vorgestellte Fundmaterial, welches hohe Anteile an Rückenstumpfungen und Meißeln aufweist.&lt;br /&gt;
Die B.O.S. Fundstelle 85/05-4, mit 356 m² etwas größer als weitere Plätze in Sitra, ist gemischt. Sie führt ebenfalls rückengestumpfte Lamellen und Langschmale Dreiecke aber auch einige flächenretuschierte Artefakte jüngeren Datums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorkommen von Pfeilspitzen in den Siwa- Oasen beschränken sich auf wenige flächenretuschierte Exemplare. Ounanspitzen sind sehr selten, Ounan-Harif-Spitzen und damit verwandte Stücke werden von Site 75/27 in Gara gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der mir zur Verfügung stehenden Literatur ergibt sich folgendes Bild :&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Ounan-Harif-Spitzen beträgt sicher zehn, das sind die gezeichneten Exemplare und wahrscheinlich 39, das sind sämtliche Pfeilspitzen der Tafel 5.1 in  „Resources and Subsistence during the Early Holocene at Siwa Oasis, Northern Egypt“ von Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Exemplare sind datiert, das Alter von 8219 +- 73 BP fällt zusammen mit dem Ende der El Ghorab Phase im äußersten Südwestzipfel der östlichen Wüste Ägyptens, dort wurden gleichartige Bewehrungen beobachtet.&lt;br /&gt;
Die teilweise flächige Bearbeitung findet durchaus Parallelen in Kiseiba, Nabta und Abu Tartur.&lt;br /&gt;
Auch die Stücke a und d (Fig. 7 Artifacts from Gara Oasis site 75/27) passen gut als frühe flächig retuschierte Stielspitzen in den allgemeinen Rahmen. Ein weiteres Beispiel ist die D21- Spitze von Sitra 85/5 (Abb. 1/3 in Cziesla 98), die in Silhouette und Bearbeitungstechnik der Spitze a site 75/27 sehr ähnlich ist und die in den Zeithorizont um ca. 8200 BP fällt.&lt;br /&gt;
Weitere datierte Exemplare aus Dakhla und Abu Tartur erhärten den Befund, dass flächig retuschierte Stielspitzen am Ausgang des 9. Jahrtausend vereinzelt auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen nach Fundorten innerhalb der Siwa- Oasen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplatz&lt;br /&gt;
|| Anzahl der&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gefunden&lt;br /&gt;
|| Anzahl der &lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gezeichnet&lt;br /&gt;
|| Alter BP&lt;br /&gt;
des&lt;br /&gt;
Fundplatzes&lt;br /&gt;
|| Klassifikation&lt;br /&gt;
nach Hugot*&lt;br /&gt;
|| Literatur-&lt;br /&gt;
hinweise&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/31&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/24&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/27&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 8219+-73&lt;br /&gt;
|| D1, D21, 2xH1, &lt;br /&gt;
5xH4, 1 Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 7 a-j&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/24A2 &lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/05-4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D3, D33, H10&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/09&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| H12, H5&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| G1&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/07&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D33&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| ca. 8200&lt;br /&gt;
|| D21 nach 19&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/15&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D18 langstielig&lt;br /&gt;
D44, 2xC1&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 f-i&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus&lt;br /&gt;
Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD19 langstielig&lt;br /&gt;
C3, D44,&lt;br /&gt;
C Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 a-e&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/12&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.3 b&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa Slg. Bates&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D21 schlank&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98&lt;br /&gt;
Abb. 1/4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 83/11-2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Blattspitzen&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Südl. Des Sitra-&lt;br /&gt;
Sees&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD18&lt;br /&gt;
1xD42&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98,&lt;br /&gt;
Abb. 1/12, 13, 14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa&lt;br /&gt;
ohne weitere&lt;br /&gt;
Präzision&lt;br /&gt;
|| 102&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 11xC4&lt;br /&gt;
11 Ounan-Harif-Spitzen&lt;br /&gt;
der Typen H10 und H14,&lt;br /&gt;
60 Stielspitzen des &lt;br /&gt;
Typs D19 und D18,&lt;br /&gt;
19xC1 oder C3,&lt;br /&gt;
1xE3&lt;br /&gt;
|| Mc. Burney&lt;br /&gt;
1955&lt;br /&gt;
Seiten 254 - 257,&lt;br /&gt;
Fig. 35, 36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''&amp;gt; 163'''&lt;br /&gt;
|| '''50'''&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *&lt;br /&gt;
-Die C4- Spitzen weisen flächige Randretuschen auf, vor allem die Schäftungszonen sind beidseitig modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Schäftungszonen der Ounan- Harif- Spitzen „shanked blades“, wie Mc. Burney sie nennt, sind ebenfalls durch flache, beidseitige Retuschen bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die sehr schlanken Stielspitzen der Gruppen D18 und D19 mit einem Koeffizienten B/L von 0,20 bis 0,35 sind relativ jung. Für Djara werden sie von K. Kindermann bei ca. 6000 BP angesiedelt. („The Holocene Occupation of the Eastern Sahara, Regional Chronologies and Supra- regional Developments in four Areas of the Absolut Desert“ in Gezeiten der Wüste, Herausgeber R. Kuper 2002 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundort&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Um el Hiyus&lt;br /&gt;
a) 75/5 b) 75/31&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Gara&lt;br /&gt;
a) 75/24 b) 75/27&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | El Arag&lt;br /&gt;
a) 76/4 b) 76/24A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 32&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 28,1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 88&lt;br /&gt;
|| 17,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte&lt;br /&gt;
Klinge u. Abschläge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 53,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 14,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 25,0&lt;br /&gt;
|| 72&lt;br /&gt;
|| 32,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 128&lt;br /&gt;
|| 25,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. Zähnungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7,7&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 27,3&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 9,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 10,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 12,5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 20,5&lt;br /&gt;
|| 73&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Seitenschaber&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 18,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 42&lt;br /&gt;
|| 8,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endstumpfung&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 0,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Spitzen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 0,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Zweiflächner&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Andere&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''69'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|| '''64'''&lt;br /&gt;
|| '''100,2'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''221'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''494'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987&lt;br /&gt;
Table 5.1 Tool classes from Holocene Sites in the Siwa Oasis Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahariya==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptort der Bahariya Oasen, Bawiti, liegt ungefähr 180 km nordöstlich von Farafra entfernt, und von den Pyramiden in Giza sind es rund 370 km in südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stahlwerke von Heluan werden über eine Eisenbahnstrecke mit dem Eisenerz der Gruben von Bahariya versorgt. Die submarine Exhalations- Lagerstätte deckt den ägyptischen Inlandbedarf.&lt;br /&gt;
Der wunderschöne Rosengarten in der Iron-Mine-City dürfte der einzige in der westlichen Wüste sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erforschung holozäner Besiedlung scheint nicht weit fortgeschritten zu sein. Lediglich Fekri A. Hassan erwähnt einige einseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen an einigen Plätzen in „Archaeological explorations at Bahariya Oasis and the Western Delta“1979. Angaben zur Silhouette der Bewehrungen sind nicht gemacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Farafra==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Farafra liegt rund 500 km in nordwestlicher Richtung von den Kharga Oasen entfernt, falls der Weg über Mut genommen wird. Von Giza über Bawiti sind es ca. 550 km nach Südwesten. Kleiner als die Kharga und Dakhla Oasen hatte sich Farafra lange Zeit seine Ursprünglichkeit bewahrt. Gerne erinnere ich mich an die Gastfreundlichkeit und den herrlichen Garten des Homda, Bürgermeister würden wir ihn nennen. Dieser kühle, schattige Platz hat ein wenig von dem Paradies, wie es im Koran beschrieben ist, ohne die Jungfrauen allerdings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon sehr früh im Holozän brachte die Region um Farafra pflanzliche Taxa hervor, wie z.B. Sorhum sp., Getaria, Brachiaria, Panicum und Echinochloa colona. Auch Schaf und Ziege sind sehr früh vertreten wie Daten von 7251 +- 67 BP und 7110 +- 50 BP belegen.&lt;br /&gt;
Obwohl Behausungsstrukturen ausgegraben worden sind, ist bislang sehr wenig Töpferware gefunden worden. (Ein Bruchstück von site HV – 2).&lt;br /&gt;
Verbunden mit den archäologischen Aktivitäten sind die Namen von Barbara E. Barich, Fekri A. Hassan, A.G. Fahmy, A. Gautier, G. Lucarini und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Auswertung des lithischen Inventars noch nicht abgeschlossen ist, sollen hier lediglich die bis jetzt veröffentlichen Pfeilspitzen behandelt werden. So werden in „Archaeology of  Farafra Oasis (Western Desert Egypt) A Survey of the most recent Research“ von B.E. Barich und G. Lucarini folgende Bewehrungen vorgestellt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' Farafra Oasis, Hidden Valley Village, Lithic industry. Drei Blattspitzen, davon ein Exemplar C6 mit vollständiger, beidseitiger Flächenretuschierung, zwei Exemplare vom Typ C3 mit einseitiger, vollständiger Flächenretuschierung, die Ventralseite weist eine teilflächige Retuschierung auf.&lt;br /&gt;
Eine H13- Spitze mit leichten Retuschen am linken, distalen Rand. Gezeichnet sind weiter gekerbte und gezähnte Stücke mit den obligatorischen harten Kantenretuschen sowie ein Schaber und ein Messer mit flachen Randretuschen. Der Zeithorizont ist ca. 7100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8''' Farafra Oasis, Hidden Valley Area, Late neolithic bifacial artifacts. Zeigt drei Blattspitzen der Gruppen C1 und C3 wovon eine beidseitig flächenretuschiert ist, die zwei anderen sind auf der Ventralseite lediglich in der Schäftungszone flächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden gezeichnet ein side-blow-flake, drei Messer und ein Schaber- Kratzer. Diese Werkzeuge haben ein Alter von 5950 BP Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klärungsbedarf besteht für die Ounan-Arif-Spitzen vom spätneolithischen Fundplatz Sheikh el- Obeiyid und für eine weitere typisch beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze, welche an den Ounan-Arif Typ erinnert und welche auf  „Playa I“ in der Rajih Region auf einem Platz mit Klingenindustrie gefunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebel Kamil==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebel Kamil ist nach der Beschreibung von Joachim Hahn, dessen Bekanntschaft ich in Abu Tartur machen durfte, ein konischer Hügel, der sich rund 100 m über die umgehenden Dünenfelder erhebt und so eine weithin sichtbare Landmarke bildet. Er liegt südsüdöstlich des Gilf Khebir in der Nähe der ägyptisch- sudanesischen Grenze.&lt;br /&gt;
In seinem Artikel „Neolithic Settlement Patterns in the Gebel Kamil Area, Southwest Egypt“ beschreibt J. Hahn neolithische Fundplätze, von denen einige Pfeilspitzen aufweisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28''' ist eine der größten Fundstellen der Gegend, als mögliche Bewehrungen kommen Segmente, Trapeze und Dreiecke in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28-1'''  ist eine datierte Fundstelle mit Altersangaben von ca. 4300 BP bis 4600 BP. Auch hier sind die Pfeilspitzen- Bewehrungen auf Querschneider wie Trapeze, Dreiecke und eventuell Segmente beschränkt. Gezeichnet wurden drei Dreiecke, zwei Trapeze und vierzehn Segmente. Die Dreiecke entsprechen dem Querschneider Typ F4, die Trapeze den Gruppen F10 und F11. Zum Teil sind die Artefakte sehr klein wie das Dreieck 83/28-1 Nr. 4 mit einer Höhe von 8mm und einer Schneidenlänge von 7mm. Das Trapez 83/28-1 Nr. 9 hat die Höhe von 7mm, die kleine Schneide misst 3mm, die große 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''85/67''' ist der dritte Fundplatz von welchem Pfeilspitzen vorgestellt werden. Außer den Querschneidern vom Typ F16, F4, F10 und F14, es sind sieben Exemplare gezeichnet, kommen nicht näher beschriebene zweiseitig flächenretuschierte Spitzen vor, die aber kaum Pfeilspitzen sein dürften, da sie im Zusammenhang mit Handäxten, groben Abschlägen und Levallois- Kernen genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fig. 6 gibt J. Hahn Querschneider für die Fundstellen K25, 85/67 und 85/58 an, Trapeze und Dreiecke für 83/28 und 85/58, Trapeze ohne Dreiecke für 85/67.&lt;br /&gt;
Der Fundkomplex Gebel Kamil wird in den Zeithorizont vom 4. bis zum 6. Jahrtausend BP gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die große Sandsee==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Oase Siwa im Norden bis zu den Ausläufern der Sandsteinmasse des Gilf Kebir im Süden erstreckt sich die große Sandsee auf einer Breite von ca. 100 km bis 300 km westlich der libysch- ägyptischen Grenze.&lt;br /&gt;
Die archäologischen Untersuchungen wurden von der Universität Köln und dem Heinrich Barth Institut durchgeführt, sie waren im Besonderen auf die Gebiete um Abu Minqar, Regenfeld, Ain Dalla und die Glasregion konzentriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Regenfeld'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regenfeldfundstellen liegen nördlich und südlich des 25. Breitengrads Nord und östlich des 27. Längengrads Ost. Benannt wurde die Region im Jahre 1873 von Gerhard Rolfs wegen der starken Regenfälle, die ihn auf seiner Expedition überraschten. &lt;br /&gt;
Die ältesten Vorkommen, Regenfeld A, weisen ein Alter von über 9000 BP auf und enthalten keinerlei Pfeilspitzen oder geometrische Mikrolithen, die als Bewehrungen angesprochen werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das darauffolgende Regenfeld B mit einem Alter von ca. 8700 BP produzierte neben langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Artefakten auch eine rückengestumpfte Blattspitze vom Typ H1 und zwei Trapeze mit gestumpfter, leicht gekehlter kleiner Seite, die im gleichaltrigem Kontext auch in Westpans 85/52 gefunden worden sind und die als mögliche Bewehrung die Bezeichnung F20 erhalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem folgenden Zeitabschnitt von ca. 8300 BP bis 7800 BP wurden keine Bewehrungen gefunden, langschmale Dreiecke, rückengestumpfte Lamellen und eine Kerbklinge bestimmen das Inventar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngsten Phase, Regenfeld D, von ca. 7700 BP ( 87/2 ) bis 7000 – 6500 BP ( 96/19 ) erscheinen neben klassischen Bewehrungen der Typen F4 und F13 auch flächenretuschierte Artefakte. Dabei handelt es sich unter anderem um große, beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen. Zwei dieser Stücke sind gezeichnet worden, eine davon, die Längere, hat die ungefähren Abmessungen L = 78 mm, B = 28 mm und Dicke = 8,3 mm. Diese Dimensionen sind vergleichbar mit denen der großen Blattspitzen von Abu Tartur, welche Längen zwischen 70 mm und 91 mm und Gewichte von 8,7g bis 14,2g aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können ebenso wie die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle und die großen Stielspitzen als Pfeilspitzen eingesetzt werden und mit Erfolg von einem Bogen verschossen werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der querschneidigen Bewehrungen von Regenfeld wird auf zehn geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Glasregion'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein gezieltes Ausbeuten der Rohstoffquellen, des libyschen Wüstenglases oder Lechatelierit zu erschweren, sind genauere Hinweise auf die Lage der Fundgebiete nicht angegeben.&lt;br /&gt;
Die größte Fundstelle, 81/61, wird auch nach dem Entdecker „Willmanns Camp“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwei Schnitten wurden insgesamt 1934 Werkzeuge, davon 250 Mikrolithen, zu Tage gefördert. Die verschiedenen C14- Analysen ergeben Resultate von ca. 8000 BP bis ca. 5700 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flächenretuschierte Artefakte sowie Pfeilspitzen fehlen in den Inventaren. Als mögliche Bewehrungen kommen Trapeze und Dreiecke in Frage. Sechs Dreiecke und 21 Trapeze sind gezeichnet worden und fallen unter die Typen F4 und F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ain Dalla'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am östlichen Rand der großen Sandsee, etwa nördlich von Abu Minqar und nordwestlich von Farafra liegt der Brunnen von Ain Dalla.&lt;br /&gt;
Ein spätneolithischer Fundplatz scheint 85/15 zu sein. Die zwei dort gefundenen Stielspitzen sind sehr schlank und gehören zu den Typen D19 und D49. Die Ränder der D19- Spitze sind sehr leicht konvex ausgebildet, nicht genug um als D18 klassiert zu werden. Die Widerhaken der D49- Spitze sind sehr klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 85/26 mit einem Alter von ca. 8610 BP produzierte eine Ounanspitze vom Typ H12 und auf dem dritten, circa 8460 BP alten Ain Dalla Fundplatz 85/28 – 1 wurden eine  H5- Spitze und zwei Dreieckspitzen vom Typ H7 gefunden. Letztere passen normalerweise nicht zu den vorherrschenden Rückenstumpfungen, die für das Inventar charakteristisch sind, sie sind eher für das mittlere Neolithikum typisch. Die primitive Ausführung könnte sie allerdings dem Fundplatz zugehörig erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Gerara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von Abu Gerara liegen zwischen Djara im Norden und den Eastpans im Süden, nach Südwesten befinden sich die Vorkommen der Dakhla Oasen und nach Südosten sind es die Plateau- Plätze und Playakonzentrationen von Abu Tartur. Zwischen dem Abu Tartur Massiv und den Abu Gerara Schichtabbrüchen liegen ein mit Kalksteinhügeln durchsetztes Gelände, zwei große Depressionen sowie eine kleine mit dem Fundplatz 00/59, an dessen Exploration ich mitarbeiten konnte. Nördlich der Schichtstufen kommen weitere Kalksteinhügel vor, dann nach rund 25 km geht das Gelände in eine Hamada über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchungen, die zur Zeit von der Kölner Universität durchgeführt werden, sind noch nicht beendet. So werden lediglich einige Fundstellen, von denen schon endgültige Ergebnisse vorliegen, berücksichtigt. In „Abu Gerara : Mid- Holocene sites between Djara and Dakhla Oasis (Egypt)“ Heiko Riemer 2003 wird die Fundstelle 98/5 vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''98/5''' Fundstelle im Hügelland nördlich der Schichtstufen. Der Fundplatz ähnelt in seiner Anlage stark den Vorkommen auf dem Abu Tartur Plateau. Ein tief gelegenes Becken ist umrahmt von bis zu elf Metern hohen Hügeln, die einen guten Schutz gegen den Nordwind abgeben. Von den Hügeln laufen Regenrinnen ins Beckentiefste. Dort hat sich ein terra rosa Boden gebildet, der gepanzert durch das Artefaktenmaterial und gehärtet durch erhöhten Phosphateintrag teilweise der Deflation standgehalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden 75 retuschierte Werkzeuge geborgen, davon 16 Pfeilspitzen, die mit 21,3 % den größten Anteil stellen, gefolgt von Seitenkratzern und gezähnten Stücken. Weitere Artefakte sind Bohrer, side-blow-flakes, blattartige Messer und Vorstufen dazu, sowie Sichelblätter und Dexel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei C14 Analysen datieren 98/5 auf 6600 Jahre BP. Dies ist einer der nicht zu großen Fundplätze, die ein weitgehend unvermischtes Inventar mit einem bestimmten Alter aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8'''  zeigt unter anderem zwei Blattspitzen mit teilflächiger Retuschierung. Die Nr. 5 hat eine klassische C3 Silhouette während Nr. 6 eine deutlich gerundete Schäftungszone aufweist aber noch unter C3 geführt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die Nr. 7. Im medialen Abschnitt weist das Artefakt nahezu parallel verlaufende Ränder auf, die Schwingen zeigen winzige Widerhaken und der recht lange, schlanke Stiel ist an seiner Basis eingeschnürt, das Ende des Stiels ist abgerundet, das distale Ende ist abgebrochen. Derartige Stücke sind aus Djara bekannt, wo einige dieser als D52 bezeichneten Bewehrungen vorkommen. E. Cziesla stellt eine ganz ähnliche Spitze vor, die südlich des Sitra Sees gefunden worden ist (Nr. 14, Abb. 1 in Anmerkungen zu flächenretuschierten Pfeilspitzen 1998). Bei diesem Exemplar ist der Stiel kurz und die Parallelität der Ränder im medialen Abschnitt ist nicht gegeben.&lt;br /&gt;
Die Nr. 8 ist eine D36 Spitze und kommt ebenfalls in einigen Exemplaren in Abu Tartur vor. Eine vergleichbare mit nur einem Kerbenpaar (D31) ist von Eastpans bekannt, eine weitere ist, klassiert unter Bashendi B in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ Fig. 5.d gezeichnet. M. Mc Donald 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Eastpans ist ebenfalls eine Großspitze des Typs D3 bekannt, mit stärker ausgeprägten Widerhaken wurde auch in Abu Gerara eine solche aufgesammelt (Site 99/28). Weitere Einzelstücke sind in Dakhla und Djara gefunden worden. Diese Spitzen sind zu vergleichen mit der Serie von gestielten Großspitzen von Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''00/70''' Dieser Fundplatz in der Nähe der großen Dolineneinbrüche nördlich des Abu Tartur Massivs ist nur kurz angefahren worden. Bei dem Inventar handelt es sich um ein im Tiefsten des Siedlungsplatzes zusammengespültes Artefaktengemisch. Ein nördlich am Hang gelegenes Areal mit sehr vielen Herdstellen wurden aus Zeitmangel ignoriert. Ein hastig dort aufgeklaubte Pfeilspitze ist vom Typ C10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==El Karafish==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Straße von den Dakhla Oasen nach Abu Minqar liegt auf dem libyschen Plateau El Karafish, eine junge Fundstelle, die von prädynastischer Zeit und auf Grund von Keramikvergleichen bis in die 6. Dynastie reicht. Eine C14- Analyse ergab ein Alter von ca. 4500 BP. Im Keramikmaterial finden sich ebenfalls Claytonringe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Pfeilspitzen wurden geborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Eine Ounanspitze vom Typ H13, die im Kontext von El Karafish deplaziert wirkt und eher eine typische Bewehrung um 7600 BP darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Eine flächig retuschierte Stielspitze vom Typ D2, wobei die linke Schwinge leicht gerundet erscheint. Dieser Typ taucht in den verschiedensten spätneolithischen Inventaren auf. Die Dorsalseite ist bis auf einen schmalen, zentralen Bereich flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, lediglich der Stiel ist vollflächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Zum Fundplatz passend ist das dritte Exemplar. Es handelt sich um eine Stielspitze mit kurzem, breitem Stiel und mit parallel zueinander verlaufenden Rändern im proximalen Bereich. Die Ränder weisen eine sehr feine Zähnung auf, die Schwingen stehen rechtwinklig zur Längsachse, sind jedoch mit winzigen Widerhäkchen bestückt. Das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert, der distale Bereich ist abgebrochen. Da die Silhouette der Pfeilspitze ein Novum darstellt, erhält sie die Bezeichnung D50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art von schlanken, feingezähnten Stielspitzen stellt das Ende einer Entwicklung von tief penetrierenden Bewehrungen dar, welche aus lithischem Material hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dungul==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oase liegt ca. 160 km südwestlich von Assuan am Rande des Kalksteinplateaus, Hester und Hobler haben die dortige prähistorische Kultur untersucht. Nur wenige Pfeilspitzen gehören dem Inventar der „Libyan industry“, deren Alter mit 7900 +-150 BP Jahren angegeben wird (Hester und Hobler 1969). Gezeichnet oder fotografiert sind acht Exemplare, davon sind zwei Querschneider, eine Stielspitze der Familie D, zwei H5 – Spitzen sowie drei Blattspitzen der Familie C. Eine vierte Blattspitze wird im Text erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Badari==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
El Badari liegt am Ostufer des Nils rund 40 km südlich von Asyut und ca. 60 km nördlich von Sohag. Wie Merimde als prähistorische Niederlassung in Unterägypten, so soll El Badari als Beispiel für oberägyptische steinzeitliche Besiedlung im Niltal dienen.&lt;br /&gt;
Beide Fundkomplexe verfügen über größere Mengen von ausgekehlten Dreieckspitzen, so dass ein Vergleich mit entsprechenden Wüstenfundplätzen wie dem Fayum und Abu Tartur möglich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 veröffentlichten Guy Brunton und G. Caton- Thompson ihren Bericht „The Badarian Civilisation“ wo neben mit Schwingen oder Widerhaken versehenen, dreieckigen Großspitzen auch zwei gestielte Exemplare erwähnt werden.&lt;br /&gt;
Die gezeichneten Stücke können wie folgt eingeteilt werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| A1|| A2|| A17|| A25|| A26|| A28|| C1|| andere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 3|| -|| 2|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 5|| -|| -|| -|| 6|| -|| 2|| 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 6|| -|| -|| -|| 5|| 1|| -|| 4|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVI|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVII|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVIII|| 3|| -|| -|| -|| -|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate LVI|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''3'''|| '''2'''|| '''1'''|| '''22'''|| '''1'''|| '''2'''|| '''6'''|| '''2'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die östliche oder arabische Wüste Ägyptens==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streifen zwischen dem Niltal und der Küste des Roten Meeres bildet den östlichen Rand der Sahara. Im Norden zwischen Kairo und Suez ist er ca. 135 km breit, im Süden an der Grenze zum Sudan und zur nubischen Wüste rund 500 km. Die Entfernung entlang des Roten Meeres von Suez bis Halait beträgt über 1000 km. Aus diesem riesigen Gebiet sind nur wenige prähistorische Funde bekannt und dem entsprechend eine geringe Anzahl von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die arabische Wüste war gewiss nicht weniger attraktiv als das Gebiet westlich des Nils. Im Gegenteil, es existierte ein integriertes Wadisystem, welches das Wasser aus dem Gebirge entweder ins Meer oder in den Nil leitete. Das Küstengebirge weist Höhen um 1000 m auf und gelegentlich wird auch die 2000 m Marke überschritten. Die hydrologische Situation dürfte daher vorteilhafter als in der westlichen Wüste gewesen sein. Wenn dennoch weniger Relikte vorgeschichtlicher Kulturen gefunden worden sind, so liegt es wahrscheinlich an dem unwegsamen Gelände. Wer hier etwas außerhalb der wenigen Verbindungsstraßen entdecken will muss gut zu Fuß sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fundplatz, der Pfeilspitzen in seinem Inventar aufweist, wurde von P.M. Vermeersch, P. van Peer, J. Moeyerson und Wim van Neer „Tree Shelter“ genannt. Er liegt nordwestlich von Quseir in der Nähe der Phosphatgruben und ist mit dem Geländewagen zu erreichen. &lt;br /&gt;
Vier Holzkohlenproben ergaben Altersstellungen von 6770 +- 60 BP bis 4930 +- 30 BP. Die Geräte, 80 an der Zahl, setzen sich aus gezähnten Stücken, retuschierten Abschlägen, flächig bearbeiteten Stücken, Kerben, einem side-blow-flake und Verschiedenen zusammen.&lt;br /&gt;
Außerdem wurden zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen, ohne weitere Präzisierung, erwähnt. Möglicherweise handelt es sich um Blattspitzen der Familie C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant sind das Vorhandensein von Asphataria rubens aus dem Niltal und ein side-blow-flake, ein Werkzeug, welches östlich des Nils zu den Raritäten zählt. Publiziert wurde der Bericht im Dezember 2002 in Archéo-Nil. In unmittelbarer Nachbarschaft des „Tree Shelter“ hat das gleiche Autorenteam eine Höhle, genannt Sodmein Cave, untersucht („Neolithic occupation of the Sodmein area, Red Sea Mountains, Egypt“ in Aspects of African Archaeology edited by G. Pwiti and R. Saper 1996).&lt;br /&gt;
Die Altersangaben reichen von 6490 +- 100 BP und 7090 +- 80 BP für die unterste Schicht bis 6320 +- 100 BP und 6360 +- 90 BP für die obere Schicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundenen Pfeilspitzen sind den Schichten nicht in der Art zugeordnet, dass sie mit einem exakten Alter in Verbindung gebracht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (Fig. 3 Seite 414).&lt;br /&gt;
* Nr.   2  ist eine asymmetrische, einseitig flächenretuschierte Blattspitze.&lt;br /&gt;
* Nr.   3  ist eine Blattspitze des Typs C1, die Rückseite zeigt lediglich flächige Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   6  ist ein Fragment und gehört möglicherweise zu einer Blattspitze C1, C3 oder zu einer Stielspitze D44.&lt;br /&gt;
* Nr.   7  wie Nr. 6.&lt;br /&gt;
* Nr.   8  ist eine Blattspitze mit beidseitigen flächigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   9  ist eine asymmetrische H1- Spitze.&lt;br /&gt;
* Nr. 10  ist eine H1- Spitze, im proximalen Bereich ist sie beidseitig flächenretuschiert auf der Ventralseite ist zusätzlich ein Rand flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
* Nr. 11  ähnlich wie Nr. 10.&lt;br /&gt;
* Nr. 12 und 13  Ounanähnliche Spitzen des Typs H13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Verbindungsstraße Qena im Niltal nach Quseir am Roten Meer berichtet Debono aus der Gegend von Laqueita von zwei Ounanspitzen (Debono, 1951 plate III b) und einigen Querschneidern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Ölfördergebiet von Ras Gharib, etwa 25 km von der Küste entfernt, weist Montenant (1986 plate XXXVI) auf Pfeilspitzen in der Nähe des bir Nakhla hin, es Handelt sich um aus Lamellen gearbeitete, kantenretuschierte Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Dittmann weist in seiner Veröffentlichung „Zur Paläogeographie der ägyptischen Eastern Desert“, 1990 auf Pfeilspitzenfunde von Fundplatz B im Gebel Zeit hin. Das Fundgebiet liegt an der Küste des Roten Meeres zwischen Ras Gharib und Hurgada. Gefunden wurden drei Blattspitzen vom Typ C1 und eine D21- Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
Aus dem Abri im oberen Wadi Deir im Bereich des Klosters St. Paulus wird ein großes Blattspitzenfragment gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorgestellten Einzelfunde und Daten lassen lediglich erkennen, dass die östliche oder arabische Wüste ähnlich besiedelt war wie das Gebiet westlich des Nils. Ounanspitzen und andere kantenretuschierte Pfeilspitzen weisen auf ein frühes Neolithikum hin. Über die spätneolithischen Typen C und D bis zu prädynastischen Querschneidern reicht die Formenvielfalt über große Zeiträume.&lt;br /&gt;
Hier liegt ein riesiges Gebiet, lediglich an seinen Rändern angekratzt und wartet auf seine Entdeckung. Künftigen Forschern wird die Arbeit so schnell nicht ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Djara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer multidisziplinären Expedition der Universität Köln hatte der Verfasser im Jahr 2000 Gelegenheit die Fundstellen der Siedlungskammer Djara kennenzulernen.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt 15 km westlich des Abu Muharig Dünengürtels etwas nördlich der Linie Farafra – Asyut. &lt;br /&gt;
Neben einer Reihe von kleinen, oft hochinteressanten Fundstellen, sind drei große Konzentrationen hervorzuheben. Zunächst die Fundstelle 90/1 mit einer wahrscheinlich im Tertiär entstandenen Tropfsteinhöhle als Besonderheit an ihrer südlichen Peripherie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite bedeutende Konzentration ist 98/20 mit einem Inventar, das von rückengestumpften Artefakten bis zu side-blow-flakes reicht.&lt;br /&gt;
Eine weitere Konzentration wird mit 98/4 bezeichnet, sie weist die am weitesten fortgeschrittene Zerstörung durch Deflation auf. Die Playaablagerungen sind bis auf einige flache Hügel, möglicherweise durch Phosphateintrag entstandene Härtlinge, komplett ausgeräumt und die Kalksteinstrukturen, wie sie im Pleistozän vorhanden waren, treten wieder zu Tage. Nur große und schwere Artefakte finden sich auf dem Grund des ehemaligen Siedlungsplatzes. Pfeilspitzen fehlen ebenso wie Mikrolithen und Straußeneischalen. &lt;br /&gt;
Keramik, die auf anderen Stellen in Djara nicht gefunden wurde, ist in einer mit schluffigem Material gefüllten Windfalle entdeckt worden.&lt;br /&gt;
Eine detaillierte Beschreibung und Auswertung der Funde und Befunde des Gesamtgebietes ist in Arbeit (K. Kindermann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 90/1'''&lt;br /&gt;
Das Gelände ist in mehrere Grabungszonen aufgeteilt worden, die von 90/1 – 1 bis 90/1 – 15 durchnummeriert worden sind. Pfeilspitzen sind an folgenden Stellen gefunden worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 1'''   Alter : 6786 +- 49 BP bis 6448 +- 69 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 12 Pfeilspitzen, acht davon sind gezeichnet worden und zwar : &lt;br /&gt;
Zwei D21- Spitzen, eine D26, eine D44, zwei E2 und jeweils eine H1, Eine H5 und eine H7- Spitze. Drei der flächenretuschierten Pfeilspitzen stammen aus den Herden und können als in situ Funde gelten. Es sind dies eine D21- Spitze, die lediglich als gestielt beschrieben ist, eine E2- Spitze, die als Blattspitze bezeichnet ist und eine D26- Spitze, die als gestielt mit Zähnung deklariert wird (In „Investigations of Mid- Holocene settlement of Djara“ in K. Kindermann 2003).&lt;br /&gt;
Während die flächenretuschierten rhombischen Exemplare und die Stielspitzen gut zu den C14- Werten passen, sind die kantenretuschierten Stücke, ob Blatt- Stiel oder Dreieckspitze eher für frühere Epochen typisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 2'''   Alter : 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden und gezeichnet wurden fünf Pfeilspitzen. Die kurzen und gedrungenen Exemplare bestehen aus Blattspitzen der Gruppen C3 (2 Stücke) und C4 (1 Stück) sowie einer ebenfalls gedrungenen D2- Spitze mit kurzem, breitem und abgerundetem Stiel. Das fünfte Stück ist ein schwer einzuordnendes Fragment mit flachen Randretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 4''' ohne Altersangabe.&lt;br /&gt;
* Es wurden vier Pfeilspitzen gefunden, gezeichnet wurde keine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 6'''   Alter : 6900 +- 50 BP und 6696 +- 94 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden drei Pfeilspitzen, davon eine Blattspitze C1 und eine gestielte Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 10'''   Alter : 6885 +- 50 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 19 Pfeilspitzen, darunter zwei H1, zwei C1 und eine D3- Spitze, ferner wurde ein Querschneider vom Typ F4 beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 13'''   Alter : 6713 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 36 Pfeilspitzen und zwar von den kantenretuschierten fünf H1, sechs H5 und eine H7- Spitze und von den flächenretuschierten Stücken zehn C1, drei C6 und fünf D1- Spitzen. Dazu kommen noch weitere sechs flächenretuschierte, nicht weiter präzisierte Stücke sowie vier zusätzliche Fragmente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 15'''   Von dieser Grabung ist ein Querschneider vom Typ F4 bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der Pfeilspitzen von den Grabungsflächen beträgt 80, davon wurden 15 Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Oberfläche 90/1 wurden insgesamt 155 Pfeilspitzen gefunden, davon sind 36 Stücke gezeichnet worden und zwar von den Konzentrationen 1 – 6. Von der Konzentration 7, welche 107 Pfeilspitzen hervorbrachte, sind keine Zeichnungen angefertigt worden.&lt;br /&gt;
Die Konzentration „cluster 7“ liegt im Südwesten von 90/1. Sie wird östlich von einer Wadirinne und westlich von dem Kalkgestein einer steil ansteigenden Hügelkette begrenzt. Der Untergrund besteht aus einem Schwemmfächer aus fein- bis mittelkörnigem Schutt.&lt;br /&gt;
Darin waren neben vielen anderen Artefakten 107 Pfeilspitzen eingelagert. Darunter befinden sich zwei Ounan- Harif- Spitzen mit Schäftungszonen, die von zwei geradlinigen Rändern gebildet werden (Typ H2). Weiter wurden gefunden eine Ounanspitze H12 und 24 H5- Spitzen, eine kantenretuschierte, blattförmige Spitze vom Typ H1 und eine Dreieckspitze vom Typ H7. Hinzu kommen noch acht fragmentierte kantenretuschierte Bewehrungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Stücke setzen sich zusammen aus 14 beidseitig modifizierten C- Spitzen und 11 einseitig bearbeiteten C- Spitzen. Die gestielten Exemplare gehören sechsmal zu den D3, fünfmal zu den D1 und dreimal zu den D26- Spitzen. Ferner wurden sieben fragmentierte D1- Spitzen und 16 Fragmente von nicht identifizierbaren flächenretuschierten Spitzen gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gelangten die Pfeilspitzen und andere, hier nicht aufgeführte Werkzeuge auf diesen sterilen Schwemmfächer? Sie wurden nicht mit den Sedimenten heruntergespült, wie angenommen werden könnte, da oberhalb keinerlei Kulturspuren zu entdecken sind, sondern sie wurden vom Nordwind in diese Artefaktenfalle geweht. Vergleichbare sekundäre Konzentrationen sind von Abu Tartur bekannt. Der vom Verfasser durchgeführte Langzeitversuch über die Wirkung des Windes auf  steinzeitliche Artefakte in ariden Klimazonen unterstreicht die Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 51 gezeichneten Exemplare von Djara gehören 20 verschiedenen Gruppen an und verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte blattförmige, 17 x C|| C 1|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 3||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 6||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte gestielte, 14 x D|| D 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 3||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 21||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 26||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 31||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 44||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rhombische, 4 x E|| E 2|| 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Querschneider, 2 x F|| F 4|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rundschneidige, 5 x G|| G 1|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kantenretuschierte, 9 x H|| H 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 4||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 5||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 7||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| '''Total'''|| '''51 (von 235)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 98/20'''&lt;br /&gt;
* Das Zentrum der Fundstelle wird, wie schon bei 90/1, von einer Restplaya gebildet. Ein im Jahr 2000 durchgeführter Baggerschnitt erreichte das unterliegende Kalkgestein. In der Kontaktzone hatte sich eine Schicht großer Kalzitkristalle gebildet, die später auch an höher gelegenen Stellen, ebenfalls im Kontakt Playa- Kalksteinliegendes, nachgewiesen werden konnte.&lt;br /&gt;
Die Ausbildung großer Kalzitkristalle unter den gegebenen Umständen setzt eine über längere Zeiträume dauernde Anwesenheit von Wasser voraus. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Lebensbedingungen, zumindest die Präsenz von Wasser betreffend, in der Siedlungskammer Djara während der pluvialen Optima wesentlich besser waren als bisher dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artefaktenvielfalt ist groß und reicht von Ounan- Harif- Spitzen, Ounanspitzen, langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Werkzeugen bis zu side- blow- flakes und flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 34 Stücken stellen die Ounan- Harif- Spitzen die größte Gruppe der Bewehrungen, nicht gezählt sind drei weitere Exemplare sowie eine Ounanspitze, die neben einer H1- Spitze und einer H5- Spitze vom Verfasser vor Ort beobachtet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Pfeilspitzen, die für 98/20 aufgelistet sind und die zu den C14- Werten von 6430 +- 50 BP und 6365 +- 30 BP passen, sind eine partiell flächenretuschierte C1- Spitze und eine gleichartig modifizierte D1- Spitze. Die beidseitig flächenretuschierten Stücke gehören mit einem Exemplar in die Gruppe C1 und mit zwei Exemplaren in die Gruppe C3. Sieben Stielspitzen sind vom Typ D1, zwei vom Typ D3 und eine ist eine D31- Spitze. Insgesamt sind also 40 rückengestumpfte und 15 flächig bearbeitete Pfeilspitzen im Inventar 98/20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Umgebung des Fundplatzes 98/4'''&lt;br /&gt;
* Wie schon eingangs erwähnt, ist Fundplatz 98/4 durch Deflation stark gestört und leichte Artefakte wie z.B. Pfeilspitzen sind nicht mehr vorhanden.&lt;br /&gt;
In den angrenzenden, etwas besser geschützten Hügeln jedoch finden sich einige interessante Exemplare.&lt;br /&gt;
So liegt nördlich des Komplexes 98/4 die Fundstelle 00/63, die neben einer D52- Spitze, eine D25 und eine C1- Spitze produziert hat.&lt;br /&gt;
Die Fundstelle 00/68, südwestlich von 98/4 gelegen, weist eine Großspitze vom Typ D3 auf (L = ca. 66 mm, B = 35 mm, D = 6 mm) ein seltener Fund auf dem Plateau. Daneben finden sich zwei Ounanspitzen vom Typ H12, zwei D47- Spitzen und eine rhombische E2- Spitze.&lt;br /&gt;
Eine weitere D52- Spitze stammt von der Fundstelle 00/69.&lt;br /&gt;
Der Keramikfundplatz 00/65 weist eine C10- Spitze auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit 00/ markierten Fundstellen sind im Rahmen zeitlich sehr begrenzter Suchfahrten entdeckt worden und nicht weiter bearbeitet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Djara weist eine sehr große Palette von Pfeilspitzenformen auf und deckt mit seinen Typen einen Zeitraum von rund 3000 Jahren ab, wie auch die C14 Daten belegen (von 8620 BP bis 5982 BP).&lt;br /&gt;
Mit über 300 gefundenen Exemplaren ist Djara auch mengenmäßig ein bedeutender Fundplatz für Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Abu Ballas Schichtstufenland==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Phasen haben die Archäologen der Universität Köln unter Leitung von Rudolf Kuper die Fundstellen von Abu Ballas untersucht.&lt;br /&gt;
Wie auch anderen Orts hat das von den höher gelegenen Einzugsgebieten ablaufende Niederschlagswasser sich in Deflationsmulden sammeln können und so zur Bildung von siltig- tonigen Playas führen können. Zwischen den verschiedenen Überflutungsphasen sind immer wieder äolische Einträge zu beobachten.&lt;br /&gt;
Die Hauptkonzentrationen prähistorischer Besiedlung wurden Eastpans, Mudpans und Westpans genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eastpans   wurden vom Stuttgarter Fotografen Rudolf René Gebhardt während einer seiner zahlreichen Alleinexpeditionen entdeckt.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt ungefähr 90 km südlich der Dakhla Oasen, die beiden größeren Fundstellen wurden mit 95/1 und 95/2 bezeichnet.&lt;br /&gt;
Die epipaläolithischen Konzentrationen 95/1 – 1 und 96/6, letztere mit einem Alter von    8350 +- 55 BP produzierten keine Pfeilspitzen, eine Ausnahme bildet ein asymmetrisches Trapez von 96/6, welches als eine mögliche Bewehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
Auch die jüngere, aber ebenfalls noch epipaläolithische Fundstelle 95/1 – 1 mit einem Alter von 7750 +- 150 BP bis 7752 +- 48 BP weist keinerlei Jagdwaffen in Form von Pfeilspitzen auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelneolithischen Charakter zeigen einige Artefakte der oberen Schicht der Fundstelle    95/1 – 1, die ein Alter von 7529 +- 48 BP aufweist und damit nur geringfügig jünger ist als die unterliegende epipaläolithische Schicht. Typisch ist eine Dreieckspitze mit kantenretuschierter Basis vom Typ H7 sowie eine kantenretuschierte Spitze mit konkaver Basis vom Typ H20 wie er auch in Nabta auf der Fundstelle E – 75 – 8 vorkommt. Das Auftreten einseitig flächenretuschierter Blattspitzen (2 Fragmente) passt ebenfalls in den Zeitrahmen.&lt;br /&gt;
Der spätneolithische Fundplatz 95/2 ist auf 6170 +- 80 BP bis 6072 +- 36 BP datiert. Die Vielzahl der Mikrolithen lassen auf einen Einfluss aus Süden, das Vorhandensein von Feuerstein, von einem side- blow- flake und von flächenretuschierten Artefakten auf einen Einfluss aus Norden schließen. An Bewehrungen sind vier Trapeze vom Typ F10 und eine D31- Spitze zu nennen, letztere stammt aus der datierten Grabungsschicht, während eine gestielte Großspitze vom Typ D3 von der Oberfläche abgesammelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erstaunlich, dass eine hauptsächlich von der Jagd lebende Gesellschaft, selbst im Spätneolithikum überwiegen Wildtierknochen und stehen einer nur geringen Anzahl von Rind- und Schafsknochen gegenüber, nur eine verschwindende Anzahl von Pfeilspitzen hinterlassen hat.&lt;br /&gt;
Zu erwähnen ist noch eine interessante Ounanspitze, die der Verfasser im Oktober 2000 an der Oberfläche von 95/1 beobachtet hat. Wie die vor Ort angefertigte Zeichnung zeigt, handelt es sich wahrscheinlich nicht um eine Bewehrung, sondern eher um ein epipaläolithisches Mehrzweck- Werkzeug (Bohrer, Kerbe, retuschiertes Stück).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mudpans''' werden schon 1939 von Bagnold ebenso wie das Vorhandensein prähistorischer Artefakte an diesem Ort erwähnt. Paschur und Braun bestätigen dies 1980. Die Fundstellen liegen südöstlich des Abu Ballas Hügels und südwestlich von Eastpans, der Schichtstufe folgend.&lt;br /&gt;
Da die mir zur Verfügung stehende Dokumentation nicht lückenlos war, werden lediglich die gezeichneten Bewehrungen behandelt. Im Prinzip entsprechen sie in Quantität und Qualität auch den gefundenen Stücken. Kleine, für diese Zusammenstellung aber nicht entscheidende Unterschiede, sind daher möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Trapezen und Dreiecken kommen auch rückengestumpfte Formen, Stichel, Endretuschen, gezähnte Stücke, ausgesplitterte Stücke, Bohrer vom Typ Tixier 16 und andere, und weitere Mikrolithen wie z.B. Segmente vor.&lt;br /&gt;
Eine Weiterentwicklung der Inventare ist nicht zu erkennen. Eine einzige Pfeilspitze weist Flächenretuschen auf. Es ist eine Stielspitze vom Typ I 9 mit einer rechtwinklig zur Längsachse stehenden Schwinge und einer gerundeten Schwinge vom Typ D21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gezeichnete Bewehrungen (außer Segmenten)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/56|| ca. 7000|| || H 1|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||5 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 7||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||19 x F||F 4||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 11||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-1|| ca. 6530|| 1 x H|| H 5|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||bis 5740||28 x F||F 2||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 13||7*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-9|| -|| 2 x F|| F 4|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-1|| ca. 5690|| 10 x F|| F 4|| 3*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-2|| -|| 1 x I|| I 9|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||2 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 9||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||7 x F||F 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 14||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-3|| ca. 6700|| 8 x F|| F 4|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-4|| ca. 6320|| 1 x H|| H 7|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||12 x F||F 4||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/54-1|| -|| 3 x F|| F 2|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||||| '''Total'''|||| '''99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Davon ein Exemplar mit flächigen Retuschen in der Schäftungszone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Westpans''' mit seinem Fundplatz 85/52 ist mit einem Alter von 8700 +- 190 BP das älteste epipaläolithische Vorkommen in der Abu Ballas Gegend.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt rund 50 km südwestlich von Mudpans, seine Koordinaten sind 24°7’ Nord und 27°37’ Ost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben anderen Mikrolithen wurden zwei breite, unregelmäßige Dreiecke und sechs Trapeze, deren kleine Seite eine ausgeprägte Kerbe aufweist, gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hugot beschreibt aus Algerien drei Dreiecke, deren durch Kantenretuschen zugespitztes Ende durch eine Schäftungskerbe ersetzt wurde und bezeichnet den Querschneider mit F9. Die Trapeze mit Schäftungskerbe erhalten die Bezeichnung F15.&lt;br /&gt;
Ein vom Verfasser gefundenes Trapez aus dem oberen Capsien von Bir Hameiria, Tunesien, weist ebenfalls eine Schäftungskerbe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilf Kebir==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der äußerste Südwesten Ägyptens wird durch das über 1000 m hohe Sandsteinplateau des Gilf Kebir geprägt. Die dortigen Sandsteinschichten der Jura- und Kreidezeit sind von tertiärem Vulkanismus durchbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zur Herstellung steinzeitlicher Artefakte verwandte Material ist vor allem ein quarzitischer Sandstein, der in verschiedenen metamorphen Stadien, Korngrößen, und Farben ansteht. Als weitere Materialien kommen Basalt, Quarzporphyr und im geringem Maß Quarzgerölle, also Kieselsteine und aus den tonigen und siltigen Schichten geringvolumige Chalzedone vor. Diese Chalzedone aus den buntgefärbten Ton- und Siltlinsen der Kharga Schichten bilden den bevorzugten Werkszoff der älteren holozänen Komplexe von Abu Tartur. Noch seltener sind Werkstoffe wie verkieseltes Holz und libysches Wüstenglas aus der großen Sandsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1980 arbeiten die Archäologen der Universität Köln, zunächst im Rahmen des Projekts B.O.S., später des Projekts ACACIA, im Gilf Kebir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Ausgrabungen im Wadi el Akhdar liegt eine Monographie von Werner Schön vor, im gleichen Volumen bearbeitet Erwin Cziesla den Fundplatz 80/14 (Schön 1996). Im Hinblick auf das Vorhandensein von Pfeilspitzen ist der Wadi el Akhdar als äußerst arm zu bezeichnen. Die 22 aufgelisteten Fundstellen lieferten 2494 Werkzeuge aber nur ca. 48 Bewehrungen in Form von Querschneidern, das macht ca. 2 % der Gesamtwerkzeugmenge aus. Diese dreieckigen und trapezförmigen geometrischen Formen kommen lediglich mit 41 Exemplaren auf der Fundstelle 80/14, mit fünf Exemplaren auf der Fundstelle 81/8 sowie drei relativ sicheren Stücken von der Oberfläche des Fundplatz 81/2 vor. Alle übrigen Plätze sind frei von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fehlen von Mikrolithen in vielen Inventaren, der schlechte Erhaltungszustand des Knochenmaterials und der geringe Anteil an großen, nicht verrundeten Keramikscherben lässt auf eine starke Zerstörung der Siedlungsplätze durch klimatische Einflüsse schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 80/14''' Alter : die drei Proben von Straußeneischalen ergeben ein Alter von 4210 +- 60 BP, 4300 +- 55 BP und 4500 +- 55 BP. Ein Datum von 4200 +- 1100 BP von einer Holzkohlenprobe kann wegen der hohen Standartabweichung nicht berücksichtigt werden. Von 131 Geräten sind 41 als Pfeilspitzenbewehrungen anzusprechen, das sind 31,3 %. Gezeichnet wurden 34 von 39 Dreieckspitzen, wie sie im Text bezeichnet werden, ein Trapez und eine Trapezspitze.&lt;br /&gt;
Von den gezeichneten Stücken der Tafel 1 sind 24 Exemplare Dreiecke mit geradlinigen Rändern vom Typ Tixier 89, die als Pfeilbewehrung mit F4 bezeichnet sind. Die neun Trapeze, die als Dreiecke eingeordnet sind, gehören zum Typ Tixier 83, als Pfeilspitzenwerden sie unter F10 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Dreieck weist konkave Ränder auf, der Typ ist Tixier 92 oder als Pfeilspitze F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Trapez Nr. 35 mit längerer kurzer Schneide als die neun oben erwähnten Exemplare gehört ebenfalls zum Typ Tixier 83. Durch seinen eher epipaläolithischen Charakter würde, isoliert betrachtet, ein Gebrauch als Pfeilspitze fraglich erscheinen, im Kontext mit einer Vielzahl von Querschneidern ist jedoch eine Verwendung als Bewehrung möglich. Das Trapez Nr. 40 mit einem leicht konkaven und einem geraden Rand (Tixier 86), welches in Hugots Einteilung als f16 geführt werden könnte, gehört ebenfalls zu den Querschneidern. Fünf Exemplare sind nicht gezeichnet worden, es ist anzunehmen, dass es sich um Dreieckspitzen des Typs F4 handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/8''' Holzkohlenproben ergeben ein Alter von 5430 +- 65 BP und 5940 +- 230 BP. Von den 73 Geräten oder ihren Fragmenten sind fünf Stücke oder 6,8 % als Querschneider, sowohl Dreiecke als auch Trapeze, angesprochen worden.&lt;br /&gt;
Ein eindeutiges Trapez, Nr. 23 Tafel 101, ist gezeichnet worden, es stellt eine Bewehrung vom Typ F10 dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/2''' (Oberfläche)&lt;br /&gt;
Das Alter konnte nicht ermittelt werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 88 Stücke, davon neun Mikrolithen. Letztere sind aufgegliedert in unregelmäßige Dreiecke (4 Stücke oder 4,5 %), unregelmäßige Trapeze (2 Stücke oder 2,3 %) und drei andere Stücke. Gezeichnet wurden sieben Mikrolithen bzw. Bruchstücke derselben. Bei dem Trapez Nr. 11 Tafel 66 und den Fragmenten Nr. 13 und     Nr. 14 der gleichen Tafel ist eine Nutzung als Pfeilspitzenbewehrung denkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen im Wadi el Akhdar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen-Typen&lt;br /&gt;
Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 80/14&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''41'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/2 Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 2 (+3)&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''3 (+3)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''11 (+3)'''&lt;br /&gt;
|| '''24'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''49 (+3)'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geometrischen Mikrolithen des Wadi el Akhdar sind vergleichsweise klein. Für die Exemplare des Fundplatz 80/14 schwankt die Breite zwischen 7 und 16 mm.&lt;br /&gt;
Die Durchschnittsbreite beträgt 9 mm, die Durchschnittshöhe 10 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wadi Bakht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wadi Bakht liegt ca. 40 km östlich des Wadi el Akhdar und weist gleiche geologische und morphologische Strukturen auf wie letzteres. Trotz ähnlich intensiver Untersuchungen liegt hier keine vergleichbare Veröffentlichung wie für das Wadi el Akhdar (Schön 1996) vor. Beispielhaft seien einige der Wadi Bakht Fundplätze, hier in Bezug auf das Vorkommen von Bewehrungen, vorgestellt. Die Typologien wurden hauptsächlich von Bettina Petrick und Jörg Linstädter zusammengestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/11'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 3,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 41&lt;br /&gt;
|| 15,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 52&lt;br /&gt;
|| 19,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 7,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 7,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 96&lt;br /&gt;
|| 36,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''261'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Mikrolithen befinden sich acht Dreiecke, unter anderem Tix 89, 90 und 95 und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
Die entsprechenden Pfeilbewehrungen werden mit F4 (fünf Stücke) und eventuell mit H7 (fünf Stücke) bezeichnet. Drei Dreiecke sind langschmal ausgebildet und werden hier nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 1''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 2,10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 56&lt;br /&gt;
|| 16,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 68&lt;br /&gt;
|| 20,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 31&lt;br /&gt;
|| 9,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 3,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 114&lt;br /&gt;
|| 34,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 6,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''333'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 68 Mikrolithen sind neun Dreiecke und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen, vier der Dreiecke können als Pfeilbewehrungen vom Typ F4 angesprochen werden, die kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen eventuell unter H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 2''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 2,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 9,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 224&lt;br /&gt;
|| 43,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 84&lt;br /&gt;
|| 16,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 2,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 79&lt;br /&gt;
|| 15,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 6,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''519'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs der 22 Dreiecke unter den Mikrolithen können als Bewehrungen für Pfeilspitzen angesprochen werden und zwar F4 (5 Stücke) und F13 (1 Stück). Die zwölf kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen möglicherweise in die Gruppe H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 1''' - Alter ca. 6060 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 116&lt;br /&gt;
|| 23,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 91&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 4,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 99&lt;br /&gt;
|| 20,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 38&lt;br /&gt;
|| 7,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 59&lt;br /&gt;
|| 12,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 3,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''489'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den insgesamt 228 Trapezen und Dreiecken, die 46,62 % des Inventars ausmachen, sind 18 Dreiecke und 23 Trapeze gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
Die Dreieckbewehrungen setzen sich aus den Typen F4, F12, F13 und F14 zusammen, die Trapeze sind mit den Gruppen F10, F16 und F12 vertreten.&lt;br /&gt;
Sowohl streng symmetrische als auch asymmetrische Formen sind zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 2'''- Alter ca. 6640 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 17,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 5,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 28,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 3,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''139'''&lt;br /&gt;
|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Platz enthält außer den Segmenten lediglich vier Trapeze und sieben Dreiecke, zehn Stücke wurden gezeichnet. Der Anteil der Querschneider am Gesamtinventar beträgt 7,92 %. Die Bewehrungen fallen in die Gruppen F16, F10, F12 für die Trapeze und F4 und F14 für die Dreiecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/10'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer (Tixier 16)&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,35&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
und Abschläge&lt;br /&gt;
|| 58&lt;br /&gt;
|| 27,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,96&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 11,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 20,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 9,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''213'''&lt;br /&gt;
|| '''100,08'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 58 Trapezen und Dreiecken, welche 27,23 % des Inventars ausmachen, können sämtliche Stücke als Bewehrungen angesehen werden, sie gehören den Tixier Gruppen 83, 85 – 89 und 92 an. Gezeichnet wurden sieben Dreiecke der Typen F4 und F14 sowie vierzehn Trapeze der Gruppen F13 und F16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Querschneider Typen im Wadi Bakht'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14 &lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/10&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| '''58'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/11&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 1&lt;br /&gt;
|| 187&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''228'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| - &lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| '''11'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''225'''&lt;br /&gt;
|| '''18'''&lt;br /&gt;
|| '''29'''&lt;br /&gt;
|| '''9'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''312'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Maya von Czerniewiez bearbeiteten Fundplätze 82/15 (Alter 5070 +- 60 BP und 5180 +- 60 BP) und 82/24 (Alter 4920 +- 60 BP und 5090 +- 60 BP) enthielten keinerlei Pfeilspitzen- Bewehrungen. Dennoch weist das Wadi Bakht wesentlich mehr Mikrolithen, die als Bewehrungen gedient haben könnten, auf als das Wadi el Akhdar. Diese Tatsache kann ein Anzeichen für bessere Erhaltungsbedingungen der Fundstellen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für beide von den Archäologen der Universität Köln intensiv untersuchten Wadis aber auch für das Gilf Vorland und das Plateau und wahrscheinlich ebenfalls für die große Zahl der nicht behandelten Wadis gilt folgendes : Die relativ zum Gesamtinventar geringe Anzahl von Pfeilspitzen- Bewehrungen setzt sich fast ausnahmslos aus Querschneidern in Dreieck- und Trapezform zusammen (Tafel Ä24, Ä25).&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden die älteren dreieckigen Mikrospitzen, welche schon an die kantenretuschierten Dreieckspitzen erinnern, wie sie im mittleren Neolithikum in Nabta, Bir Kiseiba und Abu Tartur üblich waren (Tafel Ä26).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf eine Stielspitze vom Wadi Sora sind flächenretuschierte Pfeilspitzen aus dem Gilf Kebir nicht beobachtet worden. Das hat zum einen sicherlich kulturelle Gründe aber es sollte nicht vergessen werden, dass der in seiner Struktur nicht homogene, verfestigte Sandstein, aus dem die meisten Artefakte hergestellt worden sind, sich nicht für Flächenretuschen anbietet. Die in der Gesteinsmasse einzementierten Quarzkörner stellen einer Druckretusche zuviel Widerstand entgegen. Es gibt im Gilf Beispiele für flächige Retuschen aus dem Paläolithikum aber bei diesen Artefakten handelt es sich um großvolumige Kernwerkzeuge und nicht um aus Klingen oder Lamellen hergestellte Kleinwerkzeuge. Außerdem sind die paläolithischen Retuschen geschlagen und nicht gedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant, bezüglich der Pfeilspitzen, ist die fehlende Weiterentwicklung während der großen Zeitspanne vom Epipaläolithikum bis zum jüngsten Spätneolithikum, wenn davon abgesehen wird, dass die Bewehrungen während der prädynastischen Phasen teilweise kleiner werden und häufig asymmetrische Formen zeigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Frühen holozänen Besiedlungszeit ist ein Trapez mit gekerbter, kleiner Schneide bekannt, ähnliche Stücke wurden in Westpans und Regenfeld gefunden. Die bis dahin unbekannte Bewehrungsart erhielt die Bezeichnung F15, sie ist zu vergleichen mit F9, einem querschneidigem Dreieck mit Schäftungskerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Minqar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Weg zwischen den Dakhla Oasen und Farafra liegt hart am Rande der großen Sandsee die kleine Oase Abu Minqar. Im Rahmen des B.O.S. Programms der Universität Köln wurde zu Beginn der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts das Gebiet auf prähistorische, holozäne Siedlungsplätze untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf Pfeilspitzen stellen sich die Fundplätze wie folgt dar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-1 weist zwei recht unterschiedliche C14- Daten auf, einmal 7890 BP und ein älteres von ca. 8620 BP. Neben kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen der Gruppen C1 und C4 und gestielten, kantenretuschierten Exemplaren der Typen H5 und H12 kommen gekerbte und retuschierte Stücke (Tix 74 bis 77 und Tix 105) vor. Ein Besonderer Fund ist ein langgestrecktes Artefakt mit dreieckigem Querschnitt. Das über 140mm lange Stück ist vollständig flächenretuschiert, die Dicke von rund 6mm im medialen Bereich verringert sich zu den bohrerartig ausgebildeten Enden hin. Der Verwendungszweck bleibt rätselhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-2 liefert ebenfalls kleine, einseitig flächig retuschierte Blattspitzen. Es sind die Typen C1, C3, C4 und C6. Daneben gibt es eine gestielte, flächenretuschierte Pfeilspitze der Gruppe D3 und kantenretuschierte Bewehrungen der Typen H4 und H7 sowie Querschneider der Typen F4 und F13. Rückenstumpfungen und langschmale Dreiecke gehören ebenfalls zum Inventar von 81/55-2. Die C14- Daten reichen von 7100 BP über 6390, 6100 bis 4500 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-3 weist vor allem Querschneider auf und zwar der Gruppen F16, F4 und F13. Daneben kommen auch wieder die kleinen, teilweise flächenretuschierten Blattspitzen aber auch vollflächig retuschierte Exemplare vor.&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 6520 BP angegeben. Weitere typische Artefakte sind retuschierte Stücke (Tix 105), Rückenstumpfungen und Bohrer vom Typ Tix 16 (mèche de foret) sowie basisretuschierte Lamellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-5, dessen Alter mit 7260 BP angegeben ist, produzierte sieben Blattspitzen sowohl ganzflächig als auch teilflächig retuschiert. Daneben finden sich zwei Querschneider, drei H5- Stielspitzen und eine teilflächig retuschierte Hybridspitze vom Typ D44, welche den Übergang von der Blatt- zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den im Gebiet aufgelesenen Streufunden gehört neben Blattspitzen der Gruppen C1, C3, C4 und C11 auch eine große, beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 mit geradlinigen bis leicht gewellten Rändern. Der außergewöhnlich breite Stiel wird von konvexen Linien begrenzt und läuft in einer Spitze aus. Das Gewicht des Stückes ist nicht bekannt, aber da die Dicke in der Mitte des Exemplars bereits 10mm beträgt, dürfte es über 20g wiegen und damit eher zu den Stoß- und Wurfspießen gehören. Außerdem ist der Stiel so breit, dass eine Pfeilschäftung nur schwer vorstellbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Pfeilspitzen in Abu Minqar (Lobo)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| C&lt;br /&gt;
|| D3&lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14&lt;br /&gt;
|| H4&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|| H7&lt;br /&gt;
|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| 2&lt;br /&gt;
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|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
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|| 5&lt;br /&gt;
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|| 81/55-3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
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|| 2&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
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|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Streufunde&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''16'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''25'''&lt;br /&gt;
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|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen der verschiedensten Pfeilspitzen- Typen, die über weite Zeiträume gespannten Altersangaben und die neben den Bewehrungen gefundenen typischen, vielfach rückengestumpften Artefakte lassen eine so starke Durchmischung des Fundgutes vermuten, dass eine Altersbestimmung von Pfeilspitzengruppen in diesem Falle problematisch wäre. Sämtliche 123 in „Lobo“ gefundene Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (B.O.S.- Archiv, persönliche Mitteilung Frank Klees).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Weitere Fundplätze außerhalb des Komplexes „Lobo“ sind in folgender Grafik vorgestellt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| A1&lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| E1&lt;br /&gt;
|| E2&lt;br /&gt;
|| F2&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
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|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/17-1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
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|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/24&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/21&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/28-8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/27&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''7'''&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Blattspitzen sind die Typen C3 und C11 einseitig flächenretuschiert, das proximale Ende ist häufig auf beiden Seiten modifiziert. Von den C1- Spitzen sind zwei Stücke teilretuschiert.&lt;br /&gt;
Das Alter dieser Bewehrungen liegt, wie auch das der schlanken A1- Spitze, zwischen ca. 6500 BP und 6100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zum Gebrauch des Begriffs „Holozän“.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur in der deutschen Fachliteratur hat sich in Bezug auf das Holozän die Unsitte eingeschlichen, nicht abgeschlossene Zeiträume in Phasen einzuteilen. Diese kleine Anmerkung möge dazu dienen diese Praxis in Frage zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holozän ist ein Terminus aus der historischen Geologie oder Stratigraphie. Das Holozän, früher auch Alluvium genannt, ist die jüngste Stufe der Quatärformation. Es schließt sich an das Pleistozän oder Dilluvium an. Letzteres ist eine abgeschlossene Stufe, welche zwischen dem Pliozän, der jüngsten Erscheinung des Tertiärs, und dem Holozän, der Jetztzeit, angesiedelt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also möglich Begriffe wie frühes, mittleres und spätes Pleistozän zu bilden.&lt;br /&gt;
Anders verhält es sich mit dem Holozän, welches erst vor 10.000 – 12.000 Jahren begann und von dem wir nicht wissen wie lange es dauern wird. Möglicherweise ist es eine zukünftige Eiszeit, welche dieses Erdzeitalter beenden wird. Geologische Zeiträume, und Holozän ist ein solcher, sind im Gegensatz zu historischen, auch ur- und frühgeschichtlichen unvergleichlich groß, Millionen Jahre sind kurze Zeitspannen in der Geologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allenfalls kann also von einem frühen Holozän gesprochen werden, wenn die Zeit, die unmittelbar auf  das Pleistozän folgt, gemeint ist. Gänzlich inkorrekt hingegen sind Wendungen wie mittleres oder spätes Holozän.&lt;br /&gt;
Denkbar wären Formulierungen wie „spätsteinzeitliche Holozänphase“ oder „mittelsteinzeitliche holozäne Feuchtphase“, das sind zwar unförmige Wortgebilde, sie haben aber den Vorteil logisch zu sein. Außerdem vermeiden sie ebenfalls ungeliebte und mit unpraktischen Definitionsansätzen versehene Begriffe wie Neolithikum, Mesolithikum usw..&lt;br /&gt;
Läge die Steinzeit im späten Holozän, wo wären dann Bronze- und Eisenzeit oder gar das Atomzeitalter angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zehnjähriges Kind mit einer statistischen Lebenserwartung von 80 Jahren beschreibt seinen Lebensweg in der Art : „In der Frühphase meines Lebens verbrachte ich meine Zeit hauptsächlich mit Spielen. Dann in der mittleren Lebensphase ging ich in die Grundschule und letztlich, in der Spätphase meines Lebens, wurde ich in die Sexta des hiesigen Gymnasiums aufgenommen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Beispiel zeigt, dass offene Zeiträume nicht in Früh-, Mittel- und Spätphasen aufgeteilt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Große, gekehlte Dreieckspitzen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden sollen die Pfeilspitzen der Wüstenfundplätze Fayum, Abu Tartur und Kharga untereinander und mit den Bewehrungen der zwei Niltalvorkommen von Merimde und Badari verglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst gilt es das zeitliche Auftreten der gekehlten Dreieckspitzen in den einzelnen Siedlungsräumen zu klären. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum A wird unterteilt in das ältere Fayumian von 6075 BP bis 5540 BP und das jüngere Moerian von 5410 BP bis 5010 BP.&lt;br /&gt;
( Ginter et al. 1982; Ginter und Kozlowski 1983, 1984, 1986; Dagnan - Ginter et al. 1984; Kozlowski und Ginter 1989 ). Für die gleiche Kultur gibt F. Wendorf 1980 Altersstellungen von 6391 BP, 6064 BP, 5810 BP und 5160 BP an. Ausgehend von der Annahme, dass sämtliche C14 Analysen korrekt durchgeführt worden sind, kann das Fayum A in den Zeitraum von 6391 BP bis 5010 BP gestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde wird bei von den Driesch und Boessneck 1985 zwischen 5440 BP und 5010 BP datiert. Breunig gibt 1987 für die untere Merimdeschicht Alter von 3940 BP und 5840 BP an. Die Angaben von Derricourt 1971 liegen zwischen 4690 BP und 6250 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die problematische zeitliche Einordnung der Oberflächenfunde von Abu Tartur könnte mit Einschränkungen auf vier C14- Daten basiert werden.&lt;br /&gt;
Das Exemplar Nr. 12 der Tafel Ä2 wurde als einzige gekehlte Dreieckspitze auf dem Fundplatz 1004/83 aufgesammelt. Das Alter des Fundplatzes ist auf 7590 +- 75 BP datiert. Unter anderem führt dieser Komplex auch erste, recht primitiv gestaltete side-blow-flakes. &lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 mit einem Alter von 7145 +- 40 BP weist vier gekehlte Dreieckspitzen auf und 1024/82, der auf 6620 +- 40 BP datiert ist, drei dieser Exemplare. Eine weitere Datierung mit sieben dreieckigen Großspitzen stammt vom Fundplatz 1005/83 und beträgt  6420 +- 60 BP. &lt;br /&gt;
Andere Fundplätze mit häufigem Auftreten dieser Pfeilspitzengruppe konnten bisher noch nicht datiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vielzahl der unterschiedlichsten Datierungen der Fundplätze am Westende der Ausläufer des Abu Tartur Massivs, besonders site 228 und die mögliche Vermischung der Inventare in dieser Zone erlauben keine eindeutige zeitliche Zuweisung der Dreieckspitzen der Dakhla Oasen. Ähnliches gilt für andere einzelne Oberflächenfunde in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der frühesten Daten des Fayum A ( 6391 BP ) und Merimdes ( 6250 BP ), Fundstellen, die sich wie auch Abu Tartur durch statistisch auswertbare Mengen von großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle auszeichnen, ergibt ein Bild, welches die gehäufte, Präsenz dieser Bewehrungsart auf den oben genannten Plätzen ab der Mitte des 7. Jahrtausend vor heute suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur begann die Entwicklung etwa tausend Jahre früher ( 7590 BP ). Ein Ansteigen der Häufigkeit belegen die Stationen 7145 BP und 6620 BP. Die größten Mengen treten in Abu Tartur um 6420 BP auf, kurz vor dem ersten Erscheinen dieses Pfeilspitzentyps im Fayum und in Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielhaft für das Fayum sind die tief ausgekehlten Spitzflügelgeschosse der Gruppe A25, die noch durch zwei gezähnte Exemplare des Typs A26 ergänzt werden. Andere Dreieckspitzen verschiedenster Basisgestaltung sind A1 mit geradliniger Basis, A17 und A18 mit einer durch zwei schräg verlaufende gerade Linien gebildeten Basis oder einer konvexen Basis und die Stücke mit zentraler Kehle mit allen möglichen runden und eckigen Ausgestaltungen der Schwingenenden als da sind A2, A13, A27 u.s.w.&lt;br /&gt;
Die in Abu Tartur gefundenen Exemplare zeichnen sich häufig durch eine gewisse Asymmetrie, vor allem die Schwingenenden betreffend, aus ( z.B. Tafel Ä3, 2, 3, 5, 6, 8 und 11 ). Dieses Merkmal wird weder im Fayum noch in Merimde oder Badari angetroffen. Auch das Ansteigen des häufig spachtelförmigen Schwingenendes zum Kehlentiefsten hin ist typisch für Abu Tartur ( z.B. [[Tafel Ä 4A]], 1, 6, 9 und 16 ). Bis auf ein Exemplar der Gruppe A26 kommen Spitzflügelgeschosse im Einzugsgebiet von Abu Tartur nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Merimdespitze“ vom Fundplatz Merimde beni Salam ist eine symmetrisch geformte Dreieckspitze mit geradlinigen bis schwach konvexen Rändern. Die Basis ist mit einer zentralen Kehle ausgestattet, die Schwingenenden verlaufen häufig rechtwinklig zum Rand und sind nach außen leicht abgerundet. Sie entsprechen dem Typ A27 und kommen ebenfalls in geringer Anzahl in Abu Tartur vor. ( Tafel Ä4, 4 ; Tafel Ä2, 2 ). Die feinen morphologischen Unterschiede innerhalb der Gruppe sind von J. Eiwanger beschrieben. Außer den „Merimdespitzen“ kommen in den oberen Schichten und vor allem an der Oberfläche auch die jüngeren Spitzflügelgeschosse, ähnlich denen aus dem Fayum, vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der Bewehrungen der wesentlich jüngeren Badarikultur ( 5560 BP – 5030 BP Hassan 1985 ) sind Spitzflügelgeschosse vom Typ A25 aber auch A2, A26 und A28 kommen noch vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die elf von G. Caton-Thompson in Kharga gefundenen großen Pfeilspitzen mit teils eckigen, teils gerundeten Schwingen sowie die drei von M. Mc Donald erwähnten ausgekehlten Dreieckspitzen östlich von Dakhla können den Typen von Abu Tartur zugesellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die ägyptischen Fundgebiete im Vergleich.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenfassung der Pfeilspitzen Indizes sowie ihre grafische Darstellung sollten ursprünglich nur die Verschiedenheit oder Gleichheit einzelner Kulturen dokumentieren. Unvermischte Inventare ergeben gleichartige Grafiken bei gleicher Kultur, eine andersartige Kultur ergibt eine abweichende Grafik. Auf ähnliche Art können auch Gesamtinventare miteinander verglichen werden.&lt;br /&gt;
Trotz aller Kritik an dieser „französischen Methode“ haben ihre Kritiker bislang nichts anzubieten was effektiver wäre. Es wird lediglich versucht einfache Methoden durch aufwändige Arbeitsweisen zu ersetzen.&lt;br /&gt;
Die hier vorgestellten Grafiken haben in den meisten Fällen gemischte Inventare als Grundlage, dennoch sind sie äußerst informativ, denn sie zeigen die zeitliche und materielle Entwicklung der einzelnen Populationen auf und sie erlauben Vergleiche mit anderen Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersicht 1. - 6. sind Fundkomplexe der postulierten Gunstzone. Übersicht 7. - 11. sind Fundkomplexe außerhalb der postulierten Gunstzone. Übersicht 12. - 13. sind Sonderfälle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Kharga'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 7,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 259&lt;br /&gt;
|| 29,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 341&lt;br /&gt;
|| 39,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 203&lt;br /&gt;
|| 23,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''869'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 122&lt;br /&gt;
|| 3,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 1466&lt;br /&gt;
|| 45,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 597&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 1023&lt;br /&gt;
|| 31,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''3208'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Djara 90/1'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 28,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 53&lt;br /&gt;
|| 35,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''150'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Abu Minquar'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 51&lt;br /&gt;
|| 29,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 117&lt;br /&gt;
|| 67,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''173'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Dakhla'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 57&lt;br /&gt;
|| 38,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 14,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 65&lt;br /&gt;
|| 43,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''148'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6. Djara 98/20'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''55'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7. Mudpans'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 98&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''98'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8. Gilf Kebir'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 346&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''346'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9. Sandsee (Glasregion)'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| ca. 50&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''ca. 50'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10. Kiseiba'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 152&lt;br /&gt;
|| 96,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''157'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11. Nabta'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 3,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 2,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 350&lt;br /&gt;
|| 93,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''375'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12. Merimde'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 61&lt;br /&gt;
|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''66'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13. Fayum'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 272&lt;br /&gt;
|| 31,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 228&lt;br /&gt;
|| 26,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 357&lt;br /&gt;
|| 41,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''857'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Tartur - Verteilung der Pfeilspitzenfamilien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3a&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 9120 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7590 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7145 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6620 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6420 BP&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0002 / 84'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0006 - 0007 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1004 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1017 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1023 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1024 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1005 / 83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| 1,48|| I|| 3,39|| I|| 3,02|| I|| 5,33|| I|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||1,57||II||14,08||II||17,78||II||48,59||II||52,61||II||72,78||II||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||0,52||III||9,86||III||4,44||III||7,91||III||18,57||III||11,83||III||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||97,91||IV||76,06||IV||76,30||IV||40,11||IV||25,80||IV||10,06||IV||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kharga'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 90 / 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Dakhla'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Minqar'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 98 / 20'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 7,60|| I|| 3,80|| I|| 2,67|| I|| 2,70|| I|| 1,73|| I|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29,80||II||45,70||II||33,33||II||38,51||II||29,48||II||7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||39,24||III||18,61||III||28,67||III||14,87||III||1,16||III||20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||23,36||IV||31,89||IV||35,33||IV||43,92||IV||67,63||IV||72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Mudpans'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Gilf kebir'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Glasregion''' &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kiseiba'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Nabta'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Fayum'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Merimde'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| -|| I|| 0,64|| I|| 1,33|| I|| 31,74|| I|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||-||II||-||II||-||II||1,27||II||3,20||II||26,60||II||-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||-||III||-||III||-||III||1,27||III||2,13||III||41,66||III||3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||100||IV||100||IV||100||IV||96,82||IV||93,33||IV||-||IV||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alter bestimmter Pfeilspitzenformen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wird die Frage nach dem Alter bestimmter Pfeilspitzenformen gestellt. Um eine zufriedenstellende Antwort geben zu können, werden möglichst große Mengen Bewehrungen mit ausreichenden Altersbestimmungen durch C14 Analysen benötigt.&lt;br /&gt;
Im besprochenem Raum stellt sich die Faktenlage so dar, dass nur ein geringer Anteil der älteren Inventare, von vor 9000 BP bis etwa 7600 BP, in direktem Zusammenhang mit C14 Werten steht. Oft ist die Anzahl der an einer datierten Stelle aufgefundenen Pfeilspitzen klein oder aber eine zeitliche Zuweisung größerer Mengen eines Fundplatzes ist lediglich auf indirektem Wege, durch Vergleiche mit ähnlichen Vorkommen, deren Alter bekannt ist, möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die jüngeren Fundplätze von ca. 7600 bis ca. 6400 ist die Situation günstiger, da hier Datierungen mit größeren Mengen zusammenfallen, dieses gilt leider nur für Abu Tartur, dürfte aber ausreichen, um allgemeine Strömungen bei der Formgebung von Pfeilspitzen kenntlich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' zeigt die Entwicklung von vor 9120 BP bis 6900 BP ohne Wichtung der Menge. Jeder direkt datierte Pfeilspitzenfundplatz ist in dem Diagramm eingezeichnet so z.B. 0002/84 mit 180 Querschneidern aber lediglich zwei Ounan-Harif Spitzen vom Typ H14 ( Tafel Ä35 – 12 und 13 ) und fünf weiteren H- Spitzen. Schon im Frühholozän wurde mit neuen Formen und Techniken experimentiert wie die einseitig flächenretuschierte D1- Spitze ( Tafel Ä12 – 6 ) und die gestielte Hybridspitze ( Tafel 35 – 14 ) zeigen. Experimente sind im Diagramm durch einen Asterix gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_7.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_8.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den '''Nabta-Fundplatz E-77-3''' liegt eine Datierung vor und eine solide Menge von 28 Ounan-Harif Spitzen und 25 querschneidigen Bewehrungen. Gegenüber der knapp 300 Jahre älteren Fundstelle 0002/84 mit einem Ounan-Harif Anteil von ca. 1 % übersteigt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen mit 52,83 % die Menge der Querschneider, die es auf  47,17 % bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dakhla treten ähnliche Querschneider wie in Abu Tartur und größere Mengen von Ounan-Harif Spitzen, hauptsächlich vom Typ H19, auf. Leider sind die Mengen- und Typenangaben für eine Auswertung nicht präzise genug, ferner fehlen exakte, auf  Inventare bezogene Altersangaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Minqar 81/55-1''' weist um 8620 BP keine Ounan-Harif Spitzen aber erste Ounan- oder ounanähnliche Spitzen auf. Die Menge, fünf Exemplare, ist aber zu gering, um aussagekräftig zu sein. Ein weiteres Datum von 7890 BP könnte im Zusammenhang mit kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen gesehen werden. Aber auch hier ist die Menge ( drei Stücke ) zu gering und das auch noch in einem Fundkontext, welcher unübersichtlich und gestört erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den indirekt datierten Fundplätzen '''E-80-2 und E-80-1-A''' sind insgesamt 80 Ounan-Harif Spitzen und 22 querschneidige Mikrolithen bekannt. Diese größte Menge von in Ägypten gefundenen Ounan-Harif Spitzen sollte in der Betrachtung der Entwicklung der Pfeilspitzentypen nicht fehlen. Das Inventar ist daher in das Diagramm Fig. 7 aufgenommen und arbiträrerweise bei 8500 BP eingetragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wahl entbehrt nicht ganz der Logik, da das Verhältnis von Ounanspitzen zu Mikrolithen mit der Zeit ansteigt. Während 0002/84 nur 1,10 % Ounan-Harif Spitzen aufweist, steigt der Anteil auf 52,83 % für E-77-3, auf 62,00 % für Dakhla, auf 78,43 % für  E-80-2 und E-80-1-A. Nach 8500 BP sinkt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen und die Querschneider laufen in der behandelten Zone aus. Ounanspitzen vom Typ H12 und ähnliche wie H13 und H5 werden zahlreicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf 8290 +- 80 BP datierte Nabta Fundplatz '''E-75-6''' Epipal, weist keine Ounan-Harif Spitzen mehr auf, dafür aber immer noch mikrolithische Bewehrungen und Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
Dahingegen werden nur geringfügig später ( 8219 +- 73 BP ) auf dem Fundplatz Gara 75/27 in den Siwa Oasen weiterhin Ounan-Harif Spitzen produziert und Versuche mit flächenretuschierten Stielspitzen angestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Ounan-Harif Spitzen wie im äußersten Nordwesten der westlichen Wüste Ägyptens werden zur gleichen Zeit ( 8210 +- 70 BP ) im Südosten in Bir Kiseiba auf dem Fundplatz  E-79-1 hergestellt. Die letzten Ounan-Harif Spitzen erscheinen zwischen 8100 BP und 8020 BP auf den Fundplätzen E-80-3 und E-80-1-C. Der auf 8130 BP datierte Fundplatz E-79-2 führt schon Ounanspitzen, die jüngeren hier gemessenen Daten dürften sich auf  eine Bou Saada Spitze ( H7 ) beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1-C''' von F. Wendorf in die El Jerar Phase von Nabta Playa gestellt, weist zwei Ounanspitzen mit einem Alter von 7850 +- BP auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-79-2''' hatte acht Ounanspitzen um 8130 BP hervorgebracht, zwei jüngere Daten 7780 +- 130 BP und 7610 +- 70 BP könnten im Zusammenhang mit einer Bou Saada Spitze stehen, wie schon weiter oben ausgeführt wurde. Das jüngere Datum ist wahrscheinlicher, das ältere läge rund 200 Jahre vor dem Erscheinen der frühesten kantenretuschierten Dreieckspitzen der Typen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch zwei Holzkohlenproben von verschiedenen Herdstellen datierte Fundstelle '''1072/86''' hat ein Alter von 7670 +- 50 BP respektiverweise von 7645 +- 35 BP. Hier kann von einer intakten Fundschicht mit in situ Material ausgegangen werden. Es wurden 37 Spitzen der Typen H12, H13 und H5 gefunden, also Ounanspitzen und ounanähnliche Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um so erstaunlicher ist die Pfeilspitzen Vielfalt des auf 7590 +- 75 BP datierten Fundplatzes '''1004/83''', der neben 47 Spitzen der Gruppen H12, H13 und H5 eine Menge von 15 kantenretuschierten Blattspitzen, zwei flächenretuschierten Dreieckspitzen der Typen A1 und A2, 29 Blattspitzen der Typen C1, C2, C3, C6 und C10 und sechs Stielspitzen der Typen D1, D2 und D3 hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast gleichzeitig ist der mit 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP datierte Fundplatz Djara 90/1-2, welcher ebenfalls flächenretuschierte Blatt- und Stielspitzen führt. Die Nabta Fundplätze E-77-5 Neolith. ( 7530 +- 180 BP ) und E-91-1-C ( 7536 +- 110 BP ) führen zu dieser Zeit noch Ounanspitzen und kantenretuschierte Blattspitzen. Unsicher ist eine H7 Spitze, ein einzelnes Trapez taucht wieder auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 7360 +- 200 BP werden vom Kiseiba Fundplatz E-79-7 zwei kantenretuschierte Dreieckspitzen des Typs H8 gemeldet, um 7170 +- 80 BP steigt die Anzahl der H7 und H8 Spitzen auf Fundplatz E-79-6 auf 19 Exemplare. Ebenfalls wird eine große, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze mit zentraler Kehle des Typs A2 gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit, 7145 +- 40 BP, wird auf dem Fundplatz Abu Tartur 1017/82 eine Menge von 178 Pfeilspitzen gezählt darunter 60 Ounan- und ähnliche Spitzen, zehn kantenretuschierte Blattspitzen und von den flächenretuschierten Stücken vier Dreieck-, 86 Blatt- und 14 Stielspitzen. Der Fundplatz ist gemischt und die kantenretuschierten Exemplare dürften älter sein, was durch weitere Datierungen zu klären wäre. Kantenretuschierte Dreieckspitzen wurden nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Nabta Fundplatz E-75-8 lower, welcher 41 Pfeilspitzen der Typen H7 und H8 produzierte schwanken die Altersangaben zwischen 7100 BP und 6700 BP. Das ältere Datum scheint für die „Nabtaspitzen“ wahrscheinlicher zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der in der ägyptischen Sahara, also in der westlichen oder libyschen und in der östlichen oder arabischen Wüste gefundenen und wissenschaftlich bearbeiteten Pfeilspitzen liegt bei über 7000 Stücken. Die im diesem Bericht berücksichtigten Bewehrungen erreichen eine Zahl von rund 6800 Exemplaren. Zwei Drittel dieser Menge kommen aus einem breiten Streifen um den 26. nördlichen Breitengrad, einer Region, die wie ich meine sowohl Sommerregen aus Süden als auch den noch wichtigeren Winterregen aus Norden regelmäßig erwarten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch die Landschaftsform reicht die Kernzone der Pfeilspitzenhäufigkeit von Abu Minqar im Westen über Dakhla bis nach Kharga im Osten. Nördlich dieser Linie sind Farafra und Djara sowie Abu Gerara, das nördliche und westliche Abu Tartur Plateau, die geologischen Senken nördlich von Abu Tartur sowie das Gelände nördlich der Kharga Oasen zu nennen, wobei große Gebiete bis heute noch nicht auf prähistorische Vorkommen untersucht worden sind. Südlich der Linie liegen die Eastpans. Das Auffinden weiterer Fundplätze bis zum Breitengrad 25° Nord ist möglich, die Aussicht auf Erfolg ist wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem libyschen Kalksteinplateau und an seinem Fuße konnte auf ausgezeichnetes Rohmaterial zur Herstellung von Werkzeugen zurückgegriffen werden. Einmal auf Jaspis- und Chalzedonknollen aus den Tonlinsen der Khargaschichten, zum anderen auf eozäne Hornsteine, deren Ausbildung von kugelig bis plattig reicht. Es gibt weitere Gesteine, die als Ausgangsmaterial herangezogen worden sind, wie Sandstein, Kalkstein, verkieseltes Holz, Quarz und andere, ihre Verbreitung ist jedoch gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie Fig. 3''' zeigt ähneln sich die Diagramme der einzelnen Fundzonen. Sämtliche Pfeilspitzen- Grundformen wie die flächenretuschierten Dreieck-, Blatt- und Stielspitzen sind neben den kantenretuschierten Exemplaren vorhanden. Bis etwa 7500 BP sind Flächenretuschen die große Ausnahme obwohl mit dieser Technik experimentiert wurde. Nach ca. 7000 BP setzen sich die Flächenretuschen durch, Kantenretuschen werden seltener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Grafik zeigt das Indiz IV den Anteil der kantenretuschierten Pfeilspitzen und damit den Anteil älterer Besiedlungsphasen an. &lt;br /&gt;
Diese älteren Pfeilspitzen weisen ein großes Spektrum an Formen auf, es reicht von Ounan- Harif- Spitzen ( H 14, H2, H19 u.a. ) mit den verschieden gestalteten Schäftungszonen über Ounanspitzen ( H12 ), gestielten H5- Spitzen, Dreiecksformen ( H7, H8, H9, H18 ) und Blattspitzen ( H1, H4, H10, H11 ) bis zu Querschneidern ( F2 – F22 ), von denen die frühesten schon vor 9000 BP auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Größenordnung und Verteilung der Indize der flächenretuschierten Bewehrungen wird wahrscheinlich durch kulturelle Präferenzen bestimmt. So ist für die Khargaregion die Stielspitze wichtig. Da nahegelegene Abu Tartur und die Dakhla Oasen führen prozentual die meisten Blattspitzen während das Verhältnis von Blatt- zu Stielspitzen in Djara ausgeglichen erscheint. Diese Aussagen sind sehr verlässlich, da sie große Mengen als Basis aufweisen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger großen Inventaren genügt ein kleiner Eingriff, um das Gesamtbild zu ändern und eventuell zu verfälschen, so fehlen in Abu Minqar bis auf zwei Stücke die Stielspitzen. Gesetzt den Fall ein „Sammler“ hätte vor der wissenschaftlichen Untersuchung durch F. Klees rund 20 D- Spitzen, weil sie so „schön“ waren, entnommen, so wäre eine Erklärung für das Balkendiagramm gefunden. Zerstörung durch Deflation und kulturelle Verschiedenheit sind natürlich ebenfalls im Bereich des Möglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 4''' zeigt die Zusammensetzung der Pfeilspitzentypen von Fundstellen außerhalb des postulierten Gunstraums südlich und nördlich der Achse Abu Minqar – Kharga. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mudpans, die Glasregion in der großen Sandsee und die Fundstellen im Gilf Kebir weisen ausschließlich kantenretuschierte Werkzeuge auf und zwar von den ältesten bis zu den jüngsten Fundstellen. Über tausende von Jahren war der Querschneider die einzige bekannte Bewehrung im südwestlichen Teil der libyschen Wüste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den dort lebenden Gesellschaften fehlte die sonst für das Neolithikum so charakteristische Dynamik, die sich in Innovation und Vielfalt dokumentierte. Ganz ähnlich scheinen die Grafiken von Kiseiba und Nabta angelegt zu sein aber die Ähnlichkeit ist nur äußerlich. In diesen Gebieten wurden bevorzugt die älteren holozänen Fundstellen bearbeitet, was sich in dem hohen Anteil an kantenretuschierten Pfeilspitzen niederschlägt. Hier jedoch findet sich die bunte Mischung aus Stiel- Dreieck- und Blattspitzen neben den Querschneidern wieder, wie es in der Gegend um den 25. Breitengrad Nord der Fall war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigen bearbeiteten jüngeren Fundplätze weisen, wenn auch in geringer Anzahl, sämtliche Ausbildungstypen flächenretuschierter Pfeilspitzen auf. Gemeinsamkeiten zwischen dem Südostteil der westlichen Wüste und ihrer Südwest- Ecke sind nicht festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss des Feuerstein liefernden Kalksteinplateaus im Norden Nabtas und im Nordosten Kiseibas darf nicht unterschätzt werden, gab er doch den hier lebenden Populationen einen materiellen und daraus resultierend auch einen technologischen Vorteil gegenüber den im nubischen Sandstein siedelnden Gruppen, deren Rohmaterial hauptsächlich aus verhärtetem Sandstein bestand, der wie schon weiter oben angedeutet nicht das ideale Material für eine Bearbeitung mittels Flächenretuschen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum ( Fig. 4 ) zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Dreieckspitzen aus, dennoch liegt der Anteil der Stielspitzen um ca. 10 % höher. Würden die kantenretuschierten Bewehrungen des Fayum B berücksichtigt, so entstünde ein ähnliches Bild wie in den Kharga Oasen allerdings mit höherem Anteil an Dreieckspitzen ( Indiz I ) und einem niedrigerem Prozentsatz von Blattspitzen ( Indiz II ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beeinflussung durch die Fundplatzgruppe 25° N ist durchaus möglich.&lt;br /&gt;
Wie ebenfalls aus Fig. 4 hervorgeht, fehlt den Merimde Fundplätzen die zeitliche Tiefe, da ein Pfeilspitzentyp, die Gruppe A2, mit über 90 % Anteil das Bild beherrscht. Ähnliches gilt für die noch jüngere Badarikultur, die ca. 80 % A2- Spitzen aufweist und rund 16 % Blattspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem nun die ägyptischen Pfeilspitzen der Sahara zahlenmäßig erfasst sind und ihre Typen in einen, wenn auch groben Zeitrahmen gestellt werden konnten, erscheint es mit Einschränkungen möglich, einige Fragen beantworten zu können. Ebenfalls müssen mehrere notwendige Feststellungen getroffen werden.&lt;br /&gt;
* Über die Hälfte aller in Ägypten gefundenen und ausgewerteten Pfeilspitzen ist in dem Raum von Abu Tartur – Kharga konzentriert.&lt;br /&gt;
* Diese außerordentliche Akkumulation hat während der gesamten holozänen, steinzeitlichen Phase stattgefunden. &lt;br /&gt;
* Die Feldforschung in dem genannten Raum ist bei weitem nicht abgeschlossen. Die Region verfügt über ein gewaltiges Potential.&lt;br /&gt;
* Dichte und dauernde Besiedlung von der El Adam Phase bis zum Auftreten von Clayton Ringen ( Riemer ) setzt klimatische Bedingungen voraus, die nicht im Extrembereich liegen. Eine Ausweitung bisheriger Studien Klima, Fauna und Flora betreffend sowie die Erstellung weiterer C14- Analysen erscheinen angebracht. Auch die Quartärgeologie ist gefragt um eventuelle Fehlinterpretationen zur Klimaentwicklung zu korrigieren und gezielte, lokale Detailuntersuchungen zu betreiben, um die bestehende Diskrepanz zwischen den existierenden Studien und den archäologischen Fakten auszuräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Basiskehle dürften nach den heute bekannten und datierten Funden in Abu Tartur entwickelt worden sein. Von hier aus gelangten sie, kann postuliert werden, mit geringer Zeitverschiebung zunächst ins Fayum und dann nach Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fayum entwickelte sich aus den unregelmäßigen und zum Teil noch primitiv anmutenden Pfeilspitzen Abu Tarturs vor allem die elegante A25- Spitze mit nach innen gezogenen Schwingen und tiefen, breiten Kehlen. Dieser Typ verbindet die Wirkung eines breiten Geschosses mit entsprechendem Schusskanal mit einer Gewichtsreduzierung, welche mit einer tiefen und breiten Kehle zusammenhängt.&lt;br /&gt;
Die bevorzugten Typen in Merimde sind A2, A27, A25 und A28. Im Unterschied zu Abu Tartur sind hier die Pfeilspitzen gleichmäßiger und sauber gearbeitet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Erste flächenretuschierte Stielspitzen treten schon im Frühholozän vereinzelt als Experimente, die aber ohne direkte Folgen bleiben, in Gara, Sitra und Abu Tartur auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gara 75/27 produzierte zwei Stielspitzen mit einem Alter von 8219 Jahren, aus Sitra ist eine Stielspitze mit einem Alter von ca. 8200 Jahren bekannt und Abu Tartur weist zwei flächenretuschierte Stielspitzen von Fundplatz 0002/84 mit einem Alter von 9120 Jahren auf, eine dritte von 1023/82 ist nicht datiert, könnte aber nach der Bearbeitungstechnik und der Formgebung ebenfalls dazuzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese frühen, flächenretuschierten Stielspitzen ähneln stark Miniaturausführungen von Aterienspitzen. Eine Beeinflussung durch aufgefundene Paläoartefakte ist nicht von der Hand zu weisen, zumal im Inventar des Fundplatzes 0002/84 eine große Aterienspitze vorhanden ist. Außer den gestielten Exemplaren weisen 0002/84 und 0006/82 auch einige flächige modifizierte Blattspitzen der Gruppen C3 und C9 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie die Fundstellen Abu Tartur 1004/83 und Djara 90/1-2 zeigen, treten fast gleichzeitig ab ca. 7600 BP neben den kantenretuschierten Pfeilspitzen auch regelmäßig solche mit Flächenretuschen auf und zwar neben den Bewehrungen der Familien A, C und D ebenfalls, aber in geringeren Stückzahlen, die der Familien B, E und G auf.&lt;br /&gt;
Von dem oben genannten Zeitpunkt an nehmen die Flächenretuschierten prozentual zu, die Kantenretuschierten nehmen ab ohne aber gänzlich zu verschwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Anteil von Dreieck-, Blatt- oder Stielspitzen hängt bei den flächig retuschierten Pfeilspitzen nicht vom Alter des Fundplatzes ab sondern von den Präferenzen der jeweiligen kulturellen Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Gruppen, die westlich einer gedachten Linie Siwa – Abu Minquar. Eastpans – Bir Kiseiba – Nabta siedelten waren von den Geschossentwicklungen der Kernzonen abgekoppelt. Sie bringen keine Flächenretuschen hervor, zum Teil auf Grund eines Mangels an geeigneten Rohstoffen, sie verweilen hauptsächlich bei kleinen dreieckigen und trapezförmigen Querschneidern, andere kantenretuschierte Pfeilspitzenfamilien sind selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aus der ägyptischen Sahara sind nur wenige C14- Analysen aus holozänen Horizonten bekannt, die ein Alter von über 9000 Jahren aufweisen. Noch geringer ist die Anzahl von Fundstellen diesen Alters mit einem Inventar, welches eine typologische Einordnung zu erstellen erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste Datierung stammt von einem Herdplatz westlich des Abu Ballas, sie beträgt  10000 +- 225 BP Jahre weist aber keinerlei lithisches Material auf ( Gabriel 86 ).&lt;br /&gt;
Aus dem Wadi el Akhdar vom Fundplatz 80/7-1 wird ein Alter von 9370 +- 215 BP gemeldet (Schön 96) aber auch hier ist das analysierte Material aus einer geologischen Schicht ohne Artefakte entnommen worden.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 83/33 wurde eine Keramikscherbe auf 9080 +- 50 BP datiert. Zugehörige Steinartefakte sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Röper haben in der  „Roten Wüste“ etwa 70 – 100 km südlich von Abu Tartur eine Holzkohlenprobe von einer Herdstelle entnommen, die ein Alter von  9260 +- 370 BP aufweist. Steinartefakte und Keramik sind nicht untersucht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dakhla sind im Zusammenhang mit der dortigen Masara- Phase einige Daten bekannt. Sie liegen zwischen 9180 BP und 8170 BP für die Masara- Phasen A und B und zwischen 9000 BP und 8500 BP für die Masara- Phase C. Werkzeuge sind in diesem Falle vorhanden, einzelne Stücke stimmen mit einschlägigen Inventaren anderer Fundgebiete überein. Eigene auf Dakhla bezogene und vollständige Inventare sind jedoch erst spät erstellt worden, diese sind mit den Funden des Abu Tartur B zu vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches gilt für die C14 Daten der Fundregion Regenfeld in der großen Sandsee. Fundplatz 96/1 mit einem Alter von 9388 +- BP Jahren weist keine signifikanten Geräte auf und 96/20, auf 9040 +- 60 BP datiert, produzierte ähnlich wie die gleich alten Plätze im Südosten der libyschen Wüste Ägyptens hauptsächlich rückengestumpfte Lamellen ohne jedoch vergleichbar vollständige Typologien wie Nabta und Kiseiba zu liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollständige Inventare und Datierungen weisen vier Fundplätze auf. In Bir Kiseiba sind es E-80-4 und E-79-8 mit 423 respektiverweise 374 Werkzeugen, in Nabta lieferte E-77-7  158 Geräte und Abu Tartur 0002/84 hat 402 modifizierte Steinartefakte hervorgebracht. In der Fundplatzbeschreibung von 0002/84 werden diese vier Inventare miteinander verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Ostsahara begonnene kulturelle Entwicklung wurde durch die prädynastischen Gruppen im Niltal fortgesetzt. Da der Verfasser das Niltal mit Ausnahme von Merimde und Badari nicht in seine Betrachtungen aufgenommen hat, werden Pfeilspitzentypen wie sie z.B. in Abydos auftreten, nicht berücksichtigt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundstellen_in_%C3%84gypten&amp;diff=5600</id>
		<title>Fundstellen in Ägypten</title>
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				<updated>2025-01-11T10:10:29Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Genauere Beschreibung eines der Fundtableaus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Ägypten==&lt;br /&gt;
Ägypten, 1.000.000 Quadratkilometer groß, besteht mit Ausnahme des Niltals und des Deltas, aus Wüste. Für diesen Bericht sind die arabische und libysche Wüste, da beide zur Sahara gehörend, von Interesse.&lt;br /&gt;
Außerhalb dieses Rahmens werden lediglich, aus Gründen des Vergleichs, die Fundstellen von Merimde am südwestlichen Deltarand und Badari - Hemamieh am rechten Nilufer in Oberägypten, berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Ende des 19. Jahrhunderts begannen Archäologen sich für steinzeitliche Kulturen in Ägypten zu interessieren, so F. Petrie in Nagada. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts kamen dazu Junker in Merimde, Brunton in Badari und die große Dame der ägyptischen Vor - und Frühgeschichte G. Caton - Thompson in Hemamieh, im Fayum und Anfang der 30er Jahre in den Kharga - Oasen.&lt;br /&gt;
Erwähnt seien auch die frühen Expeditionen Hassanein Beys in den Uweinat von wo er über Felsbilder berichtete und Kemal el Dins, der den Gilf Khebir entdeckte und ebenfalls Malereien im Uweinat fand.&lt;br /&gt;
Neben den älteren Arbeiten soll versucht werden auch die in jüngerer Zeit ausgeführten Forschungen, einschließlich der noch laufenden, in diesen Bericht zu integrieren. &lt;br /&gt;
Zu nennen wären unter anderen die Teams um F. Wendorf und R. Schild im Südostteil der libyschen Wüste, R. Kuper und seine Mannschaft mit den Projekten B.O.S und ACACIA, M. Mc Donald in den Dakhla - Oasen und B.E. Barich mit Kollegen in Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Genauere Beschreibung eines der Fundtableaus==&lt;br /&gt;
Abbildung Nr. 7 der Fotogalerie: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot; (Knochenwerkzeuge), verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Ägypten - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden 132 Fundtableaus werden nicht näher erklärt, da viele Artefakte in den entsprechenden Rubriken gezeichnet und wissenschaftlich beschrieben worden sind. Jedes Artefakt ist mit einer eindeutigen Fundplatznummer gekennzeichnet. Fundplätze mit Nummern finden Sie unter Fundkomplex Abu Tartur. '''HINWEIS:''' Klicken Sie 2x in Folge auf die gewünschte Abbildung und Sie sehen das Tableau in Bildschirmgröße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0003_N_AbuTartur.jpg|Abb. 1: Klingen und Lamellen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0009_B_AbuTartur.jpg|Abb. 2: Bohrer, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0011_E_AbuTartur.jpg|Abb. 3: Kerben, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0013_D_AbuTartur.jpg|Abb. 4: Mikrolithen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0018_P21_Tixier_Liste.jpg|Abb. 5: Auflistung nach Tixier, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0029_Perlen_AbuTartur.jpg|Abb. 6: Perlen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0035_L_AbuTartur.jpg|Abb. 7: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0033_12_AbuTartur.jpg|Abb. 8: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0037_6_AbuTartur.jpg|Abb. 9: Nabta Pfeilspitzen und andere, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0039_4_AbuTartur.jpg|Abb. 10: Querschneider von Fundplatz 0002/84 und andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0041_7_AbuTartur.jpg.jpg|Abb. 11: Flächeretuschierte Stielspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0043_11_AbuTartur.jpg|Abb. 12: Ounan Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0045_9_AbuTartur.jpg|Abb. 13: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0092_14_AbuTartur.jpg|Abb. 14: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0094_13_AbuTartur.jpg|Abb. 15: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0187_26_AbuTartur.jpg|Abb. 16: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0189_22_AbuTartur.jpg|Abb. 17: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0191_18_AbuTartur.jpg|Abb. 18: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0193_20_AbuTartur.jpg|Abb. 19: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0195_21_AbuTartur.jpg|Abb. 20: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0197_10_AbuTartur_Renate.jpg|Abb. 21: Blattspitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0199_23_AbuTartur.jpg|Abb. 22: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0201_15_AbuTartur.jpg|Abb. 23: Blattspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0203_16_AbuTartur.jpg|Abb. 24: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0205_1_19_AbuTartur.jpg|Abb. 25: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0206_17_AbuTartur.jpg|Abb. 26: Blattspitzen mix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0112_XXVI_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 27: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0149_Q_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 28: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0171_O_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 29: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0073_UU_AbuTartur.jpg|Abb. 30: Große plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0075_NN_AbuTartur.jpg|Abb. 31: Werkzeuge, Fundplatz 1072&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0077_QQ_AbuTartur.jpg|Abb. 32: Plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0079_HH_AbuTartur.jpg|Abb. 33: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0081_1_JJ_AbuTartur.jpg|Abb. 34: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0082_TT_AbuTartur.jpg|Abb. 35: Klingen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0084_KK_AbuTartur.jpg|Abb. 36: Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0086_OO_AbuTartur.jpg|Abb. 37: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0088_PP_AbuTartur.jpg|Abb. 38: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0090_RR_AbuTartur.jpg|Abb. 39: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0096_G_AbuTartur.jpg|Abb. 40: Sicheln und Sicheleinsätze, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0098_XXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 41: Klingen, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0100_ZZ_AbuTartur.jpg|Abb. 42: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0102_YY_AbuTartur.jpg|Abb. 43: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0104_XXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 44: Flächig bearbeitete Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0106_XXV_AbuTartur.jpg|Abb. 45: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0108_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 46: Klingen und Lamellen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0110_XXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 47: Verschiedene Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0114_XXII_AbuTartur.jpg|Abb. 48: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0116_XXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 49: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0118_XXI_AbuTartur.jpg|Abb. 50: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0120_XXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 51: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0122_XLIII_AbuTartur.jpg|Abb. 52: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0124_roem_L_AbuTartur.jpg|Abb. 53: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0126_XLVI_AbuTartur.jpg|Abb. 54: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0011/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0128_XLV_AbuTartur.jpg|Abb. 55: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0130_XLIV_AbuTartur.jpg|Abb. 56: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0132_LV_AbuTartur.jpg|Abb. 57: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0134_XLVII_AbuTartur.jpg|Abb. 58: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1046/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0136_XLVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 59: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0138_XLIX_AbuTartur.jpg|Abb. 60: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0140_1_LIV_AbuTartur.jpg|Abb. 61: Paläolithische Werkzeuge auf neolithischen Fundplätzen und Aterienspitzen (gekauft)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0141_LII_AbuTartur.jpg|Abb. 62: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0014/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0143_LI_AbuTartur.jpg|Abb. 63: Verschiedene Artefakte und Perlen, Fundplatz 1002/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0145_F_AbuTartur.jpg|Abb. 64: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0147_LIII_AbuTartur.jpg|Abb. 65: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1045/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0151_A_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 66: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0157_C_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 67: Bohrer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0159_SS_AbuTartur.jpg|Abb. 68: Klingen und Lamellen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0163_XXX_AbuTartur.jpg|Abb. 69: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0165_J_AbuTartur.jpg|Abb. 70: Große Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0173_K_AbuTartur.jpg|Abb. 71: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0175_VV_AbuTartur.jpg|Abb. 72: Messer und Spitzen, Fundplatz 1017/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0177_WW_AbuTartur.jpg|Abb. 73: Messer und Spitzen, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0183_M_AbuTartur.jpg|Abb. 74: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0208_III_AbuTartur.jpg|Abb. 75: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1035/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0210_XI_AbuTartur.jpg|Abb. 76: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0213_X_AbuTartur.jpg|Abb. 77: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0215_VII_AbuTartur.jpg|Abb. 78: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0217_VI_AbuTartur.jpg|Abb. 79: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1052/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0219_IV_AbuTartur.jpg|Abb. 80: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0009/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0221_V_AbuTartur.jpg|Abb. 81: Verschieden Artefakte, Perlen und Keramik, Fundplatz 0008/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0223_XVI_AbuTartur.jpg|Abb. 82: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0225_VIII_AbuTartur.jpg|Abb. 83: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0227_IX_AbuTartur.jpg|Abb. 84: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0229_XVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 85: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0231_roem_I_AbuTartur.jpg|Abb. 86: Paläolithische Artefakte auf neolithischen Fundplätzen (z.T. Wiederverwendung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0233_roem_II_AbuTartur.jpg|Abb. 87: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0010/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0236_XLII_AbuTartur.jpg|Abb. 88: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0238_XXXI_AbuTartur.jpg|Abb. 89: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0240_XXXII_AbuTartur.jpg|Abb. 90: Bohrer und Pfrieme, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0242_XXXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 91: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0244_XXXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 92: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0246_XXXV_AbuTartur.jpg|Abb. 93: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0248_XXXVI_AbuTartur.jpg|Abb. 94: Bohrer, Klingen und andere Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0250_XXXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 95: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1072/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0252_XXXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 96: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0254_XXXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 97: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0256_XL_AbuTartur.jpg|Abb. 98: Lamellen, kleine Klingen und Mikrolithen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0258_XLI_AbuTartur.jpg|Abb. 99: Retuschierte Thermoscherben, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0260_LVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 100: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0262_XVII_AbuTartur.jpg|Abb. 101: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1016/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0264_H_AbuTartur.jpg|Abb. 102: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0266_XII_AbuTartur.jpg|Abb. 103: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0268_XV_AbuTartur.jpg|Abb. 104: Sichelmesser und &amp;quot;Ackerbau Geräte&amp;quot;, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0270_XIX_AbuTartur.jpg|Abb. 105: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1019/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0272_XIV_AbuTartur.jpg|Abb. 106: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0275_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 107: Verschiedene Artefakte, Fundplätze auf dem Plateau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0277_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 108: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0279_LX_AbuTartur.jpg|Abb. 109: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1039/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0281_XIII_AbuTartur.jpg|Abb. 110: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0284_LIX_AbuTartur.jpg|Abb. 111: Klingen, Kerbklingen und Windkanter, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0286_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 112: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1022/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0322_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 113: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0323_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 114: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0335_besondereWerkzeuge_AbuTartur.jpg|Abb. 115: Große Werkzeuge, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0336_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 116: Reib- und Malsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0337_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 117: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0339_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 118: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0343_Reibstein_AbuTartur.jpg|Abb. 119: Reibsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0340_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 120: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0356_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 121: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0357_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 122: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0358_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 123: Paletten, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0359_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 124: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0360_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 125: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0364_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 126: Reibschale mit Reibstein, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0348_AbuTartur.jpg|Abb. 127: Kerne, Klopfsteine und Spielsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0349_Keulenköpfe_AbuTartur.jpg|Abb. 128: Keulenköpfe, AbuTartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0350_AbuTartur.jpg|Abb. 129: Verschiedene Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0351_AbuTartur.jpg|Abb. 130: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0352_AbuTartur.jpg|Abb. 131: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0334_plattige_Stücke_AbuTartur.jpg|Abb. 132: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kharga==&lt;br /&gt;
G. Caton – Thomson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G. Caton Thompson beschreibt sechs Fundstellen innerhalb der Khargaregion, auf denen Pfeilspitzen vorkommen.&lt;br /&gt;
Diese sind&lt;br /&gt;
* 1.) K05 Bellaida&lt;br /&gt;
* 2.) K015 Umm ed Dabadib&lt;br /&gt;
* 3.) Ghuata (Qasr El Ghueita )&lt;br /&gt;
* 4.) Gala Hill&lt;br /&gt;
* 5.) Abu Sighwal Pass ( Nagb Umm Sirwal )&lt;br /&gt;
* 6.) Yesba Pass ( Nagb Asyut, Gebel El Yabisa )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) K05 Bellaida'''&lt;br /&gt;
Die Stelle liegt südlich der Gebirgslücke zwischen dem Gebel Teir und dem Gebel Tarif.&lt;br /&gt;
Eine Gesamtwerkzeugmenge von 42 Stücken wurde beobachtet aber nicht weiter bearbeitet und veröffentlicht. Unter den auf Tafel 100 vorgestellten Artefakten befinden sich ein Querschneider F8, eine teilflächig retuschierte Blattspitze, eine D7 - Spitze, eine D19 - Spitze und ein Stück, welches einen Übergang von der rhombischen zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) K015 Umm el Dabadib'''&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt in einer breiten Gasse der Abu Muharig Dünenkette in den Ausläufern des südliche Abbruchs des libyschen Plateaus.&lt;br /&gt;
74 Werkzeuge, darunter auch Pfeilspitzen, wurden gefunden und nicht weiter klassiert. 21 Pfeilspitzen sind auf Tafel 99 dargestellt, sie zeigen H1 - Spitzen und Übergänge von H1 nach H5 sowie Blattspitzen vollflächig und teilflächig retuschiert vom Typ C1 und C3, eine schlanke D12 - Spitze und Dreieckspitzen der Typen A1 und H7. Ein atypisches, flächig retuschiertes Stück ist die Nr. 13, die wie eine verunglückte Mischung aus C3 und D6 anmutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) Ghuata ( Qasr El Ghueita )''' &lt;br /&gt;
Der ptolemäische Tempel von Ghuata liegt rund 20 km südlich von Kharga, östlich davon schließt sich eine deflationsgeglättete Depression an.&lt;br /&gt;
Ghuata produzierte 61 Werkzeuge, davon sieben Pfeilspitzen. Gezeichnet sind auf Tafel 95 fünf Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte C3 - Spitzen, eine mit auf beiden Seiten flachen Randretuschen versehene C1 - Spitze, eine asymmetrische H5 - Spitze und eine H - Spitze mit einseitig angedeutetem Stiel, die als abgebrochene Ounanspitze beschrieben ist. Die übrigen auf den Tafeln 94 und 95 gezeigten Stücke weisen epipaläolithische Merkmale auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) Gala hill'''&lt;br /&gt;
22 km südlich von Ghuata liegt innerhalb der Depression ein 124 m hoher Sandsteinhügel mit dem Namen Gala hill. Auf diesem Platz wurden 45 Werkzeuge, davon 13 Pfeilspitzen, gefunden, welche sich unterteilen in 12 Querschneider und eine Ounanspitze. Die restlichen Artefakte sind Klingen, Lamellen, geometrische Mikrolithen sowie weitere epipaläolithische Implemente. Das Inventar erinnert an die Abu Tartur Fundstelle 0002/84.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) Abu Sighwal Pass'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle liegt auf dem östlichen Kalksteinplateau nordöstlich des Gebel Umm El Ghanayin in mit terra rossa gefüllten kleinen Senken, ähnlich wie es sich auf dem Abu Tartur Plateau darstellt.&lt;br /&gt;
Die Fundstreuung ergab 67 Werkzeuge davon lediglich zwei Bewehrungen, nämlich Ounanspitzen wie eine auf der Tafel 98 unter Nr. 3 abgebildet ist. Die Tafel zeigt ebenfalls eine Blattspitze unter 2/98, diese wird aber im Inventar nicht aufgeführt. Die übrigen Werkzeuge bestehen hauptsächlich aus Klingen ( 17 Stück ), Lamellen ( 19 Stück ) und geometrischen Mikrolithen wie Dreiecken und einem Segment. Das Ganze mutet epipaläolithisch an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) Yesba Pass'''&lt;br /&gt;
Dieser Pass bildet den nördlichen Zugang zu den Kharga Oasen und ist über 50 km von Kharga Zentrum entfernt. Auch hier liegen Artefaktenkonzentrationen in kleinen, flachen, terra rossa gefüllten Senken.&lt;br /&gt;
Yesba gab 148 Werkzeuge her, davon 66 Pfeilspitzen. Die übrigen Artefakte sind typische epipaläolithische Stücke mit 64 gestumpften Lamellen, Segmenten und Dreiecken. Kerbklingen sowie Quarzartefakte in Form von Kratzern oder meißelartigen Kernen sind ebenfalls vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen sind wie folgt unterteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;auto&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Pfeilspitzetyp'''||'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Querschneider||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ounanspitzen||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lamellenartige Rhombische||25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rhombische||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Atypische||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blattspitzen||26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stielspitzen inkl. I||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|'''Total'''||'''66'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Ounanspitzen kann auch das Exemplar Nr. 16 Tafel 97 gerechnet werden. Die Lamellenartigen entsprechen den Typen H1 ( 15/97 ), H5 ( 9/97 ) und Übergängen von H1 nach H5 ( 13/97 ).&lt;br /&gt;
Rhombische Exemplare sind zwei vorhanden, nämlich die Nr. 21 und Nr. 22 der Tafel 97.&lt;br /&gt;
Die atypische Spitze 8/97, die bis auf den linken Rand auf ihrem Umfang kantenretuschiert erscheint, fällt in die Gruppe H19.&lt;br /&gt;
Nr. 20/97 kann unter I 4 eingeordnet werden. Die Blattspitzen entsprechen den Typen C1 und C3 und das Exemplar 26/97 weist schon nach C6. Die dargestellten Stielspitzen können dem Typ D7 zugeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den Fundstellen Abu Sighwal und Yesba wurden auf dem Plateau noch 34 Werkzeuge am Gebel Umm El Ghenneiem und 36 Stücke bei Agaba Matana gefunden. Sie bringen keine weiteren Typen und sind auch nicht weiter aufgeschlüsselt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einordnung der beschriebenen und / oder gezeichneten Pfeilspitzen des „ Bedouin &lt;br /&gt;
Microlithic „ von Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''K015'''&lt;br /&gt;
|'''K05'''&lt;br /&gt;
|'''Ghuata'''&lt;br /&gt;
|'''Gala'''&lt;br /&gt;
|'''Sighwal'''&lt;br /&gt;
|'''Yesba'''&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Werkzeuge'''&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|61&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|67&lt;br /&gt;
|148&lt;br /&gt;
|437&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Davon Pfeilspitzen'''&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|117 &lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|19&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|E&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|F&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|G&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|H&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|50&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den rund 500 aufgefundenen Werkzeugen sind 437 dokumentiert. Von letzteren sind 115 oder 26,6 % Pfeilspitzen. ( Da die Familie I nicht mitgerechnet wird reduziert sich die Zahl auf 113 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 1'''&lt;br /&gt;
* = A + B + E&lt;br /&gt;
* = 2 + 0 + 3&lt;br /&gt;
* = 5 oder 4,42 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 2''' &lt;br /&gt;
*= C&lt;br /&gt;
*= 31 oder 27,43 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 3'''&lt;br /&gt;
*= D&lt;br /&gt;
*= 11 oder 9,74 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 4''' &lt;br /&gt;
*= F + G + H&lt;br /&gt;
*= 16 + 0 + 50   &lt;br /&gt;
*= 66 oder 58, 41 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den weiter oben behandelten Pfeilspitzen wurden elf große, ausgekehlte Dreieckspitzen gefunden. Wie Tafel III zeigt, handelt es sich unter anderem um ein durchschnittliches Exemplar mit 41 mm Länge und um ein weiteres von 63 mm Länge und einer Kehle von 28 mm Tiefe. Von den elf Exemplaren, 7 wurden in  K0 15 gefunden, 4 stammen von K0 5, weisen 6 eckige Schwingen auf, die übrigen dürften gerundet sein. Schwingen vom Typ A 25 mit nach innen gebogenen, spitzen Schwingenenden wurden von G. Caton Thompson nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''D.L. Holmes'''&lt;br /&gt;
Wie D.L. Holmes in ihrer „ Analysis and comparison of some prehistoric projectile points from Egypt „ schreibt, entdeckte sie im Dezember 1983 in der Umgebung von Kharga 45 Pfeilspitzen verschiedenster Typen, wie sie auch schon von G. Caton - Thompson beschrieben worden sind und von dieser als „ bedouin microlithic „ klassiert wurden. Der Anteil der Pfeilspitzen am Gesamtvolumen der Werkzeuge beträgt 12 %. Zwei Bruchstücke konnten nicht eingeordnet werden. Die Funde stammen von acht verschiedenen Stellen und obwohl das Gebiet mit Umm - el - Dabadib angegeben ist, zählen dazu auch die nordöstlich von Kharga gelegenen Quellhügel K0 8 und K0 6. Der in der Nähe von Umm - el - Dabadib gelegene Fundplatz K0 15 wird nicht erwähnt. Die Entfernung zwischen K0 6 und K015 beträgt rund 40 km. Der Fundplatz K0 10, der ebenfalls zu den acht Stellen gehört, an denen Pfeilspitzen gesammelt wurden, wird von G. Caton - Thompson dem oberen Acheul zugerechnet. Wahrscheinlich ist es hier zu Verwechslungen der Bezeichnungen gekommen. Für die Analyse der Funde und für Vergleiche mit Sammlungen aus dem gleichen Gebiet werden die beiden Fragmente ausgeklammert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 4,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||15||34,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||16||37,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||10||23,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''43'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weitere Fundbeobachtungen in den Kharga - Oasen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Wendorf und R. Schild, die 1980 in den Kharga - Oasen gearbeitet haben, erwähnen keine Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Simmon und Mandel dagegen sprechen in ihrem Bericht von 1986 von einigen unregelmäßigen Pfeilspitzen, sowie von Blatt - und Stielspitzen, die Menge dürfte bei 12 - 15 Stücken liegen.&lt;br /&gt;
Die umfangreichste Sammlung aus dem Gebiet von Umm - el - Dabadib und Kharga dürfte von R. Ulbrich und G. Ulbrich stammen. Sie enthält 615 Pfeilspitzen, die sich wie folgt verteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 43|| 6,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||184||29,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||283||46,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||105||17,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''615'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgebildet und beschrieben sind sie in diesem Bericht auf den Tafeln Ä - U1, Ä - U2, &lt;br /&gt;
Ä - U3 und teilweise auf weiteren Tafeln der Bezeichnung Ä unter den Kürzeln K, D und Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schreiber des Berichts hatte die Gelegenheit einen Teil des oben genannten Gebiets zu begehen, hier der Fundbericht :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundgebiet Nr. 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koordinaten : ( Mittelwerte ) L = 30°25’, B = 25°28’&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geographie : Rund 10 km nördlich von Kharga erhebt sich der Gebel el Teir, westlich davon liegt mit 451 m die höchste Erhebung der Gegend, der Gebel Tarif und seine nördliche Fortsetzung, der Gebel el Sheikh. 15 km weiter nach Norden schiebt sich das libysche &lt;br /&gt;
Kalksteinplateau in die Kharga - Senke. An seinen Flanken liegen im Nordosten des Fundgebietes die trocken gefallene Oase Ain - el - Labakha und im Nordwesten das Fort Ain - el - Wan ( rund 5 km südlich von Umm - el - Dabadib ). Die weiteren approximativen Begrenzungen des Fundgebietes sind im Osten die Linie Ain - el - Labakha – Gebel el Teir, im Westen der Schnittpunkt der Linien Ain - el - Wan südwärts und Gebel el Teir westwärts. Die Landschaft ist geprägt durch die Dünenketten des Abu Muharig mit Sicheldünen bis zu 50 m Höhe. Die äolische Überformung ist extrem weit fortgeschritten, dennoch haben sich auch Playagebiete, teilweise mit Yardangs durchsetzt, halten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausdehnung : N – S = 17,5 km, W – O = 10 km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschreibung des Fundplatzes : Die meisten Fundstellen sind an Restplayas gebunden aber auch auf Sandsteinuntergrund kommen sekundäre Konzentrationen vor. &lt;br /&gt;
In situ Plätze und Herdstellen sind nicht beobachtet worden, mit Ausnahme einiger in Yardangs in Kopfhöhe eingeschlossener Artefakte ist das Fundmaterial ausnahmslos bewegt worden. K0 15, ein „ bedouin microlithic „ Fundplatz G. Caton - Thompsons südlich von   Ain - el - Wan ist lediglich begangen worden und in seiner vorgefundenen Situation belassen worden, das gleiche gilt für K0 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar : 360 Steinartefakte, davon 10 nicht modifizierte, sind aufgesammelt worden. Die 350 Werkzeuge gliedern sich wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer|| 23|| 6,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||54||15,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||7||2,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rückengestumpfte Lamellen||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||38||10,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Endretuschen||4||1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Geometrische Microlithen||5||1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Microburin Technik||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Andere||213||60,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''350'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe „ Andere „ setzt sich zusammen aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ounanspitzen|| 8|| 2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierten Stücken||67||19,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Side - blow - flakes||8||2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Pfeilspitzen||80||22,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Zweiflächnern||26||7,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstigen||24||6,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''213'''|| '''60,85'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert man die Pfeilspitzen inklusive der Ounan - Spitzen nach Hugot, so wird folgendes Ergebnis sichtbar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''87'''|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen vom Typ I, mit einem Exemplar vertreten, werden nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
Im Vergleich mit den Analysen der Pfeilspitzen der Abu Tartur Fundplätze 1024/82, 1023/82 und 1017/82 fällt auf, dass das Indiz III des Fundgebietes 1026/82 um rund 20 % bis 30 % höher liegt, ansonsten sind Ähnlichkeiten trotz des unwissenschaftlichen Absammelns durchaus zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten im Gebiet 1026/82 sind nicht weiter vertieft worden und zwar aus zwei Gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Die Fundplätze sind durch Deflation stark gestört und definierbare Kulturschichten sind nicht gefunden worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Die Entfernung von der Basis Abu Tartur war zu groß und für eine Einzelperson war das schwierige Gelände zu risikoreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der größenordnungsmäßig unterschiedlichen, von verschiedenen Personen in einer recht großen Zeitspanne gesammelten Pfeilspitzen des „ bedouin microlithic „ ergibt ein interessantes Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''G. Caton-Thompson*'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''D. L. Holmes**'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''R. und G. Ulbrich'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1026/82***'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 4,42|| 2|| 4,65|| 43|| 6,99|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||31||27,43||15||34,88||184||29,92||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||11||9,74||16||37,21||283||46,02||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||66||58,41||10||23,26||105||17,07||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Total|| 113|| 100,00|| 43|| 100,00|| 615|| 100,00|| 87|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die elf großen, ausgekehlten Dreieckspitzen von K0 5 und K0 15 werden, da von Caton - Thompson eher dem „ peasant neolithic „ zugerechnet, später behandelt.&lt;br /&gt;
* ** Ohne Bruchstücke.&lt;br /&gt;
* *** Eine Pfeilspitze der Familie I ist unberücksichtigt geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine klare Übereinstimmung der Sammlungen Holmes, Ulbrich und 1026 ist nicht von der Hand zu weisen. Gemeinsam ist allen ein geringer Wert des Indiz I, der zwischen rund 5 % und 7 % liegt. Ein Drittel der Spitzen gehört zum Indiz II. Die stärkste Gruppe bilden die gestielten Pfeilspitzen mit rund 35 % bis 46 % und die Gruppe der nicht flächig bearbeiteten Stücke liegt bei rund 17 % bis 25 %. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ins Bild passen die entsprechenden Zahlen von G. Caton - Thompson. Ihr Fundgebiet erstreckte sich weiter nach Süden und zu den Pässen im Norden, der epipaläolithische Anteil der hier angetroffenen Fundstellen ist höher. G. Caton - Thompson klassiert außerdem die Fundstellen K0 5 und K0 15 als gemischt aus „ bedouin microlithic „ und „ peasant    neolithic „.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den in Abu Tartur gewonnenen Kenntnissen stellen die Oberflächenfunde in dem hier behandelten Raum ein Artefaktengemenge aus den verschiedensten Epochen und Kulturen dar. Dieses wird verständlich durch die Tatsache, dass der Boden in der Khargasenke im Mittel jährlich um 2 mm abgesenkt wird. Bis auf wenige Ausnahmen, K0 15 ist teilweise eine solche, ist von den ursprünglichen Lagerplätzen nichts übrig geblieben. Die Herde sind weggeblasen worden, die Keramik zu Staub zerrieben und die Steinartefakte nach Korngröße gesichtet worden. Das Material ist dermaßen durcheinander gewirbelt, dass es schon wieder homogen erscheint, wie der typologische Vergleich der verschiedenen Sammlungen suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine in Abu Tartur angefertigte Langzeitstudie über die Auswirkung des Windschubes auf prähistorische Artefakte belegt mit eindeutigen Zahlen sowohl Verschiebung als auch Sichtung (bislang unveröffentlicht, aktuell in dieser Internetpräsenz, siehe: Windschubmessung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Tartur==   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zur El Ghorab Straße zwischen Kharga und Dakhla verläuft die Bruchkante des libyschen Plateaus in westöstlicher Richtung, lediglich die Felsmasse von Abu Tartur schiebt sich nach Süden in die Sandsteinebene vor. Die Bruchkante ist hier, bedingt durch die harten Kurkurschichten mit 550 m höher als die übrigen, bei rund 450 m – 500 m liegenden Partien. Begrenzt wird der Vater der Zipfelmütze, so die Bedeutung von Abu Tartur, im Süden und Osten durch eine mit Zeugenbergen durchsetzte, sandige Ebene der Nubiaschichten, im Westen durch den Wadi Batikh, den Wassermelonen - Fluss und im Norden durch den Wadi Ain Amur. Die mittleren Koordinaten sind 29°30’ – 30°10’ Ost und 25°20’ – 25°40’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird unter Abu Tartur vor allem die ungefähr 50 km westlich von Kharga gelegene Phosphatgrube im südöstlichen Bereich des Massivs verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier war der Verfasser, abgesehen von einer früheren, kurzen Intervention im Jahr 1978, von 1982 bis 1987 als Bergingenieur im Auftrag der Societé Francaise d´ Etudes Minieres ( Sofrémines ) tätig. Außerdem ermöglichte die deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen eines Sonderforschungsprogramms eine sechswöchige Visite mit Archäologen des Heinrich Barth - Instituts für Ur - und Frühgeschichte der Universität zu Köln im Herbst 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Freizeit während des Aufenthalts in Ägypten in den Jahren 1982 – 87 wurden im Umkreis von rund 30 km 146 Fundstellen entdeckt, davon 25 größere mit 100 bis 2500 Werkzeugen. Eine detaillierter Bericht liegt vor, eine Kopie befindet sich im Kölner Institut. Eine Veröffentlichung, auch auszugsweise, wurde nicht vorgenommen. Wohl aber wurden Informationen und erkannte Zusammenhänge für Veröffentlichungen unter anderem Namen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besiedlungsdauer in Abu Tartur reicht vom Epipaläolithikum bis zum ausgehenden Neolithikum falls die wenigen paläolithischen Einzelfunde wie z.B. Aterienspitzen unberücksichtigt bleiben. Das Inventar stammt von der Oberfläche, auf Grabungen ist verzichtet worden, selbst wenn die Überdeckung aus geringmächtigen Lockersedimenten bestand. Spuren späterer Aktivitäten aus historischen Zeiten ist nicht nachgegangen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon im Fundstellenbericht Abu Tartur dargestellt, sind in situ - Plätze in der Sahara äußerst selten. Das Vorhandensein von überdeckenden Ablagerungen stellt keine Garantie für ungestörte Kulturschichten dar. Häufig handelt es sich dabei um umgelagerte äolische Sedimente oder durch Wadis transportiertes Material. In diesen Situationen können sich Artefakte der verschiedensten Zeitalter vom langschmalen Dreieck bis zur schlanken, beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze im gleichen ergrabenen Horizont finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einigen der bedeutenderen Fundstellen fehlt die schützende Decke und das heterogene Fundmaterial ist auf die heutige Oberfläche projiziert worden. Zum Glück gibt es aber auch kleinere Konzentrationen, die unvermischt gerade aus ihrer originalen Situation auswittern und die es erlauben das Artefaktengemisch zu entwirren.&lt;br /&gt;
Kleine Fundstellen sind vielfach homogen in Bezug auf die Verwendung von Rohmaterial, die Bearbeitungstechnik und das Typenvorkommen.&lt;br /&gt;
Die Typenvielfalt der Abu Tartur Fundstellen spiegelt sich im Reichtum der Pfeilspitzenformen, wie die Auswertung des Materials einiger der größeren Konzentrationen zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der Pfeilspitzen - Formen &lt;br /&gt;
Fundplatz 1023/82 : 2462 Werkzeuge davon 44,76 % Pfeilspitzen. Von den 1546 unter Varia ( Tixier 112 ) klassierten Artefakten waren 1071 Pfeilspitzen, dazu kommen 32 Ounanspitzen ( Tixier 107 ), so dass eine Gesamtmenge von 1103 Bewehrungen entsteht. Alter nicht gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anzahl&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|%&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz I&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|A + B + E&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|21 + 6 + 6&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|3,02&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz II&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|575&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|52,61&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz III&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|203&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|18,57&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz IV&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|F + G + H&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|0 + 5 + 277&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|282&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|25,8&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''1093'''&lt;br /&gt;
|'''='''&lt;br /&gt;
|'''100'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zehn Stücke der Familie I werden nicht berücksichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1005/83 : 897 Werkzeuge davon 43,03 % Pfeilspitzen. Von den 546 unter Varia klassierten Artefakten waren 376 Pfeilspitzen dazu gesellen sich noch zehn Ounanspitzen, so dass sich eine Gesamtmenge von 386 Bewehrungen ergibt. Alter 6420 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 19|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||223||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||73||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||59||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''374'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie I ist mit 12 Stücken vertreten und wird in der Auswertung nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1024/82 : 459 Werkzeuge davon 37,47 % Pfeilspitzen. Von den 322 unter Varia klassierten Werkzeugen waren 169 Pfeilspitzen. Zusammen mit den drei Ounanspitzen wird eine Anzahl von 172 Stücken erreicht. Alter 6620 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 9|| 5,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||123||72,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||20||11,83&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||17||10,06&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''169'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Pfeilspitzen der Familie I sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 : 729 Werkzeuge davon 24,42 % Pfeilspitzen. Von den 186 unter Varia klassierten Artefakten waren 125 Pfeilspitzen, hinzu kommen die unter Tixier 107 eingeordneten 53 Ounanspitzen des Fundplatzes, welche allgemein als Bewehrungen gewertet werden. Die Summe aller Pfeilspitzen beträgt demnach 178. Alter 7145 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 6|| 3,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||86||48,59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||14||7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||71||40,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''177'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Stück gehört in die Familie I und wird hier nicht gewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1004/83 : 628 Werkzeuge davon 21,66 % Pfeilspitzen. Von den 139 unter Varia klassierten Artefakten waren 113 Pfeilspitzen, mit den 23 Ounanspitzen des Fundplatzes ergibt sich eine Gesamtmenge von 136 Stücken. Alter 7590 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 1,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||24||17,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||6||4,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||103||76,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''135'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Pfeilspitze der Familie I wird nicht mitgezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 0002/84 : 402 Werkzeuge davon 47,51 % Bewehrungen. Die 191 Bewehrungen lassen sich zum größten Teil auf die Tixier Nummern 87 und 92 zurückführen, hinzu kommen weitere Querschneidertypen sowie Pfeilspitzen der Typen H 10 ( Dreieck ), H 1 ( Blatt ), H 5 ( Stiel ) sowie Ounanspitzen ( H 12 ) und Ounan - Harif - Spitzen ( H 14 ). Alter 9120 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 0|| 0,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||3||1,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||1||0,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||187||97,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''191'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Blattspitzen der Familie C scheinen auf den ersten Blick nicht in den Kontext zu passen, obwohl sie in ihrer Größe und der Art der Flächenretuschierung von Blattspitzen anderer Abu Tartur Fundstellen abweichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Stielspitze der Familie D ist einseitig flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, sie gleicht vom Material und der Technik her der Hybridspitze  ( Tafel Ä 35/14 ), die ebenfalls flache Randretuschen zeigt. Beide Stücke sowie auch die leicht rhombische H 14 Spitze ( Tafel Ä 35/13 ) mit Kantenretuschen an den proximalen Begrenzungslinien können zum kulturellen Inventar gehören. Damit wäre die D – Spitze ein sehr frühes Beispiel einer flächenretuschierten, gestielten Pfeilspitze ( Ä 12/6 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben 0002/84 ist auch der Fundplatz 1072/86 wegen seines homogenen Aspekts hoch interessant. Die auf 7670 +- 50 und 7645 +- 35 BP datierte Fundstelle erscheint weitestgehend unvermischt und wittert in schmalen Windkanälen oder auch Regenrinnen aus, so dass immer wieder in zeitlichen Abständen frische Artefakte gefunden werden können. Durch diese Tatsache erklärt sich das Zustandekommen der Sammlung 1072/02, die von Heiko Riemer durchgeführt wurde und welche neben 17 gestielten Spitzen, 8 Kerbresten und 5 weiteren retuschierten Werkzeugen auch 23 unmodifizierte Klingen und 49 Abschläge, letztere meistens Abfallstücke der Werkzeugproduktion, aufweist. Die erste Sammlung stammt von 1986, dem Jahr der Entdeckung der Fundstelle. Die Zusammenstellung der retuschierten Artefakte umfasst 125 Stücke und sieht wie folgt aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Nr. Tixier'''&lt;br /&gt;
|'''Werkzeug'''&lt;br /&gt;
|'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|'''%'''&lt;br /&gt;
|'''% der Gruppen'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|Einfacher Kratzer auf Abschlag&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|Kreisförmiger Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|Vorspringender Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|7,1&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|Gekerbter Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Kratzer auf gestumpfter Klinge&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|Doppelend - Bohrer&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|II&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|Stichel&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|III&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|IV&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|55&lt;br /&gt;
|Gebogene Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|Bruchstück rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|8,8&lt;br /&gt;
|VI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|Ouchtata Lamelle&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|Gekerbter Abschlag&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|Gezähnter Abschlag&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|76&lt;br /&gt;
|Kerbklinge oder Kerblamelle&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|VII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|Gezähnte Klinge oder gezähnte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8 &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|80&lt;br /&gt;
|Endretusche&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|VIII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|105&lt;br /&gt;
|Durchgehende Retusche&lt;br /&gt;
|47&lt;br /&gt;
|37,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|Ounanspitze&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|72&lt;br /&gt;
|XI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|Verschiedene&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|18,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Total&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|125&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die erste Sammlung 16 % an Ounanspitzen und den damit verwandten Artefakten aufweist, steigt der Anteil beim Gesamtinventar ( 1072/86 plus 1072/02 ) auf 21 %.&lt;br /&gt;
Die Ounanspitze ist ursprünglich ein Werkzeug aus dem Epipaläolithikum, wo sie möglicherweise als Bohrer benutzt wurde. Benannt ist sie nach dem Fundort Bir Ounan im südlichen Taoudeni in der Republik Mali. Vorneolithische Vorkommen sind unter anderen Ain Fritissa im südlichen Marokko, Oued Diffel, Bou Nouara und Dakhlat es - Saadane in Algerien und Ténéré im Norden Nigers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Stücke aus der Ostsahara fallen in die Zeit um 7850 BP – 7600 BP ( El Jarar Early Neolithic, Wendorf et al. 2001 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Abu Tartur Fundstelle 1072/86 gehört in diesen Zeitraum. Außer den von Tixier definierten Ounanspitzen finden sich hier in den gleichen Schichten Pfeilspitzen, die eine Bruchfläche am Stielende aufweisen und solche, bei denen Schlagfläche und Bulbus erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit sind Herkunft und frühes Auftreten dieser Stielspitzen, einmal der „ Abu Tartur Spitze „ und zum anderen der kantenretuschierten Spitze mit modifiziertem Stiel, geklärt. Die Bearbeitung des Stiels dieser nach Hugot als „ H5 „ oder nach Caton - Thompson als „ Ounanien „ zu bezeichnenden Pfeilspitze kann Teile oder die Gesamtheit des Stiels betreffen, es werden sowohl steile als auch flache Retuschen beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiele seien genannt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ounanspitze  -  1072  Tafel Ä 33 Nr. 2&lt;br /&gt;
* Abu Tartur Spitze  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 2&lt;br /&gt;
* H5 - Spitze nach Hugot  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die meisten Artefakte der Fundstelle 1072/86 sind auch diese drei Exemplare aus karamellfarbenem Hornstein hergestellt.&lt;br /&gt;
Ohne die Sammlung Ulbrich enthält das lithische Gesamtinventar Abu Tarturs 14375 Werkzeuge davon 3173 Pfeilspitzen und Pfeilschneiden, Ounanspitzen nicht inbegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reibschalen, Läufersteine und Hammersteine sind in dieser Auflistung nicht berücksichtigt. Der prozentuale Anteil der Pfeilspitzen für die Gesamtheit der Abu Tartur Fundstellen beträgt 21,06 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Geschossbewehrungen der Sammlung Ulbrich und anderer stehen für eine Auswertung insgesamt 4000 Stücke zur Verfügung, rund 1000 dieser Pfeilspitzen sind durch Zeichnungen im Maßstab 1 : 1 und Kurzbeschreibungen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Fayum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Gertrude Caton-Thompson und Elinor Gardner entdeckten und bearbeiteten Fundstellen liegen am Nordufer des Birket el Qarun, einem Restsee in der Fayum-Depression. Die Seeoberfläche liegt heute 45m unter dem Meeresniveau. Durch die Hochwasser des Nils und durch erhöhte Regenfälle während der holozänen Feuchtperioden hat der See häufiger seine Größe und seine Uferzonen verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den drei Grabungsperioden 1924/25, 1925/26 und 1926/24 bearbeiteten sie zum einen das Fayum B, eine Kultur, die auf mikrolithischen Werkzeugen und der Technik der Kantenretuschierung basierte und die keinerlei Keramik aufwies, zum anderen das Fayum A, welches sämtliche Attribute eines entwickelten Neolithikums aufwies als da sind Ackerbau und Viehzucht, Keramik und flächenretuschierte Steinwerkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist, dass die beiden so unterschiedlichen Kulturen große, flächenretuschierte, ausgekehlte Pfeilspitzen ähnlicher Art hervorgebracht haben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Fayum Kulturen wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 3910 +- 115 BC, 3860 +- 100 BC und 3210 +- 100 BC angegeben, wobei das älteste Datum dem höchsten Seestand entspricht und das jüngste Datum der heutigen Uferlinie zugeordnet ist.&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Pfeilspitzen-Vorkommen behandelt wie sie in G. Caton-Thompson „The Desert Fayum“ von 1934 dargestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fayum Fundplätze und ihre Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Nr.Werkzeuge'''|| '''Nr.Pfeilspitzen'''|| '''%'''|| '''A1'''|| '''A17'''|| '''A 2'''|| '''C'''|| '''D'''|| '''E'''|| '''I'''|| '''H'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||'''A18'''||'''A25-A28'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||||'''A13'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site K|| 43|| 14|| 32,6|| 5|| -|| -|| 9|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| L Basin Sites|| 121|| 38|| 31,4|| 8|| -|| 7|| 17|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area L-X|| 116|| 29|| 25,0|| 6|| -|| -|| 18|| 5|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site X|| 113|| 24|| 21,2|| 5|| 1|| 7|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area X-V, X-W|| 39|| 10|| 25,6|| -|| -|| 1|| 1|| 8|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site V|| 213|| 105|| 49,3|| 1|| 4|| 25|| 23|| 52|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas cii-w, cii-v,v-w|| 90|| 25|| 27,8|| 6|| -|| 14|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camp ii Basin|| 651|| 312|| 47,9|| 12|| -|| 30|| 77|| 192|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Z|| 84|| 20|| 23,8|| -|| 2|| 6|| 12|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Z Basin|| 79|| 60|| 75,9|| 1|| -|| -|| 1|| 53|| 4|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Zi|| 78|| 11|| 14,1|| 6|| -|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Lifeh to Qasr Sagha|| 72|| 23|| 31,9|| -|| 4|| 8|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site R|| 34|| 13|| 38,2|| 1|| -|| 7|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| N Basin sites-S|| 44|| 13|| 29,5|| -|| 1|| 2|| 7|| 3|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site T|| 38|| 9|| 23,7|| -|| 2|| 6|| 1|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas R-T, S-T|| 18|| 3|| 16,7|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area T-O|| 15|| 8|| 53,3|| 1|| -|| 3|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site O|| 10|| 2|| 20,0|| 1|| -|| 1|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site N|| 184|| 24|| 13,0|| -|| 6|| 10|| 2|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West Dimai Basin|| 95|| 35|| 36,8|| 6|| -|| 11|| 9|| 9|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dimai Dyke Area|| 18|| 4|| 22,2|| 2|| -|| 2|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D3 Wadi site M|| 67|| 54|| 80,6|| 5|| -|| 28|| 9|| 12|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Southern Area|| 7|| 1|| 14,3|| 1|| -|| -|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West End Sites|| 100|| 22|| 22,0|| 2|| -|| 10|| 3|| 7|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total (neolithisch und ungewisses Alter'''|| '''2329'''|| '''859'''|| '''36,9'''|| '''69'''|| '''20'''|| '''179'''|| '''228'''|| '''357'''|| '''4'''|| '''2'''|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 1||=|| A+B+E||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||268+0+4||=|| 31,74 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||272||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 2|||| C|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||228||=||26,60 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 3||=|| D|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||357||=||41,66 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 4||=|| F+G+H|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||0||=||0,00 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Stücke fallen in die Familie I, die nicht berücksichtigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häufigkeit der Pfeilspitzen im Gesamtinventar der Fayum Sammlung Caton-Thompsons liegt bei 36,9 % und ist damit wesentlich höher als bei vergleichbaren Fundstellen. Die Bandbreite liegt zwischen 13 % bei Site N und erreicht 80,6 % bei Site M.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zahlen lassen, wie es auch aus den Kommentaren Caton-Thompsons zu den einzelnen Fundstellen hervorgeht, auf ein selektives Absammeln, auf  vorhergehendes Sammeln von Touristen und Plünderern und / oder auf durch Wind und Wasser zusammengetragene Artefaktenkonzentrationen und Sichtung nach Korngrößen schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die typischen, da häufigsten Pfeilspitzenarten in der Caton-Thompson Kollektion sind die Gestielten aus der Familie D. Sie erreichen 41,66 % des Gesamtvolumens und werden gefolgt von A-Spitzen der Gruppen A1, A17, A18, A2, A25 und A26, welche zusammen 31,74 % ergeben. Die Blattspitzen liegen mit 26,60 % auf dem dritten Platz. Pfeilspitzen mit dem Indiz 4, kommen nicht vor bzw. sind nicht in die „neolithische“ Sammlung aufgenommen worden. Selektionen wurden in einigen Fällen vorgenommen z.B. The Z basin levels A.L. 180-160, in anderen nicht z.B. Areas Cii-w, cii-v, v-w and Site V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen gehören zu einen Inventar, welches unter anderen folgende Werkzeuge enthält :&lt;br /&gt;
* Beile, poliert oder retuschiert&lt;br /&gt;
* Beidseitig bearbeitete Messer&lt;br /&gt;
* Sichelblätter&lt;br /&gt;
* Spitzen und Messer, deren Ausgangsmaterial aus gerundeten Flintaggregaten besteht&lt;br /&gt;
* Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
* Hohlbeile&lt;br /&gt;
* Rückengestumpfte Lamellen. Bei einigen Fundstellen werden sie aufgeführt, bei anderen weggelassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzigartig scheint die große Anzahl von stark ausgekehlten Spitzen des Typs A25 zu sein.&lt;br /&gt;
Von den „surface sites“ stammt eine gestielte Großspitze vom Typ D3 (Plate XLII).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der im Fayum gefundenen Pfeilspitzen ist beträchtlich. Neben den frühen Sammlungen von H.W. Seton-Karr und M.C.T. Currell und anderen kommen die vielen für die Archäologie verlorenen Stücke, die in irgendwelchen Schubladen und Vitrinen verstauben.  &lt;br /&gt;
Die Menge der von G. Caton- Thompson beschriebenen Bewehrungen beträgt 859 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nabta Playa und Bir Kiseiba.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen dieser Orte im Süden Ägyptens, westlich des Nils und in der Nähe der sudanesischen Grenze sind eng verbunden mit dem Wirken der „ Combined Prehistoric Expedition „. Diese anfänglich als Rettungsaktion, der durch das steigende Wasser des Assuan Hochdamms gefährdeten prähistorischen Siedlungsplätze, gedachte Aktion ist später weiter nach Osten ausgedehnt worden, um die reichen frühgeschichtlichen Vorkommen von Nabta Playa und Bir Kiseiba zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
Die Expedition war ein Gemeinschaftsunternehmen der Geological Survey of Egypt, der polnischen wissenschaftlichen Akademie Warschau und der Southern Methodist University Dallas.&lt;br /&gt;
Geleitet wurden die archäologischen Arbeiten von Fred Wendorf und Romuald Schild. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen war das frühe Holozän und die damit verbundenen Besiedlungsphasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nabta Playa''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von El Nabta und der weiteren Umgebung werden von Fred Wendorf, Romuald Schild und ihrer Mitarbeiter in zwei Volumen behandelt.&lt;br /&gt;
Erstens in dem 1980 erschienenem Werk „Prehistory of the Eastern Sahara“, New York Academic Press und zweitens in dem 2001 in New York bei Kluwer Academic / Plenum Publishers erschienenem Band „Holocene Settelement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of Nabta Playa“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzentypen sind denen von Bir Kiseiba sehr ähnlich und verteilen sich auf die einzelnen Fundstellen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Prehistory of the Eastern Sahara :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-3''' Alter 8840 +- 90 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen: stemmed points&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 28 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 431 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 6,5 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden neun Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.39 &lt;br /&gt;
* v – Stielspitze vom Typ H5, der Stiel ist auf der Ventralseite bearbeitet.&lt;br /&gt;
* w – breite und grobe H5 - Spitze&lt;br /&gt;
* x – grobe H5-Spitze&lt;br /&gt;
* y-z – rhombische Spitzen vom Typ H2&lt;br /&gt;
* a.a. – Ounanspitze &lt;br /&gt;
* b.b. – Die Spitze weist eine Ähnlichkeit mit dem Typ H3 auf &lt;br /&gt;
* c.c. – H5-Spitze mit querschneidigem distalem Ende, der Stiel ist ventral modifiziert. Das Stück könnte auch unter F14 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.40&lt;br /&gt;
* c – H19, das Stück entspricht in seiner Silhouette dem Typ E5 bei den flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den oben genannten Pfeilspitzen wurden 7 Dreiecke und 18 Trapeze gefunden, die als Bewehrungen hätten dienen können. Vier dieser geometrischen Mikrolithen wurden gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Epipaläolithisch) Alter ca. 8290 +- 80 BP (Eierschale)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan-Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 12 bei einer Werkzeugmenge von 146 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 8,22 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sechs Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.45&lt;br /&gt;
* k-p kleine Ounanspitzen (H12). Die Trapeze und Dreiecke der Fundstelle könnten auch als Bewehrungen genutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-7'''&lt;br /&gt;
* Von dieser mit aller Wahrscheinlichkeit gemischten Fundstelle wurden 448 retuschierte Werkzeuge aufgesammelt, darunter drei Pfeilspitzen, eine Blattspitze vom Typ H10, eine kleine Ounanspitze (H12) und ein Bruchstück einer flächenretuschierten D1-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch)&lt;br /&gt;
* Von den 146 Werkzeugen waren 8,22 % oder 12 Exemplare Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch Pits) Von den 312 Werkzeugen waren lediglich 1,3 % oder 4 Stücke gestielte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-5''' (Neolithisch) Alter 7530 +- 180 Jahre&lt;br /&gt;
* Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 223 Stücke, hauptsächlich retuschierte Stücke und gekerbte bzw. gezähnte Stücke. Bohrer sind ebenfalls häufig. Neben Endretuschen, rückengestumpften Lamellen und Kratzern kommen jeweils ein Trapez, ein Krukowski microburin und ein ausgesplittertes Stück vor. &lt;br /&gt;
Die drei schlanken Stielspitzen unterscheiden sich stark von den Exemplaren der älteren Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (lower layer) Alter : von 7100 BP bis 6700 BP.&lt;br /&gt;
*Von den 395 Werkzeugen sind 10,4 % oder 41 Stücke Pfeilspitzen, die als Nabta points bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei um basisretuschierte Dreieckspitzen, die aber auch steile Randretuschen oder Modifikationen des distalen Endes aufweisen können. Sie werden unter H7 und H8 geführt. Ähnliche Artefakte gehören in Kiseiba und Abu Tartur in das mittlere Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (upper layer)&lt;br /&gt;
* Die Menge der gefundenen Werkzeuge beträgt 136 Stücke, davon sind 1,47 % oder zwei Exemplare querschneidige Pfeilspitzen. Außerdem wurde eine Ounanspitze (H12) mit stark modifiziertem distalem Ende gezeichnet (Fig. 3.103).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1980 veröffentlichen Fundstellenberichte von El Nabta beinhalten 107 Pfeilspitzen. Als gestielt werden 44 Exemplare bezeichnet, 3 sind gestielt und schlank, 12 sind Ounanspitzen und für 41 Stücke wurde der Name „Nabta points“ gewählt. Letztere sind kantenretuschierte Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8. Die übrigen sieben Stücke verteilen sich auf die Gruppen D1, C3, H10, H12 und auf zwei Querschneider der Familie F ohne genauere Bestimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die H10-Spitze Fig. 3.58 m, die als Bewehrung mit spitzbogiger Basis bezeichnet wird. Typologisch identische Formen werden im „Cattle keeper“ als Ounan-Harif-Spitzen angesprochen. (Seite 277, Fig. 12.11.e) und (Seite 303, Fig. 13.3.g.h.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liste der Altersangaben der Fundstellen und der zugehörigen Pfeilspitzentypen&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''in „Prehistory of Eastern Sahara“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8840+-90 BP|| E-77-3|| 28|| gestielt|| H5, H2, H3, H19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||18 Trapeze, 7 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8290+-80 BP|| E-75-6 Epipal.|| 12|| Ounan|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||3 Trapeze, 10 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-7|| 4|| Point with ogival base|| H10, H12, D1, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Ounan point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Bifacial points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 12|| gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 4|| gestielt|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||pits||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7530+-180 BP|| E-77-5 Neolith.|| 3|| schlank, gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||1 Trapez&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7100-6700 BP|| E-75-8 lower|| 41|| Nabta points|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8 upper|| 3|| Querschneider|| F?, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Holocene settlement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of  Nabta Playa”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6 El Nabta und Al Jerar Village'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Feature 1/91, 1/90 und IV/91&lt;br /&gt;
* Alter feature 1 : 7600 BP +- 110&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Cut 1/90 und Feature 2/90&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area B Oberfläche&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 3 Ounanspitzen, 1 atypische Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1''' Al Jerar Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area C'''   Alter : 7536 +- 110 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 4 Ounanspitzen (H12) ?, 3 abrupt kantenretuschierte Blattspitzen (H10) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 3 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.15 a-H1, d-H2, e-H7 ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area D'''   Alter : 7850 +- 70 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Areas 1 und 5'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12, davon 10 Ounanspitzen, eine Blattspitze und eine dreieckige Spitze.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 9 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.28. f-H5, h-H2, o-H2&lt;br /&gt;
* Fig. 8.29. b-H1, g-H5, h-H5, i-H5&lt;br /&gt;
* Fig. 8.26. l-H10, m-H5, h-(Varia) könnte eine H8-Spitze sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 2'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen, 3 beidseitig flächenretuschierte Spitzen. Von letzteren ist eine Spitze abgebildet Fig. 8.34, zwei sind abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen:&lt;br /&gt;
* 4 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
* 1 große Dreieckspitze mit zentraler Kehle Fig. 8.37 die Dimensionen sind 69mm x 27mm x 8mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 4'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 31 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen (H12), zwei beidseitig flächenretuschierte Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 4 Ounanspitzen (H12) Fig. 8.43. h-k und eine E3-Spitze sowie eine D3-Spitze l und m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 5 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 8 Oberfläche und Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen. Das gezeichnete Exemplar (Fig. 8.45 f) stellt eine H5-Spitze dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 9'''&lt;br /&gt;
* Außer sechs Ounanspitzen von der Oberfläche produzierte der Fundplatz vier Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 10'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 9 Ounanspitzen und 9 Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden vier Exemplare (Fig. 8.50).&lt;br /&gt;
* a.) Dreieckspitze vom Typ H7 (besonders lang).&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine H5-Spitze, da eine Verlängerung des Stiels vermutet wird.&lt;br /&gt;
* c.) Dreieckspitze vom Typ H7 (mit gerundetem Übergang vom linken Rand zur Basis).&lt;br /&gt;
* m.)  Ist entweder eine H5- oder eine Abu Tartur-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 11'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 16 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden fünf Exemplare (Fig. 8.53).&lt;br /&gt;
* b.)  Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* d.) Abu Tartur-Spitze (H13)&lt;br /&gt;
* e.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* h.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1 (besonders lang)&lt;br /&gt;
* j.) Dreieckspitze vom Typ H7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 13'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 14'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet : eine H12 oder H13-Spitze (Fig. 8.59 e.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 15 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 8 Ounanspitzen und 7 Spitzen („points“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 16'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen und 4 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sieben Exemplare (Fig. 8.61)&lt;br /&gt;
* a.) Blattspitze vom Typ H10&lt;br /&gt;
* c.) Abu Tartur-Spitze H13&lt;br /&gt;
* d.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* e.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* f.) Dreieckspitze vom Typ H9&lt;br /&gt;
* j.) Blattspitze vom Typ H4&lt;br /&gt;
* k.) Blattspitze vom Typ H10 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstellen E-77-1 und E-94-3'''&lt;br /&gt;
* Zwei neolithische Fundstellen in der Nähe des Gebel Nabta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-1'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 14 Ounanspitzen (Fig. 13.7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* f.) Stielspitze vom Typ H12&lt;br /&gt;
* j.) Dieses an anderen Stellen als Ounan-Harif-Spitze bezeichnetes Exemplar kann unter H2 klassiert werden.&lt;br /&gt;
* k.) Die nicht ganz klare Zeichnung lässt eine H5-Spitze vermuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter werden zwei Spitzen mit gerundeter Basis erwähnt (Fig. 13.6 b) und zwei Dreieckspitzen mit zentraler Kehle vom Typ A2 (Fig. 13.8 k), Die Maße der größeren betragen 54mm x 33mm x 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-3'''  Alter von 5800 – 6300 BP&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen &lt;br /&gt;
* – 1 Ounanspitze ohne Zeichnung&lt;br /&gt;
* - eine blattförmige Spitze mit halbsteilen Randretuschen vom Typ H10 (Fig. 13.15 c)&lt;br /&gt;
* - eine beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 (Fig. 13.15 d) ferner eine Blattspitze der Familie C und eine zerbrochene Stielspitze der Familie D, beide ohne Zeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-92-7 Al Jerar Phase und spätes Neolithikum''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-92-7 spätes Neolithikum'''&lt;br /&gt;
* Von 72 Werkzeugen war nur ein Stück eine Ounanspitze (Fig. 9.14 f).&lt;br /&gt;
* Von der Oberfläche wurden zusätzliche Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 9.18.&lt;br /&gt;
* a.) – D3-Spitze mit konkavokonvexen Rändern und stark heruntergezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* b.) – Blattspitze vom Typ C3 mit vollflächig retuschierter Dorsalseite und teilflächig modifizierter Ventralseite.&lt;br /&gt;
* e.) – Ounanspitze (H12)&lt;br /&gt;
* d.) – große Blattspitze vom Typ C3&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Site E-75-8''' Zusatzgrabung auf der Fundstelle aus dem 7. Jahrtausend in Nabta Playa&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12 Dreieckspitzen, eine zerbrochene Blattspitze (Fig. 10.12), gezeichnet wurden fünf Dreieckspitzen und die Blattspitze.&lt;br /&gt;
* a-d. Dreieckspitzen der Gruppe H7.&lt;br /&gt;
* g.  Wird als Dreieckspitze bezeichnet ist aber sehr atypisch.&lt;br /&gt;
* i. Teilflächig retuschierte Spitze der Gruppe C1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Area A des gleichen Fundplatzes werden drei weitere Dreieckspitzen des Typs H7 und eine teilweise flächig retuschierte D21-Spitze gemeldet (Fig. 11.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom nördlichen Erweiterungsgraben sind zwei Spitzen gezeichnet Fig. 11.12.&lt;br /&gt;
* a.) Ist eine interessante Dreieckspitze mit konkaver Basis, die Ränder verlaufen im proximalen Bereich nahezu parallel zueinander, im distalen Bereich konvex. Sie ist kantenretuschiert und das distale Ende ist auf der Ventralseite durch flache Retuschen verdünnt. Dieser neue Typ erhält die Bezeichnung H20.&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine große Blattspitze der Gruppe H4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-94-2 Spätes Neolithikum von Nabta'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-2'''   Alter : von 5260 +- 60 BP (Herd 9) bis 6220 +- 90 BP (Herd 51).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.8 zeigt folgende Pfeilspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
* a.) Große Ounanspitze (H12).&lt;br /&gt;
* b.) Leicht asymmetrische D3-Spitze mit nur leicht herabgezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* c.) Große C4 Spitze.&lt;br /&gt;
* h.) C3-Spitze, das distale Ende erinnert am linken Rand an C11.&lt;br /&gt;
* j.)  C2-Spitze.&lt;br /&gt;
* l.)  C4-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle E-96-1 Struktur B'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 17.20 zeigt zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
* b) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle vom Typ A2, sie wurde einige Meter entfernt von der Struktur B an der Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
* e) Stielspitze mit kurzen Widerhaken. Im proximalen Bereich verlaufen die Ränder parallel zueinander. Das distale Ende ist spitzbogenförmig ausgestaltet. Sie kann noch unter D33 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''In „Holocene settlement“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7600+-100BP|| E-75-6 F.1|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 1/19,2/90|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 B,Oberfläche|| 4|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7536+-110BP|| E-91-1 C|| 7|| Ounan, leaf shaped|| H1,H2,H7,H10 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7850+-70BP|| E-91-1 D|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 12|| „points“|| H5,H1,H2,H10,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A2|| 22|| Ounan, bifacial points|| H12 ?, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Oberfläche|| 5|| Ounan, bifacial concave|| H12 ?, A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Base point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Grabung|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A4|| 31|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Oberfläche|| 8|| Ounan „Pointe“|| H12,E3,D3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Grabung|| 5|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A8|| 19|| Ounan|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A9|| 10|| Ounan, middle|| H12,H7,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||neolithic points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 10|| 18|| Ounan „points“|| H5,H7, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 16|| „points“|| H1,H13,H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 13|| 19|| Ounan|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 14|| 6|| Ounan|| H12 oder H13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 15|| 15|| Ounan „points“|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 16|| 10|| Ounan „points“|| H10,H13,H5,H9,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-77-1|| 18|| Ounan, points with|| H12,H2,H5,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||rounded base, points||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||with concave base||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5800-6300BP|| E-94-3|| 5|| Ounan, leaf shaped,|| H12 ?,H10,D1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||others||C ?, D ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-92-7|| 5|| Ounan „points“|| H12,D3,C3, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8|| 19|| Triangular points|| C1,H20,H4,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||leaf shaped point||H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||bifacial point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5260-6220BP|| E-94-2|| 6|| -|| H12,D3,C4,C3,C2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-96-1|| 2|| -|| A2, D33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bir Kiseiba'''  ( F. Wendorf, R. Schild, Ed. A.E. Close 1984 )&lt;br /&gt;
*Die auf den Siedlungsplätzen um Bir Kiseiba gefundenen Pfeilspitzen lassen sich in vier Gruppen einteilen wenn von einem Einzelfund einer großen, ausgekehlten, beidseitig flächenretuschierten Dreieckspitze vom Typ A2 und der Erwähnung einiger weniger flächenretuschierter, kleinformatiger Stücke abgesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Ounan Spitzen''' – hierbei sollte die Definition von J. Tixier Anwendung finden. Einige der besprochenen Bewehrungen entsprechen nicht den Kriterien und werden in andere Gruppen transferiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Kantenretuschierte Dreieckspitzen''' – sie kommen entweder mit geradliniger Basis oder mit konkaver Basis vor.&lt;br /&gt;
Die ersteren werden im weiteren Verlauf unter H7, die zweiten unter H8 geführt. Diese Einteilung wurde für die Fundstellen in Abu Tartur gewählt, wo 50 H7 – Spitzen und 15 H8 – Spitzen klassiert worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar Fig. 6.8 e wird als Bou- Saada- Spitze bezeichnet, diese weisen jedoch nach der Definition Tixiers keine kantenretuschierten Ränder auf. Sie wird unter H8 eingeteilt trotz einer leicht konvexen Schwinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar stimmt die Aussage D.L. Holmes, dass die H7 – Spitze der Columnata- Spitze Tixiers ähnelt, aber ein wichtiger technischer Punkt bleibt unberücksichtigt. Während die Basis der H7 – Spitze abrupt kantenretuschiert ist zeigt die Columnata- Spitze an der Basis auf beiden Seiten flache Druckretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Querschneider''' – Auf den Fundplätzen vom el- Kortein Typ sind neben den typischen Ounan- Harif- Spitzen ebenfalls geometrische Mikrolithen in Form von Trapezen und Dreiecken gefunden worden. Diese können als mögliche Bewehrungen nicht ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Ounan- Harif- Spitzen.''' – Durch die Art der basalen Modifikationen weisen alle Ounan- Harif- Spitzen eine starke Gemeinsamkeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinngemäß schreibt Angela E. Close dazu folgendes :&lt;br /&gt;
... allen Exemplaren dieses Typs ist die Bearbeitung der Basis gemeinsam. Sämtliche Spitzen weisen zwei proximale, schräg verlaufende, konvergierende Endretuschen auf, die geradlinig, konvex oder konkav sein können, so dass die Formen der Basis von gestielt bis eiförmig reichen. Die meisten zeigen flache Retuschen, um die Höhe des Bulbus zu verringern ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fred Wendorf und Romnald Schild drücken es so aus :&lt;br /&gt;
... Ounan- Harif- Spitzen sind die charakteristischen Werkzeuge der el Kortein Periode des frühen Neolithikums und sie bilden die größte Gruppe in dieser Werkzeug – Zusammenstellung. Die hier gefundenen 18 Exemplare weisen den typischen Stiel ( stem ) auf, welcher durch zwei sich schneidende basale Endretuschen geformt wird ..... Die beiden basalen Endretuschen können geradlinig sein ( sechs ) oder häufiger eine gerade und eine konvexe aufweisen ( neun ) oder eine gerade und eine konkave ( eine ) oder zwei konkave   ( zwei ) ....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Sinne schreibt Hanna Wieckowska :&lt;br /&gt;
„ ... Die an der Oberfläche gefundene Spitze ist untypisch. Sie ist aus tertiärem Hornstein gefertigt mit einem 9 mm langen Heftzapfen (tang) an beiden Rändern herausgearbeitet durch beidseitige, proximale Kerben, sie zeigt ebenfalls flache Retuschen auf der Ventralseite ... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die ausgegrabenen Stücke wird gesagt - :&lt;br /&gt;
„ .... Sämtliche Stiele sind proximal. Drei werden durch zwei geradlinige, konvergierende Endretuschen gebildet ....&lt;br /&gt;
.... eine hat eine konvexe und eine konkave Endretusche und drei haben zwei konkave Endretuschen. „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen lauten die Ausführungen von K. Morgan Banks im gleichen Volumen sinngemäß :&lt;br /&gt;
„ ... Ounan – Spitzen ( Typ 107 ) – Ounan- Harif- Spitzen sind kleine Abschläge oder Klingen bei denen ein Ende, normalerweise das proximale, so retuschiert ist, dass ein eindeutiger Stiel mit einer oder mehreren konkaven Schultern gebildet wird. Die Schultern können unterschiedlich gut ausgearbeitet sein. Die Stücke können Retuschen an den Rändern aufweisen. Das dem Stiel gegenüberliegende Ende, meistens das distale, ist entweder natürlich zugespitzt oder durch Retuschen modifiziert .... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollte der Begriff „ Stiel „ im Zusammenhang mit Pfeilspitzen definiert werden sowie die Methoden der Schäftung. Im Prinzip kennen wir vier verschiedene Pfeilspitzen – Basen, die für die Schäftung vorgesehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Geradlinige, konvexe und konkave Basen''' wie sie vor allem bei Dreieckspitzen angetroffen werden, seien diese nun flächenretuschiert oder nicht.&lt;br /&gt;
Als Beispiele können genannt werden A1, A18, B1 aber auch F5, F7 sowie H7, H8, H4 und H9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Gekehlte Basen''' wie sie für die Gruppen A2, A13 und A19 und anderer typisch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Konvergierende Linien,''' seien diese geradlinig, konvex, konkav oder gemischt.&lt;br /&gt;
Gerade konvergierende Linien sind bei rhombischen Pfeilspitzen üblich wie bei E1 und E2.&lt;br /&gt;
Konvexe konvergierende Linien bilden die Basen fast aller Blattspitzen. Als Beispiele seien genannt C1, C2, C3.&lt;br /&gt;
Konvergierende, konkave Linien sind anzutreffen bei rhombischen Spitzen ( E5 ) und bei Blattspitzen ( C11 ). &lt;br /&gt;
Gemischte konvergierende Linien wie z.B. konvex – konkav sind selten. In der Familie I ist es die Gruppe 12, welche die Kriterien erfüllt. Die schönsten Beispiele allerdings bieten die Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Der Stiel''' – Der Stiel setzt sich deutlich von einem häufig dreieckigem Körper ab. Auch bei den meisten schlanken, auch blattförmigen Körpern ist der Übergang zum Stiel klar zu erkennen. Beispiele sind D1, D2, D3, D11, D12, D38, D46 und sämtliche übrigen Pfeilspitzen der Familie D sowie H5, H12, H13 und andere bei den nicht flächenretuschierten  Exemplaren.&lt;br /&gt;
Es existieren weniger deutliche Gruppen wie D7 wo ein kleiner, bohrerartiger Stiel angebracht ist oder D44, welche einen Übergang von der Blattspitze zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Falle der Ounan- Harif- Spitzen von Bir Kiseiba handelt es sich um Pfeilspitzen, deren Basen durch konvergierende Linien gebildet werden, also in den häufigsten Fällen nicht um gestielte Spitzen. Die kurze und präzise Definition von Angela E. Close ist in diesem Zusammenhang besonders wertvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Typologie, die besonders die Silhouette zur Bestimmung heranzieht ist es schwierig verschiedenartige Exemplare, wenn sie auch in einer Hinsicht eine Gemeinsamkeit aufweisen und eine kulturelle Einheit bilden, in einer einzigen Gruppe zu führen.&lt;br /&gt;
Da vergleichbare und schon definierte Pfeilspitzen in der algerischen Sahara vorkommen, erhalten die blattförmigen Ounan- Harif- Spitzen die Bezeichnungen H1 und H10. Die unregelmäßigen rhombischen werden unter H2, die regelmäßigen unter H17 klassiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ounan- Harif- Spitzen werden unter der Bezeichnung H14 diejenigen Exemplare geführt, deren basale Retuschen konkav verlaufen oder es verläuft nur eine konkav aber sie bildet mit dem gegenüberliegendem proximalen Randabschnitt einen kleinen aber deutlichen Stiel.&lt;br /&gt;
Sollte trotz konkaver Basisretuschen ein abgesetzter Stiel nicht erkennbar sein, wird das Exemplar unter H19 abgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen von Bir Kiseiba sind auf die einzelnen Fundstellen wie folgt verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 1'''  Alter : 8210 +- 70 BP auf Straußeneischale &lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan – Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 8 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 247 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 3,24 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 4 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.6. z  Das Stück ist eine kurze und breite Ounan- Spitze mit atypischem distalem Ende. Die Ränder laufen nicht zu einer natürlichen Spitze zusammen sondern das distale Ende wird durch eine schräg verlaufende Schneide gebildet, welche die Wirkungsweise eines Querschneiders hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.8.&lt;br /&gt;
* i – rhombische Spitze vom Typ H17&lt;br /&gt;
* j – typische H2 - Spitze&lt;br /&gt;
* k – breite H5 - Spitze mit Ähnlichkeit zur Ounanspitze aber die Bohrerspitze fehlt am Stielende und das distale Ende ist gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Fundstelle wurden ebenfalls 2 Trapeze und 4 Dreiecke beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 2'''  Alter : 7610 +- 70 BP, 7780 +- 130 BP, 8130 +- 100 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan ( 8 ) und Bou – Saada ( 1 ).&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 9 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 887 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 1,02 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden vier Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 6.8.&lt;br /&gt;
* d – H5 - Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
* e – H8 - Spitze mit abgerundeter linker Schwinge.&lt;br /&gt;
* f - g – kleine Ounanspitze, H12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 6'''  Alter 7170 +- 80 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 19 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 577 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 3,29 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 8 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.6.&lt;br /&gt;
* i - m – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.7.&lt;br /&gt;
* r - s – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
* t – kantenretuschierte Dreieckspitze mit konkaver Basis vom Typ H8. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.5.&lt;br /&gt;
* zeigt eine große ausgekehlte, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze vom Typ A2 ( Dim. 49x30x7 ). Das Stück ist ein Irrläufer und gehört nicht in den Kontext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 7'''  Alter 7360 +- 200 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen mit konkaver Basis.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 2 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 20 Stücken, der Anteil der  pfeilspitzen beträgt also 10 %. &lt;br /&gt;
* Gezeichnet : keine, beide Spitzen können nach der Beschreibung als H8 – Spitzen identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 1'''  Alter Area C 8020 +- 70 BP und 8020 +- 90 BP.&lt;br /&gt;
* Area C enthält nur eine Pfeilspitze, für area A, die 62 Pfeilspitzen produzierte, sind nur indirekte Altersangaben verfügbar. Sie beruhen auf  Vergleichen mit ähnlichen Plätzen wie E – 77 – 3 ( 8840 +- 90 BP ), E – 75 – 6 ( 9360 +- 70 BP ) und ( 8290 +- 80 BP ) letztere auf  Straußeneischale.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif- Spitzen, sie stellen bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 817 Stücken 7,76 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.11.&lt;br /&gt;
* a – Querschneider vom Typ F14.&lt;br /&gt;
* b – Blattspitze vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* c – Sollte das gestumpfte Artefakt eine Pfeilspitze sein, so gehört es unter die Atypischen.&lt;br /&gt;
* d - g – Blattspitzen vom Typ H10.  &lt;br /&gt;
* h – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14. &lt;br /&gt;
* i – Blattspitze vom Typ H1.   					                                   &lt;br /&gt;
* j – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14.&lt;br /&gt;
* k – Spitze vom Typ H2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf E – 80 – 1 wurden ebenfalls 8 Trapeze und 9 Dreiecke gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 2'''  Alter : auf Grund von Beobachtungen auf ähnlichen Fundplätzen wird das Alter auf den Zeitraum von vor 8100 BP bis nach 9000 BP geschätzt.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : gestielte Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 18 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 63 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 28,57 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 13.3.&lt;br /&gt;
* f – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* g - i – Blattspitzen vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* j – Querschneider vom Typ F14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wurden 5 Trapeze mit den Tixier Nummern 83, 85, 87 und 88 gefunden, die potenzielle Pfeilspitzen- Bewehrungen sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 3'''  Keine Altersangabe&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 5 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 241 Stücken, dies ergibt einen Anteil von 2,07 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 14.5.&lt;br /&gt;
* a – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* b – H10- Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „ cattle – keepers „ werden insgesamt 125 Pfeilspitzen, davon 8 Ounanspitzen, 94 Ounan- Harif- Spitzen, 22 kantenretuschierte Dreieckspitzen und eine beidseitig flächenretuschierte, große, ausgekehlte Dreieckspitze, vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen 19 Trapeze und 9 Dreiecke, die als Bewehrungen in Frage kommen würden und 5 flächenretuschierte Exemplare. Die Ounan- Harif- Spitzen fallen durch ihre Breite auf, sie sind, legt man die Durchschnittslängen und Breiten zu Grunde, sämtlich aus Abschlägen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von Breite zu Länge beträgt für den Fundplatz E – 80 – 1 – A  0,47 und für die Fundplätze E – 80 – 2 und E – 80 – 3  0,40. Die Dimensionen variieren :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Länge von 19 – 35 mm ( E – 80 – 1 ), 23 – 31 mm ( E – 80 – 2 ), 26 – 32 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Breite von 8 – 18 mm ( E – 80 – 1 ), 9 – 13 mm ( E – 80 – 2 ), 11 – 12 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Dicke von 1 – 5 mm ( E – 80 – 1 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 2 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durchschnittlichen Werte für die 62 Spitzen vom Fundplatz E – 80 – 1 – A  betragen 27,9 x 13,1 x 3,0 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu sind die als Ounanspitzen bezeichneten Bewehrungen von Fundplatz E – 79 – 2 schlanker und aus Lamellen gefertigt. Die Durchschnittswerte liegen bei 37,2 mm Länge und 12,4 mm Breite, die Dicke beträgt 4,3 mm. Das Verhältnis von Breite zu Länge ist wesentlich geringer als bei Ounan- Harif- Spitzen und liegt bei 0,33. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 22 kantenretuschierten Dreieckspitzen, sei nur die Basis oder seien auch die Ränder von den Modifikationen betroffen, unterteilen sich in * H7 – Spitzen mit geradliniger Basis, &lt;br /&gt;
* H8 – Spitzen mit konkaver Basis und in H18 – Spitzen mit konvexer Basis.&lt;br /&gt;
Die Länge der Geschosse reicht von 13 – 25 mm, die Breite von 8 – 18 mm und die Dicke von 2 – 5 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bir Murr I werden vier flächenretuschierte Pfeilspitzen gemeldet, von Bir Murr II lediglich eine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holzkohlen Analyse für Bir Murr I ergab ein C 14 Alter von 6310 +- 70 BP Jahren.&lt;br /&gt;
Zeichnungen sind nicht angefertigt worden. Aus den Beschreibungen geht hervor, dass es sich bei dem Exemplar von Bir Murr II um eine abgebrochene Blattspitze handelt. Die Stücke von Bir Murr I scheinen zwei Stielspitzen der Gruppen D21 und D1 und eine Blattspitze des Typs C4 zu sein. Douglas R. Connor beschreibt das vierte Stück als gestielte, mit Schwingen versehene Spitze mit konvex dreieckigem Körper und einem Stiel, der von der Längsachse mit 30° abweicht. Er bezweifelt die Funktionalität als Pfeilspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist die geringe Pfeilspitzendichte vor allem bei den wenigen spätneolithischen Fundplätzen wie z.B. Bir Murr II, wo eine einzige Pfeilspitze unter 170 Werkzeugen gefunden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezeichneten Altersangaben erlauben eine relativ sichere Zuordnung der Pfeilspitzengruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''Typen im „cattle-keepers“'''|| '''Typen nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - nach 9000 und|| E - 80 - 2|| 18|| Ounan - Harif|| F13, H2, H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||vor 8100 BP||||||gestielt||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8210 +- 70 BP|| E - 79 - 1|| 8|| Ounan - Harif|| H2, H5, H12, H17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8020 +- 70 BP|| E - 80 - 1 - C|| 1|| Ounan - Harif|| F14, H1, H2, H14,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8020 +- 90 BP||||||||H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8290 +- 80 BP bis|| E - 80 - 1 - A|| 62|| Ounan - Harif||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||9360 +- 70 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7610 +- 70 BP|| E - 79 - 2|| 8|| Ounan|| H5, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7780 +- 130 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8130 +- 110 BP|||| 1|| Bou Saada|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7170 +- 80 BP|| E - 79 - 6|| 19|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||1||Beidseitig flächenretuschierte||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Dreieckspitze mit konkaver Basis||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7360 +- 200 BP|| E - 79 - 7|| 2|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8100 - 8000 BP|| E - 80 - 3|| 5|| Ounan - Harif|| H2, H10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 6310 +- 70 BP|| Bir Murr I/II|| 5|| Flächenretuschierte Spitzen|| C4, D1, D21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenfassung Nabta und Kiseiba'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Südost-Ecke der libyschen oder westlichen Wüste Ägyptens hat ca. 500 Pfeilspitzen hervorgebracht.&lt;br /&gt;
- Da sind zunächst die Ounan-Harif-Spitzen, eine heterogene Gruppe von kantenretuschierten Exemplaren, die die Gemeinsamkeit haben, dass konvergierende Linien die Schäftungszone bilden. Dieses Merkmal teilen sie mit rhombischen und blattförmigen Stücken. Teilweise sind auch Druckretuschen zur Verringerung der Dicke zu beobachten.&lt;br /&gt;
Um eine differenzierte Ansprache zu erlauben, wurden die Ounan-Harif-Spitzen gemäß ihrer Silhouetten in verschiedene Gruppen aufgeteilt.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien - H1 oder H10.&lt;br /&gt;
* Zwei geradlinige, konvergierende Linien - H2 oder H17.&lt;br /&gt;
* Zwei konkave, konvergierende Linien - H19.&lt;br /&gt;
* Gemischte konvergierende Linien mit Bildung eines deutlichen Stielchens - H14.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien und ein querschneidiges distales Ende - F18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ounan-Harif-Spitzen sind typisch für die Zeitspanne von vor 9000 BP bis ca. 8000 BP (E-80-2, E-80-3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ounanspitzen sind schon im Kapitel „Abu Tartur“ abgehandelt worden. Die entsprechenden Bewehrungen von Kiseiba und Nabta sind ebenfalls eingeteilt worden in :&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
a.) Ounanspitzen gemäß der Definition Tixiers. Charakteristisch ist das bohrerartig zugespitzte Stielende (hier als H12 eingeordnet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b.) „Abu Tartur Spitzen“ weisen ein Stielende auf, welches aus einer mittels der Kerbtechnik herbeigeführten Bruchfläche besteht. Diese Stücke werden mit H13 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c.) Bei den H5-Spitzen ist die Bearbeitung des Stiels weitergehend, sie umfasst flache Retuschen zur Reduzierung des Bulbus und ebensolche zur Abflachung des Stiels auf der Dorsalseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Häufung dieser gestielten Spitzen ist zwischen ca. 7800 BP und 7500 BP zu beobachten. Aber sie können ebenfalls auf Fundstellen mit Daten von über 8000 BP und unter 6000 BP auftreten. Ob sie nun in diesen frühen und späten Epochen hergestellt worden sind oder ob sie durch Vermischung in die Inventare gelangt sind, sei dahingestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das mittlere Neolithikum Kiseibas und Nabtas sind kleine, kantenretuschierte Dreieckspitzen, auch Nabtaspitzen genannt, typisch.&lt;br /&gt;
Je nach Ausformung der Basis werden sie mit H7, H8 oder H18 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz E-75-8 (untere Schicht) brachte 41 dieser Spitzen hervor, sein Alter wird mit 7100 – 6700 BP angegeben. 19 Stücke stammen vom auf  7170 BP datiertem Fundplatz       E-79-6. Nach den vorliegenden Daten sind sie in dem Zeitraum von ca. 7500 – 6700 BP anzusiedeln. Parallel zu den kantenretuschierten Dreieckspitzen waren in geringer Menge Blattspitzen gleicher Bearbeitungstechnik im Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab ca. 6300 BP tauchen für die nächsten tausend Jahre zweiseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen der Gruppen C1, C2, C3, C4 und D1, D3 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle (A2) von den Fundplätzen E-79-6, E-77-1 und &lt;br /&gt;
E-96-1 sind Oberflächenfunde und schlecht einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Querschneider wie Dreiecke, Trapeze und Segmente kommen schon während der frühesten Besiedlungsphasen vor und finden sich auch noch im ausgehenden Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dakhla==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mut, der Hauptort der Dakhla Oasen liegt auf dem Längengrad 29° Ost und auf dem Breitengrad 25°30’ Nord. Von Tineida im Osten zieht sich ein Grüngürtel von rund 100 km Länge mit Unterbrechungen über Balat, Ismant, Mut und El Qasr bis nach Gharb Mawhub. Von dort führt die Teerstraße parallel zu den Dünenketten der großen Sandsee nach Abu Minqar und weiter nach Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts durchforscht Mary M. A. Mc Donald die Oasen. Sie hat die für diesen Bericht relevanten prähistorischen Kulturen des Holozäns wie folgt eingeteilt :&lt;br /&gt;
* 1.) Masara A, B und C mit Altersangaben von 9180 BP (site 194 Masara B) bis 8170 BP (site 166 Masara A).&lt;br /&gt;
* 2.) Bashendi A mit Daten von 8340 BP (site 228 SH) bis 6380 BP (site 228 C1.1). Für diese Phase wurden 25 Altersanalysen erstellt, 22 davon beziehen sich auf ein Gebiet, dass außerhalb der Oasen, südöstlich von diesen am Fuße des Abu Tartur Massivs liegt.&lt;br /&gt;
* 3.) Bashendi B mit Daten von 6480 BP (site 165) bis 4380 BP (site 277).&lt;br /&gt;
* 4.) Sheikh Muftah mit Daten von 8210 BP (site 108) bis 4310 (site 244).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erscheint als ob die verschiedenen frühholozänen Masara Fundstellen A, B und C praktisch gleich alt seien und sich unterscheiden würden durch das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Baustrukturen und dem Vorkommen von rückengestumpften Lamellen und Klingen bzw. ihr Fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bashendi A schließt an die frühen Kulturen an und hat um 7000 BP seine größte Ausdehnung, mit kurzer Überlappung folgt Bashendi B mit reichen Vorkommen um ca. 6000 BP. &lt;br /&gt;
Die vier Sheikh Muftah Daten verteilen sich über den gesamten Bashendi Zeitraum und weisen ein erstes Datum im Frühholozän, am Ende der Masara Phase auf. Nach den C14- Daten enden Sheikh Muftah und Bashendi B gegen 4300 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die in der mir bekannten Literatur erwähnten und dokumentierten Pfeilspitzen verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Phasen und Fundplätze :'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Masara Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1.) '''263''' Masara A.   Das Alter, die Menge der Pfeilspitzen und die Gesamtwerkzeugmenge sind nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Zwei Pfeilspitzen sind gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitze : Fig. 4.d rough point or arrowhead, Fig. 4.e Ounan- point.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.d   Interessante, randretuschierte Blattspitze, die im proximalen Bereich am linken und rechten Rand jeweils eine Kerbe aufweist, wie sie später in protodynastischer Zeit bei den D42- Spitzen auftreten. Durch die Kerben wird eine Schäftungszone markiert und ein Stiel angedeutet. Das Artefakt erhält die Bezeichnung H21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.e   Wie aus der nicht klaren Zeichnung hervorgeht, handelt es sich entweder um eine H13 Spitze, falls die Modifikationen aus Kantenretuschen bestehen und das Stielende eine Bruchfläche aufweist. Im Falle, dass es sich auf der Dorsalseite um flächige Retuschen handeln sollte, wäre das Exemplar eine H5- Spitze, Auf keinen Fall handelt es sich um eine wie von Tixier definierte Ounanspitze (H12), da der Stiel nicht bohrerartig zugespitzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2.) '''300''' Masara C.   Alter : 8220 BP und 8840 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : elf plus Querschneider.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : a-b arrowheads, im Text Ounan points f. trapeze, g. triangle.  &lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden zwei Spitzen und zwei Querschneider, die Gesamtwerkzeugmenge ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.a-b   Es handelt sich um Ounan- Harif Spitzen mit der Silhouette H19, Ausgangsmaterial waren möglicherweise Abschläge. Das Exemplar a weist eine starke Randretuschierung auf. Die die Schäftungszone bildenden, als Kerben ausgelegten, konvergierenden Linien sind von der Dorsalseite aus angebracht im Gegensatz zu dem Exemplar b, welches eine alternierende Retuschierung des Stielchens aufweist. Die Ränder sind weniger stark modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichartige Pfeilspitzen werden in Nabta und Abu Tartur angetroffen, sie sind typisch für die El Ghorab Phase. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.f   Querschneider vom Typ F2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.g   Querschneider vom Typ F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Angaben und Zeichnungen Fig. 2 und Fig. 4 sind aus „Holocene Prehistory : Interim Report on the 1997 and 1998 Seasons – The Masara sites“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3.) '''308''' Im Text werden 20 kleine Harif- Spitzen von dieser Masara C Fundstelle erwähnt, von denen aber weder Zeichnungen noch Beschreibungen existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altersangaben liegen bei 8710 BP und 8810 BP.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* 4.) '''265''' Von diesem Fundplatz wird eine Serie von kleinen Pfeilspitzen „most with bifacial edge retouch“ gemeldet ohne nähere Präzisionen über Menge und Gruppe der Bewehrungen und ohne exakte Beschreibung der übrigen Werkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 8590 BP bzw. 8480 BP angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zusammenfassung kann für die Dakhla Oasen und die Masara Phase von sechs dokumentierten Pfeilspitzen ausgegangen werden. Davon eine H21, eine H13 oder auch H5, eine H19, eine F16 und eine F13.&lt;br /&gt;
Quantitative Angaben existieren für insgesamt elf mögliche H19- Spitzen und 20 Harif- Spitzen. Mit der Serie kleiner, mit flachen Randretuschen versehener Pfeilspitzen und den Querschneidern wäre von einer Gesamtmenge von ca. 50 Bewehrungen auszugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi A Phase.'''&lt;br /&gt;
Für die Bashendi A Phase existieren einige Zusammenstellungen von Werkzeugen. Die aufgelisteten Fundstellen befinden sich sämtlich außerhalb des Oasen Grünlandes im Südosten von Dakhla, beiderseits der Straße nach Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''387''' Das Alter ist nicht angegeben, die Fundstelle hat 34 kleine, beidseitig      &lt;br /&gt;
flächenretuschierte Bewehrungen mit zwei zugespitzten Enden hervorgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine C1- Spitze wurde gezeichnet (Fig. 4.f). Die nicht gezeichneten Pfeilspitzen dürften den Gruppen C1 und C3 zugeordnet werden können, da sie über zwei Spitzen verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''228''' Alter : von 8340 BP bis 6380 BP, wobei das frühholozäne Datum wohl &lt;br /&gt;
ausgeklammert werden sollte.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : verschiedene&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 93&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : neun Exemplare (Fig. 3. Sahara 4/1991).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.a.) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle, die Schwingenanordnung ist asymmetrisch und ergibt den Hybridtyp A2/A27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.b) E1 groß, Fig. 3.c D1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.d) D12 groß, ein nahezu identisches Stück ist von Abu Tartur Fundplatz 1005/83 bekannt (6420 +- 60 BP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.e) D39, Fig. 3. f-g C1, Fig. 3. h.i H5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) '''228''' A site Cluster 1   Alter : 7200 BP bis 6380 BP.&lt;br /&gt;
* Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 11,9% oder 12 Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) '''228''' A Site Combo (Cluster 3 und 4 sowie Mound site).                                                                          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht die Vermutung, dass diese Fundstelle identisch mit der schon behandelten Fundstelle 228 ist, da die Anzahl der Pfeilspitzen, der Kerben und der gezähnten Stücke, der Kratzer, der Messer, der retuschierten Stücke und der Meißel gleich ist. Lediglich bei den Bohrern, den Kombinations- Werkzeugen und den Varia bestehen Unterschiede sowie auch in der Gesamtmenge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) '''228''' A site Shake Hole. Alter : von 8340 bis 6480 BP.&lt;br /&gt;
* Die Anzahl der Pfeilspitzen beträgt 30. Weitere spezifische Angaben werden nicht gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) '''174''' (30/450-F8-3) Alter : 6900 BP&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 54.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : es gibt sieben Typen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* a.) Aus Lamellen hergestellte Pfeilspitzen mit beidseitig flächenretuschierte Stielen aber ansonsten durch einseitige Kantenretuschen modifiziert.&lt;br /&gt;
* b.) Kleine Dreieckspitzen mit konkaver Basis und einigen Kantenretuschen (Bou Saada).&lt;br /&gt;
* c.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen.&lt;br /&gt;
* d.) Asymmetrische Spitzen mit Kantenretuschen.&lt;br /&gt;
* e.) Aus Lamellen hergestellte Blattspitzen mit zwei zugespitzten Enden und mit zweiseitigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* f.) Blattspitzen mit beidseitiger flächiger Retusche.&lt;br /&gt;
* g.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen mit Schwingen und Widerhaken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Foto Fig. 7.1. in „Neolithic Cultural Units and Adaptations in the Dakhleh Oasis“ zeigt die beschriebenen Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Sie korrespondieren mit den Bezeichnungen :&lt;br /&gt;
* a.) Zwei Exemplare H16.&lt;br /&gt;
* b.) Zwei Exemplare H8.&lt;br /&gt;
* c.) Ein Exemplar D2 und eine rhombische Spitze E2.&lt;br /&gt;
* d.) Die Stücke sind nach dem Foto nicht einzuordnen.&lt;br /&gt;
* e.) Ein Exemplar H5 und ein Exemplar H2.&lt;br /&gt;
* f.) Zwei Exemplare C1.&lt;br /&gt;
* g.) Jeweils ein Exemplar D13 und D49.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe der Fundstelle ist eine 47mm lange Dreieckspitze mit zentraler Kehle von der Oberfläche aufgesammelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Third report on lithic industries in the Dakhleh Oasis“ 1982 sind von weiteren Fundplätzen Pfeilspitzen gezeichnet oder abgelichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So eine nach Mc Donald 6a Spitze von 32/390-D2-2 was nach Hugot eine H1- Spitze sein würde (Fig. 7.d.).&lt;br /&gt;
Plate XIII zeigt von Fundplatz 31/420-P5-1 vier D26- Spitzen mit treppenförmigen Stiel sowie vier Blattspitzen mit zum Teil gerundeten Basen und beidseitigen flachen Randretuschen, drei Exemplare sind unter H4 und eine unter H1 zu klassieren.&lt;br /&gt;
Plate XV zeigt verschiedene neolithische Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Foto a. sind eine C1- Spitze, eine gezähnte C6- Spitze und vier C3- Spitzen zu sehen, sie werden als Type 6b bezeichnet.&lt;br /&gt;
Foto b. zeigt ebenfalls Blattspitzen und zwar drei C4- Spitzen, eine gezähnte C6- Spitze, eine ebenfalls gezähnte C9- Spitze mit gerundeter Basis und eine C- Spitze mit einem abgebrochenen Ende. Diese Bewehrungen werden bei Mc Donald unter der Bezeichnung 6c geführt.&lt;br /&gt;
Auf Foto c. sind verschiedenartige Stielspitzen und ein asymmetrisches Stück vorgestellt. Nach Hugot sind es zwei D1- Spitzen, eine D3- Spitze, eine D18- Spitze und zwei D28- Spitzen. Das asymmetrische Exemplar ist eine I3- Spitze. Die Stielspitzen werden in dem Bericht mit 6d. bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto d. zeigt sieben grob flächenretuschierte Blattspitzen, hier 6e genannt, davon drei mit stark gerundeten Basen und eine mit angedeutetem Stiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewehrungen dieser Art sind von den benachbarten Fundkomplexen wie Lobo, Djara, Eastpans oder Abu Tartur nicht bekannt, es wäre daher interessant das Begleitmaterial und die Fundbedingungen zu kennen.&lt;br /&gt;
Ich würde, ohne sicher zu sein, dieses Stück nicht dem Neolithikum sondern einem späten Aterien zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesamtvolumen der Dakhla- Pfeilspitzen des Bashendi A Komplexes kann nur geschätzt werden. Die Typologien der aufgelisteten Fundplätze ergeben 223 Pfeilspitzen bei 799 Werkzeugen, das sind 27,9 % der Gesamtwerkzeugmenge. Zählt man die Fundstelle 228 und A site Combo als eigenständige Plätze so ergeben sich 316 Bewehrungen bei 1029 Werkzeugen und ein prozentualer Anteil von 30,7.&lt;br /&gt;
Hinzu kommen die 34 dokumentierten Spitzen von Plate XIII und Plate XV, so dass von ca. 350 Bashendi A- Pfeilspitzen ausgegangen werden kann. Würden die hier nicht erwähnten kleineren Fundplätze und die Einzelfunde berücksichtigt, könnte die Gesamtmenge wesentlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi B Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''271''' Alter : 6360 BP und 6280 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den üblichen Blattspitzen der Typen C1, C3 und C4 werden für diese Phase jedoch nicht ausdrücklich für diesen Fundplatz jeweils eine D31- Spitze, eine D25- Spitze und eine D19- Spitze vorgestellt (Sahara 4/1991 Fig. 5.). Eine zeitliche Einordnung dieser Stielspitzen ist daher nur im groben Raster möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''385''' Das Alter ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : vier, gezeichnet wurden drei Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen, eine vom Typ C4 (a.) und eine vom Typ C3 (c.). Die dritte Pfeilspitze (b.) ist vom Typ H1 mit einseitigen flachen Randretuschen. (Holocene Prehistory : Interim Report on the 1999 Season Fig. 4.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt sind circa 20 Bashendi B Fundstellen angegeben allerdings, mit Ausnahme von 271 und 385, ohne Werkzeug- Auflistung und ohne Angaben der Anzahl der Pfeilspitzen, möglicherweise weil die Fundmenge keine Erstellung von Typologien erlaubten und Pfeilspitzen nur in geringen Mengen gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Sheikh Muftah Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine einzige Sheikh Muftah Fundstelle nämlich 31/420-P6-1 ist typologisch ausgewertet worden. Sie enthält neben den Varia lediglich vier Werkzeuggruppen und keinerlei Bewehrungen. Allerdings werden in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ 2002 zwei Stielspitzen und zwei Querschneider aus der Sheikh Muftah Phase vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 1.&lt;br /&gt;
* j) Zeigt eine langstielige, mit Widerhaken versehene D9- Spitze.&lt;br /&gt;
* k) Ist eine sehr schlanke D19- Spitze.&lt;br /&gt;
* l-m) Sind zwei Querschneider vom Typ F13, die zusammen mit dreieckigen Exemplaren der Gruppe F4 auf dem Fundplatz 136 vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrer Magisterarbeit stellt I. Teubner aus Berlin insgesamt 55 Bewehrungen der Sheikh Muftah Phase vor, davon rund 40 vom Fundplatz 136. Da gute Zeichnungen vorliegen können die Pfeilspitzen wie folgt klassifiziert werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Typ'''|| '''Anzahl'''|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D1|| 2|| 135&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D2||1||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D3||6||404, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D18||3||105, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D19||2||135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F4||10||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F10||20||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F14||2||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I3||3||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I9||1||404&lt;br /&gt;
|-|-&lt;br /&gt;
||Nicht identifiziert||5||404, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''55'''||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell sind auch die Pfeilspitzen der Sheikh Muftah Phase nicht sehr häufig. Größere Blattspitzen mit groben Flächenretuschen kommen noch vor aber Stielspitzen, häufig mit Widerhaken und leichter Zähnung sind neben langschmalen trapezförmigen und dreieckigen Querschneidern der Typen F10, F4 und F14 die bevorzugten Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der in den Dakhla Oasen und der Südwestecke des Abu Tartur Massivs durch Zeichnungen und Fotos dokumentierten Pfeilspitzen beträgt für die Masara Plätze sechs Exemplare, Bashendi A ergibt 57 Stücke, Bashendi B sieben Artefakte und Sheikh Muftah 57 Bewehrungen. Zusammengenommen sind es 127 Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Die im Text genannte und zum Teil aufgelistete Menge dürfte bei ca. 426 Exemplaren liegen. Eine genaue zeitliche Zuweisung ist nur für wenige Exemplare möglich z.B. Masara C Fig. 2.a-b zeigt zwei H19- Spitzen mit einem Alter von 8840 BP – 8220 BP. Dieses entspricht dem Alter ähnlicher Ounan-Harif- Spitzen der El Ghorab Phase in Kiseiba oder die Blattspitzen der Gruppen C1, C3 und C4 des Fundplatzes 271 (Bashendi B) deren Alter sehr genau mit 6360 BP bzw. 6280 BP angegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi A Fundplätze'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''387'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''228'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site cluster 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site SH'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site Combo'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''174 30/450-F8-3'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 42,0&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 11,9&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 14,9&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 40,4&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 22,6&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 44,6&lt;br /&gt;
|| 46&lt;br /&gt;
|| 22,9&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 21,3&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 23,5&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 10,6&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 13,9&lt;br /&gt;
|| 110&lt;br /&gt;
|| 54,8&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 10,9&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombi- Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,2&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 6,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 3,0&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,9&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,6&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,7&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 18,9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 16,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| 3&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
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|| Varia&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| '''Total'''&lt;br /&gt;
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|| '''230'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi B- und Sheikh Muftah- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 271'''&lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Sheikh Muftah 31/420-P6-1'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 64&lt;br /&gt;
|| 50,4&lt;br /&gt;
|| 97&lt;br /&gt;
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|| Bohrer&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|| '''Total'''&lt;br /&gt;
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|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Masara- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''260 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''265 Masara C'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alter&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8600&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuggruppen&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
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|| 1&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| II Bohrer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| III Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VI Rück. Lamellen*&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 59,2&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| VII Kerben&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 8,2&lt;br /&gt;
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|| 15&lt;br /&gt;
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|| 21&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| VIII Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| IX Geom. Mikro.**&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 12,2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,5&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 20,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
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|| X Microburin&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| 14&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
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|| XI Verschiedene&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
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|| '''Total'''&lt;br /&gt;
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|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   *   VI   Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
*   ** IX   Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Merimde beni-Salam==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde beni-Salam liegt westlich des Rosetta-Arms des Nils auf ehemaligem Wüstenboden. Heute ist das Gebiet zwischen Nil und der Giza-Alexandria Straße für die Landwirtschaft erschlossen worden. Von Kairo sind es ungefähr 60 km in nordwestlicher Richtung.&lt;br /&gt;
Bekannt wurde Merimde ab 1928 durch die Arbeiten von Hermann Junker, dem Entdecker des ausgedehnten Siedlungsareals.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Arbeiten ging jedoch in den Wirren des 2. Weltkriegs verloren und ein endgültiger Bericht wurde nie vorgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter dieser frühen unterägyptischen, bäuerlichen Niederlassung wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 4880 BC bis 4230 BC angegeben. Von den Driesch und Boessneck ( 1985 ) datieren Merimde zwischen 5890 BP und 5440 BP. Breunig ( 1987 ) gibt für die untere Schicht ein Alter von 3940 bis 5840 BP an. Auf der Liste der Radiocarbon Daten der Universität zu Köln ( B.O.S. und ACACIA Projekte ) wird Merimde auf ca. 5900 bis 5600 BP oder auf ca. 4800 bis 4430 BC cal. datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979 veröffentlichte Josef Eiwanger seinen Bericht über die „Geschossspitzen aus Merimde“. Die Arbeit stützt sich auf neuere Grabungen, berücksichtigt aber auch das Material und die Vorberichte von H. Junker. Insgesamt werden 61 große Dreieckspitzen der Typen A2, A27, A25 und A28 vorgestellt mit Gewichten von ca. 3g bis ca. 15g.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiteren Arbeiten werden ferner Querschneider ohne weitere Spezifikationen und eine Stielspitze mit einem seitlichen Kerbenpaar ( D31 ) aus der Urschicht, sowie eine D33-Spitze mit flachen Randretuschen aus Schicht IV vorgestellt. Von der Oberfläche sind drei weitere Stielspitzen aus den Zeiten H. Junkers bekannt. Letzterer stellt 1928 in seinem Bericht über &lt;br /&gt;
die archäologischen Arbeiten im Westdelta auf Tafel 16 sieben typische „Merimdespitzen“ vor, die er libysche Pfeilspitzen nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in Merimde so variieren auch in Abu Tartur und den angrenzenden Gebieten die Gewichte der großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle stark und liegen hier bei ca. 1,9g bis ca. 17,5g. Das Gleiche gilt für die großen Stielspitzen der Typen D3 und D4, die außer in Abu Tartur in der westlichen Wüste äußerst selten gefunden wurden. Aus dem Niltal und der übrigen Sahara liegen nur wenige vergleichbaren Stücke vor. Bekannt ist eine Großspitze aus dem Fayum, eine weitere wurde von H. Junkers in Merimde gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke J. Eiwangers überschwere Pfeile aus der deckunggebenden Ufervegetation heraus aus sehr kurzer Distanz auf  große Beutetiere abzuschießen ist einleuchtend. Die einschlägige Forschung geht sicherlich bei Pfeil und Bogen, auch im prähistorischem Kontext nur von einer Fernwaffe aus, was im Prinzip sehr berechtigt ist. In Ausnahmefällen allerdings, wie bei speziellen Jagdtechniken oder aber im Verdrängungskrieg um Weiden und Wasserstellen könnte ein schwerer Pfeil mit kurzer Flugbahn im Kampf Mann gegen Mann von Vorteil sein. Auf  Felsbildern im Tassili sind derartige Szenen bewegt und eindrucksvoll dargestellt aber auch aus Südafrika sind ähnliche Auseinandersetzungen im Bild festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Liste A auf den Seiten 73 und 74 sind die großen, gekehlten Dreieckspitzen, beidseitig flächenretuschiert, aufgeführt.&lt;br /&gt;
34 Stücke, es sind bis auf eine Einzige Oberflächenfunde, wurden von H. Junker ab 1928 publiziert. Die 17 von J. Eiwanger während der Grabungskampagne 1978 gefundene Stücke verteilen sich auf die Oberfläche ( 5 Exemplare ), die Phase IV ( 11 Exemplare ) und die Phase V ( 1 Exemplar ). Weiterhin sind noch 10 Spitzen, sämtlich von der Oberfläche, genannt. Das bekannte Gesamtinventar kann somit in 48 Oberflächen-Fundstücke und 13 aus Schichten stammenden Funden eingeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sein Diagramm Abb. 3 gliedert der Autor die Pfeilspitzen in breite ( B ), normale ( N ) und schmale ( S ) Stücke und die Schäftungskehle in tiefe ( T ), normale ( N ) und flache ( F ). Um dieses graphisch sichtbar zu machen, werden in einem Koordinatensystem auf der Ordinate das Verhältnis von Länge zu Breite ( a : b ) und auf der Abszisse das Verhältnis der Länge zwischen Kehlenende und dem distalen Ende zu der Breite der Pfeilspitze in Höhe des Kehlenendes ( A : B ) eingetragen. Die Auswertung der Merimdespitzen ergibt für die ältere Phase IV hauptsächlich breite bis normale Stücke mit flachen bis normalen Kehlen ( BF, NF, NN ). Tief ausgekerbte und schlanke Artefakte sowie die Spitzflügel, wie sie auch aus dem Fayum bekannt sind, kommen in Phase V und einer darüber liegenden erodierten Schicht vor. Besonders die tief ausgekerbten Spitzflügel stellen einen technischen Fortschritt dar, indem sie die Wirkung einer großen Aufpralllänge, gegeben durch die Breite b, bewahren und durch Materialreduzierung das Gewicht senken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siwa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siwa, die Oase im nordwestlichen Ägypten, nahe der libyschen Grenze hat für mich, wahrscheinlich bedingt durch die isolierte Lage oder auch durch das Orakel des Amontempels etwas Mystisches, Geheimnisvolles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Mittelmeer, nach Marsa Matruh sind es, der „Straße“ folgend, rund 300 km. Verbindungen nach Südosten zu den Bahariya Oasen oder nach Osten ins Fayum werden durch abenteuerliche Pisten gewährleistet oder auch nicht, wie schon das frühe Beispiel des Kambyses und seiner Perserarmee zeigt, sie sind nie angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf prähistorische Vorkommen ist das Gebiet von Siwa und den benachbarten Oasen Um el Hiyus, Gara, El Arag und Sitra von Fekri A. Hassan Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und von den B.O.S. Expeditionen (R. Kuper, E. Cziesla) in den 80er Jahren wissenschaftlich untersucht worden.&lt;br /&gt;
Die Hauptbesiedlungsphasen scheinen epipaläolithisch und frühneolithisch gewesen zu sein, bezieht man sich auf das von Fekri A. Hassan vorgestellte Fundmaterial, welches hohe Anteile an Rückenstumpfungen und Meißeln aufweist.&lt;br /&gt;
Die B.O.S. Fundstelle 85/05-4, mit 356 m² etwas größer als weitere Plätze in Sitra, ist gemischt. Sie führt ebenfalls rückengestumpfte Lamellen und Langschmale Dreiecke aber auch einige flächenretuschierte Artefakte jüngeren Datums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorkommen von Pfeilspitzen in den Siwa- Oasen beschränken sich auf wenige flächenretuschierte Exemplare. Ounanspitzen sind sehr selten, Ounan-Harif-Spitzen und damit verwandte Stücke werden von Site 75/27 in Gara gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der mir zur Verfügung stehenden Literatur ergibt sich folgendes Bild :&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Ounan-Harif-Spitzen beträgt sicher zehn, das sind die gezeichneten Exemplare und wahrscheinlich 39, das sind sämtliche Pfeilspitzen der Tafel 5.1 in  „Resources and Subsistence during the Early Holocene at Siwa Oasis, Northern Egypt“ von Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Exemplare sind datiert, das Alter von 8219 +- 73 BP fällt zusammen mit dem Ende der El Ghorab Phase im äußersten Südwestzipfel der östlichen Wüste Ägyptens, dort wurden gleichartige Bewehrungen beobachtet.&lt;br /&gt;
Die teilweise flächige Bearbeitung findet durchaus Parallelen in Kiseiba, Nabta und Abu Tartur.&lt;br /&gt;
Auch die Stücke a und d (Fig. 7 Artifacts from Gara Oasis site 75/27) passen gut als frühe flächig retuschierte Stielspitzen in den allgemeinen Rahmen. Ein weiteres Beispiel ist die D21- Spitze von Sitra 85/5 (Abb. 1/3 in Cziesla 98), die in Silhouette und Bearbeitungstechnik der Spitze a site 75/27 sehr ähnlich ist und die in den Zeithorizont um ca. 8200 BP fällt.&lt;br /&gt;
Weitere datierte Exemplare aus Dakhla und Abu Tartur erhärten den Befund, dass flächig retuschierte Stielspitzen am Ausgang des 9. Jahrtausend vereinzelt auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen nach Fundorten innerhalb der Siwa- Oasen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplatz&lt;br /&gt;
|| Anzahl der&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gefunden&lt;br /&gt;
|| Anzahl der &lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gezeichnet&lt;br /&gt;
|| Alter BP&lt;br /&gt;
des&lt;br /&gt;
Fundplatzes&lt;br /&gt;
|| Klassifikation&lt;br /&gt;
nach Hugot*&lt;br /&gt;
|| Literatur-&lt;br /&gt;
hinweise&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/31&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/24&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/27&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 8219+-73&lt;br /&gt;
|| D1, D21, 2xH1, &lt;br /&gt;
5xH4, 1 Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 7 a-j&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/24A2 &lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/05-4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D3, D33, H10&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/09&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| H12, H5&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| G1&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/07&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D33&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| ca. 8200&lt;br /&gt;
|| D21 nach 19&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/15&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D18 langstielig&lt;br /&gt;
D44, 2xC1&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 f-i&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus&lt;br /&gt;
Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD19 langstielig&lt;br /&gt;
C3, D44,&lt;br /&gt;
C Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 a-e&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/12&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.3 b&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa Slg. Bates&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D21 schlank&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98&lt;br /&gt;
Abb. 1/4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 83/11-2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Blattspitzen&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Südl. Des Sitra-&lt;br /&gt;
Sees&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD18&lt;br /&gt;
1xD42&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98,&lt;br /&gt;
Abb. 1/12, 13, 14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa&lt;br /&gt;
ohne weitere&lt;br /&gt;
Präzision&lt;br /&gt;
|| 102&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 11xC4&lt;br /&gt;
11 Ounan-Harif-Spitzen&lt;br /&gt;
der Typen H10 und H14,&lt;br /&gt;
60 Stielspitzen des &lt;br /&gt;
Typs D19 und D18,&lt;br /&gt;
19xC1 oder C3,&lt;br /&gt;
1xE3&lt;br /&gt;
|| Mc. Burney&lt;br /&gt;
1955&lt;br /&gt;
Seiten 254 - 257,&lt;br /&gt;
Fig. 35, 36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''&amp;gt; 163'''&lt;br /&gt;
|| '''50'''&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *&lt;br /&gt;
-Die C4- Spitzen weisen flächige Randretuschen auf, vor allem die Schäftungszonen sind beidseitig modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Schäftungszonen der Ounan- Harif- Spitzen „shanked blades“, wie Mc. Burney sie nennt, sind ebenfalls durch flache, beidseitige Retuschen bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die sehr schlanken Stielspitzen der Gruppen D18 und D19 mit einem Koeffizienten B/L von 0,20 bis 0,35 sind relativ jung. Für Djara werden sie von K. Kindermann bei ca. 6000 BP angesiedelt. („The Holocene Occupation of the Eastern Sahara, Regional Chronologies and Supra- regional Developments in four Areas of the Absolut Desert“ in Gezeiten der Wüste, Herausgeber R. Kuper 2002 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundort&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Um el Hiyus&lt;br /&gt;
a) 75/5 b) 75/31&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Gara&lt;br /&gt;
a) 75/24 b) 75/27&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | El Arag&lt;br /&gt;
a) 76/4 b) 76/24A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 32&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 28,1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 88&lt;br /&gt;
|| 17,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte&lt;br /&gt;
Klinge u. Abschläge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 53,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 14,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 25,0&lt;br /&gt;
|| 72&lt;br /&gt;
|| 32,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 128&lt;br /&gt;
|| 25,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. Zähnungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7,7&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 27,3&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 9,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 10,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 12,5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 20,5&lt;br /&gt;
|| 73&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Seitenschaber&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 18,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 42&lt;br /&gt;
|| 8,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endstumpfung&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 0,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Spitzen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 0,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Zweiflächner&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Andere&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''69'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|| '''64'''&lt;br /&gt;
|| '''100,2'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''221'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''494'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987&lt;br /&gt;
Table 5.1 Tool classes from Holocene Sites in the Siwa Oasis Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahariya==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptort der Bahariya Oasen, Bawiti, liegt ungefähr 180 km nordöstlich von Farafra entfernt, und von den Pyramiden in Giza sind es rund 370 km in südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stahlwerke von Heluan werden über eine Eisenbahnstrecke mit dem Eisenerz der Gruben von Bahariya versorgt. Die submarine Exhalations- Lagerstätte deckt den ägyptischen Inlandbedarf.&lt;br /&gt;
Der wunderschöne Rosengarten in der Iron-Mine-City dürfte der einzige in der westlichen Wüste sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erforschung holozäner Besiedlung scheint nicht weit fortgeschritten zu sein. Lediglich Fekri A. Hassan erwähnt einige einseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen an einigen Plätzen in „Archaeological explorations at Bahariya Oasis and the Western Delta“1979. Angaben zur Silhouette der Bewehrungen sind nicht gemacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Farafra==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Farafra liegt rund 500 km in nordwestlicher Richtung von den Kharga Oasen entfernt, falls der Weg über Mut genommen wird. Von Giza über Bawiti sind es ca. 550 km nach Südwesten. Kleiner als die Kharga und Dakhla Oasen hatte sich Farafra lange Zeit seine Ursprünglichkeit bewahrt. Gerne erinnere ich mich an die Gastfreundlichkeit und den herrlichen Garten des Homda, Bürgermeister würden wir ihn nennen. Dieser kühle, schattige Platz hat ein wenig von dem Paradies, wie es im Koran beschrieben ist, ohne die Jungfrauen allerdings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon sehr früh im Holozän brachte die Region um Farafra pflanzliche Taxa hervor, wie z.B. Sorhum sp., Getaria, Brachiaria, Panicum und Echinochloa colona. Auch Schaf und Ziege sind sehr früh vertreten wie Daten von 7251 +- 67 BP und 7110 +- 50 BP belegen.&lt;br /&gt;
Obwohl Behausungsstrukturen ausgegraben worden sind, ist bislang sehr wenig Töpferware gefunden worden. (Ein Bruchstück von site HV – 2).&lt;br /&gt;
Verbunden mit den archäologischen Aktivitäten sind die Namen von Barbara E. Barich, Fekri A. Hassan, A.G. Fahmy, A. Gautier, G. Lucarini und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Auswertung des lithischen Inventars noch nicht abgeschlossen ist, sollen hier lediglich die bis jetzt veröffentlichen Pfeilspitzen behandelt werden. So werden in „Archaeology of  Farafra Oasis (Western Desert Egypt) A Survey of the most recent Research“ von B.E. Barich und G. Lucarini folgende Bewehrungen vorgestellt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' Farafra Oasis, Hidden Valley Village, Lithic industry. Drei Blattspitzen, davon ein Exemplar C6 mit vollständiger, beidseitiger Flächenretuschierung, zwei Exemplare vom Typ C3 mit einseitiger, vollständiger Flächenretuschierung, die Ventralseite weist eine teilflächige Retuschierung auf.&lt;br /&gt;
Eine H13- Spitze mit leichten Retuschen am linken, distalen Rand. Gezeichnet sind weiter gekerbte und gezähnte Stücke mit den obligatorischen harten Kantenretuschen sowie ein Schaber und ein Messer mit flachen Randretuschen. Der Zeithorizont ist ca. 7100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8''' Farafra Oasis, Hidden Valley Area, Late neolithic bifacial artifacts. Zeigt drei Blattspitzen der Gruppen C1 und C3 wovon eine beidseitig flächenretuschiert ist, die zwei anderen sind auf der Ventralseite lediglich in der Schäftungszone flächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden gezeichnet ein side-blow-flake, drei Messer und ein Schaber- Kratzer. Diese Werkzeuge haben ein Alter von 5950 BP Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klärungsbedarf besteht für die Ounan-Arif-Spitzen vom spätneolithischen Fundplatz Sheikh el- Obeiyid und für eine weitere typisch beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze, welche an den Ounan-Arif Typ erinnert und welche auf  „Playa I“ in der Rajih Region auf einem Platz mit Klingenindustrie gefunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebel Kamil==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebel Kamil ist nach der Beschreibung von Joachim Hahn, dessen Bekanntschaft ich in Abu Tartur machen durfte, ein konischer Hügel, der sich rund 100 m über die umgehenden Dünenfelder erhebt und so eine weithin sichtbare Landmarke bildet. Er liegt südsüdöstlich des Gilf Khebir in der Nähe der ägyptisch- sudanesischen Grenze.&lt;br /&gt;
In seinem Artikel „Neolithic Settlement Patterns in the Gebel Kamil Area, Southwest Egypt“ beschreibt J. Hahn neolithische Fundplätze, von denen einige Pfeilspitzen aufweisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28''' ist eine der größten Fundstellen der Gegend, als mögliche Bewehrungen kommen Segmente, Trapeze und Dreiecke in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28-1'''  ist eine datierte Fundstelle mit Altersangaben von ca. 4300 BP bis 4600 BP. Auch hier sind die Pfeilspitzen- Bewehrungen auf Querschneider wie Trapeze, Dreiecke und eventuell Segmente beschränkt. Gezeichnet wurden drei Dreiecke, zwei Trapeze und vierzehn Segmente. Die Dreiecke entsprechen dem Querschneider Typ F4, die Trapeze den Gruppen F10 und F11. Zum Teil sind die Artefakte sehr klein wie das Dreieck 83/28-1 Nr. 4 mit einer Höhe von 8mm und einer Schneidenlänge von 7mm. Das Trapez 83/28-1 Nr. 9 hat die Höhe von 7mm, die kleine Schneide misst 3mm, die große 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''85/67''' ist der dritte Fundplatz von welchem Pfeilspitzen vorgestellt werden. Außer den Querschneidern vom Typ F16, F4, F10 und F14, es sind sieben Exemplare gezeichnet, kommen nicht näher beschriebene zweiseitig flächenretuschierte Spitzen vor, die aber kaum Pfeilspitzen sein dürften, da sie im Zusammenhang mit Handäxten, groben Abschlägen und Levallois- Kernen genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fig. 6 gibt J. Hahn Querschneider für die Fundstellen K25, 85/67 und 85/58 an, Trapeze und Dreiecke für 83/28 und 85/58, Trapeze ohne Dreiecke für 85/67.&lt;br /&gt;
Der Fundkomplex Gebel Kamil wird in den Zeithorizont vom 4. bis zum 6. Jahrtausend BP gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die große Sandsee==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Oase Siwa im Norden bis zu den Ausläufern der Sandsteinmasse des Gilf Kebir im Süden erstreckt sich die große Sandsee auf einer Breite von ca. 100 km bis 300 km westlich der libysch- ägyptischen Grenze.&lt;br /&gt;
Die archäologischen Untersuchungen wurden von der Universität Köln und dem Heinrich Barth Institut durchgeführt, sie waren im Besonderen auf die Gebiete um Abu Minqar, Regenfeld, Ain Dalla und die Glasregion konzentriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Regenfeld'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regenfeldfundstellen liegen nördlich und südlich des 25. Breitengrads Nord und östlich des 27. Längengrads Ost. Benannt wurde die Region im Jahre 1873 von Gerhard Rolfs wegen der starken Regenfälle, die ihn auf seiner Expedition überraschten. &lt;br /&gt;
Die ältesten Vorkommen, Regenfeld A, weisen ein Alter von über 9000 BP auf und enthalten keinerlei Pfeilspitzen oder geometrische Mikrolithen, die als Bewehrungen angesprochen werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das darauffolgende Regenfeld B mit einem Alter von ca. 8700 BP produzierte neben langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Artefakten auch eine rückengestumpfte Blattspitze vom Typ H1 und zwei Trapeze mit gestumpfter, leicht gekehlter kleiner Seite, die im gleichaltrigem Kontext auch in Westpans 85/52 gefunden worden sind und die als mögliche Bewehrung die Bezeichnung F20 erhalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem folgenden Zeitabschnitt von ca. 8300 BP bis 7800 BP wurden keine Bewehrungen gefunden, langschmale Dreiecke, rückengestumpfte Lamellen und eine Kerbklinge bestimmen das Inventar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngsten Phase, Regenfeld D, von ca. 7700 BP ( 87/2 ) bis 7000 – 6500 BP ( 96/19 ) erscheinen neben klassischen Bewehrungen der Typen F4 und F13 auch flächenretuschierte Artefakte. Dabei handelt es sich unter anderem um große, beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen. Zwei dieser Stücke sind gezeichnet worden, eine davon, die Längere, hat die ungefähren Abmessungen L = 78 mm, B = 28 mm und Dicke = 8,3 mm. Diese Dimensionen sind vergleichbar mit denen der großen Blattspitzen von Abu Tartur, welche Längen zwischen 70 mm und 91 mm und Gewichte von 8,7g bis 14,2g aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können ebenso wie die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle und die großen Stielspitzen als Pfeilspitzen eingesetzt werden und mit Erfolg von einem Bogen verschossen werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der querschneidigen Bewehrungen von Regenfeld wird auf zehn geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Glasregion'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein gezieltes Ausbeuten der Rohstoffquellen, des libyschen Wüstenglases oder Lechatelierit zu erschweren, sind genauere Hinweise auf die Lage der Fundgebiete nicht angegeben.&lt;br /&gt;
Die größte Fundstelle, 81/61, wird auch nach dem Entdecker „Willmanns Camp“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwei Schnitten wurden insgesamt 1934 Werkzeuge, davon 250 Mikrolithen, zu Tage gefördert. Die verschiedenen C14- Analysen ergeben Resultate von ca. 8000 BP bis ca. 5700 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flächenretuschierte Artefakte sowie Pfeilspitzen fehlen in den Inventaren. Als mögliche Bewehrungen kommen Trapeze und Dreiecke in Frage. Sechs Dreiecke und 21 Trapeze sind gezeichnet worden und fallen unter die Typen F4 und F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ain Dalla'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am östlichen Rand der großen Sandsee, etwa nördlich von Abu Minqar und nordwestlich von Farafra liegt der Brunnen von Ain Dalla.&lt;br /&gt;
Ein spätneolithischer Fundplatz scheint 85/15 zu sein. Die zwei dort gefundenen Stielspitzen sind sehr schlank und gehören zu den Typen D19 und D49. Die Ränder der D19- Spitze sind sehr leicht konvex ausgebildet, nicht genug um als D18 klassiert zu werden. Die Widerhaken der D49- Spitze sind sehr klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 85/26 mit einem Alter von ca. 8610 BP produzierte eine Ounanspitze vom Typ H12 und auf dem dritten, circa 8460 BP alten Ain Dalla Fundplatz 85/28 – 1 wurden eine  H5- Spitze und zwei Dreieckspitzen vom Typ H7 gefunden. Letztere passen normalerweise nicht zu den vorherrschenden Rückenstumpfungen, die für das Inventar charakteristisch sind, sie sind eher für das mittlere Neolithikum typisch. Die primitive Ausführung könnte sie allerdings dem Fundplatz zugehörig erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Gerara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von Abu Gerara liegen zwischen Djara im Norden und den Eastpans im Süden, nach Südwesten befinden sich die Vorkommen der Dakhla Oasen und nach Südosten sind es die Plateau- Plätze und Playakonzentrationen von Abu Tartur. Zwischen dem Abu Tartur Massiv und den Abu Gerara Schichtabbrüchen liegen ein mit Kalksteinhügeln durchsetztes Gelände, zwei große Depressionen sowie eine kleine mit dem Fundplatz 00/59, an dessen Exploration ich mitarbeiten konnte. Nördlich der Schichtstufen kommen weitere Kalksteinhügel vor, dann nach rund 25 km geht das Gelände in eine Hamada über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchungen, die zur Zeit von der Kölner Universität durchgeführt werden, sind noch nicht beendet. So werden lediglich einige Fundstellen, von denen schon endgültige Ergebnisse vorliegen, berücksichtigt. In „Abu Gerara : Mid- Holocene sites between Djara and Dakhla Oasis (Egypt)“ Heiko Riemer 2003 wird die Fundstelle 98/5 vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''98/5''' Fundstelle im Hügelland nördlich der Schichtstufen. Der Fundplatz ähnelt in seiner Anlage stark den Vorkommen auf dem Abu Tartur Plateau. Ein tief gelegenes Becken ist umrahmt von bis zu elf Metern hohen Hügeln, die einen guten Schutz gegen den Nordwind abgeben. Von den Hügeln laufen Regenrinnen ins Beckentiefste. Dort hat sich ein terra rosa Boden gebildet, der gepanzert durch das Artefaktenmaterial und gehärtet durch erhöhten Phosphateintrag teilweise der Deflation standgehalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden 75 retuschierte Werkzeuge geborgen, davon 16 Pfeilspitzen, die mit 21,3 % den größten Anteil stellen, gefolgt von Seitenkratzern und gezähnten Stücken. Weitere Artefakte sind Bohrer, side-blow-flakes, blattartige Messer und Vorstufen dazu, sowie Sichelblätter und Dexel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei C14 Analysen datieren 98/5 auf 6600 Jahre BP. Dies ist einer der nicht zu großen Fundplätze, die ein weitgehend unvermischtes Inventar mit einem bestimmten Alter aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8'''  zeigt unter anderem zwei Blattspitzen mit teilflächiger Retuschierung. Die Nr. 5 hat eine klassische C3 Silhouette während Nr. 6 eine deutlich gerundete Schäftungszone aufweist aber noch unter C3 geführt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die Nr. 7. Im medialen Abschnitt weist das Artefakt nahezu parallel verlaufende Ränder auf, die Schwingen zeigen winzige Widerhaken und der recht lange, schlanke Stiel ist an seiner Basis eingeschnürt, das Ende des Stiels ist abgerundet, das distale Ende ist abgebrochen. Derartige Stücke sind aus Djara bekannt, wo einige dieser als D52 bezeichneten Bewehrungen vorkommen. E. Cziesla stellt eine ganz ähnliche Spitze vor, die südlich des Sitra Sees gefunden worden ist (Nr. 14, Abb. 1 in Anmerkungen zu flächenretuschierten Pfeilspitzen 1998). Bei diesem Exemplar ist der Stiel kurz und die Parallelität der Ränder im medialen Abschnitt ist nicht gegeben.&lt;br /&gt;
Die Nr. 8 ist eine D36 Spitze und kommt ebenfalls in einigen Exemplaren in Abu Tartur vor. Eine vergleichbare mit nur einem Kerbenpaar (D31) ist von Eastpans bekannt, eine weitere ist, klassiert unter Bashendi B in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ Fig. 5.d gezeichnet. M. Mc Donald 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Eastpans ist ebenfalls eine Großspitze des Typs D3 bekannt, mit stärker ausgeprägten Widerhaken wurde auch in Abu Gerara eine solche aufgesammelt (Site 99/28). Weitere Einzelstücke sind in Dakhla und Djara gefunden worden. Diese Spitzen sind zu vergleichen mit der Serie von gestielten Großspitzen von Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''00/70''' Dieser Fundplatz in der Nähe der großen Dolineneinbrüche nördlich des Abu Tartur Massivs ist nur kurz angefahren worden. Bei dem Inventar handelt es sich um ein im Tiefsten des Siedlungsplatzes zusammengespültes Artefaktengemisch. Ein nördlich am Hang gelegenes Areal mit sehr vielen Herdstellen wurden aus Zeitmangel ignoriert. Ein hastig dort aufgeklaubte Pfeilspitze ist vom Typ C10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==El Karafish==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Straße von den Dakhla Oasen nach Abu Minqar liegt auf dem libyschen Plateau El Karafish, eine junge Fundstelle, die von prädynastischer Zeit und auf Grund von Keramikvergleichen bis in die 6. Dynastie reicht. Eine C14- Analyse ergab ein Alter von ca. 4500 BP. Im Keramikmaterial finden sich ebenfalls Claytonringe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Pfeilspitzen wurden geborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Eine Ounanspitze vom Typ H13, die im Kontext von El Karafish deplaziert wirkt und eher eine typische Bewehrung um 7600 BP darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Eine flächig retuschierte Stielspitze vom Typ D2, wobei die linke Schwinge leicht gerundet erscheint. Dieser Typ taucht in den verschiedensten spätneolithischen Inventaren auf. Die Dorsalseite ist bis auf einen schmalen, zentralen Bereich flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, lediglich der Stiel ist vollflächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Zum Fundplatz passend ist das dritte Exemplar. Es handelt sich um eine Stielspitze mit kurzem, breitem Stiel und mit parallel zueinander verlaufenden Rändern im proximalen Bereich. Die Ränder weisen eine sehr feine Zähnung auf, die Schwingen stehen rechtwinklig zur Längsachse, sind jedoch mit winzigen Widerhäkchen bestückt. Das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert, der distale Bereich ist abgebrochen. Da die Silhouette der Pfeilspitze ein Novum darstellt, erhält sie die Bezeichnung D50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art von schlanken, feingezähnten Stielspitzen stellt das Ende einer Entwicklung von tief penetrierenden Bewehrungen dar, welche aus lithischem Material hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dungul==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oase liegt ca. 160 km südwestlich von Assuan am Rande des Kalksteinplateaus, Hester und Hobler haben die dortige prähistorische Kultur untersucht. Nur wenige Pfeilspitzen gehören dem Inventar der „Libyan industry“, deren Alter mit 7900 +-150 BP Jahren angegeben wird (Hester und Hobler 1969). Gezeichnet oder fotografiert sind acht Exemplare, davon sind zwei Querschneider, eine Stielspitze der Familie D, zwei H5 – Spitzen sowie drei Blattspitzen der Familie C. Eine vierte Blattspitze wird im Text erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Badari==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
El Badari liegt am Ostufer des Nils rund 40 km südlich von Asyut und ca. 60 km nördlich von Sohag. Wie Merimde als prähistorische Niederlassung in Unterägypten, so soll El Badari als Beispiel für oberägyptische steinzeitliche Besiedlung im Niltal dienen.&lt;br /&gt;
Beide Fundkomplexe verfügen über größere Mengen von ausgekehlten Dreieckspitzen, so dass ein Vergleich mit entsprechenden Wüstenfundplätzen wie dem Fayum und Abu Tartur möglich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 veröffentlichten Guy Brunton und G. Caton- Thompson ihren Bericht „The Badarian Civilisation“ wo neben mit Schwingen oder Widerhaken versehenen, dreieckigen Großspitzen auch zwei gestielte Exemplare erwähnt werden.&lt;br /&gt;
Die gezeichneten Stücke können wie folgt eingeteilt werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| A1|| A2|| A17|| A25|| A26|| A28|| C1|| andere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 3|| -|| 2|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 5|| -|| -|| -|| 6|| -|| 2|| 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 6|| -|| -|| -|| 5|| 1|| -|| 4|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVI|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVII|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVIII|| 3|| -|| -|| -|| -|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate LVI|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''3'''|| '''2'''|| '''1'''|| '''22'''|| '''1'''|| '''2'''|| '''6'''|| '''2'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die östliche oder arabische Wüste Ägyptens==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streifen zwischen dem Niltal und der Küste des Roten Meeres bildet den östlichen Rand der Sahara. Im Norden zwischen Kairo und Suez ist er ca. 135 km breit, im Süden an der Grenze zum Sudan und zur nubischen Wüste rund 500 km. Die Entfernung entlang des Roten Meeres von Suez bis Halait beträgt über 1000 km. Aus diesem riesigen Gebiet sind nur wenige prähistorische Funde bekannt und dem entsprechend eine geringe Anzahl von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die arabische Wüste war gewiss nicht weniger attraktiv als das Gebiet westlich des Nils. Im Gegenteil, es existierte ein integriertes Wadisystem, welches das Wasser aus dem Gebirge entweder ins Meer oder in den Nil leitete. Das Küstengebirge weist Höhen um 1000 m auf und gelegentlich wird auch die 2000 m Marke überschritten. Die hydrologische Situation dürfte daher vorteilhafter als in der westlichen Wüste gewesen sein. Wenn dennoch weniger Relikte vorgeschichtlicher Kulturen gefunden worden sind, so liegt es wahrscheinlich an dem unwegsamen Gelände. Wer hier etwas außerhalb der wenigen Verbindungsstraßen entdecken will muss gut zu Fuß sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fundplatz, der Pfeilspitzen in seinem Inventar aufweist, wurde von P.M. Vermeersch, P. van Peer, J. Moeyerson und Wim van Neer „Tree Shelter“ genannt. Er liegt nordwestlich von Quseir in der Nähe der Phosphatgruben und ist mit dem Geländewagen zu erreichen. &lt;br /&gt;
Vier Holzkohlenproben ergaben Altersstellungen von 6770 +- 60 BP bis 4930 +- 30 BP. Die Geräte, 80 an der Zahl, setzen sich aus gezähnten Stücken, retuschierten Abschlägen, flächig bearbeiteten Stücken, Kerben, einem side-blow-flake und Verschiedenen zusammen.&lt;br /&gt;
Außerdem wurden zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen, ohne weitere Präzisierung, erwähnt. Möglicherweise handelt es sich um Blattspitzen der Familie C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant sind das Vorhandensein von Asphataria rubens aus dem Niltal und ein side-blow-flake, ein Werkzeug, welches östlich des Nils zu den Raritäten zählt. Publiziert wurde der Bericht im Dezember 2002 in Archéo-Nil. In unmittelbarer Nachbarschaft des „Tree Shelter“ hat das gleiche Autorenteam eine Höhle, genannt Sodmein Cave, untersucht („Neolithic occupation of the Sodmein area, Red Sea Mountains, Egypt“ in Aspects of African Archaeology edited by G. Pwiti and R. Saper 1996).&lt;br /&gt;
Die Altersangaben reichen von 6490 +- 100 BP und 7090 +- 80 BP für die unterste Schicht bis 6320 +- 100 BP und 6360 +- 90 BP für die obere Schicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundenen Pfeilspitzen sind den Schichten nicht in der Art zugeordnet, dass sie mit einem exakten Alter in Verbindung gebracht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (Fig. 3 Seite 414).&lt;br /&gt;
* Nr.   2  ist eine asymmetrische, einseitig flächenretuschierte Blattspitze.&lt;br /&gt;
* Nr.   3  ist eine Blattspitze des Typs C1, die Rückseite zeigt lediglich flächige Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   6  ist ein Fragment und gehört möglicherweise zu einer Blattspitze C1, C3 oder zu einer Stielspitze D44.&lt;br /&gt;
* Nr.   7  wie Nr. 6.&lt;br /&gt;
* Nr.   8  ist eine Blattspitze mit beidseitigen flächigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   9  ist eine asymmetrische H1- Spitze.&lt;br /&gt;
* Nr. 10  ist eine H1- Spitze, im proximalen Bereich ist sie beidseitig flächenretuschiert auf der Ventralseite ist zusätzlich ein Rand flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
* Nr. 11  ähnlich wie Nr. 10.&lt;br /&gt;
* Nr. 12 und 13  Ounanähnliche Spitzen des Typs H13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Verbindungsstraße Qena im Niltal nach Quseir am Roten Meer berichtet Debono aus der Gegend von Laqueita von zwei Ounanspitzen (Debono, 1951 plate III b) und einigen Querschneidern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Ölfördergebiet von Ras Gharib, etwa 25 km von der Küste entfernt, weist Montenant (1986 plate XXXVI) auf Pfeilspitzen in der Nähe des bir Nakhla hin, es Handelt sich um aus Lamellen gearbeitete, kantenretuschierte Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Dittmann weist in seiner Veröffentlichung „Zur Paläogeographie der ägyptischen Eastern Desert“, 1990 auf Pfeilspitzenfunde von Fundplatz B im Gebel Zeit hin. Das Fundgebiet liegt an der Küste des Roten Meeres zwischen Ras Gharib und Hurgada. Gefunden wurden drei Blattspitzen vom Typ C1 und eine D21- Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
Aus dem Abri im oberen Wadi Deir im Bereich des Klosters St. Paulus wird ein großes Blattspitzenfragment gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorgestellten Einzelfunde und Daten lassen lediglich erkennen, dass die östliche oder arabische Wüste ähnlich besiedelt war wie das Gebiet westlich des Nils. Ounanspitzen und andere kantenretuschierte Pfeilspitzen weisen auf ein frühes Neolithikum hin. Über die spätneolithischen Typen C und D bis zu prädynastischen Querschneidern reicht die Formenvielfalt über große Zeiträume.&lt;br /&gt;
Hier liegt ein riesiges Gebiet, lediglich an seinen Rändern angekratzt und wartet auf seine Entdeckung. Künftigen Forschern wird die Arbeit so schnell nicht ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Djara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer multidisziplinären Expedition der Universität Köln hatte der Verfasser im Jahr 2000 Gelegenheit die Fundstellen der Siedlungskammer Djara kennenzulernen.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt 15 km westlich des Abu Muharig Dünengürtels etwas nördlich der Linie Farafra – Asyut. &lt;br /&gt;
Neben einer Reihe von kleinen, oft hochinteressanten Fundstellen, sind drei große Konzentrationen hervorzuheben. Zunächst die Fundstelle 90/1 mit einer wahrscheinlich im Tertiär entstandenen Tropfsteinhöhle als Besonderheit an ihrer südlichen Peripherie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite bedeutende Konzentration ist 98/20 mit einem Inventar, das von rückengestumpften Artefakten bis zu side-blow-flakes reicht.&lt;br /&gt;
Eine weitere Konzentration wird mit 98/4 bezeichnet, sie weist die am weitesten fortgeschrittene Zerstörung durch Deflation auf. Die Playaablagerungen sind bis auf einige flache Hügel, möglicherweise durch Phosphateintrag entstandene Härtlinge, komplett ausgeräumt und die Kalksteinstrukturen, wie sie im Pleistozän vorhanden waren, treten wieder zu Tage. Nur große und schwere Artefakte finden sich auf dem Grund des ehemaligen Siedlungsplatzes. Pfeilspitzen fehlen ebenso wie Mikrolithen und Straußeneischalen. &lt;br /&gt;
Keramik, die auf anderen Stellen in Djara nicht gefunden wurde, ist in einer mit schluffigem Material gefüllten Windfalle entdeckt worden.&lt;br /&gt;
Eine detaillierte Beschreibung und Auswertung der Funde und Befunde des Gesamtgebietes ist in Arbeit (K. Kindermann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 90/1'''&lt;br /&gt;
Das Gelände ist in mehrere Grabungszonen aufgeteilt worden, die von 90/1 – 1 bis 90/1 – 15 durchnummeriert worden sind. Pfeilspitzen sind an folgenden Stellen gefunden worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 1'''   Alter : 6786 +- 49 BP bis 6448 +- 69 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 12 Pfeilspitzen, acht davon sind gezeichnet worden und zwar : &lt;br /&gt;
Zwei D21- Spitzen, eine D26, eine D44, zwei E2 und jeweils eine H1, Eine H5 und eine H7- Spitze. Drei der flächenretuschierten Pfeilspitzen stammen aus den Herden und können als in situ Funde gelten. Es sind dies eine D21- Spitze, die lediglich als gestielt beschrieben ist, eine E2- Spitze, die als Blattspitze bezeichnet ist und eine D26- Spitze, die als gestielt mit Zähnung deklariert wird (In „Investigations of Mid- Holocene settlement of Djara“ in K. Kindermann 2003).&lt;br /&gt;
Während die flächenretuschierten rhombischen Exemplare und die Stielspitzen gut zu den C14- Werten passen, sind die kantenretuschierten Stücke, ob Blatt- Stiel oder Dreieckspitze eher für frühere Epochen typisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 2'''   Alter : 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden und gezeichnet wurden fünf Pfeilspitzen. Die kurzen und gedrungenen Exemplare bestehen aus Blattspitzen der Gruppen C3 (2 Stücke) und C4 (1 Stück) sowie einer ebenfalls gedrungenen D2- Spitze mit kurzem, breitem und abgerundetem Stiel. Das fünfte Stück ist ein schwer einzuordnendes Fragment mit flachen Randretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 4''' ohne Altersangabe.&lt;br /&gt;
* Es wurden vier Pfeilspitzen gefunden, gezeichnet wurde keine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 6'''   Alter : 6900 +- 50 BP und 6696 +- 94 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden drei Pfeilspitzen, davon eine Blattspitze C1 und eine gestielte Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 10'''   Alter : 6885 +- 50 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 19 Pfeilspitzen, darunter zwei H1, zwei C1 und eine D3- Spitze, ferner wurde ein Querschneider vom Typ F4 beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 13'''   Alter : 6713 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 36 Pfeilspitzen und zwar von den kantenretuschierten fünf H1, sechs H5 und eine H7- Spitze und von den flächenretuschierten Stücken zehn C1, drei C6 und fünf D1- Spitzen. Dazu kommen noch weitere sechs flächenretuschierte, nicht weiter präzisierte Stücke sowie vier zusätzliche Fragmente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 15'''   Von dieser Grabung ist ein Querschneider vom Typ F4 bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der Pfeilspitzen von den Grabungsflächen beträgt 80, davon wurden 15 Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Oberfläche 90/1 wurden insgesamt 155 Pfeilspitzen gefunden, davon sind 36 Stücke gezeichnet worden und zwar von den Konzentrationen 1 – 6. Von der Konzentration 7, welche 107 Pfeilspitzen hervorbrachte, sind keine Zeichnungen angefertigt worden.&lt;br /&gt;
Die Konzentration „cluster 7“ liegt im Südwesten von 90/1. Sie wird östlich von einer Wadirinne und westlich von dem Kalkgestein einer steil ansteigenden Hügelkette begrenzt. Der Untergrund besteht aus einem Schwemmfächer aus fein- bis mittelkörnigem Schutt.&lt;br /&gt;
Darin waren neben vielen anderen Artefakten 107 Pfeilspitzen eingelagert. Darunter befinden sich zwei Ounan- Harif- Spitzen mit Schäftungszonen, die von zwei geradlinigen Rändern gebildet werden (Typ H2). Weiter wurden gefunden eine Ounanspitze H12 und 24 H5- Spitzen, eine kantenretuschierte, blattförmige Spitze vom Typ H1 und eine Dreieckspitze vom Typ H7. Hinzu kommen noch acht fragmentierte kantenretuschierte Bewehrungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Stücke setzen sich zusammen aus 14 beidseitig modifizierten C- Spitzen und 11 einseitig bearbeiteten C- Spitzen. Die gestielten Exemplare gehören sechsmal zu den D3, fünfmal zu den D1 und dreimal zu den D26- Spitzen. Ferner wurden sieben fragmentierte D1- Spitzen und 16 Fragmente von nicht identifizierbaren flächenretuschierten Spitzen gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gelangten die Pfeilspitzen und andere, hier nicht aufgeführte Werkzeuge auf diesen sterilen Schwemmfächer? Sie wurden nicht mit den Sedimenten heruntergespült, wie angenommen werden könnte, da oberhalb keinerlei Kulturspuren zu entdecken sind, sondern sie wurden vom Nordwind in diese Artefaktenfalle geweht. Vergleichbare sekundäre Konzentrationen sind von Abu Tartur bekannt. Der vom Verfasser durchgeführte Langzeitversuch über die Wirkung des Windes auf  steinzeitliche Artefakte in ariden Klimazonen unterstreicht die Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 51 gezeichneten Exemplare von Djara gehören 20 verschiedenen Gruppen an und verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte blattförmige, 17 x C|| C 1|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 3||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 6||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte gestielte, 14 x D|| D 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 3||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 21||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 26||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 31||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 44||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rhombische, 4 x E|| E 2|| 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Querschneider, 2 x F|| F 4|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rundschneidige, 5 x G|| G 1|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kantenretuschierte, 9 x H|| H 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 4||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 5||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 7||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| '''Total'''|| '''51 (von 235)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 98/20'''&lt;br /&gt;
* Das Zentrum der Fundstelle wird, wie schon bei 90/1, von einer Restplaya gebildet. Ein im Jahr 2000 durchgeführter Baggerschnitt erreichte das unterliegende Kalkgestein. In der Kontaktzone hatte sich eine Schicht großer Kalzitkristalle gebildet, die später auch an höher gelegenen Stellen, ebenfalls im Kontakt Playa- Kalksteinliegendes, nachgewiesen werden konnte.&lt;br /&gt;
Die Ausbildung großer Kalzitkristalle unter den gegebenen Umständen setzt eine über längere Zeiträume dauernde Anwesenheit von Wasser voraus. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Lebensbedingungen, zumindest die Präsenz von Wasser betreffend, in der Siedlungskammer Djara während der pluvialen Optima wesentlich besser waren als bisher dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artefaktenvielfalt ist groß und reicht von Ounan- Harif- Spitzen, Ounanspitzen, langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Werkzeugen bis zu side- blow- flakes und flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 34 Stücken stellen die Ounan- Harif- Spitzen die größte Gruppe der Bewehrungen, nicht gezählt sind drei weitere Exemplare sowie eine Ounanspitze, die neben einer H1- Spitze und einer H5- Spitze vom Verfasser vor Ort beobachtet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Pfeilspitzen, die für 98/20 aufgelistet sind und die zu den C14- Werten von 6430 +- 50 BP und 6365 +- 30 BP passen, sind eine partiell flächenretuschierte C1- Spitze und eine gleichartig modifizierte D1- Spitze. Die beidseitig flächenretuschierten Stücke gehören mit einem Exemplar in die Gruppe C1 und mit zwei Exemplaren in die Gruppe C3. Sieben Stielspitzen sind vom Typ D1, zwei vom Typ D3 und eine ist eine D31- Spitze. Insgesamt sind also 40 rückengestumpfte und 15 flächig bearbeitete Pfeilspitzen im Inventar 98/20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Umgebung des Fundplatzes 98/4'''&lt;br /&gt;
* Wie schon eingangs erwähnt, ist Fundplatz 98/4 durch Deflation stark gestört und leichte Artefakte wie z.B. Pfeilspitzen sind nicht mehr vorhanden.&lt;br /&gt;
In den angrenzenden, etwas besser geschützten Hügeln jedoch finden sich einige interessante Exemplare.&lt;br /&gt;
So liegt nördlich des Komplexes 98/4 die Fundstelle 00/63, die neben einer D52- Spitze, eine D25 und eine C1- Spitze produziert hat.&lt;br /&gt;
Die Fundstelle 00/68, südwestlich von 98/4 gelegen, weist eine Großspitze vom Typ D3 auf (L = ca. 66 mm, B = 35 mm, D = 6 mm) ein seltener Fund auf dem Plateau. Daneben finden sich zwei Ounanspitzen vom Typ H12, zwei D47- Spitzen und eine rhombische E2- Spitze.&lt;br /&gt;
Eine weitere D52- Spitze stammt von der Fundstelle 00/69.&lt;br /&gt;
Der Keramikfundplatz 00/65 weist eine C10- Spitze auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit 00/ markierten Fundstellen sind im Rahmen zeitlich sehr begrenzter Suchfahrten entdeckt worden und nicht weiter bearbeitet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Djara weist eine sehr große Palette von Pfeilspitzenformen auf und deckt mit seinen Typen einen Zeitraum von rund 3000 Jahren ab, wie auch die C14 Daten belegen (von 8620 BP bis 5982 BP).&lt;br /&gt;
Mit über 300 gefundenen Exemplaren ist Djara auch mengenmäßig ein bedeutender Fundplatz für Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Abu Ballas Schichtstufenland==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Phasen haben die Archäologen der Universität Köln unter Leitung von Rudolf Kuper die Fundstellen von Abu Ballas untersucht.&lt;br /&gt;
Wie auch anderen Orts hat das von den höher gelegenen Einzugsgebieten ablaufende Niederschlagswasser sich in Deflationsmulden sammeln können und so zur Bildung von siltig- tonigen Playas führen können. Zwischen den verschiedenen Überflutungsphasen sind immer wieder äolische Einträge zu beobachten.&lt;br /&gt;
Die Hauptkonzentrationen prähistorischer Besiedlung wurden Eastpans, Mudpans und Westpans genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eastpans   wurden vom Stuttgarter Fotografen Rudolf René Gebhardt während einer seiner zahlreichen Alleinexpeditionen entdeckt.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt ungefähr 90 km südlich der Dakhla Oasen, die beiden größeren Fundstellen wurden mit 95/1 und 95/2 bezeichnet.&lt;br /&gt;
Die epipaläolithischen Konzentrationen 95/1 – 1 und 96/6, letztere mit einem Alter von    8350 +- 55 BP produzierten keine Pfeilspitzen, eine Ausnahme bildet ein asymmetrisches Trapez von 96/6, welches als eine mögliche Bewehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
Auch die jüngere, aber ebenfalls noch epipaläolithische Fundstelle 95/1 – 1 mit einem Alter von 7750 +- 150 BP bis 7752 +- 48 BP weist keinerlei Jagdwaffen in Form von Pfeilspitzen auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelneolithischen Charakter zeigen einige Artefakte der oberen Schicht der Fundstelle    95/1 – 1, die ein Alter von 7529 +- 48 BP aufweist und damit nur geringfügig jünger ist als die unterliegende epipaläolithische Schicht. Typisch ist eine Dreieckspitze mit kantenretuschierter Basis vom Typ H7 sowie eine kantenretuschierte Spitze mit konkaver Basis vom Typ H20 wie er auch in Nabta auf der Fundstelle E – 75 – 8 vorkommt. Das Auftreten einseitig flächenretuschierter Blattspitzen (2 Fragmente) passt ebenfalls in den Zeitrahmen.&lt;br /&gt;
Der spätneolithische Fundplatz 95/2 ist auf 6170 +- 80 BP bis 6072 +- 36 BP datiert. Die Vielzahl der Mikrolithen lassen auf einen Einfluss aus Süden, das Vorhandensein von Feuerstein, von einem side- blow- flake und von flächenretuschierten Artefakten auf einen Einfluss aus Norden schließen. An Bewehrungen sind vier Trapeze vom Typ F10 und eine D31- Spitze zu nennen, letztere stammt aus der datierten Grabungsschicht, während eine gestielte Großspitze vom Typ D3 von der Oberfläche abgesammelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erstaunlich, dass eine hauptsächlich von der Jagd lebende Gesellschaft, selbst im Spätneolithikum überwiegen Wildtierknochen und stehen einer nur geringen Anzahl von Rind- und Schafsknochen gegenüber, nur eine verschwindende Anzahl von Pfeilspitzen hinterlassen hat.&lt;br /&gt;
Zu erwähnen ist noch eine interessante Ounanspitze, die der Verfasser im Oktober 2000 an der Oberfläche von 95/1 beobachtet hat. Wie die vor Ort angefertigte Zeichnung zeigt, handelt es sich wahrscheinlich nicht um eine Bewehrung, sondern eher um ein epipaläolithisches Mehrzweck- Werkzeug (Bohrer, Kerbe, retuschiertes Stück).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mudpans''' werden schon 1939 von Bagnold ebenso wie das Vorhandensein prähistorischer Artefakte an diesem Ort erwähnt. Paschur und Braun bestätigen dies 1980. Die Fundstellen liegen südöstlich des Abu Ballas Hügels und südwestlich von Eastpans, der Schichtstufe folgend.&lt;br /&gt;
Da die mir zur Verfügung stehende Dokumentation nicht lückenlos war, werden lediglich die gezeichneten Bewehrungen behandelt. Im Prinzip entsprechen sie in Quantität und Qualität auch den gefundenen Stücken. Kleine, für diese Zusammenstellung aber nicht entscheidende Unterschiede, sind daher möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Trapezen und Dreiecken kommen auch rückengestumpfte Formen, Stichel, Endretuschen, gezähnte Stücke, ausgesplitterte Stücke, Bohrer vom Typ Tixier 16 und andere, und weitere Mikrolithen wie z.B. Segmente vor.&lt;br /&gt;
Eine Weiterentwicklung der Inventare ist nicht zu erkennen. Eine einzige Pfeilspitze weist Flächenretuschen auf. Es ist eine Stielspitze vom Typ I 9 mit einer rechtwinklig zur Längsachse stehenden Schwinge und einer gerundeten Schwinge vom Typ D21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gezeichnete Bewehrungen (außer Segmenten)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/56|| ca. 7000|| || H 1|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||5 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 7||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||19 x F||F 4||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 11||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-1|| ca. 6530|| 1 x H|| H 5|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||bis 5740||28 x F||F 2||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 13||7*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-9|| -|| 2 x F|| F 4|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-1|| ca. 5690|| 10 x F|| F 4|| 3*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-2|| -|| 1 x I|| I 9|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||2 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 9||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||7 x F||F 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 14||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-3|| ca. 6700|| 8 x F|| F 4|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-4|| ca. 6320|| 1 x H|| H 7|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||12 x F||F 4||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/54-1|| -|| 3 x F|| F 2|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||||| '''Total'''|||| '''99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Davon ein Exemplar mit flächigen Retuschen in der Schäftungszone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Westpans''' mit seinem Fundplatz 85/52 ist mit einem Alter von 8700 +- 190 BP das älteste epipaläolithische Vorkommen in der Abu Ballas Gegend.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt rund 50 km südwestlich von Mudpans, seine Koordinaten sind 24°7’ Nord und 27°37’ Ost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben anderen Mikrolithen wurden zwei breite, unregelmäßige Dreiecke und sechs Trapeze, deren kleine Seite eine ausgeprägte Kerbe aufweist, gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hugot beschreibt aus Algerien drei Dreiecke, deren durch Kantenretuschen zugespitztes Ende durch eine Schäftungskerbe ersetzt wurde und bezeichnet den Querschneider mit F9. Die Trapeze mit Schäftungskerbe erhalten die Bezeichnung F15.&lt;br /&gt;
Ein vom Verfasser gefundenes Trapez aus dem oberen Capsien von Bir Hameiria, Tunesien, weist ebenfalls eine Schäftungskerbe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilf Kebir==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der äußerste Südwesten Ägyptens wird durch das über 1000 m hohe Sandsteinplateau des Gilf Kebir geprägt. Die dortigen Sandsteinschichten der Jura- und Kreidezeit sind von tertiärem Vulkanismus durchbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zur Herstellung steinzeitlicher Artefakte verwandte Material ist vor allem ein quarzitischer Sandstein, der in verschiedenen metamorphen Stadien, Korngrößen, und Farben ansteht. Als weitere Materialien kommen Basalt, Quarzporphyr und im geringem Maß Quarzgerölle, also Kieselsteine und aus den tonigen und siltigen Schichten geringvolumige Chalzedone vor. Diese Chalzedone aus den buntgefärbten Ton- und Siltlinsen der Kharga Schichten bilden den bevorzugten Werkszoff der älteren holozänen Komplexe von Abu Tartur. Noch seltener sind Werkstoffe wie verkieseltes Holz und libysches Wüstenglas aus der großen Sandsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1980 arbeiten die Archäologen der Universität Köln, zunächst im Rahmen des Projekts B.O.S., später des Projekts ACACIA, im Gilf Kebir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Ausgrabungen im Wadi el Akhdar liegt eine Monographie von Werner Schön vor, im gleichen Volumen bearbeitet Erwin Cziesla den Fundplatz 80/14 (Schön 1996). Im Hinblick auf das Vorhandensein von Pfeilspitzen ist der Wadi el Akhdar als äußerst arm zu bezeichnen. Die 22 aufgelisteten Fundstellen lieferten 2494 Werkzeuge aber nur ca. 48 Bewehrungen in Form von Querschneidern, das macht ca. 2 % der Gesamtwerkzeugmenge aus. Diese dreieckigen und trapezförmigen geometrischen Formen kommen lediglich mit 41 Exemplaren auf der Fundstelle 80/14, mit fünf Exemplaren auf der Fundstelle 81/8 sowie drei relativ sicheren Stücken von der Oberfläche des Fundplatz 81/2 vor. Alle übrigen Plätze sind frei von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fehlen von Mikrolithen in vielen Inventaren, der schlechte Erhaltungszustand des Knochenmaterials und der geringe Anteil an großen, nicht verrundeten Keramikscherben lässt auf eine starke Zerstörung der Siedlungsplätze durch klimatische Einflüsse schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 80/14''' Alter : die drei Proben von Straußeneischalen ergeben ein Alter von 4210 +- 60 BP, 4300 +- 55 BP und 4500 +- 55 BP. Ein Datum von 4200 +- 1100 BP von einer Holzkohlenprobe kann wegen der hohen Standartabweichung nicht berücksichtigt werden. Von 131 Geräten sind 41 als Pfeilspitzenbewehrungen anzusprechen, das sind 31,3 %. Gezeichnet wurden 34 von 39 Dreieckspitzen, wie sie im Text bezeichnet werden, ein Trapez und eine Trapezspitze.&lt;br /&gt;
Von den gezeichneten Stücken der Tafel 1 sind 24 Exemplare Dreiecke mit geradlinigen Rändern vom Typ Tixier 89, die als Pfeilbewehrung mit F4 bezeichnet sind. Die neun Trapeze, die als Dreiecke eingeordnet sind, gehören zum Typ Tixier 83, als Pfeilspitzenwerden sie unter F10 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Dreieck weist konkave Ränder auf, der Typ ist Tixier 92 oder als Pfeilspitze F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Trapez Nr. 35 mit längerer kurzer Schneide als die neun oben erwähnten Exemplare gehört ebenfalls zum Typ Tixier 83. Durch seinen eher epipaläolithischen Charakter würde, isoliert betrachtet, ein Gebrauch als Pfeilspitze fraglich erscheinen, im Kontext mit einer Vielzahl von Querschneidern ist jedoch eine Verwendung als Bewehrung möglich. Das Trapez Nr. 40 mit einem leicht konkaven und einem geraden Rand (Tixier 86), welches in Hugots Einteilung als f16 geführt werden könnte, gehört ebenfalls zu den Querschneidern. Fünf Exemplare sind nicht gezeichnet worden, es ist anzunehmen, dass es sich um Dreieckspitzen des Typs F4 handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/8''' Holzkohlenproben ergeben ein Alter von 5430 +- 65 BP und 5940 +- 230 BP. Von den 73 Geräten oder ihren Fragmenten sind fünf Stücke oder 6,8 % als Querschneider, sowohl Dreiecke als auch Trapeze, angesprochen worden.&lt;br /&gt;
Ein eindeutiges Trapez, Nr. 23 Tafel 101, ist gezeichnet worden, es stellt eine Bewehrung vom Typ F10 dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/2''' (Oberfläche)&lt;br /&gt;
Das Alter konnte nicht ermittelt werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 88 Stücke, davon neun Mikrolithen. Letztere sind aufgegliedert in unregelmäßige Dreiecke (4 Stücke oder 4,5 %), unregelmäßige Trapeze (2 Stücke oder 2,3 %) und drei andere Stücke. Gezeichnet wurden sieben Mikrolithen bzw. Bruchstücke derselben. Bei dem Trapez Nr. 11 Tafel 66 und den Fragmenten Nr. 13 und     Nr. 14 der gleichen Tafel ist eine Nutzung als Pfeilspitzenbewehrung denkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen im Wadi el Akhdar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen-Typen&lt;br /&gt;
Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 80/14&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''41'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/2 Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 2 (+3)&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''3 (+3)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''11 (+3)'''&lt;br /&gt;
|| '''24'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''49 (+3)'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geometrischen Mikrolithen des Wadi el Akhdar sind vergleichsweise klein. Für die Exemplare des Fundplatz 80/14 schwankt die Breite zwischen 7 und 16 mm.&lt;br /&gt;
Die Durchschnittsbreite beträgt 9 mm, die Durchschnittshöhe 10 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wadi Bakht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wadi Bakht liegt ca. 40 km östlich des Wadi el Akhdar und weist gleiche geologische und morphologische Strukturen auf wie letzteres. Trotz ähnlich intensiver Untersuchungen liegt hier keine vergleichbare Veröffentlichung wie für das Wadi el Akhdar (Schön 1996) vor. Beispielhaft seien einige der Wadi Bakht Fundplätze, hier in Bezug auf das Vorkommen von Bewehrungen, vorgestellt. Die Typologien wurden hauptsächlich von Bettina Petrick und Jörg Linstädter zusammengestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/11'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 3,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 41&lt;br /&gt;
|| 15,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 52&lt;br /&gt;
|| 19,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 7,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 7,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 96&lt;br /&gt;
|| 36,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''261'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Mikrolithen befinden sich acht Dreiecke, unter anderem Tix 89, 90 und 95 und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
Die entsprechenden Pfeilbewehrungen werden mit F4 (fünf Stücke) und eventuell mit H7 (fünf Stücke) bezeichnet. Drei Dreiecke sind langschmal ausgebildet und werden hier nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 1''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 2,10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 56&lt;br /&gt;
|| 16,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 68&lt;br /&gt;
|| 20,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 31&lt;br /&gt;
|| 9,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 3,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 114&lt;br /&gt;
|| 34,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 6,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''333'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 68 Mikrolithen sind neun Dreiecke und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen, vier der Dreiecke können als Pfeilbewehrungen vom Typ F4 angesprochen werden, die kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen eventuell unter H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 2''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 2,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 9,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 224&lt;br /&gt;
|| 43,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 84&lt;br /&gt;
|| 16,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 2,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 79&lt;br /&gt;
|| 15,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 6,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''519'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs der 22 Dreiecke unter den Mikrolithen können als Bewehrungen für Pfeilspitzen angesprochen werden und zwar F4 (5 Stücke) und F13 (1 Stück). Die zwölf kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen möglicherweise in die Gruppe H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 1''' - Alter ca. 6060 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 116&lt;br /&gt;
|| 23,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 91&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 4,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 99&lt;br /&gt;
|| 20,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 38&lt;br /&gt;
|| 7,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 59&lt;br /&gt;
|| 12,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 3,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''489'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den insgesamt 228 Trapezen und Dreiecken, die 46,62 % des Inventars ausmachen, sind 18 Dreiecke und 23 Trapeze gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
Die Dreieckbewehrungen setzen sich aus den Typen F4, F12, F13 und F14 zusammen, die Trapeze sind mit den Gruppen F10, F16 und F12 vertreten.&lt;br /&gt;
Sowohl streng symmetrische als auch asymmetrische Formen sind zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 2'''- Alter ca. 6640 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 17,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 5,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 28,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 3,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''139'''&lt;br /&gt;
|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Platz enthält außer den Segmenten lediglich vier Trapeze und sieben Dreiecke, zehn Stücke wurden gezeichnet. Der Anteil der Querschneider am Gesamtinventar beträgt 7,92 %. Die Bewehrungen fallen in die Gruppen F16, F10, F12 für die Trapeze und F4 und F14 für die Dreiecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/10'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer (Tixier 16)&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,35&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
und Abschläge&lt;br /&gt;
|| 58&lt;br /&gt;
|| 27,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,96&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 11,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 20,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 9,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''213'''&lt;br /&gt;
|| '''100,08'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 58 Trapezen und Dreiecken, welche 27,23 % des Inventars ausmachen, können sämtliche Stücke als Bewehrungen angesehen werden, sie gehören den Tixier Gruppen 83, 85 – 89 und 92 an. Gezeichnet wurden sieben Dreiecke der Typen F4 und F14 sowie vierzehn Trapeze der Gruppen F13 und F16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Querschneider Typen im Wadi Bakht'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14 &lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/10&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| '''58'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/11&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 1&lt;br /&gt;
|| 187&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''228'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| - &lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| '''11'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''225'''&lt;br /&gt;
|| '''18'''&lt;br /&gt;
|| '''29'''&lt;br /&gt;
|| '''9'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''312'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Maya von Czerniewiez bearbeiteten Fundplätze 82/15 (Alter 5070 +- 60 BP und 5180 +- 60 BP) und 82/24 (Alter 4920 +- 60 BP und 5090 +- 60 BP) enthielten keinerlei Pfeilspitzen- Bewehrungen. Dennoch weist das Wadi Bakht wesentlich mehr Mikrolithen, die als Bewehrungen gedient haben könnten, auf als das Wadi el Akhdar. Diese Tatsache kann ein Anzeichen für bessere Erhaltungsbedingungen der Fundstellen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für beide von den Archäologen der Universität Köln intensiv untersuchten Wadis aber auch für das Gilf Vorland und das Plateau und wahrscheinlich ebenfalls für die große Zahl der nicht behandelten Wadis gilt folgendes : Die relativ zum Gesamtinventar geringe Anzahl von Pfeilspitzen- Bewehrungen setzt sich fast ausnahmslos aus Querschneidern in Dreieck- und Trapezform zusammen (Tafel Ä24, Ä25).&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden die älteren dreieckigen Mikrospitzen, welche schon an die kantenretuschierten Dreieckspitzen erinnern, wie sie im mittleren Neolithikum in Nabta, Bir Kiseiba und Abu Tartur üblich waren (Tafel Ä26).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf eine Stielspitze vom Wadi Sora sind flächenretuschierte Pfeilspitzen aus dem Gilf Kebir nicht beobachtet worden. Das hat zum einen sicherlich kulturelle Gründe aber es sollte nicht vergessen werden, dass der in seiner Struktur nicht homogene, verfestigte Sandstein, aus dem die meisten Artefakte hergestellt worden sind, sich nicht für Flächenretuschen anbietet. Die in der Gesteinsmasse einzementierten Quarzkörner stellen einer Druckretusche zuviel Widerstand entgegen. Es gibt im Gilf Beispiele für flächige Retuschen aus dem Paläolithikum aber bei diesen Artefakten handelt es sich um großvolumige Kernwerkzeuge und nicht um aus Klingen oder Lamellen hergestellte Kleinwerkzeuge. Außerdem sind die paläolithischen Retuschen geschlagen und nicht gedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant, bezüglich der Pfeilspitzen, ist die fehlende Weiterentwicklung während der großen Zeitspanne vom Epipaläolithikum bis zum jüngsten Spätneolithikum, wenn davon abgesehen wird, dass die Bewehrungen während der prädynastischen Phasen teilweise kleiner werden und häufig asymmetrische Formen zeigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Frühen holozänen Besiedlungszeit ist ein Trapez mit gekerbter, kleiner Schneide bekannt, ähnliche Stücke wurden in Westpans und Regenfeld gefunden. Die bis dahin unbekannte Bewehrungsart erhielt die Bezeichnung F15, sie ist zu vergleichen mit F9, einem querschneidigem Dreieck mit Schäftungskerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Minqar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Weg zwischen den Dakhla Oasen und Farafra liegt hart am Rande der großen Sandsee die kleine Oase Abu Minqar. Im Rahmen des B.O.S. Programms der Universität Köln wurde zu Beginn der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts das Gebiet auf prähistorische, holozäne Siedlungsplätze untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf Pfeilspitzen stellen sich die Fundplätze wie folgt dar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-1 weist zwei recht unterschiedliche C14- Daten auf, einmal 7890 BP und ein älteres von ca. 8620 BP. Neben kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen der Gruppen C1 und C4 und gestielten, kantenretuschierten Exemplaren der Typen H5 und H12 kommen gekerbte und retuschierte Stücke (Tix 74 bis 77 und Tix 105) vor. Ein Besonderer Fund ist ein langgestrecktes Artefakt mit dreieckigem Querschnitt. Das über 140mm lange Stück ist vollständig flächenretuschiert, die Dicke von rund 6mm im medialen Bereich verringert sich zu den bohrerartig ausgebildeten Enden hin. Der Verwendungszweck bleibt rätselhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-2 liefert ebenfalls kleine, einseitig flächig retuschierte Blattspitzen. Es sind die Typen C1, C3, C4 und C6. Daneben gibt es eine gestielte, flächenretuschierte Pfeilspitze der Gruppe D3 und kantenretuschierte Bewehrungen der Typen H4 und H7 sowie Querschneider der Typen F4 und F13. Rückenstumpfungen und langschmale Dreiecke gehören ebenfalls zum Inventar von 81/55-2. Die C14- Daten reichen von 7100 BP über 6390, 6100 bis 4500 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-3 weist vor allem Querschneider auf und zwar der Gruppen F16, F4 und F13. Daneben kommen auch wieder die kleinen, teilweise flächenretuschierten Blattspitzen aber auch vollflächig retuschierte Exemplare vor.&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 6520 BP angegeben. Weitere typische Artefakte sind retuschierte Stücke (Tix 105), Rückenstumpfungen und Bohrer vom Typ Tix 16 (mèche de foret) sowie basisretuschierte Lamellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-5, dessen Alter mit 7260 BP angegeben ist, produzierte sieben Blattspitzen sowohl ganzflächig als auch teilflächig retuschiert. Daneben finden sich zwei Querschneider, drei H5- Stielspitzen und eine teilflächig retuschierte Hybridspitze vom Typ D44, welche den Übergang von der Blatt- zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den im Gebiet aufgelesenen Streufunden gehört neben Blattspitzen der Gruppen C1, C3, C4 und C11 auch eine große, beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 mit geradlinigen bis leicht gewellten Rändern. Der außergewöhnlich breite Stiel wird von konvexen Linien begrenzt und läuft in einer Spitze aus. Das Gewicht des Stückes ist nicht bekannt, aber da die Dicke in der Mitte des Exemplars bereits 10mm beträgt, dürfte es über 20g wiegen und damit eher zu den Stoß- und Wurfspießen gehören. Außerdem ist der Stiel so breit, dass eine Pfeilschäftung nur schwer vorstellbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Pfeilspitzen in Abu Minqar (Lobo)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| C&lt;br /&gt;
|| D3&lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14&lt;br /&gt;
|| H4&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|| H7&lt;br /&gt;
|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Streufunde&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''16'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''25'''&lt;br /&gt;
|| '''46'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen der verschiedensten Pfeilspitzen- Typen, die über weite Zeiträume gespannten Altersangaben und die neben den Bewehrungen gefundenen typischen, vielfach rückengestumpften Artefakte lassen eine so starke Durchmischung des Fundgutes vermuten, dass eine Altersbestimmung von Pfeilspitzengruppen in diesem Falle problematisch wäre. Sämtliche 123 in „Lobo“ gefundene Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (B.O.S.- Archiv, persönliche Mitteilung Frank Klees).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Weitere Fundplätze außerhalb des Komplexes „Lobo“ sind in folgender Grafik vorgestellt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| A1&lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| E1&lt;br /&gt;
|| E2&lt;br /&gt;
|| F2&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/16&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/17-1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/24&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/21&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/28-8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/27&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''7'''&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Blattspitzen sind die Typen C3 und C11 einseitig flächenretuschiert, das proximale Ende ist häufig auf beiden Seiten modifiziert. Von den C1- Spitzen sind zwei Stücke teilretuschiert.&lt;br /&gt;
Das Alter dieser Bewehrungen liegt, wie auch das der schlanken A1- Spitze, zwischen ca. 6500 BP und 6100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zum Gebrauch des Begriffs „Holozän“.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur in der deutschen Fachliteratur hat sich in Bezug auf das Holozän die Unsitte eingeschlichen, nicht abgeschlossene Zeiträume in Phasen einzuteilen. Diese kleine Anmerkung möge dazu dienen diese Praxis in Frage zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holozän ist ein Terminus aus der historischen Geologie oder Stratigraphie. Das Holozän, früher auch Alluvium genannt, ist die jüngste Stufe der Quatärformation. Es schließt sich an das Pleistozän oder Dilluvium an. Letzteres ist eine abgeschlossene Stufe, welche zwischen dem Pliozän, der jüngsten Erscheinung des Tertiärs, und dem Holozän, der Jetztzeit, angesiedelt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also möglich Begriffe wie frühes, mittleres und spätes Pleistozän zu bilden.&lt;br /&gt;
Anders verhält es sich mit dem Holozän, welches erst vor 10.000 – 12.000 Jahren begann und von dem wir nicht wissen wie lange es dauern wird. Möglicherweise ist es eine zukünftige Eiszeit, welche dieses Erdzeitalter beenden wird. Geologische Zeiträume, und Holozän ist ein solcher, sind im Gegensatz zu historischen, auch ur- und frühgeschichtlichen unvergleichlich groß, Millionen Jahre sind kurze Zeitspannen in der Geologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allenfalls kann also von einem frühen Holozän gesprochen werden, wenn die Zeit, die unmittelbar auf  das Pleistozän folgt, gemeint ist. Gänzlich inkorrekt hingegen sind Wendungen wie mittleres oder spätes Holozän.&lt;br /&gt;
Denkbar wären Formulierungen wie „spätsteinzeitliche Holozänphase“ oder „mittelsteinzeitliche holozäne Feuchtphase“, das sind zwar unförmige Wortgebilde, sie haben aber den Vorteil logisch zu sein. Außerdem vermeiden sie ebenfalls ungeliebte und mit unpraktischen Definitionsansätzen versehene Begriffe wie Neolithikum, Mesolithikum usw..&lt;br /&gt;
Läge die Steinzeit im späten Holozän, wo wären dann Bronze- und Eisenzeit oder gar das Atomzeitalter angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zehnjähriges Kind mit einer statistischen Lebenserwartung von 80 Jahren beschreibt seinen Lebensweg in der Art : „In der Frühphase meines Lebens verbrachte ich meine Zeit hauptsächlich mit Spielen. Dann in der mittleren Lebensphase ging ich in die Grundschule und letztlich, in der Spätphase meines Lebens, wurde ich in die Sexta des hiesigen Gymnasiums aufgenommen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Beispiel zeigt, dass offene Zeiträume nicht in Früh-, Mittel- und Spätphasen aufgeteilt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Große, gekehlte Dreieckspitzen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden sollen die Pfeilspitzen der Wüstenfundplätze Fayum, Abu Tartur und Kharga untereinander und mit den Bewehrungen der zwei Niltalvorkommen von Merimde und Badari verglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst gilt es das zeitliche Auftreten der gekehlten Dreieckspitzen in den einzelnen Siedlungsräumen zu klären. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum A wird unterteilt in das ältere Fayumian von 6075 BP bis 5540 BP und das jüngere Moerian von 5410 BP bis 5010 BP.&lt;br /&gt;
( Ginter et al. 1982; Ginter und Kozlowski 1983, 1984, 1986; Dagnan - Ginter et al. 1984; Kozlowski und Ginter 1989 ). Für die gleiche Kultur gibt F. Wendorf 1980 Altersstellungen von 6391 BP, 6064 BP, 5810 BP und 5160 BP an. Ausgehend von der Annahme, dass sämtliche C14 Analysen korrekt durchgeführt worden sind, kann das Fayum A in den Zeitraum von 6391 BP bis 5010 BP gestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde wird bei von den Driesch und Boessneck 1985 zwischen 5440 BP und 5010 BP datiert. Breunig gibt 1987 für die untere Merimdeschicht Alter von 3940 BP und 5840 BP an. Die Angaben von Derricourt 1971 liegen zwischen 4690 BP und 6250 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die problematische zeitliche Einordnung der Oberflächenfunde von Abu Tartur könnte mit Einschränkungen auf vier C14- Daten basiert werden.&lt;br /&gt;
Das Exemplar Nr. 12 der Tafel Ä2 wurde als einzige gekehlte Dreieckspitze auf dem Fundplatz 1004/83 aufgesammelt. Das Alter des Fundplatzes ist auf 7590 +- 75 BP datiert. Unter anderem führt dieser Komplex auch erste, recht primitiv gestaltete side-blow-flakes. &lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 mit einem Alter von 7145 +- 40 BP weist vier gekehlte Dreieckspitzen auf und 1024/82, der auf 6620 +- 40 BP datiert ist, drei dieser Exemplare. Eine weitere Datierung mit sieben dreieckigen Großspitzen stammt vom Fundplatz 1005/83 und beträgt  6420 +- 60 BP. &lt;br /&gt;
Andere Fundplätze mit häufigem Auftreten dieser Pfeilspitzengruppe konnten bisher noch nicht datiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vielzahl der unterschiedlichsten Datierungen der Fundplätze am Westende der Ausläufer des Abu Tartur Massivs, besonders site 228 und die mögliche Vermischung der Inventare in dieser Zone erlauben keine eindeutige zeitliche Zuweisung der Dreieckspitzen der Dakhla Oasen. Ähnliches gilt für andere einzelne Oberflächenfunde in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der frühesten Daten des Fayum A ( 6391 BP ) und Merimdes ( 6250 BP ), Fundstellen, die sich wie auch Abu Tartur durch statistisch auswertbare Mengen von großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle auszeichnen, ergibt ein Bild, welches die gehäufte, Präsenz dieser Bewehrungsart auf den oben genannten Plätzen ab der Mitte des 7. Jahrtausend vor heute suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur begann die Entwicklung etwa tausend Jahre früher ( 7590 BP ). Ein Ansteigen der Häufigkeit belegen die Stationen 7145 BP und 6620 BP. Die größten Mengen treten in Abu Tartur um 6420 BP auf, kurz vor dem ersten Erscheinen dieses Pfeilspitzentyps im Fayum und in Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielhaft für das Fayum sind die tief ausgekehlten Spitzflügelgeschosse der Gruppe A25, die noch durch zwei gezähnte Exemplare des Typs A26 ergänzt werden. Andere Dreieckspitzen verschiedenster Basisgestaltung sind A1 mit geradliniger Basis, A17 und A18 mit einer durch zwei schräg verlaufende gerade Linien gebildeten Basis oder einer konvexen Basis und die Stücke mit zentraler Kehle mit allen möglichen runden und eckigen Ausgestaltungen der Schwingenenden als da sind A2, A13, A27 u.s.w.&lt;br /&gt;
Die in Abu Tartur gefundenen Exemplare zeichnen sich häufig durch eine gewisse Asymmetrie, vor allem die Schwingenenden betreffend, aus ( z.B. Tafel Ä3, 2, 3, 5, 6, 8 und 11 ). Dieses Merkmal wird weder im Fayum noch in Merimde oder Badari angetroffen. Auch das Ansteigen des häufig spachtelförmigen Schwingenendes zum Kehlentiefsten hin ist typisch für Abu Tartur ( z.B. [[Tafel Ä 4A]], 1, 6, 9 und 16 ). Bis auf ein Exemplar der Gruppe A26 kommen Spitzflügelgeschosse im Einzugsgebiet von Abu Tartur nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Merimdespitze“ vom Fundplatz Merimde beni Salam ist eine symmetrisch geformte Dreieckspitze mit geradlinigen bis schwach konvexen Rändern. Die Basis ist mit einer zentralen Kehle ausgestattet, die Schwingenenden verlaufen häufig rechtwinklig zum Rand und sind nach außen leicht abgerundet. Sie entsprechen dem Typ A27 und kommen ebenfalls in geringer Anzahl in Abu Tartur vor. ( Tafel Ä4, 4 ; Tafel Ä2, 2 ). Die feinen morphologischen Unterschiede innerhalb der Gruppe sind von J. Eiwanger beschrieben. Außer den „Merimdespitzen“ kommen in den oberen Schichten und vor allem an der Oberfläche auch die jüngeren Spitzflügelgeschosse, ähnlich denen aus dem Fayum, vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der Bewehrungen der wesentlich jüngeren Badarikultur ( 5560 BP – 5030 BP Hassan 1985 ) sind Spitzflügelgeschosse vom Typ A25 aber auch A2, A26 und A28 kommen noch vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die elf von G. Caton-Thompson in Kharga gefundenen großen Pfeilspitzen mit teils eckigen, teils gerundeten Schwingen sowie die drei von M. Mc Donald erwähnten ausgekehlten Dreieckspitzen östlich von Dakhla können den Typen von Abu Tartur zugesellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die ägyptischen Fundgebiete im Vergleich.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenfassung der Pfeilspitzen Indizes sowie ihre grafische Darstellung sollten ursprünglich nur die Verschiedenheit oder Gleichheit einzelner Kulturen dokumentieren. Unvermischte Inventare ergeben gleichartige Grafiken bei gleicher Kultur, eine andersartige Kultur ergibt eine abweichende Grafik. Auf ähnliche Art können auch Gesamtinventare miteinander verglichen werden.&lt;br /&gt;
Trotz aller Kritik an dieser „französischen Methode“ haben ihre Kritiker bislang nichts anzubieten was effektiver wäre. Es wird lediglich versucht einfache Methoden durch aufwändige Arbeitsweisen zu ersetzen.&lt;br /&gt;
Die hier vorgestellten Grafiken haben in den meisten Fällen gemischte Inventare als Grundlage, dennoch sind sie äußerst informativ, denn sie zeigen die zeitliche und materielle Entwicklung der einzelnen Populationen auf und sie erlauben Vergleiche mit anderen Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersicht 1. - 6. sind Fundkomplexe der postulierten Gunstzone. Übersicht 7. - 11. sind Fundkomplexe außerhalb der postulierten Gunstzone. Übersicht 12. - 13. sind Sonderfälle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Kharga'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 7,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 259&lt;br /&gt;
|| 29,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 341&lt;br /&gt;
|| 39,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 203&lt;br /&gt;
|| 23,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''869'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 122&lt;br /&gt;
|| 3,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 1466&lt;br /&gt;
|| 45,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 597&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 1023&lt;br /&gt;
|| 31,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''3208'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Djara 90/1'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 28,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 53&lt;br /&gt;
|| 35,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''150'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Abu Minquar'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 51&lt;br /&gt;
|| 29,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 117&lt;br /&gt;
|| 67,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''173'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Dakhla'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 57&lt;br /&gt;
|| 38,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 14,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 65&lt;br /&gt;
|| 43,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''148'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6. Djara 98/20'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''55'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7. Mudpans'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 98&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''98'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8. Gilf Kebir'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 346&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''346'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9. Sandsee (Glasregion)'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| ca. 50&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''ca. 50'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10. Kiseiba'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 152&lt;br /&gt;
|| 96,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''157'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11. Nabta'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 3,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 2,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 350&lt;br /&gt;
|| 93,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''375'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12. Merimde'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 61&lt;br /&gt;
|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''66'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13. Fayum'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 272&lt;br /&gt;
|| 31,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 228&lt;br /&gt;
|| 26,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 357&lt;br /&gt;
|| 41,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''857'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Tartur - Verteilung der Pfeilspitzenfamilien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3a&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 9120 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7590 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7145 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6620 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6420 BP&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0002 / 84'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0006 - 0007 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1004 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1017 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1023 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1024 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1005 / 83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| 1,48|| I|| 3,39|| I|| 3,02|| I|| 5,33|| I|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||1,57||II||14,08||II||17,78||II||48,59||II||52,61||II||72,78||II||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||0,52||III||9,86||III||4,44||III||7,91||III||18,57||III||11,83||III||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||97,91||IV||76,06||IV||76,30||IV||40,11||IV||25,80||IV||10,06||IV||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kharga'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 90 / 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Dakhla'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Minqar'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 98 / 20'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 7,60|| I|| 3,80|| I|| 2,67|| I|| 2,70|| I|| 1,73|| I|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29,80||II||45,70||II||33,33||II||38,51||II||29,48||II||7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||39,24||III||18,61||III||28,67||III||14,87||III||1,16||III||20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||23,36||IV||31,89||IV||35,33||IV||43,92||IV||67,63||IV||72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Mudpans'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Gilf kebir'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Glasregion''' &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kiseiba'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Nabta'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Fayum'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Merimde'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| -|| I|| 0,64|| I|| 1,33|| I|| 31,74|| I|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||-||II||-||II||-||II||1,27||II||3,20||II||26,60||II||-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||-||III||-||III||-||III||1,27||III||2,13||III||41,66||III||3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||100||IV||100||IV||100||IV||96,82||IV||93,33||IV||-||IV||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alter bestimmter Pfeilspitzenformen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wird die Frage nach dem Alter bestimmter Pfeilspitzenformen gestellt. Um eine zufriedenstellende Antwort geben zu können, werden möglichst große Mengen Bewehrungen mit ausreichenden Altersbestimmungen durch C14 Analysen benötigt.&lt;br /&gt;
Im besprochenem Raum stellt sich die Faktenlage so dar, dass nur ein geringer Anteil der älteren Inventare, von vor 9000 BP bis etwa 7600 BP, in direktem Zusammenhang mit C14 Werten steht. Oft ist die Anzahl der an einer datierten Stelle aufgefundenen Pfeilspitzen klein oder aber eine zeitliche Zuweisung größerer Mengen eines Fundplatzes ist lediglich auf indirektem Wege, durch Vergleiche mit ähnlichen Vorkommen, deren Alter bekannt ist, möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die jüngeren Fundplätze von ca. 7600 bis ca. 6400 ist die Situation günstiger, da hier Datierungen mit größeren Mengen zusammenfallen, dieses gilt leider nur für Abu Tartur, dürfte aber ausreichen, um allgemeine Strömungen bei der Formgebung von Pfeilspitzen kenntlich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' zeigt die Entwicklung von vor 9120 BP bis 6900 BP ohne Wichtung der Menge. Jeder direkt datierte Pfeilspitzenfundplatz ist in dem Diagramm eingezeichnet so z.B. 0002/84 mit 180 Querschneidern aber lediglich zwei Ounan-Harif Spitzen vom Typ H14 ( Tafel Ä35 – 12 und 13 ) und fünf weiteren H- Spitzen. Schon im Frühholozän wurde mit neuen Formen und Techniken experimentiert wie die einseitig flächenretuschierte D1- Spitze ( Tafel Ä12 – 6 ) und die gestielte Hybridspitze ( Tafel 35 – 14 ) zeigen. Experimente sind im Diagramm durch einen Asterix gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_7.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_8.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den '''Nabta-Fundplatz E-77-3''' liegt eine Datierung vor und eine solide Menge von 28 Ounan-Harif Spitzen und 25 querschneidigen Bewehrungen. Gegenüber der knapp 300 Jahre älteren Fundstelle 0002/84 mit einem Ounan-Harif Anteil von ca. 1 % übersteigt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen mit 52,83 % die Menge der Querschneider, die es auf  47,17 % bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dakhla treten ähnliche Querschneider wie in Abu Tartur und größere Mengen von Ounan-Harif Spitzen, hauptsächlich vom Typ H19, auf. Leider sind die Mengen- und Typenangaben für eine Auswertung nicht präzise genug, ferner fehlen exakte, auf  Inventare bezogene Altersangaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Minqar 81/55-1''' weist um 8620 BP keine Ounan-Harif Spitzen aber erste Ounan- oder ounanähnliche Spitzen auf. Die Menge, fünf Exemplare, ist aber zu gering, um aussagekräftig zu sein. Ein weiteres Datum von 7890 BP könnte im Zusammenhang mit kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen gesehen werden. Aber auch hier ist die Menge ( drei Stücke ) zu gering und das auch noch in einem Fundkontext, welcher unübersichtlich und gestört erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den indirekt datierten Fundplätzen '''E-80-2 und E-80-1-A''' sind insgesamt 80 Ounan-Harif Spitzen und 22 querschneidige Mikrolithen bekannt. Diese größte Menge von in Ägypten gefundenen Ounan-Harif Spitzen sollte in der Betrachtung der Entwicklung der Pfeilspitzentypen nicht fehlen. Das Inventar ist daher in das Diagramm Fig. 7 aufgenommen und arbiträrerweise bei 8500 BP eingetragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wahl entbehrt nicht ganz der Logik, da das Verhältnis von Ounanspitzen zu Mikrolithen mit der Zeit ansteigt. Während 0002/84 nur 1,10 % Ounan-Harif Spitzen aufweist, steigt der Anteil auf 52,83 % für E-77-3, auf 62,00 % für Dakhla, auf 78,43 % für  E-80-2 und E-80-1-A. Nach 8500 BP sinkt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen und die Querschneider laufen in der behandelten Zone aus. Ounanspitzen vom Typ H12 und ähnliche wie H13 und H5 werden zahlreicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf 8290 +- 80 BP datierte Nabta Fundplatz '''E-75-6''' Epipal, weist keine Ounan-Harif Spitzen mehr auf, dafür aber immer noch mikrolithische Bewehrungen und Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
Dahingegen werden nur geringfügig später ( 8219 +- 73 BP ) auf dem Fundplatz Gara 75/27 in den Siwa Oasen weiterhin Ounan-Harif Spitzen produziert und Versuche mit flächenretuschierten Stielspitzen angestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Ounan-Harif Spitzen wie im äußersten Nordwesten der westlichen Wüste Ägyptens werden zur gleichen Zeit ( 8210 +- 70 BP ) im Südosten in Bir Kiseiba auf dem Fundplatz  E-79-1 hergestellt. Die letzten Ounan-Harif Spitzen erscheinen zwischen 8100 BP und 8020 BP auf den Fundplätzen E-80-3 und E-80-1-C. Der auf 8130 BP datierte Fundplatz E-79-2 führt schon Ounanspitzen, die jüngeren hier gemessenen Daten dürften sich auf  eine Bou Saada Spitze ( H7 ) beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1-C''' von F. Wendorf in die El Jerar Phase von Nabta Playa gestellt, weist zwei Ounanspitzen mit einem Alter von 7850 +- BP auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-79-2''' hatte acht Ounanspitzen um 8130 BP hervorgebracht, zwei jüngere Daten 7780 +- 130 BP und 7610 +- 70 BP könnten im Zusammenhang mit einer Bou Saada Spitze stehen, wie schon weiter oben ausgeführt wurde. Das jüngere Datum ist wahrscheinlicher, das ältere läge rund 200 Jahre vor dem Erscheinen der frühesten kantenretuschierten Dreieckspitzen der Typen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch zwei Holzkohlenproben von verschiedenen Herdstellen datierte Fundstelle '''1072/86''' hat ein Alter von 7670 +- 50 BP respektiverweise von 7645 +- 35 BP. Hier kann von einer intakten Fundschicht mit in situ Material ausgegangen werden. Es wurden 37 Spitzen der Typen H12, H13 und H5 gefunden, also Ounanspitzen und ounanähnliche Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um so erstaunlicher ist die Pfeilspitzen Vielfalt des auf 7590 +- 75 BP datierten Fundplatzes '''1004/83''', der neben 47 Spitzen der Gruppen H12, H13 und H5 eine Menge von 15 kantenretuschierten Blattspitzen, zwei flächenretuschierten Dreieckspitzen der Typen A1 und A2, 29 Blattspitzen der Typen C1, C2, C3, C6 und C10 und sechs Stielspitzen der Typen D1, D2 und D3 hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast gleichzeitig ist der mit 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP datierte Fundplatz Djara 90/1-2, welcher ebenfalls flächenretuschierte Blatt- und Stielspitzen führt. Die Nabta Fundplätze E-77-5 Neolith. ( 7530 +- 180 BP ) und E-91-1-C ( 7536 +- 110 BP ) führen zu dieser Zeit noch Ounanspitzen und kantenretuschierte Blattspitzen. Unsicher ist eine H7 Spitze, ein einzelnes Trapez taucht wieder auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 7360 +- 200 BP werden vom Kiseiba Fundplatz E-79-7 zwei kantenretuschierte Dreieckspitzen des Typs H8 gemeldet, um 7170 +- 80 BP steigt die Anzahl der H7 und H8 Spitzen auf Fundplatz E-79-6 auf 19 Exemplare. Ebenfalls wird eine große, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze mit zentraler Kehle des Typs A2 gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit, 7145 +- 40 BP, wird auf dem Fundplatz Abu Tartur 1017/82 eine Menge von 178 Pfeilspitzen gezählt darunter 60 Ounan- und ähnliche Spitzen, zehn kantenretuschierte Blattspitzen und von den flächenretuschierten Stücken vier Dreieck-, 86 Blatt- und 14 Stielspitzen. Der Fundplatz ist gemischt und die kantenretuschierten Exemplare dürften älter sein, was durch weitere Datierungen zu klären wäre. Kantenretuschierte Dreieckspitzen wurden nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Nabta Fundplatz E-75-8 lower, welcher 41 Pfeilspitzen der Typen H7 und H8 produzierte schwanken die Altersangaben zwischen 7100 BP und 6700 BP. Das ältere Datum scheint für die „Nabtaspitzen“ wahrscheinlicher zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der in der ägyptischen Sahara, also in der westlichen oder libyschen und in der östlichen oder arabischen Wüste gefundenen und wissenschaftlich bearbeiteten Pfeilspitzen liegt bei über 7000 Stücken. Die im diesem Bericht berücksichtigten Bewehrungen erreichen eine Zahl von rund 6800 Exemplaren. Zwei Drittel dieser Menge kommen aus einem breiten Streifen um den 26. nördlichen Breitengrad, einer Region, die wie ich meine sowohl Sommerregen aus Süden als auch den noch wichtigeren Winterregen aus Norden regelmäßig erwarten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch die Landschaftsform reicht die Kernzone der Pfeilspitzenhäufigkeit von Abu Minqar im Westen über Dakhla bis nach Kharga im Osten. Nördlich dieser Linie sind Farafra und Djara sowie Abu Gerara, das nördliche und westliche Abu Tartur Plateau, die geologischen Senken nördlich von Abu Tartur sowie das Gelände nördlich der Kharga Oasen zu nennen, wobei große Gebiete bis heute noch nicht auf prähistorische Vorkommen untersucht worden sind. Südlich der Linie liegen die Eastpans. Das Auffinden weiterer Fundplätze bis zum Breitengrad 25° Nord ist möglich, die Aussicht auf Erfolg ist wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem libyschen Kalksteinplateau und an seinem Fuße konnte auf ausgezeichnetes Rohmaterial zur Herstellung von Werkzeugen zurückgegriffen werden. Einmal auf Jaspis- und Chalzedonknollen aus den Tonlinsen der Khargaschichten, zum anderen auf eozäne Hornsteine, deren Ausbildung von kugelig bis plattig reicht. Es gibt weitere Gesteine, die als Ausgangsmaterial herangezogen worden sind, wie Sandstein, Kalkstein, verkieseltes Holz, Quarz und andere, ihre Verbreitung ist jedoch gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie Fig. 3''' zeigt ähneln sich die Diagramme der einzelnen Fundzonen. Sämtliche Pfeilspitzen- Grundformen wie die flächenretuschierten Dreieck-, Blatt- und Stielspitzen sind neben den kantenretuschierten Exemplaren vorhanden. Bis etwa 7500 BP sind Flächenretuschen die große Ausnahme obwohl mit dieser Technik experimentiert wurde. Nach ca. 7000 BP setzen sich die Flächenretuschen durch, Kantenretuschen werden seltener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Grafik zeigt das Indiz IV den Anteil der kantenretuschierten Pfeilspitzen und damit den Anteil älterer Besiedlungsphasen an. &lt;br /&gt;
Diese älteren Pfeilspitzen weisen ein großes Spektrum an Formen auf, es reicht von Ounan- Harif- Spitzen ( H 14, H2, H19 u.a. ) mit den verschieden gestalteten Schäftungszonen über Ounanspitzen ( H12 ), gestielten H5- Spitzen, Dreiecksformen ( H7, H8, H9, H18 ) und Blattspitzen ( H1, H4, H10, H11 ) bis zu Querschneidern ( F2 – F22 ), von denen die frühesten schon vor 9000 BP auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Größenordnung und Verteilung der Indize der flächenretuschierten Bewehrungen wird wahrscheinlich durch kulturelle Präferenzen bestimmt. So ist für die Khargaregion die Stielspitze wichtig. Da nahegelegene Abu Tartur und die Dakhla Oasen führen prozentual die meisten Blattspitzen während das Verhältnis von Blatt- zu Stielspitzen in Djara ausgeglichen erscheint. Diese Aussagen sind sehr verlässlich, da sie große Mengen als Basis aufweisen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger großen Inventaren genügt ein kleiner Eingriff, um das Gesamtbild zu ändern und eventuell zu verfälschen, so fehlen in Abu Minqar bis auf zwei Stücke die Stielspitzen. Gesetzt den Fall ein „Sammler“ hätte vor der wissenschaftlichen Untersuchung durch F. Klees rund 20 D- Spitzen, weil sie so „schön“ waren, entnommen, so wäre eine Erklärung für das Balkendiagramm gefunden. Zerstörung durch Deflation und kulturelle Verschiedenheit sind natürlich ebenfalls im Bereich des Möglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 4''' zeigt die Zusammensetzung der Pfeilspitzentypen von Fundstellen außerhalb des postulierten Gunstraums südlich und nördlich der Achse Abu Minqar – Kharga. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mudpans, die Glasregion in der großen Sandsee und die Fundstellen im Gilf Kebir weisen ausschließlich kantenretuschierte Werkzeuge auf und zwar von den ältesten bis zu den jüngsten Fundstellen. Über tausende von Jahren war der Querschneider die einzige bekannte Bewehrung im südwestlichen Teil der libyschen Wüste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den dort lebenden Gesellschaften fehlte die sonst für das Neolithikum so charakteristische Dynamik, die sich in Innovation und Vielfalt dokumentierte. Ganz ähnlich scheinen die Grafiken von Kiseiba und Nabta angelegt zu sein aber die Ähnlichkeit ist nur äußerlich. In diesen Gebieten wurden bevorzugt die älteren holozänen Fundstellen bearbeitet, was sich in dem hohen Anteil an kantenretuschierten Pfeilspitzen niederschlägt. Hier jedoch findet sich die bunte Mischung aus Stiel- Dreieck- und Blattspitzen neben den Querschneidern wieder, wie es in der Gegend um den 25. Breitengrad Nord der Fall war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigen bearbeiteten jüngeren Fundplätze weisen, wenn auch in geringer Anzahl, sämtliche Ausbildungstypen flächenretuschierter Pfeilspitzen auf. Gemeinsamkeiten zwischen dem Südostteil der westlichen Wüste und ihrer Südwest- Ecke sind nicht festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss des Feuerstein liefernden Kalksteinplateaus im Norden Nabtas und im Nordosten Kiseibas darf nicht unterschätzt werden, gab er doch den hier lebenden Populationen einen materiellen und daraus resultierend auch einen technologischen Vorteil gegenüber den im nubischen Sandstein siedelnden Gruppen, deren Rohmaterial hauptsächlich aus verhärtetem Sandstein bestand, der wie schon weiter oben angedeutet nicht das ideale Material für eine Bearbeitung mittels Flächenretuschen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum ( Fig. 4 ) zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Dreieckspitzen aus, dennoch liegt der Anteil der Stielspitzen um ca. 10 % höher. Würden die kantenretuschierten Bewehrungen des Fayum B berücksichtigt, so entstünde ein ähnliches Bild wie in den Kharga Oasen allerdings mit höherem Anteil an Dreieckspitzen ( Indiz I ) und einem niedrigerem Prozentsatz von Blattspitzen ( Indiz II ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beeinflussung durch die Fundplatzgruppe 25° N ist durchaus möglich.&lt;br /&gt;
Wie ebenfalls aus Fig. 4 hervorgeht, fehlt den Merimde Fundplätzen die zeitliche Tiefe, da ein Pfeilspitzentyp, die Gruppe A2, mit über 90 % Anteil das Bild beherrscht. Ähnliches gilt für die noch jüngere Badarikultur, die ca. 80 % A2- Spitzen aufweist und rund 16 % Blattspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem nun die ägyptischen Pfeilspitzen der Sahara zahlenmäßig erfasst sind und ihre Typen in einen, wenn auch groben Zeitrahmen gestellt werden konnten, erscheint es mit Einschränkungen möglich, einige Fragen beantworten zu können. Ebenfalls müssen mehrere notwendige Feststellungen getroffen werden.&lt;br /&gt;
* Über die Hälfte aller in Ägypten gefundenen und ausgewerteten Pfeilspitzen ist in dem Raum von Abu Tartur – Kharga konzentriert.&lt;br /&gt;
* Diese außerordentliche Akkumulation hat während der gesamten holozänen, steinzeitlichen Phase stattgefunden. &lt;br /&gt;
* Die Feldforschung in dem genannten Raum ist bei weitem nicht abgeschlossen. Die Region verfügt über ein gewaltiges Potential.&lt;br /&gt;
* Dichte und dauernde Besiedlung von der El Adam Phase bis zum Auftreten von Clayton Ringen ( Riemer ) setzt klimatische Bedingungen voraus, die nicht im Extrembereich liegen. Eine Ausweitung bisheriger Studien Klima, Fauna und Flora betreffend sowie die Erstellung weiterer C14- Analysen erscheinen angebracht. Auch die Quartärgeologie ist gefragt um eventuelle Fehlinterpretationen zur Klimaentwicklung zu korrigieren und gezielte, lokale Detailuntersuchungen zu betreiben, um die bestehende Diskrepanz zwischen den existierenden Studien und den archäologischen Fakten auszuräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Basiskehle dürften nach den heute bekannten und datierten Funden in Abu Tartur entwickelt worden sein. Von hier aus gelangten sie, kann postuliert werden, mit geringer Zeitverschiebung zunächst ins Fayum und dann nach Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fayum entwickelte sich aus den unregelmäßigen und zum Teil noch primitiv anmutenden Pfeilspitzen Abu Tarturs vor allem die elegante A25- Spitze mit nach innen gezogenen Schwingen und tiefen, breiten Kehlen. Dieser Typ verbindet die Wirkung eines breiten Geschosses mit entsprechendem Schusskanal mit einer Gewichtsreduzierung, welche mit einer tiefen und breiten Kehle zusammenhängt.&lt;br /&gt;
Die bevorzugten Typen in Merimde sind A2, A27, A25 und A28. Im Unterschied zu Abu Tartur sind hier die Pfeilspitzen gleichmäßiger und sauber gearbeitet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Erste flächenretuschierte Stielspitzen treten schon im Frühholozän vereinzelt als Experimente, die aber ohne direkte Folgen bleiben, in Gara, Sitra und Abu Tartur auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gara 75/27 produzierte zwei Stielspitzen mit einem Alter von 8219 Jahren, aus Sitra ist eine Stielspitze mit einem Alter von ca. 8200 Jahren bekannt und Abu Tartur weist zwei flächenretuschierte Stielspitzen von Fundplatz 0002/84 mit einem Alter von 9120 Jahren auf, eine dritte von 1023/82 ist nicht datiert, könnte aber nach der Bearbeitungstechnik und der Formgebung ebenfalls dazuzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese frühen, flächenretuschierten Stielspitzen ähneln stark Miniaturausführungen von Aterienspitzen. Eine Beeinflussung durch aufgefundene Paläoartefakte ist nicht von der Hand zu weisen, zumal im Inventar des Fundplatzes 0002/84 eine große Aterienspitze vorhanden ist. Außer den gestielten Exemplaren weisen 0002/84 und 0006/82 auch einige flächige modifizierte Blattspitzen der Gruppen C3 und C9 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie die Fundstellen Abu Tartur 1004/83 und Djara 90/1-2 zeigen, treten fast gleichzeitig ab ca. 7600 BP neben den kantenretuschierten Pfeilspitzen auch regelmäßig solche mit Flächenretuschen auf und zwar neben den Bewehrungen der Familien A, C und D ebenfalls, aber in geringeren Stückzahlen, die der Familien B, E und G auf.&lt;br /&gt;
Von dem oben genannten Zeitpunkt an nehmen die Flächenretuschierten prozentual zu, die Kantenretuschierten nehmen ab ohne aber gänzlich zu verschwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Anteil von Dreieck-, Blatt- oder Stielspitzen hängt bei den flächig retuschierten Pfeilspitzen nicht vom Alter des Fundplatzes ab sondern von den Präferenzen der jeweiligen kulturellen Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Gruppen, die westlich einer gedachten Linie Siwa – Abu Minquar. Eastpans – Bir Kiseiba – Nabta siedelten waren von den Geschossentwicklungen der Kernzonen abgekoppelt. Sie bringen keine Flächenretuschen hervor, zum Teil auf Grund eines Mangels an geeigneten Rohstoffen, sie verweilen hauptsächlich bei kleinen dreieckigen und trapezförmigen Querschneidern, andere kantenretuschierte Pfeilspitzenfamilien sind selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aus der ägyptischen Sahara sind nur wenige C14- Analysen aus holozänen Horizonten bekannt, die ein Alter von über 9000 Jahren aufweisen. Noch geringer ist die Anzahl von Fundstellen diesen Alters mit einem Inventar, welches eine typologische Einordnung zu erstellen erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste Datierung stammt von einem Herdplatz westlich des Abu Ballas, sie beträgt  10000 +- 225 BP Jahre weist aber keinerlei lithisches Material auf ( Gabriel 86 ).&lt;br /&gt;
Aus dem Wadi el Akhdar vom Fundplatz 80/7-1 wird ein Alter von 9370 +- 215 BP gemeldet (Schön 96) aber auch hier ist das analysierte Material aus einer geologischen Schicht ohne Artefakte entnommen worden.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 83/33 wurde eine Keramikscherbe auf 9080 +- 50 BP datiert. Zugehörige Steinartefakte sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Röper haben in der  „Roten Wüste“ etwa 70 – 100 km südlich von Abu Tartur eine Holzkohlenprobe von einer Herdstelle entnommen, die ein Alter von  9260 +- 370 BP aufweist. Steinartefakte und Keramik sind nicht untersucht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dakhla sind im Zusammenhang mit der dortigen Masara- Phase einige Daten bekannt. Sie liegen zwischen 9180 BP und 8170 BP für die Masara- Phasen A und B und zwischen 9000 BP und 8500 BP für die Masara- Phase C. Werkzeuge sind in diesem Falle vorhanden, einzelne Stücke stimmen mit einschlägigen Inventaren anderer Fundgebiete überein. Eigene auf Dakhla bezogene und vollständige Inventare sind jedoch erst spät erstellt worden, diese sind mit den Funden des Abu Tartur B zu vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches gilt für die C14 Daten der Fundregion Regenfeld in der großen Sandsee. Fundplatz 96/1 mit einem Alter von 9388 +- BP Jahren weist keine signifikanten Geräte auf und 96/20, auf 9040 +- 60 BP datiert, produzierte ähnlich wie die gleich alten Plätze im Südosten der libyschen Wüste Ägyptens hauptsächlich rückengestumpfte Lamellen ohne jedoch vergleichbar vollständige Typologien wie Nabta und Kiseiba zu liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollständige Inventare und Datierungen weisen vier Fundplätze auf. In Bir Kiseiba sind es E-80-4 und E-79-8 mit 423 respektiverweise 374 Werkzeugen, in Nabta lieferte E-77-7  158 Geräte und Abu Tartur 0002/84 hat 402 modifizierte Steinartefakte hervorgebracht. In der Fundplatzbeschreibung von 0002/84 werden diese vier Inventare miteinander verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Ostsahara begonnene kulturelle Entwicklung wurde durch die prädynastischen Gruppen im Niltal fortgesetzt. Da der Verfasser das Niltal mit Ausnahme von Merimde und Badari nicht in seine Betrachtungen aufgenommen hat, werden Pfeilspitzentypen wie sie z.B. in Abydos auftreten, nicht berücksichtigt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundstellen_in_%C3%84gypten&amp;diff=5599</id>
		<title>Fundstellen in Ägypten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundstellen_in_%C3%84gypten&amp;diff=5599"/>
				<updated>2025-01-11T10:08:30Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Genauere Beschreibung eines der Fundtableaus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Ägypten==&lt;br /&gt;
Ägypten, 1.000.000 Quadratkilometer groß, besteht mit Ausnahme des Niltals und des Deltas, aus Wüste. Für diesen Bericht sind die arabische und libysche Wüste, da beide zur Sahara gehörend, von Interesse.&lt;br /&gt;
Außerhalb dieses Rahmens werden lediglich, aus Gründen des Vergleichs, die Fundstellen von Merimde am südwestlichen Deltarand und Badari - Hemamieh am rechten Nilufer in Oberägypten, berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Ende des 19. Jahrhunderts begannen Archäologen sich für steinzeitliche Kulturen in Ägypten zu interessieren, so F. Petrie in Nagada. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts kamen dazu Junker in Merimde, Brunton in Badari und die große Dame der ägyptischen Vor - und Frühgeschichte G. Caton - Thompson in Hemamieh, im Fayum und Anfang der 30er Jahre in den Kharga - Oasen.&lt;br /&gt;
Erwähnt seien auch die frühen Expeditionen Hassanein Beys in den Uweinat von wo er über Felsbilder berichtete und Kemal el Dins, der den Gilf Khebir entdeckte und ebenfalls Malereien im Uweinat fand.&lt;br /&gt;
Neben den älteren Arbeiten soll versucht werden auch die in jüngerer Zeit ausgeführten Forschungen, einschließlich der noch laufenden, in diesen Bericht zu integrieren. &lt;br /&gt;
Zu nennen wären unter anderen die Teams um F. Wendorf und R. Schild im Südostteil der libyschen Wüste, R. Kuper und seine Mannschaft mit den Projekten B.O.S und ACACIA, M. Mc Donald in den Dakhla - Oasen und B.E. Barich mit Kollegen in Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Genauere Beschreibung eines der Fundtableaus==&lt;br /&gt;
Abbildung Nr. 7 der Fotogalerie: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Ägypten - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden 132 Fundtableaus werden nicht näher erklärt, da viele Artefakte in den entsprechenden Rubriken gezeichnet und wissenschaftlich beschrieben worden sind. Jedes Artefakt ist mit einer eindeutigen Fundplatznummer gekennzeichnet. Fundplätze mit Nummern finden Sie unter Fundkomplex Abu Tartur. '''HINWEIS:''' Klicken Sie 2x in Folge auf die gewünschte Abbildung und Sie sehen das Tableau in Bildschirmgröße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0003_N_AbuTartur.jpg|Abb. 1: Klingen und Lamellen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0009_B_AbuTartur.jpg|Abb. 2: Bohrer, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0011_E_AbuTartur.jpg|Abb. 3: Kerben, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0013_D_AbuTartur.jpg|Abb. 4: Mikrolithen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0018_P21_Tixier_Liste.jpg|Abb. 5: Auflistung nach Tixier, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0029_Perlen_AbuTartur.jpg|Abb. 6: Perlen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0035_L_AbuTartur.jpg|Abb. 7: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0033_12_AbuTartur.jpg|Abb. 8: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0037_6_AbuTartur.jpg|Abb. 9: Nabta Pfeilspitzen und andere, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0039_4_AbuTartur.jpg|Abb. 10: Querschneider von Fundplatz 0002/84 und andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0041_7_AbuTartur.jpg.jpg|Abb. 11: Flächeretuschierte Stielspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0043_11_AbuTartur.jpg|Abb. 12: Ounan Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0045_9_AbuTartur.jpg|Abb. 13: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0092_14_AbuTartur.jpg|Abb. 14: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0094_13_AbuTartur.jpg|Abb. 15: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0187_26_AbuTartur.jpg|Abb. 16: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0189_22_AbuTartur.jpg|Abb. 17: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0191_18_AbuTartur.jpg|Abb. 18: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0193_20_AbuTartur.jpg|Abb. 19: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0195_21_AbuTartur.jpg|Abb. 20: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0197_10_AbuTartur_Renate.jpg|Abb. 21: Blattspitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0199_23_AbuTartur.jpg|Abb. 22: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0201_15_AbuTartur.jpg|Abb. 23: Blattspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0203_16_AbuTartur.jpg|Abb. 24: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0205_1_19_AbuTartur.jpg|Abb. 25: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0206_17_AbuTartur.jpg|Abb. 26: Blattspitzen mix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0112_XXVI_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 27: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0149_Q_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 28: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0171_O_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 29: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0073_UU_AbuTartur.jpg|Abb. 30: Große plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0075_NN_AbuTartur.jpg|Abb. 31: Werkzeuge, Fundplatz 1072&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0077_QQ_AbuTartur.jpg|Abb. 32: Plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0079_HH_AbuTartur.jpg|Abb. 33: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0081_1_JJ_AbuTartur.jpg|Abb. 34: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0082_TT_AbuTartur.jpg|Abb. 35: Klingen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0084_KK_AbuTartur.jpg|Abb. 36: Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0086_OO_AbuTartur.jpg|Abb. 37: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0088_PP_AbuTartur.jpg|Abb. 38: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0090_RR_AbuTartur.jpg|Abb. 39: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0096_G_AbuTartur.jpg|Abb. 40: Sicheln und Sicheleinsätze, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0098_XXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 41: Klingen, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0100_ZZ_AbuTartur.jpg|Abb. 42: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0102_YY_AbuTartur.jpg|Abb. 43: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0104_XXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 44: Flächig bearbeitete Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0106_XXV_AbuTartur.jpg|Abb. 45: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0108_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 46: Klingen und Lamellen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0110_XXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 47: Verschiedene Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0114_XXII_AbuTartur.jpg|Abb. 48: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0116_XXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 49: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0118_XXI_AbuTartur.jpg|Abb. 50: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0120_XXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 51: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0122_XLIII_AbuTartur.jpg|Abb. 52: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0124_roem_L_AbuTartur.jpg|Abb. 53: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0126_XLVI_AbuTartur.jpg|Abb. 54: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0011/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0128_XLV_AbuTartur.jpg|Abb. 55: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0130_XLIV_AbuTartur.jpg|Abb. 56: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0132_LV_AbuTartur.jpg|Abb. 57: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0134_XLVII_AbuTartur.jpg|Abb. 58: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1046/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0136_XLVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 59: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0138_XLIX_AbuTartur.jpg|Abb. 60: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0140_1_LIV_AbuTartur.jpg|Abb. 61: Paläolithische Werkzeuge auf neolithischen Fundplätzen und Aterienspitzen (gekauft)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0141_LII_AbuTartur.jpg|Abb. 62: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0014/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0143_LI_AbuTartur.jpg|Abb. 63: Verschiedene Artefakte und Perlen, Fundplatz 1002/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0145_F_AbuTartur.jpg|Abb. 64: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0147_LIII_AbuTartur.jpg|Abb. 65: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1045/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0151_A_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 66: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0157_C_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 67: Bohrer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0159_SS_AbuTartur.jpg|Abb. 68: Klingen und Lamellen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0163_XXX_AbuTartur.jpg|Abb. 69: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0165_J_AbuTartur.jpg|Abb. 70: Große Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0173_K_AbuTartur.jpg|Abb. 71: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0175_VV_AbuTartur.jpg|Abb. 72: Messer und Spitzen, Fundplatz 1017/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0177_WW_AbuTartur.jpg|Abb. 73: Messer und Spitzen, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0183_M_AbuTartur.jpg|Abb. 74: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0208_III_AbuTartur.jpg|Abb. 75: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1035/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0210_XI_AbuTartur.jpg|Abb. 76: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0213_X_AbuTartur.jpg|Abb. 77: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0215_VII_AbuTartur.jpg|Abb. 78: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0217_VI_AbuTartur.jpg|Abb. 79: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1052/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0219_IV_AbuTartur.jpg|Abb. 80: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0009/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0221_V_AbuTartur.jpg|Abb. 81: Verschieden Artefakte, Perlen und Keramik, Fundplatz 0008/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0223_XVI_AbuTartur.jpg|Abb. 82: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0225_VIII_AbuTartur.jpg|Abb. 83: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0227_IX_AbuTartur.jpg|Abb. 84: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0229_XVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 85: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0231_roem_I_AbuTartur.jpg|Abb. 86: Paläolithische Artefakte auf neolithischen Fundplätzen (z.T. Wiederverwendung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0233_roem_II_AbuTartur.jpg|Abb. 87: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0010/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0236_XLII_AbuTartur.jpg|Abb. 88: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0238_XXXI_AbuTartur.jpg|Abb. 89: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0240_XXXII_AbuTartur.jpg|Abb. 90: Bohrer und Pfrieme, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0242_XXXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 91: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0244_XXXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 92: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0246_XXXV_AbuTartur.jpg|Abb. 93: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0248_XXXVI_AbuTartur.jpg|Abb. 94: Bohrer, Klingen und andere Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0250_XXXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 95: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1072/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0252_XXXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 96: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0254_XXXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 97: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0256_XL_AbuTartur.jpg|Abb. 98: Lamellen, kleine Klingen und Mikrolithen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0258_XLI_AbuTartur.jpg|Abb. 99: Retuschierte Thermoscherben, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0260_LVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 100: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0262_XVII_AbuTartur.jpg|Abb. 101: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1016/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0264_H_AbuTartur.jpg|Abb. 102: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0266_XII_AbuTartur.jpg|Abb. 103: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0268_XV_AbuTartur.jpg|Abb. 104: Sichelmesser und &amp;quot;Ackerbau Geräte&amp;quot;, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0270_XIX_AbuTartur.jpg|Abb. 105: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1019/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0272_XIV_AbuTartur.jpg|Abb. 106: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0275_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 107: Verschiedene Artefakte, Fundplätze auf dem Plateau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0277_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 108: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0279_LX_AbuTartur.jpg|Abb. 109: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1039/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0281_XIII_AbuTartur.jpg|Abb. 110: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0284_LIX_AbuTartur.jpg|Abb. 111: Klingen, Kerbklingen und Windkanter, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0286_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 112: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1022/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0322_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 113: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0323_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 114: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0335_besondereWerkzeuge_AbuTartur.jpg|Abb. 115: Große Werkzeuge, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0336_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 116: Reib- und Malsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0337_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 117: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0339_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 118: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0343_Reibstein_AbuTartur.jpg|Abb. 119: Reibsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0340_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 120: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0356_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 121: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0357_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 122: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0358_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 123: Paletten, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0359_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 124: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0360_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 125: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0364_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 126: Reibschale mit Reibstein, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0348_AbuTartur.jpg|Abb. 127: Kerne, Klopfsteine und Spielsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0349_Keulenköpfe_AbuTartur.jpg|Abb. 128: Keulenköpfe, AbuTartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0350_AbuTartur.jpg|Abb. 129: Verschiedene Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0351_AbuTartur.jpg|Abb. 130: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0352_AbuTartur.jpg|Abb. 131: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0334_plattige_Stücke_AbuTartur.jpg|Abb. 132: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kharga==&lt;br /&gt;
G. Caton – Thomson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G. Caton Thompson beschreibt sechs Fundstellen innerhalb der Khargaregion, auf denen Pfeilspitzen vorkommen.&lt;br /&gt;
Diese sind&lt;br /&gt;
* 1.) K05 Bellaida&lt;br /&gt;
* 2.) K015 Umm ed Dabadib&lt;br /&gt;
* 3.) Ghuata (Qasr El Ghueita )&lt;br /&gt;
* 4.) Gala Hill&lt;br /&gt;
* 5.) Abu Sighwal Pass ( Nagb Umm Sirwal )&lt;br /&gt;
* 6.) Yesba Pass ( Nagb Asyut, Gebel El Yabisa )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) K05 Bellaida'''&lt;br /&gt;
Die Stelle liegt südlich der Gebirgslücke zwischen dem Gebel Teir und dem Gebel Tarif.&lt;br /&gt;
Eine Gesamtwerkzeugmenge von 42 Stücken wurde beobachtet aber nicht weiter bearbeitet und veröffentlicht. Unter den auf Tafel 100 vorgestellten Artefakten befinden sich ein Querschneider F8, eine teilflächig retuschierte Blattspitze, eine D7 - Spitze, eine D19 - Spitze und ein Stück, welches einen Übergang von der rhombischen zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) K015 Umm el Dabadib'''&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt in einer breiten Gasse der Abu Muharig Dünenkette in den Ausläufern des südliche Abbruchs des libyschen Plateaus.&lt;br /&gt;
74 Werkzeuge, darunter auch Pfeilspitzen, wurden gefunden und nicht weiter klassiert. 21 Pfeilspitzen sind auf Tafel 99 dargestellt, sie zeigen H1 - Spitzen und Übergänge von H1 nach H5 sowie Blattspitzen vollflächig und teilflächig retuschiert vom Typ C1 und C3, eine schlanke D12 - Spitze und Dreieckspitzen der Typen A1 und H7. Ein atypisches, flächig retuschiertes Stück ist die Nr. 13, die wie eine verunglückte Mischung aus C3 und D6 anmutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) Ghuata ( Qasr El Ghueita )''' &lt;br /&gt;
Der ptolemäische Tempel von Ghuata liegt rund 20 km südlich von Kharga, östlich davon schließt sich eine deflationsgeglättete Depression an.&lt;br /&gt;
Ghuata produzierte 61 Werkzeuge, davon sieben Pfeilspitzen. Gezeichnet sind auf Tafel 95 fünf Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte C3 - Spitzen, eine mit auf beiden Seiten flachen Randretuschen versehene C1 - Spitze, eine asymmetrische H5 - Spitze und eine H - Spitze mit einseitig angedeutetem Stiel, die als abgebrochene Ounanspitze beschrieben ist. Die übrigen auf den Tafeln 94 und 95 gezeigten Stücke weisen epipaläolithische Merkmale auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) Gala hill'''&lt;br /&gt;
22 km südlich von Ghuata liegt innerhalb der Depression ein 124 m hoher Sandsteinhügel mit dem Namen Gala hill. Auf diesem Platz wurden 45 Werkzeuge, davon 13 Pfeilspitzen, gefunden, welche sich unterteilen in 12 Querschneider und eine Ounanspitze. Die restlichen Artefakte sind Klingen, Lamellen, geometrische Mikrolithen sowie weitere epipaläolithische Implemente. Das Inventar erinnert an die Abu Tartur Fundstelle 0002/84.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) Abu Sighwal Pass'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle liegt auf dem östlichen Kalksteinplateau nordöstlich des Gebel Umm El Ghanayin in mit terra rossa gefüllten kleinen Senken, ähnlich wie es sich auf dem Abu Tartur Plateau darstellt.&lt;br /&gt;
Die Fundstreuung ergab 67 Werkzeuge davon lediglich zwei Bewehrungen, nämlich Ounanspitzen wie eine auf der Tafel 98 unter Nr. 3 abgebildet ist. Die Tafel zeigt ebenfalls eine Blattspitze unter 2/98, diese wird aber im Inventar nicht aufgeführt. Die übrigen Werkzeuge bestehen hauptsächlich aus Klingen ( 17 Stück ), Lamellen ( 19 Stück ) und geometrischen Mikrolithen wie Dreiecken und einem Segment. Das Ganze mutet epipaläolithisch an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) Yesba Pass'''&lt;br /&gt;
Dieser Pass bildet den nördlichen Zugang zu den Kharga Oasen und ist über 50 km von Kharga Zentrum entfernt. Auch hier liegen Artefaktenkonzentrationen in kleinen, flachen, terra rossa gefüllten Senken.&lt;br /&gt;
Yesba gab 148 Werkzeuge her, davon 66 Pfeilspitzen. Die übrigen Artefakte sind typische epipaläolithische Stücke mit 64 gestumpften Lamellen, Segmenten und Dreiecken. Kerbklingen sowie Quarzartefakte in Form von Kratzern oder meißelartigen Kernen sind ebenfalls vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen sind wie folgt unterteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;auto&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Pfeilspitzetyp'''||'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Querschneider||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ounanspitzen||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lamellenartige Rhombische||25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rhombische||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Atypische||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blattspitzen||26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stielspitzen inkl. I||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|'''Total'''||'''66'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Ounanspitzen kann auch das Exemplar Nr. 16 Tafel 97 gerechnet werden. Die Lamellenartigen entsprechen den Typen H1 ( 15/97 ), H5 ( 9/97 ) und Übergängen von H1 nach H5 ( 13/97 ).&lt;br /&gt;
Rhombische Exemplare sind zwei vorhanden, nämlich die Nr. 21 und Nr. 22 der Tafel 97.&lt;br /&gt;
Die atypische Spitze 8/97, die bis auf den linken Rand auf ihrem Umfang kantenretuschiert erscheint, fällt in die Gruppe H19.&lt;br /&gt;
Nr. 20/97 kann unter I 4 eingeordnet werden. Die Blattspitzen entsprechen den Typen C1 und C3 und das Exemplar 26/97 weist schon nach C6. Die dargestellten Stielspitzen können dem Typ D7 zugeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den Fundstellen Abu Sighwal und Yesba wurden auf dem Plateau noch 34 Werkzeuge am Gebel Umm El Ghenneiem und 36 Stücke bei Agaba Matana gefunden. Sie bringen keine weiteren Typen und sind auch nicht weiter aufgeschlüsselt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einordnung der beschriebenen und / oder gezeichneten Pfeilspitzen des „ Bedouin &lt;br /&gt;
Microlithic „ von Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''K015'''&lt;br /&gt;
|'''K05'''&lt;br /&gt;
|'''Ghuata'''&lt;br /&gt;
|'''Gala'''&lt;br /&gt;
|'''Sighwal'''&lt;br /&gt;
|'''Yesba'''&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Werkzeuge'''&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|61&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|67&lt;br /&gt;
|148&lt;br /&gt;
|437&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Davon Pfeilspitzen'''&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|117 &lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|19&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|E&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|F&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|G&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|H&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|50&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den rund 500 aufgefundenen Werkzeugen sind 437 dokumentiert. Von letzteren sind 115 oder 26,6 % Pfeilspitzen. ( Da die Familie I nicht mitgerechnet wird reduziert sich die Zahl auf 113 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 1'''&lt;br /&gt;
* = A + B + E&lt;br /&gt;
* = 2 + 0 + 3&lt;br /&gt;
* = 5 oder 4,42 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 2''' &lt;br /&gt;
*= C&lt;br /&gt;
*= 31 oder 27,43 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 3'''&lt;br /&gt;
*= D&lt;br /&gt;
*= 11 oder 9,74 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 4''' &lt;br /&gt;
*= F + G + H&lt;br /&gt;
*= 16 + 0 + 50   &lt;br /&gt;
*= 66 oder 58, 41 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den weiter oben behandelten Pfeilspitzen wurden elf große, ausgekehlte Dreieckspitzen gefunden. Wie Tafel III zeigt, handelt es sich unter anderem um ein durchschnittliches Exemplar mit 41 mm Länge und um ein weiteres von 63 mm Länge und einer Kehle von 28 mm Tiefe. Von den elf Exemplaren, 7 wurden in  K0 15 gefunden, 4 stammen von K0 5, weisen 6 eckige Schwingen auf, die übrigen dürften gerundet sein. Schwingen vom Typ A 25 mit nach innen gebogenen, spitzen Schwingenenden wurden von G. Caton Thompson nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''D.L. Holmes'''&lt;br /&gt;
Wie D.L. Holmes in ihrer „ Analysis and comparison of some prehistoric projectile points from Egypt „ schreibt, entdeckte sie im Dezember 1983 in der Umgebung von Kharga 45 Pfeilspitzen verschiedenster Typen, wie sie auch schon von G. Caton - Thompson beschrieben worden sind und von dieser als „ bedouin microlithic „ klassiert wurden. Der Anteil der Pfeilspitzen am Gesamtvolumen der Werkzeuge beträgt 12 %. Zwei Bruchstücke konnten nicht eingeordnet werden. Die Funde stammen von acht verschiedenen Stellen und obwohl das Gebiet mit Umm - el - Dabadib angegeben ist, zählen dazu auch die nordöstlich von Kharga gelegenen Quellhügel K0 8 und K0 6. Der in der Nähe von Umm - el - Dabadib gelegene Fundplatz K0 15 wird nicht erwähnt. Die Entfernung zwischen K0 6 und K015 beträgt rund 40 km. Der Fundplatz K0 10, der ebenfalls zu den acht Stellen gehört, an denen Pfeilspitzen gesammelt wurden, wird von G. Caton - Thompson dem oberen Acheul zugerechnet. Wahrscheinlich ist es hier zu Verwechslungen der Bezeichnungen gekommen. Für die Analyse der Funde und für Vergleiche mit Sammlungen aus dem gleichen Gebiet werden die beiden Fragmente ausgeklammert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 4,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||15||34,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||16||37,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||10||23,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''43'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weitere Fundbeobachtungen in den Kharga - Oasen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Wendorf und R. Schild, die 1980 in den Kharga - Oasen gearbeitet haben, erwähnen keine Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Simmon und Mandel dagegen sprechen in ihrem Bericht von 1986 von einigen unregelmäßigen Pfeilspitzen, sowie von Blatt - und Stielspitzen, die Menge dürfte bei 12 - 15 Stücken liegen.&lt;br /&gt;
Die umfangreichste Sammlung aus dem Gebiet von Umm - el - Dabadib und Kharga dürfte von R. Ulbrich und G. Ulbrich stammen. Sie enthält 615 Pfeilspitzen, die sich wie folgt verteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 43|| 6,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||184||29,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||283||46,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||105||17,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''615'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgebildet und beschrieben sind sie in diesem Bericht auf den Tafeln Ä - U1, Ä - U2, &lt;br /&gt;
Ä - U3 und teilweise auf weiteren Tafeln der Bezeichnung Ä unter den Kürzeln K, D und Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schreiber des Berichts hatte die Gelegenheit einen Teil des oben genannten Gebiets zu begehen, hier der Fundbericht :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundgebiet Nr. 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koordinaten : ( Mittelwerte ) L = 30°25’, B = 25°28’&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geographie : Rund 10 km nördlich von Kharga erhebt sich der Gebel el Teir, westlich davon liegt mit 451 m die höchste Erhebung der Gegend, der Gebel Tarif und seine nördliche Fortsetzung, der Gebel el Sheikh. 15 km weiter nach Norden schiebt sich das libysche &lt;br /&gt;
Kalksteinplateau in die Kharga - Senke. An seinen Flanken liegen im Nordosten des Fundgebietes die trocken gefallene Oase Ain - el - Labakha und im Nordwesten das Fort Ain - el - Wan ( rund 5 km südlich von Umm - el - Dabadib ). Die weiteren approximativen Begrenzungen des Fundgebietes sind im Osten die Linie Ain - el - Labakha – Gebel el Teir, im Westen der Schnittpunkt der Linien Ain - el - Wan südwärts und Gebel el Teir westwärts. Die Landschaft ist geprägt durch die Dünenketten des Abu Muharig mit Sicheldünen bis zu 50 m Höhe. Die äolische Überformung ist extrem weit fortgeschritten, dennoch haben sich auch Playagebiete, teilweise mit Yardangs durchsetzt, halten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausdehnung : N – S = 17,5 km, W – O = 10 km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschreibung des Fundplatzes : Die meisten Fundstellen sind an Restplayas gebunden aber auch auf Sandsteinuntergrund kommen sekundäre Konzentrationen vor. &lt;br /&gt;
In situ Plätze und Herdstellen sind nicht beobachtet worden, mit Ausnahme einiger in Yardangs in Kopfhöhe eingeschlossener Artefakte ist das Fundmaterial ausnahmslos bewegt worden. K0 15, ein „ bedouin microlithic „ Fundplatz G. Caton - Thompsons südlich von   Ain - el - Wan ist lediglich begangen worden und in seiner vorgefundenen Situation belassen worden, das gleiche gilt für K0 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar : 360 Steinartefakte, davon 10 nicht modifizierte, sind aufgesammelt worden. Die 350 Werkzeuge gliedern sich wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer|| 23|| 6,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||54||15,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||7||2,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rückengestumpfte Lamellen||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||38||10,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Endretuschen||4||1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Geometrische Microlithen||5||1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Microburin Technik||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Andere||213||60,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''350'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe „ Andere „ setzt sich zusammen aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ounanspitzen|| 8|| 2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierten Stücken||67||19,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Side - blow - flakes||8||2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Pfeilspitzen||80||22,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Zweiflächnern||26||7,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstigen||24||6,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''213'''|| '''60,85'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert man die Pfeilspitzen inklusive der Ounan - Spitzen nach Hugot, so wird folgendes Ergebnis sichtbar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''87'''|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen vom Typ I, mit einem Exemplar vertreten, werden nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
Im Vergleich mit den Analysen der Pfeilspitzen der Abu Tartur Fundplätze 1024/82, 1023/82 und 1017/82 fällt auf, dass das Indiz III des Fundgebietes 1026/82 um rund 20 % bis 30 % höher liegt, ansonsten sind Ähnlichkeiten trotz des unwissenschaftlichen Absammelns durchaus zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten im Gebiet 1026/82 sind nicht weiter vertieft worden und zwar aus zwei Gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Die Fundplätze sind durch Deflation stark gestört und definierbare Kulturschichten sind nicht gefunden worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Die Entfernung von der Basis Abu Tartur war zu groß und für eine Einzelperson war das schwierige Gelände zu risikoreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der größenordnungsmäßig unterschiedlichen, von verschiedenen Personen in einer recht großen Zeitspanne gesammelten Pfeilspitzen des „ bedouin microlithic „ ergibt ein interessantes Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''G. Caton-Thompson*'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''D. L. Holmes**'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''R. und G. Ulbrich'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1026/82***'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 4,42|| 2|| 4,65|| 43|| 6,99|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||31||27,43||15||34,88||184||29,92||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||11||9,74||16||37,21||283||46,02||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||66||58,41||10||23,26||105||17,07||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Total|| 113|| 100,00|| 43|| 100,00|| 615|| 100,00|| 87|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die elf großen, ausgekehlten Dreieckspitzen von K0 5 und K0 15 werden, da von Caton - Thompson eher dem „ peasant neolithic „ zugerechnet, später behandelt.&lt;br /&gt;
* ** Ohne Bruchstücke.&lt;br /&gt;
* *** Eine Pfeilspitze der Familie I ist unberücksichtigt geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine klare Übereinstimmung der Sammlungen Holmes, Ulbrich und 1026 ist nicht von der Hand zu weisen. Gemeinsam ist allen ein geringer Wert des Indiz I, der zwischen rund 5 % und 7 % liegt. Ein Drittel der Spitzen gehört zum Indiz II. Die stärkste Gruppe bilden die gestielten Pfeilspitzen mit rund 35 % bis 46 % und die Gruppe der nicht flächig bearbeiteten Stücke liegt bei rund 17 % bis 25 %. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ins Bild passen die entsprechenden Zahlen von G. Caton - Thompson. Ihr Fundgebiet erstreckte sich weiter nach Süden und zu den Pässen im Norden, der epipaläolithische Anteil der hier angetroffenen Fundstellen ist höher. G. Caton - Thompson klassiert außerdem die Fundstellen K0 5 und K0 15 als gemischt aus „ bedouin microlithic „ und „ peasant    neolithic „.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den in Abu Tartur gewonnenen Kenntnissen stellen die Oberflächenfunde in dem hier behandelten Raum ein Artefaktengemenge aus den verschiedensten Epochen und Kulturen dar. Dieses wird verständlich durch die Tatsache, dass der Boden in der Khargasenke im Mittel jährlich um 2 mm abgesenkt wird. Bis auf wenige Ausnahmen, K0 15 ist teilweise eine solche, ist von den ursprünglichen Lagerplätzen nichts übrig geblieben. Die Herde sind weggeblasen worden, die Keramik zu Staub zerrieben und die Steinartefakte nach Korngröße gesichtet worden. Das Material ist dermaßen durcheinander gewirbelt, dass es schon wieder homogen erscheint, wie der typologische Vergleich der verschiedenen Sammlungen suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine in Abu Tartur angefertigte Langzeitstudie über die Auswirkung des Windschubes auf prähistorische Artefakte belegt mit eindeutigen Zahlen sowohl Verschiebung als auch Sichtung (bislang unveröffentlicht, aktuell in dieser Internetpräsenz, siehe: Windschubmessung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Tartur==   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zur El Ghorab Straße zwischen Kharga und Dakhla verläuft die Bruchkante des libyschen Plateaus in westöstlicher Richtung, lediglich die Felsmasse von Abu Tartur schiebt sich nach Süden in die Sandsteinebene vor. Die Bruchkante ist hier, bedingt durch die harten Kurkurschichten mit 550 m höher als die übrigen, bei rund 450 m – 500 m liegenden Partien. Begrenzt wird der Vater der Zipfelmütze, so die Bedeutung von Abu Tartur, im Süden und Osten durch eine mit Zeugenbergen durchsetzte, sandige Ebene der Nubiaschichten, im Westen durch den Wadi Batikh, den Wassermelonen - Fluss und im Norden durch den Wadi Ain Amur. Die mittleren Koordinaten sind 29°30’ – 30°10’ Ost und 25°20’ – 25°40’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird unter Abu Tartur vor allem die ungefähr 50 km westlich von Kharga gelegene Phosphatgrube im südöstlichen Bereich des Massivs verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier war der Verfasser, abgesehen von einer früheren, kurzen Intervention im Jahr 1978, von 1982 bis 1987 als Bergingenieur im Auftrag der Societé Francaise d´ Etudes Minieres ( Sofrémines ) tätig. Außerdem ermöglichte die deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen eines Sonderforschungsprogramms eine sechswöchige Visite mit Archäologen des Heinrich Barth - Instituts für Ur - und Frühgeschichte der Universität zu Köln im Herbst 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Freizeit während des Aufenthalts in Ägypten in den Jahren 1982 – 87 wurden im Umkreis von rund 30 km 146 Fundstellen entdeckt, davon 25 größere mit 100 bis 2500 Werkzeugen. Eine detaillierter Bericht liegt vor, eine Kopie befindet sich im Kölner Institut. Eine Veröffentlichung, auch auszugsweise, wurde nicht vorgenommen. Wohl aber wurden Informationen und erkannte Zusammenhänge für Veröffentlichungen unter anderem Namen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besiedlungsdauer in Abu Tartur reicht vom Epipaläolithikum bis zum ausgehenden Neolithikum falls die wenigen paläolithischen Einzelfunde wie z.B. Aterienspitzen unberücksichtigt bleiben. Das Inventar stammt von der Oberfläche, auf Grabungen ist verzichtet worden, selbst wenn die Überdeckung aus geringmächtigen Lockersedimenten bestand. Spuren späterer Aktivitäten aus historischen Zeiten ist nicht nachgegangen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon im Fundstellenbericht Abu Tartur dargestellt, sind in situ - Plätze in der Sahara äußerst selten. Das Vorhandensein von überdeckenden Ablagerungen stellt keine Garantie für ungestörte Kulturschichten dar. Häufig handelt es sich dabei um umgelagerte äolische Sedimente oder durch Wadis transportiertes Material. In diesen Situationen können sich Artefakte der verschiedensten Zeitalter vom langschmalen Dreieck bis zur schlanken, beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze im gleichen ergrabenen Horizont finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einigen der bedeutenderen Fundstellen fehlt die schützende Decke und das heterogene Fundmaterial ist auf die heutige Oberfläche projiziert worden. Zum Glück gibt es aber auch kleinere Konzentrationen, die unvermischt gerade aus ihrer originalen Situation auswittern und die es erlauben das Artefaktengemisch zu entwirren.&lt;br /&gt;
Kleine Fundstellen sind vielfach homogen in Bezug auf die Verwendung von Rohmaterial, die Bearbeitungstechnik und das Typenvorkommen.&lt;br /&gt;
Die Typenvielfalt der Abu Tartur Fundstellen spiegelt sich im Reichtum der Pfeilspitzenformen, wie die Auswertung des Materials einiger der größeren Konzentrationen zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der Pfeilspitzen - Formen &lt;br /&gt;
Fundplatz 1023/82 : 2462 Werkzeuge davon 44,76 % Pfeilspitzen. Von den 1546 unter Varia ( Tixier 112 ) klassierten Artefakten waren 1071 Pfeilspitzen, dazu kommen 32 Ounanspitzen ( Tixier 107 ), so dass eine Gesamtmenge von 1103 Bewehrungen entsteht. Alter nicht gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anzahl&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|%&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz I&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|A + B + E&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|21 + 6 + 6&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|3,02&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz II&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|575&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|52,61&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz III&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|203&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|18,57&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz IV&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|F + G + H&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|0 + 5 + 277&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|282&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|25,8&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''1093'''&lt;br /&gt;
|'''='''&lt;br /&gt;
|'''100'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zehn Stücke der Familie I werden nicht berücksichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1005/83 : 897 Werkzeuge davon 43,03 % Pfeilspitzen. Von den 546 unter Varia klassierten Artefakten waren 376 Pfeilspitzen dazu gesellen sich noch zehn Ounanspitzen, so dass sich eine Gesamtmenge von 386 Bewehrungen ergibt. Alter 6420 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 19|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||223||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||73||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||59||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''374'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie I ist mit 12 Stücken vertreten und wird in der Auswertung nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1024/82 : 459 Werkzeuge davon 37,47 % Pfeilspitzen. Von den 322 unter Varia klassierten Werkzeugen waren 169 Pfeilspitzen. Zusammen mit den drei Ounanspitzen wird eine Anzahl von 172 Stücken erreicht. Alter 6620 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 9|| 5,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||123||72,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||20||11,83&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||17||10,06&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''169'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Pfeilspitzen der Familie I sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 : 729 Werkzeuge davon 24,42 % Pfeilspitzen. Von den 186 unter Varia klassierten Artefakten waren 125 Pfeilspitzen, hinzu kommen die unter Tixier 107 eingeordneten 53 Ounanspitzen des Fundplatzes, welche allgemein als Bewehrungen gewertet werden. Die Summe aller Pfeilspitzen beträgt demnach 178. Alter 7145 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 6|| 3,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||86||48,59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||14||7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||71||40,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''177'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Stück gehört in die Familie I und wird hier nicht gewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1004/83 : 628 Werkzeuge davon 21,66 % Pfeilspitzen. Von den 139 unter Varia klassierten Artefakten waren 113 Pfeilspitzen, mit den 23 Ounanspitzen des Fundplatzes ergibt sich eine Gesamtmenge von 136 Stücken. Alter 7590 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 1,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||24||17,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||6||4,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||103||76,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''135'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Pfeilspitze der Familie I wird nicht mitgezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 0002/84 : 402 Werkzeuge davon 47,51 % Bewehrungen. Die 191 Bewehrungen lassen sich zum größten Teil auf die Tixier Nummern 87 und 92 zurückführen, hinzu kommen weitere Querschneidertypen sowie Pfeilspitzen der Typen H 10 ( Dreieck ), H 1 ( Blatt ), H 5 ( Stiel ) sowie Ounanspitzen ( H 12 ) und Ounan - Harif - Spitzen ( H 14 ). Alter 9120 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 0|| 0,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||3||1,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||1||0,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||187||97,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''191'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Blattspitzen der Familie C scheinen auf den ersten Blick nicht in den Kontext zu passen, obwohl sie in ihrer Größe und der Art der Flächenretuschierung von Blattspitzen anderer Abu Tartur Fundstellen abweichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Stielspitze der Familie D ist einseitig flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, sie gleicht vom Material und der Technik her der Hybridspitze  ( Tafel Ä 35/14 ), die ebenfalls flache Randretuschen zeigt. Beide Stücke sowie auch die leicht rhombische H 14 Spitze ( Tafel Ä 35/13 ) mit Kantenretuschen an den proximalen Begrenzungslinien können zum kulturellen Inventar gehören. Damit wäre die D – Spitze ein sehr frühes Beispiel einer flächenretuschierten, gestielten Pfeilspitze ( Ä 12/6 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben 0002/84 ist auch der Fundplatz 1072/86 wegen seines homogenen Aspekts hoch interessant. Die auf 7670 +- 50 und 7645 +- 35 BP datierte Fundstelle erscheint weitestgehend unvermischt und wittert in schmalen Windkanälen oder auch Regenrinnen aus, so dass immer wieder in zeitlichen Abständen frische Artefakte gefunden werden können. Durch diese Tatsache erklärt sich das Zustandekommen der Sammlung 1072/02, die von Heiko Riemer durchgeführt wurde und welche neben 17 gestielten Spitzen, 8 Kerbresten und 5 weiteren retuschierten Werkzeugen auch 23 unmodifizierte Klingen und 49 Abschläge, letztere meistens Abfallstücke der Werkzeugproduktion, aufweist. Die erste Sammlung stammt von 1986, dem Jahr der Entdeckung der Fundstelle. Die Zusammenstellung der retuschierten Artefakte umfasst 125 Stücke und sieht wie folgt aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Nr. Tixier'''&lt;br /&gt;
|'''Werkzeug'''&lt;br /&gt;
|'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|'''%'''&lt;br /&gt;
|'''% der Gruppen'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|Einfacher Kratzer auf Abschlag&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|Kreisförmiger Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|Vorspringender Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|7,1&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|Gekerbter Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Kratzer auf gestumpfter Klinge&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|Doppelend - Bohrer&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|II&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|Stichel&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|III&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|IV&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|55&lt;br /&gt;
|Gebogene Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|Bruchstück rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|8,8&lt;br /&gt;
|VI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|Ouchtata Lamelle&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|Gekerbter Abschlag&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|Gezähnter Abschlag&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|76&lt;br /&gt;
|Kerbklinge oder Kerblamelle&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|VII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|Gezähnte Klinge oder gezähnte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8 &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|80&lt;br /&gt;
|Endretusche&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|VIII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|105&lt;br /&gt;
|Durchgehende Retusche&lt;br /&gt;
|47&lt;br /&gt;
|37,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|Ounanspitze&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|72&lt;br /&gt;
|XI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|Verschiedene&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|18,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Total&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|125&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die erste Sammlung 16 % an Ounanspitzen und den damit verwandten Artefakten aufweist, steigt der Anteil beim Gesamtinventar ( 1072/86 plus 1072/02 ) auf 21 %.&lt;br /&gt;
Die Ounanspitze ist ursprünglich ein Werkzeug aus dem Epipaläolithikum, wo sie möglicherweise als Bohrer benutzt wurde. Benannt ist sie nach dem Fundort Bir Ounan im südlichen Taoudeni in der Republik Mali. Vorneolithische Vorkommen sind unter anderen Ain Fritissa im südlichen Marokko, Oued Diffel, Bou Nouara und Dakhlat es - Saadane in Algerien und Ténéré im Norden Nigers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Stücke aus der Ostsahara fallen in die Zeit um 7850 BP – 7600 BP ( El Jarar Early Neolithic, Wendorf et al. 2001 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Abu Tartur Fundstelle 1072/86 gehört in diesen Zeitraum. Außer den von Tixier definierten Ounanspitzen finden sich hier in den gleichen Schichten Pfeilspitzen, die eine Bruchfläche am Stielende aufweisen und solche, bei denen Schlagfläche und Bulbus erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit sind Herkunft und frühes Auftreten dieser Stielspitzen, einmal der „ Abu Tartur Spitze „ und zum anderen der kantenretuschierten Spitze mit modifiziertem Stiel, geklärt. Die Bearbeitung des Stiels dieser nach Hugot als „ H5 „ oder nach Caton - Thompson als „ Ounanien „ zu bezeichnenden Pfeilspitze kann Teile oder die Gesamtheit des Stiels betreffen, es werden sowohl steile als auch flache Retuschen beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiele seien genannt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ounanspitze  -  1072  Tafel Ä 33 Nr. 2&lt;br /&gt;
* Abu Tartur Spitze  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 2&lt;br /&gt;
* H5 - Spitze nach Hugot  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die meisten Artefakte der Fundstelle 1072/86 sind auch diese drei Exemplare aus karamellfarbenem Hornstein hergestellt.&lt;br /&gt;
Ohne die Sammlung Ulbrich enthält das lithische Gesamtinventar Abu Tarturs 14375 Werkzeuge davon 3173 Pfeilspitzen und Pfeilschneiden, Ounanspitzen nicht inbegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reibschalen, Läufersteine und Hammersteine sind in dieser Auflistung nicht berücksichtigt. Der prozentuale Anteil der Pfeilspitzen für die Gesamtheit der Abu Tartur Fundstellen beträgt 21,06 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Geschossbewehrungen der Sammlung Ulbrich und anderer stehen für eine Auswertung insgesamt 4000 Stücke zur Verfügung, rund 1000 dieser Pfeilspitzen sind durch Zeichnungen im Maßstab 1 : 1 und Kurzbeschreibungen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Fayum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Gertrude Caton-Thompson und Elinor Gardner entdeckten und bearbeiteten Fundstellen liegen am Nordufer des Birket el Qarun, einem Restsee in der Fayum-Depression. Die Seeoberfläche liegt heute 45m unter dem Meeresniveau. Durch die Hochwasser des Nils und durch erhöhte Regenfälle während der holozänen Feuchtperioden hat der See häufiger seine Größe und seine Uferzonen verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den drei Grabungsperioden 1924/25, 1925/26 und 1926/24 bearbeiteten sie zum einen das Fayum B, eine Kultur, die auf mikrolithischen Werkzeugen und der Technik der Kantenretuschierung basierte und die keinerlei Keramik aufwies, zum anderen das Fayum A, welches sämtliche Attribute eines entwickelten Neolithikums aufwies als da sind Ackerbau und Viehzucht, Keramik und flächenretuschierte Steinwerkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist, dass die beiden so unterschiedlichen Kulturen große, flächenretuschierte, ausgekehlte Pfeilspitzen ähnlicher Art hervorgebracht haben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Fayum Kulturen wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 3910 +- 115 BC, 3860 +- 100 BC und 3210 +- 100 BC angegeben, wobei das älteste Datum dem höchsten Seestand entspricht und das jüngste Datum der heutigen Uferlinie zugeordnet ist.&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Pfeilspitzen-Vorkommen behandelt wie sie in G. Caton-Thompson „The Desert Fayum“ von 1934 dargestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fayum Fundplätze und ihre Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Nr.Werkzeuge'''|| '''Nr.Pfeilspitzen'''|| '''%'''|| '''A1'''|| '''A17'''|| '''A 2'''|| '''C'''|| '''D'''|| '''E'''|| '''I'''|| '''H'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||'''A18'''||'''A25-A28'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||||'''A13'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site K|| 43|| 14|| 32,6|| 5|| -|| -|| 9|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| L Basin Sites|| 121|| 38|| 31,4|| 8|| -|| 7|| 17|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area L-X|| 116|| 29|| 25,0|| 6|| -|| -|| 18|| 5|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site X|| 113|| 24|| 21,2|| 5|| 1|| 7|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area X-V, X-W|| 39|| 10|| 25,6|| -|| -|| 1|| 1|| 8|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site V|| 213|| 105|| 49,3|| 1|| 4|| 25|| 23|| 52|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas cii-w, cii-v,v-w|| 90|| 25|| 27,8|| 6|| -|| 14|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camp ii Basin|| 651|| 312|| 47,9|| 12|| -|| 30|| 77|| 192|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Z|| 84|| 20|| 23,8|| -|| 2|| 6|| 12|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Z Basin|| 79|| 60|| 75,9|| 1|| -|| -|| 1|| 53|| 4|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Zi|| 78|| 11|| 14,1|| 6|| -|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Lifeh to Qasr Sagha|| 72|| 23|| 31,9|| -|| 4|| 8|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site R|| 34|| 13|| 38,2|| 1|| -|| 7|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| N Basin sites-S|| 44|| 13|| 29,5|| -|| 1|| 2|| 7|| 3|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site T|| 38|| 9|| 23,7|| -|| 2|| 6|| 1|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas R-T, S-T|| 18|| 3|| 16,7|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area T-O|| 15|| 8|| 53,3|| 1|| -|| 3|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site O|| 10|| 2|| 20,0|| 1|| -|| 1|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site N|| 184|| 24|| 13,0|| -|| 6|| 10|| 2|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West Dimai Basin|| 95|| 35|| 36,8|| 6|| -|| 11|| 9|| 9|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dimai Dyke Area|| 18|| 4|| 22,2|| 2|| -|| 2|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D3 Wadi site M|| 67|| 54|| 80,6|| 5|| -|| 28|| 9|| 12|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Southern Area|| 7|| 1|| 14,3|| 1|| -|| -|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West End Sites|| 100|| 22|| 22,0|| 2|| -|| 10|| 3|| 7|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total (neolithisch und ungewisses Alter'''|| '''2329'''|| '''859'''|| '''36,9'''|| '''69'''|| '''20'''|| '''179'''|| '''228'''|| '''357'''|| '''4'''|| '''2'''|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 1||=|| A+B+E||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||268+0+4||=|| 31,74 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||272||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 2|||| C|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||228||=||26,60 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 3||=|| D|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||357||=||41,66 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 4||=|| F+G+H|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||0||=||0,00 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Stücke fallen in die Familie I, die nicht berücksichtigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häufigkeit der Pfeilspitzen im Gesamtinventar der Fayum Sammlung Caton-Thompsons liegt bei 36,9 % und ist damit wesentlich höher als bei vergleichbaren Fundstellen. Die Bandbreite liegt zwischen 13 % bei Site N und erreicht 80,6 % bei Site M.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zahlen lassen, wie es auch aus den Kommentaren Caton-Thompsons zu den einzelnen Fundstellen hervorgeht, auf ein selektives Absammeln, auf  vorhergehendes Sammeln von Touristen und Plünderern und / oder auf durch Wind und Wasser zusammengetragene Artefaktenkonzentrationen und Sichtung nach Korngrößen schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die typischen, da häufigsten Pfeilspitzenarten in der Caton-Thompson Kollektion sind die Gestielten aus der Familie D. Sie erreichen 41,66 % des Gesamtvolumens und werden gefolgt von A-Spitzen der Gruppen A1, A17, A18, A2, A25 und A26, welche zusammen 31,74 % ergeben. Die Blattspitzen liegen mit 26,60 % auf dem dritten Platz. Pfeilspitzen mit dem Indiz 4, kommen nicht vor bzw. sind nicht in die „neolithische“ Sammlung aufgenommen worden. Selektionen wurden in einigen Fällen vorgenommen z.B. The Z basin levels A.L. 180-160, in anderen nicht z.B. Areas Cii-w, cii-v, v-w and Site V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen gehören zu einen Inventar, welches unter anderen folgende Werkzeuge enthält :&lt;br /&gt;
* Beile, poliert oder retuschiert&lt;br /&gt;
* Beidseitig bearbeitete Messer&lt;br /&gt;
* Sichelblätter&lt;br /&gt;
* Spitzen und Messer, deren Ausgangsmaterial aus gerundeten Flintaggregaten besteht&lt;br /&gt;
* Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
* Hohlbeile&lt;br /&gt;
* Rückengestumpfte Lamellen. Bei einigen Fundstellen werden sie aufgeführt, bei anderen weggelassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzigartig scheint die große Anzahl von stark ausgekehlten Spitzen des Typs A25 zu sein.&lt;br /&gt;
Von den „surface sites“ stammt eine gestielte Großspitze vom Typ D3 (Plate XLII).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der im Fayum gefundenen Pfeilspitzen ist beträchtlich. Neben den frühen Sammlungen von H.W. Seton-Karr und M.C.T. Currell und anderen kommen die vielen für die Archäologie verlorenen Stücke, die in irgendwelchen Schubladen und Vitrinen verstauben.  &lt;br /&gt;
Die Menge der von G. Caton- Thompson beschriebenen Bewehrungen beträgt 859 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nabta Playa und Bir Kiseiba.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen dieser Orte im Süden Ägyptens, westlich des Nils und in der Nähe der sudanesischen Grenze sind eng verbunden mit dem Wirken der „ Combined Prehistoric Expedition „. Diese anfänglich als Rettungsaktion, der durch das steigende Wasser des Assuan Hochdamms gefährdeten prähistorischen Siedlungsplätze, gedachte Aktion ist später weiter nach Osten ausgedehnt worden, um die reichen frühgeschichtlichen Vorkommen von Nabta Playa und Bir Kiseiba zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
Die Expedition war ein Gemeinschaftsunternehmen der Geological Survey of Egypt, der polnischen wissenschaftlichen Akademie Warschau und der Southern Methodist University Dallas.&lt;br /&gt;
Geleitet wurden die archäologischen Arbeiten von Fred Wendorf und Romuald Schild. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen war das frühe Holozän und die damit verbundenen Besiedlungsphasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nabta Playa''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von El Nabta und der weiteren Umgebung werden von Fred Wendorf, Romuald Schild und ihrer Mitarbeiter in zwei Volumen behandelt.&lt;br /&gt;
Erstens in dem 1980 erschienenem Werk „Prehistory of the Eastern Sahara“, New York Academic Press und zweitens in dem 2001 in New York bei Kluwer Academic / Plenum Publishers erschienenem Band „Holocene Settelement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of Nabta Playa“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzentypen sind denen von Bir Kiseiba sehr ähnlich und verteilen sich auf die einzelnen Fundstellen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Prehistory of the Eastern Sahara :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-3''' Alter 8840 +- 90 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen: stemmed points&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 28 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 431 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 6,5 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden neun Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.39 &lt;br /&gt;
* v – Stielspitze vom Typ H5, der Stiel ist auf der Ventralseite bearbeitet.&lt;br /&gt;
* w – breite und grobe H5 - Spitze&lt;br /&gt;
* x – grobe H5-Spitze&lt;br /&gt;
* y-z – rhombische Spitzen vom Typ H2&lt;br /&gt;
* a.a. – Ounanspitze &lt;br /&gt;
* b.b. – Die Spitze weist eine Ähnlichkeit mit dem Typ H3 auf &lt;br /&gt;
* c.c. – H5-Spitze mit querschneidigem distalem Ende, der Stiel ist ventral modifiziert. Das Stück könnte auch unter F14 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.40&lt;br /&gt;
* c – H19, das Stück entspricht in seiner Silhouette dem Typ E5 bei den flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den oben genannten Pfeilspitzen wurden 7 Dreiecke und 18 Trapeze gefunden, die als Bewehrungen hätten dienen können. Vier dieser geometrischen Mikrolithen wurden gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Epipaläolithisch) Alter ca. 8290 +- 80 BP (Eierschale)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan-Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 12 bei einer Werkzeugmenge von 146 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 8,22 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sechs Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.45&lt;br /&gt;
* k-p kleine Ounanspitzen (H12). Die Trapeze und Dreiecke der Fundstelle könnten auch als Bewehrungen genutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-7'''&lt;br /&gt;
* Von dieser mit aller Wahrscheinlichkeit gemischten Fundstelle wurden 448 retuschierte Werkzeuge aufgesammelt, darunter drei Pfeilspitzen, eine Blattspitze vom Typ H10, eine kleine Ounanspitze (H12) und ein Bruchstück einer flächenretuschierten D1-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch)&lt;br /&gt;
* Von den 146 Werkzeugen waren 8,22 % oder 12 Exemplare Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch Pits) Von den 312 Werkzeugen waren lediglich 1,3 % oder 4 Stücke gestielte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-5''' (Neolithisch) Alter 7530 +- 180 Jahre&lt;br /&gt;
* Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 223 Stücke, hauptsächlich retuschierte Stücke und gekerbte bzw. gezähnte Stücke. Bohrer sind ebenfalls häufig. Neben Endretuschen, rückengestumpften Lamellen und Kratzern kommen jeweils ein Trapez, ein Krukowski microburin und ein ausgesplittertes Stück vor. &lt;br /&gt;
Die drei schlanken Stielspitzen unterscheiden sich stark von den Exemplaren der älteren Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (lower layer) Alter : von 7100 BP bis 6700 BP.&lt;br /&gt;
*Von den 395 Werkzeugen sind 10,4 % oder 41 Stücke Pfeilspitzen, die als Nabta points bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei um basisretuschierte Dreieckspitzen, die aber auch steile Randretuschen oder Modifikationen des distalen Endes aufweisen können. Sie werden unter H7 und H8 geführt. Ähnliche Artefakte gehören in Kiseiba und Abu Tartur in das mittlere Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (upper layer)&lt;br /&gt;
* Die Menge der gefundenen Werkzeuge beträgt 136 Stücke, davon sind 1,47 % oder zwei Exemplare querschneidige Pfeilspitzen. Außerdem wurde eine Ounanspitze (H12) mit stark modifiziertem distalem Ende gezeichnet (Fig. 3.103).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1980 veröffentlichen Fundstellenberichte von El Nabta beinhalten 107 Pfeilspitzen. Als gestielt werden 44 Exemplare bezeichnet, 3 sind gestielt und schlank, 12 sind Ounanspitzen und für 41 Stücke wurde der Name „Nabta points“ gewählt. Letztere sind kantenretuschierte Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8. Die übrigen sieben Stücke verteilen sich auf die Gruppen D1, C3, H10, H12 und auf zwei Querschneider der Familie F ohne genauere Bestimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die H10-Spitze Fig. 3.58 m, die als Bewehrung mit spitzbogiger Basis bezeichnet wird. Typologisch identische Formen werden im „Cattle keeper“ als Ounan-Harif-Spitzen angesprochen. (Seite 277, Fig. 12.11.e) und (Seite 303, Fig. 13.3.g.h.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liste der Altersangaben der Fundstellen und der zugehörigen Pfeilspitzentypen&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''in „Prehistory of Eastern Sahara“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8840+-90 BP|| E-77-3|| 28|| gestielt|| H5, H2, H3, H19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||18 Trapeze, 7 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8290+-80 BP|| E-75-6 Epipal.|| 12|| Ounan|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||3 Trapeze, 10 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-7|| 4|| Point with ogival base|| H10, H12, D1, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Ounan point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Bifacial points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 12|| gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 4|| gestielt|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||pits||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7530+-180 BP|| E-77-5 Neolith.|| 3|| schlank, gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||1 Trapez&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7100-6700 BP|| E-75-8 lower|| 41|| Nabta points|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8 upper|| 3|| Querschneider|| F?, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Holocene settlement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of  Nabta Playa”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6 El Nabta und Al Jerar Village'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Feature 1/91, 1/90 und IV/91&lt;br /&gt;
* Alter feature 1 : 7600 BP +- 110&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Cut 1/90 und Feature 2/90&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area B Oberfläche&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 3 Ounanspitzen, 1 atypische Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1''' Al Jerar Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area C'''   Alter : 7536 +- 110 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 4 Ounanspitzen (H12) ?, 3 abrupt kantenretuschierte Blattspitzen (H10) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 3 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.15 a-H1, d-H2, e-H7 ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area D'''   Alter : 7850 +- 70 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Areas 1 und 5'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12, davon 10 Ounanspitzen, eine Blattspitze und eine dreieckige Spitze.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 9 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.28. f-H5, h-H2, o-H2&lt;br /&gt;
* Fig. 8.29. b-H1, g-H5, h-H5, i-H5&lt;br /&gt;
* Fig. 8.26. l-H10, m-H5, h-(Varia) könnte eine H8-Spitze sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 2'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen, 3 beidseitig flächenretuschierte Spitzen. Von letzteren ist eine Spitze abgebildet Fig. 8.34, zwei sind abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen:&lt;br /&gt;
* 4 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
* 1 große Dreieckspitze mit zentraler Kehle Fig. 8.37 die Dimensionen sind 69mm x 27mm x 8mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 4'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 31 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen (H12), zwei beidseitig flächenretuschierte Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 4 Ounanspitzen (H12) Fig. 8.43. h-k und eine E3-Spitze sowie eine D3-Spitze l und m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 5 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 8 Oberfläche und Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen. Das gezeichnete Exemplar (Fig. 8.45 f) stellt eine H5-Spitze dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 9'''&lt;br /&gt;
* Außer sechs Ounanspitzen von der Oberfläche produzierte der Fundplatz vier Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 10'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 9 Ounanspitzen und 9 Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden vier Exemplare (Fig. 8.50).&lt;br /&gt;
* a.) Dreieckspitze vom Typ H7 (besonders lang).&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine H5-Spitze, da eine Verlängerung des Stiels vermutet wird.&lt;br /&gt;
* c.) Dreieckspitze vom Typ H7 (mit gerundetem Übergang vom linken Rand zur Basis).&lt;br /&gt;
* m.)  Ist entweder eine H5- oder eine Abu Tartur-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 11'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 16 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden fünf Exemplare (Fig. 8.53).&lt;br /&gt;
* b.)  Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* d.) Abu Tartur-Spitze (H13)&lt;br /&gt;
* e.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* h.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1 (besonders lang)&lt;br /&gt;
* j.) Dreieckspitze vom Typ H7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 13'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 14'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet : eine H12 oder H13-Spitze (Fig. 8.59 e.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 15 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 8 Ounanspitzen und 7 Spitzen („points“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 16'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen und 4 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sieben Exemplare (Fig. 8.61)&lt;br /&gt;
* a.) Blattspitze vom Typ H10&lt;br /&gt;
* c.) Abu Tartur-Spitze H13&lt;br /&gt;
* d.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* e.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* f.) Dreieckspitze vom Typ H9&lt;br /&gt;
* j.) Blattspitze vom Typ H4&lt;br /&gt;
* k.) Blattspitze vom Typ H10 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstellen E-77-1 und E-94-3'''&lt;br /&gt;
* Zwei neolithische Fundstellen in der Nähe des Gebel Nabta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-1'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 14 Ounanspitzen (Fig. 13.7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* f.) Stielspitze vom Typ H12&lt;br /&gt;
* j.) Dieses an anderen Stellen als Ounan-Harif-Spitze bezeichnetes Exemplar kann unter H2 klassiert werden.&lt;br /&gt;
* k.) Die nicht ganz klare Zeichnung lässt eine H5-Spitze vermuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter werden zwei Spitzen mit gerundeter Basis erwähnt (Fig. 13.6 b) und zwei Dreieckspitzen mit zentraler Kehle vom Typ A2 (Fig. 13.8 k), Die Maße der größeren betragen 54mm x 33mm x 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-3'''  Alter von 5800 – 6300 BP&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen &lt;br /&gt;
* – 1 Ounanspitze ohne Zeichnung&lt;br /&gt;
* - eine blattförmige Spitze mit halbsteilen Randretuschen vom Typ H10 (Fig. 13.15 c)&lt;br /&gt;
* - eine beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 (Fig. 13.15 d) ferner eine Blattspitze der Familie C und eine zerbrochene Stielspitze der Familie D, beide ohne Zeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-92-7 Al Jerar Phase und spätes Neolithikum''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-92-7 spätes Neolithikum'''&lt;br /&gt;
* Von 72 Werkzeugen war nur ein Stück eine Ounanspitze (Fig. 9.14 f).&lt;br /&gt;
* Von der Oberfläche wurden zusätzliche Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 9.18.&lt;br /&gt;
* a.) – D3-Spitze mit konkavokonvexen Rändern und stark heruntergezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* b.) – Blattspitze vom Typ C3 mit vollflächig retuschierter Dorsalseite und teilflächig modifizierter Ventralseite.&lt;br /&gt;
* e.) – Ounanspitze (H12)&lt;br /&gt;
* d.) – große Blattspitze vom Typ C3&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Site E-75-8''' Zusatzgrabung auf der Fundstelle aus dem 7. Jahrtausend in Nabta Playa&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12 Dreieckspitzen, eine zerbrochene Blattspitze (Fig. 10.12), gezeichnet wurden fünf Dreieckspitzen und die Blattspitze.&lt;br /&gt;
* a-d. Dreieckspitzen der Gruppe H7.&lt;br /&gt;
* g.  Wird als Dreieckspitze bezeichnet ist aber sehr atypisch.&lt;br /&gt;
* i. Teilflächig retuschierte Spitze der Gruppe C1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Area A des gleichen Fundplatzes werden drei weitere Dreieckspitzen des Typs H7 und eine teilweise flächig retuschierte D21-Spitze gemeldet (Fig. 11.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom nördlichen Erweiterungsgraben sind zwei Spitzen gezeichnet Fig. 11.12.&lt;br /&gt;
* a.) Ist eine interessante Dreieckspitze mit konkaver Basis, die Ränder verlaufen im proximalen Bereich nahezu parallel zueinander, im distalen Bereich konvex. Sie ist kantenretuschiert und das distale Ende ist auf der Ventralseite durch flache Retuschen verdünnt. Dieser neue Typ erhält die Bezeichnung H20.&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine große Blattspitze der Gruppe H4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-94-2 Spätes Neolithikum von Nabta'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-2'''   Alter : von 5260 +- 60 BP (Herd 9) bis 6220 +- 90 BP (Herd 51).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.8 zeigt folgende Pfeilspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
* a.) Große Ounanspitze (H12).&lt;br /&gt;
* b.) Leicht asymmetrische D3-Spitze mit nur leicht herabgezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* c.) Große C4 Spitze.&lt;br /&gt;
* h.) C3-Spitze, das distale Ende erinnert am linken Rand an C11.&lt;br /&gt;
* j.)  C2-Spitze.&lt;br /&gt;
* l.)  C4-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle E-96-1 Struktur B'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 17.20 zeigt zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
* b) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle vom Typ A2, sie wurde einige Meter entfernt von der Struktur B an der Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
* e) Stielspitze mit kurzen Widerhaken. Im proximalen Bereich verlaufen die Ränder parallel zueinander. Das distale Ende ist spitzbogenförmig ausgestaltet. Sie kann noch unter D33 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''In „Holocene settlement“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7600+-100BP|| E-75-6 F.1|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 1/19,2/90|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 B,Oberfläche|| 4|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7536+-110BP|| E-91-1 C|| 7|| Ounan, leaf shaped|| H1,H2,H7,H10 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7850+-70BP|| E-91-1 D|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 12|| „points“|| H5,H1,H2,H10,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A2|| 22|| Ounan, bifacial points|| H12 ?, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Oberfläche|| 5|| Ounan, bifacial concave|| H12 ?, A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Base point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Grabung|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A4|| 31|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Oberfläche|| 8|| Ounan „Pointe“|| H12,E3,D3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Grabung|| 5|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A8|| 19|| Ounan|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A9|| 10|| Ounan, middle|| H12,H7,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||neolithic points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 10|| 18|| Ounan „points“|| H5,H7, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 16|| „points“|| H1,H13,H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 13|| 19|| Ounan|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 14|| 6|| Ounan|| H12 oder H13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 15|| 15|| Ounan „points“|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 16|| 10|| Ounan „points“|| H10,H13,H5,H9,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-77-1|| 18|| Ounan, points with|| H12,H2,H5,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||rounded base, points||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||with concave base||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5800-6300BP|| E-94-3|| 5|| Ounan, leaf shaped,|| H12 ?,H10,D1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||others||C ?, D ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-92-7|| 5|| Ounan „points“|| H12,D3,C3, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8|| 19|| Triangular points|| C1,H20,H4,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||leaf shaped point||H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||bifacial point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5260-6220BP|| E-94-2|| 6|| -|| H12,D3,C4,C3,C2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-96-1|| 2|| -|| A2, D33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bir Kiseiba'''  ( F. Wendorf, R. Schild, Ed. A.E. Close 1984 )&lt;br /&gt;
*Die auf den Siedlungsplätzen um Bir Kiseiba gefundenen Pfeilspitzen lassen sich in vier Gruppen einteilen wenn von einem Einzelfund einer großen, ausgekehlten, beidseitig flächenretuschierten Dreieckspitze vom Typ A2 und der Erwähnung einiger weniger flächenretuschierter, kleinformatiger Stücke abgesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Ounan Spitzen''' – hierbei sollte die Definition von J. Tixier Anwendung finden. Einige der besprochenen Bewehrungen entsprechen nicht den Kriterien und werden in andere Gruppen transferiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Kantenretuschierte Dreieckspitzen''' – sie kommen entweder mit geradliniger Basis oder mit konkaver Basis vor.&lt;br /&gt;
Die ersteren werden im weiteren Verlauf unter H7, die zweiten unter H8 geführt. Diese Einteilung wurde für die Fundstellen in Abu Tartur gewählt, wo 50 H7 – Spitzen und 15 H8 – Spitzen klassiert worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar Fig. 6.8 e wird als Bou- Saada- Spitze bezeichnet, diese weisen jedoch nach der Definition Tixiers keine kantenretuschierten Ränder auf. Sie wird unter H8 eingeteilt trotz einer leicht konvexen Schwinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar stimmt die Aussage D.L. Holmes, dass die H7 – Spitze der Columnata- Spitze Tixiers ähnelt, aber ein wichtiger technischer Punkt bleibt unberücksichtigt. Während die Basis der H7 – Spitze abrupt kantenretuschiert ist zeigt die Columnata- Spitze an der Basis auf beiden Seiten flache Druckretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Querschneider''' – Auf den Fundplätzen vom el- Kortein Typ sind neben den typischen Ounan- Harif- Spitzen ebenfalls geometrische Mikrolithen in Form von Trapezen und Dreiecken gefunden worden. Diese können als mögliche Bewehrungen nicht ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Ounan- Harif- Spitzen.''' – Durch die Art der basalen Modifikationen weisen alle Ounan- Harif- Spitzen eine starke Gemeinsamkeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinngemäß schreibt Angela E. Close dazu folgendes :&lt;br /&gt;
... allen Exemplaren dieses Typs ist die Bearbeitung der Basis gemeinsam. Sämtliche Spitzen weisen zwei proximale, schräg verlaufende, konvergierende Endretuschen auf, die geradlinig, konvex oder konkav sein können, so dass die Formen der Basis von gestielt bis eiförmig reichen. Die meisten zeigen flache Retuschen, um die Höhe des Bulbus zu verringern ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fred Wendorf und Romnald Schild drücken es so aus :&lt;br /&gt;
... Ounan- Harif- Spitzen sind die charakteristischen Werkzeuge der el Kortein Periode des frühen Neolithikums und sie bilden die größte Gruppe in dieser Werkzeug – Zusammenstellung. Die hier gefundenen 18 Exemplare weisen den typischen Stiel ( stem ) auf, welcher durch zwei sich schneidende basale Endretuschen geformt wird ..... Die beiden basalen Endretuschen können geradlinig sein ( sechs ) oder häufiger eine gerade und eine konvexe aufweisen ( neun ) oder eine gerade und eine konkave ( eine ) oder zwei konkave   ( zwei ) ....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Sinne schreibt Hanna Wieckowska :&lt;br /&gt;
„ ... Die an der Oberfläche gefundene Spitze ist untypisch. Sie ist aus tertiärem Hornstein gefertigt mit einem 9 mm langen Heftzapfen (tang) an beiden Rändern herausgearbeitet durch beidseitige, proximale Kerben, sie zeigt ebenfalls flache Retuschen auf der Ventralseite ... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die ausgegrabenen Stücke wird gesagt - :&lt;br /&gt;
„ .... Sämtliche Stiele sind proximal. Drei werden durch zwei geradlinige, konvergierende Endretuschen gebildet ....&lt;br /&gt;
.... eine hat eine konvexe und eine konkave Endretusche und drei haben zwei konkave Endretuschen. „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen lauten die Ausführungen von K. Morgan Banks im gleichen Volumen sinngemäß :&lt;br /&gt;
„ ... Ounan – Spitzen ( Typ 107 ) – Ounan- Harif- Spitzen sind kleine Abschläge oder Klingen bei denen ein Ende, normalerweise das proximale, so retuschiert ist, dass ein eindeutiger Stiel mit einer oder mehreren konkaven Schultern gebildet wird. Die Schultern können unterschiedlich gut ausgearbeitet sein. Die Stücke können Retuschen an den Rändern aufweisen. Das dem Stiel gegenüberliegende Ende, meistens das distale, ist entweder natürlich zugespitzt oder durch Retuschen modifiziert .... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollte der Begriff „ Stiel „ im Zusammenhang mit Pfeilspitzen definiert werden sowie die Methoden der Schäftung. Im Prinzip kennen wir vier verschiedene Pfeilspitzen – Basen, die für die Schäftung vorgesehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Geradlinige, konvexe und konkave Basen''' wie sie vor allem bei Dreieckspitzen angetroffen werden, seien diese nun flächenretuschiert oder nicht.&lt;br /&gt;
Als Beispiele können genannt werden A1, A18, B1 aber auch F5, F7 sowie H7, H8, H4 und H9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Gekehlte Basen''' wie sie für die Gruppen A2, A13 und A19 und anderer typisch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Konvergierende Linien,''' seien diese geradlinig, konvex, konkav oder gemischt.&lt;br /&gt;
Gerade konvergierende Linien sind bei rhombischen Pfeilspitzen üblich wie bei E1 und E2.&lt;br /&gt;
Konvexe konvergierende Linien bilden die Basen fast aller Blattspitzen. Als Beispiele seien genannt C1, C2, C3.&lt;br /&gt;
Konvergierende, konkave Linien sind anzutreffen bei rhombischen Spitzen ( E5 ) und bei Blattspitzen ( C11 ). &lt;br /&gt;
Gemischte konvergierende Linien wie z.B. konvex – konkav sind selten. In der Familie I ist es die Gruppe 12, welche die Kriterien erfüllt. Die schönsten Beispiele allerdings bieten die Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Der Stiel''' – Der Stiel setzt sich deutlich von einem häufig dreieckigem Körper ab. Auch bei den meisten schlanken, auch blattförmigen Körpern ist der Übergang zum Stiel klar zu erkennen. Beispiele sind D1, D2, D3, D11, D12, D38, D46 und sämtliche übrigen Pfeilspitzen der Familie D sowie H5, H12, H13 und andere bei den nicht flächenretuschierten  Exemplaren.&lt;br /&gt;
Es existieren weniger deutliche Gruppen wie D7 wo ein kleiner, bohrerartiger Stiel angebracht ist oder D44, welche einen Übergang von der Blattspitze zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Falle der Ounan- Harif- Spitzen von Bir Kiseiba handelt es sich um Pfeilspitzen, deren Basen durch konvergierende Linien gebildet werden, also in den häufigsten Fällen nicht um gestielte Spitzen. Die kurze und präzise Definition von Angela E. Close ist in diesem Zusammenhang besonders wertvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Typologie, die besonders die Silhouette zur Bestimmung heranzieht ist es schwierig verschiedenartige Exemplare, wenn sie auch in einer Hinsicht eine Gemeinsamkeit aufweisen und eine kulturelle Einheit bilden, in einer einzigen Gruppe zu führen.&lt;br /&gt;
Da vergleichbare und schon definierte Pfeilspitzen in der algerischen Sahara vorkommen, erhalten die blattförmigen Ounan- Harif- Spitzen die Bezeichnungen H1 und H10. Die unregelmäßigen rhombischen werden unter H2, die regelmäßigen unter H17 klassiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ounan- Harif- Spitzen werden unter der Bezeichnung H14 diejenigen Exemplare geführt, deren basale Retuschen konkav verlaufen oder es verläuft nur eine konkav aber sie bildet mit dem gegenüberliegendem proximalen Randabschnitt einen kleinen aber deutlichen Stiel.&lt;br /&gt;
Sollte trotz konkaver Basisretuschen ein abgesetzter Stiel nicht erkennbar sein, wird das Exemplar unter H19 abgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen von Bir Kiseiba sind auf die einzelnen Fundstellen wie folgt verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 1'''  Alter : 8210 +- 70 BP auf Straußeneischale &lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan – Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 8 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 247 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 3,24 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 4 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.6. z  Das Stück ist eine kurze und breite Ounan- Spitze mit atypischem distalem Ende. Die Ränder laufen nicht zu einer natürlichen Spitze zusammen sondern das distale Ende wird durch eine schräg verlaufende Schneide gebildet, welche die Wirkungsweise eines Querschneiders hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.8.&lt;br /&gt;
* i – rhombische Spitze vom Typ H17&lt;br /&gt;
* j – typische H2 - Spitze&lt;br /&gt;
* k – breite H5 - Spitze mit Ähnlichkeit zur Ounanspitze aber die Bohrerspitze fehlt am Stielende und das distale Ende ist gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Fundstelle wurden ebenfalls 2 Trapeze und 4 Dreiecke beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 2'''  Alter : 7610 +- 70 BP, 7780 +- 130 BP, 8130 +- 100 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan ( 8 ) und Bou – Saada ( 1 ).&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 9 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 887 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 1,02 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden vier Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 6.8.&lt;br /&gt;
* d – H5 - Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
* e – H8 - Spitze mit abgerundeter linker Schwinge.&lt;br /&gt;
* f - g – kleine Ounanspitze, H12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 6'''  Alter 7170 +- 80 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 19 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 577 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 3,29 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 8 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.6.&lt;br /&gt;
* i - m – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.7.&lt;br /&gt;
* r - s – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
* t – kantenretuschierte Dreieckspitze mit konkaver Basis vom Typ H8. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.5.&lt;br /&gt;
* zeigt eine große ausgekehlte, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze vom Typ A2 ( Dim. 49x30x7 ). Das Stück ist ein Irrläufer und gehört nicht in den Kontext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 7'''  Alter 7360 +- 200 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen mit konkaver Basis.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 2 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 20 Stücken, der Anteil der  pfeilspitzen beträgt also 10 %. &lt;br /&gt;
* Gezeichnet : keine, beide Spitzen können nach der Beschreibung als H8 – Spitzen identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 1'''  Alter Area C 8020 +- 70 BP und 8020 +- 90 BP.&lt;br /&gt;
* Area C enthält nur eine Pfeilspitze, für area A, die 62 Pfeilspitzen produzierte, sind nur indirekte Altersangaben verfügbar. Sie beruhen auf  Vergleichen mit ähnlichen Plätzen wie E – 77 – 3 ( 8840 +- 90 BP ), E – 75 – 6 ( 9360 +- 70 BP ) und ( 8290 +- 80 BP ) letztere auf  Straußeneischale.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif- Spitzen, sie stellen bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 817 Stücken 7,76 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.11.&lt;br /&gt;
* a – Querschneider vom Typ F14.&lt;br /&gt;
* b – Blattspitze vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* c – Sollte das gestumpfte Artefakt eine Pfeilspitze sein, so gehört es unter die Atypischen.&lt;br /&gt;
* d - g – Blattspitzen vom Typ H10.  &lt;br /&gt;
* h – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14. &lt;br /&gt;
* i – Blattspitze vom Typ H1.   					                                   &lt;br /&gt;
* j – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14.&lt;br /&gt;
* k – Spitze vom Typ H2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf E – 80 – 1 wurden ebenfalls 8 Trapeze und 9 Dreiecke gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 2'''  Alter : auf Grund von Beobachtungen auf ähnlichen Fundplätzen wird das Alter auf den Zeitraum von vor 8100 BP bis nach 9000 BP geschätzt.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : gestielte Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 18 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 63 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 28,57 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 13.3.&lt;br /&gt;
* f – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* g - i – Blattspitzen vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* j – Querschneider vom Typ F14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wurden 5 Trapeze mit den Tixier Nummern 83, 85, 87 und 88 gefunden, die potenzielle Pfeilspitzen- Bewehrungen sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 3'''  Keine Altersangabe&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 5 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 241 Stücken, dies ergibt einen Anteil von 2,07 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 14.5.&lt;br /&gt;
* a – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* b – H10- Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „ cattle – keepers „ werden insgesamt 125 Pfeilspitzen, davon 8 Ounanspitzen, 94 Ounan- Harif- Spitzen, 22 kantenretuschierte Dreieckspitzen und eine beidseitig flächenretuschierte, große, ausgekehlte Dreieckspitze, vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen 19 Trapeze und 9 Dreiecke, die als Bewehrungen in Frage kommen würden und 5 flächenretuschierte Exemplare. Die Ounan- Harif- Spitzen fallen durch ihre Breite auf, sie sind, legt man die Durchschnittslängen und Breiten zu Grunde, sämtlich aus Abschlägen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von Breite zu Länge beträgt für den Fundplatz E – 80 – 1 – A  0,47 und für die Fundplätze E – 80 – 2 und E – 80 – 3  0,40. Die Dimensionen variieren :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Länge von 19 – 35 mm ( E – 80 – 1 ), 23 – 31 mm ( E – 80 – 2 ), 26 – 32 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Breite von 8 – 18 mm ( E – 80 – 1 ), 9 – 13 mm ( E – 80 – 2 ), 11 – 12 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Dicke von 1 – 5 mm ( E – 80 – 1 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 2 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durchschnittlichen Werte für die 62 Spitzen vom Fundplatz E – 80 – 1 – A  betragen 27,9 x 13,1 x 3,0 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu sind die als Ounanspitzen bezeichneten Bewehrungen von Fundplatz E – 79 – 2 schlanker und aus Lamellen gefertigt. Die Durchschnittswerte liegen bei 37,2 mm Länge und 12,4 mm Breite, die Dicke beträgt 4,3 mm. Das Verhältnis von Breite zu Länge ist wesentlich geringer als bei Ounan- Harif- Spitzen und liegt bei 0,33. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 22 kantenretuschierten Dreieckspitzen, sei nur die Basis oder seien auch die Ränder von den Modifikationen betroffen, unterteilen sich in * H7 – Spitzen mit geradliniger Basis, &lt;br /&gt;
* H8 – Spitzen mit konkaver Basis und in H18 – Spitzen mit konvexer Basis.&lt;br /&gt;
Die Länge der Geschosse reicht von 13 – 25 mm, die Breite von 8 – 18 mm und die Dicke von 2 – 5 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bir Murr I werden vier flächenretuschierte Pfeilspitzen gemeldet, von Bir Murr II lediglich eine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holzkohlen Analyse für Bir Murr I ergab ein C 14 Alter von 6310 +- 70 BP Jahren.&lt;br /&gt;
Zeichnungen sind nicht angefertigt worden. Aus den Beschreibungen geht hervor, dass es sich bei dem Exemplar von Bir Murr II um eine abgebrochene Blattspitze handelt. Die Stücke von Bir Murr I scheinen zwei Stielspitzen der Gruppen D21 und D1 und eine Blattspitze des Typs C4 zu sein. Douglas R. Connor beschreibt das vierte Stück als gestielte, mit Schwingen versehene Spitze mit konvex dreieckigem Körper und einem Stiel, der von der Längsachse mit 30° abweicht. Er bezweifelt die Funktionalität als Pfeilspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist die geringe Pfeilspitzendichte vor allem bei den wenigen spätneolithischen Fundplätzen wie z.B. Bir Murr II, wo eine einzige Pfeilspitze unter 170 Werkzeugen gefunden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezeichneten Altersangaben erlauben eine relativ sichere Zuordnung der Pfeilspitzengruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''Typen im „cattle-keepers“'''|| '''Typen nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - nach 9000 und|| E - 80 - 2|| 18|| Ounan - Harif|| F13, H2, H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||vor 8100 BP||||||gestielt||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8210 +- 70 BP|| E - 79 - 1|| 8|| Ounan - Harif|| H2, H5, H12, H17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8020 +- 70 BP|| E - 80 - 1 - C|| 1|| Ounan - Harif|| F14, H1, H2, H14,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8020 +- 90 BP||||||||H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8290 +- 80 BP bis|| E - 80 - 1 - A|| 62|| Ounan - Harif||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||9360 +- 70 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7610 +- 70 BP|| E - 79 - 2|| 8|| Ounan|| H5, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7780 +- 130 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8130 +- 110 BP|||| 1|| Bou Saada|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7170 +- 80 BP|| E - 79 - 6|| 19|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||1||Beidseitig flächenretuschierte||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Dreieckspitze mit konkaver Basis||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7360 +- 200 BP|| E - 79 - 7|| 2|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8100 - 8000 BP|| E - 80 - 3|| 5|| Ounan - Harif|| H2, H10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 6310 +- 70 BP|| Bir Murr I/II|| 5|| Flächenretuschierte Spitzen|| C4, D1, D21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenfassung Nabta und Kiseiba'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Südost-Ecke der libyschen oder westlichen Wüste Ägyptens hat ca. 500 Pfeilspitzen hervorgebracht.&lt;br /&gt;
- Da sind zunächst die Ounan-Harif-Spitzen, eine heterogene Gruppe von kantenretuschierten Exemplaren, die die Gemeinsamkeit haben, dass konvergierende Linien die Schäftungszone bilden. Dieses Merkmal teilen sie mit rhombischen und blattförmigen Stücken. Teilweise sind auch Druckretuschen zur Verringerung der Dicke zu beobachten.&lt;br /&gt;
Um eine differenzierte Ansprache zu erlauben, wurden die Ounan-Harif-Spitzen gemäß ihrer Silhouetten in verschiedene Gruppen aufgeteilt.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien - H1 oder H10.&lt;br /&gt;
* Zwei geradlinige, konvergierende Linien - H2 oder H17.&lt;br /&gt;
* Zwei konkave, konvergierende Linien - H19.&lt;br /&gt;
* Gemischte konvergierende Linien mit Bildung eines deutlichen Stielchens - H14.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien und ein querschneidiges distales Ende - F18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ounan-Harif-Spitzen sind typisch für die Zeitspanne von vor 9000 BP bis ca. 8000 BP (E-80-2, E-80-3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ounanspitzen sind schon im Kapitel „Abu Tartur“ abgehandelt worden. Die entsprechenden Bewehrungen von Kiseiba und Nabta sind ebenfalls eingeteilt worden in :&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
a.) Ounanspitzen gemäß der Definition Tixiers. Charakteristisch ist das bohrerartig zugespitzte Stielende (hier als H12 eingeordnet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b.) „Abu Tartur Spitzen“ weisen ein Stielende auf, welches aus einer mittels der Kerbtechnik herbeigeführten Bruchfläche besteht. Diese Stücke werden mit H13 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c.) Bei den H5-Spitzen ist die Bearbeitung des Stiels weitergehend, sie umfasst flache Retuschen zur Reduzierung des Bulbus und ebensolche zur Abflachung des Stiels auf der Dorsalseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Häufung dieser gestielten Spitzen ist zwischen ca. 7800 BP und 7500 BP zu beobachten. Aber sie können ebenfalls auf Fundstellen mit Daten von über 8000 BP und unter 6000 BP auftreten. Ob sie nun in diesen frühen und späten Epochen hergestellt worden sind oder ob sie durch Vermischung in die Inventare gelangt sind, sei dahingestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das mittlere Neolithikum Kiseibas und Nabtas sind kleine, kantenretuschierte Dreieckspitzen, auch Nabtaspitzen genannt, typisch.&lt;br /&gt;
Je nach Ausformung der Basis werden sie mit H7, H8 oder H18 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz E-75-8 (untere Schicht) brachte 41 dieser Spitzen hervor, sein Alter wird mit 7100 – 6700 BP angegeben. 19 Stücke stammen vom auf  7170 BP datiertem Fundplatz       E-79-6. Nach den vorliegenden Daten sind sie in dem Zeitraum von ca. 7500 – 6700 BP anzusiedeln. Parallel zu den kantenretuschierten Dreieckspitzen waren in geringer Menge Blattspitzen gleicher Bearbeitungstechnik im Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab ca. 6300 BP tauchen für die nächsten tausend Jahre zweiseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen der Gruppen C1, C2, C3, C4 und D1, D3 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle (A2) von den Fundplätzen E-79-6, E-77-1 und &lt;br /&gt;
E-96-1 sind Oberflächenfunde und schlecht einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Querschneider wie Dreiecke, Trapeze und Segmente kommen schon während der frühesten Besiedlungsphasen vor und finden sich auch noch im ausgehenden Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dakhla==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mut, der Hauptort der Dakhla Oasen liegt auf dem Längengrad 29° Ost und auf dem Breitengrad 25°30’ Nord. Von Tineida im Osten zieht sich ein Grüngürtel von rund 100 km Länge mit Unterbrechungen über Balat, Ismant, Mut und El Qasr bis nach Gharb Mawhub. Von dort führt die Teerstraße parallel zu den Dünenketten der großen Sandsee nach Abu Minqar und weiter nach Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts durchforscht Mary M. A. Mc Donald die Oasen. Sie hat die für diesen Bericht relevanten prähistorischen Kulturen des Holozäns wie folgt eingeteilt :&lt;br /&gt;
* 1.) Masara A, B und C mit Altersangaben von 9180 BP (site 194 Masara B) bis 8170 BP (site 166 Masara A).&lt;br /&gt;
* 2.) Bashendi A mit Daten von 8340 BP (site 228 SH) bis 6380 BP (site 228 C1.1). Für diese Phase wurden 25 Altersanalysen erstellt, 22 davon beziehen sich auf ein Gebiet, dass außerhalb der Oasen, südöstlich von diesen am Fuße des Abu Tartur Massivs liegt.&lt;br /&gt;
* 3.) Bashendi B mit Daten von 6480 BP (site 165) bis 4380 BP (site 277).&lt;br /&gt;
* 4.) Sheikh Muftah mit Daten von 8210 BP (site 108) bis 4310 (site 244).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erscheint als ob die verschiedenen frühholozänen Masara Fundstellen A, B und C praktisch gleich alt seien und sich unterscheiden würden durch das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Baustrukturen und dem Vorkommen von rückengestumpften Lamellen und Klingen bzw. ihr Fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bashendi A schließt an die frühen Kulturen an und hat um 7000 BP seine größte Ausdehnung, mit kurzer Überlappung folgt Bashendi B mit reichen Vorkommen um ca. 6000 BP. &lt;br /&gt;
Die vier Sheikh Muftah Daten verteilen sich über den gesamten Bashendi Zeitraum und weisen ein erstes Datum im Frühholozän, am Ende der Masara Phase auf. Nach den C14- Daten enden Sheikh Muftah und Bashendi B gegen 4300 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die in der mir bekannten Literatur erwähnten und dokumentierten Pfeilspitzen verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Phasen und Fundplätze :'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Masara Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1.) '''263''' Masara A.   Das Alter, die Menge der Pfeilspitzen und die Gesamtwerkzeugmenge sind nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Zwei Pfeilspitzen sind gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitze : Fig. 4.d rough point or arrowhead, Fig. 4.e Ounan- point.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.d   Interessante, randretuschierte Blattspitze, die im proximalen Bereich am linken und rechten Rand jeweils eine Kerbe aufweist, wie sie später in protodynastischer Zeit bei den D42- Spitzen auftreten. Durch die Kerben wird eine Schäftungszone markiert und ein Stiel angedeutet. Das Artefakt erhält die Bezeichnung H21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.e   Wie aus der nicht klaren Zeichnung hervorgeht, handelt es sich entweder um eine H13 Spitze, falls die Modifikationen aus Kantenretuschen bestehen und das Stielende eine Bruchfläche aufweist. Im Falle, dass es sich auf der Dorsalseite um flächige Retuschen handeln sollte, wäre das Exemplar eine H5- Spitze, Auf keinen Fall handelt es sich um eine wie von Tixier definierte Ounanspitze (H12), da der Stiel nicht bohrerartig zugespitzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2.) '''300''' Masara C.   Alter : 8220 BP und 8840 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : elf plus Querschneider.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : a-b arrowheads, im Text Ounan points f. trapeze, g. triangle.  &lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden zwei Spitzen und zwei Querschneider, die Gesamtwerkzeugmenge ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.a-b   Es handelt sich um Ounan- Harif Spitzen mit der Silhouette H19, Ausgangsmaterial waren möglicherweise Abschläge. Das Exemplar a weist eine starke Randretuschierung auf. Die die Schäftungszone bildenden, als Kerben ausgelegten, konvergierenden Linien sind von der Dorsalseite aus angebracht im Gegensatz zu dem Exemplar b, welches eine alternierende Retuschierung des Stielchens aufweist. Die Ränder sind weniger stark modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichartige Pfeilspitzen werden in Nabta und Abu Tartur angetroffen, sie sind typisch für die El Ghorab Phase. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.f   Querschneider vom Typ F2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.g   Querschneider vom Typ F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Angaben und Zeichnungen Fig. 2 und Fig. 4 sind aus „Holocene Prehistory : Interim Report on the 1997 and 1998 Seasons – The Masara sites“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3.) '''308''' Im Text werden 20 kleine Harif- Spitzen von dieser Masara C Fundstelle erwähnt, von denen aber weder Zeichnungen noch Beschreibungen existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altersangaben liegen bei 8710 BP und 8810 BP.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* 4.) '''265''' Von diesem Fundplatz wird eine Serie von kleinen Pfeilspitzen „most with bifacial edge retouch“ gemeldet ohne nähere Präzisionen über Menge und Gruppe der Bewehrungen und ohne exakte Beschreibung der übrigen Werkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 8590 BP bzw. 8480 BP angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zusammenfassung kann für die Dakhla Oasen und die Masara Phase von sechs dokumentierten Pfeilspitzen ausgegangen werden. Davon eine H21, eine H13 oder auch H5, eine H19, eine F16 und eine F13.&lt;br /&gt;
Quantitative Angaben existieren für insgesamt elf mögliche H19- Spitzen und 20 Harif- Spitzen. Mit der Serie kleiner, mit flachen Randretuschen versehener Pfeilspitzen und den Querschneidern wäre von einer Gesamtmenge von ca. 50 Bewehrungen auszugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi A Phase.'''&lt;br /&gt;
Für die Bashendi A Phase existieren einige Zusammenstellungen von Werkzeugen. Die aufgelisteten Fundstellen befinden sich sämtlich außerhalb des Oasen Grünlandes im Südosten von Dakhla, beiderseits der Straße nach Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''387''' Das Alter ist nicht angegeben, die Fundstelle hat 34 kleine, beidseitig      &lt;br /&gt;
flächenretuschierte Bewehrungen mit zwei zugespitzten Enden hervorgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine C1- Spitze wurde gezeichnet (Fig. 4.f). Die nicht gezeichneten Pfeilspitzen dürften den Gruppen C1 und C3 zugeordnet werden können, da sie über zwei Spitzen verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''228''' Alter : von 8340 BP bis 6380 BP, wobei das frühholozäne Datum wohl &lt;br /&gt;
ausgeklammert werden sollte.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : verschiedene&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 93&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : neun Exemplare (Fig. 3. Sahara 4/1991).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.a.) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle, die Schwingenanordnung ist asymmetrisch und ergibt den Hybridtyp A2/A27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.b) E1 groß, Fig. 3.c D1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.d) D12 groß, ein nahezu identisches Stück ist von Abu Tartur Fundplatz 1005/83 bekannt (6420 +- 60 BP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.e) D39, Fig. 3. f-g C1, Fig. 3. h.i H5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) '''228''' A site Cluster 1   Alter : 7200 BP bis 6380 BP.&lt;br /&gt;
* Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 11,9% oder 12 Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) '''228''' A Site Combo (Cluster 3 und 4 sowie Mound site).                                                                          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht die Vermutung, dass diese Fundstelle identisch mit der schon behandelten Fundstelle 228 ist, da die Anzahl der Pfeilspitzen, der Kerben und der gezähnten Stücke, der Kratzer, der Messer, der retuschierten Stücke und der Meißel gleich ist. Lediglich bei den Bohrern, den Kombinations- Werkzeugen und den Varia bestehen Unterschiede sowie auch in der Gesamtmenge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) '''228''' A site Shake Hole. Alter : von 8340 bis 6480 BP.&lt;br /&gt;
* Die Anzahl der Pfeilspitzen beträgt 30. Weitere spezifische Angaben werden nicht gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) '''174''' (30/450-F8-3) Alter : 6900 BP&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 54.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : es gibt sieben Typen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* a.) Aus Lamellen hergestellte Pfeilspitzen mit beidseitig flächenretuschierte Stielen aber ansonsten durch einseitige Kantenretuschen modifiziert.&lt;br /&gt;
* b.) Kleine Dreieckspitzen mit konkaver Basis und einigen Kantenretuschen (Bou Saada).&lt;br /&gt;
* c.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen.&lt;br /&gt;
* d.) Asymmetrische Spitzen mit Kantenretuschen.&lt;br /&gt;
* e.) Aus Lamellen hergestellte Blattspitzen mit zwei zugespitzten Enden und mit zweiseitigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* f.) Blattspitzen mit beidseitiger flächiger Retusche.&lt;br /&gt;
* g.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen mit Schwingen und Widerhaken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Foto Fig. 7.1. in „Neolithic Cultural Units and Adaptations in the Dakhleh Oasis“ zeigt die beschriebenen Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Sie korrespondieren mit den Bezeichnungen :&lt;br /&gt;
* a.) Zwei Exemplare H16.&lt;br /&gt;
* b.) Zwei Exemplare H8.&lt;br /&gt;
* c.) Ein Exemplar D2 und eine rhombische Spitze E2.&lt;br /&gt;
* d.) Die Stücke sind nach dem Foto nicht einzuordnen.&lt;br /&gt;
* e.) Ein Exemplar H5 und ein Exemplar H2.&lt;br /&gt;
* f.) Zwei Exemplare C1.&lt;br /&gt;
* g.) Jeweils ein Exemplar D13 und D49.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe der Fundstelle ist eine 47mm lange Dreieckspitze mit zentraler Kehle von der Oberfläche aufgesammelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Third report on lithic industries in the Dakhleh Oasis“ 1982 sind von weiteren Fundplätzen Pfeilspitzen gezeichnet oder abgelichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So eine nach Mc Donald 6a Spitze von 32/390-D2-2 was nach Hugot eine H1- Spitze sein würde (Fig. 7.d.).&lt;br /&gt;
Plate XIII zeigt von Fundplatz 31/420-P5-1 vier D26- Spitzen mit treppenförmigen Stiel sowie vier Blattspitzen mit zum Teil gerundeten Basen und beidseitigen flachen Randretuschen, drei Exemplare sind unter H4 und eine unter H1 zu klassieren.&lt;br /&gt;
Plate XV zeigt verschiedene neolithische Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Foto a. sind eine C1- Spitze, eine gezähnte C6- Spitze und vier C3- Spitzen zu sehen, sie werden als Type 6b bezeichnet.&lt;br /&gt;
Foto b. zeigt ebenfalls Blattspitzen und zwar drei C4- Spitzen, eine gezähnte C6- Spitze, eine ebenfalls gezähnte C9- Spitze mit gerundeter Basis und eine C- Spitze mit einem abgebrochenen Ende. Diese Bewehrungen werden bei Mc Donald unter der Bezeichnung 6c geführt.&lt;br /&gt;
Auf Foto c. sind verschiedenartige Stielspitzen und ein asymmetrisches Stück vorgestellt. Nach Hugot sind es zwei D1- Spitzen, eine D3- Spitze, eine D18- Spitze und zwei D28- Spitzen. Das asymmetrische Exemplar ist eine I3- Spitze. Die Stielspitzen werden in dem Bericht mit 6d. bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto d. zeigt sieben grob flächenretuschierte Blattspitzen, hier 6e genannt, davon drei mit stark gerundeten Basen und eine mit angedeutetem Stiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewehrungen dieser Art sind von den benachbarten Fundkomplexen wie Lobo, Djara, Eastpans oder Abu Tartur nicht bekannt, es wäre daher interessant das Begleitmaterial und die Fundbedingungen zu kennen.&lt;br /&gt;
Ich würde, ohne sicher zu sein, dieses Stück nicht dem Neolithikum sondern einem späten Aterien zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesamtvolumen der Dakhla- Pfeilspitzen des Bashendi A Komplexes kann nur geschätzt werden. Die Typologien der aufgelisteten Fundplätze ergeben 223 Pfeilspitzen bei 799 Werkzeugen, das sind 27,9 % der Gesamtwerkzeugmenge. Zählt man die Fundstelle 228 und A site Combo als eigenständige Plätze so ergeben sich 316 Bewehrungen bei 1029 Werkzeugen und ein prozentualer Anteil von 30,7.&lt;br /&gt;
Hinzu kommen die 34 dokumentierten Spitzen von Plate XIII und Plate XV, so dass von ca. 350 Bashendi A- Pfeilspitzen ausgegangen werden kann. Würden die hier nicht erwähnten kleineren Fundplätze und die Einzelfunde berücksichtigt, könnte die Gesamtmenge wesentlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi B Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''271''' Alter : 6360 BP und 6280 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den üblichen Blattspitzen der Typen C1, C3 und C4 werden für diese Phase jedoch nicht ausdrücklich für diesen Fundplatz jeweils eine D31- Spitze, eine D25- Spitze und eine D19- Spitze vorgestellt (Sahara 4/1991 Fig. 5.). Eine zeitliche Einordnung dieser Stielspitzen ist daher nur im groben Raster möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''385''' Das Alter ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : vier, gezeichnet wurden drei Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen, eine vom Typ C4 (a.) und eine vom Typ C3 (c.). Die dritte Pfeilspitze (b.) ist vom Typ H1 mit einseitigen flachen Randretuschen. (Holocene Prehistory : Interim Report on the 1999 Season Fig. 4.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt sind circa 20 Bashendi B Fundstellen angegeben allerdings, mit Ausnahme von 271 und 385, ohne Werkzeug- Auflistung und ohne Angaben der Anzahl der Pfeilspitzen, möglicherweise weil die Fundmenge keine Erstellung von Typologien erlaubten und Pfeilspitzen nur in geringen Mengen gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Sheikh Muftah Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine einzige Sheikh Muftah Fundstelle nämlich 31/420-P6-1 ist typologisch ausgewertet worden. Sie enthält neben den Varia lediglich vier Werkzeuggruppen und keinerlei Bewehrungen. Allerdings werden in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ 2002 zwei Stielspitzen und zwei Querschneider aus der Sheikh Muftah Phase vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 1.&lt;br /&gt;
* j) Zeigt eine langstielige, mit Widerhaken versehene D9- Spitze.&lt;br /&gt;
* k) Ist eine sehr schlanke D19- Spitze.&lt;br /&gt;
* l-m) Sind zwei Querschneider vom Typ F13, die zusammen mit dreieckigen Exemplaren der Gruppe F4 auf dem Fundplatz 136 vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrer Magisterarbeit stellt I. Teubner aus Berlin insgesamt 55 Bewehrungen der Sheikh Muftah Phase vor, davon rund 40 vom Fundplatz 136. Da gute Zeichnungen vorliegen können die Pfeilspitzen wie folgt klassifiziert werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Typ'''|| '''Anzahl'''|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D1|| 2|| 135&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D2||1||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D3||6||404, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D18||3||105, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D19||2||135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F4||10||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F10||20||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F14||2||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I3||3||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I9||1||404&lt;br /&gt;
|-|-&lt;br /&gt;
||Nicht identifiziert||5||404, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''55'''||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell sind auch die Pfeilspitzen der Sheikh Muftah Phase nicht sehr häufig. Größere Blattspitzen mit groben Flächenretuschen kommen noch vor aber Stielspitzen, häufig mit Widerhaken und leichter Zähnung sind neben langschmalen trapezförmigen und dreieckigen Querschneidern der Typen F10, F4 und F14 die bevorzugten Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der in den Dakhla Oasen und der Südwestecke des Abu Tartur Massivs durch Zeichnungen und Fotos dokumentierten Pfeilspitzen beträgt für die Masara Plätze sechs Exemplare, Bashendi A ergibt 57 Stücke, Bashendi B sieben Artefakte und Sheikh Muftah 57 Bewehrungen. Zusammengenommen sind es 127 Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Die im Text genannte und zum Teil aufgelistete Menge dürfte bei ca. 426 Exemplaren liegen. Eine genaue zeitliche Zuweisung ist nur für wenige Exemplare möglich z.B. Masara C Fig. 2.a-b zeigt zwei H19- Spitzen mit einem Alter von 8840 BP – 8220 BP. Dieses entspricht dem Alter ähnlicher Ounan-Harif- Spitzen der El Ghorab Phase in Kiseiba oder die Blattspitzen der Gruppen C1, C3 und C4 des Fundplatzes 271 (Bashendi B) deren Alter sehr genau mit 6360 BP bzw. 6280 BP angegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi A Fundplätze'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''387'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''228'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site cluster 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site SH'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site Combo'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''174 30/450-F8-3'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 42,0&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 11,9&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 14,9&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 40,4&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 22,6&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 44,6&lt;br /&gt;
|| 46&lt;br /&gt;
|| 22,9&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 21,3&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 23,5&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 10,6&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 13,9&lt;br /&gt;
|| 110&lt;br /&gt;
|| 54,8&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 10,9&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombi- Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,2&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 6,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 3,0&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,9&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,6&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,7&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 18,9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 16,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3,0&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,6&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''81'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''217'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''101'''&lt;br /&gt;
|| '''100,3'''&lt;br /&gt;
|| '''201'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''230'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi B- und Sheikh Muftah- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 271'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 385'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Sheikh Muftah 31/420-P6-1'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 64&lt;br /&gt;
|| 50,4&lt;br /&gt;
|| 97&lt;br /&gt;
|| 50,0&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 27,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 18,9&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 8,8&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 12,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombi Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 8,8&lt;br /&gt;
|| 35&lt;br /&gt;
|| 21,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 11,0&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 3,6&lt;br /&gt;
|| 59&lt;br /&gt;
|| 36,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,8&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,7&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Beile&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|| 28&lt;br /&gt;
|| 14,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Microburin&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Awls&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretusche&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''127'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''194'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''164'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Masara- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''85 Masara A'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''263 A Masara A'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''194 Masara B'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''264 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''300 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''308 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''260 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''265 Masara C'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alter&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7730&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8700&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8200&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8600&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8600-8500&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuggruppen&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I Kratzer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 16&lt;br /&gt;
|| 14,3&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 9,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 50,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| II Bohrer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 12,1&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 12,8&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 10,5&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| III Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 22,2&lt;br /&gt;
|| 75&lt;br /&gt;
|| 67,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VI Rück. Lamellen*&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 59,2&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VII Kerben&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 8,2&lt;br /&gt;
|| 27&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 11,6&lt;br /&gt;
|| 48&lt;br /&gt;
|| 24,1&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 17,4&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 26,3&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 47,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VIII Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| IX Geom. Mikro.**&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 12,2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,5&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 20,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| X Microburin&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 7,0&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| XI Verschiedene&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 3,6&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 33,2&lt;br /&gt;
|| 16&lt;br /&gt;
|| 18,6&lt;br /&gt;
|| 28&lt;br /&gt;
|| 40,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 10,5&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 31,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''49'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''63'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''86'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''70'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''57'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   *   VI   Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
*   ** IX   Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Merimde beni-Salam==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde beni-Salam liegt westlich des Rosetta-Arms des Nils auf ehemaligem Wüstenboden. Heute ist das Gebiet zwischen Nil und der Giza-Alexandria Straße für die Landwirtschaft erschlossen worden. Von Kairo sind es ungefähr 60 km in nordwestlicher Richtung.&lt;br /&gt;
Bekannt wurde Merimde ab 1928 durch die Arbeiten von Hermann Junker, dem Entdecker des ausgedehnten Siedlungsareals.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Arbeiten ging jedoch in den Wirren des 2. Weltkriegs verloren und ein endgültiger Bericht wurde nie vorgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter dieser frühen unterägyptischen, bäuerlichen Niederlassung wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 4880 BC bis 4230 BC angegeben. Von den Driesch und Boessneck ( 1985 ) datieren Merimde zwischen 5890 BP und 5440 BP. Breunig ( 1987 ) gibt für die untere Schicht ein Alter von 3940 bis 5840 BP an. Auf der Liste der Radiocarbon Daten der Universität zu Köln ( B.O.S. und ACACIA Projekte ) wird Merimde auf ca. 5900 bis 5600 BP oder auf ca. 4800 bis 4430 BC cal. datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979 veröffentlichte Josef Eiwanger seinen Bericht über die „Geschossspitzen aus Merimde“. Die Arbeit stützt sich auf neuere Grabungen, berücksichtigt aber auch das Material und die Vorberichte von H. Junker. Insgesamt werden 61 große Dreieckspitzen der Typen A2, A27, A25 und A28 vorgestellt mit Gewichten von ca. 3g bis ca. 15g.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiteren Arbeiten werden ferner Querschneider ohne weitere Spezifikationen und eine Stielspitze mit einem seitlichen Kerbenpaar ( D31 ) aus der Urschicht, sowie eine D33-Spitze mit flachen Randretuschen aus Schicht IV vorgestellt. Von der Oberfläche sind drei weitere Stielspitzen aus den Zeiten H. Junkers bekannt. Letzterer stellt 1928 in seinem Bericht über &lt;br /&gt;
die archäologischen Arbeiten im Westdelta auf Tafel 16 sieben typische „Merimdespitzen“ vor, die er libysche Pfeilspitzen nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in Merimde so variieren auch in Abu Tartur und den angrenzenden Gebieten die Gewichte der großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle stark und liegen hier bei ca. 1,9g bis ca. 17,5g. Das Gleiche gilt für die großen Stielspitzen der Typen D3 und D4, die außer in Abu Tartur in der westlichen Wüste äußerst selten gefunden wurden. Aus dem Niltal und der übrigen Sahara liegen nur wenige vergleichbaren Stücke vor. Bekannt ist eine Großspitze aus dem Fayum, eine weitere wurde von H. Junkers in Merimde gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke J. Eiwangers überschwere Pfeile aus der deckunggebenden Ufervegetation heraus aus sehr kurzer Distanz auf  große Beutetiere abzuschießen ist einleuchtend. Die einschlägige Forschung geht sicherlich bei Pfeil und Bogen, auch im prähistorischem Kontext nur von einer Fernwaffe aus, was im Prinzip sehr berechtigt ist. In Ausnahmefällen allerdings, wie bei speziellen Jagdtechniken oder aber im Verdrängungskrieg um Weiden und Wasserstellen könnte ein schwerer Pfeil mit kurzer Flugbahn im Kampf Mann gegen Mann von Vorteil sein. Auf  Felsbildern im Tassili sind derartige Szenen bewegt und eindrucksvoll dargestellt aber auch aus Südafrika sind ähnliche Auseinandersetzungen im Bild festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Liste A auf den Seiten 73 und 74 sind die großen, gekehlten Dreieckspitzen, beidseitig flächenretuschiert, aufgeführt.&lt;br /&gt;
34 Stücke, es sind bis auf eine Einzige Oberflächenfunde, wurden von H. Junker ab 1928 publiziert. Die 17 von J. Eiwanger während der Grabungskampagne 1978 gefundene Stücke verteilen sich auf die Oberfläche ( 5 Exemplare ), die Phase IV ( 11 Exemplare ) und die Phase V ( 1 Exemplar ). Weiterhin sind noch 10 Spitzen, sämtlich von der Oberfläche, genannt. Das bekannte Gesamtinventar kann somit in 48 Oberflächen-Fundstücke und 13 aus Schichten stammenden Funden eingeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sein Diagramm Abb. 3 gliedert der Autor die Pfeilspitzen in breite ( B ), normale ( N ) und schmale ( S ) Stücke und die Schäftungskehle in tiefe ( T ), normale ( N ) und flache ( F ). Um dieses graphisch sichtbar zu machen, werden in einem Koordinatensystem auf der Ordinate das Verhältnis von Länge zu Breite ( a : b ) und auf der Abszisse das Verhältnis der Länge zwischen Kehlenende und dem distalen Ende zu der Breite der Pfeilspitze in Höhe des Kehlenendes ( A : B ) eingetragen. Die Auswertung der Merimdespitzen ergibt für die ältere Phase IV hauptsächlich breite bis normale Stücke mit flachen bis normalen Kehlen ( BF, NF, NN ). Tief ausgekerbte und schlanke Artefakte sowie die Spitzflügel, wie sie auch aus dem Fayum bekannt sind, kommen in Phase V und einer darüber liegenden erodierten Schicht vor. Besonders die tief ausgekerbten Spitzflügel stellen einen technischen Fortschritt dar, indem sie die Wirkung einer großen Aufpralllänge, gegeben durch die Breite b, bewahren und durch Materialreduzierung das Gewicht senken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siwa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siwa, die Oase im nordwestlichen Ägypten, nahe der libyschen Grenze hat für mich, wahrscheinlich bedingt durch die isolierte Lage oder auch durch das Orakel des Amontempels etwas Mystisches, Geheimnisvolles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Mittelmeer, nach Marsa Matruh sind es, der „Straße“ folgend, rund 300 km. Verbindungen nach Südosten zu den Bahariya Oasen oder nach Osten ins Fayum werden durch abenteuerliche Pisten gewährleistet oder auch nicht, wie schon das frühe Beispiel des Kambyses und seiner Perserarmee zeigt, sie sind nie angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf prähistorische Vorkommen ist das Gebiet von Siwa und den benachbarten Oasen Um el Hiyus, Gara, El Arag und Sitra von Fekri A. Hassan Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und von den B.O.S. Expeditionen (R. Kuper, E. Cziesla) in den 80er Jahren wissenschaftlich untersucht worden.&lt;br /&gt;
Die Hauptbesiedlungsphasen scheinen epipaläolithisch und frühneolithisch gewesen zu sein, bezieht man sich auf das von Fekri A. Hassan vorgestellte Fundmaterial, welches hohe Anteile an Rückenstumpfungen und Meißeln aufweist.&lt;br /&gt;
Die B.O.S. Fundstelle 85/05-4, mit 356 m² etwas größer als weitere Plätze in Sitra, ist gemischt. Sie führt ebenfalls rückengestumpfte Lamellen und Langschmale Dreiecke aber auch einige flächenretuschierte Artefakte jüngeren Datums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorkommen von Pfeilspitzen in den Siwa- Oasen beschränken sich auf wenige flächenretuschierte Exemplare. Ounanspitzen sind sehr selten, Ounan-Harif-Spitzen und damit verwandte Stücke werden von Site 75/27 in Gara gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der mir zur Verfügung stehenden Literatur ergibt sich folgendes Bild :&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Ounan-Harif-Spitzen beträgt sicher zehn, das sind die gezeichneten Exemplare und wahrscheinlich 39, das sind sämtliche Pfeilspitzen der Tafel 5.1 in  „Resources and Subsistence during the Early Holocene at Siwa Oasis, Northern Egypt“ von Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Exemplare sind datiert, das Alter von 8219 +- 73 BP fällt zusammen mit dem Ende der El Ghorab Phase im äußersten Südwestzipfel der östlichen Wüste Ägyptens, dort wurden gleichartige Bewehrungen beobachtet.&lt;br /&gt;
Die teilweise flächige Bearbeitung findet durchaus Parallelen in Kiseiba, Nabta und Abu Tartur.&lt;br /&gt;
Auch die Stücke a und d (Fig. 7 Artifacts from Gara Oasis site 75/27) passen gut als frühe flächig retuschierte Stielspitzen in den allgemeinen Rahmen. Ein weiteres Beispiel ist die D21- Spitze von Sitra 85/5 (Abb. 1/3 in Cziesla 98), die in Silhouette und Bearbeitungstechnik der Spitze a site 75/27 sehr ähnlich ist und die in den Zeithorizont um ca. 8200 BP fällt.&lt;br /&gt;
Weitere datierte Exemplare aus Dakhla und Abu Tartur erhärten den Befund, dass flächig retuschierte Stielspitzen am Ausgang des 9. Jahrtausend vereinzelt auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen nach Fundorten innerhalb der Siwa- Oasen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplatz&lt;br /&gt;
|| Anzahl der&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gefunden&lt;br /&gt;
|| Anzahl der &lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gezeichnet&lt;br /&gt;
|| Alter BP&lt;br /&gt;
des&lt;br /&gt;
Fundplatzes&lt;br /&gt;
|| Klassifikation&lt;br /&gt;
nach Hugot*&lt;br /&gt;
|| Literatur-&lt;br /&gt;
hinweise&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/31&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/24&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/27&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 8219+-73&lt;br /&gt;
|| D1, D21, 2xH1, &lt;br /&gt;
5xH4, 1 Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 7 a-j&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/24A2 &lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/05-4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D3, D33, H10&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/09&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| H12, H5&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| G1&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/07&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D33&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| ca. 8200&lt;br /&gt;
|| D21 nach 19&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/15&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D18 langstielig&lt;br /&gt;
D44, 2xC1&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 f-i&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus&lt;br /&gt;
Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD19 langstielig&lt;br /&gt;
C3, D44,&lt;br /&gt;
C Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 a-e&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/12&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.3 b&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa Slg. Bates&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D21 schlank&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98&lt;br /&gt;
Abb. 1/4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 83/11-2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Blattspitzen&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Südl. Des Sitra-&lt;br /&gt;
Sees&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD18&lt;br /&gt;
1xD42&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98,&lt;br /&gt;
Abb. 1/12, 13, 14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa&lt;br /&gt;
ohne weitere&lt;br /&gt;
Präzision&lt;br /&gt;
|| 102&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 11xC4&lt;br /&gt;
11 Ounan-Harif-Spitzen&lt;br /&gt;
der Typen H10 und H14,&lt;br /&gt;
60 Stielspitzen des &lt;br /&gt;
Typs D19 und D18,&lt;br /&gt;
19xC1 oder C3,&lt;br /&gt;
1xE3&lt;br /&gt;
|| Mc. Burney&lt;br /&gt;
1955&lt;br /&gt;
Seiten 254 - 257,&lt;br /&gt;
Fig. 35, 36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''&amp;gt; 163'''&lt;br /&gt;
|| '''50'''&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *&lt;br /&gt;
-Die C4- Spitzen weisen flächige Randretuschen auf, vor allem die Schäftungszonen sind beidseitig modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Schäftungszonen der Ounan- Harif- Spitzen „shanked blades“, wie Mc. Burney sie nennt, sind ebenfalls durch flache, beidseitige Retuschen bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die sehr schlanken Stielspitzen der Gruppen D18 und D19 mit einem Koeffizienten B/L von 0,20 bis 0,35 sind relativ jung. Für Djara werden sie von K. Kindermann bei ca. 6000 BP angesiedelt. („The Holocene Occupation of the Eastern Sahara, Regional Chronologies and Supra- regional Developments in four Areas of the Absolut Desert“ in Gezeiten der Wüste, Herausgeber R. Kuper 2002 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundort&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Um el Hiyus&lt;br /&gt;
a) 75/5 b) 75/31&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Gara&lt;br /&gt;
a) 75/24 b) 75/27&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | El Arag&lt;br /&gt;
a) 76/4 b) 76/24A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 32&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 28,1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 88&lt;br /&gt;
|| 17,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte&lt;br /&gt;
Klinge u. Abschläge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 53,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 14,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 25,0&lt;br /&gt;
|| 72&lt;br /&gt;
|| 32,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 128&lt;br /&gt;
|| 25,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. Zähnungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7,7&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 27,3&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 9,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 10,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 12,5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 20,5&lt;br /&gt;
|| 73&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Seitenschaber&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 18,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 42&lt;br /&gt;
|| 8,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endstumpfung&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 0,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Spitzen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 0,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Zweiflächner&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Andere&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''69'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|| '''64'''&lt;br /&gt;
|| '''100,2'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''221'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''494'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987&lt;br /&gt;
Table 5.1 Tool classes from Holocene Sites in the Siwa Oasis Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahariya==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptort der Bahariya Oasen, Bawiti, liegt ungefähr 180 km nordöstlich von Farafra entfernt, und von den Pyramiden in Giza sind es rund 370 km in südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stahlwerke von Heluan werden über eine Eisenbahnstrecke mit dem Eisenerz der Gruben von Bahariya versorgt. Die submarine Exhalations- Lagerstätte deckt den ägyptischen Inlandbedarf.&lt;br /&gt;
Der wunderschöne Rosengarten in der Iron-Mine-City dürfte der einzige in der westlichen Wüste sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erforschung holozäner Besiedlung scheint nicht weit fortgeschritten zu sein. Lediglich Fekri A. Hassan erwähnt einige einseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen an einigen Plätzen in „Archaeological explorations at Bahariya Oasis and the Western Delta“1979. Angaben zur Silhouette der Bewehrungen sind nicht gemacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Farafra==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Farafra liegt rund 500 km in nordwestlicher Richtung von den Kharga Oasen entfernt, falls der Weg über Mut genommen wird. Von Giza über Bawiti sind es ca. 550 km nach Südwesten. Kleiner als die Kharga und Dakhla Oasen hatte sich Farafra lange Zeit seine Ursprünglichkeit bewahrt. Gerne erinnere ich mich an die Gastfreundlichkeit und den herrlichen Garten des Homda, Bürgermeister würden wir ihn nennen. Dieser kühle, schattige Platz hat ein wenig von dem Paradies, wie es im Koran beschrieben ist, ohne die Jungfrauen allerdings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon sehr früh im Holozän brachte die Region um Farafra pflanzliche Taxa hervor, wie z.B. Sorhum sp., Getaria, Brachiaria, Panicum und Echinochloa colona. Auch Schaf und Ziege sind sehr früh vertreten wie Daten von 7251 +- 67 BP und 7110 +- 50 BP belegen.&lt;br /&gt;
Obwohl Behausungsstrukturen ausgegraben worden sind, ist bislang sehr wenig Töpferware gefunden worden. (Ein Bruchstück von site HV – 2).&lt;br /&gt;
Verbunden mit den archäologischen Aktivitäten sind die Namen von Barbara E. Barich, Fekri A. Hassan, A.G. Fahmy, A. Gautier, G. Lucarini und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Auswertung des lithischen Inventars noch nicht abgeschlossen ist, sollen hier lediglich die bis jetzt veröffentlichen Pfeilspitzen behandelt werden. So werden in „Archaeology of  Farafra Oasis (Western Desert Egypt) A Survey of the most recent Research“ von B.E. Barich und G. Lucarini folgende Bewehrungen vorgestellt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' Farafra Oasis, Hidden Valley Village, Lithic industry. Drei Blattspitzen, davon ein Exemplar C6 mit vollständiger, beidseitiger Flächenretuschierung, zwei Exemplare vom Typ C3 mit einseitiger, vollständiger Flächenretuschierung, die Ventralseite weist eine teilflächige Retuschierung auf.&lt;br /&gt;
Eine H13- Spitze mit leichten Retuschen am linken, distalen Rand. Gezeichnet sind weiter gekerbte und gezähnte Stücke mit den obligatorischen harten Kantenretuschen sowie ein Schaber und ein Messer mit flachen Randretuschen. Der Zeithorizont ist ca. 7100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8''' Farafra Oasis, Hidden Valley Area, Late neolithic bifacial artifacts. Zeigt drei Blattspitzen der Gruppen C1 und C3 wovon eine beidseitig flächenretuschiert ist, die zwei anderen sind auf der Ventralseite lediglich in der Schäftungszone flächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden gezeichnet ein side-blow-flake, drei Messer und ein Schaber- Kratzer. Diese Werkzeuge haben ein Alter von 5950 BP Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klärungsbedarf besteht für die Ounan-Arif-Spitzen vom spätneolithischen Fundplatz Sheikh el- Obeiyid und für eine weitere typisch beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze, welche an den Ounan-Arif Typ erinnert und welche auf  „Playa I“ in der Rajih Region auf einem Platz mit Klingenindustrie gefunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebel Kamil==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebel Kamil ist nach der Beschreibung von Joachim Hahn, dessen Bekanntschaft ich in Abu Tartur machen durfte, ein konischer Hügel, der sich rund 100 m über die umgehenden Dünenfelder erhebt und so eine weithin sichtbare Landmarke bildet. Er liegt südsüdöstlich des Gilf Khebir in der Nähe der ägyptisch- sudanesischen Grenze.&lt;br /&gt;
In seinem Artikel „Neolithic Settlement Patterns in the Gebel Kamil Area, Southwest Egypt“ beschreibt J. Hahn neolithische Fundplätze, von denen einige Pfeilspitzen aufweisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28''' ist eine der größten Fundstellen der Gegend, als mögliche Bewehrungen kommen Segmente, Trapeze und Dreiecke in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28-1'''  ist eine datierte Fundstelle mit Altersangaben von ca. 4300 BP bis 4600 BP. Auch hier sind die Pfeilspitzen- Bewehrungen auf Querschneider wie Trapeze, Dreiecke und eventuell Segmente beschränkt. Gezeichnet wurden drei Dreiecke, zwei Trapeze und vierzehn Segmente. Die Dreiecke entsprechen dem Querschneider Typ F4, die Trapeze den Gruppen F10 und F11. Zum Teil sind die Artefakte sehr klein wie das Dreieck 83/28-1 Nr. 4 mit einer Höhe von 8mm und einer Schneidenlänge von 7mm. Das Trapez 83/28-1 Nr. 9 hat die Höhe von 7mm, die kleine Schneide misst 3mm, die große 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''85/67''' ist der dritte Fundplatz von welchem Pfeilspitzen vorgestellt werden. Außer den Querschneidern vom Typ F16, F4, F10 und F14, es sind sieben Exemplare gezeichnet, kommen nicht näher beschriebene zweiseitig flächenretuschierte Spitzen vor, die aber kaum Pfeilspitzen sein dürften, da sie im Zusammenhang mit Handäxten, groben Abschlägen und Levallois- Kernen genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fig. 6 gibt J. Hahn Querschneider für die Fundstellen K25, 85/67 und 85/58 an, Trapeze und Dreiecke für 83/28 und 85/58, Trapeze ohne Dreiecke für 85/67.&lt;br /&gt;
Der Fundkomplex Gebel Kamil wird in den Zeithorizont vom 4. bis zum 6. Jahrtausend BP gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die große Sandsee==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Oase Siwa im Norden bis zu den Ausläufern der Sandsteinmasse des Gilf Kebir im Süden erstreckt sich die große Sandsee auf einer Breite von ca. 100 km bis 300 km westlich der libysch- ägyptischen Grenze.&lt;br /&gt;
Die archäologischen Untersuchungen wurden von der Universität Köln und dem Heinrich Barth Institut durchgeführt, sie waren im Besonderen auf die Gebiete um Abu Minqar, Regenfeld, Ain Dalla und die Glasregion konzentriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Regenfeld'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regenfeldfundstellen liegen nördlich und südlich des 25. Breitengrads Nord und östlich des 27. Längengrads Ost. Benannt wurde die Region im Jahre 1873 von Gerhard Rolfs wegen der starken Regenfälle, die ihn auf seiner Expedition überraschten. &lt;br /&gt;
Die ältesten Vorkommen, Regenfeld A, weisen ein Alter von über 9000 BP auf und enthalten keinerlei Pfeilspitzen oder geometrische Mikrolithen, die als Bewehrungen angesprochen werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das darauffolgende Regenfeld B mit einem Alter von ca. 8700 BP produzierte neben langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Artefakten auch eine rückengestumpfte Blattspitze vom Typ H1 und zwei Trapeze mit gestumpfter, leicht gekehlter kleiner Seite, die im gleichaltrigem Kontext auch in Westpans 85/52 gefunden worden sind und die als mögliche Bewehrung die Bezeichnung F20 erhalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem folgenden Zeitabschnitt von ca. 8300 BP bis 7800 BP wurden keine Bewehrungen gefunden, langschmale Dreiecke, rückengestumpfte Lamellen und eine Kerbklinge bestimmen das Inventar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngsten Phase, Regenfeld D, von ca. 7700 BP ( 87/2 ) bis 7000 – 6500 BP ( 96/19 ) erscheinen neben klassischen Bewehrungen der Typen F4 und F13 auch flächenretuschierte Artefakte. Dabei handelt es sich unter anderem um große, beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen. Zwei dieser Stücke sind gezeichnet worden, eine davon, die Längere, hat die ungefähren Abmessungen L = 78 mm, B = 28 mm und Dicke = 8,3 mm. Diese Dimensionen sind vergleichbar mit denen der großen Blattspitzen von Abu Tartur, welche Längen zwischen 70 mm und 91 mm und Gewichte von 8,7g bis 14,2g aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können ebenso wie die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle und die großen Stielspitzen als Pfeilspitzen eingesetzt werden und mit Erfolg von einem Bogen verschossen werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der querschneidigen Bewehrungen von Regenfeld wird auf zehn geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Glasregion'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein gezieltes Ausbeuten der Rohstoffquellen, des libyschen Wüstenglases oder Lechatelierit zu erschweren, sind genauere Hinweise auf die Lage der Fundgebiete nicht angegeben.&lt;br /&gt;
Die größte Fundstelle, 81/61, wird auch nach dem Entdecker „Willmanns Camp“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwei Schnitten wurden insgesamt 1934 Werkzeuge, davon 250 Mikrolithen, zu Tage gefördert. Die verschiedenen C14- Analysen ergeben Resultate von ca. 8000 BP bis ca. 5700 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flächenretuschierte Artefakte sowie Pfeilspitzen fehlen in den Inventaren. Als mögliche Bewehrungen kommen Trapeze und Dreiecke in Frage. Sechs Dreiecke und 21 Trapeze sind gezeichnet worden und fallen unter die Typen F4 und F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ain Dalla'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am östlichen Rand der großen Sandsee, etwa nördlich von Abu Minqar und nordwestlich von Farafra liegt der Brunnen von Ain Dalla.&lt;br /&gt;
Ein spätneolithischer Fundplatz scheint 85/15 zu sein. Die zwei dort gefundenen Stielspitzen sind sehr schlank und gehören zu den Typen D19 und D49. Die Ränder der D19- Spitze sind sehr leicht konvex ausgebildet, nicht genug um als D18 klassiert zu werden. Die Widerhaken der D49- Spitze sind sehr klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 85/26 mit einem Alter von ca. 8610 BP produzierte eine Ounanspitze vom Typ H12 und auf dem dritten, circa 8460 BP alten Ain Dalla Fundplatz 85/28 – 1 wurden eine  H5- Spitze und zwei Dreieckspitzen vom Typ H7 gefunden. Letztere passen normalerweise nicht zu den vorherrschenden Rückenstumpfungen, die für das Inventar charakteristisch sind, sie sind eher für das mittlere Neolithikum typisch. Die primitive Ausführung könnte sie allerdings dem Fundplatz zugehörig erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Gerara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von Abu Gerara liegen zwischen Djara im Norden und den Eastpans im Süden, nach Südwesten befinden sich die Vorkommen der Dakhla Oasen und nach Südosten sind es die Plateau- Plätze und Playakonzentrationen von Abu Tartur. Zwischen dem Abu Tartur Massiv und den Abu Gerara Schichtabbrüchen liegen ein mit Kalksteinhügeln durchsetztes Gelände, zwei große Depressionen sowie eine kleine mit dem Fundplatz 00/59, an dessen Exploration ich mitarbeiten konnte. Nördlich der Schichtstufen kommen weitere Kalksteinhügel vor, dann nach rund 25 km geht das Gelände in eine Hamada über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchungen, die zur Zeit von der Kölner Universität durchgeführt werden, sind noch nicht beendet. So werden lediglich einige Fundstellen, von denen schon endgültige Ergebnisse vorliegen, berücksichtigt. In „Abu Gerara : Mid- Holocene sites between Djara and Dakhla Oasis (Egypt)“ Heiko Riemer 2003 wird die Fundstelle 98/5 vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''98/5''' Fundstelle im Hügelland nördlich der Schichtstufen. Der Fundplatz ähnelt in seiner Anlage stark den Vorkommen auf dem Abu Tartur Plateau. Ein tief gelegenes Becken ist umrahmt von bis zu elf Metern hohen Hügeln, die einen guten Schutz gegen den Nordwind abgeben. Von den Hügeln laufen Regenrinnen ins Beckentiefste. Dort hat sich ein terra rosa Boden gebildet, der gepanzert durch das Artefaktenmaterial und gehärtet durch erhöhten Phosphateintrag teilweise der Deflation standgehalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden 75 retuschierte Werkzeuge geborgen, davon 16 Pfeilspitzen, die mit 21,3 % den größten Anteil stellen, gefolgt von Seitenkratzern und gezähnten Stücken. Weitere Artefakte sind Bohrer, side-blow-flakes, blattartige Messer und Vorstufen dazu, sowie Sichelblätter und Dexel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei C14 Analysen datieren 98/5 auf 6600 Jahre BP. Dies ist einer der nicht zu großen Fundplätze, die ein weitgehend unvermischtes Inventar mit einem bestimmten Alter aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8'''  zeigt unter anderem zwei Blattspitzen mit teilflächiger Retuschierung. Die Nr. 5 hat eine klassische C3 Silhouette während Nr. 6 eine deutlich gerundete Schäftungszone aufweist aber noch unter C3 geführt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die Nr. 7. Im medialen Abschnitt weist das Artefakt nahezu parallel verlaufende Ränder auf, die Schwingen zeigen winzige Widerhaken und der recht lange, schlanke Stiel ist an seiner Basis eingeschnürt, das Ende des Stiels ist abgerundet, das distale Ende ist abgebrochen. Derartige Stücke sind aus Djara bekannt, wo einige dieser als D52 bezeichneten Bewehrungen vorkommen. E. Cziesla stellt eine ganz ähnliche Spitze vor, die südlich des Sitra Sees gefunden worden ist (Nr. 14, Abb. 1 in Anmerkungen zu flächenretuschierten Pfeilspitzen 1998). Bei diesem Exemplar ist der Stiel kurz und die Parallelität der Ränder im medialen Abschnitt ist nicht gegeben.&lt;br /&gt;
Die Nr. 8 ist eine D36 Spitze und kommt ebenfalls in einigen Exemplaren in Abu Tartur vor. Eine vergleichbare mit nur einem Kerbenpaar (D31) ist von Eastpans bekannt, eine weitere ist, klassiert unter Bashendi B in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ Fig. 5.d gezeichnet. M. Mc Donald 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Eastpans ist ebenfalls eine Großspitze des Typs D3 bekannt, mit stärker ausgeprägten Widerhaken wurde auch in Abu Gerara eine solche aufgesammelt (Site 99/28). Weitere Einzelstücke sind in Dakhla und Djara gefunden worden. Diese Spitzen sind zu vergleichen mit der Serie von gestielten Großspitzen von Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''00/70''' Dieser Fundplatz in der Nähe der großen Dolineneinbrüche nördlich des Abu Tartur Massivs ist nur kurz angefahren worden. Bei dem Inventar handelt es sich um ein im Tiefsten des Siedlungsplatzes zusammengespültes Artefaktengemisch. Ein nördlich am Hang gelegenes Areal mit sehr vielen Herdstellen wurden aus Zeitmangel ignoriert. Ein hastig dort aufgeklaubte Pfeilspitze ist vom Typ C10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==El Karafish==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Straße von den Dakhla Oasen nach Abu Minqar liegt auf dem libyschen Plateau El Karafish, eine junge Fundstelle, die von prädynastischer Zeit und auf Grund von Keramikvergleichen bis in die 6. Dynastie reicht. Eine C14- Analyse ergab ein Alter von ca. 4500 BP. Im Keramikmaterial finden sich ebenfalls Claytonringe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Pfeilspitzen wurden geborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Eine Ounanspitze vom Typ H13, die im Kontext von El Karafish deplaziert wirkt und eher eine typische Bewehrung um 7600 BP darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Eine flächig retuschierte Stielspitze vom Typ D2, wobei die linke Schwinge leicht gerundet erscheint. Dieser Typ taucht in den verschiedensten spätneolithischen Inventaren auf. Die Dorsalseite ist bis auf einen schmalen, zentralen Bereich flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, lediglich der Stiel ist vollflächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Zum Fundplatz passend ist das dritte Exemplar. Es handelt sich um eine Stielspitze mit kurzem, breitem Stiel und mit parallel zueinander verlaufenden Rändern im proximalen Bereich. Die Ränder weisen eine sehr feine Zähnung auf, die Schwingen stehen rechtwinklig zur Längsachse, sind jedoch mit winzigen Widerhäkchen bestückt. Das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert, der distale Bereich ist abgebrochen. Da die Silhouette der Pfeilspitze ein Novum darstellt, erhält sie die Bezeichnung D50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art von schlanken, feingezähnten Stielspitzen stellt das Ende einer Entwicklung von tief penetrierenden Bewehrungen dar, welche aus lithischem Material hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dungul==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oase liegt ca. 160 km südwestlich von Assuan am Rande des Kalksteinplateaus, Hester und Hobler haben die dortige prähistorische Kultur untersucht. Nur wenige Pfeilspitzen gehören dem Inventar der „Libyan industry“, deren Alter mit 7900 +-150 BP Jahren angegeben wird (Hester und Hobler 1969). Gezeichnet oder fotografiert sind acht Exemplare, davon sind zwei Querschneider, eine Stielspitze der Familie D, zwei H5 – Spitzen sowie drei Blattspitzen der Familie C. Eine vierte Blattspitze wird im Text erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Badari==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
El Badari liegt am Ostufer des Nils rund 40 km südlich von Asyut und ca. 60 km nördlich von Sohag. Wie Merimde als prähistorische Niederlassung in Unterägypten, so soll El Badari als Beispiel für oberägyptische steinzeitliche Besiedlung im Niltal dienen.&lt;br /&gt;
Beide Fundkomplexe verfügen über größere Mengen von ausgekehlten Dreieckspitzen, so dass ein Vergleich mit entsprechenden Wüstenfundplätzen wie dem Fayum und Abu Tartur möglich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 veröffentlichten Guy Brunton und G. Caton- Thompson ihren Bericht „The Badarian Civilisation“ wo neben mit Schwingen oder Widerhaken versehenen, dreieckigen Großspitzen auch zwei gestielte Exemplare erwähnt werden.&lt;br /&gt;
Die gezeichneten Stücke können wie folgt eingeteilt werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| A1|| A2|| A17|| A25|| A26|| A28|| C1|| andere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 3|| -|| 2|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 5|| -|| -|| -|| 6|| -|| 2|| 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 6|| -|| -|| -|| 5|| 1|| -|| 4|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVI|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVII|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVIII|| 3|| -|| -|| -|| -|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate LVI|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''3'''|| '''2'''|| '''1'''|| '''22'''|| '''1'''|| '''2'''|| '''6'''|| '''2'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die östliche oder arabische Wüste Ägyptens==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streifen zwischen dem Niltal und der Küste des Roten Meeres bildet den östlichen Rand der Sahara. Im Norden zwischen Kairo und Suez ist er ca. 135 km breit, im Süden an der Grenze zum Sudan und zur nubischen Wüste rund 500 km. Die Entfernung entlang des Roten Meeres von Suez bis Halait beträgt über 1000 km. Aus diesem riesigen Gebiet sind nur wenige prähistorische Funde bekannt und dem entsprechend eine geringe Anzahl von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die arabische Wüste war gewiss nicht weniger attraktiv als das Gebiet westlich des Nils. Im Gegenteil, es existierte ein integriertes Wadisystem, welches das Wasser aus dem Gebirge entweder ins Meer oder in den Nil leitete. Das Küstengebirge weist Höhen um 1000 m auf und gelegentlich wird auch die 2000 m Marke überschritten. Die hydrologische Situation dürfte daher vorteilhafter als in der westlichen Wüste gewesen sein. Wenn dennoch weniger Relikte vorgeschichtlicher Kulturen gefunden worden sind, so liegt es wahrscheinlich an dem unwegsamen Gelände. Wer hier etwas außerhalb der wenigen Verbindungsstraßen entdecken will muss gut zu Fuß sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fundplatz, der Pfeilspitzen in seinem Inventar aufweist, wurde von P.M. Vermeersch, P. van Peer, J. Moeyerson und Wim van Neer „Tree Shelter“ genannt. Er liegt nordwestlich von Quseir in der Nähe der Phosphatgruben und ist mit dem Geländewagen zu erreichen. &lt;br /&gt;
Vier Holzkohlenproben ergaben Altersstellungen von 6770 +- 60 BP bis 4930 +- 30 BP. Die Geräte, 80 an der Zahl, setzen sich aus gezähnten Stücken, retuschierten Abschlägen, flächig bearbeiteten Stücken, Kerben, einem side-blow-flake und Verschiedenen zusammen.&lt;br /&gt;
Außerdem wurden zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen, ohne weitere Präzisierung, erwähnt. Möglicherweise handelt es sich um Blattspitzen der Familie C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant sind das Vorhandensein von Asphataria rubens aus dem Niltal und ein side-blow-flake, ein Werkzeug, welches östlich des Nils zu den Raritäten zählt. Publiziert wurde der Bericht im Dezember 2002 in Archéo-Nil. In unmittelbarer Nachbarschaft des „Tree Shelter“ hat das gleiche Autorenteam eine Höhle, genannt Sodmein Cave, untersucht („Neolithic occupation of the Sodmein area, Red Sea Mountains, Egypt“ in Aspects of African Archaeology edited by G. Pwiti and R. Saper 1996).&lt;br /&gt;
Die Altersangaben reichen von 6490 +- 100 BP und 7090 +- 80 BP für die unterste Schicht bis 6320 +- 100 BP und 6360 +- 90 BP für die obere Schicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundenen Pfeilspitzen sind den Schichten nicht in der Art zugeordnet, dass sie mit einem exakten Alter in Verbindung gebracht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (Fig. 3 Seite 414).&lt;br /&gt;
* Nr.   2  ist eine asymmetrische, einseitig flächenretuschierte Blattspitze.&lt;br /&gt;
* Nr.   3  ist eine Blattspitze des Typs C1, die Rückseite zeigt lediglich flächige Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   6  ist ein Fragment und gehört möglicherweise zu einer Blattspitze C1, C3 oder zu einer Stielspitze D44.&lt;br /&gt;
* Nr.   7  wie Nr. 6.&lt;br /&gt;
* Nr.   8  ist eine Blattspitze mit beidseitigen flächigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   9  ist eine asymmetrische H1- Spitze.&lt;br /&gt;
* Nr. 10  ist eine H1- Spitze, im proximalen Bereich ist sie beidseitig flächenretuschiert auf der Ventralseite ist zusätzlich ein Rand flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
* Nr. 11  ähnlich wie Nr. 10.&lt;br /&gt;
* Nr. 12 und 13  Ounanähnliche Spitzen des Typs H13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Verbindungsstraße Qena im Niltal nach Quseir am Roten Meer berichtet Debono aus der Gegend von Laqueita von zwei Ounanspitzen (Debono, 1951 plate III b) und einigen Querschneidern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Ölfördergebiet von Ras Gharib, etwa 25 km von der Küste entfernt, weist Montenant (1986 plate XXXVI) auf Pfeilspitzen in der Nähe des bir Nakhla hin, es Handelt sich um aus Lamellen gearbeitete, kantenretuschierte Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Dittmann weist in seiner Veröffentlichung „Zur Paläogeographie der ägyptischen Eastern Desert“, 1990 auf Pfeilspitzenfunde von Fundplatz B im Gebel Zeit hin. Das Fundgebiet liegt an der Küste des Roten Meeres zwischen Ras Gharib und Hurgada. Gefunden wurden drei Blattspitzen vom Typ C1 und eine D21- Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
Aus dem Abri im oberen Wadi Deir im Bereich des Klosters St. Paulus wird ein großes Blattspitzenfragment gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorgestellten Einzelfunde und Daten lassen lediglich erkennen, dass die östliche oder arabische Wüste ähnlich besiedelt war wie das Gebiet westlich des Nils. Ounanspitzen und andere kantenretuschierte Pfeilspitzen weisen auf ein frühes Neolithikum hin. Über die spätneolithischen Typen C und D bis zu prädynastischen Querschneidern reicht die Formenvielfalt über große Zeiträume.&lt;br /&gt;
Hier liegt ein riesiges Gebiet, lediglich an seinen Rändern angekratzt und wartet auf seine Entdeckung. Künftigen Forschern wird die Arbeit so schnell nicht ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Djara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer multidisziplinären Expedition der Universität Köln hatte der Verfasser im Jahr 2000 Gelegenheit die Fundstellen der Siedlungskammer Djara kennenzulernen.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt 15 km westlich des Abu Muharig Dünengürtels etwas nördlich der Linie Farafra – Asyut. &lt;br /&gt;
Neben einer Reihe von kleinen, oft hochinteressanten Fundstellen, sind drei große Konzentrationen hervorzuheben. Zunächst die Fundstelle 90/1 mit einer wahrscheinlich im Tertiär entstandenen Tropfsteinhöhle als Besonderheit an ihrer südlichen Peripherie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite bedeutende Konzentration ist 98/20 mit einem Inventar, das von rückengestumpften Artefakten bis zu side-blow-flakes reicht.&lt;br /&gt;
Eine weitere Konzentration wird mit 98/4 bezeichnet, sie weist die am weitesten fortgeschrittene Zerstörung durch Deflation auf. Die Playaablagerungen sind bis auf einige flache Hügel, möglicherweise durch Phosphateintrag entstandene Härtlinge, komplett ausgeräumt und die Kalksteinstrukturen, wie sie im Pleistozän vorhanden waren, treten wieder zu Tage. Nur große und schwere Artefakte finden sich auf dem Grund des ehemaligen Siedlungsplatzes. Pfeilspitzen fehlen ebenso wie Mikrolithen und Straußeneischalen. &lt;br /&gt;
Keramik, die auf anderen Stellen in Djara nicht gefunden wurde, ist in einer mit schluffigem Material gefüllten Windfalle entdeckt worden.&lt;br /&gt;
Eine detaillierte Beschreibung und Auswertung der Funde und Befunde des Gesamtgebietes ist in Arbeit (K. Kindermann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 90/1'''&lt;br /&gt;
Das Gelände ist in mehrere Grabungszonen aufgeteilt worden, die von 90/1 – 1 bis 90/1 – 15 durchnummeriert worden sind. Pfeilspitzen sind an folgenden Stellen gefunden worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 1'''   Alter : 6786 +- 49 BP bis 6448 +- 69 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 12 Pfeilspitzen, acht davon sind gezeichnet worden und zwar : &lt;br /&gt;
Zwei D21- Spitzen, eine D26, eine D44, zwei E2 und jeweils eine H1, Eine H5 und eine H7- Spitze. Drei der flächenretuschierten Pfeilspitzen stammen aus den Herden und können als in situ Funde gelten. Es sind dies eine D21- Spitze, die lediglich als gestielt beschrieben ist, eine E2- Spitze, die als Blattspitze bezeichnet ist und eine D26- Spitze, die als gestielt mit Zähnung deklariert wird (In „Investigations of Mid- Holocene settlement of Djara“ in K. Kindermann 2003).&lt;br /&gt;
Während die flächenretuschierten rhombischen Exemplare und die Stielspitzen gut zu den C14- Werten passen, sind die kantenretuschierten Stücke, ob Blatt- Stiel oder Dreieckspitze eher für frühere Epochen typisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 2'''   Alter : 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden und gezeichnet wurden fünf Pfeilspitzen. Die kurzen und gedrungenen Exemplare bestehen aus Blattspitzen der Gruppen C3 (2 Stücke) und C4 (1 Stück) sowie einer ebenfalls gedrungenen D2- Spitze mit kurzem, breitem und abgerundetem Stiel. Das fünfte Stück ist ein schwer einzuordnendes Fragment mit flachen Randretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 4''' ohne Altersangabe.&lt;br /&gt;
* Es wurden vier Pfeilspitzen gefunden, gezeichnet wurde keine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 6'''   Alter : 6900 +- 50 BP und 6696 +- 94 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden drei Pfeilspitzen, davon eine Blattspitze C1 und eine gestielte Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 10'''   Alter : 6885 +- 50 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 19 Pfeilspitzen, darunter zwei H1, zwei C1 und eine D3- Spitze, ferner wurde ein Querschneider vom Typ F4 beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 13'''   Alter : 6713 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 36 Pfeilspitzen und zwar von den kantenretuschierten fünf H1, sechs H5 und eine H7- Spitze und von den flächenretuschierten Stücken zehn C1, drei C6 und fünf D1- Spitzen. Dazu kommen noch weitere sechs flächenretuschierte, nicht weiter präzisierte Stücke sowie vier zusätzliche Fragmente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 15'''   Von dieser Grabung ist ein Querschneider vom Typ F4 bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der Pfeilspitzen von den Grabungsflächen beträgt 80, davon wurden 15 Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Oberfläche 90/1 wurden insgesamt 155 Pfeilspitzen gefunden, davon sind 36 Stücke gezeichnet worden und zwar von den Konzentrationen 1 – 6. Von der Konzentration 7, welche 107 Pfeilspitzen hervorbrachte, sind keine Zeichnungen angefertigt worden.&lt;br /&gt;
Die Konzentration „cluster 7“ liegt im Südwesten von 90/1. Sie wird östlich von einer Wadirinne und westlich von dem Kalkgestein einer steil ansteigenden Hügelkette begrenzt. Der Untergrund besteht aus einem Schwemmfächer aus fein- bis mittelkörnigem Schutt.&lt;br /&gt;
Darin waren neben vielen anderen Artefakten 107 Pfeilspitzen eingelagert. Darunter befinden sich zwei Ounan- Harif- Spitzen mit Schäftungszonen, die von zwei geradlinigen Rändern gebildet werden (Typ H2). Weiter wurden gefunden eine Ounanspitze H12 und 24 H5- Spitzen, eine kantenretuschierte, blattförmige Spitze vom Typ H1 und eine Dreieckspitze vom Typ H7. Hinzu kommen noch acht fragmentierte kantenretuschierte Bewehrungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Stücke setzen sich zusammen aus 14 beidseitig modifizierten C- Spitzen und 11 einseitig bearbeiteten C- Spitzen. Die gestielten Exemplare gehören sechsmal zu den D3, fünfmal zu den D1 und dreimal zu den D26- Spitzen. Ferner wurden sieben fragmentierte D1- Spitzen und 16 Fragmente von nicht identifizierbaren flächenretuschierten Spitzen gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gelangten die Pfeilspitzen und andere, hier nicht aufgeführte Werkzeuge auf diesen sterilen Schwemmfächer? Sie wurden nicht mit den Sedimenten heruntergespült, wie angenommen werden könnte, da oberhalb keinerlei Kulturspuren zu entdecken sind, sondern sie wurden vom Nordwind in diese Artefaktenfalle geweht. Vergleichbare sekundäre Konzentrationen sind von Abu Tartur bekannt. Der vom Verfasser durchgeführte Langzeitversuch über die Wirkung des Windes auf  steinzeitliche Artefakte in ariden Klimazonen unterstreicht die Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 51 gezeichneten Exemplare von Djara gehören 20 verschiedenen Gruppen an und verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte blattförmige, 17 x C|| C 1|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 3||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 6||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte gestielte, 14 x D|| D 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 3||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 21||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 26||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 31||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 44||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rhombische, 4 x E|| E 2|| 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Querschneider, 2 x F|| F 4|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rundschneidige, 5 x G|| G 1|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kantenretuschierte, 9 x H|| H 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 4||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 5||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 7||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| '''Total'''|| '''51 (von 235)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 98/20'''&lt;br /&gt;
* Das Zentrum der Fundstelle wird, wie schon bei 90/1, von einer Restplaya gebildet. Ein im Jahr 2000 durchgeführter Baggerschnitt erreichte das unterliegende Kalkgestein. In der Kontaktzone hatte sich eine Schicht großer Kalzitkristalle gebildet, die später auch an höher gelegenen Stellen, ebenfalls im Kontakt Playa- Kalksteinliegendes, nachgewiesen werden konnte.&lt;br /&gt;
Die Ausbildung großer Kalzitkristalle unter den gegebenen Umständen setzt eine über längere Zeiträume dauernde Anwesenheit von Wasser voraus. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Lebensbedingungen, zumindest die Präsenz von Wasser betreffend, in der Siedlungskammer Djara während der pluvialen Optima wesentlich besser waren als bisher dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artefaktenvielfalt ist groß und reicht von Ounan- Harif- Spitzen, Ounanspitzen, langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Werkzeugen bis zu side- blow- flakes und flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 34 Stücken stellen die Ounan- Harif- Spitzen die größte Gruppe der Bewehrungen, nicht gezählt sind drei weitere Exemplare sowie eine Ounanspitze, die neben einer H1- Spitze und einer H5- Spitze vom Verfasser vor Ort beobachtet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Pfeilspitzen, die für 98/20 aufgelistet sind und die zu den C14- Werten von 6430 +- 50 BP und 6365 +- 30 BP passen, sind eine partiell flächenretuschierte C1- Spitze und eine gleichartig modifizierte D1- Spitze. Die beidseitig flächenretuschierten Stücke gehören mit einem Exemplar in die Gruppe C1 und mit zwei Exemplaren in die Gruppe C3. Sieben Stielspitzen sind vom Typ D1, zwei vom Typ D3 und eine ist eine D31- Spitze. Insgesamt sind also 40 rückengestumpfte und 15 flächig bearbeitete Pfeilspitzen im Inventar 98/20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Umgebung des Fundplatzes 98/4'''&lt;br /&gt;
* Wie schon eingangs erwähnt, ist Fundplatz 98/4 durch Deflation stark gestört und leichte Artefakte wie z.B. Pfeilspitzen sind nicht mehr vorhanden.&lt;br /&gt;
In den angrenzenden, etwas besser geschützten Hügeln jedoch finden sich einige interessante Exemplare.&lt;br /&gt;
So liegt nördlich des Komplexes 98/4 die Fundstelle 00/63, die neben einer D52- Spitze, eine D25 und eine C1- Spitze produziert hat.&lt;br /&gt;
Die Fundstelle 00/68, südwestlich von 98/4 gelegen, weist eine Großspitze vom Typ D3 auf (L = ca. 66 mm, B = 35 mm, D = 6 mm) ein seltener Fund auf dem Plateau. Daneben finden sich zwei Ounanspitzen vom Typ H12, zwei D47- Spitzen und eine rhombische E2- Spitze.&lt;br /&gt;
Eine weitere D52- Spitze stammt von der Fundstelle 00/69.&lt;br /&gt;
Der Keramikfundplatz 00/65 weist eine C10- Spitze auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit 00/ markierten Fundstellen sind im Rahmen zeitlich sehr begrenzter Suchfahrten entdeckt worden und nicht weiter bearbeitet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Djara weist eine sehr große Palette von Pfeilspitzenformen auf und deckt mit seinen Typen einen Zeitraum von rund 3000 Jahren ab, wie auch die C14 Daten belegen (von 8620 BP bis 5982 BP).&lt;br /&gt;
Mit über 300 gefundenen Exemplaren ist Djara auch mengenmäßig ein bedeutender Fundplatz für Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Abu Ballas Schichtstufenland==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Phasen haben die Archäologen der Universität Köln unter Leitung von Rudolf Kuper die Fundstellen von Abu Ballas untersucht.&lt;br /&gt;
Wie auch anderen Orts hat das von den höher gelegenen Einzugsgebieten ablaufende Niederschlagswasser sich in Deflationsmulden sammeln können und so zur Bildung von siltig- tonigen Playas führen können. Zwischen den verschiedenen Überflutungsphasen sind immer wieder äolische Einträge zu beobachten.&lt;br /&gt;
Die Hauptkonzentrationen prähistorischer Besiedlung wurden Eastpans, Mudpans und Westpans genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eastpans   wurden vom Stuttgarter Fotografen Rudolf René Gebhardt während einer seiner zahlreichen Alleinexpeditionen entdeckt.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt ungefähr 90 km südlich der Dakhla Oasen, die beiden größeren Fundstellen wurden mit 95/1 und 95/2 bezeichnet.&lt;br /&gt;
Die epipaläolithischen Konzentrationen 95/1 – 1 und 96/6, letztere mit einem Alter von    8350 +- 55 BP produzierten keine Pfeilspitzen, eine Ausnahme bildet ein asymmetrisches Trapez von 96/6, welches als eine mögliche Bewehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
Auch die jüngere, aber ebenfalls noch epipaläolithische Fundstelle 95/1 – 1 mit einem Alter von 7750 +- 150 BP bis 7752 +- 48 BP weist keinerlei Jagdwaffen in Form von Pfeilspitzen auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelneolithischen Charakter zeigen einige Artefakte der oberen Schicht der Fundstelle    95/1 – 1, die ein Alter von 7529 +- 48 BP aufweist und damit nur geringfügig jünger ist als die unterliegende epipaläolithische Schicht. Typisch ist eine Dreieckspitze mit kantenretuschierter Basis vom Typ H7 sowie eine kantenretuschierte Spitze mit konkaver Basis vom Typ H20 wie er auch in Nabta auf der Fundstelle E – 75 – 8 vorkommt. Das Auftreten einseitig flächenretuschierter Blattspitzen (2 Fragmente) passt ebenfalls in den Zeitrahmen.&lt;br /&gt;
Der spätneolithische Fundplatz 95/2 ist auf 6170 +- 80 BP bis 6072 +- 36 BP datiert. Die Vielzahl der Mikrolithen lassen auf einen Einfluss aus Süden, das Vorhandensein von Feuerstein, von einem side- blow- flake und von flächenretuschierten Artefakten auf einen Einfluss aus Norden schließen. An Bewehrungen sind vier Trapeze vom Typ F10 und eine D31- Spitze zu nennen, letztere stammt aus der datierten Grabungsschicht, während eine gestielte Großspitze vom Typ D3 von der Oberfläche abgesammelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erstaunlich, dass eine hauptsächlich von der Jagd lebende Gesellschaft, selbst im Spätneolithikum überwiegen Wildtierknochen und stehen einer nur geringen Anzahl von Rind- und Schafsknochen gegenüber, nur eine verschwindende Anzahl von Pfeilspitzen hinterlassen hat.&lt;br /&gt;
Zu erwähnen ist noch eine interessante Ounanspitze, die der Verfasser im Oktober 2000 an der Oberfläche von 95/1 beobachtet hat. Wie die vor Ort angefertigte Zeichnung zeigt, handelt es sich wahrscheinlich nicht um eine Bewehrung, sondern eher um ein epipaläolithisches Mehrzweck- Werkzeug (Bohrer, Kerbe, retuschiertes Stück).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mudpans''' werden schon 1939 von Bagnold ebenso wie das Vorhandensein prähistorischer Artefakte an diesem Ort erwähnt. Paschur und Braun bestätigen dies 1980. Die Fundstellen liegen südöstlich des Abu Ballas Hügels und südwestlich von Eastpans, der Schichtstufe folgend.&lt;br /&gt;
Da die mir zur Verfügung stehende Dokumentation nicht lückenlos war, werden lediglich die gezeichneten Bewehrungen behandelt. Im Prinzip entsprechen sie in Quantität und Qualität auch den gefundenen Stücken. Kleine, für diese Zusammenstellung aber nicht entscheidende Unterschiede, sind daher möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Trapezen und Dreiecken kommen auch rückengestumpfte Formen, Stichel, Endretuschen, gezähnte Stücke, ausgesplitterte Stücke, Bohrer vom Typ Tixier 16 und andere, und weitere Mikrolithen wie z.B. Segmente vor.&lt;br /&gt;
Eine Weiterentwicklung der Inventare ist nicht zu erkennen. Eine einzige Pfeilspitze weist Flächenretuschen auf. Es ist eine Stielspitze vom Typ I 9 mit einer rechtwinklig zur Längsachse stehenden Schwinge und einer gerundeten Schwinge vom Typ D21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gezeichnete Bewehrungen (außer Segmenten)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/56|| ca. 7000|| || H 1|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||5 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 7||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||19 x F||F 4||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 11||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-1|| ca. 6530|| 1 x H|| H 5|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||bis 5740||28 x F||F 2||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 13||7*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-9|| -|| 2 x F|| F 4|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-1|| ca. 5690|| 10 x F|| F 4|| 3*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-2|| -|| 1 x I|| I 9|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||2 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 9||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||7 x F||F 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 14||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-3|| ca. 6700|| 8 x F|| F 4|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-4|| ca. 6320|| 1 x H|| H 7|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||12 x F||F 4||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/54-1|| -|| 3 x F|| F 2|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||||| '''Total'''|||| '''99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Davon ein Exemplar mit flächigen Retuschen in der Schäftungszone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Westpans''' mit seinem Fundplatz 85/52 ist mit einem Alter von 8700 +- 190 BP das älteste epipaläolithische Vorkommen in der Abu Ballas Gegend.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt rund 50 km südwestlich von Mudpans, seine Koordinaten sind 24°7’ Nord und 27°37’ Ost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben anderen Mikrolithen wurden zwei breite, unregelmäßige Dreiecke und sechs Trapeze, deren kleine Seite eine ausgeprägte Kerbe aufweist, gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hugot beschreibt aus Algerien drei Dreiecke, deren durch Kantenretuschen zugespitztes Ende durch eine Schäftungskerbe ersetzt wurde und bezeichnet den Querschneider mit F9. Die Trapeze mit Schäftungskerbe erhalten die Bezeichnung F15.&lt;br /&gt;
Ein vom Verfasser gefundenes Trapez aus dem oberen Capsien von Bir Hameiria, Tunesien, weist ebenfalls eine Schäftungskerbe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilf Kebir==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der äußerste Südwesten Ägyptens wird durch das über 1000 m hohe Sandsteinplateau des Gilf Kebir geprägt. Die dortigen Sandsteinschichten der Jura- und Kreidezeit sind von tertiärem Vulkanismus durchbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zur Herstellung steinzeitlicher Artefakte verwandte Material ist vor allem ein quarzitischer Sandstein, der in verschiedenen metamorphen Stadien, Korngrößen, und Farben ansteht. Als weitere Materialien kommen Basalt, Quarzporphyr und im geringem Maß Quarzgerölle, also Kieselsteine und aus den tonigen und siltigen Schichten geringvolumige Chalzedone vor. Diese Chalzedone aus den buntgefärbten Ton- und Siltlinsen der Kharga Schichten bilden den bevorzugten Werkszoff der älteren holozänen Komplexe von Abu Tartur. Noch seltener sind Werkstoffe wie verkieseltes Holz und libysches Wüstenglas aus der großen Sandsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1980 arbeiten die Archäologen der Universität Köln, zunächst im Rahmen des Projekts B.O.S., später des Projekts ACACIA, im Gilf Kebir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Ausgrabungen im Wadi el Akhdar liegt eine Monographie von Werner Schön vor, im gleichen Volumen bearbeitet Erwin Cziesla den Fundplatz 80/14 (Schön 1996). Im Hinblick auf das Vorhandensein von Pfeilspitzen ist der Wadi el Akhdar als äußerst arm zu bezeichnen. Die 22 aufgelisteten Fundstellen lieferten 2494 Werkzeuge aber nur ca. 48 Bewehrungen in Form von Querschneidern, das macht ca. 2 % der Gesamtwerkzeugmenge aus. Diese dreieckigen und trapezförmigen geometrischen Formen kommen lediglich mit 41 Exemplaren auf der Fundstelle 80/14, mit fünf Exemplaren auf der Fundstelle 81/8 sowie drei relativ sicheren Stücken von der Oberfläche des Fundplatz 81/2 vor. Alle übrigen Plätze sind frei von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fehlen von Mikrolithen in vielen Inventaren, der schlechte Erhaltungszustand des Knochenmaterials und der geringe Anteil an großen, nicht verrundeten Keramikscherben lässt auf eine starke Zerstörung der Siedlungsplätze durch klimatische Einflüsse schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 80/14''' Alter : die drei Proben von Straußeneischalen ergeben ein Alter von 4210 +- 60 BP, 4300 +- 55 BP und 4500 +- 55 BP. Ein Datum von 4200 +- 1100 BP von einer Holzkohlenprobe kann wegen der hohen Standartabweichung nicht berücksichtigt werden. Von 131 Geräten sind 41 als Pfeilspitzenbewehrungen anzusprechen, das sind 31,3 %. Gezeichnet wurden 34 von 39 Dreieckspitzen, wie sie im Text bezeichnet werden, ein Trapez und eine Trapezspitze.&lt;br /&gt;
Von den gezeichneten Stücken der Tafel 1 sind 24 Exemplare Dreiecke mit geradlinigen Rändern vom Typ Tixier 89, die als Pfeilbewehrung mit F4 bezeichnet sind. Die neun Trapeze, die als Dreiecke eingeordnet sind, gehören zum Typ Tixier 83, als Pfeilspitzenwerden sie unter F10 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Dreieck weist konkave Ränder auf, der Typ ist Tixier 92 oder als Pfeilspitze F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Trapez Nr. 35 mit längerer kurzer Schneide als die neun oben erwähnten Exemplare gehört ebenfalls zum Typ Tixier 83. Durch seinen eher epipaläolithischen Charakter würde, isoliert betrachtet, ein Gebrauch als Pfeilspitze fraglich erscheinen, im Kontext mit einer Vielzahl von Querschneidern ist jedoch eine Verwendung als Bewehrung möglich. Das Trapez Nr. 40 mit einem leicht konkaven und einem geraden Rand (Tixier 86), welches in Hugots Einteilung als f16 geführt werden könnte, gehört ebenfalls zu den Querschneidern. Fünf Exemplare sind nicht gezeichnet worden, es ist anzunehmen, dass es sich um Dreieckspitzen des Typs F4 handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/8''' Holzkohlenproben ergeben ein Alter von 5430 +- 65 BP und 5940 +- 230 BP. Von den 73 Geräten oder ihren Fragmenten sind fünf Stücke oder 6,8 % als Querschneider, sowohl Dreiecke als auch Trapeze, angesprochen worden.&lt;br /&gt;
Ein eindeutiges Trapez, Nr. 23 Tafel 101, ist gezeichnet worden, es stellt eine Bewehrung vom Typ F10 dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/2''' (Oberfläche)&lt;br /&gt;
Das Alter konnte nicht ermittelt werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 88 Stücke, davon neun Mikrolithen. Letztere sind aufgegliedert in unregelmäßige Dreiecke (4 Stücke oder 4,5 %), unregelmäßige Trapeze (2 Stücke oder 2,3 %) und drei andere Stücke. Gezeichnet wurden sieben Mikrolithen bzw. Bruchstücke derselben. Bei dem Trapez Nr. 11 Tafel 66 und den Fragmenten Nr. 13 und     Nr. 14 der gleichen Tafel ist eine Nutzung als Pfeilspitzenbewehrung denkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen im Wadi el Akhdar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen-Typen&lt;br /&gt;
Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 80/14&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''41'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/2 Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 2 (+3)&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''3 (+3)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''11 (+3)'''&lt;br /&gt;
|| '''24'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''49 (+3)'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geometrischen Mikrolithen des Wadi el Akhdar sind vergleichsweise klein. Für die Exemplare des Fundplatz 80/14 schwankt die Breite zwischen 7 und 16 mm.&lt;br /&gt;
Die Durchschnittsbreite beträgt 9 mm, die Durchschnittshöhe 10 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wadi Bakht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wadi Bakht liegt ca. 40 km östlich des Wadi el Akhdar und weist gleiche geologische und morphologische Strukturen auf wie letzteres. Trotz ähnlich intensiver Untersuchungen liegt hier keine vergleichbare Veröffentlichung wie für das Wadi el Akhdar (Schön 1996) vor. Beispielhaft seien einige der Wadi Bakht Fundplätze, hier in Bezug auf das Vorkommen von Bewehrungen, vorgestellt. Die Typologien wurden hauptsächlich von Bettina Petrick und Jörg Linstädter zusammengestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/11'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 3,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 41&lt;br /&gt;
|| 15,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 52&lt;br /&gt;
|| 19,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 7,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 7,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 96&lt;br /&gt;
|| 36,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''261'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Mikrolithen befinden sich acht Dreiecke, unter anderem Tix 89, 90 und 95 und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
Die entsprechenden Pfeilbewehrungen werden mit F4 (fünf Stücke) und eventuell mit H7 (fünf Stücke) bezeichnet. Drei Dreiecke sind langschmal ausgebildet und werden hier nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 1''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 2,10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 56&lt;br /&gt;
|| 16,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 68&lt;br /&gt;
|| 20,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 31&lt;br /&gt;
|| 9,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 3,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 114&lt;br /&gt;
|| 34,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 6,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''333'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 68 Mikrolithen sind neun Dreiecke und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen, vier der Dreiecke können als Pfeilbewehrungen vom Typ F4 angesprochen werden, die kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen eventuell unter H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 2''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 2,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 9,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 224&lt;br /&gt;
|| 43,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 84&lt;br /&gt;
|| 16,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 2,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 79&lt;br /&gt;
|| 15,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 6,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''519'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs der 22 Dreiecke unter den Mikrolithen können als Bewehrungen für Pfeilspitzen angesprochen werden und zwar F4 (5 Stücke) und F13 (1 Stück). Die zwölf kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen möglicherweise in die Gruppe H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 1''' - Alter ca. 6060 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 116&lt;br /&gt;
|| 23,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 91&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 4,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 99&lt;br /&gt;
|| 20,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 38&lt;br /&gt;
|| 7,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 59&lt;br /&gt;
|| 12,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 3,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''489'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den insgesamt 228 Trapezen und Dreiecken, die 46,62 % des Inventars ausmachen, sind 18 Dreiecke und 23 Trapeze gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
Die Dreieckbewehrungen setzen sich aus den Typen F4, F12, F13 und F14 zusammen, die Trapeze sind mit den Gruppen F10, F16 und F12 vertreten.&lt;br /&gt;
Sowohl streng symmetrische als auch asymmetrische Formen sind zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 2'''- Alter ca. 6640 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 17,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 5,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 28,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 3,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''139'''&lt;br /&gt;
|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Platz enthält außer den Segmenten lediglich vier Trapeze und sieben Dreiecke, zehn Stücke wurden gezeichnet. Der Anteil der Querschneider am Gesamtinventar beträgt 7,92 %. Die Bewehrungen fallen in die Gruppen F16, F10, F12 für die Trapeze und F4 und F14 für die Dreiecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/10'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer (Tixier 16)&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,35&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
und Abschläge&lt;br /&gt;
|| 58&lt;br /&gt;
|| 27,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,96&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 11,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 20,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 9,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''213'''&lt;br /&gt;
|| '''100,08'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 58 Trapezen und Dreiecken, welche 27,23 % des Inventars ausmachen, können sämtliche Stücke als Bewehrungen angesehen werden, sie gehören den Tixier Gruppen 83, 85 – 89 und 92 an. Gezeichnet wurden sieben Dreiecke der Typen F4 und F14 sowie vierzehn Trapeze der Gruppen F13 und F16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Querschneider Typen im Wadi Bakht'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14 &lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/10&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| '''58'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/11&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 1&lt;br /&gt;
|| 187&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''228'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| - &lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| '''11'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''225'''&lt;br /&gt;
|| '''18'''&lt;br /&gt;
|| '''29'''&lt;br /&gt;
|| '''9'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''312'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Maya von Czerniewiez bearbeiteten Fundplätze 82/15 (Alter 5070 +- 60 BP und 5180 +- 60 BP) und 82/24 (Alter 4920 +- 60 BP und 5090 +- 60 BP) enthielten keinerlei Pfeilspitzen- Bewehrungen. Dennoch weist das Wadi Bakht wesentlich mehr Mikrolithen, die als Bewehrungen gedient haben könnten, auf als das Wadi el Akhdar. Diese Tatsache kann ein Anzeichen für bessere Erhaltungsbedingungen der Fundstellen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für beide von den Archäologen der Universität Köln intensiv untersuchten Wadis aber auch für das Gilf Vorland und das Plateau und wahrscheinlich ebenfalls für die große Zahl der nicht behandelten Wadis gilt folgendes : Die relativ zum Gesamtinventar geringe Anzahl von Pfeilspitzen- Bewehrungen setzt sich fast ausnahmslos aus Querschneidern in Dreieck- und Trapezform zusammen (Tafel Ä24, Ä25).&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden die älteren dreieckigen Mikrospitzen, welche schon an die kantenretuschierten Dreieckspitzen erinnern, wie sie im mittleren Neolithikum in Nabta, Bir Kiseiba und Abu Tartur üblich waren (Tafel Ä26).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf eine Stielspitze vom Wadi Sora sind flächenretuschierte Pfeilspitzen aus dem Gilf Kebir nicht beobachtet worden. Das hat zum einen sicherlich kulturelle Gründe aber es sollte nicht vergessen werden, dass der in seiner Struktur nicht homogene, verfestigte Sandstein, aus dem die meisten Artefakte hergestellt worden sind, sich nicht für Flächenretuschen anbietet. Die in der Gesteinsmasse einzementierten Quarzkörner stellen einer Druckretusche zuviel Widerstand entgegen. Es gibt im Gilf Beispiele für flächige Retuschen aus dem Paläolithikum aber bei diesen Artefakten handelt es sich um großvolumige Kernwerkzeuge und nicht um aus Klingen oder Lamellen hergestellte Kleinwerkzeuge. Außerdem sind die paläolithischen Retuschen geschlagen und nicht gedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant, bezüglich der Pfeilspitzen, ist die fehlende Weiterentwicklung während der großen Zeitspanne vom Epipaläolithikum bis zum jüngsten Spätneolithikum, wenn davon abgesehen wird, dass die Bewehrungen während der prädynastischen Phasen teilweise kleiner werden und häufig asymmetrische Formen zeigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Frühen holozänen Besiedlungszeit ist ein Trapez mit gekerbter, kleiner Schneide bekannt, ähnliche Stücke wurden in Westpans und Regenfeld gefunden. Die bis dahin unbekannte Bewehrungsart erhielt die Bezeichnung F15, sie ist zu vergleichen mit F9, einem querschneidigem Dreieck mit Schäftungskerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Minqar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Weg zwischen den Dakhla Oasen und Farafra liegt hart am Rande der großen Sandsee die kleine Oase Abu Minqar. Im Rahmen des B.O.S. Programms der Universität Köln wurde zu Beginn der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts das Gebiet auf prähistorische, holozäne Siedlungsplätze untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf Pfeilspitzen stellen sich die Fundplätze wie folgt dar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-1 weist zwei recht unterschiedliche C14- Daten auf, einmal 7890 BP und ein älteres von ca. 8620 BP. Neben kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen der Gruppen C1 und C4 und gestielten, kantenretuschierten Exemplaren der Typen H5 und H12 kommen gekerbte und retuschierte Stücke (Tix 74 bis 77 und Tix 105) vor. Ein Besonderer Fund ist ein langgestrecktes Artefakt mit dreieckigem Querschnitt. Das über 140mm lange Stück ist vollständig flächenretuschiert, die Dicke von rund 6mm im medialen Bereich verringert sich zu den bohrerartig ausgebildeten Enden hin. Der Verwendungszweck bleibt rätselhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-2 liefert ebenfalls kleine, einseitig flächig retuschierte Blattspitzen. Es sind die Typen C1, C3, C4 und C6. Daneben gibt es eine gestielte, flächenretuschierte Pfeilspitze der Gruppe D3 und kantenretuschierte Bewehrungen der Typen H4 und H7 sowie Querschneider der Typen F4 und F13. Rückenstumpfungen und langschmale Dreiecke gehören ebenfalls zum Inventar von 81/55-2. Die C14- Daten reichen von 7100 BP über 6390, 6100 bis 4500 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-3 weist vor allem Querschneider auf und zwar der Gruppen F16, F4 und F13. Daneben kommen auch wieder die kleinen, teilweise flächenretuschierten Blattspitzen aber auch vollflächig retuschierte Exemplare vor.&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 6520 BP angegeben. Weitere typische Artefakte sind retuschierte Stücke (Tix 105), Rückenstumpfungen und Bohrer vom Typ Tix 16 (mèche de foret) sowie basisretuschierte Lamellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-5, dessen Alter mit 7260 BP angegeben ist, produzierte sieben Blattspitzen sowohl ganzflächig als auch teilflächig retuschiert. Daneben finden sich zwei Querschneider, drei H5- Stielspitzen und eine teilflächig retuschierte Hybridspitze vom Typ D44, welche den Übergang von der Blatt- zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den im Gebiet aufgelesenen Streufunden gehört neben Blattspitzen der Gruppen C1, C3, C4 und C11 auch eine große, beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 mit geradlinigen bis leicht gewellten Rändern. Der außergewöhnlich breite Stiel wird von konvexen Linien begrenzt und läuft in einer Spitze aus. Das Gewicht des Stückes ist nicht bekannt, aber da die Dicke in der Mitte des Exemplars bereits 10mm beträgt, dürfte es über 20g wiegen und damit eher zu den Stoß- und Wurfspießen gehören. Außerdem ist der Stiel so breit, dass eine Pfeilschäftung nur schwer vorstellbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Pfeilspitzen in Abu Minqar (Lobo)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| C&lt;br /&gt;
|| D3&lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14&lt;br /&gt;
|| H4&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|| H7&lt;br /&gt;
|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Streufunde&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''16'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''25'''&lt;br /&gt;
|| '''46'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen der verschiedensten Pfeilspitzen- Typen, die über weite Zeiträume gespannten Altersangaben und die neben den Bewehrungen gefundenen typischen, vielfach rückengestumpften Artefakte lassen eine so starke Durchmischung des Fundgutes vermuten, dass eine Altersbestimmung von Pfeilspitzengruppen in diesem Falle problematisch wäre. Sämtliche 123 in „Lobo“ gefundene Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (B.O.S.- Archiv, persönliche Mitteilung Frank Klees).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Weitere Fundplätze außerhalb des Komplexes „Lobo“ sind in folgender Grafik vorgestellt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| A1&lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| E1&lt;br /&gt;
|| E2&lt;br /&gt;
|| F2&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/16&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/17-1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/24&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/21&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/28-8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/27&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''7'''&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Blattspitzen sind die Typen C3 und C11 einseitig flächenretuschiert, das proximale Ende ist häufig auf beiden Seiten modifiziert. Von den C1- Spitzen sind zwei Stücke teilretuschiert.&lt;br /&gt;
Das Alter dieser Bewehrungen liegt, wie auch das der schlanken A1- Spitze, zwischen ca. 6500 BP und 6100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zum Gebrauch des Begriffs „Holozän“.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur in der deutschen Fachliteratur hat sich in Bezug auf das Holozän die Unsitte eingeschlichen, nicht abgeschlossene Zeiträume in Phasen einzuteilen. Diese kleine Anmerkung möge dazu dienen diese Praxis in Frage zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holozän ist ein Terminus aus der historischen Geologie oder Stratigraphie. Das Holozän, früher auch Alluvium genannt, ist die jüngste Stufe der Quatärformation. Es schließt sich an das Pleistozän oder Dilluvium an. Letzteres ist eine abgeschlossene Stufe, welche zwischen dem Pliozän, der jüngsten Erscheinung des Tertiärs, und dem Holozän, der Jetztzeit, angesiedelt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also möglich Begriffe wie frühes, mittleres und spätes Pleistozän zu bilden.&lt;br /&gt;
Anders verhält es sich mit dem Holozän, welches erst vor 10.000 – 12.000 Jahren begann und von dem wir nicht wissen wie lange es dauern wird. Möglicherweise ist es eine zukünftige Eiszeit, welche dieses Erdzeitalter beenden wird. Geologische Zeiträume, und Holozän ist ein solcher, sind im Gegensatz zu historischen, auch ur- und frühgeschichtlichen unvergleichlich groß, Millionen Jahre sind kurze Zeitspannen in der Geologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allenfalls kann also von einem frühen Holozän gesprochen werden, wenn die Zeit, die unmittelbar auf  das Pleistozän folgt, gemeint ist. Gänzlich inkorrekt hingegen sind Wendungen wie mittleres oder spätes Holozän.&lt;br /&gt;
Denkbar wären Formulierungen wie „spätsteinzeitliche Holozänphase“ oder „mittelsteinzeitliche holozäne Feuchtphase“, das sind zwar unförmige Wortgebilde, sie haben aber den Vorteil logisch zu sein. Außerdem vermeiden sie ebenfalls ungeliebte und mit unpraktischen Definitionsansätzen versehene Begriffe wie Neolithikum, Mesolithikum usw..&lt;br /&gt;
Läge die Steinzeit im späten Holozän, wo wären dann Bronze- und Eisenzeit oder gar das Atomzeitalter angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zehnjähriges Kind mit einer statistischen Lebenserwartung von 80 Jahren beschreibt seinen Lebensweg in der Art : „In der Frühphase meines Lebens verbrachte ich meine Zeit hauptsächlich mit Spielen. Dann in der mittleren Lebensphase ging ich in die Grundschule und letztlich, in der Spätphase meines Lebens, wurde ich in die Sexta des hiesigen Gymnasiums aufgenommen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Beispiel zeigt, dass offene Zeiträume nicht in Früh-, Mittel- und Spätphasen aufgeteilt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Große, gekehlte Dreieckspitzen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden sollen die Pfeilspitzen der Wüstenfundplätze Fayum, Abu Tartur und Kharga untereinander und mit den Bewehrungen der zwei Niltalvorkommen von Merimde und Badari verglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst gilt es das zeitliche Auftreten der gekehlten Dreieckspitzen in den einzelnen Siedlungsräumen zu klären. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum A wird unterteilt in das ältere Fayumian von 6075 BP bis 5540 BP und das jüngere Moerian von 5410 BP bis 5010 BP.&lt;br /&gt;
( Ginter et al. 1982; Ginter und Kozlowski 1983, 1984, 1986; Dagnan - Ginter et al. 1984; Kozlowski und Ginter 1989 ). Für die gleiche Kultur gibt F. Wendorf 1980 Altersstellungen von 6391 BP, 6064 BP, 5810 BP und 5160 BP an. Ausgehend von der Annahme, dass sämtliche C14 Analysen korrekt durchgeführt worden sind, kann das Fayum A in den Zeitraum von 6391 BP bis 5010 BP gestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde wird bei von den Driesch und Boessneck 1985 zwischen 5440 BP und 5010 BP datiert. Breunig gibt 1987 für die untere Merimdeschicht Alter von 3940 BP und 5840 BP an. Die Angaben von Derricourt 1971 liegen zwischen 4690 BP und 6250 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die problematische zeitliche Einordnung der Oberflächenfunde von Abu Tartur könnte mit Einschränkungen auf vier C14- Daten basiert werden.&lt;br /&gt;
Das Exemplar Nr. 12 der Tafel Ä2 wurde als einzige gekehlte Dreieckspitze auf dem Fundplatz 1004/83 aufgesammelt. Das Alter des Fundplatzes ist auf 7590 +- 75 BP datiert. Unter anderem führt dieser Komplex auch erste, recht primitiv gestaltete side-blow-flakes. &lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 mit einem Alter von 7145 +- 40 BP weist vier gekehlte Dreieckspitzen auf und 1024/82, der auf 6620 +- 40 BP datiert ist, drei dieser Exemplare. Eine weitere Datierung mit sieben dreieckigen Großspitzen stammt vom Fundplatz 1005/83 und beträgt  6420 +- 60 BP. &lt;br /&gt;
Andere Fundplätze mit häufigem Auftreten dieser Pfeilspitzengruppe konnten bisher noch nicht datiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vielzahl der unterschiedlichsten Datierungen der Fundplätze am Westende der Ausläufer des Abu Tartur Massivs, besonders site 228 und die mögliche Vermischung der Inventare in dieser Zone erlauben keine eindeutige zeitliche Zuweisung der Dreieckspitzen der Dakhla Oasen. Ähnliches gilt für andere einzelne Oberflächenfunde in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der frühesten Daten des Fayum A ( 6391 BP ) und Merimdes ( 6250 BP ), Fundstellen, die sich wie auch Abu Tartur durch statistisch auswertbare Mengen von großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle auszeichnen, ergibt ein Bild, welches die gehäufte, Präsenz dieser Bewehrungsart auf den oben genannten Plätzen ab der Mitte des 7. Jahrtausend vor heute suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur begann die Entwicklung etwa tausend Jahre früher ( 7590 BP ). Ein Ansteigen der Häufigkeit belegen die Stationen 7145 BP und 6620 BP. Die größten Mengen treten in Abu Tartur um 6420 BP auf, kurz vor dem ersten Erscheinen dieses Pfeilspitzentyps im Fayum und in Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielhaft für das Fayum sind die tief ausgekehlten Spitzflügelgeschosse der Gruppe A25, die noch durch zwei gezähnte Exemplare des Typs A26 ergänzt werden. Andere Dreieckspitzen verschiedenster Basisgestaltung sind A1 mit geradliniger Basis, A17 und A18 mit einer durch zwei schräg verlaufende gerade Linien gebildeten Basis oder einer konvexen Basis und die Stücke mit zentraler Kehle mit allen möglichen runden und eckigen Ausgestaltungen der Schwingenenden als da sind A2, A13, A27 u.s.w.&lt;br /&gt;
Die in Abu Tartur gefundenen Exemplare zeichnen sich häufig durch eine gewisse Asymmetrie, vor allem die Schwingenenden betreffend, aus ( z.B. Tafel Ä3, 2, 3, 5, 6, 8 und 11 ). Dieses Merkmal wird weder im Fayum noch in Merimde oder Badari angetroffen. Auch das Ansteigen des häufig spachtelförmigen Schwingenendes zum Kehlentiefsten hin ist typisch für Abu Tartur ( z.B. [[Tafel Ä 4A]], 1, 6, 9 und 16 ). Bis auf ein Exemplar der Gruppe A26 kommen Spitzflügelgeschosse im Einzugsgebiet von Abu Tartur nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Merimdespitze“ vom Fundplatz Merimde beni Salam ist eine symmetrisch geformte Dreieckspitze mit geradlinigen bis schwach konvexen Rändern. Die Basis ist mit einer zentralen Kehle ausgestattet, die Schwingenenden verlaufen häufig rechtwinklig zum Rand und sind nach außen leicht abgerundet. Sie entsprechen dem Typ A27 und kommen ebenfalls in geringer Anzahl in Abu Tartur vor. ( Tafel Ä4, 4 ; Tafel Ä2, 2 ). Die feinen morphologischen Unterschiede innerhalb der Gruppe sind von J. Eiwanger beschrieben. Außer den „Merimdespitzen“ kommen in den oberen Schichten und vor allem an der Oberfläche auch die jüngeren Spitzflügelgeschosse, ähnlich denen aus dem Fayum, vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der Bewehrungen der wesentlich jüngeren Badarikultur ( 5560 BP – 5030 BP Hassan 1985 ) sind Spitzflügelgeschosse vom Typ A25 aber auch A2, A26 und A28 kommen noch vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die elf von G. Caton-Thompson in Kharga gefundenen großen Pfeilspitzen mit teils eckigen, teils gerundeten Schwingen sowie die drei von M. Mc Donald erwähnten ausgekehlten Dreieckspitzen östlich von Dakhla können den Typen von Abu Tartur zugesellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die ägyptischen Fundgebiete im Vergleich.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenfassung der Pfeilspitzen Indizes sowie ihre grafische Darstellung sollten ursprünglich nur die Verschiedenheit oder Gleichheit einzelner Kulturen dokumentieren. Unvermischte Inventare ergeben gleichartige Grafiken bei gleicher Kultur, eine andersartige Kultur ergibt eine abweichende Grafik. Auf ähnliche Art können auch Gesamtinventare miteinander verglichen werden.&lt;br /&gt;
Trotz aller Kritik an dieser „französischen Methode“ haben ihre Kritiker bislang nichts anzubieten was effektiver wäre. Es wird lediglich versucht einfache Methoden durch aufwändige Arbeitsweisen zu ersetzen.&lt;br /&gt;
Die hier vorgestellten Grafiken haben in den meisten Fällen gemischte Inventare als Grundlage, dennoch sind sie äußerst informativ, denn sie zeigen die zeitliche und materielle Entwicklung der einzelnen Populationen auf und sie erlauben Vergleiche mit anderen Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersicht 1. - 6. sind Fundkomplexe der postulierten Gunstzone. Übersicht 7. - 11. sind Fundkomplexe außerhalb der postulierten Gunstzone. Übersicht 12. - 13. sind Sonderfälle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Kharga'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 7,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 259&lt;br /&gt;
|| 29,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 341&lt;br /&gt;
|| 39,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 203&lt;br /&gt;
|| 23,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''869'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 122&lt;br /&gt;
|| 3,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 1466&lt;br /&gt;
|| 45,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 597&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 1023&lt;br /&gt;
|| 31,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''3208'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Djara 90/1'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 28,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 53&lt;br /&gt;
|| 35,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''150'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Abu Minquar'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 51&lt;br /&gt;
|| 29,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 117&lt;br /&gt;
|| 67,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''173'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Dakhla'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 57&lt;br /&gt;
|| 38,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 14,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 65&lt;br /&gt;
|| 43,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''148'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6. Djara 98/20'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''55'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7. Mudpans'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 98&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''98'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8. Gilf Kebir'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 346&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''346'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9. Sandsee (Glasregion)'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| ca. 50&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''ca. 50'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10. Kiseiba'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 152&lt;br /&gt;
|| 96,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''157'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11. Nabta'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 3,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 2,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 350&lt;br /&gt;
|| 93,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''375'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12. Merimde'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 61&lt;br /&gt;
|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''66'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13. Fayum'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 272&lt;br /&gt;
|| 31,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 228&lt;br /&gt;
|| 26,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 357&lt;br /&gt;
|| 41,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''857'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Tartur - Verteilung der Pfeilspitzenfamilien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3a&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 9120 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7590 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7145 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6620 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6420 BP&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0002 / 84'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0006 - 0007 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1004 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1017 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1023 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1024 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1005 / 83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| 1,48|| I|| 3,39|| I|| 3,02|| I|| 5,33|| I|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||1,57||II||14,08||II||17,78||II||48,59||II||52,61||II||72,78||II||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||0,52||III||9,86||III||4,44||III||7,91||III||18,57||III||11,83||III||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||97,91||IV||76,06||IV||76,30||IV||40,11||IV||25,80||IV||10,06||IV||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kharga'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 90 / 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Dakhla'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Minqar'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 98 / 20'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 7,60|| I|| 3,80|| I|| 2,67|| I|| 2,70|| I|| 1,73|| I|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29,80||II||45,70||II||33,33||II||38,51||II||29,48||II||7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||39,24||III||18,61||III||28,67||III||14,87||III||1,16||III||20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||23,36||IV||31,89||IV||35,33||IV||43,92||IV||67,63||IV||72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Mudpans'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Gilf kebir'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Glasregion''' &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kiseiba'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Nabta'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Fayum'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Merimde'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| -|| I|| 0,64|| I|| 1,33|| I|| 31,74|| I|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||-||II||-||II||-||II||1,27||II||3,20||II||26,60||II||-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||-||III||-||III||-||III||1,27||III||2,13||III||41,66||III||3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||100||IV||100||IV||100||IV||96,82||IV||93,33||IV||-||IV||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alter bestimmter Pfeilspitzenformen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wird die Frage nach dem Alter bestimmter Pfeilspitzenformen gestellt. Um eine zufriedenstellende Antwort geben zu können, werden möglichst große Mengen Bewehrungen mit ausreichenden Altersbestimmungen durch C14 Analysen benötigt.&lt;br /&gt;
Im besprochenem Raum stellt sich die Faktenlage so dar, dass nur ein geringer Anteil der älteren Inventare, von vor 9000 BP bis etwa 7600 BP, in direktem Zusammenhang mit C14 Werten steht. Oft ist die Anzahl der an einer datierten Stelle aufgefundenen Pfeilspitzen klein oder aber eine zeitliche Zuweisung größerer Mengen eines Fundplatzes ist lediglich auf indirektem Wege, durch Vergleiche mit ähnlichen Vorkommen, deren Alter bekannt ist, möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die jüngeren Fundplätze von ca. 7600 bis ca. 6400 ist die Situation günstiger, da hier Datierungen mit größeren Mengen zusammenfallen, dieses gilt leider nur für Abu Tartur, dürfte aber ausreichen, um allgemeine Strömungen bei der Formgebung von Pfeilspitzen kenntlich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' zeigt die Entwicklung von vor 9120 BP bis 6900 BP ohne Wichtung der Menge. Jeder direkt datierte Pfeilspitzenfundplatz ist in dem Diagramm eingezeichnet so z.B. 0002/84 mit 180 Querschneidern aber lediglich zwei Ounan-Harif Spitzen vom Typ H14 ( Tafel Ä35 – 12 und 13 ) und fünf weiteren H- Spitzen. Schon im Frühholozän wurde mit neuen Formen und Techniken experimentiert wie die einseitig flächenretuschierte D1- Spitze ( Tafel Ä12 – 6 ) und die gestielte Hybridspitze ( Tafel 35 – 14 ) zeigen. Experimente sind im Diagramm durch einen Asterix gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_7.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_8.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den '''Nabta-Fundplatz E-77-3''' liegt eine Datierung vor und eine solide Menge von 28 Ounan-Harif Spitzen und 25 querschneidigen Bewehrungen. Gegenüber der knapp 300 Jahre älteren Fundstelle 0002/84 mit einem Ounan-Harif Anteil von ca. 1 % übersteigt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen mit 52,83 % die Menge der Querschneider, die es auf  47,17 % bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dakhla treten ähnliche Querschneider wie in Abu Tartur und größere Mengen von Ounan-Harif Spitzen, hauptsächlich vom Typ H19, auf. Leider sind die Mengen- und Typenangaben für eine Auswertung nicht präzise genug, ferner fehlen exakte, auf  Inventare bezogene Altersangaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Minqar 81/55-1''' weist um 8620 BP keine Ounan-Harif Spitzen aber erste Ounan- oder ounanähnliche Spitzen auf. Die Menge, fünf Exemplare, ist aber zu gering, um aussagekräftig zu sein. Ein weiteres Datum von 7890 BP könnte im Zusammenhang mit kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen gesehen werden. Aber auch hier ist die Menge ( drei Stücke ) zu gering und das auch noch in einem Fundkontext, welcher unübersichtlich und gestört erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den indirekt datierten Fundplätzen '''E-80-2 und E-80-1-A''' sind insgesamt 80 Ounan-Harif Spitzen und 22 querschneidige Mikrolithen bekannt. Diese größte Menge von in Ägypten gefundenen Ounan-Harif Spitzen sollte in der Betrachtung der Entwicklung der Pfeilspitzentypen nicht fehlen. Das Inventar ist daher in das Diagramm Fig. 7 aufgenommen und arbiträrerweise bei 8500 BP eingetragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wahl entbehrt nicht ganz der Logik, da das Verhältnis von Ounanspitzen zu Mikrolithen mit der Zeit ansteigt. Während 0002/84 nur 1,10 % Ounan-Harif Spitzen aufweist, steigt der Anteil auf 52,83 % für E-77-3, auf 62,00 % für Dakhla, auf 78,43 % für  E-80-2 und E-80-1-A. Nach 8500 BP sinkt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen und die Querschneider laufen in der behandelten Zone aus. Ounanspitzen vom Typ H12 und ähnliche wie H13 und H5 werden zahlreicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf 8290 +- 80 BP datierte Nabta Fundplatz '''E-75-6''' Epipal, weist keine Ounan-Harif Spitzen mehr auf, dafür aber immer noch mikrolithische Bewehrungen und Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
Dahingegen werden nur geringfügig später ( 8219 +- 73 BP ) auf dem Fundplatz Gara 75/27 in den Siwa Oasen weiterhin Ounan-Harif Spitzen produziert und Versuche mit flächenretuschierten Stielspitzen angestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Ounan-Harif Spitzen wie im äußersten Nordwesten der westlichen Wüste Ägyptens werden zur gleichen Zeit ( 8210 +- 70 BP ) im Südosten in Bir Kiseiba auf dem Fundplatz  E-79-1 hergestellt. Die letzten Ounan-Harif Spitzen erscheinen zwischen 8100 BP und 8020 BP auf den Fundplätzen E-80-3 und E-80-1-C. Der auf 8130 BP datierte Fundplatz E-79-2 führt schon Ounanspitzen, die jüngeren hier gemessenen Daten dürften sich auf  eine Bou Saada Spitze ( H7 ) beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1-C''' von F. Wendorf in die El Jerar Phase von Nabta Playa gestellt, weist zwei Ounanspitzen mit einem Alter von 7850 +- BP auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-79-2''' hatte acht Ounanspitzen um 8130 BP hervorgebracht, zwei jüngere Daten 7780 +- 130 BP und 7610 +- 70 BP könnten im Zusammenhang mit einer Bou Saada Spitze stehen, wie schon weiter oben ausgeführt wurde. Das jüngere Datum ist wahrscheinlicher, das ältere läge rund 200 Jahre vor dem Erscheinen der frühesten kantenretuschierten Dreieckspitzen der Typen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch zwei Holzkohlenproben von verschiedenen Herdstellen datierte Fundstelle '''1072/86''' hat ein Alter von 7670 +- 50 BP respektiverweise von 7645 +- 35 BP. Hier kann von einer intakten Fundschicht mit in situ Material ausgegangen werden. Es wurden 37 Spitzen der Typen H12, H13 und H5 gefunden, also Ounanspitzen und ounanähnliche Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um so erstaunlicher ist die Pfeilspitzen Vielfalt des auf 7590 +- 75 BP datierten Fundplatzes '''1004/83''', der neben 47 Spitzen der Gruppen H12, H13 und H5 eine Menge von 15 kantenretuschierten Blattspitzen, zwei flächenretuschierten Dreieckspitzen der Typen A1 und A2, 29 Blattspitzen der Typen C1, C2, C3, C6 und C10 und sechs Stielspitzen der Typen D1, D2 und D3 hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast gleichzeitig ist der mit 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP datierte Fundplatz Djara 90/1-2, welcher ebenfalls flächenretuschierte Blatt- und Stielspitzen führt. Die Nabta Fundplätze E-77-5 Neolith. ( 7530 +- 180 BP ) und E-91-1-C ( 7536 +- 110 BP ) führen zu dieser Zeit noch Ounanspitzen und kantenretuschierte Blattspitzen. Unsicher ist eine H7 Spitze, ein einzelnes Trapez taucht wieder auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 7360 +- 200 BP werden vom Kiseiba Fundplatz E-79-7 zwei kantenretuschierte Dreieckspitzen des Typs H8 gemeldet, um 7170 +- 80 BP steigt die Anzahl der H7 und H8 Spitzen auf Fundplatz E-79-6 auf 19 Exemplare. Ebenfalls wird eine große, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze mit zentraler Kehle des Typs A2 gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit, 7145 +- 40 BP, wird auf dem Fundplatz Abu Tartur 1017/82 eine Menge von 178 Pfeilspitzen gezählt darunter 60 Ounan- und ähnliche Spitzen, zehn kantenretuschierte Blattspitzen und von den flächenretuschierten Stücken vier Dreieck-, 86 Blatt- und 14 Stielspitzen. Der Fundplatz ist gemischt und die kantenretuschierten Exemplare dürften älter sein, was durch weitere Datierungen zu klären wäre. Kantenretuschierte Dreieckspitzen wurden nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Nabta Fundplatz E-75-8 lower, welcher 41 Pfeilspitzen der Typen H7 und H8 produzierte schwanken die Altersangaben zwischen 7100 BP und 6700 BP. Das ältere Datum scheint für die „Nabtaspitzen“ wahrscheinlicher zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der in der ägyptischen Sahara, also in der westlichen oder libyschen und in der östlichen oder arabischen Wüste gefundenen und wissenschaftlich bearbeiteten Pfeilspitzen liegt bei über 7000 Stücken. Die im diesem Bericht berücksichtigten Bewehrungen erreichen eine Zahl von rund 6800 Exemplaren. Zwei Drittel dieser Menge kommen aus einem breiten Streifen um den 26. nördlichen Breitengrad, einer Region, die wie ich meine sowohl Sommerregen aus Süden als auch den noch wichtigeren Winterregen aus Norden regelmäßig erwarten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch die Landschaftsform reicht die Kernzone der Pfeilspitzenhäufigkeit von Abu Minqar im Westen über Dakhla bis nach Kharga im Osten. Nördlich dieser Linie sind Farafra und Djara sowie Abu Gerara, das nördliche und westliche Abu Tartur Plateau, die geologischen Senken nördlich von Abu Tartur sowie das Gelände nördlich der Kharga Oasen zu nennen, wobei große Gebiete bis heute noch nicht auf prähistorische Vorkommen untersucht worden sind. Südlich der Linie liegen die Eastpans. Das Auffinden weiterer Fundplätze bis zum Breitengrad 25° Nord ist möglich, die Aussicht auf Erfolg ist wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem libyschen Kalksteinplateau und an seinem Fuße konnte auf ausgezeichnetes Rohmaterial zur Herstellung von Werkzeugen zurückgegriffen werden. Einmal auf Jaspis- und Chalzedonknollen aus den Tonlinsen der Khargaschichten, zum anderen auf eozäne Hornsteine, deren Ausbildung von kugelig bis plattig reicht. Es gibt weitere Gesteine, die als Ausgangsmaterial herangezogen worden sind, wie Sandstein, Kalkstein, verkieseltes Holz, Quarz und andere, ihre Verbreitung ist jedoch gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie Fig. 3''' zeigt ähneln sich die Diagramme der einzelnen Fundzonen. Sämtliche Pfeilspitzen- Grundformen wie die flächenretuschierten Dreieck-, Blatt- und Stielspitzen sind neben den kantenretuschierten Exemplaren vorhanden. Bis etwa 7500 BP sind Flächenretuschen die große Ausnahme obwohl mit dieser Technik experimentiert wurde. Nach ca. 7000 BP setzen sich die Flächenretuschen durch, Kantenretuschen werden seltener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Grafik zeigt das Indiz IV den Anteil der kantenretuschierten Pfeilspitzen und damit den Anteil älterer Besiedlungsphasen an. &lt;br /&gt;
Diese älteren Pfeilspitzen weisen ein großes Spektrum an Formen auf, es reicht von Ounan- Harif- Spitzen ( H 14, H2, H19 u.a. ) mit den verschieden gestalteten Schäftungszonen über Ounanspitzen ( H12 ), gestielten H5- Spitzen, Dreiecksformen ( H7, H8, H9, H18 ) und Blattspitzen ( H1, H4, H10, H11 ) bis zu Querschneidern ( F2 – F22 ), von denen die frühesten schon vor 9000 BP auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Größenordnung und Verteilung der Indize der flächenretuschierten Bewehrungen wird wahrscheinlich durch kulturelle Präferenzen bestimmt. So ist für die Khargaregion die Stielspitze wichtig. Da nahegelegene Abu Tartur und die Dakhla Oasen führen prozentual die meisten Blattspitzen während das Verhältnis von Blatt- zu Stielspitzen in Djara ausgeglichen erscheint. Diese Aussagen sind sehr verlässlich, da sie große Mengen als Basis aufweisen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger großen Inventaren genügt ein kleiner Eingriff, um das Gesamtbild zu ändern und eventuell zu verfälschen, so fehlen in Abu Minqar bis auf zwei Stücke die Stielspitzen. Gesetzt den Fall ein „Sammler“ hätte vor der wissenschaftlichen Untersuchung durch F. Klees rund 20 D- Spitzen, weil sie so „schön“ waren, entnommen, so wäre eine Erklärung für das Balkendiagramm gefunden. Zerstörung durch Deflation und kulturelle Verschiedenheit sind natürlich ebenfalls im Bereich des Möglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 4''' zeigt die Zusammensetzung der Pfeilspitzentypen von Fundstellen außerhalb des postulierten Gunstraums südlich und nördlich der Achse Abu Minqar – Kharga. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mudpans, die Glasregion in der großen Sandsee und die Fundstellen im Gilf Kebir weisen ausschließlich kantenretuschierte Werkzeuge auf und zwar von den ältesten bis zu den jüngsten Fundstellen. Über tausende von Jahren war der Querschneider die einzige bekannte Bewehrung im südwestlichen Teil der libyschen Wüste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den dort lebenden Gesellschaften fehlte die sonst für das Neolithikum so charakteristische Dynamik, die sich in Innovation und Vielfalt dokumentierte. Ganz ähnlich scheinen die Grafiken von Kiseiba und Nabta angelegt zu sein aber die Ähnlichkeit ist nur äußerlich. In diesen Gebieten wurden bevorzugt die älteren holozänen Fundstellen bearbeitet, was sich in dem hohen Anteil an kantenretuschierten Pfeilspitzen niederschlägt. Hier jedoch findet sich die bunte Mischung aus Stiel- Dreieck- und Blattspitzen neben den Querschneidern wieder, wie es in der Gegend um den 25. Breitengrad Nord der Fall war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigen bearbeiteten jüngeren Fundplätze weisen, wenn auch in geringer Anzahl, sämtliche Ausbildungstypen flächenretuschierter Pfeilspitzen auf. Gemeinsamkeiten zwischen dem Südostteil der westlichen Wüste und ihrer Südwest- Ecke sind nicht festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss des Feuerstein liefernden Kalksteinplateaus im Norden Nabtas und im Nordosten Kiseibas darf nicht unterschätzt werden, gab er doch den hier lebenden Populationen einen materiellen und daraus resultierend auch einen technologischen Vorteil gegenüber den im nubischen Sandstein siedelnden Gruppen, deren Rohmaterial hauptsächlich aus verhärtetem Sandstein bestand, der wie schon weiter oben angedeutet nicht das ideale Material für eine Bearbeitung mittels Flächenretuschen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum ( Fig. 4 ) zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Dreieckspitzen aus, dennoch liegt der Anteil der Stielspitzen um ca. 10 % höher. Würden die kantenretuschierten Bewehrungen des Fayum B berücksichtigt, so entstünde ein ähnliches Bild wie in den Kharga Oasen allerdings mit höherem Anteil an Dreieckspitzen ( Indiz I ) und einem niedrigerem Prozentsatz von Blattspitzen ( Indiz II ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beeinflussung durch die Fundplatzgruppe 25° N ist durchaus möglich.&lt;br /&gt;
Wie ebenfalls aus Fig. 4 hervorgeht, fehlt den Merimde Fundplätzen die zeitliche Tiefe, da ein Pfeilspitzentyp, die Gruppe A2, mit über 90 % Anteil das Bild beherrscht. Ähnliches gilt für die noch jüngere Badarikultur, die ca. 80 % A2- Spitzen aufweist und rund 16 % Blattspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem nun die ägyptischen Pfeilspitzen der Sahara zahlenmäßig erfasst sind und ihre Typen in einen, wenn auch groben Zeitrahmen gestellt werden konnten, erscheint es mit Einschränkungen möglich, einige Fragen beantworten zu können. Ebenfalls müssen mehrere notwendige Feststellungen getroffen werden.&lt;br /&gt;
* Über die Hälfte aller in Ägypten gefundenen und ausgewerteten Pfeilspitzen ist in dem Raum von Abu Tartur – Kharga konzentriert.&lt;br /&gt;
* Diese außerordentliche Akkumulation hat während der gesamten holozänen, steinzeitlichen Phase stattgefunden. &lt;br /&gt;
* Die Feldforschung in dem genannten Raum ist bei weitem nicht abgeschlossen. Die Region verfügt über ein gewaltiges Potential.&lt;br /&gt;
* Dichte und dauernde Besiedlung von der El Adam Phase bis zum Auftreten von Clayton Ringen ( Riemer ) setzt klimatische Bedingungen voraus, die nicht im Extrembereich liegen. Eine Ausweitung bisheriger Studien Klima, Fauna und Flora betreffend sowie die Erstellung weiterer C14- Analysen erscheinen angebracht. Auch die Quartärgeologie ist gefragt um eventuelle Fehlinterpretationen zur Klimaentwicklung zu korrigieren und gezielte, lokale Detailuntersuchungen zu betreiben, um die bestehende Diskrepanz zwischen den existierenden Studien und den archäologischen Fakten auszuräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Basiskehle dürften nach den heute bekannten und datierten Funden in Abu Tartur entwickelt worden sein. Von hier aus gelangten sie, kann postuliert werden, mit geringer Zeitverschiebung zunächst ins Fayum und dann nach Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fayum entwickelte sich aus den unregelmäßigen und zum Teil noch primitiv anmutenden Pfeilspitzen Abu Tarturs vor allem die elegante A25- Spitze mit nach innen gezogenen Schwingen und tiefen, breiten Kehlen. Dieser Typ verbindet die Wirkung eines breiten Geschosses mit entsprechendem Schusskanal mit einer Gewichtsreduzierung, welche mit einer tiefen und breiten Kehle zusammenhängt.&lt;br /&gt;
Die bevorzugten Typen in Merimde sind A2, A27, A25 und A28. Im Unterschied zu Abu Tartur sind hier die Pfeilspitzen gleichmäßiger und sauber gearbeitet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Erste flächenretuschierte Stielspitzen treten schon im Frühholozän vereinzelt als Experimente, die aber ohne direkte Folgen bleiben, in Gara, Sitra und Abu Tartur auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gara 75/27 produzierte zwei Stielspitzen mit einem Alter von 8219 Jahren, aus Sitra ist eine Stielspitze mit einem Alter von ca. 8200 Jahren bekannt und Abu Tartur weist zwei flächenretuschierte Stielspitzen von Fundplatz 0002/84 mit einem Alter von 9120 Jahren auf, eine dritte von 1023/82 ist nicht datiert, könnte aber nach der Bearbeitungstechnik und der Formgebung ebenfalls dazuzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese frühen, flächenretuschierten Stielspitzen ähneln stark Miniaturausführungen von Aterienspitzen. Eine Beeinflussung durch aufgefundene Paläoartefakte ist nicht von der Hand zu weisen, zumal im Inventar des Fundplatzes 0002/84 eine große Aterienspitze vorhanden ist. Außer den gestielten Exemplaren weisen 0002/84 und 0006/82 auch einige flächige modifizierte Blattspitzen der Gruppen C3 und C9 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie die Fundstellen Abu Tartur 1004/83 und Djara 90/1-2 zeigen, treten fast gleichzeitig ab ca. 7600 BP neben den kantenretuschierten Pfeilspitzen auch regelmäßig solche mit Flächenretuschen auf und zwar neben den Bewehrungen der Familien A, C und D ebenfalls, aber in geringeren Stückzahlen, die der Familien B, E und G auf.&lt;br /&gt;
Von dem oben genannten Zeitpunkt an nehmen die Flächenretuschierten prozentual zu, die Kantenretuschierten nehmen ab ohne aber gänzlich zu verschwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Anteil von Dreieck-, Blatt- oder Stielspitzen hängt bei den flächig retuschierten Pfeilspitzen nicht vom Alter des Fundplatzes ab sondern von den Präferenzen der jeweiligen kulturellen Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Gruppen, die westlich einer gedachten Linie Siwa – Abu Minquar. Eastpans – Bir Kiseiba – Nabta siedelten waren von den Geschossentwicklungen der Kernzonen abgekoppelt. Sie bringen keine Flächenretuschen hervor, zum Teil auf Grund eines Mangels an geeigneten Rohstoffen, sie verweilen hauptsächlich bei kleinen dreieckigen und trapezförmigen Querschneidern, andere kantenretuschierte Pfeilspitzenfamilien sind selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aus der ägyptischen Sahara sind nur wenige C14- Analysen aus holozänen Horizonten bekannt, die ein Alter von über 9000 Jahren aufweisen. Noch geringer ist die Anzahl von Fundstellen diesen Alters mit einem Inventar, welches eine typologische Einordnung zu erstellen erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste Datierung stammt von einem Herdplatz westlich des Abu Ballas, sie beträgt  10000 +- 225 BP Jahre weist aber keinerlei lithisches Material auf ( Gabriel 86 ).&lt;br /&gt;
Aus dem Wadi el Akhdar vom Fundplatz 80/7-1 wird ein Alter von 9370 +- 215 BP gemeldet (Schön 96) aber auch hier ist das analysierte Material aus einer geologischen Schicht ohne Artefakte entnommen worden.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 83/33 wurde eine Keramikscherbe auf 9080 +- 50 BP datiert. Zugehörige Steinartefakte sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Röper haben in der  „Roten Wüste“ etwa 70 – 100 km südlich von Abu Tartur eine Holzkohlenprobe von einer Herdstelle entnommen, die ein Alter von  9260 +- 370 BP aufweist. Steinartefakte und Keramik sind nicht untersucht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dakhla sind im Zusammenhang mit der dortigen Masara- Phase einige Daten bekannt. Sie liegen zwischen 9180 BP und 8170 BP für die Masara- Phasen A und B und zwischen 9000 BP und 8500 BP für die Masara- Phase C. Werkzeuge sind in diesem Falle vorhanden, einzelne Stücke stimmen mit einschlägigen Inventaren anderer Fundgebiete überein. Eigene auf Dakhla bezogene und vollständige Inventare sind jedoch erst spät erstellt worden, diese sind mit den Funden des Abu Tartur B zu vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches gilt für die C14 Daten der Fundregion Regenfeld in der großen Sandsee. Fundplatz 96/1 mit einem Alter von 9388 +- BP Jahren weist keine signifikanten Geräte auf und 96/20, auf 9040 +- 60 BP datiert, produzierte ähnlich wie die gleich alten Plätze im Südosten der libyschen Wüste Ägyptens hauptsächlich rückengestumpfte Lamellen ohne jedoch vergleichbar vollständige Typologien wie Nabta und Kiseiba zu liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollständige Inventare und Datierungen weisen vier Fundplätze auf. In Bir Kiseiba sind es E-80-4 und E-79-8 mit 423 respektiverweise 374 Werkzeugen, in Nabta lieferte E-77-7  158 Geräte und Abu Tartur 0002/84 hat 402 modifizierte Steinartefakte hervorgebracht. In der Fundplatzbeschreibung von 0002/84 werden diese vier Inventare miteinander verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Ostsahara begonnene kulturelle Entwicklung wurde durch die prädynastischen Gruppen im Niltal fortgesetzt. Da der Verfasser das Niltal mit Ausnahme von Merimde und Badari nicht in seine Betrachtungen aufgenommen hat, werden Pfeilspitzentypen wie sie z.B. in Abydos auftreten, nicht berücksichtigt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Artefakte_aus_Niger&amp;diff=5598</id>
		<title>Artefakte aus Niger</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Artefakte_aus_Niger&amp;diff=5598"/>
				<updated>2025-01-11T10:05:06Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Rillensteine, Schmuck und Keramik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Afara== &lt;br /&gt;
Die Koordinaten der Fundstelle Afara sind ungefähr 7°35’ Ost und 17°03’ Nord. Ab Kilometer 30 der Asphaltstraße von Agadez nach Arlit (RTA = Route Taoua – Arlit) führt eine Piste nach Teguidda in Tagait. Diesem Weg folgend erreicht man den Brunnen Afara. Auf halber Distanz zwischen diesem und dem Brunnen von Azog liegt das Fundgebiet „Afara“. Das Gelände ist eben, Landmarken für Mitteleuropäer gibt es keine, die einheimischen Touareg und Peulh haben dennoch keine Schwierigkeiten sich in der Savanne mit spärlichem Baumbewuchs punktgenau zurechtzufinden.&lt;br /&gt;
Mit einiger Vorstellungskraft können vor Ort Senken, ehemalige Seen oder Tümpel, ausgemacht werden. An ihren Rändern sind außer dem weitgestreuten lithischen Material hauptsächlich Keramikscherben mit Eindruckmustern oder Verzierungen in Wiegebandtechnik zu finden. Auffällig ist der große Anteil von Pfeilspitzen aber auch polierte Beile, bifazial bearbeitete Artefakte der verschiedensten Formen und kantenretuschierte Kratzer sind häufig.&lt;br /&gt;
Nicht nur für Afara sondern für das Gesamtgebiet ist das gebräuchlichste Rohmaterial ein Tonstein, welcher lokal im Sandstein in Nestern, Linsen und anderen Formen auftritt. Klassische Klingen und Lamellen sind aus ihm nicht zu gewinnen. So sind auch geometrische Mikrolithen, bis auf einige wenige Segmente mit extrem breitem Rücken, nicht im Inventar anzutreffen.&lt;br /&gt;
Das Gestein eignet sich hervorragend zum Schleifen und Polieren. Die im Gebrauch befindlichen Werkstoffe sind wie folgt bezeichnet worden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1 Tonstein&lt;br /&gt;
* 2 Quarzit oder anderer verhärteter Sandstein&lt;br /&gt;
* 3 Quarz, feinkristallin&lt;br /&gt;
* 4 Jaspis in verschiedenen Farben und Erscheinungsformen&lt;br /&gt;
* 5 Quarz, grobkristallin&lt;br /&gt;
* 6 Schwarzes Ergussgestein z.B. Basalt&lt;br /&gt;
* 7 Metamorphes Gestein&lt;br /&gt;
* 8 Versteinertes Holz&lt;br /&gt;
* 9 Feuerstein&lt;br /&gt;
* 10 Feldspat&lt;br /&gt;
* 11 Granit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis: Diese Nummerierung findet sich in mehreren Rohstoff-Tabellen dieses Beitrages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Inventar des Fundplatzes Afara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 670|| 44,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||130||8,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||97||6,49&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bifazial bearbeitete Werkzeuge||140||9,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||9||0,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke, inkl. Kantenretuschen||105||7,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||148||9,90&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||21||1,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||74||4,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||18||1,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||11||0,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||72||4,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total '''|| '''1495'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Afara &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Art der Rohstoffe'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 1245|| 83,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||56||3,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||23||1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||41||2,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||76||5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||54||3,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''1495'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Afara (Für die Analyse wurden lediglich 647 von den 670 Exemplaren herangezogen, Fragmente, die nicht eindeutig zuweisbar waren, wurden ausgeschlossen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 27|| 4,17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||101||15,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 13||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 16||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||14||2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||306||47,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 26||41||6,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||23||3,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 3||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||8||1,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3||10||1,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||53||8,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 1||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 21||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 30||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||12||1,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 31||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 5||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||G 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 1||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 4||9||1,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 18||7||1,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I 3||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I 4||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''647'''|| '''100,05'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E = 520 =   80,75 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               =   75 =   11,65 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =   24 =     3,73 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H  =   25 =     3,88 %&lt;br /&gt;
*Total                         = 644*= 100,01 % &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *I = 3 Exemplare nicht berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reib- und Mahlsteine fehlen im Inventar, sie wurden von den heutigen Einheimischen im Laufe der Jahre aufgebraucht. Ein Reibstein jedoch, mit einer kreisrunden Arbeitsfläche von 40 mm ist gefunden worden. Er besteht aus verhärtetem, grobkörnigem Sandstein wie er lokal vorkommt ( Korngröße z.T. über 2 mm Durchmesser ) und hat wegen seiner geringen Abmessung sehr wahrscheinlich nicht zum Mahlen von Getreide gedient sondern anderen Zwecken wie z.B. dem Zerkleinern von Farbstoffen also indirekt ebenfalls zum Malen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elf Rillenstein- Fragmente und mehrere Bruchstücke aus dem gleichen weichen Material ( Phyllit oder Speckstein ? ) weisen auf die Herstellung von Perlen und Zylindern hin wie sie in Tintabesguin gefunden wurden. Im Gegensatz zu den aus Sandstein gefertigten Rillensteinen der westlichen Wüste Ägyptens sind diese Exemplare bestens zum Polieren geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Stein mit zwei schmalen Kerben, die im rechten Winkel zueinander angeordnet sind, könnte als hängendes Gewicht benutzt worden sein z.B. als Netzsenker. An sonstigem Fundgut müssen noch zwei Knochenwerkzeuge, Bruchstücke von starken Säugetierknochen, sowie Muschelschalen, Fischgräten und Amazonit genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Afara Niger 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Afara_Niger_1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Afara - Niger I&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Die Form des ursprünglichen Rohstoffs ist fast vollständig erhalten geblieben. Lediglich die Schneide des Beils ist durch flache Retuschen herausgearbeitet worden. Auch die ausgestellten Ecken der runden Schneide sind durch die Form des Gesteins vorgegeben. Der gerundete Nacken ist ebenfalls von der Natur des Tonsteins vorgegeben. Die Farbe des Materials ist verglichen mit anderen Artefakten vom Fundplatz Afara relativ dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Beidseitig überschliffenes Beil mit gerundeter Schneide. Die vor dem Schleifen angebrachten Retuschen, um das Artefakt in Form zu bringen, sind noch teilweise erkennbar. Das Material ist hellbrauner Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Beidseitig flächenretuschierte, große Spitze. Die Farbe gleicht der des Artefakts Nr. 2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Afara_Niger_2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Afara   Niger II'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Klassischer geschlagener Dechsel. Die Rückseite ist im Bereich der Schneide geschliffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Geschliffenes Beil, in der Mitte ist es nur 11mm dick, der Querschnitt ist rechteckig mit leicht gerundeten Kanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Dieses Artefakt ist einer der sehr seltenen Stichel auf den Fundstellen westlich des Air- Gebirges. Wie die meisten anderen Werkzeuge besteht das verwendete Material aus Tonstein. Die sehr dunkle Färbung stellt ebenfalls eine Ausnahme dar. Es lassen sich vier Schärfungsabschläge beobachten. Da die obere Schlagfläche Retuschen aufweist kann das Exemplar unter Tix 21 abgelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Beidseitig flächenretuschiertes, beilförmiges Werkzeug. Bei einer Länge von 110mm beträgt die dünnste Stelle in der Mitte des Artefakts nur 11mm. Dadurch dürfte das Exemplar als schlagend eingesetztes Werkzeug zu schwach gewesen sein. Hinzu kommt noch eine Krümmung der Längsachse, welche die dauerhafte Stabilität weiter herabsetzt. Es könnte ein ungewöhnlich gestaltetes Messer gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Einfacher, grober Bohrer auf einem Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Einfacher Kratzer auf einem Abschlag vom Typ Tix 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Verzierte Keramikscherbe. Der Rand, links in der Zeichnung hatte eine ähnliche Verzierung wie das eingedrückte Zickzack- Band weiter rechts, ist aber stark überformt. Rechts des Bandes schließt sich eine an Wiegebandtechnik erinnernde, überformte Verzierung an. Die Farbe der Keramik ist hellbraun, das Innere grau. Als Magerung diente sowohl Sand mit Korngrößen bis zu 2mm Durchmesser als auch organisches Material wie Abdrücke auf der Vorderseite zeigen. Im Gegensatz zu der Keramikabbildung 5 auf dem Blatt Tin Tabesguin dürfte diese Scherbe wesentlich jünger sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Ungewöhnlich stark gekerbter Bohrer auf einem Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) und 10.) Zwei der sehr seltenen Segmente. Nr. 9 besteht aus Tonstein, Nr. 10 aus Karneol. Beide Exemplare weisen sehr breite Rücken auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Rückengestumpftes Messer, die Schneide weist ebenfalls Retuschen auf. Der Werkstoff ist ein buntes Silikatgestein in den Farben Rot, Schwarz und Beige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12.) Aus dem gleichen Material besteht dieses stark gebogene Rückenmesser, hier ist die Schneide klassisch gestaltet und nicht retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*13.) Großer Bohrer aus Tonstein vom Typ Tix 16. Beide Enden weisen Gebrauchsspuren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*14.) Kleiner Bohrer auf einem Abschlag, wie die Nr. 5 dieses Blattes vom Typ Tix 12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tintabesguin==&lt;br /&gt;
Die Fundstelle führt den Namen des Corys, der die Asphaltstraße Agadez – Arlit einige Meter östlich des Vorkommens schneidet. Cory, wie im Niger die Wadis heißen, wird auch in der Schreibweise Kori angetroffen. Tintabesguin wird auf einigen Karten auch Tin Tébesgin geschrieben.&lt;br /&gt;
Die Koordinaten der Fundstellen sind 7°42’ Ost und 17°05’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar des Fundplatzes Tintabesguin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 314|| 56,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer und Schaber|| 49|| 8,84&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer|| 40|| 7,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Biface|| 4|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel|| 8|| 1,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke inkl. Kantenretuschen|| 54|| 9,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Polierte Beile|| 14|| 2,53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Beile|| 1|| 0,18&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Hohlbeil|| 3|| 0,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben|| 8|| 1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombinationswerkzeuge|| 3|| 0,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige|| 56|| 10,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''554'''|| '''99,99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Tintabesguin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| ''' Art der Rohstoffe'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 164|| 29,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||27||4,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||106||19,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||135||24,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||9||1,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||47||8,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||27||4,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||39||7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''554'''|| '''99,99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Tintabesguin. (Für die Analyse wurden lediglich 295 von den 314 Exemplaren berücksichtigt. Fragmente, die nicht eindeutig zuweisbar waren, wurden ausgeschlossen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 23|| 7,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||7||2,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||9||3,05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||8||2,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 26||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||16||5,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 3||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||13||4,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2||9||3,05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3||24||8,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||116||39,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 6||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 1||5||1,69&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||3||1,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 3||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 9||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 15||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 21||5||1,69&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 23||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||21||7,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 31||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 2||4||1,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 4||4||1,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 5||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||G 1||11||3,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 1||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''295'''|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E =   70 =    23,73 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               = 164 =    55,59 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =   43 =    14,58 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H  =  18 =      6,10 %&lt;br /&gt;
*'''Total'''                         = '''295''' = '''100,00 %'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tin Tabesguin'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:TinTabesguin_Niger.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Rillenstein dessen Material in die Phyllitfamilie eingeordnet werden könnte. Die Rillenform kann zwischen halbkreis und V- förmig beschrieben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Tonnenförmige Perle aus Alabaster, wie ich vermute. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich hier um einen metamorph umgewandelten Gips und zwar mit einer Färbung und Streifung wie es typisch ist für das Material, welches bei El Amarna im Niltal abgebaut wird. Zu klären wäre ob weitere Alabaster Lagerstätten zwischen El Amarna und dem Westen des Air- Gebirges bekannt oder geologisch möglich sind. &lt;br /&gt;
Könnte die ägyptische Herkunft der Perle belegt werden, wäre man in der Lage die Geschichte weiter zu spinnen und eventuelle, weiträumige Wanderbewegungen am Ende der Feuchtphase in der ägyptischen Westwüste in Richtung Air- Gebirge ins Spiel bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Tonnenförmige Basaltperle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Bruchstück eines Armreifens aus Speckstein. Die Oberseite weist Ritzmuster in Dreiecksform auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Rillenstein aus metamorphem, nicht näher bestimmbarem Gestein. Rechtwinklig zur halbkreisförmigen Rille sind Ritzungen angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Dechsel aus Tonstein, die Rückseite ist poliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Geschliffenes Beil aus Tonstein mit gerundeter Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Wie Nr.7, die Schneide ist nur schwach gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) Dechsel aus Tonstein. Das Stück ist derart vom Wind abgeschliffen, dass die unterschiedlich gefärbten Lagen des Gesteins sichtbar werden. Bis auf die Grundform sind Bearbeitungsspuren nicht mehr erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*10.) Kratzer aus versteinertem Holz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Kratzer aus Quarz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12.) Kratzer aus Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*13.) Gekerbter Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*14.) Keramikscherbe vom Fundplatz Afara. Nach F. Jesse könnte diese Scherbe eventuell dem Kiffian zugeordnet werden (pers. Mitteilung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*15.) Einer der seltenen Stichel aus Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*16.) Das Artefakt besteht aus hochwertigem Hornstein. Dieser Stichel kann unter Tix 31 abgelegt werden obwohl der Rand nur im distalen Bereich kantenretuschiert ist und das Werkzeug recht klein ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*17.) Einfacher Bohrer auf Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cory de Noel==&lt;br /&gt;
Die Artefakte dieses Fundplatzes liegen auf einem Plateau von etwa 500m Höhe. Seine nördliche Begrenzung wird von einem kleinen Cory gebildet, der bei etwa 475 m Höhe liegt und eine Schlucht mit steilen Hängen bildet. Hier bleibt auch in der Trockenzeit ein Wasserloch ( guelta ) offen. Es ist durch einen Versturz von großen Sandsteinblöcken, die dachförmig über dem Guelta angeordnet sind, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Die Steine haben in den Zeiten der Wasserführung für eine Verwirbelung gesorgt und so zu einer Vertiefung des Bettes geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sandstein bildet an den fast senkrecht aufsteigenden Ufern Überhänge, die als Abri genutzt werden können. Eine große Anzahl von tiefen Gravierungen, es wurden hauptsächlich Giraffen abgebildet, belegt die Präsenz steinzeitlicher Bewohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Plateau, die eigentliche Fundstelle, wird durch eine Sandsteinbank geformt. In den sandgefüllten Erosionsrinnen und Löchern, die in den solidem Sandstein eingegraben sind, werden die Artefakte gefunden. Es handelt sich um Fundstreuungen, von in situ Material kann nicht ausgegangen werden. Der Hügel wird Ikosenwali genannt, seine Koordinaten sind ungefähr 7°38’ Ost und 17°17’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar des Fundplatzes Cory de Noel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 133|| 50,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||47||17,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||7||2,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Biface||18||6,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||1||0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke inklusive Kantenretuschen||25||9,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||2||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||3||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||5||1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||3||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''266'''|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Cory de Noel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Art des Rohstoffs'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 167|| 62,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||10||3,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||45||16,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||12||4,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||13||4,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||2||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||8||3,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||9||3,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''266'''|| '''100'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Cory de Noel ( Für die Analyse wurden lediglich 132 Exemplare von 133 berücksichtigt. Fragmente, die nicht eindeutig zu klassieren waren, wurden nicht in die Analyse aufgenommen ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 20|| 15,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||35||26,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||6||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||31||23,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||5||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 2||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||5||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||13||9,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 6||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 14||7||5,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 9||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||2||1,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 18||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''132'''|| '''100,03'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E =     99 =  75,00 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               =     27 =  20,45 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =       5 =    3,79 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H =       1 =    0,76 %&lt;br /&gt;
*'''Total                         = 132 = 100,00 %'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cory_de_Noel_Niger.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Ein zu einem Bohrer umgearbeiteter Dechsel, die Rückseite ist fein geschliffen, die Ränder sind mit flachen Retuschen versehen. Mit Ausnahme des rückengestumpften Messerchens sind sämtliche Werkzeuge auf diesem Blatt aus Tonstein hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Schwere Spitze, auf der Vorderseite steil, auf der Rückseite flach retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Rautenförmiges Messer, beidseitig flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Spitze, beidseitig flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Keramikscherbe, in Wiegebandtechnik verziert. Das Stück ist sandgemagert, außen hellbraun, innen dunkelgrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Rückengestumpftes, kleines Messer aus Quarz, Tix 37.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Keramikscherbe von dunkelbrauner Farbe, innen fast schwarz, sehr stark gebrannt, nahezu vitrifiziert. Die Oberfläche zeigt ein seltenes Eindruckmuster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Gebogenes Messer mit flachen Retuschen den gesamten Rand auf beiden Seiten betreffend. Zentrale Flächen sind beidseitig ummodifiziert geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) Spitzes Messer mit flachen Randretuschen auf beiden Seiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*10.) Bohrer vom Typ Tix 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Bohrer vom Typ Tixier 16. Das obere Teilstück des rechten Randes ist abgeplatzt und nicht retuschiert. Die Funktion als Bohrer wird dadurch nicht beeinträchtigt. Beide Enden weisen Gebrauchsspuren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12. – 14.) Kratzer vom Typ Tix 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*15.) Daumennagelgroßer Kratzer mit Kerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*16.) Geschlagenes Beil mit Überschleifungsspuren und geschliffener Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*17.) Dechsel mit geschliffener Rückseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18.) Eine der seltenen Klingen auf diesem Fundplatz. Das Werkzeug ist an beiden Rändern mit steilen bis halbsteilen Retuschen versehen. Die Retuschen am distalen Ende verweisen das Stück in die Kategorie der Endretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die drei Fundstellen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werkzeuge in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 44,82|| 56,68|| 50,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||8,70||8,84||17,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||6,49||7,22||2,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Biface||9,36||0,72||6,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||0,60||1,44||0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke||7,02||9,75||9,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||9,90||2,53||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||1,40||0,18||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||4,95||0,54||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||1,20||1,44||1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||0,74||0,54||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||4,82||10,11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Rohmaterial in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Rohmaterial'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 83,28|| 29,60|| 62,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||-||4,87||3,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||3,75||19,13||16,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||1,54||24,37||4,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||2,74||1,63||4,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||5,08||8,48||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||-||4,87||3,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||3,61||7,04||3,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzen-Indiz'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 80,75|| 23,73|| 75,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2||11,65||55,59||20,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||3,73||14,58||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4*||3,88||6,10||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *  Weder die H- Spitzen noch die Querschneider stellen reine Formen aus einer Klingen- und Lamellentradition dar. Es handelt sich eher um Exemplare, deren Grundform der Abschlag war und die an den Rändern durch flache Retuschen bearbeitet worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die häufigste Bearbeitungstechnik ist für die drei Inventare die beidseitige Flächenretusche. Es folgen abrupte Kantenretuschen und flache Randretuschen sowie geschliffene und polierte Flächen. Einseitige Flächenretuschen sind sehr selten und die Kombination einseitige Flächenretusche mit geschliffener und polierter Gegenseite kann an zwei Hohlbeilen dokumentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen stellen bei weitem den größten Anteil der Werkzeuge, dieses gilt für alle drei Fundplätze. Die zweitwichtigste Gruppe wird in Afara von den polierten Beilen gebildet, in Cory de Noel stehen an zweiter Stelle die Kratzer und Schaber, ihr prozentualer Anteil ist doppelt so hoch wie bei den anderen Fundstellen. Die retuschierten Stücke inklusive der Kantenretuschen sind mit 9,75 % die zweitstärkste Gruppe in Tintabesguin. Größenordnungsmäßig liegen die beiden anderen Fundstellen mit 9,40 % und 7,02 % auf dem gleichen Niveau.&lt;br /&gt;
Wenn überhaupt so weisen Afara und Cory de Noel in der Zusammenstellung der Werkzeuggruppen eine gewisse Ähnlichkeit auf. Das gleiche gilt für die Verwendung von Rohstoffen und ganz besonders für den Vergleich der Pfeilspitzentypen. Tintabesguin ist in allen Fällen anders geartet, so dass entweder ein großer Unterschied im Alter oder in der kulturellen Zugehörigkeit bestehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keramikfunde sind in Afara häufig und in Relation zur Menge des lithischen Fundmaterials in Tintabesguin ebenso. Cory de Noel weist nur wenige kleine Scherben auf. Diese Tatsache kann auf die besondere Lage und die Struktur der Fundstelle zurückgeführt werden, die eine erhöhte Deflation wahrscheinlich erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fehlen von Rillensteinen aus weichem Gesteinsmaterial sowie der damit polierten Produkte dürfte die gleichen Gründe haben. Tintabesguin weist sowohl Rillensteine als auch Zylinder mit und ohne Bohrungen sowie angebohrte Bruchstücke auf. Hinzu kommen aus Speckstein gefertigte Fragmente von Armreifen. Letztere sowie auch die polierten Zylinder sind auf den anderen Fundstellen nicht gefunden worden. Die in Afara vorkommenden Rillenstein- Fragmente und der ebenfalls vorhandene Amazonit lassen aber darauf schließen, dass hier ebenfalls Schmuckobjekte hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rillensteine, Schmuck und Keramik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Stücke stammen vom Fundplatz Tintabesguin. Artefakte von Afara und aus dem Air-Gebirge sind ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0185_FF_Niger_neu.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Rillensteine, Schmuck und Keramik aus dem Niger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Artefakte 1 – 11'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1 Keramikscherbe vom Fundplatz Afara; nach F. Jesse könnte diese Scherbe eventuell dem Kiffian zugeordnet werden (pers. Mitteilung).&lt;br /&gt;
* 2 Rillenstein aus weichem, metamorphem Gestein mit halbrunder Rille.&lt;br /&gt;
* 3 Kleiner Rillenstein aus Sandstein. Die Rille ist zusätzlich durch querliegende Höcker aufgeraut.&lt;br /&gt;
* 4 Rillenstein mit halbkreisförmiger Rille aus ähnlichem Material wie Nr. 2.&lt;br /&gt;
* 5 Durchbohrtes Knochenstück.&lt;br /&gt;
* 6 Tonnenförmig geschliffener Stein ohne Bohrung.&lt;br /&gt;
* 7 – 11 Zylindrisch geschliffene Artefakte aus Feldspat (z.T. Amazonit) und Speckstein. Laut National Geographic Ausgabe Oktober 2008 liegt das nächste bekannte Vorkommen von Amazonit im Tibesti-Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch die Komplexität des geologischen Aufbaus des näher liegenden Air-Gebirges ist es allerdings nicht auszuschließen und sogar wahrscheinlich auch hier Amazonit finden zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Artefakte 12 – 18'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 12 Versuch ein Stück Amazonit anzubohren. Fundort: Air-Gebirges.&lt;br /&gt;
* 13 Versuch eine Platte aus Amazonit zu durchbohren. Fundort: Air-Gebirges.&lt;br /&gt;
* 14 – 18 Fünf durchbohrte zylindrisch bis tonnenförmige Schmuckperlen.&lt;br /&gt;
* 14 Das Gesteinsmaterial ist nicht zu identifizieren.&lt;br /&gt;
* 15 Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich hier um Alabaster und zwar mit einer Färbung und Streifung wie es charakteristisch ist für das Material, welches bei El Amarna im Niltal abgebaut wird. Zu klären wäre ob weitere Alabasterlagerstätten zwischen El Amarna und dem Westen des Air-Gebirges bekannt und geologisch möglich sind. Könnte die ägyptische Herkunft der Perle belegt werden, wäre man in der Lage die Geschichte weiterzuspinnen und eventuelle, weiträumige Wanderbewegungen am Ende der Feuchtphase in der ägyptische Westwüste in Richtung Air-Gebirge ins Spiel zu bringen.&lt;br /&gt;
* 16 Basaltperle&lt;br /&gt;
* 17 Stark verwitterte Perle aus weichem Gestein.&lt;br /&gt;
* 18 Perle aus Feldspat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Artefakte 19 – 30'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 19 Sehr schmaler Rillenstein aus weißem, metamorphem Gestein.&lt;br /&gt;
* 20 Keramikscherbe mit paralleler Rillenverzierung. Pflanzenreste in der Magerung sind gut erkennbar.&lt;br /&gt;
* 21 Keramikscherbe, verziert durch sich im rechten Winkel kreuzende Linien. Fundort: Afara.&lt;br /&gt;
* 22 Rillenstein (wie Nr. 2 und Nr. 4).&lt;br /&gt;
* 23 – 30 Durch Bohrungen zerbrochene Zylinder und Stücke aus Amazonit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Artefakte 31 – 42'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 31 Keramikscherbe (wie Nr. 1).&lt;br /&gt;
* 32 – 36 Bruchstücke von Armreifen aus Speckstein. Die Nr. 33 weist Ritzmuster in Dreiecksform an der Oberseite auf.&lt;br /&gt;
* 37 Randstück einer Keramikscherbe mit Eindruckmuster.&lt;br /&gt;
* 38 Keramikscherbe, ähnlich Nr. 1, aber windüberformt.&lt;br /&gt;
* 39 – 40 Mit Strichmuster verzierte Keramikscherben.&lt;br /&gt;
* 41 Keramikscherbe, ähnlich Nr. 38.&lt;br /&gt;
* 42 Nur leicht im unteren Teil verzierte Keramikscherbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Artefakte 43 - 50'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 43 Keramikscherbe mit wellenförmiger Randverzierung.&lt;br /&gt;
* 44 – 47 Rillensteine mit gerundeten, v-förmigen und rechteckigen Rillen (Nr. 44 aus Afara).&lt;br /&gt;
* 48 Keramikscherbe mit Zick-Zack-Verzierung, Afara.&lt;br /&gt;
* 49 – 50 Keramikscherben mit Reparaturbohrungen. Fundort: Afara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Niger - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fotogalerie wird nicht näher beschrieben. Sie dient in erster Linie dazu die Form- und Farbvielfalt zu zeigen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0024_2_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0026_I_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0031_3_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0155_27_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0161_24_Niger_Algerien.jpg|Abb.: Pfeilspitzen aus Niger und Algerien (= die beiden unteren Reihen), Tableau 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0153_P22_Niger.jpg|Abb.: Einzelfunde westlich des Air Gebirges&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0167_GG_Niger.jpg|Abb.: Funde, Mousterien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0179_P_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0181_MM_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0344_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0345_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0346_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0347_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0362_Reibschale_Niger.jpg|Abb.: Reibschale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 20 folgenden Fundtableaus werden nicht näher benannt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0297_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0299_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0300_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0301_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0302_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0303_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0304_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0305_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0306_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0307_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0308_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0309_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0310_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0311_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0312_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0313_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0314_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0315_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0316_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0317_Niger.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Artefakte_aus_Niger&amp;diff=5597</id>
		<title>Artefakte aus Niger</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Artefakte_aus_Niger&amp;diff=5597"/>
				<updated>2025-01-10T20:41:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Rillensteine, Schmuck und Keramik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Afara== &lt;br /&gt;
Die Koordinaten der Fundstelle Afara sind ungefähr 7°35’ Ost und 17°03’ Nord. Ab Kilometer 30 der Asphaltstraße von Agadez nach Arlit (RTA = Route Taoua – Arlit) führt eine Piste nach Teguidda in Tagait. Diesem Weg folgend erreicht man den Brunnen Afara. Auf halber Distanz zwischen diesem und dem Brunnen von Azog liegt das Fundgebiet „Afara“. Das Gelände ist eben, Landmarken für Mitteleuropäer gibt es keine, die einheimischen Touareg und Peulh haben dennoch keine Schwierigkeiten sich in der Savanne mit spärlichem Baumbewuchs punktgenau zurechtzufinden.&lt;br /&gt;
Mit einiger Vorstellungskraft können vor Ort Senken, ehemalige Seen oder Tümpel, ausgemacht werden. An ihren Rändern sind außer dem weitgestreuten lithischen Material hauptsächlich Keramikscherben mit Eindruckmustern oder Verzierungen in Wiegebandtechnik zu finden. Auffällig ist der große Anteil von Pfeilspitzen aber auch polierte Beile, bifazial bearbeitete Artefakte der verschiedensten Formen und kantenretuschierte Kratzer sind häufig.&lt;br /&gt;
Nicht nur für Afara sondern für das Gesamtgebiet ist das gebräuchlichste Rohmaterial ein Tonstein, welcher lokal im Sandstein in Nestern, Linsen und anderen Formen auftritt. Klassische Klingen und Lamellen sind aus ihm nicht zu gewinnen. So sind auch geometrische Mikrolithen, bis auf einige wenige Segmente mit extrem breitem Rücken, nicht im Inventar anzutreffen.&lt;br /&gt;
Das Gestein eignet sich hervorragend zum Schleifen und Polieren. Die im Gebrauch befindlichen Werkstoffe sind wie folgt bezeichnet worden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1 Tonstein&lt;br /&gt;
* 2 Quarzit oder anderer verhärteter Sandstein&lt;br /&gt;
* 3 Quarz, feinkristallin&lt;br /&gt;
* 4 Jaspis in verschiedenen Farben und Erscheinungsformen&lt;br /&gt;
* 5 Quarz, grobkristallin&lt;br /&gt;
* 6 Schwarzes Ergussgestein z.B. Basalt&lt;br /&gt;
* 7 Metamorphes Gestein&lt;br /&gt;
* 8 Versteinertes Holz&lt;br /&gt;
* 9 Feuerstein&lt;br /&gt;
* 10 Feldspat&lt;br /&gt;
* 11 Granit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis: Diese Nummerierung findet sich in mehreren Rohstoff-Tabellen dieses Beitrages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Inventar des Fundplatzes Afara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 670|| 44,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||130||8,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||97||6,49&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bifazial bearbeitete Werkzeuge||140||9,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||9||0,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke, inkl. Kantenretuschen||105||7,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||148||9,90&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||21||1,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||74||4,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||18||1,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||11||0,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||72||4,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total '''|| '''1495'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Afara &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Art der Rohstoffe'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 1245|| 83,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||56||3,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||23||1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||41||2,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||76||5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||54||3,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''1495'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Afara (Für die Analyse wurden lediglich 647 von den 670 Exemplaren herangezogen, Fragmente, die nicht eindeutig zuweisbar waren, wurden ausgeschlossen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 27|| 4,17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||101||15,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 13||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 16||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||14||2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||306||47,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 26||41||6,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||23||3,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 3||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||8||1,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3||10||1,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||53||8,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 1||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 21||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 30||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||12||1,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 31||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 5||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||G 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 1||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 4||9||1,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 18||7||1,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I 3||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I 4||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''647'''|| '''100,05'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E = 520 =   80,75 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               =   75 =   11,65 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =   24 =     3,73 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H  =   25 =     3,88 %&lt;br /&gt;
*Total                         = 644*= 100,01 % &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *I = 3 Exemplare nicht berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reib- und Mahlsteine fehlen im Inventar, sie wurden von den heutigen Einheimischen im Laufe der Jahre aufgebraucht. Ein Reibstein jedoch, mit einer kreisrunden Arbeitsfläche von 40 mm ist gefunden worden. Er besteht aus verhärtetem, grobkörnigem Sandstein wie er lokal vorkommt ( Korngröße z.T. über 2 mm Durchmesser ) und hat wegen seiner geringen Abmessung sehr wahrscheinlich nicht zum Mahlen von Getreide gedient sondern anderen Zwecken wie z.B. dem Zerkleinern von Farbstoffen also indirekt ebenfalls zum Malen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elf Rillenstein- Fragmente und mehrere Bruchstücke aus dem gleichen weichen Material ( Phyllit oder Speckstein ? ) weisen auf die Herstellung von Perlen und Zylindern hin wie sie in Tintabesguin gefunden wurden. Im Gegensatz zu den aus Sandstein gefertigten Rillensteinen der westlichen Wüste Ägyptens sind diese Exemplare bestens zum Polieren geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Stein mit zwei schmalen Kerben, die im rechten Winkel zueinander angeordnet sind, könnte als hängendes Gewicht benutzt worden sein z.B. als Netzsenker. An sonstigem Fundgut müssen noch zwei Knochenwerkzeuge, Bruchstücke von starken Säugetierknochen, sowie Muschelschalen, Fischgräten und Amazonit genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Afara Niger 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Afara_Niger_1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Afara - Niger I&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Die Form des ursprünglichen Rohstoffs ist fast vollständig erhalten geblieben. Lediglich die Schneide des Beils ist durch flache Retuschen herausgearbeitet worden. Auch die ausgestellten Ecken der runden Schneide sind durch die Form des Gesteins vorgegeben. Der gerundete Nacken ist ebenfalls von der Natur des Tonsteins vorgegeben. Die Farbe des Materials ist verglichen mit anderen Artefakten vom Fundplatz Afara relativ dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Beidseitig überschliffenes Beil mit gerundeter Schneide. Die vor dem Schleifen angebrachten Retuschen, um das Artefakt in Form zu bringen, sind noch teilweise erkennbar. Das Material ist hellbrauner Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Beidseitig flächenretuschierte, große Spitze. Die Farbe gleicht der des Artefakts Nr. 2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Afara_Niger_2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Afara   Niger II'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Klassischer geschlagener Dechsel. Die Rückseite ist im Bereich der Schneide geschliffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Geschliffenes Beil, in der Mitte ist es nur 11mm dick, der Querschnitt ist rechteckig mit leicht gerundeten Kanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Dieses Artefakt ist einer der sehr seltenen Stichel auf den Fundstellen westlich des Air- Gebirges. Wie die meisten anderen Werkzeuge besteht das verwendete Material aus Tonstein. Die sehr dunkle Färbung stellt ebenfalls eine Ausnahme dar. Es lassen sich vier Schärfungsabschläge beobachten. Da die obere Schlagfläche Retuschen aufweist kann das Exemplar unter Tix 21 abgelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Beidseitig flächenretuschiertes, beilförmiges Werkzeug. Bei einer Länge von 110mm beträgt die dünnste Stelle in der Mitte des Artefakts nur 11mm. Dadurch dürfte das Exemplar als schlagend eingesetztes Werkzeug zu schwach gewesen sein. Hinzu kommt noch eine Krümmung der Längsachse, welche die dauerhafte Stabilität weiter herabsetzt. Es könnte ein ungewöhnlich gestaltetes Messer gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Einfacher, grober Bohrer auf einem Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Einfacher Kratzer auf einem Abschlag vom Typ Tix 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Verzierte Keramikscherbe. Der Rand, links in der Zeichnung hatte eine ähnliche Verzierung wie das eingedrückte Zickzack- Band weiter rechts, ist aber stark überformt. Rechts des Bandes schließt sich eine an Wiegebandtechnik erinnernde, überformte Verzierung an. Die Farbe der Keramik ist hellbraun, das Innere grau. Als Magerung diente sowohl Sand mit Korngrößen bis zu 2mm Durchmesser als auch organisches Material wie Abdrücke auf der Vorderseite zeigen. Im Gegensatz zu der Keramikabbildung 5 auf dem Blatt Tin Tabesguin dürfte diese Scherbe wesentlich jünger sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Ungewöhnlich stark gekerbter Bohrer auf einem Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) und 10.) Zwei der sehr seltenen Segmente. Nr. 9 besteht aus Tonstein, Nr. 10 aus Karneol. Beide Exemplare weisen sehr breite Rücken auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Rückengestumpftes Messer, die Schneide weist ebenfalls Retuschen auf. Der Werkstoff ist ein buntes Silikatgestein in den Farben Rot, Schwarz und Beige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12.) Aus dem gleichen Material besteht dieses stark gebogene Rückenmesser, hier ist die Schneide klassisch gestaltet und nicht retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*13.) Großer Bohrer aus Tonstein vom Typ Tix 16. Beide Enden weisen Gebrauchsspuren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*14.) Kleiner Bohrer auf einem Abschlag, wie die Nr. 5 dieses Blattes vom Typ Tix 12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tintabesguin==&lt;br /&gt;
Die Fundstelle führt den Namen des Corys, der die Asphaltstraße Agadez – Arlit einige Meter östlich des Vorkommens schneidet. Cory, wie im Niger die Wadis heißen, wird auch in der Schreibweise Kori angetroffen. Tintabesguin wird auf einigen Karten auch Tin Tébesgin geschrieben.&lt;br /&gt;
Die Koordinaten der Fundstellen sind 7°42’ Ost und 17°05’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar des Fundplatzes Tintabesguin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 314|| 56,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer und Schaber|| 49|| 8,84&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer|| 40|| 7,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Biface|| 4|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel|| 8|| 1,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke inkl. Kantenretuschen|| 54|| 9,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Polierte Beile|| 14|| 2,53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Beile|| 1|| 0,18&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Hohlbeil|| 3|| 0,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben|| 8|| 1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombinationswerkzeuge|| 3|| 0,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige|| 56|| 10,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''554'''|| '''99,99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Tintabesguin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| ''' Art der Rohstoffe'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 164|| 29,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||27||4,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||106||19,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||135||24,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||9||1,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||47||8,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||27||4,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||39||7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''554'''|| '''99,99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Tintabesguin. (Für die Analyse wurden lediglich 295 von den 314 Exemplaren berücksichtigt. Fragmente, die nicht eindeutig zuweisbar waren, wurden ausgeschlossen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 23|| 7,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||7||2,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||9||3,05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||8||2,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 26||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||16||5,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 3||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||13||4,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2||9||3,05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3||24||8,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||116||39,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 6||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 1||5||1,69&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||3||1,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 3||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 9||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 15||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 21||5||1,69&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 23||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||21||7,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 31||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 2||4||1,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 4||4||1,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 5||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||G 1||11||3,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 1||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''295'''|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E =   70 =    23,73 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               = 164 =    55,59 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =   43 =    14,58 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H  =  18 =      6,10 %&lt;br /&gt;
*'''Total'''                         = '''295''' = '''100,00 %'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tin Tabesguin'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:TinTabesguin_Niger.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Rillenstein dessen Material in die Phyllitfamilie eingeordnet werden könnte. Die Rillenform kann zwischen halbkreis und V- förmig beschrieben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Tonnenförmige Perle aus Alabaster, wie ich vermute. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich hier um einen metamorph umgewandelten Gips und zwar mit einer Färbung und Streifung wie es typisch ist für das Material, welches bei El Amarna im Niltal abgebaut wird. Zu klären wäre ob weitere Alabaster Lagerstätten zwischen El Amarna und dem Westen des Air- Gebirges bekannt oder geologisch möglich sind. &lt;br /&gt;
Könnte die ägyptische Herkunft der Perle belegt werden, wäre man in der Lage die Geschichte weiter zu spinnen und eventuelle, weiträumige Wanderbewegungen am Ende der Feuchtphase in der ägyptischen Westwüste in Richtung Air- Gebirge ins Spiel bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Tonnenförmige Basaltperle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Bruchstück eines Armreifens aus Speckstein. Die Oberseite weist Ritzmuster in Dreiecksform auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Rillenstein aus metamorphem, nicht näher bestimmbarem Gestein. Rechtwinklig zur halbkreisförmigen Rille sind Ritzungen angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Dechsel aus Tonstein, die Rückseite ist poliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Geschliffenes Beil aus Tonstein mit gerundeter Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Wie Nr.7, die Schneide ist nur schwach gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) Dechsel aus Tonstein. Das Stück ist derart vom Wind abgeschliffen, dass die unterschiedlich gefärbten Lagen des Gesteins sichtbar werden. Bis auf die Grundform sind Bearbeitungsspuren nicht mehr erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*10.) Kratzer aus versteinertem Holz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Kratzer aus Quarz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12.) Kratzer aus Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*13.) Gekerbter Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*14.) Keramikscherbe vom Fundplatz Afara. Nach F. Jesse könnte diese Scherbe eventuell dem Kiffian zugeordnet werden (pers. Mitteilung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*15.) Einer der seltenen Stichel aus Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*16.) Das Artefakt besteht aus hochwertigem Hornstein. Dieser Stichel kann unter Tix 31 abgelegt werden obwohl der Rand nur im distalen Bereich kantenretuschiert ist und das Werkzeug recht klein ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*17.) Einfacher Bohrer auf Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cory de Noel==&lt;br /&gt;
Die Artefakte dieses Fundplatzes liegen auf einem Plateau von etwa 500m Höhe. Seine nördliche Begrenzung wird von einem kleinen Cory gebildet, der bei etwa 475 m Höhe liegt und eine Schlucht mit steilen Hängen bildet. Hier bleibt auch in der Trockenzeit ein Wasserloch ( guelta ) offen. Es ist durch einen Versturz von großen Sandsteinblöcken, die dachförmig über dem Guelta angeordnet sind, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Die Steine haben in den Zeiten der Wasserführung für eine Verwirbelung gesorgt und so zu einer Vertiefung des Bettes geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sandstein bildet an den fast senkrecht aufsteigenden Ufern Überhänge, die als Abri genutzt werden können. Eine große Anzahl von tiefen Gravierungen, es wurden hauptsächlich Giraffen abgebildet, belegt die Präsenz steinzeitlicher Bewohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Plateau, die eigentliche Fundstelle, wird durch eine Sandsteinbank geformt. In den sandgefüllten Erosionsrinnen und Löchern, die in den solidem Sandstein eingegraben sind, werden die Artefakte gefunden. Es handelt sich um Fundstreuungen, von in situ Material kann nicht ausgegangen werden. Der Hügel wird Ikosenwali genannt, seine Koordinaten sind ungefähr 7°38’ Ost und 17°17’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar des Fundplatzes Cory de Noel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 133|| 50,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||47||17,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||7||2,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Biface||18||6,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||1||0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke inklusive Kantenretuschen||25||9,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||2||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||3||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||5||1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||3||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''266'''|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Cory de Noel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Art des Rohstoffs'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 167|| 62,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||10||3,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||45||16,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||12||4,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||13||4,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||2||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||8||3,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||9||3,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''266'''|| '''100'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Cory de Noel ( Für die Analyse wurden lediglich 132 Exemplare von 133 berücksichtigt. Fragmente, die nicht eindeutig zu klassieren waren, wurden nicht in die Analyse aufgenommen ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 20|| 15,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||35||26,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||6||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||31||23,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||5||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 2||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||5||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||13||9,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 6||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 14||7||5,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 9||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||2||1,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 18||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''132'''|| '''100,03'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E =     99 =  75,00 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               =     27 =  20,45 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =       5 =    3,79 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H =       1 =    0,76 %&lt;br /&gt;
*'''Total                         = 132 = 100,00 %'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cory_de_Noel_Niger.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Ein zu einem Bohrer umgearbeiteter Dechsel, die Rückseite ist fein geschliffen, die Ränder sind mit flachen Retuschen versehen. Mit Ausnahme des rückengestumpften Messerchens sind sämtliche Werkzeuge auf diesem Blatt aus Tonstein hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Schwere Spitze, auf der Vorderseite steil, auf der Rückseite flach retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Rautenförmiges Messer, beidseitig flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Spitze, beidseitig flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Keramikscherbe, in Wiegebandtechnik verziert. Das Stück ist sandgemagert, außen hellbraun, innen dunkelgrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Rückengestumpftes, kleines Messer aus Quarz, Tix 37.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Keramikscherbe von dunkelbrauner Farbe, innen fast schwarz, sehr stark gebrannt, nahezu vitrifiziert. Die Oberfläche zeigt ein seltenes Eindruckmuster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Gebogenes Messer mit flachen Retuschen den gesamten Rand auf beiden Seiten betreffend. Zentrale Flächen sind beidseitig ummodifiziert geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) Spitzes Messer mit flachen Randretuschen auf beiden Seiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*10.) Bohrer vom Typ Tix 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Bohrer vom Typ Tixier 16. Das obere Teilstück des rechten Randes ist abgeplatzt und nicht retuschiert. Die Funktion als Bohrer wird dadurch nicht beeinträchtigt. Beide Enden weisen Gebrauchsspuren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12. – 14.) Kratzer vom Typ Tix 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*15.) Daumennagelgroßer Kratzer mit Kerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*16.) Geschlagenes Beil mit Überschleifungsspuren und geschliffener Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*17.) Dechsel mit geschliffener Rückseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18.) Eine der seltenen Klingen auf diesem Fundplatz. Das Werkzeug ist an beiden Rändern mit steilen bis halbsteilen Retuschen versehen. Die Retuschen am distalen Ende verweisen das Stück in die Kategorie der Endretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die drei Fundstellen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werkzeuge in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 44,82|| 56,68|| 50,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||8,70||8,84||17,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||6,49||7,22||2,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Biface||9,36||0,72||6,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||0,60||1,44||0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke||7,02||9,75||9,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||9,90||2,53||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||1,40||0,18||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||4,95||0,54||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||1,20||1,44||1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||0,74||0,54||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||4,82||10,11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Rohmaterial in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Rohmaterial'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 83,28|| 29,60|| 62,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||-||4,87||3,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||3,75||19,13||16,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||1,54||24,37||4,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||2,74||1,63||4,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||5,08||8,48||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||-||4,87||3,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||3,61||7,04||3,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzen-Indiz'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 80,75|| 23,73|| 75,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2||11,65||55,59||20,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||3,73||14,58||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4*||3,88||6,10||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *  Weder die H- Spitzen noch die Querschneider stellen reine Formen aus einer Klingen- und Lamellentradition dar. Es handelt sich eher um Exemplare, deren Grundform der Abschlag war und die an den Rändern durch flache Retuschen bearbeitet worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die häufigste Bearbeitungstechnik ist für die drei Inventare die beidseitige Flächenretusche. Es folgen abrupte Kantenretuschen und flache Randretuschen sowie geschliffene und polierte Flächen. Einseitige Flächenretuschen sind sehr selten und die Kombination einseitige Flächenretusche mit geschliffener und polierter Gegenseite kann an zwei Hohlbeilen dokumentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen stellen bei weitem den größten Anteil der Werkzeuge, dieses gilt für alle drei Fundplätze. Die zweitwichtigste Gruppe wird in Afara von den polierten Beilen gebildet, in Cory de Noel stehen an zweiter Stelle die Kratzer und Schaber, ihr prozentualer Anteil ist doppelt so hoch wie bei den anderen Fundstellen. Die retuschierten Stücke inklusive der Kantenretuschen sind mit 9,75 % die zweitstärkste Gruppe in Tintabesguin. Größenordnungsmäßig liegen die beiden anderen Fundstellen mit 9,40 % und 7,02 % auf dem gleichen Niveau.&lt;br /&gt;
Wenn überhaupt so weisen Afara und Cory de Noel in der Zusammenstellung der Werkzeuggruppen eine gewisse Ähnlichkeit auf. Das gleiche gilt für die Verwendung von Rohstoffen und ganz besonders für den Vergleich der Pfeilspitzentypen. Tintabesguin ist in allen Fällen anders geartet, so dass entweder ein großer Unterschied im Alter oder in der kulturellen Zugehörigkeit bestehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keramikfunde sind in Afara häufig und in Relation zur Menge des lithischen Fundmaterials in Tintabesguin ebenso. Cory de Noel weist nur wenige kleine Scherben auf. Diese Tatsache kann auf die besondere Lage und die Struktur der Fundstelle zurückgeführt werden, die eine erhöhte Deflation wahrscheinlich erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fehlen von Rillensteinen aus weichem Gesteinsmaterial sowie der damit polierten Produkte dürfte die gleichen Gründe haben. Tintabesguin weist sowohl Rillensteine als auch Zylinder mit und ohne Bohrungen sowie angebohrte Bruchstücke auf. Hinzu kommen aus Speckstein gefertigte Fragmente von Armreifen. Letztere sowie auch die polierten Zylinder sind auf den anderen Fundstellen nicht gefunden worden. Die in Afara vorkommenden Rillenstein- Fragmente und der ebenfalls vorhandene Amazonit lassen aber darauf schließen, dass hier ebenfalls Schmuckobjekte hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rillensteine, Schmuck und Keramik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Stücke stammen vom Fundplatz Tintabesguin. Artefakte von Afara und aus dem Air-Gebirge sind ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0185_FF_Niger_neu.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Rillensteine, Schmuck und Keramik aus dem Niger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Artefakte 1 – 11'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1 Keramikscherbe vom Fundplatz Afara; nach F. Jesse könnte diese Scherbe eventuell dem Kiffian zugeordnet werden (pers. Mitteilung).&lt;br /&gt;
* 2 Rillenstein aus weichem, metamorphem Gestein mit halbrunder Rille.&lt;br /&gt;
* 3 Kleiner Rillenstein aus Sandstein. Die Rille ist zusätzlich durch querliegende Höcker aufgeraut.&lt;br /&gt;
* 4 Rillenstein mit halbkreisförmiger Rille aus ähnlichem Material wie Nr. 2.&lt;br /&gt;
* 5 Durchbohrtes Knochenstück.&lt;br /&gt;
* 6 Tonnenförmig geschliffener Stein ohne Bohrung.&lt;br /&gt;
* 7 – 11 Zylindrisch geschliffene Artefakte aus Feldspat (z.T. Amazonit) und Speckstein. Laut National Geographic Ausgabe Oktober 2008 liegt das nächste bekannte Vorkommen von Amazonit im Tibesti-Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch die Komplexität des geologischen Aufbaus des näher liegenden Air-Gebirges ist es allerdings nicht auszuschließen und sogar wahrscheinlich auch hier Amazonit finden zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Artefakte 12 – 18'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 12 Versuch ein Stück Amazonit anzubohren. Fundort: Air-Gebirges.&lt;br /&gt;
* 13 Versuch eine Platte aus Amazonit zu durchbohren. Fundort: Air-Gebirges.&lt;br /&gt;
* 14 – 18 Fünf durchbohrte zylindrisch bis tonnenförmige Schmuckperlen.&lt;br /&gt;
* 14 Das Gesteinsmaterial ist nicht zu identifizieren.&lt;br /&gt;
* 15 Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich hier um Alabaster und zwar mit einer Färbung und Streifung wie es charakteristisch ist für das Material, welches bei El Amarna im Niltal abgebaut wird. Zu klären wäre ob weitere Alabasterlagerstätten zwischen El Amarna und dem Westen des Air-Gebirges bekannt und geologisch möglich sind. Könnte die ägyptische Herkunft der Perle belegt werden, wäre man in der Lage die Geschichte weiterzuspinnen und eventuelle, weiträumige Wanderbewegungen am Ende der Feuchtphase in der ägyptische Westwüste in Richtung Air-Gebirge ins Spiel zu bringen.&lt;br /&gt;
* 16 Basaltperle&lt;br /&gt;
* 17 Stark verwitterte Perle aus weichem Gestein.&lt;br /&gt;
* 18 Perle aus Feldspat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Artefakte 19 – 30'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 19 Sehr schmaler Rillenstein aus weißem, metamorphem Gesteinsbrocken.&lt;br /&gt;
* 20 Keramikscherbe mit paralleler Rillenverzierung. Pflanzenreste in der Magerung sind gut erkennbar.&lt;br /&gt;
* 21 Keramikscherbe, verziert durch sich im rechten Winkel kreuzende Linien. Fundort: Afara.&lt;br /&gt;
* 22 Rillenstein (wie Nr. 2 und Nr. 4).&lt;br /&gt;
* 23 – 30 Durch Bohrungen zerbrochene Zylinder und Stücke aus Amazonit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Artefakte 31 – 42'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 31 Keramikscherbe (wie Nr. 1).&lt;br /&gt;
* 32 – 36 Bruchstücke von Armreifen aus Speckstein. Die Nr. 33 weist Ritzmuster in Dreiecksform an der Oberseite auf.&lt;br /&gt;
* 37 Randstück einer Keramikscherbe mit Eindruckmuster.&lt;br /&gt;
* 38 Keramikscherbe, ähnlich Nr. 1, aber windüberformt.&lt;br /&gt;
* 39 – 40 Mit Strichmuster verzierte Keramikscherben.&lt;br /&gt;
* 41 Keramikscherbe, ähnlich Nr. 38.&lt;br /&gt;
* 42 Nur leicht im unteren Teil verzierte Keramikscherbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Artefakte 43 - 50'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 43 Keramikscherbe mit wellenförmiger Randverzierung.&lt;br /&gt;
* 44 – 47 Rillensteine mit gerundeten, v-förmigen und rechteckigen Rillen (Nr. 44 aus Afara).&lt;br /&gt;
* 48 Keramikscherbe mit Zick-Zack-Verzierung, Afara.&lt;br /&gt;
* 49 – 50 Keramikscherben mit Reparaturbohrungen. Fundort: Afara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Niger - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fotogalerie wird nicht näher beschrieben. Sie dient in erster Linie dazu die Form- und Farbvielfalt zu zeigen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0024_2_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0026_I_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0031_3_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0155_27_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0161_24_Niger_Algerien.jpg|Abb.: Pfeilspitzen aus Niger und Algerien (= die beiden unteren Reihen), Tableau 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0153_P22_Niger.jpg|Abb.: Einzelfunde westlich des Air Gebirges&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0167_GG_Niger.jpg|Abb.: Funde, Mousterien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0179_P_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0181_MM_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0344_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0345_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0346_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0347_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0362_Reibschale_Niger.jpg|Abb.: Reibschale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 20 folgenden Fundtableaus werden nicht näher benannt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0297_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0299_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0300_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0301_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0302_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0303_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0304_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0305_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0306_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0307_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0308_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0309_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0310_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0311_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0312_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0313_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0314_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0315_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0316_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0317_Niger.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Artefakte_aus_Niger&amp;diff=5596</id>
		<title>Artefakte aus Niger</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Artefakte_aus_Niger&amp;diff=5596"/>
				<updated>2025-01-10T20:36:54Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Rillensteine, Schmuck und Keramik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Afara== &lt;br /&gt;
Die Koordinaten der Fundstelle Afara sind ungefähr 7°35’ Ost und 17°03’ Nord. Ab Kilometer 30 der Asphaltstraße von Agadez nach Arlit (RTA = Route Taoua – Arlit) führt eine Piste nach Teguidda in Tagait. Diesem Weg folgend erreicht man den Brunnen Afara. Auf halber Distanz zwischen diesem und dem Brunnen von Azog liegt das Fundgebiet „Afara“. Das Gelände ist eben, Landmarken für Mitteleuropäer gibt es keine, die einheimischen Touareg und Peulh haben dennoch keine Schwierigkeiten sich in der Savanne mit spärlichem Baumbewuchs punktgenau zurechtzufinden.&lt;br /&gt;
Mit einiger Vorstellungskraft können vor Ort Senken, ehemalige Seen oder Tümpel, ausgemacht werden. An ihren Rändern sind außer dem weitgestreuten lithischen Material hauptsächlich Keramikscherben mit Eindruckmustern oder Verzierungen in Wiegebandtechnik zu finden. Auffällig ist der große Anteil von Pfeilspitzen aber auch polierte Beile, bifazial bearbeitete Artefakte der verschiedensten Formen und kantenretuschierte Kratzer sind häufig.&lt;br /&gt;
Nicht nur für Afara sondern für das Gesamtgebiet ist das gebräuchlichste Rohmaterial ein Tonstein, welcher lokal im Sandstein in Nestern, Linsen und anderen Formen auftritt. Klassische Klingen und Lamellen sind aus ihm nicht zu gewinnen. So sind auch geometrische Mikrolithen, bis auf einige wenige Segmente mit extrem breitem Rücken, nicht im Inventar anzutreffen.&lt;br /&gt;
Das Gestein eignet sich hervorragend zum Schleifen und Polieren. Die im Gebrauch befindlichen Werkstoffe sind wie folgt bezeichnet worden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1 Tonstein&lt;br /&gt;
* 2 Quarzit oder anderer verhärteter Sandstein&lt;br /&gt;
* 3 Quarz, feinkristallin&lt;br /&gt;
* 4 Jaspis in verschiedenen Farben und Erscheinungsformen&lt;br /&gt;
* 5 Quarz, grobkristallin&lt;br /&gt;
* 6 Schwarzes Ergussgestein z.B. Basalt&lt;br /&gt;
* 7 Metamorphes Gestein&lt;br /&gt;
* 8 Versteinertes Holz&lt;br /&gt;
* 9 Feuerstein&lt;br /&gt;
* 10 Feldspat&lt;br /&gt;
* 11 Granit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis: Diese Nummerierung findet sich in mehreren Rohstoff-Tabellen dieses Beitrages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Inventar des Fundplatzes Afara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 670|| 44,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||130||8,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||97||6,49&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bifazial bearbeitete Werkzeuge||140||9,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||9||0,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke, inkl. Kantenretuschen||105||7,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||148||9,90&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||21||1,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||74||4,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||18||1,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||11||0,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||72||4,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total '''|| '''1495'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Afara &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Art der Rohstoffe'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 1245|| 83,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||56||3,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||23||1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||41||2,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||76||5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||54||3,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''1495'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Afara (Für die Analyse wurden lediglich 647 von den 670 Exemplaren herangezogen, Fragmente, die nicht eindeutig zuweisbar waren, wurden ausgeschlossen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 27|| 4,17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||101||15,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 13||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 16||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||14||2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||306||47,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 26||41||6,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||23||3,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 3||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||8||1,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3||10||1,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||53||8,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 1||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 21||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 30||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||12||1,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 31||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 5||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||G 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 1||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 4||9||1,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 18||7||1,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I 3||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I 4||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''647'''|| '''100,05'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E = 520 =   80,75 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               =   75 =   11,65 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =   24 =     3,73 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H  =   25 =     3,88 %&lt;br /&gt;
*Total                         = 644*= 100,01 % &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *I = 3 Exemplare nicht berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reib- und Mahlsteine fehlen im Inventar, sie wurden von den heutigen Einheimischen im Laufe der Jahre aufgebraucht. Ein Reibstein jedoch, mit einer kreisrunden Arbeitsfläche von 40 mm ist gefunden worden. Er besteht aus verhärtetem, grobkörnigem Sandstein wie er lokal vorkommt ( Korngröße z.T. über 2 mm Durchmesser ) und hat wegen seiner geringen Abmessung sehr wahrscheinlich nicht zum Mahlen von Getreide gedient sondern anderen Zwecken wie z.B. dem Zerkleinern von Farbstoffen also indirekt ebenfalls zum Malen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elf Rillenstein- Fragmente und mehrere Bruchstücke aus dem gleichen weichen Material ( Phyllit oder Speckstein ? ) weisen auf die Herstellung von Perlen und Zylindern hin wie sie in Tintabesguin gefunden wurden. Im Gegensatz zu den aus Sandstein gefertigten Rillensteinen der westlichen Wüste Ägyptens sind diese Exemplare bestens zum Polieren geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Stein mit zwei schmalen Kerben, die im rechten Winkel zueinander angeordnet sind, könnte als hängendes Gewicht benutzt worden sein z.B. als Netzsenker. An sonstigem Fundgut müssen noch zwei Knochenwerkzeuge, Bruchstücke von starken Säugetierknochen, sowie Muschelschalen, Fischgräten und Amazonit genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Afara Niger 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Afara_Niger_1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Afara - Niger I&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Die Form des ursprünglichen Rohstoffs ist fast vollständig erhalten geblieben. Lediglich die Schneide des Beils ist durch flache Retuschen herausgearbeitet worden. Auch die ausgestellten Ecken der runden Schneide sind durch die Form des Gesteins vorgegeben. Der gerundete Nacken ist ebenfalls von der Natur des Tonsteins vorgegeben. Die Farbe des Materials ist verglichen mit anderen Artefakten vom Fundplatz Afara relativ dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Beidseitig überschliffenes Beil mit gerundeter Schneide. Die vor dem Schleifen angebrachten Retuschen, um das Artefakt in Form zu bringen, sind noch teilweise erkennbar. Das Material ist hellbrauner Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Beidseitig flächenretuschierte, große Spitze. Die Farbe gleicht der des Artefakts Nr. 2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Afara_Niger_2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Afara   Niger II'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Klassischer geschlagener Dechsel. Die Rückseite ist im Bereich der Schneide geschliffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Geschliffenes Beil, in der Mitte ist es nur 11mm dick, der Querschnitt ist rechteckig mit leicht gerundeten Kanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Dieses Artefakt ist einer der sehr seltenen Stichel auf den Fundstellen westlich des Air- Gebirges. Wie die meisten anderen Werkzeuge besteht das verwendete Material aus Tonstein. Die sehr dunkle Färbung stellt ebenfalls eine Ausnahme dar. Es lassen sich vier Schärfungsabschläge beobachten. Da die obere Schlagfläche Retuschen aufweist kann das Exemplar unter Tix 21 abgelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Beidseitig flächenretuschiertes, beilförmiges Werkzeug. Bei einer Länge von 110mm beträgt die dünnste Stelle in der Mitte des Artefakts nur 11mm. Dadurch dürfte das Exemplar als schlagend eingesetztes Werkzeug zu schwach gewesen sein. Hinzu kommt noch eine Krümmung der Längsachse, welche die dauerhafte Stabilität weiter herabsetzt. Es könnte ein ungewöhnlich gestaltetes Messer gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Einfacher, grober Bohrer auf einem Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Einfacher Kratzer auf einem Abschlag vom Typ Tix 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Verzierte Keramikscherbe. Der Rand, links in der Zeichnung hatte eine ähnliche Verzierung wie das eingedrückte Zickzack- Band weiter rechts, ist aber stark überformt. Rechts des Bandes schließt sich eine an Wiegebandtechnik erinnernde, überformte Verzierung an. Die Farbe der Keramik ist hellbraun, das Innere grau. Als Magerung diente sowohl Sand mit Korngrößen bis zu 2mm Durchmesser als auch organisches Material wie Abdrücke auf der Vorderseite zeigen. Im Gegensatz zu der Keramikabbildung 5 auf dem Blatt Tin Tabesguin dürfte diese Scherbe wesentlich jünger sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Ungewöhnlich stark gekerbter Bohrer auf einem Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) und 10.) Zwei der sehr seltenen Segmente. Nr. 9 besteht aus Tonstein, Nr. 10 aus Karneol. Beide Exemplare weisen sehr breite Rücken auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Rückengestumpftes Messer, die Schneide weist ebenfalls Retuschen auf. Der Werkstoff ist ein buntes Silikatgestein in den Farben Rot, Schwarz und Beige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12.) Aus dem gleichen Material besteht dieses stark gebogene Rückenmesser, hier ist die Schneide klassisch gestaltet und nicht retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*13.) Großer Bohrer aus Tonstein vom Typ Tix 16. Beide Enden weisen Gebrauchsspuren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*14.) Kleiner Bohrer auf einem Abschlag, wie die Nr. 5 dieses Blattes vom Typ Tix 12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tintabesguin==&lt;br /&gt;
Die Fundstelle führt den Namen des Corys, der die Asphaltstraße Agadez – Arlit einige Meter östlich des Vorkommens schneidet. Cory, wie im Niger die Wadis heißen, wird auch in der Schreibweise Kori angetroffen. Tintabesguin wird auf einigen Karten auch Tin Tébesgin geschrieben.&lt;br /&gt;
Die Koordinaten der Fundstellen sind 7°42’ Ost und 17°05’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar des Fundplatzes Tintabesguin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 314|| 56,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer und Schaber|| 49|| 8,84&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer|| 40|| 7,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Biface|| 4|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel|| 8|| 1,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke inkl. Kantenretuschen|| 54|| 9,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Polierte Beile|| 14|| 2,53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Beile|| 1|| 0,18&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Hohlbeil|| 3|| 0,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben|| 8|| 1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombinationswerkzeuge|| 3|| 0,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige|| 56|| 10,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''554'''|| '''99,99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Tintabesguin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| ''' Art der Rohstoffe'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 164|| 29,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||27||4,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||106||19,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||135||24,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||9||1,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||47||8,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||27||4,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||39||7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''554'''|| '''99,99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Tintabesguin. (Für die Analyse wurden lediglich 295 von den 314 Exemplaren berücksichtigt. Fragmente, die nicht eindeutig zuweisbar waren, wurden ausgeschlossen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 23|| 7,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||7||2,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||9||3,05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||8||2,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 26||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||16||5,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 3||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||13||4,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2||9||3,05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3||24||8,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||116||39,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 6||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 1||5||1,69&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||3||1,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 3||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 9||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 15||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 21||5||1,69&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 23||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||21||7,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 31||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 2||4||1,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 4||4||1,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 5||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||G 1||11||3,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 1||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''295'''|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E =   70 =    23,73 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               = 164 =    55,59 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =   43 =    14,58 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H  =  18 =      6,10 %&lt;br /&gt;
*'''Total'''                         = '''295''' = '''100,00 %'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tin Tabesguin'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:TinTabesguin_Niger.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Rillenstein dessen Material in die Phyllitfamilie eingeordnet werden könnte. Die Rillenform kann zwischen halbkreis und V- förmig beschrieben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Tonnenförmige Perle aus Alabaster, wie ich vermute. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich hier um einen metamorph umgewandelten Gips und zwar mit einer Färbung und Streifung wie es typisch ist für das Material, welches bei El Amarna im Niltal abgebaut wird. Zu klären wäre ob weitere Alabaster Lagerstätten zwischen El Amarna und dem Westen des Air- Gebirges bekannt oder geologisch möglich sind. &lt;br /&gt;
Könnte die ägyptische Herkunft der Perle belegt werden, wäre man in der Lage die Geschichte weiter zu spinnen und eventuelle, weiträumige Wanderbewegungen am Ende der Feuchtphase in der ägyptischen Westwüste in Richtung Air- Gebirge ins Spiel bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Tonnenförmige Basaltperle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Bruchstück eines Armreifens aus Speckstein. Die Oberseite weist Ritzmuster in Dreiecksform auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Rillenstein aus metamorphem, nicht näher bestimmbarem Gestein. Rechtwinklig zur halbkreisförmigen Rille sind Ritzungen angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Dechsel aus Tonstein, die Rückseite ist poliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Geschliffenes Beil aus Tonstein mit gerundeter Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Wie Nr.7, die Schneide ist nur schwach gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) Dechsel aus Tonstein. Das Stück ist derart vom Wind abgeschliffen, dass die unterschiedlich gefärbten Lagen des Gesteins sichtbar werden. Bis auf die Grundform sind Bearbeitungsspuren nicht mehr erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*10.) Kratzer aus versteinertem Holz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Kratzer aus Quarz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12.) Kratzer aus Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*13.) Gekerbter Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*14.) Keramikscherbe vom Fundplatz Afara. Nach F. Jesse könnte diese Scherbe eventuell dem Kiffian zugeordnet werden (pers. Mitteilung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*15.) Einer der seltenen Stichel aus Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*16.) Das Artefakt besteht aus hochwertigem Hornstein. Dieser Stichel kann unter Tix 31 abgelegt werden obwohl der Rand nur im distalen Bereich kantenretuschiert ist und das Werkzeug recht klein ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*17.) Einfacher Bohrer auf Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cory de Noel==&lt;br /&gt;
Die Artefakte dieses Fundplatzes liegen auf einem Plateau von etwa 500m Höhe. Seine nördliche Begrenzung wird von einem kleinen Cory gebildet, der bei etwa 475 m Höhe liegt und eine Schlucht mit steilen Hängen bildet. Hier bleibt auch in der Trockenzeit ein Wasserloch ( guelta ) offen. Es ist durch einen Versturz von großen Sandsteinblöcken, die dachförmig über dem Guelta angeordnet sind, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Die Steine haben in den Zeiten der Wasserführung für eine Verwirbelung gesorgt und so zu einer Vertiefung des Bettes geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sandstein bildet an den fast senkrecht aufsteigenden Ufern Überhänge, die als Abri genutzt werden können. Eine große Anzahl von tiefen Gravierungen, es wurden hauptsächlich Giraffen abgebildet, belegt die Präsenz steinzeitlicher Bewohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Plateau, die eigentliche Fundstelle, wird durch eine Sandsteinbank geformt. In den sandgefüllten Erosionsrinnen und Löchern, die in den solidem Sandstein eingegraben sind, werden die Artefakte gefunden. Es handelt sich um Fundstreuungen, von in situ Material kann nicht ausgegangen werden. Der Hügel wird Ikosenwali genannt, seine Koordinaten sind ungefähr 7°38’ Ost und 17°17’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar des Fundplatzes Cory de Noel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 133|| 50,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||47||17,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||7||2,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Biface||18||6,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||1||0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke inklusive Kantenretuschen||25||9,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||2||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||3||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||5||1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||3||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''266'''|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Cory de Noel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Art des Rohstoffs'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 167|| 62,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||10||3,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||45||16,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||12||4,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||13||4,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||2||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||8||3,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||9||3,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''266'''|| '''100'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Cory de Noel ( Für die Analyse wurden lediglich 132 Exemplare von 133 berücksichtigt. Fragmente, die nicht eindeutig zu klassieren waren, wurden nicht in die Analyse aufgenommen ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 20|| 15,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||35||26,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||6||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||31||23,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||5||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 2||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||5||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||13||9,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 6||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 14||7||5,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 9||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||2||1,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 18||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''132'''|| '''100,03'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E =     99 =  75,00 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               =     27 =  20,45 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =       5 =    3,79 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H =       1 =    0,76 %&lt;br /&gt;
*'''Total                         = 132 = 100,00 %'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cory_de_Noel_Niger.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Ein zu einem Bohrer umgearbeiteter Dechsel, die Rückseite ist fein geschliffen, die Ränder sind mit flachen Retuschen versehen. Mit Ausnahme des rückengestumpften Messerchens sind sämtliche Werkzeuge auf diesem Blatt aus Tonstein hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Schwere Spitze, auf der Vorderseite steil, auf der Rückseite flach retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Rautenförmiges Messer, beidseitig flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Spitze, beidseitig flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Keramikscherbe, in Wiegebandtechnik verziert. Das Stück ist sandgemagert, außen hellbraun, innen dunkelgrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Rückengestumpftes, kleines Messer aus Quarz, Tix 37.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Keramikscherbe von dunkelbrauner Farbe, innen fast schwarz, sehr stark gebrannt, nahezu vitrifiziert. Die Oberfläche zeigt ein seltenes Eindruckmuster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Gebogenes Messer mit flachen Retuschen den gesamten Rand auf beiden Seiten betreffend. Zentrale Flächen sind beidseitig ummodifiziert geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) Spitzes Messer mit flachen Randretuschen auf beiden Seiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*10.) Bohrer vom Typ Tix 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Bohrer vom Typ Tixier 16. Das obere Teilstück des rechten Randes ist abgeplatzt und nicht retuschiert. Die Funktion als Bohrer wird dadurch nicht beeinträchtigt. Beide Enden weisen Gebrauchsspuren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12. – 14.) Kratzer vom Typ Tix 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*15.) Daumennagelgroßer Kratzer mit Kerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*16.) Geschlagenes Beil mit Überschleifungsspuren und geschliffener Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*17.) Dechsel mit geschliffener Rückseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18.) Eine der seltenen Klingen auf diesem Fundplatz. Das Werkzeug ist an beiden Rändern mit steilen bis halbsteilen Retuschen versehen. Die Retuschen am distalen Ende verweisen das Stück in die Kategorie der Endretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die drei Fundstellen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werkzeuge in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 44,82|| 56,68|| 50,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||8,70||8,84||17,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||6,49||7,22||2,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Biface||9,36||0,72||6,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||0,60||1,44||0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke||7,02||9,75||9,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||9,90||2,53||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||1,40||0,18||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||4,95||0,54||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||1,20||1,44||1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||0,74||0,54||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||4,82||10,11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Rohmaterial in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Rohmaterial'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 83,28|| 29,60|| 62,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||-||4,87||3,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||3,75||19,13||16,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||1,54||24,37||4,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||2,74||1,63||4,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||5,08||8,48||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||-||4,87||3,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||3,61||7,04||3,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzen-Indiz'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 80,75|| 23,73|| 75,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2||11,65||55,59||20,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||3,73||14,58||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4*||3,88||6,10||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *  Weder die H- Spitzen noch die Querschneider stellen reine Formen aus einer Klingen- und Lamellentradition dar. Es handelt sich eher um Exemplare, deren Grundform der Abschlag war und die an den Rändern durch flache Retuschen bearbeitet worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die häufigste Bearbeitungstechnik ist für die drei Inventare die beidseitige Flächenretusche. Es folgen abrupte Kantenretuschen und flache Randretuschen sowie geschliffene und polierte Flächen. Einseitige Flächenretuschen sind sehr selten und die Kombination einseitige Flächenretusche mit geschliffener und polierter Gegenseite kann an zwei Hohlbeilen dokumentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen stellen bei weitem den größten Anteil der Werkzeuge, dieses gilt für alle drei Fundplätze. Die zweitwichtigste Gruppe wird in Afara von den polierten Beilen gebildet, in Cory de Noel stehen an zweiter Stelle die Kratzer und Schaber, ihr prozentualer Anteil ist doppelt so hoch wie bei den anderen Fundstellen. Die retuschierten Stücke inklusive der Kantenretuschen sind mit 9,75 % die zweitstärkste Gruppe in Tintabesguin. Größenordnungsmäßig liegen die beiden anderen Fundstellen mit 9,40 % und 7,02 % auf dem gleichen Niveau.&lt;br /&gt;
Wenn überhaupt so weisen Afara und Cory de Noel in der Zusammenstellung der Werkzeuggruppen eine gewisse Ähnlichkeit auf. Das gleiche gilt für die Verwendung von Rohstoffen und ganz besonders für den Vergleich der Pfeilspitzentypen. Tintabesguin ist in allen Fällen anders geartet, so dass entweder ein großer Unterschied im Alter oder in der kulturellen Zugehörigkeit bestehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keramikfunde sind in Afara häufig und in Relation zur Menge des lithischen Fundmaterials in Tintabesguin ebenso. Cory de Noel weist nur wenige kleine Scherben auf. Diese Tatsache kann auf die besondere Lage und die Struktur der Fundstelle zurückgeführt werden, die eine erhöhte Deflation wahrscheinlich erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fehlen von Rillensteinen aus weichem Gesteinsmaterial sowie der damit polierten Produkte dürfte die gleichen Gründe haben. Tintabesguin weist sowohl Rillensteine als auch Zylinder mit und ohne Bohrungen sowie angebohrte Bruchstücke auf. Hinzu kommen aus Speckstein gefertigte Fragmente von Armreifen. Letztere sowie auch die polierten Zylinder sind auf den anderen Fundstellen nicht gefunden worden. Die in Afara vorkommenden Rillenstein- Fragmente und der ebenfalls vorhandene Amazonit lassen aber darauf schließen, dass hier ebenfalls Schmuckobjekte hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rillensteine, Schmuck und Keramik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Stücke stammen vom Fundplatz Tintabesguin. Artefakte von Afara und aus dem Air-Gebirge sind ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0185_FF_Niger_neu.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Rillensteine, Schmuck und Keramik aus dem Niger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Artefakte 1 – 11'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1 Keramikscherbe vom Fundplatz Afara; nach F. Jesse könnte diese Scherbe eventuell dem Kiffian zugeordnet werden (pers. Mitteilung).&lt;br /&gt;
* 2 Rillenstein aus weichem, metamorphem Gestein mit halbrunder Rille.&lt;br /&gt;
* 3 Kleiner Rillenstein aus Sandstein. Die Rille ist zusätzlich durch querliegende Höcker aufgeraut.&lt;br /&gt;
* 4 Rillenstein mit halbkreisförmiger Rille aus ähnlichem Material wie Nr. 2.&lt;br /&gt;
* 5 Durchbohrtes Knochenstück.&lt;br /&gt;
* 6 Tonnenförmig geschliffener Stein ohne Bohrung.&lt;br /&gt;
* 7 – 11 Zylindrisch geschliffene Artefakte aus Feldspat (z.T. Amazonit) und Speckstein. Laut National Geographic Ausgabe Oktober 2008 liegt das nächste bekannte Vorkommen von Amazonit im Tibesti-Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch die Komplexität des geologischen Aufbaus des näher liegenden Air-Gebirges ist es allerdings nicht auszuschließen und sogar wahrscheinlich auch hier Amazonit finden zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Artefakte 12 – 18'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 12 Versuch ein Stück Amazonit anzubohren. Fundort: Air-Gebirges.&lt;br /&gt;
* 13 Versuch eine Platte aus Amazonit zu durchbohren. Fundort: Air-Gebirges.&lt;br /&gt;
* 14 – 18 Fünf durchbohrte zylindrisch bis tonnenförmige Schmuckperlen.&lt;br /&gt;
* 14 Das Gesteinsmaterial ist nicht zu identifizieren.&lt;br /&gt;
* 15 Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich hier um Alabaster und zwar mit einer Färbung und Streifung wie es charakteristisch ist für das Material, welches bei El Amarna im Niltal abgebaut wird. Zu klären wäre ob weitere Alabasterlagerstätten zwischen El Amarna und dem Westen des Air-Gebirges bekannt und geologisch möglich sind. Könnte die ägyptische Herkunft der Perle belegt werden, wäre man in der Lage die Geschichte weiterzuspinnen und eventuelle, weiträumige Wanderbewegungen am Ende der Feuchtphase in der ägyptische Westwüste in Richtung Air-Gebirge ins Spiel zu bringen.&lt;br /&gt;
* 16 Basaltperle&lt;br /&gt;
* 17 Stark verwitterte Perle aus weichem Gestein.&lt;br /&gt;
* 18 Perle aus Feldspat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Artefakte 19 – 30'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 19 Sehr schmaler Rillenstein aus weißem, metamorphem Gesteinsbrocken.&lt;br /&gt;
* 20 Keramikscherbe mit paralleler Rillenverzierung. Pflanzenreste in der Magerung sind gut erkennbar.&lt;br /&gt;
* 21 Keramikscherbe, verziert durch sich im rechten Winkel kreuzende Linien. Fundort: Afara.&lt;br /&gt;
* 22 Rillenstein (wie Nr. 2 und Nr. 4).&lt;br /&gt;
* 23 – 30 Durch Bohrungen zerbrochene Zylinder und Stücke aus Amazonit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Artefakte 31 – 42'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 31 Keramikscherbe (wie Nr. 1).&lt;br /&gt;
* 32 – 36 Bruchstücke von Armreifen aus Speckstein. Die Nr. 33 weist Ritzmuster in Dreiecksform an der Oberseite auf.&lt;br /&gt;
* 37 Randstück einer Keramikscherbe mit Eindruckmuster.&lt;br /&gt;
* 38 Keramikscherbe, ähnlich Nr. 1, aber windüberformt.&lt;br /&gt;
* 39 – 40 Mit Strichmuster verzierte Keramikscherben.&lt;br /&gt;
* 41 Keramikscherbe, ähnlich Nr. 38.&lt;br /&gt;
* 42 Nur leicht im unteren Teil verzierte Keramikscherbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Artefakte 43 - 50'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 43 Keramikscherbe mit wellenförmiger Randverzierung.&lt;br /&gt;
* 44 – 47 Rillensteine mit gerundeten, v-förmigen und rechteckigen Rillen (Nr. 44 aus Afara).&lt;br /&gt;
* 48 Keramikscherbe mit Zick-Zack- Verzierung, Afara.&lt;br /&gt;
* 49 – 50 Keramikscherben mit Reparaturbohrungen. Fundort: Afara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Niger - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fotogalerie wird nicht näher beschrieben. Sie dient in erster Linie dazu die Form- und Farbvielfalt zu zeigen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0024_2_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0026_I_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0031_3_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0155_27_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0161_24_Niger_Algerien.jpg|Abb.: Pfeilspitzen aus Niger und Algerien (= die beiden unteren Reihen), Tableau 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0153_P22_Niger.jpg|Abb.: Einzelfunde westlich des Air Gebirges&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0167_GG_Niger.jpg|Abb.: Funde, Mousterien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0179_P_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0181_MM_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0344_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0345_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0346_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0347_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0362_Reibschale_Niger.jpg|Abb.: Reibschale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 20 folgenden Fundtableaus werden nicht näher benannt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0297_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0299_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0300_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0301_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0302_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0303_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0304_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0305_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0306_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0307_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0308_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0309_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0310_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0311_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0312_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0313_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0314_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0315_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0316_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0317_Niger.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Artefakte_aus_Niger&amp;diff=5595</id>
		<title>Artefakte aus Niger</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Artefakte_aus_Niger&amp;diff=5595"/>
				<updated>2025-01-10T20:33:20Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Rillensteine, Schmuck und Keramik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Afara== &lt;br /&gt;
Die Koordinaten der Fundstelle Afara sind ungefähr 7°35’ Ost und 17°03’ Nord. Ab Kilometer 30 der Asphaltstraße von Agadez nach Arlit (RTA = Route Taoua – Arlit) führt eine Piste nach Teguidda in Tagait. Diesem Weg folgend erreicht man den Brunnen Afara. Auf halber Distanz zwischen diesem und dem Brunnen von Azog liegt das Fundgebiet „Afara“. Das Gelände ist eben, Landmarken für Mitteleuropäer gibt es keine, die einheimischen Touareg und Peulh haben dennoch keine Schwierigkeiten sich in der Savanne mit spärlichem Baumbewuchs punktgenau zurechtzufinden.&lt;br /&gt;
Mit einiger Vorstellungskraft können vor Ort Senken, ehemalige Seen oder Tümpel, ausgemacht werden. An ihren Rändern sind außer dem weitgestreuten lithischen Material hauptsächlich Keramikscherben mit Eindruckmustern oder Verzierungen in Wiegebandtechnik zu finden. Auffällig ist der große Anteil von Pfeilspitzen aber auch polierte Beile, bifazial bearbeitete Artefakte der verschiedensten Formen und kantenretuschierte Kratzer sind häufig.&lt;br /&gt;
Nicht nur für Afara sondern für das Gesamtgebiet ist das gebräuchlichste Rohmaterial ein Tonstein, welcher lokal im Sandstein in Nestern, Linsen und anderen Formen auftritt. Klassische Klingen und Lamellen sind aus ihm nicht zu gewinnen. So sind auch geometrische Mikrolithen, bis auf einige wenige Segmente mit extrem breitem Rücken, nicht im Inventar anzutreffen.&lt;br /&gt;
Das Gestein eignet sich hervorragend zum Schleifen und Polieren. Die im Gebrauch befindlichen Werkstoffe sind wie folgt bezeichnet worden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1 Tonstein&lt;br /&gt;
* 2 Quarzit oder anderer verhärteter Sandstein&lt;br /&gt;
* 3 Quarz, feinkristallin&lt;br /&gt;
* 4 Jaspis in verschiedenen Farben und Erscheinungsformen&lt;br /&gt;
* 5 Quarz, grobkristallin&lt;br /&gt;
* 6 Schwarzes Ergussgestein z.B. Basalt&lt;br /&gt;
* 7 Metamorphes Gestein&lt;br /&gt;
* 8 Versteinertes Holz&lt;br /&gt;
* 9 Feuerstein&lt;br /&gt;
* 10 Feldspat&lt;br /&gt;
* 11 Granit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis: Diese Nummerierung findet sich in mehreren Rohstoff-Tabellen dieses Beitrages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Inventar des Fundplatzes Afara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 670|| 44,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||130||8,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||97||6,49&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bifazial bearbeitete Werkzeuge||140||9,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||9||0,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke, inkl. Kantenretuschen||105||7,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||148||9,90&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||21||1,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||74||4,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||18||1,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||11||0,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||72||4,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total '''|| '''1495'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Afara &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Art der Rohstoffe'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 1245|| 83,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||56||3,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||23||1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||41||2,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||76||5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||54||3,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''1495'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Afara (Für die Analyse wurden lediglich 647 von den 670 Exemplaren herangezogen, Fragmente, die nicht eindeutig zuweisbar waren, wurden ausgeschlossen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 27|| 4,17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||101||15,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 13||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 16||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||14||2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||306||47,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 26||41||6,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||23||3,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 3||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||8||1,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3||10||1,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||53||8,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 1||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 21||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 30||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||12||1,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 31||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 5||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||G 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 1||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 4||9||1,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 18||7||1,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I 3||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I 4||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''647'''|| '''100,05'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E = 520 =   80,75 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               =   75 =   11,65 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =   24 =     3,73 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H  =   25 =     3,88 %&lt;br /&gt;
*Total                         = 644*= 100,01 % &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *I = 3 Exemplare nicht berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reib- und Mahlsteine fehlen im Inventar, sie wurden von den heutigen Einheimischen im Laufe der Jahre aufgebraucht. Ein Reibstein jedoch, mit einer kreisrunden Arbeitsfläche von 40 mm ist gefunden worden. Er besteht aus verhärtetem, grobkörnigem Sandstein wie er lokal vorkommt ( Korngröße z.T. über 2 mm Durchmesser ) und hat wegen seiner geringen Abmessung sehr wahrscheinlich nicht zum Mahlen von Getreide gedient sondern anderen Zwecken wie z.B. dem Zerkleinern von Farbstoffen also indirekt ebenfalls zum Malen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elf Rillenstein- Fragmente und mehrere Bruchstücke aus dem gleichen weichen Material ( Phyllit oder Speckstein ? ) weisen auf die Herstellung von Perlen und Zylindern hin wie sie in Tintabesguin gefunden wurden. Im Gegensatz zu den aus Sandstein gefertigten Rillensteinen der westlichen Wüste Ägyptens sind diese Exemplare bestens zum Polieren geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Stein mit zwei schmalen Kerben, die im rechten Winkel zueinander angeordnet sind, könnte als hängendes Gewicht benutzt worden sein z.B. als Netzsenker. An sonstigem Fundgut müssen noch zwei Knochenwerkzeuge, Bruchstücke von starken Säugetierknochen, sowie Muschelschalen, Fischgräten und Amazonit genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Afara Niger 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Afara_Niger_1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Afara - Niger I&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Die Form des ursprünglichen Rohstoffs ist fast vollständig erhalten geblieben. Lediglich die Schneide des Beils ist durch flache Retuschen herausgearbeitet worden. Auch die ausgestellten Ecken der runden Schneide sind durch die Form des Gesteins vorgegeben. Der gerundete Nacken ist ebenfalls von der Natur des Tonsteins vorgegeben. Die Farbe des Materials ist verglichen mit anderen Artefakten vom Fundplatz Afara relativ dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Beidseitig überschliffenes Beil mit gerundeter Schneide. Die vor dem Schleifen angebrachten Retuschen, um das Artefakt in Form zu bringen, sind noch teilweise erkennbar. Das Material ist hellbrauner Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Beidseitig flächenretuschierte, große Spitze. Die Farbe gleicht der des Artefakts Nr. 2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Afara_Niger_2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Afara   Niger II'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Klassischer geschlagener Dechsel. Die Rückseite ist im Bereich der Schneide geschliffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Geschliffenes Beil, in der Mitte ist es nur 11mm dick, der Querschnitt ist rechteckig mit leicht gerundeten Kanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Dieses Artefakt ist einer der sehr seltenen Stichel auf den Fundstellen westlich des Air- Gebirges. Wie die meisten anderen Werkzeuge besteht das verwendete Material aus Tonstein. Die sehr dunkle Färbung stellt ebenfalls eine Ausnahme dar. Es lassen sich vier Schärfungsabschläge beobachten. Da die obere Schlagfläche Retuschen aufweist kann das Exemplar unter Tix 21 abgelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Beidseitig flächenretuschiertes, beilförmiges Werkzeug. Bei einer Länge von 110mm beträgt die dünnste Stelle in der Mitte des Artefakts nur 11mm. Dadurch dürfte das Exemplar als schlagend eingesetztes Werkzeug zu schwach gewesen sein. Hinzu kommt noch eine Krümmung der Längsachse, welche die dauerhafte Stabilität weiter herabsetzt. Es könnte ein ungewöhnlich gestaltetes Messer gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Einfacher, grober Bohrer auf einem Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Einfacher Kratzer auf einem Abschlag vom Typ Tix 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Verzierte Keramikscherbe. Der Rand, links in der Zeichnung hatte eine ähnliche Verzierung wie das eingedrückte Zickzack- Band weiter rechts, ist aber stark überformt. Rechts des Bandes schließt sich eine an Wiegebandtechnik erinnernde, überformte Verzierung an. Die Farbe der Keramik ist hellbraun, das Innere grau. Als Magerung diente sowohl Sand mit Korngrößen bis zu 2mm Durchmesser als auch organisches Material wie Abdrücke auf der Vorderseite zeigen. Im Gegensatz zu der Keramikabbildung 5 auf dem Blatt Tin Tabesguin dürfte diese Scherbe wesentlich jünger sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Ungewöhnlich stark gekerbter Bohrer auf einem Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) und 10.) Zwei der sehr seltenen Segmente. Nr. 9 besteht aus Tonstein, Nr. 10 aus Karneol. Beide Exemplare weisen sehr breite Rücken auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Rückengestumpftes Messer, die Schneide weist ebenfalls Retuschen auf. Der Werkstoff ist ein buntes Silikatgestein in den Farben Rot, Schwarz und Beige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12.) Aus dem gleichen Material besteht dieses stark gebogene Rückenmesser, hier ist die Schneide klassisch gestaltet und nicht retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*13.) Großer Bohrer aus Tonstein vom Typ Tix 16. Beide Enden weisen Gebrauchsspuren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*14.) Kleiner Bohrer auf einem Abschlag, wie die Nr. 5 dieses Blattes vom Typ Tix 12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tintabesguin==&lt;br /&gt;
Die Fundstelle führt den Namen des Corys, der die Asphaltstraße Agadez – Arlit einige Meter östlich des Vorkommens schneidet. Cory, wie im Niger die Wadis heißen, wird auch in der Schreibweise Kori angetroffen. Tintabesguin wird auf einigen Karten auch Tin Tébesgin geschrieben.&lt;br /&gt;
Die Koordinaten der Fundstellen sind 7°42’ Ost und 17°05’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar des Fundplatzes Tintabesguin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 314|| 56,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer und Schaber|| 49|| 8,84&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer|| 40|| 7,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Biface|| 4|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel|| 8|| 1,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke inkl. Kantenretuschen|| 54|| 9,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Polierte Beile|| 14|| 2,53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Beile|| 1|| 0,18&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Hohlbeil|| 3|| 0,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben|| 8|| 1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombinationswerkzeuge|| 3|| 0,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige|| 56|| 10,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''554'''|| '''99,99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Tintabesguin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| ''' Art der Rohstoffe'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 164|| 29,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||27||4,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||106||19,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||135||24,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||9||1,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||47||8,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||27||4,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||39||7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''554'''|| '''99,99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Tintabesguin. (Für die Analyse wurden lediglich 295 von den 314 Exemplaren berücksichtigt. Fragmente, die nicht eindeutig zuweisbar waren, wurden ausgeschlossen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 23|| 7,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||7||2,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||9||3,05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||8||2,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 26||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||16||5,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 3||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||13||4,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2||9||3,05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3||24||8,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||116||39,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 6||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 1||5||1,69&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||3||1,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 3||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 9||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 15||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 21||5||1,69&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 23||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||21||7,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 31||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 2||4||1,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 4||4||1,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 5||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||G 1||11||3,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 1||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''295'''|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E =   70 =    23,73 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               = 164 =    55,59 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =   43 =    14,58 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H  =  18 =      6,10 %&lt;br /&gt;
*'''Total'''                         = '''295''' = '''100,00 %'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tin Tabesguin'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:TinTabesguin_Niger.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Rillenstein dessen Material in die Phyllitfamilie eingeordnet werden könnte. Die Rillenform kann zwischen halbkreis und V- förmig beschrieben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Tonnenförmige Perle aus Alabaster, wie ich vermute. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich hier um einen metamorph umgewandelten Gips und zwar mit einer Färbung und Streifung wie es typisch ist für das Material, welches bei El Amarna im Niltal abgebaut wird. Zu klären wäre ob weitere Alabaster Lagerstätten zwischen El Amarna und dem Westen des Air- Gebirges bekannt oder geologisch möglich sind. &lt;br /&gt;
Könnte die ägyptische Herkunft der Perle belegt werden, wäre man in der Lage die Geschichte weiter zu spinnen und eventuelle, weiträumige Wanderbewegungen am Ende der Feuchtphase in der ägyptischen Westwüste in Richtung Air- Gebirge ins Spiel bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Tonnenförmige Basaltperle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Bruchstück eines Armreifens aus Speckstein. Die Oberseite weist Ritzmuster in Dreiecksform auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Rillenstein aus metamorphem, nicht näher bestimmbarem Gestein. Rechtwinklig zur halbkreisförmigen Rille sind Ritzungen angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Dechsel aus Tonstein, die Rückseite ist poliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Geschliffenes Beil aus Tonstein mit gerundeter Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Wie Nr.7, die Schneide ist nur schwach gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) Dechsel aus Tonstein. Das Stück ist derart vom Wind abgeschliffen, dass die unterschiedlich gefärbten Lagen des Gesteins sichtbar werden. Bis auf die Grundform sind Bearbeitungsspuren nicht mehr erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*10.) Kratzer aus versteinertem Holz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Kratzer aus Quarz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12.) Kratzer aus Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*13.) Gekerbter Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*14.) Keramikscherbe vom Fundplatz Afara. Nach F. Jesse könnte diese Scherbe eventuell dem Kiffian zugeordnet werden (pers. Mitteilung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*15.) Einer der seltenen Stichel aus Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*16.) Das Artefakt besteht aus hochwertigem Hornstein. Dieser Stichel kann unter Tix 31 abgelegt werden obwohl der Rand nur im distalen Bereich kantenretuschiert ist und das Werkzeug recht klein ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*17.) Einfacher Bohrer auf Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cory de Noel==&lt;br /&gt;
Die Artefakte dieses Fundplatzes liegen auf einem Plateau von etwa 500m Höhe. Seine nördliche Begrenzung wird von einem kleinen Cory gebildet, der bei etwa 475 m Höhe liegt und eine Schlucht mit steilen Hängen bildet. Hier bleibt auch in der Trockenzeit ein Wasserloch ( guelta ) offen. Es ist durch einen Versturz von großen Sandsteinblöcken, die dachförmig über dem Guelta angeordnet sind, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Die Steine haben in den Zeiten der Wasserführung für eine Verwirbelung gesorgt und so zu einer Vertiefung des Bettes geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sandstein bildet an den fast senkrecht aufsteigenden Ufern Überhänge, die als Abri genutzt werden können. Eine große Anzahl von tiefen Gravierungen, es wurden hauptsächlich Giraffen abgebildet, belegt die Präsenz steinzeitlicher Bewohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Plateau, die eigentliche Fundstelle, wird durch eine Sandsteinbank geformt. In den sandgefüllten Erosionsrinnen und Löchern, die in den solidem Sandstein eingegraben sind, werden die Artefakte gefunden. Es handelt sich um Fundstreuungen, von in situ Material kann nicht ausgegangen werden. Der Hügel wird Ikosenwali genannt, seine Koordinaten sind ungefähr 7°38’ Ost und 17°17’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar des Fundplatzes Cory de Noel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 133|| 50,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||47||17,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||7||2,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Biface||18||6,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||1||0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke inklusive Kantenretuschen||25||9,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||2||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||3||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||5||1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||3||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''266'''|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Cory de Noel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Art des Rohstoffs'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 167|| 62,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||10||3,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||45||16,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||12||4,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||13||4,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||2||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||8||3,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||9||3,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''266'''|| '''100'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Cory de Noel ( Für die Analyse wurden lediglich 132 Exemplare von 133 berücksichtigt. Fragmente, die nicht eindeutig zu klassieren waren, wurden nicht in die Analyse aufgenommen ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 20|| 15,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||35||26,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||6||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||31||23,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||5||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 2||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||5||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||13||9,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 6||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 14||7||5,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 9||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||2||1,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 18||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''132'''|| '''100,03'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E =     99 =  75,00 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               =     27 =  20,45 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =       5 =    3,79 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H =       1 =    0,76 %&lt;br /&gt;
*'''Total                         = 132 = 100,00 %'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cory_de_Noel_Niger.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Ein zu einem Bohrer umgearbeiteter Dechsel, die Rückseite ist fein geschliffen, die Ränder sind mit flachen Retuschen versehen. Mit Ausnahme des rückengestumpften Messerchens sind sämtliche Werkzeuge auf diesem Blatt aus Tonstein hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Schwere Spitze, auf der Vorderseite steil, auf der Rückseite flach retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Rautenförmiges Messer, beidseitig flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Spitze, beidseitig flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Keramikscherbe, in Wiegebandtechnik verziert. Das Stück ist sandgemagert, außen hellbraun, innen dunkelgrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Rückengestumpftes, kleines Messer aus Quarz, Tix 37.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Keramikscherbe von dunkelbrauner Farbe, innen fast schwarz, sehr stark gebrannt, nahezu vitrifiziert. Die Oberfläche zeigt ein seltenes Eindruckmuster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Gebogenes Messer mit flachen Retuschen den gesamten Rand auf beiden Seiten betreffend. Zentrale Flächen sind beidseitig ummodifiziert geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) Spitzes Messer mit flachen Randretuschen auf beiden Seiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*10.) Bohrer vom Typ Tix 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Bohrer vom Typ Tixier 16. Das obere Teilstück des rechten Randes ist abgeplatzt und nicht retuschiert. Die Funktion als Bohrer wird dadurch nicht beeinträchtigt. Beide Enden weisen Gebrauchsspuren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12. – 14.) Kratzer vom Typ Tix 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*15.) Daumennagelgroßer Kratzer mit Kerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*16.) Geschlagenes Beil mit Überschleifungsspuren und geschliffener Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*17.) Dechsel mit geschliffener Rückseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18.) Eine der seltenen Klingen auf diesem Fundplatz. Das Werkzeug ist an beiden Rändern mit steilen bis halbsteilen Retuschen versehen. Die Retuschen am distalen Ende verweisen das Stück in die Kategorie der Endretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die drei Fundstellen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werkzeuge in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 44,82|| 56,68|| 50,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||8,70||8,84||17,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||6,49||7,22||2,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Biface||9,36||0,72||6,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||0,60||1,44||0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke||7,02||9,75||9,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||9,90||2,53||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||1,40||0,18||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||4,95||0,54||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||1,20||1,44||1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||0,74||0,54||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||4,82||10,11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Rohmaterial in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Rohmaterial'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 83,28|| 29,60|| 62,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||-||4,87||3,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||3,75||19,13||16,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||1,54||24,37||4,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||2,74||1,63||4,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||5,08||8,48||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||-||4,87||3,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||3,61||7,04||3,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzen-Indiz'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 80,75|| 23,73|| 75,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2||11,65||55,59||20,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||3,73||14,58||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4*||3,88||6,10||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *  Weder die H- Spitzen noch die Querschneider stellen reine Formen aus einer Klingen- und Lamellentradition dar. Es handelt sich eher um Exemplare, deren Grundform der Abschlag war und die an den Rändern durch flache Retuschen bearbeitet worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die häufigste Bearbeitungstechnik ist für die drei Inventare die beidseitige Flächenretusche. Es folgen abrupte Kantenretuschen und flache Randretuschen sowie geschliffene und polierte Flächen. Einseitige Flächenretuschen sind sehr selten und die Kombination einseitige Flächenretusche mit geschliffener und polierter Gegenseite kann an zwei Hohlbeilen dokumentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen stellen bei weitem den größten Anteil der Werkzeuge, dieses gilt für alle drei Fundplätze. Die zweitwichtigste Gruppe wird in Afara von den polierten Beilen gebildet, in Cory de Noel stehen an zweiter Stelle die Kratzer und Schaber, ihr prozentualer Anteil ist doppelt so hoch wie bei den anderen Fundstellen. Die retuschierten Stücke inklusive der Kantenretuschen sind mit 9,75 % die zweitstärkste Gruppe in Tintabesguin. Größenordnungsmäßig liegen die beiden anderen Fundstellen mit 9,40 % und 7,02 % auf dem gleichen Niveau.&lt;br /&gt;
Wenn überhaupt so weisen Afara und Cory de Noel in der Zusammenstellung der Werkzeuggruppen eine gewisse Ähnlichkeit auf. Das gleiche gilt für die Verwendung von Rohstoffen und ganz besonders für den Vergleich der Pfeilspitzentypen. Tintabesguin ist in allen Fällen anders geartet, so dass entweder ein großer Unterschied im Alter oder in der kulturellen Zugehörigkeit bestehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keramikfunde sind in Afara häufig und in Relation zur Menge des lithischen Fundmaterials in Tintabesguin ebenso. Cory de Noel weist nur wenige kleine Scherben auf. Diese Tatsache kann auf die besondere Lage und die Struktur der Fundstelle zurückgeführt werden, die eine erhöhte Deflation wahrscheinlich erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fehlen von Rillensteinen aus weichem Gesteinsmaterial sowie der damit polierten Produkte dürfte die gleichen Gründe haben. Tintabesguin weist sowohl Rillensteine als auch Zylinder mit und ohne Bohrungen sowie angebohrte Bruchstücke auf. Hinzu kommen aus Speckstein gefertigte Fragmente von Armreifen. Letztere sowie auch die polierten Zylinder sind auf den anderen Fundstellen nicht gefunden worden. Die in Afara vorkommenden Rillenstein- Fragmente und der ebenfalls vorhandene Amazonit lassen aber darauf schließen, dass hier ebenfalls Schmuckobjekte hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rillensteine, Schmuck und Keramik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Stücke stammen vom Fundplatz Tintabesguin. Artefakte von Afara und aus dem Air-Gebirge sind ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0185_FF_Niger_neu.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Rillensteine, Schmuck und Keramik aus dem Niger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artefakte 1 – 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 Keramikscherbe vom Fundplatz Afara; nach F. Jesse könnte diese Scherbe eventuell dem Kiffian zugeordnet werden (pers. Mitteilung).&lt;br /&gt;
2 Rillenstein aus weichem, metamorphem Gestein mit halbrunder Rille.&lt;br /&gt;
3 Kleiner Rillenstein aus Sandstein. Die Rille ist zusätzlich durch querliegende Höcker aufgeraut.&lt;br /&gt;
4 Rillenstein mit halbkreisförmiger Rille aus ähnlichem Material wie Nr. 2.&lt;br /&gt;
5 Durchbohrtes Knochenstück.&lt;br /&gt;
6 Tonnenförmig geschliffener Stein ohne Bohrung.&lt;br /&gt;
7 – 11 Zylindrisch geschliffene Artefakte aus Feldspat (z.T. Amazonit) und Speckstein. Laut National Geographic Ausgabe Oktober 2008 liegt das nächste bekannte Vorkommen von Amazonit im Tibesti-Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch die Komplexität des geologischen Aufbaus des näher liegenden Air-Gebirges ist es allerdings nicht auszuschließen und sogar wahrscheinlich auch hier Amazonit finden zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artefakte 12 – 18&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12 Versuch ein Stück Amazonit anzubohren. Fundort: Air-Gebirges.&lt;br /&gt;
13 Versuch eine Platte aus Amazonit zu durchbohren. Fundort: Air-Gebirges.&lt;br /&gt;
14 – 18 Fünf durchbohrte zylindrisch bis tonnenförmige Schmuckperlen.&lt;br /&gt;
14 Das Gesteinsmaterial ist nicht zu identifizieren.&lt;br /&gt;
15 Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich hier um Alabaster und zwar mit einer Färbung und Streifung wie es charakteristisch ist für das Material, welches bei El Amarna im Niltal abgebaut wird. Zu klären wäre ob weitere Alabasterlagerstätten zwischen El Amarna und dem Westen des Air-Gebirges bekannt und geologisch möglich sind. Könnte die ägyptische Herkunft der Perle belegt werden, wäre man in der Lage die Geschichte weiterzuspinnen und eventuelle, weiträumige Wanderbewegungen am Ende der Feuchtphase in der ägyptische Westwüste in Richtung Air-Gebirge ins Spiel zu bringen.&lt;br /&gt;
16 Basaltperle&lt;br /&gt;
17 Stark verwitterte Perle aus weichem Gestein.&lt;br /&gt;
18 Perle aus Feldspat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artefakte 19 – 30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19 Sehr schmaler Rillenstein aus weißem, metamorphem Gesteinsbrocken.&lt;br /&gt;
20 Keramikscherbe mit paralleler Rillenverzierung. Pflanzenreste in der Magerung sind gut erkennbar.&lt;br /&gt;
21 Keramikscherbe, verziert durch sich im rechten Winkel kreuzende Linien. Fundort: Afara.&lt;br /&gt;
22 Rillenstein (wie Nr. 2 und Nr. 4).&lt;br /&gt;
23 – 30 Durch Bohrungen zerbrochene Zylinder und Stücke aus Amazonit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artefakte 31 – 42&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31 Keramikscherbe (wie Nr. 1).&lt;br /&gt;
32 – 36 Bruchstücke von Armreifen aus Speckstein. Die Nr. 33 weist Ritzmuster in Dreiecksform an der Oberseite auf.&lt;br /&gt;
37 Randstück einer Keramikscherbe mit Eindruckmuster.&lt;br /&gt;
38 Keramikscherbe, ähnlich Nr. 1, aber windüberformt.&lt;br /&gt;
39 – 40 Mit Strichmuster verzierte Keramikscherben.&lt;br /&gt;
41 Keramikscherbe, ähnlich Nr. 38.&lt;br /&gt;
42 Nur leicht im unteren Teil verzierte Keramikscherbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artefakte 43 - 50&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
43 Keramikscherbe mit wellenförmiger Randverzierung.&lt;br /&gt;
44 – 47 Rillensteine mit gerundeten, v-förmigen und rechteckigen Rillen (Nr. 44 aus Afara).&lt;br /&gt;
48 Keramikscherbe mit Zick-Zack- Verzierung, Afara.&lt;br /&gt;
49 – 50 Keramikscherben mit Reparaturbohrungen. Fundort: Afara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Niger - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fotogalerie wird nicht näher beschrieben. Sie dient in erster Linie dazu die Form- und Farbvielfalt zu zeigen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0024_2_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0026_I_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0031_3_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0155_27_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0161_24_Niger_Algerien.jpg|Abb.: Pfeilspitzen aus Niger und Algerien (= die beiden unteren Reihen), Tableau 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0153_P22_Niger.jpg|Abb.: Einzelfunde westlich des Air Gebirges&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0167_GG_Niger.jpg|Abb.: Funde, Mousterien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0179_P_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0181_MM_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0344_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0345_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0346_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0347_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0362_Reibschale_Niger.jpg|Abb.: Reibschale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 20 folgenden Fundtableaus werden nicht näher benannt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0297_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0299_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0300_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0301_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0302_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0303_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0304_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0305_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0306_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0307_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0308_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0309_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0310_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0311_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0312_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0313_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0314_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0315_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0316_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0317_Niger.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Artefakte_aus_Niger&amp;diff=5594</id>
		<title>Artefakte aus Niger</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Artefakte_aus_Niger&amp;diff=5594"/>
				<updated>2025-01-10T19:09:56Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Funde aus Niger - Fotogalerie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Afara== &lt;br /&gt;
Die Koordinaten der Fundstelle Afara sind ungefähr 7°35’ Ost und 17°03’ Nord. Ab Kilometer 30 der Asphaltstraße von Agadez nach Arlit (RTA = Route Taoua – Arlit) führt eine Piste nach Teguidda in Tagait. Diesem Weg folgend erreicht man den Brunnen Afara. Auf halber Distanz zwischen diesem und dem Brunnen von Azog liegt das Fundgebiet „Afara“. Das Gelände ist eben, Landmarken für Mitteleuropäer gibt es keine, die einheimischen Touareg und Peulh haben dennoch keine Schwierigkeiten sich in der Savanne mit spärlichem Baumbewuchs punktgenau zurechtzufinden.&lt;br /&gt;
Mit einiger Vorstellungskraft können vor Ort Senken, ehemalige Seen oder Tümpel, ausgemacht werden. An ihren Rändern sind außer dem weitgestreuten lithischen Material hauptsächlich Keramikscherben mit Eindruckmustern oder Verzierungen in Wiegebandtechnik zu finden. Auffällig ist der große Anteil von Pfeilspitzen aber auch polierte Beile, bifazial bearbeitete Artefakte der verschiedensten Formen und kantenretuschierte Kratzer sind häufig.&lt;br /&gt;
Nicht nur für Afara sondern für das Gesamtgebiet ist das gebräuchlichste Rohmaterial ein Tonstein, welcher lokal im Sandstein in Nestern, Linsen und anderen Formen auftritt. Klassische Klingen und Lamellen sind aus ihm nicht zu gewinnen. So sind auch geometrische Mikrolithen, bis auf einige wenige Segmente mit extrem breitem Rücken, nicht im Inventar anzutreffen.&lt;br /&gt;
Das Gestein eignet sich hervorragend zum Schleifen und Polieren. Die im Gebrauch befindlichen Werkstoffe sind wie folgt bezeichnet worden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1 Tonstein&lt;br /&gt;
* 2 Quarzit oder anderer verhärteter Sandstein&lt;br /&gt;
* 3 Quarz, feinkristallin&lt;br /&gt;
* 4 Jaspis in verschiedenen Farben und Erscheinungsformen&lt;br /&gt;
* 5 Quarz, grobkristallin&lt;br /&gt;
* 6 Schwarzes Ergussgestein z.B. Basalt&lt;br /&gt;
* 7 Metamorphes Gestein&lt;br /&gt;
* 8 Versteinertes Holz&lt;br /&gt;
* 9 Feuerstein&lt;br /&gt;
* 10 Feldspat&lt;br /&gt;
* 11 Granit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis: Diese Nummerierung findet sich in mehreren Rohstoff-Tabellen dieses Beitrages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Inventar des Fundplatzes Afara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 670|| 44,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||130||8,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||97||6,49&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bifazial bearbeitete Werkzeuge||140||9,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||9||0,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke, inkl. Kantenretuschen||105||7,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||148||9,90&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||21||1,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||74||4,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||18||1,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||11||0,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||72||4,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total '''|| '''1495'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Afara &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Art der Rohstoffe'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 1245|| 83,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||56||3,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||23||1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||41||2,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||76||5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||54||3,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''1495'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Afara (Für die Analyse wurden lediglich 647 von den 670 Exemplaren herangezogen, Fragmente, die nicht eindeutig zuweisbar waren, wurden ausgeschlossen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 27|| 4,17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||101||15,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 13||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 16||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||14||2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||306||47,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 26||41||6,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||23||3,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 3||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||8||1,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3||10||1,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||53||8,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 1||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 21||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 30||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||12||1,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 31||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 5||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||G 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 1||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 4||9||1,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 18||7||1,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I 3||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I 4||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''647'''|| '''100,05'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E = 520 =   80,75 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               =   75 =   11,65 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =   24 =     3,73 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H  =   25 =     3,88 %&lt;br /&gt;
*Total                         = 644*= 100,01 % &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *I = 3 Exemplare nicht berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reib- und Mahlsteine fehlen im Inventar, sie wurden von den heutigen Einheimischen im Laufe der Jahre aufgebraucht. Ein Reibstein jedoch, mit einer kreisrunden Arbeitsfläche von 40 mm ist gefunden worden. Er besteht aus verhärtetem, grobkörnigem Sandstein wie er lokal vorkommt ( Korngröße z.T. über 2 mm Durchmesser ) und hat wegen seiner geringen Abmessung sehr wahrscheinlich nicht zum Mahlen von Getreide gedient sondern anderen Zwecken wie z.B. dem Zerkleinern von Farbstoffen also indirekt ebenfalls zum Malen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elf Rillenstein- Fragmente und mehrere Bruchstücke aus dem gleichen weichen Material ( Phyllit oder Speckstein ? ) weisen auf die Herstellung von Perlen und Zylindern hin wie sie in Tintabesguin gefunden wurden. Im Gegensatz zu den aus Sandstein gefertigten Rillensteinen der westlichen Wüste Ägyptens sind diese Exemplare bestens zum Polieren geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Stein mit zwei schmalen Kerben, die im rechten Winkel zueinander angeordnet sind, könnte als hängendes Gewicht benutzt worden sein z.B. als Netzsenker. An sonstigem Fundgut müssen noch zwei Knochenwerkzeuge, Bruchstücke von starken Säugetierknochen, sowie Muschelschalen, Fischgräten und Amazonit genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Afara Niger 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Afara_Niger_1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Afara - Niger I&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Die Form des ursprünglichen Rohstoffs ist fast vollständig erhalten geblieben. Lediglich die Schneide des Beils ist durch flache Retuschen herausgearbeitet worden. Auch die ausgestellten Ecken der runden Schneide sind durch die Form des Gesteins vorgegeben. Der gerundete Nacken ist ebenfalls von der Natur des Tonsteins vorgegeben. Die Farbe des Materials ist verglichen mit anderen Artefakten vom Fundplatz Afara relativ dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Beidseitig überschliffenes Beil mit gerundeter Schneide. Die vor dem Schleifen angebrachten Retuschen, um das Artefakt in Form zu bringen, sind noch teilweise erkennbar. Das Material ist hellbrauner Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Beidseitig flächenretuschierte, große Spitze. Die Farbe gleicht der des Artefakts Nr. 2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Afara_Niger_2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Afara   Niger II'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Klassischer geschlagener Dechsel. Die Rückseite ist im Bereich der Schneide geschliffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Geschliffenes Beil, in der Mitte ist es nur 11mm dick, der Querschnitt ist rechteckig mit leicht gerundeten Kanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Dieses Artefakt ist einer der sehr seltenen Stichel auf den Fundstellen westlich des Air- Gebirges. Wie die meisten anderen Werkzeuge besteht das verwendete Material aus Tonstein. Die sehr dunkle Färbung stellt ebenfalls eine Ausnahme dar. Es lassen sich vier Schärfungsabschläge beobachten. Da die obere Schlagfläche Retuschen aufweist kann das Exemplar unter Tix 21 abgelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Beidseitig flächenretuschiertes, beilförmiges Werkzeug. Bei einer Länge von 110mm beträgt die dünnste Stelle in der Mitte des Artefakts nur 11mm. Dadurch dürfte das Exemplar als schlagend eingesetztes Werkzeug zu schwach gewesen sein. Hinzu kommt noch eine Krümmung der Längsachse, welche die dauerhafte Stabilität weiter herabsetzt. Es könnte ein ungewöhnlich gestaltetes Messer gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Einfacher, grober Bohrer auf einem Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Einfacher Kratzer auf einem Abschlag vom Typ Tix 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Verzierte Keramikscherbe. Der Rand, links in der Zeichnung hatte eine ähnliche Verzierung wie das eingedrückte Zickzack- Band weiter rechts, ist aber stark überformt. Rechts des Bandes schließt sich eine an Wiegebandtechnik erinnernde, überformte Verzierung an. Die Farbe der Keramik ist hellbraun, das Innere grau. Als Magerung diente sowohl Sand mit Korngrößen bis zu 2mm Durchmesser als auch organisches Material wie Abdrücke auf der Vorderseite zeigen. Im Gegensatz zu der Keramikabbildung 5 auf dem Blatt Tin Tabesguin dürfte diese Scherbe wesentlich jünger sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Ungewöhnlich stark gekerbter Bohrer auf einem Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) und 10.) Zwei der sehr seltenen Segmente. Nr. 9 besteht aus Tonstein, Nr. 10 aus Karneol. Beide Exemplare weisen sehr breite Rücken auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Rückengestumpftes Messer, die Schneide weist ebenfalls Retuschen auf. Der Werkstoff ist ein buntes Silikatgestein in den Farben Rot, Schwarz und Beige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12.) Aus dem gleichen Material besteht dieses stark gebogene Rückenmesser, hier ist die Schneide klassisch gestaltet und nicht retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*13.) Großer Bohrer aus Tonstein vom Typ Tix 16. Beide Enden weisen Gebrauchsspuren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*14.) Kleiner Bohrer auf einem Abschlag, wie die Nr. 5 dieses Blattes vom Typ Tix 12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tintabesguin==&lt;br /&gt;
Die Fundstelle führt den Namen des Corys, der die Asphaltstraße Agadez – Arlit einige Meter östlich des Vorkommens schneidet. Cory, wie im Niger die Wadis heißen, wird auch in der Schreibweise Kori angetroffen. Tintabesguin wird auf einigen Karten auch Tin Tébesgin geschrieben.&lt;br /&gt;
Die Koordinaten der Fundstellen sind 7°42’ Ost und 17°05’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar des Fundplatzes Tintabesguin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 314|| 56,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer und Schaber|| 49|| 8,84&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer|| 40|| 7,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Biface|| 4|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel|| 8|| 1,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke inkl. Kantenretuschen|| 54|| 9,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Polierte Beile|| 14|| 2,53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Beile|| 1|| 0,18&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Hohlbeil|| 3|| 0,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben|| 8|| 1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombinationswerkzeuge|| 3|| 0,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige|| 56|| 10,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''554'''|| '''99,99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Tintabesguin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| ''' Art der Rohstoffe'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 164|| 29,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||27||4,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||106||19,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||135||24,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||9||1,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||47||8,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||27||4,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||39||7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''554'''|| '''99,99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Tintabesguin. (Für die Analyse wurden lediglich 295 von den 314 Exemplaren berücksichtigt. Fragmente, die nicht eindeutig zuweisbar waren, wurden ausgeschlossen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 23|| 7,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||7||2,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||9||3,05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||8||2,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 26||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||16||5,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 3||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||13||4,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2||9||3,05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3||24||8,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||116||39,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 6||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 1||5||1,69&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||3||1,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 3||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 9||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 15||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 21||5||1,69&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 23||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||21||7,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 31||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 2||4||1,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 4||4||1,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 5||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||G 1||11||3,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 1||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''295'''|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E =   70 =    23,73 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               = 164 =    55,59 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =   43 =    14,58 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H  =  18 =      6,10 %&lt;br /&gt;
*'''Total'''                         = '''295''' = '''100,00 %'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tin Tabesguin'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:TinTabesguin_Niger.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Rillenstein dessen Material in die Phyllitfamilie eingeordnet werden könnte. Die Rillenform kann zwischen halbkreis und V- förmig beschrieben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Tonnenförmige Perle aus Alabaster, wie ich vermute. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich hier um einen metamorph umgewandelten Gips und zwar mit einer Färbung und Streifung wie es typisch ist für das Material, welches bei El Amarna im Niltal abgebaut wird. Zu klären wäre ob weitere Alabaster Lagerstätten zwischen El Amarna und dem Westen des Air- Gebirges bekannt oder geologisch möglich sind. &lt;br /&gt;
Könnte die ägyptische Herkunft der Perle belegt werden, wäre man in der Lage die Geschichte weiter zu spinnen und eventuelle, weiträumige Wanderbewegungen am Ende der Feuchtphase in der ägyptischen Westwüste in Richtung Air- Gebirge ins Spiel bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Tonnenförmige Basaltperle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Bruchstück eines Armreifens aus Speckstein. Die Oberseite weist Ritzmuster in Dreiecksform auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Rillenstein aus metamorphem, nicht näher bestimmbarem Gestein. Rechtwinklig zur halbkreisförmigen Rille sind Ritzungen angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Dechsel aus Tonstein, die Rückseite ist poliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Geschliffenes Beil aus Tonstein mit gerundeter Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Wie Nr.7, die Schneide ist nur schwach gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) Dechsel aus Tonstein. Das Stück ist derart vom Wind abgeschliffen, dass die unterschiedlich gefärbten Lagen des Gesteins sichtbar werden. Bis auf die Grundform sind Bearbeitungsspuren nicht mehr erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*10.) Kratzer aus versteinertem Holz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Kratzer aus Quarz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12.) Kratzer aus Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*13.) Gekerbter Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*14.) Keramikscherbe vom Fundplatz Afara. Nach F. Jesse könnte diese Scherbe eventuell dem Kiffian zugeordnet werden (pers. Mitteilung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*15.) Einer der seltenen Stichel aus Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*16.) Das Artefakt besteht aus hochwertigem Hornstein. Dieser Stichel kann unter Tix 31 abgelegt werden obwohl der Rand nur im distalen Bereich kantenretuschiert ist und das Werkzeug recht klein ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*17.) Einfacher Bohrer auf Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cory de Noel==&lt;br /&gt;
Die Artefakte dieses Fundplatzes liegen auf einem Plateau von etwa 500m Höhe. Seine nördliche Begrenzung wird von einem kleinen Cory gebildet, der bei etwa 475 m Höhe liegt und eine Schlucht mit steilen Hängen bildet. Hier bleibt auch in der Trockenzeit ein Wasserloch ( guelta ) offen. Es ist durch einen Versturz von großen Sandsteinblöcken, die dachförmig über dem Guelta angeordnet sind, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Die Steine haben in den Zeiten der Wasserführung für eine Verwirbelung gesorgt und so zu einer Vertiefung des Bettes geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sandstein bildet an den fast senkrecht aufsteigenden Ufern Überhänge, die als Abri genutzt werden können. Eine große Anzahl von tiefen Gravierungen, es wurden hauptsächlich Giraffen abgebildet, belegt die Präsenz steinzeitlicher Bewohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Plateau, die eigentliche Fundstelle, wird durch eine Sandsteinbank geformt. In den sandgefüllten Erosionsrinnen und Löchern, die in den solidem Sandstein eingegraben sind, werden die Artefakte gefunden. Es handelt sich um Fundstreuungen, von in situ Material kann nicht ausgegangen werden. Der Hügel wird Ikosenwali genannt, seine Koordinaten sind ungefähr 7°38’ Ost und 17°17’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar des Fundplatzes Cory de Noel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 133|| 50,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||47||17,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||7||2,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Biface||18||6,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||1||0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke inklusive Kantenretuschen||25||9,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||2||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||3||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||5||1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||3||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''266'''|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Cory de Noel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Art des Rohstoffs'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 167|| 62,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||10||3,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||45||16,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||12||4,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||13||4,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||2||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||8||3,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||9||3,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''266'''|| '''100'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Cory de Noel ( Für die Analyse wurden lediglich 132 Exemplare von 133 berücksichtigt. Fragmente, die nicht eindeutig zu klassieren waren, wurden nicht in die Analyse aufgenommen ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 20|| 15,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||35||26,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||6||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||31||23,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||5||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 2||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||5||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||13||9,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 6||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 14||7||5,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 9||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||2||1,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 18||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''132'''|| '''100,03'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E =     99 =  75,00 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               =     27 =  20,45 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =       5 =    3,79 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H =       1 =    0,76 %&lt;br /&gt;
*'''Total                         = 132 = 100,00 %'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cory_de_Noel_Niger.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Ein zu einem Bohrer umgearbeiteter Dechsel, die Rückseite ist fein geschliffen, die Ränder sind mit flachen Retuschen versehen. Mit Ausnahme des rückengestumpften Messerchens sind sämtliche Werkzeuge auf diesem Blatt aus Tonstein hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Schwere Spitze, auf der Vorderseite steil, auf der Rückseite flach retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Rautenförmiges Messer, beidseitig flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Spitze, beidseitig flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Keramikscherbe, in Wiegebandtechnik verziert. Das Stück ist sandgemagert, außen hellbraun, innen dunkelgrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Rückengestumpftes, kleines Messer aus Quarz, Tix 37.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Keramikscherbe von dunkelbrauner Farbe, innen fast schwarz, sehr stark gebrannt, nahezu vitrifiziert. Die Oberfläche zeigt ein seltenes Eindruckmuster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Gebogenes Messer mit flachen Retuschen den gesamten Rand auf beiden Seiten betreffend. Zentrale Flächen sind beidseitig ummodifiziert geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) Spitzes Messer mit flachen Randretuschen auf beiden Seiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*10.) Bohrer vom Typ Tix 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Bohrer vom Typ Tixier 16. Das obere Teilstück des rechten Randes ist abgeplatzt und nicht retuschiert. Die Funktion als Bohrer wird dadurch nicht beeinträchtigt. Beide Enden weisen Gebrauchsspuren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12. – 14.) Kratzer vom Typ Tix 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*15.) Daumennagelgroßer Kratzer mit Kerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*16.) Geschlagenes Beil mit Überschleifungsspuren und geschliffener Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*17.) Dechsel mit geschliffener Rückseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18.) Eine der seltenen Klingen auf diesem Fundplatz. Das Werkzeug ist an beiden Rändern mit steilen bis halbsteilen Retuschen versehen. Die Retuschen am distalen Ende verweisen das Stück in die Kategorie der Endretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die drei Fundstellen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werkzeuge in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 44,82|| 56,68|| 50,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||8,70||8,84||17,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||6,49||7,22||2,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Biface||9,36||0,72||6,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||0,60||1,44||0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke||7,02||9,75||9,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||9,90||2,53||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||1,40||0,18||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||4,95||0,54||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||1,20||1,44||1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||0,74||0,54||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||4,82||10,11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Rohmaterial in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Rohmaterial'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 83,28|| 29,60|| 62,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||-||4,87||3,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||3,75||19,13||16,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||1,54||24,37||4,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||2,74||1,63||4,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||5,08||8,48||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||-||4,87||3,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||3,61||7,04||3,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzen-Indiz'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 80,75|| 23,73|| 75,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2||11,65||55,59||20,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||3,73||14,58||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4*||3,88||6,10||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *  Weder die H- Spitzen noch die Querschneider stellen reine Formen aus einer Klingen- und Lamellentradition dar. Es handelt sich eher um Exemplare, deren Grundform der Abschlag war und die an den Rändern durch flache Retuschen bearbeitet worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die häufigste Bearbeitungstechnik ist für die drei Inventare die beidseitige Flächenretusche. Es folgen abrupte Kantenretuschen und flache Randretuschen sowie geschliffene und polierte Flächen. Einseitige Flächenretuschen sind sehr selten und die Kombination einseitige Flächenretusche mit geschliffener und polierter Gegenseite kann an zwei Hohlbeilen dokumentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen stellen bei weitem den größten Anteil der Werkzeuge, dieses gilt für alle drei Fundplätze. Die zweitwichtigste Gruppe wird in Afara von den polierten Beilen gebildet, in Cory de Noel stehen an zweiter Stelle die Kratzer und Schaber, ihr prozentualer Anteil ist doppelt so hoch wie bei den anderen Fundstellen. Die retuschierten Stücke inklusive der Kantenretuschen sind mit 9,75 % die zweitstärkste Gruppe in Tintabesguin. Größenordnungsmäßig liegen die beiden anderen Fundstellen mit 9,40 % und 7,02 % auf dem gleichen Niveau.&lt;br /&gt;
Wenn überhaupt so weisen Afara und Cory de Noel in der Zusammenstellung der Werkzeuggruppen eine gewisse Ähnlichkeit auf. Das gleiche gilt für die Verwendung von Rohstoffen und ganz besonders für den Vergleich der Pfeilspitzentypen. Tintabesguin ist in allen Fällen anders geartet, so dass entweder ein großer Unterschied im Alter oder in der kulturellen Zugehörigkeit bestehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keramikfunde sind in Afara häufig und in Relation zur Menge des lithischen Fundmaterials in Tintabesguin ebenso. Cory de Noel weist nur wenige kleine Scherben auf. Diese Tatsache kann auf die besondere Lage und die Struktur der Fundstelle zurückgeführt werden, die eine erhöhte Deflation wahrscheinlich erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fehlen von Rillensteinen aus weichem Gesteinsmaterial sowie der damit polierten Produkte dürfte die gleichen Gründe haben. Tintabesguin weist sowohl Rillensteine als auch Zylinder mit und ohne Bohrungen sowie angebohrte Bruchstücke auf. Hinzu kommen aus Speckstein gefertigte Fragmente von Armreifen. Letztere sowie auch die polierten Zylinder sind auf den anderen Fundstellen nicht gefunden worden. Die in Afara vorkommenden Rillenstein- Fragmente und der ebenfalls vorhandene Amazonit lassen aber darauf schließen, dass hier ebenfalls Schmuckobjekte hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rillensteine, Schmuck und Keramik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Stücke stammen vom Fundplatz Tintabesguin. Artefakte von Afara und aus dem Air-Gebirge sind ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0185_FF_Niger_neu.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Rillensteine, Schmuck und Keramik aus dem Niger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text im Aufbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Niger - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fotogalerie wird nicht näher beschrieben. Sie dient in erster Linie dazu die Form- und Farbvielfalt zu zeigen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0024_2_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0026_I_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0031_3_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0155_27_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0161_24_Niger_Algerien.jpg|Abb.: Pfeilspitzen aus Niger und Algerien (= die beiden unteren Reihen), Tableau 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0153_P22_Niger.jpg|Abb.: Einzelfunde westlich des Air Gebirges&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0167_GG_Niger.jpg|Abb.: Funde, Mousterien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0179_P_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0181_MM_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0344_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0345_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0346_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0347_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0362_Reibschale_Niger.jpg|Abb.: Reibschale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 20 folgenden Fundtableaus werden nicht näher benannt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0297_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0299_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0300_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0301_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0302_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0303_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0304_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0305_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0306_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0307_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0308_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0309_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0310_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0311_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0312_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0313_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0314_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0315_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0316_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0317_Niger.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Datei:Eickelkamp_0185_FF_Niger_neu.jpg&amp;diff=5593</id>
		<title>Datei:Eickelkamp 0185 FF Niger neu.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Datei:Eickelkamp_0185_FF_Niger_neu.jpg&amp;diff=5593"/>
				<updated>2025-01-10T19:06:41Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Artefakte_aus_Niger&amp;diff=5592</id>
		<title>Artefakte aus Niger</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Artefakte_aus_Niger&amp;diff=5592"/>
				<updated>2025-01-10T19:05:41Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Rillensteine, Schmuck und Keramik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Afara== &lt;br /&gt;
Die Koordinaten der Fundstelle Afara sind ungefähr 7°35’ Ost und 17°03’ Nord. Ab Kilometer 30 der Asphaltstraße von Agadez nach Arlit (RTA = Route Taoua – Arlit) führt eine Piste nach Teguidda in Tagait. Diesem Weg folgend erreicht man den Brunnen Afara. Auf halber Distanz zwischen diesem und dem Brunnen von Azog liegt das Fundgebiet „Afara“. Das Gelände ist eben, Landmarken für Mitteleuropäer gibt es keine, die einheimischen Touareg und Peulh haben dennoch keine Schwierigkeiten sich in der Savanne mit spärlichem Baumbewuchs punktgenau zurechtzufinden.&lt;br /&gt;
Mit einiger Vorstellungskraft können vor Ort Senken, ehemalige Seen oder Tümpel, ausgemacht werden. An ihren Rändern sind außer dem weitgestreuten lithischen Material hauptsächlich Keramikscherben mit Eindruckmustern oder Verzierungen in Wiegebandtechnik zu finden. Auffällig ist der große Anteil von Pfeilspitzen aber auch polierte Beile, bifazial bearbeitete Artefakte der verschiedensten Formen und kantenretuschierte Kratzer sind häufig.&lt;br /&gt;
Nicht nur für Afara sondern für das Gesamtgebiet ist das gebräuchlichste Rohmaterial ein Tonstein, welcher lokal im Sandstein in Nestern, Linsen und anderen Formen auftritt. Klassische Klingen und Lamellen sind aus ihm nicht zu gewinnen. So sind auch geometrische Mikrolithen, bis auf einige wenige Segmente mit extrem breitem Rücken, nicht im Inventar anzutreffen.&lt;br /&gt;
Das Gestein eignet sich hervorragend zum Schleifen und Polieren. Die im Gebrauch befindlichen Werkstoffe sind wie folgt bezeichnet worden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1 Tonstein&lt;br /&gt;
* 2 Quarzit oder anderer verhärteter Sandstein&lt;br /&gt;
* 3 Quarz, feinkristallin&lt;br /&gt;
* 4 Jaspis in verschiedenen Farben und Erscheinungsformen&lt;br /&gt;
* 5 Quarz, grobkristallin&lt;br /&gt;
* 6 Schwarzes Ergussgestein z.B. Basalt&lt;br /&gt;
* 7 Metamorphes Gestein&lt;br /&gt;
* 8 Versteinertes Holz&lt;br /&gt;
* 9 Feuerstein&lt;br /&gt;
* 10 Feldspat&lt;br /&gt;
* 11 Granit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis: Diese Nummerierung findet sich in mehreren Rohstoff-Tabellen dieses Beitrages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Inventar des Fundplatzes Afara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 670|| 44,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||130||8,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||97||6,49&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bifazial bearbeitete Werkzeuge||140||9,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||9||0,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke, inkl. Kantenretuschen||105||7,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||148||9,90&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||21||1,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||74||4,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||18||1,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||11||0,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||72||4,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total '''|| '''1495'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Afara &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Art der Rohstoffe'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 1245|| 83,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||56||3,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||23||1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||41||2,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||76||5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||54||3,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''1495'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Afara (Für die Analyse wurden lediglich 647 von den 670 Exemplaren herangezogen, Fragmente, die nicht eindeutig zuweisbar waren, wurden ausgeschlossen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 27|| 4,17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||101||15,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 13||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 16||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||14||2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||306||47,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 26||41||6,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||23||3,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 3||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||8||1,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3||10||1,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||53||8,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 1||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 21||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 30||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||12||1,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 31||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 5||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||G 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 1||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 4||9||1,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 18||7||1,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I 3||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I 4||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''647'''|| '''100,05'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E = 520 =   80,75 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               =   75 =   11,65 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =   24 =     3,73 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H  =   25 =     3,88 %&lt;br /&gt;
*Total                         = 644*= 100,01 % &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *I = 3 Exemplare nicht berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reib- und Mahlsteine fehlen im Inventar, sie wurden von den heutigen Einheimischen im Laufe der Jahre aufgebraucht. Ein Reibstein jedoch, mit einer kreisrunden Arbeitsfläche von 40 mm ist gefunden worden. Er besteht aus verhärtetem, grobkörnigem Sandstein wie er lokal vorkommt ( Korngröße z.T. über 2 mm Durchmesser ) und hat wegen seiner geringen Abmessung sehr wahrscheinlich nicht zum Mahlen von Getreide gedient sondern anderen Zwecken wie z.B. dem Zerkleinern von Farbstoffen also indirekt ebenfalls zum Malen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elf Rillenstein- Fragmente und mehrere Bruchstücke aus dem gleichen weichen Material ( Phyllit oder Speckstein ? ) weisen auf die Herstellung von Perlen und Zylindern hin wie sie in Tintabesguin gefunden wurden. Im Gegensatz zu den aus Sandstein gefertigten Rillensteinen der westlichen Wüste Ägyptens sind diese Exemplare bestens zum Polieren geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Stein mit zwei schmalen Kerben, die im rechten Winkel zueinander angeordnet sind, könnte als hängendes Gewicht benutzt worden sein z.B. als Netzsenker. An sonstigem Fundgut müssen noch zwei Knochenwerkzeuge, Bruchstücke von starken Säugetierknochen, sowie Muschelschalen, Fischgräten und Amazonit genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Afara Niger 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Afara_Niger_1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Afara - Niger I&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Die Form des ursprünglichen Rohstoffs ist fast vollständig erhalten geblieben. Lediglich die Schneide des Beils ist durch flache Retuschen herausgearbeitet worden. Auch die ausgestellten Ecken der runden Schneide sind durch die Form des Gesteins vorgegeben. Der gerundete Nacken ist ebenfalls von der Natur des Tonsteins vorgegeben. Die Farbe des Materials ist verglichen mit anderen Artefakten vom Fundplatz Afara relativ dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Beidseitig überschliffenes Beil mit gerundeter Schneide. Die vor dem Schleifen angebrachten Retuschen, um das Artefakt in Form zu bringen, sind noch teilweise erkennbar. Das Material ist hellbrauner Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Beidseitig flächenretuschierte, große Spitze. Die Farbe gleicht der des Artefakts Nr. 2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Afara_Niger_2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Afara   Niger II'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Klassischer geschlagener Dechsel. Die Rückseite ist im Bereich der Schneide geschliffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Geschliffenes Beil, in der Mitte ist es nur 11mm dick, der Querschnitt ist rechteckig mit leicht gerundeten Kanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Dieses Artefakt ist einer der sehr seltenen Stichel auf den Fundstellen westlich des Air- Gebirges. Wie die meisten anderen Werkzeuge besteht das verwendete Material aus Tonstein. Die sehr dunkle Färbung stellt ebenfalls eine Ausnahme dar. Es lassen sich vier Schärfungsabschläge beobachten. Da die obere Schlagfläche Retuschen aufweist kann das Exemplar unter Tix 21 abgelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Beidseitig flächenretuschiertes, beilförmiges Werkzeug. Bei einer Länge von 110mm beträgt die dünnste Stelle in der Mitte des Artefakts nur 11mm. Dadurch dürfte das Exemplar als schlagend eingesetztes Werkzeug zu schwach gewesen sein. Hinzu kommt noch eine Krümmung der Längsachse, welche die dauerhafte Stabilität weiter herabsetzt. Es könnte ein ungewöhnlich gestaltetes Messer gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Einfacher, grober Bohrer auf einem Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Einfacher Kratzer auf einem Abschlag vom Typ Tix 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Verzierte Keramikscherbe. Der Rand, links in der Zeichnung hatte eine ähnliche Verzierung wie das eingedrückte Zickzack- Band weiter rechts, ist aber stark überformt. Rechts des Bandes schließt sich eine an Wiegebandtechnik erinnernde, überformte Verzierung an. Die Farbe der Keramik ist hellbraun, das Innere grau. Als Magerung diente sowohl Sand mit Korngrößen bis zu 2mm Durchmesser als auch organisches Material wie Abdrücke auf der Vorderseite zeigen. Im Gegensatz zu der Keramikabbildung 5 auf dem Blatt Tin Tabesguin dürfte diese Scherbe wesentlich jünger sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Ungewöhnlich stark gekerbter Bohrer auf einem Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) und 10.) Zwei der sehr seltenen Segmente. Nr. 9 besteht aus Tonstein, Nr. 10 aus Karneol. Beide Exemplare weisen sehr breite Rücken auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Rückengestumpftes Messer, die Schneide weist ebenfalls Retuschen auf. Der Werkstoff ist ein buntes Silikatgestein in den Farben Rot, Schwarz und Beige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12.) Aus dem gleichen Material besteht dieses stark gebogene Rückenmesser, hier ist die Schneide klassisch gestaltet und nicht retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*13.) Großer Bohrer aus Tonstein vom Typ Tix 16. Beide Enden weisen Gebrauchsspuren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*14.) Kleiner Bohrer auf einem Abschlag, wie die Nr. 5 dieses Blattes vom Typ Tix 12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tintabesguin==&lt;br /&gt;
Die Fundstelle führt den Namen des Corys, der die Asphaltstraße Agadez – Arlit einige Meter östlich des Vorkommens schneidet. Cory, wie im Niger die Wadis heißen, wird auch in der Schreibweise Kori angetroffen. Tintabesguin wird auf einigen Karten auch Tin Tébesgin geschrieben.&lt;br /&gt;
Die Koordinaten der Fundstellen sind 7°42’ Ost und 17°05’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar des Fundplatzes Tintabesguin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 314|| 56,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer und Schaber|| 49|| 8,84&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer|| 40|| 7,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Biface|| 4|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel|| 8|| 1,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke inkl. Kantenretuschen|| 54|| 9,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Polierte Beile|| 14|| 2,53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Beile|| 1|| 0,18&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Hohlbeil|| 3|| 0,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben|| 8|| 1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombinationswerkzeuge|| 3|| 0,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige|| 56|| 10,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''554'''|| '''99,99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Tintabesguin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| ''' Art der Rohstoffe'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 164|| 29,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||27||4,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||106||19,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||135||24,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||9||1,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||47||8,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||27||4,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||39||7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''554'''|| '''99,99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Tintabesguin. (Für die Analyse wurden lediglich 295 von den 314 Exemplaren berücksichtigt. Fragmente, die nicht eindeutig zuweisbar waren, wurden ausgeschlossen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 23|| 7,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||7||2,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||9||3,05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||8||2,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 26||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||16||5,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 3||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||13||4,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2||9||3,05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3||24||8,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||116||39,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 6||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 1||5||1,69&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||3||1,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 3||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 9||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 15||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 21||5||1,69&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 23||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||21||7,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 31||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 2||4||1,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 4||4||1,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 5||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||G 1||11||3,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 1||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''295'''|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E =   70 =    23,73 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               = 164 =    55,59 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =   43 =    14,58 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H  =  18 =      6,10 %&lt;br /&gt;
*'''Total'''                         = '''295''' = '''100,00 %'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tin Tabesguin'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:TinTabesguin_Niger.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Rillenstein dessen Material in die Phyllitfamilie eingeordnet werden könnte. Die Rillenform kann zwischen halbkreis und V- förmig beschrieben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Tonnenförmige Perle aus Alabaster, wie ich vermute. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich hier um einen metamorph umgewandelten Gips und zwar mit einer Färbung und Streifung wie es typisch ist für das Material, welches bei El Amarna im Niltal abgebaut wird. Zu klären wäre ob weitere Alabaster Lagerstätten zwischen El Amarna und dem Westen des Air- Gebirges bekannt oder geologisch möglich sind. &lt;br /&gt;
Könnte die ägyptische Herkunft der Perle belegt werden, wäre man in der Lage die Geschichte weiter zu spinnen und eventuelle, weiträumige Wanderbewegungen am Ende der Feuchtphase in der ägyptischen Westwüste in Richtung Air- Gebirge ins Spiel bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Tonnenförmige Basaltperle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Bruchstück eines Armreifens aus Speckstein. Die Oberseite weist Ritzmuster in Dreiecksform auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Rillenstein aus metamorphem, nicht näher bestimmbarem Gestein. Rechtwinklig zur halbkreisförmigen Rille sind Ritzungen angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Dechsel aus Tonstein, die Rückseite ist poliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Geschliffenes Beil aus Tonstein mit gerundeter Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Wie Nr.7, die Schneide ist nur schwach gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) Dechsel aus Tonstein. Das Stück ist derart vom Wind abgeschliffen, dass die unterschiedlich gefärbten Lagen des Gesteins sichtbar werden. Bis auf die Grundform sind Bearbeitungsspuren nicht mehr erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*10.) Kratzer aus versteinertem Holz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Kratzer aus Quarz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12.) Kratzer aus Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*13.) Gekerbter Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*14.) Keramikscherbe vom Fundplatz Afara. Nach F. Jesse könnte diese Scherbe eventuell dem Kiffian zugeordnet werden (pers. Mitteilung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*15.) Einer der seltenen Stichel aus Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*16.) Das Artefakt besteht aus hochwertigem Hornstein. Dieser Stichel kann unter Tix 31 abgelegt werden obwohl der Rand nur im distalen Bereich kantenretuschiert ist und das Werkzeug recht klein ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*17.) Einfacher Bohrer auf Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cory de Noel==&lt;br /&gt;
Die Artefakte dieses Fundplatzes liegen auf einem Plateau von etwa 500m Höhe. Seine nördliche Begrenzung wird von einem kleinen Cory gebildet, der bei etwa 475 m Höhe liegt und eine Schlucht mit steilen Hängen bildet. Hier bleibt auch in der Trockenzeit ein Wasserloch ( guelta ) offen. Es ist durch einen Versturz von großen Sandsteinblöcken, die dachförmig über dem Guelta angeordnet sind, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Die Steine haben in den Zeiten der Wasserführung für eine Verwirbelung gesorgt und so zu einer Vertiefung des Bettes geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sandstein bildet an den fast senkrecht aufsteigenden Ufern Überhänge, die als Abri genutzt werden können. Eine große Anzahl von tiefen Gravierungen, es wurden hauptsächlich Giraffen abgebildet, belegt die Präsenz steinzeitlicher Bewohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Plateau, die eigentliche Fundstelle, wird durch eine Sandsteinbank geformt. In den sandgefüllten Erosionsrinnen und Löchern, die in den solidem Sandstein eingegraben sind, werden die Artefakte gefunden. Es handelt sich um Fundstreuungen, von in situ Material kann nicht ausgegangen werden. Der Hügel wird Ikosenwali genannt, seine Koordinaten sind ungefähr 7°38’ Ost und 17°17’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar des Fundplatzes Cory de Noel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 133|| 50,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||47||17,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||7||2,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Biface||18||6,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||1||0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke inklusive Kantenretuschen||25||9,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||2||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||3||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||5||1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||3||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''266'''|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Cory de Noel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Art des Rohstoffs'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 167|| 62,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||10||3,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||45||16,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||12||4,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||13||4,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||2||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||8||3,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||9||3,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''266'''|| '''100'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Cory de Noel ( Für die Analyse wurden lediglich 132 Exemplare von 133 berücksichtigt. Fragmente, die nicht eindeutig zu klassieren waren, wurden nicht in die Analyse aufgenommen ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 20|| 15,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||35||26,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||6||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||31||23,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||5||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 2||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||5||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||13||9,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 6||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 14||7||5,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 9||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||2||1,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 18||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''132'''|| '''100,03'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E =     99 =  75,00 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               =     27 =  20,45 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =       5 =    3,79 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H =       1 =    0,76 %&lt;br /&gt;
*'''Total                         = 132 = 100,00 %'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cory_de_Noel_Niger.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Ein zu einem Bohrer umgearbeiteter Dechsel, die Rückseite ist fein geschliffen, die Ränder sind mit flachen Retuschen versehen. Mit Ausnahme des rückengestumpften Messerchens sind sämtliche Werkzeuge auf diesem Blatt aus Tonstein hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Schwere Spitze, auf der Vorderseite steil, auf der Rückseite flach retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Rautenförmiges Messer, beidseitig flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Spitze, beidseitig flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Keramikscherbe, in Wiegebandtechnik verziert. Das Stück ist sandgemagert, außen hellbraun, innen dunkelgrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Rückengestumpftes, kleines Messer aus Quarz, Tix 37.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Keramikscherbe von dunkelbrauner Farbe, innen fast schwarz, sehr stark gebrannt, nahezu vitrifiziert. Die Oberfläche zeigt ein seltenes Eindruckmuster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Gebogenes Messer mit flachen Retuschen den gesamten Rand auf beiden Seiten betreffend. Zentrale Flächen sind beidseitig ummodifiziert geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) Spitzes Messer mit flachen Randretuschen auf beiden Seiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*10.) Bohrer vom Typ Tix 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Bohrer vom Typ Tixier 16. Das obere Teilstück des rechten Randes ist abgeplatzt und nicht retuschiert. Die Funktion als Bohrer wird dadurch nicht beeinträchtigt. Beide Enden weisen Gebrauchsspuren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12. – 14.) Kratzer vom Typ Tix 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*15.) Daumennagelgroßer Kratzer mit Kerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*16.) Geschlagenes Beil mit Überschleifungsspuren und geschliffener Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*17.) Dechsel mit geschliffener Rückseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18.) Eine der seltenen Klingen auf diesem Fundplatz. Das Werkzeug ist an beiden Rändern mit steilen bis halbsteilen Retuschen versehen. Die Retuschen am distalen Ende verweisen das Stück in die Kategorie der Endretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die drei Fundstellen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werkzeuge in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 44,82|| 56,68|| 50,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||8,70||8,84||17,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||6,49||7,22||2,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Biface||9,36||0,72||6,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||0,60||1,44||0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke||7,02||9,75||9,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||9,90||2,53||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||1,40||0,18||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||4,95||0,54||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||1,20||1,44||1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||0,74||0,54||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||4,82||10,11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Rohmaterial in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Rohmaterial'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 83,28|| 29,60|| 62,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||-||4,87||3,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||3,75||19,13||16,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||1,54||24,37||4,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||2,74||1,63||4,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||5,08||8,48||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||-||4,87||3,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||3,61||7,04||3,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzen-Indiz'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 80,75|| 23,73|| 75,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2||11,65||55,59||20,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||3,73||14,58||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4*||3,88||6,10||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *  Weder die H- Spitzen noch die Querschneider stellen reine Formen aus einer Klingen- und Lamellentradition dar. Es handelt sich eher um Exemplare, deren Grundform der Abschlag war und die an den Rändern durch flache Retuschen bearbeitet worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die häufigste Bearbeitungstechnik ist für die drei Inventare die beidseitige Flächenretusche. Es folgen abrupte Kantenretuschen und flache Randretuschen sowie geschliffene und polierte Flächen. Einseitige Flächenretuschen sind sehr selten und die Kombination einseitige Flächenretusche mit geschliffener und polierter Gegenseite kann an zwei Hohlbeilen dokumentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen stellen bei weitem den größten Anteil der Werkzeuge, dieses gilt für alle drei Fundplätze. Die zweitwichtigste Gruppe wird in Afara von den polierten Beilen gebildet, in Cory de Noel stehen an zweiter Stelle die Kratzer und Schaber, ihr prozentualer Anteil ist doppelt so hoch wie bei den anderen Fundstellen. Die retuschierten Stücke inklusive der Kantenretuschen sind mit 9,75 % die zweitstärkste Gruppe in Tintabesguin. Größenordnungsmäßig liegen die beiden anderen Fundstellen mit 9,40 % und 7,02 % auf dem gleichen Niveau.&lt;br /&gt;
Wenn überhaupt so weisen Afara und Cory de Noel in der Zusammenstellung der Werkzeuggruppen eine gewisse Ähnlichkeit auf. Das gleiche gilt für die Verwendung von Rohstoffen und ganz besonders für den Vergleich der Pfeilspitzentypen. Tintabesguin ist in allen Fällen anders geartet, so dass entweder ein großer Unterschied im Alter oder in der kulturellen Zugehörigkeit bestehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keramikfunde sind in Afara häufig und in Relation zur Menge des lithischen Fundmaterials in Tintabesguin ebenso. Cory de Noel weist nur wenige kleine Scherben auf. Diese Tatsache kann auf die besondere Lage und die Struktur der Fundstelle zurückgeführt werden, die eine erhöhte Deflation wahrscheinlich erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fehlen von Rillensteinen aus weichem Gesteinsmaterial sowie der damit polierten Produkte dürfte die gleichen Gründe haben. Tintabesguin weist sowohl Rillensteine als auch Zylinder mit und ohne Bohrungen sowie angebohrte Bruchstücke auf. Hinzu kommen aus Speckstein gefertigte Fragmente von Armreifen. Letztere sowie auch die polierten Zylinder sind auf den anderen Fundstellen nicht gefunden worden. Die in Afara vorkommenden Rillenstein- Fragmente und der ebenfalls vorhandene Amazonit lassen aber darauf schließen, dass hier ebenfalls Schmuckobjekte hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rillensteine, Schmuck und Keramik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Stücke stammen vom Fundplatz Tintabesguin. Artefakte von Afara und aus dem Air-Gebirge sind ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0185_FF_Niger_neu.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Rillensteine, Schmuck und Keramik aus dem Niger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text im Aufbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Niger - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fotogalerie wird nicht näher beschrieben. Sie dient in erster Linie dazu die Form- und Farbvielfalt zu zeigen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0024_2_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0026_I_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0031_3_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0155_27_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0161_24_Niger_Algerien.jpg|Abb.: Pfeilspitzen aus Niger und Algerien (= die beiden unteren Reihen), Tableau 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0153_P22_Niger.jpg|Abb.: Einzelfunde westlich des Air Gebirges&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0167_GG_Niger.jpg|Abb.: Funde, Mousterien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0179_P_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0181_MM_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0344_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0345_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0346_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0347_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0362_Reibschale_Niger.jpg|Abb.: Reibschale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0185_FF_Niger.jpg|Abb.: Keramik, Rillensteine und Perlen aus Air, Afara und Tintabesguin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 20 folgenden Fundtableaus werden nicht näher benannt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0297_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0299_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0300_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0301_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0302_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0303_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0304_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0305_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0306_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0307_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0308_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0309_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0310_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0311_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0312_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0313_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0314_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0315_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0316_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0317_Niger.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Artefakte_aus_Niger&amp;diff=5591</id>
		<title>Artefakte aus Niger</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Artefakte_aus_Niger&amp;diff=5591"/>
				<updated>2025-01-10T19:03:25Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Rillensteine, Schmuck und Keramik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Afara== &lt;br /&gt;
Die Koordinaten der Fundstelle Afara sind ungefähr 7°35’ Ost und 17°03’ Nord. Ab Kilometer 30 der Asphaltstraße von Agadez nach Arlit (RTA = Route Taoua – Arlit) führt eine Piste nach Teguidda in Tagait. Diesem Weg folgend erreicht man den Brunnen Afara. Auf halber Distanz zwischen diesem und dem Brunnen von Azog liegt das Fundgebiet „Afara“. Das Gelände ist eben, Landmarken für Mitteleuropäer gibt es keine, die einheimischen Touareg und Peulh haben dennoch keine Schwierigkeiten sich in der Savanne mit spärlichem Baumbewuchs punktgenau zurechtzufinden.&lt;br /&gt;
Mit einiger Vorstellungskraft können vor Ort Senken, ehemalige Seen oder Tümpel, ausgemacht werden. An ihren Rändern sind außer dem weitgestreuten lithischen Material hauptsächlich Keramikscherben mit Eindruckmustern oder Verzierungen in Wiegebandtechnik zu finden. Auffällig ist der große Anteil von Pfeilspitzen aber auch polierte Beile, bifazial bearbeitete Artefakte der verschiedensten Formen und kantenretuschierte Kratzer sind häufig.&lt;br /&gt;
Nicht nur für Afara sondern für das Gesamtgebiet ist das gebräuchlichste Rohmaterial ein Tonstein, welcher lokal im Sandstein in Nestern, Linsen und anderen Formen auftritt. Klassische Klingen und Lamellen sind aus ihm nicht zu gewinnen. So sind auch geometrische Mikrolithen, bis auf einige wenige Segmente mit extrem breitem Rücken, nicht im Inventar anzutreffen.&lt;br /&gt;
Das Gestein eignet sich hervorragend zum Schleifen und Polieren. Die im Gebrauch befindlichen Werkstoffe sind wie folgt bezeichnet worden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1 Tonstein&lt;br /&gt;
* 2 Quarzit oder anderer verhärteter Sandstein&lt;br /&gt;
* 3 Quarz, feinkristallin&lt;br /&gt;
* 4 Jaspis in verschiedenen Farben und Erscheinungsformen&lt;br /&gt;
* 5 Quarz, grobkristallin&lt;br /&gt;
* 6 Schwarzes Ergussgestein z.B. Basalt&lt;br /&gt;
* 7 Metamorphes Gestein&lt;br /&gt;
* 8 Versteinertes Holz&lt;br /&gt;
* 9 Feuerstein&lt;br /&gt;
* 10 Feldspat&lt;br /&gt;
* 11 Granit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis: Diese Nummerierung findet sich in mehreren Rohstoff-Tabellen dieses Beitrages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Inventar des Fundplatzes Afara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 670|| 44,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||130||8,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||97||6,49&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bifazial bearbeitete Werkzeuge||140||9,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||9||0,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke, inkl. Kantenretuschen||105||7,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||148||9,90&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||21||1,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||74||4,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||18||1,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||11||0,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||72||4,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total '''|| '''1495'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Afara &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Art der Rohstoffe'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 1245|| 83,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||56||3,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||23||1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||41||2,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||76||5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||54||3,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''1495'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Afara (Für die Analyse wurden lediglich 647 von den 670 Exemplaren herangezogen, Fragmente, die nicht eindeutig zuweisbar waren, wurden ausgeschlossen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 27|| 4,17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||101||15,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 13||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 16||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||14||2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||306||47,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 26||41||6,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||23||3,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 3||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||8||1,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3||10||1,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||53||8,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 1||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 21||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 30||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||12||1,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 31||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 5||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||G 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 1||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 4||9||1,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 18||7||1,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I 3||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I 4||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''647'''|| '''100,05'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E = 520 =   80,75 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               =   75 =   11,65 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =   24 =     3,73 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H  =   25 =     3,88 %&lt;br /&gt;
*Total                         = 644*= 100,01 % &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *I = 3 Exemplare nicht berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reib- und Mahlsteine fehlen im Inventar, sie wurden von den heutigen Einheimischen im Laufe der Jahre aufgebraucht. Ein Reibstein jedoch, mit einer kreisrunden Arbeitsfläche von 40 mm ist gefunden worden. Er besteht aus verhärtetem, grobkörnigem Sandstein wie er lokal vorkommt ( Korngröße z.T. über 2 mm Durchmesser ) und hat wegen seiner geringen Abmessung sehr wahrscheinlich nicht zum Mahlen von Getreide gedient sondern anderen Zwecken wie z.B. dem Zerkleinern von Farbstoffen also indirekt ebenfalls zum Malen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elf Rillenstein- Fragmente und mehrere Bruchstücke aus dem gleichen weichen Material ( Phyllit oder Speckstein ? ) weisen auf die Herstellung von Perlen und Zylindern hin wie sie in Tintabesguin gefunden wurden. Im Gegensatz zu den aus Sandstein gefertigten Rillensteinen der westlichen Wüste Ägyptens sind diese Exemplare bestens zum Polieren geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Stein mit zwei schmalen Kerben, die im rechten Winkel zueinander angeordnet sind, könnte als hängendes Gewicht benutzt worden sein z.B. als Netzsenker. An sonstigem Fundgut müssen noch zwei Knochenwerkzeuge, Bruchstücke von starken Säugetierknochen, sowie Muschelschalen, Fischgräten und Amazonit genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Afara Niger 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Afara_Niger_1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Afara - Niger I&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Die Form des ursprünglichen Rohstoffs ist fast vollständig erhalten geblieben. Lediglich die Schneide des Beils ist durch flache Retuschen herausgearbeitet worden. Auch die ausgestellten Ecken der runden Schneide sind durch die Form des Gesteins vorgegeben. Der gerundete Nacken ist ebenfalls von der Natur des Tonsteins vorgegeben. Die Farbe des Materials ist verglichen mit anderen Artefakten vom Fundplatz Afara relativ dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Beidseitig überschliffenes Beil mit gerundeter Schneide. Die vor dem Schleifen angebrachten Retuschen, um das Artefakt in Form zu bringen, sind noch teilweise erkennbar. Das Material ist hellbrauner Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Beidseitig flächenretuschierte, große Spitze. Die Farbe gleicht der des Artefakts Nr. 2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Afara_Niger_2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Afara   Niger II'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Klassischer geschlagener Dechsel. Die Rückseite ist im Bereich der Schneide geschliffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Geschliffenes Beil, in der Mitte ist es nur 11mm dick, der Querschnitt ist rechteckig mit leicht gerundeten Kanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Dieses Artefakt ist einer der sehr seltenen Stichel auf den Fundstellen westlich des Air- Gebirges. Wie die meisten anderen Werkzeuge besteht das verwendete Material aus Tonstein. Die sehr dunkle Färbung stellt ebenfalls eine Ausnahme dar. Es lassen sich vier Schärfungsabschläge beobachten. Da die obere Schlagfläche Retuschen aufweist kann das Exemplar unter Tix 21 abgelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Beidseitig flächenretuschiertes, beilförmiges Werkzeug. Bei einer Länge von 110mm beträgt die dünnste Stelle in der Mitte des Artefakts nur 11mm. Dadurch dürfte das Exemplar als schlagend eingesetztes Werkzeug zu schwach gewesen sein. Hinzu kommt noch eine Krümmung der Längsachse, welche die dauerhafte Stabilität weiter herabsetzt. Es könnte ein ungewöhnlich gestaltetes Messer gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Einfacher, grober Bohrer auf einem Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Einfacher Kratzer auf einem Abschlag vom Typ Tix 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Verzierte Keramikscherbe. Der Rand, links in der Zeichnung hatte eine ähnliche Verzierung wie das eingedrückte Zickzack- Band weiter rechts, ist aber stark überformt. Rechts des Bandes schließt sich eine an Wiegebandtechnik erinnernde, überformte Verzierung an. Die Farbe der Keramik ist hellbraun, das Innere grau. Als Magerung diente sowohl Sand mit Korngrößen bis zu 2mm Durchmesser als auch organisches Material wie Abdrücke auf der Vorderseite zeigen. Im Gegensatz zu der Keramikabbildung 5 auf dem Blatt Tin Tabesguin dürfte diese Scherbe wesentlich jünger sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Ungewöhnlich stark gekerbter Bohrer auf einem Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) und 10.) Zwei der sehr seltenen Segmente. Nr. 9 besteht aus Tonstein, Nr. 10 aus Karneol. Beide Exemplare weisen sehr breite Rücken auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Rückengestumpftes Messer, die Schneide weist ebenfalls Retuschen auf. Der Werkstoff ist ein buntes Silikatgestein in den Farben Rot, Schwarz und Beige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12.) Aus dem gleichen Material besteht dieses stark gebogene Rückenmesser, hier ist die Schneide klassisch gestaltet und nicht retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*13.) Großer Bohrer aus Tonstein vom Typ Tix 16. Beide Enden weisen Gebrauchsspuren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*14.) Kleiner Bohrer auf einem Abschlag, wie die Nr. 5 dieses Blattes vom Typ Tix 12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tintabesguin==&lt;br /&gt;
Die Fundstelle führt den Namen des Corys, der die Asphaltstraße Agadez – Arlit einige Meter östlich des Vorkommens schneidet. Cory, wie im Niger die Wadis heißen, wird auch in der Schreibweise Kori angetroffen. Tintabesguin wird auf einigen Karten auch Tin Tébesgin geschrieben.&lt;br /&gt;
Die Koordinaten der Fundstellen sind 7°42’ Ost und 17°05’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar des Fundplatzes Tintabesguin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 314|| 56,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer und Schaber|| 49|| 8,84&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer|| 40|| 7,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Biface|| 4|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel|| 8|| 1,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke inkl. Kantenretuschen|| 54|| 9,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Polierte Beile|| 14|| 2,53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Beile|| 1|| 0,18&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Hohlbeil|| 3|| 0,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben|| 8|| 1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombinationswerkzeuge|| 3|| 0,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige|| 56|| 10,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''554'''|| '''99,99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Tintabesguin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| ''' Art der Rohstoffe'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 164|| 29,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||27||4,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||106||19,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||135||24,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||9||1,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||47||8,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||27||4,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||39||7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''554'''|| '''99,99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Tintabesguin. (Für die Analyse wurden lediglich 295 von den 314 Exemplaren berücksichtigt. Fragmente, die nicht eindeutig zuweisbar waren, wurden ausgeschlossen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 23|| 7,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||7||2,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||9||3,05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||8||2,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 26||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||16||5,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 3||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||13||4,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2||9||3,05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3||24||8,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||116||39,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 6||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 1||5||1,69&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||3||1,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 3||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 9||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 15||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 21||5||1,69&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 23||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||21||7,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 31||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 2||4||1,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 4||4||1,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 5||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||G 1||11||3,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 1||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''295'''|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E =   70 =    23,73 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               = 164 =    55,59 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =   43 =    14,58 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H  =  18 =      6,10 %&lt;br /&gt;
*'''Total'''                         = '''295''' = '''100,00 %'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tin Tabesguin'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:TinTabesguin_Niger.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Rillenstein dessen Material in die Phyllitfamilie eingeordnet werden könnte. Die Rillenform kann zwischen halbkreis und V- förmig beschrieben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Tonnenförmige Perle aus Alabaster, wie ich vermute. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich hier um einen metamorph umgewandelten Gips und zwar mit einer Färbung und Streifung wie es typisch ist für das Material, welches bei El Amarna im Niltal abgebaut wird. Zu klären wäre ob weitere Alabaster Lagerstätten zwischen El Amarna und dem Westen des Air- Gebirges bekannt oder geologisch möglich sind. &lt;br /&gt;
Könnte die ägyptische Herkunft der Perle belegt werden, wäre man in der Lage die Geschichte weiter zu spinnen und eventuelle, weiträumige Wanderbewegungen am Ende der Feuchtphase in der ägyptischen Westwüste in Richtung Air- Gebirge ins Spiel bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Tonnenförmige Basaltperle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Bruchstück eines Armreifens aus Speckstein. Die Oberseite weist Ritzmuster in Dreiecksform auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Rillenstein aus metamorphem, nicht näher bestimmbarem Gestein. Rechtwinklig zur halbkreisförmigen Rille sind Ritzungen angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Dechsel aus Tonstein, die Rückseite ist poliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Geschliffenes Beil aus Tonstein mit gerundeter Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Wie Nr.7, die Schneide ist nur schwach gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) Dechsel aus Tonstein. Das Stück ist derart vom Wind abgeschliffen, dass die unterschiedlich gefärbten Lagen des Gesteins sichtbar werden. Bis auf die Grundform sind Bearbeitungsspuren nicht mehr erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*10.) Kratzer aus versteinertem Holz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Kratzer aus Quarz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12.) Kratzer aus Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*13.) Gekerbter Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*14.) Keramikscherbe vom Fundplatz Afara. Nach F. Jesse könnte diese Scherbe eventuell dem Kiffian zugeordnet werden (pers. Mitteilung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*15.) Einer der seltenen Stichel aus Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*16.) Das Artefakt besteht aus hochwertigem Hornstein. Dieser Stichel kann unter Tix 31 abgelegt werden obwohl der Rand nur im distalen Bereich kantenretuschiert ist und das Werkzeug recht klein ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*17.) Einfacher Bohrer auf Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cory de Noel==&lt;br /&gt;
Die Artefakte dieses Fundplatzes liegen auf einem Plateau von etwa 500m Höhe. Seine nördliche Begrenzung wird von einem kleinen Cory gebildet, der bei etwa 475 m Höhe liegt und eine Schlucht mit steilen Hängen bildet. Hier bleibt auch in der Trockenzeit ein Wasserloch ( guelta ) offen. Es ist durch einen Versturz von großen Sandsteinblöcken, die dachförmig über dem Guelta angeordnet sind, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Die Steine haben in den Zeiten der Wasserführung für eine Verwirbelung gesorgt und so zu einer Vertiefung des Bettes geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sandstein bildet an den fast senkrecht aufsteigenden Ufern Überhänge, die als Abri genutzt werden können. Eine große Anzahl von tiefen Gravierungen, es wurden hauptsächlich Giraffen abgebildet, belegt die Präsenz steinzeitlicher Bewohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Plateau, die eigentliche Fundstelle, wird durch eine Sandsteinbank geformt. In den sandgefüllten Erosionsrinnen und Löchern, die in den solidem Sandstein eingegraben sind, werden die Artefakte gefunden. Es handelt sich um Fundstreuungen, von in situ Material kann nicht ausgegangen werden. Der Hügel wird Ikosenwali genannt, seine Koordinaten sind ungefähr 7°38’ Ost und 17°17’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar des Fundplatzes Cory de Noel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 133|| 50,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||47||17,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||7||2,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Biface||18||6,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||1||0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke inklusive Kantenretuschen||25||9,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||2||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||3||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||5||1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||3||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''266'''|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Cory de Noel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Art des Rohstoffs'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 167|| 62,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||10||3,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||45||16,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||12||4,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||13||4,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||2||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||8||3,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||9||3,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''266'''|| '''100'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Cory de Noel ( Für die Analyse wurden lediglich 132 Exemplare von 133 berücksichtigt. Fragmente, die nicht eindeutig zu klassieren waren, wurden nicht in die Analyse aufgenommen ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 20|| 15,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||35||26,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||6||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||31||23,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||5||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 2||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||5||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||13||9,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 6||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 14||7||5,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 9||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||2||1,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 18||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''132'''|| '''100,03'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E =     99 =  75,00 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               =     27 =  20,45 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =       5 =    3,79 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H =       1 =    0,76 %&lt;br /&gt;
*'''Total                         = 132 = 100,00 %'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cory_de_Noel_Niger.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Ein zu einem Bohrer umgearbeiteter Dechsel, die Rückseite ist fein geschliffen, die Ränder sind mit flachen Retuschen versehen. Mit Ausnahme des rückengestumpften Messerchens sind sämtliche Werkzeuge auf diesem Blatt aus Tonstein hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Schwere Spitze, auf der Vorderseite steil, auf der Rückseite flach retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Rautenförmiges Messer, beidseitig flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Spitze, beidseitig flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Keramikscherbe, in Wiegebandtechnik verziert. Das Stück ist sandgemagert, außen hellbraun, innen dunkelgrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Rückengestumpftes, kleines Messer aus Quarz, Tix 37.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Keramikscherbe von dunkelbrauner Farbe, innen fast schwarz, sehr stark gebrannt, nahezu vitrifiziert. Die Oberfläche zeigt ein seltenes Eindruckmuster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Gebogenes Messer mit flachen Retuschen den gesamten Rand auf beiden Seiten betreffend. Zentrale Flächen sind beidseitig ummodifiziert geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) Spitzes Messer mit flachen Randretuschen auf beiden Seiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*10.) Bohrer vom Typ Tix 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Bohrer vom Typ Tixier 16. Das obere Teilstück des rechten Randes ist abgeplatzt und nicht retuschiert. Die Funktion als Bohrer wird dadurch nicht beeinträchtigt. Beide Enden weisen Gebrauchsspuren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12. – 14.) Kratzer vom Typ Tix 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*15.) Daumennagelgroßer Kratzer mit Kerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*16.) Geschlagenes Beil mit Überschleifungsspuren und geschliffener Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*17.) Dechsel mit geschliffener Rückseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18.) Eine der seltenen Klingen auf diesem Fundplatz. Das Werkzeug ist an beiden Rändern mit steilen bis halbsteilen Retuschen versehen. Die Retuschen am distalen Ende verweisen das Stück in die Kategorie der Endretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die drei Fundstellen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werkzeuge in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 44,82|| 56,68|| 50,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||8,70||8,84||17,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||6,49||7,22||2,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Biface||9,36||0,72||6,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||0,60||1,44||0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke||7,02||9,75||9,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||9,90||2,53||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||1,40||0,18||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||4,95||0,54||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||1,20||1,44||1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||0,74||0,54||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||4,82||10,11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Rohmaterial in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Rohmaterial'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 83,28|| 29,60|| 62,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||-||4,87||3,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||3,75||19,13||16,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||1,54||24,37||4,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||2,74||1,63||4,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||5,08||8,48||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||-||4,87||3,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||3,61||7,04||3,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzen-Indiz'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 80,75|| 23,73|| 75,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2||11,65||55,59||20,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||3,73||14,58||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4*||3,88||6,10||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *  Weder die H- Spitzen noch die Querschneider stellen reine Formen aus einer Klingen- und Lamellentradition dar. Es handelt sich eher um Exemplare, deren Grundform der Abschlag war und die an den Rändern durch flache Retuschen bearbeitet worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die häufigste Bearbeitungstechnik ist für die drei Inventare die beidseitige Flächenretusche. Es folgen abrupte Kantenretuschen und flache Randretuschen sowie geschliffene und polierte Flächen. Einseitige Flächenretuschen sind sehr selten und die Kombination einseitige Flächenretusche mit geschliffener und polierter Gegenseite kann an zwei Hohlbeilen dokumentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen stellen bei weitem den größten Anteil der Werkzeuge, dieses gilt für alle drei Fundplätze. Die zweitwichtigste Gruppe wird in Afara von den polierten Beilen gebildet, in Cory de Noel stehen an zweiter Stelle die Kratzer und Schaber, ihr prozentualer Anteil ist doppelt so hoch wie bei den anderen Fundstellen. Die retuschierten Stücke inklusive der Kantenretuschen sind mit 9,75 % die zweitstärkste Gruppe in Tintabesguin. Größenordnungsmäßig liegen die beiden anderen Fundstellen mit 9,40 % und 7,02 % auf dem gleichen Niveau.&lt;br /&gt;
Wenn überhaupt so weisen Afara und Cory de Noel in der Zusammenstellung der Werkzeuggruppen eine gewisse Ähnlichkeit auf. Das gleiche gilt für die Verwendung von Rohstoffen und ganz besonders für den Vergleich der Pfeilspitzentypen. Tintabesguin ist in allen Fällen anders geartet, so dass entweder ein großer Unterschied im Alter oder in der kulturellen Zugehörigkeit bestehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keramikfunde sind in Afara häufig und in Relation zur Menge des lithischen Fundmaterials in Tintabesguin ebenso. Cory de Noel weist nur wenige kleine Scherben auf. Diese Tatsache kann auf die besondere Lage und die Struktur der Fundstelle zurückgeführt werden, die eine erhöhte Deflation wahrscheinlich erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fehlen von Rillensteinen aus weichem Gesteinsmaterial sowie der damit polierten Produkte dürfte die gleichen Gründe haben. Tintabesguin weist sowohl Rillensteine als auch Zylinder mit und ohne Bohrungen sowie angebohrte Bruchstücke auf. Hinzu kommen aus Speckstein gefertigte Fragmente von Armreifen. Letztere sowie auch die polierten Zylinder sind auf den anderen Fundstellen nicht gefunden worden. Die in Afara vorkommenden Rillenstein- Fragmente und der ebenfalls vorhandene Amazonit lassen aber darauf schließen, dass hier ebenfalls Schmuckobjekte hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rillensteine, Schmuck und Keramik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Stücke stammen vom Fundplatz Tintabesguin. Artefakte von Afara und aus dem Air-Gebirge sind ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text im Aufbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Niger - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fotogalerie wird nicht näher beschrieben. Sie dient in erster Linie dazu die Form- und Farbvielfalt zu zeigen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0024_2_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0026_I_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0031_3_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0155_27_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0161_24_Niger_Algerien.jpg|Abb.: Pfeilspitzen aus Niger und Algerien (= die beiden unteren Reihen), Tableau 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0153_P22_Niger.jpg|Abb.: Einzelfunde westlich des Air Gebirges&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0167_GG_Niger.jpg|Abb.: Funde, Mousterien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0179_P_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0181_MM_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0344_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0345_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0346_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0347_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0362_Reibschale_Niger.jpg|Abb.: Reibschale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0185_FF_Niger.jpg|Abb.: Keramik, Rillensteine und Perlen aus Air, Afara und Tintabesguin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 20 folgenden Fundtableaus werden nicht näher benannt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0297_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0299_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0300_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0301_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0302_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0303_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0304_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0305_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0306_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0307_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0308_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0309_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0310_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0311_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0312_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0313_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0314_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0315_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0316_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0317_Niger.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Artefakte_aus_Niger&amp;diff=5590</id>
		<title>Artefakte aus Niger</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Artefakte_aus_Niger&amp;diff=5590"/>
				<updated>2025-01-10T19:00:33Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Die drei Fundstellen im Vergleich */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Afara== &lt;br /&gt;
Die Koordinaten der Fundstelle Afara sind ungefähr 7°35’ Ost und 17°03’ Nord. Ab Kilometer 30 der Asphaltstraße von Agadez nach Arlit (RTA = Route Taoua – Arlit) führt eine Piste nach Teguidda in Tagait. Diesem Weg folgend erreicht man den Brunnen Afara. Auf halber Distanz zwischen diesem und dem Brunnen von Azog liegt das Fundgebiet „Afara“. Das Gelände ist eben, Landmarken für Mitteleuropäer gibt es keine, die einheimischen Touareg und Peulh haben dennoch keine Schwierigkeiten sich in der Savanne mit spärlichem Baumbewuchs punktgenau zurechtzufinden.&lt;br /&gt;
Mit einiger Vorstellungskraft können vor Ort Senken, ehemalige Seen oder Tümpel, ausgemacht werden. An ihren Rändern sind außer dem weitgestreuten lithischen Material hauptsächlich Keramikscherben mit Eindruckmustern oder Verzierungen in Wiegebandtechnik zu finden. Auffällig ist der große Anteil von Pfeilspitzen aber auch polierte Beile, bifazial bearbeitete Artefakte der verschiedensten Formen und kantenretuschierte Kratzer sind häufig.&lt;br /&gt;
Nicht nur für Afara sondern für das Gesamtgebiet ist das gebräuchlichste Rohmaterial ein Tonstein, welcher lokal im Sandstein in Nestern, Linsen und anderen Formen auftritt. Klassische Klingen und Lamellen sind aus ihm nicht zu gewinnen. So sind auch geometrische Mikrolithen, bis auf einige wenige Segmente mit extrem breitem Rücken, nicht im Inventar anzutreffen.&lt;br /&gt;
Das Gestein eignet sich hervorragend zum Schleifen und Polieren. Die im Gebrauch befindlichen Werkstoffe sind wie folgt bezeichnet worden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1 Tonstein&lt;br /&gt;
* 2 Quarzit oder anderer verhärteter Sandstein&lt;br /&gt;
* 3 Quarz, feinkristallin&lt;br /&gt;
* 4 Jaspis in verschiedenen Farben und Erscheinungsformen&lt;br /&gt;
* 5 Quarz, grobkristallin&lt;br /&gt;
* 6 Schwarzes Ergussgestein z.B. Basalt&lt;br /&gt;
* 7 Metamorphes Gestein&lt;br /&gt;
* 8 Versteinertes Holz&lt;br /&gt;
* 9 Feuerstein&lt;br /&gt;
* 10 Feldspat&lt;br /&gt;
* 11 Granit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis: Diese Nummerierung findet sich in mehreren Rohstoff-Tabellen dieses Beitrages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Inventar des Fundplatzes Afara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 670|| 44,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||130||8,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||97||6,49&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bifazial bearbeitete Werkzeuge||140||9,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||9||0,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke, inkl. Kantenretuschen||105||7,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||148||9,90&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||21||1,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||74||4,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||18||1,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||11||0,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||72||4,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total '''|| '''1495'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Afara &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Art der Rohstoffe'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 1245|| 83,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||56||3,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||23||1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||41||2,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||76||5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||54||3,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''1495'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Afara (Für die Analyse wurden lediglich 647 von den 670 Exemplaren herangezogen, Fragmente, die nicht eindeutig zuweisbar waren, wurden ausgeschlossen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 27|| 4,17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||101||15,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 13||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 16||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||14||2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||306||47,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 26||41||6,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||23||3,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 3||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||8||1,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3||10||1,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||53||8,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 1||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 21||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 30||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||12||1,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 31||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 5||3||0,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||G 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 1||4||0,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 4||9||1,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 7||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 18||7||1,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I 3||2||0,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I 4||1||0,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''647'''|| '''100,05'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E = 520 =   80,75 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               =   75 =   11,65 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =   24 =     3,73 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H  =   25 =     3,88 %&lt;br /&gt;
*Total                         = 644*= 100,01 % &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *I = 3 Exemplare nicht berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reib- und Mahlsteine fehlen im Inventar, sie wurden von den heutigen Einheimischen im Laufe der Jahre aufgebraucht. Ein Reibstein jedoch, mit einer kreisrunden Arbeitsfläche von 40 mm ist gefunden worden. Er besteht aus verhärtetem, grobkörnigem Sandstein wie er lokal vorkommt ( Korngröße z.T. über 2 mm Durchmesser ) und hat wegen seiner geringen Abmessung sehr wahrscheinlich nicht zum Mahlen von Getreide gedient sondern anderen Zwecken wie z.B. dem Zerkleinern von Farbstoffen also indirekt ebenfalls zum Malen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elf Rillenstein- Fragmente und mehrere Bruchstücke aus dem gleichen weichen Material ( Phyllit oder Speckstein ? ) weisen auf die Herstellung von Perlen und Zylindern hin wie sie in Tintabesguin gefunden wurden. Im Gegensatz zu den aus Sandstein gefertigten Rillensteinen der westlichen Wüste Ägyptens sind diese Exemplare bestens zum Polieren geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Stein mit zwei schmalen Kerben, die im rechten Winkel zueinander angeordnet sind, könnte als hängendes Gewicht benutzt worden sein z.B. als Netzsenker. An sonstigem Fundgut müssen noch zwei Knochenwerkzeuge, Bruchstücke von starken Säugetierknochen, sowie Muschelschalen, Fischgräten und Amazonit genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Afara Niger 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Afara_Niger_1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Afara - Niger I&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Die Form des ursprünglichen Rohstoffs ist fast vollständig erhalten geblieben. Lediglich die Schneide des Beils ist durch flache Retuschen herausgearbeitet worden. Auch die ausgestellten Ecken der runden Schneide sind durch die Form des Gesteins vorgegeben. Der gerundete Nacken ist ebenfalls von der Natur des Tonsteins vorgegeben. Die Farbe des Materials ist verglichen mit anderen Artefakten vom Fundplatz Afara relativ dunkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Beidseitig überschliffenes Beil mit gerundeter Schneide. Die vor dem Schleifen angebrachten Retuschen, um das Artefakt in Form zu bringen, sind noch teilweise erkennbar. Das Material ist hellbrauner Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Beidseitig flächenretuschierte, große Spitze. Die Farbe gleicht der des Artefakts Nr. 2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Afara_Niger_2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Afara   Niger II'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Klassischer geschlagener Dechsel. Die Rückseite ist im Bereich der Schneide geschliffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Geschliffenes Beil, in der Mitte ist es nur 11mm dick, der Querschnitt ist rechteckig mit leicht gerundeten Kanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Dieses Artefakt ist einer der sehr seltenen Stichel auf den Fundstellen westlich des Air- Gebirges. Wie die meisten anderen Werkzeuge besteht das verwendete Material aus Tonstein. Die sehr dunkle Färbung stellt ebenfalls eine Ausnahme dar. Es lassen sich vier Schärfungsabschläge beobachten. Da die obere Schlagfläche Retuschen aufweist kann das Exemplar unter Tix 21 abgelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Beidseitig flächenretuschiertes, beilförmiges Werkzeug. Bei einer Länge von 110mm beträgt die dünnste Stelle in der Mitte des Artefakts nur 11mm. Dadurch dürfte das Exemplar als schlagend eingesetztes Werkzeug zu schwach gewesen sein. Hinzu kommt noch eine Krümmung der Längsachse, welche die dauerhafte Stabilität weiter herabsetzt. Es könnte ein ungewöhnlich gestaltetes Messer gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Einfacher, grober Bohrer auf einem Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Einfacher Kratzer auf einem Abschlag vom Typ Tix 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Verzierte Keramikscherbe. Der Rand, links in der Zeichnung hatte eine ähnliche Verzierung wie das eingedrückte Zickzack- Band weiter rechts, ist aber stark überformt. Rechts des Bandes schließt sich eine an Wiegebandtechnik erinnernde, überformte Verzierung an. Die Farbe der Keramik ist hellbraun, das Innere grau. Als Magerung diente sowohl Sand mit Korngrößen bis zu 2mm Durchmesser als auch organisches Material wie Abdrücke auf der Vorderseite zeigen. Im Gegensatz zu der Keramikabbildung 5 auf dem Blatt Tin Tabesguin dürfte diese Scherbe wesentlich jünger sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Ungewöhnlich stark gekerbter Bohrer auf einem Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) und 10.) Zwei der sehr seltenen Segmente. Nr. 9 besteht aus Tonstein, Nr. 10 aus Karneol. Beide Exemplare weisen sehr breite Rücken auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Rückengestumpftes Messer, die Schneide weist ebenfalls Retuschen auf. Der Werkstoff ist ein buntes Silikatgestein in den Farben Rot, Schwarz und Beige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12.) Aus dem gleichen Material besteht dieses stark gebogene Rückenmesser, hier ist die Schneide klassisch gestaltet und nicht retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*13.) Großer Bohrer aus Tonstein vom Typ Tix 16. Beide Enden weisen Gebrauchsspuren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*14.) Kleiner Bohrer auf einem Abschlag, wie die Nr. 5 dieses Blattes vom Typ Tix 12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tintabesguin==&lt;br /&gt;
Die Fundstelle führt den Namen des Corys, der die Asphaltstraße Agadez – Arlit einige Meter östlich des Vorkommens schneidet. Cory, wie im Niger die Wadis heißen, wird auch in der Schreibweise Kori angetroffen. Tintabesguin wird auf einigen Karten auch Tin Tébesgin geschrieben.&lt;br /&gt;
Die Koordinaten der Fundstellen sind 7°42’ Ost und 17°05’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar des Fundplatzes Tintabesguin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 314|| 56,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer und Schaber|| 49|| 8,84&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer|| 40|| 7,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Biface|| 4|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel|| 8|| 1,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke inkl. Kantenretuschen|| 54|| 9,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Polierte Beile|| 14|| 2,53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Beile|| 1|| 0,18&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Hohlbeil|| 3|| 0,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben|| 8|| 1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombinationswerkzeuge|| 3|| 0,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige|| 56|| 10,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''554'''|| '''99,99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Tintabesguin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| ''' Art der Rohstoffe'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 164|| 29,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||27||4,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||106||19,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||135||24,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||9||1,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||47||8,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||27||4,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||39||7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''554'''|| '''99,99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Tintabesguin. (Für die Analyse wurden lediglich 295 von den 314 Exemplaren berücksichtigt. Fragmente, die nicht eindeutig zuweisbar waren, wurden ausgeschlossen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 23|| 7,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||7||2,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||9||3,05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||8||2,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 26||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||16||5,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 3||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||13||4,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2||9||3,05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3||24||8,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||116||39,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 6||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 1||5||1,69&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||3||1,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 3||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 9||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 15||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 21||5||1,69&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 23||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||21||7,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 31||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 2||4||1,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 4||4||1,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F 5||2||0,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||G 1||11||3,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 1||1||0,34&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''295'''|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E =   70 =    23,73 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               = 164 =    55,59 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =   43 =    14,58 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H  =  18 =      6,10 %&lt;br /&gt;
*'''Total'''                         = '''295''' = '''100,00 %'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tin Tabesguin'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:TinTabesguin_Niger.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Rillenstein dessen Material in die Phyllitfamilie eingeordnet werden könnte. Die Rillenform kann zwischen halbkreis und V- förmig beschrieben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Tonnenförmige Perle aus Alabaster, wie ich vermute. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich hier um einen metamorph umgewandelten Gips und zwar mit einer Färbung und Streifung wie es typisch ist für das Material, welches bei El Amarna im Niltal abgebaut wird. Zu klären wäre ob weitere Alabaster Lagerstätten zwischen El Amarna und dem Westen des Air- Gebirges bekannt oder geologisch möglich sind. &lt;br /&gt;
Könnte die ägyptische Herkunft der Perle belegt werden, wäre man in der Lage die Geschichte weiter zu spinnen und eventuelle, weiträumige Wanderbewegungen am Ende der Feuchtphase in der ägyptischen Westwüste in Richtung Air- Gebirge ins Spiel bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Tonnenförmige Basaltperle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Bruchstück eines Armreifens aus Speckstein. Die Oberseite weist Ritzmuster in Dreiecksform auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Rillenstein aus metamorphem, nicht näher bestimmbarem Gestein. Rechtwinklig zur halbkreisförmigen Rille sind Ritzungen angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Dechsel aus Tonstein, die Rückseite ist poliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Geschliffenes Beil aus Tonstein mit gerundeter Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Wie Nr.7, die Schneide ist nur schwach gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) Dechsel aus Tonstein. Das Stück ist derart vom Wind abgeschliffen, dass die unterschiedlich gefärbten Lagen des Gesteins sichtbar werden. Bis auf die Grundform sind Bearbeitungsspuren nicht mehr erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*10.) Kratzer aus versteinertem Holz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Kratzer aus Quarz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12.) Kratzer aus Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*13.) Gekerbter Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*14.) Keramikscherbe vom Fundplatz Afara. Nach F. Jesse könnte diese Scherbe eventuell dem Kiffian zugeordnet werden (pers. Mitteilung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*15.) Einer der seltenen Stichel aus Tonstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*16.) Das Artefakt besteht aus hochwertigem Hornstein. Dieser Stichel kann unter Tix 31 abgelegt werden obwohl der Rand nur im distalen Bereich kantenretuschiert ist und das Werkzeug recht klein ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*17.) Einfacher Bohrer auf Abschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Cory de Noel==&lt;br /&gt;
Die Artefakte dieses Fundplatzes liegen auf einem Plateau von etwa 500m Höhe. Seine nördliche Begrenzung wird von einem kleinen Cory gebildet, der bei etwa 475 m Höhe liegt und eine Schlucht mit steilen Hängen bildet. Hier bleibt auch in der Trockenzeit ein Wasserloch ( guelta ) offen. Es ist durch einen Versturz von großen Sandsteinblöcken, die dachförmig über dem Guelta angeordnet sind, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Die Steine haben in den Zeiten der Wasserführung für eine Verwirbelung gesorgt und so zu einer Vertiefung des Bettes geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sandstein bildet an den fast senkrecht aufsteigenden Ufern Überhänge, die als Abri genutzt werden können. Eine große Anzahl von tiefen Gravierungen, es wurden hauptsächlich Giraffen abgebildet, belegt die Präsenz steinzeitlicher Bewohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Plateau, die eigentliche Fundstelle, wird durch eine Sandsteinbank geformt. In den sandgefüllten Erosionsrinnen und Löchern, die in den solidem Sandstein eingegraben sind, werden die Artefakte gefunden. Es handelt sich um Fundstreuungen, von in situ Material kann nicht ausgegangen werden. Der Hügel wird Ikosenwali genannt, seine Koordinaten sind ungefähr 7°38’ Ost und 17°17’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar des Fundplatzes Cory de Noel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 133|| 50,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||47||17,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||7||2,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Biface||18||6,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||1||0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke inklusive Kantenretuschen||25||9,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||2||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||3||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||5||1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||3||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''266'''|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Rohstoffe für den Fundplatz Cory de Noel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Art des Rohstoffs'''|| '''Anzahl der Werkzeuge'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 167|| 62,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||10||3,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||45||16,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||12||4,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||13||4,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||2||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||8||3,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||9||3,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''266'''|| '''100'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analyse der Pfeilspitzen des Fundplatzes Cory de Noel ( Für die Analyse wurden lediglich 132 Exemplare von 133 berücksichtigt. Fragmente, die nicht eindeutig zu klassieren waren, wurden nicht in die Analyse aufgenommen ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzentyp'''|| '''Anzahl'''|| '''%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| A 1|| 20|| 15,15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2||35||26,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18||6||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 25||31||23,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1||5||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 2||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1||5||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4||13||9,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 6||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 7||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 14||7||5,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 2||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 9||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 10||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D 44||2||1,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||E 1||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||H 18||1||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''132'''|| '''100,03'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz 1 = A + B + E =     99 =  75,00 %&lt;br /&gt;
*Indiz 2 = C               =     27 =  20,45 %&lt;br /&gt;
*Indiz 3 = D               =       5 =    3,79 %&lt;br /&gt;
*Indiz 4 = F + G + H =       1 =    0,76 %&lt;br /&gt;
*'''Total                         = 132 = 100,00 %'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cory_de_Noel_Niger.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Ein zu einem Bohrer umgearbeiteter Dechsel, die Rückseite ist fein geschliffen, die Ränder sind mit flachen Retuschen versehen. Mit Ausnahme des rückengestumpften Messerchens sind sämtliche Werkzeuge auf diesem Blatt aus Tonstein hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Schwere Spitze, auf der Vorderseite steil, auf der Rückseite flach retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Rautenförmiges Messer, beidseitig flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*4.) Spitze, beidseitig flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*5.) Keramikscherbe, in Wiegebandtechnik verziert. Das Stück ist sandgemagert, außen hellbraun, innen dunkelgrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*6.) Rückengestumpftes, kleines Messer aus Quarz, Tix 37.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*7.) Keramikscherbe von dunkelbrauner Farbe, innen fast schwarz, sehr stark gebrannt, nahezu vitrifiziert. Die Oberfläche zeigt ein seltenes Eindruckmuster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*8.) Gebogenes Messer mit flachen Retuschen den gesamten Rand auf beiden Seiten betreffend. Zentrale Flächen sind beidseitig ummodifiziert geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*9.) Spitzes Messer mit flachen Randretuschen auf beiden Seiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*10.) Bohrer vom Typ Tix 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*11.) Bohrer vom Typ Tixier 16. Das obere Teilstück des rechten Randes ist abgeplatzt und nicht retuschiert. Die Funktion als Bohrer wird dadurch nicht beeinträchtigt. Beide Enden weisen Gebrauchsspuren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*12. – 14.) Kratzer vom Typ Tix 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*15.) Daumennagelgroßer Kratzer mit Kerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*16.) Geschlagenes Beil mit Überschleifungsspuren und geschliffener Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*17.) Dechsel mit geschliffener Rückseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18.) Eine der seltenen Klingen auf diesem Fundplatz. Das Werkzeug ist an beiden Rändern mit steilen bis halbsteilen Retuschen versehen. Die Retuschen am distalen Ende verweisen das Stück in die Kategorie der Endretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die drei Fundstellen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werkzeuge in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Werkzeug'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen|| 44,82|| 56,68|| 50,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kratzer und Schaber||8,70||8,84||17,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||6,49||7,22||2,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Biface||9,36||0,72||6,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||0,60||1,44||0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Stücke||7,02||9,75||9,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Polierte Beile||9,90||2,53||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierte Beile||1,40||0,18||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hohlbeile||4,95||0,54||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||1,20||1,44||1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kombinationswerkzeuge||0,74||0,54||1,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||4,82||10,11||4,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Rohmaterial in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Rohmaterial'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 83,28|| 29,60|| 62,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||-||4,87||3,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||3,75||19,13||16,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||5||1,54||24,37||4,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6||2,74||1,63||4,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||7||5,08||8,48||0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||-||4,87||3,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstige||3,61||7,04||3,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen in %&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Pfeilspitzen-Indiz'''|| '''Afara'''|| '''Tintabesguin'''|| '''Cory de Noel'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 1|| 80,75|| 23,73|| 75,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2||11,65||55,59||20,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||3||3,73||14,58||3,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4*||3,88||6,10||0,76&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *  Weder die H- Spitzen noch die Querschneider stellen reine Formen aus einer Klingen- und Lamellentradition dar. Es handelt sich eher um Exemplare, deren Grundform der Abschlag war und die an den Rändern durch flache Retuschen bearbeitet worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die häufigste Bearbeitungstechnik ist für die drei Inventare die beidseitige Flächenretusche. Es folgen abrupte Kantenretuschen und flache Randretuschen sowie geschliffene und polierte Flächen. Einseitige Flächenretuschen sind sehr selten und die Kombination einseitige Flächenretusche mit geschliffener und polierter Gegenseite kann an zwei Hohlbeilen dokumentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen stellen bei weitem den größten Anteil der Werkzeuge, dieses gilt für alle drei Fundplätze. Die zweitwichtigste Gruppe wird in Afara von den polierten Beilen gebildet, in Cory de Noel stehen an zweiter Stelle die Kratzer und Schaber, ihr prozentualer Anteil ist doppelt so hoch wie bei den anderen Fundstellen. Die retuschierten Stücke inklusive der Kantenretuschen sind mit 9,75 % die zweitstärkste Gruppe in Tintabesguin. Größenordnungsmäßig liegen die beiden anderen Fundstellen mit 9,40 % und 7,02 % auf dem gleichen Niveau.&lt;br /&gt;
Wenn überhaupt so weisen Afara und Cory de Noel in der Zusammenstellung der Werkzeuggruppen eine gewisse Ähnlichkeit auf. Das gleiche gilt für die Verwendung von Rohstoffen und ganz besonders für den Vergleich der Pfeilspitzentypen. Tintabesguin ist in allen Fällen anders geartet, so dass entweder ein großer Unterschied im Alter oder in der kulturellen Zugehörigkeit bestehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keramikfunde sind in Afara häufig und in Relation zur Menge des lithischen Fundmaterials in Tintabesguin ebenso. Cory de Noel weist nur wenige kleine Scherben auf. Diese Tatsache kann auf die besondere Lage und die Struktur der Fundstelle zurückgeführt werden, die eine erhöhte Deflation wahrscheinlich erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fehlen von Rillensteinen aus weichem Gesteinsmaterial sowie der damit polierten Produkte dürfte die gleichen Gründe haben. Tintabesguin weist sowohl Rillensteine als auch Zylinder mit und ohne Bohrungen sowie angebohrte Bruchstücke auf. Hinzu kommen aus Speckstein gefertigte Fragmente von Armreifen. Letztere sowie auch die polierten Zylinder sind auf den anderen Fundstellen nicht gefunden worden. Die in Afara vorkommenden Rillenstein- Fragmente und der ebenfalls vorhandene Amazonit lassen aber darauf schließen, dass hier ebenfalls Schmuckobjekte hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rillensteine, Schmuck und Keramik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text im Aufbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Niger - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fotogalerie wird nicht näher beschrieben. Sie dient in erster Linie dazu die Form- und Farbvielfalt zu zeigen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0024_2_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0026_I_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0031_3_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0155_27_Niger.jpg|Abb.: Pfeilspitzen, Tableau 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0161_24_Niger_Algerien.jpg|Abb.: Pfeilspitzen aus Niger und Algerien (= die beiden unteren Reihen), Tableau 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0153_P22_Niger.jpg|Abb.: Einzelfunde westlich des Air Gebirges&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0167_GG_Niger.jpg|Abb.: Funde, Mousterien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0179_P_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0181_MM_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0344_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0345_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0346_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0347_Beile_Niger.jpg|Abb.: Geschliffene und polierte Beile, Tableau 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0362_Reibschale_Niger.jpg|Abb.: Reibschale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0185_FF_Niger.jpg|Abb.: Keramik, Rillensteine und Perlen aus Air, Afara und Tintabesguin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die 20 folgenden Fundtableaus werden nicht näher benannt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0297_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0299_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0300_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0301_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0302_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0303_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0304_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0305_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0306_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0307_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0308_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0309_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0310_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0311_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0312_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0313_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0314_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0315_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0316_Niger.jpg&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0317_Niger.jpg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundkomplex_Abu_Tartur&amp;diff=5589</id>
		<title>Fundkomplex Abu Tartur</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundkomplex_Abu_Tartur&amp;diff=5589"/>
				<updated>2025-01-06T17:59:42Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Felskunst - Zeichnungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Die steinzeitliche Besiedlung Abu Tarturs im Holozän==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer heute durch die westliche oder libysche Wüste Ägypten reist, findet, dass außer in den Oasen, Vegetation praktisch inexistent ist. Das Klima ist hyperarid und in den Jahren von 1982 bis 1987, in denen ich dort für eine Bergbaugesellschaft tätig war, fielen nur in einer Nacht wenige, schwere Tropfen, die kleine Krater in der ausgetrockneten Erde hinterließen. Messbar war dieser Niederschlag nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur, so heißt die Lokalität, ist eine in der Entwicklung befindliche Phosphatgrube. Wohn- und Verwaltungsgebäude liegen 43 km westlich von Kharga, der Hauptstadt des New Valley Bezirks, an der Asphaltstraße nach Dakhla. Die Grube und die übertägigen technischen Einrichtungen sind über eine nach Norden verlaufende Stichstraße erreichbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur ist aber auch ein ausgedehntes Hochplateau mit einer Höhe von ca. 500 bis 600 m über dem Meeresspiegel, welches die Sandsteinebene, in der die El Ghorab Straße zwischen Kharga und Dakhla verläuft, um bis zu 400 m überragt '''Abb. 1'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Abu_Tartur_Lageskizze_Gesamt.png|400px|Lageskizze_Abu_Tartur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 1: Abu Tartur Gesamtübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drittens steht der Name Abu Tartur für die ca. 150 steinzeitlichen Fundplätze, die in den fünf Jahren meiner Anwesenheit entdeckt und bearbeitet worden sind.&lt;br /&gt;
Von jedem Platz ist eine Skizze erstellt worden, meistens im Maßstab 1 : 1.000. Auf diesen Karten erscheinen die Koordinaten, Höhenlinien, Wadiläufe und größere Regenrinnen sowie Bemerkungen zur Untergrundbeschaffenheit. Von dem archäologischen Inventar werden die Fundstreu und die Fundkonzentrationen, die Herdstellen, anstehende Kulturschichten sowie die Mahlwerkzeuge markiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderheiten wie Steinkreise und andere Bauwerke, Vegetationsreste oder ungewöhnliche Artefakte werden ebenfalls eingezeichnet. Nicht berücksichtigt wird die Verteilung des Oberflächeninventars nach Quadratmetern oder Viertelquadratmetern. Eine Langzeitstudie vor Ort über die Bewegung von Artefakten durch Wind hat die Nutzlosigkeit dieser Maßnahme unter den gegebenen klimatischen und geographischen Verhältnissen eindeutig belegt. Weitere Übersichtsskizzen im Maßstab 1 : 10.000 wurden für die Hauptzonen der prähistorischen Siedlungsreste erarbeitet. Es sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den Inventaren ausschließlich um Oberflächenmaterial handelt. Auf Grabungen ist in jedem Fall verzichtet worden, um die Fundstellen für eventuelle weitergehende Untersuchungen intakt zu erhalten. Vom faunistischem Material und von der Keramik sind Belegstücke aufgelesen worden, die entnommenen Mengen lassen daher nicht auf die tatsächlich vorhandenen Mengen schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird eine Auswahl von drei Fundstellen vorgestellt, sie decken den gesamten erfassten Zeitraum der Besiedlung ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 0002/84 - 9120 +- 40 BP - Poz – 11204 - Straußeneischale&lt;br /&gt;
* 1004/83 - 7590 +- 75 BP - KN 3744 - Holzkohle&lt;br /&gt;
* 1005/83 - 6420 +- 60 BP - KN 3740 - Holzkohle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1005_83_Eickelkamp_selbst.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Autor Eickelkamp bei der Sicherung von Holzkohle, Fundplatz 1005/83, 1985 (Foto: René Gebhardt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste bislang datierte Fundplatz Abu Tarturs (0002/84) fällt in die frühe Zeit der holozänen Besiedlung, die von F. Wendorf und R. Schild als El Adam- Phase bezeichnet wird. Der Fundplatz liegt rund 900 m von der Plateau Bruchkante entfernt an der Südseite eines ausgedehnten, mit Kalksteinhügeln durchsetzten Playafeldes. Anstehender Kalkstein, grob- und feinkörniger Verwitterungsschutt wechseln mit playaähnlichen terra rossa Restböden ab. Für einen unerfahrenen Beobachter, der die Verwitterungsformen der Wüste aus eigener Anschauung nicht kennt, macht die Gegend einen chaotischen Eindruck. Der Platz ist zur Hauptwindrichtung nach Norden völlig offen und nur nach Osten hin durch einen langgestreckten Hügel geschützt. Der teilweise freiliegende Playaboden* zeigt deutlich Deflationsspuren. Die Ausdehnung des Platzes beträgt von N. nach S. 75 m und von W. nach O. 70 m. Die windgeglättete Playaoberfläche ist frei von Artefakten. Erst in den südlich sich anschließenden Schuttfeldern kommt es zu sekundären Konzentrationen vor allem an kleinvoluminösen Stücken. Schwere Artefakte wie Schaber treten in dem westlichen, langgezogenen Schuttstreifen auf. Außer einigen Dunkelfärbungen der ansonsten hell rotbraunen Playa konnte keine Kulturschicht ausgemacht werden. Grabungen im zentralen Südteil und östlich im feinen Hangschutt könnten erfolgreich sein. Feuerstellen oder Schichten mit entnehmbarer Holzkohle sind nicht gefunden worden. Es ist jedoch gebrannter Ton mit winzigen, eingeschlossenen Kohlepartikeln beobachtet worden. An Mahlwerkzeug sind drei Läufersteine und windüberformte Sandsteinreste von  Reibschalen gefunden worden. Straußeneischalen kommen sowohl als glatte, unverzierte Stücke als auch mit Ritzungen versehen vor. Neben zwei runden, nicht perforierten Scheiben und sechs eckigen, perforierten Stücken wurden auch 17 fertiggestellte Perlen gefunden. Ein aus einem Kalzitkristall gearbeiteter „Ohrstecker“ ist fein poliert und sehr gut erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffallend sind die östlich und nordöstlich von 0002/84 gelegenen halbmondartigen Strukturen aus aufgeschichteten Kalksteinbrocken, sie stellen wahrscheinlich Windschilde dar. Eine geschlossene Steinlegung mit den Dimensionen 2 m x 1,5 m und große Mengen von unverzierter Keramik, möglicherweise zu großen, rundbödigen Gefäßen gehörend, fallen ebenfalls auf. Diese Funde und Befunde stehen nicht im Zusammenhang mit 0002/84 sondern sind Teil der Fundstelle 0049/85. Das Gelände ist hier völlig mit lockerem Kalksteinschutt bedeckt und konnte daher nicht untersucht werden. Hier würde eine Grabung sicherlich interessante Resultate zeitigen, zumal eine Massierung von über 20 Bauten bislang in der westlichen Wüste nicht angetroffen worden ist.&lt;br /&gt;
Einige wenige, aus Schwerfahrzeugspuren entnommene Artefakte (1 Stichel, 1 Abschlag und 1 gekerbte und retuschierte Klinge) sind nicht diagnostisch.&lt;br /&gt;
Da der Fundplatz 0002/84 hauptsächlich epipaläolithische Merkmale aufweist, konnte er ohne Schwierigkeiten nach Tixier klassiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Klassische Playaablagerungen können auf dem Plateau schon wegen der geringen Höhenunterschiede und der dadurch mangelnden Größe der Einzugsgebiete nicht vorkommen. Soweit Böden vorhanden sind, handelt es sich um chromic luvisole oder terra rossa. Im Bereich der Fundstellen sind diese durch Siedlungsaktivitäten verdichtet und verunreinigt worden, so dass das übliche helle Rot einem Rotbraun gewichen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0002/84 Werkzeugfrequenz nach Tixier – '''Tabelle 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nr. Tixier&lt;br /&gt;
| Werkzeug Typen&lt;br /&gt;
| Anzahl&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| % der Gruppen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot;|Kratzer*&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| 0,99&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot;|Gruppe I 6,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|14&lt;br /&gt;
|3,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Bohrer&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 0,50&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Gruppe II 1,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Stichel&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| 1,24&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Gruppe III 2,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|27&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 44&lt;br /&gt;
| Kombiwerkzeuge&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| Gruppe V 0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 45&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Gruppe VI 0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|69&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 74&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Kerben&lt;br /&gt;
| 13&lt;br /&gt;
| 3,23&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Gruppe VII 9,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|27&lt;br /&gt;
|7,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 80&lt;br /&gt;
| Endretuschen&lt;br /&gt;
| 11&lt;br /&gt;
| 2,74&lt;br /&gt;
| Gruppe VIII 2,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 85&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;8&amp;quot;|Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;8&amp;quot;|Gruppe IX 48,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|86&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|87&lt;br /&gt;
|84&lt;br /&gt;
|20,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|89&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|91&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|92&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|24,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|93&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|95&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 101&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Microburins&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Gruppe X 5,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|102&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|5,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|103&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 105&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Varia&lt;br /&gt;
| 67&lt;br /&gt;
| 16,67&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Gruppe XI 23,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|106&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|4,49&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''402'''&lt;br /&gt;
| '''100,02'''&lt;br /&gt;
| '''100,01'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 18 Varia (Tix 112) sind sieben Pfeilspitzen (1,74 %), davon zwei Harifspitzen, zwei einseitig flächenretuschierte Stielspitzen und drei beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen. Die verbleibenden elf Stücke machen 2,74 % des Gesamtvolumens aus, darunter sind solche exotische Artefakte wie ein an allen Rändern kantenretuschiertes ypsilonförmiges Stück wie es auch im mauretanischen Küstenneolithikum vorkommt oder ein ebenfalls an allen Rändern kantenretuschiertes Dreieck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Einige Kratzer weisen eine doppelte Patinierung auf, hier sind Paläowerkzeuge geschärft und wiederverwendet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich der Nabta und Kiseiba Fundstellen E-80-4, E-79-8, E-77-7 und der Abu Tartur Fundstelle 0002/84 – '''Tabelle 2'''  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Fundplatz&lt;br /&gt;
| E-80-4&lt;br /&gt;
| E-79-8&lt;br /&gt;
| E-77-7&lt;br /&gt;
| 0002/84&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Alter&lt;br /&gt;
|9220+-120BP SMU-925&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
8920+-130BP SMU-757&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9060+- 80BP SMU-861&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9180+-140BP SMU-914&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9350+-120BP SMU-927&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9440+-230BP SMU-758&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9610+-150BP SMU-928&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9820+-380BP SMU-858&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
8960+-110BP SMU-440&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8875+- 75BP ETH-8583&lt;br /&gt;
|9120+-40BP Poz 11204&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Anzahl der Werkzeuge&lt;br /&gt;
| 423&lt;br /&gt;
| 374&lt;br /&gt;
| 158&lt;br /&gt;
| 402&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Werkzeuggruppen in %&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;I Kratzer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;II Bohrer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;III Stichel&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;V Kombinationswerkz.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;VI Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;VII Kerben&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;VIII Endretuschen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;IX Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;X Microburin&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;XI Verschiedene&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;17,49&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,84&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,95&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;41,37&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;7,57&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;6,62&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,60&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9,69&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;10,87&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;14,17&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;7,22&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;4,28&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;37,17&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;10,70&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;5,08&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,14&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8,02&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;11,23&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;5,06&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;48,10&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8,23&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8,23&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,63&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;13,30&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;16,45&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;6,47&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;1,00&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,24&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,25&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,50&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9,95&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,74&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;48,01&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;5,72&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;23,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''100,00 %'''&lt;br /&gt;
| '''100,01 %'''&lt;br /&gt;
| '''100,00 %'''&lt;br /&gt;
| '''100,01 %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Dekorierte&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Straußeneischalen&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
4 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Farnblattmuster&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
25 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Farnblattmuster&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
8 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Strichmuster&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
3 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Strichmuster&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Komplette&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Straußeneiperlen&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;436&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;175&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
33 davon&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;22 zerbrochen&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schmuck&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| 1 Kalzitstecker&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mahlwerkzeuge&lt;br /&gt;
| Vorhanden&lt;br /&gt;
| Vorhanden&lt;br /&gt;
| Keine&lt;br /&gt;
| Vorhanden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Keramik&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
5 Scherben von&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;der Oberfläche&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
3 Scherben&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;in Situ&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
1 Scherbe&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;mattenverziert&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Keine an der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Oberfläche gefunden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier zu vergleichenden Fundstellen gehören der selben Altersspanne an und weisen bis auf  E-77-7 ähnliche Mengen an Werkzeugen auf.&lt;br /&gt;
Bei den Kratzern, es sind auf allen vier Fundstellen hauptsächlich relativ schwere Endkratzer auf Abschlägen, ist der prozentuale Anteil in Bir Kiseiba mehr als doppelt so hoch wie in Abu Tartur, in Nabta dagegen sind es weniger als in Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Bohrern ist der Unterschied groß, da 0002/84 lediglich vier Exemplare vom Typ Tixier 12, 13 und 16 hervorgebracht hat, was 1,00 % ausmacht gegenüber 2,84 % und 7,22 % in Kiseiba. In Nabta fehlen die Bohrer gänzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Plätze E-80-4 und E-79-8 liegen die Stichel im Mittel bei 2,62 %, das stimmt mit den 2,24 % für 0002/84 gut überein, E-77-7 weist keine Stichel auf. Die Häufigkeit von Kerben, Endretuschen und der Mikroburin Technik ist auf den vier Fundstellen ähnlich. Die Verschiedenen sind doppelt so stark in Abu Tartur vertreten wie in Bir Kiseiba. Nabta und Abu Tartur sind sich ähnlicher. Alles in allem entsprechen die vorgestellten Inventare den Kriterien der El Adam Phase wenn da nicht in Abu Tartur nur 0,50 % rückengestumpfter Lamellen wären gegenüber den 41,37 % respektiverweise 37,17 % in Kiseiba und den 48,10 % in Nabta. Dem Mangel an rückengestumpften Lamellen steht ein Zuviel an geometrischen Mikrolithen, nämlich 48,01 %, gegenüber. Die entsprechenden Zahlen für Kiseiba sind 2,60 % und 2,14 %, in Nabta gibt es nur ein einziges Dreieck, das sind 0,63 % der Gesamtmenge. Diese Mikrolithen von Abu Tartur bestehen zum größten Teil aus Trapezen, die durch ihre Bearbeitung erkennen lassen, dass sie als Pfeilbewehrungen genutzt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Epipaläolithikum der Sahara wie auch im Mesolithikum Europas wurden mehrere rückengestumpfte Mikrolithen zu einer Pfeilbewehrung kombiniert. Der hohe Anteil dieser Artefakte erklärt sich aus der Notwendigkeit effektive Jagdwaffen zur Verfügung zu haben, da eine Hauptnahrungsquelle das Fleisch von Wildtieren war wie die entsprechenden Knochenanalysen belegen. Zu einem gewissen Zeitpunkt, um 9120 BP, hat ein findiger Jäger in Abu Tartur die Kombinationsbewehrung durch eine Einzelbewehrung mittels Querschneidern ersetzt. Werden die Rubriken VI „rückengestumpfte Lamellen“ und IX „geometrische Mikrolithen“ zu einer Rubrik „Bewehrungen“ zusammengefasst, ergeben sich nahezu gleichartige Inventargruppen für die Fundstellen Kiseibas, Nabtas und Abu Tarturs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 3'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| || '''E-80-4'''|| '''E-79-8'''|| '''E-77-7'''|| '''0002-84'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I Kratzer|| 17,49|| 14,17|| 5,06|| 6,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II Bohrer||2,84||7,22||-||1,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| III Stichel|| 0,95|| 4,28|| -|| 2,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| V Kombinationswerkzeuge|| - || -|| -||0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||VI u. IX Bewehrungen||43,97||39,31||48,73||48,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VII Kerben|| 7,57|| 10,70|| 8,23||9,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||VIII Endretuschen||6,62||5,08||8,23||2,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| X Mikroburin Technik|| 9,69|| 8,02|| 13,30|| 5,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| XI Verschiedene||10,87||11,23||16,45||23,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''||'''100,00%'''|| '''100,01%'''|| '''100,00%'''|| '''100,01%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der mittleren steinzeitlichen Phase des Holozäns stammt der Fundplatz 1004/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstelle liegt völlig ungeschützt am Nordostrand der Playa „West“ und ist dem entsprechend stark erodiert. Das Gelände steigt sanft nach Osten an und der Playaboden, auf dem die Artefakte gestreut liegen, geht in Sandstein über. Die gesamte Fläche ist mit Flugsand und Verwitterungsschutt bedeckt. Von Osten nach Westen durchzieht eine breite, sandgefüllte Regenrinne den Fundplatz. In der Fortsetzung nach Westen ist der Playaboden von sehr rezentem Sediment bedeckt. Vegetationsreste kommen in diesem Bereich vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Norden nach Süden erstreckt sich die Fundstelle über 100 m, von Westen nach Osten über 50 m. Die Hauptkonzentrationen liegen auf zwei sehr flachen Playabuckeln. Eine Kulturschicht ist an der Oberfläche nicht mehr zu erkennen, könnte aber im östlichen Teil, welcher sandbedeckt ist, noch existieren. Eine Anhäufung von ca. 200 perforierten Straußeneischeiben, welche gerundet aber noch nicht geschliffen sind, auf einer Fläche von   3 m², spricht für diese Annahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Keramikscherben, eine verziert, die andere unverziert, sind gefunden worden. Das Mahlwerkzeug besteht aus 12 Reibschalen und 43 Läufersteinen. An faunistischem Material sind Straußeneischalen zu nennen und neben den erwähnten ungeschliffenen Scheiben auch solche die völlig fertiggestellt sind. Knochen wurden nicht beobachtet. Schalen von Aspatharia rubens und Gehäuse von Cyprea moneta, der Kaurischnecke, sind vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 4''' 1004/83 Werkzeugfrequenz nach Tixier &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nr. Tixier&lt;br /&gt;
| Werkzeug Typen&lt;br /&gt;
| Anzahl&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| % der Gruppen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;10&amp;quot; | Kratzer&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| 1,11&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;10&amp;quot; |Gruppe I 7,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|2,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|0,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Bohrer&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,95&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Gruppe II 20,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|122&lt;br /&gt;
|19,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 18&lt;br /&gt;
| Stichel&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,95&lt;br /&gt;
| Gruppe III 0,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 54&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| 0,79&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Gruppe VI 1,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|55&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|63&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 73&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot; |Kerben&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 0,32&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot; |Gruppe VII 7,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|0,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|76&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|4,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|79&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 80&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Endretuschen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,16&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe VIII 0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|81&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 105&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Verschiedene&lt;br /&gt;
| 199&lt;br /&gt;
| 31,68&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Gruppe XI 62,26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|106&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|4,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|3,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|109&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|139&lt;br /&gt;
|22,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''628'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                   &lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der verschiedenen Pfeilspitzenformen nach H.J. Hugot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 139 unter Varia (Tixier 112) klassierten Artefakten waren 113 Pfeilspitzen (17,99 %).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Indiz 1 = A + B + E&lt;br /&gt;
Indiz 1 = 2 + 0 + 0&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| Dreieckspitzen und rhombische Spitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 2 = C&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| Blattspitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 3 = D&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| Stielspitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 4 = F + G + H&lt;br /&gt;
Indiz 4 = 0 + 0 + 80&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 80&lt;br /&gt;
|| Kantenretuschierte Spitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''='''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familie I (1 Stück) wird nicht berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 1||=|| 1,78 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz 2||=||21,43 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz 3||=||5,36 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz 4||=||71,43 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verbleibenden 26 Varia machen 4,14 % des Gesamtinventars aus. Eine erste Großspitze vom Typ A2 wurde gefunden. Ebenfalls treten erste, recht primitive side- blow- flakes in geringen Menge auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngste der drei vorgestellten Fundplätze und zugleich der jüngste bisher in Abu Tartur datierte Platz ist 1005/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen liegt am Nordrand eines ausgedehnten Playabeckens, der Playa West, und ist um einen Inselberg aus nubischem Sandstein, der aus dem Holozänsediment herausragt, angeordnet. Westlich und östlich schließt sich eine Sandsteinebene an, die leicht mit Verwitterungsprodukten der Nubiaschichten bedeckt ist. Sie geht nach Süden in ein schluffiges Playagebiet über. Die nördliche Begrenzung bildet ein Sandsteinhügel, weiter im Norden wird eine Geländestufe beobachtet, welche bis zum Niveau 220 m ansteigt. Der Fundplatz hat in Nordsüdrichtung eine Länge von 135 m, die Breite von Westen nach Osten beträgt 75 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nördlichste Teil des Fundplatzes, durch den Hügel vor Nordwind geschützt, ist relativ intakt, hier befinden sich auch die gut erhaltenen Feuerstellen. Südlich, im Windschatten des Inselbergs, hat sich ebenfalls eine Kulturschicht erhalten. An der östlichen und westlichen Flanke ist das Playasediment stark ausgeblasen, die hier vorgefundenen Artefakte sind zweifelsohne transportiert und nach Korngrößen gesichtet worden. Unter dem östlich gelegenen Felsüberhang und rund um den Inselberg, auch auf ihm, werden z.T. ungewöhnliche Felsgravierungen gefunden. Es wurden insgesamt 31 Feuerstellen gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mahlwerkzeug besteht aus 40 Läufersteinen und 16 Reibschalen, außerdem gibt es beträchtliche Menge von Bruchstücken, die Mahlsteinen zugeordnet werden können '''Abb. 2'''.  Die reichlich vorhandene Keramik besteht aus unverzierten Scherben von großen, rundbödigen Gefäßen. Die Farbe der Keramik ist außen rotbraun, teilweise mit schwarzen Flecken, und innen, im Kern, dunkelgrau. In der Töpfermasse befinden sich außer Sand- und Schiefertonmagerung auch organische Bestandteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:1005_83_Lageskizze.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 2: Lageskizze Abu Tartur, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Knochen und Straußeneischalen kommen einerseits Straußeneiperlen in allen Stadien der Herstellung vor andererseits aber auch der Zerstörung durch Deflation. An Gastropoden und Bivalven sind zu nennen Bulinus truncatus, Lymnaea natalensis und Aspatharia rubens.&lt;br /&gt;
Roter und gelber Ocker sowie Malachit als Imprägnationsmaterial im Sandstein gehören ebenfalls zum Fundgut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 5''' 1005/83 Werkzeugfrequenz nach Tixier &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nr. Tixier&lt;br /&gt;
| Werkzeug Typen&lt;br /&gt;
| Anzahl&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| % der Gruppen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Kratzer&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,67&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Gruppe I 3,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|0,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|1,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Bohrer&lt;br /&gt;
| 10&lt;br /&gt;
| 1,11&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe II 4,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|32&lt;br /&gt;
|3,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;9&amp;quot; |Stichel&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 0,33&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;9&amp;quot; |Gruppe III 2,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|19&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|0,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|0,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|28&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 56&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 0,33&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Gruppe VI 0,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|69&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 74&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; |Kerben&lt;br /&gt;
| 18&lt;br /&gt;
| 2,01&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; |Gruppe VII 9,59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|79&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|3,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 80&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Endretuschen&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,67&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe VIII 0,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|81&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 82&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,11&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe IX 0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|88&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 102&lt;br /&gt;
| Microburins&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 0,22&lt;br /&gt;
| Gruppe X 0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 104&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Verschiedene&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 0,33&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Gruppe XI 77,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|105&lt;br /&gt;
|133&lt;br /&gt;
|14,83&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|106&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|1,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|546&lt;br /&gt;
|60,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''897'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz I = A + B + E&lt;br /&gt;
*Indiz I = 16 + 2 + 1      =   19&lt;br /&gt;
*Indiz II = C                  = 223&lt;br /&gt;
*Indiz III = D                 =  73&lt;br /&gt;
*Indiz IV = F + G + H&lt;br /&gt;
*Indiz IV = 0 + 3 + 56   =  59&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz I||=|| 5,08 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz II||=||59,63 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz III||=||19,52 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz IV||=||15,77 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||'''Total||=||100,00 %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den jüngeren Fundstellen wie diesem, welcher am Ende der steinzeitlichen Hauptbesiedlungsphase liegt, kann die statistische Auswertung nach Tixier nur einen Teil der Werkzeuge erfassen. Im Fall von 1005/83 fallen fast 61 % der Werkzeuge unter Varia (Tix. 112). Gut 43 % davon entfallen auf die nach Hugot klassierten Pfeilspitzen, für die restlichen, häufig flächenretuschierten Stücke, die fast 17 % ausmachen, ist ein einfaches System, welches sich erweitern und verfeinern lässt, erstellt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der verschiedenen Pfeilspitzenfamilien nach H.J. Hugot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 546 unter Varia klassierten Artefakten waren 386 Pfeilspitzen. Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Familien und Indizes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familie I (12 Stücke) wird nicht berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 6'''. Die Gruppen oder Typen der Bewehrungen von 1005/83 stellen sich wie folgt dar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 1 ||8||C 6 ||29||D 6 ||1||D 26 ||1||D 46 ||1||H 7 ||11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2 ||7||C 7 ||1||D 7 ||7||D 28 ||7||E 2 ||1||H 8 ||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18 ||1||C 9 ||1||D 11 ||5||D 29 ||1||G 1 ||3||H 12 ||10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1 ||2||C 10 ||1||D 12 ||4||D 37 ||1||H 1 ||14||H 13 ||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1 ||78||C 11 ||8||D 14 ||1||D 38 ||1||H 2 ||1||I 3 ||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2 ||16||D 1 ||8||D 18 ||5||D 39 ||1||H 3 ||1||I 4 ||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3 ||85||D 2 ||5||D 19 ||3||D 40 ||1||H 4 ||1||I 5 ||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4 ||4||D 3 ||8||D 21 ||11||D 41 ||1||H 5 ||12||I 8 ||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klassifizierung erfolgte nach der “Pfeilspitzentypologie der Sahara” einer Weiterführung des “Essai sur les armatures de pointes de flèches du Sahara“ von H.J. Hugot, welche auf Funden aus Algerien basiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pfeilspitzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus den Inventarlisten ersichtlich, haben Pfeilspitzen auf den Fundstellen von Abu Tartur einen hohen Stellenwert. Aber nicht nur die Menge stellt eine Besonderheit dar sondern auch der Formenreichtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Gesamtsahara wurde eine Pfeilspitzentypologie nach dem System H.J. Hugot erarbeitet, welche 188 verschiedene Formen beinhaltet. Eingeflossen sind Bewehrungen aus den Wüstengebieten Ägyptens, Sudans, Libyens, Tschads, Tunesiens, Algeriens, Nigers, Malis, Mauretaniens, Westsaharas und Marokkos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur allein kommt auf 106 Typen, eine Variationsbreite, die sich einerseits aus der zeitlichen Tiefe der Fundstellen erklären lässt aber andererseits auch einen regen kulturellen Austausch mit auswärtigen Gruppen nahe legt. Dieser muss nicht immer friedlich verlaufen sein wie schon die Anzahl der Großspitzen suggeriert. Diese sind für die kurze Distanz konzipiert und somit als Kriegswaffe besonders geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Vergleich wurden von Hugot für die algerische Sahara 97 Gruppen oder Typen gezählt und die riesigen Fundstellen von Aoulef und Fort Flatters erreichen 89 bzw. 75 verschiedene Pfeilspitzenformen. Für Ouargla werden 13 Typen und für den Erg Iguidi 39 angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfeilspitzenauswahl.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 3: Pfeilspitzentypen Abu Tarturs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abb. 3''' zeigt eine kleine Auswahl von Pfeilspitzentypen Abu Tarturs. Die chronologische Abfolge und die mengenmäßige, geographische Verteilung von Pfeilspitzen im Sahararaum ist in dem Aufsatz „Steinzeitliche Pfeilspitzen aus der Wüste, ein Vergleich ägyptischer Bewehrungen mit solchen der Gesamtsahara“ dargestellt worden (Siehe auch: Pfeilspitzen allgemein).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzentypologie-Übersicht wird unter der Rubrik: [[Pfeilspitzen allgemein]] ('''= Pfeilspitzentypologie''') vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Großspitzen von Abu Tartur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schweren Dreiecksspitzen mit zentraler Basiskehle dürften nach den heute bekannten und datierten Funden in Abu Tartur entwickelt worden sein. Von hier aus gelangten sie, so kann postuliert werden, mit geringer Zeitverschiebung zunächst ins Fayum und dann nach Merimde. Im Fayum entwickelte sich aus den unregelmäßigen und zum Teil noch primitiv anmutenden Pfeilspitzen Abu Tarturs vor allem die elegante A25- Spitze mit nach innen gezogenen Schwingen und tiefen, breiten Kehlen. Dieser Typ verbindet die Wirkung eines breiten Geschosses mit entsprechendem Schusskanal mit einer Gewichtsreduzierung, welche mit einer tiefen und breiten Kehle zusammenhängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bevorzugten Typen in Merimde sind A2, A25, A27 und A28. Im Unterschied zu Abu Tartur sind hier die Pfeilspitzen gleichmäßiger gearbeitet, die älteren Abu Tartur Spitzen sind dagegen variantenreicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0289_5_AbuTarturGrossspitzen.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen von Abu Tartur, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0020_P23_AbuTarturGrossspitzen.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen von Abu Tartur, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Abu Tartur auftretenden großen Stielspitzen sind im Fayum bis auf ein Exemplar nicht gefunden worden. Einige wenige Stücke sind in Abu Gerara (Riemer), Djara (Kindermann), Eastpans (Gehlen) und in Merimde (Junker) beobachtet worden. Drei große dreieckige stammen aus Dakhla (Mc Donald), vier weitere aus Kiseiba- Nabta (F. Wendorf). Hinzu kommen noch elf Bewehrungen, welche von Caton- Thompson in Kharga gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Bedeutung dürfte den großen, dreieckigen Pfeilspitzen der Gruppen A2, A13, A18, A19, A26, A27, A28, A29, A30 und A32 zukommen, den Stielspitzen der Typen D3, D4, D14 und D15, sowie den Blattspitzen der Gruppen C1, C2 und C3. Großspitzen anderer Familien und Gruppen sind sehr selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Großspitzen, ob dreieckig, gestielt oder blattförmig sind lediglich Bewehrungen mit mindestens 40mm Länge und 20mm Breite bewertet worden. &lt;br /&gt;
Die Gewichte der Mehrzahl der Großspitzen liegen durchaus in einem Bereich, der keine ballistischen Probleme erkennen lässt. Die sehr gewichtigen Bewehrungen über 10g sind nur in geringen Mengen vertreten. Bei den Dreiecksspitzen mit zentraler Kehle sind es fünf  Stücke, bei den Stielspitzen ebenfalls fünf Stücke und bei den Blattspitzen sieben Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage ob Pfeile, die mit diesen überschweren Spitzen bestückt sind, noch verschossenen werden können, ist falsch gestellt. Sie müsste lauten : „Unter welchen Umständen lassen sich diese Bewehrungen noch erfolgreich verwenden“. Zur Beantwortung der Frage ist ein Versuch gestartet worden. Als Resultat des Experiments kann festgehalten werden, dass auf einer Distanz von bis zu 15m ein Bogen mit 12kg Spannkraft mit überschweren Bewehrungen ausgestattete Pfeile wirksam verschießen kann. Die Durchschlagskraft, die ich sehr hoch einschätze, könnte durch Messungen der Eindringtiefe in verschiedene geeignete Materialien quantifiziert werden. Verteilung der Pfeilspitzen auf verschiedene Gewichtsklassen zeigt '''Tabelle 8'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 8'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Dreieckspitzen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Stielspitzen D u. I'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Blattspitzen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Merimde'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gewicht (g)|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0 – 5,9|| 28|| 56,0|| 30|| 62,5|| 6|| 31,6|| 10|| 58,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6 – 7,9||13||26,0||11||22,9||3||15,8||3||17,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8 – 9,9||4||8,0||2||4,2||3||15,8||3||17,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&amp;gt;10||5||10,0||5||10,4||7||36,8||1||5,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Total|| 50|| 100,00|| 48|| 100,00|| 19|| 100,00|| 17|| 99,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der Gewichtsklassen zwischen den Abu Tartur Dreieck- und Stielspitzen zeigt eine sehr ähnliche Verteilung, 56,0 % bis 65,5 % fallen in die Gruppe mit einem Gewicht von unter 6g, bei den sehr schweren Bewehrungen über 10g sind die Resultate 10,0 % bzw. 10,4 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die großen Blattspitzen wurden die gleichen Kriterien angelegt wie an Dreieck- und Stielspitzen, d.h. die minimale Länge beträgt 40mm und die minimale Breite 20mm. Da 20mm breite Blattspitzen der Gruppen C1 und C3 sehr lang sein müssen, sind sie auch vergleichsweise schwer. Die schweren Blattspitzen konnten auch als Bewehrungen von Stichwaffen Verwendung gefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das durchschnittliche Gewicht sämtlicher gewogener Großspitzen beträgt für die Familie A 6,38g, für die Familie D 5,85g und für die Familie I 6,17g. Das Durchschnittsgewicht für die Familie C beträgt 8,49g, bezogen auf eine geringe Anzahl (15 Stücke) von kleinen C Spitzen. Bei 48 gewogenen C Spitzen erhöht sich das Durchschnittsgewicht auf 9,65g. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden die Blattspitzen nicht einbezogen, so kann für den Raum Abu Tartur – Kharga von 146 Großspitzen ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Caton- Thompson brachte das Fayum 268 Dreiecksspitzen hervor, davon können ca. 200 als Großspitzen bezeichnet werden. Nach Eiwanger kommen in Merimde – benisalam 61 dreieckige Großspitzen und eine große gestielte Pfeilspitze neben kleineren Stielspitzen und Querschneidern vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Vergleich wiegen die zur Verfügung stehenden, modernen Sportpfeile 21 – 22g wobei 5 – 6g auf die Stahlspitze entfallen. Selbst Pfeile des jungsteinzeitlichen Jägers waren mit leichteren Spitzen ausgerüstet, lediglich die steinernen Großspitzen überschreiten im Mittel nur leicht die heute üblichen Gewichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur 30 % der in Abu Tartur vermessenen gekehlten, dreieckigen Großspitzen, also Bewehrungen mit einer Mindesthöhe von 40mm und einer Mindestbreite von 20mm und 35 % der von J. Eiwanger gewogenen Pfeilspitzen überschreiten die 6,6g, die, wie Korfmann postuliert, als Grenzwert angesehen werden sollten.&lt;br /&gt;
Durch Reduzierung von Höhe und Breite wäre es ein Leichtes gewesen, das Spitzengewicht den heutigen Theorien und Erkenntnissen anzupassen. So wiegen kleine, zentral gekehlte Dreiecksspitzen aus der Zentralsahara ca. 1g.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schwere Drittel der Großspitzen mit Gewichten über 6,6g konnte offensichtlich ebenfalls verschossen werden, wie es auch das weiter oben erwähnte Experiment belegt. Eine Gruppe, welche Pfeil und Bogen kennt, würde nicht mehr zur Speerschleuder greifen, da diese das Geschoss weniger präzise ins Ziel bringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgerüstet mit technologischen Kenntnissen würde diese Gruppe auch keinen Speer ohne Hilfsmittel von Hand auf ein Fernziel werfen. Dagegen gehörten Spieße und Lanzen, also Stichwaffen, möglicherweise zum Arsenal, entsprechend geeignete Bewehrungen in Blattform liegen in großer Mengen vor. Die überschweren Pfeilspitzen wären hierfür, schon bedingt durch ihre Widerhaken aber auch durch die mangelnde Masse nicht geeignet gewesen.&lt;br /&gt;
Interessant in diesem Zusammenhang ist eine Veröffentlichung Junkmanns. Er berichtet unter anderem über Weitschussversuche mit 30g schweren Pfeilen, die verschossen von Eibenbögen mit 18 kg bzw. 28 kg Zuggewicht, 108m im ersten Fall und 120m im zweiten Fall flogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kapitel „die Leistungsfähigkeit“ wird die Aufprallenergie eines 35g schweren Pfeils bei einer Geschwindigkeit von 160 km/h mit 35 Joule angegeben, die Angaben passen zu einem jungsteinzeitlichem Bogen vom Typ Robenhausen, Eibe, 1,59m Länge mit 25 kg Zuggewicht. Verglichen mit der Aufprallenergie von mit Feuerwaffen verschossenen Kugeln erscheinen 35 Joule für einen Pfeil sehr bescheiden zu sein. Durch die scharfe, schneidende Ausbildung der Pfeilspitzenränder wird dieser Mangel teilweise kompensiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Logischerweise ist die Eindringtiefe einer schlanken Spitze größer als die einer breiten, letztere hinterlässt jedoch einen breiteren Schusskanal, dieses könnte besonders beim Kampf von Vorteil sein, da eine klaffende, stark blutende Wunde einen Schock auslösen kann. Mit nicht weiter spezifizierten Dreieckspitzen sind auf einer Entfernung von 10m und mit einem Bogen von 16 kg Zugkraft Eindringtiefen in simulierten Tierkörpern von über 70 cm gemessen worden.&lt;br /&gt;
Weitere Versuche belegen, dass die Eindringtiefe von querschneidigen und zugespitzten Bewehrungen bei gleicher Breite ungefähr gleich ist und dass gezähnte Pfeilspitzen tiefer eindringen als glattrandige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eiwanger vermutet, die Großspitzen aus Merinde seien im Deltadickicht für die Jagd auf Großtiere verwendet worden. Das kann nicht ausgeschlossen werden, birgt aber ein enormes Risiko für den Jäger, da eine breite Pfeilspitze wenig geeignet erscheint die dicke, extrem widerstandsfähige Haut z.B. eines Nilpferds zu durchdringen und die vitalen Organe in dem massigen Körper zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein auf kurzer Distanz nicht tödlich verwundetes Hippopotamus macht aus dem Jäger schnell einen Gejagten und das Flusspferd läuft wesentlich schneller als der Mensch.&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon angedeutet halte ich die Großspitzen idealerweise geeignet für den Kampf zwischen verfeindeten Gruppen oder für Auseinandersetzungen Mann gegen Mann.&lt;br /&gt;
Die folgenden Zeichnungen prähistorischer Felskunst belegen diese Verwendung in eindrucksvoller Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die großen Blattspitzen und einige problematische Bewehrungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichnungen von Pfeilspitzen der Familie A, D und I sind im Kapitel: „Pfeilspitzen allgemein, Steinzeitliche Pfeilspitzen aus der Wüste“ zu finden.&lt;br /&gt;
Die großen Blattspitzen deren Zahl in den mir zur Verfügung stehenden Sammlungen bei rund 70 Exemplaren liegt, werden hier anhand von 37 Artefakten vorgestellt. Außerdem sind einige kuriose und in Abu Tartur seltene Stücke gezeichnet und beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der im Raum Abu Tartur gefundenen Großspitzen stellt sich wie folgt dar.&lt;br /&gt;
*Dreieckspitzen der Familie A&lt;br /&gt;
gekehlt 55, &lt;br /&gt;
*spitzflügelig 1, &lt;br /&gt;
*mit gerader Basis 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Total A 58&lt;br /&gt;
*Stielspitzen der Familie D &lt;br /&gt;
Total D 51&lt;br /&gt;
*Atypische Spitzen der Familie I&lt;br /&gt;
Total I 5&lt;br /&gt;
*Blattspitzen der Familie C&lt;br /&gt;
Total C &amp;gt;70&lt;br /&gt;
*Gesamtheit der Großspitzen &amp;gt;184&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Für den Großraum New Valley kann von 146 Exemplaren der Familien A, D und I ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grossspitzen_AbuTartur1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen Abu Tartur, Zeichnung Nr. 1 - 17&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1024/82'''   Länge = 56,0mm, Breite = 24,1mm, Dicke = 12,6mm, Gewicht = 14,0g.&lt;br /&gt;
*Es handelt sich hier um eine ungewöhnliche Pfeilspitze sowohl im Hinblick auf die Form als auf das Gewicht, welches vor allem auf die Dicke zurückzuführen ist. Auf Grund der konkaven Ausbildung des unteren, rechten Randes kann das Artefakt in die Gruppe I12 eingeordnet werden. Der Werkstoff besteht aus dunkel- karamellfarbenem Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1079/86'''   Länge = 51,1mm, Breite = 32,0mm, Dicke = 10,0mm, Gewicht = 15,0g.&lt;br /&gt;
*Dreieckspitze vom Typ A1 mit einem nahezu geradlinigem Rand und einem leicht konvem Rand. Hergestellt wurde die Spitze aus einem sehr hellen, beigefarbenem Hornstein. Die Basis kann als geradlinig bezeichnet werden. Die Spitze ist abgebrochen. Als A1- Spitze dieser Größe ist das Stück eine Ausnahme in Abu Tartur, im Fayum hingegen kommen große A1- Spitzen häufig vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1021/82'''   Länge = 48,3mm, Breite = 25,6mm, Dicke = 7,3mm, Gewicht = 7,1g.&lt;br /&gt;
*Diese Pfeilspitze vom Typ I10 besteht aus karamellfarbenem Feuerstein, wobei das distale Ende dunkler gefärbt ist als das proximale Teilstück. Während die rechte Seite der Schäftungszone, die für I10 charakteristische große Kerbe zeigt, sind auf der linken Seite lediglich winzige Kerben angebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1009/83'''   Länge = 70,2mm, Breite = 33,8mm, Dicke = 8,0mm, Gewicht = 15,4g.&lt;br /&gt;
*Die Pfeilspitze D42 ist wie folgt definiert: „schmale Stielspitze mit konvexen Rändern, der Stiel ist eingeschnürt und hat eine rundliche Knopfform“. Bis auf die Tatsache, dass dieses Artefakt nicht als schmal bezeichnet werden kann, trifft die Definition auf das Stück zu wenn auch der rechte Rand streng genommen nicht konvex verläuft sondern aus zwei geradlinigen Abschnitten besteht. Das ausgefallene Einzelstück kann dennoch unter D42 (breit) geführt werden. Die Farbe des Feuersteins ist von grauem Beige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 0010/83'''   Länge = 77,8mm, Breite = 20,2mm, Dicke = 7,5mm, Gewicht = 10,0g.&lt;br /&gt;
*Dieses ist eine merkwürdige Pfeilspitze. Sie hat die Silhouette einer C- Spitze mit gekappter Basis, einen zwar nicht deutlich aber immerhin abgesetzten Stiel wie bei D- Spitzen und eine gekerbte Basis, wie sie bei A- Spitzen vorkommt. Puristen würden wohl für eine Dreieckspitze votieren, andere vielleicht für D44, ich neige zu einer Blattspitze etwa in der Art von C12 aber mit leichter Kerbe. Auf jeden Fall handelt es sich hier um ein kurioses Einzelexemplar. Das Material ist dunkel- karamellfarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 1003/83'''   Länge = 78,5mm, Breite = 20,7mm, Dicke = 5,2mm, Gewicht = 10,9g.&lt;br /&gt;
*Die Pfeilspitze aus fast schwarzem Sandstein zeigt auf beiden Seiten deutliche Deflationsspuren. Sie kann unter C1 eingeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 1035/84'''   Länge = 54,9mm, Breite = 21,2mm, Dicke = 4,2mm, Gewicht = 3,7g.&lt;br /&gt;
*Wie auf  der Rückseite zu sehen, wurde diese D7- Spitze aus einer Thermoscherbe gefertigt. Der kleine Stiel, charakteristisch für diese Pfeilspitze, ist mit wenigen Schlägen herausgearbeitet worden. Der Werkstoff ist sehr heller beigefarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.) 1023/82'''   Länge = 53,1mm, Breite = 25,8mm, Dicke = 8,0mm, Gewicht = 8,6g.&lt;br /&gt;
*Diese Pfeilspitze kann man unter B3 ablegen obwohl eine Tendenz nach C4 erkennbar ist. Das Material ist ein karamellfarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9.) 1004/83'''   Länge = 49,2mm, Breite = 20,0mm, Dicke = 7,3mm, Gewicht = 6,1g.&lt;br /&gt;
*Mit einer Breite von lediglich 20,0mm ist diese C4- Spitze noch als Großspitze zu klassieren. Die Basis ist nicht perfekt gerundet, eine Tatsache welche die Einordnung als C4- Spitze aber nicht ausschließt. Die Spitze ist aus einem dunklen grau- braunem Hornstein gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.) 1023/82'''   Länge = 56,1mm, Breite = 20,0mm, Dicke = 6,0mm, Gewicht = 6,3g.&lt;br /&gt;
*Diese C3- Spitze tendiert leicht nach C1 ist aber nicht umkehrbar und erfüllt so die Kriterien einer C3. Die Pfeilspitze wurde aus hellem, karamellfarbenem Hornstein hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11.) 1017/82'''   Länge = 59,5mm, Breite = 25,1mm, Dicke = 6,9mm, Gewicht = 6,0g.&lt;br /&gt;
*Mit einem Verhältnis von Länge zu Breite von 0,42 ist diese Pfeilspitze noch als C1 anzusehen. Ab einem Koeffizienten von 0,5 beginnen die C2- Spitzen. Die Rückseite ist stark windüberformt, das Gestein ist karamellfarbener Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12.) 1005/83'''   Länge =  46,2mm, Breite = 27,5mm, Dicke = 5,3mm, Gewicht = 6,8g.&lt;br /&gt;
*Während der rechte Rand eher einer C4- Spitze zugeordnet werden kann, lässt der linke Rand eine Verwandtschaft mit den B- Spitzen erkennen. Die Retuschierung der Basis lässt auf eine spätere Bearbeitung einer größeren, abgebrochenen Spitze schließen. Das Artefakt ist aus Feuerstein mit rotbrauner Färbung hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13.) 1023/82'''   Länge = 41,8mm, Breite = 21,9mm, Dicke = 5,5mm, Gewicht = 3,8g.&lt;br /&gt;
*Mit knapp über 40mm Länge und knapp über 20mm Breite dürfte diese C- Spitze zu den kleinsten Großspitzen gehören. Lediglich die Ränder sind beidseitig mit flachen Retuschen versehen. Die Vorderseite ist geprägt von muldenartigen Abplatzungen, hervorgerufen durch hohe Temperaturschwankungen. Die Rückseite zeigt eine nur wenig bearbeitete Fläche cremefarbigen Feuersteins. Die Vorderseite ist dunkelbeige gefärbt. Auf Grund des Verhältnisses von Breite zu Länge, welche bei 0,52 liegt, wird das Artefakt als C2 klassiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''14.) 1023/82'''   Länge = 82,1mm, Breite = 28,2mm, Dicke = 7,0mm, Gewicht = 16,0g.&lt;br /&gt;
*Leicht asymmetrische große C1- Spitze aus dunkel karamellfarbenem Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''15.) 1051/85'''   Länge = 91,0mm, Breite = 22,1mm, Dicke = 6,8mm, Gewicht = 13,1g.&lt;br /&gt;
*Schlanke C1- Spitze aus hell karamellfarbenem Feuerstein (Koeff B/L = 0,24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''16.) 1051/85'''   Länge = 84,2mm, Breite = 30,1mm, Dicke = 5,9mm, Gewicht = 14,0g.&lt;br /&gt;
*Schön gearbeitete C1- Spitze aus hellem, karamellfarbenem Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''17.) 1024/82'''   Länge = 80,2mm, Breite = 28,3mm, Dicke = 7,5mm, Gewicht = 14,8g.&lt;br /&gt;
*Bedingt durch die Dicke gehört diese perfekt symmetrische C1- Spitze zu den schwereren Bewehrungen. Der Werkstoff ist wie bei Nr. 14 ein dunkel- karamellfarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grossspitzen_AbuTartur2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen Abu Tartur, Zeichnung Nr. 18 - 37&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''18.) 1024/82'''   Länge = 74,9mm, Breite = 27,6mm, Dicke = 11,3mm, Gewicht = 19,5g.&lt;br /&gt;
*Beidseitig flächenretuschierte Spitze des Typs C4 aus hellbeigefarbenem Hornstein. Das Artefakt verfügt über eine gut markierte Schäftungszone an seiner Basis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''19.) 1050/84'''   Länge = 78,0mm, Breite = 26,7mm, Dicke = 13,0mm, Gewicht = 24,0g.&lt;br /&gt;
*C1- Spitze aus schokoladenbraunem Hornstein. Die Rückseite ist nicht vollständig flächenretuschiert. Ein Steg in der Längsachse der Spitze sowie seine zwei Flanken sind unmodifiziert geblieben. Diese Tatsache bedingt das hohe Gewicht des Artefakts. Es ist davon auszugehen, dass die Bearbeitung nicht abgeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''20.) 1023/82'''   Länge = 86,6mm, Breite = 23,5mm, Dicke = 7,4mm, Gewicht = 15,8g.&lt;br /&gt;
*Karamellfarbene C3- Spitze, das untere Ende, welches auch die Schäftungszone bildete, ist abgebrochen. Im Gegensatz zu den meisten C3- Spitzen ist hier die breitere Partie die aktive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''21.) 1005/83'''   Länge =  76,1mm, Breite = 22,5mm, Dicke = 8,2mm, Gewicht = 14,7g.&lt;br /&gt;
*Leicht windüberformte C3- Spitze aus grauem Hornstein. Im Gegensatz zu der Nr. 20 dieser Seite war hier, wie in den meisten Fällen, der Pfeilschaft am breiten Ende der Spitze angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''22.) 1005/83'''   Länge = 74,6mm, Breite = 31,0mm, Dicke = 6,5mm, Gewicht = 14,6g.&lt;br /&gt;
*Vorder- und Rückseite dieses Artefakts sind nur teilflächig, vor allem an der Spitze und den Rändern, retuschiert. Hergestellt wurde die C4- Spitze aus einem plattigen, karamellfarbenen Hornstein. Die Vorderseite zeigt teilweise die natürliche Oberfläche dieser Platte, die Rückseite zeigt eine Spaltfläche und die Vertiefung einer abgeplatzten Thermoscherbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''23.) 1046/84'''   Länge =  53,4mm, Breite = 25,3mm, Dicke = 7,9mm, Gewicht = 11,2g.&lt;br /&gt;
*C3- Spitze groben Flächenretuschen. Der Werkstoff ist der helle, karamellfarbene Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''24.) 1023/82'''   Länge = 58,6mm, Breite = 24,0mm, Dicke = 6,1mm, Gewicht = 8,1g.&lt;br /&gt;
*C1- Spitze aus dunkel, karamellfarbenem Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''25.) 1004/83'''   Länge = 49,4mm, Breite = 25,2mm, Dicke = 5,2mm, Gewicht = 5,8g.&lt;br /&gt;
*Wie am Bulbus und den Schlagwellen auf der Rückseite erkennbar, wurde diese H4- Spitze aus einer breiten Klinge bzw. aus einem schmalen Abschlag hergestellt. Sie ist auf der Vorderseite rundum durch Randretuschen bearbeitet, auf der Rückseite lediglich am rechten Rand vom medialen bis zum distalen Bereich. Das Material ist ein grau- brauner Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''26.) 1045/84'''   Länge = 65,1mm, Breite = 31,2mm, Dicke = 7,0mm, Gewicht = 14,0g.&lt;br /&gt;
*Aus plattigem, karamellfarbenem Hornstein wurde diese große C4- Spitze gefertigt. Bis auf einen schmalen Kortexstreifen ist das Artefakt auf der Vorderseite gänzlich durch flache Retuschen bearbeitet. Die Rückseite weist nur eine inkomplette Bearbeitung durch invasive Retuschen auf, ansonsten ist sie durch unbearbeitete Spaltflächen gekennzeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''27.) 1005/83'''   Länge = 74,0mm, Breite = 26,0mm, Dicke = 6,4mm, Gewicht = 13,5g.&lt;br /&gt;
*Grob randretuschierte H4- Spitze aus hellbeigefarbenem Hornstein. Die Stege auf der Vorderseite lassen auf Abplatzungen von Thermoscherben schließen. Die Rückseite ist durch Spaltflächen und einigen Korrekturretuschen gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''28.) 1017/82'''   Länge = 58,2mm, Breite = 25,9mm, Dicke = 7,1mm, Gewicht = 9,5g (B/L = 0,45).&lt;br /&gt;
*C1- Spitze mit leichter Tendenz zur Stielspitze. Das beidseitig vollflächig retuschierte Artefakt ist aus karamellfarbenem Hornstein gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''29.) 1023/82'''   Länge = 50,1mm, Breite = 24,3mm, Dicke = 5,4mm, Gewicht = 7,2g.&lt;br /&gt;
*Bei einem Koeffizienten B/L = 0,49 zählt diese Spitze noch zum Typus C1. Das Artefakt ist auf der Vorderseite bis auf einen schmalen Streifen von unbearbeiteter Spaltfläche flächig  retuschiert. Die Rückseite weist mit Ausnahme der Schäftungszone, welche zwei kleinere Retuschen aufweist, keinerlei Modifikationen auf und besteht aus einer Spaltfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''30.) 1017/82'''   Länge = 59,0mm, Breite = 29,0mm, Dicke = 6,0mm, Gewicht = 8,5g.&lt;br /&gt;
*H1- Spitze mit Randretuschen, die auf der Vorderseite den gesamten Rand betreffen, auf der Rückseite aber nur den rechten Rand. Die Farbe der Oberfläche auf beiden Seiten ist durch lange Patinierung von einem hellen Beige. Die ursprüngliche Farbe des Hornsteins ist wie an den frischeren Retuschen erkennbar schokoladenbraun. Wie auch die stark gewölbte Rückseite zeigt, ist die Spitze aus einer Thermoscheibe hergestellt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''31.) 1023/82'''   Länge = 56,1mm, Breite = 21,6mm, Dicke = 5,7mm, Gewicht = 5,8g.&lt;br /&gt;
*Klassische C3-Spitze aus karamellfarbenem Hornstein, beidseitig flächenretuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''32.) 1025/82'''   Länge = 40,9mm, Breite = 20,8mm, Dicke = 6,3mm, Gewicht = 3,9g.&lt;br /&gt;
*Aus plattigem, braunem Hornstein gefertigte C3- Spitze. Sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite sind auf der Längsachse jeweils Teile der Spaltflächen stehen geblieben. Die invasiven Randretuschen betreffen auf beiden Seiten den gesamten Umfang des Artefakts vor allem jedoch die Spitze und den Schäftungsbereich. Das Objekt ist eine der kleinsten Großspitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''33.) 1024/82'''   Länge = 46,2mm, Breite = 22,7mm, Dicke = 4,8mm, Gewicht = 6,0g.&lt;br /&gt;
*Etwas unregelmäßig gearbeitete C3- Spitze mit flächenretuschierter Vorderseite und teilflächig retuschierter Rückseite. Die Spitze ist aus hellbeigem Hornstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''34.) 1017/82'''   Länge = 47,4mm, Breite = 20,5mm, Dicke = 6,4mm, Gewicht = 4,6g.&lt;br /&gt;
*Die Vorderseite dieser C1- Spitze ist vollständig flächenretuschiert. Auf der Rückseite betreffen die Retuschen hauptsächlich die beiden Enden. Der Werkstoff ist hellbeiger Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''35.) 1023/82'''   Länge = 47,8mm, Breite = 32,3mm, Dicke = 9,0mm, Gewicht = 12,2g.&lt;br /&gt;
*Sehr breite C4- Spitze aus braunem Hornstein. Im zentralen Bereich der Vorderseite ist eine große Kortexfläche unbearbeitet geblieben ebenso auf der Rückseite. Dieser Fakt unterstreicht die geringe Dicke des plattigen Grundmaterials. Die flachen Retuschen sind auf die Ränder beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''36.) 1005/83'''   Länge = 42,5mm, Breite = 24,2mm, Dicke = 9,7mm, Gewicht = 8,1g.&lt;br /&gt;
*Mit einem Koeffizienten B/L = 0,57 gehört diese Spitze zum Typ C2. Sie ist auf der Vorderseite bis auf eine kleine mediale Spaltfläche, flächig retuschiert. Die Rückseite weist nur geringe Modifikationen auf und zeigt neben einen zentralen Steg zwei Spaltflächen. Das Gesteinsmaterial ist karamellfarbener Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''37.) 1004/83'''   Länge = 44,5mm, Breite = 23,8mm, Dicke = 6,6mm, Gewicht = 6,8g.&lt;br /&gt;
*Die C2- Spitze mit einem Koeffizienten B/L = 0,53 ist aus grauem Hornstein gearbeitet. Beide Seiten weisen im Zentrum Kortex auf. Auf der Vorderseite sind außerdem zwei Thermoabplatzungen zu erkennen. Die Ränder sind durch flache Retuschen bearbeitet, wobei vor allem die aktive Spitze berücksichtigt worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Prähistorische Felsbilder'''&lt;br /&gt;
*In der Halbdistanz kämpfende Bogenschützen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''I'''   Das Bild stammt aus Rust in der Kapprovinz Südafrikas. Zwei Männer aus der Gruppe scheinen sich zur Flucht zu wenden (Aus E. Anati Höhlenmalerei 2002 S. 403, ursprünglich aus J.D. Lewis- Williams, 1983 S. 35).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Felsbilder_Kampf_1.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kampfszene auf Felsbild&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder II bis VII sind aus dem „Handbuch der Vorgeschichte, Band II Jungsteinzeit 1968“ von H. Müller- Karpe abgezeichnet worden.&lt;br /&gt;
Die Felsbilder mit Ausnahme von II und VII wurden ursprünglich von H. Rothert, L. Frobenius, H. Obermeier und H. Lothe vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Felsbilder_Kampf_2.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kampfszenen auf Felsbildern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''II'''   Das Bild aus der Gasulla Schlucht in Spanien zeigt zwei größere Gruppen in kämpferischer Auseinandersetzung. Einige Schützen halten Reservepfeile in der Bogenhand. Ein Mann der linken Gruppe scheint verletzt zu sein, er wirft die Arme hoch, die Beine verbleiben allerdings in der gestreckten Laufstellung ( nach E. Ripoli und H. Breuil).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''III'''   In der Südwest- Ecke Ägyptens, im Wadi Sora, wurde diese Kampfszene entdeckt. Es existiert, ebenfalls im Wadi Sora, eine identische Zeichnung aber mit dem Unterschied, dass im hier nicht abgebildeten Vordergrund weibliche Zuschauer, ein Kind und Rinder gezeichnet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''IV'''   Das Bild wurde in Karkur Talh auf ägyptischer Seite des Dreiländerecks Libyen, Sudan, Ägypten im Quenat Gebirge entdeckt.&lt;br /&gt;
Zwei größere Gruppen bekämpfen sich aus kurzer Distanz mit Pfeil und Bogen. Der Grund des Streits scheint ein Rind zu sein, welches hinter der linken Gruppe steht. Im Gegensatz zu anderen Kampfszenen tragen die Schützen Köcher für ihre Reservepfeile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''V'''   Im gleichen Gebirgsmassiv, dem Quenat oder Auenat, wie andere schreiben, befindet sich Bild Nr. V aber diesesmal auf  libyschem Gebiet in Ain Dua. Rinder scheinen auch hier Objekt des Streits zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''VI'''   Aus dem Tassiligebirge in Algerien, genauer aus Tin Tazarift stammt diese Kampfszene, ähnliche Bilder sind auch aus Sefar bekannt.&lt;br /&gt;
Eine Gestalt der rechten Gruppe ist mit einem beilartigen Gerät bewaffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''VII'''   Das sehr dynamisch gestaltete Bild zeigt acht Bogenschützen, die sich im Nahkampf befinden. Es stammt von Morella la Vella in Spanien (nach E. Hernandez- Pacheco, M. Almagro, E. Ripoli Perelló, H. Breuil und J. Cabré).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend werden Kampfszenen mit Pfeil und Bogen von Spanien über Libyen, Ägypten und Algerien bis Südafrika in ähnlicher Weise dargestellt. Die Halbdistanz oder der Nahkampf scheinen die gängigen und stark verbreiteten Fechtweisen zur Zeit der frühen Rinderhaltung gewesen zu sein. &lt;br /&gt;
Es ist das Einsatzfeld für schwere, große Pfeilspitzen. Ballistische Probleme, die häufig erwähnt werden, können bei den extrem kurzen Flugbahnen der Pfeile ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
Natürlich ist es auch möglich diese Kämpfe mit leichten Pfeilspitzen auszutragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Felskunst - Zeichnungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;HTML5video width=&amp;quot;520&amp;quot; height=&amp;quot;320&amp;quot; autoplay=&amp;quot;false&amp;quot; loop=&amp;quot;true&amp;quot;&amp;gt;kulturen_im_sand&amp;lt;/HTML5video&amp;gt;&lt;br /&gt;
Quelle: Bayerischer Rundfunk, 1983&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felsbilder wurden im Raum Abu Tartur lediglich im Fundkomplex „West“ entdeckt, dort aber in bedeutender Anzahl und von großer Diversität. Es kommen nur Gravierungen vor, Malerei hat entweder nicht existiert oder ist der Erosion zum Opfer gefallen. Farbstoffe wie sie zur Herstellung von Felsbildern üblicherweise benutzt worden sind, Gips und Kalk für weiß, Kohle, Ruß und bituminöser Schiefer für schwarz, gelber und roter Ocker und selbst Malachit und Glaukonitschiefer für Grüntöne waren und sind noch vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Graviertechniken sind vielseitig, es finden sich gepickte Bilder, schmal geritzte, breit gekerbte, flächig ausgeschabte und polierte, sowie aneinander gereihte Bohrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso variantenreich sind die Motive, welche vom Elefanten über Giraffen und Rindern zu Kamelen, wie man die Dromedare in der Sahara nennt, und Piktogrammen und Symbolen reichen. Die Erschaffer der Darstellungen haben uns keinerlei Kommentare hinterlassen, keiner der frühen Künstler erklärt warum er dieses oder jenes graviert hat, ob Magie oder Kult dahinter steht, ob es Kunst um der Kunst willen ist oder ob er einfach Langeweile hatte und eine Beschäftigung gesucht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emanuel Anati, der Verfasser des Buches „Felskunst im Negev und auf Sinai“ fragte einen Beduinen, der damit beschäftigt war eine Felsgravierung herzustellen, nach dem Grund seines Tuns und erhielt folgende Antwort : „Es gibt hier Hirten, die Flöte spielen, und es gibt Hirten, die Felszeichnungen machen“.&lt;br /&gt;
Im Niger übersetzte auf Wunsch des Verfassers ein Targi eine Tifinarinschrift, die neben anderen Felsgravierungen, vor allem Kamelen, an einer steilen Klippe zu sehen war, wie  folgt : „Ich, Goumour, sitze hier und sehe wie die Sonne untergeht“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Zeichen bedeuteten z.B. : Ali liebt Fatima“. Dreierlei ist notwendig, um die Voraussetzung zu schaffen, malen oder gravieren zu können, eine glatte Fläche aus solidem Material gleich welcher Neigung, Malfarben oder Gravierwerkzeuge und Zeit. Es liegt in der Natur des Menschen glatte Flächen zu „verschönern“, die Spraykultur unserer Zeit ist nur ein Beispiel, Kerkerwände wurden während sämtlicher Epochen bekritzelt und das geschnitzte Herz mit den Initialen in der Buchenrinde wäre auch hier einzuordnen. Letzteres führt uns zur Thematik der Bilder. Dargestellt wird immer das, was für den ausführenden Künstler wichtig ist, was ihm am Herzen liegt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Es wäre nun falsch aus den vorhergegangenen Ausführungen zu schließen sämtliche Fels- und Höhlenbilder seien künstlerische Expressionen, die aus purem Zeitvertreib entstanden sind, wir wissen es nicht. Sicherlich gibt es auch andere Motive. Der wahre Sinn, so denn einer hinter den Bildern steckt, bleibt im Dunkel der Zeit verborgen und uns verschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele aus anderen Perioden, von anderen Orten und anderen Volksgruppen liefern zwar reichlich Stoff für hochinteressante Diskussionen aber sie liefern keine Lösung. Bis zu dem Tag, an dem unbestreitbares wissenschaftliches Beweismaterial vorliegt, ist es vielleicht klüger zu akzeptieren, dass die heutigen Kenntnisse nicht ausreichen, allgemein gültige Schlüsse betreffend der Bedeutung der Felsbilder und der Motivierung ihrer Hersteller zu ziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gravierungen sollen kurz vorgestellt werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 1''' Das Rind ist mit starken Strichen fast schon symbolhaft in eleganter Weise gestaltet. Die langen Hörner sind nach hinten geschwungen. Die Gravierung stellt eine reine Seitenansicht dar, so dass auch nur ein Horn zu sehen ist. Das ganze Bild strahlt Kraft aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_1_1005_83_Rind_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 1: Das Rind 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 2'''  wirkt weniger ästhetisch, der Kopf ist nach vorne gebeugt, die zwei langen Hörner, obwohl auch hier eine seitliche Darstellung vorliegt, nur leicht gebogen. Die Hufe sind durch Bohrungen angedeutet.&lt;br /&gt;
In Kopfnähe ist eine Gravierung angebracht, die als Pfahl und Strick interpretiert werden könnte, vielleicht auch als Viehhirte mit Stab oder Seil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_2_1005_83_Rind_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 2: Das Rind 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 3''' ist keine naturalistische Wiedergabe eher eine Karikatur. Es ist sehr lang gestreckt und in mehrere Felder eingeteilt. Der Kopf ist dem Betrachter zugewendet und mit zwei mittellangen geraden Hörner geziert. Der Hals besteht aus einem langschmalem Rechteck, das Mittelteil ebenfalls aus einem Rechteck aber mit einer unten abgerundeten Ausstülpung, welche die Vorderläufe des Rindes andeutet. Das Hinterteil ist unten in der gleichen Art wie die Vorderläufe abgerundet und endet oben in einem kurzen, gestrecktem Schwanz. Stirne, Hals, Rücken und Schwanz bilden eine horizontale Linie, wobei der Schwanz leicht aufwärts weist. Das „Rind“ kann natürlich auch ein anderes Hörner tragendes Tier, z.B. eine Ziege, sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_3_1005_83_Rind_3.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 3: Das Rind 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 4''' zeigt zwei anthropomorphe Gravierungen in der Art des „hemme de Mali“. Zwischen den beiden Gestalten sieht man einen Kreis mit zwei parallelen Kerben. Zwei weitere Kerbstriche sind in der Nähe des Unterarms des größeren der beiden Menschen angebracht. Da die Komposition ein Interesse der zwei Gestalten an dem runden Gegenstand suggeriert, könnte man das Bild ohne jede Ernsthaftigkeit „Das erste Fußballspiel“ nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_4_1005_83_Das_erste_Fussballspiel.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 4: „Das erste Fußballspiel“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 5''' besteht aus zwei, wahrscheinlich in verschiedenen Epochen entstandenen Darstellungen.&lt;br /&gt;
Erstens aus Fischen in Ritztechnik und zweitens aus aneinander gereihten Bohrungen, die in schwungvollen Linien die Sandsteinplatte überziehen. Die am weitesten unten angebrachten Bohrungen könnten eine Rundhütte darstellen, ähnlich den Mattenzelten der Air- Tuaregs im Zentrum der Republik Niger.&lt;br /&gt;
Die Fische sah der Künstler von oben. Ein Schwarm von sieben Tieren verschiedener Größe kurvt von unten rechts nach oben zur Mitte des Bildes hin, während zwei große Fische den oberen linken Bildrand zieren.&lt;br /&gt;
Allen Tieren ist gemeinsam ein runder Kopf, ein massiger Körper, der Schwanz und lange, paarig angeordnete Seitenflossen, zwei auf jeder Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_5_1005_83_aneinandergereihte_Bohrungen_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 5: „Aneinandergereihte Bohrungen“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fischgravierungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Müller-Kerpe stellt in seinem Handbuch der Vorgeschichte, Band II, Jungsteinzeit, unter anderem auf Tafel 23, Abb. 11, Fische in Draufsicht vor. Sie dürften aus der Nagadazeit stammen (zwischen 4.000 und 3.300 BC). Die Fischgravierungen von Abu Tartur sind hier in ähnlicher Art dargestellt (Bild 5, 5394±59 cal BC).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fischgravuren_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In späteren Zeiten wurden im Niltal Fische, aber auch Krokodile, in Seitenansicht gezeichnet, z.B. Abydos, Tafel 33, Abb. 19 und Sakkara, Tafel 39, Abb. 27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 6''' stellt einen nicht näher zu identifizierenden Vierbeiner dar. Auffallend ist die obere Fortsetzung des Kopfes, sind es Ohren oder wollte der Künstler Hörner gravieren? Rätsel gibt auch ein lang gestreckter Buckel oberhalb der Schulter auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_6_1005_83_großer_Vierbeiner.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 6: „Großer Vierbeiner“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 7''' ist noch änigmatischer als das vorherige, dennoch könnte man auch dieses als Vierbeiner interpretieren. Der massige Körper ist in vier Teile gegliedert, die Beine sind nur angedeutet. An Stelle des Kopfes erhebt sich ein rüsselartiges Gebilde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_7_1005_83_Großes_Tier_mit_Ruessel.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 7: „Großes Tier mit Rüssel“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 8''' besteht aus zwei nahezu quadratischen Grundrissen. Im inneren der Quadrate sind rechtwinklig zueinander verlaufende Linien gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_8_1005_83_Zwei_Rechtecke_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 8: „Zwei Rechtecke (Grundrisse?)“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 9''' gibt uns eine schriftliche Nachricht, dieser erste Eindruck drängt sich bei der Betrachtung auf. Dargestellt sind zwei menschliche Gestalten. Während die erste Gestalt klar definierbar ist, ist die äußere Gestalt sehr einfach durch drei Ritzungen, eine senkrechte und zwei schräge, angelegt und könnte etwas anderes bedeuten. Darüber ist ein waagerechter Strich angebracht, von den vier kleinere Striche, leicht gebogen aber nahezu rechtwinklig nach unten führen. Nach links schließt sich ein schön gezeichneter Fisch in Seitenansicht an. Außer der Kiemenspalte, drei Bauchflossen und drei Rückenstacheln hat der Künstler auch sein Wissen um die dem Auge verborgene Anatomie des Fisches eingebracht und die Gräten ebenfalls dargestellt. Nach links fortfahrend erscheint ein Bogen oder ein auf den Kopf gestelltes U, darunter eine einfache, senkrechte Kerbe, von deren oberem Ende eine kurze Kerbe schräg nach unten führt. Mehr als die Hälfte der Gesamtgravierung einnehmend, beschließt eine Sandale das Bild. Das Schuhwerk zeigt Details wie zwei Querriemen, zwei diagonal verlaufende Riemen sowie Bänder zur Befestigung. Die Zehen sind ebenfalls eingezeichnet. Der Arbeitsname des Fundplatzes 1006/83, östlich von 1005/83 gelegen, war „abri d’autruche“. Der Grund dafür war '''Bild 25''', eine wunderschöne Gravierung, die einen flügelschlagenden Strauß zeigt, ein balzendes Männchen vielleicht. Der Vogel ist mit wenigen gekonnten Linien dargestellt, das Federkleid mit feinen Querstrichen angedeutet. Auch für die Augen eines modernen Menschen stellt diese Gravierung ein Kunstwerk dar und ein hoch ästhetisches dazu. Von der B.O.S. Expedition der Universität zu Köln wurde eine Abklatschzeichnung des Bildes angefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_9_1005_83_Pictogramm.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 9: Pictogramm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_25_1006_83_Strauß.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 25: Strauß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 10'''   ist die Darstellung einer sich in rascher Flucht befindlichen langhörnigen Antilope. Eine tiefe Kerbe, die vom Kopf bis zum Schwanz reicht, bildet den Rücken des Tieres. Zwei weitere, leicht gebogene Kerben markieren die Hörner, vier Kerben die Läufe. Der Körper zwischen Rücken und Laufansatz ist flächig ausgeschabt, der Schwanz ist durch Ritzungen angedeutet. &lt;br /&gt;
Das Bild vermittelt recht eindrucksvoll den Vorgang der Bewegung. Eine weitere Antilope, im gleichen Stil graviert, befindet sich auf derselben Wand wie die hier abgebildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_10_1005_83_fluechtende_Antilope.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 10: Flüchtende Antilope &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 11'''   ist auf zwei unterschiedlich hohen Ebenen ausgeführt. Auf der unteren Fläche sind rechts eine V- förmige tiefe Kerbe, die beiden Schenkel durch eine Querkerbe verbunden und links zwei länglich ovale Körper, welche den Fischen von Bild 5 ähneln, nur dass man diesen die Seitenflossen und Schwänze entfernt hat, dargestellt.&lt;br /&gt;
Die obere Fläche weist an ihrer linken ante eine Reihe von Kerben auf. Die Mitte der Fläche ist durch eine große, ovale und eine etwas kleinere, runde Ausschabung gekennzeichnet. Letztere ist von einem Kranz von gebohrten Löchern umgeben. Weitere Bohrungen verschiedener Durchmesser setzen sich nach rechts fort. Den Abschluss bilden im Zickzack angeordnete Kerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_11_1005_83_Ausschabungen_u_Bohrungen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 11: Ausschabungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 12'''   liegt noch auf dem Hügel und ist stark vom Wind erodiert. Zu erkennen sind ein Zickzack-Band, das an eine Schlange erinnert und parallel dazu eine Aneinanderreihung von Formen, die den artikulierten Schwanzabschnitten des Skorpions ähneln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls das Bild gegen Ende der steinzeitlichen Hauptbesiedlungsphase graviert worden wäre, in etwa der Epoche, aus der Bild 9 stammt, könnte eine alternative Interpretation gewählt werden. Das Zickzack-Band könnte ein Zeichen für Wasser sein und der Skorpion der Namensgeber der Wasserstelle. Hier wäre wieder der Rat eines Ägyptologen von Wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_12_1005_83_Scorpion_Schlange.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 12: Scorpion und Schlange&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Neuere Überlegungen zu Bild 12 (Januar 2025)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''MEFAT'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Farbpigmente waren für die frühe ägyptische pharaonische Kultur von großer Bedeutung, wie an der Ausmalung von Tempeln und Gräbern noch heute bewundert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ägyptologen Klaus Peter Kuhlmann gilt es als sehr wahrscheinlich, dass in der westlich des Nils gelegenen libyschen Wüste systematisch nach dem Material, welches man „mefat“ nannte, gesucht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Fundstelle Abu Tartur 1005/83 sind zwei große Stücke Ocker gefunden worden, ein gelbes und ein rotes. Da vor Ort anstehender Ocker in dieser Form nicht vorkommt, kann angenommen werden, dass das Mineralgemenge aus Eisenoxyd, Eisenhydroxyd und Ton sei dorthin zu einer Art Sammelplatz transportiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der oben genannten Fundstelle gibt es ein Felsbild (Bild 12), das neben den vermutlich Skorpionglieder darstellenden Gravierungen auch ein doppeltes Zick-Zack-Band, welches nach Klaus Peter Kuhlmann in der Ägyptologie ein Symbol für Wasser darstellen kann. Eine weitere Gravierung (Bild 9) gehört nicht in die Serie der steinzeitlichen Bilder des Fundplatzes 1005/83 sondern weist schon in die vordynastische Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Könnte es sein, dass sich hier ein früher Sammelplatz für „mefat“ an einer Wasserstelle befunden hat, wie er später in der vierten Dynastie am Wasserberg des Khufu eingerichtet worden war?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des ACACIA Programms der Universität zu Köln ist die Fundstelle mit der Bezeichnung 01/01 unweit von Dakhlas von Rudolf Kuper und Frank Förster untersucht worden. Ein erster Bericht wurde in der Zeitschrift Egyptian Archaeology vom Herbst 2003 veröffentlicht. Wo konnte sich das Wasser des Wasserbergs sammeln? Hierzu müssten Höhenlinien etabliert werden, um eventuelle Senken im Gelände zu lokalisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Fundplatz 1005/83 besteht kein Zweifel an der Existenz einer Wasserstelle. Ein Wadisystem führte abfließendes Regenwasser vom Plateau bis in die Endpfanne. Der älteste Nachweis des Vorkommens von Wasser ist ein C14 Wert von einer aspatharia rubens mit einem Alter von 8110 BP. Der nahegelegene Fundplatz 1004/83 ist mit 7590 BP datiert und letztlich 1005/83 auf 6420 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Thinitenzeit beginnt etwa um 3000 BC (~ 5000 BP) und endet um 2635 BC (~ 4635 BP). In diesem Zeitraum lag die Regierungszeit des Narmer. Sein möglicher und wahrscheinlicher Vorgänger war ein König namens Skorpion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Präsenz von Wasser und das Vorkommen von gelbem und rotem Ocker sowie die Gravierungen von einem Zick-Zack-Band und Teile eines Skorpions, könnten zu einer Spekulation führen, es seien schon sehr früh Expeditionen in die libysche Wüste unternommen worden um „mefat“ ins Niltal zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 13'''   besteht nur aus geradlinigen Kerben, welche Tiere darstellen sollen. Rechts ist ein gehörnter Vierbeiner zu sehen, während links, mit nur drei Beinen, allen Anschein nach eine Giraffe suggeriert werden soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_13_1005_83_Giraffe_etc.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 13: Giraffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 14'''   zeigt zwei Vierbeiner mit großen, runden Köpfen. Bei anderer Betrachtungsweise könnte es aber auch eine erotische Szene darstellen, die zwei kopulierende Menschen zeigt. Darunter eine sehr schematische Kerbung, bestehend aus einem langem Strich für den Körper und vier kürzeren Strichen für die Läufe eines Tieres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_14_1005_83_Strichzeichnung_von_Vierbeinern.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 14: Strichzeichnung von Vierbeinern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 15'''   am Fuße von 1006/83 wird unterteilt in die linke Seite, welche von vielen geraden und einer gekreuzten Kerbe bedeckt ist und der rechten Seite mit einer anthropomorphen Ritzung und einer weiteren Ritzung, deren Bedeutung nicht erkannt ist. Die Trennungslinie zwischen den beiden Bildteilen besteht aus zwei sehr tiefen Kerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_15_1005_83_Anthropomorphe_Ritzung.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 15: Anthropomorphe Ritzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 16'''   stellt einen Fisch in Draufsicht dar, ähnlich graviert wie die Fische des Bildes 5, nur die hinteren Seitenflossen fehlen bei diesem Exemplar. Das vordere Flossenpaar und die Schwanzflosse sind sehr ausgeprägt. Neben einigen Kerben und einem kleinem Zickzack-Band sind zwei Fischkörper ohne Flossen und ohne Schwanz zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_16_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 16: Fisch in Draufsicht 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 17'''   zeigt einen Fisch in Draufsicht mit zwei Paaren von Seitenflossen und einem lediglich angedeutetem Schwanz, darunter zwei Längskerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_17_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 17: Fisch in Draufsicht 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 18''' Besteht aus einer hohlkugelförmigen Ausschabung, welche von einem Kranz von Bohrlöchern umgeben ist. Eine Linie von sieben aneinander gereihten Bohrlöchern weist vom Kranz aus nach unten, eine Linie von fünf Bohrlöchern nach oben. Ein weiteres Bohrloch von größerem Durchmesser ist rechts der unteren Linie angebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_18_1005_83_Runde_Aushoehlung_mit_Bohrungen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 18: Runde Aushöhlung mit Bohrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 19''' stellt ein Kreuz in einem Kreis und zwei Ovale mit je einem Querstrich dar. Ganz in der Nähe des Fundplatzes 1005/83 liegt in westlicher Richtung 1081/86. Der Sandsteinhügel, welcher die Begrenzung nach Westen bildet, weist einige interessante Felsgravierungen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_19_1005_83_Kreis_mit_Kreuz_neu.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 19: Kreis mit Kreuz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 20''' Obwohl stark windüberformt sind klar zwei langhörnige Antilopen zu erkennen. Beine, Hörner und obere Rückenbegrenzung sind geritzt; die Körper, Hälse und Köpfe sind flächig ausgeschabt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_20_1081_86_Zwei_Antilopen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 20: Zwei Antilopen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 21''' Hier versucht der Künstler mit einem perspektivischem Trick eine Gruppe von Schafen darzustellen indem er in den Vordergrund flächig gravierte, große Körper stellt, die in der Tiefe immer kleiner werden und am Ende nur noch durch zwei rechtwinklig zueinander stehende Kerben angedeutet werden. Es ist ihm aber entgangen, dass das dritte, kleinere Tier vor dem zweiten und dieses wiederum vor dem ersten steht. Dadurch stimmt zwar die Perspektive nicht aber der Versuch ist grandios. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_21_1081_86_Gruppe_von_Vierbeinern.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 21: Gruppe von Vierbeinern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bilder 22 – 24''' sind großflächige Schabungen und Kerbungen, die Vulvasymbole darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_22_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_23_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_24_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_3.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 26''' zeigt eine bewegte Szene mit neun bis zehn Personen, davon vier mit ausgeprägtem Fettsteiß. Drei der Gestalten tragen Schmuckelemente an einer Art Lendenschurz und zwei zusätzlich einen Kopfschmuck, hierbei handelt es sich wahrscheinlich um Männer. Die Menschen sind als Strichfiguren angelegt, die Köpfe sind nur leicht angedeutet. Fünf Gestalten zeigen zwei Arme, eine nur einen Arm. Die übrigen sind armlos graviert. Eine tiefe Kerbe, wohl ein Vulvasymbol, trennt das Paar links außen von den anderen. Vor jeder mutmaßlich weiblichen Person ist auf  Höhe des Unterleibs eine Bohrung außerhalb der eigentlichen Strichzeichnung angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_26_1081_86_tanzende_Menschen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 26: Tanzende Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 27''' zeigt in natürlicher Größe eine linke Hand eines relativ kleinen Menschen. Die flächige Gravierung liegt auf  dem Hügel 1006/83 und ist Wind und Wetter ungeschützt ausgesetzt. Auch wenn das Werk durch Erosion leicht verändert worden sein sollte, lässt die Form und Haltung des Daumens auf eine Verletzung schießen, ein verheilter Bruch möglicherweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_27_1005_83_kleine_Hand_neu.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 27: Kleine Hand (Der verletzte Daumen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 28'''   ähnelt den auf Fundplatz 1005/83 dargestellten Fischen in Draufsicht, weicht in seiner Ausführung jedoch in einigen Details ab. So sind die Seitenflossen nicht nach hinten geschwungen sondern ragen rechtwinklig vom Körper ab. Die V- förmige Markierung am Kopf wird bei den übrigen Darstellungen nicht angetroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_28_1006_83_Sandale_Fragezeichen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 28: Sandale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 29'''   erinnert mit seinen Hauptmotiven an Doppeltäxte, es könnten auch anthropomorphe Gravierungen sein. &lt;br /&gt;
Ansonsten sind noch fünf radialstrahlig angeordnete Kerben und weitere dem Betrachter ungeordnet vorkommende Kerben zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_29_1006_83_Doppelaexte_neu.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 29: Doppeläxte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 30'''   zeigt eine auf einer Kante angebrachte Reihe von Kerben und sechs in einer Linie gerade ausgerichtete Bohrungen größeren Durchmessers nebst einigen Ritzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_30_1006_83_Kerbungen_u_Bohrungen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 30: Kerbungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele meist einfache Gravierungen der Fundstellen 1005/83, 1081/86 und 1006/83 sind hier nicht gezeichnet und beschrieben worden. Außerhalb der Fundstellen- Gruppe seien erwähnt die geometrischen Strichanordnungen des Jacobsfelsen, der Elefant am Fuße des Plateauhangs zwischen Ain Elwan und Ain Amour wie ferner die Schlangendarstellungen in den Hügeln nördlich des Fundplatzes 1023/82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Felskunst - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf die Fotografie des Jakobsfelsen, nach dem Entdecker Prof. Dr. K.-H. Jacobs (Techn. Univ. Berlin) benannt, stammen alle Fotografien vom Verfasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:A-desert-zoo-2009.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Die Frau des Verfassers vor einer Felswand mit Schlangenlinien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;Datei:Foto_1_1005_83_Rind_1.jpg | Bild 1: Rind 1&lt;br /&gt;
Datei:Foto_2_1005_83_Rind_2.jpg | Bild 2: Rind 2&lt;br /&gt;
Datei:Foto_3_1005_83_Rind_3.jpg | Bild 3: Rind 3&lt;br /&gt;
Datei:Foto_4_1005_83_Das_erste_Fussballspiel.jpg | Bild 4: Das erste Fussballspiel&lt;br /&gt;
Datei:Foto_5_1005_83_aneinandergereihte_Bohrungen_2.jpg | Bild 5a: Muster aus Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_5_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 5b: Muster aus Bohrungen, schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_6_1005_83_großer_Vierbeiner.jpg | Bild 6: Großer Vierbeiner&lt;br /&gt;
Datei:Foto_7_1005_83_Großes_Tier_mit_Ruessel.jpg | Bild 7a: Großes Tier mit Rüssel&lt;br /&gt;
Datei:Foto_7_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 7b: Großes Tier mit Rüssel, schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_8_1005_83_Zwei_Rechtecke_2.jpg | Bild 8: Zwei Rechtecke, Grundrisse?&lt;br /&gt;
Datei:Foto_9_1005_83_Pictogramm.jpg | Bild 9: Pictogramm&lt;br /&gt;
Datei:Foto_10_1005_83_fluechtende_Antilope.jpg | Bild 10: Flüchtende Antilope&lt;br /&gt;
Datei:Foto_11_1005_83_Ausschabungen_u_Bohrungen.jpg | Bild 11a: Ausschabungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_11_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 11b: Ausschabungen und Bohrungen, schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_12_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 12: Scorpion und Schlange, schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_13_1005_83_Giraffe_etc.jpg | Bild 13: Giraffe&lt;br /&gt;
Datei:Foto_14_1005_83_Strichzeichnung_von_Vierbeinern.jpg | Bild 14: Zeichnung von Vierbeinern&lt;br /&gt;
Datei:Foto_15_1005_83_Anthropomorphe_Ritzung.jpg | Bild 15: Anthropomorphe Ritzung&lt;br /&gt;
Datei:Foto_16_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_1.jpg | Bild 16: Fisch in Draufsicht 1&lt;br /&gt;
Datei:Foto_17_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_2.jpg | Bild 17: Fisch in Draufsicht 2&lt;br /&gt;
Datei:Foto_18_1005_83_Runde_Aushoehlung_mit_Bohrungen.jpg | Bild 18: Runde Aushöhlung mit Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_19_1005_83_Kreis_mit_Kreuz.jpg | Bild 19: Kreis mit Kreuz&lt;br /&gt;
Datei:Foto_20_1081_86_Zwei_Antilopen.jpg | Bild 20: Zwei Antilopen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_21_1081_86_Gruppe_von_Vierbeinern.jpg | Bild 21: Gruppe von Vierbeinern&lt;br /&gt;
Datei:Foto_22_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_1.jpg | Bild 22: Schalenförmige Gravur 1&lt;br /&gt;
Datei:Foto_23_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_2.jpg | Bild 23: Schalenförmige Gravur 2&lt;br /&gt;
Datei:Foto_24_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_3.jpg | Bild 24: Schalenförmige Gravur 3&lt;br /&gt;
Datei:Foto_25_1006_83_Strauß.jpg | Bild 25: Strauß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_26_1081_86_tanzende_Menschen.jpg | Bild 26: Tanzende Menschen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_27_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 27: Kleine Hand (Der verletzte Daumen), schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_28_1006_83_Sandale_Fragezeichen.jpg | Bild 28: Darstellung einer Sandale (?)&lt;br /&gt;
Datei:Foto_29_1006_83_Doppelaexte.jpg | Bild 29: Doppeläxte&lt;br /&gt;
Datei:Foto_30_1006_83_Kerbungen_u_Bohrungen.jpg | Bild 30: Kerbungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_Jakobsfelsen_Strichmuster.jpg | Bild 31: Jakobsfelsen, Strichmuster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hinweis:''' Die Fotografien Nr. 5b, 7b, 11b, 12 und 27 wurden von Rene Gebhardt zur Verfügung gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Töpfern, Bohren, Schleifen und Polieren==&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
Siehe hierzu unter &amp;gt;Pfeilspitzen allgemein&amp;lt; --&amp;gt; &amp;gt;Ägypten&amp;lt; --&amp;gt; &amp;gt;Fotogalerie&amp;lt; --&amp;gt; Abb. 7: Perlen Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;,  versch. Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben genannten Tätigkeiten treten gehäuft und gemeinsam erst im Neolithikum auf. Das gilt sowohl für das Vorhandensein von Keramik als auch für geschliffene und durchbohrte Artefakte zumal wenn diese aus sehr hartem Material, vorzüglich Kieselgestein, bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0353_Keramik_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf rund der Hälfte der Abu Tartur Fundstellen wurde Keramik an der Oberfläche gefunden. Der Anteil der Plateau- Plätze ist größer als der an Playas gebundenen Vorkommen in der Sandsteinebene. Unverzierte Keramikscherben überwiegen und kommen auf 68 Fundstellen vor, während dekorierte Stücke lediglich auf 14 Fundstellen angetroffen werden. Neunmal werden sowohl glatte als auch verzierte Scherben gefunden.&lt;br /&gt;
Ein erster vorläufiger Bericht über die Keramik wurde von H. Riemer und P. Schönfeld veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0355_Keramik_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K1_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1006/4'''&lt;br /&gt;
*Es handelt sich um das Bruchstück eines Clayton – Rings. Beide Ränder sind abgestrichen, außer den vertikalen Fingerlinien sind keine Verzierungen oder Markierungen zu erkennen. Die Farbe der Keramik ist sowohl innen als auch außen von einem dunklem Grau. Die Magerung besteht aus Sand, die Zeitstellung dürfte frühdynastisch sein. Die Dimensionen sind: 125 x 91 x 4 bis 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0059/1'''&lt;br /&gt;
*Die Randscherbe mit einem Reparaturloch weist eine geglättete Oberfläche auf, die Keramik ist sand- und feinshalegemagert. Die Dimensionen sind 61 x 36 x 4 bis 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 0059/4'''&lt;br /&gt;
*Das sehr dünnwandige Randstück ist von rötlich gelber Farbe, es ist grob shalegemagert. Die Oberfläche ist geglättet. Dimension: 56 x 50 x 3 bis 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 0002/10'''&lt;br /&gt;
*Das rot-schwarze Randstück ist mit grobblättriger Dakhla – Shale gemagert. Der schwarze Rand erinnert an Naqada Ware. Dimension: 51 x 40 x 5 bis 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K2_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1038/4'''&lt;br /&gt;
*Das mit organischer und Sandmagerung versehene Randstück weist keine Dekoration auf, es erscheint aber möglich, dass ein Korb – Eindruckmuster für den unteren Teil des Gefäßes existiert haben könnte. Der Rand ist deutlich abgesetzt. Die Farbe der Keramik ist außen rotbraun und innen, im Kern, dunkelgrau. In der Töpfermasse befinden sich ebenfalls einige grobe Schieferton – Plättchen (Dakhla shale).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1029/1'''&lt;br /&gt;
*Die windüberformte Clayton – Scheibe wurde primär und nicht aus einem Bruchstück hergestellt. Sie ist mit Dakhla shale gemagert. Die Scheibe misst 85mm bis 91mm im Durchmesser, die zentrale Öffnung ist 16mm bis 20mm weit.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K3_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K3'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1033/5'''&lt;br /&gt;
*Die große Scherbe weist ein glattes, stark ausbiegendes Randstück auf. Der Körper zeigt ein zum Teil verblasenes Korbeindruck – Muster. Die Magerung ist mineralisch und enthält auch feine Schieferton – Plättchen. Das Innere des Gefäßes ist geschwärzt, das rotbraun gefärbte Äußere zeigt einen markanten, schwarzen Fleck. Üblich war diese Ware im Oasengebiet zwischen 5500 b.p und der 6. Dynastie (Sheik Muftah).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K4_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K4'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1038/3'''&lt;br /&gt;
*Wie 1038/4, nur ist bei dieser Scherbe das Korbeindruck – Muster gut zu erkennen. Wahrscheinlich gehören die beiden Scherben zu einem einzigen Gefäß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0014/16'''&lt;br /&gt;
*Diese Clayton – Scheibe ist sand- und shalegemagert und aus einer sekundären Scherbe gearbeitet. Die ursprünglich wohl runde Scheibe ist so bearbeitet worden, dass zwei nahezu geradlinige, parallel zueinander verlaufende Seite entstanden sind. Oben und unten erscheinen die gerundeten Begrenzungslinien. Die Abmessungen sind außen 70 x 54 und innen 11,5 x 11, die Dicke beträgt 6 – 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K5_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K5'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1004/1'''&lt;br /&gt;
*Die Kammstich verzierte Scherbe weist parallele Eindrücke auf, zum Teil sind sie leicht gewellt oder zick-zack-artig angebracht. Das Muster lässt eine Verwandtschaft mit der Khartoum Ware erkennen. Die Bruchflächen sind schwarz glänzend, die Magerung besteht aus feinkörnigem Sand. Vergleichbare Keramik ist aus Mudpans und Eastpans bekannt und wurde zwischen 7500 und 7600 b,p. datiert. Die Dimensionen der Scherbe sind: 140 x 70 x 6 bis 7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0006/1'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, doch stark windüberformt. Abmessungen: 48 x 31 x 6 bis 7,5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1017/1'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, die Magerung besteht aus grobkörnigem Sand. Dimension: 63 x 35 x 5 bis 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 0008/86E'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, die Magerung ist grobkörnig. Dimension: 34,5 x 17,5 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 0061/165C'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, die Magerung ist grobkörnig. Dimension: 33 x 25 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 0006/2'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, Dimension: 26 x 30 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K6_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K6'''  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 0010/1'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 35 x 27 x 4,5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0061/165/C'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 33 x 25 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 0007/2'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 30 x 26 x 7 (wie K5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1023/7'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 53 x 41 x 7 bis 8	&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
'''5.) 0007/1'''&lt;br /&gt;
*Das Randstück weist eine parallel zum Rand verlaufende Rille auf. Darunter liegt eine schräg zum Rand ausgerichtete Schraffur. Der Abstand zwischen den Schräglinien beträgt 1,5mm bis 2,5mm. Die Scherbe weist eine mineralische Magerung auf. Die Abmessungen betragen: 22 x 20 x 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 0007/3'''&lt;br /&gt;
*Die Verzierung dieser mineralisch gemagerten Scherbe ist wegen der Windüberformung nur schwer auszumachen. Es könnte sich um einen Mattenabdruck handeln. Die Dimensionen sind: 26 x 21 x 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 1021/10'''&lt;br /&gt;
*Auch bei dieser Scherbe hat die Deflation das Muster auf der Oberfläche größtenteils zerstört. Die Dimensionen sind: 48 x 33 x 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.) 0003/8'''&lt;br /&gt;
*Die rot-schwarze, geglättete Oberfläche der Scherbe ist durch „Besenstrich“ verziert. Das Exemplar ist grob shalegemagert und weist folgende Abmessungen auf 75 x 46 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K7_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K7'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 0002/1'''&lt;br /&gt;
*Die auf der Innenseite gelegenen Randverzierungen sind mit den Fingern eingedrückt worden, auf der Außenseite lassen sich ebenfalls Fingerspuren nachweisen. Die Keramik ist sand- und shalegemagert. Das Stück hat folgende Abmessungen: 65 x 50 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0002/5'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, Dimension: 38 x 33 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 0032/1'''&lt;br /&gt;
*Auf dem glatt gestrichenem Rand sind als Verzierung Kreuzkerben angebracht. Die geglättete, graue Außenfläche weist „Rippel“ auf. Die Magerung ist mineralisch, die Abmessungen betragen: 75 x 72 x 3 bis 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 0003/2'''&lt;br /&gt;
*Dimensionen = 45 x 45 x 7,5 (wie Nr. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 0003/1'''&lt;br /&gt;
*Dimensionen = 40 x 31 x 7 bis 8 (wie Nr. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 0015/1'''&lt;br /&gt;
*Dimensionen = 26 x 19 x 6 (wie Nr. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 0032 – 171/A'''&lt;br /&gt;
*Die kleine, schwarze Scherbe weist eine geglättete, mit einem Streifenmuster verzierte Oberfläche auf. Die Keramik ist mineralisch gemagert, die Abmessungen sind: 31 x 15 x 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schleifen und Polieren von Steinwerkzeugen, speziell von Beilen, war in Abu Tartur nicht sehr verbreitet nimmt man als Grundlage die Anzahl der gefundenen Beile und Dechsel. Weit häufiger wurden Pfrieme gefunden, die in den meisten Fällen aus verkieseltem Holz hergestellt sind. Bei diesen Werkzeugen wurden lediglich die Spitzen geschliffen, der Rest des Pfriems ist durch die natürlichen Bruchkanten des Materials bestimmt '''Abb. 7 – (7.3-7.7).'''&lt;br /&gt;
Geschliffen, poliert und zusätzlich noch gebohrt sind vier Bruchstücke von Kalksteinkugeln. Häufig werden diese gerundeten Körper in Verbindung zu Grabstöcken gebracht, sie sollen an diesen befestigt worden sein und dem Werkzeug ein höheres Gewicht verliehen haben, um es auf diese Weise effektiver zu gestalten. Ein schwerer Stock wäre mit weniger Aufwand und mit weniger technischen Schwierigkeiten herzustellen gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Gebohrte_Kugeln_etc_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 7: Gebohrte Kugeln und Pfrieme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.1.) 0001/1'''   &lt;br /&gt;
*Von den vier durchbohrten, kugelähnlichen Gebilden wurde ein Stück auf dem Plateau - Platz 0001/A/82 entdeckt. Es besteht  aus grauem Massenkalk, ist eiförmig ausgebildet mit einer Längsachse von 66mm und einer Querachse von 55mm. Die obere Partie, rund um das konische Bohrloch ist parallel zur Querachse abgeflacht. Die Bohrung mißt an der Oberfläche rund 17mm im Durchmesser. Das Gewicht des Bruchstücks, welches rund ein Drittel des Gesamtkörpers beträgt, ist 100g. Es kann folglich von 300g für das vollständige Artefakt ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.2.) 1024/2'''   &lt;br /&gt;
*Ein Stück stammt vom Playa – Fundplatz 1024/82 und repräsentiert nur noch ein Viertel des ursprünglichen Volumens. Die Dimensionen sind 68mm für die Querachse und 35mm für die Hälfte der Längsachse, so daß man von einer nahezu gleichmäßigen Kugelform ausgehen kann. Das Gewicht des Bruchstücks beträgt 110g, das Gesamtgewicht hätte somit bei rund 440g gelegen. Der Durchmesser des Bohrlochs an der Oberfläche liegt bei rund 20mm, er verjüngt sich zum Kugelinneren hin. Das Gestein ist auch hier ein Massenkalk. Die Farbe ist von einem hellen Beige, welches von millimeterschmalen, roten, parallel zueinander liegenden Streifen durchzogen wird.&lt;br /&gt;
Der geringe Durchmesser der Bohrungen beider Kugeln lässt einen Gebrauch als Gewicht für Grabstöcke irrealistisch erscheinen, da ein so dünner hölzerner Stiel seitliche Kräfte, wie sie beim Stochern und Heraushebeln auftreten, nicht hätte aufnehmen können. Ein zäher biegsamer Stock hätte sich gebogen, ein harter, starrer Stab wäre bei seitlicher Belastung gebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich handelt es sich bei den vier Stücken um Keulenköpfe wofür auch die sorgfältige und zeitaufwendige Bearbeitung sprechen. Ein flexibler Stiel aus Holz oder eventuell aus getrockneter Nilpferdhaut wäre hier angebracht. Bei guter Schlagfestigkeit hat Kalkstein den Vorteil gegenüber anderen in Betracht kommenden Gesteinen, sich relativ gut bohren zu lassen. Außerdem ist er neben Sandstein das einzige wirtschaftlich und technisch bohrbare Material, welches in Abu Tartur ansteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Tabelle 9 wird die Schlagfestigkeit verschiedener Gesteine verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.3.) 1017 – 32/5'''   &lt;br /&gt;
*Pfriem aus verkieseltem Holz mit geschliffener Spitze. ( 70 x 9 x 5 mm) Weitere Bearbeitungsspuren sind nicht vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.4.) 1017 – 33/18'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 3, Dimensionen 43 x 7,5 x 4,5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.5.) 1027 – 158/7'''   &lt;br /&gt;
*Pfriem aus beige – weißlichem, gut durchscheinendem Feuerstein. Das Artefakt ist auf der Ventralseite an beiden Rändern durchgehend retuschiert, die Spitze ist geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.6.) 1017 – 188/31'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 3, Dimensionen = 91 x 9 x 6 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.7.) 1017 – 33/23'''    &lt;br /&gt;
Wie Nr. 3, Dimensionen = 102 x 7 x 4,5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.8.) 1015 – 147/3'''  &lt;br /&gt;
* „Windkanter“. Diese auf drei Seiten geschliffenen Stücke kommen auf Fundplätzen sporadisch vor. Außerhalb der Siedlungsgebiete sind sie nicht beobachtet worden Nr. 8 bis Nr. 10 bestehen aus verkieseltem Holz, aber es werden auch „Windkanter“ aus anderen Materialien angetroffen. Die Verwendung dieser Stücke ist rätselhaft. Dimensionen = 49 x 9 x 8 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.9.) 1015 – 147/2'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 8, Dimensionen = 61 x 9 x 8 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.10.) 1015 – 147/1'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 8, Dimensionen = 76 x 11 x 8,5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.11.) 0006/83/1'''   &lt;br /&gt;
*Durchbohrtes Landschnecken – Gehäuse ( zootecus insularis )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.12.) 0006/83/2'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.13.) 0006/83'''   &lt;br /&gt;
*Meeresschnecke. Die Öffnung wurde durch Abschleifen erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den vier durchbohrten, kugelähnlichen Gebilden wurde ein Stück auf  dem Fundplatz 1024/82 entdeckt. Es besteht aus grauem Massenkalk, ist eiförmig ausgebildet mit einer Längsachse von 66 mm und einer Querachse von 55 mm. Die obere Partie, rund um das konische Bohrloch, ist parallel zur Querachse abgeflacht. Die Bohrung misst an der Oberfläche rund 17 mm im Durchmesser. Das Gewicht des Bruchstücks, welches rund ein Drittel des Gesamtkörpers ausmacht, beträgt 100g. Es kann folglich von 300g für das vollständige Artefakt ausgegangen werden '''Abb. 7 – 7.1'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweites Stück stammt vom Fundplatz 0015/83 und repräsentiert nur noch ein Viertel des ursprünglichen Volumens. Die Dimensionen sind 68 mm für die Querachse und 35 mm für die Hälfte der Längsachse, so dass man von einer nahezu gleichmäßigen Kugelform ausgehen kann. Das Gewicht des Bruchstücks beträgt 110g, das Gesamtgewicht hätte somit bei rund 440g gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Durchmesser des Bohrlochs an der Oberfläche liegt bei rund 20 mm, er verjüngt sich zum Kugelinneren. Das Gestein ist auch hier ein Massenkalk. Die Farbe ist von einem hellen Beige, welches von millimeterschmalen, roten, parallel zueinander liegenden Streifen durchzogen wird '''Abb. 7 – 7.2'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kleinere durchbohrte Kugel wurde auf dem Plateauplatz 0001 B/82 gefunden, sie ist zur Hälfte erhalten. Das obere Ende ist stark abgeflacht, so dass der Durchmesser entlang der Bohrung 44,5 mm, der Durchmesser rechtwinklig zur Bohrung 53,5 mm beträgt. Die Bohrung selbst hat eine Weite von 13 – 15mm. Das Werkzeug beseht aus grauem, streifigem Sinterkalk, der wahrscheinlich aus einer eingebrochenen Tropfsteinhöhle in der Nähe der Fundstelle stammt. Außer einem kleinen Bruchstück einer weiteren Sinterkalk- Kugel befinden sich größere Mengen unbearbeitetes Werkmaterial vor Ort. Das Gesamtgewicht des Artefakts dürfte bei 190g gelegen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich handelt es sich bei den vier Stücken um Keulenköpfe wofür auch die sorgfältige und zeitaufwendige Bearbeitung sprechen. Ein biegsamer Stiel aus Holz oder besser aus getrockneter Nilpferdhaut wäre hier angebracht. Bei guter Schlagfestigkeit hat Kalkstein den Vorteil gegenüber anderen in Betracht kommenden Gesteinen, sich relativ gut bohren zu lassen. Außerdem ist er neben Sandstein das einzige wirtschaftlich und technisch bohrbare Material, welches in Abu Tartur ansteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 9''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Gesteinsart'''|| '''Spez. Gewicht'''|| '''Schlagfestigkeit nach DIN 52109'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| || (kg / dm3)|| Anzahl der Schläge bis zur Zerstörung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Dichter Kalkstein||2,70 – 2,90||8-10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Serpentinfels||2,62 – 2,78||6-15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Quarzitischer Sandstein||2,64 – 2,68||8-10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Grauwacke||2,64 – 2,68||10-15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Quarzsandstein||2,64 – 2,72||5-10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Basalt|| 3,00 – 3,15|| 12-17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Granit||2,62 – 2,85||10-12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In '''Tabelle 9''' wird die Schlagfestigkeit verschiedener Gesteine verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abb. 8 – (8.1-8.4)''' zeigt unter anderem das erste in Abu Tartur gefundene, polierte langschmale, mittig durchbohrte Artefakt, welches „Webschiffchen“ genannt wurde und vom Fundplatz 1014/82 stammt. Weitere, auch zerbrochene Stücke kamen hinzu. Die in Dakhla beobachteten Exemplare wurden von M. Mc Donald „toggles“ genannt. Ein weiteres „Webschiffchen“ wurde in der kleinen Bruchsenke nördlich des Abu Tartur Massivs im Fundstellenbereich Abu Gerara von H. Riemer gefunden. Das Material dieser Artefakte ist eisenhaltiger Tonstein oder dichter Kalkstein. Der Name soll nicht auf die Funktion sondern auf die Form hinweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Diabolos_Ohrstecker_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 8: Webschiffchen, Diabolos und Ohrstecker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.1.) 1014'''   &lt;br /&gt;
*Die natürliche Oberfläche dieses Tonsteinartefaktes liegt tiefer als die geschliffenen und polierten Ränder. Die Öffnung in der Mitte wurde mit einem Stichel von beiden Seiten her geritzt. Die Dimensionen des „Webschiffchens“ sind: Länge = 104mm; Breite = 30mm; Dicke = 4 – 5mm. Die Öffnung ist 7,46mm lang und 1,88mm breit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.2.) 1085'''   &lt;br /&gt;
*Das Stück besteht aus grau- braunem, streifigem Kalkstein, es ist zur Gänze geschliffen. Die Bohrung ist konisch von beiden Seiten angesetzt. Die Öffnung beträgt 3,48mm. Die weiteren Dimensionen dieses „Webschiffchens“ sind: Länge = 97mm; Breite = 20mm; Dicke = 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.3.) 1024 – 48/A'''  &lt;br /&gt;
*Eine stark eisenhaltige Tonsteinplatte diente zur Herstellung dieses „Webschiffchens“. Das Fragment, nur die Hälfte des ursprünglichen Artefakts ist erhalten, zeigt Schliff am gerundetem Ende sowie an seinen seitlichen Begrenzungen. Die zur Hälfte erhaltene Bohrung war rund und wurde fast gänzlich von einer Seite hergestellt. Um den Bohrer ansetzen zu können, wurde die Stelle mit einem Stichel vorbereitet. Länge des Bruchstückes = 48mm; Breite = 22,5mm; Dicke = 3mm. Der Durchmesser der Bohrung durfte 3,79mm betragen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.4.) 0014'''   &lt;br /&gt;
*Dieses Fragment eines „Webschiffchens“ ist an seiner Bruchstelle nachgeschliffen worden und aus diesem Grund in irgendeiner Weise benutzt worden. Fast die gesamte Fläche der Tonsteinplatte ist poliert, die Öffnung ist von beiden Seiten geritzt worden, sie misst 5,43mm in der Länge und 2,39mm in der Breite. Die Länge des Fragments beträgt 45mm; die Breite 25mm und die Dicke 6mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.5.) 1024'''   &lt;br /&gt;
*Pflock aus Kalzit, weiß patiniert, Länge = 32,5mm; Durchmesser Kopf = 10mm; Durchmesser Mitte = 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.6.) 1024'''   &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus hellgrauem Baryt, das Stück ist stark durchscheinend und die Kristallstruktur ist deutlich auszumachen. Auf den im Zentrum liegenden Spaltflächen sind Regenbogenfarben sichtbar. Länge = 34mm; Durchmesser oberer Kopf = 15 – 18mm; Durchmesser unterer Kopf = 15 – 17mm; Durchmesser Taille = 10 – 11mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.7.) 1013 – 39/14'''  &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus weißem Kalzit. Länge = 33mm; Durchmesser oberer Kopf = 16,5 – 19mm; Durchmesser unterer Kopf = 20 – 21,5mm; Durchmesser Taille = 8 – 9mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.8.) 1024 – 48/H'''   &lt;br /&gt;
*Pflock aus weißem Kalzit. Länge = 49,5mm; Durchmesser Kopf = 11 – 13mm; Durchmesser Mitte = 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.9.) 1024 – 48/L'''  &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus weißem Kalzit mit deutlichen Verwitterungsspuren. Länge = 34mm; Durchmesser oberer Kopf = 13 – 14mm; Durchmesser unterer Kopf = 13mm; Durchmesser Taille = 7 – 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.10.) 1032'''   &lt;br /&gt;
*Pflock aus grau- weißem, stark durchscheinendem Baryt. Länge = 31mm; Durchmesser Kopf = 15mm; Durchmesser Mitte = 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.11.) 0049'''   &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus weiß patiniertem Kalzit. Länge = 34,5mm; Durchmesser oberer Kopf = 13 – 14mm; Durchmesser unterer Kopf = 13mm; Durchmesser Taille = 6 – 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.12.) 1024'''   &lt;br /&gt;
*Weißer abgebrochener Kalzitpflock mit ausladendem Kopf und Einschnürung unterhalb des Kopfes. Länge = 27mm; Durchmesser Kopf = 15 – 17mm; Durchmesser Einschnürung = 7 – 7,5mm; Durchmesser Mitte = 7,5 – 8mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.13.) 1044 – 163/B'''   &lt;br /&gt;
*Oberteil eines weißen Kalzitpflocks. Länge = 29mm; Durchmesser Kopf = 15 – 17mm; Durchmesser Mitte = 10 – 11mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.14.) 0059 – 166/A'''   &lt;br /&gt;
*Unterteil eines hellbeigefarbenen Pflocks aus durchscheinendem Kalzit. Die Kristallstruktur ist gut zu erkennen. Länge = 35,5mm; Durchmesser Mitte = 10mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschliffene und polierte „Pflöcke“ und „Diabolos“ sind aus Kalzit- und Barytkristallen hergestellt worden '''Abb. 8 – (8.5-8.14)'''. Ein beliebter Rohstoff war die Schale von Straußeneiern, aus der die überaus zahlreichen „Perlen“ gearbeitet wurden. Aber auch Muschelschalen und Schneckengehäuse sowie Knochen und Elfenbein dienten zur Herstellung von Schmuckobjekten. Selbst härteste Werkstoffe fanden schon Verwendung. Die Technologie war so weit entwickelt, dass auch Material wie Silikatgestein, Amazonit und Basalt erfolgreich gebohrt, geschliffen und poliert werden konnte '''Abb. 9'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Straußeneiperlen_S1_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 9: Verschiedene Ausführungen von Perlen und anderem Schmuck&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)  1024 – 5/G'''   Bruchstück einer Muschelschale, die am oberem Rand zwei Bohrungen aufweist, wovon die linke stark ausgeblasen ist, während die rechte, geschützt durch ein eingeklemmtes Sandkorn, ihren ursprünglichen Durchmesser nahezu beibehalten hat. Dimensionen = 21 x 16,5 x 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)  1024 – 48/D'''  Großes, gerundetes Straußenei – Schalenstück mit großer, von beiden Seiten geführter Bohrung. F.Wendorf und A.E. Close beschreiben ein ähnliches Stück vom Fundplatz E-79-6 ( Wendorf, Schild, Close 1984 ) Auch die Dimensionen liegen in der gleichen Größenordnung. Das Abu Tartur Stück misst 34 x 29 x 2mm. Die Bohrung hat einen Durchmesser von 6,5mm. Die Ränder sind stark windüberformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)  1024 – 5/H'''   Der bis auf die zentrale Bohrung unbearbeitete Hornstein ist an den Rändern von Windschliff gekennzeichnet, die doppelt konische Bohrung weist eine Tiefe von 6,2mm auf. Die Dimensionen sind 42 x 20 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)  124 – 48/K'''   Das weiß-rot gebänderte, achatartige Gesteinsplättchen ist von beiden Seiten angebohrt worden, so daß der typische Doppelkonus sichtbar wird. Die unregelmäßige Polygonform ist 12,5mm hoch und 10,2mm breit. Die Dicke des Plättchens beträgt 3mm. Das Material ist an den Rändern durchscheinend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)  1005 – KT/1'''   Die Perle besteht aus einem dunkel rotbraunem, gebändertem und opakem Kieselgestein. Das Ausgangsmaterial war wahrscheinlich plattig ausgebildet. Die 3,5mm im Diameter messende Bohrung wurde von beiden Seiten durchgeführt. Der Außendurchmesser des Artefakts beträgt 7mm, die Dicke ist 3mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)  1005 – KT/2'''   Ebenfalls rot und braun gebändert aber dunkler als das oben beschriebene Stück ist diese recht dicke Perle. Ihr Außendurchmesser beträgt 7mm bis 8mm, die Bohrung beträgt knapp 3mm und die Dicke ist 5mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.)  1024 – 48/C'''   Das Röhrchen aus Amazonit ist von Wind überformt worden, wodurch der Durchmesser reduziert wurde und ein Ende schief gestaltet wurde. Das Vorkommen dieser Feldspatvariation ist normalerweise an Pegmatite gebunden, welche selbst im weiteren Umfeld von Abu Tartur nicht anzutreffen sind. Sehr ähnlich durchbohrte Zylinder oder tonnenförmige Körper sind dem Verfasser von neolithischen Siedlungsplätzen aus dem       Air – Gebirge in der Republik Niger bekannt. Hier wurde auch ein durchbohrter Zylinder aus ägyptisch anmutendem, streifigem Alabaster beobachtet, der wiederum in diesem Gebiet nicht vorkommt. Das Schmuckstück hat folgende Dimensionen: Länge = 9mm ; Durchmesser außen = 9mm ; Durchmesser innen = 5mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.)  0006 – SE'''   Fragment einer Straußenei – Schale, welche auf der Außenseite durch vier Reihen von Punkten verziert ist. Die Reihen haben untereinander einen Abstand von 3mm, die Punkte in den Reihen sind rund 2mm voneinander entfernt. Die Abmessungen des Stückes sind 18 x 13,5 x 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9.)  0060 – SE'''   Das verzierte Straußenei – Fragment weist den Rand einer Bohrung auf, die von der Innenseite der Schale ausgeführt worden ist. Außer dem Bohrkonus weist die Innenseite zwei tiefe Rillen auf. Die Außenseite ist tief und stark eingekerbt. Ein Rand des Fragments ist mit Kerben versehen. Das Motiv besteht aus z.T. parallelen tiefen Kerben und anderen weniger tiefen Ritzungen, welche die Zwischenräume ausfüllen. Die Dimensionen des nahezu dreieckigen Stückes sind 16mm für die Höhe, 15mm für die Basis und 2mm für die Dicke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.) 0059 – 166/C'''  Die Verzierung dieses Fragments einer Straußeneischale besteht lediglich aus zwei parallel zueinander verlaufenden, geraden Linien. Die Tiefe der Ritzungen ist gering. Die Dimensionen sind 12,5 x 10,5 x 2. ( Zwei weitere Stücke mit parallelen Ritzungen wurden auf dem Fundplatz 0002/84 beobachtet, allerdings sind dort die Linien leicht gekrümmt und sie liegen dichter beieinander. )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11.) 0007 – S1'''   Die kleine, langgestreckte und gerundete „Perle“ ist aus einem schwarzem Gestein hergestellt. Sie ist geschliffen und poliert aber nicht durchbohrt. Das Material weist an der Oberfläche keinerlei Körnung auf, Basalt ist daher ausgeschlossen, möglich wäre eventuell Obsidian. Die Dimensionen sind 11 x 4,5 x 5,6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12.) 0007 – S2'''   Dieser kleine, zylindrische Körper wurde an zwei Stellen rundum eingekerbt. Das Material ist weiß, durchscheinend und hart. Im Gegenlicht werden rechtwinklig zur Längsachse verlaufende Schichtungen erkennbar. Möglichkeiten das Material betreffend wäre Kalzit oder Muschelschale. Die Dimensionen sind: Länge = 12,4mm ; Durchmesser in der Mitte = 4mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13.) 1006 – S'''   Bei diesem Stück handelt es sich um einen Zahn, er wurde an seiner Spitze dergestalt gekerbt, daß eine Schnur, die in der Kerbe hätte angebracht werden können, das Stück als Anhänger hätte tragen können. Die Länge beträgt 21,2mm, die Dicke des oberhalb der Kerbe liegenden Teils ist 3mm, die stärkste Dicke des Zahns ist 6,2mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''14.) 1023 – S'''   Der durchbohrte Anhänger ist aus einem weichem, sich fettig anfühlendem Gestein hergestellt. Das außermittig angebrachte Bohrloch wurde von beiden Seiten angesetzt. Die Länge beträgt 17mm, die Breite maximal 10mm, die Dicke oberhalb der Bohrung ist 3,5mm, unterhalb 5,8mm. Der Durchmesser der Öffnung beträgt 3mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''15.) 0029 – 173/C'''   Die eckige, perforierte Vorstufe zur Perlenherstellung ist cremefarben d.h. nahezu unverwittert. Die konische Bohrung wurde auf der Innenseite, welche Kratzspuren aufweist, angesetzt. Die Außenseite zeigt Aussplitterungen wie sie entstehen wenn der Bohrer durchstößt. Die Schale hat eine Dicke von 1,96mm, der Durchmesser der Bohrung beträgt 2,42mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''16.) 0001A – J'''   Die eckige, perforierte Schale wurde von beiden Seiten mit einem schwach konisch ausgebildetem Bohrer bearbeitet. Das Artefakt ist stark gedunkelt, wie die folgenden Stücke vom Fundplatz 0001A hat es in der Asche einer Feuerstelle gelegen. Die Dicke der Schale beläuft sich auf 1,72mm, die Bohrung misst 2,22mm im Durchmesser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''17.) 0001A – H'''   Das Schalenstück ist nicht durchbohrt, es zeigt auf der Innenseite lediglich Anfänge einer Bohrung. Merkwürdig sind die tiefen Ritzungen, oder sind es Verzierungen, die so normalerweise nur auf den Außenseiten von Straußenei – Schalen anzutreffen sind. Die Schale hat eine Wandstärke von 1,84mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''18.) 0001A – F'''   Wie Nr.15 auch hier wurde die Bohrung nur von der Innenseite her ausgeführt, die Außenseite zeigt Aussplitterungen. Die Dicke der Schale beträgt 1,9mm, der Durchmesser der Bohrung1,89mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''19.) 0001A – E'''   Wie Nr.17 mit Ausnahme der Ritzungen. Die Dicke der Schale ist 1,74mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''20.) 0001A – G'''   Wie Nr.18. Die Schale ist 1,79mm dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''21.) 1075 – 161/E'''   Neben den eckig perforierten Vorstufen zur Perlenherstellung ( Nr.15 bis Nr.20 ) existiert die gerundete, nicht durchbohrte Form. Die Rundung wird zunächst grob herausretuschiert, später folgt die Bohrung. Unvollendete Perforierungen sind bei dieser Vorgehensweise nicht beobachtet worden. Die Innenseite dieses Artefaktes weist Ritzungen auf. Der relativ große Durchmesser der Scheibe misst 14,39 bis 14,82mm, die Dicke 1,76mm. Die Farbe ist hellgrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''22.) 1075 – 161/G'''   Wie Nr.21. Durchmesser = 12,78 bis 13,11mm ; Dicke = 1,88mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''23.) 1075 – 161/F'''   Wie Nr.21. Durchmesser = 12,28 bis 12,88mm ; Dicke = 1,94mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''24.) 1075 – 161/D'''   Wie Nr. 21. Durchmesser = 12,02 bis 13,09mm ; Dicke = 1,89mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''25.) 0001A – D'''   Diese Scheibe ist sehr dunkel gefärbt, ihr Diameter entspricht eher der Durchschnittsgröße von Perlen, er beträgt in diesem Fall 8,80 bis 8,96mm, die Schalendicke ist 1,65mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''26.) 0001A – C'''   Wie Nr.25. Durchmesser 8,67 bis 9,58mm, Dicke = 1,56mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''27.) 1004 – P'''   Wie Nr.25, lediglich die Farbe ist hellgrau und die Ränder weisen Spuren von Windschliff auf. Durchmesser = 9,05 bis 9,83mm ; Dicke = 1,76mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28.) bis 34.) 0016 – 1P bis 7P   Die Serie von gerundeten und perforierten Scheiben stellt einen weiteren Produktionsschritt dar. Die vorhergehende Phase kann sowohl die Serie Nr.14 bis Nr.19 als auch die Serie Nr. 20 bis Nr.26 gewesen sein. Um zu einer gebrauchsfähigen Perle zu kommen fehlen noch die Arbeitsgänge des Schleifens und Polieren des Mantels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abmessungen der Vorderprodukte sind wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||  &lt;br /&gt;
|| P1&lt;br /&gt;
|| P2&lt;br /&gt;
|| P3&lt;br /&gt;
|| P4&lt;br /&gt;
|| P5&lt;br /&gt;
|| P6&lt;br /&gt;
|| P7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Durchmesser außen&lt;br /&gt;
|| 9,77&lt;br /&gt;
|| 9,49&lt;br /&gt;
|| 9,43&lt;br /&gt;
|| 9,46&lt;br /&gt;
|| 9,62&lt;br /&gt;
|| 9,45&lt;br /&gt;
|| 9,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Durchmesser innen&lt;br /&gt;
|| 3,12&lt;br /&gt;
|| 2,86&lt;br /&gt;
|| 2,21&lt;br /&gt;
|| 2,58&lt;br /&gt;
|| 2,68&lt;br /&gt;
|| 3,08&lt;br /&gt;
|| 2,93&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dicke der Schale&lt;br /&gt;
|| 1,84&lt;br /&gt;
|| 1,97&lt;br /&gt;
|| 1,83&lt;br /&gt;
|| 1,81&lt;br /&gt;
|| 1,84&lt;br /&gt;
|| 1,80&lt;br /&gt;
|| 1,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe der unpolierten Perlen ist creme bis hellbeige, die konischen Bohrungen sind alle von einer Seite ausgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.) bis 42.) Das Endprodukt „Perle“ zeichnet sich dadurch aus, daß der polierte Rand mit den beiden Oberflächen der Schale einen rechten Winkel bildet. Auf einer glatten, horizontalen Unterlage können frische, nicht windüberformte Perlen hingestellt werden, sie fallen nicht um.&lt;br /&gt;
Die hier dargestellten Exemplare stammen von den verschiedenartigsten Fundplätzen, alten und jungen, aus der Ebene und vom Plateau. Damit kann belegt werden, daß Straußenei – Perlen über lange Zeiträume von verschiedenen Kulturen immer auf diese Weise gefertigt worden sind, zumindest in dem in Frage kommenden geographischen Bereich.&lt;br /&gt;
Cremefarbene und beige Töne herrschen vor. Die mehr oder weniger konischen Bohrung setzen bei allen Perlen dieser Serie auf einer Seite an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''35.) 0050 – P'''   Eine Ausnahme gegenüber den anderen besprochenen Stücke bildet der Mantel dieser Perle, der nicht rechtwinklig zur Längsachse steht, sondern, obwohl geradlinig, geneigt verläuft. Die Neigung ist aber so leicht, daß auch diese Perle hingestellt werden kann. Dimension: Durchmesser außen = 5,11mm ; Durchmesser innen = 1,98mm, Dicke = 1,78mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''36.) 0007 – 17'''   Dimensionen: Durchmesser außen = 5,35mm ; Durchmesser innen = 1,99mm Dicke = 1,78mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''37.) 1005 – P1'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 6,74mm ; Durchmesser innen = 2,56mm, Dicke = 1,81mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''38.) 0056 – 41'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 7,23mm ; Durchmesser innen = 3,18mm, Dicke = 1,49mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''39.) 1004 – P1'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 8,40mm ; Durchmesser innen = 3,02mm, Dicke = 1,86mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''40.) 0030 – 171/D'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 8,84mm ; Durchmesser innen             = 3,00mm ; Dicke = 1,61mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''41.) 0007 – 12'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 8,79mm ; Durchmesser innen = 2,77mm,&lt;br /&gt;
Dicke = 1,94mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''42.) 0016 – 86'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 9,11mm ; Durchmesser innen = 3,15mm, Dicke = 1,88mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
43.) bis 50.)  Diese Serie zeigt die Auswirkungen der exogenen Kräfte im allgemeinen und der Windüberformung im besonderen. Die Farbe der Perlen ist grau oder dunkel beige, alle ehemaligen Kanten sind abgerundet. Die Zentrale Bohrung scheint von beiden Seiten ausgeführt zu sein, die Wandstärke der Perlen ist verringert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''43.) 1002 – 141/A'''  Eckige, perforierte Vorstufe zur Perlenherstellung, der Durchmesser der Bohrung beträgt 3,00mm, die Dicke der Schale ist 1,89mm. Obwohl die äußere Begrenzung schon verrundet ist, kann der allgemeine Abschliff als nicht weit fortgeschritten bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''44.) 1002 – 141/C'''  Wie Nr. 43, Bohrdurchmesser = 3,96mm, Dicke der Schale = 1,71mm. Die Zerstörung ist weiter fortgeschritten als bei Nr.42.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''45.) 1004 – P2'''  Bei der kleinen, nun ringförmigen Perle ist die Erosion soweit fortgeschritten, daß von der ursprünglichen Oberfläche der Eierschale nichts übrig geblieben ist. Die Dimensionen sind: Durchmesser außen = 4,56mm ; Durchmesser innen = 2,11mm ; &lt;br /&gt;
Dicke = 1,32mm maximal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''46.) 1005 – P2'''  Auf einer Seite ist noch eine schmale Zone der ursprünglichen Schalenoberfläche zu erkennen. Die Dimensionen betragen: Durchmesser außen = 5,73mm ;&lt;br /&gt;
Durchmesser innen = 2,98mm ; Dicke = 1,15mm maximal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''47.) 1005 – P3'''  Auf einer Seite der Perle ist noch eine schmale, nicht abgetragene Fläche zu erkennen. Die Dimensionen betragen: Durchmesser außen = 5,87mm ; Durchmesser innen = 2,99mm ; Dicke = 1,60mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''48.)  1005 – P4'''  Beide Seiten weisen noch gerade, glatte Teilflächen auf. Die Abmessungen der Perle betragen Außendurchmesser = 7,76mm ; Innendurchmesser = 3,74mm ; Dicke = 1,63mm maximal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''49.)  1005 – P5'''  Wie Nr.48, Dimensionen: Außendurchmesser = 8,10mm ; Innendurchmesser = 4,12mm ; Dicke = 1,47mm maximal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''50.) 1005 – P6'''  Wie Nr.48, doch ist der Anteil von geraden und glatten Teilflächen auf einer Seite der Perle größer. Die geringe Dicke des Exemplars weist auf einen erhöhten Windabrieb der gegenüberliegenden Seite hin. Dimensionen: Durchmesser außen = 8,48mm ; Durchmesser innen = 3,71mm ; Dicke = 1,17mm maximal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Beile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Beile_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1046''' &lt;br /&gt;
*Dieses große und schwere Beil aus Diorit ist stark windüberformt. Schliffspuren sind lediglich auf einer Seite im Bereich der Schneide zu erkennen. Die Schneide ist leicht gerundet sowie alle weiteren Begrenzungslinien auch. Lediglich in der Seitenansicht ist eine gewisse Parallelität der Linien  zu erkennen. Zum Nacken hin verringert sich die Breite des Beils. &lt;br /&gt;
Länge = 110mm ; Breite = 53mm ; Dicke = 28mm ; Gewicht = 230g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1058/ 1''' &lt;br /&gt;
*Ebenfalls aus Tiefengestein hergestellt ist dieses elegante Beil. Wegen der sehr dunklen, fast schwarzen Färbung dürfte es sich um Gabbro handeln. Während die Schneide stark gerundet ist, verlaufen die seitlichen Begrenzungslinien schräg, in fast geraden Linien auf den ebenfalls geradlinigen Nacken zu, wobei sich die Breite des Artefaktes stetig verringert. Die Polierung bezieht sich, mit Ausnahme des Nackens, auf die gesamte Vorder- und Rückenseite. &lt;br /&gt;
Länge = 71mm ; Breite = 59mm ; Dicke = 25mm ; Gewicht = 140g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1005''' &lt;br /&gt;
*Ockerfarbener, feinkörniger, quarzitischer Sandstein ist das Material dieses Beils. Der Nacken besteht aus einer tektonischen Gleitfläche, die ehemaligen Sedimentationsflächen verlaufen parallel zur gerundeten Schneide, sie sind durch Farbeinlagerungen kenntlich gemacht. Die seitlichen Begrenzungen verlaufen fast parallel zueinander. Bis auf die Pickungen an den Nackenrändern ist das Artefakt voll geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
Länge = 66mm ; Breite = 48mm ; Dicke = 30mm ; Gewicht = 135g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1058/ 2''' &lt;br /&gt;
*Grau – grün und beige gestreifter, quarzitischer Sandstein ist das Ausgangsmaterial dieses Beils. Die Schneide ist stark gerundet und bildet von vorne gesehen eine Wellenlinie. Die seitlichen Begrenzungen verlaufen geradlinig und sich verjüngend zum nahezu geradlinigem, von einem Bruch gebildetem Nacken. Beide Seiten sind voll geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
Länge =  65mm ; Breite = 49mm ; Dicke = 24mm ; Gewicht = 110g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 1024''' &lt;br /&gt;
*Dieses Artefakt ist aus einem schwarzem Vulkanit gefertigt, die Oberfläche ist von unregelmäßigen Rillen und anderen Vertiefungen durchzogen. Das Beil hat eine Dreiecksform mit abgerundeten Ecken und ist relativ schmal. Die Gesamtoberfläche ist geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
Länge = 62mm ; Breite = 46mm ; Dicke = 14mm ; Gewicht = 46g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 1017''' &lt;br /&gt;
*Ebenfalls aus schwarzem, nicht näher identifizierten Vulkanit ist dieses gänzlich geschliffene und polierte Beil gefertigt. Die Schneide ist nur leicht gerundet, bogenförmig leiten die seitlichen Begrenzungslinien zum abgerundetem Nacken. Die größte Dicke liegt, anders als bei den übrigen vorgestellten Stücken, in der Mitte des Beils.&lt;br /&gt;
Länge = 52mm ; Breite = 34mm ; Dicke = 23mm ; Gewicht = 48g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0341_Beile_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Polierte und geschliffene Beile, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Wirkung der Deflation auf Straußeneiperlen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perlen in allen Stadien ihrer Herstellung sowie auch in allen Stadien ihrer Zerstörung durch Wind, Sand und Sonne, gehören auf den Abu Tartur Fundstellen zum Standartinventar. Auf einigen Plätzen kommen sie in großen Mengen vor.&lt;br /&gt;
Um klar darzulegen wie Perlen bei ihrer Herstellung beschaffen waren und wie sie sich während langer Deflationsperioden verhalten und verändern, werden im Folgenden drei Gruppen von je hundert Stücken verschiedenen Erhaltungsgrades verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, obwohl auch diese schon weitgehend Zufälle ausschließt, konnte nicht größer gewählt werden, da es bei Oberflächenbeobachtungen nur unter besonders günstigen Umständen zu Funden von unverwitterten Perlen kommt. Die Stückzahl der Vergleichsgruppen ist der Gruppenstärke der „frischen“ Perlen angepasst worden.&lt;br /&gt;
Die von Verwitterungsschäden weitgehend unbeeinflusste Perle zeichnet sich im allgemeinen durch folgende drei Punkte aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1.) Farbe: Sie ist hell- eierschalen bis beige. Bei Einfluss von Licht färbt sich die Schale grau.&lt;br /&gt;
* 2.) Geometrie: Die „Perle“ ist ein gerader, kreiszylindrischer Körper von geringer Höhe. Der Mantel des Zylinders bildet mit der unteren und oberen Kreisfläche je einen rechten Winkel. Verrundungen des Mantels sind auf Deflation zurückzuführen.&lt;br /&gt;
* 3.) Bohrung: Die zentrale Bohrung wird, wie bei der geringen Wandstärke nicht anders zu erwarten, im Prinzip nur von einer Seite aus angesetzt. Durch spätere Windüberformung kann der Eindruck entstehen, es sei von zwei Seiten gebohrt worden. Die Vergleichsmessungen beziehen sich auf den Außendurchmesser, den Innen- oder Bohrungsdurchmesser sowie auf die Dicke der Perlen. Die Messungen wurden bis auf ein Hundertstel Millimeter genau durchgeführt. Diese Genauigkeit und die Menge der Objekte waren ausschlaggebend für das erzielte Resultat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Durchschnittswerte sind wie folgt :&lt;br /&gt;
* A.) Unverwitterte Perlen &lt;br /&gt;
Durchmesser außen 	= 	7,7mm (von 9,58mm – 5,03mm) - &lt;br /&gt;
Durchmesser innen 	= 	2,7mm (von 3,48mm – 1,90mm) - &lt;br /&gt;
Dicke 			= 	1,8mm (von 2,11mm – 1,35mm)&lt;br /&gt;
* B.) Windüberformte Perlen&lt;br /&gt;
Durchmesser außen	= 	7,4mm (von 10,99mm – 5,37mm) - &lt;br /&gt;
Durchmesser innen	= 	2,7mm (von 3,65mm – 1,50mm) - &lt;br /&gt;
Dicke			= 	1,7mm (von 2,06mm – 1,25mm)&lt;br /&gt;
* C.) Stark verwitterte Perlen&lt;br /&gt;
Durchmesser außen	= 	7,3mm (von 9,22mm – 5,54mm) - &lt;br /&gt;
Durchmesser innen	=	3,2mm (von 4,10mm – 2,39mm) - &lt;br /&gt;
Dicke			= 	1,5mm (von 1,87mm – 1,16mm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der Gruppe A haben die stark verwitterten Perlen, Gruppe C, rund 16% der Wandstärke der Straußeneischale eingebüßt, ~ 6% des Außendurchmessers verloren, und der Innendurchmesser ist um rund 15% gestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Materialverluste beginnen mit einer Verrundung der Peripherie, später reduzieren die exogenen Kräfte die Dicke und erweitern den Innendurchmesser indem zunächst die Bohrungen trichterförmig erweitert werden. Bevor die Perle gänzlich zerstört wird, entsteht ein Ring, der angeschnitten ein fast kreisrundes Profil zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Betrachtung über den möglichen Gebrauch von gerillten Steinen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Rillensteine sind im Arbeitsbereich Abu Tartur gefunden worden und zwar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ein Stein auf dem Fundplatz 0033/85&lt;br /&gt;
*Zwei Steine auf dem Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
*Ein	Stein auf dem Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
*Zwei Steine auf dem Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
*Drei	 Steine auf dem Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
*Ein 	Stein	auf dem Fundplatz 1027/84&lt;br /&gt;
*Zwei Steine auf dem Fundplatz 1073/86&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exemplare unterscheiden sich untereinander in der Größe, im Material und in der Form und Anzahl der Rillen.&lt;br /&gt;
Die ergonomisch günstige Form aller Steine suggeriert, dass das Werkzeug in der Hand gehalten worden ist, vielleicht auch zwischen den Knien, und nicht etwa als Unterlage gedient hat, da es dazu erstens zu leicht ist oder es zweitens durch Rundungen eine Instabilität gegen seitlichen Schub aufweist. Geht man davon aus, dass die Rille eine Gebrauchsoberfläche ist und keine Hilfsnut zur eventuellen Befestigung des Steines, dieses kann mit weniger Arbeitsaufwand erreicht werden, so kann eine Reihe von möglichen Anwendungsbereichen, wie z.B. jegliche Art von Gewichten, ausgeschaltet werden.&lt;br /&gt;
Bleibt also die schmirgelnde Wirkung der Rille indem das Werkzeug über das Werkstück oder aber umgekehrt das zu bearbeitende Teil über den Rillenstein bewegt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0330_Rillensteine_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Rillensteine, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0331_Rillensteine_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Rillensteine, verschiedene Fundstellen Abu Tartur (der Rillenstein, Reihe oben Mitte, ist bereits auf der ersten Abbildung oben rechts zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Polieren von Straußeneiperlen, wie es in der Kalahari beobachtet worden ist und wohl auch noch gelegentlich heute beobachtet werden kann, muss aus technischen Gründen für die meisten in Abu Tartur gefundenen Stücke ebenfalls ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der feinkörnige Sandstein ist zum Polieren wegen seiner Rauhigkeit ungeeignet. Unverwitterte Straußeneiperlen, man sollte sie besser perforierte Scheiben nennen, weisen sehr glatte Flächen an ihrer Peripherie auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zieht man aufgereihte Perlen in einer Hin- und Herbewegung durch die Nut parallel zu ihrer Achse, kommt es selbst bei strammer Verknotung zu einer seitlichen Verkantung der Perlen. Das hat zur Folge, dass die zu bearbeitenden Oberflächen nicht rechtwinklig zu der Werkstückachse liegen würden sondern Winkel oder zumindest Rundungen bilden würden. Außerdem würden bei dieser Methode sämtliche Perlendurchmesser gleich sein. Es scheint zwar nahe liegend Perlen in größeren Mengen aufgereiht gleichzeitig zu polieren, Beispiele dazu sind bekannt, aber um das gewünschte Resultat, perfekt runde Perlen mit rechtwinklig zur Grundfläche verlaufendem Mantel, wie sie in Abu Tartur gefunden wurden, zu erreichen, müssten die Perlen über eine flache Polierunterlage gerollt und nicht durch eine Schmirgelrille gezogen werden. Nur im ersten Fall wird die exakte Kreisform erreicht, was bei Hin- und Herbewegung problematisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nicht alle Rillendurchmesser und Rillenausbildungen stimmen mit den gängigen Perlengrößen überein. Eine 25mm breite, flache Nut hat wahrscheinlich einen anderen Zweck erfüllt. Die Frage stellt sich, welche Materialien nun in diesen Rillen bearbeitet werden konnten. Ein klassischer Werkstoff zum Schmirgeln ist Holz, und da die Werkzeuge längliche, halbkreisförmige und V- förmige Nuten im Radius von 4mm bis 25mm aufweisen, kann als wahrscheinlich angenommen werden, dass längere Stücke Holz im Bereich dieser Durchmesser geglättet worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:R1_Rillensteine_Zchng_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 10: Gerillte Steine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.1 Rillenstein Nummer 1, Fundplatz 1027/84'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 100mm, y = 63mm, z = 50mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: fein- bis mittelkörniger, weicher, heller Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	10mm, 	Länge 82mm, 	Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	10mm,	Länge 90mm, 	Tiefe 2,5mm &lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser	10mm,	Länge 80mm,	Tiefe 4,5mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die Rillen laufen parallel zueinander und sind auf drei Seiten des Steines angebracht, die vierte Seite ist ohne Rille, sie lässt Sedimentationsflächen erkennen. Die gesamte Oberfläche des Rillensteins ist durch Picken aufgerauht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.2 Rillenstein Nummer 2, Fundplatz 1005/83'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 89mm, y = 74mm, z = 57mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: fein- bis mittelkörniger, weicher, heller Sandstein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	  9mm,	Länge 71mm,	Tiefe 8mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	  9mm, 	Länge 41mm,	Tiefe 8mm&lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser 	25mm, 	Länge 50mm,	Tiefe 5mm  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Rille I und II kreuzen sich. Das Werkzeug ist einseitig in seiner x- Achse stark windüberformt, die nicht erodierte Oberfläche ist durch Picken aufgerauht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.3 Rillenstein Nummer 3, Fundplatz 1017/82'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 50mm, y = 45mm, z = 14mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: feinkörniger, weicher, heller Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: zwei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	10mm,	Länge 50mm,	Tiefe 6,5mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	  9mm, 	Länge 45mm,	Tiefe 6mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein besteht aus einem Bruchstück eines plattigen Sandsteins. Rille I und II kreuzen sich. Parallel zu Rille II ist der Rand einer dritten Rille sichtbar. Als Schwachpunkt hat sie hier den Bruch bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.4 Rillenstein Nummer 4, Fundplatz 1073/86'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 73mm, y = 65mm, z = 18mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: weiches, graues Sedimentgestein, vermutlich Gips. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 9mm, Länge 73mm, Tiefe 5mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: wie Rillenstein Nummer 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.5 Rillenstein Nummer 5, Fundplatz 1024/82'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 150mm, y = 69mm, z = 17mm&lt;br /&gt;
(Die Länge von x ist geschätzt, da der Stein zerbrochen ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: dunkler Vulkanstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 4mm, Länge 52mm, Tiefe 2mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die Rille ist V- förmig eingeritzt, der allseitig geschliffene Stein weist in der y- Achse einen Bruch auf, die Seiten des Rillensteins sind einmal konkav, einmal konvex ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.6 Rillenstein Nummer 6, Fundplatz 0033/85'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 94mm, y = 78mm, z = 6mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: fein- bis mittelkörniger, weicher, mitteldunkler Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser 	  5mm,	Länge 62mm, 	Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	  5mm,	Länge 51mm,	Tiefe 2,5mm&lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser	  5mm,	Länge 56mm,	Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein besteht aus einem plattigen Sandsteinfragment, die Windüberformung ist weit fortgeschritten, eine vierte Rille ist parallel zu den Rillen II und III zu erahnen. Rille I liegt auf der Rückseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.7 Rillenstein Nummer 7, Fundplatz 1023/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 110mm, y = 91mm, z = 42mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: mittelkörniger, weicher, heller Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	10mm,	Länge 109mm,	Tiefe 2,5mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	13mm,	Länge   82mm,	Tiefe 4mm&lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser	  5mm, 	Länge   73mm, Tiefe 1mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein gleicht einem flach ovalen Reibstein und ist wahrscheinlich aus einem solchen hervorgegangen. Rille I und II kreuzen sich, die Oberfläche des Steines und die der Rille I sind durch Picken aufgerauht. Die gegenüberliegende Oberfläche mit Rille III ist stark windüberformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.8 Rillenstein Nummer 8, Fundplatz 1023/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: Bruchstück eines flach ovalen Reibsteines mit möglichen Abmessungen wie Rillenstein Nr. 10.7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: Feinkörniger, mittelharter, mitteldunkler Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine erkennbare.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 10mm, Länge ?, Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die gerillte Seite ist geglättet und leicht gewölbt, die gegenüberliegende Seite ist durch Picken aufgerauht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.9 Rillenstein Nummer 9, Fundplatz 1024/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 120mm, y = 109mm, z = 34mm&lt;br /&gt;
(Die Länge von x ist geschätzt, da der Stein zerbrochen ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: sehr feinkörniger, harter, mitteldunkler Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 12mm, Länge 92mm, Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein ist aus einem flach ovalen Reibstein gearbeitet, beide Arbeitsseiten sind fein geschliffen und gewölbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.10 Rillenstein Nummer 10, Fundplatz 1005/83''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 56mm, y = 44mm, z = 19mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: Sediment mit feiner Grundstruktur, in welche dunkle Körner eingebettet sind, weich, dunkelgrau, wahrscheinlich kalk- oder gipshaltig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 10mm, Länge 50mm, Tiefe 5mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Das Artefakt ist stark erodiert, Querriefen innerhalb der Rille sind jedoch noch erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.11 Rillenstein Nummer 11, Fundplatz 1024/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 100mm, y = 95mm, z = 29mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: grogkörniger, mittelharter, schwarzer Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 25mm, Länge 80mm, Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Es handelt sich um einen umgearbeiteten rund ovalen Reibstein mit parallelen, glatten Flächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.12 Rillenstein Nummer 12, Fundplatz 1073/86''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 67mm, y = 67mm, z = 32mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: weiches, graues Sedimentgestein, vermutlich Gips.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 11mm, Länge 65mm, Tiefe 4mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die Rille des nur an den Seiten unregelmäßig bearbeiteten Steines besteht aus drei parallelen V- förmigen Vertiefungen und unterscheidet sich dadurch von allen vorher genannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praktische Anwendungsbereiche sind vielseitig, genannt seien Pfeil- und Speerschäfte und Stiele für alle möglichen Geräte zu Jagd, zur Feldbestellung und für den Haushalt. Technisch möglich ist ebenfalls das Schmirgeln von Knochen oder das Glätten gespannter Lederseile und Schnüre. Für den letzteren Arbeitsvorgang können auch die Rillensteine '''Abb. 10.1-10.4''' sowie Steine mit einfacher V- förmigen Rille benutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Baustrukturen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinlegungen in der westlichen Wüste Ägyptens sind bekannt aus der Farafrasenke, wo eine italienische Forschergruppe im Wadi Obeiyid seit 1995 arbeitete und Bauten aus dem achten bis siebten Jahrtausend BP entdeckte. Diese Fundplätze liegen ca. 60 km von der Oase Qasr Farafra entfernt und bezogen ihre benötigten Wassermengen durch Niederschläge (B.E. Barich und G. Lucarini 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Strukturen wurden von M. Mc Donald vorgestellt, sie gehören in die Masara C Phase und liegen am Südwest- Ende des Abu Tartur Massivs, ebenfalls weit entfernt von den Quellen der Dakhla Oasen (Mc Donald 2002a, 2002b, 2002, 2003, 2006).&lt;br /&gt;
Auch Wendorf  und Schild (1980, 1984, 2001) berichteten über Bauten in Nabta und Kiseiba. &lt;br /&gt;
Wohnplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bedeutendeste Ansammlung von Baustrukturen in Abu Tartur befindet sich auf dem Plateau auf dem schon weiter oben angesprochenen Fundplatz 0049/85 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fundplatz 0002/84. Dort werden 19 halbmondförmige sicher zu definierende Steinlegungen und eine geschlossene, ovale angetroffen. Um die Dimensionen feststellen zu können, müsste das überlagernde Lockersediment abgetragen werden. An der Oberfläche sind Längen von 2 m messbar. Die geschlossene Struktur misst 2,00 m x 1,50 m. Der Platz wäre idealerweise für eine Ausgrabung geeignet.&lt;br /&gt;
Erkennbar größere Steinlegungen, da nicht überlagert, befinden sich auf dem Fundplatz 0061/87. Die Durchmesser der meist rundlichen „Hütten“ variiert von 2 m bis nahezu 4 m '''Abb. 11'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0061_87_Lageskizze.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 11: Runde Steinlegungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Steinkreise wurden auf folgenden Fundplätzen beobachtet:&lt;br /&gt;
*0006/83	eine kreisförmige Struktur von ca. 2 m Durchmesser&lt;br /&gt;
*0018/84	eine kreisförmige Struktur mit Öffnung, Durchmesser ca. 2 m&lt;br /&gt;
*0022/84	vier Steinkreise Durchmesser ca. 2 m auf dem Fundplatz, ein Kreis und eine offene Struktur in der Nähe des Fundplatzes.&lt;br /&gt;
*0003/83	mögliche Steinkreise, teilweise unter Hangschutt verdeckt&lt;br /&gt;
*1047/84	vier Steinkreise Durchmesser ca. 1,5 m innerhalb einer Kulturschicht&lt;br /&gt;
*1080/86	drei Steinkreise Durchmesser ca. 1,5 m – 2,0 m&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Dammartige Strukturen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonders schönes Beispiel bietet Fundplatz 0032/85. Ein etwa 40 m langer Damm sperrt den natürlichen Abfluss aus einer ca. 2 ha großen Senke. Der Fundplatz liegt in einem Kessel und ist von allen Seiten von Kalksteinhügeln umgeben, sie liegen im Norden bis zu sechs Metern über dem Niveau der Senke. Ein möglicher Überlauf für Regenwasser existiert nach Westen. Er liegt rund 40 cm höher als der Tiefpunkt des Kessels. Der Untergrund besteht aus Rotboden, an den Rändern von feinem Hangschutt, zur Mitte hin mit rezentem Trockenschlamm hellgrauer Färbung bedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nordseite ist durch die erwähnten Hügel einigermaßen windgeschützt. Hier befindet sich eine Konzentration von Artefakten, eingebettet im frischen Sediment. Es sind lediglich zwei Klingen, eine windüberformt, eine frisch, entnommen worden. Keramik ist häufig und zwar sowohl verziert als auch unverziert. Bis auf Reste von Mahlwerkzeug ist weiteres Fundgut nicht beobachtet worden.&lt;br /&gt;
Möglicherweise wurde auf diesem Fundplatz Regenfeldbau unter Ausnutzung der kolluvialen Wassermengen betrieben. Grabungen könnten Klarheit bringen '''Abb. 12'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0032_85_Lageskizze.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 12: Dammartige Steinlegungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Dammbau, nicht so groß wie der von 0032/85 sondern nur 10 m lang, ist auf dem kleinen Fundplatz 0025/84 entdeckt worden. Auch hier wird der Lauf einer Wasserrinne blockiert, um ein Rückhaltebecken zu bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Side blow flakes==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Side_blow_flakes_Titel.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Side-blow flakes sind kurze und sehr breite Abschläge, die durch harte Schläge und ohne Vorbereitung des Kernkortex gewonnen werden.&lt;br /&gt;
Die Breite ist immer größer als die Länge. Von dem ausgeprägten Bulbus aus verlaufen nach beiden Enden Schwingen, die häufig asymmetrisch angeordnet sind. Die Schwingen verlaufen in einer konkavokonvexen Linie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bei G. Caton- Thompson zu findende Bezeichnung „concavo- convex scrapers“ ist nicht ganz glücklich gewählt, da je nach Steilheit der Retuschen zu unterscheiden ist zwischen Kratzern (scraper), Schabern und Messern. Alle drei Bearbeitungsformen sind häufig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorgestellten side-blow flakes von Abu Tartur können in ihrer Gesamtheit mit neolithischen Fundstellen assoziiert werden. Es ist aber erwiesen, dass die Herstellungstechnik schon im Paläolithikum bekannt war, so in Palästina (Tabun Höhle) und in England in Clacton-on-Sea, in Iver Buckinghamshire, in Biddenham Bedfordshire und in Gillingham Kent. Es besteht die Möglichkeit, dass auch die im Hang der östlichen Schichtstufe von G. Caton- Thompson während ihrer Kharga Expeditionen gefundenen Exemplare älter sind als die in der Tabelle aufgeführten Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Alter der neolithischen side-blow flakes'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Bemerkung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Nabta E-75-8||5810||F. Wendorf u. R. Schild&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Farafra||5950||B.E. Barich et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Makhadma||5990||Vermeersch et al. *&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Eastpans 95/20||6170||B. Gehlen et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kiseiba E-79-5B||6180||F. Wendorf et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Fayum||6391-5010||G. Caton-Thompson&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kiseiba E-79-4||6330||F. Wendorf et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bir Murr I||6330||F. Wendorf et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur 1005/83||6420||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Djara 98/20||6430-6365||K. Kindermann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Gerara||6600||H. Riemer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur 1024/82||6620||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Djara 90/1-6||6900-6700||K. Kindermann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Siwa||wie Fayum||F.H. Hassan&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kharga Ebene||wie Abu Tartur||G. Caton-Thompson&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kharga Hang||nicht sicher||G. Caton-Thompson&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur 1004/83||7590||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur Plateau||9000-8000||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * bis auf Makhadma 4, als große Ausnahme, kommen im Niltal nach heutigem Wissensstand keine side-blow flakes vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzentriert erscheinen side-blow flakes vor allem in Fayum, wo 42 Stücke von G. Caton- Thompson gefunden wurden und in Kharga wo in der Sandsteinebene 54 Exemplare und im Hang des östlichen Schichtstufen- Abbruchs sowie auf dem Plateau 50 Stücke gemeldet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur habe ich 86 side-blow flakes aufgesammelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche gedachte Linie Siwa – Abu Minqar – Eastpans – Bir Kiseiba – Nabta, welche ich schon für die Geschossentwicklung etabliert hatte, ist auch gültig für das Vorhandensein oder das Fehlen von side-blow flakes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Westlich der Linie fehlen side-blow flakes und flache Druckretuschen auf Pfeilspitzen und anderen Geräten, östlich davon ist beides auf den jüngeren steinzeitlichen Fundstellen häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch scheint es, dass zwischen dieser gedachten Linie und dem Niltal die einzigen neolithischen Vorkommen von side-blow flakes in der Ostsahara anzutreffen sind. Darüber hinaus sind mir, die Gesamtsahara betreffend, weder aus der Literatur noch aus eigener Anschauung Funde von side-blow flakes bekannt.&lt;br /&gt;
Das europäische Neolithikum kennt diese eigenartigen Werkzeuge ebenfalls nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus der Tabelle hervorgeht, kann davon ausgegangen werden, dass dieses Artefakt von rund 6900 BP bis 5800 BP in der gesamten Zone Verwendung fand.&lt;br /&gt;
Alters- und mengenmäßig ist wieder eine Konzentration um den Breitengrad 25° N zu erkennen mit rund 200 Exemplaren und Daten von 6900 BP bis 6400 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz Abu Tartur 1004/83 mit einem Alter von 7590 BP Jahren weist zwar zwei side-blow flakes auf, die aber wahrscheinlich vom nahe gelegenen Fundplatz 1005/83 stammen. Ein jüngerer Fundplatz als 1004/83 ist 1017/82 mit einem Alter von 7145 BP Jahren und dieser weist keine side-blow flakes auf. Auch die fünf Exemplare von den Plateaufundstellen 0009/83, 0024/84, 0033/85 und 0061/87 dürften später dorthin verbracht worden sein. Die größte Anzahl weisen die Fundplätze 1023/82 mit 15 Exemplaren und 1024/82 mit 14 Exemplaren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zeichnungen im Maßstab 1:1 werden auf den Blättern „Side-blow flakes 1 und 2“ zwölf Exemplare dokumentiert. Zeichnungen von weiteren zwölf Stücken finden sich im Kapitel „Abu Tartur“ Fundstellen 0009/83, 1005/83, 1014/82, 1023/82 und 1024/82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Side_blow_flakes_1_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Side-blow flakes Blatt 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)   0024 – 28'''   L = 31mm, B = 92mm, D = 10mm&lt;br /&gt;
* Der side-blow flake ist aus dunkelgrauem Hornstein gearbeitet, der Kortex ist wie üblich von hellbeiger Farbe. Die proximale, lange Begrenzungslinie, die der Bulbuslinie gegenüber liegt, ist grob als Kratzerkante retuschiert. Die beiden kurzen Begrenzungslinien an den Schwingenenden sind ebenfalls, und hier handelt es sich um eine Seltenheit, als Kratzer konzipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)   1003 – 3'''   L = 38mm, B = 77mm, D = 11mm&lt;br /&gt;
* Sämtliche side-blow flakes Abu Tarturs sind aus Hornstein verschiedenster Ausformungen und Farben hergestellt. Dieses Stück vom Fundplatz 1003 bildet eine Ausnahme, es ist aus dunkelbraunem verfestigtem Sandstein fabriziert und teilweise als Messer retuschiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)   1024 – 90/24'''   L = 41mm, B = 46mm, D = 7mm&lt;br /&gt;
* Es handelt sich hier um einen der ersten Abschläge, die beim Zerlegen eines großen Rohsteins in side-blow flakes, entstehen. Das Material ist grauer Hornstein. Der proximale Rand ist als Messer retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)   1057'''   L = 83mm, B = 109mm, D = 15mm&lt;br /&gt;
* Dieser große Abschlag besitzt einen hohen Kortexanteil. Das Material ist karamellfarbener Hornstein. Gezeigt ist die Ventralseite. Die proximale Begrenzung ist auf der Dorsalseite als Schaber retuschiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)   1004 – 197/4'''   L = 43mm, B = 94mm, D = 10mm&lt;br /&gt;
* Das Exemplar aus durchscheinendem grau- braunem Hornstein ist weder ein normaler Abschlag noch ist es ein klassischer side-blow flake. Es liegt irgendwo zwischen beiden. Wie die Drucklinien zeigen, wurde der Schlag schräg von oben links angesetzt, ein leichter Bulbus ist erkennbar. Der linke Rand ist im unteren Teil von Kortex geprägt, weiter oben weist er steile Kantenretuschen auf. Der rechte Rand ist mit feinen Retuschen als Messer ausgebildet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)   1023 – 49/1'''   L = 47mm, B = 81mm, D = 11mm&lt;br /&gt;
* Ebenfalls als Messer retuschiert ist dieses Werkzeug. Es besteht aus braun- beigefarbigem Hornstein, die sehr dünne Kortexschale ist hellbeige und geht in einen hellen Grauton über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Side_blow_flakes_2_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Side-blow flakes Blatt 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)   1083/7'''   L = 23mm, B = 109mm, D = 7mm&lt;br /&gt;
* Das Exemplar ist aus dunklem, fast schwarzem Hornstein hergestellt. Deutlich erkennbar ist die ausgeprägte Asymmetrie der Schwingen. Sowohl das proximale Ende als auch das distale ist steil kantenretuschiert und weist das Werkzeug als Kratzer aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)   1076 – 6'''   L = 35mm, B = 108mm, D = 8mm&lt;br /&gt;
* Dunkel beigefarbener Hornstein diente zur Fabrikation dieses side-blow flakes. Auf der Dorsalseite sind größere Flächen von Kortex stehen geblieben. Die sehr flachen Retuschen am distalen Ende sind typisch für ein Messer. Außer diesen flachen Bearbeitungsspuren der Messerschneide finden sich auf der Ventralseite nebst einigen flachen auch kleine perlenartige Retuschen. Das proximale Ende weist vor allem auf der rechten Schwinge steile Kantenretuschen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)   1035 – 126/31'''   L = 23mm, B = 72mm, D = 4mm&lt;br /&gt;
* Dieses kleine und leichte Artefakt ist als Schaber ausgelegt. Der verwendete Hornstein ist gebändert, innen dunkelbeige, abgesetzt durch ein noch dunkleres Band zur zweiten Lage von mittlerem Beige und nach außen ein helles Beige, welches in den Kortex übergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)   1004 – 197/22'''   L = 31mm, B = 76mm, D = 7mm&lt;br /&gt;
* Stark asymmetrischer Kratzer aus hellbeigefarbenem Hornstein. Der Kortex ist über die gesamte Länge des proximalen Endes erhalten, die Schicht ist sehr dünn, die Breite des Endes ist durch einige Retuschen reduziert worden. Das Exemplar ist leicht windüberformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)   1018 – 82/3'''   L = 29mm, B = 94mm, D = 8mm&lt;br /&gt;
* Dieser side-blow flake war ursprünglich als glatter Seitenschaber konzipiert wurde aber später zu einem grob gezackten Kratzer umgearbeitet (Unterschiede in der Patinierung). In der Nähe der Schwingenenden ist die Schaberretuschierung, wenn auch stärker windüberformt, noch zu erkennen. Der Werkstoff besteht aus graubraunem Hornstein. Vom Bulbus bis fast zum rechten Schwingenende ist der Kortex stehen geblieben. Der linke Schwingenrand ist unregelmäßig ausgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)   1005 – 201/21'''   L = 31mm, B = 74mm, D = 6mm&lt;br /&gt;
* Das Artefakt aus schwarzem Hornstein ist als Schaber ausgebildet. Das proximale Ende wurde im mittleren Bereich durch Kantenretuschen modifiziert. Links der medialen Zone verläuft ein glatter Bruch und rechts der Mitte steht Kortex an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Plattige Werkzeuge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vom Menschen gefertigten Steingeräte können als Kernwerkzeuge bezeichnet werden, so die behauenen Geröllgeräte und die sich daraus entwickelten Faustkeile. Das schließt nicht aus, dass die Abfallstücke der Prozedur, vor allem wegen ihrer scharfen Schneiden, ebenfalls benutzt worden sind.&lt;br /&gt;
Hersteller und Nutzer dieser Gerätetypen war in erster Linie der homo erectus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Nachfolger, der homo sapiens neanderthalensis, erfand ein technisch aufwendiges Abschlagsystem, welches ihm erlaubte Mousterienspitzen zu fabrizieren. Außerdem fertigte er Bohrer, Schaber, Kratzer und weitere Werkzeuge aus den Levalloisabschlägen her. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Spezies, der homo sapiens sapiens, verfeinerte die Abschlagtechnik und erfand schon im Pleistozän Klingen und Lamellen als Halbfertigprodukte, aus denen dann eine Vielzahl an Werkzeugen bis hin zu mikrolithischen Stücken fabriziert wurde. &lt;br /&gt;
Mit dem Holozän, der Jetztzeit, und der damit einhergehenden Neolithisierung wuchs das Spektrum der Werkzeuge. Druckretuschen und Steinschliff dienten zur Vervollkommnung der Geräte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst spät, so in Abu Tartur gegen Ende des Neolithikums, wurde eine neue Bearbeitungsweise Allgemeingut, die Nutzung von natürlich vorkommenden Platten und durch Verwitterung entstandenen plattigen Stücken unter anderem von Thermoscherben. Wie genau die Spaltflächen hergestellt wurden ist mir nicht bekannt, Spuren wie Bulben und Druckwellen sind nicht zu erkennen. Alleinige Wirkung von Temperaturunterschieden dürfte auszuschließen sein, ebenso wie eine Behandlung durch Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu allen Zeiten hat es Ausnahmen gegeben und es wurde immer auch experimentiert.&lt;br /&gt;
So treten im frühen Paläolithikum parallel zum Acheul Abschlagindustrien auf (Clactonien). &lt;br /&gt;
Anderseits kehrte man im späten Neolithikum z.B. in Mali im Tilemsital zu Levalloisabschlägen zurück, aus denen dann große, gestielte Pfeilspitzen hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden einige plattige Werkstücke aus Abu Tartur vorgestellt. Sie reichen von grobplattigen Hacken und Kratzern bis zu feinplattigen Messern.&lt;br /&gt;
Natürliche Oberflächen, meistens Kortex, sind gepunktet dargestellt, Spaltflächen gestrichelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_001.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 0005/84'''   L = 243mm, B = 122mm, D = 32mm&lt;br /&gt;
*Das Material dieser großen Hacke besteht aus dunkelbraunem, fast schwarzem, feinkörnigem Sandstein, der durch Eisen- Mangansalzen verfestigt ist. Das Artefakt ist auf dem gesamten Umfang durch grobe, halbsteile Retuschen bearbeitet bis auf den rechten Rand der nicht gezeichneten Rückseite. Dieser Rand wird durch eine natürliche Abschrägung gebildet. Die zentrale Fläche der Vorderseite ist gekennzeichnet durch eine lackartige, glänzende Schicht, die aus Limonit besteht. Die Rückseite, welche in Fundlage dem Wetter ausgesetzt war, zeigt deutliche Deflationsspuren. Sehr viele aneinandergrenzende Negativabdrücke von weggeplatzten Thermoscherben kennzeichnen die zentrale Fläche. Windschliff hat polierte Oberflächen auch an den Randretuschen hinterlassen. Werkzeuge dieser Größe waren wahrscheinlich gestielt und dienten vorzüglich zur Bodenbearbeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_002.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1022/82'''   L = 126mm, B = 111mm, D = 26 – 35mm&lt;br /&gt;
*Dieser massive Kratzer von hellgelber Ockerfarbe, besteht aus Sandstein verschiedener Korngrößen, die von sehr fein bis &amp;gt;5mm Durchmesser reichen. Die großen Quarzkörner sind nicht gerundet sondern eckig, was auf einen kurzen Transportweg durch Wasser schließen lässt.  Die zentrale Fläche der gezeichneten Oberseite ist eine Sedimentationsfläche, die durch die Aktion des Windes aufgeraut ist, die großen, harten Quarzkörner sind weniger beeinflusst worden als das feinkörnige Material. Die steilen Kantenretuschen des massiven Kratzers, der Name ist in Anlehnung an G. Caton- Thompsons „massiv scraper“ gewählt worden, sind nur minimal verrundet und die Unterseite ist bedingt durch die Fundlage, nicht von der Deflation verändert worden. Sie zeigt eine für einen Kratzer ungewöhnlich unregelmäßige, raue Fläche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1026/82 – 2'''   L = 134mm, B = 102mm, D = 37mm&lt;br /&gt;
*Dieser massive Kratzer besteht aus beigefarbenem Hornstein. Die Vorderseite ist im zentralen Bereich durch eine Kortexschicht geprägt. Die nicht gezeichnete Rückseite besteht aus einer glatten Fläche, die keinen Bulbus oder andere Merkmale eines klassischen Abschlags erkennen lässt. Die Ränder sind durch grobe, sehr steile und halbsteile Kantenretuschen gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_003.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1023/82 – K318'''   L = 185mm, B = 165mm, D = 5 – 21mm&lt;br /&gt;
*Bei diesem Artefakt dürfte es sich um eine breite und leichte Hacke zur Bodenbearbeitung handeln. Mit einem solchen Gerät kann nur effizient gearbeitet werden wenn es gestielt ist. Ein Stiel wird wahrscheinlich am oberen Rand befestigt gewesen sein. Die gegenüber liegende Arbeitskante weist neben relativ flachen Retuschen auch Aussplitterungen in Folge von Nutzung auf. Das Werkzeug besteht aus einer karamellfarbenen Hornsteinplatte, auf beiden Seiten geprägt durch Kortex. Als Bearbeitungsspuren können eine große Spaltfläche auf der Vorderseite sowie die Randretuschen gelten, die auf der Vorderseite häufiger auftreten als auf der Rückseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_004.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 1026/82 – 93/4'''   L = 153mm, B = 103mm, D = 21mm max.&lt;br /&gt;
*Die elegante ovoide Form des Werkzeugs erinnert ein wenig an Acheulfaustkeile. Allerdings sind die Unterschiede der Bearbeitungstechnik und der Dicke des Stücks nicht zu übersehen. Die Vorderseite weist zwei Spaltflächen, durch einen Steg voneinander getrennt, auf. Der Rand ist vollständig durch flache Retuschen modifiziert, sie erstrecken sich z.T. bis fast 40mm in die Fläche. Die Rückseite ist gekennzeichnet durch Kortex, eine große Spaltfläche sowie flache Retuschen, die den gesamten Rand, mit Ausnahme von 54mm der linken Begrenzung, betreffen. Außergewöhnlich sind die feine Bearbeitung, die stellenweise messerscharfen Ränder und das relativ geringe Gewicht des Artefakts. Es bleibt unklar ob es gestielt als Haue oder ungestielt als Messer und Schaber gedient hat. Beides wäre möglich. Das Material ist der plattige, karamellfarbene Eozänhornstein, aus dem so viele Werkzeuge in Abu Tartur hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_005.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 1026/82 – 96/11'''   L = 203mm, B = 58mm, D = 6 – 22mm&lt;br /&gt;
*Die langschmale, große Hacke ist aus schokoladenbraunem Hornstein gearbeitet. Die Vorderseite weist im oberen Bereich Kortex auf. Rundum wurde das Gerät mit steilen Kantenretuschen versehen. Einige flache, invasive Retuschen auf beiden Seiten im unteren Bereich des Werkzeugs vervollständigen die sekundären Modifikationen. Die große, muldenförmige Aussparung am unteren linken Rand der Rückseite könnte mit Freilegen der Spaltfläche in Zusammenhang stehen. Für den medialen und unteren Bereich der Vorderseite bestehen Zweifel ob es sich um Kortex oder um eine stark durch Deflation verformte Spaltfläche handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_006.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 1024/82 – 28/35'''   L = 168mm, B = 69mm, D = 4 – 18mm&lt;br /&gt;
*Ebens wie die Nr. 6 ist dieses Stück eine große, langschmale Hacke. Sie besteht aus dem häufig vorkommenden karamellfarbenen Hornstein. Der Rand ist gekennzeichnet durch steile und halbsteile Retuschen. Die zentrale Oberfläche der Vorderseite besteht bis auf einen Negativabdruck einer Thermoscherbe im oberen Teil aus Kortex. Die Rückseite weist fünf Teilspaltflächen auf, lediglich am oberen Rand sind einige Druckretuschen zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_007.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.) 1023/82 – 57/8'''   L = 128mm, B = 94mm, D = 3 – 13mm&lt;br /&gt;
*Bis auf die rechte untere Ecke der Rückseite ist bei diesem Werkzeug kein Kortex zu beobachten. Sämtliche Partien sowohl auf der Vorderseite als auch der Rückseite werden durch Spaltflächen gebildet. Die Ränder sind rundum derart retuschiert, dass das Artefakt als Messer verwendbar gewesen wäre. Zusätzlich ist am rechten Rand der Vorderseite eine kleine Kerbe ausgespart worden. Der untere Bereich erinnert ein wenig an die Kerbe eines Fischschwanz- Messer.  Das Material ist karamellfarbener Hornstein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_008.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9.) 1023/82 – 47/21'''   L = 113mm, B = 79mm, D = 3 – 11mm&lt;br /&gt;
*Die Form dieses plattigen Werkstücks gleicht der eines Faustkeils. Die Rückseite besteht aus Spaltflächen, lediglich ein schmaler Streifen am unteren Rand wird durch Kortex gebildet. Nur eine geringe Anzahl von Randretuschen kennzeichnen den oberen, gerundeten Rand. Anders die Vorderseite, die sowohl Kortexanteile als auch Spaltflächen aufweist. Die Ränder sind zum Großteil durch invasive Retuschen modifiziert worden in einer Weise, die das Artefakt als Messer ausweisen. Das Material ist karamellfarbener Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.) 1013/82 – 39/18'''   L = 130mm, B = 55mm, D = 4 – 13mm&lt;br /&gt;
*Karamellfarbener Hornstein ist auch hier das Material mittels dessen dieser Frontkratzer- Seitenschaber aus einem plattigen Rohstück herausgearbeitet worden ist. Beide Seiten bestehen jeweils aus einer einzigen Spaltfläche. Die Rückseite weist am linken Rand einige Bearbeitungsspuren auf, die möglicherweise zur Spaltung der Platte gedient haben könnten. Die Vorderseite weist, bis auf den oberen Teil, umlaufende, vorwiegend halbsteile Retuschen auf, die invasiven Retuschen am oberen, linken Rand könnten ebenfalls der Spaltung gedient haben. Ähnliche Spuren zeigt auch das Artefakt 1026/82 – 96/1, die Nr.6 oben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_009.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11.) 1023/82 – 51/2'''   L = 125mm, B = 58mm, D = 2 – 8mm&lt;br /&gt;
*Beigefarbener Hornstein wurde zur Herstellung dieses dünnen Messers verwendet, das Material ist durchscheinend. Bedingt durch die Struktur des Gesteins besitzt die Vorderseite eine gewellte Oberfläche. Durch die geringe Dicke der Platte sind die umlaufenden Retuschen kurz. Die Rückseite weist zwei Teilspaltflächen und einer rezenten Negativabdruck einer Thermoscherbe auf. Die Druckretuschen, vorwiegend am rechten Rand sind invasiv und tragen zur immer noch vorhandenen Schärfe der Messerschneide bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12.) 1017/82 – 32/1'''   L = 84mm, B = 52mm, D = 3 – 8mm&lt;br /&gt;
*Dieser kleine Winkelschaber ist aus braunem, opakem Hornstein gefertigt. Die Vorderseite (auf der Zeichnung oben) ist geprägt durch den Abdruck einer weggeplatzten Thermoscherbe, die weitere Oberfläche wurde durch Spaltung geformt. Die Rückseite besteht aus einer einzigen Spaltfläche. Der eigentliche Winkelschaber ist beidseitig mit halbsteilen Retuschen versehen und könnte auch als Messer eingesetzt worden sein. Die einseitigen Randretuschen am oberen Rand ergeben einen idealen Seitenkratzer. Durch die Kerbe am gegenüberliegenden Rand wird das Artefakt zu einem Kombinationswerkzeug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rätsel==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder wird gefragt wozu ein gewisses Artefakt gedient haben könnte oder wie ausgefallene Keramikformen genutzt worden seien.&lt;br /&gt;
Meine Antwort ist wie folgt: Angenommen unsere heutige Zivilisation wird, gleich aus welchen Gründen, ausgelöscht, es überleben nur einige wenige Menschen in isolierten Habitaten.&lt;br /&gt;
8.000 bis 10.000 Jahre nach der Katastrophe hat sich eine neue Zivilisation entwickelt und sie hat unter anderem auch wieder Archäologen hervorgebracht. Letztere finden einen gut erhaltenen Korkenzieher aus Edelstahl und fragen sich wozu er nütze war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu muss gesagt werden, dass die Korkeiche ausgestorben ist und dass Flüssigkeiten nicht mehr in Glasflaschen abgefüllt werden. Welche Antworten werden gefunden werden?&lt;br /&gt;
Vielleicht ist es ein zahnärztliches Gerät, ein Gerät zur Verzierung von Keramik wird man sagen und wenn weiter keine Vorschläge kommen eben ein Kultgegenstand oder Teil eines Pferdegeschirrs u.s.w.&lt;br /&gt;
Die Wissenschaftler können den eigentlichen Gebrauch des Artefakts nicht erkennen, weil die Lebensumstände zu unterschiedlich sind und sie der neuen Zivilisation nicht mehr bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neugier und die Lust zu spekulieren verleiteten allerdings immer wieder zu rätseln, so auch hier. Bei einigen Artefakten, die wir heute finden, besteht kein Zweifel an ihrer Funktion weil die dazugehörende Technologie, wenn auch mit anderen Materialien, bekannt ist und auch heute noch Anwendung findet. &lt;br /&gt;
Als Beispiele seien Pfeilspitzen und Keramiktöpfe genannt. Die hier vorgestellten Stücke gehören nicht in die Kategorie der Artefakte, bei denen es leicht fällt ihre Funktion zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Clayton Ringe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Clayton Ring wird eine Keramik in Form eines Mantels, der aus einem Konus herausgeschnitten wurde, bezeichnet. Die Spitze des Konus fehlt, in etwa ein Blumentopf ohne Boden. Eine Clayton Scheibe ist eine runde Keramik mit einer zentralen Öffnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur wurden drei Bruchstücke von Clayton Ringen und zwei Clayton Scheiben gefunden. &lt;br /&gt;
Drei Stücke sind im ''Kapitel Töpferrn, Bohren, Schleifen und Polieren'' beschrieben und gezeichnet.&lt;br /&gt;
* Clayton Ring 	1006/4 unter Tafel K1&lt;br /&gt;
* Clayton Scheibe 1029/1 unter Tafel K2&lt;br /&gt;
* Clayton Scheibe 0014/16 unter Tafel K4  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Bruchstück eines Rings stammt vom Fundplatz 0034/85. Da von der Scherbe nur der obere Rand erhalten ist, kann sie nicht eindeutig als Clayton Ring eingeordnet werden.&lt;br /&gt;
Allerdings weist sie große Gemeinsamkeiten in der Machart, Farbe und Magerung mit dem Ring 1006/4 auf. Direkt unterhalb des Randes dieser Scherbe ist eine Keramikmarke, bestehend aus zwei vertikalen, parallelen Linien angebracht. Sie wurden vor dem Brennen eingeritzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 0003/83 ist ebenfalls ein Bruchstück mit dem typischen abgeflachten Rand des Clayton Rings bekannt. Er ähnelt der Scherbe von 0034/85. &lt;br /&gt;
Über Clayton Ringe wird ausführlich berichtet in: &lt;br /&gt;
“Clayton rings: enigmatic ancient pottery in the Eastern Sahara” von H. Riemer und R. Kuper (Sahara 12/2000)&lt;br /&gt;
und in:&lt;br /&gt;
“News about the Clayton rings: long distance desert travellers during Egypt’s Predynastic”. Von H. Riemer in:&lt;br /&gt;
“Egypt at its origins” (Oriental Lovaniensia Analecta 138. Lenven, Paris, Dudley, M.A. 2004).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde vorgeschlagen die Ringe seien Behältnisse für Honig, Käse oder Salz. &lt;br /&gt;
Abgesehen von der Tatsache, dass diese Ringe über keinem Boden verfügen und so denkbar ungünstig für die Aufnahme von Lebensmitteln jeglicher Konsistenz sein dürften, sind die klimatischen Bedingungen um 3000 BC in der westlichen Wüste so, dass Bienenvölker nicht überleben können. Käse, falls solcher hergestellt worden wäre, ist in ariden Gebieten meistens eine Art getrockneter Quark, er könnte in jedem Korb transportiert worden sein. Ich habe von Tuaregs hergestellten „Käse“ probiert, es ist keine Delikatesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salz kommt an der Oberfläche von Salzseen vor, die Clayton Ringe sind über große Räume mit den verschiedensten geographischen und geologischen Gegebenheiten verteilt. An der überwiegenden Anzahl der Fundstellen kann kein Oberflächensalz existiert haben.&lt;br /&gt;
Ein weiterer Vorschlag, der genannt wurde, betrifft eine Art von Fallen.&lt;br /&gt;
Welche Tiere kämen in Frage?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Vögel &lt;br /&gt;
*Zugvögel erscheinen auch heute noch regelmäßig auf ihrem Hin- und Rückflug in der westlichen Wüste Ägyptens. Dabei bevorzugen sie die ehemaligen Siedlungsplätze, da sie seit dem Beginn des Holozäns so programmiert sind, die Wüstenroute zu fliegen, welche vor tausenden Jahren grün war und ihnen beste Bedingungen bot. Die Clayton Scheibe, welche von G. Caton- Thompson am Mantanapass gefunden wurde ist durch ein Vogelbild verziert. Bei näherer Betrachtung ähnelt das Tier einer Gans oder einer Laufente, die wohl kaum durch eine ~15mm weite Öffnung gepasst hätten. Ein weiterer Vogel, nicht ganz so eindeutig, ist auf einem Ring aus Regenfeld 96/15 bei H. Riemer abgebildet. Nistkästen für heimische Vögel wie Meisen verfügen über Fluglöcher mit Durchmessern von ~25mm, für Blaumeisen etwas weniger. da letztere zu den kleineren Singvögel gehören wird klar, dass eine Öffnung von 15mm zu klein ist, um Zugvögel zu fangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Schlangen&lt;br /&gt;
*Bei den heutigen klimatischen Bedingungen habe ich lediglich Sand-Rennnattern beobachten können und in der Nähe von Wohngebieten auch Hornvipern. Beide sind für 15mm Öffnungen zu groß, sie könnten sich, einmal in der Falle, auch wieder befreien, indem sie den Deckel wegschieben. Sand-Rennnattern sind ungiftig und ernähren sich von den Zugvögeln, die sie mit Hilfe ihrer sehr speziellen Jagdtechnik fangen können. Ihr Schwanz ist sehr dünn und ähnelt an seinem Ende einem Wurm. Die im Gesteinsschutt lauernde Schlange bewegt das Schwanzende und lockt damit den Vogel an. Was dann passiert, ist durch drei Fotos, die ich in Djara im Jahr 2000 aufgenommen habe, dokumentiert. Die Reptilien fressen zweimal im Jahr und zwar wenn die Zugvögel auf ihrer Hin- und Rückreise sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlange_Vogel_1.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 1: Der Vogel hat das wurmähnliche Schwanzende gepackt. Die Schlange beißt zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlange_Vogel_2.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 2: Nachdem der Vogel gewürgt wurde, wird er gefressen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlange_Vogel_3.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 3: Der Vogel ist im Schlangenkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Skorpione &lt;br /&gt;
*Diese Spinnentiere kommen mangels Beutetieren heute in der Vollwüste nicht mehr vor, wohl aber in den Oasen. In Gunsträumen, die ehemals während der stärkeren Feuchtphasen vom Menschen besiedelt waren, hätten sie allerdings noch genügend Nahrung fangen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anwachsen der Playas endete nach Pachur und Roeper gegen 6.400 BP.&lt;br /&gt;
*Das heißt aber nicht, dass kein Regen mehr fiel. Sanfter Winterregen sickert leicht ein und eine begrenzte Niederschlagsmenge ist nicht in der Lage Verwitterungsmaterial zu transportieren und Sedimente in den Endpfannen zu bilden. Hier liegt der Grund, dass Quartärgeologen an Hand des Sedimentationsgeschehens nicht in der Lage sind Niederschläge nachweisen zu können. Selbst noch während der vierten und sechsten Dynastie sind Strafexpeditionen von Pharao Snefru und Weni, dem Gouverneur von Oberägypten in die westliche Wüste bekannt, die eine bedeutende Population in den Oasen und in dem umgebenden Grasland vorfanden, bekämpften und ausplünderten. Das Gebiet war also nach dem Abwandern eines Großteils der Bevölkerung keineswegs eine Vollwüste wie heute sondern konnte eine in den Oasen basierte Gemeinschaft die sporadisch und durch langjährige Beobachtungen gezielt das Umland nutzte, ernähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wozu braucht man nun Skorpione? &lt;br /&gt;
*In Südtunesien in den Oasen Tozeur und Nefta wurden in 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts noch Skorpione gefangen und an Forschungsinstitute verkauft. &lt;br /&gt;
*Im prädynastischen Ägypten kennen wir viele Abbildungen von Skorpionen. Der Horusname des ersten Königs von Oberägypten, dem Vorgängern Namers, war Skorpion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere Informationen ist die Ägyptologie gefragt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Keramik Markierungen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ritzungen in Form von Vögeln sind bereits erwähnt worden. Viele andere Zeichen sind einfache Striche, Kreuze, U-förmige Anordnungen, frühe Hieroglyphen und andere, es könnten Eigentumsmarken sein. Allerdings stimmen die Markierungen von Ringen und zugehörigen Scheiben nicht überein. Häufig werden auf den Scheiben Zeichen gefunden, die aus einer geraden Linie vom Rand zur Öffnung hin bestehen und einer pfeilartigen Ritzung, die in Richtung der Öffnung weist, als wolle man, gleich einem Jagdzauber, dem Skorpion den Weg in die Falle weisen. (Mirmala, Regenfeld und Selima sandsheet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clayton_Ring_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Ritzungen von Skorpionen und Scheiben von Clayton Ringen&lt;br /&gt;
*1. Mirmala 00/10, Keramik-Ritzzeichnungen, die Skorpione darstellen könnten.&lt;br /&gt;
*2. Selima sandsheet, Scheibe mit typischer pfeilartiger Ritzung (nach P.A. Clayton).&lt;br /&gt;
*3. Mirmala 00/10, Scheibe mit typischer pfeilartiger Ritzung.&lt;br /&gt;
*4. wie 3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichen auf den Ringen, welche aus einem Viereck oder einem U bestehen und einem zwei- bis dreimal geknicktem geraden Strich an der Basis des Vierecks oder des U, würde ich als primitive Skizzen von Skorpionen interpretieren, wobei die geknickten Linien den Schwanz mit Stachel darstellen (Mirmala). Auch die perlenartige Anordnung von Chufu weist auf den gegliederten Schwanz des Skorpions hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Skorpione_Darstellungen_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Darstellungen von Skorpionen&lt;br /&gt;
*1. Gerf Hussein, auf Tontopf&lt;br /&gt;
*2. Gerf Hussein, auf bauchigem Tontopf&lt;br /&gt;
*3. Chufu, Keramikmarke		&lt;br /&gt;
*4. Nagada, Zeichnung&lt;br /&gt;
*5. Hierakonpolis, plastisch auf hohem Tongefäß&lt;br /&gt;
*6. Hierakonpolis, plastisch als Henkel auf Tonkrug	&lt;br /&gt;
*7. Hierakonpolis, Keulenkopf des Skorpions&lt;br /&gt;
*8. Nagada, auf Tonkrug&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine Verwendung von Clayton Ringen als Skorpionfalle sehr viel wahrscheinlicher ist als sämtliche übrigen Vorschläge, und dass das Klima in der westlichen Wüste eine extensive Viehhaltung und ein nomadisches Leben während der Winterregenzeit erlaubte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clayton_Falle.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Darstellung einer Clayton Falle &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Distanz z.B. von Farafra, dem Land der Kuh, bis Mirmala beträgt rund 300 km und ohne Wasser ist diese Strecke nicht zu überwinden. Mit einer Viehherde (siehe auch Gabriel) bestehend aus Kühen, Schafen oder Ziegen könnten Hirten die Korridore zwischen den Dünenketten als Weiden nutzen und so in drei bis vier Monaten den Hin- und Rückweg schaffen. Nebenbei könnten sie Fallen aufstellen und, als Zubrot sozusagen, noch Skorpione fangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkbar ist auch, die Fallen wären zur Sicherheit der Hirten und ihrer Herden aufgestellt worden, um vor Stichen der Spinnentiere geschützt zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tulpenförmige Keramikbecher'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Becher sind gekennzeichnet durch einen breiten, ausladenden Rand und einen runden Boden. Die sudanesischen Exemplare weisen außerdem im medialen Bereich eine Verengung auf.&lt;br /&gt;
Beschrieben werden sie unter anderem in:&lt;br /&gt;
*H. Müller- Karpe, Handbuch der Vorgeschichte Band II Jungsteinzeit. C.H. Beck München 1968. &lt;br /&gt;
*L. Krzyzaniak, The Later Prehistory of Upper (main) Nile. Comments on the Current State of the Research. In: New Light on the Northeast African Past. Heinrich- Barth- Institut, Köln 1992.&lt;br /&gt;
*J. Reinold, Néolithique du Soudan central et du Haute Nubie – données sur le materiel en céramique. In: Tides of the Desert. Heinrich- Barth- Institut, Köln 2002.&lt;br /&gt;
*R. Kuper, „Looking behind the scenes“ archaeological distribution patterns and their meaning. In: Atlas of Cultural and Environmental Change in Arid Africa. Heinrich- Barth- Institut, Köln 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datierungen reichen in Kadero von 3800 bis 3000 BC (L. Krzyzaniak). R. Kuper gibt eine Zeitspanne von 4700 – 3400 cal. BC für das gesamte Verbreitungsgebiet an. Es erstreckt sich von Khartum bis nach Assiut und von der östlichen Wüste bis in den Gilf Kebir. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Kalksteinplateau Abu Tarturs ist vom Fundplatz 0034/85 eine kleine Scherbe bekannt, die zu einem dieser Becher gehören könnte. Vor allem die ansonsten in Abu Tartur unbekannte Randdekoration bestehend aus Ritzmustern in Dreiecksform, welche bei vielen Exemplaren aus Mostagedda, Badari und dem Sudan vorkommen, macht diese Vermutung wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ein praktischer Gebrauchswert der Tulpenbecher bislang nicht erkannt worden ist, dürfte die Frage nach der Lebensweise der Spätneolithiker vielleicht eine Lösung bringen. &lt;br /&gt;
Vereinfacht gesagt bauten diese Gruppen Getreide (Sorghum) an und hielten Viehherden. Ein vernünftiger Grund die Tiere zu halten lag in der Möglichkeit der Milchgewinnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den heutigen industrialisierten Gesellschaften ist die anonyme Milchkuh ein zu optimierender Produktionsfaktor, der hoch gezüchtet und medizinisch überwacht in automatisierten karusellartigen Stationen elektrisch gemolken wird. Noch vor einigen Jahrzehnten wurden in unseren Breitengraden den Kühen, die mit Pferden, Ziegen, Schafen, Schweinen, Geflügel und anderen Tieren auf den Hof zusammenlebten, liebevoll Namen gegeben. Der Bauer hatte eine persönliche Beziehung zu seinem Vieh. &lt;br /&gt;
Bei den nomadisierenden afrikanischen Viehhaltern ist das heute noch der Fall und diese persönliche Bindung hatte am Anfang der Domestizierung eine noch größere, fast religiöse Dimension. Das vorher wilde Tier gab dem Menschen von seiner für das Kalb oder das Lamm bestimmten Milch einen Teil ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wird von Hand gemolken?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*In Europa wurde ein Eimer unter das Euter des zu melkenden Tieres gestellt, der Melker setzte sich auf einen Schemel und melkte beidhändig.&lt;br /&gt;
*In Afrika hockt sich der Melker neben das Tier, hält einen Behälter in einer Hand und melkt mit der anderen. Häufig ist es notwendig, dass das Kalb oder das Lamm bei dem Vorgang in der Nähe steht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Gefäß wird heute eine flache Aluminiumschüssel oder das allgegenwärtige chinesische Emailgeschirr benutzt. &lt;br /&gt;
Wie viel eleganter und praktischer, einmal davon abgesehen, dass Keramik über weniger Bruchfestigkeit verfügt, ist ein Tulpenbecher.&lt;br /&gt;
Der breite, auskragende Rand verhindert ein Verspritzen der Milch, der mediale Bereich, besonders wenn er noch verjüngt ist, eignet sich bestens zum Festhalten. So liegen die entsprechenden Durchmesser bei ~7,2cm in Badari, bei ~6,6 bis 8,4cm in Mostagedda und im Sudan in Kadero Grab 113 bei ~7,3cm und bei Grab 114 bei ~6,0cm. Zum Vergleich misst der Durchmesser einer modernen, gläsernen Milchflasche ~8,7cm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Melkbecher_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der untere Teil mit dem runden Boden diente als eigentlicher Sammelbehälter. Ein Grund keinen flachen Boden zu wählen liegt in der einfacheren Reinigungsmöglichkeit eines gerundeten Bodens, ein wichtiger Aspekt in heißen Klimaregionen. Es kann davon ausgegangen werden, dass jeder Hirte seinen eigenen Melkbecher am Gürtel trug.&lt;br /&gt;
Die oft aufwendige Dekoration belegt die Wertschätzung des Artefakts.  Die sehr unterschiedlichen Größen erklären sich zum einen durch die verschiedenen zu melkenden Tiere (Kühe, Schafe und Ziegen) zum anderen durch die unterschiedliche Größe der Hirten (Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Fundplatz A.T. 0034/85 wurde neben der hier behandelten Becherscherbe auch das Bruchstück eines Clayton Rings gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Melkbecher_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im europäischen Neolithikum kommen Gefäße vor, die sich ebenfalls zum einhändigen Melken eignen würden. Besonders auffällige Stücke sind in der Slowakei gefunden worden und zwar in Abrahäm und in Luzianski. Diese Schalen mit langem, massivem Fuß erfüllen in hohem Maße die Kriterien eines Melkbechers. Zu einem anderen Gebrauch, z.B. für ein auf dem Fuß stehendes Gefäß sind sie zu instabil. Ein weiteres schönes Beispiel europäischer Tulpenbecher bietet die Michelsberger Kultur. So sind Exemplare der Fundstelle Goldberg/Ries fast identisch mit den hier vorgestellten Melkbechern aus Ägypten, wenn auch die für Mostagedda und Kadero typische Dreieckverzierung fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Melkbecher_3.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Seltene und seltsame Steinartefakte.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Kleine Beile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Stationen Afara, Tintabesguin und Cory de Noel in der Nähe der Kohlengrube Anou Araren in der Republik Niger haben eine beachtliche Anzahl von geschliffenen und geschlagenen Beilen verschiedener Dimensionen hervorgebracht. Auch Hohlbeile (gouges) sind stark vertreten.&lt;br /&gt;
Von den rund 300 in der Gegend gefundenen Beilen sind einige mikrolithisch ausgebildet. Typologisch handelt es sich bei diesen Artefakten einwandfrei um Beile, kleine geschliffene und polierte Beile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige sind mit ihren Charakteristika aufgelistet und gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleine_Beile_Niger.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Kleine Beile aus Niger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Nr.'''|| '''Kennziffer'''|| '''Länge (mm)'''|| '''Breite (mm)'''|| '''Dicke (mm)'''|| '''Gewicht (g)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 01|| N 13/7|| 24,5|| 14,2|| 7,0|| 2,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 02|| N 09/6|| 18,3|| 15,1|| 7,3|| 2,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 03|| N 13/14|| 24,5|| 16,4|| 7,0|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 04|| N 13/17|| 21,1|| 15,5|| 8,0|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 05|| N 09/5|| 28,2|| 12,0|| 8,0|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 06|| N 09/9|| 19,1|| 7,9|| 3,7|| 0,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 07|| N 13/18|| 23,0|| 11,3|| 6,5|| 1,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 08|| N 05/24|| 20,8|| 11,0|| 6,8|| 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 09|| N 13/3|| 26,6|| 13,7|| 5,4|| 4,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 10|| N 06/19|| 22,5|| 10,2|| 7,0|| 4,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die mittelgroßen und großen Beile aus dem lokal häufig vorkommendem Tonstein gefertigt sind, ist das für die mikrolithischen Stücke verwandte Material ein schwarzes Ergussgestein (Basalt). Eine Ausnahme bildet das Beil Nr. 8, welches aus einem grau- grünem, nicht näher identifiziertem Gestein besteht.&lt;br /&gt;
Die mögliche Funktion dieser Werkzeuge gibt ein Rätsel auf. &lt;br /&gt;
Als Beile konnten diese Artefakte schon aus Mangel an Masse nicht verwendet werden. &lt;br /&gt;
Als Spielzeug sind sie zu klein, hier wären eher die mittelgroßen Stücke geeignet gewesen. Außerdem hätte man für Spielzeuge den günstigeren Werkstoff Tonstein genutzt und nicht den importierten härteren Basalt verwendet.&lt;br /&gt;
Da aus dem üblichen Tonstein keine Klingen geschlagen werden konnten und er ebenfalls zur Herstellung von Sticheln ungeeignet war, wäre es möglich, dass die kleinen Beile hier eine Lücke ausfüllen sollten. Aber auch dieser Ansatz ist wenig zwingend. Wir wissen es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Kerbklinge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Artefakt stammt aus dem Süden Tunesiens und zwar aus Lalla in der Nähe von Gafsa.&lt;br /&gt;
Der schwierige Fundplatz kann einem späten, indifferentem Epipaläolithikum zugeordnet werden. Das proximale Ende der Kerbklinge ist aufwendig zu einer Art Kratzerkappe retuschiert worden. Der Rücken ist fein retuschiert ohne jedoch gestumpft zu sein. Die proximale Kerbe weist die typischen abrupten Retuschen auf, während die distale Kerbe den Eindruck erweckt als sei sie heraus gebrochen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kerbklinge.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Kerbklinge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das distale Ende ist ohne Retuschen und bildet mit der oberen Kerbenkante einen Zinken. Das Material ist hellbeigefarbener, transluzenter Feuerstein bester Qualität. Vielleicht sind die Kerben wie bei normalen Kerbklingen genutzt worden, ansonsten ist eine andere Verwendung schwer vorstellbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Großgeräte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Fundplätzen 1026/82 und 0005/84 stammt jeweils ein großes, plattiges Werkzeug, welches zu seinem Gebrauch hätte gestielt sein müssen.&lt;br /&gt;
Die Artefakte sind einzigartig und kommen auf anderen Fundstellen in Abu Tartur nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0005/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werkzeug von diesem Fundplatz ist im Kapitel plattige Werkzeuge beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Platte aus karamellfarbenem Hornstein bildet den Werkstoff dieses Artefakts. Die Oberfläche wird durch den natürlichen Kortex gebildet, sie ist unregelmäßig, vorspringende Zapfen sind wegretuschiert worden. Die von beiden Seiten geschlagenen, den Gesamtumfang betreffenden Retuschen bilden Winkel von 42° - 55°. Während ein Rand durch zwei tiefe Kerben gekennzeichnet ist, weist der gegenüberliegende Rand nur eine gut ausgeprägte Kerbe auf. (Siehe Foto).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstueck_groß_Vorderseite.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstück Vorderseite&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstueck_groß_Rueckseite.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstück Rückseite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dimensionen des Werkzeugs, des größten und schwersten in der Sammlung, ausgenommen Reibschalen, sind wie folgt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Länge	=	270mm&lt;br /&gt;
*Breite 1	=	210mm&lt;br /&gt;
*Breite 2	=	180mm&lt;br /&gt;
*Breite zwischen den Kerben 	=	160mm&lt;br /&gt;
*Dicke	=	40 – 45mm&lt;br /&gt;
*Gewicht	=	2800g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den beiden Objekten handelt es sich höchstwahrscheinlich um gestielte Hacken oder Hauen. Die Kerben dienten zur Befestigung der Stiele.&lt;br /&gt;
Mögliche Anwendungsgebiete sind der Ackerbau, das Abteufen von Brunnenlöchern, das Ausheben von Gräbern, den Tonabbau zur Keramikherstellung und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) „Spielsteine“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Runde, plattige Artefakte ohne sichtlichen praktischen Gebrauchswert werden hier Spielsteine genannt. In größerer Anzahl sind sie im Südteil des Fundplatzes 1024/82 beobachtet und in ihrer Lage belassen worden. Die zwei hier vorgestellten Artefakte stammen vom Fundplatz 1017/82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielstein 1017/82 – 52 ist aus einer Thermoscherbe aus karamellfarbenem Hornstein mit wenigen Randretuschen hergestellt worden. Er hat einen Durchmesser von 73 bis 78mm und eine Dicke von 15mm. Spielstein 1017/82 – 5 besteht aus einer Kalksteinplatte, die leichte Deflationsspuren auf einer Seite und starke auf der gegenüberliegenden Seite aufweist. Hier sind die Dimensionen wie folgt. Der Durchmesser ist mit 63 bis 68mm geringer als bei dem Hornsteinartefakt. Die Dicke mit 13 – 14mm ist ebenfalls geringer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Spielsteine.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Spielsteine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 1001/83 sind drei Spaltstücke aus einem Kalzitkristall bekannt, die ebenfalls keinen praktischen Gebrauchswert erkennen lassen. Da sie nicht durchbohrt sind, dienten sie wahrscheinlich auch nicht zu Schmuckzwecken. Auch hier kann angenommen werden, sie hätten als Spielsteine eingesetzt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abmessungen betragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18mm	x	14mm	x	2,5mm&lt;br /&gt;
*18mm	x	14mm	x	2,0mm&lt;br /&gt;
*17,5mm	x	14mm	x	3,0mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte die Annahme es handele sich bei diesen Artefakten um Spielsteine korrekt sein, so lässt es in Bezug auf die Lebensweise der Hersteller darauf schließen, dass die Lebensumstände günstig waren und Zeit zum Spielen boten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) Stumpfe Pfeilspitze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Sammlung Ulbrich stammt eine A31 Spitze, gefunden auf dem Fundplatz 1023/82, die sich durch eine gestumpfte Spitze auszeichnet. Das Artefakt ist wie eine A2 Spitze konzipiert aber mit leicht gerundetem Schwingenenden ausgestattet. Das distale Ende besteht aus natürlichem Kortex beschreibt einen Kreisbogen und steht rechtwinklig auf der Längsachse der Pfeilspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Länge		=	35mm&lt;br /&gt;
*Breite 1			=	26mm	&lt;br /&gt;
*Breite 2		=	14mm&lt;br /&gt;
*Tiefe der Kehle	=	11mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wozu wurde ein solches exotisches Projektil benutzt?&lt;br /&gt;
Mögliche Antworten könnten sein:&lt;br /&gt;
*Vogeljagd.&lt;br /&gt;
*Jagd auf kleine Tiere, deren Fell nicht durchlöchert werden sollte.&lt;br /&gt;
*Schuss auf flüchtende Feinde, die nicht getötet sondern gefangen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch hier kann gesagt werden, dass wir es nicht wissen und nur raten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) Seltsame Mikrolithen vom Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 0002/84 ist das bislang älteste in Abu Tartur aufgefundene Zeugnis holozäner steinzeitlicher Besiedlung. Mit einem Alter von 9120+-40 BP oder 8360+- 70 cal AD – BC (Poz – 11204) gehört der Platz zu den ältesten in der Sahara aufgefundenen Fundstellen, die eine genügend große Menge an Werkzeugen aufweisen, um eine Typologie erstellen zu können.&lt;br /&gt;
(Siehe Fundplatzbeschreibung: Fundplätze - Komplex T, größere, 0002_84_Zusammenstellung.pdf.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werkzeuge sind einmal charakterisiert durch schwere Kratzer, zum Teil auf vorholozänen Artefakten und daher mit doppelter Patina versehen, zum anderen durch kantenretuschierte Mikrolithen, hauptsächlich Querschneider in Trapezform. Unter diesen Mikrolithen befinden sich drei Stücke, die nicht einfach einzuordnen sind und deren Gebrauchswert Rätsel aufgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus Tafel 0002-II-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0002_Mikrolithe.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Mikrolithe Nr. 31, 34 und 40&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nr. 31 – 23/131   Nicht zu identifizierendes Werkzeug. Zwei lange Ränder sind konkav retuschiert, ein langer Rand ist geradlinig retuschiert, ein kurzer Rand ist retuschiert und der andere kurze Rand besteht aus einer unretuschierten Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nr. 34-25/045   Viereck, die vier Ränder sind retuschiert, ein Rand davon konkav, die anderen geradlinig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dim.:	L = 15mm,	B = 12mm,	D = 3mm    	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nr. 40-23/142   Kleine dreieckige, an sämtlichen Rändern kantenretuschierte Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dim.:	L = 9,5mm,	B = 7mm,	D = 2mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es eigentlich keinen Sinn macht alle drei Ränder einer Spitze zu stumpfen, könnte aus Gründen, die sich uns heute nicht mehr erschließen, das Artefakt Nr. 40 als Pfeilbewehrung benutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Stücke Nr. 31 und Nr. 34 kann ich keinen Anwendungsbereich erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Klima==&lt;br /&gt;
'''(Siehe auch Klima im Hauptteil)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf welche wirtschaftlichen Ressourcen konnten die Bewohner Abu Tarturs zurückgreifen? Um diese Frage zu beantworten, muss das Klima, welches zur Zeit der Besiedlung herrschte, erfasst werden. Vor allem die Höhe der Niederschläge ist neben den Temperaturen und den Verdunstungsraten von großer Bedeutung. Bodenbeschaffenheit und Geländeprofile sind ebenfalls wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine Ansicht geht bis heute dahin, Sommerregenmengen von 50mm/Jahr bis 150mm/Jahr für den Raum Abu Tartur zu postulieren, das wäre ein Durchschnitt von 100mm/Jahr und somit ungenügend um Böden zu bilden, um Wasserlöcher zu füllen, um Wildtieren, abgesehen von wenigen Ausnahmen, eine Lebensgrundlage zu geben und erst recht ungenügend, um Menschen mit ihren Haustieren in eine solche Wüste zu locken.&lt;br /&gt;
Gegen diese minimalistische Sichtweise sind Fakten zusammengetragen worden, die eindeutig höhere Präzipitationen voraussetzen. Das Klimageschehen ist an anderer Stelle im Detail behandelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geologie''' -  Das Vorhandensein von holozänen Rotböden auf dem Abu Tartur Plateau und in der Sandsteinebene bedingte ein wechselfeuchtes Klima zur Zeit der Pedogenese.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fauna''' -  Großsäuger wie Elefant, Giraffe, Büffel und Nashorn sind im Raum um den 25. Breitengrad Nord nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Flora''' -  Gehölze wie Salvadora persica, Leptadenia pyrotechnica, Maerua crassifolia, Calotropis procera, Ziziphus, Grewia tenax, Boscia senegalensis, Balanites aegyptiaca, Caparis decidua und Acacia nilotica, die in der hier behandelten Zone beheimatet waren, deuten auf ein Savannenklima hin.&lt;br /&gt;
Gräser und Kräuter wie Chencrus, Pennisetum, Bracharia, Echinochloa, Digitaria, Gramineae, Panicum, Setaria, Sorghum, Cyperaceae, Portulaca oleracea, Scirpus maritimus und Hordeum vulgare sind ebenfalls nachgewiesen. Gräser, welche essbare Körnerfrüchte zur Reife bringen, benötigen ein Minimum von 150mm/Jahr Winterregen oder 300mm/Jahr Sommerregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Anzahl von Mahlwerkzeug lässt auf eine intensive und regelmäßige Nutzung der Getreidearten schließen.&lt;br /&gt;
Haustiere -  Rind, Schaf, Ziege, Hund und Esel kommen im behandelten Raum vor.&lt;br /&gt;
Allein in Abu Tartur ist von Oberflächenfundplätzen fünfmal das Rind/Büffel und sechsmal Schaf / Ziege nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das absolute Niederschlagsminimum für die Rinderhaltung liegt bei 400mm/Jahr Sommerregen.&lt;br /&gt;
Menschen -  Gruppen von vernunftbegabten Menschen, denen Alternativen zur Verfügung gestanden haben, (Sudan, Nil, Mittelmeer) begeben sich nicht in einen ariden, ressourcenlosen Raum, um einen Überlebenskampf zu führen, den sie nicht gewinnen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Minimum von 400mm/Jahr äquivalenter Sommerregen (es sind sowohl Sommer- als auch Winterregen nachgewiesen) und ganzjährig durch Brunnen erreichbares Wasser sind die Bedingungen, um Sammler und Jäger in den frühen Phasen und Hirten und erste Bauern in späterer Zeit an diesen Ort zu binden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Feldbau auf dem Abu Tartur Plateau==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei dem Fundplatz-Katalog erwähnt, finden sich auf dem Fundplatz 0049/85 zwanzig Steinkonstruktionen unter Lockersediment, die als Windschilde oder Wohnhütten interpretiert werden können. Sie wurden, da ich mir Grabungen untersagt hatte, nicht weiter untersucht. Ihr Alter dürfte, grob geschätzt, zwischen Abu Tartur B und Abu Tartur D liegen in einem zeitlichen Rahmen von ~9000 BP bis 7800 BP, also in den von F. Wendorf und R. Schild definierten El Ghorab und El Nabta Phasen sowie in den von M. Mc Donald so bezeichneten Masara Phasen, die sich am 25. bis 26. Breitengrad Nord in die aride Zeitspanne im CPE Bereich zwischen El Adam und El Ghorab schieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf jüngere Aktivitäten auf dem Plateau im Abu Tartur E weisen zwei C14- Daten von 7370 BP und 7200 BP sowie das Vorkommen von Schaf und Ziege hin. Die Feuerstellen, welche diese Daten lieferten überlagern einwandfrei zu definierende El Nabta Fundstellen (Abu Tartur D).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mittlere Neolithikum scheint auf dem Plateau nur sporadisch vorgekommen zu sein, es schlägt sich nicht in den Werkzeugtypologien nieder, auch fehlen die typischen Dreieckspitzen der Typen H7 und H8. Ein Grund für die geringere Anwesenheit des Abu Tartur E auf dem Plateau könnten nachlassende Niederschlagsmengen gewesen sein.&lt;br /&gt;
Einzelfunde aus noch jüngeren Phasen, die Werkzeuge mit bifazialen Retuschen aufweisen, sind äußerst selten, einige wenige Pfeilspitzen zeugen von Jagdausflügen. Ebenfalls sind die Querschneider der Abu Tartur A Phase vorhanden aber auch sie bilden Ausnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werkzeugmengen auf den für den Feldbau interessanten Fundstellen sind gering, nur 0003/84 erlaubt eine typologische Einordnung, sie würde in die Abu Tartur B Phase passen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Liste der geeigneten Feldbau-Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz Nr. '''|| '''Koordinaten'''|| '''Steinartefakte*'''|| '''Keramik'''|| '''Mahlwerkzeuge'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0003/84|| 520800/305910|| 105|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0004/84|| 522100/305800|| 23|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0005/84|| 521600/305700|| 9|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0019/84|| 520350/302850|| 42|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0020/84|| 522225/302875|| 10|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0021/84|| 520710/304535|| 9|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0024/84|| 522950/305400|| 28|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0026/84|| 516850/302900|| 57|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0027/84|| 519850/302650|| 17|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0028/84|| 520080/302800|| 4|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0030/87|| 518950/303500|| 59|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0031/87|| 519100/303250|| 14|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0032/85|| 520200/305900|| 2|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0033/85|| 520000/305800|| 9|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0034/85|| 519750/305800|| 21|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0046/84|| 519700/304400|| 9|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0047/84|| 520070/303075|| 4|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *Sämtliche Werkzeuge sind im Fundplätze-Katalog Abu Tartur beschrieben. Sie bestehen hauptsächlich aus retuschierten Abschlägen und Klingen sowie aus Kerben. Weniger häufig sind Stichel oder als Stichel benutzte Kerne, Bohrer, Pfeilspitzen der Familie H und Kratzer. Sehr selten sind Trapeze, Stumpfungen und rückengestumpfte Lamellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hacke1_Zeichnung.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Hacken von den Fundplätzen 0003/84 und 0028/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hacke2_Zeichnung.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Hacken und Schneidegeräte von den Fundplätzen 0003/84, 0034/85 und 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorhandensein verschiedener Getreidearten in der westlichen Wüste Ägyptens ist im Kapitel „Klima – Pkt. 4 Regenfeldbau in der Ostsahara zur Zeit der postpleistozänen Feuchtmaxima“ beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es müsste noch hinzugefügt werden, dass die Niederschläge nur einer Regenzeit, vorzugsweise im Winter, ausreichen musste um Getreide innerhalb von drei Monaten erzeugen zu können. Eine weitere Regenperiode im Sommer konnte lediglich von Nutzen für Bäume und Sträucher sein und natürlich auch für die Menschen und ihre Herden indem Brunnenlöcher und Viehtränken aufgefüllt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hypothese: „Getreideanbau auf dem Abu Tartur Plateau“ basiert weder auf Funden von botanischem Material noch auf einwandfrei zugeordneten C14 Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie beruht auf der Typologie der Werkzeuge und den Funden von Geräten, die für die Vorbereitung der Böden, das Schneiden von Halmen sowie dem Mahlen von Körnerfrüchten geeignet erscheinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine landwirtschaftliche Nutzung der fruchtbaren terra rossa Böden spricht ebenfalls die Massierung von Wohnstätten. Falls eine Belegung mit drei Personen je Einheit angenommen wird, so wären gleichzeitig 60 Menschen auf dem Fundplatz 0049/85 anwesend gewesen. zu viele um sie dauerhaft durch Jagd ernähren zu können. In einem Radius von sieben bis acht Kilometern wären die Beutetiere, nach landläufiger Meinung lediglich kleine Gazellen und Hasen, äußerst selten geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel aus meiner Zeit in Sambia kann diese Annahme untermauern. Die Buschlandschaft war äußerst dünn besiedelt. Wir waren eine Gruppe von sieben Leuten, stellten unsere Blechhütten auf, bohrten nach Wasser und schlossen den Generator an. Eine Hütte diente als Küche. In den ersten Tagen schossen wir je nach Bedarf aus dem Küchenfenster entweder drei bis vier Hasen oder eine kleine Antilope. Größeres Wild war vorhanden wäre aber wegen der mangelnden Konservierungsmöglichkeiten ungeeignet gewesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Woche mussten die Jäger schon in den Busch laufen und nach drei Wochen war ein Geländewagen notwendig geworden, um in sieben bis acht Kilometern Entfernung Wild erbeuten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hasenjagd_1970.jpg|400px]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Hasenjagd mit dem Landrover. Sambia 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sambia_1970_Hase.jpg|400px]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Der Autor beim Häuten eines Hasen (lepus capensis). Sambia 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Feldbau sprechen auch Dämme, die Regenwasser in geeigneten Flächen zurückhalten konnten. Sie würden zu den frühesten wasserbautechnischen Maßnahmen zählen, die logischerweise ergriffen wurden, um dem Getreide bessere Bedingungen zu bieten und die Erntemenge zu erhöhen. Für wildes Getreide würden solche Anlagen nicht gebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gelaendeschnitt_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Geländeschnitte Fundplätze 0004/84 und 0005/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gelaendeschnitt_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Geländeschnitte Fundplätze 0034/85, 0033/85 und 0032/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier könnten Berufsarchäologen, ausgestattet mit ihrem Wissen und großzügigen staatlichen Ressourcen mit geringem logistischem Aufwand beste Resultate erzielen. &lt;br /&gt;
Zusammenfassend sehe ich auf dem Abu Tartur Plateau zunächst im Abu Tartur A eine Jäger- und Sammlergruppe mit eventueller Haltung von Rindern. Zu Beginn der Nutzung des Plateaus müssen die Niederschläge sehr hoch gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der folgenden Phasen Abu Tartur B und Abu Tartur C, kann postuliert werden, entwickelte sich der Ackerbau, es werden domestizierte Getreidearten angebaut, Rinderzucht ist durch Knochenfunde belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung zur voll neolithischen Lebensweise hält im Abu Tartur D an.&lt;br /&gt;
Durch eine Verminderung der Regenmengen wird das Plateau im Abu Tartur E nur noch saisonal genutzt. Ziegen und Schafe treten an die Stelle von Rindern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Phasen wird das Plateau hauptsächlich für die Jagd genutzt, da die Niederschlagsmengen weiter zurückgehen und die Siedlungsaktivität sich bevorzugt auf die Nähe der großen Playabecken in der Sandsteinebene konzentriert. Wie entsprechende Werkzeugfunde belegen, wird nun in der Ebene Ackerbau betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese hypothetischen Aussagen könnten durch Grabungen und Analysen, durchgeführt von qualifizierten Archäologen, Biologen und Geologen, belegt oder aber mit weniger Wahrscheinlichkeit auch widerlegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich selbst hatte weder die Zeit noch die Mittel, um eindeutige Beweise liefern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ausblick==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur unterscheidet sich von vielen anderen Fundkomplexen in der östlichen Sahara durch seine Vielschichtigkeit sowohl in zeitlicher als auch in kultureller Hinsicht. Daher scheint es nicht angebracht eine schematische Klassierung, die auf anderen Fundstellen durchaus Gültigkeit haben kann, auch hier anzuwenden, es sei denn es würde lediglich grob in eine frühe, eine mittlere und eine späte Phase eingeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollten die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden, die es erlauben würden zu einer sinnvollen Interpretation der Abläufe zu gelangen. Es gilt als erstes den zeitlichen Rahmen festzulegen. Die vorhandenen C14- Analysen sind bei weitem nicht ausreichend, um zu gültigen Resultaten zu kommen. So existieren Werkzeuginventare, die sich auffallend von anderen, schon datierten durch das verwendete Rohmaterial sowie durch ihre Typologien absetzen.&lt;br /&gt;
Diese müssten zeitlich fixiert werden, andere schon existierende problematische Datierungen sollten überprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bislang wurden elf C14- Analysen erstellt. Mit den Resultaten und durch typologische Vergleiche mit anderen, außerhalb Abu Tarturs liegenden Fundstellen, lässt sich zumindest die frühe Phase der Besiedlung im Holozän einigermaßen zufriedenstellend einordnen. So kann der Fundplatz 0002/84 durch eine Umstellung der Definition der Werkzeuggruppen klar in die von Wendorf et al. definierte El Adam Phase, ca. von 9500 bis 8900 BP, eingeordnet werden und zwar auf Grund des Alters als auch der Typologie. In die El Ghorab Phase um 8500 bis 8200 BP passen die Typologien des Plateaufundplatzes 0017/83 und des Fundplatzes 1056/86 in der Ebene. Die Analyse an einem auf dem Plateaufundplatz 0015/83 gefundenem Landschneckengehäuses (Zootecus insularis) ergibt ein Datum von 8485 Jahren BP und liegt damit am Beginn der El Ghorab Phase '''Tabelle 10'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besonders gute Übereinstimmung besteht zwischen den Fundstellen der El Nabta Phase wie ein Vergleich der Kiseiba Fundplätze E-79-5, E-79-4, E-80-1 ( C ), E-80-3 und E-75-6 mit den Abu Tartur Fundplätzen 0006/83 und 0007/83 zeigt. Die Phase betrifft den Zeitraum zwischen 8100 und 7900 BP.&lt;br /&gt;
Die Anzahl der rückengestumpften Lamellen liegt gut über 10%, eine ebenso große Gruppe stellen die Bohrer dar. Auch die stärkste Gruppe, die retuschierten Stücke (Tix 105) sind in Kiseiba wie in Abu Tartur mit ca. 30% vertreten '''Tabelle 11'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Abu Tartur B sind die Fundplätze klassiert worden, auf denen epipaläolithische Bearbeitungstechniken verwandt wurden und die typologisch weder in die ältere El Adam Phase noch in die gleichzeitigen oder jüngeren El Ghorab und El Nabta Phasen eingeordnet werden können. Diese Fundstellen müssen mit den Masara Plätzen von Dakhla verglichen werden. Da letztere aber untereinander sehr große Unterschiede in den Typologien aufweisen, musste ein Weg gefunden werden, der es erlaubt Zahlen zu erhalten, die es rechnerisch- statistisch ermöglichen sinnvolle Vergleiche anzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davon ausgehend, dass gleiche Kulturen gleichen Alters und im gleichen geographischen Großraum angesiedelt, gleichartige Bedürfnisse entwickeln, werden auch gleichartige Werkzeuge benutzen und somit gleichartige Typologien hervorbringen. Daher wurden sämtliche in den von M. Mc Donald in den Oasis Papers 3 (2003) vorgestellten neun Masara Fundstellen A, B und C zusammengefasst und nach Tixier aufgeschlüsselt. Die so erhaltenen 711  Artefakte wurden dann mit 1933  Artefakten der neunzehn  Fundstellen des Abu Tartur B verglichen. Das Ergebnis zeigt eine weitgehende Übereinstimmung der beiden Fundkomplexe.&lt;br /&gt;
Die große Anzahl gleicht, wie aus den Tabellen ersichtlich, die großen Ungereimtheiten der Einzelanalysen aus. Die Unterschiede sind z.T. auf die geringen Mengen je Fundplatz und auf die Tatsache, dass es sich bei den Masara Plätzen teilweise und in Abu Tartur ausschließlich um Oberflächenmaterial handelt, zurückzuführen. Die geringen Unterschiede in den zusammengefassten Typologien gehen auf folgende Punkte zurück:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auswertung wurde von zwei Personen durchgeführt, von denen die erste eine international anerkannte Archäologin ist und die andere ein Bergmann, der sich für die Ur- und Frühgeschichte interessiert aber der auch schon seit den frühen 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts seine Funde nach Tixier klassiert. Die sehr geringen Unterschiede bei den Sticheln (Tixier III) und den Kerben (Tixier VII) könnten so eine Erklärung finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur kommen, hauptsächlich auf dem Plateau, neben der Abu Tartur B Phase, mit der die Masara Vorkommen hier verglichen werden, auch El Adam, El Ghorab und El Nabta Fundstellen vor, die in erstaunlicher Klarheit den CPE Plätzen in Nabta und Kiseiba entsprechen. Es besteht die Möglichkeit, dass sich nahe der Süd- West Ecke des Abu Tartur Plateaus (Dakhla) und an seiner Süd- Ost Ecke (Abu Tartur) ähnliche Siedlungsbedingungen geherrscht haben. So sind auch Reste der oben genannten frühholozänen Kulturen auf den Masara Plätzen als Zumischung nicht unmöglich. Das würde den höheren Anteil an rückengestumpften Lamellen sowie der geometrischen Mikrolithen und der damit verbundenen Mikroburin Technik erklären. Auch die Familie XI, die Diversen bei Tixier, weist bei Masara, El Adam und El Ghorab Fundstellen ähnliche Mengen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Unterschied besteht bei den Ounanspitzen, die für Abu Tartur B 0,93 % der Gesamtwerkzeugmenge ausmachen, auf den Masara Fundstellen hingegen 8,86 %. Diese Bewehrungen erreichen erst in der mittleren Besiedlungsphase, im Abu Tartur E, eine größere Bedeutung (1072/86 – 16 % - 7670+-50 BP). Interessant ist in diesem Zusammenhang ein C14- Datum der Masara A Gruppe von 7730+-110 BP, es entspricht dem Abu Tartur E und erklärt das Vorhandensein von großen Mengen Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da für die Abu Tartur B Phase keine Radiocarbon Analysen vorliegen, wurde bei dem Vergleich besonderer Wert auf typologische Gemeinsamkeiten gelegt. Kritisch untersucht wurden ebenfalls das Rohmaterial, die lithische Bearbeitungstechnik und typische Ausprägungen einzelner Artefakte '''Tabelle 14'''. Je jünger die Vorkommen sind, umso größer werden die Unterschiede in den Typologien. Aber auch hier stellen einzelne Artefakte, hauptsächlich Pfeilspitzen, exakt den gleichen Typus dar, so zum Beispiel die randretuschierten Dreieckspitzen H7 und H8, die auch Nabtaspitzen genannt werden, und die typisch für das mittlere Neolithikum sind. Oder die in der Sahara äußerst seltene D26- Spitze, die sowohl in Dakhla, Djara als auch in Abu Tartur erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise ist es der Oberflächencharakter der Fundstellen in der westlichen Wüste Ägyptens, welcher der Deflation nicht viel entgegenzusetzen hat. Denn selbst die aus geringmächtigem Lockersediment ergrabenen Artefakte befinden sich in der „Spielmasse“ des Windes und unterliegen, wie eine in Abu Tartur durchgeführte und weiter oben schon erwähnte Langzeitstudie über die Wirkung des Windes auf steinzeitliche Geräte und Materialien zeigt, einem Transport und vor allem einer Sichtung nach Korngrößen, wobei leichte Artefakte häufig aus dem Bereich der Fundstelle entfernt werden. Ungestörte in situ Fundplätze sind praktisch inexistent, das gilt für die Gesamtsahara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Vergleich der Fundstellen, die jünger als 7900 BP sind, werden vermehrt Ähnlichkeiten einzelner Artefakte oder auch Werkzeuggruppen herangezogen. Für diese mittlere  Phasen der steinzeitlichen  Besiedlung im Holozän  kann als Beispiel 1004/83 dienen aber vor allem 1072/86, ein Fundplatz, der zur Zeit aus seiner Bedeckung durch Playasediment auswittert und als relativ einheitlich und ungestört angesehen werden kann. Er ist charakterisiert durch kurze Klingen mit ungewöhnlich großen Schlagflächen und durch Ounanspitzen (Tixier 107, nach Hugot HI2), die zum Teil mittels einer Kerbtechnik hergestellt worden sind. Bei diesen Spitzen (H13) besteht das Stielende aus einem glatten Bruch. Entsprechende Kerbreste belegen das Herstellungsverfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ounanspitzenanteil der zeitgleichen Al Jerar Fundplätze von Nabta ist wesentlich geringer als der von 1072/86 und 1004/83. Mit zunehmender Häufigkeit der Anwendung der Technik der Flächenretuschierung in Abu Tartur werden die Inventare von Nabta und Kiseiba immer weniger ähnlich, da, obwohl das Bearbeitungsprinzip im Südosten der libyschen Wüste Ägyptens bekannt war, häufig an Randretuschen festgehalten wurde. Hier bietet sich eher ein Vergleich mit den Dakhla FundsteIlen und den Vorkommen von Djara, Abu Gerara, Eastpans und Chufu an, die ebenfalls vermehrt flächenretuschierte Artefakte aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie '''Tabelle 12''' zeigt, ist für Bashendi A Plätze eine gewisse Übereinstimmung für einige Werkzeugklassen noch zu erkennen. Auf der anderen Seite ergeben sich große Unterschiede wie zum Beispiel bei der Häufigkeit der gekerbten Stücke. Eine Gegenüberstellung der Werkzeuge von 1005/83 und den Bashendi B Plätzen 271 und 385 zeigt deutlich die grundlegenden Unterschiede auf. Einem Kerbenanteil von 50 % in Dakhla stehen ca, 10 % in Abu Tartur gegenüber, bei den Pfeilspitzen erreicht Abu Tartur 42 %, dem gegenüber beträgt der Anteil auf den Bashendi B Vorkommen lediglich 5 % '''Tabelle 13'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngste datierte Abu Tartur Platz 1005/83 hat ein Alter von 6420 BP und obwohl zur Zeit keine jüngeren Messdaten vorliegen, kann davon ausgegangen werden, dass die Besiedlung zu diesem Zeitpunkt nicht gänzlich abgeschlossen war. Langschmale Querschneider und mit groben Schieferton gemagerte Keramik weisen auf jüngere Phasen hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clayton Ringe, Keulenköpfe aus Kalkstein sowie Keramik aus historischer Zeit, persisch und römisch, ferner ein Kruglager belegen die Präsenz des Menschen auch während der Zeit der Austrocknung der Sahara. Es werden Reisende gewesen sein, Wanderer zwischen den wasserfiihrenden Oasen, die als Letzte ihr Nachtlager in Abu Tartur aufgeschlagen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 10''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich von EI Ghorab Typ Fundsteilen mit den Abu Tartur FundsteIlen 1056/86 und &lt;br /&gt;
0017/83. &lt;br /&gt;
Alter: 8200 - 8500 BP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||  &lt;br /&gt;
|| '''E-79-1 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-4 LCL'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-3'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-8 X'''&lt;br /&gt;
|| '''1056/86'''&lt;br /&gt;
|| '''0017/83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 0,56&lt;br /&gt;
|| 0,71&lt;br /&gt;
|| 1,80&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1,61&lt;br /&gt;
|| 2,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 5,65&lt;br /&gt;
|| 2,13&lt;br /&gt;
|| 5,40&lt;br /&gt;
|| 5,26&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 6,98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 3,95&lt;br /&gt;
|| 5,67&lt;br /&gt;
|| 30,30&lt;br /&gt;
|| 1,44&lt;br /&gt;
|| 17,74&lt;br /&gt;
|| 9,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombinationswerkzeuge&lt;br /&gt;
|| 0,56&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1,80&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 30,51&lt;br /&gt;
|| 29,79&lt;br /&gt;
|| 28,60&lt;br /&gt;
|| 23,92&lt;br /&gt;
|| 30,63&lt;br /&gt;
|| 30,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 9,60&lt;br /&gt;
|| 4,26&lt;br /&gt;
|| 4,50&lt;br /&gt;
|| 18,66&lt;br /&gt;
|| 20,96&lt;br /&gt;
|| 6,98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 5,08&lt;br /&gt;
|| 2,84&lt;br /&gt;
|| 3,60&lt;br /&gt;
|| 2,87&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 15,82&lt;br /&gt;
|| 29,08&lt;br /&gt;
|| 5,40&lt;br /&gt;
|| 5,74&lt;br /&gt;
|| 14,52&lt;br /&gt;
|| 6,98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Microburins&lt;br /&gt;
|| 12,99&lt;br /&gt;
|| 5,67&lt;br /&gt;
|| 0,90&lt;br /&gt;
|| 5,26&lt;br /&gt;
|| 1,61&lt;br /&gt;
|| 4,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| 15,25&lt;br /&gt;
|| 19,86&lt;br /&gt;
|| 17,80&lt;br /&gt;
|| 36,84&lt;br /&gt;
|| 12,90&lt;br /&gt;
|| 30,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Tix 105&lt;br /&gt;
|| 13,56&lt;br /&gt;
|| 19,89&lt;br /&gt;
|| 16,90&lt;br /&gt;
|| 32,55&lt;br /&gt;
|| 12,90&lt;br /&gt;
|| 30,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Tix 107&lt;br /&gt;
|| 0,56&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 0,48&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total Stück'''&lt;br /&gt;
|| '''177'''&lt;br /&gt;
|| '''141'''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
|| '''209'''&lt;br /&gt;
|| '''62'''&lt;br /&gt;
|| '''43'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 11''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich von EI Nabta Typ Fundstellen und den Abu Tartur Fundstellen 0006/83 und &lt;br /&gt;
0007/83. &lt;br /&gt;
Alter: ~ 8100 -7900 BP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||  &lt;br /&gt;
|| '''E-79-5'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-4'''&lt;br /&gt;
|| '''E-80-1 C'''&lt;br /&gt;
|| '''E-80-3'''&lt;br /&gt;
|| '''E-75-6'''&lt;br /&gt;
|| '''0006/83'''&lt;br /&gt;
|| '''0007/83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 0,69&lt;br /&gt;
|| 0,43&lt;br /&gt;
|| 3,50&lt;br /&gt;
|| 2,90&lt;br /&gt;
|| 1,36&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 10,30&lt;br /&gt;
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|| 11,91&lt;br /&gt;
|| 9,54&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 13,73&lt;br /&gt;
|| 13,48&lt;br /&gt;
|| 16,64&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Kombinationswerkzeuge&lt;br /&gt;
|| 0,46&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2,03&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Microburins&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Tix 105&lt;br /&gt;
|| 29,06&lt;br /&gt;
|| 28,26&lt;br /&gt;
|| 28,20&lt;br /&gt;
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|| 17,96&lt;br /&gt;
|| 32,06&lt;br /&gt;
|| 30,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Tix 107&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 0,16&lt;br /&gt;
|| 2,07&lt;br /&gt;
|| 1,36&lt;br /&gt;
|| 2,69&lt;br /&gt;
|| 2,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total Stück'''&lt;br /&gt;
|| '''437'''&lt;br /&gt;
|| '''230'''&lt;br /&gt;
|| '''571'''&lt;br /&gt;
|| '''241'''&lt;br /&gt;
|| '''295'''&lt;br /&gt;
|| '''446'''&lt;br /&gt;
|| '''609'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 12'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich zwischen den Abu Tartur Fundstellen 1004/83, 1017/82, 1024/82 und den Bashendi A Fundstellen 228 A1 und 174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_12_AT.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* nicht weiter aufgeschlüsselt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 13'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich zwischen der Abu Tartur Fundstelle 1005/83 und den Bashendi B Fundstellen 271 und 385. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_13_AT.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 14'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur B FundsteIlen im Vergleich mit jüngeren und älteren Abu Tartur FundsteIlen sowie mit den Dakhla Fundstellen Masara A, B und C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_14_neu.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 15'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chronologische Ordnung der Abu Tartur Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_15_AT_neu_deutsch.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundkomplexe von Abu Tartur, Geologie und Geografie==&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeichenerklaerung_AT.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Zeichenerklärung für die Fundkomplexe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorwort'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nördliche Ostsahara wurde schon sehr früh von Wissenschaftlern wie Hassanein Bey (1923) Kemal el Din (1925). Leo Frobenius und Hans Rhotert sowie Caton- Thompson und Gardener in den frühen 30ern, R.A. Bagnold, H. Winkler und viele andere mehr auf prähistorische Fundstätten hin untersucht. Auch bis heute hat das Gebiet trotz seiner extremen klimatischen Bedingungen noch nichts von seiner Attraktivität in Bezug auf die Archäologie verloren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unternehmungen wie die „combined prehistoric expedition“ in den Raum von Bir Kisheiba unter der Leitung von Dr. F. Wendorf und Dr. R. Schild, die Expeditionen zur Erforschung der Besiedlungsgeschichte der Ostsahara unter Leitung von Dr. R. Kuper oder die Arbeiten von Mary M.A. Mc Donald (Toronto, Kanada) über die lithischen Industrien der Dakhla Oasen, um nur einige zu nennen, zeigen den zusätzlichen Informationsbedarf auf und beleuchten die Bedeutung dieses immensen Wüstengebietes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geographische Schwerpunkte der Ur- und Frühgeschichtsforschung in Ägypten waren das Niltal und das Fayum, Südägypten an der Grenze zum Sudan, die Gebiete des Djebel Auenat und des Gilf Khebir sowie die große Sandsee, das Gebiet von Abu Ballas und die Oasen Kharga, Dakhla, Abu Minquar, Farafra und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur ist bis auf sehr kurze Visiten der Kölner B.O.S. Expedition von Archäologen noch nicht angesteuert worden. Die am nahesten gelegene beschriebene Fundstelle nach Osten ist G. Caton- Thompson K0 15 bei Ain Elwan. Nach Westen sind es die Dakhla Oasen, nach Süden und Südwesten die Eastpans, die Dyke area und El Ghorab und nach Norden bzw. Nordwesten Farafra und Djara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geologie und Geographie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abu Tartur Massiv liegt zwischen den Oasen Kharga und Dakhla im Südteil der westlichen oder libyschen Wüste Ägyptens. Wie F. Wendorf treffend schreibt, unterbricht die wuchtige Masse des nach Süden vorspringenden Plateaus die ansonsten monotone Ost- West gerichtete Linie des Kalksteinabbruchs. Begrenzt wird das Plateau durch die Längengrade 29 Grad 30’ – 30 Grad 10’ Ost und die Breitengrade 25 Grad 20’ – 25 Grad 40’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf steinzeitliche, besonders epipaläolithische und neolithische Vorkommen untersuchte Gelände deckt sich mit dem Projektgebiet eines sich in der Entwicklung befindlichen Phosphatabbaus d.h. mit dem südöstlichen Rand des Abu Tartur Massivs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschränkung auf das Projektgebiet hat drei Gründe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Das Gelände ist noch nicht untersucht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Die mit dem Aufbau eines modernen Bergbaubetriebs einhergehenden Arbeiten werden mit Sicherheit archäologisch interessante Fundplätze zerstören. Zum Teil ist dieses durch Exploration, vornehmlich durch Transport schweren Bohrgeräts, auf dem Plateau schon geschehen. Der Bau von Straßen, Eisenbahn, Wohnsiedlungen und Aufbereitungsanlagen wird ein weiteres tun. Es scheint daher angebracht diese gefährdeten Fundplätze vorrangig zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Der dritte Grund ist logistischer Natur. Ohne zu großen materiellen und zeitlichen Aufwand kann das Gebiet im Radius von rund 30km unter den gegebenen geographischen und klimatischen Bedingungen von einer Einzelperson noch überblickt und bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur ist von Kharga, dem Hauptort des Verwaltungsbezirks „New Valley“ über eine gute Asphaltstraße in 40 Autominuten zu erreichen. Bei Kilometerstein 43 in Richtung Dakhla biegt eine Stichstraße nach Norden ab. An dieser Abzeigung liegt der Garten des Bergbauprojekts, eine mehrere Hektar große Anbaufläche für Obst und Gemüse, welche durch Tiefbrunnen bewässert wird. Nach weiteren zehn Kilometern in Richtung Nordwesten erreicht man das Basiscamp und die ersten Wohnblocks; zum Plateau hin folgen technische Anlagen sowie die Pilotgrube. Dort endet die Asphaltstraße. Der Aufstieg zum Plateau ist im Prinzip mit dem Geländewagen möglich, kann aber nicht als sicher gelten, da die vorhandenen Pisten durch Erdbewegungsarbeiten und durch Bruchbau zeitweilig oder definitiv zerstört worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Topographisch lassen sich drei Landschaftsformen unterscheiden:&lt;br /&gt;
* Die Sandsteinebene mit ihren pittoresken Zeugenbergen.&lt;br /&gt;
* Die durch Wadis zerfurchten Hängen, welche die Verbindung zwischen Ebene (Höhe 160m - 250m) und dem Plateau (Höhe 550m) herstellen.&lt;br /&gt;
* Das Kalksteinplateau mit Höhen zwischen 550m in der Nähe der Abbruchkante und 575m im inneren nach Norden und Nordwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen von rezenten äolischen Sänden, limnischen bzw. fluviolimnischen Ablagerungen und einigen Restböden, liegt das Alter der in Abu Tartur anstehenden Sedimente zwischen Unterem Maestricht und Oberem Pleistozän bis Holozän.&lt;br /&gt;
Vom Hangenden zum Liegenden kann wie folgt klassifiziert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)''' Äolische Ablagerungen (rezent).&lt;br /&gt;
*Flugsandfelder und Dünen verschiedener Höhen, häufig als Sicheldünen ausgebildet, bedecken große Flächen hauptsächlich der Sandsteinebene, sie sind aber auch an den Hängen und auf dem Plateau anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)''' Diluviale und alluviale Ablagerungen (Pleistozän bis rezent).&lt;br /&gt;
*Eine Reihe von fuvialen und limnischen Sedimenten kann an den Hängen und in der Sandsteinebene beobachtet werden. Die für diesen Artikel wichtigen Seeablagerungen liegen in einer Entfernung von zehn bis zwanzig Kilometern von der Plateaubruchkante entfernt. Interessanterweise haben sich auf dem Kalksteinplateau in Senken größere Flächen von terra rossa trotz einer starken Deflation erhalten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)''' Kulturschichten (Danian bis oberes Pleistozän).&lt;br /&gt;
*Diese Schichten bestehen aus hartem Riffkalkstein, der die Kappe des Abu Tartur Plateaus bildet und darunter liegenden Schiefertonen und weicheren Kalksteinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)''' Dakhlaschichten (Maestricht).&lt;br /&gt;
*Diese Schichten sind aus Schiefertonen, Kalksteininterkalationen und feinen Sandschiefertonen zusammengesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)''' Phosphat- oder Dawischichten (Unteres Maestricht). &lt;br /&gt;
*Außer dem wirtschaftlich wichtigem unterem Phosphatflöz bestehen die Schichten aus grauschwarzen Schiefertonen, nicht abbauwürdigem Phosphatgestein und Sandschiefern, die teilweise Pyrit und Glaukonit führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)''' Nubiaschichten (vor Unterem Maestricht).&lt;br /&gt;
*Zwei verschiedene Sedimentgruppen sind zu unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grau - grüne und ziegelrote bis violette Töne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sandsteine, zum Teil kreuzgeschichtet und mit örtlichen grauen Tonlinsen durchsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztere Gruppe bildet die sich weit in den Süden hineinstreckende Ebene. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Schichten liegen horizontal oder haben ein nur sehr geringes Einfallen. Große tektonische Störungen sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima in der westlichen Wüste und somit auch in Abu Tartur ist hyperarid. Messbare Niederschläge fallen äußerst selten, man kann davon ausgehen, dass es im langjährigem Durchschnitt alle sieben Jahre einmal regnet. Es handelt sich dabei um heftige, kurze Schauer. Das Wasser läuft in den noch vorhandenen Wadisystemen schnell ab und sammelt sich in den Senken, wo man rezente Sedimentkrusten vom hauchfeinem Überzug bis zu 30mm Dicke beobachten kann, welche 1981 nach starkem Regen gebildet worden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Quelle wird für die Oase Kharga ein langfristiger Mittelwert von 0,9mm bis 1,2mm Regen pro Jahr angegeben. Man unterscheidet zwei Hauptjahreszeiten, den Sommer und den Winter. Während die Temperaturen von November bis Februar bei 30 Grad C maximal und 2 Grad C minimal liegen, klettert die Quecksilbersäule von April bis September auf 48 Grad C maximal, die Nachttemperaturen liegen während dieser Zeit bei etwa 20 Grad C. März und Oktober kann man als Übergangsmonate bezeichnen. Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit liegt während der heißen Zeit zwischen 23% und 30%, in der kühlen zwischen 30% und 55%. Starker Wind ist nicht selten, gefürchtet ist vor allem der heiße und sandgeladene Khamsin, welcher vornehmlich während der Monate April und Mai auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördliche Windrichtungen (N, NO, NW) sind mit rund 62% vorherrschend, 5% verteilen sich auf andere Richtungen. Während 33% der Zeit herrscht Windstille.&lt;br /&gt;
Unter den oben geschilderten klimatischen Bedingungen ist menschliches Leben ohne die jetzt zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten wie Tiefbohrungen, Wasserhebeanlagen  und Nahrungsmitteltransport über weite Strecken, nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren von 1982 bis 1987 wurden in der Umgebung von Abu Tartur 146 Vorkommen neolithischer oder epipaläolithischer Prägung aufgefunden. Es handelt sich in der Mehrzahl um geschlossene Fundplätze, aber auch größere und kleinere Fundstreuungen, selbst Einzelfunde sind manchmal berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
Damit könnten dem immer noch lückenhaftem Mosaik des interessanten Zeitraums vom Epipaläolithikum bis zur Neolithisierung und der Gesamtphase der Neusteinzeit der Ostsahara vielleicht einige Steinchen hinzugefügt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorliegende Beschreibung des Siedlungsraumes Abu Tartur erhebt in keiner Weise Anspruch auf wissenschaftliche Vollständigkeit, der Schreiber des Berichtes ist lediglich ein interessierter Amateur und kein Fachmann für Vor- u. Frühgeschichte. Die Ausrüstung und die zur Verfügung stehende Zeit waren sehr beschränkt, so dass das eigentliche Anliegen dieser Arbeit ist, kompetentere Leuten auf diesem Gebiet einen Hinweis auf die Vorkommen zu geben und sie anzuregen, diese Fundplätze intensiver zu bearbeiten. Obwohl während eines Zeitraumes von fünf Jahren im New Valley ansässig, standen für extraprofessionelle Betätigungen nur die Wochenenden, d.h. der Freitag, zur Verfügung, und wenn die Temperaturen über 40 Grad C liegen, was während der Sommermonate meistens der Fall ist, verliert auch ein akklimatisierter Hobbyarchäologe die Lust in die Wüste zu fahren. Für die Feldarbeit können im Durchschnitt daher nur zwei Tage je Fundplatz angesetzt werden. Das zur Verfügung stehende Fortbewegungsmittel, ein alter, vierradgetriebener Wagen östlicher Bauart, war nicht immer ganz zuverlässig, seine Wartung war nicht gewährleistet. So kam es, dass unfreiwillige längere Fußmärsche zeitweise in Kauf genommen werden mussten. Besonders nach Sonnenuntergang ist es recht schwierig sich in der Wüste zielstrebig und zügig zu bewegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgezeichnete Landkarten waren glücklicherweise vorhanden. Außer Satellitenfotos im Maßstab 1:500.000 und Satellitenkarten 1:250.000 konnte für die meisten Fundplätze auf Detailkarten 1:25.000 und für das engere Projektgebiet sogar auf 1:2.000 zurückgegriffen werden. Für außerhalb liegende Gebiete wie 1023/82 und 1024/82 sind Kartenskizzen im Maßstab 1: 5.000 und 1:10.000 erarbeitet worden, welche natürlich nicht die gleiche Genauigkeit aufweisen wie das vorher erwähnte Material. Zur Erstellung dienten der nicht immer zur Zufriedenheit arbeitende Kilometerzähler des Autos sowie ein Fernglas 10x70 mit eingebautem Kompass. Ein Bandmaß für Messungen innerhalb der Fundplätze und einige Stahlstäbe als Markierungszeichen komplettierten die Ausrüstung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem beschriebenen Inventar handelt es sich ausschließlich um Oberflächenmaterial. Die Teile der Siedlungsplätze, welche von Sediment überdeckt sind, auch wenn es sich nur um einige Zentimeter Lockersediment wie Sand oder Kalksteinstaub handelt, sind unberücksichtigt geblieben, um sie eventuellen späteren Forschungen intakt zu erhalten.&lt;br /&gt;
Diese „in situ“ Fundplatzteile können aber auch nur unter Vorbehalten als solche angesprochen werden, unter Vorbehalt deshalb, weil falls die Kulturschichten unter einem äolischen oder aquatischen Sediment liegen, das Inventar während der Sedimentationsphase ebenfalls bewegt worden sein kann. Allenfalls in Höhlen, unter Felsüberhängen oder an anderen gut geschützten Plätzen können sich Kulturschichten ohne Perturbation aufbauen. So gesehen dürften ungestörte in situ Plätze im besprochenen Raum sehr selten sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Pläne, die die Verteilung der Artefakte per Quadratmeter oder Viertelquadratmeter zeigen, ist bewusst verzichtet worden, da die exogenen Kräfte bei Oberflächenmaterial zu einer Verschiebung oder gar einer Sichtung nach Korngrößen führen wie es im Kapitel „Die Wirkung des Windes auf die Lage steinzeitlicher Artefakte im ariden Klimabereich“ verdeutlicht wird. Konzentrationen bei reinen Oberflächenfundplätzen sind in den häufigsten Fällen, zumindest auf den in Abu Tartur beobachteten, natürlich und nicht kulturell bedingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein kurzes Kartenstudium zeigt, überragt das Abu Tartur Massiv die Ebene nach Süden um 350m und es liegt auch wesentlich höher als das benachbarte libysche Plateau. Die Hauptwindrichtung ist, wie auch im Niltal seit ältester Zeit bekundet, Norden und zwar schon seit dem Pleistozän, was wiederum an Hand von äolischen Überformungsstrukturen nachweisbar ist. Auch heute können ab und zu Wolken aus Norden erscheinen. Es ist beobachtet worden wie Wolken abregneten, bevor die Tropfen jedoch den Boden berührten, verdunsteten sie und stiegen als Wasserdampf wieder auf. Messbare Niederschläge sind in den Jahren von 1982 bis 1987 in Abu Tartur nicht gefallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem weitläufigem Wüstengebiet kann man auch bei guten Vorbedingungen nicht wahllos das Gelände begehen, wenn man Aussicht auf Erfolg haben will. Von großer Hilfe ist, sich die Umwelt und die Bedürfnisse der damaligen Bewohner vorstellen zu können. Dabei ist natürlich von Vorteil, Kenntnisse von Volksgruppen zu haben, die heute noch unter ähnlichen Bedingungen leben (Berbernomaden, Tuaregs, Bouzous, Peul u.a.). Davon ausgehend, dass der Mensch immer Wasser braucht, sei er nun Jäger, Hirte oder Bauer, sind die Wadiläufe zu beobachten und die Zonen ausfindig zu machen, wo Wasser sich in Tümpeln und Seen hat sammeln können. Die Gesamtmenge der nicht verdunsteten Niederschläge ist in der Wüste verblieben, da ein integriertes Flusssystem nicht vorhanden ist oder war, das Wasser hätte ableiten können.&lt;br /&gt;
Es gibt keine Hinweise darauf, dass wie in den Oasen Kharga und Dakhla Quellwasser aus dem nubischen Sandstein an die Oberfläche getreten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar stauen die Schiefertone der Dakhlaschichten das Wasser, welches als Regen auf das Kalksteinplateau fällt, dieses tritt aber am Nordrand bei Ain Amur aus und speist dort auch heute noch ein bescheidenes Wasserloch. Eine weitere Überlaufquelle ist bei Ain Elwan nordöstlich vom besprochenen Gebiet bis in historische Zeiten genutzt worden. Reste eines Tunnelsystems, in dem das Wasser von der Stauschicht zur Oase geleitet wurde, sind noch sichtbar. Außer dem Vorhandensein von Wasser spielen Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, strategische Lage und andere eine Rolle. Die Suche nach prähistorischen Siedlungsplätzen wird also auf einige Zielgebiete, meistens Senken, konzentriert, die vorher durch direkte Beobachtung der Topographie oder auch durch Auswertung von Kartenmaterial ausgewählt worden sind. Im Feld finden sich dann Indikatoren wie vereinzelte Artefakte und Straußeneischalen oder auch von weitem erkennbare ausgewitterte mit dunklen Gesteinsbrocken bedeckte Herdstellen. Die Untersuchungen werden in Zonen gehäufter Indikatoren intensiviert bis eine eventuelle Konzentration gefunden worden ist. Die Begrenzungen des Fundplatzes werden abgesteckt, ausgemessen und auf ein Messblatt übertragen. Dabei wird differenziert zwischen der Hauptkonzentration und der Zone, in der das Inventar weniger dicht gestreut liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberflächenbeschaffenheit, geographische Situation und erkennbar unter Sediment liegende Fundplatzteile werden ebenfalls vermerkt. Nachdem die Koordinaten festgelegt sind, wird die Lage der Fundstelle auf eine Karte übertragen. Wenn diese Vorarbeiten beendet sind wird das Oberflächenmaterial observiert und teilweise zeichnerisch aufgenommen und zwar Werkzeuge, Kerne, Keramik und anderes organisches Material.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls Feuerstellen vorhanden sind, wird gegebenenfalls eine Holzkohlenprobe entnommen. Die Lage der Herde, die als unbedingt immobil gilt, wird auf eine Karte übertragen. Bedingt immobile Mahlwerkzeuge werden eingemessen und bleiben neben unbearbeiteten Klingen, Lamellen und Abschlägen ebenfalls in ihrer ursprünglichen Lage an Ort und Stelle, so dass für eine eventuelle spätere Untersuchung die Strukturen des Fundplatzes erhalten bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Zonen fallen durch besondere Dichte der Siedlungsplätze auf. Es sind dieses die Playagebiete „Renate“, „Vera“, „Ingrid“ und „West“ in der Ebene und „T“ auf dem Plateau letzterer Fundkomplex liegt oberhalb der Pilotgrube der New Valley Phosphate Company.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Fundplätze nach Zonen geht aus den Tabellen I bis VII hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Playa Renate – Vera'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese mit 11km² größte Playa im behandelten Raum liegt nordwestlich des Abu Tartur Bergbauprojektes. Karten dieser Gegend waren nicht vorhanden und mussten mit primitivsten Mitteln und großem Zeitaufwand erstellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentlich zusammenhängende Gebiet wurde unterteilt in Norden (Renate) und Süden (Vera), einerseits der Übersichtlichkeit halber, andererseits wird die Zone „Vera“ von südlichen Zuflüssen, aus dem Nubiagestein kommend, gespeist, die Teilsenke „Renate“ hauptsächlich von Norden, also vom Kalksteinplateau und seinen vorgelagerten Hängen. Die festgesetzte Grenze und gleichzeitig Bestimmungskoordinate ist die Breite 310.000. Die mittlere Längenkoordinate ist 535.000. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet des Wadisystems beträgt mehr als 200km². Selbst bei geringen Niederschlagsmengen kann man davon ausgehen, dass während der Pluvialperioden permanent Wasser vorhanden war. Einige Pflanzen haben bis heute Überlebensbedingungen an den Tiefpunkten gefunden, nach sechs Jahren ohne jeden Regen. In der Nähe der Fundstelle 1053/85 steht noch ein abgestorbener Stumpf einer Dattelpalme, nicht weit davon liegen rote Scherben von auf der Töpferscheibe gearbeiteter Keramik (möglicherweise römisch) als Zeugen dafür, dass auch in jüngerer Vergangenheit Kulturpflanzen hier wachsen konnten und der Mensch, wenn auch vielleicht nicht ganzjährig, präsent war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Playa liegt nicht an einem alten Karawanenweg wie z.B. Playa West. Die Verbindungen Kharga – Dakhla verliefen entweder weiter südlich entlang der jetzigen Asphaltstraße oder aber nördlich über Ain Amur und über das Plateau bis zum Wadi Batikh, was soviel wie Wassermelonenfluss heißt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Nordteil Playa „Renate“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Süden hin offen und in Playa „Vera“ übergehend, ist das Becken von allen Seiten von flachen Hügeln aus nubischem Sandstein umgeben.&lt;br /&gt;
Einige Wissenschaftler sahen in den Sandsteinformationen nach kurzer Prüfung möglicherweise fossile oder stabilisierte Dünen. Dieses kann aus mehreren Gründen als ausgeschlossen gelten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Funde von versteinertem Holz und Abdrücke fossiler Pflanzenblätter in situ zählen in Quartärsedimenten zu den Raritäten, im nubischen Sandstein sind es Leitfossilien. &lt;br /&gt;
*Alle Dünen wandern von Norden her über das libysche Plateau und reichern sich auf ihrer langen Reise mit Kalksteinpartikeln an. Der nubische Sandstein enthält sehr geringe Mengen von Karbonaten, mit Salzsäure ist so leicht ein Nachweis zu führen.&lt;br /&gt;
*Die Stratigraphie der Gegend ist sehr klar und unkompliziert, man könnte sie als monoton bezeichnen. Alles was tiefer liegt als NN 300m muss nubischer Sandstein sein oder von ihm eingeschlossene Tonlinsen. Das Quartär um Abu Tartur ist beschränkt auf klassische Sedimente fluvio- und fluviolimnischer Natur, auf rezente Flugsandfelder, Wanderdünen und Restböden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesem kleinen Ausflug in die Quartärgeologie wieder zu den Fundplätzen.&lt;br /&gt;
Von Nordwesten fließt ein breites Wadi zu, das schon im Playabereich nach Nordosten abbiegt und sich in der Senke in der Höhe von Fundplatz 1045/84 verläuft. &lt;br /&gt;
Das Gefälle ist sehr schwach; hellgraue, dünne Schichten an der Oberfläche weisen auf rezente Wasserzuflüsse hin. Ursprünglich floss das Wadi nach Südosten entsprechend seiner Hauptrichtung weiter, wie ein invertiertes mit Geröll bedecktes Wadibett in der Nähe der Krümmung zeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geringen Niveauunterschied bedingt ist der Lauf des Wadis auch heute noch nicht stabilisiert. Nordwestlich der Krümmung existiert ein kompliziertes Überlauf- und Kommunikationssystem einmal zu einer kleinen Senke nördlich des Ockerhügels hin und zweitens zum vom Süden her kommenden Wadi.&lt;br /&gt;
Weitere Zuflüsse geringeren Ausmaßes erhält die Senke von Norden und Osten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Playaboden hat die typische rotbraune Farbe und kann in den Wadieinschnitten auf seine Struktur hin untersucht werden. Mehr oder weniger sandige und tonige Schichten wechseln einander ab, Mächtigkeit homogener Lagen variiert von Millimeter- bis zum Dezimeterbereich. Eingeschlossene Holzkohle kann ebenfalls beobachtet werden und zwar in der Krümmung des Hauptwadis im gleichen Niveau wie der nach Süden gelegene Fundplatz 1072/86, der eine Kulturschicht mit Kohleresten enthält.&lt;br /&gt;
Breite Trockenrisse bestimmen die Oberfläche der Senke, sie sind z.T. mit Trockenschlämmen und Flugsand ausgefüllt. Die Ausdehnung von Playa „Renate“ beträgt 2km von Norden nach Süden und 2,5km von Westen nach Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Südteil Playa „Vera“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet ist von einem von Süden zufließendem Wadi geprägt, die Einmündung selbst ist nach Osten gerichtet. Westlich schließt sich eine glattgeblasene Playa bis zu den Ausläufern der Hanghügel des Abu Tartur Massivs an, sie ist weitgehend frei von Flugsand und Verwitterungsresten. Der gleiche Playaboden wird östlich des Wadis vorgefunden, nur ist er hier teilweise und gegen die Hügelkette im Osten hin, stark mit Sand und Schutt bedeckt. Westlich dieser Sandsteinhügel befinden sich zwei Buchten des Playabeckens. Nach Norden geht das Gebiet in Playa Renate über. Hohe Sandsteinrücken grenzen das Becken nach Süden und Osten ab. Ohne sichtbare Verbindung zur eigentlichen Senke liegt südlich der Barriere ein weiteres flugsandüberdecktes, leicht nach Süden ansteigendes Playafeld mit dem großen Fundplatz 1024/82. Das mit Playa Vera bezeichnete Gebiet erstreckt sich 2km von Norden nach Süden und 3km von Westen nach Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Playa Ingrid''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundplätze dieser Zone gruppieren sich um eine Playasenke. Die Entfernung der äußeren Ränder beträgt von Norden nach Süden 1,5km, von Westen nach Osten rund 1km. Die obere Uferlinie liegt 190m über dem Meeresspiegel, das ausgeblasene Zentrum dürfte 8 bis 10m tiefer liegen, mit Ausnahme eines langgestreckten Inselrückens, der die Senke mit nordsüdlicher Achse durchläuft. Gespeist wird das Becken von einem im Süden einmündenden Wadi, dessen Hauptrichtung allerdings Westnordwest nach Ostsüdost ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mündungsbereich ist der rotbraune, stark sandige Playaboden von hellgrauem rezentem Sediment überdeckt. Durch eine Bodenwelle ist der Zufluss zum Hauptbecken, der früher existiert haben muss, gesperrt. Zuflüssen von anderen Seiten sind von geringer Bedeutung, außerdem sind Strukturen eventuell bestehender Wasserläufe durch dichten Flugsand verdeckt, lediglich ein schmaler Streifen im am tiefsten gelegenen Bereich der Playa ist weitgehend sandfrei aber auch frei von archäologischem Material.&lt;br /&gt;
Im Osten und Nordosten schließen sich Flugsandfelder an, die teilweise direkt auf nubischem Sandstein liegen, teilweise auch auf roten Restböden. Auch der Süden ist flach, hier tritt aber häufiger Sandstein in Rippen oder Platten auf. Im Westen und Nordwesten erhebt sich eine imposante Gruppe von Zeugenbergen, die das Gelände bis zu 100m überragen. Die zum Teil sehr steilen, bizarren Kegel sind, da sie so isoliert in der Ebene stehen, schon aus großer Entfernung als Landmarken erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die einzelnen Fundplätze der unteren Uferlinie (ca. 185m) sind 1013/82, 1015/82, 1018/82 und 1042/85. &lt;br /&gt;
*An der oberen Uferlinie liegen 1014/82, 1017/82, 1019/82, 1020/82, 1021/82, 1041/85 und 1051/85.&lt;br /&gt;
*Benachbarte Fundplätze sind im Norden 1022/82, im Westen 1043/85 und im Süden in der Wadischleife 1016/82. &lt;br /&gt;
*Als zentrale Koordinaten können als Länge 534.000 und als Breite 301.600 angegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Playa „West“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundkomplex liegt an den Ausläufern des Südhanges des Abu Tartur Massivs und umfasst ein Gebiet von ungefähr 4km². Das Zentrum wird durch ein Playabecken gebildet, in welches von Nordosten her ein Wadisystem einmündet. Unbedeutendere Abflussrinnen speisen die Senke von den umgebenden Hängen und Hügeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Sedimentationsphasen sind an den Schichtenanschnitten z.B. am Wadisteilhang zu beobachten. Stark sandiges Material wechselt mit tonigen Schichten entsprechend den Klimabedingungen während der Ablagerung. Wurmlöcher und Wurzelröhren weisen auf Fauna und Flora hin. Über dem rotbraunen Boden liegt stellenweise eine dünne, helle Schicht sehr rezenten Materials, welches nach den letzten Regenfällen abgesetzt wurde. Die Basis und die Begrenzung des Beckens werden durch nubischen Sandstein gebildet, einige Zeugenberge durchbrechen die playadecke. Playa West liegt auf 30 Grad 06’ 50’’ östlicher Länge und 25 Grad 17’ 40’’ nördlicher Breite. Die entsprechenden Werte der lokalen Karten sind L = 525.750m und B = 288.800m. Die Koordinaten der Einzelfundplätze sind in Metern und nicht in Grad ausgedrückt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Niveau der Uferzone liegt bei 205m, die Flächen rezenten Sediments bei 202m. &lt;br /&gt;
Außer den Höhenlinien, die einen Abstand von je 5m aufweisen, sind der Übersichtlichkeit halber lediglich die Hauptwadis in den Lageplan aufgenommen worden.&lt;br /&gt;
Besiedlungsstrukturen und Dichte werden durch Herdstellen verdeutlicht, da diese, wie schon erwähnt, als unbedingt immobil anzusprechen sind. &lt;br /&gt;
Felsgravierungen sind nur am Nordrand des Beckens beobachtet worden, sie werden gesondert behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Fundkomplex „T“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt auf dem südöstlichen Teil des Abu Tartur Massivs in der Nähe der Bruchkante. Das Niveau über dem Meeresspiegel beträgt rund 550m, das ist ein Unterschied von ca. 350m verglichen mit der Höhe der Fundstellen in der Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geographische Situation ist in sofern günstig, als das Gelände leicht nach Nordwesten einfällt. Die auf das Plateau fallenden Niederschläge laufen nicht nach Südosten am Hang ab, sondern fließen von der Kante nordwestwärts in kleine Senken. Böden können sich bilden und Wasser kann sich in Tümpeln und Teichen sammeln. Damit ist bei genügend hohen und regelmäßigen Regenfällen zunächst einmal eine Basis für Pflanzenwuchs gegeben. Wie die Dichte der Siedlungsplätze und ihre Verteilung zeigen, ist dieser topographische Vorteil reichlich von den damaligen Menschen genutzt worden. Durch Grabungen könnte die Frage geklärt werden, ob es sich bei den größeren Konzentrationen wie 0006/83, 0007/83 und anderen um temporäre oder dauerhafte Siedlungen gehandelt hat. Wasser war möglicherweise ganzjährig in Brunnenlöchern verfügbar. Andere Plätze könnten von nomadisierenden Hirten benutzt worden sein oder als Basislager für Jagdgesellschaften während einer Saison oder mehrere aufeinander folgender gedient haben. Auch hier könnte mehr Klarheit durch intensives Studium, weitere Erstellung von C14 Daten und vor allem durch Grabungen geschaffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände gliedert sich in mit Terra rossa gefüllten Senken einerseits und buckeligen Kalksteinflächen und Hügeln andererseits. Die dem Wind ausgesetzten Zentren der Rotbodenflächen sind geglättet und weitgehend frei von archäologischem Inventar. Die Ränder der Senken sind mit feinkörnigem Kalksteinschutt bedeckt, so dass Oberflächenfunde in diesem Bereich selten sind. Lediglich in den Übergangszonen oder an windgeschützten Stellen trifft man auf eindeutig zu definierende Kulturschichten. Letztere treten ebenfalls in Spurrinnen von Fahrzeugen, welche für Bohrarbeiten auf dem Plateau eingesetzt worden waren, auf. Vorsicht ist geboten bei der Beurteilung von Steinkreisen, sie können von Zeltlagern der Geologenteams stammen. Knochenfunde von eindeutig domestizierten Rindern lassen sich meistens auf importiertes Gefrierfleisch zurückführen. Die spezifische geographische Lage vieler Fundplätze, kleine, abflusslose Senken rings von Kalksteinhügeln umgeben, hat zur Folge, dass zumindest das Inventar der Steinartefakte vollständig sein muss. Weder Wasser noch Wind können es aus den Senken hinaus transportiert haben. Lediglich Verschiebungen innerhalb der Depression sind möglich und solche sind auch häufig beobachtet worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mittleren Koordinaten der Zone „T“ sind:&lt;br /&gt;
Länge = 522.000, Breite = 304.000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Fundstellen außerhalb der dichten Zonen''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein möglichst komplettes Bild der prähistorischen Aktivitäten im Raum Abu Tartur und in einigen wenigen Fällen auch außerhalb zu erhalten, ist die Arbeit nicht auf die oben angeführten Zonen beschränkt worden. Vielmehr ist das Gebiet möglichst flächendeckend im Rahmen der zur Verfügung stehenden Zeit und Mittel erfasst worden. Auch isolierte Herdstellen und Einzelfunde sind koordinatenmäßig festgelegt worden. Allerdings sind auch hier umfangreiche C14 Analysen zu erstellen, um außer den räumlichen auch die zeitlichen Zusammenhänge erkennen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gesteinsrohmaterial''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Inventar an der Oberfläche der Fundplätze besteht zum größten Teil aus Steinartefakten, die als Werkzeuge, Vorstufen zu Werkzeugen, Reststücke und Abfall zu erkennen sind.&lt;br /&gt;
Durch seine Härte und Widerstandsfähigkeit gegenüber der Erosion hat sich der Stein besser erhalten können als z.B. Knochen, Holz und sonstiges organisches Material.&lt;br /&gt;
Der Hauptlieferant zur Herstellung von Artefakten ist das Kieselgestein, ein kieseliges, biogenes Sediment, welches häufig als Konkretionen in Kreidekalken vorkommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu gehören für die Fundstellen von Abu Tartur:&lt;br /&gt;
*Feuerstein (engl. Flint, franz. Silex) in verschiedener Ausbildung und Färbung mit mikrokristalliner und kryptokristalliner Struktur.&lt;br /&gt;
*Jaspis (Hornstein), ein feinkörniges Kieselgestein, welches durch Fremdeinschlüsse gefärbt ist.&lt;br /&gt;
*Holzstein, durch Kieselsäure umgewandeltes Holz aus den Vor- Maestricht Schichten.&lt;br /&gt;
*Opal, amorphes Gestein aus Kieselsäure und mehr oder weniger Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig für Reibschalen und Läufersteine ist der Sandstein, ein psammitisches Sediment. Falls durch Kieselsäure verfestigt und durch Diagnese oder Metamorphose zu Quarzit umgewandelt, eignet er sich auch zur Herstellung von Werkzeugen.&lt;br /&gt;
Weniger wichtig als Materialien sind um Abu Tartur kristalliner Quarz, Plutonite und Vulkanite, Kalkstein, Wüstenglas und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Häufigkeit gestaffelt sind folgende Gestein als Rohstoff verwendet worden:&lt;br /&gt;
*1.) Feuerstein, grau. Er kommt in Knollen und knolligen Verwachsungen vor und wird nicht in unmittelbarer Nähe der Fundstelle angetroffen. Die Kurkur- Kalkschichten, die die Plateaukappe bilden, sind frei von Feuerstein. Das Herkunftsgebiet liegt nördlich und östlich von Abu Tartur, da wo Theben-, Esna- und Garaschichten anstehen. Das Material könnte ebenfalls aus derGegend um Dakhla stammen.&lt;br /&gt;
*2.) Feuerstein, braun. Er kommt in plattiger und linsenförmiger Ausbildung vor, er ist vielfach das Ausgangsmaterial bifazial, druckretuschierter Stücke. Seine Herkunft ist die gleiche wie die des grauen Feiersteins. &lt;br /&gt;
*3.) Sandstein kommt in allen Stufender Verfestigung in den Nubiaschichten im Bereich der besprochenen Fundstellen in der Ebene vor. Die Farbe variiert je nach Beimengungen (Eisen- Mangan) von hellgrau bis schwarz, von hellbeige bis dunkelbraun.&lt;br /&gt;
*4.) Jaspis kommt in kleinen Knollen und unregelmäßigen Gebilden in den tonigen, im Sandstein eingebetteten Linsen, vor. Er ist ein lokales Material.&lt;br /&gt;
*5.) Holzstein (versteinertes Holz) ist häufig in den Nubiaschichten anzutreffen. Ganze Bäume von 20m Länge sind kein Seltenheit. Dieses lokale Rohmaterial steht in großer Menge zur Verfügung.&lt;br /&gt;
*6.) Quarz kommt in Konglomeratbänken der Nubiaschichten in Form von Kieselsteinen verschiedener Größe vor. Dieses lokale Material wird wegen seiner schwierigen Bearbeitung seltener benutzt.&lt;br /&gt;
*7.) Feuerstein, schwarz. Er ist recht selten und kommt in Knollen und Kugeln mit geringem Durchmesser vor. Große Stücke sind wenig verbreitet, das Material ist feinkörnig und eignet sich vorzüglich zur Herstellung von Werkzeugen. Seine Herkunft ist wie die der anderen Feuersteine auf kreidige Kalkschichten beschränkt. &lt;br /&gt;
*8.) Andere Gesteinsrohstoffe kommen nur selten vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu erwähnen sind:&lt;br /&gt;
*Opal, einige Lamellen und Absplisse.&lt;br /&gt;
*Kurkurkalkstein, ein gut definierbares Stück ist bekannt. Artefakte aus Kalkstein an der Oberfläche sind wegen der geringen Härte des Material äolisch bis zur Unkenntlichkeit überformt.&lt;br /&gt;
*Plutonite und Vulkanite fanden Verwendung für polierte Beile, für Mahlsteine und Reibsteine. Sie sind über große Strecken zu den Fundplätzen von Abu Tartur transportiert worden.&lt;br /&gt;
*Wüstenglas fand für Artefakte Verwendung. Eine Bestätigung durch eine mikroskopische Untersuchung scheint angebracht. Herkunftsgebiet wäre die große Sandsee.&lt;br /&gt;
*Kalzit- und Barytkristalle dienten zur Herstellung von Schmuck, beide Mineralien finden sich an Ort und Stelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da in der näheren Umgebung nicht angetroffener Feuerstein die Rohstoffbasis für einen Großteil der Werkzeuge bildet, der prozentuale Anteil variiert zwischen den verschiedenen Fundstellen, muss angenommen werden, dass die rund 50 – 60km entfernten Vorkommen in den Wirtschaftsbereich der Benutzer einbezogen worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bestehen zwei Möglichkeiten:&lt;br /&gt;
*Spezialisierte Gruppen sammelten das Material oder bauten es sogar bergmännisch in Schürfgräben oder Gruben ab und bearbeiteten es teilweise. Die Halbfertigprodukte wurden an Verbraucher verhandelt.&lt;br /&gt;
*Während größerer saisonaler Jagd- u. Sammelausflüge fertigte die Verbrauchergruppe aus Gründen der Gewichtsersparniss selbst Halbfertigprodukte an und verarbeitete sie weiter wenn das Basislager wieder erreicht war.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In beiden Fällen findet man eine einleuchtende, einfache Erklärung dafür, dass große Klingenkerne äußerst selten auf den Fundplätzen angetroffen werden. Die Interpretation, welche besagt, Kerne seien restlos aufgebraucht worden, ist weniger zwingend, werden doch auch fertige, vollfunktionsfähige Werkzeuge in Mengen gefunden, logischerweise müssten dann auch neben fertigen und halbfertigen Stücken nicht verbrauchte Kerne vorhanden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei lokalem Material, z.B. den kleinen Jaspiskonkretionen, sind Kerne oder als Stichel benutzte Kernreste recht häufig. Ebenfalls sind Kerne aus geringvoluminösen, importiertem Material, erkenntlich an der Wölbung des Kortex, anzutreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der großen Entfernung ist bislang nur ein Schlagplatz im Rohstoffvorkommen selbst entdeckt worden, welcher die Vermutung der Vorfertigung an Ort und Stelle untermauern könnte. Er liegt östlich von der Oase Kharga an der Bruchkante des Plateaus in der Nähe des Gebel Ghanima*. (* Der Gebel Ghanima wird von den alten Einwohnern Khargas heute noch Gebel Umm el- Ghanayin genannt; in der frühen Phase der britischen Kolonisierung müssen die Namen der beiden Berge auf einer Karte vertauscht worden sein, dieser Fehler wird immer wieder kopiert. Der Ghanima liegt eigentlich bei El- Deir).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Beschreibungen der einzelnen Fundkomplexe sind PDF Dokumente in Druckqualität, um die Qualität der Zeichnungen und Karten zu erhalten und diese als Katalog ausdrucken zu können. Bei den Fundplätzen mit größeren Fundstellen sind viele Artefakte gezeichnet und beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typenliste Tixiers und Übersetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lesern, welche des Französischen nicht mächtig sind oder denen Tixiers „Typologie de l’Epipaléolithique du Maghreb“ nicht zugänglich ist, wird hiermit eine Liste der Werkzeuge an die Hand gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artefakte sind mit einer Tixier Nummer, ihrer französischen Bezeichnung sowie einer deutschen Übersetzung gekennzeichnet. Da mir keine älteren deutschen Übersetzungen, die sehr wahrscheinlich existieren, bekannt sind, habe ich eine eigene Interpretation versucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''HINWEIS:''' Klicken Sie auf den Link und anschließend auf das angezeigte PDF Symbol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Typenliste_Tixiers_Tabelle_aktuell.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - andere auf dem Plateau==&lt;br /&gt;
[[Datei:0001_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0004_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0005_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0019_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0020_0028_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0021_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0024_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0026_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Datei:0030_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0031_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:0034_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0046_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0047_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - außerhalb von Abu Tartur==&lt;br /&gt;
[[Datei:0003_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1026_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1027_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1030_82_und_andereZusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1035_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1067_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1068_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1069_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1070_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - beiderseits der Stichstraße==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_beiderseits_der Stichstrasse_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - kleinere nördlich der Basis==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_kleine_noerdl_der_Basis_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Ingrid, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1013_18_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1014_19_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1015_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1016_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1017_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1021_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Renate, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1023_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1045_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1046_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1052_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1056_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1072_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex T, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:0002_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0006_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0007_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0008_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0009_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0010_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0011_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_Komplex_T_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
*Dies ist eine Zusammenfassung verschiedener Fundplätze des Komplexes T.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex T, kleinere==&lt;br /&gt;
[[Datei:0012_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0013_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0014_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0015_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0016_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0017_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Datei:0022_23_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:0057_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0058_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Vera, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1024_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1050_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex West, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1004_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1005_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Sandsteinebene==&lt;br /&gt;
[[Datei:1001_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1002_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1003_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1006_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1007_08_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1009_10_11_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1012_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1020_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1022_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1025_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1032_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1039_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:1085_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1086_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_Komplex_Ebene_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Nordosten des Plateaus==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0059_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0060_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0061_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_Nordosten_des_Plateaus_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vergleich verschiedener Fundstellen nach J. Tixier==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstellen_Grafik_1.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstellen 1005, 1023 und 1024 im Vergleich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstellen_Grafik_2.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstellen 0006, 0007 und 0011 im Vergleich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ergänzende Typologie von Artefakten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Erstellung von Typologien für neolithische Fundstellen mit hohem Anteil von bifazial bearbeiteten Artefakten.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einheitliche Typologien der lithischen Artefakte sind für einen Vergleich von Fundkomplexen wünschenswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Fundplätzen epipaläolithischer Prägung mit randretuschierten Werkzeugen ist die Anwendung der „Typologie de l‘epipaleolithique du Maghreb“ von Tixier ein ausgezeichneter Wegweiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Treten bei jüngeren Vorkommen vermehrt rand- oder flächenretuschierte Pfeilspitzen auf, ist Tixier nicht mehr zuständig, da er außer den typischen epipaläolithischen Werkzeugen lediglich Ounanspitzen und einige Vorstufen zu Bewehrungen beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kann auf H.J. Hugots „Essai sur les armatures de pointes de fléches du Sahara“ zurückgegriffen werden. Da Hugots Aufstellung mit wenigen Ausnahmen lediglich Pfeilspitzen aus Algerien behandelt, wird eine Erweiterung vorgeschlagen, welche die Bewehrungen der übrigen Saharagebiete berücksichtigt, um als Ergebnis eine „Pfeilspitzentypologie der Sahara“ zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Fundstelle 1005/83 mit einem Alter von 6420±60 BP (before present = vor heute) kann die Kombination von Tixier und Hugot beispielhaft angewand werden.&lt;br /&gt;
Rund 40% der lithischen Artefakte lassen sich nach Tixier klassieren. 43% des Gesamtinventars sind Bewehrungen und werden nach der erweiterten Typologie von Hugot eingeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restlichen 17%, zum überwiegenden Teil große bifazial retuschierte Werkzeuge, können problemlos in ein einfaches Schema gebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. kantenretuschierte Stücke'''&lt;br /&gt;
*side-blow-flakes&lt;br /&gt;
*große plattige Artefakte&lt;br /&gt;
*Sicheleinsätze&lt;br /&gt;
*andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. geschliffene Stücke'''&lt;br /&gt;
*Beile&lt;br /&gt;
*Pfrieme&lt;br /&gt;
*Schmuck&lt;br /&gt;
*Mahlwerkzeug&lt;br /&gt;
*andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. bifazial bearbeitete Stücke'''&lt;br /&gt;
*Messer&lt;br /&gt;
*Sichelmesser&lt;br /&gt;
*Spitzen&lt;br /&gt;
*andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kombination Tixier - erweiterter Hugot sowie die Aufschlüsselung der von der Kombination nicht erfassten Stücke wurde in Abu Tartur entwickelt und erstmals angewand.&lt;br /&gt;
Positiv ist zu bewerten, dass Archäologen das vom Autor dieses Berichts entwickelte System anwenden, unverständlich aber auch bezeichnend ist jedoch das Verschweigen der Quellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Technologietransfer==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Formenreichtum der ägyptischen Pfeilspitzen, und besonders der im Raum Abu Tartur dokumentierten Stücke ist außergewöhnlich groß. Allein hier wurden über hundert verschiedene Typen gezählt.&lt;br /&gt;
Die einmalig hohe Dichte an Bewehrungen ist ebenfalls bemerkenswert.&lt;br /&gt;
In der „Pfeilspitzentypologie der Sahara“ sind die in Abu Tartur beobachteten Stücke dunkel eingefärbt, falls eine Datierung vorgenommen wurde, ist diese in der Beschreibung der einzelnen Typen angegeben.&lt;br /&gt;
Ein Vergleich mit anderen ägyptischen Fundstellen sowie solchen aus anderen Saharaländern liegt bereits vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da häufig eine Beeinflussung des ägyptischen Neolithikums durch die Kulturen des „fruchtbarem Halbmonds“ postuliert wird, soll hier eine Auswahl der Pfeilspitzentypen aus der westlichen Wüste Ägyptens mit denjenigen einiger ausgewählter Fundstellen des Nahen Ostens sowie Kleinasiens gegenübergestellt werden.&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wird ein Blick auf die Keramikproduktion, die Bauwerke und die produzierende Nahrungsbeschaffung geworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''A.)   Jericho (Jordanien) nach K.M. Kenyon und J. Gerstang'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die älteste Schicht gehört in die Natuf Gruppe, das Alter beträgt 9850+-240 Jahre. Die jüngeren keramikfreien Schichten weisen C-14 Werte von 8700, 8100 und 7700 Jahren auf.&lt;br /&gt;
Aus Stufe 4 sind fünf kantenretuschierte Pfeilspitzen präsentiert, die den Typen H5 und Übergängen von H1 nach H5 zugeordnet werden können. Eine Spitze ähnelt in der Silhouette einer D20 Spitze, allerdings nicht flächen- sondern kantenretuschiert. Die oberste Schicht, 5100 Jahre alt, führt viel Keramik aber keine Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''B.)   El-Chiam (Jordanien) nach R. Neuville'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Besondere an den unteren Schichten des Natufien sind kantenretuschierte Dreieckspitzen mit im proximalen Bereich sich gegenüberliegenden Schäftungskerben. Die Basis kann geradlinig, leicht konkav oder auch mit einem winzigen Schäftungsdorn gestaltet sein. Zu vergleichen mit A7, A42 und D8. Stielspitzen sind vom Typ H5 oder erinnern, obwohl kantenretuschiert, an D3- Spitzen.&lt;br /&gt;
Letztere sowie die oben genannten Dreieckspitzen sind in der westlichen Wüste Ägyptens nicht bekannt, auch Formen die von diesen Typen hätten abgeleitet werden können sind nicht vorhanden. Wohl aber kommen sie in anderen Sahararegionen vor, allerdings als flächig retuschierte Bewehrungen.&lt;br /&gt;
Die jüngeren Tahune- Schichten El- Chiams weisen schon Flächenretuschen auf. Vertreten sind Stielspitzen der Typen D1, D3, D10 und Blattspitzen der Typen C1, C4 und C10. Häufig ist die Flächenretusche nur partiell. Sämtliche Spitzen- Typen sind bis auf die D10 in Ägypten weit verbreitet. Die D10 sowie die ähnliche D9 kommen in Algerien auf den Fundplätzen Aoulef, Fort Flatters und site 707 vor. Nicht bekannt sind schlanke D3 und D4- Spitzen mit Schäftungskerben. &lt;br /&gt;
Keramik wurde nicht beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''C.)   Beidha (Jordanien) nach D. Kirkbride'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Schicht IV beträgt 8790+- 200 Jahre BP. Die Schicht ist keramiklos. Es kommen Segmente vor. Aus der oberen Schicht II werden Pfeilspitzen der Typen H1, H10 und H11, sowie Ounanspitzen vom Typ H12 und ounanähnliche Stücke u.a. auch H5 vorgestellt. Die Doppelbohrer- Spitze H3 ist ebenfalls vertreten. Ein Bruchstück einer kantenretuschierten Stielspitze mit gegenüberliegenden Schäftungskerben, wie sie in El-Chiam häufiger vorkommen, gehört ebenfalls zum Inventar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''D.)   Byblos (Libanon) nach M. Dunand'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden drei Schichten beschrieben.&lt;br /&gt;
IC obere Neolithschicht 6550+-200 Jahre BP&lt;br /&gt;
IB mittlere Neolithschicht 7000+-80 Jahre BP&lt;br /&gt;
IA unterste Neolithschicht keine Altersangabe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die älteste Schicht Pfeilspitzentypen wie D44, C1 und C10 mit dreieckigem Querschnitt enthält, die mittlere Schicht D44 und C1, verarmt die jüngste Schicht im Hinblick auf die Pfeilspitzen und führt lediglich Segmente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E.)   Mugharet el- Wad (Israel) nach D.A.E. Garrod'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben großen Mengen von geometrischen Mikrolithen, hauptsächlich Segmente, wurden nur wenige kantenretuschierte Pfeilspitzen gefunden. Ein abgebildetes Exemplar ähnelt in der Silhouette der flächenretuschierten D36 Spitze. Eine weitere Abbildung stellt eine Dreieckspitze mit konkaver Basis und zwei sich gegenüberliegenden Schäftungskerben dar. Sie kann mit den Exemplaren von El Chiam verglichen werden. Die Natuf- Fundstelle weist keine Keramik auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''F.)   Scha’ar ha-Golan (Israel) nach M. Stekelis'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Schichten des Yarmukian finden sich in Bezug auf Pfeilspitzen die Typen C1, C3, C10, D21, ounanähnliche Spitzen, sowie Doppelbohrer- Spitzen vom Typ H3. Vielfach sind die Projektile nur teilweise flächig retuschiert. Die Fundstelle führt keine Keramik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben genannten Fundstellen liegen in relativer Nähe zu den ägyptischen Vorkommen und es sind keinerlei Gemeinsamkeiten in den Pfeilspitzen Typologien erkennbar. Jegliche Beeinflussung oder gar ein Technologietransfer kann ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
Weiter entfernte Pfeilspitzen- Vorkommen im „fruchtbaren Halbmond“ bestätigen das Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So führt die iranische Fundstelle Ali Kosh mit einem Alter von 7400 – 9900 Jahren BP lediglich Mikrolithen als eventuelle Bewehrungen (nach F. Hole und K.V. Flannery).&lt;br /&gt;
Die irakische Fundstelle Djarmo weist bei einem Alter von 6500 Jahren BC trapezförmige Querschneider und kantenretuschierte Blattspitzen auf. Keramik kommt trotz nachgewiesener Lebensmittel- Produktion nicht vor (nach P.J. Braidwood et al.).&lt;br /&gt;
Aus Ras Schamra in Syrien sind aus der ältesten Schicht V ounanähnliche, partiell flächenretuschierte Spitzen sowie H5- Spitzen und eine schlanke, flächenretuschierte Dreieckspitze mit sehr kleiner Kehle bekannt. Auch D44 kommt vor (nach C.F. Schaeffer und R. de Vaux).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Türkei seien Catal Hüyük mit einem ältesten Datum von 6385+-101 BC Jahren und das jüngere, in den ältesten Schichten keramikfreie Hacilar mit 5614+-92 BC Jahren genannt.&lt;br /&gt;
Catal Hüyük fährt außer Keramik und teilflächig retuschierten Blattspitzen der Typen C1, C3 und C10, D44- Spitzen, sowie D1 und D3- Spitzen.&lt;br /&gt;
In der Schicht C kommen auch Ounan- und H5 Spitzen vor. Für Hacilar sind keine Pfeilspitzen erwähnt (Catal Hüyük nach J. Mellaart und P.A. Bialor; Hacilar nach J. Mellaart).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen-Typologien im „fruchtbaren Halbmond“ scheinen verglichen mit denen der westlichen Wüste Ägyptens recht einfach angelegt zu sein und ändern sich kaum während langer Besiedlungsphasen. Eine Keramikproduktion setzt in den betroffenen Regionen erst zwischen 6500 BC und 6000 BC ein. Hausbau und Nahrungsmittel- Produktion dagegen sind voll entwickelt und nachgewiesen.&lt;br /&gt;
Frühe Keramikfunde aus der Sahara, besonders aus dem Sudan, aus Ägypten, Niger und Libyen datieren von rund 9500 BC cal bis 8000 BC cal und sind damit im Allgemeinen 2500 bis 2000 Jahre älter als Keramik aus dem „fruchtbaren Halbmond“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hätte ein Austausch zwischen den Kulturen des Nahen- und des Mittleren Ostens und denen der Sahara stattgefunden, so wäre die Wahrscheinlichkeit groß gewesen, dass das Wissen um die Töpferkunst als erstes übernommen worden wäre.&lt;br /&gt;
Da dieser Technologietransfer von der Wüste in den „fruchtbaren Halbmond“ im frühen Neolithikum nicht vollzogen worden ist, kann postuliert werden, dass das Wissen um eine Nahrungsmittelproduktion ebenfalls den umgekehrten Weg vom Nahen Osten in die Wüste nicht gefunden hat.&lt;br /&gt;
Das heißt, Ackerbau und Viehzucht sind höchstwahrscheinlich ohne Beeinflussung von außen in der Sahara entstanden.&lt;br /&gt;
Nun ist es äußerst schwierig in der Wüste mit sehr hohen Deflationsraten Beweise zu finden. Zwar sind Gerste und Weizen in geringen Mengen nachgewiesen, vom ebenfalls gefundenen Sorghum wird gesagt es handele sich um Wildformen. So hätte Sorghum in der Wüste die Rolle, die im östlichen Mittelmeerraum Gerste und Weizen gespielt haben, übernehmen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen Abu Tarturs mit den mächtigen Playaablagerungen, den Böden auf  dem Grund der Dolineneinbrüche und der enormen Anzahl gut erhaltener Feuerplätze, bieten sich der Forschung geradezu an, hier weiter nach Spuren von Domestizierung sowohl im Bereich der Fauna als auch der Flora zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==TIX 16 - mèche de foret - Bohreinsatz==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Tixier definiert wie folgt:&lt;br /&gt;
Werkzeug mit schlanker Silhouette, manchmal aus einem Stichelabschlag hergestellt.&lt;br /&gt;
Die Parallel verlaufenden Ränder sind vollständig oder teilweise durch direkte, abrupte Retuschen modifiziert. Eine Extremität oder auch beide sind mehr oder weniger zugespitzt. Ein Schnitt durch das Werkzeug zeigt die Form eines Trapezes, Quadrats oder Rechtecks. &lt;br /&gt;
Es könnte noch hinzugefügt werden, dass beide Seiten keine Retuschen aufweisen, es sei denn in einigen Fällen lediglich als Schärfung an den Enden.&lt;br /&gt;
Im Widerspruch zu seiner Definition zeigt Tixier ein Exemplar eines Bohreinsatzes, welches weder parallel verlaufende Ränder noch den beschriebenen Querschnitt aufweist (Seite 62 Nr. 13 aus Lalla de Gafsa, E. – G. Gobert).&lt;br /&gt;
So bleibt auch hier Raum für eine gewisse Interpretation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In meiner epipaläolithischen Sammlung aus dem Maghreb befindet sich kein einziger Bohreinsatz, diese Tatsache ist nicht weiter verwunderlich, da der prozentuale Anteil der mèche de foret an den Inventaren des Capsiens aber auch des Iberomaurusiens laut Tixier im Bereich von 0,4 % liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neolithischen Fundstellen von Abu Tartur in Ägypten verfügen in ihrer großen Mehrheit über den Tix 16 wenn auch in sehr verschiedenen Anteilen an der Gesamtmenge der Werkzeuge. Allerdings ist er das häufigste Bohrgerät in der Sammlung.&lt;br /&gt;
Tix 16 kommt in den unterschiedlichsten Dimensionen vor. Ein großes Exemplar vom Fundplatz 1023/82 misst 68mm in der Länge, 10mm in der Breite und 7,5mm in der Dicke. Kleine und kleinste Stücke messen z.B. &lt;br /&gt;
*30 x 3 x 2,8 (mm) Fundplatz 0052/85&lt;br /&gt;
oder  &lt;br /&gt;
*16 x 2,4 x 1,6 (mm) Fundplatz 1013/82 (Reststück)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichnungen sind im Katalog der Fundstellen zu finden.&lt;br /&gt;
*0007/83, 0011/83, 1013/82, 1016/82, 1017/82, 1052/85, 1072/86, 1004/83 und 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Gesamtdauer des Abu Tartur Neolithikums sind Bohrer vom Typ Tix 16 auf den Fundstellen präsent.&lt;br /&gt;
Im mittleren Neolithikum ist eine besondere Dichte zu erkennen. -&amp;gt; Siehe Liste als PDF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Liste_der_Anteile_von_TIX_16.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine rein neolithische Version des Tix 16 ist ein voll flächenretuschiertes Gerät mit der Silhouette einer schlanken Blattspitze vom Typ C1 oder C10. G. Aumassip, die in der Bas Sahara in Algerien geforscht hat, nennt dieses Werkzeug „pointe de Labied“ also Labiedspitze. &lt;br /&gt;
Es handelt sich aber einwandfrei um einen Bohreinsatz, wie unschwer an den Gebrauchsspuren vieler Exemplare nachgewiesen werden kann.&lt;br /&gt;
Der Querschnitt ist dreieckig, wobei die drei Seiten jeweils eine  Krümmung aufweisen,&lt;br /&gt;
Drei „Labiedspitzen“ vom Fundplatz 1023/82 weisen folgende Dimensionen auf:&lt;br /&gt;
*1.)   L = 58,5; B = 10,0; D = 5,9&lt;br /&gt;
*2.)   L = 50,0; B = 8,5; D = 5,1&lt;br /&gt;
*3.)   L = 62,0; B = 10,0; D = 6,5&lt;br /&gt;
Die Dimensionen sind in Millimetern angegeben. Nr.1 und Nr.2 weisen Gebrauchsspuren an beiden Enden auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich waren die Labiedspitzen als auch die klassischen Tix 16- Bohrer in Holz oder Knochen parallel zu ihrer Längsachse gefasst und wurden durch die Hand oder aber durch eine Bogensehne in eine alternierende Rotation gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bergbau wo viel und fast ausschließlich Gestein gebohrt wird, kennt man drei Bohrsysteme, &lt;br /&gt;
1.) Drehendes Bohren. Außer der kontinuierlichen Rotation in eine Richtung ist der Andruck des Bohrers auf das zu bohrende Medium von großer Wichtigkeit. Der Andruck soll ein Eindringen des Bohrers in das Gestein und eine Spahnabhebung bewirken. Fehlt der Druck nutzen sich Bohrer und Gestein lediglich gegenseitig ab. Letzteres ist der Fall bei den Tix 16- Bohrern. Dieses gilt auch für die übrigen steinzeitlichen Bohrer, es sind werkzeugtechnisch gesehen frühe, primitive Abnutzungsbohrer. &lt;br /&gt;
Die anderen Bohrsysteme 2.) das schlagende Bohren und 3.) das Drehschlagbohren waren noch nicht erfunden, dazu braucht es Metall, vorzugsweise Stahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Normalgrößen des Tix 16 existieren sehr kleine 15mm bis 20mm lange mèche de foret. Diese sind als Reststücke anzusehen, sie waren zu kurz um noch gefasst zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Frühere Publikationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag ist die originale Beschreibung und Analyse der holozänen, steinzeitlichen Fundstellen im Raum Abu Tartur, Ägypten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist möglich, dass frühere Publikationen zu dem oben genannten Thema existieren, die vor dieser Veröffentlichung erschienen sind. Diese wären jedoch in jedem Fall durch das Original beeinflusst, falls es sich nicht gar um Plagiate handeln sollte.&lt;br /&gt;
Zwar stand mein Material dem Institut für Ur- und Frühgeschichte zu Köln lange Zeit zur Verfügung, Veröffentlichungen waren allerdings an eine Bedingung geknüpft, welche leider nicht eingehalten wurde.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundstellen_in_%C3%84gypten&amp;diff=5588</id>
		<title>Fundstellen in Ägypten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundstellen_in_%C3%84gypten&amp;diff=5588"/>
				<updated>2023-10-20T12:48:58Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Genauere Beschreibung eines der Fundtableaus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Ägypten==&lt;br /&gt;
Ägypten, 1.000.000 Quadratkilometer groß, besteht mit Ausnahme des Niltals und des Deltas, aus Wüste. Für diesen Bericht sind die arabische und libysche Wüste, da beide zur Sahara gehörend, von Interesse.&lt;br /&gt;
Außerhalb dieses Rahmens werden lediglich, aus Gründen des Vergleichs, die Fundstellen von Merimde am südwestlichen Deltarand und Badari - Hemamieh am rechten Nilufer in Oberägypten, berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Ende des 19. Jahrhunderts begannen Archäologen sich für steinzeitliche Kulturen in Ägypten zu interessieren, so F. Petrie in Nagada. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts kamen dazu Junker in Merimde, Brunton in Badari und die große Dame der ägyptischen Vor - und Frühgeschichte G. Caton - Thompson in Hemamieh, im Fayum und Anfang der 30er Jahre in den Kharga - Oasen.&lt;br /&gt;
Erwähnt seien auch die frühen Expeditionen Hassanein Beys in den Uweinat von wo er über Felsbilder berichtete und Kemal el Dins, der den Gilf Khebir entdeckte und ebenfalls Malereien im Uweinat fand.&lt;br /&gt;
Neben den älteren Arbeiten soll versucht werden auch die in jüngerer Zeit ausgeführten Forschungen, einschließlich der noch laufenden, in diesen Bericht zu integrieren. &lt;br /&gt;
Zu nennen wären unter anderen die Teams um F. Wendorf und R. Schild im Südostteil der libyschen Wüste, R. Kuper und seine Mannschaft mit den Projekten B.O.S und ACACIA, M. Mc Donald in den Dakhla - Oasen und B.E. Barich mit Kollegen in Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Genauere Beschreibung eines der Fundtableaus==&lt;br /&gt;
Inhalt befindet sich im Aufbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abbildung Nr. 7 der Fotogalerie: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Ägypten - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden 132 Fundtableaus werden nicht näher erklärt, da viele Artefakte in den entsprechenden Rubriken gezeichnet und wissenschaftlich beschrieben worden sind. Jedes Artefakt ist mit einer eindeutigen Fundplatznummer gekennzeichnet. Fundplätze mit Nummern finden Sie unter Fundkomplex Abu Tartur. '''HINWEIS:''' Klicken Sie 2x in Folge auf die gewünschte Abbildung und Sie sehen das Tableau in Bildschirmgröße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0003_N_AbuTartur.jpg|Abb. 1: Klingen und Lamellen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0009_B_AbuTartur.jpg|Abb. 2: Bohrer, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0011_E_AbuTartur.jpg|Abb. 3: Kerben, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0013_D_AbuTartur.jpg|Abb. 4: Mikrolithen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0018_P21_Tixier_Liste.jpg|Abb. 5: Auflistung nach Tixier, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0029_Perlen_AbuTartur.jpg|Abb. 6: Perlen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0035_L_AbuTartur.jpg|Abb. 7: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0033_12_AbuTartur.jpg|Abb. 8: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0037_6_AbuTartur.jpg|Abb. 9: Nabta Pfeilspitzen und andere, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0039_4_AbuTartur.jpg|Abb. 10: Querschneider von Fundplatz 0002/84 und andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0041_7_AbuTartur.jpg.jpg|Abb. 11: Flächeretuschierte Stielspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0043_11_AbuTartur.jpg|Abb. 12: Ounan Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0045_9_AbuTartur.jpg|Abb. 13: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0092_14_AbuTartur.jpg|Abb. 14: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0094_13_AbuTartur.jpg|Abb. 15: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0187_26_AbuTartur.jpg|Abb. 16: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0189_22_AbuTartur.jpg|Abb. 17: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0191_18_AbuTartur.jpg|Abb. 18: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0193_20_AbuTartur.jpg|Abb. 19: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0195_21_AbuTartur.jpg|Abb. 20: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0197_10_AbuTartur_Renate.jpg|Abb. 21: Blattspitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0199_23_AbuTartur.jpg|Abb. 22: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0201_15_AbuTartur.jpg|Abb. 23: Blattspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0203_16_AbuTartur.jpg|Abb. 24: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0205_1_19_AbuTartur.jpg|Abb. 25: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0206_17_AbuTartur.jpg|Abb. 26: Blattspitzen mix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0112_XXVI_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 27: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0149_Q_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 28: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0171_O_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 29: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0073_UU_AbuTartur.jpg|Abb. 30: Große plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0075_NN_AbuTartur.jpg|Abb. 31: Werkzeuge, Fundplatz 1072&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0077_QQ_AbuTartur.jpg|Abb. 32: Plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0079_HH_AbuTartur.jpg|Abb. 33: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0081_1_JJ_AbuTartur.jpg|Abb. 34: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0082_TT_AbuTartur.jpg|Abb. 35: Klingen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0084_KK_AbuTartur.jpg|Abb. 36: Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0086_OO_AbuTartur.jpg|Abb. 37: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0088_PP_AbuTartur.jpg|Abb. 38: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0090_RR_AbuTartur.jpg|Abb. 39: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0096_G_AbuTartur.jpg|Abb. 40: Sicheln und Sicheleinsätze, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0098_XXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 41: Klingen, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0100_ZZ_AbuTartur.jpg|Abb. 42: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0102_YY_AbuTartur.jpg|Abb. 43: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0104_XXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 44: Flächig bearbeitete Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0106_XXV_AbuTartur.jpg|Abb. 45: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0108_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 46: Klingen und Lamellen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0110_XXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 47: Verschiedene Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0114_XXII_AbuTartur.jpg|Abb. 48: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0116_XXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 49: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0118_XXI_AbuTartur.jpg|Abb. 50: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0120_XXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 51: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0122_XLIII_AbuTartur.jpg|Abb. 52: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0124_roem_L_AbuTartur.jpg|Abb. 53: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0126_XLVI_AbuTartur.jpg|Abb. 54: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0011/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0128_XLV_AbuTartur.jpg|Abb. 55: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0130_XLIV_AbuTartur.jpg|Abb. 56: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0132_LV_AbuTartur.jpg|Abb. 57: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0134_XLVII_AbuTartur.jpg|Abb. 58: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1046/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0136_XLVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 59: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0138_XLIX_AbuTartur.jpg|Abb. 60: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0140_1_LIV_AbuTartur.jpg|Abb. 61: Paläolithische Werkzeuge auf neolithischen Fundplätzen und Aterienspitzen (gekauft)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0141_LII_AbuTartur.jpg|Abb. 62: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0014/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0143_LI_AbuTartur.jpg|Abb. 63: Verschiedene Artefakte und Perlen, Fundplatz 1002/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0145_F_AbuTartur.jpg|Abb. 64: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0147_LIII_AbuTartur.jpg|Abb. 65: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1045/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0151_A_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 66: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0157_C_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 67: Bohrer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0159_SS_AbuTartur.jpg|Abb. 68: Klingen und Lamellen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0163_XXX_AbuTartur.jpg|Abb. 69: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0165_J_AbuTartur.jpg|Abb. 70: Große Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0173_K_AbuTartur.jpg|Abb. 71: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0175_VV_AbuTartur.jpg|Abb. 72: Messer und Spitzen, Fundplatz 1017/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0177_WW_AbuTartur.jpg|Abb. 73: Messer und Spitzen, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0183_M_AbuTartur.jpg|Abb. 74: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0208_III_AbuTartur.jpg|Abb. 75: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1035/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0210_XI_AbuTartur.jpg|Abb. 76: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0213_X_AbuTartur.jpg|Abb. 77: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0215_VII_AbuTartur.jpg|Abb. 78: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0217_VI_AbuTartur.jpg|Abb. 79: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1052/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0219_IV_AbuTartur.jpg|Abb. 80: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0009/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0221_V_AbuTartur.jpg|Abb. 81: Verschieden Artefakte, Perlen und Keramik, Fundplatz 0008/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0223_XVI_AbuTartur.jpg|Abb. 82: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0225_VIII_AbuTartur.jpg|Abb. 83: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0227_IX_AbuTartur.jpg|Abb. 84: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0229_XVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 85: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0231_roem_I_AbuTartur.jpg|Abb. 86: Paläolithische Artefakte auf neolithischen Fundplätzen (z.T. Wiederverwendung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0233_roem_II_AbuTartur.jpg|Abb. 87: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0010/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0236_XLII_AbuTartur.jpg|Abb. 88: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0238_XXXI_AbuTartur.jpg|Abb. 89: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0240_XXXII_AbuTartur.jpg|Abb. 90: Bohrer und Pfrieme, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0242_XXXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 91: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0244_XXXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 92: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0246_XXXV_AbuTartur.jpg|Abb. 93: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0248_XXXVI_AbuTartur.jpg|Abb. 94: Bohrer, Klingen und andere Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0250_XXXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 95: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1072/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0252_XXXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 96: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0254_XXXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 97: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0256_XL_AbuTartur.jpg|Abb. 98: Lamellen, kleine Klingen und Mikrolithen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0258_XLI_AbuTartur.jpg|Abb. 99: Retuschierte Thermoscherben, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0260_LVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 100: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0262_XVII_AbuTartur.jpg|Abb. 101: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1016/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0264_H_AbuTartur.jpg|Abb. 102: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0266_XII_AbuTartur.jpg|Abb. 103: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0268_XV_AbuTartur.jpg|Abb. 104: Sichelmesser und &amp;quot;Ackerbau Geräte&amp;quot;, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0270_XIX_AbuTartur.jpg|Abb. 105: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1019/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0272_XIV_AbuTartur.jpg|Abb. 106: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0275_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 107: Verschiedene Artefakte, Fundplätze auf dem Plateau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0277_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 108: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0279_LX_AbuTartur.jpg|Abb. 109: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1039/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0281_XIII_AbuTartur.jpg|Abb. 110: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0284_LIX_AbuTartur.jpg|Abb. 111: Klingen, Kerbklingen und Windkanter, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0286_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 112: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1022/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0322_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 113: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0323_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 114: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0335_besondereWerkzeuge_AbuTartur.jpg|Abb. 115: Große Werkzeuge, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0336_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 116: Reib- und Malsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0337_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 117: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0339_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 118: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0343_Reibstein_AbuTartur.jpg|Abb. 119: Reibsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0340_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 120: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0356_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 121: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0357_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 122: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0358_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 123: Paletten, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0359_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 124: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0360_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 125: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0364_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 126: Reibschale mit Reibstein, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0348_AbuTartur.jpg|Abb. 127: Kerne, Klopfsteine und Spielsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0349_Keulenköpfe_AbuTartur.jpg|Abb. 128: Keulenköpfe, AbuTartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0350_AbuTartur.jpg|Abb. 129: Verschiedene Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0351_AbuTartur.jpg|Abb. 130: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0352_AbuTartur.jpg|Abb. 131: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0334_plattige_Stücke_AbuTartur.jpg|Abb. 132: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kharga==&lt;br /&gt;
G. Caton – Thomson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G. Caton Thompson beschreibt sechs Fundstellen innerhalb der Khargaregion, auf denen Pfeilspitzen vorkommen.&lt;br /&gt;
Diese sind&lt;br /&gt;
* 1.) K05 Bellaida&lt;br /&gt;
* 2.) K015 Umm ed Dabadib&lt;br /&gt;
* 3.) Ghuata (Qasr El Ghueita )&lt;br /&gt;
* 4.) Gala Hill&lt;br /&gt;
* 5.) Abu Sighwal Pass ( Nagb Umm Sirwal )&lt;br /&gt;
* 6.) Yesba Pass ( Nagb Asyut, Gebel El Yabisa )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) K05 Bellaida'''&lt;br /&gt;
Die Stelle liegt südlich der Gebirgslücke zwischen dem Gebel Teir und dem Gebel Tarif.&lt;br /&gt;
Eine Gesamtwerkzeugmenge von 42 Stücken wurde beobachtet aber nicht weiter bearbeitet und veröffentlicht. Unter den auf Tafel 100 vorgestellten Artefakten befinden sich ein Querschneider F8, eine teilflächig retuschierte Blattspitze, eine D7 - Spitze, eine D19 - Spitze und ein Stück, welches einen Übergang von der rhombischen zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) K015 Umm el Dabadib'''&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt in einer breiten Gasse der Abu Muharig Dünenkette in den Ausläufern des südliche Abbruchs des libyschen Plateaus.&lt;br /&gt;
74 Werkzeuge, darunter auch Pfeilspitzen, wurden gefunden und nicht weiter klassiert. 21 Pfeilspitzen sind auf Tafel 99 dargestellt, sie zeigen H1 - Spitzen und Übergänge von H1 nach H5 sowie Blattspitzen vollflächig und teilflächig retuschiert vom Typ C1 und C3, eine schlanke D12 - Spitze und Dreieckspitzen der Typen A1 und H7. Ein atypisches, flächig retuschiertes Stück ist die Nr. 13, die wie eine verunglückte Mischung aus C3 und D6 anmutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) Ghuata ( Qasr El Ghueita )''' &lt;br /&gt;
Der ptolemäische Tempel von Ghuata liegt rund 20 km südlich von Kharga, östlich davon schließt sich eine deflationsgeglättete Depression an.&lt;br /&gt;
Ghuata produzierte 61 Werkzeuge, davon sieben Pfeilspitzen. Gezeichnet sind auf Tafel 95 fünf Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte C3 - Spitzen, eine mit auf beiden Seiten flachen Randretuschen versehene C1 - Spitze, eine asymmetrische H5 - Spitze und eine H - Spitze mit einseitig angedeutetem Stiel, die als abgebrochene Ounanspitze beschrieben ist. Die übrigen auf den Tafeln 94 und 95 gezeigten Stücke weisen epipaläolithische Merkmale auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) Gala hill'''&lt;br /&gt;
22 km südlich von Ghuata liegt innerhalb der Depression ein 124 m hoher Sandsteinhügel mit dem Namen Gala hill. Auf diesem Platz wurden 45 Werkzeuge, davon 13 Pfeilspitzen, gefunden, welche sich unterteilen in 12 Querschneider und eine Ounanspitze. Die restlichen Artefakte sind Klingen, Lamellen, geometrische Mikrolithen sowie weitere epipaläolithische Implemente. Das Inventar erinnert an die Abu Tartur Fundstelle 0002/84.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) Abu Sighwal Pass'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle liegt auf dem östlichen Kalksteinplateau nordöstlich des Gebel Umm El Ghanayin in mit terra rossa gefüllten kleinen Senken, ähnlich wie es sich auf dem Abu Tartur Plateau darstellt.&lt;br /&gt;
Die Fundstreuung ergab 67 Werkzeuge davon lediglich zwei Bewehrungen, nämlich Ounanspitzen wie eine auf der Tafel 98 unter Nr. 3 abgebildet ist. Die Tafel zeigt ebenfalls eine Blattspitze unter 2/98, diese wird aber im Inventar nicht aufgeführt. Die übrigen Werkzeuge bestehen hauptsächlich aus Klingen ( 17 Stück ), Lamellen ( 19 Stück ) und geometrischen Mikrolithen wie Dreiecken und einem Segment. Das Ganze mutet epipaläolithisch an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) Yesba Pass'''&lt;br /&gt;
Dieser Pass bildet den nördlichen Zugang zu den Kharga Oasen und ist über 50 km von Kharga Zentrum entfernt. Auch hier liegen Artefaktenkonzentrationen in kleinen, flachen, terra rossa gefüllten Senken.&lt;br /&gt;
Yesba gab 148 Werkzeuge her, davon 66 Pfeilspitzen. Die übrigen Artefakte sind typische epipaläolithische Stücke mit 64 gestumpften Lamellen, Segmenten und Dreiecken. Kerbklingen sowie Quarzartefakte in Form von Kratzern oder meißelartigen Kernen sind ebenfalls vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen sind wie folgt unterteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;auto&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Pfeilspitzetyp'''||'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Querschneider||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ounanspitzen||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lamellenartige Rhombische||25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rhombische||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Atypische||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blattspitzen||26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stielspitzen inkl. I||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|'''Total'''||'''66'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Ounanspitzen kann auch das Exemplar Nr. 16 Tafel 97 gerechnet werden. Die Lamellenartigen entsprechen den Typen H1 ( 15/97 ), H5 ( 9/97 ) und Übergängen von H1 nach H5 ( 13/97 ).&lt;br /&gt;
Rhombische Exemplare sind zwei vorhanden, nämlich die Nr. 21 und Nr. 22 der Tafel 97.&lt;br /&gt;
Die atypische Spitze 8/97, die bis auf den linken Rand auf ihrem Umfang kantenretuschiert erscheint, fällt in die Gruppe H19.&lt;br /&gt;
Nr. 20/97 kann unter I 4 eingeordnet werden. Die Blattspitzen entsprechen den Typen C1 und C3 und das Exemplar 26/97 weist schon nach C6. Die dargestellten Stielspitzen können dem Typ D7 zugeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den Fundstellen Abu Sighwal und Yesba wurden auf dem Plateau noch 34 Werkzeuge am Gebel Umm El Ghenneiem und 36 Stücke bei Agaba Matana gefunden. Sie bringen keine weiteren Typen und sind auch nicht weiter aufgeschlüsselt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einordnung der beschriebenen und / oder gezeichneten Pfeilspitzen des „ Bedouin &lt;br /&gt;
Microlithic „ von Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''K015'''&lt;br /&gt;
|'''K05'''&lt;br /&gt;
|'''Ghuata'''&lt;br /&gt;
|'''Gala'''&lt;br /&gt;
|'''Sighwal'''&lt;br /&gt;
|'''Yesba'''&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Werkzeuge'''&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|61&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|67&lt;br /&gt;
|148&lt;br /&gt;
|437&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Davon Pfeilspitzen'''&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|117 &lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|19&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|E&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|F&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|G&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|H&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|50&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den rund 500 aufgefundenen Werkzeugen sind 437 dokumentiert. Von letzteren sind 115 oder 26,6 % Pfeilspitzen. ( Da die Familie I nicht mitgerechnet wird reduziert sich die Zahl auf 113 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 1'''&lt;br /&gt;
* = A + B + E&lt;br /&gt;
* = 2 + 0 + 3&lt;br /&gt;
* = 5 oder 4,42 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 2''' &lt;br /&gt;
*= C&lt;br /&gt;
*= 31 oder 27,43 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 3'''&lt;br /&gt;
*= D&lt;br /&gt;
*= 11 oder 9,74 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 4''' &lt;br /&gt;
*= F + G + H&lt;br /&gt;
*= 16 + 0 + 50   &lt;br /&gt;
*= 66 oder 58, 41 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den weiter oben behandelten Pfeilspitzen wurden elf große, ausgekehlte Dreieckspitzen gefunden. Wie Tafel III zeigt, handelt es sich unter anderem um ein durchschnittliches Exemplar mit 41 mm Länge und um ein weiteres von 63 mm Länge und einer Kehle von 28 mm Tiefe. Von den elf Exemplaren, 7 wurden in  K0 15 gefunden, 4 stammen von K0 5, weisen 6 eckige Schwingen auf, die übrigen dürften gerundet sein. Schwingen vom Typ A 25 mit nach innen gebogenen, spitzen Schwingenenden wurden von G. Caton Thompson nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''D.L. Holmes'''&lt;br /&gt;
Wie D.L. Holmes in ihrer „ Analysis and comparison of some prehistoric projectile points from Egypt „ schreibt, entdeckte sie im Dezember 1983 in der Umgebung von Kharga 45 Pfeilspitzen verschiedenster Typen, wie sie auch schon von G. Caton - Thompson beschrieben worden sind und von dieser als „ bedouin microlithic „ klassiert wurden. Der Anteil der Pfeilspitzen am Gesamtvolumen der Werkzeuge beträgt 12 %. Zwei Bruchstücke konnten nicht eingeordnet werden. Die Funde stammen von acht verschiedenen Stellen und obwohl das Gebiet mit Umm - el - Dabadib angegeben ist, zählen dazu auch die nordöstlich von Kharga gelegenen Quellhügel K0 8 und K0 6. Der in der Nähe von Umm - el - Dabadib gelegene Fundplatz K0 15 wird nicht erwähnt. Die Entfernung zwischen K0 6 und K015 beträgt rund 40 km. Der Fundplatz K0 10, der ebenfalls zu den acht Stellen gehört, an denen Pfeilspitzen gesammelt wurden, wird von G. Caton - Thompson dem oberen Acheul zugerechnet. Wahrscheinlich ist es hier zu Verwechslungen der Bezeichnungen gekommen. Für die Analyse der Funde und für Vergleiche mit Sammlungen aus dem gleichen Gebiet werden die beiden Fragmente ausgeklammert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 4,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||15||34,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||16||37,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||10||23,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''43'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weitere Fundbeobachtungen in den Kharga - Oasen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Wendorf und R. Schild, die 1980 in den Kharga - Oasen gearbeitet haben, erwähnen keine Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Simmon und Mandel dagegen sprechen in ihrem Bericht von 1986 von einigen unregelmäßigen Pfeilspitzen, sowie von Blatt - und Stielspitzen, die Menge dürfte bei 12 - 15 Stücken liegen.&lt;br /&gt;
Die umfangreichste Sammlung aus dem Gebiet von Umm - el - Dabadib und Kharga dürfte von R. Ulbrich und G. Ulbrich stammen. Sie enthält 615 Pfeilspitzen, die sich wie folgt verteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 43|| 6,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||184||29,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||283||46,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||105||17,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''615'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgebildet und beschrieben sind sie in diesem Bericht auf den Tafeln Ä - U1, Ä - U2, &lt;br /&gt;
Ä - U3 und teilweise auf weiteren Tafeln der Bezeichnung Ä unter den Kürzeln K, D und Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schreiber des Berichts hatte die Gelegenheit einen Teil des oben genannten Gebiets zu begehen, hier der Fundbericht :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundgebiet Nr. 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koordinaten : ( Mittelwerte ) L = 30°25’, B = 25°28’&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geographie : Rund 10 km nördlich von Kharga erhebt sich der Gebel el Teir, westlich davon liegt mit 451 m die höchste Erhebung der Gegend, der Gebel Tarif und seine nördliche Fortsetzung, der Gebel el Sheikh. 15 km weiter nach Norden schiebt sich das libysche &lt;br /&gt;
Kalksteinplateau in die Kharga - Senke. An seinen Flanken liegen im Nordosten des Fundgebietes die trocken gefallene Oase Ain - el - Labakha und im Nordwesten das Fort Ain - el - Wan ( rund 5 km südlich von Umm - el - Dabadib ). Die weiteren approximativen Begrenzungen des Fundgebietes sind im Osten die Linie Ain - el - Labakha – Gebel el Teir, im Westen der Schnittpunkt der Linien Ain - el - Wan südwärts und Gebel el Teir westwärts. Die Landschaft ist geprägt durch die Dünenketten des Abu Muharig mit Sicheldünen bis zu 50 m Höhe. Die äolische Überformung ist extrem weit fortgeschritten, dennoch haben sich auch Playagebiete, teilweise mit Yardangs durchsetzt, halten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausdehnung : N – S = 17,5 km, W – O = 10 km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschreibung des Fundplatzes : Die meisten Fundstellen sind an Restplayas gebunden aber auch auf Sandsteinuntergrund kommen sekundäre Konzentrationen vor. &lt;br /&gt;
In situ Plätze und Herdstellen sind nicht beobachtet worden, mit Ausnahme einiger in Yardangs in Kopfhöhe eingeschlossener Artefakte ist das Fundmaterial ausnahmslos bewegt worden. K0 15, ein „ bedouin microlithic „ Fundplatz G. Caton - Thompsons südlich von   Ain - el - Wan ist lediglich begangen worden und in seiner vorgefundenen Situation belassen worden, das gleiche gilt für K0 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar : 360 Steinartefakte, davon 10 nicht modifizierte, sind aufgesammelt worden. Die 350 Werkzeuge gliedern sich wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer|| 23|| 6,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||54||15,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||7||2,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rückengestumpfte Lamellen||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||38||10,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Endretuschen||4||1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Geometrische Microlithen||5||1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Microburin Technik||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Andere||213||60,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''350'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe „ Andere „ setzt sich zusammen aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ounanspitzen|| 8|| 2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierten Stücken||67||19,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Side - blow - flakes||8||2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Pfeilspitzen||80||22,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Zweiflächnern||26||7,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstigen||24||6,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''213'''|| '''60,85'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert man die Pfeilspitzen inklusive der Ounan - Spitzen nach Hugot, so wird folgendes Ergebnis sichtbar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''87'''|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen vom Typ I, mit einem Exemplar vertreten, werden nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
Im Vergleich mit den Analysen der Pfeilspitzen der Abu Tartur Fundplätze 1024/82, 1023/82 und 1017/82 fällt auf, dass das Indiz III des Fundgebietes 1026/82 um rund 20 % bis 30 % höher liegt, ansonsten sind Ähnlichkeiten trotz des unwissenschaftlichen Absammelns durchaus zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten im Gebiet 1026/82 sind nicht weiter vertieft worden und zwar aus zwei Gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Die Fundplätze sind durch Deflation stark gestört und definierbare Kulturschichten sind nicht gefunden worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Die Entfernung von der Basis Abu Tartur war zu groß und für eine Einzelperson war das schwierige Gelände zu risikoreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der größenordnungsmäßig unterschiedlichen, von verschiedenen Personen in einer recht großen Zeitspanne gesammelten Pfeilspitzen des „ bedouin microlithic „ ergibt ein interessantes Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''G. Caton-Thompson*'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''D. L. Holmes**'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''R. und G. Ulbrich'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1026/82***'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 4,42|| 2|| 4,65|| 43|| 6,99|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||31||27,43||15||34,88||184||29,92||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||11||9,74||16||37,21||283||46,02||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||66||58,41||10||23,26||105||17,07||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Total|| 113|| 100,00|| 43|| 100,00|| 615|| 100,00|| 87|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die elf großen, ausgekehlten Dreieckspitzen von K0 5 und K0 15 werden, da von Caton - Thompson eher dem „ peasant neolithic „ zugerechnet, später behandelt.&lt;br /&gt;
* ** Ohne Bruchstücke.&lt;br /&gt;
* *** Eine Pfeilspitze der Familie I ist unberücksichtigt geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine klare Übereinstimmung der Sammlungen Holmes, Ulbrich und 1026 ist nicht von der Hand zu weisen. Gemeinsam ist allen ein geringer Wert des Indiz I, der zwischen rund 5 % und 7 % liegt. Ein Drittel der Spitzen gehört zum Indiz II. Die stärkste Gruppe bilden die gestielten Pfeilspitzen mit rund 35 % bis 46 % und die Gruppe der nicht flächig bearbeiteten Stücke liegt bei rund 17 % bis 25 %. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ins Bild passen die entsprechenden Zahlen von G. Caton - Thompson. Ihr Fundgebiet erstreckte sich weiter nach Süden und zu den Pässen im Norden, der epipaläolithische Anteil der hier angetroffenen Fundstellen ist höher. G. Caton - Thompson klassiert außerdem die Fundstellen K0 5 und K0 15 als gemischt aus „ bedouin microlithic „ und „ peasant    neolithic „.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den in Abu Tartur gewonnenen Kenntnissen stellen die Oberflächenfunde in dem hier behandelten Raum ein Artefaktengemenge aus den verschiedensten Epochen und Kulturen dar. Dieses wird verständlich durch die Tatsache, dass der Boden in der Khargasenke im Mittel jährlich um 2 mm abgesenkt wird. Bis auf wenige Ausnahmen, K0 15 ist teilweise eine solche, ist von den ursprünglichen Lagerplätzen nichts übrig geblieben. Die Herde sind weggeblasen worden, die Keramik zu Staub zerrieben und die Steinartefakte nach Korngröße gesichtet worden. Das Material ist dermaßen durcheinander gewirbelt, dass es schon wieder homogen erscheint, wie der typologische Vergleich der verschiedenen Sammlungen suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine in Abu Tartur angefertigte Langzeitstudie über die Auswirkung des Windschubes auf prähistorische Artefakte belegt mit eindeutigen Zahlen sowohl Verschiebung als auch Sichtung (bislang unveröffentlicht, aktuell in dieser Internetpräsenz, siehe: Windschubmessung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Tartur==   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zur El Ghorab Straße zwischen Kharga und Dakhla verläuft die Bruchkante des libyschen Plateaus in westöstlicher Richtung, lediglich die Felsmasse von Abu Tartur schiebt sich nach Süden in die Sandsteinebene vor. Die Bruchkante ist hier, bedingt durch die harten Kurkurschichten mit 550 m höher als die übrigen, bei rund 450 m – 500 m liegenden Partien. Begrenzt wird der Vater der Zipfelmütze, so die Bedeutung von Abu Tartur, im Süden und Osten durch eine mit Zeugenbergen durchsetzte, sandige Ebene der Nubiaschichten, im Westen durch den Wadi Batikh, den Wassermelonen - Fluss und im Norden durch den Wadi Ain Amur. Die mittleren Koordinaten sind 29°30’ – 30°10’ Ost und 25°20’ – 25°40’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird unter Abu Tartur vor allem die ungefähr 50 km westlich von Kharga gelegene Phosphatgrube im südöstlichen Bereich des Massivs verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier war der Verfasser, abgesehen von einer früheren, kurzen Intervention im Jahr 1978, von 1982 bis 1987 als Bergingenieur im Auftrag der Societé Francaise d´ Etudes Minieres ( Sofrémines ) tätig. Außerdem ermöglichte die deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen eines Sonderforschungsprogramms eine sechswöchige Visite mit Archäologen des Heinrich Barth - Instituts für Ur - und Frühgeschichte der Universität zu Köln im Herbst 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Freizeit während des Aufenthalts in Ägypten in den Jahren 1982 – 87 wurden im Umkreis von rund 30 km 146 Fundstellen entdeckt, davon 25 größere mit 100 bis 2500 Werkzeugen. Eine detaillierter Bericht liegt vor, eine Kopie befindet sich im Kölner Institut. Eine Veröffentlichung, auch auszugsweise, wurde nicht vorgenommen. Wohl aber wurden Informationen und erkannte Zusammenhänge für Veröffentlichungen unter anderem Namen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besiedlungsdauer in Abu Tartur reicht vom Epipaläolithikum bis zum ausgehenden Neolithikum falls die wenigen paläolithischen Einzelfunde wie z.B. Aterienspitzen unberücksichtigt bleiben. Das Inventar stammt von der Oberfläche, auf Grabungen ist verzichtet worden, selbst wenn die Überdeckung aus geringmächtigen Lockersedimenten bestand. Spuren späterer Aktivitäten aus historischen Zeiten ist nicht nachgegangen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon im Fundstellenbericht Abu Tartur dargestellt, sind in situ - Plätze in der Sahara äußerst selten. Das Vorhandensein von überdeckenden Ablagerungen stellt keine Garantie für ungestörte Kulturschichten dar. Häufig handelt es sich dabei um umgelagerte äolische Sedimente oder durch Wadis transportiertes Material. In diesen Situationen können sich Artefakte der verschiedensten Zeitalter vom langschmalen Dreieck bis zur schlanken, beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze im gleichen ergrabenen Horizont finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einigen der bedeutenderen Fundstellen fehlt die schützende Decke und das heterogene Fundmaterial ist auf die heutige Oberfläche projiziert worden. Zum Glück gibt es aber auch kleinere Konzentrationen, die unvermischt gerade aus ihrer originalen Situation auswittern und die es erlauben das Artefaktengemisch zu entwirren.&lt;br /&gt;
Kleine Fundstellen sind vielfach homogen in Bezug auf die Verwendung von Rohmaterial, die Bearbeitungstechnik und das Typenvorkommen.&lt;br /&gt;
Die Typenvielfalt der Abu Tartur Fundstellen spiegelt sich im Reichtum der Pfeilspitzenformen, wie die Auswertung des Materials einiger der größeren Konzentrationen zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der Pfeilspitzen - Formen &lt;br /&gt;
Fundplatz 1023/82 : 2462 Werkzeuge davon 44,76 % Pfeilspitzen. Von den 1546 unter Varia ( Tixier 112 ) klassierten Artefakten waren 1071 Pfeilspitzen, dazu kommen 32 Ounanspitzen ( Tixier 107 ), so dass eine Gesamtmenge von 1103 Bewehrungen entsteht. Alter nicht gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anzahl&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|%&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz I&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|A + B + E&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|21 + 6 + 6&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|3,02&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz II&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|575&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|52,61&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz III&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|203&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|18,57&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz IV&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|F + G + H&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|0 + 5 + 277&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|282&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|25,8&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''1093'''&lt;br /&gt;
|'''='''&lt;br /&gt;
|'''100'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zehn Stücke der Familie I werden nicht berücksichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1005/83 : 897 Werkzeuge davon 43,03 % Pfeilspitzen. Von den 546 unter Varia klassierten Artefakten waren 376 Pfeilspitzen dazu gesellen sich noch zehn Ounanspitzen, so dass sich eine Gesamtmenge von 386 Bewehrungen ergibt. Alter 6420 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 19|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||223||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||73||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||59||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''374'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie I ist mit 12 Stücken vertreten und wird in der Auswertung nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1024/82 : 459 Werkzeuge davon 37,47 % Pfeilspitzen. Von den 322 unter Varia klassierten Werkzeugen waren 169 Pfeilspitzen. Zusammen mit den drei Ounanspitzen wird eine Anzahl von 172 Stücken erreicht. Alter 6620 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 9|| 5,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||123||72,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||20||11,83&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||17||10,06&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''169'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Pfeilspitzen der Familie I sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 : 729 Werkzeuge davon 24,42 % Pfeilspitzen. Von den 186 unter Varia klassierten Artefakten waren 125 Pfeilspitzen, hinzu kommen die unter Tixier 107 eingeordneten 53 Ounanspitzen des Fundplatzes, welche allgemein als Bewehrungen gewertet werden. Die Summe aller Pfeilspitzen beträgt demnach 178. Alter 7145 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 6|| 3,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||86||48,59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||14||7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||71||40,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''177'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Stück gehört in die Familie I und wird hier nicht gewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1004/83 : 628 Werkzeuge davon 21,66 % Pfeilspitzen. Von den 139 unter Varia klassierten Artefakten waren 113 Pfeilspitzen, mit den 23 Ounanspitzen des Fundplatzes ergibt sich eine Gesamtmenge von 136 Stücken. Alter 7590 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 1,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||24||17,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||6||4,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||103||76,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''135'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Pfeilspitze der Familie I wird nicht mitgezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 0002/84 : 402 Werkzeuge davon 47,51 % Bewehrungen. Die 191 Bewehrungen lassen sich zum größten Teil auf die Tixier Nummern 87 und 92 zurückführen, hinzu kommen weitere Querschneidertypen sowie Pfeilspitzen der Typen H 10 ( Dreieck ), H 1 ( Blatt ), H 5 ( Stiel ) sowie Ounanspitzen ( H 12 ) und Ounan - Harif - Spitzen ( H 14 ). Alter 9120 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 0|| 0,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||3||1,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||1||0,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||187||97,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''191'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Blattspitzen der Familie C scheinen auf den ersten Blick nicht in den Kontext zu passen, obwohl sie in ihrer Größe und der Art der Flächenretuschierung von Blattspitzen anderer Abu Tartur Fundstellen abweichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Stielspitze der Familie D ist einseitig flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, sie gleicht vom Material und der Technik her der Hybridspitze  ( Tafel Ä 35/14 ), die ebenfalls flache Randretuschen zeigt. Beide Stücke sowie auch die leicht rhombische H 14 Spitze ( Tafel Ä 35/13 ) mit Kantenretuschen an den proximalen Begrenzungslinien können zum kulturellen Inventar gehören. Damit wäre die D – Spitze ein sehr frühes Beispiel einer flächenretuschierten, gestielten Pfeilspitze ( Ä 12/6 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben 0002/84 ist auch der Fundplatz 1072/86 wegen seines homogenen Aspekts hoch interessant. Die auf 7670 +- 50 und 7645 +- 35 BP datierte Fundstelle erscheint weitestgehend unvermischt und wittert in schmalen Windkanälen oder auch Regenrinnen aus, so dass immer wieder in zeitlichen Abständen frische Artefakte gefunden werden können. Durch diese Tatsache erklärt sich das Zustandekommen der Sammlung 1072/02, die von Heiko Riemer durchgeführt wurde und welche neben 17 gestielten Spitzen, 8 Kerbresten und 5 weiteren retuschierten Werkzeugen auch 23 unmodifizierte Klingen und 49 Abschläge, letztere meistens Abfallstücke der Werkzeugproduktion, aufweist. Die erste Sammlung stammt von 1986, dem Jahr der Entdeckung der Fundstelle. Die Zusammenstellung der retuschierten Artefakte umfasst 125 Stücke und sieht wie folgt aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Nr. Tixier'''&lt;br /&gt;
|'''Werkzeug'''&lt;br /&gt;
|'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|'''%'''&lt;br /&gt;
|'''% der Gruppen'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|Einfacher Kratzer auf Abschlag&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|Kreisförmiger Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|Vorspringender Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|7,1&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|Gekerbter Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Kratzer auf gestumpfter Klinge&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|Doppelend - Bohrer&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|II&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|Stichel&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|III&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|IV&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|55&lt;br /&gt;
|Gebogene Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|Bruchstück rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|8,8&lt;br /&gt;
|VI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|Ouchtata Lamelle&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|Gekerbter Abschlag&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|Gezähnter Abschlag&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|76&lt;br /&gt;
|Kerbklinge oder Kerblamelle&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|VII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|Gezähnte Klinge oder gezähnte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8 &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|80&lt;br /&gt;
|Endretusche&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|VIII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|105&lt;br /&gt;
|Durchgehende Retusche&lt;br /&gt;
|47&lt;br /&gt;
|37,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|Ounanspitze&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|72&lt;br /&gt;
|XI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|Verschiedene&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|18,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Total&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|125&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die erste Sammlung 16 % an Ounanspitzen und den damit verwandten Artefakten aufweist, steigt der Anteil beim Gesamtinventar ( 1072/86 plus 1072/02 ) auf 21 %.&lt;br /&gt;
Die Ounanspitze ist ursprünglich ein Werkzeug aus dem Epipaläolithikum, wo sie möglicherweise als Bohrer benutzt wurde. Benannt ist sie nach dem Fundort Bir Ounan im südlichen Taoudeni in der Republik Mali. Vorneolithische Vorkommen sind unter anderen Ain Fritissa im südlichen Marokko, Oued Diffel, Bou Nouara und Dakhlat es - Saadane in Algerien und Ténéré im Norden Nigers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Stücke aus der Ostsahara fallen in die Zeit um 7850 BP – 7600 BP ( El Jarar Early Neolithic, Wendorf et al. 2001 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Abu Tartur Fundstelle 1072/86 gehört in diesen Zeitraum. Außer den von Tixier definierten Ounanspitzen finden sich hier in den gleichen Schichten Pfeilspitzen, die eine Bruchfläche am Stielende aufweisen und solche, bei denen Schlagfläche und Bulbus erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit sind Herkunft und frühes Auftreten dieser Stielspitzen, einmal der „ Abu Tartur Spitze „ und zum anderen der kantenretuschierten Spitze mit modifiziertem Stiel, geklärt. Die Bearbeitung des Stiels dieser nach Hugot als „ H5 „ oder nach Caton - Thompson als „ Ounanien „ zu bezeichnenden Pfeilspitze kann Teile oder die Gesamtheit des Stiels betreffen, es werden sowohl steile als auch flache Retuschen beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiele seien genannt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ounanspitze  -  1072  Tafel Ä 33 Nr. 2&lt;br /&gt;
* Abu Tartur Spitze  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 2&lt;br /&gt;
* H5 - Spitze nach Hugot  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die meisten Artefakte der Fundstelle 1072/86 sind auch diese drei Exemplare aus karamellfarbenem Hornstein hergestellt.&lt;br /&gt;
Ohne die Sammlung Ulbrich enthält das lithische Gesamtinventar Abu Tarturs 14375 Werkzeuge davon 3173 Pfeilspitzen und Pfeilschneiden, Ounanspitzen nicht inbegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reibschalen, Läufersteine und Hammersteine sind in dieser Auflistung nicht berücksichtigt. Der prozentuale Anteil der Pfeilspitzen für die Gesamtheit der Abu Tartur Fundstellen beträgt 21,06 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Geschossbewehrungen der Sammlung Ulbrich und anderer stehen für eine Auswertung insgesamt 4000 Stücke zur Verfügung, rund 1000 dieser Pfeilspitzen sind durch Zeichnungen im Maßstab 1 : 1 und Kurzbeschreibungen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Fayum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Gertrude Caton-Thompson und Elinor Gardner entdeckten und bearbeiteten Fundstellen liegen am Nordufer des Birket el Qarun, einem Restsee in der Fayum-Depression. Die Seeoberfläche liegt heute 45m unter dem Meeresniveau. Durch die Hochwasser des Nils und durch erhöhte Regenfälle während der holozänen Feuchtperioden hat der See häufiger seine Größe und seine Uferzonen verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den drei Grabungsperioden 1924/25, 1925/26 und 1926/24 bearbeiteten sie zum einen das Fayum B, eine Kultur, die auf mikrolithischen Werkzeugen und der Technik der Kantenretuschierung basierte und die keinerlei Keramik aufwies, zum anderen das Fayum A, welches sämtliche Attribute eines entwickelten Neolithikums aufwies als da sind Ackerbau und Viehzucht, Keramik und flächenretuschierte Steinwerkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist, dass die beiden so unterschiedlichen Kulturen große, flächenretuschierte, ausgekehlte Pfeilspitzen ähnlicher Art hervorgebracht haben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Fayum Kulturen wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 3910 +- 115 BC, 3860 +- 100 BC und 3210 +- 100 BC angegeben, wobei das älteste Datum dem höchsten Seestand entspricht und das jüngste Datum der heutigen Uferlinie zugeordnet ist.&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Pfeilspitzen-Vorkommen behandelt wie sie in G. Caton-Thompson „The Desert Fayum“ von 1934 dargestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fayum Fundplätze und ihre Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Nr.Werkzeuge'''|| '''Nr.Pfeilspitzen'''|| '''%'''|| '''A1'''|| '''A17'''|| '''A 2'''|| '''C'''|| '''D'''|| '''E'''|| '''I'''|| '''H'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||'''A18'''||'''A25-A28'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||||'''A13'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site K|| 43|| 14|| 32,6|| 5|| -|| -|| 9|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| L Basin Sites|| 121|| 38|| 31,4|| 8|| -|| 7|| 17|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area L-X|| 116|| 29|| 25,0|| 6|| -|| -|| 18|| 5|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site X|| 113|| 24|| 21,2|| 5|| 1|| 7|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area X-V, X-W|| 39|| 10|| 25,6|| -|| -|| 1|| 1|| 8|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site V|| 213|| 105|| 49,3|| 1|| 4|| 25|| 23|| 52|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas cii-w, cii-v,v-w|| 90|| 25|| 27,8|| 6|| -|| 14|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camp ii Basin|| 651|| 312|| 47,9|| 12|| -|| 30|| 77|| 192|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Z|| 84|| 20|| 23,8|| -|| 2|| 6|| 12|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Z Basin|| 79|| 60|| 75,9|| 1|| -|| -|| 1|| 53|| 4|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Zi|| 78|| 11|| 14,1|| 6|| -|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Lifeh to Qasr Sagha|| 72|| 23|| 31,9|| -|| 4|| 8|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site R|| 34|| 13|| 38,2|| 1|| -|| 7|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| N Basin sites-S|| 44|| 13|| 29,5|| -|| 1|| 2|| 7|| 3|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site T|| 38|| 9|| 23,7|| -|| 2|| 6|| 1|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas R-T, S-T|| 18|| 3|| 16,7|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area T-O|| 15|| 8|| 53,3|| 1|| -|| 3|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site O|| 10|| 2|| 20,0|| 1|| -|| 1|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site N|| 184|| 24|| 13,0|| -|| 6|| 10|| 2|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West Dimai Basin|| 95|| 35|| 36,8|| 6|| -|| 11|| 9|| 9|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dimai Dyke Area|| 18|| 4|| 22,2|| 2|| -|| 2|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D3 Wadi site M|| 67|| 54|| 80,6|| 5|| -|| 28|| 9|| 12|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Southern Area|| 7|| 1|| 14,3|| 1|| -|| -|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West End Sites|| 100|| 22|| 22,0|| 2|| -|| 10|| 3|| 7|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total (neolithisch und ungewisses Alter'''|| '''2329'''|| '''859'''|| '''36,9'''|| '''69'''|| '''20'''|| '''179'''|| '''228'''|| '''357'''|| '''4'''|| '''2'''|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 1||=|| A+B+E||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||268+0+4||=|| 31,74 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||272||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 2|||| C|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||228||=||26,60 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 3||=|| D|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||357||=||41,66 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 4||=|| F+G+H|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||0||=||0,00 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Stücke fallen in die Familie I, die nicht berücksichtigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häufigkeit der Pfeilspitzen im Gesamtinventar der Fayum Sammlung Caton-Thompsons liegt bei 36,9 % und ist damit wesentlich höher als bei vergleichbaren Fundstellen. Die Bandbreite liegt zwischen 13 % bei Site N und erreicht 80,6 % bei Site M.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zahlen lassen, wie es auch aus den Kommentaren Caton-Thompsons zu den einzelnen Fundstellen hervorgeht, auf ein selektives Absammeln, auf  vorhergehendes Sammeln von Touristen und Plünderern und / oder auf durch Wind und Wasser zusammengetragene Artefaktenkonzentrationen und Sichtung nach Korngrößen schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die typischen, da häufigsten Pfeilspitzenarten in der Caton-Thompson Kollektion sind die Gestielten aus der Familie D. Sie erreichen 41,66 % des Gesamtvolumens und werden gefolgt von A-Spitzen der Gruppen A1, A17, A18, A2, A25 und A26, welche zusammen 31,74 % ergeben. Die Blattspitzen liegen mit 26,60 % auf dem dritten Platz. Pfeilspitzen mit dem Indiz 4, kommen nicht vor bzw. sind nicht in die „neolithische“ Sammlung aufgenommen worden. Selektionen wurden in einigen Fällen vorgenommen z.B. The Z basin levels A.L. 180-160, in anderen nicht z.B. Areas Cii-w, cii-v, v-w and Site V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen gehören zu einen Inventar, welches unter anderen folgende Werkzeuge enthält :&lt;br /&gt;
* Beile, poliert oder retuschiert&lt;br /&gt;
* Beidseitig bearbeitete Messer&lt;br /&gt;
* Sichelblätter&lt;br /&gt;
* Spitzen und Messer, deren Ausgangsmaterial aus gerundeten Flintaggregaten besteht&lt;br /&gt;
* Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
* Hohlbeile&lt;br /&gt;
* Rückengestumpfte Lamellen. Bei einigen Fundstellen werden sie aufgeführt, bei anderen weggelassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzigartig scheint die große Anzahl von stark ausgekehlten Spitzen des Typs A25 zu sein.&lt;br /&gt;
Von den „surface sites“ stammt eine gestielte Großspitze vom Typ D3 (Plate XLII).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der im Fayum gefundenen Pfeilspitzen ist beträchtlich. Neben den frühen Sammlungen von H.W. Seton-Karr und M.C.T. Currell und anderen kommen die vielen für die Archäologie verlorenen Stücke, die in irgendwelchen Schubladen und Vitrinen verstauben.  &lt;br /&gt;
Die Menge der von G. Caton- Thompson beschriebenen Bewehrungen beträgt 859 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nabta Playa und Bir Kiseiba.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen dieser Orte im Süden Ägyptens, westlich des Nils und in der Nähe der sudanesischen Grenze sind eng verbunden mit dem Wirken der „ Combined Prehistoric Expedition „. Diese anfänglich als Rettungsaktion, der durch das steigende Wasser des Assuan Hochdamms gefährdeten prähistorischen Siedlungsplätze, gedachte Aktion ist später weiter nach Osten ausgedehnt worden, um die reichen frühgeschichtlichen Vorkommen von Nabta Playa und Bir Kiseiba zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
Die Expedition war ein Gemeinschaftsunternehmen der Geological Survey of Egypt, der polnischen wissenschaftlichen Akademie Warschau und der Southern Methodist University Dallas.&lt;br /&gt;
Geleitet wurden die archäologischen Arbeiten von Fred Wendorf und Romuald Schild. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen war das frühe Holozän und die damit verbundenen Besiedlungsphasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nabta Playa''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von El Nabta und der weiteren Umgebung werden von Fred Wendorf, Romuald Schild und ihrer Mitarbeiter in zwei Volumen behandelt.&lt;br /&gt;
Erstens in dem 1980 erschienenem Werk „Prehistory of the Eastern Sahara“, New York Academic Press und zweitens in dem 2001 in New York bei Kluwer Academic / Plenum Publishers erschienenem Band „Holocene Settelement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of Nabta Playa“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzentypen sind denen von Bir Kiseiba sehr ähnlich und verteilen sich auf die einzelnen Fundstellen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Prehistory of the Eastern Sahara :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-3''' Alter 8840 +- 90 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen: stemmed points&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 28 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 431 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 6,5 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden neun Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.39 &lt;br /&gt;
* v – Stielspitze vom Typ H5, der Stiel ist auf der Ventralseite bearbeitet.&lt;br /&gt;
* w – breite und grobe H5 - Spitze&lt;br /&gt;
* x – grobe H5-Spitze&lt;br /&gt;
* y-z – rhombische Spitzen vom Typ H2&lt;br /&gt;
* a.a. – Ounanspitze &lt;br /&gt;
* b.b. – Die Spitze weist eine Ähnlichkeit mit dem Typ H3 auf &lt;br /&gt;
* c.c. – H5-Spitze mit querschneidigem distalem Ende, der Stiel ist ventral modifiziert. Das Stück könnte auch unter F14 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.40&lt;br /&gt;
* c – H19, das Stück entspricht in seiner Silhouette dem Typ E5 bei den flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den oben genannten Pfeilspitzen wurden 7 Dreiecke und 18 Trapeze gefunden, die als Bewehrungen hätten dienen können. Vier dieser geometrischen Mikrolithen wurden gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Epipaläolithisch) Alter ca. 8290 +- 80 BP (Eierschale)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan-Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 12 bei einer Werkzeugmenge von 146 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 8,22 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sechs Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.45&lt;br /&gt;
* k-p kleine Ounanspitzen (H12). Die Trapeze und Dreiecke der Fundstelle könnten auch als Bewehrungen genutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-7'''&lt;br /&gt;
* Von dieser mit aller Wahrscheinlichkeit gemischten Fundstelle wurden 448 retuschierte Werkzeuge aufgesammelt, darunter drei Pfeilspitzen, eine Blattspitze vom Typ H10, eine kleine Ounanspitze (H12) und ein Bruchstück einer flächenretuschierten D1-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch)&lt;br /&gt;
* Von den 146 Werkzeugen waren 8,22 % oder 12 Exemplare Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch Pits) Von den 312 Werkzeugen waren lediglich 1,3 % oder 4 Stücke gestielte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-5''' (Neolithisch) Alter 7530 +- 180 Jahre&lt;br /&gt;
* Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 223 Stücke, hauptsächlich retuschierte Stücke und gekerbte bzw. gezähnte Stücke. Bohrer sind ebenfalls häufig. Neben Endretuschen, rückengestumpften Lamellen und Kratzern kommen jeweils ein Trapez, ein Krukowski microburin und ein ausgesplittertes Stück vor. &lt;br /&gt;
Die drei schlanken Stielspitzen unterscheiden sich stark von den Exemplaren der älteren Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (lower layer) Alter : von 7100 BP bis 6700 BP.&lt;br /&gt;
*Von den 395 Werkzeugen sind 10,4 % oder 41 Stücke Pfeilspitzen, die als Nabta points bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei um basisretuschierte Dreieckspitzen, die aber auch steile Randretuschen oder Modifikationen des distalen Endes aufweisen können. Sie werden unter H7 und H8 geführt. Ähnliche Artefakte gehören in Kiseiba und Abu Tartur in das mittlere Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (upper layer)&lt;br /&gt;
* Die Menge der gefundenen Werkzeuge beträgt 136 Stücke, davon sind 1,47 % oder zwei Exemplare querschneidige Pfeilspitzen. Außerdem wurde eine Ounanspitze (H12) mit stark modifiziertem distalem Ende gezeichnet (Fig. 3.103).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1980 veröffentlichen Fundstellenberichte von El Nabta beinhalten 107 Pfeilspitzen. Als gestielt werden 44 Exemplare bezeichnet, 3 sind gestielt und schlank, 12 sind Ounanspitzen und für 41 Stücke wurde der Name „Nabta points“ gewählt. Letztere sind kantenretuschierte Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8. Die übrigen sieben Stücke verteilen sich auf die Gruppen D1, C3, H10, H12 und auf zwei Querschneider der Familie F ohne genauere Bestimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die H10-Spitze Fig. 3.58 m, die als Bewehrung mit spitzbogiger Basis bezeichnet wird. Typologisch identische Formen werden im „Cattle keeper“ als Ounan-Harif-Spitzen angesprochen. (Seite 277, Fig. 12.11.e) und (Seite 303, Fig. 13.3.g.h.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liste der Altersangaben der Fundstellen und der zugehörigen Pfeilspitzentypen&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''in „Prehistory of Eastern Sahara“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8840+-90 BP|| E-77-3|| 28|| gestielt|| H5, H2, H3, H19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||18 Trapeze, 7 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8290+-80 BP|| E-75-6 Epipal.|| 12|| Ounan|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||3 Trapeze, 10 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-7|| 4|| Point with ogival base|| H10, H12, D1, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Ounan point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Bifacial points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 12|| gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 4|| gestielt|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||pits||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7530+-180 BP|| E-77-5 Neolith.|| 3|| schlank, gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||1 Trapez&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7100-6700 BP|| E-75-8 lower|| 41|| Nabta points|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8 upper|| 3|| Querschneider|| F?, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Holocene settlement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of  Nabta Playa”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6 El Nabta und Al Jerar Village'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Feature 1/91, 1/90 und IV/91&lt;br /&gt;
* Alter feature 1 : 7600 BP +- 110&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Cut 1/90 und Feature 2/90&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area B Oberfläche&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 3 Ounanspitzen, 1 atypische Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1''' Al Jerar Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area C'''   Alter : 7536 +- 110 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 4 Ounanspitzen (H12) ?, 3 abrupt kantenretuschierte Blattspitzen (H10) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 3 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.15 a-H1, d-H2, e-H7 ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area D'''   Alter : 7850 +- 70 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Areas 1 und 5'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12, davon 10 Ounanspitzen, eine Blattspitze und eine dreieckige Spitze.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 9 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.28. f-H5, h-H2, o-H2&lt;br /&gt;
* Fig. 8.29. b-H1, g-H5, h-H5, i-H5&lt;br /&gt;
* Fig. 8.26. l-H10, m-H5, h-(Varia) könnte eine H8-Spitze sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 2'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen, 3 beidseitig flächenretuschierte Spitzen. Von letzteren ist eine Spitze abgebildet Fig. 8.34, zwei sind abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen:&lt;br /&gt;
* 4 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
* 1 große Dreieckspitze mit zentraler Kehle Fig. 8.37 die Dimensionen sind 69mm x 27mm x 8mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 4'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 31 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen (H12), zwei beidseitig flächenretuschierte Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 4 Ounanspitzen (H12) Fig. 8.43. h-k und eine E3-Spitze sowie eine D3-Spitze l und m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 5 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 8 Oberfläche und Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen. Das gezeichnete Exemplar (Fig. 8.45 f) stellt eine H5-Spitze dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 9'''&lt;br /&gt;
* Außer sechs Ounanspitzen von der Oberfläche produzierte der Fundplatz vier Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 10'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 9 Ounanspitzen und 9 Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden vier Exemplare (Fig. 8.50).&lt;br /&gt;
* a.) Dreieckspitze vom Typ H7 (besonders lang).&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine H5-Spitze, da eine Verlängerung des Stiels vermutet wird.&lt;br /&gt;
* c.) Dreieckspitze vom Typ H7 (mit gerundetem Übergang vom linken Rand zur Basis).&lt;br /&gt;
* m.)  Ist entweder eine H5- oder eine Abu Tartur-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 11'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 16 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden fünf Exemplare (Fig. 8.53).&lt;br /&gt;
* b.)  Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* d.) Abu Tartur-Spitze (H13)&lt;br /&gt;
* e.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* h.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1 (besonders lang)&lt;br /&gt;
* j.) Dreieckspitze vom Typ H7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 13'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 14'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet : eine H12 oder H13-Spitze (Fig. 8.59 e.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 15 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 8 Ounanspitzen und 7 Spitzen („points“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 16'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen und 4 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sieben Exemplare (Fig. 8.61)&lt;br /&gt;
* a.) Blattspitze vom Typ H10&lt;br /&gt;
* c.) Abu Tartur-Spitze H13&lt;br /&gt;
* d.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* e.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* f.) Dreieckspitze vom Typ H9&lt;br /&gt;
* j.) Blattspitze vom Typ H4&lt;br /&gt;
* k.) Blattspitze vom Typ H10 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstellen E-77-1 und E-94-3'''&lt;br /&gt;
* Zwei neolithische Fundstellen in der Nähe des Gebel Nabta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-1'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 14 Ounanspitzen (Fig. 13.7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* f.) Stielspitze vom Typ H12&lt;br /&gt;
* j.) Dieses an anderen Stellen als Ounan-Harif-Spitze bezeichnetes Exemplar kann unter H2 klassiert werden.&lt;br /&gt;
* k.) Die nicht ganz klare Zeichnung lässt eine H5-Spitze vermuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter werden zwei Spitzen mit gerundeter Basis erwähnt (Fig. 13.6 b) und zwei Dreieckspitzen mit zentraler Kehle vom Typ A2 (Fig. 13.8 k), Die Maße der größeren betragen 54mm x 33mm x 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-3'''  Alter von 5800 – 6300 BP&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen &lt;br /&gt;
* – 1 Ounanspitze ohne Zeichnung&lt;br /&gt;
* - eine blattförmige Spitze mit halbsteilen Randretuschen vom Typ H10 (Fig. 13.15 c)&lt;br /&gt;
* - eine beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 (Fig. 13.15 d) ferner eine Blattspitze der Familie C und eine zerbrochene Stielspitze der Familie D, beide ohne Zeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-92-7 Al Jerar Phase und spätes Neolithikum''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-92-7 spätes Neolithikum'''&lt;br /&gt;
* Von 72 Werkzeugen war nur ein Stück eine Ounanspitze (Fig. 9.14 f).&lt;br /&gt;
* Von der Oberfläche wurden zusätzliche Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 9.18.&lt;br /&gt;
* a.) – D3-Spitze mit konkavokonvexen Rändern und stark heruntergezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* b.) – Blattspitze vom Typ C3 mit vollflächig retuschierter Dorsalseite und teilflächig modifizierter Ventralseite.&lt;br /&gt;
* e.) – Ounanspitze (H12)&lt;br /&gt;
* d.) – große Blattspitze vom Typ C3&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Site E-75-8''' Zusatzgrabung auf der Fundstelle aus dem 7. Jahrtausend in Nabta Playa&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12 Dreieckspitzen, eine zerbrochene Blattspitze (Fig. 10.12), gezeichnet wurden fünf Dreieckspitzen und die Blattspitze.&lt;br /&gt;
* a-d. Dreieckspitzen der Gruppe H7.&lt;br /&gt;
* g.  Wird als Dreieckspitze bezeichnet ist aber sehr atypisch.&lt;br /&gt;
* i. Teilflächig retuschierte Spitze der Gruppe C1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Area A des gleichen Fundplatzes werden drei weitere Dreieckspitzen des Typs H7 und eine teilweise flächig retuschierte D21-Spitze gemeldet (Fig. 11.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom nördlichen Erweiterungsgraben sind zwei Spitzen gezeichnet Fig. 11.12.&lt;br /&gt;
* a.) Ist eine interessante Dreieckspitze mit konkaver Basis, die Ränder verlaufen im proximalen Bereich nahezu parallel zueinander, im distalen Bereich konvex. Sie ist kantenretuschiert und das distale Ende ist auf der Ventralseite durch flache Retuschen verdünnt. Dieser neue Typ erhält die Bezeichnung H20.&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine große Blattspitze der Gruppe H4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-94-2 Spätes Neolithikum von Nabta'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-2'''   Alter : von 5260 +- 60 BP (Herd 9) bis 6220 +- 90 BP (Herd 51).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.8 zeigt folgende Pfeilspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
* a.) Große Ounanspitze (H12).&lt;br /&gt;
* b.) Leicht asymmetrische D3-Spitze mit nur leicht herabgezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* c.) Große C4 Spitze.&lt;br /&gt;
* h.) C3-Spitze, das distale Ende erinnert am linken Rand an C11.&lt;br /&gt;
* j.)  C2-Spitze.&lt;br /&gt;
* l.)  C4-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle E-96-1 Struktur B'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 17.20 zeigt zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
* b) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle vom Typ A2, sie wurde einige Meter entfernt von der Struktur B an der Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
* e) Stielspitze mit kurzen Widerhaken. Im proximalen Bereich verlaufen die Ränder parallel zueinander. Das distale Ende ist spitzbogenförmig ausgestaltet. Sie kann noch unter D33 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''In „Holocene settlement“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7600+-100BP|| E-75-6 F.1|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 1/19,2/90|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 B,Oberfläche|| 4|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7536+-110BP|| E-91-1 C|| 7|| Ounan, leaf shaped|| H1,H2,H7,H10 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7850+-70BP|| E-91-1 D|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 12|| „points“|| H5,H1,H2,H10,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A2|| 22|| Ounan, bifacial points|| H12 ?, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Oberfläche|| 5|| Ounan, bifacial concave|| H12 ?, A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Base point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Grabung|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A4|| 31|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Oberfläche|| 8|| Ounan „Pointe“|| H12,E3,D3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Grabung|| 5|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A8|| 19|| Ounan|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A9|| 10|| Ounan, middle|| H12,H7,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||neolithic points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 10|| 18|| Ounan „points“|| H5,H7, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 16|| „points“|| H1,H13,H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 13|| 19|| Ounan|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 14|| 6|| Ounan|| H12 oder H13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 15|| 15|| Ounan „points“|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 16|| 10|| Ounan „points“|| H10,H13,H5,H9,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-77-1|| 18|| Ounan, points with|| H12,H2,H5,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||rounded base, points||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||with concave base||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5800-6300BP|| E-94-3|| 5|| Ounan, leaf shaped,|| H12 ?,H10,D1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||others||C ?, D ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-92-7|| 5|| Ounan „points“|| H12,D3,C3, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8|| 19|| Triangular points|| C1,H20,H4,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||leaf shaped point||H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||bifacial point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5260-6220BP|| E-94-2|| 6|| -|| H12,D3,C4,C3,C2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-96-1|| 2|| -|| A2, D33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bir Kiseiba'''  ( F. Wendorf, R. Schild, Ed. A.E. Close 1984 )&lt;br /&gt;
*Die auf den Siedlungsplätzen um Bir Kiseiba gefundenen Pfeilspitzen lassen sich in vier Gruppen einteilen wenn von einem Einzelfund einer großen, ausgekehlten, beidseitig flächenretuschierten Dreieckspitze vom Typ A2 und der Erwähnung einiger weniger flächenretuschierter, kleinformatiger Stücke abgesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Ounan Spitzen''' – hierbei sollte die Definition von J. Tixier Anwendung finden. Einige der besprochenen Bewehrungen entsprechen nicht den Kriterien und werden in andere Gruppen transferiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Kantenretuschierte Dreieckspitzen''' – sie kommen entweder mit geradliniger Basis oder mit konkaver Basis vor.&lt;br /&gt;
Die ersteren werden im weiteren Verlauf unter H7, die zweiten unter H8 geführt. Diese Einteilung wurde für die Fundstellen in Abu Tartur gewählt, wo 50 H7 – Spitzen und 15 H8 – Spitzen klassiert worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar Fig. 6.8 e wird als Bou- Saada- Spitze bezeichnet, diese weisen jedoch nach der Definition Tixiers keine kantenretuschierten Ränder auf. Sie wird unter H8 eingeteilt trotz einer leicht konvexen Schwinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar stimmt die Aussage D.L. Holmes, dass die H7 – Spitze der Columnata- Spitze Tixiers ähnelt, aber ein wichtiger technischer Punkt bleibt unberücksichtigt. Während die Basis der H7 – Spitze abrupt kantenretuschiert ist zeigt die Columnata- Spitze an der Basis auf beiden Seiten flache Druckretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Querschneider''' – Auf den Fundplätzen vom el- Kortein Typ sind neben den typischen Ounan- Harif- Spitzen ebenfalls geometrische Mikrolithen in Form von Trapezen und Dreiecken gefunden worden. Diese können als mögliche Bewehrungen nicht ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Ounan- Harif- Spitzen.''' – Durch die Art der basalen Modifikationen weisen alle Ounan- Harif- Spitzen eine starke Gemeinsamkeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinngemäß schreibt Angela E. Close dazu folgendes :&lt;br /&gt;
... allen Exemplaren dieses Typs ist die Bearbeitung der Basis gemeinsam. Sämtliche Spitzen weisen zwei proximale, schräg verlaufende, konvergierende Endretuschen auf, die geradlinig, konvex oder konkav sein können, so dass die Formen der Basis von gestielt bis eiförmig reichen. Die meisten zeigen flache Retuschen, um die Höhe des Bulbus zu verringern ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fred Wendorf und Romnald Schild drücken es so aus :&lt;br /&gt;
... Ounan- Harif- Spitzen sind die charakteristischen Werkzeuge der el Kortein Periode des frühen Neolithikums und sie bilden die größte Gruppe in dieser Werkzeug – Zusammenstellung. Die hier gefundenen 18 Exemplare weisen den typischen Stiel ( stem ) auf, welcher durch zwei sich schneidende basale Endretuschen geformt wird ..... Die beiden basalen Endretuschen können geradlinig sein ( sechs ) oder häufiger eine gerade und eine konvexe aufweisen ( neun ) oder eine gerade und eine konkave ( eine ) oder zwei konkave   ( zwei ) ....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Sinne schreibt Hanna Wieckowska :&lt;br /&gt;
„ ... Die an der Oberfläche gefundene Spitze ist untypisch. Sie ist aus tertiärem Hornstein gefertigt mit einem 9 mm langen Heftzapfen (tang) an beiden Rändern herausgearbeitet durch beidseitige, proximale Kerben, sie zeigt ebenfalls flache Retuschen auf der Ventralseite ... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die ausgegrabenen Stücke wird gesagt - :&lt;br /&gt;
„ .... Sämtliche Stiele sind proximal. Drei werden durch zwei geradlinige, konvergierende Endretuschen gebildet ....&lt;br /&gt;
.... eine hat eine konvexe und eine konkave Endretusche und drei haben zwei konkave Endretuschen. „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen lauten die Ausführungen von K. Morgan Banks im gleichen Volumen sinngemäß :&lt;br /&gt;
„ ... Ounan – Spitzen ( Typ 107 ) – Ounan- Harif- Spitzen sind kleine Abschläge oder Klingen bei denen ein Ende, normalerweise das proximale, so retuschiert ist, dass ein eindeutiger Stiel mit einer oder mehreren konkaven Schultern gebildet wird. Die Schultern können unterschiedlich gut ausgearbeitet sein. Die Stücke können Retuschen an den Rändern aufweisen. Das dem Stiel gegenüberliegende Ende, meistens das distale, ist entweder natürlich zugespitzt oder durch Retuschen modifiziert .... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollte der Begriff „ Stiel „ im Zusammenhang mit Pfeilspitzen definiert werden sowie die Methoden der Schäftung. Im Prinzip kennen wir vier verschiedene Pfeilspitzen – Basen, die für die Schäftung vorgesehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Geradlinige, konvexe und konkave Basen''' wie sie vor allem bei Dreieckspitzen angetroffen werden, seien diese nun flächenretuschiert oder nicht.&lt;br /&gt;
Als Beispiele können genannt werden A1, A18, B1 aber auch F5, F7 sowie H7, H8, H4 und H9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Gekehlte Basen''' wie sie für die Gruppen A2, A13 und A19 und anderer typisch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Konvergierende Linien,''' seien diese geradlinig, konvex, konkav oder gemischt.&lt;br /&gt;
Gerade konvergierende Linien sind bei rhombischen Pfeilspitzen üblich wie bei E1 und E2.&lt;br /&gt;
Konvexe konvergierende Linien bilden die Basen fast aller Blattspitzen. Als Beispiele seien genannt C1, C2, C3.&lt;br /&gt;
Konvergierende, konkave Linien sind anzutreffen bei rhombischen Spitzen ( E5 ) und bei Blattspitzen ( C11 ). &lt;br /&gt;
Gemischte konvergierende Linien wie z.B. konvex – konkav sind selten. In der Familie I ist es die Gruppe 12, welche die Kriterien erfüllt. Die schönsten Beispiele allerdings bieten die Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Der Stiel''' – Der Stiel setzt sich deutlich von einem häufig dreieckigem Körper ab. Auch bei den meisten schlanken, auch blattförmigen Körpern ist der Übergang zum Stiel klar zu erkennen. Beispiele sind D1, D2, D3, D11, D12, D38, D46 und sämtliche übrigen Pfeilspitzen der Familie D sowie H5, H12, H13 und andere bei den nicht flächenretuschierten  Exemplaren.&lt;br /&gt;
Es existieren weniger deutliche Gruppen wie D7 wo ein kleiner, bohrerartiger Stiel angebracht ist oder D44, welche einen Übergang von der Blattspitze zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Falle der Ounan- Harif- Spitzen von Bir Kiseiba handelt es sich um Pfeilspitzen, deren Basen durch konvergierende Linien gebildet werden, also in den häufigsten Fällen nicht um gestielte Spitzen. Die kurze und präzise Definition von Angela E. Close ist in diesem Zusammenhang besonders wertvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Typologie, die besonders die Silhouette zur Bestimmung heranzieht ist es schwierig verschiedenartige Exemplare, wenn sie auch in einer Hinsicht eine Gemeinsamkeit aufweisen und eine kulturelle Einheit bilden, in einer einzigen Gruppe zu führen.&lt;br /&gt;
Da vergleichbare und schon definierte Pfeilspitzen in der algerischen Sahara vorkommen, erhalten die blattförmigen Ounan- Harif- Spitzen die Bezeichnungen H1 und H10. Die unregelmäßigen rhombischen werden unter H2, die regelmäßigen unter H17 klassiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ounan- Harif- Spitzen werden unter der Bezeichnung H14 diejenigen Exemplare geführt, deren basale Retuschen konkav verlaufen oder es verläuft nur eine konkav aber sie bildet mit dem gegenüberliegendem proximalen Randabschnitt einen kleinen aber deutlichen Stiel.&lt;br /&gt;
Sollte trotz konkaver Basisretuschen ein abgesetzter Stiel nicht erkennbar sein, wird das Exemplar unter H19 abgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen von Bir Kiseiba sind auf die einzelnen Fundstellen wie folgt verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 1'''  Alter : 8210 +- 70 BP auf Straußeneischale &lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan – Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 8 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 247 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 3,24 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 4 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.6. z  Das Stück ist eine kurze und breite Ounan- Spitze mit atypischem distalem Ende. Die Ränder laufen nicht zu einer natürlichen Spitze zusammen sondern das distale Ende wird durch eine schräg verlaufende Schneide gebildet, welche die Wirkungsweise eines Querschneiders hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.8.&lt;br /&gt;
* i – rhombische Spitze vom Typ H17&lt;br /&gt;
* j – typische H2 - Spitze&lt;br /&gt;
* k – breite H5 - Spitze mit Ähnlichkeit zur Ounanspitze aber die Bohrerspitze fehlt am Stielende und das distale Ende ist gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Fundstelle wurden ebenfalls 2 Trapeze und 4 Dreiecke beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 2'''  Alter : 7610 +- 70 BP, 7780 +- 130 BP, 8130 +- 100 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan ( 8 ) und Bou – Saada ( 1 ).&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 9 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 887 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 1,02 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden vier Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 6.8.&lt;br /&gt;
* d – H5 - Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
* e – H8 - Spitze mit abgerundeter linker Schwinge.&lt;br /&gt;
* f - g – kleine Ounanspitze, H12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 6'''  Alter 7170 +- 80 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 19 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 577 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 3,29 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 8 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.6.&lt;br /&gt;
* i - m – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.7.&lt;br /&gt;
* r - s – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
* t – kantenretuschierte Dreieckspitze mit konkaver Basis vom Typ H8. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.5.&lt;br /&gt;
* zeigt eine große ausgekehlte, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze vom Typ A2 ( Dim. 49x30x7 ). Das Stück ist ein Irrläufer und gehört nicht in den Kontext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 7'''  Alter 7360 +- 200 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen mit konkaver Basis.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 2 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 20 Stücken, der Anteil der  pfeilspitzen beträgt also 10 %. &lt;br /&gt;
* Gezeichnet : keine, beide Spitzen können nach der Beschreibung als H8 – Spitzen identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 1'''  Alter Area C 8020 +- 70 BP und 8020 +- 90 BP.&lt;br /&gt;
* Area C enthält nur eine Pfeilspitze, für area A, die 62 Pfeilspitzen produzierte, sind nur indirekte Altersangaben verfügbar. Sie beruhen auf  Vergleichen mit ähnlichen Plätzen wie E – 77 – 3 ( 8840 +- 90 BP ), E – 75 – 6 ( 9360 +- 70 BP ) und ( 8290 +- 80 BP ) letztere auf  Straußeneischale.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif- Spitzen, sie stellen bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 817 Stücken 7,76 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.11.&lt;br /&gt;
* a – Querschneider vom Typ F14.&lt;br /&gt;
* b – Blattspitze vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* c – Sollte das gestumpfte Artefakt eine Pfeilspitze sein, so gehört es unter die Atypischen.&lt;br /&gt;
* d - g – Blattspitzen vom Typ H10.  &lt;br /&gt;
* h – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14. &lt;br /&gt;
* i – Blattspitze vom Typ H1.   					                                   &lt;br /&gt;
* j – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14.&lt;br /&gt;
* k – Spitze vom Typ H2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf E – 80 – 1 wurden ebenfalls 8 Trapeze und 9 Dreiecke gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 2'''  Alter : auf Grund von Beobachtungen auf ähnlichen Fundplätzen wird das Alter auf den Zeitraum von vor 8100 BP bis nach 9000 BP geschätzt.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : gestielte Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 18 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 63 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 28,57 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 13.3.&lt;br /&gt;
* f – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* g - i – Blattspitzen vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* j – Querschneider vom Typ F14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wurden 5 Trapeze mit den Tixier Nummern 83, 85, 87 und 88 gefunden, die potenzielle Pfeilspitzen- Bewehrungen sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 3'''  Keine Altersangabe&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 5 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 241 Stücken, dies ergibt einen Anteil von 2,07 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 14.5.&lt;br /&gt;
* a – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* b – H10- Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „ cattle – keepers „ werden insgesamt 125 Pfeilspitzen, davon 8 Ounanspitzen, 94 Ounan- Harif- Spitzen, 22 kantenretuschierte Dreieckspitzen und eine beidseitig flächenretuschierte, große, ausgekehlte Dreieckspitze, vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen 19 Trapeze und 9 Dreiecke, die als Bewehrungen in Frage kommen würden und 5 flächenretuschierte Exemplare. Die Ounan- Harif- Spitzen fallen durch ihre Breite auf, sie sind, legt man die Durchschnittslängen und Breiten zu Grunde, sämtlich aus Abschlägen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von Breite zu Länge beträgt für den Fundplatz E – 80 – 1 – A  0,47 und für die Fundplätze E – 80 – 2 und E – 80 – 3  0,40. Die Dimensionen variieren :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Länge von 19 – 35 mm ( E – 80 – 1 ), 23 – 31 mm ( E – 80 – 2 ), 26 – 32 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Breite von 8 – 18 mm ( E – 80 – 1 ), 9 – 13 mm ( E – 80 – 2 ), 11 – 12 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Dicke von 1 – 5 mm ( E – 80 – 1 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 2 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durchschnittlichen Werte für die 62 Spitzen vom Fundplatz E – 80 – 1 – A  betragen 27,9 x 13,1 x 3,0 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu sind die als Ounanspitzen bezeichneten Bewehrungen von Fundplatz E – 79 – 2 schlanker und aus Lamellen gefertigt. Die Durchschnittswerte liegen bei 37,2 mm Länge und 12,4 mm Breite, die Dicke beträgt 4,3 mm. Das Verhältnis von Breite zu Länge ist wesentlich geringer als bei Ounan- Harif- Spitzen und liegt bei 0,33. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 22 kantenretuschierten Dreieckspitzen, sei nur die Basis oder seien auch die Ränder von den Modifikationen betroffen, unterteilen sich in * H7 – Spitzen mit geradliniger Basis, &lt;br /&gt;
* H8 – Spitzen mit konkaver Basis und in H18 – Spitzen mit konvexer Basis.&lt;br /&gt;
Die Länge der Geschosse reicht von 13 – 25 mm, die Breite von 8 – 18 mm und die Dicke von 2 – 5 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bir Murr I werden vier flächenretuschierte Pfeilspitzen gemeldet, von Bir Murr II lediglich eine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holzkohlen Analyse für Bir Murr I ergab ein C 14 Alter von 6310 +- 70 BP Jahren.&lt;br /&gt;
Zeichnungen sind nicht angefertigt worden. Aus den Beschreibungen geht hervor, dass es sich bei dem Exemplar von Bir Murr II um eine abgebrochene Blattspitze handelt. Die Stücke von Bir Murr I scheinen zwei Stielspitzen der Gruppen D21 und D1 und eine Blattspitze des Typs C4 zu sein. Douglas R. Connor beschreibt das vierte Stück als gestielte, mit Schwingen versehene Spitze mit konvex dreieckigem Körper und einem Stiel, der von der Längsachse mit 30° abweicht. Er bezweifelt die Funktionalität als Pfeilspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist die geringe Pfeilspitzendichte vor allem bei den wenigen spätneolithischen Fundplätzen wie z.B. Bir Murr II, wo eine einzige Pfeilspitze unter 170 Werkzeugen gefunden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezeichneten Altersangaben erlauben eine relativ sichere Zuordnung der Pfeilspitzengruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''Typen im „cattle-keepers“'''|| '''Typen nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - nach 9000 und|| E - 80 - 2|| 18|| Ounan - Harif|| F13, H2, H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||vor 8100 BP||||||gestielt||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8210 +- 70 BP|| E - 79 - 1|| 8|| Ounan - Harif|| H2, H5, H12, H17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8020 +- 70 BP|| E - 80 - 1 - C|| 1|| Ounan - Harif|| F14, H1, H2, H14,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8020 +- 90 BP||||||||H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8290 +- 80 BP bis|| E - 80 - 1 - A|| 62|| Ounan - Harif||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||9360 +- 70 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7610 +- 70 BP|| E - 79 - 2|| 8|| Ounan|| H5, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7780 +- 130 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8130 +- 110 BP|||| 1|| Bou Saada|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7170 +- 80 BP|| E - 79 - 6|| 19|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||1||Beidseitig flächenretuschierte||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Dreieckspitze mit konkaver Basis||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7360 +- 200 BP|| E - 79 - 7|| 2|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8100 - 8000 BP|| E - 80 - 3|| 5|| Ounan - Harif|| H2, H10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 6310 +- 70 BP|| Bir Murr I/II|| 5|| Flächenretuschierte Spitzen|| C4, D1, D21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenfassung Nabta und Kiseiba'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Südost-Ecke der libyschen oder westlichen Wüste Ägyptens hat ca. 500 Pfeilspitzen hervorgebracht.&lt;br /&gt;
- Da sind zunächst die Ounan-Harif-Spitzen, eine heterogene Gruppe von kantenretuschierten Exemplaren, die die Gemeinsamkeit haben, dass konvergierende Linien die Schäftungszone bilden. Dieses Merkmal teilen sie mit rhombischen und blattförmigen Stücken. Teilweise sind auch Druckretuschen zur Verringerung der Dicke zu beobachten.&lt;br /&gt;
Um eine differenzierte Ansprache zu erlauben, wurden die Ounan-Harif-Spitzen gemäß ihrer Silhouetten in verschiedene Gruppen aufgeteilt.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien - H1 oder H10.&lt;br /&gt;
* Zwei geradlinige, konvergierende Linien - H2 oder H17.&lt;br /&gt;
* Zwei konkave, konvergierende Linien - H19.&lt;br /&gt;
* Gemischte konvergierende Linien mit Bildung eines deutlichen Stielchens - H14.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien und ein querschneidiges distales Ende - F18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ounan-Harif-Spitzen sind typisch für die Zeitspanne von vor 9000 BP bis ca. 8000 BP (E-80-2, E-80-3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ounanspitzen sind schon im Kapitel „Abu Tartur“ abgehandelt worden. Die entsprechenden Bewehrungen von Kiseiba und Nabta sind ebenfalls eingeteilt worden in :&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
a.) Ounanspitzen gemäß der Definition Tixiers. Charakteristisch ist das bohrerartig zugespitzte Stielende (hier als H12 eingeordnet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b.) „Abu Tartur Spitzen“ weisen ein Stielende auf, welches aus einer mittels der Kerbtechnik herbeigeführten Bruchfläche besteht. Diese Stücke werden mit H13 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c.) Bei den H5-Spitzen ist die Bearbeitung des Stiels weitergehend, sie umfasst flache Retuschen zur Reduzierung des Bulbus und ebensolche zur Abflachung des Stiels auf der Dorsalseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Häufung dieser gestielten Spitzen ist zwischen ca. 7800 BP und 7500 BP zu beobachten. Aber sie können ebenfalls auf Fundstellen mit Daten von über 8000 BP und unter 6000 BP auftreten. Ob sie nun in diesen frühen und späten Epochen hergestellt worden sind oder ob sie durch Vermischung in die Inventare gelangt sind, sei dahingestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das mittlere Neolithikum Kiseibas und Nabtas sind kleine, kantenretuschierte Dreieckspitzen, auch Nabtaspitzen genannt, typisch.&lt;br /&gt;
Je nach Ausformung der Basis werden sie mit H7, H8 oder H18 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz E-75-8 (untere Schicht) brachte 41 dieser Spitzen hervor, sein Alter wird mit 7100 – 6700 BP angegeben. 19 Stücke stammen vom auf  7170 BP datiertem Fundplatz       E-79-6. Nach den vorliegenden Daten sind sie in dem Zeitraum von ca. 7500 – 6700 BP anzusiedeln. Parallel zu den kantenretuschierten Dreieckspitzen waren in geringer Menge Blattspitzen gleicher Bearbeitungstechnik im Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab ca. 6300 BP tauchen für die nächsten tausend Jahre zweiseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen der Gruppen C1, C2, C3, C4 und D1, D3 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle (A2) von den Fundplätzen E-79-6, E-77-1 und &lt;br /&gt;
E-96-1 sind Oberflächenfunde und schlecht einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Querschneider wie Dreiecke, Trapeze und Segmente kommen schon während der frühesten Besiedlungsphasen vor und finden sich auch noch im ausgehenden Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dakhla==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mut, der Hauptort der Dakhla Oasen liegt auf dem Längengrad 29° Ost und auf dem Breitengrad 25°30’ Nord. Von Tineida im Osten zieht sich ein Grüngürtel von rund 100 km Länge mit Unterbrechungen über Balat, Ismant, Mut und El Qasr bis nach Gharb Mawhub. Von dort führt die Teerstraße parallel zu den Dünenketten der großen Sandsee nach Abu Minqar und weiter nach Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts durchforscht Mary M. A. Mc Donald die Oasen. Sie hat die für diesen Bericht relevanten prähistorischen Kulturen des Holozäns wie folgt eingeteilt :&lt;br /&gt;
* 1.) Masara A, B und C mit Altersangaben von 9180 BP (site 194 Masara B) bis 8170 BP (site 166 Masara A).&lt;br /&gt;
* 2.) Bashendi A mit Daten von 8340 BP (site 228 SH) bis 6380 BP (site 228 C1.1). Für diese Phase wurden 25 Altersanalysen erstellt, 22 davon beziehen sich auf ein Gebiet, dass außerhalb der Oasen, südöstlich von diesen am Fuße des Abu Tartur Massivs liegt.&lt;br /&gt;
* 3.) Bashendi B mit Daten von 6480 BP (site 165) bis 4380 BP (site 277).&lt;br /&gt;
* 4.) Sheikh Muftah mit Daten von 8210 BP (site 108) bis 4310 (site 244).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erscheint als ob die verschiedenen frühholozänen Masara Fundstellen A, B und C praktisch gleich alt seien und sich unterscheiden würden durch das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Baustrukturen und dem Vorkommen von rückengestumpften Lamellen und Klingen bzw. ihr Fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bashendi A schließt an die frühen Kulturen an und hat um 7000 BP seine größte Ausdehnung, mit kurzer Überlappung folgt Bashendi B mit reichen Vorkommen um ca. 6000 BP. &lt;br /&gt;
Die vier Sheikh Muftah Daten verteilen sich über den gesamten Bashendi Zeitraum und weisen ein erstes Datum im Frühholozän, am Ende der Masara Phase auf. Nach den C14- Daten enden Sheikh Muftah und Bashendi B gegen 4300 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die in der mir bekannten Literatur erwähnten und dokumentierten Pfeilspitzen verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Phasen und Fundplätze :'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Masara Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1.) '''263''' Masara A.   Das Alter, die Menge der Pfeilspitzen und die Gesamtwerkzeugmenge sind nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Zwei Pfeilspitzen sind gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitze : Fig. 4.d rough point or arrowhead, Fig. 4.e Ounan- point.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.d   Interessante, randretuschierte Blattspitze, die im proximalen Bereich am linken und rechten Rand jeweils eine Kerbe aufweist, wie sie später in protodynastischer Zeit bei den D42- Spitzen auftreten. Durch die Kerben wird eine Schäftungszone markiert und ein Stiel angedeutet. Das Artefakt erhält die Bezeichnung H21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.e   Wie aus der nicht klaren Zeichnung hervorgeht, handelt es sich entweder um eine H13 Spitze, falls die Modifikationen aus Kantenretuschen bestehen und das Stielende eine Bruchfläche aufweist. Im Falle, dass es sich auf der Dorsalseite um flächige Retuschen handeln sollte, wäre das Exemplar eine H5- Spitze, Auf keinen Fall handelt es sich um eine wie von Tixier definierte Ounanspitze (H12), da der Stiel nicht bohrerartig zugespitzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2.) '''300''' Masara C.   Alter : 8220 BP und 8840 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : elf plus Querschneider.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : a-b arrowheads, im Text Ounan points f. trapeze, g. triangle.  &lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden zwei Spitzen und zwei Querschneider, die Gesamtwerkzeugmenge ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.a-b   Es handelt sich um Ounan- Harif Spitzen mit der Silhouette H19, Ausgangsmaterial waren möglicherweise Abschläge. Das Exemplar a weist eine starke Randretuschierung auf. Die die Schäftungszone bildenden, als Kerben ausgelegten, konvergierenden Linien sind von der Dorsalseite aus angebracht im Gegensatz zu dem Exemplar b, welches eine alternierende Retuschierung des Stielchens aufweist. Die Ränder sind weniger stark modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichartige Pfeilspitzen werden in Nabta und Abu Tartur angetroffen, sie sind typisch für die El Ghorab Phase. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.f   Querschneider vom Typ F2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.g   Querschneider vom Typ F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Angaben und Zeichnungen Fig. 2 und Fig. 4 sind aus „Holocene Prehistory : Interim Report on the 1997 and 1998 Seasons – The Masara sites“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3.) '''308''' Im Text werden 20 kleine Harif- Spitzen von dieser Masara C Fundstelle erwähnt, von denen aber weder Zeichnungen noch Beschreibungen existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altersangaben liegen bei 8710 BP und 8810 BP.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* 4.) '''265''' Von diesem Fundplatz wird eine Serie von kleinen Pfeilspitzen „most with bifacial edge retouch“ gemeldet ohne nähere Präzisionen über Menge und Gruppe der Bewehrungen und ohne exakte Beschreibung der übrigen Werkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 8590 BP bzw. 8480 BP angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zusammenfassung kann für die Dakhla Oasen und die Masara Phase von sechs dokumentierten Pfeilspitzen ausgegangen werden. Davon eine H21, eine H13 oder auch H5, eine H19, eine F16 und eine F13.&lt;br /&gt;
Quantitative Angaben existieren für insgesamt elf mögliche H19- Spitzen und 20 Harif- Spitzen. Mit der Serie kleiner, mit flachen Randretuschen versehener Pfeilspitzen und den Querschneidern wäre von einer Gesamtmenge von ca. 50 Bewehrungen auszugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi A Phase.'''&lt;br /&gt;
Für die Bashendi A Phase existieren einige Zusammenstellungen von Werkzeugen. Die aufgelisteten Fundstellen befinden sich sämtlich außerhalb des Oasen Grünlandes im Südosten von Dakhla, beiderseits der Straße nach Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''387''' Das Alter ist nicht angegeben, die Fundstelle hat 34 kleine, beidseitig      &lt;br /&gt;
flächenretuschierte Bewehrungen mit zwei zugespitzten Enden hervorgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine C1- Spitze wurde gezeichnet (Fig. 4.f). Die nicht gezeichneten Pfeilspitzen dürften den Gruppen C1 und C3 zugeordnet werden können, da sie über zwei Spitzen verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''228''' Alter : von 8340 BP bis 6380 BP, wobei das frühholozäne Datum wohl &lt;br /&gt;
ausgeklammert werden sollte.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : verschiedene&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 93&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : neun Exemplare (Fig. 3. Sahara 4/1991).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.a.) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle, die Schwingenanordnung ist asymmetrisch und ergibt den Hybridtyp A2/A27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.b) E1 groß, Fig. 3.c D1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.d) D12 groß, ein nahezu identisches Stück ist von Abu Tartur Fundplatz 1005/83 bekannt (6420 +- 60 BP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.e) D39, Fig. 3. f-g C1, Fig. 3. h.i H5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) '''228''' A site Cluster 1   Alter : 7200 BP bis 6380 BP.&lt;br /&gt;
* Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 11,9% oder 12 Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) '''228''' A Site Combo (Cluster 3 und 4 sowie Mound site).                                                                          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht die Vermutung, dass diese Fundstelle identisch mit der schon behandelten Fundstelle 228 ist, da die Anzahl der Pfeilspitzen, der Kerben und der gezähnten Stücke, der Kratzer, der Messer, der retuschierten Stücke und der Meißel gleich ist. Lediglich bei den Bohrern, den Kombinations- Werkzeugen und den Varia bestehen Unterschiede sowie auch in der Gesamtmenge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) '''228''' A site Shake Hole. Alter : von 8340 bis 6480 BP.&lt;br /&gt;
* Die Anzahl der Pfeilspitzen beträgt 30. Weitere spezifische Angaben werden nicht gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) '''174''' (30/450-F8-3) Alter : 6900 BP&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 54.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : es gibt sieben Typen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* a.) Aus Lamellen hergestellte Pfeilspitzen mit beidseitig flächenretuschierte Stielen aber ansonsten durch einseitige Kantenretuschen modifiziert.&lt;br /&gt;
* b.) Kleine Dreieckspitzen mit konkaver Basis und einigen Kantenretuschen (Bou Saada).&lt;br /&gt;
* c.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen.&lt;br /&gt;
* d.) Asymmetrische Spitzen mit Kantenretuschen.&lt;br /&gt;
* e.) Aus Lamellen hergestellte Blattspitzen mit zwei zugespitzten Enden und mit zweiseitigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* f.) Blattspitzen mit beidseitiger flächiger Retusche.&lt;br /&gt;
* g.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen mit Schwingen und Widerhaken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Foto Fig. 7.1. in „Neolithic Cultural Units and Adaptations in the Dakhleh Oasis“ zeigt die beschriebenen Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Sie korrespondieren mit den Bezeichnungen :&lt;br /&gt;
* a.) Zwei Exemplare H16.&lt;br /&gt;
* b.) Zwei Exemplare H8.&lt;br /&gt;
* c.) Ein Exemplar D2 und eine rhombische Spitze E2.&lt;br /&gt;
* d.) Die Stücke sind nach dem Foto nicht einzuordnen.&lt;br /&gt;
* e.) Ein Exemplar H5 und ein Exemplar H2.&lt;br /&gt;
* f.) Zwei Exemplare C1.&lt;br /&gt;
* g.) Jeweils ein Exemplar D13 und D49.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe der Fundstelle ist eine 47mm lange Dreieckspitze mit zentraler Kehle von der Oberfläche aufgesammelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Third report on lithic industries in the Dakhleh Oasis“ 1982 sind von weiteren Fundplätzen Pfeilspitzen gezeichnet oder abgelichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So eine nach Mc Donald 6a Spitze von 32/390-D2-2 was nach Hugot eine H1- Spitze sein würde (Fig. 7.d.).&lt;br /&gt;
Plate XIII zeigt von Fundplatz 31/420-P5-1 vier D26- Spitzen mit treppenförmigen Stiel sowie vier Blattspitzen mit zum Teil gerundeten Basen und beidseitigen flachen Randretuschen, drei Exemplare sind unter H4 und eine unter H1 zu klassieren.&lt;br /&gt;
Plate XV zeigt verschiedene neolithische Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Foto a. sind eine C1- Spitze, eine gezähnte C6- Spitze und vier C3- Spitzen zu sehen, sie werden als Type 6b bezeichnet.&lt;br /&gt;
Foto b. zeigt ebenfalls Blattspitzen und zwar drei C4- Spitzen, eine gezähnte C6- Spitze, eine ebenfalls gezähnte C9- Spitze mit gerundeter Basis und eine C- Spitze mit einem abgebrochenen Ende. Diese Bewehrungen werden bei Mc Donald unter der Bezeichnung 6c geführt.&lt;br /&gt;
Auf Foto c. sind verschiedenartige Stielspitzen und ein asymmetrisches Stück vorgestellt. Nach Hugot sind es zwei D1- Spitzen, eine D3- Spitze, eine D18- Spitze und zwei D28- Spitzen. Das asymmetrische Exemplar ist eine I3- Spitze. Die Stielspitzen werden in dem Bericht mit 6d. bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto d. zeigt sieben grob flächenretuschierte Blattspitzen, hier 6e genannt, davon drei mit stark gerundeten Basen und eine mit angedeutetem Stiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewehrungen dieser Art sind von den benachbarten Fundkomplexen wie Lobo, Djara, Eastpans oder Abu Tartur nicht bekannt, es wäre daher interessant das Begleitmaterial und die Fundbedingungen zu kennen.&lt;br /&gt;
Ich würde, ohne sicher zu sein, dieses Stück nicht dem Neolithikum sondern einem späten Aterien zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesamtvolumen der Dakhla- Pfeilspitzen des Bashendi A Komplexes kann nur geschätzt werden. Die Typologien der aufgelisteten Fundplätze ergeben 223 Pfeilspitzen bei 799 Werkzeugen, das sind 27,9 % der Gesamtwerkzeugmenge. Zählt man die Fundstelle 228 und A site Combo als eigenständige Plätze so ergeben sich 316 Bewehrungen bei 1029 Werkzeugen und ein prozentualer Anteil von 30,7.&lt;br /&gt;
Hinzu kommen die 34 dokumentierten Spitzen von Plate XIII und Plate XV, so dass von ca. 350 Bashendi A- Pfeilspitzen ausgegangen werden kann. Würden die hier nicht erwähnten kleineren Fundplätze und die Einzelfunde berücksichtigt, könnte die Gesamtmenge wesentlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi B Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''271''' Alter : 6360 BP und 6280 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den üblichen Blattspitzen der Typen C1, C3 und C4 werden für diese Phase jedoch nicht ausdrücklich für diesen Fundplatz jeweils eine D31- Spitze, eine D25- Spitze und eine D19- Spitze vorgestellt (Sahara 4/1991 Fig. 5.). Eine zeitliche Einordnung dieser Stielspitzen ist daher nur im groben Raster möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''385''' Das Alter ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : vier, gezeichnet wurden drei Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen, eine vom Typ C4 (a.) und eine vom Typ C3 (c.). Die dritte Pfeilspitze (b.) ist vom Typ H1 mit einseitigen flachen Randretuschen. (Holocene Prehistory : Interim Report on the 1999 Season Fig. 4.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt sind circa 20 Bashendi B Fundstellen angegeben allerdings, mit Ausnahme von 271 und 385, ohne Werkzeug- Auflistung und ohne Angaben der Anzahl der Pfeilspitzen, möglicherweise weil die Fundmenge keine Erstellung von Typologien erlaubten und Pfeilspitzen nur in geringen Mengen gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Sheikh Muftah Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine einzige Sheikh Muftah Fundstelle nämlich 31/420-P6-1 ist typologisch ausgewertet worden. Sie enthält neben den Varia lediglich vier Werkzeuggruppen und keinerlei Bewehrungen. Allerdings werden in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ 2002 zwei Stielspitzen und zwei Querschneider aus der Sheikh Muftah Phase vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 1.&lt;br /&gt;
* j) Zeigt eine langstielige, mit Widerhaken versehene D9- Spitze.&lt;br /&gt;
* k) Ist eine sehr schlanke D19- Spitze.&lt;br /&gt;
* l-m) Sind zwei Querschneider vom Typ F13, die zusammen mit dreieckigen Exemplaren der Gruppe F4 auf dem Fundplatz 136 vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrer Magisterarbeit stellt I. Teubner aus Berlin insgesamt 55 Bewehrungen der Sheikh Muftah Phase vor, davon rund 40 vom Fundplatz 136. Da gute Zeichnungen vorliegen können die Pfeilspitzen wie folgt klassifiziert werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Typ'''|| '''Anzahl'''|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D1|| 2|| 135&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D2||1||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D3||6||404, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D18||3||105, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D19||2||135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F4||10||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F10||20||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F14||2||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I3||3||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I9||1||404&lt;br /&gt;
|-|-&lt;br /&gt;
||Nicht identifiziert||5||404, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''55'''||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell sind auch die Pfeilspitzen der Sheikh Muftah Phase nicht sehr häufig. Größere Blattspitzen mit groben Flächenretuschen kommen noch vor aber Stielspitzen, häufig mit Widerhaken und leichter Zähnung sind neben langschmalen trapezförmigen und dreieckigen Querschneidern der Typen F10, F4 und F14 die bevorzugten Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der in den Dakhla Oasen und der Südwestecke des Abu Tartur Massivs durch Zeichnungen und Fotos dokumentierten Pfeilspitzen beträgt für die Masara Plätze sechs Exemplare, Bashendi A ergibt 57 Stücke, Bashendi B sieben Artefakte und Sheikh Muftah 57 Bewehrungen. Zusammengenommen sind es 127 Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Die im Text genannte und zum Teil aufgelistete Menge dürfte bei ca. 426 Exemplaren liegen. Eine genaue zeitliche Zuweisung ist nur für wenige Exemplare möglich z.B. Masara C Fig. 2.a-b zeigt zwei H19- Spitzen mit einem Alter von 8840 BP – 8220 BP. Dieses entspricht dem Alter ähnlicher Ounan-Harif- Spitzen der El Ghorab Phase in Kiseiba oder die Blattspitzen der Gruppen C1, C3 und C4 des Fundplatzes 271 (Bashendi B) deren Alter sehr genau mit 6360 BP bzw. 6280 BP angegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi A Fundplätze'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''387'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''228'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site cluster 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site SH'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site Combo'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''174 30/450-F8-3'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 42,0&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 11,9&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 14,9&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 40,4&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 22,6&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 44,6&lt;br /&gt;
|| 46&lt;br /&gt;
|| 22,9&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 21,3&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 23,5&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 10,6&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 13,9&lt;br /&gt;
|| 110&lt;br /&gt;
|| 54,8&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 10,9&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombi- Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,2&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 6,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 3,0&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,9&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,6&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,7&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 18,9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 16,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3,0&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,6&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''81'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''217'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''101'''&lt;br /&gt;
|| '''100,3'''&lt;br /&gt;
|| '''201'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''230'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi B- und Sheikh Muftah- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 271'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 385'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Sheikh Muftah 31/420-P6-1'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 64&lt;br /&gt;
|| 50,4&lt;br /&gt;
|| 97&lt;br /&gt;
|| 50,0&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 27,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 18,9&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 8,8&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 12,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombi Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 8,8&lt;br /&gt;
|| 35&lt;br /&gt;
|| 21,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 11,0&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 3,6&lt;br /&gt;
|| 59&lt;br /&gt;
|| 36,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,8&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,7&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Beile&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|| 28&lt;br /&gt;
|| 14,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Microburin&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Awls&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretusche&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''127'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''194'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''164'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Masara- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''85 Masara A'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''263 A Masara A'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''194 Masara B'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''264 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''300 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''308 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''260 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''265 Masara C'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alter&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7730&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8700&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8200&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8600&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8600-8500&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuggruppen&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I Kratzer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 16&lt;br /&gt;
|| 14,3&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 9,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 50,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| II Bohrer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 12,1&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 12,8&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 10,5&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| III Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 22,2&lt;br /&gt;
|| 75&lt;br /&gt;
|| 67,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VI Rück. Lamellen*&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 59,2&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VII Kerben&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 8,2&lt;br /&gt;
|| 27&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 11,6&lt;br /&gt;
|| 48&lt;br /&gt;
|| 24,1&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 17,4&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 26,3&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 47,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VIII Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| IX Geom. Mikro.**&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 12,2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,5&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 20,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| X Microburin&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 7,0&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| XI Verschiedene&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 3,6&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 33,2&lt;br /&gt;
|| 16&lt;br /&gt;
|| 18,6&lt;br /&gt;
|| 28&lt;br /&gt;
|| 40,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 10,5&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 31,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''49'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''63'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''86'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''70'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''57'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   *   VI   Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
*   ** IX   Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Merimde beni-Salam==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde beni-Salam liegt westlich des Rosetta-Arms des Nils auf ehemaligem Wüstenboden. Heute ist das Gebiet zwischen Nil und der Giza-Alexandria Straße für die Landwirtschaft erschlossen worden. Von Kairo sind es ungefähr 60 km in nordwestlicher Richtung.&lt;br /&gt;
Bekannt wurde Merimde ab 1928 durch die Arbeiten von Hermann Junker, dem Entdecker des ausgedehnten Siedlungsareals.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Arbeiten ging jedoch in den Wirren des 2. Weltkriegs verloren und ein endgültiger Bericht wurde nie vorgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter dieser frühen unterägyptischen, bäuerlichen Niederlassung wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 4880 BC bis 4230 BC angegeben. Von den Driesch und Boessneck ( 1985 ) datieren Merimde zwischen 5890 BP und 5440 BP. Breunig ( 1987 ) gibt für die untere Schicht ein Alter von 3940 bis 5840 BP an. Auf der Liste der Radiocarbon Daten der Universität zu Köln ( B.O.S. und ACACIA Projekte ) wird Merimde auf ca. 5900 bis 5600 BP oder auf ca. 4800 bis 4430 BC cal. datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979 veröffentlichte Josef Eiwanger seinen Bericht über die „Geschossspitzen aus Merimde“. Die Arbeit stützt sich auf neuere Grabungen, berücksichtigt aber auch das Material und die Vorberichte von H. Junker. Insgesamt werden 61 große Dreieckspitzen der Typen A2, A27, A25 und A28 vorgestellt mit Gewichten von ca. 3g bis ca. 15g.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiteren Arbeiten werden ferner Querschneider ohne weitere Spezifikationen und eine Stielspitze mit einem seitlichen Kerbenpaar ( D31 ) aus der Urschicht, sowie eine D33-Spitze mit flachen Randretuschen aus Schicht IV vorgestellt. Von der Oberfläche sind drei weitere Stielspitzen aus den Zeiten H. Junkers bekannt. Letzterer stellt 1928 in seinem Bericht über &lt;br /&gt;
die archäologischen Arbeiten im Westdelta auf Tafel 16 sieben typische „Merimdespitzen“ vor, die er libysche Pfeilspitzen nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in Merimde so variieren auch in Abu Tartur und den angrenzenden Gebieten die Gewichte der großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle stark und liegen hier bei ca. 1,9g bis ca. 17,5g. Das Gleiche gilt für die großen Stielspitzen der Typen D3 und D4, die außer in Abu Tartur in der westlichen Wüste äußerst selten gefunden wurden. Aus dem Niltal und der übrigen Sahara liegen nur wenige vergleichbaren Stücke vor. Bekannt ist eine Großspitze aus dem Fayum, eine weitere wurde von H. Junkers in Merimde gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke J. Eiwangers überschwere Pfeile aus der deckunggebenden Ufervegetation heraus aus sehr kurzer Distanz auf  große Beutetiere abzuschießen ist einleuchtend. Die einschlägige Forschung geht sicherlich bei Pfeil und Bogen, auch im prähistorischem Kontext nur von einer Fernwaffe aus, was im Prinzip sehr berechtigt ist. In Ausnahmefällen allerdings, wie bei speziellen Jagdtechniken oder aber im Verdrängungskrieg um Weiden und Wasserstellen könnte ein schwerer Pfeil mit kurzer Flugbahn im Kampf Mann gegen Mann von Vorteil sein. Auf  Felsbildern im Tassili sind derartige Szenen bewegt und eindrucksvoll dargestellt aber auch aus Südafrika sind ähnliche Auseinandersetzungen im Bild festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Liste A auf den Seiten 73 und 74 sind die großen, gekehlten Dreieckspitzen, beidseitig flächenretuschiert, aufgeführt.&lt;br /&gt;
34 Stücke, es sind bis auf eine Einzige Oberflächenfunde, wurden von H. Junker ab 1928 publiziert. Die 17 von J. Eiwanger während der Grabungskampagne 1978 gefundene Stücke verteilen sich auf die Oberfläche ( 5 Exemplare ), die Phase IV ( 11 Exemplare ) und die Phase V ( 1 Exemplar ). Weiterhin sind noch 10 Spitzen, sämtlich von der Oberfläche, genannt. Das bekannte Gesamtinventar kann somit in 48 Oberflächen-Fundstücke und 13 aus Schichten stammenden Funden eingeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sein Diagramm Abb. 3 gliedert der Autor die Pfeilspitzen in breite ( B ), normale ( N ) und schmale ( S ) Stücke und die Schäftungskehle in tiefe ( T ), normale ( N ) und flache ( F ). Um dieses graphisch sichtbar zu machen, werden in einem Koordinatensystem auf der Ordinate das Verhältnis von Länge zu Breite ( a : b ) und auf der Abszisse das Verhältnis der Länge zwischen Kehlenende und dem distalen Ende zu der Breite der Pfeilspitze in Höhe des Kehlenendes ( A : B ) eingetragen. Die Auswertung der Merimdespitzen ergibt für die ältere Phase IV hauptsächlich breite bis normale Stücke mit flachen bis normalen Kehlen ( BF, NF, NN ). Tief ausgekerbte und schlanke Artefakte sowie die Spitzflügel, wie sie auch aus dem Fayum bekannt sind, kommen in Phase V und einer darüber liegenden erodierten Schicht vor. Besonders die tief ausgekerbten Spitzflügel stellen einen technischen Fortschritt dar, indem sie die Wirkung einer großen Aufpralllänge, gegeben durch die Breite b, bewahren und durch Materialreduzierung das Gewicht senken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siwa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siwa, die Oase im nordwestlichen Ägypten, nahe der libyschen Grenze hat für mich, wahrscheinlich bedingt durch die isolierte Lage oder auch durch das Orakel des Amontempels etwas Mystisches, Geheimnisvolles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Mittelmeer, nach Marsa Matruh sind es, der „Straße“ folgend, rund 300 km. Verbindungen nach Südosten zu den Bahariya Oasen oder nach Osten ins Fayum werden durch abenteuerliche Pisten gewährleistet oder auch nicht, wie schon das frühe Beispiel des Kambyses und seiner Perserarmee zeigt, sie sind nie angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf prähistorische Vorkommen ist das Gebiet von Siwa und den benachbarten Oasen Um el Hiyus, Gara, El Arag und Sitra von Fekri A. Hassan Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und von den B.O.S. Expeditionen (R. Kuper, E. Cziesla) in den 80er Jahren wissenschaftlich untersucht worden.&lt;br /&gt;
Die Hauptbesiedlungsphasen scheinen epipaläolithisch und frühneolithisch gewesen zu sein, bezieht man sich auf das von Fekri A. Hassan vorgestellte Fundmaterial, welches hohe Anteile an Rückenstumpfungen und Meißeln aufweist.&lt;br /&gt;
Die B.O.S. Fundstelle 85/05-4, mit 356 m² etwas größer als weitere Plätze in Sitra, ist gemischt. Sie führt ebenfalls rückengestumpfte Lamellen und Langschmale Dreiecke aber auch einige flächenretuschierte Artefakte jüngeren Datums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorkommen von Pfeilspitzen in den Siwa- Oasen beschränken sich auf wenige flächenretuschierte Exemplare. Ounanspitzen sind sehr selten, Ounan-Harif-Spitzen und damit verwandte Stücke werden von Site 75/27 in Gara gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der mir zur Verfügung stehenden Literatur ergibt sich folgendes Bild :&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Ounan-Harif-Spitzen beträgt sicher zehn, das sind die gezeichneten Exemplare und wahrscheinlich 39, das sind sämtliche Pfeilspitzen der Tafel 5.1 in  „Resources and Subsistence during the Early Holocene at Siwa Oasis, Northern Egypt“ von Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Exemplare sind datiert, das Alter von 8219 +- 73 BP fällt zusammen mit dem Ende der El Ghorab Phase im äußersten Südwestzipfel der östlichen Wüste Ägyptens, dort wurden gleichartige Bewehrungen beobachtet.&lt;br /&gt;
Die teilweise flächige Bearbeitung findet durchaus Parallelen in Kiseiba, Nabta und Abu Tartur.&lt;br /&gt;
Auch die Stücke a und d (Fig. 7 Artifacts from Gara Oasis site 75/27) passen gut als frühe flächig retuschierte Stielspitzen in den allgemeinen Rahmen. Ein weiteres Beispiel ist die D21- Spitze von Sitra 85/5 (Abb. 1/3 in Cziesla 98), die in Silhouette und Bearbeitungstechnik der Spitze a site 75/27 sehr ähnlich ist und die in den Zeithorizont um ca. 8200 BP fällt.&lt;br /&gt;
Weitere datierte Exemplare aus Dakhla und Abu Tartur erhärten den Befund, dass flächig retuschierte Stielspitzen am Ausgang des 9. Jahrtausend vereinzelt auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen nach Fundorten innerhalb der Siwa- Oasen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplatz&lt;br /&gt;
|| Anzahl der&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gefunden&lt;br /&gt;
|| Anzahl der &lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gezeichnet&lt;br /&gt;
|| Alter BP&lt;br /&gt;
des&lt;br /&gt;
Fundplatzes&lt;br /&gt;
|| Klassifikation&lt;br /&gt;
nach Hugot*&lt;br /&gt;
|| Literatur-&lt;br /&gt;
hinweise&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/31&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/24&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/27&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 8219+-73&lt;br /&gt;
|| D1, D21, 2xH1, &lt;br /&gt;
5xH4, 1 Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 7 a-j&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/24A2 &lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/05-4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D3, D33, H10&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/09&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| H12, H5&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| G1&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/07&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D33&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| ca. 8200&lt;br /&gt;
|| D21 nach 19&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/15&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D18 langstielig&lt;br /&gt;
D44, 2xC1&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 f-i&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus&lt;br /&gt;
Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD19 langstielig&lt;br /&gt;
C3, D44,&lt;br /&gt;
C Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 a-e&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/12&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.3 b&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa Slg. Bates&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D21 schlank&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98&lt;br /&gt;
Abb. 1/4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 83/11-2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Blattspitzen&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Südl. Des Sitra-&lt;br /&gt;
Sees&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD18&lt;br /&gt;
1xD42&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98,&lt;br /&gt;
Abb. 1/12, 13, 14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa&lt;br /&gt;
ohne weitere&lt;br /&gt;
Präzision&lt;br /&gt;
|| 102&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 11xC4&lt;br /&gt;
11 Ounan-Harif-Spitzen&lt;br /&gt;
der Typen H10 und H14,&lt;br /&gt;
60 Stielspitzen des &lt;br /&gt;
Typs D19 und D18,&lt;br /&gt;
19xC1 oder C3,&lt;br /&gt;
1xE3&lt;br /&gt;
|| Mc. Burney&lt;br /&gt;
1955&lt;br /&gt;
Seiten 254 - 257,&lt;br /&gt;
Fig. 35, 36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''&amp;gt; 163'''&lt;br /&gt;
|| '''50'''&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *&lt;br /&gt;
-Die C4- Spitzen weisen flächige Randretuschen auf, vor allem die Schäftungszonen sind beidseitig modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Schäftungszonen der Ounan- Harif- Spitzen „shanked blades“, wie Mc. Burney sie nennt, sind ebenfalls durch flache, beidseitige Retuschen bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die sehr schlanken Stielspitzen der Gruppen D18 und D19 mit einem Koeffizienten B/L von 0,20 bis 0,35 sind relativ jung. Für Djara werden sie von K. Kindermann bei ca. 6000 BP angesiedelt. („The Holocene Occupation of the Eastern Sahara, Regional Chronologies and Supra- regional Developments in four Areas of the Absolut Desert“ in Gezeiten der Wüste, Herausgeber R. Kuper 2002 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundort&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Um el Hiyus&lt;br /&gt;
a) 75/5 b) 75/31&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Gara&lt;br /&gt;
a) 75/24 b) 75/27&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | El Arag&lt;br /&gt;
a) 76/4 b) 76/24A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 32&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 28,1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 88&lt;br /&gt;
|| 17,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte&lt;br /&gt;
Klinge u. Abschläge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 53,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 14,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 25,0&lt;br /&gt;
|| 72&lt;br /&gt;
|| 32,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 128&lt;br /&gt;
|| 25,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. Zähnungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7,7&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 27,3&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 9,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 10,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 12,5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 20,5&lt;br /&gt;
|| 73&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Seitenschaber&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 18,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 42&lt;br /&gt;
|| 8,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endstumpfung&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 0,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Spitzen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 0,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Zweiflächner&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Andere&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''69'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|| '''64'''&lt;br /&gt;
|| '''100,2'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''221'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''494'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987&lt;br /&gt;
Table 5.1 Tool classes from Holocene Sites in the Siwa Oasis Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahariya==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptort der Bahariya Oasen, Bawiti, liegt ungefähr 180 km nordöstlich von Farafra entfernt, und von den Pyramiden in Giza sind es rund 370 km in südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stahlwerke von Heluan werden über eine Eisenbahnstrecke mit dem Eisenerz der Gruben von Bahariya versorgt. Die submarine Exhalations- Lagerstätte deckt den ägyptischen Inlandbedarf.&lt;br /&gt;
Der wunderschöne Rosengarten in der Iron-Mine-City dürfte der einzige in der westlichen Wüste sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erforschung holozäner Besiedlung scheint nicht weit fortgeschritten zu sein. Lediglich Fekri A. Hassan erwähnt einige einseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen an einigen Plätzen in „Archaeological explorations at Bahariya Oasis and the Western Delta“1979. Angaben zur Silhouette der Bewehrungen sind nicht gemacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Farafra==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Farafra liegt rund 500 km in nordwestlicher Richtung von den Kharga Oasen entfernt, falls der Weg über Mut genommen wird. Von Giza über Bawiti sind es ca. 550 km nach Südwesten. Kleiner als die Kharga und Dakhla Oasen hatte sich Farafra lange Zeit seine Ursprünglichkeit bewahrt. Gerne erinnere ich mich an die Gastfreundlichkeit und den herrlichen Garten des Homda, Bürgermeister würden wir ihn nennen. Dieser kühle, schattige Platz hat ein wenig von dem Paradies, wie es im Koran beschrieben ist, ohne die Jungfrauen allerdings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon sehr früh im Holozän brachte die Region um Farafra pflanzliche Taxa hervor, wie z.B. Sorhum sp., Getaria, Brachiaria, Panicum und Echinochloa colona. Auch Schaf und Ziege sind sehr früh vertreten wie Daten von 7251 +- 67 BP und 7110 +- 50 BP belegen.&lt;br /&gt;
Obwohl Behausungsstrukturen ausgegraben worden sind, ist bislang sehr wenig Töpferware gefunden worden. (Ein Bruchstück von site HV – 2).&lt;br /&gt;
Verbunden mit den archäologischen Aktivitäten sind die Namen von Barbara E. Barich, Fekri A. Hassan, A.G. Fahmy, A. Gautier, G. Lucarini und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Auswertung des lithischen Inventars noch nicht abgeschlossen ist, sollen hier lediglich die bis jetzt veröffentlichen Pfeilspitzen behandelt werden. So werden in „Archaeology of  Farafra Oasis (Western Desert Egypt) A Survey of the most recent Research“ von B.E. Barich und G. Lucarini folgende Bewehrungen vorgestellt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' Farafra Oasis, Hidden Valley Village, Lithic industry. Drei Blattspitzen, davon ein Exemplar C6 mit vollständiger, beidseitiger Flächenretuschierung, zwei Exemplare vom Typ C3 mit einseitiger, vollständiger Flächenretuschierung, die Ventralseite weist eine teilflächige Retuschierung auf.&lt;br /&gt;
Eine H13- Spitze mit leichten Retuschen am linken, distalen Rand. Gezeichnet sind weiter gekerbte und gezähnte Stücke mit den obligatorischen harten Kantenretuschen sowie ein Schaber und ein Messer mit flachen Randretuschen. Der Zeithorizont ist ca. 7100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8''' Farafra Oasis, Hidden Valley Area, Late neolithic bifacial artifacts. Zeigt drei Blattspitzen der Gruppen C1 und C3 wovon eine beidseitig flächenretuschiert ist, die zwei anderen sind auf der Ventralseite lediglich in der Schäftungszone flächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden gezeichnet ein side-blow-flake, drei Messer und ein Schaber- Kratzer. Diese Werkzeuge haben ein Alter von 5950 BP Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klärungsbedarf besteht für die Ounan-Arif-Spitzen vom spätneolithischen Fundplatz Sheikh el- Obeiyid und für eine weitere typisch beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze, welche an den Ounan-Arif Typ erinnert und welche auf  „Playa I“ in der Rajih Region auf einem Platz mit Klingenindustrie gefunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebel Kamil==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebel Kamil ist nach der Beschreibung von Joachim Hahn, dessen Bekanntschaft ich in Abu Tartur machen durfte, ein konischer Hügel, der sich rund 100 m über die umgehenden Dünenfelder erhebt und so eine weithin sichtbare Landmarke bildet. Er liegt südsüdöstlich des Gilf Khebir in der Nähe der ägyptisch- sudanesischen Grenze.&lt;br /&gt;
In seinem Artikel „Neolithic Settlement Patterns in the Gebel Kamil Area, Southwest Egypt“ beschreibt J. Hahn neolithische Fundplätze, von denen einige Pfeilspitzen aufweisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28''' ist eine der größten Fundstellen der Gegend, als mögliche Bewehrungen kommen Segmente, Trapeze und Dreiecke in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28-1'''  ist eine datierte Fundstelle mit Altersangaben von ca. 4300 BP bis 4600 BP. Auch hier sind die Pfeilspitzen- Bewehrungen auf Querschneider wie Trapeze, Dreiecke und eventuell Segmente beschränkt. Gezeichnet wurden drei Dreiecke, zwei Trapeze und vierzehn Segmente. Die Dreiecke entsprechen dem Querschneider Typ F4, die Trapeze den Gruppen F10 und F11. Zum Teil sind die Artefakte sehr klein wie das Dreieck 83/28-1 Nr. 4 mit einer Höhe von 8mm und einer Schneidenlänge von 7mm. Das Trapez 83/28-1 Nr. 9 hat die Höhe von 7mm, die kleine Schneide misst 3mm, die große 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''85/67''' ist der dritte Fundplatz von welchem Pfeilspitzen vorgestellt werden. Außer den Querschneidern vom Typ F16, F4, F10 und F14, es sind sieben Exemplare gezeichnet, kommen nicht näher beschriebene zweiseitig flächenretuschierte Spitzen vor, die aber kaum Pfeilspitzen sein dürften, da sie im Zusammenhang mit Handäxten, groben Abschlägen und Levallois- Kernen genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fig. 6 gibt J. Hahn Querschneider für die Fundstellen K25, 85/67 und 85/58 an, Trapeze und Dreiecke für 83/28 und 85/58, Trapeze ohne Dreiecke für 85/67.&lt;br /&gt;
Der Fundkomplex Gebel Kamil wird in den Zeithorizont vom 4. bis zum 6. Jahrtausend BP gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die große Sandsee==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Oase Siwa im Norden bis zu den Ausläufern der Sandsteinmasse des Gilf Kebir im Süden erstreckt sich die große Sandsee auf einer Breite von ca. 100 km bis 300 km westlich der libysch- ägyptischen Grenze.&lt;br /&gt;
Die archäologischen Untersuchungen wurden von der Universität Köln und dem Heinrich Barth Institut durchgeführt, sie waren im Besonderen auf die Gebiete um Abu Minqar, Regenfeld, Ain Dalla und die Glasregion konzentriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Regenfeld'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regenfeldfundstellen liegen nördlich und südlich des 25. Breitengrads Nord und östlich des 27. Längengrads Ost. Benannt wurde die Region im Jahre 1873 von Gerhard Rolfs wegen der starken Regenfälle, die ihn auf seiner Expedition überraschten. &lt;br /&gt;
Die ältesten Vorkommen, Regenfeld A, weisen ein Alter von über 9000 BP auf und enthalten keinerlei Pfeilspitzen oder geometrische Mikrolithen, die als Bewehrungen angesprochen werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das darauffolgende Regenfeld B mit einem Alter von ca. 8700 BP produzierte neben langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Artefakten auch eine rückengestumpfte Blattspitze vom Typ H1 und zwei Trapeze mit gestumpfter, leicht gekehlter kleiner Seite, die im gleichaltrigem Kontext auch in Westpans 85/52 gefunden worden sind und die als mögliche Bewehrung die Bezeichnung F20 erhalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem folgenden Zeitabschnitt von ca. 8300 BP bis 7800 BP wurden keine Bewehrungen gefunden, langschmale Dreiecke, rückengestumpfte Lamellen und eine Kerbklinge bestimmen das Inventar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngsten Phase, Regenfeld D, von ca. 7700 BP ( 87/2 ) bis 7000 – 6500 BP ( 96/19 ) erscheinen neben klassischen Bewehrungen der Typen F4 und F13 auch flächenretuschierte Artefakte. Dabei handelt es sich unter anderem um große, beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen. Zwei dieser Stücke sind gezeichnet worden, eine davon, die Längere, hat die ungefähren Abmessungen L = 78 mm, B = 28 mm und Dicke = 8,3 mm. Diese Dimensionen sind vergleichbar mit denen der großen Blattspitzen von Abu Tartur, welche Längen zwischen 70 mm und 91 mm und Gewichte von 8,7g bis 14,2g aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können ebenso wie die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle und die großen Stielspitzen als Pfeilspitzen eingesetzt werden und mit Erfolg von einem Bogen verschossen werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der querschneidigen Bewehrungen von Regenfeld wird auf zehn geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Glasregion'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein gezieltes Ausbeuten der Rohstoffquellen, des libyschen Wüstenglases oder Lechatelierit zu erschweren, sind genauere Hinweise auf die Lage der Fundgebiete nicht angegeben.&lt;br /&gt;
Die größte Fundstelle, 81/61, wird auch nach dem Entdecker „Willmanns Camp“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwei Schnitten wurden insgesamt 1934 Werkzeuge, davon 250 Mikrolithen, zu Tage gefördert. Die verschiedenen C14- Analysen ergeben Resultate von ca. 8000 BP bis ca. 5700 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flächenretuschierte Artefakte sowie Pfeilspitzen fehlen in den Inventaren. Als mögliche Bewehrungen kommen Trapeze und Dreiecke in Frage. Sechs Dreiecke und 21 Trapeze sind gezeichnet worden und fallen unter die Typen F4 und F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ain Dalla'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am östlichen Rand der großen Sandsee, etwa nördlich von Abu Minqar und nordwestlich von Farafra liegt der Brunnen von Ain Dalla.&lt;br /&gt;
Ein spätneolithischer Fundplatz scheint 85/15 zu sein. Die zwei dort gefundenen Stielspitzen sind sehr schlank und gehören zu den Typen D19 und D49. Die Ränder der D19- Spitze sind sehr leicht konvex ausgebildet, nicht genug um als D18 klassiert zu werden. Die Widerhaken der D49- Spitze sind sehr klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 85/26 mit einem Alter von ca. 8610 BP produzierte eine Ounanspitze vom Typ H12 und auf dem dritten, circa 8460 BP alten Ain Dalla Fundplatz 85/28 – 1 wurden eine  H5- Spitze und zwei Dreieckspitzen vom Typ H7 gefunden. Letztere passen normalerweise nicht zu den vorherrschenden Rückenstumpfungen, die für das Inventar charakteristisch sind, sie sind eher für das mittlere Neolithikum typisch. Die primitive Ausführung könnte sie allerdings dem Fundplatz zugehörig erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Gerara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von Abu Gerara liegen zwischen Djara im Norden und den Eastpans im Süden, nach Südwesten befinden sich die Vorkommen der Dakhla Oasen und nach Südosten sind es die Plateau- Plätze und Playakonzentrationen von Abu Tartur. Zwischen dem Abu Tartur Massiv und den Abu Gerara Schichtabbrüchen liegen ein mit Kalksteinhügeln durchsetztes Gelände, zwei große Depressionen sowie eine kleine mit dem Fundplatz 00/59, an dessen Exploration ich mitarbeiten konnte. Nördlich der Schichtstufen kommen weitere Kalksteinhügel vor, dann nach rund 25 km geht das Gelände in eine Hamada über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchungen, die zur Zeit von der Kölner Universität durchgeführt werden, sind noch nicht beendet. So werden lediglich einige Fundstellen, von denen schon endgültige Ergebnisse vorliegen, berücksichtigt. In „Abu Gerara : Mid- Holocene sites between Djara and Dakhla Oasis (Egypt)“ Heiko Riemer 2003 wird die Fundstelle 98/5 vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''98/5''' Fundstelle im Hügelland nördlich der Schichtstufen. Der Fundplatz ähnelt in seiner Anlage stark den Vorkommen auf dem Abu Tartur Plateau. Ein tief gelegenes Becken ist umrahmt von bis zu elf Metern hohen Hügeln, die einen guten Schutz gegen den Nordwind abgeben. Von den Hügeln laufen Regenrinnen ins Beckentiefste. Dort hat sich ein terra rosa Boden gebildet, der gepanzert durch das Artefaktenmaterial und gehärtet durch erhöhten Phosphateintrag teilweise der Deflation standgehalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden 75 retuschierte Werkzeuge geborgen, davon 16 Pfeilspitzen, die mit 21,3 % den größten Anteil stellen, gefolgt von Seitenkratzern und gezähnten Stücken. Weitere Artefakte sind Bohrer, side-blow-flakes, blattartige Messer und Vorstufen dazu, sowie Sichelblätter und Dexel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei C14 Analysen datieren 98/5 auf 6600 Jahre BP. Dies ist einer der nicht zu großen Fundplätze, die ein weitgehend unvermischtes Inventar mit einem bestimmten Alter aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8'''  zeigt unter anderem zwei Blattspitzen mit teilflächiger Retuschierung. Die Nr. 5 hat eine klassische C3 Silhouette während Nr. 6 eine deutlich gerundete Schäftungszone aufweist aber noch unter C3 geführt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die Nr. 7. Im medialen Abschnitt weist das Artefakt nahezu parallel verlaufende Ränder auf, die Schwingen zeigen winzige Widerhaken und der recht lange, schlanke Stiel ist an seiner Basis eingeschnürt, das Ende des Stiels ist abgerundet, das distale Ende ist abgebrochen. Derartige Stücke sind aus Djara bekannt, wo einige dieser als D52 bezeichneten Bewehrungen vorkommen. E. Cziesla stellt eine ganz ähnliche Spitze vor, die südlich des Sitra Sees gefunden worden ist (Nr. 14, Abb. 1 in Anmerkungen zu flächenretuschierten Pfeilspitzen 1998). Bei diesem Exemplar ist der Stiel kurz und die Parallelität der Ränder im medialen Abschnitt ist nicht gegeben.&lt;br /&gt;
Die Nr. 8 ist eine D36 Spitze und kommt ebenfalls in einigen Exemplaren in Abu Tartur vor. Eine vergleichbare mit nur einem Kerbenpaar (D31) ist von Eastpans bekannt, eine weitere ist, klassiert unter Bashendi B in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ Fig. 5.d gezeichnet. M. Mc Donald 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Eastpans ist ebenfalls eine Großspitze des Typs D3 bekannt, mit stärker ausgeprägten Widerhaken wurde auch in Abu Gerara eine solche aufgesammelt (Site 99/28). Weitere Einzelstücke sind in Dakhla und Djara gefunden worden. Diese Spitzen sind zu vergleichen mit der Serie von gestielten Großspitzen von Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''00/70''' Dieser Fundplatz in der Nähe der großen Dolineneinbrüche nördlich des Abu Tartur Massivs ist nur kurz angefahren worden. Bei dem Inventar handelt es sich um ein im Tiefsten des Siedlungsplatzes zusammengespültes Artefaktengemisch. Ein nördlich am Hang gelegenes Areal mit sehr vielen Herdstellen wurden aus Zeitmangel ignoriert. Ein hastig dort aufgeklaubte Pfeilspitze ist vom Typ C10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==El Karafish==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Straße von den Dakhla Oasen nach Abu Minqar liegt auf dem libyschen Plateau El Karafish, eine junge Fundstelle, die von prädynastischer Zeit und auf Grund von Keramikvergleichen bis in die 6. Dynastie reicht. Eine C14- Analyse ergab ein Alter von ca. 4500 BP. Im Keramikmaterial finden sich ebenfalls Claytonringe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Pfeilspitzen wurden geborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Eine Ounanspitze vom Typ H13, die im Kontext von El Karafish deplaziert wirkt und eher eine typische Bewehrung um 7600 BP darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Eine flächig retuschierte Stielspitze vom Typ D2, wobei die linke Schwinge leicht gerundet erscheint. Dieser Typ taucht in den verschiedensten spätneolithischen Inventaren auf. Die Dorsalseite ist bis auf einen schmalen, zentralen Bereich flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, lediglich der Stiel ist vollflächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Zum Fundplatz passend ist das dritte Exemplar. Es handelt sich um eine Stielspitze mit kurzem, breitem Stiel und mit parallel zueinander verlaufenden Rändern im proximalen Bereich. Die Ränder weisen eine sehr feine Zähnung auf, die Schwingen stehen rechtwinklig zur Längsachse, sind jedoch mit winzigen Widerhäkchen bestückt. Das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert, der distale Bereich ist abgebrochen. Da die Silhouette der Pfeilspitze ein Novum darstellt, erhält sie die Bezeichnung D50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art von schlanken, feingezähnten Stielspitzen stellt das Ende einer Entwicklung von tief penetrierenden Bewehrungen dar, welche aus lithischem Material hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dungul==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oase liegt ca. 160 km südwestlich von Assuan am Rande des Kalksteinplateaus, Hester und Hobler haben die dortige prähistorische Kultur untersucht. Nur wenige Pfeilspitzen gehören dem Inventar der „Libyan industry“, deren Alter mit 7900 +-150 BP Jahren angegeben wird (Hester und Hobler 1969). Gezeichnet oder fotografiert sind acht Exemplare, davon sind zwei Querschneider, eine Stielspitze der Familie D, zwei H5 – Spitzen sowie drei Blattspitzen der Familie C. Eine vierte Blattspitze wird im Text erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Badari==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
El Badari liegt am Ostufer des Nils rund 40 km südlich von Asyut und ca. 60 km nördlich von Sohag. Wie Merimde als prähistorische Niederlassung in Unterägypten, so soll El Badari als Beispiel für oberägyptische steinzeitliche Besiedlung im Niltal dienen.&lt;br /&gt;
Beide Fundkomplexe verfügen über größere Mengen von ausgekehlten Dreieckspitzen, so dass ein Vergleich mit entsprechenden Wüstenfundplätzen wie dem Fayum und Abu Tartur möglich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 veröffentlichten Guy Brunton und G. Caton- Thompson ihren Bericht „The Badarian Civilisation“ wo neben mit Schwingen oder Widerhaken versehenen, dreieckigen Großspitzen auch zwei gestielte Exemplare erwähnt werden.&lt;br /&gt;
Die gezeichneten Stücke können wie folgt eingeteilt werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| A1|| A2|| A17|| A25|| A26|| A28|| C1|| andere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 3|| -|| 2|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 5|| -|| -|| -|| 6|| -|| 2|| 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 6|| -|| -|| -|| 5|| 1|| -|| 4|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVI|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVII|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVIII|| 3|| -|| -|| -|| -|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate LVI|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''3'''|| '''2'''|| '''1'''|| '''22'''|| '''1'''|| '''2'''|| '''6'''|| '''2'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die östliche oder arabische Wüste Ägyptens==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streifen zwischen dem Niltal und der Küste des Roten Meeres bildet den östlichen Rand der Sahara. Im Norden zwischen Kairo und Suez ist er ca. 135 km breit, im Süden an der Grenze zum Sudan und zur nubischen Wüste rund 500 km. Die Entfernung entlang des Roten Meeres von Suez bis Halait beträgt über 1000 km. Aus diesem riesigen Gebiet sind nur wenige prähistorische Funde bekannt und dem entsprechend eine geringe Anzahl von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die arabische Wüste war gewiss nicht weniger attraktiv als das Gebiet westlich des Nils. Im Gegenteil, es existierte ein integriertes Wadisystem, welches das Wasser aus dem Gebirge entweder ins Meer oder in den Nil leitete. Das Küstengebirge weist Höhen um 1000 m auf und gelegentlich wird auch die 2000 m Marke überschritten. Die hydrologische Situation dürfte daher vorteilhafter als in der westlichen Wüste gewesen sein. Wenn dennoch weniger Relikte vorgeschichtlicher Kulturen gefunden worden sind, so liegt es wahrscheinlich an dem unwegsamen Gelände. Wer hier etwas außerhalb der wenigen Verbindungsstraßen entdecken will muss gut zu Fuß sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fundplatz, der Pfeilspitzen in seinem Inventar aufweist, wurde von P.M. Vermeersch, P. van Peer, J. Moeyerson und Wim van Neer „Tree Shelter“ genannt. Er liegt nordwestlich von Quseir in der Nähe der Phosphatgruben und ist mit dem Geländewagen zu erreichen. &lt;br /&gt;
Vier Holzkohlenproben ergaben Altersstellungen von 6770 +- 60 BP bis 4930 +- 30 BP. Die Geräte, 80 an der Zahl, setzen sich aus gezähnten Stücken, retuschierten Abschlägen, flächig bearbeiteten Stücken, Kerben, einem side-blow-flake und Verschiedenen zusammen.&lt;br /&gt;
Außerdem wurden zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen, ohne weitere Präzisierung, erwähnt. Möglicherweise handelt es sich um Blattspitzen der Familie C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant sind das Vorhandensein von Asphataria rubens aus dem Niltal und ein side-blow-flake, ein Werkzeug, welches östlich des Nils zu den Raritäten zählt. Publiziert wurde der Bericht im Dezember 2002 in Archéo-Nil. In unmittelbarer Nachbarschaft des „Tree Shelter“ hat das gleiche Autorenteam eine Höhle, genannt Sodmein Cave, untersucht („Neolithic occupation of the Sodmein area, Red Sea Mountains, Egypt“ in Aspects of African Archaeology edited by G. Pwiti and R. Saper 1996).&lt;br /&gt;
Die Altersangaben reichen von 6490 +- 100 BP und 7090 +- 80 BP für die unterste Schicht bis 6320 +- 100 BP und 6360 +- 90 BP für die obere Schicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundenen Pfeilspitzen sind den Schichten nicht in der Art zugeordnet, dass sie mit einem exakten Alter in Verbindung gebracht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (Fig. 3 Seite 414).&lt;br /&gt;
* Nr.   2  ist eine asymmetrische, einseitig flächenretuschierte Blattspitze.&lt;br /&gt;
* Nr.   3  ist eine Blattspitze des Typs C1, die Rückseite zeigt lediglich flächige Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   6  ist ein Fragment und gehört möglicherweise zu einer Blattspitze C1, C3 oder zu einer Stielspitze D44.&lt;br /&gt;
* Nr.   7  wie Nr. 6.&lt;br /&gt;
* Nr.   8  ist eine Blattspitze mit beidseitigen flächigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   9  ist eine asymmetrische H1- Spitze.&lt;br /&gt;
* Nr. 10  ist eine H1- Spitze, im proximalen Bereich ist sie beidseitig flächenretuschiert auf der Ventralseite ist zusätzlich ein Rand flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
* Nr. 11  ähnlich wie Nr. 10.&lt;br /&gt;
* Nr. 12 und 13  Ounanähnliche Spitzen des Typs H13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Verbindungsstraße Qena im Niltal nach Quseir am Roten Meer berichtet Debono aus der Gegend von Laqueita von zwei Ounanspitzen (Debono, 1951 plate III b) und einigen Querschneidern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Ölfördergebiet von Ras Gharib, etwa 25 km von der Küste entfernt, weist Montenant (1986 plate XXXVI) auf Pfeilspitzen in der Nähe des bir Nakhla hin, es Handelt sich um aus Lamellen gearbeitete, kantenretuschierte Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Dittmann weist in seiner Veröffentlichung „Zur Paläogeographie der ägyptischen Eastern Desert“, 1990 auf Pfeilspitzenfunde von Fundplatz B im Gebel Zeit hin. Das Fundgebiet liegt an der Küste des Roten Meeres zwischen Ras Gharib und Hurgada. Gefunden wurden drei Blattspitzen vom Typ C1 und eine D21- Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
Aus dem Abri im oberen Wadi Deir im Bereich des Klosters St. Paulus wird ein großes Blattspitzenfragment gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorgestellten Einzelfunde und Daten lassen lediglich erkennen, dass die östliche oder arabische Wüste ähnlich besiedelt war wie das Gebiet westlich des Nils. Ounanspitzen und andere kantenretuschierte Pfeilspitzen weisen auf ein frühes Neolithikum hin. Über die spätneolithischen Typen C und D bis zu prädynastischen Querschneidern reicht die Formenvielfalt über große Zeiträume.&lt;br /&gt;
Hier liegt ein riesiges Gebiet, lediglich an seinen Rändern angekratzt und wartet auf seine Entdeckung. Künftigen Forschern wird die Arbeit so schnell nicht ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Djara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer multidisziplinären Expedition der Universität Köln hatte der Verfasser im Jahr 2000 Gelegenheit die Fundstellen der Siedlungskammer Djara kennenzulernen.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt 15 km westlich des Abu Muharig Dünengürtels etwas nördlich der Linie Farafra – Asyut. &lt;br /&gt;
Neben einer Reihe von kleinen, oft hochinteressanten Fundstellen, sind drei große Konzentrationen hervorzuheben. Zunächst die Fundstelle 90/1 mit einer wahrscheinlich im Tertiär entstandenen Tropfsteinhöhle als Besonderheit an ihrer südlichen Peripherie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite bedeutende Konzentration ist 98/20 mit einem Inventar, das von rückengestumpften Artefakten bis zu side-blow-flakes reicht.&lt;br /&gt;
Eine weitere Konzentration wird mit 98/4 bezeichnet, sie weist die am weitesten fortgeschrittene Zerstörung durch Deflation auf. Die Playaablagerungen sind bis auf einige flache Hügel, möglicherweise durch Phosphateintrag entstandene Härtlinge, komplett ausgeräumt und die Kalksteinstrukturen, wie sie im Pleistozän vorhanden waren, treten wieder zu Tage. Nur große und schwere Artefakte finden sich auf dem Grund des ehemaligen Siedlungsplatzes. Pfeilspitzen fehlen ebenso wie Mikrolithen und Straußeneischalen. &lt;br /&gt;
Keramik, die auf anderen Stellen in Djara nicht gefunden wurde, ist in einer mit schluffigem Material gefüllten Windfalle entdeckt worden.&lt;br /&gt;
Eine detaillierte Beschreibung und Auswertung der Funde und Befunde des Gesamtgebietes ist in Arbeit (K. Kindermann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 90/1'''&lt;br /&gt;
Das Gelände ist in mehrere Grabungszonen aufgeteilt worden, die von 90/1 – 1 bis 90/1 – 15 durchnummeriert worden sind. Pfeilspitzen sind an folgenden Stellen gefunden worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 1'''   Alter : 6786 +- 49 BP bis 6448 +- 69 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 12 Pfeilspitzen, acht davon sind gezeichnet worden und zwar : &lt;br /&gt;
Zwei D21- Spitzen, eine D26, eine D44, zwei E2 und jeweils eine H1, Eine H5 und eine H7- Spitze. Drei der flächenretuschierten Pfeilspitzen stammen aus den Herden und können als in situ Funde gelten. Es sind dies eine D21- Spitze, die lediglich als gestielt beschrieben ist, eine E2- Spitze, die als Blattspitze bezeichnet ist und eine D26- Spitze, die als gestielt mit Zähnung deklariert wird (In „Investigations of Mid- Holocene settlement of Djara“ in K. Kindermann 2003).&lt;br /&gt;
Während die flächenretuschierten rhombischen Exemplare und die Stielspitzen gut zu den C14- Werten passen, sind die kantenretuschierten Stücke, ob Blatt- Stiel oder Dreieckspitze eher für frühere Epochen typisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 2'''   Alter : 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden und gezeichnet wurden fünf Pfeilspitzen. Die kurzen und gedrungenen Exemplare bestehen aus Blattspitzen der Gruppen C3 (2 Stücke) und C4 (1 Stück) sowie einer ebenfalls gedrungenen D2- Spitze mit kurzem, breitem und abgerundetem Stiel. Das fünfte Stück ist ein schwer einzuordnendes Fragment mit flachen Randretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 4''' ohne Altersangabe.&lt;br /&gt;
* Es wurden vier Pfeilspitzen gefunden, gezeichnet wurde keine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 6'''   Alter : 6900 +- 50 BP und 6696 +- 94 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden drei Pfeilspitzen, davon eine Blattspitze C1 und eine gestielte Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 10'''   Alter : 6885 +- 50 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 19 Pfeilspitzen, darunter zwei H1, zwei C1 und eine D3- Spitze, ferner wurde ein Querschneider vom Typ F4 beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 13'''   Alter : 6713 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 36 Pfeilspitzen und zwar von den kantenretuschierten fünf H1, sechs H5 und eine H7- Spitze und von den flächenretuschierten Stücken zehn C1, drei C6 und fünf D1- Spitzen. Dazu kommen noch weitere sechs flächenretuschierte, nicht weiter präzisierte Stücke sowie vier zusätzliche Fragmente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 15'''   Von dieser Grabung ist ein Querschneider vom Typ F4 bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der Pfeilspitzen von den Grabungsflächen beträgt 80, davon wurden 15 Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Oberfläche 90/1 wurden insgesamt 155 Pfeilspitzen gefunden, davon sind 36 Stücke gezeichnet worden und zwar von den Konzentrationen 1 – 6. Von der Konzentration 7, welche 107 Pfeilspitzen hervorbrachte, sind keine Zeichnungen angefertigt worden.&lt;br /&gt;
Die Konzentration „cluster 7“ liegt im Südwesten von 90/1. Sie wird östlich von einer Wadirinne und westlich von dem Kalkgestein einer steil ansteigenden Hügelkette begrenzt. Der Untergrund besteht aus einem Schwemmfächer aus fein- bis mittelkörnigem Schutt.&lt;br /&gt;
Darin waren neben vielen anderen Artefakten 107 Pfeilspitzen eingelagert. Darunter befinden sich zwei Ounan- Harif- Spitzen mit Schäftungszonen, die von zwei geradlinigen Rändern gebildet werden (Typ H2). Weiter wurden gefunden eine Ounanspitze H12 und 24 H5- Spitzen, eine kantenretuschierte, blattförmige Spitze vom Typ H1 und eine Dreieckspitze vom Typ H7. Hinzu kommen noch acht fragmentierte kantenretuschierte Bewehrungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Stücke setzen sich zusammen aus 14 beidseitig modifizierten C- Spitzen und 11 einseitig bearbeiteten C- Spitzen. Die gestielten Exemplare gehören sechsmal zu den D3, fünfmal zu den D1 und dreimal zu den D26- Spitzen. Ferner wurden sieben fragmentierte D1- Spitzen und 16 Fragmente von nicht identifizierbaren flächenretuschierten Spitzen gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gelangten die Pfeilspitzen und andere, hier nicht aufgeführte Werkzeuge auf diesen sterilen Schwemmfächer? Sie wurden nicht mit den Sedimenten heruntergespült, wie angenommen werden könnte, da oberhalb keinerlei Kulturspuren zu entdecken sind, sondern sie wurden vom Nordwind in diese Artefaktenfalle geweht. Vergleichbare sekundäre Konzentrationen sind von Abu Tartur bekannt. Der vom Verfasser durchgeführte Langzeitversuch über die Wirkung des Windes auf  steinzeitliche Artefakte in ariden Klimazonen unterstreicht die Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 51 gezeichneten Exemplare von Djara gehören 20 verschiedenen Gruppen an und verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte blattförmige, 17 x C|| C 1|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 3||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 6||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte gestielte, 14 x D|| D 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 3||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 21||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 26||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 31||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 44||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rhombische, 4 x E|| E 2|| 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Querschneider, 2 x F|| F 4|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rundschneidige, 5 x G|| G 1|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kantenretuschierte, 9 x H|| H 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 4||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 5||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 7||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| '''Total'''|| '''51 (von 235)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 98/20'''&lt;br /&gt;
* Das Zentrum der Fundstelle wird, wie schon bei 90/1, von einer Restplaya gebildet. Ein im Jahr 2000 durchgeführter Baggerschnitt erreichte das unterliegende Kalkgestein. In der Kontaktzone hatte sich eine Schicht großer Kalzitkristalle gebildet, die später auch an höher gelegenen Stellen, ebenfalls im Kontakt Playa- Kalksteinliegendes, nachgewiesen werden konnte.&lt;br /&gt;
Die Ausbildung großer Kalzitkristalle unter den gegebenen Umständen setzt eine über längere Zeiträume dauernde Anwesenheit von Wasser voraus. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Lebensbedingungen, zumindest die Präsenz von Wasser betreffend, in der Siedlungskammer Djara während der pluvialen Optima wesentlich besser waren als bisher dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artefaktenvielfalt ist groß und reicht von Ounan- Harif- Spitzen, Ounanspitzen, langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Werkzeugen bis zu side- blow- flakes und flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 34 Stücken stellen die Ounan- Harif- Spitzen die größte Gruppe der Bewehrungen, nicht gezählt sind drei weitere Exemplare sowie eine Ounanspitze, die neben einer H1- Spitze und einer H5- Spitze vom Verfasser vor Ort beobachtet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Pfeilspitzen, die für 98/20 aufgelistet sind und die zu den C14- Werten von 6430 +- 50 BP und 6365 +- 30 BP passen, sind eine partiell flächenretuschierte C1- Spitze und eine gleichartig modifizierte D1- Spitze. Die beidseitig flächenretuschierten Stücke gehören mit einem Exemplar in die Gruppe C1 und mit zwei Exemplaren in die Gruppe C3. Sieben Stielspitzen sind vom Typ D1, zwei vom Typ D3 und eine ist eine D31- Spitze. Insgesamt sind also 40 rückengestumpfte und 15 flächig bearbeitete Pfeilspitzen im Inventar 98/20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Umgebung des Fundplatzes 98/4'''&lt;br /&gt;
* Wie schon eingangs erwähnt, ist Fundplatz 98/4 durch Deflation stark gestört und leichte Artefakte wie z.B. Pfeilspitzen sind nicht mehr vorhanden.&lt;br /&gt;
In den angrenzenden, etwas besser geschützten Hügeln jedoch finden sich einige interessante Exemplare.&lt;br /&gt;
So liegt nördlich des Komplexes 98/4 die Fundstelle 00/63, die neben einer D52- Spitze, eine D25 und eine C1- Spitze produziert hat.&lt;br /&gt;
Die Fundstelle 00/68, südwestlich von 98/4 gelegen, weist eine Großspitze vom Typ D3 auf (L = ca. 66 mm, B = 35 mm, D = 6 mm) ein seltener Fund auf dem Plateau. Daneben finden sich zwei Ounanspitzen vom Typ H12, zwei D47- Spitzen und eine rhombische E2- Spitze.&lt;br /&gt;
Eine weitere D52- Spitze stammt von der Fundstelle 00/69.&lt;br /&gt;
Der Keramikfundplatz 00/65 weist eine C10- Spitze auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit 00/ markierten Fundstellen sind im Rahmen zeitlich sehr begrenzter Suchfahrten entdeckt worden und nicht weiter bearbeitet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Djara weist eine sehr große Palette von Pfeilspitzenformen auf und deckt mit seinen Typen einen Zeitraum von rund 3000 Jahren ab, wie auch die C14 Daten belegen (von 8620 BP bis 5982 BP).&lt;br /&gt;
Mit über 300 gefundenen Exemplaren ist Djara auch mengenmäßig ein bedeutender Fundplatz für Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Abu Ballas Schichtstufenland==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Phasen haben die Archäologen der Universität Köln unter Leitung von Rudolf Kuper die Fundstellen von Abu Ballas untersucht.&lt;br /&gt;
Wie auch anderen Orts hat das von den höher gelegenen Einzugsgebieten ablaufende Niederschlagswasser sich in Deflationsmulden sammeln können und so zur Bildung von siltig- tonigen Playas führen können. Zwischen den verschiedenen Überflutungsphasen sind immer wieder äolische Einträge zu beobachten.&lt;br /&gt;
Die Hauptkonzentrationen prähistorischer Besiedlung wurden Eastpans, Mudpans und Westpans genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eastpans   wurden vom Stuttgarter Fotografen Rudolf René Gebhardt während einer seiner zahlreichen Alleinexpeditionen entdeckt.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt ungefähr 90 km südlich der Dakhla Oasen, die beiden größeren Fundstellen wurden mit 95/1 und 95/2 bezeichnet.&lt;br /&gt;
Die epipaläolithischen Konzentrationen 95/1 – 1 und 96/6, letztere mit einem Alter von    8350 +- 55 BP produzierten keine Pfeilspitzen, eine Ausnahme bildet ein asymmetrisches Trapez von 96/6, welches als eine mögliche Bewehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
Auch die jüngere, aber ebenfalls noch epipaläolithische Fundstelle 95/1 – 1 mit einem Alter von 7750 +- 150 BP bis 7752 +- 48 BP weist keinerlei Jagdwaffen in Form von Pfeilspitzen auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelneolithischen Charakter zeigen einige Artefakte der oberen Schicht der Fundstelle    95/1 – 1, die ein Alter von 7529 +- 48 BP aufweist und damit nur geringfügig jünger ist als die unterliegende epipaläolithische Schicht. Typisch ist eine Dreieckspitze mit kantenretuschierter Basis vom Typ H7 sowie eine kantenretuschierte Spitze mit konkaver Basis vom Typ H20 wie er auch in Nabta auf der Fundstelle E – 75 – 8 vorkommt. Das Auftreten einseitig flächenretuschierter Blattspitzen (2 Fragmente) passt ebenfalls in den Zeitrahmen.&lt;br /&gt;
Der spätneolithische Fundplatz 95/2 ist auf 6170 +- 80 BP bis 6072 +- 36 BP datiert. Die Vielzahl der Mikrolithen lassen auf einen Einfluss aus Süden, das Vorhandensein von Feuerstein, von einem side- blow- flake und von flächenretuschierten Artefakten auf einen Einfluss aus Norden schließen. An Bewehrungen sind vier Trapeze vom Typ F10 und eine D31- Spitze zu nennen, letztere stammt aus der datierten Grabungsschicht, während eine gestielte Großspitze vom Typ D3 von der Oberfläche abgesammelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erstaunlich, dass eine hauptsächlich von der Jagd lebende Gesellschaft, selbst im Spätneolithikum überwiegen Wildtierknochen und stehen einer nur geringen Anzahl von Rind- und Schafsknochen gegenüber, nur eine verschwindende Anzahl von Pfeilspitzen hinterlassen hat.&lt;br /&gt;
Zu erwähnen ist noch eine interessante Ounanspitze, die der Verfasser im Oktober 2000 an der Oberfläche von 95/1 beobachtet hat. Wie die vor Ort angefertigte Zeichnung zeigt, handelt es sich wahrscheinlich nicht um eine Bewehrung, sondern eher um ein epipaläolithisches Mehrzweck- Werkzeug (Bohrer, Kerbe, retuschiertes Stück).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mudpans''' werden schon 1939 von Bagnold ebenso wie das Vorhandensein prähistorischer Artefakte an diesem Ort erwähnt. Paschur und Braun bestätigen dies 1980. Die Fundstellen liegen südöstlich des Abu Ballas Hügels und südwestlich von Eastpans, der Schichtstufe folgend.&lt;br /&gt;
Da die mir zur Verfügung stehende Dokumentation nicht lückenlos war, werden lediglich die gezeichneten Bewehrungen behandelt. Im Prinzip entsprechen sie in Quantität und Qualität auch den gefundenen Stücken. Kleine, für diese Zusammenstellung aber nicht entscheidende Unterschiede, sind daher möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Trapezen und Dreiecken kommen auch rückengestumpfte Formen, Stichel, Endretuschen, gezähnte Stücke, ausgesplitterte Stücke, Bohrer vom Typ Tixier 16 und andere, und weitere Mikrolithen wie z.B. Segmente vor.&lt;br /&gt;
Eine Weiterentwicklung der Inventare ist nicht zu erkennen. Eine einzige Pfeilspitze weist Flächenretuschen auf. Es ist eine Stielspitze vom Typ I 9 mit einer rechtwinklig zur Längsachse stehenden Schwinge und einer gerundeten Schwinge vom Typ D21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gezeichnete Bewehrungen (außer Segmenten)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/56|| ca. 7000|| || H 1|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||5 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 7||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||19 x F||F 4||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 11||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-1|| ca. 6530|| 1 x H|| H 5|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||bis 5740||28 x F||F 2||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 13||7*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-9|| -|| 2 x F|| F 4|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-1|| ca. 5690|| 10 x F|| F 4|| 3*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-2|| -|| 1 x I|| I 9|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||2 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 9||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||7 x F||F 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 14||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-3|| ca. 6700|| 8 x F|| F 4|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-4|| ca. 6320|| 1 x H|| H 7|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||12 x F||F 4||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/54-1|| -|| 3 x F|| F 2|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||||| '''Total'''|||| '''99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Davon ein Exemplar mit flächigen Retuschen in der Schäftungszone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Westpans''' mit seinem Fundplatz 85/52 ist mit einem Alter von 8700 +- 190 BP das älteste epipaläolithische Vorkommen in der Abu Ballas Gegend.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt rund 50 km südwestlich von Mudpans, seine Koordinaten sind 24°7’ Nord und 27°37’ Ost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben anderen Mikrolithen wurden zwei breite, unregelmäßige Dreiecke und sechs Trapeze, deren kleine Seite eine ausgeprägte Kerbe aufweist, gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hugot beschreibt aus Algerien drei Dreiecke, deren durch Kantenretuschen zugespitztes Ende durch eine Schäftungskerbe ersetzt wurde und bezeichnet den Querschneider mit F9. Die Trapeze mit Schäftungskerbe erhalten die Bezeichnung F15.&lt;br /&gt;
Ein vom Verfasser gefundenes Trapez aus dem oberen Capsien von Bir Hameiria, Tunesien, weist ebenfalls eine Schäftungskerbe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilf Kebir==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der äußerste Südwesten Ägyptens wird durch das über 1000 m hohe Sandsteinplateau des Gilf Kebir geprägt. Die dortigen Sandsteinschichten der Jura- und Kreidezeit sind von tertiärem Vulkanismus durchbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zur Herstellung steinzeitlicher Artefakte verwandte Material ist vor allem ein quarzitischer Sandstein, der in verschiedenen metamorphen Stadien, Korngrößen, und Farben ansteht. Als weitere Materialien kommen Basalt, Quarzporphyr und im geringem Maß Quarzgerölle, also Kieselsteine und aus den tonigen und siltigen Schichten geringvolumige Chalzedone vor. Diese Chalzedone aus den buntgefärbten Ton- und Siltlinsen der Kharga Schichten bilden den bevorzugten Werkszoff der älteren holozänen Komplexe von Abu Tartur. Noch seltener sind Werkstoffe wie verkieseltes Holz und libysches Wüstenglas aus der großen Sandsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1980 arbeiten die Archäologen der Universität Köln, zunächst im Rahmen des Projekts B.O.S., später des Projekts ACACIA, im Gilf Kebir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Ausgrabungen im Wadi el Akhdar liegt eine Monographie von Werner Schön vor, im gleichen Volumen bearbeitet Erwin Cziesla den Fundplatz 80/14 (Schön 1996). Im Hinblick auf das Vorhandensein von Pfeilspitzen ist der Wadi el Akhdar als äußerst arm zu bezeichnen. Die 22 aufgelisteten Fundstellen lieferten 2494 Werkzeuge aber nur ca. 48 Bewehrungen in Form von Querschneidern, das macht ca. 2 % der Gesamtwerkzeugmenge aus. Diese dreieckigen und trapezförmigen geometrischen Formen kommen lediglich mit 41 Exemplaren auf der Fundstelle 80/14, mit fünf Exemplaren auf der Fundstelle 81/8 sowie drei relativ sicheren Stücken von der Oberfläche des Fundplatz 81/2 vor. Alle übrigen Plätze sind frei von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fehlen von Mikrolithen in vielen Inventaren, der schlechte Erhaltungszustand des Knochenmaterials und der geringe Anteil an großen, nicht verrundeten Keramikscherben lässt auf eine starke Zerstörung der Siedlungsplätze durch klimatische Einflüsse schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 80/14''' Alter : die drei Proben von Straußeneischalen ergeben ein Alter von 4210 +- 60 BP, 4300 +- 55 BP und 4500 +- 55 BP. Ein Datum von 4200 +- 1100 BP von einer Holzkohlenprobe kann wegen der hohen Standartabweichung nicht berücksichtigt werden. Von 131 Geräten sind 41 als Pfeilspitzenbewehrungen anzusprechen, das sind 31,3 %. Gezeichnet wurden 34 von 39 Dreieckspitzen, wie sie im Text bezeichnet werden, ein Trapez und eine Trapezspitze.&lt;br /&gt;
Von den gezeichneten Stücken der Tafel 1 sind 24 Exemplare Dreiecke mit geradlinigen Rändern vom Typ Tixier 89, die als Pfeilbewehrung mit F4 bezeichnet sind. Die neun Trapeze, die als Dreiecke eingeordnet sind, gehören zum Typ Tixier 83, als Pfeilspitzenwerden sie unter F10 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Dreieck weist konkave Ränder auf, der Typ ist Tixier 92 oder als Pfeilspitze F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Trapez Nr. 35 mit längerer kurzer Schneide als die neun oben erwähnten Exemplare gehört ebenfalls zum Typ Tixier 83. Durch seinen eher epipaläolithischen Charakter würde, isoliert betrachtet, ein Gebrauch als Pfeilspitze fraglich erscheinen, im Kontext mit einer Vielzahl von Querschneidern ist jedoch eine Verwendung als Bewehrung möglich. Das Trapez Nr. 40 mit einem leicht konkaven und einem geraden Rand (Tixier 86), welches in Hugots Einteilung als f16 geführt werden könnte, gehört ebenfalls zu den Querschneidern. Fünf Exemplare sind nicht gezeichnet worden, es ist anzunehmen, dass es sich um Dreieckspitzen des Typs F4 handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/8''' Holzkohlenproben ergeben ein Alter von 5430 +- 65 BP und 5940 +- 230 BP. Von den 73 Geräten oder ihren Fragmenten sind fünf Stücke oder 6,8 % als Querschneider, sowohl Dreiecke als auch Trapeze, angesprochen worden.&lt;br /&gt;
Ein eindeutiges Trapez, Nr. 23 Tafel 101, ist gezeichnet worden, es stellt eine Bewehrung vom Typ F10 dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/2''' (Oberfläche)&lt;br /&gt;
Das Alter konnte nicht ermittelt werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 88 Stücke, davon neun Mikrolithen. Letztere sind aufgegliedert in unregelmäßige Dreiecke (4 Stücke oder 4,5 %), unregelmäßige Trapeze (2 Stücke oder 2,3 %) und drei andere Stücke. Gezeichnet wurden sieben Mikrolithen bzw. Bruchstücke derselben. Bei dem Trapez Nr. 11 Tafel 66 und den Fragmenten Nr. 13 und     Nr. 14 der gleichen Tafel ist eine Nutzung als Pfeilspitzenbewehrung denkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen im Wadi el Akhdar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen-Typen&lt;br /&gt;
Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 80/14&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''41'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/2 Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 2 (+3)&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''3 (+3)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''11 (+3)'''&lt;br /&gt;
|| '''24'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''49 (+3)'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geometrischen Mikrolithen des Wadi el Akhdar sind vergleichsweise klein. Für die Exemplare des Fundplatz 80/14 schwankt die Breite zwischen 7 und 16 mm.&lt;br /&gt;
Die Durchschnittsbreite beträgt 9 mm, die Durchschnittshöhe 10 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wadi Bakht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wadi Bakht liegt ca. 40 km östlich des Wadi el Akhdar und weist gleiche geologische und morphologische Strukturen auf wie letzteres. Trotz ähnlich intensiver Untersuchungen liegt hier keine vergleichbare Veröffentlichung wie für das Wadi el Akhdar (Schön 1996) vor. Beispielhaft seien einige der Wadi Bakht Fundplätze, hier in Bezug auf das Vorkommen von Bewehrungen, vorgestellt. Die Typologien wurden hauptsächlich von Bettina Petrick und Jörg Linstädter zusammengestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/11'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 3,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 41&lt;br /&gt;
|| 15,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 52&lt;br /&gt;
|| 19,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 7,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 7,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 96&lt;br /&gt;
|| 36,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''261'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Mikrolithen befinden sich acht Dreiecke, unter anderem Tix 89, 90 und 95 und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
Die entsprechenden Pfeilbewehrungen werden mit F4 (fünf Stücke) und eventuell mit H7 (fünf Stücke) bezeichnet. Drei Dreiecke sind langschmal ausgebildet und werden hier nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 1''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 2,10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 56&lt;br /&gt;
|| 16,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 68&lt;br /&gt;
|| 20,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 31&lt;br /&gt;
|| 9,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 3,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 114&lt;br /&gt;
|| 34,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 6,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''333'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 68 Mikrolithen sind neun Dreiecke und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen, vier der Dreiecke können als Pfeilbewehrungen vom Typ F4 angesprochen werden, die kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen eventuell unter H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 2''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 2,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 9,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 224&lt;br /&gt;
|| 43,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 84&lt;br /&gt;
|| 16,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 2,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 79&lt;br /&gt;
|| 15,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 6,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''519'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs der 22 Dreiecke unter den Mikrolithen können als Bewehrungen für Pfeilspitzen angesprochen werden und zwar F4 (5 Stücke) und F13 (1 Stück). Die zwölf kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen möglicherweise in die Gruppe H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 1''' - Alter ca. 6060 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 116&lt;br /&gt;
|| 23,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 91&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 4,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 99&lt;br /&gt;
|| 20,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 38&lt;br /&gt;
|| 7,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 59&lt;br /&gt;
|| 12,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 3,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''489'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den insgesamt 228 Trapezen und Dreiecken, die 46,62 % des Inventars ausmachen, sind 18 Dreiecke und 23 Trapeze gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
Die Dreieckbewehrungen setzen sich aus den Typen F4, F12, F13 und F14 zusammen, die Trapeze sind mit den Gruppen F10, F16 und F12 vertreten.&lt;br /&gt;
Sowohl streng symmetrische als auch asymmetrische Formen sind zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 2'''- Alter ca. 6640 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 17,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 5,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 28,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 3,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''139'''&lt;br /&gt;
|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Platz enthält außer den Segmenten lediglich vier Trapeze und sieben Dreiecke, zehn Stücke wurden gezeichnet. Der Anteil der Querschneider am Gesamtinventar beträgt 7,92 %. Die Bewehrungen fallen in die Gruppen F16, F10, F12 für die Trapeze und F4 und F14 für die Dreiecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/10'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer (Tixier 16)&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,35&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
und Abschläge&lt;br /&gt;
|| 58&lt;br /&gt;
|| 27,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,96&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 11,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 20,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 9,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''213'''&lt;br /&gt;
|| '''100,08'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 58 Trapezen und Dreiecken, welche 27,23 % des Inventars ausmachen, können sämtliche Stücke als Bewehrungen angesehen werden, sie gehören den Tixier Gruppen 83, 85 – 89 und 92 an. Gezeichnet wurden sieben Dreiecke der Typen F4 und F14 sowie vierzehn Trapeze der Gruppen F13 und F16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Querschneider Typen im Wadi Bakht'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14 &lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/10&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| '''58'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/11&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 1&lt;br /&gt;
|| 187&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''228'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| - &lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| '''11'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''225'''&lt;br /&gt;
|| '''18'''&lt;br /&gt;
|| '''29'''&lt;br /&gt;
|| '''9'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''312'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Maya von Czerniewiez bearbeiteten Fundplätze 82/15 (Alter 5070 +- 60 BP und 5180 +- 60 BP) und 82/24 (Alter 4920 +- 60 BP und 5090 +- 60 BP) enthielten keinerlei Pfeilspitzen- Bewehrungen. Dennoch weist das Wadi Bakht wesentlich mehr Mikrolithen, die als Bewehrungen gedient haben könnten, auf als das Wadi el Akhdar. Diese Tatsache kann ein Anzeichen für bessere Erhaltungsbedingungen der Fundstellen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für beide von den Archäologen der Universität Köln intensiv untersuchten Wadis aber auch für das Gilf Vorland und das Plateau und wahrscheinlich ebenfalls für die große Zahl der nicht behandelten Wadis gilt folgendes : Die relativ zum Gesamtinventar geringe Anzahl von Pfeilspitzen- Bewehrungen setzt sich fast ausnahmslos aus Querschneidern in Dreieck- und Trapezform zusammen (Tafel Ä24, Ä25).&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden die älteren dreieckigen Mikrospitzen, welche schon an die kantenretuschierten Dreieckspitzen erinnern, wie sie im mittleren Neolithikum in Nabta, Bir Kiseiba und Abu Tartur üblich waren (Tafel Ä26).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf eine Stielspitze vom Wadi Sora sind flächenretuschierte Pfeilspitzen aus dem Gilf Kebir nicht beobachtet worden. Das hat zum einen sicherlich kulturelle Gründe aber es sollte nicht vergessen werden, dass der in seiner Struktur nicht homogene, verfestigte Sandstein, aus dem die meisten Artefakte hergestellt worden sind, sich nicht für Flächenretuschen anbietet. Die in der Gesteinsmasse einzementierten Quarzkörner stellen einer Druckretusche zuviel Widerstand entgegen. Es gibt im Gilf Beispiele für flächige Retuschen aus dem Paläolithikum aber bei diesen Artefakten handelt es sich um großvolumige Kernwerkzeuge und nicht um aus Klingen oder Lamellen hergestellte Kleinwerkzeuge. Außerdem sind die paläolithischen Retuschen geschlagen und nicht gedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant, bezüglich der Pfeilspitzen, ist die fehlende Weiterentwicklung während der großen Zeitspanne vom Epipaläolithikum bis zum jüngsten Spätneolithikum, wenn davon abgesehen wird, dass die Bewehrungen während der prädynastischen Phasen teilweise kleiner werden und häufig asymmetrische Formen zeigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Frühen holozänen Besiedlungszeit ist ein Trapez mit gekerbter, kleiner Schneide bekannt, ähnliche Stücke wurden in Westpans und Regenfeld gefunden. Die bis dahin unbekannte Bewehrungsart erhielt die Bezeichnung F15, sie ist zu vergleichen mit F9, einem querschneidigem Dreieck mit Schäftungskerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Minqar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Weg zwischen den Dakhla Oasen und Farafra liegt hart am Rande der großen Sandsee die kleine Oase Abu Minqar. Im Rahmen des B.O.S. Programms der Universität Köln wurde zu Beginn der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts das Gebiet auf prähistorische, holozäne Siedlungsplätze untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf Pfeilspitzen stellen sich die Fundplätze wie folgt dar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-1 weist zwei recht unterschiedliche C14- Daten auf, einmal 7890 BP und ein älteres von ca. 8620 BP. Neben kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen der Gruppen C1 und C4 und gestielten, kantenretuschierten Exemplaren der Typen H5 und H12 kommen gekerbte und retuschierte Stücke (Tix 74 bis 77 und Tix 105) vor. Ein Besonderer Fund ist ein langgestrecktes Artefakt mit dreieckigem Querschnitt. Das über 140mm lange Stück ist vollständig flächenretuschiert, die Dicke von rund 6mm im medialen Bereich verringert sich zu den bohrerartig ausgebildeten Enden hin. Der Verwendungszweck bleibt rätselhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-2 liefert ebenfalls kleine, einseitig flächig retuschierte Blattspitzen. Es sind die Typen C1, C3, C4 und C6. Daneben gibt es eine gestielte, flächenretuschierte Pfeilspitze der Gruppe D3 und kantenretuschierte Bewehrungen der Typen H4 und H7 sowie Querschneider der Typen F4 und F13. Rückenstumpfungen und langschmale Dreiecke gehören ebenfalls zum Inventar von 81/55-2. Die C14- Daten reichen von 7100 BP über 6390, 6100 bis 4500 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-3 weist vor allem Querschneider auf und zwar der Gruppen F16, F4 und F13. Daneben kommen auch wieder die kleinen, teilweise flächenretuschierten Blattspitzen aber auch vollflächig retuschierte Exemplare vor.&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 6520 BP angegeben. Weitere typische Artefakte sind retuschierte Stücke (Tix 105), Rückenstumpfungen und Bohrer vom Typ Tix 16 (mèche de foret) sowie basisretuschierte Lamellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-5, dessen Alter mit 7260 BP angegeben ist, produzierte sieben Blattspitzen sowohl ganzflächig als auch teilflächig retuschiert. Daneben finden sich zwei Querschneider, drei H5- Stielspitzen und eine teilflächig retuschierte Hybridspitze vom Typ D44, welche den Übergang von der Blatt- zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den im Gebiet aufgelesenen Streufunden gehört neben Blattspitzen der Gruppen C1, C3, C4 und C11 auch eine große, beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 mit geradlinigen bis leicht gewellten Rändern. Der außergewöhnlich breite Stiel wird von konvexen Linien begrenzt und läuft in einer Spitze aus. Das Gewicht des Stückes ist nicht bekannt, aber da die Dicke in der Mitte des Exemplars bereits 10mm beträgt, dürfte es über 20g wiegen und damit eher zu den Stoß- und Wurfspießen gehören. Außerdem ist der Stiel so breit, dass eine Pfeilschäftung nur schwer vorstellbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Pfeilspitzen in Abu Minqar (Lobo)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| C&lt;br /&gt;
|| D3&lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14&lt;br /&gt;
|| H4&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|| H7&lt;br /&gt;
|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Streufunde&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''16'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''25'''&lt;br /&gt;
|| '''46'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen der verschiedensten Pfeilspitzen- Typen, die über weite Zeiträume gespannten Altersangaben und die neben den Bewehrungen gefundenen typischen, vielfach rückengestumpften Artefakte lassen eine so starke Durchmischung des Fundgutes vermuten, dass eine Altersbestimmung von Pfeilspitzengruppen in diesem Falle problematisch wäre. Sämtliche 123 in „Lobo“ gefundene Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (B.O.S.- Archiv, persönliche Mitteilung Frank Klees).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Weitere Fundplätze außerhalb des Komplexes „Lobo“ sind in folgender Grafik vorgestellt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| A1&lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| E1&lt;br /&gt;
|| E2&lt;br /&gt;
|| F2&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/16&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/17-1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/24&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/21&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/28-8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/27&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''7'''&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Blattspitzen sind die Typen C3 und C11 einseitig flächenretuschiert, das proximale Ende ist häufig auf beiden Seiten modifiziert. Von den C1- Spitzen sind zwei Stücke teilretuschiert.&lt;br /&gt;
Das Alter dieser Bewehrungen liegt, wie auch das der schlanken A1- Spitze, zwischen ca. 6500 BP und 6100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zum Gebrauch des Begriffs „Holozän“.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur in der deutschen Fachliteratur hat sich in Bezug auf das Holozän die Unsitte eingeschlichen, nicht abgeschlossene Zeiträume in Phasen einzuteilen. Diese kleine Anmerkung möge dazu dienen diese Praxis in Frage zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holozän ist ein Terminus aus der historischen Geologie oder Stratigraphie. Das Holozän, früher auch Alluvium genannt, ist die jüngste Stufe der Quatärformation. Es schließt sich an das Pleistozän oder Dilluvium an. Letzteres ist eine abgeschlossene Stufe, welche zwischen dem Pliozän, der jüngsten Erscheinung des Tertiärs, und dem Holozän, der Jetztzeit, angesiedelt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also möglich Begriffe wie frühes, mittleres und spätes Pleistozän zu bilden.&lt;br /&gt;
Anders verhält es sich mit dem Holozän, welches erst vor 10.000 – 12.000 Jahren begann und von dem wir nicht wissen wie lange es dauern wird. Möglicherweise ist es eine zukünftige Eiszeit, welche dieses Erdzeitalter beenden wird. Geologische Zeiträume, und Holozän ist ein solcher, sind im Gegensatz zu historischen, auch ur- und frühgeschichtlichen unvergleichlich groß, Millionen Jahre sind kurze Zeitspannen in der Geologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allenfalls kann also von einem frühen Holozän gesprochen werden, wenn die Zeit, die unmittelbar auf  das Pleistozän folgt, gemeint ist. Gänzlich inkorrekt hingegen sind Wendungen wie mittleres oder spätes Holozän.&lt;br /&gt;
Denkbar wären Formulierungen wie „spätsteinzeitliche Holozänphase“ oder „mittelsteinzeitliche holozäne Feuchtphase“, das sind zwar unförmige Wortgebilde, sie haben aber den Vorteil logisch zu sein. Außerdem vermeiden sie ebenfalls ungeliebte und mit unpraktischen Definitionsansätzen versehene Begriffe wie Neolithikum, Mesolithikum usw..&lt;br /&gt;
Läge die Steinzeit im späten Holozän, wo wären dann Bronze- und Eisenzeit oder gar das Atomzeitalter angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zehnjähriges Kind mit einer statistischen Lebenserwartung von 80 Jahren beschreibt seinen Lebensweg in der Art : „In der Frühphase meines Lebens verbrachte ich meine Zeit hauptsächlich mit Spielen. Dann in der mittleren Lebensphase ging ich in die Grundschule und letztlich, in der Spätphase meines Lebens, wurde ich in die Sexta des hiesigen Gymnasiums aufgenommen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Beispiel zeigt, dass offene Zeiträume nicht in Früh-, Mittel- und Spätphasen aufgeteilt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Große, gekehlte Dreieckspitzen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden sollen die Pfeilspitzen der Wüstenfundplätze Fayum, Abu Tartur und Kharga untereinander und mit den Bewehrungen der zwei Niltalvorkommen von Merimde und Badari verglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst gilt es das zeitliche Auftreten der gekehlten Dreieckspitzen in den einzelnen Siedlungsräumen zu klären. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum A wird unterteilt in das ältere Fayumian von 6075 BP bis 5540 BP und das jüngere Moerian von 5410 BP bis 5010 BP.&lt;br /&gt;
( Ginter et al. 1982; Ginter und Kozlowski 1983, 1984, 1986; Dagnan - Ginter et al. 1984; Kozlowski und Ginter 1989 ). Für die gleiche Kultur gibt F. Wendorf 1980 Altersstellungen von 6391 BP, 6064 BP, 5810 BP und 5160 BP an. Ausgehend von der Annahme, dass sämtliche C14 Analysen korrekt durchgeführt worden sind, kann das Fayum A in den Zeitraum von 6391 BP bis 5010 BP gestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde wird bei von den Driesch und Boessneck 1985 zwischen 5440 BP und 5010 BP datiert. Breunig gibt 1987 für die untere Merimdeschicht Alter von 3940 BP und 5840 BP an. Die Angaben von Derricourt 1971 liegen zwischen 4690 BP und 6250 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die problematische zeitliche Einordnung der Oberflächenfunde von Abu Tartur könnte mit Einschränkungen auf vier C14- Daten basiert werden.&lt;br /&gt;
Das Exemplar Nr. 12 der Tafel Ä2 wurde als einzige gekehlte Dreieckspitze auf dem Fundplatz 1004/83 aufgesammelt. Das Alter des Fundplatzes ist auf 7590 +- 75 BP datiert. Unter anderem führt dieser Komplex auch erste, recht primitiv gestaltete side-blow-flakes. &lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 mit einem Alter von 7145 +- 40 BP weist vier gekehlte Dreieckspitzen auf und 1024/82, der auf 6620 +- 40 BP datiert ist, drei dieser Exemplare. Eine weitere Datierung mit sieben dreieckigen Großspitzen stammt vom Fundplatz 1005/83 und beträgt  6420 +- 60 BP. &lt;br /&gt;
Andere Fundplätze mit häufigem Auftreten dieser Pfeilspitzengruppe konnten bisher noch nicht datiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vielzahl der unterschiedlichsten Datierungen der Fundplätze am Westende der Ausläufer des Abu Tartur Massivs, besonders site 228 und die mögliche Vermischung der Inventare in dieser Zone erlauben keine eindeutige zeitliche Zuweisung der Dreieckspitzen der Dakhla Oasen. Ähnliches gilt für andere einzelne Oberflächenfunde in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der frühesten Daten des Fayum A ( 6391 BP ) und Merimdes ( 6250 BP ), Fundstellen, die sich wie auch Abu Tartur durch statistisch auswertbare Mengen von großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle auszeichnen, ergibt ein Bild, welches die gehäufte, Präsenz dieser Bewehrungsart auf den oben genannten Plätzen ab der Mitte des 7. Jahrtausend vor heute suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur begann die Entwicklung etwa tausend Jahre früher ( 7590 BP ). Ein Ansteigen der Häufigkeit belegen die Stationen 7145 BP und 6620 BP. Die größten Mengen treten in Abu Tartur um 6420 BP auf, kurz vor dem ersten Erscheinen dieses Pfeilspitzentyps im Fayum und in Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielhaft für das Fayum sind die tief ausgekehlten Spitzflügelgeschosse der Gruppe A25, die noch durch zwei gezähnte Exemplare des Typs A26 ergänzt werden. Andere Dreieckspitzen verschiedenster Basisgestaltung sind A1 mit geradliniger Basis, A17 und A18 mit einer durch zwei schräg verlaufende gerade Linien gebildeten Basis oder einer konvexen Basis und die Stücke mit zentraler Kehle mit allen möglichen runden und eckigen Ausgestaltungen der Schwingenenden als da sind A2, A13, A27 u.s.w.&lt;br /&gt;
Die in Abu Tartur gefundenen Exemplare zeichnen sich häufig durch eine gewisse Asymmetrie, vor allem die Schwingenenden betreffend, aus ( z.B. Tafel Ä3, 2, 3, 5, 6, 8 und 11 ). Dieses Merkmal wird weder im Fayum noch in Merimde oder Badari angetroffen. Auch das Ansteigen des häufig spachtelförmigen Schwingenendes zum Kehlentiefsten hin ist typisch für Abu Tartur ( z.B. [[Tafel Ä 4A]], 1, 6, 9 und 16 ). Bis auf ein Exemplar der Gruppe A26 kommen Spitzflügelgeschosse im Einzugsgebiet von Abu Tartur nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Merimdespitze“ vom Fundplatz Merimde beni Salam ist eine symmetrisch geformte Dreieckspitze mit geradlinigen bis schwach konvexen Rändern. Die Basis ist mit einer zentralen Kehle ausgestattet, die Schwingenenden verlaufen häufig rechtwinklig zum Rand und sind nach außen leicht abgerundet. Sie entsprechen dem Typ A27 und kommen ebenfalls in geringer Anzahl in Abu Tartur vor. ( Tafel Ä4, 4 ; Tafel Ä2, 2 ). Die feinen morphologischen Unterschiede innerhalb der Gruppe sind von J. Eiwanger beschrieben. Außer den „Merimdespitzen“ kommen in den oberen Schichten und vor allem an der Oberfläche auch die jüngeren Spitzflügelgeschosse, ähnlich denen aus dem Fayum, vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der Bewehrungen der wesentlich jüngeren Badarikultur ( 5560 BP – 5030 BP Hassan 1985 ) sind Spitzflügelgeschosse vom Typ A25 aber auch A2, A26 und A28 kommen noch vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die elf von G. Caton-Thompson in Kharga gefundenen großen Pfeilspitzen mit teils eckigen, teils gerundeten Schwingen sowie die drei von M. Mc Donald erwähnten ausgekehlten Dreieckspitzen östlich von Dakhla können den Typen von Abu Tartur zugesellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die ägyptischen Fundgebiete im Vergleich.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenfassung der Pfeilspitzen Indizes sowie ihre grafische Darstellung sollten ursprünglich nur die Verschiedenheit oder Gleichheit einzelner Kulturen dokumentieren. Unvermischte Inventare ergeben gleichartige Grafiken bei gleicher Kultur, eine andersartige Kultur ergibt eine abweichende Grafik. Auf ähnliche Art können auch Gesamtinventare miteinander verglichen werden.&lt;br /&gt;
Trotz aller Kritik an dieser „französischen Methode“ haben ihre Kritiker bislang nichts anzubieten was effektiver wäre. Es wird lediglich versucht einfache Methoden durch aufwändige Arbeitsweisen zu ersetzen.&lt;br /&gt;
Die hier vorgestellten Grafiken haben in den meisten Fällen gemischte Inventare als Grundlage, dennoch sind sie äußerst informativ, denn sie zeigen die zeitliche und materielle Entwicklung der einzelnen Populationen auf und sie erlauben Vergleiche mit anderen Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersicht 1. - 6. sind Fundkomplexe der postulierten Gunstzone. Übersicht 7. - 11. sind Fundkomplexe außerhalb der postulierten Gunstzone. Übersicht 12. - 13. sind Sonderfälle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Kharga'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 7,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 259&lt;br /&gt;
|| 29,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 341&lt;br /&gt;
|| 39,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 203&lt;br /&gt;
|| 23,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''869'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 122&lt;br /&gt;
|| 3,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 1466&lt;br /&gt;
|| 45,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 597&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 1023&lt;br /&gt;
|| 31,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''3208'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Djara 90/1'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 28,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 53&lt;br /&gt;
|| 35,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''150'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Abu Minquar'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 51&lt;br /&gt;
|| 29,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 117&lt;br /&gt;
|| 67,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''173'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Dakhla'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 57&lt;br /&gt;
|| 38,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 14,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 65&lt;br /&gt;
|| 43,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''148'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6. Djara 98/20'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''55'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7. Mudpans'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 98&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''98'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8. Gilf Kebir'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 346&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''346'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9. Sandsee (Glasregion)'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| ca. 50&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''ca. 50'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10. Kiseiba'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 152&lt;br /&gt;
|| 96,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''157'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11. Nabta'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 3,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 2,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 350&lt;br /&gt;
|| 93,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''375'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12. Merimde'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 61&lt;br /&gt;
|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''66'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13. Fayum'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 272&lt;br /&gt;
|| 31,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 228&lt;br /&gt;
|| 26,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 357&lt;br /&gt;
|| 41,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''857'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Tartur - Verteilung der Pfeilspitzenfamilien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3a&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 9120 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7590 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7145 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6620 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6420 BP&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0002 / 84'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0006 - 0007 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1004 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1017 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1023 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1024 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1005 / 83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| 1,48|| I|| 3,39|| I|| 3,02|| I|| 5,33|| I|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||1,57||II||14,08||II||17,78||II||48,59||II||52,61||II||72,78||II||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||0,52||III||9,86||III||4,44||III||7,91||III||18,57||III||11,83||III||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||97,91||IV||76,06||IV||76,30||IV||40,11||IV||25,80||IV||10,06||IV||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kharga'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 90 / 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Dakhla'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Minqar'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 98 / 20'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 7,60|| I|| 3,80|| I|| 2,67|| I|| 2,70|| I|| 1,73|| I|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29,80||II||45,70||II||33,33||II||38,51||II||29,48||II||7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||39,24||III||18,61||III||28,67||III||14,87||III||1,16||III||20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||23,36||IV||31,89||IV||35,33||IV||43,92||IV||67,63||IV||72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Mudpans'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Gilf kebir'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Glasregion''' &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kiseiba'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Nabta'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Fayum'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Merimde'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| -|| I|| 0,64|| I|| 1,33|| I|| 31,74|| I|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||-||II||-||II||-||II||1,27||II||3,20||II||26,60||II||-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||-||III||-||III||-||III||1,27||III||2,13||III||41,66||III||3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||100||IV||100||IV||100||IV||96,82||IV||93,33||IV||-||IV||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alter bestimmter Pfeilspitzenformen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wird die Frage nach dem Alter bestimmter Pfeilspitzenformen gestellt. Um eine zufriedenstellende Antwort geben zu können, werden möglichst große Mengen Bewehrungen mit ausreichenden Altersbestimmungen durch C14 Analysen benötigt.&lt;br /&gt;
Im besprochenem Raum stellt sich die Faktenlage so dar, dass nur ein geringer Anteil der älteren Inventare, von vor 9000 BP bis etwa 7600 BP, in direktem Zusammenhang mit C14 Werten steht. Oft ist die Anzahl der an einer datierten Stelle aufgefundenen Pfeilspitzen klein oder aber eine zeitliche Zuweisung größerer Mengen eines Fundplatzes ist lediglich auf indirektem Wege, durch Vergleiche mit ähnlichen Vorkommen, deren Alter bekannt ist, möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die jüngeren Fundplätze von ca. 7600 bis ca. 6400 ist die Situation günstiger, da hier Datierungen mit größeren Mengen zusammenfallen, dieses gilt leider nur für Abu Tartur, dürfte aber ausreichen, um allgemeine Strömungen bei der Formgebung von Pfeilspitzen kenntlich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' zeigt die Entwicklung von vor 9120 BP bis 6900 BP ohne Wichtung der Menge. Jeder direkt datierte Pfeilspitzenfundplatz ist in dem Diagramm eingezeichnet so z.B. 0002/84 mit 180 Querschneidern aber lediglich zwei Ounan-Harif Spitzen vom Typ H14 ( Tafel Ä35 – 12 und 13 ) und fünf weiteren H- Spitzen. Schon im Frühholozän wurde mit neuen Formen und Techniken experimentiert wie die einseitig flächenretuschierte D1- Spitze ( Tafel Ä12 – 6 ) und die gestielte Hybridspitze ( Tafel 35 – 14 ) zeigen. Experimente sind im Diagramm durch einen Asterix gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_7.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_8.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den '''Nabta-Fundplatz E-77-3''' liegt eine Datierung vor und eine solide Menge von 28 Ounan-Harif Spitzen und 25 querschneidigen Bewehrungen. Gegenüber der knapp 300 Jahre älteren Fundstelle 0002/84 mit einem Ounan-Harif Anteil von ca. 1 % übersteigt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen mit 52,83 % die Menge der Querschneider, die es auf  47,17 % bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dakhla treten ähnliche Querschneider wie in Abu Tartur und größere Mengen von Ounan-Harif Spitzen, hauptsächlich vom Typ H19, auf. Leider sind die Mengen- und Typenangaben für eine Auswertung nicht präzise genug, ferner fehlen exakte, auf  Inventare bezogene Altersangaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Minqar 81/55-1''' weist um 8620 BP keine Ounan-Harif Spitzen aber erste Ounan- oder ounanähnliche Spitzen auf. Die Menge, fünf Exemplare, ist aber zu gering, um aussagekräftig zu sein. Ein weiteres Datum von 7890 BP könnte im Zusammenhang mit kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen gesehen werden. Aber auch hier ist die Menge ( drei Stücke ) zu gering und das auch noch in einem Fundkontext, welcher unübersichtlich und gestört erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den indirekt datierten Fundplätzen '''E-80-2 und E-80-1-A''' sind insgesamt 80 Ounan-Harif Spitzen und 22 querschneidige Mikrolithen bekannt. Diese größte Menge von in Ägypten gefundenen Ounan-Harif Spitzen sollte in der Betrachtung der Entwicklung der Pfeilspitzentypen nicht fehlen. Das Inventar ist daher in das Diagramm Fig. 7 aufgenommen und arbiträrerweise bei 8500 BP eingetragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wahl entbehrt nicht ganz der Logik, da das Verhältnis von Ounanspitzen zu Mikrolithen mit der Zeit ansteigt. Während 0002/84 nur 1,10 % Ounan-Harif Spitzen aufweist, steigt der Anteil auf 52,83 % für E-77-3, auf 62,00 % für Dakhla, auf 78,43 % für  E-80-2 und E-80-1-A. Nach 8500 BP sinkt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen und die Querschneider laufen in der behandelten Zone aus. Ounanspitzen vom Typ H12 und ähnliche wie H13 und H5 werden zahlreicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf 8290 +- 80 BP datierte Nabta Fundplatz '''E-75-6''' Epipal, weist keine Ounan-Harif Spitzen mehr auf, dafür aber immer noch mikrolithische Bewehrungen und Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
Dahingegen werden nur geringfügig später ( 8219 +- 73 BP ) auf dem Fundplatz Gara 75/27 in den Siwa Oasen weiterhin Ounan-Harif Spitzen produziert und Versuche mit flächenretuschierten Stielspitzen angestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Ounan-Harif Spitzen wie im äußersten Nordwesten der westlichen Wüste Ägyptens werden zur gleichen Zeit ( 8210 +- 70 BP ) im Südosten in Bir Kiseiba auf dem Fundplatz  E-79-1 hergestellt. Die letzten Ounan-Harif Spitzen erscheinen zwischen 8100 BP und 8020 BP auf den Fundplätzen E-80-3 und E-80-1-C. Der auf 8130 BP datierte Fundplatz E-79-2 führt schon Ounanspitzen, die jüngeren hier gemessenen Daten dürften sich auf  eine Bou Saada Spitze ( H7 ) beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1-C''' von F. Wendorf in die El Jerar Phase von Nabta Playa gestellt, weist zwei Ounanspitzen mit einem Alter von 7850 +- BP auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-79-2''' hatte acht Ounanspitzen um 8130 BP hervorgebracht, zwei jüngere Daten 7780 +- 130 BP und 7610 +- 70 BP könnten im Zusammenhang mit einer Bou Saada Spitze stehen, wie schon weiter oben ausgeführt wurde. Das jüngere Datum ist wahrscheinlicher, das ältere läge rund 200 Jahre vor dem Erscheinen der frühesten kantenretuschierten Dreieckspitzen der Typen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch zwei Holzkohlenproben von verschiedenen Herdstellen datierte Fundstelle '''1072/86''' hat ein Alter von 7670 +- 50 BP respektiverweise von 7645 +- 35 BP. Hier kann von einer intakten Fundschicht mit in situ Material ausgegangen werden. Es wurden 37 Spitzen der Typen H12, H13 und H5 gefunden, also Ounanspitzen und ounanähnliche Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um so erstaunlicher ist die Pfeilspitzen Vielfalt des auf 7590 +- 75 BP datierten Fundplatzes '''1004/83''', der neben 47 Spitzen der Gruppen H12, H13 und H5 eine Menge von 15 kantenretuschierten Blattspitzen, zwei flächenretuschierten Dreieckspitzen der Typen A1 und A2, 29 Blattspitzen der Typen C1, C2, C3, C6 und C10 und sechs Stielspitzen der Typen D1, D2 und D3 hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast gleichzeitig ist der mit 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP datierte Fundplatz Djara 90/1-2, welcher ebenfalls flächenretuschierte Blatt- und Stielspitzen führt. Die Nabta Fundplätze E-77-5 Neolith. ( 7530 +- 180 BP ) und E-91-1-C ( 7536 +- 110 BP ) führen zu dieser Zeit noch Ounanspitzen und kantenretuschierte Blattspitzen. Unsicher ist eine H7 Spitze, ein einzelnes Trapez taucht wieder auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 7360 +- 200 BP werden vom Kiseiba Fundplatz E-79-7 zwei kantenretuschierte Dreieckspitzen des Typs H8 gemeldet, um 7170 +- 80 BP steigt die Anzahl der H7 und H8 Spitzen auf Fundplatz E-79-6 auf 19 Exemplare. Ebenfalls wird eine große, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze mit zentraler Kehle des Typs A2 gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit, 7145 +- 40 BP, wird auf dem Fundplatz Abu Tartur 1017/82 eine Menge von 178 Pfeilspitzen gezählt darunter 60 Ounan- und ähnliche Spitzen, zehn kantenretuschierte Blattspitzen und von den flächenretuschierten Stücken vier Dreieck-, 86 Blatt- und 14 Stielspitzen. Der Fundplatz ist gemischt und die kantenretuschierten Exemplare dürften älter sein, was durch weitere Datierungen zu klären wäre. Kantenretuschierte Dreieckspitzen wurden nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Nabta Fundplatz E-75-8 lower, welcher 41 Pfeilspitzen der Typen H7 und H8 produzierte schwanken die Altersangaben zwischen 7100 BP und 6700 BP. Das ältere Datum scheint für die „Nabtaspitzen“ wahrscheinlicher zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der in der ägyptischen Sahara, also in der westlichen oder libyschen und in der östlichen oder arabischen Wüste gefundenen und wissenschaftlich bearbeiteten Pfeilspitzen liegt bei über 7000 Stücken. Die im diesem Bericht berücksichtigten Bewehrungen erreichen eine Zahl von rund 6800 Exemplaren. Zwei Drittel dieser Menge kommen aus einem breiten Streifen um den 26. nördlichen Breitengrad, einer Region, die wie ich meine sowohl Sommerregen aus Süden als auch den noch wichtigeren Winterregen aus Norden regelmäßig erwarten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch die Landschaftsform reicht die Kernzone der Pfeilspitzenhäufigkeit von Abu Minqar im Westen über Dakhla bis nach Kharga im Osten. Nördlich dieser Linie sind Farafra und Djara sowie Abu Gerara, das nördliche und westliche Abu Tartur Plateau, die geologischen Senken nördlich von Abu Tartur sowie das Gelände nördlich der Kharga Oasen zu nennen, wobei große Gebiete bis heute noch nicht auf prähistorische Vorkommen untersucht worden sind. Südlich der Linie liegen die Eastpans. Das Auffinden weiterer Fundplätze bis zum Breitengrad 25° Nord ist möglich, die Aussicht auf Erfolg ist wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem libyschen Kalksteinplateau und an seinem Fuße konnte auf ausgezeichnetes Rohmaterial zur Herstellung von Werkzeugen zurückgegriffen werden. Einmal auf Jaspis- und Chalzedonknollen aus den Tonlinsen der Khargaschichten, zum anderen auf eozäne Hornsteine, deren Ausbildung von kugelig bis plattig reicht. Es gibt weitere Gesteine, die als Ausgangsmaterial herangezogen worden sind, wie Sandstein, Kalkstein, verkieseltes Holz, Quarz und andere, ihre Verbreitung ist jedoch gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie Fig. 3''' zeigt ähneln sich die Diagramme der einzelnen Fundzonen. Sämtliche Pfeilspitzen- Grundformen wie die flächenretuschierten Dreieck-, Blatt- und Stielspitzen sind neben den kantenretuschierten Exemplaren vorhanden. Bis etwa 7500 BP sind Flächenretuschen die große Ausnahme obwohl mit dieser Technik experimentiert wurde. Nach ca. 7000 BP setzen sich die Flächenretuschen durch, Kantenretuschen werden seltener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Grafik zeigt das Indiz IV den Anteil der kantenretuschierten Pfeilspitzen und damit den Anteil älterer Besiedlungsphasen an. &lt;br /&gt;
Diese älteren Pfeilspitzen weisen ein großes Spektrum an Formen auf, es reicht von Ounan- Harif- Spitzen ( H 14, H2, H19 u.a. ) mit den verschieden gestalteten Schäftungszonen über Ounanspitzen ( H12 ), gestielten H5- Spitzen, Dreiecksformen ( H7, H8, H9, H18 ) und Blattspitzen ( H1, H4, H10, H11 ) bis zu Querschneidern ( F2 – F22 ), von denen die frühesten schon vor 9000 BP auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Größenordnung und Verteilung der Indize der flächenretuschierten Bewehrungen wird wahrscheinlich durch kulturelle Präferenzen bestimmt. So ist für die Khargaregion die Stielspitze wichtig. Da nahegelegene Abu Tartur und die Dakhla Oasen führen prozentual die meisten Blattspitzen während das Verhältnis von Blatt- zu Stielspitzen in Djara ausgeglichen erscheint. Diese Aussagen sind sehr verlässlich, da sie große Mengen als Basis aufweisen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger großen Inventaren genügt ein kleiner Eingriff, um das Gesamtbild zu ändern und eventuell zu verfälschen, so fehlen in Abu Minqar bis auf zwei Stücke die Stielspitzen. Gesetzt den Fall ein „Sammler“ hätte vor der wissenschaftlichen Untersuchung durch F. Klees rund 20 D- Spitzen, weil sie so „schön“ waren, entnommen, so wäre eine Erklärung für das Balkendiagramm gefunden. Zerstörung durch Deflation und kulturelle Verschiedenheit sind natürlich ebenfalls im Bereich des Möglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 4''' zeigt die Zusammensetzung der Pfeilspitzentypen von Fundstellen außerhalb des postulierten Gunstraums südlich und nördlich der Achse Abu Minqar – Kharga. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mudpans, die Glasregion in der großen Sandsee und die Fundstellen im Gilf Kebir weisen ausschließlich kantenretuschierte Werkzeuge auf und zwar von den ältesten bis zu den jüngsten Fundstellen. Über tausende von Jahren war der Querschneider die einzige bekannte Bewehrung im südwestlichen Teil der libyschen Wüste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den dort lebenden Gesellschaften fehlte die sonst für das Neolithikum so charakteristische Dynamik, die sich in Innovation und Vielfalt dokumentierte. Ganz ähnlich scheinen die Grafiken von Kiseiba und Nabta angelegt zu sein aber die Ähnlichkeit ist nur äußerlich. In diesen Gebieten wurden bevorzugt die älteren holozänen Fundstellen bearbeitet, was sich in dem hohen Anteil an kantenretuschierten Pfeilspitzen niederschlägt. Hier jedoch findet sich die bunte Mischung aus Stiel- Dreieck- und Blattspitzen neben den Querschneidern wieder, wie es in der Gegend um den 25. Breitengrad Nord der Fall war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigen bearbeiteten jüngeren Fundplätze weisen, wenn auch in geringer Anzahl, sämtliche Ausbildungstypen flächenretuschierter Pfeilspitzen auf. Gemeinsamkeiten zwischen dem Südostteil der westlichen Wüste und ihrer Südwest- Ecke sind nicht festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss des Feuerstein liefernden Kalksteinplateaus im Norden Nabtas und im Nordosten Kiseibas darf nicht unterschätzt werden, gab er doch den hier lebenden Populationen einen materiellen und daraus resultierend auch einen technologischen Vorteil gegenüber den im nubischen Sandstein siedelnden Gruppen, deren Rohmaterial hauptsächlich aus verhärtetem Sandstein bestand, der wie schon weiter oben angedeutet nicht das ideale Material für eine Bearbeitung mittels Flächenretuschen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum ( Fig. 4 ) zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Dreieckspitzen aus, dennoch liegt der Anteil der Stielspitzen um ca. 10 % höher. Würden die kantenretuschierten Bewehrungen des Fayum B berücksichtigt, so entstünde ein ähnliches Bild wie in den Kharga Oasen allerdings mit höherem Anteil an Dreieckspitzen ( Indiz I ) und einem niedrigerem Prozentsatz von Blattspitzen ( Indiz II ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beeinflussung durch die Fundplatzgruppe 25° N ist durchaus möglich.&lt;br /&gt;
Wie ebenfalls aus Fig. 4 hervorgeht, fehlt den Merimde Fundplätzen die zeitliche Tiefe, da ein Pfeilspitzentyp, die Gruppe A2, mit über 90 % Anteil das Bild beherrscht. Ähnliches gilt für die noch jüngere Badarikultur, die ca. 80 % A2- Spitzen aufweist und rund 16 % Blattspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem nun die ägyptischen Pfeilspitzen der Sahara zahlenmäßig erfasst sind und ihre Typen in einen, wenn auch groben Zeitrahmen gestellt werden konnten, erscheint es mit Einschränkungen möglich, einige Fragen beantworten zu können. Ebenfalls müssen mehrere notwendige Feststellungen getroffen werden.&lt;br /&gt;
* Über die Hälfte aller in Ägypten gefundenen und ausgewerteten Pfeilspitzen ist in dem Raum von Abu Tartur – Kharga konzentriert.&lt;br /&gt;
* Diese außerordentliche Akkumulation hat während der gesamten holozänen, steinzeitlichen Phase stattgefunden. &lt;br /&gt;
* Die Feldforschung in dem genannten Raum ist bei weitem nicht abgeschlossen. Die Region verfügt über ein gewaltiges Potential.&lt;br /&gt;
* Dichte und dauernde Besiedlung von der El Adam Phase bis zum Auftreten von Clayton Ringen ( Riemer ) setzt klimatische Bedingungen voraus, die nicht im Extrembereich liegen. Eine Ausweitung bisheriger Studien Klima, Fauna und Flora betreffend sowie die Erstellung weiterer C14- Analysen erscheinen angebracht. Auch die Quartärgeologie ist gefragt um eventuelle Fehlinterpretationen zur Klimaentwicklung zu korrigieren und gezielte, lokale Detailuntersuchungen zu betreiben, um die bestehende Diskrepanz zwischen den existierenden Studien und den archäologischen Fakten auszuräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Basiskehle dürften nach den heute bekannten und datierten Funden in Abu Tartur entwickelt worden sein. Von hier aus gelangten sie, kann postuliert werden, mit geringer Zeitverschiebung zunächst ins Fayum und dann nach Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fayum entwickelte sich aus den unregelmäßigen und zum Teil noch primitiv anmutenden Pfeilspitzen Abu Tarturs vor allem die elegante A25- Spitze mit nach innen gezogenen Schwingen und tiefen, breiten Kehlen. Dieser Typ verbindet die Wirkung eines breiten Geschosses mit entsprechendem Schusskanal mit einer Gewichtsreduzierung, welche mit einer tiefen und breiten Kehle zusammenhängt.&lt;br /&gt;
Die bevorzugten Typen in Merimde sind A2, A27, A25 und A28. Im Unterschied zu Abu Tartur sind hier die Pfeilspitzen gleichmäßiger und sauber gearbeitet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Erste flächenretuschierte Stielspitzen treten schon im Frühholozän vereinzelt als Experimente, die aber ohne direkte Folgen bleiben, in Gara, Sitra und Abu Tartur auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gara 75/27 produzierte zwei Stielspitzen mit einem Alter von 8219 Jahren, aus Sitra ist eine Stielspitze mit einem Alter von ca. 8200 Jahren bekannt und Abu Tartur weist zwei flächenretuschierte Stielspitzen von Fundplatz 0002/84 mit einem Alter von 9120 Jahren auf, eine dritte von 1023/82 ist nicht datiert, könnte aber nach der Bearbeitungstechnik und der Formgebung ebenfalls dazuzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese frühen, flächenretuschierten Stielspitzen ähneln stark Miniaturausführungen von Aterienspitzen. Eine Beeinflussung durch aufgefundene Paläoartefakte ist nicht von der Hand zu weisen, zumal im Inventar des Fundplatzes 0002/84 eine große Aterienspitze vorhanden ist. Außer den gestielten Exemplaren weisen 0002/84 und 0006/82 auch einige flächige modifizierte Blattspitzen der Gruppen C3 und C9 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie die Fundstellen Abu Tartur 1004/83 und Djara 90/1-2 zeigen, treten fast gleichzeitig ab ca. 7600 BP neben den kantenretuschierten Pfeilspitzen auch regelmäßig solche mit Flächenretuschen auf und zwar neben den Bewehrungen der Familien A, C und D ebenfalls, aber in geringeren Stückzahlen, die der Familien B, E und G auf.&lt;br /&gt;
Von dem oben genannten Zeitpunkt an nehmen die Flächenretuschierten prozentual zu, die Kantenretuschierten nehmen ab ohne aber gänzlich zu verschwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Anteil von Dreieck-, Blatt- oder Stielspitzen hängt bei den flächig retuschierten Pfeilspitzen nicht vom Alter des Fundplatzes ab sondern von den Präferenzen der jeweiligen kulturellen Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Gruppen, die westlich einer gedachten Linie Siwa – Abu Minquar. Eastpans – Bir Kiseiba – Nabta siedelten waren von den Geschossentwicklungen der Kernzonen abgekoppelt. Sie bringen keine Flächenretuschen hervor, zum Teil auf Grund eines Mangels an geeigneten Rohstoffen, sie verweilen hauptsächlich bei kleinen dreieckigen und trapezförmigen Querschneidern, andere kantenretuschierte Pfeilspitzenfamilien sind selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aus der ägyptischen Sahara sind nur wenige C14- Analysen aus holozänen Horizonten bekannt, die ein Alter von über 9000 Jahren aufweisen. Noch geringer ist die Anzahl von Fundstellen diesen Alters mit einem Inventar, welches eine typologische Einordnung zu erstellen erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste Datierung stammt von einem Herdplatz westlich des Abu Ballas, sie beträgt  10000 +- 225 BP Jahre weist aber keinerlei lithisches Material auf ( Gabriel 86 ).&lt;br /&gt;
Aus dem Wadi el Akhdar vom Fundplatz 80/7-1 wird ein Alter von 9370 +- 215 BP gemeldet (Schön 96) aber auch hier ist das analysierte Material aus einer geologischen Schicht ohne Artefakte entnommen worden.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 83/33 wurde eine Keramikscherbe auf 9080 +- 50 BP datiert. Zugehörige Steinartefakte sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Röper haben in der  „Roten Wüste“ etwa 70 – 100 km südlich von Abu Tartur eine Holzkohlenprobe von einer Herdstelle entnommen, die ein Alter von  9260 +- 370 BP aufweist. Steinartefakte und Keramik sind nicht untersucht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dakhla sind im Zusammenhang mit der dortigen Masara- Phase einige Daten bekannt. Sie liegen zwischen 9180 BP und 8170 BP für die Masara- Phasen A und B und zwischen 9000 BP und 8500 BP für die Masara- Phase C. Werkzeuge sind in diesem Falle vorhanden, einzelne Stücke stimmen mit einschlägigen Inventaren anderer Fundgebiete überein. Eigene auf Dakhla bezogene und vollständige Inventare sind jedoch erst spät erstellt worden, diese sind mit den Funden des Abu Tartur B zu vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches gilt für die C14 Daten der Fundregion Regenfeld in der großen Sandsee. Fundplatz 96/1 mit einem Alter von 9388 +- BP Jahren weist keine signifikanten Geräte auf und 96/20, auf 9040 +- 60 BP datiert, produzierte ähnlich wie die gleich alten Plätze im Südosten der libyschen Wüste Ägyptens hauptsächlich rückengestumpfte Lamellen ohne jedoch vergleichbar vollständige Typologien wie Nabta und Kiseiba zu liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollständige Inventare und Datierungen weisen vier Fundplätze auf. In Bir Kiseiba sind es E-80-4 und E-79-8 mit 423 respektiverweise 374 Werkzeugen, in Nabta lieferte E-77-7  158 Geräte und Abu Tartur 0002/84 hat 402 modifizierte Steinartefakte hervorgebracht. In der Fundplatzbeschreibung von 0002/84 werden diese vier Inventare miteinander verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Ostsahara begonnene kulturelle Entwicklung wurde durch die prädynastischen Gruppen im Niltal fortgesetzt. Da der Verfasser das Niltal mit Ausnahme von Merimde und Badari nicht in seine Betrachtungen aufgenommen hat, werden Pfeilspitzentypen wie sie z.B. in Abydos auftreten, nicht berücksichtigt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundstellen_in_%C3%84gypten&amp;diff=5587</id>
		<title>Fundstellen in Ägypten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundstellen_in_%C3%84gypten&amp;diff=5587"/>
				<updated>2023-10-20T12:48:20Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Genauere Beschreibung eines der Fundetableaus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Ägypten==&lt;br /&gt;
Ägypten, 1.000.000 Quadratkilometer groß, besteht mit Ausnahme des Niltals und des Deltas, aus Wüste. Für diesen Bericht sind die arabische und libysche Wüste, da beide zur Sahara gehörend, von Interesse.&lt;br /&gt;
Außerhalb dieses Rahmens werden lediglich, aus Gründen des Vergleichs, die Fundstellen von Merimde am südwestlichen Deltarand und Badari - Hemamieh am rechten Nilufer in Oberägypten, berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Ende des 19. Jahrhunderts begannen Archäologen sich für steinzeitliche Kulturen in Ägypten zu interessieren, so F. Petrie in Nagada. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts kamen dazu Junker in Merimde, Brunton in Badari und die große Dame der ägyptischen Vor - und Frühgeschichte G. Caton - Thompson in Hemamieh, im Fayum und Anfang der 30er Jahre in den Kharga - Oasen.&lt;br /&gt;
Erwähnt seien auch die frühen Expeditionen Hassanein Beys in den Uweinat von wo er über Felsbilder berichtete und Kemal el Dins, der den Gilf Khebir entdeckte und ebenfalls Malereien im Uweinat fand.&lt;br /&gt;
Neben den älteren Arbeiten soll versucht werden auch die in jüngerer Zeit ausgeführten Forschungen, einschließlich der noch laufenden, in diesen Bericht zu integrieren. &lt;br /&gt;
Zu nennen wären unter anderen die Teams um F. Wendorf und R. Schild im Südostteil der libyschen Wüste, R. Kuper und seine Mannschaft mit den Projekten B.O.S und ACACIA, M. Mc Donald in den Dakhla - Oasen und B.E. Barich mit Kollegen in Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Genauere Beschreibung eines der Fundtableaus==&lt;br /&gt;
Inhalt befindet sich im Aufbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abbildung Nr. 7: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Ägypten - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden 132 Fundtableaus werden nicht näher erklärt, da viele Artefakte in den entsprechenden Rubriken gezeichnet und wissenschaftlich beschrieben worden sind. Jedes Artefakt ist mit einer eindeutigen Fundplatznummer gekennzeichnet. Fundplätze mit Nummern finden Sie unter Fundkomplex Abu Tartur. '''HINWEIS:''' Klicken Sie 2x in Folge auf die gewünschte Abbildung und Sie sehen das Tableau in Bildschirmgröße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0003_N_AbuTartur.jpg|Abb. 1: Klingen und Lamellen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0009_B_AbuTartur.jpg|Abb. 2: Bohrer, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0011_E_AbuTartur.jpg|Abb. 3: Kerben, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0013_D_AbuTartur.jpg|Abb. 4: Mikrolithen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0018_P21_Tixier_Liste.jpg|Abb. 5: Auflistung nach Tixier, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0029_Perlen_AbuTartur.jpg|Abb. 6: Perlen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0035_L_AbuTartur.jpg|Abb. 7: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0033_12_AbuTartur.jpg|Abb. 8: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0037_6_AbuTartur.jpg|Abb. 9: Nabta Pfeilspitzen und andere, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0039_4_AbuTartur.jpg|Abb. 10: Querschneider von Fundplatz 0002/84 und andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0041_7_AbuTartur.jpg.jpg|Abb. 11: Flächeretuschierte Stielspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0043_11_AbuTartur.jpg|Abb. 12: Ounan Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0045_9_AbuTartur.jpg|Abb. 13: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0092_14_AbuTartur.jpg|Abb. 14: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0094_13_AbuTartur.jpg|Abb. 15: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0187_26_AbuTartur.jpg|Abb. 16: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0189_22_AbuTartur.jpg|Abb. 17: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0191_18_AbuTartur.jpg|Abb. 18: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0193_20_AbuTartur.jpg|Abb. 19: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0195_21_AbuTartur.jpg|Abb. 20: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0197_10_AbuTartur_Renate.jpg|Abb. 21: Blattspitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0199_23_AbuTartur.jpg|Abb. 22: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0201_15_AbuTartur.jpg|Abb. 23: Blattspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0203_16_AbuTartur.jpg|Abb. 24: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0205_1_19_AbuTartur.jpg|Abb. 25: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0206_17_AbuTartur.jpg|Abb. 26: Blattspitzen mix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0112_XXVI_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 27: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0149_Q_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 28: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0171_O_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 29: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0073_UU_AbuTartur.jpg|Abb. 30: Große plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0075_NN_AbuTartur.jpg|Abb. 31: Werkzeuge, Fundplatz 1072&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0077_QQ_AbuTartur.jpg|Abb. 32: Plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0079_HH_AbuTartur.jpg|Abb. 33: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0081_1_JJ_AbuTartur.jpg|Abb. 34: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0082_TT_AbuTartur.jpg|Abb. 35: Klingen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0084_KK_AbuTartur.jpg|Abb. 36: Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0086_OO_AbuTartur.jpg|Abb. 37: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0088_PP_AbuTartur.jpg|Abb. 38: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0090_RR_AbuTartur.jpg|Abb. 39: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0096_G_AbuTartur.jpg|Abb. 40: Sicheln und Sicheleinsätze, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0098_XXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 41: Klingen, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0100_ZZ_AbuTartur.jpg|Abb. 42: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0102_YY_AbuTartur.jpg|Abb. 43: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0104_XXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 44: Flächig bearbeitete Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0106_XXV_AbuTartur.jpg|Abb. 45: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0108_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 46: Klingen und Lamellen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0110_XXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 47: Verschiedene Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0114_XXII_AbuTartur.jpg|Abb. 48: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0116_XXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 49: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0118_XXI_AbuTartur.jpg|Abb. 50: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0120_XXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 51: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0122_XLIII_AbuTartur.jpg|Abb. 52: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0124_roem_L_AbuTartur.jpg|Abb. 53: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0126_XLVI_AbuTartur.jpg|Abb. 54: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0011/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0128_XLV_AbuTartur.jpg|Abb. 55: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0130_XLIV_AbuTartur.jpg|Abb. 56: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0132_LV_AbuTartur.jpg|Abb. 57: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0134_XLVII_AbuTartur.jpg|Abb. 58: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1046/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0136_XLVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 59: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0138_XLIX_AbuTartur.jpg|Abb. 60: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0140_1_LIV_AbuTartur.jpg|Abb. 61: Paläolithische Werkzeuge auf neolithischen Fundplätzen und Aterienspitzen (gekauft)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0141_LII_AbuTartur.jpg|Abb. 62: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0014/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0143_LI_AbuTartur.jpg|Abb. 63: Verschiedene Artefakte und Perlen, Fundplatz 1002/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0145_F_AbuTartur.jpg|Abb. 64: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0147_LIII_AbuTartur.jpg|Abb. 65: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1045/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0151_A_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 66: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0157_C_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 67: Bohrer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0159_SS_AbuTartur.jpg|Abb. 68: Klingen und Lamellen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0163_XXX_AbuTartur.jpg|Abb. 69: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0165_J_AbuTartur.jpg|Abb. 70: Große Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0173_K_AbuTartur.jpg|Abb. 71: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0175_VV_AbuTartur.jpg|Abb. 72: Messer und Spitzen, Fundplatz 1017/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0177_WW_AbuTartur.jpg|Abb. 73: Messer und Spitzen, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0183_M_AbuTartur.jpg|Abb. 74: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0208_III_AbuTartur.jpg|Abb. 75: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1035/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0210_XI_AbuTartur.jpg|Abb. 76: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0213_X_AbuTartur.jpg|Abb. 77: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0215_VII_AbuTartur.jpg|Abb. 78: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0217_VI_AbuTartur.jpg|Abb. 79: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1052/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0219_IV_AbuTartur.jpg|Abb. 80: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0009/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0221_V_AbuTartur.jpg|Abb. 81: Verschieden Artefakte, Perlen und Keramik, Fundplatz 0008/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0223_XVI_AbuTartur.jpg|Abb. 82: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0225_VIII_AbuTartur.jpg|Abb. 83: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0227_IX_AbuTartur.jpg|Abb. 84: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0229_XVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 85: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0231_roem_I_AbuTartur.jpg|Abb. 86: Paläolithische Artefakte auf neolithischen Fundplätzen (z.T. Wiederverwendung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0233_roem_II_AbuTartur.jpg|Abb. 87: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0010/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0236_XLII_AbuTartur.jpg|Abb. 88: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0238_XXXI_AbuTartur.jpg|Abb. 89: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0240_XXXII_AbuTartur.jpg|Abb. 90: Bohrer und Pfrieme, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0242_XXXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 91: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0244_XXXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 92: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0246_XXXV_AbuTartur.jpg|Abb. 93: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0248_XXXVI_AbuTartur.jpg|Abb. 94: Bohrer, Klingen und andere Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0250_XXXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 95: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1072/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0252_XXXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 96: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0254_XXXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 97: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0256_XL_AbuTartur.jpg|Abb. 98: Lamellen, kleine Klingen und Mikrolithen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0258_XLI_AbuTartur.jpg|Abb. 99: Retuschierte Thermoscherben, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0260_LVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 100: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0262_XVII_AbuTartur.jpg|Abb. 101: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1016/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0264_H_AbuTartur.jpg|Abb. 102: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0266_XII_AbuTartur.jpg|Abb. 103: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0268_XV_AbuTartur.jpg|Abb. 104: Sichelmesser und &amp;quot;Ackerbau Geräte&amp;quot;, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0270_XIX_AbuTartur.jpg|Abb. 105: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1019/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0272_XIV_AbuTartur.jpg|Abb. 106: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0275_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 107: Verschiedene Artefakte, Fundplätze auf dem Plateau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0277_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 108: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0279_LX_AbuTartur.jpg|Abb. 109: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1039/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0281_XIII_AbuTartur.jpg|Abb. 110: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0284_LIX_AbuTartur.jpg|Abb. 111: Klingen, Kerbklingen und Windkanter, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0286_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 112: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1022/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0322_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 113: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0323_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 114: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0335_besondereWerkzeuge_AbuTartur.jpg|Abb. 115: Große Werkzeuge, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0336_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 116: Reib- und Malsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0337_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 117: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0339_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 118: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0343_Reibstein_AbuTartur.jpg|Abb. 119: Reibsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0340_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 120: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0356_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 121: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0357_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 122: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0358_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 123: Paletten, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0359_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 124: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0360_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 125: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0364_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 126: Reibschale mit Reibstein, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0348_AbuTartur.jpg|Abb. 127: Kerne, Klopfsteine und Spielsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0349_Keulenköpfe_AbuTartur.jpg|Abb. 128: Keulenköpfe, AbuTartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0350_AbuTartur.jpg|Abb. 129: Verschiedene Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0351_AbuTartur.jpg|Abb. 130: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0352_AbuTartur.jpg|Abb. 131: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0334_plattige_Stücke_AbuTartur.jpg|Abb. 132: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kharga==&lt;br /&gt;
G. Caton – Thomson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G. Caton Thompson beschreibt sechs Fundstellen innerhalb der Khargaregion, auf denen Pfeilspitzen vorkommen.&lt;br /&gt;
Diese sind&lt;br /&gt;
* 1.) K05 Bellaida&lt;br /&gt;
* 2.) K015 Umm ed Dabadib&lt;br /&gt;
* 3.) Ghuata (Qasr El Ghueita )&lt;br /&gt;
* 4.) Gala Hill&lt;br /&gt;
* 5.) Abu Sighwal Pass ( Nagb Umm Sirwal )&lt;br /&gt;
* 6.) Yesba Pass ( Nagb Asyut, Gebel El Yabisa )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) K05 Bellaida'''&lt;br /&gt;
Die Stelle liegt südlich der Gebirgslücke zwischen dem Gebel Teir und dem Gebel Tarif.&lt;br /&gt;
Eine Gesamtwerkzeugmenge von 42 Stücken wurde beobachtet aber nicht weiter bearbeitet und veröffentlicht. Unter den auf Tafel 100 vorgestellten Artefakten befinden sich ein Querschneider F8, eine teilflächig retuschierte Blattspitze, eine D7 - Spitze, eine D19 - Spitze und ein Stück, welches einen Übergang von der rhombischen zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) K015 Umm el Dabadib'''&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt in einer breiten Gasse der Abu Muharig Dünenkette in den Ausläufern des südliche Abbruchs des libyschen Plateaus.&lt;br /&gt;
74 Werkzeuge, darunter auch Pfeilspitzen, wurden gefunden und nicht weiter klassiert. 21 Pfeilspitzen sind auf Tafel 99 dargestellt, sie zeigen H1 - Spitzen und Übergänge von H1 nach H5 sowie Blattspitzen vollflächig und teilflächig retuschiert vom Typ C1 und C3, eine schlanke D12 - Spitze und Dreieckspitzen der Typen A1 und H7. Ein atypisches, flächig retuschiertes Stück ist die Nr. 13, die wie eine verunglückte Mischung aus C3 und D6 anmutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) Ghuata ( Qasr El Ghueita )''' &lt;br /&gt;
Der ptolemäische Tempel von Ghuata liegt rund 20 km südlich von Kharga, östlich davon schließt sich eine deflationsgeglättete Depression an.&lt;br /&gt;
Ghuata produzierte 61 Werkzeuge, davon sieben Pfeilspitzen. Gezeichnet sind auf Tafel 95 fünf Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte C3 - Spitzen, eine mit auf beiden Seiten flachen Randretuschen versehene C1 - Spitze, eine asymmetrische H5 - Spitze und eine H - Spitze mit einseitig angedeutetem Stiel, die als abgebrochene Ounanspitze beschrieben ist. Die übrigen auf den Tafeln 94 und 95 gezeigten Stücke weisen epipaläolithische Merkmale auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) Gala hill'''&lt;br /&gt;
22 km südlich von Ghuata liegt innerhalb der Depression ein 124 m hoher Sandsteinhügel mit dem Namen Gala hill. Auf diesem Platz wurden 45 Werkzeuge, davon 13 Pfeilspitzen, gefunden, welche sich unterteilen in 12 Querschneider und eine Ounanspitze. Die restlichen Artefakte sind Klingen, Lamellen, geometrische Mikrolithen sowie weitere epipaläolithische Implemente. Das Inventar erinnert an die Abu Tartur Fundstelle 0002/84.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) Abu Sighwal Pass'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle liegt auf dem östlichen Kalksteinplateau nordöstlich des Gebel Umm El Ghanayin in mit terra rossa gefüllten kleinen Senken, ähnlich wie es sich auf dem Abu Tartur Plateau darstellt.&lt;br /&gt;
Die Fundstreuung ergab 67 Werkzeuge davon lediglich zwei Bewehrungen, nämlich Ounanspitzen wie eine auf der Tafel 98 unter Nr. 3 abgebildet ist. Die Tafel zeigt ebenfalls eine Blattspitze unter 2/98, diese wird aber im Inventar nicht aufgeführt. Die übrigen Werkzeuge bestehen hauptsächlich aus Klingen ( 17 Stück ), Lamellen ( 19 Stück ) und geometrischen Mikrolithen wie Dreiecken und einem Segment. Das Ganze mutet epipaläolithisch an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) Yesba Pass'''&lt;br /&gt;
Dieser Pass bildet den nördlichen Zugang zu den Kharga Oasen und ist über 50 km von Kharga Zentrum entfernt. Auch hier liegen Artefaktenkonzentrationen in kleinen, flachen, terra rossa gefüllten Senken.&lt;br /&gt;
Yesba gab 148 Werkzeuge her, davon 66 Pfeilspitzen. Die übrigen Artefakte sind typische epipaläolithische Stücke mit 64 gestumpften Lamellen, Segmenten und Dreiecken. Kerbklingen sowie Quarzartefakte in Form von Kratzern oder meißelartigen Kernen sind ebenfalls vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen sind wie folgt unterteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;auto&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Pfeilspitzetyp'''||'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Querschneider||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ounanspitzen||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lamellenartige Rhombische||25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rhombische||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Atypische||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blattspitzen||26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stielspitzen inkl. I||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|'''Total'''||'''66'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Ounanspitzen kann auch das Exemplar Nr. 16 Tafel 97 gerechnet werden. Die Lamellenartigen entsprechen den Typen H1 ( 15/97 ), H5 ( 9/97 ) und Übergängen von H1 nach H5 ( 13/97 ).&lt;br /&gt;
Rhombische Exemplare sind zwei vorhanden, nämlich die Nr. 21 und Nr. 22 der Tafel 97.&lt;br /&gt;
Die atypische Spitze 8/97, die bis auf den linken Rand auf ihrem Umfang kantenretuschiert erscheint, fällt in die Gruppe H19.&lt;br /&gt;
Nr. 20/97 kann unter I 4 eingeordnet werden. Die Blattspitzen entsprechen den Typen C1 und C3 und das Exemplar 26/97 weist schon nach C6. Die dargestellten Stielspitzen können dem Typ D7 zugeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den Fundstellen Abu Sighwal und Yesba wurden auf dem Plateau noch 34 Werkzeuge am Gebel Umm El Ghenneiem und 36 Stücke bei Agaba Matana gefunden. Sie bringen keine weiteren Typen und sind auch nicht weiter aufgeschlüsselt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einordnung der beschriebenen und / oder gezeichneten Pfeilspitzen des „ Bedouin &lt;br /&gt;
Microlithic „ von Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''K015'''&lt;br /&gt;
|'''K05'''&lt;br /&gt;
|'''Ghuata'''&lt;br /&gt;
|'''Gala'''&lt;br /&gt;
|'''Sighwal'''&lt;br /&gt;
|'''Yesba'''&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Werkzeuge'''&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|61&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|67&lt;br /&gt;
|148&lt;br /&gt;
|437&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Davon Pfeilspitzen'''&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|117 &lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|19&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|E&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|F&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|G&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|H&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|50&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den rund 500 aufgefundenen Werkzeugen sind 437 dokumentiert. Von letzteren sind 115 oder 26,6 % Pfeilspitzen. ( Da die Familie I nicht mitgerechnet wird reduziert sich die Zahl auf 113 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 1'''&lt;br /&gt;
* = A + B + E&lt;br /&gt;
* = 2 + 0 + 3&lt;br /&gt;
* = 5 oder 4,42 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 2''' &lt;br /&gt;
*= C&lt;br /&gt;
*= 31 oder 27,43 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 3'''&lt;br /&gt;
*= D&lt;br /&gt;
*= 11 oder 9,74 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 4''' &lt;br /&gt;
*= F + G + H&lt;br /&gt;
*= 16 + 0 + 50   &lt;br /&gt;
*= 66 oder 58, 41 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den weiter oben behandelten Pfeilspitzen wurden elf große, ausgekehlte Dreieckspitzen gefunden. Wie Tafel III zeigt, handelt es sich unter anderem um ein durchschnittliches Exemplar mit 41 mm Länge und um ein weiteres von 63 mm Länge und einer Kehle von 28 mm Tiefe. Von den elf Exemplaren, 7 wurden in  K0 15 gefunden, 4 stammen von K0 5, weisen 6 eckige Schwingen auf, die übrigen dürften gerundet sein. Schwingen vom Typ A 25 mit nach innen gebogenen, spitzen Schwingenenden wurden von G. Caton Thompson nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''D.L. Holmes'''&lt;br /&gt;
Wie D.L. Holmes in ihrer „ Analysis and comparison of some prehistoric projectile points from Egypt „ schreibt, entdeckte sie im Dezember 1983 in der Umgebung von Kharga 45 Pfeilspitzen verschiedenster Typen, wie sie auch schon von G. Caton - Thompson beschrieben worden sind und von dieser als „ bedouin microlithic „ klassiert wurden. Der Anteil der Pfeilspitzen am Gesamtvolumen der Werkzeuge beträgt 12 %. Zwei Bruchstücke konnten nicht eingeordnet werden. Die Funde stammen von acht verschiedenen Stellen und obwohl das Gebiet mit Umm - el - Dabadib angegeben ist, zählen dazu auch die nordöstlich von Kharga gelegenen Quellhügel K0 8 und K0 6. Der in der Nähe von Umm - el - Dabadib gelegene Fundplatz K0 15 wird nicht erwähnt. Die Entfernung zwischen K0 6 und K015 beträgt rund 40 km. Der Fundplatz K0 10, der ebenfalls zu den acht Stellen gehört, an denen Pfeilspitzen gesammelt wurden, wird von G. Caton - Thompson dem oberen Acheul zugerechnet. Wahrscheinlich ist es hier zu Verwechslungen der Bezeichnungen gekommen. Für die Analyse der Funde und für Vergleiche mit Sammlungen aus dem gleichen Gebiet werden die beiden Fragmente ausgeklammert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 4,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||15||34,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||16||37,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||10||23,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''43'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weitere Fundbeobachtungen in den Kharga - Oasen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Wendorf und R. Schild, die 1980 in den Kharga - Oasen gearbeitet haben, erwähnen keine Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Simmon und Mandel dagegen sprechen in ihrem Bericht von 1986 von einigen unregelmäßigen Pfeilspitzen, sowie von Blatt - und Stielspitzen, die Menge dürfte bei 12 - 15 Stücken liegen.&lt;br /&gt;
Die umfangreichste Sammlung aus dem Gebiet von Umm - el - Dabadib und Kharga dürfte von R. Ulbrich und G. Ulbrich stammen. Sie enthält 615 Pfeilspitzen, die sich wie folgt verteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 43|| 6,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||184||29,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||283||46,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||105||17,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''615'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgebildet und beschrieben sind sie in diesem Bericht auf den Tafeln Ä - U1, Ä - U2, &lt;br /&gt;
Ä - U3 und teilweise auf weiteren Tafeln der Bezeichnung Ä unter den Kürzeln K, D und Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schreiber des Berichts hatte die Gelegenheit einen Teil des oben genannten Gebiets zu begehen, hier der Fundbericht :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundgebiet Nr. 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koordinaten : ( Mittelwerte ) L = 30°25’, B = 25°28’&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geographie : Rund 10 km nördlich von Kharga erhebt sich der Gebel el Teir, westlich davon liegt mit 451 m die höchste Erhebung der Gegend, der Gebel Tarif und seine nördliche Fortsetzung, der Gebel el Sheikh. 15 km weiter nach Norden schiebt sich das libysche &lt;br /&gt;
Kalksteinplateau in die Kharga - Senke. An seinen Flanken liegen im Nordosten des Fundgebietes die trocken gefallene Oase Ain - el - Labakha und im Nordwesten das Fort Ain - el - Wan ( rund 5 km südlich von Umm - el - Dabadib ). Die weiteren approximativen Begrenzungen des Fundgebietes sind im Osten die Linie Ain - el - Labakha – Gebel el Teir, im Westen der Schnittpunkt der Linien Ain - el - Wan südwärts und Gebel el Teir westwärts. Die Landschaft ist geprägt durch die Dünenketten des Abu Muharig mit Sicheldünen bis zu 50 m Höhe. Die äolische Überformung ist extrem weit fortgeschritten, dennoch haben sich auch Playagebiete, teilweise mit Yardangs durchsetzt, halten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausdehnung : N – S = 17,5 km, W – O = 10 km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschreibung des Fundplatzes : Die meisten Fundstellen sind an Restplayas gebunden aber auch auf Sandsteinuntergrund kommen sekundäre Konzentrationen vor. &lt;br /&gt;
In situ Plätze und Herdstellen sind nicht beobachtet worden, mit Ausnahme einiger in Yardangs in Kopfhöhe eingeschlossener Artefakte ist das Fundmaterial ausnahmslos bewegt worden. K0 15, ein „ bedouin microlithic „ Fundplatz G. Caton - Thompsons südlich von   Ain - el - Wan ist lediglich begangen worden und in seiner vorgefundenen Situation belassen worden, das gleiche gilt für K0 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar : 360 Steinartefakte, davon 10 nicht modifizierte, sind aufgesammelt worden. Die 350 Werkzeuge gliedern sich wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer|| 23|| 6,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||54||15,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||7||2,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rückengestumpfte Lamellen||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||38||10,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Endretuschen||4||1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Geometrische Microlithen||5||1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Microburin Technik||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Andere||213||60,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''350'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe „ Andere „ setzt sich zusammen aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ounanspitzen|| 8|| 2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierten Stücken||67||19,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Side - blow - flakes||8||2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Pfeilspitzen||80||22,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Zweiflächnern||26||7,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstigen||24||6,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''213'''|| '''60,85'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert man die Pfeilspitzen inklusive der Ounan - Spitzen nach Hugot, so wird folgendes Ergebnis sichtbar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''87'''|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen vom Typ I, mit einem Exemplar vertreten, werden nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
Im Vergleich mit den Analysen der Pfeilspitzen der Abu Tartur Fundplätze 1024/82, 1023/82 und 1017/82 fällt auf, dass das Indiz III des Fundgebietes 1026/82 um rund 20 % bis 30 % höher liegt, ansonsten sind Ähnlichkeiten trotz des unwissenschaftlichen Absammelns durchaus zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten im Gebiet 1026/82 sind nicht weiter vertieft worden und zwar aus zwei Gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Die Fundplätze sind durch Deflation stark gestört und definierbare Kulturschichten sind nicht gefunden worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Die Entfernung von der Basis Abu Tartur war zu groß und für eine Einzelperson war das schwierige Gelände zu risikoreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der größenordnungsmäßig unterschiedlichen, von verschiedenen Personen in einer recht großen Zeitspanne gesammelten Pfeilspitzen des „ bedouin microlithic „ ergibt ein interessantes Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''G. Caton-Thompson*'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''D. L. Holmes**'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''R. und G. Ulbrich'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1026/82***'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 4,42|| 2|| 4,65|| 43|| 6,99|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||31||27,43||15||34,88||184||29,92||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||11||9,74||16||37,21||283||46,02||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||66||58,41||10||23,26||105||17,07||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Total|| 113|| 100,00|| 43|| 100,00|| 615|| 100,00|| 87|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die elf großen, ausgekehlten Dreieckspitzen von K0 5 und K0 15 werden, da von Caton - Thompson eher dem „ peasant neolithic „ zugerechnet, später behandelt.&lt;br /&gt;
* ** Ohne Bruchstücke.&lt;br /&gt;
* *** Eine Pfeilspitze der Familie I ist unberücksichtigt geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine klare Übereinstimmung der Sammlungen Holmes, Ulbrich und 1026 ist nicht von der Hand zu weisen. Gemeinsam ist allen ein geringer Wert des Indiz I, der zwischen rund 5 % und 7 % liegt. Ein Drittel der Spitzen gehört zum Indiz II. Die stärkste Gruppe bilden die gestielten Pfeilspitzen mit rund 35 % bis 46 % und die Gruppe der nicht flächig bearbeiteten Stücke liegt bei rund 17 % bis 25 %. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ins Bild passen die entsprechenden Zahlen von G. Caton - Thompson. Ihr Fundgebiet erstreckte sich weiter nach Süden und zu den Pässen im Norden, der epipaläolithische Anteil der hier angetroffenen Fundstellen ist höher. G. Caton - Thompson klassiert außerdem die Fundstellen K0 5 und K0 15 als gemischt aus „ bedouin microlithic „ und „ peasant    neolithic „.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den in Abu Tartur gewonnenen Kenntnissen stellen die Oberflächenfunde in dem hier behandelten Raum ein Artefaktengemenge aus den verschiedensten Epochen und Kulturen dar. Dieses wird verständlich durch die Tatsache, dass der Boden in der Khargasenke im Mittel jährlich um 2 mm abgesenkt wird. Bis auf wenige Ausnahmen, K0 15 ist teilweise eine solche, ist von den ursprünglichen Lagerplätzen nichts übrig geblieben. Die Herde sind weggeblasen worden, die Keramik zu Staub zerrieben und die Steinartefakte nach Korngröße gesichtet worden. Das Material ist dermaßen durcheinander gewirbelt, dass es schon wieder homogen erscheint, wie der typologische Vergleich der verschiedenen Sammlungen suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine in Abu Tartur angefertigte Langzeitstudie über die Auswirkung des Windschubes auf prähistorische Artefakte belegt mit eindeutigen Zahlen sowohl Verschiebung als auch Sichtung (bislang unveröffentlicht, aktuell in dieser Internetpräsenz, siehe: Windschubmessung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Tartur==   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zur El Ghorab Straße zwischen Kharga und Dakhla verläuft die Bruchkante des libyschen Plateaus in westöstlicher Richtung, lediglich die Felsmasse von Abu Tartur schiebt sich nach Süden in die Sandsteinebene vor. Die Bruchkante ist hier, bedingt durch die harten Kurkurschichten mit 550 m höher als die übrigen, bei rund 450 m – 500 m liegenden Partien. Begrenzt wird der Vater der Zipfelmütze, so die Bedeutung von Abu Tartur, im Süden und Osten durch eine mit Zeugenbergen durchsetzte, sandige Ebene der Nubiaschichten, im Westen durch den Wadi Batikh, den Wassermelonen - Fluss und im Norden durch den Wadi Ain Amur. Die mittleren Koordinaten sind 29°30’ – 30°10’ Ost und 25°20’ – 25°40’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird unter Abu Tartur vor allem die ungefähr 50 km westlich von Kharga gelegene Phosphatgrube im südöstlichen Bereich des Massivs verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier war der Verfasser, abgesehen von einer früheren, kurzen Intervention im Jahr 1978, von 1982 bis 1987 als Bergingenieur im Auftrag der Societé Francaise d´ Etudes Minieres ( Sofrémines ) tätig. Außerdem ermöglichte die deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen eines Sonderforschungsprogramms eine sechswöchige Visite mit Archäologen des Heinrich Barth - Instituts für Ur - und Frühgeschichte der Universität zu Köln im Herbst 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Freizeit während des Aufenthalts in Ägypten in den Jahren 1982 – 87 wurden im Umkreis von rund 30 km 146 Fundstellen entdeckt, davon 25 größere mit 100 bis 2500 Werkzeugen. Eine detaillierter Bericht liegt vor, eine Kopie befindet sich im Kölner Institut. Eine Veröffentlichung, auch auszugsweise, wurde nicht vorgenommen. Wohl aber wurden Informationen und erkannte Zusammenhänge für Veröffentlichungen unter anderem Namen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besiedlungsdauer in Abu Tartur reicht vom Epipaläolithikum bis zum ausgehenden Neolithikum falls die wenigen paläolithischen Einzelfunde wie z.B. Aterienspitzen unberücksichtigt bleiben. Das Inventar stammt von der Oberfläche, auf Grabungen ist verzichtet worden, selbst wenn die Überdeckung aus geringmächtigen Lockersedimenten bestand. Spuren späterer Aktivitäten aus historischen Zeiten ist nicht nachgegangen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon im Fundstellenbericht Abu Tartur dargestellt, sind in situ - Plätze in der Sahara äußerst selten. Das Vorhandensein von überdeckenden Ablagerungen stellt keine Garantie für ungestörte Kulturschichten dar. Häufig handelt es sich dabei um umgelagerte äolische Sedimente oder durch Wadis transportiertes Material. In diesen Situationen können sich Artefakte der verschiedensten Zeitalter vom langschmalen Dreieck bis zur schlanken, beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze im gleichen ergrabenen Horizont finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einigen der bedeutenderen Fundstellen fehlt die schützende Decke und das heterogene Fundmaterial ist auf die heutige Oberfläche projiziert worden. Zum Glück gibt es aber auch kleinere Konzentrationen, die unvermischt gerade aus ihrer originalen Situation auswittern und die es erlauben das Artefaktengemisch zu entwirren.&lt;br /&gt;
Kleine Fundstellen sind vielfach homogen in Bezug auf die Verwendung von Rohmaterial, die Bearbeitungstechnik und das Typenvorkommen.&lt;br /&gt;
Die Typenvielfalt der Abu Tartur Fundstellen spiegelt sich im Reichtum der Pfeilspitzenformen, wie die Auswertung des Materials einiger der größeren Konzentrationen zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der Pfeilspitzen - Formen &lt;br /&gt;
Fundplatz 1023/82 : 2462 Werkzeuge davon 44,76 % Pfeilspitzen. Von den 1546 unter Varia ( Tixier 112 ) klassierten Artefakten waren 1071 Pfeilspitzen, dazu kommen 32 Ounanspitzen ( Tixier 107 ), so dass eine Gesamtmenge von 1103 Bewehrungen entsteht. Alter nicht gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anzahl&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|%&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz I&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|A + B + E&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|21 + 6 + 6&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|3,02&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz II&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|575&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|52,61&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz III&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|203&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|18,57&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz IV&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|F + G + H&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|0 + 5 + 277&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|282&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|25,8&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''1093'''&lt;br /&gt;
|'''='''&lt;br /&gt;
|'''100'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zehn Stücke der Familie I werden nicht berücksichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1005/83 : 897 Werkzeuge davon 43,03 % Pfeilspitzen. Von den 546 unter Varia klassierten Artefakten waren 376 Pfeilspitzen dazu gesellen sich noch zehn Ounanspitzen, so dass sich eine Gesamtmenge von 386 Bewehrungen ergibt. Alter 6420 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 19|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||223||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||73||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||59||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''374'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie I ist mit 12 Stücken vertreten und wird in der Auswertung nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1024/82 : 459 Werkzeuge davon 37,47 % Pfeilspitzen. Von den 322 unter Varia klassierten Werkzeugen waren 169 Pfeilspitzen. Zusammen mit den drei Ounanspitzen wird eine Anzahl von 172 Stücken erreicht. Alter 6620 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 9|| 5,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||123||72,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||20||11,83&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||17||10,06&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''169'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Pfeilspitzen der Familie I sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 : 729 Werkzeuge davon 24,42 % Pfeilspitzen. Von den 186 unter Varia klassierten Artefakten waren 125 Pfeilspitzen, hinzu kommen die unter Tixier 107 eingeordneten 53 Ounanspitzen des Fundplatzes, welche allgemein als Bewehrungen gewertet werden. Die Summe aller Pfeilspitzen beträgt demnach 178. Alter 7145 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 6|| 3,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||86||48,59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||14||7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||71||40,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''177'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Stück gehört in die Familie I und wird hier nicht gewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1004/83 : 628 Werkzeuge davon 21,66 % Pfeilspitzen. Von den 139 unter Varia klassierten Artefakten waren 113 Pfeilspitzen, mit den 23 Ounanspitzen des Fundplatzes ergibt sich eine Gesamtmenge von 136 Stücken. Alter 7590 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 1,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||24||17,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||6||4,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||103||76,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''135'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Pfeilspitze der Familie I wird nicht mitgezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 0002/84 : 402 Werkzeuge davon 47,51 % Bewehrungen. Die 191 Bewehrungen lassen sich zum größten Teil auf die Tixier Nummern 87 und 92 zurückführen, hinzu kommen weitere Querschneidertypen sowie Pfeilspitzen der Typen H 10 ( Dreieck ), H 1 ( Blatt ), H 5 ( Stiel ) sowie Ounanspitzen ( H 12 ) und Ounan - Harif - Spitzen ( H 14 ). Alter 9120 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 0|| 0,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||3||1,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||1||0,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||187||97,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''191'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Blattspitzen der Familie C scheinen auf den ersten Blick nicht in den Kontext zu passen, obwohl sie in ihrer Größe und der Art der Flächenretuschierung von Blattspitzen anderer Abu Tartur Fundstellen abweichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Stielspitze der Familie D ist einseitig flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, sie gleicht vom Material und der Technik her der Hybridspitze  ( Tafel Ä 35/14 ), die ebenfalls flache Randretuschen zeigt. Beide Stücke sowie auch die leicht rhombische H 14 Spitze ( Tafel Ä 35/13 ) mit Kantenretuschen an den proximalen Begrenzungslinien können zum kulturellen Inventar gehören. Damit wäre die D – Spitze ein sehr frühes Beispiel einer flächenretuschierten, gestielten Pfeilspitze ( Ä 12/6 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben 0002/84 ist auch der Fundplatz 1072/86 wegen seines homogenen Aspekts hoch interessant. Die auf 7670 +- 50 und 7645 +- 35 BP datierte Fundstelle erscheint weitestgehend unvermischt und wittert in schmalen Windkanälen oder auch Regenrinnen aus, so dass immer wieder in zeitlichen Abständen frische Artefakte gefunden werden können. Durch diese Tatsache erklärt sich das Zustandekommen der Sammlung 1072/02, die von Heiko Riemer durchgeführt wurde und welche neben 17 gestielten Spitzen, 8 Kerbresten und 5 weiteren retuschierten Werkzeugen auch 23 unmodifizierte Klingen und 49 Abschläge, letztere meistens Abfallstücke der Werkzeugproduktion, aufweist. Die erste Sammlung stammt von 1986, dem Jahr der Entdeckung der Fundstelle. Die Zusammenstellung der retuschierten Artefakte umfasst 125 Stücke und sieht wie folgt aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Nr. Tixier'''&lt;br /&gt;
|'''Werkzeug'''&lt;br /&gt;
|'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|'''%'''&lt;br /&gt;
|'''% der Gruppen'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|Einfacher Kratzer auf Abschlag&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|Kreisförmiger Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|Vorspringender Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|7,1&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|Gekerbter Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Kratzer auf gestumpfter Klinge&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|Doppelend - Bohrer&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|II&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|Stichel&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|III&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|IV&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|55&lt;br /&gt;
|Gebogene Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|Bruchstück rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|8,8&lt;br /&gt;
|VI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|Ouchtata Lamelle&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|Gekerbter Abschlag&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|Gezähnter Abschlag&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|76&lt;br /&gt;
|Kerbklinge oder Kerblamelle&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|VII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|Gezähnte Klinge oder gezähnte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8 &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|80&lt;br /&gt;
|Endretusche&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|VIII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|105&lt;br /&gt;
|Durchgehende Retusche&lt;br /&gt;
|47&lt;br /&gt;
|37,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|Ounanspitze&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|72&lt;br /&gt;
|XI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|Verschiedene&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|18,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Total&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|125&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die erste Sammlung 16 % an Ounanspitzen und den damit verwandten Artefakten aufweist, steigt der Anteil beim Gesamtinventar ( 1072/86 plus 1072/02 ) auf 21 %.&lt;br /&gt;
Die Ounanspitze ist ursprünglich ein Werkzeug aus dem Epipaläolithikum, wo sie möglicherweise als Bohrer benutzt wurde. Benannt ist sie nach dem Fundort Bir Ounan im südlichen Taoudeni in der Republik Mali. Vorneolithische Vorkommen sind unter anderen Ain Fritissa im südlichen Marokko, Oued Diffel, Bou Nouara und Dakhlat es - Saadane in Algerien und Ténéré im Norden Nigers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Stücke aus der Ostsahara fallen in die Zeit um 7850 BP – 7600 BP ( El Jarar Early Neolithic, Wendorf et al. 2001 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Abu Tartur Fundstelle 1072/86 gehört in diesen Zeitraum. Außer den von Tixier definierten Ounanspitzen finden sich hier in den gleichen Schichten Pfeilspitzen, die eine Bruchfläche am Stielende aufweisen und solche, bei denen Schlagfläche und Bulbus erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit sind Herkunft und frühes Auftreten dieser Stielspitzen, einmal der „ Abu Tartur Spitze „ und zum anderen der kantenretuschierten Spitze mit modifiziertem Stiel, geklärt. Die Bearbeitung des Stiels dieser nach Hugot als „ H5 „ oder nach Caton - Thompson als „ Ounanien „ zu bezeichnenden Pfeilspitze kann Teile oder die Gesamtheit des Stiels betreffen, es werden sowohl steile als auch flache Retuschen beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiele seien genannt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ounanspitze  -  1072  Tafel Ä 33 Nr. 2&lt;br /&gt;
* Abu Tartur Spitze  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 2&lt;br /&gt;
* H5 - Spitze nach Hugot  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die meisten Artefakte der Fundstelle 1072/86 sind auch diese drei Exemplare aus karamellfarbenem Hornstein hergestellt.&lt;br /&gt;
Ohne die Sammlung Ulbrich enthält das lithische Gesamtinventar Abu Tarturs 14375 Werkzeuge davon 3173 Pfeilspitzen und Pfeilschneiden, Ounanspitzen nicht inbegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reibschalen, Läufersteine und Hammersteine sind in dieser Auflistung nicht berücksichtigt. Der prozentuale Anteil der Pfeilspitzen für die Gesamtheit der Abu Tartur Fundstellen beträgt 21,06 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Geschossbewehrungen der Sammlung Ulbrich und anderer stehen für eine Auswertung insgesamt 4000 Stücke zur Verfügung, rund 1000 dieser Pfeilspitzen sind durch Zeichnungen im Maßstab 1 : 1 und Kurzbeschreibungen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Fayum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Gertrude Caton-Thompson und Elinor Gardner entdeckten und bearbeiteten Fundstellen liegen am Nordufer des Birket el Qarun, einem Restsee in der Fayum-Depression. Die Seeoberfläche liegt heute 45m unter dem Meeresniveau. Durch die Hochwasser des Nils und durch erhöhte Regenfälle während der holozänen Feuchtperioden hat der See häufiger seine Größe und seine Uferzonen verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den drei Grabungsperioden 1924/25, 1925/26 und 1926/24 bearbeiteten sie zum einen das Fayum B, eine Kultur, die auf mikrolithischen Werkzeugen und der Technik der Kantenretuschierung basierte und die keinerlei Keramik aufwies, zum anderen das Fayum A, welches sämtliche Attribute eines entwickelten Neolithikums aufwies als da sind Ackerbau und Viehzucht, Keramik und flächenretuschierte Steinwerkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist, dass die beiden so unterschiedlichen Kulturen große, flächenretuschierte, ausgekehlte Pfeilspitzen ähnlicher Art hervorgebracht haben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Fayum Kulturen wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 3910 +- 115 BC, 3860 +- 100 BC und 3210 +- 100 BC angegeben, wobei das älteste Datum dem höchsten Seestand entspricht und das jüngste Datum der heutigen Uferlinie zugeordnet ist.&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Pfeilspitzen-Vorkommen behandelt wie sie in G. Caton-Thompson „The Desert Fayum“ von 1934 dargestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fayum Fundplätze und ihre Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Nr.Werkzeuge'''|| '''Nr.Pfeilspitzen'''|| '''%'''|| '''A1'''|| '''A17'''|| '''A 2'''|| '''C'''|| '''D'''|| '''E'''|| '''I'''|| '''H'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||'''A18'''||'''A25-A28'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||||'''A13'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site K|| 43|| 14|| 32,6|| 5|| -|| -|| 9|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| L Basin Sites|| 121|| 38|| 31,4|| 8|| -|| 7|| 17|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area L-X|| 116|| 29|| 25,0|| 6|| -|| -|| 18|| 5|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site X|| 113|| 24|| 21,2|| 5|| 1|| 7|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area X-V, X-W|| 39|| 10|| 25,6|| -|| -|| 1|| 1|| 8|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site V|| 213|| 105|| 49,3|| 1|| 4|| 25|| 23|| 52|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas cii-w, cii-v,v-w|| 90|| 25|| 27,8|| 6|| -|| 14|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camp ii Basin|| 651|| 312|| 47,9|| 12|| -|| 30|| 77|| 192|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Z|| 84|| 20|| 23,8|| -|| 2|| 6|| 12|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Z Basin|| 79|| 60|| 75,9|| 1|| -|| -|| 1|| 53|| 4|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Zi|| 78|| 11|| 14,1|| 6|| -|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Lifeh to Qasr Sagha|| 72|| 23|| 31,9|| -|| 4|| 8|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site R|| 34|| 13|| 38,2|| 1|| -|| 7|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| N Basin sites-S|| 44|| 13|| 29,5|| -|| 1|| 2|| 7|| 3|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site T|| 38|| 9|| 23,7|| -|| 2|| 6|| 1|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas R-T, S-T|| 18|| 3|| 16,7|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area T-O|| 15|| 8|| 53,3|| 1|| -|| 3|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site O|| 10|| 2|| 20,0|| 1|| -|| 1|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site N|| 184|| 24|| 13,0|| -|| 6|| 10|| 2|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West Dimai Basin|| 95|| 35|| 36,8|| 6|| -|| 11|| 9|| 9|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dimai Dyke Area|| 18|| 4|| 22,2|| 2|| -|| 2|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D3 Wadi site M|| 67|| 54|| 80,6|| 5|| -|| 28|| 9|| 12|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Southern Area|| 7|| 1|| 14,3|| 1|| -|| -|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West End Sites|| 100|| 22|| 22,0|| 2|| -|| 10|| 3|| 7|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total (neolithisch und ungewisses Alter'''|| '''2329'''|| '''859'''|| '''36,9'''|| '''69'''|| '''20'''|| '''179'''|| '''228'''|| '''357'''|| '''4'''|| '''2'''|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 1||=|| A+B+E||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||268+0+4||=|| 31,74 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||272||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 2|||| C|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||228||=||26,60 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 3||=|| D|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||357||=||41,66 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 4||=|| F+G+H|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||0||=||0,00 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Stücke fallen in die Familie I, die nicht berücksichtigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häufigkeit der Pfeilspitzen im Gesamtinventar der Fayum Sammlung Caton-Thompsons liegt bei 36,9 % und ist damit wesentlich höher als bei vergleichbaren Fundstellen. Die Bandbreite liegt zwischen 13 % bei Site N und erreicht 80,6 % bei Site M.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zahlen lassen, wie es auch aus den Kommentaren Caton-Thompsons zu den einzelnen Fundstellen hervorgeht, auf ein selektives Absammeln, auf  vorhergehendes Sammeln von Touristen und Plünderern und / oder auf durch Wind und Wasser zusammengetragene Artefaktenkonzentrationen und Sichtung nach Korngrößen schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die typischen, da häufigsten Pfeilspitzenarten in der Caton-Thompson Kollektion sind die Gestielten aus der Familie D. Sie erreichen 41,66 % des Gesamtvolumens und werden gefolgt von A-Spitzen der Gruppen A1, A17, A18, A2, A25 und A26, welche zusammen 31,74 % ergeben. Die Blattspitzen liegen mit 26,60 % auf dem dritten Platz. Pfeilspitzen mit dem Indiz 4, kommen nicht vor bzw. sind nicht in die „neolithische“ Sammlung aufgenommen worden. Selektionen wurden in einigen Fällen vorgenommen z.B. The Z basin levels A.L. 180-160, in anderen nicht z.B. Areas Cii-w, cii-v, v-w and Site V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen gehören zu einen Inventar, welches unter anderen folgende Werkzeuge enthält :&lt;br /&gt;
* Beile, poliert oder retuschiert&lt;br /&gt;
* Beidseitig bearbeitete Messer&lt;br /&gt;
* Sichelblätter&lt;br /&gt;
* Spitzen und Messer, deren Ausgangsmaterial aus gerundeten Flintaggregaten besteht&lt;br /&gt;
* Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
* Hohlbeile&lt;br /&gt;
* Rückengestumpfte Lamellen. Bei einigen Fundstellen werden sie aufgeführt, bei anderen weggelassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzigartig scheint die große Anzahl von stark ausgekehlten Spitzen des Typs A25 zu sein.&lt;br /&gt;
Von den „surface sites“ stammt eine gestielte Großspitze vom Typ D3 (Plate XLII).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der im Fayum gefundenen Pfeilspitzen ist beträchtlich. Neben den frühen Sammlungen von H.W. Seton-Karr und M.C.T. Currell und anderen kommen die vielen für die Archäologie verlorenen Stücke, die in irgendwelchen Schubladen und Vitrinen verstauben.  &lt;br /&gt;
Die Menge der von G. Caton- Thompson beschriebenen Bewehrungen beträgt 859 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nabta Playa und Bir Kiseiba.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen dieser Orte im Süden Ägyptens, westlich des Nils und in der Nähe der sudanesischen Grenze sind eng verbunden mit dem Wirken der „ Combined Prehistoric Expedition „. Diese anfänglich als Rettungsaktion, der durch das steigende Wasser des Assuan Hochdamms gefährdeten prähistorischen Siedlungsplätze, gedachte Aktion ist später weiter nach Osten ausgedehnt worden, um die reichen frühgeschichtlichen Vorkommen von Nabta Playa und Bir Kiseiba zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
Die Expedition war ein Gemeinschaftsunternehmen der Geological Survey of Egypt, der polnischen wissenschaftlichen Akademie Warschau und der Southern Methodist University Dallas.&lt;br /&gt;
Geleitet wurden die archäologischen Arbeiten von Fred Wendorf und Romuald Schild. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen war das frühe Holozän und die damit verbundenen Besiedlungsphasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nabta Playa''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von El Nabta und der weiteren Umgebung werden von Fred Wendorf, Romuald Schild und ihrer Mitarbeiter in zwei Volumen behandelt.&lt;br /&gt;
Erstens in dem 1980 erschienenem Werk „Prehistory of the Eastern Sahara“, New York Academic Press und zweitens in dem 2001 in New York bei Kluwer Academic / Plenum Publishers erschienenem Band „Holocene Settelement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of Nabta Playa“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzentypen sind denen von Bir Kiseiba sehr ähnlich und verteilen sich auf die einzelnen Fundstellen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Prehistory of the Eastern Sahara :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-3''' Alter 8840 +- 90 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen: stemmed points&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 28 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 431 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 6,5 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden neun Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.39 &lt;br /&gt;
* v – Stielspitze vom Typ H5, der Stiel ist auf der Ventralseite bearbeitet.&lt;br /&gt;
* w – breite und grobe H5 - Spitze&lt;br /&gt;
* x – grobe H5-Spitze&lt;br /&gt;
* y-z – rhombische Spitzen vom Typ H2&lt;br /&gt;
* a.a. – Ounanspitze &lt;br /&gt;
* b.b. – Die Spitze weist eine Ähnlichkeit mit dem Typ H3 auf &lt;br /&gt;
* c.c. – H5-Spitze mit querschneidigem distalem Ende, der Stiel ist ventral modifiziert. Das Stück könnte auch unter F14 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.40&lt;br /&gt;
* c – H19, das Stück entspricht in seiner Silhouette dem Typ E5 bei den flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den oben genannten Pfeilspitzen wurden 7 Dreiecke und 18 Trapeze gefunden, die als Bewehrungen hätten dienen können. Vier dieser geometrischen Mikrolithen wurden gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Epipaläolithisch) Alter ca. 8290 +- 80 BP (Eierschale)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan-Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 12 bei einer Werkzeugmenge von 146 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 8,22 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sechs Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.45&lt;br /&gt;
* k-p kleine Ounanspitzen (H12). Die Trapeze und Dreiecke der Fundstelle könnten auch als Bewehrungen genutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-7'''&lt;br /&gt;
* Von dieser mit aller Wahrscheinlichkeit gemischten Fundstelle wurden 448 retuschierte Werkzeuge aufgesammelt, darunter drei Pfeilspitzen, eine Blattspitze vom Typ H10, eine kleine Ounanspitze (H12) und ein Bruchstück einer flächenretuschierten D1-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch)&lt;br /&gt;
* Von den 146 Werkzeugen waren 8,22 % oder 12 Exemplare Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch Pits) Von den 312 Werkzeugen waren lediglich 1,3 % oder 4 Stücke gestielte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-5''' (Neolithisch) Alter 7530 +- 180 Jahre&lt;br /&gt;
* Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 223 Stücke, hauptsächlich retuschierte Stücke und gekerbte bzw. gezähnte Stücke. Bohrer sind ebenfalls häufig. Neben Endretuschen, rückengestumpften Lamellen und Kratzern kommen jeweils ein Trapez, ein Krukowski microburin und ein ausgesplittertes Stück vor. &lt;br /&gt;
Die drei schlanken Stielspitzen unterscheiden sich stark von den Exemplaren der älteren Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (lower layer) Alter : von 7100 BP bis 6700 BP.&lt;br /&gt;
*Von den 395 Werkzeugen sind 10,4 % oder 41 Stücke Pfeilspitzen, die als Nabta points bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei um basisretuschierte Dreieckspitzen, die aber auch steile Randretuschen oder Modifikationen des distalen Endes aufweisen können. Sie werden unter H7 und H8 geführt. Ähnliche Artefakte gehören in Kiseiba und Abu Tartur in das mittlere Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (upper layer)&lt;br /&gt;
* Die Menge der gefundenen Werkzeuge beträgt 136 Stücke, davon sind 1,47 % oder zwei Exemplare querschneidige Pfeilspitzen. Außerdem wurde eine Ounanspitze (H12) mit stark modifiziertem distalem Ende gezeichnet (Fig. 3.103).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1980 veröffentlichen Fundstellenberichte von El Nabta beinhalten 107 Pfeilspitzen. Als gestielt werden 44 Exemplare bezeichnet, 3 sind gestielt und schlank, 12 sind Ounanspitzen und für 41 Stücke wurde der Name „Nabta points“ gewählt. Letztere sind kantenretuschierte Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8. Die übrigen sieben Stücke verteilen sich auf die Gruppen D1, C3, H10, H12 und auf zwei Querschneider der Familie F ohne genauere Bestimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die H10-Spitze Fig. 3.58 m, die als Bewehrung mit spitzbogiger Basis bezeichnet wird. Typologisch identische Formen werden im „Cattle keeper“ als Ounan-Harif-Spitzen angesprochen. (Seite 277, Fig. 12.11.e) und (Seite 303, Fig. 13.3.g.h.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liste der Altersangaben der Fundstellen und der zugehörigen Pfeilspitzentypen&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''in „Prehistory of Eastern Sahara“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8840+-90 BP|| E-77-3|| 28|| gestielt|| H5, H2, H3, H19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||18 Trapeze, 7 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8290+-80 BP|| E-75-6 Epipal.|| 12|| Ounan|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||3 Trapeze, 10 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-7|| 4|| Point with ogival base|| H10, H12, D1, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Ounan point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Bifacial points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 12|| gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 4|| gestielt|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||pits||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7530+-180 BP|| E-77-5 Neolith.|| 3|| schlank, gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||1 Trapez&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7100-6700 BP|| E-75-8 lower|| 41|| Nabta points|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8 upper|| 3|| Querschneider|| F?, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Holocene settlement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of  Nabta Playa”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6 El Nabta und Al Jerar Village'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Feature 1/91, 1/90 und IV/91&lt;br /&gt;
* Alter feature 1 : 7600 BP +- 110&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Cut 1/90 und Feature 2/90&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area B Oberfläche&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 3 Ounanspitzen, 1 atypische Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1''' Al Jerar Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area C'''   Alter : 7536 +- 110 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 4 Ounanspitzen (H12) ?, 3 abrupt kantenretuschierte Blattspitzen (H10) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 3 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.15 a-H1, d-H2, e-H7 ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area D'''   Alter : 7850 +- 70 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Areas 1 und 5'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12, davon 10 Ounanspitzen, eine Blattspitze und eine dreieckige Spitze.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 9 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.28. f-H5, h-H2, o-H2&lt;br /&gt;
* Fig. 8.29. b-H1, g-H5, h-H5, i-H5&lt;br /&gt;
* Fig. 8.26. l-H10, m-H5, h-(Varia) könnte eine H8-Spitze sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 2'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen, 3 beidseitig flächenretuschierte Spitzen. Von letzteren ist eine Spitze abgebildet Fig. 8.34, zwei sind abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen:&lt;br /&gt;
* 4 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
* 1 große Dreieckspitze mit zentraler Kehle Fig. 8.37 die Dimensionen sind 69mm x 27mm x 8mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 4'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 31 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen (H12), zwei beidseitig flächenretuschierte Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 4 Ounanspitzen (H12) Fig. 8.43. h-k und eine E3-Spitze sowie eine D3-Spitze l und m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 5 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 8 Oberfläche und Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen. Das gezeichnete Exemplar (Fig. 8.45 f) stellt eine H5-Spitze dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 9'''&lt;br /&gt;
* Außer sechs Ounanspitzen von der Oberfläche produzierte der Fundplatz vier Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 10'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 9 Ounanspitzen und 9 Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden vier Exemplare (Fig. 8.50).&lt;br /&gt;
* a.) Dreieckspitze vom Typ H7 (besonders lang).&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine H5-Spitze, da eine Verlängerung des Stiels vermutet wird.&lt;br /&gt;
* c.) Dreieckspitze vom Typ H7 (mit gerundetem Übergang vom linken Rand zur Basis).&lt;br /&gt;
* m.)  Ist entweder eine H5- oder eine Abu Tartur-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 11'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 16 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden fünf Exemplare (Fig. 8.53).&lt;br /&gt;
* b.)  Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* d.) Abu Tartur-Spitze (H13)&lt;br /&gt;
* e.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* h.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1 (besonders lang)&lt;br /&gt;
* j.) Dreieckspitze vom Typ H7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 13'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 14'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet : eine H12 oder H13-Spitze (Fig. 8.59 e.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 15 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 8 Ounanspitzen und 7 Spitzen („points“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 16'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen und 4 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sieben Exemplare (Fig. 8.61)&lt;br /&gt;
* a.) Blattspitze vom Typ H10&lt;br /&gt;
* c.) Abu Tartur-Spitze H13&lt;br /&gt;
* d.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* e.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* f.) Dreieckspitze vom Typ H9&lt;br /&gt;
* j.) Blattspitze vom Typ H4&lt;br /&gt;
* k.) Blattspitze vom Typ H10 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstellen E-77-1 und E-94-3'''&lt;br /&gt;
* Zwei neolithische Fundstellen in der Nähe des Gebel Nabta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-1'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 14 Ounanspitzen (Fig. 13.7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* f.) Stielspitze vom Typ H12&lt;br /&gt;
* j.) Dieses an anderen Stellen als Ounan-Harif-Spitze bezeichnetes Exemplar kann unter H2 klassiert werden.&lt;br /&gt;
* k.) Die nicht ganz klare Zeichnung lässt eine H5-Spitze vermuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter werden zwei Spitzen mit gerundeter Basis erwähnt (Fig. 13.6 b) und zwei Dreieckspitzen mit zentraler Kehle vom Typ A2 (Fig. 13.8 k), Die Maße der größeren betragen 54mm x 33mm x 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-3'''  Alter von 5800 – 6300 BP&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen &lt;br /&gt;
* – 1 Ounanspitze ohne Zeichnung&lt;br /&gt;
* - eine blattförmige Spitze mit halbsteilen Randretuschen vom Typ H10 (Fig. 13.15 c)&lt;br /&gt;
* - eine beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 (Fig. 13.15 d) ferner eine Blattspitze der Familie C und eine zerbrochene Stielspitze der Familie D, beide ohne Zeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-92-7 Al Jerar Phase und spätes Neolithikum''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-92-7 spätes Neolithikum'''&lt;br /&gt;
* Von 72 Werkzeugen war nur ein Stück eine Ounanspitze (Fig. 9.14 f).&lt;br /&gt;
* Von der Oberfläche wurden zusätzliche Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 9.18.&lt;br /&gt;
* a.) – D3-Spitze mit konkavokonvexen Rändern und stark heruntergezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* b.) – Blattspitze vom Typ C3 mit vollflächig retuschierter Dorsalseite und teilflächig modifizierter Ventralseite.&lt;br /&gt;
* e.) – Ounanspitze (H12)&lt;br /&gt;
* d.) – große Blattspitze vom Typ C3&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Site E-75-8''' Zusatzgrabung auf der Fundstelle aus dem 7. Jahrtausend in Nabta Playa&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12 Dreieckspitzen, eine zerbrochene Blattspitze (Fig. 10.12), gezeichnet wurden fünf Dreieckspitzen und die Blattspitze.&lt;br /&gt;
* a-d. Dreieckspitzen der Gruppe H7.&lt;br /&gt;
* g.  Wird als Dreieckspitze bezeichnet ist aber sehr atypisch.&lt;br /&gt;
* i. Teilflächig retuschierte Spitze der Gruppe C1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Area A des gleichen Fundplatzes werden drei weitere Dreieckspitzen des Typs H7 und eine teilweise flächig retuschierte D21-Spitze gemeldet (Fig. 11.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom nördlichen Erweiterungsgraben sind zwei Spitzen gezeichnet Fig. 11.12.&lt;br /&gt;
* a.) Ist eine interessante Dreieckspitze mit konkaver Basis, die Ränder verlaufen im proximalen Bereich nahezu parallel zueinander, im distalen Bereich konvex. Sie ist kantenretuschiert und das distale Ende ist auf der Ventralseite durch flache Retuschen verdünnt. Dieser neue Typ erhält die Bezeichnung H20.&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine große Blattspitze der Gruppe H4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-94-2 Spätes Neolithikum von Nabta'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-2'''   Alter : von 5260 +- 60 BP (Herd 9) bis 6220 +- 90 BP (Herd 51).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.8 zeigt folgende Pfeilspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
* a.) Große Ounanspitze (H12).&lt;br /&gt;
* b.) Leicht asymmetrische D3-Spitze mit nur leicht herabgezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* c.) Große C4 Spitze.&lt;br /&gt;
* h.) C3-Spitze, das distale Ende erinnert am linken Rand an C11.&lt;br /&gt;
* j.)  C2-Spitze.&lt;br /&gt;
* l.)  C4-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle E-96-1 Struktur B'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 17.20 zeigt zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
* b) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle vom Typ A2, sie wurde einige Meter entfernt von der Struktur B an der Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
* e) Stielspitze mit kurzen Widerhaken. Im proximalen Bereich verlaufen die Ränder parallel zueinander. Das distale Ende ist spitzbogenförmig ausgestaltet. Sie kann noch unter D33 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''In „Holocene settlement“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7600+-100BP|| E-75-6 F.1|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 1/19,2/90|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 B,Oberfläche|| 4|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7536+-110BP|| E-91-1 C|| 7|| Ounan, leaf shaped|| H1,H2,H7,H10 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7850+-70BP|| E-91-1 D|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 12|| „points“|| H5,H1,H2,H10,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A2|| 22|| Ounan, bifacial points|| H12 ?, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Oberfläche|| 5|| Ounan, bifacial concave|| H12 ?, A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Base point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Grabung|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A4|| 31|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Oberfläche|| 8|| Ounan „Pointe“|| H12,E3,D3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Grabung|| 5|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A8|| 19|| Ounan|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A9|| 10|| Ounan, middle|| H12,H7,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||neolithic points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 10|| 18|| Ounan „points“|| H5,H7, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 16|| „points“|| H1,H13,H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 13|| 19|| Ounan|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 14|| 6|| Ounan|| H12 oder H13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 15|| 15|| Ounan „points“|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 16|| 10|| Ounan „points“|| H10,H13,H5,H9,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-77-1|| 18|| Ounan, points with|| H12,H2,H5,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||rounded base, points||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||with concave base||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5800-6300BP|| E-94-3|| 5|| Ounan, leaf shaped,|| H12 ?,H10,D1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||others||C ?, D ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-92-7|| 5|| Ounan „points“|| H12,D3,C3, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8|| 19|| Triangular points|| C1,H20,H4,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||leaf shaped point||H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||bifacial point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5260-6220BP|| E-94-2|| 6|| -|| H12,D3,C4,C3,C2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-96-1|| 2|| -|| A2, D33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bir Kiseiba'''  ( F. Wendorf, R. Schild, Ed. A.E. Close 1984 )&lt;br /&gt;
*Die auf den Siedlungsplätzen um Bir Kiseiba gefundenen Pfeilspitzen lassen sich in vier Gruppen einteilen wenn von einem Einzelfund einer großen, ausgekehlten, beidseitig flächenretuschierten Dreieckspitze vom Typ A2 und der Erwähnung einiger weniger flächenretuschierter, kleinformatiger Stücke abgesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Ounan Spitzen''' – hierbei sollte die Definition von J. Tixier Anwendung finden. Einige der besprochenen Bewehrungen entsprechen nicht den Kriterien und werden in andere Gruppen transferiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Kantenretuschierte Dreieckspitzen''' – sie kommen entweder mit geradliniger Basis oder mit konkaver Basis vor.&lt;br /&gt;
Die ersteren werden im weiteren Verlauf unter H7, die zweiten unter H8 geführt. Diese Einteilung wurde für die Fundstellen in Abu Tartur gewählt, wo 50 H7 – Spitzen und 15 H8 – Spitzen klassiert worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar Fig. 6.8 e wird als Bou- Saada- Spitze bezeichnet, diese weisen jedoch nach der Definition Tixiers keine kantenretuschierten Ränder auf. Sie wird unter H8 eingeteilt trotz einer leicht konvexen Schwinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar stimmt die Aussage D.L. Holmes, dass die H7 – Spitze der Columnata- Spitze Tixiers ähnelt, aber ein wichtiger technischer Punkt bleibt unberücksichtigt. Während die Basis der H7 – Spitze abrupt kantenretuschiert ist zeigt die Columnata- Spitze an der Basis auf beiden Seiten flache Druckretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Querschneider''' – Auf den Fundplätzen vom el- Kortein Typ sind neben den typischen Ounan- Harif- Spitzen ebenfalls geometrische Mikrolithen in Form von Trapezen und Dreiecken gefunden worden. Diese können als mögliche Bewehrungen nicht ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Ounan- Harif- Spitzen.''' – Durch die Art der basalen Modifikationen weisen alle Ounan- Harif- Spitzen eine starke Gemeinsamkeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinngemäß schreibt Angela E. Close dazu folgendes :&lt;br /&gt;
... allen Exemplaren dieses Typs ist die Bearbeitung der Basis gemeinsam. Sämtliche Spitzen weisen zwei proximale, schräg verlaufende, konvergierende Endretuschen auf, die geradlinig, konvex oder konkav sein können, so dass die Formen der Basis von gestielt bis eiförmig reichen. Die meisten zeigen flache Retuschen, um die Höhe des Bulbus zu verringern ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fred Wendorf und Romnald Schild drücken es so aus :&lt;br /&gt;
... Ounan- Harif- Spitzen sind die charakteristischen Werkzeuge der el Kortein Periode des frühen Neolithikums und sie bilden die größte Gruppe in dieser Werkzeug – Zusammenstellung. Die hier gefundenen 18 Exemplare weisen den typischen Stiel ( stem ) auf, welcher durch zwei sich schneidende basale Endretuschen geformt wird ..... Die beiden basalen Endretuschen können geradlinig sein ( sechs ) oder häufiger eine gerade und eine konvexe aufweisen ( neun ) oder eine gerade und eine konkave ( eine ) oder zwei konkave   ( zwei ) ....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Sinne schreibt Hanna Wieckowska :&lt;br /&gt;
„ ... Die an der Oberfläche gefundene Spitze ist untypisch. Sie ist aus tertiärem Hornstein gefertigt mit einem 9 mm langen Heftzapfen (tang) an beiden Rändern herausgearbeitet durch beidseitige, proximale Kerben, sie zeigt ebenfalls flache Retuschen auf der Ventralseite ... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die ausgegrabenen Stücke wird gesagt - :&lt;br /&gt;
„ .... Sämtliche Stiele sind proximal. Drei werden durch zwei geradlinige, konvergierende Endretuschen gebildet ....&lt;br /&gt;
.... eine hat eine konvexe und eine konkave Endretusche und drei haben zwei konkave Endretuschen. „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen lauten die Ausführungen von K. Morgan Banks im gleichen Volumen sinngemäß :&lt;br /&gt;
„ ... Ounan – Spitzen ( Typ 107 ) – Ounan- Harif- Spitzen sind kleine Abschläge oder Klingen bei denen ein Ende, normalerweise das proximale, so retuschiert ist, dass ein eindeutiger Stiel mit einer oder mehreren konkaven Schultern gebildet wird. Die Schultern können unterschiedlich gut ausgearbeitet sein. Die Stücke können Retuschen an den Rändern aufweisen. Das dem Stiel gegenüberliegende Ende, meistens das distale, ist entweder natürlich zugespitzt oder durch Retuschen modifiziert .... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollte der Begriff „ Stiel „ im Zusammenhang mit Pfeilspitzen definiert werden sowie die Methoden der Schäftung. Im Prinzip kennen wir vier verschiedene Pfeilspitzen – Basen, die für die Schäftung vorgesehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Geradlinige, konvexe und konkave Basen''' wie sie vor allem bei Dreieckspitzen angetroffen werden, seien diese nun flächenretuschiert oder nicht.&lt;br /&gt;
Als Beispiele können genannt werden A1, A18, B1 aber auch F5, F7 sowie H7, H8, H4 und H9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Gekehlte Basen''' wie sie für die Gruppen A2, A13 und A19 und anderer typisch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Konvergierende Linien,''' seien diese geradlinig, konvex, konkav oder gemischt.&lt;br /&gt;
Gerade konvergierende Linien sind bei rhombischen Pfeilspitzen üblich wie bei E1 und E2.&lt;br /&gt;
Konvexe konvergierende Linien bilden die Basen fast aller Blattspitzen. Als Beispiele seien genannt C1, C2, C3.&lt;br /&gt;
Konvergierende, konkave Linien sind anzutreffen bei rhombischen Spitzen ( E5 ) und bei Blattspitzen ( C11 ). &lt;br /&gt;
Gemischte konvergierende Linien wie z.B. konvex – konkav sind selten. In der Familie I ist es die Gruppe 12, welche die Kriterien erfüllt. Die schönsten Beispiele allerdings bieten die Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Der Stiel''' – Der Stiel setzt sich deutlich von einem häufig dreieckigem Körper ab. Auch bei den meisten schlanken, auch blattförmigen Körpern ist der Übergang zum Stiel klar zu erkennen. Beispiele sind D1, D2, D3, D11, D12, D38, D46 und sämtliche übrigen Pfeilspitzen der Familie D sowie H5, H12, H13 und andere bei den nicht flächenretuschierten  Exemplaren.&lt;br /&gt;
Es existieren weniger deutliche Gruppen wie D7 wo ein kleiner, bohrerartiger Stiel angebracht ist oder D44, welche einen Übergang von der Blattspitze zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Falle der Ounan- Harif- Spitzen von Bir Kiseiba handelt es sich um Pfeilspitzen, deren Basen durch konvergierende Linien gebildet werden, also in den häufigsten Fällen nicht um gestielte Spitzen. Die kurze und präzise Definition von Angela E. Close ist in diesem Zusammenhang besonders wertvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Typologie, die besonders die Silhouette zur Bestimmung heranzieht ist es schwierig verschiedenartige Exemplare, wenn sie auch in einer Hinsicht eine Gemeinsamkeit aufweisen und eine kulturelle Einheit bilden, in einer einzigen Gruppe zu führen.&lt;br /&gt;
Da vergleichbare und schon definierte Pfeilspitzen in der algerischen Sahara vorkommen, erhalten die blattförmigen Ounan- Harif- Spitzen die Bezeichnungen H1 und H10. Die unregelmäßigen rhombischen werden unter H2, die regelmäßigen unter H17 klassiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ounan- Harif- Spitzen werden unter der Bezeichnung H14 diejenigen Exemplare geführt, deren basale Retuschen konkav verlaufen oder es verläuft nur eine konkav aber sie bildet mit dem gegenüberliegendem proximalen Randabschnitt einen kleinen aber deutlichen Stiel.&lt;br /&gt;
Sollte trotz konkaver Basisretuschen ein abgesetzter Stiel nicht erkennbar sein, wird das Exemplar unter H19 abgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen von Bir Kiseiba sind auf die einzelnen Fundstellen wie folgt verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 1'''  Alter : 8210 +- 70 BP auf Straußeneischale &lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan – Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 8 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 247 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 3,24 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 4 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.6. z  Das Stück ist eine kurze und breite Ounan- Spitze mit atypischem distalem Ende. Die Ränder laufen nicht zu einer natürlichen Spitze zusammen sondern das distale Ende wird durch eine schräg verlaufende Schneide gebildet, welche die Wirkungsweise eines Querschneiders hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.8.&lt;br /&gt;
* i – rhombische Spitze vom Typ H17&lt;br /&gt;
* j – typische H2 - Spitze&lt;br /&gt;
* k – breite H5 - Spitze mit Ähnlichkeit zur Ounanspitze aber die Bohrerspitze fehlt am Stielende und das distale Ende ist gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Fundstelle wurden ebenfalls 2 Trapeze und 4 Dreiecke beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 2'''  Alter : 7610 +- 70 BP, 7780 +- 130 BP, 8130 +- 100 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan ( 8 ) und Bou – Saada ( 1 ).&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 9 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 887 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 1,02 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden vier Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 6.8.&lt;br /&gt;
* d – H5 - Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
* e – H8 - Spitze mit abgerundeter linker Schwinge.&lt;br /&gt;
* f - g – kleine Ounanspitze, H12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 6'''  Alter 7170 +- 80 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 19 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 577 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 3,29 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 8 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.6.&lt;br /&gt;
* i - m – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.7.&lt;br /&gt;
* r - s – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
* t – kantenretuschierte Dreieckspitze mit konkaver Basis vom Typ H8. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.5.&lt;br /&gt;
* zeigt eine große ausgekehlte, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze vom Typ A2 ( Dim. 49x30x7 ). Das Stück ist ein Irrläufer und gehört nicht in den Kontext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 7'''  Alter 7360 +- 200 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen mit konkaver Basis.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 2 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 20 Stücken, der Anteil der  pfeilspitzen beträgt also 10 %. &lt;br /&gt;
* Gezeichnet : keine, beide Spitzen können nach der Beschreibung als H8 – Spitzen identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 1'''  Alter Area C 8020 +- 70 BP und 8020 +- 90 BP.&lt;br /&gt;
* Area C enthält nur eine Pfeilspitze, für area A, die 62 Pfeilspitzen produzierte, sind nur indirekte Altersangaben verfügbar. Sie beruhen auf  Vergleichen mit ähnlichen Plätzen wie E – 77 – 3 ( 8840 +- 90 BP ), E – 75 – 6 ( 9360 +- 70 BP ) und ( 8290 +- 80 BP ) letztere auf  Straußeneischale.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif- Spitzen, sie stellen bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 817 Stücken 7,76 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.11.&lt;br /&gt;
* a – Querschneider vom Typ F14.&lt;br /&gt;
* b – Blattspitze vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* c – Sollte das gestumpfte Artefakt eine Pfeilspitze sein, so gehört es unter die Atypischen.&lt;br /&gt;
* d - g – Blattspitzen vom Typ H10.  &lt;br /&gt;
* h – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14. &lt;br /&gt;
* i – Blattspitze vom Typ H1.   					                                   &lt;br /&gt;
* j – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14.&lt;br /&gt;
* k – Spitze vom Typ H2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf E – 80 – 1 wurden ebenfalls 8 Trapeze und 9 Dreiecke gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 2'''  Alter : auf Grund von Beobachtungen auf ähnlichen Fundplätzen wird das Alter auf den Zeitraum von vor 8100 BP bis nach 9000 BP geschätzt.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : gestielte Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 18 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 63 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 28,57 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 13.3.&lt;br /&gt;
* f – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* g - i – Blattspitzen vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* j – Querschneider vom Typ F14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wurden 5 Trapeze mit den Tixier Nummern 83, 85, 87 und 88 gefunden, die potenzielle Pfeilspitzen- Bewehrungen sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 3'''  Keine Altersangabe&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 5 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 241 Stücken, dies ergibt einen Anteil von 2,07 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 14.5.&lt;br /&gt;
* a – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* b – H10- Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „ cattle – keepers „ werden insgesamt 125 Pfeilspitzen, davon 8 Ounanspitzen, 94 Ounan- Harif- Spitzen, 22 kantenretuschierte Dreieckspitzen und eine beidseitig flächenretuschierte, große, ausgekehlte Dreieckspitze, vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen 19 Trapeze und 9 Dreiecke, die als Bewehrungen in Frage kommen würden und 5 flächenretuschierte Exemplare. Die Ounan- Harif- Spitzen fallen durch ihre Breite auf, sie sind, legt man die Durchschnittslängen und Breiten zu Grunde, sämtlich aus Abschlägen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von Breite zu Länge beträgt für den Fundplatz E – 80 – 1 – A  0,47 und für die Fundplätze E – 80 – 2 und E – 80 – 3  0,40. Die Dimensionen variieren :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Länge von 19 – 35 mm ( E – 80 – 1 ), 23 – 31 mm ( E – 80 – 2 ), 26 – 32 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Breite von 8 – 18 mm ( E – 80 – 1 ), 9 – 13 mm ( E – 80 – 2 ), 11 – 12 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Dicke von 1 – 5 mm ( E – 80 – 1 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 2 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durchschnittlichen Werte für die 62 Spitzen vom Fundplatz E – 80 – 1 – A  betragen 27,9 x 13,1 x 3,0 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu sind die als Ounanspitzen bezeichneten Bewehrungen von Fundplatz E – 79 – 2 schlanker und aus Lamellen gefertigt. Die Durchschnittswerte liegen bei 37,2 mm Länge und 12,4 mm Breite, die Dicke beträgt 4,3 mm. Das Verhältnis von Breite zu Länge ist wesentlich geringer als bei Ounan- Harif- Spitzen und liegt bei 0,33. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 22 kantenretuschierten Dreieckspitzen, sei nur die Basis oder seien auch die Ränder von den Modifikationen betroffen, unterteilen sich in * H7 – Spitzen mit geradliniger Basis, &lt;br /&gt;
* H8 – Spitzen mit konkaver Basis und in H18 – Spitzen mit konvexer Basis.&lt;br /&gt;
Die Länge der Geschosse reicht von 13 – 25 mm, die Breite von 8 – 18 mm und die Dicke von 2 – 5 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bir Murr I werden vier flächenretuschierte Pfeilspitzen gemeldet, von Bir Murr II lediglich eine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holzkohlen Analyse für Bir Murr I ergab ein C 14 Alter von 6310 +- 70 BP Jahren.&lt;br /&gt;
Zeichnungen sind nicht angefertigt worden. Aus den Beschreibungen geht hervor, dass es sich bei dem Exemplar von Bir Murr II um eine abgebrochene Blattspitze handelt. Die Stücke von Bir Murr I scheinen zwei Stielspitzen der Gruppen D21 und D1 und eine Blattspitze des Typs C4 zu sein. Douglas R. Connor beschreibt das vierte Stück als gestielte, mit Schwingen versehene Spitze mit konvex dreieckigem Körper und einem Stiel, der von der Längsachse mit 30° abweicht. Er bezweifelt die Funktionalität als Pfeilspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist die geringe Pfeilspitzendichte vor allem bei den wenigen spätneolithischen Fundplätzen wie z.B. Bir Murr II, wo eine einzige Pfeilspitze unter 170 Werkzeugen gefunden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezeichneten Altersangaben erlauben eine relativ sichere Zuordnung der Pfeilspitzengruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''Typen im „cattle-keepers“'''|| '''Typen nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - nach 9000 und|| E - 80 - 2|| 18|| Ounan - Harif|| F13, H2, H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||vor 8100 BP||||||gestielt||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8210 +- 70 BP|| E - 79 - 1|| 8|| Ounan - Harif|| H2, H5, H12, H17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8020 +- 70 BP|| E - 80 - 1 - C|| 1|| Ounan - Harif|| F14, H1, H2, H14,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8020 +- 90 BP||||||||H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8290 +- 80 BP bis|| E - 80 - 1 - A|| 62|| Ounan - Harif||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||9360 +- 70 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7610 +- 70 BP|| E - 79 - 2|| 8|| Ounan|| H5, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7780 +- 130 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8130 +- 110 BP|||| 1|| Bou Saada|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7170 +- 80 BP|| E - 79 - 6|| 19|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||1||Beidseitig flächenretuschierte||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Dreieckspitze mit konkaver Basis||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7360 +- 200 BP|| E - 79 - 7|| 2|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8100 - 8000 BP|| E - 80 - 3|| 5|| Ounan - Harif|| H2, H10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 6310 +- 70 BP|| Bir Murr I/II|| 5|| Flächenretuschierte Spitzen|| C4, D1, D21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenfassung Nabta und Kiseiba'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Südost-Ecke der libyschen oder westlichen Wüste Ägyptens hat ca. 500 Pfeilspitzen hervorgebracht.&lt;br /&gt;
- Da sind zunächst die Ounan-Harif-Spitzen, eine heterogene Gruppe von kantenretuschierten Exemplaren, die die Gemeinsamkeit haben, dass konvergierende Linien die Schäftungszone bilden. Dieses Merkmal teilen sie mit rhombischen und blattförmigen Stücken. Teilweise sind auch Druckretuschen zur Verringerung der Dicke zu beobachten.&lt;br /&gt;
Um eine differenzierte Ansprache zu erlauben, wurden die Ounan-Harif-Spitzen gemäß ihrer Silhouetten in verschiedene Gruppen aufgeteilt.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien - H1 oder H10.&lt;br /&gt;
* Zwei geradlinige, konvergierende Linien - H2 oder H17.&lt;br /&gt;
* Zwei konkave, konvergierende Linien - H19.&lt;br /&gt;
* Gemischte konvergierende Linien mit Bildung eines deutlichen Stielchens - H14.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien und ein querschneidiges distales Ende - F18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ounan-Harif-Spitzen sind typisch für die Zeitspanne von vor 9000 BP bis ca. 8000 BP (E-80-2, E-80-3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ounanspitzen sind schon im Kapitel „Abu Tartur“ abgehandelt worden. Die entsprechenden Bewehrungen von Kiseiba und Nabta sind ebenfalls eingeteilt worden in :&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
a.) Ounanspitzen gemäß der Definition Tixiers. Charakteristisch ist das bohrerartig zugespitzte Stielende (hier als H12 eingeordnet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b.) „Abu Tartur Spitzen“ weisen ein Stielende auf, welches aus einer mittels der Kerbtechnik herbeigeführten Bruchfläche besteht. Diese Stücke werden mit H13 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c.) Bei den H5-Spitzen ist die Bearbeitung des Stiels weitergehend, sie umfasst flache Retuschen zur Reduzierung des Bulbus und ebensolche zur Abflachung des Stiels auf der Dorsalseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Häufung dieser gestielten Spitzen ist zwischen ca. 7800 BP und 7500 BP zu beobachten. Aber sie können ebenfalls auf Fundstellen mit Daten von über 8000 BP und unter 6000 BP auftreten. Ob sie nun in diesen frühen und späten Epochen hergestellt worden sind oder ob sie durch Vermischung in die Inventare gelangt sind, sei dahingestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das mittlere Neolithikum Kiseibas und Nabtas sind kleine, kantenretuschierte Dreieckspitzen, auch Nabtaspitzen genannt, typisch.&lt;br /&gt;
Je nach Ausformung der Basis werden sie mit H7, H8 oder H18 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz E-75-8 (untere Schicht) brachte 41 dieser Spitzen hervor, sein Alter wird mit 7100 – 6700 BP angegeben. 19 Stücke stammen vom auf  7170 BP datiertem Fundplatz       E-79-6. Nach den vorliegenden Daten sind sie in dem Zeitraum von ca. 7500 – 6700 BP anzusiedeln. Parallel zu den kantenretuschierten Dreieckspitzen waren in geringer Menge Blattspitzen gleicher Bearbeitungstechnik im Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab ca. 6300 BP tauchen für die nächsten tausend Jahre zweiseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen der Gruppen C1, C2, C3, C4 und D1, D3 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle (A2) von den Fundplätzen E-79-6, E-77-1 und &lt;br /&gt;
E-96-1 sind Oberflächenfunde und schlecht einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Querschneider wie Dreiecke, Trapeze und Segmente kommen schon während der frühesten Besiedlungsphasen vor und finden sich auch noch im ausgehenden Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dakhla==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mut, der Hauptort der Dakhla Oasen liegt auf dem Längengrad 29° Ost und auf dem Breitengrad 25°30’ Nord. Von Tineida im Osten zieht sich ein Grüngürtel von rund 100 km Länge mit Unterbrechungen über Balat, Ismant, Mut und El Qasr bis nach Gharb Mawhub. Von dort führt die Teerstraße parallel zu den Dünenketten der großen Sandsee nach Abu Minqar und weiter nach Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts durchforscht Mary M. A. Mc Donald die Oasen. Sie hat die für diesen Bericht relevanten prähistorischen Kulturen des Holozäns wie folgt eingeteilt :&lt;br /&gt;
* 1.) Masara A, B und C mit Altersangaben von 9180 BP (site 194 Masara B) bis 8170 BP (site 166 Masara A).&lt;br /&gt;
* 2.) Bashendi A mit Daten von 8340 BP (site 228 SH) bis 6380 BP (site 228 C1.1). Für diese Phase wurden 25 Altersanalysen erstellt, 22 davon beziehen sich auf ein Gebiet, dass außerhalb der Oasen, südöstlich von diesen am Fuße des Abu Tartur Massivs liegt.&lt;br /&gt;
* 3.) Bashendi B mit Daten von 6480 BP (site 165) bis 4380 BP (site 277).&lt;br /&gt;
* 4.) Sheikh Muftah mit Daten von 8210 BP (site 108) bis 4310 (site 244).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erscheint als ob die verschiedenen frühholozänen Masara Fundstellen A, B und C praktisch gleich alt seien und sich unterscheiden würden durch das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Baustrukturen und dem Vorkommen von rückengestumpften Lamellen und Klingen bzw. ihr Fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bashendi A schließt an die frühen Kulturen an und hat um 7000 BP seine größte Ausdehnung, mit kurzer Überlappung folgt Bashendi B mit reichen Vorkommen um ca. 6000 BP. &lt;br /&gt;
Die vier Sheikh Muftah Daten verteilen sich über den gesamten Bashendi Zeitraum und weisen ein erstes Datum im Frühholozän, am Ende der Masara Phase auf. Nach den C14- Daten enden Sheikh Muftah und Bashendi B gegen 4300 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die in der mir bekannten Literatur erwähnten und dokumentierten Pfeilspitzen verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Phasen und Fundplätze :'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Masara Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1.) '''263''' Masara A.   Das Alter, die Menge der Pfeilspitzen und die Gesamtwerkzeugmenge sind nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Zwei Pfeilspitzen sind gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitze : Fig. 4.d rough point or arrowhead, Fig. 4.e Ounan- point.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.d   Interessante, randretuschierte Blattspitze, die im proximalen Bereich am linken und rechten Rand jeweils eine Kerbe aufweist, wie sie später in protodynastischer Zeit bei den D42- Spitzen auftreten. Durch die Kerben wird eine Schäftungszone markiert und ein Stiel angedeutet. Das Artefakt erhält die Bezeichnung H21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.e   Wie aus der nicht klaren Zeichnung hervorgeht, handelt es sich entweder um eine H13 Spitze, falls die Modifikationen aus Kantenretuschen bestehen und das Stielende eine Bruchfläche aufweist. Im Falle, dass es sich auf der Dorsalseite um flächige Retuschen handeln sollte, wäre das Exemplar eine H5- Spitze, Auf keinen Fall handelt es sich um eine wie von Tixier definierte Ounanspitze (H12), da der Stiel nicht bohrerartig zugespitzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2.) '''300''' Masara C.   Alter : 8220 BP und 8840 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : elf plus Querschneider.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : a-b arrowheads, im Text Ounan points f. trapeze, g. triangle.  &lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden zwei Spitzen und zwei Querschneider, die Gesamtwerkzeugmenge ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.a-b   Es handelt sich um Ounan- Harif Spitzen mit der Silhouette H19, Ausgangsmaterial waren möglicherweise Abschläge. Das Exemplar a weist eine starke Randretuschierung auf. Die die Schäftungszone bildenden, als Kerben ausgelegten, konvergierenden Linien sind von der Dorsalseite aus angebracht im Gegensatz zu dem Exemplar b, welches eine alternierende Retuschierung des Stielchens aufweist. Die Ränder sind weniger stark modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichartige Pfeilspitzen werden in Nabta und Abu Tartur angetroffen, sie sind typisch für die El Ghorab Phase. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.f   Querschneider vom Typ F2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.g   Querschneider vom Typ F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Angaben und Zeichnungen Fig. 2 und Fig. 4 sind aus „Holocene Prehistory : Interim Report on the 1997 and 1998 Seasons – The Masara sites“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3.) '''308''' Im Text werden 20 kleine Harif- Spitzen von dieser Masara C Fundstelle erwähnt, von denen aber weder Zeichnungen noch Beschreibungen existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altersangaben liegen bei 8710 BP und 8810 BP.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* 4.) '''265''' Von diesem Fundplatz wird eine Serie von kleinen Pfeilspitzen „most with bifacial edge retouch“ gemeldet ohne nähere Präzisionen über Menge und Gruppe der Bewehrungen und ohne exakte Beschreibung der übrigen Werkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 8590 BP bzw. 8480 BP angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zusammenfassung kann für die Dakhla Oasen und die Masara Phase von sechs dokumentierten Pfeilspitzen ausgegangen werden. Davon eine H21, eine H13 oder auch H5, eine H19, eine F16 und eine F13.&lt;br /&gt;
Quantitative Angaben existieren für insgesamt elf mögliche H19- Spitzen und 20 Harif- Spitzen. Mit der Serie kleiner, mit flachen Randretuschen versehener Pfeilspitzen und den Querschneidern wäre von einer Gesamtmenge von ca. 50 Bewehrungen auszugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi A Phase.'''&lt;br /&gt;
Für die Bashendi A Phase existieren einige Zusammenstellungen von Werkzeugen. Die aufgelisteten Fundstellen befinden sich sämtlich außerhalb des Oasen Grünlandes im Südosten von Dakhla, beiderseits der Straße nach Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''387''' Das Alter ist nicht angegeben, die Fundstelle hat 34 kleine, beidseitig      &lt;br /&gt;
flächenretuschierte Bewehrungen mit zwei zugespitzten Enden hervorgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine C1- Spitze wurde gezeichnet (Fig. 4.f). Die nicht gezeichneten Pfeilspitzen dürften den Gruppen C1 und C3 zugeordnet werden können, da sie über zwei Spitzen verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''228''' Alter : von 8340 BP bis 6380 BP, wobei das frühholozäne Datum wohl &lt;br /&gt;
ausgeklammert werden sollte.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : verschiedene&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 93&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : neun Exemplare (Fig. 3. Sahara 4/1991).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.a.) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle, die Schwingenanordnung ist asymmetrisch und ergibt den Hybridtyp A2/A27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.b) E1 groß, Fig. 3.c D1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.d) D12 groß, ein nahezu identisches Stück ist von Abu Tartur Fundplatz 1005/83 bekannt (6420 +- 60 BP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.e) D39, Fig. 3. f-g C1, Fig. 3. h.i H5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) '''228''' A site Cluster 1   Alter : 7200 BP bis 6380 BP.&lt;br /&gt;
* Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 11,9% oder 12 Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) '''228''' A Site Combo (Cluster 3 und 4 sowie Mound site).                                                                          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht die Vermutung, dass diese Fundstelle identisch mit der schon behandelten Fundstelle 228 ist, da die Anzahl der Pfeilspitzen, der Kerben und der gezähnten Stücke, der Kratzer, der Messer, der retuschierten Stücke und der Meißel gleich ist. Lediglich bei den Bohrern, den Kombinations- Werkzeugen und den Varia bestehen Unterschiede sowie auch in der Gesamtmenge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) '''228''' A site Shake Hole. Alter : von 8340 bis 6480 BP.&lt;br /&gt;
* Die Anzahl der Pfeilspitzen beträgt 30. Weitere spezifische Angaben werden nicht gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) '''174''' (30/450-F8-3) Alter : 6900 BP&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 54.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : es gibt sieben Typen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* a.) Aus Lamellen hergestellte Pfeilspitzen mit beidseitig flächenretuschierte Stielen aber ansonsten durch einseitige Kantenretuschen modifiziert.&lt;br /&gt;
* b.) Kleine Dreieckspitzen mit konkaver Basis und einigen Kantenretuschen (Bou Saada).&lt;br /&gt;
* c.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen.&lt;br /&gt;
* d.) Asymmetrische Spitzen mit Kantenretuschen.&lt;br /&gt;
* e.) Aus Lamellen hergestellte Blattspitzen mit zwei zugespitzten Enden und mit zweiseitigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* f.) Blattspitzen mit beidseitiger flächiger Retusche.&lt;br /&gt;
* g.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen mit Schwingen und Widerhaken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Foto Fig. 7.1. in „Neolithic Cultural Units and Adaptations in the Dakhleh Oasis“ zeigt die beschriebenen Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Sie korrespondieren mit den Bezeichnungen :&lt;br /&gt;
* a.) Zwei Exemplare H16.&lt;br /&gt;
* b.) Zwei Exemplare H8.&lt;br /&gt;
* c.) Ein Exemplar D2 und eine rhombische Spitze E2.&lt;br /&gt;
* d.) Die Stücke sind nach dem Foto nicht einzuordnen.&lt;br /&gt;
* e.) Ein Exemplar H5 und ein Exemplar H2.&lt;br /&gt;
* f.) Zwei Exemplare C1.&lt;br /&gt;
* g.) Jeweils ein Exemplar D13 und D49.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe der Fundstelle ist eine 47mm lange Dreieckspitze mit zentraler Kehle von der Oberfläche aufgesammelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Third report on lithic industries in the Dakhleh Oasis“ 1982 sind von weiteren Fundplätzen Pfeilspitzen gezeichnet oder abgelichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So eine nach Mc Donald 6a Spitze von 32/390-D2-2 was nach Hugot eine H1- Spitze sein würde (Fig. 7.d.).&lt;br /&gt;
Plate XIII zeigt von Fundplatz 31/420-P5-1 vier D26- Spitzen mit treppenförmigen Stiel sowie vier Blattspitzen mit zum Teil gerundeten Basen und beidseitigen flachen Randretuschen, drei Exemplare sind unter H4 und eine unter H1 zu klassieren.&lt;br /&gt;
Plate XV zeigt verschiedene neolithische Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Foto a. sind eine C1- Spitze, eine gezähnte C6- Spitze und vier C3- Spitzen zu sehen, sie werden als Type 6b bezeichnet.&lt;br /&gt;
Foto b. zeigt ebenfalls Blattspitzen und zwar drei C4- Spitzen, eine gezähnte C6- Spitze, eine ebenfalls gezähnte C9- Spitze mit gerundeter Basis und eine C- Spitze mit einem abgebrochenen Ende. Diese Bewehrungen werden bei Mc Donald unter der Bezeichnung 6c geführt.&lt;br /&gt;
Auf Foto c. sind verschiedenartige Stielspitzen und ein asymmetrisches Stück vorgestellt. Nach Hugot sind es zwei D1- Spitzen, eine D3- Spitze, eine D18- Spitze und zwei D28- Spitzen. Das asymmetrische Exemplar ist eine I3- Spitze. Die Stielspitzen werden in dem Bericht mit 6d. bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto d. zeigt sieben grob flächenretuschierte Blattspitzen, hier 6e genannt, davon drei mit stark gerundeten Basen und eine mit angedeutetem Stiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewehrungen dieser Art sind von den benachbarten Fundkomplexen wie Lobo, Djara, Eastpans oder Abu Tartur nicht bekannt, es wäre daher interessant das Begleitmaterial und die Fundbedingungen zu kennen.&lt;br /&gt;
Ich würde, ohne sicher zu sein, dieses Stück nicht dem Neolithikum sondern einem späten Aterien zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesamtvolumen der Dakhla- Pfeilspitzen des Bashendi A Komplexes kann nur geschätzt werden. Die Typologien der aufgelisteten Fundplätze ergeben 223 Pfeilspitzen bei 799 Werkzeugen, das sind 27,9 % der Gesamtwerkzeugmenge. Zählt man die Fundstelle 228 und A site Combo als eigenständige Plätze so ergeben sich 316 Bewehrungen bei 1029 Werkzeugen und ein prozentualer Anteil von 30,7.&lt;br /&gt;
Hinzu kommen die 34 dokumentierten Spitzen von Plate XIII und Plate XV, so dass von ca. 350 Bashendi A- Pfeilspitzen ausgegangen werden kann. Würden die hier nicht erwähnten kleineren Fundplätze und die Einzelfunde berücksichtigt, könnte die Gesamtmenge wesentlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi B Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''271''' Alter : 6360 BP und 6280 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den üblichen Blattspitzen der Typen C1, C3 und C4 werden für diese Phase jedoch nicht ausdrücklich für diesen Fundplatz jeweils eine D31- Spitze, eine D25- Spitze und eine D19- Spitze vorgestellt (Sahara 4/1991 Fig. 5.). Eine zeitliche Einordnung dieser Stielspitzen ist daher nur im groben Raster möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''385''' Das Alter ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : vier, gezeichnet wurden drei Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen, eine vom Typ C4 (a.) und eine vom Typ C3 (c.). Die dritte Pfeilspitze (b.) ist vom Typ H1 mit einseitigen flachen Randretuschen. (Holocene Prehistory : Interim Report on the 1999 Season Fig. 4.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt sind circa 20 Bashendi B Fundstellen angegeben allerdings, mit Ausnahme von 271 und 385, ohne Werkzeug- Auflistung und ohne Angaben der Anzahl der Pfeilspitzen, möglicherweise weil die Fundmenge keine Erstellung von Typologien erlaubten und Pfeilspitzen nur in geringen Mengen gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Sheikh Muftah Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine einzige Sheikh Muftah Fundstelle nämlich 31/420-P6-1 ist typologisch ausgewertet worden. Sie enthält neben den Varia lediglich vier Werkzeuggruppen und keinerlei Bewehrungen. Allerdings werden in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ 2002 zwei Stielspitzen und zwei Querschneider aus der Sheikh Muftah Phase vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 1.&lt;br /&gt;
* j) Zeigt eine langstielige, mit Widerhaken versehene D9- Spitze.&lt;br /&gt;
* k) Ist eine sehr schlanke D19- Spitze.&lt;br /&gt;
* l-m) Sind zwei Querschneider vom Typ F13, die zusammen mit dreieckigen Exemplaren der Gruppe F4 auf dem Fundplatz 136 vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrer Magisterarbeit stellt I. Teubner aus Berlin insgesamt 55 Bewehrungen der Sheikh Muftah Phase vor, davon rund 40 vom Fundplatz 136. Da gute Zeichnungen vorliegen können die Pfeilspitzen wie folgt klassifiziert werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Typ'''|| '''Anzahl'''|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D1|| 2|| 135&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D2||1||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D3||6||404, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D18||3||105, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D19||2||135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F4||10||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F10||20||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F14||2||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I3||3||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I9||1||404&lt;br /&gt;
|-|-&lt;br /&gt;
||Nicht identifiziert||5||404, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''55'''||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell sind auch die Pfeilspitzen der Sheikh Muftah Phase nicht sehr häufig. Größere Blattspitzen mit groben Flächenretuschen kommen noch vor aber Stielspitzen, häufig mit Widerhaken und leichter Zähnung sind neben langschmalen trapezförmigen und dreieckigen Querschneidern der Typen F10, F4 und F14 die bevorzugten Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der in den Dakhla Oasen und der Südwestecke des Abu Tartur Massivs durch Zeichnungen und Fotos dokumentierten Pfeilspitzen beträgt für die Masara Plätze sechs Exemplare, Bashendi A ergibt 57 Stücke, Bashendi B sieben Artefakte und Sheikh Muftah 57 Bewehrungen. Zusammengenommen sind es 127 Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Die im Text genannte und zum Teil aufgelistete Menge dürfte bei ca. 426 Exemplaren liegen. Eine genaue zeitliche Zuweisung ist nur für wenige Exemplare möglich z.B. Masara C Fig. 2.a-b zeigt zwei H19- Spitzen mit einem Alter von 8840 BP – 8220 BP. Dieses entspricht dem Alter ähnlicher Ounan-Harif- Spitzen der El Ghorab Phase in Kiseiba oder die Blattspitzen der Gruppen C1, C3 und C4 des Fundplatzes 271 (Bashendi B) deren Alter sehr genau mit 6360 BP bzw. 6280 BP angegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi A Fundplätze'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''387'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''228'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site cluster 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site SH'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site Combo'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''174 30/450-F8-3'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 42,0&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 11,9&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 14,9&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 40,4&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 22,6&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 44,6&lt;br /&gt;
|| 46&lt;br /&gt;
|| 22,9&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 21,3&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 23,5&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 10,6&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 13,9&lt;br /&gt;
|| 110&lt;br /&gt;
|| 54,8&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 10,9&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombi- Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,2&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 6,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 3,0&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,9&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,6&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,7&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 18,9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 16,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3,0&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,6&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''81'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''217'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''101'''&lt;br /&gt;
|| '''100,3'''&lt;br /&gt;
|| '''201'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''230'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi B- und Sheikh Muftah- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 271'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 385'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Sheikh Muftah 31/420-P6-1'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
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|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| 8,8&lt;br /&gt;
|| 35&lt;br /&gt;
|| 21,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
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|| 1&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
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|| 3&lt;br /&gt;
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|| Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Microburin&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Awls&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretusche&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''127'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''194'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''164'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Masara- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''85 Masara A'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''263 A Masara A'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''194 Masara B'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''264 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''300 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''308 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''260 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''265 Masara C'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alter&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7730&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8700&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8200&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8600&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8600-8500&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuggruppen&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I Kratzer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 16&lt;br /&gt;
|| 14,3&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 9,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 50,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| II Bohrer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 12,1&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 12,8&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 10,5&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| III Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 22,2&lt;br /&gt;
|| 75&lt;br /&gt;
|| 67,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VI Rück. Lamellen*&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 59,2&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VII Kerben&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 8,2&lt;br /&gt;
|| 27&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 11,6&lt;br /&gt;
|| 48&lt;br /&gt;
|| 24,1&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 17,4&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 26,3&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 47,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VIII Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| IX Geom. Mikro.**&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 12,2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,5&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 20,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| X Microburin&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 7,0&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| XI Verschiedene&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 3,6&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 33,2&lt;br /&gt;
|| 16&lt;br /&gt;
|| 18,6&lt;br /&gt;
|| 28&lt;br /&gt;
|| 40,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 10,5&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 31,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''49'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''63'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''86'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''70'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''57'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   *   VI   Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
*   ** IX   Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Merimde beni-Salam==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde beni-Salam liegt westlich des Rosetta-Arms des Nils auf ehemaligem Wüstenboden. Heute ist das Gebiet zwischen Nil und der Giza-Alexandria Straße für die Landwirtschaft erschlossen worden. Von Kairo sind es ungefähr 60 km in nordwestlicher Richtung.&lt;br /&gt;
Bekannt wurde Merimde ab 1928 durch die Arbeiten von Hermann Junker, dem Entdecker des ausgedehnten Siedlungsareals.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Arbeiten ging jedoch in den Wirren des 2. Weltkriegs verloren und ein endgültiger Bericht wurde nie vorgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter dieser frühen unterägyptischen, bäuerlichen Niederlassung wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 4880 BC bis 4230 BC angegeben. Von den Driesch und Boessneck ( 1985 ) datieren Merimde zwischen 5890 BP und 5440 BP. Breunig ( 1987 ) gibt für die untere Schicht ein Alter von 3940 bis 5840 BP an. Auf der Liste der Radiocarbon Daten der Universität zu Köln ( B.O.S. und ACACIA Projekte ) wird Merimde auf ca. 5900 bis 5600 BP oder auf ca. 4800 bis 4430 BC cal. datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979 veröffentlichte Josef Eiwanger seinen Bericht über die „Geschossspitzen aus Merimde“. Die Arbeit stützt sich auf neuere Grabungen, berücksichtigt aber auch das Material und die Vorberichte von H. Junker. Insgesamt werden 61 große Dreieckspitzen der Typen A2, A27, A25 und A28 vorgestellt mit Gewichten von ca. 3g bis ca. 15g.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiteren Arbeiten werden ferner Querschneider ohne weitere Spezifikationen und eine Stielspitze mit einem seitlichen Kerbenpaar ( D31 ) aus der Urschicht, sowie eine D33-Spitze mit flachen Randretuschen aus Schicht IV vorgestellt. Von der Oberfläche sind drei weitere Stielspitzen aus den Zeiten H. Junkers bekannt. Letzterer stellt 1928 in seinem Bericht über &lt;br /&gt;
die archäologischen Arbeiten im Westdelta auf Tafel 16 sieben typische „Merimdespitzen“ vor, die er libysche Pfeilspitzen nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in Merimde so variieren auch in Abu Tartur und den angrenzenden Gebieten die Gewichte der großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle stark und liegen hier bei ca. 1,9g bis ca. 17,5g. Das Gleiche gilt für die großen Stielspitzen der Typen D3 und D4, die außer in Abu Tartur in der westlichen Wüste äußerst selten gefunden wurden. Aus dem Niltal und der übrigen Sahara liegen nur wenige vergleichbaren Stücke vor. Bekannt ist eine Großspitze aus dem Fayum, eine weitere wurde von H. Junkers in Merimde gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke J. Eiwangers überschwere Pfeile aus der deckunggebenden Ufervegetation heraus aus sehr kurzer Distanz auf  große Beutetiere abzuschießen ist einleuchtend. Die einschlägige Forschung geht sicherlich bei Pfeil und Bogen, auch im prähistorischem Kontext nur von einer Fernwaffe aus, was im Prinzip sehr berechtigt ist. In Ausnahmefällen allerdings, wie bei speziellen Jagdtechniken oder aber im Verdrängungskrieg um Weiden und Wasserstellen könnte ein schwerer Pfeil mit kurzer Flugbahn im Kampf Mann gegen Mann von Vorteil sein. Auf  Felsbildern im Tassili sind derartige Szenen bewegt und eindrucksvoll dargestellt aber auch aus Südafrika sind ähnliche Auseinandersetzungen im Bild festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Liste A auf den Seiten 73 und 74 sind die großen, gekehlten Dreieckspitzen, beidseitig flächenretuschiert, aufgeführt.&lt;br /&gt;
34 Stücke, es sind bis auf eine Einzige Oberflächenfunde, wurden von H. Junker ab 1928 publiziert. Die 17 von J. Eiwanger während der Grabungskampagne 1978 gefundene Stücke verteilen sich auf die Oberfläche ( 5 Exemplare ), die Phase IV ( 11 Exemplare ) und die Phase V ( 1 Exemplar ). Weiterhin sind noch 10 Spitzen, sämtlich von der Oberfläche, genannt. Das bekannte Gesamtinventar kann somit in 48 Oberflächen-Fundstücke und 13 aus Schichten stammenden Funden eingeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sein Diagramm Abb. 3 gliedert der Autor die Pfeilspitzen in breite ( B ), normale ( N ) und schmale ( S ) Stücke und die Schäftungskehle in tiefe ( T ), normale ( N ) und flache ( F ). Um dieses graphisch sichtbar zu machen, werden in einem Koordinatensystem auf der Ordinate das Verhältnis von Länge zu Breite ( a : b ) und auf der Abszisse das Verhältnis der Länge zwischen Kehlenende und dem distalen Ende zu der Breite der Pfeilspitze in Höhe des Kehlenendes ( A : B ) eingetragen. Die Auswertung der Merimdespitzen ergibt für die ältere Phase IV hauptsächlich breite bis normale Stücke mit flachen bis normalen Kehlen ( BF, NF, NN ). Tief ausgekerbte und schlanke Artefakte sowie die Spitzflügel, wie sie auch aus dem Fayum bekannt sind, kommen in Phase V und einer darüber liegenden erodierten Schicht vor. Besonders die tief ausgekerbten Spitzflügel stellen einen technischen Fortschritt dar, indem sie die Wirkung einer großen Aufpralllänge, gegeben durch die Breite b, bewahren und durch Materialreduzierung das Gewicht senken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siwa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siwa, die Oase im nordwestlichen Ägypten, nahe der libyschen Grenze hat für mich, wahrscheinlich bedingt durch die isolierte Lage oder auch durch das Orakel des Amontempels etwas Mystisches, Geheimnisvolles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Mittelmeer, nach Marsa Matruh sind es, der „Straße“ folgend, rund 300 km. Verbindungen nach Südosten zu den Bahariya Oasen oder nach Osten ins Fayum werden durch abenteuerliche Pisten gewährleistet oder auch nicht, wie schon das frühe Beispiel des Kambyses und seiner Perserarmee zeigt, sie sind nie angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf prähistorische Vorkommen ist das Gebiet von Siwa und den benachbarten Oasen Um el Hiyus, Gara, El Arag und Sitra von Fekri A. Hassan Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und von den B.O.S. Expeditionen (R. Kuper, E. Cziesla) in den 80er Jahren wissenschaftlich untersucht worden.&lt;br /&gt;
Die Hauptbesiedlungsphasen scheinen epipaläolithisch und frühneolithisch gewesen zu sein, bezieht man sich auf das von Fekri A. Hassan vorgestellte Fundmaterial, welches hohe Anteile an Rückenstumpfungen und Meißeln aufweist.&lt;br /&gt;
Die B.O.S. Fundstelle 85/05-4, mit 356 m² etwas größer als weitere Plätze in Sitra, ist gemischt. Sie führt ebenfalls rückengestumpfte Lamellen und Langschmale Dreiecke aber auch einige flächenretuschierte Artefakte jüngeren Datums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorkommen von Pfeilspitzen in den Siwa- Oasen beschränken sich auf wenige flächenretuschierte Exemplare. Ounanspitzen sind sehr selten, Ounan-Harif-Spitzen und damit verwandte Stücke werden von Site 75/27 in Gara gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der mir zur Verfügung stehenden Literatur ergibt sich folgendes Bild :&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Ounan-Harif-Spitzen beträgt sicher zehn, das sind die gezeichneten Exemplare und wahrscheinlich 39, das sind sämtliche Pfeilspitzen der Tafel 5.1 in  „Resources and Subsistence during the Early Holocene at Siwa Oasis, Northern Egypt“ von Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Exemplare sind datiert, das Alter von 8219 +- 73 BP fällt zusammen mit dem Ende der El Ghorab Phase im äußersten Südwestzipfel der östlichen Wüste Ägyptens, dort wurden gleichartige Bewehrungen beobachtet.&lt;br /&gt;
Die teilweise flächige Bearbeitung findet durchaus Parallelen in Kiseiba, Nabta und Abu Tartur.&lt;br /&gt;
Auch die Stücke a und d (Fig. 7 Artifacts from Gara Oasis site 75/27) passen gut als frühe flächig retuschierte Stielspitzen in den allgemeinen Rahmen. Ein weiteres Beispiel ist die D21- Spitze von Sitra 85/5 (Abb. 1/3 in Cziesla 98), die in Silhouette und Bearbeitungstechnik der Spitze a site 75/27 sehr ähnlich ist und die in den Zeithorizont um ca. 8200 BP fällt.&lt;br /&gt;
Weitere datierte Exemplare aus Dakhla und Abu Tartur erhärten den Befund, dass flächig retuschierte Stielspitzen am Ausgang des 9. Jahrtausend vereinzelt auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen nach Fundorten innerhalb der Siwa- Oasen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplatz&lt;br /&gt;
|| Anzahl der&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gefunden&lt;br /&gt;
|| Anzahl der &lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gezeichnet&lt;br /&gt;
|| Alter BP&lt;br /&gt;
des&lt;br /&gt;
Fundplatzes&lt;br /&gt;
|| Klassifikation&lt;br /&gt;
nach Hugot*&lt;br /&gt;
|| Literatur-&lt;br /&gt;
hinweise&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/31&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/24&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/27&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 8219+-73&lt;br /&gt;
|| D1, D21, 2xH1, &lt;br /&gt;
5xH4, 1 Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 7 a-j&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/24A2 &lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/05-4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D3, D33, H10&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/09&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| H12, H5&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| G1&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/07&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D33&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| ca. 8200&lt;br /&gt;
|| D21 nach 19&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/15&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D18 langstielig&lt;br /&gt;
D44, 2xC1&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 f-i&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus&lt;br /&gt;
Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD19 langstielig&lt;br /&gt;
C3, D44,&lt;br /&gt;
C Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 a-e&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/12&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.3 b&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa Slg. Bates&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D21 schlank&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98&lt;br /&gt;
Abb. 1/4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 83/11-2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Blattspitzen&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Südl. Des Sitra-&lt;br /&gt;
Sees&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD18&lt;br /&gt;
1xD42&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98,&lt;br /&gt;
Abb. 1/12, 13, 14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa&lt;br /&gt;
ohne weitere&lt;br /&gt;
Präzision&lt;br /&gt;
|| 102&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 11xC4&lt;br /&gt;
11 Ounan-Harif-Spitzen&lt;br /&gt;
der Typen H10 und H14,&lt;br /&gt;
60 Stielspitzen des &lt;br /&gt;
Typs D19 und D18,&lt;br /&gt;
19xC1 oder C3,&lt;br /&gt;
1xE3&lt;br /&gt;
|| Mc. Burney&lt;br /&gt;
1955&lt;br /&gt;
Seiten 254 - 257,&lt;br /&gt;
Fig. 35, 36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''&amp;gt; 163'''&lt;br /&gt;
|| '''50'''&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *&lt;br /&gt;
-Die C4- Spitzen weisen flächige Randretuschen auf, vor allem die Schäftungszonen sind beidseitig modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Schäftungszonen der Ounan- Harif- Spitzen „shanked blades“, wie Mc. Burney sie nennt, sind ebenfalls durch flache, beidseitige Retuschen bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die sehr schlanken Stielspitzen der Gruppen D18 und D19 mit einem Koeffizienten B/L von 0,20 bis 0,35 sind relativ jung. Für Djara werden sie von K. Kindermann bei ca. 6000 BP angesiedelt. („The Holocene Occupation of the Eastern Sahara, Regional Chronologies and Supra- regional Developments in four Areas of the Absolut Desert“ in Gezeiten der Wüste, Herausgeber R. Kuper 2002 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundort&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Um el Hiyus&lt;br /&gt;
a) 75/5 b) 75/31&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Gara&lt;br /&gt;
a) 75/24 b) 75/27&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | El Arag&lt;br /&gt;
a) 76/4 b) 76/24A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 32&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 28,1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 88&lt;br /&gt;
|| 17,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte&lt;br /&gt;
Klinge u. Abschläge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 53,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 14,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 25,0&lt;br /&gt;
|| 72&lt;br /&gt;
|| 32,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 128&lt;br /&gt;
|| 25,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. Zähnungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7,7&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 27,3&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 9,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 10,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 12,5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 20,5&lt;br /&gt;
|| 73&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Seitenschaber&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 18,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 42&lt;br /&gt;
|| 8,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endstumpfung&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 0,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Spitzen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 0,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Zweiflächner&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Andere&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''69'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|| '''64'''&lt;br /&gt;
|| '''100,2'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''221'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''494'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987&lt;br /&gt;
Table 5.1 Tool classes from Holocene Sites in the Siwa Oasis Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahariya==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptort der Bahariya Oasen, Bawiti, liegt ungefähr 180 km nordöstlich von Farafra entfernt, und von den Pyramiden in Giza sind es rund 370 km in südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stahlwerke von Heluan werden über eine Eisenbahnstrecke mit dem Eisenerz der Gruben von Bahariya versorgt. Die submarine Exhalations- Lagerstätte deckt den ägyptischen Inlandbedarf.&lt;br /&gt;
Der wunderschöne Rosengarten in der Iron-Mine-City dürfte der einzige in der westlichen Wüste sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erforschung holozäner Besiedlung scheint nicht weit fortgeschritten zu sein. Lediglich Fekri A. Hassan erwähnt einige einseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen an einigen Plätzen in „Archaeological explorations at Bahariya Oasis and the Western Delta“1979. Angaben zur Silhouette der Bewehrungen sind nicht gemacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Farafra==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Farafra liegt rund 500 km in nordwestlicher Richtung von den Kharga Oasen entfernt, falls der Weg über Mut genommen wird. Von Giza über Bawiti sind es ca. 550 km nach Südwesten. Kleiner als die Kharga und Dakhla Oasen hatte sich Farafra lange Zeit seine Ursprünglichkeit bewahrt. Gerne erinnere ich mich an die Gastfreundlichkeit und den herrlichen Garten des Homda, Bürgermeister würden wir ihn nennen. Dieser kühle, schattige Platz hat ein wenig von dem Paradies, wie es im Koran beschrieben ist, ohne die Jungfrauen allerdings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon sehr früh im Holozän brachte die Region um Farafra pflanzliche Taxa hervor, wie z.B. Sorhum sp., Getaria, Brachiaria, Panicum und Echinochloa colona. Auch Schaf und Ziege sind sehr früh vertreten wie Daten von 7251 +- 67 BP und 7110 +- 50 BP belegen.&lt;br /&gt;
Obwohl Behausungsstrukturen ausgegraben worden sind, ist bislang sehr wenig Töpferware gefunden worden. (Ein Bruchstück von site HV – 2).&lt;br /&gt;
Verbunden mit den archäologischen Aktivitäten sind die Namen von Barbara E. Barich, Fekri A. Hassan, A.G. Fahmy, A. Gautier, G. Lucarini und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Auswertung des lithischen Inventars noch nicht abgeschlossen ist, sollen hier lediglich die bis jetzt veröffentlichen Pfeilspitzen behandelt werden. So werden in „Archaeology of  Farafra Oasis (Western Desert Egypt) A Survey of the most recent Research“ von B.E. Barich und G. Lucarini folgende Bewehrungen vorgestellt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' Farafra Oasis, Hidden Valley Village, Lithic industry. Drei Blattspitzen, davon ein Exemplar C6 mit vollständiger, beidseitiger Flächenretuschierung, zwei Exemplare vom Typ C3 mit einseitiger, vollständiger Flächenretuschierung, die Ventralseite weist eine teilflächige Retuschierung auf.&lt;br /&gt;
Eine H13- Spitze mit leichten Retuschen am linken, distalen Rand. Gezeichnet sind weiter gekerbte und gezähnte Stücke mit den obligatorischen harten Kantenretuschen sowie ein Schaber und ein Messer mit flachen Randretuschen. Der Zeithorizont ist ca. 7100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8''' Farafra Oasis, Hidden Valley Area, Late neolithic bifacial artifacts. Zeigt drei Blattspitzen der Gruppen C1 und C3 wovon eine beidseitig flächenretuschiert ist, die zwei anderen sind auf der Ventralseite lediglich in der Schäftungszone flächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden gezeichnet ein side-blow-flake, drei Messer und ein Schaber- Kratzer. Diese Werkzeuge haben ein Alter von 5950 BP Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klärungsbedarf besteht für die Ounan-Arif-Spitzen vom spätneolithischen Fundplatz Sheikh el- Obeiyid und für eine weitere typisch beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze, welche an den Ounan-Arif Typ erinnert und welche auf  „Playa I“ in der Rajih Region auf einem Platz mit Klingenindustrie gefunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebel Kamil==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebel Kamil ist nach der Beschreibung von Joachim Hahn, dessen Bekanntschaft ich in Abu Tartur machen durfte, ein konischer Hügel, der sich rund 100 m über die umgehenden Dünenfelder erhebt und so eine weithin sichtbare Landmarke bildet. Er liegt südsüdöstlich des Gilf Khebir in der Nähe der ägyptisch- sudanesischen Grenze.&lt;br /&gt;
In seinem Artikel „Neolithic Settlement Patterns in the Gebel Kamil Area, Southwest Egypt“ beschreibt J. Hahn neolithische Fundplätze, von denen einige Pfeilspitzen aufweisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28''' ist eine der größten Fundstellen der Gegend, als mögliche Bewehrungen kommen Segmente, Trapeze und Dreiecke in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28-1'''  ist eine datierte Fundstelle mit Altersangaben von ca. 4300 BP bis 4600 BP. Auch hier sind die Pfeilspitzen- Bewehrungen auf Querschneider wie Trapeze, Dreiecke und eventuell Segmente beschränkt. Gezeichnet wurden drei Dreiecke, zwei Trapeze und vierzehn Segmente. Die Dreiecke entsprechen dem Querschneider Typ F4, die Trapeze den Gruppen F10 und F11. Zum Teil sind die Artefakte sehr klein wie das Dreieck 83/28-1 Nr. 4 mit einer Höhe von 8mm und einer Schneidenlänge von 7mm. Das Trapez 83/28-1 Nr. 9 hat die Höhe von 7mm, die kleine Schneide misst 3mm, die große 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''85/67''' ist der dritte Fundplatz von welchem Pfeilspitzen vorgestellt werden. Außer den Querschneidern vom Typ F16, F4, F10 und F14, es sind sieben Exemplare gezeichnet, kommen nicht näher beschriebene zweiseitig flächenretuschierte Spitzen vor, die aber kaum Pfeilspitzen sein dürften, da sie im Zusammenhang mit Handäxten, groben Abschlägen und Levallois- Kernen genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fig. 6 gibt J. Hahn Querschneider für die Fundstellen K25, 85/67 und 85/58 an, Trapeze und Dreiecke für 83/28 und 85/58, Trapeze ohne Dreiecke für 85/67.&lt;br /&gt;
Der Fundkomplex Gebel Kamil wird in den Zeithorizont vom 4. bis zum 6. Jahrtausend BP gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die große Sandsee==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Oase Siwa im Norden bis zu den Ausläufern der Sandsteinmasse des Gilf Kebir im Süden erstreckt sich die große Sandsee auf einer Breite von ca. 100 km bis 300 km westlich der libysch- ägyptischen Grenze.&lt;br /&gt;
Die archäologischen Untersuchungen wurden von der Universität Köln und dem Heinrich Barth Institut durchgeführt, sie waren im Besonderen auf die Gebiete um Abu Minqar, Regenfeld, Ain Dalla und die Glasregion konzentriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Regenfeld'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regenfeldfundstellen liegen nördlich und südlich des 25. Breitengrads Nord und östlich des 27. Längengrads Ost. Benannt wurde die Region im Jahre 1873 von Gerhard Rolfs wegen der starken Regenfälle, die ihn auf seiner Expedition überraschten. &lt;br /&gt;
Die ältesten Vorkommen, Regenfeld A, weisen ein Alter von über 9000 BP auf und enthalten keinerlei Pfeilspitzen oder geometrische Mikrolithen, die als Bewehrungen angesprochen werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das darauffolgende Regenfeld B mit einem Alter von ca. 8700 BP produzierte neben langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Artefakten auch eine rückengestumpfte Blattspitze vom Typ H1 und zwei Trapeze mit gestumpfter, leicht gekehlter kleiner Seite, die im gleichaltrigem Kontext auch in Westpans 85/52 gefunden worden sind und die als mögliche Bewehrung die Bezeichnung F20 erhalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem folgenden Zeitabschnitt von ca. 8300 BP bis 7800 BP wurden keine Bewehrungen gefunden, langschmale Dreiecke, rückengestumpfte Lamellen und eine Kerbklinge bestimmen das Inventar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngsten Phase, Regenfeld D, von ca. 7700 BP ( 87/2 ) bis 7000 – 6500 BP ( 96/19 ) erscheinen neben klassischen Bewehrungen der Typen F4 und F13 auch flächenretuschierte Artefakte. Dabei handelt es sich unter anderem um große, beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen. Zwei dieser Stücke sind gezeichnet worden, eine davon, die Längere, hat die ungefähren Abmessungen L = 78 mm, B = 28 mm und Dicke = 8,3 mm. Diese Dimensionen sind vergleichbar mit denen der großen Blattspitzen von Abu Tartur, welche Längen zwischen 70 mm und 91 mm und Gewichte von 8,7g bis 14,2g aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können ebenso wie die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle und die großen Stielspitzen als Pfeilspitzen eingesetzt werden und mit Erfolg von einem Bogen verschossen werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der querschneidigen Bewehrungen von Regenfeld wird auf zehn geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Glasregion'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein gezieltes Ausbeuten der Rohstoffquellen, des libyschen Wüstenglases oder Lechatelierit zu erschweren, sind genauere Hinweise auf die Lage der Fundgebiete nicht angegeben.&lt;br /&gt;
Die größte Fundstelle, 81/61, wird auch nach dem Entdecker „Willmanns Camp“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwei Schnitten wurden insgesamt 1934 Werkzeuge, davon 250 Mikrolithen, zu Tage gefördert. Die verschiedenen C14- Analysen ergeben Resultate von ca. 8000 BP bis ca. 5700 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flächenretuschierte Artefakte sowie Pfeilspitzen fehlen in den Inventaren. Als mögliche Bewehrungen kommen Trapeze und Dreiecke in Frage. Sechs Dreiecke und 21 Trapeze sind gezeichnet worden und fallen unter die Typen F4 und F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ain Dalla'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am östlichen Rand der großen Sandsee, etwa nördlich von Abu Minqar und nordwestlich von Farafra liegt der Brunnen von Ain Dalla.&lt;br /&gt;
Ein spätneolithischer Fundplatz scheint 85/15 zu sein. Die zwei dort gefundenen Stielspitzen sind sehr schlank und gehören zu den Typen D19 und D49. Die Ränder der D19- Spitze sind sehr leicht konvex ausgebildet, nicht genug um als D18 klassiert zu werden. Die Widerhaken der D49- Spitze sind sehr klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 85/26 mit einem Alter von ca. 8610 BP produzierte eine Ounanspitze vom Typ H12 und auf dem dritten, circa 8460 BP alten Ain Dalla Fundplatz 85/28 – 1 wurden eine  H5- Spitze und zwei Dreieckspitzen vom Typ H7 gefunden. Letztere passen normalerweise nicht zu den vorherrschenden Rückenstumpfungen, die für das Inventar charakteristisch sind, sie sind eher für das mittlere Neolithikum typisch. Die primitive Ausführung könnte sie allerdings dem Fundplatz zugehörig erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Gerara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von Abu Gerara liegen zwischen Djara im Norden und den Eastpans im Süden, nach Südwesten befinden sich die Vorkommen der Dakhla Oasen und nach Südosten sind es die Plateau- Plätze und Playakonzentrationen von Abu Tartur. Zwischen dem Abu Tartur Massiv und den Abu Gerara Schichtabbrüchen liegen ein mit Kalksteinhügeln durchsetztes Gelände, zwei große Depressionen sowie eine kleine mit dem Fundplatz 00/59, an dessen Exploration ich mitarbeiten konnte. Nördlich der Schichtstufen kommen weitere Kalksteinhügel vor, dann nach rund 25 km geht das Gelände in eine Hamada über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchungen, die zur Zeit von der Kölner Universität durchgeführt werden, sind noch nicht beendet. So werden lediglich einige Fundstellen, von denen schon endgültige Ergebnisse vorliegen, berücksichtigt. In „Abu Gerara : Mid- Holocene sites between Djara and Dakhla Oasis (Egypt)“ Heiko Riemer 2003 wird die Fundstelle 98/5 vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''98/5''' Fundstelle im Hügelland nördlich der Schichtstufen. Der Fundplatz ähnelt in seiner Anlage stark den Vorkommen auf dem Abu Tartur Plateau. Ein tief gelegenes Becken ist umrahmt von bis zu elf Metern hohen Hügeln, die einen guten Schutz gegen den Nordwind abgeben. Von den Hügeln laufen Regenrinnen ins Beckentiefste. Dort hat sich ein terra rosa Boden gebildet, der gepanzert durch das Artefaktenmaterial und gehärtet durch erhöhten Phosphateintrag teilweise der Deflation standgehalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden 75 retuschierte Werkzeuge geborgen, davon 16 Pfeilspitzen, die mit 21,3 % den größten Anteil stellen, gefolgt von Seitenkratzern und gezähnten Stücken. Weitere Artefakte sind Bohrer, side-blow-flakes, blattartige Messer und Vorstufen dazu, sowie Sichelblätter und Dexel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei C14 Analysen datieren 98/5 auf 6600 Jahre BP. Dies ist einer der nicht zu großen Fundplätze, die ein weitgehend unvermischtes Inventar mit einem bestimmten Alter aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8'''  zeigt unter anderem zwei Blattspitzen mit teilflächiger Retuschierung. Die Nr. 5 hat eine klassische C3 Silhouette während Nr. 6 eine deutlich gerundete Schäftungszone aufweist aber noch unter C3 geführt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die Nr. 7. Im medialen Abschnitt weist das Artefakt nahezu parallel verlaufende Ränder auf, die Schwingen zeigen winzige Widerhaken und der recht lange, schlanke Stiel ist an seiner Basis eingeschnürt, das Ende des Stiels ist abgerundet, das distale Ende ist abgebrochen. Derartige Stücke sind aus Djara bekannt, wo einige dieser als D52 bezeichneten Bewehrungen vorkommen. E. Cziesla stellt eine ganz ähnliche Spitze vor, die südlich des Sitra Sees gefunden worden ist (Nr. 14, Abb. 1 in Anmerkungen zu flächenretuschierten Pfeilspitzen 1998). Bei diesem Exemplar ist der Stiel kurz und die Parallelität der Ränder im medialen Abschnitt ist nicht gegeben.&lt;br /&gt;
Die Nr. 8 ist eine D36 Spitze und kommt ebenfalls in einigen Exemplaren in Abu Tartur vor. Eine vergleichbare mit nur einem Kerbenpaar (D31) ist von Eastpans bekannt, eine weitere ist, klassiert unter Bashendi B in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ Fig. 5.d gezeichnet. M. Mc Donald 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Eastpans ist ebenfalls eine Großspitze des Typs D3 bekannt, mit stärker ausgeprägten Widerhaken wurde auch in Abu Gerara eine solche aufgesammelt (Site 99/28). Weitere Einzelstücke sind in Dakhla und Djara gefunden worden. Diese Spitzen sind zu vergleichen mit der Serie von gestielten Großspitzen von Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''00/70''' Dieser Fundplatz in der Nähe der großen Dolineneinbrüche nördlich des Abu Tartur Massivs ist nur kurz angefahren worden. Bei dem Inventar handelt es sich um ein im Tiefsten des Siedlungsplatzes zusammengespültes Artefaktengemisch. Ein nördlich am Hang gelegenes Areal mit sehr vielen Herdstellen wurden aus Zeitmangel ignoriert. Ein hastig dort aufgeklaubte Pfeilspitze ist vom Typ C10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==El Karafish==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Straße von den Dakhla Oasen nach Abu Minqar liegt auf dem libyschen Plateau El Karafish, eine junge Fundstelle, die von prädynastischer Zeit und auf Grund von Keramikvergleichen bis in die 6. Dynastie reicht. Eine C14- Analyse ergab ein Alter von ca. 4500 BP. Im Keramikmaterial finden sich ebenfalls Claytonringe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Pfeilspitzen wurden geborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Eine Ounanspitze vom Typ H13, die im Kontext von El Karafish deplaziert wirkt und eher eine typische Bewehrung um 7600 BP darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Eine flächig retuschierte Stielspitze vom Typ D2, wobei die linke Schwinge leicht gerundet erscheint. Dieser Typ taucht in den verschiedensten spätneolithischen Inventaren auf. Die Dorsalseite ist bis auf einen schmalen, zentralen Bereich flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, lediglich der Stiel ist vollflächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Zum Fundplatz passend ist das dritte Exemplar. Es handelt sich um eine Stielspitze mit kurzem, breitem Stiel und mit parallel zueinander verlaufenden Rändern im proximalen Bereich. Die Ränder weisen eine sehr feine Zähnung auf, die Schwingen stehen rechtwinklig zur Längsachse, sind jedoch mit winzigen Widerhäkchen bestückt. Das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert, der distale Bereich ist abgebrochen. Da die Silhouette der Pfeilspitze ein Novum darstellt, erhält sie die Bezeichnung D50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art von schlanken, feingezähnten Stielspitzen stellt das Ende einer Entwicklung von tief penetrierenden Bewehrungen dar, welche aus lithischem Material hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dungul==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oase liegt ca. 160 km südwestlich von Assuan am Rande des Kalksteinplateaus, Hester und Hobler haben die dortige prähistorische Kultur untersucht. Nur wenige Pfeilspitzen gehören dem Inventar der „Libyan industry“, deren Alter mit 7900 +-150 BP Jahren angegeben wird (Hester und Hobler 1969). Gezeichnet oder fotografiert sind acht Exemplare, davon sind zwei Querschneider, eine Stielspitze der Familie D, zwei H5 – Spitzen sowie drei Blattspitzen der Familie C. Eine vierte Blattspitze wird im Text erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Badari==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
El Badari liegt am Ostufer des Nils rund 40 km südlich von Asyut und ca. 60 km nördlich von Sohag. Wie Merimde als prähistorische Niederlassung in Unterägypten, so soll El Badari als Beispiel für oberägyptische steinzeitliche Besiedlung im Niltal dienen.&lt;br /&gt;
Beide Fundkomplexe verfügen über größere Mengen von ausgekehlten Dreieckspitzen, so dass ein Vergleich mit entsprechenden Wüstenfundplätzen wie dem Fayum und Abu Tartur möglich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 veröffentlichten Guy Brunton und G. Caton- Thompson ihren Bericht „The Badarian Civilisation“ wo neben mit Schwingen oder Widerhaken versehenen, dreieckigen Großspitzen auch zwei gestielte Exemplare erwähnt werden.&lt;br /&gt;
Die gezeichneten Stücke können wie folgt eingeteilt werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| A1|| A2|| A17|| A25|| A26|| A28|| C1|| andere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 3|| -|| 2|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 5|| -|| -|| -|| 6|| -|| 2|| 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 6|| -|| -|| -|| 5|| 1|| -|| 4|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVI|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVII|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVIII|| 3|| -|| -|| -|| -|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate LVI|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''3'''|| '''2'''|| '''1'''|| '''22'''|| '''1'''|| '''2'''|| '''6'''|| '''2'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die östliche oder arabische Wüste Ägyptens==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streifen zwischen dem Niltal und der Küste des Roten Meeres bildet den östlichen Rand der Sahara. Im Norden zwischen Kairo und Suez ist er ca. 135 km breit, im Süden an der Grenze zum Sudan und zur nubischen Wüste rund 500 km. Die Entfernung entlang des Roten Meeres von Suez bis Halait beträgt über 1000 km. Aus diesem riesigen Gebiet sind nur wenige prähistorische Funde bekannt und dem entsprechend eine geringe Anzahl von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die arabische Wüste war gewiss nicht weniger attraktiv als das Gebiet westlich des Nils. Im Gegenteil, es existierte ein integriertes Wadisystem, welches das Wasser aus dem Gebirge entweder ins Meer oder in den Nil leitete. Das Küstengebirge weist Höhen um 1000 m auf und gelegentlich wird auch die 2000 m Marke überschritten. Die hydrologische Situation dürfte daher vorteilhafter als in der westlichen Wüste gewesen sein. Wenn dennoch weniger Relikte vorgeschichtlicher Kulturen gefunden worden sind, so liegt es wahrscheinlich an dem unwegsamen Gelände. Wer hier etwas außerhalb der wenigen Verbindungsstraßen entdecken will muss gut zu Fuß sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fundplatz, der Pfeilspitzen in seinem Inventar aufweist, wurde von P.M. Vermeersch, P. van Peer, J. Moeyerson und Wim van Neer „Tree Shelter“ genannt. Er liegt nordwestlich von Quseir in der Nähe der Phosphatgruben und ist mit dem Geländewagen zu erreichen. &lt;br /&gt;
Vier Holzkohlenproben ergaben Altersstellungen von 6770 +- 60 BP bis 4930 +- 30 BP. Die Geräte, 80 an der Zahl, setzen sich aus gezähnten Stücken, retuschierten Abschlägen, flächig bearbeiteten Stücken, Kerben, einem side-blow-flake und Verschiedenen zusammen.&lt;br /&gt;
Außerdem wurden zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen, ohne weitere Präzisierung, erwähnt. Möglicherweise handelt es sich um Blattspitzen der Familie C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant sind das Vorhandensein von Asphataria rubens aus dem Niltal und ein side-blow-flake, ein Werkzeug, welches östlich des Nils zu den Raritäten zählt. Publiziert wurde der Bericht im Dezember 2002 in Archéo-Nil. In unmittelbarer Nachbarschaft des „Tree Shelter“ hat das gleiche Autorenteam eine Höhle, genannt Sodmein Cave, untersucht („Neolithic occupation of the Sodmein area, Red Sea Mountains, Egypt“ in Aspects of African Archaeology edited by G. Pwiti and R. Saper 1996).&lt;br /&gt;
Die Altersangaben reichen von 6490 +- 100 BP und 7090 +- 80 BP für die unterste Schicht bis 6320 +- 100 BP und 6360 +- 90 BP für die obere Schicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundenen Pfeilspitzen sind den Schichten nicht in der Art zugeordnet, dass sie mit einem exakten Alter in Verbindung gebracht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (Fig. 3 Seite 414).&lt;br /&gt;
* Nr.   2  ist eine asymmetrische, einseitig flächenretuschierte Blattspitze.&lt;br /&gt;
* Nr.   3  ist eine Blattspitze des Typs C1, die Rückseite zeigt lediglich flächige Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   6  ist ein Fragment und gehört möglicherweise zu einer Blattspitze C1, C3 oder zu einer Stielspitze D44.&lt;br /&gt;
* Nr.   7  wie Nr. 6.&lt;br /&gt;
* Nr.   8  ist eine Blattspitze mit beidseitigen flächigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   9  ist eine asymmetrische H1- Spitze.&lt;br /&gt;
* Nr. 10  ist eine H1- Spitze, im proximalen Bereich ist sie beidseitig flächenretuschiert auf der Ventralseite ist zusätzlich ein Rand flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
* Nr. 11  ähnlich wie Nr. 10.&lt;br /&gt;
* Nr. 12 und 13  Ounanähnliche Spitzen des Typs H13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Verbindungsstraße Qena im Niltal nach Quseir am Roten Meer berichtet Debono aus der Gegend von Laqueita von zwei Ounanspitzen (Debono, 1951 plate III b) und einigen Querschneidern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Ölfördergebiet von Ras Gharib, etwa 25 km von der Küste entfernt, weist Montenant (1986 plate XXXVI) auf Pfeilspitzen in der Nähe des bir Nakhla hin, es Handelt sich um aus Lamellen gearbeitete, kantenretuschierte Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Dittmann weist in seiner Veröffentlichung „Zur Paläogeographie der ägyptischen Eastern Desert“, 1990 auf Pfeilspitzenfunde von Fundplatz B im Gebel Zeit hin. Das Fundgebiet liegt an der Küste des Roten Meeres zwischen Ras Gharib und Hurgada. Gefunden wurden drei Blattspitzen vom Typ C1 und eine D21- Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
Aus dem Abri im oberen Wadi Deir im Bereich des Klosters St. Paulus wird ein großes Blattspitzenfragment gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorgestellten Einzelfunde und Daten lassen lediglich erkennen, dass die östliche oder arabische Wüste ähnlich besiedelt war wie das Gebiet westlich des Nils. Ounanspitzen und andere kantenretuschierte Pfeilspitzen weisen auf ein frühes Neolithikum hin. Über die spätneolithischen Typen C und D bis zu prädynastischen Querschneidern reicht die Formenvielfalt über große Zeiträume.&lt;br /&gt;
Hier liegt ein riesiges Gebiet, lediglich an seinen Rändern angekratzt und wartet auf seine Entdeckung. Künftigen Forschern wird die Arbeit so schnell nicht ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Djara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer multidisziplinären Expedition der Universität Köln hatte der Verfasser im Jahr 2000 Gelegenheit die Fundstellen der Siedlungskammer Djara kennenzulernen.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt 15 km westlich des Abu Muharig Dünengürtels etwas nördlich der Linie Farafra – Asyut. &lt;br /&gt;
Neben einer Reihe von kleinen, oft hochinteressanten Fundstellen, sind drei große Konzentrationen hervorzuheben. Zunächst die Fundstelle 90/1 mit einer wahrscheinlich im Tertiär entstandenen Tropfsteinhöhle als Besonderheit an ihrer südlichen Peripherie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite bedeutende Konzentration ist 98/20 mit einem Inventar, das von rückengestumpften Artefakten bis zu side-blow-flakes reicht.&lt;br /&gt;
Eine weitere Konzentration wird mit 98/4 bezeichnet, sie weist die am weitesten fortgeschrittene Zerstörung durch Deflation auf. Die Playaablagerungen sind bis auf einige flache Hügel, möglicherweise durch Phosphateintrag entstandene Härtlinge, komplett ausgeräumt und die Kalksteinstrukturen, wie sie im Pleistozän vorhanden waren, treten wieder zu Tage. Nur große und schwere Artefakte finden sich auf dem Grund des ehemaligen Siedlungsplatzes. Pfeilspitzen fehlen ebenso wie Mikrolithen und Straußeneischalen. &lt;br /&gt;
Keramik, die auf anderen Stellen in Djara nicht gefunden wurde, ist in einer mit schluffigem Material gefüllten Windfalle entdeckt worden.&lt;br /&gt;
Eine detaillierte Beschreibung und Auswertung der Funde und Befunde des Gesamtgebietes ist in Arbeit (K. Kindermann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 90/1'''&lt;br /&gt;
Das Gelände ist in mehrere Grabungszonen aufgeteilt worden, die von 90/1 – 1 bis 90/1 – 15 durchnummeriert worden sind. Pfeilspitzen sind an folgenden Stellen gefunden worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 1'''   Alter : 6786 +- 49 BP bis 6448 +- 69 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 12 Pfeilspitzen, acht davon sind gezeichnet worden und zwar : &lt;br /&gt;
Zwei D21- Spitzen, eine D26, eine D44, zwei E2 und jeweils eine H1, Eine H5 und eine H7- Spitze. Drei der flächenretuschierten Pfeilspitzen stammen aus den Herden und können als in situ Funde gelten. Es sind dies eine D21- Spitze, die lediglich als gestielt beschrieben ist, eine E2- Spitze, die als Blattspitze bezeichnet ist und eine D26- Spitze, die als gestielt mit Zähnung deklariert wird (In „Investigations of Mid- Holocene settlement of Djara“ in K. Kindermann 2003).&lt;br /&gt;
Während die flächenretuschierten rhombischen Exemplare und die Stielspitzen gut zu den C14- Werten passen, sind die kantenretuschierten Stücke, ob Blatt- Stiel oder Dreieckspitze eher für frühere Epochen typisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 2'''   Alter : 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden und gezeichnet wurden fünf Pfeilspitzen. Die kurzen und gedrungenen Exemplare bestehen aus Blattspitzen der Gruppen C3 (2 Stücke) und C4 (1 Stück) sowie einer ebenfalls gedrungenen D2- Spitze mit kurzem, breitem und abgerundetem Stiel. Das fünfte Stück ist ein schwer einzuordnendes Fragment mit flachen Randretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 4''' ohne Altersangabe.&lt;br /&gt;
* Es wurden vier Pfeilspitzen gefunden, gezeichnet wurde keine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 6'''   Alter : 6900 +- 50 BP und 6696 +- 94 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden drei Pfeilspitzen, davon eine Blattspitze C1 und eine gestielte Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 10'''   Alter : 6885 +- 50 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 19 Pfeilspitzen, darunter zwei H1, zwei C1 und eine D3- Spitze, ferner wurde ein Querschneider vom Typ F4 beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 13'''   Alter : 6713 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 36 Pfeilspitzen und zwar von den kantenretuschierten fünf H1, sechs H5 und eine H7- Spitze und von den flächenretuschierten Stücken zehn C1, drei C6 und fünf D1- Spitzen. Dazu kommen noch weitere sechs flächenretuschierte, nicht weiter präzisierte Stücke sowie vier zusätzliche Fragmente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 15'''   Von dieser Grabung ist ein Querschneider vom Typ F4 bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der Pfeilspitzen von den Grabungsflächen beträgt 80, davon wurden 15 Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Oberfläche 90/1 wurden insgesamt 155 Pfeilspitzen gefunden, davon sind 36 Stücke gezeichnet worden und zwar von den Konzentrationen 1 – 6. Von der Konzentration 7, welche 107 Pfeilspitzen hervorbrachte, sind keine Zeichnungen angefertigt worden.&lt;br /&gt;
Die Konzentration „cluster 7“ liegt im Südwesten von 90/1. Sie wird östlich von einer Wadirinne und westlich von dem Kalkgestein einer steil ansteigenden Hügelkette begrenzt. Der Untergrund besteht aus einem Schwemmfächer aus fein- bis mittelkörnigem Schutt.&lt;br /&gt;
Darin waren neben vielen anderen Artefakten 107 Pfeilspitzen eingelagert. Darunter befinden sich zwei Ounan- Harif- Spitzen mit Schäftungszonen, die von zwei geradlinigen Rändern gebildet werden (Typ H2). Weiter wurden gefunden eine Ounanspitze H12 und 24 H5- Spitzen, eine kantenretuschierte, blattförmige Spitze vom Typ H1 und eine Dreieckspitze vom Typ H7. Hinzu kommen noch acht fragmentierte kantenretuschierte Bewehrungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Stücke setzen sich zusammen aus 14 beidseitig modifizierten C- Spitzen und 11 einseitig bearbeiteten C- Spitzen. Die gestielten Exemplare gehören sechsmal zu den D3, fünfmal zu den D1 und dreimal zu den D26- Spitzen. Ferner wurden sieben fragmentierte D1- Spitzen und 16 Fragmente von nicht identifizierbaren flächenretuschierten Spitzen gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gelangten die Pfeilspitzen und andere, hier nicht aufgeführte Werkzeuge auf diesen sterilen Schwemmfächer? Sie wurden nicht mit den Sedimenten heruntergespült, wie angenommen werden könnte, da oberhalb keinerlei Kulturspuren zu entdecken sind, sondern sie wurden vom Nordwind in diese Artefaktenfalle geweht. Vergleichbare sekundäre Konzentrationen sind von Abu Tartur bekannt. Der vom Verfasser durchgeführte Langzeitversuch über die Wirkung des Windes auf  steinzeitliche Artefakte in ariden Klimazonen unterstreicht die Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 51 gezeichneten Exemplare von Djara gehören 20 verschiedenen Gruppen an und verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte blattförmige, 17 x C|| C 1|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 3||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 6||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte gestielte, 14 x D|| D 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 3||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 21||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 26||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 31||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 44||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rhombische, 4 x E|| E 2|| 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Querschneider, 2 x F|| F 4|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rundschneidige, 5 x G|| G 1|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kantenretuschierte, 9 x H|| H 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 4||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 5||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 7||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| '''Total'''|| '''51 (von 235)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 98/20'''&lt;br /&gt;
* Das Zentrum der Fundstelle wird, wie schon bei 90/1, von einer Restplaya gebildet. Ein im Jahr 2000 durchgeführter Baggerschnitt erreichte das unterliegende Kalkgestein. In der Kontaktzone hatte sich eine Schicht großer Kalzitkristalle gebildet, die später auch an höher gelegenen Stellen, ebenfalls im Kontakt Playa- Kalksteinliegendes, nachgewiesen werden konnte.&lt;br /&gt;
Die Ausbildung großer Kalzitkristalle unter den gegebenen Umständen setzt eine über längere Zeiträume dauernde Anwesenheit von Wasser voraus. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Lebensbedingungen, zumindest die Präsenz von Wasser betreffend, in der Siedlungskammer Djara während der pluvialen Optima wesentlich besser waren als bisher dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artefaktenvielfalt ist groß und reicht von Ounan- Harif- Spitzen, Ounanspitzen, langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Werkzeugen bis zu side- blow- flakes und flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 34 Stücken stellen die Ounan- Harif- Spitzen die größte Gruppe der Bewehrungen, nicht gezählt sind drei weitere Exemplare sowie eine Ounanspitze, die neben einer H1- Spitze und einer H5- Spitze vom Verfasser vor Ort beobachtet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Pfeilspitzen, die für 98/20 aufgelistet sind und die zu den C14- Werten von 6430 +- 50 BP und 6365 +- 30 BP passen, sind eine partiell flächenretuschierte C1- Spitze und eine gleichartig modifizierte D1- Spitze. Die beidseitig flächenretuschierten Stücke gehören mit einem Exemplar in die Gruppe C1 und mit zwei Exemplaren in die Gruppe C3. Sieben Stielspitzen sind vom Typ D1, zwei vom Typ D3 und eine ist eine D31- Spitze. Insgesamt sind also 40 rückengestumpfte und 15 flächig bearbeitete Pfeilspitzen im Inventar 98/20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Umgebung des Fundplatzes 98/4'''&lt;br /&gt;
* Wie schon eingangs erwähnt, ist Fundplatz 98/4 durch Deflation stark gestört und leichte Artefakte wie z.B. Pfeilspitzen sind nicht mehr vorhanden.&lt;br /&gt;
In den angrenzenden, etwas besser geschützten Hügeln jedoch finden sich einige interessante Exemplare.&lt;br /&gt;
So liegt nördlich des Komplexes 98/4 die Fundstelle 00/63, die neben einer D52- Spitze, eine D25 und eine C1- Spitze produziert hat.&lt;br /&gt;
Die Fundstelle 00/68, südwestlich von 98/4 gelegen, weist eine Großspitze vom Typ D3 auf (L = ca. 66 mm, B = 35 mm, D = 6 mm) ein seltener Fund auf dem Plateau. Daneben finden sich zwei Ounanspitzen vom Typ H12, zwei D47- Spitzen und eine rhombische E2- Spitze.&lt;br /&gt;
Eine weitere D52- Spitze stammt von der Fundstelle 00/69.&lt;br /&gt;
Der Keramikfundplatz 00/65 weist eine C10- Spitze auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit 00/ markierten Fundstellen sind im Rahmen zeitlich sehr begrenzter Suchfahrten entdeckt worden und nicht weiter bearbeitet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Djara weist eine sehr große Palette von Pfeilspitzenformen auf und deckt mit seinen Typen einen Zeitraum von rund 3000 Jahren ab, wie auch die C14 Daten belegen (von 8620 BP bis 5982 BP).&lt;br /&gt;
Mit über 300 gefundenen Exemplaren ist Djara auch mengenmäßig ein bedeutender Fundplatz für Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Abu Ballas Schichtstufenland==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Phasen haben die Archäologen der Universität Köln unter Leitung von Rudolf Kuper die Fundstellen von Abu Ballas untersucht.&lt;br /&gt;
Wie auch anderen Orts hat das von den höher gelegenen Einzugsgebieten ablaufende Niederschlagswasser sich in Deflationsmulden sammeln können und so zur Bildung von siltig- tonigen Playas führen können. Zwischen den verschiedenen Überflutungsphasen sind immer wieder äolische Einträge zu beobachten.&lt;br /&gt;
Die Hauptkonzentrationen prähistorischer Besiedlung wurden Eastpans, Mudpans und Westpans genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eastpans   wurden vom Stuttgarter Fotografen Rudolf René Gebhardt während einer seiner zahlreichen Alleinexpeditionen entdeckt.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt ungefähr 90 km südlich der Dakhla Oasen, die beiden größeren Fundstellen wurden mit 95/1 und 95/2 bezeichnet.&lt;br /&gt;
Die epipaläolithischen Konzentrationen 95/1 – 1 und 96/6, letztere mit einem Alter von    8350 +- 55 BP produzierten keine Pfeilspitzen, eine Ausnahme bildet ein asymmetrisches Trapez von 96/6, welches als eine mögliche Bewehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
Auch die jüngere, aber ebenfalls noch epipaläolithische Fundstelle 95/1 – 1 mit einem Alter von 7750 +- 150 BP bis 7752 +- 48 BP weist keinerlei Jagdwaffen in Form von Pfeilspitzen auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelneolithischen Charakter zeigen einige Artefakte der oberen Schicht der Fundstelle    95/1 – 1, die ein Alter von 7529 +- 48 BP aufweist und damit nur geringfügig jünger ist als die unterliegende epipaläolithische Schicht. Typisch ist eine Dreieckspitze mit kantenretuschierter Basis vom Typ H7 sowie eine kantenretuschierte Spitze mit konkaver Basis vom Typ H20 wie er auch in Nabta auf der Fundstelle E – 75 – 8 vorkommt. Das Auftreten einseitig flächenretuschierter Blattspitzen (2 Fragmente) passt ebenfalls in den Zeitrahmen.&lt;br /&gt;
Der spätneolithische Fundplatz 95/2 ist auf 6170 +- 80 BP bis 6072 +- 36 BP datiert. Die Vielzahl der Mikrolithen lassen auf einen Einfluss aus Süden, das Vorhandensein von Feuerstein, von einem side- blow- flake und von flächenretuschierten Artefakten auf einen Einfluss aus Norden schließen. An Bewehrungen sind vier Trapeze vom Typ F10 und eine D31- Spitze zu nennen, letztere stammt aus der datierten Grabungsschicht, während eine gestielte Großspitze vom Typ D3 von der Oberfläche abgesammelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erstaunlich, dass eine hauptsächlich von der Jagd lebende Gesellschaft, selbst im Spätneolithikum überwiegen Wildtierknochen und stehen einer nur geringen Anzahl von Rind- und Schafsknochen gegenüber, nur eine verschwindende Anzahl von Pfeilspitzen hinterlassen hat.&lt;br /&gt;
Zu erwähnen ist noch eine interessante Ounanspitze, die der Verfasser im Oktober 2000 an der Oberfläche von 95/1 beobachtet hat. Wie die vor Ort angefertigte Zeichnung zeigt, handelt es sich wahrscheinlich nicht um eine Bewehrung, sondern eher um ein epipaläolithisches Mehrzweck- Werkzeug (Bohrer, Kerbe, retuschiertes Stück).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mudpans''' werden schon 1939 von Bagnold ebenso wie das Vorhandensein prähistorischer Artefakte an diesem Ort erwähnt. Paschur und Braun bestätigen dies 1980. Die Fundstellen liegen südöstlich des Abu Ballas Hügels und südwestlich von Eastpans, der Schichtstufe folgend.&lt;br /&gt;
Da die mir zur Verfügung stehende Dokumentation nicht lückenlos war, werden lediglich die gezeichneten Bewehrungen behandelt. Im Prinzip entsprechen sie in Quantität und Qualität auch den gefundenen Stücken. Kleine, für diese Zusammenstellung aber nicht entscheidende Unterschiede, sind daher möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Trapezen und Dreiecken kommen auch rückengestumpfte Formen, Stichel, Endretuschen, gezähnte Stücke, ausgesplitterte Stücke, Bohrer vom Typ Tixier 16 und andere, und weitere Mikrolithen wie z.B. Segmente vor.&lt;br /&gt;
Eine Weiterentwicklung der Inventare ist nicht zu erkennen. Eine einzige Pfeilspitze weist Flächenretuschen auf. Es ist eine Stielspitze vom Typ I 9 mit einer rechtwinklig zur Längsachse stehenden Schwinge und einer gerundeten Schwinge vom Typ D21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gezeichnete Bewehrungen (außer Segmenten)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/56|| ca. 7000|| || H 1|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||5 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 7||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||19 x F||F 4||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 11||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-1|| ca. 6530|| 1 x H|| H 5|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||bis 5740||28 x F||F 2||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 13||7*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-9|| -|| 2 x F|| F 4|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-1|| ca. 5690|| 10 x F|| F 4|| 3*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-2|| -|| 1 x I|| I 9|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||2 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 9||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||7 x F||F 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 14||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-3|| ca. 6700|| 8 x F|| F 4|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-4|| ca. 6320|| 1 x H|| H 7|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||12 x F||F 4||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/54-1|| -|| 3 x F|| F 2|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||||| '''Total'''|||| '''99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Davon ein Exemplar mit flächigen Retuschen in der Schäftungszone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Westpans''' mit seinem Fundplatz 85/52 ist mit einem Alter von 8700 +- 190 BP das älteste epipaläolithische Vorkommen in der Abu Ballas Gegend.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt rund 50 km südwestlich von Mudpans, seine Koordinaten sind 24°7’ Nord und 27°37’ Ost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben anderen Mikrolithen wurden zwei breite, unregelmäßige Dreiecke und sechs Trapeze, deren kleine Seite eine ausgeprägte Kerbe aufweist, gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hugot beschreibt aus Algerien drei Dreiecke, deren durch Kantenretuschen zugespitztes Ende durch eine Schäftungskerbe ersetzt wurde und bezeichnet den Querschneider mit F9. Die Trapeze mit Schäftungskerbe erhalten die Bezeichnung F15.&lt;br /&gt;
Ein vom Verfasser gefundenes Trapez aus dem oberen Capsien von Bir Hameiria, Tunesien, weist ebenfalls eine Schäftungskerbe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilf Kebir==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der äußerste Südwesten Ägyptens wird durch das über 1000 m hohe Sandsteinplateau des Gilf Kebir geprägt. Die dortigen Sandsteinschichten der Jura- und Kreidezeit sind von tertiärem Vulkanismus durchbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zur Herstellung steinzeitlicher Artefakte verwandte Material ist vor allem ein quarzitischer Sandstein, der in verschiedenen metamorphen Stadien, Korngrößen, und Farben ansteht. Als weitere Materialien kommen Basalt, Quarzporphyr und im geringem Maß Quarzgerölle, also Kieselsteine und aus den tonigen und siltigen Schichten geringvolumige Chalzedone vor. Diese Chalzedone aus den buntgefärbten Ton- und Siltlinsen der Kharga Schichten bilden den bevorzugten Werkszoff der älteren holozänen Komplexe von Abu Tartur. Noch seltener sind Werkstoffe wie verkieseltes Holz und libysches Wüstenglas aus der großen Sandsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1980 arbeiten die Archäologen der Universität Köln, zunächst im Rahmen des Projekts B.O.S., später des Projekts ACACIA, im Gilf Kebir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Ausgrabungen im Wadi el Akhdar liegt eine Monographie von Werner Schön vor, im gleichen Volumen bearbeitet Erwin Cziesla den Fundplatz 80/14 (Schön 1996). Im Hinblick auf das Vorhandensein von Pfeilspitzen ist der Wadi el Akhdar als äußerst arm zu bezeichnen. Die 22 aufgelisteten Fundstellen lieferten 2494 Werkzeuge aber nur ca. 48 Bewehrungen in Form von Querschneidern, das macht ca. 2 % der Gesamtwerkzeugmenge aus. Diese dreieckigen und trapezförmigen geometrischen Formen kommen lediglich mit 41 Exemplaren auf der Fundstelle 80/14, mit fünf Exemplaren auf der Fundstelle 81/8 sowie drei relativ sicheren Stücken von der Oberfläche des Fundplatz 81/2 vor. Alle übrigen Plätze sind frei von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fehlen von Mikrolithen in vielen Inventaren, der schlechte Erhaltungszustand des Knochenmaterials und der geringe Anteil an großen, nicht verrundeten Keramikscherben lässt auf eine starke Zerstörung der Siedlungsplätze durch klimatische Einflüsse schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 80/14''' Alter : die drei Proben von Straußeneischalen ergeben ein Alter von 4210 +- 60 BP, 4300 +- 55 BP und 4500 +- 55 BP. Ein Datum von 4200 +- 1100 BP von einer Holzkohlenprobe kann wegen der hohen Standartabweichung nicht berücksichtigt werden. Von 131 Geräten sind 41 als Pfeilspitzenbewehrungen anzusprechen, das sind 31,3 %. Gezeichnet wurden 34 von 39 Dreieckspitzen, wie sie im Text bezeichnet werden, ein Trapez und eine Trapezspitze.&lt;br /&gt;
Von den gezeichneten Stücken der Tafel 1 sind 24 Exemplare Dreiecke mit geradlinigen Rändern vom Typ Tixier 89, die als Pfeilbewehrung mit F4 bezeichnet sind. Die neun Trapeze, die als Dreiecke eingeordnet sind, gehören zum Typ Tixier 83, als Pfeilspitzenwerden sie unter F10 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Dreieck weist konkave Ränder auf, der Typ ist Tixier 92 oder als Pfeilspitze F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Trapez Nr. 35 mit längerer kurzer Schneide als die neun oben erwähnten Exemplare gehört ebenfalls zum Typ Tixier 83. Durch seinen eher epipaläolithischen Charakter würde, isoliert betrachtet, ein Gebrauch als Pfeilspitze fraglich erscheinen, im Kontext mit einer Vielzahl von Querschneidern ist jedoch eine Verwendung als Bewehrung möglich. Das Trapez Nr. 40 mit einem leicht konkaven und einem geraden Rand (Tixier 86), welches in Hugots Einteilung als f16 geführt werden könnte, gehört ebenfalls zu den Querschneidern. Fünf Exemplare sind nicht gezeichnet worden, es ist anzunehmen, dass es sich um Dreieckspitzen des Typs F4 handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/8''' Holzkohlenproben ergeben ein Alter von 5430 +- 65 BP und 5940 +- 230 BP. Von den 73 Geräten oder ihren Fragmenten sind fünf Stücke oder 6,8 % als Querschneider, sowohl Dreiecke als auch Trapeze, angesprochen worden.&lt;br /&gt;
Ein eindeutiges Trapez, Nr. 23 Tafel 101, ist gezeichnet worden, es stellt eine Bewehrung vom Typ F10 dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/2''' (Oberfläche)&lt;br /&gt;
Das Alter konnte nicht ermittelt werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 88 Stücke, davon neun Mikrolithen. Letztere sind aufgegliedert in unregelmäßige Dreiecke (4 Stücke oder 4,5 %), unregelmäßige Trapeze (2 Stücke oder 2,3 %) und drei andere Stücke. Gezeichnet wurden sieben Mikrolithen bzw. Bruchstücke derselben. Bei dem Trapez Nr. 11 Tafel 66 und den Fragmenten Nr. 13 und     Nr. 14 der gleichen Tafel ist eine Nutzung als Pfeilspitzenbewehrung denkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen im Wadi el Akhdar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen-Typen&lt;br /&gt;
Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 80/14&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''41'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/2 Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 2 (+3)&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''3 (+3)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''11 (+3)'''&lt;br /&gt;
|| '''24'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''49 (+3)'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geometrischen Mikrolithen des Wadi el Akhdar sind vergleichsweise klein. Für die Exemplare des Fundplatz 80/14 schwankt die Breite zwischen 7 und 16 mm.&lt;br /&gt;
Die Durchschnittsbreite beträgt 9 mm, die Durchschnittshöhe 10 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wadi Bakht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wadi Bakht liegt ca. 40 km östlich des Wadi el Akhdar und weist gleiche geologische und morphologische Strukturen auf wie letzteres. Trotz ähnlich intensiver Untersuchungen liegt hier keine vergleichbare Veröffentlichung wie für das Wadi el Akhdar (Schön 1996) vor. Beispielhaft seien einige der Wadi Bakht Fundplätze, hier in Bezug auf das Vorkommen von Bewehrungen, vorgestellt. Die Typologien wurden hauptsächlich von Bettina Petrick und Jörg Linstädter zusammengestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/11'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 3,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 41&lt;br /&gt;
|| 15,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 52&lt;br /&gt;
|| 19,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 7,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 7,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 96&lt;br /&gt;
|| 36,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''261'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Mikrolithen befinden sich acht Dreiecke, unter anderem Tix 89, 90 und 95 und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
Die entsprechenden Pfeilbewehrungen werden mit F4 (fünf Stücke) und eventuell mit H7 (fünf Stücke) bezeichnet. Drei Dreiecke sind langschmal ausgebildet und werden hier nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 1''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 2,10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 56&lt;br /&gt;
|| 16,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 68&lt;br /&gt;
|| 20,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 31&lt;br /&gt;
|| 9,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 3,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 114&lt;br /&gt;
|| 34,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 6,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''333'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 68 Mikrolithen sind neun Dreiecke und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen, vier der Dreiecke können als Pfeilbewehrungen vom Typ F4 angesprochen werden, die kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen eventuell unter H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 2''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 2,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 9,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 224&lt;br /&gt;
|| 43,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 84&lt;br /&gt;
|| 16,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 2,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 79&lt;br /&gt;
|| 15,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 6,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''519'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs der 22 Dreiecke unter den Mikrolithen können als Bewehrungen für Pfeilspitzen angesprochen werden und zwar F4 (5 Stücke) und F13 (1 Stück). Die zwölf kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen möglicherweise in die Gruppe H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 1''' - Alter ca. 6060 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 116&lt;br /&gt;
|| 23,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 91&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 4,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 99&lt;br /&gt;
|| 20,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 38&lt;br /&gt;
|| 7,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 59&lt;br /&gt;
|| 12,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 3,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''489'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den insgesamt 228 Trapezen und Dreiecken, die 46,62 % des Inventars ausmachen, sind 18 Dreiecke und 23 Trapeze gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
Die Dreieckbewehrungen setzen sich aus den Typen F4, F12, F13 und F14 zusammen, die Trapeze sind mit den Gruppen F10, F16 und F12 vertreten.&lt;br /&gt;
Sowohl streng symmetrische als auch asymmetrische Formen sind zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 2'''- Alter ca. 6640 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 17,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 5,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 28,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 3,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''139'''&lt;br /&gt;
|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Platz enthält außer den Segmenten lediglich vier Trapeze und sieben Dreiecke, zehn Stücke wurden gezeichnet. Der Anteil der Querschneider am Gesamtinventar beträgt 7,92 %. Die Bewehrungen fallen in die Gruppen F16, F10, F12 für die Trapeze und F4 und F14 für die Dreiecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/10'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer (Tixier 16)&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,35&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
und Abschläge&lt;br /&gt;
|| 58&lt;br /&gt;
|| 27,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,96&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 11,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 20,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 9,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''213'''&lt;br /&gt;
|| '''100,08'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 58 Trapezen und Dreiecken, welche 27,23 % des Inventars ausmachen, können sämtliche Stücke als Bewehrungen angesehen werden, sie gehören den Tixier Gruppen 83, 85 – 89 und 92 an. Gezeichnet wurden sieben Dreiecke der Typen F4 und F14 sowie vierzehn Trapeze der Gruppen F13 und F16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Querschneider Typen im Wadi Bakht'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14 &lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/10&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| '''58'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/11&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 1&lt;br /&gt;
|| 187&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''228'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| - &lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| '''11'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''225'''&lt;br /&gt;
|| '''18'''&lt;br /&gt;
|| '''29'''&lt;br /&gt;
|| '''9'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''312'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Maya von Czerniewiez bearbeiteten Fundplätze 82/15 (Alter 5070 +- 60 BP und 5180 +- 60 BP) und 82/24 (Alter 4920 +- 60 BP und 5090 +- 60 BP) enthielten keinerlei Pfeilspitzen- Bewehrungen. Dennoch weist das Wadi Bakht wesentlich mehr Mikrolithen, die als Bewehrungen gedient haben könnten, auf als das Wadi el Akhdar. Diese Tatsache kann ein Anzeichen für bessere Erhaltungsbedingungen der Fundstellen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für beide von den Archäologen der Universität Köln intensiv untersuchten Wadis aber auch für das Gilf Vorland und das Plateau und wahrscheinlich ebenfalls für die große Zahl der nicht behandelten Wadis gilt folgendes : Die relativ zum Gesamtinventar geringe Anzahl von Pfeilspitzen- Bewehrungen setzt sich fast ausnahmslos aus Querschneidern in Dreieck- und Trapezform zusammen (Tafel Ä24, Ä25).&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden die älteren dreieckigen Mikrospitzen, welche schon an die kantenretuschierten Dreieckspitzen erinnern, wie sie im mittleren Neolithikum in Nabta, Bir Kiseiba und Abu Tartur üblich waren (Tafel Ä26).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf eine Stielspitze vom Wadi Sora sind flächenretuschierte Pfeilspitzen aus dem Gilf Kebir nicht beobachtet worden. Das hat zum einen sicherlich kulturelle Gründe aber es sollte nicht vergessen werden, dass der in seiner Struktur nicht homogene, verfestigte Sandstein, aus dem die meisten Artefakte hergestellt worden sind, sich nicht für Flächenretuschen anbietet. Die in der Gesteinsmasse einzementierten Quarzkörner stellen einer Druckretusche zuviel Widerstand entgegen. Es gibt im Gilf Beispiele für flächige Retuschen aus dem Paläolithikum aber bei diesen Artefakten handelt es sich um großvolumige Kernwerkzeuge und nicht um aus Klingen oder Lamellen hergestellte Kleinwerkzeuge. Außerdem sind die paläolithischen Retuschen geschlagen und nicht gedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant, bezüglich der Pfeilspitzen, ist die fehlende Weiterentwicklung während der großen Zeitspanne vom Epipaläolithikum bis zum jüngsten Spätneolithikum, wenn davon abgesehen wird, dass die Bewehrungen während der prädynastischen Phasen teilweise kleiner werden und häufig asymmetrische Formen zeigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Frühen holozänen Besiedlungszeit ist ein Trapez mit gekerbter, kleiner Schneide bekannt, ähnliche Stücke wurden in Westpans und Regenfeld gefunden. Die bis dahin unbekannte Bewehrungsart erhielt die Bezeichnung F15, sie ist zu vergleichen mit F9, einem querschneidigem Dreieck mit Schäftungskerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Minqar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Weg zwischen den Dakhla Oasen und Farafra liegt hart am Rande der großen Sandsee die kleine Oase Abu Minqar. Im Rahmen des B.O.S. Programms der Universität Köln wurde zu Beginn der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts das Gebiet auf prähistorische, holozäne Siedlungsplätze untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf Pfeilspitzen stellen sich die Fundplätze wie folgt dar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-1 weist zwei recht unterschiedliche C14- Daten auf, einmal 7890 BP und ein älteres von ca. 8620 BP. Neben kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen der Gruppen C1 und C4 und gestielten, kantenretuschierten Exemplaren der Typen H5 und H12 kommen gekerbte und retuschierte Stücke (Tix 74 bis 77 und Tix 105) vor. Ein Besonderer Fund ist ein langgestrecktes Artefakt mit dreieckigem Querschnitt. Das über 140mm lange Stück ist vollständig flächenretuschiert, die Dicke von rund 6mm im medialen Bereich verringert sich zu den bohrerartig ausgebildeten Enden hin. Der Verwendungszweck bleibt rätselhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-2 liefert ebenfalls kleine, einseitig flächig retuschierte Blattspitzen. Es sind die Typen C1, C3, C4 und C6. Daneben gibt es eine gestielte, flächenretuschierte Pfeilspitze der Gruppe D3 und kantenretuschierte Bewehrungen der Typen H4 und H7 sowie Querschneider der Typen F4 und F13. Rückenstumpfungen und langschmale Dreiecke gehören ebenfalls zum Inventar von 81/55-2. Die C14- Daten reichen von 7100 BP über 6390, 6100 bis 4500 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-3 weist vor allem Querschneider auf und zwar der Gruppen F16, F4 und F13. Daneben kommen auch wieder die kleinen, teilweise flächenretuschierten Blattspitzen aber auch vollflächig retuschierte Exemplare vor.&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 6520 BP angegeben. Weitere typische Artefakte sind retuschierte Stücke (Tix 105), Rückenstumpfungen und Bohrer vom Typ Tix 16 (mèche de foret) sowie basisretuschierte Lamellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-5, dessen Alter mit 7260 BP angegeben ist, produzierte sieben Blattspitzen sowohl ganzflächig als auch teilflächig retuschiert. Daneben finden sich zwei Querschneider, drei H5- Stielspitzen und eine teilflächig retuschierte Hybridspitze vom Typ D44, welche den Übergang von der Blatt- zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den im Gebiet aufgelesenen Streufunden gehört neben Blattspitzen der Gruppen C1, C3, C4 und C11 auch eine große, beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 mit geradlinigen bis leicht gewellten Rändern. Der außergewöhnlich breite Stiel wird von konvexen Linien begrenzt und läuft in einer Spitze aus. Das Gewicht des Stückes ist nicht bekannt, aber da die Dicke in der Mitte des Exemplars bereits 10mm beträgt, dürfte es über 20g wiegen und damit eher zu den Stoß- und Wurfspießen gehören. Außerdem ist der Stiel so breit, dass eine Pfeilschäftung nur schwer vorstellbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Pfeilspitzen in Abu Minqar (Lobo)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| C&lt;br /&gt;
|| D3&lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14&lt;br /&gt;
|| H4&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|| H7&lt;br /&gt;
|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Streufunde&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''16'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''25'''&lt;br /&gt;
|| '''46'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen der verschiedensten Pfeilspitzen- Typen, die über weite Zeiträume gespannten Altersangaben und die neben den Bewehrungen gefundenen typischen, vielfach rückengestumpften Artefakte lassen eine so starke Durchmischung des Fundgutes vermuten, dass eine Altersbestimmung von Pfeilspitzengruppen in diesem Falle problematisch wäre. Sämtliche 123 in „Lobo“ gefundene Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (B.O.S.- Archiv, persönliche Mitteilung Frank Klees).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Weitere Fundplätze außerhalb des Komplexes „Lobo“ sind in folgender Grafik vorgestellt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| A1&lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| E1&lt;br /&gt;
|| E2&lt;br /&gt;
|| F2&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/16&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/17-1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/24&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/21&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/28-8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/27&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''7'''&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Blattspitzen sind die Typen C3 und C11 einseitig flächenretuschiert, das proximale Ende ist häufig auf beiden Seiten modifiziert. Von den C1- Spitzen sind zwei Stücke teilretuschiert.&lt;br /&gt;
Das Alter dieser Bewehrungen liegt, wie auch das der schlanken A1- Spitze, zwischen ca. 6500 BP und 6100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zum Gebrauch des Begriffs „Holozän“.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur in der deutschen Fachliteratur hat sich in Bezug auf das Holozän die Unsitte eingeschlichen, nicht abgeschlossene Zeiträume in Phasen einzuteilen. Diese kleine Anmerkung möge dazu dienen diese Praxis in Frage zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holozän ist ein Terminus aus der historischen Geologie oder Stratigraphie. Das Holozän, früher auch Alluvium genannt, ist die jüngste Stufe der Quatärformation. Es schließt sich an das Pleistozän oder Dilluvium an. Letzteres ist eine abgeschlossene Stufe, welche zwischen dem Pliozän, der jüngsten Erscheinung des Tertiärs, und dem Holozän, der Jetztzeit, angesiedelt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also möglich Begriffe wie frühes, mittleres und spätes Pleistozän zu bilden.&lt;br /&gt;
Anders verhält es sich mit dem Holozän, welches erst vor 10.000 – 12.000 Jahren begann und von dem wir nicht wissen wie lange es dauern wird. Möglicherweise ist es eine zukünftige Eiszeit, welche dieses Erdzeitalter beenden wird. Geologische Zeiträume, und Holozän ist ein solcher, sind im Gegensatz zu historischen, auch ur- und frühgeschichtlichen unvergleichlich groß, Millionen Jahre sind kurze Zeitspannen in der Geologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allenfalls kann also von einem frühen Holozän gesprochen werden, wenn die Zeit, die unmittelbar auf  das Pleistozän folgt, gemeint ist. Gänzlich inkorrekt hingegen sind Wendungen wie mittleres oder spätes Holozän.&lt;br /&gt;
Denkbar wären Formulierungen wie „spätsteinzeitliche Holozänphase“ oder „mittelsteinzeitliche holozäne Feuchtphase“, das sind zwar unförmige Wortgebilde, sie haben aber den Vorteil logisch zu sein. Außerdem vermeiden sie ebenfalls ungeliebte und mit unpraktischen Definitionsansätzen versehene Begriffe wie Neolithikum, Mesolithikum usw..&lt;br /&gt;
Läge die Steinzeit im späten Holozän, wo wären dann Bronze- und Eisenzeit oder gar das Atomzeitalter angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zehnjähriges Kind mit einer statistischen Lebenserwartung von 80 Jahren beschreibt seinen Lebensweg in der Art : „In der Frühphase meines Lebens verbrachte ich meine Zeit hauptsächlich mit Spielen. Dann in der mittleren Lebensphase ging ich in die Grundschule und letztlich, in der Spätphase meines Lebens, wurde ich in die Sexta des hiesigen Gymnasiums aufgenommen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Beispiel zeigt, dass offene Zeiträume nicht in Früh-, Mittel- und Spätphasen aufgeteilt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Große, gekehlte Dreieckspitzen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden sollen die Pfeilspitzen der Wüstenfundplätze Fayum, Abu Tartur und Kharga untereinander und mit den Bewehrungen der zwei Niltalvorkommen von Merimde und Badari verglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst gilt es das zeitliche Auftreten der gekehlten Dreieckspitzen in den einzelnen Siedlungsräumen zu klären. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum A wird unterteilt in das ältere Fayumian von 6075 BP bis 5540 BP und das jüngere Moerian von 5410 BP bis 5010 BP.&lt;br /&gt;
( Ginter et al. 1982; Ginter und Kozlowski 1983, 1984, 1986; Dagnan - Ginter et al. 1984; Kozlowski und Ginter 1989 ). Für die gleiche Kultur gibt F. Wendorf 1980 Altersstellungen von 6391 BP, 6064 BP, 5810 BP und 5160 BP an. Ausgehend von der Annahme, dass sämtliche C14 Analysen korrekt durchgeführt worden sind, kann das Fayum A in den Zeitraum von 6391 BP bis 5010 BP gestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde wird bei von den Driesch und Boessneck 1985 zwischen 5440 BP und 5010 BP datiert. Breunig gibt 1987 für die untere Merimdeschicht Alter von 3940 BP und 5840 BP an. Die Angaben von Derricourt 1971 liegen zwischen 4690 BP und 6250 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die problematische zeitliche Einordnung der Oberflächenfunde von Abu Tartur könnte mit Einschränkungen auf vier C14- Daten basiert werden.&lt;br /&gt;
Das Exemplar Nr. 12 der Tafel Ä2 wurde als einzige gekehlte Dreieckspitze auf dem Fundplatz 1004/83 aufgesammelt. Das Alter des Fundplatzes ist auf 7590 +- 75 BP datiert. Unter anderem führt dieser Komplex auch erste, recht primitiv gestaltete side-blow-flakes. &lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 mit einem Alter von 7145 +- 40 BP weist vier gekehlte Dreieckspitzen auf und 1024/82, der auf 6620 +- 40 BP datiert ist, drei dieser Exemplare. Eine weitere Datierung mit sieben dreieckigen Großspitzen stammt vom Fundplatz 1005/83 und beträgt  6420 +- 60 BP. &lt;br /&gt;
Andere Fundplätze mit häufigem Auftreten dieser Pfeilspitzengruppe konnten bisher noch nicht datiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vielzahl der unterschiedlichsten Datierungen der Fundplätze am Westende der Ausläufer des Abu Tartur Massivs, besonders site 228 und die mögliche Vermischung der Inventare in dieser Zone erlauben keine eindeutige zeitliche Zuweisung der Dreieckspitzen der Dakhla Oasen. Ähnliches gilt für andere einzelne Oberflächenfunde in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der frühesten Daten des Fayum A ( 6391 BP ) und Merimdes ( 6250 BP ), Fundstellen, die sich wie auch Abu Tartur durch statistisch auswertbare Mengen von großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle auszeichnen, ergibt ein Bild, welches die gehäufte, Präsenz dieser Bewehrungsart auf den oben genannten Plätzen ab der Mitte des 7. Jahrtausend vor heute suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur begann die Entwicklung etwa tausend Jahre früher ( 7590 BP ). Ein Ansteigen der Häufigkeit belegen die Stationen 7145 BP und 6620 BP. Die größten Mengen treten in Abu Tartur um 6420 BP auf, kurz vor dem ersten Erscheinen dieses Pfeilspitzentyps im Fayum und in Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielhaft für das Fayum sind die tief ausgekehlten Spitzflügelgeschosse der Gruppe A25, die noch durch zwei gezähnte Exemplare des Typs A26 ergänzt werden. Andere Dreieckspitzen verschiedenster Basisgestaltung sind A1 mit geradliniger Basis, A17 und A18 mit einer durch zwei schräg verlaufende gerade Linien gebildeten Basis oder einer konvexen Basis und die Stücke mit zentraler Kehle mit allen möglichen runden und eckigen Ausgestaltungen der Schwingenenden als da sind A2, A13, A27 u.s.w.&lt;br /&gt;
Die in Abu Tartur gefundenen Exemplare zeichnen sich häufig durch eine gewisse Asymmetrie, vor allem die Schwingenenden betreffend, aus ( z.B. Tafel Ä3, 2, 3, 5, 6, 8 und 11 ). Dieses Merkmal wird weder im Fayum noch in Merimde oder Badari angetroffen. Auch das Ansteigen des häufig spachtelförmigen Schwingenendes zum Kehlentiefsten hin ist typisch für Abu Tartur ( z.B. [[Tafel Ä 4A]], 1, 6, 9 und 16 ). Bis auf ein Exemplar der Gruppe A26 kommen Spitzflügelgeschosse im Einzugsgebiet von Abu Tartur nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Merimdespitze“ vom Fundplatz Merimde beni Salam ist eine symmetrisch geformte Dreieckspitze mit geradlinigen bis schwach konvexen Rändern. Die Basis ist mit einer zentralen Kehle ausgestattet, die Schwingenenden verlaufen häufig rechtwinklig zum Rand und sind nach außen leicht abgerundet. Sie entsprechen dem Typ A27 und kommen ebenfalls in geringer Anzahl in Abu Tartur vor. ( Tafel Ä4, 4 ; Tafel Ä2, 2 ). Die feinen morphologischen Unterschiede innerhalb der Gruppe sind von J. Eiwanger beschrieben. Außer den „Merimdespitzen“ kommen in den oberen Schichten und vor allem an der Oberfläche auch die jüngeren Spitzflügelgeschosse, ähnlich denen aus dem Fayum, vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der Bewehrungen der wesentlich jüngeren Badarikultur ( 5560 BP – 5030 BP Hassan 1985 ) sind Spitzflügelgeschosse vom Typ A25 aber auch A2, A26 und A28 kommen noch vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die elf von G. Caton-Thompson in Kharga gefundenen großen Pfeilspitzen mit teils eckigen, teils gerundeten Schwingen sowie die drei von M. Mc Donald erwähnten ausgekehlten Dreieckspitzen östlich von Dakhla können den Typen von Abu Tartur zugesellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die ägyptischen Fundgebiete im Vergleich.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenfassung der Pfeilspitzen Indizes sowie ihre grafische Darstellung sollten ursprünglich nur die Verschiedenheit oder Gleichheit einzelner Kulturen dokumentieren. Unvermischte Inventare ergeben gleichartige Grafiken bei gleicher Kultur, eine andersartige Kultur ergibt eine abweichende Grafik. Auf ähnliche Art können auch Gesamtinventare miteinander verglichen werden.&lt;br /&gt;
Trotz aller Kritik an dieser „französischen Methode“ haben ihre Kritiker bislang nichts anzubieten was effektiver wäre. Es wird lediglich versucht einfache Methoden durch aufwändige Arbeitsweisen zu ersetzen.&lt;br /&gt;
Die hier vorgestellten Grafiken haben in den meisten Fällen gemischte Inventare als Grundlage, dennoch sind sie äußerst informativ, denn sie zeigen die zeitliche und materielle Entwicklung der einzelnen Populationen auf und sie erlauben Vergleiche mit anderen Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersicht 1. - 6. sind Fundkomplexe der postulierten Gunstzone. Übersicht 7. - 11. sind Fundkomplexe außerhalb der postulierten Gunstzone. Übersicht 12. - 13. sind Sonderfälle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Kharga'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 7,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 259&lt;br /&gt;
|| 29,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 341&lt;br /&gt;
|| 39,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 203&lt;br /&gt;
|| 23,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''869'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 122&lt;br /&gt;
|| 3,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 1466&lt;br /&gt;
|| 45,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 597&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 1023&lt;br /&gt;
|| 31,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''3208'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Djara 90/1'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 28,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 53&lt;br /&gt;
|| 35,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''150'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Abu Minquar'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 51&lt;br /&gt;
|| 29,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 117&lt;br /&gt;
|| 67,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''173'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Dakhla'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 57&lt;br /&gt;
|| 38,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 14,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 65&lt;br /&gt;
|| 43,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''148'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6. Djara 98/20'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''55'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7. Mudpans'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 98&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''98'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8. Gilf Kebir'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 346&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''346'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9. Sandsee (Glasregion)'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| ca. 50&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''ca. 50'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10. Kiseiba'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 152&lt;br /&gt;
|| 96,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''157'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11. Nabta'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 3,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 2,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 350&lt;br /&gt;
|| 93,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''375'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12. Merimde'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 61&lt;br /&gt;
|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''66'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13. Fayum'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 272&lt;br /&gt;
|| 31,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 228&lt;br /&gt;
|| 26,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 357&lt;br /&gt;
|| 41,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''857'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Tartur - Verteilung der Pfeilspitzenfamilien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3a&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 9120 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7590 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7145 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6620 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6420 BP&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0002 / 84'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0006 - 0007 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1004 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1017 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1023 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1024 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1005 / 83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| 1,48|| I|| 3,39|| I|| 3,02|| I|| 5,33|| I|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||1,57||II||14,08||II||17,78||II||48,59||II||52,61||II||72,78||II||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||0,52||III||9,86||III||4,44||III||7,91||III||18,57||III||11,83||III||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||97,91||IV||76,06||IV||76,30||IV||40,11||IV||25,80||IV||10,06||IV||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kharga'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 90 / 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Dakhla'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Minqar'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 98 / 20'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 7,60|| I|| 3,80|| I|| 2,67|| I|| 2,70|| I|| 1,73|| I|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29,80||II||45,70||II||33,33||II||38,51||II||29,48||II||7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||39,24||III||18,61||III||28,67||III||14,87||III||1,16||III||20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||23,36||IV||31,89||IV||35,33||IV||43,92||IV||67,63||IV||72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Mudpans'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Gilf kebir'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Glasregion''' &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kiseiba'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Nabta'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Fayum'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Merimde'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| -|| I|| 0,64|| I|| 1,33|| I|| 31,74|| I|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||-||II||-||II||-||II||1,27||II||3,20||II||26,60||II||-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||-||III||-||III||-||III||1,27||III||2,13||III||41,66||III||3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||100||IV||100||IV||100||IV||96,82||IV||93,33||IV||-||IV||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alter bestimmter Pfeilspitzenformen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wird die Frage nach dem Alter bestimmter Pfeilspitzenformen gestellt. Um eine zufriedenstellende Antwort geben zu können, werden möglichst große Mengen Bewehrungen mit ausreichenden Altersbestimmungen durch C14 Analysen benötigt.&lt;br /&gt;
Im besprochenem Raum stellt sich die Faktenlage so dar, dass nur ein geringer Anteil der älteren Inventare, von vor 9000 BP bis etwa 7600 BP, in direktem Zusammenhang mit C14 Werten steht. Oft ist die Anzahl der an einer datierten Stelle aufgefundenen Pfeilspitzen klein oder aber eine zeitliche Zuweisung größerer Mengen eines Fundplatzes ist lediglich auf indirektem Wege, durch Vergleiche mit ähnlichen Vorkommen, deren Alter bekannt ist, möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die jüngeren Fundplätze von ca. 7600 bis ca. 6400 ist die Situation günstiger, da hier Datierungen mit größeren Mengen zusammenfallen, dieses gilt leider nur für Abu Tartur, dürfte aber ausreichen, um allgemeine Strömungen bei der Formgebung von Pfeilspitzen kenntlich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' zeigt die Entwicklung von vor 9120 BP bis 6900 BP ohne Wichtung der Menge. Jeder direkt datierte Pfeilspitzenfundplatz ist in dem Diagramm eingezeichnet so z.B. 0002/84 mit 180 Querschneidern aber lediglich zwei Ounan-Harif Spitzen vom Typ H14 ( Tafel Ä35 – 12 und 13 ) und fünf weiteren H- Spitzen. Schon im Frühholozän wurde mit neuen Formen und Techniken experimentiert wie die einseitig flächenretuschierte D1- Spitze ( Tafel Ä12 – 6 ) und die gestielte Hybridspitze ( Tafel 35 – 14 ) zeigen. Experimente sind im Diagramm durch einen Asterix gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_7.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_8.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den '''Nabta-Fundplatz E-77-3''' liegt eine Datierung vor und eine solide Menge von 28 Ounan-Harif Spitzen und 25 querschneidigen Bewehrungen. Gegenüber der knapp 300 Jahre älteren Fundstelle 0002/84 mit einem Ounan-Harif Anteil von ca. 1 % übersteigt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen mit 52,83 % die Menge der Querschneider, die es auf  47,17 % bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dakhla treten ähnliche Querschneider wie in Abu Tartur und größere Mengen von Ounan-Harif Spitzen, hauptsächlich vom Typ H19, auf. Leider sind die Mengen- und Typenangaben für eine Auswertung nicht präzise genug, ferner fehlen exakte, auf  Inventare bezogene Altersangaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Minqar 81/55-1''' weist um 8620 BP keine Ounan-Harif Spitzen aber erste Ounan- oder ounanähnliche Spitzen auf. Die Menge, fünf Exemplare, ist aber zu gering, um aussagekräftig zu sein. Ein weiteres Datum von 7890 BP könnte im Zusammenhang mit kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen gesehen werden. Aber auch hier ist die Menge ( drei Stücke ) zu gering und das auch noch in einem Fundkontext, welcher unübersichtlich und gestört erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den indirekt datierten Fundplätzen '''E-80-2 und E-80-1-A''' sind insgesamt 80 Ounan-Harif Spitzen und 22 querschneidige Mikrolithen bekannt. Diese größte Menge von in Ägypten gefundenen Ounan-Harif Spitzen sollte in der Betrachtung der Entwicklung der Pfeilspitzentypen nicht fehlen. Das Inventar ist daher in das Diagramm Fig. 7 aufgenommen und arbiträrerweise bei 8500 BP eingetragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wahl entbehrt nicht ganz der Logik, da das Verhältnis von Ounanspitzen zu Mikrolithen mit der Zeit ansteigt. Während 0002/84 nur 1,10 % Ounan-Harif Spitzen aufweist, steigt der Anteil auf 52,83 % für E-77-3, auf 62,00 % für Dakhla, auf 78,43 % für  E-80-2 und E-80-1-A. Nach 8500 BP sinkt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen und die Querschneider laufen in der behandelten Zone aus. Ounanspitzen vom Typ H12 und ähnliche wie H13 und H5 werden zahlreicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf 8290 +- 80 BP datierte Nabta Fundplatz '''E-75-6''' Epipal, weist keine Ounan-Harif Spitzen mehr auf, dafür aber immer noch mikrolithische Bewehrungen und Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
Dahingegen werden nur geringfügig später ( 8219 +- 73 BP ) auf dem Fundplatz Gara 75/27 in den Siwa Oasen weiterhin Ounan-Harif Spitzen produziert und Versuche mit flächenretuschierten Stielspitzen angestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Ounan-Harif Spitzen wie im äußersten Nordwesten der westlichen Wüste Ägyptens werden zur gleichen Zeit ( 8210 +- 70 BP ) im Südosten in Bir Kiseiba auf dem Fundplatz  E-79-1 hergestellt. Die letzten Ounan-Harif Spitzen erscheinen zwischen 8100 BP und 8020 BP auf den Fundplätzen E-80-3 und E-80-1-C. Der auf 8130 BP datierte Fundplatz E-79-2 führt schon Ounanspitzen, die jüngeren hier gemessenen Daten dürften sich auf  eine Bou Saada Spitze ( H7 ) beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1-C''' von F. Wendorf in die El Jerar Phase von Nabta Playa gestellt, weist zwei Ounanspitzen mit einem Alter von 7850 +- BP auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-79-2''' hatte acht Ounanspitzen um 8130 BP hervorgebracht, zwei jüngere Daten 7780 +- 130 BP und 7610 +- 70 BP könnten im Zusammenhang mit einer Bou Saada Spitze stehen, wie schon weiter oben ausgeführt wurde. Das jüngere Datum ist wahrscheinlicher, das ältere läge rund 200 Jahre vor dem Erscheinen der frühesten kantenretuschierten Dreieckspitzen der Typen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch zwei Holzkohlenproben von verschiedenen Herdstellen datierte Fundstelle '''1072/86''' hat ein Alter von 7670 +- 50 BP respektiverweise von 7645 +- 35 BP. Hier kann von einer intakten Fundschicht mit in situ Material ausgegangen werden. Es wurden 37 Spitzen der Typen H12, H13 und H5 gefunden, also Ounanspitzen und ounanähnliche Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um so erstaunlicher ist die Pfeilspitzen Vielfalt des auf 7590 +- 75 BP datierten Fundplatzes '''1004/83''', der neben 47 Spitzen der Gruppen H12, H13 und H5 eine Menge von 15 kantenretuschierten Blattspitzen, zwei flächenretuschierten Dreieckspitzen der Typen A1 und A2, 29 Blattspitzen der Typen C1, C2, C3, C6 und C10 und sechs Stielspitzen der Typen D1, D2 und D3 hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast gleichzeitig ist der mit 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP datierte Fundplatz Djara 90/1-2, welcher ebenfalls flächenretuschierte Blatt- und Stielspitzen führt. Die Nabta Fundplätze E-77-5 Neolith. ( 7530 +- 180 BP ) und E-91-1-C ( 7536 +- 110 BP ) führen zu dieser Zeit noch Ounanspitzen und kantenretuschierte Blattspitzen. Unsicher ist eine H7 Spitze, ein einzelnes Trapez taucht wieder auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 7360 +- 200 BP werden vom Kiseiba Fundplatz E-79-7 zwei kantenretuschierte Dreieckspitzen des Typs H8 gemeldet, um 7170 +- 80 BP steigt die Anzahl der H7 und H8 Spitzen auf Fundplatz E-79-6 auf 19 Exemplare. Ebenfalls wird eine große, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze mit zentraler Kehle des Typs A2 gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit, 7145 +- 40 BP, wird auf dem Fundplatz Abu Tartur 1017/82 eine Menge von 178 Pfeilspitzen gezählt darunter 60 Ounan- und ähnliche Spitzen, zehn kantenretuschierte Blattspitzen und von den flächenretuschierten Stücken vier Dreieck-, 86 Blatt- und 14 Stielspitzen. Der Fundplatz ist gemischt und die kantenretuschierten Exemplare dürften älter sein, was durch weitere Datierungen zu klären wäre. Kantenretuschierte Dreieckspitzen wurden nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Nabta Fundplatz E-75-8 lower, welcher 41 Pfeilspitzen der Typen H7 und H8 produzierte schwanken die Altersangaben zwischen 7100 BP und 6700 BP. Das ältere Datum scheint für die „Nabtaspitzen“ wahrscheinlicher zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der in der ägyptischen Sahara, also in der westlichen oder libyschen und in der östlichen oder arabischen Wüste gefundenen und wissenschaftlich bearbeiteten Pfeilspitzen liegt bei über 7000 Stücken. Die im diesem Bericht berücksichtigten Bewehrungen erreichen eine Zahl von rund 6800 Exemplaren. Zwei Drittel dieser Menge kommen aus einem breiten Streifen um den 26. nördlichen Breitengrad, einer Region, die wie ich meine sowohl Sommerregen aus Süden als auch den noch wichtigeren Winterregen aus Norden regelmäßig erwarten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch die Landschaftsform reicht die Kernzone der Pfeilspitzenhäufigkeit von Abu Minqar im Westen über Dakhla bis nach Kharga im Osten. Nördlich dieser Linie sind Farafra und Djara sowie Abu Gerara, das nördliche und westliche Abu Tartur Plateau, die geologischen Senken nördlich von Abu Tartur sowie das Gelände nördlich der Kharga Oasen zu nennen, wobei große Gebiete bis heute noch nicht auf prähistorische Vorkommen untersucht worden sind. Südlich der Linie liegen die Eastpans. Das Auffinden weiterer Fundplätze bis zum Breitengrad 25° Nord ist möglich, die Aussicht auf Erfolg ist wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem libyschen Kalksteinplateau und an seinem Fuße konnte auf ausgezeichnetes Rohmaterial zur Herstellung von Werkzeugen zurückgegriffen werden. Einmal auf Jaspis- und Chalzedonknollen aus den Tonlinsen der Khargaschichten, zum anderen auf eozäne Hornsteine, deren Ausbildung von kugelig bis plattig reicht. Es gibt weitere Gesteine, die als Ausgangsmaterial herangezogen worden sind, wie Sandstein, Kalkstein, verkieseltes Holz, Quarz und andere, ihre Verbreitung ist jedoch gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie Fig. 3''' zeigt ähneln sich die Diagramme der einzelnen Fundzonen. Sämtliche Pfeilspitzen- Grundformen wie die flächenretuschierten Dreieck-, Blatt- und Stielspitzen sind neben den kantenretuschierten Exemplaren vorhanden. Bis etwa 7500 BP sind Flächenretuschen die große Ausnahme obwohl mit dieser Technik experimentiert wurde. Nach ca. 7000 BP setzen sich die Flächenretuschen durch, Kantenretuschen werden seltener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Grafik zeigt das Indiz IV den Anteil der kantenretuschierten Pfeilspitzen und damit den Anteil älterer Besiedlungsphasen an. &lt;br /&gt;
Diese älteren Pfeilspitzen weisen ein großes Spektrum an Formen auf, es reicht von Ounan- Harif- Spitzen ( H 14, H2, H19 u.a. ) mit den verschieden gestalteten Schäftungszonen über Ounanspitzen ( H12 ), gestielten H5- Spitzen, Dreiecksformen ( H7, H8, H9, H18 ) und Blattspitzen ( H1, H4, H10, H11 ) bis zu Querschneidern ( F2 – F22 ), von denen die frühesten schon vor 9000 BP auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Größenordnung und Verteilung der Indize der flächenretuschierten Bewehrungen wird wahrscheinlich durch kulturelle Präferenzen bestimmt. So ist für die Khargaregion die Stielspitze wichtig. Da nahegelegene Abu Tartur und die Dakhla Oasen führen prozentual die meisten Blattspitzen während das Verhältnis von Blatt- zu Stielspitzen in Djara ausgeglichen erscheint. Diese Aussagen sind sehr verlässlich, da sie große Mengen als Basis aufweisen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger großen Inventaren genügt ein kleiner Eingriff, um das Gesamtbild zu ändern und eventuell zu verfälschen, so fehlen in Abu Minqar bis auf zwei Stücke die Stielspitzen. Gesetzt den Fall ein „Sammler“ hätte vor der wissenschaftlichen Untersuchung durch F. Klees rund 20 D- Spitzen, weil sie so „schön“ waren, entnommen, so wäre eine Erklärung für das Balkendiagramm gefunden. Zerstörung durch Deflation und kulturelle Verschiedenheit sind natürlich ebenfalls im Bereich des Möglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 4''' zeigt die Zusammensetzung der Pfeilspitzentypen von Fundstellen außerhalb des postulierten Gunstraums südlich und nördlich der Achse Abu Minqar – Kharga. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mudpans, die Glasregion in der großen Sandsee und die Fundstellen im Gilf Kebir weisen ausschließlich kantenretuschierte Werkzeuge auf und zwar von den ältesten bis zu den jüngsten Fundstellen. Über tausende von Jahren war der Querschneider die einzige bekannte Bewehrung im südwestlichen Teil der libyschen Wüste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den dort lebenden Gesellschaften fehlte die sonst für das Neolithikum so charakteristische Dynamik, die sich in Innovation und Vielfalt dokumentierte. Ganz ähnlich scheinen die Grafiken von Kiseiba und Nabta angelegt zu sein aber die Ähnlichkeit ist nur äußerlich. In diesen Gebieten wurden bevorzugt die älteren holozänen Fundstellen bearbeitet, was sich in dem hohen Anteil an kantenretuschierten Pfeilspitzen niederschlägt. Hier jedoch findet sich die bunte Mischung aus Stiel- Dreieck- und Blattspitzen neben den Querschneidern wieder, wie es in der Gegend um den 25. Breitengrad Nord der Fall war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigen bearbeiteten jüngeren Fundplätze weisen, wenn auch in geringer Anzahl, sämtliche Ausbildungstypen flächenretuschierter Pfeilspitzen auf. Gemeinsamkeiten zwischen dem Südostteil der westlichen Wüste und ihrer Südwest- Ecke sind nicht festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss des Feuerstein liefernden Kalksteinplateaus im Norden Nabtas und im Nordosten Kiseibas darf nicht unterschätzt werden, gab er doch den hier lebenden Populationen einen materiellen und daraus resultierend auch einen technologischen Vorteil gegenüber den im nubischen Sandstein siedelnden Gruppen, deren Rohmaterial hauptsächlich aus verhärtetem Sandstein bestand, der wie schon weiter oben angedeutet nicht das ideale Material für eine Bearbeitung mittels Flächenretuschen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum ( Fig. 4 ) zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Dreieckspitzen aus, dennoch liegt der Anteil der Stielspitzen um ca. 10 % höher. Würden die kantenretuschierten Bewehrungen des Fayum B berücksichtigt, so entstünde ein ähnliches Bild wie in den Kharga Oasen allerdings mit höherem Anteil an Dreieckspitzen ( Indiz I ) und einem niedrigerem Prozentsatz von Blattspitzen ( Indiz II ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beeinflussung durch die Fundplatzgruppe 25° N ist durchaus möglich.&lt;br /&gt;
Wie ebenfalls aus Fig. 4 hervorgeht, fehlt den Merimde Fundplätzen die zeitliche Tiefe, da ein Pfeilspitzentyp, die Gruppe A2, mit über 90 % Anteil das Bild beherrscht. Ähnliches gilt für die noch jüngere Badarikultur, die ca. 80 % A2- Spitzen aufweist und rund 16 % Blattspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem nun die ägyptischen Pfeilspitzen der Sahara zahlenmäßig erfasst sind und ihre Typen in einen, wenn auch groben Zeitrahmen gestellt werden konnten, erscheint es mit Einschränkungen möglich, einige Fragen beantworten zu können. Ebenfalls müssen mehrere notwendige Feststellungen getroffen werden.&lt;br /&gt;
* Über die Hälfte aller in Ägypten gefundenen und ausgewerteten Pfeilspitzen ist in dem Raum von Abu Tartur – Kharga konzentriert.&lt;br /&gt;
* Diese außerordentliche Akkumulation hat während der gesamten holozänen, steinzeitlichen Phase stattgefunden. &lt;br /&gt;
* Die Feldforschung in dem genannten Raum ist bei weitem nicht abgeschlossen. Die Region verfügt über ein gewaltiges Potential.&lt;br /&gt;
* Dichte und dauernde Besiedlung von der El Adam Phase bis zum Auftreten von Clayton Ringen ( Riemer ) setzt klimatische Bedingungen voraus, die nicht im Extrembereich liegen. Eine Ausweitung bisheriger Studien Klima, Fauna und Flora betreffend sowie die Erstellung weiterer C14- Analysen erscheinen angebracht. Auch die Quartärgeologie ist gefragt um eventuelle Fehlinterpretationen zur Klimaentwicklung zu korrigieren und gezielte, lokale Detailuntersuchungen zu betreiben, um die bestehende Diskrepanz zwischen den existierenden Studien und den archäologischen Fakten auszuräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Basiskehle dürften nach den heute bekannten und datierten Funden in Abu Tartur entwickelt worden sein. Von hier aus gelangten sie, kann postuliert werden, mit geringer Zeitverschiebung zunächst ins Fayum und dann nach Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fayum entwickelte sich aus den unregelmäßigen und zum Teil noch primitiv anmutenden Pfeilspitzen Abu Tarturs vor allem die elegante A25- Spitze mit nach innen gezogenen Schwingen und tiefen, breiten Kehlen. Dieser Typ verbindet die Wirkung eines breiten Geschosses mit entsprechendem Schusskanal mit einer Gewichtsreduzierung, welche mit einer tiefen und breiten Kehle zusammenhängt.&lt;br /&gt;
Die bevorzugten Typen in Merimde sind A2, A27, A25 und A28. Im Unterschied zu Abu Tartur sind hier die Pfeilspitzen gleichmäßiger und sauber gearbeitet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Erste flächenretuschierte Stielspitzen treten schon im Frühholozän vereinzelt als Experimente, die aber ohne direkte Folgen bleiben, in Gara, Sitra und Abu Tartur auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gara 75/27 produzierte zwei Stielspitzen mit einem Alter von 8219 Jahren, aus Sitra ist eine Stielspitze mit einem Alter von ca. 8200 Jahren bekannt und Abu Tartur weist zwei flächenretuschierte Stielspitzen von Fundplatz 0002/84 mit einem Alter von 9120 Jahren auf, eine dritte von 1023/82 ist nicht datiert, könnte aber nach der Bearbeitungstechnik und der Formgebung ebenfalls dazuzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese frühen, flächenretuschierten Stielspitzen ähneln stark Miniaturausführungen von Aterienspitzen. Eine Beeinflussung durch aufgefundene Paläoartefakte ist nicht von der Hand zu weisen, zumal im Inventar des Fundplatzes 0002/84 eine große Aterienspitze vorhanden ist. Außer den gestielten Exemplaren weisen 0002/84 und 0006/82 auch einige flächige modifizierte Blattspitzen der Gruppen C3 und C9 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie die Fundstellen Abu Tartur 1004/83 und Djara 90/1-2 zeigen, treten fast gleichzeitig ab ca. 7600 BP neben den kantenretuschierten Pfeilspitzen auch regelmäßig solche mit Flächenretuschen auf und zwar neben den Bewehrungen der Familien A, C und D ebenfalls, aber in geringeren Stückzahlen, die der Familien B, E und G auf.&lt;br /&gt;
Von dem oben genannten Zeitpunkt an nehmen die Flächenretuschierten prozentual zu, die Kantenretuschierten nehmen ab ohne aber gänzlich zu verschwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Anteil von Dreieck-, Blatt- oder Stielspitzen hängt bei den flächig retuschierten Pfeilspitzen nicht vom Alter des Fundplatzes ab sondern von den Präferenzen der jeweiligen kulturellen Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Gruppen, die westlich einer gedachten Linie Siwa – Abu Minquar. Eastpans – Bir Kiseiba – Nabta siedelten waren von den Geschossentwicklungen der Kernzonen abgekoppelt. Sie bringen keine Flächenretuschen hervor, zum Teil auf Grund eines Mangels an geeigneten Rohstoffen, sie verweilen hauptsächlich bei kleinen dreieckigen und trapezförmigen Querschneidern, andere kantenretuschierte Pfeilspitzenfamilien sind selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aus der ägyptischen Sahara sind nur wenige C14- Analysen aus holozänen Horizonten bekannt, die ein Alter von über 9000 Jahren aufweisen. Noch geringer ist die Anzahl von Fundstellen diesen Alters mit einem Inventar, welches eine typologische Einordnung zu erstellen erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste Datierung stammt von einem Herdplatz westlich des Abu Ballas, sie beträgt  10000 +- 225 BP Jahre weist aber keinerlei lithisches Material auf ( Gabriel 86 ).&lt;br /&gt;
Aus dem Wadi el Akhdar vom Fundplatz 80/7-1 wird ein Alter von 9370 +- 215 BP gemeldet (Schön 96) aber auch hier ist das analysierte Material aus einer geologischen Schicht ohne Artefakte entnommen worden.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 83/33 wurde eine Keramikscherbe auf 9080 +- 50 BP datiert. Zugehörige Steinartefakte sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Röper haben in der  „Roten Wüste“ etwa 70 – 100 km südlich von Abu Tartur eine Holzkohlenprobe von einer Herdstelle entnommen, die ein Alter von  9260 +- 370 BP aufweist. Steinartefakte und Keramik sind nicht untersucht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dakhla sind im Zusammenhang mit der dortigen Masara- Phase einige Daten bekannt. Sie liegen zwischen 9180 BP und 8170 BP für die Masara- Phasen A und B und zwischen 9000 BP und 8500 BP für die Masara- Phase C. Werkzeuge sind in diesem Falle vorhanden, einzelne Stücke stimmen mit einschlägigen Inventaren anderer Fundgebiete überein. Eigene auf Dakhla bezogene und vollständige Inventare sind jedoch erst spät erstellt worden, diese sind mit den Funden des Abu Tartur B zu vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches gilt für die C14 Daten der Fundregion Regenfeld in der großen Sandsee. Fundplatz 96/1 mit einem Alter von 9388 +- BP Jahren weist keine signifikanten Geräte auf und 96/20, auf 9040 +- 60 BP datiert, produzierte ähnlich wie die gleich alten Plätze im Südosten der libyschen Wüste Ägyptens hauptsächlich rückengestumpfte Lamellen ohne jedoch vergleichbar vollständige Typologien wie Nabta und Kiseiba zu liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollständige Inventare und Datierungen weisen vier Fundplätze auf. In Bir Kiseiba sind es E-80-4 und E-79-8 mit 423 respektiverweise 374 Werkzeugen, in Nabta lieferte E-77-7  158 Geräte und Abu Tartur 0002/84 hat 402 modifizierte Steinartefakte hervorgebracht. In der Fundplatzbeschreibung von 0002/84 werden diese vier Inventare miteinander verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Ostsahara begonnene kulturelle Entwicklung wurde durch die prädynastischen Gruppen im Niltal fortgesetzt. Da der Verfasser das Niltal mit Ausnahme von Merimde und Badari nicht in seine Betrachtungen aufgenommen hat, werden Pfeilspitzentypen wie sie z.B. in Abydos auftreten, nicht berücksichtigt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundstellen_in_%C3%84gypten&amp;diff=5586</id>
		<title>Fundstellen in Ägypten</title>
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				<updated>2023-10-20T12:47:44Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Genauere Beschreibung eines der Fundetableaus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Ägypten==&lt;br /&gt;
Ägypten, 1.000.000 Quadratkilometer groß, besteht mit Ausnahme des Niltals und des Deltas, aus Wüste. Für diesen Bericht sind die arabische und libysche Wüste, da beide zur Sahara gehörend, von Interesse.&lt;br /&gt;
Außerhalb dieses Rahmens werden lediglich, aus Gründen des Vergleichs, die Fundstellen von Merimde am südwestlichen Deltarand und Badari - Hemamieh am rechten Nilufer in Oberägypten, berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Ende des 19. Jahrhunderts begannen Archäologen sich für steinzeitliche Kulturen in Ägypten zu interessieren, so F. Petrie in Nagada. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts kamen dazu Junker in Merimde, Brunton in Badari und die große Dame der ägyptischen Vor - und Frühgeschichte G. Caton - Thompson in Hemamieh, im Fayum und Anfang der 30er Jahre in den Kharga - Oasen.&lt;br /&gt;
Erwähnt seien auch die frühen Expeditionen Hassanein Beys in den Uweinat von wo er über Felsbilder berichtete und Kemal el Dins, der den Gilf Khebir entdeckte und ebenfalls Malereien im Uweinat fand.&lt;br /&gt;
Neben den älteren Arbeiten soll versucht werden auch die in jüngerer Zeit ausgeführten Forschungen, einschließlich der noch laufenden, in diesen Bericht zu integrieren. &lt;br /&gt;
Zu nennen wären unter anderen die Teams um F. Wendorf und R. Schild im Südostteil der libyschen Wüste, R. Kuper und seine Mannschaft mit den Projekten B.O.S und ACACIA, M. Mc Donald in den Dakhla - Oasen und B.E. Barich mit Kollegen in Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Genauere Beschreibung eines der Fundetableaus==&lt;br /&gt;
Inhalt befindet sich im Aufbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abbildung Nr. 7: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Ägypten - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden 132 Fundtableaus werden nicht näher erklärt, da viele Artefakte in den entsprechenden Rubriken gezeichnet und wissenschaftlich beschrieben worden sind. Jedes Artefakt ist mit einer eindeutigen Fundplatznummer gekennzeichnet. Fundplätze mit Nummern finden Sie unter Fundkomplex Abu Tartur. '''HINWEIS:''' Klicken Sie 2x in Folge auf die gewünschte Abbildung und Sie sehen das Tableau in Bildschirmgröße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0003_N_AbuTartur.jpg|Abb. 1: Klingen und Lamellen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0009_B_AbuTartur.jpg|Abb. 2: Bohrer, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0011_E_AbuTartur.jpg|Abb. 3: Kerben, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0013_D_AbuTartur.jpg|Abb. 4: Mikrolithen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0018_P21_Tixier_Liste.jpg|Abb. 5: Auflistung nach Tixier, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0029_Perlen_AbuTartur.jpg|Abb. 6: Perlen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0035_L_AbuTartur.jpg|Abb. 7: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0033_12_AbuTartur.jpg|Abb. 8: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0037_6_AbuTartur.jpg|Abb. 9: Nabta Pfeilspitzen und andere, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0039_4_AbuTartur.jpg|Abb. 10: Querschneider von Fundplatz 0002/84 und andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0041_7_AbuTartur.jpg.jpg|Abb. 11: Flächeretuschierte Stielspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0043_11_AbuTartur.jpg|Abb. 12: Ounan Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0045_9_AbuTartur.jpg|Abb. 13: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0092_14_AbuTartur.jpg|Abb. 14: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0094_13_AbuTartur.jpg|Abb. 15: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0187_26_AbuTartur.jpg|Abb. 16: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0189_22_AbuTartur.jpg|Abb. 17: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0191_18_AbuTartur.jpg|Abb. 18: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0193_20_AbuTartur.jpg|Abb. 19: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0195_21_AbuTartur.jpg|Abb. 20: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0197_10_AbuTartur_Renate.jpg|Abb. 21: Blattspitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0199_23_AbuTartur.jpg|Abb. 22: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0201_15_AbuTartur.jpg|Abb. 23: Blattspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0203_16_AbuTartur.jpg|Abb. 24: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0205_1_19_AbuTartur.jpg|Abb. 25: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0206_17_AbuTartur.jpg|Abb. 26: Blattspitzen mix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0112_XXVI_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 27: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0149_Q_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 28: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0171_O_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 29: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0073_UU_AbuTartur.jpg|Abb. 30: Große plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0075_NN_AbuTartur.jpg|Abb. 31: Werkzeuge, Fundplatz 1072&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0077_QQ_AbuTartur.jpg|Abb. 32: Plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0079_HH_AbuTartur.jpg|Abb. 33: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0081_1_JJ_AbuTartur.jpg|Abb. 34: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0082_TT_AbuTartur.jpg|Abb. 35: Klingen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0084_KK_AbuTartur.jpg|Abb. 36: Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0086_OO_AbuTartur.jpg|Abb. 37: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0088_PP_AbuTartur.jpg|Abb. 38: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0090_RR_AbuTartur.jpg|Abb. 39: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0096_G_AbuTartur.jpg|Abb. 40: Sicheln und Sicheleinsätze, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0098_XXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 41: Klingen, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0100_ZZ_AbuTartur.jpg|Abb. 42: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0102_YY_AbuTartur.jpg|Abb. 43: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0104_XXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 44: Flächig bearbeitete Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0106_XXV_AbuTartur.jpg|Abb. 45: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0108_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 46: Klingen und Lamellen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0110_XXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 47: Verschiedene Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0114_XXII_AbuTartur.jpg|Abb. 48: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0116_XXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 49: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0118_XXI_AbuTartur.jpg|Abb. 50: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0120_XXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 51: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0122_XLIII_AbuTartur.jpg|Abb. 52: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0124_roem_L_AbuTartur.jpg|Abb. 53: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0126_XLVI_AbuTartur.jpg|Abb. 54: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0011/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0128_XLV_AbuTartur.jpg|Abb. 55: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0130_XLIV_AbuTartur.jpg|Abb. 56: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0132_LV_AbuTartur.jpg|Abb. 57: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0134_XLVII_AbuTartur.jpg|Abb. 58: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1046/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0136_XLVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 59: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0138_XLIX_AbuTartur.jpg|Abb. 60: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0140_1_LIV_AbuTartur.jpg|Abb. 61: Paläolithische Werkzeuge auf neolithischen Fundplätzen und Aterienspitzen (gekauft)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0141_LII_AbuTartur.jpg|Abb. 62: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0014/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0143_LI_AbuTartur.jpg|Abb. 63: Verschiedene Artefakte und Perlen, Fundplatz 1002/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0145_F_AbuTartur.jpg|Abb. 64: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0147_LIII_AbuTartur.jpg|Abb. 65: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1045/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0151_A_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 66: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0157_C_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 67: Bohrer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0159_SS_AbuTartur.jpg|Abb. 68: Klingen und Lamellen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0163_XXX_AbuTartur.jpg|Abb. 69: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0165_J_AbuTartur.jpg|Abb. 70: Große Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0173_K_AbuTartur.jpg|Abb. 71: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0175_VV_AbuTartur.jpg|Abb. 72: Messer und Spitzen, Fundplatz 1017/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0177_WW_AbuTartur.jpg|Abb. 73: Messer und Spitzen, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0183_M_AbuTartur.jpg|Abb. 74: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0208_III_AbuTartur.jpg|Abb. 75: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1035/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0210_XI_AbuTartur.jpg|Abb. 76: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0213_X_AbuTartur.jpg|Abb. 77: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0215_VII_AbuTartur.jpg|Abb. 78: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0217_VI_AbuTartur.jpg|Abb. 79: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1052/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0219_IV_AbuTartur.jpg|Abb. 80: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0009/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0221_V_AbuTartur.jpg|Abb. 81: Verschieden Artefakte, Perlen und Keramik, Fundplatz 0008/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0223_XVI_AbuTartur.jpg|Abb. 82: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0225_VIII_AbuTartur.jpg|Abb. 83: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0227_IX_AbuTartur.jpg|Abb. 84: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0229_XVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 85: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0231_roem_I_AbuTartur.jpg|Abb. 86: Paläolithische Artefakte auf neolithischen Fundplätzen (z.T. Wiederverwendung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0233_roem_II_AbuTartur.jpg|Abb. 87: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0010/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0236_XLII_AbuTartur.jpg|Abb. 88: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0238_XXXI_AbuTartur.jpg|Abb. 89: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0240_XXXII_AbuTartur.jpg|Abb. 90: Bohrer und Pfrieme, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0242_XXXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 91: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0244_XXXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 92: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0246_XXXV_AbuTartur.jpg|Abb. 93: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0248_XXXVI_AbuTartur.jpg|Abb. 94: Bohrer, Klingen und andere Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0250_XXXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 95: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1072/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0252_XXXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 96: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0254_XXXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 97: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0256_XL_AbuTartur.jpg|Abb. 98: Lamellen, kleine Klingen und Mikrolithen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0258_XLI_AbuTartur.jpg|Abb. 99: Retuschierte Thermoscherben, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0260_LVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 100: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0262_XVII_AbuTartur.jpg|Abb. 101: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1016/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0264_H_AbuTartur.jpg|Abb. 102: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0266_XII_AbuTartur.jpg|Abb. 103: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0268_XV_AbuTartur.jpg|Abb. 104: Sichelmesser und &amp;quot;Ackerbau Geräte&amp;quot;, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0270_XIX_AbuTartur.jpg|Abb. 105: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1019/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0272_XIV_AbuTartur.jpg|Abb. 106: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0275_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 107: Verschiedene Artefakte, Fundplätze auf dem Plateau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0277_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 108: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0279_LX_AbuTartur.jpg|Abb. 109: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1039/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0281_XIII_AbuTartur.jpg|Abb. 110: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0284_LIX_AbuTartur.jpg|Abb. 111: Klingen, Kerbklingen und Windkanter, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0286_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 112: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1022/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0322_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 113: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0323_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 114: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0335_besondereWerkzeuge_AbuTartur.jpg|Abb. 115: Große Werkzeuge, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0336_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 116: Reib- und Malsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0337_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 117: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0339_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 118: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0343_Reibstein_AbuTartur.jpg|Abb. 119: Reibsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0340_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 120: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0356_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 121: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0357_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 122: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0358_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 123: Paletten, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0359_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 124: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0360_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 125: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0364_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 126: Reibschale mit Reibstein, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0348_AbuTartur.jpg|Abb. 127: Kerne, Klopfsteine und Spielsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0349_Keulenköpfe_AbuTartur.jpg|Abb. 128: Keulenköpfe, AbuTartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0350_AbuTartur.jpg|Abb. 129: Verschiedene Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0351_AbuTartur.jpg|Abb. 130: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0352_AbuTartur.jpg|Abb. 131: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0334_plattige_Stücke_AbuTartur.jpg|Abb. 132: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kharga==&lt;br /&gt;
G. Caton – Thomson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G. Caton Thompson beschreibt sechs Fundstellen innerhalb der Khargaregion, auf denen Pfeilspitzen vorkommen.&lt;br /&gt;
Diese sind&lt;br /&gt;
* 1.) K05 Bellaida&lt;br /&gt;
* 2.) K015 Umm ed Dabadib&lt;br /&gt;
* 3.) Ghuata (Qasr El Ghueita )&lt;br /&gt;
* 4.) Gala Hill&lt;br /&gt;
* 5.) Abu Sighwal Pass ( Nagb Umm Sirwal )&lt;br /&gt;
* 6.) Yesba Pass ( Nagb Asyut, Gebel El Yabisa )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) K05 Bellaida'''&lt;br /&gt;
Die Stelle liegt südlich der Gebirgslücke zwischen dem Gebel Teir und dem Gebel Tarif.&lt;br /&gt;
Eine Gesamtwerkzeugmenge von 42 Stücken wurde beobachtet aber nicht weiter bearbeitet und veröffentlicht. Unter den auf Tafel 100 vorgestellten Artefakten befinden sich ein Querschneider F8, eine teilflächig retuschierte Blattspitze, eine D7 - Spitze, eine D19 - Spitze und ein Stück, welches einen Übergang von der rhombischen zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) K015 Umm el Dabadib'''&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt in einer breiten Gasse der Abu Muharig Dünenkette in den Ausläufern des südliche Abbruchs des libyschen Plateaus.&lt;br /&gt;
74 Werkzeuge, darunter auch Pfeilspitzen, wurden gefunden und nicht weiter klassiert. 21 Pfeilspitzen sind auf Tafel 99 dargestellt, sie zeigen H1 - Spitzen und Übergänge von H1 nach H5 sowie Blattspitzen vollflächig und teilflächig retuschiert vom Typ C1 und C3, eine schlanke D12 - Spitze und Dreieckspitzen der Typen A1 und H7. Ein atypisches, flächig retuschiertes Stück ist die Nr. 13, die wie eine verunglückte Mischung aus C3 und D6 anmutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) Ghuata ( Qasr El Ghueita )''' &lt;br /&gt;
Der ptolemäische Tempel von Ghuata liegt rund 20 km südlich von Kharga, östlich davon schließt sich eine deflationsgeglättete Depression an.&lt;br /&gt;
Ghuata produzierte 61 Werkzeuge, davon sieben Pfeilspitzen. Gezeichnet sind auf Tafel 95 fünf Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte C3 - Spitzen, eine mit auf beiden Seiten flachen Randretuschen versehene C1 - Spitze, eine asymmetrische H5 - Spitze und eine H - Spitze mit einseitig angedeutetem Stiel, die als abgebrochene Ounanspitze beschrieben ist. Die übrigen auf den Tafeln 94 und 95 gezeigten Stücke weisen epipaläolithische Merkmale auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) Gala hill'''&lt;br /&gt;
22 km südlich von Ghuata liegt innerhalb der Depression ein 124 m hoher Sandsteinhügel mit dem Namen Gala hill. Auf diesem Platz wurden 45 Werkzeuge, davon 13 Pfeilspitzen, gefunden, welche sich unterteilen in 12 Querschneider und eine Ounanspitze. Die restlichen Artefakte sind Klingen, Lamellen, geometrische Mikrolithen sowie weitere epipaläolithische Implemente. Das Inventar erinnert an die Abu Tartur Fundstelle 0002/84.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) Abu Sighwal Pass'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle liegt auf dem östlichen Kalksteinplateau nordöstlich des Gebel Umm El Ghanayin in mit terra rossa gefüllten kleinen Senken, ähnlich wie es sich auf dem Abu Tartur Plateau darstellt.&lt;br /&gt;
Die Fundstreuung ergab 67 Werkzeuge davon lediglich zwei Bewehrungen, nämlich Ounanspitzen wie eine auf der Tafel 98 unter Nr. 3 abgebildet ist. Die Tafel zeigt ebenfalls eine Blattspitze unter 2/98, diese wird aber im Inventar nicht aufgeführt. Die übrigen Werkzeuge bestehen hauptsächlich aus Klingen ( 17 Stück ), Lamellen ( 19 Stück ) und geometrischen Mikrolithen wie Dreiecken und einem Segment. Das Ganze mutet epipaläolithisch an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) Yesba Pass'''&lt;br /&gt;
Dieser Pass bildet den nördlichen Zugang zu den Kharga Oasen und ist über 50 km von Kharga Zentrum entfernt. Auch hier liegen Artefaktenkonzentrationen in kleinen, flachen, terra rossa gefüllten Senken.&lt;br /&gt;
Yesba gab 148 Werkzeuge her, davon 66 Pfeilspitzen. Die übrigen Artefakte sind typische epipaläolithische Stücke mit 64 gestumpften Lamellen, Segmenten und Dreiecken. Kerbklingen sowie Quarzartefakte in Form von Kratzern oder meißelartigen Kernen sind ebenfalls vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen sind wie folgt unterteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;auto&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Pfeilspitzetyp'''||'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Querschneider||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ounanspitzen||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lamellenartige Rhombische||25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rhombische||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Atypische||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blattspitzen||26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stielspitzen inkl. I||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|'''Total'''||'''66'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Ounanspitzen kann auch das Exemplar Nr. 16 Tafel 97 gerechnet werden. Die Lamellenartigen entsprechen den Typen H1 ( 15/97 ), H5 ( 9/97 ) und Übergängen von H1 nach H5 ( 13/97 ).&lt;br /&gt;
Rhombische Exemplare sind zwei vorhanden, nämlich die Nr. 21 und Nr. 22 der Tafel 97.&lt;br /&gt;
Die atypische Spitze 8/97, die bis auf den linken Rand auf ihrem Umfang kantenretuschiert erscheint, fällt in die Gruppe H19.&lt;br /&gt;
Nr. 20/97 kann unter I 4 eingeordnet werden. Die Blattspitzen entsprechen den Typen C1 und C3 und das Exemplar 26/97 weist schon nach C6. Die dargestellten Stielspitzen können dem Typ D7 zugeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den Fundstellen Abu Sighwal und Yesba wurden auf dem Plateau noch 34 Werkzeuge am Gebel Umm El Ghenneiem und 36 Stücke bei Agaba Matana gefunden. Sie bringen keine weiteren Typen und sind auch nicht weiter aufgeschlüsselt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einordnung der beschriebenen und / oder gezeichneten Pfeilspitzen des „ Bedouin &lt;br /&gt;
Microlithic „ von Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''K015'''&lt;br /&gt;
|'''K05'''&lt;br /&gt;
|'''Ghuata'''&lt;br /&gt;
|'''Gala'''&lt;br /&gt;
|'''Sighwal'''&lt;br /&gt;
|'''Yesba'''&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Werkzeuge'''&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|61&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|67&lt;br /&gt;
|148&lt;br /&gt;
|437&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Davon Pfeilspitzen'''&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|117 &lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|19&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|E&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|F&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|G&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|H&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|50&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den rund 500 aufgefundenen Werkzeugen sind 437 dokumentiert. Von letzteren sind 115 oder 26,6 % Pfeilspitzen. ( Da die Familie I nicht mitgerechnet wird reduziert sich die Zahl auf 113 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 1'''&lt;br /&gt;
* = A + B + E&lt;br /&gt;
* = 2 + 0 + 3&lt;br /&gt;
* = 5 oder 4,42 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 2''' &lt;br /&gt;
*= C&lt;br /&gt;
*= 31 oder 27,43 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 3'''&lt;br /&gt;
*= D&lt;br /&gt;
*= 11 oder 9,74 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 4''' &lt;br /&gt;
*= F + G + H&lt;br /&gt;
*= 16 + 0 + 50   &lt;br /&gt;
*= 66 oder 58, 41 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den weiter oben behandelten Pfeilspitzen wurden elf große, ausgekehlte Dreieckspitzen gefunden. Wie Tafel III zeigt, handelt es sich unter anderem um ein durchschnittliches Exemplar mit 41 mm Länge und um ein weiteres von 63 mm Länge und einer Kehle von 28 mm Tiefe. Von den elf Exemplaren, 7 wurden in  K0 15 gefunden, 4 stammen von K0 5, weisen 6 eckige Schwingen auf, die übrigen dürften gerundet sein. Schwingen vom Typ A 25 mit nach innen gebogenen, spitzen Schwingenenden wurden von G. Caton Thompson nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''D.L. Holmes'''&lt;br /&gt;
Wie D.L. Holmes in ihrer „ Analysis and comparison of some prehistoric projectile points from Egypt „ schreibt, entdeckte sie im Dezember 1983 in der Umgebung von Kharga 45 Pfeilspitzen verschiedenster Typen, wie sie auch schon von G. Caton - Thompson beschrieben worden sind und von dieser als „ bedouin microlithic „ klassiert wurden. Der Anteil der Pfeilspitzen am Gesamtvolumen der Werkzeuge beträgt 12 %. Zwei Bruchstücke konnten nicht eingeordnet werden. Die Funde stammen von acht verschiedenen Stellen und obwohl das Gebiet mit Umm - el - Dabadib angegeben ist, zählen dazu auch die nordöstlich von Kharga gelegenen Quellhügel K0 8 und K0 6. Der in der Nähe von Umm - el - Dabadib gelegene Fundplatz K0 15 wird nicht erwähnt. Die Entfernung zwischen K0 6 und K015 beträgt rund 40 km. Der Fundplatz K0 10, der ebenfalls zu den acht Stellen gehört, an denen Pfeilspitzen gesammelt wurden, wird von G. Caton - Thompson dem oberen Acheul zugerechnet. Wahrscheinlich ist es hier zu Verwechslungen der Bezeichnungen gekommen. Für die Analyse der Funde und für Vergleiche mit Sammlungen aus dem gleichen Gebiet werden die beiden Fragmente ausgeklammert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 4,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||15||34,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||16||37,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||10||23,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''43'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weitere Fundbeobachtungen in den Kharga - Oasen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Wendorf und R. Schild, die 1980 in den Kharga - Oasen gearbeitet haben, erwähnen keine Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Simmon und Mandel dagegen sprechen in ihrem Bericht von 1986 von einigen unregelmäßigen Pfeilspitzen, sowie von Blatt - und Stielspitzen, die Menge dürfte bei 12 - 15 Stücken liegen.&lt;br /&gt;
Die umfangreichste Sammlung aus dem Gebiet von Umm - el - Dabadib und Kharga dürfte von R. Ulbrich und G. Ulbrich stammen. Sie enthält 615 Pfeilspitzen, die sich wie folgt verteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 43|| 6,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||184||29,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||283||46,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||105||17,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''615'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgebildet und beschrieben sind sie in diesem Bericht auf den Tafeln Ä - U1, Ä - U2, &lt;br /&gt;
Ä - U3 und teilweise auf weiteren Tafeln der Bezeichnung Ä unter den Kürzeln K, D und Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schreiber des Berichts hatte die Gelegenheit einen Teil des oben genannten Gebiets zu begehen, hier der Fundbericht :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundgebiet Nr. 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koordinaten : ( Mittelwerte ) L = 30°25’, B = 25°28’&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geographie : Rund 10 km nördlich von Kharga erhebt sich der Gebel el Teir, westlich davon liegt mit 451 m die höchste Erhebung der Gegend, der Gebel Tarif und seine nördliche Fortsetzung, der Gebel el Sheikh. 15 km weiter nach Norden schiebt sich das libysche &lt;br /&gt;
Kalksteinplateau in die Kharga - Senke. An seinen Flanken liegen im Nordosten des Fundgebietes die trocken gefallene Oase Ain - el - Labakha und im Nordwesten das Fort Ain - el - Wan ( rund 5 km südlich von Umm - el - Dabadib ). Die weiteren approximativen Begrenzungen des Fundgebietes sind im Osten die Linie Ain - el - Labakha – Gebel el Teir, im Westen der Schnittpunkt der Linien Ain - el - Wan südwärts und Gebel el Teir westwärts. Die Landschaft ist geprägt durch die Dünenketten des Abu Muharig mit Sicheldünen bis zu 50 m Höhe. Die äolische Überformung ist extrem weit fortgeschritten, dennoch haben sich auch Playagebiete, teilweise mit Yardangs durchsetzt, halten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausdehnung : N – S = 17,5 km, W – O = 10 km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschreibung des Fundplatzes : Die meisten Fundstellen sind an Restplayas gebunden aber auch auf Sandsteinuntergrund kommen sekundäre Konzentrationen vor. &lt;br /&gt;
In situ Plätze und Herdstellen sind nicht beobachtet worden, mit Ausnahme einiger in Yardangs in Kopfhöhe eingeschlossener Artefakte ist das Fundmaterial ausnahmslos bewegt worden. K0 15, ein „ bedouin microlithic „ Fundplatz G. Caton - Thompsons südlich von   Ain - el - Wan ist lediglich begangen worden und in seiner vorgefundenen Situation belassen worden, das gleiche gilt für K0 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar : 360 Steinartefakte, davon 10 nicht modifizierte, sind aufgesammelt worden. Die 350 Werkzeuge gliedern sich wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer|| 23|| 6,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||54||15,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||7||2,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rückengestumpfte Lamellen||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||38||10,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Endretuschen||4||1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Geometrische Microlithen||5||1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Microburin Technik||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Andere||213||60,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''350'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe „ Andere „ setzt sich zusammen aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ounanspitzen|| 8|| 2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierten Stücken||67||19,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Side - blow - flakes||8||2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Pfeilspitzen||80||22,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Zweiflächnern||26||7,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstigen||24||6,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''213'''|| '''60,85'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert man die Pfeilspitzen inklusive der Ounan - Spitzen nach Hugot, so wird folgendes Ergebnis sichtbar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''87'''|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen vom Typ I, mit einem Exemplar vertreten, werden nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
Im Vergleich mit den Analysen der Pfeilspitzen der Abu Tartur Fundplätze 1024/82, 1023/82 und 1017/82 fällt auf, dass das Indiz III des Fundgebietes 1026/82 um rund 20 % bis 30 % höher liegt, ansonsten sind Ähnlichkeiten trotz des unwissenschaftlichen Absammelns durchaus zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten im Gebiet 1026/82 sind nicht weiter vertieft worden und zwar aus zwei Gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Die Fundplätze sind durch Deflation stark gestört und definierbare Kulturschichten sind nicht gefunden worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Die Entfernung von der Basis Abu Tartur war zu groß und für eine Einzelperson war das schwierige Gelände zu risikoreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der größenordnungsmäßig unterschiedlichen, von verschiedenen Personen in einer recht großen Zeitspanne gesammelten Pfeilspitzen des „ bedouin microlithic „ ergibt ein interessantes Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''G. Caton-Thompson*'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''D. L. Holmes**'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''R. und G. Ulbrich'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1026/82***'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 4,42|| 2|| 4,65|| 43|| 6,99|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||31||27,43||15||34,88||184||29,92||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||11||9,74||16||37,21||283||46,02||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||66||58,41||10||23,26||105||17,07||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Total|| 113|| 100,00|| 43|| 100,00|| 615|| 100,00|| 87|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die elf großen, ausgekehlten Dreieckspitzen von K0 5 und K0 15 werden, da von Caton - Thompson eher dem „ peasant neolithic „ zugerechnet, später behandelt.&lt;br /&gt;
* ** Ohne Bruchstücke.&lt;br /&gt;
* *** Eine Pfeilspitze der Familie I ist unberücksichtigt geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine klare Übereinstimmung der Sammlungen Holmes, Ulbrich und 1026 ist nicht von der Hand zu weisen. Gemeinsam ist allen ein geringer Wert des Indiz I, der zwischen rund 5 % und 7 % liegt. Ein Drittel der Spitzen gehört zum Indiz II. Die stärkste Gruppe bilden die gestielten Pfeilspitzen mit rund 35 % bis 46 % und die Gruppe der nicht flächig bearbeiteten Stücke liegt bei rund 17 % bis 25 %. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ins Bild passen die entsprechenden Zahlen von G. Caton - Thompson. Ihr Fundgebiet erstreckte sich weiter nach Süden und zu den Pässen im Norden, der epipaläolithische Anteil der hier angetroffenen Fundstellen ist höher. G. Caton - Thompson klassiert außerdem die Fundstellen K0 5 und K0 15 als gemischt aus „ bedouin microlithic „ und „ peasant    neolithic „.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den in Abu Tartur gewonnenen Kenntnissen stellen die Oberflächenfunde in dem hier behandelten Raum ein Artefaktengemenge aus den verschiedensten Epochen und Kulturen dar. Dieses wird verständlich durch die Tatsache, dass der Boden in der Khargasenke im Mittel jährlich um 2 mm abgesenkt wird. Bis auf wenige Ausnahmen, K0 15 ist teilweise eine solche, ist von den ursprünglichen Lagerplätzen nichts übrig geblieben. Die Herde sind weggeblasen worden, die Keramik zu Staub zerrieben und die Steinartefakte nach Korngröße gesichtet worden. Das Material ist dermaßen durcheinander gewirbelt, dass es schon wieder homogen erscheint, wie der typologische Vergleich der verschiedenen Sammlungen suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine in Abu Tartur angefertigte Langzeitstudie über die Auswirkung des Windschubes auf prähistorische Artefakte belegt mit eindeutigen Zahlen sowohl Verschiebung als auch Sichtung (bislang unveröffentlicht, aktuell in dieser Internetpräsenz, siehe: Windschubmessung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Tartur==   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zur El Ghorab Straße zwischen Kharga und Dakhla verläuft die Bruchkante des libyschen Plateaus in westöstlicher Richtung, lediglich die Felsmasse von Abu Tartur schiebt sich nach Süden in die Sandsteinebene vor. Die Bruchkante ist hier, bedingt durch die harten Kurkurschichten mit 550 m höher als die übrigen, bei rund 450 m – 500 m liegenden Partien. Begrenzt wird der Vater der Zipfelmütze, so die Bedeutung von Abu Tartur, im Süden und Osten durch eine mit Zeugenbergen durchsetzte, sandige Ebene der Nubiaschichten, im Westen durch den Wadi Batikh, den Wassermelonen - Fluss und im Norden durch den Wadi Ain Amur. Die mittleren Koordinaten sind 29°30’ – 30°10’ Ost und 25°20’ – 25°40’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird unter Abu Tartur vor allem die ungefähr 50 km westlich von Kharga gelegene Phosphatgrube im südöstlichen Bereich des Massivs verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier war der Verfasser, abgesehen von einer früheren, kurzen Intervention im Jahr 1978, von 1982 bis 1987 als Bergingenieur im Auftrag der Societé Francaise d´ Etudes Minieres ( Sofrémines ) tätig. Außerdem ermöglichte die deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen eines Sonderforschungsprogramms eine sechswöchige Visite mit Archäologen des Heinrich Barth - Instituts für Ur - und Frühgeschichte der Universität zu Köln im Herbst 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Freizeit während des Aufenthalts in Ägypten in den Jahren 1982 – 87 wurden im Umkreis von rund 30 km 146 Fundstellen entdeckt, davon 25 größere mit 100 bis 2500 Werkzeugen. Eine detaillierter Bericht liegt vor, eine Kopie befindet sich im Kölner Institut. Eine Veröffentlichung, auch auszugsweise, wurde nicht vorgenommen. Wohl aber wurden Informationen und erkannte Zusammenhänge für Veröffentlichungen unter anderem Namen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besiedlungsdauer in Abu Tartur reicht vom Epipaläolithikum bis zum ausgehenden Neolithikum falls die wenigen paläolithischen Einzelfunde wie z.B. Aterienspitzen unberücksichtigt bleiben. Das Inventar stammt von der Oberfläche, auf Grabungen ist verzichtet worden, selbst wenn die Überdeckung aus geringmächtigen Lockersedimenten bestand. Spuren späterer Aktivitäten aus historischen Zeiten ist nicht nachgegangen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon im Fundstellenbericht Abu Tartur dargestellt, sind in situ - Plätze in der Sahara äußerst selten. Das Vorhandensein von überdeckenden Ablagerungen stellt keine Garantie für ungestörte Kulturschichten dar. Häufig handelt es sich dabei um umgelagerte äolische Sedimente oder durch Wadis transportiertes Material. In diesen Situationen können sich Artefakte der verschiedensten Zeitalter vom langschmalen Dreieck bis zur schlanken, beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze im gleichen ergrabenen Horizont finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einigen der bedeutenderen Fundstellen fehlt die schützende Decke und das heterogene Fundmaterial ist auf die heutige Oberfläche projiziert worden. Zum Glück gibt es aber auch kleinere Konzentrationen, die unvermischt gerade aus ihrer originalen Situation auswittern und die es erlauben das Artefaktengemisch zu entwirren.&lt;br /&gt;
Kleine Fundstellen sind vielfach homogen in Bezug auf die Verwendung von Rohmaterial, die Bearbeitungstechnik und das Typenvorkommen.&lt;br /&gt;
Die Typenvielfalt der Abu Tartur Fundstellen spiegelt sich im Reichtum der Pfeilspitzenformen, wie die Auswertung des Materials einiger der größeren Konzentrationen zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der Pfeilspitzen - Formen &lt;br /&gt;
Fundplatz 1023/82 : 2462 Werkzeuge davon 44,76 % Pfeilspitzen. Von den 1546 unter Varia ( Tixier 112 ) klassierten Artefakten waren 1071 Pfeilspitzen, dazu kommen 32 Ounanspitzen ( Tixier 107 ), so dass eine Gesamtmenge von 1103 Bewehrungen entsteht. Alter nicht gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anzahl&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|%&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz I&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|A + B + E&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|21 + 6 + 6&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|3,02&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz II&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|575&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|52,61&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz III&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|203&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|18,57&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz IV&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|F + G + H&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|0 + 5 + 277&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|282&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|25,8&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''1093'''&lt;br /&gt;
|'''='''&lt;br /&gt;
|'''100'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zehn Stücke der Familie I werden nicht berücksichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1005/83 : 897 Werkzeuge davon 43,03 % Pfeilspitzen. Von den 546 unter Varia klassierten Artefakten waren 376 Pfeilspitzen dazu gesellen sich noch zehn Ounanspitzen, so dass sich eine Gesamtmenge von 386 Bewehrungen ergibt. Alter 6420 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 19|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||223||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||73||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||59||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''374'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie I ist mit 12 Stücken vertreten und wird in der Auswertung nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1024/82 : 459 Werkzeuge davon 37,47 % Pfeilspitzen. Von den 322 unter Varia klassierten Werkzeugen waren 169 Pfeilspitzen. Zusammen mit den drei Ounanspitzen wird eine Anzahl von 172 Stücken erreicht. Alter 6620 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 9|| 5,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||123||72,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||20||11,83&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||17||10,06&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''169'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Pfeilspitzen der Familie I sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 : 729 Werkzeuge davon 24,42 % Pfeilspitzen. Von den 186 unter Varia klassierten Artefakten waren 125 Pfeilspitzen, hinzu kommen die unter Tixier 107 eingeordneten 53 Ounanspitzen des Fundplatzes, welche allgemein als Bewehrungen gewertet werden. Die Summe aller Pfeilspitzen beträgt demnach 178. Alter 7145 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 6|| 3,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||86||48,59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||14||7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||71||40,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''177'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Stück gehört in die Familie I und wird hier nicht gewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1004/83 : 628 Werkzeuge davon 21,66 % Pfeilspitzen. Von den 139 unter Varia klassierten Artefakten waren 113 Pfeilspitzen, mit den 23 Ounanspitzen des Fundplatzes ergibt sich eine Gesamtmenge von 136 Stücken. Alter 7590 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 1,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||24||17,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||6||4,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||103||76,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''135'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Pfeilspitze der Familie I wird nicht mitgezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 0002/84 : 402 Werkzeuge davon 47,51 % Bewehrungen. Die 191 Bewehrungen lassen sich zum größten Teil auf die Tixier Nummern 87 und 92 zurückführen, hinzu kommen weitere Querschneidertypen sowie Pfeilspitzen der Typen H 10 ( Dreieck ), H 1 ( Blatt ), H 5 ( Stiel ) sowie Ounanspitzen ( H 12 ) und Ounan - Harif - Spitzen ( H 14 ). Alter 9120 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 0|| 0,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||3||1,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||1||0,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||187||97,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''191'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Blattspitzen der Familie C scheinen auf den ersten Blick nicht in den Kontext zu passen, obwohl sie in ihrer Größe und der Art der Flächenretuschierung von Blattspitzen anderer Abu Tartur Fundstellen abweichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Stielspitze der Familie D ist einseitig flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, sie gleicht vom Material und der Technik her der Hybridspitze  ( Tafel Ä 35/14 ), die ebenfalls flache Randretuschen zeigt. Beide Stücke sowie auch die leicht rhombische H 14 Spitze ( Tafel Ä 35/13 ) mit Kantenretuschen an den proximalen Begrenzungslinien können zum kulturellen Inventar gehören. Damit wäre die D – Spitze ein sehr frühes Beispiel einer flächenretuschierten, gestielten Pfeilspitze ( Ä 12/6 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben 0002/84 ist auch der Fundplatz 1072/86 wegen seines homogenen Aspekts hoch interessant. Die auf 7670 +- 50 und 7645 +- 35 BP datierte Fundstelle erscheint weitestgehend unvermischt und wittert in schmalen Windkanälen oder auch Regenrinnen aus, so dass immer wieder in zeitlichen Abständen frische Artefakte gefunden werden können. Durch diese Tatsache erklärt sich das Zustandekommen der Sammlung 1072/02, die von Heiko Riemer durchgeführt wurde und welche neben 17 gestielten Spitzen, 8 Kerbresten und 5 weiteren retuschierten Werkzeugen auch 23 unmodifizierte Klingen und 49 Abschläge, letztere meistens Abfallstücke der Werkzeugproduktion, aufweist. Die erste Sammlung stammt von 1986, dem Jahr der Entdeckung der Fundstelle. Die Zusammenstellung der retuschierten Artefakte umfasst 125 Stücke und sieht wie folgt aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Nr. Tixier'''&lt;br /&gt;
|'''Werkzeug'''&lt;br /&gt;
|'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|'''%'''&lt;br /&gt;
|'''% der Gruppen'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|Einfacher Kratzer auf Abschlag&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|Kreisförmiger Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|Vorspringender Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|7,1&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|Gekerbter Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Kratzer auf gestumpfter Klinge&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|Doppelend - Bohrer&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|II&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|Stichel&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|III&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|IV&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|55&lt;br /&gt;
|Gebogene Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|Bruchstück rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|8,8&lt;br /&gt;
|VI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|Ouchtata Lamelle&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|Gekerbter Abschlag&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|Gezähnter Abschlag&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|76&lt;br /&gt;
|Kerbklinge oder Kerblamelle&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|VII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|Gezähnte Klinge oder gezähnte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8 &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|80&lt;br /&gt;
|Endretusche&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|VIII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|105&lt;br /&gt;
|Durchgehende Retusche&lt;br /&gt;
|47&lt;br /&gt;
|37,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|Ounanspitze&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|72&lt;br /&gt;
|XI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|Verschiedene&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|18,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Total&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|125&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die erste Sammlung 16 % an Ounanspitzen und den damit verwandten Artefakten aufweist, steigt der Anteil beim Gesamtinventar ( 1072/86 plus 1072/02 ) auf 21 %.&lt;br /&gt;
Die Ounanspitze ist ursprünglich ein Werkzeug aus dem Epipaläolithikum, wo sie möglicherweise als Bohrer benutzt wurde. Benannt ist sie nach dem Fundort Bir Ounan im südlichen Taoudeni in der Republik Mali. Vorneolithische Vorkommen sind unter anderen Ain Fritissa im südlichen Marokko, Oued Diffel, Bou Nouara und Dakhlat es - Saadane in Algerien und Ténéré im Norden Nigers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Stücke aus der Ostsahara fallen in die Zeit um 7850 BP – 7600 BP ( El Jarar Early Neolithic, Wendorf et al. 2001 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Abu Tartur Fundstelle 1072/86 gehört in diesen Zeitraum. Außer den von Tixier definierten Ounanspitzen finden sich hier in den gleichen Schichten Pfeilspitzen, die eine Bruchfläche am Stielende aufweisen und solche, bei denen Schlagfläche und Bulbus erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit sind Herkunft und frühes Auftreten dieser Stielspitzen, einmal der „ Abu Tartur Spitze „ und zum anderen der kantenretuschierten Spitze mit modifiziertem Stiel, geklärt. Die Bearbeitung des Stiels dieser nach Hugot als „ H5 „ oder nach Caton - Thompson als „ Ounanien „ zu bezeichnenden Pfeilspitze kann Teile oder die Gesamtheit des Stiels betreffen, es werden sowohl steile als auch flache Retuschen beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiele seien genannt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ounanspitze  -  1072  Tafel Ä 33 Nr. 2&lt;br /&gt;
* Abu Tartur Spitze  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 2&lt;br /&gt;
* H5 - Spitze nach Hugot  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die meisten Artefakte der Fundstelle 1072/86 sind auch diese drei Exemplare aus karamellfarbenem Hornstein hergestellt.&lt;br /&gt;
Ohne die Sammlung Ulbrich enthält das lithische Gesamtinventar Abu Tarturs 14375 Werkzeuge davon 3173 Pfeilspitzen und Pfeilschneiden, Ounanspitzen nicht inbegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reibschalen, Läufersteine und Hammersteine sind in dieser Auflistung nicht berücksichtigt. Der prozentuale Anteil der Pfeilspitzen für die Gesamtheit der Abu Tartur Fundstellen beträgt 21,06 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Geschossbewehrungen der Sammlung Ulbrich und anderer stehen für eine Auswertung insgesamt 4000 Stücke zur Verfügung, rund 1000 dieser Pfeilspitzen sind durch Zeichnungen im Maßstab 1 : 1 und Kurzbeschreibungen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Fayum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Gertrude Caton-Thompson und Elinor Gardner entdeckten und bearbeiteten Fundstellen liegen am Nordufer des Birket el Qarun, einem Restsee in der Fayum-Depression. Die Seeoberfläche liegt heute 45m unter dem Meeresniveau. Durch die Hochwasser des Nils und durch erhöhte Regenfälle während der holozänen Feuchtperioden hat der See häufiger seine Größe und seine Uferzonen verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den drei Grabungsperioden 1924/25, 1925/26 und 1926/24 bearbeiteten sie zum einen das Fayum B, eine Kultur, die auf mikrolithischen Werkzeugen und der Technik der Kantenretuschierung basierte und die keinerlei Keramik aufwies, zum anderen das Fayum A, welches sämtliche Attribute eines entwickelten Neolithikums aufwies als da sind Ackerbau und Viehzucht, Keramik und flächenretuschierte Steinwerkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist, dass die beiden so unterschiedlichen Kulturen große, flächenretuschierte, ausgekehlte Pfeilspitzen ähnlicher Art hervorgebracht haben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Fayum Kulturen wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 3910 +- 115 BC, 3860 +- 100 BC und 3210 +- 100 BC angegeben, wobei das älteste Datum dem höchsten Seestand entspricht und das jüngste Datum der heutigen Uferlinie zugeordnet ist.&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Pfeilspitzen-Vorkommen behandelt wie sie in G. Caton-Thompson „The Desert Fayum“ von 1934 dargestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fayum Fundplätze und ihre Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Nr.Werkzeuge'''|| '''Nr.Pfeilspitzen'''|| '''%'''|| '''A1'''|| '''A17'''|| '''A 2'''|| '''C'''|| '''D'''|| '''E'''|| '''I'''|| '''H'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||'''A18'''||'''A25-A28'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||||'''A13'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site K|| 43|| 14|| 32,6|| 5|| -|| -|| 9|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| L Basin Sites|| 121|| 38|| 31,4|| 8|| -|| 7|| 17|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area L-X|| 116|| 29|| 25,0|| 6|| -|| -|| 18|| 5|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site X|| 113|| 24|| 21,2|| 5|| 1|| 7|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area X-V, X-W|| 39|| 10|| 25,6|| -|| -|| 1|| 1|| 8|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site V|| 213|| 105|| 49,3|| 1|| 4|| 25|| 23|| 52|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas cii-w, cii-v,v-w|| 90|| 25|| 27,8|| 6|| -|| 14|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camp ii Basin|| 651|| 312|| 47,9|| 12|| -|| 30|| 77|| 192|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Z|| 84|| 20|| 23,8|| -|| 2|| 6|| 12|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Z Basin|| 79|| 60|| 75,9|| 1|| -|| -|| 1|| 53|| 4|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Zi|| 78|| 11|| 14,1|| 6|| -|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Lifeh to Qasr Sagha|| 72|| 23|| 31,9|| -|| 4|| 8|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site R|| 34|| 13|| 38,2|| 1|| -|| 7|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| N Basin sites-S|| 44|| 13|| 29,5|| -|| 1|| 2|| 7|| 3|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site T|| 38|| 9|| 23,7|| -|| 2|| 6|| 1|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas R-T, S-T|| 18|| 3|| 16,7|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area T-O|| 15|| 8|| 53,3|| 1|| -|| 3|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site O|| 10|| 2|| 20,0|| 1|| -|| 1|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site N|| 184|| 24|| 13,0|| -|| 6|| 10|| 2|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West Dimai Basin|| 95|| 35|| 36,8|| 6|| -|| 11|| 9|| 9|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dimai Dyke Area|| 18|| 4|| 22,2|| 2|| -|| 2|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D3 Wadi site M|| 67|| 54|| 80,6|| 5|| -|| 28|| 9|| 12|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Southern Area|| 7|| 1|| 14,3|| 1|| -|| -|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West End Sites|| 100|| 22|| 22,0|| 2|| -|| 10|| 3|| 7|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total (neolithisch und ungewisses Alter'''|| '''2329'''|| '''859'''|| '''36,9'''|| '''69'''|| '''20'''|| '''179'''|| '''228'''|| '''357'''|| '''4'''|| '''2'''|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 1||=|| A+B+E||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||268+0+4||=|| 31,74 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||272||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 2|||| C|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||228||=||26,60 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 3||=|| D|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||357||=||41,66 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 4||=|| F+G+H|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||0||=||0,00 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Stücke fallen in die Familie I, die nicht berücksichtigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häufigkeit der Pfeilspitzen im Gesamtinventar der Fayum Sammlung Caton-Thompsons liegt bei 36,9 % und ist damit wesentlich höher als bei vergleichbaren Fundstellen. Die Bandbreite liegt zwischen 13 % bei Site N und erreicht 80,6 % bei Site M.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zahlen lassen, wie es auch aus den Kommentaren Caton-Thompsons zu den einzelnen Fundstellen hervorgeht, auf ein selektives Absammeln, auf  vorhergehendes Sammeln von Touristen und Plünderern und / oder auf durch Wind und Wasser zusammengetragene Artefaktenkonzentrationen und Sichtung nach Korngrößen schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die typischen, da häufigsten Pfeilspitzenarten in der Caton-Thompson Kollektion sind die Gestielten aus der Familie D. Sie erreichen 41,66 % des Gesamtvolumens und werden gefolgt von A-Spitzen der Gruppen A1, A17, A18, A2, A25 und A26, welche zusammen 31,74 % ergeben. Die Blattspitzen liegen mit 26,60 % auf dem dritten Platz. Pfeilspitzen mit dem Indiz 4, kommen nicht vor bzw. sind nicht in die „neolithische“ Sammlung aufgenommen worden. Selektionen wurden in einigen Fällen vorgenommen z.B. The Z basin levels A.L. 180-160, in anderen nicht z.B. Areas Cii-w, cii-v, v-w and Site V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen gehören zu einen Inventar, welches unter anderen folgende Werkzeuge enthält :&lt;br /&gt;
* Beile, poliert oder retuschiert&lt;br /&gt;
* Beidseitig bearbeitete Messer&lt;br /&gt;
* Sichelblätter&lt;br /&gt;
* Spitzen und Messer, deren Ausgangsmaterial aus gerundeten Flintaggregaten besteht&lt;br /&gt;
* Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
* Hohlbeile&lt;br /&gt;
* Rückengestumpfte Lamellen. Bei einigen Fundstellen werden sie aufgeführt, bei anderen weggelassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzigartig scheint die große Anzahl von stark ausgekehlten Spitzen des Typs A25 zu sein.&lt;br /&gt;
Von den „surface sites“ stammt eine gestielte Großspitze vom Typ D3 (Plate XLII).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der im Fayum gefundenen Pfeilspitzen ist beträchtlich. Neben den frühen Sammlungen von H.W. Seton-Karr und M.C.T. Currell und anderen kommen die vielen für die Archäologie verlorenen Stücke, die in irgendwelchen Schubladen und Vitrinen verstauben.  &lt;br /&gt;
Die Menge der von G. Caton- Thompson beschriebenen Bewehrungen beträgt 859 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nabta Playa und Bir Kiseiba.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen dieser Orte im Süden Ägyptens, westlich des Nils und in der Nähe der sudanesischen Grenze sind eng verbunden mit dem Wirken der „ Combined Prehistoric Expedition „. Diese anfänglich als Rettungsaktion, der durch das steigende Wasser des Assuan Hochdamms gefährdeten prähistorischen Siedlungsplätze, gedachte Aktion ist später weiter nach Osten ausgedehnt worden, um die reichen frühgeschichtlichen Vorkommen von Nabta Playa und Bir Kiseiba zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
Die Expedition war ein Gemeinschaftsunternehmen der Geological Survey of Egypt, der polnischen wissenschaftlichen Akademie Warschau und der Southern Methodist University Dallas.&lt;br /&gt;
Geleitet wurden die archäologischen Arbeiten von Fred Wendorf und Romuald Schild. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen war das frühe Holozän und die damit verbundenen Besiedlungsphasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nabta Playa''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von El Nabta und der weiteren Umgebung werden von Fred Wendorf, Romuald Schild und ihrer Mitarbeiter in zwei Volumen behandelt.&lt;br /&gt;
Erstens in dem 1980 erschienenem Werk „Prehistory of the Eastern Sahara“, New York Academic Press und zweitens in dem 2001 in New York bei Kluwer Academic / Plenum Publishers erschienenem Band „Holocene Settelement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of Nabta Playa“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzentypen sind denen von Bir Kiseiba sehr ähnlich und verteilen sich auf die einzelnen Fundstellen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Prehistory of the Eastern Sahara :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-3''' Alter 8840 +- 90 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen: stemmed points&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 28 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 431 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 6,5 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden neun Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.39 &lt;br /&gt;
* v – Stielspitze vom Typ H5, der Stiel ist auf der Ventralseite bearbeitet.&lt;br /&gt;
* w – breite und grobe H5 - Spitze&lt;br /&gt;
* x – grobe H5-Spitze&lt;br /&gt;
* y-z – rhombische Spitzen vom Typ H2&lt;br /&gt;
* a.a. – Ounanspitze &lt;br /&gt;
* b.b. – Die Spitze weist eine Ähnlichkeit mit dem Typ H3 auf &lt;br /&gt;
* c.c. – H5-Spitze mit querschneidigem distalem Ende, der Stiel ist ventral modifiziert. Das Stück könnte auch unter F14 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.40&lt;br /&gt;
* c – H19, das Stück entspricht in seiner Silhouette dem Typ E5 bei den flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den oben genannten Pfeilspitzen wurden 7 Dreiecke und 18 Trapeze gefunden, die als Bewehrungen hätten dienen können. Vier dieser geometrischen Mikrolithen wurden gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Epipaläolithisch) Alter ca. 8290 +- 80 BP (Eierschale)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan-Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 12 bei einer Werkzeugmenge von 146 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 8,22 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sechs Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.45&lt;br /&gt;
* k-p kleine Ounanspitzen (H12). Die Trapeze und Dreiecke der Fundstelle könnten auch als Bewehrungen genutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-7'''&lt;br /&gt;
* Von dieser mit aller Wahrscheinlichkeit gemischten Fundstelle wurden 448 retuschierte Werkzeuge aufgesammelt, darunter drei Pfeilspitzen, eine Blattspitze vom Typ H10, eine kleine Ounanspitze (H12) und ein Bruchstück einer flächenretuschierten D1-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch)&lt;br /&gt;
* Von den 146 Werkzeugen waren 8,22 % oder 12 Exemplare Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch Pits) Von den 312 Werkzeugen waren lediglich 1,3 % oder 4 Stücke gestielte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-5''' (Neolithisch) Alter 7530 +- 180 Jahre&lt;br /&gt;
* Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 223 Stücke, hauptsächlich retuschierte Stücke und gekerbte bzw. gezähnte Stücke. Bohrer sind ebenfalls häufig. Neben Endretuschen, rückengestumpften Lamellen und Kratzern kommen jeweils ein Trapez, ein Krukowski microburin und ein ausgesplittertes Stück vor. &lt;br /&gt;
Die drei schlanken Stielspitzen unterscheiden sich stark von den Exemplaren der älteren Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (lower layer) Alter : von 7100 BP bis 6700 BP.&lt;br /&gt;
*Von den 395 Werkzeugen sind 10,4 % oder 41 Stücke Pfeilspitzen, die als Nabta points bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei um basisretuschierte Dreieckspitzen, die aber auch steile Randretuschen oder Modifikationen des distalen Endes aufweisen können. Sie werden unter H7 und H8 geführt. Ähnliche Artefakte gehören in Kiseiba und Abu Tartur in das mittlere Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (upper layer)&lt;br /&gt;
* Die Menge der gefundenen Werkzeuge beträgt 136 Stücke, davon sind 1,47 % oder zwei Exemplare querschneidige Pfeilspitzen. Außerdem wurde eine Ounanspitze (H12) mit stark modifiziertem distalem Ende gezeichnet (Fig. 3.103).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1980 veröffentlichen Fundstellenberichte von El Nabta beinhalten 107 Pfeilspitzen. Als gestielt werden 44 Exemplare bezeichnet, 3 sind gestielt und schlank, 12 sind Ounanspitzen und für 41 Stücke wurde der Name „Nabta points“ gewählt. Letztere sind kantenretuschierte Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8. Die übrigen sieben Stücke verteilen sich auf die Gruppen D1, C3, H10, H12 und auf zwei Querschneider der Familie F ohne genauere Bestimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die H10-Spitze Fig. 3.58 m, die als Bewehrung mit spitzbogiger Basis bezeichnet wird. Typologisch identische Formen werden im „Cattle keeper“ als Ounan-Harif-Spitzen angesprochen. (Seite 277, Fig. 12.11.e) und (Seite 303, Fig. 13.3.g.h.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liste der Altersangaben der Fundstellen und der zugehörigen Pfeilspitzentypen&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''in „Prehistory of Eastern Sahara“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8840+-90 BP|| E-77-3|| 28|| gestielt|| H5, H2, H3, H19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||18 Trapeze, 7 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8290+-80 BP|| E-75-6 Epipal.|| 12|| Ounan|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||3 Trapeze, 10 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-7|| 4|| Point with ogival base|| H10, H12, D1, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Ounan point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Bifacial points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 12|| gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 4|| gestielt|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||pits||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7530+-180 BP|| E-77-5 Neolith.|| 3|| schlank, gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||1 Trapez&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7100-6700 BP|| E-75-8 lower|| 41|| Nabta points|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8 upper|| 3|| Querschneider|| F?, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Holocene settlement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of  Nabta Playa”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6 El Nabta und Al Jerar Village'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Feature 1/91, 1/90 und IV/91&lt;br /&gt;
* Alter feature 1 : 7600 BP +- 110&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Cut 1/90 und Feature 2/90&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area B Oberfläche&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 3 Ounanspitzen, 1 atypische Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1''' Al Jerar Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area C'''   Alter : 7536 +- 110 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 4 Ounanspitzen (H12) ?, 3 abrupt kantenretuschierte Blattspitzen (H10) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 3 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.15 a-H1, d-H2, e-H7 ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area D'''   Alter : 7850 +- 70 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Areas 1 und 5'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12, davon 10 Ounanspitzen, eine Blattspitze und eine dreieckige Spitze.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 9 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.28. f-H5, h-H2, o-H2&lt;br /&gt;
* Fig. 8.29. b-H1, g-H5, h-H5, i-H5&lt;br /&gt;
* Fig. 8.26. l-H10, m-H5, h-(Varia) könnte eine H8-Spitze sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 2'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen, 3 beidseitig flächenretuschierte Spitzen. Von letzteren ist eine Spitze abgebildet Fig. 8.34, zwei sind abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen:&lt;br /&gt;
* 4 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
* 1 große Dreieckspitze mit zentraler Kehle Fig. 8.37 die Dimensionen sind 69mm x 27mm x 8mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 4'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 31 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen (H12), zwei beidseitig flächenretuschierte Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 4 Ounanspitzen (H12) Fig. 8.43. h-k und eine E3-Spitze sowie eine D3-Spitze l und m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 5 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 8 Oberfläche und Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen. Das gezeichnete Exemplar (Fig. 8.45 f) stellt eine H5-Spitze dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 9'''&lt;br /&gt;
* Außer sechs Ounanspitzen von der Oberfläche produzierte der Fundplatz vier Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 10'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 9 Ounanspitzen und 9 Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden vier Exemplare (Fig. 8.50).&lt;br /&gt;
* a.) Dreieckspitze vom Typ H7 (besonders lang).&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine H5-Spitze, da eine Verlängerung des Stiels vermutet wird.&lt;br /&gt;
* c.) Dreieckspitze vom Typ H7 (mit gerundetem Übergang vom linken Rand zur Basis).&lt;br /&gt;
* m.)  Ist entweder eine H5- oder eine Abu Tartur-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 11'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 16 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden fünf Exemplare (Fig. 8.53).&lt;br /&gt;
* b.)  Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* d.) Abu Tartur-Spitze (H13)&lt;br /&gt;
* e.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* h.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1 (besonders lang)&lt;br /&gt;
* j.) Dreieckspitze vom Typ H7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 13'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 14'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet : eine H12 oder H13-Spitze (Fig. 8.59 e.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 15 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 8 Ounanspitzen und 7 Spitzen („points“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 16'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen und 4 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sieben Exemplare (Fig. 8.61)&lt;br /&gt;
* a.) Blattspitze vom Typ H10&lt;br /&gt;
* c.) Abu Tartur-Spitze H13&lt;br /&gt;
* d.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* e.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* f.) Dreieckspitze vom Typ H9&lt;br /&gt;
* j.) Blattspitze vom Typ H4&lt;br /&gt;
* k.) Blattspitze vom Typ H10 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstellen E-77-1 und E-94-3'''&lt;br /&gt;
* Zwei neolithische Fundstellen in der Nähe des Gebel Nabta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-1'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 14 Ounanspitzen (Fig. 13.7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* f.) Stielspitze vom Typ H12&lt;br /&gt;
* j.) Dieses an anderen Stellen als Ounan-Harif-Spitze bezeichnetes Exemplar kann unter H2 klassiert werden.&lt;br /&gt;
* k.) Die nicht ganz klare Zeichnung lässt eine H5-Spitze vermuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter werden zwei Spitzen mit gerundeter Basis erwähnt (Fig. 13.6 b) und zwei Dreieckspitzen mit zentraler Kehle vom Typ A2 (Fig. 13.8 k), Die Maße der größeren betragen 54mm x 33mm x 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-3'''  Alter von 5800 – 6300 BP&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen &lt;br /&gt;
* – 1 Ounanspitze ohne Zeichnung&lt;br /&gt;
* - eine blattförmige Spitze mit halbsteilen Randretuschen vom Typ H10 (Fig. 13.15 c)&lt;br /&gt;
* - eine beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 (Fig. 13.15 d) ferner eine Blattspitze der Familie C und eine zerbrochene Stielspitze der Familie D, beide ohne Zeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-92-7 Al Jerar Phase und spätes Neolithikum''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-92-7 spätes Neolithikum'''&lt;br /&gt;
* Von 72 Werkzeugen war nur ein Stück eine Ounanspitze (Fig. 9.14 f).&lt;br /&gt;
* Von der Oberfläche wurden zusätzliche Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 9.18.&lt;br /&gt;
* a.) – D3-Spitze mit konkavokonvexen Rändern und stark heruntergezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* b.) – Blattspitze vom Typ C3 mit vollflächig retuschierter Dorsalseite und teilflächig modifizierter Ventralseite.&lt;br /&gt;
* e.) – Ounanspitze (H12)&lt;br /&gt;
* d.) – große Blattspitze vom Typ C3&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Site E-75-8''' Zusatzgrabung auf der Fundstelle aus dem 7. Jahrtausend in Nabta Playa&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12 Dreieckspitzen, eine zerbrochene Blattspitze (Fig. 10.12), gezeichnet wurden fünf Dreieckspitzen und die Blattspitze.&lt;br /&gt;
* a-d. Dreieckspitzen der Gruppe H7.&lt;br /&gt;
* g.  Wird als Dreieckspitze bezeichnet ist aber sehr atypisch.&lt;br /&gt;
* i. Teilflächig retuschierte Spitze der Gruppe C1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Area A des gleichen Fundplatzes werden drei weitere Dreieckspitzen des Typs H7 und eine teilweise flächig retuschierte D21-Spitze gemeldet (Fig. 11.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom nördlichen Erweiterungsgraben sind zwei Spitzen gezeichnet Fig. 11.12.&lt;br /&gt;
* a.) Ist eine interessante Dreieckspitze mit konkaver Basis, die Ränder verlaufen im proximalen Bereich nahezu parallel zueinander, im distalen Bereich konvex. Sie ist kantenretuschiert und das distale Ende ist auf der Ventralseite durch flache Retuschen verdünnt. Dieser neue Typ erhält die Bezeichnung H20.&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine große Blattspitze der Gruppe H4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-94-2 Spätes Neolithikum von Nabta'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-2'''   Alter : von 5260 +- 60 BP (Herd 9) bis 6220 +- 90 BP (Herd 51).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.8 zeigt folgende Pfeilspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
* a.) Große Ounanspitze (H12).&lt;br /&gt;
* b.) Leicht asymmetrische D3-Spitze mit nur leicht herabgezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* c.) Große C4 Spitze.&lt;br /&gt;
* h.) C3-Spitze, das distale Ende erinnert am linken Rand an C11.&lt;br /&gt;
* j.)  C2-Spitze.&lt;br /&gt;
* l.)  C4-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle E-96-1 Struktur B'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 17.20 zeigt zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
* b) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle vom Typ A2, sie wurde einige Meter entfernt von der Struktur B an der Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
* e) Stielspitze mit kurzen Widerhaken. Im proximalen Bereich verlaufen die Ränder parallel zueinander. Das distale Ende ist spitzbogenförmig ausgestaltet. Sie kann noch unter D33 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''In „Holocene settlement“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7600+-100BP|| E-75-6 F.1|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 1/19,2/90|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 B,Oberfläche|| 4|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7536+-110BP|| E-91-1 C|| 7|| Ounan, leaf shaped|| H1,H2,H7,H10 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7850+-70BP|| E-91-1 D|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 12|| „points“|| H5,H1,H2,H10,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A2|| 22|| Ounan, bifacial points|| H12 ?, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Oberfläche|| 5|| Ounan, bifacial concave|| H12 ?, A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Base point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Grabung|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A4|| 31|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Oberfläche|| 8|| Ounan „Pointe“|| H12,E3,D3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Grabung|| 5|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A8|| 19|| Ounan|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A9|| 10|| Ounan, middle|| H12,H7,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||neolithic points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 10|| 18|| Ounan „points“|| H5,H7, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 16|| „points“|| H1,H13,H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 13|| 19|| Ounan|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 14|| 6|| Ounan|| H12 oder H13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 15|| 15|| Ounan „points“|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 16|| 10|| Ounan „points“|| H10,H13,H5,H9,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-77-1|| 18|| Ounan, points with|| H12,H2,H5,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||rounded base, points||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||with concave base||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5800-6300BP|| E-94-3|| 5|| Ounan, leaf shaped,|| H12 ?,H10,D1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||others||C ?, D ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-92-7|| 5|| Ounan „points“|| H12,D3,C3, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8|| 19|| Triangular points|| C1,H20,H4,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||leaf shaped point||H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||bifacial point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5260-6220BP|| E-94-2|| 6|| -|| H12,D3,C4,C3,C2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-96-1|| 2|| -|| A2, D33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bir Kiseiba'''  ( F. Wendorf, R. Schild, Ed. A.E. Close 1984 )&lt;br /&gt;
*Die auf den Siedlungsplätzen um Bir Kiseiba gefundenen Pfeilspitzen lassen sich in vier Gruppen einteilen wenn von einem Einzelfund einer großen, ausgekehlten, beidseitig flächenretuschierten Dreieckspitze vom Typ A2 und der Erwähnung einiger weniger flächenretuschierter, kleinformatiger Stücke abgesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Ounan Spitzen''' – hierbei sollte die Definition von J. Tixier Anwendung finden. Einige der besprochenen Bewehrungen entsprechen nicht den Kriterien und werden in andere Gruppen transferiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Kantenretuschierte Dreieckspitzen''' – sie kommen entweder mit geradliniger Basis oder mit konkaver Basis vor.&lt;br /&gt;
Die ersteren werden im weiteren Verlauf unter H7, die zweiten unter H8 geführt. Diese Einteilung wurde für die Fundstellen in Abu Tartur gewählt, wo 50 H7 – Spitzen und 15 H8 – Spitzen klassiert worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar Fig. 6.8 e wird als Bou- Saada- Spitze bezeichnet, diese weisen jedoch nach der Definition Tixiers keine kantenretuschierten Ränder auf. Sie wird unter H8 eingeteilt trotz einer leicht konvexen Schwinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar stimmt die Aussage D.L. Holmes, dass die H7 – Spitze der Columnata- Spitze Tixiers ähnelt, aber ein wichtiger technischer Punkt bleibt unberücksichtigt. Während die Basis der H7 – Spitze abrupt kantenretuschiert ist zeigt die Columnata- Spitze an der Basis auf beiden Seiten flache Druckretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Querschneider''' – Auf den Fundplätzen vom el- Kortein Typ sind neben den typischen Ounan- Harif- Spitzen ebenfalls geometrische Mikrolithen in Form von Trapezen und Dreiecken gefunden worden. Diese können als mögliche Bewehrungen nicht ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Ounan- Harif- Spitzen.''' – Durch die Art der basalen Modifikationen weisen alle Ounan- Harif- Spitzen eine starke Gemeinsamkeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinngemäß schreibt Angela E. Close dazu folgendes :&lt;br /&gt;
... allen Exemplaren dieses Typs ist die Bearbeitung der Basis gemeinsam. Sämtliche Spitzen weisen zwei proximale, schräg verlaufende, konvergierende Endretuschen auf, die geradlinig, konvex oder konkav sein können, so dass die Formen der Basis von gestielt bis eiförmig reichen. Die meisten zeigen flache Retuschen, um die Höhe des Bulbus zu verringern ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fred Wendorf und Romnald Schild drücken es so aus :&lt;br /&gt;
... Ounan- Harif- Spitzen sind die charakteristischen Werkzeuge der el Kortein Periode des frühen Neolithikums und sie bilden die größte Gruppe in dieser Werkzeug – Zusammenstellung. Die hier gefundenen 18 Exemplare weisen den typischen Stiel ( stem ) auf, welcher durch zwei sich schneidende basale Endretuschen geformt wird ..... Die beiden basalen Endretuschen können geradlinig sein ( sechs ) oder häufiger eine gerade und eine konvexe aufweisen ( neun ) oder eine gerade und eine konkave ( eine ) oder zwei konkave   ( zwei ) ....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Sinne schreibt Hanna Wieckowska :&lt;br /&gt;
„ ... Die an der Oberfläche gefundene Spitze ist untypisch. Sie ist aus tertiärem Hornstein gefertigt mit einem 9 mm langen Heftzapfen (tang) an beiden Rändern herausgearbeitet durch beidseitige, proximale Kerben, sie zeigt ebenfalls flache Retuschen auf der Ventralseite ... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die ausgegrabenen Stücke wird gesagt - :&lt;br /&gt;
„ .... Sämtliche Stiele sind proximal. Drei werden durch zwei geradlinige, konvergierende Endretuschen gebildet ....&lt;br /&gt;
.... eine hat eine konvexe und eine konkave Endretusche und drei haben zwei konkave Endretuschen. „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen lauten die Ausführungen von K. Morgan Banks im gleichen Volumen sinngemäß :&lt;br /&gt;
„ ... Ounan – Spitzen ( Typ 107 ) – Ounan- Harif- Spitzen sind kleine Abschläge oder Klingen bei denen ein Ende, normalerweise das proximale, so retuschiert ist, dass ein eindeutiger Stiel mit einer oder mehreren konkaven Schultern gebildet wird. Die Schultern können unterschiedlich gut ausgearbeitet sein. Die Stücke können Retuschen an den Rändern aufweisen. Das dem Stiel gegenüberliegende Ende, meistens das distale, ist entweder natürlich zugespitzt oder durch Retuschen modifiziert .... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollte der Begriff „ Stiel „ im Zusammenhang mit Pfeilspitzen definiert werden sowie die Methoden der Schäftung. Im Prinzip kennen wir vier verschiedene Pfeilspitzen – Basen, die für die Schäftung vorgesehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Geradlinige, konvexe und konkave Basen''' wie sie vor allem bei Dreieckspitzen angetroffen werden, seien diese nun flächenretuschiert oder nicht.&lt;br /&gt;
Als Beispiele können genannt werden A1, A18, B1 aber auch F5, F7 sowie H7, H8, H4 und H9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Gekehlte Basen''' wie sie für die Gruppen A2, A13 und A19 und anderer typisch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Konvergierende Linien,''' seien diese geradlinig, konvex, konkav oder gemischt.&lt;br /&gt;
Gerade konvergierende Linien sind bei rhombischen Pfeilspitzen üblich wie bei E1 und E2.&lt;br /&gt;
Konvexe konvergierende Linien bilden die Basen fast aller Blattspitzen. Als Beispiele seien genannt C1, C2, C3.&lt;br /&gt;
Konvergierende, konkave Linien sind anzutreffen bei rhombischen Spitzen ( E5 ) und bei Blattspitzen ( C11 ). &lt;br /&gt;
Gemischte konvergierende Linien wie z.B. konvex – konkav sind selten. In der Familie I ist es die Gruppe 12, welche die Kriterien erfüllt. Die schönsten Beispiele allerdings bieten die Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Der Stiel''' – Der Stiel setzt sich deutlich von einem häufig dreieckigem Körper ab. Auch bei den meisten schlanken, auch blattförmigen Körpern ist der Übergang zum Stiel klar zu erkennen. Beispiele sind D1, D2, D3, D11, D12, D38, D46 und sämtliche übrigen Pfeilspitzen der Familie D sowie H5, H12, H13 und andere bei den nicht flächenretuschierten  Exemplaren.&lt;br /&gt;
Es existieren weniger deutliche Gruppen wie D7 wo ein kleiner, bohrerartiger Stiel angebracht ist oder D44, welche einen Übergang von der Blattspitze zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Falle der Ounan- Harif- Spitzen von Bir Kiseiba handelt es sich um Pfeilspitzen, deren Basen durch konvergierende Linien gebildet werden, also in den häufigsten Fällen nicht um gestielte Spitzen. Die kurze und präzise Definition von Angela E. Close ist in diesem Zusammenhang besonders wertvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Typologie, die besonders die Silhouette zur Bestimmung heranzieht ist es schwierig verschiedenartige Exemplare, wenn sie auch in einer Hinsicht eine Gemeinsamkeit aufweisen und eine kulturelle Einheit bilden, in einer einzigen Gruppe zu führen.&lt;br /&gt;
Da vergleichbare und schon definierte Pfeilspitzen in der algerischen Sahara vorkommen, erhalten die blattförmigen Ounan- Harif- Spitzen die Bezeichnungen H1 und H10. Die unregelmäßigen rhombischen werden unter H2, die regelmäßigen unter H17 klassiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ounan- Harif- Spitzen werden unter der Bezeichnung H14 diejenigen Exemplare geführt, deren basale Retuschen konkav verlaufen oder es verläuft nur eine konkav aber sie bildet mit dem gegenüberliegendem proximalen Randabschnitt einen kleinen aber deutlichen Stiel.&lt;br /&gt;
Sollte trotz konkaver Basisretuschen ein abgesetzter Stiel nicht erkennbar sein, wird das Exemplar unter H19 abgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen von Bir Kiseiba sind auf die einzelnen Fundstellen wie folgt verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 1'''  Alter : 8210 +- 70 BP auf Straußeneischale &lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan – Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 8 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 247 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 3,24 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 4 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.6. z  Das Stück ist eine kurze und breite Ounan- Spitze mit atypischem distalem Ende. Die Ränder laufen nicht zu einer natürlichen Spitze zusammen sondern das distale Ende wird durch eine schräg verlaufende Schneide gebildet, welche die Wirkungsweise eines Querschneiders hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.8.&lt;br /&gt;
* i – rhombische Spitze vom Typ H17&lt;br /&gt;
* j – typische H2 - Spitze&lt;br /&gt;
* k – breite H5 - Spitze mit Ähnlichkeit zur Ounanspitze aber die Bohrerspitze fehlt am Stielende und das distale Ende ist gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Fundstelle wurden ebenfalls 2 Trapeze und 4 Dreiecke beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 2'''  Alter : 7610 +- 70 BP, 7780 +- 130 BP, 8130 +- 100 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan ( 8 ) und Bou – Saada ( 1 ).&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 9 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 887 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 1,02 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden vier Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 6.8.&lt;br /&gt;
* d – H5 - Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
* e – H8 - Spitze mit abgerundeter linker Schwinge.&lt;br /&gt;
* f - g – kleine Ounanspitze, H12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 6'''  Alter 7170 +- 80 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 19 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 577 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 3,29 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 8 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.6.&lt;br /&gt;
* i - m – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.7.&lt;br /&gt;
* r - s – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
* t – kantenretuschierte Dreieckspitze mit konkaver Basis vom Typ H8. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.5.&lt;br /&gt;
* zeigt eine große ausgekehlte, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze vom Typ A2 ( Dim. 49x30x7 ). Das Stück ist ein Irrläufer und gehört nicht in den Kontext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 7'''  Alter 7360 +- 200 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen mit konkaver Basis.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 2 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 20 Stücken, der Anteil der  pfeilspitzen beträgt also 10 %. &lt;br /&gt;
* Gezeichnet : keine, beide Spitzen können nach der Beschreibung als H8 – Spitzen identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 1'''  Alter Area C 8020 +- 70 BP und 8020 +- 90 BP.&lt;br /&gt;
* Area C enthält nur eine Pfeilspitze, für area A, die 62 Pfeilspitzen produzierte, sind nur indirekte Altersangaben verfügbar. Sie beruhen auf  Vergleichen mit ähnlichen Plätzen wie E – 77 – 3 ( 8840 +- 90 BP ), E – 75 – 6 ( 9360 +- 70 BP ) und ( 8290 +- 80 BP ) letztere auf  Straußeneischale.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif- Spitzen, sie stellen bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 817 Stücken 7,76 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.11.&lt;br /&gt;
* a – Querschneider vom Typ F14.&lt;br /&gt;
* b – Blattspitze vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* c – Sollte das gestumpfte Artefakt eine Pfeilspitze sein, so gehört es unter die Atypischen.&lt;br /&gt;
* d - g – Blattspitzen vom Typ H10.  &lt;br /&gt;
* h – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14. &lt;br /&gt;
* i – Blattspitze vom Typ H1.   					                                   &lt;br /&gt;
* j – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14.&lt;br /&gt;
* k – Spitze vom Typ H2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf E – 80 – 1 wurden ebenfalls 8 Trapeze und 9 Dreiecke gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 2'''  Alter : auf Grund von Beobachtungen auf ähnlichen Fundplätzen wird das Alter auf den Zeitraum von vor 8100 BP bis nach 9000 BP geschätzt.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : gestielte Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 18 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 63 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 28,57 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 13.3.&lt;br /&gt;
* f – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* g - i – Blattspitzen vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* j – Querschneider vom Typ F14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wurden 5 Trapeze mit den Tixier Nummern 83, 85, 87 und 88 gefunden, die potenzielle Pfeilspitzen- Bewehrungen sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 3'''  Keine Altersangabe&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 5 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 241 Stücken, dies ergibt einen Anteil von 2,07 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 14.5.&lt;br /&gt;
* a – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* b – H10- Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „ cattle – keepers „ werden insgesamt 125 Pfeilspitzen, davon 8 Ounanspitzen, 94 Ounan- Harif- Spitzen, 22 kantenretuschierte Dreieckspitzen und eine beidseitig flächenretuschierte, große, ausgekehlte Dreieckspitze, vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen 19 Trapeze und 9 Dreiecke, die als Bewehrungen in Frage kommen würden und 5 flächenretuschierte Exemplare. Die Ounan- Harif- Spitzen fallen durch ihre Breite auf, sie sind, legt man die Durchschnittslängen und Breiten zu Grunde, sämtlich aus Abschlägen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von Breite zu Länge beträgt für den Fundplatz E – 80 – 1 – A  0,47 und für die Fundplätze E – 80 – 2 und E – 80 – 3  0,40. Die Dimensionen variieren :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Länge von 19 – 35 mm ( E – 80 – 1 ), 23 – 31 mm ( E – 80 – 2 ), 26 – 32 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Breite von 8 – 18 mm ( E – 80 – 1 ), 9 – 13 mm ( E – 80 – 2 ), 11 – 12 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Dicke von 1 – 5 mm ( E – 80 – 1 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 2 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durchschnittlichen Werte für die 62 Spitzen vom Fundplatz E – 80 – 1 – A  betragen 27,9 x 13,1 x 3,0 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu sind die als Ounanspitzen bezeichneten Bewehrungen von Fundplatz E – 79 – 2 schlanker und aus Lamellen gefertigt. Die Durchschnittswerte liegen bei 37,2 mm Länge und 12,4 mm Breite, die Dicke beträgt 4,3 mm. Das Verhältnis von Breite zu Länge ist wesentlich geringer als bei Ounan- Harif- Spitzen und liegt bei 0,33. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 22 kantenretuschierten Dreieckspitzen, sei nur die Basis oder seien auch die Ränder von den Modifikationen betroffen, unterteilen sich in * H7 – Spitzen mit geradliniger Basis, &lt;br /&gt;
* H8 – Spitzen mit konkaver Basis und in H18 – Spitzen mit konvexer Basis.&lt;br /&gt;
Die Länge der Geschosse reicht von 13 – 25 mm, die Breite von 8 – 18 mm und die Dicke von 2 – 5 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bir Murr I werden vier flächenretuschierte Pfeilspitzen gemeldet, von Bir Murr II lediglich eine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holzkohlen Analyse für Bir Murr I ergab ein C 14 Alter von 6310 +- 70 BP Jahren.&lt;br /&gt;
Zeichnungen sind nicht angefertigt worden. Aus den Beschreibungen geht hervor, dass es sich bei dem Exemplar von Bir Murr II um eine abgebrochene Blattspitze handelt. Die Stücke von Bir Murr I scheinen zwei Stielspitzen der Gruppen D21 und D1 und eine Blattspitze des Typs C4 zu sein. Douglas R. Connor beschreibt das vierte Stück als gestielte, mit Schwingen versehene Spitze mit konvex dreieckigem Körper und einem Stiel, der von der Längsachse mit 30° abweicht. Er bezweifelt die Funktionalität als Pfeilspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist die geringe Pfeilspitzendichte vor allem bei den wenigen spätneolithischen Fundplätzen wie z.B. Bir Murr II, wo eine einzige Pfeilspitze unter 170 Werkzeugen gefunden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezeichneten Altersangaben erlauben eine relativ sichere Zuordnung der Pfeilspitzengruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''Typen im „cattle-keepers“'''|| '''Typen nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - nach 9000 und|| E - 80 - 2|| 18|| Ounan - Harif|| F13, H2, H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||vor 8100 BP||||||gestielt||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8210 +- 70 BP|| E - 79 - 1|| 8|| Ounan - Harif|| H2, H5, H12, H17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8020 +- 70 BP|| E - 80 - 1 - C|| 1|| Ounan - Harif|| F14, H1, H2, H14,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8020 +- 90 BP||||||||H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8290 +- 80 BP bis|| E - 80 - 1 - A|| 62|| Ounan - Harif||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||9360 +- 70 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7610 +- 70 BP|| E - 79 - 2|| 8|| Ounan|| H5, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7780 +- 130 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8130 +- 110 BP|||| 1|| Bou Saada|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7170 +- 80 BP|| E - 79 - 6|| 19|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||1||Beidseitig flächenretuschierte||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Dreieckspitze mit konkaver Basis||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7360 +- 200 BP|| E - 79 - 7|| 2|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8100 - 8000 BP|| E - 80 - 3|| 5|| Ounan - Harif|| H2, H10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 6310 +- 70 BP|| Bir Murr I/II|| 5|| Flächenretuschierte Spitzen|| C4, D1, D21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenfassung Nabta und Kiseiba'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Südost-Ecke der libyschen oder westlichen Wüste Ägyptens hat ca. 500 Pfeilspitzen hervorgebracht.&lt;br /&gt;
- Da sind zunächst die Ounan-Harif-Spitzen, eine heterogene Gruppe von kantenretuschierten Exemplaren, die die Gemeinsamkeit haben, dass konvergierende Linien die Schäftungszone bilden. Dieses Merkmal teilen sie mit rhombischen und blattförmigen Stücken. Teilweise sind auch Druckretuschen zur Verringerung der Dicke zu beobachten.&lt;br /&gt;
Um eine differenzierte Ansprache zu erlauben, wurden die Ounan-Harif-Spitzen gemäß ihrer Silhouetten in verschiedene Gruppen aufgeteilt.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien - H1 oder H10.&lt;br /&gt;
* Zwei geradlinige, konvergierende Linien - H2 oder H17.&lt;br /&gt;
* Zwei konkave, konvergierende Linien - H19.&lt;br /&gt;
* Gemischte konvergierende Linien mit Bildung eines deutlichen Stielchens - H14.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien und ein querschneidiges distales Ende - F18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ounan-Harif-Spitzen sind typisch für die Zeitspanne von vor 9000 BP bis ca. 8000 BP (E-80-2, E-80-3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ounanspitzen sind schon im Kapitel „Abu Tartur“ abgehandelt worden. Die entsprechenden Bewehrungen von Kiseiba und Nabta sind ebenfalls eingeteilt worden in :&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
a.) Ounanspitzen gemäß der Definition Tixiers. Charakteristisch ist das bohrerartig zugespitzte Stielende (hier als H12 eingeordnet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b.) „Abu Tartur Spitzen“ weisen ein Stielende auf, welches aus einer mittels der Kerbtechnik herbeigeführten Bruchfläche besteht. Diese Stücke werden mit H13 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c.) Bei den H5-Spitzen ist die Bearbeitung des Stiels weitergehend, sie umfasst flache Retuschen zur Reduzierung des Bulbus und ebensolche zur Abflachung des Stiels auf der Dorsalseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Häufung dieser gestielten Spitzen ist zwischen ca. 7800 BP und 7500 BP zu beobachten. Aber sie können ebenfalls auf Fundstellen mit Daten von über 8000 BP und unter 6000 BP auftreten. Ob sie nun in diesen frühen und späten Epochen hergestellt worden sind oder ob sie durch Vermischung in die Inventare gelangt sind, sei dahingestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das mittlere Neolithikum Kiseibas und Nabtas sind kleine, kantenretuschierte Dreieckspitzen, auch Nabtaspitzen genannt, typisch.&lt;br /&gt;
Je nach Ausformung der Basis werden sie mit H7, H8 oder H18 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz E-75-8 (untere Schicht) brachte 41 dieser Spitzen hervor, sein Alter wird mit 7100 – 6700 BP angegeben. 19 Stücke stammen vom auf  7170 BP datiertem Fundplatz       E-79-6. Nach den vorliegenden Daten sind sie in dem Zeitraum von ca. 7500 – 6700 BP anzusiedeln. Parallel zu den kantenretuschierten Dreieckspitzen waren in geringer Menge Blattspitzen gleicher Bearbeitungstechnik im Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab ca. 6300 BP tauchen für die nächsten tausend Jahre zweiseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen der Gruppen C1, C2, C3, C4 und D1, D3 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle (A2) von den Fundplätzen E-79-6, E-77-1 und &lt;br /&gt;
E-96-1 sind Oberflächenfunde und schlecht einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Querschneider wie Dreiecke, Trapeze und Segmente kommen schon während der frühesten Besiedlungsphasen vor und finden sich auch noch im ausgehenden Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dakhla==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mut, der Hauptort der Dakhla Oasen liegt auf dem Längengrad 29° Ost und auf dem Breitengrad 25°30’ Nord. Von Tineida im Osten zieht sich ein Grüngürtel von rund 100 km Länge mit Unterbrechungen über Balat, Ismant, Mut und El Qasr bis nach Gharb Mawhub. Von dort führt die Teerstraße parallel zu den Dünenketten der großen Sandsee nach Abu Minqar und weiter nach Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts durchforscht Mary M. A. Mc Donald die Oasen. Sie hat die für diesen Bericht relevanten prähistorischen Kulturen des Holozäns wie folgt eingeteilt :&lt;br /&gt;
* 1.) Masara A, B und C mit Altersangaben von 9180 BP (site 194 Masara B) bis 8170 BP (site 166 Masara A).&lt;br /&gt;
* 2.) Bashendi A mit Daten von 8340 BP (site 228 SH) bis 6380 BP (site 228 C1.1). Für diese Phase wurden 25 Altersanalysen erstellt, 22 davon beziehen sich auf ein Gebiet, dass außerhalb der Oasen, südöstlich von diesen am Fuße des Abu Tartur Massivs liegt.&lt;br /&gt;
* 3.) Bashendi B mit Daten von 6480 BP (site 165) bis 4380 BP (site 277).&lt;br /&gt;
* 4.) Sheikh Muftah mit Daten von 8210 BP (site 108) bis 4310 (site 244).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erscheint als ob die verschiedenen frühholozänen Masara Fundstellen A, B und C praktisch gleich alt seien und sich unterscheiden würden durch das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Baustrukturen und dem Vorkommen von rückengestumpften Lamellen und Klingen bzw. ihr Fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bashendi A schließt an die frühen Kulturen an und hat um 7000 BP seine größte Ausdehnung, mit kurzer Überlappung folgt Bashendi B mit reichen Vorkommen um ca. 6000 BP. &lt;br /&gt;
Die vier Sheikh Muftah Daten verteilen sich über den gesamten Bashendi Zeitraum und weisen ein erstes Datum im Frühholozän, am Ende der Masara Phase auf. Nach den C14- Daten enden Sheikh Muftah und Bashendi B gegen 4300 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die in der mir bekannten Literatur erwähnten und dokumentierten Pfeilspitzen verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Phasen und Fundplätze :'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Masara Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1.) '''263''' Masara A.   Das Alter, die Menge der Pfeilspitzen und die Gesamtwerkzeugmenge sind nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Zwei Pfeilspitzen sind gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitze : Fig. 4.d rough point or arrowhead, Fig. 4.e Ounan- point.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.d   Interessante, randretuschierte Blattspitze, die im proximalen Bereich am linken und rechten Rand jeweils eine Kerbe aufweist, wie sie später in protodynastischer Zeit bei den D42- Spitzen auftreten. Durch die Kerben wird eine Schäftungszone markiert und ein Stiel angedeutet. Das Artefakt erhält die Bezeichnung H21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.e   Wie aus der nicht klaren Zeichnung hervorgeht, handelt es sich entweder um eine H13 Spitze, falls die Modifikationen aus Kantenretuschen bestehen und das Stielende eine Bruchfläche aufweist. Im Falle, dass es sich auf der Dorsalseite um flächige Retuschen handeln sollte, wäre das Exemplar eine H5- Spitze, Auf keinen Fall handelt es sich um eine wie von Tixier definierte Ounanspitze (H12), da der Stiel nicht bohrerartig zugespitzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2.) '''300''' Masara C.   Alter : 8220 BP und 8840 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : elf plus Querschneider.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : a-b arrowheads, im Text Ounan points f. trapeze, g. triangle.  &lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden zwei Spitzen und zwei Querschneider, die Gesamtwerkzeugmenge ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.a-b   Es handelt sich um Ounan- Harif Spitzen mit der Silhouette H19, Ausgangsmaterial waren möglicherweise Abschläge. Das Exemplar a weist eine starke Randretuschierung auf. Die die Schäftungszone bildenden, als Kerben ausgelegten, konvergierenden Linien sind von der Dorsalseite aus angebracht im Gegensatz zu dem Exemplar b, welches eine alternierende Retuschierung des Stielchens aufweist. Die Ränder sind weniger stark modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichartige Pfeilspitzen werden in Nabta und Abu Tartur angetroffen, sie sind typisch für die El Ghorab Phase. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.f   Querschneider vom Typ F2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.g   Querschneider vom Typ F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Angaben und Zeichnungen Fig. 2 und Fig. 4 sind aus „Holocene Prehistory : Interim Report on the 1997 and 1998 Seasons – The Masara sites“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3.) '''308''' Im Text werden 20 kleine Harif- Spitzen von dieser Masara C Fundstelle erwähnt, von denen aber weder Zeichnungen noch Beschreibungen existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altersangaben liegen bei 8710 BP und 8810 BP.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* 4.) '''265''' Von diesem Fundplatz wird eine Serie von kleinen Pfeilspitzen „most with bifacial edge retouch“ gemeldet ohne nähere Präzisionen über Menge und Gruppe der Bewehrungen und ohne exakte Beschreibung der übrigen Werkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 8590 BP bzw. 8480 BP angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zusammenfassung kann für die Dakhla Oasen und die Masara Phase von sechs dokumentierten Pfeilspitzen ausgegangen werden. Davon eine H21, eine H13 oder auch H5, eine H19, eine F16 und eine F13.&lt;br /&gt;
Quantitative Angaben existieren für insgesamt elf mögliche H19- Spitzen und 20 Harif- Spitzen. Mit der Serie kleiner, mit flachen Randretuschen versehener Pfeilspitzen und den Querschneidern wäre von einer Gesamtmenge von ca. 50 Bewehrungen auszugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi A Phase.'''&lt;br /&gt;
Für die Bashendi A Phase existieren einige Zusammenstellungen von Werkzeugen. Die aufgelisteten Fundstellen befinden sich sämtlich außerhalb des Oasen Grünlandes im Südosten von Dakhla, beiderseits der Straße nach Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''387''' Das Alter ist nicht angegeben, die Fundstelle hat 34 kleine, beidseitig      &lt;br /&gt;
flächenretuschierte Bewehrungen mit zwei zugespitzten Enden hervorgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine C1- Spitze wurde gezeichnet (Fig. 4.f). Die nicht gezeichneten Pfeilspitzen dürften den Gruppen C1 und C3 zugeordnet werden können, da sie über zwei Spitzen verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''228''' Alter : von 8340 BP bis 6380 BP, wobei das frühholozäne Datum wohl &lt;br /&gt;
ausgeklammert werden sollte.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : verschiedene&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 93&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : neun Exemplare (Fig. 3. Sahara 4/1991).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.a.) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle, die Schwingenanordnung ist asymmetrisch und ergibt den Hybridtyp A2/A27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.b) E1 groß, Fig. 3.c D1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.d) D12 groß, ein nahezu identisches Stück ist von Abu Tartur Fundplatz 1005/83 bekannt (6420 +- 60 BP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.e) D39, Fig. 3. f-g C1, Fig. 3. h.i H5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) '''228''' A site Cluster 1   Alter : 7200 BP bis 6380 BP.&lt;br /&gt;
* Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 11,9% oder 12 Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) '''228''' A Site Combo (Cluster 3 und 4 sowie Mound site).                                                                          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht die Vermutung, dass diese Fundstelle identisch mit der schon behandelten Fundstelle 228 ist, da die Anzahl der Pfeilspitzen, der Kerben und der gezähnten Stücke, der Kratzer, der Messer, der retuschierten Stücke und der Meißel gleich ist. Lediglich bei den Bohrern, den Kombinations- Werkzeugen und den Varia bestehen Unterschiede sowie auch in der Gesamtmenge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) '''228''' A site Shake Hole. Alter : von 8340 bis 6480 BP.&lt;br /&gt;
* Die Anzahl der Pfeilspitzen beträgt 30. Weitere spezifische Angaben werden nicht gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) '''174''' (30/450-F8-3) Alter : 6900 BP&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 54.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : es gibt sieben Typen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* a.) Aus Lamellen hergestellte Pfeilspitzen mit beidseitig flächenretuschierte Stielen aber ansonsten durch einseitige Kantenretuschen modifiziert.&lt;br /&gt;
* b.) Kleine Dreieckspitzen mit konkaver Basis und einigen Kantenretuschen (Bou Saada).&lt;br /&gt;
* c.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen.&lt;br /&gt;
* d.) Asymmetrische Spitzen mit Kantenretuschen.&lt;br /&gt;
* e.) Aus Lamellen hergestellte Blattspitzen mit zwei zugespitzten Enden und mit zweiseitigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* f.) Blattspitzen mit beidseitiger flächiger Retusche.&lt;br /&gt;
* g.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen mit Schwingen und Widerhaken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Foto Fig. 7.1. in „Neolithic Cultural Units and Adaptations in the Dakhleh Oasis“ zeigt die beschriebenen Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Sie korrespondieren mit den Bezeichnungen :&lt;br /&gt;
* a.) Zwei Exemplare H16.&lt;br /&gt;
* b.) Zwei Exemplare H8.&lt;br /&gt;
* c.) Ein Exemplar D2 und eine rhombische Spitze E2.&lt;br /&gt;
* d.) Die Stücke sind nach dem Foto nicht einzuordnen.&lt;br /&gt;
* e.) Ein Exemplar H5 und ein Exemplar H2.&lt;br /&gt;
* f.) Zwei Exemplare C1.&lt;br /&gt;
* g.) Jeweils ein Exemplar D13 und D49.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe der Fundstelle ist eine 47mm lange Dreieckspitze mit zentraler Kehle von der Oberfläche aufgesammelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Third report on lithic industries in the Dakhleh Oasis“ 1982 sind von weiteren Fundplätzen Pfeilspitzen gezeichnet oder abgelichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So eine nach Mc Donald 6a Spitze von 32/390-D2-2 was nach Hugot eine H1- Spitze sein würde (Fig. 7.d.).&lt;br /&gt;
Plate XIII zeigt von Fundplatz 31/420-P5-1 vier D26- Spitzen mit treppenförmigen Stiel sowie vier Blattspitzen mit zum Teil gerundeten Basen und beidseitigen flachen Randretuschen, drei Exemplare sind unter H4 und eine unter H1 zu klassieren.&lt;br /&gt;
Plate XV zeigt verschiedene neolithische Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Foto a. sind eine C1- Spitze, eine gezähnte C6- Spitze und vier C3- Spitzen zu sehen, sie werden als Type 6b bezeichnet.&lt;br /&gt;
Foto b. zeigt ebenfalls Blattspitzen und zwar drei C4- Spitzen, eine gezähnte C6- Spitze, eine ebenfalls gezähnte C9- Spitze mit gerundeter Basis und eine C- Spitze mit einem abgebrochenen Ende. Diese Bewehrungen werden bei Mc Donald unter der Bezeichnung 6c geführt.&lt;br /&gt;
Auf Foto c. sind verschiedenartige Stielspitzen und ein asymmetrisches Stück vorgestellt. Nach Hugot sind es zwei D1- Spitzen, eine D3- Spitze, eine D18- Spitze und zwei D28- Spitzen. Das asymmetrische Exemplar ist eine I3- Spitze. Die Stielspitzen werden in dem Bericht mit 6d. bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto d. zeigt sieben grob flächenretuschierte Blattspitzen, hier 6e genannt, davon drei mit stark gerundeten Basen und eine mit angedeutetem Stiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewehrungen dieser Art sind von den benachbarten Fundkomplexen wie Lobo, Djara, Eastpans oder Abu Tartur nicht bekannt, es wäre daher interessant das Begleitmaterial und die Fundbedingungen zu kennen.&lt;br /&gt;
Ich würde, ohne sicher zu sein, dieses Stück nicht dem Neolithikum sondern einem späten Aterien zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesamtvolumen der Dakhla- Pfeilspitzen des Bashendi A Komplexes kann nur geschätzt werden. Die Typologien der aufgelisteten Fundplätze ergeben 223 Pfeilspitzen bei 799 Werkzeugen, das sind 27,9 % der Gesamtwerkzeugmenge. Zählt man die Fundstelle 228 und A site Combo als eigenständige Plätze so ergeben sich 316 Bewehrungen bei 1029 Werkzeugen und ein prozentualer Anteil von 30,7.&lt;br /&gt;
Hinzu kommen die 34 dokumentierten Spitzen von Plate XIII und Plate XV, so dass von ca. 350 Bashendi A- Pfeilspitzen ausgegangen werden kann. Würden die hier nicht erwähnten kleineren Fundplätze und die Einzelfunde berücksichtigt, könnte die Gesamtmenge wesentlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi B Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''271''' Alter : 6360 BP und 6280 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den üblichen Blattspitzen der Typen C1, C3 und C4 werden für diese Phase jedoch nicht ausdrücklich für diesen Fundplatz jeweils eine D31- Spitze, eine D25- Spitze und eine D19- Spitze vorgestellt (Sahara 4/1991 Fig. 5.). Eine zeitliche Einordnung dieser Stielspitzen ist daher nur im groben Raster möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''385''' Das Alter ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : vier, gezeichnet wurden drei Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen, eine vom Typ C4 (a.) und eine vom Typ C3 (c.). Die dritte Pfeilspitze (b.) ist vom Typ H1 mit einseitigen flachen Randretuschen. (Holocene Prehistory : Interim Report on the 1999 Season Fig. 4.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt sind circa 20 Bashendi B Fundstellen angegeben allerdings, mit Ausnahme von 271 und 385, ohne Werkzeug- Auflistung und ohne Angaben der Anzahl der Pfeilspitzen, möglicherweise weil die Fundmenge keine Erstellung von Typologien erlaubten und Pfeilspitzen nur in geringen Mengen gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Sheikh Muftah Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine einzige Sheikh Muftah Fundstelle nämlich 31/420-P6-1 ist typologisch ausgewertet worden. Sie enthält neben den Varia lediglich vier Werkzeuggruppen und keinerlei Bewehrungen. Allerdings werden in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ 2002 zwei Stielspitzen und zwei Querschneider aus der Sheikh Muftah Phase vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 1.&lt;br /&gt;
* j) Zeigt eine langstielige, mit Widerhaken versehene D9- Spitze.&lt;br /&gt;
* k) Ist eine sehr schlanke D19- Spitze.&lt;br /&gt;
* l-m) Sind zwei Querschneider vom Typ F13, die zusammen mit dreieckigen Exemplaren der Gruppe F4 auf dem Fundplatz 136 vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrer Magisterarbeit stellt I. Teubner aus Berlin insgesamt 55 Bewehrungen der Sheikh Muftah Phase vor, davon rund 40 vom Fundplatz 136. Da gute Zeichnungen vorliegen können die Pfeilspitzen wie folgt klassifiziert werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Typ'''|| '''Anzahl'''|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D1|| 2|| 135&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D2||1||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D3||6||404, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D18||3||105, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D19||2||135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F4||10||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F10||20||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F14||2||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I3||3||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I9||1||404&lt;br /&gt;
|-|-&lt;br /&gt;
||Nicht identifiziert||5||404, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''55'''||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell sind auch die Pfeilspitzen der Sheikh Muftah Phase nicht sehr häufig. Größere Blattspitzen mit groben Flächenretuschen kommen noch vor aber Stielspitzen, häufig mit Widerhaken und leichter Zähnung sind neben langschmalen trapezförmigen und dreieckigen Querschneidern der Typen F10, F4 und F14 die bevorzugten Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der in den Dakhla Oasen und der Südwestecke des Abu Tartur Massivs durch Zeichnungen und Fotos dokumentierten Pfeilspitzen beträgt für die Masara Plätze sechs Exemplare, Bashendi A ergibt 57 Stücke, Bashendi B sieben Artefakte und Sheikh Muftah 57 Bewehrungen. Zusammengenommen sind es 127 Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Die im Text genannte und zum Teil aufgelistete Menge dürfte bei ca. 426 Exemplaren liegen. Eine genaue zeitliche Zuweisung ist nur für wenige Exemplare möglich z.B. Masara C Fig. 2.a-b zeigt zwei H19- Spitzen mit einem Alter von 8840 BP – 8220 BP. Dieses entspricht dem Alter ähnlicher Ounan-Harif- Spitzen der El Ghorab Phase in Kiseiba oder die Blattspitzen der Gruppen C1, C3 und C4 des Fundplatzes 271 (Bashendi B) deren Alter sehr genau mit 6360 BP bzw. 6280 BP angegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi A Fundplätze'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''387'''&lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site SH'''&lt;br /&gt;
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|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
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|| %&lt;br /&gt;
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|| Anzahl&lt;br /&gt;
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|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
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'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi B- und Sheikh Muftah- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| VIII Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
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|| IX Geom. Mikro.**&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 12,2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
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|| 2&lt;br /&gt;
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|| 2,3&lt;br /&gt;
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|| X Microburin&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| 14&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| XI Verschiedene&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
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|| 4&lt;br /&gt;
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|| 66&lt;br /&gt;
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|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''63'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''86'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''70'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''57'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   *   VI   Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
*   ** IX   Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Merimde beni-Salam==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde beni-Salam liegt westlich des Rosetta-Arms des Nils auf ehemaligem Wüstenboden. Heute ist das Gebiet zwischen Nil und der Giza-Alexandria Straße für die Landwirtschaft erschlossen worden. Von Kairo sind es ungefähr 60 km in nordwestlicher Richtung.&lt;br /&gt;
Bekannt wurde Merimde ab 1928 durch die Arbeiten von Hermann Junker, dem Entdecker des ausgedehnten Siedlungsareals.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Arbeiten ging jedoch in den Wirren des 2. Weltkriegs verloren und ein endgültiger Bericht wurde nie vorgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter dieser frühen unterägyptischen, bäuerlichen Niederlassung wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 4880 BC bis 4230 BC angegeben. Von den Driesch und Boessneck ( 1985 ) datieren Merimde zwischen 5890 BP und 5440 BP. Breunig ( 1987 ) gibt für die untere Schicht ein Alter von 3940 bis 5840 BP an. Auf der Liste der Radiocarbon Daten der Universität zu Köln ( B.O.S. und ACACIA Projekte ) wird Merimde auf ca. 5900 bis 5600 BP oder auf ca. 4800 bis 4430 BC cal. datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979 veröffentlichte Josef Eiwanger seinen Bericht über die „Geschossspitzen aus Merimde“. Die Arbeit stützt sich auf neuere Grabungen, berücksichtigt aber auch das Material und die Vorberichte von H. Junker. Insgesamt werden 61 große Dreieckspitzen der Typen A2, A27, A25 und A28 vorgestellt mit Gewichten von ca. 3g bis ca. 15g.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiteren Arbeiten werden ferner Querschneider ohne weitere Spezifikationen und eine Stielspitze mit einem seitlichen Kerbenpaar ( D31 ) aus der Urschicht, sowie eine D33-Spitze mit flachen Randretuschen aus Schicht IV vorgestellt. Von der Oberfläche sind drei weitere Stielspitzen aus den Zeiten H. Junkers bekannt. Letzterer stellt 1928 in seinem Bericht über &lt;br /&gt;
die archäologischen Arbeiten im Westdelta auf Tafel 16 sieben typische „Merimdespitzen“ vor, die er libysche Pfeilspitzen nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in Merimde so variieren auch in Abu Tartur und den angrenzenden Gebieten die Gewichte der großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle stark und liegen hier bei ca. 1,9g bis ca. 17,5g. Das Gleiche gilt für die großen Stielspitzen der Typen D3 und D4, die außer in Abu Tartur in der westlichen Wüste äußerst selten gefunden wurden. Aus dem Niltal und der übrigen Sahara liegen nur wenige vergleichbaren Stücke vor. Bekannt ist eine Großspitze aus dem Fayum, eine weitere wurde von H. Junkers in Merimde gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke J. Eiwangers überschwere Pfeile aus der deckunggebenden Ufervegetation heraus aus sehr kurzer Distanz auf  große Beutetiere abzuschießen ist einleuchtend. Die einschlägige Forschung geht sicherlich bei Pfeil und Bogen, auch im prähistorischem Kontext nur von einer Fernwaffe aus, was im Prinzip sehr berechtigt ist. In Ausnahmefällen allerdings, wie bei speziellen Jagdtechniken oder aber im Verdrängungskrieg um Weiden und Wasserstellen könnte ein schwerer Pfeil mit kurzer Flugbahn im Kampf Mann gegen Mann von Vorteil sein. Auf  Felsbildern im Tassili sind derartige Szenen bewegt und eindrucksvoll dargestellt aber auch aus Südafrika sind ähnliche Auseinandersetzungen im Bild festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Liste A auf den Seiten 73 und 74 sind die großen, gekehlten Dreieckspitzen, beidseitig flächenretuschiert, aufgeführt.&lt;br /&gt;
34 Stücke, es sind bis auf eine Einzige Oberflächenfunde, wurden von H. Junker ab 1928 publiziert. Die 17 von J. Eiwanger während der Grabungskampagne 1978 gefundene Stücke verteilen sich auf die Oberfläche ( 5 Exemplare ), die Phase IV ( 11 Exemplare ) und die Phase V ( 1 Exemplar ). Weiterhin sind noch 10 Spitzen, sämtlich von der Oberfläche, genannt. Das bekannte Gesamtinventar kann somit in 48 Oberflächen-Fundstücke und 13 aus Schichten stammenden Funden eingeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sein Diagramm Abb. 3 gliedert der Autor die Pfeilspitzen in breite ( B ), normale ( N ) und schmale ( S ) Stücke und die Schäftungskehle in tiefe ( T ), normale ( N ) und flache ( F ). Um dieses graphisch sichtbar zu machen, werden in einem Koordinatensystem auf der Ordinate das Verhältnis von Länge zu Breite ( a : b ) und auf der Abszisse das Verhältnis der Länge zwischen Kehlenende und dem distalen Ende zu der Breite der Pfeilspitze in Höhe des Kehlenendes ( A : B ) eingetragen. Die Auswertung der Merimdespitzen ergibt für die ältere Phase IV hauptsächlich breite bis normale Stücke mit flachen bis normalen Kehlen ( BF, NF, NN ). Tief ausgekerbte und schlanke Artefakte sowie die Spitzflügel, wie sie auch aus dem Fayum bekannt sind, kommen in Phase V und einer darüber liegenden erodierten Schicht vor. Besonders die tief ausgekerbten Spitzflügel stellen einen technischen Fortschritt dar, indem sie die Wirkung einer großen Aufpralllänge, gegeben durch die Breite b, bewahren und durch Materialreduzierung das Gewicht senken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siwa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siwa, die Oase im nordwestlichen Ägypten, nahe der libyschen Grenze hat für mich, wahrscheinlich bedingt durch die isolierte Lage oder auch durch das Orakel des Amontempels etwas Mystisches, Geheimnisvolles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Mittelmeer, nach Marsa Matruh sind es, der „Straße“ folgend, rund 300 km. Verbindungen nach Südosten zu den Bahariya Oasen oder nach Osten ins Fayum werden durch abenteuerliche Pisten gewährleistet oder auch nicht, wie schon das frühe Beispiel des Kambyses und seiner Perserarmee zeigt, sie sind nie angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf prähistorische Vorkommen ist das Gebiet von Siwa und den benachbarten Oasen Um el Hiyus, Gara, El Arag und Sitra von Fekri A. Hassan Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und von den B.O.S. Expeditionen (R. Kuper, E. Cziesla) in den 80er Jahren wissenschaftlich untersucht worden.&lt;br /&gt;
Die Hauptbesiedlungsphasen scheinen epipaläolithisch und frühneolithisch gewesen zu sein, bezieht man sich auf das von Fekri A. Hassan vorgestellte Fundmaterial, welches hohe Anteile an Rückenstumpfungen und Meißeln aufweist.&lt;br /&gt;
Die B.O.S. Fundstelle 85/05-4, mit 356 m² etwas größer als weitere Plätze in Sitra, ist gemischt. Sie führt ebenfalls rückengestumpfte Lamellen und Langschmale Dreiecke aber auch einige flächenretuschierte Artefakte jüngeren Datums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorkommen von Pfeilspitzen in den Siwa- Oasen beschränken sich auf wenige flächenretuschierte Exemplare. Ounanspitzen sind sehr selten, Ounan-Harif-Spitzen und damit verwandte Stücke werden von Site 75/27 in Gara gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der mir zur Verfügung stehenden Literatur ergibt sich folgendes Bild :&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Ounan-Harif-Spitzen beträgt sicher zehn, das sind die gezeichneten Exemplare und wahrscheinlich 39, das sind sämtliche Pfeilspitzen der Tafel 5.1 in  „Resources and Subsistence during the Early Holocene at Siwa Oasis, Northern Egypt“ von Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Exemplare sind datiert, das Alter von 8219 +- 73 BP fällt zusammen mit dem Ende der El Ghorab Phase im äußersten Südwestzipfel der östlichen Wüste Ägyptens, dort wurden gleichartige Bewehrungen beobachtet.&lt;br /&gt;
Die teilweise flächige Bearbeitung findet durchaus Parallelen in Kiseiba, Nabta und Abu Tartur.&lt;br /&gt;
Auch die Stücke a und d (Fig. 7 Artifacts from Gara Oasis site 75/27) passen gut als frühe flächig retuschierte Stielspitzen in den allgemeinen Rahmen. Ein weiteres Beispiel ist die D21- Spitze von Sitra 85/5 (Abb. 1/3 in Cziesla 98), die in Silhouette und Bearbeitungstechnik der Spitze a site 75/27 sehr ähnlich ist und die in den Zeithorizont um ca. 8200 BP fällt.&lt;br /&gt;
Weitere datierte Exemplare aus Dakhla und Abu Tartur erhärten den Befund, dass flächig retuschierte Stielspitzen am Ausgang des 9. Jahrtausend vereinzelt auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen nach Fundorten innerhalb der Siwa- Oasen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplatz&lt;br /&gt;
|| Anzahl der&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gefunden&lt;br /&gt;
|| Anzahl der &lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gezeichnet&lt;br /&gt;
|| Alter BP&lt;br /&gt;
des&lt;br /&gt;
Fundplatzes&lt;br /&gt;
|| Klassifikation&lt;br /&gt;
nach Hugot*&lt;br /&gt;
|| Literatur-&lt;br /&gt;
hinweise&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/31&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/24&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/27&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 8219+-73&lt;br /&gt;
|| D1, D21, 2xH1, &lt;br /&gt;
5xH4, 1 Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 7 a-j&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/24A2 &lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/05-4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D3, D33, H10&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/09&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| H12, H5&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| G1&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/07&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D33&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| ca. 8200&lt;br /&gt;
|| D21 nach 19&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/15&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D18 langstielig&lt;br /&gt;
D44, 2xC1&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 f-i&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus&lt;br /&gt;
Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD19 langstielig&lt;br /&gt;
C3, D44,&lt;br /&gt;
C Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 a-e&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/12&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.3 b&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa Slg. Bates&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D21 schlank&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98&lt;br /&gt;
Abb. 1/4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 83/11-2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Blattspitzen&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Südl. Des Sitra-&lt;br /&gt;
Sees&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD18&lt;br /&gt;
1xD42&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98,&lt;br /&gt;
Abb. 1/12, 13, 14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa&lt;br /&gt;
ohne weitere&lt;br /&gt;
Präzision&lt;br /&gt;
|| 102&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 11xC4&lt;br /&gt;
11 Ounan-Harif-Spitzen&lt;br /&gt;
der Typen H10 und H14,&lt;br /&gt;
60 Stielspitzen des &lt;br /&gt;
Typs D19 und D18,&lt;br /&gt;
19xC1 oder C3,&lt;br /&gt;
1xE3&lt;br /&gt;
|| Mc. Burney&lt;br /&gt;
1955&lt;br /&gt;
Seiten 254 - 257,&lt;br /&gt;
Fig. 35, 36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''&amp;gt; 163'''&lt;br /&gt;
|| '''50'''&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *&lt;br /&gt;
-Die C4- Spitzen weisen flächige Randretuschen auf, vor allem die Schäftungszonen sind beidseitig modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Schäftungszonen der Ounan- Harif- Spitzen „shanked blades“, wie Mc. Burney sie nennt, sind ebenfalls durch flache, beidseitige Retuschen bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die sehr schlanken Stielspitzen der Gruppen D18 und D19 mit einem Koeffizienten B/L von 0,20 bis 0,35 sind relativ jung. Für Djara werden sie von K. Kindermann bei ca. 6000 BP angesiedelt. („The Holocene Occupation of the Eastern Sahara, Regional Chronologies and Supra- regional Developments in four Areas of the Absolut Desert“ in Gezeiten der Wüste, Herausgeber R. Kuper 2002 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundort&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Um el Hiyus&lt;br /&gt;
a) 75/5 b) 75/31&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Gara&lt;br /&gt;
a) 75/24 b) 75/27&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | El Arag&lt;br /&gt;
a) 76/4 b) 76/24A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 32&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 28,1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 88&lt;br /&gt;
|| 17,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte&lt;br /&gt;
Klinge u. Abschläge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 53,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 14,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 25,0&lt;br /&gt;
|| 72&lt;br /&gt;
|| 32,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 128&lt;br /&gt;
|| 25,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. Zähnungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7,7&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 27,3&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 9,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 10,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 12,5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 20,5&lt;br /&gt;
|| 73&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Seitenschaber&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 18,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 42&lt;br /&gt;
|| 8,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endstumpfung&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 0,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Spitzen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 0,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Zweiflächner&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Andere&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''69'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|| '''64'''&lt;br /&gt;
|| '''100,2'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''221'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''494'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987&lt;br /&gt;
Table 5.1 Tool classes from Holocene Sites in the Siwa Oasis Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahariya==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptort der Bahariya Oasen, Bawiti, liegt ungefähr 180 km nordöstlich von Farafra entfernt, und von den Pyramiden in Giza sind es rund 370 km in südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stahlwerke von Heluan werden über eine Eisenbahnstrecke mit dem Eisenerz der Gruben von Bahariya versorgt. Die submarine Exhalations- Lagerstätte deckt den ägyptischen Inlandbedarf.&lt;br /&gt;
Der wunderschöne Rosengarten in der Iron-Mine-City dürfte der einzige in der westlichen Wüste sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erforschung holozäner Besiedlung scheint nicht weit fortgeschritten zu sein. Lediglich Fekri A. Hassan erwähnt einige einseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen an einigen Plätzen in „Archaeological explorations at Bahariya Oasis and the Western Delta“1979. Angaben zur Silhouette der Bewehrungen sind nicht gemacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Farafra==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Farafra liegt rund 500 km in nordwestlicher Richtung von den Kharga Oasen entfernt, falls der Weg über Mut genommen wird. Von Giza über Bawiti sind es ca. 550 km nach Südwesten. Kleiner als die Kharga und Dakhla Oasen hatte sich Farafra lange Zeit seine Ursprünglichkeit bewahrt. Gerne erinnere ich mich an die Gastfreundlichkeit und den herrlichen Garten des Homda, Bürgermeister würden wir ihn nennen. Dieser kühle, schattige Platz hat ein wenig von dem Paradies, wie es im Koran beschrieben ist, ohne die Jungfrauen allerdings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon sehr früh im Holozän brachte die Region um Farafra pflanzliche Taxa hervor, wie z.B. Sorhum sp., Getaria, Brachiaria, Panicum und Echinochloa colona. Auch Schaf und Ziege sind sehr früh vertreten wie Daten von 7251 +- 67 BP und 7110 +- 50 BP belegen.&lt;br /&gt;
Obwohl Behausungsstrukturen ausgegraben worden sind, ist bislang sehr wenig Töpferware gefunden worden. (Ein Bruchstück von site HV – 2).&lt;br /&gt;
Verbunden mit den archäologischen Aktivitäten sind die Namen von Barbara E. Barich, Fekri A. Hassan, A.G. Fahmy, A. Gautier, G. Lucarini und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Auswertung des lithischen Inventars noch nicht abgeschlossen ist, sollen hier lediglich die bis jetzt veröffentlichen Pfeilspitzen behandelt werden. So werden in „Archaeology of  Farafra Oasis (Western Desert Egypt) A Survey of the most recent Research“ von B.E. Barich und G. Lucarini folgende Bewehrungen vorgestellt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' Farafra Oasis, Hidden Valley Village, Lithic industry. Drei Blattspitzen, davon ein Exemplar C6 mit vollständiger, beidseitiger Flächenretuschierung, zwei Exemplare vom Typ C3 mit einseitiger, vollständiger Flächenretuschierung, die Ventralseite weist eine teilflächige Retuschierung auf.&lt;br /&gt;
Eine H13- Spitze mit leichten Retuschen am linken, distalen Rand. Gezeichnet sind weiter gekerbte und gezähnte Stücke mit den obligatorischen harten Kantenretuschen sowie ein Schaber und ein Messer mit flachen Randretuschen. Der Zeithorizont ist ca. 7100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8''' Farafra Oasis, Hidden Valley Area, Late neolithic bifacial artifacts. Zeigt drei Blattspitzen der Gruppen C1 und C3 wovon eine beidseitig flächenretuschiert ist, die zwei anderen sind auf der Ventralseite lediglich in der Schäftungszone flächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden gezeichnet ein side-blow-flake, drei Messer und ein Schaber- Kratzer. Diese Werkzeuge haben ein Alter von 5950 BP Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klärungsbedarf besteht für die Ounan-Arif-Spitzen vom spätneolithischen Fundplatz Sheikh el- Obeiyid und für eine weitere typisch beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze, welche an den Ounan-Arif Typ erinnert und welche auf  „Playa I“ in der Rajih Region auf einem Platz mit Klingenindustrie gefunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebel Kamil==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebel Kamil ist nach der Beschreibung von Joachim Hahn, dessen Bekanntschaft ich in Abu Tartur machen durfte, ein konischer Hügel, der sich rund 100 m über die umgehenden Dünenfelder erhebt und so eine weithin sichtbare Landmarke bildet. Er liegt südsüdöstlich des Gilf Khebir in der Nähe der ägyptisch- sudanesischen Grenze.&lt;br /&gt;
In seinem Artikel „Neolithic Settlement Patterns in the Gebel Kamil Area, Southwest Egypt“ beschreibt J. Hahn neolithische Fundplätze, von denen einige Pfeilspitzen aufweisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28''' ist eine der größten Fundstellen der Gegend, als mögliche Bewehrungen kommen Segmente, Trapeze und Dreiecke in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28-1'''  ist eine datierte Fundstelle mit Altersangaben von ca. 4300 BP bis 4600 BP. Auch hier sind die Pfeilspitzen- Bewehrungen auf Querschneider wie Trapeze, Dreiecke und eventuell Segmente beschränkt. Gezeichnet wurden drei Dreiecke, zwei Trapeze und vierzehn Segmente. Die Dreiecke entsprechen dem Querschneider Typ F4, die Trapeze den Gruppen F10 und F11. Zum Teil sind die Artefakte sehr klein wie das Dreieck 83/28-1 Nr. 4 mit einer Höhe von 8mm und einer Schneidenlänge von 7mm. Das Trapez 83/28-1 Nr. 9 hat die Höhe von 7mm, die kleine Schneide misst 3mm, die große 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''85/67''' ist der dritte Fundplatz von welchem Pfeilspitzen vorgestellt werden. Außer den Querschneidern vom Typ F16, F4, F10 und F14, es sind sieben Exemplare gezeichnet, kommen nicht näher beschriebene zweiseitig flächenretuschierte Spitzen vor, die aber kaum Pfeilspitzen sein dürften, da sie im Zusammenhang mit Handäxten, groben Abschlägen und Levallois- Kernen genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fig. 6 gibt J. Hahn Querschneider für die Fundstellen K25, 85/67 und 85/58 an, Trapeze und Dreiecke für 83/28 und 85/58, Trapeze ohne Dreiecke für 85/67.&lt;br /&gt;
Der Fundkomplex Gebel Kamil wird in den Zeithorizont vom 4. bis zum 6. Jahrtausend BP gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die große Sandsee==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Oase Siwa im Norden bis zu den Ausläufern der Sandsteinmasse des Gilf Kebir im Süden erstreckt sich die große Sandsee auf einer Breite von ca. 100 km bis 300 km westlich der libysch- ägyptischen Grenze.&lt;br /&gt;
Die archäologischen Untersuchungen wurden von der Universität Köln und dem Heinrich Barth Institut durchgeführt, sie waren im Besonderen auf die Gebiete um Abu Minqar, Regenfeld, Ain Dalla und die Glasregion konzentriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Regenfeld'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regenfeldfundstellen liegen nördlich und südlich des 25. Breitengrads Nord und östlich des 27. Längengrads Ost. Benannt wurde die Region im Jahre 1873 von Gerhard Rolfs wegen der starken Regenfälle, die ihn auf seiner Expedition überraschten. &lt;br /&gt;
Die ältesten Vorkommen, Regenfeld A, weisen ein Alter von über 9000 BP auf und enthalten keinerlei Pfeilspitzen oder geometrische Mikrolithen, die als Bewehrungen angesprochen werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das darauffolgende Regenfeld B mit einem Alter von ca. 8700 BP produzierte neben langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Artefakten auch eine rückengestumpfte Blattspitze vom Typ H1 und zwei Trapeze mit gestumpfter, leicht gekehlter kleiner Seite, die im gleichaltrigem Kontext auch in Westpans 85/52 gefunden worden sind und die als mögliche Bewehrung die Bezeichnung F20 erhalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem folgenden Zeitabschnitt von ca. 8300 BP bis 7800 BP wurden keine Bewehrungen gefunden, langschmale Dreiecke, rückengestumpfte Lamellen und eine Kerbklinge bestimmen das Inventar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngsten Phase, Regenfeld D, von ca. 7700 BP ( 87/2 ) bis 7000 – 6500 BP ( 96/19 ) erscheinen neben klassischen Bewehrungen der Typen F4 und F13 auch flächenretuschierte Artefakte. Dabei handelt es sich unter anderem um große, beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen. Zwei dieser Stücke sind gezeichnet worden, eine davon, die Längere, hat die ungefähren Abmessungen L = 78 mm, B = 28 mm und Dicke = 8,3 mm. Diese Dimensionen sind vergleichbar mit denen der großen Blattspitzen von Abu Tartur, welche Längen zwischen 70 mm und 91 mm und Gewichte von 8,7g bis 14,2g aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können ebenso wie die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle und die großen Stielspitzen als Pfeilspitzen eingesetzt werden und mit Erfolg von einem Bogen verschossen werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der querschneidigen Bewehrungen von Regenfeld wird auf zehn geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Glasregion'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein gezieltes Ausbeuten der Rohstoffquellen, des libyschen Wüstenglases oder Lechatelierit zu erschweren, sind genauere Hinweise auf die Lage der Fundgebiete nicht angegeben.&lt;br /&gt;
Die größte Fundstelle, 81/61, wird auch nach dem Entdecker „Willmanns Camp“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwei Schnitten wurden insgesamt 1934 Werkzeuge, davon 250 Mikrolithen, zu Tage gefördert. Die verschiedenen C14- Analysen ergeben Resultate von ca. 8000 BP bis ca. 5700 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flächenretuschierte Artefakte sowie Pfeilspitzen fehlen in den Inventaren. Als mögliche Bewehrungen kommen Trapeze und Dreiecke in Frage. Sechs Dreiecke und 21 Trapeze sind gezeichnet worden und fallen unter die Typen F4 und F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ain Dalla'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am östlichen Rand der großen Sandsee, etwa nördlich von Abu Minqar und nordwestlich von Farafra liegt der Brunnen von Ain Dalla.&lt;br /&gt;
Ein spätneolithischer Fundplatz scheint 85/15 zu sein. Die zwei dort gefundenen Stielspitzen sind sehr schlank und gehören zu den Typen D19 und D49. Die Ränder der D19- Spitze sind sehr leicht konvex ausgebildet, nicht genug um als D18 klassiert zu werden. Die Widerhaken der D49- Spitze sind sehr klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 85/26 mit einem Alter von ca. 8610 BP produzierte eine Ounanspitze vom Typ H12 und auf dem dritten, circa 8460 BP alten Ain Dalla Fundplatz 85/28 – 1 wurden eine  H5- Spitze und zwei Dreieckspitzen vom Typ H7 gefunden. Letztere passen normalerweise nicht zu den vorherrschenden Rückenstumpfungen, die für das Inventar charakteristisch sind, sie sind eher für das mittlere Neolithikum typisch. Die primitive Ausführung könnte sie allerdings dem Fundplatz zugehörig erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Gerara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von Abu Gerara liegen zwischen Djara im Norden und den Eastpans im Süden, nach Südwesten befinden sich die Vorkommen der Dakhla Oasen und nach Südosten sind es die Plateau- Plätze und Playakonzentrationen von Abu Tartur. Zwischen dem Abu Tartur Massiv und den Abu Gerara Schichtabbrüchen liegen ein mit Kalksteinhügeln durchsetztes Gelände, zwei große Depressionen sowie eine kleine mit dem Fundplatz 00/59, an dessen Exploration ich mitarbeiten konnte. Nördlich der Schichtstufen kommen weitere Kalksteinhügel vor, dann nach rund 25 km geht das Gelände in eine Hamada über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchungen, die zur Zeit von der Kölner Universität durchgeführt werden, sind noch nicht beendet. So werden lediglich einige Fundstellen, von denen schon endgültige Ergebnisse vorliegen, berücksichtigt. In „Abu Gerara : Mid- Holocene sites between Djara and Dakhla Oasis (Egypt)“ Heiko Riemer 2003 wird die Fundstelle 98/5 vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''98/5''' Fundstelle im Hügelland nördlich der Schichtstufen. Der Fundplatz ähnelt in seiner Anlage stark den Vorkommen auf dem Abu Tartur Plateau. Ein tief gelegenes Becken ist umrahmt von bis zu elf Metern hohen Hügeln, die einen guten Schutz gegen den Nordwind abgeben. Von den Hügeln laufen Regenrinnen ins Beckentiefste. Dort hat sich ein terra rosa Boden gebildet, der gepanzert durch das Artefaktenmaterial und gehärtet durch erhöhten Phosphateintrag teilweise der Deflation standgehalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden 75 retuschierte Werkzeuge geborgen, davon 16 Pfeilspitzen, die mit 21,3 % den größten Anteil stellen, gefolgt von Seitenkratzern und gezähnten Stücken. Weitere Artefakte sind Bohrer, side-blow-flakes, blattartige Messer und Vorstufen dazu, sowie Sichelblätter und Dexel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei C14 Analysen datieren 98/5 auf 6600 Jahre BP. Dies ist einer der nicht zu großen Fundplätze, die ein weitgehend unvermischtes Inventar mit einem bestimmten Alter aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8'''  zeigt unter anderem zwei Blattspitzen mit teilflächiger Retuschierung. Die Nr. 5 hat eine klassische C3 Silhouette während Nr. 6 eine deutlich gerundete Schäftungszone aufweist aber noch unter C3 geführt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die Nr. 7. Im medialen Abschnitt weist das Artefakt nahezu parallel verlaufende Ränder auf, die Schwingen zeigen winzige Widerhaken und der recht lange, schlanke Stiel ist an seiner Basis eingeschnürt, das Ende des Stiels ist abgerundet, das distale Ende ist abgebrochen. Derartige Stücke sind aus Djara bekannt, wo einige dieser als D52 bezeichneten Bewehrungen vorkommen. E. Cziesla stellt eine ganz ähnliche Spitze vor, die südlich des Sitra Sees gefunden worden ist (Nr. 14, Abb. 1 in Anmerkungen zu flächenretuschierten Pfeilspitzen 1998). Bei diesem Exemplar ist der Stiel kurz und die Parallelität der Ränder im medialen Abschnitt ist nicht gegeben.&lt;br /&gt;
Die Nr. 8 ist eine D36 Spitze und kommt ebenfalls in einigen Exemplaren in Abu Tartur vor. Eine vergleichbare mit nur einem Kerbenpaar (D31) ist von Eastpans bekannt, eine weitere ist, klassiert unter Bashendi B in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ Fig. 5.d gezeichnet. M. Mc Donald 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Eastpans ist ebenfalls eine Großspitze des Typs D3 bekannt, mit stärker ausgeprägten Widerhaken wurde auch in Abu Gerara eine solche aufgesammelt (Site 99/28). Weitere Einzelstücke sind in Dakhla und Djara gefunden worden. Diese Spitzen sind zu vergleichen mit der Serie von gestielten Großspitzen von Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''00/70''' Dieser Fundplatz in der Nähe der großen Dolineneinbrüche nördlich des Abu Tartur Massivs ist nur kurz angefahren worden. Bei dem Inventar handelt es sich um ein im Tiefsten des Siedlungsplatzes zusammengespültes Artefaktengemisch. Ein nördlich am Hang gelegenes Areal mit sehr vielen Herdstellen wurden aus Zeitmangel ignoriert. Ein hastig dort aufgeklaubte Pfeilspitze ist vom Typ C10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==El Karafish==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Straße von den Dakhla Oasen nach Abu Minqar liegt auf dem libyschen Plateau El Karafish, eine junge Fundstelle, die von prädynastischer Zeit und auf Grund von Keramikvergleichen bis in die 6. Dynastie reicht. Eine C14- Analyse ergab ein Alter von ca. 4500 BP. Im Keramikmaterial finden sich ebenfalls Claytonringe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Pfeilspitzen wurden geborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Eine Ounanspitze vom Typ H13, die im Kontext von El Karafish deplaziert wirkt und eher eine typische Bewehrung um 7600 BP darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Eine flächig retuschierte Stielspitze vom Typ D2, wobei die linke Schwinge leicht gerundet erscheint. Dieser Typ taucht in den verschiedensten spätneolithischen Inventaren auf. Die Dorsalseite ist bis auf einen schmalen, zentralen Bereich flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, lediglich der Stiel ist vollflächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Zum Fundplatz passend ist das dritte Exemplar. Es handelt sich um eine Stielspitze mit kurzem, breitem Stiel und mit parallel zueinander verlaufenden Rändern im proximalen Bereich. Die Ränder weisen eine sehr feine Zähnung auf, die Schwingen stehen rechtwinklig zur Längsachse, sind jedoch mit winzigen Widerhäkchen bestückt. Das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert, der distale Bereich ist abgebrochen. Da die Silhouette der Pfeilspitze ein Novum darstellt, erhält sie die Bezeichnung D50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art von schlanken, feingezähnten Stielspitzen stellt das Ende einer Entwicklung von tief penetrierenden Bewehrungen dar, welche aus lithischem Material hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dungul==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oase liegt ca. 160 km südwestlich von Assuan am Rande des Kalksteinplateaus, Hester und Hobler haben die dortige prähistorische Kultur untersucht. Nur wenige Pfeilspitzen gehören dem Inventar der „Libyan industry“, deren Alter mit 7900 +-150 BP Jahren angegeben wird (Hester und Hobler 1969). Gezeichnet oder fotografiert sind acht Exemplare, davon sind zwei Querschneider, eine Stielspitze der Familie D, zwei H5 – Spitzen sowie drei Blattspitzen der Familie C. Eine vierte Blattspitze wird im Text erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Badari==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
El Badari liegt am Ostufer des Nils rund 40 km südlich von Asyut und ca. 60 km nördlich von Sohag. Wie Merimde als prähistorische Niederlassung in Unterägypten, so soll El Badari als Beispiel für oberägyptische steinzeitliche Besiedlung im Niltal dienen.&lt;br /&gt;
Beide Fundkomplexe verfügen über größere Mengen von ausgekehlten Dreieckspitzen, so dass ein Vergleich mit entsprechenden Wüstenfundplätzen wie dem Fayum und Abu Tartur möglich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 veröffentlichten Guy Brunton und G. Caton- Thompson ihren Bericht „The Badarian Civilisation“ wo neben mit Schwingen oder Widerhaken versehenen, dreieckigen Großspitzen auch zwei gestielte Exemplare erwähnt werden.&lt;br /&gt;
Die gezeichneten Stücke können wie folgt eingeteilt werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| A1|| A2|| A17|| A25|| A26|| A28|| C1|| andere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 3|| -|| 2|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 5|| -|| -|| -|| 6|| -|| 2|| 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 6|| -|| -|| -|| 5|| 1|| -|| 4|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVI|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVII|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVIII|| 3|| -|| -|| -|| -|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate LVI|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''3'''|| '''2'''|| '''1'''|| '''22'''|| '''1'''|| '''2'''|| '''6'''|| '''2'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die östliche oder arabische Wüste Ägyptens==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streifen zwischen dem Niltal und der Küste des Roten Meeres bildet den östlichen Rand der Sahara. Im Norden zwischen Kairo und Suez ist er ca. 135 km breit, im Süden an der Grenze zum Sudan und zur nubischen Wüste rund 500 km. Die Entfernung entlang des Roten Meeres von Suez bis Halait beträgt über 1000 km. Aus diesem riesigen Gebiet sind nur wenige prähistorische Funde bekannt und dem entsprechend eine geringe Anzahl von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die arabische Wüste war gewiss nicht weniger attraktiv als das Gebiet westlich des Nils. Im Gegenteil, es existierte ein integriertes Wadisystem, welches das Wasser aus dem Gebirge entweder ins Meer oder in den Nil leitete. Das Küstengebirge weist Höhen um 1000 m auf und gelegentlich wird auch die 2000 m Marke überschritten. Die hydrologische Situation dürfte daher vorteilhafter als in der westlichen Wüste gewesen sein. Wenn dennoch weniger Relikte vorgeschichtlicher Kulturen gefunden worden sind, so liegt es wahrscheinlich an dem unwegsamen Gelände. Wer hier etwas außerhalb der wenigen Verbindungsstraßen entdecken will muss gut zu Fuß sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fundplatz, der Pfeilspitzen in seinem Inventar aufweist, wurde von P.M. Vermeersch, P. van Peer, J. Moeyerson und Wim van Neer „Tree Shelter“ genannt. Er liegt nordwestlich von Quseir in der Nähe der Phosphatgruben und ist mit dem Geländewagen zu erreichen. &lt;br /&gt;
Vier Holzkohlenproben ergaben Altersstellungen von 6770 +- 60 BP bis 4930 +- 30 BP. Die Geräte, 80 an der Zahl, setzen sich aus gezähnten Stücken, retuschierten Abschlägen, flächig bearbeiteten Stücken, Kerben, einem side-blow-flake und Verschiedenen zusammen.&lt;br /&gt;
Außerdem wurden zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen, ohne weitere Präzisierung, erwähnt. Möglicherweise handelt es sich um Blattspitzen der Familie C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant sind das Vorhandensein von Asphataria rubens aus dem Niltal und ein side-blow-flake, ein Werkzeug, welches östlich des Nils zu den Raritäten zählt. Publiziert wurde der Bericht im Dezember 2002 in Archéo-Nil. In unmittelbarer Nachbarschaft des „Tree Shelter“ hat das gleiche Autorenteam eine Höhle, genannt Sodmein Cave, untersucht („Neolithic occupation of the Sodmein area, Red Sea Mountains, Egypt“ in Aspects of African Archaeology edited by G. Pwiti and R. Saper 1996).&lt;br /&gt;
Die Altersangaben reichen von 6490 +- 100 BP und 7090 +- 80 BP für die unterste Schicht bis 6320 +- 100 BP und 6360 +- 90 BP für die obere Schicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundenen Pfeilspitzen sind den Schichten nicht in der Art zugeordnet, dass sie mit einem exakten Alter in Verbindung gebracht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (Fig. 3 Seite 414).&lt;br /&gt;
* Nr.   2  ist eine asymmetrische, einseitig flächenretuschierte Blattspitze.&lt;br /&gt;
* Nr.   3  ist eine Blattspitze des Typs C1, die Rückseite zeigt lediglich flächige Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   6  ist ein Fragment und gehört möglicherweise zu einer Blattspitze C1, C3 oder zu einer Stielspitze D44.&lt;br /&gt;
* Nr.   7  wie Nr. 6.&lt;br /&gt;
* Nr.   8  ist eine Blattspitze mit beidseitigen flächigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   9  ist eine asymmetrische H1- Spitze.&lt;br /&gt;
* Nr. 10  ist eine H1- Spitze, im proximalen Bereich ist sie beidseitig flächenretuschiert auf der Ventralseite ist zusätzlich ein Rand flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
* Nr. 11  ähnlich wie Nr. 10.&lt;br /&gt;
* Nr. 12 und 13  Ounanähnliche Spitzen des Typs H13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Verbindungsstraße Qena im Niltal nach Quseir am Roten Meer berichtet Debono aus der Gegend von Laqueita von zwei Ounanspitzen (Debono, 1951 plate III b) und einigen Querschneidern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Ölfördergebiet von Ras Gharib, etwa 25 km von der Küste entfernt, weist Montenant (1986 plate XXXVI) auf Pfeilspitzen in der Nähe des bir Nakhla hin, es Handelt sich um aus Lamellen gearbeitete, kantenretuschierte Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Dittmann weist in seiner Veröffentlichung „Zur Paläogeographie der ägyptischen Eastern Desert“, 1990 auf Pfeilspitzenfunde von Fundplatz B im Gebel Zeit hin. Das Fundgebiet liegt an der Küste des Roten Meeres zwischen Ras Gharib und Hurgada. Gefunden wurden drei Blattspitzen vom Typ C1 und eine D21- Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
Aus dem Abri im oberen Wadi Deir im Bereich des Klosters St. Paulus wird ein großes Blattspitzenfragment gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorgestellten Einzelfunde und Daten lassen lediglich erkennen, dass die östliche oder arabische Wüste ähnlich besiedelt war wie das Gebiet westlich des Nils. Ounanspitzen und andere kantenretuschierte Pfeilspitzen weisen auf ein frühes Neolithikum hin. Über die spätneolithischen Typen C und D bis zu prädynastischen Querschneidern reicht die Formenvielfalt über große Zeiträume.&lt;br /&gt;
Hier liegt ein riesiges Gebiet, lediglich an seinen Rändern angekratzt und wartet auf seine Entdeckung. Künftigen Forschern wird die Arbeit so schnell nicht ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Djara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer multidisziplinären Expedition der Universität Köln hatte der Verfasser im Jahr 2000 Gelegenheit die Fundstellen der Siedlungskammer Djara kennenzulernen.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt 15 km westlich des Abu Muharig Dünengürtels etwas nördlich der Linie Farafra – Asyut. &lt;br /&gt;
Neben einer Reihe von kleinen, oft hochinteressanten Fundstellen, sind drei große Konzentrationen hervorzuheben. Zunächst die Fundstelle 90/1 mit einer wahrscheinlich im Tertiär entstandenen Tropfsteinhöhle als Besonderheit an ihrer südlichen Peripherie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite bedeutende Konzentration ist 98/20 mit einem Inventar, das von rückengestumpften Artefakten bis zu side-blow-flakes reicht.&lt;br /&gt;
Eine weitere Konzentration wird mit 98/4 bezeichnet, sie weist die am weitesten fortgeschrittene Zerstörung durch Deflation auf. Die Playaablagerungen sind bis auf einige flache Hügel, möglicherweise durch Phosphateintrag entstandene Härtlinge, komplett ausgeräumt und die Kalksteinstrukturen, wie sie im Pleistozän vorhanden waren, treten wieder zu Tage. Nur große und schwere Artefakte finden sich auf dem Grund des ehemaligen Siedlungsplatzes. Pfeilspitzen fehlen ebenso wie Mikrolithen und Straußeneischalen. &lt;br /&gt;
Keramik, die auf anderen Stellen in Djara nicht gefunden wurde, ist in einer mit schluffigem Material gefüllten Windfalle entdeckt worden.&lt;br /&gt;
Eine detaillierte Beschreibung und Auswertung der Funde und Befunde des Gesamtgebietes ist in Arbeit (K. Kindermann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 90/1'''&lt;br /&gt;
Das Gelände ist in mehrere Grabungszonen aufgeteilt worden, die von 90/1 – 1 bis 90/1 – 15 durchnummeriert worden sind. Pfeilspitzen sind an folgenden Stellen gefunden worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 1'''   Alter : 6786 +- 49 BP bis 6448 +- 69 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 12 Pfeilspitzen, acht davon sind gezeichnet worden und zwar : &lt;br /&gt;
Zwei D21- Spitzen, eine D26, eine D44, zwei E2 und jeweils eine H1, Eine H5 und eine H7- Spitze. Drei der flächenretuschierten Pfeilspitzen stammen aus den Herden und können als in situ Funde gelten. Es sind dies eine D21- Spitze, die lediglich als gestielt beschrieben ist, eine E2- Spitze, die als Blattspitze bezeichnet ist und eine D26- Spitze, die als gestielt mit Zähnung deklariert wird (In „Investigations of Mid- Holocene settlement of Djara“ in K. Kindermann 2003).&lt;br /&gt;
Während die flächenretuschierten rhombischen Exemplare und die Stielspitzen gut zu den C14- Werten passen, sind die kantenretuschierten Stücke, ob Blatt- Stiel oder Dreieckspitze eher für frühere Epochen typisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 2'''   Alter : 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden und gezeichnet wurden fünf Pfeilspitzen. Die kurzen und gedrungenen Exemplare bestehen aus Blattspitzen der Gruppen C3 (2 Stücke) und C4 (1 Stück) sowie einer ebenfalls gedrungenen D2- Spitze mit kurzem, breitem und abgerundetem Stiel. Das fünfte Stück ist ein schwer einzuordnendes Fragment mit flachen Randretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 4''' ohne Altersangabe.&lt;br /&gt;
* Es wurden vier Pfeilspitzen gefunden, gezeichnet wurde keine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 6'''   Alter : 6900 +- 50 BP und 6696 +- 94 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden drei Pfeilspitzen, davon eine Blattspitze C1 und eine gestielte Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 10'''   Alter : 6885 +- 50 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 19 Pfeilspitzen, darunter zwei H1, zwei C1 und eine D3- Spitze, ferner wurde ein Querschneider vom Typ F4 beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 13'''   Alter : 6713 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 36 Pfeilspitzen und zwar von den kantenretuschierten fünf H1, sechs H5 und eine H7- Spitze und von den flächenretuschierten Stücken zehn C1, drei C6 und fünf D1- Spitzen. Dazu kommen noch weitere sechs flächenretuschierte, nicht weiter präzisierte Stücke sowie vier zusätzliche Fragmente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 15'''   Von dieser Grabung ist ein Querschneider vom Typ F4 bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der Pfeilspitzen von den Grabungsflächen beträgt 80, davon wurden 15 Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Oberfläche 90/1 wurden insgesamt 155 Pfeilspitzen gefunden, davon sind 36 Stücke gezeichnet worden und zwar von den Konzentrationen 1 – 6. Von der Konzentration 7, welche 107 Pfeilspitzen hervorbrachte, sind keine Zeichnungen angefertigt worden.&lt;br /&gt;
Die Konzentration „cluster 7“ liegt im Südwesten von 90/1. Sie wird östlich von einer Wadirinne und westlich von dem Kalkgestein einer steil ansteigenden Hügelkette begrenzt. Der Untergrund besteht aus einem Schwemmfächer aus fein- bis mittelkörnigem Schutt.&lt;br /&gt;
Darin waren neben vielen anderen Artefakten 107 Pfeilspitzen eingelagert. Darunter befinden sich zwei Ounan- Harif- Spitzen mit Schäftungszonen, die von zwei geradlinigen Rändern gebildet werden (Typ H2). Weiter wurden gefunden eine Ounanspitze H12 und 24 H5- Spitzen, eine kantenretuschierte, blattförmige Spitze vom Typ H1 und eine Dreieckspitze vom Typ H7. Hinzu kommen noch acht fragmentierte kantenretuschierte Bewehrungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Stücke setzen sich zusammen aus 14 beidseitig modifizierten C- Spitzen und 11 einseitig bearbeiteten C- Spitzen. Die gestielten Exemplare gehören sechsmal zu den D3, fünfmal zu den D1 und dreimal zu den D26- Spitzen. Ferner wurden sieben fragmentierte D1- Spitzen und 16 Fragmente von nicht identifizierbaren flächenretuschierten Spitzen gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gelangten die Pfeilspitzen und andere, hier nicht aufgeführte Werkzeuge auf diesen sterilen Schwemmfächer? Sie wurden nicht mit den Sedimenten heruntergespült, wie angenommen werden könnte, da oberhalb keinerlei Kulturspuren zu entdecken sind, sondern sie wurden vom Nordwind in diese Artefaktenfalle geweht. Vergleichbare sekundäre Konzentrationen sind von Abu Tartur bekannt. Der vom Verfasser durchgeführte Langzeitversuch über die Wirkung des Windes auf  steinzeitliche Artefakte in ariden Klimazonen unterstreicht die Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 51 gezeichneten Exemplare von Djara gehören 20 verschiedenen Gruppen an und verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte blattförmige, 17 x C|| C 1|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 3||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 6||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte gestielte, 14 x D|| D 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 3||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 21||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 26||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 31||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 44||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rhombische, 4 x E|| E 2|| 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Querschneider, 2 x F|| F 4|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rundschneidige, 5 x G|| G 1|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kantenretuschierte, 9 x H|| H 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 4||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 5||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 7||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| '''Total'''|| '''51 (von 235)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 98/20'''&lt;br /&gt;
* Das Zentrum der Fundstelle wird, wie schon bei 90/1, von einer Restplaya gebildet. Ein im Jahr 2000 durchgeführter Baggerschnitt erreichte das unterliegende Kalkgestein. In der Kontaktzone hatte sich eine Schicht großer Kalzitkristalle gebildet, die später auch an höher gelegenen Stellen, ebenfalls im Kontakt Playa- Kalksteinliegendes, nachgewiesen werden konnte.&lt;br /&gt;
Die Ausbildung großer Kalzitkristalle unter den gegebenen Umständen setzt eine über längere Zeiträume dauernde Anwesenheit von Wasser voraus. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Lebensbedingungen, zumindest die Präsenz von Wasser betreffend, in der Siedlungskammer Djara während der pluvialen Optima wesentlich besser waren als bisher dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artefaktenvielfalt ist groß und reicht von Ounan- Harif- Spitzen, Ounanspitzen, langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Werkzeugen bis zu side- blow- flakes und flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 34 Stücken stellen die Ounan- Harif- Spitzen die größte Gruppe der Bewehrungen, nicht gezählt sind drei weitere Exemplare sowie eine Ounanspitze, die neben einer H1- Spitze und einer H5- Spitze vom Verfasser vor Ort beobachtet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Pfeilspitzen, die für 98/20 aufgelistet sind und die zu den C14- Werten von 6430 +- 50 BP und 6365 +- 30 BP passen, sind eine partiell flächenretuschierte C1- Spitze und eine gleichartig modifizierte D1- Spitze. Die beidseitig flächenretuschierten Stücke gehören mit einem Exemplar in die Gruppe C1 und mit zwei Exemplaren in die Gruppe C3. Sieben Stielspitzen sind vom Typ D1, zwei vom Typ D3 und eine ist eine D31- Spitze. Insgesamt sind also 40 rückengestumpfte und 15 flächig bearbeitete Pfeilspitzen im Inventar 98/20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Umgebung des Fundplatzes 98/4'''&lt;br /&gt;
* Wie schon eingangs erwähnt, ist Fundplatz 98/4 durch Deflation stark gestört und leichte Artefakte wie z.B. Pfeilspitzen sind nicht mehr vorhanden.&lt;br /&gt;
In den angrenzenden, etwas besser geschützten Hügeln jedoch finden sich einige interessante Exemplare.&lt;br /&gt;
So liegt nördlich des Komplexes 98/4 die Fundstelle 00/63, die neben einer D52- Spitze, eine D25 und eine C1- Spitze produziert hat.&lt;br /&gt;
Die Fundstelle 00/68, südwestlich von 98/4 gelegen, weist eine Großspitze vom Typ D3 auf (L = ca. 66 mm, B = 35 mm, D = 6 mm) ein seltener Fund auf dem Plateau. Daneben finden sich zwei Ounanspitzen vom Typ H12, zwei D47- Spitzen und eine rhombische E2- Spitze.&lt;br /&gt;
Eine weitere D52- Spitze stammt von der Fundstelle 00/69.&lt;br /&gt;
Der Keramikfundplatz 00/65 weist eine C10- Spitze auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit 00/ markierten Fundstellen sind im Rahmen zeitlich sehr begrenzter Suchfahrten entdeckt worden und nicht weiter bearbeitet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Djara weist eine sehr große Palette von Pfeilspitzenformen auf und deckt mit seinen Typen einen Zeitraum von rund 3000 Jahren ab, wie auch die C14 Daten belegen (von 8620 BP bis 5982 BP).&lt;br /&gt;
Mit über 300 gefundenen Exemplaren ist Djara auch mengenmäßig ein bedeutender Fundplatz für Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Abu Ballas Schichtstufenland==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Phasen haben die Archäologen der Universität Köln unter Leitung von Rudolf Kuper die Fundstellen von Abu Ballas untersucht.&lt;br /&gt;
Wie auch anderen Orts hat das von den höher gelegenen Einzugsgebieten ablaufende Niederschlagswasser sich in Deflationsmulden sammeln können und so zur Bildung von siltig- tonigen Playas führen können. Zwischen den verschiedenen Überflutungsphasen sind immer wieder äolische Einträge zu beobachten.&lt;br /&gt;
Die Hauptkonzentrationen prähistorischer Besiedlung wurden Eastpans, Mudpans und Westpans genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eastpans   wurden vom Stuttgarter Fotografen Rudolf René Gebhardt während einer seiner zahlreichen Alleinexpeditionen entdeckt.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt ungefähr 90 km südlich der Dakhla Oasen, die beiden größeren Fundstellen wurden mit 95/1 und 95/2 bezeichnet.&lt;br /&gt;
Die epipaläolithischen Konzentrationen 95/1 – 1 und 96/6, letztere mit einem Alter von    8350 +- 55 BP produzierten keine Pfeilspitzen, eine Ausnahme bildet ein asymmetrisches Trapez von 96/6, welches als eine mögliche Bewehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
Auch die jüngere, aber ebenfalls noch epipaläolithische Fundstelle 95/1 – 1 mit einem Alter von 7750 +- 150 BP bis 7752 +- 48 BP weist keinerlei Jagdwaffen in Form von Pfeilspitzen auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelneolithischen Charakter zeigen einige Artefakte der oberen Schicht der Fundstelle    95/1 – 1, die ein Alter von 7529 +- 48 BP aufweist und damit nur geringfügig jünger ist als die unterliegende epipaläolithische Schicht. Typisch ist eine Dreieckspitze mit kantenretuschierter Basis vom Typ H7 sowie eine kantenretuschierte Spitze mit konkaver Basis vom Typ H20 wie er auch in Nabta auf der Fundstelle E – 75 – 8 vorkommt. Das Auftreten einseitig flächenretuschierter Blattspitzen (2 Fragmente) passt ebenfalls in den Zeitrahmen.&lt;br /&gt;
Der spätneolithische Fundplatz 95/2 ist auf 6170 +- 80 BP bis 6072 +- 36 BP datiert. Die Vielzahl der Mikrolithen lassen auf einen Einfluss aus Süden, das Vorhandensein von Feuerstein, von einem side- blow- flake und von flächenretuschierten Artefakten auf einen Einfluss aus Norden schließen. An Bewehrungen sind vier Trapeze vom Typ F10 und eine D31- Spitze zu nennen, letztere stammt aus der datierten Grabungsschicht, während eine gestielte Großspitze vom Typ D3 von der Oberfläche abgesammelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erstaunlich, dass eine hauptsächlich von der Jagd lebende Gesellschaft, selbst im Spätneolithikum überwiegen Wildtierknochen und stehen einer nur geringen Anzahl von Rind- und Schafsknochen gegenüber, nur eine verschwindende Anzahl von Pfeilspitzen hinterlassen hat.&lt;br /&gt;
Zu erwähnen ist noch eine interessante Ounanspitze, die der Verfasser im Oktober 2000 an der Oberfläche von 95/1 beobachtet hat. Wie die vor Ort angefertigte Zeichnung zeigt, handelt es sich wahrscheinlich nicht um eine Bewehrung, sondern eher um ein epipaläolithisches Mehrzweck- Werkzeug (Bohrer, Kerbe, retuschiertes Stück).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mudpans''' werden schon 1939 von Bagnold ebenso wie das Vorhandensein prähistorischer Artefakte an diesem Ort erwähnt. Paschur und Braun bestätigen dies 1980. Die Fundstellen liegen südöstlich des Abu Ballas Hügels und südwestlich von Eastpans, der Schichtstufe folgend.&lt;br /&gt;
Da die mir zur Verfügung stehende Dokumentation nicht lückenlos war, werden lediglich die gezeichneten Bewehrungen behandelt. Im Prinzip entsprechen sie in Quantität und Qualität auch den gefundenen Stücken. Kleine, für diese Zusammenstellung aber nicht entscheidende Unterschiede, sind daher möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Trapezen und Dreiecken kommen auch rückengestumpfte Formen, Stichel, Endretuschen, gezähnte Stücke, ausgesplitterte Stücke, Bohrer vom Typ Tixier 16 und andere, und weitere Mikrolithen wie z.B. Segmente vor.&lt;br /&gt;
Eine Weiterentwicklung der Inventare ist nicht zu erkennen. Eine einzige Pfeilspitze weist Flächenretuschen auf. Es ist eine Stielspitze vom Typ I 9 mit einer rechtwinklig zur Längsachse stehenden Schwinge und einer gerundeten Schwinge vom Typ D21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gezeichnete Bewehrungen (außer Segmenten)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/56|| ca. 7000|| || H 1|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||5 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 7||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||19 x F||F 4||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 11||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-1|| ca. 6530|| 1 x H|| H 5|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||bis 5740||28 x F||F 2||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 13||7*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-9|| -|| 2 x F|| F 4|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-1|| ca. 5690|| 10 x F|| F 4|| 3*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-2|| -|| 1 x I|| I 9|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||2 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 9||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||7 x F||F 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 14||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-3|| ca. 6700|| 8 x F|| F 4|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-4|| ca. 6320|| 1 x H|| H 7|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||12 x F||F 4||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/54-1|| -|| 3 x F|| F 2|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||||| '''Total'''|||| '''99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Davon ein Exemplar mit flächigen Retuschen in der Schäftungszone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Westpans''' mit seinem Fundplatz 85/52 ist mit einem Alter von 8700 +- 190 BP das älteste epipaläolithische Vorkommen in der Abu Ballas Gegend.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt rund 50 km südwestlich von Mudpans, seine Koordinaten sind 24°7’ Nord und 27°37’ Ost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben anderen Mikrolithen wurden zwei breite, unregelmäßige Dreiecke und sechs Trapeze, deren kleine Seite eine ausgeprägte Kerbe aufweist, gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hugot beschreibt aus Algerien drei Dreiecke, deren durch Kantenretuschen zugespitztes Ende durch eine Schäftungskerbe ersetzt wurde und bezeichnet den Querschneider mit F9. Die Trapeze mit Schäftungskerbe erhalten die Bezeichnung F15.&lt;br /&gt;
Ein vom Verfasser gefundenes Trapez aus dem oberen Capsien von Bir Hameiria, Tunesien, weist ebenfalls eine Schäftungskerbe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilf Kebir==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der äußerste Südwesten Ägyptens wird durch das über 1000 m hohe Sandsteinplateau des Gilf Kebir geprägt. Die dortigen Sandsteinschichten der Jura- und Kreidezeit sind von tertiärem Vulkanismus durchbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zur Herstellung steinzeitlicher Artefakte verwandte Material ist vor allem ein quarzitischer Sandstein, der in verschiedenen metamorphen Stadien, Korngrößen, und Farben ansteht. Als weitere Materialien kommen Basalt, Quarzporphyr und im geringem Maß Quarzgerölle, also Kieselsteine und aus den tonigen und siltigen Schichten geringvolumige Chalzedone vor. Diese Chalzedone aus den buntgefärbten Ton- und Siltlinsen der Kharga Schichten bilden den bevorzugten Werkszoff der älteren holozänen Komplexe von Abu Tartur. Noch seltener sind Werkstoffe wie verkieseltes Holz und libysches Wüstenglas aus der großen Sandsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1980 arbeiten die Archäologen der Universität Köln, zunächst im Rahmen des Projekts B.O.S., später des Projekts ACACIA, im Gilf Kebir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Ausgrabungen im Wadi el Akhdar liegt eine Monographie von Werner Schön vor, im gleichen Volumen bearbeitet Erwin Cziesla den Fundplatz 80/14 (Schön 1996). Im Hinblick auf das Vorhandensein von Pfeilspitzen ist der Wadi el Akhdar als äußerst arm zu bezeichnen. Die 22 aufgelisteten Fundstellen lieferten 2494 Werkzeuge aber nur ca. 48 Bewehrungen in Form von Querschneidern, das macht ca. 2 % der Gesamtwerkzeugmenge aus. Diese dreieckigen und trapezförmigen geometrischen Formen kommen lediglich mit 41 Exemplaren auf der Fundstelle 80/14, mit fünf Exemplaren auf der Fundstelle 81/8 sowie drei relativ sicheren Stücken von der Oberfläche des Fundplatz 81/2 vor. Alle übrigen Plätze sind frei von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fehlen von Mikrolithen in vielen Inventaren, der schlechte Erhaltungszustand des Knochenmaterials und der geringe Anteil an großen, nicht verrundeten Keramikscherben lässt auf eine starke Zerstörung der Siedlungsplätze durch klimatische Einflüsse schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 80/14''' Alter : die drei Proben von Straußeneischalen ergeben ein Alter von 4210 +- 60 BP, 4300 +- 55 BP und 4500 +- 55 BP. Ein Datum von 4200 +- 1100 BP von einer Holzkohlenprobe kann wegen der hohen Standartabweichung nicht berücksichtigt werden. Von 131 Geräten sind 41 als Pfeilspitzenbewehrungen anzusprechen, das sind 31,3 %. Gezeichnet wurden 34 von 39 Dreieckspitzen, wie sie im Text bezeichnet werden, ein Trapez und eine Trapezspitze.&lt;br /&gt;
Von den gezeichneten Stücken der Tafel 1 sind 24 Exemplare Dreiecke mit geradlinigen Rändern vom Typ Tixier 89, die als Pfeilbewehrung mit F4 bezeichnet sind. Die neun Trapeze, die als Dreiecke eingeordnet sind, gehören zum Typ Tixier 83, als Pfeilspitzenwerden sie unter F10 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Dreieck weist konkave Ränder auf, der Typ ist Tixier 92 oder als Pfeilspitze F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Trapez Nr. 35 mit längerer kurzer Schneide als die neun oben erwähnten Exemplare gehört ebenfalls zum Typ Tixier 83. Durch seinen eher epipaläolithischen Charakter würde, isoliert betrachtet, ein Gebrauch als Pfeilspitze fraglich erscheinen, im Kontext mit einer Vielzahl von Querschneidern ist jedoch eine Verwendung als Bewehrung möglich. Das Trapez Nr. 40 mit einem leicht konkaven und einem geraden Rand (Tixier 86), welches in Hugots Einteilung als f16 geführt werden könnte, gehört ebenfalls zu den Querschneidern. Fünf Exemplare sind nicht gezeichnet worden, es ist anzunehmen, dass es sich um Dreieckspitzen des Typs F4 handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/8''' Holzkohlenproben ergeben ein Alter von 5430 +- 65 BP und 5940 +- 230 BP. Von den 73 Geräten oder ihren Fragmenten sind fünf Stücke oder 6,8 % als Querschneider, sowohl Dreiecke als auch Trapeze, angesprochen worden.&lt;br /&gt;
Ein eindeutiges Trapez, Nr. 23 Tafel 101, ist gezeichnet worden, es stellt eine Bewehrung vom Typ F10 dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/2''' (Oberfläche)&lt;br /&gt;
Das Alter konnte nicht ermittelt werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 88 Stücke, davon neun Mikrolithen. Letztere sind aufgegliedert in unregelmäßige Dreiecke (4 Stücke oder 4,5 %), unregelmäßige Trapeze (2 Stücke oder 2,3 %) und drei andere Stücke. Gezeichnet wurden sieben Mikrolithen bzw. Bruchstücke derselben. Bei dem Trapez Nr. 11 Tafel 66 und den Fragmenten Nr. 13 und     Nr. 14 der gleichen Tafel ist eine Nutzung als Pfeilspitzenbewehrung denkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen im Wadi el Akhdar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen-Typen&lt;br /&gt;
Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 80/14&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''41'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/2 Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 2 (+3)&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''3 (+3)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''11 (+3)'''&lt;br /&gt;
|| '''24'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''49 (+3)'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geometrischen Mikrolithen des Wadi el Akhdar sind vergleichsweise klein. Für die Exemplare des Fundplatz 80/14 schwankt die Breite zwischen 7 und 16 mm.&lt;br /&gt;
Die Durchschnittsbreite beträgt 9 mm, die Durchschnittshöhe 10 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wadi Bakht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wadi Bakht liegt ca. 40 km östlich des Wadi el Akhdar und weist gleiche geologische und morphologische Strukturen auf wie letzteres. Trotz ähnlich intensiver Untersuchungen liegt hier keine vergleichbare Veröffentlichung wie für das Wadi el Akhdar (Schön 1996) vor. Beispielhaft seien einige der Wadi Bakht Fundplätze, hier in Bezug auf das Vorkommen von Bewehrungen, vorgestellt. Die Typologien wurden hauptsächlich von Bettina Petrick und Jörg Linstädter zusammengestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/11'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 3,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 41&lt;br /&gt;
|| 15,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 52&lt;br /&gt;
|| 19,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 7,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 7,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 96&lt;br /&gt;
|| 36,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''261'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Mikrolithen befinden sich acht Dreiecke, unter anderem Tix 89, 90 und 95 und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
Die entsprechenden Pfeilbewehrungen werden mit F4 (fünf Stücke) und eventuell mit H7 (fünf Stücke) bezeichnet. Drei Dreiecke sind langschmal ausgebildet und werden hier nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 1''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 2,10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 56&lt;br /&gt;
|| 16,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 68&lt;br /&gt;
|| 20,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 31&lt;br /&gt;
|| 9,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 3,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 114&lt;br /&gt;
|| 34,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 6,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''333'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 68 Mikrolithen sind neun Dreiecke und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen, vier der Dreiecke können als Pfeilbewehrungen vom Typ F4 angesprochen werden, die kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen eventuell unter H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 2''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 2,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 9,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 224&lt;br /&gt;
|| 43,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 84&lt;br /&gt;
|| 16,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 2,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 79&lt;br /&gt;
|| 15,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 6,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''519'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs der 22 Dreiecke unter den Mikrolithen können als Bewehrungen für Pfeilspitzen angesprochen werden und zwar F4 (5 Stücke) und F13 (1 Stück). Die zwölf kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen möglicherweise in die Gruppe H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 1''' - Alter ca. 6060 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 116&lt;br /&gt;
|| 23,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 91&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 4,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 99&lt;br /&gt;
|| 20,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 38&lt;br /&gt;
|| 7,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 59&lt;br /&gt;
|| 12,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 3,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''489'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den insgesamt 228 Trapezen und Dreiecken, die 46,62 % des Inventars ausmachen, sind 18 Dreiecke und 23 Trapeze gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
Die Dreieckbewehrungen setzen sich aus den Typen F4, F12, F13 und F14 zusammen, die Trapeze sind mit den Gruppen F10, F16 und F12 vertreten.&lt;br /&gt;
Sowohl streng symmetrische als auch asymmetrische Formen sind zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 2'''- Alter ca. 6640 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 17,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 5,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 28,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 3,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''139'''&lt;br /&gt;
|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Platz enthält außer den Segmenten lediglich vier Trapeze und sieben Dreiecke, zehn Stücke wurden gezeichnet. Der Anteil der Querschneider am Gesamtinventar beträgt 7,92 %. Die Bewehrungen fallen in die Gruppen F16, F10, F12 für die Trapeze und F4 und F14 für die Dreiecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/10'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer (Tixier 16)&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,35&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
und Abschläge&lt;br /&gt;
|| 58&lt;br /&gt;
|| 27,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,96&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 11,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 20,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 9,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''213'''&lt;br /&gt;
|| '''100,08'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 58 Trapezen und Dreiecken, welche 27,23 % des Inventars ausmachen, können sämtliche Stücke als Bewehrungen angesehen werden, sie gehören den Tixier Gruppen 83, 85 – 89 und 92 an. Gezeichnet wurden sieben Dreiecke der Typen F4 und F14 sowie vierzehn Trapeze der Gruppen F13 und F16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Querschneider Typen im Wadi Bakht'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14 &lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/10&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| '''58'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/11&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 1&lt;br /&gt;
|| 187&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''228'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| - &lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| '''11'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''225'''&lt;br /&gt;
|| '''18'''&lt;br /&gt;
|| '''29'''&lt;br /&gt;
|| '''9'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''312'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Maya von Czerniewiez bearbeiteten Fundplätze 82/15 (Alter 5070 +- 60 BP und 5180 +- 60 BP) und 82/24 (Alter 4920 +- 60 BP und 5090 +- 60 BP) enthielten keinerlei Pfeilspitzen- Bewehrungen. Dennoch weist das Wadi Bakht wesentlich mehr Mikrolithen, die als Bewehrungen gedient haben könnten, auf als das Wadi el Akhdar. Diese Tatsache kann ein Anzeichen für bessere Erhaltungsbedingungen der Fundstellen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für beide von den Archäologen der Universität Köln intensiv untersuchten Wadis aber auch für das Gilf Vorland und das Plateau und wahrscheinlich ebenfalls für die große Zahl der nicht behandelten Wadis gilt folgendes : Die relativ zum Gesamtinventar geringe Anzahl von Pfeilspitzen- Bewehrungen setzt sich fast ausnahmslos aus Querschneidern in Dreieck- und Trapezform zusammen (Tafel Ä24, Ä25).&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden die älteren dreieckigen Mikrospitzen, welche schon an die kantenretuschierten Dreieckspitzen erinnern, wie sie im mittleren Neolithikum in Nabta, Bir Kiseiba und Abu Tartur üblich waren (Tafel Ä26).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf eine Stielspitze vom Wadi Sora sind flächenretuschierte Pfeilspitzen aus dem Gilf Kebir nicht beobachtet worden. Das hat zum einen sicherlich kulturelle Gründe aber es sollte nicht vergessen werden, dass der in seiner Struktur nicht homogene, verfestigte Sandstein, aus dem die meisten Artefakte hergestellt worden sind, sich nicht für Flächenretuschen anbietet. Die in der Gesteinsmasse einzementierten Quarzkörner stellen einer Druckretusche zuviel Widerstand entgegen. Es gibt im Gilf Beispiele für flächige Retuschen aus dem Paläolithikum aber bei diesen Artefakten handelt es sich um großvolumige Kernwerkzeuge und nicht um aus Klingen oder Lamellen hergestellte Kleinwerkzeuge. Außerdem sind die paläolithischen Retuschen geschlagen und nicht gedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant, bezüglich der Pfeilspitzen, ist die fehlende Weiterentwicklung während der großen Zeitspanne vom Epipaläolithikum bis zum jüngsten Spätneolithikum, wenn davon abgesehen wird, dass die Bewehrungen während der prädynastischen Phasen teilweise kleiner werden und häufig asymmetrische Formen zeigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Frühen holozänen Besiedlungszeit ist ein Trapez mit gekerbter, kleiner Schneide bekannt, ähnliche Stücke wurden in Westpans und Regenfeld gefunden. Die bis dahin unbekannte Bewehrungsart erhielt die Bezeichnung F15, sie ist zu vergleichen mit F9, einem querschneidigem Dreieck mit Schäftungskerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Minqar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Weg zwischen den Dakhla Oasen und Farafra liegt hart am Rande der großen Sandsee die kleine Oase Abu Minqar. Im Rahmen des B.O.S. Programms der Universität Köln wurde zu Beginn der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts das Gebiet auf prähistorische, holozäne Siedlungsplätze untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf Pfeilspitzen stellen sich die Fundplätze wie folgt dar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-1 weist zwei recht unterschiedliche C14- Daten auf, einmal 7890 BP und ein älteres von ca. 8620 BP. Neben kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen der Gruppen C1 und C4 und gestielten, kantenretuschierten Exemplaren der Typen H5 und H12 kommen gekerbte und retuschierte Stücke (Tix 74 bis 77 und Tix 105) vor. Ein Besonderer Fund ist ein langgestrecktes Artefakt mit dreieckigem Querschnitt. Das über 140mm lange Stück ist vollständig flächenretuschiert, die Dicke von rund 6mm im medialen Bereich verringert sich zu den bohrerartig ausgebildeten Enden hin. Der Verwendungszweck bleibt rätselhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-2 liefert ebenfalls kleine, einseitig flächig retuschierte Blattspitzen. Es sind die Typen C1, C3, C4 und C6. Daneben gibt es eine gestielte, flächenretuschierte Pfeilspitze der Gruppe D3 und kantenretuschierte Bewehrungen der Typen H4 und H7 sowie Querschneider der Typen F4 und F13. Rückenstumpfungen und langschmale Dreiecke gehören ebenfalls zum Inventar von 81/55-2. Die C14- Daten reichen von 7100 BP über 6390, 6100 bis 4500 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-3 weist vor allem Querschneider auf und zwar der Gruppen F16, F4 und F13. Daneben kommen auch wieder die kleinen, teilweise flächenretuschierten Blattspitzen aber auch vollflächig retuschierte Exemplare vor.&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 6520 BP angegeben. Weitere typische Artefakte sind retuschierte Stücke (Tix 105), Rückenstumpfungen und Bohrer vom Typ Tix 16 (mèche de foret) sowie basisretuschierte Lamellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-5, dessen Alter mit 7260 BP angegeben ist, produzierte sieben Blattspitzen sowohl ganzflächig als auch teilflächig retuschiert. Daneben finden sich zwei Querschneider, drei H5- Stielspitzen und eine teilflächig retuschierte Hybridspitze vom Typ D44, welche den Übergang von der Blatt- zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den im Gebiet aufgelesenen Streufunden gehört neben Blattspitzen der Gruppen C1, C3, C4 und C11 auch eine große, beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 mit geradlinigen bis leicht gewellten Rändern. Der außergewöhnlich breite Stiel wird von konvexen Linien begrenzt und läuft in einer Spitze aus. Das Gewicht des Stückes ist nicht bekannt, aber da die Dicke in der Mitte des Exemplars bereits 10mm beträgt, dürfte es über 20g wiegen und damit eher zu den Stoß- und Wurfspießen gehören. Außerdem ist der Stiel so breit, dass eine Pfeilschäftung nur schwer vorstellbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Pfeilspitzen in Abu Minqar (Lobo)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| C&lt;br /&gt;
|| D3&lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14&lt;br /&gt;
|| H4&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|| H7&lt;br /&gt;
|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
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|| 2&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
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|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| 2&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| 1&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
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|| Streufunde&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''16'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''25'''&lt;br /&gt;
|| '''46'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen der verschiedensten Pfeilspitzen- Typen, die über weite Zeiträume gespannten Altersangaben und die neben den Bewehrungen gefundenen typischen, vielfach rückengestumpften Artefakte lassen eine so starke Durchmischung des Fundgutes vermuten, dass eine Altersbestimmung von Pfeilspitzengruppen in diesem Falle problematisch wäre. Sämtliche 123 in „Lobo“ gefundene Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (B.O.S.- Archiv, persönliche Mitteilung Frank Klees).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Weitere Fundplätze außerhalb des Komplexes „Lobo“ sind in folgender Grafik vorgestellt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| A1&lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
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|| E1&lt;br /&gt;
|| E2&lt;br /&gt;
|| F2&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/16&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
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|| 83/17-1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| 1&lt;br /&gt;
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|| 85/24&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/21&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/28-8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/27&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''7'''&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Blattspitzen sind die Typen C3 und C11 einseitig flächenretuschiert, das proximale Ende ist häufig auf beiden Seiten modifiziert. Von den C1- Spitzen sind zwei Stücke teilretuschiert.&lt;br /&gt;
Das Alter dieser Bewehrungen liegt, wie auch das der schlanken A1- Spitze, zwischen ca. 6500 BP und 6100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zum Gebrauch des Begriffs „Holozän“.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur in der deutschen Fachliteratur hat sich in Bezug auf das Holozän die Unsitte eingeschlichen, nicht abgeschlossene Zeiträume in Phasen einzuteilen. Diese kleine Anmerkung möge dazu dienen diese Praxis in Frage zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holozän ist ein Terminus aus der historischen Geologie oder Stratigraphie. Das Holozän, früher auch Alluvium genannt, ist die jüngste Stufe der Quatärformation. Es schließt sich an das Pleistozän oder Dilluvium an. Letzteres ist eine abgeschlossene Stufe, welche zwischen dem Pliozän, der jüngsten Erscheinung des Tertiärs, und dem Holozän, der Jetztzeit, angesiedelt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also möglich Begriffe wie frühes, mittleres und spätes Pleistozän zu bilden.&lt;br /&gt;
Anders verhält es sich mit dem Holozän, welches erst vor 10.000 – 12.000 Jahren begann und von dem wir nicht wissen wie lange es dauern wird. Möglicherweise ist es eine zukünftige Eiszeit, welche dieses Erdzeitalter beenden wird. Geologische Zeiträume, und Holozän ist ein solcher, sind im Gegensatz zu historischen, auch ur- und frühgeschichtlichen unvergleichlich groß, Millionen Jahre sind kurze Zeitspannen in der Geologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allenfalls kann also von einem frühen Holozän gesprochen werden, wenn die Zeit, die unmittelbar auf  das Pleistozän folgt, gemeint ist. Gänzlich inkorrekt hingegen sind Wendungen wie mittleres oder spätes Holozän.&lt;br /&gt;
Denkbar wären Formulierungen wie „spätsteinzeitliche Holozänphase“ oder „mittelsteinzeitliche holozäne Feuchtphase“, das sind zwar unförmige Wortgebilde, sie haben aber den Vorteil logisch zu sein. Außerdem vermeiden sie ebenfalls ungeliebte und mit unpraktischen Definitionsansätzen versehene Begriffe wie Neolithikum, Mesolithikum usw..&lt;br /&gt;
Läge die Steinzeit im späten Holozän, wo wären dann Bronze- und Eisenzeit oder gar das Atomzeitalter angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zehnjähriges Kind mit einer statistischen Lebenserwartung von 80 Jahren beschreibt seinen Lebensweg in der Art : „In der Frühphase meines Lebens verbrachte ich meine Zeit hauptsächlich mit Spielen. Dann in der mittleren Lebensphase ging ich in die Grundschule und letztlich, in der Spätphase meines Lebens, wurde ich in die Sexta des hiesigen Gymnasiums aufgenommen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Beispiel zeigt, dass offene Zeiträume nicht in Früh-, Mittel- und Spätphasen aufgeteilt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Große, gekehlte Dreieckspitzen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden sollen die Pfeilspitzen der Wüstenfundplätze Fayum, Abu Tartur und Kharga untereinander und mit den Bewehrungen der zwei Niltalvorkommen von Merimde und Badari verglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst gilt es das zeitliche Auftreten der gekehlten Dreieckspitzen in den einzelnen Siedlungsräumen zu klären. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum A wird unterteilt in das ältere Fayumian von 6075 BP bis 5540 BP und das jüngere Moerian von 5410 BP bis 5010 BP.&lt;br /&gt;
( Ginter et al. 1982; Ginter und Kozlowski 1983, 1984, 1986; Dagnan - Ginter et al. 1984; Kozlowski und Ginter 1989 ). Für die gleiche Kultur gibt F. Wendorf 1980 Altersstellungen von 6391 BP, 6064 BP, 5810 BP und 5160 BP an. Ausgehend von der Annahme, dass sämtliche C14 Analysen korrekt durchgeführt worden sind, kann das Fayum A in den Zeitraum von 6391 BP bis 5010 BP gestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde wird bei von den Driesch und Boessneck 1985 zwischen 5440 BP und 5010 BP datiert. Breunig gibt 1987 für die untere Merimdeschicht Alter von 3940 BP und 5840 BP an. Die Angaben von Derricourt 1971 liegen zwischen 4690 BP und 6250 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die problematische zeitliche Einordnung der Oberflächenfunde von Abu Tartur könnte mit Einschränkungen auf vier C14- Daten basiert werden.&lt;br /&gt;
Das Exemplar Nr. 12 der Tafel Ä2 wurde als einzige gekehlte Dreieckspitze auf dem Fundplatz 1004/83 aufgesammelt. Das Alter des Fundplatzes ist auf 7590 +- 75 BP datiert. Unter anderem führt dieser Komplex auch erste, recht primitiv gestaltete side-blow-flakes. &lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 mit einem Alter von 7145 +- 40 BP weist vier gekehlte Dreieckspitzen auf und 1024/82, der auf 6620 +- 40 BP datiert ist, drei dieser Exemplare. Eine weitere Datierung mit sieben dreieckigen Großspitzen stammt vom Fundplatz 1005/83 und beträgt  6420 +- 60 BP. &lt;br /&gt;
Andere Fundplätze mit häufigem Auftreten dieser Pfeilspitzengruppe konnten bisher noch nicht datiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vielzahl der unterschiedlichsten Datierungen der Fundplätze am Westende der Ausläufer des Abu Tartur Massivs, besonders site 228 und die mögliche Vermischung der Inventare in dieser Zone erlauben keine eindeutige zeitliche Zuweisung der Dreieckspitzen der Dakhla Oasen. Ähnliches gilt für andere einzelne Oberflächenfunde in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der frühesten Daten des Fayum A ( 6391 BP ) und Merimdes ( 6250 BP ), Fundstellen, die sich wie auch Abu Tartur durch statistisch auswertbare Mengen von großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle auszeichnen, ergibt ein Bild, welches die gehäufte, Präsenz dieser Bewehrungsart auf den oben genannten Plätzen ab der Mitte des 7. Jahrtausend vor heute suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur begann die Entwicklung etwa tausend Jahre früher ( 7590 BP ). Ein Ansteigen der Häufigkeit belegen die Stationen 7145 BP und 6620 BP. Die größten Mengen treten in Abu Tartur um 6420 BP auf, kurz vor dem ersten Erscheinen dieses Pfeilspitzentyps im Fayum und in Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielhaft für das Fayum sind die tief ausgekehlten Spitzflügelgeschosse der Gruppe A25, die noch durch zwei gezähnte Exemplare des Typs A26 ergänzt werden. Andere Dreieckspitzen verschiedenster Basisgestaltung sind A1 mit geradliniger Basis, A17 und A18 mit einer durch zwei schräg verlaufende gerade Linien gebildeten Basis oder einer konvexen Basis und die Stücke mit zentraler Kehle mit allen möglichen runden und eckigen Ausgestaltungen der Schwingenenden als da sind A2, A13, A27 u.s.w.&lt;br /&gt;
Die in Abu Tartur gefundenen Exemplare zeichnen sich häufig durch eine gewisse Asymmetrie, vor allem die Schwingenenden betreffend, aus ( z.B. Tafel Ä3, 2, 3, 5, 6, 8 und 11 ). Dieses Merkmal wird weder im Fayum noch in Merimde oder Badari angetroffen. Auch das Ansteigen des häufig spachtelförmigen Schwingenendes zum Kehlentiefsten hin ist typisch für Abu Tartur ( z.B. [[Tafel Ä 4A]], 1, 6, 9 und 16 ). Bis auf ein Exemplar der Gruppe A26 kommen Spitzflügelgeschosse im Einzugsgebiet von Abu Tartur nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Merimdespitze“ vom Fundplatz Merimde beni Salam ist eine symmetrisch geformte Dreieckspitze mit geradlinigen bis schwach konvexen Rändern. Die Basis ist mit einer zentralen Kehle ausgestattet, die Schwingenenden verlaufen häufig rechtwinklig zum Rand und sind nach außen leicht abgerundet. Sie entsprechen dem Typ A27 und kommen ebenfalls in geringer Anzahl in Abu Tartur vor. ( Tafel Ä4, 4 ; Tafel Ä2, 2 ). Die feinen morphologischen Unterschiede innerhalb der Gruppe sind von J. Eiwanger beschrieben. Außer den „Merimdespitzen“ kommen in den oberen Schichten und vor allem an der Oberfläche auch die jüngeren Spitzflügelgeschosse, ähnlich denen aus dem Fayum, vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der Bewehrungen der wesentlich jüngeren Badarikultur ( 5560 BP – 5030 BP Hassan 1985 ) sind Spitzflügelgeschosse vom Typ A25 aber auch A2, A26 und A28 kommen noch vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die elf von G. Caton-Thompson in Kharga gefundenen großen Pfeilspitzen mit teils eckigen, teils gerundeten Schwingen sowie die drei von M. Mc Donald erwähnten ausgekehlten Dreieckspitzen östlich von Dakhla können den Typen von Abu Tartur zugesellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die ägyptischen Fundgebiete im Vergleich.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenfassung der Pfeilspitzen Indizes sowie ihre grafische Darstellung sollten ursprünglich nur die Verschiedenheit oder Gleichheit einzelner Kulturen dokumentieren. Unvermischte Inventare ergeben gleichartige Grafiken bei gleicher Kultur, eine andersartige Kultur ergibt eine abweichende Grafik. Auf ähnliche Art können auch Gesamtinventare miteinander verglichen werden.&lt;br /&gt;
Trotz aller Kritik an dieser „französischen Methode“ haben ihre Kritiker bislang nichts anzubieten was effektiver wäre. Es wird lediglich versucht einfache Methoden durch aufwändige Arbeitsweisen zu ersetzen.&lt;br /&gt;
Die hier vorgestellten Grafiken haben in den meisten Fällen gemischte Inventare als Grundlage, dennoch sind sie äußerst informativ, denn sie zeigen die zeitliche und materielle Entwicklung der einzelnen Populationen auf und sie erlauben Vergleiche mit anderen Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersicht 1. - 6. sind Fundkomplexe der postulierten Gunstzone. Übersicht 7. - 11. sind Fundkomplexe außerhalb der postulierten Gunstzone. Übersicht 12. - 13. sind Sonderfälle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Kharga'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 7,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 259&lt;br /&gt;
|| 29,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 341&lt;br /&gt;
|| 39,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 203&lt;br /&gt;
|| 23,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''869'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 122&lt;br /&gt;
|| 3,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 1466&lt;br /&gt;
|| 45,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 597&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 1023&lt;br /&gt;
|| 31,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''3208'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Djara 90/1'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 28,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 53&lt;br /&gt;
|| 35,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''150'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Abu Minquar'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 51&lt;br /&gt;
|| 29,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 117&lt;br /&gt;
|| 67,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''173'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Dakhla'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 57&lt;br /&gt;
|| 38,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 14,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 65&lt;br /&gt;
|| 43,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''148'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6. Djara 98/20'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''55'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7. Mudpans'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 98&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''98'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8. Gilf Kebir'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 346&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''346'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9. Sandsee (Glasregion)'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| ca. 50&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''ca. 50'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10. Kiseiba'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 152&lt;br /&gt;
|| 96,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''157'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11. Nabta'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 3,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 2,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 350&lt;br /&gt;
|| 93,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''375'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12. Merimde'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 61&lt;br /&gt;
|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''66'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13. Fayum'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 272&lt;br /&gt;
|| 31,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 228&lt;br /&gt;
|| 26,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 357&lt;br /&gt;
|| 41,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''857'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Tartur - Verteilung der Pfeilspitzenfamilien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3a&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 9120 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7590 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7145 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6620 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6420 BP&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0002 / 84'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0006 - 0007 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1004 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1017 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1023 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1024 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1005 / 83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| 1,48|| I|| 3,39|| I|| 3,02|| I|| 5,33|| I|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||1,57||II||14,08||II||17,78||II||48,59||II||52,61||II||72,78||II||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||0,52||III||9,86||III||4,44||III||7,91||III||18,57||III||11,83||III||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||97,91||IV||76,06||IV||76,30||IV||40,11||IV||25,80||IV||10,06||IV||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kharga'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 90 / 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Dakhla'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Minqar'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 98 / 20'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 7,60|| I|| 3,80|| I|| 2,67|| I|| 2,70|| I|| 1,73|| I|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29,80||II||45,70||II||33,33||II||38,51||II||29,48||II||7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||39,24||III||18,61||III||28,67||III||14,87||III||1,16||III||20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||23,36||IV||31,89||IV||35,33||IV||43,92||IV||67,63||IV||72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Mudpans'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Gilf kebir'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Glasregion''' &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kiseiba'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Nabta'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Fayum'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Merimde'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| -|| I|| 0,64|| I|| 1,33|| I|| 31,74|| I|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||-||II||-||II||-||II||1,27||II||3,20||II||26,60||II||-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||-||III||-||III||-||III||1,27||III||2,13||III||41,66||III||3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||100||IV||100||IV||100||IV||96,82||IV||93,33||IV||-||IV||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alter bestimmter Pfeilspitzenformen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wird die Frage nach dem Alter bestimmter Pfeilspitzenformen gestellt. Um eine zufriedenstellende Antwort geben zu können, werden möglichst große Mengen Bewehrungen mit ausreichenden Altersbestimmungen durch C14 Analysen benötigt.&lt;br /&gt;
Im besprochenem Raum stellt sich die Faktenlage so dar, dass nur ein geringer Anteil der älteren Inventare, von vor 9000 BP bis etwa 7600 BP, in direktem Zusammenhang mit C14 Werten steht. Oft ist die Anzahl der an einer datierten Stelle aufgefundenen Pfeilspitzen klein oder aber eine zeitliche Zuweisung größerer Mengen eines Fundplatzes ist lediglich auf indirektem Wege, durch Vergleiche mit ähnlichen Vorkommen, deren Alter bekannt ist, möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die jüngeren Fundplätze von ca. 7600 bis ca. 6400 ist die Situation günstiger, da hier Datierungen mit größeren Mengen zusammenfallen, dieses gilt leider nur für Abu Tartur, dürfte aber ausreichen, um allgemeine Strömungen bei der Formgebung von Pfeilspitzen kenntlich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' zeigt die Entwicklung von vor 9120 BP bis 6900 BP ohne Wichtung der Menge. Jeder direkt datierte Pfeilspitzenfundplatz ist in dem Diagramm eingezeichnet so z.B. 0002/84 mit 180 Querschneidern aber lediglich zwei Ounan-Harif Spitzen vom Typ H14 ( Tafel Ä35 – 12 und 13 ) und fünf weiteren H- Spitzen. Schon im Frühholozän wurde mit neuen Formen und Techniken experimentiert wie die einseitig flächenretuschierte D1- Spitze ( Tafel Ä12 – 6 ) und die gestielte Hybridspitze ( Tafel 35 – 14 ) zeigen. Experimente sind im Diagramm durch einen Asterix gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_7.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_8.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den '''Nabta-Fundplatz E-77-3''' liegt eine Datierung vor und eine solide Menge von 28 Ounan-Harif Spitzen und 25 querschneidigen Bewehrungen. Gegenüber der knapp 300 Jahre älteren Fundstelle 0002/84 mit einem Ounan-Harif Anteil von ca. 1 % übersteigt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen mit 52,83 % die Menge der Querschneider, die es auf  47,17 % bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dakhla treten ähnliche Querschneider wie in Abu Tartur und größere Mengen von Ounan-Harif Spitzen, hauptsächlich vom Typ H19, auf. Leider sind die Mengen- und Typenangaben für eine Auswertung nicht präzise genug, ferner fehlen exakte, auf  Inventare bezogene Altersangaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Minqar 81/55-1''' weist um 8620 BP keine Ounan-Harif Spitzen aber erste Ounan- oder ounanähnliche Spitzen auf. Die Menge, fünf Exemplare, ist aber zu gering, um aussagekräftig zu sein. Ein weiteres Datum von 7890 BP könnte im Zusammenhang mit kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen gesehen werden. Aber auch hier ist die Menge ( drei Stücke ) zu gering und das auch noch in einem Fundkontext, welcher unübersichtlich und gestört erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den indirekt datierten Fundplätzen '''E-80-2 und E-80-1-A''' sind insgesamt 80 Ounan-Harif Spitzen und 22 querschneidige Mikrolithen bekannt. Diese größte Menge von in Ägypten gefundenen Ounan-Harif Spitzen sollte in der Betrachtung der Entwicklung der Pfeilspitzentypen nicht fehlen. Das Inventar ist daher in das Diagramm Fig. 7 aufgenommen und arbiträrerweise bei 8500 BP eingetragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wahl entbehrt nicht ganz der Logik, da das Verhältnis von Ounanspitzen zu Mikrolithen mit der Zeit ansteigt. Während 0002/84 nur 1,10 % Ounan-Harif Spitzen aufweist, steigt der Anteil auf 52,83 % für E-77-3, auf 62,00 % für Dakhla, auf 78,43 % für  E-80-2 und E-80-1-A. Nach 8500 BP sinkt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen und die Querschneider laufen in der behandelten Zone aus. Ounanspitzen vom Typ H12 und ähnliche wie H13 und H5 werden zahlreicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf 8290 +- 80 BP datierte Nabta Fundplatz '''E-75-6''' Epipal, weist keine Ounan-Harif Spitzen mehr auf, dafür aber immer noch mikrolithische Bewehrungen und Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
Dahingegen werden nur geringfügig später ( 8219 +- 73 BP ) auf dem Fundplatz Gara 75/27 in den Siwa Oasen weiterhin Ounan-Harif Spitzen produziert und Versuche mit flächenretuschierten Stielspitzen angestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Ounan-Harif Spitzen wie im äußersten Nordwesten der westlichen Wüste Ägyptens werden zur gleichen Zeit ( 8210 +- 70 BP ) im Südosten in Bir Kiseiba auf dem Fundplatz  E-79-1 hergestellt. Die letzten Ounan-Harif Spitzen erscheinen zwischen 8100 BP und 8020 BP auf den Fundplätzen E-80-3 und E-80-1-C. Der auf 8130 BP datierte Fundplatz E-79-2 führt schon Ounanspitzen, die jüngeren hier gemessenen Daten dürften sich auf  eine Bou Saada Spitze ( H7 ) beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1-C''' von F. Wendorf in die El Jerar Phase von Nabta Playa gestellt, weist zwei Ounanspitzen mit einem Alter von 7850 +- BP auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-79-2''' hatte acht Ounanspitzen um 8130 BP hervorgebracht, zwei jüngere Daten 7780 +- 130 BP und 7610 +- 70 BP könnten im Zusammenhang mit einer Bou Saada Spitze stehen, wie schon weiter oben ausgeführt wurde. Das jüngere Datum ist wahrscheinlicher, das ältere läge rund 200 Jahre vor dem Erscheinen der frühesten kantenretuschierten Dreieckspitzen der Typen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch zwei Holzkohlenproben von verschiedenen Herdstellen datierte Fundstelle '''1072/86''' hat ein Alter von 7670 +- 50 BP respektiverweise von 7645 +- 35 BP. Hier kann von einer intakten Fundschicht mit in situ Material ausgegangen werden. Es wurden 37 Spitzen der Typen H12, H13 und H5 gefunden, also Ounanspitzen und ounanähnliche Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um so erstaunlicher ist die Pfeilspitzen Vielfalt des auf 7590 +- 75 BP datierten Fundplatzes '''1004/83''', der neben 47 Spitzen der Gruppen H12, H13 und H5 eine Menge von 15 kantenretuschierten Blattspitzen, zwei flächenretuschierten Dreieckspitzen der Typen A1 und A2, 29 Blattspitzen der Typen C1, C2, C3, C6 und C10 und sechs Stielspitzen der Typen D1, D2 und D3 hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast gleichzeitig ist der mit 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP datierte Fundplatz Djara 90/1-2, welcher ebenfalls flächenretuschierte Blatt- und Stielspitzen führt. Die Nabta Fundplätze E-77-5 Neolith. ( 7530 +- 180 BP ) und E-91-1-C ( 7536 +- 110 BP ) führen zu dieser Zeit noch Ounanspitzen und kantenretuschierte Blattspitzen. Unsicher ist eine H7 Spitze, ein einzelnes Trapez taucht wieder auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 7360 +- 200 BP werden vom Kiseiba Fundplatz E-79-7 zwei kantenretuschierte Dreieckspitzen des Typs H8 gemeldet, um 7170 +- 80 BP steigt die Anzahl der H7 und H8 Spitzen auf Fundplatz E-79-6 auf 19 Exemplare. Ebenfalls wird eine große, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze mit zentraler Kehle des Typs A2 gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit, 7145 +- 40 BP, wird auf dem Fundplatz Abu Tartur 1017/82 eine Menge von 178 Pfeilspitzen gezählt darunter 60 Ounan- und ähnliche Spitzen, zehn kantenretuschierte Blattspitzen und von den flächenretuschierten Stücken vier Dreieck-, 86 Blatt- und 14 Stielspitzen. Der Fundplatz ist gemischt und die kantenretuschierten Exemplare dürften älter sein, was durch weitere Datierungen zu klären wäre. Kantenretuschierte Dreieckspitzen wurden nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Nabta Fundplatz E-75-8 lower, welcher 41 Pfeilspitzen der Typen H7 und H8 produzierte schwanken die Altersangaben zwischen 7100 BP und 6700 BP. Das ältere Datum scheint für die „Nabtaspitzen“ wahrscheinlicher zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der in der ägyptischen Sahara, also in der westlichen oder libyschen und in der östlichen oder arabischen Wüste gefundenen und wissenschaftlich bearbeiteten Pfeilspitzen liegt bei über 7000 Stücken. Die im diesem Bericht berücksichtigten Bewehrungen erreichen eine Zahl von rund 6800 Exemplaren. Zwei Drittel dieser Menge kommen aus einem breiten Streifen um den 26. nördlichen Breitengrad, einer Region, die wie ich meine sowohl Sommerregen aus Süden als auch den noch wichtigeren Winterregen aus Norden regelmäßig erwarten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch die Landschaftsform reicht die Kernzone der Pfeilspitzenhäufigkeit von Abu Minqar im Westen über Dakhla bis nach Kharga im Osten. Nördlich dieser Linie sind Farafra und Djara sowie Abu Gerara, das nördliche und westliche Abu Tartur Plateau, die geologischen Senken nördlich von Abu Tartur sowie das Gelände nördlich der Kharga Oasen zu nennen, wobei große Gebiete bis heute noch nicht auf prähistorische Vorkommen untersucht worden sind. Südlich der Linie liegen die Eastpans. Das Auffinden weiterer Fundplätze bis zum Breitengrad 25° Nord ist möglich, die Aussicht auf Erfolg ist wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem libyschen Kalksteinplateau und an seinem Fuße konnte auf ausgezeichnetes Rohmaterial zur Herstellung von Werkzeugen zurückgegriffen werden. Einmal auf Jaspis- und Chalzedonknollen aus den Tonlinsen der Khargaschichten, zum anderen auf eozäne Hornsteine, deren Ausbildung von kugelig bis plattig reicht. Es gibt weitere Gesteine, die als Ausgangsmaterial herangezogen worden sind, wie Sandstein, Kalkstein, verkieseltes Holz, Quarz und andere, ihre Verbreitung ist jedoch gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie Fig. 3''' zeigt ähneln sich die Diagramme der einzelnen Fundzonen. Sämtliche Pfeilspitzen- Grundformen wie die flächenretuschierten Dreieck-, Blatt- und Stielspitzen sind neben den kantenretuschierten Exemplaren vorhanden. Bis etwa 7500 BP sind Flächenretuschen die große Ausnahme obwohl mit dieser Technik experimentiert wurde. Nach ca. 7000 BP setzen sich die Flächenretuschen durch, Kantenretuschen werden seltener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Grafik zeigt das Indiz IV den Anteil der kantenretuschierten Pfeilspitzen und damit den Anteil älterer Besiedlungsphasen an. &lt;br /&gt;
Diese älteren Pfeilspitzen weisen ein großes Spektrum an Formen auf, es reicht von Ounan- Harif- Spitzen ( H 14, H2, H19 u.a. ) mit den verschieden gestalteten Schäftungszonen über Ounanspitzen ( H12 ), gestielten H5- Spitzen, Dreiecksformen ( H7, H8, H9, H18 ) und Blattspitzen ( H1, H4, H10, H11 ) bis zu Querschneidern ( F2 – F22 ), von denen die frühesten schon vor 9000 BP auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Größenordnung und Verteilung der Indize der flächenretuschierten Bewehrungen wird wahrscheinlich durch kulturelle Präferenzen bestimmt. So ist für die Khargaregion die Stielspitze wichtig. Da nahegelegene Abu Tartur und die Dakhla Oasen führen prozentual die meisten Blattspitzen während das Verhältnis von Blatt- zu Stielspitzen in Djara ausgeglichen erscheint. Diese Aussagen sind sehr verlässlich, da sie große Mengen als Basis aufweisen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger großen Inventaren genügt ein kleiner Eingriff, um das Gesamtbild zu ändern und eventuell zu verfälschen, so fehlen in Abu Minqar bis auf zwei Stücke die Stielspitzen. Gesetzt den Fall ein „Sammler“ hätte vor der wissenschaftlichen Untersuchung durch F. Klees rund 20 D- Spitzen, weil sie so „schön“ waren, entnommen, so wäre eine Erklärung für das Balkendiagramm gefunden. Zerstörung durch Deflation und kulturelle Verschiedenheit sind natürlich ebenfalls im Bereich des Möglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 4''' zeigt die Zusammensetzung der Pfeilspitzentypen von Fundstellen außerhalb des postulierten Gunstraums südlich und nördlich der Achse Abu Minqar – Kharga. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mudpans, die Glasregion in der großen Sandsee und die Fundstellen im Gilf Kebir weisen ausschließlich kantenretuschierte Werkzeuge auf und zwar von den ältesten bis zu den jüngsten Fundstellen. Über tausende von Jahren war der Querschneider die einzige bekannte Bewehrung im südwestlichen Teil der libyschen Wüste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den dort lebenden Gesellschaften fehlte die sonst für das Neolithikum so charakteristische Dynamik, die sich in Innovation und Vielfalt dokumentierte. Ganz ähnlich scheinen die Grafiken von Kiseiba und Nabta angelegt zu sein aber die Ähnlichkeit ist nur äußerlich. In diesen Gebieten wurden bevorzugt die älteren holozänen Fundstellen bearbeitet, was sich in dem hohen Anteil an kantenretuschierten Pfeilspitzen niederschlägt. Hier jedoch findet sich die bunte Mischung aus Stiel- Dreieck- und Blattspitzen neben den Querschneidern wieder, wie es in der Gegend um den 25. Breitengrad Nord der Fall war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigen bearbeiteten jüngeren Fundplätze weisen, wenn auch in geringer Anzahl, sämtliche Ausbildungstypen flächenretuschierter Pfeilspitzen auf. Gemeinsamkeiten zwischen dem Südostteil der westlichen Wüste und ihrer Südwest- Ecke sind nicht festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss des Feuerstein liefernden Kalksteinplateaus im Norden Nabtas und im Nordosten Kiseibas darf nicht unterschätzt werden, gab er doch den hier lebenden Populationen einen materiellen und daraus resultierend auch einen technologischen Vorteil gegenüber den im nubischen Sandstein siedelnden Gruppen, deren Rohmaterial hauptsächlich aus verhärtetem Sandstein bestand, der wie schon weiter oben angedeutet nicht das ideale Material für eine Bearbeitung mittels Flächenretuschen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum ( Fig. 4 ) zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Dreieckspitzen aus, dennoch liegt der Anteil der Stielspitzen um ca. 10 % höher. Würden die kantenretuschierten Bewehrungen des Fayum B berücksichtigt, so entstünde ein ähnliches Bild wie in den Kharga Oasen allerdings mit höherem Anteil an Dreieckspitzen ( Indiz I ) und einem niedrigerem Prozentsatz von Blattspitzen ( Indiz II ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beeinflussung durch die Fundplatzgruppe 25° N ist durchaus möglich.&lt;br /&gt;
Wie ebenfalls aus Fig. 4 hervorgeht, fehlt den Merimde Fundplätzen die zeitliche Tiefe, da ein Pfeilspitzentyp, die Gruppe A2, mit über 90 % Anteil das Bild beherrscht. Ähnliches gilt für die noch jüngere Badarikultur, die ca. 80 % A2- Spitzen aufweist und rund 16 % Blattspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem nun die ägyptischen Pfeilspitzen der Sahara zahlenmäßig erfasst sind und ihre Typen in einen, wenn auch groben Zeitrahmen gestellt werden konnten, erscheint es mit Einschränkungen möglich, einige Fragen beantworten zu können. Ebenfalls müssen mehrere notwendige Feststellungen getroffen werden.&lt;br /&gt;
* Über die Hälfte aller in Ägypten gefundenen und ausgewerteten Pfeilspitzen ist in dem Raum von Abu Tartur – Kharga konzentriert.&lt;br /&gt;
* Diese außerordentliche Akkumulation hat während der gesamten holozänen, steinzeitlichen Phase stattgefunden. &lt;br /&gt;
* Die Feldforschung in dem genannten Raum ist bei weitem nicht abgeschlossen. Die Region verfügt über ein gewaltiges Potential.&lt;br /&gt;
* Dichte und dauernde Besiedlung von der El Adam Phase bis zum Auftreten von Clayton Ringen ( Riemer ) setzt klimatische Bedingungen voraus, die nicht im Extrembereich liegen. Eine Ausweitung bisheriger Studien Klima, Fauna und Flora betreffend sowie die Erstellung weiterer C14- Analysen erscheinen angebracht. Auch die Quartärgeologie ist gefragt um eventuelle Fehlinterpretationen zur Klimaentwicklung zu korrigieren und gezielte, lokale Detailuntersuchungen zu betreiben, um die bestehende Diskrepanz zwischen den existierenden Studien und den archäologischen Fakten auszuräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Basiskehle dürften nach den heute bekannten und datierten Funden in Abu Tartur entwickelt worden sein. Von hier aus gelangten sie, kann postuliert werden, mit geringer Zeitverschiebung zunächst ins Fayum und dann nach Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fayum entwickelte sich aus den unregelmäßigen und zum Teil noch primitiv anmutenden Pfeilspitzen Abu Tarturs vor allem die elegante A25- Spitze mit nach innen gezogenen Schwingen und tiefen, breiten Kehlen. Dieser Typ verbindet die Wirkung eines breiten Geschosses mit entsprechendem Schusskanal mit einer Gewichtsreduzierung, welche mit einer tiefen und breiten Kehle zusammenhängt.&lt;br /&gt;
Die bevorzugten Typen in Merimde sind A2, A27, A25 und A28. Im Unterschied zu Abu Tartur sind hier die Pfeilspitzen gleichmäßiger und sauber gearbeitet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Erste flächenretuschierte Stielspitzen treten schon im Frühholozän vereinzelt als Experimente, die aber ohne direkte Folgen bleiben, in Gara, Sitra und Abu Tartur auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gara 75/27 produzierte zwei Stielspitzen mit einem Alter von 8219 Jahren, aus Sitra ist eine Stielspitze mit einem Alter von ca. 8200 Jahren bekannt und Abu Tartur weist zwei flächenretuschierte Stielspitzen von Fundplatz 0002/84 mit einem Alter von 9120 Jahren auf, eine dritte von 1023/82 ist nicht datiert, könnte aber nach der Bearbeitungstechnik und der Formgebung ebenfalls dazuzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese frühen, flächenretuschierten Stielspitzen ähneln stark Miniaturausführungen von Aterienspitzen. Eine Beeinflussung durch aufgefundene Paläoartefakte ist nicht von der Hand zu weisen, zumal im Inventar des Fundplatzes 0002/84 eine große Aterienspitze vorhanden ist. Außer den gestielten Exemplaren weisen 0002/84 und 0006/82 auch einige flächige modifizierte Blattspitzen der Gruppen C3 und C9 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie die Fundstellen Abu Tartur 1004/83 und Djara 90/1-2 zeigen, treten fast gleichzeitig ab ca. 7600 BP neben den kantenretuschierten Pfeilspitzen auch regelmäßig solche mit Flächenretuschen auf und zwar neben den Bewehrungen der Familien A, C und D ebenfalls, aber in geringeren Stückzahlen, die der Familien B, E und G auf.&lt;br /&gt;
Von dem oben genannten Zeitpunkt an nehmen die Flächenretuschierten prozentual zu, die Kantenretuschierten nehmen ab ohne aber gänzlich zu verschwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Anteil von Dreieck-, Blatt- oder Stielspitzen hängt bei den flächig retuschierten Pfeilspitzen nicht vom Alter des Fundplatzes ab sondern von den Präferenzen der jeweiligen kulturellen Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Gruppen, die westlich einer gedachten Linie Siwa – Abu Minquar. Eastpans – Bir Kiseiba – Nabta siedelten waren von den Geschossentwicklungen der Kernzonen abgekoppelt. Sie bringen keine Flächenretuschen hervor, zum Teil auf Grund eines Mangels an geeigneten Rohstoffen, sie verweilen hauptsächlich bei kleinen dreieckigen und trapezförmigen Querschneidern, andere kantenretuschierte Pfeilspitzenfamilien sind selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aus der ägyptischen Sahara sind nur wenige C14- Analysen aus holozänen Horizonten bekannt, die ein Alter von über 9000 Jahren aufweisen. Noch geringer ist die Anzahl von Fundstellen diesen Alters mit einem Inventar, welches eine typologische Einordnung zu erstellen erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste Datierung stammt von einem Herdplatz westlich des Abu Ballas, sie beträgt  10000 +- 225 BP Jahre weist aber keinerlei lithisches Material auf ( Gabriel 86 ).&lt;br /&gt;
Aus dem Wadi el Akhdar vom Fundplatz 80/7-1 wird ein Alter von 9370 +- 215 BP gemeldet (Schön 96) aber auch hier ist das analysierte Material aus einer geologischen Schicht ohne Artefakte entnommen worden.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 83/33 wurde eine Keramikscherbe auf 9080 +- 50 BP datiert. Zugehörige Steinartefakte sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Röper haben in der  „Roten Wüste“ etwa 70 – 100 km südlich von Abu Tartur eine Holzkohlenprobe von einer Herdstelle entnommen, die ein Alter von  9260 +- 370 BP aufweist. Steinartefakte und Keramik sind nicht untersucht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dakhla sind im Zusammenhang mit der dortigen Masara- Phase einige Daten bekannt. Sie liegen zwischen 9180 BP und 8170 BP für die Masara- Phasen A und B und zwischen 9000 BP und 8500 BP für die Masara- Phase C. Werkzeuge sind in diesem Falle vorhanden, einzelne Stücke stimmen mit einschlägigen Inventaren anderer Fundgebiete überein. Eigene auf Dakhla bezogene und vollständige Inventare sind jedoch erst spät erstellt worden, diese sind mit den Funden des Abu Tartur B zu vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches gilt für die C14 Daten der Fundregion Regenfeld in der großen Sandsee. Fundplatz 96/1 mit einem Alter von 9388 +- BP Jahren weist keine signifikanten Geräte auf und 96/20, auf 9040 +- 60 BP datiert, produzierte ähnlich wie die gleich alten Plätze im Südosten der libyschen Wüste Ägyptens hauptsächlich rückengestumpfte Lamellen ohne jedoch vergleichbar vollständige Typologien wie Nabta und Kiseiba zu liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollständige Inventare und Datierungen weisen vier Fundplätze auf. In Bir Kiseiba sind es E-80-4 und E-79-8 mit 423 respektiverweise 374 Werkzeugen, in Nabta lieferte E-77-7  158 Geräte und Abu Tartur 0002/84 hat 402 modifizierte Steinartefakte hervorgebracht. In der Fundplatzbeschreibung von 0002/84 werden diese vier Inventare miteinander verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Ostsahara begonnene kulturelle Entwicklung wurde durch die prädynastischen Gruppen im Niltal fortgesetzt. Da der Verfasser das Niltal mit Ausnahme von Merimde und Badari nicht in seine Betrachtungen aufgenommen hat, werden Pfeilspitzentypen wie sie z.B. in Abydos auftreten, nicht berücksichtigt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundstellen_in_%C3%84gypten&amp;diff=5585</id>
		<title>Fundstellen in Ägypten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundstellen_in_%C3%84gypten&amp;diff=5585"/>
				<updated>2023-10-20T12:45:40Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Genauere Beschreibung eines der Fundetableaus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Ägypten==&lt;br /&gt;
Ägypten, 1.000.000 Quadratkilometer groß, besteht mit Ausnahme des Niltals und des Deltas, aus Wüste. Für diesen Bericht sind die arabische und libysche Wüste, da beide zur Sahara gehörend, von Interesse.&lt;br /&gt;
Außerhalb dieses Rahmens werden lediglich, aus Gründen des Vergleichs, die Fundstellen von Merimde am südwestlichen Deltarand und Badari - Hemamieh am rechten Nilufer in Oberägypten, berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Ende des 19. Jahrhunderts begannen Archäologen sich für steinzeitliche Kulturen in Ägypten zu interessieren, so F. Petrie in Nagada. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts kamen dazu Junker in Merimde, Brunton in Badari und die große Dame der ägyptischen Vor - und Frühgeschichte G. Caton - Thompson in Hemamieh, im Fayum und Anfang der 30er Jahre in den Kharga - Oasen.&lt;br /&gt;
Erwähnt seien auch die frühen Expeditionen Hassanein Beys in den Uweinat von wo er über Felsbilder berichtete und Kemal el Dins, der den Gilf Khebir entdeckte und ebenfalls Malereien im Uweinat fand.&lt;br /&gt;
Neben den älteren Arbeiten soll versucht werden auch die in jüngerer Zeit ausgeführten Forschungen, einschließlich der noch laufenden, in diesen Bericht zu integrieren. &lt;br /&gt;
Zu nennen wären unter anderen die Teams um F. Wendorf und R. Schild im Südostteil der libyschen Wüste, R. Kuper und seine Mannschaft mit den Projekten B.O.S und ACACIA, M. Mc Donald in den Dakhla - Oasen und B.E. Barich mit Kollegen in Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Genauere Beschreibung eines der Fundetableaus==&lt;br /&gt;
Inhalt befindet sich im Aufbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0035_L_AbuTartur.jpg|Abb. 7: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Ägypten - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden 132 Fundtableaus werden nicht näher erklärt, da viele Artefakte in den entsprechenden Rubriken gezeichnet und wissenschaftlich beschrieben worden sind. Jedes Artefakt ist mit einer eindeutigen Fundplatznummer gekennzeichnet. Fundplätze mit Nummern finden Sie unter Fundkomplex Abu Tartur. '''HINWEIS:''' Klicken Sie 2x in Folge auf die gewünschte Abbildung und Sie sehen das Tableau in Bildschirmgröße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0003_N_AbuTartur.jpg|Abb. 1: Klingen und Lamellen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0009_B_AbuTartur.jpg|Abb. 2: Bohrer, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0011_E_AbuTartur.jpg|Abb. 3: Kerben, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0013_D_AbuTartur.jpg|Abb. 4: Mikrolithen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0018_P21_Tixier_Liste.jpg|Abb. 5: Auflistung nach Tixier, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0029_Perlen_AbuTartur.jpg|Abb. 6: Perlen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0035_L_AbuTartur.jpg|Abb. 7: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0033_12_AbuTartur.jpg|Abb. 8: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0037_6_AbuTartur.jpg|Abb. 9: Nabta Pfeilspitzen und andere, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0039_4_AbuTartur.jpg|Abb. 10: Querschneider von Fundplatz 0002/84 und andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0041_7_AbuTartur.jpg.jpg|Abb. 11: Flächeretuschierte Stielspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0043_11_AbuTartur.jpg|Abb. 12: Ounan Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0045_9_AbuTartur.jpg|Abb. 13: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0092_14_AbuTartur.jpg|Abb. 14: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0094_13_AbuTartur.jpg|Abb. 15: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0187_26_AbuTartur.jpg|Abb. 16: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0189_22_AbuTartur.jpg|Abb. 17: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0191_18_AbuTartur.jpg|Abb. 18: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0193_20_AbuTartur.jpg|Abb. 19: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0195_21_AbuTartur.jpg|Abb. 20: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0197_10_AbuTartur_Renate.jpg|Abb. 21: Blattspitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0199_23_AbuTartur.jpg|Abb. 22: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0201_15_AbuTartur.jpg|Abb. 23: Blattspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0203_16_AbuTartur.jpg|Abb. 24: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0205_1_19_AbuTartur.jpg|Abb. 25: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0206_17_AbuTartur.jpg|Abb. 26: Blattspitzen mix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0112_XXVI_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 27: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0149_Q_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 28: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0171_O_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 29: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0073_UU_AbuTartur.jpg|Abb. 30: Große plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0075_NN_AbuTartur.jpg|Abb. 31: Werkzeuge, Fundplatz 1072&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0077_QQ_AbuTartur.jpg|Abb. 32: Plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0079_HH_AbuTartur.jpg|Abb. 33: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0081_1_JJ_AbuTartur.jpg|Abb. 34: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0082_TT_AbuTartur.jpg|Abb. 35: Klingen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0084_KK_AbuTartur.jpg|Abb. 36: Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0086_OO_AbuTartur.jpg|Abb. 37: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0088_PP_AbuTartur.jpg|Abb. 38: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0090_RR_AbuTartur.jpg|Abb. 39: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0096_G_AbuTartur.jpg|Abb. 40: Sicheln und Sicheleinsätze, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0098_XXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 41: Klingen, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0100_ZZ_AbuTartur.jpg|Abb. 42: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0102_YY_AbuTartur.jpg|Abb. 43: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0104_XXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 44: Flächig bearbeitete Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0106_XXV_AbuTartur.jpg|Abb. 45: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0108_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 46: Klingen und Lamellen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0110_XXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 47: Verschiedene Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0114_XXII_AbuTartur.jpg|Abb. 48: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0116_XXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 49: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0118_XXI_AbuTartur.jpg|Abb. 50: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0120_XXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 51: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0122_XLIII_AbuTartur.jpg|Abb. 52: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0124_roem_L_AbuTartur.jpg|Abb. 53: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0126_XLVI_AbuTartur.jpg|Abb. 54: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0011/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0128_XLV_AbuTartur.jpg|Abb. 55: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0130_XLIV_AbuTartur.jpg|Abb. 56: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0132_LV_AbuTartur.jpg|Abb. 57: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0134_XLVII_AbuTartur.jpg|Abb. 58: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1046/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0136_XLVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 59: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0138_XLIX_AbuTartur.jpg|Abb. 60: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0140_1_LIV_AbuTartur.jpg|Abb. 61: Paläolithische Werkzeuge auf neolithischen Fundplätzen und Aterienspitzen (gekauft)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0141_LII_AbuTartur.jpg|Abb. 62: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0014/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0143_LI_AbuTartur.jpg|Abb. 63: Verschiedene Artefakte und Perlen, Fundplatz 1002/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0145_F_AbuTartur.jpg|Abb. 64: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0147_LIII_AbuTartur.jpg|Abb. 65: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1045/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0151_A_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 66: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0157_C_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 67: Bohrer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0159_SS_AbuTartur.jpg|Abb. 68: Klingen und Lamellen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0163_XXX_AbuTartur.jpg|Abb. 69: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0165_J_AbuTartur.jpg|Abb. 70: Große Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0173_K_AbuTartur.jpg|Abb. 71: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0175_VV_AbuTartur.jpg|Abb. 72: Messer und Spitzen, Fundplatz 1017/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0177_WW_AbuTartur.jpg|Abb. 73: Messer und Spitzen, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0183_M_AbuTartur.jpg|Abb. 74: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0208_III_AbuTartur.jpg|Abb. 75: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1035/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0210_XI_AbuTartur.jpg|Abb. 76: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0213_X_AbuTartur.jpg|Abb. 77: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0215_VII_AbuTartur.jpg|Abb. 78: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0217_VI_AbuTartur.jpg|Abb. 79: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1052/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0219_IV_AbuTartur.jpg|Abb. 80: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0009/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0221_V_AbuTartur.jpg|Abb. 81: Verschieden Artefakte, Perlen und Keramik, Fundplatz 0008/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0223_XVI_AbuTartur.jpg|Abb. 82: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0225_VIII_AbuTartur.jpg|Abb. 83: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0227_IX_AbuTartur.jpg|Abb. 84: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0229_XVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 85: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0231_roem_I_AbuTartur.jpg|Abb. 86: Paläolithische Artefakte auf neolithischen Fundplätzen (z.T. Wiederverwendung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0233_roem_II_AbuTartur.jpg|Abb. 87: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0010/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0236_XLII_AbuTartur.jpg|Abb. 88: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0238_XXXI_AbuTartur.jpg|Abb. 89: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0240_XXXII_AbuTartur.jpg|Abb. 90: Bohrer und Pfrieme, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0242_XXXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 91: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0244_XXXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 92: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0246_XXXV_AbuTartur.jpg|Abb. 93: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0248_XXXVI_AbuTartur.jpg|Abb. 94: Bohrer, Klingen und andere Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0250_XXXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 95: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1072/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0252_XXXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 96: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0254_XXXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 97: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0256_XL_AbuTartur.jpg|Abb. 98: Lamellen, kleine Klingen und Mikrolithen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0258_XLI_AbuTartur.jpg|Abb. 99: Retuschierte Thermoscherben, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0260_LVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 100: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0262_XVII_AbuTartur.jpg|Abb. 101: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1016/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0264_H_AbuTartur.jpg|Abb. 102: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0266_XII_AbuTartur.jpg|Abb. 103: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0268_XV_AbuTartur.jpg|Abb. 104: Sichelmesser und &amp;quot;Ackerbau Geräte&amp;quot;, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0270_XIX_AbuTartur.jpg|Abb. 105: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1019/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0272_XIV_AbuTartur.jpg|Abb. 106: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0275_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 107: Verschiedene Artefakte, Fundplätze auf dem Plateau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0277_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 108: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0279_LX_AbuTartur.jpg|Abb. 109: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1039/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0281_XIII_AbuTartur.jpg|Abb. 110: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0284_LIX_AbuTartur.jpg|Abb. 111: Klingen, Kerbklingen und Windkanter, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0286_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 112: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1022/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0322_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 113: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0323_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 114: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0335_besondereWerkzeuge_AbuTartur.jpg|Abb. 115: Große Werkzeuge, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0336_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 116: Reib- und Malsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0337_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 117: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0339_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 118: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0343_Reibstein_AbuTartur.jpg|Abb. 119: Reibsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0340_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 120: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0356_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 121: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0357_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 122: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0358_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 123: Paletten, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0359_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 124: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0360_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 125: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0364_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 126: Reibschale mit Reibstein, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0348_AbuTartur.jpg|Abb. 127: Kerne, Klopfsteine und Spielsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0349_Keulenköpfe_AbuTartur.jpg|Abb. 128: Keulenköpfe, AbuTartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0350_AbuTartur.jpg|Abb. 129: Verschiedene Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0351_AbuTartur.jpg|Abb. 130: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0352_AbuTartur.jpg|Abb. 131: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0334_plattige_Stücke_AbuTartur.jpg|Abb. 132: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kharga==&lt;br /&gt;
G. Caton – Thomson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G. Caton Thompson beschreibt sechs Fundstellen innerhalb der Khargaregion, auf denen Pfeilspitzen vorkommen.&lt;br /&gt;
Diese sind&lt;br /&gt;
* 1.) K05 Bellaida&lt;br /&gt;
* 2.) K015 Umm ed Dabadib&lt;br /&gt;
* 3.) Ghuata (Qasr El Ghueita )&lt;br /&gt;
* 4.) Gala Hill&lt;br /&gt;
* 5.) Abu Sighwal Pass ( Nagb Umm Sirwal )&lt;br /&gt;
* 6.) Yesba Pass ( Nagb Asyut, Gebel El Yabisa )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) K05 Bellaida'''&lt;br /&gt;
Die Stelle liegt südlich der Gebirgslücke zwischen dem Gebel Teir und dem Gebel Tarif.&lt;br /&gt;
Eine Gesamtwerkzeugmenge von 42 Stücken wurde beobachtet aber nicht weiter bearbeitet und veröffentlicht. Unter den auf Tafel 100 vorgestellten Artefakten befinden sich ein Querschneider F8, eine teilflächig retuschierte Blattspitze, eine D7 - Spitze, eine D19 - Spitze und ein Stück, welches einen Übergang von der rhombischen zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) K015 Umm el Dabadib'''&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt in einer breiten Gasse der Abu Muharig Dünenkette in den Ausläufern des südliche Abbruchs des libyschen Plateaus.&lt;br /&gt;
74 Werkzeuge, darunter auch Pfeilspitzen, wurden gefunden und nicht weiter klassiert. 21 Pfeilspitzen sind auf Tafel 99 dargestellt, sie zeigen H1 - Spitzen und Übergänge von H1 nach H5 sowie Blattspitzen vollflächig und teilflächig retuschiert vom Typ C1 und C3, eine schlanke D12 - Spitze und Dreieckspitzen der Typen A1 und H7. Ein atypisches, flächig retuschiertes Stück ist die Nr. 13, die wie eine verunglückte Mischung aus C3 und D6 anmutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) Ghuata ( Qasr El Ghueita )''' &lt;br /&gt;
Der ptolemäische Tempel von Ghuata liegt rund 20 km südlich von Kharga, östlich davon schließt sich eine deflationsgeglättete Depression an.&lt;br /&gt;
Ghuata produzierte 61 Werkzeuge, davon sieben Pfeilspitzen. Gezeichnet sind auf Tafel 95 fünf Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte C3 - Spitzen, eine mit auf beiden Seiten flachen Randretuschen versehene C1 - Spitze, eine asymmetrische H5 - Spitze und eine H - Spitze mit einseitig angedeutetem Stiel, die als abgebrochene Ounanspitze beschrieben ist. Die übrigen auf den Tafeln 94 und 95 gezeigten Stücke weisen epipaläolithische Merkmale auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) Gala hill'''&lt;br /&gt;
22 km südlich von Ghuata liegt innerhalb der Depression ein 124 m hoher Sandsteinhügel mit dem Namen Gala hill. Auf diesem Platz wurden 45 Werkzeuge, davon 13 Pfeilspitzen, gefunden, welche sich unterteilen in 12 Querschneider und eine Ounanspitze. Die restlichen Artefakte sind Klingen, Lamellen, geometrische Mikrolithen sowie weitere epipaläolithische Implemente. Das Inventar erinnert an die Abu Tartur Fundstelle 0002/84.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) Abu Sighwal Pass'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle liegt auf dem östlichen Kalksteinplateau nordöstlich des Gebel Umm El Ghanayin in mit terra rossa gefüllten kleinen Senken, ähnlich wie es sich auf dem Abu Tartur Plateau darstellt.&lt;br /&gt;
Die Fundstreuung ergab 67 Werkzeuge davon lediglich zwei Bewehrungen, nämlich Ounanspitzen wie eine auf der Tafel 98 unter Nr. 3 abgebildet ist. Die Tafel zeigt ebenfalls eine Blattspitze unter 2/98, diese wird aber im Inventar nicht aufgeführt. Die übrigen Werkzeuge bestehen hauptsächlich aus Klingen ( 17 Stück ), Lamellen ( 19 Stück ) und geometrischen Mikrolithen wie Dreiecken und einem Segment. Das Ganze mutet epipaläolithisch an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) Yesba Pass'''&lt;br /&gt;
Dieser Pass bildet den nördlichen Zugang zu den Kharga Oasen und ist über 50 km von Kharga Zentrum entfernt. Auch hier liegen Artefaktenkonzentrationen in kleinen, flachen, terra rossa gefüllten Senken.&lt;br /&gt;
Yesba gab 148 Werkzeuge her, davon 66 Pfeilspitzen. Die übrigen Artefakte sind typische epipaläolithische Stücke mit 64 gestumpften Lamellen, Segmenten und Dreiecken. Kerbklingen sowie Quarzartefakte in Form von Kratzern oder meißelartigen Kernen sind ebenfalls vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen sind wie folgt unterteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;auto&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Pfeilspitzetyp'''||'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Querschneider||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ounanspitzen||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lamellenartige Rhombische||25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rhombische||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Atypische||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blattspitzen||26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stielspitzen inkl. I||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|'''Total'''||'''66'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Ounanspitzen kann auch das Exemplar Nr. 16 Tafel 97 gerechnet werden. Die Lamellenartigen entsprechen den Typen H1 ( 15/97 ), H5 ( 9/97 ) und Übergängen von H1 nach H5 ( 13/97 ).&lt;br /&gt;
Rhombische Exemplare sind zwei vorhanden, nämlich die Nr. 21 und Nr. 22 der Tafel 97.&lt;br /&gt;
Die atypische Spitze 8/97, die bis auf den linken Rand auf ihrem Umfang kantenretuschiert erscheint, fällt in die Gruppe H19.&lt;br /&gt;
Nr. 20/97 kann unter I 4 eingeordnet werden. Die Blattspitzen entsprechen den Typen C1 und C3 und das Exemplar 26/97 weist schon nach C6. Die dargestellten Stielspitzen können dem Typ D7 zugeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den Fundstellen Abu Sighwal und Yesba wurden auf dem Plateau noch 34 Werkzeuge am Gebel Umm El Ghenneiem und 36 Stücke bei Agaba Matana gefunden. Sie bringen keine weiteren Typen und sind auch nicht weiter aufgeschlüsselt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einordnung der beschriebenen und / oder gezeichneten Pfeilspitzen des „ Bedouin &lt;br /&gt;
Microlithic „ von Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''K015'''&lt;br /&gt;
|'''K05'''&lt;br /&gt;
|'''Ghuata'''&lt;br /&gt;
|'''Gala'''&lt;br /&gt;
|'''Sighwal'''&lt;br /&gt;
|'''Yesba'''&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Werkzeuge'''&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|61&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|67&lt;br /&gt;
|148&lt;br /&gt;
|437&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Davon Pfeilspitzen'''&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|117 &lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|19&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|E&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|F&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|G&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|H&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|50&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den rund 500 aufgefundenen Werkzeugen sind 437 dokumentiert. Von letzteren sind 115 oder 26,6 % Pfeilspitzen. ( Da die Familie I nicht mitgerechnet wird reduziert sich die Zahl auf 113 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 1'''&lt;br /&gt;
* = A + B + E&lt;br /&gt;
* = 2 + 0 + 3&lt;br /&gt;
* = 5 oder 4,42 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 2''' &lt;br /&gt;
*= C&lt;br /&gt;
*= 31 oder 27,43 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 3'''&lt;br /&gt;
*= D&lt;br /&gt;
*= 11 oder 9,74 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 4''' &lt;br /&gt;
*= F + G + H&lt;br /&gt;
*= 16 + 0 + 50   &lt;br /&gt;
*= 66 oder 58, 41 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den weiter oben behandelten Pfeilspitzen wurden elf große, ausgekehlte Dreieckspitzen gefunden. Wie Tafel III zeigt, handelt es sich unter anderem um ein durchschnittliches Exemplar mit 41 mm Länge und um ein weiteres von 63 mm Länge und einer Kehle von 28 mm Tiefe. Von den elf Exemplaren, 7 wurden in  K0 15 gefunden, 4 stammen von K0 5, weisen 6 eckige Schwingen auf, die übrigen dürften gerundet sein. Schwingen vom Typ A 25 mit nach innen gebogenen, spitzen Schwingenenden wurden von G. Caton Thompson nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''D.L. Holmes'''&lt;br /&gt;
Wie D.L. Holmes in ihrer „ Analysis and comparison of some prehistoric projectile points from Egypt „ schreibt, entdeckte sie im Dezember 1983 in der Umgebung von Kharga 45 Pfeilspitzen verschiedenster Typen, wie sie auch schon von G. Caton - Thompson beschrieben worden sind und von dieser als „ bedouin microlithic „ klassiert wurden. Der Anteil der Pfeilspitzen am Gesamtvolumen der Werkzeuge beträgt 12 %. Zwei Bruchstücke konnten nicht eingeordnet werden. Die Funde stammen von acht verschiedenen Stellen und obwohl das Gebiet mit Umm - el - Dabadib angegeben ist, zählen dazu auch die nordöstlich von Kharga gelegenen Quellhügel K0 8 und K0 6. Der in der Nähe von Umm - el - Dabadib gelegene Fundplatz K0 15 wird nicht erwähnt. Die Entfernung zwischen K0 6 und K015 beträgt rund 40 km. Der Fundplatz K0 10, der ebenfalls zu den acht Stellen gehört, an denen Pfeilspitzen gesammelt wurden, wird von G. Caton - Thompson dem oberen Acheul zugerechnet. Wahrscheinlich ist es hier zu Verwechslungen der Bezeichnungen gekommen. Für die Analyse der Funde und für Vergleiche mit Sammlungen aus dem gleichen Gebiet werden die beiden Fragmente ausgeklammert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 4,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||15||34,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||16||37,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||10||23,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''43'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weitere Fundbeobachtungen in den Kharga - Oasen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Wendorf und R. Schild, die 1980 in den Kharga - Oasen gearbeitet haben, erwähnen keine Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Simmon und Mandel dagegen sprechen in ihrem Bericht von 1986 von einigen unregelmäßigen Pfeilspitzen, sowie von Blatt - und Stielspitzen, die Menge dürfte bei 12 - 15 Stücken liegen.&lt;br /&gt;
Die umfangreichste Sammlung aus dem Gebiet von Umm - el - Dabadib und Kharga dürfte von R. Ulbrich und G. Ulbrich stammen. Sie enthält 615 Pfeilspitzen, die sich wie folgt verteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 43|| 6,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||184||29,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||283||46,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||105||17,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''615'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgebildet und beschrieben sind sie in diesem Bericht auf den Tafeln Ä - U1, Ä - U2, &lt;br /&gt;
Ä - U3 und teilweise auf weiteren Tafeln der Bezeichnung Ä unter den Kürzeln K, D und Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schreiber des Berichts hatte die Gelegenheit einen Teil des oben genannten Gebiets zu begehen, hier der Fundbericht :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundgebiet Nr. 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koordinaten : ( Mittelwerte ) L = 30°25’, B = 25°28’&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geographie : Rund 10 km nördlich von Kharga erhebt sich der Gebel el Teir, westlich davon liegt mit 451 m die höchste Erhebung der Gegend, der Gebel Tarif und seine nördliche Fortsetzung, der Gebel el Sheikh. 15 km weiter nach Norden schiebt sich das libysche &lt;br /&gt;
Kalksteinplateau in die Kharga - Senke. An seinen Flanken liegen im Nordosten des Fundgebietes die trocken gefallene Oase Ain - el - Labakha und im Nordwesten das Fort Ain - el - Wan ( rund 5 km südlich von Umm - el - Dabadib ). Die weiteren approximativen Begrenzungen des Fundgebietes sind im Osten die Linie Ain - el - Labakha – Gebel el Teir, im Westen der Schnittpunkt der Linien Ain - el - Wan südwärts und Gebel el Teir westwärts. Die Landschaft ist geprägt durch die Dünenketten des Abu Muharig mit Sicheldünen bis zu 50 m Höhe. Die äolische Überformung ist extrem weit fortgeschritten, dennoch haben sich auch Playagebiete, teilweise mit Yardangs durchsetzt, halten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausdehnung : N – S = 17,5 km, W – O = 10 km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschreibung des Fundplatzes : Die meisten Fundstellen sind an Restplayas gebunden aber auch auf Sandsteinuntergrund kommen sekundäre Konzentrationen vor. &lt;br /&gt;
In situ Plätze und Herdstellen sind nicht beobachtet worden, mit Ausnahme einiger in Yardangs in Kopfhöhe eingeschlossener Artefakte ist das Fundmaterial ausnahmslos bewegt worden. K0 15, ein „ bedouin microlithic „ Fundplatz G. Caton - Thompsons südlich von   Ain - el - Wan ist lediglich begangen worden und in seiner vorgefundenen Situation belassen worden, das gleiche gilt für K0 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar : 360 Steinartefakte, davon 10 nicht modifizierte, sind aufgesammelt worden. Die 350 Werkzeuge gliedern sich wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer|| 23|| 6,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||54||15,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||7||2,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rückengestumpfte Lamellen||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||38||10,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Endretuschen||4||1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Geometrische Microlithen||5||1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Microburin Technik||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Andere||213||60,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''350'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe „ Andere „ setzt sich zusammen aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ounanspitzen|| 8|| 2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierten Stücken||67||19,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Side - blow - flakes||8||2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Pfeilspitzen||80||22,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Zweiflächnern||26||7,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstigen||24||6,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''213'''|| '''60,85'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert man die Pfeilspitzen inklusive der Ounan - Spitzen nach Hugot, so wird folgendes Ergebnis sichtbar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''87'''|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen vom Typ I, mit einem Exemplar vertreten, werden nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
Im Vergleich mit den Analysen der Pfeilspitzen der Abu Tartur Fundplätze 1024/82, 1023/82 und 1017/82 fällt auf, dass das Indiz III des Fundgebietes 1026/82 um rund 20 % bis 30 % höher liegt, ansonsten sind Ähnlichkeiten trotz des unwissenschaftlichen Absammelns durchaus zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten im Gebiet 1026/82 sind nicht weiter vertieft worden und zwar aus zwei Gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Die Fundplätze sind durch Deflation stark gestört und definierbare Kulturschichten sind nicht gefunden worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Die Entfernung von der Basis Abu Tartur war zu groß und für eine Einzelperson war das schwierige Gelände zu risikoreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der größenordnungsmäßig unterschiedlichen, von verschiedenen Personen in einer recht großen Zeitspanne gesammelten Pfeilspitzen des „ bedouin microlithic „ ergibt ein interessantes Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''G. Caton-Thompson*'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''D. L. Holmes**'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''R. und G. Ulbrich'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1026/82***'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 4,42|| 2|| 4,65|| 43|| 6,99|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||31||27,43||15||34,88||184||29,92||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||11||9,74||16||37,21||283||46,02||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||66||58,41||10||23,26||105||17,07||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Total|| 113|| 100,00|| 43|| 100,00|| 615|| 100,00|| 87|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die elf großen, ausgekehlten Dreieckspitzen von K0 5 und K0 15 werden, da von Caton - Thompson eher dem „ peasant neolithic „ zugerechnet, später behandelt.&lt;br /&gt;
* ** Ohne Bruchstücke.&lt;br /&gt;
* *** Eine Pfeilspitze der Familie I ist unberücksichtigt geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine klare Übereinstimmung der Sammlungen Holmes, Ulbrich und 1026 ist nicht von der Hand zu weisen. Gemeinsam ist allen ein geringer Wert des Indiz I, der zwischen rund 5 % und 7 % liegt. Ein Drittel der Spitzen gehört zum Indiz II. Die stärkste Gruppe bilden die gestielten Pfeilspitzen mit rund 35 % bis 46 % und die Gruppe der nicht flächig bearbeiteten Stücke liegt bei rund 17 % bis 25 %. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ins Bild passen die entsprechenden Zahlen von G. Caton - Thompson. Ihr Fundgebiet erstreckte sich weiter nach Süden und zu den Pässen im Norden, der epipaläolithische Anteil der hier angetroffenen Fundstellen ist höher. G. Caton - Thompson klassiert außerdem die Fundstellen K0 5 und K0 15 als gemischt aus „ bedouin microlithic „ und „ peasant    neolithic „.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den in Abu Tartur gewonnenen Kenntnissen stellen die Oberflächenfunde in dem hier behandelten Raum ein Artefaktengemenge aus den verschiedensten Epochen und Kulturen dar. Dieses wird verständlich durch die Tatsache, dass der Boden in der Khargasenke im Mittel jährlich um 2 mm abgesenkt wird. Bis auf wenige Ausnahmen, K0 15 ist teilweise eine solche, ist von den ursprünglichen Lagerplätzen nichts übrig geblieben. Die Herde sind weggeblasen worden, die Keramik zu Staub zerrieben und die Steinartefakte nach Korngröße gesichtet worden. Das Material ist dermaßen durcheinander gewirbelt, dass es schon wieder homogen erscheint, wie der typologische Vergleich der verschiedenen Sammlungen suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine in Abu Tartur angefertigte Langzeitstudie über die Auswirkung des Windschubes auf prähistorische Artefakte belegt mit eindeutigen Zahlen sowohl Verschiebung als auch Sichtung (bislang unveröffentlicht, aktuell in dieser Internetpräsenz, siehe: Windschubmessung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Tartur==   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zur El Ghorab Straße zwischen Kharga und Dakhla verläuft die Bruchkante des libyschen Plateaus in westöstlicher Richtung, lediglich die Felsmasse von Abu Tartur schiebt sich nach Süden in die Sandsteinebene vor. Die Bruchkante ist hier, bedingt durch die harten Kurkurschichten mit 550 m höher als die übrigen, bei rund 450 m – 500 m liegenden Partien. Begrenzt wird der Vater der Zipfelmütze, so die Bedeutung von Abu Tartur, im Süden und Osten durch eine mit Zeugenbergen durchsetzte, sandige Ebene der Nubiaschichten, im Westen durch den Wadi Batikh, den Wassermelonen - Fluss und im Norden durch den Wadi Ain Amur. Die mittleren Koordinaten sind 29°30’ – 30°10’ Ost und 25°20’ – 25°40’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird unter Abu Tartur vor allem die ungefähr 50 km westlich von Kharga gelegene Phosphatgrube im südöstlichen Bereich des Massivs verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier war der Verfasser, abgesehen von einer früheren, kurzen Intervention im Jahr 1978, von 1982 bis 1987 als Bergingenieur im Auftrag der Societé Francaise d´ Etudes Minieres ( Sofrémines ) tätig. Außerdem ermöglichte die deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen eines Sonderforschungsprogramms eine sechswöchige Visite mit Archäologen des Heinrich Barth - Instituts für Ur - und Frühgeschichte der Universität zu Köln im Herbst 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Freizeit während des Aufenthalts in Ägypten in den Jahren 1982 – 87 wurden im Umkreis von rund 30 km 146 Fundstellen entdeckt, davon 25 größere mit 100 bis 2500 Werkzeugen. Eine detaillierter Bericht liegt vor, eine Kopie befindet sich im Kölner Institut. Eine Veröffentlichung, auch auszugsweise, wurde nicht vorgenommen. Wohl aber wurden Informationen und erkannte Zusammenhänge für Veröffentlichungen unter anderem Namen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besiedlungsdauer in Abu Tartur reicht vom Epipaläolithikum bis zum ausgehenden Neolithikum falls die wenigen paläolithischen Einzelfunde wie z.B. Aterienspitzen unberücksichtigt bleiben. Das Inventar stammt von der Oberfläche, auf Grabungen ist verzichtet worden, selbst wenn die Überdeckung aus geringmächtigen Lockersedimenten bestand. Spuren späterer Aktivitäten aus historischen Zeiten ist nicht nachgegangen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon im Fundstellenbericht Abu Tartur dargestellt, sind in situ - Plätze in der Sahara äußerst selten. Das Vorhandensein von überdeckenden Ablagerungen stellt keine Garantie für ungestörte Kulturschichten dar. Häufig handelt es sich dabei um umgelagerte äolische Sedimente oder durch Wadis transportiertes Material. In diesen Situationen können sich Artefakte der verschiedensten Zeitalter vom langschmalen Dreieck bis zur schlanken, beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze im gleichen ergrabenen Horizont finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einigen der bedeutenderen Fundstellen fehlt die schützende Decke und das heterogene Fundmaterial ist auf die heutige Oberfläche projiziert worden. Zum Glück gibt es aber auch kleinere Konzentrationen, die unvermischt gerade aus ihrer originalen Situation auswittern und die es erlauben das Artefaktengemisch zu entwirren.&lt;br /&gt;
Kleine Fundstellen sind vielfach homogen in Bezug auf die Verwendung von Rohmaterial, die Bearbeitungstechnik und das Typenvorkommen.&lt;br /&gt;
Die Typenvielfalt der Abu Tartur Fundstellen spiegelt sich im Reichtum der Pfeilspitzenformen, wie die Auswertung des Materials einiger der größeren Konzentrationen zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der Pfeilspitzen - Formen &lt;br /&gt;
Fundplatz 1023/82 : 2462 Werkzeuge davon 44,76 % Pfeilspitzen. Von den 1546 unter Varia ( Tixier 112 ) klassierten Artefakten waren 1071 Pfeilspitzen, dazu kommen 32 Ounanspitzen ( Tixier 107 ), so dass eine Gesamtmenge von 1103 Bewehrungen entsteht. Alter nicht gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anzahl&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|%&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz I&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|A + B + E&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|21 + 6 + 6&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|3,02&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz II&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|575&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|52,61&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz III&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|203&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|18,57&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz IV&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|F + G + H&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|0 + 5 + 277&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|282&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|25,8&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''1093'''&lt;br /&gt;
|'''='''&lt;br /&gt;
|'''100'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zehn Stücke der Familie I werden nicht berücksichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1005/83 : 897 Werkzeuge davon 43,03 % Pfeilspitzen. Von den 546 unter Varia klassierten Artefakten waren 376 Pfeilspitzen dazu gesellen sich noch zehn Ounanspitzen, so dass sich eine Gesamtmenge von 386 Bewehrungen ergibt. Alter 6420 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 19|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||223||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||73||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||59||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''374'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie I ist mit 12 Stücken vertreten und wird in der Auswertung nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1024/82 : 459 Werkzeuge davon 37,47 % Pfeilspitzen. Von den 322 unter Varia klassierten Werkzeugen waren 169 Pfeilspitzen. Zusammen mit den drei Ounanspitzen wird eine Anzahl von 172 Stücken erreicht. Alter 6620 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 9|| 5,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||123||72,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||20||11,83&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||17||10,06&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''169'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Pfeilspitzen der Familie I sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 : 729 Werkzeuge davon 24,42 % Pfeilspitzen. Von den 186 unter Varia klassierten Artefakten waren 125 Pfeilspitzen, hinzu kommen die unter Tixier 107 eingeordneten 53 Ounanspitzen des Fundplatzes, welche allgemein als Bewehrungen gewertet werden. Die Summe aller Pfeilspitzen beträgt demnach 178. Alter 7145 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 6|| 3,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||86||48,59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||14||7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||71||40,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''177'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Stück gehört in die Familie I und wird hier nicht gewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1004/83 : 628 Werkzeuge davon 21,66 % Pfeilspitzen. Von den 139 unter Varia klassierten Artefakten waren 113 Pfeilspitzen, mit den 23 Ounanspitzen des Fundplatzes ergibt sich eine Gesamtmenge von 136 Stücken. Alter 7590 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 1,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||24||17,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||6||4,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||103||76,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''135'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Pfeilspitze der Familie I wird nicht mitgezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 0002/84 : 402 Werkzeuge davon 47,51 % Bewehrungen. Die 191 Bewehrungen lassen sich zum größten Teil auf die Tixier Nummern 87 und 92 zurückführen, hinzu kommen weitere Querschneidertypen sowie Pfeilspitzen der Typen H 10 ( Dreieck ), H 1 ( Blatt ), H 5 ( Stiel ) sowie Ounanspitzen ( H 12 ) und Ounan - Harif - Spitzen ( H 14 ). Alter 9120 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 0|| 0,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||3||1,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||1||0,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||187||97,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''191'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Blattspitzen der Familie C scheinen auf den ersten Blick nicht in den Kontext zu passen, obwohl sie in ihrer Größe und der Art der Flächenretuschierung von Blattspitzen anderer Abu Tartur Fundstellen abweichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Stielspitze der Familie D ist einseitig flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, sie gleicht vom Material und der Technik her der Hybridspitze  ( Tafel Ä 35/14 ), die ebenfalls flache Randretuschen zeigt. Beide Stücke sowie auch die leicht rhombische H 14 Spitze ( Tafel Ä 35/13 ) mit Kantenretuschen an den proximalen Begrenzungslinien können zum kulturellen Inventar gehören. Damit wäre die D – Spitze ein sehr frühes Beispiel einer flächenretuschierten, gestielten Pfeilspitze ( Ä 12/6 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben 0002/84 ist auch der Fundplatz 1072/86 wegen seines homogenen Aspekts hoch interessant. Die auf 7670 +- 50 und 7645 +- 35 BP datierte Fundstelle erscheint weitestgehend unvermischt und wittert in schmalen Windkanälen oder auch Regenrinnen aus, so dass immer wieder in zeitlichen Abständen frische Artefakte gefunden werden können. Durch diese Tatsache erklärt sich das Zustandekommen der Sammlung 1072/02, die von Heiko Riemer durchgeführt wurde und welche neben 17 gestielten Spitzen, 8 Kerbresten und 5 weiteren retuschierten Werkzeugen auch 23 unmodifizierte Klingen und 49 Abschläge, letztere meistens Abfallstücke der Werkzeugproduktion, aufweist. Die erste Sammlung stammt von 1986, dem Jahr der Entdeckung der Fundstelle. Die Zusammenstellung der retuschierten Artefakte umfasst 125 Stücke und sieht wie folgt aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Nr. Tixier'''&lt;br /&gt;
|'''Werkzeug'''&lt;br /&gt;
|'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|'''%'''&lt;br /&gt;
|'''% der Gruppen'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|Einfacher Kratzer auf Abschlag&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|Kreisförmiger Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|Vorspringender Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|7,1&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|Gekerbter Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Kratzer auf gestumpfter Klinge&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|Doppelend - Bohrer&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|II&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|Stichel&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|III&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|IV&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|55&lt;br /&gt;
|Gebogene Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|Bruchstück rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|8,8&lt;br /&gt;
|VI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|Ouchtata Lamelle&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|Gekerbter Abschlag&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|Gezähnter Abschlag&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|76&lt;br /&gt;
|Kerbklinge oder Kerblamelle&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|VII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|Gezähnte Klinge oder gezähnte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8 &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|80&lt;br /&gt;
|Endretusche&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|VIII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|105&lt;br /&gt;
|Durchgehende Retusche&lt;br /&gt;
|47&lt;br /&gt;
|37,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|Ounanspitze&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|72&lt;br /&gt;
|XI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|Verschiedene&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|18,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Total&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|125&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die erste Sammlung 16 % an Ounanspitzen und den damit verwandten Artefakten aufweist, steigt der Anteil beim Gesamtinventar ( 1072/86 plus 1072/02 ) auf 21 %.&lt;br /&gt;
Die Ounanspitze ist ursprünglich ein Werkzeug aus dem Epipaläolithikum, wo sie möglicherweise als Bohrer benutzt wurde. Benannt ist sie nach dem Fundort Bir Ounan im südlichen Taoudeni in der Republik Mali. Vorneolithische Vorkommen sind unter anderen Ain Fritissa im südlichen Marokko, Oued Diffel, Bou Nouara und Dakhlat es - Saadane in Algerien und Ténéré im Norden Nigers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Stücke aus der Ostsahara fallen in die Zeit um 7850 BP – 7600 BP ( El Jarar Early Neolithic, Wendorf et al. 2001 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Abu Tartur Fundstelle 1072/86 gehört in diesen Zeitraum. Außer den von Tixier definierten Ounanspitzen finden sich hier in den gleichen Schichten Pfeilspitzen, die eine Bruchfläche am Stielende aufweisen und solche, bei denen Schlagfläche und Bulbus erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit sind Herkunft und frühes Auftreten dieser Stielspitzen, einmal der „ Abu Tartur Spitze „ und zum anderen der kantenretuschierten Spitze mit modifiziertem Stiel, geklärt. Die Bearbeitung des Stiels dieser nach Hugot als „ H5 „ oder nach Caton - Thompson als „ Ounanien „ zu bezeichnenden Pfeilspitze kann Teile oder die Gesamtheit des Stiels betreffen, es werden sowohl steile als auch flache Retuschen beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiele seien genannt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ounanspitze  -  1072  Tafel Ä 33 Nr. 2&lt;br /&gt;
* Abu Tartur Spitze  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 2&lt;br /&gt;
* H5 - Spitze nach Hugot  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die meisten Artefakte der Fundstelle 1072/86 sind auch diese drei Exemplare aus karamellfarbenem Hornstein hergestellt.&lt;br /&gt;
Ohne die Sammlung Ulbrich enthält das lithische Gesamtinventar Abu Tarturs 14375 Werkzeuge davon 3173 Pfeilspitzen und Pfeilschneiden, Ounanspitzen nicht inbegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reibschalen, Läufersteine und Hammersteine sind in dieser Auflistung nicht berücksichtigt. Der prozentuale Anteil der Pfeilspitzen für die Gesamtheit der Abu Tartur Fundstellen beträgt 21,06 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Geschossbewehrungen der Sammlung Ulbrich und anderer stehen für eine Auswertung insgesamt 4000 Stücke zur Verfügung, rund 1000 dieser Pfeilspitzen sind durch Zeichnungen im Maßstab 1 : 1 und Kurzbeschreibungen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Fayum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Gertrude Caton-Thompson und Elinor Gardner entdeckten und bearbeiteten Fundstellen liegen am Nordufer des Birket el Qarun, einem Restsee in der Fayum-Depression. Die Seeoberfläche liegt heute 45m unter dem Meeresniveau. Durch die Hochwasser des Nils und durch erhöhte Regenfälle während der holozänen Feuchtperioden hat der See häufiger seine Größe und seine Uferzonen verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den drei Grabungsperioden 1924/25, 1925/26 und 1926/24 bearbeiteten sie zum einen das Fayum B, eine Kultur, die auf mikrolithischen Werkzeugen und der Technik der Kantenretuschierung basierte und die keinerlei Keramik aufwies, zum anderen das Fayum A, welches sämtliche Attribute eines entwickelten Neolithikums aufwies als da sind Ackerbau und Viehzucht, Keramik und flächenretuschierte Steinwerkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist, dass die beiden so unterschiedlichen Kulturen große, flächenretuschierte, ausgekehlte Pfeilspitzen ähnlicher Art hervorgebracht haben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Fayum Kulturen wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 3910 +- 115 BC, 3860 +- 100 BC und 3210 +- 100 BC angegeben, wobei das älteste Datum dem höchsten Seestand entspricht und das jüngste Datum der heutigen Uferlinie zugeordnet ist.&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Pfeilspitzen-Vorkommen behandelt wie sie in G. Caton-Thompson „The Desert Fayum“ von 1934 dargestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fayum Fundplätze und ihre Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Nr.Werkzeuge'''|| '''Nr.Pfeilspitzen'''|| '''%'''|| '''A1'''|| '''A17'''|| '''A 2'''|| '''C'''|| '''D'''|| '''E'''|| '''I'''|| '''H'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||'''A18'''||'''A25-A28'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||||'''A13'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site K|| 43|| 14|| 32,6|| 5|| -|| -|| 9|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| L Basin Sites|| 121|| 38|| 31,4|| 8|| -|| 7|| 17|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area L-X|| 116|| 29|| 25,0|| 6|| -|| -|| 18|| 5|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site X|| 113|| 24|| 21,2|| 5|| 1|| 7|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area X-V, X-W|| 39|| 10|| 25,6|| -|| -|| 1|| 1|| 8|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site V|| 213|| 105|| 49,3|| 1|| 4|| 25|| 23|| 52|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas cii-w, cii-v,v-w|| 90|| 25|| 27,8|| 6|| -|| 14|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camp ii Basin|| 651|| 312|| 47,9|| 12|| -|| 30|| 77|| 192|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Z|| 84|| 20|| 23,8|| -|| 2|| 6|| 12|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Z Basin|| 79|| 60|| 75,9|| 1|| -|| -|| 1|| 53|| 4|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Zi|| 78|| 11|| 14,1|| 6|| -|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Lifeh to Qasr Sagha|| 72|| 23|| 31,9|| -|| 4|| 8|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site R|| 34|| 13|| 38,2|| 1|| -|| 7|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| N Basin sites-S|| 44|| 13|| 29,5|| -|| 1|| 2|| 7|| 3|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site T|| 38|| 9|| 23,7|| -|| 2|| 6|| 1|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas R-T, S-T|| 18|| 3|| 16,7|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area T-O|| 15|| 8|| 53,3|| 1|| -|| 3|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site O|| 10|| 2|| 20,0|| 1|| -|| 1|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site N|| 184|| 24|| 13,0|| -|| 6|| 10|| 2|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West Dimai Basin|| 95|| 35|| 36,8|| 6|| -|| 11|| 9|| 9|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dimai Dyke Area|| 18|| 4|| 22,2|| 2|| -|| 2|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D3 Wadi site M|| 67|| 54|| 80,6|| 5|| -|| 28|| 9|| 12|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Southern Area|| 7|| 1|| 14,3|| 1|| -|| -|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West End Sites|| 100|| 22|| 22,0|| 2|| -|| 10|| 3|| 7|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total (neolithisch und ungewisses Alter'''|| '''2329'''|| '''859'''|| '''36,9'''|| '''69'''|| '''20'''|| '''179'''|| '''228'''|| '''357'''|| '''4'''|| '''2'''|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 1||=|| A+B+E||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||268+0+4||=|| 31,74 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||272||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 2|||| C|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||228||=||26,60 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 3||=|| D|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||357||=||41,66 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 4||=|| F+G+H|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||0||=||0,00 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Stücke fallen in die Familie I, die nicht berücksichtigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häufigkeit der Pfeilspitzen im Gesamtinventar der Fayum Sammlung Caton-Thompsons liegt bei 36,9 % und ist damit wesentlich höher als bei vergleichbaren Fundstellen. Die Bandbreite liegt zwischen 13 % bei Site N und erreicht 80,6 % bei Site M.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zahlen lassen, wie es auch aus den Kommentaren Caton-Thompsons zu den einzelnen Fundstellen hervorgeht, auf ein selektives Absammeln, auf  vorhergehendes Sammeln von Touristen und Plünderern und / oder auf durch Wind und Wasser zusammengetragene Artefaktenkonzentrationen und Sichtung nach Korngrößen schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die typischen, da häufigsten Pfeilspitzenarten in der Caton-Thompson Kollektion sind die Gestielten aus der Familie D. Sie erreichen 41,66 % des Gesamtvolumens und werden gefolgt von A-Spitzen der Gruppen A1, A17, A18, A2, A25 und A26, welche zusammen 31,74 % ergeben. Die Blattspitzen liegen mit 26,60 % auf dem dritten Platz. Pfeilspitzen mit dem Indiz 4, kommen nicht vor bzw. sind nicht in die „neolithische“ Sammlung aufgenommen worden. Selektionen wurden in einigen Fällen vorgenommen z.B. The Z basin levels A.L. 180-160, in anderen nicht z.B. Areas Cii-w, cii-v, v-w and Site V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen gehören zu einen Inventar, welches unter anderen folgende Werkzeuge enthält :&lt;br /&gt;
* Beile, poliert oder retuschiert&lt;br /&gt;
* Beidseitig bearbeitete Messer&lt;br /&gt;
* Sichelblätter&lt;br /&gt;
* Spitzen und Messer, deren Ausgangsmaterial aus gerundeten Flintaggregaten besteht&lt;br /&gt;
* Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
* Hohlbeile&lt;br /&gt;
* Rückengestumpfte Lamellen. Bei einigen Fundstellen werden sie aufgeführt, bei anderen weggelassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzigartig scheint die große Anzahl von stark ausgekehlten Spitzen des Typs A25 zu sein.&lt;br /&gt;
Von den „surface sites“ stammt eine gestielte Großspitze vom Typ D3 (Plate XLII).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der im Fayum gefundenen Pfeilspitzen ist beträchtlich. Neben den frühen Sammlungen von H.W. Seton-Karr und M.C.T. Currell und anderen kommen die vielen für die Archäologie verlorenen Stücke, die in irgendwelchen Schubladen und Vitrinen verstauben.  &lt;br /&gt;
Die Menge der von G. Caton- Thompson beschriebenen Bewehrungen beträgt 859 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nabta Playa und Bir Kiseiba.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen dieser Orte im Süden Ägyptens, westlich des Nils und in der Nähe der sudanesischen Grenze sind eng verbunden mit dem Wirken der „ Combined Prehistoric Expedition „. Diese anfänglich als Rettungsaktion, der durch das steigende Wasser des Assuan Hochdamms gefährdeten prähistorischen Siedlungsplätze, gedachte Aktion ist später weiter nach Osten ausgedehnt worden, um die reichen frühgeschichtlichen Vorkommen von Nabta Playa und Bir Kiseiba zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
Die Expedition war ein Gemeinschaftsunternehmen der Geological Survey of Egypt, der polnischen wissenschaftlichen Akademie Warschau und der Southern Methodist University Dallas.&lt;br /&gt;
Geleitet wurden die archäologischen Arbeiten von Fred Wendorf und Romuald Schild. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen war das frühe Holozän und die damit verbundenen Besiedlungsphasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nabta Playa''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von El Nabta und der weiteren Umgebung werden von Fred Wendorf, Romuald Schild und ihrer Mitarbeiter in zwei Volumen behandelt.&lt;br /&gt;
Erstens in dem 1980 erschienenem Werk „Prehistory of the Eastern Sahara“, New York Academic Press und zweitens in dem 2001 in New York bei Kluwer Academic / Plenum Publishers erschienenem Band „Holocene Settelement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of Nabta Playa“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzentypen sind denen von Bir Kiseiba sehr ähnlich und verteilen sich auf die einzelnen Fundstellen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Prehistory of the Eastern Sahara :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-3''' Alter 8840 +- 90 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen: stemmed points&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 28 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 431 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 6,5 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden neun Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.39 &lt;br /&gt;
* v – Stielspitze vom Typ H5, der Stiel ist auf der Ventralseite bearbeitet.&lt;br /&gt;
* w – breite und grobe H5 - Spitze&lt;br /&gt;
* x – grobe H5-Spitze&lt;br /&gt;
* y-z – rhombische Spitzen vom Typ H2&lt;br /&gt;
* a.a. – Ounanspitze &lt;br /&gt;
* b.b. – Die Spitze weist eine Ähnlichkeit mit dem Typ H3 auf &lt;br /&gt;
* c.c. – H5-Spitze mit querschneidigem distalem Ende, der Stiel ist ventral modifiziert. Das Stück könnte auch unter F14 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.40&lt;br /&gt;
* c – H19, das Stück entspricht in seiner Silhouette dem Typ E5 bei den flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den oben genannten Pfeilspitzen wurden 7 Dreiecke und 18 Trapeze gefunden, die als Bewehrungen hätten dienen können. Vier dieser geometrischen Mikrolithen wurden gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Epipaläolithisch) Alter ca. 8290 +- 80 BP (Eierschale)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan-Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 12 bei einer Werkzeugmenge von 146 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 8,22 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sechs Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.45&lt;br /&gt;
* k-p kleine Ounanspitzen (H12). Die Trapeze und Dreiecke der Fundstelle könnten auch als Bewehrungen genutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-7'''&lt;br /&gt;
* Von dieser mit aller Wahrscheinlichkeit gemischten Fundstelle wurden 448 retuschierte Werkzeuge aufgesammelt, darunter drei Pfeilspitzen, eine Blattspitze vom Typ H10, eine kleine Ounanspitze (H12) und ein Bruchstück einer flächenretuschierten D1-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch)&lt;br /&gt;
* Von den 146 Werkzeugen waren 8,22 % oder 12 Exemplare Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch Pits) Von den 312 Werkzeugen waren lediglich 1,3 % oder 4 Stücke gestielte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-5''' (Neolithisch) Alter 7530 +- 180 Jahre&lt;br /&gt;
* Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 223 Stücke, hauptsächlich retuschierte Stücke und gekerbte bzw. gezähnte Stücke. Bohrer sind ebenfalls häufig. Neben Endretuschen, rückengestumpften Lamellen und Kratzern kommen jeweils ein Trapez, ein Krukowski microburin und ein ausgesplittertes Stück vor. &lt;br /&gt;
Die drei schlanken Stielspitzen unterscheiden sich stark von den Exemplaren der älteren Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (lower layer) Alter : von 7100 BP bis 6700 BP.&lt;br /&gt;
*Von den 395 Werkzeugen sind 10,4 % oder 41 Stücke Pfeilspitzen, die als Nabta points bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei um basisretuschierte Dreieckspitzen, die aber auch steile Randretuschen oder Modifikationen des distalen Endes aufweisen können. Sie werden unter H7 und H8 geführt. Ähnliche Artefakte gehören in Kiseiba und Abu Tartur in das mittlere Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (upper layer)&lt;br /&gt;
* Die Menge der gefundenen Werkzeuge beträgt 136 Stücke, davon sind 1,47 % oder zwei Exemplare querschneidige Pfeilspitzen. Außerdem wurde eine Ounanspitze (H12) mit stark modifiziertem distalem Ende gezeichnet (Fig. 3.103).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1980 veröffentlichen Fundstellenberichte von El Nabta beinhalten 107 Pfeilspitzen. Als gestielt werden 44 Exemplare bezeichnet, 3 sind gestielt und schlank, 12 sind Ounanspitzen und für 41 Stücke wurde der Name „Nabta points“ gewählt. Letztere sind kantenretuschierte Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8. Die übrigen sieben Stücke verteilen sich auf die Gruppen D1, C3, H10, H12 und auf zwei Querschneider der Familie F ohne genauere Bestimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die H10-Spitze Fig. 3.58 m, die als Bewehrung mit spitzbogiger Basis bezeichnet wird. Typologisch identische Formen werden im „Cattle keeper“ als Ounan-Harif-Spitzen angesprochen. (Seite 277, Fig. 12.11.e) und (Seite 303, Fig. 13.3.g.h.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liste der Altersangaben der Fundstellen und der zugehörigen Pfeilspitzentypen&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''in „Prehistory of Eastern Sahara“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8840+-90 BP|| E-77-3|| 28|| gestielt|| H5, H2, H3, H19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||18 Trapeze, 7 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8290+-80 BP|| E-75-6 Epipal.|| 12|| Ounan|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||3 Trapeze, 10 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-7|| 4|| Point with ogival base|| H10, H12, D1, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Ounan point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Bifacial points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 12|| gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 4|| gestielt|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||pits||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7530+-180 BP|| E-77-5 Neolith.|| 3|| schlank, gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||1 Trapez&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7100-6700 BP|| E-75-8 lower|| 41|| Nabta points|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8 upper|| 3|| Querschneider|| F?, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Holocene settlement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of  Nabta Playa”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6 El Nabta und Al Jerar Village'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Feature 1/91, 1/90 und IV/91&lt;br /&gt;
* Alter feature 1 : 7600 BP +- 110&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Cut 1/90 und Feature 2/90&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area B Oberfläche&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 3 Ounanspitzen, 1 atypische Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1''' Al Jerar Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area C'''   Alter : 7536 +- 110 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 4 Ounanspitzen (H12) ?, 3 abrupt kantenretuschierte Blattspitzen (H10) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 3 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.15 a-H1, d-H2, e-H7 ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area D'''   Alter : 7850 +- 70 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Areas 1 und 5'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12, davon 10 Ounanspitzen, eine Blattspitze und eine dreieckige Spitze.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 9 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.28. f-H5, h-H2, o-H2&lt;br /&gt;
* Fig. 8.29. b-H1, g-H5, h-H5, i-H5&lt;br /&gt;
* Fig. 8.26. l-H10, m-H5, h-(Varia) könnte eine H8-Spitze sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 2'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen, 3 beidseitig flächenretuschierte Spitzen. Von letzteren ist eine Spitze abgebildet Fig. 8.34, zwei sind abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen:&lt;br /&gt;
* 4 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
* 1 große Dreieckspitze mit zentraler Kehle Fig. 8.37 die Dimensionen sind 69mm x 27mm x 8mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 4'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 31 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen (H12), zwei beidseitig flächenretuschierte Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 4 Ounanspitzen (H12) Fig. 8.43. h-k und eine E3-Spitze sowie eine D3-Spitze l und m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 5 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 8 Oberfläche und Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen. Das gezeichnete Exemplar (Fig. 8.45 f) stellt eine H5-Spitze dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 9'''&lt;br /&gt;
* Außer sechs Ounanspitzen von der Oberfläche produzierte der Fundplatz vier Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 10'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 9 Ounanspitzen und 9 Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden vier Exemplare (Fig. 8.50).&lt;br /&gt;
* a.) Dreieckspitze vom Typ H7 (besonders lang).&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine H5-Spitze, da eine Verlängerung des Stiels vermutet wird.&lt;br /&gt;
* c.) Dreieckspitze vom Typ H7 (mit gerundetem Übergang vom linken Rand zur Basis).&lt;br /&gt;
* m.)  Ist entweder eine H5- oder eine Abu Tartur-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 11'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 16 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden fünf Exemplare (Fig. 8.53).&lt;br /&gt;
* b.)  Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* d.) Abu Tartur-Spitze (H13)&lt;br /&gt;
* e.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* h.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1 (besonders lang)&lt;br /&gt;
* j.) Dreieckspitze vom Typ H7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 13'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 14'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet : eine H12 oder H13-Spitze (Fig. 8.59 e.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 15 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 8 Ounanspitzen und 7 Spitzen („points“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 16'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen und 4 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sieben Exemplare (Fig. 8.61)&lt;br /&gt;
* a.) Blattspitze vom Typ H10&lt;br /&gt;
* c.) Abu Tartur-Spitze H13&lt;br /&gt;
* d.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* e.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* f.) Dreieckspitze vom Typ H9&lt;br /&gt;
* j.) Blattspitze vom Typ H4&lt;br /&gt;
* k.) Blattspitze vom Typ H10 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstellen E-77-1 und E-94-3'''&lt;br /&gt;
* Zwei neolithische Fundstellen in der Nähe des Gebel Nabta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-1'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 14 Ounanspitzen (Fig. 13.7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* f.) Stielspitze vom Typ H12&lt;br /&gt;
* j.) Dieses an anderen Stellen als Ounan-Harif-Spitze bezeichnetes Exemplar kann unter H2 klassiert werden.&lt;br /&gt;
* k.) Die nicht ganz klare Zeichnung lässt eine H5-Spitze vermuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter werden zwei Spitzen mit gerundeter Basis erwähnt (Fig. 13.6 b) und zwei Dreieckspitzen mit zentraler Kehle vom Typ A2 (Fig. 13.8 k), Die Maße der größeren betragen 54mm x 33mm x 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-3'''  Alter von 5800 – 6300 BP&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen &lt;br /&gt;
* – 1 Ounanspitze ohne Zeichnung&lt;br /&gt;
* - eine blattförmige Spitze mit halbsteilen Randretuschen vom Typ H10 (Fig. 13.15 c)&lt;br /&gt;
* - eine beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 (Fig. 13.15 d) ferner eine Blattspitze der Familie C und eine zerbrochene Stielspitze der Familie D, beide ohne Zeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-92-7 Al Jerar Phase und spätes Neolithikum''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-92-7 spätes Neolithikum'''&lt;br /&gt;
* Von 72 Werkzeugen war nur ein Stück eine Ounanspitze (Fig. 9.14 f).&lt;br /&gt;
* Von der Oberfläche wurden zusätzliche Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 9.18.&lt;br /&gt;
* a.) – D3-Spitze mit konkavokonvexen Rändern und stark heruntergezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* b.) – Blattspitze vom Typ C3 mit vollflächig retuschierter Dorsalseite und teilflächig modifizierter Ventralseite.&lt;br /&gt;
* e.) – Ounanspitze (H12)&lt;br /&gt;
* d.) – große Blattspitze vom Typ C3&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Site E-75-8''' Zusatzgrabung auf der Fundstelle aus dem 7. Jahrtausend in Nabta Playa&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12 Dreieckspitzen, eine zerbrochene Blattspitze (Fig. 10.12), gezeichnet wurden fünf Dreieckspitzen und die Blattspitze.&lt;br /&gt;
* a-d. Dreieckspitzen der Gruppe H7.&lt;br /&gt;
* g.  Wird als Dreieckspitze bezeichnet ist aber sehr atypisch.&lt;br /&gt;
* i. Teilflächig retuschierte Spitze der Gruppe C1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Area A des gleichen Fundplatzes werden drei weitere Dreieckspitzen des Typs H7 und eine teilweise flächig retuschierte D21-Spitze gemeldet (Fig. 11.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom nördlichen Erweiterungsgraben sind zwei Spitzen gezeichnet Fig. 11.12.&lt;br /&gt;
* a.) Ist eine interessante Dreieckspitze mit konkaver Basis, die Ränder verlaufen im proximalen Bereich nahezu parallel zueinander, im distalen Bereich konvex. Sie ist kantenretuschiert und das distale Ende ist auf der Ventralseite durch flache Retuschen verdünnt. Dieser neue Typ erhält die Bezeichnung H20.&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine große Blattspitze der Gruppe H4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-94-2 Spätes Neolithikum von Nabta'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-2'''   Alter : von 5260 +- 60 BP (Herd 9) bis 6220 +- 90 BP (Herd 51).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.8 zeigt folgende Pfeilspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
* a.) Große Ounanspitze (H12).&lt;br /&gt;
* b.) Leicht asymmetrische D3-Spitze mit nur leicht herabgezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* c.) Große C4 Spitze.&lt;br /&gt;
* h.) C3-Spitze, das distale Ende erinnert am linken Rand an C11.&lt;br /&gt;
* j.)  C2-Spitze.&lt;br /&gt;
* l.)  C4-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle E-96-1 Struktur B'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 17.20 zeigt zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
* b) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle vom Typ A2, sie wurde einige Meter entfernt von der Struktur B an der Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
* e) Stielspitze mit kurzen Widerhaken. Im proximalen Bereich verlaufen die Ränder parallel zueinander. Das distale Ende ist spitzbogenförmig ausgestaltet. Sie kann noch unter D33 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''In „Holocene settlement“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7600+-100BP|| E-75-6 F.1|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 1/19,2/90|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 B,Oberfläche|| 4|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7536+-110BP|| E-91-1 C|| 7|| Ounan, leaf shaped|| H1,H2,H7,H10 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7850+-70BP|| E-91-1 D|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 12|| „points“|| H5,H1,H2,H10,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A2|| 22|| Ounan, bifacial points|| H12 ?, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Oberfläche|| 5|| Ounan, bifacial concave|| H12 ?, A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Base point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Grabung|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A4|| 31|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Oberfläche|| 8|| Ounan „Pointe“|| H12,E3,D3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Grabung|| 5|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A8|| 19|| Ounan|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A9|| 10|| Ounan, middle|| H12,H7,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||neolithic points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 10|| 18|| Ounan „points“|| H5,H7, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 16|| „points“|| H1,H13,H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 13|| 19|| Ounan|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 14|| 6|| Ounan|| H12 oder H13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 15|| 15|| Ounan „points“|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 16|| 10|| Ounan „points“|| H10,H13,H5,H9,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-77-1|| 18|| Ounan, points with|| H12,H2,H5,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||rounded base, points||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||with concave base||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5800-6300BP|| E-94-3|| 5|| Ounan, leaf shaped,|| H12 ?,H10,D1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||others||C ?, D ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-92-7|| 5|| Ounan „points“|| H12,D3,C3, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8|| 19|| Triangular points|| C1,H20,H4,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||leaf shaped point||H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||bifacial point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5260-6220BP|| E-94-2|| 6|| -|| H12,D3,C4,C3,C2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-96-1|| 2|| -|| A2, D33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bir Kiseiba'''  ( F. Wendorf, R. Schild, Ed. A.E. Close 1984 )&lt;br /&gt;
*Die auf den Siedlungsplätzen um Bir Kiseiba gefundenen Pfeilspitzen lassen sich in vier Gruppen einteilen wenn von einem Einzelfund einer großen, ausgekehlten, beidseitig flächenretuschierten Dreieckspitze vom Typ A2 und der Erwähnung einiger weniger flächenretuschierter, kleinformatiger Stücke abgesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Ounan Spitzen''' – hierbei sollte die Definition von J. Tixier Anwendung finden. Einige der besprochenen Bewehrungen entsprechen nicht den Kriterien und werden in andere Gruppen transferiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Kantenretuschierte Dreieckspitzen''' – sie kommen entweder mit geradliniger Basis oder mit konkaver Basis vor.&lt;br /&gt;
Die ersteren werden im weiteren Verlauf unter H7, die zweiten unter H8 geführt. Diese Einteilung wurde für die Fundstellen in Abu Tartur gewählt, wo 50 H7 – Spitzen und 15 H8 – Spitzen klassiert worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar Fig. 6.8 e wird als Bou- Saada- Spitze bezeichnet, diese weisen jedoch nach der Definition Tixiers keine kantenretuschierten Ränder auf. Sie wird unter H8 eingeteilt trotz einer leicht konvexen Schwinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar stimmt die Aussage D.L. Holmes, dass die H7 – Spitze der Columnata- Spitze Tixiers ähnelt, aber ein wichtiger technischer Punkt bleibt unberücksichtigt. Während die Basis der H7 – Spitze abrupt kantenretuschiert ist zeigt die Columnata- Spitze an der Basis auf beiden Seiten flache Druckretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Querschneider''' – Auf den Fundplätzen vom el- Kortein Typ sind neben den typischen Ounan- Harif- Spitzen ebenfalls geometrische Mikrolithen in Form von Trapezen und Dreiecken gefunden worden. Diese können als mögliche Bewehrungen nicht ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Ounan- Harif- Spitzen.''' – Durch die Art der basalen Modifikationen weisen alle Ounan- Harif- Spitzen eine starke Gemeinsamkeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinngemäß schreibt Angela E. Close dazu folgendes :&lt;br /&gt;
... allen Exemplaren dieses Typs ist die Bearbeitung der Basis gemeinsam. Sämtliche Spitzen weisen zwei proximale, schräg verlaufende, konvergierende Endretuschen auf, die geradlinig, konvex oder konkav sein können, so dass die Formen der Basis von gestielt bis eiförmig reichen. Die meisten zeigen flache Retuschen, um die Höhe des Bulbus zu verringern ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fred Wendorf und Romnald Schild drücken es so aus :&lt;br /&gt;
... Ounan- Harif- Spitzen sind die charakteristischen Werkzeuge der el Kortein Periode des frühen Neolithikums und sie bilden die größte Gruppe in dieser Werkzeug – Zusammenstellung. Die hier gefundenen 18 Exemplare weisen den typischen Stiel ( stem ) auf, welcher durch zwei sich schneidende basale Endretuschen geformt wird ..... Die beiden basalen Endretuschen können geradlinig sein ( sechs ) oder häufiger eine gerade und eine konvexe aufweisen ( neun ) oder eine gerade und eine konkave ( eine ) oder zwei konkave   ( zwei ) ....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Sinne schreibt Hanna Wieckowska :&lt;br /&gt;
„ ... Die an der Oberfläche gefundene Spitze ist untypisch. Sie ist aus tertiärem Hornstein gefertigt mit einem 9 mm langen Heftzapfen (tang) an beiden Rändern herausgearbeitet durch beidseitige, proximale Kerben, sie zeigt ebenfalls flache Retuschen auf der Ventralseite ... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die ausgegrabenen Stücke wird gesagt - :&lt;br /&gt;
„ .... Sämtliche Stiele sind proximal. Drei werden durch zwei geradlinige, konvergierende Endretuschen gebildet ....&lt;br /&gt;
.... eine hat eine konvexe und eine konkave Endretusche und drei haben zwei konkave Endretuschen. „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen lauten die Ausführungen von K. Morgan Banks im gleichen Volumen sinngemäß :&lt;br /&gt;
„ ... Ounan – Spitzen ( Typ 107 ) – Ounan- Harif- Spitzen sind kleine Abschläge oder Klingen bei denen ein Ende, normalerweise das proximale, so retuschiert ist, dass ein eindeutiger Stiel mit einer oder mehreren konkaven Schultern gebildet wird. Die Schultern können unterschiedlich gut ausgearbeitet sein. Die Stücke können Retuschen an den Rändern aufweisen. Das dem Stiel gegenüberliegende Ende, meistens das distale, ist entweder natürlich zugespitzt oder durch Retuschen modifiziert .... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollte der Begriff „ Stiel „ im Zusammenhang mit Pfeilspitzen definiert werden sowie die Methoden der Schäftung. Im Prinzip kennen wir vier verschiedene Pfeilspitzen – Basen, die für die Schäftung vorgesehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Geradlinige, konvexe und konkave Basen''' wie sie vor allem bei Dreieckspitzen angetroffen werden, seien diese nun flächenretuschiert oder nicht.&lt;br /&gt;
Als Beispiele können genannt werden A1, A18, B1 aber auch F5, F7 sowie H7, H8, H4 und H9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Gekehlte Basen''' wie sie für die Gruppen A2, A13 und A19 und anderer typisch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Konvergierende Linien,''' seien diese geradlinig, konvex, konkav oder gemischt.&lt;br /&gt;
Gerade konvergierende Linien sind bei rhombischen Pfeilspitzen üblich wie bei E1 und E2.&lt;br /&gt;
Konvexe konvergierende Linien bilden die Basen fast aller Blattspitzen. Als Beispiele seien genannt C1, C2, C3.&lt;br /&gt;
Konvergierende, konkave Linien sind anzutreffen bei rhombischen Spitzen ( E5 ) und bei Blattspitzen ( C11 ). &lt;br /&gt;
Gemischte konvergierende Linien wie z.B. konvex – konkav sind selten. In der Familie I ist es die Gruppe 12, welche die Kriterien erfüllt. Die schönsten Beispiele allerdings bieten die Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Der Stiel''' – Der Stiel setzt sich deutlich von einem häufig dreieckigem Körper ab. Auch bei den meisten schlanken, auch blattförmigen Körpern ist der Übergang zum Stiel klar zu erkennen. Beispiele sind D1, D2, D3, D11, D12, D38, D46 und sämtliche übrigen Pfeilspitzen der Familie D sowie H5, H12, H13 und andere bei den nicht flächenretuschierten  Exemplaren.&lt;br /&gt;
Es existieren weniger deutliche Gruppen wie D7 wo ein kleiner, bohrerartiger Stiel angebracht ist oder D44, welche einen Übergang von der Blattspitze zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Falle der Ounan- Harif- Spitzen von Bir Kiseiba handelt es sich um Pfeilspitzen, deren Basen durch konvergierende Linien gebildet werden, also in den häufigsten Fällen nicht um gestielte Spitzen. Die kurze und präzise Definition von Angela E. Close ist in diesem Zusammenhang besonders wertvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Typologie, die besonders die Silhouette zur Bestimmung heranzieht ist es schwierig verschiedenartige Exemplare, wenn sie auch in einer Hinsicht eine Gemeinsamkeit aufweisen und eine kulturelle Einheit bilden, in einer einzigen Gruppe zu führen.&lt;br /&gt;
Da vergleichbare und schon definierte Pfeilspitzen in der algerischen Sahara vorkommen, erhalten die blattförmigen Ounan- Harif- Spitzen die Bezeichnungen H1 und H10. Die unregelmäßigen rhombischen werden unter H2, die regelmäßigen unter H17 klassiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ounan- Harif- Spitzen werden unter der Bezeichnung H14 diejenigen Exemplare geführt, deren basale Retuschen konkav verlaufen oder es verläuft nur eine konkav aber sie bildet mit dem gegenüberliegendem proximalen Randabschnitt einen kleinen aber deutlichen Stiel.&lt;br /&gt;
Sollte trotz konkaver Basisretuschen ein abgesetzter Stiel nicht erkennbar sein, wird das Exemplar unter H19 abgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen von Bir Kiseiba sind auf die einzelnen Fundstellen wie folgt verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 1'''  Alter : 8210 +- 70 BP auf Straußeneischale &lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan – Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 8 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 247 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 3,24 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 4 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.6. z  Das Stück ist eine kurze und breite Ounan- Spitze mit atypischem distalem Ende. Die Ränder laufen nicht zu einer natürlichen Spitze zusammen sondern das distale Ende wird durch eine schräg verlaufende Schneide gebildet, welche die Wirkungsweise eines Querschneiders hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.8.&lt;br /&gt;
* i – rhombische Spitze vom Typ H17&lt;br /&gt;
* j – typische H2 - Spitze&lt;br /&gt;
* k – breite H5 - Spitze mit Ähnlichkeit zur Ounanspitze aber die Bohrerspitze fehlt am Stielende und das distale Ende ist gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Fundstelle wurden ebenfalls 2 Trapeze und 4 Dreiecke beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 2'''  Alter : 7610 +- 70 BP, 7780 +- 130 BP, 8130 +- 100 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan ( 8 ) und Bou – Saada ( 1 ).&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 9 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 887 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 1,02 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden vier Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 6.8.&lt;br /&gt;
* d – H5 - Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
* e – H8 - Spitze mit abgerundeter linker Schwinge.&lt;br /&gt;
* f - g – kleine Ounanspitze, H12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 6'''  Alter 7170 +- 80 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 19 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 577 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 3,29 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 8 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.6.&lt;br /&gt;
* i - m – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.7.&lt;br /&gt;
* r - s – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
* t – kantenretuschierte Dreieckspitze mit konkaver Basis vom Typ H8. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.5.&lt;br /&gt;
* zeigt eine große ausgekehlte, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze vom Typ A2 ( Dim. 49x30x7 ). Das Stück ist ein Irrläufer und gehört nicht in den Kontext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 7'''  Alter 7360 +- 200 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen mit konkaver Basis.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 2 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 20 Stücken, der Anteil der  pfeilspitzen beträgt also 10 %. &lt;br /&gt;
* Gezeichnet : keine, beide Spitzen können nach der Beschreibung als H8 – Spitzen identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 1'''  Alter Area C 8020 +- 70 BP und 8020 +- 90 BP.&lt;br /&gt;
* Area C enthält nur eine Pfeilspitze, für area A, die 62 Pfeilspitzen produzierte, sind nur indirekte Altersangaben verfügbar. Sie beruhen auf  Vergleichen mit ähnlichen Plätzen wie E – 77 – 3 ( 8840 +- 90 BP ), E – 75 – 6 ( 9360 +- 70 BP ) und ( 8290 +- 80 BP ) letztere auf  Straußeneischale.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif- Spitzen, sie stellen bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 817 Stücken 7,76 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.11.&lt;br /&gt;
* a – Querschneider vom Typ F14.&lt;br /&gt;
* b – Blattspitze vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* c – Sollte das gestumpfte Artefakt eine Pfeilspitze sein, so gehört es unter die Atypischen.&lt;br /&gt;
* d - g – Blattspitzen vom Typ H10.  &lt;br /&gt;
* h – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14. &lt;br /&gt;
* i – Blattspitze vom Typ H1.   					                                   &lt;br /&gt;
* j – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14.&lt;br /&gt;
* k – Spitze vom Typ H2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf E – 80 – 1 wurden ebenfalls 8 Trapeze und 9 Dreiecke gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 2'''  Alter : auf Grund von Beobachtungen auf ähnlichen Fundplätzen wird das Alter auf den Zeitraum von vor 8100 BP bis nach 9000 BP geschätzt.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : gestielte Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 18 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 63 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 28,57 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 13.3.&lt;br /&gt;
* f – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* g - i – Blattspitzen vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* j – Querschneider vom Typ F14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wurden 5 Trapeze mit den Tixier Nummern 83, 85, 87 und 88 gefunden, die potenzielle Pfeilspitzen- Bewehrungen sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 3'''  Keine Altersangabe&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 5 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 241 Stücken, dies ergibt einen Anteil von 2,07 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 14.5.&lt;br /&gt;
* a – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* b – H10- Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „ cattle – keepers „ werden insgesamt 125 Pfeilspitzen, davon 8 Ounanspitzen, 94 Ounan- Harif- Spitzen, 22 kantenretuschierte Dreieckspitzen und eine beidseitig flächenretuschierte, große, ausgekehlte Dreieckspitze, vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen 19 Trapeze und 9 Dreiecke, die als Bewehrungen in Frage kommen würden und 5 flächenretuschierte Exemplare. Die Ounan- Harif- Spitzen fallen durch ihre Breite auf, sie sind, legt man die Durchschnittslängen und Breiten zu Grunde, sämtlich aus Abschlägen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von Breite zu Länge beträgt für den Fundplatz E – 80 – 1 – A  0,47 und für die Fundplätze E – 80 – 2 und E – 80 – 3  0,40. Die Dimensionen variieren :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Länge von 19 – 35 mm ( E – 80 – 1 ), 23 – 31 mm ( E – 80 – 2 ), 26 – 32 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Breite von 8 – 18 mm ( E – 80 – 1 ), 9 – 13 mm ( E – 80 – 2 ), 11 – 12 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Dicke von 1 – 5 mm ( E – 80 – 1 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 2 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durchschnittlichen Werte für die 62 Spitzen vom Fundplatz E – 80 – 1 – A  betragen 27,9 x 13,1 x 3,0 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu sind die als Ounanspitzen bezeichneten Bewehrungen von Fundplatz E – 79 – 2 schlanker und aus Lamellen gefertigt. Die Durchschnittswerte liegen bei 37,2 mm Länge und 12,4 mm Breite, die Dicke beträgt 4,3 mm. Das Verhältnis von Breite zu Länge ist wesentlich geringer als bei Ounan- Harif- Spitzen und liegt bei 0,33. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 22 kantenretuschierten Dreieckspitzen, sei nur die Basis oder seien auch die Ränder von den Modifikationen betroffen, unterteilen sich in * H7 – Spitzen mit geradliniger Basis, &lt;br /&gt;
* H8 – Spitzen mit konkaver Basis und in H18 – Spitzen mit konvexer Basis.&lt;br /&gt;
Die Länge der Geschosse reicht von 13 – 25 mm, die Breite von 8 – 18 mm und die Dicke von 2 – 5 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bir Murr I werden vier flächenretuschierte Pfeilspitzen gemeldet, von Bir Murr II lediglich eine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holzkohlen Analyse für Bir Murr I ergab ein C 14 Alter von 6310 +- 70 BP Jahren.&lt;br /&gt;
Zeichnungen sind nicht angefertigt worden. Aus den Beschreibungen geht hervor, dass es sich bei dem Exemplar von Bir Murr II um eine abgebrochene Blattspitze handelt. Die Stücke von Bir Murr I scheinen zwei Stielspitzen der Gruppen D21 und D1 und eine Blattspitze des Typs C4 zu sein. Douglas R. Connor beschreibt das vierte Stück als gestielte, mit Schwingen versehene Spitze mit konvex dreieckigem Körper und einem Stiel, der von der Längsachse mit 30° abweicht. Er bezweifelt die Funktionalität als Pfeilspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist die geringe Pfeilspitzendichte vor allem bei den wenigen spätneolithischen Fundplätzen wie z.B. Bir Murr II, wo eine einzige Pfeilspitze unter 170 Werkzeugen gefunden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezeichneten Altersangaben erlauben eine relativ sichere Zuordnung der Pfeilspitzengruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''Typen im „cattle-keepers“'''|| '''Typen nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - nach 9000 und|| E - 80 - 2|| 18|| Ounan - Harif|| F13, H2, H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||vor 8100 BP||||||gestielt||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8210 +- 70 BP|| E - 79 - 1|| 8|| Ounan - Harif|| H2, H5, H12, H17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8020 +- 70 BP|| E - 80 - 1 - C|| 1|| Ounan - Harif|| F14, H1, H2, H14,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8020 +- 90 BP||||||||H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8290 +- 80 BP bis|| E - 80 - 1 - A|| 62|| Ounan - Harif||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||9360 +- 70 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7610 +- 70 BP|| E - 79 - 2|| 8|| Ounan|| H5, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7780 +- 130 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8130 +- 110 BP|||| 1|| Bou Saada|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7170 +- 80 BP|| E - 79 - 6|| 19|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||1||Beidseitig flächenretuschierte||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Dreieckspitze mit konkaver Basis||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7360 +- 200 BP|| E - 79 - 7|| 2|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8100 - 8000 BP|| E - 80 - 3|| 5|| Ounan - Harif|| H2, H10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 6310 +- 70 BP|| Bir Murr I/II|| 5|| Flächenretuschierte Spitzen|| C4, D1, D21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenfassung Nabta und Kiseiba'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Südost-Ecke der libyschen oder westlichen Wüste Ägyptens hat ca. 500 Pfeilspitzen hervorgebracht.&lt;br /&gt;
- Da sind zunächst die Ounan-Harif-Spitzen, eine heterogene Gruppe von kantenretuschierten Exemplaren, die die Gemeinsamkeit haben, dass konvergierende Linien die Schäftungszone bilden. Dieses Merkmal teilen sie mit rhombischen und blattförmigen Stücken. Teilweise sind auch Druckretuschen zur Verringerung der Dicke zu beobachten.&lt;br /&gt;
Um eine differenzierte Ansprache zu erlauben, wurden die Ounan-Harif-Spitzen gemäß ihrer Silhouetten in verschiedene Gruppen aufgeteilt.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien - H1 oder H10.&lt;br /&gt;
* Zwei geradlinige, konvergierende Linien - H2 oder H17.&lt;br /&gt;
* Zwei konkave, konvergierende Linien - H19.&lt;br /&gt;
* Gemischte konvergierende Linien mit Bildung eines deutlichen Stielchens - H14.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien und ein querschneidiges distales Ende - F18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ounan-Harif-Spitzen sind typisch für die Zeitspanne von vor 9000 BP bis ca. 8000 BP (E-80-2, E-80-3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ounanspitzen sind schon im Kapitel „Abu Tartur“ abgehandelt worden. Die entsprechenden Bewehrungen von Kiseiba und Nabta sind ebenfalls eingeteilt worden in :&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
a.) Ounanspitzen gemäß der Definition Tixiers. Charakteristisch ist das bohrerartig zugespitzte Stielende (hier als H12 eingeordnet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b.) „Abu Tartur Spitzen“ weisen ein Stielende auf, welches aus einer mittels der Kerbtechnik herbeigeführten Bruchfläche besteht. Diese Stücke werden mit H13 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c.) Bei den H5-Spitzen ist die Bearbeitung des Stiels weitergehend, sie umfasst flache Retuschen zur Reduzierung des Bulbus und ebensolche zur Abflachung des Stiels auf der Dorsalseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Häufung dieser gestielten Spitzen ist zwischen ca. 7800 BP und 7500 BP zu beobachten. Aber sie können ebenfalls auf Fundstellen mit Daten von über 8000 BP und unter 6000 BP auftreten. Ob sie nun in diesen frühen und späten Epochen hergestellt worden sind oder ob sie durch Vermischung in die Inventare gelangt sind, sei dahingestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das mittlere Neolithikum Kiseibas und Nabtas sind kleine, kantenretuschierte Dreieckspitzen, auch Nabtaspitzen genannt, typisch.&lt;br /&gt;
Je nach Ausformung der Basis werden sie mit H7, H8 oder H18 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz E-75-8 (untere Schicht) brachte 41 dieser Spitzen hervor, sein Alter wird mit 7100 – 6700 BP angegeben. 19 Stücke stammen vom auf  7170 BP datiertem Fundplatz       E-79-6. Nach den vorliegenden Daten sind sie in dem Zeitraum von ca. 7500 – 6700 BP anzusiedeln. Parallel zu den kantenretuschierten Dreieckspitzen waren in geringer Menge Blattspitzen gleicher Bearbeitungstechnik im Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab ca. 6300 BP tauchen für die nächsten tausend Jahre zweiseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen der Gruppen C1, C2, C3, C4 und D1, D3 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle (A2) von den Fundplätzen E-79-6, E-77-1 und &lt;br /&gt;
E-96-1 sind Oberflächenfunde und schlecht einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Querschneider wie Dreiecke, Trapeze und Segmente kommen schon während der frühesten Besiedlungsphasen vor und finden sich auch noch im ausgehenden Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dakhla==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mut, der Hauptort der Dakhla Oasen liegt auf dem Längengrad 29° Ost und auf dem Breitengrad 25°30’ Nord. Von Tineida im Osten zieht sich ein Grüngürtel von rund 100 km Länge mit Unterbrechungen über Balat, Ismant, Mut und El Qasr bis nach Gharb Mawhub. Von dort führt die Teerstraße parallel zu den Dünenketten der großen Sandsee nach Abu Minqar und weiter nach Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts durchforscht Mary M. A. Mc Donald die Oasen. Sie hat die für diesen Bericht relevanten prähistorischen Kulturen des Holozäns wie folgt eingeteilt :&lt;br /&gt;
* 1.) Masara A, B und C mit Altersangaben von 9180 BP (site 194 Masara B) bis 8170 BP (site 166 Masara A).&lt;br /&gt;
* 2.) Bashendi A mit Daten von 8340 BP (site 228 SH) bis 6380 BP (site 228 C1.1). Für diese Phase wurden 25 Altersanalysen erstellt, 22 davon beziehen sich auf ein Gebiet, dass außerhalb der Oasen, südöstlich von diesen am Fuße des Abu Tartur Massivs liegt.&lt;br /&gt;
* 3.) Bashendi B mit Daten von 6480 BP (site 165) bis 4380 BP (site 277).&lt;br /&gt;
* 4.) Sheikh Muftah mit Daten von 8210 BP (site 108) bis 4310 (site 244).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erscheint als ob die verschiedenen frühholozänen Masara Fundstellen A, B und C praktisch gleich alt seien und sich unterscheiden würden durch das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Baustrukturen und dem Vorkommen von rückengestumpften Lamellen und Klingen bzw. ihr Fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bashendi A schließt an die frühen Kulturen an und hat um 7000 BP seine größte Ausdehnung, mit kurzer Überlappung folgt Bashendi B mit reichen Vorkommen um ca. 6000 BP. &lt;br /&gt;
Die vier Sheikh Muftah Daten verteilen sich über den gesamten Bashendi Zeitraum und weisen ein erstes Datum im Frühholozän, am Ende der Masara Phase auf. Nach den C14- Daten enden Sheikh Muftah und Bashendi B gegen 4300 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die in der mir bekannten Literatur erwähnten und dokumentierten Pfeilspitzen verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Phasen und Fundplätze :'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Masara Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1.) '''263''' Masara A.   Das Alter, die Menge der Pfeilspitzen und die Gesamtwerkzeugmenge sind nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Zwei Pfeilspitzen sind gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitze : Fig. 4.d rough point or arrowhead, Fig. 4.e Ounan- point.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.d   Interessante, randretuschierte Blattspitze, die im proximalen Bereich am linken und rechten Rand jeweils eine Kerbe aufweist, wie sie später in protodynastischer Zeit bei den D42- Spitzen auftreten. Durch die Kerben wird eine Schäftungszone markiert und ein Stiel angedeutet. Das Artefakt erhält die Bezeichnung H21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.e   Wie aus der nicht klaren Zeichnung hervorgeht, handelt es sich entweder um eine H13 Spitze, falls die Modifikationen aus Kantenretuschen bestehen und das Stielende eine Bruchfläche aufweist. Im Falle, dass es sich auf der Dorsalseite um flächige Retuschen handeln sollte, wäre das Exemplar eine H5- Spitze, Auf keinen Fall handelt es sich um eine wie von Tixier definierte Ounanspitze (H12), da der Stiel nicht bohrerartig zugespitzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2.) '''300''' Masara C.   Alter : 8220 BP und 8840 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : elf plus Querschneider.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : a-b arrowheads, im Text Ounan points f. trapeze, g. triangle.  &lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden zwei Spitzen und zwei Querschneider, die Gesamtwerkzeugmenge ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.a-b   Es handelt sich um Ounan- Harif Spitzen mit der Silhouette H19, Ausgangsmaterial waren möglicherweise Abschläge. Das Exemplar a weist eine starke Randretuschierung auf. Die die Schäftungszone bildenden, als Kerben ausgelegten, konvergierenden Linien sind von der Dorsalseite aus angebracht im Gegensatz zu dem Exemplar b, welches eine alternierende Retuschierung des Stielchens aufweist. Die Ränder sind weniger stark modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichartige Pfeilspitzen werden in Nabta und Abu Tartur angetroffen, sie sind typisch für die El Ghorab Phase. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.f   Querschneider vom Typ F2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.g   Querschneider vom Typ F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Angaben und Zeichnungen Fig. 2 und Fig. 4 sind aus „Holocene Prehistory : Interim Report on the 1997 and 1998 Seasons – The Masara sites“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3.) '''308''' Im Text werden 20 kleine Harif- Spitzen von dieser Masara C Fundstelle erwähnt, von denen aber weder Zeichnungen noch Beschreibungen existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altersangaben liegen bei 8710 BP und 8810 BP.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* 4.) '''265''' Von diesem Fundplatz wird eine Serie von kleinen Pfeilspitzen „most with bifacial edge retouch“ gemeldet ohne nähere Präzisionen über Menge und Gruppe der Bewehrungen und ohne exakte Beschreibung der übrigen Werkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 8590 BP bzw. 8480 BP angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zusammenfassung kann für die Dakhla Oasen und die Masara Phase von sechs dokumentierten Pfeilspitzen ausgegangen werden. Davon eine H21, eine H13 oder auch H5, eine H19, eine F16 und eine F13.&lt;br /&gt;
Quantitative Angaben existieren für insgesamt elf mögliche H19- Spitzen und 20 Harif- Spitzen. Mit der Serie kleiner, mit flachen Randretuschen versehener Pfeilspitzen und den Querschneidern wäre von einer Gesamtmenge von ca. 50 Bewehrungen auszugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi A Phase.'''&lt;br /&gt;
Für die Bashendi A Phase existieren einige Zusammenstellungen von Werkzeugen. Die aufgelisteten Fundstellen befinden sich sämtlich außerhalb des Oasen Grünlandes im Südosten von Dakhla, beiderseits der Straße nach Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''387''' Das Alter ist nicht angegeben, die Fundstelle hat 34 kleine, beidseitig      &lt;br /&gt;
flächenretuschierte Bewehrungen mit zwei zugespitzten Enden hervorgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine C1- Spitze wurde gezeichnet (Fig. 4.f). Die nicht gezeichneten Pfeilspitzen dürften den Gruppen C1 und C3 zugeordnet werden können, da sie über zwei Spitzen verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''228''' Alter : von 8340 BP bis 6380 BP, wobei das frühholozäne Datum wohl &lt;br /&gt;
ausgeklammert werden sollte.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : verschiedene&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 93&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : neun Exemplare (Fig. 3. Sahara 4/1991).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.a.) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle, die Schwingenanordnung ist asymmetrisch und ergibt den Hybridtyp A2/A27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.b) E1 groß, Fig. 3.c D1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.d) D12 groß, ein nahezu identisches Stück ist von Abu Tartur Fundplatz 1005/83 bekannt (6420 +- 60 BP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.e) D39, Fig. 3. f-g C1, Fig. 3. h.i H5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) '''228''' A site Cluster 1   Alter : 7200 BP bis 6380 BP.&lt;br /&gt;
* Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 11,9% oder 12 Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) '''228''' A Site Combo (Cluster 3 und 4 sowie Mound site).                                                                          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht die Vermutung, dass diese Fundstelle identisch mit der schon behandelten Fundstelle 228 ist, da die Anzahl der Pfeilspitzen, der Kerben und der gezähnten Stücke, der Kratzer, der Messer, der retuschierten Stücke und der Meißel gleich ist. Lediglich bei den Bohrern, den Kombinations- Werkzeugen und den Varia bestehen Unterschiede sowie auch in der Gesamtmenge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) '''228''' A site Shake Hole. Alter : von 8340 bis 6480 BP.&lt;br /&gt;
* Die Anzahl der Pfeilspitzen beträgt 30. Weitere spezifische Angaben werden nicht gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) '''174''' (30/450-F8-3) Alter : 6900 BP&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 54.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : es gibt sieben Typen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* a.) Aus Lamellen hergestellte Pfeilspitzen mit beidseitig flächenretuschierte Stielen aber ansonsten durch einseitige Kantenretuschen modifiziert.&lt;br /&gt;
* b.) Kleine Dreieckspitzen mit konkaver Basis und einigen Kantenretuschen (Bou Saada).&lt;br /&gt;
* c.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen.&lt;br /&gt;
* d.) Asymmetrische Spitzen mit Kantenretuschen.&lt;br /&gt;
* e.) Aus Lamellen hergestellte Blattspitzen mit zwei zugespitzten Enden und mit zweiseitigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* f.) Blattspitzen mit beidseitiger flächiger Retusche.&lt;br /&gt;
* g.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen mit Schwingen und Widerhaken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Foto Fig. 7.1. in „Neolithic Cultural Units and Adaptations in the Dakhleh Oasis“ zeigt die beschriebenen Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Sie korrespondieren mit den Bezeichnungen :&lt;br /&gt;
* a.) Zwei Exemplare H16.&lt;br /&gt;
* b.) Zwei Exemplare H8.&lt;br /&gt;
* c.) Ein Exemplar D2 und eine rhombische Spitze E2.&lt;br /&gt;
* d.) Die Stücke sind nach dem Foto nicht einzuordnen.&lt;br /&gt;
* e.) Ein Exemplar H5 und ein Exemplar H2.&lt;br /&gt;
* f.) Zwei Exemplare C1.&lt;br /&gt;
* g.) Jeweils ein Exemplar D13 und D49.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe der Fundstelle ist eine 47mm lange Dreieckspitze mit zentraler Kehle von der Oberfläche aufgesammelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Third report on lithic industries in the Dakhleh Oasis“ 1982 sind von weiteren Fundplätzen Pfeilspitzen gezeichnet oder abgelichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So eine nach Mc Donald 6a Spitze von 32/390-D2-2 was nach Hugot eine H1- Spitze sein würde (Fig. 7.d.).&lt;br /&gt;
Plate XIII zeigt von Fundplatz 31/420-P5-1 vier D26- Spitzen mit treppenförmigen Stiel sowie vier Blattspitzen mit zum Teil gerundeten Basen und beidseitigen flachen Randretuschen, drei Exemplare sind unter H4 und eine unter H1 zu klassieren.&lt;br /&gt;
Plate XV zeigt verschiedene neolithische Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Foto a. sind eine C1- Spitze, eine gezähnte C6- Spitze und vier C3- Spitzen zu sehen, sie werden als Type 6b bezeichnet.&lt;br /&gt;
Foto b. zeigt ebenfalls Blattspitzen und zwar drei C4- Spitzen, eine gezähnte C6- Spitze, eine ebenfalls gezähnte C9- Spitze mit gerundeter Basis und eine C- Spitze mit einem abgebrochenen Ende. Diese Bewehrungen werden bei Mc Donald unter der Bezeichnung 6c geführt.&lt;br /&gt;
Auf Foto c. sind verschiedenartige Stielspitzen und ein asymmetrisches Stück vorgestellt. Nach Hugot sind es zwei D1- Spitzen, eine D3- Spitze, eine D18- Spitze und zwei D28- Spitzen. Das asymmetrische Exemplar ist eine I3- Spitze. Die Stielspitzen werden in dem Bericht mit 6d. bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto d. zeigt sieben grob flächenretuschierte Blattspitzen, hier 6e genannt, davon drei mit stark gerundeten Basen und eine mit angedeutetem Stiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewehrungen dieser Art sind von den benachbarten Fundkomplexen wie Lobo, Djara, Eastpans oder Abu Tartur nicht bekannt, es wäre daher interessant das Begleitmaterial und die Fundbedingungen zu kennen.&lt;br /&gt;
Ich würde, ohne sicher zu sein, dieses Stück nicht dem Neolithikum sondern einem späten Aterien zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesamtvolumen der Dakhla- Pfeilspitzen des Bashendi A Komplexes kann nur geschätzt werden. Die Typologien der aufgelisteten Fundplätze ergeben 223 Pfeilspitzen bei 799 Werkzeugen, das sind 27,9 % der Gesamtwerkzeugmenge. Zählt man die Fundstelle 228 und A site Combo als eigenständige Plätze so ergeben sich 316 Bewehrungen bei 1029 Werkzeugen und ein prozentualer Anteil von 30,7.&lt;br /&gt;
Hinzu kommen die 34 dokumentierten Spitzen von Plate XIII und Plate XV, so dass von ca. 350 Bashendi A- Pfeilspitzen ausgegangen werden kann. Würden die hier nicht erwähnten kleineren Fundplätze und die Einzelfunde berücksichtigt, könnte die Gesamtmenge wesentlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi B Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''271''' Alter : 6360 BP und 6280 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den üblichen Blattspitzen der Typen C1, C3 und C4 werden für diese Phase jedoch nicht ausdrücklich für diesen Fundplatz jeweils eine D31- Spitze, eine D25- Spitze und eine D19- Spitze vorgestellt (Sahara 4/1991 Fig. 5.). Eine zeitliche Einordnung dieser Stielspitzen ist daher nur im groben Raster möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''385''' Das Alter ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : vier, gezeichnet wurden drei Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen, eine vom Typ C4 (a.) und eine vom Typ C3 (c.). Die dritte Pfeilspitze (b.) ist vom Typ H1 mit einseitigen flachen Randretuschen. (Holocene Prehistory : Interim Report on the 1999 Season Fig. 4.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt sind circa 20 Bashendi B Fundstellen angegeben allerdings, mit Ausnahme von 271 und 385, ohne Werkzeug- Auflistung und ohne Angaben der Anzahl der Pfeilspitzen, möglicherweise weil die Fundmenge keine Erstellung von Typologien erlaubten und Pfeilspitzen nur in geringen Mengen gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Sheikh Muftah Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine einzige Sheikh Muftah Fundstelle nämlich 31/420-P6-1 ist typologisch ausgewertet worden. Sie enthält neben den Varia lediglich vier Werkzeuggruppen und keinerlei Bewehrungen. Allerdings werden in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ 2002 zwei Stielspitzen und zwei Querschneider aus der Sheikh Muftah Phase vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 1.&lt;br /&gt;
* j) Zeigt eine langstielige, mit Widerhaken versehene D9- Spitze.&lt;br /&gt;
* k) Ist eine sehr schlanke D19- Spitze.&lt;br /&gt;
* l-m) Sind zwei Querschneider vom Typ F13, die zusammen mit dreieckigen Exemplaren der Gruppe F4 auf dem Fundplatz 136 vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrer Magisterarbeit stellt I. Teubner aus Berlin insgesamt 55 Bewehrungen der Sheikh Muftah Phase vor, davon rund 40 vom Fundplatz 136. Da gute Zeichnungen vorliegen können die Pfeilspitzen wie folgt klassifiziert werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Typ'''|| '''Anzahl'''|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D1|| 2|| 135&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D2||1||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D3||6||404, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D18||3||105, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D19||2||135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F4||10||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F10||20||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F14||2||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I3||3||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I9||1||404&lt;br /&gt;
|-|-&lt;br /&gt;
||Nicht identifiziert||5||404, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''55'''||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell sind auch die Pfeilspitzen der Sheikh Muftah Phase nicht sehr häufig. Größere Blattspitzen mit groben Flächenretuschen kommen noch vor aber Stielspitzen, häufig mit Widerhaken und leichter Zähnung sind neben langschmalen trapezförmigen und dreieckigen Querschneidern der Typen F10, F4 und F14 die bevorzugten Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der in den Dakhla Oasen und der Südwestecke des Abu Tartur Massivs durch Zeichnungen und Fotos dokumentierten Pfeilspitzen beträgt für die Masara Plätze sechs Exemplare, Bashendi A ergibt 57 Stücke, Bashendi B sieben Artefakte und Sheikh Muftah 57 Bewehrungen. Zusammengenommen sind es 127 Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Die im Text genannte und zum Teil aufgelistete Menge dürfte bei ca. 426 Exemplaren liegen. Eine genaue zeitliche Zuweisung ist nur für wenige Exemplare möglich z.B. Masara C Fig. 2.a-b zeigt zwei H19- Spitzen mit einem Alter von 8840 BP – 8220 BP. Dieses entspricht dem Alter ähnlicher Ounan-Harif- Spitzen der El Ghorab Phase in Kiseiba oder die Blattspitzen der Gruppen C1, C3 und C4 des Fundplatzes 271 (Bashendi B) deren Alter sehr genau mit 6360 BP bzw. 6280 BP angegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi A Fundplätze'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''387'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''228'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site cluster 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site SH'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site Combo'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''174 30/450-F8-3'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 42,0&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 11,9&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 14,9&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 40,4&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 22,6&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 44,6&lt;br /&gt;
|| 46&lt;br /&gt;
|| 22,9&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 21,3&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 23,5&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 10,6&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 13,9&lt;br /&gt;
|| 110&lt;br /&gt;
|| 54,8&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 10,9&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombi- Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,2&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 6,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 3,0&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,9&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,6&lt;br /&gt;
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|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,7&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 18,9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
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|| 33&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| 1,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| Varia&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| 1,5&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
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|| '''230'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi B- und Sheikh Muftah- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 271'''&lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Sheikh Muftah 31/420-P6-1'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
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|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 64&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 11,0&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
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|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
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|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
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|| '''Total'''&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Masara- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''260 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''265 Masara C'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alter&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8600&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuggruppen&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
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|| N&lt;br /&gt;
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|| N&lt;br /&gt;
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|| 1&lt;br /&gt;
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|| II Bohrer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
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|| 4&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| III Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 22,2&lt;br /&gt;
|| 75&lt;br /&gt;
|| 67,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VI Rück. Lamellen*&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 59,2&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VII Kerben&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 8,2&lt;br /&gt;
|| 27&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 11,6&lt;br /&gt;
|| 48&lt;br /&gt;
|| 24,1&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 17,4&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 26,3&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 47,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VIII Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| IX Geom. Mikro.**&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 12,2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,5&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 20,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| X Microburin&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 7,0&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| XI Verschiedene&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 3,6&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 33,2&lt;br /&gt;
|| 16&lt;br /&gt;
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|| 6&lt;br /&gt;
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|| 14&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
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|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   *   VI   Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
*   ** IX   Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Merimde beni-Salam==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde beni-Salam liegt westlich des Rosetta-Arms des Nils auf ehemaligem Wüstenboden. Heute ist das Gebiet zwischen Nil und der Giza-Alexandria Straße für die Landwirtschaft erschlossen worden. Von Kairo sind es ungefähr 60 km in nordwestlicher Richtung.&lt;br /&gt;
Bekannt wurde Merimde ab 1928 durch die Arbeiten von Hermann Junker, dem Entdecker des ausgedehnten Siedlungsareals.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Arbeiten ging jedoch in den Wirren des 2. Weltkriegs verloren und ein endgültiger Bericht wurde nie vorgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter dieser frühen unterägyptischen, bäuerlichen Niederlassung wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 4880 BC bis 4230 BC angegeben. Von den Driesch und Boessneck ( 1985 ) datieren Merimde zwischen 5890 BP und 5440 BP. Breunig ( 1987 ) gibt für die untere Schicht ein Alter von 3940 bis 5840 BP an. Auf der Liste der Radiocarbon Daten der Universität zu Köln ( B.O.S. und ACACIA Projekte ) wird Merimde auf ca. 5900 bis 5600 BP oder auf ca. 4800 bis 4430 BC cal. datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979 veröffentlichte Josef Eiwanger seinen Bericht über die „Geschossspitzen aus Merimde“. Die Arbeit stützt sich auf neuere Grabungen, berücksichtigt aber auch das Material und die Vorberichte von H. Junker. Insgesamt werden 61 große Dreieckspitzen der Typen A2, A27, A25 und A28 vorgestellt mit Gewichten von ca. 3g bis ca. 15g.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiteren Arbeiten werden ferner Querschneider ohne weitere Spezifikationen und eine Stielspitze mit einem seitlichen Kerbenpaar ( D31 ) aus der Urschicht, sowie eine D33-Spitze mit flachen Randretuschen aus Schicht IV vorgestellt. Von der Oberfläche sind drei weitere Stielspitzen aus den Zeiten H. Junkers bekannt. Letzterer stellt 1928 in seinem Bericht über &lt;br /&gt;
die archäologischen Arbeiten im Westdelta auf Tafel 16 sieben typische „Merimdespitzen“ vor, die er libysche Pfeilspitzen nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in Merimde so variieren auch in Abu Tartur und den angrenzenden Gebieten die Gewichte der großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle stark und liegen hier bei ca. 1,9g bis ca. 17,5g. Das Gleiche gilt für die großen Stielspitzen der Typen D3 und D4, die außer in Abu Tartur in der westlichen Wüste äußerst selten gefunden wurden. Aus dem Niltal und der übrigen Sahara liegen nur wenige vergleichbaren Stücke vor. Bekannt ist eine Großspitze aus dem Fayum, eine weitere wurde von H. Junkers in Merimde gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke J. Eiwangers überschwere Pfeile aus der deckunggebenden Ufervegetation heraus aus sehr kurzer Distanz auf  große Beutetiere abzuschießen ist einleuchtend. Die einschlägige Forschung geht sicherlich bei Pfeil und Bogen, auch im prähistorischem Kontext nur von einer Fernwaffe aus, was im Prinzip sehr berechtigt ist. In Ausnahmefällen allerdings, wie bei speziellen Jagdtechniken oder aber im Verdrängungskrieg um Weiden und Wasserstellen könnte ein schwerer Pfeil mit kurzer Flugbahn im Kampf Mann gegen Mann von Vorteil sein. Auf  Felsbildern im Tassili sind derartige Szenen bewegt und eindrucksvoll dargestellt aber auch aus Südafrika sind ähnliche Auseinandersetzungen im Bild festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Liste A auf den Seiten 73 und 74 sind die großen, gekehlten Dreieckspitzen, beidseitig flächenretuschiert, aufgeführt.&lt;br /&gt;
34 Stücke, es sind bis auf eine Einzige Oberflächenfunde, wurden von H. Junker ab 1928 publiziert. Die 17 von J. Eiwanger während der Grabungskampagne 1978 gefundene Stücke verteilen sich auf die Oberfläche ( 5 Exemplare ), die Phase IV ( 11 Exemplare ) und die Phase V ( 1 Exemplar ). Weiterhin sind noch 10 Spitzen, sämtlich von der Oberfläche, genannt. Das bekannte Gesamtinventar kann somit in 48 Oberflächen-Fundstücke und 13 aus Schichten stammenden Funden eingeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sein Diagramm Abb. 3 gliedert der Autor die Pfeilspitzen in breite ( B ), normale ( N ) und schmale ( S ) Stücke und die Schäftungskehle in tiefe ( T ), normale ( N ) und flache ( F ). Um dieses graphisch sichtbar zu machen, werden in einem Koordinatensystem auf der Ordinate das Verhältnis von Länge zu Breite ( a : b ) und auf der Abszisse das Verhältnis der Länge zwischen Kehlenende und dem distalen Ende zu der Breite der Pfeilspitze in Höhe des Kehlenendes ( A : B ) eingetragen. Die Auswertung der Merimdespitzen ergibt für die ältere Phase IV hauptsächlich breite bis normale Stücke mit flachen bis normalen Kehlen ( BF, NF, NN ). Tief ausgekerbte und schlanke Artefakte sowie die Spitzflügel, wie sie auch aus dem Fayum bekannt sind, kommen in Phase V und einer darüber liegenden erodierten Schicht vor. Besonders die tief ausgekerbten Spitzflügel stellen einen technischen Fortschritt dar, indem sie die Wirkung einer großen Aufpralllänge, gegeben durch die Breite b, bewahren und durch Materialreduzierung das Gewicht senken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siwa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siwa, die Oase im nordwestlichen Ägypten, nahe der libyschen Grenze hat für mich, wahrscheinlich bedingt durch die isolierte Lage oder auch durch das Orakel des Amontempels etwas Mystisches, Geheimnisvolles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Mittelmeer, nach Marsa Matruh sind es, der „Straße“ folgend, rund 300 km. Verbindungen nach Südosten zu den Bahariya Oasen oder nach Osten ins Fayum werden durch abenteuerliche Pisten gewährleistet oder auch nicht, wie schon das frühe Beispiel des Kambyses und seiner Perserarmee zeigt, sie sind nie angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf prähistorische Vorkommen ist das Gebiet von Siwa und den benachbarten Oasen Um el Hiyus, Gara, El Arag und Sitra von Fekri A. Hassan Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und von den B.O.S. Expeditionen (R. Kuper, E. Cziesla) in den 80er Jahren wissenschaftlich untersucht worden.&lt;br /&gt;
Die Hauptbesiedlungsphasen scheinen epipaläolithisch und frühneolithisch gewesen zu sein, bezieht man sich auf das von Fekri A. Hassan vorgestellte Fundmaterial, welches hohe Anteile an Rückenstumpfungen und Meißeln aufweist.&lt;br /&gt;
Die B.O.S. Fundstelle 85/05-4, mit 356 m² etwas größer als weitere Plätze in Sitra, ist gemischt. Sie führt ebenfalls rückengestumpfte Lamellen und Langschmale Dreiecke aber auch einige flächenretuschierte Artefakte jüngeren Datums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorkommen von Pfeilspitzen in den Siwa- Oasen beschränken sich auf wenige flächenretuschierte Exemplare. Ounanspitzen sind sehr selten, Ounan-Harif-Spitzen und damit verwandte Stücke werden von Site 75/27 in Gara gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der mir zur Verfügung stehenden Literatur ergibt sich folgendes Bild :&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Ounan-Harif-Spitzen beträgt sicher zehn, das sind die gezeichneten Exemplare und wahrscheinlich 39, das sind sämtliche Pfeilspitzen der Tafel 5.1 in  „Resources and Subsistence during the Early Holocene at Siwa Oasis, Northern Egypt“ von Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Exemplare sind datiert, das Alter von 8219 +- 73 BP fällt zusammen mit dem Ende der El Ghorab Phase im äußersten Südwestzipfel der östlichen Wüste Ägyptens, dort wurden gleichartige Bewehrungen beobachtet.&lt;br /&gt;
Die teilweise flächige Bearbeitung findet durchaus Parallelen in Kiseiba, Nabta und Abu Tartur.&lt;br /&gt;
Auch die Stücke a und d (Fig. 7 Artifacts from Gara Oasis site 75/27) passen gut als frühe flächig retuschierte Stielspitzen in den allgemeinen Rahmen. Ein weiteres Beispiel ist die D21- Spitze von Sitra 85/5 (Abb. 1/3 in Cziesla 98), die in Silhouette und Bearbeitungstechnik der Spitze a site 75/27 sehr ähnlich ist und die in den Zeithorizont um ca. 8200 BP fällt.&lt;br /&gt;
Weitere datierte Exemplare aus Dakhla und Abu Tartur erhärten den Befund, dass flächig retuschierte Stielspitzen am Ausgang des 9. Jahrtausend vereinzelt auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen nach Fundorten innerhalb der Siwa- Oasen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplatz&lt;br /&gt;
|| Anzahl der&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gefunden&lt;br /&gt;
|| Anzahl der &lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gezeichnet&lt;br /&gt;
|| Alter BP&lt;br /&gt;
des&lt;br /&gt;
Fundplatzes&lt;br /&gt;
|| Klassifikation&lt;br /&gt;
nach Hugot*&lt;br /&gt;
|| Literatur-&lt;br /&gt;
hinweise&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/31&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/24&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/27&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 8219+-73&lt;br /&gt;
|| D1, D21, 2xH1, &lt;br /&gt;
5xH4, 1 Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 7 a-j&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/24A2 &lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/05-4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D3, D33, H10&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/09&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| H12, H5&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| G1&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/07&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D33&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| ca. 8200&lt;br /&gt;
|| D21 nach 19&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/15&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D18 langstielig&lt;br /&gt;
D44, 2xC1&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 f-i&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus&lt;br /&gt;
Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD19 langstielig&lt;br /&gt;
C3, D44,&lt;br /&gt;
C Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 a-e&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/12&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.3 b&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa Slg. Bates&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D21 schlank&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98&lt;br /&gt;
Abb. 1/4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 83/11-2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Blattspitzen&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Südl. Des Sitra-&lt;br /&gt;
Sees&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD18&lt;br /&gt;
1xD42&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98,&lt;br /&gt;
Abb. 1/12, 13, 14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa&lt;br /&gt;
ohne weitere&lt;br /&gt;
Präzision&lt;br /&gt;
|| 102&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 11xC4&lt;br /&gt;
11 Ounan-Harif-Spitzen&lt;br /&gt;
der Typen H10 und H14,&lt;br /&gt;
60 Stielspitzen des &lt;br /&gt;
Typs D19 und D18,&lt;br /&gt;
19xC1 oder C3,&lt;br /&gt;
1xE3&lt;br /&gt;
|| Mc. Burney&lt;br /&gt;
1955&lt;br /&gt;
Seiten 254 - 257,&lt;br /&gt;
Fig. 35, 36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''&amp;gt; 163'''&lt;br /&gt;
|| '''50'''&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *&lt;br /&gt;
-Die C4- Spitzen weisen flächige Randretuschen auf, vor allem die Schäftungszonen sind beidseitig modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Schäftungszonen der Ounan- Harif- Spitzen „shanked blades“, wie Mc. Burney sie nennt, sind ebenfalls durch flache, beidseitige Retuschen bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die sehr schlanken Stielspitzen der Gruppen D18 und D19 mit einem Koeffizienten B/L von 0,20 bis 0,35 sind relativ jung. Für Djara werden sie von K. Kindermann bei ca. 6000 BP angesiedelt. („The Holocene Occupation of the Eastern Sahara, Regional Chronologies and Supra- regional Developments in four Areas of the Absolut Desert“ in Gezeiten der Wüste, Herausgeber R. Kuper 2002 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundort&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Um el Hiyus&lt;br /&gt;
a) 75/5 b) 75/31&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Gara&lt;br /&gt;
a) 75/24 b) 75/27&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | El Arag&lt;br /&gt;
a) 76/4 b) 76/24A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 32&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 28,1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 88&lt;br /&gt;
|| 17,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte&lt;br /&gt;
Klinge u. Abschläge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 53,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 14,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 25,0&lt;br /&gt;
|| 72&lt;br /&gt;
|| 32,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 128&lt;br /&gt;
|| 25,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. Zähnungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7,7&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 27,3&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 9,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 10,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 12,5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 20,5&lt;br /&gt;
|| 73&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Seitenschaber&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 18,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 42&lt;br /&gt;
|| 8,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endstumpfung&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 0,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Spitzen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 0,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Zweiflächner&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Andere&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''69'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|| '''64'''&lt;br /&gt;
|| '''100,2'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''221'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''494'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987&lt;br /&gt;
Table 5.1 Tool classes from Holocene Sites in the Siwa Oasis Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahariya==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptort der Bahariya Oasen, Bawiti, liegt ungefähr 180 km nordöstlich von Farafra entfernt, und von den Pyramiden in Giza sind es rund 370 km in südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stahlwerke von Heluan werden über eine Eisenbahnstrecke mit dem Eisenerz der Gruben von Bahariya versorgt. Die submarine Exhalations- Lagerstätte deckt den ägyptischen Inlandbedarf.&lt;br /&gt;
Der wunderschöne Rosengarten in der Iron-Mine-City dürfte der einzige in der westlichen Wüste sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erforschung holozäner Besiedlung scheint nicht weit fortgeschritten zu sein. Lediglich Fekri A. Hassan erwähnt einige einseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen an einigen Plätzen in „Archaeological explorations at Bahariya Oasis and the Western Delta“1979. Angaben zur Silhouette der Bewehrungen sind nicht gemacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Farafra==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Farafra liegt rund 500 km in nordwestlicher Richtung von den Kharga Oasen entfernt, falls der Weg über Mut genommen wird. Von Giza über Bawiti sind es ca. 550 km nach Südwesten. Kleiner als die Kharga und Dakhla Oasen hatte sich Farafra lange Zeit seine Ursprünglichkeit bewahrt. Gerne erinnere ich mich an die Gastfreundlichkeit und den herrlichen Garten des Homda, Bürgermeister würden wir ihn nennen. Dieser kühle, schattige Platz hat ein wenig von dem Paradies, wie es im Koran beschrieben ist, ohne die Jungfrauen allerdings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon sehr früh im Holozän brachte die Region um Farafra pflanzliche Taxa hervor, wie z.B. Sorhum sp., Getaria, Brachiaria, Panicum und Echinochloa colona. Auch Schaf und Ziege sind sehr früh vertreten wie Daten von 7251 +- 67 BP und 7110 +- 50 BP belegen.&lt;br /&gt;
Obwohl Behausungsstrukturen ausgegraben worden sind, ist bislang sehr wenig Töpferware gefunden worden. (Ein Bruchstück von site HV – 2).&lt;br /&gt;
Verbunden mit den archäologischen Aktivitäten sind die Namen von Barbara E. Barich, Fekri A. Hassan, A.G. Fahmy, A. Gautier, G. Lucarini und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Auswertung des lithischen Inventars noch nicht abgeschlossen ist, sollen hier lediglich die bis jetzt veröffentlichen Pfeilspitzen behandelt werden. So werden in „Archaeology of  Farafra Oasis (Western Desert Egypt) A Survey of the most recent Research“ von B.E. Barich und G. Lucarini folgende Bewehrungen vorgestellt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' Farafra Oasis, Hidden Valley Village, Lithic industry. Drei Blattspitzen, davon ein Exemplar C6 mit vollständiger, beidseitiger Flächenretuschierung, zwei Exemplare vom Typ C3 mit einseitiger, vollständiger Flächenretuschierung, die Ventralseite weist eine teilflächige Retuschierung auf.&lt;br /&gt;
Eine H13- Spitze mit leichten Retuschen am linken, distalen Rand. Gezeichnet sind weiter gekerbte und gezähnte Stücke mit den obligatorischen harten Kantenretuschen sowie ein Schaber und ein Messer mit flachen Randretuschen. Der Zeithorizont ist ca. 7100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8''' Farafra Oasis, Hidden Valley Area, Late neolithic bifacial artifacts. Zeigt drei Blattspitzen der Gruppen C1 und C3 wovon eine beidseitig flächenretuschiert ist, die zwei anderen sind auf der Ventralseite lediglich in der Schäftungszone flächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden gezeichnet ein side-blow-flake, drei Messer und ein Schaber- Kratzer. Diese Werkzeuge haben ein Alter von 5950 BP Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klärungsbedarf besteht für die Ounan-Arif-Spitzen vom spätneolithischen Fundplatz Sheikh el- Obeiyid und für eine weitere typisch beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze, welche an den Ounan-Arif Typ erinnert und welche auf  „Playa I“ in der Rajih Region auf einem Platz mit Klingenindustrie gefunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebel Kamil==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebel Kamil ist nach der Beschreibung von Joachim Hahn, dessen Bekanntschaft ich in Abu Tartur machen durfte, ein konischer Hügel, der sich rund 100 m über die umgehenden Dünenfelder erhebt und so eine weithin sichtbare Landmarke bildet. Er liegt südsüdöstlich des Gilf Khebir in der Nähe der ägyptisch- sudanesischen Grenze.&lt;br /&gt;
In seinem Artikel „Neolithic Settlement Patterns in the Gebel Kamil Area, Southwest Egypt“ beschreibt J. Hahn neolithische Fundplätze, von denen einige Pfeilspitzen aufweisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28''' ist eine der größten Fundstellen der Gegend, als mögliche Bewehrungen kommen Segmente, Trapeze und Dreiecke in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28-1'''  ist eine datierte Fundstelle mit Altersangaben von ca. 4300 BP bis 4600 BP. Auch hier sind die Pfeilspitzen- Bewehrungen auf Querschneider wie Trapeze, Dreiecke und eventuell Segmente beschränkt. Gezeichnet wurden drei Dreiecke, zwei Trapeze und vierzehn Segmente. Die Dreiecke entsprechen dem Querschneider Typ F4, die Trapeze den Gruppen F10 und F11. Zum Teil sind die Artefakte sehr klein wie das Dreieck 83/28-1 Nr. 4 mit einer Höhe von 8mm und einer Schneidenlänge von 7mm. Das Trapez 83/28-1 Nr. 9 hat die Höhe von 7mm, die kleine Schneide misst 3mm, die große 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''85/67''' ist der dritte Fundplatz von welchem Pfeilspitzen vorgestellt werden. Außer den Querschneidern vom Typ F16, F4, F10 und F14, es sind sieben Exemplare gezeichnet, kommen nicht näher beschriebene zweiseitig flächenretuschierte Spitzen vor, die aber kaum Pfeilspitzen sein dürften, da sie im Zusammenhang mit Handäxten, groben Abschlägen und Levallois- Kernen genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fig. 6 gibt J. Hahn Querschneider für die Fundstellen K25, 85/67 und 85/58 an, Trapeze und Dreiecke für 83/28 und 85/58, Trapeze ohne Dreiecke für 85/67.&lt;br /&gt;
Der Fundkomplex Gebel Kamil wird in den Zeithorizont vom 4. bis zum 6. Jahrtausend BP gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die große Sandsee==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Oase Siwa im Norden bis zu den Ausläufern der Sandsteinmasse des Gilf Kebir im Süden erstreckt sich die große Sandsee auf einer Breite von ca. 100 km bis 300 km westlich der libysch- ägyptischen Grenze.&lt;br /&gt;
Die archäologischen Untersuchungen wurden von der Universität Köln und dem Heinrich Barth Institut durchgeführt, sie waren im Besonderen auf die Gebiete um Abu Minqar, Regenfeld, Ain Dalla und die Glasregion konzentriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Regenfeld'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regenfeldfundstellen liegen nördlich und südlich des 25. Breitengrads Nord und östlich des 27. Längengrads Ost. Benannt wurde die Region im Jahre 1873 von Gerhard Rolfs wegen der starken Regenfälle, die ihn auf seiner Expedition überraschten. &lt;br /&gt;
Die ältesten Vorkommen, Regenfeld A, weisen ein Alter von über 9000 BP auf und enthalten keinerlei Pfeilspitzen oder geometrische Mikrolithen, die als Bewehrungen angesprochen werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das darauffolgende Regenfeld B mit einem Alter von ca. 8700 BP produzierte neben langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Artefakten auch eine rückengestumpfte Blattspitze vom Typ H1 und zwei Trapeze mit gestumpfter, leicht gekehlter kleiner Seite, die im gleichaltrigem Kontext auch in Westpans 85/52 gefunden worden sind und die als mögliche Bewehrung die Bezeichnung F20 erhalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem folgenden Zeitabschnitt von ca. 8300 BP bis 7800 BP wurden keine Bewehrungen gefunden, langschmale Dreiecke, rückengestumpfte Lamellen und eine Kerbklinge bestimmen das Inventar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngsten Phase, Regenfeld D, von ca. 7700 BP ( 87/2 ) bis 7000 – 6500 BP ( 96/19 ) erscheinen neben klassischen Bewehrungen der Typen F4 und F13 auch flächenretuschierte Artefakte. Dabei handelt es sich unter anderem um große, beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen. Zwei dieser Stücke sind gezeichnet worden, eine davon, die Längere, hat die ungefähren Abmessungen L = 78 mm, B = 28 mm und Dicke = 8,3 mm. Diese Dimensionen sind vergleichbar mit denen der großen Blattspitzen von Abu Tartur, welche Längen zwischen 70 mm und 91 mm und Gewichte von 8,7g bis 14,2g aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können ebenso wie die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle und die großen Stielspitzen als Pfeilspitzen eingesetzt werden und mit Erfolg von einem Bogen verschossen werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der querschneidigen Bewehrungen von Regenfeld wird auf zehn geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Glasregion'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein gezieltes Ausbeuten der Rohstoffquellen, des libyschen Wüstenglases oder Lechatelierit zu erschweren, sind genauere Hinweise auf die Lage der Fundgebiete nicht angegeben.&lt;br /&gt;
Die größte Fundstelle, 81/61, wird auch nach dem Entdecker „Willmanns Camp“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwei Schnitten wurden insgesamt 1934 Werkzeuge, davon 250 Mikrolithen, zu Tage gefördert. Die verschiedenen C14- Analysen ergeben Resultate von ca. 8000 BP bis ca. 5700 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flächenretuschierte Artefakte sowie Pfeilspitzen fehlen in den Inventaren. Als mögliche Bewehrungen kommen Trapeze und Dreiecke in Frage. Sechs Dreiecke und 21 Trapeze sind gezeichnet worden und fallen unter die Typen F4 und F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ain Dalla'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am östlichen Rand der großen Sandsee, etwa nördlich von Abu Minqar und nordwestlich von Farafra liegt der Brunnen von Ain Dalla.&lt;br /&gt;
Ein spätneolithischer Fundplatz scheint 85/15 zu sein. Die zwei dort gefundenen Stielspitzen sind sehr schlank und gehören zu den Typen D19 und D49. Die Ränder der D19- Spitze sind sehr leicht konvex ausgebildet, nicht genug um als D18 klassiert zu werden. Die Widerhaken der D49- Spitze sind sehr klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 85/26 mit einem Alter von ca. 8610 BP produzierte eine Ounanspitze vom Typ H12 und auf dem dritten, circa 8460 BP alten Ain Dalla Fundplatz 85/28 – 1 wurden eine  H5- Spitze und zwei Dreieckspitzen vom Typ H7 gefunden. Letztere passen normalerweise nicht zu den vorherrschenden Rückenstumpfungen, die für das Inventar charakteristisch sind, sie sind eher für das mittlere Neolithikum typisch. Die primitive Ausführung könnte sie allerdings dem Fundplatz zugehörig erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Gerara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von Abu Gerara liegen zwischen Djara im Norden und den Eastpans im Süden, nach Südwesten befinden sich die Vorkommen der Dakhla Oasen und nach Südosten sind es die Plateau- Plätze und Playakonzentrationen von Abu Tartur. Zwischen dem Abu Tartur Massiv und den Abu Gerara Schichtabbrüchen liegen ein mit Kalksteinhügeln durchsetztes Gelände, zwei große Depressionen sowie eine kleine mit dem Fundplatz 00/59, an dessen Exploration ich mitarbeiten konnte. Nördlich der Schichtstufen kommen weitere Kalksteinhügel vor, dann nach rund 25 km geht das Gelände in eine Hamada über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchungen, die zur Zeit von der Kölner Universität durchgeführt werden, sind noch nicht beendet. So werden lediglich einige Fundstellen, von denen schon endgültige Ergebnisse vorliegen, berücksichtigt. In „Abu Gerara : Mid- Holocene sites between Djara and Dakhla Oasis (Egypt)“ Heiko Riemer 2003 wird die Fundstelle 98/5 vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''98/5''' Fundstelle im Hügelland nördlich der Schichtstufen. Der Fundplatz ähnelt in seiner Anlage stark den Vorkommen auf dem Abu Tartur Plateau. Ein tief gelegenes Becken ist umrahmt von bis zu elf Metern hohen Hügeln, die einen guten Schutz gegen den Nordwind abgeben. Von den Hügeln laufen Regenrinnen ins Beckentiefste. Dort hat sich ein terra rosa Boden gebildet, der gepanzert durch das Artefaktenmaterial und gehärtet durch erhöhten Phosphateintrag teilweise der Deflation standgehalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden 75 retuschierte Werkzeuge geborgen, davon 16 Pfeilspitzen, die mit 21,3 % den größten Anteil stellen, gefolgt von Seitenkratzern und gezähnten Stücken. Weitere Artefakte sind Bohrer, side-blow-flakes, blattartige Messer und Vorstufen dazu, sowie Sichelblätter und Dexel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei C14 Analysen datieren 98/5 auf 6600 Jahre BP. Dies ist einer der nicht zu großen Fundplätze, die ein weitgehend unvermischtes Inventar mit einem bestimmten Alter aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8'''  zeigt unter anderem zwei Blattspitzen mit teilflächiger Retuschierung. Die Nr. 5 hat eine klassische C3 Silhouette während Nr. 6 eine deutlich gerundete Schäftungszone aufweist aber noch unter C3 geführt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die Nr. 7. Im medialen Abschnitt weist das Artefakt nahezu parallel verlaufende Ränder auf, die Schwingen zeigen winzige Widerhaken und der recht lange, schlanke Stiel ist an seiner Basis eingeschnürt, das Ende des Stiels ist abgerundet, das distale Ende ist abgebrochen. Derartige Stücke sind aus Djara bekannt, wo einige dieser als D52 bezeichneten Bewehrungen vorkommen. E. Cziesla stellt eine ganz ähnliche Spitze vor, die südlich des Sitra Sees gefunden worden ist (Nr. 14, Abb. 1 in Anmerkungen zu flächenretuschierten Pfeilspitzen 1998). Bei diesem Exemplar ist der Stiel kurz und die Parallelität der Ränder im medialen Abschnitt ist nicht gegeben.&lt;br /&gt;
Die Nr. 8 ist eine D36 Spitze und kommt ebenfalls in einigen Exemplaren in Abu Tartur vor. Eine vergleichbare mit nur einem Kerbenpaar (D31) ist von Eastpans bekannt, eine weitere ist, klassiert unter Bashendi B in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ Fig. 5.d gezeichnet. M. Mc Donald 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Eastpans ist ebenfalls eine Großspitze des Typs D3 bekannt, mit stärker ausgeprägten Widerhaken wurde auch in Abu Gerara eine solche aufgesammelt (Site 99/28). Weitere Einzelstücke sind in Dakhla und Djara gefunden worden. Diese Spitzen sind zu vergleichen mit der Serie von gestielten Großspitzen von Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''00/70''' Dieser Fundplatz in der Nähe der großen Dolineneinbrüche nördlich des Abu Tartur Massivs ist nur kurz angefahren worden. Bei dem Inventar handelt es sich um ein im Tiefsten des Siedlungsplatzes zusammengespültes Artefaktengemisch. Ein nördlich am Hang gelegenes Areal mit sehr vielen Herdstellen wurden aus Zeitmangel ignoriert. Ein hastig dort aufgeklaubte Pfeilspitze ist vom Typ C10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==El Karafish==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Straße von den Dakhla Oasen nach Abu Minqar liegt auf dem libyschen Plateau El Karafish, eine junge Fundstelle, die von prädynastischer Zeit und auf Grund von Keramikvergleichen bis in die 6. Dynastie reicht. Eine C14- Analyse ergab ein Alter von ca. 4500 BP. Im Keramikmaterial finden sich ebenfalls Claytonringe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Pfeilspitzen wurden geborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Eine Ounanspitze vom Typ H13, die im Kontext von El Karafish deplaziert wirkt und eher eine typische Bewehrung um 7600 BP darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Eine flächig retuschierte Stielspitze vom Typ D2, wobei die linke Schwinge leicht gerundet erscheint. Dieser Typ taucht in den verschiedensten spätneolithischen Inventaren auf. Die Dorsalseite ist bis auf einen schmalen, zentralen Bereich flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, lediglich der Stiel ist vollflächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Zum Fundplatz passend ist das dritte Exemplar. Es handelt sich um eine Stielspitze mit kurzem, breitem Stiel und mit parallel zueinander verlaufenden Rändern im proximalen Bereich. Die Ränder weisen eine sehr feine Zähnung auf, die Schwingen stehen rechtwinklig zur Längsachse, sind jedoch mit winzigen Widerhäkchen bestückt. Das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert, der distale Bereich ist abgebrochen. Da die Silhouette der Pfeilspitze ein Novum darstellt, erhält sie die Bezeichnung D50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art von schlanken, feingezähnten Stielspitzen stellt das Ende einer Entwicklung von tief penetrierenden Bewehrungen dar, welche aus lithischem Material hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dungul==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oase liegt ca. 160 km südwestlich von Assuan am Rande des Kalksteinplateaus, Hester und Hobler haben die dortige prähistorische Kultur untersucht. Nur wenige Pfeilspitzen gehören dem Inventar der „Libyan industry“, deren Alter mit 7900 +-150 BP Jahren angegeben wird (Hester und Hobler 1969). Gezeichnet oder fotografiert sind acht Exemplare, davon sind zwei Querschneider, eine Stielspitze der Familie D, zwei H5 – Spitzen sowie drei Blattspitzen der Familie C. Eine vierte Blattspitze wird im Text erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Badari==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
El Badari liegt am Ostufer des Nils rund 40 km südlich von Asyut und ca. 60 km nördlich von Sohag. Wie Merimde als prähistorische Niederlassung in Unterägypten, so soll El Badari als Beispiel für oberägyptische steinzeitliche Besiedlung im Niltal dienen.&lt;br /&gt;
Beide Fundkomplexe verfügen über größere Mengen von ausgekehlten Dreieckspitzen, so dass ein Vergleich mit entsprechenden Wüstenfundplätzen wie dem Fayum und Abu Tartur möglich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 veröffentlichten Guy Brunton und G. Caton- Thompson ihren Bericht „The Badarian Civilisation“ wo neben mit Schwingen oder Widerhaken versehenen, dreieckigen Großspitzen auch zwei gestielte Exemplare erwähnt werden.&lt;br /&gt;
Die gezeichneten Stücke können wie folgt eingeteilt werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| A1|| A2|| A17|| A25|| A26|| A28|| C1|| andere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 3|| -|| 2|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 5|| -|| -|| -|| 6|| -|| 2|| 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 6|| -|| -|| -|| 5|| 1|| -|| 4|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVI|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVII|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVIII|| 3|| -|| -|| -|| -|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate LVI|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''3'''|| '''2'''|| '''1'''|| '''22'''|| '''1'''|| '''2'''|| '''6'''|| '''2'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die östliche oder arabische Wüste Ägyptens==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streifen zwischen dem Niltal und der Küste des Roten Meeres bildet den östlichen Rand der Sahara. Im Norden zwischen Kairo und Suez ist er ca. 135 km breit, im Süden an der Grenze zum Sudan und zur nubischen Wüste rund 500 km. Die Entfernung entlang des Roten Meeres von Suez bis Halait beträgt über 1000 km. Aus diesem riesigen Gebiet sind nur wenige prähistorische Funde bekannt und dem entsprechend eine geringe Anzahl von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die arabische Wüste war gewiss nicht weniger attraktiv als das Gebiet westlich des Nils. Im Gegenteil, es existierte ein integriertes Wadisystem, welches das Wasser aus dem Gebirge entweder ins Meer oder in den Nil leitete. Das Küstengebirge weist Höhen um 1000 m auf und gelegentlich wird auch die 2000 m Marke überschritten. Die hydrologische Situation dürfte daher vorteilhafter als in der westlichen Wüste gewesen sein. Wenn dennoch weniger Relikte vorgeschichtlicher Kulturen gefunden worden sind, so liegt es wahrscheinlich an dem unwegsamen Gelände. Wer hier etwas außerhalb der wenigen Verbindungsstraßen entdecken will muss gut zu Fuß sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fundplatz, der Pfeilspitzen in seinem Inventar aufweist, wurde von P.M. Vermeersch, P. van Peer, J. Moeyerson und Wim van Neer „Tree Shelter“ genannt. Er liegt nordwestlich von Quseir in der Nähe der Phosphatgruben und ist mit dem Geländewagen zu erreichen. &lt;br /&gt;
Vier Holzkohlenproben ergaben Altersstellungen von 6770 +- 60 BP bis 4930 +- 30 BP. Die Geräte, 80 an der Zahl, setzen sich aus gezähnten Stücken, retuschierten Abschlägen, flächig bearbeiteten Stücken, Kerben, einem side-blow-flake und Verschiedenen zusammen.&lt;br /&gt;
Außerdem wurden zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen, ohne weitere Präzisierung, erwähnt. Möglicherweise handelt es sich um Blattspitzen der Familie C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant sind das Vorhandensein von Asphataria rubens aus dem Niltal und ein side-blow-flake, ein Werkzeug, welches östlich des Nils zu den Raritäten zählt. Publiziert wurde der Bericht im Dezember 2002 in Archéo-Nil. In unmittelbarer Nachbarschaft des „Tree Shelter“ hat das gleiche Autorenteam eine Höhle, genannt Sodmein Cave, untersucht („Neolithic occupation of the Sodmein area, Red Sea Mountains, Egypt“ in Aspects of African Archaeology edited by G. Pwiti and R. Saper 1996).&lt;br /&gt;
Die Altersangaben reichen von 6490 +- 100 BP und 7090 +- 80 BP für die unterste Schicht bis 6320 +- 100 BP und 6360 +- 90 BP für die obere Schicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundenen Pfeilspitzen sind den Schichten nicht in der Art zugeordnet, dass sie mit einem exakten Alter in Verbindung gebracht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (Fig. 3 Seite 414).&lt;br /&gt;
* Nr.   2  ist eine asymmetrische, einseitig flächenretuschierte Blattspitze.&lt;br /&gt;
* Nr.   3  ist eine Blattspitze des Typs C1, die Rückseite zeigt lediglich flächige Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   6  ist ein Fragment und gehört möglicherweise zu einer Blattspitze C1, C3 oder zu einer Stielspitze D44.&lt;br /&gt;
* Nr.   7  wie Nr. 6.&lt;br /&gt;
* Nr.   8  ist eine Blattspitze mit beidseitigen flächigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   9  ist eine asymmetrische H1- Spitze.&lt;br /&gt;
* Nr. 10  ist eine H1- Spitze, im proximalen Bereich ist sie beidseitig flächenretuschiert auf der Ventralseite ist zusätzlich ein Rand flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
* Nr. 11  ähnlich wie Nr. 10.&lt;br /&gt;
* Nr. 12 und 13  Ounanähnliche Spitzen des Typs H13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Verbindungsstraße Qena im Niltal nach Quseir am Roten Meer berichtet Debono aus der Gegend von Laqueita von zwei Ounanspitzen (Debono, 1951 plate III b) und einigen Querschneidern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Ölfördergebiet von Ras Gharib, etwa 25 km von der Küste entfernt, weist Montenant (1986 plate XXXVI) auf Pfeilspitzen in der Nähe des bir Nakhla hin, es Handelt sich um aus Lamellen gearbeitete, kantenretuschierte Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Dittmann weist in seiner Veröffentlichung „Zur Paläogeographie der ägyptischen Eastern Desert“, 1990 auf Pfeilspitzenfunde von Fundplatz B im Gebel Zeit hin. Das Fundgebiet liegt an der Küste des Roten Meeres zwischen Ras Gharib und Hurgada. Gefunden wurden drei Blattspitzen vom Typ C1 und eine D21- Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
Aus dem Abri im oberen Wadi Deir im Bereich des Klosters St. Paulus wird ein großes Blattspitzenfragment gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorgestellten Einzelfunde und Daten lassen lediglich erkennen, dass die östliche oder arabische Wüste ähnlich besiedelt war wie das Gebiet westlich des Nils. Ounanspitzen und andere kantenretuschierte Pfeilspitzen weisen auf ein frühes Neolithikum hin. Über die spätneolithischen Typen C und D bis zu prädynastischen Querschneidern reicht die Formenvielfalt über große Zeiträume.&lt;br /&gt;
Hier liegt ein riesiges Gebiet, lediglich an seinen Rändern angekratzt und wartet auf seine Entdeckung. Künftigen Forschern wird die Arbeit so schnell nicht ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Djara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer multidisziplinären Expedition der Universität Köln hatte der Verfasser im Jahr 2000 Gelegenheit die Fundstellen der Siedlungskammer Djara kennenzulernen.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt 15 km westlich des Abu Muharig Dünengürtels etwas nördlich der Linie Farafra – Asyut. &lt;br /&gt;
Neben einer Reihe von kleinen, oft hochinteressanten Fundstellen, sind drei große Konzentrationen hervorzuheben. Zunächst die Fundstelle 90/1 mit einer wahrscheinlich im Tertiär entstandenen Tropfsteinhöhle als Besonderheit an ihrer südlichen Peripherie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite bedeutende Konzentration ist 98/20 mit einem Inventar, das von rückengestumpften Artefakten bis zu side-blow-flakes reicht.&lt;br /&gt;
Eine weitere Konzentration wird mit 98/4 bezeichnet, sie weist die am weitesten fortgeschrittene Zerstörung durch Deflation auf. Die Playaablagerungen sind bis auf einige flache Hügel, möglicherweise durch Phosphateintrag entstandene Härtlinge, komplett ausgeräumt und die Kalksteinstrukturen, wie sie im Pleistozän vorhanden waren, treten wieder zu Tage. Nur große und schwere Artefakte finden sich auf dem Grund des ehemaligen Siedlungsplatzes. Pfeilspitzen fehlen ebenso wie Mikrolithen und Straußeneischalen. &lt;br /&gt;
Keramik, die auf anderen Stellen in Djara nicht gefunden wurde, ist in einer mit schluffigem Material gefüllten Windfalle entdeckt worden.&lt;br /&gt;
Eine detaillierte Beschreibung und Auswertung der Funde und Befunde des Gesamtgebietes ist in Arbeit (K. Kindermann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 90/1'''&lt;br /&gt;
Das Gelände ist in mehrere Grabungszonen aufgeteilt worden, die von 90/1 – 1 bis 90/1 – 15 durchnummeriert worden sind. Pfeilspitzen sind an folgenden Stellen gefunden worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 1'''   Alter : 6786 +- 49 BP bis 6448 +- 69 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 12 Pfeilspitzen, acht davon sind gezeichnet worden und zwar : &lt;br /&gt;
Zwei D21- Spitzen, eine D26, eine D44, zwei E2 und jeweils eine H1, Eine H5 und eine H7- Spitze. Drei der flächenretuschierten Pfeilspitzen stammen aus den Herden und können als in situ Funde gelten. Es sind dies eine D21- Spitze, die lediglich als gestielt beschrieben ist, eine E2- Spitze, die als Blattspitze bezeichnet ist und eine D26- Spitze, die als gestielt mit Zähnung deklariert wird (In „Investigations of Mid- Holocene settlement of Djara“ in K. Kindermann 2003).&lt;br /&gt;
Während die flächenretuschierten rhombischen Exemplare und die Stielspitzen gut zu den C14- Werten passen, sind die kantenretuschierten Stücke, ob Blatt- Stiel oder Dreieckspitze eher für frühere Epochen typisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 2'''   Alter : 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden und gezeichnet wurden fünf Pfeilspitzen. Die kurzen und gedrungenen Exemplare bestehen aus Blattspitzen der Gruppen C3 (2 Stücke) und C4 (1 Stück) sowie einer ebenfalls gedrungenen D2- Spitze mit kurzem, breitem und abgerundetem Stiel. Das fünfte Stück ist ein schwer einzuordnendes Fragment mit flachen Randretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 4''' ohne Altersangabe.&lt;br /&gt;
* Es wurden vier Pfeilspitzen gefunden, gezeichnet wurde keine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 6'''   Alter : 6900 +- 50 BP und 6696 +- 94 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden drei Pfeilspitzen, davon eine Blattspitze C1 und eine gestielte Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 10'''   Alter : 6885 +- 50 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 19 Pfeilspitzen, darunter zwei H1, zwei C1 und eine D3- Spitze, ferner wurde ein Querschneider vom Typ F4 beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 13'''   Alter : 6713 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 36 Pfeilspitzen und zwar von den kantenretuschierten fünf H1, sechs H5 und eine H7- Spitze und von den flächenretuschierten Stücken zehn C1, drei C6 und fünf D1- Spitzen. Dazu kommen noch weitere sechs flächenretuschierte, nicht weiter präzisierte Stücke sowie vier zusätzliche Fragmente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 15'''   Von dieser Grabung ist ein Querschneider vom Typ F4 bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der Pfeilspitzen von den Grabungsflächen beträgt 80, davon wurden 15 Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Oberfläche 90/1 wurden insgesamt 155 Pfeilspitzen gefunden, davon sind 36 Stücke gezeichnet worden und zwar von den Konzentrationen 1 – 6. Von der Konzentration 7, welche 107 Pfeilspitzen hervorbrachte, sind keine Zeichnungen angefertigt worden.&lt;br /&gt;
Die Konzentration „cluster 7“ liegt im Südwesten von 90/1. Sie wird östlich von einer Wadirinne und westlich von dem Kalkgestein einer steil ansteigenden Hügelkette begrenzt. Der Untergrund besteht aus einem Schwemmfächer aus fein- bis mittelkörnigem Schutt.&lt;br /&gt;
Darin waren neben vielen anderen Artefakten 107 Pfeilspitzen eingelagert. Darunter befinden sich zwei Ounan- Harif- Spitzen mit Schäftungszonen, die von zwei geradlinigen Rändern gebildet werden (Typ H2). Weiter wurden gefunden eine Ounanspitze H12 und 24 H5- Spitzen, eine kantenretuschierte, blattförmige Spitze vom Typ H1 und eine Dreieckspitze vom Typ H7. Hinzu kommen noch acht fragmentierte kantenretuschierte Bewehrungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Stücke setzen sich zusammen aus 14 beidseitig modifizierten C- Spitzen und 11 einseitig bearbeiteten C- Spitzen. Die gestielten Exemplare gehören sechsmal zu den D3, fünfmal zu den D1 und dreimal zu den D26- Spitzen. Ferner wurden sieben fragmentierte D1- Spitzen und 16 Fragmente von nicht identifizierbaren flächenretuschierten Spitzen gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gelangten die Pfeilspitzen und andere, hier nicht aufgeführte Werkzeuge auf diesen sterilen Schwemmfächer? Sie wurden nicht mit den Sedimenten heruntergespült, wie angenommen werden könnte, da oberhalb keinerlei Kulturspuren zu entdecken sind, sondern sie wurden vom Nordwind in diese Artefaktenfalle geweht. Vergleichbare sekundäre Konzentrationen sind von Abu Tartur bekannt. Der vom Verfasser durchgeführte Langzeitversuch über die Wirkung des Windes auf  steinzeitliche Artefakte in ariden Klimazonen unterstreicht die Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 51 gezeichneten Exemplare von Djara gehören 20 verschiedenen Gruppen an und verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte blattförmige, 17 x C|| C 1|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 3||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 6||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte gestielte, 14 x D|| D 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 3||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 21||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 26||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 31||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 44||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rhombische, 4 x E|| E 2|| 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Querschneider, 2 x F|| F 4|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rundschneidige, 5 x G|| G 1|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kantenretuschierte, 9 x H|| H 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 4||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 5||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 7||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| '''Total'''|| '''51 (von 235)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 98/20'''&lt;br /&gt;
* Das Zentrum der Fundstelle wird, wie schon bei 90/1, von einer Restplaya gebildet. Ein im Jahr 2000 durchgeführter Baggerschnitt erreichte das unterliegende Kalkgestein. In der Kontaktzone hatte sich eine Schicht großer Kalzitkristalle gebildet, die später auch an höher gelegenen Stellen, ebenfalls im Kontakt Playa- Kalksteinliegendes, nachgewiesen werden konnte.&lt;br /&gt;
Die Ausbildung großer Kalzitkristalle unter den gegebenen Umständen setzt eine über längere Zeiträume dauernde Anwesenheit von Wasser voraus. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Lebensbedingungen, zumindest die Präsenz von Wasser betreffend, in der Siedlungskammer Djara während der pluvialen Optima wesentlich besser waren als bisher dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artefaktenvielfalt ist groß und reicht von Ounan- Harif- Spitzen, Ounanspitzen, langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Werkzeugen bis zu side- blow- flakes und flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 34 Stücken stellen die Ounan- Harif- Spitzen die größte Gruppe der Bewehrungen, nicht gezählt sind drei weitere Exemplare sowie eine Ounanspitze, die neben einer H1- Spitze und einer H5- Spitze vom Verfasser vor Ort beobachtet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Pfeilspitzen, die für 98/20 aufgelistet sind und die zu den C14- Werten von 6430 +- 50 BP und 6365 +- 30 BP passen, sind eine partiell flächenretuschierte C1- Spitze und eine gleichartig modifizierte D1- Spitze. Die beidseitig flächenretuschierten Stücke gehören mit einem Exemplar in die Gruppe C1 und mit zwei Exemplaren in die Gruppe C3. Sieben Stielspitzen sind vom Typ D1, zwei vom Typ D3 und eine ist eine D31- Spitze. Insgesamt sind also 40 rückengestumpfte und 15 flächig bearbeitete Pfeilspitzen im Inventar 98/20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Umgebung des Fundplatzes 98/4'''&lt;br /&gt;
* Wie schon eingangs erwähnt, ist Fundplatz 98/4 durch Deflation stark gestört und leichte Artefakte wie z.B. Pfeilspitzen sind nicht mehr vorhanden.&lt;br /&gt;
In den angrenzenden, etwas besser geschützten Hügeln jedoch finden sich einige interessante Exemplare.&lt;br /&gt;
So liegt nördlich des Komplexes 98/4 die Fundstelle 00/63, die neben einer D52- Spitze, eine D25 und eine C1- Spitze produziert hat.&lt;br /&gt;
Die Fundstelle 00/68, südwestlich von 98/4 gelegen, weist eine Großspitze vom Typ D3 auf (L = ca. 66 mm, B = 35 mm, D = 6 mm) ein seltener Fund auf dem Plateau. Daneben finden sich zwei Ounanspitzen vom Typ H12, zwei D47- Spitzen und eine rhombische E2- Spitze.&lt;br /&gt;
Eine weitere D52- Spitze stammt von der Fundstelle 00/69.&lt;br /&gt;
Der Keramikfundplatz 00/65 weist eine C10- Spitze auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit 00/ markierten Fundstellen sind im Rahmen zeitlich sehr begrenzter Suchfahrten entdeckt worden und nicht weiter bearbeitet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Djara weist eine sehr große Palette von Pfeilspitzenformen auf und deckt mit seinen Typen einen Zeitraum von rund 3000 Jahren ab, wie auch die C14 Daten belegen (von 8620 BP bis 5982 BP).&lt;br /&gt;
Mit über 300 gefundenen Exemplaren ist Djara auch mengenmäßig ein bedeutender Fundplatz für Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Abu Ballas Schichtstufenland==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Phasen haben die Archäologen der Universität Köln unter Leitung von Rudolf Kuper die Fundstellen von Abu Ballas untersucht.&lt;br /&gt;
Wie auch anderen Orts hat das von den höher gelegenen Einzugsgebieten ablaufende Niederschlagswasser sich in Deflationsmulden sammeln können und so zur Bildung von siltig- tonigen Playas führen können. Zwischen den verschiedenen Überflutungsphasen sind immer wieder äolische Einträge zu beobachten.&lt;br /&gt;
Die Hauptkonzentrationen prähistorischer Besiedlung wurden Eastpans, Mudpans und Westpans genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eastpans   wurden vom Stuttgarter Fotografen Rudolf René Gebhardt während einer seiner zahlreichen Alleinexpeditionen entdeckt.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt ungefähr 90 km südlich der Dakhla Oasen, die beiden größeren Fundstellen wurden mit 95/1 und 95/2 bezeichnet.&lt;br /&gt;
Die epipaläolithischen Konzentrationen 95/1 – 1 und 96/6, letztere mit einem Alter von    8350 +- 55 BP produzierten keine Pfeilspitzen, eine Ausnahme bildet ein asymmetrisches Trapez von 96/6, welches als eine mögliche Bewehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
Auch die jüngere, aber ebenfalls noch epipaläolithische Fundstelle 95/1 – 1 mit einem Alter von 7750 +- 150 BP bis 7752 +- 48 BP weist keinerlei Jagdwaffen in Form von Pfeilspitzen auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelneolithischen Charakter zeigen einige Artefakte der oberen Schicht der Fundstelle    95/1 – 1, die ein Alter von 7529 +- 48 BP aufweist und damit nur geringfügig jünger ist als die unterliegende epipaläolithische Schicht. Typisch ist eine Dreieckspitze mit kantenretuschierter Basis vom Typ H7 sowie eine kantenretuschierte Spitze mit konkaver Basis vom Typ H20 wie er auch in Nabta auf der Fundstelle E – 75 – 8 vorkommt. Das Auftreten einseitig flächenretuschierter Blattspitzen (2 Fragmente) passt ebenfalls in den Zeitrahmen.&lt;br /&gt;
Der spätneolithische Fundplatz 95/2 ist auf 6170 +- 80 BP bis 6072 +- 36 BP datiert. Die Vielzahl der Mikrolithen lassen auf einen Einfluss aus Süden, das Vorhandensein von Feuerstein, von einem side- blow- flake und von flächenretuschierten Artefakten auf einen Einfluss aus Norden schließen. An Bewehrungen sind vier Trapeze vom Typ F10 und eine D31- Spitze zu nennen, letztere stammt aus der datierten Grabungsschicht, während eine gestielte Großspitze vom Typ D3 von der Oberfläche abgesammelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erstaunlich, dass eine hauptsächlich von der Jagd lebende Gesellschaft, selbst im Spätneolithikum überwiegen Wildtierknochen und stehen einer nur geringen Anzahl von Rind- und Schafsknochen gegenüber, nur eine verschwindende Anzahl von Pfeilspitzen hinterlassen hat.&lt;br /&gt;
Zu erwähnen ist noch eine interessante Ounanspitze, die der Verfasser im Oktober 2000 an der Oberfläche von 95/1 beobachtet hat. Wie die vor Ort angefertigte Zeichnung zeigt, handelt es sich wahrscheinlich nicht um eine Bewehrung, sondern eher um ein epipaläolithisches Mehrzweck- Werkzeug (Bohrer, Kerbe, retuschiertes Stück).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mudpans''' werden schon 1939 von Bagnold ebenso wie das Vorhandensein prähistorischer Artefakte an diesem Ort erwähnt. Paschur und Braun bestätigen dies 1980. Die Fundstellen liegen südöstlich des Abu Ballas Hügels und südwestlich von Eastpans, der Schichtstufe folgend.&lt;br /&gt;
Da die mir zur Verfügung stehende Dokumentation nicht lückenlos war, werden lediglich die gezeichneten Bewehrungen behandelt. Im Prinzip entsprechen sie in Quantität und Qualität auch den gefundenen Stücken. Kleine, für diese Zusammenstellung aber nicht entscheidende Unterschiede, sind daher möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Trapezen und Dreiecken kommen auch rückengestumpfte Formen, Stichel, Endretuschen, gezähnte Stücke, ausgesplitterte Stücke, Bohrer vom Typ Tixier 16 und andere, und weitere Mikrolithen wie z.B. Segmente vor.&lt;br /&gt;
Eine Weiterentwicklung der Inventare ist nicht zu erkennen. Eine einzige Pfeilspitze weist Flächenretuschen auf. Es ist eine Stielspitze vom Typ I 9 mit einer rechtwinklig zur Längsachse stehenden Schwinge und einer gerundeten Schwinge vom Typ D21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gezeichnete Bewehrungen (außer Segmenten)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/56|| ca. 7000|| || H 1|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||5 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 7||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||19 x F||F 4||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 11||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-1|| ca. 6530|| 1 x H|| H 5|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||bis 5740||28 x F||F 2||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 13||7*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-9|| -|| 2 x F|| F 4|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-1|| ca. 5690|| 10 x F|| F 4|| 3*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-2|| -|| 1 x I|| I 9|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||2 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 9||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||7 x F||F 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 14||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-3|| ca. 6700|| 8 x F|| F 4|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-4|| ca. 6320|| 1 x H|| H 7|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||12 x F||F 4||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/54-1|| -|| 3 x F|| F 2|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||||| '''Total'''|||| '''99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Davon ein Exemplar mit flächigen Retuschen in der Schäftungszone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Westpans''' mit seinem Fundplatz 85/52 ist mit einem Alter von 8700 +- 190 BP das älteste epipaläolithische Vorkommen in der Abu Ballas Gegend.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt rund 50 km südwestlich von Mudpans, seine Koordinaten sind 24°7’ Nord und 27°37’ Ost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben anderen Mikrolithen wurden zwei breite, unregelmäßige Dreiecke und sechs Trapeze, deren kleine Seite eine ausgeprägte Kerbe aufweist, gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hugot beschreibt aus Algerien drei Dreiecke, deren durch Kantenretuschen zugespitztes Ende durch eine Schäftungskerbe ersetzt wurde und bezeichnet den Querschneider mit F9. Die Trapeze mit Schäftungskerbe erhalten die Bezeichnung F15.&lt;br /&gt;
Ein vom Verfasser gefundenes Trapez aus dem oberen Capsien von Bir Hameiria, Tunesien, weist ebenfalls eine Schäftungskerbe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilf Kebir==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der äußerste Südwesten Ägyptens wird durch das über 1000 m hohe Sandsteinplateau des Gilf Kebir geprägt. Die dortigen Sandsteinschichten der Jura- und Kreidezeit sind von tertiärem Vulkanismus durchbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zur Herstellung steinzeitlicher Artefakte verwandte Material ist vor allem ein quarzitischer Sandstein, der in verschiedenen metamorphen Stadien, Korngrößen, und Farben ansteht. Als weitere Materialien kommen Basalt, Quarzporphyr und im geringem Maß Quarzgerölle, also Kieselsteine und aus den tonigen und siltigen Schichten geringvolumige Chalzedone vor. Diese Chalzedone aus den buntgefärbten Ton- und Siltlinsen der Kharga Schichten bilden den bevorzugten Werkszoff der älteren holozänen Komplexe von Abu Tartur. Noch seltener sind Werkstoffe wie verkieseltes Holz und libysches Wüstenglas aus der großen Sandsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1980 arbeiten die Archäologen der Universität Köln, zunächst im Rahmen des Projekts B.O.S., später des Projekts ACACIA, im Gilf Kebir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Ausgrabungen im Wadi el Akhdar liegt eine Monographie von Werner Schön vor, im gleichen Volumen bearbeitet Erwin Cziesla den Fundplatz 80/14 (Schön 1996). Im Hinblick auf das Vorhandensein von Pfeilspitzen ist der Wadi el Akhdar als äußerst arm zu bezeichnen. Die 22 aufgelisteten Fundstellen lieferten 2494 Werkzeuge aber nur ca. 48 Bewehrungen in Form von Querschneidern, das macht ca. 2 % der Gesamtwerkzeugmenge aus. Diese dreieckigen und trapezförmigen geometrischen Formen kommen lediglich mit 41 Exemplaren auf der Fundstelle 80/14, mit fünf Exemplaren auf der Fundstelle 81/8 sowie drei relativ sicheren Stücken von der Oberfläche des Fundplatz 81/2 vor. Alle übrigen Plätze sind frei von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fehlen von Mikrolithen in vielen Inventaren, der schlechte Erhaltungszustand des Knochenmaterials und der geringe Anteil an großen, nicht verrundeten Keramikscherben lässt auf eine starke Zerstörung der Siedlungsplätze durch klimatische Einflüsse schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 80/14''' Alter : die drei Proben von Straußeneischalen ergeben ein Alter von 4210 +- 60 BP, 4300 +- 55 BP und 4500 +- 55 BP. Ein Datum von 4200 +- 1100 BP von einer Holzkohlenprobe kann wegen der hohen Standartabweichung nicht berücksichtigt werden. Von 131 Geräten sind 41 als Pfeilspitzenbewehrungen anzusprechen, das sind 31,3 %. Gezeichnet wurden 34 von 39 Dreieckspitzen, wie sie im Text bezeichnet werden, ein Trapez und eine Trapezspitze.&lt;br /&gt;
Von den gezeichneten Stücken der Tafel 1 sind 24 Exemplare Dreiecke mit geradlinigen Rändern vom Typ Tixier 89, die als Pfeilbewehrung mit F4 bezeichnet sind. Die neun Trapeze, die als Dreiecke eingeordnet sind, gehören zum Typ Tixier 83, als Pfeilspitzenwerden sie unter F10 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Dreieck weist konkave Ränder auf, der Typ ist Tixier 92 oder als Pfeilspitze F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Trapez Nr. 35 mit längerer kurzer Schneide als die neun oben erwähnten Exemplare gehört ebenfalls zum Typ Tixier 83. Durch seinen eher epipaläolithischen Charakter würde, isoliert betrachtet, ein Gebrauch als Pfeilspitze fraglich erscheinen, im Kontext mit einer Vielzahl von Querschneidern ist jedoch eine Verwendung als Bewehrung möglich. Das Trapez Nr. 40 mit einem leicht konkaven und einem geraden Rand (Tixier 86), welches in Hugots Einteilung als f16 geführt werden könnte, gehört ebenfalls zu den Querschneidern. Fünf Exemplare sind nicht gezeichnet worden, es ist anzunehmen, dass es sich um Dreieckspitzen des Typs F4 handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/8''' Holzkohlenproben ergeben ein Alter von 5430 +- 65 BP und 5940 +- 230 BP. Von den 73 Geräten oder ihren Fragmenten sind fünf Stücke oder 6,8 % als Querschneider, sowohl Dreiecke als auch Trapeze, angesprochen worden.&lt;br /&gt;
Ein eindeutiges Trapez, Nr. 23 Tafel 101, ist gezeichnet worden, es stellt eine Bewehrung vom Typ F10 dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/2''' (Oberfläche)&lt;br /&gt;
Das Alter konnte nicht ermittelt werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 88 Stücke, davon neun Mikrolithen. Letztere sind aufgegliedert in unregelmäßige Dreiecke (4 Stücke oder 4,5 %), unregelmäßige Trapeze (2 Stücke oder 2,3 %) und drei andere Stücke. Gezeichnet wurden sieben Mikrolithen bzw. Bruchstücke derselben. Bei dem Trapez Nr. 11 Tafel 66 und den Fragmenten Nr. 13 und     Nr. 14 der gleichen Tafel ist eine Nutzung als Pfeilspitzenbewehrung denkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen im Wadi el Akhdar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen-Typen&lt;br /&gt;
Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 80/14&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''41'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/2 Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 2 (+3)&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''3 (+3)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''11 (+3)'''&lt;br /&gt;
|| '''24'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''49 (+3)'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geometrischen Mikrolithen des Wadi el Akhdar sind vergleichsweise klein. Für die Exemplare des Fundplatz 80/14 schwankt die Breite zwischen 7 und 16 mm.&lt;br /&gt;
Die Durchschnittsbreite beträgt 9 mm, die Durchschnittshöhe 10 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wadi Bakht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wadi Bakht liegt ca. 40 km östlich des Wadi el Akhdar und weist gleiche geologische und morphologische Strukturen auf wie letzteres. Trotz ähnlich intensiver Untersuchungen liegt hier keine vergleichbare Veröffentlichung wie für das Wadi el Akhdar (Schön 1996) vor. Beispielhaft seien einige der Wadi Bakht Fundplätze, hier in Bezug auf das Vorkommen von Bewehrungen, vorgestellt. Die Typologien wurden hauptsächlich von Bettina Petrick und Jörg Linstädter zusammengestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/11'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 3,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 41&lt;br /&gt;
|| 15,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 52&lt;br /&gt;
|| 19,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 7,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 7,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 96&lt;br /&gt;
|| 36,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''261'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Mikrolithen befinden sich acht Dreiecke, unter anderem Tix 89, 90 und 95 und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
Die entsprechenden Pfeilbewehrungen werden mit F4 (fünf Stücke) und eventuell mit H7 (fünf Stücke) bezeichnet. Drei Dreiecke sind langschmal ausgebildet und werden hier nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 1''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 2,10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 56&lt;br /&gt;
|| 16,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 68&lt;br /&gt;
|| 20,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 31&lt;br /&gt;
|| 9,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 3,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 114&lt;br /&gt;
|| 34,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 6,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''333'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 68 Mikrolithen sind neun Dreiecke und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen, vier der Dreiecke können als Pfeilbewehrungen vom Typ F4 angesprochen werden, die kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen eventuell unter H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 2''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 2,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 9,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 224&lt;br /&gt;
|| 43,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 84&lt;br /&gt;
|| 16,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 2,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 79&lt;br /&gt;
|| 15,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 6,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''519'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs der 22 Dreiecke unter den Mikrolithen können als Bewehrungen für Pfeilspitzen angesprochen werden und zwar F4 (5 Stücke) und F13 (1 Stück). Die zwölf kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen möglicherweise in die Gruppe H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 1''' - Alter ca. 6060 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 116&lt;br /&gt;
|| 23,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 91&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 4,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 99&lt;br /&gt;
|| 20,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 38&lt;br /&gt;
|| 7,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 59&lt;br /&gt;
|| 12,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 3,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''489'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den insgesamt 228 Trapezen und Dreiecken, die 46,62 % des Inventars ausmachen, sind 18 Dreiecke und 23 Trapeze gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
Die Dreieckbewehrungen setzen sich aus den Typen F4, F12, F13 und F14 zusammen, die Trapeze sind mit den Gruppen F10, F16 und F12 vertreten.&lt;br /&gt;
Sowohl streng symmetrische als auch asymmetrische Formen sind zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 2'''- Alter ca. 6640 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 17,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 5,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 28,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 3,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''139'''&lt;br /&gt;
|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Platz enthält außer den Segmenten lediglich vier Trapeze und sieben Dreiecke, zehn Stücke wurden gezeichnet. Der Anteil der Querschneider am Gesamtinventar beträgt 7,92 %. Die Bewehrungen fallen in die Gruppen F16, F10, F12 für die Trapeze und F4 und F14 für die Dreiecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/10'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer (Tixier 16)&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,35&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
und Abschläge&lt;br /&gt;
|| 58&lt;br /&gt;
|| 27,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,96&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 11,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 20,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 9,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''213'''&lt;br /&gt;
|| '''100,08'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 58 Trapezen und Dreiecken, welche 27,23 % des Inventars ausmachen, können sämtliche Stücke als Bewehrungen angesehen werden, sie gehören den Tixier Gruppen 83, 85 – 89 und 92 an. Gezeichnet wurden sieben Dreiecke der Typen F4 und F14 sowie vierzehn Trapeze der Gruppen F13 und F16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Querschneider Typen im Wadi Bakht'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14 &lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/10&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| '''58'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/11&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 1&lt;br /&gt;
|| 187&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''228'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| - &lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| '''11'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''225'''&lt;br /&gt;
|| '''18'''&lt;br /&gt;
|| '''29'''&lt;br /&gt;
|| '''9'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''312'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Maya von Czerniewiez bearbeiteten Fundplätze 82/15 (Alter 5070 +- 60 BP und 5180 +- 60 BP) und 82/24 (Alter 4920 +- 60 BP und 5090 +- 60 BP) enthielten keinerlei Pfeilspitzen- Bewehrungen. Dennoch weist das Wadi Bakht wesentlich mehr Mikrolithen, die als Bewehrungen gedient haben könnten, auf als das Wadi el Akhdar. Diese Tatsache kann ein Anzeichen für bessere Erhaltungsbedingungen der Fundstellen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für beide von den Archäologen der Universität Köln intensiv untersuchten Wadis aber auch für das Gilf Vorland und das Plateau und wahrscheinlich ebenfalls für die große Zahl der nicht behandelten Wadis gilt folgendes : Die relativ zum Gesamtinventar geringe Anzahl von Pfeilspitzen- Bewehrungen setzt sich fast ausnahmslos aus Querschneidern in Dreieck- und Trapezform zusammen (Tafel Ä24, Ä25).&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden die älteren dreieckigen Mikrospitzen, welche schon an die kantenretuschierten Dreieckspitzen erinnern, wie sie im mittleren Neolithikum in Nabta, Bir Kiseiba und Abu Tartur üblich waren (Tafel Ä26).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf eine Stielspitze vom Wadi Sora sind flächenretuschierte Pfeilspitzen aus dem Gilf Kebir nicht beobachtet worden. Das hat zum einen sicherlich kulturelle Gründe aber es sollte nicht vergessen werden, dass der in seiner Struktur nicht homogene, verfestigte Sandstein, aus dem die meisten Artefakte hergestellt worden sind, sich nicht für Flächenretuschen anbietet. Die in der Gesteinsmasse einzementierten Quarzkörner stellen einer Druckretusche zuviel Widerstand entgegen. Es gibt im Gilf Beispiele für flächige Retuschen aus dem Paläolithikum aber bei diesen Artefakten handelt es sich um großvolumige Kernwerkzeuge und nicht um aus Klingen oder Lamellen hergestellte Kleinwerkzeuge. Außerdem sind die paläolithischen Retuschen geschlagen und nicht gedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant, bezüglich der Pfeilspitzen, ist die fehlende Weiterentwicklung während der großen Zeitspanne vom Epipaläolithikum bis zum jüngsten Spätneolithikum, wenn davon abgesehen wird, dass die Bewehrungen während der prädynastischen Phasen teilweise kleiner werden und häufig asymmetrische Formen zeigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Frühen holozänen Besiedlungszeit ist ein Trapez mit gekerbter, kleiner Schneide bekannt, ähnliche Stücke wurden in Westpans und Regenfeld gefunden. Die bis dahin unbekannte Bewehrungsart erhielt die Bezeichnung F15, sie ist zu vergleichen mit F9, einem querschneidigem Dreieck mit Schäftungskerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Minqar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Weg zwischen den Dakhla Oasen und Farafra liegt hart am Rande der großen Sandsee die kleine Oase Abu Minqar. Im Rahmen des B.O.S. Programms der Universität Köln wurde zu Beginn der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts das Gebiet auf prähistorische, holozäne Siedlungsplätze untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf Pfeilspitzen stellen sich die Fundplätze wie folgt dar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-1 weist zwei recht unterschiedliche C14- Daten auf, einmal 7890 BP und ein älteres von ca. 8620 BP. Neben kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen der Gruppen C1 und C4 und gestielten, kantenretuschierten Exemplaren der Typen H5 und H12 kommen gekerbte und retuschierte Stücke (Tix 74 bis 77 und Tix 105) vor. Ein Besonderer Fund ist ein langgestrecktes Artefakt mit dreieckigem Querschnitt. Das über 140mm lange Stück ist vollständig flächenretuschiert, die Dicke von rund 6mm im medialen Bereich verringert sich zu den bohrerartig ausgebildeten Enden hin. Der Verwendungszweck bleibt rätselhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-2 liefert ebenfalls kleine, einseitig flächig retuschierte Blattspitzen. Es sind die Typen C1, C3, C4 und C6. Daneben gibt es eine gestielte, flächenretuschierte Pfeilspitze der Gruppe D3 und kantenretuschierte Bewehrungen der Typen H4 und H7 sowie Querschneider der Typen F4 und F13. Rückenstumpfungen und langschmale Dreiecke gehören ebenfalls zum Inventar von 81/55-2. Die C14- Daten reichen von 7100 BP über 6390, 6100 bis 4500 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-3 weist vor allem Querschneider auf und zwar der Gruppen F16, F4 und F13. Daneben kommen auch wieder die kleinen, teilweise flächenretuschierten Blattspitzen aber auch vollflächig retuschierte Exemplare vor.&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 6520 BP angegeben. Weitere typische Artefakte sind retuschierte Stücke (Tix 105), Rückenstumpfungen und Bohrer vom Typ Tix 16 (mèche de foret) sowie basisretuschierte Lamellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-5, dessen Alter mit 7260 BP angegeben ist, produzierte sieben Blattspitzen sowohl ganzflächig als auch teilflächig retuschiert. Daneben finden sich zwei Querschneider, drei H5- Stielspitzen und eine teilflächig retuschierte Hybridspitze vom Typ D44, welche den Übergang von der Blatt- zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den im Gebiet aufgelesenen Streufunden gehört neben Blattspitzen der Gruppen C1, C3, C4 und C11 auch eine große, beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 mit geradlinigen bis leicht gewellten Rändern. Der außergewöhnlich breite Stiel wird von konvexen Linien begrenzt und läuft in einer Spitze aus. Das Gewicht des Stückes ist nicht bekannt, aber da die Dicke in der Mitte des Exemplars bereits 10mm beträgt, dürfte es über 20g wiegen und damit eher zu den Stoß- und Wurfspießen gehören. Außerdem ist der Stiel so breit, dass eine Pfeilschäftung nur schwer vorstellbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Pfeilspitzen in Abu Minqar (Lobo)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| C&lt;br /&gt;
|| D3&lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14&lt;br /&gt;
|| H4&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|| H7&lt;br /&gt;
|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Streufunde&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''16'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''25'''&lt;br /&gt;
|| '''46'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen der verschiedensten Pfeilspitzen- Typen, die über weite Zeiträume gespannten Altersangaben und die neben den Bewehrungen gefundenen typischen, vielfach rückengestumpften Artefakte lassen eine so starke Durchmischung des Fundgutes vermuten, dass eine Altersbestimmung von Pfeilspitzengruppen in diesem Falle problematisch wäre. Sämtliche 123 in „Lobo“ gefundene Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (B.O.S.- Archiv, persönliche Mitteilung Frank Klees).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Weitere Fundplätze außerhalb des Komplexes „Lobo“ sind in folgender Grafik vorgestellt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| A1&lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| E1&lt;br /&gt;
|| E2&lt;br /&gt;
|| F2&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/16&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/17-1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/24&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/21&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/28-8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/27&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''7'''&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Blattspitzen sind die Typen C3 und C11 einseitig flächenretuschiert, das proximale Ende ist häufig auf beiden Seiten modifiziert. Von den C1- Spitzen sind zwei Stücke teilretuschiert.&lt;br /&gt;
Das Alter dieser Bewehrungen liegt, wie auch das der schlanken A1- Spitze, zwischen ca. 6500 BP und 6100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zum Gebrauch des Begriffs „Holozän“.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur in der deutschen Fachliteratur hat sich in Bezug auf das Holozän die Unsitte eingeschlichen, nicht abgeschlossene Zeiträume in Phasen einzuteilen. Diese kleine Anmerkung möge dazu dienen diese Praxis in Frage zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holozän ist ein Terminus aus der historischen Geologie oder Stratigraphie. Das Holozän, früher auch Alluvium genannt, ist die jüngste Stufe der Quatärformation. Es schließt sich an das Pleistozän oder Dilluvium an. Letzteres ist eine abgeschlossene Stufe, welche zwischen dem Pliozän, der jüngsten Erscheinung des Tertiärs, und dem Holozän, der Jetztzeit, angesiedelt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also möglich Begriffe wie frühes, mittleres und spätes Pleistozän zu bilden.&lt;br /&gt;
Anders verhält es sich mit dem Holozän, welches erst vor 10.000 – 12.000 Jahren begann und von dem wir nicht wissen wie lange es dauern wird. Möglicherweise ist es eine zukünftige Eiszeit, welche dieses Erdzeitalter beenden wird. Geologische Zeiträume, und Holozän ist ein solcher, sind im Gegensatz zu historischen, auch ur- und frühgeschichtlichen unvergleichlich groß, Millionen Jahre sind kurze Zeitspannen in der Geologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allenfalls kann also von einem frühen Holozän gesprochen werden, wenn die Zeit, die unmittelbar auf  das Pleistozän folgt, gemeint ist. Gänzlich inkorrekt hingegen sind Wendungen wie mittleres oder spätes Holozän.&lt;br /&gt;
Denkbar wären Formulierungen wie „spätsteinzeitliche Holozänphase“ oder „mittelsteinzeitliche holozäne Feuchtphase“, das sind zwar unförmige Wortgebilde, sie haben aber den Vorteil logisch zu sein. Außerdem vermeiden sie ebenfalls ungeliebte und mit unpraktischen Definitionsansätzen versehene Begriffe wie Neolithikum, Mesolithikum usw..&lt;br /&gt;
Läge die Steinzeit im späten Holozän, wo wären dann Bronze- und Eisenzeit oder gar das Atomzeitalter angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zehnjähriges Kind mit einer statistischen Lebenserwartung von 80 Jahren beschreibt seinen Lebensweg in der Art : „In der Frühphase meines Lebens verbrachte ich meine Zeit hauptsächlich mit Spielen. Dann in der mittleren Lebensphase ging ich in die Grundschule und letztlich, in der Spätphase meines Lebens, wurde ich in die Sexta des hiesigen Gymnasiums aufgenommen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Beispiel zeigt, dass offene Zeiträume nicht in Früh-, Mittel- und Spätphasen aufgeteilt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Große, gekehlte Dreieckspitzen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden sollen die Pfeilspitzen der Wüstenfundplätze Fayum, Abu Tartur und Kharga untereinander und mit den Bewehrungen der zwei Niltalvorkommen von Merimde und Badari verglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst gilt es das zeitliche Auftreten der gekehlten Dreieckspitzen in den einzelnen Siedlungsräumen zu klären. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum A wird unterteilt in das ältere Fayumian von 6075 BP bis 5540 BP und das jüngere Moerian von 5410 BP bis 5010 BP.&lt;br /&gt;
( Ginter et al. 1982; Ginter und Kozlowski 1983, 1984, 1986; Dagnan - Ginter et al. 1984; Kozlowski und Ginter 1989 ). Für die gleiche Kultur gibt F. Wendorf 1980 Altersstellungen von 6391 BP, 6064 BP, 5810 BP und 5160 BP an. Ausgehend von der Annahme, dass sämtliche C14 Analysen korrekt durchgeführt worden sind, kann das Fayum A in den Zeitraum von 6391 BP bis 5010 BP gestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde wird bei von den Driesch und Boessneck 1985 zwischen 5440 BP und 5010 BP datiert. Breunig gibt 1987 für die untere Merimdeschicht Alter von 3940 BP und 5840 BP an. Die Angaben von Derricourt 1971 liegen zwischen 4690 BP und 6250 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die problematische zeitliche Einordnung der Oberflächenfunde von Abu Tartur könnte mit Einschränkungen auf vier C14- Daten basiert werden.&lt;br /&gt;
Das Exemplar Nr. 12 der Tafel Ä2 wurde als einzige gekehlte Dreieckspitze auf dem Fundplatz 1004/83 aufgesammelt. Das Alter des Fundplatzes ist auf 7590 +- 75 BP datiert. Unter anderem führt dieser Komplex auch erste, recht primitiv gestaltete side-blow-flakes. &lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 mit einem Alter von 7145 +- 40 BP weist vier gekehlte Dreieckspitzen auf und 1024/82, der auf 6620 +- 40 BP datiert ist, drei dieser Exemplare. Eine weitere Datierung mit sieben dreieckigen Großspitzen stammt vom Fundplatz 1005/83 und beträgt  6420 +- 60 BP. &lt;br /&gt;
Andere Fundplätze mit häufigem Auftreten dieser Pfeilspitzengruppe konnten bisher noch nicht datiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vielzahl der unterschiedlichsten Datierungen der Fundplätze am Westende der Ausläufer des Abu Tartur Massivs, besonders site 228 und die mögliche Vermischung der Inventare in dieser Zone erlauben keine eindeutige zeitliche Zuweisung der Dreieckspitzen der Dakhla Oasen. Ähnliches gilt für andere einzelne Oberflächenfunde in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der frühesten Daten des Fayum A ( 6391 BP ) und Merimdes ( 6250 BP ), Fundstellen, die sich wie auch Abu Tartur durch statistisch auswertbare Mengen von großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle auszeichnen, ergibt ein Bild, welches die gehäufte, Präsenz dieser Bewehrungsart auf den oben genannten Plätzen ab der Mitte des 7. Jahrtausend vor heute suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur begann die Entwicklung etwa tausend Jahre früher ( 7590 BP ). Ein Ansteigen der Häufigkeit belegen die Stationen 7145 BP und 6620 BP. Die größten Mengen treten in Abu Tartur um 6420 BP auf, kurz vor dem ersten Erscheinen dieses Pfeilspitzentyps im Fayum und in Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielhaft für das Fayum sind die tief ausgekehlten Spitzflügelgeschosse der Gruppe A25, die noch durch zwei gezähnte Exemplare des Typs A26 ergänzt werden. Andere Dreieckspitzen verschiedenster Basisgestaltung sind A1 mit geradliniger Basis, A17 und A18 mit einer durch zwei schräg verlaufende gerade Linien gebildeten Basis oder einer konvexen Basis und die Stücke mit zentraler Kehle mit allen möglichen runden und eckigen Ausgestaltungen der Schwingenenden als da sind A2, A13, A27 u.s.w.&lt;br /&gt;
Die in Abu Tartur gefundenen Exemplare zeichnen sich häufig durch eine gewisse Asymmetrie, vor allem die Schwingenenden betreffend, aus ( z.B. Tafel Ä3, 2, 3, 5, 6, 8 und 11 ). Dieses Merkmal wird weder im Fayum noch in Merimde oder Badari angetroffen. Auch das Ansteigen des häufig spachtelförmigen Schwingenendes zum Kehlentiefsten hin ist typisch für Abu Tartur ( z.B. [[Tafel Ä 4A]], 1, 6, 9 und 16 ). Bis auf ein Exemplar der Gruppe A26 kommen Spitzflügelgeschosse im Einzugsgebiet von Abu Tartur nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Merimdespitze“ vom Fundplatz Merimde beni Salam ist eine symmetrisch geformte Dreieckspitze mit geradlinigen bis schwach konvexen Rändern. Die Basis ist mit einer zentralen Kehle ausgestattet, die Schwingenenden verlaufen häufig rechtwinklig zum Rand und sind nach außen leicht abgerundet. Sie entsprechen dem Typ A27 und kommen ebenfalls in geringer Anzahl in Abu Tartur vor. ( Tafel Ä4, 4 ; Tafel Ä2, 2 ). Die feinen morphologischen Unterschiede innerhalb der Gruppe sind von J. Eiwanger beschrieben. Außer den „Merimdespitzen“ kommen in den oberen Schichten und vor allem an der Oberfläche auch die jüngeren Spitzflügelgeschosse, ähnlich denen aus dem Fayum, vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der Bewehrungen der wesentlich jüngeren Badarikultur ( 5560 BP – 5030 BP Hassan 1985 ) sind Spitzflügelgeschosse vom Typ A25 aber auch A2, A26 und A28 kommen noch vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die elf von G. Caton-Thompson in Kharga gefundenen großen Pfeilspitzen mit teils eckigen, teils gerundeten Schwingen sowie die drei von M. Mc Donald erwähnten ausgekehlten Dreieckspitzen östlich von Dakhla können den Typen von Abu Tartur zugesellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die ägyptischen Fundgebiete im Vergleich.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenfassung der Pfeilspitzen Indizes sowie ihre grafische Darstellung sollten ursprünglich nur die Verschiedenheit oder Gleichheit einzelner Kulturen dokumentieren. Unvermischte Inventare ergeben gleichartige Grafiken bei gleicher Kultur, eine andersartige Kultur ergibt eine abweichende Grafik. Auf ähnliche Art können auch Gesamtinventare miteinander verglichen werden.&lt;br /&gt;
Trotz aller Kritik an dieser „französischen Methode“ haben ihre Kritiker bislang nichts anzubieten was effektiver wäre. Es wird lediglich versucht einfache Methoden durch aufwändige Arbeitsweisen zu ersetzen.&lt;br /&gt;
Die hier vorgestellten Grafiken haben in den meisten Fällen gemischte Inventare als Grundlage, dennoch sind sie äußerst informativ, denn sie zeigen die zeitliche und materielle Entwicklung der einzelnen Populationen auf und sie erlauben Vergleiche mit anderen Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersicht 1. - 6. sind Fundkomplexe der postulierten Gunstzone. Übersicht 7. - 11. sind Fundkomplexe außerhalb der postulierten Gunstzone. Übersicht 12. - 13. sind Sonderfälle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Kharga'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 7,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 259&lt;br /&gt;
|| 29,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 341&lt;br /&gt;
|| 39,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 203&lt;br /&gt;
|| 23,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''869'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 122&lt;br /&gt;
|| 3,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 1466&lt;br /&gt;
|| 45,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 597&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 1023&lt;br /&gt;
|| 31,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''3208'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Djara 90/1'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 28,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 53&lt;br /&gt;
|| 35,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''150'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Abu Minquar'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 51&lt;br /&gt;
|| 29,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 117&lt;br /&gt;
|| 67,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''173'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Dakhla'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 57&lt;br /&gt;
|| 38,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 14,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 65&lt;br /&gt;
|| 43,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''148'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6. Djara 98/20'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''55'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7. Mudpans'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 98&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''98'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8. Gilf Kebir'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 346&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''346'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9. Sandsee (Glasregion)'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| ca. 50&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''ca. 50'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10. Kiseiba'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 152&lt;br /&gt;
|| 96,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''157'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11. Nabta'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 3,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 2,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 350&lt;br /&gt;
|| 93,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''375'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12. Merimde'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 61&lt;br /&gt;
|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''66'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13. Fayum'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 272&lt;br /&gt;
|| 31,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 228&lt;br /&gt;
|| 26,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 357&lt;br /&gt;
|| 41,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''857'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Tartur - Verteilung der Pfeilspitzenfamilien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3a&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 9120 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7590 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7145 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6620 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6420 BP&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0002 / 84'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0006 - 0007 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1004 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1017 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1023 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1024 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1005 / 83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| 1,48|| I|| 3,39|| I|| 3,02|| I|| 5,33|| I|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||1,57||II||14,08||II||17,78||II||48,59||II||52,61||II||72,78||II||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||0,52||III||9,86||III||4,44||III||7,91||III||18,57||III||11,83||III||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||97,91||IV||76,06||IV||76,30||IV||40,11||IV||25,80||IV||10,06||IV||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kharga'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 90 / 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Dakhla'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Minqar'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 98 / 20'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 7,60|| I|| 3,80|| I|| 2,67|| I|| 2,70|| I|| 1,73|| I|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29,80||II||45,70||II||33,33||II||38,51||II||29,48||II||7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||39,24||III||18,61||III||28,67||III||14,87||III||1,16||III||20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||23,36||IV||31,89||IV||35,33||IV||43,92||IV||67,63||IV||72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Mudpans'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Gilf kebir'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Glasregion''' &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kiseiba'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Nabta'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Fayum'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Merimde'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| -|| I|| 0,64|| I|| 1,33|| I|| 31,74|| I|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||-||II||-||II||-||II||1,27||II||3,20||II||26,60||II||-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||-||III||-||III||-||III||1,27||III||2,13||III||41,66||III||3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||100||IV||100||IV||100||IV||96,82||IV||93,33||IV||-||IV||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alter bestimmter Pfeilspitzenformen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wird die Frage nach dem Alter bestimmter Pfeilspitzenformen gestellt. Um eine zufriedenstellende Antwort geben zu können, werden möglichst große Mengen Bewehrungen mit ausreichenden Altersbestimmungen durch C14 Analysen benötigt.&lt;br /&gt;
Im besprochenem Raum stellt sich die Faktenlage so dar, dass nur ein geringer Anteil der älteren Inventare, von vor 9000 BP bis etwa 7600 BP, in direktem Zusammenhang mit C14 Werten steht. Oft ist die Anzahl der an einer datierten Stelle aufgefundenen Pfeilspitzen klein oder aber eine zeitliche Zuweisung größerer Mengen eines Fundplatzes ist lediglich auf indirektem Wege, durch Vergleiche mit ähnlichen Vorkommen, deren Alter bekannt ist, möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die jüngeren Fundplätze von ca. 7600 bis ca. 6400 ist die Situation günstiger, da hier Datierungen mit größeren Mengen zusammenfallen, dieses gilt leider nur für Abu Tartur, dürfte aber ausreichen, um allgemeine Strömungen bei der Formgebung von Pfeilspitzen kenntlich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' zeigt die Entwicklung von vor 9120 BP bis 6900 BP ohne Wichtung der Menge. Jeder direkt datierte Pfeilspitzenfundplatz ist in dem Diagramm eingezeichnet so z.B. 0002/84 mit 180 Querschneidern aber lediglich zwei Ounan-Harif Spitzen vom Typ H14 ( Tafel Ä35 – 12 und 13 ) und fünf weiteren H- Spitzen. Schon im Frühholozän wurde mit neuen Formen und Techniken experimentiert wie die einseitig flächenretuschierte D1- Spitze ( Tafel Ä12 – 6 ) und die gestielte Hybridspitze ( Tafel 35 – 14 ) zeigen. Experimente sind im Diagramm durch einen Asterix gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_7.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_8.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den '''Nabta-Fundplatz E-77-3''' liegt eine Datierung vor und eine solide Menge von 28 Ounan-Harif Spitzen und 25 querschneidigen Bewehrungen. Gegenüber der knapp 300 Jahre älteren Fundstelle 0002/84 mit einem Ounan-Harif Anteil von ca. 1 % übersteigt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen mit 52,83 % die Menge der Querschneider, die es auf  47,17 % bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dakhla treten ähnliche Querschneider wie in Abu Tartur und größere Mengen von Ounan-Harif Spitzen, hauptsächlich vom Typ H19, auf. Leider sind die Mengen- und Typenangaben für eine Auswertung nicht präzise genug, ferner fehlen exakte, auf  Inventare bezogene Altersangaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Minqar 81/55-1''' weist um 8620 BP keine Ounan-Harif Spitzen aber erste Ounan- oder ounanähnliche Spitzen auf. Die Menge, fünf Exemplare, ist aber zu gering, um aussagekräftig zu sein. Ein weiteres Datum von 7890 BP könnte im Zusammenhang mit kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen gesehen werden. Aber auch hier ist die Menge ( drei Stücke ) zu gering und das auch noch in einem Fundkontext, welcher unübersichtlich und gestört erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den indirekt datierten Fundplätzen '''E-80-2 und E-80-1-A''' sind insgesamt 80 Ounan-Harif Spitzen und 22 querschneidige Mikrolithen bekannt. Diese größte Menge von in Ägypten gefundenen Ounan-Harif Spitzen sollte in der Betrachtung der Entwicklung der Pfeilspitzentypen nicht fehlen. Das Inventar ist daher in das Diagramm Fig. 7 aufgenommen und arbiträrerweise bei 8500 BP eingetragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wahl entbehrt nicht ganz der Logik, da das Verhältnis von Ounanspitzen zu Mikrolithen mit der Zeit ansteigt. Während 0002/84 nur 1,10 % Ounan-Harif Spitzen aufweist, steigt der Anteil auf 52,83 % für E-77-3, auf 62,00 % für Dakhla, auf 78,43 % für  E-80-2 und E-80-1-A. Nach 8500 BP sinkt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen und die Querschneider laufen in der behandelten Zone aus. Ounanspitzen vom Typ H12 und ähnliche wie H13 und H5 werden zahlreicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf 8290 +- 80 BP datierte Nabta Fundplatz '''E-75-6''' Epipal, weist keine Ounan-Harif Spitzen mehr auf, dafür aber immer noch mikrolithische Bewehrungen und Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
Dahingegen werden nur geringfügig später ( 8219 +- 73 BP ) auf dem Fundplatz Gara 75/27 in den Siwa Oasen weiterhin Ounan-Harif Spitzen produziert und Versuche mit flächenretuschierten Stielspitzen angestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Ounan-Harif Spitzen wie im äußersten Nordwesten der westlichen Wüste Ägyptens werden zur gleichen Zeit ( 8210 +- 70 BP ) im Südosten in Bir Kiseiba auf dem Fundplatz  E-79-1 hergestellt. Die letzten Ounan-Harif Spitzen erscheinen zwischen 8100 BP und 8020 BP auf den Fundplätzen E-80-3 und E-80-1-C. Der auf 8130 BP datierte Fundplatz E-79-2 führt schon Ounanspitzen, die jüngeren hier gemessenen Daten dürften sich auf  eine Bou Saada Spitze ( H7 ) beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1-C''' von F. Wendorf in die El Jerar Phase von Nabta Playa gestellt, weist zwei Ounanspitzen mit einem Alter von 7850 +- BP auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-79-2''' hatte acht Ounanspitzen um 8130 BP hervorgebracht, zwei jüngere Daten 7780 +- 130 BP und 7610 +- 70 BP könnten im Zusammenhang mit einer Bou Saada Spitze stehen, wie schon weiter oben ausgeführt wurde. Das jüngere Datum ist wahrscheinlicher, das ältere läge rund 200 Jahre vor dem Erscheinen der frühesten kantenretuschierten Dreieckspitzen der Typen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch zwei Holzkohlenproben von verschiedenen Herdstellen datierte Fundstelle '''1072/86''' hat ein Alter von 7670 +- 50 BP respektiverweise von 7645 +- 35 BP. Hier kann von einer intakten Fundschicht mit in situ Material ausgegangen werden. Es wurden 37 Spitzen der Typen H12, H13 und H5 gefunden, also Ounanspitzen und ounanähnliche Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um so erstaunlicher ist die Pfeilspitzen Vielfalt des auf 7590 +- 75 BP datierten Fundplatzes '''1004/83''', der neben 47 Spitzen der Gruppen H12, H13 und H5 eine Menge von 15 kantenretuschierten Blattspitzen, zwei flächenretuschierten Dreieckspitzen der Typen A1 und A2, 29 Blattspitzen der Typen C1, C2, C3, C6 und C10 und sechs Stielspitzen der Typen D1, D2 und D3 hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast gleichzeitig ist der mit 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP datierte Fundplatz Djara 90/1-2, welcher ebenfalls flächenretuschierte Blatt- und Stielspitzen führt. Die Nabta Fundplätze E-77-5 Neolith. ( 7530 +- 180 BP ) und E-91-1-C ( 7536 +- 110 BP ) führen zu dieser Zeit noch Ounanspitzen und kantenretuschierte Blattspitzen. Unsicher ist eine H7 Spitze, ein einzelnes Trapez taucht wieder auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 7360 +- 200 BP werden vom Kiseiba Fundplatz E-79-7 zwei kantenretuschierte Dreieckspitzen des Typs H8 gemeldet, um 7170 +- 80 BP steigt die Anzahl der H7 und H8 Spitzen auf Fundplatz E-79-6 auf 19 Exemplare. Ebenfalls wird eine große, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze mit zentraler Kehle des Typs A2 gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit, 7145 +- 40 BP, wird auf dem Fundplatz Abu Tartur 1017/82 eine Menge von 178 Pfeilspitzen gezählt darunter 60 Ounan- und ähnliche Spitzen, zehn kantenretuschierte Blattspitzen und von den flächenretuschierten Stücken vier Dreieck-, 86 Blatt- und 14 Stielspitzen. Der Fundplatz ist gemischt und die kantenretuschierten Exemplare dürften älter sein, was durch weitere Datierungen zu klären wäre. Kantenretuschierte Dreieckspitzen wurden nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Nabta Fundplatz E-75-8 lower, welcher 41 Pfeilspitzen der Typen H7 und H8 produzierte schwanken die Altersangaben zwischen 7100 BP und 6700 BP. Das ältere Datum scheint für die „Nabtaspitzen“ wahrscheinlicher zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der in der ägyptischen Sahara, also in der westlichen oder libyschen und in der östlichen oder arabischen Wüste gefundenen und wissenschaftlich bearbeiteten Pfeilspitzen liegt bei über 7000 Stücken. Die im diesem Bericht berücksichtigten Bewehrungen erreichen eine Zahl von rund 6800 Exemplaren. Zwei Drittel dieser Menge kommen aus einem breiten Streifen um den 26. nördlichen Breitengrad, einer Region, die wie ich meine sowohl Sommerregen aus Süden als auch den noch wichtigeren Winterregen aus Norden regelmäßig erwarten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch die Landschaftsform reicht die Kernzone der Pfeilspitzenhäufigkeit von Abu Minqar im Westen über Dakhla bis nach Kharga im Osten. Nördlich dieser Linie sind Farafra und Djara sowie Abu Gerara, das nördliche und westliche Abu Tartur Plateau, die geologischen Senken nördlich von Abu Tartur sowie das Gelände nördlich der Kharga Oasen zu nennen, wobei große Gebiete bis heute noch nicht auf prähistorische Vorkommen untersucht worden sind. Südlich der Linie liegen die Eastpans. Das Auffinden weiterer Fundplätze bis zum Breitengrad 25° Nord ist möglich, die Aussicht auf Erfolg ist wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem libyschen Kalksteinplateau und an seinem Fuße konnte auf ausgezeichnetes Rohmaterial zur Herstellung von Werkzeugen zurückgegriffen werden. Einmal auf Jaspis- und Chalzedonknollen aus den Tonlinsen der Khargaschichten, zum anderen auf eozäne Hornsteine, deren Ausbildung von kugelig bis plattig reicht. Es gibt weitere Gesteine, die als Ausgangsmaterial herangezogen worden sind, wie Sandstein, Kalkstein, verkieseltes Holz, Quarz und andere, ihre Verbreitung ist jedoch gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie Fig. 3''' zeigt ähneln sich die Diagramme der einzelnen Fundzonen. Sämtliche Pfeilspitzen- Grundformen wie die flächenretuschierten Dreieck-, Blatt- und Stielspitzen sind neben den kantenretuschierten Exemplaren vorhanden. Bis etwa 7500 BP sind Flächenretuschen die große Ausnahme obwohl mit dieser Technik experimentiert wurde. Nach ca. 7000 BP setzen sich die Flächenretuschen durch, Kantenretuschen werden seltener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Grafik zeigt das Indiz IV den Anteil der kantenretuschierten Pfeilspitzen und damit den Anteil älterer Besiedlungsphasen an. &lt;br /&gt;
Diese älteren Pfeilspitzen weisen ein großes Spektrum an Formen auf, es reicht von Ounan- Harif- Spitzen ( H 14, H2, H19 u.a. ) mit den verschieden gestalteten Schäftungszonen über Ounanspitzen ( H12 ), gestielten H5- Spitzen, Dreiecksformen ( H7, H8, H9, H18 ) und Blattspitzen ( H1, H4, H10, H11 ) bis zu Querschneidern ( F2 – F22 ), von denen die frühesten schon vor 9000 BP auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Größenordnung und Verteilung der Indize der flächenretuschierten Bewehrungen wird wahrscheinlich durch kulturelle Präferenzen bestimmt. So ist für die Khargaregion die Stielspitze wichtig. Da nahegelegene Abu Tartur und die Dakhla Oasen führen prozentual die meisten Blattspitzen während das Verhältnis von Blatt- zu Stielspitzen in Djara ausgeglichen erscheint. Diese Aussagen sind sehr verlässlich, da sie große Mengen als Basis aufweisen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger großen Inventaren genügt ein kleiner Eingriff, um das Gesamtbild zu ändern und eventuell zu verfälschen, so fehlen in Abu Minqar bis auf zwei Stücke die Stielspitzen. Gesetzt den Fall ein „Sammler“ hätte vor der wissenschaftlichen Untersuchung durch F. Klees rund 20 D- Spitzen, weil sie so „schön“ waren, entnommen, so wäre eine Erklärung für das Balkendiagramm gefunden. Zerstörung durch Deflation und kulturelle Verschiedenheit sind natürlich ebenfalls im Bereich des Möglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 4''' zeigt die Zusammensetzung der Pfeilspitzentypen von Fundstellen außerhalb des postulierten Gunstraums südlich und nördlich der Achse Abu Minqar – Kharga. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mudpans, die Glasregion in der großen Sandsee und die Fundstellen im Gilf Kebir weisen ausschließlich kantenretuschierte Werkzeuge auf und zwar von den ältesten bis zu den jüngsten Fundstellen. Über tausende von Jahren war der Querschneider die einzige bekannte Bewehrung im südwestlichen Teil der libyschen Wüste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den dort lebenden Gesellschaften fehlte die sonst für das Neolithikum so charakteristische Dynamik, die sich in Innovation und Vielfalt dokumentierte. Ganz ähnlich scheinen die Grafiken von Kiseiba und Nabta angelegt zu sein aber die Ähnlichkeit ist nur äußerlich. In diesen Gebieten wurden bevorzugt die älteren holozänen Fundstellen bearbeitet, was sich in dem hohen Anteil an kantenretuschierten Pfeilspitzen niederschlägt. Hier jedoch findet sich die bunte Mischung aus Stiel- Dreieck- und Blattspitzen neben den Querschneidern wieder, wie es in der Gegend um den 25. Breitengrad Nord der Fall war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigen bearbeiteten jüngeren Fundplätze weisen, wenn auch in geringer Anzahl, sämtliche Ausbildungstypen flächenretuschierter Pfeilspitzen auf. Gemeinsamkeiten zwischen dem Südostteil der westlichen Wüste und ihrer Südwest- Ecke sind nicht festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss des Feuerstein liefernden Kalksteinplateaus im Norden Nabtas und im Nordosten Kiseibas darf nicht unterschätzt werden, gab er doch den hier lebenden Populationen einen materiellen und daraus resultierend auch einen technologischen Vorteil gegenüber den im nubischen Sandstein siedelnden Gruppen, deren Rohmaterial hauptsächlich aus verhärtetem Sandstein bestand, der wie schon weiter oben angedeutet nicht das ideale Material für eine Bearbeitung mittels Flächenretuschen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum ( Fig. 4 ) zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Dreieckspitzen aus, dennoch liegt der Anteil der Stielspitzen um ca. 10 % höher. Würden die kantenretuschierten Bewehrungen des Fayum B berücksichtigt, so entstünde ein ähnliches Bild wie in den Kharga Oasen allerdings mit höherem Anteil an Dreieckspitzen ( Indiz I ) und einem niedrigerem Prozentsatz von Blattspitzen ( Indiz II ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beeinflussung durch die Fundplatzgruppe 25° N ist durchaus möglich.&lt;br /&gt;
Wie ebenfalls aus Fig. 4 hervorgeht, fehlt den Merimde Fundplätzen die zeitliche Tiefe, da ein Pfeilspitzentyp, die Gruppe A2, mit über 90 % Anteil das Bild beherrscht. Ähnliches gilt für die noch jüngere Badarikultur, die ca. 80 % A2- Spitzen aufweist und rund 16 % Blattspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem nun die ägyptischen Pfeilspitzen der Sahara zahlenmäßig erfasst sind und ihre Typen in einen, wenn auch groben Zeitrahmen gestellt werden konnten, erscheint es mit Einschränkungen möglich, einige Fragen beantworten zu können. Ebenfalls müssen mehrere notwendige Feststellungen getroffen werden.&lt;br /&gt;
* Über die Hälfte aller in Ägypten gefundenen und ausgewerteten Pfeilspitzen ist in dem Raum von Abu Tartur – Kharga konzentriert.&lt;br /&gt;
* Diese außerordentliche Akkumulation hat während der gesamten holozänen, steinzeitlichen Phase stattgefunden. &lt;br /&gt;
* Die Feldforschung in dem genannten Raum ist bei weitem nicht abgeschlossen. Die Region verfügt über ein gewaltiges Potential.&lt;br /&gt;
* Dichte und dauernde Besiedlung von der El Adam Phase bis zum Auftreten von Clayton Ringen ( Riemer ) setzt klimatische Bedingungen voraus, die nicht im Extrembereich liegen. Eine Ausweitung bisheriger Studien Klima, Fauna und Flora betreffend sowie die Erstellung weiterer C14- Analysen erscheinen angebracht. Auch die Quartärgeologie ist gefragt um eventuelle Fehlinterpretationen zur Klimaentwicklung zu korrigieren und gezielte, lokale Detailuntersuchungen zu betreiben, um die bestehende Diskrepanz zwischen den existierenden Studien und den archäologischen Fakten auszuräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Basiskehle dürften nach den heute bekannten und datierten Funden in Abu Tartur entwickelt worden sein. Von hier aus gelangten sie, kann postuliert werden, mit geringer Zeitverschiebung zunächst ins Fayum und dann nach Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fayum entwickelte sich aus den unregelmäßigen und zum Teil noch primitiv anmutenden Pfeilspitzen Abu Tarturs vor allem die elegante A25- Spitze mit nach innen gezogenen Schwingen und tiefen, breiten Kehlen. Dieser Typ verbindet die Wirkung eines breiten Geschosses mit entsprechendem Schusskanal mit einer Gewichtsreduzierung, welche mit einer tiefen und breiten Kehle zusammenhängt.&lt;br /&gt;
Die bevorzugten Typen in Merimde sind A2, A27, A25 und A28. Im Unterschied zu Abu Tartur sind hier die Pfeilspitzen gleichmäßiger und sauber gearbeitet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Erste flächenretuschierte Stielspitzen treten schon im Frühholozän vereinzelt als Experimente, die aber ohne direkte Folgen bleiben, in Gara, Sitra und Abu Tartur auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gara 75/27 produzierte zwei Stielspitzen mit einem Alter von 8219 Jahren, aus Sitra ist eine Stielspitze mit einem Alter von ca. 8200 Jahren bekannt und Abu Tartur weist zwei flächenretuschierte Stielspitzen von Fundplatz 0002/84 mit einem Alter von 9120 Jahren auf, eine dritte von 1023/82 ist nicht datiert, könnte aber nach der Bearbeitungstechnik und der Formgebung ebenfalls dazuzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese frühen, flächenretuschierten Stielspitzen ähneln stark Miniaturausführungen von Aterienspitzen. Eine Beeinflussung durch aufgefundene Paläoartefakte ist nicht von der Hand zu weisen, zumal im Inventar des Fundplatzes 0002/84 eine große Aterienspitze vorhanden ist. Außer den gestielten Exemplaren weisen 0002/84 und 0006/82 auch einige flächige modifizierte Blattspitzen der Gruppen C3 und C9 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie die Fundstellen Abu Tartur 1004/83 und Djara 90/1-2 zeigen, treten fast gleichzeitig ab ca. 7600 BP neben den kantenretuschierten Pfeilspitzen auch regelmäßig solche mit Flächenretuschen auf und zwar neben den Bewehrungen der Familien A, C und D ebenfalls, aber in geringeren Stückzahlen, die der Familien B, E und G auf.&lt;br /&gt;
Von dem oben genannten Zeitpunkt an nehmen die Flächenretuschierten prozentual zu, die Kantenretuschierten nehmen ab ohne aber gänzlich zu verschwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Anteil von Dreieck-, Blatt- oder Stielspitzen hängt bei den flächig retuschierten Pfeilspitzen nicht vom Alter des Fundplatzes ab sondern von den Präferenzen der jeweiligen kulturellen Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Gruppen, die westlich einer gedachten Linie Siwa – Abu Minquar. Eastpans – Bir Kiseiba – Nabta siedelten waren von den Geschossentwicklungen der Kernzonen abgekoppelt. Sie bringen keine Flächenretuschen hervor, zum Teil auf Grund eines Mangels an geeigneten Rohstoffen, sie verweilen hauptsächlich bei kleinen dreieckigen und trapezförmigen Querschneidern, andere kantenretuschierte Pfeilspitzenfamilien sind selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aus der ägyptischen Sahara sind nur wenige C14- Analysen aus holozänen Horizonten bekannt, die ein Alter von über 9000 Jahren aufweisen. Noch geringer ist die Anzahl von Fundstellen diesen Alters mit einem Inventar, welches eine typologische Einordnung zu erstellen erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste Datierung stammt von einem Herdplatz westlich des Abu Ballas, sie beträgt  10000 +- 225 BP Jahre weist aber keinerlei lithisches Material auf ( Gabriel 86 ).&lt;br /&gt;
Aus dem Wadi el Akhdar vom Fundplatz 80/7-1 wird ein Alter von 9370 +- 215 BP gemeldet (Schön 96) aber auch hier ist das analysierte Material aus einer geologischen Schicht ohne Artefakte entnommen worden.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 83/33 wurde eine Keramikscherbe auf 9080 +- 50 BP datiert. Zugehörige Steinartefakte sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Röper haben in der  „Roten Wüste“ etwa 70 – 100 km südlich von Abu Tartur eine Holzkohlenprobe von einer Herdstelle entnommen, die ein Alter von  9260 +- 370 BP aufweist. Steinartefakte und Keramik sind nicht untersucht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dakhla sind im Zusammenhang mit der dortigen Masara- Phase einige Daten bekannt. Sie liegen zwischen 9180 BP und 8170 BP für die Masara- Phasen A und B und zwischen 9000 BP und 8500 BP für die Masara- Phase C. Werkzeuge sind in diesem Falle vorhanden, einzelne Stücke stimmen mit einschlägigen Inventaren anderer Fundgebiete überein. Eigene auf Dakhla bezogene und vollständige Inventare sind jedoch erst spät erstellt worden, diese sind mit den Funden des Abu Tartur B zu vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches gilt für die C14 Daten der Fundregion Regenfeld in der großen Sandsee. Fundplatz 96/1 mit einem Alter von 9388 +- BP Jahren weist keine signifikanten Geräte auf und 96/20, auf 9040 +- 60 BP datiert, produzierte ähnlich wie die gleich alten Plätze im Südosten der libyschen Wüste Ägyptens hauptsächlich rückengestumpfte Lamellen ohne jedoch vergleichbar vollständige Typologien wie Nabta und Kiseiba zu liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollständige Inventare und Datierungen weisen vier Fundplätze auf. In Bir Kiseiba sind es E-80-4 und E-79-8 mit 423 respektiverweise 374 Werkzeugen, in Nabta lieferte E-77-7  158 Geräte und Abu Tartur 0002/84 hat 402 modifizierte Steinartefakte hervorgebracht. In der Fundplatzbeschreibung von 0002/84 werden diese vier Inventare miteinander verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Ostsahara begonnene kulturelle Entwicklung wurde durch die prädynastischen Gruppen im Niltal fortgesetzt. Da der Verfasser das Niltal mit Ausnahme von Merimde und Badari nicht in seine Betrachtungen aufgenommen hat, werden Pfeilspitzentypen wie sie z.B. in Abydos auftreten, nicht berücksichtigt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundstellen_in_%C3%84gypten&amp;diff=5584</id>
		<title>Fundstellen in Ägypten</title>
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				<updated>2023-10-20T12:43:21Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Genauere Beschreibung eines der Fundetableaus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Ägypten==&lt;br /&gt;
Ägypten, 1.000.000 Quadratkilometer groß, besteht mit Ausnahme des Niltals und des Deltas, aus Wüste. Für diesen Bericht sind die arabische und libysche Wüste, da beide zur Sahara gehörend, von Interesse.&lt;br /&gt;
Außerhalb dieses Rahmens werden lediglich, aus Gründen des Vergleichs, die Fundstellen von Merimde am südwestlichen Deltarand und Badari - Hemamieh am rechten Nilufer in Oberägypten, berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Ende des 19. Jahrhunderts begannen Archäologen sich für steinzeitliche Kulturen in Ägypten zu interessieren, so F. Petrie in Nagada. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts kamen dazu Junker in Merimde, Brunton in Badari und die große Dame der ägyptischen Vor - und Frühgeschichte G. Caton - Thompson in Hemamieh, im Fayum und Anfang der 30er Jahre in den Kharga - Oasen.&lt;br /&gt;
Erwähnt seien auch die frühen Expeditionen Hassanein Beys in den Uweinat von wo er über Felsbilder berichtete und Kemal el Dins, der den Gilf Khebir entdeckte und ebenfalls Malereien im Uweinat fand.&lt;br /&gt;
Neben den älteren Arbeiten soll versucht werden auch die in jüngerer Zeit ausgeführten Forschungen, einschließlich der noch laufenden, in diesen Bericht zu integrieren. &lt;br /&gt;
Zu nennen wären unter anderen die Teams um F. Wendorf und R. Schild im Südostteil der libyschen Wüste, R. Kuper und seine Mannschaft mit den Projekten B.O.S und ACACIA, M. Mc Donald in den Dakhla - Oasen und B.E. Barich mit Kollegen in Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Genauere Beschreibung eines der Fundetableaus==&lt;br /&gt;
Inhalt befindet sich im Aufbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Ägypten - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden 132 Fundtableaus werden nicht näher erklärt, da viele Artefakte in den entsprechenden Rubriken gezeichnet und wissenschaftlich beschrieben worden sind. Jedes Artefakt ist mit einer eindeutigen Fundplatznummer gekennzeichnet. Fundplätze mit Nummern finden Sie unter Fundkomplex Abu Tartur. '''HINWEIS:''' Klicken Sie 2x in Folge auf die gewünschte Abbildung und Sie sehen das Tableau in Bildschirmgröße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0003_N_AbuTartur.jpg|Abb. 1: Klingen und Lamellen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0009_B_AbuTartur.jpg|Abb. 2: Bohrer, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0011_E_AbuTartur.jpg|Abb. 3: Kerben, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0013_D_AbuTartur.jpg|Abb. 4: Mikrolithen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0018_P21_Tixier_Liste.jpg|Abb. 5: Auflistung nach Tixier, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0029_Perlen_AbuTartur.jpg|Abb. 6: Perlen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0035_L_AbuTartur.jpg|Abb. 7: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0033_12_AbuTartur.jpg|Abb. 8: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0037_6_AbuTartur.jpg|Abb. 9: Nabta Pfeilspitzen und andere, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0039_4_AbuTartur.jpg|Abb. 10: Querschneider von Fundplatz 0002/84 und andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0041_7_AbuTartur.jpg.jpg|Abb. 11: Flächeretuschierte Stielspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0043_11_AbuTartur.jpg|Abb. 12: Ounan Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0045_9_AbuTartur.jpg|Abb. 13: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0092_14_AbuTartur.jpg|Abb. 14: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0094_13_AbuTartur.jpg|Abb. 15: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0187_26_AbuTartur.jpg|Abb. 16: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0189_22_AbuTartur.jpg|Abb. 17: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0191_18_AbuTartur.jpg|Abb. 18: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0193_20_AbuTartur.jpg|Abb. 19: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0195_21_AbuTartur.jpg|Abb. 20: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0197_10_AbuTartur_Renate.jpg|Abb. 21: Blattspitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0199_23_AbuTartur.jpg|Abb. 22: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0201_15_AbuTartur.jpg|Abb. 23: Blattspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0203_16_AbuTartur.jpg|Abb. 24: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0205_1_19_AbuTartur.jpg|Abb. 25: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0206_17_AbuTartur.jpg|Abb. 26: Blattspitzen mix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0112_XXVI_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 27: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0149_Q_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 28: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0171_O_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 29: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0073_UU_AbuTartur.jpg|Abb. 30: Große plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0075_NN_AbuTartur.jpg|Abb. 31: Werkzeuge, Fundplatz 1072&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0077_QQ_AbuTartur.jpg|Abb. 32: Plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0079_HH_AbuTartur.jpg|Abb. 33: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0081_1_JJ_AbuTartur.jpg|Abb. 34: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0082_TT_AbuTartur.jpg|Abb. 35: Klingen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0084_KK_AbuTartur.jpg|Abb. 36: Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0086_OO_AbuTartur.jpg|Abb. 37: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0088_PP_AbuTartur.jpg|Abb. 38: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0090_RR_AbuTartur.jpg|Abb. 39: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0096_G_AbuTartur.jpg|Abb. 40: Sicheln und Sicheleinsätze, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0098_XXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 41: Klingen, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0100_ZZ_AbuTartur.jpg|Abb. 42: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0102_YY_AbuTartur.jpg|Abb. 43: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0104_XXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 44: Flächig bearbeitete Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0106_XXV_AbuTartur.jpg|Abb. 45: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0108_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 46: Klingen und Lamellen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0110_XXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 47: Verschiedene Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0114_XXII_AbuTartur.jpg|Abb. 48: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0116_XXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 49: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0118_XXI_AbuTartur.jpg|Abb. 50: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0120_XXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 51: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0122_XLIII_AbuTartur.jpg|Abb. 52: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0124_roem_L_AbuTartur.jpg|Abb. 53: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0126_XLVI_AbuTartur.jpg|Abb. 54: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0011/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0128_XLV_AbuTartur.jpg|Abb. 55: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0130_XLIV_AbuTartur.jpg|Abb. 56: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0132_LV_AbuTartur.jpg|Abb. 57: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0134_XLVII_AbuTartur.jpg|Abb. 58: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1046/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0136_XLVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 59: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0138_XLIX_AbuTartur.jpg|Abb. 60: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0140_1_LIV_AbuTartur.jpg|Abb. 61: Paläolithische Werkzeuge auf neolithischen Fundplätzen und Aterienspitzen (gekauft)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0141_LII_AbuTartur.jpg|Abb. 62: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0014/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0143_LI_AbuTartur.jpg|Abb. 63: Verschiedene Artefakte und Perlen, Fundplatz 1002/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0145_F_AbuTartur.jpg|Abb. 64: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0147_LIII_AbuTartur.jpg|Abb. 65: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1045/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0151_A_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 66: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0157_C_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 67: Bohrer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0159_SS_AbuTartur.jpg|Abb. 68: Klingen und Lamellen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0163_XXX_AbuTartur.jpg|Abb. 69: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0165_J_AbuTartur.jpg|Abb. 70: Große Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0173_K_AbuTartur.jpg|Abb. 71: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0175_VV_AbuTartur.jpg|Abb. 72: Messer und Spitzen, Fundplatz 1017/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0177_WW_AbuTartur.jpg|Abb. 73: Messer und Spitzen, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0183_M_AbuTartur.jpg|Abb. 74: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0208_III_AbuTartur.jpg|Abb. 75: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1035/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0210_XI_AbuTartur.jpg|Abb. 76: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0213_X_AbuTartur.jpg|Abb. 77: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0215_VII_AbuTartur.jpg|Abb. 78: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0217_VI_AbuTartur.jpg|Abb. 79: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1052/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0219_IV_AbuTartur.jpg|Abb. 80: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0009/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0221_V_AbuTartur.jpg|Abb. 81: Verschieden Artefakte, Perlen und Keramik, Fundplatz 0008/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0223_XVI_AbuTartur.jpg|Abb. 82: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0225_VIII_AbuTartur.jpg|Abb. 83: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0227_IX_AbuTartur.jpg|Abb. 84: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0229_XVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 85: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0231_roem_I_AbuTartur.jpg|Abb. 86: Paläolithische Artefakte auf neolithischen Fundplätzen (z.T. Wiederverwendung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0233_roem_II_AbuTartur.jpg|Abb. 87: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0010/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0236_XLII_AbuTartur.jpg|Abb. 88: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0238_XXXI_AbuTartur.jpg|Abb. 89: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0240_XXXII_AbuTartur.jpg|Abb. 90: Bohrer und Pfrieme, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0242_XXXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 91: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0244_XXXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 92: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0246_XXXV_AbuTartur.jpg|Abb. 93: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0248_XXXVI_AbuTartur.jpg|Abb. 94: Bohrer, Klingen und andere Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0250_XXXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 95: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1072/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0252_XXXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 96: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0254_XXXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 97: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0256_XL_AbuTartur.jpg|Abb. 98: Lamellen, kleine Klingen und Mikrolithen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0258_XLI_AbuTartur.jpg|Abb. 99: Retuschierte Thermoscherben, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0260_LVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 100: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0262_XVII_AbuTartur.jpg|Abb. 101: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1016/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0264_H_AbuTartur.jpg|Abb. 102: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0266_XII_AbuTartur.jpg|Abb. 103: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0268_XV_AbuTartur.jpg|Abb. 104: Sichelmesser und &amp;quot;Ackerbau Geräte&amp;quot;, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0270_XIX_AbuTartur.jpg|Abb. 105: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1019/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0272_XIV_AbuTartur.jpg|Abb. 106: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0275_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 107: Verschiedene Artefakte, Fundplätze auf dem Plateau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0277_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 108: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0279_LX_AbuTartur.jpg|Abb. 109: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1039/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0281_XIII_AbuTartur.jpg|Abb. 110: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0284_LIX_AbuTartur.jpg|Abb. 111: Klingen, Kerbklingen und Windkanter, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0286_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 112: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1022/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0322_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 113: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0323_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 114: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0335_besondereWerkzeuge_AbuTartur.jpg|Abb. 115: Große Werkzeuge, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0336_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 116: Reib- und Malsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0337_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 117: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0339_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 118: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0343_Reibstein_AbuTartur.jpg|Abb. 119: Reibsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0340_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 120: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0356_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 121: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0357_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 122: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0358_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 123: Paletten, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0359_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 124: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0360_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 125: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0364_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 126: Reibschale mit Reibstein, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0348_AbuTartur.jpg|Abb. 127: Kerne, Klopfsteine und Spielsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0349_Keulenköpfe_AbuTartur.jpg|Abb. 128: Keulenköpfe, AbuTartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0350_AbuTartur.jpg|Abb. 129: Verschiedene Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0351_AbuTartur.jpg|Abb. 130: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0352_AbuTartur.jpg|Abb. 131: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0334_plattige_Stücke_AbuTartur.jpg|Abb. 132: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kharga==&lt;br /&gt;
G. Caton – Thomson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G. Caton Thompson beschreibt sechs Fundstellen innerhalb der Khargaregion, auf denen Pfeilspitzen vorkommen.&lt;br /&gt;
Diese sind&lt;br /&gt;
* 1.) K05 Bellaida&lt;br /&gt;
* 2.) K015 Umm ed Dabadib&lt;br /&gt;
* 3.) Ghuata (Qasr El Ghueita )&lt;br /&gt;
* 4.) Gala Hill&lt;br /&gt;
* 5.) Abu Sighwal Pass ( Nagb Umm Sirwal )&lt;br /&gt;
* 6.) Yesba Pass ( Nagb Asyut, Gebel El Yabisa )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) K05 Bellaida'''&lt;br /&gt;
Die Stelle liegt südlich der Gebirgslücke zwischen dem Gebel Teir und dem Gebel Tarif.&lt;br /&gt;
Eine Gesamtwerkzeugmenge von 42 Stücken wurde beobachtet aber nicht weiter bearbeitet und veröffentlicht. Unter den auf Tafel 100 vorgestellten Artefakten befinden sich ein Querschneider F8, eine teilflächig retuschierte Blattspitze, eine D7 - Spitze, eine D19 - Spitze und ein Stück, welches einen Übergang von der rhombischen zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) K015 Umm el Dabadib'''&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt in einer breiten Gasse der Abu Muharig Dünenkette in den Ausläufern des südliche Abbruchs des libyschen Plateaus.&lt;br /&gt;
74 Werkzeuge, darunter auch Pfeilspitzen, wurden gefunden und nicht weiter klassiert. 21 Pfeilspitzen sind auf Tafel 99 dargestellt, sie zeigen H1 - Spitzen und Übergänge von H1 nach H5 sowie Blattspitzen vollflächig und teilflächig retuschiert vom Typ C1 und C3, eine schlanke D12 - Spitze und Dreieckspitzen der Typen A1 und H7. Ein atypisches, flächig retuschiertes Stück ist die Nr. 13, die wie eine verunglückte Mischung aus C3 und D6 anmutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) Ghuata ( Qasr El Ghueita )''' &lt;br /&gt;
Der ptolemäische Tempel von Ghuata liegt rund 20 km südlich von Kharga, östlich davon schließt sich eine deflationsgeglättete Depression an.&lt;br /&gt;
Ghuata produzierte 61 Werkzeuge, davon sieben Pfeilspitzen. Gezeichnet sind auf Tafel 95 fünf Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte C3 - Spitzen, eine mit auf beiden Seiten flachen Randretuschen versehene C1 - Spitze, eine asymmetrische H5 - Spitze und eine H - Spitze mit einseitig angedeutetem Stiel, die als abgebrochene Ounanspitze beschrieben ist. Die übrigen auf den Tafeln 94 und 95 gezeigten Stücke weisen epipaläolithische Merkmale auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) Gala hill'''&lt;br /&gt;
22 km südlich von Ghuata liegt innerhalb der Depression ein 124 m hoher Sandsteinhügel mit dem Namen Gala hill. Auf diesem Platz wurden 45 Werkzeuge, davon 13 Pfeilspitzen, gefunden, welche sich unterteilen in 12 Querschneider und eine Ounanspitze. Die restlichen Artefakte sind Klingen, Lamellen, geometrische Mikrolithen sowie weitere epipaläolithische Implemente. Das Inventar erinnert an die Abu Tartur Fundstelle 0002/84.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) Abu Sighwal Pass'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle liegt auf dem östlichen Kalksteinplateau nordöstlich des Gebel Umm El Ghanayin in mit terra rossa gefüllten kleinen Senken, ähnlich wie es sich auf dem Abu Tartur Plateau darstellt.&lt;br /&gt;
Die Fundstreuung ergab 67 Werkzeuge davon lediglich zwei Bewehrungen, nämlich Ounanspitzen wie eine auf der Tafel 98 unter Nr. 3 abgebildet ist. Die Tafel zeigt ebenfalls eine Blattspitze unter 2/98, diese wird aber im Inventar nicht aufgeführt. Die übrigen Werkzeuge bestehen hauptsächlich aus Klingen ( 17 Stück ), Lamellen ( 19 Stück ) und geometrischen Mikrolithen wie Dreiecken und einem Segment. Das Ganze mutet epipaläolithisch an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) Yesba Pass'''&lt;br /&gt;
Dieser Pass bildet den nördlichen Zugang zu den Kharga Oasen und ist über 50 km von Kharga Zentrum entfernt. Auch hier liegen Artefaktenkonzentrationen in kleinen, flachen, terra rossa gefüllten Senken.&lt;br /&gt;
Yesba gab 148 Werkzeuge her, davon 66 Pfeilspitzen. Die übrigen Artefakte sind typische epipaläolithische Stücke mit 64 gestumpften Lamellen, Segmenten und Dreiecken. Kerbklingen sowie Quarzartefakte in Form von Kratzern oder meißelartigen Kernen sind ebenfalls vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen sind wie folgt unterteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;auto&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Pfeilspitzetyp'''||'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Querschneider||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ounanspitzen||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lamellenartige Rhombische||25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rhombische||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Atypische||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blattspitzen||26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stielspitzen inkl. I||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|'''Total'''||'''66'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Ounanspitzen kann auch das Exemplar Nr. 16 Tafel 97 gerechnet werden. Die Lamellenartigen entsprechen den Typen H1 ( 15/97 ), H5 ( 9/97 ) und Übergängen von H1 nach H5 ( 13/97 ).&lt;br /&gt;
Rhombische Exemplare sind zwei vorhanden, nämlich die Nr. 21 und Nr. 22 der Tafel 97.&lt;br /&gt;
Die atypische Spitze 8/97, die bis auf den linken Rand auf ihrem Umfang kantenretuschiert erscheint, fällt in die Gruppe H19.&lt;br /&gt;
Nr. 20/97 kann unter I 4 eingeordnet werden. Die Blattspitzen entsprechen den Typen C1 und C3 und das Exemplar 26/97 weist schon nach C6. Die dargestellten Stielspitzen können dem Typ D7 zugeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den Fundstellen Abu Sighwal und Yesba wurden auf dem Plateau noch 34 Werkzeuge am Gebel Umm El Ghenneiem und 36 Stücke bei Agaba Matana gefunden. Sie bringen keine weiteren Typen und sind auch nicht weiter aufgeschlüsselt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einordnung der beschriebenen und / oder gezeichneten Pfeilspitzen des „ Bedouin &lt;br /&gt;
Microlithic „ von Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''K015'''&lt;br /&gt;
|'''K05'''&lt;br /&gt;
|'''Ghuata'''&lt;br /&gt;
|'''Gala'''&lt;br /&gt;
|'''Sighwal'''&lt;br /&gt;
|'''Yesba'''&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Werkzeuge'''&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|61&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|67&lt;br /&gt;
|148&lt;br /&gt;
|437&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Davon Pfeilspitzen'''&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|117 &lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|19&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|E&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|F&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|G&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|H&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|50&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den rund 500 aufgefundenen Werkzeugen sind 437 dokumentiert. Von letzteren sind 115 oder 26,6 % Pfeilspitzen. ( Da die Familie I nicht mitgerechnet wird reduziert sich die Zahl auf 113 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 1'''&lt;br /&gt;
* = A + B + E&lt;br /&gt;
* = 2 + 0 + 3&lt;br /&gt;
* = 5 oder 4,42 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 2''' &lt;br /&gt;
*= C&lt;br /&gt;
*= 31 oder 27,43 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 3'''&lt;br /&gt;
*= D&lt;br /&gt;
*= 11 oder 9,74 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 4''' &lt;br /&gt;
*= F + G + H&lt;br /&gt;
*= 16 + 0 + 50   &lt;br /&gt;
*= 66 oder 58, 41 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den weiter oben behandelten Pfeilspitzen wurden elf große, ausgekehlte Dreieckspitzen gefunden. Wie Tafel III zeigt, handelt es sich unter anderem um ein durchschnittliches Exemplar mit 41 mm Länge und um ein weiteres von 63 mm Länge und einer Kehle von 28 mm Tiefe. Von den elf Exemplaren, 7 wurden in  K0 15 gefunden, 4 stammen von K0 5, weisen 6 eckige Schwingen auf, die übrigen dürften gerundet sein. Schwingen vom Typ A 25 mit nach innen gebogenen, spitzen Schwingenenden wurden von G. Caton Thompson nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''D.L. Holmes'''&lt;br /&gt;
Wie D.L. Holmes in ihrer „ Analysis and comparison of some prehistoric projectile points from Egypt „ schreibt, entdeckte sie im Dezember 1983 in der Umgebung von Kharga 45 Pfeilspitzen verschiedenster Typen, wie sie auch schon von G. Caton - Thompson beschrieben worden sind und von dieser als „ bedouin microlithic „ klassiert wurden. Der Anteil der Pfeilspitzen am Gesamtvolumen der Werkzeuge beträgt 12 %. Zwei Bruchstücke konnten nicht eingeordnet werden. Die Funde stammen von acht verschiedenen Stellen und obwohl das Gebiet mit Umm - el - Dabadib angegeben ist, zählen dazu auch die nordöstlich von Kharga gelegenen Quellhügel K0 8 und K0 6. Der in der Nähe von Umm - el - Dabadib gelegene Fundplatz K0 15 wird nicht erwähnt. Die Entfernung zwischen K0 6 und K015 beträgt rund 40 km. Der Fundplatz K0 10, der ebenfalls zu den acht Stellen gehört, an denen Pfeilspitzen gesammelt wurden, wird von G. Caton - Thompson dem oberen Acheul zugerechnet. Wahrscheinlich ist es hier zu Verwechslungen der Bezeichnungen gekommen. Für die Analyse der Funde und für Vergleiche mit Sammlungen aus dem gleichen Gebiet werden die beiden Fragmente ausgeklammert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 4,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||15||34,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||16||37,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||10||23,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''43'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weitere Fundbeobachtungen in den Kharga - Oasen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Wendorf und R. Schild, die 1980 in den Kharga - Oasen gearbeitet haben, erwähnen keine Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Simmon und Mandel dagegen sprechen in ihrem Bericht von 1986 von einigen unregelmäßigen Pfeilspitzen, sowie von Blatt - und Stielspitzen, die Menge dürfte bei 12 - 15 Stücken liegen.&lt;br /&gt;
Die umfangreichste Sammlung aus dem Gebiet von Umm - el - Dabadib und Kharga dürfte von R. Ulbrich und G. Ulbrich stammen. Sie enthält 615 Pfeilspitzen, die sich wie folgt verteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 43|| 6,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||184||29,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||283||46,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||105||17,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''615'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgebildet und beschrieben sind sie in diesem Bericht auf den Tafeln Ä - U1, Ä - U2, &lt;br /&gt;
Ä - U3 und teilweise auf weiteren Tafeln der Bezeichnung Ä unter den Kürzeln K, D und Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schreiber des Berichts hatte die Gelegenheit einen Teil des oben genannten Gebiets zu begehen, hier der Fundbericht :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundgebiet Nr. 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koordinaten : ( Mittelwerte ) L = 30°25’, B = 25°28’&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geographie : Rund 10 km nördlich von Kharga erhebt sich der Gebel el Teir, westlich davon liegt mit 451 m die höchste Erhebung der Gegend, der Gebel Tarif und seine nördliche Fortsetzung, der Gebel el Sheikh. 15 km weiter nach Norden schiebt sich das libysche &lt;br /&gt;
Kalksteinplateau in die Kharga - Senke. An seinen Flanken liegen im Nordosten des Fundgebietes die trocken gefallene Oase Ain - el - Labakha und im Nordwesten das Fort Ain - el - Wan ( rund 5 km südlich von Umm - el - Dabadib ). Die weiteren approximativen Begrenzungen des Fundgebietes sind im Osten die Linie Ain - el - Labakha – Gebel el Teir, im Westen der Schnittpunkt der Linien Ain - el - Wan südwärts und Gebel el Teir westwärts. Die Landschaft ist geprägt durch die Dünenketten des Abu Muharig mit Sicheldünen bis zu 50 m Höhe. Die äolische Überformung ist extrem weit fortgeschritten, dennoch haben sich auch Playagebiete, teilweise mit Yardangs durchsetzt, halten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausdehnung : N – S = 17,5 km, W – O = 10 km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschreibung des Fundplatzes : Die meisten Fundstellen sind an Restplayas gebunden aber auch auf Sandsteinuntergrund kommen sekundäre Konzentrationen vor. &lt;br /&gt;
In situ Plätze und Herdstellen sind nicht beobachtet worden, mit Ausnahme einiger in Yardangs in Kopfhöhe eingeschlossener Artefakte ist das Fundmaterial ausnahmslos bewegt worden. K0 15, ein „ bedouin microlithic „ Fundplatz G. Caton - Thompsons südlich von   Ain - el - Wan ist lediglich begangen worden und in seiner vorgefundenen Situation belassen worden, das gleiche gilt für K0 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar : 360 Steinartefakte, davon 10 nicht modifizierte, sind aufgesammelt worden. Die 350 Werkzeuge gliedern sich wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer|| 23|| 6,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||54||15,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||7||2,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rückengestumpfte Lamellen||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||38||10,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Endretuschen||4||1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Geometrische Microlithen||5||1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Microburin Technik||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Andere||213||60,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''350'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe „ Andere „ setzt sich zusammen aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ounanspitzen|| 8|| 2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierten Stücken||67||19,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Side - blow - flakes||8||2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Pfeilspitzen||80||22,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Zweiflächnern||26||7,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstigen||24||6,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''213'''|| '''60,85'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert man die Pfeilspitzen inklusive der Ounan - Spitzen nach Hugot, so wird folgendes Ergebnis sichtbar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''87'''|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen vom Typ I, mit einem Exemplar vertreten, werden nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
Im Vergleich mit den Analysen der Pfeilspitzen der Abu Tartur Fundplätze 1024/82, 1023/82 und 1017/82 fällt auf, dass das Indiz III des Fundgebietes 1026/82 um rund 20 % bis 30 % höher liegt, ansonsten sind Ähnlichkeiten trotz des unwissenschaftlichen Absammelns durchaus zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten im Gebiet 1026/82 sind nicht weiter vertieft worden und zwar aus zwei Gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Die Fundplätze sind durch Deflation stark gestört und definierbare Kulturschichten sind nicht gefunden worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Die Entfernung von der Basis Abu Tartur war zu groß und für eine Einzelperson war das schwierige Gelände zu risikoreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der größenordnungsmäßig unterschiedlichen, von verschiedenen Personen in einer recht großen Zeitspanne gesammelten Pfeilspitzen des „ bedouin microlithic „ ergibt ein interessantes Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''G. Caton-Thompson*'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''D. L. Holmes**'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''R. und G. Ulbrich'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1026/82***'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 4,42|| 2|| 4,65|| 43|| 6,99|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||31||27,43||15||34,88||184||29,92||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||11||9,74||16||37,21||283||46,02||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||66||58,41||10||23,26||105||17,07||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Total|| 113|| 100,00|| 43|| 100,00|| 615|| 100,00|| 87|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die elf großen, ausgekehlten Dreieckspitzen von K0 5 und K0 15 werden, da von Caton - Thompson eher dem „ peasant neolithic „ zugerechnet, später behandelt.&lt;br /&gt;
* ** Ohne Bruchstücke.&lt;br /&gt;
* *** Eine Pfeilspitze der Familie I ist unberücksichtigt geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine klare Übereinstimmung der Sammlungen Holmes, Ulbrich und 1026 ist nicht von der Hand zu weisen. Gemeinsam ist allen ein geringer Wert des Indiz I, der zwischen rund 5 % und 7 % liegt. Ein Drittel der Spitzen gehört zum Indiz II. Die stärkste Gruppe bilden die gestielten Pfeilspitzen mit rund 35 % bis 46 % und die Gruppe der nicht flächig bearbeiteten Stücke liegt bei rund 17 % bis 25 %. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ins Bild passen die entsprechenden Zahlen von G. Caton - Thompson. Ihr Fundgebiet erstreckte sich weiter nach Süden und zu den Pässen im Norden, der epipaläolithische Anteil der hier angetroffenen Fundstellen ist höher. G. Caton - Thompson klassiert außerdem die Fundstellen K0 5 und K0 15 als gemischt aus „ bedouin microlithic „ und „ peasant    neolithic „.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den in Abu Tartur gewonnenen Kenntnissen stellen die Oberflächenfunde in dem hier behandelten Raum ein Artefaktengemenge aus den verschiedensten Epochen und Kulturen dar. Dieses wird verständlich durch die Tatsache, dass der Boden in der Khargasenke im Mittel jährlich um 2 mm abgesenkt wird. Bis auf wenige Ausnahmen, K0 15 ist teilweise eine solche, ist von den ursprünglichen Lagerplätzen nichts übrig geblieben. Die Herde sind weggeblasen worden, die Keramik zu Staub zerrieben und die Steinartefakte nach Korngröße gesichtet worden. Das Material ist dermaßen durcheinander gewirbelt, dass es schon wieder homogen erscheint, wie der typologische Vergleich der verschiedenen Sammlungen suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine in Abu Tartur angefertigte Langzeitstudie über die Auswirkung des Windschubes auf prähistorische Artefakte belegt mit eindeutigen Zahlen sowohl Verschiebung als auch Sichtung (bislang unveröffentlicht, aktuell in dieser Internetpräsenz, siehe: Windschubmessung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Tartur==   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zur El Ghorab Straße zwischen Kharga und Dakhla verläuft die Bruchkante des libyschen Plateaus in westöstlicher Richtung, lediglich die Felsmasse von Abu Tartur schiebt sich nach Süden in die Sandsteinebene vor. Die Bruchkante ist hier, bedingt durch die harten Kurkurschichten mit 550 m höher als die übrigen, bei rund 450 m – 500 m liegenden Partien. Begrenzt wird der Vater der Zipfelmütze, so die Bedeutung von Abu Tartur, im Süden und Osten durch eine mit Zeugenbergen durchsetzte, sandige Ebene der Nubiaschichten, im Westen durch den Wadi Batikh, den Wassermelonen - Fluss und im Norden durch den Wadi Ain Amur. Die mittleren Koordinaten sind 29°30’ – 30°10’ Ost und 25°20’ – 25°40’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird unter Abu Tartur vor allem die ungefähr 50 km westlich von Kharga gelegene Phosphatgrube im südöstlichen Bereich des Massivs verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier war der Verfasser, abgesehen von einer früheren, kurzen Intervention im Jahr 1978, von 1982 bis 1987 als Bergingenieur im Auftrag der Societé Francaise d´ Etudes Minieres ( Sofrémines ) tätig. Außerdem ermöglichte die deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen eines Sonderforschungsprogramms eine sechswöchige Visite mit Archäologen des Heinrich Barth - Instituts für Ur - und Frühgeschichte der Universität zu Köln im Herbst 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Freizeit während des Aufenthalts in Ägypten in den Jahren 1982 – 87 wurden im Umkreis von rund 30 km 146 Fundstellen entdeckt, davon 25 größere mit 100 bis 2500 Werkzeugen. Eine detaillierter Bericht liegt vor, eine Kopie befindet sich im Kölner Institut. Eine Veröffentlichung, auch auszugsweise, wurde nicht vorgenommen. Wohl aber wurden Informationen und erkannte Zusammenhänge für Veröffentlichungen unter anderem Namen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besiedlungsdauer in Abu Tartur reicht vom Epipaläolithikum bis zum ausgehenden Neolithikum falls die wenigen paläolithischen Einzelfunde wie z.B. Aterienspitzen unberücksichtigt bleiben. Das Inventar stammt von der Oberfläche, auf Grabungen ist verzichtet worden, selbst wenn die Überdeckung aus geringmächtigen Lockersedimenten bestand. Spuren späterer Aktivitäten aus historischen Zeiten ist nicht nachgegangen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon im Fundstellenbericht Abu Tartur dargestellt, sind in situ - Plätze in der Sahara äußerst selten. Das Vorhandensein von überdeckenden Ablagerungen stellt keine Garantie für ungestörte Kulturschichten dar. Häufig handelt es sich dabei um umgelagerte äolische Sedimente oder durch Wadis transportiertes Material. In diesen Situationen können sich Artefakte der verschiedensten Zeitalter vom langschmalen Dreieck bis zur schlanken, beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze im gleichen ergrabenen Horizont finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einigen der bedeutenderen Fundstellen fehlt die schützende Decke und das heterogene Fundmaterial ist auf die heutige Oberfläche projiziert worden. Zum Glück gibt es aber auch kleinere Konzentrationen, die unvermischt gerade aus ihrer originalen Situation auswittern und die es erlauben das Artefaktengemisch zu entwirren.&lt;br /&gt;
Kleine Fundstellen sind vielfach homogen in Bezug auf die Verwendung von Rohmaterial, die Bearbeitungstechnik und das Typenvorkommen.&lt;br /&gt;
Die Typenvielfalt der Abu Tartur Fundstellen spiegelt sich im Reichtum der Pfeilspitzenformen, wie die Auswertung des Materials einiger der größeren Konzentrationen zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der Pfeilspitzen - Formen &lt;br /&gt;
Fundplatz 1023/82 : 2462 Werkzeuge davon 44,76 % Pfeilspitzen. Von den 1546 unter Varia ( Tixier 112 ) klassierten Artefakten waren 1071 Pfeilspitzen, dazu kommen 32 Ounanspitzen ( Tixier 107 ), so dass eine Gesamtmenge von 1103 Bewehrungen entsteht. Alter nicht gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anzahl&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|%&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz I&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|A + B + E&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|21 + 6 + 6&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|3,02&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz II&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|575&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|52,61&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz III&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|203&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|18,57&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz IV&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|F + G + H&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|0 + 5 + 277&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|282&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|25,8&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''1093'''&lt;br /&gt;
|'''='''&lt;br /&gt;
|'''100'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zehn Stücke der Familie I werden nicht berücksichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1005/83 : 897 Werkzeuge davon 43,03 % Pfeilspitzen. Von den 546 unter Varia klassierten Artefakten waren 376 Pfeilspitzen dazu gesellen sich noch zehn Ounanspitzen, so dass sich eine Gesamtmenge von 386 Bewehrungen ergibt. Alter 6420 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 19|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||223||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||73||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||59||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''374'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie I ist mit 12 Stücken vertreten und wird in der Auswertung nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1024/82 : 459 Werkzeuge davon 37,47 % Pfeilspitzen. Von den 322 unter Varia klassierten Werkzeugen waren 169 Pfeilspitzen. Zusammen mit den drei Ounanspitzen wird eine Anzahl von 172 Stücken erreicht. Alter 6620 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 9|| 5,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||123||72,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||20||11,83&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||17||10,06&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''169'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Pfeilspitzen der Familie I sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 : 729 Werkzeuge davon 24,42 % Pfeilspitzen. Von den 186 unter Varia klassierten Artefakten waren 125 Pfeilspitzen, hinzu kommen die unter Tixier 107 eingeordneten 53 Ounanspitzen des Fundplatzes, welche allgemein als Bewehrungen gewertet werden. Die Summe aller Pfeilspitzen beträgt demnach 178. Alter 7145 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 6|| 3,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||86||48,59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||14||7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||71||40,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''177'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Stück gehört in die Familie I und wird hier nicht gewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1004/83 : 628 Werkzeuge davon 21,66 % Pfeilspitzen. Von den 139 unter Varia klassierten Artefakten waren 113 Pfeilspitzen, mit den 23 Ounanspitzen des Fundplatzes ergibt sich eine Gesamtmenge von 136 Stücken. Alter 7590 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 1,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||24||17,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||6||4,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||103||76,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''135'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Pfeilspitze der Familie I wird nicht mitgezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 0002/84 : 402 Werkzeuge davon 47,51 % Bewehrungen. Die 191 Bewehrungen lassen sich zum größten Teil auf die Tixier Nummern 87 und 92 zurückführen, hinzu kommen weitere Querschneidertypen sowie Pfeilspitzen der Typen H 10 ( Dreieck ), H 1 ( Blatt ), H 5 ( Stiel ) sowie Ounanspitzen ( H 12 ) und Ounan - Harif - Spitzen ( H 14 ). Alter 9120 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 0|| 0,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||3||1,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||1||0,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||187||97,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''191'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Blattspitzen der Familie C scheinen auf den ersten Blick nicht in den Kontext zu passen, obwohl sie in ihrer Größe und der Art der Flächenretuschierung von Blattspitzen anderer Abu Tartur Fundstellen abweichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Stielspitze der Familie D ist einseitig flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, sie gleicht vom Material und der Technik her der Hybridspitze  ( Tafel Ä 35/14 ), die ebenfalls flache Randretuschen zeigt. Beide Stücke sowie auch die leicht rhombische H 14 Spitze ( Tafel Ä 35/13 ) mit Kantenretuschen an den proximalen Begrenzungslinien können zum kulturellen Inventar gehören. Damit wäre die D – Spitze ein sehr frühes Beispiel einer flächenretuschierten, gestielten Pfeilspitze ( Ä 12/6 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben 0002/84 ist auch der Fundplatz 1072/86 wegen seines homogenen Aspekts hoch interessant. Die auf 7670 +- 50 und 7645 +- 35 BP datierte Fundstelle erscheint weitestgehend unvermischt und wittert in schmalen Windkanälen oder auch Regenrinnen aus, so dass immer wieder in zeitlichen Abständen frische Artefakte gefunden werden können. Durch diese Tatsache erklärt sich das Zustandekommen der Sammlung 1072/02, die von Heiko Riemer durchgeführt wurde und welche neben 17 gestielten Spitzen, 8 Kerbresten und 5 weiteren retuschierten Werkzeugen auch 23 unmodifizierte Klingen und 49 Abschläge, letztere meistens Abfallstücke der Werkzeugproduktion, aufweist. Die erste Sammlung stammt von 1986, dem Jahr der Entdeckung der Fundstelle. Die Zusammenstellung der retuschierten Artefakte umfasst 125 Stücke und sieht wie folgt aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Nr. Tixier'''&lt;br /&gt;
|'''Werkzeug'''&lt;br /&gt;
|'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|'''%'''&lt;br /&gt;
|'''% der Gruppen'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|Einfacher Kratzer auf Abschlag&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|Kreisförmiger Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|Vorspringender Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|7,1&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|Gekerbter Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Kratzer auf gestumpfter Klinge&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|Doppelend - Bohrer&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|II&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|Stichel&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|III&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|IV&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|55&lt;br /&gt;
|Gebogene Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|Bruchstück rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|8,8&lt;br /&gt;
|VI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|Ouchtata Lamelle&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|Gekerbter Abschlag&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|Gezähnter Abschlag&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|76&lt;br /&gt;
|Kerbklinge oder Kerblamelle&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|VII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|Gezähnte Klinge oder gezähnte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8 &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|80&lt;br /&gt;
|Endretusche&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|VIII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|105&lt;br /&gt;
|Durchgehende Retusche&lt;br /&gt;
|47&lt;br /&gt;
|37,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|Ounanspitze&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|72&lt;br /&gt;
|XI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|Verschiedene&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|18,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Total&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|125&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die erste Sammlung 16 % an Ounanspitzen und den damit verwandten Artefakten aufweist, steigt der Anteil beim Gesamtinventar ( 1072/86 plus 1072/02 ) auf 21 %.&lt;br /&gt;
Die Ounanspitze ist ursprünglich ein Werkzeug aus dem Epipaläolithikum, wo sie möglicherweise als Bohrer benutzt wurde. Benannt ist sie nach dem Fundort Bir Ounan im südlichen Taoudeni in der Republik Mali. Vorneolithische Vorkommen sind unter anderen Ain Fritissa im südlichen Marokko, Oued Diffel, Bou Nouara und Dakhlat es - Saadane in Algerien und Ténéré im Norden Nigers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Stücke aus der Ostsahara fallen in die Zeit um 7850 BP – 7600 BP ( El Jarar Early Neolithic, Wendorf et al. 2001 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Abu Tartur Fundstelle 1072/86 gehört in diesen Zeitraum. Außer den von Tixier definierten Ounanspitzen finden sich hier in den gleichen Schichten Pfeilspitzen, die eine Bruchfläche am Stielende aufweisen und solche, bei denen Schlagfläche und Bulbus erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit sind Herkunft und frühes Auftreten dieser Stielspitzen, einmal der „ Abu Tartur Spitze „ und zum anderen der kantenretuschierten Spitze mit modifiziertem Stiel, geklärt. Die Bearbeitung des Stiels dieser nach Hugot als „ H5 „ oder nach Caton - Thompson als „ Ounanien „ zu bezeichnenden Pfeilspitze kann Teile oder die Gesamtheit des Stiels betreffen, es werden sowohl steile als auch flache Retuschen beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiele seien genannt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ounanspitze  -  1072  Tafel Ä 33 Nr. 2&lt;br /&gt;
* Abu Tartur Spitze  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 2&lt;br /&gt;
* H5 - Spitze nach Hugot  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die meisten Artefakte der Fundstelle 1072/86 sind auch diese drei Exemplare aus karamellfarbenem Hornstein hergestellt.&lt;br /&gt;
Ohne die Sammlung Ulbrich enthält das lithische Gesamtinventar Abu Tarturs 14375 Werkzeuge davon 3173 Pfeilspitzen und Pfeilschneiden, Ounanspitzen nicht inbegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reibschalen, Läufersteine und Hammersteine sind in dieser Auflistung nicht berücksichtigt. Der prozentuale Anteil der Pfeilspitzen für die Gesamtheit der Abu Tartur Fundstellen beträgt 21,06 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Geschossbewehrungen der Sammlung Ulbrich und anderer stehen für eine Auswertung insgesamt 4000 Stücke zur Verfügung, rund 1000 dieser Pfeilspitzen sind durch Zeichnungen im Maßstab 1 : 1 und Kurzbeschreibungen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Fayum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Gertrude Caton-Thompson und Elinor Gardner entdeckten und bearbeiteten Fundstellen liegen am Nordufer des Birket el Qarun, einem Restsee in der Fayum-Depression. Die Seeoberfläche liegt heute 45m unter dem Meeresniveau. Durch die Hochwasser des Nils und durch erhöhte Regenfälle während der holozänen Feuchtperioden hat der See häufiger seine Größe und seine Uferzonen verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den drei Grabungsperioden 1924/25, 1925/26 und 1926/24 bearbeiteten sie zum einen das Fayum B, eine Kultur, die auf mikrolithischen Werkzeugen und der Technik der Kantenretuschierung basierte und die keinerlei Keramik aufwies, zum anderen das Fayum A, welches sämtliche Attribute eines entwickelten Neolithikums aufwies als da sind Ackerbau und Viehzucht, Keramik und flächenretuschierte Steinwerkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist, dass die beiden so unterschiedlichen Kulturen große, flächenretuschierte, ausgekehlte Pfeilspitzen ähnlicher Art hervorgebracht haben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Fayum Kulturen wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 3910 +- 115 BC, 3860 +- 100 BC und 3210 +- 100 BC angegeben, wobei das älteste Datum dem höchsten Seestand entspricht und das jüngste Datum der heutigen Uferlinie zugeordnet ist.&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Pfeilspitzen-Vorkommen behandelt wie sie in G. Caton-Thompson „The Desert Fayum“ von 1934 dargestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fayum Fundplätze und ihre Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Nr.Werkzeuge'''|| '''Nr.Pfeilspitzen'''|| '''%'''|| '''A1'''|| '''A17'''|| '''A 2'''|| '''C'''|| '''D'''|| '''E'''|| '''I'''|| '''H'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||'''A18'''||'''A25-A28'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||||'''A13'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site K|| 43|| 14|| 32,6|| 5|| -|| -|| 9|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| L Basin Sites|| 121|| 38|| 31,4|| 8|| -|| 7|| 17|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area L-X|| 116|| 29|| 25,0|| 6|| -|| -|| 18|| 5|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site X|| 113|| 24|| 21,2|| 5|| 1|| 7|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area X-V, X-W|| 39|| 10|| 25,6|| -|| -|| 1|| 1|| 8|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site V|| 213|| 105|| 49,3|| 1|| 4|| 25|| 23|| 52|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas cii-w, cii-v,v-w|| 90|| 25|| 27,8|| 6|| -|| 14|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camp ii Basin|| 651|| 312|| 47,9|| 12|| -|| 30|| 77|| 192|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Z|| 84|| 20|| 23,8|| -|| 2|| 6|| 12|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Z Basin|| 79|| 60|| 75,9|| 1|| -|| -|| 1|| 53|| 4|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Zi|| 78|| 11|| 14,1|| 6|| -|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Lifeh to Qasr Sagha|| 72|| 23|| 31,9|| -|| 4|| 8|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site R|| 34|| 13|| 38,2|| 1|| -|| 7|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| N Basin sites-S|| 44|| 13|| 29,5|| -|| 1|| 2|| 7|| 3|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site T|| 38|| 9|| 23,7|| -|| 2|| 6|| 1|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas R-T, S-T|| 18|| 3|| 16,7|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area T-O|| 15|| 8|| 53,3|| 1|| -|| 3|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site O|| 10|| 2|| 20,0|| 1|| -|| 1|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site N|| 184|| 24|| 13,0|| -|| 6|| 10|| 2|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West Dimai Basin|| 95|| 35|| 36,8|| 6|| -|| 11|| 9|| 9|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dimai Dyke Area|| 18|| 4|| 22,2|| 2|| -|| 2|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D3 Wadi site M|| 67|| 54|| 80,6|| 5|| -|| 28|| 9|| 12|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Southern Area|| 7|| 1|| 14,3|| 1|| -|| -|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West End Sites|| 100|| 22|| 22,0|| 2|| -|| 10|| 3|| 7|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total (neolithisch und ungewisses Alter'''|| '''2329'''|| '''859'''|| '''36,9'''|| '''69'''|| '''20'''|| '''179'''|| '''228'''|| '''357'''|| '''4'''|| '''2'''|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 1||=|| A+B+E||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||268+0+4||=|| 31,74 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||272||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 2|||| C|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||228||=||26,60 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 3||=|| D|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||357||=||41,66 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 4||=|| F+G+H|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||0||=||0,00 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Stücke fallen in die Familie I, die nicht berücksichtigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häufigkeit der Pfeilspitzen im Gesamtinventar der Fayum Sammlung Caton-Thompsons liegt bei 36,9 % und ist damit wesentlich höher als bei vergleichbaren Fundstellen. Die Bandbreite liegt zwischen 13 % bei Site N und erreicht 80,6 % bei Site M.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zahlen lassen, wie es auch aus den Kommentaren Caton-Thompsons zu den einzelnen Fundstellen hervorgeht, auf ein selektives Absammeln, auf  vorhergehendes Sammeln von Touristen und Plünderern und / oder auf durch Wind und Wasser zusammengetragene Artefaktenkonzentrationen und Sichtung nach Korngrößen schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die typischen, da häufigsten Pfeilspitzenarten in der Caton-Thompson Kollektion sind die Gestielten aus der Familie D. Sie erreichen 41,66 % des Gesamtvolumens und werden gefolgt von A-Spitzen der Gruppen A1, A17, A18, A2, A25 und A26, welche zusammen 31,74 % ergeben. Die Blattspitzen liegen mit 26,60 % auf dem dritten Platz. Pfeilspitzen mit dem Indiz 4, kommen nicht vor bzw. sind nicht in die „neolithische“ Sammlung aufgenommen worden. Selektionen wurden in einigen Fällen vorgenommen z.B. The Z basin levels A.L. 180-160, in anderen nicht z.B. Areas Cii-w, cii-v, v-w and Site V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen gehören zu einen Inventar, welches unter anderen folgende Werkzeuge enthält :&lt;br /&gt;
* Beile, poliert oder retuschiert&lt;br /&gt;
* Beidseitig bearbeitete Messer&lt;br /&gt;
* Sichelblätter&lt;br /&gt;
* Spitzen und Messer, deren Ausgangsmaterial aus gerundeten Flintaggregaten besteht&lt;br /&gt;
* Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
* Hohlbeile&lt;br /&gt;
* Rückengestumpfte Lamellen. Bei einigen Fundstellen werden sie aufgeführt, bei anderen weggelassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzigartig scheint die große Anzahl von stark ausgekehlten Spitzen des Typs A25 zu sein.&lt;br /&gt;
Von den „surface sites“ stammt eine gestielte Großspitze vom Typ D3 (Plate XLII).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der im Fayum gefundenen Pfeilspitzen ist beträchtlich. Neben den frühen Sammlungen von H.W. Seton-Karr und M.C.T. Currell und anderen kommen die vielen für die Archäologie verlorenen Stücke, die in irgendwelchen Schubladen und Vitrinen verstauben.  &lt;br /&gt;
Die Menge der von G. Caton- Thompson beschriebenen Bewehrungen beträgt 859 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nabta Playa und Bir Kiseiba.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen dieser Orte im Süden Ägyptens, westlich des Nils und in der Nähe der sudanesischen Grenze sind eng verbunden mit dem Wirken der „ Combined Prehistoric Expedition „. Diese anfänglich als Rettungsaktion, der durch das steigende Wasser des Assuan Hochdamms gefährdeten prähistorischen Siedlungsplätze, gedachte Aktion ist später weiter nach Osten ausgedehnt worden, um die reichen frühgeschichtlichen Vorkommen von Nabta Playa und Bir Kiseiba zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
Die Expedition war ein Gemeinschaftsunternehmen der Geological Survey of Egypt, der polnischen wissenschaftlichen Akademie Warschau und der Southern Methodist University Dallas.&lt;br /&gt;
Geleitet wurden die archäologischen Arbeiten von Fred Wendorf und Romuald Schild. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen war das frühe Holozän und die damit verbundenen Besiedlungsphasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nabta Playa''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von El Nabta und der weiteren Umgebung werden von Fred Wendorf, Romuald Schild und ihrer Mitarbeiter in zwei Volumen behandelt.&lt;br /&gt;
Erstens in dem 1980 erschienenem Werk „Prehistory of the Eastern Sahara“, New York Academic Press und zweitens in dem 2001 in New York bei Kluwer Academic / Plenum Publishers erschienenem Band „Holocene Settelement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of Nabta Playa“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzentypen sind denen von Bir Kiseiba sehr ähnlich und verteilen sich auf die einzelnen Fundstellen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Prehistory of the Eastern Sahara :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-3''' Alter 8840 +- 90 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen: stemmed points&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 28 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 431 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 6,5 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden neun Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.39 &lt;br /&gt;
* v – Stielspitze vom Typ H5, der Stiel ist auf der Ventralseite bearbeitet.&lt;br /&gt;
* w – breite und grobe H5 - Spitze&lt;br /&gt;
* x – grobe H5-Spitze&lt;br /&gt;
* y-z – rhombische Spitzen vom Typ H2&lt;br /&gt;
* a.a. – Ounanspitze &lt;br /&gt;
* b.b. – Die Spitze weist eine Ähnlichkeit mit dem Typ H3 auf &lt;br /&gt;
* c.c. – H5-Spitze mit querschneidigem distalem Ende, der Stiel ist ventral modifiziert. Das Stück könnte auch unter F14 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.40&lt;br /&gt;
* c – H19, das Stück entspricht in seiner Silhouette dem Typ E5 bei den flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den oben genannten Pfeilspitzen wurden 7 Dreiecke und 18 Trapeze gefunden, die als Bewehrungen hätten dienen können. Vier dieser geometrischen Mikrolithen wurden gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Epipaläolithisch) Alter ca. 8290 +- 80 BP (Eierschale)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan-Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 12 bei einer Werkzeugmenge von 146 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 8,22 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sechs Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.45&lt;br /&gt;
* k-p kleine Ounanspitzen (H12). Die Trapeze und Dreiecke der Fundstelle könnten auch als Bewehrungen genutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-7'''&lt;br /&gt;
* Von dieser mit aller Wahrscheinlichkeit gemischten Fundstelle wurden 448 retuschierte Werkzeuge aufgesammelt, darunter drei Pfeilspitzen, eine Blattspitze vom Typ H10, eine kleine Ounanspitze (H12) und ein Bruchstück einer flächenretuschierten D1-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch)&lt;br /&gt;
* Von den 146 Werkzeugen waren 8,22 % oder 12 Exemplare Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch Pits) Von den 312 Werkzeugen waren lediglich 1,3 % oder 4 Stücke gestielte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-5''' (Neolithisch) Alter 7530 +- 180 Jahre&lt;br /&gt;
* Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 223 Stücke, hauptsächlich retuschierte Stücke und gekerbte bzw. gezähnte Stücke. Bohrer sind ebenfalls häufig. Neben Endretuschen, rückengestumpften Lamellen und Kratzern kommen jeweils ein Trapez, ein Krukowski microburin und ein ausgesplittertes Stück vor. &lt;br /&gt;
Die drei schlanken Stielspitzen unterscheiden sich stark von den Exemplaren der älteren Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (lower layer) Alter : von 7100 BP bis 6700 BP.&lt;br /&gt;
*Von den 395 Werkzeugen sind 10,4 % oder 41 Stücke Pfeilspitzen, die als Nabta points bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei um basisretuschierte Dreieckspitzen, die aber auch steile Randretuschen oder Modifikationen des distalen Endes aufweisen können. Sie werden unter H7 und H8 geführt. Ähnliche Artefakte gehören in Kiseiba und Abu Tartur in das mittlere Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (upper layer)&lt;br /&gt;
* Die Menge der gefundenen Werkzeuge beträgt 136 Stücke, davon sind 1,47 % oder zwei Exemplare querschneidige Pfeilspitzen. Außerdem wurde eine Ounanspitze (H12) mit stark modifiziertem distalem Ende gezeichnet (Fig. 3.103).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1980 veröffentlichen Fundstellenberichte von El Nabta beinhalten 107 Pfeilspitzen. Als gestielt werden 44 Exemplare bezeichnet, 3 sind gestielt und schlank, 12 sind Ounanspitzen und für 41 Stücke wurde der Name „Nabta points“ gewählt. Letztere sind kantenretuschierte Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8. Die übrigen sieben Stücke verteilen sich auf die Gruppen D1, C3, H10, H12 und auf zwei Querschneider der Familie F ohne genauere Bestimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die H10-Spitze Fig. 3.58 m, die als Bewehrung mit spitzbogiger Basis bezeichnet wird. Typologisch identische Formen werden im „Cattle keeper“ als Ounan-Harif-Spitzen angesprochen. (Seite 277, Fig. 12.11.e) und (Seite 303, Fig. 13.3.g.h.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liste der Altersangaben der Fundstellen und der zugehörigen Pfeilspitzentypen&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''in „Prehistory of Eastern Sahara“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8840+-90 BP|| E-77-3|| 28|| gestielt|| H5, H2, H3, H19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||18 Trapeze, 7 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8290+-80 BP|| E-75-6 Epipal.|| 12|| Ounan|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||3 Trapeze, 10 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-7|| 4|| Point with ogival base|| H10, H12, D1, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Ounan point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Bifacial points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 12|| gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 4|| gestielt|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||pits||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7530+-180 BP|| E-77-5 Neolith.|| 3|| schlank, gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||1 Trapez&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7100-6700 BP|| E-75-8 lower|| 41|| Nabta points|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8 upper|| 3|| Querschneider|| F?, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Holocene settlement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of  Nabta Playa”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6 El Nabta und Al Jerar Village'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Feature 1/91, 1/90 und IV/91&lt;br /&gt;
* Alter feature 1 : 7600 BP +- 110&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Cut 1/90 und Feature 2/90&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area B Oberfläche&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 3 Ounanspitzen, 1 atypische Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1''' Al Jerar Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area C'''   Alter : 7536 +- 110 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 4 Ounanspitzen (H12) ?, 3 abrupt kantenretuschierte Blattspitzen (H10) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 3 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.15 a-H1, d-H2, e-H7 ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area D'''   Alter : 7850 +- 70 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Areas 1 und 5'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12, davon 10 Ounanspitzen, eine Blattspitze und eine dreieckige Spitze.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 9 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.28. f-H5, h-H2, o-H2&lt;br /&gt;
* Fig. 8.29. b-H1, g-H5, h-H5, i-H5&lt;br /&gt;
* Fig. 8.26. l-H10, m-H5, h-(Varia) könnte eine H8-Spitze sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 2'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen, 3 beidseitig flächenretuschierte Spitzen. Von letzteren ist eine Spitze abgebildet Fig. 8.34, zwei sind abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen:&lt;br /&gt;
* 4 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
* 1 große Dreieckspitze mit zentraler Kehle Fig. 8.37 die Dimensionen sind 69mm x 27mm x 8mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 4'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 31 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen (H12), zwei beidseitig flächenretuschierte Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 4 Ounanspitzen (H12) Fig. 8.43. h-k und eine E3-Spitze sowie eine D3-Spitze l und m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 5 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 8 Oberfläche und Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen. Das gezeichnete Exemplar (Fig. 8.45 f) stellt eine H5-Spitze dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 9'''&lt;br /&gt;
* Außer sechs Ounanspitzen von der Oberfläche produzierte der Fundplatz vier Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 10'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 9 Ounanspitzen und 9 Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden vier Exemplare (Fig. 8.50).&lt;br /&gt;
* a.) Dreieckspitze vom Typ H7 (besonders lang).&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine H5-Spitze, da eine Verlängerung des Stiels vermutet wird.&lt;br /&gt;
* c.) Dreieckspitze vom Typ H7 (mit gerundetem Übergang vom linken Rand zur Basis).&lt;br /&gt;
* m.)  Ist entweder eine H5- oder eine Abu Tartur-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 11'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 16 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden fünf Exemplare (Fig. 8.53).&lt;br /&gt;
* b.)  Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* d.) Abu Tartur-Spitze (H13)&lt;br /&gt;
* e.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* h.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1 (besonders lang)&lt;br /&gt;
* j.) Dreieckspitze vom Typ H7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 13'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 14'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet : eine H12 oder H13-Spitze (Fig. 8.59 e.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 15 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 8 Ounanspitzen und 7 Spitzen („points“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 16'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen und 4 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sieben Exemplare (Fig. 8.61)&lt;br /&gt;
* a.) Blattspitze vom Typ H10&lt;br /&gt;
* c.) Abu Tartur-Spitze H13&lt;br /&gt;
* d.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* e.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* f.) Dreieckspitze vom Typ H9&lt;br /&gt;
* j.) Blattspitze vom Typ H4&lt;br /&gt;
* k.) Blattspitze vom Typ H10 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstellen E-77-1 und E-94-3'''&lt;br /&gt;
* Zwei neolithische Fundstellen in der Nähe des Gebel Nabta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-1'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 14 Ounanspitzen (Fig. 13.7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* f.) Stielspitze vom Typ H12&lt;br /&gt;
* j.) Dieses an anderen Stellen als Ounan-Harif-Spitze bezeichnetes Exemplar kann unter H2 klassiert werden.&lt;br /&gt;
* k.) Die nicht ganz klare Zeichnung lässt eine H5-Spitze vermuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter werden zwei Spitzen mit gerundeter Basis erwähnt (Fig. 13.6 b) und zwei Dreieckspitzen mit zentraler Kehle vom Typ A2 (Fig. 13.8 k), Die Maße der größeren betragen 54mm x 33mm x 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-3'''  Alter von 5800 – 6300 BP&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen &lt;br /&gt;
* – 1 Ounanspitze ohne Zeichnung&lt;br /&gt;
* - eine blattförmige Spitze mit halbsteilen Randretuschen vom Typ H10 (Fig. 13.15 c)&lt;br /&gt;
* - eine beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 (Fig. 13.15 d) ferner eine Blattspitze der Familie C und eine zerbrochene Stielspitze der Familie D, beide ohne Zeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-92-7 Al Jerar Phase und spätes Neolithikum''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-92-7 spätes Neolithikum'''&lt;br /&gt;
* Von 72 Werkzeugen war nur ein Stück eine Ounanspitze (Fig. 9.14 f).&lt;br /&gt;
* Von der Oberfläche wurden zusätzliche Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 9.18.&lt;br /&gt;
* a.) – D3-Spitze mit konkavokonvexen Rändern und stark heruntergezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* b.) – Blattspitze vom Typ C3 mit vollflächig retuschierter Dorsalseite und teilflächig modifizierter Ventralseite.&lt;br /&gt;
* e.) – Ounanspitze (H12)&lt;br /&gt;
* d.) – große Blattspitze vom Typ C3&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Site E-75-8''' Zusatzgrabung auf der Fundstelle aus dem 7. Jahrtausend in Nabta Playa&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12 Dreieckspitzen, eine zerbrochene Blattspitze (Fig. 10.12), gezeichnet wurden fünf Dreieckspitzen und die Blattspitze.&lt;br /&gt;
* a-d. Dreieckspitzen der Gruppe H7.&lt;br /&gt;
* g.  Wird als Dreieckspitze bezeichnet ist aber sehr atypisch.&lt;br /&gt;
* i. Teilflächig retuschierte Spitze der Gruppe C1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Area A des gleichen Fundplatzes werden drei weitere Dreieckspitzen des Typs H7 und eine teilweise flächig retuschierte D21-Spitze gemeldet (Fig. 11.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom nördlichen Erweiterungsgraben sind zwei Spitzen gezeichnet Fig. 11.12.&lt;br /&gt;
* a.) Ist eine interessante Dreieckspitze mit konkaver Basis, die Ränder verlaufen im proximalen Bereich nahezu parallel zueinander, im distalen Bereich konvex. Sie ist kantenretuschiert und das distale Ende ist auf der Ventralseite durch flache Retuschen verdünnt. Dieser neue Typ erhält die Bezeichnung H20.&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine große Blattspitze der Gruppe H4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-94-2 Spätes Neolithikum von Nabta'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-2'''   Alter : von 5260 +- 60 BP (Herd 9) bis 6220 +- 90 BP (Herd 51).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.8 zeigt folgende Pfeilspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
* a.) Große Ounanspitze (H12).&lt;br /&gt;
* b.) Leicht asymmetrische D3-Spitze mit nur leicht herabgezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* c.) Große C4 Spitze.&lt;br /&gt;
* h.) C3-Spitze, das distale Ende erinnert am linken Rand an C11.&lt;br /&gt;
* j.)  C2-Spitze.&lt;br /&gt;
* l.)  C4-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle E-96-1 Struktur B'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 17.20 zeigt zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
* b) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle vom Typ A2, sie wurde einige Meter entfernt von der Struktur B an der Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
* e) Stielspitze mit kurzen Widerhaken. Im proximalen Bereich verlaufen die Ränder parallel zueinander. Das distale Ende ist spitzbogenförmig ausgestaltet. Sie kann noch unter D33 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''In „Holocene settlement“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7600+-100BP|| E-75-6 F.1|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 1/19,2/90|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 B,Oberfläche|| 4|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7536+-110BP|| E-91-1 C|| 7|| Ounan, leaf shaped|| H1,H2,H7,H10 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7850+-70BP|| E-91-1 D|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 12|| „points“|| H5,H1,H2,H10,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A2|| 22|| Ounan, bifacial points|| H12 ?, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Oberfläche|| 5|| Ounan, bifacial concave|| H12 ?, A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Base point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Grabung|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A4|| 31|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Oberfläche|| 8|| Ounan „Pointe“|| H12,E3,D3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Grabung|| 5|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A8|| 19|| Ounan|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A9|| 10|| Ounan, middle|| H12,H7,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||neolithic points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 10|| 18|| Ounan „points“|| H5,H7, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 16|| „points“|| H1,H13,H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 13|| 19|| Ounan|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 14|| 6|| Ounan|| H12 oder H13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 15|| 15|| Ounan „points“|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 16|| 10|| Ounan „points“|| H10,H13,H5,H9,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-77-1|| 18|| Ounan, points with|| H12,H2,H5,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||rounded base, points||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||with concave base||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5800-6300BP|| E-94-3|| 5|| Ounan, leaf shaped,|| H12 ?,H10,D1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||others||C ?, D ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-92-7|| 5|| Ounan „points“|| H12,D3,C3, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8|| 19|| Triangular points|| C1,H20,H4,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||leaf shaped point||H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||bifacial point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5260-6220BP|| E-94-2|| 6|| -|| H12,D3,C4,C3,C2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-96-1|| 2|| -|| A2, D33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bir Kiseiba'''  ( F. Wendorf, R. Schild, Ed. A.E. Close 1984 )&lt;br /&gt;
*Die auf den Siedlungsplätzen um Bir Kiseiba gefundenen Pfeilspitzen lassen sich in vier Gruppen einteilen wenn von einem Einzelfund einer großen, ausgekehlten, beidseitig flächenretuschierten Dreieckspitze vom Typ A2 und der Erwähnung einiger weniger flächenretuschierter, kleinformatiger Stücke abgesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Ounan Spitzen''' – hierbei sollte die Definition von J. Tixier Anwendung finden. Einige der besprochenen Bewehrungen entsprechen nicht den Kriterien und werden in andere Gruppen transferiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Kantenretuschierte Dreieckspitzen''' – sie kommen entweder mit geradliniger Basis oder mit konkaver Basis vor.&lt;br /&gt;
Die ersteren werden im weiteren Verlauf unter H7, die zweiten unter H8 geführt. Diese Einteilung wurde für die Fundstellen in Abu Tartur gewählt, wo 50 H7 – Spitzen und 15 H8 – Spitzen klassiert worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar Fig. 6.8 e wird als Bou- Saada- Spitze bezeichnet, diese weisen jedoch nach der Definition Tixiers keine kantenretuschierten Ränder auf. Sie wird unter H8 eingeteilt trotz einer leicht konvexen Schwinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar stimmt die Aussage D.L. Holmes, dass die H7 – Spitze der Columnata- Spitze Tixiers ähnelt, aber ein wichtiger technischer Punkt bleibt unberücksichtigt. Während die Basis der H7 – Spitze abrupt kantenretuschiert ist zeigt die Columnata- Spitze an der Basis auf beiden Seiten flache Druckretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Querschneider''' – Auf den Fundplätzen vom el- Kortein Typ sind neben den typischen Ounan- Harif- Spitzen ebenfalls geometrische Mikrolithen in Form von Trapezen und Dreiecken gefunden worden. Diese können als mögliche Bewehrungen nicht ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Ounan- Harif- Spitzen.''' – Durch die Art der basalen Modifikationen weisen alle Ounan- Harif- Spitzen eine starke Gemeinsamkeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinngemäß schreibt Angela E. Close dazu folgendes :&lt;br /&gt;
... allen Exemplaren dieses Typs ist die Bearbeitung der Basis gemeinsam. Sämtliche Spitzen weisen zwei proximale, schräg verlaufende, konvergierende Endretuschen auf, die geradlinig, konvex oder konkav sein können, so dass die Formen der Basis von gestielt bis eiförmig reichen. Die meisten zeigen flache Retuschen, um die Höhe des Bulbus zu verringern ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fred Wendorf und Romnald Schild drücken es so aus :&lt;br /&gt;
... Ounan- Harif- Spitzen sind die charakteristischen Werkzeuge der el Kortein Periode des frühen Neolithikums und sie bilden die größte Gruppe in dieser Werkzeug – Zusammenstellung. Die hier gefundenen 18 Exemplare weisen den typischen Stiel ( stem ) auf, welcher durch zwei sich schneidende basale Endretuschen geformt wird ..... Die beiden basalen Endretuschen können geradlinig sein ( sechs ) oder häufiger eine gerade und eine konvexe aufweisen ( neun ) oder eine gerade und eine konkave ( eine ) oder zwei konkave   ( zwei ) ....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Sinne schreibt Hanna Wieckowska :&lt;br /&gt;
„ ... Die an der Oberfläche gefundene Spitze ist untypisch. Sie ist aus tertiärem Hornstein gefertigt mit einem 9 mm langen Heftzapfen (tang) an beiden Rändern herausgearbeitet durch beidseitige, proximale Kerben, sie zeigt ebenfalls flache Retuschen auf der Ventralseite ... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die ausgegrabenen Stücke wird gesagt - :&lt;br /&gt;
„ .... Sämtliche Stiele sind proximal. Drei werden durch zwei geradlinige, konvergierende Endretuschen gebildet ....&lt;br /&gt;
.... eine hat eine konvexe und eine konkave Endretusche und drei haben zwei konkave Endretuschen. „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen lauten die Ausführungen von K. Morgan Banks im gleichen Volumen sinngemäß :&lt;br /&gt;
„ ... Ounan – Spitzen ( Typ 107 ) – Ounan- Harif- Spitzen sind kleine Abschläge oder Klingen bei denen ein Ende, normalerweise das proximale, so retuschiert ist, dass ein eindeutiger Stiel mit einer oder mehreren konkaven Schultern gebildet wird. Die Schultern können unterschiedlich gut ausgearbeitet sein. Die Stücke können Retuschen an den Rändern aufweisen. Das dem Stiel gegenüberliegende Ende, meistens das distale, ist entweder natürlich zugespitzt oder durch Retuschen modifiziert .... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollte der Begriff „ Stiel „ im Zusammenhang mit Pfeilspitzen definiert werden sowie die Methoden der Schäftung. Im Prinzip kennen wir vier verschiedene Pfeilspitzen – Basen, die für die Schäftung vorgesehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Geradlinige, konvexe und konkave Basen''' wie sie vor allem bei Dreieckspitzen angetroffen werden, seien diese nun flächenretuschiert oder nicht.&lt;br /&gt;
Als Beispiele können genannt werden A1, A18, B1 aber auch F5, F7 sowie H7, H8, H4 und H9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Gekehlte Basen''' wie sie für die Gruppen A2, A13 und A19 und anderer typisch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Konvergierende Linien,''' seien diese geradlinig, konvex, konkav oder gemischt.&lt;br /&gt;
Gerade konvergierende Linien sind bei rhombischen Pfeilspitzen üblich wie bei E1 und E2.&lt;br /&gt;
Konvexe konvergierende Linien bilden die Basen fast aller Blattspitzen. Als Beispiele seien genannt C1, C2, C3.&lt;br /&gt;
Konvergierende, konkave Linien sind anzutreffen bei rhombischen Spitzen ( E5 ) und bei Blattspitzen ( C11 ). &lt;br /&gt;
Gemischte konvergierende Linien wie z.B. konvex – konkav sind selten. In der Familie I ist es die Gruppe 12, welche die Kriterien erfüllt. Die schönsten Beispiele allerdings bieten die Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Der Stiel''' – Der Stiel setzt sich deutlich von einem häufig dreieckigem Körper ab. Auch bei den meisten schlanken, auch blattförmigen Körpern ist der Übergang zum Stiel klar zu erkennen. Beispiele sind D1, D2, D3, D11, D12, D38, D46 und sämtliche übrigen Pfeilspitzen der Familie D sowie H5, H12, H13 und andere bei den nicht flächenretuschierten  Exemplaren.&lt;br /&gt;
Es existieren weniger deutliche Gruppen wie D7 wo ein kleiner, bohrerartiger Stiel angebracht ist oder D44, welche einen Übergang von der Blattspitze zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Falle der Ounan- Harif- Spitzen von Bir Kiseiba handelt es sich um Pfeilspitzen, deren Basen durch konvergierende Linien gebildet werden, also in den häufigsten Fällen nicht um gestielte Spitzen. Die kurze und präzise Definition von Angela E. Close ist in diesem Zusammenhang besonders wertvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Typologie, die besonders die Silhouette zur Bestimmung heranzieht ist es schwierig verschiedenartige Exemplare, wenn sie auch in einer Hinsicht eine Gemeinsamkeit aufweisen und eine kulturelle Einheit bilden, in einer einzigen Gruppe zu führen.&lt;br /&gt;
Da vergleichbare und schon definierte Pfeilspitzen in der algerischen Sahara vorkommen, erhalten die blattförmigen Ounan- Harif- Spitzen die Bezeichnungen H1 und H10. Die unregelmäßigen rhombischen werden unter H2, die regelmäßigen unter H17 klassiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ounan- Harif- Spitzen werden unter der Bezeichnung H14 diejenigen Exemplare geführt, deren basale Retuschen konkav verlaufen oder es verläuft nur eine konkav aber sie bildet mit dem gegenüberliegendem proximalen Randabschnitt einen kleinen aber deutlichen Stiel.&lt;br /&gt;
Sollte trotz konkaver Basisretuschen ein abgesetzter Stiel nicht erkennbar sein, wird das Exemplar unter H19 abgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen von Bir Kiseiba sind auf die einzelnen Fundstellen wie folgt verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 1'''  Alter : 8210 +- 70 BP auf Straußeneischale &lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan – Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 8 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 247 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 3,24 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 4 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.6. z  Das Stück ist eine kurze und breite Ounan- Spitze mit atypischem distalem Ende. Die Ränder laufen nicht zu einer natürlichen Spitze zusammen sondern das distale Ende wird durch eine schräg verlaufende Schneide gebildet, welche die Wirkungsweise eines Querschneiders hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.8.&lt;br /&gt;
* i – rhombische Spitze vom Typ H17&lt;br /&gt;
* j – typische H2 - Spitze&lt;br /&gt;
* k – breite H5 - Spitze mit Ähnlichkeit zur Ounanspitze aber die Bohrerspitze fehlt am Stielende und das distale Ende ist gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Fundstelle wurden ebenfalls 2 Trapeze und 4 Dreiecke beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 2'''  Alter : 7610 +- 70 BP, 7780 +- 130 BP, 8130 +- 100 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan ( 8 ) und Bou – Saada ( 1 ).&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 9 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 887 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 1,02 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden vier Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 6.8.&lt;br /&gt;
* d – H5 - Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
* e – H8 - Spitze mit abgerundeter linker Schwinge.&lt;br /&gt;
* f - g – kleine Ounanspitze, H12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 6'''  Alter 7170 +- 80 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 19 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 577 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 3,29 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 8 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.6.&lt;br /&gt;
* i - m – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.7.&lt;br /&gt;
* r - s – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
* t – kantenretuschierte Dreieckspitze mit konkaver Basis vom Typ H8. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.5.&lt;br /&gt;
* zeigt eine große ausgekehlte, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze vom Typ A2 ( Dim. 49x30x7 ). Das Stück ist ein Irrläufer und gehört nicht in den Kontext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 7'''  Alter 7360 +- 200 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen mit konkaver Basis.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 2 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 20 Stücken, der Anteil der  pfeilspitzen beträgt also 10 %. &lt;br /&gt;
* Gezeichnet : keine, beide Spitzen können nach der Beschreibung als H8 – Spitzen identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 1'''  Alter Area C 8020 +- 70 BP und 8020 +- 90 BP.&lt;br /&gt;
* Area C enthält nur eine Pfeilspitze, für area A, die 62 Pfeilspitzen produzierte, sind nur indirekte Altersangaben verfügbar. Sie beruhen auf  Vergleichen mit ähnlichen Plätzen wie E – 77 – 3 ( 8840 +- 90 BP ), E – 75 – 6 ( 9360 +- 70 BP ) und ( 8290 +- 80 BP ) letztere auf  Straußeneischale.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif- Spitzen, sie stellen bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 817 Stücken 7,76 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.11.&lt;br /&gt;
* a – Querschneider vom Typ F14.&lt;br /&gt;
* b – Blattspitze vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* c – Sollte das gestumpfte Artefakt eine Pfeilspitze sein, so gehört es unter die Atypischen.&lt;br /&gt;
* d - g – Blattspitzen vom Typ H10.  &lt;br /&gt;
* h – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14. &lt;br /&gt;
* i – Blattspitze vom Typ H1.   					                                   &lt;br /&gt;
* j – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14.&lt;br /&gt;
* k – Spitze vom Typ H2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf E – 80 – 1 wurden ebenfalls 8 Trapeze und 9 Dreiecke gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 2'''  Alter : auf Grund von Beobachtungen auf ähnlichen Fundplätzen wird das Alter auf den Zeitraum von vor 8100 BP bis nach 9000 BP geschätzt.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : gestielte Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 18 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 63 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 28,57 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 13.3.&lt;br /&gt;
* f – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* g - i – Blattspitzen vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* j – Querschneider vom Typ F14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wurden 5 Trapeze mit den Tixier Nummern 83, 85, 87 und 88 gefunden, die potenzielle Pfeilspitzen- Bewehrungen sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 3'''  Keine Altersangabe&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 5 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 241 Stücken, dies ergibt einen Anteil von 2,07 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 14.5.&lt;br /&gt;
* a – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* b – H10- Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „ cattle – keepers „ werden insgesamt 125 Pfeilspitzen, davon 8 Ounanspitzen, 94 Ounan- Harif- Spitzen, 22 kantenretuschierte Dreieckspitzen und eine beidseitig flächenretuschierte, große, ausgekehlte Dreieckspitze, vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen 19 Trapeze und 9 Dreiecke, die als Bewehrungen in Frage kommen würden und 5 flächenretuschierte Exemplare. Die Ounan- Harif- Spitzen fallen durch ihre Breite auf, sie sind, legt man die Durchschnittslängen und Breiten zu Grunde, sämtlich aus Abschlägen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von Breite zu Länge beträgt für den Fundplatz E – 80 – 1 – A  0,47 und für die Fundplätze E – 80 – 2 und E – 80 – 3  0,40. Die Dimensionen variieren :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Länge von 19 – 35 mm ( E – 80 – 1 ), 23 – 31 mm ( E – 80 – 2 ), 26 – 32 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Breite von 8 – 18 mm ( E – 80 – 1 ), 9 – 13 mm ( E – 80 – 2 ), 11 – 12 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Dicke von 1 – 5 mm ( E – 80 – 1 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 2 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durchschnittlichen Werte für die 62 Spitzen vom Fundplatz E – 80 – 1 – A  betragen 27,9 x 13,1 x 3,0 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu sind die als Ounanspitzen bezeichneten Bewehrungen von Fundplatz E – 79 – 2 schlanker und aus Lamellen gefertigt. Die Durchschnittswerte liegen bei 37,2 mm Länge und 12,4 mm Breite, die Dicke beträgt 4,3 mm. Das Verhältnis von Breite zu Länge ist wesentlich geringer als bei Ounan- Harif- Spitzen und liegt bei 0,33. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 22 kantenretuschierten Dreieckspitzen, sei nur die Basis oder seien auch die Ränder von den Modifikationen betroffen, unterteilen sich in * H7 – Spitzen mit geradliniger Basis, &lt;br /&gt;
* H8 – Spitzen mit konkaver Basis und in H18 – Spitzen mit konvexer Basis.&lt;br /&gt;
Die Länge der Geschosse reicht von 13 – 25 mm, die Breite von 8 – 18 mm und die Dicke von 2 – 5 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bir Murr I werden vier flächenretuschierte Pfeilspitzen gemeldet, von Bir Murr II lediglich eine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holzkohlen Analyse für Bir Murr I ergab ein C 14 Alter von 6310 +- 70 BP Jahren.&lt;br /&gt;
Zeichnungen sind nicht angefertigt worden. Aus den Beschreibungen geht hervor, dass es sich bei dem Exemplar von Bir Murr II um eine abgebrochene Blattspitze handelt. Die Stücke von Bir Murr I scheinen zwei Stielspitzen der Gruppen D21 und D1 und eine Blattspitze des Typs C4 zu sein. Douglas R. Connor beschreibt das vierte Stück als gestielte, mit Schwingen versehene Spitze mit konvex dreieckigem Körper und einem Stiel, der von der Längsachse mit 30° abweicht. Er bezweifelt die Funktionalität als Pfeilspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist die geringe Pfeilspitzendichte vor allem bei den wenigen spätneolithischen Fundplätzen wie z.B. Bir Murr II, wo eine einzige Pfeilspitze unter 170 Werkzeugen gefunden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezeichneten Altersangaben erlauben eine relativ sichere Zuordnung der Pfeilspitzengruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''Typen im „cattle-keepers“'''|| '''Typen nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - nach 9000 und|| E - 80 - 2|| 18|| Ounan - Harif|| F13, H2, H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||vor 8100 BP||||||gestielt||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8210 +- 70 BP|| E - 79 - 1|| 8|| Ounan - Harif|| H2, H5, H12, H17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8020 +- 70 BP|| E - 80 - 1 - C|| 1|| Ounan - Harif|| F14, H1, H2, H14,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8020 +- 90 BP||||||||H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8290 +- 80 BP bis|| E - 80 - 1 - A|| 62|| Ounan - Harif||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||9360 +- 70 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7610 +- 70 BP|| E - 79 - 2|| 8|| Ounan|| H5, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7780 +- 130 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8130 +- 110 BP|||| 1|| Bou Saada|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7170 +- 80 BP|| E - 79 - 6|| 19|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||1||Beidseitig flächenretuschierte||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Dreieckspitze mit konkaver Basis||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7360 +- 200 BP|| E - 79 - 7|| 2|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8100 - 8000 BP|| E - 80 - 3|| 5|| Ounan - Harif|| H2, H10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 6310 +- 70 BP|| Bir Murr I/II|| 5|| Flächenretuschierte Spitzen|| C4, D1, D21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenfassung Nabta und Kiseiba'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Südost-Ecke der libyschen oder westlichen Wüste Ägyptens hat ca. 500 Pfeilspitzen hervorgebracht.&lt;br /&gt;
- Da sind zunächst die Ounan-Harif-Spitzen, eine heterogene Gruppe von kantenretuschierten Exemplaren, die die Gemeinsamkeit haben, dass konvergierende Linien die Schäftungszone bilden. Dieses Merkmal teilen sie mit rhombischen und blattförmigen Stücken. Teilweise sind auch Druckretuschen zur Verringerung der Dicke zu beobachten.&lt;br /&gt;
Um eine differenzierte Ansprache zu erlauben, wurden die Ounan-Harif-Spitzen gemäß ihrer Silhouetten in verschiedene Gruppen aufgeteilt.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien - H1 oder H10.&lt;br /&gt;
* Zwei geradlinige, konvergierende Linien - H2 oder H17.&lt;br /&gt;
* Zwei konkave, konvergierende Linien - H19.&lt;br /&gt;
* Gemischte konvergierende Linien mit Bildung eines deutlichen Stielchens - H14.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien und ein querschneidiges distales Ende - F18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ounan-Harif-Spitzen sind typisch für die Zeitspanne von vor 9000 BP bis ca. 8000 BP (E-80-2, E-80-3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ounanspitzen sind schon im Kapitel „Abu Tartur“ abgehandelt worden. Die entsprechenden Bewehrungen von Kiseiba und Nabta sind ebenfalls eingeteilt worden in :&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
a.) Ounanspitzen gemäß der Definition Tixiers. Charakteristisch ist das bohrerartig zugespitzte Stielende (hier als H12 eingeordnet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b.) „Abu Tartur Spitzen“ weisen ein Stielende auf, welches aus einer mittels der Kerbtechnik herbeigeführten Bruchfläche besteht. Diese Stücke werden mit H13 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c.) Bei den H5-Spitzen ist die Bearbeitung des Stiels weitergehend, sie umfasst flache Retuschen zur Reduzierung des Bulbus und ebensolche zur Abflachung des Stiels auf der Dorsalseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Häufung dieser gestielten Spitzen ist zwischen ca. 7800 BP und 7500 BP zu beobachten. Aber sie können ebenfalls auf Fundstellen mit Daten von über 8000 BP und unter 6000 BP auftreten. Ob sie nun in diesen frühen und späten Epochen hergestellt worden sind oder ob sie durch Vermischung in die Inventare gelangt sind, sei dahingestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das mittlere Neolithikum Kiseibas und Nabtas sind kleine, kantenretuschierte Dreieckspitzen, auch Nabtaspitzen genannt, typisch.&lt;br /&gt;
Je nach Ausformung der Basis werden sie mit H7, H8 oder H18 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz E-75-8 (untere Schicht) brachte 41 dieser Spitzen hervor, sein Alter wird mit 7100 – 6700 BP angegeben. 19 Stücke stammen vom auf  7170 BP datiertem Fundplatz       E-79-6. Nach den vorliegenden Daten sind sie in dem Zeitraum von ca. 7500 – 6700 BP anzusiedeln. Parallel zu den kantenretuschierten Dreieckspitzen waren in geringer Menge Blattspitzen gleicher Bearbeitungstechnik im Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab ca. 6300 BP tauchen für die nächsten tausend Jahre zweiseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen der Gruppen C1, C2, C3, C4 und D1, D3 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle (A2) von den Fundplätzen E-79-6, E-77-1 und &lt;br /&gt;
E-96-1 sind Oberflächenfunde und schlecht einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Querschneider wie Dreiecke, Trapeze und Segmente kommen schon während der frühesten Besiedlungsphasen vor und finden sich auch noch im ausgehenden Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dakhla==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mut, der Hauptort der Dakhla Oasen liegt auf dem Längengrad 29° Ost und auf dem Breitengrad 25°30’ Nord. Von Tineida im Osten zieht sich ein Grüngürtel von rund 100 km Länge mit Unterbrechungen über Balat, Ismant, Mut und El Qasr bis nach Gharb Mawhub. Von dort führt die Teerstraße parallel zu den Dünenketten der großen Sandsee nach Abu Minqar und weiter nach Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts durchforscht Mary M. A. Mc Donald die Oasen. Sie hat die für diesen Bericht relevanten prähistorischen Kulturen des Holozäns wie folgt eingeteilt :&lt;br /&gt;
* 1.) Masara A, B und C mit Altersangaben von 9180 BP (site 194 Masara B) bis 8170 BP (site 166 Masara A).&lt;br /&gt;
* 2.) Bashendi A mit Daten von 8340 BP (site 228 SH) bis 6380 BP (site 228 C1.1). Für diese Phase wurden 25 Altersanalysen erstellt, 22 davon beziehen sich auf ein Gebiet, dass außerhalb der Oasen, südöstlich von diesen am Fuße des Abu Tartur Massivs liegt.&lt;br /&gt;
* 3.) Bashendi B mit Daten von 6480 BP (site 165) bis 4380 BP (site 277).&lt;br /&gt;
* 4.) Sheikh Muftah mit Daten von 8210 BP (site 108) bis 4310 (site 244).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erscheint als ob die verschiedenen frühholozänen Masara Fundstellen A, B und C praktisch gleich alt seien und sich unterscheiden würden durch das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Baustrukturen und dem Vorkommen von rückengestumpften Lamellen und Klingen bzw. ihr Fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bashendi A schließt an die frühen Kulturen an und hat um 7000 BP seine größte Ausdehnung, mit kurzer Überlappung folgt Bashendi B mit reichen Vorkommen um ca. 6000 BP. &lt;br /&gt;
Die vier Sheikh Muftah Daten verteilen sich über den gesamten Bashendi Zeitraum und weisen ein erstes Datum im Frühholozän, am Ende der Masara Phase auf. Nach den C14- Daten enden Sheikh Muftah und Bashendi B gegen 4300 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die in der mir bekannten Literatur erwähnten und dokumentierten Pfeilspitzen verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Phasen und Fundplätze :'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Masara Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1.) '''263''' Masara A.   Das Alter, die Menge der Pfeilspitzen und die Gesamtwerkzeugmenge sind nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Zwei Pfeilspitzen sind gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitze : Fig. 4.d rough point or arrowhead, Fig. 4.e Ounan- point.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.d   Interessante, randretuschierte Blattspitze, die im proximalen Bereich am linken und rechten Rand jeweils eine Kerbe aufweist, wie sie später in protodynastischer Zeit bei den D42- Spitzen auftreten. Durch die Kerben wird eine Schäftungszone markiert und ein Stiel angedeutet. Das Artefakt erhält die Bezeichnung H21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.e   Wie aus der nicht klaren Zeichnung hervorgeht, handelt es sich entweder um eine H13 Spitze, falls die Modifikationen aus Kantenretuschen bestehen und das Stielende eine Bruchfläche aufweist. Im Falle, dass es sich auf der Dorsalseite um flächige Retuschen handeln sollte, wäre das Exemplar eine H5- Spitze, Auf keinen Fall handelt es sich um eine wie von Tixier definierte Ounanspitze (H12), da der Stiel nicht bohrerartig zugespitzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2.) '''300''' Masara C.   Alter : 8220 BP und 8840 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : elf plus Querschneider.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : a-b arrowheads, im Text Ounan points f. trapeze, g. triangle.  &lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden zwei Spitzen und zwei Querschneider, die Gesamtwerkzeugmenge ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.a-b   Es handelt sich um Ounan- Harif Spitzen mit der Silhouette H19, Ausgangsmaterial waren möglicherweise Abschläge. Das Exemplar a weist eine starke Randretuschierung auf. Die die Schäftungszone bildenden, als Kerben ausgelegten, konvergierenden Linien sind von der Dorsalseite aus angebracht im Gegensatz zu dem Exemplar b, welches eine alternierende Retuschierung des Stielchens aufweist. Die Ränder sind weniger stark modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichartige Pfeilspitzen werden in Nabta und Abu Tartur angetroffen, sie sind typisch für die El Ghorab Phase. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.f   Querschneider vom Typ F2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.g   Querschneider vom Typ F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Angaben und Zeichnungen Fig. 2 und Fig. 4 sind aus „Holocene Prehistory : Interim Report on the 1997 and 1998 Seasons – The Masara sites“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3.) '''308''' Im Text werden 20 kleine Harif- Spitzen von dieser Masara C Fundstelle erwähnt, von denen aber weder Zeichnungen noch Beschreibungen existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altersangaben liegen bei 8710 BP und 8810 BP.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* 4.) '''265''' Von diesem Fundplatz wird eine Serie von kleinen Pfeilspitzen „most with bifacial edge retouch“ gemeldet ohne nähere Präzisionen über Menge und Gruppe der Bewehrungen und ohne exakte Beschreibung der übrigen Werkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 8590 BP bzw. 8480 BP angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zusammenfassung kann für die Dakhla Oasen und die Masara Phase von sechs dokumentierten Pfeilspitzen ausgegangen werden. Davon eine H21, eine H13 oder auch H5, eine H19, eine F16 und eine F13.&lt;br /&gt;
Quantitative Angaben existieren für insgesamt elf mögliche H19- Spitzen und 20 Harif- Spitzen. Mit der Serie kleiner, mit flachen Randretuschen versehener Pfeilspitzen und den Querschneidern wäre von einer Gesamtmenge von ca. 50 Bewehrungen auszugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi A Phase.'''&lt;br /&gt;
Für die Bashendi A Phase existieren einige Zusammenstellungen von Werkzeugen. Die aufgelisteten Fundstellen befinden sich sämtlich außerhalb des Oasen Grünlandes im Südosten von Dakhla, beiderseits der Straße nach Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''387''' Das Alter ist nicht angegeben, die Fundstelle hat 34 kleine, beidseitig      &lt;br /&gt;
flächenretuschierte Bewehrungen mit zwei zugespitzten Enden hervorgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine C1- Spitze wurde gezeichnet (Fig. 4.f). Die nicht gezeichneten Pfeilspitzen dürften den Gruppen C1 und C3 zugeordnet werden können, da sie über zwei Spitzen verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''228''' Alter : von 8340 BP bis 6380 BP, wobei das frühholozäne Datum wohl &lt;br /&gt;
ausgeklammert werden sollte.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : verschiedene&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 93&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : neun Exemplare (Fig. 3. Sahara 4/1991).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.a.) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle, die Schwingenanordnung ist asymmetrisch und ergibt den Hybridtyp A2/A27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.b) E1 groß, Fig. 3.c D1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.d) D12 groß, ein nahezu identisches Stück ist von Abu Tartur Fundplatz 1005/83 bekannt (6420 +- 60 BP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.e) D39, Fig. 3. f-g C1, Fig. 3. h.i H5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) '''228''' A site Cluster 1   Alter : 7200 BP bis 6380 BP.&lt;br /&gt;
* Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 11,9% oder 12 Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) '''228''' A Site Combo (Cluster 3 und 4 sowie Mound site).                                                                          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht die Vermutung, dass diese Fundstelle identisch mit der schon behandelten Fundstelle 228 ist, da die Anzahl der Pfeilspitzen, der Kerben und der gezähnten Stücke, der Kratzer, der Messer, der retuschierten Stücke und der Meißel gleich ist. Lediglich bei den Bohrern, den Kombinations- Werkzeugen und den Varia bestehen Unterschiede sowie auch in der Gesamtmenge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) '''228''' A site Shake Hole. Alter : von 8340 bis 6480 BP.&lt;br /&gt;
* Die Anzahl der Pfeilspitzen beträgt 30. Weitere spezifische Angaben werden nicht gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) '''174''' (30/450-F8-3) Alter : 6900 BP&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 54.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : es gibt sieben Typen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* a.) Aus Lamellen hergestellte Pfeilspitzen mit beidseitig flächenretuschierte Stielen aber ansonsten durch einseitige Kantenretuschen modifiziert.&lt;br /&gt;
* b.) Kleine Dreieckspitzen mit konkaver Basis und einigen Kantenretuschen (Bou Saada).&lt;br /&gt;
* c.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen.&lt;br /&gt;
* d.) Asymmetrische Spitzen mit Kantenretuschen.&lt;br /&gt;
* e.) Aus Lamellen hergestellte Blattspitzen mit zwei zugespitzten Enden und mit zweiseitigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* f.) Blattspitzen mit beidseitiger flächiger Retusche.&lt;br /&gt;
* g.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen mit Schwingen und Widerhaken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Foto Fig. 7.1. in „Neolithic Cultural Units and Adaptations in the Dakhleh Oasis“ zeigt die beschriebenen Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Sie korrespondieren mit den Bezeichnungen :&lt;br /&gt;
* a.) Zwei Exemplare H16.&lt;br /&gt;
* b.) Zwei Exemplare H8.&lt;br /&gt;
* c.) Ein Exemplar D2 und eine rhombische Spitze E2.&lt;br /&gt;
* d.) Die Stücke sind nach dem Foto nicht einzuordnen.&lt;br /&gt;
* e.) Ein Exemplar H5 und ein Exemplar H2.&lt;br /&gt;
* f.) Zwei Exemplare C1.&lt;br /&gt;
* g.) Jeweils ein Exemplar D13 und D49.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe der Fundstelle ist eine 47mm lange Dreieckspitze mit zentraler Kehle von der Oberfläche aufgesammelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Third report on lithic industries in the Dakhleh Oasis“ 1982 sind von weiteren Fundplätzen Pfeilspitzen gezeichnet oder abgelichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So eine nach Mc Donald 6a Spitze von 32/390-D2-2 was nach Hugot eine H1- Spitze sein würde (Fig. 7.d.).&lt;br /&gt;
Plate XIII zeigt von Fundplatz 31/420-P5-1 vier D26- Spitzen mit treppenförmigen Stiel sowie vier Blattspitzen mit zum Teil gerundeten Basen und beidseitigen flachen Randretuschen, drei Exemplare sind unter H4 und eine unter H1 zu klassieren.&lt;br /&gt;
Plate XV zeigt verschiedene neolithische Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Foto a. sind eine C1- Spitze, eine gezähnte C6- Spitze und vier C3- Spitzen zu sehen, sie werden als Type 6b bezeichnet.&lt;br /&gt;
Foto b. zeigt ebenfalls Blattspitzen und zwar drei C4- Spitzen, eine gezähnte C6- Spitze, eine ebenfalls gezähnte C9- Spitze mit gerundeter Basis und eine C- Spitze mit einem abgebrochenen Ende. Diese Bewehrungen werden bei Mc Donald unter der Bezeichnung 6c geführt.&lt;br /&gt;
Auf Foto c. sind verschiedenartige Stielspitzen und ein asymmetrisches Stück vorgestellt. Nach Hugot sind es zwei D1- Spitzen, eine D3- Spitze, eine D18- Spitze und zwei D28- Spitzen. Das asymmetrische Exemplar ist eine I3- Spitze. Die Stielspitzen werden in dem Bericht mit 6d. bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto d. zeigt sieben grob flächenretuschierte Blattspitzen, hier 6e genannt, davon drei mit stark gerundeten Basen und eine mit angedeutetem Stiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewehrungen dieser Art sind von den benachbarten Fundkomplexen wie Lobo, Djara, Eastpans oder Abu Tartur nicht bekannt, es wäre daher interessant das Begleitmaterial und die Fundbedingungen zu kennen.&lt;br /&gt;
Ich würde, ohne sicher zu sein, dieses Stück nicht dem Neolithikum sondern einem späten Aterien zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesamtvolumen der Dakhla- Pfeilspitzen des Bashendi A Komplexes kann nur geschätzt werden. Die Typologien der aufgelisteten Fundplätze ergeben 223 Pfeilspitzen bei 799 Werkzeugen, das sind 27,9 % der Gesamtwerkzeugmenge. Zählt man die Fundstelle 228 und A site Combo als eigenständige Plätze so ergeben sich 316 Bewehrungen bei 1029 Werkzeugen und ein prozentualer Anteil von 30,7.&lt;br /&gt;
Hinzu kommen die 34 dokumentierten Spitzen von Plate XIII und Plate XV, so dass von ca. 350 Bashendi A- Pfeilspitzen ausgegangen werden kann. Würden die hier nicht erwähnten kleineren Fundplätze und die Einzelfunde berücksichtigt, könnte die Gesamtmenge wesentlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi B Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''271''' Alter : 6360 BP und 6280 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den üblichen Blattspitzen der Typen C1, C3 und C4 werden für diese Phase jedoch nicht ausdrücklich für diesen Fundplatz jeweils eine D31- Spitze, eine D25- Spitze und eine D19- Spitze vorgestellt (Sahara 4/1991 Fig. 5.). Eine zeitliche Einordnung dieser Stielspitzen ist daher nur im groben Raster möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''385''' Das Alter ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : vier, gezeichnet wurden drei Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen, eine vom Typ C4 (a.) und eine vom Typ C3 (c.). Die dritte Pfeilspitze (b.) ist vom Typ H1 mit einseitigen flachen Randretuschen. (Holocene Prehistory : Interim Report on the 1999 Season Fig. 4.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt sind circa 20 Bashendi B Fundstellen angegeben allerdings, mit Ausnahme von 271 und 385, ohne Werkzeug- Auflistung und ohne Angaben der Anzahl der Pfeilspitzen, möglicherweise weil die Fundmenge keine Erstellung von Typologien erlaubten und Pfeilspitzen nur in geringen Mengen gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Sheikh Muftah Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine einzige Sheikh Muftah Fundstelle nämlich 31/420-P6-1 ist typologisch ausgewertet worden. Sie enthält neben den Varia lediglich vier Werkzeuggruppen und keinerlei Bewehrungen. Allerdings werden in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ 2002 zwei Stielspitzen und zwei Querschneider aus der Sheikh Muftah Phase vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 1.&lt;br /&gt;
* j) Zeigt eine langstielige, mit Widerhaken versehene D9- Spitze.&lt;br /&gt;
* k) Ist eine sehr schlanke D19- Spitze.&lt;br /&gt;
* l-m) Sind zwei Querschneider vom Typ F13, die zusammen mit dreieckigen Exemplaren der Gruppe F4 auf dem Fundplatz 136 vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrer Magisterarbeit stellt I. Teubner aus Berlin insgesamt 55 Bewehrungen der Sheikh Muftah Phase vor, davon rund 40 vom Fundplatz 136. Da gute Zeichnungen vorliegen können die Pfeilspitzen wie folgt klassifiziert werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Typ'''|| '''Anzahl'''|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D1|| 2|| 135&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D2||1||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D3||6||404, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D18||3||105, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D19||2||135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F4||10||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F10||20||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F14||2||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I3||3||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I9||1||404&lt;br /&gt;
|-|-&lt;br /&gt;
||Nicht identifiziert||5||404, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''55'''||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell sind auch die Pfeilspitzen der Sheikh Muftah Phase nicht sehr häufig. Größere Blattspitzen mit groben Flächenretuschen kommen noch vor aber Stielspitzen, häufig mit Widerhaken und leichter Zähnung sind neben langschmalen trapezförmigen und dreieckigen Querschneidern der Typen F10, F4 und F14 die bevorzugten Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der in den Dakhla Oasen und der Südwestecke des Abu Tartur Massivs durch Zeichnungen und Fotos dokumentierten Pfeilspitzen beträgt für die Masara Plätze sechs Exemplare, Bashendi A ergibt 57 Stücke, Bashendi B sieben Artefakte und Sheikh Muftah 57 Bewehrungen. Zusammengenommen sind es 127 Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Die im Text genannte und zum Teil aufgelistete Menge dürfte bei ca. 426 Exemplaren liegen. Eine genaue zeitliche Zuweisung ist nur für wenige Exemplare möglich z.B. Masara C Fig. 2.a-b zeigt zwei H19- Spitzen mit einem Alter von 8840 BP – 8220 BP. Dieses entspricht dem Alter ähnlicher Ounan-Harif- Spitzen der El Ghorab Phase in Kiseiba oder die Blattspitzen der Gruppen C1, C3 und C4 des Fundplatzes 271 (Bashendi B) deren Alter sehr genau mit 6360 BP bzw. 6280 BP angegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi A Fundplätze'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''387'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''228'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site cluster 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site SH'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site Combo'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''174 30/450-F8-3'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 42,0&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 11,9&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 14,9&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 40,4&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 22,6&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 44,6&lt;br /&gt;
|| 46&lt;br /&gt;
|| 22,9&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 21,3&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 23,5&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 10,6&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 13,9&lt;br /&gt;
|| 110&lt;br /&gt;
|| 54,8&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 10,9&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombi- Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,2&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 6,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 3,0&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,9&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,6&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,7&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 18,9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 16,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3,0&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,6&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''81'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''217'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''101'''&lt;br /&gt;
|| '''100,3'''&lt;br /&gt;
|| '''201'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''230'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi B- und Sheikh Muftah- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 271'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 385'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Sheikh Muftah 31/420-P6-1'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 64&lt;br /&gt;
|| 50,4&lt;br /&gt;
|| 97&lt;br /&gt;
|| 50,0&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 27,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 18,9&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 8,8&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 12,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombi Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 8,8&lt;br /&gt;
|| 35&lt;br /&gt;
|| 21,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 11,0&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 3,6&lt;br /&gt;
|| 59&lt;br /&gt;
|| 36,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,8&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,7&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Beile&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|| 28&lt;br /&gt;
|| 14,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Microburin&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Awls&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretusche&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''127'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''194'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''164'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Masara- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''85 Masara A'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''263 A Masara A'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''194 Masara B'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''264 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''300 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''308 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''260 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''265 Masara C'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alter&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7730&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8700&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8200&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8600&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8600-8500&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuggruppen&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I Kratzer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 16&lt;br /&gt;
|| 14,3&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 9,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 50,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| II Bohrer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 12,1&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 12,8&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 10,5&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| III Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 22,2&lt;br /&gt;
|| 75&lt;br /&gt;
|| 67,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VI Rück. Lamellen*&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 59,2&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VII Kerben&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 8,2&lt;br /&gt;
|| 27&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 11,6&lt;br /&gt;
|| 48&lt;br /&gt;
|| 24,1&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 17,4&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 26,3&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 47,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VIII Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| IX Geom. Mikro.**&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 12,2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,5&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 20,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| X Microburin&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 7,0&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| XI Verschiedene&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 3,6&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 33,2&lt;br /&gt;
|| 16&lt;br /&gt;
|| 18,6&lt;br /&gt;
|| 28&lt;br /&gt;
|| 40,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 10,5&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 31,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''49'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''63'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''86'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''70'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''57'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   *   VI   Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
*   ** IX   Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Merimde beni-Salam==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde beni-Salam liegt westlich des Rosetta-Arms des Nils auf ehemaligem Wüstenboden. Heute ist das Gebiet zwischen Nil und der Giza-Alexandria Straße für die Landwirtschaft erschlossen worden. Von Kairo sind es ungefähr 60 km in nordwestlicher Richtung.&lt;br /&gt;
Bekannt wurde Merimde ab 1928 durch die Arbeiten von Hermann Junker, dem Entdecker des ausgedehnten Siedlungsareals.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Arbeiten ging jedoch in den Wirren des 2. Weltkriegs verloren und ein endgültiger Bericht wurde nie vorgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter dieser frühen unterägyptischen, bäuerlichen Niederlassung wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 4880 BC bis 4230 BC angegeben. Von den Driesch und Boessneck ( 1985 ) datieren Merimde zwischen 5890 BP und 5440 BP. Breunig ( 1987 ) gibt für die untere Schicht ein Alter von 3940 bis 5840 BP an. Auf der Liste der Radiocarbon Daten der Universität zu Köln ( B.O.S. und ACACIA Projekte ) wird Merimde auf ca. 5900 bis 5600 BP oder auf ca. 4800 bis 4430 BC cal. datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979 veröffentlichte Josef Eiwanger seinen Bericht über die „Geschossspitzen aus Merimde“. Die Arbeit stützt sich auf neuere Grabungen, berücksichtigt aber auch das Material und die Vorberichte von H. Junker. Insgesamt werden 61 große Dreieckspitzen der Typen A2, A27, A25 und A28 vorgestellt mit Gewichten von ca. 3g bis ca. 15g.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiteren Arbeiten werden ferner Querschneider ohne weitere Spezifikationen und eine Stielspitze mit einem seitlichen Kerbenpaar ( D31 ) aus der Urschicht, sowie eine D33-Spitze mit flachen Randretuschen aus Schicht IV vorgestellt. Von der Oberfläche sind drei weitere Stielspitzen aus den Zeiten H. Junkers bekannt. Letzterer stellt 1928 in seinem Bericht über &lt;br /&gt;
die archäologischen Arbeiten im Westdelta auf Tafel 16 sieben typische „Merimdespitzen“ vor, die er libysche Pfeilspitzen nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in Merimde so variieren auch in Abu Tartur und den angrenzenden Gebieten die Gewichte der großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle stark und liegen hier bei ca. 1,9g bis ca. 17,5g. Das Gleiche gilt für die großen Stielspitzen der Typen D3 und D4, die außer in Abu Tartur in der westlichen Wüste äußerst selten gefunden wurden. Aus dem Niltal und der übrigen Sahara liegen nur wenige vergleichbaren Stücke vor. Bekannt ist eine Großspitze aus dem Fayum, eine weitere wurde von H. Junkers in Merimde gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke J. Eiwangers überschwere Pfeile aus der deckunggebenden Ufervegetation heraus aus sehr kurzer Distanz auf  große Beutetiere abzuschießen ist einleuchtend. Die einschlägige Forschung geht sicherlich bei Pfeil und Bogen, auch im prähistorischem Kontext nur von einer Fernwaffe aus, was im Prinzip sehr berechtigt ist. In Ausnahmefällen allerdings, wie bei speziellen Jagdtechniken oder aber im Verdrängungskrieg um Weiden und Wasserstellen könnte ein schwerer Pfeil mit kurzer Flugbahn im Kampf Mann gegen Mann von Vorteil sein. Auf  Felsbildern im Tassili sind derartige Szenen bewegt und eindrucksvoll dargestellt aber auch aus Südafrika sind ähnliche Auseinandersetzungen im Bild festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Liste A auf den Seiten 73 und 74 sind die großen, gekehlten Dreieckspitzen, beidseitig flächenretuschiert, aufgeführt.&lt;br /&gt;
34 Stücke, es sind bis auf eine Einzige Oberflächenfunde, wurden von H. Junker ab 1928 publiziert. Die 17 von J. Eiwanger während der Grabungskampagne 1978 gefundene Stücke verteilen sich auf die Oberfläche ( 5 Exemplare ), die Phase IV ( 11 Exemplare ) und die Phase V ( 1 Exemplar ). Weiterhin sind noch 10 Spitzen, sämtlich von der Oberfläche, genannt. Das bekannte Gesamtinventar kann somit in 48 Oberflächen-Fundstücke und 13 aus Schichten stammenden Funden eingeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sein Diagramm Abb. 3 gliedert der Autor die Pfeilspitzen in breite ( B ), normale ( N ) und schmale ( S ) Stücke und die Schäftungskehle in tiefe ( T ), normale ( N ) und flache ( F ). Um dieses graphisch sichtbar zu machen, werden in einem Koordinatensystem auf der Ordinate das Verhältnis von Länge zu Breite ( a : b ) und auf der Abszisse das Verhältnis der Länge zwischen Kehlenende und dem distalen Ende zu der Breite der Pfeilspitze in Höhe des Kehlenendes ( A : B ) eingetragen. Die Auswertung der Merimdespitzen ergibt für die ältere Phase IV hauptsächlich breite bis normale Stücke mit flachen bis normalen Kehlen ( BF, NF, NN ). Tief ausgekerbte und schlanke Artefakte sowie die Spitzflügel, wie sie auch aus dem Fayum bekannt sind, kommen in Phase V und einer darüber liegenden erodierten Schicht vor. Besonders die tief ausgekerbten Spitzflügel stellen einen technischen Fortschritt dar, indem sie die Wirkung einer großen Aufpralllänge, gegeben durch die Breite b, bewahren und durch Materialreduzierung das Gewicht senken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siwa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siwa, die Oase im nordwestlichen Ägypten, nahe der libyschen Grenze hat für mich, wahrscheinlich bedingt durch die isolierte Lage oder auch durch das Orakel des Amontempels etwas Mystisches, Geheimnisvolles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Mittelmeer, nach Marsa Matruh sind es, der „Straße“ folgend, rund 300 km. Verbindungen nach Südosten zu den Bahariya Oasen oder nach Osten ins Fayum werden durch abenteuerliche Pisten gewährleistet oder auch nicht, wie schon das frühe Beispiel des Kambyses und seiner Perserarmee zeigt, sie sind nie angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf prähistorische Vorkommen ist das Gebiet von Siwa und den benachbarten Oasen Um el Hiyus, Gara, El Arag und Sitra von Fekri A. Hassan Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und von den B.O.S. Expeditionen (R. Kuper, E. Cziesla) in den 80er Jahren wissenschaftlich untersucht worden.&lt;br /&gt;
Die Hauptbesiedlungsphasen scheinen epipaläolithisch und frühneolithisch gewesen zu sein, bezieht man sich auf das von Fekri A. Hassan vorgestellte Fundmaterial, welches hohe Anteile an Rückenstumpfungen und Meißeln aufweist.&lt;br /&gt;
Die B.O.S. Fundstelle 85/05-4, mit 356 m² etwas größer als weitere Plätze in Sitra, ist gemischt. Sie führt ebenfalls rückengestumpfte Lamellen und Langschmale Dreiecke aber auch einige flächenretuschierte Artefakte jüngeren Datums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorkommen von Pfeilspitzen in den Siwa- Oasen beschränken sich auf wenige flächenretuschierte Exemplare. Ounanspitzen sind sehr selten, Ounan-Harif-Spitzen und damit verwandte Stücke werden von Site 75/27 in Gara gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der mir zur Verfügung stehenden Literatur ergibt sich folgendes Bild :&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Ounan-Harif-Spitzen beträgt sicher zehn, das sind die gezeichneten Exemplare und wahrscheinlich 39, das sind sämtliche Pfeilspitzen der Tafel 5.1 in  „Resources and Subsistence during the Early Holocene at Siwa Oasis, Northern Egypt“ von Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Exemplare sind datiert, das Alter von 8219 +- 73 BP fällt zusammen mit dem Ende der El Ghorab Phase im äußersten Südwestzipfel der östlichen Wüste Ägyptens, dort wurden gleichartige Bewehrungen beobachtet.&lt;br /&gt;
Die teilweise flächige Bearbeitung findet durchaus Parallelen in Kiseiba, Nabta und Abu Tartur.&lt;br /&gt;
Auch die Stücke a und d (Fig. 7 Artifacts from Gara Oasis site 75/27) passen gut als frühe flächig retuschierte Stielspitzen in den allgemeinen Rahmen. Ein weiteres Beispiel ist die D21- Spitze von Sitra 85/5 (Abb. 1/3 in Cziesla 98), die in Silhouette und Bearbeitungstechnik der Spitze a site 75/27 sehr ähnlich ist und die in den Zeithorizont um ca. 8200 BP fällt.&lt;br /&gt;
Weitere datierte Exemplare aus Dakhla und Abu Tartur erhärten den Befund, dass flächig retuschierte Stielspitzen am Ausgang des 9. Jahrtausend vereinzelt auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen nach Fundorten innerhalb der Siwa- Oasen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplatz&lt;br /&gt;
|| Anzahl der&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gefunden&lt;br /&gt;
|| Anzahl der &lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gezeichnet&lt;br /&gt;
|| Alter BP&lt;br /&gt;
des&lt;br /&gt;
Fundplatzes&lt;br /&gt;
|| Klassifikation&lt;br /&gt;
nach Hugot*&lt;br /&gt;
|| Literatur-&lt;br /&gt;
hinweise&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/31&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/24&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/27&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 8219+-73&lt;br /&gt;
|| D1, D21, 2xH1, &lt;br /&gt;
5xH4, 1 Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 7 a-j&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/24A2 &lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/05-4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D3, D33, H10&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/09&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| H12, H5&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| G1&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/07&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D33&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| ca. 8200&lt;br /&gt;
|| D21 nach 19&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/15&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D18 langstielig&lt;br /&gt;
D44, 2xC1&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 f-i&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus&lt;br /&gt;
Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD19 langstielig&lt;br /&gt;
C3, D44,&lt;br /&gt;
C Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 a-e&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/12&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.3 b&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa Slg. Bates&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D21 schlank&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98&lt;br /&gt;
Abb. 1/4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 83/11-2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Blattspitzen&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Südl. Des Sitra-&lt;br /&gt;
Sees&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD18&lt;br /&gt;
1xD42&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98,&lt;br /&gt;
Abb. 1/12, 13, 14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa&lt;br /&gt;
ohne weitere&lt;br /&gt;
Präzision&lt;br /&gt;
|| 102&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 11xC4&lt;br /&gt;
11 Ounan-Harif-Spitzen&lt;br /&gt;
der Typen H10 und H14,&lt;br /&gt;
60 Stielspitzen des &lt;br /&gt;
Typs D19 und D18,&lt;br /&gt;
19xC1 oder C3,&lt;br /&gt;
1xE3&lt;br /&gt;
|| Mc. Burney&lt;br /&gt;
1955&lt;br /&gt;
Seiten 254 - 257,&lt;br /&gt;
Fig. 35, 36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''&amp;gt; 163'''&lt;br /&gt;
|| '''50'''&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *&lt;br /&gt;
-Die C4- Spitzen weisen flächige Randretuschen auf, vor allem die Schäftungszonen sind beidseitig modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Schäftungszonen der Ounan- Harif- Spitzen „shanked blades“, wie Mc. Burney sie nennt, sind ebenfalls durch flache, beidseitige Retuschen bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die sehr schlanken Stielspitzen der Gruppen D18 und D19 mit einem Koeffizienten B/L von 0,20 bis 0,35 sind relativ jung. Für Djara werden sie von K. Kindermann bei ca. 6000 BP angesiedelt. („The Holocene Occupation of the Eastern Sahara, Regional Chronologies and Supra- regional Developments in four Areas of the Absolut Desert“ in Gezeiten der Wüste, Herausgeber R. Kuper 2002 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundort&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Um el Hiyus&lt;br /&gt;
a) 75/5 b) 75/31&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Gara&lt;br /&gt;
a) 75/24 b) 75/27&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | El Arag&lt;br /&gt;
a) 76/4 b) 76/24A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 32&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 28,1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 88&lt;br /&gt;
|| 17,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte&lt;br /&gt;
Klinge u. Abschläge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 53,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 14,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 25,0&lt;br /&gt;
|| 72&lt;br /&gt;
|| 32,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 128&lt;br /&gt;
|| 25,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. Zähnungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7,7&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 27,3&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 9,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 10,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 12,5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 20,5&lt;br /&gt;
|| 73&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Seitenschaber&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 18,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 42&lt;br /&gt;
|| 8,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endstumpfung&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 0,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Spitzen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 0,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Zweiflächner&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Andere&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''69'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|| '''64'''&lt;br /&gt;
|| '''100,2'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''221'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''494'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987&lt;br /&gt;
Table 5.1 Tool classes from Holocene Sites in the Siwa Oasis Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahariya==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptort der Bahariya Oasen, Bawiti, liegt ungefähr 180 km nordöstlich von Farafra entfernt, und von den Pyramiden in Giza sind es rund 370 km in südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stahlwerke von Heluan werden über eine Eisenbahnstrecke mit dem Eisenerz der Gruben von Bahariya versorgt. Die submarine Exhalations- Lagerstätte deckt den ägyptischen Inlandbedarf.&lt;br /&gt;
Der wunderschöne Rosengarten in der Iron-Mine-City dürfte der einzige in der westlichen Wüste sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erforschung holozäner Besiedlung scheint nicht weit fortgeschritten zu sein. Lediglich Fekri A. Hassan erwähnt einige einseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen an einigen Plätzen in „Archaeological explorations at Bahariya Oasis and the Western Delta“1979. Angaben zur Silhouette der Bewehrungen sind nicht gemacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Farafra==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Farafra liegt rund 500 km in nordwestlicher Richtung von den Kharga Oasen entfernt, falls der Weg über Mut genommen wird. Von Giza über Bawiti sind es ca. 550 km nach Südwesten. Kleiner als die Kharga und Dakhla Oasen hatte sich Farafra lange Zeit seine Ursprünglichkeit bewahrt. Gerne erinnere ich mich an die Gastfreundlichkeit und den herrlichen Garten des Homda, Bürgermeister würden wir ihn nennen. Dieser kühle, schattige Platz hat ein wenig von dem Paradies, wie es im Koran beschrieben ist, ohne die Jungfrauen allerdings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon sehr früh im Holozän brachte die Region um Farafra pflanzliche Taxa hervor, wie z.B. Sorhum sp., Getaria, Brachiaria, Panicum und Echinochloa colona. Auch Schaf und Ziege sind sehr früh vertreten wie Daten von 7251 +- 67 BP und 7110 +- 50 BP belegen.&lt;br /&gt;
Obwohl Behausungsstrukturen ausgegraben worden sind, ist bislang sehr wenig Töpferware gefunden worden. (Ein Bruchstück von site HV – 2).&lt;br /&gt;
Verbunden mit den archäologischen Aktivitäten sind die Namen von Barbara E. Barich, Fekri A. Hassan, A.G. Fahmy, A. Gautier, G. Lucarini und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Auswertung des lithischen Inventars noch nicht abgeschlossen ist, sollen hier lediglich die bis jetzt veröffentlichen Pfeilspitzen behandelt werden. So werden in „Archaeology of  Farafra Oasis (Western Desert Egypt) A Survey of the most recent Research“ von B.E. Barich und G. Lucarini folgende Bewehrungen vorgestellt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' Farafra Oasis, Hidden Valley Village, Lithic industry. Drei Blattspitzen, davon ein Exemplar C6 mit vollständiger, beidseitiger Flächenretuschierung, zwei Exemplare vom Typ C3 mit einseitiger, vollständiger Flächenretuschierung, die Ventralseite weist eine teilflächige Retuschierung auf.&lt;br /&gt;
Eine H13- Spitze mit leichten Retuschen am linken, distalen Rand. Gezeichnet sind weiter gekerbte und gezähnte Stücke mit den obligatorischen harten Kantenretuschen sowie ein Schaber und ein Messer mit flachen Randretuschen. Der Zeithorizont ist ca. 7100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8''' Farafra Oasis, Hidden Valley Area, Late neolithic bifacial artifacts. Zeigt drei Blattspitzen der Gruppen C1 und C3 wovon eine beidseitig flächenretuschiert ist, die zwei anderen sind auf der Ventralseite lediglich in der Schäftungszone flächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden gezeichnet ein side-blow-flake, drei Messer und ein Schaber- Kratzer. Diese Werkzeuge haben ein Alter von 5950 BP Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klärungsbedarf besteht für die Ounan-Arif-Spitzen vom spätneolithischen Fundplatz Sheikh el- Obeiyid und für eine weitere typisch beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze, welche an den Ounan-Arif Typ erinnert und welche auf  „Playa I“ in der Rajih Region auf einem Platz mit Klingenindustrie gefunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebel Kamil==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebel Kamil ist nach der Beschreibung von Joachim Hahn, dessen Bekanntschaft ich in Abu Tartur machen durfte, ein konischer Hügel, der sich rund 100 m über die umgehenden Dünenfelder erhebt und so eine weithin sichtbare Landmarke bildet. Er liegt südsüdöstlich des Gilf Khebir in der Nähe der ägyptisch- sudanesischen Grenze.&lt;br /&gt;
In seinem Artikel „Neolithic Settlement Patterns in the Gebel Kamil Area, Southwest Egypt“ beschreibt J. Hahn neolithische Fundplätze, von denen einige Pfeilspitzen aufweisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28''' ist eine der größten Fundstellen der Gegend, als mögliche Bewehrungen kommen Segmente, Trapeze und Dreiecke in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28-1'''  ist eine datierte Fundstelle mit Altersangaben von ca. 4300 BP bis 4600 BP. Auch hier sind die Pfeilspitzen- Bewehrungen auf Querschneider wie Trapeze, Dreiecke und eventuell Segmente beschränkt. Gezeichnet wurden drei Dreiecke, zwei Trapeze und vierzehn Segmente. Die Dreiecke entsprechen dem Querschneider Typ F4, die Trapeze den Gruppen F10 und F11. Zum Teil sind die Artefakte sehr klein wie das Dreieck 83/28-1 Nr. 4 mit einer Höhe von 8mm und einer Schneidenlänge von 7mm. Das Trapez 83/28-1 Nr. 9 hat die Höhe von 7mm, die kleine Schneide misst 3mm, die große 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''85/67''' ist der dritte Fundplatz von welchem Pfeilspitzen vorgestellt werden. Außer den Querschneidern vom Typ F16, F4, F10 und F14, es sind sieben Exemplare gezeichnet, kommen nicht näher beschriebene zweiseitig flächenretuschierte Spitzen vor, die aber kaum Pfeilspitzen sein dürften, da sie im Zusammenhang mit Handäxten, groben Abschlägen und Levallois- Kernen genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fig. 6 gibt J. Hahn Querschneider für die Fundstellen K25, 85/67 und 85/58 an, Trapeze und Dreiecke für 83/28 und 85/58, Trapeze ohne Dreiecke für 85/67.&lt;br /&gt;
Der Fundkomplex Gebel Kamil wird in den Zeithorizont vom 4. bis zum 6. Jahrtausend BP gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die große Sandsee==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Oase Siwa im Norden bis zu den Ausläufern der Sandsteinmasse des Gilf Kebir im Süden erstreckt sich die große Sandsee auf einer Breite von ca. 100 km bis 300 km westlich der libysch- ägyptischen Grenze.&lt;br /&gt;
Die archäologischen Untersuchungen wurden von der Universität Köln und dem Heinrich Barth Institut durchgeführt, sie waren im Besonderen auf die Gebiete um Abu Minqar, Regenfeld, Ain Dalla und die Glasregion konzentriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Regenfeld'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regenfeldfundstellen liegen nördlich und südlich des 25. Breitengrads Nord und östlich des 27. Längengrads Ost. Benannt wurde die Region im Jahre 1873 von Gerhard Rolfs wegen der starken Regenfälle, die ihn auf seiner Expedition überraschten. &lt;br /&gt;
Die ältesten Vorkommen, Regenfeld A, weisen ein Alter von über 9000 BP auf und enthalten keinerlei Pfeilspitzen oder geometrische Mikrolithen, die als Bewehrungen angesprochen werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das darauffolgende Regenfeld B mit einem Alter von ca. 8700 BP produzierte neben langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Artefakten auch eine rückengestumpfte Blattspitze vom Typ H1 und zwei Trapeze mit gestumpfter, leicht gekehlter kleiner Seite, die im gleichaltrigem Kontext auch in Westpans 85/52 gefunden worden sind und die als mögliche Bewehrung die Bezeichnung F20 erhalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem folgenden Zeitabschnitt von ca. 8300 BP bis 7800 BP wurden keine Bewehrungen gefunden, langschmale Dreiecke, rückengestumpfte Lamellen und eine Kerbklinge bestimmen das Inventar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngsten Phase, Regenfeld D, von ca. 7700 BP ( 87/2 ) bis 7000 – 6500 BP ( 96/19 ) erscheinen neben klassischen Bewehrungen der Typen F4 und F13 auch flächenretuschierte Artefakte. Dabei handelt es sich unter anderem um große, beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen. Zwei dieser Stücke sind gezeichnet worden, eine davon, die Längere, hat die ungefähren Abmessungen L = 78 mm, B = 28 mm und Dicke = 8,3 mm. Diese Dimensionen sind vergleichbar mit denen der großen Blattspitzen von Abu Tartur, welche Längen zwischen 70 mm und 91 mm und Gewichte von 8,7g bis 14,2g aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können ebenso wie die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle und die großen Stielspitzen als Pfeilspitzen eingesetzt werden und mit Erfolg von einem Bogen verschossen werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der querschneidigen Bewehrungen von Regenfeld wird auf zehn geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Glasregion'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein gezieltes Ausbeuten der Rohstoffquellen, des libyschen Wüstenglases oder Lechatelierit zu erschweren, sind genauere Hinweise auf die Lage der Fundgebiete nicht angegeben.&lt;br /&gt;
Die größte Fundstelle, 81/61, wird auch nach dem Entdecker „Willmanns Camp“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwei Schnitten wurden insgesamt 1934 Werkzeuge, davon 250 Mikrolithen, zu Tage gefördert. Die verschiedenen C14- Analysen ergeben Resultate von ca. 8000 BP bis ca. 5700 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flächenretuschierte Artefakte sowie Pfeilspitzen fehlen in den Inventaren. Als mögliche Bewehrungen kommen Trapeze und Dreiecke in Frage. Sechs Dreiecke und 21 Trapeze sind gezeichnet worden und fallen unter die Typen F4 und F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ain Dalla'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am östlichen Rand der großen Sandsee, etwa nördlich von Abu Minqar und nordwestlich von Farafra liegt der Brunnen von Ain Dalla.&lt;br /&gt;
Ein spätneolithischer Fundplatz scheint 85/15 zu sein. Die zwei dort gefundenen Stielspitzen sind sehr schlank und gehören zu den Typen D19 und D49. Die Ränder der D19- Spitze sind sehr leicht konvex ausgebildet, nicht genug um als D18 klassiert zu werden. Die Widerhaken der D49- Spitze sind sehr klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 85/26 mit einem Alter von ca. 8610 BP produzierte eine Ounanspitze vom Typ H12 und auf dem dritten, circa 8460 BP alten Ain Dalla Fundplatz 85/28 – 1 wurden eine  H5- Spitze und zwei Dreieckspitzen vom Typ H7 gefunden. Letztere passen normalerweise nicht zu den vorherrschenden Rückenstumpfungen, die für das Inventar charakteristisch sind, sie sind eher für das mittlere Neolithikum typisch. Die primitive Ausführung könnte sie allerdings dem Fundplatz zugehörig erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Gerara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von Abu Gerara liegen zwischen Djara im Norden und den Eastpans im Süden, nach Südwesten befinden sich die Vorkommen der Dakhla Oasen und nach Südosten sind es die Plateau- Plätze und Playakonzentrationen von Abu Tartur. Zwischen dem Abu Tartur Massiv und den Abu Gerara Schichtabbrüchen liegen ein mit Kalksteinhügeln durchsetztes Gelände, zwei große Depressionen sowie eine kleine mit dem Fundplatz 00/59, an dessen Exploration ich mitarbeiten konnte. Nördlich der Schichtstufen kommen weitere Kalksteinhügel vor, dann nach rund 25 km geht das Gelände in eine Hamada über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchungen, die zur Zeit von der Kölner Universität durchgeführt werden, sind noch nicht beendet. So werden lediglich einige Fundstellen, von denen schon endgültige Ergebnisse vorliegen, berücksichtigt. In „Abu Gerara : Mid- Holocene sites between Djara and Dakhla Oasis (Egypt)“ Heiko Riemer 2003 wird die Fundstelle 98/5 vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''98/5''' Fundstelle im Hügelland nördlich der Schichtstufen. Der Fundplatz ähnelt in seiner Anlage stark den Vorkommen auf dem Abu Tartur Plateau. Ein tief gelegenes Becken ist umrahmt von bis zu elf Metern hohen Hügeln, die einen guten Schutz gegen den Nordwind abgeben. Von den Hügeln laufen Regenrinnen ins Beckentiefste. Dort hat sich ein terra rosa Boden gebildet, der gepanzert durch das Artefaktenmaterial und gehärtet durch erhöhten Phosphateintrag teilweise der Deflation standgehalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden 75 retuschierte Werkzeuge geborgen, davon 16 Pfeilspitzen, die mit 21,3 % den größten Anteil stellen, gefolgt von Seitenkratzern und gezähnten Stücken. Weitere Artefakte sind Bohrer, side-blow-flakes, blattartige Messer und Vorstufen dazu, sowie Sichelblätter und Dexel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei C14 Analysen datieren 98/5 auf 6600 Jahre BP. Dies ist einer der nicht zu großen Fundplätze, die ein weitgehend unvermischtes Inventar mit einem bestimmten Alter aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8'''  zeigt unter anderem zwei Blattspitzen mit teilflächiger Retuschierung. Die Nr. 5 hat eine klassische C3 Silhouette während Nr. 6 eine deutlich gerundete Schäftungszone aufweist aber noch unter C3 geführt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die Nr. 7. Im medialen Abschnitt weist das Artefakt nahezu parallel verlaufende Ränder auf, die Schwingen zeigen winzige Widerhaken und der recht lange, schlanke Stiel ist an seiner Basis eingeschnürt, das Ende des Stiels ist abgerundet, das distale Ende ist abgebrochen. Derartige Stücke sind aus Djara bekannt, wo einige dieser als D52 bezeichneten Bewehrungen vorkommen. E. Cziesla stellt eine ganz ähnliche Spitze vor, die südlich des Sitra Sees gefunden worden ist (Nr. 14, Abb. 1 in Anmerkungen zu flächenretuschierten Pfeilspitzen 1998). Bei diesem Exemplar ist der Stiel kurz und die Parallelität der Ränder im medialen Abschnitt ist nicht gegeben.&lt;br /&gt;
Die Nr. 8 ist eine D36 Spitze und kommt ebenfalls in einigen Exemplaren in Abu Tartur vor. Eine vergleichbare mit nur einem Kerbenpaar (D31) ist von Eastpans bekannt, eine weitere ist, klassiert unter Bashendi B in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ Fig. 5.d gezeichnet. M. Mc Donald 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Eastpans ist ebenfalls eine Großspitze des Typs D3 bekannt, mit stärker ausgeprägten Widerhaken wurde auch in Abu Gerara eine solche aufgesammelt (Site 99/28). Weitere Einzelstücke sind in Dakhla und Djara gefunden worden. Diese Spitzen sind zu vergleichen mit der Serie von gestielten Großspitzen von Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''00/70''' Dieser Fundplatz in der Nähe der großen Dolineneinbrüche nördlich des Abu Tartur Massivs ist nur kurz angefahren worden. Bei dem Inventar handelt es sich um ein im Tiefsten des Siedlungsplatzes zusammengespültes Artefaktengemisch. Ein nördlich am Hang gelegenes Areal mit sehr vielen Herdstellen wurden aus Zeitmangel ignoriert. Ein hastig dort aufgeklaubte Pfeilspitze ist vom Typ C10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==El Karafish==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Straße von den Dakhla Oasen nach Abu Minqar liegt auf dem libyschen Plateau El Karafish, eine junge Fundstelle, die von prädynastischer Zeit und auf Grund von Keramikvergleichen bis in die 6. Dynastie reicht. Eine C14- Analyse ergab ein Alter von ca. 4500 BP. Im Keramikmaterial finden sich ebenfalls Claytonringe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Pfeilspitzen wurden geborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Eine Ounanspitze vom Typ H13, die im Kontext von El Karafish deplaziert wirkt und eher eine typische Bewehrung um 7600 BP darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Eine flächig retuschierte Stielspitze vom Typ D2, wobei die linke Schwinge leicht gerundet erscheint. Dieser Typ taucht in den verschiedensten spätneolithischen Inventaren auf. Die Dorsalseite ist bis auf einen schmalen, zentralen Bereich flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, lediglich der Stiel ist vollflächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Zum Fundplatz passend ist das dritte Exemplar. Es handelt sich um eine Stielspitze mit kurzem, breitem Stiel und mit parallel zueinander verlaufenden Rändern im proximalen Bereich. Die Ränder weisen eine sehr feine Zähnung auf, die Schwingen stehen rechtwinklig zur Längsachse, sind jedoch mit winzigen Widerhäkchen bestückt. Das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert, der distale Bereich ist abgebrochen. Da die Silhouette der Pfeilspitze ein Novum darstellt, erhält sie die Bezeichnung D50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art von schlanken, feingezähnten Stielspitzen stellt das Ende einer Entwicklung von tief penetrierenden Bewehrungen dar, welche aus lithischem Material hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dungul==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oase liegt ca. 160 km südwestlich von Assuan am Rande des Kalksteinplateaus, Hester und Hobler haben die dortige prähistorische Kultur untersucht. Nur wenige Pfeilspitzen gehören dem Inventar der „Libyan industry“, deren Alter mit 7900 +-150 BP Jahren angegeben wird (Hester und Hobler 1969). Gezeichnet oder fotografiert sind acht Exemplare, davon sind zwei Querschneider, eine Stielspitze der Familie D, zwei H5 – Spitzen sowie drei Blattspitzen der Familie C. Eine vierte Blattspitze wird im Text erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Badari==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
El Badari liegt am Ostufer des Nils rund 40 km südlich von Asyut und ca. 60 km nördlich von Sohag. Wie Merimde als prähistorische Niederlassung in Unterägypten, so soll El Badari als Beispiel für oberägyptische steinzeitliche Besiedlung im Niltal dienen.&lt;br /&gt;
Beide Fundkomplexe verfügen über größere Mengen von ausgekehlten Dreieckspitzen, so dass ein Vergleich mit entsprechenden Wüstenfundplätzen wie dem Fayum und Abu Tartur möglich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 veröffentlichten Guy Brunton und G. Caton- Thompson ihren Bericht „The Badarian Civilisation“ wo neben mit Schwingen oder Widerhaken versehenen, dreieckigen Großspitzen auch zwei gestielte Exemplare erwähnt werden.&lt;br /&gt;
Die gezeichneten Stücke können wie folgt eingeteilt werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| A1|| A2|| A17|| A25|| A26|| A28|| C1|| andere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 3|| -|| 2|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 5|| -|| -|| -|| 6|| -|| 2|| 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 6|| -|| -|| -|| 5|| 1|| -|| 4|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVI|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVII|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVIII|| 3|| -|| -|| -|| -|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate LVI|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''3'''|| '''2'''|| '''1'''|| '''22'''|| '''1'''|| '''2'''|| '''6'''|| '''2'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die östliche oder arabische Wüste Ägyptens==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streifen zwischen dem Niltal und der Küste des Roten Meeres bildet den östlichen Rand der Sahara. Im Norden zwischen Kairo und Suez ist er ca. 135 km breit, im Süden an der Grenze zum Sudan und zur nubischen Wüste rund 500 km. Die Entfernung entlang des Roten Meeres von Suez bis Halait beträgt über 1000 km. Aus diesem riesigen Gebiet sind nur wenige prähistorische Funde bekannt und dem entsprechend eine geringe Anzahl von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die arabische Wüste war gewiss nicht weniger attraktiv als das Gebiet westlich des Nils. Im Gegenteil, es existierte ein integriertes Wadisystem, welches das Wasser aus dem Gebirge entweder ins Meer oder in den Nil leitete. Das Küstengebirge weist Höhen um 1000 m auf und gelegentlich wird auch die 2000 m Marke überschritten. Die hydrologische Situation dürfte daher vorteilhafter als in der westlichen Wüste gewesen sein. Wenn dennoch weniger Relikte vorgeschichtlicher Kulturen gefunden worden sind, so liegt es wahrscheinlich an dem unwegsamen Gelände. Wer hier etwas außerhalb der wenigen Verbindungsstraßen entdecken will muss gut zu Fuß sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fundplatz, der Pfeilspitzen in seinem Inventar aufweist, wurde von P.M. Vermeersch, P. van Peer, J. Moeyerson und Wim van Neer „Tree Shelter“ genannt. Er liegt nordwestlich von Quseir in der Nähe der Phosphatgruben und ist mit dem Geländewagen zu erreichen. &lt;br /&gt;
Vier Holzkohlenproben ergaben Altersstellungen von 6770 +- 60 BP bis 4930 +- 30 BP. Die Geräte, 80 an der Zahl, setzen sich aus gezähnten Stücken, retuschierten Abschlägen, flächig bearbeiteten Stücken, Kerben, einem side-blow-flake und Verschiedenen zusammen.&lt;br /&gt;
Außerdem wurden zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen, ohne weitere Präzisierung, erwähnt. Möglicherweise handelt es sich um Blattspitzen der Familie C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant sind das Vorhandensein von Asphataria rubens aus dem Niltal und ein side-blow-flake, ein Werkzeug, welches östlich des Nils zu den Raritäten zählt. Publiziert wurde der Bericht im Dezember 2002 in Archéo-Nil. In unmittelbarer Nachbarschaft des „Tree Shelter“ hat das gleiche Autorenteam eine Höhle, genannt Sodmein Cave, untersucht („Neolithic occupation of the Sodmein area, Red Sea Mountains, Egypt“ in Aspects of African Archaeology edited by G. Pwiti and R. Saper 1996).&lt;br /&gt;
Die Altersangaben reichen von 6490 +- 100 BP und 7090 +- 80 BP für die unterste Schicht bis 6320 +- 100 BP und 6360 +- 90 BP für die obere Schicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundenen Pfeilspitzen sind den Schichten nicht in der Art zugeordnet, dass sie mit einem exakten Alter in Verbindung gebracht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (Fig. 3 Seite 414).&lt;br /&gt;
* Nr.   2  ist eine asymmetrische, einseitig flächenretuschierte Blattspitze.&lt;br /&gt;
* Nr.   3  ist eine Blattspitze des Typs C1, die Rückseite zeigt lediglich flächige Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   6  ist ein Fragment und gehört möglicherweise zu einer Blattspitze C1, C3 oder zu einer Stielspitze D44.&lt;br /&gt;
* Nr.   7  wie Nr. 6.&lt;br /&gt;
* Nr.   8  ist eine Blattspitze mit beidseitigen flächigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   9  ist eine asymmetrische H1- Spitze.&lt;br /&gt;
* Nr. 10  ist eine H1- Spitze, im proximalen Bereich ist sie beidseitig flächenretuschiert auf der Ventralseite ist zusätzlich ein Rand flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
* Nr. 11  ähnlich wie Nr. 10.&lt;br /&gt;
* Nr. 12 und 13  Ounanähnliche Spitzen des Typs H13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Verbindungsstraße Qena im Niltal nach Quseir am Roten Meer berichtet Debono aus der Gegend von Laqueita von zwei Ounanspitzen (Debono, 1951 plate III b) und einigen Querschneidern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Ölfördergebiet von Ras Gharib, etwa 25 km von der Küste entfernt, weist Montenant (1986 plate XXXVI) auf Pfeilspitzen in der Nähe des bir Nakhla hin, es Handelt sich um aus Lamellen gearbeitete, kantenretuschierte Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Dittmann weist in seiner Veröffentlichung „Zur Paläogeographie der ägyptischen Eastern Desert“, 1990 auf Pfeilspitzenfunde von Fundplatz B im Gebel Zeit hin. Das Fundgebiet liegt an der Küste des Roten Meeres zwischen Ras Gharib und Hurgada. Gefunden wurden drei Blattspitzen vom Typ C1 und eine D21- Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
Aus dem Abri im oberen Wadi Deir im Bereich des Klosters St. Paulus wird ein großes Blattspitzenfragment gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorgestellten Einzelfunde und Daten lassen lediglich erkennen, dass die östliche oder arabische Wüste ähnlich besiedelt war wie das Gebiet westlich des Nils. Ounanspitzen und andere kantenretuschierte Pfeilspitzen weisen auf ein frühes Neolithikum hin. Über die spätneolithischen Typen C und D bis zu prädynastischen Querschneidern reicht die Formenvielfalt über große Zeiträume.&lt;br /&gt;
Hier liegt ein riesiges Gebiet, lediglich an seinen Rändern angekratzt und wartet auf seine Entdeckung. Künftigen Forschern wird die Arbeit so schnell nicht ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Djara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer multidisziplinären Expedition der Universität Köln hatte der Verfasser im Jahr 2000 Gelegenheit die Fundstellen der Siedlungskammer Djara kennenzulernen.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt 15 km westlich des Abu Muharig Dünengürtels etwas nördlich der Linie Farafra – Asyut. &lt;br /&gt;
Neben einer Reihe von kleinen, oft hochinteressanten Fundstellen, sind drei große Konzentrationen hervorzuheben. Zunächst die Fundstelle 90/1 mit einer wahrscheinlich im Tertiär entstandenen Tropfsteinhöhle als Besonderheit an ihrer südlichen Peripherie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite bedeutende Konzentration ist 98/20 mit einem Inventar, das von rückengestumpften Artefakten bis zu side-blow-flakes reicht.&lt;br /&gt;
Eine weitere Konzentration wird mit 98/4 bezeichnet, sie weist die am weitesten fortgeschrittene Zerstörung durch Deflation auf. Die Playaablagerungen sind bis auf einige flache Hügel, möglicherweise durch Phosphateintrag entstandene Härtlinge, komplett ausgeräumt und die Kalksteinstrukturen, wie sie im Pleistozän vorhanden waren, treten wieder zu Tage. Nur große und schwere Artefakte finden sich auf dem Grund des ehemaligen Siedlungsplatzes. Pfeilspitzen fehlen ebenso wie Mikrolithen und Straußeneischalen. &lt;br /&gt;
Keramik, die auf anderen Stellen in Djara nicht gefunden wurde, ist in einer mit schluffigem Material gefüllten Windfalle entdeckt worden.&lt;br /&gt;
Eine detaillierte Beschreibung und Auswertung der Funde und Befunde des Gesamtgebietes ist in Arbeit (K. Kindermann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 90/1'''&lt;br /&gt;
Das Gelände ist in mehrere Grabungszonen aufgeteilt worden, die von 90/1 – 1 bis 90/1 – 15 durchnummeriert worden sind. Pfeilspitzen sind an folgenden Stellen gefunden worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 1'''   Alter : 6786 +- 49 BP bis 6448 +- 69 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 12 Pfeilspitzen, acht davon sind gezeichnet worden und zwar : &lt;br /&gt;
Zwei D21- Spitzen, eine D26, eine D44, zwei E2 und jeweils eine H1, Eine H5 und eine H7- Spitze. Drei der flächenretuschierten Pfeilspitzen stammen aus den Herden und können als in situ Funde gelten. Es sind dies eine D21- Spitze, die lediglich als gestielt beschrieben ist, eine E2- Spitze, die als Blattspitze bezeichnet ist und eine D26- Spitze, die als gestielt mit Zähnung deklariert wird (In „Investigations of Mid- Holocene settlement of Djara“ in K. Kindermann 2003).&lt;br /&gt;
Während die flächenretuschierten rhombischen Exemplare und die Stielspitzen gut zu den C14- Werten passen, sind die kantenretuschierten Stücke, ob Blatt- Stiel oder Dreieckspitze eher für frühere Epochen typisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 2'''   Alter : 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden und gezeichnet wurden fünf Pfeilspitzen. Die kurzen und gedrungenen Exemplare bestehen aus Blattspitzen der Gruppen C3 (2 Stücke) und C4 (1 Stück) sowie einer ebenfalls gedrungenen D2- Spitze mit kurzem, breitem und abgerundetem Stiel. Das fünfte Stück ist ein schwer einzuordnendes Fragment mit flachen Randretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 4''' ohne Altersangabe.&lt;br /&gt;
* Es wurden vier Pfeilspitzen gefunden, gezeichnet wurde keine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 6'''   Alter : 6900 +- 50 BP und 6696 +- 94 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden drei Pfeilspitzen, davon eine Blattspitze C1 und eine gestielte Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 10'''   Alter : 6885 +- 50 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 19 Pfeilspitzen, darunter zwei H1, zwei C1 und eine D3- Spitze, ferner wurde ein Querschneider vom Typ F4 beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 13'''   Alter : 6713 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 36 Pfeilspitzen und zwar von den kantenretuschierten fünf H1, sechs H5 und eine H7- Spitze und von den flächenretuschierten Stücken zehn C1, drei C6 und fünf D1- Spitzen. Dazu kommen noch weitere sechs flächenretuschierte, nicht weiter präzisierte Stücke sowie vier zusätzliche Fragmente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 15'''   Von dieser Grabung ist ein Querschneider vom Typ F4 bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der Pfeilspitzen von den Grabungsflächen beträgt 80, davon wurden 15 Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Oberfläche 90/1 wurden insgesamt 155 Pfeilspitzen gefunden, davon sind 36 Stücke gezeichnet worden und zwar von den Konzentrationen 1 – 6. Von der Konzentration 7, welche 107 Pfeilspitzen hervorbrachte, sind keine Zeichnungen angefertigt worden.&lt;br /&gt;
Die Konzentration „cluster 7“ liegt im Südwesten von 90/1. Sie wird östlich von einer Wadirinne und westlich von dem Kalkgestein einer steil ansteigenden Hügelkette begrenzt. Der Untergrund besteht aus einem Schwemmfächer aus fein- bis mittelkörnigem Schutt.&lt;br /&gt;
Darin waren neben vielen anderen Artefakten 107 Pfeilspitzen eingelagert. Darunter befinden sich zwei Ounan- Harif- Spitzen mit Schäftungszonen, die von zwei geradlinigen Rändern gebildet werden (Typ H2). Weiter wurden gefunden eine Ounanspitze H12 und 24 H5- Spitzen, eine kantenretuschierte, blattförmige Spitze vom Typ H1 und eine Dreieckspitze vom Typ H7. Hinzu kommen noch acht fragmentierte kantenretuschierte Bewehrungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Stücke setzen sich zusammen aus 14 beidseitig modifizierten C- Spitzen und 11 einseitig bearbeiteten C- Spitzen. Die gestielten Exemplare gehören sechsmal zu den D3, fünfmal zu den D1 und dreimal zu den D26- Spitzen. Ferner wurden sieben fragmentierte D1- Spitzen und 16 Fragmente von nicht identifizierbaren flächenretuschierten Spitzen gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gelangten die Pfeilspitzen und andere, hier nicht aufgeführte Werkzeuge auf diesen sterilen Schwemmfächer? Sie wurden nicht mit den Sedimenten heruntergespült, wie angenommen werden könnte, da oberhalb keinerlei Kulturspuren zu entdecken sind, sondern sie wurden vom Nordwind in diese Artefaktenfalle geweht. Vergleichbare sekundäre Konzentrationen sind von Abu Tartur bekannt. Der vom Verfasser durchgeführte Langzeitversuch über die Wirkung des Windes auf  steinzeitliche Artefakte in ariden Klimazonen unterstreicht die Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 51 gezeichneten Exemplare von Djara gehören 20 verschiedenen Gruppen an und verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte blattförmige, 17 x C|| C 1|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 3||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 6||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte gestielte, 14 x D|| D 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 3||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 21||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 26||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 31||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 44||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rhombische, 4 x E|| E 2|| 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Querschneider, 2 x F|| F 4|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rundschneidige, 5 x G|| G 1|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kantenretuschierte, 9 x H|| H 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 4||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 5||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 7||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| '''Total'''|| '''51 (von 235)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 98/20'''&lt;br /&gt;
* Das Zentrum der Fundstelle wird, wie schon bei 90/1, von einer Restplaya gebildet. Ein im Jahr 2000 durchgeführter Baggerschnitt erreichte das unterliegende Kalkgestein. In der Kontaktzone hatte sich eine Schicht großer Kalzitkristalle gebildet, die später auch an höher gelegenen Stellen, ebenfalls im Kontakt Playa- Kalksteinliegendes, nachgewiesen werden konnte.&lt;br /&gt;
Die Ausbildung großer Kalzitkristalle unter den gegebenen Umständen setzt eine über längere Zeiträume dauernde Anwesenheit von Wasser voraus. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Lebensbedingungen, zumindest die Präsenz von Wasser betreffend, in der Siedlungskammer Djara während der pluvialen Optima wesentlich besser waren als bisher dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artefaktenvielfalt ist groß und reicht von Ounan- Harif- Spitzen, Ounanspitzen, langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Werkzeugen bis zu side- blow- flakes und flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 34 Stücken stellen die Ounan- Harif- Spitzen die größte Gruppe der Bewehrungen, nicht gezählt sind drei weitere Exemplare sowie eine Ounanspitze, die neben einer H1- Spitze und einer H5- Spitze vom Verfasser vor Ort beobachtet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Pfeilspitzen, die für 98/20 aufgelistet sind und die zu den C14- Werten von 6430 +- 50 BP und 6365 +- 30 BP passen, sind eine partiell flächenretuschierte C1- Spitze und eine gleichartig modifizierte D1- Spitze. Die beidseitig flächenretuschierten Stücke gehören mit einem Exemplar in die Gruppe C1 und mit zwei Exemplaren in die Gruppe C3. Sieben Stielspitzen sind vom Typ D1, zwei vom Typ D3 und eine ist eine D31- Spitze. Insgesamt sind also 40 rückengestumpfte und 15 flächig bearbeitete Pfeilspitzen im Inventar 98/20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Umgebung des Fundplatzes 98/4'''&lt;br /&gt;
* Wie schon eingangs erwähnt, ist Fundplatz 98/4 durch Deflation stark gestört und leichte Artefakte wie z.B. Pfeilspitzen sind nicht mehr vorhanden.&lt;br /&gt;
In den angrenzenden, etwas besser geschützten Hügeln jedoch finden sich einige interessante Exemplare.&lt;br /&gt;
So liegt nördlich des Komplexes 98/4 die Fundstelle 00/63, die neben einer D52- Spitze, eine D25 und eine C1- Spitze produziert hat.&lt;br /&gt;
Die Fundstelle 00/68, südwestlich von 98/4 gelegen, weist eine Großspitze vom Typ D3 auf (L = ca. 66 mm, B = 35 mm, D = 6 mm) ein seltener Fund auf dem Plateau. Daneben finden sich zwei Ounanspitzen vom Typ H12, zwei D47- Spitzen und eine rhombische E2- Spitze.&lt;br /&gt;
Eine weitere D52- Spitze stammt von der Fundstelle 00/69.&lt;br /&gt;
Der Keramikfundplatz 00/65 weist eine C10- Spitze auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit 00/ markierten Fundstellen sind im Rahmen zeitlich sehr begrenzter Suchfahrten entdeckt worden und nicht weiter bearbeitet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Djara weist eine sehr große Palette von Pfeilspitzenformen auf und deckt mit seinen Typen einen Zeitraum von rund 3000 Jahren ab, wie auch die C14 Daten belegen (von 8620 BP bis 5982 BP).&lt;br /&gt;
Mit über 300 gefundenen Exemplaren ist Djara auch mengenmäßig ein bedeutender Fundplatz für Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Abu Ballas Schichtstufenland==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Phasen haben die Archäologen der Universität Köln unter Leitung von Rudolf Kuper die Fundstellen von Abu Ballas untersucht.&lt;br /&gt;
Wie auch anderen Orts hat das von den höher gelegenen Einzugsgebieten ablaufende Niederschlagswasser sich in Deflationsmulden sammeln können und so zur Bildung von siltig- tonigen Playas führen können. Zwischen den verschiedenen Überflutungsphasen sind immer wieder äolische Einträge zu beobachten.&lt;br /&gt;
Die Hauptkonzentrationen prähistorischer Besiedlung wurden Eastpans, Mudpans und Westpans genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eastpans   wurden vom Stuttgarter Fotografen Rudolf René Gebhardt während einer seiner zahlreichen Alleinexpeditionen entdeckt.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt ungefähr 90 km südlich der Dakhla Oasen, die beiden größeren Fundstellen wurden mit 95/1 und 95/2 bezeichnet.&lt;br /&gt;
Die epipaläolithischen Konzentrationen 95/1 – 1 und 96/6, letztere mit einem Alter von    8350 +- 55 BP produzierten keine Pfeilspitzen, eine Ausnahme bildet ein asymmetrisches Trapez von 96/6, welches als eine mögliche Bewehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
Auch die jüngere, aber ebenfalls noch epipaläolithische Fundstelle 95/1 – 1 mit einem Alter von 7750 +- 150 BP bis 7752 +- 48 BP weist keinerlei Jagdwaffen in Form von Pfeilspitzen auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelneolithischen Charakter zeigen einige Artefakte der oberen Schicht der Fundstelle    95/1 – 1, die ein Alter von 7529 +- 48 BP aufweist und damit nur geringfügig jünger ist als die unterliegende epipaläolithische Schicht. Typisch ist eine Dreieckspitze mit kantenretuschierter Basis vom Typ H7 sowie eine kantenretuschierte Spitze mit konkaver Basis vom Typ H20 wie er auch in Nabta auf der Fundstelle E – 75 – 8 vorkommt. Das Auftreten einseitig flächenretuschierter Blattspitzen (2 Fragmente) passt ebenfalls in den Zeitrahmen.&lt;br /&gt;
Der spätneolithische Fundplatz 95/2 ist auf 6170 +- 80 BP bis 6072 +- 36 BP datiert. Die Vielzahl der Mikrolithen lassen auf einen Einfluss aus Süden, das Vorhandensein von Feuerstein, von einem side- blow- flake und von flächenretuschierten Artefakten auf einen Einfluss aus Norden schließen. An Bewehrungen sind vier Trapeze vom Typ F10 und eine D31- Spitze zu nennen, letztere stammt aus der datierten Grabungsschicht, während eine gestielte Großspitze vom Typ D3 von der Oberfläche abgesammelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erstaunlich, dass eine hauptsächlich von der Jagd lebende Gesellschaft, selbst im Spätneolithikum überwiegen Wildtierknochen und stehen einer nur geringen Anzahl von Rind- und Schafsknochen gegenüber, nur eine verschwindende Anzahl von Pfeilspitzen hinterlassen hat.&lt;br /&gt;
Zu erwähnen ist noch eine interessante Ounanspitze, die der Verfasser im Oktober 2000 an der Oberfläche von 95/1 beobachtet hat. Wie die vor Ort angefertigte Zeichnung zeigt, handelt es sich wahrscheinlich nicht um eine Bewehrung, sondern eher um ein epipaläolithisches Mehrzweck- Werkzeug (Bohrer, Kerbe, retuschiertes Stück).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mudpans''' werden schon 1939 von Bagnold ebenso wie das Vorhandensein prähistorischer Artefakte an diesem Ort erwähnt. Paschur und Braun bestätigen dies 1980. Die Fundstellen liegen südöstlich des Abu Ballas Hügels und südwestlich von Eastpans, der Schichtstufe folgend.&lt;br /&gt;
Da die mir zur Verfügung stehende Dokumentation nicht lückenlos war, werden lediglich die gezeichneten Bewehrungen behandelt. Im Prinzip entsprechen sie in Quantität und Qualität auch den gefundenen Stücken. Kleine, für diese Zusammenstellung aber nicht entscheidende Unterschiede, sind daher möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Trapezen und Dreiecken kommen auch rückengestumpfte Formen, Stichel, Endretuschen, gezähnte Stücke, ausgesplitterte Stücke, Bohrer vom Typ Tixier 16 und andere, und weitere Mikrolithen wie z.B. Segmente vor.&lt;br /&gt;
Eine Weiterentwicklung der Inventare ist nicht zu erkennen. Eine einzige Pfeilspitze weist Flächenretuschen auf. Es ist eine Stielspitze vom Typ I 9 mit einer rechtwinklig zur Längsachse stehenden Schwinge und einer gerundeten Schwinge vom Typ D21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gezeichnete Bewehrungen (außer Segmenten)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/56|| ca. 7000|| || H 1|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||5 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 7||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||19 x F||F 4||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 11||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-1|| ca. 6530|| 1 x H|| H 5|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||bis 5740||28 x F||F 2||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 13||7*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-9|| -|| 2 x F|| F 4|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-1|| ca. 5690|| 10 x F|| F 4|| 3*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-2|| -|| 1 x I|| I 9|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||2 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 9||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||7 x F||F 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 14||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-3|| ca. 6700|| 8 x F|| F 4|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-4|| ca. 6320|| 1 x H|| H 7|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||12 x F||F 4||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/54-1|| -|| 3 x F|| F 2|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||||| '''Total'''|||| '''99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Davon ein Exemplar mit flächigen Retuschen in der Schäftungszone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Westpans''' mit seinem Fundplatz 85/52 ist mit einem Alter von 8700 +- 190 BP das älteste epipaläolithische Vorkommen in der Abu Ballas Gegend.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt rund 50 km südwestlich von Mudpans, seine Koordinaten sind 24°7’ Nord und 27°37’ Ost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben anderen Mikrolithen wurden zwei breite, unregelmäßige Dreiecke und sechs Trapeze, deren kleine Seite eine ausgeprägte Kerbe aufweist, gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hugot beschreibt aus Algerien drei Dreiecke, deren durch Kantenretuschen zugespitztes Ende durch eine Schäftungskerbe ersetzt wurde und bezeichnet den Querschneider mit F9. Die Trapeze mit Schäftungskerbe erhalten die Bezeichnung F15.&lt;br /&gt;
Ein vom Verfasser gefundenes Trapez aus dem oberen Capsien von Bir Hameiria, Tunesien, weist ebenfalls eine Schäftungskerbe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilf Kebir==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der äußerste Südwesten Ägyptens wird durch das über 1000 m hohe Sandsteinplateau des Gilf Kebir geprägt. Die dortigen Sandsteinschichten der Jura- und Kreidezeit sind von tertiärem Vulkanismus durchbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zur Herstellung steinzeitlicher Artefakte verwandte Material ist vor allem ein quarzitischer Sandstein, der in verschiedenen metamorphen Stadien, Korngrößen, und Farben ansteht. Als weitere Materialien kommen Basalt, Quarzporphyr und im geringem Maß Quarzgerölle, also Kieselsteine und aus den tonigen und siltigen Schichten geringvolumige Chalzedone vor. Diese Chalzedone aus den buntgefärbten Ton- und Siltlinsen der Kharga Schichten bilden den bevorzugten Werkszoff der älteren holozänen Komplexe von Abu Tartur. Noch seltener sind Werkstoffe wie verkieseltes Holz und libysches Wüstenglas aus der großen Sandsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1980 arbeiten die Archäologen der Universität Köln, zunächst im Rahmen des Projekts B.O.S., später des Projekts ACACIA, im Gilf Kebir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Ausgrabungen im Wadi el Akhdar liegt eine Monographie von Werner Schön vor, im gleichen Volumen bearbeitet Erwin Cziesla den Fundplatz 80/14 (Schön 1996). Im Hinblick auf das Vorhandensein von Pfeilspitzen ist der Wadi el Akhdar als äußerst arm zu bezeichnen. Die 22 aufgelisteten Fundstellen lieferten 2494 Werkzeuge aber nur ca. 48 Bewehrungen in Form von Querschneidern, das macht ca. 2 % der Gesamtwerkzeugmenge aus. Diese dreieckigen und trapezförmigen geometrischen Formen kommen lediglich mit 41 Exemplaren auf der Fundstelle 80/14, mit fünf Exemplaren auf der Fundstelle 81/8 sowie drei relativ sicheren Stücken von der Oberfläche des Fundplatz 81/2 vor. Alle übrigen Plätze sind frei von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fehlen von Mikrolithen in vielen Inventaren, der schlechte Erhaltungszustand des Knochenmaterials und der geringe Anteil an großen, nicht verrundeten Keramikscherben lässt auf eine starke Zerstörung der Siedlungsplätze durch klimatische Einflüsse schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 80/14''' Alter : die drei Proben von Straußeneischalen ergeben ein Alter von 4210 +- 60 BP, 4300 +- 55 BP und 4500 +- 55 BP. Ein Datum von 4200 +- 1100 BP von einer Holzkohlenprobe kann wegen der hohen Standartabweichung nicht berücksichtigt werden. Von 131 Geräten sind 41 als Pfeilspitzenbewehrungen anzusprechen, das sind 31,3 %. Gezeichnet wurden 34 von 39 Dreieckspitzen, wie sie im Text bezeichnet werden, ein Trapez und eine Trapezspitze.&lt;br /&gt;
Von den gezeichneten Stücken der Tafel 1 sind 24 Exemplare Dreiecke mit geradlinigen Rändern vom Typ Tixier 89, die als Pfeilbewehrung mit F4 bezeichnet sind. Die neun Trapeze, die als Dreiecke eingeordnet sind, gehören zum Typ Tixier 83, als Pfeilspitzenwerden sie unter F10 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Dreieck weist konkave Ränder auf, der Typ ist Tixier 92 oder als Pfeilspitze F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Trapez Nr. 35 mit längerer kurzer Schneide als die neun oben erwähnten Exemplare gehört ebenfalls zum Typ Tixier 83. Durch seinen eher epipaläolithischen Charakter würde, isoliert betrachtet, ein Gebrauch als Pfeilspitze fraglich erscheinen, im Kontext mit einer Vielzahl von Querschneidern ist jedoch eine Verwendung als Bewehrung möglich. Das Trapez Nr. 40 mit einem leicht konkaven und einem geraden Rand (Tixier 86), welches in Hugots Einteilung als f16 geführt werden könnte, gehört ebenfalls zu den Querschneidern. Fünf Exemplare sind nicht gezeichnet worden, es ist anzunehmen, dass es sich um Dreieckspitzen des Typs F4 handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/8''' Holzkohlenproben ergeben ein Alter von 5430 +- 65 BP und 5940 +- 230 BP. Von den 73 Geräten oder ihren Fragmenten sind fünf Stücke oder 6,8 % als Querschneider, sowohl Dreiecke als auch Trapeze, angesprochen worden.&lt;br /&gt;
Ein eindeutiges Trapez, Nr. 23 Tafel 101, ist gezeichnet worden, es stellt eine Bewehrung vom Typ F10 dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/2''' (Oberfläche)&lt;br /&gt;
Das Alter konnte nicht ermittelt werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 88 Stücke, davon neun Mikrolithen. Letztere sind aufgegliedert in unregelmäßige Dreiecke (4 Stücke oder 4,5 %), unregelmäßige Trapeze (2 Stücke oder 2,3 %) und drei andere Stücke. Gezeichnet wurden sieben Mikrolithen bzw. Bruchstücke derselben. Bei dem Trapez Nr. 11 Tafel 66 und den Fragmenten Nr. 13 und     Nr. 14 der gleichen Tafel ist eine Nutzung als Pfeilspitzenbewehrung denkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen im Wadi el Akhdar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen-Typen&lt;br /&gt;
Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 80/14&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''41'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/2 Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 2 (+3)&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''3 (+3)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''11 (+3)'''&lt;br /&gt;
|| '''24'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''49 (+3)'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geometrischen Mikrolithen des Wadi el Akhdar sind vergleichsweise klein. Für die Exemplare des Fundplatz 80/14 schwankt die Breite zwischen 7 und 16 mm.&lt;br /&gt;
Die Durchschnittsbreite beträgt 9 mm, die Durchschnittshöhe 10 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wadi Bakht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wadi Bakht liegt ca. 40 km östlich des Wadi el Akhdar und weist gleiche geologische und morphologische Strukturen auf wie letzteres. Trotz ähnlich intensiver Untersuchungen liegt hier keine vergleichbare Veröffentlichung wie für das Wadi el Akhdar (Schön 1996) vor. Beispielhaft seien einige der Wadi Bakht Fundplätze, hier in Bezug auf das Vorkommen von Bewehrungen, vorgestellt. Die Typologien wurden hauptsächlich von Bettina Petrick und Jörg Linstädter zusammengestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/11'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 3,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 41&lt;br /&gt;
|| 15,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 52&lt;br /&gt;
|| 19,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 7,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 7,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 96&lt;br /&gt;
|| 36,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''261'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Mikrolithen befinden sich acht Dreiecke, unter anderem Tix 89, 90 und 95 und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
Die entsprechenden Pfeilbewehrungen werden mit F4 (fünf Stücke) und eventuell mit H7 (fünf Stücke) bezeichnet. Drei Dreiecke sind langschmal ausgebildet und werden hier nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 1''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 2,10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 56&lt;br /&gt;
|| 16,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 68&lt;br /&gt;
|| 20,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 31&lt;br /&gt;
|| 9,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 3,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 114&lt;br /&gt;
|| 34,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 6,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''333'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 68 Mikrolithen sind neun Dreiecke und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen, vier der Dreiecke können als Pfeilbewehrungen vom Typ F4 angesprochen werden, die kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen eventuell unter H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 2''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 2,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 9,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 224&lt;br /&gt;
|| 43,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 84&lt;br /&gt;
|| 16,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 2,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 79&lt;br /&gt;
|| 15,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 6,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''519'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs der 22 Dreiecke unter den Mikrolithen können als Bewehrungen für Pfeilspitzen angesprochen werden und zwar F4 (5 Stücke) und F13 (1 Stück). Die zwölf kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen möglicherweise in die Gruppe H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 1''' - Alter ca. 6060 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 116&lt;br /&gt;
|| 23,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 91&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 4,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 99&lt;br /&gt;
|| 20,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 38&lt;br /&gt;
|| 7,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 59&lt;br /&gt;
|| 12,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 3,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''489'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den insgesamt 228 Trapezen und Dreiecken, die 46,62 % des Inventars ausmachen, sind 18 Dreiecke und 23 Trapeze gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
Die Dreieckbewehrungen setzen sich aus den Typen F4, F12, F13 und F14 zusammen, die Trapeze sind mit den Gruppen F10, F16 und F12 vertreten.&lt;br /&gt;
Sowohl streng symmetrische als auch asymmetrische Formen sind zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 2'''- Alter ca. 6640 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 17,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 5,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 28,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 3,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''139'''&lt;br /&gt;
|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Platz enthält außer den Segmenten lediglich vier Trapeze und sieben Dreiecke, zehn Stücke wurden gezeichnet. Der Anteil der Querschneider am Gesamtinventar beträgt 7,92 %. Die Bewehrungen fallen in die Gruppen F16, F10, F12 für die Trapeze und F4 und F14 für die Dreiecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/10'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer (Tixier 16)&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,35&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
und Abschläge&lt;br /&gt;
|| 58&lt;br /&gt;
|| 27,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,96&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 11,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 20,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 9,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''213'''&lt;br /&gt;
|| '''100,08'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 58 Trapezen und Dreiecken, welche 27,23 % des Inventars ausmachen, können sämtliche Stücke als Bewehrungen angesehen werden, sie gehören den Tixier Gruppen 83, 85 – 89 und 92 an. Gezeichnet wurden sieben Dreiecke der Typen F4 und F14 sowie vierzehn Trapeze der Gruppen F13 und F16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Querschneider Typen im Wadi Bakht'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14 &lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/10&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| '''58'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/11&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 1&lt;br /&gt;
|| 187&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''228'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| - &lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| '''11'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''225'''&lt;br /&gt;
|| '''18'''&lt;br /&gt;
|| '''29'''&lt;br /&gt;
|| '''9'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''312'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Maya von Czerniewiez bearbeiteten Fundplätze 82/15 (Alter 5070 +- 60 BP und 5180 +- 60 BP) und 82/24 (Alter 4920 +- 60 BP und 5090 +- 60 BP) enthielten keinerlei Pfeilspitzen- Bewehrungen. Dennoch weist das Wadi Bakht wesentlich mehr Mikrolithen, die als Bewehrungen gedient haben könnten, auf als das Wadi el Akhdar. Diese Tatsache kann ein Anzeichen für bessere Erhaltungsbedingungen der Fundstellen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für beide von den Archäologen der Universität Köln intensiv untersuchten Wadis aber auch für das Gilf Vorland und das Plateau und wahrscheinlich ebenfalls für die große Zahl der nicht behandelten Wadis gilt folgendes : Die relativ zum Gesamtinventar geringe Anzahl von Pfeilspitzen- Bewehrungen setzt sich fast ausnahmslos aus Querschneidern in Dreieck- und Trapezform zusammen (Tafel Ä24, Ä25).&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden die älteren dreieckigen Mikrospitzen, welche schon an die kantenretuschierten Dreieckspitzen erinnern, wie sie im mittleren Neolithikum in Nabta, Bir Kiseiba und Abu Tartur üblich waren (Tafel Ä26).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf eine Stielspitze vom Wadi Sora sind flächenretuschierte Pfeilspitzen aus dem Gilf Kebir nicht beobachtet worden. Das hat zum einen sicherlich kulturelle Gründe aber es sollte nicht vergessen werden, dass der in seiner Struktur nicht homogene, verfestigte Sandstein, aus dem die meisten Artefakte hergestellt worden sind, sich nicht für Flächenretuschen anbietet. Die in der Gesteinsmasse einzementierten Quarzkörner stellen einer Druckretusche zuviel Widerstand entgegen. Es gibt im Gilf Beispiele für flächige Retuschen aus dem Paläolithikum aber bei diesen Artefakten handelt es sich um großvolumige Kernwerkzeuge und nicht um aus Klingen oder Lamellen hergestellte Kleinwerkzeuge. Außerdem sind die paläolithischen Retuschen geschlagen und nicht gedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant, bezüglich der Pfeilspitzen, ist die fehlende Weiterentwicklung während der großen Zeitspanne vom Epipaläolithikum bis zum jüngsten Spätneolithikum, wenn davon abgesehen wird, dass die Bewehrungen während der prädynastischen Phasen teilweise kleiner werden und häufig asymmetrische Formen zeigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Frühen holozänen Besiedlungszeit ist ein Trapez mit gekerbter, kleiner Schneide bekannt, ähnliche Stücke wurden in Westpans und Regenfeld gefunden. Die bis dahin unbekannte Bewehrungsart erhielt die Bezeichnung F15, sie ist zu vergleichen mit F9, einem querschneidigem Dreieck mit Schäftungskerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Minqar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Weg zwischen den Dakhla Oasen und Farafra liegt hart am Rande der großen Sandsee die kleine Oase Abu Minqar. Im Rahmen des B.O.S. Programms der Universität Köln wurde zu Beginn der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts das Gebiet auf prähistorische, holozäne Siedlungsplätze untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf Pfeilspitzen stellen sich die Fundplätze wie folgt dar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-1 weist zwei recht unterschiedliche C14- Daten auf, einmal 7890 BP und ein älteres von ca. 8620 BP. Neben kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen der Gruppen C1 und C4 und gestielten, kantenretuschierten Exemplaren der Typen H5 und H12 kommen gekerbte und retuschierte Stücke (Tix 74 bis 77 und Tix 105) vor. Ein Besonderer Fund ist ein langgestrecktes Artefakt mit dreieckigem Querschnitt. Das über 140mm lange Stück ist vollständig flächenretuschiert, die Dicke von rund 6mm im medialen Bereich verringert sich zu den bohrerartig ausgebildeten Enden hin. Der Verwendungszweck bleibt rätselhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-2 liefert ebenfalls kleine, einseitig flächig retuschierte Blattspitzen. Es sind die Typen C1, C3, C4 und C6. Daneben gibt es eine gestielte, flächenretuschierte Pfeilspitze der Gruppe D3 und kantenretuschierte Bewehrungen der Typen H4 und H7 sowie Querschneider der Typen F4 und F13. Rückenstumpfungen und langschmale Dreiecke gehören ebenfalls zum Inventar von 81/55-2. Die C14- Daten reichen von 7100 BP über 6390, 6100 bis 4500 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-3 weist vor allem Querschneider auf und zwar der Gruppen F16, F4 und F13. Daneben kommen auch wieder die kleinen, teilweise flächenretuschierten Blattspitzen aber auch vollflächig retuschierte Exemplare vor.&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 6520 BP angegeben. Weitere typische Artefakte sind retuschierte Stücke (Tix 105), Rückenstumpfungen und Bohrer vom Typ Tix 16 (mèche de foret) sowie basisretuschierte Lamellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-5, dessen Alter mit 7260 BP angegeben ist, produzierte sieben Blattspitzen sowohl ganzflächig als auch teilflächig retuschiert. Daneben finden sich zwei Querschneider, drei H5- Stielspitzen und eine teilflächig retuschierte Hybridspitze vom Typ D44, welche den Übergang von der Blatt- zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den im Gebiet aufgelesenen Streufunden gehört neben Blattspitzen der Gruppen C1, C3, C4 und C11 auch eine große, beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 mit geradlinigen bis leicht gewellten Rändern. Der außergewöhnlich breite Stiel wird von konvexen Linien begrenzt und läuft in einer Spitze aus. Das Gewicht des Stückes ist nicht bekannt, aber da die Dicke in der Mitte des Exemplars bereits 10mm beträgt, dürfte es über 20g wiegen und damit eher zu den Stoß- und Wurfspießen gehören. Außerdem ist der Stiel so breit, dass eine Pfeilschäftung nur schwer vorstellbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Pfeilspitzen in Abu Minqar (Lobo)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| C&lt;br /&gt;
|| D3&lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14&lt;br /&gt;
|| H4&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|| H7&lt;br /&gt;
|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Streufunde&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''16'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''25'''&lt;br /&gt;
|| '''46'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen der verschiedensten Pfeilspitzen- Typen, die über weite Zeiträume gespannten Altersangaben und die neben den Bewehrungen gefundenen typischen, vielfach rückengestumpften Artefakte lassen eine so starke Durchmischung des Fundgutes vermuten, dass eine Altersbestimmung von Pfeilspitzengruppen in diesem Falle problematisch wäre. Sämtliche 123 in „Lobo“ gefundene Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (B.O.S.- Archiv, persönliche Mitteilung Frank Klees).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Weitere Fundplätze außerhalb des Komplexes „Lobo“ sind in folgender Grafik vorgestellt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| A1&lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| E1&lt;br /&gt;
|| E2&lt;br /&gt;
|| F2&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/16&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/17-1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/24&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/21&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/28-8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/27&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''7'''&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Blattspitzen sind die Typen C3 und C11 einseitig flächenretuschiert, das proximale Ende ist häufig auf beiden Seiten modifiziert. Von den C1- Spitzen sind zwei Stücke teilretuschiert.&lt;br /&gt;
Das Alter dieser Bewehrungen liegt, wie auch das der schlanken A1- Spitze, zwischen ca. 6500 BP und 6100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zum Gebrauch des Begriffs „Holozän“.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur in der deutschen Fachliteratur hat sich in Bezug auf das Holozän die Unsitte eingeschlichen, nicht abgeschlossene Zeiträume in Phasen einzuteilen. Diese kleine Anmerkung möge dazu dienen diese Praxis in Frage zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holozän ist ein Terminus aus der historischen Geologie oder Stratigraphie. Das Holozän, früher auch Alluvium genannt, ist die jüngste Stufe der Quatärformation. Es schließt sich an das Pleistozän oder Dilluvium an. Letzteres ist eine abgeschlossene Stufe, welche zwischen dem Pliozän, der jüngsten Erscheinung des Tertiärs, und dem Holozän, der Jetztzeit, angesiedelt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also möglich Begriffe wie frühes, mittleres und spätes Pleistozän zu bilden.&lt;br /&gt;
Anders verhält es sich mit dem Holozän, welches erst vor 10.000 – 12.000 Jahren begann und von dem wir nicht wissen wie lange es dauern wird. Möglicherweise ist es eine zukünftige Eiszeit, welche dieses Erdzeitalter beenden wird. Geologische Zeiträume, und Holozän ist ein solcher, sind im Gegensatz zu historischen, auch ur- und frühgeschichtlichen unvergleichlich groß, Millionen Jahre sind kurze Zeitspannen in der Geologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allenfalls kann also von einem frühen Holozän gesprochen werden, wenn die Zeit, die unmittelbar auf  das Pleistozän folgt, gemeint ist. Gänzlich inkorrekt hingegen sind Wendungen wie mittleres oder spätes Holozän.&lt;br /&gt;
Denkbar wären Formulierungen wie „spätsteinzeitliche Holozänphase“ oder „mittelsteinzeitliche holozäne Feuchtphase“, das sind zwar unförmige Wortgebilde, sie haben aber den Vorteil logisch zu sein. Außerdem vermeiden sie ebenfalls ungeliebte und mit unpraktischen Definitionsansätzen versehene Begriffe wie Neolithikum, Mesolithikum usw..&lt;br /&gt;
Läge die Steinzeit im späten Holozän, wo wären dann Bronze- und Eisenzeit oder gar das Atomzeitalter angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zehnjähriges Kind mit einer statistischen Lebenserwartung von 80 Jahren beschreibt seinen Lebensweg in der Art : „In der Frühphase meines Lebens verbrachte ich meine Zeit hauptsächlich mit Spielen. Dann in der mittleren Lebensphase ging ich in die Grundschule und letztlich, in der Spätphase meines Lebens, wurde ich in die Sexta des hiesigen Gymnasiums aufgenommen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Beispiel zeigt, dass offene Zeiträume nicht in Früh-, Mittel- und Spätphasen aufgeteilt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Große, gekehlte Dreieckspitzen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden sollen die Pfeilspitzen der Wüstenfundplätze Fayum, Abu Tartur und Kharga untereinander und mit den Bewehrungen der zwei Niltalvorkommen von Merimde und Badari verglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst gilt es das zeitliche Auftreten der gekehlten Dreieckspitzen in den einzelnen Siedlungsräumen zu klären. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum A wird unterteilt in das ältere Fayumian von 6075 BP bis 5540 BP und das jüngere Moerian von 5410 BP bis 5010 BP.&lt;br /&gt;
( Ginter et al. 1982; Ginter und Kozlowski 1983, 1984, 1986; Dagnan - Ginter et al. 1984; Kozlowski und Ginter 1989 ). Für die gleiche Kultur gibt F. Wendorf 1980 Altersstellungen von 6391 BP, 6064 BP, 5810 BP und 5160 BP an. Ausgehend von der Annahme, dass sämtliche C14 Analysen korrekt durchgeführt worden sind, kann das Fayum A in den Zeitraum von 6391 BP bis 5010 BP gestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde wird bei von den Driesch und Boessneck 1985 zwischen 5440 BP und 5010 BP datiert. Breunig gibt 1987 für die untere Merimdeschicht Alter von 3940 BP und 5840 BP an. Die Angaben von Derricourt 1971 liegen zwischen 4690 BP und 6250 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die problematische zeitliche Einordnung der Oberflächenfunde von Abu Tartur könnte mit Einschränkungen auf vier C14- Daten basiert werden.&lt;br /&gt;
Das Exemplar Nr. 12 der Tafel Ä2 wurde als einzige gekehlte Dreieckspitze auf dem Fundplatz 1004/83 aufgesammelt. Das Alter des Fundplatzes ist auf 7590 +- 75 BP datiert. Unter anderem führt dieser Komplex auch erste, recht primitiv gestaltete side-blow-flakes. &lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 mit einem Alter von 7145 +- 40 BP weist vier gekehlte Dreieckspitzen auf und 1024/82, der auf 6620 +- 40 BP datiert ist, drei dieser Exemplare. Eine weitere Datierung mit sieben dreieckigen Großspitzen stammt vom Fundplatz 1005/83 und beträgt  6420 +- 60 BP. &lt;br /&gt;
Andere Fundplätze mit häufigem Auftreten dieser Pfeilspitzengruppe konnten bisher noch nicht datiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vielzahl der unterschiedlichsten Datierungen der Fundplätze am Westende der Ausläufer des Abu Tartur Massivs, besonders site 228 und die mögliche Vermischung der Inventare in dieser Zone erlauben keine eindeutige zeitliche Zuweisung der Dreieckspitzen der Dakhla Oasen. Ähnliches gilt für andere einzelne Oberflächenfunde in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der frühesten Daten des Fayum A ( 6391 BP ) und Merimdes ( 6250 BP ), Fundstellen, die sich wie auch Abu Tartur durch statistisch auswertbare Mengen von großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle auszeichnen, ergibt ein Bild, welches die gehäufte, Präsenz dieser Bewehrungsart auf den oben genannten Plätzen ab der Mitte des 7. Jahrtausend vor heute suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur begann die Entwicklung etwa tausend Jahre früher ( 7590 BP ). Ein Ansteigen der Häufigkeit belegen die Stationen 7145 BP und 6620 BP. Die größten Mengen treten in Abu Tartur um 6420 BP auf, kurz vor dem ersten Erscheinen dieses Pfeilspitzentyps im Fayum und in Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielhaft für das Fayum sind die tief ausgekehlten Spitzflügelgeschosse der Gruppe A25, die noch durch zwei gezähnte Exemplare des Typs A26 ergänzt werden. Andere Dreieckspitzen verschiedenster Basisgestaltung sind A1 mit geradliniger Basis, A17 und A18 mit einer durch zwei schräg verlaufende gerade Linien gebildeten Basis oder einer konvexen Basis und die Stücke mit zentraler Kehle mit allen möglichen runden und eckigen Ausgestaltungen der Schwingenenden als da sind A2, A13, A27 u.s.w.&lt;br /&gt;
Die in Abu Tartur gefundenen Exemplare zeichnen sich häufig durch eine gewisse Asymmetrie, vor allem die Schwingenenden betreffend, aus ( z.B. Tafel Ä3, 2, 3, 5, 6, 8 und 11 ). Dieses Merkmal wird weder im Fayum noch in Merimde oder Badari angetroffen. Auch das Ansteigen des häufig spachtelförmigen Schwingenendes zum Kehlentiefsten hin ist typisch für Abu Tartur ( z.B. [[Tafel Ä 4A]], 1, 6, 9 und 16 ). Bis auf ein Exemplar der Gruppe A26 kommen Spitzflügelgeschosse im Einzugsgebiet von Abu Tartur nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Merimdespitze“ vom Fundplatz Merimde beni Salam ist eine symmetrisch geformte Dreieckspitze mit geradlinigen bis schwach konvexen Rändern. Die Basis ist mit einer zentralen Kehle ausgestattet, die Schwingenenden verlaufen häufig rechtwinklig zum Rand und sind nach außen leicht abgerundet. Sie entsprechen dem Typ A27 und kommen ebenfalls in geringer Anzahl in Abu Tartur vor. ( Tafel Ä4, 4 ; Tafel Ä2, 2 ). Die feinen morphologischen Unterschiede innerhalb der Gruppe sind von J. Eiwanger beschrieben. Außer den „Merimdespitzen“ kommen in den oberen Schichten und vor allem an der Oberfläche auch die jüngeren Spitzflügelgeschosse, ähnlich denen aus dem Fayum, vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der Bewehrungen der wesentlich jüngeren Badarikultur ( 5560 BP – 5030 BP Hassan 1985 ) sind Spitzflügelgeschosse vom Typ A25 aber auch A2, A26 und A28 kommen noch vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die elf von G. Caton-Thompson in Kharga gefundenen großen Pfeilspitzen mit teils eckigen, teils gerundeten Schwingen sowie die drei von M. Mc Donald erwähnten ausgekehlten Dreieckspitzen östlich von Dakhla können den Typen von Abu Tartur zugesellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die ägyptischen Fundgebiete im Vergleich.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenfassung der Pfeilspitzen Indizes sowie ihre grafische Darstellung sollten ursprünglich nur die Verschiedenheit oder Gleichheit einzelner Kulturen dokumentieren. Unvermischte Inventare ergeben gleichartige Grafiken bei gleicher Kultur, eine andersartige Kultur ergibt eine abweichende Grafik. Auf ähnliche Art können auch Gesamtinventare miteinander verglichen werden.&lt;br /&gt;
Trotz aller Kritik an dieser „französischen Methode“ haben ihre Kritiker bislang nichts anzubieten was effektiver wäre. Es wird lediglich versucht einfache Methoden durch aufwändige Arbeitsweisen zu ersetzen.&lt;br /&gt;
Die hier vorgestellten Grafiken haben in den meisten Fällen gemischte Inventare als Grundlage, dennoch sind sie äußerst informativ, denn sie zeigen die zeitliche und materielle Entwicklung der einzelnen Populationen auf und sie erlauben Vergleiche mit anderen Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersicht 1. - 6. sind Fundkomplexe der postulierten Gunstzone. Übersicht 7. - 11. sind Fundkomplexe außerhalb der postulierten Gunstzone. Übersicht 12. - 13. sind Sonderfälle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Kharga'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 7,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 259&lt;br /&gt;
|| 29,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 341&lt;br /&gt;
|| 39,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 203&lt;br /&gt;
|| 23,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''869'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 122&lt;br /&gt;
|| 3,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 1466&lt;br /&gt;
|| 45,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 597&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 1023&lt;br /&gt;
|| 31,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''3208'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Djara 90/1'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 28,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 53&lt;br /&gt;
|| 35,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''150'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Abu Minquar'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 51&lt;br /&gt;
|| 29,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 117&lt;br /&gt;
|| 67,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''173'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Dakhla'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 57&lt;br /&gt;
|| 38,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 14,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 65&lt;br /&gt;
|| 43,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''148'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6. Djara 98/20'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''55'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7. Mudpans'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 98&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''98'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8. Gilf Kebir'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 346&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''346'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9. Sandsee (Glasregion)'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| ca. 50&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''ca. 50'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10. Kiseiba'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 152&lt;br /&gt;
|| 96,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''157'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11. Nabta'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 3,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 2,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 350&lt;br /&gt;
|| 93,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''375'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12. Merimde'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 61&lt;br /&gt;
|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''66'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13. Fayum'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 272&lt;br /&gt;
|| 31,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 228&lt;br /&gt;
|| 26,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 357&lt;br /&gt;
|| 41,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''857'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Tartur - Verteilung der Pfeilspitzenfamilien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3a&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 9120 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7590 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7145 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6620 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6420 BP&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0002 / 84'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0006 - 0007 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1004 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1017 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1023 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1024 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1005 / 83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| 1,48|| I|| 3,39|| I|| 3,02|| I|| 5,33|| I|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||1,57||II||14,08||II||17,78||II||48,59||II||52,61||II||72,78||II||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||0,52||III||9,86||III||4,44||III||7,91||III||18,57||III||11,83||III||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||97,91||IV||76,06||IV||76,30||IV||40,11||IV||25,80||IV||10,06||IV||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kharga'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 90 / 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Dakhla'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Minqar'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 98 / 20'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 7,60|| I|| 3,80|| I|| 2,67|| I|| 2,70|| I|| 1,73|| I|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29,80||II||45,70||II||33,33||II||38,51||II||29,48||II||7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||39,24||III||18,61||III||28,67||III||14,87||III||1,16||III||20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||23,36||IV||31,89||IV||35,33||IV||43,92||IV||67,63||IV||72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Mudpans'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Gilf kebir'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Glasregion''' &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kiseiba'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Nabta'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Fayum'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Merimde'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| -|| I|| 0,64|| I|| 1,33|| I|| 31,74|| I|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||-||II||-||II||-||II||1,27||II||3,20||II||26,60||II||-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||-||III||-||III||-||III||1,27||III||2,13||III||41,66||III||3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||100||IV||100||IV||100||IV||96,82||IV||93,33||IV||-||IV||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alter bestimmter Pfeilspitzenformen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wird die Frage nach dem Alter bestimmter Pfeilspitzenformen gestellt. Um eine zufriedenstellende Antwort geben zu können, werden möglichst große Mengen Bewehrungen mit ausreichenden Altersbestimmungen durch C14 Analysen benötigt.&lt;br /&gt;
Im besprochenem Raum stellt sich die Faktenlage so dar, dass nur ein geringer Anteil der älteren Inventare, von vor 9000 BP bis etwa 7600 BP, in direktem Zusammenhang mit C14 Werten steht. Oft ist die Anzahl der an einer datierten Stelle aufgefundenen Pfeilspitzen klein oder aber eine zeitliche Zuweisung größerer Mengen eines Fundplatzes ist lediglich auf indirektem Wege, durch Vergleiche mit ähnlichen Vorkommen, deren Alter bekannt ist, möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die jüngeren Fundplätze von ca. 7600 bis ca. 6400 ist die Situation günstiger, da hier Datierungen mit größeren Mengen zusammenfallen, dieses gilt leider nur für Abu Tartur, dürfte aber ausreichen, um allgemeine Strömungen bei der Formgebung von Pfeilspitzen kenntlich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' zeigt die Entwicklung von vor 9120 BP bis 6900 BP ohne Wichtung der Menge. Jeder direkt datierte Pfeilspitzenfundplatz ist in dem Diagramm eingezeichnet so z.B. 0002/84 mit 180 Querschneidern aber lediglich zwei Ounan-Harif Spitzen vom Typ H14 ( Tafel Ä35 – 12 und 13 ) und fünf weiteren H- Spitzen. Schon im Frühholozän wurde mit neuen Formen und Techniken experimentiert wie die einseitig flächenretuschierte D1- Spitze ( Tafel Ä12 – 6 ) und die gestielte Hybridspitze ( Tafel 35 – 14 ) zeigen. Experimente sind im Diagramm durch einen Asterix gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_7.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_8.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den '''Nabta-Fundplatz E-77-3''' liegt eine Datierung vor und eine solide Menge von 28 Ounan-Harif Spitzen und 25 querschneidigen Bewehrungen. Gegenüber der knapp 300 Jahre älteren Fundstelle 0002/84 mit einem Ounan-Harif Anteil von ca. 1 % übersteigt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen mit 52,83 % die Menge der Querschneider, die es auf  47,17 % bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dakhla treten ähnliche Querschneider wie in Abu Tartur und größere Mengen von Ounan-Harif Spitzen, hauptsächlich vom Typ H19, auf. Leider sind die Mengen- und Typenangaben für eine Auswertung nicht präzise genug, ferner fehlen exakte, auf  Inventare bezogene Altersangaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Minqar 81/55-1''' weist um 8620 BP keine Ounan-Harif Spitzen aber erste Ounan- oder ounanähnliche Spitzen auf. Die Menge, fünf Exemplare, ist aber zu gering, um aussagekräftig zu sein. Ein weiteres Datum von 7890 BP könnte im Zusammenhang mit kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen gesehen werden. Aber auch hier ist die Menge ( drei Stücke ) zu gering und das auch noch in einem Fundkontext, welcher unübersichtlich und gestört erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den indirekt datierten Fundplätzen '''E-80-2 und E-80-1-A''' sind insgesamt 80 Ounan-Harif Spitzen und 22 querschneidige Mikrolithen bekannt. Diese größte Menge von in Ägypten gefundenen Ounan-Harif Spitzen sollte in der Betrachtung der Entwicklung der Pfeilspitzentypen nicht fehlen. Das Inventar ist daher in das Diagramm Fig. 7 aufgenommen und arbiträrerweise bei 8500 BP eingetragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wahl entbehrt nicht ganz der Logik, da das Verhältnis von Ounanspitzen zu Mikrolithen mit der Zeit ansteigt. Während 0002/84 nur 1,10 % Ounan-Harif Spitzen aufweist, steigt der Anteil auf 52,83 % für E-77-3, auf 62,00 % für Dakhla, auf 78,43 % für  E-80-2 und E-80-1-A. Nach 8500 BP sinkt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen und die Querschneider laufen in der behandelten Zone aus. Ounanspitzen vom Typ H12 und ähnliche wie H13 und H5 werden zahlreicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf 8290 +- 80 BP datierte Nabta Fundplatz '''E-75-6''' Epipal, weist keine Ounan-Harif Spitzen mehr auf, dafür aber immer noch mikrolithische Bewehrungen und Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
Dahingegen werden nur geringfügig später ( 8219 +- 73 BP ) auf dem Fundplatz Gara 75/27 in den Siwa Oasen weiterhin Ounan-Harif Spitzen produziert und Versuche mit flächenretuschierten Stielspitzen angestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Ounan-Harif Spitzen wie im äußersten Nordwesten der westlichen Wüste Ägyptens werden zur gleichen Zeit ( 8210 +- 70 BP ) im Südosten in Bir Kiseiba auf dem Fundplatz  E-79-1 hergestellt. Die letzten Ounan-Harif Spitzen erscheinen zwischen 8100 BP und 8020 BP auf den Fundplätzen E-80-3 und E-80-1-C. Der auf 8130 BP datierte Fundplatz E-79-2 führt schon Ounanspitzen, die jüngeren hier gemessenen Daten dürften sich auf  eine Bou Saada Spitze ( H7 ) beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1-C''' von F. Wendorf in die El Jerar Phase von Nabta Playa gestellt, weist zwei Ounanspitzen mit einem Alter von 7850 +- BP auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-79-2''' hatte acht Ounanspitzen um 8130 BP hervorgebracht, zwei jüngere Daten 7780 +- 130 BP und 7610 +- 70 BP könnten im Zusammenhang mit einer Bou Saada Spitze stehen, wie schon weiter oben ausgeführt wurde. Das jüngere Datum ist wahrscheinlicher, das ältere läge rund 200 Jahre vor dem Erscheinen der frühesten kantenretuschierten Dreieckspitzen der Typen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch zwei Holzkohlenproben von verschiedenen Herdstellen datierte Fundstelle '''1072/86''' hat ein Alter von 7670 +- 50 BP respektiverweise von 7645 +- 35 BP. Hier kann von einer intakten Fundschicht mit in situ Material ausgegangen werden. Es wurden 37 Spitzen der Typen H12, H13 und H5 gefunden, also Ounanspitzen und ounanähnliche Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um so erstaunlicher ist die Pfeilspitzen Vielfalt des auf 7590 +- 75 BP datierten Fundplatzes '''1004/83''', der neben 47 Spitzen der Gruppen H12, H13 und H5 eine Menge von 15 kantenretuschierten Blattspitzen, zwei flächenretuschierten Dreieckspitzen der Typen A1 und A2, 29 Blattspitzen der Typen C1, C2, C3, C6 und C10 und sechs Stielspitzen der Typen D1, D2 und D3 hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast gleichzeitig ist der mit 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP datierte Fundplatz Djara 90/1-2, welcher ebenfalls flächenretuschierte Blatt- und Stielspitzen führt. Die Nabta Fundplätze E-77-5 Neolith. ( 7530 +- 180 BP ) und E-91-1-C ( 7536 +- 110 BP ) führen zu dieser Zeit noch Ounanspitzen und kantenretuschierte Blattspitzen. Unsicher ist eine H7 Spitze, ein einzelnes Trapez taucht wieder auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 7360 +- 200 BP werden vom Kiseiba Fundplatz E-79-7 zwei kantenretuschierte Dreieckspitzen des Typs H8 gemeldet, um 7170 +- 80 BP steigt die Anzahl der H7 und H8 Spitzen auf Fundplatz E-79-6 auf 19 Exemplare. Ebenfalls wird eine große, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze mit zentraler Kehle des Typs A2 gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit, 7145 +- 40 BP, wird auf dem Fundplatz Abu Tartur 1017/82 eine Menge von 178 Pfeilspitzen gezählt darunter 60 Ounan- und ähnliche Spitzen, zehn kantenretuschierte Blattspitzen und von den flächenretuschierten Stücken vier Dreieck-, 86 Blatt- und 14 Stielspitzen. Der Fundplatz ist gemischt und die kantenretuschierten Exemplare dürften älter sein, was durch weitere Datierungen zu klären wäre. Kantenretuschierte Dreieckspitzen wurden nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Nabta Fundplatz E-75-8 lower, welcher 41 Pfeilspitzen der Typen H7 und H8 produzierte schwanken die Altersangaben zwischen 7100 BP und 6700 BP. Das ältere Datum scheint für die „Nabtaspitzen“ wahrscheinlicher zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der in der ägyptischen Sahara, also in der westlichen oder libyschen und in der östlichen oder arabischen Wüste gefundenen und wissenschaftlich bearbeiteten Pfeilspitzen liegt bei über 7000 Stücken. Die im diesem Bericht berücksichtigten Bewehrungen erreichen eine Zahl von rund 6800 Exemplaren. Zwei Drittel dieser Menge kommen aus einem breiten Streifen um den 26. nördlichen Breitengrad, einer Region, die wie ich meine sowohl Sommerregen aus Süden als auch den noch wichtigeren Winterregen aus Norden regelmäßig erwarten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch die Landschaftsform reicht die Kernzone der Pfeilspitzenhäufigkeit von Abu Minqar im Westen über Dakhla bis nach Kharga im Osten. Nördlich dieser Linie sind Farafra und Djara sowie Abu Gerara, das nördliche und westliche Abu Tartur Plateau, die geologischen Senken nördlich von Abu Tartur sowie das Gelände nördlich der Kharga Oasen zu nennen, wobei große Gebiete bis heute noch nicht auf prähistorische Vorkommen untersucht worden sind. Südlich der Linie liegen die Eastpans. Das Auffinden weiterer Fundplätze bis zum Breitengrad 25° Nord ist möglich, die Aussicht auf Erfolg ist wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem libyschen Kalksteinplateau und an seinem Fuße konnte auf ausgezeichnetes Rohmaterial zur Herstellung von Werkzeugen zurückgegriffen werden. Einmal auf Jaspis- und Chalzedonknollen aus den Tonlinsen der Khargaschichten, zum anderen auf eozäne Hornsteine, deren Ausbildung von kugelig bis plattig reicht. Es gibt weitere Gesteine, die als Ausgangsmaterial herangezogen worden sind, wie Sandstein, Kalkstein, verkieseltes Holz, Quarz und andere, ihre Verbreitung ist jedoch gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie Fig. 3''' zeigt ähneln sich die Diagramme der einzelnen Fundzonen. Sämtliche Pfeilspitzen- Grundformen wie die flächenretuschierten Dreieck-, Blatt- und Stielspitzen sind neben den kantenretuschierten Exemplaren vorhanden. Bis etwa 7500 BP sind Flächenretuschen die große Ausnahme obwohl mit dieser Technik experimentiert wurde. Nach ca. 7000 BP setzen sich die Flächenretuschen durch, Kantenretuschen werden seltener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Grafik zeigt das Indiz IV den Anteil der kantenretuschierten Pfeilspitzen und damit den Anteil älterer Besiedlungsphasen an. &lt;br /&gt;
Diese älteren Pfeilspitzen weisen ein großes Spektrum an Formen auf, es reicht von Ounan- Harif- Spitzen ( H 14, H2, H19 u.a. ) mit den verschieden gestalteten Schäftungszonen über Ounanspitzen ( H12 ), gestielten H5- Spitzen, Dreiecksformen ( H7, H8, H9, H18 ) und Blattspitzen ( H1, H4, H10, H11 ) bis zu Querschneidern ( F2 – F22 ), von denen die frühesten schon vor 9000 BP auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Größenordnung und Verteilung der Indize der flächenretuschierten Bewehrungen wird wahrscheinlich durch kulturelle Präferenzen bestimmt. So ist für die Khargaregion die Stielspitze wichtig. Da nahegelegene Abu Tartur und die Dakhla Oasen führen prozentual die meisten Blattspitzen während das Verhältnis von Blatt- zu Stielspitzen in Djara ausgeglichen erscheint. Diese Aussagen sind sehr verlässlich, da sie große Mengen als Basis aufweisen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger großen Inventaren genügt ein kleiner Eingriff, um das Gesamtbild zu ändern und eventuell zu verfälschen, so fehlen in Abu Minqar bis auf zwei Stücke die Stielspitzen. Gesetzt den Fall ein „Sammler“ hätte vor der wissenschaftlichen Untersuchung durch F. Klees rund 20 D- Spitzen, weil sie so „schön“ waren, entnommen, so wäre eine Erklärung für das Balkendiagramm gefunden. Zerstörung durch Deflation und kulturelle Verschiedenheit sind natürlich ebenfalls im Bereich des Möglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 4''' zeigt die Zusammensetzung der Pfeilspitzentypen von Fundstellen außerhalb des postulierten Gunstraums südlich und nördlich der Achse Abu Minqar – Kharga. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mudpans, die Glasregion in der großen Sandsee und die Fundstellen im Gilf Kebir weisen ausschließlich kantenretuschierte Werkzeuge auf und zwar von den ältesten bis zu den jüngsten Fundstellen. Über tausende von Jahren war der Querschneider die einzige bekannte Bewehrung im südwestlichen Teil der libyschen Wüste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den dort lebenden Gesellschaften fehlte die sonst für das Neolithikum so charakteristische Dynamik, die sich in Innovation und Vielfalt dokumentierte. Ganz ähnlich scheinen die Grafiken von Kiseiba und Nabta angelegt zu sein aber die Ähnlichkeit ist nur äußerlich. In diesen Gebieten wurden bevorzugt die älteren holozänen Fundstellen bearbeitet, was sich in dem hohen Anteil an kantenretuschierten Pfeilspitzen niederschlägt. Hier jedoch findet sich die bunte Mischung aus Stiel- Dreieck- und Blattspitzen neben den Querschneidern wieder, wie es in der Gegend um den 25. Breitengrad Nord der Fall war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigen bearbeiteten jüngeren Fundplätze weisen, wenn auch in geringer Anzahl, sämtliche Ausbildungstypen flächenretuschierter Pfeilspitzen auf. Gemeinsamkeiten zwischen dem Südostteil der westlichen Wüste und ihrer Südwest- Ecke sind nicht festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss des Feuerstein liefernden Kalksteinplateaus im Norden Nabtas und im Nordosten Kiseibas darf nicht unterschätzt werden, gab er doch den hier lebenden Populationen einen materiellen und daraus resultierend auch einen technologischen Vorteil gegenüber den im nubischen Sandstein siedelnden Gruppen, deren Rohmaterial hauptsächlich aus verhärtetem Sandstein bestand, der wie schon weiter oben angedeutet nicht das ideale Material für eine Bearbeitung mittels Flächenretuschen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum ( Fig. 4 ) zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Dreieckspitzen aus, dennoch liegt der Anteil der Stielspitzen um ca. 10 % höher. Würden die kantenretuschierten Bewehrungen des Fayum B berücksichtigt, so entstünde ein ähnliches Bild wie in den Kharga Oasen allerdings mit höherem Anteil an Dreieckspitzen ( Indiz I ) und einem niedrigerem Prozentsatz von Blattspitzen ( Indiz II ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beeinflussung durch die Fundplatzgruppe 25° N ist durchaus möglich.&lt;br /&gt;
Wie ebenfalls aus Fig. 4 hervorgeht, fehlt den Merimde Fundplätzen die zeitliche Tiefe, da ein Pfeilspitzentyp, die Gruppe A2, mit über 90 % Anteil das Bild beherrscht. Ähnliches gilt für die noch jüngere Badarikultur, die ca. 80 % A2- Spitzen aufweist und rund 16 % Blattspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem nun die ägyptischen Pfeilspitzen der Sahara zahlenmäßig erfasst sind und ihre Typen in einen, wenn auch groben Zeitrahmen gestellt werden konnten, erscheint es mit Einschränkungen möglich, einige Fragen beantworten zu können. Ebenfalls müssen mehrere notwendige Feststellungen getroffen werden.&lt;br /&gt;
* Über die Hälfte aller in Ägypten gefundenen und ausgewerteten Pfeilspitzen ist in dem Raum von Abu Tartur – Kharga konzentriert.&lt;br /&gt;
* Diese außerordentliche Akkumulation hat während der gesamten holozänen, steinzeitlichen Phase stattgefunden. &lt;br /&gt;
* Die Feldforschung in dem genannten Raum ist bei weitem nicht abgeschlossen. Die Region verfügt über ein gewaltiges Potential.&lt;br /&gt;
* Dichte und dauernde Besiedlung von der El Adam Phase bis zum Auftreten von Clayton Ringen ( Riemer ) setzt klimatische Bedingungen voraus, die nicht im Extrembereich liegen. Eine Ausweitung bisheriger Studien Klima, Fauna und Flora betreffend sowie die Erstellung weiterer C14- Analysen erscheinen angebracht. Auch die Quartärgeologie ist gefragt um eventuelle Fehlinterpretationen zur Klimaentwicklung zu korrigieren und gezielte, lokale Detailuntersuchungen zu betreiben, um die bestehende Diskrepanz zwischen den existierenden Studien und den archäologischen Fakten auszuräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Basiskehle dürften nach den heute bekannten und datierten Funden in Abu Tartur entwickelt worden sein. Von hier aus gelangten sie, kann postuliert werden, mit geringer Zeitverschiebung zunächst ins Fayum und dann nach Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fayum entwickelte sich aus den unregelmäßigen und zum Teil noch primitiv anmutenden Pfeilspitzen Abu Tarturs vor allem die elegante A25- Spitze mit nach innen gezogenen Schwingen und tiefen, breiten Kehlen. Dieser Typ verbindet die Wirkung eines breiten Geschosses mit entsprechendem Schusskanal mit einer Gewichtsreduzierung, welche mit einer tiefen und breiten Kehle zusammenhängt.&lt;br /&gt;
Die bevorzugten Typen in Merimde sind A2, A27, A25 und A28. Im Unterschied zu Abu Tartur sind hier die Pfeilspitzen gleichmäßiger und sauber gearbeitet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Erste flächenretuschierte Stielspitzen treten schon im Frühholozän vereinzelt als Experimente, die aber ohne direkte Folgen bleiben, in Gara, Sitra und Abu Tartur auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gara 75/27 produzierte zwei Stielspitzen mit einem Alter von 8219 Jahren, aus Sitra ist eine Stielspitze mit einem Alter von ca. 8200 Jahren bekannt und Abu Tartur weist zwei flächenretuschierte Stielspitzen von Fundplatz 0002/84 mit einem Alter von 9120 Jahren auf, eine dritte von 1023/82 ist nicht datiert, könnte aber nach der Bearbeitungstechnik und der Formgebung ebenfalls dazuzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese frühen, flächenretuschierten Stielspitzen ähneln stark Miniaturausführungen von Aterienspitzen. Eine Beeinflussung durch aufgefundene Paläoartefakte ist nicht von der Hand zu weisen, zumal im Inventar des Fundplatzes 0002/84 eine große Aterienspitze vorhanden ist. Außer den gestielten Exemplaren weisen 0002/84 und 0006/82 auch einige flächige modifizierte Blattspitzen der Gruppen C3 und C9 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie die Fundstellen Abu Tartur 1004/83 und Djara 90/1-2 zeigen, treten fast gleichzeitig ab ca. 7600 BP neben den kantenretuschierten Pfeilspitzen auch regelmäßig solche mit Flächenretuschen auf und zwar neben den Bewehrungen der Familien A, C und D ebenfalls, aber in geringeren Stückzahlen, die der Familien B, E und G auf.&lt;br /&gt;
Von dem oben genannten Zeitpunkt an nehmen die Flächenretuschierten prozentual zu, die Kantenretuschierten nehmen ab ohne aber gänzlich zu verschwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Anteil von Dreieck-, Blatt- oder Stielspitzen hängt bei den flächig retuschierten Pfeilspitzen nicht vom Alter des Fundplatzes ab sondern von den Präferenzen der jeweiligen kulturellen Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Gruppen, die westlich einer gedachten Linie Siwa – Abu Minquar. Eastpans – Bir Kiseiba – Nabta siedelten waren von den Geschossentwicklungen der Kernzonen abgekoppelt. Sie bringen keine Flächenretuschen hervor, zum Teil auf Grund eines Mangels an geeigneten Rohstoffen, sie verweilen hauptsächlich bei kleinen dreieckigen und trapezförmigen Querschneidern, andere kantenretuschierte Pfeilspitzenfamilien sind selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aus der ägyptischen Sahara sind nur wenige C14- Analysen aus holozänen Horizonten bekannt, die ein Alter von über 9000 Jahren aufweisen. Noch geringer ist die Anzahl von Fundstellen diesen Alters mit einem Inventar, welches eine typologische Einordnung zu erstellen erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste Datierung stammt von einem Herdplatz westlich des Abu Ballas, sie beträgt  10000 +- 225 BP Jahre weist aber keinerlei lithisches Material auf ( Gabriel 86 ).&lt;br /&gt;
Aus dem Wadi el Akhdar vom Fundplatz 80/7-1 wird ein Alter von 9370 +- 215 BP gemeldet (Schön 96) aber auch hier ist das analysierte Material aus einer geologischen Schicht ohne Artefakte entnommen worden.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 83/33 wurde eine Keramikscherbe auf 9080 +- 50 BP datiert. Zugehörige Steinartefakte sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Röper haben in der  „Roten Wüste“ etwa 70 – 100 km südlich von Abu Tartur eine Holzkohlenprobe von einer Herdstelle entnommen, die ein Alter von  9260 +- 370 BP aufweist. Steinartefakte und Keramik sind nicht untersucht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dakhla sind im Zusammenhang mit der dortigen Masara- Phase einige Daten bekannt. Sie liegen zwischen 9180 BP und 8170 BP für die Masara- Phasen A und B und zwischen 9000 BP und 8500 BP für die Masara- Phase C. Werkzeuge sind in diesem Falle vorhanden, einzelne Stücke stimmen mit einschlägigen Inventaren anderer Fundgebiete überein. Eigene auf Dakhla bezogene und vollständige Inventare sind jedoch erst spät erstellt worden, diese sind mit den Funden des Abu Tartur B zu vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches gilt für die C14 Daten der Fundregion Regenfeld in der großen Sandsee. Fundplatz 96/1 mit einem Alter von 9388 +- BP Jahren weist keine signifikanten Geräte auf und 96/20, auf 9040 +- 60 BP datiert, produzierte ähnlich wie die gleich alten Plätze im Südosten der libyschen Wüste Ägyptens hauptsächlich rückengestumpfte Lamellen ohne jedoch vergleichbar vollständige Typologien wie Nabta und Kiseiba zu liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollständige Inventare und Datierungen weisen vier Fundplätze auf. In Bir Kiseiba sind es E-80-4 und E-79-8 mit 423 respektiverweise 374 Werkzeugen, in Nabta lieferte E-77-7  158 Geräte und Abu Tartur 0002/84 hat 402 modifizierte Steinartefakte hervorgebracht. In der Fundplatzbeschreibung von 0002/84 werden diese vier Inventare miteinander verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Ostsahara begonnene kulturelle Entwicklung wurde durch die prädynastischen Gruppen im Niltal fortgesetzt. Da der Verfasser das Niltal mit Ausnahme von Merimde und Badari nicht in seine Betrachtungen aufgenommen hat, werden Pfeilspitzentypen wie sie z.B. in Abydos auftreten, nicht berücksichtigt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundstellen_in_%C3%84gypten&amp;diff=5583</id>
		<title>Fundstellen in Ägypten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundstellen_in_%C3%84gypten&amp;diff=5583"/>
				<updated>2023-10-20T12:43:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Genauere Beschreibung eines der Fundetableaus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Ägypten==&lt;br /&gt;
Ägypten, 1.000.000 Quadratkilometer groß, besteht mit Ausnahme des Niltals und des Deltas, aus Wüste. Für diesen Bericht sind die arabische und libysche Wüste, da beide zur Sahara gehörend, von Interesse.&lt;br /&gt;
Außerhalb dieses Rahmens werden lediglich, aus Gründen des Vergleichs, die Fundstellen von Merimde am südwestlichen Deltarand und Badari - Hemamieh am rechten Nilufer in Oberägypten, berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Ende des 19. Jahrhunderts begannen Archäologen sich für steinzeitliche Kulturen in Ägypten zu interessieren, so F. Petrie in Nagada. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts kamen dazu Junker in Merimde, Brunton in Badari und die große Dame der ägyptischen Vor - und Frühgeschichte G. Caton - Thompson in Hemamieh, im Fayum und Anfang der 30er Jahre in den Kharga - Oasen.&lt;br /&gt;
Erwähnt seien auch die frühen Expeditionen Hassanein Beys in den Uweinat von wo er über Felsbilder berichtete und Kemal el Dins, der den Gilf Khebir entdeckte und ebenfalls Malereien im Uweinat fand.&lt;br /&gt;
Neben den älteren Arbeiten soll versucht werden auch die in jüngerer Zeit ausgeführten Forschungen, einschließlich der noch laufenden, in diesen Bericht zu integrieren. &lt;br /&gt;
Zu nennen wären unter anderen die Teams um F. Wendorf und R. Schild im Südostteil der libyschen Wüste, R. Kuper und seine Mannschaft mit den Projekten B.O.S und ACACIA, M. Mc Donald in den Dakhla - Oasen und B.E. Barich mit Kollegen in Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Genauere Beschreibung eines der Fundetableaus==&lt;br /&gt;
Inhalt befindet sich. Im Aufbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Ägypten - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden 132 Fundtableaus werden nicht näher erklärt, da viele Artefakte in den entsprechenden Rubriken gezeichnet und wissenschaftlich beschrieben worden sind. Jedes Artefakt ist mit einer eindeutigen Fundplatznummer gekennzeichnet. Fundplätze mit Nummern finden Sie unter Fundkomplex Abu Tartur. '''HINWEIS:''' Klicken Sie 2x in Folge auf die gewünschte Abbildung und Sie sehen das Tableau in Bildschirmgröße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0003_N_AbuTartur.jpg|Abb. 1: Klingen und Lamellen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0009_B_AbuTartur.jpg|Abb. 2: Bohrer, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0011_E_AbuTartur.jpg|Abb. 3: Kerben, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0013_D_AbuTartur.jpg|Abb. 4: Mikrolithen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0018_P21_Tixier_Liste.jpg|Abb. 5: Auflistung nach Tixier, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0029_Perlen_AbuTartur.jpg|Abb. 6: Perlen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0035_L_AbuTartur.jpg|Abb. 7: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0033_12_AbuTartur.jpg|Abb. 8: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0037_6_AbuTartur.jpg|Abb. 9: Nabta Pfeilspitzen und andere, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0039_4_AbuTartur.jpg|Abb. 10: Querschneider von Fundplatz 0002/84 und andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0041_7_AbuTartur.jpg.jpg|Abb. 11: Flächeretuschierte Stielspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0043_11_AbuTartur.jpg|Abb. 12: Ounan Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0045_9_AbuTartur.jpg|Abb. 13: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0092_14_AbuTartur.jpg|Abb. 14: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0094_13_AbuTartur.jpg|Abb. 15: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0187_26_AbuTartur.jpg|Abb. 16: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0189_22_AbuTartur.jpg|Abb. 17: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0191_18_AbuTartur.jpg|Abb. 18: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0193_20_AbuTartur.jpg|Abb. 19: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0195_21_AbuTartur.jpg|Abb. 20: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0197_10_AbuTartur_Renate.jpg|Abb. 21: Blattspitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0199_23_AbuTartur.jpg|Abb. 22: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0201_15_AbuTartur.jpg|Abb. 23: Blattspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0203_16_AbuTartur.jpg|Abb. 24: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0205_1_19_AbuTartur.jpg|Abb. 25: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0206_17_AbuTartur.jpg|Abb. 26: Blattspitzen mix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0112_XXVI_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 27: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0149_Q_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 28: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0171_O_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 29: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0073_UU_AbuTartur.jpg|Abb. 30: Große plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0075_NN_AbuTartur.jpg|Abb. 31: Werkzeuge, Fundplatz 1072&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0077_QQ_AbuTartur.jpg|Abb. 32: Plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0079_HH_AbuTartur.jpg|Abb. 33: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0081_1_JJ_AbuTartur.jpg|Abb. 34: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0082_TT_AbuTartur.jpg|Abb. 35: Klingen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0084_KK_AbuTartur.jpg|Abb. 36: Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0086_OO_AbuTartur.jpg|Abb. 37: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0088_PP_AbuTartur.jpg|Abb. 38: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0090_RR_AbuTartur.jpg|Abb. 39: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0096_G_AbuTartur.jpg|Abb. 40: Sicheln und Sicheleinsätze, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0098_XXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 41: Klingen, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0100_ZZ_AbuTartur.jpg|Abb. 42: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0102_YY_AbuTartur.jpg|Abb. 43: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0104_XXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 44: Flächig bearbeitete Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0106_XXV_AbuTartur.jpg|Abb. 45: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0108_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 46: Klingen und Lamellen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0110_XXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 47: Verschiedene Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0114_XXII_AbuTartur.jpg|Abb. 48: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0116_XXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 49: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0118_XXI_AbuTartur.jpg|Abb. 50: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0120_XXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 51: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0122_XLIII_AbuTartur.jpg|Abb. 52: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0124_roem_L_AbuTartur.jpg|Abb. 53: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0126_XLVI_AbuTartur.jpg|Abb. 54: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0011/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0128_XLV_AbuTartur.jpg|Abb. 55: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0130_XLIV_AbuTartur.jpg|Abb. 56: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0132_LV_AbuTartur.jpg|Abb. 57: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0134_XLVII_AbuTartur.jpg|Abb. 58: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1046/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0136_XLVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 59: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0138_XLIX_AbuTartur.jpg|Abb. 60: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0140_1_LIV_AbuTartur.jpg|Abb. 61: Paläolithische Werkzeuge auf neolithischen Fundplätzen und Aterienspitzen (gekauft)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0141_LII_AbuTartur.jpg|Abb. 62: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0014/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0143_LI_AbuTartur.jpg|Abb. 63: Verschiedene Artefakte und Perlen, Fundplatz 1002/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0145_F_AbuTartur.jpg|Abb. 64: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0147_LIII_AbuTartur.jpg|Abb. 65: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1045/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0151_A_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 66: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0157_C_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 67: Bohrer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0159_SS_AbuTartur.jpg|Abb. 68: Klingen und Lamellen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0163_XXX_AbuTartur.jpg|Abb. 69: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0165_J_AbuTartur.jpg|Abb. 70: Große Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0173_K_AbuTartur.jpg|Abb. 71: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0175_VV_AbuTartur.jpg|Abb. 72: Messer und Spitzen, Fundplatz 1017/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0177_WW_AbuTartur.jpg|Abb. 73: Messer und Spitzen, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0183_M_AbuTartur.jpg|Abb. 74: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0208_III_AbuTartur.jpg|Abb. 75: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1035/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0210_XI_AbuTartur.jpg|Abb. 76: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0213_X_AbuTartur.jpg|Abb. 77: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0215_VII_AbuTartur.jpg|Abb. 78: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0217_VI_AbuTartur.jpg|Abb. 79: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1052/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0219_IV_AbuTartur.jpg|Abb. 80: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0009/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0221_V_AbuTartur.jpg|Abb. 81: Verschieden Artefakte, Perlen und Keramik, Fundplatz 0008/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0223_XVI_AbuTartur.jpg|Abb. 82: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0225_VIII_AbuTartur.jpg|Abb. 83: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0227_IX_AbuTartur.jpg|Abb. 84: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0229_XVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 85: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0231_roem_I_AbuTartur.jpg|Abb. 86: Paläolithische Artefakte auf neolithischen Fundplätzen (z.T. Wiederverwendung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0233_roem_II_AbuTartur.jpg|Abb. 87: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0010/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0236_XLII_AbuTartur.jpg|Abb. 88: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0238_XXXI_AbuTartur.jpg|Abb. 89: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0240_XXXII_AbuTartur.jpg|Abb. 90: Bohrer und Pfrieme, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0242_XXXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 91: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0244_XXXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 92: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0246_XXXV_AbuTartur.jpg|Abb. 93: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0248_XXXVI_AbuTartur.jpg|Abb. 94: Bohrer, Klingen und andere Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0250_XXXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 95: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1072/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0252_XXXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 96: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0254_XXXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 97: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0256_XL_AbuTartur.jpg|Abb. 98: Lamellen, kleine Klingen und Mikrolithen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0258_XLI_AbuTartur.jpg|Abb. 99: Retuschierte Thermoscherben, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0260_LVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 100: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0262_XVII_AbuTartur.jpg|Abb. 101: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1016/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0264_H_AbuTartur.jpg|Abb. 102: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0266_XII_AbuTartur.jpg|Abb. 103: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0268_XV_AbuTartur.jpg|Abb. 104: Sichelmesser und &amp;quot;Ackerbau Geräte&amp;quot;, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0270_XIX_AbuTartur.jpg|Abb. 105: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1019/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0272_XIV_AbuTartur.jpg|Abb. 106: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0275_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 107: Verschiedene Artefakte, Fundplätze auf dem Plateau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0277_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 108: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0279_LX_AbuTartur.jpg|Abb. 109: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1039/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0281_XIII_AbuTartur.jpg|Abb. 110: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0284_LIX_AbuTartur.jpg|Abb. 111: Klingen, Kerbklingen und Windkanter, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0286_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 112: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1022/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0322_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 113: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0323_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 114: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0335_besondereWerkzeuge_AbuTartur.jpg|Abb. 115: Große Werkzeuge, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0336_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 116: Reib- und Malsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0337_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 117: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0339_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 118: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0343_Reibstein_AbuTartur.jpg|Abb. 119: Reibsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0340_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 120: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0356_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 121: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0357_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 122: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0358_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 123: Paletten, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0359_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 124: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0360_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 125: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0364_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 126: Reibschale mit Reibstein, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0348_AbuTartur.jpg|Abb. 127: Kerne, Klopfsteine und Spielsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0349_Keulenköpfe_AbuTartur.jpg|Abb. 128: Keulenköpfe, AbuTartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0350_AbuTartur.jpg|Abb. 129: Verschiedene Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0351_AbuTartur.jpg|Abb. 130: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0352_AbuTartur.jpg|Abb. 131: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0334_plattige_Stücke_AbuTartur.jpg|Abb. 132: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kharga==&lt;br /&gt;
G. Caton – Thomson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G. Caton Thompson beschreibt sechs Fundstellen innerhalb der Khargaregion, auf denen Pfeilspitzen vorkommen.&lt;br /&gt;
Diese sind&lt;br /&gt;
* 1.) K05 Bellaida&lt;br /&gt;
* 2.) K015 Umm ed Dabadib&lt;br /&gt;
* 3.) Ghuata (Qasr El Ghueita )&lt;br /&gt;
* 4.) Gala Hill&lt;br /&gt;
* 5.) Abu Sighwal Pass ( Nagb Umm Sirwal )&lt;br /&gt;
* 6.) Yesba Pass ( Nagb Asyut, Gebel El Yabisa )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) K05 Bellaida'''&lt;br /&gt;
Die Stelle liegt südlich der Gebirgslücke zwischen dem Gebel Teir und dem Gebel Tarif.&lt;br /&gt;
Eine Gesamtwerkzeugmenge von 42 Stücken wurde beobachtet aber nicht weiter bearbeitet und veröffentlicht. Unter den auf Tafel 100 vorgestellten Artefakten befinden sich ein Querschneider F8, eine teilflächig retuschierte Blattspitze, eine D7 - Spitze, eine D19 - Spitze und ein Stück, welches einen Übergang von der rhombischen zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) K015 Umm el Dabadib'''&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt in einer breiten Gasse der Abu Muharig Dünenkette in den Ausläufern des südliche Abbruchs des libyschen Plateaus.&lt;br /&gt;
74 Werkzeuge, darunter auch Pfeilspitzen, wurden gefunden und nicht weiter klassiert. 21 Pfeilspitzen sind auf Tafel 99 dargestellt, sie zeigen H1 - Spitzen und Übergänge von H1 nach H5 sowie Blattspitzen vollflächig und teilflächig retuschiert vom Typ C1 und C3, eine schlanke D12 - Spitze und Dreieckspitzen der Typen A1 und H7. Ein atypisches, flächig retuschiertes Stück ist die Nr. 13, die wie eine verunglückte Mischung aus C3 und D6 anmutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) Ghuata ( Qasr El Ghueita )''' &lt;br /&gt;
Der ptolemäische Tempel von Ghuata liegt rund 20 km südlich von Kharga, östlich davon schließt sich eine deflationsgeglättete Depression an.&lt;br /&gt;
Ghuata produzierte 61 Werkzeuge, davon sieben Pfeilspitzen. Gezeichnet sind auf Tafel 95 fünf Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte C3 - Spitzen, eine mit auf beiden Seiten flachen Randretuschen versehene C1 - Spitze, eine asymmetrische H5 - Spitze und eine H - Spitze mit einseitig angedeutetem Stiel, die als abgebrochene Ounanspitze beschrieben ist. Die übrigen auf den Tafeln 94 und 95 gezeigten Stücke weisen epipaläolithische Merkmale auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) Gala hill'''&lt;br /&gt;
22 km südlich von Ghuata liegt innerhalb der Depression ein 124 m hoher Sandsteinhügel mit dem Namen Gala hill. Auf diesem Platz wurden 45 Werkzeuge, davon 13 Pfeilspitzen, gefunden, welche sich unterteilen in 12 Querschneider und eine Ounanspitze. Die restlichen Artefakte sind Klingen, Lamellen, geometrische Mikrolithen sowie weitere epipaläolithische Implemente. Das Inventar erinnert an die Abu Tartur Fundstelle 0002/84.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) Abu Sighwal Pass'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle liegt auf dem östlichen Kalksteinplateau nordöstlich des Gebel Umm El Ghanayin in mit terra rossa gefüllten kleinen Senken, ähnlich wie es sich auf dem Abu Tartur Plateau darstellt.&lt;br /&gt;
Die Fundstreuung ergab 67 Werkzeuge davon lediglich zwei Bewehrungen, nämlich Ounanspitzen wie eine auf der Tafel 98 unter Nr. 3 abgebildet ist. Die Tafel zeigt ebenfalls eine Blattspitze unter 2/98, diese wird aber im Inventar nicht aufgeführt. Die übrigen Werkzeuge bestehen hauptsächlich aus Klingen ( 17 Stück ), Lamellen ( 19 Stück ) und geometrischen Mikrolithen wie Dreiecken und einem Segment. Das Ganze mutet epipaläolithisch an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) Yesba Pass'''&lt;br /&gt;
Dieser Pass bildet den nördlichen Zugang zu den Kharga Oasen und ist über 50 km von Kharga Zentrum entfernt. Auch hier liegen Artefaktenkonzentrationen in kleinen, flachen, terra rossa gefüllten Senken.&lt;br /&gt;
Yesba gab 148 Werkzeuge her, davon 66 Pfeilspitzen. Die übrigen Artefakte sind typische epipaläolithische Stücke mit 64 gestumpften Lamellen, Segmenten und Dreiecken. Kerbklingen sowie Quarzartefakte in Form von Kratzern oder meißelartigen Kernen sind ebenfalls vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen sind wie folgt unterteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;auto&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Pfeilspitzetyp'''||'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Querschneider||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ounanspitzen||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lamellenartige Rhombische||25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rhombische||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Atypische||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blattspitzen||26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stielspitzen inkl. I||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|'''Total'''||'''66'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Ounanspitzen kann auch das Exemplar Nr. 16 Tafel 97 gerechnet werden. Die Lamellenartigen entsprechen den Typen H1 ( 15/97 ), H5 ( 9/97 ) und Übergängen von H1 nach H5 ( 13/97 ).&lt;br /&gt;
Rhombische Exemplare sind zwei vorhanden, nämlich die Nr. 21 und Nr. 22 der Tafel 97.&lt;br /&gt;
Die atypische Spitze 8/97, die bis auf den linken Rand auf ihrem Umfang kantenretuschiert erscheint, fällt in die Gruppe H19.&lt;br /&gt;
Nr. 20/97 kann unter I 4 eingeordnet werden. Die Blattspitzen entsprechen den Typen C1 und C3 und das Exemplar 26/97 weist schon nach C6. Die dargestellten Stielspitzen können dem Typ D7 zugeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den Fundstellen Abu Sighwal und Yesba wurden auf dem Plateau noch 34 Werkzeuge am Gebel Umm El Ghenneiem und 36 Stücke bei Agaba Matana gefunden. Sie bringen keine weiteren Typen und sind auch nicht weiter aufgeschlüsselt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einordnung der beschriebenen und / oder gezeichneten Pfeilspitzen des „ Bedouin &lt;br /&gt;
Microlithic „ von Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''K015'''&lt;br /&gt;
|'''K05'''&lt;br /&gt;
|'''Ghuata'''&lt;br /&gt;
|'''Gala'''&lt;br /&gt;
|'''Sighwal'''&lt;br /&gt;
|'''Yesba'''&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Werkzeuge'''&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|61&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|67&lt;br /&gt;
|148&lt;br /&gt;
|437&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Davon Pfeilspitzen'''&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|117 &lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|19&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|E&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|F&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|G&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|H&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|50&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den rund 500 aufgefundenen Werkzeugen sind 437 dokumentiert. Von letzteren sind 115 oder 26,6 % Pfeilspitzen. ( Da die Familie I nicht mitgerechnet wird reduziert sich die Zahl auf 113 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 1'''&lt;br /&gt;
* = A + B + E&lt;br /&gt;
* = 2 + 0 + 3&lt;br /&gt;
* = 5 oder 4,42 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 2''' &lt;br /&gt;
*= C&lt;br /&gt;
*= 31 oder 27,43 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 3'''&lt;br /&gt;
*= D&lt;br /&gt;
*= 11 oder 9,74 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 4''' &lt;br /&gt;
*= F + G + H&lt;br /&gt;
*= 16 + 0 + 50   &lt;br /&gt;
*= 66 oder 58, 41 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den weiter oben behandelten Pfeilspitzen wurden elf große, ausgekehlte Dreieckspitzen gefunden. Wie Tafel III zeigt, handelt es sich unter anderem um ein durchschnittliches Exemplar mit 41 mm Länge und um ein weiteres von 63 mm Länge und einer Kehle von 28 mm Tiefe. Von den elf Exemplaren, 7 wurden in  K0 15 gefunden, 4 stammen von K0 5, weisen 6 eckige Schwingen auf, die übrigen dürften gerundet sein. Schwingen vom Typ A 25 mit nach innen gebogenen, spitzen Schwingenenden wurden von G. Caton Thompson nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''D.L. Holmes'''&lt;br /&gt;
Wie D.L. Holmes in ihrer „ Analysis and comparison of some prehistoric projectile points from Egypt „ schreibt, entdeckte sie im Dezember 1983 in der Umgebung von Kharga 45 Pfeilspitzen verschiedenster Typen, wie sie auch schon von G. Caton - Thompson beschrieben worden sind und von dieser als „ bedouin microlithic „ klassiert wurden. Der Anteil der Pfeilspitzen am Gesamtvolumen der Werkzeuge beträgt 12 %. Zwei Bruchstücke konnten nicht eingeordnet werden. Die Funde stammen von acht verschiedenen Stellen und obwohl das Gebiet mit Umm - el - Dabadib angegeben ist, zählen dazu auch die nordöstlich von Kharga gelegenen Quellhügel K0 8 und K0 6. Der in der Nähe von Umm - el - Dabadib gelegene Fundplatz K0 15 wird nicht erwähnt. Die Entfernung zwischen K0 6 und K015 beträgt rund 40 km. Der Fundplatz K0 10, der ebenfalls zu den acht Stellen gehört, an denen Pfeilspitzen gesammelt wurden, wird von G. Caton - Thompson dem oberen Acheul zugerechnet. Wahrscheinlich ist es hier zu Verwechslungen der Bezeichnungen gekommen. Für die Analyse der Funde und für Vergleiche mit Sammlungen aus dem gleichen Gebiet werden die beiden Fragmente ausgeklammert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 4,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||15||34,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||16||37,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||10||23,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''43'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weitere Fundbeobachtungen in den Kharga - Oasen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Wendorf und R. Schild, die 1980 in den Kharga - Oasen gearbeitet haben, erwähnen keine Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Simmon und Mandel dagegen sprechen in ihrem Bericht von 1986 von einigen unregelmäßigen Pfeilspitzen, sowie von Blatt - und Stielspitzen, die Menge dürfte bei 12 - 15 Stücken liegen.&lt;br /&gt;
Die umfangreichste Sammlung aus dem Gebiet von Umm - el - Dabadib und Kharga dürfte von R. Ulbrich und G. Ulbrich stammen. Sie enthält 615 Pfeilspitzen, die sich wie folgt verteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 43|| 6,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||184||29,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||283||46,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||105||17,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''615'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgebildet und beschrieben sind sie in diesem Bericht auf den Tafeln Ä - U1, Ä - U2, &lt;br /&gt;
Ä - U3 und teilweise auf weiteren Tafeln der Bezeichnung Ä unter den Kürzeln K, D und Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schreiber des Berichts hatte die Gelegenheit einen Teil des oben genannten Gebiets zu begehen, hier der Fundbericht :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundgebiet Nr. 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koordinaten : ( Mittelwerte ) L = 30°25’, B = 25°28’&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geographie : Rund 10 km nördlich von Kharga erhebt sich der Gebel el Teir, westlich davon liegt mit 451 m die höchste Erhebung der Gegend, der Gebel Tarif und seine nördliche Fortsetzung, der Gebel el Sheikh. 15 km weiter nach Norden schiebt sich das libysche &lt;br /&gt;
Kalksteinplateau in die Kharga - Senke. An seinen Flanken liegen im Nordosten des Fundgebietes die trocken gefallene Oase Ain - el - Labakha und im Nordwesten das Fort Ain - el - Wan ( rund 5 km südlich von Umm - el - Dabadib ). Die weiteren approximativen Begrenzungen des Fundgebietes sind im Osten die Linie Ain - el - Labakha – Gebel el Teir, im Westen der Schnittpunkt der Linien Ain - el - Wan südwärts und Gebel el Teir westwärts. Die Landschaft ist geprägt durch die Dünenketten des Abu Muharig mit Sicheldünen bis zu 50 m Höhe. Die äolische Überformung ist extrem weit fortgeschritten, dennoch haben sich auch Playagebiete, teilweise mit Yardangs durchsetzt, halten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausdehnung : N – S = 17,5 km, W – O = 10 km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschreibung des Fundplatzes : Die meisten Fundstellen sind an Restplayas gebunden aber auch auf Sandsteinuntergrund kommen sekundäre Konzentrationen vor. &lt;br /&gt;
In situ Plätze und Herdstellen sind nicht beobachtet worden, mit Ausnahme einiger in Yardangs in Kopfhöhe eingeschlossener Artefakte ist das Fundmaterial ausnahmslos bewegt worden. K0 15, ein „ bedouin microlithic „ Fundplatz G. Caton - Thompsons südlich von   Ain - el - Wan ist lediglich begangen worden und in seiner vorgefundenen Situation belassen worden, das gleiche gilt für K0 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar : 360 Steinartefakte, davon 10 nicht modifizierte, sind aufgesammelt worden. Die 350 Werkzeuge gliedern sich wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer|| 23|| 6,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||54||15,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||7||2,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rückengestumpfte Lamellen||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||38||10,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Endretuschen||4||1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Geometrische Microlithen||5||1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Microburin Technik||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Andere||213||60,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''350'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe „ Andere „ setzt sich zusammen aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ounanspitzen|| 8|| 2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierten Stücken||67||19,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Side - blow - flakes||8||2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Pfeilspitzen||80||22,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Zweiflächnern||26||7,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstigen||24||6,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''213'''|| '''60,85'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert man die Pfeilspitzen inklusive der Ounan - Spitzen nach Hugot, so wird folgendes Ergebnis sichtbar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''87'''|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen vom Typ I, mit einem Exemplar vertreten, werden nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
Im Vergleich mit den Analysen der Pfeilspitzen der Abu Tartur Fundplätze 1024/82, 1023/82 und 1017/82 fällt auf, dass das Indiz III des Fundgebietes 1026/82 um rund 20 % bis 30 % höher liegt, ansonsten sind Ähnlichkeiten trotz des unwissenschaftlichen Absammelns durchaus zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten im Gebiet 1026/82 sind nicht weiter vertieft worden und zwar aus zwei Gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Die Fundplätze sind durch Deflation stark gestört und definierbare Kulturschichten sind nicht gefunden worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Die Entfernung von der Basis Abu Tartur war zu groß und für eine Einzelperson war das schwierige Gelände zu risikoreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der größenordnungsmäßig unterschiedlichen, von verschiedenen Personen in einer recht großen Zeitspanne gesammelten Pfeilspitzen des „ bedouin microlithic „ ergibt ein interessantes Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''G. Caton-Thompson*'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''D. L. Holmes**'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''R. und G. Ulbrich'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1026/82***'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 4,42|| 2|| 4,65|| 43|| 6,99|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||31||27,43||15||34,88||184||29,92||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||11||9,74||16||37,21||283||46,02||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||66||58,41||10||23,26||105||17,07||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Total|| 113|| 100,00|| 43|| 100,00|| 615|| 100,00|| 87|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die elf großen, ausgekehlten Dreieckspitzen von K0 5 und K0 15 werden, da von Caton - Thompson eher dem „ peasant neolithic „ zugerechnet, später behandelt.&lt;br /&gt;
* ** Ohne Bruchstücke.&lt;br /&gt;
* *** Eine Pfeilspitze der Familie I ist unberücksichtigt geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine klare Übereinstimmung der Sammlungen Holmes, Ulbrich und 1026 ist nicht von der Hand zu weisen. Gemeinsam ist allen ein geringer Wert des Indiz I, der zwischen rund 5 % und 7 % liegt. Ein Drittel der Spitzen gehört zum Indiz II. Die stärkste Gruppe bilden die gestielten Pfeilspitzen mit rund 35 % bis 46 % und die Gruppe der nicht flächig bearbeiteten Stücke liegt bei rund 17 % bis 25 %. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ins Bild passen die entsprechenden Zahlen von G. Caton - Thompson. Ihr Fundgebiet erstreckte sich weiter nach Süden und zu den Pässen im Norden, der epipaläolithische Anteil der hier angetroffenen Fundstellen ist höher. G. Caton - Thompson klassiert außerdem die Fundstellen K0 5 und K0 15 als gemischt aus „ bedouin microlithic „ und „ peasant    neolithic „.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den in Abu Tartur gewonnenen Kenntnissen stellen die Oberflächenfunde in dem hier behandelten Raum ein Artefaktengemenge aus den verschiedensten Epochen und Kulturen dar. Dieses wird verständlich durch die Tatsache, dass der Boden in der Khargasenke im Mittel jährlich um 2 mm abgesenkt wird. Bis auf wenige Ausnahmen, K0 15 ist teilweise eine solche, ist von den ursprünglichen Lagerplätzen nichts übrig geblieben. Die Herde sind weggeblasen worden, die Keramik zu Staub zerrieben und die Steinartefakte nach Korngröße gesichtet worden. Das Material ist dermaßen durcheinander gewirbelt, dass es schon wieder homogen erscheint, wie der typologische Vergleich der verschiedenen Sammlungen suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine in Abu Tartur angefertigte Langzeitstudie über die Auswirkung des Windschubes auf prähistorische Artefakte belegt mit eindeutigen Zahlen sowohl Verschiebung als auch Sichtung (bislang unveröffentlicht, aktuell in dieser Internetpräsenz, siehe: Windschubmessung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Tartur==   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zur El Ghorab Straße zwischen Kharga und Dakhla verläuft die Bruchkante des libyschen Plateaus in westöstlicher Richtung, lediglich die Felsmasse von Abu Tartur schiebt sich nach Süden in die Sandsteinebene vor. Die Bruchkante ist hier, bedingt durch die harten Kurkurschichten mit 550 m höher als die übrigen, bei rund 450 m – 500 m liegenden Partien. Begrenzt wird der Vater der Zipfelmütze, so die Bedeutung von Abu Tartur, im Süden und Osten durch eine mit Zeugenbergen durchsetzte, sandige Ebene der Nubiaschichten, im Westen durch den Wadi Batikh, den Wassermelonen - Fluss und im Norden durch den Wadi Ain Amur. Die mittleren Koordinaten sind 29°30’ – 30°10’ Ost und 25°20’ – 25°40’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird unter Abu Tartur vor allem die ungefähr 50 km westlich von Kharga gelegene Phosphatgrube im südöstlichen Bereich des Massivs verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier war der Verfasser, abgesehen von einer früheren, kurzen Intervention im Jahr 1978, von 1982 bis 1987 als Bergingenieur im Auftrag der Societé Francaise d´ Etudes Minieres ( Sofrémines ) tätig. Außerdem ermöglichte die deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen eines Sonderforschungsprogramms eine sechswöchige Visite mit Archäologen des Heinrich Barth - Instituts für Ur - und Frühgeschichte der Universität zu Köln im Herbst 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Freizeit während des Aufenthalts in Ägypten in den Jahren 1982 – 87 wurden im Umkreis von rund 30 km 146 Fundstellen entdeckt, davon 25 größere mit 100 bis 2500 Werkzeugen. Eine detaillierter Bericht liegt vor, eine Kopie befindet sich im Kölner Institut. Eine Veröffentlichung, auch auszugsweise, wurde nicht vorgenommen. Wohl aber wurden Informationen und erkannte Zusammenhänge für Veröffentlichungen unter anderem Namen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besiedlungsdauer in Abu Tartur reicht vom Epipaläolithikum bis zum ausgehenden Neolithikum falls die wenigen paläolithischen Einzelfunde wie z.B. Aterienspitzen unberücksichtigt bleiben. Das Inventar stammt von der Oberfläche, auf Grabungen ist verzichtet worden, selbst wenn die Überdeckung aus geringmächtigen Lockersedimenten bestand. Spuren späterer Aktivitäten aus historischen Zeiten ist nicht nachgegangen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon im Fundstellenbericht Abu Tartur dargestellt, sind in situ - Plätze in der Sahara äußerst selten. Das Vorhandensein von überdeckenden Ablagerungen stellt keine Garantie für ungestörte Kulturschichten dar. Häufig handelt es sich dabei um umgelagerte äolische Sedimente oder durch Wadis transportiertes Material. In diesen Situationen können sich Artefakte der verschiedensten Zeitalter vom langschmalen Dreieck bis zur schlanken, beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze im gleichen ergrabenen Horizont finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einigen der bedeutenderen Fundstellen fehlt die schützende Decke und das heterogene Fundmaterial ist auf die heutige Oberfläche projiziert worden. Zum Glück gibt es aber auch kleinere Konzentrationen, die unvermischt gerade aus ihrer originalen Situation auswittern und die es erlauben das Artefaktengemisch zu entwirren.&lt;br /&gt;
Kleine Fundstellen sind vielfach homogen in Bezug auf die Verwendung von Rohmaterial, die Bearbeitungstechnik und das Typenvorkommen.&lt;br /&gt;
Die Typenvielfalt der Abu Tartur Fundstellen spiegelt sich im Reichtum der Pfeilspitzenformen, wie die Auswertung des Materials einiger der größeren Konzentrationen zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der Pfeilspitzen - Formen &lt;br /&gt;
Fundplatz 1023/82 : 2462 Werkzeuge davon 44,76 % Pfeilspitzen. Von den 1546 unter Varia ( Tixier 112 ) klassierten Artefakten waren 1071 Pfeilspitzen, dazu kommen 32 Ounanspitzen ( Tixier 107 ), so dass eine Gesamtmenge von 1103 Bewehrungen entsteht. Alter nicht gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anzahl&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|%&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz I&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|A + B + E&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|21 + 6 + 6&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|3,02&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz II&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|575&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|52,61&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz III&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|203&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|18,57&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz IV&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|F + G + H&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|0 + 5 + 277&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|282&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|25,8&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''1093'''&lt;br /&gt;
|'''='''&lt;br /&gt;
|'''100'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zehn Stücke der Familie I werden nicht berücksichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1005/83 : 897 Werkzeuge davon 43,03 % Pfeilspitzen. Von den 546 unter Varia klassierten Artefakten waren 376 Pfeilspitzen dazu gesellen sich noch zehn Ounanspitzen, so dass sich eine Gesamtmenge von 386 Bewehrungen ergibt. Alter 6420 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 19|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||223||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||73||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||59||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''374'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie I ist mit 12 Stücken vertreten und wird in der Auswertung nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1024/82 : 459 Werkzeuge davon 37,47 % Pfeilspitzen. Von den 322 unter Varia klassierten Werkzeugen waren 169 Pfeilspitzen. Zusammen mit den drei Ounanspitzen wird eine Anzahl von 172 Stücken erreicht. Alter 6620 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 9|| 5,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||123||72,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||20||11,83&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||17||10,06&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''169'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Pfeilspitzen der Familie I sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 : 729 Werkzeuge davon 24,42 % Pfeilspitzen. Von den 186 unter Varia klassierten Artefakten waren 125 Pfeilspitzen, hinzu kommen die unter Tixier 107 eingeordneten 53 Ounanspitzen des Fundplatzes, welche allgemein als Bewehrungen gewertet werden. Die Summe aller Pfeilspitzen beträgt demnach 178. Alter 7145 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 6|| 3,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||86||48,59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||14||7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||71||40,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''177'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Stück gehört in die Familie I und wird hier nicht gewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1004/83 : 628 Werkzeuge davon 21,66 % Pfeilspitzen. Von den 139 unter Varia klassierten Artefakten waren 113 Pfeilspitzen, mit den 23 Ounanspitzen des Fundplatzes ergibt sich eine Gesamtmenge von 136 Stücken. Alter 7590 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 1,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||24||17,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||6||4,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||103||76,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''135'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Pfeilspitze der Familie I wird nicht mitgezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 0002/84 : 402 Werkzeuge davon 47,51 % Bewehrungen. Die 191 Bewehrungen lassen sich zum größten Teil auf die Tixier Nummern 87 und 92 zurückführen, hinzu kommen weitere Querschneidertypen sowie Pfeilspitzen der Typen H 10 ( Dreieck ), H 1 ( Blatt ), H 5 ( Stiel ) sowie Ounanspitzen ( H 12 ) und Ounan - Harif - Spitzen ( H 14 ). Alter 9120 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 0|| 0,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||3||1,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||1||0,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||187||97,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''191'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Blattspitzen der Familie C scheinen auf den ersten Blick nicht in den Kontext zu passen, obwohl sie in ihrer Größe und der Art der Flächenretuschierung von Blattspitzen anderer Abu Tartur Fundstellen abweichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Stielspitze der Familie D ist einseitig flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, sie gleicht vom Material und der Technik her der Hybridspitze  ( Tafel Ä 35/14 ), die ebenfalls flache Randretuschen zeigt. Beide Stücke sowie auch die leicht rhombische H 14 Spitze ( Tafel Ä 35/13 ) mit Kantenretuschen an den proximalen Begrenzungslinien können zum kulturellen Inventar gehören. Damit wäre die D – Spitze ein sehr frühes Beispiel einer flächenretuschierten, gestielten Pfeilspitze ( Ä 12/6 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben 0002/84 ist auch der Fundplatz 1072/86 wegen seines homogenen Aspekts hoch interessant. Die auf 7670 +- 50 und 7645 +- 35 BP datierte Fundstelle erscheint weitestgehend unvermischt und wittert in schmalen Windkanälen oder auch Regenrinnen aus, so dass immer wieder in zeitlichen Abständen frische Artefakte gefunden werden können. Durch diese Tatsache erklärt sich das Zustandekommen der Sammlung 1072/02, die von Heiko Riemer durchgeführt wurde und welche neben 17 gestielten Spitzen, 8 Kerbresten und 5 weiteren retuschierten Werkzeugen auch 23 unmodifizierte Klingen und 49 Abschläge, letztere meistens Abfallstücke der Werkzeugproduktion, aufweist. Die erste Sammlung stammt von 1986, dem Jahr der Entdeckung der Fundstelle. Die Zusammenstellung der retuschierten Artefakte umfasst 125 Stücke und sieht wie folgt aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Nr. Tixier'''&lt;br /&gt;
|'''Werkzeug'''&lt;br /&gt;
|'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|'''%'''&lt;br /&gt;
|'''% der Gruppen'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|Einfacher Kratzer auf Abschlag&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|Kreisförmiger Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|Vorspringender Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|7,1&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|Gekerbter Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Kratzer auf gestumpfter Klinge&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|Doppelend - Bohrer&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|II&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|Stichel&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|III&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|IV&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|55&lt;br /&gt;
|Gebogene Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|Bruchstück rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|8,8&lt;br /&gt;
|VI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|Ouchtata Lamelle&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|Gekerbter Abschlag&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|Gezähnter Abschlag&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|76&lt;br /&gt;
|Kerbklinge oder Kerblamelle&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|VII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|Gezähnte Klinge oder gezähnte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8 &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|80&lt;br /&gt;
|Endretusche&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|VIII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|105&lt;br /&gt;
|Durchgehende Retusche&lt;br /&gt;
|47&lt;br /&gt;
|37,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|Ounanspitze&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|72&lt;br /&gt;
|XI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|Verschiedene&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|18,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Total&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|125&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die erste Sammlung 16 % an Ounanspitzen und den damit verwandten Artefakten aufweist, steigt der Anteil beim Gesamtinventar ( 1072/86 plus 1072/02 ) auf 21 %.&lt;br /&gt;
Die Ounanspitze ist ursprünglich ein Werkzeug aus dem Epipaläolithikum, wo sie möglicherweise als Bohrer benutzt wurde. Benannt ist sie nach dem Fundort Bir Ounan im südlichen Taoudeni in der Republik Mali. Vorneolithische Vorkommen sind unter anderen Ain Fritissa im südlichen Marokko, Oued Diffel, Bou Nouara und Dakhlat es - Saadane in Algerien und Ténéré im Norden Nigers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Stücke aus der Ostsahara fallen in die Zeit um 7850 BP – 7600 BP ( El Jarar Early Neolithic, Wendorf et al. 2001 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Abu Tartur Fundstelle 1072/86 gehört in diesen Zeitraum. Außer den von Tixier definierten Ounanspitzen finden sich hier in den gleichen Schichten Pfeilspitzen, die eine Bruchfläche am Stielende aufweisen und solche, bei denen Schlagfläche und Bulbus erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit sind Herkunft und frühes Auftreten dieser Stielspitzen, einmal der „ Abu Tartur Spitze „ und zum anderen der kantenretuschierten Spitze mit modifiziertem Stiel, geklärt. Die Bearbeitung des Stiels dieser nach Hugot als „ H5 „ oder nach Caton - Thompson als „ Ounanien „ zu bezeichnenden Pfeilspitze kann Teile oder die Gesamtheit des Stiels betreffen, es werden sowohl steile als auch flache Retuschen beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiele seien genannt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ounanspitze  -  1072  Tafel Ä 33 Nr. 2&lt;br /&gt;
* Abu Tartur Spitze  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 2&lt;br /&gt;
* H5 - Spitze nach Hugot  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die meisten Artefakte der Fundstelle 1072/86 sind auch diese drei Exemplare aus karamellfarbenem Hornstein hergestellt.&lt;br /&gt;
Ohne die Sammlung Ulbrich enthält das lithische Gesamtinventar Abu Tarturs 14375 Werkzeuge davon 3173 Pfeilspitzen und Pfeilschneiden, Ounanspitzen nicht inbegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reibschalen, Läufersteine und Hammersteine sind in dieser Auflistung nicht berücksichtigt. Der prozentuale Anteil der Pfeilspitzen für die Gesamtheit der Abu Tartur Fundstellen beträgt 21,06 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Geschossbewehrungen der Sammlung Ulbrich und anderer stehen für eine Auswertung insgesamt 4000 Stücke zur Verfügung, rund 1000 dieser Pfeilspitzen sind durch Zeichnungen im Maßstab 1 : 1 und Kurzbeschreibungen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Fayum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Gertrude Caton-Thompson und Elinor Gardner entdeckten und bearbeiteten Fundstellen liegen am Nordufer des Birket el Qarun, einem Restsee in der Fayum-Depression. Die Seeoberfläche liegt heute 45m unter dem Meeresniveau. Durch die Hochwasser des Nils und durch erhöhte Regenfälle während der holozänen Feuchtperioden hat der See häufiger seine Größe und seine Uferzonen verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den drei Grabungsperioden 1924/25, 1925/26 und 1926/24 bearbeiteten sie zum einen das Fayum B, eine Kultur, die auf mikrolithischen Werkzeugen und der Technik der Kantenretuschierung basierte und die keinerlei Keramik aufwies, zum anderen das Fayum A, welches sämtliche Attribute eines entwickelten Neolithikums aufwies als da sind Ackerbau und Viehzucht, Keramik und flächenretuschierte Steinwerkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist, dass die beiden so unterschiedlichen Kulturen große, flächenretuschierte, ausgekehlte Pfeilspitzen ähnlicher Art hervorgebracht haben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Fayum Kulturen wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 3910 +- 115 BC, 3860 +- 100 BC und 3210 +- 100 BC angegeben, wobei das älteste Datum dem höchsten Seestand entspricht und das jüngste Datum der heutigen Uferlinie zugeordnet ist.&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Pfeilspitzen-Vorkommen behandelt wie sie in G. Caton-Thompson „The Desert Fayum“ von 1934 dargestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fayum Fundplätze und ihre Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Nr.Werkzeuge'''|| '''Nr.Pfeilspitzen'''|| '''%'''|| '''A1'''|| '''A17'''|| '''A 2'''|| '''C'''|| '''D'''|| '''E'''|| '''I'''|| '''H'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||'''A18'''||'''A25-A28'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||||'''A13'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site K|| 43|| 14|| 32,6|| 5|| -|| -|| 9|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| L Basin Sites|| 121|| 38|| 31,4|| 8|| -|| 7|| 17|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area L-X|| 116|| 29|| 25,0|| 6|| -|| -|| 18|| 5|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site X|| 113|| 24|| 21,2|| 5|| 1|| 7|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area X-V, X-W|| 39|| 10|| 25,6|| -|| -|| 1|| 1|| 8|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site V|| 213|| 105|| 49,3|| 1|| 4|| 25|| 23|| 52|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas cii-w, cii-v,v-w|| 90|| 25|| 27,8|| 6|| -|| 14|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camp ii Basin|| 651|| 312|| 47,9|| 12|| -|| 30|| 77|| 192|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Z|| 84|| 20|| 23,8|| -|| 2|| 6|| 12|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Z Basin|| 79|| 60|| 75,9|| 1|| -|| -|| 1|| 53|| 4|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Zi|| 78|| 11|| 14,1|| 6|| -|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Lifeh to Qasr Sagha|| 72|| 23|| 31,9|| -|| 4|| 8|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site R|| 34|| 13|| 38,2|| 1|| -|| 7|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| N Basin sites-S|| 44|| 13|| 29,5|| -|| 1|| 2|| 7|| 3|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site T|| 38|| 9|| 23,7|| -|| 2|| 6|| 1|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas R-T, S-T|| 18|| 3|| 16,7|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area T-O|| 15|| 8|| 53,3|| 1|| -|| 3|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site O|| 10|| 2|| 20,0|| 1|| -|| 1|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site N|| 184|| 24|| 13,0|| -|| 6|| 10|| 2|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West Dimai Basin|| 95|| 35|| 36,8|| 6|| -|| 11|| 9|| 9|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dimai Dyke Area|| 18|| 4|| 22,2|| 2|| -|| 2|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D3 Wadi site M|| 67|| 54|| 80,6|| 5|| -|| 28|| 9|| 12|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Southern Area|| 7|| 1|| 14,3|| 1|| -|| -|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West End Sites|| 100|| 22|| 22,0|| 2|| -|| 10|| 3|| 7|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total (neolithisch und ungewisses Alter'''|| '''2329'''|| '''859'''|| '''36,9'''|| '''69'''|| '''20'''|| '''179'''|| '''228'''|| '''357'''|| '''4'''|| '''2'''|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 1||=|| A+B+E||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||268+0+4||=|| 31,74 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||272||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 2|||| C|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||228||=||26,60 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 3||=|| D|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||357||=||41,66 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 4||=|| F+G+H|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||0||=||0,00 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Stücke fallen in die Familie I, die nicht berücksichtigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häufigkeit der Pfeilspitzen im Gesamtinventar der Fayum Sammlung Caton-Thompsons liegt bei 36,9 % und ist damit wesentlich höher als bei vergleichbaren Fundstellen. Die Bandbreite liegt zwischen 13 % bei Site N und erreicht 80,6 % bei Site M.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zahlen lassen, wie es auch aus den Kommentaren Caton-Thompsons zu den einzelnen Fundstellen hervorgeht, auf ein selektives Absammeln, auf  vorhergehendes Sammeln von Touristen und Plünderern und / oder auf durch Wind und Wasser zusammengetragene Artefaktenkonzentrationen und Sichtung nach Korngrößen schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die typischen, da häufigsten Pfeilspitzenarten in der Caton-Thompson Kollektion sind die Gestielten aus der Familie D. Sie erreichen 41,66 % des Gesamtvolumens und werden gefolgt von A-Spitzen der Gruppen A1, A17, A18, A2, A25 und A26, welche zusammen 31,74 % ergeben. Die Blattspitzen liegen mit 26,60 % auf dem dritten Platz. Pfeilspitzen mit dem Indiz 4, kommen nicht vor bzw. sind nicht in die „neolithische“ Sammlung aufgenommen worden. Selektionen wurden in einigen Fällen vorgenommen z.B. The Z basin levels A.L. 180-160, in anderen nicht z.B. Areas Cii-w, cii-v, v-w and Site V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen gehören zu einen Inventar, welches unter anderen folgende Werkzeuge enthält :&lt;br /&gt;
* Beile, poliert oder retuschiert&lt;br /&gt;
* Beidseitig bearbeitete Messer&lt;br /&gt;
* Sichelblätter&lt;br /&gt;
* Spitzen und Messer, deren Ausgangsmaterial aus gerundeten Flintaggregaten besteht&lt;br /&gt;
* Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
* Hohlbeile&lt;br /&gt;
* Rückengestumpfte Lamellen. Bei einigen Fundstellen werden sie aufgeführt, bei anderen weggelassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzigartig scheint die große Anzahl von stark ausgekehlten Spitzen des Typs A25 zu sein.&lt;br /&gt;
Von den „surface sites“ stammt eine gestielte Großspitze vom Typ D3 (Plate XLII).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der im Fayum gefundenen Pfeilspitzen ist beträchtlich. Neben den frühen Sammlungen von H.W. Seton-Karr und M.C.T. Currell und anderen kommen die vielen für die Archäologie verlorenen Stücke, die in irgendwelchen Schubladen und Vitrinen verstauben.  &lt;br /&gt;
Die Menge der von G. Caton- Thompson beschriebenen Bewehrungen beträgt 859 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nabta Playa und Bir Kiseiba.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen dieser Orte im Süden Ägyptens, westlich des Nils und in der Nähe der sudanesischen Grenze sind eng verbunden mit dem Wirken der „ Combined Prehistoric Expedition „. Diese anfänglich als Rettungsaktion, der durch das steigende Wasser des Assuan Hochdamms gefährdeten prähistorischen Siedlungsplätze, gedachte Aktion ist später weiter nach Osten ausgedehnt worden, um die reichen frühgeschichtlichen Vorkommen von Nabta Playa und Bir Kiseiba zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
Die Expedition war ein Gemeinschaftsunternehmen der Geological Survey of Egypt, der polnischen wissenschaftlichen Akademie Warschau und der Southern Methodist University Dallas.&lt;br /&gt;
Geleitet wurden die archäologischen Arbeiten von Fred Wendorf und Romuald Schild. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen war das frühe Holozän und die damit verbundenen Besiedlungsphasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nabta Playa''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von El Nabta und der weiteren Umgebung werden von Fred Wendorf, Romuald Schild und ihrer Mitarbeiter in zwei Volumen behandelt.&lt;br /&gt;
Erstens in dem 1980 erschienenem Werk „Prehistory of the Eastern Sahara“, New York Academic Press und zweitens in dem 2001 in New York bei Kluwer Academic / Plenum Publishers erschienenem Band „Holocene Settelement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of Nabta Playa“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzentypen sind denen von Bir Kiseiba sehr ähnlich und verteilen sich auf die einzelnen Fundstellen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Prehistory of the Eastern Sahara :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-3''' Alter 8840 +- 90 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen: stemmed points&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 28 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 431 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 6,5 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden neun Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.39 &lt;br /&gt;
* v – Stielspitze vom Typ H5, der Stiel ist auf der Ventralseite bearbeitet.&lt;br /&gt;
* w – breite und grobe H5 - Spitze&lt;br /&gt;
* x – grobe H5-Spitze&lt;br /&gt;
* y-z – rhombische Spitzen vom Typ H2&lt;br /&gt;
* a.a. – Ounanspitze &lt;br /&gt;
* b.b. – Die Spitze weist eine Ähnlichkeit mit dem Typ H3 auf &lt;br /&gt;
* c.c. – H5-Spitze mit querschneidigem distalem Ende, der Stiel ist ventral modifiziert. Das Stück könnte auch unter F14 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.40&lt;br /&gt;
* c – H19, das Stück entspricht in seiner Silhouette dem Typ E5 bei den flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den oben genannten Pfeilspitzen wurden 7 Dreiecke und 18 Trapeze gefunden, die als Bewehrungen hätten dienen können. Vier dieser geometrischen Mikrolithen wurden gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Epipaläolithisch) Alter ca. 8290 +- 80 BP (Eierschale)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan-Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 12 bei einer Werkzeugmenge von 146 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 8,22 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sechs Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.45&lt;br /&gt;
* k-p kleine Ounanspitzen (H12). Die Trapeze und Dreiecke der Fundstelle könnten auch als Bewehrungen genutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-7'''&lt;br /&gt;
* Von dieser mit aller Wahrscheinlichkeit gemischten Fundstelle wurden 448 retuschierte Werkzeuge aufgesammelt, darunter drei Pfeilspitzen, eine Blattspitze vom Typ H10, eine kleine Ounanspitze (H12) und ein Bruchstück einer flächenretuschierten D1-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch)&lt;br /&gt;
* Von den 146 Werkzeugen waren 8,22 % oder 12 Exemplare Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch Pits) Von den 312 Werkzeugen waren lediglich 1,3 % oder 4 Stücke gestielte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-5''' (Neolithisch) Alter 7530 +- 180 Jahre&lt;br /&gt;
* Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 223 Stücke, hauptsächlich retuschierte Stücke und gekerbte bzw. gezähnte Stücke. Bohrer sind ebenfalls häufig. Neben Endretuschen, rückengestumpften Lamellen und Kratzern kommen jeweils ein Trapez, ein Krukowski microburin und ein ausgesplittertes Stück vor. &lt;br /&gt;
Die drei schlanken Stielspitzen unterscheiden sich stark von den Exemplaren der älteren Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (lower layer) Alter : von 7100 BP bis 6700 BP.&lt;br /&gt;
*Von den 395 Werkzeugen sind 10,4 % oder 41 Stücke Pfeilspitzen, die als Nabta points bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei um basisretuschierte Dreieckspitzen, die aber auch steile Randretuschen oder Modifikationen des distalen Endes aufweisen können. Sie werden unter H7 und H8 geführt. Ähnliche Artefakte gehören in Kiseiba und Abu Tartur in das mittlere Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (upper layer)&lt;br /&gt;
* Die Menge der gefundenen Werkzeuge beträgt 136 Stücke, davon sind 1,47 % oder zwei Exemplare querschneidige Pfeilspitzen. Außerdem wurde eine Ounanspitze (H12) mit stark modifiziertem distalem Ende gezeichnet (Fig. 3.103).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1980 veröffentlichen Fundstellenberichte von El Nabta beinhalten 107 Pfeilspitzen. Als gestielt werden 44 Exemplare bezeichnet, 3 sind gestielt und schlank, 12 sind Ounanspitzen und für 41 Stücke wurde der Name „Nabta points“ gewählt. Letztere sind kantenretuschierte Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8. Die übrigen sieben Stücke verteilen sich auf die Gruppen D1, C3, H10, H12 und auf zwei Querschneider der Familie F ohne genauere Bestimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die H10-Spitze Fig. 3.58 m, die als Bewehrung mit spitzbogiger Basis bezeichnet wird. Typologisch identische Formen werden im „Cattle keeper“ als Ounan-Harif-Spitzen angesprochen. (Seite 277, Fig. 12.11.e) und (Seite 303, Fig. 13.3.g.h.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liste der Altersangaben der Fundstellen und der zugehörigen Pfeilspitzentypen&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''in „Prehistory of Eastern Sahara“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8840+-90 BP|| E-77-3|| 28|| gestielt|| H5, H2, H3, H19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||18 Trapeze, 7 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8290+-80 BP|| E-75-6 Epipal.|| 12|| Ounan|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||3 Trapeze, 10 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-7|| 4|| Point with ogival base|| H10, H12, D1, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Ounan point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Bifacial points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 12|| gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 4|| gestielt|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||pits||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7530+-180 BP|| E-77-5 Neolith.|| 3|| schlank, gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||1 Trapez&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7100-6700 BP|| E-75-8 lower|| 41|| Nabta points|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8 upper|| 3|| Querschneider|| F?, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Holocene settlement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of  Nabta Playa”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6 El Nabta und Al Jerar Village'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Feature 1/91, 1/90 und IV/91&lt;br /&gt;
* Alter feature 1 : 7600 BP +- 110&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Cut 1/90 und Feature 2/90&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area B Oberfläche&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 3 Ounanspitzen, 1 atypische Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1''' Al Jerar Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area C'''   Alter : 7536 +- 110 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 4 Ounanspitzen (H12) ?, 3 abrupt kantenretuschierte Blattspitzen (H10) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 3 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.15 a-H1, d-H2, e-H7 ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area D'''   Alter : 7850 +- 70 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Areas 1 und 5'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12, davon 10 Ounanspitzen, eine Blattspitze und eine dreieckige Spitze.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 9 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.28. f-H5, h-H2, o-H2&lt;br /&gt;
* Fig. 8.29. b-H1, g-H5, h-H5, i-H5&lt;br /&gt;
* Fig. 8.26. l-H10, m-H5, h-(Varia) könnte eine H8-Spitze sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 2'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen, 3 beidseitig flächenretuschierte Spitzen. Von letzteren ist eine Spitze abgebildet Fig. 8.34, zwei sind abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen:&lt;br /&gt;
* 4 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
* 1 große Dreieckspitze mit zentraler Kehle Fig. 8.37 die Dimensionen sind 69mm x 27mm x 8mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 4'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 31 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen (H12), zwei beidseitig flächenretuschierte Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 4 Ounanspitzen (H12) Fig. 8.43. h-k und eine E3-Spitze sowie eine D3-Spitze l und m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 5 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 8 Oberfläche und Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen. Das gezeichnete Exemplar (Fig. 8.45 f) stellt eine H5-Spitze dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 9'''&lt;br /&gt;
* Außer sechs Ounanspitzen von der Oberfläche produzierte der Fundplatz vier Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 10'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 9 Ounanspitzen und 9 Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden vier Exemplare (Fig. 8.50).&lt;br /&gt;
* a.) Dreieckspitze vom Typ H7 (besonders lang).&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine H5-Spitze, da eine Verlängerung des Stiels vermutet wird.&lt;br /&gt;
* c.) Dreieckspitze vom Typ H7 (mit gerundetem Übergang vom linken Rand zur Basis).&lt;br /&gt;
* m.)  Ist entweder eine H5- oder eine Abu Tartur-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 11'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 16 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden fünf Exemplare (Fig. 8.53).&lt;br /&gt;
* b.)  Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* d.) Abu Tartur-Spitze (H13)&lt;br /&gt;
* e.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* h.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1 (besonders lang)&lt;br /&gt;
* j.) Dreieckspitze vom Typ H7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 13'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 14'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet : eine H12 oder H13-Spitze (Fig. 8.59 e.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 15 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 8 Ounanspitzen und 7 Spitzen („points“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 16'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen und 4 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sieben Exemplare (Fig. 8.61)&lt;br /&gt;
* a.) Blattspitze vom Typ H10&lt;br /&gt;
* c.) Abu Tartur-Spitze H13&lt;br /&gt;
* d.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* e.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* f.) Dreieckspitze vom Typ H9&lt;br /&gt;
* j.) Blattspitze vom Typ H4&lt;br /&gt;
* k.) Blattspitze vom Typ H10 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstellen E-77-1 und E-94-3'''&lt;br /&gt;
* Zwei neolithische Fundstellen in der Nähe des Gebel Nabta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-1'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 14 Ounanspitzen (Fig. 13.7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* f.) Stielspitze vom Typ H12&lt;br /&gt;
* j.) Dieses an anderen Stellen als Ounan-Harif-Spitze bezeichnetes Exemplar kann unter H2 klassiert werden.&lt;br /&gt;
* k.) Die nicht ganz klare Zeichnung lässt eine H5-Spitze vermuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter werden zwei Spitzen mit gerundeter Basis erwähnt (Fig. 13.6 b) und zwei Dreieckspitzen mit zentraler Kehle vom Typ A2 (Fig. 13.8 k), Die Maße der größeren betragen 54mm x 33mm x 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-3'''  Alter von 5800 – 6300 BP&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen &lt;br /&gt;
* – 1 Ounanspitze ohne Zeichnung&lt;br /&gt;
* - eine blattförmige Spitze mit halbsteilen Randretuschen vom Typ H10 (Fig. 13.15 c)&lt;br /&gt;
* - eine beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 (Fig. 13.15 d) ferner eine Blattspitze der Familie C und eine zerbrochene Stielspitze der Familie D, beide ohne Zeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-92-7 Al Jerar Phase und spätes Neolithikum''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-92-7 spätes Neolithikum'''&lt;br /&gt;
* Von 72 Werkzeugen war nur ein Stück eine Ounanspitze (Fig. 9.14 f).&lt;br /&gt;
* Von der Oberfläche wurden zusätzliche Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 9.18.&lt;br /&gt;
* a.) – D3-Spitze mit konkavokonvexen Rändern und stark heruntergezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* b.) – Blattspitze vom Typ C3 mit vollflächig retuschierter Dorsalseite und teilflächig modifizierter Ventralseite.&lt;br /&gt;
* e.) – Ounanspitze (H12)&lt;br /&gt;
* d.) – große Blattspitze vom Typ C3&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Site E-75-8''' Zusatzgrabung auf der Fundstelle aus dem 7. Jahrtausend in Nabta Playa&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12 Dreieckspitzen, eine zerbrochene Blattspitze (Fig. 10.12), gezeichnet wurden fünf Dreieckspitzen und die Blattspitze.&lt;br /&gt;
* a-d. Dreieckspitzen der Gruppe H7.&lt;br /&gt;
* g.  Wird als Dreieckspitze bezeichnet ist aber sehr atypisch.&lt;br /&gt;
* i. Teilflächig retuschierte Spitze der Gruppe C1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Area A des gleichen Fundplatzes werden drei weitere Dreieckspitzen des Typs H7 und eine teilweise flächig retuschierte D21-Spitze gemeldet (Fig. 11.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom nördlichen Erweiterungsgraben sind zwei Spitzen gezeichnet Fig. 11.12.&lt;br /&gt;
* a.) Ist eine interessante Dreieckspitze mit konkaver Basis, die Ränder verlaufen im proximalen Bereich nahezu parallel zueinander, im distalen Bereich konvex. Sie ist kantenretuschiert und das distale Ende ist auf der Ventralseite durch flache Retuschen verdünnt. Dieser neue Typ erhält die Bezeichnung H20.&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine große Blattspitze der Gruppe H4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-94-2 Spätes Neolithikum von Nabta'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-2'''   Alter : von 5260 +- 60 BP (Herd 9) bis 6220 +- 90 BP (Herd 51).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.8 zeigt folgende Pfeilspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
* a.) Große Ounanspitze (H12).&lt;br /&gt;
* b.) Leicht asymmetrische D3-Spitze mit nur leicht herabgezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* c.) Große C4 Spitze.&lt;br /&gt;
* h.) C3-Spitze, das distale Ende erinnert am linken Rand an C11.&lt;br /&gt;
* j.)  C2-Spitze.&lt;br /&gt;
* l.)  C4-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle E-96-1 Struktur B'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 17.20 zeigt zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
* b) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle vom Typ A2, sie wurde einige Meter entfernt von der Struktur B an der Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
* e) Stielspitze mit kurzen Widerhaken. Im proximalen Bereich verlaufen die Ränder parallel zueinander. Das distale Ende ist spitzbogenförmig ausgestaltet. Sie kann noch unter D33 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''In „Holocene settlement“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7600+-100BP|| E-75-6 F.1|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 1/19,2/90|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 B,Oberfläche|| 4|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7536+-110BP|| E-91-1 C|| 7|| Ounan, leaf shaped|| H1,H2,H7,H10 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7850+-70BP|| E-91-1 D|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 12|| „points“|| H5,H1,H2,H10,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A2|| 22|| Ounan, bifacial points|| H12 ?, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Oberfläche|| 5|| Ounan, bifacial concave|| H12 ?, A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Base point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Grabung|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A4|| 31|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Oberfläche|| 8|| Ounan „Pointe“|| H12,E3,D3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Grabung|| 5|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A8|| 19|| Ounan|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A9|| 10|| Ounan, middle|| H12,H7,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||neolithic points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 10|| 18|| Ounan „points“|| H5,H7, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 16|| „points“|| H1,H13,H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 13|| 19|| Ounan|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 14|| 6|| Ounan|| H12 oder H13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 15|| 15|| Ounan „points“|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 16|| 10|| Ounan „points“|| H10,H13,H5,H9,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-77-1|| 18|| Ounan, points with|| H12,H2,H5,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||rounded base, points||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||with concave base||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5800-6300BP|| E-94-3|| 5|| Ounan, leaf shaped,|| H12 ?,H10,D1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||others||C ?, D ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-92-7|| 5|| Ounan „points“|| H12,D3,C3, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8|| 19|| Triangular points|| C1,H20,H4,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||leaf shaped point||H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||bifacial point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5260-6220BP|| E-94-2|| 6|| -|| H12,D3,C4,C3,C2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-96-1|| 2|| -|| A2, D33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bir Kiseiba'''  ( F. Wendorf, R. Schild, Ed. A.E. Close 1984 )&lt;br /&gt;
*Die auf den Siedlungsplätzen um Bir Kiseiba gefundenen Pfeilspitzen lassen sich in vier Gruppen einteilen wenn von einem Einzelfund einer großen, ausgekehlten, beidseitig flächenretuschierten Dreieckspitze vom Typ A2 und der Erwähnung einiger weniger flächenretuschierter, kleinformatiger Stücke abgesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Ounan Spitzen''' – hierbei sollte die Definition von J. Tixier Anwendung finden. Einige der besprochenen Bewehrungen entsprechen nicht den Kriterien und werden in andere Gruppen transferiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Kantenretuschierte Dreieckspitzen''' – sie kommen entweder mit geradliniger Basis oder mit konkaver Basis vor.&lt;br /&gt;
Die ersteren werden im weiteren Verlauf unter H7, die zweiten unter H8 geführt. Diese Einteilung wurde für die Fundstellen in Abu Tartur gewählt, wo 50 H7 – Spitzen und 15 H8 – Spitzen klassiert worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar Fig. 6.8 e wird als Bou- Saada- Spitze bezeichnet, diese weisen jedoch nach der Definition Tixiers keine kantenretuschierten Ränder auf. Sie wird unter H8 eingeteilt trotz einer leicht konvexen Schwinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar stimmt die Aussage D.L. Holmes, dass die H7 – Spitze der Columnata- Spitze Tixiers ähnelt, aber ein wichtiger technischer Punkt bleibt unberücksichtigt. Während die Basis der H7 – Spitze abrupt kantenretuschiert ist zeigt die Columnata- Spitze an der Basis auf beiden Seiten flache Druckretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Querschneider''' – Auf den Fundplätzen vom el- Kortein Typ sind neben den typischen Ounan- Harif- Spitzen ebenfalls geometrische Mikrolithen in Form von Trapezen und Dreiecken gefunden worden. Diese können als mögliche Bewehrungen nicht ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Ounan- Harif- Spitzen.''' – Durch die Art der basalen Modifikationen weisen alle Ounan- Harif- Spitzen eine starke Gemeinsamkeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinngemäß schreibt Angela E. Close dazu folgendes :&lt;br /&gt;
... allen Exemplaren dieses Typs ist die Bearbeitung der Basis gemeinsam. Sämtliche Spitzen weisen zwei proximale, schräg verlaufende, konvergierende Endretuschen auf, die geradlinig, konvex oder konkav sein können, so dass die Formen der Basis von gestielt bis eiförmig reichen. Die meisten zeigen flache Retuschen, um die Höhe des Bulbus zu verringern ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fred Wendorf und Romnald Schild drücken es so aus :&lt;br /&gt;
... Ounan- Harif- Spitzen sind die charakteristischen Werkzeuge der el Kortein Periode des frühen Neolithikums und sie bilden die größte Gruppe in dieser Werkzeug – Zusammenstellung. Die hier gefundenen 18 Exemplare weisen den typischen Stiel ( stem ) auf, welcher durch zwei sich schneidende basale Endretuschen geformt wird ..... Die beiden basalen Endretuschen können geradlinig sein ( sechs ) oder häufiger eine gerade und eine konvexe aufweisen ( neun ) oder eine gerade und eine konkave ( eine ) oder zwei konkave   ( zwei ) ....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Sinne schreibt Hanna Wieckowska :&lt;br /&gt;
„ ... Die an der Oberfläche gefundene Spitze ist untypisch. Sie ist aus tertiärem Hornstein gefertigt mit einem 9 mm langen Heftzapfen (tang) an beiden Rändern herausgearbeitet durch beidseitige, proximale Kerben, sie zeigt ebenfalls flache Retuschen auf der Ventralseite ... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die ausgegrabenen Stücke wird gesagt - :&lt;br /&gt;
„ .... Sämtliche Stiele sind proximal. Drei werden durch zwei geradlinige, konvergierende Endretuschen gebildet ....&lt;br /&gt;
.... eine hat eine konvexe und eine konkave Endretusche und drei haben zwei konkave Endretuschen. „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen lauten die Ausführungen von K. Morgan Banks im gleichen Volumen sinngemäß :&lt;br /&gt;
„ ... Ounan – Spitzen ( Typ 107 ) – Ounan- Harif- Spitzen sind kleine Abschläge oder Klingen bei denen ein Ende, normalerweise das proximale, so retuschiert ist, dass ein eindeutiger Stiel mit einer oder mehreren konkaven Schultern gebildet wird. Die Schultern können unterschiedlich gut ausgearbeitet sein. Die Stücke können Retuschen an den Rändern aufweisen. Das dem Stiel gegenüberliegende Ende, meistens das distale, ist entweder natürlich zugespitzt oder durch Retuschen modifiziert .... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollte der Begriff „ Stiel „ im Zusammenhang mit Pfeilspitzen definiert werden sowie die Methoden der Schäftung. Im Prinzip kennen wir vier verschiedene Pfeilspitzen – Basen, die für die Schäftung vorgesehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Geradlinige, konvexe und konkave Basen''' wie sie vor allem bei Dreieckspitzen angetroffen werden, seien diese nun flächenretuschiert oder nicht.&lt;br /&gt;
Als Beispiele können genannt werden A1, A18, B1 aber auch F5, F7 sowie H7, H8, H4 und H9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Gekehlte Basen''' wie sie für die Gruppen A2, A13 und A19 und anderer typisch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Konvergierende Linien,''' seien diese geradlinig, konvex, konkav oder gemischt.&lt;br /&gt;
Gerade konvergierende Linien sind bei rhombischen Pfeilspitzen üblich wie bei E1 und E2.&lt;br /&gt;
Konvexe konvergierende Linien bilden die Basen fast aller Blattspitzen. Als Beispiele seien genannt C1, C2, C3.&lt;br /&gt;
Konvergierende, konkave Linien sind anzutreffen bei rhombischen Spitzen ( E5 ) und bei Blattspitzen ( C11 ). &lt;br /&gt;
Gemischte konvergierende Linien wie z.B. konvex – konkav sind selten. In der Familie I ist es die Gruppe 12, welche die Kriterien erfüllt. Die schönsten Beispiele allerdings bieten die Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Der Stiel''' – Der Stiel setzt sich deutlich von einem häufig dreieckigem Körper ab. Auch bei den meisten schlanken, auch blattförmigen Körpern ist der Übergang zum Stiel klar zu erkennen. Beispiele sind D1, D2, D3, D11, D12, D38, D46 und sämtliche übrigen Pfeilspitzen der Familie D sowie H5, H12, H13 und andere bei den nicht flächenretuschierten  Exemplaren.&lt;br /&gt;
Es existieren weniger deutliche Gruppen wie D7 wo ein kleiner, bohrerartiger Stiel angebracht ist oder D44, welche einen Übergang von der Blattspitze zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Falle der Ounan- Harif- Spitzen von Bir Kiseiba handelt es sich um Pfeilspitzen, deren Basen durch konvergierende Linien gebildet werden, also in den häufigsten Fällen nicht um gestielte Spitzen. Die kurze und präzise Definition von Angela E. Close ist in diesem Zusammenhang besonders wertvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Typologie, die besonders die Silhouette zur Bestimmung heranzieht ist es schwierig verschiedenartige Exemplare, wenn sie auch in einer Hinsicht eine Gemeinsamkeit aufweisen und eine kulturelle Einheit bilden, in einer einzigen Gruppe zu führen.&lt;br /&gt;
Da vergleichbare und schon definierte Pfeilspitzen in der algerischen Sahara vorkommen, erhalten die blattförmigen Ounan- Harif- Spitzen die Bezeichnungen H1 und H10. Die unregelmäßigen rhombischen werden unter H2, die regelmäßigen unter H17 klassiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ounan- Harif- Spitzen werden unter der Bezeichnung H14 diejenigen Exemplare geführt, deren basale Retuschen konkav verlaufen oder es verläuft nur eine konkav aber sie bildet mit dem gegenüberliegendem proximalen Randabschnitt einen kleinen aber deutlichen Stiel.&lt;br /&gt;
Sollte trotz konkaver Basisretuschen ein abgesetzter Stiel nicht erkennbar sein, wird das Exemplar unter H19 abgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen von Bir Kiseiba sind auf die einzelnen Fundstellen wie folgt verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 1'''  Alter : 8210 +- 70 BP auf Straußeneischale &lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan – Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 8 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 247 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 3,24 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 4 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.6. z  Das Stück ist eine kurze und breite Ounan- Spitze mit atypischem distalem Ende. Die Ränder laufen nicht zu einer natürlichen Spitze zusammen sondern das distale Ende wird durch eine schräg verlaufende Schneide gebildet, welche die Wirkungsweise eines Querschneiders hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.8.&lt;br /&gt;
* i – rhombische Spitze vom Typ H17&lt;br /&gt;
* j – typische H2 - Spitze&lt;br /&gt;
* k – breite H5 - Spitze mit Ähnlichkeit zur Ounanspitze aber die Bohrerspitze fehlt am Stielende und das distale Ende ist gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Fundstelle wurden ebenfalls 2 Trapeze und 4 Dreiecke beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 2'''  Alter : 7610 +- 70 BP, 7780 +- 130 BP, 8130 +- 100 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan ( 8 ) und Bou – Saada ( 1 ).&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 9 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 887 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 1,02 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden vier Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 6.8.&lt;br /&gt;
* d – H5 - Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
* e – H8 - Spitze mit abgerundeter linker Schwinge.&lt;br /&gt;
* f - g – kleine Ounanspitze, H12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 6'''  Alter 7170 +- 80 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 19 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 577 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 3,29 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 8 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.6.&lt;br /&gt;
* i - m – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.7.&lt;br /&gt;
* r - s – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
* t – kantenretuschierte Dreieckspitze mit konkaver Basis vom Typ H8. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.5.&lt;br /&gt;
* zeigt eine große ausgekehlte, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze vom Typ A2 ( Dim. 49x30x7 ). Das Stück ist ein Irrläufer und gehört nicht in den Kontext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 7'''  Alter 7360 +- 200 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen mit konkaver Basis.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 2 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 20 Stücken, der Anteil der  pfeilspitzen beträgt also 10 %. &lt;br /&gt;
* Gezeichnet : keine, beide Spitzen können nach der Beschreibung als H8 – Spitzen identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 1'''  Alter Area C 8020 +- 70 BP und 8020 +- 90 BP.&lt;br /&gt;
* Area C enthält nur eine Pfeilspitze, für area A, die 62 Pfeilspitzen produzierte, sind nur indirekte Altersangaben verfügbar. Sie beruhen auf  Vergleichen mit ähnlichen Plätzen wie E – 77 – 3 ( 8840 +- 90 BP ), E – 75 – 6 ( 9360 +- 70 BP ) und ( 8290 +- 80 BP ) letztere auf  Straußeneischale.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif- Spitzen, sie stellen bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 817 Stücken 7,76 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.11.&lt;br /&gt;
* a – Querschneider vom Typ F14.&lt;br /&gt;
* b – Blattspitze vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* c – Sollte das gestumpfte Artefakt eine Pfeilspitze sein, so gehört es unter die Atypischen.&lt;br /&gt;
* d - g – Blattspitzen vom Typ H10.  &lt;br /&gt;
* h – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14. &lt;br /&gt;
* i – Blattspitze vom Typ H1.   					                                   &lt;br /&gt;
* j – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14.&lt;br /&gt;
* k – Spitze vom Typ H2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf E – 80 – 1 wurden ebenfalls 8 Trapeze und 9 Dreiecke gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 2'''  Alter : auf Grund von Beobachtungen auf ähnlichen Fundplätzen wird das Alter auf den Zeitraum von vor 8100 BP bis nach 9000 BP geschätzt.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : gestielte Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 18 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 63 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 28,57 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 13.3.&lt;br /&gt;
* f – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* g - i – Blattspitzen vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* j – Querschneider vom Typ F14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wurden 5 Trapeze mit den Tixier Nummern 83, 85, 87 und 88 gefunden, die potenzielle Pfeilspitzen- Bewehrungen sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 3'''  Keine Altersangabe&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 5 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 241 Stücken, dies ergibt einen Anteil von 2,07 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 14.5.&lt;br /&gt;
* a – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* b – H10- Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „ cattle – keepers „ werden insgesamt 125 Pfeilspitzen, davon 8 Ounanspitzen, 94 Ounan- Harif- Spitzen, 22 kantenretuschierte Dreieckspitzen und eine beidseitig flächenretuschierte, große, ausgekehlte Dreieckspitze, vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen 19 Trapeze und 9 Dreiecke, die als Bewehrungen in Frage kommen würden und 5 flächenretuschierte Exemplare. Die Ounan- Harif- Spitzen fallen durch ihre Breite auf, sie sind, legt man die Durchschnittslängen und Breiten zu Grunde, sämtlich aus Abschlägen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von Breite zu Länge beträgt für den Fundplatz E – 80 – 1 – A  0,47 und für die Fundplätze E – 80 – 2 und E – 80 – 3  0,40. Die Dimensionen variieren :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Länge von 19 – 35 mm ( E – 80 – 1 ), 23 – 31 mm ( E – 80 – 2 ), 26 – 32 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Breite von 8 – 18 mm ( E – 80 – 1 ), 9 – 13 mm ( E – 80 – 2 ), 11 – 12 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Dicke von 1 – 5 mm ( E – 80 – 1 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 2 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durchschnittlichen Werte für die 62 Spitzen vom Fundplatz E – 80 – 1 – A  betragen 27,9 x 13,1 x 3,0 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu sind die als Ounanspitzen bezeichneten Bewehrungen von Fundplatz E – 79 – 2 schlanker und aus Lamellen gefertigt. Die Durchschnittswerte liegen bei 37,2 mm Länge und 12,4 mm Breite, die Dicke beträgt 4,3 mm. Das Verhältnis von Breite zu Länge ist wesentlich geringer als bei Ounan- Harif- Spitzen und liegt bei 0,33. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 22 kantenretuschierten Dreieckspitzen, sei nur die Basis oder seien auch die Ränder von den Modifikationen betroffen, unterteilen sich in * H7 – Spitzen mit geradliniger Basis, &lt;br /&gt;
* H8 – Spitzen mit konkaver Basis und in H18 – Spitzen mit konvexer Basis.&lt;br /&gt;
Die Länge der Geschosse reicht von 13 – 25 mm, die Breite von 8 – 18 mm und die Dicke von 2 – 5 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bir Murr I werden vier flächenretuschierte Pfeilspitzen gemeldet, von Bir Murr II lediglich eine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holzkohlen Analyse für Bir Murr I ergab ein C 14 Alter von 6310 +- 70 BP Jahren.&lt;br /&gt;
Zeichnungen sind nicht angefertigt worden. Aus den Beschreibungen geht hervor, dass es sich bei dem Exemplar von Bir Murr II um eine abgebrochene Blattspitze handelt. Die Stücke von Bir Murr I scheinen zwei Stielspitzen der Gruppen D21 und D1 und eine Blattspitze des Typs C4 zu sein. Douglas R. Connor beschreibt das vierte Stück als gestielte, mit Schwingen versehene Spitze mit konvex dreieckigem Körper und einem Stiel, der von der Längsachse mit 30° abweicht. Er bezweifelt die Funktionalität als Pfeilspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist die geringe Pfeilspitzendichte vor allem bei den wenigen spätneolithischen Fundplätzen wie z.B. Bir Murr II, wo eine einzige Pfeilspitze unter 170 Werkzeugen gefunden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezeichneten Altersangaben erlauben eine relativ sichere Zuordnung der Pfeilspitzengruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''Typen im „cattle-keepers“'''|| '''Typen nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - nach 9000 und|| E - 80 - 2|| 18|| Ounan - Harif|| F13, H2, H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||vor 8100 BP||||||gestielt||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8210 +- 70 BP|| E - 79 - 1|| 8|| Ounan - Harif|| H2, H5, H12, H17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8020 +- 70 BP|| E - 80 - 1 - C|| 1|| Ounan - Harif|| F14, H1, H2, H14,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8020 +- 90 BP||||||||H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8290 +- 80 BP bis|| E - 80 - 1 - A|| 62|| Ounan - Harif||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||9360 +- 70 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7610 +- 70 BP|| E - 79 - 2|| 8|| Ounan|| H5, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7780 +- 130 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8130 +- 110 BP|||| 1|| Bou Saada|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7170 +- 80 BP|| E - 79 - 6|| 19|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||1||Beidseitig flächenretuschierte||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Dreieckspitze mit konkaver Basis||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7360 +- 200 BP|| E - 79 - 7|| 2|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8100 - 8000 BP|| E - 80 - 3|| 5|| Ounan - Harif|| H2, H10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 6310 +- 70 BP|| Bir Murr I/II|| 5|| Flächenretuschierte Spitzen|| C4, D1, D21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenfassung Nabta und Kiseiba'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Südost-Ecke der libyschen oder westlichen Wüste Ägyptens hat ca. 500 Pfeilspitzen hervorgebracht.&lt;br /&gt;
- Da sind zunächst die Ounan-Harif-Spitzen, eine heterogene Gruppe von kantenretuschierten Exemplaren, die die Gemeinsamkeit haben, dass konvergierende Linien die Schäftungszone bilden. Dieses Merkmal teilen sie mit rhombischen und blattförmigen Stücken. Teilweise sind auch Druckretuschen zur Verringerung der Dicke zu beobachten.&lt;br /&gt;
Um eine differenzierte Ansprache zu erlauben, wurden die Ounan-Harif-Spitzen gemäß ihrer Silhouetten in verschiedene Gruppen aufgeteilt.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien - H1 oder H10.&lt;br /&gt;
* Zwei geradlinige, konvergierende Linien - H2 oder H17.&lt;br /&gt;
* Zwei konkave, konvergierende Linien - H19.&lt;br /&gt;
* Gemischte konvergierende Linien mit Bildung eines deutlichen Stielchens - H14.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien und ein querschneidiges distales Ende - F18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ounan-Harif-Spitzen sind typisch für die Zeitspanne von vor 9000 BP bis ca. 8000 BP (E-80-2, E-80-3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ounanspitzen sind schon im Kapitel „Abu Tartur“ abgehandelt worden. Die entsprechenden Bewehrungen von Kiseiba und Nabta sind ebenfalls eingeteilt worden in :&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
a.) Ounanspitzen gemäß der Definition Tixiers. Charakteristisch ist das bohrerartig zugespitzte Stielende (hier als H12 eingeordnet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b.) „Abu Tartur Spitzen“ weisen ein Stielende auf, welches aus einer mittels der Kerbtechnik herbeigeführten Bruchfläche besteht. Diese Stücke werden mit H13 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c.) Bei den H5-Spitzen ist die Bearbeitung des Stiels weitergehend, sie umfasst flache Retuschen zur Reduzierung des Bulbus und ebensolche zur Abflachung des Stiels auf der Dorsalseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Häufung dieser gestielten Spitzen ist zwischen ca. 7800 BP und 7500 BP zu beobachten. Aber sie können ebenfalls auf Fundstellen mit Daten von über 8000 BP und unter 6000 BP auftreten. Ob sie nun in diesen frühen und späten Epochen hergestellt worden sind oder ob sie durch Vermischung in die Inventare gelangt sind, sei dahingestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das mittlere Neolithikum Kiseibas und Nabtas sind kleine, kantenretuschierte Dreieckspitzen, auch Nabtaspitzen genannt, typisch.&lt;br /&gt;
Je nach Ausformung der Basis werden sie mit H7, H8 oder H18 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz E-75-8 (untere Schicht) brachte 41 dieser Spitzen hervor, sein Alter wird mit 7100 – 6700 BP angegeben. 19 Stücke stammen vom auf  7170 BP datiertem Fundplatz       E-79-6. Nach den vorliegenden Daten sind sie in dem Zeitraum von ca. 7500 – 6700 BP anzusiedeln. Parallel zu den kantenretuschierten Dreieckspitzen waren in geringer Menge Blattspitzen gleicher Bearbeitungstechnik im Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab ca. 6300 BP tauchen für die nächsten tausend Jahre zweiseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen der Gruppen C1, C2, C3, C4 und D1, D3 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle (A2) von den Fundplätzen E-79-6, E-77-1 und &lt;br /&gt;
E-96-1 sind Oberflächenfunde und schlecht einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Querschneider wie Dreiecke, Trapeze und Segmente kommen schon während der frühesten Besiedlungsphasen vor und finden sich auch noch im ausgehenden Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dakhla==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mut, der Hauptort der Dakhla Oasen liegt auf dem Längengrad 29° Ost und auf dem Breitengrad 25°30’ Nord. Von Tineida im Osten zieht sich ein Grüngürtel von rund 100 km Länge mit Unterbrechungen über Balat, Ismant, Mut und El Qasr bis nach Gharb Mawhub. Von dort führt die Teerstraße parallel zu den Dünenketten der großen Sandsee nach Abu Minqar und weiter nach Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts durchforscht Mary M. A. Mc Donald die Oasen. Sie hat die für diesen Bericht relevanten prähistorischen Kulturen des Holozäns wie folgt eingeteilt :&lt;br /&gt;
* 1.) Masara A, B und C mit Altersangaben von 9180 BP (site 194 Masara B) bis 8170 BP (site 166 Masara A).&lt;br /&gt;
* 2.) Bashendi A mit Daten von 8340 BP (site 228 SH) bis 6380 BP (site 228 C1.1). Für diese Phase wurden 25 Altersanalysen erstellt, 22 davon beziehen sich auf ein Gebiet, dass außerhalb der Oasen, südöstlich von diesen am Fuße des Abu Tartur Massivs liegt.&lt;br /&gt;
* 3.) Bashendi B mit Daten von 6480 BP (site 165) bis 4380 BP (site 277).&lt;br /&gt;
* 4.) Sheikh Muftah mit Daten von 8210 BP (site 108) bis 4310 (site 244).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erscheint als ob die verschiedenen frühholozänen Masara Fundstellen A, B und C praktisch gleich alt seien und sich unterscheiden würden durch das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Baustrukturen und dem Vorkommen von rückengestumpften Lamellen und Klingen bzw. ihr Fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bashendi A schließt an die frühen Kulturen an und hat um 7000 BP seine größte Ausdehnung, mit kurzer Überlappung folgt Bashendi B mit reichen Vorkommen um ca. 6000 BP. &lt;br /&gt;
Die vier Sheikh Muftah Daten verteilen sich über den gesamten Bashendi Zeitraum und weisen ein erstes Datum im Frühholozän, am Ende der Masara Phase auf. Nach den C14- Daten enden Sheikh Muftah und Bashendi B gegen 4300 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die in der mir bekannten Literatur erwähnten und dokumentierten Pfeilspitzen verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Phasen und Fundplätze :'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Masara Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1.) '''263''' Masara A.   Das Alter, die Menge der Pfeilspitzen und die Gesamtwerkzeugmenge sind nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Zwei Pfeilspitzen sind gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitze : Fig. 4.d rough point or arrowhead, Fig. 4.e Ounan- point.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.d   Interessante, randretuschierte Blattspitze, die im proximalen Bereich am linken und rechten Rand jeweils eine Kerbe aufweist, wie sie später in protodynastischer Zeit bei den D42- Spitzen auftreten. Durch die Kerben wird eine Schäftungszone markiert und ein Stiel angedeutet. Das Artefakt erhält die Bezeichnung H21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.e   Wie aus der nicht klaren Zeichnung hervorgeht, handelt es sich entweder um eine H13 Spitze, falls die Modifikationen aus Kantenretuschen bestehen und das Stielende eine Bruchfläche aufweist. Im Falle, dass es sich auf der Dorsalseite um flächige Retuschen handeln sollte, wäre das Exemplar eine H5- Spitze, Auf keinen Fall handelt es sich um eine wie von Tixier definierte Ounanspitze (H12), da der Stiel nicht bohrerartig zugespitzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2.) '''300''' Masara C.   Alter : 8220 BP und 8840 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : elf plus Querschneider.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : a-b arrowheads, im Text Ounan points f. trapeze, g. triangle.  &lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden zwei Spitzen und zwei Querschneider, die Gesamtwerkzeugmenge ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.a-b   Es handelt sich um Ounan- Harif Spitzen mit der Silhouette H19, Ausgangsmaterial waren möglicherweise Abschläge. Das Exemplar a weist eine starke Randretuschierung auf. Die die Schäftungszone bildenden, als Kerben ausgelegten, konvergierenden Linien sind von der Dorsalseite aus angebracht im Gegensatz zu dem Exemplar b, welches eine alternierende Retuschierung des Stielchens aufweist. Die Ränder sind weniger stark modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichartige Pfeilspitzen werden in Nabta und Abu Tartur angetroffen, sie sind typisch für die El Ghorab Phase. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.f   Querschneider vom Typ F2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.g   Querschneider vom Typ F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Angaben und Zeichnungen Fig. 2 und Fig. 4 sind aus „Holocene Prehistory : Interim Report on the 1997 and 1998 Seasons – The Masara sites“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3.) '''308''' Im Text werden 20 kleine Harif- Spitzen von dieser Masara C Fundstelle erwähnt, von denen aber weder Zeichnungen noch Beschreibungen existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altersangaben liegen bei 8710 BP und 8810 BP.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* 4.) '''265''' Von diesem Fundplatz wird eine Serie von kleinen Pfeilspitzen „most with bifacial edge retouch“ gemeldet ohne nähere Präzisionen über Menge und Gruppe der Bewehrungen und ohne exakte Beschreibung der übrigen Werkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 8590 BP bzw. 8480 BP angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zusammenfassung kann für die Dakhla Oasen und die Masara Phase von sechs dokumentierten Pfeilspitzen ausgegangen werden. Davon eine H21, eine H13 oder auch H5, eine H19, eine F16 und eine F13.&lt;br /&gt;
Quantitative Angaben existieren für insgesamt elf mögliche H19- Spitzen und 20 Harif- Spitzen. Mit der Serie kleiner, mit flachen Randretuschen versehener Pfeilspitzen und den Querschneidern wäre von einer Gesamtmenge von ca. 50 Bewehrungen auszugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi A Phase.'''&lt;br /&gt;
Für die Bashendi A Phase existieren einige Zusammenstellungen von Werkzeugen. Die aufgelisteten Fundstellen befinden sich sämtlich außerhalb des Oasen Grünlandes im Südosten von Dakhla, beiderseits der Straße nach Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''387''' Das Alter ist nicht angegeben, die Fundstelle hat 34 kleine, beidseitig      &lt;br /&gt;
flächenretuschierte Bewehrungen mit zwei zugespitzten Enden hervorgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine C1- Spitze wurde gezeichnet (Fig. 4.f). Die nicht gezeichneten Pfeilspitzen dürften den Gruppen C1 und C3 zugeordnet werden können, da sie über zwei Spitzen verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''228''' Alter : von 8340 BP bis 6380 BP, wobei das frühholozäne Datum wohl &lt;br /&gt;
ausgeklammert werden sollte.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : verschiedene&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 93&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : neun Exemplare (Fig. 3. Sahara 4/1991).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.a.) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle, die Schwingenanordnung ist asymmetrisch und ergibt den Hybridtyp A2/A27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.b) E1 groß, Fig. 3.c D1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.d) D12 groß, ein nahezu identisches Stück ist von Abu Tartur Fundplatz 1005/83 bekannt (6420 +- 60 BP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.e) D39, Fig. 3. f-g C1, Fig. 3. h.i H5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) '''228''' A site Cluster 1   Alter : 7200 BP bis 6380 BP.&lt;br /&gt;
* Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 11,9% oder 12 Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) '''228''' A Site Combo (Cluster 3 und 4 sowie Mound site).                                                                          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht die Vermutung, dass diese Fundstelle identisch mit der schon behandelten Fundstelle 228 ist, da die Anzahl der Pfeilspitzen, der Kerben und der gezähnten Stücke, der Kratzer, der Messer, der retuschierten Stücke und der Meißel gleich ist. Lediglich bei den Bohrern, den Kombinations- Werkzeugen und den Varia bestehen Unterschiede sowie auch in der Gesamtmenge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) '''228''' A site Shake Hole. Alter : von 8340 bis 6480 BP.&lt;br /&gt;
* Die Anzahl der Pfeilspitzen beträgt 30. Weitere spezifische Angaben werden nicht gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) '''174''' (30/450-F8-3) Alter : 6900 BP&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 54.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : es gibt sieben Typen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* a.) Aus Lamellen hergestellte Pfeilspitzen mit beidseitig flächenretuschierte Stielen aber ansonsten durch einseitige Kantenretuschen modifiziert.&lt;br /&gt;
* b.) Kleine Dreieckspitzen mit konkaver Basis und einigen Kantenretuschen (Bou Saada).&lt;br /&gt;
* c.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen.&lt;br /&gt;
* d.) Asymmetrische Spitzen mit Kantenretuschen.&lt;br /&gt;
* e.) Aus Lamellen hergestellte Blattspitzen mit zwei zugespitzten Enden und mit zweiseitigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* f.) Blattspitzen mit beidseitiger flächiger Retusche.&lt;br /&gt;
* g.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen mit Schwingen und Widerhaken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Foto Fig. 7.1. in „Neolithic Cultural Units and Adaptations in the Dakhleh Oasis“ zeigt die beschriebenen Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Sie korrespondieren mit den Bezeichnungen :&lt;br /&gt;
* a.) Zwei Exemplare H16.&lt;br /&gt;
* b.) Zwei Exemplare H8.&lt;br /&gt;
* c.) Ein Exemplar D2 und eine rhombische Spitze E2.&lt;br /&gt;
* d.) Die Stücke sind nach dem Foto nicht einzuordnen.&lt;br /&gt;
* e.) Ein Exemplar H5 und ein Exemplar H2.&lt;br /&gt;
* f.) Zwei Exemplare C1.&lt;br /&gt;
* g.) Jeweils ein Exemplar D13 und D49.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe der Fundstelle ist eine 47mm lange Dreieckspitze mit zentraler Kehle von der Oberfläche aufgesammelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Third report on lithic industries in the Dakhleh Oasis“ 1982 sind von weiteren Fundplätzen Pfeilspitzen gezeichnet oder abgelichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So eine nach Mc Donald 6a Spitze von 32/390-D2-2 was nach Hugot eine H1- Spitze sein würde (Fig. 7.d.).&lt;br /&gt;
Plate XIII zeigt von Fundplatz 31/420-P5-1 vier D26- Spitzen mit treppenförmigen Stiel sowie vier Blattspitzen mit zum Teil gerundeten Basen und beidseitigen flachen Randretuschen, drei Exemplare sind unter H4 und eine unter H1 zu klassieren.&lt;br /&gt;
Plate XV zeigt verschiedene neolithische Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Foto a. sind eine C1- Spitze, eine gezähnte C6- Spitze und vier C3- Spitzen zu sehen, sie werden als Type 6b bezeichnet.&lt;br /&gt;
Foto b. zeigt ebenfalls Blattspitzen und zwar drei C4- Spitzen, eine gezähnte C6- Spitze, eine ebenfalls gezähnte C9- Spitze mit gerundeter Basis und eine C- Spitze mit einem abgebrochenen Ende. Diese Bewehrungen werden bei Mc Donald unter der Bezeichnung 6c geführt.&lt;br /&gt;
Auf Foto c. sind verschiedenartige Stielspitzen und ein asymmetrisches Stück vorgestellt. Nach Hugot sind es zwei D1- Spitzen, eine D3- Spitze, eine D18- Spitze und zwei D28- Spitzen. Das asymmetrische Exemplar ist eine I3- Spitze. Die Stielspitzen werden in dem Bericht mit 6d. bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto d. zeigt sieben grob flächenretuschierte Blattspitzen, hier 6e genannt, davon drei mit stark gerundeten Basen und eine mit angedeutetem Stiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewehrungen dieser Art sind von den benachbarten Fundkomplexen wie Lobo, Djara, Eastpans oder Abu Tartur nicht bekannt, es wäre daher interessant das Begleitmaterial und die Fundbedingungen zu kennen.&lt;br /&gt;
Ich würde, ohne sicher zu sein, dieses Stück nicht dem Neolithikum sondern einem späten Aterien zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesamtvolumen der Dakhla- Pfeilspitzen des Bashendi A Komplexes kann nur geschätzt werden. Die Typologien der aufgelisteten Fundplätze ergeben 223 Pfeilspitzen bei 799 Werkzeugen, das sind 27,9 % der Gesamtwerkzeugmenge. Zählt man die Fundstelle 228 und A site Combo als eigenständige Plätze so ergeben sich 316 Bewehrungen bei 1029 Werkzeugen und ein prozentualer Anteil von 30,7.&lt;br /&gt;
Hinzu kommen die 34 dokumentierten Spitzen von Plate XIII und Plate XV, so dass von ca. 350 Bashendi A- Pfeilspitzen ausgegangen werden kann. Würden die hier nicht erwähnten kleineren Fundplätze und die Einzelfunde berücksichtigt, könnte die Gesamtmenge wesentlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi B Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''271''' Alter : 6360 BP und 6280 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den üblichen Blattspitzen der Typen C1, C3 und C4 werden für diese Phase jedoch nicht ausdrücklich für diesen Fundplatz jeweils eine D31- Spitze, eine D25- Spitze und eine D19- Spitze vorgestellt (Sahara 4/1991 Fig. 5.). Eine zeitliche Einordnung dieser Stielspitzen ist daher nur im groben Raster möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''385''' Das Alter ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : vier, gezeichnet wurden drei Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen, eine vom Typ C4 (a.) und eine vom Typ C3 (c.). Die dritte Pfeilspitze (b.) ist vom Typ H1 mit einseitigen flachen Randretuschen. (Holocene Prehistory : Interim Report on the 1999 Season Fig. 4.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt sind circa 20 Bashendi B Fundstellen angegeben allerdings, mit Ausnahme von 271 und 385, ohne Werkzeug- Auflistung und ohne Angaben der Anzahl der Pfeilspitzen, möglicherweise weil die Fundmenge keine Erstellung von Typologien erlaubten und Pfeilspitzen nur in geringen Mengen gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Sheikh Muftah Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine einzige Sheikh Muftah Fundstelle nämlich 31/420-P6-1 ist typologisch ausgewertet worden. Sie enthält neben den Varia lediglich vier Werkzeuggruppen und keinerlei Bewehrungen. Allerdings werden in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ 2002 zwei Stielspitzen und zwei Querschneider aus der Sheikh Muftah Phase vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 1.&lt;br /&gt;
* j) Zeigt eine langstielige, mit Widerhaken versehene D9- Spitze.&lt;br /&gt;
* k) Ist eine sehr schlanke D19- Spitze.&lt;br /&gt;
* l-m) Sind zwei Querschneider vom Typ F13, die zusammen mit dreieckigen Exemplaren der Gruppe F4 auf dem Fundplatz 136 vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrer Magisterarbeit stellt I. Teubner aus Berlin insgesamt 55 Bewehrungen der Sheikh Muftah Phase vor, davon rund 40 vom Fundplatz 136. Da gute Zeichnungen vorliegen können die Pfeilspitzen wie folgt klassifiziert werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Typ'''|| '''Anzahl'''|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D1|| 2|| 135&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D2||1||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D3||6||404, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D18||3||105, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D19||2||135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F4||10||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F10||20||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F14||2||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I3||3||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I9||1||404&lt;br /&gt;
|-|-&lt;br /&gt;
||Nicht identifiziert||5||404, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''55'''||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell sind auch die Pfeilspitzen der Sheikh Muftah Phase nicht sehr häufig. Größere Blattspitzen mit groben Flächenretuschen kommen noch vor aber Stielspitzen, häufig mit Widerhaken und leichter Zähnung sind neben langschmalen trapezförmigen und dreieckigen Querschneidern der Typen F10, F4 und F14 die bevorzugten Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der in den Dakhla Oasen und der Südwestecke des Abu Tartur Massivs durch Zeichnungen und Fotos dokumentierten Pfeilspitzen beträgt für die Masara Plätze sechs Exemplare, Bashendi A ergibt 57 Stücke, Bashendi B sieben Artefakte und Sheikh Muftah 57 Bewehrungen. Zusammengenommen sind es 127 Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Die im Text genannte und zum Teil aufgelistete Menge dürfte bei ca. 426 Exemplaren liegen. Eine genaue zeitliche Zuweisung ist nur für wenige Exemplare möglich z.B. Masara C Fig. 2.a-b zeigt zwei H19- Spitzen mit einem Alter von 8840 BP – 8220 BP. Dieses entspricht dem Alter ähnlicher Ounan-Harif- Spitzen der El Ghorab Phase in Kiseiba oder die Blattspitzen der Gruppen C1, C3 und C4 des Fundplatzes 271 (Bashendi B) deren Alter sehr genau mit 6360 BP bzw. 6280 BP angegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi A Fundplätze'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''387'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''228'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site cluster 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site SH'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site Combo'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''174 30/450-F8-3'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 42,0&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 11,9&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 14,9&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 40,4&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 22,6&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 44,6&lt;br /&gt;
|| 46&lt;br /&gt;
|| 22,9&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 21,3&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 23,5&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 10,6&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 13,9&lt;br /&gt;
|| 110&lt;br /&gt;
|| 54,8&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 10,9&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombi- Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,2&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 6,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 3,0&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,9&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,6&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,7&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 18,9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 16,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3,0&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,6&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''81'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''217'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''101'''&lt;br /&gt;
|| '''100,3'''&lt;br /&gt;
|| '''201'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''230'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi B- und Sheikh Muftah- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 271'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 385'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Sheikh Muftah 31/420-P6-1'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 64&lt;br /&gt;
|| 50,4&lt;br /&gt;
|| 97&lt;br /&gt;
|| 50,0&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 27,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Kombi Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 8,8&lt;br /&gt;
|| 35&lt;br /&gt;
|| 21,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 11,0&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
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|| 11&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
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|| 3&lt;br /&gt;
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|| Beile&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Microburin&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Awls&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretusche&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''127'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''194'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''164'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Masara- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''85 Masara A'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''263 A Masara A'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''194 Masara B'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''264 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''300 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''308 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''260 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''265 Masara C'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alter&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7730&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8700&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8200&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8600&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8600-8500&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuggruppen&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I Kratzer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 16&lt;br /&gt;
|| 14,3&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 9,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 50,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| II Bohrer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 12,1&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 12,8&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 10,5&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| III Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 22,2&lt;br /&gt;
|| 75&lt;br /&gt;
|| 67,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VI Rück. Lamellen*&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 59,2&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VII Kerben&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 8,2&lt;br /&gt;
|| 27&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 11,6&lt;br /&gt;
|| 48&lt;br /&gt;
|| 24,1&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 17,4&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 26,3&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 47,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VIII Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| IX Geom. Mikro.**&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 12,2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,5&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 20,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| X Microburin&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 7,0&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| XI Verschiedene&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 3,6&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 33,2&lt;br /&gt;
|| 16&lt;br /&gt;
|| 18,6&lt;br /&gt;
|| 28&lt;br /&gt;
|| 40,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 10,5&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 31,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''49'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''63'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''86'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''70'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''57'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   *   VI   Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
*   ** IX   Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Merimde beni-Salam==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde beni-Salam liegt westlich des Rosetta-Arms des Nils auf ehemaligem Wüstenboden. Heute ist das Gebiet zwischen Nil und der Giza-Alexandria Straße für die Landwirtschaft erschlossen worden. Von Kairo sind es ungefähr 60 km in nordwestlicher Richtung.&lt;br /&gt;
Bekannt wurde Merimde ab 1928 durch die Arbeiten von Hermann Junker, dem Entdecker des ausgedehnten Siedlungsareals.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Arbeiten ging jedoch in den Wirren des 2. Weltkriegs verloren und ein endgültiger Bericht wurde nie vorgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter dieser frühen unterägyptischen, bäuerlichen Niederlassung wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 4880 BC bis 4230 BC angegeben. Von den Driesch und Boessneck ( 1985 ) datieren Merimde zwischen 5890 BP und 5440 BP. Breunig ( 1987 ) gibt für die untere Schicht ein Alter von 3940 bis 5840 BP an. Auf der Liste der Radiocarbon Daten der Universität zu Köln ( B.O.S. und ACACIA Projekte ) wird Merimde auf ca. 5900 bis 5600 BP oder auf ca. 4800 bis 4430 BC cal. datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979 veröffentlichte Josef Eiwanger seinen Bericht über die „Geschossspitzen aus Merimde“. Die Arbeit stützt sich auf neuere Grabungen, berücksichtigt aber auch das Material und die Vorberichte von H. Junker. Insgesamt werden 61 große Dreieckspitzen der Typen A2, A27, A25 und A28 vorgestellt mit Gewichten von ca. 3g bis ca. 15g.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiteren Arbeiten werden ferner Querschneider ohne weitere Spezifikationen und eine Stielspitze mit einem seitlichen Kerbenpaar ( D31 ) aus der Urschicht, sowie eine D33-Spitze mit flachen Randretuschen aus Schicht IV vorgestellt. Von der Oberfläche sind drei weitere Stielspitzen aus den Zeiten H. Junkers bekannt. Letzterer stellt 1928 in seinem Bericht über &lt;br /&gt;
die archäologischen Arbeiten im Westdelta auf Tafel 16 sieben typische „Merimdespitzen“ vor, die er libysche Pfeilspitzen nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in Merimde so variieren auch in Abu Tartur und den angrenzenden Gebieten die Gewichte der großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle stark und liegen hier bei ca. 1,9g bis ca. 17,5g. Das Gleiche gilt für die großen Stielspitzen der Typen D3 und D4, die außer in Abu Tartur in der westlichen Wüste äußerst selten gefunden wurden. Aus dem Niltal und der übrigen Sahara liegen nur wenige vergleichbaren Stücke vor. Bekannt ist eine Großspitze aus dem Fayum, eine weitere wurde von H. Junkers in Merimde gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke J. Eiwangers überschwere Pfeile aus der deckunggebenden Ufervegetation heraus aus sehr kurzer Distanz auf  große Beutetiere abzuschießen ist einleuchtend. Die einschlägige Forschung geht sicherlich bei Pfeil und Bogen, auch im prähistorischem Kontext nur von einer Fernwaffe aus, was im Prinzip sehr berechtigt ist. In Ausnahmefällen allerdings, wie bei speziellen Jagdtechniken oder aber im Verdrängungskrieg um Weiden und Wasserstellen könnte ein schwerer Pfeil mit kurzer Flugbahn im Kampf Mann gegen Mann von Vorteil sein. Auf  Felsbildern im Tassili sind derartige Szenen bewegt und eindrucksvoll dargestellt aber auch aus Südafrika sind ähnliche Auseinandersetzungen im Bild festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Liste A auf den Seiten 73 und 74 sind die großen, gekehlten Dreieckspitzen, beidseitig flächenretuschiert, aufgeführt.&lt;br /&gt;
34 Stücke, es sind bis auf eine Einzige Oberflächenfunde, wurden von H. Junker ab 1928 publiziert. Die 17 von J. Eiwanger während der Grabungskampagne 1978 gefundene Stücke verteilen sich auf die Oberfläche ( 5 Exemplare ), die Phase IV ( 11 Exemplare ) und die Phase V ( 1 Exemplar ). Weiterhin sind noch 10 Spitzen, sämtlich von der Oberfläche, genannt. Das bekannte Gesamtinventar kann somit in 48 Oberflächen-Fundstücke und 13 aus Schichten stammenden Funden eingeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sein Diagramm Abb. 3 gliedert der Autor die Pfeilspitzen in breite ( B ), normale ( N ) und schmale ( S ) Stücke und die Schäftungskehle in tiefe ( T ), normale ( N ) und flache ( F ). Um dieses graphisch sichtbar zu machen, werden in einem Koordinatensystem auf der Ordinate das Verhältnis von Länge zu Breite ( a : b ) und auf der Abszisse das Verhältnis der Länge zwischen Kehlenende und dem distalen Ende zu der Breite der Pfeilspitze in Höhe des Kehlenendes ( A : B ) eingetragen. Die Auswertung der Merimdespitzen ergibt für die ältere Phase IV hauptsächlich breite bis normale Stücke mit flachen bis normalen Kehlen ( BF, NF, NN ). Tief ausgekerbte und schlanke Artefakte sowie die Spitzflügel, wie sie auch aus dem Fayum bekannt sind, kommen in Phase V und einer darüber liegenden erodierten Schicht vor. Besonders die tief ausgekerbten Spitzflügel stellen einen technischen Fortschritt dar, indem sie die Wirkung einer großen Aufpralllänge, gegeben durch die Breite b, bewahren und durch Materialreduzierung das Gewicht senken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siwa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siwa, die Oase im nordwestlichen Ägypten, nahe der libyschen Grenze hat für mich, wahrscheinlich bedingt durch die isolierte Lage oder auch durch das Orakel des Amontempels etwas Mystisches, Geheimnisvolles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Mittelmeer, nach Marsa Matruh sind es, der „Straße“ folgend, rund 300 km. Verbindungen nach Südosten zu den Bahariya Oasen oder nach Osten ins Fayum werden durch abenteuerliche Pisten gewährleistet oder auch nicht, wie schon das frühe Beispiel des Kambyses und seiner Perserarmee zeigt, sie sind nie angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf prähistorische Vorkommen ist das Gebiet von Siwa und den benachbarten Oasen Um el Hiyus, Gara, El Arag und Sitra von Fekri A. Hassan Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und von den B.O.S. Expeditionen (R. Kuper, E. Cziesla) in den 80er Jahren wissenschaftlich untersucht worden.&lt;br /&gt;
Die Hauptbesiedlungsphasen scheinen epipaläolithisch und frühneolithisch gewesen zu sein, bezieht man sich auf das von Fekri A. Hassan vorgestellte Fundmaterial, welches hohe Anteile an Rückenstumpfungen und Meißeln aufweist.&lt;br /&gt;
Die B.O.S. Fundstelle 85/05-4, mit 356 m² etwas größer als weitere Plätze in Sitra, ist gemischt. Sie führt ebenfalls rückengestumpfte Lamellen und Langschmale Dreiecke aber auch einige flächenretuschierte Artefakte jüngeren Datums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorkommen von Pfeilspitzen in den Siwa- Oasen beschränken sich auf wenige flächenretuschierte Exemplare. Ounanspitzen sind sehr selten, Ounan-Harif-Spitzen und damit verwandte Stücke werden von Site 75/27 in Gara gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der mir zur Verfügung stehenden Literatur ergibt sich folgendes Bild :&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Ounan-Harif-Spitzen beträgt sicher zehn, das sind die gezeichneten Exemplare und wahrscheinlich 39, das sind sämtliche Pfeilspitzen der Tafel 5.1 in  „Resources and Subsistence during the Early Holocene at Siwa Oasis, Northern Egypt“ von Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Exemplare sind datiert, das Alter von 8219 +- 73 BP fällt zusammen mit dem Ende der El Ghorab Phase im äußersten Südwestzipfel der östlichen Wüste Ägyptens, dort wurden gleichartige Bewehrungen beobachtet.&lt;br /&gt;
Die teilweise flächige Bearbeitung findet durchaus Parallelen in Kiseiba, Nabta und Abu Tartur.&lt;br /&gt;
Auch die Stücke a und d (Fig. 7 Artifacts from Gara Oasis site 75/27) passen gut als frühe flächig retuschierte Stielspitzen in den allgemeinen Rahmen. Ein weiteres Beispiel ist die D21- Spitze von Sitra 85/5 (Abb. 1/3 in Cziesla 98), die in Silhouette und Bearbeitungstechnik der Spitze a site 75/27 sehr ähnlich ist und die in den Zeithorizont um ca. 8200 BP fällt.&lt;br /&gt;
Weitere datierte Exemplare aus Dakhla und Abu Tartur erhärten den Befund, dass flächig retuschierte Stielspitzen am Ausgang des 9. Jahrtausend vereinzelt auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen nach Fundorten innerhalb der Siwa- Oasen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplatz&lt;br /&gt;
|| Anzahl der&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gefunden&lt;br /&gt;
|| Anzahl der &lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gezeichnet&lt;br /&gt;
|| Alter BP&lt;br /&gt;
des&lt;br /&gt;
Fundplatzes&lt;br /&gt;
|| Klassifikation&lt;br /&gt;
nach Hugot*&lt;br /&gt;
|| Literatur-&lt;br /&gt;
hinweise&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/31&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/24&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/27&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 8219+-73&lt;br /&gt;
|| D1, D21, 2xH1, &lt;br /&gt;
5xH4, 1 Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 7 a-j&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/24A2 &lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/05-4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D3, D33, H10&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/09&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| H12, H5&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| G1&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/07&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D33&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| ca. 8200&lt;br /&gt;
|| D21 nach 19&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/15&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D18 langstielig&lt;br /&gt;
D44, 2xC1&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 f-i&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus&lt;br /&gt;
Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD19 langstielig&lt;br /&gt;
C3, D44,&lt;br /&gt;
C Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 a-e&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/12&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.3 b&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa Slg. Bates&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D21 schlank&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98&lt;br /&gt;
Abb. 1/4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 83/11-2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Blattspitzen&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Südl. Des Sitra-&lt;br /&gt;
Sees&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD18&lt;br /&gt;
1xD42&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98,&lt;br /&gt;
Abb. 1/12, 13, 14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa&lt;br /&gt;
ohne weitere&lt;br /&gt;
Präzision&lt;br /&gt;
|| 102&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 11xC4&lt;br /&gt;
11 Ounan-Harif-Spitzen&lt;br /&gt;
der Typen H10 und H14,&lt;br /&gt;
60 Stielspitzen des &lt;br /&gt;
Typs D19 und D18,&lt;br /&gt;
19xC1 oder C3,&lt;br /&gt;
1xE3&lt;br /&gt;
|| Mc. Burney&lt;br /&gt;
1955&lt;br /&gt;
Seiten 254 - 257,&lt;br /&gt;
Fig. 35, 36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''&amp;gt; 163'''&lt;br /&gt;
|| '''50'''&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *&lt;br /&gt;
-Die C4- Spitzen weisen flächige Randretuschen auf, vor allem die Schäftungszonen sind beidseitig modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Schäftungszonen der Ounan- Harif- Spitzen „shanked blades“, wie Mc. Burney sie nennt, sind ebenfalls durch flache, beidseitige Retuschen bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die sehr schlanken Stielspitzen der Gruppen D18 und D19 mit einem Koeffizienten B/L von 0,20 bis 0,35 sind relativ jung. Für Djara werden sie von K. Kindermann bei ca. 6000 BP angesiedelt. („The Holocene Occupation of the Eastern Sahara, Regional Chronologies and Supra- regional Developments in four Areas of the Absolut Desert“ in Gezeiten der Wüste, Herausgeber R. Kuper 2002 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundort&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Um el Hiyus&lt;br /&gt;
a) 75/5 b) 75/31&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Gara&lt;br /&gt;
a) 75/24 b) 75/27&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | El Arag&lt;br /&gt;
a) 76/4 b) 76/24A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 32&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 28,1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 88&lt;br /&gt;
|| 17,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte&lt;br /&gt;
Klinge u. Abschläge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 53,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 14,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 25,0&lt;br /&gt;
|| 72&lt;br /&gt;
|| 32,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 128&lt;br /&gt;
|| 25,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. Zähnungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7,7&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 27,3&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 9,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 10,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 12,5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 20,5&lt;br /&gt;
|| 73&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Seitenschaber&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 18,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 42&lt;br /&gt;
|| 8,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endstumpfung&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 0,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Spitzen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 0,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Zweiflächner&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Andere&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''69'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|| '''64'''&lt;br /&gt;
|| '''100,2'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''221'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''494'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987&lt;br /&gt;
Table 5.1 Tool classes from Holocene Sites in the Siwa Oasis Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahariya==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptort der Bahariya Oasen, Bawiti, liegt ungefähr 180 km nordöstlich von Farafra entfernt, und von den Pyramiden in Giza sind es rund 370 km in südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stahlwerke von Heluan werden über eine Eisenbahnstrecke mit dem Eisenerz der Gruben von Bahariya versorgt. Die submarine Exhalations- Lagerstätte deckt den ägyptischen Inlandbedarf.&lt;br /&gt;
Der wunderschöne Rosengarten in der Iron-Mine-City dürfte der einzige in der westlichen Wüste sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erforschung holozäner Besiedlung scheint nicht weit fortgeschritten zu sein. Lediglich Fekri A. Hassan erwähnt einige einseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen an einigen Plätzen in „Archaeological explorations at Bahariya Oasis and the Western Delta“1979. Angaben zur Silhouette der Bewehrungen sind nicht gemacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Farafra==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Farafra liegt rund 500 km in nordwestlicher Richtung von den Kharga Oasen entfernt, falls der Weg über Mut genommen wird. Von Giza über Bawiti sind es ca. 550 km nach Südwesten. Kleiner als die Kharga und Dakhla Oasen hatte sich Farafra lange Zeit seine Ursprünglichkeit bewahrt. Gerne erinnere ich mich an die Gastfreundlichkeit und den herrlichen Garten des Homda, Bürgermeister würden wir ihn nennen. Dieser kühle, schattige Platz hat ein wenig von dem Paradies, wie es im Koran beschrieben ist, ohne die Jungfrauen allerdings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon sehr früh im Holozän brachte die Region um Farafra pflanzliche Taxa hervor, wie z.B. Sorhum sp., Getaria, Brachiaria, Panicum und Echinochloa colona. Auch Schaf und Ziege sind sehr früh vertreten wie Daten von 7251 +- 67 BP und 7110 +- 50 BP belegen.&lt;br /&gt;
Obwohl Behausungsstrukturen ausgegraben worden sind, ist bislang sehr wenig Töpferware gefunden worden. (Ein Bruchstück von site HV – 2).&lt;br /&gt;
Verbunden mit den archäologischen Aktivitäten sind die Namen von Barbara E. Barich, Fekri A. Hassan, A.G. Fahmy, A. Gautier, G. Lucarini und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Auswertung des lithischen Inventars noch nicht abgeschlossen ist, sollen hier lediglich die bis jetzt veröffentlichen Pfeilspitzen behandelt werden. So werden in „Archaeology of  Farafra Oasis (Western Desert Egypt) A Survey of the most recent Research“ von B.E. Barich und G. Lucarini folgende Bewehrungen vorgestellt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' Farafra Oasis, Hidden Valley Village, Lithic industry. Drei Blattspitzen, davon ein Exemplar C6 mit vollständiger, beidseitiger Flächenretuschierung, zwei Exemplare vom Typ C3 mit einseitiger, vollständiger Flächenretuschierung, die Ventralseite weist eine teilflächige Retuschierung auf.&lt;br /&gt;
Eine H13- Spitze mit leichten Retuschen am linken, distalen Rand. Gezeichnet sind weiter gekerbte und gezähnte Stücke mit den obligatorischen harten Kantenretuschen sowie ein Schaber und ein Messer mit flachen Randretuschen. Der Zeithorizont ist ca. 7100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8''' Farafra Oasis, Hidden Valley Area, Late neolithic bifacial artifacts. Zeigt drei Blattspitzen der Gruppen C1 und C3 wovon eine beidseitig flächenretuschiert ist, die zwei anderen sind auf der Ventralseite lediglich in der Schäftungszone flächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden gezeichnet ein side-blow-flake, drei Messer und ein Schaber- Kratzer. Diese Werkzeuge haben ein Alter von 5950 BP Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klärungsbedarf besteht für die Ounan-Arif-Spitzen vom spätneolithischen Fundplatz Sheikh el- Obeiyid und für eine weitere typisch beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze, welche an den Ounan-Arif Typ erinnert und welche auf  „Playa I“ in der Rajih Region auf einem Platz mit Klingenindustrie gefunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebel Kamil==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebel Kamil ist nach der Beschreibung von Joachim Hahn, dessen Bekanntschaft ich in Abu Tartur machen durfte, ein konischer Hügel, der sich rund 100 m über die umgehenden Dünenfelder erhebt und so eine weithin sichtbare Landmarke bildet. Er liegt südsüdöstlich des Gilf Khebir in der Nähe der ägyptisch- sudanesischen Grenze.&lt;br /&gt;
In seinem Artikel „Neolithic Settlement Patterns in the Gebel Kamil Area, Southwest Egypt“ beschreibt J. Hahn neolithische Fundplätze, von denen einige Pfeilspitzen aufweisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28''' ist eine der größten Fundstellen der Gegend, als mögliche Bewehrungen kommen Segmente, Trapeze und Dreiecke in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28-1'''  ist eine datierte Fundstelle mit Altersangaben von ca. 4300 BP bis 4600 BP. Auch hier sind die Pfeilspitzen- Bewehrungen auf Querschneider wie Trapeze, Dreiecke und eventuell Segmente beschränkt. Gezeichnet wurden drei Dreiecke, zwei Trapeze und vierzehn Segmente. Die Dreiecke entsprechen dem Querschneider Typ F4, die Trapeze den Gruppen F10 und F11. Zum Teil sind die Artefakte sehr klein wie das Dreieck 83/28-1 Nr. 4 mit einer Höhe von 8mm und einer Schneidenlänge von 7mm. Das Trapez 83/28-1 Nr. 9 hat die Höhe von 7mm, die kleine Schneide misst 3mm, die große 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''85/67''' ist der dritte Fundplatz von welchem Pfeilspitzen vorgestellt werden. Außer den Querschneidern vom Typ F16, F4, F10 und F14, es sind sieben Exemplare gezeichnet, kommen nicht näher beschriebene zweiseitig flächenretuschierte Spitzen vor, die aber kaum Pfeilspitzen sein dürften, da sie im Zusammenhang mit Handäxten, groben Abschlägen und Levallois- Kernen genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fig. 6 gibt J. Hahn Querschneider für die Fundstellen K25, 85/67 und 85/58 an, Trapeze und Dreiecke für 83/28 und 85/58, Trapeze ohne Dreiecke für 85/67.&lt;br /&gt;
Der Fundkomplex Gebel Kamil wird in den Zeithorizont vom 4. bis zum 6. Jahrtausend BP gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die große Sandsee==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Oase Siwa im Norden bis zu den Ausläufern der Sandsteinmasse des Gilf Kebir im Süden erstreckt sich die große Sandsee auf einer Breite von ca. 100 km bis 300 km westlich der libysch- ägyptischen Grenze.&lt;br /&gt;
Die archäologischen Untersuchungen wurden von der Universität Köln und dem Heinrich Barth Institut durchgeführt, sie waren im Besonderen auf die Gebiete um Abu Minqar, Regenfeld, Ain Dalla und die Glasregion konzentriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Regenfeld'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regenfeldfundstellen liegen nördlich und südlich des 25. Breitengrads Nord und östlich des 27. Längengrads Ost. Benannt wurde die Region im Jahre 1873 von Gerhard Rolfs wegen der starken Regenfälle, die ihn auf seiner Expedition überraschten. &lt;br /&gt;
Die ältesten Vorkommen, Regenfeld A, weisen ein Alter von über 9000 BP auf und enthalten keinerlei Pfeilspitzen oder geometrische Mikrolithen, die als Bewehrungen angesprochen werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das darauffolgende Regenfeld B mit einem Alter von ca. 8700 BP produzierte neben langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Artefakten auch eine rückengestumpfte Blattspitze vom Typ H1 und zwei Trapeze mit gestumpfter, leicht gekehlter kleiner Seite, die im gleichaltrigem Kontext auch in Westpans 85/52 gefunden worden sind und die als mögliche Bewehrung die Bezeichnung F20 erhalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem folgenden Zeitabschnitt von ca. 8300 BP bis 7800 BP wurden keine Bewehrungen gefunden, langschmale Dreiecke, rückengestumpfte Lamellen und eine Kerbklinge bestimmen das Inventar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngsten Phase, Regenfeld D, von ca. 7700 BP ( 87/2 ) bis 7000 – 6500 BP ( 96/19 ) erscheinen neben klassischen Bewehrungen der Typen F4 und F13 auch flächenretuschierte Artefakte. Dabei handelt es sich unter anderem um große, beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen. Zwei dieser Stücke sind gezeichnet worden, eine davon, die Längere, hat die ungefähren Abmessungen L = 78 mm, B = 28 mm und Dicke = 8,3 mm. Diese Dimensionen sind vergleichbar mit denen der großen Blattspitzen von Abu Tartur, welche Längen zwischen 70 mm und 91 mm und Gewichte von 8,7g bis 14,2g aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können ebenso wie die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle und die großen Stielspitzen als Pfeilspitzen eingesetzt werden und mit Erfolg von einem Bogen verschossen werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der querschneidigen Bewehrungen von Regenfeld wird auf zehn geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Glasregion'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein gezieltes Ausbeuten der Rohstoffquellen, des libyschen Wüstenglases oder Lechatelierit zu erschweren, sind genauere Hinweise auf die Lage der Fundgebiete nicht angegeben.&lt;br /&gt;
Die größte Fundstelle, 81/61, wird auch nach dem Entdecker „Willmanns Camp“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwei Schnitten wurden insgesamt 1934 Werkzeuge, davon 250 Mikrolithen, zu Tage gefördert. Die verschiedenen C14- Analysen ergeben Resultate von ca. 8000 BP bis ca. 5700 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flächenretuschierte Artefakte sowie Pfeilspitzen fehlen in den Inventaren. Als mögliche Bewehrungen kommen Trapeze und Dreiecke in Frage. Sechs Dreiecke und 21 Trapeze sind gezeichnet worden und fallen unter die Typen F4 und F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ain Dalla'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am östlichen Rand der großen Sandsee, etwa nördlich von Abu Minqar und nordwestlich von Farafra liegt der Brunnen von Ain Dalla.&lt;br /&gt;
Ein spätneolithischer Fundplatz scheint 85/15 zu sein. Die zwei dort gefundenen Stielspitzen sind sehr schlank und gehören zu den Typen D19 und D49. Die Ränder der D19- Spitze sind sehr leicht konvex ausgebildet, nicht genug um als D18 klassiert zu werden. Die Widerhaken der D49- Spitze sind sehr klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 85/26 mit einem Alter von ca. 8610 BP produzierte eine Ounanspitze vom Typ H12 und auf dem dritten, circa 8460 BP alten Ain Dalla Fundplatz 85/28 – 1 wurden eine  H5- Spitze und zwei Dreieckspitzen vom Typ H7 gefunden. Letztere passen normalerweise nicht zu den vorherrschenden Rückenstumpfungen, die für das Inventar charakteristisch sind, sie sind eher für das mittlere Neolithikum typisch. Die primitive Ausführung könnte sie allerdings dem Fundplatz zugehörig erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Gerara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von Abu Gerara liegen zwischen Djara im Norden und den Eastpans im Süden, nach Südwesten befinden sich die Vorkommen der Dakhla Oasen und nach Südosten sind es die Plateau- Plätze und Playakonzentrationen von Abu Tartur. Zwischen dem Abu Tartur Massiv und den Abu Gerara Schichtabbrüchen liegen ein mit Kalksteinhügeln durchsetztes Gelände, zwei große Depressionen sowie eine kleine mit dem Fundplatz 00/59, an dessen Exploration ich mitarbeiten konnte. Nördlich der Schichtstufen kommen weitere Kalksteinhügel vor, dann nach rund 25 km geht das Gelände in eine Hamada über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchungen, die zur Zeit von der Kölner Universität durchgeführt werden, sind noch nicht beendet. So werden lediglich einige Fundstellen, von denen schon endgültige Ergebnisse vorliegen, berücksichtigt. In „Abu Gerara : Mid- Holocene sites between Djara and Dakhla Oasis (Egypt)“ Heiko Riemer 2003 wird die Fundstelle 98/5 vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''98/5''' Fundstelle im Hügelland nördlich der Schichtstufen. Der Fundplatz ähnelt in seiner Anlage stark den Vorkommen auf dem Abu Tartur Plateau. Ein tief gelegenes Becken ist umrahmt von bis zu elf Metern hohen Hügeln, die einen guten Schutz gegen den Nordwind abgeben. Von den Hügeln laufen Regenrinnen ins Beckentiefste. Dort hat sich ein terra rosa Boden gebildet, der gepanzert durch das Artefaktenmaterial und gehärtet durch erhöhten Phosphateintrag teilweise der Deflation standgehalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden 75 retuschierte Werkzeuge geborgen, davon 16 Pfeilspitzen, die mit 21,3 % den größten Anteil stellen, gefolgt von Seitenkratzern und gezähnten Stücken. Weitere Artefakte sind Bohrer, side-blow-flakes, blattartige Messer und Vorstufen dazu, sowie Sichelblätter und Dexel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei C14 Analysen datieren 98/5 auf 6600 Jahre BP. Dies ist einer der nicht zu großen Fundplätze, die ein weitgehend unvermischtes Inventar mit einem bestimmten Alter aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8'''  zeigt unter anderem zwei Blattspitzen mit teilflächiger Retuschierung. Die Nr. 5 hat eine klassische C3 Silhouette während Nr. 6 eine deutlich gerundete Schäftungszone aufweist aber noch unter C3 geführt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die Nr. 7. Im medialen Abschnitt weist das Artefakt nahezu parallel verlaufende Ränder auf, die Schwingen zeigen winzige Widerhaken und der recht lange, schlanke Stiel ist an seiner Basis eingeschnürt, das Ende des Stiels ist abgerundet, das distale Ende ist abgebrochen. Derartige Stücke sind aus Djara bekannt, wo einige dieser als D52 bezeichneten Bewehrungen vorkommen. E. Cziesla stellt eine ganz ähnliche Spitze vor, die südlich des Sitra Sees gefunden worden ist (Nr. 14, Abb. 1 in Anmerkungen zu flächenretuschierten Pfeilspitzen 1998). Bei diesem Exemplar ist der Stiel kurz und die Parallelität der Ränder im medialen Abschnitt ist nicht gegeben.&lt;br /&gt;
Die Nr. 8 ist eine D36 Spitze und kommt ebenfalls in einigen Exemplaren in Abu Tartur vor. Eine vergleichbare mit nur einem Kerbenpaar (D31) ist von Eastpans bekannt, eine weitere ist, klassiert unter Bashendi B in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ Fig. 5.d gezeichnet. M. Mc Donald 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Eastpans ist ebenfalls eine Großspitze des Typs D3 bekannt, mit stärker ausgeprägten Widerhaken wurde auch in Abu Gerara eine solche aufgesammelt (Site 99/28). Weitere Einzelstücke sind in Dakhla und Djara gefunden worden. Diese Spitzen sind zu vergleichen mit der Serie von gestielten Großspitzen von Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''00/70''' Dieser Fundplatz in der Nähe der großen Dolineneinbrüche nördlich des Abu Tartur Massivs ist nur kurz angefahren worden. Bei dem Inventar handelt es sich um ein im Tiefsten des Siedlungsplatzes zusammengespültes Artefaktengemisch. Ein nördlich am Hang gelegenes Areal mit sehr vielen Herdstellen wurden aus Zeitmangel ignoriert. Ein hastig dort aufgeklaubte Pfeilspitze ist vom Typ C10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==El Karafish==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Straße von den Dakhla Oasen nach Abu Minqar liegt auf dem libyschen Plateau El Karafish, eine junge Fundstelle, die von prädynastischer Zeit und auf Grund von Keramikvergleichen bis in die 6. Dynastie reicht. Eine C14- Analyse ergab ein Alter von ca. 4500 BP. Im Keramikmaterial finden sich ebenfalls Claytonringe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Pfeilspitzen wurden geborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Eine Ounanspitze vom Typ H13, die im Kontext von El Karafish deplaziert wirkt und eher eine typische Bewehrung um 7600 BP darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Eine flächig retuschierte Stielspitze vom Typ D2, wobei die linke Schwinge leicht gerundet erscheint. Dieser Typ taucht in den verschiedensten spätneolithischen Inventaren auf. Die Dorsalseite ist bis auf einen schmalen, zentralen Bereich flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, lediglich der Stiel ist vollflächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Zum Fundplatz passend ist das dritte Exemplar. Es handelt sich um eine Stielspitze mit kurzem, breitem Stiel und mit parallel zueinander verlaufenden Rändern im proximalen Bereich. Die Ränder weisen eine sehr feine Zähnung auf, die Schwingen stehen rechtwinklig zur Längsachse, sind jedoch mit winzigen Widerhäkchen bestückt. Das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert, der distale Bereich ist abgebrochen. Da die Silhouette der Pfeilspitze ein Novum darstellt, erhält sie die Bezeichnung D50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art von schlanken, feingezähnten Stielspitzen stellt das Ende einer Entwicklung von tief penetrierenden Bewehrungen dar, welche aus lithischem Material hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dungul==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oase liegt ca. 160 km südwestlich von Assuan am Rande des Kalksteinplateaus, Hester und Hobler haben die dortige prähistorische Kultur untersucht. Nur wenige Pfeilspitzen gehören dem Inventar der „Libyan industry“, deren Alter mit 7900 +-150 BP Jahren angegeben wird (Hester und Hobler 1969). Gezeichnet oder fotografiert sind acht Exemplare, davon sind zwei Querschneider, eine Stielspitze der Familie D, zwei H5 – Spitzen sowie drei Blattspitzen der Familie C. Eine vierte Blattspitze wird im Text erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Badari==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
El Badari liegt am Ostufer des Nils rund 40 km südlich von Asyut und ca. 60 km nördlich von Sohag. Wie Merimde als prähistorische Niederlassung in Unterägypten, so soll El Badari als Beispiel für oberägyptische steinzeitliche Besiedlung im Niltal dienen.&lt;br /&gt;
Beide Fundkomplexe verfügen über größere Mengen von ausgekehlten Dreieckspitzen, so dass ein Vergleich mit entsprechenden Wüstenfundplätzen wie dem Fayum und Abu Tartur möglich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 veröffentlichten Guy Brunton und G. Caton- Thompson ihren Bericht „The Badarian Civilisation“ wo neben mit Schwingen oder Widerhaken versehenen, dreieckigen Großspitzen auch zwei gestielte Exemplare erwähnt werden.&lt;br /&gt;
Die gezeichneten Stücke können wie folgt eingeteilt werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| A1|| A2|| A17|| A25|| A26|| A28|| C1|| andere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 3|| -|| 2|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 5|| -|| -|| -|| 6|| -|| 2|| 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 6|| -|| -|| -|| 5|| 1|| -|| 4|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVI|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVII|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVIII|| 3|| -|| -|| -|| -|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate LVI|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''3'''|| '''2'''|| '''1'''|| '''22'''|| '''1'''|| '''2'''|| '''6'''|| '''2'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die östliche oder arabische Wüste Ägyptens==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streifen zwischen dem Niltal und der Küste des Roten Meeres bildet den östlichen Rand der Sahara. Im Norden zwischen Kairo und Suez ist er ca. 135 km breit, im Süden an der Grenze zum Sudan und zur nubischen Wüste rund 500 km. Die Entfernung entlang des Roten Meeres von Suez bis Halait beträgt über 1000 km. Aus diesem riesigen Gebiet sind nur wenige prähistorische Funde bekannt und dem entsprechend eine geringe Anzahl von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die arabische Wüste war gewiss nicht weniger attraktiv als das Gebiet westlich des Nils. Im Gegenteil, es existierte ein integriertes Wadisystem, welches das Wasser aus dem Gebirge entweder ins Meer oder in den Nil leitete. Das Küstengebirge weist Höhen um 1000 m auf und gelegentlich wird auch die 2000 m Marke überschritten. Die hydrologische Situation dürfte daher vorteilhafter als in der westlichen Wüste gewesen sein. Wenn dennoch weniger Relikte vorgeschichtlicher Kulturen gefunden worden sind, so liegt es wahrscheinlich an dem unwegsamen Gelände. Wer hier etwas außerhalb der wenigen Verbindungsstraßen entdecken will muss gut zu Fuß sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fundplatz, der Pfeilspitzen in seinem Inventar aufweist, wurde von P.M. Vermeersch, P. van Peer, J. Moeyerson und Wim van Neer „Tree Shelter“ genannt. Er liegt nordwestlich von Quseir in der Nähe der Phosphatgruben und ist mit dem Geländewagen zu erreichen. &lt;br /&gt;
Vier Holzkohlenproben ergaben Altersstellungen von 6770 +- 60 BP bis 4930 +- 30 BP. Die Geräte, 80 an der Zahl, setzen sich aus gezähnten Stücken, retuschierten Abschlägen, flächig bearbeiteten Stücken, Kerben, einem side-blow-flake und Verschiedenen zusammen.&lt;br /&gt;
Außerdem wurden zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen, ohne weitere Präzisierung, erwähnt. Möglicherweise handelt es sich um Blattspitzen der Familie C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant sind das Vorhandensein von Asphataria rubens aus dem Niltal und ein side-blow-flake, ein Werkzeug, welches östlich des Nils zu den Raritäten zählt. Publiziert wurde der Bericht im Dezember 2002 in Archéo-Nil. In unmittelbarer Nachbarschaft des „Tree Shelter“ hat das gleiche Autorenteam eine Höhle, genannt Sodmein Cave, untersucht („Neolithic occupation of the Sodmein area, Red Sea Mountains, Egypt“ in Aspects of African Archaeology edited by G. Pwiti and R. Saper 1996).&lt;br /&gt;
Die Altersangaben reichen von 6490 +- 100 BP und 7090 +- 80 BP für die unterste Schicht bis 6320 +- 100 BP und 6360 +- 90 BP für die obere Schicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundenen Pfeilspitzen sind den Schichten nicht in der Art zugeordnet, dass sie mit einem exakten Alter in Verbindung gebracht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (Fig. 3 Seite 414).&lt;br /&gt;
* Nr.   2  ist eine asymmetrische, einseitig flächenretuschierte Blattspitze.&lt;br /&gt;
* Nr.   3  ist eine Blattspitze des Typs C1, die Rückseite zeigt lediglich flächige Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   6  ist ein Fragment und gehört möglicherweise zu einer Blattspitze C1, C3 oder zu einer Stielspitze D44.&lt;br /&gt;
* Nr.   7  wie Nr. 6.&lt;br /&gt;
* Nr.   8  ist eine Blattspitze mit beidseitigen flächigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   9  ist eine asymmetrische H1- Spitze.&lt;br /&gt;
* Nr. 10  ist eine H1- Spitze, im proximalen Bereich ist sie beidseitig flächenretuschiert auf der Ventralseite ist zusätzlich ein Rand flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
* Nr. 11  ähnlich wie Nr. 10.&lt;br /&gt;
* Nr. 12 und 13  Ounanähnliche Spitzen des Typs H13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Verbindungsstraße Qena im Niltal nach Quseir am Roten Meer berichtet Debono aus der Gegend von Laqueita von zwei Ounanspitzen (Debono, 1951 plate III b) und einigen Querschneidern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Ölfördergebiet von Ras Gharib, etwa 25 km von der Küste entfernt, weist Montenant (1986 plate XXXVI) auf Pfeilspitzen in der Nähe des bir Nakhla hin, es Handelt sich um aus Lamellen gearbeitete, kantenretuschierte Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Dittmann weist in seiner Veröffentlichung „Zur Paläogeographie der ägyptischen Eastern Desert“, 1990 auf Pfeilspitzenfunde von Fundplatz B im Gebel Zeit hin. Das Fundgebiet liegt an der Küste des Roten Meeres zwischen Ras Gharib und Hurgada. Gefunden wurden drei Blattspitzen vom Typ C1 und eine D21- Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
Aus dem Abri im oberen Wadi Deir im Bereich des Klosters St. Paulus wird ein großes Blattspitzenfragment gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorgestellten Einzelfunde und Daten lassen lediglich erkennen, dass die östliche oder arabische Wüste ähnlich besiedelt war wie das Gebiet westlich des Nils. Ounanspitzen und andere kantenretuschierte Pfeilspitzen weisen auf ein frühes Neolithikum hin. Über die spätneolithischen Typen C und D bis zu prädynastischen Querschneidern reicht die Formenvielfalt über große Zeiträume.&lt;br /&gt;
Hier liegt ein riesiges Gebiet, lediglich an seinen Rändern angekratzt und wartet auf seine Entdeckung. Künftigen Forschern wird die Arbeit so schnell nicht ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Djara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer multidisziplinären Expedition der Universität Köln hatte der Verfasser im Jahr 2000 Gelegenheit die Fundstellen der Siedlungskammer Djara kennenzulernen.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt 15 km westlich des Abu Muharig Dünengürtels etwas nördlich der Linie Farafra – Asyut. &lt;br /&gt;
Neben einer Reihe von kleinen, oft hochinteressanten Fundstellen, sind drei große Konzentrationen hervorzuheben. Zunächst die Fundstelle 90/1 mit einer wahrscheinlich im Tertiär entstandenen Tropfsteinhöhle als Besonderheit an ihrer südlichen Peripherie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite bedeutende Konzentration ist 98/20 mit einem Inventar, das von rückengestumpften Artefakten bis zu side-blow-flakes reicht.&lt;br /&gt;
Eine weitere Konzentration wird mit 98/4 bezeichnet, sie weist die am weitesten fortgeschrittene Zerstörung durch Deflation auf. Die Playaablagerungen sind bis auf einige flache Hügel, möglicherweise durch Phosphateintrag entstandene Härtlinge, komplett ausgeräumt und die Kalksteinstrukturen, wie sie im Pleistozän vorhanden waren, treten wieder zu Tage. Nur große und schwere Artefakte finden sich auf dem Grund des ehemaligen Siedlungsplatzes. Pfeilspitzen fehlen ebenso wie Mikrolithen und Straußeneischalen. &lt;br /&gt;
Keramik, die auf anderen Stellen in Djara nicht gefunden wurde, ist in einer mit schluffigem Material gefüllten Windfalle entdeckt worden.&lt;br /&gt;
Eine detaillierte Beschreibung und Auswertung der Funde und Befunde des Gesamtgebietes ist in Arbeit (K. Kindermann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 90/1'''&lt;br /&gt;
Das Gelände ist in mehrere Grabungszonen aufgeteilt worden, die von 90/1 – 1 bis 90/1 – 15 durchnummeriert worden sind. Pfeilspitzen sind an folgenden Stellen gefunden worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 1'''   Alter : 6786 +- 49 BP bis 6448 +- 69 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 12 Pfeilspitzen, acht davon sind gezeichnet worden und zwar : &lt;br /&gt;
Zwei D21- Spitzen, eine D26, eine D44, zwei E2 und jeweils eine H1, Eine H5 und eine H7- Spitze. Drei der flächenretuschierten Pfeilspitzen stammen aus den Herden und können als in situ Funde gelten. Es sind dies eine D21- Spitze, die lediglich als gestielt beschrieben ist, eine E2- Spitze, die als Blattspitze bezeichnet ist und eine D26- Spitze, die als gestielt mit Zähnung deklariert wird (In „Investigations of Mid- Holocene settlement of Djara“ in K. Kindermann 2003).&lt;br /&gt;
Während die flächenretuschierten rhombischen Exemplare und die Stielspitzen gut zu den C14- Werten passen, sind die kantenretuschierten Stücke, ob Blatt- Stiel oder Dreieckspitze eher für frühere Epochen typisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 2'''   Alter : 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden und gezeichnet wurden fünf Pfeilspitzen. Die kurzen und gedrungenen Exemplare bestehen aus Blattspitzen der Gruppen C3 (2 Stücke) und C4 (1 Stück) sowie einer ebenfalls gedrungenen D2- Spitze mit kurzem, breitem und abgerundetem Stiel. Das fünfte Stück ist ein schwer einzuordnendes Fragment mit flachen Randretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 4''' ohne Altersangabe.&lt;br /&gt;
* Es wurden vier Pfeilspitzen gefunden, gezeichnet wurde keine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 6'''   Alter : 6900 +- 50 BP und 6696 +- 94 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden drei Pfeilspitzen, davon eine Blattspitze C1 und eine gestielte Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 10'''   Alter : 6885 +- 50 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 19 Pfeilspitzen, darunter zwei H1, zwei C1 und eine D3- Spitze, ferner wurde ein Querschneider vom Typ F4 beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 13'''   Alter : 6713 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 36 Pfeilspitzen und zwar von den kantenretuschierten fünf H1, sechs H5 und eine H7- Spitze und von den flächenretuschierten Stücken zehn C1, drei C6 und fünf D1- Spitzen. Dazu kommen noch weitere sechs flächenretuschierte, nicht weiter präzisierte Stücke sowie vier zusätzliche Fragmente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 15'''   Von dieser Grabung ist ein Querschneider vom Typ F4 bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der Pfeilspitzen von den Grabungsflächen beträgt 80, davon wurden 15 Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Oberfläche 90/1 wurden insgesamt 155 Pfeilspitzen gefunden, davon sind 36 Stücke gezeichnet worden und zwar von den Konzentrationen 1 – 6. Von der Konzentration 7, welche 107 Pfeilspitzen hervorbrachte, sind keine Zeichnungen angefertigt worden.&lt;br /&gt;
Die Konzentration „cluster 7“ liegt im Südwesten von 90/1. Sie wird östlich von einer Wadirinne und westlich von dem Kalkgestein einer steil ansteigenden Hügelkette begrenzt. Der Untergrund besteht aus einem Schwemmfächer aus fein- bis mittelkörnigem Schutt.&lt;br /&gt;
Darin waren neben vielen anderen Artefakten 107 Pfeilspitzen eingelagert. Darunter befinden sich zwei Ounan- Harif- Spitzen mit Schäftungszonen, die von zwei geradlinigen Rändern gebildet werden (Typ H2). Weiter wurden gefunden eine Ounanspitze H12 und 24 H5- Spitzen, eine kantenretuschierte, blattförmige Spitze vom Typ H1 und eine Dreieckspitze vom Typ H7. Hinzu kommen noch acht fragmentierte kantenretuschierte Bewehrungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Stücke setzen sich zusammen aus 14 beidseitig modifizierten C- Spitzen und 11 einseitig bearbeiteten C- Spitzen. Die gestielten Exemplare gehören sechsmal zu den D3, fünfmal zu den D1 und dreimal zu den D26- Spitzen. Ferner wurden sieben fragmentierte D1- Spitzen und 16 Fragmente von nicht identifizierbaren flächenretuschierten Spitzen gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gelangten die Pfeilspitzen und andere, hier nicht aufgeführte Werkzeuge auf diesen sterilen Schwemmfächer? Sie wurden nicht mit den Sedimenten heruntergespült, wie angenommen werden könnte, da oberhalb keinerlei Kulturspuren zu entdecken sind, sondern sie wurden vom Nordwind in diese Artefaktenfalle geweht. Vergleichbare sekundäre Konzentrationen sind von Abu Tartur bekannt. Der vom Verfasser durchgeführte Langzeitversuch über die Wirkung des Windes auf  steinzeitliche Artefakte in ariden Klimazonen unterstreicht die Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 51 gezeichneten Exemplare von Djara gehören 20 verschiedenen Gruppen an und verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte blattförmige, 17 x C|| C 1|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 3||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 6||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte gestielte, 14 x D|| D 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 3||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 21||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 26||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 31||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 44||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rhombische, 4 x E|| E 2|| 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Querschneider, 2 x F|| F 4|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rundschneidige, 5 x G|| G 1|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kantenretuschierte, 9 x H|| H 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 4||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 5||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 7||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| '''Total'''|| '''51 (von 235)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 98/20'''&lt;br /&gt;
* Das Zentrum der Fundstelle wird, wie schon bei 90/1, von einer Restplaya gebildet. Ein im Jahr 2000 durchgeführter Baggerschnitt erreichte das unterliegende Kalkgestein. In der Kontaktzone hatte sich eine Schicht großer Kalzitkristalle gebildet, die später auch an höher gelegenen Stellen, ebenfalls im Kontakt Playa- Kalksteinliegendes, nachgewiesen werden konnte.&lt;br /&gt;
Die Ausbildung großer Kalzitkristalle unter den gegebenen Umständen setzt eine über längere Zeiträume dauernde Anwesenheit von Wasser voraus. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Lebensbedingungen, zumindest die Präsenz von Wasser betreffend, in der Siedlungskammer Djara während der pluvialen Optima wesentlich besser waren als bisher dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artefaktenvielfalt ist groß und reicht von Ounan- Harif- Spitzen, Ounanspitzen, langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Werkzeugen bis zu side- blow- flakes und flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 34 Stücken stellen die Ounan- Harif- Spitzen die größte Gruppe der Bewehrungen, nicht gezählt sind drei weitere Exemplare sowie eine Ounanspitze, die neben einer H1- Spitze und einer H5- Spitze vom Verfasser vor Ort beobachtet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Pfeilspitzen, die für 98/20 aufgelistet sind und die zu den C14- Werten von 6430 +- 50 BP und 6365 +- 30 BP passen, sind eine partiell flächenretuschierte C1- Spitze und eine gleichartig modifizierte D1- Spitze. Die beidseitig flächenretuschierten Stücke gehören mit einem Exemplar in die Gruppe C1 und mit zwei Exemplaren in die Gruppe C3. Sieben Stielspitzen sind vom Typ D1, zwei vom Typ D3 und eine ist eine D31- Spitze. Insgesamt sind also 40 rückengestumpfte und 15 flächig bearbeitete Pfeilspitzen im Inventar 98/20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Umgebung des Fundplatzes 98/4'''&lt;br /&gt;
* Wie schon eingangs erwähnt, ist Fundplatz 98/4 durch Deflation stark gestört und leichte Artefakte wie z.B. Pfeilspitzen sind nicht mehr vorhanden.&lt;br /&gt;
In den angrenzenden, etwas besser geschützten Hügeln jedoch finden sich einige interessante Exemplare.&lt;br /&gt;
So liegt nördlich des Komplexes 98/4 die Fundstelle 00/63, die neben einer D52- Spitze, eine D25 und eine C1- Spitze produziert hat.&lt;br /&gt;
Die Fundstelle 00/68, südwestlich von 98/4 gelegen, weist eine Großspitze vom Typ D3 auf (L = ca. 66 mm, B = 35 mm, D = 6 mm) ein seltener Fund auf dem Plateau. Daneben finden sich zwei Ounanspitzen vom Typ H12, zwei D47- Spitzen und eine rhombische E2- Spitze.&lt;br /&gt;
Eine weitere D52- Spitze stammt von der Fundstelle 00/69.&lt;br /&gt;
Der Keramikfundplatz 00/65 weist eine C10- Spitze auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit 00/ markierten Fundstellen sind im Rahmen zeitlich sehr begrenzter Suchfahrten entdeckt worden und nicht weiter bearbeitet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Djara weist eine sehr große Palette von Pfeilspitzenformen auf und deckt mit seinen Typen einen Zeitraum von rund 3000 Jahren ab, wie auch die C14 Daten belegen (von 8620 BP bis 5982 BP).&lt;br /&gt;
Mit über 300 gefundenen Exemplaren ist Djara auch mengenmäßig ein bedeutender Fundplatz für Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Abu Ballas Schichtstufenland==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Phasen haben die Archäologen der Universität Köln unter Leitung von Rudolf Kuper die Fundstellen von Abu Ballas untersucht.&lt;br /&gt;
Wie auch anderen Orts hat das von den höher gelegenen Einzugsgebieten ablaufende Niederschlagswasser sich in Deflationsmulden sammeln können und so zur Bildung von siltig- tonigen Playas führen können. Zwischen den verschiedenen Überflutungsphasen sind immer wieder äolische Einträge zu beobachten.&lt;br /&gt;
Die Hauptkonzentrationen prähistorischer Besiedlung wurden Eastpans, Mudpans und Westpans genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eastpans   wurden vom Stuttgarter Fotografen Rudolf René Gebhardt während einer seiner zahlreichen Alleinexpeditionen entdeckt.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt ungefähr 90 km südlich der Dakhla Oasen, die beiden größeren Fundstellen wurden mit 95/1 und 95/2 bezeichnet.&lt;br /&gt;
Die epipaläolithischen Konzentrationen 95/1 – 1 und 96/6, letztere mit einem Alter von    8350 +- 55 BP produzierten keine Pfeilspitzen, eine Ausnahme bildet ein asymmetrisches Trapez von 96/6, welches als eine mögliche Bewehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
Auch die jüngere, aber ebenfalls noch epipaläolithische Fundstelle 95/1 – 1 mit einem Alter von 7750 +- 150 BP bis 7752 +- 48 BP weist keinerlei Jagdwaffen in Form von Pfeilspitzen auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelneolithischen Charakter zeigen einige Artefakte der oberen Schicht der Fundstelle    95/1 – 1, die ein Alter von 7529 +- 48 BP aufweist und damit nur geringfügig jünger ist als die unterliegende epipaläolithische Schicht. Typisch ist eine Dreieckspitze mit kantenretuschierter Basis vom Typ H7 sowie eine kantenretuschierte Spitze mit konkaver Basis vom Typ H20 wie er auch in Nabta auf der Fundstelle E – 75 – 8 vorkommt. Das Auftreten einseitig flächenretuschierter Blattspitzen (2 Fragmente) passt ebenfalls in den Zeitrahmen.&lt;br /&gt;
Der spätneolithische Fundplatz 95/2 ist auf 6170 +- 80 BP bis 6072 +- 36 BP datiert. Die Vielzahl der Mikrolithen lassen auf einen Einfluss aus Süden, das Vorhandensein von Feuerstein, von einem side- blow- flake und von flächenretuschierten Artefakten auf einen Einfluss aus Norden schließen. An Bewehrungen sind vier Trapeze vom Typ F10 und eine D31- Spitze zu nennen, letztere stammt aus der datierten Grabungsschicht, während eine gestielte Großspitze vom Typ D3 von der Oberfläche abgesammelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erstaunlich, dass eine hauptsächlich von der Jagd lebende Gesellschaft, selbst im Spätneolithikum überwiegen Wildtierknochen und stehen einer nur geringen Anzahl von Rind- und Schafsknochen gegenüber, nur eine verschwindende Anzahl von Pfeilspitzen hinterlassen hat.&lt;br /&gt;
Zu erwähnen ist noch eine interessante Ounanspitze, die der Verfasser im Oktober 2000 an der Oberfläche von 95/1 beobachtet hat. Wie die vor Ort angefertigte Zeichnung zeigt, handelt es sich wahrscheinlich nicht um eine Bewehrung, sondern eher um ein epipaläolithisches Mehrzweck- Werkzeug (Bohrer, Kerbe, retuschiertes Stück).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mudpans''' werden schon 1939 von Bagnold ebenso wie das Vorhandensein prähistorischer Artefakte an diesem Ort erwähnt. Paschur und Braun bestätigen dies 1980. Die Fundstellen liegen südöstlich des Abu Ballas Hügels und südwestlich von Eastpans, der Schichtstufe folgend.&lt;br /&gt;
Da die mir zur Verfügung stehende Dokumentation nicht lückenlos war, werden lediglich die gezeichneten Bewehrungen behandelt. Im Prinzip entsprechen sie in Quantität und Qualität auch den gefundenen Stücken. Kleine, für diese Zusammenstellung aber nicht entscheidende Unterschiede, sind daher möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Trapezen und Dreiecken kommen auch rückengestumpfte Formen, Stichel, Endretuschen, gezähnte Stücke, ausgesplitterte Stücke, Bohrer vom Typ Tixier 16 und andere, und weitere Mikrolithen wie z.B. Segmente vor.&lt;br /&gt;
Eine Weiterentwicklung der Inventare ist nicht zu erkennen. Eine einzige Pfeilspitze weist Flächenretuschen auf. Es ist eine Stielspitze vom Typ I 9 mit einer rechtwinklig zur Längsachse stehenden Schwinge und einer gerundeten Schwinge vom Typ D21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gezeichnete Bewehrungen (außer Segmenten)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/56|| ca. 7000|| || H 1|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||5 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 7||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||19 x F||F 4||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 11||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-1|| ca. 6530|| 1 x H|| H 5|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||bis 5740||28 x F||F 2||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 13||7*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-9|| -|| 2 x F|| F 4|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-1|| ca. 5690|| 10 x F|| F 4|| 3*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-2|| -|| 1 x I|| I 9|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||2 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 9||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||7 x F||F 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 14||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-3|| ca. 6700|| 8 x F|| F 4|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-4|| ca. 6320|| 1 x H|| H 7|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||12 x F||F 4||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/54-1|| -|| 3 x F|| F 2|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||||| '''Total'''|||| '''99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Davon ein Exemplar mit flächigen Retuschen in der Schäftungszone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Westpans''' mit seinem Fundplatz 85/52 ist mit einem Alter von 8700 +- 190 BP das älteste epipaläolithische Vorkommen in der Abu Ballas Gegend.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt rund 50 km südwestlich von Mudpans, seine Koordinaten sind 24°7’ Nord und 27°37’ Ost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben anderen Mikrolithen wurden zwei breite, unregelmäßige Dreiecke und sechs Trapeze, deren kleine Seite eine ausgeprägte Kerbe aufweist, gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hugot beschreibt aus Algerien drei Dreiecke, deren durch Kantenretuschen zugespitztes Ende durch eine Schäftungskerbe ersetzt wurde und bezeichnet den Querschneider mit F9. Die Trapeze mit Schäftungskerbe erhalten die Bezeichnung F15.&lt;br /&gt;
Ein vom Verfasser gefundenes Trapez aus dem oberen Capsien von Bir Hameiria, Tunesien, weist ebenfalls eine Schäftungskerbe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilf Kebir==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der äußerste Südwesten Ägyptens wird durch das über 1000 m hohe Sandsteinplateau des Gilf Kebir geprägt. Die dortigen Sandsteinschichten der Jura- und Kreidezeit sind von tertiärem Vulkanismus durchbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zur Herstellung steinzeitlicher Artefakte verwandte Material ist vor allem ein quarzitischer Sandstein, der in verschiedenen metamorphen Stadien, Korngrößen, und Farben ansteht. Als weitere Materialien kommen Basalt, Quarzporphyr und im geringem Maß Quarzgerölle, also Kieselsteine und aus den tonigen und siltigen Schichten geringvolumige Chalzedone vor. Diese Chalzedone aus den buntgefärbten Ton- und Siltlinsen der Kharga Schichten bilden den bevorzugten Werkszoff der älteren holozänen Komplexe von Abu Tartur. Noch seltener sind Werkstoffe wie verkieseltes Holz und libysches Wüstenglas aus der großen Sandsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1980 arbeiten die Archäologen der Universität Köln, zunächst im Rahmen des Projekts B.O.S., später des Projekts ACACIA, im Gilf Kebir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Ausgrabungen im Wadi el Akhdar liegt eine Monographie von Werner Schön vor, im gleichen Volumen bearbeitet Erwin Cziesla den Fundplatz 80/14 (Schön 1996). Im Hinblick auf das Vorhandensein von Pfeilspitzen ist der Wadi el Akhdar als äußerst arm zu bezeichnen. Die 22 aufgelisteten Fundstellen lieferten 2494 Werkzeuge aber nur ca. 48 Bewehrungen in Form von Querschneidern, das macht ca. 2 % der Gesamtwerkzeugmenge aus. Diese dreieckigen und trapezförmigen geometrischen Formen kommen lediglich mit 41 Exemplaren auf der Fundstelle 80/14, mit fünf Exemplaren auf der Fundstelle 81/8 sowie drei relativ sicheren Stücken von der Oberfläche des Fundplatz 81/2 vor. Alle übrigen Plätze sind frei von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fehlen von Mikrolithen in vielen Inventaren, der schlechte Erhaltungszustand des Knochenmaterials und der geringe Anteil an großen, nicht verrundeten Keramikscherben lässt auf eine starke Zerstörung der Siedlungsplätze durch klimatische Einflüsse schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 80/14''' Alter : die drei Proben von Straußeneischalen ergeben ein Alter von 4210 +- 60 BP, 4300 +- 55 BP und 4500 +- 55 BP. Ein Datum von 4200 +- 1100 BP von einer Holzkohlenprobe kann wegen der hohen Standartabweichung nicht berücksichtigt werden. Von 131 Geräten sind 41 als Pfeilspitzenbewehrungen anzusprechen, das sind 31,3 %. Gezeichnet wurden 34 von 39 Dreieckspitzen, wie sie im Text bezeichnet werden, ein Trapez und eine Trapezspitze.&lt;br /&gt;
Von den gezeichneten Stücken der Tafel 1 sind 24 Exemplare Dreiecke mit geradlinigen Rändern vom Typ Tixier 89, die als Pfeilbewehrung mit F4 bezeichnet sind. Die neun Trapeze, die als Dreiecke eingeordnet sind, gehören zum Typ Tixier 83, als Pfeilspitzenwerden sie unter F10 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Dreieck weist konkave Ränder auf, der Typ ist Tixier 92 oder als Pfeilspitze F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Trapez Nr. 35 mit längerer kurzer Schneide als die neun oben erwähnten Exemplare gehört ebenfalls zum Typ Tixier 83. Durch seinen eher epipaläolithischen Charakter würde, isoliert betrachtet, ein Gebrauch als Pfeilspitze fraglich erscheinen, im Kontext mit einer Vielzahl von Querschneidern ist jedoch eine Verwendung als Bewehrung möglich. Das Trapez Nr. 40 mit einem leicht konkaven und einem geraden Rand (Tixier 86), welches in Hugots Einteilung als f16 geführt werden könnte, gehört ebenfalls zu den Querschneidern. Fünf Exemplare sind nicht gezeichnet worden, es ist anzunehmen, dass es sich um Dreieckspitzen des Typs F4 handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/8''' Holzkohlenproben ergeben ein Alter von 5430 +- 65 BP und 5940 +- 230 BP. Von den 73 Geräten oder ihren Fragmenten sind fünf Stücke oder 6,8 % als Querschneider, sowohl Dreiecke als auch Trapeze, angesprochen worden.&lt;br /&gt;
Ein eindeutiges Trapez, Nr. 23 Tafel 101, ist gezeichnet worden, es stellt eine Bewehrung vom Typ F10 dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/2''' (Oberfläche)&lt;br /&gt;
Das Alter konnte nicht ermittelt werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 88 Stücke, davon neun Mikrolithen. Letztere sind aufgegliedert in unregelmäßige Dreiecke (4 Stücke oder 4,5 %), unregelmäßige Trapeze (2 Stücke oder 2,3 %) und drei andere Stücke. Gezeichnet wurden sieben Mikrolithen bzw. Bruchstücke derselben. Bei dem Trapez Nr. 11 Tafel 66 und den Fragmenten Nr. 13 und     Nr. 14 der gleichen Tafel ist eine Nutzung als Pfeilspitzenbewehrung denkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen im Wadi el Akhdar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen-Typen&lt;br /&gt;
Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 80/14&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''41'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/2 Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 2 (+3)&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''3 (+3)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''11 (+3)'''&lt;br /&gt;
|| '''24'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''49 (+3)'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geometrischen Mikrolithen des Wadi el Akhdar sind vergleichsweise klein. Für die Exemplare des Fundplatz 80/14 schwankt die Breite zwischen 7 und 16 mm.&lt;br /&gt;
Die Durchschnittsbreite beträgt 9 mm, die Durchschnittshöhe 10 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wadi Bakht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wadi Bakht liegt ca. 40 km östlich des Wadi el Akhdar und weist gleiche geologische und morphologische Strukturen auf wie letzteres. Trotz ähnlich intensiver Untersuchungen liegt hier keine vergleichbare Veröffentlichung wie für das Wadi el Akhdar (Schön 1996) vor. Beispielhaft seien einige der Wadi Bakht Fundplätze, hier in Bezug auf das Vorkommen von Bewehrungen, vorgestellt. Die Typologien wurden hauptsächlich von Bettina Petrick und Jörg Linstädter zusammengestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/11'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 3,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 41&lt;br /&gt;
|| 15,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 52&lt;br /&gt;
|| 19,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 7,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 7,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 96&lt;br /&gt;
|| 36,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''261'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Mikrolithen befinden sich acht Dreiecke, unter anderem Tix 89, 90 und 95 und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
Die entsprechenden Pfeilbewehrungen werden mit F4 (fünf Stücke) und eventuell mit H7 (fünf Stücke) bezeichnet. Drei Dreiecke sind langschmal ausgebildet und werden hier nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 1''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 2,10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 56&lt;br /&gt;
|| 16,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 68&lt;br /&gt;
|| 20,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 31&lt;br /&gt;
|| 9,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 3,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 114&lt;br /&gt;
|| 34,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 6,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''333'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 68 Mikrolithen sind neun Dreiecke und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen, vier der Dreiecke können als Pfeilbewehrungen vom Typ F4 angesprochen werden, die kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen eventuell unter H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 2''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 2,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 9,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 224&lt;br /&gt;
|| 43,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 84&lt;br /&gt;
|| 16,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 2,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 79&lt;br /&gt;
|| 15,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 6,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''519'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs der 22 Dreiecke unter den Mikrolithen können als Bewehrungen für Pfeilspitzen angesprochen werden und zwar F4 (5 Stücke) und F13 (1 Stück). Die zwölf kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen möglicherweise in die Gruppe H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 1''' - Alter ca. 6060 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 116&lt;br /&gt;
|| 23,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 91&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 4,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 99&lt;br /&gt;
|| 20,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 38&lt;br /&gt;
|| 7,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 59&lt;br /&gt;
|| 12,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 3,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''489'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den insgesamt 228 Trapezen und Dreiecken, die 46,62 % des Inventars ausmachen, sind 18 Dreiecke und 23 Trapeze gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
Die Dreieckbewehrungen setzen sich aus den Typen F4, F12, F13 und F14 zusammen, die Trapeze sind mit den Gruppen F10, F16 und F12 vertreten.&lt;br /&gt;
Sowohl streng symmetrische als auch asymmetrische Formen sind zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 2'''- Alter ca. 6640 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 17,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 5,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 28,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 3,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''139'''&lt;br /&gt;
|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Platz enthält außer den Segmenten lediglich vier Trapeze und sieben Dreiecke, zehn Stücke wurden gezeichnet. Der Anteil der Querschneider am Gesamtinventar beträgt 7,92 %. Die Bewehrungen fallen in die Gruppen F16, F10, F12 für die Trapeze und F4 und F14 für die Dreiecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/10'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer (Tixier 16)&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,35&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
und Abschläge&lt;br /&gt;
|| 58&lt;br /&gt;
|| 27,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,96&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 11,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 20,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 9,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''213'''&lt;br /&gt;
|| '''100,08'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 58 Trapezen und Dreiecken, welche 27,23 % des Inventars ausmachen, können sämtliche Stücke als Bewehrungen angesehen werden, sie gehören den Tixier Gruppen 83, 85 – 89 und 92 an. Gezeichnet wurden sieben Dreiecke der Typen F4 und F14 sowie vierzehn Trapeze der Gruppen F13 und F16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Querschneider Typen im Wadi Bakht'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14 &lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/10&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| '''58'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/11&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 1&lt;br /&gt;
|| 187&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''228'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| - &lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| '''11'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''225'''&lt;br /&gt;
|| '''18'''&lt;br /&gt;
|| '''29'''&lt;br /&gt;
|| '''9'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''312'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Maya von Czerniewiez bearbeiteten Fundplätze 82/15 (Alter 5070 +- 60 BP und 5180 +- 60 BP) und 82/24 (Alter 4920 +- 60 BP und 5090 +- 60 BP) enthielten keinerlei Pfeilspitzen- Bewehrungen. Dennoch weist das Wadi Bakht wesentlich mehr Mikrolithen, die als Bewehrungen gedient haben könnten, auf als das Wadi el Akhdar. Diese Tatsache kann ein Anzeichen für bessere Erhaltungsbedingungen der Fundstellen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für beide von den Archäologen der Universität Köln intensiv untersuchten Wadis aber auch für das Gilf Vorland und das Plateau und wahrscheinlich ebenfalls für die große Zahl der nicht behandelten Wadis gilt folgendes : Die relativ zum Gesamtinventar geringe Anzahl von Pfeilspitzen- Bewehrungen setzt sich fast ausnahmslos aus Querschneidern in Dreieck- und Trapezform zusammen (Tafel Ä24, Ä25).&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden die älteren dreieckigen Mikrospitzen, welche schon an die kantenretuschierten Dreieckspitzen erinnern, wie sie im mittleren Neolithikum in Nabta, Bir Kiseiba und Abu Tartur üblich waren (Tafel Ä26).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf eine Stielspitze vom Wadi Sora sind flächenretuschierte Pfeilspitzen aus dem Gilf Kebir nicht beobachtet worden. Das hat zum einen sicherlich kulturelle Gründe aber es sollte nicht vergessen werden, dass der in seiner Struktur nicht homogene, verfestigte Sandstein, aus dem die meisten Artefakte hergestellt worden sind, sich nicht für Flächenretuschen anbietet. Die in der Gesteinsmasse einzementierten Quarzkörner stellen einer Druckretusche zuviel Widerstand entgegen. Es gibt im Gilf Beispiele für flächige Retuschen aus dem Paläolithikum aber bei diesen Artefakten handelt es sich um großvolumige Kernwerkzeuge und nicht um aus Klingen oder Lamellen hergestellte Kleinwerkzeuge. Außerdem sind die paläolithischen Retuschen geschlagen und nicht gedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant, bezüglich der Pfeilspitzen, ist die fehlende Weiterentwicklung während der großen Zeitspanne vom Epipaläolithikum bis zum jüngsten Spätneolithikum, wenn davon abgesehen wird, dass die Bewehrungen während der prädynastischen Phasen teilweise kleiner werden und häufig asymmetrische Formen zeigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Frühen holozänen Besiedlungszeit ist ein Trapez mit gekerbter, kleiner Schneide bekannt, ähnliche Stücke wurden in Westpans und Regenfeld gefunden. Die bis dahin unbekannte Bewehrungsart erhielt die Bezeichnung F15, sie ist zu vergleichen mit F9, einem querschneidigem Dreieck mit Schäftungskerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Minqar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Weg zwischen den Dakhla Oasen und Farafra liegt hart am Rande der großen Sandsee die kleine Oase Abu Minqar. Im Rahmen des B.O.S. Programms der Universität Köln wurde zu Beginn der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts das Gebiet auf prähistorische, holozäne Siedlungsplätze untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf Pfeilspitzen stellen sich die Fundplätze wie folgt dar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-1 weist zwei recht unterschiedliche C14- Daten auf, einmal 7890 BP und ein älteres von ca. 8620 BP. Neben kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen der Gruppen C1 und C4 und gestielten, kantenretuschierten Exemplaren der Typen H5 und H12 kommen gekerbte und retuschierte Stücke (Tix 74 bis 77 und Tix 105) vor. Ein Besonderer Fund ist ein langgestrecktes Artefakt mit dreieckigem Querschnitt. Das über 140mm lange Stück ist vollständig flächenretuschiert, die Dicke von rund 6mm im medialen Bereich verringert sich zu den bohrerartig ausgebildeten Enden hin. Der Verwendungszweck bleibt rätselhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-2 liefert ebenfalls kleine, einseitig flächig retuschierte Blattspitzen. Es sind die Typen C1, C3, C4 und C6. Daneben gibt es eine gestielte, flächenretuschierte Pfeilspitze der Gruppe D3 und kantenretuschierte Bewehrungen der Typen H4 und H7 sowie Querschneider der Typen F4 und F13. Rückenstumpfungen und langschmale Dreiecke gehören ebenfalls zum Inventar von 81/55-2. Die C14- Daten reichen von 7100 BP über 6390, 6100 bis 4500 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-3 weist vor allem Querschneider auf und zwar der Gruppen F16, F4 und F13. Daneben kommen auch wieder die kleinen, teilweise flächenretuschierten Blattspitzen aber auch vollflächig retuschierte Exemplare vor.&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 6520 BP angegeben. Weitere typische Artefakte sind retuschierte Stücke (Tix 105), Rückenstumpfungen und Bohrer vom Typ Tix 16 (mèche de foret) sowie basisretuschierte Lamellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-5, dessen Alter mit 7260 BP angegeben ist, produzierte sieben Blattspitzen sowohl ganzflächig als auch teilflächig retuschiert. Daneben finden sich zwei Querschneider, drei H5- Stielspitzen und eine teilflächig retuschierte Hybridspitze vom Typ D44, welche den Übergang von der Blatt- zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den im Gebiet aufgelesenen Streufunden gehört neben Blattspitzen der Gruppen C1, C3, C4 und C11 auch eine große, beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 mit geradlinigen bis leicht gewellten Rändern. Der außergewöhnlich breite Stiel wird von konvexen Linien begrenzt und läuft in einer Spitze aus. Das Gewicht des Stückes ist nicht bekannt, aber da die Dicke in der Mitte des Exemplars bereits 10mm beträgt, dürfte es über 20g wiegen und damit eher zu den Stoß- und Wurfspießen gehören. Außerdem ist der Stiel so breit, dass eine Pfeilschäftung nur schwer vorstellbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Pfeilspitzen in Abu Minqar (Lobo)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| C&lt;br /&gt;
|| D3&lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14&lt;br /&gt;
|| H4&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|| H7&lt;br /&gt;
|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Streufunde&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''16'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''25'''&lt;br /&gt;
|| '''46'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen der verschiedensten Pfeilspitzen- Typen, die über weite Zeiträume gespannten Altersangaben und die neben den Bewehrungen gefundenen typischen, vielfach rückengestumpften Artefakte lassen eine so starke Durchmischung des Fundgutes vermuten, dass eine Altersbestimmung von Pfeilspitzengruppen in diesem Falle problematisch wäre. Sämtliche 123 in „Lobo“ gefundene Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (B.O.S.- Archiv, persönliche Mitteilung Frank Klees).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Weitere Fundplätze außerhalb des Komplexes „Lobo“ sind in folgender Grafik vorgestellt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| A1&lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| E1&lt;br /&gt;
|| E2&lt;br /&gt;
|| F2&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/16&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/17-1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/24&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/21&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/28-8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/27&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''7'''&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Blattspitzen sind die Typen C3 und C11 einseitig flächenretuschiert, das proximale Ende ist häufig auf beiden Seiten modifiziert. Von den C1- Spitzen sind zwei Stücke teilretuschiert.&lt;br /&gt;
Das Alter dieser Bewehrungen liegt, wie auch das der schlanken A1- Spitze, zwischen ca. 6500 BP und 6100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zum Gebrauch des Begriffs „Holozän“.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur in der deutschen Fachliteratur hat sich in Bezug auf das Holozän die Unsitte eingeschlichen, nicht abgeschlossene Zeiträume in Phasen einzuteilen. Diese kleine Anmerkung möge dazu dienen diese Praxis in Frage zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holozän ist ein Terminus aus der historischen Geologie oder Stratigraphie. Das Holozän, früher auch Alluvium genannt, ist die jüngste Stufe der Quatärformation. Es schließt sich an das Pleistozän oder Dilluvium an. Letzteres ist eine abgeschlossene Stufe, welche zwischen dem Pliozän, der jüngsten Erscheinung des Tertiärs, und dem Holozän, der Jetztzeit, angesiedelt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also möglich Begriffe wie frühes, mittleres und spätes Pleistozän zu bilden.&lt;br /&gt;
Anders verhält es sich mit dem Holozän, welches erst vor 10.000 – 12.000 Jahren begann und von dem wir nicht wissen wie lange es dauern wird. Möglicherweise ist es eine zukünftige Eiszeit, welche dieses Erdzeitalter beenden wird. Geologische Zeiträume, und Holozän ist ein solcher, sind im Gegensatz zu historischen, auch ur- und frühgeschichtlichen unvergleichlich groß, Millionen Jahre sind kurze Zeitspannen in der Geologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allenfalls kann also von einem frühen Holozän gesprochen werden, wenn die Zeit, die unmittelbar auf  das Pleistozän folgt, gemeint ist. Gänzlich inkorrekt hingegen sind Wendungen wie mittleres oder spätes Holozän.&lt;br /&gt;
Denkbar wären Formulierungen wie „spätsteinzeitliche Holozänphase“ oder „mittelsteinzeitliche holozäne Feuchtphase“, das sind zwar unförmige Wortgebilde, sie haben aber den Vorteil logisch zu sein. Außerdem vermeiden sie ebenfalls ungeliebte und mit unpraktischen Definitionsansätzen versehene Begriffe wie Neolithikum, Mesolithikum usw..&lt;br /&gt;
Läge die Steinzeit im späten Holozän, wo wären dann Bronze- und Eisenzeit oder gar das Atomzeitalter angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zehnjähriges Kind mit einer statistischen Lebenserwartung von 80 Jahren beschreibt seinen Lebensweg in der Art : „In der Frühphase meines Lebens verbrachte ich meine Zeit hauptsächlich mit Spielen. Dann in der mittleren Lebensphase ging ich in die Grundschule und letztlich, in der Spätphase meines Lebens, wurde ich in die Sexta des hiesigen Gymnasiums aufgenommen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Beispiel zeigt, dass offene Zeiträume nicht in Früh-, Mittel- und Spätphasen aufgeteilt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Große, gekehlte Dreieckspitzen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden sollen die Pfeilspitzen der Wüstenfundplätze Fayum, Abu Tartur und Kharga untereinander und mit den Bewehrungen der zwei Niltalvorkommen von Merimde und Badari verglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst gilt es das zeitliche Auftreten der gekehlten Dreieckspitzen in den einzelnen Siedlungsräumen zu klären. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum A wird unterteilt in das ältere Fayumian von 6075 BP bis 5540 BP und das jüngere Moerian von 5410 BP bis 5010 BP.&lt;br /&gt;
( Ginter et al. 1982; Ginter und Kozlowski 1983, 1984, 1986; Dagnan - Ginter et al. 1984; Kozlowski und Ginter 1989 ). Für die gleiche Kultur gibt F. Wendorf 1980 Altersstellungen von 6391 BP, 6064 BP, 5810 BP und 5160 BP an. Ausgehend von der Annahme, dass sämtliche C14 Analysen korrekt durchgeführt worden sind, kann das Fayum A in den Zeitraum von 6391 BP bis 5010 BP gestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde wird bei von den Driesch und Boessneck 1985 zwischen 5440 BP und 5010 BP datiert. Breunig gibt 1987 für die untere Merimdeschicht Alter von 3940 BP und 5840 BP an. Die Angaben von Derricourt 1971 liegen zwischen 4690 BP und 6250 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die problematische zeitliche Einordnung der Oberflächenfunde von Abu Tartur könnte mit Einschränkungen auf vier C14- Daten basiert werden.&lt;br /&gt;
Das Exemplar Nr. 12 der Tafel Ä2 wurde als einzige gekehlte Dreieckspitze auf dem Fundplatz 1004/83 aufgesammelt. Das Alter des Fundplatzes ist auf 7590 +- 75 BP datiert. Unter anderem führt dieser Komplex auch erste, recht primitiv gestaltete side-blow-flakes. &lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 mit einem Alter von 7145 +- 40 BP weist vier gekehlte Dreieckspitzen auf und 1024/82, der auf 6620 +- 40 BP datiert ist, drei dieser Exemplare. Eine weitere Datierung mit sieben dreieckigen Großspitzen stammt vom Fundplatz 1005/83 und beträgt  6420 +- 60 BP. &lt;br /&gt;
Andere Fundplätze mit häufigem Auftreten dieser Pfeilspitzengruppe konnten bisher noch nicht datiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vielzahl der unterschiedlichsten Datierungen der Fundplätze am Westende der Ausläufer des Abu Tartur Massivs, besonders site 228 und die mögliche Vermischung der Inventare in dieser Zone erlauben keine eindeutige zeitliche Zuweisung der Dreieckspitzen der Dakhla Oasen. Ähnliches gilt für andere einzelne Oberflächenfunde in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der frühesten Daten des Fayum A ( 6391 BP ) und Merimdes ( 6250 BP ), Fundstellen, die sich wie auch Abu Tartur durch statistisch auswertbare Mengen von großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle auszeichnen, ergibt ein Bild, welches die gehäufte, Präsenz dieser Bewehrungsart auf den oben genannten Plätzen ab der Mitte des 7. Jahrtausend vor heute suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur begann die Entwicklung etwa tausend Jahre früher ( 7590 BP ). Ein Ansteigen der Häufigkeit belegen die Stationen 7145 BP und 6620 BP. Die größten Mengen treten in Abu Tartur um 6420 BP auf, kurz vor dem ersten Erscheinen dieses Pfeilspitzentyps im Fayum und in Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielhaft für das Fayum sind die tief ausgekehlten Spitzflügelgeschosse der Gruppe A25, die noch durch zwei gezähnte Exemplare des Typs A26 ergänzt werden. Andere Dreieckspitzen verschiedenster Basisgestaltung sind A1 mit geradliniger Basis, A17 und A18 mit einer durch zwei schräg verlaufende gerade Linien gebildeten Basis oder einer konvexen Basis und die Stücke mit zentraler Kehle mit allen möglichen runden und eckigen Ausgestaltungen der Schwingenenden als da sind A2, A13, A27 u.s.w.&lt;br /&gt;
Die in Abu Tartur gefundenen Exemplare zeichnen sich häufig durch eine gewisse Asymmetrie, vor allem die Schwingenenden betreffend, aus ( z.B. Tafel Ä3, 2, 3, 5, 6, 8 und 11 ). Dieses Merkmal wird weder im Fayum noch in Merimde oder Badari angetroffen. Auch das Ansteigen des häufig spachtelförmigen Schwingenendes zum Kehlentiefsten hin ist typisch für Abu Tartur ( z.B. [[Tafel Ä 4A]], 1, 6, 9 und 16 ). Bis auf ein Exemplar der Gruppe A26 kommen Spitzflügelgeschosse im Einzugsgebiet von Abu Tartur nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Merimdespitze“ vom Fundplatz Merimde beni Salam ist eine symmetrisch geformte Dreieckspitze mit geradlinigen bis schwach konvexen Rändern. Die Basis ist mit einer zentralen Kehle ausgestattet, die Schwingenenden verlaufen häufig rechtwinklig zum Rand und sind nach außen leicht abgerundet. Sie entsprechen dem Typ A27 und kommen ebenfalls in geringer Anzahl in Abu Tartur vor. ( Tafel Ä4, 4 ; Tafel Ä2, 2 ). Die feinen morphologischen Unterschiede innerhalb der Gruppe sind von J. Eiwanger beschrieben. Außer den „Merimdespitzen“ kommen in den oberen Schichten und vor allem an der Oberfläche auch die jüngeren Spitzflügelgeschosse, ähnlich denen aus dem Fayum, vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der Bewehrungen der wesentlich jüngeren Badarikultur ( 5560 BP – 5030 BP Hassan 1985 ) sind Spitzflügelgeschosse vom Typ A25 aber auch A2, A26 und A28 kommen noch vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die elf von G. Caton-Thompson in Kharga gefundenen großen Pfeilspitzen mit teils eckigen, teils gerundeten Schwingen sowie die drei von M. Mc Donald erwähnten ausgekehlten Dreieckspitzen östlich von Dakhla können den Typen von Abu Tartur zugesellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die ägyptischen Fundgebiete im Vergleich.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenfassung der Pfeilspitzen Indizes sowie ihre grafische Darstellung sollten ursprünglich nur die Verschiedenheit oder Gleichheit einzelner Kulturen dokumentieren. Unvermischte Inventare ergeben gleichartige Grafiken bei gleicher Kultur, eine andersartige Kultur ergibt eine abweichende Grafik. Auf ähnliche Art können auch Gesamtinventare miteinander verglichen werden.&lt;br /&gt;
Trotz aller Kritik an dieser „französischen Methode“ haben ihre Kritiker bislang nichts anzubieten was effektiver wäre. Es wird lediglich versucht einfache Methoden durch aufwändige Arbeitsweisen zu ersetzen.&lt;br /&gt;
Die hier vorgestellten Grafiken haben in den meisten Fällen gemischte Inventare als Grundlage, dennoch sind sie äußerst informativ, denn sie zeigen die zeitliche und materielle Entwicklung der einzelnen Populationen auf und sie erlauben Vergleiche mit anderen Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersicht 1. - 6. sind Fundkomplexe der postulierten Gunstzone. Übersicht 7. - 11. sind Fundkomplexe außerhalb der postulierten Gunstzone. Übersicht 12. - 13. sind Sonderfälle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Kharga'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 7,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 259&lt;br /&gt;
|| 29,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 341&lt;br /&gt;
|| 39,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 203&lt;br /&gt;
|| 23,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''869'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 122&lt;br /&gt;
|| 3,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 1466&lt;br /&gt;
|| 45,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 597&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 1023&lt;br /&gt;
|| 31,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''3208'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Djara 90/1'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 28,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 53&lt;br /&gt;
|| 35,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''150'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Abu Minquar'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 51&lt;br /&gt;
|| 29,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 117&lt;br /&gt;
|| 67,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''173'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Dakhla'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 57&lt;br /&gt;
|| 38,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 14,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 65&lt;br /&gt;
|| 43,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''148'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6. Djara 98/20'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''55'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7. Mudpans'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 98&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''98'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8. Gilf Kebir'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 346&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''346'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9. Sandsee (Glasregion)'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| ca. 50&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''ca. 50'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10. Kiseiba'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 152&lt;br /&gt;
|| 96,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''157'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11. Nabta'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 3,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 2,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 350&lt;br /&gt;
|| 93,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''375'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12. Merimde'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 61&lt;br /&gt;
|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''66'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13. Fayum'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 272&lt;br /&gt;
|| 31,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 228&lt;br /&gt;
|| 26,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 357&lt;br /&gt;
|| 41,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''857'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Tartur - Verteilung der Pfeilspitzenfamilien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3a&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 9120 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7590 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7145 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6620 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6420 BP&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0002 / 84'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0006 - 0007 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1004 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1017 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1023 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1024 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1005 / 83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| 1,48|| I|| 3,39|| I|| 3,02|| I|| 5,33|| I|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||1,57||II||14,08||II||17,78||II||48,59||II||52,61||II||72,78||II||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||0,52||III||9,86||III||4,44||III||7,91||III||18,57||III||11,83||III||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||97,91||IV||76,06||IV||76,30||IV||40,11||IV||25,80||IV||10,06||IV||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kharga'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 90 / 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Dakhla'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Minqar'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 98 / 20'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 7,60|| I|| 3,80|| I|| 2,67|| I|| 2,70|| I|| 1,73|| I|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29,80||II||45,70||II||33,33||II||38,51||II||29,48||II||7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||39,24||III||18,61||III||28,67||III||14,87||III||1,16||III||20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||23,36||IV||31,89||IV||35,33||IV||43,92||IV||67,63||IV||72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Mudpans'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Gilf kebir'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Glasregion''' &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kiseiba'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Nabta'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Fayum'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Merimde'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| -|| I|| 0,64|| I|| 1,33|| I|| 31,74|| I|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||-||II||-||II||-||II||1,27||II||3,20||II||26,60||II||-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||-||III||-||III||-||III||1,27||III||2,13||III||41,66||III||3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||100||IV||100||IV||100||IV||96,82||IV||93,33||IV||-||IV||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alter bestimmter Pfeilspitzenformen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wird die Frage nach dem Alter bestimmter Pfeilspitzenformen gestellt. Um eine zufriedenstellende Antwort geben zu können, werden möglichst große Mengen Bewehrungen mit ausreichenden Altersbestimmungen durch C14 Analysen benötigt.&lt;br /&gt;
Im besprochenem Raum stellt sich die Faktenlage so dar, dass nur ein geringer Anteil der älteren Inventare, von vor 9000 BP bis etwa 7600 BP, in direktem Zusammenhang mit C14 Werten steht. Oft ist die Anzahl der an einer datierten Stelle aufgefundenen Pfeilspitzen klein oder aber eine zeitliche Zuweisung größerer Mengen eines Fundplatzes ist lediglich auf indirektem Wege, durch Vergleiche mit ähnlichen Vorkommen, deren Alter bekannt ist, möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die jüngeren Fundplätze von ca. 7600 bis ca. 6400 ist die Situation günstiger, da hier Datierungen mit größeren Mengen zusammenfallen, dieses gilt leider nur für Abu Tartur, dürfte aber ausreichen, um allgemeine Strömungen bei der Formgebung von Pfeilspitzen kenntlich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' zeigt die Entwicklung von vor 9120 BP bis 6900 BP ohne Wichtung der Menge. Jeder direkt datierte Pfeilspitzenfundplatz ist in dem Diagramm eingezeichnet so z.B. 0002/84 mit 180 Querschneidern aber lediglich zwei Ounan-Harif Spitzen vom Typ H14 ( Tafel Ä35 – 12 und 13 ) und fünf weiteren H- Spitzen. Schon im Frühholozän wurde mit neuen Formen und Techniken experimentiert wie die einseitig flächenretuschierte D1- Spitze ( Tafel Ä12 – 6 ) und die gestielte Hybridspitze ( Tafel 35 – 14 ) zeigen. Experimente sind im Diagramm durch einen Asterix gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_7.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_8.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den '''Nabta-Fundplatz E-77-3''' liegt eine Datierung vor und eine solide Menge von 28 Ounan-Harif Spitzen und 25 querschneidigen Bewehrungen. Gegenüber der knapp 300 Jahre älteren Fundstelle 0002/84 mit einem Ounan-Harif Anteil von ca. 1 % übersteigt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen mit 52,83 % die Menge der Querschneider, die es auf  47,17 % bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dakhla treten ähnliche Querschneider wie in Abu Tartur und größere Mengen von Ounan-Harif Spitzen, hauptsächlich vom Typ H19, auf. Leider sind die Mengen- und Typenangaben für eine Auswertung nicht präzise genug, ferner fehlen exakte, auf  Inventare bezogene Altersangaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Minqar 81/55-1''' weist um 8620 BP keine Ounan-Harif Spitzen aber erste Ounan- oder ounanähnliche Spitzen auf. Die Menge, fünf Exemplare, ist aber zu gering, um aussagekräftig zu sein. Ein weiteres Datum von 7890 BP könnte im Zusammenhang mit kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen gesehen werden. Aber auch hier ist die Menge ( drei Stücke ) zu gering und das auch noch in einem Fundkontext, welcher unübersichtlich und gestört erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den indirekt datierten Fundplätzen '''E-80-2 und E-80-1-A''' sind insgesamt 80 Ounan-Harif Spitzen und 22 querschneidige Mikrolithen bekannt. Diese größte Menge von in Ägypten gefundenen Ounan-Harif Spitzen sollte in der Betrachtung der Entwicklung der Pfeilspitzentypen nicht fehlen. Das Inventar ist daher in das Diagramm Fig. 7 aufgenommen und arbiträrerweise bei 8500 BP eingetragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wahl entbehrt nicht ganz der Logik, da das Verhältnis von Ounanspitzen zu Mikrolithen mit der Zeit ansteigt. Während 0002/84 nur 1,10 % Ounan-Harif Spitzen aufweist, steigt der Anteil auf 52,83 % für E-77-3, auf 62,00 % für Dakhla, auf 78,43 % für  E-80-2 und E-80-1-A. Nach 8500 BP sinkt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen und die Querschneider laufen in der behandelten Zone aus. Ounanspitzen vom Typ H12 und ähnliche wie H13 und H5 werden zahlreicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf 8290 +- 80 BP datierte Nabta Fundplatz '''E-75-6''' Epipal, weist keine Ounan-Harif Spitzen mehr auf, dafür aber immer noch mikrolithische Bewehrungen und Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
Dahingegen werden nur geringfügig später ( 8219 +- 73 BP ) auf dem Fundplatz Gara 75/27 in den Siwa Oasen weiterhin Ounan-Harif Spitzen produziert und Versuche mit flächenretuschierten Stielspitzen angestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Ounan-Harif Spitzen wie im äußersten Nordwesten der westlichen Wüste Ägyptens werden zur gleichen Zeit ( 8210 +- 70 BP ) im Südosten in Bir Kiseiba auf dem Fundplatz  E-79-1 hergestellt. Die letzten Ounan-Harif Spitzen erscheinen zwischen 8100 BP und 8020 BP auf den Fundplätzen E-80-3 und E-80-1-C. Der auf 8130 BP datierte Fundplatz E-79-2 führt schon Ounanspitzen, die jüngeren hier gemessenen Daten dürften sich auf  eine Bou Saada Spitze ( H7 ) beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1-C''' von F. Wendorf in die El Jerar Phase von Nabta Playa gestellt, weist zwei Ounanspitzen mit einem Alter von 7850 +- BP auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-79-2''' hatte acht Ounanspitzen um 8130 BP hervorgebracht, zwei jüngere Daten 7780 +- 130 BP und 7610 +- 70 BP könnten im Zusammenhang mit einer Bou Saada Spitze stehen, wie schon weiter oben ausgeführt wurde. Das jüngere Datum ist wahrscheinlicher, das ältere läge rund 200 Jahre vor dem Erscheinen der frühesten kantenretuschierten Dreieckspitzen der Typen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch zwei Holzkohlenproben von verschiedenen Herdstellen datierte Fundstelle '''1072/86''' hat ein Alter von 7670 +- 50 BP respektiverweise von 7645 +- 35 BP. Hier kann von einer intakten Fundschicht mit in situ Material ausgegangen werden. Es wurden 37 Spitzen der Typen H12, H13 und H5 gefunden, also Ounanspitzen und ounanähnliche Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um so erstaunlicher ist die Pfeilspitzen Vielfalt des auf 7590 +- 75 BP datierten Fundplatzes '''1004/83''', der neben 47 Spitzen der Gruppen H12, H13 und H5 eine Menge von 15 kantenretuschierten Blattspitzen, zwei flächenretuschierten Dreieckspitzen der Typen A1 und A2, 29 Blattspitzen der Typen C1, C2, C3, C6 und C10 und sechs Stielspitzen der Typen D1, D2 und D3 hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast gleichzeitig ist der mit 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP datierte Fundplatz Djara 90/1-2, welcher ebenfalls flächenretuschierte Blatt- und Stielspitzen führt. Die Nabta Fundplätze E-77-5 Neolith. ( 7530 +- 180 BP ) und E-91-1-C ( 7536 +- 110 BP ) führen zu dieser Zeit noch Ounanspitzen und kantenretuschierte Blattspitzen. Unsicher ist eine H7 Spitze, ein einzelnes Trapez taucht wieder auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 7360 +- 200 BP werden vom Kiseiba Fundplatz E-79-7 zwei kantenretuschierte Dreieckspitzen des Typs H8 gemeldet, um 7170 +- 80 BP steigt die Anzahl der H7 und H8 Spitzen auf Fundplatz E-79-6 auf 19 Exemplare. Ebenfalls wird eine große, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze mit zentraler Kehle des Typs A2 gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit, 7145 +- 40 BP, wird auf dem Fundplatz Abu Tartur 1017/82 eine Menge von 178 Pfeilspitzen gezählt darunter 60 Ounan- und ähnliche Spitzen, zehn kantenretuschierte Blattspitzen und von den flächenretuschierten Stücken vier Dreieck-, 86 Blatt- und 14 Stielspitzen. Der Fundplatz ist gemischt und die kantenretuschierten Exemplare dürften älter sein, was durch weitere Datierungen zu klären wäre. Kantenretuschierte Dreieckspitzen wurden nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Nabta Fundplatz E-75-8 lower, welcher 41 Pfeilspitzen der Typen H7 und H8 produzierte schwanken die Altersangaben zwischen 7100 BP und 6700 BP. Das ältere Datum scheint für die „Nabtaspitzen“ wahrscheinlicher zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der in der ägyptischen Sahara, also in der westlichen oder libyschen und in der östlichen oder arabischen Wüste gefundenen und wissenschaftlich bearbeiteten Pfeilspitzen liegt bei über 7000 Stücken. Die im diesem Bericht berücksichtigten Bewehrungen erreichen eine Zahl von rund 6800 Exemplaren. Zwei Drittel dieser Menge kommen aus einem breiten Streifen um den 26. nördlichen Breitengrad, einer Region, die wie ich meine sowohl Sommerregen aus Süden als auch den noch wichtigeren Winterregen aus Norden regelmäßig erwarten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch die Landschaftsform reicht die Kernzone der Pfeilspitzenhäufigkeit von Abu Minqar im Westen über Dakhla bis nach Kharga im Osten. Nördlich dieser Linie sind Farafra und Djara sowie Abu Gerara, das nördliche und westliche Abu Tartur Plateau, die geologischen Senken nördlich von Abu Tartur sowie das Gelände nördlich der Kharga Oasen zu nennen, wobei große Gebiete bis heute noch nicht auf prähistorische Vorkommen untersucht worden sind. Südlich der Linie liegen die Eastpans. Das Auffinden weiterer Fundplätze bis zum Breitengrad 25° Nord ist möglich, die Aussicht auf Erfolg ist wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem libyschen Kalksteinplateau und an seinem Fuße konnte auf ausgezeichnetes Rohmaterial zur Herstellung von Werkzeugen zurückgegriffen werden. Einmal auf Jaspis- und Chalzedonknollen aus den Tonlinsen der Khargaschichten, zum anderen auf eozäne Hornsteine, deren Ausbildung von kugelig bis plattig reicht. Es gibt weitere Gesteine, die als Ausgangsmaterial herangezogen worden sind, wie Sandstein, Kalkstein, verkieseltes Holz, Quarz und andere, ihre Verbreitung ist jedoch gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie Fig. 3''' zeigt ähneln sich die Diagramme der einzelnen Fundzonen. Sämtliche Pfeilspitzen- Grundformen wie die flächenretuschierten Dreieck-, Blatt- und Stielspitzen sind neben den kantenretuschierten Exemplaren vorhanden. Bis etwa 7500 BP sind Flächenretuschen die große Ausnahme obwohl mit dieser Technik experimentiert wurde. Nach ca. 7000 BP setzen sich die Flächenretuschen durch, Kantenretuschen werden seltener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Grafik zeigt das Indiz IV den Anteil der kantenretuschierten Pfeilspitzen und damit den Anteil älterer Besiedlungsphasen an. &lt;br /&gt;
Diese älteren Pfeilspitzen weisen ein großes Spektrum an Formen auf, es reicht von Ounan- Harif- Spitzen ( H 14, H2, H19 u.a. ) mit den verschieden gestalteten Schäftungszonen über Ounanspitzen ( H12 ), gestielten H5- Spitzen, Dreiecksformen ( H7, H8, H9, H18 ) und Blattspitzen ( H1, H4, H10, H11 ) bis zu Querschneidern ( F2 – F22 ), von denen die frühesten schon vor 9000 BP auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Größenordnung und Verteilung der Indize der flächenretuschierten Bewehrungen wird wahrscheinlich durch kulturelle Präferenzen bestimmt. So ist für die Khargaregion die Stielspitze wichtig. Da nahegelegene Abu Tartur und die Dakhla Oasen führen prozentual die meisten Blattspitzen während das Verhältnis von Blatt- zu Stielspitzen in Djara ausgeglichen erscheint. Diese Aussagen sind sehr verlässlich, da sie große Mengen als Basis aufweisen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger großen Inventaren genügt ein kleiner Eingriff, um das Gesamtbild zu ändern und eventuell zu verfälschen, so fehlen in Abu Minqar bis auf zwei Stücke die Stielspitzen. Gesetzt den Fall ein „Sammler“ hätte vor der wissenschaftlichen Untersuchung durch F. Klees rund 20 D- Spitzen, weil sie so „schön“ waren, entnommen, so wäre eine Erklärung für das Balkendiagramm gefunden. Zerstörung durch Deflation und kulturelle Verschiedenheit sind natürlich ebenfalls im Bereich des Möglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 4''' zeigt die Zusammensetzung der Pfeilspitzentypen von Fundstellen außerhalb des postulierten Gunstraums südlich und nördlich der Achse Abu Minqar – Kharga. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mudpans, die Glasregion in der großen Sandsee und die Fundstellen im Gilf Kebir weisen ausschließlich kantenretuschierte Werkzeuge auf und zwar von den ältesten bis zu den jüngsten Fundstellen. Über tausende von Jahren war der Querschneider die einzige bekannte Bewehrung im südwestlichen Teil der libyschen Wüste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den dort lebenden Gesellschaften fehlte die sonst für das Neolithikum so charakteristische Dynamik, die sich in Innovation und Vielfalt dokumentierte. Ganz ähnlich scheinen die Grafiken von Kiseiba und Nabta angelegt zu sein aber die Ähnlichkeit ist nur äußerlich. In diesen Gebieten wurden bevorzugt die älteren holozänen Fundstellen bearbeitet, was sich in dem hohen Anteil an kantenretuschierten Pfeilspitzen niederschlägt. Hier jedoch findet sich die bunte Mischung aus Stiel- Dreieck- und Blattspitzen neben den Querschneidern wieder, wie es in der Gegend um den 25. Breitengrad Nord der Fall war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigen bearbeiteten jüngeren Fundplätze weisen, wenn auch in geringer Anzahl, sämtliche Ausbildungstypen flächenretuschierter Pfeilspitzen auf. Gemeinsamkeiten zwischen dem Südostteil der westlichen Wüste und ihrer Südwest- Ecke sind nicht festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss des Feuerstein liefernden Kalksteinplateaus im Norden Nabtas und im Nordosten Kiseibas darf nicht unterschätzt werden, gab er doch den hier lebenden Populationen einen materiellen und daraus resultierend auch einen technologischen Vorteil gegenüber den im nubischen Sandstein siedelnden Gruppen, deren Rohmaterial hauptsächlich aus verhärtetem Sandstein bestand, der wie schon weiter oben angedeutet nicht das ideale Material für eine Bearbeitung mittels Flächenretuschen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum ( Fig. 4 ) zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Dreieckspitzen aus, dennoch liegt der Anteil der Stielspitzen um ca. 10 % höher. Würden die kantenretuschierten Bewehrungen des Fayum B berücksichtigt, so entstünde ein ähnliches Bild wie in den Kharga Oasen allerdings mit höherem Anteil an Dreieckspitzen ( Indiz I ) und einem niedrigerem Prozentsatz von Blattspitzen ( Indiz II ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beeinflussung durch die Fundplatzgruppe 25° N ist durchaus möglich.&lt;br /&gt;
Wie ebenfalls aus Fig. 4 hervorgeht, fehlt den Merimde Fundplätzen die zeitliche Tiefe, da ein Pfeilspitzentyp, die Gruppe A2, mit über 90 % Anteil das Bild beherrscht. Ähnliches gilt für die noch jüngere Badarikultur, die ca. 80 % A2- Spitzen aufweist und rund 16 % Blattspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem nun die ägyptischen Pfeilspitzen der Sahara zahlenmäßig erfasst sind und ihre Typen in einen, wenn auch groben Zeitrahmen gestellt werden konnten, erscheint es mit Einschränkungen möglich, einige Fragen beantworten zu können. Ebenfalls müssen mehrere notwendige Feststellungen getroffen werden.&lt;br /&gt;
* Über die Hälfte aller in Ägypten gefundenen und ausgewerteten Pfeilspitzen ist in dem Raum von Abu Tartur – Kharga konzentriert.&lt;br /&gt;
* Diese außerordentliche Akkumulation hat während der gesamten holozänen, steinzeitlichen Phase stattgefunden. &lt;br /&gt;
* Die Feldforschung in dem genannten Raum ist bei weitem nicht abgeschlossen. Die Region verfügt über ein gewaltiges Potential.&lt;br /&gt;
* Dichte und dauernde Besiedlung von der El Adam Phase bis zum Auftreten von Clayton Ringen ( Riemer ) setzt klimatische Bedingungen voraus, die nicht im Extrembereich liegen. Eine Ausweitung bisheriger Studien Klima, Fauna und Flora betreffend sowie die Erstellung weiterer C14- Analysen erscheinen angebracht. Auch die Quartärgeologie ist gefragt um eventuelle Fehlinterpretationen zur Klimaentwicklung zu korrigieren und gezielte, lokale Detailuntersuchungen zu betreiben, um die bestehende Diskrepanz zwischen den existierenden Studien und den archäologischen Fakten auszuräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Basiskehle dürften nach den heute bekannten und datierten Funden in Abu Tartur entwickelt worden sein. Von hier aus gelangten sie, kann postuliert werden, mit geringer Zeitverschiebung zunächst ins Fayum und dann nach Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fayum entwickelte sich aus den unregelmäßigen und zum Teil noch primitiv anmutenden Pfeilspitzen Abu Tarturs vor allem die elegante A25- Spitze mit nach innen gezogenen Schwingen und tiefen, breiten Kehlen. Dieser Typ verbindet die Wirkung eines breiten Geschosses mit entsprechendem Schusskanal mit einer Gewichtsreduzierung, welche mit einer tiefen und breiten Kehle zusammenhängt.&lt;br /&gt;
Die bevorzugten Typen in Merimde sind A2, A27, A25 und A28. Im Unterschied zu Abu Tartur sind hier die Pfeilspitzen gleichmäßiger und sauber gearbeitet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Erste flächenretuschierte Stielspitzen treten schon im Frühholozän vereinzelt als Experimente, die aber ohne direkte Folgen bleiben, in Gara, Sitra und Abu Tartur auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gara 75/27 produzierte zwei Stielspitzen mit einem Alter von 8219 Jahren, aus Sitra ist eine Stielspitze mit einem Alter von ca. 8200 Jahren bekannt und Abu Tartur weist zwei flächenretuschierte Stielspitzen von Fundplatz 0002/84 mit einem Alter von 9120 Jahren auf, eine dritte von 1023/82 ist nicht datiert, könnte aber nach der Bearbeitungstechnik und der Formgebung ebenfalls dazuzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese frühen, flächenretuschierten Stielspitzen ähneln stark Miniaturausführungen von Aterienspitzen. Eine Beeinflussung durch aufgefundene Paläoartefakte ist nicht von der Hand zu weisen, zumal im Inventar des Fundplatzes 0002/84 eine große Aterienspitze vorhanden ist. Außer den gestielten Exemplaren weisen 0002/84 und 0006/82 auch einige flächige modifizierte Blattspitzen der Gruppen C3 und C9 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie die Fundstellen Abu Tartur 1004/83 und Djara 90/1-2 zeigen, treten fast gleichzeitig ab ca. 7600 BP neben den kantenretuschierten Pfeilspitzen auch regelmäßig solche mit Flächenretuschen auf und zwar neben den Bewehrungen der Familien A, C und D ebenfalls, aber in geringeren Stückzahlen, die der Familien B, E und G auf.&lt;br /&gt;
Von dem oben genannten Zeitpunkt an nehmen die Flächenretuschierten prozentual zu, die Kantenretuschierten nehmen ab ohne aber gänzlich zu verschwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Anteil von Dreieck-, Blatt- oder Stielspitzen hängt bei den flächig retuschierten Pfeilspitzen nicht vom Alter des Fundplatzes ab sondern von den Präferenzen der jeweiligen kulturellen Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Gruppen, die westlich einer gedachten Linie Siwa – Abu Minquar. Eastpans – Bir Kiseiba – Nabta siedelten waren von den Geschossentwicklungen der Kernzonen abgekoppelt. Sie bringen keine Flächenretuschen hervor, zum Teil auf Grund eines Mangels an geeigneten Rohstoffen, sie verweilen hauptsächlich bei kleinen dreieckigen und trapezförmigen Querschneidern, andere kantenretuschierte Pfeilspitzenfamilien sind selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aus der ägyptischen Sahara sind nur wenige C14- Analysen aus holozänen Horizonten bekannt, die ein Alter von über 9000 Jahren aufweisen. Noch geringer ist die Anzahl von Fundstellen diesen Alters mit einem Inventar, welches eine typologische Einordnung zu erstellen erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste Datierung stammt von einem Herdplatz westlich des Abu Ballas, sie beträgt  10000 +- 225 BP Jahre weist aber keinerlei lithisches Material auf ( Gabriel 86 ).&lt;br /&gt;
Aus dem Wadi el Akhdar vom Fundplatz 80/7-1 wird ein Alter von 9370 +- 215 BP gemeldet (Schön 96) aber auch hier ist das analysierte Material aus einer geologischen Schicht ohne Artefakte entnommen worden.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 83/33 wurde eine Keramikscherbe auf 9080 +- 50 BP datiert. Zugehörige Steinartefakte sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Röper haben in der  „Roten Wüste“ etwa 70 – 100 km südlich von Abu Tartur eine Holzkohlenprobe von einer Herdstelle entnommen, die ein Alter von  9260 +- 370 BP aufweist. Steinartefakte und Keramik sind nicht untersucht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dakhla sind im Zusammenhang mit der dortigen Masara- Phase einige Daten bekannt. Sie liegen zwischen 9180 BP und 8170 BP für die Masara- Phasen A und B und zwischen 9000 BP und 8500 BP für die Masara- Phase C. Werkzeuge sind in diesem Falle vorhanden, einzelne Stücke stimmen mit einschlägigen Inventaren anderer Fundgebiete überein. Eigene auf Dakhla bezogene und vollständige Inventare sind jedoch erst spät erstellt worden, diese sind mit den Funden des Abu Tartur B zu vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches gilt für die C14 Daten der Fundregion Regenfeld in der großen Sandsee. Fundplatz 96/1 mit einem Alter von 9388 +- BP Jahren weist keine signifikanten Geräte auf und 96/20, auf 9040 +- 60 BP datiert, produzierte ähnlich wie die gleich alten Plätze im Südosten der libyschen Wüste Ägyptens hauptsächlich rückengestumpfte Lamellen ohne jedoch vergleichbar vollständige Typologien wie Nabta und Kiseiba zu liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollständige Inventare und Datierungen weisen vier Fundplätze auf. In Bir Kiseiba sind es E-80-4 und E-79-8 mit 423 respektiverweise 374 Werkzeugen, in Nabta lieferte E-77-7  158 Geräte und Abu Tartur 0002/84 hat 402 modifizierte Steinartefakte hervorgebracht. In der Fundplatzbeschreibung von 0002/84 werden diese vier Inventare miteinander verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Ostsahara begonnene kulturelle Entwicklung wurde durch die prädynastischen Gruppen im Niltal fortgesetzt. Da der Verfasser das Niltal mit Ausnahme von Merimde und Badari nicht in seine Betrachtungen aufgenommen hat, werden Pfeilspitzentypen wie sie z.B. in Abydos auftreten, nicht berücksichtigt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundstellen_in_%C3%84gypten&amp;diff=5582</id>
		<title>Fundstellen in Ägypten</title>
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				<updated>2023-10-20T12:42:19Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Ägypten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Ägypten==&lt;br /&gt;
Ägypten, 1.000.000 Quadratkilometer groß, besteht mit Ausnahme des Niltals und des Deltas, aus Wüste. Für diesen Bericht sind die arabische und libysche Wüste, da beide zur Sahara gehörend, von Interesse.&lt;br /&gt;
Außerhalb dieses Rahmens werden lediglich, aus Gründen des Vergleichs, die Fundstellen von Merimde am südwestlichen Deltarand und Badari - Hemamieh am rechten Nilufer in Oberägypten, berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Ende des 19. Jahrhunderts begannen Archäologen sich für steinzeitliche Kulturen in Ägypten zu interessieren, so F. Petrie in Nagada. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts kamen dazu Junker in Merimde, Brunton in Badari und die große Dame der ägyptischen Vor - und Frühgeschichte G. Caton - Thompson in Hemamieh, im Fayum und Anfang der 30er Jahre in den Kharga - Oasen.&lt;br /&gt;
Erwähnt seien auch die frühen Expeditionen Hassanein Beys in den Uweinat von wo er über Felsbilder berichtete und Kemal el Dins, der den Gilf Khebir entdeckte und ebenfalls Malereien im Uweinat fand.&lt;br /&gt;
Neben den älteren Arbeiten soll versucht werden auch die in jüngerer Zeit ausgeführten Forschungen, einschließlich der noch laufenden, in diesen Bericht zu integrieren. &lt;br /&gt;
Zu nennen wären unter anderen die Teams um F. Wendorf und R. Schild im Südostteil der libyschen Wüste, R. Kuper und seine Mannschaft mit den Projekten B.O.S und ACACIA, M. Mc Donald in den Dakhla - Oasen und B.E. Barich mit Kollegen in Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Genauere Beschreibung eines der Fundetableaus==&lt;br /&gt;
TextTextText&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funde aus Ägypten - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden 132 Fundtableaus werden nicht näher erklärt, da viele Artefakte in den entsprechenden Rubriken gezeichnet und wissenschaftlich beschrieben worden sind. Jedes Artefakt ist mit einer eindeutigen Fundplatznummer gekennzeichnet. Fundplätze mit Nummern finden Sie unter Fundkomplex Abu Tartur. '''HINWEIS:''' Klicken Sie 2x in Folge auf die gewünschte Abbildung und Sie sehen das Tableau in Bildschirmgröße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0003_N_AbuTartur.jpg|Abb. 1: Klingen und Lamellen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0009_B_AbuTartur.jpg|Abb. 2: Bohrer, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0011_E_AbuTartur.jpg|Abb. 3: Kerben, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0013_D_AbuTartur.jpg|Abb. 4: Mikrolithen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0018_P21_Tixier_Liste.jpg|Abb. 5: Auflistung nach Tixier, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0029_Perlen_AbuTartur.jpg|Abb. 6: Perlen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0035_L_AbuTartur.jpg|Abb. 7: Perlen, Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0033_12_AbuTartur.jpg|Abb. 8: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0037_6_AbuTartur.jpg|Abb. 9: Nabta Pfeilspitzen und andere, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0039_4_AbuTartur.jpg|Abb. 10: Querschneider von Fundplatz 0002/84 und andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0041_7_AbuTartur.jpg.jpg|Abb. 11: Flächeretuschierte Stielspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0043_11_AbuTartur.jpg|Abb. 12: Ounan Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0045_9_AbuTartur.jpg|Abb. 13: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0092_14_AbuTartur.jpg|Abb. 14: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0094_13_AbuTartur.jpg|Abb. 15: Blattspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0187_26_AbuTartur.jpg|Abb. 16: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0189_22_AbuTartur.jpg|Abb. 17: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0191_18_AbuTartur.jpg|Abb. 18: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0193_20_AbuTartur.jpg|Abb. 19: Pfeilspitzenmix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0195_21_AbuTartur.jpg|Abb. 20: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0197_10_AbuTartur_Renate.jpg|Abb. 21: Blattspitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0199_23_AbuTartur.jpg|Abb. 22: Kantenretuschierte Pfeilspitzen, verschiedene Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0201_15_AbuTartur.jpg|Abb. 23: Blattspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0203_16_AbuTartur.jpg|Abb. 24: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0205_1_19_AbuTartur.jpg|Abb. 25: Verschiedene Pfeilspitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0206_17_AbuTartur.jpg|Abb. 26: Blattspitzen mix, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0112_XXVI_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 27: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0149_Q_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 28: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0171_O_AbuTartur_Sideblow.jpg|Abb. 29: Side blow flakes, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0073_UU_AbuTartur.jpg|Abb. 30: Große plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0075_NN_AbuTartur.jpg|Abb. 31: Werkzeuge, Fundplatz 1072&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0077_QQ_AbuTartur.jpg|Abb. 32: Plattige Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0079_HH_AbuTartur.jpg|Abb. 33: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0081_1_JJ_AbuTartur.jpg|Abb. 34: Werkzeuge, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0082_TT_AbuTartur.jpg|Abb. 35: Klingen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0084_KK_AbuTartur.jpg|Abb. 36: Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0086_OO_AbuTartur.jpg|Abb. 37: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0088_PP_AbuTartur.jpg|Abb. 38: Messer und Spitzen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0090_RR_AbuTartur.jpg|Abb. 39: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0096_G_AbuTartur.jpg|Abb. 40: Sicheln und Sicheleinsätze, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0098_XXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 41: Klingen, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0100_ZZ_AbuTartur.jpg|Abb. 42: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0102_YY_AbuTartur.jpg|Abb. 43: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0104_XXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 44: Flächig bearbeitete Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0106_XXV_AbuTartur.jpg|Abb. 45: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0108_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 46: Klingen und Lamellen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0110_XXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 47: Verschiedene Werkzeuge und Perlen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0114_XXII_AbuTartur.jpg|Abb. 48: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0116_XXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 49: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0118_XXI_AbuTartur.jpg|Abb. 50: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0120_XXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 51: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0122_XLIII_AbuTartur.jpg|Abb. 52: Klingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0124_roem_L_AbuTartur.jpg|Abb. 53: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0126_XLVI_AbuTartur.jpg|Abb. 54: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0011/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0128_XLV_AbuTartur.jpg|Abb. 55: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0130_XLIV_AbuTartur.jpg|Abb. 56: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1004/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0132_LV_AbuTartur.jpg|Abb. 57: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0134_XLVII_AbuTartur.jpg|Abb. 58: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1046/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0136_XLVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 59: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0138_XLIX_AbuTartur.jpg|Abb. 60: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0140_1_LIV_AbuTartur.jpg|Abb. 61: Paläolithische Werkzeuge auf neolithischen Fundplätzen und Aterienspitzen (gekauft)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0141_LII_AbuTartur.jpg|Abb. 62: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 0014/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0143_LI_AbuTartur.jpg|Abb. 63: Verschiedene Artefakte und Perlen, Fundplatz 1002/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0145_F_AbuTartur.jpg|Abb. 64: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0147_LIII_AbuTartur.jpg|Abb. 65: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1045/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0151_A_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 66: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0157_C_AbuTartur_neu.jpg|Abb. 67: Bohrer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0159_SS_AbuTartur.jpg|Abb. 68: Klingen und Lamellen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0163_XXX_AbuTartur.jpg|Abb. 69: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0165_J_AbuTartur.jpg|Abb. 70: Große Werkzeuge, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0173_K_AbuTartur.jpg|Abb. 71: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0175_VV_AbuTartur.jpg|Abb. 72: Messer und Spitzen, Fundplatz 1017/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0177_WW_AbuTartur.jpg|Abb. 73: Messer und Spitzen, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0183_M_AbuTartur.jpg|Abb. 74: Kratzer, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0208_III_AbuTartur.jpg|Abb. 75: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1035/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0210_XI_AbuTartur.jpg|Abb. 76: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0213_X_AbuTartur.jpg|Abb. 77: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0215_VII_AbuTartur.jpg|Abb. 78: Verschieden Artefakte und Perlen, Fundplatz 0007/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0217_VI_AbuTartur.jpg|Abb. 79: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1052/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0219_IV_AbuTartur.jpg|Abb. 80: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0009/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0221_V_AbuTartur.jpg|Abb. 81: Verschieden Artefakte, Perlen und Keramik, Fundplatz 0008/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0223_XVI_AbuTartur.jpg|Abb. 82: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0225_VIII_AbuTartur.jpg|Abb. 83: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0006/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0227_IX_AbuTartur.jpg|Abb. 84: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1013/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0229_XVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 85: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0231_roem_I_AbuTartur.jpg|Abb. 86: Paläolithische Artefakte auf neolithischen Fundplätzen (z.T. Wiederverwendung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0233_roem_II_AbuTartur.jpg|Abb. 87: Verschieden Artefakte, Fundplatz 0010/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0236_XLII_AbuTartur.jpg|Abb. 88: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0238_XXXI_AbuTartur.jpg|Abb. 89: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0240_XXXII_AbuTartur.jpg|Abb. 90: Bohrer und Pfrieme, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0242_XXXIII_AbuTartur.jpg|Abb. 91: Stichel, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0244_XXXIV_AbuTartur.jpg|Abb. 92: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0246_XXXV_AbuTartur.jpg|Abb. 93: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0248_XXXVI_AbuTartur.jpg|Abb. 94: Bohrer, Klingen und andere Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0250_XXXVII_AbuTartur.jpg|Abb. 95: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1072/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0252_XXXVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 96: Verschieden Artefakte, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0254_XXXIX_AbuTartur.jpg|Abb. 97: Klingen und Kerbklingen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0256_XL_AbuTartur.jpg|Abb. 98: Lamellen, kleine Klingen und Mikrolithen, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0258_XLI_AbuTartur.jpg|Abb. 99: Retuschierte Thermoscherben, Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0260_LVIII_AbuTartur.jpg|Abb. 100: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0262_XVII_AbuTartur.jpg|Abb. 101: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1016/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0264_H_AbuTartur.jpg|Abb. 102: Messer und Spitzen, verschiedene Fundplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0266_XII_AbuTartur.jpg|Abb. 103: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0268_XV_AbuTartur.jpg|Abb. 104: Sichelmesser und &amp;quot;Ackerbau Geräte&amp;quot;, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0270_XIX_AbuTartur.jpg|Abb. 105: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1019/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0272_XIV_AbuTartur.jpg|Abb. 106: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0275_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 107: Verschiedene Artefakte, Fundplätze auf dem Plateau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0277_XX_AbuTartur.jpg|Abb. 108: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0279_LX_AbuTartur.jpg|Abb. 109: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1039/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0281_XIII_AbuTartur.jpg|Abb. 110: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0284_LIX_AbuTartur.jpg|Abb. 111: Klingen, Kerbklingen und Windkanter, Fundplatz 1015/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0286_LVII_AbuTartur.jpg|Abb. 112: Verschiedene Artefakte, Fundplatz 1022/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0322_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 113: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0323_Faustkeile_Ägypten.jpg|Abb. 114: Faustkeile, Bir Sahara, Acheul, alter ca. 100.000 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0335_besondereWerkzeuge_AbuTartur.jpg|Abb. 115: Große Werkzeuge, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0336_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 116: Reib- und Malsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0337_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 117: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0339_Reibstein_Sahara.jpg|Abb. 118: Reibsteine, Sahara&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0343_Reibstein_AbuTartur.jpg|Abb. 119: Reibsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0340_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 120: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0356_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 121: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0357_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 122: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0358_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 123: Paletten, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0359_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 124: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0360_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 125: Reibschale, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0364_Reibschale_AbuTartur.jpg|Abb. 126: Reibschale mit Reibstein, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0348_AbuTartur.jpg|Abb. 127: Kerne, Klopfsteine und Spielsteine, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0349_Keulenköpfe_AbuTartur.jpg|Abb. 128: Keulenköpfe, AbuTartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0350_AbuTartur.jpg|Abb. 129: Verschiedene Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0351_AbuTartur.jpg|Abb. 130: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0352_AbuTartur.jpg|Abb. 131: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:eickelkamp_0334_plattige_Stücke_AbuTartur.jpg|Abb. 132: Große plattige Artefakte, Abu Tartur&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kharga==&lt;br /&gt;
G. Caton – Thomson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
G. Caton Thompson beschreibt sechs Fundstellen innerhalb der Khargaregion, auf denen Pfeilspitzen vorkommen.&lt;br /&gt;
Diese sind&lt;br /&gt;
* 1.) K05 Bellaida&lt;br /&gt;
* 2.) K015 Umm ed Dabadib&lt;br /&gt;
* 3.) Ghuata (Qasr El Ghueita )&lt;br /&gt;
* 4.) Gala Hill&lt;br /&gt;
* 5.) Abu Sighwal Pass ( Nagb Umm Sirwal )&lt;br /&gt;
* 6.) Yesba Pass ( Nagb Asyut, Gebel El Yabisa )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) K05 Bellaida'''&lt;br /&gt;
Die Stelle liegt südlich der Gebirgslücke zwischen dem Gebel Teir und dem Gebel Tarif.&lt;br /&gt;
Eine Gesamtwerkzeugmenge von 42 Stücken wurde beobachtet aber nicht weiter bearbeitet und veröffentlicht. Unter den auf Tafel 100 vorgestellten Artefakten befinden sich ein Querschneider F8, eine teilflächig retuschierte Blattspitze, eine D7 - Spitze, eine D19 - Spitze und ein Stück, welches einen Übergang von der rhombischen zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) K015 Umm el Dabadib'''&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt in einer breiten Gasse der Abu Muharig Dünenkette in den Ausläufern des südliche Abbruchs des libyschen Plateaus.&lt;br /&gt;
74 Werkzeuge, darunter auch Pfeilspitzen, wurden gefunden und nicht weiter klassiert. 21 Pfeilspitzen sind auf Tafel 99 dargestellt, sie zeigen H1 - Spitzen und Übergänge von H1 nach H5 sowie Blattspitzen vollflächig und teilflächig retuschiert vom Typ C1 und C3, eine schlanke D12 - Spitze und Dreieckspitzen der Typen A1 und H7. Ein atypisches, flächig retuschiertes Stück ist die Nr. 13, die wie eine verunglückte Mischung aus C3 und D6 anmutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) Ghuata ( Qasr El Ghueita )''' &lt;br /&gt;
Der ptolemäische Tempel von Ghuata liegt rund 20 km südlich von Kharga, östlich davon schließt sich eine deflationsgeglättete Depression an.&lt;br /&gt;
Ghuata produzierte 61 Werkzeuge, davon sieben Pfeilspitzen. Gezeichnet sind auf Tafel 95 fünf Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte C3 - Spitzen, eine mit auf beiden Seiten flachen Randretuschen versehene C1 - Spitze, eine asymmetrische H5 - Spitze und eine H - Spitze mit einseitig angedeutetem Stiel, die als abgebrochene Ounanspitze beschrieben ist. Die übrigen auf den Tafeln 94 und 95 gezeigten Stücke weisen epipaläolithische Merkmale auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) Gala hill'''&lt;br /&gt;
22 km südlich von Ghuata liegt innerhalb der Depression ein 124 m hoher Sandsteinhügel mit dem Namen Gala hill. Auf diesem Platz wurden 45 Werkzeuge, davon 13 Pfeilspitzen, gefunden, welche sich unterteilen in 12 Querschneider und eine Ounanspitze. Die restlichen Artefakte sind Klingen, Lamellen, geometrische Mikrolithen sowie weitere epipaläolithische Implemente. Das Inventar erinnert an die Abu Tartur Fundstelle 0002/84.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) Abu Sighwal Pass'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle liegt auf dem östlichen Kalksteinplateau nordöstlich des Gebel Umm El Ghanayin in mit terra rossa gefüllten kleinen Senken, ähnlich wie es sich auf dem Abu Tartur Plateau darstellt.&lt;br /&gt;
Die Fundstreuung ergab 67 Werkzeuge davon lediglich zwei Bewehrungen, nämlich Ounanspitzen wie eine auf der Tafel 98 unter Nr. 3 abgebildet ist. Die Tafel zeigt ebenfalls eine Blattspitze unter 2/98, diese wird aber im Inventar nicht aufgeführt. Die übrigen Werkzeuge bestehen hauptsächlich aus Klingen ( 17 Stück ), Lamellen ( 19 Stück ) und geometrischen Mikrolithen wie Dreiecken und einem Segment. Das Ganze mutet epipaläolithisch an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) Yesba Pass'''&lt;br /&gt;
Dieser Pass bildet den nördlichen Zugang zu den Kharga Oasen und ist über 50 km von Kharga Zentrum entfernt. Auch hier liegen Artefaktenkonzentrationen in kleinen, flachen, terra rossa gefüllten Senken.&lt;br /&gt;
Yesba gab 148 Werkzeuge her, davon 66 Pfeilspitzen. Die übrigen Artefakte sind typische epipaläolithische Stücke mit 64 gestumpften Lamellen, Segmenten und Dreiecken. Kerbklingen sowie Quarzartefakte in Form von Kratzern oder meißelartigen Kernen sind ebenfalls vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen sind wie folgt unterteilt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;auto&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Pfeilspitzetyp'''||'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Querschneider||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ounanspitzen||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lamellenartige Rhombische||25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rhombische||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Atypische||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Blattspitzen||26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stielspitzen inkl. I||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|'''Total'''||'''66'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Ounanspitzen kann auch das Exemplar Nr. 16 Tafel 97 gerechnet werden. Die Lamellenartigen entsprechen den Typen H1 ( 15/97 ), H5 ( 9/97 ) und Übergängen von H1 nach H5 ( 13/97 ).&lt;br /&gt;
Rhombische Exemplare sind zwei vorhanden, nämlich die Nr. 21 und Nr. 22 der Tafel 97.&lt;br /&gt;
Die atypische Spitze 8/97, die bis auf den linken Rand auf ihrem Umfang kantenretuschiert erscheint, fällt in die Gruppe H19.&lt;br /&gt;
Nr. 20/97 kann unter I 4 eingeordnet werden. Die Blattspitzen entsprechen den Typen C1 und C3 und das Exemplar 26/97 weist schon nach C6. Die dargestellten Stielspitzen können dem Typ D7 zugeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den Fundstellen Abu Sighwal und Yesba wurden auf dem Plateau noch 34 Werkzeuge am Gebel Umm El Ghenneiem und 36 Stücke bei Agaba Matana gefunden. Sie bringen keine weiteren Typen und sind auch nicht weiter aufgeschlüsselt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einordnung der beschriebenen und / oder gezeichneten Pfeilspitzen des „ Bedouin &lt;br /&gt;
Microlithic „ von Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''K015'''&lt;br /&gt;
|'''K05'''&lt;br /&gt;
|'''Ghuata'''&lt;br /&gt;
|'''Gala'''&lt;br /&gt;
|'''Sighwal'''&lt;br /&gt;
|'''Yesba'''&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Werkzeuge'''&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|61&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|67&lt;br /&gt;
|148&lt;br /&gt;
|437&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Davon Pfeilspitzen'''&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|117 &lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|A&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|B&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|19&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|E&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|F&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|G&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|H&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|50&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den rund 500 aufgefundenen Werkzeugen sind 437 dokumentiert. Von letzteren sind 115 oder 26,6 % Pfeilspitzen. ( Da die Familie I nicht mitgerechnet wird reduziert sich die Zahl auf 113 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 1'''&lt;br /&gt;
* = A + B + E&lt;br /&gt;
* = 2 + 0 + 3&lt;br /&gt;
* = 5 oder 4,42 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 2''' &lt;br /&gt;
*= C&lt;br /&gt;
*= 31 oder 27,43 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 3'''&lt;br /&gt;
*= D&lt;br /&gt;
*= 11 oder 9,74 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Indiz 4''' &lt;br /&gt;
*= F + G + H&lt;br /&gt;
*= 16 + 0 + 50   &lt;br /&gt;
*= 66 oder 58, 41 % der Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den weiter oben behandelten Pfeilspitzen wurden elf große, ausgekehlte Dreieckspitzen gefunden. Wie Tafel III zeigt, handelt es sich unter anderem um ein durchschnittliches Exemplar mit 41 mm Länge und um ein weiteres von 63 mm Länge und einer Kehle von 28 mm Tiefe. Von den elf Exemplaren, 7 wurden in  K0 15 gefunden, 4 stammen von K0 5, weisen 6 eckige Schwingen auf, die übrigen dürften gerundet sein. Schwingen vom Typ A 25 mit nach innen gebogenen, spitzen Schwingenenden wurden von G. Caton Thompson nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''D.L. Holmes'''&lt;br /&gt;
Wie D.L. Holmes in ihrer „ Analysis and comparison of some prehistoric projectile points from Egypt „ schreibt, entdeckte sie im Dezember 1983 in der Umgebung von Kharga 45 Pfeilspitzen verschiedenster Typen, wie sie auch schon von G. Caton - Thompson beschrieben worden sind und von dieser als „ bedouin microlithic „ klassiert wurden. Der Anteil der Pfeilspitzen am Gesamtvolumen der Werkzeuge beträgt 12 %. Zwei Bruchstücke konnten nicht eingeordnet werden. Die Funde stammen von acht verschiedenen Stellen und obwohl das Gebiet mit Umm - el - Dabadib angegeben ist, zählen dazu auch die nordöstlich von Kharga gelegenen Quellhügel K0 8 und K0 6. Der in der Nähe von Umm - el - Dabadib gelegene Fundplatz K0 15 wird nicht erwähnt. Die Entfernung zwischen K0 6 und K015 beträgt rund 40 km. Der Fundplatz K0 10, der ebenfalls zu den acht Stellen gehört, an denen Pfeilspitzen gesammelt wurden, wird von G. Caton - Thompson dem oberen Acheul zugerechnet. Wahrscheinlich ist es hier zu Verwechslungen der Bezeichnungen gekommen. Für die Analyse der Funde und für Vergleiche mit Sammlungen aus dem gleichen Gebiet werden die beiden Fragmente ausgeklammert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 4,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||15||34,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||16||37,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||10||23,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''43'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Weitere Fundbeobachtungen in den Kharga - Oasen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F. Wendorf und R. Schild, die 1980 in den Kharga - Oasen gearbeitet haben, erwähnen keine Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Simmon und Mandel dagegen sprechen in ihrem Bericht von 1986 von einigen unregelmäßigen Pfeilspitzen, sowie von Blatt - und Stielspitzen, die Menge dürfte bei 12 - 15 Stücken liegen.&lt;br /&gt;
Die umfangreichste Sammlung aus dem Gebiet von Umm - el - Dabadib und Kharga dürfte von R. Ulbrich und G. Ulbrich stammen. Sie enthält 615 Pfeilspitzen, die sich wie folgt verteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 43|| 6,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||184||29,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||283||46,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||105||17,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''615'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgebildet und beschrieben sind sie in diesem Bericht auf den Tafeln Ä - U1, Ä - U2, &lt;br /&gt;
Ä - U3 und teilweise auf weiteren Tafeln der Bezeichnung Ä unter den Kürzeln K, D und Z.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schreiber des Berichts hatte die Gelegenheit einen Teil des oben genannten Gebiets zu begehen, hier der Fundbericht :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundgebiet Nr. 1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koordinaten : ( Mittelwerte ) L = 30°25’, B = 25°28’&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geographie : Rund 10 km nördlich von Kharga erhebt sich der Gebel el Teir, westlich davon liegt mit 451 m die höchste Erhebung der Gegend, der Gebel Tarif und seine nördliche Fortsetzung, der Gebel el Sheikh. 15 km weiter nach Norden schiebt sich das libysche &lt;br /&gt;
Kalksteinplateau in die Kharga - Senke. An seinen Flanken liegen im Nordosten des Fundgebietes die trocken gefallene Oase Ain - el - Labakha und im Nordwesten das Fort Ain - el - Wan ( rund 5 km südlich von Umm - el - Dabadib ). Die weiteren approximativen Begrenzungen des Fundgebietes sind im Osten die Linie Ain - el - Labakha – Gebel el Teir, im Westen der Schnittpunkt der Linien Ain - el - Wan südwärts und Gebel el Teir westwärts. Die Landschaft ist geprägt durch die Dünenketten des Abu Muharig mit Sicheldünen bis zu 50 m Höhe. Die äolische Überformung ist extrem weit fortgeschritten, dennoch haben sich auch Playagebiete, teilweise mit Yardangs durchsetzt, halten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausdehnung : N – S = 17,5 km, W – O = 10 km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beschreibung des Fundplatzes : Die meisten Fundstellen sind an Restplayas gebunden aber auch auf Sandsteinuntergrund kommen sekundäre Konzentrationen vor. &lt;br /&gt;
In situ Plätze und Herdstellen sind nicht beobachtet worden, mit Ausnahme einiger in Yardangs in Kopfhöhe eingeschlossener Artefakte ist das Fundmaterial ausnahmslos bewegt worden. K0 15, ein „ bedouin microlithic „ Fundplatz G. Caton - Thompsons südlich von   Ain - el - Wan ist lediglich begangen worden und in seiner vorgefundenen Situation belassen worden, das gleiche gilt für K0 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inventar : 360 Steinartefakte, davon 10 nicht modifizierte, sind aufgesammelt worden. Die 350 Werkzeuge gliedern sich wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer|| 23|| 6,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bohrer||54||15,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Stichel||7||2,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rückengestumpfte Lamellen||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kerben||38||10,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Endretuschen||4||1,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Geometrische Microlithen||5||1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Microburin Technik||3||0,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Andere||213||60,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''350'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gruppe „ Andere „ setzt sich zusammen aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeug|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ounanspitzen|| 8|| 2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Retuschierten Stücken||67||19,14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Side - blow - flakes||8||2,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Pfeilspitzen||80||22,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Zweiflächnern||26||7,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sonstigen||24||6,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''213'''|| '''60,85'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert man die Pfeilspitzen inklusive der Ounan - Spitzen nach Hugot, so wird folgendes Ergebnis sichtbar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''87'''|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen vom Typ I, mit einem Exemplar vertreten, werden nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
Im Vergleich mit den Analysen der Pfeilspitzen der Abu Tartur Fundplätze 1024/82, 1023/82 und 1017/82 fällt auf, dass das Indiz III des Fundgebietes 1026/82 um rund 20 % bis 30 % höher liegt, ansonsten sind Ähnlichkeiten trotz des unwissenschaftlichen Absammelns durchaus zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten im Gebiet 1026/82 sind nicht weiter vertieft worden und zwar aus zwei Gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1) Die Fundplätze sind durch Deflation stark gestört und definierbare Kulturschichten sind nicht gefunden worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2) Die Entfernung von der Basis Abu Tartur war zu groß und für eine Einzelperson war das schwierige Gelände zu risikoreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der größenordnungsmäßig unterschiedlichen, von verschiedenen Personen in einer recht großen Zeitspanne gesammelten Pfeilspitzen des „ bedouin microlithic „ ergibt ein interessantes Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''G. Caton-Thompson*'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''D. L. Holmes**'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''R. und G. Ulbrich'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1026/82***'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 5|| 4,42|| 2|| 4,65|| 43|| 6,99|| 5|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||31||27,43||15||34,88||184||29,92||29||33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||11||9,74||16||37,21||283||46,02||31||35,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||66||58,41||10||23,26||105||17,07||22||25,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Total|| 113|| 100,00|| 43|| 100,00|| 615|| 100,00|| 87|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die elf großen, ausgekehlten Dreieckspitzen von K0 5 und K0 15 werden, da von Caton - Thompson eher dem „ peasant neolithic „ zugerechnet, später behandelt.&lt;br /&gt;
* ** Ohne Bruchstücke.&lt;br /&gt;
* *** Eine Pfeilspitze der Familie I ist unberücksichtigt geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine klare Übereinstimmung der Sammlungen Holmes, Ulbrich und 1026 ist nicht von der Hand zu weisen. Gemeinsam ist allen ein geringer Wert des Indiz I, der zwischen rund 5 % und 7 % liegt. Ein Drittel der Spitzen gehört zum Indiz II. Die stärkste Gruppe bilden die gestielten Pfeilspitzen mit rund 35 % bis 46 % und die Gruppe der nicht flächig bearbeiteten Stücke liegt bei rund 17 % bis 25 %. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ins Bild passen die entsprechenden Zahlen von G. Caton - Thompson. Ihr Fundgebiet erstreckte sich weiter nach Süden und zu den Pässen im Norden, der epipaläolithische Anteil der hier angetroffenen Fundstellen ist höher. G. Caton - Thompson klassiert außerdem die Fundstellen K0 5 und K0 15 als gemischt aus „ bedouin microlithic „ und „ peasant    neolithic „.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den in Abu Tartur gewonnenen Kenntnissen stellen die Oberflächenfunde in dem hier behandelten Raum ein Artefaktengemenge aus den verschiedensten Epochen und Kulturen dar. Dieses wird verständlich durch die Tatsache, dass der Boden in der Khargasenke im Mittel jährlich um 2 mm abgesenkt wird. Bis auf wenige Ausnahmen, K0 15 ist teilweise eine solche, ist von den ursprünglichen Lagerplätzen nichts übrig geblieben. Die Herde sind weggeblasen worden, die Keramik zu Staub zerrieben und die Steinartefakte nach Korngröße gesichtet worden. Das Material ist dermaßen durcheinander gewirbelt, dass es schon wieder homogen erscheint, wie der typologische Vergleich der verschiedenen Sammlungen suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine in Abu Tartur angefertigte Langzeitstudie über die Auswirkung des Windschubes auf prähistorische Artefakte belegt mit eindeutigen Zahlen sowohl Verschiebung als auch Sichtung (bislang unveröffentlicht, aktuell in dieser Internetpräsenz, siehe: Windschubmessung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Tartur==   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zur El Ghorab Straße zwischen Kharga und Dakhla verläuft die Bruchkante des libyschen Plateaus in westöstlicher Richtung, lediglich die Felsmasse von Abu Tartur schiebt sich nach Süden in die Sandsteinebene vor. Die Bruchkante ist hier, bedingt durch die harten Kurkurschichten mit 550 m höher als die übrigen, bei rund 450 m – 500 m liegenden Partien. Begrenzt wird der Vater der Zipfelmütze, so die Bedeutung von Abu Tartur, im Süden und Osten durch eine mit Zeugenbergen durchsetzte, sandige Ebene der Nubiaschichten, im Westen durch den Wadi Batikh, den Wassermelonen - Fluss und im Norden durch den Wadi Ain Amur. Die mittleren Koordinaten sind 29°30’ – 30°10’ Ost und 25°20’ – 25°40’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird unter Abu Tartur vor allem die ungefähr 50 km westlich von Kharga gelegene Phosphatgrube im südöstlichen Bereich des Massivs verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier war der Verfasser, abgesehen von einer früheren, kurzen Intervention im Jahr 1978, von 1982 bis 1987 als Bergingenieur im Auftrag der Societé Francaise d´ Etudes Minieres ( Sofrémines ) tätig. Außerdem ermöglichte die deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen eines Sonderforschungsprogramms eine sechswöchige Visite mit Archäologen des Heinrich Barth - Instituts für Ur - und Frühgeschichte der Universität zu Köln im Herbst 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Freizeit während des Aufenthalts in Ägypten in den Jahren 1982 – 87 wurden im Umkreis von rund 30 km 146 Fundstellen entdeckt, davon 25 größere mit 100 bis 2500 Werkzeugen. Eine detaillierter Bericht liegt vor, eine Kopie befindet sich im Kölner Institut. Eine Veröffentlichung, auch auszugsweise, wurde nicht vorgenommen. Wohl aber wurden Informationen und erkannte Zusammenhänge für Veröffentlichungen unter anderem Namen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besiedlungsdauer in Abu Tartur reicht vom Epipaläolithikum bis zum ausgehenden Neolithikum falls die wenigen paläolithischen Einzelfunde wie z.B. Aterienspitzen unberücksichtigt bleiben. Das Inventar stammt von der Oberfläche, auf Grabungen ist verzichtet worden, selbst wenn die Überdeckung aus geringmächtigen Lockersedimenten bestand. Spuren späterer Aktivitäten aus historischen Zeiten ist nicht nachgegangen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon im Fundstellenbericht Abu Tartur dargestellt, sind in situ - Plätze in der Sahara äußerst selten. Das Vorhandensein von überdeckenden Ablagerungen stellt keine Garantie für ungestörte Kulturschichten dar. Häufig handelt es sich dabei um umgelagerte äolische Sedimente oder durch Wadis transportiertes Material. In diesen Situationen können sich Artefakte der verschiedensten Zeitalter vom langschmalen Dreieck bis zur schlanken, beidseitig flächenretuschierten Pfeilspitze im gleichen ergrabenen Horizont finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einigen der bedeutenderen Fundstellen fehlt die schützende Decke und das heterogene Fundmaterial ist auf die heutige Oberfläche projiziert worden. Zum Glück gibt es aber auch kleinere Konzentrationen, die unvermischt gerade aus ihrer originalen Situation auswittern und die es erlauben das Artefaktengemisch zu entwirren.&lt;br /&gt;
Kleine Fundstellen sind vielfach homogen in Bezug auf die Verwendung von Rohmaterial, die Bearbeitungstechnik und das Typenvorkommen.&lt;br /&gt;
Die Typenvielfalt der Abu Tartur Fundstellen spiegelt sich im Reichtum der Pfeilspitzenformen, wie die Auswertung des Materials einiger der größeren Konzentrationen zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der Pfeilspitzen - Formen &lt;br /&gt;
Fundplatz 1023/82 : 2462 Werkzeuge davon 44,76 % Pfeilspitzen. Von den 1546 unter Varia ( Tixier 112 ) klassierten Artefakten waren 1071 Pfeilspitzen, dazu kommen 32 Ounanspitzen ( Tixier 107 ), so dass eine Gesamtmenge von 1103 Bewehrungen entsteht. Alter nicht gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anzahl&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|%&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz I&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|A + B + E&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|21 + 6 + 6&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|3,02&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz II&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|C&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|575&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|52,61&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz III&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|D&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|203&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|18,57&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Indiz IV&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|F + G + H&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|0 + 5 + 277&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|282&lt;br /&gt;
|=&lt;br /&gt;
|25,8&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|'''Total'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|'''1093'''&lt;br /&gt;
|'''='''&lt;br /&gt;
|'''100'''&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zehn Stücke der Familie I werden nicht berücksichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1005/83 : 897 Werkzeuge davon 43,03 % Pfeilspitzen. Von den 546 unter Varia klassierten Artefakten waren 376 Pfeilspitzen dazu gesellen sich noch zehn Ounanspitzen, so dass sich eine Gesamtmenge von 386 Bewehrungen ergibt. Alter 6420 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 19|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||223||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||73||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||59||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''374'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie I ist mit 12 Stücken vertreten und wird in der Auswertung nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1024/82 : 459 Werkzeuge davon 37,47 % Pfeilspitzen. Von den 322 unter Varia klassierten Werkzeugen waren 169 Pfeilspitzen. Zusammen mit den drei Ounanspitzen wird eine Anzahl von 172 Stücken erreicht. Alter 6620 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 9|| 5,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||123||72,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||20||11,83&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||17||10,06&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''169'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Pfeilspitzen der Familie I sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 : 729 Werkzeuge davon 24,42 % Pfeilspitzen. Von den 186 unter Varia klassierten Artefakten waren 125 Pfeilspitzen, hinzu kommen die unter Tixier 107 eingeordneten 53 Ounanspitzen des Fundplatzes, welche allgemein als Bewehrungen gewertet werden. Die Summe aller Pfeilspitzen beträgt demnach 178. Alter 7145 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 6|| 3,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||86||48,59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||14||7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||71||40,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''177'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Stück gehört in die Familie I und wird hier nicht gewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 1004/83 : 628 Werkzeuge davon 21,66 % Pfeilspitzen. Von den 139 unter Varia klassierten Artefakten waren 113 Pfeilspitzen, mit den 23 Ounanspitzen des Fundplatzes ergibt sich eine Gesamtmenge von 136 Stücken. Alter 7590 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 2|| 1,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||24||17,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||6||4,44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||103||76,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''135'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Pfeilspitze der Familie I wird nicht mitgezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundplatz 0002/84 : 402 Werkzeuge davon 47,51 % Bewehrungen. Die 191 Bewehrungen lassen sich zum größten Teil auf die Tixier Nummern 87 und 92 zurückführen, hinzu kommen weitere Querschneidertypen sowie Pfeilspitzen der Typen H 10 ( Dreieck ), H 1 ( Blatt ), H 5 ( Stiel ) sowie Ounanspitzen ( H 12 ) und Ounan - Harif - Spitzen ( H 14 ). Alter 9120 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 0|| 0,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||3||1,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III ||1||0,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||187||97,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''191'''|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Blattspitzen der Familie C scheinen auf den ersten Blick nicht in den Kontext zu passen, obwohl sie in ihrer Größe und der Art der Flächenretuschierung von Blattspitzen anderer Abu Tartur Fundstellen abweichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Stielspitze der Familie D ist einseitig flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, sie gleicht vom Material und der Technik her der Hybridspitze  ( Tafel Ä 35/14 ), die ebenfalls flache Randretuschen zeigt. Beide Stücke sowie auch die leicht rhombische H 14 Spitze ( Tafel Ä 35/13 ) mit Kantenretuschen an den proximalen Begrenzungslinien können zum kulturellen Inventar gehören. Damit wäre die D – Spitze ein sehr frühes Beispiel einer flächenretuschierten, gestielten Pfeilspitze ( Ä 12/6 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben 0002/84 ist auch der Fundplatz 1072/86 wegen seines homogenen Aspekts hoch interessant. Die auf 7670 +- 50 und 7645 +- 35 BP datierte Fundstelle erscheint weitestgehend unvermischt und wittert in schmalen Windkanälen oder auch Regenrinnen aus, so dass immer wieder in zeitlichen Abständen frische Artefakte gefunden werden können. Durch diese Tatsache erklärt sich das Zustandekommen der Sammlung 1072/02, die von Heiko Riemer durchgeführt wurde und welche neben 17 gestielten Spitzen, 8 Kerbresten und 5 weiteren retuschierten Werkzeugen auch 23 unmodifizierte Klingen und 49 Abschläge, letztere meistens Abfallstücke der Werkzeugproduktion, aufweist. Die erste Sammlung stammt von 1986, dem Jahr der Entdeckung der Fundstelle. Die Zusammenstellung der retuschierten Artefakte umfasst 125 Stücke und sieht wie folgt aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|'''Nr. Tixier'''&lt;br /&gt;
|'''Werkzeug'''&lt;br /&gt;
|'''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|'''%'''&lt;br /&gt;
|'''% der Gruppen'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|Einfacher Kratzer auf Abschlag&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|Kreisförmiger Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|Vorspringender Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|7,1&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|Gekerbter Kratzer&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Kratzer auf gestumpfter Klinge&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|Doppelend - Bohrer&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|3,2&lt;br /&gt;
|II&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|Stichel&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|III&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|35&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|IV&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|Rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|55&lt;br /&gt;
|Gebogene Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|Bruchstück rückengestumpfte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|8,8&lt;br /&gt;
|VI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|Ouchtata Lamelle&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|Gekerbter Abschlag&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|2,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|Gezähnter Abschlag&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|76&lt;br /&gt;
|Kerbklinge oder Kerblamelle&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|6,4&lt;br /&gt;
|VII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|Gezähnte Klinge oder gezähnte Lamelle&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8 &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|80&lt;br /&gt;
|Endretusche&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|0,8&lt;br /&gt;
|VIII&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|105&lt;br /&gt;
|Durchgehende Retusche&lt;br /&gt;
|47&lt;br /&gt;
|37,6&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|Ounanspitze&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|72&lt;br /&gt;
|XI&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|Verschiedene&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|18,4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|Total&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|125&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die erste Sammlung 16 % an Ounanspitzen und den damit verwandten Artefakten aufweist, steigt der Anteil beim Gesamtinventar ( 1072/86 plus 1072/02 ) auf 21 %.&lt;br /&gt;
Die Ounanspitze ist ursprünglich ein Werkzeug aus dem Epipaläolithikum, wo sie möglicherweise als Bohrer benutzt wurde. Benannt ist sie nach dem Fundort Bir Ounan im südlichen Taoudeni in der Republik Mali. Vorneolithische Vorkommen sind unter anderen Ain Fritissa im südlichen Marokko, Oued Diffel, Bou Nouara und Dakhlat es - Saadane in Algerien und Ténéré im Norden Nigers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Stücke aus der Ostsahara fallen in die Zeit um 7850 BP – 7600 BP ( El Jarar Early Neolithic, Wendorf et al. 2001 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Abu Tartur Fundstelle 1072/86 gehört in diesen Zeitraum. Außer den von Tixier definierten Ounanspitzen finden sich hier in den gleichen Schichten Pfeilspitzen, die eine Bruchfläche am Stielende aufweisen und solche, bei denen Schlagfläche und Bulbus erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit sind Herkunft und frühes Auftreten dieser Stielspitzen, einmal der „ Abu Tartur Spitze „ und zum anderen der kantenretuschierten Spitze mit modifiziertem Stiel, geklärt. Die Bearbeitung des Stiels dieser nach Hugot als „ H5 „ oder nach Caton - Thompson als „ Ounanien „ zu bezeichnenden Pfeilspitze kann Teile oder die Gesamtheit des Stiels betreffen, es werden sowohl steile als auch flache Retuschen beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiele seien genannt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ounanspitze  -  1072  Tafel Ä 33 Nr. 2&lt;br /&gt;
* Abu Tartur Spitze  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 2&lt;br /&gt;
* H5 - Spitze nach Hugot  -  1072 Tafel Ä 33A Nr. 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die meisten Artefakte der Fundstelle 1072/86 sind auch diese drei Exemplare aus karamellfarbenem Hornstein hergestellt.&lt;br /&gt;
Ohne die Sammlung Ulbrich enthält das lithische Gesamtinventar Abu Tarturs 14375 Werkzeuge davon 3173 Pfeilspitzen und Pfeilschneiden, Ounanspitzen nicht inbegriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reibschalen, Läufersteine und Hammersteine sind in dieser Auflistung nicht berücksichtigt. Der prozentuale Anteil der Pfeilspitzen für die Gesamtheit der Abu Tartur Fundstellen beträgt 21,06 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Geschossbewehrungen der Sammlung Ulbrich und anderer stehen für eine Auswertung insgesamt 4000 Stücke zur Verfügung, rund 1000 dieser Pfeilspitzen sind durch Zeichnungen im Maßstab 1 : 1 und Kurzbeschreibungen dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Fayum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Gertrude Caton-Thompson und Elinor Gardner entdeckten und bearbeiteten Fundstellen liegen am Nordufer des Birket el Qarun, einem Restsee in der Fayum-Depression. Die Seeoberfläche liegt heute 45m unter dem Meeresniveau. Durch die Hochwasser des Nils und durch erhöhte Regenfälle während der holozänen Feuchtperioden hat der See häufiger seine Größe und seine Uferzonen verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den drei Grabungsperioden 1924/25, 1925/26 und 1926/24 bearbeiteten sie zum einen das Fayum B, eine Kultur, die auf mikrolithischen Werkzeugen und der Technik der Kantenretuschierung basierte und die keinerlei Keramik aufwies, zum anderen das Fayum A, welches sämtliche Attribute eines entwickelten Neolithikums aufwies als da sind Ackerbau und Viehzucht, Keramik und flächenretuschierte Steinwerkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist, dass die beiden so unterschiedlichen Kulturen große, flächenretuschierte, ausgekehlte Pfeilspitzen ähnlicher Art hervorgebracht haben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Fayum Kulturen wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 3910 +- 115 BC, 3860 +- 100 BC und 3210 +- 100 BC angegeben, wobei das älteste Datum dem höchsten Seestand entspricht und das jüngste Datum der heutigen Uferlinie zugeordnet ist.&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden die Pfeilspitzen-Vorkommen behandelt wie sie in G. Caton-Thompson „The Desert Fayum“ von 1934 dargestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fayum Fundplätze und ihre Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Nr.Werkzeuge'''|| '''Nr.Pfeilspitzen'''|| '''%'''|| '''A1'''|| '''A17'''|| '''A 2'''|| '''C'''|| '''D'''|| '''E'''|| '''I'''|| '''H'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||'''A18'''||'''A25-A28'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||||||'''A13'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site K|| 43|| 14|| 32,6|| 5|| -|| -|| 9|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| L Basin Sites|| 121|| 38|| 31,4|| 8|| -|| 7|| 17|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area L-X|| 116|| 29|| 25,0|| 6|| -|| -|| 18|| 5|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site X|| 113|| 24|| 21,2|| 5|| 1|| 7|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area X-V, X-W|| 39|| 10|| 25,6|| -|| -|| 1|| 1|| 8|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site V|| 213|| 105|| 49,3|| 1|| 4|| 25|| 23|| 52|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas cii-w, cii-v,v-w|| 90|| 25|| 27,8|| 6|| -|| 14|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camp ii Basin|| 651|| 312|| 47,9|| 12|| -|| 30|| 77|| 192|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Z|| 84|| 20|| 23,8|| -|| 2|| 6|| 12|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Z Basin|| 79|| 60|| 75,9|| 1|| -|| -|| 1|| 53|| 4|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site Zi|| 78|| 11|| 14,1|| 6|| -|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Lifeh to Qasr Sagha|| 72|| 23|| 31,9|| -|| 4|| 8|| 9|| 2|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site R|| 34|| 13|| 38,2|| 1|| -|| 7|| 5|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| N Basin sites-S|| 44|| 13|| 29,5|| -|| 1|| 2|| 7|| 3|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site T|| 38|| 9|| 23,7|| -|| 2|| 6|| 1|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Areas R-T, S-T|| 18|| 3|| 16,7|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Area T-O|| 15|| 8|| 53,3|| 1|| -|| 3|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site O|| 10|| 2|| 20,0|| 1|| -|| 1|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Site N|| 184|| 24|| 13,0|| -|| 6|| 10|| 2|| 6|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West Dimai Basin|| 95|| 35|| 36,8|| 6|| -|| 11|| 9|| 9|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dimai Dyke Area|| 18|| 4|| 22,2|| 2|| -|| 2|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D3 Wadi site M|| 67|| 54|| 80,6|| 5|| -|| 28|| 9|| 12|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Southern Area|| 7|| 1|| 14,3|| 1|| -|| -|| -|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| West End Sites|| 100|| 22|| 22,0|| 2|| -|| 10|| 3|| 7|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total (neolithisch und ungewisses Alter'''|| '''2329'''|| '''859'''|| '''36,9'''|| '''69'''|| '''20'''|| '''179'''|| '''228'''|| '''357'''|| '''4'''|| '''2'''|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 1||=|| A+B+E||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||268+0+4||=|| 31,74 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||272||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 2|||| C|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||228||=||26,60 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 3||=|| D|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||357||=||41,66 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 4||=|| F+G+H|||| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||=||0||=||0,00 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Stücke fallen in die Familie I, die nicht berücksichtigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häufigkeit der Pfeilspitzen im Gesamtinventar der Fayum Sammlung Caton-Thompsons liegt bei 36,9 % und ist damit wesentlich höher als bei vergleichbaren Fundstellen. Die Bandbreite liegt zwischen 13 % bei Site N und erreicht 80,6 % bei Site M.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zahlen lassen, wie es auch aus den Kommentaren Caton-Thompsons zu den einzelnen Fundstellen hervorgeht, auf ein selektives Absammeln, auf  vorhergehendes Sammeln von Touristen und Plünderern und / oder auf durch Wind und Wasser zusammengetragene Artefaktenkonzentrationen und Sichtung nach Korngrößen schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die typischen, da häufigsten Pfeilspitzenarten in der Caton-Thompson Kollektion sind die Gestielten aus der Familie D. Sie erreichen 41,66 % des Gesamtvolumens und werden gefolgt von A-Spitzen der Gruppen A1, A17, A18, A2, A25 und A26, welche zusammen 31,74 % ergeben. Die Blattspitzen liegen mit 26,60 % auf dem dritten Platz. Pfeilspitzen mit dem Indiz 4, kommen nicht vor bzw. sind nicht in die „neolithische“ Sammlung aufgenommen worden. Selektionen wurden in einigen Fällen vorgenommen z.B. The Z basin levels A.L. 180-160, in anderen nicht z.B. Areas Cii-w, cii-v, v-w and Site V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen gehören zu einen Inventar, welches unter anderen folgende Werkzeuge enthält :&lt;br /&gt;
* Beile, poliert oder retuschiert&lt;br /&gt;
* Beidseitig bearbeitete Messer&lt;br /&gt;
* Sichelblätter&lt;br /&gt;
* Spitzen und Messer, deren Ausgangsmaterial aus gerundeten Flintaggregaten besteht&lt;br /&gt;
* Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
* Hohlbeile&lt;br /&gt;
* Rückengestumpfte Lamellen. Bei einigen Fundstellen werden sie aufgeführt, bei anderen weggelassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzigartig scheint die große Anzahl von stark ausgekehlten Spitzen des Typs A25 zu sein.&lt;br /&gt;
Von den „surface sites“ stammt eine gestielte Großspitze vom Typ D3 (Plate XLII).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der im Fayum gefundenen Pfeilspitzen ist beträchtlich. Neben den frühen Sammlungen von H.W. Seton-Karr und M.C.T. Currell und anderen kommen die vielen für die Archäologie verlorenen Stücke, die in irgendwelchen Schubladen und Vitrinen verstauben.  &lt;br /&gt;
Die Menge der von G. Caton- Thompson beschriebenen Bewehrungen beträgt 859 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nabta Playa und Bir Kiseiba.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namen dieser Orte im Süden Ägyptens, westlich des Nils und in der Nähe der sudanesischen Grenze sind eng verbunden mit dem Wirken der „ Combined Prehistoric Expedition „. Diese anfänglich als Rettungsaktion, der durch das steigende Wasser des Assuan Hochdamms gefährdeten prähistorischen Siedlungsplätze, gedachte Aktion ist später weiter nach Osten ausgedehnt worden, um die reichen frühgeschichtlichen Vorkommen von Nabta Playa und Bir Kiseiba zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
Die Expedition war ein Gemeinschaftsunternehmen der Geological Survey of Egypt, der polnischen wissenschaftlichen Akademie Warschau und der Southern Methodist University Dallas.&lt;br /&gt;
Geleitet wurden die archäologischen Arbeiten von Fred Wendorf und Romuald Schild. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen war das frühe Holozän und die damit verbundenen Besiedlungsphasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nabta Playa''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von El Nabta und der weiteren Umgebung werden von Fred Wendorf, Romuald Schild und ihrer Mitarbeiter in zwei Volumen behandelt.&lt;br /&gt;
Erstens in dem 1980 erschienenem Werk „Prehistory of the Eastern Sahara“, New York Academic Press und zweitens in dem 2001 in New York bei Kluwer Academic / Plenum Publishers erschienenem Band „Holocene Settelement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of Nabta Playa“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzentypen sind denen von Bir Kiseiba sehr ähnlich und verteilen sich auf die einzelnen Fundstellen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Prehistory of the Eastern Sahara :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-3''' Alter 8840 +- 90 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen: stemmed points&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 28 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 431 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 6,5 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden neun Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.39 &lt;br /&gt;
* v – Stielspitze vom Typ H5, der Stiel ist auf der Ventralseite bearbeitet.&lt;br /&gt;
* w – breite und grobe H5 - Spitze&lt;br /&gt;
* x – grobe H5-Spitze&lt;br /&gt;
* y-z – rhombische Spitzen vom Typ H2&lt;br /&gt;
* a.a. – Ounanspitze &lt;br /&gt;
* b.b. – Die Spitze weist eine Ähnlichkeit mit dem Typ H3 auf &lt;br /&gt;
* c.c. – H5-Spitze mit querschneidigem distalem Ende, der Stiel ist ventral modifiziert. Das Stück könnte auch unter F14 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.40&lt;br /&gt;
* c – H19, das Stück entspricht in seiner Silhouette dem Typ E5 bei den flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den oben genannten Pfeilspitzen wurden 7 Dreiecke und 18 Trapeze gefunden, die als Bewehrungen hätten dienen können. Vier dieser geometrischen Mikrolithen wurden gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Epipaläolithisch) Alter ca. 8290 +- 80 BP (Eierschale)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan-Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Spitzen : 12 bei einer Werkzeugmenge von 146 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 8,22 %.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sechs Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.45&lt;br /&gt;
* k-p kleine Ounanspitzen (H12). Die Trapeze und Dreiecke der Fundstelle könnten auch als Bewehrungen genutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-7'''&lt;br /&gt;
* Von dieser mit aller Wahrscheinlichkeit gemischten Fundstelle wurden 448 retuschierte Werkzeuge aufgesammelt, darunter drei Pfeilspitzen, eine Blattspitze vom Typ H10, eine kleine Ounanspitze (H12) und ein Bruchstück einer flächenretuschierten D1-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch)&lt;br /&gt;
* Von den 146 Werkzeugen waren 8,22 % oder 12 Exemplare Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' (Neolithisch Pits) Von den 312 Werkzeugen waren lediglich 1,3 % oder 4 Stücke gestielte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-5''' (Neolithisch) Alter 7530 +- 180 Jahre&lt;br /&gt;
* Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 223 Stücke, hauptsächlich retuschierte Stücke und gekerbte bzw. gezähnte Stücke. Bohrer sind ebenfalls häufig. Neben Endretuschen, rückengestumpften Lamellen und Kratzern kommen jeweils ein Trapez, ein Krukowski microburin und ein ausgesplittertes Stück vor. &lt;br /&gt;
Die drei schlanken Stielspitzen unterscheiden sich stark von den Exemplaren der älteren Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (lower layer) Alter : von 7100 BP bis 6700 BP.&lt;br /&gt;
*Von den 395 Werkzeugen sind 10,4 % oder 41 Stücke Pfeilspitzen, die als Nabta points bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei um basisretuschierte Dreieckspitzen, die aber auch steile Randretuschen oder Modifikationen des distalen Endes aufweisen können. Sie werden unter H7 und H8 geführt. Ähnliche Artefakte gehören in Kiseiba und Abu Tartur in das mittlere Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-8''' (upper layer)&lt;br /&gt;
* Die Menge der gefundenen Werkzeuge beträgt 136 Stücke, davon sind 1,47 % oder zwei Exemplare querschneidige Pfeilspitzen. Außerdem wurde eine Ounanspitze (H12) mit stark modifiziertem distalem Ende gezeichnet (Fig. 3.103).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1980 veröffentlichen Fundstellenberichte von El Nabta beinhalten 107 Pfeilspitzen. Als gestielt werden 44 Exemplare bezeichnet, 3 sind gestielt und schlank, 12 sind Ounanspitzen und für 41 Stücke wurde der Name „Nabta points“ gewählt. Letztere sind kantenretuschierte Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8. Die übrigen sieben Stücke verteilen sich auf die Gruppen D1, C3, H10, H12 und auf zwei Querschneider der Familie F ohne genauere Bestimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die H10-Spitze Fig. 3.58 m, die als Bewehrung mit spitzbogiger Basis bezeichnet wird. Typologisch identische Formen werden im „Cattle keeper“ als Ounan-Harif-Spitzen angesprochen. (Seite 277, Fig. 12.11.e) und (Seite 303, Fig. 13.3.g.h.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liste der Altersangaben der Fundstellen und der zugehörigen Pfeilspitzentypen&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''in „Prehistory of Eastern Sahara“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8840+-90 BP|| E-77-3|| 28|| gestielt|| H5, H2, H3, H19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||18 Trapeze, 7 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8290+-80 BP|| E-75-6 Epipal.|| 12|| Ounan|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||3 Trapeze, 10 Dreiecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-7|| 4|| Point with ogival base|| H10, H12, D1, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Ounan point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Bifacial points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 12|| gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 Neolith.|| 4|| gestielt|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||pits||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7530+-180 BP|| E-77-5 Neolith.|| 3|| schlank, gestielt|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||||1 Trapez&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7100-6700 BP|| E-75-8 lower|| 41|| Nabta points|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8 upper|| 3|| Querschneider|| F?, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus „Holocene settlement of the Egyptian Sahara. The Archaeology of  Nabta Playa”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6 El Nabta und Al Jerar Village'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Feature 1/91, 1/90 und IV/91&lt;br /&gt;
* Alter feature 1 : 7600 BP +- 110&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-75-6''' Cut 1/90 und Feature 2/90&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 1 Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area B Oberfläche&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 3 Ounanspitzen, 1 atypische Ounanspitze (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1''' Al Jerar Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area C'''   Alter : 7536 +- 110 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 4 Ounanspitzen (H12) ?, 3 abrupt kantenretuschierte Blattspitzen (H10) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 3 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.15 a-H1, d-H2, e-H7 ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area D'''   Alter : 7850 +- 70 BP&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12) ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Areas 1 und 5'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12, davon 10 Ounanspitzen, eine Blattspitze und eine dreieckige Spitze.&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 9 Exemplare&lt;br /&gt;
* Fig. 8.28. f-H5, h-H2, o-H2&lt;br /&gt;
* Fig. 8.29. b-H1, g-H5, h-H5, i-H5&lt;br /&gt;
* Fig. 8.26. l-H10, m-H5, h-(Varia) könnte eine H8-Spitze sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 2'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen, 3 beidseitig flächenretuschierte Spitzen. Von letzteren ist eine Spitze abgebildet Fig. 8.34, zwei sind abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen:&lt;br /&gt;
* 4 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
* 1 große Dreieckspitze mit zentraler Kehle Fig. 8.37 die Dimensionen sind 69mm x 27mm x 8mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 3 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 2 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 4'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 31 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen (H12), zwei beidseitig flächenretuschierte Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden 4 Ounanspitzen (H12) Fig. 8.43. h-k und eine E3-Spitze sowie eine D3-Spitze l und m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 6 Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 5 Ounanspitzen (H12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 8 Oberfläche und Grabung'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen. Das gezeichnete Exemplar (Fig. 8.45 f) stellt eine H5-Spitze dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 9'''&lt;br /&gt;
* Außer sechs Ounanspitzen von der Oberfläche produzierte der Fundplatz vier Dreieckspitzen der Gruppen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 10'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 9 Ounanspitzen und 9 Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden vier Exemplare (Fig. 8.50).&lt;br /&gt;
* a.) Dreieckspitze vom Typ H7 (besonders lang).&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine H5-Spitze, da eine Verlängerung des Stiels vermutet wird.&lt;br /&gt;
* c.) Dreieckspitze vom Typ H7 (mit gerundetem Übergang vom linken Rand zur Basis).&lt;br /&gt;
* m.)  Ist entweder eine H5- oder eine Abu Tartur-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 11'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 16 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden fünf Exemplare (Fig. 8.53).&lt;br /&gt;
* b.)  Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* d.) Abu Tartur-Spitze (H13)&lt;br /&gt;
* e.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1&lt;br /&gt;
* h.) Kantenretuschierte Blattspitze vom Typ H1 (besonders lang)&lt;br /&gt;
* j.) Dreieckspitze vom Typ H7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 13'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 19 Ounanspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 14'''&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet : eine H12 oder H13-Spitze (Fig. 8.59 e.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 15 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 8 Ounanspitzen und 7 Spitzen („points“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1 Area 16'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 6 Ounanspitzen und 4 „points“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gezeichnet wurden sieben Exemplare (Fig. 8.61)&lt;br /&gt;
* a.) Blattspitze vom Typ H10&lt;br /&gt;
* c.) Abu Tartur-Spitze H13&lt;br /&gt;
* d.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* e.) Stielspitze vom Typ H5&lt;br /&gt;
* f.) Dreieckspitze vom Typ H9&lt;br /&gt;
* j.) Blattspitze vom Typ H4&lt;br /&gt;
* k.) Blattspitze vom Typ H10 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstellen E-77-1 und E-94-3'''&lt;br /&gt;
* Zwei neolithische Fundstellen in der Nähe des Gebel Nabta&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-77-1'''&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 14 Ounanspitzen (Fig. 13.7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* f.) Stielspitze vom Typ H12&lt;br /&gt;
* j.) Dieses an anderen Stellen als Ounan-Harif-Spitze bezeichnetes Exemplar kann unter H2 klassiert werden.&lt;br /&gt;
* k.) Die nicht ganz klare Zeichnung lässt eine H5-Spitze vermuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter werden zwei Spitzen mit gerundeter Basis erwähnt (Fig. 13.6 b) und zwei Dreieckspitzen mit zentraler Kehle vom Typ A2 (Fig. 13.8 k), Die Maße der größeren betragen 54mm x 33mm x 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-3'''  Alter von 5800 – 6300 BP&lt;br /&gt;
*Pfeilspitzen &lt;br /&gt;
* – 1 Ounanspitze ohne Zeichnung&lt;br /&gt;
* - eine blattförmige Spitze mit halbsteilen Randretuschen vom Typ H10 (Fig. 13.15 c)&lt;br /&gt;
* - eine beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 (Fig. 13.15 d) ferner eine Blattspitze der Familie C und eine zerbrochene Stielspitze der Familie D, beide ohne Zeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-92-7 Al Jerar Phase und spätes Neolithikum''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-92-7 spätes Neolithikum'''&lt;br /&gt;
* Von 72 Werkzeugen war nur ein Stück eine Ounanspitze (Fig. 9.14 f).&lt;br /&gt;
* Von der Oberfläche wurden zusätzliche Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 9.18.&lt;br /&gt;
* a.) – D3-Spitze mit konkavokonvexen Rändern und stark heruntergezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* b.) – Blattspitze vom Typ C3 mit vollflächig retuschierter Dorsalseite und teilflächig modifizierter Ventralseite.&lt;br /&gt;
* e.) – Ounanspitze (H12)&lt;br /&gt;
* d.) – große Blattspitze vom Typ C3&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Site E-75-8''' Zusatzgrabung auf der Fundstelle aus dem 7. Jahrtausend in Nabta Playa&lt;br /&gt;
* Pfeilspitzen – 12 Dreieckspitzen, eine zerbrochene Blattspitze (Fig. 10.12), gezeichnet wurden fünf Dreieckspitzen und die Blattspitze.&lt;br /&gt;
* a-d. Dreieckspitzen der Gruppe H7.&lt;br /&gt;
* g.  Wird als Dreieckspitze bezeichnet ist aber sehr atypisch.&lt;br /&gt;
* i. Teilflächig retuschierte Spitze der Gruppe C1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Area A des gleichen Fundplatzes werden drei weitere Dreieckspitzen des Typs H7 und eine teilweise flächig retuschierte D21-Spitze gemeldet (Fig. 11.11).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom nördlichen Erweiterungsgraben sind zwei Spitzen gezeichnet Fig. 11.12.&lt;br /&gt;
* a.) Ist eine interessante Dreieckspitze mit konkaver Basis, die Ränder verlaufen im proximalen Bereich nahezu parallel zueinander, im distalen Bereich konvex. Sie ist kantenretuschiert und das distale Ende ist auf der Ventralseite durch flache Retuschen verdünnt. Dieser neue Typ erhält die Bezeichnung H20.&lt;br /&gt;
* b.) Ist eine große Blattspitze der Gruppe H4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Site E-94-2 Spätes Neolithikum von Nabta'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-94-2'''   Alter : von 5260 +- 60 BP (Herd 9) bis 6220 +- 90 BP (Herd 51).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.8 zeigt folgende Pfeilspitzen von der Oberfläche.&lt;br /&gt;
* a.) Große Ounanspitze (H12).&lt;br /&gt;
* b.) Leicht asymmetrische D3-Spitze mit nur leicht herabgezogenen Widerhaken.&lt;br /&gt;
* c.) Große C4 Spitze.&lt;br /&gt;
* h.) C3-Spitze, das distale Ende erinnert am linken Rand an C11.&lt;br /&gt;
* j.)  C2-Spitze.&lt;br /&gt;
* l.)  C4-Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle E-96-1 Struktur B'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 17.20 zeigt zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
* b) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle vom Typ A2, sie wurde einige Meter entfernt von der Struktur B an der Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
* e) Stielspitze mit kurzen Widerhaken. Im proximalen Bereich verlaufen die Ränder parallel zueinander. Das distale Ende ist spitzbogenförmig ausgestaltet. Sie kann noch unter D33 geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''In „Holocene settlement“'''|| '''nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7600+-100BP|| E-75-6 F.1|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-6 1/19,2/90|| 1|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 B,Oberfläche|| 4|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7536+-110BP|| E-91-1 C|| 7|| Ounan, leaf shaped|| H1,H2,H7,H10 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7850+-70BP|| E-91-1 D|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 12|| „points“|| H5,H1,H2,H10,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A2|| 22|| Ounan, bifacial points|| H12 ?, C3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Oberfläche|| 5|| Ounan, bifacial concave|| H12 ?, A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Base point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A3,Grabung|| 2|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A4|| 31|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Oberfläche|| 8|| Ounan „Pointe“|| H12,E3,D3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A6,Grabung|| 5|| Ounan|| H12 ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A8|| 19|| Ounan|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 A9|| 10|| Ounan, middle|| H12,H7,H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||neolithic points||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 10|| 18|| Ounan „points“|| H5,H7, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 11|| 16|| „points“|| H1,H13,H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 13|| 19|| Ounan|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 14|| 6|| Ounan|| H12 oder H13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 15|| 15|| Ounan „points“|| H12 ? F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-91-1 Area 16|| 10|| Ounan „points“|| H10,H13,H5,H9,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-77-1|| 18|| Ounan, points with|| H12,H2,H5,H4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||rounded base, points||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||with concave base||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5800-6300BP|| E-94-3|| 5|| Ounan, leaf shaped,|| H12 ?,H10,D1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||others||C ?, D ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-92-7|| 5|| Ounan „points“|| H12,D3,C3, F5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-75-8|| 19|| Triangular points|| C1,H20,H4,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||leaf shaped point||H7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||bifacial point||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 5260-6220BP|| E-94-2|| 6|| -|| H12,D3,C4,C3,C2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| -|| E-96-1|| 2|| -|| A2, D33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bir Kiseiba'''  ( F. Wendorf, R. Schild, Ed. A.E. Close 1984 )&lt;br /&gt;
*Die auf den Siedlungsplätzen um Bir Kiseiba gefundenen Pfeilspitzen lassen sich in vier Gruppen einteilen wenn von einem Einzelfund einer großen, ausgekehlten, beidseitig flächenretuschierten Dreieckspitze vom Typ A2 und der Erwähnung einiger weniger flächenretuschierter, kleinformatiger Stücke abgesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Ounan Spitzen''' – hierbei sollte die Definition von J. Tixier Anwendung finden. Einige der besprochenen Bewehrungen entsprechen nicht den Kriterien und werden in andere Gruppen transferiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Kantenretuschierte Dreieckspitzen''' – sie kommen entweder mit geradliniger Basis oder mit konkaver Basis vor.&lt;br /&gt;
Die ersteren werden im weiteren Verlauf unter H7, die zweiten unter H8 geführt. Diese Einteilung wurde für die Fundstellen in Abu Tartur gewählt, wo 50 H7 – Spitzen und 15 H8 – Spitzen klassiert worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Exemplar Fig. 6.8 e wird als Bou- Saada- Spitze bezeichnet, diese weisen jedoch nach der Definition Tixiers keine kantenretuschierten Ränder auf. Sie wird unter H8 eingeteilt trotz einer leicht konvexen Schwinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar stimmt die Aussage D.L. Holmes, dass die H7 – Spitze der Columnata- Spitze Tixiers ähnelt, aber ein wichtiger technischer Punkt bleibt unberücksichtigt. Während die Basis der H7 – Spitze abrupt kantenretuschiert ist zeigt die Columnata- Spitze an der Basis auf beiden Seiten flache Druckretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Querschneider''' – Auf den Fundplätzen vom el- Kortein Typ sind neben den typischen Ounan- Harif- Spitzen ebenfalls geometrische Mikrolithen in Form von Trapezen und Dreiecken gefunden worden. Diese können als mögliche Bewehrungen nicht ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Ounan- Harif- Spitzen.''' – Durch die Art der basalen Modifikationen weisen alle Ounan- Harif- Spitzen eine starke Gemeinsamkeit auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinngemäß schreibt Angela E. Close dazu folgendes :&lt;br /&gt;
... allen Exemplaren dieses Typs ist die Bearbeitung der Basis gemeinsam. Sämtliche Spitzen weisen zwei proximale, schräg verlaufende, konvergierende Endretuschen auf, die geradlinig, konvex oder konkav sein können, so dass die Formen der Basis von gestielt bis eiförmig reichen. Die meisten zeigen flache Retuschen, um die Höhe des Bulbus zu verringern ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fred Wendorf und Romnald Schild drücken es so aus :&lt;br /&gt;
... Ounan- Harif- Spitzen sind die charakteristischen Werkzeuge der el Kortein Periode des frühen Neolithikums und sie bilden die größte Gruppe in dieser Werkzeug – Zusammenstellung. Die hier gefundenen 18 Exemplare weisen den typischen Stiel ( stem ) auf, welcher durch zwei sich schneidende basale Endretuschen geformt wird ..... Die beiden basalen Endretuschen können geradlinig sein ( sechs ) oder häufiger eine gerade und eine konvexe aufweisen ( neun ) oder eine gerade und eine konkave ( eine ) oder zwei konkave   ( zwei ) ....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Sinne schreibt Hanna Wieckowska :&lt;br /&gt;
„ ... Die an der Oberfläche gefundene Spitze ist untypisch. Sie ist aus tertiärem Hornstein gefertigt mit einem 9 mm langen Heftzapfen (tang) an beiden Rändern herausgearbeitet durch beidseitige, proximale Kerben, sie zeigt ebenfalls flache Retuschen auf der Ventralseite ... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die ausgegrabenen Stücke wird gesagt - :&lt;br /&gt;
„ .... Sämtliche Stiele sind proximal. Drei werden durch zwei geradlinige, konvergierende Endretuschen gebildet ....&lt;br /&gt;
.... eine hat eine konvexe und eine konkave Endretusche und drei haben zwei konkave Endretuschen. „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen lauten die Ausführungen von K. Morgan Banks im gleichen Volumen sinngemäß :&lt;br /&gt;
„ ... Ounan – Spitzen ( Typ 107 ) – Ounan- Harif- Spitzen sind kleine Abschläge oder Klingen bei denen ein Ende, normalerweise das proximale, so retuschiert ist, dass ein eindeutiger Stiel mit einer oder mehreren konkaven Schultern gebildet wird. Die Schultern können unterschiedlich gut ausgearbeitet sein. Die Stücke können Retuschen an den Rändern aufweisen. Das dem Stiel gegenüberliegende Ende, meistens das distale, ist entweder natürlich zugespitzt oder durch Retuschen modifiziert .... „&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollte der Begriff „ Stiel „ im Zusammenhang mit Pfeilspitzen definiert werden sowie die Methoden der Schäftung. Im Prinzip kennen wir vier verschiedene Pfeilspitzen – Basen, die für die Schäftung vorgesehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1 ) Geradlinige, konvexe und konkave Basen''' wie sie vor allem bei Dreieckspitzen angetroffen werden, seien diese nun flächenretuschiert oder nicht.&lt;br /&gt;
Als Beispiele können genannt werden A1, A18, B1 aber auch F5, F7 sowie H7, H8, H4 und H9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2 ) Gekehlte Basen''' wie sie für die Gruppen A2, A13 und A19 und anderer typisch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3 ) Konvergierende Linien,''' seien diese geradlinig, konvex, konkav oder gemischt.&lt;br /&gt;
Gerade konvergierende Linien sind bei rhombischen Pfeilspitzen üblich wie bei E1 und E2.&lt;br /&gt;
Konvexe konvergierende Linien bilden die Basen fast aller Blattspitzen. Als Beispiele seien genannt C1, C2, C3.&lt;br /&gt;
Konvergierende, konkave Linien sind anzutreffen bei rhombischen Spitzen ( E5 ) und bei Blattspitzen ( C11 ). &lt;br /&gt;
Gemischte konvergierende Linien wie z.B. konvex – konkav sind selten. In der Familie I ist es die Gruppe 12, welche die Kriterien erfüllt. Die schönsten Beispiele allerdings bieten die Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4 ) Der Stiel''' – Der Stiel setzt sich deutlich von einem häufig dreieckigem Körper ab. Auch bei den meisten schlanken, auch blattförmigen Körpern ist der Übergang zum Stiel klar zu erkennen. Beispiele sind D1, D2, D3, D11, D12, D38, D46 und sämtliche übrigen Pfeilspitzen der Familie D sowie H5, H12, H13 und andere bei den nicht flächenretuschierten  Exemplaren.&lt;br /&gt;
Es existieren weniger deutliche Gruppen wie D7 wo ein kleiner, bohrerartiger Stiel angebracht ist oder D44, welche einen Übergang von der Blattspitze zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Falle der Ounan- Harif- Spitzen von Bir Kiseiba handelt es sich um Pfeilspitzen, deren Basen durch konvergierende Linien gebildet werden, also in den häufigsten Fällen nicht um gestielte Spitzen. Die kurze und präzise Definition von Angela E. Close ist in diesem Zusammenhang besonders wertvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Typologie, die besonders die Silhouette zur Bestimmung heranzieht ist es schwierig verschiedenartige Exemplare, wenn sie auch in einer Hinsicht eine Gemeinsamkeit aufweisen und eine kulturelle Einheit bilden, in einer einzigen Gruppe zu führen.&lt;br /&gt;
Da vergleichbare und schon definierte Pfeilspitzen in der algerischen Sahara vorkommen, erhalten die blattförmigen Ounan- Harif- Spitzen die Bezeichnungen H1 und H10. Die unregelmäßigen rhombischen werden unter H2, die regelmäßigen unter H17 klassiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ounan- Harif- Spitzen werden unter der Bezeichnung H14 diejenigen Exemplare geführt, deren basale Retuschen konkav verlaufen oder es verläuft nur eine konkav aber sie bildet mit dem gegenüberliegendem proximalen Randabschnitt einen kleinen aber deutlichen Stiel.&lt;br /&gt;
Sollte trotz konkaver Basisretuschen ein abgesetzter Stiel nicht erkennbar sein, wird das Exemplar unter H19 abgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen von Bir Kiseiba sind auf die einzelnen Fundstellen wie folgt verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 1'''  Alter : 8210 +- 70 BP auf Straußeneischale &lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan – Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 8 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 247 Stücken, der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 3,24 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 4 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.6. z  Das Stück ist eine kurze und breite Ounan- Spitze mit atypischem distalem Ende. Die Ränder laufen nicht zu einer natürlichen Spitze zusammen sondern das distale Ende wird durch eine schräg verlaufende Schneide gebildet, welche die Wirkungsweise eines Querschneiders hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 5.8.&lt;br /&gt;
* i – rhombische Spitze vom Typ H17&lt;br /&gt;
* j – typische H2 - Spitze&lt;br /&gt;
* k – breite H5 - Spitze mit Ähnlichkeit zur Ounanspitze aber die Bohrerspitze fehlt am Stielende und das distale Ende ist gerundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Fundstelle wurden ebenfalls 2 Trapeze und 4 Dreiecke beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 2'''  Alter : 7610 +- 70 BP, 7780 +- 130 BP, 8130 +- 100 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan ( 8 ) und Bou – Saada ( 1 ).&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 9 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 887 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen an der Gesamtmenge beträgt 1,02 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden vier Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 6.8.&lt;br /&gt;
* d – H5 - Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
* e – H8 - Spitze mit abgerundeter linker Schwinge.&lt;br /&gt;
* f - g – kleine Ounanspitze, H12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 6'''  Alter 7170 +- 80 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 19 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 577 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 3,29 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden 8 Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.6.&lt;br /&gt;
* i - m – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.7.&lt;br /&gt;
* r - s – kantenretuschierte Dreieckspitzen mit geradliniger Basis vom Typ H7.&lt;br /&gt;
* t – kantenretuschierte Dreieckspitze mit konkaver Basis vom Typ H8. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 10.5.&lt;br /&gt;
* zeigt eine große ausgekehlte, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze vom Typ A2 ( Dim. 49x30x7 ). Das Stück ist ein Irrläufer und gehört nicht in den Kontext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 79 – 7'''  Alter 7360 +- 200 BP.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : kantenretuschierte Dreieckspitzen mit konkaver Basis.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 2 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 20 Stücken, der Anteil der  pfeilspitzen beträgt also 10 %. &lt;br /&gt;
* Gezeichnet : keine, beide Spitzen können nach der Beschreibung als H8 – Spitzen identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 1'''  Alter Area C 8020 +- 70 BP und 8020 +- 90 BP.&lt;br /&gt;
* Area C enthält nur eine Pfeilspitze, für area A, die 62 Pfeilspitzen produzierte, sind nur indirekte Altersangaben verfügbar. Sie beruhen auf  Vergleichen mit ähnlichen Plätzen wie E – 77 – 3 ( 8840 +- 90 BP ), E – 75 – 6 ( 9360 +- 70 BP ) und ( 8290 +- 80 BP ) letztere auf  Straußeneischale.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif- Spitzen, sie stellen bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 817 Stücken 7,76 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 12.11.&lt;br /&gt;
* a – Querschneider vom Typ F14.&lt;br /&gt;
* b – Blattspitze vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* c – Sollte das gestumpfte Artefakt eine Pfeilspitze sein, so gehört es unter die Atypischen.&lt;br /&gt;
* d - g – Blattspitzen vom Typ H10.  &lt;br /&gt;
* h – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14. &lt;br /&gt;
* i – Blattspitze vom Typ H1.   					                                   &lt;br /&gt;
* j – Ounan- Harif- Spitze vom Typ H14.&lt;br /&gt;
* k – Spitze vom Typ H2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf E – 80 – 1 wurden ebenfalls 8 Trapeze und 9 Dreiecke gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 2'''  Alter : auf Grund von Beobachtungen auf ähnlichen Fundplätzen wird das Alter auf den Zeitraum von vor 8100 BP bis nach 9000 BP geschätzt.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : gestielte Ounan- Harif- Spitzen.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 18 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 63 Stücken. Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 28,57 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 13.3.&lt;br /&gt;
* f – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* g - i – Blattspitzen vom Typ H10.&lt;br /&gt;
* j – Querschneider vom Typ F14. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wurden 5 Trapeze mit den Tixier Nummern 83, 85, 87 und 88 gefunden, die potenzielle Pfeilspitzen- Bewehrungen sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E – 80 – 3'''  Keine Altersangabe&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : Ounan- Harif.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Spitzen : 5 bei einer Gesamtwerkzeugmenge von 241 Stücken, dies ergibt einen Anteil von 2,07 %.&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 14.5.&lt;br /&gt;
* a – H2- Spitze.&lt;br /&gt;
* b – H10- Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „ cattle – keepers „ werden insgesamt 125 Pfeilspitzen, davon 8 Ounanspitzen, 94 Ounan- Harif- Spitzen, 22 kantenretuschierte Dreieckspitzen und eine beidseitig flächenretuschierte, große, ausgekehlte Dreieckspitze, vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen 19 Trapeze und 9 Dreiecke, die als Bewehrungen in Frage kommen würden und 5 flächenretuschierte Exemplare. Die Ounan- Harif- Spitzen fallen durch ihre Breite auf, sie sind, legt man die Durchschnittslängen und Breiten zu Grunde, sämtlich aus Abschlägen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von Breite zu Länge beträgt für den Fundplatz E – 80 – 1 – A  0,47 und für die Fundplätze E – 80 – 2 und E – 80 – 3  0,40. Die Dimensionen variieren :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Länge von 19 – 35 mm ( E – 80 – 1 ), 23 – 31 mm ( E – 80 – 2 ), 26 – 32 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Breite von 8 – 18 mm ( E – 80 – 1 ), 9 – 13 mm ( E – 80 – 2 ), 11 – 12 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für die Dicke von 1 – 5 mm ( E – 80 – 1 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 2 ), 2 – 4 mm ( E – 80 – 3 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durchschnittlichen Werte für die 62 Spitzen vom Fundplatz E – 80 – 1 – A  betragen 27,9 x 13,1 x 3,0 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu sind die als Ounanspitzen bezeichneten Bewehrungen von Fundplatz E – 79 – 2 schlanker und aus Lamellen gefertigt. Die Durchschnittswerte liegen bei 37,2 mm Länge und 12,4 mm Breite, die Dicke beträgt 4,3 mm. Das Verhältnis von Breite zu Länge ist wesentlich geringer als bei Ounan- Harif- Spitzen und liegt bei 0,33. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 22 kantenretuschierten Dreieckspitzen, sei nur die Basis oder seien auch die Ränder von den Modifikationen betroffen, unterteilen sich in * H7 – Spitzen mit geradliniger Basis, &lt;br /&gt;
* H8 – Spitzen mit konkaver Basis und in H18 – Spitzen mit konvexer Basis.&lt;br /&gt;
Die Länge der Geschosse reicht von 13 – 25 mm, die Breite von 8 – 18 mm und die Dicke von 2 – 5 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bir Murr I werden vier flächenretuschierte Pfeilspitzen gemeldet, von Bir Murr II lediglich eine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Holzkohlen Analyse für Bir Murr I ergab ein C 14 Alter von 6310 +- 70 BP Jahren.&lt;br /&gt;
Zeichnungen sind nicht angefertigt worden. Aus den Beschreibungen geht hervor, dass es sich bei dem Exemplar von Bir Murr II um eine abgebrochene Blattspitze handelt. Die Stücke von Bir Murr I scheinen zwei Stielspitzen der Gruppen D21 und D1 und eine Blattspitze des Typs C4 zu sein. Douglas R. Connor beschreibt das vierte Stück als gestielte, mit Schwingen versehene Spitze mit konvex dreieckigem Körper und einem Stiel, der von der Längsachse mit 30° abweicht. Er bezweifelt die Funktionalität als Pfeilspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich ist die geringe Pfeilspitzendichte vor allem bei den wenigen spätneolithischen Fundplätzen wie z.B. Bir Murr II, wo eine einzige Pfeilspitze unter 170 Werkzeugen gefunden wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezeichneten Altersangaben erlauben eine relativ sichere Zuordnung der Pfeilspitzengruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Altersangaben'''|| '''Fundplatz'''|| '''Menge'''|| '''Typen im „cattle-keepers“'''|| '''Typen nach Hugot'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - nach 9000 und|| E - 80 - 2|| 18|| Ounan - Harif|| F13, H2, H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||vor 8100 BP||||||gestielt||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8210 +- 70 BP|| E - 79 - 1|| 8|| Ounan - Harif|| H2, H5, H12, H17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8020 +- 70 BP|| E - 80 - 1 - C|| 1|| Ounan - Harif|| F14, H1, H2, H14,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8020 +- 90 BP||||||||H16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8290 +- 80 BP bis|| E - 80 - 1 - A|| 62|| Ounan - Harif||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||9360 +- 70 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7610 +- 70 BP|| E - 79 - 2|| 8|| Ounan|| H5, H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7780 +- 130 BP||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 8130 +- 110 BP|||| 1|| Bou Saada|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7170 +- 80 BP|| E - 79 - 6|| 19|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H7, H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||1||Beidseitig flächenretuschierte||A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||Dreieckspitze mit konkaver Basis||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 7360 +- 200 BP|| E - 79 - 7|| 2|| Kantenretuschierte Dreieckspitzen|| H8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| - 8100 - 8000 BP|| E - 80 - 3|| 5|| Ounan - Harif|| H2, H10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 6310 +- 70 BP|| Bir Murr I/II|| 5|| Flächenretuschierte Spitzen|| C4, D1, D21&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zusammenfassung Nabta und Kiseiba'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Südost-Ecke der libyschen oder westlichen Wüste Ägyptens hat ca. 500 Pfeilspitzen hervorgebracht.&lt;br /&gt;
- Da sind zunächst die Ounan-Harif-Spitzen, eine heterogene Gruppe von kantenretuschierten Exemplaren, die die Gemeinsamkeit haben, dass konvergierende Linien die Schäftungszone bilden. Dieses Merkmal teilen sie mit rhombischen und blattförmigen Stücken. Teilweise sind auch Druckretuschen zur Verringerung der Dicke zu beobachten.&lt;br /&gt;
Um eine differenzierte Ansprache zu erlauben, wurden die Ounan-Harif-Spitzen gemäß ihrer Silhouetten in verschiedene Gruppen aufgeteilt.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien - H1 oder H10.&lt;br /&gt;
* Zwei geradlinige, konvergierende Linien - H2 oder H17.&lt;br /&gt;
* Zwei konkave, konvergierende Linien - H19.&lt;br /&gt;
* Gemischte konvergierende Linien mit Bildung eines deutlichen Stielchens - H14.&lt;br /&gt;
* Zwei konvexe, konvergierende Linien und ein querschneidiges distales Ende - F18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ounan-Harif-Spitzen sind typisch für die Zeitspanne von vor 9000 BP bis ca. 8000 BP (E-80-2, E-80-3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ounanspitzen sind schon im Kapitel „Abu Tartur“ abgehandelt worden. Die entsprechenden Bewehrungen von Kiseiba und Nabta sind ebenfalls eingeteilt worden in :&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
a.) Ounanspitzen gemäß der Definition Tixiers. Charakteristisch ist das bohrerartig zugespitzte Stielende (hier als H12 eingeordnet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
b.) „Abu Tartur Spitzen“ weisen ein Stielende auf, welches aus einer mittels der Kerbtechnik herbeigeführten Bruchfläche besteht. Diese Stücke werden mit H13 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c.) Bei den H5-Spitzen ist die Bearbeitung des Stiels weitergehend, sie umfasst flache Retuschen zur Reduzierung des Bulbus und ebensolche zur Abflachung des Stiels auf der Dorsalseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Häufung dieser gestielten Spitzen ist zwischen ca. 7800 BP und 7500 BP zu beobachten. Aber sie können ebenfalls auf Fundstellen mit Daten von über 8000 BP und unter 6000 BP auftreten. Ob sie nun in diesen frühen und späten Epochen hergestellt worden sind oder ob sie durch Vermischung in die Inventare gelangt sind, sei dahingestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das mittlere Neolithikum Kiseibas und Nabtas sind kleine, kantenretuschierte Dreieckspitzen, auch Nabtaspitzen genannt, typisch.&lt;br /&gt;
Je nach Ausformung der Basis werden sie mit H7, H8 oder H18 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz E-75-8 (untere Schicht) brachte 41 dieser Spitzen hervor, sein Alter wird mit 7100 – 6700 BP angegeben. 19 Stücke stammen vom auf  7170 BP datiertem Fundplatz       E-79-6. Nach den vorliegenden Daten sind sie in dem Zeitraum von ca. 7500 – 6700 BP anzusiedeln. Parallel zu den kantenretuschierten Dreieckspitzen waren in geringer Menge Blattspitzen gleicher Bearbeitungstechnik im Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab ca. 6300 BP tauchen für die nächsten tausend Jahre zweiseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen der Gruppen C1, C2, C3, C4 und D1, D3 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle (A2) von den Fundplätzen E-79-6, E-77-1 und &lt;br /&gt;
E-96-1 sind Oberflächenfunde und schlecht einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Querschneider wie Dreiecke, Trapeze und Segmente kommen schon während der frühesten Besiedlungsphasen vor und finden sich auch noch im ausgehenden Neolithikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dakhla==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mut, der Hauptort der Dakhla Oasen liegt auf dem Längengrad 29° Ost und auf dem Breitengrad 25°30’ Nord. Von Tineida im Osten zieht sich ein Grüngürtel von rund 100 km Länge mit Unterbrechungen über Balat, Ismant, Mut und El Qasr bis nach Gharb Mawhub. Von dort führt die Teerstraße parallel zu den Dünenketten der großen Sandsee nach Abu Minqar und weiter nach Farafra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts durchforscht Mary M. A. Mc Donald die Oasen. Sie hat die für diesen Bericht relevanten prähistorischen Kulturen des Holozäns wie folgt eingeteilt :&lt;br /&gt;
* 1.) Masara A, B und C mit Altersangaben von 9180 BP (site 194 Masara B) bis 8170 BP (site 166 Masara A).&lt;br /&gt;
* 2.) Bashendi A mit Daten von 8340 BP (site 228 SH) bis 6380 BP (site 228 C1.1). Für diese Phase wurden 25 Altersanalysen erstellt, 22 davon beziehen sich auf ein Gebiet, dass außerhalb der Oasen, südöstlich von diesen am Fuße des Abu Tartur Massivs liegt.&lt;br /&gt;
* 3.) Bashendi B mit Daten von 6480 BP (site 165) bis 4380 BP (site 277).&lt;br /&gt;
* 4.) Sheikh Muftah mit Daten von 8210 BP (site 108) bis 4310 (site 244).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erscheint als ob die verschiedenen frühholozänen Masara Fundstellen A, B und C praktisch gleich alt seien und sich unterscheiden würden durch das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Baustrukturen und dem Vorkommen von rückengestumpften Lamellen und Klingen bzw. ihr Fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bashendi A schließt an die frühen Kulturen an und hat um 7000 BP seine größte Ausdehnung, mit kurzer Überlappung folgt Bashendi B mit reichen Vorkommen um ca. 6000 BP. &lt;br /&gt;
Die vier Sheikh Muftah Daten verteilen sich über den gesamten Bashendi Zeitraum und weisen ein erstes Datum im Frühholozän, am Ende der Masara Phase auf. Nach den C14- Daten enden Sheikh Muftah und Bashendi B gegen 4300 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die in der mir bekannten Literatur erwähnten und dokumentierten Pfeilspitzen verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Phasen und Fundplätze :'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Masara Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1.) '''263''' Masara A.   Das Alter, die Menge der Pfeilspitzen und die Gesamtwerkzeugmenge sind nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Zwei Pfeilspitzen sind gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitze : Fig. 4.d rough point or arrowhead, Fig. 4.e Ounan- point.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.d   Interessante, randretuschierte Blattspitze, die im proximalen Bereich am linken und rechten Rand jeweils eine Kerbe aufweist, wie sie später in protodynastischer Zeit bei den D42- Spitzen auftreten. Durch die Kerben wird eine Schäftungszone markiert und ein Stiel angedeutet. Das Artefakt erhält die Bezeichnung H21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 4.e   Wie aus der nicht klaren Zeichnung hervorgeht, handelt es sich entweder um eine H13 Spitze, falls die Modifikationen aus Kantenretuschen bestehen und das Stielende eine Bruchfläche aufweist. Im Falle, dass es sich auf der Dorsalseite um flächige Retuschen handeln sollte, wäre das Exemplar eine H5- Spitze, Auf keinen Fall handelt es sich um eine wie von Tixier definierte Ounanspitze (H12), da der Stiel nicht bohrerartig zugespitzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2.) '''300''' Masara C.   Alter : 8220 BP und 8840 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : elf plus Querschneider.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : a-b arrowheads, im Text Ounan points f. trapeze, g. triangle.  &lt;br /&gt;
* Gezeichnet wurden zwei Spitzen und zwei Querschneider, die Gesamtwerkzeugmenge ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.a-b   Es handelt sich um Ounan- Harif Spitzen mit der Silhouette H19, Ausgangsmaterial waren möglicherweise Abschläge. Das Exemplar a weist eine starke Randretuschierung auf. Die die Schäftungszone bildenden, als Kerben ausgelegten, konvergierenden Linien sind von der Dorsalseite aus angebracht im Gegensatz zu dem Exemplar b, welches eine alternierende Retuschierung des Stielchens aufweist. Die Ränder sind weniger stark modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichartige Pfeilspitzen werden in Nabta und Abu Tartur angetroffen, sie sind typisch für die El Ghorab Phase. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.f   Querschneider vom Typ F2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 2.g   Querschneider vom Typ F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Angaben und Zeichnungen Fig. 2 und Fig. 4 sind aus „Holocene Prehistory : Interim Report on the 1997 and 1998 Seasons – The Masara sites“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3.) '''308''' Im Text werden 20 kleine Harif- Spitzen von dieser Masara C Fundstelle erwähnt, von denen aber weder Zeichnungen noch Beschreibungen existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altersangaben liegen bei 8710 BP und 8810 BP.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* 4.) '''265''' Von diesem Fundplatz wird eine Serie von kleinen Pfeilspitzen „most with bifacial edge retouch“ gemeldet ohne nähere Präzisionen über Menge und Gruppe der Bewehrungen und ohne exakte Beschreibung der übrigen Werkzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 8590 BP bzw. 8480 BP angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zusammenfassung kann für die Dakhla Oasen und die Masara Phase von sechs dokumentierten Pfeilspitzen ausgegangen werden. Davon eine H21, eine H13 oder auch H5, eine H19, eine F16 und eine F13.&lt;br /&gt;
Quantitative Angaben existieren für insgesamt elf mögliche H19- Spitzen und 20 Harif- Spitzen. Mit der Serie kleiner, mit flachen Randretuschen versehener Pfeilspitzen und den Querschneidern wäre von einer Gesamtmenge von ca. 50 Bewehrungen auszugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi A Phase.'''&lt;br /&gt;
Für die Bashendi A Phase existieren einige Zusammenstellungen von Werkzeugen. Die aufgelisteten Fundstellen befinden sich sämtlich außerhalb des Oasen Grünlandes im Südosten von Dakhla, beiderseits der Straße nach Kharga.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''387''' Das Alter ist nicht angegeben, die Fundstelle hat 34 kleine, beidseitig      &lt;br /&gt;
flächenretuschierte Bewehrungen mit zwei zugespitzten Enden hervorgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine C1- Spitze wurde gezeichnet (Fig. 4.f). Die nicht gezeichneten Pfeilspitzen dürften den Gruppen C1 und C3 zugeordnet werden können, da sie über zwei Spitzen verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''228''' Alter : von 8340 BP bis 6380 BP, wobei das frühholozäne Datum wohl &lt;br /&gt;
ausgeklammert werden sollte.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : verschiedene&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 93&lt;br /&gt;
* Gezeichnet : neun Exemplare (Fig. 3. Sahara 4/1991).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.a.) Große Dreieckspitze mit zentraler Kehle, die Schwingenanordnung ist asymmetrisch und ergibt den Hybridtyp A2/A27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.b) E1 groß, Fig. 3.c D1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.d) D12 groß, ein nahezu identisches Stück ist von Abu Tartur Fundplatz 1005/83 bekannt (6420 +- 60 BP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 3.e) D39, Fig. 3. f-g C1, Fig. 3. h.i H5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) '''228''' A site Cluster 1   Alter : 7200 BP bis 6380 BP.&lt;br /&gt;
* Der Anteil der Pfeilspitzen beträgt 11,9% oder 12 Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) '''228''' A Site Combo (Cluster 3 und 4 sowie Mound site).                                                                          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht die Vermutung, dass diese Fundstelle identisch mit der schon behandelten Fundstelle 228 ist, da die Anzahl der Pfeilspitzen, der Kerben und der gezähnten Stücke, der Kratzer, der Messer, der retuschierten Stücke und der Meißel gleich ist. Lediglich bei den Bohrern, den Kombinations- Werkzeugen und den Varia bestehen Unterschiede sowie auch in der Gesamtmenge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) '''228''' A site Shake Hole. Alter : von 8340 bis 6480 BP.&lt;br /&gt;
* Die Anzahl der Pfeilspitzen beträgt 30. Weitere spezifische Angaben werden nicht gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) '''174''' (30/450-F8-3) Alter : 6900 BP&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 54.&lt;br /&gt;
* Bezeichnung der Pfeilspitzen : es gibt sieben Typen wie folgt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* a.) Aus Lamellen hergestellte Pfeilspitzen mit beidseitig flächenretuschierte Stielen aber ansonsten durch einseitige Kantenretuschen modifiziert.&lt;br /&gt;
* b.) Kleine Dreieckspitzen mit konkaver Basis und einigen Kantenretuschen (Bou Saada).&lt;br /&gt;
* c.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen.&lt;br /&gt;
* d.) Asymmetrische Spitzen mit Kantenretuschen.&lt;br /&gt;
* e.) Aus Lamellen hergestellte Blattspitzen mit zwei zugespitzten Enden und mit zweiseitigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* f.) Blattspitzen mit beidseitiger flächiger Retusche.&lt;br /&gt;
* g.) Beidseitig flächenretuschierte Stielspitzen mit Schwingen und Widerhaken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Foto Fig. 7.1. in „Neolithic Cultural Units and Adaptations in the Dakhleh Oasis“ zeigt die beschriebenen Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Sie korrespondieren mit den Bezeichnungen :&lt;br /&gt;
* a.) Zwei Exemplare H16.&lt;br /&gt;
* b.) Zwei Exemplare H8.&lt;br /&gt;
* c.) Ein Exemplar D2 und eine rhombische Spitze E2.&lt;br /&gt;
* d.) Die Stücke sind nach dem Foto nicht einzuordnen.&lt;br /&gt;
* e.) Ein Exemplar H5 und ein Exemplar H2.&lt;br /&gt;
* f.) Zwei Exemplare C1.&lt;br /&gt;
* g.) Jeweils ein Exemplar D13 und D49.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe der Fundstelle ist eine 47mm lange Dreieckspitze mit zentraler Kehle von der Oberfläche aufgesammelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „Third report on lithic industries in the Dakhleh Oasis“ 1982 sind von weiteren Fundplätzen Pfeilspitzen gezeichnet oder abgelichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So eine nach Mc Donald 6a Spitze von 32/390-D2-2 was nach Hugot eine H1- Spitze sein würde (Fig. 7.d.).&lt;br /&gt;
Plate XIII zeigt von Fundplatz 31/420-P5-1 vier D26- Spitzen mit treppenförmigen Stiel sowie vier Blattspitzen mit zum Teil gerundeten Basen und beidseitigen flachen Randretuschen, drei Exemplare sind unter H4 und eine unter H1 zu klassieren.&lt;br /&gt;
Plate XV zeigt verschiedene neolithische Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Foto a. sind eine C1- Spitze, eine gezähnte C6- Spitze und vier C3- Spitzen zu sehen, sie werden als Type 6b bezeichnet.&lt;br /&gt;
Foto b. zeigt ebenfalls Blattspitzen und zwar drei C4- Spitzen, eine gezähnte C6- Spitze, eine ebenfalls gezähnte C9- Spitze mit gerundeter Basis und eine C- Spitze mit einem abgebrochenen Ende. Diese Bewehrungen werden bei Mc Donald unter der Bezeichnung 6c geführt.&lt;br /&gt;
Auf Foto c. sind verschiedenartige Stielspitzen und ein asymmetrisches Stück vorgestellt. Nach Hugot sind es zwei D1- Spitzen, eine D3- Spitze, eine D18- Spitze und zwei D28- Spitzen. Das asymmetrische Exemplar ist eine I3- Spitze. Die Stielspitzen werden in dem Bericht mit 6d. bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto d. zeigt sieben grob flächenretuschierte Blattspitzen, hier 6e genannt, davon drei mit stark gerundeten Basen und eine mit angedeutetem Stiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewehrungen dieser Art sind von den benachbarten Fundkomplexen wie Lobo, Djara, Eastpans oder Abu Tartur nicht bekannt, es wäre daher interessant das Begleitmaterial und die Fundbedingungen zu kennen.&lt;br /&gt;
Ich würde, ohne sicher zu sein, dieses Stück nicht dem Neolithikum sondern einem späten Aterien zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesamtvolumen der Dakhla- Pfeilspitzen des Bashendi A Komplexes kann nur geschätzt werden. Die Typologien der aufgelisteten Fundplätze ergeben 223 Pfeilspitzen bei 799 Werkzeugen, das sind 27,9 % der Gesamtwerkzeugmenge. Zählt man die Fundstelle 228 und A site Combo als eigenständige Plätze so ergeben sich 316 Bewehrungen bei 1029 Werkzeugen und ein prozentualer Anteil von 30,7.&lt;br /&gt;
Hinzu kommen die 34 dokumentierten Spitzen von Plate XIII und Plate XV, so dass von ca. 350 Bashendi A- Pfeilspitzen ausgegangen werden kann. Würden die hier nicht erwähnten kleineren Fundplätze und die Einzelfunde berücksichtigt, könnte die Gesamtmenge wesentlich größer sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Bashendi B Phase'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) '''271''' Alter : 6360 BP und 6280 BP.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer den üblichen Blattspitzen der Typen C1, C3 und C4 werden für diese Phase jedoch nicht ausdrücklich für diesen Fundplatz jeweils eine D31- Spitze, eine D25- Spitze und eine D19- Spitze vorgestellt (Sahara 4/1991 Fig. 5.). Eine zeitliche Einordnung dieser Stielspitzen ist daher nur im groben Raster möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) '''385''' Das Alter ist nicht angegeben.&lt;br /&gt;
* Anzahl der Pfeilspitzen : vier, gezeichnet wurden drei Exemplare, davon zwei beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen, eine vom Typ C4 (a.) und eine vom Typ C3 (c.). Die dritte Pfeilspitze (b.) ist vom Typ H1 mit einseitigen flachen Randretuschen. (Holocene Prehistory : Interim Report on the 1999 Season Fig. 4.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt sind circa 20 Bashendi B Fundstellen angegeben allerdings, mit Ausnahme von 271 und 385, ohne Werkzeug- Auflistung und ohne Angaben der Anzahl der Pfeilspitzen, möglicherweise weil die Fundmenge keine Erstellung von Typologien erlaubten und Pfeilspitzen nur in geringen Mengen gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Sheikh Muftah Phase.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine einzige Sheikh Muftah Fundstelle nämlich 31/420-P6-1 ist typologisch ausgewertet worden. Sie enthält neben den Varia lediglich vier Werkzeuggruppen und keinerlei Bewehrungen. Allerdings werden in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ 2002 zwei Stielspitzen und zwei Querschneider aus der Sheikh Muftah Phase vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fig. 1.&lt;br /&gt;
* j) Zeigt eine langstielige, mit Widerhaken versehene D9- Spitze.&lt;br /&gt;
* k) Ist eine sehr schlanke D19- Spitze.&lt;br /&gt;
* l-m) Sind zwei Querschneider vom Typ F13, die zusammen mit dreieckigen Exemplaren der Gruppe F4 auf dem Fundplatz 136 vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrer Magisterarbeit stellt I. Teubner aus Berlin insgesamt 55 Bewehrungen der Sheikh Muftah Phase vor, davon rund 40 vom Fundplatz 136. Da gute Zeichnungen vorliegen können die Pfeilspitzen wie folgt klassifiziert werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Typ'''|| '''Anzahl'''|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| D1|| 2|| 135&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D2||1||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D3||6||404, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D18||3||105, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||D19||2||135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F4||10||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F10||20||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||F14||2||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I3||3||136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||I9||1||404&lt;br /&gt;
|-|-&lt;br /&gt;
||Nicht identifiziert||5||404, 135, 136&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''55'''||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell sind auch die Pfeilspitzen der Sheikh Muftah Phase nicht sehr häufig. Größere Blattspitzen mit groben Flächenretuschen kommen noch vor aber Stielspitzen, häufig mit Widerhaken und leichter Zähnung sind neben langschmalen trapezförmigen und dreieckigen Querschneidern der Typen F10, F4 und F14 die bevorzugten Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der in den Dakhla Oasen und der Südwestecke des Abu Tartur Massivs durch Zeichnungen und Fotos dokumentierten Pfeilspitzen beträgt für die Masara Plätze sechs Exemplare, Bashendi A ergibt 57 Stücke, Bashendi B sieben Artefakte und Sheikh Muftah 57 Bewehrungen. Zusammengenommen sind es 127 Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
Die im Text genannte und zum Teil aufgelistete Menge dürfte bei ca. 426 Exemplaren liegen. Eine genaue zeitliche Zuweisung ist nur für wenige Exemplare möglich z.B. Masara C Fig. 2.a-b zeigt zwei H19- Spitzen mit einem Alter von 8840 BP – 8220 BP. Dieses entspricht dem Alter ähnlicher Ounan-Harif- Spitzen der El Ghorab Phase in Kiseiba oder die Blattspitzen der Gruppen C1, C3 und C4 des Fundplatzes 271 (Bashendi B) deren Alter sehr genau mit 6360 BP bzw. 6280 BP angegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi A Fundplätze'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''387'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''228'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site cluster 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site SH'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''A site Combo'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''174 30/450-F8-3'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 42,0&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 11,9&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 14,9&lt;br /&gt;
|| 93&lt;br /&gt;
|| 40,4&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 22,6&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 44,6&lt;br /&gt;
|| 46&lt;br /&gt;
|| 22,9&lt;br /&gt;
|| 49&lt;br /&gt;
|| 21,3&lt;br /&gt;
|| 54&lt;br /&gt;
|| 27,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 23,5&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 10,6&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 13,9&lt;br /&gt;
|| 110&lt;br /&gt;
|| 54,8&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 10,9&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombi- Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,2&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 6,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 3,0&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,9&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,6&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,7&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 18,9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 16,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3,0&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 2,6&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''81'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''217'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''101'''&lt;br /&gt;
|| '''100,3'''&lt;br /&gt;
|| '''201'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''230'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Bashendi B- und Sheikh Muftah- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 271'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Bashendi B 385'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Sheikh Muftah 31/420-P6-1'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. gezähnte Stücke&lt;br /&gt;
|| 64&lt;br /&gt;
|| 50,4&lt;br /&gt;
|| 97&lt;br /&gt;
|| 50,0&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 27,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 18,9&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 8,8&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 12,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombi Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 8,8&lt;br /&gt;
|| 35&lt;br /&gt;
|| 21,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 11,0&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 3,6&lt;br /&gt;
|| 59&lt;br /&gt;
|| 36,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Messer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,8&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,7&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 4,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Side-blow-flakes&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Beile&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|| 28&lt;br /&gt;
|| 14,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Microburin&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Awls&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretusche&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''127'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''194'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''164'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Werkzeugtypologien einiger Masara- Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''85 Masara A'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''263 A Masara A'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''194 Masara B'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''264 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''300 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''308 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''260 Masara C'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''265 Masara C'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alter&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7730&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8700&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8200&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8800-8600&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 8600-8500&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuggruppen&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| N&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I Kratzer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 16&lt;br /&gt;
|| 14,3&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 11,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 9,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 50,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| II Bohrer&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 12,1&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 12,8&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 10,5&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| III Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 22,2&lt;br /&gt;
|| 75&lt;br /&gt;
|| 67,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VI Rück. Lamellen*&lt;br /&gt;
|| 29&lt;br /&gt;
|| 59,2&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VII Kerben&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 8,2&lt;br /&gt;
|| 27&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 11,6&lt;br /&gt;
|| 48&lt;br /&gt;
|| 24,1&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 17,4&lt;br /&gt;
|| 30&lt;br /&gt;
|| 42,9&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 26,3&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 47,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VIII Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,5&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| IX Geom. Mikro.**&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 12,2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,5&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 20,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,8&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| X Microburin&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,0&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 7,0&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 8,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| XI Verschiedene&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 16,3&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 3,6&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 33,2&lt;br /&gt;
|| 16&lt;br /&gt;
|| 18,6&lt;br /&gt;
|| 28&lt;br /&gt;
|| 40,0&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| 10,5&lt;br /&gt;
|| 14&lt;br /&gt;
|| 31,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''49'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''63'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''199'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''86'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''70'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''57'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,0'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*   *   VI   Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
*   ** IX   Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Merimde beni-Salam==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde beni-Salam liegt westlich des Rosetta-Arms des Nils auf ehemaligem Wüstenboden. Heute ist das Gebiet zwischen Nil und der Giza-Alexandria Straße für die Landwirtschaft erschlossen worden. Von Kairo sind es ungefähr 60 km in nordwestlicher Richtung.&lt;br /&gt;
Bekannt wurde Merimde ab 1928 durch die Arbeiten von Hermann Junker, dem Entdecker des ausgedehnten Siedlungsareals.&lt;br /&gt;
Ein Teil der Arbeiten ging jedoch in den Wirren des 2. Weltkriegs verloren und ein endgültiger Bericht wurde nie vorgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter dieser frühen unterägyptischen, bäuerlichen Niederlassung wird von F. Braunstein-Sylvestre mit 4880 BC bis 4230 BC angegeben. Von den Driesch und Boessneck ( 1985 ) datieren Merimde zwischen 5890 BP und 5440 BP. Breunig ( 1987 ) gibt für die untere Schicht ein Alter von 3940 bis 5840 BP an. Auf der Liste der Radiocarbon Daten der Universität zu Köln ( B.O.S. und ACACIA Projekte ) wird Merimde auf ca. 5900 bis 5600 BP oder auf ca. 4800 bis 4430 BC cal. datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979 veröffentlichte Josef Eiwanger seinen Bericht über die „Geschossspitzen aus Merimde“. Die Arbeit stützt sich auf neuere Grabungen, berücksichtigt aber auch das Material und die Vorberichte von H. Junker. Insgesamt werden 61 große Dreieckspitzen der Typen A2, A27, A25 und A28 vorgestellt mit Gewichten von ca. 3g bis ca. 15g.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiteren Arbeiten werden ferner Querschneider ohne weitere Spezifikationen und eine Stielspitze mit einem seitlichen Kerbenpaar ( D31 ) aus der Urschicht, sowie eine D33-Spitze mit flachen Randretuschen aus Schicht IV vorgestellt. Von der Oberfläche sind drei weitere Stielspitzen aus den Zeiten H. Junkers bekannt. Letzterer stellt 1928 in seinem Bericht über &lt;br /&gt;
die archäologischen Arbeiten im Westdelta auf Tafel 16 sieben typische „Merimdespitzen“ vor, die er libysche Pfeilspitzen nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in Merimde so variieren auch in Abu Tartur und den angrenzenden Gebieten die Gewichte der großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle stark und liegen hier bei ca. 1,9g bis ca. 17,5g. Das Gleiche gilt für die großen Stielspitzen der Typen D3 und D4, die außer in Abu Tartur in der westlichen Wüste äußerst selten gefunden wurden. Aus dem Niltal und der übrigen Sahara liegen nur wenige vergleichbaren Stücke vor. Bekannt ist eine Großspitze aus dem Fayum, eine weitere wurde von H. Junkers in Merimde gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedanke J. Eiwangers überschwere Pfeile aus der deckunggebenden Ufervegetation heraus aus sehr kurzer Distanz auf  große Beutetiere abzuschießen ist einleuchtend. Die einschlägige Forschung geht sicherlich bei Pfeil und Bogen, auch im prähistorischem Kontext nur von einer Fernwaffe aus, was im Prinzip sehr berechtigt ist. In Ausnahmefällen allerdings, wie bei speziellen Jagdtechniken oder aber im Verdrängungskrieg um Weiden und Wasserstellen könnte ein schwerer Pfeil mit kurzer Flugbahn im Kampf Mann gegen Mann von Vorteil sein. Auf  Felsbildern im Tassili sind derartige Szenen bewegt und eindrucksvoll dargestellt aber auch aus Südafrika sind ähnliche Auseinandersetzungen im Bild festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Liste A auf den Seiten 73 und 74 sind die großen, gekehlten Dreieckspitzen, beidseitig flächenretuschiert, aufgeführt.&lt;br /&gt;
34 Stücke, es sind bis auf eine Einzige Oberflächenfunde, wurden von H. Junker ab 1928 publiziert. Die 17 von J. Eiwanger während der Grabungskampagne 1978 gefundene Stücke verteilen sich auf die Oberfläche ( 5 Exemplare ), die Phase IV ( 11 Exemplare ) und die Phase V ( 1 Exemplar ). Weiterhin sind noch 10 Spitzen, sämtlich von der Oberfläche, genannt. Das bekannte Gesamtinventar kann somit in 48 Oberflächen-Fundstücke und 13 aus Schichten stammenden Funden eingeteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sein Diagramm Abb. 3 gliedert der Autor die Pfeilspitzen in breite ( B ), normale ( N ) und schmale ( S ) Stücke und die Schäftungskehle in tiefe ( T ), normale ( N ) und flache ( F ). Um dieses graphisch sichtbar zu machen, werden in einem Koordinatensystem auf der Ordinate das Verhältnis von Länge zu Breite ( a : b ) und auf der Abszisse das Verhältnis der Länge zwischen Kehlenende und dem distalen Ende zu der Breite der Pfeilspitze in Höhe des Kehlenendes ( A : B ) eingetragen. Die Auswertung der Merimdespitzen ergibt für die ältere Phase IV hauptsächlich breite bis normale Stücke mit flachen bis normalen Kehlen ( BF, NF, NN ). Tief ausgekerbte und schlanke Artefakte sowie die Spitzflügel, wie sie auch aus dem Fayum bekannt sind, kommen in Phase V und einer darüber liegenden erodierten Schicht vor. Besonders die tief ausgekerbten Spitzflügel stellen einen technischen Fortschritt dar, indem sie die Wirkung einer großen Aufpralllänge, gegeben durch die Breite b, bewahren und durch Materialreduzierung das Gewicht senken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siwa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siwa, die Oase im nordwestlichen Ägypten, nahe der libyschen Grenze hat für mich, wahrscheinlich bedingt durch die isolierte Lage oder auch durch das Orakel des Amontempels etwas Mystisches, Geheimnisvolles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Mittelmeer, nach Marsa Matruh sind es, der „Straße“ folgend, rund 300 km. Verbindungen nach Südosten zu den Bahariya Oasen oder nach Osten ins Fayum werden durch abenteuerliche Pisten gewährleistet oder auch nicht, wie schon das frühe Beispiel des Kambyses und seiner Perserarmee zeigt, sie sind nie angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf prähistorische Vorkommen ist das Gebiet von Siwa und den benachbarten Oasen Um el Hiyus, Gara, El Arag und Sitra von Fekri A. Hassan Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und von den B.O.S. Expeditionen (R. Kuper, E. Cziesla) in den 80er Jahren wissenschaftlich untersucht worden.&lt;br /&gt;
Die Hauptbesiedlungsphasen scheinen epipaläolithisch und frühneolithisch gewesen zu sein, bezieht man sich auf das von Fekri A. Hassan vorgestellte Fundmaterial, welches hohe Anteile an Rückenstumpfungen und Meißeln aufweist.&lt;br /&gt;
Die B.O.S. Fundstelle 85/05-4, mit 356 m² etwas größer als weitere Plätze in Sitra, ist gemischt. Sie führt ebenfalls rückengestumpfte Lamellen und Langschmale Dreiecke aber auch einige flächenretuschierte Artefakte jüngeren Datums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorkommen von Pfeilspitzen in den Siwa- Oasen beschränken sich auf wenige flächenretuschierte Exemplare. Ounanspitzen sind sehr selten, Ounan-Harif-Spitzen und damit verwandte Stücke werden von Site 75/27 in Gara gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der mir zur Verfügung stehenden Literatur ergibt sich folgendes Bild :&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Ounan-Harif-Spitzen beträgt sicher zehn, das sind die gezeichneten Exemplare und wahrscheinlich 39, das sind sämtliche Pfeilspitzen der Tafel 5.1 in  „Resources and Subsistence during the Early Holocene at Siwa Oasis, Northern Egypt“ von Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Exemplare sind datiert, das Alter von 8219 +- 73 BP fällt zusammen mit dem Ende der El Ghorab Phase im äußersten Südwestzipfel der östlichen Wüste Ägyptens, dort wurden gleichartige Bewehrungen beobachtet.&lt;br /&gt;
Die teilweise flächige Bearbeitung findet durchaus Parallelen in Kiseiba, Nabta und Abu Tartur.&lt;br /&gt;
Auch die Stücke a und d (Fig. 7 Artifacts from Gara Oasis site 75/27) passen gut als frühe flächig retuschierte Stielspitzen in den allgemeinen Rahmen. Ein weiteres Beispiel ist die D21- Spitze von Sitra 85/5 (Abb. 1/3 in Cziesla 98), die in Silhouette und Bearbeitungstechnik der Spitze a site 75/27 sehr ähnlich ist und die in den Zeithorizont um ca. 8200 BP fällt.&lt;br /&gt;
Weitere datierte Exemplare aus Dakhla und Abu Tartur erhärten den Befund, dass flächig retuschierte Stielspitzen am Ausgang des 9. Jahrtausend vereinzelt auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen nach Fundorten innerhalb der Siwa- Oasen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplatz&lt;br /&gt;
|| Anzahl der&lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gefunden&lt;br /&gt;
|| Anzahl der &lt;br /&gt;
Pfeilspitzen&lt;br /&gt;
gezeichnet&lt;br /&gt;
|| Alter BP&lt;br /&gt;
des&lt;br /&gt;
Fundplatzes&lt;br /&gt;
|| Klassifikation&lt;br /&gt;
nach Hugot*&lt;br /&gt;
|| Literatur-&lt;br /&gt;
hinweise&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/31&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/24&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gara 75/27&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 8219+-73&lt;br /&gt;
|| D1, D21, 2xH1, &lt;br /&gt;
5xH4, 1 Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 7 a-j&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| El Arag 76/24A2 &lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/05-4&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D3, D33, H10&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/09&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| H12, H5&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| G1&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/07&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D33&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 85/5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| ca. 8200&lt;br /&gt;
|| D21 nach 19&lt;br /&gt;
|| BOS Archiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/15&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D18 langstielig&lt;br /&gt;
D44, 2xC1&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 f-i&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus&lt;br /&gt;
Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD19 langstielig&lt;br /&gt;
C3, D44,&lt;br /&gt;
C Fragment&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.4 a-e&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Um el Hiyus 75/12&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| Fekri A. Hassan 87,&lt;br /&gt;
Fig. 5.3 b&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa Slg. Bates&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| D21 schlank&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98&lt;br /&gt;
Abb. 1/4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sitra 83/11-2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Blattspitzen&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Südl. Des Sitra-&lt;br /&gt;
Sees&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 2xD18&lt;br /&gt;
1xD42&lt;br /&gt;
|| E. Cziesla 98,&lt;br /&gt;
Abb. 1/12, 13, 14&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Siwa&lt;br /&gt;
ohne weitere&lt;br /&gt;
Präzision&lt;br /&gt;
|| 102&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| 11xC4&lt;br /&gt;
11 Ounan-Harif-Spitzen&lt;br /&gt;
der Typen H10 und H14,&lt;br /&gt;
60 Stielspitzen des &lt;br /&gt;
Typs D19 und D18,&lt;br /&gt;
19xC1 oder C3,&lt;br /&gt;
1xE3&lt;br /&gt;
|| Mc. Burney&lt;br /&gt;
1955&lt;br /&gt;
Seiten 254 - 257,&lt;br /&gt;
Fig. 35, 36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''&amp;gt; 163'''&lt;br /&gt;
|| '''50'''&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *&lt;br /&gt;
-Die C4- Spitzen weisen flächige Randretuschen auf, vor allem die Schäftungszonen sind beidseitig modifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die Schäftungszonen der Ounan- Harif- Spitzen „shanked blades“, wie Mc. Burney sie nennt, sind ebenfalls durch flache, beidseitige Retuschen bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Die sehr schlanken Stielspitzen der Gruppen D18 und D19 mit einem Koeffizienten B/L von 0,20 bis 0,35 sind relativ jung. Für Djara werden sie von K. Kindermann bei ca. 6000 BP angesiedelt. („The Holocene Occupation of the Eastern Sahara, Regional Chronologies and Supra- regional Developments in four Areas of the Absolut Desert“ in Gezeiten der Wüste, Herausgeber R. Kuper 2002 ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundort&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Um el Hiyus&lt;br /&gt;
a) 75/5 b) 75/31&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | Gara&lt;br /&gt;
a) 75/24 b) 75/27&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | El Arag&lt;br /&gt;
a) 76/4 b) 76/24A2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| a&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|| b&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|| Nr.&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 6,3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 32&lt;br /&gt;
|| 6,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Meißel&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 15,9&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 28,1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 8,1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 88&lt;br /&gt;
|| 17,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte&lt;br /&gt;
Klinge u. Abschläge&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 53,6&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 14,1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 25,0&lt;br /&gt;
|| 72&lt;br /&gt;
|| 32,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 128&lt;br /&gt;
|| 25,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben u. Zähnungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,3&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,7&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7,7&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 27,3&lt;br /&gt;
|| 45&lt;br /&gt;
|| 9,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 10,1&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 12,5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 20,5&lt;br /&gt;
|| 73&lt;br /&gt;
|| 14,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Seitenschaber&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 2,9&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 18,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 11,4&lt;br /&gt;
|| 42&lt;br /&gt;
|| 8,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endstumpfung&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 0,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Spitzen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1,6&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 16,7&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 5,9&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 6,8&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,9&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 0,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Zweiflächner&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,5&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 4,5&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Andere&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 5,8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 8,3&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 5,0&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2,3&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 3,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''69'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|| '''64'''&lt;br /&gt;
|| '''100,2'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''99,9'''&lt;br /&gt;
|| '''221'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''44'''&lt;br /&gt;
|| '''100,1'''&lt;br /&gt;
|| '''494'''&lt;br /&gt;
|| '''99,8'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Fekri A. Hassan und G. Timothy Gross 1987&lt;br /&gt;
Table 5.1 Tool classes from Holocene Sites in the Siwa Oasis Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bahariya==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptort der Bahariya Oasen, Bawiti, liegt ungefähr 180 km nordöstlich von Farafra entfernt, und von den Pyramiden in Giza sind es rund 370 km in südwestlicher Richtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stahlwerke von Heluan werden über eine Eisenbahnstrecke mit dem Eisenerz der Gruben von Bahariya versorgt. Die submarine Exhalations- Lagerstätte deckt den ägyptischen Inlandbedarf.&lt;br /&gt;
Der wunderschöne Rosengarten in der Iron-Mine-City dürfte der einzige in der westlichen Wüste sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erforschung holozäner Besiedlung scheint nicht weit fortgeschritten zu sein. Lediglich Fekri A. Hassan erwähnt einige einseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen an einigen Plätzen in „Archaeological explorations at Bahariya Oasis and the Western Delta“1979. Angaben zur Silhouette der Bewehrungen sind nicht gemacht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Farafra==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Farafra liegt rund 500 km in nordwestlicher Richtung von den Kharga Oasen entfernt, falls der Weg über Mut genommen wird. Von Giza über Bawiti sind es ca. 550 km nach Südwesten. Kleiner als die Kharga und Dakhla Oasen hatte sich Farafra lange Zeit seine Ursprünglichkeit bewahrt. Gerne erinnere ich mich an die Gastfreundlichkeit und den herrlichen Garten des Homda, Bürgermeister würden wir ihn nennen. Dieser kühle, schattige Platz hat ein wenig von dem Paradies, wie es im Koran beschrieben ist, ohne die Jungfrauen allerdings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon sehr früh im Holozän brachte die Region um Farafra pflanzliche Taxa hervor, wie z.B. Sorhum sp., Getaria, Brachiaria, Panicum und Echinochloa colona. Auch Schaf und Ziege sind sehr früh vertreten wie Daten von 7251 +- 67 BP und 7110 +- 50 BP belegen.&lt;br /&gt;
Obwohl Behausungsstrukturen ausgegraben worden sind, ist bislang sehr wenig Töpferware gefunden worden. (Ein Bruchstück von site HV – 2).&lt;br /&gt;
Verbunden mit den archäologischen Aktivitäten sind die Namen von Barbara E. Barich, Fekri A. Hassan, A.G. Fahmy, A. Gautier, G. Lucarini und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Auswertung des lithischen Inventars noch nicht abgeschlossen ist, sollen hier lediglich die bis jetzt veröffentlichen Pfeilspitzen behandelt werden. So werden in „Archaeology of  Farafra Oasis (Western Desert Egypt) A Survey of the most recent Research“ von B.E. Barich und G. Lucarini folgende Bewehrungen vorgestellt :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' Farafra Oasis, Hidden Valley Village, Lithic industry. Drei Blattspitzen, davon ein Exemplar C6 mit vollständiger, beidseitiger Flächenretuschierung, zwei Exemplare vom Typ C3 mit einseitiger, vollständiger Flächenretuschierung, die Ventralseite weist eine teilflächige Retuschierung auf.&lt;br /&gt;
Eine H13- Spitze mit leichten Retuschen am linken, distalen Rand. Gezeichnet sind weiter gekerbte und gezähnte Stücke mit den obligatorischen harten Kantenretuschen sowie ein Schaber und ein Messer mit flachen Randretuschen. Der Zeithorizont ist ca. 7100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8''' Farafra Oasis, Hidden Valley Area, Late neolithic bifacial artifacts. Zeigt drei Blattspitzen der Gruppen C1 und C3 wovon eine beidseitig flächenretuschiert ist, die zwei anderen sind auf der Ventralseite lediglich in der Schäftungszone flächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden gezeichnet ein side-blow-flake, drei Messer und ein Schaber- Kratzer. Diese Werkzeuge haben ein Alter von 5950 BP Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klärungsbedarf besteht für die Ounan-Arif-Spitzen vom spätneolithischen Fundplatz Sheikh el- Obeiyid und für eine weitere typisch beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitze, welche an den Ounan-Arif Typ erinnert und welche auf  „Playa I“ in der Rajih Region auf einem Platz mit Klingenindustrie gefunden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebel Kamil==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebel Kamil ist nach der Beschreibung von Joachim Hahn, dessen Bekanntschaft ich in Abu Tartur machen durfte, ein konischer Hügel, der sich rund 100 m über die umgehenden Dünenfelder erhebt und so eine weithin sichtbare Landmarke bildet. Er liegt südsüdöstlich des Gilf Khebir in der Nähe der ägyptisch- sudanesischen Grenze.&lt;br /&gt;
In seinem Artikel „Neolithic Settlement Patterns in the Gebel Kamil Area, Southwest Egypt“ beschreibt J. Hahn neolithische Fundplätze, von denen einige Pfeilspitzen aufweisen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28''' ist eine der größten Fundstellen der Gegend, als mögliche Bewehrungen kommen Segmente, Trapeze und Dreiecke in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''83/28-1'''  ist eine datierte Fundstelle mit Altersangaben von ca. 4300 BP bis 4600 BP. Auch hier sind die Pfeilspitzen- Bewehrungen auf Querschneider wie Trapeze, Dreiecke und eventuell Segmente beschränkt. Gezeichnet wurden drei Dreiecke, zwei Trapeze und vierzehn Segmente. Die Dreiecke entsprechen dem Querschneider Typ F4, die Trapeze den Gruppen F10 und F11. Zum Teil sind die Artefakte sehr klein wie das Dreieck 83/28-1 Nr. 4 mit einer Höhe von 8mm und einer Schneidenlänge von 7mm. Das Trapez 83/28-1 Nr. 9 hat die Höhe von 7mm, die kleine Schneide misst 3mm, die große 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''85/67''' ist der dritte Fundplatz von welchem Pfeilspitzen vorgestellt werden. Außer den Querschneidern vom Typ F16, F4, F10 und F14, es sind sieben Exemplare gezeichnet, kommen nicht näher beschriebene zweiseitig flächenretuschierte Spitzen vor, die aber kaum Pfeilspitzen sein dürften, da sie im Zusammenhang mit Handäxten, groben Abschlägen und Levallois- Kernen genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fig. 6 gibt J. Hahn Querschneider für die Fundstellen K25, 85/67 und 85/58 an, Trapeze und Dreiecke für 83/28 und 85/58, Trapeze ohne Dreiecke für 85/67.&lt;br /&gt;
Der Fundkomplex Gebel Kamil wird in den Zeithorizont vom 4. bis zum 6. Jahrtausend BP gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die große Sandsee==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Oase Siwa im Norden bis zu den Ausläufern der Sandsteinmasse des Gilf Kebir im Süden erstreckt sich die große Sandsee auf einer Breite von ca. 100 km bis 300 km westlich der libysch- ägyptischen Grenze.&lt;br /&gt;
Die archäologischen Untersuchungen wurden von der Universität Köln und dem Heinrich Barth Institut durchgeführt, sie waren im Besonderen auf die Gebiete um Abu Minqar, Regenfeld, Ain Dalla und die Glasregion konzentriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Regenfeld'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regenfeldfundstellen liegen nördlich und südlich des 25. Breitengrads Nord und östlich des 27. Längengrads Ost. Benannt wurde die Region im Jahre 1873 von Gerhard Rolfs wegen der starken Regenfälle, die ihn auf seiner Expedition überraschten. &lt;br /&gt;
Die ältesten Vorkommen, Regenfeld A, weisen ein Alter von über 9000 BP auf und enthalten keinerlei Pfeilspitzen oder geometrische Mikrolithen, die als Bewehrungen angesprochen werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das darauffolgende Regenfeld B mit einem Alter von ca. 8700 BP produzierte neben langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Artefakten auch eine rückengestumpfte Blattspitze vom Typ H1 und zwei Trapeze mit gestumpfter, leicht gekehlter kleiner Seite, die im gleichaltrigem Kontext auch in Westpans 85/52 gefunden worden sind und die als mögliche Bewehrung die Bezeichnung F20 erhalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem folgenden Zeitabschnitt von ca. 8300 BP bis 7800 BP wurden keine Bewehrungen gefunden, langschmale Dreiecke, rückengestumpfte Lamellen und eine Kerbklinge bestimmen das Inventar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngsten Phase, Regenfeld D, von ca. 7700 BP ( 87/2 ) bis 7000 – 6500 BP ( 96/19 ) erscheinen neben klassischen Bewehrungen der Typen F4 und F13 auch flächenretuschierte Artefakte. Dabei handelt es sich unter anderem um große, beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen. Zwei dieser Stücke sind gezeichnet worden, eine davon, die Längere, hat die ungefähren Abmessungen L = 78 mm, B = 28 mm und Dicke = 8,3 mm. Diese Dimensionen sind vergleichbar mit denen der großen Blattspitzen von Abu Tartur, welche Längen zwischen 70 mm und 91 mm und Gewichte von 8,7g bis 14,2g aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese können ebenso wie die großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle und die großen Stielspitzen als Pfeilspitzen eingesetzt werden und mit Erfolg von einem Bogen verschossen werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der querschneidigen Bewehrungen von Regenfeld wird auf zehn geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Glasregion'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein gezieltes Ausbeuten der Rohstoffquellen, des libyschen Wüstenglases oder Lechatelierit zu erschweren, sind genauere Hinweise auf die Lage der Fundgebiete nicht angegeben.&lt;br /&gt;
Die größte Fundstelle, 81/61, wird auch nach dem Entdecker „Willmanns Camp“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwei Schnitten wurden insgesamt 1934 Werkzeuge, davon 250 Mikrolithen, zu Tage gefördert. Die verschiedenen C14- Analysen ergeben Resultate von ca. 8000 BP bis ca. 5700 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flächenretuschierte Artefakte sowie Pfeilspitzen fehlen in den Inventaren. Als mögliche Bewehrungen kommen Trapeze und Dreiecke in Frage. Sechs Dreiecke und 21 Trapeze sind gezeichnet worden und fallen unter die Typen F4 und F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ain Dalla'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am östlichen Rand der großen Sandsee, etwa nördlich von Abu Minqar und nordwestlich von Farafra liegt der Brunnen von Ain Dalla.&lt;br /&gt;
Ein spätneolithischer Fundplatz scheint 85/15 zu sein. Die zwei dort gefundenen Stielspitzen sind sehr schlank und gehören zu den Typen D19 und D49. Die Ränder der D19- Spitze sind sehr leicht konvex ausgebildet, nicht genug um als D18 klassiert zu werden. Die Widerhaken der D49- Spitze sind sehr klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 85/26 mit einem Alter von ca. 8610 BP produzierte eine Ounanspitze vom Typ H12 und auf dem dritten, circa 8460 BP alten Ain Dalla Fundplatz 85/28 – 1 wurden eine  H5- Spitze und zwei Dreieckspitzen vom Typ H7 gefunden. Letztere passen normalerweise nicht zu den vorherrschenden Rückenstumpfungen, die für das Inventar charakteristisch sind, sie sind eher für das mittlere Neolithikum typisch. Die primitive Ausführung könnte sie allerdings dem Fundplatz zugehörig erscheinen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Gerara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen von Abu Gerara liegen zwischen Djara im Norden und den Eastpans im Süden, nach Südwesten befinden sich die Vorkommen der Dakhla Oasen und nach Südosten sind es die Plateau- Plätze und Playakonzentrationen von Abu Tartur. Zwischen dem Abu Tartur Massiv und den Abu Gerara Schichtabbrüchen liegen ein mit Kalksteinhügeln durchsetztes Gelände, zwei große Depressionen sowie eine kleine mit dem Fundplatz 00/59, an dessen Exploration ich mitarbeiten konnte. Nördlich der Schichtstufen kommen weitere Kalksteinhügel vor, dann nach rund 25 km geht das Gelände in eine Hamada über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchungen, die zur Zeit von der Kölner Universität durchgeführt werden, sind noch nicht beendet. So werden lediglich einige Fundstellen, von denen schon endgültige Ergebnisse vorliegen, berücksichtigt. In „Abu Gerara : Mid- Holocene sites between Djara and Dakhla Oasis (Egypt)“ Heiko Riemer 2003 wird die Fundstelle 98/5 vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''98/5''' Fundstelle im Hügelland nördlich der Schichtstufen. Der Fundplatz ähnelt in seiner Anlage stark den Vorkommen auf dem Abu Tartur Plateau. Ein tief gelegenes Becken ist umrahmt von bis zu elf Metern hohen Hügeln, die einen guten Schutz gegen den Nordwind abgeben. Von den Hügeln laufen Regenrinnen ins Beckentiefste. Dort hat sich ein terra rosa Boden gebildet, der gepanzert durch das Artefaktenmaterial und gehärtet durch erhöhten Phosphateintrag teilweise der Deflation standgehalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden 75 retuschierte Werkzeuge geborgen, davon 16 Pfeilspitzen, die mit 21,3 % den größten Anteil stellen, gefolgt von Seitenkratzern und gezähnten Stücken. Weitere Artefakte sind Bohrer, side-blow-flakes, blattartige Messer und Vorstufen dazu, sowie Sichelblätter und Dexel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei C14 Analysen datieren 98/5 auf 6600 Jahre BP. Dies ist einer der nicht zu großen Fundplätze, die ein weitgehend unvermischtes Inventar mit einem bestimmten Alter aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 8'''  zeigt unter anderem zwei Blattspitzen mit teilflächiger Retuschierung. Die Nr. 5 hat eine klassische C3 Silhouette während Nr. 6 eine deutlich gerundete Schäftungszone aufweist aber noch unter C3 geführt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist die Nr. 7. Im medialen Abschnitt weist das Artefakt nahezu parallel verlaufende Ränder auf, die Schwingen zeigen winzige Widerhaken und der recht lange, schlanke Stiel ist an seiner Basis eingeschnürt, das Ende des Stiels ist abgerundet, das distale Ende ist abgebrochen. Derartige Stücke sind aus Djara bekannt, wo einige dieser als D52 bezeichneten Bewehrungen vorkommen. E. Cziesla stellt eine ganz ähnliche Spitze vor, die südlich des Sitra Sees gefunden worden ist (Nr. 14, Abb. 1 in Anmerkungen zu flächenretuschierten Pfeilspitzen 1998). Bei diesem Exemplar ist der Stiel kurz und die Parallelität der Ränder im medialen Abschnitt ist nicht gegeben.&lt;br /&gt;
Die Nr. 8 ist eine D36 Spitze und kommt ebenfalls in einigen Exemplaren in Abu Tartur vor. Eine vergleichbare mit nur einem Kerbenpaar (D31) ist von Eastpans bekannt, eine weitere ist, klassiert unter Bashendi B in „Dakhleh Oasis in Predynastic and Early Dynastic Times“ Fig. 5.d gezeichnet. M. Mc Donald 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Eastpans ist ebenfalls eine Großspitze des Typs D3 bekannt, mit stärker ausgeprägten Widerhaken wurde auch in Abu Gerara eine solche aufgesammelt (Site 99/28). Weitere Einzelstücke sind in Dakhla und Djara gefunden worden. Diese Spitzen sind zu vergleichen mit der Serie von gestielten Großspitzen von Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''00/70''' Dieser Fundplatz in der Nähe der großen Dolineneinbrüche nördlich des Abu Tartur Massivs ist nur kurz angefahren worden. Bei dem Inventar handelt es sich um ein im Tiefsten des Siedlungsplatzes zusammengespültes Artefaktengemisch. Ein nördlich am Hang gelegenes Areal mit sehr vielen Herdstellen wurden aus Zeitmangel ignoriert. Ein hastig dort aufgeklaubte Pfeilspitze ist vom Typ C10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==El Karafish==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördlich der Straße von den Dakhla Oasen nach Abu Minqar liegt auf dem libyschen Plateau El Karafish, eine junge Fundstelle, die von prädynastischer Zeit und auf Grund von Keramikvergleichen bis in die 6. Dynastie reicht. Eine C14- Analyse ergab ein Alter von ca. 4500 BP. Im Keramikmaterial finden sich ebenfalls Claytonringe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Pfeilspitzen wurden geborgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Eine Ounanspitze vom Typ H13, die im Kontext von El Karafish deplaziert wirkt und eher eine typische Bewehrung um 7600 BP darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Eine flächig retuschierte Stielspitze vom Typ D2, wobei die linke Schwinge leicht gerundet erscheint. Dieser Typ taucht in den verschiedensten spätneolithischen Inventaren auf. Die Dorsalseite ist bis auf einen schmalen, zentralen Bereich flächenretuschiert, die Ventralseite weist flache Randretuschen auf, lediglich der Stiel ist vollflächig bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Zum Fundplatz passend ist das dritte Exemplar. Es handelt sich um eine Stielspitze mit kurzem, breitem Stiel und mit parallel zueinander verlaufenden Rändern im proximalen Bereich. Die Ränder weisen eine sehr feine Zähnung auf, die Schwingen stehen rechtwinklig zur Längsachse, sind jedoch mit winzigen Widerhäkchen bestückt. Das Exemplar ist beidseitig flächenretuschiert, der distale Bereich ist abgebrochen. Da die Silhouette der Pfeilspitze ein Novum darstellt, erhält sie die Bezeichnung D50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art von schlanken, feingezähnten Stielspitzen stellt das Ende einer Entwicklung von tief penetrierenden Bewehrungen dar, welche aus lithischem Material hergestellt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Dungul==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oase liegt ca. 160 km südwestlich von Assuan am Rande des Kalksteinplateaus, Hester und Hobler haben die dortige prähistorische Kultur untersucht. Nur wenige Pfeilspitzen gehören dem Inventar der „Libyan industry“, deren Alter mit 7900 +-150 BP Jahren angegeben wird (Hester und Hobler 1969). Gezeichnet oder fotografiert sind acht Exemplare, davon sind zwei Querschneider, eine Stielspitze der Familie D, zwei H5 – Spitzen sowie drei Blattspitzen der Familie C. Eine vierte Blattspitze wird im Text erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Badari==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
El Badari liegt am Ostufer des Nils rund 40 km südlich von Asyut und ca. 60 km nördlich von Sohag. Wie Merimde als prähistorische Niederlassung in Unterägypten, so soll El Badari als Beispiel für oberägyptische steinzeitliche Besiedlung im Niltal dienen.&lt;br /&gt;
Beide Fundkomplexe verfügen über größere Mengen von ausgekehlten Dreieckspitzen, so dass ein Vergleich mit entsprechenden Wüstenfundplätzen wie dem Fayum und Abu Tartur möglich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 veröffentlichten Guy Brunton und G. Caton- Thompson ihren Bericht „The Badarian Civilisation“ wo neben mit Schwingen oder Widerhaken versehenen, dreieckigen Großspitzen auch zwei gestielte Exemplare erwähnt werden.&lt;br /&gt;
Die gezeichneten Stücke können wie folgt eingeteilt werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| A1|| A2|| A17|| A25|| A26|| A28|| C1|| andere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 3|| -|| 2|| 1|| 4|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 5|| -|| -|| -|| 6|| -|| 2|| 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXIX, 6|| -|| -|| -|| 5|| 1|| -|| 4|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVI|| -|| -|| -|| 3|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVII|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate XXVIII|| 3|| -|| -|| -|| -|| -|| 1|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| plate LVI|| -|| -|| -|| 2|| -|| -|| -|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''|| '''3'''|| '''2'''|| '''1'''|| '''22'''|| '''1'''|| '''2'''|| '''6'''|| '''2'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die östliche oder arabische Wüste Ägyptens==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Streifen zwischen dem Niltal und der Küste des Roten Meeres bildet den östlichen Rand der Sahara. Im Norden zwischen Kairo und Suez ist er ca. 135 km breit, im Süden an der Grenze zum Sudan und zur nubischen Wüste rund 500 km. Die Entfernung entlang des Roten Meeres von Suez bis Halait beträgt über 1000 km. Aus diesem riesigen Gebiet sind nur wenige prähistorische Funde bekannt und dem entsprechend eine geringe Anzahl von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die arabische Wüste war gewiss nicht weniger attraktiv als das Gebiet westlich des Nils. Im Gegenteil, es existierte ein integriertes Wadisystem, welches das Wasser aus dem Gebirge entweder ins Meer oder in den Nil leitete. Das Küstengebirge weist Höhen um 1000 m auf und gelegentlich wird auch die 2000 m Marke überschritten. Die hydrologische Situation dürfte daher vorteilhafter als in der westlichen Wüste gewesen sein. Wenn dennoch weniger Relikte vorgeschichtlicher Kulturen gefunden worden sind, so liegt es wahrscheinlich an dem unwegsamen Gelände. Wer hier etwas außerhalb der wenigen Verbindungsstraßen entdecken will muss gut zu Fuß sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Fundplatz, der Pfeilspitzen in seinem Inventar aufweist, wurde von P.M. Vermeersch, P. van Peer, J. Moeyerson und Wim van Neer „Tree Shelter“ genannt. Er liegt nordwestlich von Quseir in der Nähe der Phosphatgruben und ist mit dem Geländewagen zu erreichen. &lt;br /&gt;
Vier Holzkohlenproben ergaben Altersstellungen von 6770 +- 60 BP bis 4930 +- 30 BP. Die Geräte, 80 an der Zahl, setzen sich aus gezähnten Stücken, retuschierten Abschlägen, flächig bearbeiteten Stücken, Kerben, einem side-blow-flake und Verschiedenen zusammen.&lt;br /&gt;
Außerdem wurden zwei beidseitig flächenretuschierte Pfeilspitzen, ohne weitere Präzisierung, erwähnt. Möglicherweise handelt es sich um Blattspitzen der Familie C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant sind das Vorhandensein von Asphataria rubens aus dem Niltal und ein side-blow-flake, ein Werkzeug, welches östlich des Nils zu den Raritäten zählt. Publiziert wurde der Bericht im Dezember 2002 in Archéo-Nil. In unmittelbarer Nachbarschaft des „Tree Shelter“ hat das gleiche Autorenteam eine Höhle, genannt Sodmein Cave, untersucht („Neolithic occupation of the Sodmein area, Red Sea Mountains, Egypt“ in Aspects of African Archaeology edited by G. Pwiti and R. Saper 1996).&lt;br /&gt;
Die Altersangaben reichen von 6490 +- 100 BP und 7090 +- 80 BP für die unterste Schicht bis 6320 +- 100 BP und 6360 +- 90 BP für die obere Schicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gefundenen Pfeilspitzen sind den Schichten nicht in der Art zugeordnet, dass sie mit einem exakten Alter in Verbindung gebracht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (Fig. 3 Seite 414).&lt;br /&gt;
* Nr.   2  ist eine asymmetrische, einseitig flächenretuschierte Blattspitze.&lt;br /&gt;
* Nr.   3  ist eine Blattspitze des Typs C1, die Rückseite zeigt lediglich flächige Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   6  ist ein Fragment und gehört möglicherweise zu einer Blattspitze C1, C3 oder zu einer Stielspitze D44.&lt;br /&gt;
* Nr.   7  wie Nr. 6.&lt;br /&gt;
* Nr.   8  ist eine Blattspitze mit beidseitigen flächigen Randretuschen.&lt;br /&gt;
* Nr.   9  ist eine asymmetrische H1- Spitze.&lt;br /&gt;
* Nr. 10  ist eine H1- Spitze, im proximalen Bereich ist sie beidseitig flächenretuschiert auf der Ventralseite ist zusätzlich ein Rand flächig retuschiert.&lt;br /&gt;
* Nr. 11  ähnlich wie Nr. 10.&lt;br /&gt;
* Nr. 12 und 13  Ounanähnliche Spitzen des Typs H13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Verbindungsstraße Qena im Niltal nach Quseir am Roten Meer berichtet Debono aus der Gegend von Laqueita von zwei Ounanspitzen (Debono, 1951 plate III b) und einigen Querschneidern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Ölfördergebiet von Ras Gharib, etwa 25 km von der Küste entfernt, weist Montenant (1986 plate XXXVI) auf Pfeilspitzen in der Nähe des bir Nakhla hin, es Handelt sich um aus Lamellen gearbeitete, kantenretuschierte Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Dittmann weist in seiner Veröffentlichung „Zur Paläogeographie der ägyptischen Eastern Desert“, 1990 auf Pfeilspitzenfunde von Fundplatz B im Gebel Zeit hin. Das Fundgebiet liegt an der Küste des Roten Meeres zwischen Ras Gharib und Hurgada. Gefunden wurden drei Blattspitzen vom Typ C1 und eine D21- Spitze mit abgebrochenem Stiel.&lt;br /&gt;
Aus dem Abri im oberen Wadi Deir im Bereich des Klosters St. Paulus wird ein großes Blattspitzenfragment gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorgestellten Einzelfunde und Daten lassen lediglich erkennen, dass die östliche oder arabische Wüste ähnlich besiedelt war wie das Gebiet westlich des Nils. Ounanspitzen und andere kantenretuschierte Pfeilspitzen weisen auf ein frühes Neolithikum hin. Über die spätneolithischen Typen C und D bis zu prädynastischen Querschneidern reicht die Formenvielfalt über große Zeiträume.&lt;br /&gt;
Hier liegt ein riesiges Gebiet, lediglich an seinen Rändern angekratzt und wartet auf seine Entdeckung. Künftigen Forschern wird die Arbeit so schnell nicht ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Djara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer multidisziplinären Expedition der Universität Köln hatte der Verfasser im Jahr 2000 Gelegenheit die Fundstellen der Siedlungskammer Djara kennenzulernen.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt 15 km westlich des Abu Muharig Dünengürtels etwas nördlich der Linie Farafra – Asyut. &lt;br /&gt;
Neben einer Reihe von kleinen, oft hochinteressanten Fundstellen, sind drei große Konzentrationen hervorzuheben. Zunächst die Fundstelle 90/1 mit einer wahrscheinlich im Tertiär entstandenen Tropfsteinhöhle als Besonderheit an ihrer südlichen Peripherie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite bedeutende Konzentration ist 98/20 mit einem Inventar, das von rückengestumpften Artefakten bis zu side-blow-flakes reicht.&lt;br /&gt;
Eine weitere Konzentration wird mit 98/4 bezeichnet, sie weist die am weitesten fortgeschrittene Zerstörung durch Deflation auf. Die Playaablagerungen sind bis auf einige flache Hügel, möglicherweise durch Phosphateintrag entstandene Härtlinge, komplett ausgeräumt und die Kalksteinstrukturen, wie sie im Pleistozän vorhanden waren, treten wieder zu Tage. Nur große und schwere Artefakte finden sich auf dem Grund des ehemaligen Siedlungsplatzes. Pfeilspitzen fehlen ebenso wie Mikrolithen und Straußeneischalen. &lt;br /&gt;
Keramik, die auf anderen Stellen in Djara nicht gefunden wurde, ist in einer mit schluffigem Material gefüllten Windfalle entdeckt worden.&lt;br /&gt;
Eine detaillierte Beschreibung und Auswertung der Funde und Befunde des Gesamtgebietes ist in Arbeit (K. Kindermann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 90/1'''&lt;br /&gt;
Das Gelände ist in mehrere Grabungszonen aufgeteilt worden, die von 90/1 – 1 bis 90/1 – 15 durchnummeriert worden sind. Pfeilspitzen sind an folgenden Stellen gefunden worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 1'''   Alter : 6786 +- 49 BP bis 6448 +- 69 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 12 Pfeilspitzen, acht davon sind gezeichnet worden und zwar : &lt;br /&gt;
Zwei D21- Spitzen, eine D26, eine D44, zwei E2 und jeweils eine H1, Eine H5 und eine H7- Spitze. Drei der flächenretuschierten Pfeilspitzen stammen aus den Herden und können als in situ Funde gelten. Es sind dies eine D21- Spitze, die lediglich als gestielt beschrieben ist, eine E2- Spitze, die als Blattspitze bezeichnet ist und eine D26- Spitze, die als gestielt mit Zähnung deklariert wird (In „Investigations of Mid- Holocene settlement of Djara“ in K. Kindermann 2003).&lt;br /&gt;
Während die flächenretuschierten rhombischen Exemplare und die Stielspitzen gut zu den C14- Werten passen, sind die kantenretuschierten Stücke, ob Blatt- Stiel oder Dreieckspitze eher für frühere Epochen typisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 2'''   Alter : 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden und gezeichnet wurden fünf Pfeilspitzen. Die kurzen und gedrungenen Exemplare bestehen aus Blattspitzen der Gruppen C3 (2 Stücke) und C4 (1 Stück) sowie einer ebenfalls gedrungenen D2- Spitze mit kurzem, breitem und abgerundetem Stiel. Das fünfte Stück ist ein schwer einzuordnendes Fragment mit flachen Randretuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 4''' ohne Altersangabe.&lt;br /&gt;
* Es wurden vier Pfeilspitzen gefunden, gezeichnet wurde keine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 6'''   Alter : 6900 +- 50 BP und 6696 +- 94 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden drei Pfeilspitzen, davon eine Blattspitze C1 und eine gestielte Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 10'''   Alter : 6885 +- 50 BP.&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 19 Pfeilspitzen, darunter zwei H1, zwei C1 und eine D3- Spitze, ferner wurde ein Querschneider vom Typ F4 beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 13'''   Alter : 6713 +- 75 BP&lt;br /&gt;
* Gefunden wurden 36 Pfeilspitzen und zwar von den kantenretuschierten fünf H1, sechs H5 und eine H7- Spitze und von den flächenretuschierten Stücken zehn C1, drei C6 und fünf D1- Spitzen. Dazu kommen noch weitere sechs flächenretuschierte, nicht weiter präzisierte Stücke sowie vier zusätzliche Fragmente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''90/1 – 15'''   Von dieser Grabung ist ein Querschneider vom Typ F4 bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der Pfeilspitzen von den Grabungsflächen beträgt 80, davon wurden 15 Exemplare gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Oberfläche 90/1 wurden insgesamt 155 Pfeilspitzen gefunden, davon sind 36 Stücke gezeichnet worden und zwar von den Konzentrationen 1 – 6. Von der Konzentration 7, welche 107 Pfeilspitzen hervorbrachte, sind keine Zeichnungen angefertigt worden.&lt;br /&gt;
Die Konzentration „cluster 7“ liegt im Südwesten von 90/1. Sie wird östlich von einer Wadirinne und westlich von dem Kalkgestein einer steil ansteigenden Hügelkette begrenzt. Der Untergrund besteht aus einem Schwemmfächer aus fein- bis mittelkörnigem Schutt.&lt;br /&gt;
Darin waren neben vielen anderen Artefakten 107 Pfeilspitzen eingelagert. Darunter befinden sich zwei Ounan- Harif- Spitzen mit Schäftungszonen, die von zwei geradlinigen Rändern gebildet werden (Typ H2). Weiter wurden gefunden eine Ounanspitze H12 und 24 H5- Spitzen, eine kantenretuschierte, blattförmige Spitze vom Typ H1 und eine Dreieckspitze vom Typ H7. Hinzu kommen noch acht fragmentierte kantenretuschierte Bewehrungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Stücke setzen sich zusammen aus 14 beidseitig modifizierten C- Spitzen und 11 einseitig bearbeiteten C- Spitzen. Die gestielten Exemplare gehören sechsmal zu den D3, fünfmal zu den D1 und dreimal zu den D26- Spitzen. Ferner wurden sieben fragmentierte D1- Spitzen und 16 Fragmente von nicht identifizierbaren flächenretuschierten Spitzen gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gelangten die Pfeilspitzen und andere, hier nicht aufgeführte Werkzeuge auf diesen sterilen Schwemmfächer? Sie wurden nicht mit den Sedimenten heruntergespült, wie angenommen werden könnte, da oberhalb keinerlei Kulturspuren zu entdecken sind, sondern sie wurden vom Nordwind in diese Artefaktenfalle geweht. Vergleichbare sekundäre Konzentrationen sind von Abu Tartur bekannt. Der vom Verfasser durchgeführte Langzeitversuch über die Wirkung des Windes auf  steinzeitliche Artefakte in ariden Klimazonen unterstreicht die Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 51 gezeichneten Exemplare von Djara gehören 20 verschiedenen Gruppen an und verteilen sich wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte blattförmige, 17 x C|| C 1|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 3||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 6||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||C 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte gestielte, 14 x D|| D 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 2||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 3||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 21||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 26||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 31||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||D 44||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rhombische, 4 x E|| E 2|| 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Querschneider, 2 x F|| F 4|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Flächenretuschierte rundschneidige, 5 x G|| G 1|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kantenretuschierte, 9 x H|| H 1|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 4||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 5||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||H 7||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||| '''Total'''|| '''51 (von 235)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 98/20'''&lt;br /&gt;
* Das Zentrum der Fundstelle wird, wie schon bei 90/1, von einer Restplaya gebildet. Ein im Jahr 2000 durchgeführter Baggerschnitt erreichte das unterliegende Kalkgestein. In der Kontaktzone hatte sich eine Schicht großer Kalzitkristalle gebildet, die später auch an höher gelegenen Stellen, ebenfalls im Kontakt Playa- Kalksteinliegendes, nachgewiesen werden konnte.&lt;br /&gt;
Die Ausbildung großer Kalzitkristalle unter den gegebenen Umständen setzt eine über längere Zeiträume dauernde Anwesenheit von Wasser voraus. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Lebensbedingungen, zumindest die Präsenz von Wasser betreffend, in der Siedlungskammer Djara während der pluvialen Optima wesentlich besser waren als bisher dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artefaktenvielfalt ist groß und reicht von Ounan- Harif- Spitzen, Ounanspitzen, langschmalen Dreiecken und anderen rückengestumpften Werkzeugen bis zu side- blow- flakes und flächenretuschierten Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 34 Stücken stellen die Ounan- Harif- Spitzen die größte Gruppe der Bewehrungen, nicht gezählt sind drei weitere Exemplare sowie eine Ounanspitze, die neben einer H1- Spitze und einer H5- Spitze vom Verfasser vor Ort beobachtet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die flächenretuschierten Pfeilspitzen, die für 98/20 aufgelistet sind und die zu den C14- Werten von 6430 +- 50 BP und 6365 +- 30 BP passen, sind eine partiell flächenretuschierte C1- Spitze und eine gleichartig modifizierte D1- Spitze. Die beidseitig flächenretuschierten Stücke gehören mit einem Exemplar in die Gruppe C1 und mit zwei Exemplaren in die Gruppe C3. Sieben Stielspitzen sind vom Typ D1, zwei vom Typ D3 und eine ist eine D31- Spitze. Insgesamt sind also 40 rückengestumpfte und 15 flächig bearbeitete Pfeilspitzen im Inventar 98/20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Umgebung des Fundplatzes 98/4'''&lt;br /&gt;
* Wie schon eingangs erwähnt, ist Fundplatz 98/4 durch Deflation stark gestört und leichte Artefakte wie z.B. Pfeilspitzen sind nicht mehr vorhanden.&lt;br /&gt;
In den angrenzenden, etwas besser geschützten Hügeln jedoch finden sich einige interessante Exemplare.&lt;br /&gt;
So liegt nördlich des Komplexes 98/4 die Fundstelle 00/63, die neben einer D52- Spitze, eine D25 und eine C1- Spitze produziert hat.&lt;br /&gt;
Die Fundstelle 00/68, südwestlich von 98/4 gelegen, weist eine Großspitze vom Typ D3 auf (L = ca. 66 mm, B = 35 mm, D = 6 mm) ein seltener Fund auf dem Plateau. Daneben finden sich zwei Ounanspitzen vom Typ H12, zwei D47- Spitzen und eine rhombische E2- Spitze.&lt;br /&gt;
Eine weitere D52- Spitze stammt von der Fundstelle 00/69.&lt;br /&gt;
Der Keramikfundplatz 00/65 weist eine C10- Spitze auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit 00/ markierten Fundstellen sind im Rahmen zeitlich sehr begrenzter Suchfahrten entdeckt worden und nicht weiter bearbeitet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Djara weist eine sehr große Palette von Pfeilspitzenformen auf und deckt mit seinen Typen einen Zeitraum von rund 3000 Jahren ab, wie auch die C14 Daten belegen (von 8620 BP bis 5982 BP).&lt;br /&gt;
Mit über 300 gefundenen Exemplaren ist Djara auch mengenmäßig ein bedeutender Fundplatz für Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Abu Ballas Schichtstufenland==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Phasen haben die Archäologen der Universität Köln unter Leitung von Rudolf Kuper die Fundstellen von Abu Ballas untersucht.&lt;br /&gt;
Wie auch anderen Orts hat das von den höher gelegenen Einzugsgebieten ablaufende Niederschlagswasser sich in Deflationsmulden sammeln können und so zur Bildung von siltig- tonigen Playas führen können. Zwischen den verschiedenen Überflutungsphasen sind immer wieder äolische Einträge zu beobachten.&lt;br /&gt;
Die Hauptkonzentrationen prähistorischer Besiedlung wurden Eastpans, Mudpans und Westpans genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eastpans   wurden vom Stuttgarter Fotografen Rudolf René Gebhardt während einer seiner zahlreichen Alleinexpeditionen entdeckt.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt ungefähr 90 km südlich der Dakhla Oasen, die beiden größeren Fundstellen wurden mit 95/1 und 95/2 bezeichnet.&lt;br /&gt;
Die epipaläolithischen Konzentrationen 95/1 – 1 und 96/6, letztere mit einem Alter von    8350 +- 55 BP produzierten keine Pfeilspitzen, eine Ausnahme bildet ein asymmetrisches Trapez von 96/6, welches als eine mögliche Bewehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
Auch die jüngere, aber ebenfalls noch epipaläolithische Fundstelle 95/1 – 1 mit einem Alter von 7750 +- 150 BP bis 7752 +- 48 BP weist keinerlei Jagdwaffen in Form von Pfeilspitzen auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelneolithischen Charakter zeigen einige Artefakte der oberen Schicht der Fundstelle    95/1 – 1, die ein Alter von 7529 +- 48 BP aufweist und damit nur geringfügig jünger ist als die unterliegende epipaläolithische Schicht. Typisch ist eine Dreieckspitze mit kantenretuschierter Basis vom Typ H7 sowie eine kantenretuschierte Spitze mit konkaver Basis vom Typ H20 wie er auch in Nabta auf der Fundstelle E – 75 – 8 vorkommt. Das Auftreten einseitig flächenretuschierter Blattspitzen (2 Fragmente) passt ebenfalls in den Zeitrahmen.&lt;br /&gt;
Der spätneolithische Fundplatz 95/2 ist auf 6170 +- 80 BP bis 6072 +- 36 BP datiert. Die Vielzahl der Mikrolithen lassen auf einen Einfluss aus Süden, das Vorhandensein von Feuerstein, von einem side- blow- flake und von flächenretuschierten Artefakten auf einen Einfluss aus Norden schließen. An Bewehrungen sind vier Trapeze vom Typ F10 und eine D31- Spitze zu nennen, letztere stammt aus der datierten Grabungsschicht, während eine gestielte Großspitze vom Typ D3 von der Oberfläche abgesammelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist erstaunlich, dass eine hauptsächlich von der Jagd lebende Gesellschaft, selbst im Spätneolithikum überwiegen Wildtierknochen und stehen einer nur geringen Anzahl von Rind- und Schafsknochen gegenüber, nur eine verschwindende Anzahl von Pfeilspitzen hinterlassen hat.&lt;br /&gt;
Zu erwähnen ist noch eine interessante Ounanspitze, die der Verfasser im Oktober 2000 an der Oberfläche von 95/1 beobachtet hat. Wie die vor Ort angefertigte Zeichnung zeigt, handelt es sich wahrscheinlich nicht um eine Bewehrung, sondern eher um ein epipaläolithisches Mehrzweck- Werkzeug (Bohrer, Kerbe, retuschiertes Stück).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Mudpans''' werden schon 1939 von Bagnold ebenso wie das Vorhandensein prähistorischer Artefakte an diesem Ort erwähnt. Paschur und Braun bestätigen dies 1980. Die Fundstellen liegen südöstlich des Abu Ballas Hügels und südwestlich von Eastpans, der Schichtstufe folgend.&lt;br /&gt;
Da die mir zur Verfügung stehende Dokumentation nicht lückenlos war, werden lediglich die gezeichneten Bewehrungen behandelt. Im Prinzip entsprechen sie in Quantität und Qualität auch den gefundenen Stücken. Kleine, für diese Zusammenstellung aber nicht entscheidende Unterschiede, sind daher möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Trapezen und Dreiecken kommen auch rückengestumpfte Formen, Stichel, Endretuschen, gezähnte Stücke, ausgesplitterte Stücke, Bohrer vom Typ Tixier 16 und andere, und weitere Mikrolithen wie z.B. Segmente vor.&lt;br /&gt;
Eine Weiterentwicklung der Inventare ist nicht zu erkennen. Eine einzige Pfeilspitze weist Flächenretuschen auf. Es ist eine Stielspitze vom Typ I 9 mit einer rechtwinklig zur Längsachse stehenden Schwinge und einer gerundeten Schwinge vom Typ D21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gezeichnete Bewehrungen (außer Segmenten)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Familie'''|| '''Gruppe'''|| '''Anzahl'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/56|| ca. 7000|| || H 1|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||5 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 7||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||19 x F||F 4||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 11||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-1|| ca. 6530|| 1 x H|| H 5|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||bis 5740||28 x F||F 2||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 13||7*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/50-9|| -|| 2 x F|| F 4|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 16||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-1|| ca. 5690|| 10 x F|| F 4|| 3*&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-2|| -|| 1 x I|| I 9|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||2 x H||H 5||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||H 9||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||7 x F||F 4||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 14||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-3|| ca. 6700|| 8 x F|| F 4|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/51-4|| ca. 6320|| 1 x H|| H 7|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||12 x F||F 4||4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 10||8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/54-1|| -|| 3 x F|| F 2|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||||||||F 4||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||||| '''Total'''|||| '''99'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Davon ein Exemplar mit flächigen Retuschen in der Schäftungszone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Westpans''' mit seinem Fundplatz 85/52 ist mit einem Alter von 8700 +- 190 BP das älteste epipaläolithische Vorkommen in der Abu Ballas Gegend.&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt rund 50 km südwestlich von Mudpans, seine Koordinaten sind 24°7’ Nord und 27°37’ Ost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben anderen Mikrolithen wurden zwei breite, unregelmäßige Dreiecke und sechs Trapeze, deren kleine Seite eine ausgeprägte Kerbe aufweist, gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hugot beschreibt aus Algerien drei Dreiecke, deren durch Kantenretuschen zugespitztes Ende durch eine Schäftungskerbe ersetzt wurde und bezeichnet den Querschneider mit F9. Die Trapeze mit Schäftungskerbe erhalten die Bezeichnung F15.&lt;br /&gt;
Ein vom Verfasser gefundenes Trapez aus dem oberen Capsien von Bir Hameiria, Tunesien, weist ebenfalls eine Schäftungskerbe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilf Kebir==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der äußerste Südwesten Ägyptens wird durch das über 1000 m hohe Sandsteinplateau des Gilf Kebir geprägt. Die dortigen Sandsteinschichten der Jura- und Kreidezeit sind von tertiärem Vulkanismus durchbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zur Herstellung steinzeitlicher Artefakte verwandte Material ist vor allem ein quarzitischer Sandstein, der in verschiedenen metamorphen Stadien, Korngrößen, und Farben ansteht. Als weitere Materialien kommen Basalt, Quarzporphyr und im geringem Maß Quarzgerölle, also Kieselsteine und aus den tonigen und siltigen Schichten geringvolumige Chalzedone vor. Diese Chalzedone aus den buntgefärbten Ton- und Siltlinsen der Kharga Schichten bilden den bevorzugten Werkszoff der älteren holozänen Komplexe von Abu Tartur. Noch seltener sind Werkstoffe wie verkieseltes Holz und libysches Wüstenglas aus der großen Sandsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1980 arbeiten die Archäologen der Universität Köln, zunächst im Rahmen des Projekts B.O.S., später des Projekts ACACIA, im Gilf Kebir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Ausgrabungen im Wadi el Akhdar liegt eine Monographie von Werner Schön vor, im gleichen Volumen bearbeitet Erwin Cziesla den Fundplatz 80/14 (Schön 1996). Im Hinblick auf das Vorhandensein von Pfeilspitzen ist der Wadi el Akhdar als äußerst arm zu bezeichnen. Die 22 aufgelisteten Fundstellen lieferten 2494 Werkzeuge aber nur ca. 48 Bewehrungen in Form von Querschneidern, das macht ca. 2 % der Gesamtwerkzeugmenge aus. Diese dreieckigen und trapezförmigen geometrischen Formen kommen lediglich mit 41 Exemplaren auf der Fundstelle 80/14, mit fünf Exemplaren auf der Fundstelle 81/8 sowie drei relativ sicheren Stücken von der Oberfläche des Fundplatz 81/2 vor. Alle übrigen Plätze sind frei von Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fehlen von Mikrolithen in vielen Inventaren, der schlechte Erhaltungszustand des Knochenmaterials und der geringe Anteil an großen, nicht verrundeten Keramikscherben lässt auf eine starke Zerstörung der Siedlungsplätze durch klimatische Einflüsse schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 80/14''' Alter : die drei Proben von Straußeneischalen ergeben ein Alter von 4210 +- 60 BP, 4300 +- 55 BP und 4500 +- 55 BP. Ein Datum von 4200 +- 1100 BP von einer Holzkohlenprobe kann wegen der hohen Standartabweichung nicht berücksichtigt werden. Von 131 Geräten sind 41 als Pfeilspitzenbewehrungen anzusprechen, das sind 31,3 %. Gezeichnet wurden 34 von 39 Dreieckspitzen, wie sie im Text bezeichnet werden, ein Trapez und eine Trapezspitze.&lt;br /&gt;
Von den gezeichneten Stücken der Tafel 1 sind 24 Exemplare Dreiecke mit geradlinigen Rändern vom Typ Tixier 89, die als Pfeilbewehrung mit F4 bezeichnet sind. Die neun Trapeze, die als Dreiecke eingeordnet sind, gehören zum Typ Tixier 83, als Pfeilspitzenwerden sie unter F10 geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Dreieck weist konkave Ränder auf, der Typ ist Tixier 92 oder als Pfeilspitze F13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Trapez Nr. 35 mit längerer kurzer Schneide als die neun oben erwähnten Exemplare gehört ebenfalls zum Typ Tixier 83. Durch seinen eher epipaläolithischen Charakter würde, isoliert betrachtet, ein Gebrauch als Pfeilspitze fraglich erscheinen, im Kontext mit einer Vielzahl von Querschneidern ist jedoch eine Verwendung als Bewehrung möglich. Das Trapez Nr. 40 mit einem leicht konkaven und einem geraden Rand (Tixier 86), welches in Hugots Einteilung als f16 geführt werden könnte, gehört ebenfalls zu den Querschneidern. Fünf Exemplare sind nicht gezeichnet worden, es ist anzunehmen, dass es sich um Dreieckspitzen des Typs F4 handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/8''' Holzkohlenproben ergeben ein Alter von 5430 +- 65 BP und 5940 +- 230 BP. Von den 73 Geräten oder ihren Fragmenten sind fünf Stücke oder 6,8 % als Querschneider, sowohl Dreiecke als auch Trapeze, angesprochen worden.&lt;br /&gt;
Ein eindeutiges Trapez, Nr. 23 Tafel 101, ist gezeichnet worden, es stellt eine Bewehrung vom Typ F10 dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 81/2''' (Oberfläche)&lt;br /&gt;
Das Alter konnte nicht ermittelt werden.&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der Werkzeuge beträgt 88 Stücke, davon neun Mikrolithen. Letztere sind aufgegliedert in unregelmäßige Dreiecke (4 Stücke oder 4,5 %), unregelmäßige Trapeze (2 Stücke oder 2,3 %) und drei andere Stücke. Gezeichnet wurden sieben Mikrolithen bzw. Bruchstücke derselben. Bei dem Trapez Nr. 11 Tafel 66 und den Fragmenten Nr. 13 und     Nr. 14 der gleichen Tafel ist eine Nutzung als Pfeilspitzenbewehrung denkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteilung der Pfeilspitzen im Wadi el Akhdar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Pfeilspitzen-Typen&lt;br /&gt;
Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 80/14&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''41'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/8&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/2 Oberfläche&lt;br /&gt;
|| 2 (+3)&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''3 (+3)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''11 (+3)'''&lt;br /&gt;
|| '''24'''&lt;br /&gt;
|| '''12'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''49 (+3)'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geometrischen Mikrolithen des Wadi el Akhdar sind vergleichsweise klein. Für die Exemplare des Fundplatz 80/14 schwankt die Breite zwischen 7 und 16 mm.&lt;br /&gt;
Die Durchschnittsbreite beträgt 9 mm, die Durchschnittshöhe 10 mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wadi Bakht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wadi Bakht liegt ca. 40 km östlich des Wadi el Akhdar und weist gleiche geologische und morphologische Strukturen auf wie letzteres. Trotz ähnlich intensiver Untersuchungen liegt hier keine vergleichbare Veröffentlichung wie für das Wadi el Akhdar (Schön 1996) vor. Beispielhaft seien einige der Wadi Bakht Fundplätze, hier in Bezug auf das Vorkommen von Bewehrungen, vorgestellt. Die Typologien wurden hauptsächlich von Bettina Petrick und Jörg Linstädter zusammengestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/11'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 5,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 3,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 41&lt;br /&gt;
|| 15,71&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 52&lt;br /&gt;
|| 19,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 7,28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 7,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 96&lt;br /&gt;
|| 36,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 3,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''261'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Mikrolithen befinden sich acht Dreiecke, unter anderem Tix 89, 90 und 95 und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen.&lt;br /&gt;
Die entsprechenden Pfeilbewehrungen werden mit F4 (fünf Stücke) und eventuell mit H7 (fünf Stücke) bezeichnet. Drei Dreiecke sind langschmal ausgebildet und werden hier nicht berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 1''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 2,10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 13&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 56&lt;br /&gt;
|| 16,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 68&lt;br /&gt;
|| 20,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 31&lt;br /&gt;
|| 9,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 3,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 114&lt;br /&gt;
|| 34,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 20&lt;br /&gt;
|| 6,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''333'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 68 Mikrolithen sind neun Dreiecke und fünf kantenretuschierte Dreieckspitzen, vier der Dreiecke können als Pfeilbewehrungen vom Typ F4 angesprochen werden, die kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen eventuell unter H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundplatz 82/14 – 2''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 1,54&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 2,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 9,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 224&lt;br /&gt;
|| 43,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerbreste&lt;br /&gt;
|| 84&lt;br /&gt;
|| 16,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 2,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 79&lt;br /&gt;
|| 15,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichelabschläge&lt;br /&gt;
|| 33&lt;br /&gt;
|| 6,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''519'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs der 22 Dreiecke unter den Mikrolithen können als Bewehrungen für Pfeilspitzen angesprochen werden und zwar F4 (5 Stücke) und F13 (1 Stück). Die zwölf kantenretuschierten Dreieckspitzen fallen möglicherweise in die Gruppe H7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 1''' - Alter ca. 6060 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 1,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 116&lt;br /&gt;
|| 23,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 91&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 4,29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 99&lt;br /&gt;
|| 20,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 38&lt;br /&gt;
|| 7,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 59&lt;br /&gt;
|| 12,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 18&lt;br /&gt;
|| 3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 3,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,41&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''489'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den insgesamt 228 Trapezen und Dreiecken, die 46,62 % des Inventars ausmachen, sind 18 Dreiecke und 23 Trapeze gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
Die Dreieckbewehrungen setzen sich aus den Typen F4, F12, F13 und F14 zusammen, die Trapeze sind mit den Gruppen F10, F16 und F12 vertreten.&lt;br /&gt;
Sowohl streng symmetrische als auch asymmetrische Formen sind zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/21 – 2'''- Alter ca. 6640 BP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 17,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 5,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke oder Trapeze&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nicht geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 28,78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückenstumpfungen&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 2,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 7,91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Stücke&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 19&lt;br /&gt;
|| 13,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 3,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Retuschierte Fragmente&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Schlagsteine&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''139'''&lt;br /&gt;
|| '''100,02'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Platz enthält außer den Segmenten lediglich vier Trapeze und sieben Dreiecke, zehn Stücke wurden gezeichnet. Der Anteil der Querschneider am Gesamtinventar beträgt 7,92 %. Die Bewehrungen fallen in die Gruppen F16, F10, F12 für die Trapeze und F4 und F14 für die Dreiecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fundstelle 82/10'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Werkzeuge&lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer (Tixier 16)&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 0,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 2,35&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Klinge&lt;br /&gt;
und Abschläge&lt;br /&gt;
|| 58&lt;br /&gt;
|| 27,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
|| 34&lt;br /&gt;
|| 15,96&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Segmente&lt;br /&gt;
|| 25&lt;br /&gt;
|| 11,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Trapeze&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 20,19&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dreiecke&lt;br /&gt;
|| 15&lt;br /&gt;
|| 7,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Ausgesplitterte Stücke&lt;br /&gt;
|| 21&lt;br /&gt;
|| 9,86&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sonstige&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1,88&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''213'''&lt;br /&gt;
|| '''100,08'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 58 Trapezen und Dreiecken, welche 27,23 % des Inventars ausmachen, können sämtliche Stücke als Bewehrungen angesehen werden, sie gehören den Tixier Gruppen 83, 85 – 89 und 92 an. Gezeichnet wurden sieben Dreiecke der Typen F4 und F14 sowie vierzehn Trapeze der Gruppen F13 und F16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Querschneider Typen im Wadi Bakht'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Fundplätze&lt;br /&gt;
|| Querschneider&lt;br /&gt;
ohne&lt;br /&gt;
Spezifikation&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| F12&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14 &lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/10&lt;br /&gt;
|| 37&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| '''58'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/11&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/14 - 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 1&lt;br /&gt;
|| 187&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 9&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| '''228'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 82/21 - 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| - &lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| '''11'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''225'''&lt;br /&gt;
|| '''18'''&lt;br /&gt;
|| '''29'''&lt;br /&gt;
|| '''9'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''312'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Maya von Czerniewiez bearbeiteten Fundplätze 82/15 (Alter 5070 +- 60 BP und 5180 +- 60 BP) und 82/24 (Alter 4920 +- 60 BP und 5090 +- 60 BP) enthielten keinerlei Pfeilspitzen- Bewehrungen. Dennoch weist das Wadi Bakht wesentlich mehr Mikrolithen, die als Bewehrungen gedient haben könnten, auf als das Wadi el Akhdar. Diese Tatsache kann ein Anzeichen für bessere Erhaltungsbedingungen der Fundstellen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für beide von den Archäologen der Universität Köln intensiv untersuchten Wadis aber auch für das Gilf Vorland und das Plateau und wahrscheinlich ebenfalls für die große Zahl der nicht behandelten Wadis gilt folgendes : Die relativ zum Gesamtinventar geringe Anzahl von Pfeilspitzen- Bewehrungen setzt sich fast ausnahmslos aus Querschneidern in Dreieck- und Trapezform zusammen (Tafel Ä24, Ä25).&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme bilden die älteren dreieckigen Mikrospitzen, welche schon an die kantenretuschierten Dreieckspitzen erinnern, wie sie im mittleren Neolithikum in Nabta, Bir Kiseiba und Abu Tartur üblich waren (Tafel Ä26).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf eine Stielspitze vom Wadi Sora sind flächenretuschierte Pfeilspitzen aus dem Gilf Kebir nicht beobachtet worden. Das hat zum einen sicherlich kulturelle Gründe aber es sollte nicht vergessen werden, dass der in seiner Struktur nicht homogene, verfestigte Sandstein, aus dem die meisten Artefakte hergestellt worden sind, sich nicht für Flächenretuschen anbietet. Die in der Gesteinsmasse einzementierten Quarzkörner stellen einer Druckretusche zuviel Widerstand entgegen. Es gibt im Gilf Beispiele für flächige Retuschen aus dem Paläolithikum aber bei diesen Artefakten handelt es sich um großvolumige Kernwerkzeuge und nicht um aus Klingen oder Lamellen hergestellte Kleinwerkzeuge. Außerdem sind die paläolithischen Retuschen geschlagen und nicht gedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant, bezüglich der Pfeilspitzen, ist die fehlende Weiterentwicklung während der großen Zeitspanne vom Epipaläolithikum bis zum jüngsten Spätneolithikum, wenn davon abgesehen wird, dass die Bewehrungen während der prädynastischen Phasen teilweise kleiner werden und häufig asymmetrische Formen zeigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Frühen holozänen Besiedlungszeit ist ein Trapez mit gekerbter, kleiner Schneide bekannt, ähnliche Stücke wurden in Westpans und Regenfeld gefunden. Die bis dahin unbekannte Bewehrungsart erhielt die Bezeichnung F15, sie ist zu vergleichen mit F9, einem querschneidigem Dreieck mit Schäftungskerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abu Minqar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Weg zwischen den Dakhla Oasen und Farafra liegt hart am Rande der großen Sandsee die kleine Oase Abu Minqar. Im Rahmen des B.O.S. Programms der Universität Köln wurde zu Beginn der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts das Gebiet auf prähistorische, holozäne Siedlungsplätze untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf Pfeilspitzen stellen sich die Fundplätze wie folgt dar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-1 weist zwei recht unterschiedliche C14- Daten auf, einmal 7890 BP und ein älteres von ca. 8620 BP. Neben kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen der Gruppen C1 und C4 und gestielten, kantenretuschierten Exemplaren der Typen H5 und H12 kommen gekerbte und retuschierte Stücke (Tix 74 bis 77 und Tix 105) vor. Ein Besonderer Fund ist ein langgestrecktes Artefakt mit dreieckigem Querschnitt. Das über 140mm lange Stück ist vollständig flächenretuschiert, die Dicke von rund 6mm im medialen Bereich verringert sich zu den bohrerartig ausgebildeten Enden hin. Der Verwendungszweck bleibt rätselhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-2 liefert ebenfalls kleine, einseitig flächig retuschierte Blattspitzen. Es sind die Typen C1, C3, C4 und C6. Daneben gibt es eine gestielte, flächenretuschierte Pfeilspitze der Gruppe D3 und kantenretuschierte Bewehrungen der Typen H4 und H7 sowie Querschneider der Typen F4 und F13. Rückenstumpfungen und langschmale Dreiecke gehören ebenfalls zum Inventar von 81/55-2. Die C14- Daten reichen von 7100 BP über 6390, 6100 bis 4500 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-3 weist vor allem Querschneider auf und zwar der Gruppen F16, F4 und F13. Daneben kommen auch wieder die kleinen, teilweise flächenretuschierten Blattspitzen aber auch vollflächig retuschierte Exemplare vor.&lt;br /&gt;
Das Alter wird mit 6520 BP angegeben. Weitere typische Artefakte sind retuschierte Stücke (Tix 105), Rückenstumpfungen und Bohrer vom Typ Tix 16 (mèche de foret) sowie basisretuschierte Lamellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 81/55-5, dessen Alter mit 7260 BP angegeben ist, produzierte sieben Blattspitzen sowohl ganzflächig als auch teilflächig retuschiert. Daneben finden sich zwei Querschneider, drei H5- Stielspitzen und eine teilflächig retuschierte Hybridspitze vom Typ D44, welche den Übergang von der Blatt- zur Stielspitze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den im Gebiet aufgelesenen Streufunden gehört neben Blattspitzen der Gruppen C1, C3, C4 und C11 auch eine große, beidseitig flächenretuschierte Stielspitze vom Typ D1 mit geradlinigen bis leicht gewellten Rändern. Der außergewöhnlich breite Stiel wird von konvexen Linien begrenzt und läuft in einer Spitze aus. Das Gewicht des Stückes ist nicht bekannt, aber da die Dicke in der Mitte des Exemplars bereits 10mm beträgt, dürfte es über 20g wiegen und damit eher zu den Stoß- und Wurfspießen gehören. Außerdem ist der Stiel so breit, dass eine Pfeilschäftung nur schwer vorstellbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verteilung der Pfeilspitzen in Abu Minqar (Lobo)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| C&lt;br /&gt;
|| D3&lt;br /&gt;
|| D44&lt;br /&gt;
|| F16&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F13&lt;br /&gt;
|| F14&lt;br /&gt;
|| H4&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|| H7&lt;br /&gt;
|| H12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 10&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 23&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 81/55-5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Streufunde&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''16'''&lt;br /&gt;
|| '''8'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''25'''&lt;br /&gt;
|| '''46'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''5'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen der verschiedensten Pfeilspitzen- Typen, die über weite Zeiträume gespannten Altersangaben und die neben den Bewehrungen gefundenen typischen, vielfach rückengestumpften Artefakte lassen eine so starke Durchmischung des Fundgutes vermuten, dass eine Altersbestimmung von Pfeilspitzengruppen in diesem Falle problematisch wäre. Sämtliche 123 in „Lobo“ gefundene Pfeilspitzen sind gezeichnet worden (B.O.S.- Archiv, persönliche Mitteilung Frank Klees).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Weitere Fundplätze außerhalb des Komplexes „Lobo“ sind in folgender Grafik vorgestellt.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| A1&lt;br /&gt;
|| C1&lt;br /&gt;
|| C3&lt;br /&gt;
|| C4&lt;br /&gt;
|| C6&lt;br /&gt;
|| C11&lt;br /&gt;
|| E1&lt;br /&gt;
|| E2&lt;br /&gt;
|| F2&lt;br /&gt;
|| F4&lt;br /&gt;
|| F10&lt;br /&gt;
|| F11&lt;br /&gt;
|| H5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/16&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 83/17-1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/24&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/21&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/28-8&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 85/27&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 17&lt;br /&gt;
|| 7&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''6'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''2'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|| '''3'''&lt;br /&gt;
|| '''17'''&lt;br /&gt;
|| '''7'''&lt;br /&gt;
|| '''4'''&lt;br /&gt;
|| '''1'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Blattspitzen sind die Typen C3 und C11 einseitig flächenretuschiert, das proximale Ende ist häufig auf beiden Seiten modifiziert. Von den C1- Spitzen sind zwei Stücke teilretuschiert.&lt;br /&gt;
Das Alter dieser Bewehrungen liegt, wie auch das der schlanken A1- Spitze, zwischen ca. 6500 BP und 6100 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zum Gebrauch des Begriffs „Holozän“.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur in der deutschen Fachliteratur hat sich in Bezug auf das Holozän die Unsitte eingeschlichen, nicht abgeschlossene Zeiträume in Phasen einzuteilen. Diese kleine Anmerkung möge dazu dienen diese Praxis in Frage zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holozän ist ein Terminus aus der historischen Geologie oder Stratigraphie. Das Holozän, früher auch Alluvium genannt, ist die jüngste Stufe der Quatärformation. Es schließt sich an das Pleistozän oder Dilluvium an. Letzteres ist eine abgeschlossene Stufe, welche zwischen dem Pliozän, der jüngsten Erscheinung des Tertiärs, und dem Holozän, der Jetztzeit, angesiedelt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also möglich Begriffe wie frühes, mittleres und spätes Pleistozän zu bilden.&lt;br /&gt;
Anders verhält es sich mit dem Holozän, welches erst vor 10.000 – 12.000 Jahren begann und von dem wir nicht wissen wie lange es dauern wird. Möglicherweise ist es eine zukünftige Eiszeit, welche dieses Erdzeitalter beenden wird. Geologische Zeiträume, und Holozän ist ein solcher, sind im Gegensatz zu historischen, auch ur- und frühgeschichtlichen unvergleichlich groß, Millionen Jahre sind kurze Zeitspannen in der Geologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allenfalls kann also von einem frühen Holozän gesprochen werden, wenn die Zeit, die unmittelbar auf  das Pleistozän folgt, gemeint ist. Gänzlich inkorrekt hingegen sind Wendungen wie mittleres oder spätes Holozän.&lt;br /&gt;
Denkbar wären Formulierungen wie „spätsteinzeitliche Holozänphase“ oder „mittelsteinzeitliche holozäne Feuchtphase“, das sind zwar unförmige Wortgebilde, sie haben aber den Vorteil logisch zu sein. Außerdem vermeiden sie ebenfalls ungeliebte und mit unpraktischen Definitionsansätzen versehene Begriffe wie Neolithikum, Mesolithikum usw..&lt;br /&gt;
Läge die Steinzeit im späten Holozän, wo wären dann Bronze- und Eisenzeit oder gar das Atomzeitalter angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zehnjähriges Kind mit einer statistischen Lebenserwartung von 80 Jahren beschreibt seinen Lebensweg in der Art : „In der Frühphase meines Lebens verbrachte ich meine Zeit hauptsächlich mit Spielen. Dann in der mittleren Lebensphase ging ich in die Grundschule und letztlich, in der Spätphase meines Lebens, wurde ich in die Sexta des hiesigen Gymnasiums aufgenommen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Beispiel zeigt, dass offene Zeiträume nicht in Früh-, Mittel- und Spätphasen aufgeteilt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Große, gekehlte Dreieckspitzen im Vergleich==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden sollen die Pfeilspitzen der Wüstenfundplätze Fayum, Abu Tartur und Kharga untereinander und mit den Bewehrungen der zwei Niltalvorkommen von Merimde und Badari verglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst gilt es das zeitliche Auftreten der gekehlten Dreieckspitzen in den einzelnen Siedlungsräumen zu klären. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum A wird unterteilt in das ältere Fayumian von 6075 BP bis 5540 BP und das jüngere Moerian von 5410 BP bis 5010 BP.&lt;br /&gt;
( Ginter et al. 1982; Ginter und Kozlowski 1983, 1984, 1986; Dagnan - Ginter et al. 1984; Kozlowski und Ginter 1989 ). Für die gleiche Kultur gibt F. Wendorf 1980 Altersstellungen von 6391 BP, 6064 BP, 5810 BP und 5160 BP an. Ausgehend von der Annahme, dass sämtliche C14 Analysen korrekt durchgeführt worden sind, kann das Fayum A in den Zeitraum von 6391 BP bis 5010 BP gestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merimde wird bei von den Driesch und Boessneck 1985 zwischen 5440 BP und 5010 BP datiert. Breunig gibt 1987 für die untere Merimdeschicht Alter von 3940 BP und 5840 BP an. Die Angaben von Derricourt 1971 liegen zwischen 4690 BP und 6250 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die problematische zeitliche Einordnung der Oberflächenfunde von Abu Tartur könnte mit Einschränkungen auf vier C14- Daten basiert werden.&lt;br /&gt;
Das Exemplar Nr. 12 der Tafel Ä2 wurde als einzige gekehlte Dreieckspitze auf dem Fundplatz 1004/83 aufgesammelt. Das Alter des Fundplatzes ist auf 7590 +- 75 BP datiert. Unter anderem führt dieser Komplex auch erste, recht primitiv gestaltete side-blow-flakes. &lt;br /&gt;
Fundplatz 1017/82 mit einem Alter von 7145 +- 40 BP weist vier gekehlte Dreieckspitzen auf und 1024/82, der auf 6620 +- 40 BP datiert ist, drei dieser Exemplare. Eine weitere Datierung mit sieben dreieckigen Großspitzen stammt vom Fundplatz 1005/83 und beträgt  6420 +- 60 BP. &lt;br /&gt;
Andere Fundplätze mit häufigem Auftreten dieser Pfeilspitzengruppe konnten bisher noch nicht datiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vielzahl der unterschiedlichsten Datierungen der Fundplätze am Westende der Ausläufer des Abu Tartur Massivs, besonders site 228 und die mögliche Vermischung der Inventare in dieser Zone erlauben keine eindeutige zeitliche Zuweisung der Dreieckspitzen der Dakhla Oasen. Ähnliches gilt für andere einzelne Oberflächenfunde in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der frühesten Daten des Fayum A ( 6391 BP ) und Merimdes ( 6250 BP ), Fundstellen, die sich wie auch Abu Tartur durch statistisch auswertbare Mengen von großen Dreieckspitzen mit zentraler Kehle auszeichnen, ergibt ein Bild, welches die gehäufte, Präsenz dieser Bewehrungsart auf den oben genannten Plätzen ab der Mitte des 7. Jahrtausend vor heute suggeriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur begann die Entwicklung etwa tausend Jahre früher ( 7590 BP ). Ein Ansteigen der Häufigkeit belegen die Stationen 7145 BP und 6620 BP. Die größten Mengen treten in Abu Tartur um 6420 BP auf, kurz vor dem ersten Erscheinen dieses Pfeilspitzentyps im Fayum und in Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispielhaft für das Fayum sind die tief ausgekehlten Spitzflügelgeschosse der Gruppe A25, die noch durch zwei gezähnte Exemplare des Typs A26 ergänzt werden. Andere Dreieckspitzen verschiedenster Basisgestaltung sind A1 mit geradliniger Basis, A17 und A18 mit einer durch zwei schräg verlaufende gerade Linien gebildeten Basis oder einer konvexen Basis und die Stücke mit zentraler Kehle mit allen möglichen runden und eckigen Ausgestaltungen der Schwingenenden als da sind A2, A13, A27 u.s.w.&lt;br /&gt;
Die in Abu Tartur gefundenen Exemplare zeichnen sich häufig durch eine gewisse Asymmetrie, vor allem die Schwingenenden betreffend, aus ( z.B. Tafel Ä3, 2, 3, 5, 6, 8 und 11 ). Dieses Merkmal wird weder im Fayum noch in Merimde oder Badari angetroffen. Auch das Ansteigen des häufig spachtelförmigen Schwingenendes zum Kehlentiefsten hin ist typisch für Abu Tartur ( z.B. [[Tafel Ä 4A]], 1, 6, 9 und 16 ). Bis auf ein Exemplar der Gruppe A26 kommen Spitzflügelgeschosse im Einzugsgebiet von Abu Tartur nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Merimdespitze“ vom Fundplatz Merimde beni Salam ist eine symmetrisch geformte Dreieckspitze mit geradlinigen bis schwach konvexen Rändern. Die Basis ist mit einer zentralen Kehle ausgestattet, die Schwingenenden verlaufen häufig rechtwinklig zum Rand und sind nach außen leicht abgerundet. Sie entsprechen dem Typ A27 und kommen ebenfalls in geringer Anzahl in Abu Tartur vor. ( Tafel Ä4, 4 ; Tafel Ä2, 2 ). Die feinen morphologischen Unterschiede innerhalb der Gruppe sind von J. Eiwanger beschrieben. Außer den „Merimdespitzen“ kommen in den oberen Schichten und vor allem an der Oberfläche auch die jüngeren Spitzflügelgeschosse, ähnlich denen aus dem Fayum, vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der Bewehrungen der wesentlich jüngeren Badarikultur ( 5560 BP – 5030 BP Hassan 1985 ) sind Spitzflügelgeschosse vom Typ A25 aber auch A2, A26 und A28 kommen noch vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die elf von G. Caton-Thompson in Kharga gefundenen großen Pfeilspitzen mit teils eckigen, teils gerundeten Schwingen sowie die drei von M. Mc Donald erwähnten ausgekehlten Dreieckspitzen östlich von Dakhla können den Typen von Abu Tartur zugesellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die ägyptischen Fundgebiete im Vergleich.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenfassung der Pfeilspitzen Indizes sowie ihre grafische Darstellung sollten ursprünglich nur die Verschiedenheit oder Gleichheit einzelner Kulturen dokumentieren. Unvermischte Inventare ergeben gleichartige Grafiken bei gleicher Kultur, eine andersartige Kultur ergibt eine abweichende Grafik. Auf ähnliche Art können auch Gesamtinventare miteinander verglichen werden.&lt;br /&gt;
Trotz aller Kritik an dieser „französischen Methode“ haben ihre Kritiker bislang nichts anzubieten was effektiver wäre. Es wird lediglich versucht einfache Methoden durch aufwändige Arbeitsweisen zu ersetzen.&lt;br /&gt;
Die hier vorgestellten Grafiken haben in den meisten Fällen gemischte Inventare als Grundlage, dennoch sind sie äußerst informativ, denn sie zeigen die zeitliche und materielle Entwicklung der einzelnen Populationen auf und sie erlauben Vergleiche mit anderen Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersicht 1. - 6. sind Fundkomplexe der postulierten Gunstzone. Übersicht 7. - 11. sind Fundkomplexe außerhalb der postulierten Gunstzone. Übersicht 12. - 13. sind Sonderfälle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Kharga'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 66&lt;br /&gt;
|| 7,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 259&lt;br /&gt;
|| 29,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 341&lt;br /&gt;
|| 39,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 203&lt;br /&gt;
|| 23,36&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''869'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 122&lt;br /&gt;
|| 3,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 1466&lt;br /&gt;
|| 45,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 597&lt;br /&gt;
|| 18,61&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 1023&lt;br /&gt;
|| 31,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''3208'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Djara 90/1'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 50&lt;br /&gt;
|| 33,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 43&lt;br /&gt;
|| 28,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 53&lt;br /&gt;
|| 35,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''150'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Abu Minquar'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 1,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 51&lt;br /&gt;
|| 29,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 117&lt;br /&gt;
|| 67,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''173'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Dakhla'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 2,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 57&lt;br /&gt;
|| 38,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 22&lt;br /&gt;
|| 14,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 65&lt;br /&gt;
|| 43,92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''148'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6. Djara 98/20'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 4&lt;br /&gt;
|| 7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 11&lt;br /&gt;
|| 20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 40&lt;br /&gt;
|| 72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''55'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7. Mudpans'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 98&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''98'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8. Gilf Kebir'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 346&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''346'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9. Sandsee (Glasregion)'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| ca. 50&lt;br /&gt;
|| 100,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''ca. 50'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10. Kiseiba'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 1&lt;br /&gt;
|| 0,64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 1,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 152&lt;br /&gt;
|| 96,82&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''157'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11. Nabta'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 5&lt;br /&gt;
|| 1,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 12&lt;br /&gt;
|| 3,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 8&lt;br /&gt;
|| 2,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 350&lt;br /&gt;
|| 93,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''375'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12. Merimde'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 61&lt;br /&gt;
|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| 3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 3&lt;br /&gt;
|| 4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''66'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13. Fayum'''&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| &lt;br /&gt;
|| Anzahl&lt;br /&gt;
|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz I&lt;br /&gt;
|| 272&lt;br /&gt;
|| 31,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz II&lt;br /&gt;
|| 228&lt;br /&gt;
|| 26,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz III&lt;br /&gt;
|| 357&lt;br /&gt;
|| 41,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz IV&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|| 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''857'''&lt;br /&gt;
|| '''100,00'''&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Tartur - Verteilung der Pfeilspitzenfamilien'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3a&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 9120 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7590 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 7145 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6620 BP&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | 6420 BP&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0002 / 84'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''0006 - 0007 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1004 / 83'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1017 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1023 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1024 / 82'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''1005 / 83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| 1,48|| I|| 3,39|| I|| 3,02|| I|| 5,33|| I|| 5,08&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||1,57||II||14,08||II||17,78||II||48,59||II||52,61||II||72,78||II||59,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||0,52||III||9,86||III||4,44||III||7,91||III||18,57||III||11,83||III||19,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||97,91||IV||76,06||IV||76,30||IV||40,11||IV||25,80||IV||10,06||IV||15,77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 3b&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kharga'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Tartur'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 90 / 1'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Dakhla'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Abu Minqar'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Djara 98 / 20'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| 7,60|| I|| 3,80|| I|| 2,67|| I|| 2,70|| I|| 1,73|| I|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||29,80||II||45,70||II||33,33||II||38,51||II||29,48||II||7,27&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||39,24||III||18,61||III||28,67||III||14,87||III||1,16||III||20,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||23,36||IV||31,89||IV||35,33||IV||43,92||IV||67,63||IV||72,73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Figur 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Mudpans'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Gilf kebir'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Glasregion''' &lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Kiseiba'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Nabta'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Fayum'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Merimde'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %|| Indiz|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I|| -|| I|| -|| I|| -|| I|| 0,64|| I|| 1,33|| I|| 31,74|| I|| 92,42&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II||-||II||-||II||-||II||1,27||II||3,20||II||26,60||II||-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||III||-||III||-||III||-||III||1,27||III||2,13||III||41,66||III||3,03&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||IV||100||IV||100||IV||100||IV||96,82||IV||93,33||IV||-||IV||4,55&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alter bestimmter Pfeilspitzenformen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wird die Frage nach dem Alter bestimmter Pfeilspitzenformen gestellt. Um eine zufriedenstellende Antwort geben zu können, werden möglichst große Mengen Bewehrungen mit ausreichenden Altersbestimmungen durch C14 Analysen benötigt.&lt;br /&gt;
Im besprochenem Raum stellt sich die Faktenlage so dar, dass nur ein geringer Anteil der älteren Inventare, von vor 9000 BP bis etwa 7600 BP, in direktem Zusammenhang mit C14 Werten steht. Oft ist die Anzahl der an einer datierten Stelle aufgefundenen Pfeilspitzen klein oder aber eine zeitliche Zuweisung größerer Mengen eines Fundplatzes ist lediglich auf indirektem Wege, durch Vergleiche mit ähnlichen Vorkommen, deren Alter bekannt ist, möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die jüngeren Fundplätze von ca. 7600 bis ca. 6400 ist die Situation günstiger, da hier Datierungen mit größeren Mengen zusammenfallen, dieses gilt leider nur für Abu Tartur, dürfte aber ausreichen, um allgemeine Strömungen bei der Formgebung von Pfeilspitzen kenntlich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 7''' zeigt die Entwicklung von vor 9120 BP bis 6900 BP ohne Wichtung der Menge. Jeder direkt datierte Pfeilspitzenfundplatz ist in dem Diagramm eingezeichnet so z.B. 0002/84 mit 180 Querschneidern aber lediglich zwei Ounan-Harif Spitzen vom Typ H14 ( Tafel Ä35 – 12 und 13 ) und fünf weiteren H- Spitzen. Schon im Frühholozän wurde mit neuen Formen und Techniken experimentiert wie die einseitig flächenretuschierte D1- Spitze ( Tafel Ä12 – 6 ) und die gestielte Hybridspitze ( Tafel 35 – 14 ) zeigen. Experimente sind im Diagramm durch einen Asterix gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_7.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EK_Pfeilspitzen_Fig_8.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den '''Nabta-Fundplatz E-77-3''' liegt eine Datierung vor und eine solide Menge von 28 Ounan-Harif Spitzen und 25 querschneidigen Bewehrungen. Gegenüber der knapp 300 Jahre älteren Fundstelle 0002/84 mit einem Ounan-Harif Anteil von ca. 1 % übersteigt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen mit 52,83 % die Menge der Querschneider, die es auf  47,17 % bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dakhla treten ähnliche Querschneider wie in Abu Tartur und größere Mengen von Ounan-Harif Spitzen, hauptsächlich vom Typ H19, auf. Leider sind die Mengen- und Typenangaben für eine Auswertung nicht präzise genug, ferner fehlen exakte, auf  Inventare bezogene Altersangaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abu Minqar 81/55-1''' weist um 8620 BP keine Ounan-Harif Spitzen aber erste Ounan- oder ounanähnliche Spitzen auf. Die Menge, fünf Exemplare, ist aber zu gering, um aussagekräftig zu sein. Ein weiteres Datum von 7890 BP könnte im Zusammenhang mit kleinen, einseitig flächenretuschierten Blattspitzen gesehen werden. Aber auch hier ist die Menge ( drei Stücke ) zu gering und das auch noch in einem Fundkontext, welcher unübersichtlich und gestört erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den indirekt datierten Fundplätzen '''E-80-2 und E-80-1-A''' sind insgesamt 80 Ounan-Harif Spitzen und 22 querschneidige Mikrolithen bekannt. Diese größte Menge von in Ägypten gefundenen Ounan-Harif Spitzen sollte in der Betrachtung der Entwicklung der Pfeilspitzentypen nicht fehlen. Das Inventar ist daher in das Diagramm Fig. 7 aufgenommen und arbiträrerweise bei 8500 BP eingetragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wahl entbehrt nicht ganz der Logik, da das Verhältnis von Ounanspitzen zu Mikrolithen mit der Zeit ansteigt. Während 0002/84 nur 1,10 % Ounan-Harif Spitzen aufweist, steigt der Anteil auf 52,83 % für E-77-3, auf 62,00 % für Dakhla, auf 78,43 % für  E-80-2 und E-80-1-A. Nach 8500 BP sinkt der Anteil der Ounan-Harif Spitzen und die Querschneider laufen in der behandelten Zone aus. Ounanspitzen vom Typ H12 und ähnliche wie H13 und H5 werden zahlreicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf 8290 +- 80 BP datierte Nabta Fundplatz '''E-75-6''' Epipal, weist keine Ounan-Harif Spitzen mehr auf, dafür aber immer noch mikrolithische Bewehrungen und Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
Dahingegen werden nur geringfügig später ( 8219 +- 73 BP ) auf dem Fundplatz Gara 75/27 in den Siwa Oasen weiterhin Ounan-Harif Spitzen produziert und Versuche mit flächenretuschierten Stielspitzen angestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Ounan-Harif Spitzen wie im äußersten Nordwesten der westlichen Wüste Ägyptens werden zur gleichen Zeit ( 8210 +- 70 BP ) im Südosten in Bir Kiseiba auf dem Fundplatz  E-79-1 hergestellt. Die letzten Ounan-Harif Spitzen erscheinen zwischen 8100 BP und 8020 BP auf den Fundplätzen E-80-3 und E-80-1-C. Der auf 8130 BP datierte Fundplatz E-79-2 führt schon Ounanspitzen, die jüngeren hier gemessenen Daten dürften sich auf  eine Bou Saada Spitze ( H7 ) beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-91-1-C''' von F. Wendorf in die El Jerar Phase von Nabta Playa gestellt, weist zwei Ounanspitzen mit einem Alter von 7850 +- BP auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E-79-2''' hatte acht Ounanspitzen um 8130 BP hervorgebracht, zwei jüngere Daten 7780 +- 130 BP und 7610 +- 70 BP könnten im Zusammenhang mit einer Bou Saada Spitze stehen, wie schon weiter oben ausgeführt wurde. Das jüngere Datum ist wahrscheinlicher, das ältere läge rund 200 Jahre vor dem Erscheinen der frühesten kantenretuschierten Dreieckspitzen der Typen H7 und H8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch zwei Holzkohlenproben von verschiedenen Herdstellen datierte Fundstelle '''1072/86''' hat ein Alter von 7670 +- 50 BP respektiverweise von 7645 +- 35 BP. Hier kann von einer intakten Fundschicht mit in situ Material ausgegangen werden. Es wurden 37 Spitzen der Typen H12, H13 und H5 gefunden, also Ounanspitzen und ounanähnliche Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um so erstaunlicher ist die Pfeilspitzen Vielfalt des auf 7590 +- 75 BP datierten Fundplatzes '''1004/83''', der neben 47 Spitzen der Gruppen H12, H13 und H5 eine Menge von 15 kantenretuschierten Blattspitzen, zwei flächenretuschierten Dreieckspitzen der Typen A1 und A2, 29 Blattspitzen der Typen C1, C2, C3, C6 und C10 und sechs Stielspitzen der Typen D1, D2 und D3 hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast gleichzeitig ist der mit 7588 +- 80 BP und 7421 +- 75 BP datierte Fundplatz Djara 90/1-2, welcher ebenfalls flächenretuschierte Blatt- und Stielspitzen führt. Die Nabta Fundplätze E-77-5 Neolith. ( 7530 +- 180 BP ) und E-91-1-C ( 7536 +- 110 BP ) führen zu dieser Zeit noch Ounanspitzen und kantenretuschierte Blattspitzen. Unsicher ist eine H7 Spitze, ein einzelnes Trapez taucht wieder auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 7360 +- 200 BP werden vom Kiseiba Fundplatz E-79-7 zwei kantenretuschierte Dreieckspitzen des Typs H8 gemeldet, um 7170 +- 80 BP steigt die Anzahl der H7 und H8 Spitzen auf Fundplatz E-79-6 auf 19 Exemplare. Ebenfalls wird eine große, beidseitig flächenretuschierte Dreieckspitze mit zentraler Kehle des Typs A2 gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit, 7145 +- 40 BP, wird auf dem Fundplatz Abu Tartur 1017/82 eine Menge von 178 Pfeilspitzen gezählt darunter 60 Ounan- und ähnliche Spitzen, zehn kantenretuschierte Blattspitzen und von den flächenretuschierten Stücken vier Dreieck-, 86 Blatt- und 14 Stielspitzen. Der Fundplatz ist gemischt und die kantenretuschierten Exemplare dürften älter sein, was durch weitere Datierungen zu klären wäre. Kantenretuschierte Dreieckspitzen wurden nicht beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Nabta Fundplatz E-75-8 lower, welcher 41 Pfeilspitzen der Typen H7 und H8 produzierte schwanken die Altersangaben zwischen 7100 BP und 6700 BP. Das ältere Datum scheint für die „Nabtaspitzen“ wahrscheinlicher zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtmenge der in der ägyptischen Sahara, also in der westlichen oder libyschen und in der östlichen oder arabischen Wüste gefundenen und wissenschaftlich bearbeiteten Pfeilspitzen liegt bei über 7000 Stücken. Die im diesem Bericht berücksichtigten Bewehrungen erreichen eine Zahl von rund 6800 Exemplaren. Zwei Drittel dieser Menge kommen aus einem breiten Streifen um den 26. nördlichen Breitengrad, einer Region, die wie ich meine sowohl Sommerregen aus Süden als auch den noch wichtigeren Winterregen aus Norden regelmäßig erwarten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch die Landschaftsform reicht die Kernzone der Pfeilspitzenhäufigkeit von Abu Minqar im Westen über Dakhla bis nach Kharga im Osten. Nördlich dieser Linie sind Farafra und Djara sowie Abu Gerara, das nördliche und westliche Abu Tartur Plateau, die geologischen Senken nördlich von Abu Tartur sowie das Gelände nördlich der Kharga Oasen zu nennen, wobei große Gebiete bis heute noch nicht auf prähistorische Vorkommen untersucht worden sind. Südlich der Linie liegen die Eastpans. Das Auffinden weiterer Fundplätze bis zum Breitengrad 25° Nord ist möglich, die Aussicht auf Erfolg ist wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem libyschen Kalksteinplateau und an seinem Fuße konnte auf ausgezeichnetes Rohmaterial zur Herstellung von Werkzeugen zurückgegriffen werden. Einmal auf Jaspis- und Chalzedonknollen aus den Tonlinsen der Khargaschichten, zum anderen auf eozäne Hornsteine, deren Ausbildung von kugelig bis plattig reicht. Es gibt weitere Gesteine, die als Ausgangsmaterial herangezogen worden sind, wie Sandstein, Kalkstein, verkieseltes Holz, Quarz und andere, ihre Verbreitung ist jedoch gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wie Fig. 3''' zeigt ähneln sich die Diagramme der einzelnen Fundzonen. Sämtliche Pfeilspitzen- Grundformen wie die flächenretuschierten Dreieck-, Blatt- und Stielspitzen sind neben den kantenretuschierten Exemplaren vorhanden. Bis etwa 7500 BP sind Flächenretuschen die große Ausnahme obwohl mit dieser Technik experimentiert wurde. Nach ca. 7000 BP setzen sich die Flächenretuschen durch, Kantenretuschen werden seltener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Grafik zeigt das Indiz IV den Anteil der kantenretuschierten Pfeilspitzen und damit den Anteil älterer Besiedlungsphasen an. &lt;br /&gt;
Diese älteren Pfeilspitzen weisen ein großes Spektrum an Formen auf, es reicht von Ounan- Harif- Spitzen ( H 14, H2, H19 u.a. ) mit den verschieden gestalteten Schäftungszonen über Ounanspitzen ( H12 ), gestielten H5- Spitzen, Dreiecksformen ( H7, H8, H9, H18 ) und Blattspitzen ( H1, H4, H10, H11 ) bis zu Querschneidern ( F2 – F22 ), von denen die frühesten schon vor 9000 BP auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Größenordnung und Verteilung der Indize der flächenretuschierten Bewehrungen wird wahrscheinlich durch kulturelle Präferenzen bestimmt. So ist für die Khargaregion die Stielspitze wichtig. Da nahegelegene Abu Tartur und die Dakhla Oasen führen prozentual die meisten Blattspitzen während das Verhältnis von Blatt- zu Stielspitzen in Djara ausgeglichen erscheint. Diese Aussagen sind sehr verlässlich, da sie große Mengen als Basis aufweisen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger großen Inventaren genügt ein kleiner Eingriff, um das Gesamtbild zu ändern und eventuell zu verfälschen, so fehlen in Abu Minqar bis auf zwei Stücke die Stielspitzen. Gesetzt den Fall ein „Sammler“ hätte vor der wissenschaftlichen Untersuchung durch F. Klees rund 20 D- Spitzen, weil sie so „schön“ waren, entnommen, so wäre eine Erklärung für das Balkendiagramm gefunden. Zerstörung durch Deflation und kulturelle Verschiedenheit sind natürlich ebenfalls im Bereich des Möglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fig. 4''' zeigt die Zusammensetzung der Pfeilspitzentypen von Fundstellen außerhalb des postulierten Gunstraums südlich und nördlich der Achse Abu Minqar – Kharga. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mudpans, die Glasregion in der großen Sandsee und die Fundstellen im Gilf Kebir weisen ausschließlich kantenretuschierte Werkzeuge auf und zwar von den ältesten bis zu den jüngsten Fundstellen. Über tausende von Jahren war der Querschneider die einzige bekannte Bewehrung im südwestlichen Teil der libyschen Wüste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den dort lebenden Gesellschaften fehlte die sonst für das Neolithikum so charakteristische Dynamik, die sich in Innovation und Vielfalt dokumentierte. Ganz ähnlich scheinen die Grafiken von Kiseiba und Nabta angelegt zu sein aber die Ähnlichkeit ist nur äußerlich. In diesen Gebieten wurden bevorzugt die älteren holozänen Fundstellen bearbeitet, was sich in dem hohen Anteil an kantenretuschierten Pfeilspitzen niederschlägt. Hier jedoch findet sich die bunte Mischung aus Stiel- Dreieck- und Blattspitzen neben den Querschneidern wieder, wie es in der Gegend um den 25. Breitengrad Nord der Fall war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigen bearbeiteten jüngeren Fundplätze weisen, wenn auch in geringer Anzahl, sämtliche Ausbildungstypen flächenretuschierter Pfeilspitzen auf. Gemeinsamkeiten zwischen dem Südostteil der westlichen Wüste und ihrer Südwest- Ecke sind nicht festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss des Feuerstein liefernden Kalksteinplateaus im Norden Nabtas und im Nordosten Kiseibas darf nicht unterschätzt werden, gab er doch den hier lebenden Populationen einen materiellen und daraus resultierend auch einen technologischen Vorteil gegenüber den im nubischen Sandstein siedelnden Gruppen, deren Rohmaterial hauptsächlich aus verhärtetem Sandstein bestand, der wie schon weiter oben angedeutet nicht das ideale Material für eine Bearbeitung mittels Flächenretuschen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fayum ( Fig. 4 ) zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Dreieckspitzen aus, dennoch liegt der Anteil der Stielspitzen um ca. 10 % höher. Würden die kantenretuschierten Bewehrungen des Fayum B berücksichtigt, so entstünde ein ähnliches Bild wie in den Kharga Oasen allerdings mit höherem Anteil an Dreieckspitzen ( Indiz I ) und einem niedrigerem Prozentsatz von Blattspitzen ( Indiz II ). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Beeinflussung durch die Fundplatzgruppe 25° N ist durchaus möglich.&lt;br /&gt;
Wie ebenfalls aus Fig. 4 hervorgeht, fehlt den Merimde Fundplätzen die zeitliche Tiefe, da ein Pfeilspitzentyp, die Gruppe A2, mit über 90 % Anteil das Bild beherrscht. Ähnliches gilt für die noch jüngere Badarikultur, die ca. 80 % A2- Spitzen aufweist und rund 16 % Blattspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem nun die ägyptischen Pfeilspitzen der Sahara zahlenmäßig erfasst sind und ihre Typen in einen, wenn auch groben Zeitrahmen gestellt werden konnten, erscheint es mit Einschränkungen möglich, einige Fragen beantworten zu können. Ebenfalls müssen mehrere notwendige Feststellungen getroffen werden.&lt;br /&gt;
* Über die Hälfte aller in Ägypten gefundenen und ausgewerteten Pfeilspitzen ist in dem Raum von Abu Tartur – Kharga konzentriert.&lt;br /&gt;
* Diese außerordentliche Akkumulation hat während der gesamten holozänen, steinzeitlichen Phase stattgefunden. &lt;br /&gt;
* Die Feldforschung in dem genannten Raum ist bei weitem nicht abgeschlossen. Die Region verfügt über ein gewaltiges Potential.&lt;br /&gt;
* Dichte und dauernde Besiedlung von der El Adam Phase bis zum Auftreten von Clayton Ringen ( Riemer ) setzt klimatische Bedingungen voraus, die nicht im Extrembereich liegen. Eine Ausweitung bisheriger Studien Klima, Fauna und Flora betreffend sowie die Erstellung weiterer C14- Analysen erscheinen angebracht. Auch die Quartärgeologie ist gefragt um eventuelle Fehlinterpretationen zur Klimaentwicklung zu korrigieren und gezielte, lokale Detailuntersuchungen zu betreiben, um die bestehende Diskrepanz zwischen den existierenden Studien und den archäologischen Fakten auszuräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die großen Dreieckspitzen mit zentraler Basiskehle dürften nach den heute bekannten und datierten Funden in Abu Tartur entwickelt worden sein. Von hier aus gelangten sie, kann postuliert werden, mit geringer Zeitverschiebung zunächst ins Fayum und dann nach Merimde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fayum entwickelte sich aus den unregelmäßigen und zum Teil noch primitiv anmutenden Pfeilspitzen Abu Tarturs vor allem die elegante A25- Spitze mit nach innen gezogenen Schwingen und tiefen, breiten Kehlen. Dieser Typ verbindet die Wirkung eines breiten Geschosses mit entsprechendem Schusskanal mit einer Gewichtsreduzierung, welche mit einer tiefen und breiten Kehle zusammenhängt.&lt;br /&gt;
Die bevorzugten Typen in Merimde sind A2, A27, A25 und A28. Im Unterschied zu Abu Tartur sind hier die Pfeilspitzen gleichmäßiger und sauber gearbeitet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Erste flächenretuschierte Stielspitzen treten schon im Frühholozän vereinzelt als Experimente, die aber ohne direkte Folgen bleiben, in Gara, Sitra und Abu Tartur auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gara 75/27 produzierte zwei Stielspitzen mit einem Alter von 8219 Jahren, aus Sitra ist eine Stielspitze mit einem Alter von ca. 8200 Jahren bekannt und Abu Tartur weist zwei flächenretuschierte Stielspitzen von Fundplatz 0002/84 mit einem Alter von 9120 Jahren auf, eine dritte von 1023/82 ist nicht datiert, könnte aber nach der Bearbeitungstechnik und der Formgebung ebenfalls dazuzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese frühen, flächenretuschierten Stielspitzen ähneln stark Miniaturausführungen von Aterienspitzen. Eine Beeinflussung durch aufgefundene Paläoartefakte ist nicht von der Hand zu weisen, zumal im Inventar des Fundplatzes 0002/84 eine große Aterienspitze vorhanden ist. Außer den gestielten Exemplaren weisen 0002/84 und 0006/82 auch einige flächige modifizierte Blattspitzen der Gruppen C3 und C9 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wie die Fundstellen Abu Tartur 1004/83 und Djara 90/1-2 zeigen, treten fast gleichzeitig ab ca. 7600 BP neben den kantenretuschierten Pfeilspitzen auch regelmäßig solche mit Flächenretuschen auf und zwar neben den Bewehrungen der Familien A, C und D ebenfalls, aber in geringeren Stückzahlen, die der Familien B, E und G auf.&lt;br /&gt;
Von dem oben genannten Zeitpunkt an nehmen die Flächenretuschierten prozentual zu, die Kantenretuschierten nehmen ab ohne aber gänzlich zu verschwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der Anteil von Dreieck-, Blatt- oder Stielspitzen hängt bei den flächig retuschierten Pfeilspitzen nicht vom Alter des Fundplatzes ab sondern von den Präferenzen der jeweiligen kulturellen Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Gruppen, die westlich einer gedachten Linie Siwa – Abu Minquar. Eastpans – Bir Kiseiba – Nabta siedelten waren von den Geschossentwicklungen der Kernzonen abgekoppelt. Sie bringen keine Flächenretuschen hervor, zum Teil auf Grund eines Mangels an geeigneten Rohstoffen, sie verweilen hauptsächlich bei kleinen dreieckigen und trapezförmigen Querschneidern, andere kantenretuschierte Pfeilspitzenfamilien sind selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Aus der ägyptischen Sahara sind nur wenige C14- Analysen aus holozänen Horizonten bekannt, die ein Alter von über 9000 Jahren aufweisen. Noch geringer ist die Anzahl von Fundstellen diesen Alters mit einem Inventar, welches eine typologische Einordnung zu erstellen erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste Datierung stammt von einem Herdplatz westlich des Abu Ballas, sie beträgt  10000 +- 225 BP Jahre weist aber keinerlei lithisches Material auf ( Gabriel 86 ).&lt;br /&gt;
Aus dem Wadi el Akhdar vom Fundplatz 80/7-1 wird ein Alter von 9370 +- 215 BP gemeldet (Schön 96) aber auch hier ist das analysierte Material aus einer geologischen Schicht ohne Artefakte entnommen worden.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 83/33 wurde eine Keramikscherbe auf 9080 +- 50 BP datiert. Zugehörige Steinartefakte sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Röper haben in der  „Roten Wüste“ etwa 70 – 100 km südlich von Abu Tartur eine Holzkohlenprobe von einer Herdstelle entnommen, die ein Alter von  9260 +- 370 BP aufweist. Steinartefakte und Keramik sind nicht untersucht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dakhla sind im Zusammenhang mit der dortigen Masara- Phase einige Daten bekannt. Sie liegen zwischen 9180 BP und 8170 BP für die Masara- Phasen A und B und zwischen 9000 BP und 8500 BP für die Masara- Phase C. Werkzeuge sind in diesem Falle vorhanden, einzelne Stücke stimmen mit einschlägigen Inventaren anderer Fundgebiete überein. Eigene auf Dakhla bezogene und vollständige Inventare sind jedoch erst spät erstellt worden, diese sind mit den Funden des Abu Tartur B zu vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches gilt für die C14 Daten der Fundregion Regenfeld in der großen Sandsee. Fundplatz 96/1 mit einem Alter von 9388 +- BP Jahren weist keine signifikanten Geräte auf und 96/20, auf 9040 +- 60 BP datiert, produzierte ähnlich wie die gleich alten Plätze im Südosten der libyschen Wüste Ägyptens hauptsächlich rückengestumpfte Lamellen ohne jedoch vergleichbar vollständige Typologien wie Nabta und Kiseiba zu liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollständige Inventare und Datierungen weisen vier Fundplätze auf. In Bir Kiseiba sind es E-80-4 und E-79-8 mit 423 respektiverweise 374 Werkzeugen, in Nabta lieferte E-77-7  158 Geräte und Abu Tartur 0002/84 hat 402 modifizierte Steinartefakte hervorgebracht. In der Fundplatzbeschreibung von 0002/84 werden diese vier Inventare miteinander verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Ostsahara begonnene kulturelle Entwicklung wurde durch die prädynastischen Gruppen im Niltal fortgesetzt. Da der Verfasser das Niltal mit Ausnahme von Merimde und Badari nicht in seine Betrachtungen aufgenommen hat, werden Pfeilspitzentypen wie sie z.B. in Abydos auftreten, nicht berücksichtigt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

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		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=5581</id>
		<title>Hauptseite</title>
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				<updated>2022-04-04T16:57:03Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Wichtiger Hinweis, Fotogalerien etc.: */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Abstrakt==&lt;br /&gt;
Die hier präsentierte, steinzeitliche Sammlung umfasst die Wüstengebiete der Saharaländer. Absoluter Schwerpunkt der Sammlung sind die Funde aus Ägypten. Die Sammlung ist, bis auf wenige Ausnahmen, vom Verfasser S. Eickelkamp zusammengetragen und größtenteils wissenschaftlich gezeichnet und beschrieben worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kernpunkt, der aus mehreren tausend Fundstücken bestehenden Artefaktensammlung, sind ca. 4000 wissenschaftlich katalogisierte Pfeilspitzen. Über 1000 dieser Pfeilspitzen wurden vom Verfasser gezeichnet. Tauchen Sie ein, in die Welt eines archäologischen Autodidakten und in eine der wahrscheinlich größten, steinzeitlichen, afrikanischen Sammlungen die je von einer Privatperson zusammengetragen und wissenschaftlich bearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtiger Hinweis, Fotogalerien etc.:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Rubriken [[Fundstellen in Ägypten | Pfeilspitzen allgemein, Ägypten]] sowie [[Artefakte aus Niger | Funde sonstige, Niger]] und [[Artefakte aus Tunesien | Tunesien]] sind die '''Fotogalerien der Artefakte''', insgesamt 194 Tableaus, dieser unglaublichen Sammlung eingestellt. Klicken Sie zum Vergrößern auf die Fotos, Zeichnungen und Tabellen. Besonders Interessant ist außerdem der Fundkomplex Abu Tartur mit 125 beschriebenen Fundstellen als jeweils mehrseitige PDF-Dateien (hochauflösende Druckversion).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Klick auf [[Pfeilspitzen allgemein]] ('''= Pfeilspitzentypologie'''), [[Pfeilspitzen Abbildungen]] ('''= Pfeilspitzenvielfalt Sahara''') und [[Artefakte | Funde sonstige]] ('''Funde aus Nigeria''') öffnet weitere Informationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zu meiner Person==&lt;br /&gt;
Meine Frau behauptet zu passenden Gelegenheiten wir seien steinreich. Mit dieser Aussage trifft sie den Nagel auf den Kopf, denn wir besitzen neben unserem steinigen Garten in Densborn, Steine in großen Mengen aus vieler Herren Länder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzteres hängt zusammen mit meinem beruflichen Werdegang. Da ich Bergmann von der Pike auf gelernt habe und so auch noch Kohle von Hand d.h. mit Abbauhammer und der berüchtigten großen Schaufel mit kurzem Stiel, Kohleschüppe genannt, „gemacht“ habe, blieb es nicht aus, dass zufällig einmal das Licht der Grubenlampe von einem in der Kohle eingeschlossenem Pyritkristal reflektiert Aufmerksamkeit erregte und dieser als erstes Stück einer Mineraliensammlung in der Tasche landete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ging weiter mit Mineralaggregaten oder auch Stufen aus geologischen Verwerfungen wie dem Oberhausener Sprung oder mit schönen Stücken aus dem Eisenbergbau, der damals in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Hessen und in vielen anderen Gegenden Deutschlands noch umging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Ruhrgebiet die ersten Zechen dicht machten, verschlug es mich mit der Familie nach Frankreich, was an den Vulkanbomben aus der Auvergne und Mineralien wie Pyrolusit, Feldspat, Fluorit und anderen noch sichtbar wird. Die Societé Française d‘ Etudes Minières, die bedeutendste Bergbau engineering Firma Frankreichs mit Sitz in Paris fand dann interessante Aufgaben in Spanien und Portugal und später in Indien. Von hier stammen die edleren Stücke wie Beryll, Rubin, Saphir und andere bunte Steine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem südlichen Afrika, aus Sambia, kommen Opalgestein, Amethyst, Glimmer, schwarzer Turmalin und vieles mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hatte ich die Gelegenheit einige Saharaländer kennenzulernen. Zunächst, von 1972 bis 1978, den Süden Tunesiens mit der Oase Gafsa als geografischen Mittelpunkt und den Phosphatgruben M‘Dilla, Metlaoui, M‘Rata, Moulares und Redeyef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der während der Freizeit, d.h. Freitags, untersuchten steinzeitlichen Fundplätze sind inzwischen durch Tagebau völlig zerstört worden, so z.B. Kef Schfair und Ilôts in Metlaoui. Andere, wie der Acheulplatz von M‘Dilla, sind möglicherweise noch erhalten geblieben.&lt;br /&gt;
Ein Großteil der Artefaktensammlung besteht aus weitgestreuten Einzelfunden aus der gesamten Region „um Gafsa“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Entdeckung der in pleistozänen Schichten eingebetteten Acheulfundstelle mit 250 – 300.000 Jahre alten Faustkeilen entwickelte sich ein steigendes Interesse an der Vorgeschichte und so gesellten sich zu den Faustkeilen endpaläolithische Werkzeuge aus dem Aterien und epipaläolithische Werkzeuge aus dem Capsien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Mineralien sind zu nennen die Geoden aus den Deckschichten der Phosphatschichten mit Kristallen von Quarz, Kalzit, Baryt und Coelestin. Gips und Schwefel kommen aus der weiteren Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, von 1972 bis 1982, ging es nach Niger in die südliche Zentralsahara. Hier wartete ein Kohlevorkommen darauf entwickelt zu werden. Nach vier Jahren war es soweit, die Produktion lief, das 32 MW Kraftwerk produzierte Strom und die inzwischen ausgebildete einheimische Bevölkerung war in Arbeit und Brot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der recht knappen Freizeit, es gab keine 48 Stunden Woche, ging es weiterhin um Steine. Auf der einen Seite waren es Mineralien wie Zinnstein, Wolframit, Zirkon und Topas, letztere wurden z.T. in Idar- Oberstein geschliffen und meine Frau trägt davon einen Ring mit einem hellblauen Achtkaräter. Auf der anderen Seite war es die Vorgeschichte. Neben vielen Streufunden wurden drei große Siedlungsplätze aus der Jungsteinzeit entdeckt und bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer kurzen Intervention im Jahre 1978, um verschüttete Bergleute zu bergen und zu Bruch gegangene Strecken der Phosphatgrube Abu Tartur aufzuwältigen, begann in der westlichen Wüste Ägyptens 1982 eine Mission mit der Aufgabe modernen, mechanisierten Strebbau einzuführen und zugleich Techniker und Ingenieure aus- und weiterzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr reiche jungsteinzeitliche Siedlungsplätze, die größte Fundstelle erbrachte ca. 2500 retuschierte Werkzeuge, wurden in einem Umkreis von 30 km von der Grube entdeckt und in der gleichen wissenschaftlichen Weise wie die Vorkommen in Niger bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Mineralien kamen nicht zu kurz, Schwerspatstufen mit riesigen Kristallen sind ein Glanzpunkt, ein anderer ist ein faustgroßes Stück Wüstenglas. Aus diesem Material wurde der Skarabäus im Pektoral Tutenchamuns gefertigt. Dieses Impaktgestein ist seltener als Diamant, wenn auch im kapitalistischem Sinn weniger wertvoll. Zu finden ist es weltweit an einer einzigen Stelle, gut versteckt in der großen Sandsee an der libysch - ägyptischen Grenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nigeria, wo ein Berg aus Eisenerz abgebaut werden sollte, konnte ich meine Erzsammlung bereichern. Das archäologische Material wurde durch zwei geschliffene Steinbeile, davon ein sehr großes, ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Süden Chinas stammt ein Phosphatgestein aus dem Perm (ca. 200 Mio. Jahre alt), welches hochgradig aus P2O5 besteht. Zeit um archäologische Hinterlassenschaften aufzusuchen war nicht eingeplant, so musste ich mich mit einem Buch über das Neolithikum in China, gefunden in einem Buchladen in Peking, zufrieden geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein letzter großer Auftrag betrifft den Eurotunnel zwischen England und Frankreich. Dort habe ich vier Jahre als Koordinator gearbeitet und nicht versäumt Fauststücke der Gesteinsschicht, in der die Tunnelröhren vorgetrieben wurden, mitzunehmen. Aus den Kreideklippen der französischen Küste konnte ich neben vielen kleineren Fossilien auch einen großen Ammoniten herausschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nach 43 Jahren Bergbau, davon 16 Jahre in der Sahara, und vielen tausend Flugkilometern kam die Rente. Ein definitives Domizil musste nun nach dem Vagabundenleben gefunden werden. Wir kannten viele schöne Plätze auf der Welt, auch solche mit Sonne und Meer, aber wir haben uns für die Vulkaneifel entschieden mit vier ausgeprägten Jahreszeiten, auch mit düsteren Wolken und Regen. Es gibt nichts Besseres – und wir wissen worüber wir sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier befindet sich nun neben einer kleinen, sehr persönlichen Mineraliensammlung die größte prähistorische Saharasammlung in Deutschland. Mit der Aufarbeitung, klassieren, beschreiben, analysieren und zeichnen bin ich noch heute beschäftigt und auch für die kommenden Jahre befürchte ich keine Langeweile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach meinem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben besuchte ich erneut die ägyptische Sahara im Rahmen einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Expedition mit Wissenschaftlern des Afrikainstituts der Universität zu Köln. Die Route verlief parallel zu der Dünenkette des Abu Muhariq, sie begann nördlich von Baharîya führte über Djara und endete in Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Prähistorische Artefaktensammlung aus der Sahara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sammlung beeinhaltet folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#'''Artefakte aus Tunesien'''&lt;br /&gt;
##Acheul Faustkeile aus der unbeschriebenen in situ Fundstelle aus dem Raum M‘Dilla (Gafsa).&lt;br /&gt;
##Aterienartefakte aus dem Raum Redeyef von einer Oberflächenfundstelle.&lt;br /&gt;
##Material der Fundstelle Koudiat. Es handelt sich um eine in situ escargotière (mit Schneckenhäusern durchsetzter Abfallhügel) des typischen Capsien.&lt;br /&gt;
##Material aus der oberen Capsien Fundstelle von El Hameiria, einer bekannten und beschriebenen Fundstelle.&lt;br /&gt;
##Artefakte aus der Capsien Fundstelle Kef Schfair, die durch den Tagebau völlig zerstört worden ist.&lt;br /&gt;
##Artefakte aus der ebenfalls nicht mehr exsistenten Fundstelle Metaouli Ilôts (Capsien).&lt;br /&gt;
##Fundgut „um Gafsa“ bestehend aus endpaläolithischen, epipaläolitischen und neolithischen Artefakten.&lt;br /&gt;
#'''Artefakte aus Niger'''&lt;br /&gt;
##Material aus Afara, einer neolithischen Oberflächenfundstellle aus dem Raum Anou-Araren-Agadez westlich des Aïr Gebirges.&lt;br /&gt;
##Material aus Tin Tabesguin - wie 2.1&lt;br /&gt;
##Material vom Cory de Noël - wie 2.1&lt;br /&gt;
##Paläolithische Artefakte von einer Fundstelle westlich der Straße Tahoua-Arlit (RTA)&lt;br /&gt;
##Einzelfunde aus der Téneré-Wüste, aus dem Aïr Gebirge und aus den Ebenen westlich des Aïr Gebirges.&lt;br /&gt;
#'''Artefakte aus Ägypten'''&lt;br /&gt;
##Die Sammlung deckt den gesamten Verlauf der steinzeitlichen Phase des Holozäns im Raum Abu Tartur im New Valley Gouvernorate ab. Sie steht im Mittelpunkt dieser Veröffentlichung. Im Hinblick auf Menge, Komplexität und Qualität steht sie kaum einer anderen Sammlung von ägyptischen Artefakten nach, einschließlich der frühen Sammlungen G. Caton-Thompson aus Kharga und dem Fayum, den Sammlungen der Combined Prehistoric Misson (CPM) unter der Leitung von F. Wendorf und R. Schild sowie der Sammlung der B.O.S. und ACACIA-Missionen des Kölner Instituts für Ur- und Frühgeschichte unter der Leitung von R. Kuper.&lt;br /&gt;
#'''Artefakte aus anderen Saharaländern''' &lt;br /&gt;
##Algerien. Einzelfunde südlich des Hoggar-Gebirges in der Nähe der Grenze zu Niger.&lt;br /&gt;
##Mauretanien. Stücke aus der Sammlung R. Marzona.&lt;br /&gt;
##Marokko. Aterienspitzen (gekauft).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Altersangaben der ägyptischen Fundstellen==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
 |'''Fundstelle''' || '''Alter &amp;lt;abbr title=&amp;quot;before present (vor heute)&amp;quot;&amp;gt;BP&amp;lt;/abbr&amp;gt;''' || '''Alter cal. &amp;lt;abbr title=&amp;quot;before Christ (vor Christus, kalibriert nach Baumringen)&amp;quot;&amp;gt;BC&amp;lt;/abbr&amp;gt;''' || '''Lab. Nr.''' || '''Material'''&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |0002_84 || 9120±40 || 8360±70 || POZ 11204 || Straußeneiperle&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |0015_83 || 8485±45 || 7550±40 || KIA 23195 || Zootecus insularis&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |1004_83 || 8110±45 || 7120±70 || KIA 23194 || Aspatharia rubens&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |1072_1_86 || 8010±90 || 6933±163 || KN  4336 || Holzkohle (Wadi)&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |1072_2_86 || 7645±35 || 6500±50 || KIA 15961 || Holzkohle&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |1072_3_86 || 7670±50 || 6530±60 || POZ 8625 || Holzkohle&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |1004_83 || 7590±75 || 6460±80 || KN  3744 || Holzkohle&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |0011_83 || 7370±70 || 6240±100 || KN  3741 || Holzkohle&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |1017_82 || 7145±40 || 6020±40 || POZ 11205 || Straußeneiperle&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |1024_82 || 6620±40 || 5560±40 || POZ 11360 || Holzkohle&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |1005_83 || 6420±60 || 5400±60 || KN  3740 || Holzkohle&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*BP = before present = vor heute&lt;br /&gt;
*BC = before Christ = vor Christus, kalibriert nach Baumringen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die C14 Datierungen wurden dankenswerterweise vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln veranlasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
Fachbegriffe zum Thema sind sehr gut und anschaulich auf der Seite www.steinzeitwissen.de unter der Rubrik Steinzeitlexikon erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Almagro-Basch, M.''' (1946)&lt;br /&gt;
Prehistoria de Norte Africa y del Sahara espagnol. Barcelona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Amblard, S.''' (1981)&lt;br /&gt;
La civilisation néolithique du Dhar Tichitt á travers son materiel lithique. (Thése de Doctorat, Paris 1981).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Anati, E.''' (1979)&lt;br /&gt;
Felskunst im Negev und auf Sinai. Lübbe Verlag 1981 Bergisch Gladbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Arkell, A.J.''' (1964)&lt;br /&gt;
Wanyanga and an archaeological reconnaissance of the South-West Libyan Desert. London 1964.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
'''Ziegert, H.''' (1967)&lt;br /&gt;
Überblick zur jüngeren Besiedlungsgeschichte des Fezzan. Arbeitsberichte aus der Forschungsstation Bardai/Tibesti. Heft 8, Berliner Geografische Abhandlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Danksagung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Dank gilt den vielen, welche durch Diskussionen und Gespräche zum Gelingen dieser Internet Präsentation beigetragen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgenden Personen möchte ich besonders danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herrn Dr. R. Kuper und Herrn Dr. H.P. Wotzka für den Zugang zur Bibliothek des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herrn Dr. W. Schuck für das Bereitstellen von Artefakten aus Tschad und Libyen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau R. Ulbrich und Herrn G. Ulbrich für das Bereitstellen von Artefakten aus Ägypten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herrn R. Marzona (Vias, Frankreich) für das Bereitstellen von Pfeilspitzen aus Mauretanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herrn Dr. S. Kröpelin für sehr lebendige Diskussionen über das postpleistozäne Klima in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herrn Dr. H. Berke für die Analyse des faunistischen Materials.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Dr. K. Kindermann und Herrn Dr. H. Riemer für langjährige fruchtbare Zusammenarbeit und die Erstellung von C14 Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meinem Sohn Toralf für die mühevolle Schreibarbeit am Computer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Widmung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Internet Präsentation widme ich meiner Frau Ingrid, die mir in die Sahara gefolgt ist und teilweise einfachste Unterbringung, ungewisse Versorgung mit dem Lebensnotwendigen, extremes Klima und eine gewisse Isolation ertragen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht viele Frauen hätten derartige Strapazen auf sich genommen.&lt;br /&gt;
Dafür sei ihr herzlichst gedankt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=5580</id>
		<title>Hauptseite</title>
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				<updated>2022-04-04T16:56:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Wichtiger Hinweis, Fotogalerien etc.: */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Abstrakt==&lt;br /&gt;
Die hier präsentierte, steinzeitliche Sammlung umfasst die Wüstengebiete der Saharaländer. Absoluter Schwerpunkt der Sammlung sind die Funde aus Ägypten. Die Sammlung ist, bis auf wenige Ausnahmen, vom Verfasser S. Eickelkamp zusammengetragen und größtenteils wissenschaftlich gezeichnet und beschrieben worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kernpunkt, der aus mehreren tausend Fundstücken bestehenden Artefaktensammlung, sind ca. 4000 wissenschaftlich katalogisierte Pfeilspitzen. Über 1000 dieser Pfeilspitzen wurden vom Verfasser gezeichnet. Tauchen Sie ein, in die Welt eines archäologischen Autodidakten und in eine der wahrscheinlich größten, steinzeitlichen, afrikanischen Sammlungen die je von einer Privatperson zusammengetragen und wissenschaftlich bearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wichtiger Hinweis, Fotogalerien etc.:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Rubriken [[Fundstellen in Ägypten | Pfeilspitzen allgemein, Ägypten]] sowie [[Artefakte aus Niger | Funde sonstige, Niger]] und [[Artefakte aus Tunesien | Tunesien]] sind die '''Fotogalerien der Artefakte''', insgesamt 194 Tableaus, dieser unglaublichen Sammlung eingestellt. Klicken Sie zum Vergrößern auf die Fotos, Zeichnungen und Tabellen. Besonders Interessant ist außerdem der Fundkomplex Abu Tartur mit 125 beschriebenen Fundstellen als mehrseitige PDF-Dateien (hochauflösende Druckversion).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Klick auf [[Pfeilspitzen allgemein]] ('''= Pfeilspitzentypologie'''), [[Pfeilspitzen Abbildungen]] ('''= Pfeilspitzenvielfalt Sahara''') und [[Artefakte | Funde sonstige]] ('''Funde aus Nigeria''') öffnet weitere Informationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zu meiner Person==&lt;br /&gt;
Meine Frau behauptet zu passenden Gelegenheiten wir seien steinreich. Mit dieser Aussage trifft sie den Nagel auf den Kopf, denn wir besitzen neben unserem steinigen Garten in Densborn, Steine in großen Mengen aus vieler Herren Länder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzteres hängt zusammen mit meinem beruflichen Werdegang. Da ich Bergmann von der Pike auf gelernt habe und so auch noch Kohle von Hand d.h. mit Abbauhammer und der berüchtigten großen Schaufel mit kurzem Stiel, Kohleschüppe genannt, „gemacht“ habe, blieb es nicht aus, dass zufällig einmal das Licht der Grubenlampe von einem in der Kohle eingeschlossenem Pyritkristal reflektiert Aufmerksamkeit erregte und dieser als erstes Stück einer Mineraliensammlung in der Tasche landete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ging weiter mit Mineralaggregaten oder auch Stufen aus geologischen Verwerfungen wie dem Oberhausener Sprung oder mit schönen Stücken aus dem Eisenbergbau, der damals in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Hessen und in vielen anderen Gegenden Deutschlands noch umging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Ruhrgebiet die ersten Zechen dicht machten, verschlug es mich mit der Familie nach Frankreich, was an den Vulkanbomben aus der Auvergne und Mineralien wie Pyrolusit, Feldspat, Fluorit und anderen noch sichtbar wird. Die Societé Française d‘ Etudes Minières, die bedeutendste Bergbau engineering Firma Frankreichs mit Sitz in Paris fand dann interessante Aufgaben in Spanien und Portugal und später in Indien. Von hier stammen die edleren Stücke wie Beryll, Rubin, Saphir und andere bunte Steine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem südlichen Afrika, aus Sambia, kommen Opalgestein, Amethyst, Glimmer, schwarzer Turmalin und vieles mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hatte ich die Gelegenheit einige Saharaländer kennenzulernen. Zunächst, von 1972 bis 1978, den Süden Tunesiens mit der Oase Gafsa als geografischen Mittelpunkt und den Phosphatgruben M‘Dilla, Metlaoui, M‘Rata, Moulares und Redeyef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der während der Freizeit, d.h. Freitags, untersuchten steinzeitlichen Fundplätze sind inzwischen durch Tagebau völlig zerstört worden, so z.B. Kef Schfair und Ilôts in Metlaoui. Andere, wie der Acheulplatz von M‘Dilla, sind möglicherweise noch erhalten geblieben.&lt;br /&gt;
Ein Großteil der Artefaktensammlung besteht aus weitgestreuten Einzelfunden aus der gesamten Region „um Gafsa“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Entdeckung der in pleistozänen Schichten eingebetteten Acheulfundstelle mit 250 – 300.000 Jahre alten Faustkeilen entwickelte sich ein steigendes Interesse an der Vorgeschichte und so gesellten sich zu den Faustkeilen endpaläolithische Werkzeuge aus dem Aterien und epipaläolithische Werkzeuge aus dem Capsien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Mineralien sind zu nennen die Geoden aus den Deckschichten der Phosphatschichten mit Kristallen von Quarz, Kalzit, Baryt und Coelestin. Gips und Schwefel kommen aus der weiteren Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, von 1972 bis 1982, ging es nach Niger in die südliche Zentralsahara. Hier wartete ein Kohlevorkommen darauf entwickelt zu werden. Nach vier Jahren war es soweit, die Produktion lief, das 32 MW Kraftwerk produzierte Strom und die inzwischen ausgebildete einheimische Bevölkerung war in Arbeit und Brot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der recht knappen Freizeit, es gab keine 48 Stunden Woche, ging es weiterhin um Steine. Auf der einen Seite waren es Mineralien wie Zinnstein, Wolframit, Zirkon und Topas, letztere wurden z.T. in Idar- Oberstein geschliffen und meine Frau trägt davon einen Ring mit einem hellblauen Achtkaräter. Auf der anderen Seite war es die Vorgeschichte. Neben vielen Streufunden wurden drei große Siedlungsplätze aus der Jungsteinzeit entdeckt und bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer kurzen Intervention im Jahre 1978, um verschüttete Bergleute zu bergen und zu Bruch gegangene Strecken der Phosphatgrube Abu Tartur aufzuwältigen, begann in der westlichen Wüste Ägyptens 1982 eine Mission mit der Aufgabe modernen, mechanisierten Strebbau einzuführen und zugleich Techniker und Ingenieure aus- und weiterzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr reiche jungsteinzeitliche Siedlungsplätze, die größte Fundstelle erbrachte ca. 2500 retuschierte Werkzeuge, wurden in einem Umkreis von 30 km von der Grube entdeckt und in der gleichen wissenschaftlichen Weise wie die Vorkommen in Niger bearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Mineralien kamen nicht zu kurz, Schwerspatstufen mit riesigen Kristallen sind ein Glanzpunkt, ein anderer ist ein faustgroßes Stück Wüstenglas. Aus diesem Material wurde der Skarabäus im Pektoral Tutenchamuns gefertigt. Dieses Impaktgestein ist seltener als Diamant, wenn auch im kapitalistischem Sinn weniger wertvoll. Zu finden ist es weltweit an einer einzigen Stelle, gut versteckt in der großen Sandsee an der libysch - ägyptischen Grenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nigeria, wo ein Berg aus Eisenerz abgebaut werden sollte, konnte ich meine Erzsammlung bereichern. Das archäologische Material wurde durch zwei geschliffene Steinbeile, davon ein sehr großes, ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Süden Chinas stammt ein Phosphatgestein aus dem Perm (ca. 200 Mio. Jahre alt), welches hochgradig aus P2O5 besteht. Zeit um archäologische Hinterlassenschaften aufzusuchen war nicht eingeplant, so musste ich mich mit einem Buch über das Neolithikum in China, gefunden in einem Buchladen in Peking, zufrieden geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein letzter großer Auftrag betrifft den Eurotunnel zwischen England und Frankreich. Dort habe ich vier Jahre als Koordinator gearbeitet und nicht versäumt Fauststücke der Gesteinsschicht, in der die Tunnelröhren vorgetrieben wurden, mitzunehmen. Aus den Kreideklippen der französischen Küste konnte ich neben vielen kleineren Fossilien auch einen großen Ammoniten herausschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, nach 43 Jahren Bergbau, davon 16 Jahre in der Sahara, und vielen tausend Flugkilometern kam die Rente. Ein definitives Domizil musste nun nach dem Vagabundenleben gefunden werden. Wir kannten viele schöne Plätze auf der Welt, auch solche mit Sonne und Meer, aber wir haben uns für die Vulkaneifel entschieden mit vier ausgeprägten Jahreszeiten, auch mit düsteren Wolken und Regen. Es gibt nichts Besseres – und wir wissen worüber wir sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier befindet sich nun neben einer kleinen, sehr persönlichen Mineraliensammlung die größte prähistorische Saharasammlung in Deutschland. Mit der Aufarbeitung, klassieren, beschreiben, analysieren und zeichnen bin ich noch heute beschäftigt und auch für die kommenden Jahre befürchte ich keine Langeweile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach meinem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben besuchte ich erneut die ägyptische Sahara im Rahmen einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Expedition mit Wissenschaftlern des Afrikainstituts der Universität zu Köln. Die Route verlief parallel zu der Dünenkette des Abu Muhariq, sie begann nördlich von Baharîya führte über Djara und endete in Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Prähistorische Artefaktensammlung aus der Sahara==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sammlung beeinhaltet folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#'''Artefakte aus Tunesien'''&lt;br /&gt;
##Acheul Faustkeile aus der unbeschriebenen in situ Fundstelle aus dem Raum M‘Dilla (Gafsa).&lt;br /&gt;
##Aterienartefakte aus dem Raum Redeyef von einer Oberflächenfundstelle.&lt;br /&gt;
##Material der Fundstelle Koudiat. Es handelt sich um eine in situ escargotière (mit Schneckenhäusern durchsetzter Abfallhügel) des typischen Capsien.&lt;br /&gt;
##Material aus der oberen Capsien Fundstelle von El Hameiria, einer bekannten und beschriebenen Fundstelle.&lt;br /&gt;
##Artefakte aus der Capsien Fundstelle Kef Schfair, die durch den Tagebau völlig zerstört worden ist.&lt;br /&gt;
##Artefakte aus der ebenfalls nicht mehr exsistenten Fundstelle Metaouli Ilôts (Capsien).&lt;br /&gt;
##Fundgut „um Gafsa“ bestehend aus endpaläolithischen, epipaläolitischen und neolithischen Artefakten.&lt;br /&gt;
#'''Artefakte aus Niger'''&lt;br /&gt;
##Material aus Afara, einer neolithischen Oberflächenfundstellle aus dem Raum Anou-Araren-Agadez westlich des Aïr Gebirges.&lt;br /&gt;
##Material aus Tin Tabesguin - wie 2.1&lt;br /&gt;
##Material vom Cory de Noël - wie 2.1&lt;br /&gt;
##Paläolithische Artefakte von einer Fundstelle westlich der Straße Tahoua-Arlit (RTA)&lt;br /&gt;
##Einzelfunde aus der Téneré-Wüste, aus dem Aïr Gebirge und aus den Ebenen westlich des Aïr Gebirges.&lt;br /&gt;
#'''Artefakte aus Ägypten'''&lt;br /&gt;
##Die Sammlung deckt den gesamten Verlauf der steinzeitlichen Phase des Holozäns im Raum Abu Tartur im New Valley Gouvernorate ab. Sie steht im Mittelpunkt dieser Veröffentlichung. Im Hinblick auf Menge, Komplexität und Qualität steht sie kaum einer anderen Sammlung von ägyptischen Artefakten nach, einschließlich der frühen Sammlungen G. Caton-Thompson aus Kharga und dem Fayum, den Sammlungen der Combined Prehistoric Misson (CPM) unter der Leitung von F. Wendorf und R. Schild sowie der Sammlung der B.O.S. und ACACIA-Missionen des Kölner Instituts für Ur- und Frühgeschichte unter der Leitung von R. Kuper.&lt;br /&gt;
#'''Artefakte aus anderen Saharaländern''' &lt;br /&gt;
##Algerien. Einzelfunde südlich des Hoggar-Gebirges in der Nähe der Grenze zu Niger.&lt;br /&gt;
##Mauretanien. Stücke aus der Sammlung R. Marzona.&lt;br /&gt;
##Marokko. Aterienspitzen (gekauft).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Altersangaben der ägyptischen Fundstellen==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
 |'''Fundstelle''' || '''Alter &amp;lt;abbr title=&amp;quot;before present (vor heute)&amp;quot;&amp;gt;BP&amp;lt;/abbr&amp;gt;''' || '''Alter cal. &amp;lt;abbr title=&amp;quot;before Christ (vor Christus, kalibriert nach Baumringen)&amp;quot;&amp;gt;BC&amp;lt;/abbr&amp;gt;''' || '''Lab. Nr.''' || '''Material'''&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |0002_84 || 9120±40 || 8360±70 || POZ 11204 || Straußeneiperle&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |0015_83 || 8485±45 || 7550±40 || KIA 23195 || Zootecus insularis&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |1004_83 || 8110±45 || 7120±70 || KIA 23194 || Aspatharia rubens&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |1072_1_86 || 8010±90 || 6933±163 || KN  4336 || Holzkohle (Wadi)&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |1072_2_86 || 7645±35 || 6500±50 || KIA 15961 || Holzkohle&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |1072_3_86 || 7670±50 || 6530±60 || POZ 8625 || Holzkohle&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |1004_83 || 7590±75 || 6460±80 || KN  3744 || Holzkohle&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |0011_83 || 7370±70 || 6240±100 || KN  3741 || Holzkohle&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |1017_82 || 7145±40 || 6020±40 || POZ 11205 || Straußeneiperle&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |1024_82 || 6620±40 || 5560±40 || POZ 11360 || Holzkohle&lt;br /&gt;
 |-&lt;br /&gt;
 |1005_83 || 6420±60 || 5400±60 || KN  3740 || Holzkohle&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*BP = before present = vor heute&lt;br /&gt;
*BC = before Christ = vor Christus, kalibriert nach Baumringen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die C14 Datierungen wurden dankenswerterweise vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln veranlasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
Fachbegriffe zum Thema sind sehr gut und anschaulich auf der Seite www.steinzeitwissen.de unter der Rubrik Steinzeitlexikon erklärt.&lt;br /&gt;
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Überblick zur jüngeren Besiedlungsgeschichte des Fezzan. Arbeitsberichte aus der Forschungsstation Bardai/Tibesti. Heft 8, Berliner Geografische Abhandlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Danksagung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Dank gilt den vielen, welche durch Diskussionen und Gespräche zum Gelingen dieser Internet Präsentation beigetragen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgenden Personen möchte ich besonders danken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herrn Dr. R. Kuper und Herrn Dr. H.P. Wotzka für den Zugang zur Bibliothek des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herrn Dr. W. Schuck für das Bereitstellen von Artefakten aus Tschad und Libyen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau R. Ulbrich und Herrn G. Ulbrich für das Bereitstellen von Artefakten aus Ägypten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herrn R. Marzona (Vias, Frankreich) für das Bereitstellen von Pfeilspitzen aus Mauretanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herrn Dr. S. Kröpelin für sehr lebendige Diskussionen über das postpleistozäne Klima in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herrn Dr. H. Berke für die Analyse des faunistischen Materials.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Dr. K. Kindermann und Herrn Dr. H. Riemer für langjährige fruchtbare Zusammenarbeit und die Erstellung von C14 Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meinem Sohn Toralf für die mühevolle Schreibarbeit am Computer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Widmung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Internet Präsentation widme ich meiner Frau Ingrid, die mir in die Sahara gefolgt ist und teilweise einfachste Unterbringung, ungewisse Versorgung mit dem Lebensnotwendigen, extremes Klima und eine gewisse Isolation ertragen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht viele Frauen hätten derartige Strapazen auf sich genommen.&lt;br /&gt;
Dafür sei ihr herzlichst gedankt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Einfluss_des_Klimas&amp;diff=5579</id>
		<title>Einfluss des Klimas</title>
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				<updated>2021-12-27T10:40:17Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Das Bir Kiseiba Paradoxon. */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Das postpleistozäne Klima Abu Tarturs während der steinzeitlichen Besiedlungsperiode.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der hyperariden Endphase des Pleistozäns setzten in der westlichen Wüste Ägyptens vor rund 11.000 Jahren Regenfälle ein, die das Land erneut ergrünen ließen und so den einwandernden Menschen einen Lebensraum boten, der gegenüber dem Niltal im Osten und den feuchten Savannen in der Höhe des Wadi Howar im Süden, klare Vorteile auf seiner Seite gehabt haben musste. Wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, hätten die Einwanderer günstigere Klimazonen gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf seine Siedlungsqualität untersuchte geographische Raum hat sein kulturelles Zentrum in Abu Tartur (30°10’ Ost / 25°30’ Nord, Mittelwerte) reicht aber vom 24. bis zum 27. Breitengrad Nord und von der Großen Sandsee bis zu den Kharga Oasen.&lt;br /&gt;
Da es der Zweck dieses Kapitels ist, das Klima während der steinzeitlichen Phasen des Holozäns zu rekonstruieren, müssen zunächst die geomorphologischen Gegebenheiten und das quartärgeologische Sedimentations- und Deflationsgeschehen untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflation ist in ariden Klimagebieten in höchstem Maße an der Gestaltung der Oberflächen beteiligt.&lt;br /&gt;
Jährlich fliegen aus der Sahara rund 250 Millionen Tonnen Wüstenstaub nach Westen in Richtung Atlantik und nach Süden fallen vor der Küste Westafrikas Jahr für Jahr weitere Abermillionen Tonnen in den Ozean (GEO Kompakt 19).&lt;br /&gt;
In der westlichen Wüste Ägyptens weht der Wind hauptsächlich aus nördlichen Richtungen, wie die Dünenzüge der großen Sandsee und des Abu Muharig anschaulich belegen. Auch die Orientierung von Sicheldünen gibt die vorherrschende Richtung der Winde an.&lt;br /&gt;
Während des Weges über die ausgetrockneten Flächen wird vom Wind nicht nur Sand transportiert sondern in weit höherem Maße Staub.&lt;br /&gt;
Schon geringe Luftbewegungen wirbeln das feine Lockersediment der Böden auf und verfrachten es nach Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Staubsturm_Abu_Tartur_1985.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Staubsturm Abu Tartur, 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflationsraten hängen neben der Stärke und der Häufigkeit des Windes vor allem von der Oberflächenart ab. Sie wird bei festem Gestein gering sein, bei Böden jedoch hoch. Eine Rolle spielen ebenfalls die geomorphologischen Gegebenheiten, die in Ebenen dem Wind freien Raum geben, in Gebirgen hingegen abbremsen.&lt;br /&gt;
Für die Oase Kharga sind Raten von bis zu 8 mm/Jahr gemessen worden.&lt;br /&gt;
Die Tabelle zeigt auf der Abszisse die Zeit und auf der Ordinate die angenommenen Bodenmächtigkeiten. Drei verschieden starke Deflationsraten sind im Koordinatensystem eingezeichnet und zeigen wie lange Böden der Deflation standhalten.&lt;br /&gt;
Nach dieser Tabelle wären heute selbst bei einer minimalen Deflationsrate von durchschnittlich 0,5 mm/Jahr Böden von ursprünglich drei Metern Mächtigkeit vollständig ausgeräumt, falls der Abtragungsprozess 6000 BP beginnen würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen auf dem Abu Tartur Plateau sind größtenteils an flache, mit terra-rossa Böden gefüllte Senken gebunden. Auf der Hochfläche überragen die umgebenden Hügel das Tiefste der Senke nur um wenige Meter. Ähnliche Verhältnisse existieren im Westen des Plateaus in der Nähe der Dakhla Oasen. (Siehe Waldhoff „Spectral analysis of remote sensing data for geomorphological, geological and geoecological research in arid Africa”. Seite 91 Atlas of  cultural and environmental change in arid Africa. 2007 O. Bubenzer, A. Bolten, F. Darius  Herausgeber).&lt;br /&gt;
Die von Waldhoff als playa deposits bezeichneten Ablagerungen sind als Rotböden anzusprechen wie die Oberflächenstruktur des Plateaus nahe legt.&lt;br /&gt;
Es kann von einer Pedogenese auf der Gesamtfläche des Plateaus ausgegangen werden obwohl z.Zt. nur größere Flächen von Abu Tartur und der Südwestecke des Plateaus bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Abu_Tartur_Lageskizze_Gesamt.png|600px|Lageskizze Abu Tartur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Abu Tartur Gesamtübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Possible_development.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Mögliche Entwicklung der Bodenbildung und Abtragung durch exogene Kräfte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Spectral_analysis_2007.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Spektral Analyse im Süd-Westen des Abu Tartur Massivs, G. Waldhoff, 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeitpunkt der Bodenbildung ist wie für die Playas am Fuße des Plateaus, das frühe Holozän ab etwa 11.000 BP, da vorher, während der letzten 60.000 Jahre des Pleistozäns ein hyperarides Klima mit starker äolischer Aktivität herrschte, durch welche der harte Kurkurkalkstein poliert und die heutigen flachen Senken ausgeschliffen wurden. („From 70.000 bp until perhaps 12.000 bp, the sahara was hyperarid and seemingly devoid of life.&amp;quot; In: The Middle Paleolithic of North Africa. A Status Report by F. Wendorf and R. Schild. In: New light on the Northeast African Past. Köln 1992.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wäre verfehlt von Paläoböden (Pleistozän) auszugehen, da bei den hohen Deflationsraten ein feinstkörniger, weicher, ungeschichteter Boden während der großen Zeiträume ausgeräumt worden wäre. Hinzu kommt das Vorhandensein von eingebetteten holozänen Artefakten. Pleistozäne Werkzeuge kommen in den Böden nicht vor, allenfalls werden einige wenige Aterienspitzen und verstreute Levalloisabschläge auf der steinigen Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
Die dünnen Schichten rezenter pelitischer Sedimente sind wie das Ausgangsgestein hellgrau gefärbt, unter den heutigen hyperariden Konditionen ist nichts anderes zu erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Dolineneinbrüchen auf dem Kalksteinplateau, vor Deflation weitgehend geschützt, lassen sich solche hellgrauen Schichten auf Fundstellen wie 0003/84, 0004/84, 0026/84 und anderen beobachten.&lt;br /&gt;
Gräbt man einige Dezimeter tief in diesen Schichten, so verändert sich die Farbe des Sediments in ein Rosagrau oder ein Grau mit einem schwachen Hauch Rot. Diese Mischfarbe tendiert immer stärker nach Rot je tiefer in die Schichten vorgedrungen wird.&lt;br /&gt;
Der eigentliche Fundplatzboden ist durch rotbraune, playaähnliche Färbung gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
Das kontinuierliche Abnehmen der Rubefizierung vom liegenden zur Oberfläche hin veranschaulicht eine langsame Verringerung der Winterniederschläge und belegt eine holozäne Bildung der Ablagerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Befund ist nicht durch Fotos oder Zeichnungen dokumentiert worden. Diese Fundstellen sind jedoch ohne große logistische Aufwendungen aufzufinden und jeder Klimaforscher oder Berufsarchäologe könnte an Ort und Stelle diese Beobachtungen verifizieren.&lt;br /&gt;
Es wäre von großer Bedeutung, denn hier liegt der Beweis für eine holozäne Bildung der terra rossa Böden auf dem Plateau und damit auch der Rotböden in der Sandsteinebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres bedeutendes Rotbodenvorkommen liegt in der Sandsteinebene rund 50 km westlich der Asphaltstraße Esba el Gaga – Baris – Esba Maks el Qibli oder 70 – 100 km südlich von Abu Tartur (CONOCO Sheet Baris 1:250.000 by G. Poehlmann et al. TFH Berlin 1982).  &lt;br /&gt;
Zwei durch Sandbedeckung getrennte Restflächen mit einer Größe von ca. 300 km² lassen ahnen wie dieser Teil der Vollwüste zu Beginn der holozänen, steinzeitlichen Besiedlung ausgesehen haben mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Roeper qualifizieren die Ablagerungen in der „Roten Wüste“ in ihrem Artikel „The Libyen (Western) desert and northern Sudan during the late Pleistocene and Holocene“ als pelitic sediments.&lt;br /&gt;
Holzkohle von der Oberfläche wurde auf 9260 +- 370 BP bzw. 7790 +- 340 BP datiert. Im Sediment eingeschlossene Straußeneischalen ergaben Werte von 7280 +- 110 BP und 6760 +- 70 BP. &lt;br /&gt;
H.P. Uerpmann analysierte die gefundenen Knochen. Neben gazella dorca und gazella dama kommen ein mittelgroßer bis großer Bovide vor, caprinae, ammotragus und lepus capensis und struthio.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch G. Ulbrich (vormals GTZ), der die rote Wüste aus eigener Anschauung als eine eintönige Ebene im nubischen Sandstein, zum Teil mit Sandfeldern und stellenweise einigen Hügeln durchsetzt, kennt, bestätigt den Bodencharakter der roten Sedimente. &lt;br /&gt;
Ein weiteres gutes Beispiel für die Einbettung von Artefakten bietet in Abu Tartur Playa Ingrid, Fundplätze 1014/82 und 1019/82, wo Mengen von holozänen Werkzeugen von der Reibschale bis zum feinsten Bohrer oberhalb der Playaablagerungen von sandigen Rotböden umschlossen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rubefizierungen von Sanden werden ebenfalls aus der Großen Sandsee beschrieben (H. Besler, O. Bubenzer) wobei die chemische Verwitterung der Quarze im Norden (26°40’N) stärker war als an den Messpunkten weiter südlich (25°30’N).&lt;br /&gt;
Ferner sind Restböden und Rotfärbungen aus Djara 98/20 bekannt. H. Besler beschreibt einen Profilschnitt wie folgt : „... die im Profil auftretenden Wurzelstrukturen (wahrscheinlich Schilf) belegen das ehemalige Fußen dichterer Vegetation. An der Basis (Kontaktzone von Kalkstein und Playasedimenten, Anm. des Verfassers) treten Lösungshohlformen im anstehenden Kalkstein auf, die z.T. mit rekristallisiertem Kalzit, z.T. mit einem leuchtend roten, sandigen, bodenartigen Sediment gefüllt sind. Auf den umliegenden Hängen des Beckens wurden in windgeschützten Lagen vergleichbare Sedimente vorgefunden, die als Reste einer ehemaligen initialen Bodenbildung gedeutet werden können“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beschreibung deckt sich mit meinen eigenen Beobachtungen, wobei noch hinzuzufügen wäre, dass sich die Kalzitkristalle nur in einem dauerfeuchten Milieu bilden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Günstige Voraussetzungen zur Bildung und Konservierung von nicht lateritischen Rotböden sind geringe Höhenunterschiede, wie sie auf dem Plateau und in der Sandsteinebene gegeben sind und ein wechselfeuchtes Klima, wie es in afrikanischen Savannen vorherrscht, z.B. im Sudan in der Höhe des 12. Breitengrads Nord, wo heute noch Bedingungen herrschen, unter denen sich Rotböden bilden können. Eine dieser Bedingungen ist eine Niederschlagsmenge von mehr als 500 mm Sommerregen im Jahr oder äquivalenter Winterregen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Bodenart im behandelten Raum ist das pelitische Sediment mit äolischen Einträgen, die Playaablagerung.&lt;br /&gt;
Es ist zu unterscheiden zwischen Seen und Seeablagerungen mit Kalkkrustenbildung und reichlichen biologischen Einträgen einerseits und Playabecken mit nur geringen Resten aquatischer Fauna und Flora und fehlender Kalkausfällungen andererseits. Erstere liegen südlich des Wendekreises und westlich auf libyschem Gebiet und stehen oder standen in Verbindung mit den zu Beginn des Holozäns höheren Grundwasserspiegeln, eine Tatsache, welche einen gleichmäßigen Wasserstand begünstigte, der wiederum Strände und einen Bewuchs der Seeränder erlaubte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus hydrogeologischen Gründen, der Grundwasserspiegel in Abu Tartur z.B. liegt heute bei rund 1000 m Tiefe und war auch im Frühholozän nicht viel höher, dürften die nördlich des Wendekreises und östlich der libyschen Seebildungen gelegenen schluffig- tonigen Sedimente in Endpfannen gebildet worden sein, in Geländehohlformen, die im Pleistozän durch Deflation ausgeschliffen worden sind.        &lt;br /&gt;
Da die dort gesammelten Wassermengen vom Grundwasser getrennt waren, konnten die Wasserspiegel stark variieren und so weder Strände noch regelmäßigen Randbewuchs bilden. Störend auf  Leben im oder unmittelbar am Wasser konnte sich auch die hohe Dynamik beim Wassereintrag auswirken. Die relative biologische Armut der Sedimente sagt demnach nichts über die vorhandene Wassermenge oder die Dauer der Verfügbarkeit von Oberflächenwasser aus. Die Höhe der Niederschlagsmenge, die mittlere Verdunstungsrate und die Speicherkapazität der Playaböden sind hier die ausschlaggebenden Größen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Abu Tartur könnte die Playa Renate / Vera mit einer Fläche von ca. 11 km² und einer Restmächtigkeit von bis zu 29 m dienen (seismische Messung durch Burkhardt TU Berlin in Pachur und Roeper „The libyan (western) desert and northern Sudan during the late pleistocene and holocene“ 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Masse der Sedimente liegt im 100 Millionen Kubikmeterbereich und bei einer Speicherkapazität von lediglich 5 % freiem Wasser und Brunnen von 3 m Tiefe stünde rein rechnerisch eine tägliche Wassermenge in der Größenordnung von einigen 100.000 l zur Verfügung. In dieser Annahme wird nur von untertägigem Speicherwasser ausgegangen. Oberflächenwasser wäre somit für die Versorgung großer Gruppen mit Haustieren nicht nötig gewesen. Das Tiefste des Playakörpers wäre in jedem Fall dauerhaft feucht gewesen.&lt;br /&gt;
Bestätigt wird die Speicherkapazität der Playas von Wendorf / Schild in „Cattle Keepers“ Seite 16 und Seite 22 (Analysen von B. Winter, Institut of Basic Geology, Warsaw University). Ferner von A.E. Close auf Grund ihrer Beobachtungen in Nabta Playa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann schreibt dazu in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ Seite 120 Zitat : „Wichtig ist vielmehr, dass die Wadisedimente eine gewisse Mächtigkeit erreicht haben, so dass die tiefer gelegenen Schichten gegen Austrocknung geschützt sind (Kassas 1952)“. Die Fähigkeit Wasser im Playakörper zu speichern wird durch die Struktur der Sedimente begünstigt. Sandige Lagen wechseln sich mit tonig- schluffigen ab. Während der Sand das Wasser weiterleiten und speichern kann, vermindern die tonigen Schichten die Evaporation.&lt;br /&gt;
Drei Aufschlüsse in Abu Tartur zeigen neben der Wechsellagerung auch mächtige Pakete ungeschichteten, tonigen Materials von dunkel rötlichbrauner Farbe. Diese werden als Niedrigenergie- Sedimente bezeichnet und lassen auf  sanften, regelmäßigen Regen schließen, in unserem Fall auf Winterregen. Da diese Art von Ablagerungen bis in den Gilf Kebir reicht, kann von Winterregen in der gesamten westlichen Wüste ausgegangen werden. In weiten Teilen der östlichen Sahara kommt es also zu einer Überlappung von tropischem Sommerregen und mediterranem Winterregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Playasedimente Abu Tarturs würden es durch ihre Mächtigkeit erlauben die im Gilf Kebir gewonnenen Erkenntnisse über das Klimageschehen während der steinzeitlichen Phase des Holozäns zu ergänzen, zumal auch hier ein zusätzlicher Eintrag durch Quellen auszuschließen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Flora==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Beurteilung der Flora im behandelten Raum wird häufig die Studie von K. Neumann in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ (1989 R. Kuper Herausgeber) herangezogen.&lt;br /&gt;
Auf einem Nord- Süd Transekt von ca. 1500 km Länge, das entspricht der Entfernung Hamburg – Rom, sind Holzkohlenproben von sechs Fundgebieten berücksichtigt worden. Diese sind für den südlichen Teil das Laqiya Gebiet, Selima Sandsheet und Gilf Kebir für die Periode um 5700 BP. Zu dieser Zeit war der Raum um den 25. Breitengrad Nord weitestgehend von Menschen verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den nördlichen Teil des Transekts wurden der Gilf Kebir, Abu Ballas (Mudpans) und Sitra für die Zeit um 7000 BP bis 6500 BP ausgewählt. Gegen 6400 BP wurden letzte Playabildungen gemessen, die Bezugsperiode liegt also am Ende der Feuchtphase für die Region um den 25. Breitengrad Nord. Außerdem sind Proben aus der großen Sandsee (Abu Minqar) und dem Wadi Howar eingeflossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berücksichtigt wurden lediglich die Analysen von Hölzern, die wichtige, klimaanzeigende Kraut- und Grasvegetation konnte nicht untersucht werden. Feuerhölzer unterliegen einer Selektion durch den Menschen und sind daher weniger geeignet ein Klimaprofil zu erstellen.&lt;br /&gt;
Eines der Resultate besagt, dass die Mudpans ein vorgeschobener Außenposten sahelischer Taxa seien. Eine Holzkohlenprobe von Djara (S. Nussbaum) verschob diesen Vorposten des Sommerregens um ca. 300 km nach Norden. Nicht berücksichtigt wurde die frühe Phase des Holozäns von 11.000 BP bis 7000 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann räumt denn auch ein, dass die Anzahl der Messpunkte zu gering, die nicht untersuchten Zwischenräume zu groß und die Menge und Qualität der Holzkohlen nicht immer ausreichend waren.&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage ihrer exzellenten, wenn auch, wie sie selbst sagt, nicht vollständigen und umfassenden Arbeit, kann dennoch gut aufgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezählten Holzkohlenstücke der einzelnen Taxa zeigen für das Gesamtgebiet des Transekts eine Dominanz von zwei Gehölzen. Tamarisken plus Akazien erreichen im Norden (Siwa- Qattara) 97,8 %, in Abu Minqar 100 %, in der glass area 97,7 % und in den Mudpans 93,0 %.&lt;br /&gt;
Im Gilf Khebir ist der Prozentsatz mit 76,1 % wesentlich geringer obwohl hier eine zusätzliche Menge von acacia albida mitgezählt worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Feuerstellen im Selima sandsheet ergeben 83,4 % und im Laqiya Gebiet 55,8 %. Für den Wadi Howar (Djabarona) steigt der Anteil wieder auf 94,5 %, wenn die Früchte der celtis intergrifolia nicht eingeschlossen werden. Mit Früchten sinkt der Anteil auf 62,5 %.&lt;br /&gt;
Wie schwierig es sein kann Schlüsse aus dem Vorkommen von Gehölzarten zu ziehen, zeigen zwei benachbarte Fundplätze in Mudpans mit ähnlicher Zeitstellung. Zum Vergleich wird ein weiterer, in der Nähe liegender Fundplatz, der etwas jünger ist, aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; max-width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Fundplatz&lt;br /&gt;
!Acacia sp.&lt;br /&gt;
!Tamarix sp.&lt;br /&gt;
!Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
!Salvadora persica&lt;br /&gt;
!Maerua crassifolia&lt;br /&gt;
!Leptadenia pyrotechnica&lt;br /&gt;
!Cassia senna&lt;br /&gt;
!Rubiaceae&lt;br /&gt;
!Ziziphus sp.&lt;br /&gt;
!Grewia tenax&lt;br /&gt;
!Grewia villosa&lt;br /&gt;
!Calotropis procera&lt;br /&gt;
!Acacia albida&lt;br /&gt;
!Balanites aegyptiaca&lt;br /&gt;
!Boscia senegalensis&lt;br /&gt;
!Capparidaceae&lt;br /&gt;
!Capparis decidua&lt;br /&gt;
!Celtis integrifolia&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Summe Taxa&lt;br /&gt;
!Summe Proben&lt;br /&gt;
!Acacia inkl. Albida (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix und Acacia (%)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Qattara – Siwa&lt;br /&gt;
|271&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|278&lt;br /&gt;
|97,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Ain Dalla&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Abu Minqar&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Glass area&lt;br /&gt;
|170&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|174&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Mudpans &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!83/39&lt;br /&gt;
|284&lt;br /&gt;
|988&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1279&lt;br /&gt;
|22,2&lt;br /&gt;
|77,2&lt;br /&gt;
|99,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/56&lt;br /&gt;
|1062&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1109&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|0,01&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/50-1 &lt;br /&gt;
|1403&lt;br /&gt;
|349&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|1980&lt;br /&gt;
|70,8&lt;br /&gt;
|17,6&lt;br /&gt;
|88,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Mudpans&lt;br /&gt;
|2749&lt;br /&gt;
|1355&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|41&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|4368&lt;br /&gt;
|62,9&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|93&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Akdar&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|758&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|85&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|889&lt;br /&gt;
|5,1&lt;br /&gt;
|85,3&lt;br /&gt;
|90,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Bakht&lt;br /&gt;
|28&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|438&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1332&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Gilf Kebir&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|782&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|523&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|2221&lt;br /&gt;
|40,9&lt;br /&gt;
|35,2&lt;br /&gt;
|76,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Burg et Tuyur&lt;br /&gt;
|357&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|551&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Djebel Kamil&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|26&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Bir Misaha&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Selima&lt;br /&gt;
|384&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|579&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 1&lt;br /&gt;
|196&lt;br /&gt;
|852&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|36&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|119&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|665&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2058&lt;br /&gt;
|9,5&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|50,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 2&lt;br /&gt;
|53&lt;br /&gt;
|46&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|205&lt;br /&gt;
|25,9&lt;br /&gt;
|22,4&lt;br /&gt;
|48,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Sahal&lt;br /&gt;
|116&lt;br /&gt;
|153&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|275&lt;br /&gt;
|42,2&lt;br /&gt;
|55,6&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Laqiya&lt;br /&gt;
|365&lt;br /&gt;
|1051&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|54&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|134&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|733&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2538&lt;br /&gt;
|14,4&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|55,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Howar &lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|182&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!(Djabarona)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|(93)*&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|*&lt;br /&gt;
|(275)&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!25° N&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während 83/39 und 85/50 –1 ein ähnliches Verteilungsmuster mit einem Tamariskenanteil von über 70 % zeigen, kommt auf dem Fundplatz 85/56 Tamariske aus unbekannten Gründen praktisch nicht vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Akazie %'''|| '''Tamariske %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/39|| 7360-8260||22,20||77,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/56||7370-7700||95,80||0,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||85/50-1||6880-7000||17,60||70,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleicht man Hölzer und andere Pflanzen verschiedener Gebiete der östlichen libyschen Wüste miteinander, so fällt auf, dass im Norden um den 25. Breitengrad Nord die Anzahl der Gehölztaxa höher ist als im Süden in Höhe des 20. Breitengrads Nord. Der Norden ist ebenfalls an Gräsern und Kräutern reicher als der Süden.&lt;br /&gt;
Unter 25° N sind Taxa der Masara C Phase am südwestlichen Ausläufer des Abu Tartur Massivs, die von M. Mc Donald veröffentlicht wurden, zusammengefasst mit den Ergebnissen von Chufu und Kharafish (H. Riemer) und soweit verfügbar von Eastpans 95/2 (B. Gehlen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Holzprobe.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kernprobe Akazie, Abu-Muharik-Plateau, 2000, Foto: H. Riemer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner fließen drei von K. Neumann untersuchte Proben von Abu Tartur ein.&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°14’Nord – 30°03’Ost, nicht datiert, Acacia&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°23’Nord – 30°05’Ost, nicht datiert, Tamarix&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°20’Nord – 30°09’Ost, nicht datiert, Maerua crassifolia, Leptadenia pyrotechnica, Acacia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Steinplätze liegen weit außerhalb der Playagebiete in der Nähe der Asphaltstraße von Kharga nach Dakhla.&lt;br /&gt;
Eine weitere Analyse wurde vom Labor Köln unter der Nummer 3.741 Probe C – 1.638 erstellt. Die Bestimmung ergab ausschließlich Acacia. Das Alter wurde mit 7.370 +- 70 BP angegeben. Fundort ist der Plateauplatz 0011/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund von Analysen einer Kohlen- und Aschenschicht aus der Tropfsteinhöhle von Djara (K. Kindermann) konnte S. Nussbaum eine Vegetationsform feststellen, die als Anastatica hieruchuntica – Anabasis articulata Vergesellschaftung bezeichnet wird. Dazu bemerkt die Autorin : „The dwarf shrub communities thrive under a semiarid* climate regime with seasonal precipitations as presently occurs along the Mediterranean coast of Egypt“.&lt;br /&gt;
Diese Niederschlagsmenge beträgt 150 mm Winterregen (Siehe auch H.D. Müller, Gerstenanbau).&lt;br /&gt;
Katharina Neumann (1989) schreibt dazu : „Jedoch reichen wahrscheinlich die 150 mm Winterniederschlag, die maximal an der marmarischen Küste fallen (Station Marsa Matruh : 144 mm/Jahr), nicht aus, um eine permanente, natürliche Gehölzvegetation zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
Außer dieser Zwergstrauch- Gesellschaft wuchsen aber in Djara &amp;gt; 50 % Tamarix, &amp;lt; 10 % Acacia und &amp;gt; 25 % Capparaceae. &lt;br /&gt;
Daraus geht hervor, dass die Niederschlagsmengen höher als 150 mm Winterregen/Jahr gewesen sein muss !&lt;br /&gt;
Ob diese zusätzliche Menge Wasser nun auf den nachgewiesenen Sommerregen (Capparaceae) oder auf stärkeren Winterregen zurückzuführen ist, bleibt vorerst unklar.&lt;br /&gt;
(* semiarid &amp;gt; 200 mm Winterregen nach Bubenzer und Ritter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger als 500 mm Niederschlag im Jahr spricht man von semiariden Gebieten --- S. Hölzl, M. Kölbl-Ebert in „die wüste“, Begleitbuch zur Landesausstellung im Lokschuppen Rosenheim. 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8 bis 10 Trockenmonate und weniger als 600 mm Sommerregen bzw. 400 mm Winterregen Niederschlag im Jahresmittel.&lt;br /&gt;
(H. Mensching in : „Sahara, 10.000 Jahre zwischen Weide und Wüste“, Museen der Stadt Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche, an Winterregen gebundene Zwergstrauchgesellschaft von Anastatica und Anabasis, die in Djara angetroffen wurde, findet sich in Kharafish am Südrand des Plateaus wieder. Logischerweise muss dann auch für die Zone von Djara bis zum 25. Breitengrad Nord die Niederschlagsmenge von ca. 150 mm Winterregen, die zum Gedeihen dieser Assoziation unabdingbar ist, eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
Der im nubischen Sandstein gelegene Fundplatz Chufu weist Chenopodiaceae auf und verweist damit ebenfalls auf nördlichen Einfluss. Chufu ist, falls gleich hohe Niederschläge wie für das nicht weit entfernte Kharafish angenommen werden, durch höhere Temperaturen und durch seine Lage in der Sandsteinebene, also durch das Substrat, bevorzugt und kann zusätzlich vor allem südsahelische Gehölze wie Boscia senegalensis ausbilden.&lt;br /&gt;
Größere Mengen von Hangwasser und breite, tiefe Wadikanäle, welche die sahelischen Gehölztaxa dauerhaft mit oberflächennahem Grundwasser hätten versorgen können, waren in Chufu nicht zu erwarten, da die Einzugsgebiete relativ unbedeutend sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Identifizierte Taxa der Fundplätze Djara, Kharafish und Chufu'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||  '''Chufu'''|| '''Kharafish'''|| '''Djara'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| Acacia sp.	|| Acacia sp.	&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||Capparidaceae||Capparidaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix||Acacia nilotica||Tamarix&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cornulaca||Anastatica hieruchuntica||Anastatica hieruchuntica&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis ||Shouwia||Monokotyledone&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||Anabasis / Haloxylon||Zilla spinosa&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||Citrullus||Gramineae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Shouwia||Hordeum vulgare||Amaranthaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Farsetia stylosa||Panicum||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia sp.||Paniceae||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Thesium||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M. Mc Donald beschreibt in den „Oasis Papers 3“ (2003) die Vegetation während der Masara Phase, die ungefähr von 9000 bis 8200 BP dauerte, in etwa folgendermaßen : Zwölf Baum- Straucharten sind identifiziert worden, darunter : Acacia nilotica, Balanites aegyptiaca, Calotropis procera, Capparis decidua, Leptadenia pyrotechnica und Salvadora persica. Neun Taxa kommen auf den weit außerhalb der Dakhla- Oasen liegenden Fundstellen 260 und 308 vor. Sieben verschiedene Taxa waren es von 264 und 265 und fünf vom Fundplatz 300.&lt;br /&gt;
Auf dem jüngeren Fundplatz 263 A (7730 +- 110 BP) kommen ebenfalls neun Gehölz- und Strauchtaxa vor.&lt;br /&gt;
Kräuter und Gräser sind mit 49 Typen vertreten unter anderem Portulaca oleracea, ein essbares Kraut, welches offene, feuchte Standorte bevorzugt (Seit der Römerzeit wächst diese Pflanze ebenfalls im Rheinland).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum Abu Tartur weist eine nahezu permanente Besiedlung von 9120 BP bis 6420 BP, das sind 2700 Jahre, auf. Durch weitere C14 Daten, das nötige Material ist vorhanden, könnten sowohl ältere als auch jüngere Fundstellen bestimmt werden.&lt;br /&gt;
An der Oberfläche wurden mehr als 20.000 Werkzeuge beobachtet. Rund um die Playas wurden 459 Reibschalen und 2114 Läufersteine gefunden. Auf dem Kalksteinplateau sind es 18 Reibschalen und 61 Läufersteine neben einer großen Menge von Sandstein- Bruchstücken, die in jedem Fall auf Mahlwerkzeuge zurückgeführt werden können.&lt;br /&gt;
Diese Massierung von steinzeitlichem Mahlwerkzeug ist einmalig in Ägypten und bezeugt in indirekter Weise klimatische Bedingungen, unter denen Getreide und / oder Wildgetreide wachsen und reifen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge der aufgelisteten Herdstellen beträgt in der Ebene 1480 und auf dem Plateau 134, hinzu kommen noch die Feuerstellen, die unter Playasedimenten oder Hangschutt verborgen sind und die völlig der Deflation zum Opfer gefallen sind und die nur noch an der Rotfärbung des Untergrunds nachzuweisen sind. Wie schon die Menge der Mahlutensilien und die Masse der Werkzeuge, so ist auch die Konzentration von Herden ohne Vorbild in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auszuwertende biologische Material, welches hier verborgen liegt, übersteigt bei weitem alles was bisher auf diesem Gebiet zur Verfügung gestanden hat.&lt;br /&gt;
Für Eastpans 95/5 schreibt B. Gehlen zu dem botanischen Material : „Unter den Samen und Pflanzenresten befinden sich acht wilde Grasarten, die noch heute von den Tuareg in der westlichen Sahara als Nahrungsmittel genutzt werden. Die meisten dieser Gräser sind auch aus prähistorischen Fundstellen in Farafra und Nabta bekannt, so unter anderem Reste von wildem Sorghum“.&lt;br /&gt;
H. Barakat, die 95/2 untersucht hat, rekonstruiert auf Grund der botanischen Funde eine relativ feuchte Umwelt mit dichter Grasvegetation. An Gehölzen wurden Acacia sp. und Ziziphus sp. identifiziert. Das Alter der Fundstelle ist 6133 +- 30 BP (U + C 5757) und damit relativ jung wenn man davon ausgeht, dass nach Pachur und Roeper in diesem Raum die Playabildung gegen 6400 BP abgeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pflanzenreste verschiedener Fundplätze== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Bäume und Sträucher'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Mudpans'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix sp.||X||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Salvadora persica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Maerua crassifolia||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cassa senna||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ziziphus sp.||X||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Grewia tenax||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Balanites aegyptiaca||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caparis decidua||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||X ?||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||X ?||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Crucifereae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Malvaceae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Phoenix dactilifera||X||||||X ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Leptadenia pyrotechnica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Kräuter und Gräser'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Chencrus pennisetum|| || X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bracharia||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Digitaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gramineae||||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Panicum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Setaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sorghum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperaceae||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Portulaca oleracea||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus maritimus||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum vulgare||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa colona||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chencrus||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus Schoenoplectus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rumex||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Curcurbi taceae||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Arnebia||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anabasis||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anastatica hieruchuntica||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum hexastichon nudum||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Triticum sp.||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
                                                      &lt;br /&gt;
'''Anzahl der Gehölztaxa'''                                                      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Lage'''|| 20°N|| 21°N||23°N||24°N||25°N&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Anzahl'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 14||||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||12||X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10||||X||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6|||||||X|||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||0||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''|| '''Laqiya'''|| '''Selima'''|| '''Gilf Kebir'''|| '''Mudpans'''|| '''25°N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regenfeldbau in der Ostsahara zur Zeit der postpleistozänen Feuchtmaxima== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die agronomische Trockengrenze für den Regenfeldbau verläuft im Süden der Sahara nach H. Mensching ungefähr auf der Linie Dakar – Niamey – Fort Lamy – Darfur auf der Höhe des 12. Breitengrads.&lt;br /&gt;
Im Norden der Sahara sind lediglich die küstennahen Gebiete und die sich anschließenden Gebirgsregionen Algeriens, Marokkos und Tunesiens geeignet.&lt;br /&gt;
Diese Grenzen werden aber heute schon um 100 km im Maghreb und 200 km im Sahel überschritten. &lt;br /&gt;
H. Mensching definiert die agronomische Trockengrenze dahingehend, dass sie bei etwa 300 mm Winterregen oder 500 mm Sommerregen zu suchen sei, wobei die Niederschläge auf  4 bis 5 Monate im Jahr verteilt sind.&lt;br /&gt;
Versuche im Norden Ägyptens von H.D. Müller haben ergeben, dass bei einem Minimum von 150 mm Winterregen Gerste ihre Körnerfrüchte voll ausbilden kann. Hier sind aber schon ausgewählte Felder eingeschlossen, die zusätzlich kolluviales Wasser erhalten.&lt;br /&gt;
Französische Wissenschaftler ( P. Pfeffer, Y. Monnies und Ph. Taquel ) definieren die Zonen von der Wüste bis zu den tropischen Gefilden wie folgt :&lt;br /&gt;
* Unter 100 mm Sommerregen Wüste.&lt;br /&gt;
* Von 100 bis 300 mm Nordsahel, der Regen fällt jedes Jahr und verteilt sich auf einen Monat. Das „Grün“ wird von Kamelen abgeweidet (z.B. Agadez 200 mm und 21 Tage Regen pro Jahr Anm. des Verfassers).&lt;br /&gt;
* Von 300 bis 500 mm Südsahel, der Regen ist über zwei bis drei Monate verteilt, Bäume tauchen auf und Viehzucht ist möglich.&lt;br /&gt;
* &amp;gt; 500 mm Beginn der tropischen Zone, der Regen verteilt sich über 100 Tage im Jahr, Ackerbau ist möglich, Hirse und Erdnüsse können wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Einteilung stimmt weitesgehend mit der Definition H. Menschings überein.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Nahen Osten von den Zagrosbergen bis ins anatolische Hochland und entlang der Mittelmeerküste Palästinas wuchsen die Wildformen von Gerste und Weizen bei einem durchschnittlichen, jährlichen Niederschlag von über 300 mm. Diese Ressource wurde von ca. 11.000 BP bis 8000 BP von den dort lebenden Menschen genutzt. Frühe dörfliche Siedlungen sind von Osten nach Westen Ali Kosh, Ganj Dareh, Jarmo, Cayöun, Canhasan, Catal Hüyük und Hacilar. Im Bereich der Mittelmeerküste liegen Ras Shamra, Tell Ramad Munhata und Jericho. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ackerbau gelangte um 8000 BP bis 6000 BP in die Euphrat- und Tigrisebene, wo mit künstlicher Bewässerung experimentiert wurde, da das Gebiet außerhalb der 300 mm Isohyete lag. Wahrscheinlich wurden Gerste und Weizen von Palästina ins Nildelta und weiter in den Süden Ägyptens gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon um ca. 8100 BP bis 7900 BP tauchen Gerste in domestizierter und wilder Form in Nabta Playa und etwas später um 7700 – 6200 BP Gerste und Weizen in Nabta und Kiseiba auf (El Hadidi 1980, Stemmler und Falk 1980). &lt;br /&gt;
Wenn wir annehmen das Getreide sei vom Menschen transportiert worden, so kommen als mögliche Wege das Niltal oder aber die westliche Wüste in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorghum und Hirse sind von Süden, aus Nordost- Afrika kommend, nach Ägypten gelangt. &lt;br /&gt;
Sorghum ist vor 7900 BP in Nabta nachgewiesen (E – 75 – 6), um 6700 – 6710 BP ist er zusammen mit Hirse im Wadi Obeiyd in der Farafrasenke angelangt. &lt;br /&gt;
Gerste und Weizen von Norden eingeführt und Hirse und Sorgho von Süden kommend haben wahrscheinlich die gleichen Routen genommen nur jeweils in entgegengesetzter Richtung.&lt;br /&gt;
Wenn aber südliche Getreidearten im Norden gewachsen sind und nördliche im Süden der westlichen Wüste Ägyptens, so kann davon ausgegangen werden, dass an allen geeigneten Orten auf diesem Weg, und das sind die Orte an denen Mahlwerkzeug gefunden wird, beide Getreidegruppen bekannt waren und auch genutzt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit der Verbreitung des Getreides ist ein natürliches Eindringen der Taxa mit fortschreitendem Sommer- und Winterregen. Das würde allerdings Winterregen in Nabta Playa bedeuten.&lt;br /&gt;
In jedem Fall folgt aus dem oben Gesagten, logischerweise dass die klimatischen Bedingungen ein Wachsen und Reifen von Körnerfrüchten erlaubten und daraus folgt wiederum eine jährliche Niederschlagsmenge von mehr als 150 mm Winterregen (Farafra) und von mehr als 300 mm Sommerregen (Nabta).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die stellenweise sehr hohe Dichte von steinzeitlichem Mahlwerkzeug in der Ostsahara zu erklären, wird, da viele Wissenschaftler eine höhere Niederschlagsmenge als 200 mm Sommerregen ausschließen, eine Art von genügsamen, trockenheitresistenten „Wildgetreide“ ins Spiel gebracht, welches mit Niederschlagsmengen von weniger als 200 mm Sommerregen / Jahr in der Lage sein soll essbare Körnerfrüchte zu produzieren. Der Name dieses Grases oder dieser Gräser ist nicht genannt. Die postulierten „Wildgetreide“ scheinen eine Schimäre zu sein. &lt;br /&gt;
Wären sie bekannt, so könnte die Sahelzone endlich vom Hunger befreit werden, denn die Gebiete zwischen den Isohyeten 300 mm und 50 mm ( Sommerregen ) stellen ungeheuere Flächen dar, die für die Produktion von „Wildgetreide“ zur Verfügung stünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert eine Reihe von Wildgräsern, deren Samen in Notzeiten gegessen werden aber sie sind an die 300 mm Isohyete gebunden. Fährt man mit dem Geländewagen von Agadez (200 mm) in Richtung Tahoua, so wird die 300 mm Isohyete gequert und erst südlich dieser Linie macht der Reisende, der seinen Wagen verlässt, die unangenehme Bekanntschaft mit dem cram – cram (chencrus biflorus).&lt;br /&gt;
Auch Wildgetreide in montanen Gunsträumen braucht, wenn es essbare Körner produzieren soll, gute Jahre d.h. ein Minimum von 300 mm Sommerregen oder äquivalente Wassermengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon ausgeführt, wuchsen zu Beginn des Holozäns die Wildformen von Weizen und Gerste bei einer Niederschlagsmenge von ca. 300 mm Winterregen im „fruchtbaren Halbmond“. Diese Wildformen wurden vom Menschen durch Selektion zu Kulturpflanzen herangezüchtet und wuchsen weiterhin bei 300 mm Winterregen in der ursprünglichen Region. Bei niedrigeren Niederschlägen wurde weiter südlich mit Bewässerung experimentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ostsahara wuchsen zur gleichen Zeit Wildpflanzen, als da sind setaria, panicum und sorghum in der Umgebung vieler steinzeitlicher Fundstellen. Es ist anzunehmen, dass auch hier eine ausreichende Regenmenge notwendig war, gleich ob für Wild- oder Kulturpflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem Handbuch für tropische Landwirtschaft (London 1979) weisen die Autoren D. Joy und E.J. Wibberley darauf hin, dass Sorghum heute vorzugsweise bei Niederschlägen zwischen 750 und 1250 mm/Jahr Sommerregen angebaut wird, bei fünf bis sieben Trockenmonaten im Jahr.  Hirse ist weniger anspruchsvoll und benötigt 500 bis 750 mm Sommerregen pro Jahr. Bei weniger als 500 mm/Jahr wird nur noch Kolbenhirse angebaut, es sei denn, künstliche Bewässerung wäre möglich. Das Buch ist für Praktiker konzipiert und richtet sich an westafrikanische Landwirte. Digitaria und Pennisetum, die in der Ostsahara häufig auf holozänen, steinzeitlichen Fundplätzen nachgewiesen sind, wachsen heute u.a. in den Savannengebieten Nigerias. Die Gräser sind ausgezeichnete Futterpflanzen für Rinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun könnte argumentiert werden, dass dank der geographischen Lage an den Schichtstufen, Wasser am Fuße der Hänge sich hätte sammeln können und dass so auch bei niedrigen Regenfällen genügend davon für die Pflanzen zur Verfügung gestanden haben würde.&lt;br /&gt;
Für tiefwurzelnde Bäume und Sträucher ist dies sicherlich zutreffend, nicht aber für Gräser, ausgenommen einige Horstgräser, und vor allem nicht für Getreide.&lt;br /&gt;
Körnerproduzierende Gräser brauchen entweder in bestimmten Abständen Regen, der die oberflächennahen Bodenschichten und so den Wurzelbereich durchfeuchtet oder aber künstliche Bewässerung.&lt;br /&gt;
Wenn K. Neumann ein Beispiel von Hirseanbau aus der Bayuda mit Niederschlägen zwischen 25 mm und 50 mm angibt, so hätte fairerweise gesagt werden müssen, dass dies nur durch künstliche Bewässerung möglich ist (Forschung zur Umweltgeschichte der Ostsahara, Seite 116).&lt;br /&gt;
In meinem Garten in Abu Tartur wuchsen ohne jegliche Regenfälle unter anderem Zuckerrohr und Bananenstauden. In Anou Araren nördlich von Agadez habe ich ca. 50 ha bewirtschaften lassen. Es wurden jährlich vier Ernten und zwar Sorghum, Weizen, Zwiebeln und Tomaten eingefahren und das bei einer Niederschlagsmenge von weniger als 150 mm Sommerregen/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bewässerungstechnik dürfte in dem behandelten Zeitraum von den Siedlern in der libyschen Wüste noch nicht entwickelt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Wirbeltiere)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Knochenfunde der B.O.S. Mission wurden von Wim van Neer und H.P. Uerpmann untersucht. Die Fundstellen sind im Prinzip die gleichen, die für die Untersuchung der Baumvegetation K. Neumanns herangezogen worden sind. So sind auch die Probleme ähnlich. Zu große Distanzen zwischen den Fundplätzen, teilweise schlechter Erhaltungszustand des zu untersuchenden Materials und vor allem eine Lücke zwischen den Breitengraden 24° N und 29° N machen eine eindeutige Bewertung schwierig. &lt;br /&gt;
Für Lobo in der Sandsee wird gesagt : „The sample contains almost nothing but unidentifiable mamal bones which, as far as could be established, belong all to the size class of the dorca gazelle. Only two enamel fragments indicate the presence of a large bovid. Dorca gazelle is represented by five identifiable fragments”.&lt;br /&gt;
Die von Willmann abgesammelten und von H.P. Uerpmann bestimmten Knochen gehören zu Großsäugern, identifiziert wurde Pelorovis antiquus.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz glass area 81/61 sind neben Dorca, Dama, Oryx und Hase vor allem Frosch- oder Krötenknochen gefunden worden, sie machen die Hälfte der Funde aus. Eine neuere Analyse, durchgeführt vom Institut für Paläoanatomie und Geschichte der Tiermedizin, München, gibt für 81/61 folgende Verteilung an :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alcelaphus buselaphus|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oryx dammah||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Addax nasomaculatus||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ovis aries||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||196&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Lepus capensis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amphibien fehlen in dieser Aufstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Münchener Institut hat ebenfalls die Knochenfunde von Djara 90/1 sowie die von Abu Gerara 98/5 untersucht (N. Pöllath in „Drei Tierknochenaufsammlungen aus Ägypten,      TPA 1“).&lt;br /&gt;
Die Fauna von Djara 90/1 setzt sich wie folgt zusammen :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Addax nasomaculatus|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella sp.||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella dorcas||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caracal caracal||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Unbestimmter Großtierknochen||46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Spathopis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht enthalten in dieser Aufstellung von 90/1 sind ein ebenfalls in Djara gefundenes domestiziertes Schaf und ein einwandfrei identifizierter Nilpferdknochen. Die Großtierknochen machen in dieser Aufstellung ca. 80 % der Gesamtmenge aus und geben einen Hinweis auf ein günstiges Klima mit Niederschlägen, welche für dichten Graswuchs sowie für das Gedeihen von Bäumen ausreichend waren. Das Verhältnis von ca. 80 % Großtierknochen zu anderen findet sich in Gerara, nördlich des 26. Breitengrads Nord wieder, ist aber leider nur auf einer geringen Menge basiert. Unter den Boviden befindet sich ein Büffel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camelus dromedarius*|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bos / Syncerus||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die Dromedarknochen sind später in das Fundgut gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von domestizierten Tieren und unbestimmten Großsäugern zu Dama und Dorcas Gazellen beträgt für Abu Tartur 75 %. Aber auch hier ist die Menge der untersuchten Knochen gering.&lt;br /&gt;
In Abu Tartur ist lediglich versucht worden, die Steinwerkzeuge in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Von der Keramik hingegen oder von den faunistischen Relikten sind nur einzelne Belegstücke von der Oberfläche aufgenommen worden. In den Fundplatzbeschreibungen wird aber auf gehäuftes Auftreten von Keramik, Knochen und Holzkohle hingewiesen.&lt;br /&gt;
Dennoch ist das Rind auf den Plateaufundstellen 0009/83, 0012/83 und 0054/85 nachgewiesen. Ziegen und / oder Schafe sind von 0008/13, 0010/83, 0012/83 und 0039/85 bekannt. Auch ein Nashorn kommt auf dem Plateau (0007/83) vor. Neben Gazellenresten wurde auch ein Kieferknochen der Hyäne geborgen.&lt;br /&gt;
In der Sandsteinebene wurden an den Playarändern Knochen von Ziege und / oder Schaf von den Fundplätzen 1010/83 und 1032/82 aufgelesen. Rinder- oder Büffelknochen fanden sich auf dem Fundplatz 1048/84. Ein Nashorn stammt von 1010/83 ein Zebra (equus) von 1005/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Knochenmaterial der domestizierten Tiere und das der Wildfauna wurde dankenswerterweise von H. Berke analysiert. &lt;br /&gt;
In den von M. Mc Donald bearbeiteten Fundstellen der Masara Phase, weit außerhalb der Dakhla Oasen, ist die Fauna weniger reich als die Vegetation es vermuten ließe. Neben Gazellen, Hasen, Eidechsen und einigen Vögeln enthält das Spektrum Schildkröten und Kröten. Das einzige recht anspruchsvolle Tier ist die Steppenkuhantilope, ein Bovide mit einer Schulterhöhe von 1,5 m und einem Gewicht von bis zu 250 kg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der afrikanische Hase (lepus capensis) bevölkert mit Ausnahme der dichten Wälder sämtliche Landschaftsformen und Klimazonen Afrikas. Ich selbst habe ihn im feucht- heißen Sambesital gejagt. Sein Auftreten bedeutet demnach lediglich, dass kein dichter Wald vorhanden war.&lt;br /&gt;
Gazellen können auch in sehr trockenen Gegenden überleben, selbst ohne offenes Wasser. Sie müssen ihren Feuchtigkeitsbedarf aber dann aus ihrer Nahrung decken können, also durch frische, grüne Pflanzen. Wenn kein Wasser zur Verfügung steht und das wenige Futter trocken und verdorrt ist, findet auch eine Gazelle keine Überlebensmöglichkeit.&lt;br /&gt;
Große Antilopen wie Alcelaphus buselaphus, von M. Mc Donald „hartebeest“ genannt, was eher dem südafrikanischen Verwandten Alcelaphus caama entspricht, brauchen Wasser und große Mengen Futter, sie können nicht wie Gazellen längere Trockenperioden überstehen.&lt;br /&gt;
Auch in Dakhla stehen also die paläobotanischen Fakten in scharfen Gegensatz zu der ariden Umwelt südlich des 24. Breitengrads Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mudpans weisen neben Vertretern genügsamer Boviden vor allem Elefant und Giraffe auf savannenartiges Gelände hin. In diesem Zusammenhang ist auch der große Anteil und der Artenreichtum der Raubtiere von Wichtigkeit. Auf keinen Fall sind Hyäne und Karakal Wüstenbewohner, ihre Anwesenheit lässt auf eine Vielzahl von möglichen Beutetieren schließen. Bemerkenswert ist das Fehlen von domestizierten Tieren, kommen doch in Eastpans neben Hund und Schaf auch Rinder vor und selbst in der Sandsee (81/61) werden Schaf und wahrscheinlich auch Rind angetroffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Fundkomplex_T_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex T&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Ingrid_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Ingrid&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_West_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex West&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Vera_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Vera&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Renate_neu_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Renate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Mollusken)== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Landschnecke Zootecus insularis kommt auf dem Abu Tartur Plateau in sehr großen Mengen vor. Sie ist Indikator einer Krautvegetation und kann durch Eingraben kürzere Trockenperioden überleben. Ein Exemplar wurde auf 8485 +- 45 BP datiert. Getragen wurde der Pflanzenwuchs von terra rossa Böden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastropoden, die sich eingraben, suchen Feuchtigkeit, die Böden mussten daher mächtig und in ihren tieferen Schichten dauerfeucht gewesen sein. Für Kröten, die sich in die Erde zurückziehen, gilt das gleiche.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden zwei Exemplare von Bulinus truncatus auf dem Plateau und drei an den Endpfannen gefunden, wobei die Bestimmung nicht ganz zweifelsfrei ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lymnaea natalensis, die fast ausschließlich in permanenten Gewässern lebt, ist mit 23 Exemplaren von Playa West und Playa Renate vertreten. Von Melanoides tuberculata, welche nur in Gewässern, die nicht regelmäßig austrocknen, lebt, ist nur ein Exemplar gefunden worden. &lt;br /&gt;
Pila sp. ist jeweils mit einem juvenilem, ebenfalls zweifelhaftem Exemplar von 1019/82 und 1005/83 vertreten.&lt;br /&gt;
Asphataria rubens oder Spathopis ist in Abu Tartur in großen Mengen vorhanden. 35 Exemplare von 35 verschiedenen Fundplätzen sind als Proben entnommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spathopis ist nicht an tiefes Wasser gebunden, sondern kann auch in flachen Tümpeln leben, wenn diese regelmäßig überflutet werden (S. Kröpelin 1993 : 193 – 195). Bislang wurde angenommen, dass Asphataria aus dem Niltal in die Wüste gelangt sei, nur für den Wadi Howar gilt sie als autochthon, dort sind auf der Fundstelle 80/73 Bulinus truncatus, Melanoides tuberculatus und Planorbis Gastropoden gefunden worden, sie gelten, wie auch Asphataria als nicht eingeschleppt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum sollte eine ähnliche Vergesellschaftung in Abu Tartur allochthon sein zumal Van Damme (1984) für die steinzeitlichen Phasen des Holozäns das Vorkommen von A. rubens westlich des Nils an Wasserstellen und Wadiläufen bezeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Altersanalyse an einer Spathopisschale vom Fundplatz 1004/83 hat einen Wert von 8110 +- 45 BP ergeben (KIA 23194), sie ist damit wesentlich älter als der älteste Fundplatz der Playa West und somit wahrscheinlich vor dem ersten Siedler an diesem Ort existent gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Felsbildkunst)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sehr variantenreiche Felskunst Abu Tarturs zeigt unter anderem drei Gravierungen von Rindern und stellt in einer interessanten Perspektivform eine Schafherde dar.&lt;br /&gt;
An Wildtieren werden Spießböcke, Giraffen, Antilopen und ein Strauß präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine seltene Darstellung von Fischschwärmen in der Draufsicht, wie ein Beobachter von einem erhöhten Punkt am Ufer die Tiere sehen würde, weist auf permanentes Wasser hin. Ein in der Seitenansicht gravierter Fisch dürfte sehr viel jünger sein, er ist Teil eines Piktogramms, welches vielleicht schon in die prädynastische Zeit weist. Im Gegensatz zu den oben genannten Fischschwärmen ist er nicht unbedingt ein Beweis für sein Vorkommen an diesem Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In „Rock drawings of southern upper Egypt II“ von 1939 beschreibt Hans A. Winkler die Gravierungen, die sich am Fuße des Abu Tartur Massivs bis nach Dakhla hinziehen und auch noch westlich und südlich der Oasen anzutreffen sind. Die Felszeichnungen von 1005/83 hatte er übersehen, kein Wunder in dem Gewirr von Zeugenbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An neun Stationen finden sich Darstellungen von Giraffen. Antilopen und Strauße sind jeweils sechsmal dargestellt. Viermal kommen Gazellen und Ibex vor, letztere wären eher in der östlichen Wüste zu erwarten gewesen. Neben drei Stationen mit Abbildungen von Rindern sind auch zwei mit Elefanten vorhanden. Außerdem sind Hunde, Esel, Krokodile, Schlangen, Hase, Vogel und Kamel graviert. Bei neolithischen Felsgravierungen gehe ich davon aus, dass die abgebildeten Tiere in der Umgebung lebten und dem Künstler aus eigener Anschauung bekannt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter, ausführliche Informationen und Darstellungen finden sich unter [[Fundkomplex Abu Tartur | Fundkomplex Abu Tartur Felskunst - Zeichnungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen von domestizierten Tieren und von großen Wildtieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| Hund|| Ziege|| Schaf|| Rind|| Büffel*|| Hartebeest|| Nilpferd Nashorn|| Elefant|| Giraffe|| Egnus (Zebra)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundregion'''|||||||||||||||| || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gilf Kebir|||| X|||| X|||||||| X (Myers)|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sandsee|||||| X|| X (96/15)|| X|| X (81/61)||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mudpans|||||||||||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Eastpans|| X|||| X|| X||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla (Mc Donald)|||| X ?|||||||| X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla**|| X|| X|| X|| X|| X|||| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Tartur|||| X|| X|| X|| X|||| X|| X ?|| X ?|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kharga**|||||||| X|||| X|| X|| X|||| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Gerara|||||||||| X||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Djara|||| X (Felsbild)|| X|||||| X|| X||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Farafra|||| X|| X||||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nabta-Kiseiba|| X|| X|| X|| X|| X ?||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Felsbilder Abu Tartur-Dakhla|| X|||| X|| X|||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* * Bouchud (1969) states categorically that the giant buffalo is a savanna dweller needing large quantities of water. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ** Die Oasen im frühen Holozän waren nicht bedeutender als heute. Der Wasseraustritt der Quellen lag allerdings auf einem höheren geographischen Niveau. Das Nachlassen des Wasserdrucks und damit der eventuellen Menge wurde harmonischer Weise durch die starken Deflationsraten ausgeglichen, so dass von einem gleichmäßigen Fördervolumen ausgegangen werden kann.&lt;br /&gt;
Da das Wasser aber nicht wie heute kanalisiert war, bildete sich eine Sumpflandschaft, die von Savannentieren nicht bevorzugt wird. Die aktuelle intensive, durch Pumpen beschleunigte Nutzung der endlichen Wasserreserven hat ein Ungleichgewicht bewirkt. Die Deflation kann die Verminderung des artesischen Drucks nicht mehr ausgleichen. Daher muss immer mehr Wasser aus größeren Teufen gehoben werden.&lt;br /&gt;
Die von Leclant und Churcher durchgeführten Analysen der Oasenfauna sind zweifelhaft. &lt;br /&gt;
Der auf einigen Fundstellen erhöhte Knochenanteil von kleinen Boviden und Hasen kann über die tatsächliche Zusammensetzung der Paläofauna ein falsches Bild zeichnen.&lt;br /&gt;
Klein und Cruz – Uribe (1984) schreiben dazu :&lt;br /&gt;
“In many instances prehistoric hunters probably butchered a large animal where it fell and brought only selected parts to their home base. In contrast, they probably often imported smaller animals intact”. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Komplexität der Beurteilung prähistorischer Knochenfunde wird von Hubert Berke ausführlich in seiner Arbeit “Zum Thema Archäozoologie” (1989) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mensch und Umwelt==&lt;br /&gt;
Die Lage der steinzeitlichen Fundplätze in der sie umgebenden Landschaft lässt zuweilen Schlüsse auf  die klimatischen Bedingungen zu. Die Wasserversorgung ist in diesem Zusammenhang von besonderer Wichtigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel I'''&lt;br /&gt;
AT 0002/84 ist mit 9120 +- 40 Jahren vor heute der bislang älteste datierte Fundplatz Abu Tarturs. Durch sein reichhaltiges, homogenes Fundmaterial weist er sich als Siedlungsplatz  aus, der für eine gewisse Dauer angelegt worden ist. Die Versorgung mit Wasser könnte durch Regenwasser gewährleistet worden sein, welches sich in einem flachen Becken der Fundstelle AT 0014/85, etwa einen Kilometer nordöstlich gelegen, sammeln konnte. Kleinere Tümpel, heute im Gelände nicht mehr auszumachen, hätten sich in der Nähe von AT 0002/84 bilden können. Ähnliche Fundkomplexe gleichen Alters, wenn auch kleiner und weniger deutlich ausgeprägt, werden auf dem Plateau angetroffen aber bisher nie in der Ebene in der Nähe der großen Playas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus kann geschlossen werden, dass nach den großen Regenfällen zu Beginn des Holozäns die Wasserversorgung auf dem Plateau ohne große Endbecken kein Problem für die Siedler darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel II'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle Ä 98/20 im Tiefsten einer Endpfanne, welche Wasser aus einem Einzugsgebiet von 563 km² sammelt, hat zu verschiedenen Zeiten, nach eigener Beobachtung vom Epipaläolithikum (langschmale Dreiecke, Rückenmesser) bis zum Spätneolithikum (gestielte, flächig bearbeitete Pfeilspitzen, side-blow-flakes) als Zufluchtsort am ENDE der Trockenzeiten gedient, wenn höher gelegene Wasserstellen ausgetrocknet waren und wenn die Weiden auf den Hamadas abgegrast waren. Während der Regenzeiten, es sind sowohl Sommerregen aus Süden als auch Winterregen aus Norden nachgewiesen, waren die Wasserstände wesentlich höher wie Proben vom Niveau + 5 m belegen. Die Siedler, ob Jägernomaden oder Hirten nutzten nach den Regenfällen die Hamadas und Wadis außerhalb der Senken, das Aktionsgebiet schloss ebenfalls den Dünengürtel des Abu Muharig ein. Während dieser Zeit waren die Bewohner sehr mobil und legten keine Dauerlager an. Der archäologische Nachweis ist durch die „short-term camps“ und die „overnight stopps“ (Kindermann) gegeben. Am Ende der Trockenzeiten wurde der Raum um die Endpfanne genutzt, die Mobilität war eingeschränkt, da nur noch wenige Wasserlöcher vorhanden waren und hierdurch erklärt sich die höhere Konzentration von Steinplätzen und Artefakten.&lt;br /&gt;
Diese gut durchdachte und zutiefst logische Strategie wird auch heute noch von Hirtenvölkern in der Sahara angewandt (Niger, Mauretanien u.a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach aktueller Hypothese sind lediglich 100 mm Regen im Jahr gefallen. In der folgenden Rechnung werden die bislang für richtig gehaltenen Zahlen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0,1 m Regen im Jahr x 563.000.000 m² = 56.300.000 m³/Jahr. Angenommen 80% des Wassers versickern oder verdunsten auf ihrem Lauf, angenommen die Endpfanne hat eine Größe von  1 km² so beträgt der Wasserstand am Ende der Regenzeit 11,2 m, eine Höhe, die mit meinen Beobachtungen größenordnungsmäßig übereinstimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel III'''&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet von Ä 90/1 beträgt nach der gleichen Quelle wie weiter oben lediglich 1 km². Bei den von mir postulierten Wasserständen werden sich allerdings Überläufe zwischen den einzelnen Teilsenken gebildet haben und so auch hier die noch erkennbaren Mulden aufgefüllt haben. Der besondere Gunstfaktor des Fundplatzes bestand in der als Zisterne dienenden Höhle. Bei stärkeren &lt;br /&gt;
Niederschlagsereignissen konnte Wasser in die Höhle überlaufen und dort eine Reserve von ca. 9000 bis 10.000 m³ bilden, genügend Wasser, um eine größere Population mit Haustieren während des ganzen Jahres zu versorgen (Die tägliche Menge entspricht einem großen Tankwagen von 30 m³ Fassungsvermögen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ereignisse lassen sich nachweisen an den verschwemmten Sedimenten, die im Höhleninneren einen fast waagerechten Untergrund bilden, wie er nur vom Wasser gestaltet werden konnte und an dem Vorhandensein von schalenförmigen pelitischen Sedimentkrusten, die im stillen Wasser abgesetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 100 mm Niederschlag im Jahr und einem Einzugsgebiet von 1 km² kann die Attraktivität des Fundplatzes nicht erklärt werden, da in einem Endbecken von ca. 300 m x 300 m der Höchstwasserstand nur etwas mehr als 1 m betragen würde falls die gesamte Wassermenge dort gesammelt würde. Bei 20% wie im Beispiel II waren es gerade einmal 20 cm Höchststand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel IV'''&lt;br /&gt;
beschreibt die Fundstelle Ä 95/2 in den Eastpans. Hier stehen bei 200mm Niederschlag pro Jahr und einem Einzugsgebiet von 227 km² in einem Sammelbecken von rund 3 km² (von Niv. –1 bis Niv. +5) 45.400.000 m³ Wasser zur Verfügung. Anzumerken ist, dass die bekannten Fundplätze jeweils Becken mit Flächen von ca. 500.000 m² aufweisen. Der Wasserstand würde bei 20% Ausnutzung auf  der Gesamtfläche bei 3 m liegen, die kleineren und tiefer gelegenen Fundplätze könnten unter den gleichen Umständen einen wesentlich höheren Wasserstand aufweisen, rein rechnerisch bis ca. 9 m. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altersangaben betreffen die Zeit um 6000 BP für das Spätneolithikum und 7214 BP für das Mittelneolithikum. Da die Menschen in dieser Zeit neben der Jagd von Körnerfrüchten und von den Produkten der Viehzucht lebten, dürfte eine ähnliche Situation existiert haben wie in Djara 98/20 nämlich eine Konzentration um einen Teich, in dem die letzten Wasserreserven am ENDE der Trockenzeit vorhanden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel V'''&lt;br /&gt;
bezieht sich auf AT 1005/83. Der bedeutende Fundplatz mit einem Alter von 6420 +- 60 BP Jahren weist eine Werkzeugmenge von 897 Stücken auf, hinzu kommen 40 Mahlsteine, 16 Reibschalen, 31 identifizierte Feuerstellen und Keramik. An faunistischen Material wurden u.a. Straußeneiperlen, bulinus truncatus, lymnaea natalensis und aspatharia rubens gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt am Nordrand eines ausgedehnten Playabeckens und ist um einen Inselberg aus nubischem Sandstein, der aus dem Holozänsediment herausragt, angeordnet. Die Positionen der immobilen Feuerstellen liegen zum Teil oberhalb der Niveaulinie 204 und reichen bis nahe an die wahrscheinliche Uferlinie, welche dem Niveau 202 entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiter südlich gelegene mittelneolithische Fundstelle AT 1004/83 mit einem Alter von 7590 +- 75 BP Jahren liegt ebenfalls auf dem Niveau 204. Auch hier wird eine Variationsbreite angetroffen, so dass Fundplatzteile etwa zwischen Niv. 205 und Niv. 203 liegen. Weitere noch nicht datierte Fundstellen wie 1001 bis 1003, 1006 bis 1012 und 1039, 1040, 1044 und 1079 bis 1082 sind ebenfalls um die Niveaulinien 202 bis 205 gruppiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:1005_83_Lageskizze.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Lageskizze Abu Tartur, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Belege lassen darauf schließen, dass die Playa über lange Zeiträume im wesentlichen das gleiche Sammelbecken und ähnliche Wasserstände aufwies. Ein Playaprofil welches an einem Sandsteinhügel ansteht, zeigt an seiner Basis eine Wechsellagerung von sandigen und tonigen Schichten. Darüber liegt eine kompakte tonige Masse von ~ 2 m Mächtigkeit ähnlich der von H. Riemer dokumentierten Schichten im Wadi Asfura in der Nähe der Fundstelle AT 1072/86 oder dem Aufschluss AT 1023/82 wo gut 2,50 m ungeschichtete Tonmassen anstehen und sich im nicht aufgeschlossenen Liegenden fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese tonigen Sedimente weisen auf eine gleichmäßige, nicht turbulente Wasserzufuhr hin wie sie z.B. bei Winterregen auftreten kann. Andere Schichten enthalten Kalkgeröll oder feine kalkige Verwitterungsprodukte, die wiederum auf heftige Sommerregen schließen lassen.&lt;br /&gt;
Eine genauere Untersuchung des Sedimentationsgeschehens durch ein Geologenteam könnte hier endgültige Erkenntnisse erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Diskussion und Konklusion==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die libysche Wüste Ägyptens herrscht bei Wissenschaftlern bislang eine weitgehende Übereinstimmung, wonach die Gebiete zwischen dem 24. und dem 29. Breitengrad Nord zu keiner Zeit während des prähistorischen, holozänen Klimaoptimums eine höhere Regenmenge erhalten haben als 150 mm/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R. Kuper und S. Kröpelin gehen in einer neueren diesbezüglichen Veröffentlichung von mehr als 50 mm bis 150 mm Niederschlägen im Jahr aus (Science 2006, Vol. 313, Fig. 3). Sie postulieren ein Vorrücken des tropischen Monsuns zu Beginn des Holozäns wonach südlich des Wadi Howars &amp;gt; 450 mm Sommerregen/Jahr fielen, bis in die Gegend um Laqiya mehr als 300 mm und bis zur ägyptisch sudanesischen Grenze und im Gilf Kebir &amp;gt; 150 mm Sommerregen im Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem reichte bis ins Fayum, wo &amp;gt; 150 mm Winterregen angegeben sind. Auch dieser Wert ist zu niedrig angesetzt, jagten doch die Menschen im Fayum noch um 6000 BP Elefanten (site K) und Nilpferde (site N) und bauten Gerste, Leinen und Weizen an. Ein striktes Minimum von 250 mm Winterregen wären die Vorraussetzung für eine derartige Flora und Fauna. Durch das Vorhanden sein des Sees herrschte zwar kein Wassermangel, noch wichtiger ist aber ausreichend Regen, um eine Lebensgrundlage für Großtiere und Möglichkeiten zum Ackerbau zu schaffen. Ein Seeuferbewuchs würde nicht ausreichen. Vergleiche mit sogenannten Wüstenelefanten Namibias sind nicht angebracht, da diese die Wasserspeicher der Wadis, die durch Regen aus weit entfernten Gegenden gespeist werden, nutzen und lediglich durch Wüstengebiete wandern, um von einem Wadi zum nächsten zu gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum zwischen dem 30. Breitengrad Nord und dem 23. Breitengrad Nord lag demnach in einer Wüste, die weniger Regen erhielt als heute Agadez in der Republik Niger (200 mm Sommerregen). In dieser ägyptischen Zentralwüste fehlen die Gebirge, die zusätzliches Wasser in die trockenen Ebenen hätten leiten können, allenfalls sind einige Schichtstufen vorhanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Bild einer breitengradparallelen zonalen Klimaentwicklung, wie es für die Westwüste Ägyptens und den nordwestlichen Teil des Sudans gezeichnet wird, ist durchaus stimmig soweit es sich auf den südlichen Teil des Untersuchungsgebiets bezieht. Belege aus der Quartärgeologie, besonders aus dem Gilf Kebir, sowie weitere Fakten aus Fauna und Flora lassen keine Zweifel aufkommen.&lt;br /&gt;
Weiter nördlich betreffen die Untersuchungen Teile der Großen Sandsee und das Abu Ballas Stufenland. Hier stellen sich die ersten Fragen. Wie kommen Savannengehölze und Savannentiere nach Mudpans und woher kommen die Graslandschaften und die Rinder von Eastpans ?&lt;br /&gt;
Diese Gebiete folgen nicht mehr der etablierten Zonung und werden als Vorposten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des 25. Breitengrads Nord, einer Zone, die bis auf Dakhla (M. Mc Donald) nicht intensiv bearbeitet worden ist, erlauben die harten Fakten nicht mehr an dem konservativen System festzuhalten.&lt;br /&gt;
Wie neuere Forschungen nahe legen, reichten die tropischen Sommerregen nicht nur bis zum 24. Breitengrad Nord sondern weit über 27° N hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem wurde bislang nicht genügend berücksichtigt und heute ist klar, dass die Winterregen von der Küste über Djara bis zu den Mudpans und vielleicht sogar bis in den Nordsudan reichten. Selbst der Gilf Kebir scheint zeitweilig in das Winterregenregime eingebunden gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet welches auf Grund seiner Topographie am stärksten durch die zwei sich überlappenden Regenzeiten begünstigt worden ist, liegt um den 25. Breitengrad Nord. Wir dürfen hier von &amp;gt; 150 mm Winterregen und von einer Sommerregenmenge gemäß der zonalen Ausbreitung der Isohyeten von &amp;gt; 50 bis 150 mm ausgehen. Der mittlere jährliche Niederschlag umgerechnet in Sommerregen (100 mm Winterregen entsprechen in der Landwirtschaft 200 mm Sommerregen) würde also nach folgender Rechnung diese Größenordnung gehabt haben :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(50 + 150) : 2 + (&amp;gt;150 x 2) = 100 + &amp;gt;300 = &amp;gt;400 mm äquivalenter Sommerregen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Niederschlagsmenge könnte die Bildung der Rotböden auf dem Plateau und in der „Roten Wüste“ und die zum Teil riesige Ausdehnung der Playas in der Ebene und das Vorhandensein offener Wasserflächen erklärt werden. Damit ließe sich auch die Bildung von Kalzitkristallen in der Kontaktzone von Kalkstein und Playaboden schlüssiger belegen (H. Besler). &lt;br /&gt;
Zugleich liegt diese Regenmenge in einem Bereich, der Rinderhaltung erlaubt und der dem Vorhandensein von wilden Großtieren nicht widerspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem aber wird verständlich warum sich Menschen in diesem Raum niedergelassen haben, hier konnten sie gut leben und nicht nur überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird auch verständlich wenn Wendorf et al. (2001) eine Trockenzeit zwischen 8700 und 8600 BP feststellen, während Mc Donald gerade eine Blüte der Masara C Kultur konstatiert. Die Klimaregime waren unterschiedlich, der Einfluss der Winterregen, wenn überhaupt (Chenopodiceae in Nabta) wird im CPE- Bereich geringer gewesen sein als am 25. Breitengrad Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der veränderten postulierten Umstände konnten die Siedler in der westlichen Wüste Ägyptens keine reine sedentäre Lebensweise führen.&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Regenzeiten wurden das Plateau und die entlegenen Weidegebiete in der Ebene genutzt. Bei Wasserknappheit, auch &amp;gt;400 mm Niederschlag im Jahr ist recht wenig, sie entsprechen in etwa den Regenfällen der Kalahari, wurden die Ressourcen in der Umgebung der Playabecken einbezogen. &lt;br /&gt;
Die Mobilität der Menschen ging aber über diesen jahreszeitlich bedingten Wechsel der Jagd- und Weidegründe sowie des Erntezyklus hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So tauchen auf den Fundplätzen in Abu Tartur einerseits Kaurischnecken und andere Gastropoden aus dem Roten Meer in den Inventaren auf  und auf der anderen Seite libysches Wüstenglas. Zwischen den Herkunftsorten liegen ca. 1000 km Luftlinie.&lt;br /&gt;
Granite und andere Tiefengesteine zur Herstellung von Reibschalen und Mahlsteinen aus der östlichen Wüste haben ebenfalls einen weiten Weg zurückgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Exportiert aus dem Raum Abu Tartur- Kharga wurde der Gebrauch von großen Dreieck- und Stielspitzen, die sich zunächst im Fayum und später in Merimde und in Badari wiederfinden. Einzelne Stücke wurden in Nabta, in der Djararegion und in Dakhla gefunden.&lt;br /&gt;
Aus Sandstein gefertigte Mahlwerkzeuge auf dem Abu Muharig- Plateau stammen aus den Nubiaschichten, wie sie in Kharga, Abu Tartur und Dakhla anstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen viele nicht direkt fassbare gegenseitige Beeinflussungen wie auf dem Gebiet der Keramikherstellung. Für den materiellen und kulturellen Austausch genügte es, wenn Einzelpersonen oder kleine Gruppen während der kühleren Jahreszeit diese Kontakte pflegten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien unter Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg einer solchen Karawane würde über Abu Ballas führen. Abu Ballas ist einer dieser unscheinbaren Sandsteinhügel wie sie zu Tausenden in der westlichen oder libyschen Wüste Ägyptens vorkommen. Das besondere an diesem Hügel sind jedoch die große Menge an Wasserkrügen und die Scherbenreste aus pharaonischen Zeiten, die am Fuße des Hügels deponiert sind. Die Altersspanne reicht mit Intervallen von 2200BC bis 1070BC. Selbst römische Scherben sind noch zu finden. Sie wurden schon 1918 von den Engländern Ball und Moore entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute versuchen Kölner Archäologen die Geheimnisse des Depots, rund 200km südwestlich der Oase Dakhla gelegen, zu lüften.&lt;br /&gt;
*Sie gehen davon aus, dass das Klima zu Zeit der Deponierung der Krüge nicht wesentlich feuchter war als es heute ist, d.h. hyperarid.&lt;br /&gt;
*Sie gehen weiter davon aus, dass der Weg von Abu Ballas weiter bis zum Gilf Kebir führte. Dafür sprechen Wegmarken (alamat), wenn sie auch im gebirgigem Teil sehr weit auseinander liegen und nicht eingesehen werden können, und Funde von Krügen und Keramikscherben.&lt;br /&gt;
*Weiter wird postuliert soll der Weg über den Gebel Uweinat ins Innere Afrikas geführt haben. Der Uweinat ist ein Gebirge im Länderdreieck Ägypten, Sudan, Libyen und bietet reichlich Wasser aber kaum sichere Weiden. Hier liegen auch keine Befunde vor, die diese Theorie untermauern könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfernungen belaufen sich von Abu Ballas zum Gilf Kebir auf rund 200km und vom Gilf zum Uweinat auf weitere approximative 200km.&lt;br /&gt;
Der Weg sollte eine alternative Handelsroute sein, um schwarzafrikanische Luxusgüter nach Ägypten zu bringen. Er sollte die normalerweise genutzte Nilroute unter noch nicht vollständig geklärten Voraussetzungen ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ägypter ihrerseits mussten Güter zum Tausch anbieten können. Schmuckgegenstände und Tuche aber auch Werkzeuge und Waffen aus Kupfer und später aus Bronze wären mögliche Tauschobjekte. Allen Autoren (R. Kuper, K.P Kuhlmann, H. Riemer und anderen), die sich mit dieser Strecke, dem so genannten Abu Ballas Trail (ABT) befassen oder befasst haben ist klar, dass der logistische Aufwand, um solche Handelskarawanen auszurichten und erfolgreich in einem vollariden Wüstenbereich funktionieren zu lassen, enorm ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es soll mit diesem Aufsatz versucht werden den logistischen Aufwand zu quantifizieren und eventuelle Alternativen aufzuzeigen.&lt;br /&gt;
Für die Rechnung werden die Vorgaben von R. Kuper berücksichtigt („die wüste“ von C.C. Müller und J. de Castro Hrsg. 2006, Seite 80).&lt;br /&gt;
*Tagesstrecke der Eselkarawane: 30km&lt;br /&gt;
*Belastbarkeit der Tiere: 50 bis 70kg/Esel&lt;br /&gt;
*Wasser- u. Futterbedarf: 10kg/Esel und Tag&lt;br /&gt;
*Die Strecke Dakhla – Abu Ballas wird in 7 Etappen eingeteilt (7 × ~ 30km ~ 210km).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Zunächst werden von der Oase Dakhla aus Vorräte auf der Strecke verteilt, die es erlauben die Tiere auf dem Hin- wie auch auf dem Rückweg zu versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Danach läuft eine weitere Kolonne los und deponiert z.B. 1m³ Wasser oder 1t Futter am Zielort Abu Ballas. die Krüge wurden nicht nur in Abu Ballas sondern auch nördlich und südlich davon an geeigneten Plätzen deponiert. Um Wasser lagern zu können, müssen Tonkrüge transportiert werden. Diese Behälter, einmal an Ort und Stelle, bleiben dort und können immer wieder nachgefüllt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Um ein Depot von 300 Krügen, das ist die belegte Anzahl, aufzubauen, muss eine Eselkarawane 300 Krüge × 15kg/Krug = 4500kg über eine Distanz von ~ 200km bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Um die Krugkolonne zu versorgen, muss eine weitere Vorratskolonne die entsprechenden Depots anlegen. Die Anzahl der einzusetzenden Tiere wird ermittelt indem die Eseltage*, die benötigt werden um 1000kg zu transportieren mit 4,5 multipliziert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) Um die Vorräte für den Transport der Menge von 10000 l Wasser, die 300 Krüge zu füllen, werden weitere 9 × 1325 Eseltage benötigt, 1m³ Wasser ist vorher schon transportiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) Der eigentliche Wassertransport benötigt 9 x 280 Eseltage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle Eseltage.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach enthalten das Abu Ballas Depot und die weiteren Zwischendepots 300 Krüge mit 10m³ Wasser aber noch kein Futter für die Tiere, keine Nahrung für die Begleitmannschaft und kein Feuerholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *Eseltage, zu vergleichen mit Mannschichten in der Industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aber kein großes Problem, da von der Basis Dakhla aus weitere Kolonnen von Transporttieren auf die Piste gebracht werden können, um die entsprechenden Futtermengen und sonstiges ins Ziel zu bringen. Der Arbeitseinsatz würde sich dann auf rund 50000 Eseltage erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentliche Problem beginnt, unter Respektierung der postulierten Bedingungen, mit dem Vorratstransport zum 200km entfernten Gilf Kebir und weiter zum Gebel Uweinat, der ungefähr weitere 200km Luftlinie entfernt liegt.&lt;br /&gt;
Der Arbeitsaufwand und die Kosten würden exponentiell ansteigen und sämtliche Esel der Oasen würden möglicherweise nicht ausreichen die 600km lange Wüstenstrecke mit Vorräten auszustatten. &lt;br /&gt;
Nun sollen Handelskarawanen mit ägyptischen Waren beladen auf den Weg geschickt werden und mit nubischen Waren nach Dakhla zurückkehren. &lt;br /&gt;
Man könnte Stellschrauben anziehen und argumentieren, die Tiere könnten schneller und weiter laufen und mehr Gepäck laden, es würde nicht wesentlich das Resultat auf der Strecke Abu Ballas – Gilf Kebir – Uweinat (oder Bir Misaha um nach Nubien zu gelangen) ändern. Die Schwierigkeiten wären nahezu unüberwindbar.&lt;br /&gt;
Zu bemerken wäre noch, dass Tiere, die mit trockenem Futter versorgt werden, und dieses dürfte der Fall gewesen sein, täglich getränkt werden sollten. &lt;br /&gt;
Außerdem darf eine ungewöhnliche Einzelleistung, wie z.B. ein Esel läuft 80km an einem Tag, nicht als Dauerleistung hochgerechnet werden. &lt;br /&gt;
Eine Handelskarawane besteht im alten Reich gewöhnlich aus 300 Lasttieren (H.P. Kuhlmann in Tides of the Desert, Köln 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Futter- und Wasserbedarf wäre für eine 600km lange Wüstenstrecke und einer Dauer von 21 Tagen für den Hin- und weitere 21 Tage für den Rückweg wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10kg/Tag und Tier × 42 Tage × 300 Tiere = 126t''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Tabelle geht hervor, dass 55600 Eseltage eingeplant werden müssen, um 1t Vorräte von Dakhla zum Uweinat transportieren zu können. Hinzu kommen noch 840 Eseltage für die Wasserkolonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 126 t : 1 t = 7111440 Eseltage'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge bedarf keiner Interpretation, die Karawanenreise von Dakhla zum Gebel Uweinat ist nicht realisierbar. Selbst eine Minikarawane von 100 Tieren würde immer noch: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 42 t : 1 t = 2370980 Eseltage'''&lt;br /&gt;
			&lt;br /&gt;
benötigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wären weitere Krugdepots anzulegen, Brennholz zum Brotbacken und Verpflegung für die Begleitmannschaft, welche aus Eseltreibern, Händler, Schreibern,  Soldaten und Wachmannschaften besteht, bereitzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Gebel Uweinat aus sind mindestens weitere 200km Wüstenstrecke mit angenommenen Niederschlägen unter 50mm/Jahr zu durchqueren (Climate controlled occupation in the Eastern Sahara during the main phases of the Holocene, Kuper und Kröpelin 2006).&lt;br /&gt;
Hier wird endgültig klar, dass eine transsaharische Handelsroute unter den vorgegebenen Bedingungen nicht existiert haben kann.&lt;br /&gt;
Da aber vieles für einen Abu Ballas Trail spricht, die Kruglager und die Wegzeichen, müssen die Vorbedingungen untersucht werden, vor allem das Klima, welches im alten Reich herrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linien gleicher Niederschlagsmengen, Isohyeten, sind nach Kuper und Kröpelin nach bestmöglichen Schätzungen auf der Basis von geologischen, archäozoologischen und archäobotanischen Daten etabliert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Siedlungskammer Abu Tartur habe ich weiter oben belegen können, dass Rotböden zu Beginn der steinzeitlichen Besiedlung im Holozän gebildet werden konnten. &lt;br /&gt;
Es ist weiterhin belegt, dass Großsäuger wie Elefant, Nashorn oder Nilpferd und Giraffe sowie große Boviden im besprochenem Raum im frühen Holozän vorkamen.&lt;br /&gt;
Die Präsenz von Savannengehölzen ist in den Holzkohlenproben von Abu Tartur und von weiteren Fundplätzen nahe des 25. Breitengrads bewiesen. Neben Sorghum, der in fast allen Fundgebieten nachgewiesen werden konnte, kommt in Djara auch Amarant vor, ein typisches Gewächs der Feuchtsavanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum in der Östlichen Sahara um den 25. Breitengrad hat nach Kuper und Kröpelin eine jährliche Niederschlagsmenge von &amp;gt;50 bis &amp;gt;150mm erhalten (Sommerregen). Er ist gleichzeitig eines der am dichtesten besiedelten Gebiete in der Zeit von ~9200 BP bis ~6200 BP. Es ist nicht gerade einleuchtend, dass Menschen in einen unwirtlichen Wüstenraum einwandern, wo doch zahlreiche nahe liegende Alternativen mit über 450mm Regen im Jahr existiert haben.&lt;br /&gt;
Wenn aber schon die Schätzungen für die steinzeitliche Hauptbesiedlungsphase anzuzweifeln sind, so sind es erst recht die Annahmen für ein plötzliches, fast totales Ausbleiben des Regens nach 6400 BP bis in die dynastische Zeit hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von mir behandelten Fundstellen sind von Berufsarchäologen, bis auf kurze Visiten, nicht besucht worden. Sie liegen außerdem rund 200km östlich von dem Nordsüdtranssekt, dessen Resultate für die Beurteilung von Archäofauna und Archäoflora herangezogen wird.&lt;br /&gt;
Neue Fakten aus Abu Tartur und anderen Plätzen sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
Zahlreiche Belege aus historischer Zeit weisen auf eine nicht geringe Restbevölkerung in der Ostsahara und auf eine extensive Wanderweidewirtschaft hin.&lt;br /&gt;
Geologische Daten: Ein Anwachsen der Playaböden ist nach 6400 BP, wie schon weiter oben erwähnt, nicht mehr zu beobachten. Daraus wurde geschlossen, dass keinerlei bedeutende Niederschläge nach diesem Datum gefallen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geringe Winterregenmengen um 100mm/Jahr haben nicht die Kraft Sedimente zu transportieren und selbst wenn Feinmaterial die Endbecken erreicht haben sollte, wird dieses in wenigen Jahren der Deflation zum Opfer fallen. Außerdem versickert sanfter Regen rasch im Sand oder in den noch vorhandenen Böden und kann so eine ephemerische Grasvegetation möglich machen (Beispiel Agadez in der Republik Niger mit 200mm Sommerregen/Jahr).&lt;br /&gt;
Archäobotanische Daten: Diese Daten sind von Fundplätzen, die gegen Ende der holozänen, steinzeitlichen Besiedlungsphase besiedelt waren, erhoben worden, also bei sehr geringen Niederschlagsmengen.&lt;br /&gt;
Das gleiche gilt für die archäozoologischen Untersuchungen. Sie entsprechen schon fast den Daten der vordynastischen Periode wenn nicht gar denen des Alten Reichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf die Kruglager des Abu Ballas Trails und die Claytonfallen in Mirmalla sind archäologische Funde nach dem Abwandern eines Großteils der neolithischen Bevölkerung sehr selten. Der Grund dafür liegt in der Wirtschaftsweise der Restbevölkerung. Hirten einer halbnomadischen Weidewirtschaft hinterlassen keine Spuren ihrer Präsenz. &lt;br /&gt;
Werden die neue logische Sichtweise und die neuen Schätzungen, die Niederschlagsmengen betreffend, auf die Funktion des Abu Ballas Trails angewandt, so ergibt sich eine Lösung der genannten Probleme und Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien rücken in den Bereich des technisch Möglichen.&lt;br /&gt;
Wasser wird nach Regenfällen an geeigneten Orten gesammelt und in Tonkrüge gefüllt, Gras wird geschnitten oder ausgerissen und an den Etappenplätzen gelagert. Damit haben die „Wachmannschaften“ eine sinnvolle Tätigkeit denn zu bewachen gab es bei der alten Hypothese nichts, da die Wüste undurchlässig gewesen wäre und so auch keine Wasserräuber nach Abu Ballas gelangen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Müller- Karpe bezieht sich in seinem Handbuch der Vorgeschichte Band II Jungsteinzeit, Verlag C.H. Beck 1968, Seite 27 auf K. Butzer wenn er schreibt, Zitat: Dennoch war vor dem 3. Jt. v. Chr. die Austrocknung der beiderseitigen Wüsten nicht so weit fortgeschritten wie heute, so dass mit einer stellenweise Besiedlung in manchen Wadis und auf Hochflächen zu rechnen ist, die heute keine nennenswerte Vegetation mehr aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zur Wahl stehen nun zwei Szenarien:'''      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Die heutige westliche Wüste war, wie viele Berufsarchäologen schätzen, in prädynastischer und Anfang der dynastischen Zeit '''hyperarid'''. Eselkarawanen nach Nubien waren '''nicht möglich'''.&lt;br /&gt;
*2.) Es fiel '''genügend Regen''', der eine ephemere Grasvegetation hervorbrachte, Eselkarawanen nach Nubien waren '''möglich'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Anzahl der Tiere auf dem Hin- und Rückweg'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Erster Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zweiter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 3.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Dritter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 4.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Bir Kiseiba Paradoxon.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 70 km nördlich der sudano-ägyptischen Grenze liegen mit den Koordinaten 22°34’N, 29°53’O die neolithischen Fundstellen von Bir Kiseiba, welche in den Jahren 1979 und 1980 von der Combined Prehistoric Expedition (CPE) bearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
In den vorausgegangenen Jahren waren die Fundstellen in der Nähe des Gebel Nabta, circa 100 km östlich von Kiseiba, von derselben Gruppe, F. Wendorf, R. Schild und Associates, untersucht worden. Die Resultate sind hauptsächlich in folgenden Bänden veröffentlicht worden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Prehistory of the Eastern Sahara (1980)&lt;br /&gt;
*Cattle Keepers of the Eastern Sahara (1984)&lt;br /&gt;
*Holocene Settlement of the Egyptian Sahara (2001)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klimageschehen, insbesondere die Höhe der Regenfälle, soll hier kurz kritisch angerissen werden.&lt;br /&gt;
Nach Kuper und Kröpelin liegt das Grenzgebiet von Ägypten und dem Sudan in einer Zone mit &amp;gt;150 bis &amp;gt;50 mm Sommerregen/Jahr. Zu Beginn der holozänen Feuchtphase und um 5300 bis 3500 BCE beim heutigen hyperariden Niveau. In der entsprechenden Graphik liegen Nabta und Kiseiba allerdings schon in der Zone &amp;gt;50mm Sommerregen/Jahr (Atlas of Cultutal and Environmental Change in Arid Africa, Köln 2007).&lt;br /&gt;
Wendorf und Schild halten für die gleiche Region eine Sommerregenmenge von 200mm/Jahr für wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Pflanzenreste wurden im CPE Bereich gefunden und analysiert? Allein von Nabta E-75-6 sind Acacia sp., Tamarix sp. und Ziziphus sp. als sicher genannt. Chenopodiceae, Capparidaceae und Crucifereae und Malvaceae sind mit Fragezeichen ausgestattet.&lt;br /&gt;
An Kräutern und Gräsern kommen unter anderem Panicum (Rispenhirse), Setaria (Kolbenhirse), Hordeum hexastichon nudum (Gerste) und Triticum sp. (Weizen) vor.&lt;br /&gt;
Ein absolutes Minimum von &amp;gt;300 mm Sommerregen benötigen diese Körner produzierenden Pflanzen um zu gedeihen. Dass sie reifen konnten, belegen die aufgefundenen Kornspeicher und das Mahlwerkzeug.&lt;br /&gt;
Im Kapitel „Flora“ dieses Aufsatzes habe ich H. Mensching zitiert, der die agronomische Trockengrenze bei etwa 300mm Winterregen oder 500 mm Sommerregen sieht.&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon gesagt, schreiben andere Wissenschaftler, dass bei 100 – 300 mm Sommerregen vom Nordsahel gesprochen wird. Der Regen verteilt sich auf einen einzigen Monat. Das spärliche „Grün“ wird von Kamelen abgeweidet. Bei 300 – 500 mm Sommerregen spricht man vom Südsahel. Der Regen ist über drei Monate verteilt, Bäume tauchen auf und Viehzucht ist möglich.&lt;br /&gt;
Diese Beobachtungen decken sich mit meinen eigenen Erfahrungen aus 16 Jahren Anwesenheit in der Sahara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Fauna in Kiseiba'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige ausgewählte Taxa sind in einer Tabelle zusammengefasst worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Die_Bir_Kiseiba_Fauna.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Tabelle - Die Fauna in Kiseiba&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *Raubtiere = Schakal, Sandfuchs, Streifenhyäne und Wildkatze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus der Tabelle ersichtlich stehen einerseits an ein Wüstenklima adaptierte Gazellen, Sandfuchs und Wüstenigel, andererseits sind Tiere vorhanden, für die ein feuchteres Klima unabdingbar ist wie die großen Boviden (Rinder oder Büffel) und die Feldratten. Letztere weisen auf Ackerbau und die damit verbundenen Pflanzen hin, die ein striktes Minimum nicht unterschreiten können, sollen sie Körner zum Reifen bringen.&lt;br /&gt;
Dieser scheinbare Widerspruch sollte aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Dorca Gazelle (H 55 – 65cm, G 20 kg), die in Kiseiba die größte Tiergruppe bildet, ist normalerweise ein Bewohner der ariden Sand- und Gesteinsflächen. Sie lebte aber in Kiseiba in einem Gebiet, welches die Möglichkeit bot Getreide anzubauen, also bei mindestens &amp;gt;300 mm Sommerregen im Jahr.&lt;br /&gt;
Ich sehe folgende Erklärung: Vor Beginn der frühholozänen Feuchtphase lebten die Tiere am südlichen Sahararand und wanderten dann mit fortschreitendem Bewuchs nordwärts, um in ihrem gewohnten Habitat zu bleiben. Die Wüste wurde aber nicht nur durch den aus Süden kommenden Monsun sondern auch von Norden durch mediterranen Winterregen immer weiter eingeengt. An die ariden Bedingungen angepasste Tiere befanden sich also in einer „grünen Falle“ und mussten sich an feuchteres Klima anpassen. Tiere können das in vielen Fällen, Pflanzen eher nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu ein kleines Beispiel aus Anou- Araren nördlich von Agadez. Auf dem Areal eines Industriekomplexes mit Kohletagebau und Kraftwerk hatte sich eine Cateringfirma eingerichtet. Dort waren vier Dorca Gazellen in einem Gehege eingezäunt. Über die Jahre hinweg wurden sie mit trockenem Brot und Gemüseabfällen gefüttert und sie waren gesund und munter. Sie liebten Zigaretten und fraßen den Tabak mit großer Wonne, wohl eine Erinnerung an ihre wilden Tage als sie noch trockenes, hartes Gras fressen mussten wenn keine frischen Akazienblätter vorhanden waren. Diese Nahrungsquelle finden einige wenige Dorcas heute noch im Norden des Abu Tartur Plateaus in Ägypten, wo buschartige Akazien ihre Wurzeln bis in den tonigen Wasserstauer oberhalb des Phosphatflözes getrieben haben und so unter hyperariden Klimabedingungen noch überleben. Diese Beispiele belegen die hohe Anpassungsfähigkeit der Dorcas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hasen (lepus capensis) bilden die zweitgrößte Gruppe. Hasen besiedeln sämtliche Gebiete Afrikas, sie meiden lediglich dichte Wälder und Wüsten. Siehe auch weiter oben das Kapitel „Die Fauna (Wirbeltiere)“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dama Gazelle (H 90 – 105cm, G 70kg) bildet ebenfalls eine bedeutende Gruppe. Die größte aller Gazellen bevorzugt normalerweise die Konditionen des Nordsahels bis zum Wüstenrand. Auch sie ist in die „grüne Falle“ geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raubtiere und zwar Schakal, Streifenhyäne, Sandfuchs und Wildkatze, bilden eine beachtliche Gruppe und weisen auf zahlreiche Beutetiere hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schildkröten kommen nur in der El Adam Phase vor, wahrscheinlich ist diese leichte Jagdbeute von den ersten Siedlern Kiseibas bereits ausgerottet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist das Vorkommen von Feldratten. Sie sind ein Indikator für Ackerbau. Die ersten Exemplare erscheinen gemeinsam mit Gerste in der El Nabta Phase. Eine Zunahme ist im mittleren Neolithikum zusammen mit Gerste und Weizen zu erkennen. Wie mir ein Rattenbekämpfungs Spezialist der deutschen Entwicklungshilfe mitteilte, sei ihr Fleisch für den menschlichen Verzehr geeignet und sehr wohlschmeckend. Das gilt im übrigen auch für das Stachelschwein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rinder oder Büffel. Großboviden, ob nun domestizierte Rinder oder Wildtiere, brauchen regelmäßig Wasser und vor allem Mengen an Grünfutter. Der Mensch kann zwar Brunnenlöcher ausheben um Tränken zu schaffen aber er kann das Futterwachstum nicht beeinflussen.&lt;br /&gt;
Rinderherden werden z.B. in der Region Agadez im Niger auch außerhalb der 400mm Isohyete angetroffen in diesem Fall bei 200mm aber das sind nur kurze Gastspiele um das spärliche Wachstum unmittelbar nach der Sommerregenzeit zu nutzen. Schnell ziehen Hirt und Herde weiter südwärts zur Grenze nach Nigeria.&lt;br /&gt;
Einen Vorteil für die Viehhaltung am Westrand des Air Gebirges bilden die von den Höhen abfließenden Corys, die vor allem Ziegen und Schafen eine Lebensgrundlage durch die Uferbewachsung bieten. An besonders günstigen Stellen bilden sich Gueltas, permanente Wasserlöcher, die als Tränken genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Cory.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Cory am Westrand des Air Gebirges&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Guelta.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Guelta, permanentes Wasserloch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das unregelmäßige Auftreten von Straußeneischalen lässt sich durch Deflation erklären. Die Schalen sind leicht und werden an exponierten Orten vom Wind weggeblasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gazellen und Hasen sind relativ kleine Tiere und lassen sich unproblematisch mit Schlingen oder durch Steinschleudern erlegen. Sie werden vollständig ins Lager gebracht und erst dort zerteilt. An ihrer Jagd können sich auch Frauen und Jugendliche beteiligen. Wenn die Jäger weit außerhalb des Lagers größere Beutetiere erlegt hatten, wurde Tier, wie schon weiter oben beschrieben, an Ort und Stelle zerlegt und nur Teile ins Lager gebracht. Das ist eine mögliche Erklärung für die Mengenverteilung der Knochen verschiedener Taxa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon für die bedeutenden Fundstellen von Abu Tartur und das Arbeitsgebiet der BOS und ACACIA Missionen der Kölner Universität gilt auch für Nabta und Kiseiba folgendes:&lt;br /&gt;
Menschen besiedeln keinen Raum, der nur marginale Möglichkeiten zum Überleben bietet, wenn attraktive Alternativen mit wesentlich höheren Niederschlagsmengen als die für den CPE Bereich postulierten, zur Auswahl stehen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Einfluss_des_Klimas&amp;diff=5578</id>
		<title>Einfluss des Klimas</title>
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				<updated>2021-12-27T10:38:00Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Das Bir Kiseiba Paradoxon. */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Das postpleistozäne Klima Abu Tarturs während der steinzeitlichen Besiedlungsperiode.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der hyperariden Endphase des Pleistozäns setzten in der westlichen Wüste Ägyptens vor rund 11.000 Jahren Regenfälle ein, die das Land erneut ergrünen ließen und so den einwandernden Menschen einen Lebensraum boten, der gegenüber dem Niltal im Osten und den feuchten Savannen in der Höhe des Wadi Howar im Süden, klare Vorteile auf seiner Seite gehabt haben musste. Wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, hätten die Einwanderer günstigere Klimazonen gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf seine Siedlungsqualität untersuchte geographische Raum hat sein kulturelles Zentrum in Abu Tartur (30°10’ Ost / 25°30’ Nord, Mittelwerte) reicht aber vom 24. bis zum 27. Breitengrad Nord und von der Großen Sandsee bis zu den Kharga Oasen.&lt;br /&gt;
Da es der Zweck dieses Kapitels ist, das Klima während der steinzeitlichen Phasen des Holozäns zu rekonstruieren, müssen zunächst die geomorphologischen Gegebenheiten und das quartärgeologische Sedimentations- und Deflationsgeschehen untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflation ist in ariden Klimagebieten in höchstem Maße an der Gestaltung der Oberflächen beteiligt.&lt;br /&gt;
Jährlich fliegen aus der Sahara rund 250 Millionen Tonnen Wüstenstaub nach Westen in Richtung Atlantik und nach Süden fallen vor der Küste Westafrikas Jahr für Jahr weitere Abermillionen Tonnen in den Ozean (GEO Kompakt 19).&lt;br /&gt;
In der westlichen Wüste Ägyptens weht der Wind hauptsächlich aus nördlichen Richtungen, wie die Dünenzüge der großen Sandsee und des Abu Muharig anschaulich belegen. Auch die Orientierung von Sicheldünen gibt die vorherrschende Richtung der Winde an.&lt;br /&gt;
Während des Weges über die ausgetrockneten Flächen wird vom Wind nicht nur Sand transportiert sondern in weit höherem Maße Staub.&lt;br /&gt;
Schon geringe Luftbewegungen wirbeln das feine Lockersediment der Böden auf und verfrachten es nach Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Staubsturm_Abu_Tartur_1985.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Staubsturm Abu Tartur, 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflationsraten hängen neben der Stärke und der Häufigkeit des Windes vor allem von der Oberflächenart ab. Sie wird bei festem Gestein gering sein, bei Böden jedoch hoch. Eine Rolle spielen ebenfalls die geomorphologischen Gegebenheiten, die in Ebenen dem Wind freien Raum geben, in Gebirgen hingegen abbremsen.&lt;br /&gt;
Für die Oase Kharga sind Raten von bis zu 8 mm/Jahr gemessen worden.&lt;br /&gt;
Die Tabelle zeigt auf der Abszisse die Zeit und auf der Ordinate die angenommenen Bodenmächtigkeiten. Drei verschieden starke Deflationsraten sind im Koordinatensystem eingezeichnet und zeigen wie lange Böden der Deflation standhalten.&lt;br /&gt;
Nach dieser Tabelle wären heute selbst bei einer minimalen Deflationsrate von durchschnittlich 0,5 mm/Jahr Böden von ursprünglich drei Metern Mächtigkeit vollständig ausgeräumt, falls der Abtragungsprozess 6000 BP beginnen würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen auf dem Abu Tartur Plateau sind größtenteils an flache, mit terra-rossa Böden gefüllte Senken gebunden. Auf der Hochfläche überragen die umgebenden Hügel das Tiefste der Senke nur um wenige Meter. Ähnliche Verhältnisse existieren im Westen des Plateaus in der Nähe der Dakhla Oasen. (Siehe Waldhoff „Spectral analysis of remote sensing data for geomorphological, geological and geoecological research in arid Africa”. Seite 91 Atlas of  cultural and environmental change in arid Africa. 2007 O. Bubenzer, A. Bolten, F. Darius  Herausgeber).&lt;br /&gt;
Die von Waldhoff als playa deposits bezeichneten Ablagerungen sind als Rotböden anzusprechen wie die Oberflächenstruktur des Plateaus nahe legt.&lt;br /&gt;
Es kann von einer Pedogenese auf der Gesamtfläche des Plateaus ausgegangen werden obwohl z.Zt. nur größere Flächen von Abu Tartur und der Südwestecke des Plateaus bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Abu_Tartur_Lageskizze_Gesamt.png|600px|Lageskizze Abu Tartur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Abu Tartur Gesamtübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Possible_development.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Mögliche Entwicklung der Bodenbildung und Abtragung durch exogene Kräfte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Spectral_analysis_2007.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Spektral Analyse im Süd-Westen des Abu Tartur Massivs, G. Waldhoff, 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeitpunkt der Bodenbildung ist wie für die Playas am Fuße des Plateaus, das frühe Holozän ab etwa 11.000 BP, da vorher, während der letzten 60.000 Jahre des Pleistozäns ein hyperarides Klima mit starker äolischer Aktivität herrschte, durch welche der harte Kurkurkalkstein poliert und die heutigen flachen Senken ausgeschliffen wurden. („From 70.000 bp until perhaps 12.000 bp, the sahara was hyperarid and seemingly devoid of life.&amp;quot; In: The Middle Paleolithic of North Africa. A Status Report by F. Wendorf and R. Schild. In: New light on the Northeast African Past. Köln 1992.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wäre verfehlt von Paläoböden (Pleistozän) auszugehen, da bei den hohen Deflationsraten ein feinstkörniger, weicher, ungeschichteter Boden während der großen Zeiträume ausgeräumt worden wäre. Hinzu kommt das Vorhandensein von eingebetteten holozänen Artefakten. Pleistozäne Werkzeuge kommen in den Böden nicht vor, allenfalls werden einige wenige Aterienspitzen und verstreute Levalloisabschläge auf der steinigen Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
Die dünnen Schichten rezenter pelitischer Sedimente sind wie das Ausgangsgestein hellgrau gefärbt, unter den heutigen hyperariden Konditionen ist nichts anderes zu erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Dolineneinbrüchen auf dem Kalksteinplateau, vor Deflation weitgehend geschützt, lassen sich solche hellgrauen Schichten auf Fundstellen wie 0003/84, 0004/84, 0026/84 und anderen beobachten.&lt;br /&gt;
Gräbt man einige Dezimeter tief in diesen Schichten, so verändert sich die Farbe des Sediments in ein Rosagrau oder ein Grau mit einem schwachen Hauch Rot. Diese Mischfarbe tendiert immer stärker nach Rot je tiefer in die Schichten vorgedrungen wird.&lt;br /&gt;
Der eigentliche Fundplatzboden ist durch rotbraune, playaähnliche Färbung gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
Das kontinuierliche Abnehmen der Rubefizierung vom liegenden zur Oberfläche hin veranschaulicht eine langsame Verringerung der Winterniederschläge und belegt eine holozäne Bildung der Ablagerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Befund ist nicht durch Fotos oder Zeichnungen dokumentiert worden. Diese Fundstellen sind jedoch ohne große logistische Aufwendungen aufzufinden und jeder Klimaforscher oder Berufsarchäologe könnte an Ort und Stelle diese Beobachtungen verifizieren.&lt;br /&gt;
Es wäre von großer Bedeutung, denn hier liegt der Beweis für eine holozäne Bildung der terra rossa Böden auf dem Plateau und damit auch der Rotböden in der Sandsteinebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres bedeutendes Rotbodenvorkommen liegt in der Sandsteinebene rund 50 km westlich der Asphaltstraße Esba el Gaga – Baris – Esba Maks el Qibli oder 70 – 100 km südlich von Abu Tartur (CONOCO Sheet Baris 1:250.000 by G. Poehlmann et al. TFH Berlin 1982).  &lt;br /&gt;
Zwei durch Sandbedeckung getrennte Restflächen mit einer Größe von ca. 300 km² lassen ahnen wie dieser Teil der Vollwüste zu Beginn der holozänen, steinzeitlichen Besiedlung ausgesehen haben mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Roeper qualifizieren die Ablagerungen in der „Roten Wüste“ in ihrem Artikel „The Libyen (Western) desert and northern Sudan during the late Pleistocene and Holocene“ als pelitic sediments.&lt;br /&gt;
Holzkohle von der Oberfläche wurde auf 9260 +- 370 BP bzw. 7790 +- 340 BP datiert. Im Sediment eingeschlossene Straußeneischalen ergaben Werte von 7280 +- 110 BP und 6760 +- 70 BP. &lt;br /&gt;
H.P. Uerpmann analysierte die gefundenen Knochen. Neben gazella dorca und gazella dama kommen ein mittelgroßer bis großer Bovide vor, caprinae, ammotragus und lepus capensis und struthio.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch G. Ulbrich (vormals GTZ), der die rote Wüste aus eigener Anschauung als eine eintönige Ebene im nubischen Sandstein, zum Teil mit Sandfeldern und stellenweise einigen Hügeln durchsetzt, kennt, bestätigt den Bodencharakter der roten Sedimente. &lt;br /&gt;
Ein weiteres gutes Beispiel für die Einbettung von Artefakten bietet in Abu Tartur Playa Ingrid, Fundplätze 1014/82 und 1019/82, wo Mengen von holozänen Werkzeugen von der Reibschale bis zum feinsten Bohrer oberhalb der Playaablagerungen von sandigen Rotböden umschlossen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rubefizierungen von Sanden werden ebenfalls aus der Großen Sandsee beschrieben (H. Besler, O. Bubenzer) wobei die chemische Verwitterung der Quarze im Norden (26°40’N) stärker war als an den Messpunkten weiter südlich (25°30’N).&lt;br /&gt;
Ferner sind Restböden und Rotfärbungen aus Djara 98/20 bekannt. H. Besler beschreibt einen Profilschnitt wie folgt : „... die im Profil auftretenden Wurzelstrukturen (wahrscheinlich Schilf) belegen das ehemalige Fußen dichterer Vegetation. An der Basis (Kontaktzone von Kalkstein und Playasedimenten, Anm. des Verfassers) treten Lösungshohlformen im anstehenden Kalkstein auf, die z.T. mit rekristallisiertem Kalzit, z.T. mit einem leuchtend roten, sandigen, bodenartigen Sediment gefüllt sind. Auf den umliegenden Hängen des Beckens wurden in windgeschützten Lagen vergleichbare Sedimente vorgefunden, die als Reste einer ehemaligen initialen Bodenbildung gedeutet werden können“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beschreibung deckt sich mit meinen eigenen Beobachtungen, wobei noch hinzuzufügen wäre, dass sich die Kalzitkristalle nur in einem dauerfeuchten Milieu bilden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Günstige Voraussetzungen zur Bildung und Konservierung von nicht lateritischen Rotböden sind geringe Höhenunterschiede, wie sie auf dem Plateau und in der Sandsteinebene gegeben sind und ein wechselfeuchtes Klima, wie es in afrikanischen Savannen vorherrscht, z.B. im Sudan in der Höhe des 12. Breitengrads Nord, wo heute noch Bedingungen herrschen, unter denen sich Rotböden bilden können. Eine dieser Bedingungen ist eine Niederschlagsmenge von mehr als 500 mm Sommerregen im Jahr oder äquivalenter Winterregen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Bodenart im behandelten Raum ist das pelitische Sediment mit äolischen Einträgen, die Playaablagerung.&lt;br /&gt;
Es ist zu unterscheiden zwischen Seen und Seeablagerungen mit Kalkkrustenbildung und reichlichen biologischen Einträgen einerseits und Playabecken mit nur geringen Resten aquatischer Fauna und Flora und fehlender Kalkausfällungen andererseits. Erstere liegen südlich des Wendekreises und westlich auf libyschem Gebiet und stehen oder standen in Verbindung mit den zu Beginn des Holozäns höheren Grundwasserspiegeln, eine Tatsache, welche einen gleichmäßigen Wasserstand begünstigte, der wiederum Strände und einen Bewuchs der Seeränder erlaubte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus hydrogeologischen Gründen, der Grundwasserspiegel in Abu Tartur z.B. liegt heute bei rund 1000 m Tiefe und war auch im Frühholozän nicht viel höher, dürften die nördlich des Wendekreises und östlich der libyschen Seebildungen gelegenen schluffig- tonigen Sedimente in Endpfannen gebildet worden sein, in Geländehohlformen, die im Pleistozän durch Deflation ausgeschliffen worden sind.        &lt;br /&gt;
Da die dort gesammelten Wassermengen vom Grundwasser getrennt waren, konnten die Wasserspiegel stark variieren und so weder Strände noch regelmäßigen Randbewuchs bilden. Störend auf  Leben im oder unmittelbar am Wasser konnte sich auch die hohe Dynamik beim Wassereintrag auswirken. Die relative biologische Armut der Sedimente sagt demnach nichts über die vorhandene Wassermenge oder die Dauer der Verfügbarkeit von Oberflächenwasser aus. Die Höhe der Niederschlagsmenge, die mittlere Verdunstungsrate und die Speicherkapazität der Playaböden sind hier die ausschlaggebenden Größen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Abu Tartur könnte die Playa Renate / Vera mit einer Fläche von ca. 11 km² und einer Restmächtigkeit von bis zu 29 m dienen (seismische Messung durch Burkhardt TU Berlin in Pachur und Roeper „The libyan (western) desert and northern Sudan during the late pleistocene and holocene“ 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Masse der Sedimente liegt im 100 Millionen Kubikmeterbereich und bei einer Speicherkapazität von lediglich 5 % freiem Wasser und Brunnen von 3 m Tiefe stünde rein rechnerisch eine tägliche Wassermenge in der Größenordnung von einigen 100.000 l zur Verfügung. In dieser Annahme wird nur von untertägigem Speicherwasser ausgegangen. Oberflächenwasser wäre somit für die Versorgung großer Gruppen mit Haustieren nicht nötig gewesen. Das Tiefste des Playakörpers wäre in jedem Fall dauerhaft feucht gewesen.&lt;br /&gt;
Bestätigt wird die Speicherkapazität der Playas von Wendorf / Schild in „Cattle Keepers“ Seite 16 und Seite 22 (Analysen von B. Winter, Institut of Basic Geology, Warsaw University). Ferner von A.E. Close auf Grund ihrer Beobachtungen in Nabta Playa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann schreibt dazu in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ Seite 120 Zitat : „Wichtig ist vielmehr, dass die Wadisedimente eine gewisse Mächtigkeit erreicht haben, so dass die tiefer gelegenen Schichten gegen Austrocknung geschützt sind (Kassas 1952)“. Die Fähigkeit Wasser im Playakörper zu speichern wird durch die Struktur der Sedimente begünstigt. Sandige Lagen wechseln sich mit tonig- schluffigen ab. Während der Sand das Wasser weiterleiten und speichern kann, vermindern die tonigen Schichten die Evaporation.&lt;br /&gt;
Drei Aufschlüsse in Abu Tartur zeigen neben der Wechsellagerung auch mächtige Pakete ungeschichteten, tonigen Materials von dunkel rötlichbrauner Farbe. Diese werden als Niedrigenergie- Sedimente bezeichnet und lassen auf  sanften, regelmäßigen Regen schließen, in unserem Fall auf Winterregen. Da diese Art von Ablagerungen bis in den Gilf Kebir reicht, kann von Winterregen in der gesamten westlichen Wüste ausgegangen werden. In weiten Teilen der östlichen Sahara kommt es also zu einer Überlappung von tropischem Sommerregen und mediterranem Winterregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Playasedimente Abu Tarturs würden es durch ihre Mächtigkeit erlauben die im Gilf Kebir gewonnenen Erkenntnisse über das Klimageschehen während der steinzeitlichen Phase des Holozäns zu ergänzen, zumal auch hier ein zusätzlicher Eintrag durch Quellen auszuschließen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Flora==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Beurteilung der Flora im behandelten Raum wird häufig die Studie von K. Neumann in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ (1989 R. Kuper Herausgeber) herangezogen.&lt;br /&gt;
Auf einem Nord- Süd Transekt von ca. 1500 km Länge, das entspricht der Entfernung Hamburg – Rom, sind Holzkohlenproben von sechs Fundgebieten berücksichtigt worden. Diese sind für den südlichen Teil das Laqiya Gebiet, Selima Sandsheet und Gilf Kebir für die Periode um 5700 BP. Zu dieser Zeit war der Raum um den 25. Breitengrad Nord weitestgehend von Menschen verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den nördlichen Teil des Transekts wurden der Gilf Kebir, Abu Ballas (Mudpans) und Sitra für die Zeit um 7000 BP bis 6500 BP ausgewählt. Gegen 6400 BP wurden letzte Playabildungen gemessen, die Bezugsperiode liegt also am Ende der Feuchtphase für die Region um den 25. Breitengrad Nord. Außerdem sind Proben aus der großen Sandsee (Abu Minqar) und dem Wadi Howar eingeflossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berücksichtigt wurden lediglich die Analysen von Hölzern, die wichtige, klimaanzeigende Kraut- und Grasvegetation konnte nicht untersucht werden. Feuerhölzer unterliegen einer Selektion durch den Menschen und sind daher weniger geeignet ein Klimaprofil zu erstellen.&lt;br /&gt;
Eines der Resultate besagt, dass die Mudpans ein vorgeschobener Außenposten sahelischer Taxa seien. Eine Holzkohlenprobe von Djara (S. Nussbaum) verschob diesen Vorposten des Sommerregens um ca. 300 km nach Norden. Nicht berücksichtigt wurde die frühe Phase des Holozäns von 11.000 BP bis 7000 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann räumt denn auch ein, dass die Anzahl der Messpunkte zu gering, die nicht untersuchten Zwischenräume zu groß und die Menge und Qualität der Holzkohlen nicht immer ausreichend waren.&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage ihrer exzellenten, wenn auch, wie sie selbst sagt, nicht vollständigen und umfassenden Arbeit, kann dennoch gut aufgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezählten Holzkohlenstücke der einzelnen Taxa zeigen für das Gesamtgebiet des Transekts eine Dominanz von zwei Gehölzen. Tamarisken plus Akazien erreichen im Norden (Siwa- Qattara) 97,8 %, in Abu Minqar 100 %, in der glass area 97,7 % und in den Mudpans 93,0 %.&lt;br /&gt;
Im Gilf Khebir ist der Prozentsatz mit 76,1 % wesentlich geringer obwohl hier eine zusätzliche Menge von acacia albida mitgezählt worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Feuerstellen im Selima sandsheet ergeben 83,4 % und im Laqiya Gebiet 55,8 %. Für den Wadi Howar (Djabarona) steigt der Anteil wieder auf 94,5 %, wenn die Früchte der celtis intergrifolia nicht eingeschlossen werden. Mit Früchten sinkt der Anteil auf 62,5 %.&lt;br /&gt;
Wie schwierig es sein kann Schlüsse aus dem Vorkommen von Gehölzarten zu ziehen, zeigen zwei benachbarte Fundplätze in Mudpans mit ähnlicher Zeitstellung. Zum Vergleich wird ein weiterer, in der Nähe liegender Fundplatz, der etwas jünger ist, aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; max-width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Fundplatz&lt;br /&gt;
!Acacia sp.&lt;br /&gt;
!Tamarix sp.&lt;br /&gt;
!Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
!Salvadora persica&lt;br /&gt;
!Maerua crassifolia&lt;br /&gt;
!Leptadenia pyrotechnica&lt;br /&gt;
!Cassia senna&lt;br /&gt;
!Rubiaceae&lt;br /&gt;
!Ziziphus sp.&lt;br /&gt;
!Grewia tenax&lt;br /&gt;
!Grewia villosa&lt;br /&gt;
!Calotropis procera&lt;br /&gt;
!Acacia albida&lt;br /&gt;
!Balanites aegyptiaca&lt;br /&gt;
!Boscia senegalensis&lt;br /&gt;
!Capparidaceae&lt;br /&gt;
!Capparis decidua&lt;br /&gt;
!Celtis integrifolia&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Summe Taxa&lt;br /&gt;
!Summe Proben&lt;br /&gt;
!Acacia inkl. Albida (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix und Acacia (%)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Qattara – Siwa&lt;br /&gt;
|271&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|278&lt;br /&gt;
|97,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Ain Dalla&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Abu Minqar&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Glass area&lt;br /&gt;
|170&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|174&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Mudpans &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!83/39&lt;br /&gt;
|284&lt;br /&gt;
|988&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1279&lt;br /&gt;
|22,2&lt;br /&gt;
|77,2&lt;br /&gt;
|99,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/56&lt;br /&gt;
|1062&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1109&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|0,01&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/50-1 &lt;br /&gt;
|1403&lt;br /&gt;
|349&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|1980&lt;br /&gt;
|70,8&lt;br /&gt;
|17,6&lt;br /&gt;
|88,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Mudpans&lt;br /&gt;
|2749&lt;br /&gt;
|1355&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|41&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|4368&lt;br /&gt;
|62,9&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|93&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Akdar&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|758&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|85&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|889&lt;br /&gt;
|5,1&lt;br /&gt;
|85,3&lt;br /&gt;
|90,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Bakht&lt;br /&gt;
|28&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|438&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1332&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Gilf Kebir&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|782&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|523&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|2221&lt;br /&gt;
|40,9&lt;br /&gt;
|35,2&lt;br /&gt;
|76,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Burg et Tuyur&lt;br /&gt;
|357&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|551&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Djebel Kamil&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|26&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Bir Misaha&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Selima&lt;br /&gt;
|384&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|579&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 1&lt;br /&gt;
|196&lt;br /&gt;
|852&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|36&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|119&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|665&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2058&lt;br /&gt;
|9,5&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|50,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 2&lt;br /&gt;
|53&lt;br /&gt;
|46&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|205&lt;br /&gt;
|25,9&lt;br /&gt;
|22,4&lt;br /&gt;
|48,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Sahal&lt;br /&gt;
|116&lt;br /&gt;
|153&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|275&lt;br /&gt;
|42,2&lt;br /&gt;
|55,6&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Laqiya&lt;br /&gt;
|365&lt;br /&gt;
|1051&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|54&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|134&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|733&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2538&lt;br /&gt;
|14,4&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|55,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Howar &lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|182&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!(Djabarona)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|(93)*&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|*&lt;br /&gt;
|(275)&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!25° N&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während 83/39 und 85/50 –1 ein ähnliches Verteilungsmuster mit einem Tamariskenanteil von über 70 % zeigen, kommt auf dem Fundplatz 85/56 Tamariske aus unbekannten Gründen praktisch nicht vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Akazie %'''|| '''Tamariske %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/39|| 7360-8260||22,20||77,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/56||7370-7700||95,80||0,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||85/50-1||6880-7000||17,60||70,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleicht man Hölzer und andere Pflanzen verschiedener Gebiete der östlichen libyschen Wüste miteinander, so fällt auf, dass im Norden um den 25. Breitengrad Nord die Anzahl der Gehölztaxa höher ist als im Süden in Höhe des 20. Breitengrads Nord. Der Norden ist ebenfalls an Gräsern und Kräutern reicher als der Süden.&lt;br /&gt;
Unter 25° N sind Taxa der Masara C Phase am südwestlichen Ausläufer des Abu Tartur Massivs, die von M. Mc Donald veröffentlicht wurden, zusammengefasst mit den Ergebnissen von Chufu und Kharafish (H. Riemer) und soweit verfügbar von Eastpans 95/2 (B. Gehlen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Holzprobe.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kernprobe Akazie, Abu-Muharik-Plateau, 2000, Foto: H. Riemer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner fließen drei von K. Neumann untersuchte Proben von Abu Tartur ein.&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°14’Nord – 30°03’Ost, nicht datiert, Acacia&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°23’Nord – 30°05’Ost, nicht datiert, Tamarix&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°20’Nord – 30°09’Ost, nicht datiert, Maerua crassifolia, Leptadenia pyrotechnica, Acacia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Steinplätze liegen weit außerhalb der Playagebiete in der Nähe der Asphaltstraße von Kharga nach Dakhla.&lt;br /&gt;
Eine weitere Analyse wurde vom Labor Köln unter der Nummer 3.741 Probe C – 1.638 erstellt. Die Bestimmung ergab ausschließlich Acacia. Das Alter wurde mit 7.370 +- 70 BP angegeben. Fundort ist der Plateauplatz 0011/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund von Analysen einer Kohlen- und Aschenschicht aus der Tropfsteinhöhle von Djara (K. Kindermann) konnte S. Nussbaum eine Vegetationsform feststellen, die als Anastatica hieruchuntica – Anabasis articulata Vergesellschaftung bezeichnet wird. Dazu bemerkt die Autorin : „The dwarf shrub communities thrive under a semiarid* climate regime with seasonal precipitations as presently occurs along the Mediterranean coast of Egypt“.&lt;br /&gt;
Diese Niederschlagsmenge beträgt 150 mm Winterregen (Siehe auch H.D. Müller, Gerstenanbau).&lt;br /&gt;
Katharina Neumann (1989) schreibt dazu : „Jedoch reichen wahrscheinlich die 150 mm Winterniederschlag, die maximal an der marmarischen Küste fallen (Station Marsa Matruh : 144 mm/Jahr), nicht aus, um eine permanente, natürliche Gehölzvegetation zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
Außer dieser Zwergstrauch- Gesellschaft wuchsen aber in Djara &amp;gt; 50 % Tamarix, &amp;lt; 10 % Acacia und &amp;gt; 25 % Capparaceae. &lt;br /&gt;
Daraus geht hervor, dass die Niederschlagsmengen höher als 150 mm Winterregen/Jahr gewesen sein muss !&lt;br /&gt;
Ob diese zusätzliche Menge Wasser nun auf den nachgewiesenen Sommerregen (Capparaceae) oder auf stärkeren Winterregen zurückzuführen ist, bleibt vorerst unklar.&lt;br /&gt;
(* semiarid &amp;gt; 200 mm Winterregen nach Bubenzer und Ritter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger als 500 mm Niederschlag im Jahr spricht man von semiariden Gebieten --- S. Hölzl, M. Kölbl-Ebert in „die wüste“, Begleitbuch zur Landesausstellung im Lokschuppen Rosenheim. 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8 bis 10 Trockenmonate und weniger als 600 mm Sommerregen bzw. 400 mm Winterregen Niederschlag im Jahresmittel.&lt;br /&gt;
(H. Mensching in : „Sahara, 10.000 Jahre zwischen Weide und Wüste“, Museen der Stadt Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche, an Winterregen gebundene Zwergstrauchgesellschaft von Anastatica und Anabasis, die in Djara angetroffen wurde, findet sich in Kharafish am Südrand des Plateaus wieder. Logischerweise muss dann auch für die Zone von Djara bis zum 25. Breitengrad Nord die Niederschlagsmenge von ca. 150 mm Winterregen, die zum Gedeihen dieser Assoziation unabdingbar ist, eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
Der im nubischen Sandstein gelegene Fundplatz Chufu weist Chenopodiaceae auf und verweist damit ebenfalls auf nördlichen Einfluss. Chufu ist, falls gleich hohe Niederschläge wie für das nicht weit entfernte Kharafish angenommen werden, durch höhere Temperaturen und durch seine Lage in der Sandsteinebene, also durch das Substrat, bevorzugt und kann zusätzlich vor allem südsahelische Gehölze wie Boscia senegalensis ausbilden.&lt;br /&gt;
Größere Mengen von Hangwasser und breite, tiefe Wadikanäle, welche die sahelischen Gehölztaxa dauerhaft mit oberflächennahem Grundwasser hätten versorgen können, waren in Chufu nicht zu erwarten, da die Einzugsgebiete relativ unbedeutend sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Identifizierte Taxa der Fundplätze Djara, Kharafish und Chufu'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||  '''Chufu'''|| '''Kharafish'''|| '''Djara'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| Acacia sp.	|| Acacia sp.	&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||Capparidaceae||Capparidaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix||Acacia nilotica||Tamarix&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cornulaca||Anastatica hieruchuntica||Anastatica hieruchuntica&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis ||Shouwia||Monokotyledone&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||Anabasis / Haloxylon||Zilla spinosa&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||Citrullus||Gramineae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Shouwia||Hordeum vulgare||Amaranthaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Farsetia stylosa||Panicum||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia sp.||Paniceae||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Thesium||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M. Mc Donald beschreibt in den „Oasis Papers 3“ (2003) die Vegetation während der Masara Phase, die ungefähr von 9000 bis 8200 BP dauerte, in etwa folgendermaßen : Zwölf Baum- Straucharten sind identifiziert worden, darunter : Acacia nilotica, Balanites aegyptiaca, Calotropis procera, Capparis decidua, Leptadenia pyrotechnica und Salvadora persica. Neun Taxa kommen auf den weit außerhalb der Dakhla- Oasen liegenden Fundstellen 260 und 308 vor. Sieben verschiedene Taxa waren es von 264 und 265 und fünf vom Fundplatz 300.&lt;br /&gt;
Auf dem jüngeren Fundplatz 263 A (7730 +- 110 BP) kommen ebenfalls neun Gehölz- und Strauchtaxa vor.&lt;br /&gt;
Kräuter und Gräser sind mit 49 Typen vertreten unter anderem Portulaca oleracea, ein essbares Kraut, welches offene, feuchte Standorte bevorzugt (Seit der Römerzeit wächst diese Pflanze ebenfalls im Rheinland).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum Abu Tartur weist eine nahezu permanente Besiedlung von 9120 BP bis 6420 BP, das sind 2700 Jahre, auf. Durch weitere C14 Daten, das nötige Material ist vorhanden, könnten sowohl ältere als auch jüngere Fundstellen bestimmt werden.&lt;br /&gt;
An der Oberfläche wurden mehr als 20.000 Werkzeuge beobachtet. Rund um die Playas wurden 459 Reibschalen und 2114 Läufersteine gefunden. Auf dem Kalksteinplateau sind es 18 Reibschalen und 61 Läufersteine neben einer großen Menge von Sandstein- Bruchstücken, die in jedem Fall auf Mahlwerkzeuge zurückgeführt werden können.&lt;br /&gt;
Diese Massierung von steinzeitlichem Mahlwerkzeug ist einmalig in Ägypten und bezeugt in indirekter Weise klimatische Bedingungen, unter denen Getreide und / oder Wildgetreide wachsen und reifen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge der aufgelisteten Herdstellen beträgt in der Ebene 1480 und auf dem Plateau 134, hinzu kommen noch die Feuerstellen, die unter Playasedimenten oder Hangschutt verborgen sind und die völlig der Deflation zum Opfer gefallen sind und die nur noch an der Rotfärbung des Untergrunds nachzuweisen sind. Wie schon die Menge der Mahlutensilien und die Masse der Werkzeuge, so ist auch die Konzentration von Herden ohne Vorbild in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auszuwertende biologische Material, welches hier verborgen liegt, übersteigt bei weitem alles was bisher auf diesem Gebiet zur Verfügung gestanden hat.&lt;br /&gt;
Für Eastpans 95/5 schreibt B. Gehlen zu dem botanischen Material : „Unter den Samen und Pflanzenresten befinden sich acht wilde Grasarten, die noch heute von den Tuareg in der westlichen Sahara als Nahrungsmittel genutzt werden. Die meisten dieser Gräser sind auch aus prähistorischen Fundstellen in Farafra und Nabta bekannt, so unter anderem Reste von wildem Sorghum“.&lt;br /&gt;
H. Barakat, die 95/2 untersucht hat, rekonstruiert auf Grund der botanischen Funde eine relativ feuchte Umwelt mit dichter Grasvegetation. An Gehölzen wurden Acacia sp. und Ziziphus sp. identifiziert. Das Alter der Fundstelle ist 6133 +- 30 BP (U + C 5757) und damit relativ jung wenn man davon ausgeht, dass nach Pachur und Roeper in diesem Raum die Playabildung gegen 6400 BP abgeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pflanzenreste verschiedener Fundplätze== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Bäume und Sträucher'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Mudpans'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix sp.||X||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Salvadora persica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Maerua crassifolia||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cassa senna||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ziziphus sp.||X||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Grewia tenax||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Balanites aegyptiaca||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caparis decidua||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||X ?||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||X ?||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Crucifereae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Malvaceae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Phoenix dactilifera||X||||||X ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Leptadenia pyrotechnica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Kräuter und Gräser'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Chencrus pennisetum|| || X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bracharia||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Digitaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gramineae||||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Panicum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Setaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sorghum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperaceae||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Portulaca oleracea||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus maritimus||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum vulgare||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa colona||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chencrus||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus Schoenoplectus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rumex||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Curcurbi taceae||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Arnebia||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anabasis||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anastatica hieruchuntica||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum hexastichon nudum||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Triticum sp.||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
                                                      &lt;br /&gt;
'''Anzahl der Gehölztaxa'''                                                      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Lage'''|| 20°N|| 21°N||23°N||24°N||25°N&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Anzahl'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 14||||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||12||X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10||||X||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6|||||||X|||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||0||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''|| '''Laqiya'''|| '''Selima'''|| '''Gilf Kebir'''|| '''Mudpans'''|| '''25°N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regenfeldbau in der Ostsahara zur Zeit der postpleistozänen Feuchtmaxima== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die agronomische Trockengrenze für den Regenfeldbau verläuft im Süden der Sahara nach H. Mensching ungefähr auf der Linie Dakar – Niamey – Fort Lamy – Darfur auf der Höhe des 12. Breitengrads.&lt;br /&gt;
Im Norden der Sahara sind lediglich die küstennahen Gebiete und die sich anschließenden Gebirgsregionen Algeriens, Marokkos und Tunesiens geeignet.&lt;br /&gt;
Diese Grenzen werden aber heute schon um 100 km im Maghreb und 200 km im Sahel überschritten. &lt;br /&gt;
H. Mensching definiert die agronomische Trockengrenze dahingehend, dass sie bei etwa 300 mm Winterregen oder 500 mm Sommerregen zu suchen sei, wobei die Niederschläge auf  4 bis 5 Monate im Jahr verteilt sind.&lt;br /&gt;
Versuche im Norden Ägyptens von H.D. Müller haben ergeben, dass bei einem Minimum von 150 mm Winterregen Gerste ihre Körnerfrüchte voll ausbilden kann. Hier sind aber schon ausgewählte Felder eingeschlossen, die zusätzlich kolluviales Wasser erhalten.&lt;br /&gt;
Französische Wissenschaftler ( P. Pfeffer, Y. Monnies und Ph. Taquel ) definieren die Zonen von der Wüste bis zu den tropischen Gefilden wie folgt :&lt;br /&gt;
* Unter 100 mm Sommerregen Wüste.&lt;br /&gt;
* Von 100 bis 300 mm Nordsahel, der Regen fällt jedes Jahr und verteilt sich auf einen Monat. Das „Grün“ wird von Kamelen abgeweidet (z.B. Agadez 200 mm und 21 Tage Regen pro Jahr Anm. des Verfassers).&lt;br /&gt;
* Von 300 bis 500 mm Südsahel, der Regen ist über zwei bis drei Monate verteilt, Bäume tauchen auf und Viehzucht ist möglich.&lt;br /&gt;
* &amp;gt; 500 mm Beginn der tropischen Zone, der Regen verteilt sich über 100 Tage im Jahr, Ackerbau ist möglich, Hirse und Erdnüsse können wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Einteilung stimmt weitesgehend mit der Definition H. Menschings überein.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Nahen Osten von den Zagrosbergen bis ins anatolische Hochland und entlang der Mittelmeerküste Palästinas wuchsen die Wildformen von Gerste und Weizen bei einem durchschnittlichen, jährlichen Niederschlag von über 300 mm. Diese Ressource wurde von ca. 11.000 BP bis 8000 BP von den dort lebenden Menschen genutzt. Frühe dörfliche Siedlungen sind von Osten nach Westen Ali Kosh, Ganj Dareh, Jarmo, Cayöun, Canhasan, Catal Hüyük und Hacilar. Im Bereich der Mittelmeerküste liegen Ras Shamra, Tell Ramad Munhata und Jericho. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ackerbau gelangte um 8000 BP bis 6000 BP in die Euphrat- und Tigrisebene, wo mit künstlicher Bewässerung experimentiert wurde, da das Gebiet außerhalb der 300 mm Isohyete lag. Wahrscheinlich wurden Gerste und Weizen von Palästina ins Nildelta und weiter in den Süden Ägyptens gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon um ca. 8100 BP bis 7900 BP tauchen Gerste in domestizierter und wilder Form in Nabta Playa und etwas später um 7700 – 6200 BP Gerste und Weizen in Nabta und Kiseiba auf (El Hadidi 1980, Stemmler und Falk 1980). &lt;br /&gt;
Wenn wir annehmen das Getreide sei vom Menschen transportiert worden, so kommen als mögliche Wege das Niltal oder aber die westliche Wüste in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorghum und Hirse sind von Süden, aus Nordost- Afrika kommend, nach Ägypten gelangt. &lt;br /&gt;
Sorghum ist vor 7900 BP in Nabta nachgewiesen (E – 75 – 6), um 6700 – 6710 BP ist er zusammen mit Hirse im Wadi Obeiyd in der Farafrasenke angelangt. &lt;br /&gt;
Gerste und Weizen von Norden eingeführt und Hirse und Sorgho von Süden kommend haben wahrscheinlich die gleichen Routen genommen nur jeweils in entgegengesetzter Richtung.&lt;br /&gt;
Wenn aber südliche Getreidearten im Norden gewachsen sind und nördliche im Süden der westlichen Wüste Ägyptens, so kann davon ausgegangen werden, dass an allen geeigneten Orten auf diesem Weg, und das sind die Orte an denen Mahlwerkzeug gefunden wird, beide Getreidegruppen bekannt waren und auch genutzt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit der Verbreitung des Getreides ist ein natürliches Eindringen der Taxa mit fortschreitendem Sommer- und Winterregen. Das würde allerdings Winterregen in Nabta Playa bedeuten.&lt;br /&gt;
In jedem Fall folgt aus dem oben Gesagten, logischerweise dass die klimatischen Bedingungen ein Wachsen und Reifen von Körnerfrüchten erlaubten und daraus folgt wiederum eine jährliche Niederschlagsmenge von mehr als 150 mm Winterregen (Farafra) und von mehr als 300 mm Sommerregen (Nabta).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die stellenweise sehr hohe Dichte von steinzeitlichem Mahlwerkzeug in der Ostsahara zu erklären, wird, da viele Wissenschaftler eine höhere Niederschlagsmenge als 200 mm Sommerregen ausschließen, eine Art von genügsamen, trockenheitresistenten „Wildgetreide“ ins Spiel gebracht, welches mit Niederschlagsmengen von weniger als 200 mm Sommerregen / Jahr in der Lage sein soll essbare Körnerfrüchte zu produzieren. Der Name dieses Grases oder dieser Gräser ist nicht genannt. Die postulierten „Wildgetreide“ scheinen eine Schimäre zu sein. &lt;br /&gt;
Wären sie bekannt, so könnte die Sahelzone endlich vom Hunger befreit werden, denn die Gebiete zwischen den Isohyeten 300 mm und 50 mm ( Sommerregen ) stellen ungeheuere Flächen dar, die für die Produktion von „Wildgetreide“ zur Verfügung stünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert eine Reihe von Wildgräsern, deren Samen in Notzeiten gegessen werden aber sie sind an die 300 mm Isohyete gebunden. Fährt man mit dem Geländewagen von Agadez (200 mm) in Richtung Tahoua, so wird die 300 mm Isohyete gequert und erst südlich dieser Linie macht der Reisende, der seinen Wagen verlässt, die unangenehme Bekanntschaft mit dem cram – cram (chencrus biflorus).&lt;br /&gt;
Auch Wildgetreide in montanen Gunsträumen braucht, wenn es essbare Körner produzieren soll, gute Jahre d.h. ein Minimum von 300 mm Sommerregen oder äquivalente Wassermengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon ausgeführt, wuchsen zu Beginn des Holozäns die Wildformen von Weizen und Gerste bei einer Niederschlagsmenge von ca. 300 mm Winterregen im „fruchtbaren Halbmond“. Diese Wildformen wurden vom Menschen durch Selektion zu Kulturpflanzen herangezüchtet und wuchsen weiterhin bei 300 mm Winterregen in der ursprünglichen Region. Bei niedrigeren Niederschlägen wurde weiter südlich mit Bewässerung experimentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ostsahara wuchsen zur gleichen Zeit Wildpflanzen, als da sind setaria, panicum und sorghum in der Umgebung vieler steinzeitlicher Fundstellen. Es ist anzunehmen, dass auch hier eine ausreichende Regenmenge notwendig war, gleich ob für Wild- oder Kulturpflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem Handbuch für tropische Landwirtschaft (London 1979) weisen die Autoren D. Joy und E.J. Wibberley darauf hin, dass Sorghum heute vorzugsweise bei Niederschlägen zwischen 750 und 1250 mm/Jahr Sommerregen angebaut wird, bei fünf bis sieben Trockenmonaten im Jahr.  Hirse ist weniger anspruchsvoll und benötigt 500 bis 750 mm Sommerregen pro Jahr. Bei weniger als 500 mm/Jahr wird nur noch Kolbenhirse angebaut, es sei denn, künstliche Bewässerung wäre möglich. Das Buch ist für Praktiker konzipiert und richtet sich an westafrikanische Landwirte. Digitaria und Pennisetum, die in der Ostsahara häufig auf holozänen, steinzeitlichen Fundplätzen nachgewiesen sind, wachsen heute u.a. in den Savannengebieten Nigerias. Die Gräser sind ausgezeichnete Futterpflanzen für Rinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun könnte argumentiert werden, dass dank der geographischen Lage an den Schichtstufen, Wasser am Fuße der Hänge sich hätte sammeln können und dass so auch bei niedrigen Regenfällen genügend davon für die Pflanzen zur Verfügung gestanden haben würde.&lt;br /&gt;
Für tiefwurzelnde Bäume und Sträucher ist dies sicherlich zutreffend, nicht aber für Gräser, ausgenommen einige Horstgräser, und vor allem nicht für Getreide.&lt;br /&gt;
Körnerproduzierende Gräser brauchen entweder in bestimmten Abständen Regen, der die oberflächennahen Bodenschichten und so den Wurzelbereich durchfeuchtet oder aber künstliche Bewässerung.&lt;br /&gt;
Wenn K. Neumann ein Beispiel von Hirseanbau aus der Bayuda mit Niederschlägen zwischen 25 mm und 50 mm angibt, so hätte fairerweise gesagt werden müssen, dass dies nur durch künstliche Bewässerung möglich ist (Forschung zur Umweltgeschichte der Ostsahara, Seite 116).&lt;br /&gt;
In meinem Garten in Abu Tartur wuchsen ohne jegliche Regenfälle unter anderem Zuckerrohr und Bananenstauden. In Anou Araren nördlich von Agadez habe ich ca. 50 ha bewirtschaften lassen. Es wurden jährlich vier Ernten und zwar Sorghum, Weizen, Zwiebeln und Tomaten eingefahren und das bei einer Niederschlagsmenge von weniger als 150 mm Sommerregen/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bewässerungstechnik dürfte in dem behandelten Zeitraum von den Siedlern in der libyschen Wüste noch nicht entwickelt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Wirbeltiere)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Knochenfunde der B.O.S. Mission wurden von Wim van Neer und H.P. Uerpmann untersucht. Die Fundstellen sind im Prinzip die gleichen, die für die Untersuchung der Baumvegetation K. Neumanns herangezogen worden sind. So sind auch die Probleme ähnlich. Zu große Distanzen zwischen den Fundplätzen, teilweise schlechter Erhaltungszustand des zu untersuchenden Materials und vor allem eine Lücke zwischen den Breitengraden 24° N und 29° N machen eine eindeutige Bewertung schwierig. &lt;br /&gt;
Für Lobo in der Sandsee wird gesagt : „The sample contains almost nothing but unidentifiable mamal bones which, as far as could be established, belong all to the size class of the dorca gazelle. Only two enamel fragments indicate the presence of a large bovid. Dorca gazelle is represented by five identifiable fragments”.&lt;br /&gt;
Die von Willmann abgesammelten und von H.P. Uerpmann bestimmten Knochen gehören zu Großsäugern, identifiziert wurde Pelorovis antiquus.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz glass area 81/61 sind neben Dorca, Dama, Oryx und Hase vor allem Frosch- oder Krötenknochen gefunden worden, sie machen die Hälfte der Funde aus. Eine neuere Analyse, durchgeführt vom Institut für Paläoanatomie und Geschichte der Tiermedizin, München, gibt für 81/61 folgende Verteilung an :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alcelaphus buselaphus|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oryx dammah||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Addax nasomaculatus||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ovis aries||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||196&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Lepus capensis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amphibien fehlen in dieser Aufstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Münchener Institut hat ebenfalls die Knochenfunde von Djara 90/1 sowie die von Abu Gerara 98/5 untersucht (N. Pöllath in „Drei Tierknochenaufsammlungen aus Ägypten,      TPA 1“).&lt;br /&gt;
Die Fauna von Djara 90/1 setzt sich wie folgt zusammen :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Addax nasomaculatus|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella sp.||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella dorcas||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caracal caracal||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Unbestimmter Großtierknochen||46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Spathopis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht enthalten in dieser Aufstellung von 90/1 sind ein ebenfalls in Djara gefundenes domestiziertes Schaf und ein einwandfrei identifizierter Nilpferdknochen. Die Großtierknochen machen in dieser Aufstellung ca. 80 % der Gesamtmenge aus und geben einen Hinweis auf ein günstiges Klima mit Niederschlägen, welche für dichten Graswuchs sowie für das Gedeihen von Bäumen ausreichend waren. Das Verhältnis von ca. 80 % Großtierknochen zu anderen findet sich in Gerara, nördlich des 26. Breitengrads Nord wieder, ist aber leider nur auf einer geringen Menge basiert. Unter den Boviden befindet sich ein Büffel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camelus dromedarius*|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bos / Syncerus||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die Dromedarknochen sind später in das Fundgut gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von domestizierten Tieren und unbestimmten Großsäugern zu Dama und Dorcas Gazellen beträgt für Abu Tartur 75 %. Aber auch hier ist die Menge der untersuchten Knochen gering.&lt;br /&gt;
In Abu Tartur ist lediglich versucht worden, die Steinwerkzeuge in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Von der Keramik hingegen oder von den faunistischen Relikten sind nur einzelne Belegstücke von der Oberfläche aufgenommen worden. In den Fundplatzbeschreibungen wird aber auf gehäuftes Auftreten von Keramik, Knochen und Holzkohle hingewiesen.&lt;br /&gt;
Dennoch ist das Rind auf den Plateaufundstellen 0009/83, 0012/83 und 0054/85 nachgewiesen. Ziegen und / oder Schafe sind von 0008/13, 0010/83, 0012/83 und 0039/85 bekannt. Auch ein Nashorn kommt auf dem Plateau (0007/83) vor. Neben Gazellenresten wurde auch ein Kieferknochen der Hyäne geborgen.&lt;br /&gt;
In der Sandsteinebene wurden an den Playarändern Knochen von Ziege und / oder Schaf von den Fundplätzen 1010/83 und 1032/82 aufgelesen. Rinder- oder Büffelknochen fanden sich auf dem Fundplatz 1048/84. Ein Nashorn stammt von 1010/83 ein Zebra (equus) von 1005/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Knochenmaterial der domestizierten Tiere und das der Wildfauna wurde dankenswerterweise von H. Berke analysiert. &lt;br /&gt;
In den von M. Mc Donald bearbeiteten Fundstellen der Masara Phase, weit außerhalb der Dakhla Oasen, ist die Fauna weniger reich als die Vegetation es vermuten ließe. Neben Gazellen, Hasen, Eidechsen und einigen Vögeln enthält das Spektrum Schildkröten und Kröten. Das einzige recht anspruchsvolle Tier ist die Steppenkuhantilope, ein Bovide mit einer Schulterhöhe von 1,5 m und einem Gewicht von bis zu 250 kg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der afrikanische Hase (lepus capensis) bevölkert mit Ausnahme der dichten Wälder sämtliche Landschaftsformen und Klimazonen Afrikas. Ich selbst habe ihn im feucht- heißen Sambesital gejagt. Sein Auftreten bedeutet demnach lediglich, dass kein dichter Wald vorhanden war.&lt;br /&gt;
Gazellen können auch in sehr trockenen Gegenden überleben, selbst ohne offenes Wasser. Sie müssen ihren Feuchtigkeitsbedarf aber dann aus ihrer Nahrung decken können, also durch frische, grüne Pflanzen. Wenn kein Wasser zur Verfügung steht und das wenige Futter trocken und verdorrt ist, findet auch eine Gazelle keine Überlebensmöglichkeit.&lt;br /&gt;
Große Antilopen wie Alcelaphus buselaphus, von M. Mc Donald „hartebeest“ genannt, was eher dem südafrikanischen Verwandten Alcelaphus caama entspricht, brauchen Wasser und große Mengen Futter, sie können nicht wie Gazellen längere Trockenperioden überstehen.&lt;br /&gt;
Auch in Dakhla stehen also die paläobotanischen Fakten in scharfen Gegensatz zu der ariden Umwelt südlich des 24. Breitengrads Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mudpans weisen neben Vertretern genügsamer Boviden vor allem Elefant und Giraffe auf savannenartiges Gelände hin. In diesem Zusammenhang ist auch der große Anteil und der Artenreichtum der Raubtiere von Wichtigkeit. Auf keinen Fall sind Hyäne und Karakal Wüstenbewohner, ihre Anwesenheit lässt auf eine Vielzahl von möglichen Beutetieren schließen. Bemerkenswert ist das Fehlen von domestizierten Tieren, kommen doch in Eastpans neben Hund und Schaf auch Rinder vor und selbst in der Sandsee (81/61) werden Schaf und wahrscheinlich auch Rind angetroffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Fundkomplex_T_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex T&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Ingrid_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Ingrid&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_West_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex West&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Vera_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Vera&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Renate_neu_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Renate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Mollusken)== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Landschnecke Zootecus insularis kommt auf dem Abu Tartur Plateau in sehr großen Mengen vor. Sie ist Indikator einer Krautvegetation und kann durch Eingraben kürzere Trockenperioden überleben. Ein Exemplar wurde auf 8485 +- 45 BP datiert. Getragen wurde der Pflanzenwuchs von terra rossa Böden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastropoden, die sich eingraben, suchen Feuchtigkeit, die Böden mussten daher mächtig und in ihren tieferen Schichten dauerfeucht gewesen sein. Für Kröten, die sich in die Erde zurückziehen, gilt das gleiche.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden zwei Exemplare von Bulinus truncatus auf dem Plateau und drei an den Endpfannen gefunden, wobei die Bestimmung nicht ganz zweifelsfrei ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lymnaea natalensis, die fast ausschließlich in permanenten Gewässern lebt, ist mit 23 Exemplaren von Playa West und Playa Renate vertreten. Von Melanoides tuberculata, welche nur in Gewässern, die nicht regelmäßig austrocknen, lebt, ist nur ein Exemplar gefunden worden. &lt;br /&gt;
Pila sp. ist jeweils mit einem juvenilem, ebenfalls zweifelhaftem Exemplar von 1019/82 und 1005/83 vertreten.&lt;br /&gt;
Asphataria rubens oder Spathopis ist in Abu Tartur in großen Mengen vorhanden. 35 Exemplare von 35 verschiedenen Fundplätzen sind als Proben entnommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spathopis ist nicht an tiefes Wasser gebunden, sondern kann auch in flachen Tümpeln leben, wenn diese regelmäßig überflutet werden (S. Kröpelin 1993 : 193 – 195). Bislang wurde angenommen, dass Asphataria aus dem Niltal in die Wüste gelangt sei, nur für den Wadi Howar gilt sie als autochthon, dort sind auf der Fundstelle 80/73 Bulinus truncatus, Melanoides tuberculatus und Planorbis Gastropoden gefunden worden, sie gelten, wie auch Asphataria als nicht eingeschleppt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum sollte eine ähnliche Vergesellschaftung in Abu Tartur allochthon sein zumal Van Damme (1984) für die steinzeitlichen Phasen des Holozäns das Vorkommen von A. rubens westlich des Nils an Wasserstellen und Wadiläufen bezeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Altersanalyse an einer Spathopisschale vom Fundplatz 1004/83 hat einen Wert von 8110 +- 45 BP ergeben (KIA 23194), sie ist damit wesentlich älter als der älteste Fundplatz der Playa West und somit wahrscheinlich vor dem ersten Siedler an diesem Ort existent gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Felsbildkunst)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sehr variantenreiche Felskunst Abu Tarturs zeigt unter anderem drei Gravierungen von Rindern und stellt in einer interessanten Perspektivform eine Schafherde dar.&lt;br /&gt;
An Wildtieren werden Spießböcke, Giraffen, Antilopen und ein Strauß präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine seltene Darstellung von Fischschwärmen in der Draufsicht, wie ein Beobachter von einem erhöhten Punkt am Ufer die Tiere sehen würde, weist auf permanentes Wasser hin. Ein in der Seitenansicht gravierter Fisch dürfte sehr viel jünger sein, er ist Teil eines Piktogramms, welches vielleicht schon in die prädynastische Zeit weist. Im Gegensatz zu den oben genannten Fischschwärmen ist er nicht unbedingt ein Beweis für sein Vorkommen an diesem Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In „Rock drawings of southern upper Egypt II“ von 1939 beschreibt Hans A. Winkler die Gravierungen, die sich am Fuße des Abu Tartur Massivs bis nach Dakhla hinziehen und auch noch westlich und südlich der Oasen anzutreffen sind. Die Felszeichnungen von 1005/83 hatte er übersehen, kein Wunder in dem Gewirr von Zeugenbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An neun Stationen finden sich Darstellungen von Giraffen. Antilopen und Strauße sind jeweils sechsmal dargestellt. Viermal kommen Gazellen und Ibex vor, letztere wären eher in der östlichen Wüste zu erwarten gewesen. Neben drei Stationen mit Abbildungen von Rindern sind auch zwei mit Elefanten vorhanden. Außerdem sind Hunde, Esel, Krokodile, Schlangen, Hase, Vogel und Kamel graviert. Bei neolithischen Felsgravierungen gehe ich davon aus, dass die abgebildeten Tiere in der Umgebung lebten und dem Künstler aus eigener Anschauung bekannt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter, ausführliche Informationen und Darstellungen finden sich unter [[Fundkomplex Abu Tartur | Fundkomplex Abu Tartur Felskunst - Zeichnungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen von domestizierten Tieren und von großen Wildtieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| Hund|| Ziege|| Schaf|| Rind|| Büffel*|| Hartebeest|| Nilpferd Nashorn|| Elefant|| Giraffe|| Egnus (Zebra)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundregion'''|||||||||||||||| || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gilf Kebir|||| X|||| X|||||||| X (Myers)|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sandsee|||||| X|| X (96/15)|| X|| X (81/61)||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mudpans|||||||||||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Eastpans|| X|||| X|| X||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla (Mc Donald)|||| X ?|||||||| X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla**|| X|| X|| X|| X|| X|||| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Tartur|||| X|| X|| X|| X|||| X|| X ?|| X ?|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kharga**|||||||| X|||| X|| X|| X|||| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Gerara|||||||||| X||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Djara|||| X (Felsbild)|| X|||||| X|| X||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Farafra|||| X|| X||||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nabta-Kiseiba|| X|| X|| X|| X|| X ?||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Felsbilder Abu Tartur-Dakhla|| X|||| X|| X|||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* * Bouchud (1969) states categorically that the giant buffalo is a savanna dweller needing large quantities of water. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ** Die Oasen im frühen Holozän waren nicht bedeutender als heute. Der Wasseraustritt der Quellen lag allerdings auf einem höheren geographischen Niveau. Das Nachlassen des Wasserdrucks und damit der eventuellen Menge wurde harmonischer Weise durch die starken Deflationsraten ausgeglichen, so dass von einem gleichmäßigen Fördervolumen ausgegangen werden kann.&lt;br /&gt;
Da das Wasser aber nicht wie heute kanalisiert war, bildete sich eine Sumpflandschaft, die von Savannentieren nicht bevorzugt wird. Die aktuelle intensive, durch Pumpen beschleunigte Nutzung der endlichen Wasserreserven hat ein Ungleichgewicht bewirkt. Die Deflation kann die Verminderung des artesischen Drucks nicht mehr ausgleichen. Daher muss immer mehr Wasser aus größeren Teufen gehoben werden.&lt;br /&gt;
Die von Leclant und Churcher durchgeführten Analysen der Oasenfauna sind zweifelhaft. &lt;br /&gt;
Der auf einigen Fundstellen erhöhte Knochenanteil von kleinen Boviden und Hasen kann über die tatsächliche Zusammensetzung der Paläofauna ein falsches Bild zeichnen.&lt;br /&gt;
Klein und Cruz – Uribe (1984) schreiben dazu :&lt;br /&gt;
“In many instances prehistoric hunters probably butchered a large animal where it fell and brought only selected parts to their home base. In contrast, they probably often imported smaller animals intact”. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Komplexität der Beurteilung prähistorischer Knochenfunde wird von Hubert Berke ausführlich in seiner Arbeit “Zum Thema Archäozoologie” (1989) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mensch und Umwelt==&lt;br /&gt;
Die Lage der steinzeitlichen Fundplätze in der sie umgebenden Landschaft lässt zuweilen Schlüsse auf  die klimatischen Bedingungen zu. Die Wasserversorgung ist in diesem Zusammenhang von besonderer Wichtigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel I'''&lt;br /&gt;
AT 0002/84 ist mit 9120 +- 40 Jahren vor heute der bislang älteste datierte Fundplatz Abu Tarturs. Durch sein reichhaltiges, homogenes Fundmaterial weist er sich als Siedlungsplatz  aus, der für eine gewisse Dauer angelegt worden ist. Die Versorgung mit Wasser könnte durch Regenwasser gewährleistet worden sein, welches sich in einem flachen Becken der Fundstelle AT 0014/85, etwa einen Kilometer nordöstlich gelegen, sammeln konnte. Kleinere Tümpel, heute im Gelände nicht mehr auszumachen, hätten sich in der Nähe von AT 0002/84 bilden können. Ähnliche Fundkomplexe gleichen Alters, wenn auch kleiner und weniger deutlich ausgeprägt, werden auf dem Plateau angetroffen aber bisher nie in der Ebene in der Nähe der großen Playas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus kann geschlossen werden, dass nach den großen Regenfällen zu Beginn des Holozäns die Wasserversorgung auf dem Plateau ohne große Endbecken kein Problem für die Siedler darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel II'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle Ä 98/20 im Tiefsten einer Endpfanne, welche Wasser aus einem Einzugsgebiet von 563 km² sammelt, hat zu verschiedenen Zeiten, nach eigener Beobachtung vom Epipaläolithikum (langschmale Dreiecke, Rückenmesser) bis zum Spätneolithikum (gestielte, flächig bearbeitete Pfeilspitzen, side-blow-flakes) als Zufluchtsort am ENDE der Trockenzeiten gedient, wenn höher gelegene Wasserstellen ausgetrocknet waren und wenn die Weiden auf den Hamadas abgegrast waren. Während der Regenzeiten, es sind sowohl Sommerregen aus Süden als auch Winterregen aus Norden nachgewiesen, waren die Wasserstände wesentlich höher wie Proben vom Niveau + 5 m belegen. Die Siedler, ob Jägernomaden oder Hirten nutzten nach den Regenfällen die Hamadas und Wadis außerhalb der Senken, das Aktionsgebiet schloss ebenfalls den Dünengürtel des Abu Muharig ein. Während dieser Zeit waren die Bewohner sehr mobil und legten keine Dauerlager an. Der archäologische Nachweis ist durch die „short-term camps“ und die „overnight stopps“ (Kindermann) gegeben. Am Ende der Trockenzeiten wurde der Raum um die Endpfanne genutzt, die Mobilität war eingeschränkt, da nur noch wenige Wasserlöcher vorhanden waren und hierdurch erklärt sich die höhere Konzentration von Steinplätzen und Artefakten.&lt;br /&gt;
Diese gut durchdachte und zutiefst logische Strategie wird auch heute noch von Hirtenvölkern in der Sahara angewandt (Niger, Mauretanien u.a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach aktueller Hypothese sind lediglich 100 mm Regen im Jahr gefallen. In der folgenden Rechnung werden die bislang für richtig gehaltenen Zahlen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0,1 m Regen im Jahr x 563.000.000 m² = 56.300.000 m³/Jahr. Angenommen 80% des Wassers versickern oder verdunsten auf ihrem Lauf, angenommen die Endpfanne hat eine Größe von  1 km² so beträgt der Wasserstand am Ende der Regenzeit 11,2 m, eine Höhe, die mit meinen Beobachtungen größenordnungsmäßig übereinstimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel III'''&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet von Ä 90/1 beträgt nach der gleichen Quelle wie weiter oben lediglich 1 km². Bei den von mir postulierten Wasserständen werden sich allerdings Überläufe zwischen den einzelnen Teilsenken gebildet haben und so auch hier die noch erkennbaren Mulden aufgefüllt haben. Der besondere Gunstfaktor des Fundplatzes bestand in der als Zisterne dienenden Höhle. Bei stärkeren &lt;br /&gt;
Niederschlagsereignissen konnte Wasser in die Höhle überlaufen und dort eine Reserve von ca. 9000 bis 10.000 m³ bilden, genügend Wasser, um eine größere Population mit Haustieren während des ganzen Jahres zu versorgen (Die tägliche Menge entspricht einem großen Tankwagen von 30 m³ Fassungsvermögen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ereignisse lassen sich nachweisen an den verschwemmten Sedimenten, die im Höhleninneren einen fast waagerechten Untergrund bilden, wie er nur vom Wasser gestaltet werden konnte und an dem Vorhandensein von schalenförmigen pelitischen Sedimentkrusten, die im stillen Wasser abgesetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 100 mm Niederschlag im Jahr und einem Einzugsgebiet von 1 km² kann die Attraktivität des Fundplatzes nicht erklärt werden, da in einem Endbecken von ca. 300 m x 300 m der Höchstwasserstand nur etwas mehr als 1 m betragen würde falls die gesamte Wassermenge dort gesammelt würde. Bei 20% wie im Beispiel II waren es gerade einmal 20 cm Höchststand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel IV'''&lt;br /&gt;
beschreibt die Fundstelle Ä 95/2 in den Eastpans. Hier stehen bei 200mm Niederschlag pro Jahr und einem Einzugsgebiet von 227 km² in einem Sammelbecken von rund 3 km² (von Niv. –1 bis Niv. +5) 45.400.000 m³ Wasser zur Verfügung. Anzumerken ist, dass die bekannten Fundplätze jeweils Becken mit Flächen von ca. 500.000 m² aufweisen. Der Wasserstand würde bei 20% Ausnutzung auf  der Gesamtfläche bei 3 m liegen, die kleineren und tiefer gelegenen Fundplätze könnten unter den gleichen Umständen einen wesentlich höheren Wasserstand aufweisen, rein rechnerisch bis ca. 9 m. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altersangaben betreffen die Zeit um 6000 BP für das Spätneolithikum und 7214 BP für das Mittelneolithikum. Da die Menschen in dieser Zeit neben der Jagd von Körnerfrüchten und von den Produkten der Viehzucht lebten, dürfte eine ähnliche Situation existiert haben wie in Djara 98/20 nämlich eine Konzentration um einen Teich, in dem die letzten Wasserreserven am ENDE der Trockenzeit vorhanden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel V'''&lt;br /&gt;
bezieht sich auf AT 1005/83. Der bedeutende Fundplatz mit einem Alter von 6420 +- 60 BP Jahren weist eine Werkzeugmenge von 897 Stücken auf, hinzu kommen 40 Mahlsteine, 16 Reibschalen, 31 identifizierte Feuerstellen und Keramik. An faunistischen Material wurden u.a. Straußeneiperlen, bulinus truncatus, lymnaea natalensis und aspatharia rubens gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt am Nordrand eines ausgedehnten Playabeckens und ist um einen Inselberg aus nubischem Sandstein, der aus dem Holozänsediment herausragt, angeordnet. Die Positionen der immobilen Feuerstellen liegen zum Teil oberhalb der Niveaulinie 204 und reichen bis nahe an die wahrscheinliche Uferlinie, welche dem Niveau 202 entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiter südlich gelegene mittelneolithische Fundstelle AT 1004/83 mit einem Alter von 7590 +- 75 BP Jahren liegt ebenfalls auf dem Niveau 204. Auch hier wird eine Variationsbreite angetroffen, so dass Fundplatzteile etwa zwischen Niv. 205 und Niv. 203 liegen. Weitere noch nicht datierte Fundstellen wie 1001 bis 1003, 1006 bis 1012 und 1039, 1040, 1044 und 1079 bis 1082 sind ebenfalls um die Niveaulinien 202 bis 205 gruppiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:1005_83_Lageskizze.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Lageskizze Abu Tartur, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Belege lassen darauf schließen, dass die Playa über lange Zeiträume im wesentlichen das gleiche Sammelbecken und ähnliche Wasserstände aufwies. Ein Playaprofil welches an einem Sandsteinhügel ansteht, zeigt an seiner Basis eine Wechsellagerung von sandigen und tonigen Schichten. Darüber liegt eine kompakte tonige Masse von ~ 2 m Mächtigkeit ähnlich der von H. Riemer dokumentierten Schichten im Wadi Asfura in der Nähe der Fundstelle AT 1072/86 oder dem Aufschluss AT 1023/82 wo gut 2,50 m ungeschichtete Tonmassen anstehen und sich im nicht aufgeschlossenen Liegenden fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese tonigen Sedimente weisen auf eine gleichmäßige, nicht turbulente Wasserzufuhr hin wie sie z.B. bei Winterregen auftreten kann. Andere Schichten enthalten Kalkgeröll oder feine kalkige Verwitterungsprodukte, die wiederum auf heftige Sommerregen schließen lassen.&lt;br /&gt;
Eine genauere Untersuchung des Sedimentationsgeschehens durch ein Geologenteam könnte hier endgültige Erkenntnisse erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Diskussion und Konklusion==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die libysche Wüste Ägyptens herrscht bei Wissenschaftlern bislang eine weitgehende Übereinstimmung, wonach die Gebiete zwischen dem 24. und dem 29. Breitengrad Nord zu keiner Zeit während des prähistorischen, holozänen Klimaoptimums eine höhere Regenmenge erhalten haben als 150 mm/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R. Kuper und S. Kröpelin gehen in einer neueren diesbezüglichen Veröffentlichung von mehr als 50 mm bis 150 mm Niederschlägen im Jahr aus (Science 2006, Vol. 313, Fig. 3). Sie postulieren ein Vorrücken des tropischen Monsuns zu Beginn des Holozäns wonach südlich des Wadi Howars &amp;gt; 450 mm Sommerregen/Jahr fielen, bis in die Gegend um Laqiya mehr als 300 mm und bis zur ägyptisch sudanesischen Grenze und im Gilf Kebir &amp;gt; 150 mm Sommerregen im Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem reichte bis ins Fayum, wo &amp;gt; 150 mm Winterregen angegeben sind. Auch dieser Wert ist zu niedrig angesetzt, jagten doch die Menschen im Fayum noch um 6000 BP Elefanten (site K) und Nilpferde (site N) und bauten Gerste, Leinen und Weizen an. Ein striktes Minimum von 250 mm Winterregen wären die Vorraussetzung für eine derartige Flora und Fauna. Durch das Vorhanden sein des Sees herrschte zwar kein Wassermangel, noch wichtiger ist aber ausreichend Regen, um eine Lebensgrundlage für Großtiere und Möglichkeiten zum Ackerbau zu schaffen. Ein Seeuferbewuchs würde nicht ausreichen. Vergleiche mit sogenannten Wüstenelefanten Namibias sind nicht angebracht, da diese die Wasserspeicher der Wadis, die durch Regen aus weit entfernten Gegenden gespeist werden, nutzen und lediglich durch Wüstengebiete wandern, um von einem Wadi zum nächsten zu gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum zwischen dem 30. Breitengrad Nord und dem 23. Breitengrad Nord lag demnach in einer Wüste, die weniger Regen erhielt als heute Agadez in der Republik Niger (200 mm Sommerregen). In dieser ägyptischen Zentralwüste fehlen die Gebirge, die zusätzliches Wasser in die trockenen Ebenen hätten leiten können, allenfalls sind einige Schichtstufen vorhanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Bild einer breitengradparallelen zonalen Klimaentwicklung, wie es für die Westwüste Ägyptens und den nordwestlichen Teil des Sudans gezeichnet wird, ist durchaus stimmig soweit es sich auf den südlichen Teil des Untersuchungsgebiets bezieht. Belege aus der Quartärgeologie, besonders aus dem Gilf Kebir, sowie weitere Fakten aus Fauna und Flora lassen keine Zweifel aufkommen.&lt;br /&gt;
Weiter nördlich betreffen die Untersuchungen Teile der Großen Sandsee und das Abu Ballas Stufenland. Hier stellen sich die ersten Fragen. Wie kommen Savannengehölze und Savannentiere nach Mudpans und woher kommen die Graslandschaften und die Rinder von Eastpans ?&lt;br /&gt;
Diese Gebiete folgen nicht mehr der etablierten Zonung und werden als Vorposten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des 25. Breitengrads Nord, einer Zone, die bis auf Dakhla (M. Mc Donald) nicht intensiv bearbeitet worden ist, erlauben die harten Fakten nicht mehr an dem konservativen System festzuhalten.&lt;br /&gt;
Wie neuere Forschungen nahe legen, reichten die tropischen Sommerregen nicht nur bis zum 24. Breitengrad Nord sondern weit über 27° N hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem wurde bislang nicht genügend berücksichtigt und heute ist klar, dass die Winterregen von der Küste über Djara bis zu den Mudpans und vielleicht sogar bis in den Nordsudan reichten. Selbst der Gilf Kebir scheint zeitweilig in das Winterregenregime eingebunden gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet welches auf Grund seiner Topographie am stärksten durch die zwei sich überlappenden Regenzeiten begünstigt worden ist, liegt um den 25. Breitengrad Nord. Wir dürfen hier von &amp;gt; 150 mm Winterregen und von einer Sommerregenmenge gemäß der zonalen Ausbreitung der Isohyeten von &amp;gt; 50 bis 150 mm ausgehen. Der mittlere jährliche Niederschlag umgerechnet in Sommerregen (100 mm Winterregen entsprechen in der Landwirtschaft 200 mm Sommerregen) würde also nach folgender Rechnung diese Größenordnung gehabt haben :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(50 + 150) : 2 + (&amp;gt;150 x 2) = 100 + &amp;gt;300 = &amp;gt;400 mm äquivalenter Sommerregen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Niederschlagsmenge könnte die Bildung der Rotböden auf dem Plateau und in der „Roten Wüste“ und die zum Teil riesige Ausdehnung der Playas in der Ebene und das Vorhandensein offener Wasserflächen erklärt werden. Damit ließe sich auch die Bildung von Kalzitkristallen in der Kontaktzone von Kalkstein und Playaboden schlüssiger belegen (H. Besler). &lt;br /&gt;
Zugleich liegt diese Regenmenge in einem Bereich, der Rinderhaltung erlaubt und der dem Vorhandensein von wilden Großtieren nicht widerspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem aber wird verständlich warum sich Menschen in diesem Raum niedergelassen haben, hier konnten sie gut leben und nicht nur überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird auch verständlich wenn Wendorf et al. (2001) eine Trockenzeit zwischen 8700 und 8600 BP feststellen, während Mc Donald gerade eine Blüte der Masara C Kultur konstatiert. Die Klimaregime waren unterschiedlich, der Einfluss der Winterregen, wenn überhaupt (Chenopodiceae in Nabta) wird im CPE- Bereich geringer gewesen sein als am 25. Breitengrad Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der veränderten postulierten Umstände konnten die Siedler in der westlichen Wüste Ägyptens keine reine sedentäre Lebensweise führen.&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Regenzeiten wurden das Plateau und die entlegenen Weidegebiete in der Ebene genutzt. Bei Wasserknappheit, auch &amp;gt;400 mm Niederschlag im Jahr ist recht wenig, sie entsprechen in etwa den Regenfällen der Kalahari, wurden die Ressourcen in der Umgebung der Playabecken einbezogen. &lt;br /&gt;
Die Mobilität der Menschen ging aber über diesen jahreszeitlich bedingten Wechsel der Jagd- und Weidegründe sowie des Erntezyklus hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So tauchen auf den Fundplätzen in Abu Tartur einerseits Kaurischnecken und andere Gastropoden aus dem Roten Meer in den Inventaren auf  und auf der anderen Seite libysches Wüstenglas. Zwischen den Herkunftsorten liegen ca. 1000 km Luftlinie.&lt;br /&gt;
Granite und andere Tiefengesteine zur Herstellung von Reibschalen und Mahlsteinen aus der östlichen Wüste haben ebenfalls einen weiten Weg zurückgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Exportiert aus dem Raum Abu Tartur- Kharga wurde der Gebrauch von großen Dreieck- und Stielspitzen, die sich zunächst im Fayum und später in Merimde und in Badari wiederfinden. Einzelne Stücke wurden in Nabta, in der Djararegion und in Dakhla gefunden.&lt;br /&gt;
Aus Sandstein gefertigte Mahlwerkzeuge auf dem Abu Muharig- Plateau stammen aus den Nubiaschichten, wie sie in Kharga, Abu Tartur und Dakhla anstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen viele nicht direkt fassbare gegenseitige Beeinflussungen wie auf dem Gebiet der Keramikherstellung. Für den materiellen und kulturellen Austausch genügte es, wenn Einzelpersonen oder kleine Gruppen während der kühleren Jahreszeit diese Kontakte pflegten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien unter Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg einer solchen Karawane würde über Abu Ballas führen. Abu Ballas ist einer dieser unscheinbaren Sandsteinhügel wie sie zu Tausenden in der westlichen oder libyschen Wüste Ägyptens vorkommen. Das besondere an diesem Hügel sind jedoch die große Menge an Wasserkrügen und die Scherbenreste aus pharaonischen Zeiten, die am Fuße des Hügels deponiert sind. Die Altersspanne reicht mit Intervallen von 2200BC bis 1070BC. Selbst römische Scherben sind noch zu finden. Sie wurden schon 1918 von den Engländern Ball und Moore entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute versuchen Kölner Archäologen die Geheimnisse des Depots, rund 200km südwestlich der Oase Dakhla gelegen, zu lüften.&lt;br /&gt;
*Sie gehen davon aus, dass das Klima zu Zeit der Deponierung der Krüge nicht wesentlich feuchter war als es heute ist, d.h. hyperarid.&lt;br /&gt;
*Sie gehen weiter davon aus, dass der Weg von Abu Ballas weiter bis zum Gilf Kebir führte. Dafür sprechen Wegmarken (alamat), wenn sie auch im gebirgigem Teil sehr weit auseinander liegen und nicht eingesehen werden können, und Funde von Krügen und Keramikscherben.&lt;br /&gt;
*Weiter wird postuliert soll der Weg über den Gebel Uweinat ins Innere Afrikas geführt haben. Der Uweinat ist ein Gebirge im Länderdreieck Ägypten, Sudan, Libyen und bietet reichlich Wasser aber kaum sichere Weiden. Hier liegen auch keine Befunde vor, die diese Theorie untermauern könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfernungen belaufen sich von Abu Ballas zum Gilf Kebir auf rund 200km und vom Gilf zum Uweinat auf weitere approximative 200km.&lt;br /&gt;
Der Weg sollte eine alternative Handelsroute sein, um schwarzafrikanische Luxusgüter nach Ägypten zu bringen. Er sollte die normalerweise genutzte Nilroute unter noch nicht vollständig geklärten Voraussetzungen ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ägypter ihrerseits mussten Güter zum Tausch anbieten können. Schmuckgegenstände und Tuche aber auch Werkzeuge und Waffen aus Kupfer und später aus Bronze wären mögliche Tauschobjekte. Allen Autoren (R. Kuper, K.P Kuhlmann, H. Riemer und anderen), die sich mit dieser Strecke, dem so genannten Abu Ballas Trail (ABT) befassen oder befasst haben ist klar, dass der logistische Aufwand, um solche Handelskarawanen auszurichten und erfolgreich in einem vollariden Wüstenbereich funktionieren zu lassen, enorm ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es soll mit diesem Aufsatz versucht werden den logistischen Aufwand zu quantifizieren und eventuelle Alternativen aufzuzeigen.&lt;br /&gt;
Für die Rechnung werden die Vorgaben von R. Kuper berücksichtigt („die wüste“ von C.C. Müller und J. de Castro Hrsg. 2006, Seite 80).&lt;br /&gt;
*Tagesstrecke der Eselkarawane: 30km&lt;br /&gt;
*Belastbarkeit der Tiere: 50 bis 70kg/Esel&lt;br /&gt;
*Wasser- u. Futterbedarf: 10kg/Esel und Tag&lt;br /&gt;
*Die Strecke Dakhla – Abu Ballas wird in 7 Etappen eingeteilt (7 × ~ 30km ~ 210km).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Zunächst werden von der Oase Dakhla aus Vorräte auf der Strecke verteilt, die es erlauben die Tiere auf dem Hin- wie auch auf dem Rückweg zu versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Danach läuft eine weitere Kolonne los und deponiert z.B. 1m³ Wasser oder 1t Futter am Zielort Abu Ballas. die Krüge wurden nicht nur in Abu Ballas sondern auch nördlich und südlich davon an geeigneten Plätzen deponiert. Um Wasser lagern zu können, müssen Tonkrüge transportiert werden. Diese Behälter, einmal an Ort und Stelle, bleiben dort und können immer wieder nachgefüllt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Um ein Depot von 300 Krügen, das ist die belegte Anzahl, aufzubauen, muss eine Eselkarawane 300 Krüge × 15kg/Krug = 4500kg über eine Distanz von ~ 200km bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Um die Krugkolonne zu versorgen, muss eine weitere Vorratskolonne die entsprechenden Depots anlegen. Die Anzahl der einzusetzenden Tiere wird ermittelt indem die Eseltage*, die benötigt werden um 1000kg zu transportieren mit 4,5 multipliziert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) Um die Vorräte für den Transport der Menge von 10000 l Wasser, die 300 Krüge zu füllen, werden weitere 9 × 1325 Eseltage benötigt, 1m³ Wasser ist vorher schon transportiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) Der eigentliche Wassertransport benötigt 9 x 280 Eseltage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle Eseltage.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach enthalten das Abu Ballas Depot und die weiteren Zwischendepots 300 Krüge mit 10m³ Wasser aber noch kein Futter für die Tiere, keine Nahrung für die Begleitmannschaft und kein Feuerholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *Eseltage, zu vergleichen mit Mannschichten in der Industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aber kein großes Problem, da von der Basis Dakhla aus weitere Kolonnen von Transporttieren auf die Piste gebracht werden können, um die entsprechenden Futtermengen und sonstiges ins Ziel zu bringen. Der Arbeitseinsatz würde sich dann auf rund 50000 Eseltage erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentliche Problem beginnt, unter Respektierung der postulierten Bedingungen, mit dem Vorratstransport zum 200km entfernten Gilf Kebir und weiter zum Gebel Uweinat, der ungefähr weitere 200km Luftlinie entfernt liegt.&lt;br /&gt;
Der Arbeitsaufwand und die Kosten würden exponentiell ansteigen und sämtliche Esel der Oasen würden möglicherweise nicht ausreichen die 600km lange Wüstenstrecke mit Vorräten auszustatten. &lt;br /&gt;
Nun sollen Handelskarawanen mit ägyptischen Waren beladen auf den Weg geschickt werden und mit nubischen Waren nach Dakhla zurückkehren. &lt;br /&gt;
Man könnte Stellschrauben anziehen und argumentieren, die Tiere könnten schneller und weiter laufen und mehr Gepäck laden, es würde nicht wesentlich das Resultat auf der Strecke Abu Ballas – Gilf Kebir – Uweinat (oder Bir Misaha um nach Nubien zu gelangen) ändern. Die Schwierigkeiten wären nahezu unüberwindbar.&lt;br /&gt;
Zu bemerken wäre noch, dass Tiere, die mit trockenem Futter versorgt werden, und dieses dürfte der Fall gewesen sein, täglich getränkt werden sollten. &lt;br /&gt;
Außerdem darf eine ungewöhnliche Einzelleistung, wie z.B. ein Esel läuft 80km an einem Tag, nicht als Dauerleistung hochgerechnet werden. &lt;br /&gt;
Eine Handelskarawane besteht im alten Reich gewöhnlich aus 300 Lasttieren (H.P. Kuhlmann in Tides of the Desert, Köln 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Futter- und Wasserbedarf wäre für eine 600km lange Wüstenstrecke und einer Dauer von 21 Tagen für den Hin- und weitere 21 Tage für den Rückweg wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10kg/Tag und Tier × 42 Tage × 300 Tiere = 126t''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Tabelle geht hervor, dass 55600 Eseltage eingeplant werden müssen, um 1t Vorräte von Dakhla zum Uweinat transportieren zu können. Hinzu kommen noch 840 Eseltage für die Wasserkolonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 126 t : 1 t = 7111440 Eseltage'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge bedarf keiner Interpretation, die Karawanenreise von Dakhla zum Gebel Uweinat ist nicht realisierbar. Selbst eine Minikarawane von 100 Tieren würde immer noch: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 42 t : 1 t = 2370980 Eseltage'''&lt;br /&gt;
			&lt;br /&gt;
benötigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wären weitere Krugdepots anzulegen, Brennholz zum Brotbacken und Verpflegung für die Begleitmannschaft, welche aus Eseltreibern, Händler, Schreibern,  Soldaten und Wachmannschaften besteht, bereitzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Gebel Uweinat aus sind mindestens weitere 200km Wüstenstrecke mit angenommenen Niederschlägen unter 50mm/Jahr zu durchqueren (Climate controlled occupation in the Eastern Sahara during the main phases of the Holocene, Kuper und Kröpelin 2006).&lt;br /&gt;
Hier wird endgültig klar, dass eine transsaharische Handelsroute unter den vorgegebenen Bedingungen nicht existiert haben kann.&lt;br /&gt;
Da aber vieles für einen Abu Ballas Trail spricht, die Kruglager und die Wegzeichen, müssen die Vorbedingungen untersucht werden, vor allem das Klima, welches im alten Reich herrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linien gleicher Niederschlagsmengen, Isohyeten, sind nach Kuper und Kröpelin nach bestmöglichen Schätzungen auf der Basis von geologischen, archäozoologischen und archäobotanischen Daten etabliert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Siedlungskammer Abu Tartur habe ich weiter oben belegen können, dass Rotböden zu Beginn der steinzeitlichen Besiedlung im Holozän gebildet werden konnten. &lt;br /&gt;
Es ist weiterhin belegt, dass Großsäuger wie Elefant, Nashorn oder Nilpferd und Giraffe sowie große Boviden im besprochenem Raum im frühen Holozän vorkamen.&lt;br /&gt;
Die Präsenz von Savannengehölzen ist in den Holzkohlenproben von Abu Tartur und von weiteren Fundplätzen nahe des 25. Breitengrads bewiesen. Neben Sorghum, der in fast allen Fundgebieten nachgewiesen werden konnte, kommt in Djara auch Amarant vor, ein typisches Gewächs der Feuchtsavanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum in der Östlichen Sahara um den 25. Breitengrad hat nach Kuper und Kröpelin eine jährliche Niederschlagsmenge von &amp;gt;50 bis &amp;gt;150mm erhalten (Sommerregen). Er ist gleichzeitig eines der am dichtesten besiedelten Gebiete in der Zeit von ~9200 BP bis ~6200 BP. Es ist nicht gerade einleuchtend, dass Menschen in einen unwirtlichen Wüstenraum einwandern, wo doch zahlreiche nahe liegende Alternativen mit über 450mm Regen im Jahr existiert haben.&lt;br /&gt;
Wenn aber schon die Schätzungen für die steinzeitliche Hauptbesiedlungsphase anzuzweifeln sind, so sind es erst recht die Annahmen für ein plötzliches, fast totales Ausbleiben des Regens nach 6400 BP bis in die dynastische Zeit hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von mir behandelten Fundstellen sind von Berufsarchäologen, bis auf kurze Visiten, nicht besucht worden. Sie liegen außerdem rund 200km östlich von dem Nordsüdtranssekt, dessen Resultate für die Beurteilung von Archäofauna und Archäoflora herangezogen wird.&lt;br /&gt;
Neue Fakten aus Abu Tartur und anderen Plätzen sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
Zahlreiche Belege aus historischer Zeit weisen auf eine nicht geringe Restbevölkerung in der Ostsahara und auf eine extensive Wanderweidewirtschaft hin.&lt;br /&gt;
Geologische Daten: Ein Anwachsen der Playaböden ist nach 6400 BP, wie schon weiter oben erwähnt, nicht mehr zu beobachten. Daraus wurde geschlossen, dass keinerlei bedeutende Niederschläge nach diesem Datum gefallen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geringe Winterregenmengen um 100mm/Jahr haben nicht die Kraft Sedimente zu transportieren und selbst wenn Feinmaterial die Endbecken erreicht haben sollte, wird dieses in wenigen Jahren der Deflation zum Opfer fallen. Außerdem versickert sanfter Regen rasch im Sand oder in den noch vorhandenen Böden und kann so eine ephemerische Grasvegetation möglich machen (Beispiel Agadez in der Republik Niger mit 200mm Sommerregen/Jahr).&lt;br /&gt;
Archäobotanische Daten: Diese Daten sind von Fundplätzen, die gegen Ende der holozänen, steinzeitlichen Besiedlungsphase besiedelt waren, erhoben worden, also bei sehr geringen Niederschlagsmengen.&lt;br /&gt;
Das gleiche gilt für die archäozoologischen Untersuchungen. Sie entsprechen schon fast den Daten der vordynastischen Periode wenn nicht gar denen des Alten Reichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf die Kruglager des Abu Ballas Trails und die Claytonfallen in Mirmalla sind archäologische Funde nach dem Abwandern eines Großteils der neolithischen Bevölkerung sehr selten. Der Grund dafür liegt in der Wirtschaftsweise der Restbevölkerung. Hirten einer halbnomadischen Weidewirtschaft hinterlassen keine Spuren ihrer Präsenz. &lt;br /&gt;
Werden die neue logische Sichtweise und die neuen Schätzungen, die Niederschlagsmengen betreffend, auf die Funktion des Abu Ballas Trails angewandt, so ergibt sich eine Lösung der genannten Probleme und Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien rücken in den Bereich des technisch Möglichen.&lt;br /&gt;
Wasser wird nach Regenfällen an geeigneten Orten gesammelt und in Tonkrüge gefüllt, Gras wird geschnitten oder ausgerissen und an den Etappenplätzen gelagert. Damit haben die „Wachmannschaften“ eine sinnvolle Tätigkeit denn zu bewachen gab es bei der alten Hypothese nichts, da die Wüste undurchlässig gewesen wäre und so auch keine Wasserräuber nach Abu Ballas gelangen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Müller- Karpe bezieht sich in seinem Handbuch der Vorgeschichte Band II Jungsteinzeit, Verlag C.H. Beck 1968, Seite 27 auf K. Butzer wenn er schreibt, Zitat: Dennoch war vor dem 3. Jt. v. Chr. die Austrocknung der beiderseitigen Wüsten nicht so weit fortgeschritten wie heute, so dass mit einer stellenweise Besiedlung in manchen Wadis und auf Hochflächen zu rechnen ist, die heute keine nennenswerte Vegetation mehr aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zur Wahl stehen nun zwei Szenarien:'''      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Die heutige westliche Wüste war, wie viele Berufsarchäologen schätzen, in prädynastischer und Anfang der dynastischen Zeit '''hyperarid'''. Eselkarawanen nach Nubien waren '''nicht möglich'''.&lt;br /&gt;
*2.) Es fiel '''genügend Regen''', der eine ephemere Grasvegetation hervorbrachte, Eselkarawanen nach Nubien waren '''möglich'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Anzahl der Tiere auf dem Hin- und Rückweg'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Erster Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zweiter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 3.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Dritter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 4.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Bir Kiseiba Paradoxon.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 70 km nördlich der sudano-ägyptischen Grenze liegen mit den Koordinaten 22°34’N, 29°53’O die neolithischen Fundstellen von Bir Kiseiba, welche in den Jahren 1979 und 1980 von der Combined Prehistoric Expedition (CPE) bearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
In den vorausgegangenen Jahren waren die Fundstellen in der Nähe des Gebel Nabta, circa 100 km östlich von Kiseiba, von derselben Gruppe, F. Wendorf, R. Schild und Associates, untersucht worden. Die Resultate sind hauptsächlich in folgenden Bänden veröffentlicht worden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Prehistory of the Eastern Sahara (1980)&lt;br /&gt;
*Cattle Keepers of the Eastern Sahara (1984)&lt;br /&gt;
*Holocene Settlement of the Egyptian Sahara (2001)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klimageschehen, insbesondere die Höhe der Regenfälle, soll hier kurz kritisch angerissen werden.&lt;br /&gt;
Nach Kuper und Kröpelin liegt das Grenzgebiet von Ägypten und dem Sudan in einer Zone mit &amp;gt;150 bis &amp;gt;50 mm Sommerregen/Jahr. Zu Beginn der holozänen Feuchtphase und um 5300 bis 3500 BCE beim heutigen hyperariden Niveau. In der entsprechenden Graphik liegen Nabta und Kiseiba allerdings schon in der Zone &amp;gt;50mm Sommerregen/Jahr (Atlas of Cultutal and Environmental Change in Arid Africa, Köln 2007).&lt;br /&gt;
Wendorf und Schild halten für die gleiche Region eine Sommerregenmenge von 200mm/Jahr für wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Pflanzenreste wurden im CPE Bereich gefunden und analysiert? Allein von Nabta E-75-6 sind Acacia sp., Tamarix sp. und Ziziphus sp. als sicher genannt. Chenopodiceae, Capparidaceae und Crucifereae und Malvaceae sind mit Fragezeichen ausgestattet.&lt;br /&gt;
An Kräutern und Gräsern kommen unter anderem Panicum (Rispenhirse), Setaria (Kolbenhirse), Hordeum hexastichon nudum (Gerste) und Triticum sp. (Weizen) vor.&lt;br /&gt;
Ein absolutes Minimum von &amp;gt;300 mm Sommerregen benötigen diese Körner produzierenden Pflanzen um zu gedeihen. Dass sie reifen konnten, belegen die aufgefundenen Kornspeicher und das Mahlwerkzeug.&lt;br /&gt;
Im Kapitel „Flora“ dieses Aufsatzes habe ich H. Mensching zitiert, der die agronomische Trockengrenze bei etwa 300mm Winterregen oder 500 mm Sommerregen sieht.&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon gesagt, schreiben andere Wissenschaftler, dass bei 100 – 300 mm Sommerregen vom Nordsahel gesprochen wird. Der Regen verteilt sich auf einen einzigen Monat. Das spärliche „Grün“ wird von Kamelen abgeweidet. Bei 300 – 500 mm Sommerregen spricht man vom Südsahel. Der Regen ist über drei Monate verteilt, Bäume tauchen auf und Viehzucht ist möglich.&lt;br /&gt;
Diese Beobachtungen decken sich mit meinen eigenen Erfahrungen aus 16 Jahren Anwesenheit in der Sahara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Fauna in Kiseiba'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige ausgewählte Taxa sind in einer Tabelle zusammengefasst worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Die_Bir_Kiseiba_Fauna.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Tabelle - Die Fauna in Kiseiba&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *Raubtiere = Schakal, Sandfuchs, Streifenhyäne und Wildkatze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus der Tabelle ersichtlich stehen einerseits an ein Wüstenklima adaptierte Gazellen, Sandfuchs und Wüstenigel, andererseits sind Tiere vorhanden, für die ein feuchteres Klima unabdingbar ist wie die großen Boviden (Rinder oder Büffel) und die Feldratten. Letztere weisen auf Ackerbau und die damit verbundenen Pflanzen hin, die ein striktes Minimum nicht unterschreiten können, sollen sie Körner zum Reifen bringen.&lt;br /&gt;
Dieser scheinbare Widerspruch sollte aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Dorca Gazelle (H 55 – 65cm, G 20 kg), die in Kiseiba die größte Tiergruppe bildet, ist normalerweise ein Bewohner der ariden Sand- und Gesteinsflächen. Sie lebte aber in Kiseiba in einem Gebiet, welches die Möglichkeit bot Getreide anzubauen, also bei mindestens &amp;gt;300 mm Sommerregen im Jahr.&lt;br /&gt;
Ich sehe folgende Erklärung: Vor Beginn der frühholozänen Feuchtphase lebten die Tiere am südlichen Sahararand und wanderten dann mit fortschreitendem Bewuchs nordwärts, um in ihrem gewohnten Habitat zu bleiben. Die Wüste wurde aber nicht nur durch den aus Süden kommenden Monsun sondern auch von Norden durch mediterranen Winterregen immer weiter eingeengt. An die ariden Bedingungen angepasste Tiere befanden sich also in einer „grünen Falle“ und mussten sich an feuchteres Klima anpassen. Tiere können das in vielen Fällen, Pflanzen eher nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu ein kleines Beispiel aus Anou- Araren nördlich von Agadez. Auf dem Areal eines Industriekomplexes mit Kohletagebau und Kraftwerk hatte sich eine Cateringfirma eingerichtet. Dort waren vier Dorca Gazellen in einem Gehege eingezäunt. Über die Jahre hinweg wurden sie mit trockenem Brot und Gemüseabfällen gefüttert und sie waren gesund und munter. Sie liebten Zigaretten und fraßen den Tabak mit großer Wonne, wohl eine Erinnerung an ihre wilden Tage als sie noch trockenes, hartes Gras fressen mussten wenn keine frischen Akazienblätter vorhanden waren. Diese Nahrungsquelle finden einige wenige Dorcas heute noch im Norden des Abu Tartur Plateaus in Ägypten, wo buschartige Akazien ihre Wurzeln bis in den tonigen Wasserstauer oberhalb des Phosphatflözes getrieben haben und so unter hyperariden Klimabedingungen noch überleben. Diese Beispiele belegen die hohe Anpassungsfähigkeit der Dorcas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hasen (lepus capensis) bilden die zweitgrößte Gruppe. Hasen besiedeln sämtliche Gebiete Afrikas, sie meiden lediglich dichte Wälder und Wüsten. Siehe auch weiter oben das Kapitel „Die Fauna (Wirbeltiere)“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dama Gazelle (H 90 – 105cm, G 70kg) bildet ebenfalls eine bedeutende Gruppe. Die größte aller Gazellen bevorzugt normalerweise die Konditionen des Nordsahels bis zum Wüstenrand. Auch sie ist in die „grüne Falle“ geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raubtiere und zwar Schakal, Streifenhyäne, Sandfuchs und Wildkatze, bilden eine beachtliche Gruppe und weisen auf zahlreiche Beutetiere hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schildkröten kommen nur in der El Adam Phase vor, wahrscheinlich ist diese leichte Jagdbeute von den ersten Siedlern Kiseibas bereits ausgerottet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist das Vorkommen von Feldratten. Sie sind ein Indikator für Ackerbau. Die ersten Exemplare erscheinen gemeinsam mit Gerste in der El Nabta Phase. Eine Zunahme ist im mittleren Neolithikum zusammen mit Gerste und Weizen zu erkennen. Wie mir ein Rattenbekämpfungs Spezialist der deutschen Entwicklungshilfe mitteilte, sei ihr Fleisch für den menschlichen Verzehr geeignet und sehr wohlschmeckend. Das gilt im übrigen auch für das Stachelschwein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rinder oder Büffel. Großboviden, ob nun domestizierte Rinder oder Wildtiere, brauchen regelmäßig Wasser und vor allem Mengen an Grünfutter. Der Mensch kann zwar Brunnenlöcher ausheben um Tränken zu schaffen aber er kann das Futterwachstum nicht beeinflussen.&lt;br /&gt;
Rinderherden werden z.B. in der Region Agadez im Niger auch außerhalb der 400mm Isohyete angetroffen in diesem Fall bei 200mm aber das sind nur kurze Gastspiele um das spärliche Wachstum unmittelbar nach der Sommerregenzeit zu nutzen. Schnell ziehen Hirt und Herde weiter südwärts zur Grenze nach Nigeria.&lt;br /&gt;
Einen Vorteil für die Viehhaltung am Westrand des Air Gebirges bilden die von den Höhen abfließenden Corys, die vor allem Ziegen und Schafen eine Lebensgrundlage durch die Uferbewachsung bieten. An besonders günstigen Stellen bilden sich Gueltas, permanente Wasserlöcher, die als Tränken genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Cory.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Cory am Westrand des Air Gebirges&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Guelta.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Guelta, permanentes Wasserloch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das unregelmäßige Auftreten von Straußeneischalen lässt sich durch Deflation erklären. Die Schalen sind leicht und werden an exponierten Orten vom Wind weggeblasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gazellen und Hasen sind relativ kleine Tiere und lassen sich unproblematisch mit Schlingen oder durch Steinschleudern erlegen. Sie werden vollständig ins Lager gebracht und erst dort zerteilt. An ihrer Jagd können sich auch Frauen und Jugendliche beteiligen. Wenn die Jäger weit außerhalb des Lagers größere Beutetiere erlegt hatten, wurde Tier, wie schon weiter oben beschrieben, an Ort und Stelle zerlegt und nur Teile ins Lager gebracht. Das ist eine mögliche Erklärung für die Mengenverteilung der Knochen verschiedener Taxa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon für die bedeutenden Fundstellen von Abu Tartur und das Arbeitsgebiet der BOS und ACACIA Missionen der Kölner Universität gilt auch für Nabta und Kiseiba folgendes:&lt;br /&gt;
Menschen besiedeln keinen Raum, der nur marginale Möglichkeiten zum Überleben bietet, wenn attraktive Alternativen mit wesentlich höheren Niederschlagsmengen als die für den CPE Bereich postulierten, zur Auswahl stehen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

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		<title>Datei:Die Bir Kiseiba Fauna.png</title>
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				<updated>2021-12-27T10:36:51Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Einfluss_des_Klimas&amp;diff=5576</id>
		<title>Einfluss des Klimas</title>
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				<updated>2021-12-27T10:36:31Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Das Bir Kiseiba Paradoxon. */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Das postpleistozäne Klima Abu Tarturs während der steinzeitlichen Besiedlungsperiode.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der hyperariden Endphase des Pleistozäns setzten in der westlichen Wüste Ägyptens vor rund 11.000 Jahren Regenfälle ein, die das Land erneut ergrünen ließen und so den einwandernden Menschen einen Lebensraum boten, der gegenüber dem Niltal im Osten und den feuchten Savannen in der Höhe des Wadi Howar im Süden, klare Vorteile auf seiner Seite gehabt haben musste. Wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, hätten die Einwanderer günstigere Klimazonen gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf seine Siedlungsqualität untersuchte geographische Raum hat sein kulturelles Zentrum in Abu Tartur (30°10’ Ost / 25°30’ Nord, Mittelwerte) reicht aber vom 24. bis zum 27. Breitengrad Nord und von der Großen Sandsee bis zu den Kharga Oasen.&lt;br /&gt;
Da es der Zweck dieses Kapitels ist, das Klima während der steinzeitlichen Phasen des Holozäns zu rekonstruieren, müssen zunächst die geomorphologischen Gegebenheiten und das quartärgeologische Sedimentations- und Deflationsgeschehen untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflation ist in ariden Klimagebieten in höchstem Maße an der Gestaltung der Oberflächen beteiligt.&lt;br /&gt;
Jährlich fliegen aus der Sahara rund 250 Millionen Tonnen Wüstenstaub nach Westen in Richtung Atlantik und nach Süden fallen vor der Küste Westafrikas Jahr für Jahr weitere Abermillionen Tonnen in den Ozean (GEO Kompakt 19).&lt;br /&gt;
In der westlichen Wüste Ägyptens weht der Wind hauptsächlich aus nördlichen Richtungen, wie die Dünenzüge der großen Sandsee und des Abu Muharig anschaulich belegen. Auch die Orientierung von Sicheldünen gibt die vorherrschende Richtung der Winde an.&lt;br /&gt;
Während des Weges über die ausgetrockneten Flächen wird vom Wind nicht nur Sand transportiert sondern in weit höherem Maße Staub.&lt;br /&gt;
Schon geringe Luftbewegungen wirbeln das feine Lockersediment der Böden auf und verfrachten es nach Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Staubsturm_Abu_Tartur_1985.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Staubsturm Abu Tartur, 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflationsraten hängen neben der Stärke und der Häufigkeit des Windes vor allem von der Oberflächenart ab. Sie wird bei festem Gestein gering sein, bei Böden jedoch hoch. Eine Rolle spielen ebenfalls die geomorphologischen Gegebenheiten, die in Ebenen dem Wind freien Raum geben, in Gebirgen hingegen abbremsen.&lt;br /&gt;
Für die Oase Kharga sind Raten von bis zu 8 mm/Jahr gemessen worden.&lt;br /&gt;
Die Tabelle zeigt auf der Abszisse die Zeit und auf der Ordinate die angenommenen Bodenmächtigkeiten. Drei verschieden starke Deflationsraten sind im Koordinatensystem eingezeichnet und zeigen wie lange Böden der Deflation standhalten.&lt;br /&gt;
Nach dieser Tabelle wären heute selbst bei einer minimalen Deflationsrate von durchschnittlich 0,5 mm/Jahr Böden von ursprünglich drei Metern Mächtigkeit vollständig ausgeräumt, falls der Abtragungsprozess 6000 BP beginnen würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen auf dem Abu Tartur Plateau sind größtenteils an flache, mit terra-rossa Böden gefüllte Senken gebunden. Auf der Hochfläche überragen die umgebenden Hügel das Tiefste der Senke nur um wenige Meter. Ähnliche Verhältnisse existieren im Westen des Plateaus in der Nähe der Dakhla Oasen. (Siehe Waldhoff „Spectral analysis of remote sensing data for geomorphological, geological and geoecological research in arid Africa”. Seite 91 Atlas of  cultural and environmental change in arid Africa. 2007 O. Bubenzer, A. Bolten, F. Darius  Herausgeber).&lt;br /&gt;
Die von Waldhoff als playa deposits bezeichneten Ablagerungen sind als Rotböden anzusprechen wie die Oberflächenstruktur des Plateaus nahe legt.&lt;br /&gt;
Es kann von einer Pedogenese auf der Gesamtfläche des Plateaus ausgegangen werden obwohl z.Zt. nur größere Flächen von Abu Tartur und der Südwestecke des Plateaus bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Abu_Tartur_Lageskizze_Gesamt.png|600px|Lageskizze Abu Tartur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Abu Tartur Gesamtübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Possible_development.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Mögliche Entwicklung der Bodenbildung und Abtragung durch exogene Kräfte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Spectral_analysis_2007.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Spektral Analyse im Süd-Westen des Abu Tartur Massivs, G. Waldhoff, 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeitpunkt der Bodenbildung ist wie für die Playas am Fuße des Plateaus, das frühe Holozän ab etwa 11.000 BP, da vorher, während der letzten 60.000 Jahre des Pleistozäns ein hyperarides Klima mit starker äolischer Aktivität herrschte, durch welche der harte Kurkurkalkstein poliert und die heutigen flachen Senken ausgeschliffen wurden. („From 70.000 bp until perhaps 12.000 bp, the sahara was hyperarid and seemingly devoid of life.&amp;quot; In: The Middle Paleolithic of North Africa. A Status Report by F. Wendorf and R. Schild. In: New light on the Northeast African Past. Köln 1992.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wäre verfehlt von Paläoböden (Pleistozän) auszugehen, da bei den hohen Deflationsraten ein feinstkörniger, weicher, ungeschichteter Boden während der großen Zeiträume ausgeräumt worden wäre. Hinzu kommt das Vorhandensein von eingebetteten holozänen Artefakten. Pleistozäne Werkzeuge kommen in den Böden nicht vor, allenfalls werden einige wenige Aterienspitzen und verstreute Levalloisabschläge auf der steinigen Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
Die dünnen Schichten rezenter pelitischer Sedimente sind wie das Ausgangsgestein hellgrau gefärbt, unter den heutigen hyperariden Konditionen ist nichts anderes zu erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Dolineneinbrüchen auf dem Kalksteinplateau, vor Deflation weitgehend geschützt, lassen sich solche hellgrauen Schichten auf Fundstellen wie 0003/84, 0004/84, 0026/84 und anderen beobachten.&lt;br /&gt;
Gräbt man einige Dezimeter tief in diesen Schichten, so verändert sich die Farbe des Sediments in ein Rosagrau oder ein Grau mit einem schwachen Hauch Rot. Diese Mischfarbe tendiert immer stärker nach Rot je tiefer in die Schichten vorgedrungen wird.&lt;br /&gt;
Der eigentliche Fundplatzboden ist durch rotbraune, playaähnliche Färbung gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
Das kontinuierliche Abnehmen der Rubefizierung vom liegenden zur Oberfläche hin veranschaulicht eine langsame Verringerung der Winterniederschläge und belegt eine holozäne Bildung der Ablagerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Befund ist nicht durch Fotos oder Zeichnungen dokumentiert worden. Diese Fundstellen sind jedoch ohne große logistische Aufwendungen aufzufinden und jeder Klimaforscher oder Berufsarchäologe könnte an Ort und Stelle diese Beobachtungen verifizieren.&lt;br /&gt;
Es wäre von großer Bedeutung, denn hier liegt der Beweis für eine holozäne Bildung der terra rossa Böden auf dem Plateau und damit auch der Rotböden in der Sandsteinebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres bedeutendes Rotbodenvorkommen liegt in der Sandsteinebene rund 50 km westlich der Asphaltstraße Esba el Gaga – Baris – Esba Maks el Qibli oder 70 – 100 km südlich von Abu Tartur (CONOCO Sheet Baris 1:250.000 by G. Poehlmann et al. TFH Berlin 1982).  &lt;br /&gt;
Zwei durch Sandbedeckung getrennte Restflächen mit einer Größe von ca. 300 km² lassen ahnen wie dieser Teil der Vollwüste zu Beginn der holozänen, steinzeitlichen Besiedlung ausgesehen haben mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Roeper qualifizieren die Ablagerungen in der „Roten Wüste“ in ihrem Artikel „The Libyen (Western) desert and northern Sudan during the late Pleistocene and Holocene“ als pelitic sediments.&lt;br /&gt;
Holzkohle von der Oberfläche wurde auf 9260 +- 370 BP bzw. 7790 +- 340 BP datiert. Im Sediment eingeschlossene Straußeneischalen ergaben Werte von 7280 +- 110 BP und 6760 +- 70 BP. &lt;br /&gt;
H.P. Uerpmann analysierte die gefundenen Knochen. Neben gazella dorca und gazella dama kommen ein mittelgroßer bis großer Bovide vor, caprinae, ammotragus und lepus capensis und struthio.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch G. Ulbrich (vormals GTZ), der die rote Wüste aus eigener Anschauung als eine eintönige Ebene im nubischen Sandstein, zum Teil mit Sandfeldern und stellenweise einigen Hügeln durchsetzt, kennt, bestätigt den Bodencharakter der roten Sedimente. &lt;br /&gt;
Ein weiteres gutes Beispiel für die Einbettung von Artefakten bietet in Abu Tartur Playa Ingrid, Fundplätze 1014/82 und 1019/82, wo Mengen von holozänen Werkzeugen von der Reibschale bis zum feinsten Bohrer oberhalb der Playaablagerungen von sandigen Rotböden umschlossen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rubefizierungen von Sanden werden ebenfalls aus der Großen Sandsee beschrieben (H. Besler, O. Bubenzer) wobei die chemische Verwitterung der Quarze im Norden (26°40’N) stärker war als an den Messpunkten weiter südlich (25°30’N).&lt;br /&gt;
Ferner sind Restböden und Rotfärbungen aus Djara 98/20 bekannt. H. Besler beschreibt einen Profilschnitt wie folgt : „... die im Profil auftretenden Wurzelstrukturen (wahrscheinlich Schilf) belegen das ehemalige Fußen dichterer Vegetation. An der Basis (Kontaktzone von Kalkstein und Playasedimenten, Anm. des Verfassers) treten Lösungshohlformen im anstehenden Kalkstein auf, die z.T. mit rekristallisiertem Kalzit, z.T. mit einem leuchtend roten, sandigen, bodenartigen Sediment gefüllt sind. Auf den umliegenden Hängen des Beckens wurden in windgeschützten Lagen vergleichbare Sedimente vorgefunden, die als Reste einer ehemaligen initialen Bodenbildung gedeutet werden können“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beschreibung deckt sich mit meinen eigenen Beobachtungen, wobei noch hinzuzufügen wäre, dass sich die Kalzitkristalle nur in einem dauerfeuchten Milieu bilden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Günstige Voraussetzungen zur Bildung und Konservierung von nicht lateritischen Rotböden sind geringe Höhenunterschiede, wie sie auf dem Plateau und in der Sandsteinebene gegeben sind und ein wechselfeuchtes Klima, wie es in afrikanischen Savannen vorherrscht, z.B. im Sudan in der Höhe des 12. Breitengrads Nord, wo heute noch Bedingungen herrschen, unter denen sich Rotböden bilden können. Eine dieser Bedingungen ist eine Niederschlagsmenge von mehr als 500 mm Sommerregen im Jahr oder äquivalenter Winterregen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Bodenart im behandelten Raum ist das pelitische Sediment mit äolischen Einträgen, die Playaablagerung.&lt;br /&gt;
Es ist zu unterscheiden zwischen Seen und Seeablagerungen mit Kalkkrustenbildung und reichlichen biologischen Einträgen einerseits und Playabecken mit nur geringen Resten aquatischer Fauna und Flora und fehlender Kalkausfällungen andererseits. Erstere liegen südlich des Wendekreises und westlich auf libyschem Gebiet und stehen oder standen in Verbindung mit den zu Beginn des Holozäns höheren Grundwasserspiegeln, eine Tatsache, welche einen gleichmäßigen Wasserstand begünstigte, der wiederum Strände und einen Bewuchs der Seeränder erlaubte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus hydrogeologischen Gründen, der Grundwasserspiegel in Abu Tartur z.B. liegt heute bei rund 1000 m Tiefe und war auch im Frühholozän nicht viel höher, dürften die nördlich des Wendekreises und östlich der libyschen Seebildungen gelegenen schluffig- tonigen Sedimente in Endpfannen gebildet worden sein, in Geländehohlformen, die im Pleistozän durch Deflation ausgeschliffen worden sind.        &lt;br /&gt;
Da die dort gesammelten Wassermengen vom Grundwasser getrennt waren, konnten die Wasserspiegel stark variieren und so weder Strände noch regelmäßigen Randbewuchs bilden. Störend auf  Leben im oder unmittelbar am Wasser konnte sich auch die hohe Dynamik beim Wassereintrag auswirken. Die relative biologische Armut der Sedimente sagt demnach nichts über die vorhandene Wassermenge oder die Dauer der Verfügbarkeit von Oberflächenwasser aus. Die Höhe der Niederschlagsmenge, die mittlere Verdunstungsrate und die Speicherkapazität der Playaböden sind hier die ausschlaggebenden Größen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Abu Tartur könnte die Playa Renate / Vera mit einer Fläche von ca. 11 km² und einer Restmächtigkeit von bis zu 29 m dienen (seismische Messung durch Burkhardt TU Berlin in Pachur und Roeper „The libyan (western) desert and northern Sudan during the late pleistocene and holocene“ 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Masse der Sedimente liegt im 100 Millionen Kubikmeterbereich und bei einer Speicherkapazität von lediglich 5 % freiem Wasser und Brunnen von 3 m Tiefe stünde rein rechnerisch eine tägliche Wassermenge in der Größenordnung von einigen 100.000 l zur Verfügung. In dieser Annahme wird nur von untertägigem Speicherwasser ausgegangen. Oberflächenwasser wäre somit für die Versorgung großer Gruppen mit Haustieren nicht nötig gewesen. Das Tiefste des Playakörpers wäre in jedem Fall dauerhaft feucht gewesen.&lt;br /&gt;
Bestätigt wird die Speicherkapazität der Playas von Wendorf / Schild in „Cattle Keepers“ Seite 16 und Seite 22 (Analysen von B. Winter, Institut of Basic Geology, Warsaw University). Ferner von A.E. Close auf Grund ihrer Beobachtungen in Nabta Playa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann schreibt dazu in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ Seite 120 Zitat : „Wichtig ist vielmehr, dass die Wadisedimente eine gewisse Mächtigkeit erreicht haben, so dass die tiefer gelegenen Schichten gegen Austrocknung geschützt sind (Kassas 1952)“. Die Fähigkeit Wasser im Playakörper zu speichern wird durch die Struktur der Sedimente begünstigt. Sandige Lagen wechseln sich mit tonig- schluffigen ab. Während der Sand das Wasser weiterleiten und speichern kann, vermindern die tonigen Schichten die Evaporation.&lt;br /&gt;
Drei Aufschlüsse in Abu Tartur zeigen neben der Wechsellagerung auch mächtige Pakete ungeschichteten, tonigen Materials von dunkel rötlichbrauner Farbe. Diese werden als Niedrigenergie- Sedimente bezeichnet und lassen auf  sanften, regelmäßigen Regen schließen, in unserem Fall auf Winterregen. Da diese Art von Ablagerungen bis in den Gilf Kebir reicht, kann von Winterregen in der gesamten westlichen Wüste ausgegangen werden. In weiten Teilen der östlichen Sahara kommt es also zu einer Überlappung von tropischem Sommerregen und mediterranem Winterregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Playasedimente Abu Tarturs würden es durch ihre Mächtigkeit erlauben die im Gilf Kebir gewonnenen Erkenntnisse über das Klimageschehen während der steinzeitlichen Phase des Holozäns zu ergänzen, zumal auch hier ein zusätzlicher Eintrag durch Quellen auszuschließen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Flora==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Beurteilung der Flora im behandelten Raum wird häufig die Studie von K. Neumann in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ (1989 R. Kuper Herausgeber) herangezogen.&lt;br /&gt;
Auf einem Nord- Süd Transekt von ca. 1500 km Länge, das entspricht der Entfernung Hamburg – Rom, sind Holzkohlenproben von sechs Fundgebieten berücksichtigt worden. Diese sind für den südlichen Teil das Laqiya Gebiet, Selima Sandsheet und Gilf Kebir für die Periode um 5700 BP. Zu dieser Zeit war der Raum um den 25. Breitengrad Nord weitestgehend von Menschen verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den nördlichen Teil des Transekts wurden der Gilf Kebir, Abu Ballas (Mudpans) und Sitra für die Zeit um 7000 BP bis 6500 BP ausgewählt. Gegen 6400 BP wurden letzte Playabildungen gemessen, die Bezugsperiode liegt also am Ende der Feuchtphase für die Region um den 25. Breitengrad Nord. Außerdem sind Proben aus der großen Sandsee (Abu Minqar) und dem Wadi Howar eingeflossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berücksichtigt wurden lediglich die Analysen von Hölzern, die wichtige, klimaanzeigende Kraut- und Grasvegetation konnte nicht untersucht werden. Feuerhölzer unterliegen einer Selektion durch den Menschen und sind daher weniger geeignet ein Klimaprofil zu erstellen.&lt;br /&gt;
Eines der Resultate besagt, dass die Mudpans ein vorgeschobener Außenposten sahelischer Taxa seien. Eine Holzkohlenprobe von Djara (S. Nussbaum) verschob diesen Vorposten des Sommerregens um ca. 300 km nach Norden. Nicht berücksichtigt wurde die frühe Phase des Holozäns von 11.000 BP bis 7000 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann räumt denn auch ein, dass die Anzahl der Messpunkte zu gering, die nicht untersuchten Zwischenräume zu groß und die Menge und Qualität der Holzkohlen nicht immer ausreichend waren.&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage ihrer exzellenten, wenn auch, wie sie selbst sagt, nicht vollständigen und umfassenden Arbeit, kann dennoch gut aufgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezählten Holzkohlenstücke der einzelnen Taxa zeigen für das Gesamtgebiet des Transekts eine Dominanz von zwei Gehölzen. Tamarisken plus Akazien erreichen im Norden (Siwa- Qattara) 97,8 %, in Abu Minqar 100 %, in der glass area 97,7 % und in den Mudpans 93,0 %.&lt;br /&gt;
Im Gilf Khebir ist der Prozentsatz mit 76,1 % wesentlich geringer obwohl hier eine zusätzliche Menge von acacia albida mitgezählt worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Feuerstellen im Selima sandsheet ergeben 83,4 % und im Laqiya Gebiet 55,8 %. Für den Wadi Howar (Djabarona) steigt der Anteil wieder auf 94,5 %, wenn die Früchte der celtis intergrifolia nicht eingeschlossen werden. Mit Früchten sinkt der Anteil auf 62,5 %.&lt;br /&gt;
Wie schwierig es sein kann Schlüsse aus dem Vorkommen von Gehölzarten zu ziehen, zeigen zwei benachbarte Fundplätze in Mudpans mit ähnlicher Zeitstellung. Zum Vergleich wird ein weiterer, in der Nähe liegender Fundplatz, der etwas jünger ist, aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; max-width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Fundplatz&lt;br /&gt;
!Acacia sp.&lt;br /&gt;
!Tamarix sp.&lt;br /&gt;
!Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
!Salvadora persica&lt;br /&gt;
!Maerua crassifolia&lt;br /&gt;
!Leptadenia pyrotechnica&lt;br /&gt;
!Cassia senna&lt;br /&gt;
!Rubiaceae&lt;br /&gt;
!Ziziphus sp.&lt;br /&gt;
!Grewia tenax&lt;br /&gt;
!Grewia villosa&lt;br /&gt;
!Calotropis procera&lt;br /&gt;
!Acacia albida&lt;br /&gt;
!Balanites aegyptiaca&lt;br /&gt;
!Boscia senegalensis&lt;br /&gt;
!Capparidaceae&lt;br /&gt;
!Capparis decidua&lt;br /&gt;
!Celtis integrifolia&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Summe Taxa&lt;br /&gt;
!Summe Proben&lt;br /&gt;
!Acacia inkl. Albida (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix und Acacia (%)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Qattara – Siwa&lt;br /&gt;
|271&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|278&lt;br /&gt;
|97,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Ain Dalla&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Abu Minqar&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Glass area&lt;br /&gt;
|170&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|174&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|&lt;br /&gt;
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|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Mudpans &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!83/39&lt;br /&gt;
|284&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1279&lt;br /&gt;
|22,2&lt;br /&gt;
|77,2&lt;br /&gt;
|99,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/56&lt;br /&gt;
|1062&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1109&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|0,01&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/50-1 &lt;br /&gt;
|1403&lt;br /&gt;
|349&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|1980&lt;br /&gt;
|70,8&lt;br /&gt;
|17,6&lt;br /&gt;
|88,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Mudpans&lt;br /&gt;
|2749&lt;br /&gt;
|1355&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|41&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|4368&lt;br /&gt;
|62,9&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|93&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Akdar&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|758&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|85&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|889&lt;br /&gt;
|5,1&lt;br /&gt;
|85,3&lt;br /&gt;
|90,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Bakht&lt;br /&gt;
|28&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|438&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1332&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Gilf Kebir&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|782&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|523&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|2221&lt;br /&gt;
|40,9&lt;br /&gt;
|35,2&lt;br /&gt;
|76,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Burg et Tuyur&lt;br /&gt;
|357&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|551&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Djebel Kamil&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|26&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Bir Misaha&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Selima&lt;br /&gt;
|384&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|579&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 1&lt;br /&gt;
|196&lt;br /&gt;
|852&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|36&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|119&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|665&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2058&lt;br /&gt;
|9,5&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|50,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 2&lt;br /&gt;
|53&lt;br /&gt;
|46&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|205&lt;br /&gt;
|25,9&lt;br /&gt;
|22,4&lt;br /&gt;
|48,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Sahal&lt;br /&gt;
|116&lt;br /&gt;
|153&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|275&lt;br /&gt;
|42,2&lt;br /&gt;
|55,6&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Laqiya&lt;br /&gt;
|365&lt;br /&gt;
|1051&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|54&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|134&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|733&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2538&lt;br /&gt;
|14,4&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|55,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Howar &lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|182&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!(Djabarona)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|(93)*&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|*&lt;br /&gt;
|(275)&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!25° N&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während 83/39 und 85/50 –1 ein ähnliches Verteilungsmuster mit einem Tamariskenanteil von über 70 % zeigen, kommt auf dem Fundplatz 85/56 Tamariske aus unbekannten Gründen praktisch nicht vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Akazie %'''|| '''Tamariske %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/39|| 7360-8260||22,20||77,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/56||7370-7700||95,80||0,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||85/50-1||6880-7000||17,60||70,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleicht man Hölzer und andere Pflanzen verschiedener Gebiete der östlichen libyschen Wüste miteinander, so fällt auf, dass im Norden um den 25. Breitengrad Nord die Anzahl der Gehölztaxa höher ist als im Süden in Höhe des 20. Breitengrads Nord. Der Norden ist ebenfalls an Gräsern und Kräutern reicher als der Süden.&lt;br /&gt;
Unter 25° N sind Taxa der Masara C Phase am südwestlichen Ausläufer des Abu Tartur Massivs, die von M. Mc Donald veröffentlicht wurden, zusammengefasst mit den Ergebnissen von Chufu und Kharafish (H. Riemer) und soweit verfügbar von Eastpans 95/2 (B. Gehlen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Holzprobe.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kernprobe Akazie, Abu-Muharik-Plateau, 2000, Foto: H. Riemer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner fließen drei von K. Neumann untersuchte Proben von Abu Tartur ein.&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°14’Nord – 30°03’Ost, nicht datiert, Acacia&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°23’Nord – 30°05’Ost, nicht datiert, Tamarix&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°20’Nord – 30°09’Ost, nicht datiert, Maerua crassifolia, Leptadenia pyrotechnica, Acacia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Steinplätze liegen weit außerhalb der Playagebiete in der Nähe der Asphaltstraße von Kharga nach Dakhla.&lt;br /&gt;
Eine weitere Analyse wurde vom Labor Köln unter der Nummer 3.741 Probe C – 1.638 erstellt. Die Bestimmung ergab ausschließlich Acacia. Das Alter wurde mit 7.370 +- 70 BP angegeben. Fundort ist der Plateauplatz 0011/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund von Analysen einer Kohlen- und Aschenschicht aus der Tropfsteinhöhle von Djara (K. Kindermann) konnte S. Nussbaum eine Vegetationsform feststellen, die als Anastatica hieruchuntica – Anabasis articulata Vergesellschaftung bezeichnet wird. Dazu bemerkt die Autorin : „The dwarf shrub communities thrive under a semiarid* climate regime with seasonal precipitations as presently occurs along the Mediterranean coast of Egypt“.&lt;br /&gt;
Diese Niederschlagsmenge beträgt 150 mm Winterregen (Siehe auch H.D. Müller, Gerstenanbau).&lt;br /&gt;
Katharina Neumann (1989) schreibt dazu : „Jedoch reichen wahrscheinlich die 150 mm Winterniederschlag, die maximal an der marmarischen Küste fallen (Station Marsa Matruh : 144 mm/Jahr), nicht aus, um eine permanente, natürliche Gehölzvegetation zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
Außer dieser Zwergstrauch- Gesellschaft wuchsen aber in Djara &amp;gt; 50 % Tamarix, &amp;lt; 10 % Acacia und &amp;gt; 25 % Capparaceae. &lt;br /&gt;
Daraus geht hervor, dass die Niederschlagsmengen höher als 150 mm Winterregen/Jahr gewesen sein muss !&lt;br /&gt;
Ob diese zusätzliche Menge Wasser nun auf den nachgewiesenen Sommerregen (Capparaceae) oder auf stärkeren Winterregen zurückzuführen ist, bleibt vorerst unklar.&lt;br /&gt;
(* semiarid &amp;gt; 200 mm Winterregen nach Bubenzer und Ritter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger als 500 mm Niederschlag im Jahr spricht man von semiariden Gebieten --- S. Hölzl, M. Kölbl-Ebert in „die wüste“, Begleitbuch zur Landesausstellung im Lokschuppen Rosenheim. 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8 bis 10 Trockenmonate und weniger als 600 mm Sommerregen bzw. 400 mm Winterregen Niederschlag im Jahresmittel.&lt;br /&gt;
(H. Mensching in : „Sahara, 10.000 Jahre zwischen Weide und Wüste“, Museen der Stadt Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche, an Winterregen gebundene Zwergstrauchgesellschaft von Anastatica und Anabasis, die in Djara angetroffen wurde, findet sich in Kharafish am Südrand des Plateaus wieder. Logischerweise muss dann auch für die Zone von Djara bis zum 25. Breitengrad Nord die Niederschlagsmenge von ca. 150 mm Winterregen, die zum Gedeihen dieser Assoziation unabdingbar ist, eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
Der im nubischen Sandstein gelegene Fundplatz Chufu weist Chenopodiaceae auf und verweist damit ebenfalls auf nördlichen Einfluss. Chufu ist, falls gleich hohe Niederschläge wie für das nicht weit entfernte Kharafish angenommen werden, durch höhere Temperaturen und durch seine Lage in der Sandsteinebene, also durch das Substrat, bevorzugt und kann zusätzlich vor allem südsahelische Gehölze wie Boscia senegalensis ausbilden.&lt;br /&gt;
Größere Mengen von Hangwasser und breite, tiefe Wadikanäle, welche die sahelischen Gehölztaxa dauerhaft mit oberflächennahem Grundwasser hätten versorgen können, waren in Chufu nicht zu erwarten, da die Einzugsgebiete relativ unbedeutend sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Identifizierte Taxa der Fundplätze Djara, Kharafish und Chufu'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||  '''Chufu'''|| '''Kharafish'''|| '''Djara'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| Acacia sp.	|| Acacia sp.	&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||Capparidaceae||Capparidaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix||Acacia nilotica||Tamarix&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cornulaca||Anastatica hieruchuntica||Anastatica hieruchuntica&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis ||Shouwia||Monokotyledone&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||Anabasis / Haloxylon||Zilla spinosa&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||Citrullus||Gramineae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Shouwia||Hordeum vulgare||Amaranthaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Farsetia stylosa||Panicum||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia sp.||Paniceae||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Thesium||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M. Mc Donald beschreibt in den „Oasis Papers 3“ (2003) die Vegetation während der Masara Phase, die ungefähr von 9000 bis 8200 BP dauerte, in etwa folgendermaßen : Zwölf Baum- Straucharten sind identifiziert worden, darunter : Acacia nilotica, Balanites aegyptiaca, Calotropis procera, Capparis decidua, Leptadenia pyrotechnica und Salvadora persica. Neun Taxa kommen auf den weit außerhalb der Dakhla- Oasen liegenden Fundstellen 260 und 308 vor. Sieben verschiedene Taxa waren es von 264 und 265 und fünf vom Fundplatz 300.&lt;br /&gt;
Auf dem jüngeren Fundplatz 263 A (7730 +- 110 BP) kommen ebenfalls neun Gehölz- und Strauchtaxa vor.&lt;br /&gt;
Kräuter und Gräser sind mit 49 Typen vertreten unter anderem Portulaca oleracea, ein essbares Kraut, welches offene, feuchte Standorte bevorzugt (Seit der Römerzeit wächst diese Pflanze ebenfalls im Rheinland).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum Abu Tartur weist eine nahezu permanente Besiedlung von 9120 BP bis 6420 BP, das sind 2700 Jahre, auf. Durch weitere C14 Daten, das nötige Material ist vorhanden, könnten sowohl ältere als auch jüngere Fundstellen bestimmt werden.&lt;br /&gt;
An der Oberfläche wurden mehr als 20.000 Werkzeuge beobachtet. Rund um die Playas wurden 459 Reibschalen und 2114 Läufersteine gefunden. Auf dem Kalksteinplateau sind es 18 Reibschalen und 61 Läufersteine neben einer großen Menge von Sandstein- Bruchstücken, die in jedem Fall auf Mahlwerkzeuge zurückgeführt werden können.&lt;br /&gt;
Diese Massierung von steinzeitlichem Mahlwerkzeug ist einmalig in Ägypten und bezeugt in indirekter Weise klimatische Bedingungen, unter denen Getreide und / oder Wildgetreide wachsen und reifen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge der aufgelisteten Herdstellen beträgt in der Ebene 1480 und auf dem Plateau 134, hinzu kommen noch die Feuerstellen, die unter Playasedimenten oder Hangschutt verborgen sind und die völlig der Deflation zum Opfer gefallen sind und die nur noch an der Rotfärbung des Untergrunds nachzuweisen sind. Wie schon die Menge der Mahlutensilien und die Masse der Werkzeuge, so ist auch die Konzentration von Herden ohne Vorbild in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auszuwertende biologische Material, welches hier verborgen liegt, übersteigt bei weitem alles was bisher auf diesem Gebiet zur Verfügung gestanden hat.&lt;br /&gt;
Für Eastpans 95/5 schreibt B. Gehlen zu dem botanischen Material : „Unter den Samen und Pflanzenresten befinden sich acht wilde Grasarten, die noch heute von den Tuareg in der westlichen Sahara als Nahrungsmittel genutzt werden. Die meisten dieser Gräser sind auch aus prähistorischen Fundstellen in Farafra und Nabta bekannt, so unter anderem Reste von wildem Sorghum“.&lt;br /&gt;
H. Barakat, die 95/2 untersucht hat, rekonstruiert auf Grund der botanischen Funde eine relativ feuchte Umwelt mit dichter Grasvegetation. An Gehölzen wurden Acacia sp. und Ziziphus sp. identifiziert. Das Alter der Fundstelle ist 6133 +- 30 BP (U + C 5757) und damit relativ jung wenn man davon ausgeht, dass nach Pachur und Roeper in diesem Raum die Playabildung gegen 6400 BP abgeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pflanzenreste verschiedener Fundplätze== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Bäume und Sträucher'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Mudpans'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix sp.||X||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Salvadora persica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Maerua crassifolia||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cassa senna||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ziziphus sp.||X||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Grewia tenax||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Balanites aegyptiaca||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caparis decidua||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||X ?||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||X ?||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Crucifereae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Malvaceae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Phoenix dactilifera||X||||||X ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Leptadenia pyrotechnica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Kräuter und Gräser'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Chencrus pennisetum|| || X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bracharia||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Digitaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gramineae||||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Panicum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Setaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sorghum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperaceae||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Portulaca oleracea||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus maritimus||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum vulgare||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa colona||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chencrus||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus Schoenoplectus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rumex||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Curcurbi taceae||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Arnebia||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anabasis||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anastatica hieruchuntica||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum hexastichon nudum||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Triticum sp.||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
                                                      &lt;br /&gt;
'''Anzahl der Gehölztaxa'''                                                      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Lage'''|| 20°N|| 21°N||23°N||24°N||25°N&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Anzahl'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 14||||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||12||X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10||||X||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6|||||||X|||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||0||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''|| '''Laqiya'''|| '''Selima'''|| '''Gilf Kebir'''|| '''Mudpans'''|| '''25°N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regenfeldbau in der Ostsahara zur Zeit der postpleistozänen Feuchtmaxima== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die agronomische Trockengrenze für den Regenfeldbau verläuft im Süden der Sahara nach H. Mensching ungefähr auf der Linie Dakar – Niamey – Fort Lamy – Darfur auf der Höhe des 12. Breitengrads.&lt;br /&gt;
Im Norden der Sahara sind lediglich die küstennahen Gebiete und die sich anschließenden Gebirgsregionen Algeriens, Marokkos und Tunesiens geeignet.&lt;br /&gt;
Diese Grenzen werden aber heute schon um 100 km im Maghreb und 200 km im Sahel überschritten. &lt;br /&gt;
H. Mensching definiert die agronomische Trockengrenze dahingehend, dass sie bei etwa 300 mm Winterregen oder 500 mm Sommerregen zu suchen sei, wobei die Niederschläge auf  4 bis 5 Monate im Jahr verteilt sind.&lt;br /&gt;
Versuche im Norden Ägyptens von H.D. Müller haben ergeben, dass bei einem Minimum von 150 mm Winterregen Gerste ihre Körnerfrüchte voll ausbilden kann. Hier sind aber schon ausgewählte Felder eingeschlossen, die zusätzlich kolluviales Wasser erhalten.&lt;br /&gt;
Französische Wissenschaftler ( P. Pfeffer, Y. Monnies und Ph. Taquel ) definieren die Zonen von der Wüste bis zu den tropischen Gefilden wie folgt :&lt;br /&gt;
* Unter 100 mm Sommerregen Wüste.&lt;br /&gt;
* Von 100 bis 300 mm Nordsahel, der Regen fällt jedes Jahr und verteilt sich auf einen Monat. Das „Grün“ wird von Kamelen abgeweidet (z.B. Agadez 200 mm und 21 Tage Regen pro Jahr Anm. des Verfassers).&lt;br /&gt;
* Von 300 bis 500 mm Südsahel, der Regen ist über zwei bis drei Monate verteilt, Bäume tauchen auf und Viehzucht ist möglich.&lt;br /&gt;
* &amp;gt; 500 mm Beginn der tropischen Zone, der Regen verteilt sich über 100 Tage im Jahr, Ackerbau ist möglich, Hirse und Erdnüsse können wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Einteilung stimmt weitesgehend mit der Definition H. Menschings überein.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Nahen Osten von den Zagrosbergen bis ins anatolische Hochland und entlang der Mittelmeerküste Palästinas wuchsen die Wildformen von Gerste und Weizen bei einem durchschnittlichen, jährlichen Niederschlag von über 300 mm. Diese Ressource wurde von ca. 11.000 BP bis 8000 BP von den dort lebenden Menschen genutzt. Frühe dörfliche Siedlungen sind von Osten nach Westen Ali Kosh, Ganj Dareh, Jarmo, Cayöun, Canhasan, Catal Hüyük und Hacilar. Im Bereich der Mittelmeerküste liegen Ras Shamra, Tell Ramad Munhata und Jericho. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ackerbau gelangte um 8000 BP bis 6000 BP in die Euphrat- und Tigrisebene, wo mit künstlicher Bewässerung experimentiert wurde, da das Gebiet außerhalb der 300 mm Isohyete lag. Wahrscheinlich wurden Gerste und Weizen von Palästina ins Nildelta und weiter in den Süden Ägyptens gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon um ca. 8100 BP bis 7900 BP tauchen Gerste in domestizierter und wilder Form in Nabta Playa und etwas später um 7700 – 6200 BP Gerste und Weizen in Nabta und Kiseiba auf (El Hadidi 1980, Stemmler und Falk 1980). &lt;br /&gt;
Wenn wir annehmen das Getreide sei vom Menschen transportiert worden, so kommen als mögliche Wege das Niltal oder aber die westliche Wüste in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorghum und Hirse sind von Süden, aus Nordost- Afrika kommend, nach Ägypten gelangt. &lt;br /&gt;
Sorghum ist vor 7900 BP in Nabta nachgewiesen (E – 75 – 6), um 6700 – 6710 BP ist er zusammen mit Hirse im Wadi Obeiyd in der Farafrasenke angelangt. &lt;br /&gt;
Gerste und Weizen von Norden eingeführt und Hirse und Sorgho von Süden kommend haben wahrscheinlich die gleichen Routen genommen nur jeweils in entgegengesetzter Richtung.&lt;br /&gt;
Wenn aber südliche Getreidearten im Norden gewachsen sind und nördliche im Süden der westlichen Wüste Ägyptens, so kann davon ausgegangen werden, dass an allen geeigneten Orten auf diesem Weg, und das sind die Orte an denen Mahlwerkzeug gefunden wird, beide Getreidegruppen bekannt waren und auch genutzt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit der Verbreitung des Getreides ist ein natürliches Eindringen der Taxa mit fortschreitendem Sommer- und Winterregen. Das würde allerdings Winterregen in Nabta Playa bedeuten.&lt;br /&gt;
In jedem Fall folgt aus dem oben Gesagten, logischerweise dass die klimatischen Bedingungen ein Wachsen und Reifen von Körnerfrüchten erlaubten und daraus folgt wiederum eine jährliche Niederschlagsmenge von mehr als 150 mm Winterregen (Farafra) und von mehr als 300 mm Sommerregen (Nabta).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die stellenweise sehr hohe Dichte von steinzeitlichem Mahlwerkzeug in der Ostsahara zu erklären, wird, da viele Wissenschaftler eine höhere Niederschlagsmenge als 200 mm Sommerregen ausschließen, eine Art von genügsamen, trockenheitresistenten „Wildgetreide“ ins Spiel gebracht, welches mit Niederschlagsmengen von weniger als 200 mm Sommerregen / Jahr in der Lage sein soll essbare Körnerfrüchte zu produzieren. Der Name dieses Grases oder dieser Gräser ist nicht genannt. Die postulierten „Wildgetreide“ scheinen eine Schimäre zu sein. &lt;br /&gt;
Wären sie bekannt, so könnte die Sahelzone endlich vom Hunger befreit werden, denn die Gebiete zwischen den Isohyeten 300 mm und 50 mm ( Sommerregen ) stellen ungeheuere Flächen dar, die für die Produktion von „Wildgetreide“ zur Verfügung stünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert eine Reihe von Wildgräsern, deren Samen in Notzeiten gegessen werden aber sie sind an die 300 mm Isohyete gebunden. Fährt man mit dem Geländewagen von Agadez (200 mm) in Richtung Tahoua, so wird die 300 mm Isohyete gequert und erst südlich dieser Linie macht der Reisende, der seinen Wagen verlässt, die unangenehme Bekanntschaft mit dem cram – cram (chencrus biflorus).&lt;br /&gt;
Auch Wildgetreide in montanen Gunsträumen braucht, wenn es essbare Körner produzieren soll, gute Jahre d.h. ein Minimum von 300 mm Sommerregen oder äquivalente Wassermengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon ausgeführt, wuchsen zu Beginn des Holozäns die Wildformen von Weizen und Gerste bei einer Niederschlagsmenge von ca. 300 mm Winterregen im „fruchtbaren Halbmond“. Diese Wildformen wurden vom Menschen durch Selektion zu Kulturpflanzen herangezüchtet und wuchsen weiterhin bei 300 mm Winterregen in der ursprünglichen Region. Bei niedrigeren Niederschlägen wurde weiter südlich mit Bewässerung experimentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ostsahara wuchsen zur gleichen Zeit Wildpflanzen, als da sind setaria, panicum und sorghum in der Umgebung vieler steinzeitlicher Fundstellen. Es ist anzunehmen, dass auch hier eine ausreichende Regenmenge notwendig war, gleich ob für Wild- oder Kulturpflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem Handbuch für tropische Landwirtschaft (London 1979) weisen die Autoren D. Joy und E.J. Wibberley darauf hin, dass Sorghum heute vorzugsweise bei Niederschlägen zwischen 750 und 1250 mm/Jahr Sommerregen angebaut wird, bei fünf bis sieben Trockenmonaten im Jahr.  Hirse ist weniger anspruchsvoll und benötigt 500 bis 750 mm Sommerregen pro Jahr. Bei weniger als 500 mm/Jahr wird nur noch Kolbenhirse angebaut, es sei denn, künstliche Bewässerung wäre möglich. Das Buch ist für Praktiker konzipiert und richtet sich an westafrikanische Landwirte. Digitaria und Pennisetum, die in der Ostsahara häufig auf holozänen, steinzeitlichen Fundplätzen nachgewiesen sind, wachsen heute u.a. in den Savannengebieten Nigerias. Die Gräser sind ausgezeichnete Futterpflanzen für Rinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun könnte argumentiert werden, dass dank der geographischen Lage an den Schichtstufen, Wasser am Fuße der Hänge sich hätte sammeln können und dass so auch bei niedrigen Regenfällen genügend davon für die Pflanzen zur Verfügung gestanden haben würde.&lt;br /&gt;
Für tiefwurzelnde Bäume und Sträucher ist dies sicherlich zutreffend, nicht aber für Gräser, ausgenommen einige Horstgräser, und vor allem nicht für Getreide.&lt;br /&gt;
Körnerproduzierende Gräser brauchen entweder in bestimmten Abständen Regen, der die oberflächennahen Bodenschichten und so den Wurzelbereich durchfeuchtet oder aber künstliche Bewässerung.&lt;br /&gt;
Wenn K. Neumann ein Beispiel von Hirseanbau aus der Bayuda mit Niederschlägen zwischen 25 mm und 50 mm angibt, so hätte fairerweise gesagt werden müssen, dass dies nur durch künstliche Bewässerung möglich ist (Forschung zur Umweltgeschichte der Ostsahara, Seite 116).&lt;br /&gt;
In meinem Garten in Abu Tartur wuchsen ohne jegliche Regenfälle unter anderem Zuckerrohr und Bananenstauden. In Anou Araren nördlich von Agadez habe ich ca. 50 ha bewirtschaften lassen. Es wurden jährlich vier Ernten und zwar Sorghum, Weizen, Zwiebeln und Tomaten eingefahren und das bei einer Niederschlagsmenge von weniger als 150 mm Sommerregen/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bewässerungstechnik dürfte in dem behandelten Zeitraum von den Siedlern in der libyschen Wüste noch nicht entwickelt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Wirbeltiere)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Knochenfunde der B.O.S. Mission wurden von Wim van Neer und H.P. Uerpmann untersucht. Die Fundstellen sind im Prinzip die gleichen, die für die Untersuchung der Baumvegetation K. Neumanns herangezogen worden sind. So sind auch die Probleme ähnlich. Zu große Distanzen zwischen den Fundplätzen, teilweise schlechter Erhaltungszustand des zu untersuchenden Materials und vor allem eine Lücke zwischen den Breitengraden 24° N und 29° N machen eine eindeutige Bewertung schwierig. &lt;br /&gt;
Für Lobo in der Sandsee wird gesagt : „The sample contains almost nothing but unidentifiable mamal bones which, as far as could be established, belong all to the size class of the dorca gazelle. Only two enamel fragments indicate the presence of a large bovid. Dorca gazelle is represented by five identifiable fragments”.&lt;br /&gt;
Die von Willmann abgesammelten und von H.P. Uerpmann bestimmten Knochen gehören zu Großsäugern, identifiziert wurde Pelorovis antiquus.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz glass area 81/61 sind neben Dorca, Dama, Oryx und Hase vor allem Frosch- oder Krötenknochen gefunden worden, sie machen die Hälfte der Funde aus. Eine neuere Analyse, durchgeführt vom Institut für Paläoanatomie und Geschichte der Tiermedizin, München, gibt für 81/61 folgende Verteilung an :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alcelaphus buselaphus|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oryx dammah||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Addax nasomaculatus||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ovis aries||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||196&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Lepus capensis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amphibien fehlen in dieser Aufstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Münchener Institut hat ebenfalls die Knochenfunde von Djara 90/1 sowie die von Abu Gerara 98/5 untersucht (N. Pöllath in „Drei Tierknochenaufsammlungen aus Ägypten,      TPA 1“).&lt;br /&gt;
Die Fauna von Djara 90/1 setzt sich wie folgt zusammen :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Addax nasomaculatus|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella sp.||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella dorcas||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caracal caracal||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Unbestimmter Großtierknochen||46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Spathopis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht enthalten in dieser Aufstellung von 90/1 sind ein ebenfalls in Djara gefundenes domestiziertes Schaf und ein einwandfrei identifizierter Nilpferdknochen. Die Großtierknochen machen in dieser Aufstellung ca. 80 % der Gesamtmenge aus und geben einen Hinweis auf ein günstiges Klima mit Niederschlägen, welche für dichten Graswuchs sowie für das Gedeihen von Bäumen ausreichend waren. Das Verhältnis von ca. 80 % Großtierknochen zu anderen findet sich in Gerara, nördlich des 26. Breitengrads Nord wieder, ist aber leider nur auf einer geringen Menge basiert. Unter den Boviden befindet sich ein Büffel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camelus dromedarius*|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bos / Syncerus||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die Dromedarknochen sind später in das Fundgut gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von domestizierten Tieren und unbestimmten Großsäugern zu Dama und Dorcas Gazellen beträgt für Abu Tartur 75 %. Aber auch hier ist die Menge der untersuchten Knochen gering.&lt;br /&gt;
In Abu Tartur ist lediglich versucht worden, die Steinwerkzeuge in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Von der Keramik hingegen oder von den faunistischen Relikten sind nur einzelne Belegstücke von der Oberfläche aufgenommen worden. In den Fundplatzbeschreibungen wird aber auf gehäuftes Auftreten von Keramik, Knochen und Holzkohle hingewiesen.&lt;br /&gt;
Dennoch ist das Rind auf den Plateaufundstellen 0009/83, 0012/83 und 0054/85 nachgewiesen. Ziegen und / oder Schafe sind von 0008/13, 0010/83, 0012/83 und 0039/85 bekannt. Auch ein Nashorn kommt auf dem Plateau (0007/83) vor. Neben Gazellenresten wurde auch ein Kieferknochen der Hyäne geborgen.&lt;br /&gt;
In der Sandsteinebene wurden an den Playarändern Knochen von Ziege und / oder Schaf von den Fundplätzen 1010/83 und 1032/82 aufgelesen. Rinder- oder Büffelknochen fanden sich auf dem Fundplatz 1048/84. Ein Nashorn stammt von 1010/83 ein Zebra (equus) von 1005/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Knochenmaterial der domestizierten Tiere und das der Wildfauna wurde dankenswerterweise von H. Berke analysiert. &lt;br /&gt;
In den von M. Mc Donald bearbeiteten Fundstellen der Masara Phase, weit außerhalb der Dakhla Oasen, ist die Fauna weniger reich als die Vegetation es vermuten ließe. Neben Gazellen, Hasen, Eidechsen und einigen Vögeln enthält das Spektrum Schildkröten und Kröten. Das einzige recht anspruchsvolle Tier ist die Steppenkuhantilope, ein Bovide mit einer Schulterhöhe von 1,5 m und einem Gewicht von bis zu 250 kg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der afrikanische Hase (lepus capensis) bevölkert mit Ausnahme der dichten Wälder sämtliche Landschaftsformen und Klimazonen Afrikas. Ich selbst habe ihn im feucht- heißen Sambesital gejagt. Sein Auftreten bedeutet demnach lediglich, dass kein dichter Wald vorhanden war.&lt;br /&gt;
Gazellen können auch in sehr trockenen Gegenden überleben, selbst ohne offenes Wasser. Sie müssen ihren Feuchtigkeitsbedarf aber dann aus ihrer Nahrung decken können, also durch frische, grüne Pflanzen. Wenn kein Wasser zur Verfügung steht und das wenige Futter trocken und verdorrt ist, findet auch eine Gazelle keine Überlebensmöglichkeit.&lt;br /&gt;
Große Antilopen wie Alcelaphus buselaphus, von M. Mc Donald „hartebeest“ genannt, was eher dem südafrikanischen Verwandten Alcelaphus caama entspricht, brauchen Wasser und große Mengen Futter, sie können nicht wie Gazellen längere Trockenperioden überstehen.&lt;br /&gt;
Auch in Dakhla stehen also die paläobotanischen Fakten in scharfen Gegensatz zu der ariden Umwelt südlich des 24. Breitengrads Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mudpans weisen neben Vertretern genügsamer Boviden vor allem Elefant und Giraffe auf savannenartiges Gelände hin. In diesem Zusammenhang ist auch der große Anteil und der Artenreichtum der Raubtiere von Wichtigkeit. Auf keinen Fall sind Hyäne und Karakal Wüstenbewohner, ihre Anwesenheit lässt auf eine Vielzahl von möglichen Beutetieren schließen. Bemerkenswert ist das Fehlen von domestizierten Tieren, kommen doch in Eastpans neben Hund und Schaf auch Rinder vor und selbst in der Sandsee (81/61) werden Schaf und wahrscheinlich auch Rind angetroffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Fundkomplex_T_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex T&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Ingrid_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Ingrid&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_West_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex West&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Vera_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Vera&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Renate_neu_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Renate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Mollusken)== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Landschnecke Zootecus insularis kommt auf dem Abu Tartur Plateau in sehr großen Mengen vor. Sie ist Indikator einer Krautvegetation und kann durch Eingraben kürzere Trockenperioden überleben. Ein Exemplar wurde auf 8485 +- 45 BP datiert. Getragen wurde der Pflanzenwuchs von terra rossa Böden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastropoden, die sich eingraben, suchen Feuchtigkeit, die Böden mussten daher mächtig und in ihren tieferen Schichten dauerfeucht gewesen sein. Für Kröten, die sich in die Erde zurückziehen, gilt das gleiche.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden zwei Exemplare von Bulinus truncatus auf dem Plateau und drei an den Endpfannen gefunden, wobei die Bestimmung nicht ganz zweifelsfrei ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lymnaea natalensis, die fast ausschließlich in permanenten Gewässern lebt, ist mit 23 Exemplaren von Playa West und Playa Renate vertreten. Von Melanoides tuberculata, welche nur in Gewässern, die nicht regelmäßig austrocknen, lebt, ist nur ein Exemplar gefunden worden. &lt;br /&gt;
Pila sp. ist jeweils mit einem juvenilem, ebenfalls zweifelhaftem Exemplar von 1019/82 und 1005/83 vertreten.&lt;br /&gt;
Asphataria rubens oder Spathopis ist in Abu Tartur in großen Mengen vorhanden. 35 Exemplare von 35 verschiedenen Fundplätzen sind als Proben entnommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spathopis ist nicht an tiefes Wasser gebunden, sondern kann auch in flachen Tümpeln leben, wenn diese regelmäßig überflutet werden (S. Kröpelin 1993 : 193 – 195). Bislang wurde angenommen, dass Asphataria aus dem Niltal in die Wüste gelangt sei, nur für den Wadi Howar gilt sie als autochthon, dort sind auf der Fundstelle 80/73 Bulinus truncatus, Melanoides tuberculatus und Planorbis Gastropoden gefunden worden, sie gelten, wie auch Asphataria als nicht eingeschleppt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum sollte eine ähnliche Vergesellschaftung in Abu Tartur allochthon sein zumal Van Damme (1984) für die steinzeitlichen Phasen des Holozäns das Vorkommen von A. rubens westlich des Nils an Wasserstellen und Wadiläufen bezeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Altersanalyse an einer Spathopisschale vom Fundplatz 1004/83 hat einen Wert von 8110 +- 45 BP ergeben (KIA 23194), sie ist damit wesentlich älter als der älteste Fundplatz der Playa West und somit wahrscheinlich vor dem ersten Siedler an diesem Ort existent gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Felsbildkunst)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sehr variantenreiche Felskunst Abu Tarturs zeigt unter anderem drei Gravierungen von Rindern und stellt in einer interessanten Perspektivform eine Schafherde dar.&lt;br /&gt;
An Wildtieren werden Spießböcke, Giraffen, Antilopen und ein Strauß präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine seltene Darstellung von Fischschwärmen in der Draufsicht, wie ein Beobachter von einem erhöhten Punkt am Ufer die Tiere sehen würde, weist auf permanentes Wasser hin. Ein in der Seitenansicht gravierter Fisch dürfte sehr viel jünger sein, er ist Teil eines Piktogramms, welches vielleicht schon in die prädynastische Zeit weist. Im Gegensatz zu den oben genannten Fischschwärmen ist er nicht unbedingt ein Beweis für sein Vorkommen an diesem Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In „Rock drawings of southern upper Egypt II“ von 1939 beschreibt Hans A. Winkler die Gravierungen, die sich am Fuße des Abu Tartur Massivs bis nach Dakhla hinziehen und auch noch westlich und südlich der Oasen anzutreffen sind. Die Felszeichnungen von 1005/83 hatte er übersehen, kein Wunder in dem Gewirr von Zeugenbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An neun Stationen finden sich Darstellungen von Giraffen. Antilopen und Strauße sind jeweils sechsmal dargestellt. Viermal kommen Gazellen und Ibex vor, letztere wären eher in der östlichen Wüste zu erwarten gewesen. Neben drei Stationen mit Abbildungen von Rindern sind auch zwei mit Elefanten vorhanden. Außerdem sind Hunde, Esel, Krokodile, Schlangen, Hase, Vogel und Kamel graviert. Bei neolithischen Felsgravierungen gehe ich davon aus, dass die abgebildeten Tiere in der Umgebung lebten und dem Künstler aus eigener Anschauung bekannt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter, ausführliche Informationen und Darstellungen finden sich unter [[Fundkomplex Abu Tartur | Fundkomplex Abu Tartur Felskunst - Zeichnungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen von domestizierten Tieren und von großen Wildtieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| Hund|| Ziege|| Schaf|| Rind|| Büffel*|| Hartebeest|| Nilpferd Nashorn|| Elefant|| Giraffe|| Egnus (Zebra)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundregion'''|||||||||||||||| || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gilf Kebir|||| X|||| X|||||||| X (Myers)|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sandsee|||||| X|| X (96/15)|| X|| X (81/61)||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mudpans|||||||||||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Eastpans|| X|||| X|| X||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla (Mc Donald)|||| X ?|||||||| X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla**|| X|| X|| X|| X|| X|||| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Tartur|||| X|| X|| X|| X|||| X|| X ?|| X ?|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kharga**|||||||| X|||| X|| X|| X|||| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Gerara|||||||||| X||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Djara|||| X (Felsbild)|| X|||||| X|| X||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Farafra|||| X|| X||||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nabta-Kiseiba|| X|| X|| X|| X|| X ?||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Felsbilder Abu Tartur-Dakhla|| X|||| X|| X|||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* * Bouchud (1969) states categorically that the giant buffalo is a savanna dweller needing large quantities of water. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ** Die Oasen im frühen Holozän waren nicht bedeutender als heute. Der Wasseraustritt der Quellen lag allerdings auf einem höheren geographischen Niveau. Das Nachlassen des Wasserdrucks und damit der eventuellen Menge wurde harmonischer Weise durch die starken Deflationsraten ausgeglichen, so dass von einem gleichmäßigen Fördervolumen ausgegangen werden kann.&lt;br /&gt;
Da das Wasser aber nicht wie heute kanalisiert war, bildete sich eine Sumpflandschaft, die von Savannentieren nicht bevorzugt wird. Die aktuelle intensive, durch Pumpen beschleunigte Nutzung der endlichen Wasserreserven hat ein Ungleichgewicht bewirkt. Die Deflation kann die Verminderung des artesischen Drucks nicht mehr ausgleichen. Daher muss immer mehr Wasser aus größeren Teufen gehoben werden.&lt;br /&gt;
Die von Leclant und Churcher durchgeführten Analysen der Oasenfauna sind zweifelhaft. &lt;br /&gt;
Der auf einigen Fundstellen erhöhte Knochenanteil von kleinen Boviden und Hasen kann über die tatsächliche Zusammensetzung der Paläofauna ein falsches Bild zeichnen.&lt;br /&gt;
Klein und Cruz – Uribe (1984) schreiben dazu :&lt;br /&gt;
“In many instances prehistoric hunters probably butchered a large animal where it fell and brought only selected parts to their home base. In contrast, they probably often imported smaller animals intact”. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Komplexität der Beurteilung prähistorischer Knochenfunde wird von Hubert Berke ausführlich in seiner Arbeit “Zum Thema Archäozoologie” (1989) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mensch und Umwelt==&lt;br /&gt;
Die Lage der steinzeitlichen Fundplätze in der sie umgebenden Landschaft lässt zuweilen Schlüsse auf  die klimatischen Bedingungen zu. Die Wasserversorgung ist in diesem Zusammenhang von besonderer Wichtigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel I'''&lt;br /&gt;
AT 0002/84 ist mit 9120 +- 40 Jahren vor heute der bislang älteste datierte Fundplatz Abu Tarturs. Durch sein reichhaltiges, homogenes Fundmaterial weist er sich als Siedlungsplatz  aus, der für eine gewisse Dauer angelegt worden ist. Die Versorgung mit Wasser könnte durch Regenwasser gewährleistet worden sein, welches sich in einem flachen Becken der Fundstelle AT 0014/85, etwa einen Kilometer nordöstlich gelegen, sammeln konnte. Kleinere Tümpel, heute im Gelände nicht mehr auszumachen, hätten sich in der Nähe von AT 0002/84 bilden können. Ähnliche Fundkomplexe gleichen Alters, wenn auch kleiner und weniger deutlich ausgeprägt, werden auf dem Plateau angetroffen aber bisher nie in der Ebene in der Nähe der großen Playas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus kann geschlossen werden, dass nach den großen Regenfällen zu Beginn des Holozäns die Wasserversorgung auf dem Plateau ohne große Endbecken kein Problem für die Siedler darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel II'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle Ä 98/20 im Tiefsten einer Endpfanne, welche Wasser aus einem Einzugsgebiet von 563 km² sammelt, hat zu verschiedenen Zeiten, nach eigener Beobachtung vom Epipaläolithikum (langschmale Dreiecke, Rückenmesser) bis zum Spätneolithikum (gestielte, flächig bearbeitete Pfeilspitzen, side-blow-flakes) als Zufluchtsort am ENDE der Trockenzeiten gedient, wenn höher gelegene Wasserstellen ausgetrocknet waren und wenn die Weiden auf den Hamadas abgegrast waren. Während der Regenzeiten, es sind sowohl Sommerregen aus Süden als auch Winterregen aus Norden nachgewiesen, waren die Wasserstände wesentlich höher wie Proben vom Niveau + 5 m belegen. Die Siedler, ob Jägernomaden oder Hirten nutzten nach den Regenfällen die Hamadas und Wadis außerhalb der Senken, das Aktionsgebiet schloss ebenfalls den Dünengürtel des Abu Muharig ein. Während dieser Zeit waren die Bewohner sehr mobil und legten keine Dauerlager an. Der archäologische Nachweis ist durch die „short-term camps“ und die „overnight stopps“ (Kindermann) gegeben. Am Ende der Trockenzeiten wurde der Raum um die Endpfanne genutzt, die Mobilität war eingeschränkt, da nur noch wenige Wasserlöcher vorhanden waren und hierdurch erklärt sich die höhere Konzentration von Steinplätzen und Artefakten.&lt;br /&gt;
Diese gut durchdachte und zutiefst logische Strategie wird auch heute noch von Hirtenvölkern in der Sahara angewandt (Niger, Mauretanien u.a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach aktueller Hypothese sind lediglich 100 mm Regen im Jahr gefallen. In der folgenden Rechnung werden die bislang für richtig gehaltenen Zahlen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0,1 m Regen im Jahr x 563.000.000 m² = 56.300.000 m³/Jahr. Angenommen 80% des Wassers versickern oder verdunsten auf ihrem Lauf, angenommen die Endpfanne hat eine Größe von  1 km² so beträgt der Wasserstand am Ende der Regenzeit 11,2 m, eine Höhe, die mit meinen Beobachtungen größenordnungsmäßig übereinstimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel III'''&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet von Ä 90/1 beträgt nach der gleichen Quelle wie weiter oben lediglich 1 km². Bei den von mir postulierten Wasserständen werden sich allerdings Überläufe zwischen den einzelnen Teilsenken gebildet haben und so auch hier die noch erkennbaren Mulden aufgefüllt haben. Der besondere Gunstfaktor des Fundplatzes bestand in der als Zisterne dienenden Höhle. Bei stärkeren &lt;br /&gt;
Niederschlagsereignissen konnte Wasser in die Höhle überlaufen und dort eine Reserve von ca. 9000 bis 10.000 m³ bilden, genügend Wasser, um eine größere Population mit Haustieren während des ganzen Jahres zu versorgen (Die tägliche Menge entspricht einem großen Tankwagen von 30 m³ Fassungsvermögen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ereignisse lassen sich nachweisen an den verschwemmten Sedimenten, die im Höhleninneren einen fast waagerechten Untergrund bilden, wie er nur vom Wasser gestaltet werden konnte und an dem Vorhandensein von schalenförmigen pelitischen Sedimentkrusten, die im stillen Wasser abgesetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 100 mm Niederschlag im Jahr und einem Einzugsgebiet von 1 km² kann die Attraktivität des Fundplatzes nicht erklärt werden, da in einem Endbecken von ca. 300 m x 300 m der Höchstwasserstand nur etwas mehr als 1 m betragen würde falls die gesamte Wassermenge dort gesammelt würde. Bei 20% wie im Beispiel II waren es gerade einmal 20 cm Höchststand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel IV'''&lt;br /&gt;
beschreibt die Fundstelle Ä 95/2 in den Eastpans. Hier stehen bei 200mm Niederschlag pro Jahr und einem Einzugsgebiet von 227 km² in einem Sammelbecken von rund 3 km² (von Niv. –1 bis Niv. +5) 45.400.000 m³ Wasser zur Verfügung. Anzumerken ist, dass die bekannten Fundplätze jeweils Becken mit Flächen von ca. 500.000 m² aufweisen. Der Wasserstand würde bei 20% Ausnutzung auf  der Gesamtfläche bei 3 m liegen, die kleineren und tiefer gelegenen Fundplätze könnten unter den gleichen Umständen einen wesentlich höheren Wasserstand aufweisen, rein rechnerisch bis ca. 9 m. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altersangaben betreffen die Zeit um 6000 BP für das Spätneolithikum und 7214 BP für das Mittelneolithikum. Da die Menschen in dieser Zeit neben der Jagd von Körnerfrüchten und von den Produkten der Viehzucht lebten, dürfte eine ähnliche Situation existiert haben wie in Djara 98/20 nämlich eine Konzentration um einen Teich, in dem die letzten Wasserreserven am ENDE der Trockenzeit vorhanden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel V'''&lt;br /&gt;
bezieht sich auf AT 1005/83. Der bedeutende Fundplatz mit einem Alter von 6420 +- 60 BP Jahren weist eine Werkzeugmenge von 897 Stücken auf, hinzu kommen 40 Mahlsteine, 16 Reibschalen, 31 identifizierte Feuerstellen und Keramik. An faunistischen Material wurden u.a. Straußeneiperlen, bulinus truncatus, lymnaea natalensis und aspatharia rubens gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt am Nordrand eines ausgedehnten Playabeckens und ist um einen Inselberg aus nubischem Sandstein, der aus dem Holozänsediment herausragt, angeordnet. Die Positionen der immobilen Feuerstellen liegen zum Teil oberhalb der Niveaulinie 204 und reichen bis nahe an die wahrscheinliche Uferlinie, welche dem Niveau 202 entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiter südlich gelegene mittelneolithische Fundstelle AT 1004/83 mit einem Alter von 7590 +- 75 BP Jahren liegt ebenfalls auf dem Niveau 204. Auch hier wird eine Variationsbreite angetroffen, so dass Fundplatzteile etwa zwischen Niv. 205 und Niv. 203 liegen. Weitere noch nicht datierte Fundstellen wie 1001 bis 1003, 1006 bis 1012 und 1039, 1040, 1044 und 1079 bis 1082 sind ebenfalls um die Niveaulinien 202 bis 205 gruppiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:1005_83_Lageskizze.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Lageskizze Abu Tartur, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Belege lassen darauf schließen, dass die Playa über lange Zeiträume im wesentlichen das gleiche Sammelbecken und ähnliche Wasserstände aufwies. Ein Playaprofil welches an einem Sandsteinhügel ansteht, zeigt an seiner Basis eine Wechsellagerung von sandigen und tonigen Schichten. Darüber liegt eine kompakte tonige Masse von ~ 2 m Mächtigkeit ähnlich der von H. Riemer dokumentierten Schichten im Wadi Asfura in der Nähe der Fundstelle AT 1072/86 oder dem Aufschluss AT 1023/82 wo gut 2,50 m ungeschichtete Tonmassen anstehen und sich im nicht aufgeschlossenen Liegenden fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese tonigen Sedimente weisen auf eine gleichmäßige, nicht turbulente Wasserzufuhr hin wie sie z.B. bei Winterregen auftreten kann. Andere Schichten enthalten Kalkgeröll oder feine kalkige Verwitterungsprodukte, die wiederum auf heftige Sommerregen schließen lassen.&lt;br /&gt;
Eine genauere Untersuchung des Sedimentationsgeschehens durch ein Geologenteam könnte hier endgültige Erkenntnisse erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Diskussion und Konklusion==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die libysche Wüste Ägyptens herrscht bei Wissenschaftlern bislang eine weitgehende Übereinstimmung, wonach die Gebiete zwischen dem 24. und dem 29. Breitengrad Nord zu keiner Zeit während des prähistorischen, holozänen Klimaoptimums eine höhere Regenmenge erhalten haben als 150 mm/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R. Kuper und S. Kröpelin gehen in einer neueren diesbezüglichen Veröffentlichung von mehr als 50 mm bis 150 mm Niederschlägen im Jahr aus (Science 2006, Vol. 313, Fig. 3). Sie postulieren ein Vorrücken des tropischen Monsuns zu Beginn des Holozäns wonach südlich des Wadi Howars &amp;gt; 450 mm Sommerregen/Jahr fielen, bis in die Gegend um Laqiya mehr als 300 mm und bis zur ägyptisch sudanesischen Grenze und im Gilf Kebir &amp;gt; 150 mm Sommerregen im Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem reichte bis ins Fayum, wo &amp;gt; 150 mm Winterregen angegeben sind. Auch dieser Wert ist zu niedrig angesetzt, jagten doch die Menschen im Fayum noch um 6000 BP Elefanten (site K) und Nilpferde (site N) und bauten Gerste, Leinen und Weizen an. Ein striktes Minimum von 250 mm Winterregen wären die Vorraussetzung für eine derartige Flora und Fauna. Durch das Vorhanden sein des Sees herrschte zwar kein Wassermangel, noch wichtiger ist aber ausreichend Regen, um eine Lebensgrundlage für Großtiere und Möglichkeiten zum Ackerbau zu schaffen. Ein Seeuferbewuchs würde nicht ausreichen. Vergleiche mit sogenannten Wüstenelefanten Namibias sind nicht angebracht, da diese die Wasserspeicher der Wadis, die durch Regen aus weit entfernten Gegenden gespeist werden, nutzen und lediglich durch Wüstengebiete wandern, um von einem Wadi zum nächsten zu gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum zwischen dem 30. Breitengrad Nord und dem 23. Breitengrad Nord lag demnach in einer Wüste, die weniger Regen erhielt als heute Agadez in der Republik Niger (200 mm Sommerregen). In dieser ägyptischen Zentralwüste fehlen die Gebirge, die zusätzliches Wasser in die trockenen Ebenen hätten leiten können, allenfalls sind einige Schichtstufen vorhanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Bild einer breitengradparallelen zonalen Klimaentwicklung, wie es für die Westwüste Ägyptens und den nordwestlichen Teil des Sudans gezeichnet wird, ist durchaus stimmig soweit es sich auf den südlichen Teil des Untersuchungsgebiets bezieht. Belege aus der Quartärgeologie, besonders aus dem Gilf Kebir, sowie weitere Fakten aus Fauna und Flora lassen keine Zweifel aufkommen.&lt;br /&gt;
Weiter nördlich betreffen die Untersuchungen Teile der Großen Sandsee und das Abu Ballas Stufenland. Hier stellen sich die ersten Fragen. Wie kommen Savannengehölze und Savannentiere nach Mudpans und woher kommen die Graslandschaften und die Rinder von Eastpans ?&lt;br /&gt;
Diese Gebiete folgen nicht mehr der etablierten Zonung und werden als Vorposten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des 25. Breitengrads Nord, einer Zone, die bis auf Dakhla (M. Mc Donald) nicht intensiv bearbeitet worden ist, erlauben die harten Fakten nicht mehr an dem konservativen System festzuhalten.&lt;br /&gt;
Wie neuere Forschungen nahe legen, reichten die tropischen Sommerregen nicht nur bis zum 24. Breitengrad Nord sondern weit über 27° N hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem wurde bislang nicht genügend berücksichtigt und heute ist klar, dass die Winterregen von der Küste über Djara bis zu den Mudpans und vielleicht sogar bis in den Nordsudan reichten. Selbst der Gilf Kebir scheint zeitweilig in das Winterregenregime eingebunden gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet welches auf Grund seiner Topographie am stärksten durch die zwei sich überlappenden Regenzeiten begünstigt worden ist, liegt um den 25. Breitengrad Nord. Wir dürfen hier von &amp;gt; 150 mm Winterregen und von einer Sommerregenmenge gemäß der zonalen Ausbreitung der Isohyeten von &amp;gt; 50 bis 150 mm ausgehen. Der mittlere jährliche Niederschlag umgerechnet in Sommerregen (100 mm Winterregen entsprechen in der Landwirtschaft 200 mm Sommerregen) würde also nach folgender Rechnung diese Größenordnung gehabt haben :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(50 + 150) : 2 + (&amp;gt;150 x 2) = 100 + &amp;gt;300 = &amp;gt;400 mm äquivalenter Sommerregen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Niederschlagsmenge könnte die Bildung der Rotböden auf dem Plateau und in der „Roten Wüste“ und die zum Teil riesige Ausdehnung der Playas in der Ebene und das Vorhandensein offener Wasserflächen erklärt werden. Damit ließe sich auch die Bildung von Kalzitkristallen in der Kontaktzone von Kalkstein und Playaboden schlüssiger belegen (H. Besler). &lt;br /&gt;
Zugleich liegt diese Regenmenge in einem Bereich, der Rinderhaltung erlaubt und der dem Vorhandensein von wilden Großtieren nicht widerspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem aber wird verständlich warum sich Menschen in diesem Raum niedergelassen haben, hier konnten sie gut leben und nicht nur überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird auch verständlich wenn Wendorf et al. (2001) eine Trockenzeit zwischen 8700 und 8600 BP feststellen, während Mc Donald gerade eine Blüte der Masara C Kultur konstatiert. Die Klimaregime waren unterschiedlich, der Einfluss der Winterregen, wenn überhaupt (Chenopodiceae in Nabta) wird im CPE- Bereich geringer gewesen sein als am 25. Breitengrad Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der veränderten postulierten Umstände konnten die Siedler in der westlichen Wüste Ägyptens keine reine sedentäre Lebensweise führen.&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Regenzeiten wurden das Plateau und die entlegenen Weidegebiete in der Ebene genutzt. Bei Wasserknappheit, auch &amp;gt;400 mm Niederschlag im Jahr ist recht wenig, sie entsprechen in etwa den Regenfällen der Kalahari, wurden die Ressourcen in der Umgebung der Playabecken einbezogen. &lt;br /&gt;
Die Mobilität der Menschen ging aber über diesen jahreszeitlich bedingten Wechsel der Jagd- und Weidegründe sowie des Erntezyklus hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So tauchen auf den Fundplätzen in Abu Tartur einerseits Kaurischnecken und andere Gastropoden aus dem Roten Meer in den Inventaren auf  und auf der anderen Seite libysches Wüstenglas. Zwischen den Herkunftsorten liegen ca. 1000 km Luftlinie.&lt;br /&gt;
Granite und andere Tiefengesteine zur Herstellung von Reibschalen und Mahlsteinen aus der östlichen Wüste haben ebenfalls einen weiten Weg zurückgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Exportiert aus dem Raum Abu Tartur- Kharga wurde der Gebrauch von großen Dreieck- und Stielspitzen, die sich zunächst im Fayum und später in Merimde und in Badari wiederfinden. Einzelne Stücke wurden in Nabta, in der Djararegion und in Dakhla gefunden.&lt;br /&gt;
Aus Sandstein gefertigte Mahlwerkzeuge auf dem Abu Muharig- Plateau stammen aus den Nubiaschichten, wie sie in Kharga, Abu Tartur und Dakhla anstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen viele nicht direkt fassbare gegenseitige Beeinflussungen wie auf dem Gebiet der Keramikherstellung. Für den materiellen und kulturellen Austausch genügte es, wenn Einzelpersonen oder kleine Gruppen während der kühleren Jahreszeit diese Kontakte pflegten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien unter Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg einer solchen Karawane würde über Abu Ballas führen. Abu Ballas ist einer dieser unscheinbaren Sandsteinhügel wie sie zu Tausenden in der westlichen oder libyschen Wüste Ägyptens vorkommen. Das besondere an diesem Hügel sind jedoch die große Menge an Wasserkrügen und die Scherbenreste aus pharaonischen Zeiten, die am Fuße des Hügels deponiert sind. Die Altersspanne reicht mit Intervallen von 2200BC bis 1070BC. Selbst römische Scherben sind noch zu finden. Sie wurden schon 1918 von den Engländern Ball und Moore entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute versuchen Kölner Archäologen die Geheimnisse des Depots, rund 200km südwestlich der Oase Dakhla gelegen, zu lüften.&lt;br /&gt;
*Sie gehen davon aus, dass das Klima zu Zeit der Deponierung der Krüge nicht wesentlich feuchter war als es heute ist, d.h. hyperarid.&lt;br /&gt;
*Sie gehen weiter davon aus, dass der Weg von Abu Ballas weiter bis zum Gilf Kebir führte. Dafür sprechen Wegmarken (alamat), wenn sie auch im gebirgigem Teil sehr weit auseinander liegen und nicht eingesehen werden können, und Funde von Krügen und Keramikscherben.&lt;br /&gt;
*Weiter wird postuliert soll der Weg über den Gebel Uweinat ins Innere Afrikas geführt haben. Der Uweinat ist ein Gebirge im Länderdreieck Ägypten, Sudan, Libyen und bietet reichlich Wasser aber kaum sichere Weiden. Hier liegen auch keine Befunde vor, die diese Theorie untermauern könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfernungen belaufen sich von Abu Ballas zum Gilf Kebir auf rund 200km und vom Gilf zum Uweinat auf weitere approximative 200km.&lt;br /&gt;
Der Weg sollte eine alternative Handelsroute sein, um schwarzafrikanische Luxusgüter nach Ägypten zu bringen. Er sollte die normalerweise genutzte Nilroute unter noch nicht vollständig geklärten Voraussetzungen ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ägypter ihrerseits mussten Güter zum Tausch anbieten können. Schmuckgegenstände und Tuche aber auch Werkzeuge und Waffen aus Kupfer und später aus Bronze wären mögliche Tauschobjekte. Allen Autoren (R. Kuper, K.P Kuhlmann, H. Riemer und anderen), die sich mit dieser Strecke, dem so genannten Abu Ballas Trail (ABT) befassen oder befasst haben ist klar, dass der logistische Aufwand, um solche Handelskarawanen auszurichten und erfolgreich in einem vollariden Wüstenbereich funktionieren zu lassen, enorm ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es soll mit diesem Aufsatz versucht werden den logistischen Aufwand zu quantifizieren und eventuelle Alternativen aufzuzeigen.&lt;br /&gt;
Für die Rechnung werden die Vorgaben von R. Kuper berücksichtigt („die wüste“ von C.C. Müller und J. de Castro Hrsg. 2006, Seite 80).&lt;br /&gt;
*Tagesstrecke der Eselkarawane: 30km&lt;br /&gt;
*Belastbarkeit der Tiere: 50 bis 70kg/Esel&lt;br /&gt;
*Wasser- u. Futterbedarf: 10kg/Esel und Tag&lt;br /&gt;
*Die Strecke Dakhla – Abu Ballas wird in 7 Etappen eingeteilt (7 × ~ 30km ~ 210km).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Zunächst werden von der Oase Dakhla aus Vorräte auf der Strecke verteilt, die es erlauben die Tiere auf dem Hin- wie auch auf dem Rückweg zu versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Danach läuft eine weitere Kolonne los und deponiert z.B. 1m³ Wasser oder 1t Futter am Zielort Abu Ballas. die Krüge wurden nicht nur in Abu Ballas sondern auch nördlich und südlich davon an geeigneten Plätzen deponiert. Um Wasser lagern zu können, müssen Tonkrüge transportiert werden. Diese Behälter, einmal an Ort und Stelle, bleiben dort und können immer wieder nachgefüllt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Um ein Depot von 300 Krügen, das ist die belegte Anzahl, aufzubauen, muss eine Eselkarawane 300 Krüge × 15kg/Krug = 4500kg über eine Distanz von ~ 200km bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Um die Krugkolonne zu versorgen, muss eine weitere Vorratskolonne die entsprechenden Depots anlegen. Die Anzahl der einzusetzenden Tiere wird ermittelt indem die Eseltage*, die benötigt werden um 1000kg zu transportieren mit 4,5 multipliziert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) Um die Vorräte für den Transport der Menge von 10000 l Wasser, die 300 Krüge zu füllen, werden weitere 9 × 1325 Eseltage benötigt, 1m³ Wasser ist vorher schon transportiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) Der eigentliche Wassertransport benötigt 9 x 280 Eseltage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle Eseltage.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach enthalten das Abu Ballas Depot und die weiteren Zwischendepots 300 Krüge mit 10m³ Wasser aber noch kein Futter für die Tiere, keine Nahrung für die Begleitmannschaft und kein Feuerholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *Eseltage, zu vergleichen mit Mannschichten in der Industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aber kein großes Problem, da von der Basis Dakhla aus weitere Kolonnen von Transporttieren auf die Piste gebracht werden können, um die entsprechenden Futtermengen und sonstiges ins Ziel zu bringen. Der Arbeitseinsatz würde sich dann auf rund 50000 Eseltage erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentliche Problem beginnt, unter Respektierung der postulierten Bedingungen, mit dem Vorratstransport zum 200km entfernten Gilf Kebir und weiter zum Gebel Uweinat, der ungefähr weitere 200km Luftlinie entfernt liegt.&lt;br /&gt;
Der Arbeitsaufwand und die Kosten würden exponentiell ansteigen und sämtliche Esel der Oasen würden möglicherweise nicht ausreichen die 600km lange Wüstenstrecke mit Vorräten auszustatten. &lt;br /&gt;
Nun sollen Handelskarawanen mit ägyptischen Waren beladen auf den Weg geschickt werden und mit nubischen Waren nach Dakhla zurückkehren. &lt;br /&gt;
Man könnte Stellschrauben anziehen und argumentieren, die Tiere könnten schneller und weiter laufen und mehr Gepäck laden, es würde nicht wesentlich das Resultat auf der Strecke Abu Ballas – Gilf Kebir – Uweinat (oder Bir Misaha um nach Nubien zu gelangen) ändern. Die Schwierigkeiten wären nahezu unüberwindbar.&lt;br /&gt;
Zu bemerken wäre noch, dass Tiere, die mit trockenem Futter versorgt werden, und dieses dürfte der Fall gewesen sein, täglich getränkt werden sollten. &lt;br /&gt;
Außerdem darf eine ungewöhnliche Einzelleistung, wie z.B. ein Esel läuft 80km an einem Tag, nicht als Dauerleistung hochgerechnet werden. &lt;br /&gt;
Eine Handelskarawane besteht im alten Reich gewöhnlich aus 300 Lasttieren (H.P. Kuhlmann in Tides of the Desert, Köln 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Futter- und Wasserbedarf wäre für eine 600km lange Wüstenstrecke und einer Dauer von 21 Tagen für den Hin- und weitere 21 Tage für den Rückweg wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10kg/Tag und Tier × 42 Tage × 300 Tiere = 126t''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Tabelle geht hervor, dass 55600 Eseltage eingeplant werden müssen, um 1t Vorräte von Dakhla zum Uweinat transportieren zu können. Hinzu kommen noch 840 Eseltage für die Wasserkolonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 126 t : 1 t = 7111440 Eseltage'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge bedarf keiner Interpretation, die Karawanenreise von Dakhla zum Gebel Uweinat ist nicht realisierbar. Selbst eine Minikarawane von 100 Tieren würde immer noch: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 42 t : 1 t = 2370980 Eseltage'''&lt;br /&gt;
			&lt;br /&gt;
benötigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wären weitere Krugdepots anzulegen, Brennholz zum Brotbacken und Verpflegung für die Begleitmannschaft, welche aus Eseltreibern, Händler, Schreibern,  Soldaten und Wachmannschaften besteht, bereitzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Gebel Uweinat aus sind mindestens weitere 200km Wüstenstrecke mit angenommenen Niederschlägen unter 50mm/Jahr zu durchqueren (Climate controlled occupation in the Eastern Sahara during the main phases of the Holocene, Kuper und Kröpelin 2006).&lt;br /&gt;
Hier wird endgültig klar, dass eine transsaharische Handelsroute unter den vorgegebenen Bedingungen nicht existiert haben kann.&lt;br /&gt;
Da aber vieles für einen Abu Ballas Trail spricht, die Kruglager und die Wegzeichen, müssen die Vorbedingungen untersucht werden, vor allem das Klima, welches im alten Reich herrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linien gleicher Niederschlagsmengen, Isohyeten, sind nach Kuper und Kröpelin nach bestmöglichen Schätzungen auf der Basis von geologischen, archäozoologischen und archäobotanischen Daten etabliert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Siedlungskammer Abu Tartur habe ich weiter oben belegen können, dass Rotböden zu Beginn der steinzeitlichen Besiedlung im Holozän gebildet werden konnten. &lt;br /&gt;
Es ist weiterhin belegt, dass Großsäuger wie Elefant, Nashorn oder Nilpferd und Giraffe sowie große Boviden im besprochenem Raum im frühen Holozän vorkamen.&lt;br /&gt;
Die Präsenz von Savannengehölzen ist in den Holzkohlenproben von Abu Tartur und von weiteren Fundplätzen nahe des 25. Breitengrads bewiesen. Neben Sorghum, der in fast allen Fundgebieten nachgewiesen werden konnte, kommt in Djara auch Amarant vor, ein typisches Gewächs der Feuchtsavanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum in der Östlichen Sahara um den 25. Breitengrad hat nach Kuper und Kröpelin eine jährliche Niederschlagsmenge von &amp;gt;50 bis &amp;gt;150mm erhalten (Sommerregen). Er ist gleichzeitig eines der am dichtesten besiedelten Gebiete in der Zeit von ~9200 BP bis ~6200 BP. Es ist nicht gerade einleuchtend, dass Menschen in einen unwirtlichen Wüstenraum einwandern, wo doch zahlreiche nahe liegende Alternativen mit über 450mm Regen im Jahr existiert haben.&lt;br /&gt;
Wenn aber schon die Schätzungen für die steinzeitliche Hauptbesiedlungsphase anzuzweifeln sind, so sind es erst recht die Annahmen für ein plötzliches, fast totales Ausbleiben des Regens nach 6400 BP bis in die dynastische Zeit hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von mir behandelten Fundstellen sind von Berufsarchäologen, bis auf kurze Visiten, nicht besucht worden. Sie liegen außerdem rund 200km östlich von dem Nordsüdtranssekt, dessen Resultate für die Beurteilung von Archäofauna und Archäoflora herangezogen wird.&lt;br /&gt;
Neue Fakten aus Abu Tartur und anderen Plätzen sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
Zahlreiche Belege aus historischer Zeit weisen auf eine nicht geringe Restbevölkerung in der Ostsahara und auf eine extensive Wanderweidewirtschaft hin.&lt;br /&gt;
Geologische Daten: Ein Anwachsen der Playaböden ist nach 6400 BP, wie schon weiter oben erwähnt, nicht mehr zu beobachten. Daraus wurde geschlossen, dass keinerlei bedeutende Niederschläge nach diesem Datum gefallen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geringe Winterregenmengen um 100mm/Jahr haben nicht die Kraft Sedimente zu transportieren und selbst wenn Feinmaterial die Endbecken erreicht haben sollte, wird dieses in wenigen Jahren der Deflation zum Opfer fallen. Außerdem versickert sanfter Regen rasch im Sand oder in den noch vorhandenen Böden und kann so eine ephemerische Grasvegetation möglich machen (Beispiel Agadez in der Republik Niger mit 200mm Sommerregen/Jahr).&lt;br /&gt;
Archäobotanische Daten: Diese Daten sind von Fundplätzen, die gegen Ende der holozänen, steinzeitlichen Besiedlungsphase besiedelt waren, erhoben worden, also bei sehr geringen Niederschlagsmengen.&lt;br /&gt;
Das gleiche gilt für die archäozoologischen Untersuchungen. Sie entsprechen schon fast den Daten der vordynastischen Periode wenn nicht gar denen des Alten Reichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf die Kruglager des Abu Ballas Trails und die Claytonfallen in Mirmalla sind archäologische Funde nach dem Abwandern eines Großteils der neolithischen Bevölkerung sehr selten. Der Grund dafür liegt in der Wirtschaftsweise der Restbevölkerung. Hirten einer halbnomadischen Weidewirtschaft hinterlassen keine Spuren ihrer Präsenz. &lt;br /&gt;
Werden die neue logische Sichtweise und die neuen Schätzungen, die Niederschlagsmengen betreffend, auf die Funktion des Abu Ballas Trails angewandt, so ergibt sich eine Lösung der genannten Probleme und Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien rücken in den Bereich des technisch Möglichen.&lt;br /&gt;
Wasser wird nach Regenfällen an geeigneten Orten gesammelt und in Tonkrüge gefüllt, Gras wird geschnitten oder ausgerissen und an den Etappenplätzen gelagert. Damit haben die „Wachmannschaften“ eine sinnvolle Tätigkeit denn zu bewachen gab es bei der alten Hypothese nichts, da die Wüste undurchlässig gewesen wäre und so auch keine Wasserräuber nach Abu Ballas gelangen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Müller- Karpe bezieht sich in seinem Handbuch der Vorgeschichte Band II Jungsteinzeit, Verlag C.H. Beck 1968, Seite 27 auf K. Butzer wenn er schreibt, Zitat: Dennoch war vor dem 3. Jt. v. Chr. die Austrocknung der beiderseitigen Wüsten nicht so weit fortgeschritten wie heute, so dass mit einer stellenweise Besiedlung in manchen Wadis und auf Hochflächen zu rechnen ist, die heute keine nennenswerte Vegetation mehr aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zur Wahl stehen nun zwei Szenarien:'''      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Die heutige westliche Wüste war, wie viele Berufsarchäologen schätzen, in prädynastischer und Anfang der dynastischen Zeit '''hyperarid'''. Eselkarawanen nach Nubien waren '''nicht möglich'''.&lt;br /&gt;
*2.) Es fiel '''genügend Regen''', der eine ephemere Grasvegetation hervorbrachte, Eselkarawanen nach Nubien waren '''möglich'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Anzahl der Tiere auf dem Hin- und Rückweg'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Erster Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zweiter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 3.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Dritter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 4.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Bir Kiseiba Paradoxon.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 70 km nördlich der sudano-ägyptischen Grenze liegen mit den Koordinaten 22°34’N, 29°53’O die neolithischen Fundstellen von Bir Kiseiba, welche in den Jahren 1979 und 1980 von der Combined Prehistoric Expedition (CPE) bearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
In den vorausgegangenen Jahren waren die Fundstellen in der Nähe des Gebel Nabta, circa 100 km östlich von Kiseiba, von derselben Gruppe, F. Wendorf, R. Schild und Associates, untersucht worden. Die Resultate sind hauptsächlich in folgenden Bänden veröffentlicht worden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Prehistory of the Eastern Sahara (1980)&lt;br /&gt;
*Cattle Keepers of the Eastern Sahara (1984)&lt;br /&gt;
*Holocene Settlement of the Egyptian Sahara (2001)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klimageschehen, insbesondere die Höhe der Regenfälle, soll hier kurz kritisch angerissen werden.&lt;br /&gt;
Nach Kuper und Kröpelin liegt das Grenzgebiet von Ägypten und dem Sudan in einer Zone mit &amp;gt;150 bis &amp;gt;50 mm Sommerregen/Jahr. Zu Beginn der holozänen Feuchtphase und um 5300 bis 3500 BCE beim heutigen hyperariden Niveau. In der entsprechenden Graphik liegen Nabta und Kiseiba allerdings schon in der Zone &amp;gt;50mm Sommerregen/Jahr (Atlas of Cultutal and Environmental Change in Arid Africa, Köln 2007).&lt;br /&gt;
Wendorf und Schild halten für die gleiche Region eine Sommerregenmenge von 200mm/Jahr für wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Pflanzenreste wurden im CPE Bereich gefunden und analysiert? Allein von Nabta E-75-6 sind Acacia sp., Tamarix sp. und Ziziphus sp. als sicher genannt. Chenopodiceae, Capparidaceae und Crucifereae und Malvaceae sind mit Fragezeichen ausgestattet.&lt;br /&gt;
An Kräutern und Gräsern kommen unter anderem Panicum (Rispenhirse), Setaria (Kolbenhirse), Hordeum hexastichon nudum (Gerste) und Triticum sp. (Weizen) vor.&lt;br /&gt;
Ein absolutes Minimum von &amp;gt;300 mm Sommerregen benötigen diese Körner produzierenden Pflanzen um zu gedeihen. Dass sie reifen konnten, belegen die aufgefundenen Kornspeicher und das Mahlwerkzeug.&lt;br /&gt;
Im Kapitel „Flora“ dieses Aufsatzes habe ich H. Mensching zitiert, der die agronomische Trockengrenze bei etwa 300mm Winterregen oder 500 mm Sommerregen sieht.&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon gesagt, schreiben andere Wissenschaftler, dass bei 100 – 300 mm Sommerregen vom Nordsahel gesprochen wird. Der Regen verteilt sich auf einen einzigen Monat. Das spärliche „Grün“ wird von Kamelen abgeweidet. Bei 300 – 500 mm Sommerregen spricht man vom Südsahel. Der Regen ist über drei Monate verteilt, Bäume tauchen auf und Viehzucht ist möglich.&lt;br /&gt;
Diese Beobachtungen decken sich mit meinen eigenen Erfahrungen aus 16 Jahren Anwesenheit in der Sahara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Fauna in Kiseiba'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige ausgewählte Taxa sind in einer Tabelle zusammengefasst worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Die_Bir_Kiseiba_Fauna.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Tabelle - Die Fauna in Kiseiba&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Raubtiere = Schakal, Sandfuchs, Streifenhyäne und Wildkatze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus der Tabelle ersichtlich stehen einerseits an ein Wüstenklima adaptierte Gazellen, Sandfuchs und Wüstenigel, andererseits sind Tiere vorhanden, für die ein feuchteres Klima unabdingbar ist wie die großen Boviden (Rinder oder Büffel) und die Feldratten. Letztere weisen auf Ackerbau und die damit verbundenen Pflanzen hin, die ein striktes Minimum nicht unterschreiten können, sollen sie Körner zum Reifen bringen.&lt;br /&gt;
Dieser scheinbare Widerspruch sollte aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Dorca Gazelle (H 55 – 65cm, G 20 kg), die in Kiseiba die größte Tiergruppe bildet, ist normalerweise ein Bewohner der ariden Sand- und Gesteinsflächen. Sie lebte aber in Kiseiba in einem Gebiet, welches die Möglichkeit bot Getreide anzubauen, also bei mindestens &amp;gt;300 mm Sommerregen im Jahr.&lt;br /&gt;
Ich sehe folgende Erklärung: Vor Beginn der frühholozänen Feuchtphase lebten die Tiere am südlichen Sahararand und wanderten dann mit fortschreitendem Bewuchs nordwärts, um in ihrem gewohnten Habitat zu bleiben. Die Wüste wurde aber nicht nur durch den aus Süden kommenden Monsun sondern auch von Norden durch mediterranen Winterregen immer weiter eingeengt. An die ariden Bedingungen angepasste Tiere befanden sich also in einer „grünen Falle“ und mussten sich an feuchteres Klima anpassen. Tiere können das in vielen Fällen, Pflanzen eher nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu ein kleines Beispiel aus Anou- Araren nördlich von Agadez. Auf dem Areal eines Industriekomplexes mit Kohletagebau und Kraftwerk hatte sich eine Cateringfirma eingerichtet. Dort waren vier Dorca Gazellen in einem Gehege eingezäunt. Über die Jahre hinweg wurden sie mit trockenem Brot und Gemüseabfällen gefüttert und sie waren gesund und munter. Sie liebten Zigaretten und fraßen den Tabak mit großer Wonne, wohl eine Erinnerung an ihre wilden Tage als sie noch trockenes, hartes Gras fressen mussten wenn keine frischen Akazienblätter vorhanden waren. Diese Nahrungsquelle finden einige wenige Dorcas heute noch im Norden des Abu Tartur Plateaus in Ägypten, wo buschartige Akazien ihre Wurzeln bis in den tonigen Wasserstauer oberhalb des Phosphatflözes getrieben haben und so unter hyperariden Klimabedingungen noch überleben. Diese Beispiele belegen die hohe Anpassungsfähigkeit der Dorcas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hasen (lepus capensis) bilden die zweitgrößte Gruppe. Hasen besiedeln sämtliche Gebiete Afrikas, sie meiden lediglich dichte Wälder und Wüsten. Siehe auch weiter oben das Kapitel „Die Fauna (Wirbeltiere)“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dama Gazelle (H 90 – 105cm, G 70kg) bildet ebenfalls eine bedeutende Gruppe. Die größte aller Gazellen bevorzugt normalerweise die Konditionen des Nordsahels bis zum Wüstenrand. Auch sie ist in die „grüne Falle“ geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raubtiere und zwar Schakal, Streifenhyäne, Sandfuchs und Wildkatze, bilden eine beachtliche Gruppe und weisen auf zahlreiche Beutetiere hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schildkröten kommen nur in der El Adam Phase vor, wahrscheinlich ist diese leichte Jagdbeute von den ersten Siedlern Kiseibas bereits ausgerottet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist das Vorkommen von Feldratten. Sie sind ein Indikator für Ackerbau. Die ersten Exemplare erscheinen gemeinsam mit Gerste in der El Nabta Phase. Eine Zunahme ist im mittleren Neolithikum zusammen mit Gerste und Weizen zu erkennen. Wie mir ein Rattenbekämpfungs Spezialist der deutschen Entwicklungshilfe mitteilte, sei ihr Fleisch für den menschlichen Verzehr geeignet und sehr wohlschmeckend. Das gilt im übrigen auch für das Stachelschwein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rinder oder Büffel. Großboviden, ob nun domestizierte Rinder oder Wildtiere, brauchen regelmäßig Wasser und vor allem Mengen an Grünfutter. Der Mensch kann zwar Brunnenlöcher ausheben um Tränken zu schaffen aber er kann das Futterwachstum nicht beeinflussen.&lt;br /&gt;
Rinderherden werden z.B. in der Region Agadez im Niger auch außerhalb der 400mm Isohyete angetroffen in diesem Fall bei 200mm aber das sind nur kurze Gastspiele um das spärliche Wachstum unmittelbar nach der Sommerregenzeit zu nutzen. Schnell ziehen Hirt und Herde weiter südwärts zur Grenze nach Nigeria.&lt;br /&gt;
Einen Vorteil für die Viehhaltung am Westrand des Air Gebirges bilden die von den Höhen abfließenden Corys, die vor allem Ziegen und Schafen eine Lebensgrundlage durch die Uferbewachsung bieten. An besonders günstigen Stellen bilden sich Gueltas, permanente Wasserlöcher, die als Tränken genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Cory.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Cory am Westrand des Air Gebirges&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Guelta.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Guelta, permanentes Wasserloch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das unregelmäßige Auftreten von Straußeneischalen lässt sich durch Deflation erklären. Die Schalen sind leicht und werden an exponierten Orten vom Wind weggeblasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gazellen und Hasen sind relativ kleine Tiere und lassen sich unproblematisch mit Schlingen oder durch Steinschleudern erlegen. Sie werden vollständig ins Lager gebracht und erst dort zerteilt. An ihrer Jagd können sich auch Frauen und Jugendliche beteiligen. Wenn die Jäger weit außerhalb des Lagers größere Beutetiere erlegt hatten, wurde Tier, wie schon weiter oben beschrieben, an Ort und Stelle zerlegt und nur Teile ins Lager gebracht. Das ist eine mögliche Erklärung für die Mengenverteilung der Knochen verschiedener Taxa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon für die bedeutenden Fundstellen von Abu Tartur und das Arbeitsgebiet der BOS und ACACIA Missionen der Kölner Universität gilt auch für Nabta und Kiseiba folgendes:&lt;br /&gt;
Menschen besiedeln keinen Raum, der nur marginale Möglichkeiten zum Überleben bietet, wenn attraktive Alternativen mit wesentlich höheren Niederschlagsmengen als die für den CPE Bereich postulierten, zur Auswahl stehen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

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&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
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		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

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		<title>Einfluss des Klimas</title>
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				<updated>2021-12-27T10:22:12Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Das Bir Kiseiba Paradoxon. */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Das postpleistozäne Klima Abu Tarturs während der steinzeitlichen Besiedlungsperiode.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der hyperariden Endphase des Pleistozäns setzten in der westlichen Wüste Ägyptens vor rund 11.000 Jahren Regenfälle ein, die das Land erneut ergrünen ließen und so den einwandernden Menschen einen Lebensraum boten, der gegenüber dem Niltal im Osten und den feuchten Savannen in der Höhe des Wadi Howar im Süden, klare Vorteile auf seiner Seite gehabt haben musste. Wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, hätten die Einwanderer günstigere Klimazonen gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf seine Siedlungsqualität untersuchte geographische Raum hat sein kulturelles Zentrum in Abu Tartur (30°10’ Ost / 25°30’ Nord, Mittelwerte) reicht aber vom 24. bis zum 27. Breitengrad Nord und von der Großen Sandsee bis zu den Kharga Oasen.&lt;br /&gt;
Da es der Zweck dieses Kapitels ist, das Klima während der steinzeitlichen Phasen des Holozäns zu rekonstruieren, müssen zunächst die geomorphologischen Gegebenheiten und das quartärgeologische Sedimentations- und Deflationsgeschehen untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflation ist in ariden Klimagebieten in höchstem Maße an der Gestaltung der Oberflächen beteiligt.&lt;br /&gt;
Jährlich fliegen aus der Sahara rund 250 Millionen Tonnen Wüstenstaub nach Westen in Richtung Atlantik und nach Süden fallen vor der Küste Westafrikas Jahr für Jahr weitere Abermillionen Tonnen in den Ozean (GEO Kompakt 19).&lt;br /&gt;
In der westlichen Wüste Ägyptens weht der Wind hauptsächlich aus nördlichen Richtungen, wie die Dünenzüge der großen Sandsee und des Abu Muharig anschaulich belegen. Auch die Orientierung von Sicheldünen gibt die vorherrschende Richtung der Winde an.&lt;br /&gt;
Während des Weges über die ausgetrockneten Flächen wird vom Wind nicht nur Sand transportiert sondern in weit höherem Maße Staub.&lt;br /&gt;
Schon geringe Luftbewegungen wirbeln das feine Lockersediment der Böden auf und verfrachten es nach Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Staubsturm_Abu_Tartur_1985.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Staubsturm Abu Tartur, 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflationsraten hängen neben der Stärke und der Häufigkeit des Windes vor allem von der Oberflächenart ab. Sie wird bei festem Gestein gering sein, bei Böden jedoch hoch. Eine Rolle spielen ebenfalls die geomorphologischen Gegebenheiten, die in Ebenen dem Wind freien Raum geben, in Gebirgen hingegen abbremsen.&lt;br /&gt;
Für die Oase Kharga sind Raten von bis zu 8 mm/Jahr gemessen worden.&lt;br /&gt;
Die Tabelle zeigt auf der Abszisse die Zeit und auf der Ordinate die angenommenen Bodenmächtigkeiten. Drei verschieden starke Deflationsraten sind im Koordinatensystem eingezeichnet und zeigen wie lange Böden der Deflation standhalten.&lt;br /&gt;
Nach dieser Tabelle wären heute selbst bei einer minimalen Deflationsrate von durchschnittlich 0,5 mm/Jahr Böden von ursprünglich drei Metern Mächtigkeit vollständig ausgeräumt, falls der Abtragungsprozess 6000 BP beginnen würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen auf dem Abu Tartur Plateau sind größtenteils an flache, mit terra-rossa Böden gefüllte Senken gebunden. Auf der Hochfläche überragen die umgebenden Hügel das Tiefste der Senke nur um wenige Meter. Ähnliche Verhältnisse existieren im Westen des Plateaus in der Nähe der Dakhla Oasen. (Siehe Waldhoff „Spectral analysis of remote sensing data for geomorphological, geological and geoecological research in arid Africa”. Seite 91 Atlas of  cultural and environmental change in arid Africa. 2007 O. Bubenzer, A. Bolten, F. Darius  Herausgeber).&lt;br /&gt;
Die von Waldhoff als playa deposits bezeichneten Ablagerungen sind als Rotböden anzusprechen wie die Oberflächenstruktur des Plateaus nahe legt.&lt;br /&gt;
Es kann von einer Pedogenese auf der Gesamtfläche des Plateaus ausgegangen werden obwohl z.Zt. nur größere Flächen von Abu Tartur und der Südwestecke des Plateaus bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Abu_Tartur_Lageskizze_Gesamt.png|600px|Lageskizze Abu Tartur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Abu Tartur Gesamtübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Possible_development.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Mögliche Entwicklung der Bodenbildung und Abtragung durch exogene Kräfte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Spectral_analysis_2007.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Spektral Analyse im Süd-Westen des Abu Tartur Massivs, G. Waldhoff, 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeitpunkt der Bodenbildung ist wie für die Playas am Fuße des Plateaus, das frühe Holozän ab etwa 11.000 BP, da vorher, während der letzten 60.000 Jahre des Pleistozäns ein hyperarides Klima mit starker äolischer Aktivität herrschte, durch welche der harte Kurkurkalkstein poliert und die heutigen flachen Senken ausgeschliffen wurden. („From 70.000 bp until perhaps 12.000 bp, the sahara was hyperarid and seemingly devoid of life.&amp;quot; In: The Middle Paleolithic of North Africa. A Status Report by F. Wendorf and R. Schild. In: New light on the Northeast African Past. Köln 1992.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wäre verfehlt von Paläoböden (Pleistozän) auszugehen, da bei den hohen Deflationsraten ein feinstkörniger, weicher, ungeschichteter Boden während der großen Zeiträume ausgeräumt worden wäre. Hinzu kommt das Vorhandensein von eingebetteten holozänen Artefakten. Pleistozäne Werkzeuge kommen in den Böden nicht vor, allenfalls werden einige wenige Aterienspitzen und verstreute Levalloisabschläge auf der steinigen Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
Die dünnen Schichten rezenter pelitischer Sedimente sind wie das Ausgangsgestein hellgrau gefärbt, unter den heutigen hyperariden Konditionen ist nichts anderes zu erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Dolineneinbrüchen auf dem Kalksteinplateau, vor Deflation weitgehend geschützt, lassen sich solche hellgrauen Schichten auf Fundstellen wie 0003/84, 0004/84, 0026/84 und anderen beobachten.&lt;br /&gt;
Gräbt man einige Dezimeter tief in diesen Schichten, so verändert sich die Farbe des Sediments in ein Rosagrau oder ein Grau mit einem schwachen Hauch Rot. Diese Mischfarbe tendiert immer stärker nach Rot je tiefer in die Schichten vorgedrungen wird.&lt;br /&gt;
Der eigentliche Fundplatzboden ist durch rotbraune, playaähnliche Färbung gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
Das kontinuierliche Abnehmen der Rubefizierung vom liegenden zur Oberfläche hin veranschaulicht eine langsame Verringerung der Winterniederschläge und belegt eine holozäne Bildung der Ablagerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Befund ist nicht durch Fotos oder Zeichnungen dokumentiert worden. Diese Fundstellen sind jedoch ohne große logistische Aufwendungen aufzufinden und jeder Klimaforscher oder Berufsarchäologe könnte an Ort und Stelle diese Beobachtungen verifizieren.&lt;br /&gt;
Es wäre von großer Bedeutung, denn hier liegt der Beweis für eine holozäne Bildung der terra rossa Böden auf dem Plateau und damit auch der Rotböden in der Sandsteinebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres bedeutendes Rotbodenvorkommen liegt in der Sandsteinebene rund 50 km westlich der Asphaltstraße Esba el Gaga – Baris – Esba Maks el Qibli oder 70 – 100 km südlich von Abu Tartur (CONOCO Sheet Baris 1:250.000 by G. Poehlmann et al. TFH Berlin 1982).  &lt;br /&gt;
Zwei durch Sandbedeckung getrennte Restflächen mit einer Größe von ca. 300 km² lassen ahnen wie dieser Teil der Vollwüste zu Beginn der holozänen, steinzeitlichen Besiedlung ausgesehen haben mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Roeper qualifizieren die Ablagerungen in der „Roten Wüste“ in ihrem Artikel „The Libyen (Western) desert and northern Sudan during the late Pleistocene and Holocene“ als pelitic sediments.&lt;br /&gt;
Holzkohle von der Oberfläche wurde auf 9260 +- 370 BP bzw. 7790 +- 340 BP datiert. Im Sediment eingeschlossene Straußeneischalen ergaben Werte von 7280 +- 110 BP und 6760 +- 70 BP. &lt;br /&gt;
H.P. Uerpmann analysierte die gefundenen Knochen. Neben gazella dorca und gazella dama kommen ein mittelgroßer bis großer Bovide vor, caprinae, ammotragus und lepus capensis und struthio.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch G. Ulbrich (vormals GTZ), der die rote Wüste aus eigener Anschauung als eine eintönige Ebene im nubischen Sandstein, zum Teil mit Sandfeldern und stellenweise einigen Hügeln durchsetzt, kennt, bestätigt den Bodencharakter der roten Sedimente. &lt;br /&gt;
Ein weiteres gutes Beispiel für die Einbettung von Artefakten bietet in Abu Tartur Playa Ingrid, Fundplätze 1014/82 und 1019/82, wo Mengen von holozänen Werkzeugen von der Reibschale bis zum feinsten Bohrer oberhalb der Playaablagerungen von sandigen Rotböden umschlossen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rubefizierungen von Sanden werden ebenfalls aus der Großen Sandsee beschrieben (H. Besler, O. Bubenzer) wobei die chemische Verwitterung der Quarze im Norden (26°40’N) stärker war als an den Messpunkten weiter südlich (25°30’N).&lt;br /&gt;
Ferner sind Restböden und Rotfärbungen aus Djara 98/20 bekannt. H. Besler beschreibt einen Profilschnitt wie folgt : „... die im Profil auftretenden Wurzelstrukturen (wahrscheinlich Schilf) belegen das ehemalige Fußen dichterer Vegetation. An der Basis (Kontaktzone von Kalkstein und Playasedimenten, Anm. des Verfassers) treten Lösungshohlformen im anstehenden Kalkstein auf, die z.T. mit rekristallisiertem Kalzit, z.T. mit einem leuchtend roten, sandigen, bodenartigen Sediment gefüllt sind. Auf den umliegenden Hängen des Beckens wurden in windgeschützten Lagen vergleichbare Sedimente vorgefunden, die als Reste einer ehemaligen initialen Bodenbildung gedeutet werden können“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beschreibung deckt sich mit meinen eigenen Beobachtungen, wobei noch hinzuzufügen wäre, dass sich die Kalzitkristalle nur in einem dauerfeuchten Milieu bilden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Günstige Voraussetzungen zur Bildung und Konservierung von nicht lateritischen Rotböden sind geringe Höhenunterschiede, wie sie auf dem Plateau und in der Sandsteinebene gegeben sind und ein wechselfeuchtes Klima, wie es in afrikanischen Savannen vorherrscht, z.B. im Sudan in der Höhe des 12. Breitengrads Nord, wo heute noch Bedingungen herrschen, unter denen sich Rotböden bilden können. Eine dieser Bedingungen ist eine Niederschlagsmenge von mehr als 500 mm Sommerregen im Jahr oder äquivalenter Winterregen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Bodenart im behandelten Raum ist das pelitische Sediment mit äolischen Einträgen, die Playaablagerung.&lt;br /&gt;
Es ist zu unterscheiden zwischen Seen und Seeablagerungen mit Kalkkrustenbildung und reichlichen biologischen Einträgen einerseits und Playabecken mit nur geringen Resten aquatischer Fauna und Flora und fehlender Kalkausfällungen andererseits. Erstere liegen südlich des Wendekreises und westlich auf libyschem Gebiet und stehen oder standen in Verbindung mit den zu Beginn des Holozäns höheren Grundwasserspiegeln, eine Tatsache, welche einen gleichmäßigen Wasserstand begünstigte, der wiederum Strände und einen Bewuchs der Seeränder erlaubte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus hydrogeologischen Gründen, der Grundwasserspiegel in Abu Tartur z.B. liegt heute bei rund 1000 m Tiefe und war auch im Frühholozän nicht viel höher, dürften die nördlich des Wendekreises und östlich der libyschen Seebildungen gelegenen schluffig- tonigen Sedimente in Endpfannen gebildet worden sein, in Geländehohlformen, die im Pleistozän durch Deflation ausgeschliffen worden sind.        &lt;br /&gt;
Da die dort gesammelten Wassermengen vom Grundwasser getrennt waren, konnten die Wasserspiegel stark variieren und so weder Strände noch regelmäßigen Randbewuchs bilden. Störend auf  Leben im oder unmittelbar am Wasser konnte sich auch die hohe Dynamik beim Wassereintrag auswirken. Die relative biologische Armut der Sedimente sagt demnach nichts über die vorhandene Wassermenge oder die Dauer der Verfügbarkeit von Oberflächenwasser aus. Die Höhe der Niederschlagsmenge, die mittlere Verdunstungsrate und die Speicherkapazität der Playaböden sind hier die ausschlaggebenden Größen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Abu Tartur könnte die Playa Renate / Vera mit einer Fläche von ca. 11 km² und einer Restmächtigkeit von bis zu 29 m dienen (seismische Messung durch Burkhardt TU Berlin in Pachur und Roeper „The libyan (western) desert and northern Sudan during the late pleistocene and holocene“ 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Masse der Sedimente liegt im 100 Millionen Kubikmeterbereich und bei einer Speicherkapazität von lediglich 5 % freiem Wasser und Brunnen von 3 m Tiefe stünde rein rechnerisch eine tägliche Wassermenge in der Größenordnung von einigen 100.000 l zur Verfügung. In dieser Annahme wird nur von untertägigem Speicherwasser ausgegangen. Oberflächenwasser wäre somit für die Versorgung großer Gruppen mit Haustieren nicht nötig gewesen. Das Tiefste des Playakörpers wäre in jedem Fall dauerhaft feucht gewesen.&lt;br /&gt;
Bestätigt wird die Speicherkapazität der Playas von Wendorf / Schild in „Cattle Keepers“ Seite 16 und Seite 22 (Analysen von B. Winter, Institut of Basic Geology, Warsaw University). Ferner von A.E. Close auf Grund ihrer Beobachtungen in Nabta Playa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann schreibt dazu in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ Seite 120 Zitat : „Wichtig ist vielmehr, dass die Wadisedimente eine gewisse Mächtigkeit erreicht haben, so dass die tiefer gelegenen Schichten gegen Austrocknung geschützt sind (Kassas 1952)“. Die Fähigkeit Wasser im Playakörper zu speichern wird durch die Struktur der Sedimente begünstigt. Sandige Lagen wechseln sich mit tonig- schluffigen ab. Während der Sand das Wasser weiterleiten und speichern kann, vermindern die tonigen Schichten die Evaporation.&lt;br /&gt;
Drei Aufschlüsse in Abu Tartur zeigen neben der Wechsellagerung auch mächtige Pakete ungeschichteten, tonigen Materials von dunkel rötlichbrauner Farbe. Diese werden als Niedrigenergie- Sedimente bezeichnet und lassen auf  sanften, regelmäßigen Regen schließen, in unserem Fall auf Winterregen. Da diese Art von Ablagerungen bis in den Gilf Kebir reicht, kann von Winterregen in der gesamten westlichen Wüste ausgegangen werden. In weiten Teilen der östlichen Sahara kommt es also zu einer Überlappung von tropischem Sommerregen und mediterranem Winterregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Playasedimente Abu Tarturs würden es durch ihre Mächtigkeit erlauben die im Gilf Kebir gewonnenen Erkenntnisse über das Klimageschehen während der steinzeitlichen Phase des Holozäns zu ergänzen, zumal auch hier ein zusätzlicher Eintrag durch Quellen auszuschließen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Flora==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Beurteilung der Flora im behandelten Raum wird häufig die Studie von K. Neumann in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ (1989 R. Kuper Herausgeber) herangezogen.&lt;br /&gt;
Auf einem Nord- Süd Transekt von ca. 1500 km Länge, das entspricht der Entfernung Hamburg – Rom, sind Holzkohlenproben von sechs Fundgebieten berücksichtigt worden. Diese sind für den südlichen Teil das Laqiya Gebiet, Selima Sandsheet und Gilf Kebir für die Periode um 5700 BP. Zu dieser Zeit war der Raum um den 25. Breitengrad Nord weitestgehend von Menschen verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den nördlichen Teil des Transekts wurden der Gilf Kebir, Abu Ballas (Mudpans) und Sitra für die Zeit um 7000 BP bis 6500 BP ausgewählt. Gegen 6400 BP wurden letzte Playabildungen gemessen, die Bezugsperiode liegt also am Ende der Feuchtphase für die Region um den 25. Breitengrad Nord. Außerdem sind Proben aus der großen Sandsee (Abu Minqar) und dem Wadi Howar eingeflossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berücksichtigt wurden lediglich die Analysen von Hölzern, die wichtige, klimaanzeigende Kraut- und Grasvegetation konnte nicht untersucht werden. Feuerhölzer unterliegen einer Selektion durch den Menschen und sind daher weniger geeignet ein Klimaprofil zu erstellen.&lt;br /&gt;
Eines der Resultate besagt, dass die Mudpans ein vorgeschobener Außenposten sahelischer Taxa seien. Eine Holzkohlenprobe von Djara (S. Nussbaum) verschob diesen Vorposten des Sommerregens um ca. 300 km nach Norden. Nicht berücksichtigt wurde die frühe Phase des Holozäns von 11.000 BP bis 7000 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann räumt denn auch ein, dass die Anzahl der Messpunkte zu gering, die nicht untersuchten Zwischenräume zu groß und die Menge und Qualität der Holzkohlen nicht immer ausreichend waren.&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage ihrer exzellenten, wenn auch, wie sie selbst sagt, nicht vollständigen und umfassenden Arbeit, kann dennoch gut aufgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezählten Holzkohlenstücke der einzelnen Taxa zeigen für das Gesamtgebiet des Transekts eine Dominanz von zwei Gehölzen. Tamarisken plus Akazien erreichen im Norden (Siwa- Qattara) 97,8 %, in Abu Minqar 100 %, in der glass area 97,7 % und in den Mudpans 93,0 %.&lt;br /&gt;
Im Gilf Khebir ist der Prozentsatz mit 76,1 % wesentlich geringer obwohl hier eine zusätzliche Menge von acacia albida mitgezählt worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Feuerstellen im Selima sandsheet ergeben 83,4 % und im Laqiya Gebiet 55,8 %. Für den Wadi Howar (Djabarona) steigt der Anteil wieder auf 94,5 %, wenn die Früchte der celtis intergrifolia nicht eingeschlossen werden. Mit Früchten sinkt der Anteil auf 62,5 %.&lt;br /&gt;
Wie schwierig es sein kann Schlüsse aus dem Vorkommen von Gehölzarten zu ziehen, zeigen zwei benachbarte Fundplätze in Mudpans mit ähnlicher Zeitstellung. Zum Vergleich wird ein weiterer, in der Nähe liegender Fundplatz, der etwas jünger ist, aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; max-width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Fundplatz&lt;br /&gt;
!Acacia sp.&lt;br /&gt;
!Tamarix sp.&lt;br /&gt;
!Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
!Salvadora persica&lt;br /&gt;
!Maerua crassifolia&lt;br /&gt;
!Leptadenia pyrotechnica&lt;br /&gt;
!Cassia senna&lt;br /&gt;
!Rubiaceae&lt;br /&gt;
!Ziziphus sp.&lt;br /&gt;
!Grewia tenax&lt;br /&gt;
!Grewia villosa&lt;br /&gt;
!Calotropis procera&lt;br /&gt;
!Acacia albida&lt;br /&gt;
!Balanites aegyptiaca&lt;br /&gt;
!Boscia senegalensis&lt;br /&gt;
!Capparidaceae&lt;br /&gt;
!Capparis decidua&lt;br /&gt;
!Celtis integrifolia&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Summe Taxa&lt;br /&gt;
!Summe Proben&lt;br /&gt;
!Acacia inkl. Albida (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix und Acacia (%)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Qattara – Siwa&lt;br /&gt;
|271&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|278&lt;br /&gt;
|97,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Ain Dalla&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Abu Minqar&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Glass area&lt;br /&gt;
|170&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|174&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Mudpans &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|&lt;br /&gt;
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|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!83/39&lt;br /&gt;
|284&lt;br /&gt;
|988&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1279&lt;br /&gt;
|22,2&lt;br /&gt;
|77,2&lt;br /&gt;
|99,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/56&lt;br /&gt;
|1062&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1109&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|0,01&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/50-1 &lt;br /&gt;
|1403&lt;br /&gt;
|349&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|1980&lt;br /&gt;
|70,8&lt;br /&gt;
|17,6&lt;br /&gt;
|88,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Mudpans&lt;br /&gt;
|2749&lt;br /&gt;
|1355&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|41&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|4368&lt;br /&gt;
|62,9&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|93&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Akdar&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|758&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|85&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|889&lt;br /&gt;
|5,1&lt;br /&gt;
|85,3&lt;br /&gt;
|90,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Bakht&lt;br /&gt;
|28&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|438&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1332&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Gilf Kebir&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|782&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|523&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|2221&lt;br /&gt;
|40,9&lt;br /&gt;
|35,2&lt;br /&gt;
|76,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Burg et Tuyur&lt;br /&gt;
|357&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|551&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Djebel Kamil&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|26&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Bir Misaha&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Selima&lt;br /&gt;
|384&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|579&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 1&lt;br /&gt;
|196&lt;br /&gt;
|852&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|36&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|119&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|665&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2058&lt;br /&gt;
|9,5&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|50,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 2&lt;br /&gt;
|53&lt;br /&gt;
|46&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|205&lt;br /&gt;
|25,9&lt;br /&gt;
|22,4&lt;br /&gt;
|48,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Sahal&lt;br /&gt;
|116&lt;br /&gt;
|153&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|275&lt;br /&gt;
|42,2&lt;br /&gt;
|55,6&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Laqiya&lt;br /&gt;
|365&lt;br /&gt;
|1051&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|54&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|134&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|733&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2538&lt;br /&gt;
|14,4&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|55,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Howar &lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|182&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!(Djabarona)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|(93)*&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|*&lt;br /&gt;
|(275)&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!25° N&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während 83/39 und 85/50 –1 ein ähnliches Verteilungsmuster mit einem Tamariskenanteil von über 70 % zeigen, kommt auf dem Fundplatz 85/56 Tamariske aus unbekannten Gründen praktisch nicht vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Akazie %'''|| '''Tamariske %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/39|| 7360-8260||22,20||77,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/56||7370-7700||95,80||0,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||85/50-1||6880-7000||17,60||70,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleicht man Hölzer und andere Pflanzen verschiedener Gebiete der östlichen libyschen Wüste miteinander, so fällt auf, dass im Norden um den 25. Breitengrad Nord die Anzahl der Gehölztaxa höher ist als im Süden in Höhe des 20. Breitengrads Nord. Der Norden ist ebenfalls an Gräsern und Kräutern reicher als der Süden.&lt;br /&gt;
Unter 25° N sind Taxa der Masara C Phase am südwestlichen Ausläufer des Abu Tartur Massivs, die von M. Mc Donald veröffentlicht wurden, zusammengefasst mit den Ergebnissen von Chufu und Kharafish (H. Riemer) und soweit verfügbar von Eastpans 95/2 (B. Gehlen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Holzprobe.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kernprobe Akazie, Abu-Muharik-Plateau, 2000, Foto: H. Riemer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner fließen drei von K. Neumann untersuchte Proben von Abu Tartur ein.&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°14’Nord – 30°03’Ost, nicht datiert, Acacia&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°23’Nord – 30°05’Ost, nicht datiert, Tamarix&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°20’Nord – 30°09’Ost, nicht datiert, Maerua crassifolia, Leptadenia pyrotechnica, Acacia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Steinplätze liegen weit außerhalb der Playagebiete in der Nähe der Asphaltstraße von Kharga nach Dakhla.&lt;br /&gt;
Eine weitere Analyse wurde vom Labor Köln unter der Nummer 3.741 Probe C – 1.638 erstellt. Die Bestimmung ergab ausschließlich Acacia. Das Alter wurde mit 7.370 +- 70 BP angegeben. Fundort ist der Plateauplatz 0011/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund von Analysen einer Kohlen- und Aschenschicht aus der Tropfsteinhöhle von Djara (K. Kindermann) konnte S. Nussbaum eine Vegetationsform feststellen, die als Anastatica hieruchuntica – Anabasis articulata Vergesellschaftung bezeichnet wird. Dazu bemerkt die Autorin : „The dwarf shrub communities thrive under a semiarid* climate regime with seasonal precipitations as presently occurs along the Mediterranean coast of Egypt“.&lt;br /&gt;
Diese Niederschlagsmenge beträgt 150 mm Winterregen (Siehe auch H.D. Müller, Gerstenanbau).&lt;br /&gt;
Katharina Neumann (1989) schreibt dazu : „Jedoch reichen wahrscheinlich die 150 mm Winterniederschlag, die maximal an der marmarischen Küste fallen (Station Marsa Matruh : 144 mm/Jahr), nicht aus, um eine permanente, natürliche Gehölzvegetation zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
Außer dieser Zwergstrauch- Gesellschaft wuchsen aber in Djara &amp;gt; 50 % Tamarix, &amp;lt; 10 % Acacia und &amp;gt; 25 % Capparaceae. &lt;br /&gt;
Daraus geht hervor, dass die Niederschlagsmengen höher als 150 mm Winterregen/Jahr gewesen sein muss !&lt;br /&gt;
Ob diese zusätzliche Menge Wasser nun auf den nachgewiesenen Sommerregen (Capparaceae) oder auf stärkeren Winterregen zurückzuführen ist, bleibt vorerst unklar.&lt;br /&gt;
(* semiarid &amp;gt; 200 mm Winterregen nach Bubenzer und Ritter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger als 500 mm Niederschlag im Jahr spricht man von semiariden Gebieten --- S. Hölzl, M. Kölbl-Ebert in „die wüste“, Begleitbuch zur Landesausstellung im Lokschuppen Rosenheim. 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8 bis 10 Trockenmonate und weniger als 600 mm Sommerregen bzw. 400 mm Winterregen Niederschlag im Jahresmittel.&lt;br /&gt;
(H. Mensching in : „Sahara, 10.000 Jahre zwischen Weide und Wüste“, Museen der Stadt Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche, an Winterregen gebundene Zwergstrauchgesellschaft von Anastatica und Anabasis, die in Djara angetroffen wurde, findet sich in Kharafish am Südrand des Plateaus wieder. Logischerweise muss dann auch für die Zone von Djara bis zum 25. Breitengrad Nord die Niederschlagsmenge von ca. 150 mm Winterregen, die zum Gedeihen dieser Assoziation unabdingbar ist, eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
Der im nubischen Sandstein gelegene Fundplatz Chufu weist Chenopodiaceae auf und verweist damit ebenfalls auf nördlichen Einfluss. Chufu ist, falls gleich hohe Niederschläge wie für das nicht weit entfernte Kharafish angenommen werden, durch höhere Temperaturen und durch seine Lage in der Sandsteinebene, also durch das Substrat, bevorzugt und kann zusätzlich vor allem südsahelische Gehölze wie Boscia senegalensis ausbilden.&lt;br /&gt;
Größere Mengen von Hangwasser und breite, tiefe Wadikanäle, welche die sahelischen Gehölztaxa dauerhaft mit oberflächennahem Grundwasser hätten versorgen können, waren in Chufu nicht zu erwarten, da die Einzugsgebiete relativ unbedeutend sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Identifizierte Taxa der Fundplätze Djara, Kharafish und Chufu'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||  '''Chufu'''|| '''Kharafish'''|| '''Djara'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| Acacia sp.	|| Acacia sp.	&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||Capparidaceae||Capparidaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix||Acacia nilotica||Tamarix&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cornulaca||Anastatica hieruchuntica||Anastatica hieruchuntica&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis ||Shouwia||Monokotyledone&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||Anabasis / Haloxylon||Zilla spinosa&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||Citrullus||Gramineae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Shouwia||Hordeum vulgare||Amaranthaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Farsetia stylosa||Panicum||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia sp.||Paniceae||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Thesium||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M. Mc Donald beschreibt in den „Oasis Papers 3“ (2003) die Vegetation während der Masara Phase, die ungefähr von 9000 bis 8200 BP dauerte, in etwa folgendermaßen : Zwölf Baum- Straucharten sind identifiziert worden, darunter : Acacia nilotica, Balanites aegyptiaca, Calotropis procera, Capparis decidua, Leptadenia pyrotechnica und Salvadora persica. Neun Taxa kommen auf den weit außerhalb der Dakhla- Oasen liegenden Fundstellen 260 und 308 vor. Sieben verschiedene Taxa waren es von 264 und 265 und fünf vom Fundplatz 300.&lt;br /&gt;
Auf dem jüngeren Fundplatz 263 A (7730 +- 110 BP) kommen ebenfalls neun Gehölz- und Strauchtaxa vor.&lt;br /&gt;
Kräuter und Gräser sind mit 49 Typen vertreten unter anderem Portulaca oleracea, ein essbares Kraut, welches offene, feuchte Standorte bevorzugt (Seit der Römerzeit wächst diese Pflanze ebenfalls im Rheinland).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum Abu Tartur weist eine nahezu permanente Besiedlung von 9120 BP bis 6420 BP, das sind 2700 Jahre, auf. Durch weitere C14 Daten, das nötige Material ist vorhanden, könnten sowohl ältere als auch jüngere Fundstellen bestimmt werden.&lt;br /&gt;
An der Oberfläche wurden mehr als 20.000 Werkzeuge beobachtet. Rund um die Playas wurden 459 Reibschalen und 2114 Läufersteine gefunden. Auf dem Kalksteinplateau sind es 18 Reibschalen und 61 Läufersteine neben einer großen Menge von Sandstein- Bruchstücken, die in jedem Fall auf Mahlwerkzeuge zurückgeführt werden können.&lt;br /&gt;
Diese Massierung von steinzeitlichem Mahlwerkzeug ist einmalig in Ägypten und bezeugt in indirekter Weise klimatische Bedingungen, unter denen Getreide und / oder Wildgetreide wachsen und reifen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge der aufgelisteten Herdstellen beträgt in der Ebene 1480 und auf dem Plateau 134, hinzu kommen noch die Feuerstellen, die unter Playasedimenten oder Hangschutt verborgen sind und die völlig der Deflation zum Opfer gefallen sind und die nur noch an der Rotfärbung des Untergrunds nachzuweisen sind. Wie schon die Menge der Mahlutensilien und die Masse der Werkzeuge, so ist auch die Konzentration von Herden ohne Vorbild in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auszuwertende biologische Material, welches hier verborgen liegt, übersteigt bei weitem alles was bisher auf diesem Gebiet zur Verfügung gestanden hat.&lt;br /&gt;
Für Eastpans 95/5 schreibt B. Gehlen zu dem botanischen Material : „Unter den Samen und Pflanzenresten befinden sich acht wilde Grasarten, die noch heute von den Tuareg in der westlichen Sahara als Nahrungsmittel genutzt werden. Die meisten dieser Gräser sind auch aus prähistorischen Fundstellen in Farafra und Nabta bekannt, so unter anderem Reste von wildem Sorghum“.&lt;br /&gt;
H. Barakat, die 95/2 untersucht hat, rekonstruiert auf Grund der botanischen Funde eine relativ feuchte Umwelt mit dichter Grasvegetation. An Gehölzen wurden Acacia sp. und Ziziphus sp. identifiziert. Das Alter der Fundstelle ist 6133 +- 30 BP (U + C 5757) und damit relativ jung wenn man davon ausgeht, dass nach Pachur und Roeper in diesem Raum die Playabildung gegen 6400 BP abgeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pflanzenreste verschiedener Fundplätze== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Bäume und Sträucher'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Mudpans'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix sp.||X||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Salvadora persica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Maerua crassifolia||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cassa senna||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ziziphus sp.||X||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Grewia tenax||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Balanites aegyptiaca||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caparis decidua||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||X ?||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||X ?||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Crucifereae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Malvaceae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Phoenix dactilifera||X||||||X ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Leptadenia pyrotechnica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Kräuter und Gräser'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Chencrus pennisetum|| || X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bracharia||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Digitaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gramineae||||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Panicum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Setaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sorghum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperaceae||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Portulaca oleracea||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus maritimus||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum vulgare||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa colona||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chencrus||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus Schoenoplectus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rumex||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Curcurbi taceae||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Arnebia||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anabasis||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anastatica hieruchuntica||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum hexastichon nudum||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Triticum sp.||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
                                                      &lt;br /&gt;
'''Anzahl der Gehölztaxa'''                                                      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Lage'''|| 20°N|| 21°N||23°N||24°N||25°N&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Anzahl'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 14||||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||12||X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10||||X||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6|||||||X|||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||0||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''|| '''Laqiya'''|| '''Selima'''|| '''Gilf Kebir'''|| '''Mudpans'''|| '''25°N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regenfeldbau in der Ostsahara zur Zeit der postpleistozänen Feuchtmaxima== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die agronomische Trockengrenze für den Regenfeldbau verläuft im Süden der Sahara nach H. Mensching ungefähr auf der Linie Dakar – Niamey – Fort Lamy – Darfur auf der Höhe des 12. Breitengrads.&lt;br /&gt;
Im Norden der Sahara sind lediglich die küstennahen Gebiete und die sich anschließenden Gebirgsregionen Algeriens, Marokkos und Tunesiens geeignet.&lt;br /&gt;
Diese Grenzen werden aber heute schon um 100 km im Maghreb und 200 km im Sahel überschritten. &lt;br /&gt;
H. Mensching definiert die agronomische Trockengrenze dahingehend, dass sie bei etwa 300 mm Winterregen oder 500 mm Sommerregen zu suchen sei, wobei die Niederschläge auf  4 bis 5 Monate im Jahr verteilt sind.&lt;br /&gt;
Versuche im Norden Ägyptens von H.D. Müller haben ergeben, dass bei einem Minimum von 150 mm Winterregen Gerste ihre Körnerfrüchte voll ausbilden kann. Hier sind aber schon ausgewählte Felder eingeschlossen, die zusätzlich kolluviales Wasser erhalten.&lt;br /&gt;
Französische Wissenschaftler ( P. Pfeffer, Y. Monnies und Ph. Taquel ) definieren die Zonen von der Wüste bis zu den tropischen Gefilden wie folgt :&lt;br /&gt;
* Unter 100 mm Sommerregen Wüste.&lt;br /&gt;
* Von 100 bis 300 mm Nordsahel, der Regen fällt jedes Jahr und verteilt sich auf einen Monat. Das „Grün“ wird von Kamelen abgeweidet (z.B. Agadez 200 mm und 21 Tage Regen pro Jahr Anm. des Verfassers).&lt;br /&gt;
* Von 300 bis 500 mm Südsahel, der Regen ist über zwei bis drei Monate verteilt, Bäume tauchen auf und Viehzucht ist möglich.&lt;br /&gt;
* &amp;gt; 500 mm Beginn der tropischen Zone, der Regen verteilt sich über 100 Tage im Jahr, Ackerbau ist möglich, Hirse und Erdnüsse können wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Einteilung stimmt weitesgehend mit der Definition H. Menschings überein.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Nahen Osten von den Zagrosbergen bis ins anatolische Hochland und entlang der Mittelmeerküste Palästinas wuchsen die Wildformen von Gerste und Weizen bei einem durchschnittlichen, jährlichen Niederschlag von über 300 mm. Diese Ressource wurde von ca. 11.000 BP bis 8000 BP von den dort lebenden Menschen genutzt. Frühe dörfliche Siedlungen sind von Osten nach Westen Ali Kosh, Ganj Dareh, Jarmo, Cayöun, Canhasan, Catal Hüyük und Hacilar. Im Bereich der Mittelmeerküste liegen Ras Shamra, Tell Ramad Munhata und Jericho. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ackerbau gelangte um 8000 BP bis 6000 BP in die Euphrat- und Tigrisebene, wo mit künstlicher Bewässerung experimentiert wurde, da das Gebiet außerhalb der 300 mm Isohyete lag. Wahrscheinlich wurden Gerste und Weizen von Palästina ins Nildelta und weiter in den Süden Ägyptens gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon um ca. 8100 BP bis 7900 BP tauchen Gerste in domestizierter und wilder Form in Nabta Playa und etwas später um 7700 – 6200 BP Gerste und Weizen in Nabta und Kiseiba auf (El Hadidi 1980, Stemmler und Falk 1980). &lt;br /&gt;
Wenn wir annehmen das Getreide sei vom Menschen transportiert worden, so kommen als mögliche Wege das Niltal oder aber die westliche Wüste in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorghum und Hirse sind von Süden, aus Nordost- Afrika kommend, nach Ägypten gelangt. &lt;br /&gt;
Sorghum ist vor 7900 BP in Nabta nachgewiesen (E – 75 – 6), um 6700 – 6710 BP ist er zusammen mit Hirse im Wadi Obeiyd in der Farafrasenke angelangt. &lt;br /&gt;
Gerste und Weizen von Norden eingeführt und Hirse und Sorgho von Süden kommend haben wahrscheinlich die gleichen Routen genommen nur jeweils in entgegengesetzter Richtung.&lt;br /&gt;
Wenn aber südliche Getreidearten im Norden gewachsen sind und nördliche im Süden der westlichen Wüste Ägyptens, so kann davon ausgegangen werden, dass an allen geeigneten Orten auf diesem Weg, und das sind die Orte an denen Mahlwerkzeug gefunden wird, beide Getreidegruppen bekannt waren und auch genutzt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit der Verbreitung des Getreides ist ein natürliches Eindringen der Taxa mit fortschreitendem Sommer- und Winterregen. Das würde allerdings Winterregen in Nabta Playa bedeuten.&lt;br /&gt;
In jedem Fall folgt aus dem oben Gesagten, logischerweise dass die klimatischen Bedingungen ein Wachsen und Reifen von Körnerfrüchten erlaubten und daraus folgt wiederum eine jährliche Niederschlagsmenge von mehr als 150 mm Winterregen (Farafra) und von mehr als 300 mm Sommerregen (Nabta).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die stellenweise sehr hohe Dichte von steinzeitlichem Mahlwerkzeug in der Ostsahara zu erklären, wird, da viele Wissenschaftler eine höhere Niederschlagsmenge als 200 mm Sommerregen ausschließen, eine Art von genügsamen, trockenheitresistenten „Wildgetreide“ ins Spiel gebracht, welches mit Niederschlagsmengen von weniger als 200 mm Sommerregen / Jahr in der Lage sein soll essbare Körnerfrüchte zu produzieren. Der Name dieses Grases oder dieser Gräser ist nicht genannt. Die postulierten „Wildgetreide“ scheinen eine Schimäre zu sein. &lt;br /&gt;
Wären sie bekannt, so könnte die Sahelzone endlich vom Hunger befreit werden, denn die Gebiete zwischen den Isohyeten 300 mm und 50 mm ( Sommerregen ) stellen ungeheuere Flächen dar, die für die Produktion von „Wildgetreide“ zur Verfügung stünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert eine Reihe von Wildgräsern, deren Samen in Notzeiten gegessen werden aber sie sind an die 300 mm Isohyete gebunden. Fährt man mit dem Geländewagen von Agadez (200 mm) in Richtung Tahoua, so wird die 300 mm Isohyete gequert und erst südlich dieser Linie macht der Reisende, der seinen Wagen verlässt, die unangenehme Bekanntschaft mit dem cram – cram (chencrus biflorus).&lt;br /&gt;
Auch Wildgetreide in montanen Gunsträumen braucht, wenn es essbare Körner produzieren soll, gute Jahre d.h. ein Minimum von 300 mm Sommerregen oder äquivalente Wassermengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon ausgeführt, wuchsen zu Beginn des Holozäns die Wildformen von Weizen und Gerste bei einer Niederschlagsmenge von ca. 300 mm Winterregen im „fruchtbaren Halbmond“. Diese Wildformen wurden vom Menschen durch Selektion zu Kulturpflanzen herangezüchtet und wuchsen weiterhin bei 300 mm Winterregen in der ursprünglichen Region. Bei niedrigeren Niederschlägen wurde weiter südlich mit Bewässerung experimentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ostsahara wuchsen zur gleichen Zeit Wildpflanzen, als da sind setaria, panicum und sorghum in der Umgebung vieler steinzeitlicher Fundstellen. Es ist anzunehmen, dass auch hier eine ausreichende Regenmenge notwendig war, gleich ob für Wild- oder Kulturpflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem Handbuch für tropische Landwirtschaft (London 1979) weisen die Autoren D. Joy und E.J. Wibberley darauf hin, dass Sorghum heute vorzugsweise bei Niederschlägen zwischen 750 und 1250 mm/Jahr Sommerregen angebaut wird, bei fünf bis sieben Trockenmonaten im Jahr.  Hirse ist weniger anspruchsvoll und benötigt 500 bis 750 mm Sommerregen pro Jahr. Bei weniger als 500 mm/Jahr wird nur noch Kolbenhirse angebaut, es sei denn, künstliche Bewässerung wäre möglich. Das Buch ist für Praktiker konzipiert und richtet sich an westafrikanische Landwirte. Digitaria und Pennisetum, die in der Ostsahara häufig auf holozänen, steinzeitlichen Fundplätzen nachgewiesen sind, wachsen heute u.a. in den Savannengebieten Nigerias. Die Gräser sind ausgezeichnete Futterpflanzen für Rinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun könnte argumentiert werden, dass dank der geographischen Lage an den Schichtstufen, Wasser am Fuße der Hänge sich hätte sammeln können und dass so auch bei niedrigen Regenfällen genügend davon für die Pflanzen zur Verfügung gestanden haben würde.&lt;br /&gt;
Für tiefwurzelnde Bäume und Sträucher ist dies sicherlich zutreffend, nicht aber für Gräser, ausgenommen einige Horstgräser, und vor allem nicht für Getreide.&lt;br /&gt;
Körnerproduzierende Gräser brauchen entweder in bestimmten Abständen Regen, der die oberflächennahen Bodenschichten und so den Wurzelbereich durchfeuchtet oder aber künstliche Bewässerung.&lt;br /&gt;
Wenn K. Neumann ein Beispiel von Hirseanbau aus der Bayuda mit Niederschlägen zwischen 25 mm und 50 mm angibt, so hätte fairerweise gesagt werden müssen, dass dies nur durch künstliche Bewässerung möglich ist (Forschung zur Umweltgeschichte der Ostsahara, Seite 116).&lt;br /&gt;
In meinem Garten in Abu Tartur wuchsen ohne jegliche Regenfälle unter anderem Zuckerrohr und Bananenstauden. In Anou Araren nördlich von Agadez habe ich ca. 50 ha bewirtschaften lassen. Es wurden jährlich vier Ernten und zwar Sorghum, Weizen, Zwiebeln und Tomaten eingefahren und das bei einer Niederschlagsmenge von weniger als 150 mm Sommerregen/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bewässerungstechnik dürfte in dem behandelten Zeitraum von den Siedlern in der libyschen Wüste noch nicht entwickelt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Wirbeltiere)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Knochenfunde der B.O.S. Mission wurden von Wim van Neer und H.P. Uerpmann untersucht. Die Fundstellen sind im Prinzip die gleichen, die für die Untersuchung der Baumvegetation K. Neumanns herangezogen worden sind. So sind auch die Probleme ähnlich. Zu große Distanzen zwischen den Fundplätzen, teilweise schlechter Erhaltungszustand des zu untersuchenden Materials und vor allem eine Lücke zwischen den Breitengraden 24° N und 29° N machen eine eindeutige Bewertung schwierig. &lt;br /&gt;
Für Lobo in der Sandsee wird gesagt : „The sample contains almost nothing but unidentifiable mamal bones which, as far as could be established, belong all to the size class of the dorca gazelle. Only two enamel fragments indicate the presence of a large bovid. Dorca gazelle is represented by five identifiable fragments”.&lt;br /&gt;
Die von Willmann abgesammelten und von H.P. Uerpmann bestimmten Knochen gehören zu Großsäugern, identifiziert wurde Pelorovis antiquus.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz glass area 81/61 sind neben Dorca, Dama, Oryx und Hase vor allem Frosch- oder Krötenknochen gefunden worden, sie machen die Hälfte der Funde aus. Eine neuere Analyse, durchgeführt vom Institut für Paläoanatomie und Geschichte der Tiermedizin, München, gibt für 81/61 folgende Verteilung an :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alcelaphus buselaphus|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oryx dammah||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Addax nasomaculatus||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ovis aries||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||196&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Lepus capensis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amphibien fehlen in dieser Aufstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Münchener Institut hat ebenfalls die Knochenfunde von Djara 90/1 sowie die von Abu Gerara 98/5 untersucht (N. Pöllath in „Drei Tierknochenaufsammlungen aus Ägypten,      TPA 1“).&lt;br /&gt;
Die Fauna von Djara 90/1 setzt sich wie folgt zusammen :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Addax nasomaculatus|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella sp.||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella dorcas||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caracal caracal||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Unbestimmter Großtierknochen||46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Spathopis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht enthalten in dieser Aufstellung von 90/1 sind ein ebenfalls in Djara gefundenes domestiziertes Schaf und ein einwandfrei identifizierter Nilpferdknochen. Die Großtierknochen machen in dieser Aufstellung ca. 80 % der Gesamtmenge aus und geben einen Hinweis auf ein günstiges Klima mit Niederschlägen, welche für dichten Graswuchs sowie für das Gedeihen von Bäumen ausreichend waren. Das Verhältnis von ca. 80 % Großtierknochen zu anderen findet sich in Gerara, nördlich des 26. Breitengrads Nord wieder, ist aber leider nur auf einer geringen Menge basiert. Unter den Boviden befindet sich ein Büffel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camelus dromedarius*|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bos / Syncerus||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die Dromedarknochen sind später in das Fundgut gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von domestizierten Tieren und unbestimmten Großsäugern zu Dama und Dorcas Gazellen beträgt für Abu Tartur 75 %. Aber auch hier ist die Menge der untersuchten Knochen gering.&lt;br /&gt;
In Abu Tartur ist lediglich versucht worden, die Steinwerkzeuge in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Von der Keramik hingegen oder von den faunistischen Relikten sind nur einzelne Belegstücke von der Oberfläche aufgenommen worden. In den Fundplatzbeschreibungen wird aber auf gehäuftes Auftreten von Keramik, Knochen und Holzkohle hingewiesen.&lt;br /&gt;
Dennoch ist das Rind auf den Plateaufundstellen 0009/83, 0012/83 und 0054/85 nachgewiesen. Ziegen und / oder Schafe sind von 0008/13, 0010/83, 0012/83 und 0039/85 bekannt. Auch ein Nashorn kommt auf dem Plateau (0007/83) vor. Neben Gazellenresten wurde auch ein Kieferknochen der Hyäne geborgen.&lt;br /&gt;
In der Sandsteinebene wurden an den Playarändern Knochen von Ziege und / oder Schaf von den Fundplätzen 1010/83 und 1032/82 aufgelesen. Rinder- oder Büffelknochen fanden sich auf dem Fundplatz 1048/84. Ein Nashorn stammt von 1010/83 ein Zebra (equus) von 1005/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Knochenmaterial der domestizierten Tiere und das der Wildfauna wurde dankenswerterweise von H. Berke analysiert. &lt;br /&gt;
In den von M. Mc Donald bearbeiteten Fundstellen der Masara Phase, weit außerhalb der Dakhla Oasen, ist die Fauna weniger reich als die Vegetation es vermuten ließe. Neben Gazellen, Hasen, Eidechsen und einigen Vögeln enthält das Spektrum Schildkröten und Kröten. Das einzige recht anspruchsvolle Tier ist die Steppenkuhantilope, ein Bovide mit einer Schulterhöhe von 1,5 m und einem Gewicht von bis zu 250 kg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der afrikanische Hase (lepus capensis) bevölkert mit Ausnahme der dichten Wälder sämtliche Landschaftsformen und Klimazonen Afrikas. Ich selbst habe ihn im feucht- heißen Sambesital gejagt. Sein Auftreten bedeutet demnach lediglich, dass kein dichter Wald vorhanden war.&lt;br /&gt;
Gazellen können auch in sehr trockenen Gegenden überleben, selbst ohne offenes Wasser. Sie müssen ihren Feuchtigkeitsbedarf aber dann aus ihrer Nahrung decken können, also durch frische, grüne Pflanzen. Wenn kein Wasser zur Verfügung steht und das wenige Futter trocken und verdorrt ist, findet auch eine Gazelle keine Überlebensmöglichkeit.&lt;br /&gt;
Große Antilopen wie Alcelaphus buselaphus, von M. Mc Donald „hartebeest“ genannt, was eher dem südafrikanischen Verwandten Alcelaphus caama entspricht, brauchen Wasser und große Mengen Futter, sie können nicht wie Gazellen längere Trockenperioden überstehen.&lt;br /&gt;
Auch in Dakhla stehen also die paläobotanischen Fakten in scharfen Gegensatz zu der ariden Umwelt südlich des 24. Breitengrads Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mudpans weisen neben Vertretern genügsamer Boviden vor allem Elefant und Giraffe auf savannenartiges Gelände hin. In diesem Zusammenhang ist auch der große Anteil und der Artenreichtum der Raubtiere von Wichtigkeit. Auf keinen Fall sind Hyäne und Karakal Wüstenbewohner, ihre Anwesenheit lässt auf eine Vielzahl von möglichen Beutetieren schließen. Bemerkenswert ist das Fehlen von domestizierten Tieren, kommen doch in Eastpans neben Hund und Schaf auch Rinder vor und selbst in der Sandsee (81/61) werden Schaf und wahrscheinlich auch Rind angetroffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Fundkomplex_T_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex T&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Ingrid_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Ingrid&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_West_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex West&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Vera_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Vera&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Renate_neu_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Renate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Mollusken)== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Landschnecke Zootecus insularis kommt auf dem Abu Tartur Plateau in sehr großen Mengen vor. Sie ist Indikator einer Krautvegetation und kann durch Eingraben kürzere Trockenperioden überleben. Ein Exemplar wurde auf 8485 +- 45 BP datiert. Getragen wurde der Pflanzenwuchs von terra rossa Böden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastropoden, die sich eingraben, suchen Feuchtigkeit, die Böden mussten daher mächtig und in ihren tieferen Schichten dauerfeucht gewesen sein. Für Kröten, die sich in die Erde zurückziehen, gilt das gleiche.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden zwei Exemplare von Bulinus truncatus auf dem Plateau und drei an den Endpfannen gefunden, wobei die Bestimmung nicht ganz zweifelsfrei ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lymnaea natalensis, die fast ausschließlich in permanenten Gewässern lebt, ist mit 23 Exemplaren von Playa West und Playa Renate vertreten. Von Melanoides tuberculata, welche nur in Gewässern, die nicht regelmäßig austrocknen, lebt, ist nur ein Exemplar gefunden worden. &lt;br /&gt;
Pila sp. ist jeweils mit einem juvenilem, ebenfalls zweifelhaftem Exemplar von 1019/82 und 1005/83 vertreten.&lt;br /&gt;
Asphataria rubens oder Spathopis ist in Abu Tartur in großen Mengen vorhanden. 35 Exemplare von 35 verschiedenen Fundplätzen sind als Proben entnommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spathopis ist nicht an tiefes Wasser gebunden, sondern kann auch in flachen Tümpeln leben, wenn diese regelmäßig überflutet werden (S. Kröpelin 1993 : 193 – 195). Bislang wurde angenommen, dass Asphataria aus dem Niltal in die Wüste gelangt sei, nur für den Wadi Howar gilt sie als autochthon, dort sind auf der Fundstelle 80/73 Bulinus truncatus, Melanoides tuberculatus und Planorbis Gastropoden gefunden worden, sie gelten, wie auch Asphataria als nicht eingeschleppt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum sollte eine ähnliche Vergesellschaftung in Abu Tartur allochthon sein zumal Van Damme (1984) für die steinzeitlichen Phasen des Holozäns das Vorkommen von A. rubens westlich des Nils an Wasserstellen und Wadiläufen bezeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Altersanalyse an einer Spathopisschale vom Fundplatz 1004/83 hat einen Wert von 8110 +- 45 BP ergeben (KIA 23194), sie ist damit wesentlich älter als der älteste Fundplatz der Playa West und somit wahrscheinlich vor dem ersten Siedler an diesem Ort existent gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Felsbildkunst)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sehr variantenreiche Felskunst Abu Tarturs zeigt unter anderem drei Gravierungen von Rindern und stellt in einer interessanten Perspektivform eine Schafherde dar.&lt;br /&gt;
An Wildtieren werden Spießböcke, Giraffen, Antilopen und ein Strauß präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine seltene Darstellung von Fischschwärmen in der Draufsicht, wie ein Beobachter von einem erhöhten Punkt am Ufer die Tiere sehen würde, weist auf permanentes Wasser hin. Ein in der Seitenansicht gravierter Fisch dürfte sehr viel jünger sein, er ist Teil eines Piktogramms, welches vielleicht schon in die prädynastische Zeit weist. Im Gegensatz zu den oben genannten Fischschwärmen ist er nicht unbedingt ein Beweis für sein Vorkommen an diesem Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In „Rock drawings of southern upper Egypt II“ von 1939 beschreibt Hans A. Winkler die Gravierungen, die sich am Fuße des Abu Tartur Massivs bis nach Dakhla hinziehen und auch noch westlich und südlich der Oasen anzutreffen sind. Die Felszeichnungen von 1005/83 hatte er übersehen, kein Wunder in dem Gewirr von Zeugenbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An neun Stationen finden sich Darstellungen von Giraffen. Antilopen und Strauße sind jeweils sechsmal dargestellt. Viermal kommen Gazellen und Ibex vor, letztere wären eher in der östlichen Wüste zu erwarten gewesen. Neben drei Stationen mit Abbildungen von Rindern sind auch zwei mit Elefanten vorhanden. Außerdem sind Hunde, Esel, Krokodile, Schlangen, Hase, Vogel und Kamel graviert. Bei neolithischen Felsgravierungen gehe ich davon aus, dass die abgebildeten Tiere in der Umgebung lebten und dem Künstler aus eigener Anschauung bekannt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter, ausführliche Informationen und Darstellungen finden sich unter [[Fundkomplex Abu Tartur | Fundkomplex Abu Tartur Felskunst - Zeichnungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen von domestizierten Tieren und von großen Wildtieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| Hund|| Ziege|| Schaf|| Rind|| Büffel*|| Hartebeest|| Nilpferd Nashorn|| Elefant|| Giraffe|| Egnus (Zebra)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundregion'''|||||||||||||||| || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gilf Kebir|||| X|||| X|||||||| X (Myers)|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sandsee|||||| X|| X (96/15)|| X|| X (81/61)||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mudpans|||||||||||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Eastpans|| X|||| X|| X||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla (Mc Donald)|||| X ?|||||||| X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla**|| X|| X|| X|| X|| X|||| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Tartur|||| X|| X|| X|| X|||| X|| X ?|| X ?|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kharga**|||||||| X|||| X|| X|| X|||| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Gerara|||||||||| X||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Djara|||| X (Felsbild)|| X|||||| X|| X||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Farafra|||| X|| X||||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nabta-Kiseiba|| X|| X|| X|| X|| X ?||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Felsbilder Abu Tartur-Dakhla|| X|||| X|| X|||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* * Bouchud (1969) states categorically that the giant buffalo is a savanna dweller needing large quantities of water. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ** Die Oasen im frühen Holozän waren nicht bedeutender als heute. Der Wasseraustritt der Quellen lag allerdings auf einem höheren geographischen Niveau. Das Nachlassen des Wasserdrucks und damit der eventuellen Menge wurde harmonischer Weise durch die starken Deflationsraten ausgeglichen, so dass von einem gleichmäßigen Fördervolumen ausgegangen werden kann.&lt;br /&gt;
Da das Wasser aber nicht wie heute kanalisiert war, bildete sich eine Sumpflandschaft, die von Savannentieren nicht bevorzugt wird. Die aktuelle intensive, durch Pumpen beschleunigte Nutzung der endlichen Wasserreserven hat ein Ungleichgewicht bewirkt. Die Deflation kann die Verminderung des artesischen Drucks nicht mehr ausgleichen. Daher muss immer mehr Wasser aus größeren Teufen gehoben werden.&lt;br /&gt;
Die von Leclant und Churcher durchgeführten Analysen der Oasenfauna sind zweifelhaft. &lt;br /&gt;
Der auf einigen Fundstellen erhöhte Knochenanteil von kleinen Boviden und Hasen kann über die tatsächliche Zusammensetzung der Paläofauna ein falsches Bild zeichnen.&lt;br /&gt;
Klein und Cruz – Uribe (1984) schreiben dazu :&lt;br /&gt;
“In many instances prehistoric hunters probably butchered a large animal where it fell and brought only selected parts to their home base. In contrast, they probably often imported smaller animals intact”. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Komplexität der Beurteilung prähistorischer Knochenfunde wird von Hubert Berke ausführlich in seiner Arbeit “Zum Thema Archäozoologie” (1989) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mensch und Umwelt==&lt;br /&gt;
Die Lage der steinzeitlichen Fundplätze in der sie umgebenden Landschaft lässt zuweilen Schlüsse auf  die klimatischen Bedingungen zu. Die Wasserversorgung ist in diesem Zusammenhang von besonderer Wichtigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel I'''&lt;br /&gt;
AT 0002/84 ist mit 9120 +- 40 Jahren vor heute der bislang älteste datierte Fundplatz Abu Tarturs. Durch sein reichhaltiges, homogenes Fundmaterial weist er sich als Siedlungsplatz  aus, der für eine gewisse Dauer angelegt worden ist. Die Versorgung mit Wasser könnte durch Regenwasser gewährleistet worden sein, welches sich in einem flachen Becken der Fundstelle AT 0014/85, etwa einen Kilometer nordöstlich gelegen, sammeln konnte. Kleinere Tümpel, heute im Gelände nicht mehr auszumachen, hätten sich in der Nähe von AT 0002/84 bilden können. Ähnliche Fundkomplexe gleichen Alters, wenn auch kleiner und weniger deutlich ausgeprägt, werden auf dem Plateau angetroffen aber bisher nie in der Ebene in der Nähe der großen Playas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus kann geschlossen werden, dass nach den großen Regenfällen zu Beginn des Holozäns die Wasserversorgung auf dem Plateau ohne große Endbecken kein Problem für die Siedler darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel II'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle Ä 98/20 im Tiefsten einer Endpfanne, welche Wasser aus einem Einzugsgebiet von 563 km² sammelt, hat zu verschiedenen Zeiten, nach eigener Beobachtung vom Epipaläolithikum (langschmale Dreiecke, Rückenmesser) bis zum Spätneolithikum (gestielte, flächig bearbeitete Pfeilspitzen, side-blow-flakes) als Zufluchtsort am ENDE der Trockenzeiten gedient, wenn höher gelegene Wasserstellen ausgetrocknet waren und wenn die Weiden auf den Hamadas abgegrast waren. Während der Regenzeiten, es sind sowohl Sommerregen aus Süden als auch Winterregen aus Norden nachgewiesen, waren die Wasserstände wesentlich höher wie Proben vom Niveau + 5 m belegen. Die Siedler, ob Jägernomaden oder Hirten nutzten nach den Regenfällen die Hamadas und Wadis außerhalb der Senken, das Aktionsgebiet schloss ebenfalls den Dünengürtel des Abu Muharig ein. Während dieser Zeit waren die Bewohner sehr mobil und legten keine Dauerlager an. Der archäologische Nachweis ist durch die „short-term camps“ und die „overnight stopps“ (Kindermann) gegeben. Am Ende der Trockenzeiten wurde der Raum um die Endpfanne genutzt, die Mobilität war eingeschränkt, da nur noch wenige Wasserlöcher vorhanden waren und hierdurch erklärt sich die höhere Konzentration von Steinplätzen und Artefakten.&lt;br /&gt;
Diese gut durchdachte und zutiefst logische Strategie wird auch heute noch von Hirtenvölkern in der Sahara angewandt (Niger, Mauretanien u.a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach aktueller Hypothese sind lediglich 100 mm Regen im Jahr gefallen. In der folgenden Rechnung werden die bislang für richtig gehaltenen Zahlen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0,1 m Regen im Jahr x 563.000.000 m² = 56.300.000 m³/Jahr. Angenommen 80% des Wassers versickern oder verdunsten auf ihrem Lauf, angenommen die Endpfanne hat eine Größe von  1 km² so beträgt der Wasserstand am Ende der Regenzeit 11,2 m, eine Höhe, die mit meinen Beobachtungen größenordnungsmäßig übereinstimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel III'''&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet von Ä 90/1 beträgt nach der gleichen Quelle wie weiter oben lediglich 1 km². Bei den von mir postulierten Wasserständen werden sich allerdings Überläufe zwischen den einzelnen Teilsenken gebildet haben und so auch hier die noch erkennbaren Mulden aufgefüllt haben. Der besondere Gunstfaktor des Fundplatzes bestand in der als Zisterne dienenden Höhle. Bei stärkeren &lt;br /&gt;
Niederschlagsereignissen konnte Wasser in die Höhle überlaufen und dort eine Reserve von ca. 9000 bis 10.000 m³ bilden, genügend Wasser, um eine größere Population mit Haustieren während des ganzen Jahres zu versorgen (Die tägliche Menge entspricht einem großen Tankwagen von 30 m³ Fassungsvermögen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ereignisse lassen sich nachweisen an den verschwemmten Sedimenten, die im Höhleninneren einen fast waagerechten Untergrund bilden, wie er nur vom Wasser gestaltet werden konnte und an dem Vorhandensein von schalenförmigen pelitischen Sedimentkrusten, die im stillen Wasser abgesetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 100 mm Niederschlag im Jahr und einem Einzugsgebiet von 1 km² kann die Attraktivität des Fundplatzes nicht erklärt werden, da in einem Endbecken von ca. 300 m x 300 m der Höchstwasserstand nur etwas mehr als 1 m betragen würde falls die gesamte Wassermenge dort gesammelt würde. Bei 20% wie im Beispiel II waren es gerade einmal 20 cm Höchststand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel IV'''&lt;br /&gt;
beschreibt die Fundstelle Ä 95/2 in den Eastpans. Hier stehen bei 200mm Niederschlag pro Jahr und einem Einzugsgebiet von 227 km² in einem Sammelbecken von rund 3 km² (von Niv. –1 bis Niv. +5) 45.400.000 m³ Wasser zur Verfügung. Anzumerken ist, dass die bekannten Fundplätze jeweils Becken mit Flächen von ca. 500.000 m² aufweisen. Der Wasserstand würde bei 20% Ausnutzung auf  der Gesamtfläche bei 3 m liegen, die kleineren und tiefer gelegenen Fundplätze könnten unter den gleichen Umständen einen wesentlich höheren Wasserstand aufweisen, rein rechnerisch bis ca. 9 m. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altersangaben betreffen die Zeit um 6000 BP für das Spätneolithikum und 7214 BP für das Mittelneolithikum. Da die Menschen in dieser Zeit neben der Jagd von Körnerfrüchten und von den Produkten der Viehzucht lebten, dürfte eine ähnliche Situation existiert haben wie in Djara 98/20 nämlich eine Konzentration um einen Teich, in dem die letzten Wasserreserven am ENDE der Trockenzeit vorhanden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel V'''&lt;br /&gt;
bezieht sich auf AT 1005/83. Der bedeutende Fundplatz mit einem Alter von 6420 +- 60 BP Jahren weist eine Werkzeugmenge von 897 Stücken auf, hinzu kommen 40 Mahlsteine, 16 Reibschalen, 31 identifizierte Feuerstellen und Keramik. An faunistischen Material wurden u.a. Straußeneiperlen, bulinus truncatus, lymnaea natalensis und aspatharia rubens gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt am Nordrand eines ausgedehnten Playabeckens und ist um einen Inselberg aus nubischem Sandstein, der aus dem Holozänsediment herausragt, angeordnet. Die Positionen der immobilen Feuerstellen liegen zum Teil oberhalb der Niveaulinie 204 und reichen bis nahe an die wahrscheinliche Uferlinie, welche dem Niveau 202 entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiter südlich gelegene mittelneolithische Fundstelle AT 1004/83 mit einem Alter von 7590 +- 75 BP Jahren liegt ebenfalls auf dem Niveau 204. Auch hier wird eine Variationsbreite angetroffen, so dass Fundplatzteile etwa zwischen Niv. 205 und Niv. 203 liegen. Weitere noch nicht datierte Fundstellen wie 1001 bis 1003, 1006 bis 1012 und 1039, 1040, 1044 und 1079 bis 1082 sind ebenfalls um die Niveaulinien 202 bis 205 gruppiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:1005_83_Lageskizze.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Lageskizze Abu Tartur, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Belege lassen darauf schließen, dass die Playa über lange Zeiträume im wesentlichen das gleiche Sammelbecken und ähnliche Wasserstände aufwies. Ein Playaprofil welches an einem Sandsteinhügel ansteht, zeigt an seiner Basis eine Wechsellagerung von sandigen und tonigen Schichten. Darüber liegt eine kompakte tonige Masse von ~ 2 m Mächtigkeit ähnlich der von H. Riemer dokumentierten Schichten im Wadi Asfura in der Nähe der Fundstelle AT 1072/86 oder dem Aufschluss AT 1023/82 wo gut 2,50 m ungeschichtete Tonmassen anstehen und sich im nicht aufgeschlossenen Liegenden fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese tonigen Sedimente weisen auf eine gleichmäßige, nicht turbulente Wasserzufuhr hin wie sie z.B. bei Winterregen auftreten kann. Andere Schichten enthalten Kalkgeröll oder feine kalkige Verwitterungsprodukte, die wiederum auf heftige Sommerregen schließen lassen.&lt;br /&gt;
Eine genauere Untersuchung des Sedimentationsgeschehens durch ein Geologenteam könnte hier endgültige Erkenntnisse erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Diskussion und Konklusion==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die libysche Wüste Ägyptens herrscht bei Wissenschaftlern bislang eine weitgehende Übereinstimmung, wonach die Gebiete zwischen dem 24. und dem 29. Breitengrad Nord zu keiner Zeit während des prähistorischen, holozänen Klimaoptimums eine höhere Regenmenge erhalten haben als 150 mm/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R. Kuper und S. Kröpelin gehen in einer neueren diesbezüglichen Veröffentlichung von mehr als 50 mm bis 150 mm Niederschlägen im Jahr aus (Science 2006, Vol. 313, Fig. 3). Sie postulieren ein Vorrücken des tropischen Monsuns zu Beginn des Holozäns wonach südlich des Wadi Howars &amp;gt; 450 mm Sommerregen/Jahr fielen, bis in die Gegend um Laqiya mehr als 300 mm und bis zur ägyptisch sudanesischen Grenze und im Gilf Kebir &amp;gt; 150 mm Sommerregen im Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem reichte bis ins Fayum, wo &amp;gt; 150 mm Winterregen angegeben sind. Auch dieser Wert ist zu niedrig angesetzt, jagten doch die Menschen im Fayum noch um 6000 BP Elefanten (site K) und Nilpferde (site N) und bauten Gerste, Leinen und Weizen an. Ein striktes Minimum von 250 mm Winterregen wären die Vorraussetzung für eine derartige Flora und Fauna. Durch das Vorhanden sein des Sees herrschte zwar kein Wassermangel, noch wichtiger ist aber ausreichend Regen, um eine Lebensgrundlage für Großtiere und Möglichkeiten zum Ackerbau zu schaffen. Ein Seeuferbewuchs würde nicht ausreichen. Vergleiche mit sogenannten Wüstenelefanten Namibias sind nicht angebracht, da diese die Wasserspeicher der Wadis, die durch Regen aus weit entfernten Gegenden gespeist werden, nutzen und lediglich durch Wüstengebiete wandern, um von einem Wadi zum nächsten zu gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum zwischen dem 30. Breitengrad Nord und dem 23. Breitengrad Nord lag demnach in einer Wüste, die weniger Regen erhielt als heute Agadez in der Republik Niger (200 mm Sommerregen). In dieser ägyptischen Zentralwüste fehlen die Gebirge, die zusätzliches Wasser in die trockenen Ebenen hätten leiten können, allenfalls sind einige Schichtstufen vorhanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Bild einer breitengradparallelen zonalen Klimaentwicklung, wie es für die Westwüste Ägyptens und den nordwestlichen Teil des Sudans gezeichnet wird, ist durchaus stimmig soweit es sich auf den südlichen Teil des Untersuchungsgebiets bezieht. Belege aus der Quartärgeologie, besonders aus dem Gilf Kebir, sowie weitere Fakten aus Fauna und Flora lassen keine Zweifel aufkommen.&lt;br /&gt;
Weiter nördlich betreffen die Untersuchungen Teile der Großen Sandsee und das Abu Ballas Stufenland. Hier stellen sich die ersten Fragen. Wie kommen Savannengehölze und Savannentiere nach Mudpans und woher kommen die Graslandschaften und die Rinder von Eastpans ?&lt;br /&gt;
Diese Gebiete folgen nicht mehr der etablierten Zonung und werden als Vorposten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des 25. Breitengrads Nord, einer Zone, die bis auf Dakhla (M. Mc Donald) nicht intensiv bearbeitet worden ist, erlauben die harten Fakten nicht mehr an dem konservativen System festzuhalten.&lt;br /&gt;
Wie neuere Forschungen nahe legen, reichten die tropischen Sommerregen nicht nur bis zum 24. Breitengrad Nord sondern weit über 27° N hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem wurde bislang nicht genügend berücksichtigt und heute ist klar, dass die Winterregen von der Küste über Djara bis zu den Mudpans und vielleicht sogar bis in den Nordsudan reichten. Selbst der Gilf Kebir scheint zeitweilig in das Winterregenregime eingebunden gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet welches auf Grund seiner Topographie am stärksten durch die zwei sich überlappenden Regenzeiten begünstigt worden ist, liegt um den 25. Breitengrad Nord. Wir dürfen hier von &amp;gt; 150 mm Winterregen und von einer Sommerregenmenge gemäß der zonalen Ausbreitung der Isohyeten von &amp;gt; 50 bis 150 mm ausgehen. Der mittlere jährliche Niederschlag umgerechnet in Sommerregen (100 mm Winterregen entsprechen in der Landwirtschaft 200 mm Sommerregen) würde also nach folgender Rechnung diese Größenordnung gehabt haben :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(50 + 150) : 2 + (&amp;gt;150 x 2) = 100 + &amp;gt;300 = &amp;gt;400 mm äquivalenter Sommerregen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Niederschlagsmenge könnte die Bildung der Rotböden auf dem Plateau und in der „Roten Wüste“ und die zum Teil riesige Ausdehnung der Playas in der Ebene und das Vorhandensein offener Wasserflächen erklärt werden. Damit ließe sich auch die Bildung von Kalzitkristallen in der Kontaktzone von Kalkstein und Playaboden schlüssiger belegen (H. Besler). &lt;br /&gt;
Zugleich liegt diese Regenmenge in einem Bereich, der Rinderhaltung erlaubt und der dem Vorhandensein von wilden Großtieren nicht widerspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem aber wird verständlich warum sich Menschen in diesem Raum niedergelassen haben, hier konnten sie gut leben und nicht nur überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird auch verständlich wenn Wendorf et al. (2001) eine Trockenzeit zwischen 8700 und 8600 BP feststellen, während Mc Donald gerade eine Blüte der Masara C Kultur konstatiert. Die Klimaregime waren unterschiedlich, der Einfluss der Winterregen, wenn überhaupt (Chenopodiceae in Nabta) wird im CPE- Bereich geringer gewesen sein als am 25. Breitengrad Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der veränderten postulierten Umstände konnten die Siedler in der westlichen Wüste Ägyptens keine reine sedentäre Lebensweise führen.&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Regenzeiten wurden das Plateau und die entlegenen Weidegebiete in der Ebene genutzt. Bei Wasserknappheit, auch &amp;gt;400 mm Niederschlag im Jahr ist recht wenig, sie entsprechen in etwa den Regenfällen der Kalahari, wurden die Ressourcen in der Umgebung der Playabecken einbezogen. &lt;br /&gt;
Die Mobilität der Menschen ging aber über diesen jahreszeitlich bedingten Wechsel der Jagd- und Weidegründe sowie des Erntezyklus hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So tauchen auf den Fundplätzen in Abu Tartur einerseits Kaurischnecken und andere Gastropoden aus dem Roten Meer in den Inventaren auf  und auf der anderen Seite libysches Wüstenglas. Zwischen den Herkunftsorten liegen ca. 1000 km Luftlinie.&lt;br /&gt;
Granite und andere Tiefengesteine zur Herstellung von Reibschalen und Mahlsteinen aus der östlichen Wüste haben ebenfalls einen weiten Weg zurückgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Exportiert aus dem Raum Abu Tartur- Kharga wurde der Gebrauch von großen Dreieck- und Stielspitzen, die sich zunächst im Fayum und später in Merimde und in Badari wiederfinden. Einzelne Stücke wurden in Nabta, in der Djararegion und in Dakhla gefunden.&lt;br /&gt;
Aus Sandstein gefertigte Mahlwerkzeuge auf dem Abu Muharig- Plateau stammen aus den Nubiaschichten, wie sie in Kharga, Abu Tartur und Dakhla anstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen viele nicht direkt fassbare gegenseitige Beeinflussungen wie auf dem Gebiet der Keramikherstellung. Für den materiellen und kulturellen Austausch genügte es, wenn Einzelpersonen oder kleine Gruppen während der kühleren Jahreszeit diese Kontakte pflegten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien unter Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg einer solchen Karawane würde über Abu Ballas führen. Abu Ballas ist einer dieser unscheinbaren Sandsteinhügel wie sie zu Tausenden in der westlichen oder libyschen Wüste Ägyptens vorkommen. Das besondere an diesem Hügel sind jedoch die große Menge an Wasserkrügen und die Scherbenreste aus pharaonischen Zeiten, die am Fuße des Hügels deponiert sind. Die Altersspanne reicht mit Intervallen von 2200BC bis 1070BC. Selbst römische Scherben sind noch zu finden. Sie wurden schon 1918 von den Engländern Ball und Moore entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute versuchen Kölner Archäologen die Geheimnisse des Depots, rund 200km südwestlich der Oase Dakhla gelegen, zu lüften.&lt;br /&gt;
*Sie gehen davon aus, dass das Klima zu Zeit der Deponierung der Krüge nicht wesentlich feuchter war als es heute ist, d.h. hyperarid.&lt;br /&gt;
*Sie gehen weiter davon aus, dass der Weg von Abu Ballas weiter bis zum Gilf Kebir führte. Dafür sprechen Wegmarken (alamat), wenn sie auch im gebirgigem Teil sehr weit auseinander liegen und nicht eingesehen werden können, und Funde von Krügen und Keramikscherben.&lt;br /&gt;
*Weiter wird postuliert soll der Weg über den Gebel Uweinat ins Innere Afrikas geführt haben. Der Uweinat ist ein Gebirge im Länderdreieck Ägypten, Sudan, Libyen und bietet reichlich Wasser aber kaum sichere Weiden. Hier liegen auch keine Befunde vor, die diese Theorie untermauern könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfernungen belaufen sich von Abu Ballas zum Gilf Kebir auf rund 200km und vom Gilf zum Uweinat auf weitere approximative 200km.&lt;br /&gt;
Der Weg sollte eine alternative Handelsroute sein, um schwarzafrikanische Luxusgüter nach Ägypten zu bringen. Er sollte die normalerweise genutzte Nilroute unter noch nicht vollständig geklärten Voraussetzungen ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ägypter ihrerseits mussten Güter zum Tausch anbieten können. Schmuckgegenstände und Tuche aber auch Werkzeuge und Waffen aus Kupfer und später aus Bronze wären mögliche Tauschobjekte. Allen Autoren (R. Kuper, K.P Kuhlmann, H. Riemer und anderen), die sich mit dieser Strecke, dem so genannten Abu Ballas Trail (ABT) befassen oder befasst haben ist klar, dass der logistische Aufwand, um solche Handelskarawanen auszurichten und erfolgreich in einem vollariden Wüstenbereich funktionieren zu lassen, enorm ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es soll mit diesem Aufsatz versucht werden den logistischen Aufwand zu quantifizieren und eventuelle Alternativen aufzuzeigen.&lt;br /&gt;
Für die Rechnung werden die Vorgaben von R. Kuper berücksichtigt („die wüste“ von C.C. Müller und J. de Castro Hrsg. 2006, Seite 80).&lt;br /&gt;
*Tagesstrecke der Eselkarawane: 30km&lt;br /&gt;
*Belastbarkeit der Tiere: 50 bis 70kg/Esel&lt;br /&gt;
*Wasser- u. Futterbedarf: 10kg/Esel und Tag&lt;br /&gt;
*Die Strecke Dakhla – Abu Ballas wird in 7 Etappen eingeteilt (7 × ~ 30km ~ 210km).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Zunächst werden von der Oase Dakhla aus Vorräte auf der Strecke verteilt, die es erlauben die Tiere auf dem Hin- wie auch auf dem Rückweg zu versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Danach läuft eine weitere Kolonne los und deponiert z.B. 1m³ Wasser oder 1t Futter am Zielort Abu Ballas. die Krüge wurden nicht nur in Abu Ballas sondern auch nördlich und südlich davon an geeigneten Plätzen deponiert. Um Wasser lagern zu können, müssen Tonkrüge transportiert werden. Diese Behälter, einmal an Ort und Stelle, bleiben dort und können immer wieder nachgefüllt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Um ein Depot von 300 Krügen, das ist die belegte Anzahl, aufzubauen, muss eine Eselkarawane 300 Krüge × 15kg/Krug = 4500kg über eine Distanz von ~ 200km bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Um die Krugkolonne zu versorgen, muss eine weitere Vorratskolonne die entsprechenden Depots anlegen. Die Anzahl der einzusetzenden Tiere wird ermittelt indem die Eseltage*, die benötigt werden um 1000kg zu transportieren mit 4,5 multipliziert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) Um die Vorräte für den Transport der Menge von 10000 l Wasser, die 300 Krüge zu füllen, werden weitere 9 × 1325 Eseltage benötigt, 1m³ Wasser ist vorher schon transportiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) Der eigentliche Wassertransport benötigt 9 x 280 Eseltage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle Eseltage.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach enthalten das Abu Ballas Depot und die weiteren Zwischendepots 300 Krüge mit 10m³ Wasser aber noch kein Futter für die Tiere, keine Nahrung für die Begleitmannschaft und kein Feuerholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *Eseltage, zu vergleichen mit Mannschichten in der Industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aber kein großes Problem, da von der Basis Dakhla aus weitere Kolonnen von Transporttieren auf die Piste gebracht werden können, um die entsprechenden Futtermengen und sonstiges ins Ziel zu bringen. Der Arbeitseinsatz würde sich dann auf rund 50000 Eseltage erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentliche Problem beginnt, unter Respektierung der postulierten Bedingungen, mit dem Vorratstransport zum 200km entfernten Gilf Kebir und weiter zum Gebel Uweinat, der ungefähr weitere 200km Luftlinie entfernt liegt.&lt;br /&gt;
Der Arbeitsaufwand und die Kosten würden exponentiell ansteigen und sämtliche Esel der Oasen würden möglicherweise nicht ausreichen die 600km lange Wüstenstrecke mit Vorräten auszustatten. &lt;br /&gt;
Nun sollen Handelskarawanen mit ägyptischen Waren beladen auf den Weg geschickt werden und mit nubischen Waren nach Dakhla zurückkehren. &lt;br /&gt;
Man könnte Stellschrauben anziehen und argumentieren, die Tiere könnten schneller und weiter laufen und mehr Gepäck laden, es würde nicht wesentlich das Resultat auf der Strecke Abu Ballas – Gilf Kebir – Uweinat (oder Bir Misaha um nach Nubien zu gelangen) ändern. Die Schwierigkeiten wären nahezu unüberwindbar.&lt;br /&gt;
Zu bemerken wäre noch, dass Tiere, die mit trockenem Futter versorgt werden, und dieses dürfte der Fall gewesen sein, täglich getränkt werden sollten. &lt;br /&gt;
Außerdem darf eine ungewöhnliche Einzelleistung, wie z.B. ein Esel läuft 80km an einem Tag, nicht als Dauerleistung hochgerechnet werden. &lt;br /&gt;
Eine Handelskarawane besteht im alten Reich gewöhnlich aus 300 Lasttieren (H.P. Kuhlmann in Tides of the Desert, Köln 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Futter- und Wasserbedarf wäre für eine 600km lange Wüstenstrecke und einer Dauer von 21 Tagen für den Hin- und weitere 21 Tage für den Rückweg wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10kg/Tag und Tier × 42 Tage × 300 Tiere = 126t''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Tabelle geht hervor, dass 55600 Eseltage eingeplant werden müssen, um 1t Vorräte von Dakhla zum Uweinat transportieren zu können. Hinzu kommen noch 840 Eseltage für die Wasserkolonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 126 t : 1 t = 7111440 Eseltage'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge bedarf keiner Interpretation, die Karawanenreise von Dakhla zum Gebel Uweinat ist nicht realisierbar. Selbst eine Minikarawane von 100 Tieren würde immer noch: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 42 t : 1 t = 2370980 Eseltage'''&lt;br /&gt;
			&lt;br /&gt;
benötigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wären weitere Krugdepots anzulegen, Brennholz zum Brotbacken und Verpflegung für die Begleitmannschaft, welche aus Eseltreibern, Händler, Schreibern,  Soldaten und Wachmannschaften besteht, bereitzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Gebel Uweinat aus sind mindestens weitere 200km Wüstenstrecke mit angenommenen Niederschlägen unter 50mm/Jahr zu durchqueren (Climate controlled occupation in the Eastern Sahara during the main phases of the Holocene, Kuper und Kröpelin 2006).&lt;br /&gt;
Hier wird endgültig klar, dass eine transsaharische Handelsroute unter den vorgegebenen Bedingungen nicht existiert haben kann.&lt;br /&gt;
Da aber vieles für einen Abu Ballas Trail spricht, die Kruglager und die Wegzeichen, müssen die Vorbedingungen untersucht werden, vor allem das Klima, welches im alten Reich herrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linien gleicher Niederschlagsmengen, Isohyeten, sind nach Kuper und Kröpelin nach bestmöglichen Schätzungen auf der Basis von geologischen, archäozoologischen und archäobotanischen Daten etabliert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Siedlungskammer Abu Tartur habe ich weiter oben belegen können, dass Rotböden zu Beginn der steinzeitlichen Besiedlung im Holozän gebildet werden konnten. &lt;br /&gt;
Es ist weiterhin belegt, dass Großsäuger wie Elefant, Nashorn oder Nilpferd und Giraffe sowie große Boviden im besprochenem Raum im frühen Holozän vorkamen.&lt;br /&gt;
Die Präsenz von Savannengehölzen ist in den Holzkohlenproben von Abu Tartur und von weiteren Fundplätzen nahe des 25. Breitengrads bewiesen. Neben Sorghum, der in fast allen Fundgebieten nachgewiesen werden konnte, kommt in Djara auch Amarant vor, ein typisches Gewächs der Feuchtsavanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum in der Östlichen Sahara um den 25. Breitengrad hat nach Kuper und Kröpelin eine jährliche Niederschlagsmenge von &amp;gt;50 bis &amp;gt;150mm erhalten (Sommerregen). Er ist gleichzeitig eines der am dichtesten besiedelten Gebiete in der Zeit von ~9200 BP bis ~6200 BP. Es ist nicht gerade einleuchtend, dass Menschen in einen unwirtlichen Wüstenraum einwandern, wo doch zahlreiche nahe liegende Alternativen mit über 450mm Regen im Jahr existiert haben.&lt;br /&gt;
Wenn aber schon die Schätzungen für die steinzeitliche Hauptbesiedlungsphase anzuzweifeln sind, so sind es erst recht die Annahmen für ein plötzliches, fast totales Ausbleiben des Regens nach 6400 BP bis in die dynastische Zeit hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von mir behandelten Fundstellen sind von Berufsarchäologen, bis auf kurze Visiten, nicht besucht worden. Sie liegen außerdem rund 200km östlich von dem Nordsüdtranssekt, dessen Resultate für die Beurteilung von Archäofauna und Archäoflora herangezogen wird.&lt;br /&gt;
Neue Fakten aus Abu Tartur und anderen Plätzen sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
Zahlreiche Belege aus historischer Zeit weisen auf eine nicht geringe Restbevölkerung in der Ostsahara und auf eine extensive Wanderweidewirtschaft hin.&lt;br /&gt;
Geologische Daten: Ein Anwachsen der Playaböden ist nach 6400 BP, wie schon weiter oben erwähnt, nicht mehr zu beobachten. Daraus wurde geschlossen, dass keinerlei bedeutende Niederschläge nach diesem Datum gefallen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geringe Winterregenmengen um 100mm/Jahr haben nicht die Kraft Sedimente zu transportieren und selbst wenn Feinmaterial die Endbecken erreicht haben sollte, wird dieses in wenigen Jahren der Deflation zum Opfer fallen. Außerdem versickert sanfter Regen rasch im Sand oder in den noch vorhandenen Böden und kann so eine ephemerische Grasvegetation möglich machen (Beispiel Agadez in der Republik Niger mit 200mm Sommerregen/Jahr).&lt;br /&gt;
Archäobotanische Daten: Diese Daten sind von Fundplätzen, die gegen Ende der holozänen, steinzeitlichen Besiedlungsphase besiedelt waren, erhoben worden, also bei sehr geringen Niederschlagsmengen.&lt;br /&gt;
Das gleiche gilt für die archäozoologischen Untersuchungen. Sie entsprechen schon fast den Daten der vordynastischen Periode wenn nicht gar denen des Alten Reichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf die Kruglager des Abu Ballas Trails und die Claytonfallen in Mirmalla sind archäologische Funde nach dem Abwandern eines Großteils der neolithischen Bevölkerung sehr selten. Der Grund dafür liegt in der Wirtschaftsweise der Restbevölkerung. Hirten einer halbnomadischen Weidewirtschaft hinterlassen keine Spuren ihrer Präsenz. &lt;br /&gt;
Werden die neue logische Sichtweise und die neuen Schätzungen, die Niederschlagsmengen betreffend, auf die Funktion des Abu Ballas Trails angewandt, so ergibt sich eine Lösung der genannten Probleme und Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien rücken in den Bereich des technisch Möglichen.&lt;br /&gt;
Wasser wird nach Regenfällen an geeigneten Orten gesammelt und in Tonkrüge gefüllt, Gras wird geschnitten oder ausgerissen und an den Etappenplätzen gelagert. Damit haben die „Wachmannschaften“ eine sinnvolle Tätigkeit denn zu bewachen gab es bei der alten Hypothese nichts, da die Wüste undurchlässig gewesen wäre und so auch keine Wasserräuber nach Abu Ballas gelangen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Müller- Karpe bezieht sich in seinem Handbuch der Vorgeschichte Band II Jungsteinzeit, Verlag C.H. Beck 1968, Seite 27 auf K. Butzer wenn er schreibt, Zitat: Dennoch war vor dem 3. Jt. v. Chr. die Austrocknung der beiderseitigen Wüsten nicht so weit fortgeschritten wie heute, so dass mit einer stellenweise Besiedlung in manchen Wadis und auf Hochflächen zu rechnen ist, die heute keine nennenswerte Vegetation mehr aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zur Wahl stehen nun zwei Szenarien:'''      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Die heutige westliche Wüste war, wie viele Berufsarchäologen schätzen, in prädynastischer und Anfang der dynastischen Zeit '''hyperarid'''. Eselkarawanen nach Nubien waren '''nicht möglich'''.&lt;br /&gt;
*2.) Es fiel '''genügend Regen''', der eine ephemere Grasvegetation hervorbrachte, Eselkarawanen nach Nubien waren '''möglich'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Anzahl der Tiere auf dem Hin- und Rückweg'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Erster Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zweiter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 3.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Dritter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 4.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Bir Kiseiba Paradoxon.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 70 km nördlich der sudano-ägyptischen Grenze liegen mit den Koordinaten 22°34’N, 29°53’O die neolithischen Fundstellen von Bir Kiseiba, welche in den Jahren 1979 und 1980 von der Combined Prehistoric Expedition (CPE) bearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
In den vorausgegangenen Jahren waren die Fundstellen in der Nähe des Gebel Nabta, circa 100 km östlich von Kiseiba, von derselben Gruppe, F. Wendorf, R. Schild und Associates, untersucht worden. Die Resultate sind hauptsächlich in folgenden Bänden veröffentlicht worden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Prehistory of the Eastern Sahara (1980)&lt;br /&gt;
*Cattle Keepers of the Eastern Sahara (1984)&lt;br /&gt;
*Holocene Settlement of the Egyptian Sahara (2001)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klimageschehen, insbesondere die Höhe der Regenfälle, soll hier kurz kritisch angerissen werden.&lt;br /&gt;
Nach Kuper und Kröpelin liegt das Grenzgebiet von Ägypten und dem Sudan in einer Zone mit &amp;gt;150 bis &amp;gt;50 mm Sommerregen/Jahr. Zu Beginn der holozänen Feuchtphase und um 5300 bis 3500 BCE beim heutigen hyperariden Niveau. In der entsprechenden Graphik liegen Nabta und Kiseiba allerdings schon in der Zone &amp;gt;50mm Sommerregen/Jahr (Atlas of Cultutal and Environmental Change in Arid Africa, Köln 2007).&lt;br /&gt;
Wendorf und Schild halten für die gleiche Region eine Sommerregenmenge von 200mm/Jahr für wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Pflanzenreste wurden im CPE Bereich gefunden und analysiert? Allein von Nabta E-75-6 sind Acacia sp., Tamarix sp. und Ziziphus sp. als sicher genannt. Chenopodiceae, Capparidaceae und Crucifereae und Malvaceae sind mit Fragezeichen ausgestattet.&lt;br /&gt;
An Kräutern und Gräsern kommen unter anderem Panicum (Rispenhirse), Setaria (Kolbenhirse), Hordeum hexastichon nudum (Gerste) und Triticum sp. (Weizen) vor.&lt;br /&gt;
Ein absolutes Minimum von &amp;gt;300 mm Sommerregen benötigen diese Körner produzierenden Pflanzen um zu gedeihen. Dass sie reifen konnten, belegen die aufgefundenen Kornspeicher und das Mahlwerkzeug.&lt;br /&gt;
Im Kapitel „Flora“ dieses Aufsatzes habe ich H. Mensching zitiert, der die agronomische Trockengrenze bei etwa 300mm Winterregen oder 500 mm Sommerregen sieht.&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon gesagt, schreiben andere Wissenschaftler, dass bei 100 – 300 mm Sommerregen vom Nordsahel gesprochen wird. Der Regen verteilt sich auf einen einzigen Monat. Das spärliche „Grün“ wird von Kamelen abgeweidet. Bei 300 – 500 mm Sommerregen spricht man vom Südsahel. Der Regen ist über drei Monate verteilt, Bäume tauchen auf und Viehzucht ist möglich.&lt;br /&gt;
Diese Beobachtungen decken sich mit meinen eigenen Erfahrungen aus 16 Jahren Anwesenheit in der Sahara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Fauna in Kiseiba'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige ausgewählte Taxa sind in einer Tabelle zusammengefasst worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Tabelle - Die Fauna in Kiseiba&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Raubtiere = Schakal, Sandfuchs, Streifenhyäne und Wildkatze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus der Tabelle ersichtlich stehen einerseits an ein Wüstenklima adaptierte Gazellen, Sandfuchs und Wüstenigel, andererseits sind Tiere vorhanden, für die ein feuchteres Klima unabdingbar ist wie die großen Boviden (Rinder oder Büffel) und die Feldratten. Letztere weisen auf Ackerbau und die damit verbundenen Pflanzen hin, die ein striktes Minimum nicht unterschreiten können, sollen sie Körner zum Reifen bringen.&lt;br /&gt;
Dieser scheinbare Widerspruch sollte aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Dorca Gazelle (H 55 – 65cm, G 20 kg), die in Kiseiba die größte Tiergruppe bildet, ist normalerweise ein Bewohner der ariden Sand- und Gesteinsflächen. Sie lebte aber in Kiseiba in einem Gebiet, welches die Möglichkeit bot Getreide anzubauen, also bei mindestens &amp;gt;300 mm Sommerregen im Jahr.&lt;br /&gt;
Ich sehe folgende Erklärung: Vor Beginn der frühholozänen Feuchtphase lebten die Tiere am südlichen Sahararand und wanderten dann mit fortschreitendem Bewuchs nordwärts, um in ihrem gewohnten Habitat zu bleiben. Die Wüste wurde aber nicht nur durch den aus Süden kommenden Monsun sondern auch von Norden durch mediterranen Winterregen immer weiter eingeengt. An die ariden Bedingungen angepasste Tiere befanden sich also in einer „grünen Falle“ und mussten sich an feuchteres Klima anpassen. Tiere können das in vielen Fällen, Pflanzen eher nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu ein kleines Beispiel aus Anou- Araren nördlich von Agadez. Auf dem Areal eines Industriekomplexes mit Kohletagebau und Kraftwerk hatte sich eine Cateringfirma eingerichtet. Dort waren vier Dorca Gazellen in einem Gehege eingezäunt. Über die Jahre hinweg wurden sie mit trockenem Brot und Gemüseabfällen gefüttert und sie waren gesund und munter. Sie liebten Zigaretten und fraßen den Tabak mit großer Wonne, wohl eine Erinnerung an ihre wilden Tage als sie noch trockenes, hartes Gras fressen mussten wenn keine frischen Akazienblätter vorhanden waren. Diese Nahrungsquelle finden einige wenige Dorcas heute noch im Norden des Abu Tartur Plateaus in Ägypten, wo buschartige Akazien ihre Wurzeln bis in den tonigen Wasserstauer oberhalb des Phosphatflözes getrieben haben und so unter hyperariden Klimabedingungen noch überleben. Diese Beispiele belegen die hohe Anpassungsfähigkeit der Dorcas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hasen (lepus capensis) bilden die zweitgrößte Gruppe. Hasen besiedeln sämtliche Gebiete Afrikas, sie meiden lediglich dichte Wälder und Wüsten. Siehe auch weiter oben das Kapitel „Die Fauna (Wirbeltiere)“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dama Gazelle (H 90 – 105cm, G 70kg) bildet ebenfalls eine bedeutende Gruppe. Die größte aller Gazellen bevorzugt normalerweise die Konditionen des Nordsahels bis zum Wüstenrand. Auch sie ist in die „grüne Falle“ geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raubtiere und zwar Schakal, Streifenhyäne, Sandfuchs und Wildkatze, bilden eine beachtliche Gruppe und weisen auf zahlreiche Beutetiere hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schildkröten kommen nur in der El Adam Phase vor, wahrscheinlich ist diese leichte Jagdbeute von den ersten Siedlern Kiseibas bereits ausgerottet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist das Vorkommen von Feldratten. Sie sind ein Indikator für Ackerbau. Die ersten Exemplare erscheinen gemeinsam mit Gerste in der El Nabta Phase. Eine Zunahme ist im mittleren Neolithikum zusammen mit Gerste und Weizen zu erkennen. Wie mir ein Rattenbekämpfungs Spezialist der deutschen Entwicklungshilfe mitteilte, sei ihr Fleisch für den menschlichen Verzehr geeignet und sehr wohlschmeckend. Das gilt im übrigen auch für das Stachelschwein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rinder oder Büffel. Großboviden, ob nun domestizierte Rinder oder Wildtiere, brauchen regelmäßig Wasser und vor allem Mengen an Grünfutter. Der Mensch kann zwar Brunnenlöcher ausheben um Tränken zu schaffen aber er kann das Futterwachstum nicht beeinflussen.&lt;br /&gt;
Rinderherden werden z.B. in der Region Agadez im Niger auch außerhalb der 400mm Isohyete angetroffen in diesem Fall bei 200mm aber das sind nur kurze Gastspiele um das spärliche Wachstum unmittelbar nach der Sommerregenzeit zu nutzen. Schnell ziehen Hirt und Herde weiter südwärts zur Grenze nach Nigeria.&lt;br /&gt;
Einen Vorteil für die Viehhaltung am Westrand des Air Gebirges bilden die von den Höhen abfließenden Corys, die vor allem Ziegen und Schafen eine Lebensgrundlage durch die Uferbewachsung bieten. An besonders günstigen Stellen bilden sich Gueltas, permanente Wasserlöcher, die als Tränken genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Cory.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Cory am Westrand des Air Gebirges&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Guelta.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Guelta, permanentes Wasserloch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das unregelmäßige Auftreten von Straußeneischalen lässt sich durch Deflation erklären. Die Schalen sind leicht und werden an exponierten Orten vom Wind weggeblasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gazellen und Hasen sind relativ kleine Tiere und lassen sich unproblematisch mit Schlingen oder durch Steinschleudern erlegen. Sie werden vollständig ins Lager gebracht und erst dort zerteilt. An ihrer Jagd können sich auch Frauen und Jugendliche beteiligen. Wenn die Jäger weit außerhalb des Lagers größere Beutetiere erlegt hatten, wurde Tier, wie schon weiter oben beschrieben, an Ort und Stelle zerlegt und nur Teile ins Lager gebracht. Das ist eine mögliche Erklärung für die Mengenverteilung der Knochen verschiedener Taxa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon für die bedeutenden Fundstellen von Abu Tartur und das Arbeitsgebiet der BOS und ACACIA Missionen der Kölner Universität gilt auch für Nabta und Kiseiba folgendes:&lt;br /&gt;
Menschen besiedeln keinen Raum, der nur marginale Möglichkeiten zum Überleben bietet, wenn attraktive Alternativen mit wesentlich höheren Niederschlagsmengen als die für den CPE Bereich postulierten, zur Auswahl stehen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Einfluss_des_Klimas&amp;diff=5572</id>
		<title>Einfluss des Klimas</title>
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				<updated>2021-12-27T10:15:49Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Das Bir Kiseiba Paradoxon. */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Das postpleistozäne Klima Abu Tarturs während der steinzeitlichen Besiedlungsperiode.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der hyperariden Endphase des Pleistozäns setzten in der westlichen Wüste Ägyptens vor rund 11.000 Jahren Regenfälle ein, die das Land erneut ergrünen ließen und so den einwandernden Menschen einen Lebensraum boten, der gegenüber dem Niltal im Osten und den feuchten Savannen in der Höhe des Wadi Howar im Süden, klare Vorteile auf seiner Seite gehabt haben musste. Wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, hätten die Einwanderer günstigere Klimazonen gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf seine Siedlungsqualität untersuchte geographische Raum hat sein kulturelles Zentrum in Abu Tartur (30°10’ Ost / 25°30’ Nord, Mittelwerte) reicht aber vom 24. bis zum 27. Breitengrad Nord und von der Großen Sandsee bis zu den Kharga Oasen.&lt;br /&gt;
Da es der Zweck dieses Kapitels ist, das Klima während der steinzeitlichen Phasen des Holozäns zu rekonstruieren, müssen zunächst die geomorphologischen Gegebenheiten und das quartärgeologische Sedimentations- und Deflationsgeschehen untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflation ist in ariden Klimagebieten in höchstem Maße an der Gestaltung der Oberflächen beteiligt.&lt;br /&gt;
Jährlich fliegen aus der Sahara rund 250 Millionen Tonnen Wüstenstaub nach Westen in Richtung Atlantik und nach Süden fallen vor der Küste Westafrikas Jahr für Jahr weitere Abermillionen Tonnen in den Ozean (GEO Kompakt 19).&lt;br /&gt;
In der westlichen Wüste Ägyptens weht der Wind hauptsächlich aus nördlichen Richtungen, wie die Dünenzüge der großen Sandsee und des Abu Muharig anschaulich belegen. Auch die Orientierung von Sicheldünen gibt die vorherrschende Richtung der Winde an.&lt;br /&gt;
Während des Weges über die ausgetrockneten Flächen wird vom Wind nicht nur Sand transportiert sondern in weit höherem Maße Staub.&lt;br /&gt;
Schon geringe Luftbewegungen wirbeln das feine Lockersediment der Böden auf und verfrachten es nach Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Staubsturm_Abu_Tartur_1985.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Staubsturm Abu Tartur, 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflationsraten hängen neben der Stärke und der Häufigkeit des Windes vor allem von der Oberflächenart ab. Sie wird bei festem Gestein gering sein, bei Böden jedoch hoch. Eine Rolle spielen ebenfalls die geomorphologischen Gegebenheiten, die in Ebenen dem Wind freien Raum geben, in Gebirgen hingegen abbremsen.&lt;br /&gt;
Für die Oase Kharga sind Raten von bis zu 8 mm/Jahr gemessen worden.&lt;br /&gt;
Die Tabelle zeigt auf der Abszisse die Zeit und auf der Ordinate die angenommenen Bodenmächtigkeiten. Drei verschieden starke Deflationsraten sind im Koordinatensystem eingezeichnet und zeigen wie lange Böden der Deflation standhalten.&lt;br /&gt;
Nach dieser Tabelle wären heute selbst bei einer minimalen Deflationsrate von durchschnittlich 0,5 mm/Jahr Böden von ursprünglich drei Metern Mächtigkeit vollständig ausgeräumt, falls der Abtragungsprozess 6000 BP beginnen würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen auf dem Abu Tartur Plateau sind größtenteils an flache, mit terra-rossa Böden gefüllte Senken gebunden. Auf der Hochfläche überragen die umgebenden Hügel das Tiefste der Senke nur um wenige Meter. Ähnliche Verhältnisse existieren im Westen des Plateaus in der Nähe der Dakhla Oasen. (Siehe Waldhoff „Spectral analysis of remote sensing data for geomorphological, geological and geoecological research in arid Africa”. Seite 91 Atlas of  cultural and environmental change in arid Africa. 2007 O. Bubenzer, A. Bolten, F. Darius  Herausgeber).&lt;br /&gt;
Die von Waldhoff als playa deposits bezeichneten Ablagerungen sind als Rotböden anzusprechen wie die Oberflächenstruktur des Plateaus nahe legt.&lt;br /&gt;
Es kann von einer Pedogenese auf der Gesamtfläche des Plateaus ausgegangen werden obwohl z.Zt. nur größere Flächen von Abu Tartur und der Südwestecke des Plateaus bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Abu_Tartur_Lageskizze_Gesamt.png|600px|Lageskizze Abu Tartur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Abu Tartur Gesamtübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Possible_development.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Mögliche Entwicklung der Bodenbildung und Abtragung durch exogene Kräfte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Spectral_analysis_2007.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Spektral Analyse im Süd-Westen des Abu Tartur Massivs, G. Waldhoff, 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeitpunkt der Bodenbildung ist wie für die Playas am Fuße des Plateaus, das frühe Holozän ab etwa 11.000 BP, da vorher, während der letzten 60.000 Jahre des Pleistozäns ein hyperarides Klima mit starker äolischer Aktivität herrschte, durch welche der harte Kurkurkalkstein poliert und die heutigen flachen Senken ausgeschliffen wurden. („From 70.000 bp until perhaps 12.000 bp, the sahara was hyperarid and seemingly devoid of life.&amp;quot; In: The Middle Paleolithic of North Africa. A Status Report by F. Wendorf and R. Schild. In: New light on the Northeast African Past. Köln 1992.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wäre verfehlt von Paläoböden (Pleistozän) auszugehen, da bei den hohen Deflationsraten ein feinstkörniger, weicher, ungeschichteter Boden während der großen Zeiträume ausgeräumt worden wäre. Hinzu kommt das Vorhandensein von eingebetteten holozänen Artefakten. Pleistozäne Werkzeuge kommen in den Böden nicht vor, allenfalls werden einige wenige Aterienspitzen und verstreute Levalloisabschläge auf der steinigen Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
Die dünnen Schichten rezenter pelitischer Sedimente sind wie das Ausgangsgestein hellgrau gefärbt, unter den heutigen hyperariden Konditionen ist nichts anderes zu erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Dolineneinbrüchen auf dem Kalksteinplateau, vor Deflation weitgehend geschützt, lassen sich solche hellgrauen Schichten auf Fundstellen wie 0003/84, 0004/84, 0026/84 und anderen beobachten.&lt;br /&gt;
Gräbt man einige Dezimeter tief in diesen Schichten, so verändert sich die Farbe des Sediments in ein Rosagrau oder ein Grau mit einem schwachen Hauch Rot. Diese Mischfarbe tendiert immer stärker nach Rot je tiefer in die Schichten vorgedrungen wird.&lt;br /&gt;
Der eigentliche Fundplatzboden ist durch rotbraune, playaähnliche Färbung gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
Das kontinuierliche Abnehmen der Rubefizierung vom liegenden zur Oberfläche hin veranschaulicht eine langsame Verringerung der Winterniederschläge und belegt eine holozäne Bildung der Ablagerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Befund ist nicht durch Fotos oder Zeichnungen dokumentiert worden. Diese Fundstellen sind jedoch ohne große logistische Aufwendungen aufzufinden und jeder Klimaforscher oder Berufsarchäologe könnte an Ort und Stelle diese Beobachtungen verifizieren.&lt;br /&gt;
Es wäre von großer Bedeutung, denn hier liegt der Beweis für eine holozäne Bildung der terra rossa Böden auf dem Plateau und damit auch der Rotböden in der Sandsteinebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres bedeutendes Rotbodenvorkommen liegt in der Sandsteinebene rund 50 km westlich der Asphaltstraße Esba el Gaga – Baris – Esba Maks el Qibli oder 70 – 100 km südlich von Abu Tartur (CONOCO Sheet Baris 1:250.000 by G. Poehlmann et al. TFH Berlin 1982).  &lt;br /&gt;
Zwei durch Sandbedeckung getrennte Restflächen mit einer Größe von ca. 300 km² lassen ahnen wie dieser Teil der Vollwüste zu Beginn der holozänen, steinzeitlichen Besiedlung ausgesehen haben mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Roeper qualifizieren die Ablagerungen in der „Roten Wüste“ in ihrem Artikel „The Libyen (Western) desert and northern Sudan during the late Pleistocene and Holocene“ als pelitic sediments.&lt;br /&gt;
Holzkohle von der Oberfläche wurde auf 9260 +- 370 BP bzw. 7790 +- 340 BP datiert. Im Sediment eingeschlossene Straußeneischalen ergaben Werte von 7280 +- 110 BP und 6760 +- 70 BP. &lt;br /&gt;
H.P. Uerpmann analysierte die gefundenen Knochen. Neben gazella dorca und gazella dama kommen ein mittelgroßer bis großer Bovide vor, caprinae, ammotragus und lepus capensis und struthio.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch G. Ulbrich (vormals GTZ), der die rote Wüste aus eigener Anschauung als eine eintönige Ebene im nubischen Sandstein, zum Teil mit Sandfeldern und stellenweise einigen Hügeln durchsetzt, kennt, bestätigt den Bodencharakter der roten Sedimente. &lt;br /&gt;
Ein weiteres gutes Beispiel für die Einbettung von Artefakten bietet in Abu Tartur Playa Ingrid, Fundplätze 1014/82 und 1019/82, wo Mengen von holozänen Werkzeugen von der Reibschale bis zum feinsten Bohrer oberhalb der Playaablagerungen von sandigen Rotböden umschlossen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rubefizierungen von Sanden werden ebenfalls aus der Großen Sandsee beschrieben (H. Besler, O. Bubenzer) wobei die chemische Verwitterung der Quarze im Norden (26°40’N) stärker war als an den Messpunkten weiter südlich (25°30’N).&lt;br /&gt;
Ferner sind Restböden und Rotfärbungen aus Djara 98/20 bekannt. H. Besler beschreibt einen Profilschnitt wie folgt : „... die im Profil auftretenden Wurzelstrukturen (wahrscheinlich Schilf) belegen das ehemalige Fußen dichterer Vegetation. An der Basis (Kontaktzone von Kalkstein und Playasedimenten, Anm. des Verfassers) treten Lösungshohlformen im anstehenden Kalkstein auf, die z.T. mit rekristallisiertem Kalzit, z.T. mit einem leuchtend roten, sandigen, bodenartigen Sediment gefüllt sind. Auf den umliegenden Hängen des Beckens wurden in windgeschützten Lagen vergleichbare Sedimente vorgefunden, die als Reste einer ehemaligen initialen Bodenbildung gedeutet werden können“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beschreibung deckt sich mit meinen eigenen Beobachtungen, wobei noch hinzuzufügen wäre, dass sich die Kalzitkristalle nur in einem dauerfeuchten Milieu bilden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Günstige Voraussetzungen zur Bildung und Konservierung von nicht lateritischen Rotböden sind geringe Höhenunterschiede, wie sie auf dem Plateau und in der Sandsteinebene gegeben sind und ein wechselfeuchtes Klima, wie es in afrikanischen Savannen vorherrscht, z.B. im Sudan in der Höhe des 12. Breitengrads Nord, wo heute noch Bedingungen herrschen, unter denen sich Rotböden bilden können. Eine dieser Bedingungen ist eine Niederschlagsmenge von mehr als 500 mm Sommerregen im Jahr oder äquivalenter Winterregen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Bodenart im behandelten Raum ist das pelitische Sediment mit äolischen Einträgen, die Playaablagerung.&lt;br /&gt;
Es ist zu unterscheiden zwischen Seen und Seeablagerungen mit Kalkkrustenbildung und reichlichen biologischen Einträgen einerseits und Playabecken mit nur geringen Resten aquatischer Fauna und Flora und fehlender Kalkausfällungen andererseits. Erstere liegen südlich des Wendekreises und westlich auf libyschem Gebiet und stehen oder standen in Verbindung mit den zu Beginn des Holozäns höheren Grundwasserspiegeln, eine Tatsache, welche einen gleichmäßigen Wasserstand begünstigte, der wiederum Strände und einen Bewuchs der Seeränder erlaubte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus hydrogeologischen Gründen, der Grundwasserspiegel in Abu Tartur z.B. liegt heute bei rund 1000 m Tiefe und war auch im Frühholozän nicht viel höher, dürften die nördlich des Wendekreises und östlich der libyschen Seebildungen gelegenen schluffig- tonigen Sedimente in Endpfannen gebildet worden sein, in Geländehohlformen, die im Pleistozän durch Deflation ausgeschliffen worden sind.        &lt;br /&gt;
Da die dort gesammelten Wassermengen vom Grundwasser getrennt waren, konnten die Wasserspiegel stark variieren und so weder Strände noch regelmäßigen Randbewuchs bilden. Störend auf  Leben im oder unmittelbar am Wasser konnte sich auch die hohe Dynamik beim Wassereintrag auswirken. Die relative biologische Armut der Sedimente sagt demnach nichts über die vorhandene Wassermenge oder die Dauer der Verfügbarkeit von Oberflächenwasser aus. Die Höhe der Niederschlagsmenge, die mittlere Verdunstungsrate und die Speicherkapazität der Playaböden sind hier die ausschlaggebenden Größen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Abu Tartur könnte die Playa Renate / Vera mit einer Fläche von ca. 11 km² und einer Restmächtigkeit von bis zu 29 m dienen (seismische Messung durch Burkhardt TU Berlin in Pachur und Roeper „The libyan (western) desert and northern Sudan during the late pleistocene and holocene“ 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Masse der Sedimente liegt im 100 Millionen Kubikmeterbereich und bei einer Speicherkapazität von lediglich 5 % freiem Wasser und Brunnen von 3 m Tiefe stünde rein rechnerisch eine tägliche Wassermenge in der Größenordnung von einigen 100.000 l zur Verfügung. In dieser Annahme wird nur von untertägigem Speicherwasser ausgegangen. Oberflächenwasser wäre somit für die Versorgung großer Gruppen mit Haustieren nicht nötig gewesen. Das Tiefste des Playakörpers wäre in jedem Fall dauerhaft feucht gewesen.&lt;br /&gt;
Bestätigt wird die Speicherkapazität der Playas von Wendorf / Schild in „Cattle Keepers“ Seite 16 und Seite 22 (Analysen von B. Winter, Institut of Basic Geology, Warsaw University). Ferner von A.E. Close auf Grund ihrer Beobachtungen in Nabta Playa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann schreibt dazu in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ Seite 120 Zitat : „Wichtig ist vielmehr, dass die Wadisedimente eine gewisse Mächtigkeit erreicht haben, so dass die tiefer gelegenen Schichten gegen Austrocknung geschützt sind (Kassas 1952)“. Die Fähigkeit Wasser im Playakörper zu speichern wird durch die Struktur der Sedimente begünstigt. Sandige Lagen wechseln sich mit tonig- schluffigen ab. Während der Sand das Wasser weiterleiten und speichern kann, vermindern die tonigen Schichten die Evaporation.&lt;br /&gt;
Drei Aufschlüsse in Abu Tartur zeigen neben der Wechsellagerung auch mächtige Pakete ungeschichteten, tonigen Materials von dunkel rötlichbrauner Farbe. Diese werden als Niedrigenergie- Sedimente bezeichnet und lassen auf  sanften, regelmäßigen Regen schließen, in unserem Fall auf Winterregen. Da diese Art von Ablagerungen bis in den Gilf Kebir reicht, kann von Winterregen in der gesamten westlichen Wüste ausgegangen werden. In weiten Teilen der östlichen Sahara kommt es also zu einer Überlappung von tropischem Sommerregen und mediterranem Winterregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Playasedimente Abu Tarturs würden es durch ihre Mächtigkeit erlauben die im Gilf Kebir gewonnenen Erkenntnisse über das Klimageschehen während der steinzeitlichen Phase des Holozäns zu ergänzen, zumal auch hier ein zusätzlicher Eintrag durch Quellen auszuschließen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Flora==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Beurteilung der Flora im behandelten Raum wird häufig die Studie von K. Neumann in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ (1989 R. Kuper Herausgeber) herangezogen.&lt;br /&gt;
Auf einem Nord- Süd Transekt von ca. 1500 km Länge, das entspricht der Entfernung Hamburg – Rom, sind Holzkohlenproben von sechs Fundgebieten berücksichtigt worden. Diese sind für den südlichen Teil das Laqiya Gebiet, Selima Sandsheet und Gilf Kebir für die Periode um 5700 BP. Zu dieser Zeit war der Raum um den 25. Breitengrad Nord weitestgehend von Menschen verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den nördlichen Teil des Transekts wurden der Gilf Kebir, Abu Ballas (Mudpans) und Sitra für die Zeit um 7000 BP bis 6500 BP ausgewählt. Gegen 6400 BP wurden letzte Playabildungen gemessen, die Bezugsperiode liegt also am Ende der Feuchtphase für die Region um den 25. Breitengrad Nord. Außerdem sind Proben aus der großen Sandsee (Abu Minqar) und dem Wadi Howar eingeflossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berücksichtigt wurden lediglich die Analysen von Hölzern, die wichtige, klimaanzeigende Kraut- und Grasvegetation konnte nicht untersucht werden. Feuerhölzer unterliegen einer Selektion durch den Menschen und sind daher weniger geeignet ein Klimaprofil zu erstellen.&lt;br /&gt;
Eines der Resultate besagt, dass die Mudpans ein vorgeschobener Außenposten sahelischer Taxa seien. Eine Holzkohlenprobe von Djara (S. Nussbaum) verschob diesen Vorposten des Sommerregens um ca. 300 km nach Norden. Nicht berücksichtigt wurde die frühe Phase des Holozäns von 11.000 BP bis 7000 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann räumt denn auch ein, dass die Anzahl der Messpunkte zu gering, die nicht untersuchten Zwischenräume zu groß und die Menge und Qualität der Holzkohlen nicht immer ausreichend waren.&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage ihrer exzellenten, wenn auch, wie sie selbst sagt, nicht vollständigen und umfassenden Arbeit, kann dennoch gut aufgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezählten Holzkohlenstücke der einzelnen Taxa zeigen für das Gesamtgebiet des Transekts eine Dominanz von zwei Gehölzen. Tamarisken plus Akazien erreichen im Norden (Siwa- Qattara) 97,8 %, in Abu Minqar 100 %, in der glass area 97,7 % und in den Mudpans 93,0 %.&lt;br /&gt;
Im Gilf Khebir ist der Prozentsatz mit 76,1 % wesentlich geringer obwohl hier eine zusätzliche Menge von acacia albida mitgezählt worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Feuerstellen im Selima sandsheet ergeben 83,4 % und im Laqiya Gebiet 55,8 %. Für den Wadi Howar (Djabarona) steigt der Anteil wieder auf 94,5 %, wenn die Früchte der celtis intergrifolia nicht eingeschlossen werden. Mit Früchten sinkt der Anteil auf 62,5 %.&lt;br /&gt;
Wie schwierig es sein kann Schlüsse aus dem Vorkommen von Gehölzarten zu ziehen, zeigen zwei benachbarte Fundplätze in Mudpans mit ähnlicher Zeitstellung. Zum Vergleich wird ein weiterer, in der Nähe liegender Fundplatz, der etwas jünger ist, aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; max-width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Fundplatz&lt;br /&gt;
!Acacia sp.&lt;br /&gt;
!Tamarix sp.&lt;br /&gt;
!Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
!Salvadora persica&lt;br /&gt;
!Maerua crassifolia&lt;br /&gt;
!Leptadenia pyrotechnica&lt;br /&gt;
!Cassia senna&lt;br /&gt;
!Rubiaceae&lt;br /&gt;
!Ziziphus sp.&lt;br /&gt;
!Grewia tenax&lt;br /&gt;
!Grewia villosa&lt;br /&gt;
!Calotropis procera&lt;br /&gt;
!Acacia albida&lt;br /&gt;
!Balanites aegyptiaca&lt;br /&gt;
!Boscia senegalensis&lt;br /&gt;
!Capparidaceae&lt;br /&gt;
!Capparis decidua&lt;br /&gt;
!Celtis integrifolia&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Summe Taxa&lt;br /&gt;
!Summe Proben&lt;br /&gt;
!Acacia inkl. Albida (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix und Acacia (%)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Qattara – Siwa&lt;br /&gt;
|271&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|278&lt;br /&gt;
|97,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Ain Dalla&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Abu Minqar&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Glass area&lt;br /&gt;
|170&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|174&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Mudpans &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!83/39&lt;br /&gt;
|284&lt;br /&gt;
|988&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1279&lt;br /&gt;
|22,2&lt;br /&gt;
|77,2&lt;br /&gt;
|99,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/56&lt;br /&gt;
|1062&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1109&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|0,01&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/50-1 &lt;br /&gt;
|1403&lt;br /&gt;
|349&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|1980&lt;br /&gt;
|70,8&lt;br /&gt;
|17,6&lt;br /&gt;
|88,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Mudpans&lt;br /&gt;
|2749&lt;br /&gt;
|1355&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|41&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|4368&lt;br /&gt;
|62,9&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|93&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Akdar&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|758&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|85&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|889&lt;br /&gt;
|5,1&lt;br /&gt;
|85,3&lt;br /&gt;
|90,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Bakht&lt;br /&gt;
|28&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|438&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1332&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Gilf Kebir&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|782&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|523&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|2221&lt;br /&gt;
|40,9&lt;br /&gt;
|35,2&lt;br /&gt;
|76,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Burg et Tuyur&lt;br /&gt;
|357&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|551&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Djebel Kamil&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|26&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Bir Misaha&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Selima&lt;br /&gt;
|384&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|579&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 1&lt;br /&gt;
|196&lt;br /&gt;
|852&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|36&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|119&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|665&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2058&lt;br /&gt;
|9,5&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|50,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 2&lt;br /&gt;
|53&lt;br /&gt;
|46&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|205&lt;br /&gt;
|25,9&lt;br /&gt;
|22,4&lt;br /&gt;
|48,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Sahal&lt;br /&gt;
|116&lt;br /&gt;
|153&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|275&lt;br /&gt;
|42,2&lt;br /&gt;
|55,6&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Laqiya&lt;br /&gt;
|365&lt;br /&gt;
|1051&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|54&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|134&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|733&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2538&lt;br /&gt;
|14,4&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|55,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Howar &lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|182&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!(Djabarona)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|(93)*&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|*&lt;br /&gt;
|(275)&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!25° N&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während 83/39 und 85/50 –1 ein ähnliches Verteilungsmuster mit einem Tamariskenanteil von über 70 % zeigen, kommt auf dem Fundplatz 85/56 Tamariske aus unbekannten Gründen praktisch nicht vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Akazie %'''|| '''Tamariske %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/39|| 7360-8260||22,20||77,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/56||7370-7700||95,80||0,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||85/50-1||6880-7000||17,60||70,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleicht man Hölzer und andere Pflanzen verschiedener Gebiete der östlichen libyschen Wüste miteinander, so fällt auf, dass im Norden um den 25. Breitengrad Nord die Anzahl der Gehölztaxa höher ist als im Süden in Höhe des 20. Breitengrads Nord. Der Norden ist ebenfalls an Gräsern und Kräutern reicher als der Süden.&lt;br /&gt;
Unter 25° N sind Taxa der Masara C Phase am südwestlichen Ausläufer des Abu Tartur Massivs, die von M. Mc Donald veröffentlicht wurden, zusammengefasst mit den Ergebnissen von Chufu und Kharafish (H. Riemer) und soweit verfügbar von Eastpans 95/2 (B. Gehlen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Holzprobe.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kernprobe Akazie, Abu-Muharik-Plateau, 2000, Foto: H. Riemer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner fließen drei von K. Neumann untersuchte Proben von Abu Tartur ein.&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°14’Nord – 30°03’Ost, nicht datiert, Acacia&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°23’Nord – 30°05’Ost, nicht datiert, Tamarix&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°20’Nord – 30°09’Ost, nicht datiert, Maerua crassifolia, Leptadenia pyrotechnica, Acacia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Steinplätze liegen weit außerhalb der Playagebiete in der Nähe der Asphaltstraße von Kharga nach Dakhla.&lt;br /&gt;
Eine weitere Analyse wurde vom Labor Köln unter der Nummer 3.741 Probe C – 1.638 erstellt. Die Bestimmung ergab ausschließlich Acacia. Das Alter wurde mit 7.370 +- 70 BP angegeben. Fundort ist der Plateauplatz 0011/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund von Analysen einer Kohlen- und Aschenschicht aus der Tropfsteinhöhle von Djara (K. Kindermann) konnte S. Nussbaum eine Vegetationsform feststellen, die als Anastatica hieruchuntica – Anabasis articulata Vergesellschaftung bezeichnet wird. Dazu bemerkt die Autorin : „The dwarf shrub communities thrive under a semiarid* climate regime with seasonal precipitations as presently occurs along the Mediterranean coast of Egypt“.&lt;br /&gt;
Diese Niederschlagsmenge beträgt 150 mm Winterregen (Siehe auch H.D. Müller, Gerstenanbau).&lt;br /&gt;
Katharina Neumann (1989) schreibt dazu : „Jedoch reichen wahrscheinlich die 150 mm Winterniederschlag, die maximal an der marmarischen Küste fallen (Station Marsa Matruh : 144 mm/Jahr), nicht aus, um eine permanente, natürliche Gehölzvegetation zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
Außer dieser Zwergstrauch- Gesellschaft wuchsen aber in Djara &amp;gt; 50 % Tamarix, &amp;lt; 10 % Acacia und &amp;gt; 25 % Capparaceae. &lt;br /&gt;
Daraus geht hervor, dass die Niederschlagsmengen höher als 150 mm Winterregen/Jahr gewesen sein muss !&lt;br /&gt;
Ob diese zusätzliche Menge Wasser nun auf den nachgewiesenen Sommerregen (Capparaceae) oder auf stärkeren Winterregen zurückzuführen ist, bleibt vorerst unklar.&lt;br /&gt;
(* semiarid &amp;gt; 200 mm Winterregen nach Bubenzer und Ritter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger als 500 mm Niederschlag im Jahr spricht man von semiariden Gebieten --- S. Hölzl, M. Kölbl-Ebert in „die wüste“, Begleitbuch zur Landesausstellung im Lokschuppen Rosenheim. 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8 bis 10 Trockenmonate und weniger als 600 mm Sommerregen bzw. 400 mm Winterregen Niederschlag im Jahresmittel.&lt;br /&gt;
(H. Mensching in : „Sahara, 10.000 Jahre zwischen Weide und Wüste“, Museen der Stadt Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche, an Winterregen gebundene Zwergstrauchgesellschaft von Anastatica und Anabasis, die in Djara angetroffen wurde, findet sich in Kharafish am Südrand des Plateaus wieder. Logischerweise muss dann auch für die Zone von Djara bis zum 25. Breitengrad Nord die Niederschlagsmenge von ca. 150 mm Winterregen, die zum Gedeihen dieser Assoziation unabdingbar ist, eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
Der im nubischen Sandstein gelegene Fundplatz Chufu weist Chenopodiaceae auf und verweist damit ebenfalls auf nördlichen Einfluss. Chufu ist, falls gleich hohe Niederschläge wie für das nicht weit entfernte Kharafish angenommen werden, durch höhere Temperaturen und durch seine Lage in der Sandsteinebene, also durch das Substrat, bevorzugt und kann zusätzlich vor allem südsahelische Gehölze wie Boscia senegalensis ausbilden.&lt;br /&gt;
Größere Mengen von Hangwasser und breite, tiefe Wadikanäle, welche die sahelischen Gehölztaxa dauerhaft mit oberflächennahem Grundwasser hätten versorgen können, waren in Chufu nicht zu erwarten, da die Einzugsgebiete relativ unbedeutend sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Identifizierte Taxa der Fundplätze Djara, Kharafish und Chufu'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||  '''Chufu'''|| '''Kharafish'''|| '''Djara'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| Acacia sp.	|| Acacia sp.	&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||Capparidaceae||Capparidaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix||Acacia nilotica||Tamarix&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cornulaca||Anastatica hieruchuntica||Anastatica hieruchuntica&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis ||Shouwia||Monokotyledone&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||Anabasis / Haloxylon||Zilla spinosa&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||Citrullus||Gramineae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Shouwia||Hordeum vulgare||Amaranthaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Farsetia stylosa||Panicum||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia sp.||Paniceae||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Thesium||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M. Mc Donald beschreibt in den „Oasis Papers 3“ (2003) die Vegetation während der Masara Phase, die ungefähr von 9000 bis 8200 BP dauerte, in etwa folgendermaßen : Zwölf Baum- Straucharten sind identifiziert worden, darunter : Acacia nilotica, Balanites aegyptiaca, Calotropis procera, Capparis decidua, Leptadenia pyrotechnica und Salvadora persica. Neun Taxa kommen auf den weit außerhalb der Dakhla- Oasen liegenden Fundstellen 260 und 308 vor. Sieben verschiedene Taxa waren es von 264 und 265 und fünf vom Fundplatz 300.&lt;br /&gt;
Auf dem jüngeren Fundplatz 263 A (7730 +- 110 BP) kommen ebenfalls neun Gehölz- und Strauchtaxa vor.&lt;br /&gt;
Kräuter und Gräser sind mit 49 Typen vertreten unter anderem Portulaca oleracea, ein essbares Kraut, welches offene, feuchte Standorte bevorzugt (Seit der Römerzeit wächst diese Pflanze ebenfalls im Rheinland).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum Abu Tartur weist eine nahezu permanente Besiedlung von 9120 BP bis 6420 BP, das sind 2700 Jahre, auf. Durch weitere C14 Daten, das nötige Material ist vorhanden, könnten sowohl ältere als auch jüngere Fundstellen bestimmt werden.&lt;br /&gt;
An der Oberfläche wurden mehr als 20.000 Werkzeuge beobachtet. Rund um die Playas wurden 459 Reibschalen und 2114 Läufersteine gefunden. Auf dem Kalksteinplateau sind es 18 Reibschalen und 61 Läufersteine neben einer großen Menge von Sandstein- Bruchstücken, die in jedem Fall auf Mahlwerkzeuge zurückgeführt werden können.&lt;br /&gt;
Diese Massierung von steinzeitlichem Mahlwerkzeug ist einmalig in Ägypten und bezeugt in indirekter Weise klimatische Bedingungen, unter denen Getreide und / oder Wildgetreide wachsen und reifen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge der aufgelisteten Herdstellen beträgt in der Ebene 1480 und auf dem Plateau 134, hinzu kommen noch die Feuerstellen, die unter Playasedimenten oder Hangschutt verborgen sind und die völlig der Deflation zum Opfer gefallen sind und die nur noch an der Rotfärbung des Untergrunds nachzuweisen sind. Wie schon die Menge der Mahlutensilien und die Masse der Werkzeuge, so ist auch die Konzentration von Herden ohne Vorbild in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auszuwertende biologische Material, welches hier verborgen liegt, übersteigt bei weitem alles was bisher auf diesem Gebiet zur Verfügung gestanden hat.&lt;br /&gt;
Für Eastpans 95/5 schreibt B. Gehlen zu dem botanischen Material : „Unter den Samen und Pflanzenresten befinden sich acht wilde Grasarten, die noch heute von den Tuareg in der westlichen Sahara als Nahrungsmittel genutzt werden. Die meisten dieser Gräser sind auch aus prähistorischen Fundstellen in Farafra und Nabta bekannt, so unter anderem Reste von wildem Sorghum“.&lt;br /&gt;
H. Barakat, die 95/2 untersucht hat, rekonstruiert auf Grund der botanischen Funde eine relativ feuchte Umwelt mit dichter Grasvegetation. An Gehölzen wurden Acacia sp. und Ziziphus sp. identifiziert. Das Alter der Fundstelle ist 6133 +- 30 BP (U + C 5757) und damit relativ jung wenn man davon ausgeht, dass nach Pachur und Roeper in diesem Raum die Playabildung gegen 6400 BP abgeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pflanzenreste verschiedener Fundplätze== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Bäume und Sträucher'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Mudpans'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix sp.||X||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Salvadora persica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Maerua crassifolia||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cassa senna||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ziziphus sp.||X||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Grewia tenax||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Balanites aegyptiaca||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caparis decidua||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||X ?||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||X ?||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Crucifereae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Malvaceae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Phoenix dactilifera||X||||||X ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Leptadenia pyrotechnica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Kräuter und Gräser'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Chencrus pennisetum|| || X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bracharia||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Digitaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gramineae||||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Panicum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Setaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sorghum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperaceae||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Portulaca oleracea||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus maritimus||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum vulgare||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa colona||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chencrus||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus Schoenoplectus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rumex||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Curcurbi taceae||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Arnebia||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anabasis||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anastatica hieruchuntica||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum hexastichon nudum||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Triticum sp.||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
                                                      &lt;br /&gt;
'''Anzahl der Gehölztaxa'''                                                      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Lage'''|| 20°N|| 21°N||23°N||24°N||25°N&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Anzahl'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 14||||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||12||X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10||||X||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6|||||||X|||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||0||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''|| '''Laqiya'''|| '''Selima'''|| '''Gilf Kebir'''|| '''Mudpans'''|| '''25°N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regenfeldbau in der Ostsahara zur Zeit der postpleistozänen Feuchtmaxima== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die agronomische Trockengrenze für den Regenfeldbau verläuft im Süden der Sahara nach H. Mensching ungefähr auf der Linie Dakar – Niamey – Fort Lamy – Darfur auf der Höhe des 12. Breitengrads.&lt;br /&gt;
Im Norden der Sahara sind lediglich die küstennahen Gebiete und die sich anschließenden Gebirgsregionen Algeriens, Marokkos und Tunesiens geeignet.&lt;br /&gt;
Diese Grenzen werden aber heute schon um 100 km im Maghreb und 200 km im Sahel überschritten. &lt;br /&gt;
H. Mensching definiert die agronomische Trockengrenze dahingehend, dass sie bei etwa 300 mm Winterregen oder 500 mm Sommerregen zu suchen sei, wobei die Niederschläge auf  4 bis 5 Monate im Jahr verteilt sind.&lt;br /&gt;
Versuche im Norden Ägyptens von H.D. Müller haben ergeben, dass bei einem Minimum von 150 mm Winterregen Gerste ihre Körnerfrüchte voll ausbilden kann. Hier sind aber schon ausgewählte Felder eingeschlossen, die zusätzlich kolluviales Wasser erhalten.&lt;br /&gt;
Französische Wissenschaftler ( P. Pfeffer, Y. Monnies und Ph. Taquel ) definieren die Zonen von der Wüste bis zu den tropischen Gefilden wie folgt :&lt;br /&gt;
* Unter 100 mm Sommerregen Wüste.&lt;br /&gt;
* Von 100 bis 300 mm Nordsahel, der Regen fällt jedes Jahr und verteilt sich auf einen Monat. Das „Grün“ wird von Kamelen abgeweidet (z.B. Agadez 200 mm und 21 Tage Regen pro Jahr Anm. des Verfassers).&lt;br /&gt;
* Von 300 bis 500 mm Südsahel, der Regen ist über zwei bis drei Monate verteilt, Bäume tauchen auf und Viehzucht ist möglich.&lt;br /&gt;
* &amp;gt; 500 mm Beginn der tropischen Zone, der Regen verteilt sich über 100 Tage im Jahr, Ackerbau ist möglich, Hirse und Erdnüsse können wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Einteilung stimmt weitesgehend mit der Definition H. Menschings überein.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Nahen Osten von den Zagrosbergen bis ins anatolische Hochland und entlang der Mittelmeerküste Palästinas wuchsen die Wildformen von Gerste und Weizen bei einem durchschnittlichen, jährlichen Niederschlag von über 300 mm. Diese Ressource wurde von ca. 11.000 BP bis 8000 BP von den dort lebenden Menschen genutzt. Frühe dörfliche Siedlungen sind von Osten nach Westen Ali Kosh, Ganj Dareh, Jarmo, Cayöun, Canhasan, Catal Hüyük und Hacilar. Im Bereich der Mittelmeerküste liegen Ras Shamra, Tell Ramad Munhata und Jericho. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ackerbau gelangte um 8000 BP bis 6000 BP in die Euphrat- und Tigrisebene, wo mit künstlicher Bewässerung experimentiert wurde, da das Gebiet außerhalb der 300 mm Isohyete lag. Wahrscheinlich wurden Gerste und Weizen von Palästina ins Nildelta und weiter in den Süden Ägyptens gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon um ca. 8100 BP bis 7900 BP tauchen Gerste in domestizierter und wilder Form in Nabta Playa und etwas später um 7700 – 6200 BP Gerste und Weizen in Nabta und Kiseiba auf (El Hadidi 1980, Stemmler und Falk 1980). &lt;br /&gt;
Wenn wir annehmen das Getreide sei vom Menschen transportiert worden, so kommen als mögliche Wege das Niltal oder aber die westliche Wüste in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorghum und Hirse sind von Süden, aus Nordost- Afrika kommend, nach Ägypten gelangt. &lt;br /&gt;
Sorghum ist vor 7900 BP in Nabta nachgewiesen (E – 75 – 6), um 6700 – 6710 BP ist er zusammen mit Hirse im Wadi Obeiyd in der Farafrasenke angelangt. &lt;br /&gt;
Gerste und Weizen von Norden eingeführt und Hirse und Sorgho von Süden kommend haben wahrscheinlich die gleichen Routen genommen nur jeweils in entgegengesetzter Richtung.&lt;br /&gt;
Wenn aber südliche Getreidearten im Norden gewachsen sind und nördliche im Süden der westlichen Wüste Ägyptens, so kann davon ausgegangen werden, dass an allen geeigneten Orten auf diesem Weg, und das sind die Orte an denen Mahlwerkzeug gefunden wird, beide Getreidegruppen bekannt waren und auch genutzt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit der Verbreitung des Getreides ist ein natürliches Eindringen der Taxa mit fortschreitendem Sommer- und Winterregen. Das würde allerdings Winterregen in Nabta Playa bedeuten.&lt;br /&gt;
In jedem Fall folgt aus dem oben Gesagten, logischerweise dass die klimatischen Bedingungen ein Wachsen und Reifen von Körnerfrüchten erlaubten und daraus folgt wiederum eine jährliche Niederschlagsmenge von mehr als 150 mm Winterregen (Farafra) und von mehr als 300 mm Sommerregen (Nabta).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die stellenweise sehr hohe Dichte von steinzeitlichem Mahlwerkzeug in der Ostsahara zu erklären, wird, da viele Wissenschaftler eine höhere Niederschlagsmenge als 200 mm Sommerregen ausschließen, eine Art von genügsamen, trockenheitresistenten „Wildgetreide“ ins Spiel gebracht, welches mit Niederschlagsmengen von weniger als 200 mm Sommerregen / Jahr in der Lage sein soll essbare Körnerfrüchte zu produzieren. Der Name dieses Grases oder dieser Gräser ist nicht genannt. Die postulierten „Wildgetreide“ scheinen eine Schimäre zu sein. &lt;br /&gt;
Wären sie bekannt, so könnte die Sahelzone endlich vom Hunger befreit werden, denn die Gebiete zwischen den Isohyeten 300 mm und 50 mm ( Sommerregen ) stellen ungeheuere Flächen dar, die für die Produktion von „Wildgetreide“ zur Verfügung stünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert eine Reihe von Wildgräsern, deren Samen in Notzeiten gegessen werden aber sie sind an die 300 mm Isohyete gebunden. Fährt man mit dem Geländewagen von Agadez (200 mm) in Richtung Tahoua, so wird die 300 mm Isohyete gequert und erst südlich dieser Linie macht der Reisende, der seinen Wagen verlässt, die unangenehme Bekanntschaft mit dem cram – cram (chencrus biflorus).&lt;br /&gt;
Auch Wildgetreide in montanen Gunsträumen braucht, wenn es essbare Körner produzieren soll, gute Jahre d.h. ein Minimum von 300 mm Sommerregen oder äquivalente Wassermengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon ausgeführt, wuchsen zu Beginn des Holozäns die Wildformen von Weizen und Gerste bei einer Niederschlagsmenge von ca. 300 mm Winterregen im „fruchtbaren Halbmond“. Diese Wildformen wurden vom Menschen durch Selektion zu Kulturpflanzen herangezüchtet und wuchsen weiterhin bei 300 mm Winterregen in der ursprünglichen Region. Bei niedrigeren Niederschlägen wurde weiter südlich mit Bewässerung experimentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ostsahara wuchsen zur gleichen Zeit Wildpflanzen, als da sind setaria, panicum und sorghum in der Umgebung vieler steinzeitlicher Fundstellen. Es ist anzunehmen, dass auch hier eine ausreichende Regenmenge notwendig war, gleich ob für Wild- oder Kulturpflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem Handbuch für tropische Landwirtschaft (London 1979) weisen die Autoren D. Joy und E.J. Wibberley darauf hin, dass Sorghum heute vorzugsweise bei Niederschlägen zwischen 750 und 1250 mm/Jahr Sommerregen angebaut wird, bei fünf bis sieben Trockenmonaten im Jahr.  Hirse ist weniger anspruchsvoll und benötigt 500 bis 750 mm Sommerregen pro Jahr. Bei weniger als 500 mm/Jahr wird nur noch Kolbenhirse angebaut, es sei denn, künstliche Bewässerung wäre möglich. Das Buch ist für Praktiker konzipiert und richtet sich an westafrikanische Landwirte. Digitaria und Pennisetum, die in der Ostsahara häufig auf holozänen, steinzeitlichen Fundplätzen nachgewiesen sind, wachsen heute u.a. in den Savannengebieten Nigerias. Die Gräser sind ausgezeichnete Futterpflanzen für Rinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun könnte argumentiert werden, dass dank der geographischen Lage an den Schichtstufen, Wasser am Fuße der Hänge sich hätte sammeln können und dass so auch bei niedrigen Regenfällen genügend davon für die Pflanzen zur Verfügung gestanden haben würde.&lt;br /&gt;
Für tiefwurzelnde Bäume und Sträucher ist dies sicherlich zutreffend, nicht aber für Gräser, ausgenommen einige Horstgräser, und vor allem nicht für Getreide.&lt;br /&gt;
Körnerproduzierende Gräser brauchen entweder in bestimmten Abständen Regen, der die oberflächennahen Bodenschichten und so den Wurzelbereich durchfeuchtet oder aber künstliche Bewässerung.&lt;br /&gt;
Wenn K. Neumann ein Beispiel von Hirseanbau aus der Bayuda mit Niederschlägen zwischen 25 mm und 50 mm angibt, so hätte fairerweise gesagt werden müssen, dass dies nur durch künstliche Bewässerung möglich ist (Forschung zur Umweltgeschichte der Ostsahara, Seite 116).&lt;br /&gt;
In meinem Garten in Abu Tartur wuchsen ohne jegliche Regenfälle unter anderem Zuckerrohr und Bananenstauden. In Anou Araren nördlich von Agadez habe ich ca. 50 ha bewirtschaften lassen. Es wurden jährlich vier Ernten und zwar Sorghum, Weizen, Zwiebeln und Tomaten eingefahren und das bei einer Niederschlagsmenge von weniger als 150 mm Sommerregen/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bewässerungstechnik dürfte in dem behandelten Zeitraum von den Siedlern in der libyschen Wüste noch nicht entwickelt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Wirbeltiere)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Knochenfunde der B.O.S. Mission wurden von Wim van Neer und H.P. Uerpmann untersucht. Die Fundstellen sind im Prinzip die gleichen, die für die Untersuchung der Baumvegetation K. Neumanns herangezogen worden sind. So sind auch die Probleme ähnlich. Zu große Distanzen zwischen den Fundplätzen, teilweise schlechter Erhaltungszustand des zu untersuchenden Materials und vor allem eine Lücke zwischen den Breitengraden 24° N und 29° N machen eine eindeutige Bewertung schwierig. &lt;br /&gt;
Für Lobo in der Sandsee wird gesagt : „The sample contains almost nothing but unidentifiable mamal bones which, as far as could be established, belong all to the size class of the dorca gazelle. Only two enamel fragments indicate the presence of a large bovid. Dorca gazelle is represented by five identifiable fragments”.&lt;br /&gt;
Die von Willmann abgesammelten und von H.P. Uerpmann bestimmten Knochen gehören zu Großsäugern, identifiziert wurde Pelorovis antiquus.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz glass area 81/61 sind neben Dorca, Dama, Oryx und Hase vor allem Frosch- oder Krötenknochen gefunden worden, sie machen die Hälfte der Funde aus. Eine neuere Analyse, durchgeführt vom Institut für Paläoanatomie und Geschichte der Tiermedizin, München, gibt für 81/61 folgende Verteilung an :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alcelaphus buselaphus|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oryx dammah||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Addax nasomaculatus||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ovis aries||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||196&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Lepus capensis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amphibien fehlen in dieser Aufstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Münchener Institut hat ebenfalls die Knochenfunde von Djara 90/1 sowie die von Abu Gerara 98/5 untersucht (N. Pöllath in „Drei Tierknochenaufsammlungen aus Ägypten,      TPA 1“).&lt;br /&gt;
Die Fauna von Djara 90/1 setzt sich wie folgt zusammen :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Addax nasomaculatus|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella sp.||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella dorcas||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caracal caracal||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Unbestimmter Großtierknochen||46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Spathopis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht enthalten in dieser Aufstellung von 90/1 sind ein ebenfalls in Djara gefundenes domestiziertes Schaf und ein einwandfrei identifizierter Nilpferdknochen. Die Großtierknochen machen in dieser Aufstellung ca. 80 % der Gesamtmenge aus und geben einen Hinweis auf ein günstiges Klima mit Niederschlägen, welche für dichten Graswuchs sowie für das Gedeihen von Bäumen ausreichend waren. Das Verhältnis von ca. 80 % Großtierknochen zu anderen findet sich in Gerara, nördlich des 26. Breitengrads Nord wieder, ist aber leider nur auf einer geringen Menge basiert. Unter den Boviden befindet sich ein Büffel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camelus dromedarius*|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bos / Syncerus||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die Dromedarknochen sind später in das Fundgut gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von domestizierten Tieren und unbestimmten Großsäugern zu Dama und Dorcas Gazellen beträgt für Abu Tartur 75 %. Aber auch hier ist die Menge der untersuchten Knochen gering.&lt;br /&gt;
In Abu Tartur ist lediglich versucht worden, die Steinwerkzeuge in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Von der Keramik hingegen oder von den faunistischen Relikten sind nur einzelne Belegstücke von der Oberfläche aufgenommen worden. In den Fundplatzbeschreibungen wird aber auf gehäuftes Auftreten von Keramik, Knochen und Holzkohle hingewiesen.&lt;br /&gt;
Dennoch ist das Rind auf den Plateaufundstellen 0009/83, 0012/83 und 0054/85 nachgewiesen. Ziegen und / oder Schafe sind von 0008/13, 0010/83, 0012/83 und 0039/85 bekannt. Auch ein Nashorn kommt auf dem Plateau (0007/83) vor. Neben Gazellenresten wurde auch ein Kieferknochen der Hyäne geborgen.&lt;br /&gt;
In der Sandsteinebene wurden an den Playarändern Knochen von Ziege und / oder Schaf von den Fundplätzen 1010/83 und 1032/82 aufgelesen. Rinder- oder Büffelknochen fanden sich auf dem Fundplatz 1048/84. Ein Nashorn stammt von 1010/83 ein Zebra (equus) von 1005/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Knochenmaterial der domestizierten Tiere und das der Wildfauna wurde dankenswerterweise von H. Berke analysiert. &lt;br /&gt;
In den von M. Mc Donald bearbeiteten Fundstellen der Masara Phase, weit außerhalb der Dakhla Oasen, ist die Fauna weniger reich als die Vegetation es vermuten ließe. Neben Gazellen, Hasen, Eidechsen und einigen Vögeln enthält das Spektrum Schildkröten und Kröten. Das einzige recht anspruchsvolle Tier ist die Steppenkuhantilope, ein Bovide mit einer Schulterhöhe von 1,5 m und einem Gewicht von bis zu 250 kg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der afrikanische Hase (lepus capensis) bevölkert mit Ausnahme der dichten Wälder sämtliche Landschaftsformen und Klimazonen Afrikas. Ich selbst habe ihn im feucht- heißen Sambesital gejagt. Sein Auftreten bedeutet demnach lediglich, dass kein dichter Wald vorhanden war.&lt;br /&gt;
Gazellen können auch in sehr trockenen Gegenden überleben, selbst ohne offenes Wasser. Sie müssen ihren Feuchtigkeitsbedarf aber dann aus ihrer Nahrung decken können, also durch frische, grüne Pflanzen. Wenn kein Wasser zur Verfügung steht und das wenige Futter trocken und verdorrt ist, findet auch eine Gazelle keine Überlebensmöglichkeit.&lt;br /&gt;
Große Antilopen wie Alcelaphus buselaphus, von M. Mc Donald „hartebeest“ genannt, was eher dem südafrikanischen Verwandten Alcelaphus caama entspricht, brauchen Wasser und große Mengen Futter, sie können nicht wie Gazellen längere Trockenperioden überstehen.&lt;br /&gt;
Auch in Dakhla stehen also die paläobotanischen Fakten in scharfen Gegensatz zu der ariden Umwelt südlich des 24. Breitengrads Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mudpans weisen neben Vertretern genügsamer Boviden vor allem Elefant und Giraffe auf savannenartiges Gelände hin. In diesem Zusammenhang ist auch der große Anteil und der Artenreichtum der Raubtiere von Wichtigkeit. Auf keinen Fall sind Hyäne und Karakal Wüstenbewohner, ihre Anwesenheit lässt auf eine Vielzahl von möglichen Beutetieren schließen. Bemerkenswert ist das Fehlen von domestizierten Tieren, kommen doch in Eastpans neben Hund und Schaf auch Rinder vor und selbst in der Sandsee (81/61) werden Schaf und wahrscheinlich auch Rind angetroffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Fundkomplex_T_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex T&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Ingrid_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Ingrid&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_West_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex West&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Vera_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Vera&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Renate_neu_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Renate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Mollusken)== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Landschnecke Zootecus insularis kommt auf dem Abu Tartur Plateau in sehr großen Mengen vor. Sie ist Indikator einer Krautvegetation und kann durch Eingraben kürzere Trockenperioden überleben. Ein Exemplar wurde auf 8485 +- 45 BP datiert. Getragen wurde der Pflanzenwuchs von terra rossa Böden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastropoden, die sich eingraben, suchen Feuchtigkeit, die Böden mussten daher mächtig und in ihren tieferen Schichten dauerfeucht gewesen sein. Für Kröten, die sich in die Erde zurückziehen, gilt das gleiche.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden zwei Exemplare von Bulinus truncatus auf dem Plateau und drei an den Endpfannen gefunden, wobei die Bestimmung nicht ganz zweifelsfrei ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lymnaea natalensis, die fast ausschließlich in permanenten Gewässern lebt, ist mit 23 Exemplaren von Playa West und Playa Renate vertreten. Von Melanoides tuberculata, welche nur in Gewässern, die nicht regelmäßig austrocknen, lebt, ist nur ein Exemplar gefunden worden. &lt;br /&gt;
Pila sp. ist jeweils mit einem juvenilem, ebenfalls zweifelhaftem Exemplar von 1019/82 und 1005/83 vertreten.&lt;br /&gt;
Asphataria rubens oder Spathopis ist in Abu Tartur in großen Mengen vorhanden. 35 Exemplare von 35 verschiedenen Fundplätzen sind als Proben entnommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spathopis ist nicht an tiefes Wasser gebunden, sondern kann auch in flachen Tümpeln leben, wenn diese regelmäßig überflutet werden (S. Kröpelin 1993 : 193 – 195). Bislang wurde angenommen, dass Asphataria aus dem Niltal in die Wüste gelangt sei, nur für den Wadi Howar gilt sie als autochthon, dort sind auf der Fundstelle 80/73 Bulinus truncatus, Melanoides tuberculatus und Planorbis Gastropoden gefunden worden, sie gelten, wie auch Asphataria als nicht eingeschleppt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum sollte eine ähnliche Vergesellschaftung in Abu Tartur allochthon sein zumal Van Damme (1984) für die steinzeitlichen Phasen des Holozäns das Vorkommen von A. rubens westlich des Nils an Wasserstellen und Wadiläufen bezeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Altersanalyse an einer Spathopisschale vom Fundplatz 1004/83 hat einen Wert von 8110 +- 45 BP ergeben (KIA 23194), sie ist damit wesentlich älter als der älteste Fundplatz der Playa West und somit wahrscheinlich vor dem ersten Siedler an diesem Ort existent gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Felsbildkunst)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sehr variantenreiche Felskunst Abu Tarturs zeigt unter anderem drei Gravierungen von Rindern und stellt in einer interessanten Perspektivform eine Schafherde dar.&lt;br /&gt;
An Wildtieren werden Spießböcke, Giraffen, Antilopen und ein Strauß präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine seltene Darstellung von Fischschwärmen in der Draufsicht, wie ein Beobachter von einem erhöhten Punkt am Ufer die Tiere sehen würde, weist auf permanentes Wasser hin. Ein in der Seitenansicht gravierter Fisch dürfte sehr viel jünger sein, er ist Teil eines Piktogramms, welches vielleicht schon in die prädynastische Zeit weist. Im Gegensatz zu den oben genannten Fischschwärmen ist er nicht unbedingt ein Beweis für sein Vorkommen an diesem Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In „Rock drawings of southern upper Egypt II“ von 1939 beschreibt Hans A. Winkler die Gravierungen, die sich am Fuße des Abu Tartur Massivs bis nach Dakhla hinziehen und auch noch westlich und südlich der Oasen anzutreffen sind. Die Felszeichnungen von 1005/83 hatte er übersehen, kein Wunder in dem Gewirr von Zeugenbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An neun Stationen finden sich Darstellungen von Giraffen. Antilopen und Strauße sind jeweils sechsmal dargestellt. Viermal kommen Gazellen und Ibex vor, letztere wären eher in der östlichen Wüste zu erwarten gewesen. Neben drei Stationen mit Abbildungen von Rindern sind auch zwei mit Elefanten vorhanden. Außerdem sind Hunde, Esel, Krokodile, Schlangen, Hase, Vogel und Kamel graviert. Bei neolithischen Felsgravierungen gehe ich davon aus, dass die abgebildeten Tiere in der Umgebung lebten und dem Künstler aus eigener Anschauung bekannt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter, ausführliche Informationen und Darstellungen finden sich unter [[Fundkomplex Abu Tartur | Fundkomplex Abu Tartur Felskunst - Zeichnungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen von domestizierten Tieren und von großen Wildtieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| Hund|| Ziege|| Schaf|| Rind|| Büffel*|| Hartebeest|| Nilpferd Nashorn|| Elefant|| Giraffe|| Egnus (Zebra)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundregion'''|||||||||||||||| || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gilf Kebir|||| X|||| X|||||||| X (Myers)|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sandsee|||||| X|| X (96/15)|| X|| X (81/61)||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mudpans|||||||||||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Eastpans|| X|||| X|| X||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla (Mc Donald)|||| X ?|||||||| X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla**|| X|| X|| X|| X|| X|||| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Tartur|||| X|| X|| X|| X|||| X|| X ?|| X ?|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kharga**|||||||| X|||| X|| X|| X|||| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Gerara|||||||||| X||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Djara|||| X (Felsbild)|| X|||||| X|| X||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Farafra|||| X|| X||||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nabta-Kiseiba|| X|| X|| X|| X|| X ?||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Felsbilder Abu Tartur-Dakhla|| X|||| X|| X|||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* * Bouchud (1969) states categorically that the giant buffalo is a savanna dweller needing large quantities of water. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ** Die Oasen im frühen Holozän waren nicht bedeutender als heute. Der Wasseraustritt der Quellen lag allerdings auf einem höheren geographischen Niveau. Das Nachlassen des Wasserdrucks und damit der eventuellen Menge wurde harmonischer Weise durch die starken Deflationsraten ausgeglichen, so dass von einem gleichmäßigen Fördervolumen ausgegangen werden kann.&lt;br /&gt;
Da das Wasser aber nicht wie heute kanalisiert war, bildete sich eine Sumpflandschaft, die von Savannentieren nicht bevorzugt wird. Die aktuelle intensive, durch Pumpen beschleunigte Nutzung der endlichen Wasserreserven hat ein Ungleichgewicht bewirkt. Die Deflation kann die Verminderung des artesischen Drucks nicht mehr ausgleichen. Daher muss immer mehr Wasser aus größeren Teufen gehoben werden.&lt;br /&gt;
Die von Leclant und Churcher durchgeführten Analysen der Oasenfauna sind zweifelhaft. &lt;br /&gt;
Der auf einigen Fundstellen erhöhte Knochenanteil von kleinen Boviden und Hasen kann über die tatsächliche Zusammensetzung der Paläofauna ein falsches Bild zeichnen.&lt;br /&gt;
Klein und Cruz – Uribe (1984) schreiben dazu :&lt;br /&gt;
“In many instances prehistoric hunters probably butchered a large animal where it fell and brought only selected parts to their home base. In contrast, they probably often imported smaller animals intact”. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Komplexität der Beurteilung prähistorischer Knochenfunde wird von Hubert Berke ausführlich in seiner Arbeit “Zum Thema Archäozoologie” (1989) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mensch und Umwelt==&lt;br /&gt;
Die Lage der steinzeitlichen Fundplätze in der sie umgebenden Landschaft lässt zuweilen Schlüsse auf  die klimatischen Bedingungen zu. Die Wasserversorgung ist in diesem Zusammenhang von besonderer Wichtigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel I'''&lt;br /&gt;
AT 0002/84 ist mit 9120 +- 40 Jahren vor heute der bislang älteste datierte Fundplatz Abu Tarturs. Durch sein reichhaltiges, homogenes Fundmaterial weist er sich als Siedlungsplatz  aus, der für eine gewisse Dauer angelegt worden ist. Die Versorgung mit Wasser könnte durch Regenwasser gewährleistet worden sein, welches sich in einem flachen Becken der Fundstelle AT 0014/85, etwa einen Kilometer nordöstlich gelegen, sammeln konnte. Kleinere Tümpel, heute im Gelände nicht mehr auszumachen, hätten sich in der Nähe von AT 0002/84 bilden können. Ähnliche Fundkomplexe gleichen Alters, wenn auch kleiner und weniger deutlich ausgeprägt, werden auf dem Plateau angetroffen aber bisher nie in der Ebene in der Nähe der großen Playas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus kann geschlossen werden, dass nach den großen Regenfällen zu Beginn des Holozäns die Wasserversorgung auf dem Plateau ohne große Endbecken kein Problem für die Siedler darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel II'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle Ä 98/20 im Tiefsten einer Endpfanne, welche Wasser aus einem Einzugsgebiet von 563 km² sammelt, hat zu verschiedenen Zeiten, nach eigener Beobachtung vom Epipaläolithikum (langschmale Dreiecke, Rückenmesser) bis zum Spätneolithikum (gestielte, flächig bearbeitete Pfeilspitzen, side-blow-flakes) als Zufluchtsort am ENDE der Trockenzeiten gedient, wenn höher gelegene Wasserstellen ausgetrocknet waren und wenn die Weiden auf den Hamadas abgegrast waren. Während der Regenzeiten, es sind sowohl Sommerregen aus Süden als auch Winterregen aus Norden nachgewiesen, waren die Wasserstände wesentlich höher wie Proben vom Niveau + 5 m belegen. Die Siedler, ob Jägernomaden oder Hirten nutzten nach den Regenfällen die Hamadas und Wadis außerhalb der Senken, das Aktionsgebiet schloss ebenfalls den Dünengürtel des Abu Muharig ein. Während dieser Zeit waren die Bewohner sehr mobil und legten keine Dauerlager an. Der archäologische Nachweis ist durch die „short-term camps“ und die „overnight stopps“ (Kindermann) gegeben. Am Ende der Trockenzeiten wurde der Raum um die Endpfanne genutzt, die Mobilität war eingeschränkt, da nur noch wenige Wasserlöcher vorhanden waren und hierdurch erklärt sich die höhere Konzentration von Steinplätzen und Artefakten.&lt;br /&gt;
Diese gut durchdachte und zutiefst logische Strategie wird auch heute noch von Hirtenvölkern in der Sahara angewandt (Niger, Mauretanien u.a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach aktueller Hypothese sind lediglich 100 mm Regen im Jahr gefallen. In der folgenden Rechnung werden die bislang für richtig gehaltenen Zahlen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0,1 m Regen im Jahr x 563.000.000 m² = 56.300.000 m³/Jahr. Angenommen 80% des Wassers versickern oder verdunsten auf ihrem Lauf, angenommen die Endpfanne hat eine Größe von  1 km² so beträgt der Wasserstand am Ende der Regenzeit 11,2 m, eine Höhe, die mit meinen Beobachtungen größenordnungsmäßig übereinstimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel III'''&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet von Ä 90/1 beträgt nach der gleichen Quelle wie weiter oben lediglich 1 km². Bei den von mir postulierten Wasserständen werden sich allerdings Überläufe zwischen den einzelnen Teilsenken gebildet haben und so auch hier die noch erkennbaren Mulden aufgefüllt haben. Der besondere Gunstfaktor des Fundplatzes bestand in der als Zisterne dienenden Höhle. Bei stärkeren &lt;br /&gt;
Niederschlagsereignissen konnte Wasser in die Höhle überlaufen und dort eine Reserve von ca. 9000 bis 10.000 m³ bilden, genügend Wasser, um eine größere Population mit Haustieren während des ganzen Jahres zu versorgen (Die tägliche Menge entspricht einem großen Tankwagen von 30 m³ Fassungsvermögen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ereignisse lassen sich nachweisen an den verschwemmten Sedimenten, die im Höhleninneren einen fast waagerechten Untergrund bilden, wie er nur vom Wasser gestaltet werden konnte und an dem Vorhandensein von schalenförmigen pelitischen Sedimentkrusten, die im stillen Wasser abgesetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 100 mm Niederschlag im Jahr und einem Einzugsgebiet von 1 km² kann die Attraktivität des Fundplatzes nicht erklärt werden, da in einem Endbecken von ca. 300 m x 300 m der Höchstwasserstand nur etwas mehr als 1 m betragen würde falls die gesamte Wassermenge dort gesammelt würde. Bei 20% wie im Beispiel II waren es gerade einmal 20 cm Höchststand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel IV'''&lt;br /&gt;
beschreibt die Fundstelle Ä 95/2 in den Eastpans. Hier stehen bei 200mm Niederschlag pro Jahr und einem Einzugsgebiet von 227 km² in einem Sammelbecken von rund 3 km² (von Niv. –1 bis Niv. +5) 45.400.000 m³ Wasser zur Verfügung. Anzumerken ist, dass die bekannten Fundplätze jeweils Becken mit Flächen von ca. 500.000 m² aufweisen. Der Wasserstand würde bei 20% Ausnutzung auf  der Gesamtfläche bei 3 m liegen, die kleineren und tiefer gelegenen Fundplätze könnten unter den gleichen Umständen einen wesentlich höheren Wasserstand aufweisen, rein rechnerisch bis ca. 9 m. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altersangaben betreffen die Zeit um 6000 BP für das Spätneolithikum und 7214 BP für das Mittelneolithikum. Da die Menschen in dieser Zeit neben der Jagd von Körnerfrüchten und von den Produkten der Viehzucht lebten, dürfte eine ähnliche Situation existiert haben wie in Djara 98/20 nämlich eine Konzentration um einen Teich, in dem die letzten Wasserreserven am ENDE der Trockenzeit vorhanden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel V'''&lt;br /&gt;
bezieht sich auf AT 1005/83. Der bedeutende Fundplatz mit einem Alter von 6420 +- 60 BP Jahren weist eine Werkzeugmenge von 897 Stücken auf, hinzu kommen 40 Mahlsteine, 16 Reibschalen, 31 identifizierte Feuerstellen und Keramik. An faunistischen Material wurden u.a. Straußeneiperlen, bulinus truncatus, lymnaea natalensis und aspatharia rubens gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt am Nordrand eines ausgedehnten Playabeckens und ist um einen Inselberg aus nubischem Sandstein, der aus dem Holozänsediment herausragt, angeordnet. Die Positionen der immobilen Feuerstellen liegen zum Teil oberhalb der Niveaulinie 204 und reichen bis nahe an die wahrscheinliche Uferlinie, welche dem Niveau 202 entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiter südlich gelegene mittelneolithische Fundstelle AT 1004/83 mit einem Alter von 7590 +- 75 BP Jahren liegt ebenfalls auf dem Niveau 204. Auch hier wird eine Variationsbreite angetroffen, so dass Fundplatzteile etwa zwischen Niv. 205 und Niv. 203 liegen. Weitere noch nicht datierte Fundstellen wie 1001 bis 1003, 1006 bis 1012 und 1039, 1040, 1044 und 1079 bis 1082 sind ebenfalls um die Niveaulinien 202 bis 205 gruppiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:1005_83_Lageskizze.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Lageskizze Abu Tartur, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Belege lassen darauf schließen, dass die Playa über lange Zeiträume im wesentlichen das gleiche Sammelbecken und ähnliche Wasserstände aufwies. Ein Playaprofil welches an einem Sandsteinhügel ansteht, zeigt an seiner Basis eine Wechsellagerung von sandigen und tonigen Schichten. Darüber liegt eine kompakte tonige Masse von ~ 2 m Mächtigkeit ähnlich der von H. Riemer dokumentierten Schichten im Wadi Asfura in der Nähe der Fundstelle AT 1072/86 oder dem Aufschluss AT 1023/82 wo gut 2,50 m ungeschichtete Tonmassen anstehen und sich im nicht aufgeschlossenen Liegenden fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese tonigen Sedimente weisen auf eine gleichmäßige, nicht turbulente Wasserzufuhr hin wie sie z.B. bei Winterregen auftreten kann. Andere Schichten enthalten Kalkgeröll oder feine kalkige Verwitterungsprodukte, die wiederum auf heftige Sommerregen schließen lassen.&lt;br /&gt;
Eine genauere Untersuchung des Sedimentationsgeschehens durch ein Geologenteam könnte hier endgültige Erkenntnisse erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Diskussion und Konklusion==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die libysche Wüste Ägyptens herrscht bei Wissenschaftlern bislang eine weitgehende Übereinstimmung, wonach die Gebiete zwischen dem 24. und dem 29. Breitengrad Nord zu keiner Zeit während des prähistorischen, holozänen Klimaoptimums eine höhere Regenmenge erhalten haben als 150 mm/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R. Kuper und S. Kröpelin gehen in einer neueren diesbezüglichen Veröffentlichung von mehr als 50 mm bis 150 mm Niederschlägen im Jahr aus (Science 2006, Vol. 313, Fig. 3). Sie postulieren ein Vorrücken des tropischen Monsuns zu Beginn des Holozäns wonach südlich des Wadi Howars &amp;gt; 450 mm Sommerregen/Jahr fielen, bis in die Gegend um Laqiya mehr als 300 mm und bis zur ägyptisch sudanesischen Grenze und im Gilf Kebir &amp;gt; 150 mm Sommerregen im Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem reichte bis ins Fayum, wo &amp;gt; 150 mm Winterregen angegeben sind. Auch dieser Wert ist zu niedrig angesetzt, jagten doch die Menschen im Fayum noch um 6000 BP Elefanten (site K) und Nilpferde (site N) und bauten Gerste, Leinen und Weizen an. Ein striktes Minimum von 250 mm Winterregen wären die Vorraussetzung für eine derartige Flora und Fauna. Durch das Vorhanden sein des Sees herrschte zwar kein Wassermangel, noch wichtiger ist aber ausreichend Regen, um eine Lebensgrundlage für Großtiere und Möglichkeiten zum Ackerbau zu schaffen. Ein Seeuferbewuchs würde nicht ausreichen. Vergleiche mit sogenannten Wüstenelefanten Namibias sind nicht angebracht, da diese die Wasserspeicher der Wadis, die durch Regen aus weit entfernten Gegenden gespeist werden, nutzen und lediglich durch Wüstengebiete wandern, um von einem Wadi zum nächsten zu gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum zwischen dem 30. Breitengrad Nord und dem 23. Breitengrad Nord lag demnach in einer Wüste, die weniger Regen erhielt als heute Agadez in der Republik Niger (200 mm Sommerregen). In dieser ägyptischen Zentralwüste fehlen die Gebirge, die zusätzliches Wasser in die trockenen Ebenen hätten leiten können, allenfalls sind einige Schichtstufen vorhanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Bild einer breitengradparallelen zonalen Klimaentwicklung, wie es für die Westwüste Ägyptens und den nordwestlichen Teil des Sudans gezeichnet wird, ist durchaus stimmig soweit es sich auf den südlichen Teil des Untersuchungsgebiets bezieht. Belege aus der Quartärgeologie, besonders aus dem Gilf Kebir, sowie weitere Fakten aus Fauna und Flora lassen keine Zweifel aufkommen.&lt;br /&gt;
Weiter nördlich betreffen die Untersuchungen Teile der Großen Sandsee und das Abu Ballas Stufenland. Hier stellen sich die ersten Fragen. Wie kommen Savannengehölze und Savannentiere nach Mudpans und woher kommen die Graslandschaften und die Rinder von Eastpans ?&lt;br /&gt;
Diese Gebiete folgen nicht mehr der etablierten Zonung und werden als Vorposten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des 25. Breitengrads Nord, einer Zone, die bis auf Dakhla (M. Mc Donald) nicht intensiv bearbeitet worden ist, erlauben die harten Fakten nicht mehr an dem konservativen System festzuhalten.&lt;br /&gt;
Wie neuere Forschungen nahe legen, reichten die tropischen Sommerregen nicht nur bis zum 24. Breitengrad Nord sondern weit über 27° N hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem wurde bislang nicht genügend berücksichtigt und heute ist klar, dass die Winterregen von der Küste über Djara bis zu den Mudpans und vielleicht sogar bis in den Nordsudan reichten. Selbst der Gilf Kebir scheint zeitweilig in das Winterregenregime eingebunden gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet welches auf Grund seiner Topographie am stärksten durch die zwei sich überlappenden Regenzeiten begünstigt worden ist, liegt um den 25. Breitengrad Nord. Wir dürfen hier von &amp;gt; 150 mm Winterregen und von einer Sommerregenmenge gemäß der zonalen Ausbreitung der Isohyeten von &amp;gt; 50 bis 150 mm ausgehen. Der mittlere jährliche Niederschlag umgerechnet in Sommerregen (100 mm Winterregen entsprechen in der Landwirtschaft 200 mm Sommerregen) würde also nach folgender Rechnung diese Größenordnung gehabt haben :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(50 + 150) : 2 + (&amp;gt;150 x 2) = 100 + &amp;gt;300 = &amp;gt;400 mm äquivalenter Sommerregen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Niederschlagsmenge könnte die Bildung der Rotböden auf dem Plateau und in der „Roten Wüste“ und die zum Teil riesige Ausdehnung der Playas in der Ebene und das Vorhandensein offener Wasserflächen erklärt werden. Damit ließe sich auch die Bildung von Kalzitkristallen in der Kontaktzone von Kalkstein und Playaboden schlüssiger belegen (H. Besler). &lt;br /&gt;
Zugleich liegt diese Regenmenge in einem Bereich, der Rinderhaltung erlaubt und der dem Vorhandensein von wilden Großtieren nicht widerspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem aber wird verständlich warum sich Menschen in diesem Raum niedergelassen haben, hier konnten sie gut leben und nicht nur überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird auch verständlich wenn Wendorf et al. (2001) eine Trockenzeit zwischen 8700 und 8600 BP feststellen, während Mc Donald gerade eine Blüte der Masara C Kultur konstatiert. Die Klimaregime waren unterschiedlich, der Einfluss der Winterregen, wenn überhaupt (Chenopodiceae in Nabta) wird im CPE- Bereich geringer gewesen sein als am 25. Breitengrad Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der veränderten postulierten Umstände konnten die Siedler in der westlichen Wüste Ägyptens keine reine sedentäre Lebensweise führen.&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Regenzeiten wurden das Plateau und die entlegenen Weidegebiete in der Ebene genutzt. Bei Wasserknappheit, auch &amp;gt;400 mm Niederschlag im Jahr ist recht wenig, sie entsprechen in etwa den Regenfällen der Kalahari, wurden die Ressourcen in der Umgebung der Playabecken einbezogen. &lt;br /&gt;
Die Mobilität der Menschen ging aber über diesen jahreszeitlich bedingten Wechsel der Jagd- und Weidegründe sowie des Erntezyklus hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So tauchen auf den Fundplätzen in Abu Tartur einerseits Kaurischnecken und andere Gastropoden aus dem Roten Meer in den Inventaren auf  und auf der anderen Seite libysches Wüstenglas. Zwischen den Herkunftsorten liegen ca. 1000 km Luftlinie.&lt;br /&gt;
Granite und andere Tiefengesteine zur Herstellung von Reibschalen und Mahlsteinen aus der östlichen Wüste haben ebenfalls einen weiten Weg zurückgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Exportiert aus dem Raum Abu Tartur- Kharga wurde der Gebrauch von großen Dreieck- und Stielspitzen, die sich zunächst im Fayum und später in Merimde und in Badari wiederfinden. Einzelne Stücke wurden in Nabta, in der Djararegion und in Dakhla gefunden.&lt;br /&gt;
Aus Sandstein gefertigte Mahlwerkzeuge auf dem Abu Muharig- Plateau stammen aus den Nubiaschichten, wie sie in Kharga, Abu Tartur und Dakhla anstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen viele nicht direkt fassbare gegenseitige Beeinflussungen wie auf dem Gebiet der Keramikherstellung. Für den materiellen und kulturellen Austausch genügte es, wenn Einzelpersonen oder kleine Gruppen während der kühleren Jahreszeit diese Kontakte pflegten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien unter Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg einer solchen Karawane würde über Abu Ballas führen. Abu Ballas ist einer dieser unscheinbaren Sandsteinhügel wie sie zu Tausenden in der westlichen oder libyschen Wüste Ägyptens vorkommen. Das besondere an diesem Hügel sind jedoch die große Menge an Wasserkrügen und die Scherbenreste aus pharaonischen Zeiten, die am Fuße des Hügels deponiert sind. Die Altersspanne reicht mit Intervallen von 2200BC bis 1070BC. Selbst römische Scherben sind noch zu finden. Sie wurden schon 1918 von den Engländern Ball und Moore entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute versuchen Kölner Archäologen die Geheimnisse des Depots, rund 200km südwestlich der Oase Dakhla gelegen, zu lüften.&lt;br /&gt;
*Sie gehen davon aus, dass das Klima zu Zeit der Deponierung der Krüge nicht wesentlich feuchter war als es heute ist, d.h. hyperarid.&lt;br /&gt;
*Sie gehen weiter davon aus, dass der Weg von Abu Ballas weiter bis zum Gilf Kebir führte. Dafür sprechen Wegmarken (alamat), wenn sie auch im gebirgigem Teil sehr weit auseinander liegen und nicht eingesehen werden können, und Funde von Krügen und Keramikscherben.&lt;br /&gt;
*Weiter wird postuliert soll der Weg über den Gebel Uweinat ins Innere Afrikas geführt haben. Der Uweinat ist ein Gebirge im Länderdreieck Ägypten, Sudan, Libyen und bietet reichlich Wasser aber kaum sichere Weiden. Hier liegen auch keine Befunde vor, die diese Theorie untermauern könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfernungen belaufen sich von Abu Ballas zum Gilf Kebir auf rund 200km und vom Gilf zum Uweinat auf weitere approximative 200km.&lt;br /&gt;
Der Weg sollte eine alternative Handelsroute sein, um schwarzafrikanische Luxusgüter nach Ägypten zu bringen. Er sollte die normalerweise genutzte Nilroute unter noch nicht vollständig geklärten Voraussetzungen ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ägypter ihrerseits mussten Güter zum Tausch anbieten können. Schmuckgegenstände und Tuche aber auch Werkzeuge und Waffen aus Kupfer und später aus Bronze wären mögliche Tauschobjekte. Allen Autoren (R. Kuper, K.P Kuhlmann, H. Riemer und anderen), die sich mit dieser Strecke, dem so genannten Abu Ballas Trail (ABT) befassen oder befasst haben ist klar, dass der logistische Aufwand, um solche Handelskarawanen auszurichten und erfolgreich in einem vollariden Wüstenbereich funktionieren zu lassen, enorm ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es soll mit diesem Aufsatz versucht werden den logistischen Aufwand zu quantifizieren und eventuelle Alternativen aufzuzeigen.&lt;br /&gt;
Für die Rechnung werden die Vorgaben von R. Kuper berücksichtigt („die wüste“ von C.C. Müller und J. de Castro Hrsg. 2006, Seite 80).&lt;br /&gt;
*Tagesstrecke der Eselkarawane: 30km&lt;br /&gt;
*Belastbarkeit der Tiere: 50 bis 70kg/Esel&lt;br /&gt;
*Wasser- u. Futterbedarf: 10kg/Esel und Tag&lt;br /&gt;
*Die Strecke Dakhla – Abu Ballas wird in 7 Etappen eingeteilt (7 × ~ 30km ~ 210km).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Zunächst werden von der Oase Dakhla aus Vorräte auf der Strecke verteilt, die es erlauben die Tiere auf dem Hin- wie auch auf dem Rückweg zu versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Danach läuft eine weitere Kolonne los und deponiert z.B. 1m³ Wasser oder 1t Futter am Zielort Abu Ballas. die Krüge wurden nicht nur in Abu Ballas sondern auch nördlich und südlich davon an geeigneten Plätzen deponiert. Um Wasser lagern zu können, müssen Tonkrüge transportiert werden. Diese Behälter, einmal an Ort und Stelle, bleiben dort und können immer wieder nachgefüllt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Um ein Depot von 300 Krügen, das ist die belegte Anzahl, aufzubauen, muss eine Eselkarawane 300 Krüge × 15kg/Krug = 4500kg über eine Distanz von ~ 200km bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Um die Krugkolonne zu versorgen, muss eine weitere Vorratskolonne die entsprechenden Depots anlegen. Die Anzahl der einzusetzenden Tiere wird ermittelt indem die Eseltage*, die benötigt werden um 1000kg zu transportieren mit 4,5 multipliziert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) Um die Vorräte für den Transport der Menge von 10000 l Wasser, die 300 Krüge zu füllen, werden weitere 9 × 1325 Eseltage benötigt, 1m³ Wasser ist vorher schon transportiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) Der eigentliche Wassertransport benötigt 9 x 280 Eseltage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle Eseltage.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach enthalten das Abu Ballas Depot und die weiteren Zwischendepots 300 Krüge mit 10m³ Wasser aber noch kein Futter für die Tiere, keine Nahrung für die Begleitmannschaft und kein Feuerholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *Eseltage, zu vergleichen mit Mannschichten in der Industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aber kein großes Problem, da von der Basis Dakhla aus weitere Kolonnen von Transporttieren auf die Piste gebracht werden können, um die entsprechenden Futtermengen und sonstiges ins Ziel zu bringen. Der Arbeitseinsatz würde sich dann auf rund 50000 Eseltage erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentliche Problem beginnt, unter Respektierung der postulierten Bedingungen, mit dem Vorratstransport zum 200km entfernten Gilf Kebir und weiter zum Gebel Uweinat, der ungefähr weitere 200km Luftlinie entfernt liegt.&lt;br /&gt;
Der Arbeitsaufwand und die Kosten würden exponentiell ansteigen und sämtliche Esel der Oasen würden möglicherweise nicht ausreichen die 600km lange Wüstenstrecke mit Vorräten auszustatten. &lt;br /&gt;
Nun sollen Handelskarawanen mit ägyptischen Waren beladen auf den Weg geschickt werden und mit nubischen Waren nach Dakhla zurückkehren. &lt;br /&gt;
Man könnte Stellschrauben anziehen und argumentieren, die Tiere könnten schneller und weiter laufen und mehr Gepäck laden, es würde nicht wesentlich das Resultat auf der Strecke Abu Ballas – Gilf Kebir – Uweinat (oder Bir Misaha um nach Nubien zu gelangen) ändern. Die Schwierigkeiten wären nahezu unüberwindbar.&lt;br /&gt;
Zu bemerken wäre noch, dass Tiere, die mit trockenem Futter versorgt werden, und dieses dürfte der Fall gewesen sein, täglich getränkt werden sollten. &lt;br /&gt;
Außerdem darf eine ungewöhnliche Einzelleistung, wie z.B. ein Esel läuft 80km an einem Tag, nicht als Dauerleistung hochgerechnet werden. &lt;br /&gt;
Eine Handelskarawane besteht im alten Reich gewöhnlich aus 300 Lasttieren (H.P. Kuhlmann in Tides of the Desert, Köln 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Futter- und Wasserbedarf wäre für eine 600km lange Wüstenstrecke und einer Dauer von 21 Tagen für den Hin- und weitere 21 Tage für den Rückweg wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10kg/Tag und Tier × 42 Tage × 300 Tiere = 126t''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Tabelle geht hervor, dass 55600 Eseltage eingeplant werden müssen, um 1t Vorräte von Dakhla zum Uweinat transportieren zu können. Hinzu kommen noch 840 Eseltage für die Wasserkolonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 126 t : 1 t = 7111440 Eseltage'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge bedarf keiner Interpretation, die Karawanenreise von Dakhla zum Gebel Uweinat ist nicht realisierbar. Selbst eine Minikarawane von 100 Tieren würde immer noch: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 42 t : 1 t = 2370980 Eseltage'''&lt;br /&gt;
			&lt;br /&gt;
benötigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wären weitere Krugdepots anzulegen, Brennholz zum Brotbacken und Verpflegung für die Begleitmannschaft, welche aus Eseltreibern, Händler, Schreibern,  Soldaten und Wachmannschaften besteht, bereitzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Gebel Uweinat aus sind mindestens weitere 200km Wüstenstrecke mit angenommenen Niederschlägen unter 50mm/Jahr zu durchqueren (Climate controlled occupation in the Eastern Sahara during the main phases of the Holocene, Kuper und Kröpelin 2006).&lt;br /&gt;
Hier wird endgültig klar, dass eine transsaharische Handelsroute unter den vorgegebenen Bedingungen nicht existiert haben kann.&lt;br /&gt;
Da aber vieles für einen Abu Ballas Trail spricht, die Kruglager und die Wegzeichen, müssen die Vorbedingungen untersucht werden, vor allem das Klima, welches im alten Reich herrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linien gleicher Niederschlagsmengen, Isohyeten, sind nach Kuper und Kröpelin nach bestmöglichen Schätzungen auf der Basis von geologischen, archäozoologischen und archäobotanischen Daten etabliert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Siedlungskammer Abu Tartur habe ich weiter oben belegen können, dass Rotböden zu Beginn der steinzeitlichen Besiedlung im Holozän gebildet werden konnten. &lt;br /&gt;
Es ist weiterhin belegt, dass Großsäuger wie Elefant, Nashorn oder Nilpferd und Giraffe sowie große Boviden im besprochenem Raum im frühen Holozän vorkamen.&lt;br /&gt;
Die Präsenz von Savannengehölzen ist in den Holzkohlenproben von Abu Tartur und von weiteren Fundplätzen nahe des 25. Breitengrads bewiesen. Neben Sorghum, der in fast allen Fundgebieten nachgewiesen werden konnte, kommt in Djara auch Amarant vor, ein typisches Gewächs der Feuchtsavanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum in der Östlichen Sahara um den 25. Breitengrad hat nach Kuper und Kröpelin eine jährliche Niederschlagsmenge von &amp;gt;50 bis &amp;gt;150mm erhalten (Sommerregen). Er ist gleichzeitig eines der am dichtesten besiedelten Gebiete in der Zeit von ~9200 BP bis ~6200 BP. Es ist nicht gerade einleuchtend, dass Menschen in einen unwirtlichen Wüstenraum einwandern, wo doch zahlreiche nahe liegende Alternativen mit über 450mm Regen im Jahr existiert haben.&lt;br /&gt;
Wenn aber schon die Schätzungen für die steinzeitliche Hauptbesiedlungsphase anzuzweifeln sind, so sind es erst recht die Annahmen für ein plötzliches, fast totales Ausbleiben des Regens nach 6400 BP bis in die dynastische Zeit hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von mir behandelten Fundstellen sind von Berufsarchäologen, bis auf kurze Visiten, nicht besucht worden. Sie liegen außerdem rund 200km östlich von dem Nordsüdtranssekt, dessen Resultate für die Beurteilung von Archäofauna und Archäoflora herangezogen wird.&lt;br /&gt;
Neue Fakten aus Abu Tartur und anderen Plätzen sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
Zahlreiche Belege aus historischer Zeit weisen auf eine nicht geringe Restbevölkerung in der Ostsahara und auf eine extensive Wanderweidewirtschaft hin.&lt;br /&gt;
Geologische Daten: Ein Anwachsen der Playaböden ist nach 6400 BP, wie schon weiter oben erwähnt, nicht mehr zu beobachten. Daraus wurde geschlossen, dass keinerlei bedeutende Niederschläge nach diesem Datum gefallen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geringe Winterregenmengen um 100mm/Jahr haben nicht die Kraft Sedimente zu transportieren und selbst wenn Feinmaterial die Endbecken erreicht haben sollte, wird dieses in wenigen Jahren der Deflation zum Opfer fallen. Außerdem versickert sanfter Regen rasch im Sand oder in den noch vorhandenen Böden und kann so eine ephemerische Grasvegetation möglich machen (Beispiel Agadez in der Republik Niger mit 200mm Sommerregen/Jahr).&lt;br /&gt;
Archäobotanische Daten: Diese Daten sind von Fundplätzen, die gegen Ende der holozänen, steinzeitlichen Besiedlungsphase besiedelt waren, erhoben worden, also bei sehr geringen Niederschlagsmengen.&lt;br /&gt;
Das gleiche gilt für die archäozoologischen Untersuchungen. Sie entsprechen schon fast den Daten der vordynastischen Periode wenn nicht gar denen des Alten Reichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf die Kruglager des Abu Ballas Trails und die Claytonfallen in Mirmalla sind archäologische Funde nach dem Abwandern eines Großteils der neolithischen Bevölkerung sehr selten. Der Grund dafür liegt in der Wirtschaftsweise der Restbevölkerung. Hirten einer halbnomadischen Weidewirtschaft hinterlassen keine Spuren ihrer Präsenz. &lt;br /&gt;
Werden die neue logische Sichtweise und die neuen Schätzungen, die Niederschlagsmengen betreffend, auf die Funktion des Abu Ballas Trails angewandt, so ergibt sich eine Lösung der genannten Probleme und Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien rücken in den Bereich des technisch Möglichen.&lt;br /&gt;
Wasser wird nach Regenfällen an geeigneten Orten gesammelt und in Tonkrüge gefüllt, Gras wird geschnitten oder ausgerissen und an den Etappenplätzen gelagert. Damit haben die „Wachmannschaften“ eine sinnvolle Tätigkeit denn zu bewachen gab es bei der alten Hypothese nichts, da die Wüste undurchlässig gewesen wäre und so auch keine Wasserräuber nach Abu Ballas gelangen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Müller- Karpe bezieht sich in seinem Handbuch der Vorgeschichte Band II Jungsteinzeit, Verlag C.H. Beck 1968, Seite 27 auf K. Butzer wenn er schreibt, Zitat: Dennoch war vor dem 3. Jt. v. Chr. die Austrocknung der beiderseitigen Wüsten nicht so weit fortgeschritten wie heute, so dass mit einer stellenweise Besiedlung in manchen Wadis und auf Hochflächen zu rechnen ist, die heute keine nennenswerte Vegetation mehr aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zur Wahl stehen nun zwei Szenarien:'''      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Die heutige westliche Wüste war, wie viele Berufsarchäologen schätzen, in prädynastischer und Anfang der dynastischen Zeit '''hyperarid'''. Eselkarawanen nach Nubien waren '''nicht möglich'''.&lt;br /&gt;
*2.) Es fiel '''genügend Regen''', der eine ephemere Grasvegetation hervorbrachte, Eselkarawanen nach Nubien waren '''möglich'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Anzahl der Tiere auf dem Hin- und Rückweg'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Erster Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zweiter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 3.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Dritter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 4.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Bir Kiseiba Paradoxon.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 70 km nördlich der sudano-ägyptischen Grenze liegen mit den Koordinaten 22°34’N, 29°53’O die neolithischen Fundstellen von Bir Kiseiba, welche in den Jahren 1979 und 1980 von der Combined Prehistoric Expedition (CPE) bearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
In den vorausgegangenen Jahren waren die Fundstellen in der Nähe des Gebel Nabta, circa 100 km östlich von Kiseiba, von derselben Gruppe, F. Wendorf, R. Schild und Associates, untersucht worden. Die Resultate sind hauptsächlich in folgenden Bänden veröffentlicht worden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Prehistory of the Eastern Sahara (1980)&lt;br /&gt;
*Cattle Keepers of the Eastern Sahara (1984)&lt;br /&gt;
*Holocene Settlement of the Egyptian Sahara (2001)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klimageschehen, insbesondere die Höhe der Regenfälle, soll hier kurz kritisch angerissen werden.&lt;br /&gt;
Nach Kuper und Kröpelin liegt das Grenzgebiet von Ägypten und dem Sudan in einer Zone mit &amp;gt;150 bis &amp;gt;50 mm Sommerregen/Jahr. Zu Beginn der holozänen Feuchtphase und um 5300 bis 3500 BCE beim heutigen hyperariden Niveau. In der entsprechenden Graphik liegen Nabta und Kiseiba allerdings schon in der Zone &amp;gt;50mm Sommerregen/Jahr (Atlas of Cultutal and Environmental Change in Arid Africa, Köln 2007).&lt;br /&gt;
Wendorf und Schild halten für die gleiche Region eine Sommerregenmenge von 200mm/Jahr für wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Pflanzenreste wurden im CPE Bereich gefunden und analysiert? Allein von Nabta E-75-6 sind Acacia sp., Tamarix sp. und Ziziphus sp. als sicher genannt. Chenopodiceae, Capparidaceae und Crucifereae und Malvaceae sind mit Fragezeichen ausgestattet.&lt;br /&gt;
An Kräutern und Gräsern kommen unter anderem Panicum (Rispenhirse), Setaria (Kolbenhirse), Hordeum hexastichon nudum (Gerste) und Triticum sp. (Weizen) vor.&lt;br /&gt;
Ein absolutes Minimum von &amp;gt;300 mm Sommerregen benötigen diese Körner produzierenden Pflanzen um zu gedeihen. Dass sie reifen konnten, belegen die aufgefundenen Kornspeicher und das Mahlwerkzeug.&lt;br /&gt;
Im Kapitel „Flora“ dieses Aufsatzes habe ich H. Mensching zitiert, der die agronomische Trockengrenze bei etwa 300mm Winterregen oder 500 mm Sommerregen sieht.&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon gesagt, schreiben andere Wissenschaftler, dass bei 100 – 300 mm Sommerregen vom Nordsahel gesprochen wird. Der Regen verteilt sich auf einen einzigen Monat. Das spärliche „Grün“ wird von Kamelen abgeweidet. Bei 300 – 500 mm Sommerregen spricht man vom Südsahel. Der Regen ist über drei Monate verteilt, Bäume tauchen auf und Viehzucht ist möglich.&lt;br /&gt;
Diese Beobachtungen decken sich mit meinen eigenen Erfahrungen aus 16 Jahren Anwesenheit in der Sahara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Fauna in Kiseiba'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige ausgewählte Taxa sind in einer Tabelle zusammengefasst worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Tabelle - Die Fauna in Kiseiba&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Raubtiere = Schakal, Sandfuchs, Streifenhyäne und Wildkatze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus der Tabelle ersichtlich stehen einerseits an ein Wüstenklima adaptierte Gazellen, Sandfuchs und Wüstenigel, andererseits sind Tiere vorhanden, für die ein feuchteres Klima unabdingbar ist wie die großen Boviden (Rinder oder Büffel) und die Feldratten. Letztere weisen auf Ackerbau und die damit verbundenen Pflanzen hin, die ein striktes Minimum nicht unterschreiten können, sollen sie Körner zum Reifen bringen.&lt;br /&gt;
Dieser scheinbare Widerspruch sollte aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Dorca Gazelle (H 55 – 65cm, G 20 kg), die in Kiseiba die größte Tiergruppe bildet, ist normalerweise ein Bewohner der ariden Sand- und Gesteinsflächen. Sie lebte aber in Kiseiba in einem Gebiet, welches die Möglichkeit bot Getreide anzubauen, also bei mindestens &amp;gt;300 mm Sommerregen im Jahr.&lt;br /&gt;
Ich sehe folgende Erklärung: Vor Beginn der frühholozänen Feuchtphase lebten die Tiere am südlichen Sahararand und wanderten dann mit fortschreitendem Bewuchs nordwärts, um in ihrem gewohnten Habitat zu bleiben. Die Wüste wurde aber nicht nur durch den aus Süden kommenden Monsun sondern auch von Norden durch mediterranen Winterregen immer weiter eingeengt. An die ariden Bedingungen angepasste Tiere befanden sich also in einer „grünen Falle“ und mussten sich an feuchteres Klima anpassen. Tiere können das in vielen Fällen, Pflanzen eher nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu ein kleines Beispiel aus Anou- Araren nördlich von Agadez. Auf dem Areal eines Industriekomplexes mit Kohletagebau und Kraftwerk hatte sich eine Cateringfirma eingerichtet. Dort waren vier Dorca Gazellen in einem Gehege eingezäunt. Über die Jahre hinweg wurden sie mit trockenem Brot und Gemüseabfällen gefüttert und sie waren gesund und munter. Sie liebten Zigaretten und fraßen den Tabak mit großer Wonne, wohl eine Erinnerung an ihre wilden Tage als sie noch trockenes, hartes Gras fressen mussten wenn keine frischen Akazienblätter vorhanden waren. Diese Nahrungsquelle finden einige wenige Dorcas heute noch im Norden des Abu Tartur Plateaus in Ägypten, wo buschartige Akazien ihre Wurzeln bis in den tonigen Wasserstauer oberhalb des Phosphatflözes getrieben haben und so unter hyperariden Klimabedingungen noch überleben. Diese Beispiele belegen die hohe Anpassungsfähigkeit der Dorcas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hasen (lepus capensis) bilden die zweitgrößte Gruppe. Hasen besiedeln sämtliche Gebiete Afrikas, sie meiden lediglich dichte Wälder und Wüsten. Siehe auch weiter oben das Kapitel „Die Fauna (Wirbeltiere)“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dama Gazelle (H 90 – 105cm, G 70kg) bildet ebenfalls eine bedeutende Gruppe. Die größte aller Gazellen bevorzugt normalerweise die Konditionen des Nordsahels bis zum Wüstenrand. Auch sie ist in die „grüne Falle“ geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raubtiere und zwar Schakal, Streifenhyäne, Sandfuchs und Wildkatze, bilden eine beachtliche Gruppe und weisen auf zahlreiche Beutetiere hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schildkröten kommen nur in der El Adam Phase vor, wahrscheinlich ist diese leichte Jagdbeute von den ersten Siedlern Kiseibas bereits ausgerottet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist das Vorkommen von Feldratten. Sie sind ein Indikator für Ackerbau. Die ersten Exemplare erscheinen gemeinsam mit Gerste in der El Nabta Phase. Eine Zunahme ist im mittleren Neolithikum zusammen mit Gerste und Weizen zu erkennen. Wie mir ein Rattenbekämpfungs Spezialist der deutschen Entwicklungshilfe mitteilte, sei ihr Fleisch für den menschlichen Verzehr geeignet und sehr wohlschmeckend. Das gilt im übrigen auch für das Stachelschwein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rinder oder Büffel. Großboviden, ob nun domestizierte Rinder oder Wildtiere, brauchen regelmäßig Wasser und vor allem Mengen an Grünfutter. Der Mensch kann zwar Brunnenlöcher ausheben um Tränken zu schaffen aber er kann das Futterwachstum nicht beeinflussen.&lt;br /&gt;
Rinderherden werden z.B. in der Region Agadez im Niger auch außerhalb der 400mm Isohyete angetroffen in diesem Fall bei 200mm aber das sind nur kurze Gastspiele um das spärliche Wachstum unmittelbar nach der Sommerregenzeit zu nutzen. Schnell ziehen Hirt und Herde weiter südwärts zur Grenze nach Nigeria.&lt;br /&gt;
Einen Vorteil für die Viehhaltung am Westrand des Air Gebirges bilden die von den Höhen abfließenden Corys, die vor allem Ziegen und Schafen eine Lebensgrundlage durch die Uferbewachsung bieten. An besonders günstigen Stellen bilden sich Gueltas, permanente Wasserlöcher, die als Tränken genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier die Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das unregelmäßige Auftreten von Straußeneischalen lässt sich durch Deflation erklären. Die Schalen sind leicht und werden an exponierten Orten vom Wind weggeblasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gazellen und Hasen sind relativ kleine Tiere und lassen sich unproblematisch mit Schlingen oder durch Steinschleudern erlegen. Sie werden vollständig ins Lager gebracht und erst dort zerteilt. An ihrer Jagd können sich auch Frauen und Jugendliche beteiligen. Wenn die Jäger weit außerhalb des Lagers größere Beutetiere erlegt hatten, wurde Tier, wie schon weiter oben beschrieben, an Ort und Stelle zerlegt und nur Teile ins Lager gebracht. Das ist eine mögliche Erklärung für die Mengenverteilung der Knochen verschiedener Taxa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon für die bedeutenden Fundstellen von Abu Tartur und das Arbeitsgebiet der BOS und ACACIA Missionen der Kölner Universität gilt auch für Nabta und Kiseiba folgendes:&lt;br /&gt;
Menschen besiedeln keinen Raum, der nur marginale Möglichkeiten zum Überleben bietet, wenn attraktive Alternativen mit wesentlich höheren Niederschlagsmengen als die für den CPE Bereich postulierten, zur Auswahl stehen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Einfluss_des_Klimas&amp;diff=5571</id>
		<title>Einfluss des Klimas</title>
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				<updated>2021-12-27T10:03:38Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Das Bir Kiseiba Paradoxon. */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Das postpleistozäne Klima Abu Tarturs während der steinzeitlichen Besiedlungsperiode.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der hyperariden Endphase des Pleistozäns setzten in der westlichen Wüste Ägyptens vor rund 11.000 Jahren Regenfälle ein, die das Land erneut ergrünen ließen und so den einwandernden Menschen einen Lebensraum boten, der gegenüber dem Niltal im Osten und den feuchten Savannen in der Höhe des Wadi Howar im Süden, klare Vorteile auf seiner Seite gehabt haben musste. Wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, hätten die Einwanderer günstigere Klimazonen gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf seine Siedlungsqualität untersuchte geographische Raum hat sein kulturelles Zentrum in Abu Tartur (30°10’ Ost / 25°30’ Nord, Mittelwerte) reicht aber vom 24. bis zum 27. Breitengrad Nord und von der Großen Sandsee bis zu den Kharga Oasen.&lt;br /&gt;
Da es der Zweck dieses Kapitels ist, das Klima während der steinzeitlichen Phasen des Holozäns zu rekonstruieren, müssen zunächst die geomorphologischen Gegebenheiten und das quartärgeologische Sedimentations- und Deflationsgeschehen untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflation ist in ariden Klimagebieten in höchstem Maße an der Gestaltung der Oberflächen beteiligt.&lt;br /&gt;
Jährlich fliegen aus der Sahara rund 250 Millionen Tonnen Wüstenstaub nach Westen in Richtung Atlantik und nach Süden fallen vor der Küste Westafrikas Jahr für Jahr weitere Abermillionen Tonnen in den Ozean (GEO Kompakt 19).&lt;br /&gt;
In der westlichen Wüste Ägyptens weht der Wind hauptsächlich aus nördlichen Richtungen, wie die Dünenzüge der großen Sandsee und des Abu Muharig anschaulich belegen. Auch die Orientierung von Sicheldünen gibt die vorherrschende Richtung der Winde an.&lt;br /&gt;
Während des Weges über die ausgetrockneten Flächen wird vom Wind nicht nur Sand transportiert sondern in weit höherem Maße Staub.&lt;br /&gt;
Schon geringe Luftbewegungen wirbeln das feine Lockersediment der Böden auf und verfrachten es nach Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Staubsturm_Abu_Tartur_1985.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Staubsturm Abu Tartur, 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflationsraten hängen neben der Stärke und der Häufigkeit des Windes vor allem von der Oberflächenart ab. Sie wird bei festem Gestein gering sein, bei Böden jedoch hoch. Eine Rolle spielen ebenfalls die geomorphologischen Gegebenheiten, die in Ebenen dem Wind freien Raum geben, in Gebirgen hingegen abbremsen.&lt;br /&gt;
Für die Oase Kharga sind Raten von bis zu 8 mm/Jahr gemessen worden.&lt;br /&gt;
Die Tabelle zeigt auf der Abszisse die Zeit und auf der Ordinate die angenommenen Bodenmächtigkeiten. Drei verschieden starke Deflationsraten sind im Koordinatensystem eingezeichnet und zeigen wie lange Böden der Deflation standhalten.&lt;br /&gt;
Nach dieser Tabelle wären heute selbst bei einer minimalen Deflationsrate von durchschnittlich 0,5 mm/Jahr Böden von ursprünglich drei Metern Mächtigkeit vollständig ausgeräumt, falls der Abtragungsprozess 6000 BP beginnen würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen auf dem Abu Tartur Plateau sind größtenteils an flache, mit terra-rossa Böden gefüllte Senken gebunden. Auf der Hochfläche überragen die umgebenden Hügel das Tiefste der Senke nur um wenige Meter. Ähnliche Verhältnisse existieren im Westen des Plateaus in der Nähe der Dakhla Oasen. (Siehe Waldhoff „Spectral analysis of remote sensing data for geomorphological, geological and geoecological research in arid Africa”. Seite 91 Atlas of  cultural and environmental change in arid Africa. 2007 O. Bubenzer, A. Bolten, F. Darius  Herausgeber).&lt;br /&gt;
Die von Waldhoff als playa deposits bezeichneten Ablagerungen sind als Rotböden anzusprechen wie die Oberflächenstruktur des Plateaus nahe legt.&lt;br /&gt;
Es kann von einer Pedogenese auf der Gesamtfläche des Plateaus ausgegangen werden obwohl z.Zt. nur größere Flächen von Abu Tartur und der Südwestecke des Plateaus bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Abu_Tartur_Lageskizze_Gesamt.png|600px|Lageskizze Abu Tartur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Abu Tartur Gesamtübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Possible_development.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Mögliche Entwicklung der Bodenbildung und Abtragung durch exogene Kräfte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Spectral_analysis_2007.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Spektral Analyse im Süd-Westen des Abu Tartur Massivs, G. Waldhoff, 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeitpunkt der Bodenbildung ist wie für die Playas am Fuße des Plateaus, das frühe Holozän ab etwa 11.000 BP, da vorher, während der letzten 60.000 Jahre des Pleistozäns ein hyperarides Klima mit starker äolischer Aktivität herrschte, durch welche der harte Kurkurkalkstein poliert und die heutigen flachen Senken ausgeschliffen wurden. („From 70.000 bp until perhaps 12.000 bp, the sahara was hyperarid and seemingly devoid of life.&amp;quot; In: The Middle Paleolithic of North Africa. A Status Report by F. Wendorf and R. Schild. In: New light on the Northeast African Past. Köln 1992.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wäre verfehlt von Paläoböden (Pleistozän) auszugehen, da bei den hohen Deflationsraten ein feinstkörniger, weicher, ungeschichteter Boden während der großen Zeiträume ausgeräumt worden wäre. Hinzu kommt das Vorhandensein von eingebetteten holozänen Artefakten. Pleistozäne Werkzeuge kommen in den Böden nicht vor, allenfalls werden einige wenige Aterienspitzen und verstreute Levalloisabschläge auf der steinigen Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
Die dünnen Schichten rezenter pelitischer Sedimente sind wie das Ausgangsgestein hellgrau gefärbt, unter den heutigen hyperariden Konditionen ist nichts anderes zu erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Dolineneinbrüchen auf dem Kalksteinplateau, vor Deflation weitgehend geschützt, lassen sich solche hellgrauen Schichten auf Fundstellen wie 0003/84, 0004/84, 0026/84 und anderen beobachten.&lt;br /&gt;
Gräbt man einige Dezimeter tief in diesen Schichten, so verändert sich die Farbe des Sediments in ein Rosagrau oder ein Grau mit einem schwachen Hauch Rot. Diese Mischfarbe tendiert immer stärker nach Rot je tiefer in die Schichten vorgedrungen wird.&lt;br /&gt;
Der eigentliche Fundplatzboden ist durch rotbraune, playaähnliche Färbung gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
Das kontinuierliche Abnehmen der Rubefizierung vom liegenden zur Oberfläche hin veranschaulicht eine langsame Verringerung der Winterniederschläge und belegt eine holozäne Bildung der Ablagerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Befund ist nicht durch Fotos oder Zeichnungen dokumentiert worden. Diese Fundstellen sind jedoch ohne große logistische Aufwendungen aufzufinden und jeder Klimaforscher oder Berufsarchäologe könnte an Ort und Stelle diese Beobachtungen verifizieren.&lt;br /&gt;
Es wäre von großer Bedeutung, denn hier liegt der Beweis für eine holozäne Bildung der terra rossa Böden auf dem Plateau und damit auch der Rotböden in der Sandsteinebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres bedeutendes Rotbodenvorkommen liegt in der Sandsteinebene rund 50 km westlich der Asphaltstraße Esba el Gaga – Baris – Esba Maks el Qibli oder 70 – 100 km südlich von Abu Tartur (CONOCO Sheet Baris 1:250.000 by G. Poehlmann et al. TFH Berlin 1982).  &lt;br /&gt;
Zwei durch Sandbedeckung getrennte Restflächen mit einer Größe von ca. 300 km² lassen ahnen wie dieser Teil der Vollwüste zu Beginn der holozänen, steinzeitlichen Besiedlung ausgesehen haben mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Roeper qualifizieren die Ablagerungen in der „Roten Wüste“ in ihrem Artikel „The Libyen (Western) desert and northern Sudan during the late Pleistocene and Holocene“ als pelitic sediments.&lt;br /&gt;
Holzkohle von der Oberfläche wurde auf 9260 +- 370 BP bzw. 7790 +- 340 BP datiert. Im Sediment eingeschlossene Straußeneischalen ergaben Werte von 7280 +- 110 BP und 6760 +- 70 BP. &lt;br /&gt;
H.P. Uerpmann analysierte die gefundenen Knochen. Neben gazella dorca und gazella dama kommen ein mittelgroßer bis großer Bovide vor, caprinae, ammotragus und lepus capensis und struthio.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch G. Ulbrich (vormals GTZ), der die rote Wüste aus eigener Anschauung als eine eintönige Ebene im nubischen Sandstein, zum Teil mit Sandfeldern und stellenweise einigen Hügeln durchsetzt, kennt, bestätigt den Bodencharakter der roten Sedimente. &lt;br /&gt;
Ein weiteres gutes Beispiel für die Einbettung von Artefakten bietet in Abu Tartur Playa Ingrid, Fundplätze 1014/82 und 1019/82, wo Mengen von holozänen Werkzeugen von der Reibschale bis zum feinsten Bohrer oberhalb der Playaablagerungen von sandigen Rotböden umschlossen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rubefizierungen von Sanden werden ebenfalls aus der Großen Sandsee beschrieben (H. Besler, O. Bubenzer) wobei die chemische Verwitterung der Quarze im Norden (26°40’N) stärker war als an den Messpunkten weiter südlich (25°30’N).&lt;br /&gt;
Ferner sind Restböden und Rotfärbungen aus Djara 98/20 bekannt. H. Besler beschreibt einen Profilschnitt wie folgt : „... die im Profil auftretenden Wurzelstrukturen (wahrscheinlich Schilf) belegen das ehemalige Fußen dichterer Vegetation. An der Basis (Kontaktzone von Kalkstein und Playasedimenten, Anm. des Verfassers) treten Lösungshohlformen im anstehenden Kalkstein auf, die z.T. mit rekristallisiertem Kalzit, z.T. mit einem leuchtend roten, sandigen, bodenartigen Sediment gefüllt sind. Auf den umliegenden Hängen des Beckens wurden in windgeschützten Lagen vergleichbare Sedimente vorgefunden, die als Reste einer ehemaligen initialen Bodenbildung gedeutet werden können“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beschreibung deckt sich mit meinen eigenen Beobachtungen, wobei noch hinzuzufügen wäre, dass sich die Kalzitkristalle nur in einem dauerfeuchten Milieu bilden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Günstige Voraussetzungen zur Bildung und Konservierung von nicht lateritischen Rotböden sind geringe Höhenunterschiede, wie sie auf dem Plateau und in der Sandsteinebene gegeben sind und ein wechselfeuchtes Klima, wie es in afrikanischen Savannen vorherrscht, z.B. im Sudan in der Höhe des 12. Breitengrads Nord, wo heute noch Bedingungen herrschen, unter denen sich Rotböden bilden können. Eine dieser Bedingungen ist eine Niederschlagsmenge von mehr als 500 mm Sommerregen im Jahr oder äquivalenter Winterregen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Bodenart im behandelten Raum ist das pelitische Sediment mit äolischen Einträgen, die Playaablagerung.&lt;br /&gt;
Es ist zu unterscheiden zwischen Seen und Seeablagerungen mit Kalkkrustenbildung und reichlichen biologischen Einträgen einerseits und Playabecken mit nur geringen Resten aquatischer Fauna und Flora und fehlender Kalkausfällungen andererseits. Erstere liegen südlich des Wendekreises und westlich auf libyschem Gebiet und stehen oder standen in Verbindung mit den zu Beginn des Holozäns höheren Grundwasserspiegeln, eine Tatsache, welche einen gleichmäßigen Wasserstand begünstigte, der wiederum Strände und einen Bewuchs der Seeränder erlaubte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus hydrogeologischen Gründen, der Grundwasserspiegel in Abu Tartur z.B. liegt heute bei rund 1000 m Tiefe und war auch im Frühholozän nicht viel höher, dürften die nördlich des Wendekreises und östlich der libyschen Seebildungen gelegenen schluffig- tonigen Sedimente in Endpfannen gebildet worden sein, in Geländehohlformen, die im Pleistozän durch Deflation ausgeschliffen worden sind.        &lt;br /&gt;
Da die dort gesammelten Wassermengen vom Grundwasser getrennt waren, konnten die Wasserspiegel stark variieren und so weder Strände noch regelmäßigen Randbewuchs bilden. Störend auf  Leben im oder unmittelbar am Wasser konnte sich auch die hohe Dynamik beim Wassereintrag auswirken. Die relative biologische Armut der Sedimente sagt demnach nichts über die vorhandene Wassermenge oder die Dauer der Verfügbarkeit von Oberflächenwasser aus. Die Höhe der Niederschlagsmenge, die mittlere Verdunstungsrate und die Speicherkapazität der Playaböden sind hier die ausschlaggebenden Größen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Abu Tartur könnte die Playa Renate / Vera mit einer Fläche von ca. 11 km² und einer Restmächtigkeit von bis zu 29 m dienen (seismische Messung durch Burkhardt TU Berlin in Pachur und Roeper „The libyan (western) desert and northern Sudan during the late pleistocene and holocene“ 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Masse der Sedimente liegt im 100 Millionen Kubikmeterbereich und bei einer Speicherkapazität von lediglich 5 % freiem Wasser und Brunnen von 3 m Tiefe stünde rein rechnerisch eine tägliche Wassermenge in der Größenordnung von einigen 100.000 l zur Verfügung. In dieser Annahme wird nur von untertägigem Speicherwasser ausgegangen. Oberflächenwasser wäre somit für die Versorgung großer Gruppen mit Haustieren nicht nötig gewesen. Das Tiefste des Playakörpers wäre in jedem Fall dauerhaft feucht gewesen.&lt;br /&gt;
Bestätigt wird die Speicherkapazität der Playas von Wendorf / Schild in „Cattle Keepers“ Seite 16 und Seite 22 (Analysen von B. Winter, Institut of Basic Geology, Warsaw University). Ferner von A.E. Close auf Grund ihrer Beobachtungen in Nabta Playa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann schreibt dazu in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ Seite 120 Zitat : „Wichtig ist vielmehr, dass die Wadisedimente eine gewisse Mächtigkeit erreicht haben, so dass die tiefer gelegenen Schichten gegen Austrocknung geschützt sind (Kassas 1952)“. Die Fähigkeit Wasser im Playakörper zu speichern wird durch die Struktur der Sedimente begünstigt. Sandige Lagen wechseln sich mit tonig- schluffigen ab. Während der Sand das Wasser weiterleiten und speichern kann, vermindern die tonigen Schichten die Evaporation.&lt;br /&gt;
Drei Aufschlüsse in Abu Tartur zeigen neben der Wechsellagerung auch mächtige Pakete ungeschichteten, tonigen Materials von dunkel rötlichbrauner Farbe. Diese werden als Niedrigenergie- Sedimente bezeichnet und lassen auf  sanften, regelmäßigen Regen schließen, in unserem Fall auf Winterregen. Da diese Art von Ablagerungen bis in den Gilf Kebir reicht, kann von Winterregen in der gesamten westlichen Wüste ausgegangen werden. In weiten Teilen der östlichen Sahara kommt es also zu einer Überlappung von tropischem Sommerregen und mediterranem Winterregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Playasedimente Abu Tarturs würden es durch ihre Mächtigkeit erlauben die im Gilf Kebir gewonnenen Erkenntnisse über das Klimageschehen während der steinzeitlichen Phase des Holozäns zu ergänzen, zumal auch hier ein zusätzlicher Eintrag durch Quellen auszuschließen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Flora==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Beurteilung der Flora im behandelten Raum wird häufig die Studie von K. Neumann in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ (1989 R. Kuper Herausgeber) herangezogen.&lt;br /&gt;
Auf einem Nord- Süd Transekt von ca. 1500 km Länge, das entspricht der Entfernung Hamburg – Rom, sind Holzkohlenproben von sechs Fundgebieten berücksichtigt worden. Diese sind für den südlichen Teil das Laqiya Gebiet, Selima Sandsheet und Gilf Kebir für die Periode um 5700 BP. Zu dieser Zeit war der Raum um den 25. Breitengrad Nord weitestgehend von Menschen verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den nördlichen Teil des Transekts wurden der Gilf Kebir, Abu Ballas (Mudpans) und Sitra für die Zeit um 7000 BP bis 6500 BP ausgewählt. Gegen 6400 BP wurden letzte Playabildungen gemessen, die Bezugsperiode liegt also am Ende der Feuchtphase für die Region um den 25. Breitengrad Nord. Außerdem sind Proben aus der großen Sandsee (Abu Minqar) und dem Wadi Howar eingeflossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berücksichtigt wurden lediglich die Analysen von Hölzern, die wichtige, klimaanzeigende Kraut- und Grasvegetation konnte nicht untersucht werden. Feuerhölzer unterliegen einer Selektion durch den Menschen und sind daher weniger geeignet ein Klimaprofil zu erstellen.&lt;br /&gt;
Eines der Resultate besagt, dass die Mudpans ein vorgeschobener Außenposten sahelischer Taxa seien. Eine Holzkohlenprobe von Djara (S. Nussbaum) verschob diesen Vorposten des Sommerregens um ca. 300 km nach Norden. Nicht berücksichtigt wurde die frühe Phase des Holozäns von 11.000 BP bis 7000 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann räumt denn auch ein, dass die Anzahl der Messpunkte zu gering, die nicht untersuchten Zwischenräume zu groß und die Menge und Qualität der Holzkohlen nicht immer ausreichend waren.&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage ihrer exzellenten, wenn auch, wie sie selbst sagt, nicht vollständigen und umfassenden Arbeit, kann dennoch gut aufgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezählten Holzkohlenstücke der einzelnen Taxa zeigen für das Gesamtgebiet des Transekts eine Dominanz von zwei Gehölzen. Tamarisken plus Akazien erreichen im Norden (Siwa- Qattara) 97,8 %, in Abu Minqar 100 %, in der glass area 97,7 % und in den Mudpans 93,0 %.&lt;br /&gt;
Im Gilf Khebir ist der Prozentsatz mit 76,1 % wesentlich geringer obwohl hier eine zusätzliche Menge von acacia albida mitgezählt worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Feuerstellen im Selima sandsheet ergeben 83,4 % und im Laqiya Gebiet 55,8 %. Für den Wadi Howar (Djabarona) steigt der Anteil wieder auf 94,5 %, wenn die Früchte der celtis intergrifolia nicht eingeschlossen werden. Mit Früchten sinkt der Anteil auf 62,5 %.&lt;br /&gt;
Wie schwierig es sein kann Schlüsse aus dem Vorkommen von Gehölzarten zu ziehen, zeigen zwei benachbarte Fundplätze in Mudpans mit ähnlicher Zeitstellung. Zum Vergleich wird ein weiterer, in der Nähe liegender Fundplatz, der etwas jünger ist, aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; max-width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Fundplatz&lt;br /&gt;
!Acacia sp.&lt;br /&gt;
!Tamarix sp.&lt;br /&gt;
!Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
!Salvadora persica&lt;br /&gt;
!Maerua crassifolia&lt;br /&gt;
!Leptadenia pyrotechnica&lt;br /&gt;
!Cassia senna&lt;br /&gt;
!Rubiaceae&lt;br /&gt;
!Ziziphus sp.&lt;br /&gt;
!Grewia tenax&lt;br /&gt;
!Grewia villosa&lt;br /&gt;
!Calotropis procera&lt;br /&gt;
!Acacia albida&lt;br /&gt;
!Balanites aegyptiaca&lt;br /&gt;
!Boscia senegalensis&lt;br /&gt;
!Capparidaceae&lt;br /&gt;
!Capparis decidua&lt;br /&gt;
!Celtis integrifolia&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Summe Taxa&lt;br /&gt;
!Summe Proben&lt;br /&gt;
!Acacia inkl. Albida (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix und Acacia (%)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Qattara – Siwa&lt;br /&gt;
|271&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|278&lt;br /&gt;
|97,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Ain Dalla&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Abu Minqar&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Glass area&lt;br /&gt;
|170&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|174&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Mudpans &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!83/39&lt;br /&gt;
|284&lt;br /&gt;
|988&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1279&lt;br /&gt;
|22,2&lt;br /&gt;
|77,2&lt;br /&gt;
|99,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/56&lt;br /&gt;
|1062&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1109&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|0,01&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/50-1 &lt;br /&gt;
|1403&lt;br /&gt;
|349&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|1980&lt;br /&gt;
|70,8&lt;br /&gt;
|17,6&lt;br /&gt;
|88,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Mudpans&lt;br /&gt;
|2749&lt;br /&gt;
|1355&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|41&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|4368&lt;br /&gt;
|62,9&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|93&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Akdar&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|758&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|85&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|889&lt;br /&gt;
|5,1&lt;br /&gt;
|85,3&lt;br /&gt;
|90,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Bakht&lt;br /&gt;
|28&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|438&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1332&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Gilf Kebir&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|782&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|523&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|2221&lt;br /&gt;
|40,9&lt;br /&gt;
|35,2&lt;br /&gt;
|76,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Burg et Tuyur&lt;br /&gt;
|357&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|551&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Djebel Kamil&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|26&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Bir Misaha&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Selima&lt;br /&gt;
|384&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|579&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 1&lt;br /&gt;
|196&lt;br /&gt;
|852&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|36&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|119&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|665&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2058&lt;br /&gt;
|9,5&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|50,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 2&lt;br /&gt;
|53&lt;br /&gt;
|46&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|205&lt;br /&gt;
|25,9&lt;br /&gt;
|22,4&lt;br /&gt;
|48,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Sahal&lt;br /&gt;
|116&lt;br /&gt;
|153&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|275&lt;br /&gt;
|42,2&lt;br /&gt;
|55,6&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Laqiya&lt;br /&gt;
|365&lt;br /&gt;
|1051&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|54&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|134&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|733&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2538&lt;br /&gt;
|14,4&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|55,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Howar &lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|182&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!(Djabarona)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|(93)*&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|*&lt;br /&gt;
|(275)&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!25° N&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während 83/39 und 85/50 –1 ein ähnliches Verteilungsmuster mit einem Tamariskenanteil von über 70 % zeigen, kommt auf dem Fundplatz 85/56 Tamariske aus unbekannten Gründen praktisch nicht vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Akazie %'''|| '''Tamariske %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/39|| 7360-8260||22,20||77,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/56||7370-7700||95,80||0,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||85/50-1||6880-7000||17,60||70,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleicht man Hölzer und andere Pflanzen verschiedener Gebiete der östlichen libyschen Wüste miteinander, so fällt auf, dass im Norden um den 25. Breitengrad Nord die Anzahl der Gehölztaxa höher ist als im Süden in Höhe des 20. Breitengrads Nord. Der Norden ist ebenfalls an Gräsern und Kräutern reicher als der Süden.&lt;br /&gt;
Unter 25° N sind Taxa der Masara C Phase am südwestlichen Ausläufer des Abu Tartur Massivs, die von M. Mc Donald veröffentlicht wurden, zusammengefasst mit den Ergebnissen von Chufu und Kharafish (H. Riemer) und soweit verfügbar von Eastpans 95/2 (B. Gehlen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Holzprobe.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kernprobe Akazie, Abu-Muharik-Plateau, 2000, Foto: H. Riemer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner fließen drei von K. Neumann untersuchte Proben von Abu Tartur ein.&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°14’Nord – 30°03’Ost, nicht datiert, Acacia&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°23’Nord – 30°05’Ost, nicht datiert, Tamarix&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°20’Nord – 30°09’Ost, nicht datiert, Maerua crassifolia, Leptadenia pyrotechnica, Acacia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Steinplätze liegen weit außerhalb der Playagebiete in der Nähe der Asphaltstraße von Kharga nach Dakhla.&lt;br /&gt;
Eine weitere Analyse wurde vom Labor Köln unter der Nummer 3.741 Probe C – 1.638 erstellt. Die Bestimmung ergab ausschließlich Acacia. Das Alter wurde mit 7.370 +- 70 BP angegeben. Fundort ist der Plateauplatz 0011/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund von Analysen einer Kohlen- und Aschenschicht aus der Tropfsteinhöhle von Djara (K. Kindermann) konnte S. Nussbaum eine Vegetationsform feststellen, die als Anastatica hieruchuntica – Anabasis articulata Vergesellschaftung bezeichnet wird. Dazu bemerkt die Autorin : „The dwarf shrub communities thrive under a semiarid* climate regime with seasonal precipitations as presently occurs along the Mediterranean coast of Egypt“.&lt;br /&gt;
Diese Niederschlagsmenge beträgt 150 mm Winterregen (Siehe auch H.D. Müller, Gerstenanbau).&lt;br /&gt;
Katharina Neumann (1989) schreibt dazu : „Jedoch reichen wahrscheinlich die 150 mm Winterniederschlag, die maximal an der marmarischen Küste fallen (Station Marsa Matruh : 144 mm/Jahr), nicht aus, um eine permanente, natürliche Gehölzvegetation zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
Außer dieser Zwergstrauch- Gesellschaft wuchsen aber in Djara &amp;gt; 50 % Tamarix, &amp;lt; 10 % Acacia und &amp;gt; 25 % Capparaceae. &lt;br /&gt;
Daraus geht hervor, dass die Niederschlagsmengen höher als 150 mm Winterregen/Jahr gewesen sein muss !&lt;br /&gt;
Ob diese zusätzliche Menge Wasser nun auf den nachgewiesenen Sommerregen (Capparaceae) oder auf stärkeren Winterregen zurückzuführen ist, bleibt vorerst unklar.&lt;br /&gt;
(* semiarid &amp;gt; 200 mm Winterregen nach Bubenzer und Ritter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger als 500 mm Niederschlag im Jahr spricht man von semiariden Gebieten --- S. Hölzl, M. Kölbl-Ebert in „die wüste“, Begleitbuch zur Landesausstellung im Lokschuppen Rosenheim. 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8 bis 10 Trockenmonate und weniger als 600 mm Sommerregen bzw. 400 mm Winterregen Niederschlag im Jahresmittel.&lt;br /&gt;
(H. Mensching in : „Sahara, 10.000 Jahre zwischen Weide und Wüste“, Museen der Stadt Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche, an Winterregen gebundene Zwergstrauchgesellschaft von Anastatica und Anabasis, die in Djara angetroffen wurde, findet sich in Kharafish am Südrand des Plateaus wieder. Logischerweise muss dann auch für die Zone von Djara bis zum 25. Breitengrad Nord die Niederschlagsmenge von ca. 150 mm Winterregen, die zum Gedeihen dieser Assoziation unabdingbar ist, eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
Der im nubischen Sandstein gelegene Fundplatz Chufu weist Chenopodiaceae auf und verweist damit ebenfalls auf nördlichen Einfluss. Chufu ist, falls gleich hohe Niederschläge wie für das nicht weit entfernte Kharafish angenommen werden, durch höhere Temperaturen und durch seine Lage in der Sandsteinebene, also durch das Substrat, bevorzugt und kann zusätzlich vor allem südsahelische Gehölze wie Boscia senegalensis ausbilden.&lt;br /&gt;
Größere Mengen von Hangwasser und breite, tiefe Wadikanäle, welche die sahelischen Gehölztaxa dauerhaft mit oberflächennahem Grundwasser hätten versorgen können, waren in Chufu nicht zu erwarten, da die Einzugsgebiete relativ unbedeutend sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Identifizierte Taxa der Fundplätze Djara, Kharafish und Chufu'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||  '''Chufu'''|| '''Kharafish'''|| '''Djara'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| Acacia sp.	|| Acacia sp.	&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||Capparidaceae||Capparidaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix||Acacia nilotica||Tamarix&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cornulaca||Anastatica hieruchuntica||Anastatica hieruchuntica&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis ||Shouwia||Monokotyledone&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||Anabasis / Haloxylon||Zilla spinosa&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||Citrullus||Gramineae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Shouwia||Hordeum vulgare||Amaranthaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Farsetia stylosa||Panicum||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia sp.||Paniceae||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Thesium||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M. Mc Donald beschreibt in den „Oasis Papers 3“ (2003) die Vegetation während der Masara Phase, die ungefähr von 9000 bis 8200 BP dauerte, in etwa folgendermaßen : Zwölf Baum- Straucharten sind identifiziert worden, darunter : Acacia nilotica, Balanites aegyptiaca, Calotropis procera, Capparis decidua, Leptadenia pyrotechnica und Salvadora persica. Neun Taxa kommen auf den weit außerhalb der Dakhla- Oasen liegenden Fundstellen 260 und 308 vor. Sieben verschiedene Taxa waren es von 264 und 265 und fünf vom Fundplatz 300.&lt;br /&gt;
Auf dem jüngeren Fundplatz 263 A (7730 +- 110 BP) kommen ebenfalls neun Gehölz- und Strauchtaxa vor.&lt;br /&gt;
Kräuter und Gräser sind mit 49 Typen vertreten unter anderem Portulaca oleracea, ein essbares Kraut, welches offene, feuchte Standorte bevorzugt (Seit der Römerzeit wächst diese Pflanze ebenfalls im Rheinland).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum Abu Tartur weist eine nahezu permanente Besiedlung von 9120 BP bis 6420 BP, das sind 2700 Jahre, auf. Durch weitere C14 Daten, das nötige Material ist vorhanden, könnten sowohl ältere als auch jüngere Fundstellen bestimmt werden.&lt;br /&gt;
An der Oberfläche wurden mehr als 20.000 Werkzeuge beobachtet. Rund um die Playas wurden 459 Reibschalen und 2114 Läufersteine gefunden. Auf dem Kalksteinplateau sind es 18 Reibschalen und 61 Läufersteine neben einer großen Menge von Sandstein- Bruchstücken, die in jedem Fall auf Mahlwerkzeuge zurückgeführt werden können.&lt;br /&gt;
Diese Massierung von steinzeitlichem Mahlwerkzeug ist einmalig in Ägypten und bezeugt in indirekter Weise klimatische Bedingungen, unter denen Getreide und / oder Wildgetreide wachsen und reifen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge der aufgelisteten Herdstellen beträgt in der Ebene 1480 und auf dem Plateau 134, hinzu kommen noch die Feuerstellen, die unter Playasedimenten oder Hangschutt verborgen sind und die völlig der Deflation zum Opfer gefallen sind und die nur noch an der Rotfärbung des Untergrunds nachzuweisen sind. Wie schon die Menge der Mahlutensilien und die Masse der Werkzeuge, so ist auch die Konzentration von Herden ohne Vorbild in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auszuwertende biologische Material, welches hier verborgen liegt, übersteigt bei weitem alles was bisher auf diesem Gebiet zur Verfügung gestanden hat.&lt;br /&gt;
Für Eastpans 95/5 schreibt B. Gehlen zu dem botanischen Material : „Unter den Samen und Pflanzenresten befinden sich acht wilde Grasarten, die noch heute von den Tuareg in der westlichen Sahara als Nahrungsmittel genutzt werden. Die meisten dieser Gräser sind auch aus prähistorischen Fundstellen in Farafra und Nabta bekannt, so unter anderem Reste von wildem Sorghum“.&lt;br /&gt;
H. Barakat, die 95/2 untersucht hat, rekonstruiert auf Grund der botanischen Funde eine relativ feuchte Umwelt mit dichter Grasvegetation. An Gehölzen wurden Acacia sp. und Ziziphus sp. identifiziert. Das Alter der Fundstelle ist 6133 +- 30 BP (U + C 5757) und damit relativ jung wenn man davon ausgeht, dass nach Pachur und Roeper in diesem Raum die Playabildung gegen 6400 BP abgeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pflanzenreste verschiedener Fundplätze== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Bäume und Sträucher'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Mudpans'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix sp.||X||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Salvadora persica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Maerua crassifolia||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cassa senna||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ziziphus sp.||X||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Grewia tenax||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Balanites aegyptiaca||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caparis decidua||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||X ?||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||X ?||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Crucifereae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Malvaceae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Phoenix dactilifera||X||||||X ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Leptadenia pyrotechnica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Kräuter und Gräser'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Chencrus pennisetum|| || X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bracharia||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Digitaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gramineae||||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Panicum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Setaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sorghum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperaceae||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Portulaca oleracea||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus maritimus||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum vulgare||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa colona||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chencrus||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus Schoenoplectus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rumex||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Curcurbi taceae||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Arnebia||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anabasis||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anastatica hieruchuntica||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum hexastichon nudum||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Triticum sp.||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
                                                      &lt;br /&gt;
'''Anzahl der Gehölztaxa'''                                                      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Lage'''|| 20°N|| 21°N||23°N||24°N||25°N&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Anzahl'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 14||||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||12||X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10||||X||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6|||||||X|||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||0||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''|| '''Laqiya'''|| '''Selima'''|| '''Gilf Kebir'''|| '''Mudpans'''|| '''25°N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regenfeldbau in der Ostsahara zur Zeit der postpleistozänen Feuchtmaxima== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die agronomische Trockengrenze für den Regenfeldbau verläuft im Süden der Sahara nach H. Mensching ungefähr auf der Linie Dakar – Niamey – Fort Lamy – Darfur auf der Höhe des 12. Breitengrads.&lt;br /&gt;
Im Norden der Sahara sind lediglich die küstennahen Gebiete und die sich anschließenden Gebirgsregionen Algeriens, Marokkos und Tunesiens geeignet.&lt;br /&gt;
Diese Grenzen werden aber heute schon um 100 km im Maghreb und 200 km im Sahel überschritten. &lt;br /&gt;
H. Mensching definiert die agronomische Trockengrenze dahingehend, dass sie bei etwa 300 mm Winterregen oder 500 mm Sommerregen zu suchen sei, wobei die Niederschläge auf  4 bis 5 Monate im Jahr verteilt sind.&lt;br /&gt;
Versuche im Norden Ägyptens von H.D. Müller haben ergeben, dass bei einem Minimum von 150 mm Winterregen Gerste ihre Körnerfrüchte voll ausbilden kann. Hier sind aber schon ausgewählte Felder eingeschlossen, die zusätzlich kolluviales Wasser erhalten.&lt;br /&gt;
Französische Wissenschaftler ( P. Pfeffer, Y. Monnies und Ph. Taquel ) definieren die Zonen von der Wüste bis zu den tropischen Gefilden wie folgt :&lt;br /&gt;
* Unter 100 mm Sommerregen Wüste.&lt;br /&gt;
* Von 100 bis 300 mm Nordsahel, der Regen fällt jedes Jahr und verteilt sich auf einen Monat. Das „Grün“ wird von Kamelen abgeweidet (z.B. Agadez 200 mm und 21 Tage Regen pro Jahr Anm. des Verfassers).&lt;br /&gt;
* Von 300 bis 500 mm Südsahel, der Regen ist über zwei bis drei Monate verteilt, Bäume tauchen auf und Viehzucht ist möglich.&lt;br /&gt;
* &amp;gt; 500 mm Beginn der tropischen Zone, der Regen verteilt sich über 100 Tage im Jahr, Ackerbau ist möglich, Hirse und Erdnüsse können wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Einteilung stimmt weitesgehend mit der Definition H. Menschings überein.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Nahen Osten von den Zagrosbergen bis ins anatolische Hochland und entlang der Mittelmeerküste Palästinas wuchsen die Wildformen von Gerste und Weizen bei einem durchschnittlichen, jährlichen Niederschlag von über 300 mm. Diese Ressource wurde von ca. 11.000 BP bis 8000 BP von den dort lebenden Menschen genutzt. Frühe dörfliche Siedlungen sind von Osten nach Westen Ali Kosh, Ganj Dareh, Jarmo, Cayöun, Canhasan, Catal Hüyük und Hacilar. Im Bereich der Mittelmeerküste liegen Ras Shamra, Tell Ramad Munhata und Jericho. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ackerbau gelangte um 8000 BP bis 6000 BP in die Euphrat- und Tigrisebene, wo mit künstlicher Bewässerung experimentiert wurde, da das Gebiet außerhalb der 300 mm Isohyete lag. Wahrscheinlich wurden Gerste und Weizen von Palästina ins Nildelta und weiter in den Süden Ägyptens gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon um ca. 8100 BP bis 7900 BP tauchen Gerste in domestizierter und wilder Form in Nabta Playa und etwas später um 7700 – 6200 BP Gerste und Weizen in Nabta und Kiseiba auf (El Hadidi 1980, Stemmler und Falk 1980). &lt;br /&gt;
Wenn wir annehmen das Getreide sei vom Menschen transportiert worden, so kommen als mögliche Wege das Niltal oder aber die westliche Wüste in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorghum und Hirse sind von Süden, aus Nordost- Afrika kommend, nach Ägypten gelangt. &lt;br /&gt;
Sorghum ist vor 7900 BP in Nabta nachgewiesen (E – 75 – 6), um 6700 – 6710 BP ist er zusammen mit Hirse im Wadi Obeiyd in der Farafrasenke angelangt. &lt;br /&gt;
Gerste und Weizen von Norden eingeführt und Hirse und Sorgho von Süden kommend haben wahrscheinlich die gleichen Routen genommen nur jeweils in entgegengesetzter Richtung.&lt;br /&gt;
Wenn aber südliche Getreidearten im Norden gewachsen sind und nördliche im Süden der westlichen Wüste Ägyptens, so kann davon ausgegangen werden, dass an allen geeigneten Orten auf diesem Weg, und das sind die Orte an denen Mahlwerkzeug gefunden wird, beide Getreidegruppen bekannt waren und auch genutzt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit der Verbreitung des Getreides ist ein natürliches Eindringen der Taxa mit fortschreitendem Sommer- und Winterregen. Das würde allerdings Winterregen in Nabta Playa bedeuten.&lt;br /&gt;
In jedem Fall folgt aus dem oben Gesagten, logischerweise dass die klimatischen Bedingungen ein Wachsen und Reifen von Körnerfrüchten erlaubten und daraus folgt wiederum eine jährliche Niederschlagsmenge von mehr als 150 mm Winterregen (Farafra) und von mehr als 300 mm Sommerregen (Nabta).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die stellenweise sehr hohe Dichte von steinzeitlichem Mahlwerkzeug in der Ostsahara zu erklären, wird, da viele Wissenschaftler eine höhere Niederschlagsmenge als 200 mm Sommerregen ausschließen, eine Art von genügsamen, trockenheitresistenten „Wildgetreide“ ins Spiel gebracht, welches mit Niederschlagsmengen von weniger als 200 mm Sommerregen / Jahr in der Lage sein soll essbare Körnerfrüchte zu produzieren. Der Name dieses Grases oder dieser Gräser ist nicht genannt. Die postulierten „Wildgetreide“ scheinen eine Schimäre zu sein. &lt;br /&gt;
Wären sie bekannt, so könnte die Sahelzone endlich vom Hunger befreit werden, denn die Gebiete zwischen den Isohyeten 300 mm und 50 mm ( Sommerregen ) stellen ungeheuere Flächen dar, die für die Produktion von „Wildgetreide“ zur Verfügung stünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert eine Reihe von Wildgräsern, deren Samen in Notzeiten gegessen werden aber sie sind an die 300 mm Isohyete gebunden. Fährt man mit dem Geländewagen von Agadez (200 mm) in Richtung Tahoua, so wird die 300 mm Isohyete gequert und erst südlich dieser Linie macht der Reisende, der seinen Wagen verlässt, die unangenehme Bekanntschaft mit dem cram – cram (chencrus biflorus).&lt;br /&gt;
Auch Wildgetreide in montanen Gunsträumen braucht, wenn es essbare Körner produzieren soll, gute Jahre d.h. ein Minimum von 300 mm Sommerregen oder äquivalente Wassermengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon ausgeführt, wuchsen zu Beginn des Holozäns die Wildformen von Weizen und Gerste bei einer Niederschlagsmenge von ca. 300 mm Winterregen im „fruchtbaren Halbmond“. Diese Wildformen wurden vom Menschen durch Selektion zu Kulturpflanzen herangezüchtet und wuchsen weiterhin bei 300 mm Winterregen in der ursprünglichen Region. Bei niedrigeren Niederschlägen wurde weiter südlich mit Bewässerung experimentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ostsahara wuchsen zur gleichen Zeit Wildpflanzen, als da sind setaria, panicum und sorghum in der Umgebung vieler steinzeitlicher Fundstellen. Es ist anzunehmen, dass auch hier eine ausreichende Regenmenge notwendig war, gleich ob für Wild- oder Kulturpflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem Handbuch für tropische Landwirtschaft (London 1979) weisen die Autoren D. Joy und E.J. Wibberley darauf hin, dass Sorghum heute vorzugsweise bei Niederschlägen zwischen 750 und 1250 mm/Jahr Sommerregen angebaut wird, bei fünf bis sieben Trockenmonaten im Jahr.  Hirse ist weniger anspruchsvoll und benötigt 500 bis 750 mm Sommerregen pro Jahr. Bei weniger als 500 mm/Jahr wird nur noch Kolbenhirse angebaut, es sei denn, künstliche Bewässerung wäre möglich. Das Buch ist für Praktiker konzipiert und richtet sich an westafrikanische Landwirte. Digitaria und Pennisetum, die in der Ostsahara häufig auf holozänen, steinzeitlichen Fundplätzen nachgewiesen sind, wachsen heute u.a. in den Savannengebieten Nigerias. Die Gräser sind ausgezeichnete Futterpflanzen für Rinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun könnte argumentiert werden, dass dank der geographischen Lage an den Schichtstufen, Wasser am Fuße der Hänge sich hätte sammeln können und dass so auch bei niedrigen Regenfällen genügend davon für die Pflanzen zur Verfügung gestanden haben würde.&lt;br /&gt;
Für tiefwurzelnde Bäume und Sträucher ist dies sicherlich zutreffend, nicht aber für Gräser, ausgenommen einige Horstgräser, und vor allem nicht für Getreide.&lt;br /&gt;
Körnerproduzierende Gräser brauchen entweder in bestimmten Abständen Regen, der die oberflächennahen Bodenschichten und so den Wurzelbereich durchfeuchtet oder aber künstliche Bewässerung.&lt;br /&gt;
Wenn K. Neumann ein Beispiel von Hirseanbau aus der Bayuda mit Niederschlägen zwischen 25 mm und 50 mm angibt, so hätte fairerweise gesagt werden müssen, dass dies nur durch künstliche Bewässerung möglich ist (Forschung zur Umweltgeschichte der Ostsahara, Seite 116).&lt;br /&gt;
In meinem Garten in Abu Tartur wuchsen ohne jegliche Regenfälle unter anderem Zuckerrohr und Bananenstauden. In Anou Araren nördlich von Agadez habe ich ca. 50 ha bewirtschaften lassen. Es wurden jährlich vier Ernten und zwar Sorghum, Weizen, Zwiebeln und Tomaten eingefahren und das bei einer Niederschlagsmenge von weniger als 150 mm Sommerregen/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bewässerungstechnik dürfte in dem behandelten Zeitraum von den Siedlern in der libyschen Wüste noch nicht entwickelt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Wirbeltiere)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Knochenfunde der B.O.S. Mission wurden von Wim van Neer und H.P. Uerpmann untersucht. Die Fundstellen sind im Prinzip die gleichen, die für die Untersuchung der Baumvegetation K. Neumanns herangezogen worden sind. So sind auch die Probleme ähnlich. Zu große Distanzen zwischen den Fundplätzen, teilweise schlechter Erhaltungszustand des zu untersuchenden Materials und vor allem eine Lücke zwischen den Breitengraden 24° N und 29° N machen eine eindeutige Bewertung schwierig. &lt;br /&gt;
Für Lobo in der Sandsee wird gesagt : „The sample contains almost nothing but unidentifiable mamal bones which, as far as could be established, belong all to the size class of the dorca gazelle. Only two enamel fragments indicate the presence of a large bovid. Dorca gazelle is represented by five identifiable fragments”.&lt;br /&gt;
Die von Willmann abgesammelten und von H.P. Uerpmann bestimmten Knochen gehören zu Großsäugern, identifiziert wurde Pelorovis antiquus.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz glass area 81/61 sind neben Dorca, Dama, Oryx und Hase vor allem Frosch- oder Krötenknochen gefunden worden, sie machen die Hälfte der Funde aus. Eine neuere Analyse, durchgeführt vom Institut für Paläoanatomie und Geschichte der Tiermedizin, München, gibt für 81/61 folgende Verteilung an :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alcelaphus buselaphus|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oryx dammah||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Addax nasomaculatus||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ovis aries||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||196&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Lepus capensis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amphibien fehlen in dieser Aufstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Münchener Institut hat ebenfalls die Knochenfunde von Djara 90/1 sowie die von Abu Gerara 98/5 untersucht (N. Pöllath in „Drei Tierknochenaufsammlungen aus Ägypten,      TPA 1“).&lt;br /&gt;
Die Fauna von Djara 90/1 setzt sich wie folgt zusammen :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Addax nasomaculatus|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella sp.||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella dorcas||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caracal caracal||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Unbestimmter Großtierknochen||46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Spathopis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht enthalten in dieser Aufstellung von 90/1 sind ein ebenfalls in Djara gefundenes domestiziertes Schaf und ein einwandfrei identifizierter Nilpferdknochen. Die Großtierknochen machen in dieser Aufstellung ca. 80 % der Gesamtmenge aus und geben einen Hinweis auf ein günstiges Klima mit Niederschlägen, welche für dichten Graswuchs sowie für das Gedeihen von Bäumen ausreichend waren. Das Verhältnis von ca. 80 % Großtierknochen zu anderen findet sich in Gerara, nördlich des 26. Breitengrads Nord wieder, ist aber leider nur auf einer geringen Menge basiert. Unter den Boviden befindet sich ein Büffel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camelus dromedarius*|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bos / Syncerus||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die Dromedarknochen sind später in das Fundgut gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von domestizierten Tieren und unbestimmten Großsäugern zu Dama und Dorcas Gazellen beträgt für Abu Tartur 75 %. Aber auch hier ist die Menge der untersuchten Knochen gering.&lt;br /&gt;
In Abu Tartur ist lediglich versucht worden, die Steinwerkzeuge in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Von der Keramik hingegen oder von den faunistischen Relikten sind nur einzelne Belegstücke von der Oberfläche aufgenommen worden. In den Fundplatzbeschreibungen wird aber auf gehäuftes Auftreten von Keramik, Knochen und Holzkohle hingewiesen.&lt;br /&gt;
Dennoch ist das Rind auf den Plateaufundstellen 0009/83, 0012/83 und 0054/85 nachgewiesen. Ziegen und / oder Schafe sind von 0008/13, 0010/83, 0012/83 und 0039/85 bekannt. Auch ein Nashorn kommt auf dem Plateau (0007/83) vor. Neben Gazellenresten wurde auch ein Kieferknochen der Hyäne geborgen.&lt;br /&gt;
In der Sandsteinebene wurden an den Playarändern Knochen von Ziege und / oder Schaf von den Fundplätzen 1010/83 und 1032/82 aufgelesen. Rinder- oder Büffelknochen fanden sich auf dem Fundplatz 1048/84. Ein Nashorn stammt von 1010/83 ein Zebra (equus) von 1005/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Knochenmaterial der domestizierten Tiere und das der Wildfauna wurde dankenswerterweise von H. Berke analysiert. &lt;br /&gt;
In den von M. Mc Donald bearbeiteten Fundstellen der Masara Phase, weit außerhalb der Dakhla Oasen, ist die Fauna weniger reich als die Vegetation es vermuten ließe. Neben Gazellen, Hasen, Eidechsen und einigen Vögeln enthält das Spektrum Schildkröten und Kröten. Das einzige recht anspruchsvolle Tier ist die Steppenkuhantilope, ein Bovide mit einer Schulterhöhe von 1,5 m und einem Gewicht von bis zu 250 kg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der afrikanische Hase (lepus capensis) bevölkert mit Ausnahme der dichten Wälder sämtliche Landschaftsformen und Klimazonen Afrikas. Ich selbst habe ihn im feucht- heißen Sambesital gejagt. Sein Auftreten bedeutet demnach lediglich, dass kein dichter Wald vorhanden war.&lt;br /&gt;
Gazellen können auch in sehr trockenen Gegenden überleben, selbst ohne offenes Wasser. Sie müssen ihren Feuchtigkeitsbedarf aber dann aus ihrer Nahrung decken können, also durch frische, grüne Pflanzen. Wenn kein Wasser zur Verfügung steht und das wenige Futter trocken und verdorrt ist, findet auch eine Gazelle keine Überlebensmöglichkeit.&lt;br /&gt;
Große Antilopen wie Alcelaphus buselaphus, von M. Mc Donald „hartebeest“ genannt, was eher dem südafrikanischen Verwandten Alcelaphus caama entspricht, brauchen Wasser und große Mengen Futter, sie können nicht wie Gazellen längere Trockenperioden überstehen.&lt;br /&gt;
Auch in Dakhla stehen also die paläobotanischen Fakten in scharfen Gegensatz zu der ariden Umwelt südlich des 24. Breitengrads Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mudpans weisen neben Vertretern genügsamer Boviden vor allem Elefant und Giraffe auf savannenartiges Gelände hin. In diesem Zusammenhang ist auch der große Anteil und der Artenreichtum der Raubtiere von Wichtigkeit. Auf keinen Fall sind Hyäne und Karakal Wüstenbewohner, ihre Anwesenheit lässt auf eine Vielzahl von möglichen Beutetieren schließen. Bemerkenswert ist das Fehlen von domestizierten Tieren, kommen doch in Eastpans neben Hund und Schaf auch Rinder vor und selbst in der Sandsee (81/61) werden Schaf und wahrscheinlich auch Rind angetroffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Fundkomplex_T_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex T&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Ingrid_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Ingrid&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_West_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex West&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Vera_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Vera&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Renate_neu_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Renate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Mollusken)== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Landschnecke Zootecus insularis kommt auf dem Abu Tartur Plateau in sehr großen Mengen vor. Sie ist Indikator einer Krautvegetation und kann durch Eingraben kürzere Trockenperioden überleben. Ein Exemplar wurde auf 8485 +- 45 BP datiert. Getragen wurde der Pflanzenwuchs von terra rossa Böden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastropoden, die sich eingraben, suchen Feuchtigkeit, die Böden mussten daher mächtig und in ihren tieferen Schichten dauerfeucht gewesen sein. Für Kröten, die sich in die Erde zurückziehen, gilt das gleiche.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden zwei Exemplare von Bulinus truncatus auf dem Plateau und drei an den Endpfannen gefunden, wobei die Bestimmung nicht ganz zweifelsfrei ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lymnaea natalensis, die fast ausschließlich in permanenten Gewässern lebt, ist mit 23 Exemplaren von Playa West und Playa Renate vertreten. Von Melanoides tuberculata, welche nur in Gewässern, die nicht regelmäßig austrocknen, lebt, ist nur ein Exemplar gefunden worden. &lt;br /&gt;
Pila sp. ist jeweils mit einem juvenilem, ebenfalls zweifelhaftem Exemplar von 1019/82 und 1005/83 vertreten.&lt;br /&gt;
Asphataria rubens oder Spathopis ist in Abu Tartur in großen Mengen vorhanden. 35 Exemplare von 35 verschiedenen Fundplätzen sind als Proben entnommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spathopis ist nicht an tiefes Wasser gebunden, sondern kann auch in flachen Tümpeln leben, wenn diese regelmäßig überflutet werden (S. Kröpelin 1993 : 193 – 195). Bislang wurde angenommen, dass Asphataria aus dem Niltal in die Wüste gelangt sei, nur für den Wadi Howar gilt sie als autochthon, dort sind auf der Fundstelle 80/73 Bulinus truncatus, Melanoides tuberculatus und Planorbis Gastropoden gefunden worden, sie gelten, wie auch Asphataria als nicht eingeschleppt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum sollte eine ähnliche Vergesellschaftung in Abu Tartur allochthon sein zumal Van Damme (1984) für die steinzeitlichen Phasen des Holozäns das Vorkommen von A. rubens westlich des Nils an Wasserstellen und Wadiläufen bezeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Altersanalyse an einer Spathopisschale vom Fundplatz 1004/83 hat einen Wert von 8110 +- 45 BP ergeben (KIA 23194), sie ist damit wesentlich älter als der älteste Fundplatz der Playa West und somit wahrscheinlich vor dem ersten Siedler an diesem Ort existent gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Felsbildkunst)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sehr variantenreiche Felskunst Abu Tarturs zeigt unter anderem drei Gravierungen von Rindern und stellt in einer interessanten Perspektivform eine Schafherde dar.&lt;br /&gt;
An Wildtieren werden Spießböcke, Giraffen, Antilopen und ein Strauß präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine seltene Darstellung von Fischschwärmen in der Draufsicht, wie ein Beobachter von einem erhöhten Punkt am Ufer die Tiere sehen würde, weist auf permanentes Wasser hin. Ein in der Seitenansicht gravierter Fisch dürfte sehr viel jünger sein, er ist Teil eines Piktogramms, welches vielleicht schon in die prädynastische Zeit weist. Im Gegensatz zu den oben genannten Fischschwärmen ist er nicht unbedingt ein Beweis für sein Vorkommen an diesem Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In „Rock drawings of southern upper Egypt II“ von 1939 beschreibt Hans A. Winkler die Gravierungen, die sich am Fuße des Abu Tartur Massivs bis nach Dakhla hinziehen und auch noch westlich und südlich der Oasen anzutreffen sind. Die Felszeichnungen von 1005/83 hatte er übersehen, kein Wunder in dem Gewirr von Zeugenbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An neun Stationen finden sich Darstellungen von Giraffen. Antilopen und Strauße sind jeweils sechsmal dargestellt. Viermal kommen Gazellen und Ibex vor, letztere wären eher in der östlichen Wüste zu erwarten gewesen. Neben drei Stationen mit Abbildungen von Rindern sind auch zwei mit Elefanten vorhanden. Außerdem sind Hunde, Esel, Krokodile, Schlangen, Hase, Vogel und Kamel graviert. Bei neolithischen Felsgravierungen gehe ich davon aus, dass die abgebildeten Tiere in der Umgebung lebten und dem Künstler aus eigener Anschauung bekannt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter, ausführliche Informationen und Darstellungen finden sich unter [[Fundkomplex Abu Tartur | Fundkomplex Abu Tartur Felskunst - Zeichnungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen von domestizierten Tieren und von großen Wildtieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| Hund|| Ziege|| Schaf|| Rind|| Büffel*|| Hartebeest|| Nilpferd Nashorn|| Elefant|| Giraffe|| Egnus (Zebra)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundregion'''|||||||||||||||| || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gilf Kebir|||| X|||| X|||||||| X (Myers)|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sandsee|||||| X|| X (96/15)|| X|| X (81/61)||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mudpans|||||||||||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Eastpans|| X|||| X|| X||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla (Mc Donald)|||| X ?|||||||| X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla**|| X|| X|| X|| X|| X|||| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Tartur|||| X|| X|| X|| X|||| X|| X ?|| X ?|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kharga**|||||||| X|||| X|| X|| X|||| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Gerara|||||||||| X||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Djara|||| X (Felsbild)|| X|||||| X|| X||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Farafra|||| X|| X||||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nabta-Kiseiba|| X|| X|| X|| X|| X ?||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Felsbilder Abu Tartur-Dakhla|| X|||| X|| X|||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* * Bouchud (1969) states categorically that the giant buffalo is a savanna dweller needing large quantities of water. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ** Die Oasen im frühen Holozän waren nicht bedeutender als heute. Der Wasseraustritt der Quellen lag allerdings auf einem höheren geographischen Niveau. Das Nachlassen des Wasserdrucks und damit der eventuellen Menge wurde harmonischer Weise durch die starken Deflationsraten ausgeglichen, so dass von einem gleichmäßigen Fördervolumen ausgegangen werden kann.&lt;br /&gt;
Da das Wasser aber nicht wie heute kanalisiert war, bildete sich eine Sumpflandschaft, die von Savannentieren nicht bevorzugt wird. Die aktuelle intensive, durch Pumpen beschleunigte Nutzung der endlichen Wasserreserven hat ein Ungleichgewicht bewirkt. Die Deflation kann die Verminderung des artesischen Drucks nicht mehr ausgleichen. Daher muss immer mehr Wasser aus größeren Teufen gehoben werden.&lt;br /&gt;
Die von Leclant und Churcher durchgeführten Analysen der Oasenfauna sind zweifelhaft. &lt;br /&gt;
Der auf einigen Fundstellen erhöhte Knochenanteil von kleinen Boviden und Hasen kann über die tatsächliche Zusammensetzung der Paläofauna ein falsches Bild zeichnen.&lt;br /&gt;
Klein und Cruz – Uribe (1984) schreiben dazu :&lt;br /&gt;
“In many instances prehistoric hunters probably butchered a large animal where it fell and brought only selected parts to their home base. In contrast, they probably often imported smaller animals intact”. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Komplexität der Beurteilung prähistorischer Knochenfunde wird von Hubert Berke ausführlich in seiner Arbeit “Zum Thema Archäozoologie” (1989) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mensch und Umwelt==&lt;br /&gt;
Die Lage der steinzeitlichen Fundplätze in der sie umgebenden Landschaft lässt zuweilen Schlüsse auf  die klimatischen Bedingungen zu. Die Wasserversorgung ist in diesem Zusammenhang von besonderer Wichtigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel I'''&lt;br /&gt;
AT 0002/84 ist mit 9120 +- 40 Jahren vor heute der bislang älteste datierte Fundplatz Abu Tarturs. Durch sein reichhaltiges, homogenes Fundmaterial weist er sich als Siedlungsplatz  aus, der für eine gewisse Dauer angelegt worden ist. Die Versorgung mit Wasser könnte durch Regenwasser gewährleistet worden sein, welches sich in einem flachen Becken der Fundstelle AT 0014/85, etwa einen Kilometer nordöstlich gelegen, sammeln konnte. Kleinere Tümpel, heute im Gelände nicht mehr auszumachen, hätten sich in der Nähe von AT 0002/84 bilden können. Ähnliche Fundkomplexe gleichen Alters, wenn auch kleiner und weniger deutlich ausgeprägt, werden auf dem Plateau angetroffen aber bisher nie in der Ebene in der Nähe der großen Playas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus kann geschlossen werden, dass nach den großen Regenfällen zu Beginn des Holozäns die Wasserversorgung auf dem Plateau ohne große Endbecken kein Problem für die Siedler darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel II'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle Ä 98/20 im Tiefsten einer Endpfanne, welche Wasser aus einem Einzugsgebiet von 563 km² sammelt, hat zu verschiedenen Zeiten, nach eigener Beobachtung vom Epipaläolithikum (langschmale Dreiecke, Rückenmesser) bis zum Spätneolithikum (gestielte, flächig bearbeitete Pfeilspitzen, side-blow-flakes) als Zufluchtsort am ENDE der Trockenzeiten gedient, wenn höher gelegene Wasserstellen ausgetrocknet waren und wenn die Weiden auf den Hamadas abgegrast waren. Während der Regenzeiten, es sind sowohl Sommerregen aus Süden als auch Winterregen aus Norden nachgewiesen, waren die Wasserstände wesentlich höher wie Proben vom Niveau + 5 m belegen. Die Siedler, ob Jägernomaden oder Hirten nutzten nach den Regenfällen die Hamadas und Wadis außerhalb der Senken, das Aktionsgebiet schloss ebenfalls den Dünengürtel des Abu Muharig ein. Während dieser Zeit waren die Bewohner sehr mobil und legten keine Dauerlager an. Der archäologische Nachweis ist durch die „short-term camps“ und die „overnight stopps“ (Kindermann) gegeben. Am Ende der Trockenzeiten wurde der Raum um die Endpfanne genutzt, die Mobilität war eingeschränkt, da nur noch wenige Wasserlöcher vorhanden waren und hierdurch erklärt sich die höhere Konzentration von Steinplätzen und Artefakten.&lt;br /&gt;
Diese gut durchdachte und zutiefst logische Strategie wird auch heute noch von Hirtenvölkern in der Sahara angewandt (Niger, Mauretanien u.a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach aktueller Hypothese sind lediglich 100 mm Regen im Jahr gefallen. In der folgenden Rechnung werden die bislang für richtig gehaltenen Zahlen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0,1 m Regen im Jahr x 563.000.000 m² = 56.300.000 m³/Jahr. Angenommen 80% des Wassers versickern oder verdunsten auf ihrem Lauf, angenommen die Endpfanne hat eine Größe von  1 km² so beträgt der Wasserstand am Ende der Regenzeit 11,2 m, eine Höhe, die mit meinen Beobachtungen größenordnungsmäßig übereinstimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel III'''&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet von Ä 90/1 beträgt nach der gleichen Quelle wie weiter oben lediglich 1 km². Bei den von mir postulierten Wasserständen werden sich allerdings Überläufe zwischen den einzelnen Teilsenken gebildet haben und so auch hier die noch erkennbaren Mulden aufgefüllt haben. Der besondere Gunstfaktor des Fundplatzes bestand in der als Zisterne dienenden Höhle. Bei stärkeren &lt;br /&gt;
Niederschlagsereignissen konnte Wasser in die Höhle überlaufen und dort eine Reserve von ca. 9000 bis 10.000 m³ bilden, genügend Wasser, um eine größere Population mit Haustieren während des ganzen Jahres zu versorgen (Die tägliche Menge entspricht einem großen Tankwagen von 30 m³ Fassungsvermögen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ereignisse lassen sich nachweisen an den verschwemmten Sedimenten, die im Höhleninneren einen fast waagerechten Untergrund bilden, wie er nur vom Wasser gestaltet werden konnte und an dem Vorhandensein von schalenförmigen pelitischen Sedimentkrusten, die im stillen Wasser abgesetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 100 mm Niederschlag im Jahr und einem Einzugsgebiet von 1 km² kann die Attraktivität des Fundplatzes nicht erklärt werden, da in einem Endbecken von ca. 300 m x 300 m der Höchstwasserstand nur etwas mehr als 1 m betragen würde falls die gesamte Wassermenge dort gesammelt würde. Bei 20% wie im Beispiel II waren es gerade einmal 20 cm Höchststand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel IV'''&lt;br /&gt;
beschreibt die Fundstelle Ä 95/2 in den Eastpans. Hier stehen bei 200mm Niederschlag pro Jahr und einem Einzugsgebiet von 227 km² in einem Sammelbecken von rund 3 km² (von Niv. –1 bis Niv. +5) 45.400.000 m³ Wasser zur Verfügung. Anzumerken ist, dass die bekannten Fundplätze jeweils Becken mit Flächen von ca. 500.000 m² aufweisen. Der Wasserstand würde bei 20% Ausnutzung auf  der Gesamtfläche bei 3 m liegen, die kleineren und tiefer gelegenen Fundplätze könnten unter den gleichen Umständen einen wesentlich höheren Wasserstand aufweisen, rein rechnerisch bis ca. 9 m. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altersangaben betreffen die Zeit um 6000 BP für das Spätneolithikum und 7214 BP für das Mittelneolithikum. Da die Menschen in dieser Zeit neben der Jagd von Körnerfrüchten und von den Produkten der Viehzucht lebten, dürfte eine ähnliche Situation existiert haben wie in Djara 98/20 nämlich eine Konzentration um einen Teich, in dem die letzten Wasserreserven am ENDE der Trockenzeit vorhanden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel V'''&lt;br /&gt;
bezieht sich auf AT 1005/83. Der bedeutende Fundplatz mit einem Alter von 6420 +- 60 BP Jahren weist eine Werkzeugmenge von 897 Stücken auf, hinzu kommen 40 Mahlsteine, 16 Reibschalen, 31 identifizierte Feuerstellen und Keramik. An faunistischen Material wurden u.a. Straußeneiperlen, bulinus truncatus, lymnaea natalensis und aspatharia rubens gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt am Nordrand eines ausgedehnten Playabeckens und ist um einen Inselberg aus nubischem Sandstein, der aus dem Holozänsediment herausragt, angeordnet. Die Positionen der immobilen Feuerstellen liegen zum Teil oberhalb der Niveaulinie 204 und reichen bis nahe an die wahrscheinliche Uferlinie, welche dem Niveau 202 entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiter südlich gelegene mittelneolithische Fundstelle AT 1004/83 mit einem Alter von 7590 +- 75 BP Jahren liegt ebenfalls auf dem Niveau 204. Auch hier wird eine Variationsbreite angetroffen, so dass Fundplatzteile etwa zwischen Niv. 205 und Niv. 203 liegen. Weitere noch nicht datierte Fundstellen wie 1001 bis 1003, 1006 bis 1012 und 1039, 1040, 1044 und 1079 bis 1082 sind ebenfalls um die Niveaulinien 202 bis 205 gruppiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:1005_83_Lageskizze.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Lageskizze Abu Tartur, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Belege lassen darauf schließen, dass die Playa über lange Zeiträume im wesentlichen das gleiche Sammelbecken und ähnliche Wasserstände aufwies. Ein Playaprofil welches an einem Sandsteinhügel ansteht, zeigt an seiner Basis eine Wechsellagerung von sandigen und tonigen Schichten. Darüber liegt eine kompakte tonige Masse von ~ 2 m Mächtigkeit ähnlich der von H. Riemer dokumentierten Schichten im Wadi Asfura in der Nähe der Fundstelle AT 1072/86 oder dem Aufschluss AT 1023/82 wo gut 2,50 m ungeschichtete Tonmassen anstehen und sich im nicht aufgeschlossenen Liegenden fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese tonigen Sedimente weisen auf eine gleichmäßige, nicht turbulente Wasserzufuhr hin wie sie z.B. bei Winterregen auftreten kann. Andere Schichten enthalten Kalkgeröll oder feine kalkige Verwitterungsprodukte, die wiederum auf heftige Sommerregen schließen lassen.&lt;br /&gt;
Eine genauere Untersuchung des Sedimentationsgeschehens durch ein Geologenteam könnte hier endgültige Erkenntnisse erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Diskussion und Konklusion==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die libysche Wüste Ägyptens herrscht bei Wissenschaftlern bislang eine weitgehende Übereinstimmung, wonach die Gebiete zwischen dem 24. und dem 29. Breitengrad Nord zu keiner Zeit während des prähistorischen, holozänen Klimaoptimums eine höhere Regenmenge erhalten haben als 150 mm/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R. Kuper und S. Kröpelin gehen in einer neueren diesbezüglichen Veröffentlichung von mehr als 50 mm bis 150 mm Niederschlägen im Jahr aus (Science 2006, Vol. 313, Fig. 3). Sie postulieren ein Vorrücken des tropischen Monsuns zu Beginn des Holozäns wonach südlich des Wadi Howars &amp;gt; 450 mm Sommerregen/Jahr fielen, bis in die Gegend um Laqiya mehr als 300 mm und bis zur ägyptisch sudanesischen Grenze und im Gilf Kebir &amp;gt; 150 mm Sommerregen im Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem reichte bis ins Fayum, wo &amp;gt; 150 mm Winterregen angegeben sind. Auch dieser Wert ist zu niedrig angesetzt, jagten doch die Menschen im Fayum noch um 6000 BP Elefanten (site K) und Nilpferde (site N) und bauten Gerste, Leinen und Weizen an. Ein striktes Minimum von 250 mm Winterregen wären die Vorraussetzung für eine derartige Flora und Fauna. Durch das Vorhanden sein des Sees herrschte zwar kein Wassermangel, noch wichtiger ist aber ausreichend Regen, um eine Lebensgrundlage für Großtiere und Möglichkeiten zum Ackerbau zu schaffen. Ein Seeuferbewuchs würde nicht ausreichen. Vergleiche mit sogenannten Wüstenelefanten Namibias sind nicht angebracht, da diese die Wasserspeicher der Wadis, die durch Regen aus weit entfernten Gegenden gespeist werden, nutzen und lediglich durch Wüstengebiete wandern, um von einem Wadi zum nächsten zu gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum zwischen dem 30. Breitengrad Nord und dem 23. Breitengrad Nord lag demnach in einer Wüste, die weniger Regen erhielt als heute Agadez in der Republik Niger (200 mm Sommerregen). In dieser ägyptischen Zentralwüste fehlen die Gebirge, die zusätzliches Wasser in die trockenen Ebenen hätten leiten können, allenfalls sind einige Schichtstufen vorhanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Bild einer breitengradparallelen zonalen Klimaentwicklung, wie es für die Westwüste Ägyptens und den nordwestlichen Teil des Sudans gezeichnet wird, ist durchaus stimmig soweit es sich auf den südlichen Teil des Untersuchungsgebiets bezieht. Belege aus der Quartärgeologie, besonders aus dem Gilf Kebir, sowie weitere Fakten aus Fauna und Flora lassen keine Zweifel aufkommen.&lt;br /&gt;
Weiter nördlich betreffen die Untersuchungen Teile der Großen Sandsee und das Abu Ballas Stufenland. Hier stellen sich die ersten Fragen. Wie kommen Savannengehölze und Savannentiere nach Mudpans und woher kommen die Graslandschaften und die Rinder von Eastpans ?&lt;br /&gt;
Diese Gebiete folgen nicht mehr der etablierten Zonung und werden als Vorposten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des 25. Breitengrads Nord, einer Zone, die bis auf Dakhla (M. Mc Donald) nicht intensiv bearbeitet worden ist, erlauben die harten Fakten nicht mehr an dem konservativen System festzuhalten.&lt;br /&gt;
Wie neuere Forschungen nahe legen, reichten die tropischen Sommerregen nicht nur bis zum 24. Breitengrad Nord sondern weit über 27° N hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem wurde bislang nicht genügend berücksichtigt und heute ist klar, dass die Winterregen von der Küste über Djara bis zu den Mudpans und vielleicht sogar bis in den Nordsudan reichten. Selbst der Gilf Kebir scheint zeitweilig in das Winterregenregime eingebunden gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet welches auf Grund seiner Topographie am stärksten durch die zwei sich überlappenden Regenzeiten begünstigt worden ist, liegt um den 25. Breitengrad Nord. Wir dürfen hier von &amp;gt; 150 mm Winterregen und von einer Sommerregenmenge gemäß der zonalen Ausbreitung der Isohyeten von &amp;gt; 50 bis 150 mm ausgehen. Der mittlere jährliche Niederschlag umgerechnet in Sommerregen (100 mm Winterregen entsprechen in der Landwirtschaft 200 mm Sommerregen) würde also nach folgender Rechnung diese Größenordnung gehabt haben :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(50 + 150) : 2 + (&amp;gt;150 x 2) = 100 + &amp;gt;300 = &amp;gt;400 mm äquivalenter Sommerregen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Niederschlagsmenge könnte die Bildung der Rotböden auf dem Plateau und in der „Roten Wüste“ und die zum Teil riesige Ausdehnung der Playas in der Ebene und das Vorhandensein offener Wasserflächen erklärt werden. Damit ließe sich auch die Bildung von Kalzitkristallen in der Kontaktzone von Kalkstein und Playaboden schlüssiger belegen (H. Besler). &lt;br /&gt;
Zugleich liegt diese Regenmenge in einem Bereich, der Rinderhaltung erlaubt und der dem Vorhandensein von wilden Großtieren nicht widerspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem aber wird verständlich warum sich Menschen in diesem Raum niedergelassen haben, hier konnten sie gut leben und nicht nur überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird auch verständlich wenn Wendorf et al. (2001) eine Trockenzeit zwischen 8700 und 8600 BP feststellen, während Mc Donald gerade eine Blüte der Masara C Kultur konstatiert. Die Klimaregime waren unterschiedlich, der Einfluss der Winterregen, wenn überhaupt (Chenopodiceae in Nabta) wird im CPE- Bereich geringer gewesen sein als am 25. Breitengrad Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der veränderten postulierten Umstände konnten die Siedler in der westlichen Wüste Ägyptens keine reine sedentäre Lebensweise führen.&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Regenzeiten wurden das Plateau und die entlegenen Weidegebiete in der Ebene genutzt. Bei Wasserknappheit, auch &amp;gt;400 mm Niederschlag im Jahr ist recht wenig, sie entsprechen in etwa den Regenfällen der Kalahari, wurden die Ressourcen in der Umgebung der Playabecken einbezogen. &lt;br /&gt;
Die Mobilität der Menschen ging aber über diesen jahreszeitlich bedingten Wechsel der Jagd- und Weidegründe sowie des Erntezyklus hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So tauchen auf den Fundplätzen in Abu Tartur einerseits Kaurischnecken und andere Gastropoden aus dem Roten Meer in den Inventaren auf  und auf der anderen Seite libysches Wüstenglas. Zwischen den Herkunftsorten liegen ca. 1000 km Luftlinie.&lt;br /&gt;
Granite und andere Tiefengesteine zur Herstellung von Reibschalen und Mahlsteinen aus der östlichen Wüste haben ebenfalls einen weiten Weg zurückgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Exportiert aus dem Raum Abu Tartur- Kharga wurde der Gebrauch von großen Dreieck- und Stielspitzen, die sich zunächst im Fayum und später in Merimde und in Badari wiederfinden. Einzelne Stücke wurden in Nabta, in der Djararegion und in Dakhla gefunden.&lt;br /&gt;
Aus Sandstein gefertigte Mahlwerkzeuge auf dem Abu Muharig- Plateau stammen aus den Nubiaschichten, wie sie in Kharga, Abu Tartur und Dakhla anstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen viele nicht direkt fassbare gegenseitige Beeinflussungen wie auf dem Gebiet der Keramikherstellung. Für den materiellen und kulturellen Austausch genügte es, wenn Einzelpersonen oder kleine Gruppen während der kühleren Jahreszeit diese Kontakte pflegten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien unter Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg einer solchen Karawane würde über Abu Ballas führen. Abu Ballas ist einer dieser unscheinbaren Sandsteinhügel wie sie zu Tausenden in der westlichen oder libyschen Wüste Ägyptens vorkommen. Das besondere an diesem Hügel sind jedoch die große Menge an Wasserkrügen und die Scherbenreste aus pharaonischen Zeiten, die am Fuße des Hügels deponiert sind. Die Altersspanne reicht mit Intervallen von 2200BC bis 1070BC. Selbst römische Scherben sind noch zu finden. Sie wurden schon 1918 von den Engländern Ball und Moore entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute versuchen Kölner Archäologen die Geheimnisse des Depots, rund 200km südwestlich der Oase Dakhla gelegen, zu lüften.&lt;br /&gt;
*Sie gehen davon aus, dass das Klima zu Zeit der Deponierung der Krüge nicht wesentlich feuchter war als es heute ist, d.h. hyperarid.&lt;br /&gt;
*Sie gehen weiter davon aus, dass der Weg von Abu Ballas weiter bis zum Gilf Kebir führte. Dafür sprechen Wegmarken (alamat), wenn sie auch im gebirgigem Teil sehr weit auseinander liegen und nicht eingesehen werden können, und Funde von Krügen und Keramikscherben.&lt;br /&gt;
*Weiter wird postuliert soll der Weg über den Gebel Uweinat ins Innere Afrikas geführt haben. Der Uweinat ist ein Gebirge im Länderdreieck Ägypten, Sudan, Libyen und bietet reichlich Wasser aber kaum sichere Weiden. Hier liegen auch keine Befunde vor, die diese Theorie untermauern könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfernungen belaufen sich von Abu Ballas zum Gilf Kebir auf rund 200km und vom Gilf zum Uweinat auf weitere approximative 200km.&lt;br /&gt;
Der Weg sollte eine alternative Handelsroute sein, um schwarzafrikanische Luxusgüter nach Ägypten zu bringen. Er sollte die normalerweise genutzte Nilroute unter noch nicht vollständig geklärten Voraussetzungen ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ägypter ihrerseits mussten Güter zum Tausch anbieten können. Schmuckgegenstände und Tuche aber auch Werkzeuge und Waffen aus Kupfer und später aus Bronze wären mögliche Tauschobjekte. Allen Autoren (R. Kuper, K.P Kuhlmann, H. Riemer und anderen), die sich mit dieser Strecke, dem so genannten Abu Ballas Trail (ABT) befassen oder befasst haben ist klar, dass der logistische Aufwand, um solche Handelskarawanen auszurichten und erfolgreich in einem vollariden Wüstenbereich funktionieren zu lassen, enorm ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es soll mit diesem Aufsatz versucht werden den logistischen Aufwand zu quantifizieren und eventuelle Alternativen aufzuzeigen.&lt;br /&gt;
Für die Rechnung werden die Vorgaben von R. Kuper berücksichtigt („die wüste“ von C.C. Müller und J. de Castro Hrsg. 2006, Seite 80).&lt;br /&gt;
*Tagesstrecke der Eselkarawane: 30km&lt;br /&gt;
*Belastbarkeit der Tiere: 50 bis 70kg/Esel&lt;br /&gt;
*Wasser- u. Futterbedarf: 10kg/Esel und Tag&lt;br /&gt;
*Die Strecke Dakhla – Abu Ballas wird in 7 Etappen eingeteilt (7 × ~ 30km ~ 210km).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Zunächst werden von der Oase Dakhla aus Vorräte auf der Strecke verteilt, die es erlauben die Tiere auf dem Hin- wie auch auf dem Rückweg zu versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Danach läuft eine weitere Kolonne los und deponiert z.B. 1m³ Wasser oder 1t Futter am Zielort Abu Ballas. die Krüge wurden nicht nur in Abu Ballas sondern auch nördlich und südlich davon an geeigneten Plätzen deponiert. Um Wasser lagern zu können, müssen Tonkrüge transportiert werden. Diese Behälter, einmal an Ort und Stelle, bleiben dort und können immer wieder nachgefüllt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Um ein Depot von 300 Krügen, das ist die belegte Anzahl, aufzubauen, muss eine Eselkarawane 300 Krüge × 15kg/Krug = 4500kg über eine Distanz von ~ 200km bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Um die Krugkolonne zu versorgen, muss eine weitere Vorratskolonne die entsprechenden Depots anlegen. Die Anzahl der einzusetzenden Tiere wird ermittelt indem die Eseltage*, die benötigt werden um 1000kg zu transportieren mit 4,5 multipliziert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) Um die Vorräte für den Transport der Menge von 10000 l Wasser, die 300 Krüge zu füllen, werden weitere 9 × 1325 Eseltage benötigt, 1m³ Wasser ist vorher schon transportiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) Der eigentliche Wassertransport benötigt 9 x 280 Eseltage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle Eseltage.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach enthalten das Abu Ballas Depot und die weiteren Zwischendepots 300 Krüge mit 10m³ Wasser aber noch kein Futter für die Tiere, keine Nahrung für die Begleitmannschaft und kein Feuerholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *Eseltage, zu vergleichen mit Mannschichten in der Industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aber kein großes Problem, da von der Basis Dakhla aus weitere Kolonnen von Transporttieren auf die Piste gebracht werden können, um die entsprechenden Futtermengen und sonstiges ins Ziel zu bringen. Der Arbeitseinsatz würde sich dann auf rund 50000 Eseltage erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentliche Problem beginnt, unter Respektierung der postulierten Bedingungen, mit dem Vorratstransport zum 200km entfernten Gilf Kebir und weiter zum Gebel Uweinat, der ungefähr weitere 200km Luftlinie entfernt liegt.&lt;br /&gt;
Der Arbeitsaufwand und die Kosten würden exponentiell ansteigen und sämtliche Esel der Oasen würden möglicherweise nicht ausreichen die 600km lange Wüstenstrecke mit Vorräten auszustatten. &lt;br /&gt;
Nun sollen Handelskarawanen mit ägyptischen Waren beladen auf den Weg geschickt werden und mit nubischen Waren nach Dakhla zurückkehren. &lt;br /&gt;
Man könnte Stellschrauben anziehen und argumentieren, die Tiere könnten schneller und weiter laufen und mehr Gepäck laden, es würde nicht wesentlich das Resultat auf der Strecke Abu Ballas – Gilf Kebir – Uweinat (oder Bir Misaha um nach Nubien zu gelangen) ändern. Die Schwierigkeiten wären nahezu unüberwindbar.&lt;br /&gt;
Zu bemerken wäre noch, dass Tiere, die mit trockenem Futter versorgt werden, und dieses dürfte der Fall gewesen sein, täglich getränkt werden sollten. &lt;br /&gt;
Außerdem darf eine ungewöhnliche Einzelleistung, wie z.B. ein Esel läuft 80km an einem Tag, nicht als Dauerleistung hochgerechnet werden. &lt;br /&gt;
Eine Handelskarawane besteht im alten Reich gewöhnlich aus 300 Lasttieren (H.P. Kuhlmann in Tides of the Desert, Köln 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Futter- und Wasserbedarf wäre für eine 600km lange Wüstenstrecke und einer Dauer von 21 Tagen für den Hin- und weitere 21 Tage für den Rückweg wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10kg/Tag und Tier × 42 Tage × 300 Tiere = 126t''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Tabelle geht hervor, dass 55600 Eseltage eingeplant werden müssen, um 1t Vorräte von Dakhla zum Uweinat transportieren zu können. Hinzu kommen noch 840 Eseltage für die Wasserkolonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 126 t : 1 t = 7111440 Eseltage'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge bedarf keiner Interpretation, die Karawanenreise von Dakhla zum Gebel Uweinat ist nicht realisierbar. Selbst eine Minikarawane von 100 Tieren würde immer noch: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 42 t : 1 t = 2370980 Eseltage'''&lt;br /&gt;
			&lt;br /&gt;
benötigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wären weitere Krugdepots anzulegen, Brennholz zum Brotbacken und Verpflegung für die Begleitmannschaft, welche aus Eseltreibern, Händler, Schreibern,  Soldaten und Wachmannschaften besteht, bereitzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Gebel Uweinat aus sind mindestens weitere 200km Wüstenstrecke mit angenommenen Niederschlägen unter 50mm/Jahr zu durchqueren (Climate controlled occupation in the Eastern Sahara during the main phases of the Holocene, Kuper und Kröpelin 2006).&lt;br /&gt;
Hier wird endgültig klar, dass eine transsaharische Handelsroute unter den vorgegebenen Bedingungen nicht existiert haben kann.&lt;br /&gt;
Da aber vieles für einen Abu Ballas Trail spricht, die Kruglager und die Wegzeichen, müssen die Vorbedingungen untersucht werden, vor allem das Klima, welches im alten Reich herrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linien gleicher Niederschlagsmengen, Isohyeten, sind nach Kuper und Kröpelin nach bestmöglichen Schätzungen auf der Basis von geologischen, archäozoologischen und archäobotanischen Daten etabliert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Siedlungskammer Abu Tartur habe ich weiter oben belegen können, dass Rotböden zu Beginn der steinzeitlichen Besiedlung im Holozän gebildet werden konnten. &lt;br /&gt;
Es ist weiterhin belegt, dass Großsäuger wie Elefant, Nashorn oder Nilpferd und Giraffe sowie große Boviden im besprochenem Raum im frühen Holozän vorkamen.&lt;br /&gt;
Die Präsenz von Savannengehölzen ist in den Holzkohlenproben von Abu Tartur und von weiteren Fundplätzen nahe des 25. Breitengrads bewiesen. Neben Sorghum, der in fast allen Fundgebieten nachgewiesen werden konnte, kommt in Djara auch Amarant vor, ein typisches Gewächs der Feuchtsavanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum in der Östlichen Sahara um den 25. Breitengrad hat nach Kuper und Kröpelin eine jährliche Niederschlagsmenge von &amp;gt;50 bis &amp;gt;150mm erhalten (Sommerregen). Er ist gleichzeitig eines der am dichtesten besiedelten Gebiete in der Zeit von ~9200 BP bis ~6200 BP. Es ist nicht gerade einleuchtend, dass Menschen in einen unwirtlichen Wüstenraum einwandern, wo doch zahlreiche nahe liegende Alternativen mit über 450mm Regen im Jahr existiert haben.&lt;br /&gt;
Wenn aber schon die Schätzungen für die steinzeitliche Hauptbesiedlungsphase anzuzweifeln sind, so sind es erst recht die Annahmen für ein plötzliches, fast totales Ausbleiben des Regens nach 6400 BP bis in die dynastische Zeit hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von mir behandelten Fundstellen sind von Berufsarchäologen, bis auf kurze Visiten, nicht besucht worden. Sie liegen außerdem rund 200km östlich von dem Nordsüdtranssekt, dessen Resultate für die Beurteilung von Archäofauna und Archäoflora herangezogen wird.&lt;br /&gt;
Neue Fakten aus Abu Tartur und anderen Plätzen sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
Zahlreiche Belege aus historischer Zeit weisen auf eine nicht geringe Restbevölkerung in der Ostsahara und auf eine extensive Wanderweidewirtschaft hin.&lt;br /&gt;
Geologische Daten: Ein Anwachsen der Playaböden ist nach 6400 BP, wie schon weiter oben erwähnt, nicht mehr zu beobachten. Daraus wurde geschlossen, dass keinerlei bedeutende Niederschläge nach diesem Datum gefallen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geringe Winterregenmengen um 100mm/Jahr haben nicht die Kraft Sedimente zu transportieren und selbst wenn Feinmaterial die Endbecken erreicht haben sollte, wird dieses in wenigen Jahren der Deflation zum Opfer fallen. Außerdem versickert sanfter Regen rasch im Sand oder in den noch vorhandenen Böden und kann so eine ephemerische Grasvegetation möglich machen (Beispiel Agadez in der Republik Niger mit 200mm Sommerregen/Jahr).&lt;br /&gt;
Archäobotanische Daten: Diese Daten sind von Fundplätzen, die gegen Ende der holozänen, steinzeitlichen Besiedlungsphase besiedelt waren, erhoben worden, also bei sehr geringen Niederschlagsmengen.&lt;br /&gt;
Das gleiche gilt für die archäozoologischen Untersuchungen. Sie entsprechen schon fast den Daten der vordynastischen Periode wenn nicht gar denen des Alten Reichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf die Kruglager des Abu Ballas Trails und die Claytonfallen in Mirmalla sind archäologische Funde nach dem Abwandern eines Großteils der neolithischen Bevölkerung sehr selten. Der Grund dafür liegt in der Wirtschaftsweise der Restbevölkerung. Hirten einer halbnomadischen Weidewirtschaft hinterlassen keine Spuren ihrer Präsenz. &lt;br /&gt;
Werden die neue logische Sichtweise und die neuen Schätzungen, die Niederschlagsmengen betreffend, auf die Funktion des Abu Ballas Trails angewandt, so ergibt sich eine Lösung der genannten Probleme und Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien rücken in den Bereich des technisch Möglichen.&lt;br /&gt;
Wasser wird nach Regenfällen an geeigneten Orten gesammelt und in Tonkrüge gefüllt, Gras wird geschnitten oder ausgerissen und an den Etappenplätzen gelagert. Damit haben die „Wachmannschaften“ eine sinnvolle Tätigkeit denn zu bewachen gab es bei der alten Hypothese nichts, da die Wüste undurchlässig gewesen wäre und so auch keine Wasserräuber nach Abu Ballas gelangen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Müller- Karpe bezieht sich in seinem Handbuch der Vorgeschichte Band II Jungsteinzeit, Verlag C.H. Beck 1968, Seite 27 auf K. Butzer wenn er schreibt, Zitat: Dennoch war vor dem 3. Jt. v. Chr. die Austrocknung der beiderseitigen Wüsten nicht so weit fortgeschritten wie heute, so dass mit einer stellenweise Besiedlung in manchen Wadis und auf Hochflächen zu rechnen ist, die heute keine nennenswerte Vegetation mehr aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zur Wahl stehen nun zwei Szenarien:'''      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Die heutige westliche Wüste war, wie viele Berufsarchäologen schätzen, in prädynastischer und Anfang der dynastischen Zeit '''hyperarid'''. Eselkarawanen nach Nubien waren '''nicht möglich'''.&lt;br /&gt;
*2.) Es fiel '''genügend Regen''', der eine ephemere Grasvegetation hervorbrachte, Eselkarawanen nach Nubien waren '''möglich'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Anzahl der Tiere auf dem Hin- und Rückweg'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Erster Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zweiter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 3.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Dritter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 4.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Bir Kiseiba Paradoxon.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 70 km nördlich der sudano-ägyptischen Grenze liegen mit den Koordinaten 22°34’N, 29°53’O die neolithischen Fundstellen von Bir Kiseiba, welche in den Jahren 1979 und 1980 von der Combined Prehistoric Expedition (CPE) bearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
In den vorausgegangenen Jahren waren die Fundstellen in der Nähe des Gebel Nabta, circa 100 km östlich von Kiseiba, von derselben Gruppe, F. Wendorf, R. Schild und Associates, untersucht worden. Die Resultate sind hauptsächlich in folgenden Bänden veröffentlicht worden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Prehistory of the Eastern Sahara (1980)&lt;br /&gt;
*Cattle Keepers of the Eastern Sahara (1984)&lt;br /&gt;
*Holocene Settlement of the Egyptian Sahara (2001)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klimageschehen, insbesondere die Höhe der Regenfälle, soll hier kurz kritisch angerissen werden.&lt;br /&gt;
Nach Kuper und Kröpelin liegt das Grenzgebiet von Ägypten und dem Sudan in einer Zone mit &amp;gt;150 bis &amp;gt;50 mm Sommerregen/Jahr. Zu Beginn der holozänen Feuchtphase und um 5300 bis 3500 BCE beim heutigen hyperariden Niveau. In der entsprechenden Graphik liegen Nabta und Kiseiba allerdings schon in der Zone &amp;gt;50mm Sommerregen/Jahr (Atlas of Cultutal and Environmental Change in Arid Africa, Köln 2007).&lt;br /&gt;
Wendorf und Schild halten für die gleiche Region eine Sommerregenmenge von 200mm/Jahr für wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Pflanzenreste wurden im CPE Bereich gefunden und analysiert? Allein von Nabta E-75-6 sind Acacia sp., Tamarix sp. und Ziziphus sp. als sicher genannt. Chenopodiceae, Capparidaceae und Crucifereae und Malvaceae sind mit Fragezeichen ausgestattet.&lt;br /&gt;
An Kräutern und Gräsern kommen unter anderem Panicum (Rispenhirse), Setaria (Kolbenhirse), Hordeum hexastichon nudum (Gerste) und Triticum sp. (Weizen) vor.&lt;br /&gt;
Ein absolutes Minimum von &amp;gt;300 mm Sommerregen benötigen diese Körner produzierenden Pflanzen um zu gedeihen. Dass sie reifen konnten, belegen die aufgefundenen Kornspeicher und das Mahlwerkzeug.&lt;br /&gt;
Im Kapitel „Flora“ dieses Aufsatzes habe ich H. Mensching zitiert, der die agronomische Trockengrenze bei etwa 300mm Winterregen oder 500 mm Sommerregen sieht.&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon gesagt, schreiben andere Wissenschaftler, dass bei 100 – 300 mm Sommerregen vom Nordsahel gesprochen wird. Der Regen verteilt sich auf einen einzigen Monat. Das spärliche „Grün“ wird von Kamelen abgeweidet. Bei 300 – 500 mm Sommerregen spricht man vom Südsahel. Der Regen ist über drei Monate verteilt, Bäume tauchen auf und Viehzucht ist möglich.&lt;br /&gt;
Diese Beobachtungen decken sich mit meinen eigenen Erfahrungen aus 16 Jahren Anwesenheit in der Sahara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Tabelle - Die Fauna in Kiseiba&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Raubtiere = Schakal, Sandfuchs, Streifenhyäne und Wildkatze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus der Tabelle ersichtlich stehen einerseits an ein Wüstenklima adaptierte Gazellen, Sandfuchs und Wüstenigel, andererseits sind Tiere vorhanden, für die ein feuchteres Klima unabdingbar ist wie die großen Boviden (Rinder oder Büffel) und die Feldratten. Letztere weisen auf Ackerbau und die damit verbundenen Pflanzen hin, die ein striktes Minimum nicht unterschreiten können, sollen sie Körner zum Reifen bringen.&lt;br /&gt;
Dieser scheinbare Widerspruch sollte aufgelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Dorca Gazelle (H 55 – 65cm, G 20 kg), die in Kiseiba die größte Tiergruppe bildet, ist normalerweise ein Bewohner der ariden Sand- und Gesteinsflächen. Sie lebte aber in Kiseiba in einem Gebiet, welches die Möglichkeit bot Getreide anzubauen, also bei mindestens &amp;gt;300 mm Sommerregen im Jahr.&lt;br /&gt;
Ich sehe folgende Erklärung: Vor Beginn der frühholozänen Feuchtphase lebten die Tiere am südlichen Sahararand und wanderten dann mit fortschreitendem Bewuchs nordwärts, um in ihrem gewohnten Habitat zu bleiben. Die Wüste wurde aber nicht nur durch den aus Süden kommenden Monsun sondern auch von Norden durch mediterranen Winterregen immer weiter eingeengt. An die ariden Bedingungen angepasste Tiere befanden sich also in einer „grünen Falle“ und mussten sich an feuchteres Klima anpassen. Tiere können das in vielen Fällen, Pflanzen eher nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu ein kleines Beispiel aus Anou- Araren nördlich von Agadez. Auf dem Areal eines Industriekomplexes mit Kohletagebau und Kraftwerk hatte sich eine Cateringfirma eingerichtet. Dort waren vier Dorca Gazellen in einem Gehege eingezäunt. Über die Jahre hinweg wurden sie mit trockenem Brot und Gemüseabfällen gefüttert und sie waren gesund und munter. Sie liebten Zigaretten und fraßen den Tabak mit großer Wonne, wohl eine Erinnerung an ihre wilden Tage als sie noch trockenes, hartes Gras fressen mussten wenn keine frischen Akazienblätter vorhanden waren. Diese Nahrungsquelle finden einige wenige Dorcas heute noch im Norden des Abu Tartur Plateaus in Ägypten, wo buschartige Akazien ihre Wurzeln bis in den tonigen Wasserstauer oberhalb des Phosphatflözes getrieben haben und so unter hyperariden Klimabedingungen noch überleben. Diese Beispiele belegen die hohe Anpassungsfähigkeit der Dorcas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hasen (lepus capensis) bilden die zweitgrößte Gruppe. Hasen besiedeln sämtliche Gebiete Afrikas, sie meiden lediglich dichte Wälder und Wüsten. Siehe auch weiter oben das Kapitel „Die Fauna (Wirbeltiere)“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dama Gazelle (H 90 – 105cm, G 70kg) bildet ebenfalls eine bedeutende Gruppe. Die größte aller Gazellen bevorzugt normalerweise die Konditionen des Nordsahels bis zum Wüstenrand. Auch sie ist in die „grüne Falle“ geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raubtiere und zwar Schakal, Streifenhyäne, Sandfuchs und Wildkatze, bilden eine beachtliche Gruppe und weisen auf zahlreiche Beutetiere hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schildkröten kommen nur in der El Adam Phase vor, wahrscheinlich ist diese leichte Jagdbeute von den ersten Siedlern Kiseibas bereits ausgerottet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist das Vorkommen von Feldratten. Sie sind ein Indikator für Ackerbau. Die ersten Exemplare erscheinen gemeinsam mit Gerste in der El Nabta Phase. Eine Zunahme ist im mittleren Neolithikum zusammen mit Gerste und Weizen zu erkennen. Wie mir ein Rattenbekämpfungs Spezialist der deutschen Entwicklungshilfe mitteilte, sei ihr Fleisch für den menschlichen Verzehr geeignet und sehr wohlschmeckend. Das gilt im übrigen auch für das Stachelschwein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rinder oder Büffel. Großboviden, ob nun domestizierte Rinder oder Wildtiere, brauchen regelmäßig Wasser und vor allem Mengen an Grünfutter. Der Mensch kann zwar Brunnenlöcher ausheben um Tränken zu schaffen aber er kann das Futterwachstum nicht beeinflussen.&lt;br /&gt;
Rinderherden werden z.B. in der Region Agadez im Niger auch außerhalb der 400mm Isohyete angetroffen in diesem Fall bei 200mm aber das sind nur kurze Gastspiele um das spärliche Wachstum unmittelbar nach der Sommerregenzeit zu nutzen. Schnell ziehen Hirt und Herde weiter südwärts zur Grenze nach Nigeria.&lt;br /&gt;
Einen Vorteil für die Viehhaltung am Westrand des Air Gebirges bilden die von den Höhen abfließenden Corys, die vor allem Ziegen und Schafen eine Lebensgrundlage durch die Uferbewachsung bieten. An besonders günstigen Stellen bilden sich Gueltas, permanente Wasserlöcher, die als Tränken genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier die Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das unregelmäßige Auftreten von Straußeneischalen lässt sich durch Deflation erklären. Die Schalen sind leicht und werden an exponierten Orten vom Wind weggeblasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gazellen und Hasen sind relativ kleine Tiere und lassen sich unproblematisch mit Schlingen oder durch Steinschleudern erlegen. Sie werden vollständig ins Lager gebracht und erst dort zerteilt. An ihrer Jagd können sich auch Frauen und Jugendliche beteiligen. Wenn die Jäger weit außerhalb des Lagers größere Beutetiere erlegt hatten, wurde Tier, wie schon weiter oben beschrieben, an Ort und Stelle zerlegt und nur Teile ins Lager gebracht. Das ist eine mögliche Erklärung für die Mengenverteilung der Knochen verschiedener Taxa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon für die bedeutenden Fundstellen von Abu Tartur und das Arbeitsgebiet der BOS und ACACIA Missionen der Kölner Universität gilt auch für Nabta und Kiseiba folgendes:&lt;br /&gt;
Menschen besiedeln keinen Raum, der nur marginale Möglichkeiten zum Überleben bietet, wenn attraktive Alternativen mit wesentlich höheren Niederschlagsmengen als die für den CPE Bereich postulierten, zur Auswahl stehen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Einfluss_des_Klimas&amp;diff=5570</id>
		<title>Einfluss des Klimas</title>
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				<updated>2021-12-27T09:57:15Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Das Bir Kiseiba Paradoxon. */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Das postpleistozäne Klima Abu Tarturs während der steinzeitlichen Besiedlungsperiode.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der hyperariden Endphase des Pleistozäns setzten in der westlichen Wüste Ägyptens vor rund 11.000 Jahren Regenfälle ein, die das Land erneut ergrünen ließen und so den einwandernden Menschen einen Lebensraum boten, der gegenüber dem Niltal im Osten und den feuchten Savannen in der Höhe des Wadi Howar im Süden, klare Vorteile auf seiner Seite gehabt haben musste. Wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, hätten die Einwanderer günstigere Klimazonen gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf seine Siedlungsqualität untersuchte geographische Raum hat sein kulturelles Zentrum in Abu Tartur (30°10’ Ost / 25°30’ Nord, Mittelwerte) reicht aber vom 24. bis zum 27. Breitengrad Nord und von der Großen Sandsee bis zu den Kharga Oasen.&lt;br /&gt;
Da es der Zweck dieses Kapitels ist, das Klima während der steinzeitlichen Phasen des Holozäns zu rekonstruieren, müssen zunächst die geomorphologischen Gegebenheiten und das quartärgeologische Sedimentations- und Deflationsgeschehen untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflation ist in ariden Klimagebieten in höchstem Maße an der Gestaltung der Oberflächen beteiligt.&lt;br /&gt;
Jährlich fliegen aus der Sahara rund 250 Millionen Tonnen Wüstenstaub nach Westen in Richtung Atlantik und nach Süden fallen vor der Küste Westafrikas Jahr für Jahr weitere Abermillionen Tonnen in den Ozean (GEO Kompakt 19).&lt;br /&gt;
In der westlichen Wüste Ägyptens weht der Wind hauptsächlich aus nördlichen Richtungen, wie die Dünenzüge der großen Sandsee und des Abu Muharig anschaulich belegen. Auch die Orientierung von Sicheldünen gibt die vorherrschende Richtung der Winde an.&lt;br /&gt;
Während des Weges über die ausgetrockneten Flächen wird vom Wind nicht nur Sand transportiert sondern in weit höherem Maße Staub.&lt;br /&gt;
Schon geringe Luftbewegungen wirbeln das feine Lockersediment der Böden auf und verfrachten es nach Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Staubsturm_Abu_Tartur_1985.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Staubsturm Abu Tartur, 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflationsraten hängen neben der Stärke und der Häufigkeit des Windes vor allem von der Oberflächenart ab. Sie wird bei festem Gestein gering sein, bei Böden jedoch hoch. Eine Rolle spielen ebenfalls die geomorphologischen Gegebenheiten, die in Ebenen dem Wind freien Raum geben, in Gebirgen hingegen abbremsen.&lt;br /&gt;
Für die Oase Kharga sind Raten von bis zu 8 mm/Jahr gemessen worden.&lt;br /&gt;
Die Tabelle zeigt auf der Abszisse die Zeit und auf der Ordinate die angenommenen Bodenmächtigkeiten. Drei verschieden starke Deflationsraten sind im Koordinatensystem eingezeichnet und zeigen wie lange Böden der Deflation standhalten.&lt;br /&gt;
Nach dieser Tabelle wären heute selbst bei einer minimalen Deflationsrate von durchschnittlich 0,5 mm/Jahr Böden von ursprünglich drei Metern Mächtigkeit vollständig ausgeräumt, falls der Abtragungsprozess 6000 BP beginnen würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen auf dem Abu Tartur Plateau sind größtenteils an flache, mit terra-rossa Böden gefüllte Senken gebunden. Auf der Hochfläche überragen die umgebenden Hügel das Tiefste der Senke nur um wenige Meter. Ähnliche Verhältnisse existieren im Westen des Plateaus in der Nähe der Dakhla Oasen. (Siehe Waldhoff „Spectral analysis of remote sensing data for geomorphological, geological and geoecological research in arid Africa”. Seite 91 Atlas of  cultural and environmental change in arid Africa. 2007 O. Bubenzer, A. Bolten, F. Darius  Herausgeber).&lt;br /&gt;
Die von Waldhoff als playa deposits bezeichneten Ablagerungen sind als Rotböden anzusprechen wie die Oberflächenstruktur des Plateaus nahe legt.&lt;br /&gt;
Es kann von einer Pedogenese auf der Gesamtfläche des Plateaus ausgegangen werden obwohl z.Zt. nur größere Flächen von Abu Tartur und der Südwestecke des Plateaus bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Abu_Tartur_Lageskizze_Gesamt.png|600px|Lageskizze Abu Tartur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Abu Tartur Gesamtübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Possible_development.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Mögliche Entwicklung der Bodenbildung und Abtragung durch exogene Kräfte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Spectral_analysis_2007.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Spektral Analyse im Süd-Westen des Abu Tartur Massivs, G. Waldhoff, 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeitpunkt der Bodenbildung ist wie für die Playas am Fuße des Plateaus, das frühe Holozän ab etwa 11.000 BP, da vorher, während der letzten 60.000 Jahre des Pleistozäns ein hyperarides Klima mit starker äolischer Aktivität herrschte, durch welche der harte Kurkurkalkstein poliert und die heutigen flachen Senken ausgeschliffen wurden. („From 70.000 bp until perhaps 12.000 bp, the sahara was hyperarid and seemingly devoid of life.&amp;quot; In: The Middle Paleolithic of North Africa. A Status Report by F. Wendorf and R. Schild. In: New light on the Northeast African Past. Köln 1992.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wäre verfehlt von Paläoböden (Pleistozän) auszugehen, da bei den hohen Deflationsraten ein feinstkörniger, weicher, ungeschichteter Boden während der großen Zeiträume ausgeräumt worden wäre. Hinzu kommt das Vorhandensein von eingebetteten holozänen Artefakten. Pleistozäne Werkzeuge kommen in den Böden nicht vor, allenfalls werden einige wenige Aterienspitzen und verstreute Levalloisabschläge auf der steinigen Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
Die dünnen Schichten rezenter pelitischer Sedimente sind wie das Ausgangsgestein hellgrau gefärbt, unter den heutigen hyperariden Konditionen ist nichts anderes zu erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Dolineneinbrüchen auf dem Kalksteinplateau, vor Deflation weitgehend geschützt, lassen sich solche hellgrauen Schichten auf Fundstellen wie 0003/84, 0004/84, 0026/84 und anderen beobachten.&lt;br /&gt;
Gräbt man einige Dezimeter tief in diesen Schichten, so verändert sich die Farbe des Sediments in ein Rosagrau oder ein Grau mit einem schwachen Hauch Rot. Diese Mischfarbe tendiert immer stärker nach Rot je tiefer in die Schichten vorgedrungen wird.&lt;br /&gt;
Der eigentliche Fundplatzboden ist durch rotbraune, playaähnliche Färbung gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
Das kontinuierliche Abnehmen der Rubefizierung vom liegenden zur Oberfläche hin veranschaulicht eine langsame Verringerung der Winterniederschläge und belegt eine holozäne Bildung der Ablagerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Befund ist nicht durch Fotos oder Zeichnungen dokumentiert worden. Diese Fundstellen sind jedoch ohne große logistische Aufwendungen aufzufinden und jeder Klimaforscher oder Berufsarchäologe könnte an Ort und Stelle diese Beobachtungen verifizieren.&lt;br /&gt;
Es wäre von großer Bedeutung, denn hier liegt der Beweis für eine holozäne Bildung der terra rossa Böden auf dem Plateau und damit auch der Rotböden in der Sandsteinebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres bedeutendes Rotbodenvorkommen liegt in der Sandsteinebene rund 50 km westlich der Asphaltstraße Esba el Gaga – Baris – Esba Maks el Qibli oder 70 – 100 km südlich von Abu Tartur (CONOCO Sheet Baris 1:250.000 by G. Poehlmann et al. TFH Berlin 1982).  &lt;br /&gt;
Zwei durch Sandbedeckung getrennte Restflächen mit einer Größe von ca. 300 km² lassen ahnen wie dieser Teil der Vollwüste zu Beginn der holozänen, steinzeitlichen Besiedlung ausgesehen haben mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Roeper qualifizieren die Ablagerungen in der „Roten Wüste“ in ihrem Artikel „The Libyen (Western) desert and northern Sudan during the late Pleistocene and Holocene“ als pelitic sediments.&lt;br /&gt;
Holzkohle von der Oberfläche wurde auf 9260 +- 370 BP bzw. 7790 +- 340 BP datiert. Im Sediment eingeschlossene Straußeneischalen ergaben Werte von 7280 +- 110 BP und 6760 +- 70 BP. &lt;br /&gt;
H.P. Uerpmann analysierte die gefundenen Knochen. Neben gazella dorca und gazella dama kommen ein mittelgroßer bis großer Bovide vor, caprinae, ammotragus und lepus capensis und struthio.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch G. Ulbrich (vormals GTZ), der die rote Wüste aus eigener Anschauung als eine eintönige Ebene im nubischen Sandstein, zum Teil mit Sandfeldern und stellenweise einigen Hügeln durchsetzt, kennt, bestätigt den Bodencharakter der roten Sedimente. &lt;br /&gt;
Ein weiteres gutes Beispiel für die Einbettung von Artefakten bietet in Abu Tartur Playa Ingrid, Fundplätze 1014/82 und 1019/82, wo Mengen von holozänen Werkzeugen von der Reibschale bis zum feinsten Bohrer oberhalb der Playaablagerungen von sandigen Rotböden umschlossen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rubefizierungen von Sanden werden ebenfalls aus der Großen Sandsee beschrieben (H. Besler, O. Bubenzer) wobei die chemische Verwitterung der Quarze im Norden (26°40’N) stärker war als an den Messpunkten weiter südlich (25°30’N).&lt;br /&gt;
Ferner sind Restböden und Rotfärbungen aus Djara 98/20 bekannt. H. Besler beschreibt einen Profilschnitt wie folgt : „... die im Profil auftretenden Wurzelstrukturen (wahrscheinlich Schilf) belegen das ehemalige Fußen dichterer Vegetation. An der Basis (Kontaktzone von Kalkstein und Playasedimenten, Anm. des Verfassers) treten Lösungshohlformen im anstehenden Kalkstein auf, die z.T. mit rekristallisiertem Kalzit, z.T. mit einem leuchtend roten, sandigen, bodenartigen Sediment gefüllt sind. Auf den umliegenden Hängen des Beckens wurden in windgeschützten Lagen vergleichbare Sedimente vorgefunden, die als Reste einer ehemaligen initialen Bodenbildung gedeutet werden können“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beschreibung deckt sich mit meinen eigenen Beobachtungen, wobei noch hinzuzufügen wäre, dass sich die Kalzitkristalle nur in einem dauerfeuchten Milieu bilden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Günstige Voraussetzungen zur Bildung und Konservierung von nicht lateritischen Rotböden sind geringe Höhenunterschiede, wie sie auf dem Plateau und in der Sandsteinebene gegeben sind und ein wechselfeuchtes Klima, wie es in afrikanischen Savannen vorherrscht, z.B. im Sudan in der Höhe des 12. Breitengrads Nord, wo heute noch Bedingungen herrschen, unter denen sich Rotböden bilden können. Eine dieser Bedingungen ist eine Niederschlagsmenge von mehr als 500 mm Sommerregen im Jahr oder äquivalenter Winterregen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Bodenart im behandelten Raum ist das pelitische Sediment mit äolischen Einträgen, die Playaablagerung.&lt;br /&gt;
Es ist zu unterscheiden zwischen Seen und Seeablagerungen mit Kalkkrustenbildung und reichlichen biologischen Einträgen einerseits und Playabecken mit nur geringen Resten aquatischer Fauna und Flora und fehlender Kalkausfällungen andererseits. Erstere liegen südlich des Wendekreises und westlich auf libyschem Gebiet und stehen oder standen in Verbindung mit den zu Beginn des Holozäns höheren Grundwasserspiegeln, eine Tatsache, welche einen gleichmäßigen Wasserstand begünstigte, der wiederum Strände und einen Bewuchs der Seeränder erlaubte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus hydrogeologischen Gründen, der Grundwasserspiegel in Abu Tartur z.B. liegt heute bei rund 1000 m Tiefe und war auch im Frühholozän nicht viel höher, dürften die nördlich des Wendekreises und östlich der libyschen Seebildungen gelegenen schluffig- tonigen Sedimente in Endpfannen gebildet worden sein, in Geländehohlformen, die im Pleistozän durch Deflation ausgeschliffen worden sind.        &lt;br /&gt;
Da die dort gesammelten Wassermengen vom Grundwasser getrennt waren, konnten die Wasserspiegel stark variieren und so weder Strände noch regelmäßigen Randbewuchs bilden. Störend auf  Leben im oder unmittelbar am Wasser konnte sich auch die hohe Dynamik beim Wassereintrag auswirken. Die relative biologische Armut der Sedimente sagt demnach nichts über die vorhandene Wassermenge oder die Dauer der Verfügbarkeit von Oberflächenwasser aus. Die Höhe der Niederschlagsmenge, die mittlere Verdunstungsrate und die Speicherkapazität der Playaböden sind hier die ausschlaggebenden Größen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Abu Tartur könnte die Playa Renate / Vera mit einer Fläche von ca. 11 km² und einer Restmächtigkeit von bis zu 29 m dienen (seismische Messung durch Burkhardt TU Berlin in Pachur und Roeper „The libyan (western) desert and northern Sudan during the late pleistocene and holocene“ 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Masse der Sedimente liegt im 100 Millionen Kubikmeterbereich und bei einer Speicherkapazität von lediglich 5 % freiem Wasser und Brunnen von 3 m Tiefe stünde rein rechnerisch eine tägliche Wassermenge in der Größenordnung von einigen 100.000 l zur Verfügung. In dieser Annahme wird nur von untertägigem Speicherwasser ausgegangen. Oberflächenwasser wäre somit für die Versorgung großer Gruppen mit Haustieren nicht nötig gewesen. Das Tiefste des Playakörpers wäre in jedem Fall dauerhaft feucht gewesen.&lt;br /&gt;
Bestätigt wird die Speicherkapazität der Playas von Wendorf / Schild in „Cattle Keepers“ Seite 16 und Seite 22 (Analysen von B. Winter, Institut of Basic Geology, Warsaw University). Ferner von A.E. Close auf Grund ihrer Beobachtungen in Nabta Playa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann schreibt dazu in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ Seite 120 Zitat : „Wichtig ist vielmehr, dass die Wadisedimente eine gewisse Mächtigkeit erreicht haben, so dass die tiefer gelegenen Schichten gegen Austrocknung geschützt sind (Kassas 1952)“. Die Fähigkeit Wasser im Playakörper zu speichern wird durch die Struktur der Sedimente begünstigt. Sandige Lagen wechseln sich mit tonig- schluffigen ab. Während der Sand das Wasser weiterleiten und speichern kann, vermindern die tonigen Schichten die Evaporation.&lt;br /&gt;
Drei Aufschlüsse in Abu Tartur zeigen neben der Wechsellagerung auch mächtige Pakete ungeschichteten, tonigen Materials von dunkel rötlichbrauner Farbe. Diese werden als Niedrigenergie- Sedimente bezeichnet und lassen auf  sanften, regelmäßigen Regen schließen, in unserem Fall auf Winterregen. Da diese Art von Ablagerungen bis in den Gilf Kebir reicht, kann von Winterregen in der gesamten westlichen Wüste ausgegangen werden. In weiten Teilen der östlichen Sahara kommt es also zu einer Überlappung von tropischem Sommerregen und mediterranem Winterregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Playasedimente Abu Tarturs würden es durch ihre Mächtigkeit erlauben die im Gilf Kebir gewonnenen Erkenntnisse über das Klimageschehen während der steinzeitlichen Phase des Holozäns zu ergänzen, zumal auch hier ein zusätzlicher Eintrag durch Quellen auszuschließen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Flora==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Beurteilung der Flora im behandelten Raum wird häufig die Studie von K. Neumann in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ (1989 R. Kuper Herausgeber) herangezogen.&lt;br /&gt;
Auf einem Nord- Süd Transekt von ca. 1500 km Länge, das entspricht der Entfernung Hamburg – Rom, sind Holzkohlenproben von sechs Fundgebieten berücksichtigt worden. Diese sind für den südlichen Teil das Laqiya Gebiet, Selima Sandsheet und Gilf Kebir für die Periode um 5700 BP. Zu dieser Zeit war der Raum um den 25. Breitengrad Nord weitestgehend von Menschen verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den nördlichen Teil des Transekts wurden der Gilf Kebir, Abu Ballas (Mudpans) und Sitra für die Zeit um 7000 BP bis 6500 BP ausgewählt. Gegen 6400 BP wurden letzte Playabildungen gemessen, die Bezugsperiode liegt also am Ende der Feuchtphase für die Region um den 25. Breitengrad Nord. Außerdem sind Proben aus der großen Sandsee (Abu Minqar) und dem Wadi Howar eingeflossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berücksichtigt wurden lediglich die Analysen von Hölzern, die wichtige, klimaanzeigende Kraut- und Grasvegetation konnte nicht untersucht werden. Feuerhölzer unterliegen einer Selektion durch den Menschen und sind daher weniger geeignet ein Klimaprofil zu erstellen.&lt;br /&gt;
Eines der Resultate besagt, dass die Mudpans ein vorgeschobener Außenposten sahelischer Taxa seien. Eine Holzkohlenprobe von Djara (S. Nussbaum) verschob diesen Vorposten des Sommerregens um ca. 300 km nach Norden. Nicht berücksichtigt wurde die frühe Phase des Holozäns von 11.000 BP bis 7000 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann räumt denn auch ein, dass die Anzahl der Messpunkte zu gering, die nicht untersuchten Zwischenräume zu groß und die Menge und Qualität der Holzkohlen nicht immer ausreichend waren.&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage ihrer exzellenten, wenn auch, wie sie selbst sagt, nicht vollständigen und umfassenden Arbeit, kann dennoch gut aufgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezählten Holzkohlenstücke der einzelnen Taxa zeigen für das Gesamtgebiet des Transekts eine Dominanz von zwei Gehölzen. Tamarisken plus Akazien erreichen im Norden (Siwa- Qattara) 97,8 %, in Abu Minqar 100 %, in der glass area 97,7 % und in den Mudpans 93,0 %.&lt;br /&gt;
Im Gilf Khebir ist der Prozentsatz mit 76,1 % wesentlich geringer obwohl hier eine zusätzliche Menge von acacia albida mitgezählt worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Feuerstellen im Selima sandsheet ergeben 83,4 % und im Laqiya Gebiet 55,8 %. Für den Wadi Howar (Djabarona) steigt der Anteil wieder auf 94,5 %, wenn die Früchte der celtis intergrifolia nicht eingeschlossen werden. Mit Früchten sinkt der Anteil auf 62,5 %.&lt;br /&gt;
Wie schwierig es sein kann Schlüsse aus dem Vorkommen von Gehölzarten zu ziehen, zeigen zwei benachbarte Fundplätze in Mudpans mit ähnlicher Zeitstellung. Zum Vergleich wird ein weiterer, in der Nähe liegender Fundplatz, der etwas jünger ist, aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; max-width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Fundplatz&lt;br /&gt;
!Acacia sp.&lt;br /&gt;
!Tamarix sp.&lt;br /&gt;
!Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
!Salvadora persica&lt;br /&gt;
!Maerua crassifolia&lt;br /&gt;
!Leptadenia pyrotechnica&lt;br /&gt;
!Cassia senna&lt;br /&gt;
!Rubiaceae&lt;br /&gt;
!Ziziphus sp.&lt;br /&gt;
!Grewia tenax&lt;br /&gt;
!Grewia villosa&lt;br /&gt;
!Calotropis procera&lt;br /&gt;
!Acacia albida&lt;br /&gt;
!Balanites aegyptiaca&lt;br /&gt;
!Boscia senegalensis&lt;br /&gt;
!Capparidaceae&lt;br /&gt;
!Capparis decidua&lt;br /&gt;
!Celtis integrifolia&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Summe Taxa&lt;br /&gt;
!Summe Proben&lt;br /&gt;
!Acacia inkl. Albida (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix und Acacia (%)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Qattara – Siwa&lt;br /&gt;
|271&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|278&lt;br /&gt;
|97,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Ain Dalla&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Abu Minqar&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Glass area&lt;br /&gt;
|170&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|174&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Mudpans &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!83/39&lt;br /&gt;
|284&lt;br /&gt;
|988&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1279&lt;br /&gt;
|22,2&lt;br /&gt;
|77,2&lt;br /&gt;
|99,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/56&lt;br /&gt;
|1062&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1109&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|0,01&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/50-1 &lt;br /&gt;
|1403&lt;br /&gt;
|349&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|1980&lt;br /&gt;
|70,8&lt;br /&gt;
|17,6&lt;br /&gt;
|88,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Mudpans&lt;br /&gt;
|2749&lt;br /&gt;
|1355&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|41&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|4368&lt;br /&gt;
|62,9&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|93&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Akdar&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|758&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|85&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|889&lt;br /&gt;
|5,1&lt;br /&gt;
|85,3&lt;br /&gt;
|90,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Bakht&lt;br /&gt;
|28&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|438&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1332&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Gilf Kebir&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|782&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|523&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|2221&lt;br /&gt;
|40,9&lt;br /&gt;
|35,2&lt;br /&gt;
|76,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Burg et Tuyur&lt;br /&gt;
|357&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|551&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Djebel Kamil&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|26&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Bir Misaha&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Selima&lt;br /&gt;
|384&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|579&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 1&lt;br /&gt;
|196&lt;br /&gt;
|852&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|36&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|119&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|665&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2058&lt;br /&gt;
|9,5&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|50,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 2&lt;br /&gt;
|53&lt;br /&gt;
|46&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|205&lt;br /&gt;
|25,9&lt;br /&gt;
|22,4&lt;br /&gt;
|48,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Sahal&lt;br /&gt;
|116&lt;br /&gt;
|153&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|275&lt;br /&gt;
|42,2&lt;br /&gt;
|55,6&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Laqiya&lt;br /&gt;
|365&lt;br /&gt;
|1051&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|54&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|134&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|733&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2538&lt;br /&gt;
|14,4&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|55,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Howar &lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|182&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!(Djabarona)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|(93)*&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|*&lt;br /&gt;
|(275)&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!25° N&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während 83/39 und 85/50 –1 ein ähnliches Verteilungsmuster mit einem Tamariskenanteil von über 70 % zeigen, kommt auf dem Fundplatz 85/56 Tamariske aus unbekannten Gründen praktisch nicht vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Akazie %'''|| '''Tamariske %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/39|| 7360-8260||22,20||77,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/56||7370-7700||95,80||0,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||85/50-1||6880-7000||17,60||70,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleicht man Hölzer und andere Pflanzen verschiedener Gebiete der östlichen libyschen Wüste miteinander, so fällt auf, dass im Norden um den 25. Breitengrad Nord die Anzahl der Gehölztaxa höher ist als im Süden in Höhe des 20. Breitengrads Nord. Der Norden ist ebenfalls an Gräsern und Kräutern reicher als der Süden.&lt;br /&gt;
Unter 25° N sind Taxa der Masara C Phase am südwestlichen Ausläufer des Abu Tartur Massivs, die von M. Mc Donald veröffentlicht wurden, zusammengefasst mit den Ergebnissen von Chufu und Kharafish (H. Riemer) und soweit verfügbar von Eastpans 95/2 (B. Gehlen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Holzprobe.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kernprobe Akazie, Abu-Muharik-Plateau, 2000, Foto: H. Riemer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner fließen drei von K. Neumann untersuchte Proben von Abu Tartur ein.&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°14’Nord – 30°03’Ost, nicht datiert, Acacia&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°23’Nord – 30°05’Ost, nicht datiert, Tamarix&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°20’Nord – 30°09’Ost, nicht datiert, Maerua crassifolia, Leptadenia pyrotechnica, Acacia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Steinplätze liegen weit außerhalb der Playagebiete in der Nähe der Asphaltstraße von Kharga nach Dakhla.&lt;br /&gt;
Eine weitere Analyse wurde vom Labor Köln unter der Nummer 3.741 Probe C – 1.638 erstellt. Die Bestimmung ergab ausschließlich Acacia. Das Alter wurde mit 7.370 +- 70 BP angegeben. Fundort ist der Plateauplatz 0011/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund von Analysen einer Kohlen- und Aschenschicht aus der Tropfsteinhöhle von Djara (K. Kindermann) konnte S. Nussbaum eine Vegetationsform feststellen, die als Anastatica hieruchuntica – Anabasis articulata Vergesellschaftung bezeichnet wird. Dazu bemerkt die Autorin : „The dwarf shrub communities thrive under a semiarid* climate regime with seasonal precipitations as presently occurs along the Mediterranean coast of Egypt“.&lt;br /&gt;
Diese Niederschlagsmenge beträgt 150 mm Winterregen (Siehe auch H.D. Müller, Gerstenanbau).&lt;br /&gt;
Katharina Neumann (1989) schreibt dazu : „Jedoch reichen wahrscheinlich die 150 mm Winterniederschlag, die maximal an der marmarischen Küste fallen (Station Marsa Matruh : 144 mm/Jahr), nicht aus, um eine permanente, natürliche Gehölzvegetation zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
Außer dieser Zwergstrauch- Gesellschaft wuchsen aber in Djara &amp;gt; 50 % Tamarix, &amp;lt; 10 % Acacia und &amp;gt; 25 % Capparaceae. &lt;br /&gt;
Daraus geht hervor, dass die Niederschlagsmengen höher als 150 mm Winterregen/Jahr gewesen sein muss !&lt;br /&gt;
Ob diese zusätzliche Menge Wasser nun auf den nachgewiesenen Sommerregen (Capparaceae) oder auf stärkeren Winterregen zurückzuführen ist, bleibt vorerst unklar.&lt;br /&gt;
(* semiarid &amp;gt; 200 mm Winterregen nach Bubenzer und Ritter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger als 500 mm Niederschlag im Jahr spricht man von semiariden Gebieten --- S. Hölzl, M. Kölbl-Ebert in „die wüste“, Begleitbuch zur Landesausstellung im Lokschuppen Rosenheim. 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8 bis 10 Trockenmonate und weniger als 600 mm Sommerregen bzw. 400 mm Winterregen Niederschlag im Jahresmittel.&lt;br /&gt;
(H. Mensching in : „Sahara, 10.000 Jahre zwischen Weide und Wüste“, Museen der Stadt Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche, an Winterregen gebundene Zwergstrauchgesellschaft von Anastatica und Anabasis, die in Djara angetroffen wurde, findet sich in Kharafish am Südrand des Plateaus wieder. Logischerweise muss dann auch für die Zone von Djara bis zum 25. Breitengrad Nord die Niederschlagsmenge von ca. 150 mm Winterregen, die zum Gedeihen dieser Assoziation unabdingbar ist, eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
Der im nubischen Sandstein gelegene Fundplatz Chufu weist Chenopodiaceae auf und verweist damit ebenfalls auf nördlichen Einfluss. Chufu ist, falls gleich hohe Niederschläge wie für das nicht weit entfernte Kharafish angenommen werden, durch höhere Temperaturen und durch seine Lage in der Sandsteinebene, also durch das Substrat, bevorzugt und kann zusätzlich vor allem südsahelische Gehölze wie Boscia senegalensis ausbilden.&lt;br /&gt;
Größere Mengen von Hangwasser und breite, tiefe Wadikanäle, welche die sahelischen Gehölztaxa dauerhaft mit oberflächennahem Grundwasser hätten versorgen können, waren in Chufu nicht zu erwarten, da die Einzugsgebiete relativ unbedeutend sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Identifizierte Taxa der Fundplätze Djara, Kharafish und Chufu'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||  '''Chufu'''|| '''Kharafish'''|| '''Djara'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| Acacia sp.	|| Acacia sp.	&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||Capparidaceae||Capparidaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix||Acacia nilotica||Tamarix&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cornulaca||Anastatica hieruchuntica||Anastatica hieruchuntica&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis ||Shouwia||Monokotyledone&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||Anabasis / Haloxylon||Zilla spinosa&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||Citrullus||Gramineae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Shouwia||Hordeum vulgare||Amaranthaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Farsetia stylosa||Panicum||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia sp.||Paniceae||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Thesium||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M. Mc Donald beschreibt in den „Oasis Papers 3“ (2003) die Vegetation während der Masara Phase, die ungefähr von 9000 bis 8200 BP dauerte, in etwa folgendermaßen : Zwölf Baum- Straucharten sind identifiziert worden, darunter : Acacia nilotica, Balanites aegyptiaca, Calotropis procera, Capparis decidua, Leptadenia pyrotechnica und Salvadora persica. Neun Taxa kommen auf den weit außerhalb der Dakhla- Oasen liegenden Fundstellen 260 und 308 vor. Sieben verschiedene Taxa waren es von 264 und 265 und fünf vom Fundplatz 300.&lt;br /&gt;
Auf dem jüngeren Fundplatz 263 A (7730 +- 110 BP) kommen ebenfalls neun Gehölz- und Strauchtaxa vor.&lt;br /&gt;
Kräuter und Gräser sind mit 49 Typen vertreten unter anderem Portulaca oleracea, ein essbares Kraut, welches offene, feuchte Standorte bevorzugt (Seit der Römerzeit wächst diese Pflanze ebenfalls im Rheinland).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum Abu Tartur weist eine nahezu permanente Besiedlung von 9120 BP bis 6420 BP, das sind 2700 Jahre, auf. Durch weitere C14 Daten, das nötige Material ist vorhanden, könnten sowohl ältere als auch jüngere Fundstellen bestimmt werden.&lt;br /&gt;
An der Oberfläche wurden mehr als 20.000 Werkzeuge beobachtet. Rund um die Playas wurden 459 Reibschalen und 2114 Läufersteine gefunden. Auf dem Kalksteinplateau sind es 18 Reibschalen und 61 Läufersteine neben einer großen Menge von Sandstein- Bruchstücken, die in jedem Fall auf Mahlwerkzeuge zurückgeführt werden können.&lt;br /&gt;
Diese Massierung von steinzeitlichem Mahlwerkzeug ist einmalig in Ägypten und bezeugt in indirekter Weise klimatische Bedingungen, unter denen Getreide und / oder Wildgetreide wachsen und reifen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge der aufgelisteten Herdstellen beträgt in der Ebene 1480 und auf dem Plateau 134, hinzu kommen noch die Feuerstellen, die unter Playasedimenten oder Hangschutt verborgen sind und die völlig der Deflation zum Opfer gefallen sind und die nur noch an der Rotfärbung des Untergrunds nachzuweisen sind. Wie schon die Menge der Mahlutensilien und die Masse der Werkzeuge, so ist auch die Konzentration von Herden ohne Vorbild in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auszuwertende biologische Material, welches hier verborgen liegt, übersteigt bei weitem alles was bisher auf diesem Gebiet zur Verfügung gestanden hat.&lt;br /&gt;
Für Eastpans 95/5 schreibt B. Gehlen zu dem botanischen Material : „Unter den Samen und Pflanzenresten befinden sich acht wilde Grasarten, die noch heute von den Tuareg in der westlichen Sahara als Nahrungsmittel genutzt werden. Die meisten dieser Gräser sind auch aus prähistorischen Fundstellen in Farafra und Nabta bekannt, so unter anderem Reste von wildem Sorghum“.&lt;br /&gt;
H. Barakat, die 95/2 untersucht hat, rekonstruiert auf Grund der botanischen Funde eine relativ feuchte Umwelt mit dichter Grasvegetation. An Gehölzen wurden Acacia sp. und Ziziphus sp. identifiziert. Das Alter der Fundstelle ist 6133 +- 30 BP (U + C 5757) und damit relativ jung wenn man davon ausgeht, dass nach Pachur und Roeper in diesem Raum die Playabildung gegen 6400 BP abgeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pflanzenreste verschiedener Fundplätze== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Bäume und Sträucher'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Mudpans'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix sp.||X||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Salvadora persica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Maerua crassifolia||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cassa senna||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ziziphus sp.||X||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Grewia tenax||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Balanites aegyptiaca||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caparis decidua||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||X ?||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||X ?||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Crucifereae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Malvaceae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Phoenix dactilifera||X||||||X ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Leptadenia pyrotechnica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Kräuter und Gräser'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Chencrus pennisetum|| || X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bracharia||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Digitaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gramineae||||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Panicum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Setaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sorghum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperaceae||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Portulaca oleracea||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus maritimus||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum vulgare||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa colona||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chencrus||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus Schoenoplectus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rumex||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Curcurbi taceae||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Arnebia||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anabasis||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anastatica hieruchuntica||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum hexastichon nudum||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Triticum sp.||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
                                                      &lt;br /&gt;
'''Anzahl der Gehölztaxa'''                                                      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Lage'''|| 20°N|| 21°N||23°N||24°N||25°N&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Anzahl'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 14||||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||12||X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10||||X||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6|||||||X|||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||0||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''|| '''Laqiya'''|| '''Selima'''|| '''Gilf Kebir'''|| '''Mudpans'''|| '''25°N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regenfeldbau in der Ostsahara zur Zeit der postpleistozänen Feuchtmaxima== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die agronomische Trockengrenze für den Regenfeldbau verläuft im Süden der Sahara nach H. Mensching ungefähr auf der Linie Dakar – Niamey – Fort Lamy – Darfur auf der Höhe des 12. Breitengrads.&lt;br /&gt;
Im Norden der Sahara sind lediglich die küstennahen Gebiete und die sich anschließenden Gebirgsregionen Algeriens, Marokkos und Tunesiens geeignet.&lt;br /&gt;
Diese Grenzen werden aber heute schon um 100 km im Maghreb und 200 km im Sahel überschritten. &lt;br /&gt;
H. Mensching definiert die agronomische Trockengrenze dahingehend, dass sie bei etwa 300 mm Winterregen oder 500 mm Sommerregen zu suchen sei, wobei die Niederschläge auf  4 bis 5 Monate im Jahr verteilt sind.&lt;br /&gt;
Versuche im Norden Ägyptens von H.D. Müller haben ergeben, dass bei einem Minimum von 150 mm Winterregen Gerste ihre Körnerfrüchte voll ausbilden kann. Hier sind aber schon ausgewählte Felder eingeschlossen, die zusätzlich kolluviales Wasser erhalten.&lt;br /&gt;
Französische Wissenschaftler ( P. Pfeffer, Y. Monnies und Ph. Taquel ) definieren die Zonen von der Wüste bis zu den tropischen Gefilden wie folgt :&lt;br /&gt;
* Unter 100 mm Sommerregen Wüste.&lt;br /&gt;
* Von 100 bis 300 mm Nordsahel, der Regen fällt jedes Jahr und verteilt sich auf einen Monat. Das „Grün“ wird von Kamelen abgeweidet (z.B. Agadez 200 mm und 21 Tage Regen pro Jahr Anm. des Verfassers).&lt;br /&gt;
* Von 300 bis 500 mm Südsahel, der Regen ist über zwei bis drei Monate verteilt, Bäume tauchen auf und Viehzucht ist möglich.&lt;br /&gt;
* &amp;gt; 500 mm Beginn der tropischen Zone, der Regen verteilt sich über 100 Tage im Jahr, Ackerbau ist möglich, Hirse und Erdnüsse können wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Einteilung stimmt weitesgehend mit der Definition H. Menschings überein.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Nahen Osten von den Zagrosbergen bis ins anatolische Hochland und entlang der Mittelmeerküste Palästinas wuchsen die Wildformen von Gerste und Weizen bei einem durchschnittlichen, jährlichen Niederschlag von über 300 mm. Diese Ressource wurde von ca. 11.000 BP bis 8000 BP von den dort lebenden Menschen genutzt. Frühe dörfliche Siedlungen sind von Osten nach Westen Ali Kosh, Ganj Dareh, Jarmo, Cayöun, Canhasan, Catal Hüyük und Hacilar. Im Bereich der Mittelmeerküste liegen Ras Shamra, Tell Ramad Munhata und Jericho. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ackerbau gelangte um 8000 BP bis 6000 BP in die Euphrat- und Tigrisebene, wo mit künstlicher Bewässerung experimentiert wurde, da das Gebiet außerhalb der 300 mm Isohyete lag. Wahrscheinlich wurden Gerste und Weizen von Palästina ins Nildelta und weiter in den Süden Ägyptens gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon um ca. 8100 BP bis 7900 BP tauchen Gerste in domestizierter und wilder Form in Nabta Playa und etwas später um 7700 – 6200 BP Gerste und Weizen in Nabta und Kiseiba auf (El Hadidi 1980, Stemmler und Falk 1980). &lt;br /&gt;
Wenn wir annehmen das Getreide sei vom Menschen transportiert worden, so kommen als mögliche Wege das Niltal oder aber die westliche Wüste in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorghum und Hirse sind von Süden, aus Nordost- Afrika kommend, nach Ägypten gelangt. &lt;br /&gt;
Sorghum ist vor 7900 BP in Nabta nachgewiesen (E – 75 – 6), um 6700 – 6710 BP ist er zusammen mit Hirse im Wadi Obeiyd in der Farafrasenke angelangt. &lt;br /&gt;
Gerste und Weizen von Norden eingeführt und Hirse und Sorgho von Süden kommend haben wahrscheinlich die gleichen Routen genommen nur jeweils in entgegengesetzter Richtung.&lt;br /&gt;
Wenn aber südliche Getreidearten im Norden gewachsen sind und nördliche im Süden der westlichen Wüste Ägyptens, so kann davon ausgegangen werden, dass an allen geeigneten Orten auf diesem Weg, und das sind die Orte an denen Mahlwerkzeug gefunden wird, beide Getreidegruppen bekannt waren und auch genutzt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit der Verbreitung des Getreides ist ein natürliches Eindringen der Taxa mit fortschreitendem Sommer- und Winterregen. Das würde allerdings Winterregen in Nabta Playa bedeuten.&lt;br /&gt;
In jedem Fall folgt aus dem oben Gesagten, logischerweise dass die klimatischen Bedingungen ein Wachsen und Reifen von Körnerfrüchten erlaubten und daraus folgt wiederum eine jährliche Niederschlagsmenge von mehr als 150 mm Winterregen (Farafra) und von mehr als 300 mm Sommerregen (Nabta).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die stellenweise sehr hohe Dichte von steinzeitlichem Mahlwerkzeug in der Ostsahara zu erklären, wird, da viele Wissenschaftler eine höhere Niederschlagsmenge als 200 mm Sommerregen ausschließen, eine Art von genügsamen, trockenheitresistenten „Wildgetreide“ ins Spiel gebracht, welches mit Niederschlagsmengen von weniger als 200 mm Sommerregen / Jahr in der Lage sein soll essbare Körnerfrüchte zu produzieren. Der Name dieses Grases oder dieser Gräser ist nicht genannt. Die postulierten „Wildgetreide“ scheinen eine Schimäre zu sein. &lt;br /&gt;
Wären sie bekannt, so könnte die Sahelzone endlich vom Hunger befreit werden, denn die Gebiete zwischen den Isohyeten 300 mm und 50 mm ( Sommerregen ) stellen ungeheuere Flächen dar, die für die Produktion von „Wildgetreide“ zur Verfügung stünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert eine Reihe von Wildgräsern, deren Samen in Notzeiten gegessen werden aber sie sind an die 300 mm Isohyete gebunden. Fährt man mit dem Geländewagen von Agadez (200 mm) in Richtung Tahoua, so wird die 300 mm Isohyete gequert und erst südlich dieser Linie macht der Reisende, der seinen Wagen verlässt, die unangenehme Bekanntschaft mit dem cram – cram (chencrus biflorus).&lt;br /&gt;
Auch Wildgetreide in montanen Gunsträumen braucht, wenn es essbare Körner produzieren soll, gute Jahre d.h. ein Minimum von 300 mm Sommerregen oder äquivalente Wassermengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon ausgeführt, wuchsen zu Beginn des Holozäns die Wildformen von Weizen und Gerste bei einer Niederschlagsmenge von ca. 300 mm Winterregen im „fruchtbaren Halbmond“. Diese Wildformen wurden vom Menschen durch Selektion zu Kulturpflanzen herangezüchtet und wuchsen weiterhin bei 300 mm Winterregen in der ursprünglichen Region. Bei niedrigeren Niederschlägen wurde weiter südlich mit Bewässerung experimentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ostsahara wuchsen zur gleichen Zeit Wildpflanzen, als da sind setaria, panicum und sorghum in der Umgebung vieler steinzeitlicher Fundstellen. Es ist anzunehmen, dass auch hier eine ausreichende Regenmenge notwendig war, gleich ob für Wild- oder Kulturpflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem Handbuch für tropische Landwirtschaft (London 1979) weisen die Autoren D. Joy und E.J. Wibberley darauf hin, dass Sorghum heute vorzugsweise bei Niederschlägen zwischen 750 und 1250 mm/Jahr Sommerregen angebaut wird, bei fünf bis sieben Trockenmonaten im Jahr.  Hirse ist weniger anspruchsvoll und benötigt 500 bis 750 mm Sommerregen pro Jahr. Bei weniger als 500 mm/Jahr wird nur noch Kolbenhirse angebaut, es sei denn, künstliche Bewässerung wäre möglich. Das Buch ist für Praktiker konzipiert und richtet sich an westafrikanische Landwirte. Digitaria und Pennisetum, die in der Ostsahara häufig auf holozänen, steinzeitlichen Fundplätzen nachgewiesen sind, wachsen heute u.a. in den Savannengebieten Nigerias. Die Gräser sind ausgezeichnete Futterpflanzen für Rinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun könnte argumentiert werden, dass dank der geographischen Lage an den Schichtstufen, Wasser am Fuße der Hänge sich hätte sammeln können und dass so auch bei niedrigen Regenfällen genügend davon für die Pflanzen zur Verfügung gestanden haben würde.&lt;br /&gt;
Für tiefwurzelnde Bäume und Sträucher ist dies sicherlich zutreffend, nicht aber für Gräser, ausgenommen einige Horstgräser, und vor allem nicht für Getreide.&lt;br /&gt;
Körnerproduzierende Gräser brauchen entweder in bestimmten Abständen Regen, der die oberflächennahen Bodenschichten und so den Wurzelbereich durchfeuchtet oder aber künstliche Bewässerung.&lt;br /&gt;
Wenn K. Neumann ein Beispiel von Hirseanbau aus der Bayuda mit Niederschlägen zwischen 25 mm und 50 mm angibt, so hätte fairerweise gesagt werden müssen, dass dies nur durch künstliche Bewässerung möglich ist (Forschung zur Umweltgeschichte der Ostsahara, Seite 116).&lt;br /&gt;
In meinem Garten in Abu Tartur wuchsen ohne jegliche Regenfälle unter anderem Zuckerrohr und Bananenstauden. In Anou Araren nördlich von Agadez habe ich ca. 50 ha bewirtschaften lassen. Es wurden jährlich vier Ernten und zwar Sorghum, Weizen, Zwiebeln und Tomaten eingefahren und das bei einer Niederschlagsmenge von weniger als 150 mm Sommerregen/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bewässerungstechnik dürfte in dem behandelten Zeitraum von den Siedlern in der libyschen Wüste noch nicht entwickelt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Wirbeltiere)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Knochenfunde der B.O.S. Mission wurden von Wim van Neer und H.P. Uerpmann untersucht. Die Fundstellen sind im Prinzip die gleichen, die für die Untersuchung der Baumvegetation K. Neumanns herangezogen worden sind. So sind auch die Probleme ähnlich. Zu große Distanzen zwischen den Fundplätzen, teilweise schlechter Erhaltungszustand des zu untersuchenden Materials und vor allem eine Lücke zwischen den Breitengraden 24° N und 29° N machen eine eindeutige Bewertung schwierig. &lt;br /&gt;
Für Lobo in der Sandsee wird gesagt : „The sample contains almost nothing but unidentifiable mamal bones which, as far as could be established, belong all to the size class of the dorca gazelle. Only two enamel fragments indicate the presence of a large bovid. Dorca gazelle is represented by five identifiable fragments”.&lt;br /&gt;
Die von Willmann abgesammelten und von H.P. Uerpmann bestimmten Knochen gehören zu Großsäugern, identifiziert wurde Pelorovis antiquus.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz glass area 81/61 sind neben Dorca, Dama, Oryx und Hase vor allem Frosch- oder Krötenknochen gefunden worden, sie machen die Hälfte der Funde aus. Eine neuere Analyse, durchgeführt vom Institut für Paläoanatomie und Geschichte der Tiermedizin, München, gibt für 81/61 folgende Verteilung an :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alcelaphus buselaphus|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oryx dammah||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Addax nasomaculatus||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ovis aries||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||196&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Lepus capensis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amphibien fehlen in dieser Aufstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Münchener Institut hat ebenfalls die Knochenfunde von Djara 90/1 sowie die von Abu Gerara 98/5 untersucht (N. Pöllath in „Drei Tierknochenaufsammlungen aus Ägypten,      TPA 1“).&lt;br /&gt;
Die Fauna von Djara 90/1 setzt sich wie folgt zusammen :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Addax nasomaculatus|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella sp.||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella dorcas||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caracal caracal||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Unbestimmter Großtierknochen||46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Spathopis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht enthalten in dieser Aufstellung von 90/1 sind ein ebenfalls in Djara gefundenes domestiziertes Schaf und ein einwandfrei identifizierter Nilpferdknochen. Die Großtierknochen machen in dieser Aufstellung ca. 80 % der Gesamtmenge aus und geben einen Hinweis auf ein günstiges Klima mit Niederschlägen, welche für dichten Graswuchs sowie für das Gedeihen von Bäumen ausreichend waren. Das Verhältnis von ca. 80 % Großtierknochen zu anderen findet sich in Gerara, nördlich des 26. Breitengrads Nord wieder, ist aber leider nur auf einer geringen Menge basiert. Unter den Boviden befindet sich ein Büffel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camelus dromedarius*|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bos / Syncerus||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die Dromedarknochen sind später in das Fundgut gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von domestizierten Tieren und unbestimmten Großsäugern zu Dama und Dorcas Gazellen beträgt für Abu Tartur 75 %. Aber auch hier ist die Menge der untersuchten Knochen gering.&lt;br /&gt;
In Abu Tartur ist lediglich versucht worden, die Steinwerkzeuge in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Von der Keramik hingegen oder von den faunistischen Relikten sind nur einzelne Belegstücke von der Oberfläche aufgenommen worden. In den Fundplatzbeschreibungen wird aber auf gehäuftes Auftreten von Keramik, Knochen und Holzkohle hingewiesen.&lt;br /&gt;
Dennoch ist das Rind auf den Plateaufundstellen 0009/83, 0012/83 und 0054/85 nachgewiesen. Ziegen und / oder Schafe sind von 0008/13, 0010/83, 0012/83 und 0039/85 bekannt. Auch ein Nashorn kommt auf dem Plateau (0007/83) vor. Neben Gazellenresten wurde auch ein Kieferknochen der Hyäne geborgen.&lt;br /&gt;
In der Sandsteinebene wurden an den Playarändern Knochen von Ziege und / oder Schaf von den Fundplätzen 1010/83 und 1032/82 aufgelesen. Rinder- oder Büffelknochen fanden sich auf dem Fundplatz 1048/84. Ein Nashorn stammt von 1010/83 ein Zebra (equus) von 1005/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Knochenmaterial der domestizierten Tiere und das der Wildfauna wurde dankenswerterweise von H. Berke analysiert. &lt;br /&gt;
In den von M. Mc Donald bearbeiteten Fundstellen der Masara Phase, weit außerhalb der Dakhla Oasen, ist die Fauna weniger reich als die Vegetation es vermuten ließe. Neben Gazellen, Hasen, Eidechsen und einigen Vögeln enthält das Spektrum Schildkröten und Kröten. Das einzige recht anspruchsvolle Tier ist die Steppenkuhantilope, ein Bovide mit einer Schulterhöhe von 1,5 m und einem Gewicht von bis zu 250 kg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der afrikanische Hase (lepus capensis) bevölkert mit Ausnahme der dichten Wälder sämtliche Landschaftsformen und Klimazonen Afrikas. Ich selbst habe ihn im feucht- heißen Sambesital gejagt. Sein Auftreten bedeutet demnach lediglich, dass kein dichter Wald vorhanden war.&lt;br /&gt;
Gazellen können auch in sehr trockenen Gegenden überleben, selbst ohne offenes Wasser. Sie müssen ihren Feuchtigkeitsbedarf aber dann aus ihrer Nahrung decken können, also durch frische, grüne Pflanzen. Wenn kein Wasser zur Verfügung steht und das wenige Futter trocken und verdorrt ist, findet auch eine Gazelle keine Überlebensmöglichkeit.&lt;br /&gt;
Große Antilopen wie Alcelaphus buselaphus, von M. Mc Donald „hartebeest“ genannt, was eher dem südafrikanischen Verwandten Alcelaphus caama entspricht, brauchen Wasser und große Mengen Futter, sie können nicht wie Gazellen längere Trockenperioden überstehen.&lt;br /&gt;
Auch in Dakhla stehen also die paläobotanischen Fakten in scharfen Gegensatz zu der ariden Umwelt südlich des 24. Breitengrads Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mudpans weisen neben Vertretern genügsamer Boviden vor allem Elefant und Giraffe auf savannenartiges Gelände hin. In diesem Zusammenhang ist auch der große Anteil und der Artenreichtum der Raubtiere von Wichtigkeit. Auf keinen Fall sind Hyäne und Karakal Wüstenbewohner, ihre Anwesenheit lässt auf eine Vielzahl von möglichen Beutetieren schließen. Bemerkenswert ist das Fehlen von domestizierten Tieren, kommen doch in Eastpans neben Hund und Schaf auch Rinder vor und selbst in der Sandsee (81/61) werden Schaf und wahrscheinlich auch Rind angetroffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Fundkomplex_T_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex T&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Ingrid_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Ingrid&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_West_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex West&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Vera_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Vera&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Renate_neu_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Renate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Mollusken)== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Landschnecke Zootecus insularis kommt auf dem Abu Tartur Plateau in sehr großen Mengen vor. Sie ist Indikator einer Krautvegetation und kann durch Eingraben kürzere Trockenperioden überleben. Ein Exemplar wurde auf 8485 +- 45 BP datiert. Getragen wurde der Pflanzenwuchs von terra rossa Böden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastropoden, die sich eingraben, suchen Feuchtigkeit, die Böden mussten daher mächtig und in ihren tieferen Schichten dauerfeucht gewesen sein. Für Kröten, die sich in die Erde zurückziehen, gilt das gleiche.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden zwei Exemplare von Bulinus truncatus auf dem Plateau und drei an den Endpfannen gefunden, wobei die Bestimmung nicht ganz zweifelsfrei ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lymnaea natalensis, die fast ausschließlich in permanenten Gewässern lebt, ist mit 23 Exemplaren von Playa West und Playa Renate vertreten. Von Melanoides tuberculata, welche nur in Gewässern, die nicht regelmäßig austrocknen, lebt, ist nur ein Exemplar gefunden worden. &lt;br /&gt;
Pila sp. ist jeweils mit einem juvenilem, ebenfalls zweifelhaftem Exemplar von 1019/82 und 1005/83 vertreten.&lt;br /&gt;
Asphataria rubens oder Spathopis ist in Abu Tartur in großen Mengen vorhanden. 35 Exemplare von 35 verschiedenen Fundplätzen sind als Proben entnommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spathopis ist nicht an tiefes Wasser gebunden, sondern kann auch in flachen Tümpeln leben, wenn diese regelmäßig überflutet werden (S. Kröpelin 1993 : 193 – 195). Bislang wurde angenommen, dass Asphataria aus dem Niltal in die Wüste gelangt sei, nur für den Wadi Howar gilt sie als autochthon, dort sind auf der Fundstelle 80/73 Bulinus truncatus, Melanoides tuberculatus und Planorbis Gastropoden gefunden worden, sie gelten, wie auch Asphataria als nicht eingeschleppt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum sollte eine ähnliche Vergesellschaftung in Abu Tartur allochthon sein zumal Van Damme (1984) für die steinzeitlichen Phasen des Holozäns das Vorkommen von A. rubens westlich des Nils an Wasserstellen und Wadiläufen bezeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Altersanalyse an einer Spathopisschale vom Fundplatz 1004/83 hat einen Wert von 8110 +- 45 BP ergeben (KIA 23194), sie ist damit wesentlich älter als der älteste Fundplatz der Playa West und somit wahrscheinlich vor dem ersten Siedler an diesem Ort existent gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Felsbildkunst)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sehr variantenreiche Felskunst Abu Tarturs zeigt unter anderem drei Gravierungen von Rindern und stellt in einer interessanten Perspektivform eine Schafherde dar.&lt;br /&gt;
An Wildtieren werden Spießböcke, Giraffen, Antilopen und ein Strauß präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine seltene Darstellung von Fischschwärmen in der Draufsicht, wie ein Beobachter von einem erhöhten Punkt am Ufer die Tiere sehen würde, weist auf permanentes Wasser hin. Ein in der Seitenansicht gravierter Fisch dürfte sehr viel jünger sein, er ist Teil eines Piktogramms, welches vielleicht schon in die prädynastische Zeit weist. Im Gegensatz zu den oben genannten Fischschwärmen ist er nicht unbedingt ein Beweis für sein Vorkommen an diesem Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In „Rock drawings of southern upper Egypt II“ von 1939 beschreibt Hans A. Winkler die Gravierungen, die sich am Fuße des Abu Tartur Massivs bis nach Dakhla hinziehen und auch noch westlich und südlich der Oasen anzutreffen sind. Die Felszeichnungen von 1005/83 hatte er übersehen, kein Wunder in dem Gewirr von Zeugenbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An neun Stationen finden sich Darstellungen von Giraffen. Antilopen und Strauße sind jeweils sechsmal dargestellt. Viermal kommen Gazellen und Ibex vor, letztere wären eher in der östlichen Wüste zu erwarten gewesen. Neben drei Stationen mit Abbildungen von Rindern sind auch zwei mit Elefanten vorhanden. Außerdem sind Hunde, Esel, Krokodile, Schlangen, Hase, Vogel und Kamel graviert. Bei neolithischen Felsgravierungen gehe ich davon aus, dass die abgebildeten Tiere in der Umgebung lebten und dem Künstler aus eigener Anschauung bekannt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter, ausführliche Informationen und Darstellungen finden sich unter [[Fundkomplex Abu Tartur | Fundkomplex Abu Tartur Felskunst - Zeichnungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen von domestizierten Tieren und von großen Wildtieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| Hund|| Ziege|| Schaf|| Rind|| Büffel*|| Hartebeest|| Nilpferd Nashorn|| Elefant|| Giraffe|| Egnus (Zebra)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundregion'''|||||||||||||||| || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gilf Kebir|||| X|||| X|||||||| X (Myers)|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sandsee|||||| X|| X (96/15)|| X|| X (81/61)||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mudpans|||||||||||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Eastpans|| X|||| X|| X||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla (Mc Donald)|||| X ?|||||||| X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla**|| X|| X|| X|| X|| X|||| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Tartur|||| X|| X|| X|| X|||| X|| X ?|| X ?|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kharga**|||||||| X|||| X|| X|| X|||| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Gerara|||||||||| X||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Djara|||| X (Felsbild)|| X|||||| X|| X||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Farafra|||| X|| X||||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nabta-Kiseiba|| X|| X|| X|| X|| X ?||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Felsbilder Abu Tartur-Dakhla|| X|||| X|| X|||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* * Bouchud (1969) states categorically that the giant buffalo is a savanna dweller needing large quantities of water. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ** Die Oasen im frühen Holozän waren nicht bedeutender als heute. Der Wasseraustritt der Quellen lag allerdings auf einem höheren geographischen Niveau. Das Nachlassen des Wasserdrucks und damit der eventuellen Menge wurde harmonischer Weise durch die starken Deflationsraten ausgeglichen, so dass von einem gleichmäßigen Fördervolumen ausgegangen werden kann.&lt;br /&gt;
Da das Wasser aber nicht wie heute kanalisiert war, bildete sich eine Sumpflandschaft, die von Savannentieren nicht bevorzugt wird. Die aktuelle intensive, durch Pumpen beschleunigte Nutzung der endlichen Wasserreserven hat ein Ungleichgewicht bewirkt. Die Deflation kann die Verminderung des artesischen Drucks nicht mehr ausgleichen. Daher muss immer mehr Wasser aus größeren Teufen gehoben werden.&lt;br /&gt;
Die von Leclant und Churcher durchgeführten Analysen der Oasenfauna sind zweifelhaft. &lt;br /&gt;
Der auf einigen Fundstellen erhöhte Knochenanteil von kleinen Boviden und Hasen kann über die tatsächliche Zusammensetzung der Paläofauna ein falsches Bild zeichnen.&lt;br /&gt;
Klein und Cruz – Uribe (1984) schreiben dazu :&lt;br /&gt;
“In many instances prehistoric hunters probably butchered a large animal where it fell and brought only selected parts to their home base. In contrast, they probably often imported smaller animals intact”. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Komplexität der Beurteilung prähistorischer Knochenfunde wird von Hubert Berke ausführlich in seiner Arbeit “Zum Thema Archäozoologie” (1989) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mensch und Umwelt==&lt;br /&gt;
Die Lage der steinzeitlichen Fundplätze in der sie umgebenden Landschaft lässt zuweilen Schlüsse auf  die klimatischen Bedingungen zu. Die Wasserversorgung ist in diesem Zusammenhang von besonderer Wichtigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel I'''&lt;br /&gt;
AT 0002/84 ist mit 9120 +- 40 Jahren vor heute der bislang älteste datierte Fundplatz Abu Tarturs. Durch sein reichhaltiges, homogenes Fundmaterial weist er sich als Siedlungsplatz  aus, der für eine gewisse Dauer angelegt worden ist. Die Versorgung mit Wasser könnte durch Regenwasser gewährleistet worden sein, welches sich in einem flachen Becken der Fundstelle AT 0014/85, etwa einen Kilometer nordöstlich gelegen, sammeln konnte. Kleinere Tümpel, heute im Gelände nicht mehr auszumachen, hätten sich in der Nähe von AT 0002/84 bilden können. Ähnliche Fundkomplexe gleichen Alters, wenn auch kleiner und weniger deutlich ausgeprägt, werden auf dem Plateau angetroffen aber bisher nie in der Ebene in der Nähe der großen Playas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus kann geschlossen werden, dass nach den großen Regenfällen zu Beginn des Holozäns die Wasserversorgung auf dem Plateau ohne große Endbecken kein Problem für die Siedler darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel II'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle Ä 98/20 im Tiefsten einer Endpfanne, welche Wasser aus einem Einzugsgebiet von 563 km² sammelt, hat zu verschiedenen Zeiten, nach eigener Beobachtung vom Epipaläolithikum (langschmale Dreiecke, Rückenmesser) bis zum Spätneolithikum (gestielte, flächig bearbeitete Pfeilspitzen, side-blow-flakes) als Zufluchtsort am ENDE der Trockenzeiten gedient, wenn höher gelegene Wasserstellen ausgetrocknet waren und wenn die Weiden auf den Hamadas abgegrast waren. Während der Regenzeiten, es sind sowohl Sommerregen aus Süden als auch Winterregen aus Norden nachgewiesen, waren die Wasserstände wesentlich höher wie Proben vom Niveau + 5 m belegen. Die Siedler, ob Jägernomaden oder Hirten nutzten nach den Regenfällen die Hamadas und Wadis außerhalb der Senken, das Aktionsgebiet schloss ebenfalls den Dünengürtel des Abu Muharig ein. Während dieser Zeit waren die Bewohner sehr mobil und legten keine Dauerlager an. Der archäologische Nachweis ist durch die „short-term camps“ und die „overnight stopps“ (Kindermann) gegeben. Am Ende der Trockenzeiten wurde der Raum um die Endpfanne genutzt, die Mobilität war eingeschränkt, da nur noch wenige Wasserlöcher vorhanden waren und hierdurch erklärt sich die höhere Konzentration von Steinplätzen und Artefakten.&lt;br /&gt;
Diese gut durchdachte und zutiefst logische Strategie wird auch heute noch von Hirtenvölkern in der Sahara angewandt (Niger, Mauretanien u.a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach aktueller Hypothese sind lediglich 100 mm Regen im Jahr gefallen. In der folgenden Rechnung werden die bislang für richtig gehaltenen Zahlen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0,1 m Regen im Jahr x 563.000.000 m² = 56.300.000 m³/Jahr. Angenommen 80% des Wassers versickern oder verdunsten auf ihrem Lauf, angenommen die Endpfanne hat eine Größe von  1 km² so beträgt der Wasserstand am Ende der Regenzeit 11,2 m, eine Höhe, die mit meinen Beobachtungen größenordnungsmäßig übereinstimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel III'''&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet von Ä 90/1 beträgt nach der gleichen Quelle wie weiter oben lediglich 1 km². Bei den von mir postulierten Wasserständen werden sich allerdings Überläufe zwischen den einzelnen Teilsenken gebildet haben und so auch hier die noch erkennbaren Mulden aufgefüllt haben. Der besondere Gunstfaktor des Fundplatzes bestand in der als Zisterne dienenden Höhle. Bei stärkeren &lt;br /&gt;
Niederschlagsereignissen konnte Wasser in die Höhle überlaufen und dort eine Reserve von ca. 9000 bis 10.000 m³ bilden, genügend Wasser, um eine größere Population mit Haustieren während des ganzen Jahres zu versorgen (Die tägliche Menge entspricht einem großen Tankwagen von 30 m³ Fassungsvermögen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ereignisse lassen sich nachweisen an den verschwemmten Sedimenten, die im Höhleninneren einen fast waagerechten Untergrund bilden, wie er nur vom Wasser gestaltet werden konnte und an dem Vorhandensein von schalenförmigen pelitischen Sedimentkrusten, die im stillen Wasser abgesetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 100 mm Niederschlag im Jahr und einem Einzugsgebiet von 1 km² kann die Attraktivität des Fundplatzes nicht erklärt werden, da in einem Endbecken von ca. 300 m x 300 m der Höchstwasserstand nur etwas mehr als 1 m betragen würde falls die gesamte Wassermenge dort gesammelt würde. Bei 20% wie im Beispiel II waren es gerade einmal 20 cm Höchststand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel IV'''&lt;br /&gt;
beschreibt die Fundstelle Ä 95/2 in den Eastpans. Hier stehen bei 200mm Niederschlag pro Jahr und einem Einzugsgebiet von 227 km² in einem Sammelbecken von rund 3 km² (von Niv. –1 bis Niv. +5) 45.400.000 m³ Wasser zur Verfügung. Anzumerken ist, dass die bekannten Fundplätze jeweils Becken mit Flächen von ca. 500.000 m² aufweisen. Der Wasserstand würde bei 20% Ausnutzung auf  der Gesamtfläche bei 3 m liegen, die kleineren und tiefer gelegenen Fundplätze könnten unter den gleichen Umständen einen wesentlich höheren Wasserstand aufweisen, rein rechnerisch bis ca. 9 m. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altersangaben betreffen die Zeit um 6000 BP für das Spätneolithikum und 7214 BP für das Mittelneolithikum. Da die Menschen in dieser Zeit neben der Jagd von Körnerfrüchten und von den Produkten der Viehzucht lebten, dürfte eine ähnliche Situation existiert haben wie in Djara 98/20 nämlich eine Konzentration um einen Teich, in dem die letzten Wasserreserven am ENDE der Trockenzeit vorhanden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel V'''&lt;br /&gt;
bezieht sich auf AT 1005/83. Der bedeutende Fundplatz mit einem Alter von 6420 +- 60 BP Jahren weist eine Werkzeugmenge von 897 Stücken auf, hinzu kommen 40 Mahlsteine, 16 Reibschalen, 31 identifizierte Feuerstellen und Keramik. An faunistischen Material wurden u.a. Straußeneiperlen, bulinus truncatus, lymnaea natalensis und aspatharia rubens gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt am Nordrand eines ausgedehnten Playabeckens und ist um einen Inselberg aus nubischem Sandstein, der aus dem Holozänsediment herausragt, angeordnet. Die Positionen der immobilen Feuerstellen liegen zum Teil oberhalb der Niveaulinie 204 und reichen bis nahe an die wahrscheinliche Uferlinie, welche dem Niveau 202 entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiter südlich gelegene mittelneolithische Fundstelle AT 1004/83 mit einem Alter von 7590 +- 75 BP Jahren liegt ebenfalls auf dem Niveau 204. Auch hier wird eine Variationsbreite angetroffen, so dass Fundplatzteile etwa zwischen Niv. 205 und Niv. 203 liegen. Weitere noch nicht datierte Fundstellen wie 1001 bis 1003, 1006 bis 1012 und 1039, 1040, 1044 und 1079 bis 1082 sind ebenfalls um die Niveaulinien 202 bis 205 gruppiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:1005_83_Lageskizze.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Lageskizze Abu Tartur, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Belege lassen darauf schließen, dass die Playa über lange Zeiträume im wesentlichen das gleiche Sammelbecken und ähnliche Wasserstände aufwies. Ein Playaprofil welches an einem Sandsteinhügel ansteht, zeigt an seiner Basis eine Wechsellagerung von sandigen und tonigen Schichten. Darüber liegt eine kompakte tonige Masse von ~ 2 m Mächtigkeit ähnlich der von H. Riemer dokumentierten Schichten im Wadi Asfura in der Nähe der Fundstelle AT 1072/86 oder dem Aufschluss AT 1023/82 wo gut 2,50 m ungeschichtete Tonmassen anstehen und sich im nicht aufgeschlossenen Liegenden fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese tonigen Sedimente weisen auf eine gleichmäßige, nicht turbulente Wasserzufuhr hin wie sie z.B. bei Winterregen auftreten kann. Andere Schichten enthalten Kalkgeröll oder feine kalkige Verwitterungsprodukte, die wiederum auf heftige Sommerregen schließen lassen.&lt;br /&gt;
Eine genauere Untersuchung des Sedimentationsgeschehens durch ein Geologenteam könnte hier endgültige Erkenntnisse erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Diskussion und Konklusion==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die libysche Wüste Ägyptens herrscht bei Wissenschaftlern bislang eine weitgehende Übereinstimmung, wonach die Gebiete zwischen dem 24. und dem 29. Breitengrad Nord zu keiner Zeit während des prähistorischen, holozänen Klimaoptimums eine höhere Regenmenge erhalten haben als 150 mm/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R. Kuper und S. Kröpelin gehen in einer neueren diesbezüglichen Veröffentlichung von mehr als 50 mm bis 150 mm Niederschlägen im Jahr aus (Science 2006, Vol. 313, Fig. 3). Sie postulieren ein Vorrücken des tropischen Monsuns zu Beginn des Holozäns wonach südlich des Wadi Howars &amp;gt; 450 mm Sommerregen/Jahr fielen, bis in die Gegend um Laqiya mehr als 300 mm und bis zur ägyptisch sudanesischen Grenze und im Gilf Kebir &amp;gt; 150 mm Sommerregen im Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem reichte bis ins Fayum, wo &amp;gt; 150 mm Winterregen angegeben sind. Auch dieser Wert ist zu niedrig angesetzt, jagten doch die Menschen im Fayum noch um 6000 BP Elefanten (site K) und Nilpferde (site N) und bauten Gerste, Leinen und Weizen an. Ein striktes Minimum von 250 mm Winterregen wären die Vorraussetzung für eine derartige Flora und Fauna. Durch das Vorhanden sein des Sees herrschte zwar kein Wassermangel, noch wichtiger ist aber ausreichend Regen, um eine Lebensgrundlage für Großtiere und Möglichkeiten zum Ackerbau zu schaffen. Ein Seeuferbewuchs würde nicht ausreichen. Vergleiche mit sogenannten Wüstenelefanten Namibias sind nicht angebracht, da diese die Wasserspeicher der Wadis, die durch Regen aus weit entfernten Gegenden gespeist werden, nutzen und lediglich durch Wüstengebiete wandern, um von einem Wadi zum nächsten zu gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum zwischen dem 30. Breitengrad Nord und dem 23. Breitengrad Nord lag demnach in einer Wüste, die weniger Regen erhielt als heute Agadez in der Republik Niger (200 mm Sommerregen). In dieser ägyptischen Zentralwüste fehlen die Gebirge, die zusätzliches Wasser in die trockenen Ebenen hätten leiten können, allenfalls sind einige Schichtstufen vorhanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Bild einer breitengradparallelen zonalen Klimaentwicklung, wie es für die Westwüste Ägyptens und den nordwestlichen Teil des Sudans gezeichnet wird, ist durchaus stimmig soweit es sich auf den südlichen Teil des Untersuchungsgebiets bezieht. Belege aus der Quartärgeologie, besonders aus dem Gilf Kebir, sowie weitere Fakten aus Fauna und Flora lassen keine Zweifel aufkommen.&lt;br /&gt;
Weiter nördlich betreffen die Untersuchungen Teile der Großen Sandsee und das Abu Ballas Stufenland. Hier stellen sich die ersten Fragen. Wie kommen Savannengehölze und Savannentiere nach Mudpans und woher kommen die Graslandschaften und die Rinder von Eastpans ?&lt;br /&gt;
Diese Gebiete folgen nicht mehr der etablierten Zonung und werden als Vorposten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des 25. Breitengrads Nord, einer Zone, die bis auf Dakhla (M. Mc Donald) nicht intensiv bearbeitet worden ist, erlauben die harten Fakten nicht mehr an dem konservativen System festzuhalten.&lt;br /&gt;
Wie neuere Forschungen nahe legen, reichten die tropischen Sommerregen nicht nur bis zum 24. Breitengrad Nord sondern weit über 27° N hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem wurde bislang nicht genügend berücksichtigt und heute ist klar, dass die Winterregen von der Küste über Djara bis zu den Mudpans und vielleicht sogar bis in den Nordsudan reichten. Selbst der Gilf Kebir scheint zeitweilig in das Winterregenregime eingebunden gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet welches auf Grund seiner Topographie am stärksten durch die zwei sich überlappenden Regenzeiten begünstigt worden ist, liegt um den 25. Breitengrad Nord. Wir dürfen hier von &amp;gt; 150 mm Winterregen und von einer Sommerregenmenge gemäß der zonalen Ausbreitung der Isohyeten von &amp;gt; 50 bis 150 mm ausgehen. Der mittlere jährliche Niederschlag umgerechnet in Sommerregen (100 mm Winterregen entsprechen in der Landwirtschaft 200 mm Sommerregen) würde also nach folgender Rechnung diese Größenordnung gehabt haben :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(50 + 150) : 2 + (&amp;gt;150 x 2) = 100 + &amp;gt;300 = &amp;gt;400 mm äquivalenter Sommerregen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Niederschlagsmenge könnte die Bildung der Rotböden auf dem Plateau und in der „Roten Wüste“ und die zum Teil riesige Ausdehnung der Playas in der Ebene und das Vorhandensein offener Wasserflächen erklärt werden. Damit ließe sich auch die Bildung von Kalzitkristallen in der Kontaktzone von Kalkstein und Playaboden schlüssiger belegen (H. Besler). &lt;br /&gt;
Zugleich liegt diese Regenmenge in einem Bereich, der Rinderhaltung erlaubt und der dem Vorhandensein von wilden Großtieren nicht widerspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem aber wird verständlich warum sich Menschen in diesem Raum niedergelassen haben, hier konnten sie gut leben und nicht nur überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird auch verständlich wenn Wendorf et al. (2001) eine Trockenzeit zwischen 8700 und 8600 BP feststellen, während Mc Donald gerade eine Blüte der Masara C Kultur konstatiert. Die Klimaregime waren unterschiedlich, der Einfluss der Winterregen, wenn überhaupt (Chenopodiceae in Nabta) wird im CPE- Bereich geringer gewesen sein als am 25. Breitengrad Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der veränderten postulierten Umstände konnten die Siedler in der westlichen Wüste Ägyptens keine reine sedentäre Lebensweise führen.&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Regenzeiten wurden das Plateau und die entlegenen Weidegebiete in der Ebene genutzt. Bei Wasserknappheit, auch &amp;gt;400 mm Niederschlag im Jahr ist recht wenig, sie entsprechen in etwa den Regenfällen der Kalahari, wurden die Ressourcen in der Umgebung der Playabecken einbezogen. &lt;br /&gt;
Die Mobilität der Menschen ging aber über diesen jahreszeitlich bedingten Wechsel der Jagd- und Weidegründe sowie des Erntezyklus hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So tauchen auf den Fundplätzen in Abu Tartur einerseits Kaurischnecken und andere Gastropoden aus dem Roten Meer in den Inventaren auf  und auf der anderen Seite libysches Wüstenglas. Zwischen den Herkunftsorten liegen ca. 1000 km Luftlinie.&lt;br /&gt;
Granite und andere Tiefengesteine zur Herstellung von Reibschalen und Mahlsteinen aus der östlichen Wüste haben ebenfalls einen weiten Weg zurückgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Exportiert aus dem Raum Abu Tartur- Kharga wurde der Gebrauch von großen Dreieck- und Stielspitzen, die sich zunächst im Fayum und später in Merimde und in Badari wiederfinden. Einzelne Stücke wurden in Nabta, in der Djararegion und in Dakhla gefunden.&lt;br /&gt;
Aus Sandstein gefertigte Mahlwerkzeuge auf dem Abu Muharig- Plateau stammen aus den Nubiaschichten, wie sie in Kharga, Abu Tartur und Dakhla anstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen viele nicht direkt fassbare gegenseitige Beeinflussungen wie auf dem Gebiet der Keramikherstellung. Für den materiellen und kulturellen Austausch genügte es, wenn Einzelpersonen oder kleine Gruppen während der kühleren Jahreszeit diese Kontakte pflegten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien unter Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg einer solchen Karawane würde über Abu Ballas führen. Abu Ballas ist einer dieser unscheinbaren Sandsteinhügel wie sie zu Tausenden in der westlichen oder libyschen Wüste Ägyptens vorkommen. Das besondere an diesem Hügel sind jedoch die große Menge an Wasserkrügen und die Scherbenreste aus pharaonischen Zeiten, die am Fuße des Hügels deponiert sind. Die Altersspanne reicht mit Intervallen von 2200BC bis 1070BC. Selbst römische Scherben sind noch zu finden. Sie wurden schon 1918 von den Engländern Ball und Moore entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute versuchen Kölner Archäologen die Geheimnisse des Depots, rund 200km südwestlich der Oase Dakhla gelegen, zu lüften.&lt;br /&gt;
*Sie gehen davon aus, dass das Klima zu Zeit der Deponierung der Krüge nicht wesentlich feuchter war als es heute ist, d.h. hyperarid.&lt;br /&gt;
*Sie gehen weiter davon aus, dass der Weg von Abu Ballas weiter bis zum Gilf Kebir führte. Dafür sprechen Wegmarken (alamat), wenn sie auch im gebirgigem Teil sehr weit auseinander liegen und nicht eingesehen werden können, und Funde von Krügen und Keramikscherben.&lt;br /&gt;
*Weiter wird postuliert soll der Weg über den Gebel Uweinat ins Innere Afrikas geführt haben. Der Uweinat ist ein Gebirge im Länderdreieck Ägypten, Sudan, Libyen und bietet reichlich Wasser aber kaum sichere Weiden. Hier liegen auch keine Befunde vor, die diese Theorie untermauern könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfernungen belaufen sich von Abu Ballas zum Gilf Kebir auf rund 200km und vom Gilf zum Uweinat auf weitere approximative 200km.&lt;br /&gt;
Der Weg sollte eine alternative Handelsroute sein, um schwarzafrikanische Luxusgüter nach Ägypten zu bringen. Er sollte die normalerweise genutzte Nilroute unter noch nicht vollständig geklärten Voraussetzungen ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ägypter ihrerseits mussten Güter zum Tausch anbieten können. Schmuckgegenstände und Tuche aber auch Werkzeuge und Waffen aus Kupfer und später aus Bronze wären mögliche Tauschobjekte. Allen Autoren (R. Kuper, K.P Kuhlmann, H. Riemer und anderen), die sich mit dieser Strecke, dem so genannten Abu Ballas Trail (ABT) befassen oder befasst haben ist klar, dass der logistische Aufwand, um solche Handelskarawanen auszurichten und erfolgreich in einem vollariden Wüstenbereich funktionieren zu lassen, enorm ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es soll mit diesem Aufsatz versucht werden den logistischen Aufwand zu quantifizieren und eventuelle Alternativen aufzuzeigen.&lt;br /&gt;
Für die Rechnung werden die Vorgaben von R. Kuper berücksichtigt („die wüste“ von C.C. Müller und J. de Castro Hrsg. 2006, Seite 80).&lt;br /&gt;
*Tagesstrecke der Eselkarawane: 30km&lt;br /&gt;
*Belastbarkeit der Tiere: 50 bis 70kg/Esel&lt;br /&gt;
*Wasser- u. Futterbedarf: 10kg/Esel und Tag&lt;br /&gt;
*Die Strecke Dakhla – Abu Ballas wird in 7 Etappen eingeteilt (7 × ~ 30km ~ 210km).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Zunächst werden von der Oase Dakhla aus Vorräte auf der Strecke verteilt, die es erlauben die Tiere auf dem Hin- wie auch auf dem Rückweg zu versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Danach läuft eine weitere Kolonne los und deponiert z.B. 1m³ Wasser oder 1t Futter am Zielort Abu Ballas. die Krüge wurden nicht nur in Abu Ballas sondern auch nördlich und südlich davon an geeigneten Plätzen deponiert. Um Wasser lagern zu können, müssen Tonkrüge transportiert werden. Diese Behälter, einmal an Ort und Stelle, bleiben dort und können immer wieder nachgefüllt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Um ein Depot von 300 Krügen, das ist die belegte Anzahl, aufzubauen, muss eine Eselkarawane 300 Krüge × 15kg/Krug = 4500kg über eine Distanz von ~ 200km bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Um die Krugkolonne zu versorgen, muss eine weitere Vorratskolonne die entsprechenden Depots anlegen. Die Anzahl der einzusetzenden Tiere wird ermittelt indem die Eseltage*, die benötigt werden um 1000kg zu transportieren mit 4,5 multipliziert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) Um die Vorräte für den Transport der Menge von 10000 l Wasser, die 300 Krüge zu füllen, werden weitere 9 × 1325 Eseltage benötigt, 1m³ Wasser ist vorher schon transportiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) Der eigentliche Wassertransport benötigt 9 x 280 Eseltage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle Eseltage.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach enthalten das Abu Ballas Depot und die weiteren Zwischendepots 300 Krüge mit 10m³ Wasser aber noch kein Futter für die Tiere, keine Nahrung für die Begleitmannschaft und kein Feuerholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *Eseltage, zu vergleichen mit Mannschichten in der Industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aber kein großes Problem, da von der Basis Dakhla aus weitere Kolonnen von Transporttieren auf die Piste gebracht werden können, um die entsprechenden Futtermengen und sonstiges ins Ziel zu bringen. Der Arbeitseinsatz würde sich dann auf rund 50000 Eseltage erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentliche Problem beginnt, unter Respektierung der postulierten Bedingungen, mit dem Vorratstransport zum 200km entfernten Gilf Kebir und weiter zum Gebel Uweinat, der ungefähr weitere 200km Luftlinie entfernt liegt.&lt;br /&gt;
Der Arbeitsaufwand und die Kosten würden exponentiell ansteigen und sämtliche Esel der Oasen würden möglicherweise nicht ausreichen die 600km lange Wüstenstrecke mit Vorräten auszustatten. &lt;br /&gt;
Nun sollen Handelskarawanen mit ägyptischen Waren beladen auf den Weg geschickt werden und mit nubischen Waren nach Dakhla zurückkehren. &lt;br /&gt;
Man könnte Stellschrauben anziehen und argumentieren, die Tiere könnten schneller und weiter laufen und mehr Gepäck laden, es würde nicht wesentlich das Resultat auf der Strecke Abu Ballas – Gilf Kebir – Uweinat (oder Bir Misaha um nach Nubien zu gelangen) ändern. Die Schwierigkeiten wären nahezu unüberwindbar.&lt;br /&gt;
Zu bemerken wäre noch, dass Tiere, die mit trockenem Futter versorgt werden, und dieses dürfte der Fall gewesen sein, täglich getränkt werden sollten. &lt;br /&gt;
Außerdem darf eine ungewöhnliche Einzelleistung, wie z.B. ein Esel läuft 80km an einem Tag, nicht als Dauerleistung hochgerechnet werden. &lt;br /&gt;
Eine Handelskarawane besteht im alten Reich gewöhnlich aus 300 Lasttieren (H.P. Kuhlmann in Tides of the Desert, Köln 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Futter- und Wasserbedarf wäre für eine 600km lange Wüstenstrecke und einer Dauer von 21 Tagen für den Hin- und weitere 21 Tage für den Rückweg wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10kg/Tag und Tier × 42 Tage × 300 Tiere = 126t''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Tabelle geht hervor, dass 55600 Eseltage eingeplant werden müssen, um 1t Vorräte von Dakhla zum Uweinat transportieren zu können. Hinzu kommen noch 840 Eseltage für die Wasserkolonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 126 t : 1 t = 7111440 Eseltage'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge bedarf keiner Interpretation, die Karawanenreise von Dakhla zum Gebel Uweinat ist nicht realisierbar. Selbst eine Minikarawane von 100 Tieren würde immer noch: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 42 t : 1 t = 2370980 Eseltage'''&lt;br /&gt;
			&lt;br /&gt;
benötigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wären weitere Krugdepots anzulegen, Brennholz zum Brotbacken und Verpflegung für die Begleitmannschaft, welche aus Eseltreibern, Händler, Schreibern,  Soldaten und Wachmannschaften besteht, bereitzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Gebel Uweinat aus sind mindestens weitere 200km Wüstenstrecke mit angenommenen Niederschlägen unter 50mm/Jahr zu durchqueren (Climate controlled occupation in the Eastern Sahara during the main phases of the Holocene, Kuper und Kröpelin 2006).&lt;br /&gt;
Hier wird endgültig klar, dass eine transsaharische Handelsroute unter den vorgegebenen Bedingungen nicht existiert haben kann.&lt;br /&gt;
Da aber vieles für einen Abu Ballas Trail spricht, die Kruglager und die Wegzeichen, müssen die Vorbedingungen untersucht werden, vor allem das Klima, welches im alten Reich herrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linien gleicher Niederschlagsmengen, Isohyeten, sind nach Kuper und Kröpelin nach bestmöglichen Schätzungen auf der Basis von geologischen, archäozoologischen und archäobotanischen Daten etabliert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Siedlungskammer Abu Tartur habe ich weiter oben belegen können, dass Rotböden zu Beginn der steinzeitlichen Besiedlung im Holozän gebildet werden konnten. &lt;br /&gt;
Es ist weiterhin belegt, dass Großsäuger wie Elefant, Nashorn oder Nilpferd und Giraffe sowie große Boviden im besprochenem Raum im frühen Holozän vorkamen.&lt;br /&gt;
Die Präsenz von Savannengehölzen ist in den Holzkohlenproben von Abu Tartur und von weiteren Fundplätzen nahe des 25. Breitengrads bewiesen. Neben Sorghum, der in fast allen Fundgebieten nachgewiesen werden konnte, kommt in Djara auch Amarant vor, ein typisches Gewächs der Feuchtsavanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum in der Östlichen Sahara um den 25. Breitengrad hat nach Kuper und Kröpelin eine jährliche Niederschlagsmenge von &amp;gt;50 bis &amp;gt;150mm erhalten (Sommerregen). Er ist gleichzeitig eines der am dichtesten besiedelten Gebiete in der Zeit von ~9200 BP bis ~6200 BP. Es ist nicht gerade einleuchtend, dass Menschen in einen unwirtlichen Wüstenraum einwandern, wo doch zahlreiche nahe liegende Alternativen mit über 450mm Regen im Jahr existiert haben.&lt;br /&gt;
Wenn aber schon die Schätzungen für die steinzeitliche Hauptbesiedlungsphase anzuzweifeln sind, so sind es erst recht die Annahmen für ein plötzliches, fast totales Ausbleiben des Regens nach 6400 BP bis in die dynastische Zeit hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von mir behandelten Fundstellen sind von Berufsarchäologen, bis auf kurze Visiten, nicht besucht worden. Sie liegen außerdem rund 200km östlich von dem Nordsüdtranssekt, dessen Resultate für die Beurteilung von Archäofauna und Archäoflora herangezogen wird.&lt;br /&gt;
Neue Fakten aus Abu Tartur und anderen Plätzen sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
Zahlreiche Belege aus historischer Zeit weisen auf eine nicht geringe Restbevölkerung in der Ostsahara und auf eine extensive Wanderweidewirtschaft hin.&lt;br /&gt;
Geologische Daten: Ein Anwachsen der Playaböden ist nach 6400 BP, wie schon weiter oben erwähnt, nicht mehr zu beobachten. Daraus wurde geschlossen, dass keinerlei bedeutende Niederschläge nach diesem Datum gefallen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geringe Winterregenmengen um 100mm/Jahr haben nicht die Kraft Sedimente zu transportieren und selbst wenn Feinmaterial die Endbecken erreicht haben sollte, wird dieses in wenigen Jahren der Deflation zum Opfer fallen. Außerdem versickert sanfter Regen rasch im Sand oder in den noch vorhandenen Böden und kann so eine ephemerische Grasvegetation möglich machen (Beispiel Agadez in der Republik Niger mit 200mm Sommerregen/Jahr).&lt;br /&gt;
Archäobotanische Daten: Diese Daten sind von Fundplätzen, die gegen Ende der holozänen, steinzeitlichen Besiedlungsphase besiedelt waren, erhoben worden, also bei sehr geringen Niederschlagsmengen.&lt;br /&gt;
Das gleiche gilt für die archäozoologischen Untersuchungen. Sie entsprechen schon fast den Daten der vordynastischen Periode wenn nicht gar denen des Alten Reichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf die Kruglager des Abu Ballas Trails und die Claytonfallen in Mirmalla sind archäologische Funde nach dem Abwandern eines Großteils der neolithischen Bevölkerung sehr selten. Der Grund dafür liegt in der Wirtschaftsweise der Restbevölkerung. Hirten einer halbnomadischen Weidewirtschaft hinterlassen keine Spuren ihrer Präsenz. &lt;br /&gt;
Werden die neue logische Sichtweise und die neuen Schätzungen, die Niederschlagsmengen betreffend, auf die Funktion des Abu Ballas Trails angewandt, so ergibt sich eine Lösung der genannten Probleme und Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien rücken in den Bereich des technisch Möglichen.&lt;br /&gt;
Wasser wird nach Regenfällen an geeigneten Orten gesammelt und in Tonkrüge gefüllt, Gras wird geschnitten oder ausgerissen und an den Etappenplätzen gelagert. Damit haben die „Wachmannschaften“ eine sinnvolle Tätigkeit denn zu bewachen gab es bei der alten Hypothese nichts, da die Wüste undurchlässig gewesen wäre und so auch keine Wasserräuber nach Abu Ballas gelangen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Müller- Karpe bezieht sich in seinem Handbuch der Vorgeschichte Band II Jungsteinzeit, Verlag C.H. Beck 1968, Seite 27 auf K. Butzer wenn er schreibt, Zitat: Dennoch war vor dem 3. Jt. v. Chr. die Austrocknung der beiderseitigen Wüsten nicht so weit fortgeschritten wie heute, so dass mit einer stellenweise Besiedlung in manchen Wadis und auf Hochflächen zu rechnen ist, die heute keine nennenswerte Vegetation mehr aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zur Wahl stehen nun zwei Szenarien:'''      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Die heutige westliche Wüste war, wie viele Berufsarchäologen schätzen, in prädynastischer und Anfang der dynastischen Zeit '''hyperarid'''. Eselkarawanen nach Nubien waren '''nicht möglich'''.&lt;br /&gt;
*2.) Es fiel '''genügend Regen''', der eine ephemere Grasvegetation hervorbrachte, Eselkarawanen nach Nubien waren '''möglich'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Anzahl der Tiere auf dem Hin- und Rückweg'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Erster Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zweiter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 3.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Dritter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 4.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Bir Kiseiba Paradoxon.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 70 km nördlich der sudano-ägyptischen Grenze liegen mit den Koordinaten 22°34’N, 29°53’O die neolithischen Fundstellen von Bir Kiseiba, welche in den Jahren 1979 und 1980 von der Combined Prehistoric Expedition (CPE) bearbeitet wurde.&lt;br /&gt;
In den vorausgegangenen Jahren waren die Fundstellen in der Nähe des Gebel Nabta, circa 100 km östlich von Kiseiba, von derselben Gruppe, F. Wendorf, R. Schild und Associates, untersucht worden. Die Resultate sind hauptsächlich in folgenden Bänden veröffentlicht worden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Prehistory of the Eastern Sahara (1980)&lt;br /&gt;
*Cattle Keepers of the Eastern Sahara (1984)&lt;br /&gt;
*Holocene Settlement of the Egyptian Sahara (2001)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klimageschehen, insbesondere die Höhe der Regenfälle, soll hier kurz kritisch angerissen werden.&lt;br /&gt;
Nach Kuper und Kröpelin liegt das Grenzgebiet von Ägypten und dem Sudan in einer Zone mit &amp;gt;150 bis &amp;gt;50 mm Sommerregen/Jahr. Zu Beginn der holozänen Feuchtphase und um 5300 bis 3500 BCE beim heutigen hyperariden Niveau. In der entsprechenden Graphik liegen Nabta und Kiseiba allerdings schon in der Zone &amp;gt;50mm Sommerregen/Jahr (Atlas of Cultutal and Environmental Change in Arid Africa, Köln 2007).&lt;br /&gt;
Wendorf und Schild halten für die gleiche Region eine Sommerregenmenge von 200mm/Jahr für wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Pflanzenreste wurden im CPE Bereich gefunden und analysiert? Allein von Nabta E-75-6 sind Acacia sp., Tamarix sp. und Ziziphus sp. als sicher genannt. Chenopodiceae, Capparidaceae und Crucifereae und Malvaceae sind mit Fragezeichen ausgestattet.&lt;br /&gt;
An Kräutern und Gräsern kommen unter anderem Panicum (Rispenhirse), Setaria (Kolbenhirse), Hordeum hexastichon nudum (Gerste) und Triticum sp. (Weizen) vor.&lt;br /&gt;
Ein absolutes Minimum von &amp;gt;300 mm Sommerregen benötigen diese Körner produzierenden Pflanzen um zu gedeihen. Dass sie reifen konnten, belegen die aufgefundenen Kornspeicher und das Mahlwerkzeug.&lt;br /&gt;
Im Kapitel „Flora“ dieses Aufsatzes habe ich H. Mensching zitiert, der die agronomische Trockengrenze bei etwa 300mm Winterregen oder 500 mm Sommerregen sieht.&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon gesagt, schreiben andere Wissenschaftler, dass bei 100 – 300 mm Sommerregen vom Nordsahel gesprochen wird. Der Regen verteilt sich auf einen einzigen Monat. Das spärliche „Grün“ wird von Kamelen abgeweidet. Bei 300 – 500 mm Sommerregen spricht man vom Südsahel. Der Regen ist über drei Monate verteilt, Bäume tauchen auf und Viehzucht ist möglich.&lt;br /&gt;
Diese Beobachtungen decken sich mit meinen eigenen Erfahrungen aus 16 Jahren Anwesenheit in der Sahara.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Einfluss_des_Klimas&amp;diff=5569</id>
		<title>Einfluss des Klimas</title>
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				<updated>2021-12-27T09:55:22Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien unter Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen. */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Das postpleistozäne Klima Abu Tarturs während der steinzeitlichen Besiedlungsperiode.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der hyperariden Endphase des Pleistozäns setzten in der westlichen Wüste Ägyptens vor rund 11.000 Jahren Regenfälle ein, die das Land erneut ergrünen ließen und so den einwandernden Menschen einen Lebensraum boten, der gegenüber dem Niltal im Osten und den feuchten Savannen in der Höhe des Wadi Howar im Süden, klare Vorteile auf seiner Seite gehabt haben musste. Wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, hätten die Einwanderer günstigere Klimazonen gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf seine Siedlungsqualität untersuchte geographische Raum hat sein kulturelles Zentrum in Abu Tartur (30°10’ Ost / 25°30’ Nord, Mittelwerte) reicht aber vom 24. bis zum 27. Breitengrad Nord und von der Großen Sandsee bis zu den Kharga Oasen.&lt;br /&gt;
Da es der Zweck dieses Kapitels ist, das Klima während der steinzeitlichen Phasen des Holozäns zu rekonstruieren, müssen zunächst die geomorphologischen Gegebenheiten und das quartärgeologische Sedimentations- und Deflationsgeschehen untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflation ist in ariden Klimagebieten in höchstem Maße an der Gestaltung der Oberflächen beteiligt.&lt;br /&gt;
Jährlich fliegen aus der Sahara rund 250 Millionen Tonnen Wüstenstaub nach Westen in Richtung Atlantik und nach Süden fallen vor der Küste Westafrikas Jahr für Jahr weitere Abermillionen Tonnen in den Ozean (GEO Kompakt 19).&lt;br /&gt;
In der westlichen Wüste Ägyptens weht der Wind hauptsächlich aus nördlichen Richtungen, wie die Dünenzüge der großen Sandsee und des Abu Muharig anschaulich belegen. Auch die Orientierung von Sicheldünen gibt die vorherrschende Richtung der Winde an.&lt;br /&gt;
Während des Weges über die ausgetrockneten Flächen wird vom Wind nicht nur Sand transportiert sondern in weit höherem Maße Staub.&lt;br /&gt;
Schon geringe Luftbewegungen wirbeln das feine Lockersediment der Böden auf und verfrachten es nach Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Staubsturm_Abu_Tartur_1985.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Staubsturm Abu Tartur, 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflationsraten hängen neben der Stärke und der Häufigkeit des Windes vor allem von der Oberflächenart ab. Sie wird bei festem Gestein gering sein, bei Böden jedoch hoch. Eine Rolle spielen ebenfalls die geomorphologischen Gegebenheiten, die in Ebenen dem Wind freien Raum geben, in Gebirgen hingegen abbremsen.&lt;br /&gt;
Für die Oase Kharga sind Raten von bis zu 8 mm/Jahr gemessen worden.&lt;br /&gt;
Die Tabelle zeigt auf der Abszisse die Zeit und auf der Ordinate die angenommenen Bodenmächtigkeiten. Drei verschieden starke Deflationsraten sind im Koordinatensystem eingezeichnet und zeigen wie lange Böden der Deflation standhalten.&lt;br /&gt;
Nach dieser Tabelle wären heute selbst bei einer minimalen Deflationsrate von durchschnittlich 0,5 mm/Jahr Böden von ursprünglich drei Metern Mächtigkeit vollständig ausgeräumt, falls der Abtragungsprozess 6000 BP beginnen würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen auf dem Abu Tartur Plateau sind größtenteils an flache, mit terra-rossa Böden gefüllte Senken gebunden. Auf der Hochfläche überragen die umgebenden Hügel das Tiefste der Senke nur um wenige Meter. Ähnliche Verhältnisse existieren im Westen des Plateaus in der Nähe der Dakhla Oasen. (Siehe Waldhoff „Spectral analysis of remote sensing data for geomorphological, geological and geoecological research in arid Africa”. Seite 91 Atlas of  cultural and environmental change in arid Africa. 2007 O. Bubenzer, A. Bolten, F. Darius  Herausgeber).&lt;br /&gt;
Die von Waldhoff als playa deposits bezeichneten Ablagerungen sind als Rotböden anzusprechen wie die Oberflächenstruktur des Plateaus nahe legt.&lt;br /&gt;
Es kann von einer Pedogenese auf der Gesamtfläche des Plateaus ausgegangen werden obwohl z.Zt. nur größere Flächen von Abu Tartur und der Südwestecke des Plateaus bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Abu_Tartur_Lageskizze_Gesamt.png|600px|Lageskizze Abu Tartur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Abu Tartur Gesamtübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Possible_development.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Mögliche Entwicklung der Bodenbildung und Abtragung durch exogene Kräfte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Spectral_analysis_2007.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Spektral Analyse im Süd-Westen des Abu Tartur Massivs, G. Waldhoff, 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeitpunkt der Bodenbildung ist wie für die Playas am Fuße des Plateaus, das frühe Holozän ab etwa 11.000 BP, da vorher, während der letzten 60.000 Jahre des Pleistozäns ein hyperarides Klima mit starker äolischer Aktivität herrschte, durch welche der harte Kurkurkalkstein poliert und die heutigen flachen Senken ausgeschliffen wurden. („From 70.000 bp until perhaps 12.000 bp, the sahara was hyperarid and seemingly devoid of life.&amp;quot; In: The Middle Paleolithic of North Africa. A Status Report by F. Wendorf and R. Schild. In: New light on the Northeast African Past. Köln 1992.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wäre verfehlt von Paläoböden (Pleistozän) auszugehen, da bei den hohen Deflationsraten ein feinstkörniger, weicher, ungeschichteter Boden während der großen Zeiträume ausgeräumt worden wäre. Hinzu kommt das Vorhandensein von eingebetteten holozänen Artefakten. Pleistozäne Werkzeuge kommen in den Böden nicht vor, allenfalls werden einige wenige Aterienspitzen und verstreute Levalloisabschläge auf der steinigen Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
Die dünnen Schichten rezenter pelitischer Sedimente sind wie das Ausgangsgestein hellgrau gefärbt, unter den heutigen hyperariden Konditionen ist nichts anderes zu erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Dolineneinbrüchen auf dem Kalksteinplateau, vor Deflation weitgehend geschützt, lassen sich solche hellgrauen Schichten auf Fundstellen wie 0003/84, 0004/84, 0026/84 und anderen beobachten.&lt;br /&gt;
Gräbt man einige Dezimeter tief in diesen Schichten, so verändert sich die Farbe des Sediments in ein Rosagrau oder ein Grau mit einem schwachen Hauch Rot. Diese Mischfarbe tendiert immer stärker nach Rot je tiefer in die Schichten vorgedrungen wird.&lt;br /&gt;
Der eigentliche Fundplatzboden ist durch rotbraune, playaähnliche Färbung gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
Das kontinuierliche Abnehmen der Rubefizierung vom liegenden zur Oberfläche hin veranschaulicht eine langsame Verringerung der Winterniederschläge und belegt eine holozäne Bildung der Ablagerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Befund ist nicht durch Fotos oder Zeichnungen dokumentiert worden. Diese Fundstellen sind jedoch ohne große logistische Aufwendungen aufzufinden und jeder Klimaforscher oder Berufsarchäologe könnte an Ort und Stelle diese Beobachtungen verifizieren.&lt;br /&gt;
Es wäre von großer Bedeutung, denn hier liegt der Beweis für eine holozäne Bildung der terra rossa Böden auf dem Plateau und damit auch der Rotböden in der Sandsteinebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres bedeutendes Rotbodenvorkommen liegt in der Sandsteinebene rund 50 km westlich der Asphaltstraße Esba el Gaga – Baris – Esba Maks el Qibli oder 70 – 100 km südlich von Abu Tartur (CONOCO Sheet Baris 1:250.000 by G. Poehlmann et al. TFH Berlin 1982).  &lt;br /&gt;
Zwei durch Sandbedeckung getrennte Restflächen mit einer Größe von ca. 300 km² lassen ahnen wie dieser Teil der Vollwüste zu Beginn der holozänen, steinzeitlichen Besiedlung ausgesehen haben mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Roeper qualifizieren die Ablagerungen in der „Roten Wüste“ in ihrem Artikel „The Libyen (Western) desert and northern Sudan during the late Pleistocene and Holocene“ als pelitic sediments.&lt;br /&gt;
Holzkohle von der Oberfläche wurde auf 9260 +- 370 BP bzw. 7790 +- 340 BP datiert. Im Sediment eingeschlossene Straußeneischalen ergaben Werte von 7280 +- 110 BP und 6760 +- 70 BP. &lt;br /&gt;
H.P. Uerpmann analysierte die gefundenen Knochen. Neben gazella dorca und gazella dama kommen ein mittelgroßer bis großer Bovide vor, caprinae, ammotragus und lepus capensis und struthio.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch G. Ulbrich (vormals GTZ), der die rote Wüste aus eigener Anschauung als eine eintönige Ebene im nubischen Sandstein, zum Teil mit Sandfeldern und stellenweise einigen Hügeln durchsetzt, kennt, bestätigt den Bodencharakter der roten Sedimente. &lt;br /&gt;
Ein weiteres gutes Beispiel für die Einbettung von Artefakten bietet in Abu Tartur Playa Ingrid, Fundplätze 1014/82 und 1019/82, wo Mengen von holozänen Werkzeugen von der Reibschale bis zum feinsten Bohrer oberhalb der Playaablagerungen von sandigen Rotböden umschlossen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rubefizierungen von Sanden werden ebenfalls aus der Großen Sandsee beschrieben (H. Besler, O. Bubenzer) wobei die chemische Verwitterung der Quarze im Norden (26°40’N) stärker war als an den Messpunkten weiter südlich (25°30’N).&lt;br /&gt;
Ferner sind Restböden und Rotfärbungen aus Djara 98/20 bekannt. H. Besler beschreibt einen Profilschnitt wie folgt : „... die im Profil auftretenden Wurzelstrukturen (wahrscheinlich Schilf) belegen das ehemalige Fußen dichterer Vegetation. An der Basis (Kontaktzone von Kalkstein und Playasedimenten, Anm. des Verfassers) treten Lösungshohlformen im anstehenden Kalkstein auf, die z.T. mit rekristallisiertem Kalzit, z.T. mit einem leuchtend roten, sandigen, bodenartigen Sediment gefüllt sind. Auf den umliegenden Hängen des Beckens wurden in windgeschützten Lagen vergleichbare Sedimente vorgefunden, die als Reste einer ehemaligen initialen Bodenbildung gedeutet werden können“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beschreibung deckt sich mit meinen eigenen Beobachtungen, wobei noch hinzuzufügen wäre, dass sich die Kalzitkristalle nur in einem dauerfeuchten Milieu bilden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Günstige Voraussetzungen zur Bildung und Konservierung von nicht lateritischen Rotböden sind geringe Höhenunterschiede, wie sie auf dem Plateau und in der Sandsteinebene gegeben sind und ein wechselfeuchtes Klima, wie es in afrikanischen Savannen vorherrscht, z.B. im Sudan in der Höhe des 12. Breitengrads Nord, wo heute noch Bedingungen herrschen, unter denen sich Rotböden bilden können. Eine dieser Bedingungen ist eine Niederschlagsmenge von mehr als 500 mm Sommerregen im Jahr oder äquivalenter Winterregen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Bodenart im behandelten Raum ist das pelitische Sediment mit äolischen Einträgen, die Playaablagerung.&lt;br /&gt;
Es ist zu unterscheiden zwischen Seen und Seeablagerungen mit Kalkkrustenbildung und reichlichen biologischen Einträgen einerseits und Playabecken mit nur geringen Resten aquatischer Fauna und Flora und fehlender Kalkausfällungen andererseits. Erstere liegen südlich des Wendekreises und westlich auf libyschem Gebiet und stehen oder standen in Verbindung mit den zu Beginn des Holozäns höheren Grundwasserspiegeln, eine Tatsache, welche einen gleichmäßigen Wasserstand begünstigte, der wiederum Strände und einen Bewuchs der Seeränder erlaubte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus hydrogeologischen Gründen, der Grundwasserspiegel in Abu Tartur z.B. liegt heute bei rund 1000 m Tiefe und war auch im Frühholozän nicht viel höher, dürften die nördlich des Wendekreises und östlich der libyschen Seebildungen gelegenen schluffig- tonigen Sedimente in Endpfannen gebildet worden sein, in Geländehohlformen, die im Pleistozän durch Deflation ausgeschliffen worden sind.        &lt;br /&gt;
Da die dort gesammelten Wassermengen vom Grundwasser getrennt waren, konnten die Wasserspiegel stark variieren und so weder Strände noch regelmäßigen Randbewuchs bilden. Störend auf  Leben im oder unmittelbar am Wasser konnte sich auch die hohe Dynamik beim Wassereintrag auswirken. Die relative biologische Armut der Sedimente sagt demnach nichts über die vorhandene Wassermenge oder die Dauer der Verfügbarkeit von Oberflächenwasser aus. Die Höhe der Niederschlagsmenge, die mittlere Verdunstungsrate und die Speicherkapazität der Playaböden sind hier die ausschlaggebenden Größen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Abu Tartur könnte die Playa Renate / Vera mit einer Fläche von ca. 11 km² und einer Restmächtigkeit von bis zu 29 m dienen (seismische Messung durch Burkhardt TU Berlin in Pachur und Roeper „The libyan (western) desert and northern Sudan during the late pleistocene and holocene“ 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Masse der Sedimente liegt im 100 Millionen Kubikmeterbereich und bei einer Speicherkapazität von lediglich 5 % freiem Wasser und Brunnen von 3 m Tiefe stünde rein rechnerisch eine tägliche Wassermenge in der Größenordnung von einigen 100.000 l zur Verfügung. In dieser Annahme wird nur von untertägigem Speicherwasser ausgegangen. Oberflächenwasser wäre somit für die Versorgung großer Gruppen mit Haustieren nicht nötig gewesen. Das Tiefste des Playakörpers wäre in jedem Fall dauerhaft feucht gewesen.&lt;br /&gt;
Bestätigt wird die Speicherkapazität der Playas von Wendorf / Schild in „Cattle Keepers“ Seite 16 und Seite 22 (Analysen von B. Winter, Institut of Basic Geology, Warsaw University). Ferner von A.E. Close auf Grund ihrer Beobachtungen in Nabta Playa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann schreibt dazu in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ Seite 120 Zitat : „Wichtig ist vielmehr, dass die Wadisedimente eine gewisse Mächtigkeit erreicht haben, so dass die tiefer gelegenen Schichten gegen Austrocknung geschützt sind (Kassas 1952)“. Die Fähigkeit Wasser im Playakörper zu speichern wird durch die Struktur der Sedimente begünstigt. Sandige Lagen wechseln sich mit tonig- schluffigen ab. Während der Sand das Wasser weiterleiten und speichern kann, vermindern die tonigen Schichten die Evaporation.&lt;br /&gt;
Drei Aufschlüsse in Abu Tartur zeigen neben der Wechsellagerung auch mächtige Pakete ungeschichteten, tonigen Materials von dunkel rötlichbrauner Farbe. Diese werden als Niedrigenergie- Sedimente bezeichnet und lassen auf  sanften, regelmäßigen Regen schließen, in unserem Fall auf Winterregen. Da diese Art von Ablagerungen bis in den Gilf Kebir reicht, kann von Winterregen in der gesamten westlichen Wüste ausgegangen werden. In weiten Teilen der östlichen Sahara kommt es also zu einer Überlappung von tropischem Sommerregen und mediterranem Winterregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Playasedimente Abu Tarturs würden es durch ihre Mächtigkeit erlauben die im Gilf Kebir gewonnenen Erkenntnisse über das Klimageschehen während der steinzeitlichen Phase des Holozäns zu ergänzen, zumal auch hier ein zusätzlicher Eintrag durch Quellen auszuschließen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Flora==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Beurteilung der Flora im behandelten Raum wird häufig die Studie von K. Neumann in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ (1989 R. Kuper Herausgeber) herangezogen.&lt;br /&gt;
Auf einem Nord- Süd Transekt von ca. 1500 km Länge, das entspricht der Entfernung Hamburg – Rom, sind Holzkohlenproben von sechs Fundgebieten berücksichtigt worden. Diese sind für den südlichen Teil das Laqiya Gebiet, Selima Sandsheet und Gilf Kebir für die Periode um 5700 BP. Zu dieser Zeit war der Raum um den 25. Breitengrad Nord weitestgehend von Menschen verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den nördlichen Teil des Transekts wurden der Gilf Kebir, Abu Ballas (Mudpans) und Sitra für die Zeit um 7000 BP bis 6500 BP ausgewählt. Gegen 6400 BP wurden letzte Playabildungen gemessen, die Bezugsperiode liegt also am Ende der Feuchtphase für die Region um den 25. Breitengrad Nord. Außerdem sind Proben aus der großen Sandsee (Abu Minqar) und dem Wadi Howar eingeflossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berücksichtigt wurden lediglich die Analysen von Hölzern, die wichtige, klimaanzeigende Kraut- und Grasvegetation konnte nicht untersucht werden. Feuerhölzer unterliegen einer Selektion durch den Menschen und sind daher weniger geeignet ein Klimaprofil zu erstellen.&lt;br /&gt;
Eines der Resultate besagt, dass die Mudpans ein vorgeschobener Außenposten sahelischer Taxa seien. Eine Holzkohlenprobe von Djara (S. Nussbaum) verschob diesen Vorposten des Sommerregens um ca. 300 km nach Norden. Nicht berücksichtigt wurde die frühe Phase des Holozäns von 11.000 BP bis 7000 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann räumt denn auch ein, dass die Anzahl der Messpunkte zu gering, die nicht untersuchten Zwischenräume zu groß und die Menge und Qualität der Holzkohlen nicht immer ausreichend waren.&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage ihrer exzellenten, wenn auch, wie sie selbst sagt, nicht vollständigen und umfassenden Arbeit, kann dennoch gut aufgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezählten Holzkohlenstücke der einzelnen Taxa zeigen für das Gesamtgebiet des Transekts eine Dominanz von zwei Gehölzen. Tamarisken plus Akazien erreichen im Norden (Siwa- Qattara) 97,8 %, in Abu Minqar 100 %, in der glass area 97,7 % und in den Mudpans 93,0 %.&lt;br /&gt;
Im Gilf Khebir ist der Prozentsatz mit 76,1 % wesentlich geringer obwohl hier eine zusätzliche Menge von acacia albida mitgezählt worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Feuerstellen im Selima sandsheet ergeben 83,4 % und im Laqiya Gebiet 55,8 %. Für den Wadi Howar (Djabarona) steigt der Anteil wieder auf 94,5 %, wenn die Früchte der celtis intergrifolia nicht eingeschlossen werden. Mit Früchten sinkt der Anteil auf 62,5 %.&lt;br /&gt;
Wie schwierig es sein kann Schlüsse aus dem Vorkommen von Gehölzarten zu ziehen, zeigen zwei benachbarte Fundplätze in Mudpans mit ähnlicher Zeitstellung. Zum Vergleich wird ein weiterer, in der Nähe liegender Fundplatz, der etwas jünger ist, aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; max-width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Fundplatz&lt;br /&gt;
!Acacia sp.&lt;br /&gt;
!Tamarix sp.&lt;br /&gt;
!Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
!Salvadora persica&lt;br /&gt;
!Maerua crassifolia&lt;br /&gt;
!Leptadenia pyrotechnica&lt;br /&gt;
!Cassia senna&lt;br /&gt;
!Rubiaceae&lt;br /&gt;
!Ziziphus sp.&lt;br /&gt;
!Grewia tenax&lt;br /&gt;
!Grewia villosa&lt;br /&gt;
!Calotropis procera&lt;br /&gt;
!Acacia albida&lt;br /&gt;
!Balanites aegyptiaca&lt;br /&gt;
!Boscia senegalensis&lt;br /&gt;
!Capparidaceae&lt;br /&gt;
!Capparis decidua&lt;br /&gt;
!Celtis integrifolia&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Summe Taxa&lt;br /&gt;
!Summe Proben&lt;br /&gt;
!Acacia inkl. Albida (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix und Acacia (%)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Qattara – Siwa&lt;br /&gt;
|271&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|278&lt;br /&gt;
|97,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Ain Dalla&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Abu Minqar&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Glass area&lt;br /&gt;
|170&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|174&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Mudpans &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!83/39&lt;br /&gt;
|284&lt;br /&gt;
|988&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1279&lt;br /&gt;
|22,2&lt;br /&gt;
|77,2&lt;br /&gt;
|99,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/56&lt;br /&gt;
|1062&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1109&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|0,01&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/50-1 &lt;br /&gt;
|1403&lt;br /&gt;
|349&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|1980&lt;br /&gt;
|70,8&lt;br /&gt;
|17,6&lt;br /&gt;
|88,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Mudpans&lt;br /&gt;
|2749&lt;br /&gt;
|1355&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|41&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|4368&lt;br /&gt;
|62,9&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|93&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Akdar&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|758&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|85&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|889&lt;br /&gt;
|5,1&lt;br /&gt;
|85,3&lt;br /&gt;
|90,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Bakht&lt;br /&gt;
|28&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|438&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1332&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Gilf Kebir&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|782&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|523&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|2221&lt;br /&gt;
|40,9&lt;br /&gt;
|35,2&lt;br /&gt;
|76,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Burg et Tuyur&lt;br /&gt;
|357&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|551&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Djebel Kamil&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|26&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Bir Misaha&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Selima&lt;br /&gt;
|384&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|579&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 1&lt;br /&gt;
|196&lt;br /&gt;
|852&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|36&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|119&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|665&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2058&lt;br /&gt;
|9,5&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|50,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 2&lt;br /&gt;
|53&lt;br /&gt;
|46&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|205&lt;br /&gt;
|25,9&lt;br /&gt;
|22,4&lt;br /&gt;
|48,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Sahal&lt;br /&gt;
|116&lt;br /&gt;
|153&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|275&lt;br /&gt;
|42,2&lt;br /&gt;
|55,6&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Laqiya&lt;br /&gt;
|365&lt;br /&gt;
|1051&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|54&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|134&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|733&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2538&lt;br /&gt;
|14,4&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|55,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Howar &lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|182&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!(Djabarona)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|(93)*&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|*&lt;br /&gt;
|(275)&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!25° N&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während 83/39 und 85/50 –1 ein ähnliches Verteilungsmuster mit einem Tamariskenanteil von über 70 % zeigen, kommt auf dem Fundplatz 85/56 Tamariske aus unbekannten Gründen praktisch nicht vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Akazie %'''|| '''Tamariske %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/39|| 7360-8260||22,20||77,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/56||7370-7700||95,80||0,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||85/50-1||6880-7000||17,60||70,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleicht man Hölzer und andere Pflanzen verschiedener Gebiete der östlichen libyschen Wüste miteinander, so fällt auf, dass im Norden um den 25. Breitengrad Nord die Anzahl der Gehölztaxa höher ist als im Süden in Höhe des 20. Breitengrads Nord. Der Norden ist ebenfalls an Gräsern und Kräutern reicher als der Süden.&lt;br /&gt;
Unter 25° N sind Taxa der Masara C Phase am südwestlichen Ausläufer des Abu Tartur Massivs, die von M. Mc Donald veröffentlicht wurden, zusammengefasst mit den Ergebnissen von Chufu und Kharafish (H. Riemer) und soweit verfügbar von Eastpans 95/2 (B. Gehlen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Holzprobe.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kernprobe Akazie, Abu-Muharik-Plateau, 2000, Foto: H. Riemer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner fließen drei von K. Neumann untersuchte Proben von Abu Tartur ein.&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°14’Nord – 30°03’Ost, nicht datiert, Acacia&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°23’Nord – 30°05’Ost, nicht datiert, Tamarix&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°20’Nord – 30°09’Ost, nicht datiert, Maerua crassifolia, Leptadenia pyrotechnica, Acacia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Steinplätze liegen weit außerhalb der Playagebiete in der Nähe der Asphaltstraße von Kharga nach Dakhla.&lt;br /&gt;
Eine weitere Analyse wurde vom Labor Köln unter der Nummer 3.741 Probe C – 1.638 erstellt. Die Bestimmung ergab ausschließlich Acacia. Das Alter wurde mit 7.370 +- 70 BP angegeben. Fundort ist der Plateauplatz 0011/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund von Analysen einer Kohlen- und Aschenschicht aus der Tropfsteinhöhle von Djara (K. Kindermann) konnte S. Nussbaum eine Vegetationsform feststellen, die als Anastatica hieruchuntica – Anabasis articulata Vergesellschaftung bezeichnet wird. Dazu bemerkt die Autorin : „The dwarf shrub communities thrive under a semiarid* climate regime with seasonal precipitations as presently occurs along the Mediterranean coast of Egypt“.&lt;br /&gt;
Diese Niederschlagsmenge beträgt 150 mm Winterregen (Siehe auch H.D. Müller, Gerstenanbau).&lt;br /&gt;
Katharina Neumann (1989) schreibt dazu : „Jedoch reichen wahrscheinlich die 150 mm Winterniederschlag, die maximal an der marmarischen Küste fallen (Station Marsa Matruh : 144 mm/Jahr), nicht aus, um eine permanente, natürliche Gehölzvegetation zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
Außer dieser Zwergstrauch- Gesellschaft wuchsen aber in Djara &amp;gt; 50 % Tamarix, &amp;lt; 10 % Acacia und &amp;gt; 25 % Capparaceae. &lt;br /&gt;
Daraus geht hervor, dass die Niederschlagsmengen höher als 150 mm Winterregen/Jahr gewesen sein muss !&lt;br /&gt;
Ob diese zusätzliche Menge Wasser nun auf den nachgewiesenen Sommerregen (Capparaceae) oder auf stärkeren Winterregen zurückzuführen ist, bleibt vorerst unklar.&lt;br /&gt;
(* semiarid &amp;gt; 200 mm Winterregen nach Bubenzer und Ritter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger als 500 mm Niederschlag im Jahr spricht man von semiariden Gebieten --- S. Hölzl, M. Kölbl-Ebert in „die wüste“, Begleitbuch zur Landesausstellung im Lokschuppen Rosenheim. 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8 bis 10 Trockenmonate und weniger als 600 mm Sommerregen bzw. 400 mm Winterregen Niederschlag im Jahresmittel.&lt;br /&gt;
(H. Mensching in : „Sahara, 10.000 Jahre zwischen Weide und Wüste“, Museen der Stadt Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche, an Winterregen gebundene Zwergstrauchgesellschaft von Anastatica und Anabasis, die in Djara angetroffen wurde, findet sich in Kharafish am Südrand des Plateaus wieder. Logischerweise muss dann auch für die Zone von Djara bis zum 25. Breitengrad Nord die Niederschlagsmenge von ca. 150 mm Winterregen, die zum Gedeihen dieser Assoziation unabdingbar ist, eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
Der im nubischen Sandstein gelegene Fundplatz Chufu weist Chenopodiaceae auf und verweist damit ebenfalls auf nördlichen Einfluss. Chufu ist, falls gleich hohe Niederschläge wie für das nicht weit entfernte Kharafish angenommen werden, durch höhere Temperaturen und durch seine Lage in der Sandsteinebene, also durch das Substrat, bevorzugt und kann zusätzlich vor allem südsahelische Gehölze wie Boscia senegalensis ausbilden.&lt;br /&gt;
Größere Mengen von Hangwasser und breite, tiefe Wadikanäle, welche die sahelischen Gehölztaxa dauerhaft mit oberflächennahem Grundwasser hätten versorgen können, waren in Chufu nicht zu erwarten, da die Einzugsgebiete relativ unbedeutend sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Identifizierte Taxa der Fundplätze Djara, Kharafish und Chufu'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||  '''Chufu'''|| '''Kharafish'''|| '''Djara'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| Acacia sp.	|| Acacia sp.	&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||Capparidaceae||Capparidaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix||Acacia nilotica||Tamarix&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cornulaca||Anastatica hieruchuntica||Anastatica hieruchuntica&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis ||Shouwia||Monokotyledone&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||Anabasis / Haloxylon||Zilla spinosa&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||Citrullus||Gramineae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Shouwia||Hordeum vulgare||Amaranthaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Farsetia stylosa||Panicum||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia sp.||Paniceae||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Thesium||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M. Mc Donald beschreibt in den „Oasis Papers 3“ (2003) die Vegetation während der Masara Phase, die ungefähr von 9000 bis 8200 BP dauerte, in etwa folgendermaßen : Zwölf Baum- Straucharten sind identifiziert worden, darunter : Acacia nilotica, Balanites aegyptiaca, Calotropis procera, Capparis decidua, Leptadenia pyrotechnica und Salvadora persica. Neun Taxa kommen auf den weit außerhalb der Dakhla- Oasen liegenden Fundstellen 260 und 308 vor. Sieben verschiedene Taxa waren es von 264 und 265 und fünf vom Fundplatz 300.&lt;br /&gt;
Auf dem jüngeren Fundplatz 263 A (7730 +- 110 BP) kommen ebenfalls neun Gehölz- und Strauchtaxa vor.&lt;br /&gt;
Kräuter und Gräser sind mit 49 Typen vertreten unter anderem Portulaca oleracea, ein essbares Kraut, welches offene, feuchte Standorte bevorzugt (Seit der Römerzeit wächst diese Pflanze ebenfalls im Rheinland).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum Abu Tartur weist eine nahezu permanente Besiedlung von 9120 BP bis 6420 BP, das sind 2700 Jahre, auf. Durch weitere C14 Daten, das nötige Material ist vorhanden, könnten sowohl ältere als auch jüngere Fundstellen bestimmt werden.&lt;br /&gt;
An der Oberfläche wurden mehr als 20.000 Werkzeuge beobachtet. Rund um die Playas wurden 459 Reibschalen und 2114 Läufersteine gefunden. Auf dem Kalksteinplateau sind es 18 Reibschalen und 61 Läufersteine neben einer großen Menge von Sandstein- Bruchstücken, die in jedem Fall auf Mahlwerkzeuge zurückgeführt werden können.&lt;br /&gt;
Diese Massierung von steinzeitlichem Mahlwerkzeug ist einmalig in Ägypten und bezeugt in indirekter Weise klimatische Bedingungen, unter denen Getreide und / oder Wildgetreide wachsen und reifen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge der aufgelisteten Herdstellen beträgt in der Ebene 1480 und auf dem Plateau 134, hinzu kommen noch die Feuerstellen, die unter Playasedimenten oder Hangschutt verborgen sind und die völlig der Deflation zum Opfer gefallen sind und die nur noch an der Rotfärbung des Untergrunds nachzuweisen sind. Wie schon die Menge der Mahlutensilien und die Masse der Werkzeuge, so ist auch die Konzentration von Herden ohne Vorbild in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auszuwertende biologische Material, welches hier verborgen liegt, übersteigt bei weitem alles was bisher auf diesem Gebiet zur Verfügung gestanden hat.&lt;br /&gt;
Für Eastpans 95/5 schreibt B. Gehlen zu dem botanischen Material : „Unter den Samen und Pflanzenresten befinden sich acht wilde Grasarten, die noch heute von den Tuareg in der westlichen Sahara als Nahrungsmittel genutzt werden. Die meisten dieser Gräser sind auch aus prähistorischen Fundstellen in Farafra und Nabta bekannt, so unter anderem Reste von wildem Sorghum“.&lt;br /&gt;
H. Barakat, die 95/2 untersucht hat, rekonstruiert auf Grund der botanischen Funde eine relativ feuchte Umwelt mit dichter Grasvegetation. An Gehölzen wurden Acacia sp. und Ziziphus sp. identifiziert. Das Alter der Fundstelle ist 6133 +- 30 BP (U + C 5757) und damit relativ jung wenn man davon ausgeht, dass nach Pachur und Roeper in diesem Raum die Playabildung gegen 6400 BP abgeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pflanzenreste verschiedener Fundplätze== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Bäume und Sträucher'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Mudpans'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix sp.||X||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Salvadora persica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Maerua crassifolia||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cassa senna||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ziziphus sp.||X||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Grewia tenax||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Balanites aegyptiaca||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caparis decidua||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||X ?||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||X ?||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Crucifereae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Malvaceae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Phoenix dactilifera||X||||||X ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Leptadenia pyrotechnica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Kräuter und Gräser'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Chencrus pennisetum|| || X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bracharia||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Digitaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gramineae||||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Panicum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Setaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sorghum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperaceae||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Portulaca oleracea||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus maritimus||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum vulgare||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa colona||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chencrus||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus Schoenoplectus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rumex||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Curcurbi taceae||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Arnebia||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anabasis||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anastatica hieruchuntica||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum hexastichon nudum||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Triticum sp.||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
                                                      &lt;br /&gt;
'''Anzahl der Gehölztaxa'''                                                      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Lage'''|| 20°N|| 21°N||23°N||24°N||25°N&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Anzahl'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 14||||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||12||X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10||||X||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6|||||||X|||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||0||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''|| '''Laqiya'''|| '''Selima'''|| '''Gilf Kebir'''|| '''Mudpans'''|| '''25°N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regenfeldbau in der Ostsahara zur Zeit der postpleistozänen Feuchtmaxima== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die agronomische Trockengrenze für den Regenfeldbau verläuft im Süden der Sahara nach H. Mensching ungefähr auf der Linie Dakar – Niamey – Fort Lamy – Darfur auf der Höhe des 12. Breitengrads.&lt;br /&gt;
Im Norden der Sahara sind lediglich die küstennahen Gebiete und die sich anschließenden Gebirgsregionen Algeriens, Marokkos und Tunesiens geeignet.&lt;br /&gt;
Diese Grenzen werden aber heute schon um 100 km im Maghreb und 200 km im Sahel überschritten. &lt;br /&gt;
H. Mensching definiert die agronomische Trockengrenze dahingehend, dass sie bei etwa 300 mm Winterregen oder 500 mm Sommerregen zu suchen sei, wobei die Niederschläge auf  4 bis 5 Monate im Jahr verteilt sind.&lt;br /&gt;
Versuche im Norden Ägyptens von H.D. Müller haben ergeben, dass bei einem Minimum von 150 mm Winterregen Gerste ihre Körnerfrüchte voll ausbilden kann. Hier sind aber schon ausgewählte Felder eingeschlossen, die zusätzlich kolluviales Wasser erhalten.&lt;br /&gt;
Französische Wissenschaftler ( P. Pfeffer, Y. Monnies und Ph. Taquel ) definieren die Zonen von der Wüste bis zu den tropischen Gefilden wie folgt :&lt;br /&gt;
* Unter 100 mm Sommerregen Wüste.&lt;br /&gt;
* Von 100 bis 300 mm Nordsahel, der Regen fällt jedes Jahr und verteilt sich auf einen Monat. Das „Grün“ wird von Kamelen abgeweidet (z.B. Agadez 200 mm und 21 Tage Regen pro Jahr Anm. des Verfassers).&lt;br /&gt;
* Von 300 bis 500 mm Südsahel, der Regen ist über zwei bis drei Monate verteilt, Bäume tauchen auf und Viehzucht ist möglich.&lt;br /&gt;
* &amp;gt; 500 mm Beginn der tropischen Zone, der Regen verteilt sich über 100 Tage im Jahr, Ackerbau ist möglich, Hirse und Erdnüsse können wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Einteilung stimmt weitesgehend mit der Definition H. Menschings überein.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Nahen Osten von den Zagrosbergen bis ins anatolische Hochland und entlang der Mittelmeerküste Palästinas wuchsen die Wildformen von Gerste und Weizen bei einem durchschnittlichen, jährlichen Niederschlag von über 300 mm. Diese Ressource wurde von ca. 11.000 BP bis 8000 BP von den dort lebenden Menschen genutzt. Frühe dörfliche Siedlungen sind von Osten nach Westen Ali Kosh, Ganj Dareh, Jarmo, Cayöun, Canhasan, Catal Hüyük und Hacilar. Im Bereich der Mittelmeerküste liegen Ras Shamra, Tell Ramad Munhata und Jericho. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ackerbau gelangte um 8000 BP bis 6000 BP in die Euphrat- und Tigrisebene, wo mit künstlicher Bewässerung experimentiert wurde, da das Gebiet außerhalb der 300 mm Isohyete lag. Wahrscheinlich wurden Gerste und Weizen von Palästina ins Nildelta und weiter in den Süden Ägyptens gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon um ca. 8100 BP bis 7900 BP tauchen Gerste in domestizierter und wilder Form in Nabta Playa und etwas später um 7700 – 6200 BP Gerste und Weizen in Nabta und Kiseiba auf (El Hadidi 1980, Stemmler und Falk 1980). &lt;br /&gt;
Wenn wir annehmen das Getreide sei vom Menschen transportiert worden, so kommen als mögliche Wege das Niltal oder aber die westliche Wüste in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorghum und Hirse sind von Süden, aus Nordost- Afrika kommend, nach Ägypten gelangt. &lt;br /&gt;
Sorghum ist vor 7900 BP in Nabta nachgewiesen (E – 75 – 6), um 6700 – 6710 BP ist er zusammen mit Hirse im Wadi Obeiyd in der Farafrasenke angelangt. &lt;br /&gt;
Gerste und Weizen von Norden eingeführt und Hirse und Sorgho von Süden kommend haben wahrscheinlich die gleichen Routen genommen nur jeweils in entgegengesetzter Richtung.&lt;br /&gt;
Wenn aber südliche Getreidearten im Norden gewachsen sind und nördliche im Süden der westlichen Wüste Ägyptens, so kann davon ausgegangen werden, dass an allen geeigneten Orten auf diesem Weg, und das sind die Orte an denen Mahlwerkzeug gefunden wird, beide Getreidegruppen bekannt waren und auch genutzt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit der Verbreitung des Getreides ist ein natürliches Eindringen der Taxa mit fortschreitendem Sommer- und Winterregen. Das würde allerdings Winterregen in Nabta Playa bedeuten.&lt;br /&gt;
In jedem Fall folgt aus dem oben Gesagten, logischerweise dass die klimatischen Bedingungen ein Wachsen und Reifen von Körnerfrüchten erlaubten und daraus folgt wiederum eine jährliche Niederschlagsmenge von mehr als 150 mm Winterregen (Farafra) und von mehr als 300 mm Sommerregen (Nabta).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die stellenweise sehr hohe Dichte von steinzeitlichem Mahlwerkzeug in der Ostsahara zu erklären, wird, da viele Wissenschaftler eine höhere Niederschlagsmenge als 200 mm Sommerregen ausschließen, eine Art von genügsamen, trockenheitresistenten „Wildgetreide“ ins Spiel gebracht, welches mit Niederschlagsmengen von weniger als 200 mm Sommerregen / Jahr in der Lage sein soll essbare Körnerfrüchte zu produzieren. Der Name dieses Grases oder dieser Gräser ist nicht genannt. Die postulierten „Wildgetreide“ scheinen eine Schimäre zu sein. &lt;br /&gt;
Wären sie bekannt, so könnte die Sahelzone endlich vom Hunger befreit werden, denn die Gebiete zwischen den Isohyeten 300 mm und 50 mm ( Sommerregen ) stellen ungeheuere Flächen dar, die für die Produktion von „Wildgetreide“ zur Verfügung stünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert eine Reihe von Wildgräsern, deren Samen in Notzeiten gegessen werden aber sie sind an die 300 mm Isohyete gebunden. Fährt man mit dem Geländewagen von Agadez (200 mm) in Richtung Tahoua, so wird die 300 mm Isohyete gequert und erst südlich dieser Linie macht der Reisende, der seinen Wagen verlässt, die unangenehme Bekanntschaft mit dem cram – cram (chencrus biflorus).&lt;br /&gt;
Auch Wildgetreide in montanen Gunsträumen braucht, wenn es essbare Körner produzieren soll, gute Jahre d.h. ein Minimum von 300 mm Sommerregen oder äquivalente Wassermengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon ausgeführt, wuchsen zu Beginn des Holozäns die Wildformen von Weizen und Gerste bei einer Niederschlagsmenge von ca. 300 mm Winterregen im „fruchtbaren Halbmond“. Diese Wildformen wurden vom Menschen durch Selektion zu Kulturpflanzen herangezüchtet und wuchsen weiterhin bei 300 mm Winterregen in der ursprünglichen Region. Bei niedrigeren Niederschlägen wurde weiter südlich mit Bewässerung experimentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ostsahara wuchsen zur gleichen Zeit Wildpflanzen, als da sind setaria, panicum und sorghum in der Umgebung vieler steinzeitlicher Fundstellen. Es ist anzunehmen, dass auch hier eine ausreichende Regenmenge notwendig war, gleich ob für Wild- oder Kulturpflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem Handbuch für tropische Landwirtschaft (London 1979) weisen die Autoren D. Joy und E.J. Wibberley darauf hin, dass Sorghum heute vorzugsweise bei Niederschlägen zwischen 750 und 1250 mm/Jahr Sommerregen angebaut wird, bei fünf bis sieben Trockenmonaten im Jahr.  Hirse ist weniger anspruchsvoll und benötigt 500 bis 750 mm Sommerregen pro Jahr. Bei weniger als 500 mm/Jahr wird nur noch Kolbenhirse angebaut, es sei denn, künstliche Bewässerung wäre möglich. Das Buch ist für Praktiker konzipiert und richtet sich an westafrikanische Landwirte. Digitaria und Pennisetum, die in der Ostsahara häufig auf holozänen, steinzeitlichen Fundplätzen nachgewiesen sind, wachsen heute u.a. in den Savannengebieten Nigerias. Die Gräser sind ausgezeichnete Futterpflanzen für Rinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun könnte argumentiert werden, dass dank der geographischen Lage an den Schichtstufen, Wasser am Fuße der Hänge sich hätte sammeln können und dass so auch bei niedrigen Regenfällen genügend davon für die Pflanzen zur Verfügung gestanden haben würde.&lt;br /&gt;
Für tiefwurzelnde Bäume und Sträucher ist dies sicherlich zutreffend, nicht aber für Gräser, ausgenommen einige Horstgräser, und vor allem nicht für Getreide.&lt;br /&gt;
Körnerproduzierende Gräser brauchen entweder in bestimmten Abständen Regen, der die oberflächennahen Bodenschichten und so den Wurzelbereich durchfeuchtet oder aber künstliche Bewässerung.&lt;br /&gt;
Wenn K. Neumann ein Beispiel von Hirseanbau aus der Bayuda mit Niederschlägen zwischen 25 mm und 50 mm angibt, so hätte fairerweise gesagt werden müssen, dass dies nur durch künstliche Bewässerung möglich ist (Forschung zur Umweltgeschichte der Ostsahara, Seite 116).&lt;br /&gt;
In meinem Garten in Abu Tartur wuchsen ohne jegliche Regenfälle unter anderem Zuckerrohr und Bananenstauden. In Anou Araren nördlich von Agadez habe ich ca. 50 ha bewirtschaften lassen. Es wurden jährlich vier Ernten und zwar Sorghum, Weizen, Zwiebeln und Tomaten eingefahren und das bei einer Niederschlagsmenge von weniger als 150 mm Sommerregen/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bewässerungstechnik dürfte in dem behandelten Zeitraum von den Siedlern in der libyschen Wüste noch nicht entwickelt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Wirbeltiere)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Knochenfunde der B.O.S. Mission wurden von Wim van Neer und H.P. Uerpmann untersucht. Die Fundstellen sind im Prinzip die gleichen, die für die Untersuchung der Baumvegetation K. Neumanns herangezogen worden sind. So sind auch die Probleme ähnlich. Zu große Distanzen zwischen den Fundplätzen, teilweise schlechter Erhaltungszustand des zu untersuchenden Materials und vor allem eine Lücke zwischen den Breitengraden 24° N und 29° N machen eine eindeutige Bewertung schwierig. &lt;br /&gt;
Für Lobo in der Sandsee wird gesagt : „The sample contains almost nothing but unidentifiable mamal bones which, as far as could be established, belong all to the size class of the dorca gazelle. Only two enamel fragments indicate the presence of a large bovid. Dorca gazelle is represented by five identifiable fragments”.&lt;br /&gt;
Die von Willmann abgesammelten und von H.P. Uerpmann bestimmten Knochen gehören zu Großsäugern, identifiziert wurde Pelorovis antiquus.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz glass area 81/61 sind neben Dorca, Dama, Oryx und Hase vor allem Frosch- oder Krötenknochen gefunden worden, sie machen die Hälfte der Funde aus. Eine neuere Analyse, durchgeführt vom Institut für Paläoanatomie und Geschichte der Tiermedizin, München, gibt für 81/61 folgende Verteilung an :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alcelaphus buselaphus|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oryx dammah||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Addax nasomaculatus||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ovis aries||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||196&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Lepus capensis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amphibien fehlen in dieser Aufstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Münchener Institut hat ebenfalls die Knochenfunde von Djara 90/1 sowie die von Abu Gerara 98/5 untersucht (N. Pöllath in „Drei Tierknochenaufsammlungen aus Ägypten,      TPA 1“).&lt;br /&gt;
Die Fauna von Djara 90/1 setzt sich wie folgt zusammen :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Addax nasomaculatus|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella sp.||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella dorcas||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caracal caracal||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Unbestimmter Großtierknochen||46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Spathopis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht enthalten in dieser Aufstellung von 90/1 sind ein ebenfalls in Djara gefundenes domestiziertes Schaf und ein einwandfrei identifizierter Nilpferdknochen. Die Großtierknochen machen in dieser Aufstellung ca. 80 % der Gesamtmenge aus und geben einen Hinweis auf ein günstiges Klima mit Niederschlägen, welche für dichten Graswuchs sowie für das Gedeihen von Bäumen ausreichend waren. Das Verhältnis von ca. 80 % Großtierknochen zu anderen findet sich in Gerara, nördlich des 26. Breitengrads Nord wieder, ist aber leider nur auf einer geringen Menge basiert. Unter den Boviden befindet sich ein Büffel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camelus dromedarius*|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bos / Syncerus||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die Dromedarknochen sind später in das Fundgut gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von domestizierten Tieren und unbestimmten Großsäugern zu Dama und Dorcas Gazellen beträgt für Abu Tartur 75 %. Aber auch hier ist die Menge der untersuchten Knochen gering.&lt;br /&gt;
In Abu Tartur ist lediglich versucht worden, die Steinwerkzeuge in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Von der Keramik hingegen oder von den faunistischen Relikten sind nur einzelne Belegstücke von der Oberfläche aufgenommen worden. In den Fundplatzbeschreibungen wird aber auf gehäuftes Auftreten von Keramik, Knochen und Holzkohle hingewiesen.&lt;br /&gt;
Dennoch ist das Rind auf den Plateaufundstellen 0009/83, 0012/83 und 0054/85 nachgewiesen. Ziegen und / oder Schafe sind von 0008/13, 0010/83, 0012/83 und 0039/85 bekannt. Auch ein Nashorn kommt auf dem Plateau (0007/83) vor. Neben Gazellenresten wurde auch ein Kieferknochen der Hyäne geborgen.&lt;br /&gt;
In der Sandsteinebene wurden an den Playarändern Knochen von Ziege und / oder Schaf von den Fundplätzen 1010/83 und 1032/82 aufgelesen. Rinder- oder Büffelknochen fanden sich auf dem Fundplatz 1048/84. Ein Nashorn stammt von 1010/83 ein Zebra (equus) von 1005/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Knochenmaterial der domestizierten Tiere und das der Wildfauna wurde dankenswerterweise von H. Berke analysiert. &lt;br /&gt;
In den von M. Mc Donald bearbeiteten Fundstellen der Masara Phase, weit außerhalb der Dakhla Oasen, ist die Fauna weniger reich als die Vegetation es vermuten ließe. Neben Gazellen, Hasen, Eidechsen und einigen Vögeln enthält das Spektrum Schildkröten und Kröten. Das einzige recht anspruchsvolle Tier ist die Steppenkuhantilope, ein Bovide mit einer Schulterhöhe von 1,5 m und einem Gewicht von bis zu 250 kg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der afrikanische Hase (lepus capensis) bevölkert mit Ausnahme der dichten Wälder sämtliche Landschaftsformen und Klimazonen Afrikas. Ich selbst habe ihn im feucht- heißen Sambesital gejagt. Sein Auftreten bedeutet demnach lediglich, dass kein dichter Wald vorhanden war.&lt;br /&gt;
Gazellen können auch in sehr trockenen Gegenden überleben, selbst ohne offenes Wasser. Sie müssen ihren Feuchtigkeitsbedarf aber dann aus ihrer Nahrung decken können, also durch frische, grüne Pflanzen. Wenn kein Wasser zur Verfügung steht und das wenige Futter trocken und verdorrt ist, findet auch eine Gazelle keine Überlebensmöglichkeit.&lt;br /&gt;
Große Antilopen wie Alcelaphus buselaphus, von M. Mc Donald „hartebeest“ genannt, was eher dem südafrikanischen Verwandten Alcelaphus caama entspricht, brauchen Wasser und große Mengen Futter, sie können nicht wie Gazellen längere Trockenperioden überstehen.&lt;br /&gt;
Auch in Dakhla stehen also die paläobotanischen Fakten in scharfen Gegensatz zu der ariden Umwelt südlich des 24. Breitengrads Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mudpans weisen neben Vertretern genügsamer Boviden vor allem Elefant und Giraffe auf savannenartiges Gelände hin. In diesem Zusammenhang ist auch der große Anteil und der Artenreichtum der Raubtiere von Wichtigkeit. Auf keinen Fall sind Hyäne und Karakal Wüstenbewohner, ihre Anwesenheit lässt auf eine Vielzahl von möglichen Beutetieren schließen. Bemerkenswert ist das Fehlen von domestizierten Tieren, kommen doch in Eastpans neben Hund und Schaf auch Rinder vor und selbst in der Sandsee (81/61) werden Schaf und wahrscheinlich auch Rind angetroffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Fundkomplex_T_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex T&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Ingrid_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Ingrid&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_West_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex West&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Vera_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Vera&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Renate_neu_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Renate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Mollusken)== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Landschnecke Zootecus insularis kommt auf dem Abu Tartur Plateau in sehr großen Mengen vor. Sie ist Indikator einer Krautvegetation und kann durch Eingraben kürzere Trockenperioden überleben. Ein Exemplar wurde auf 8485 +- 45 BP datiert. Getragen wurde der Pflanzenwuchs von terra rossa Böden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastropoden, die sich eingraben, suchen Feuchtigkeit, die Böden mussten daher mächtig und in ihren tieferen Schichten dauerfeucht gewesen sein. Für Kröten, die sich in die Erde zurückziehen, gilt das gleiche.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden zwei Exemplare von Bulinus truncatus auf dem Plateau und drei an den Endpfannen gefunden, wobei die Bestimmung nicht ganz zweifelsfrei ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lymnaea natalensis, die fast ausschließlich in permanenten Gewässern lebt, ist mit 23 Exemplaren von Playa West und Playa Renate vertreten. Von Melanoides tuberculata, welche nur in Gewässern, die nicht regelmäßig austrocknen, lebt, ist nur ein Exemplar gefunden worden. &lt;br /&gt;
Pila sp. ist jeweils mit einem juvenilem, ebenfalls zweifelhaftem Exemplar von 1019/82 und 1005/83 vertreten.&lt;br /&gt;
Asphataria rubens oder Spathopis ist in Abu Tartur in großen Mengen vorhanden. 35 Exemplare von 35 verschiedenen Fundplätzen sind als Proben entnommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spathopis ist nicht an tiefes Wasser gebunden, sondern kann auch in flachen Tümpeln leben, wenn diese regelmäßig überflutet werden (S. Kröpelin 1993 : 193 – 195). Bislang wurde angenommen, dass Asphataria aus dem Niltal in die Wüste gelangt sei, nur für den Wadi Howar gilt sie als autochthon, dort sind auf der Fundstelle 80/73 Bulinus truncatus, Melanoides tuberculatus und Planorbis Gastropoden gefunden worden, sie gelten, wie auch Asphataria als nicht eingeschleppt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum sollte eine ähnliche Vergesellschaftung in Abu Tartur allochthon sein zumal Van Damme (1984) für die steinzeitlichen Phasen des Holozäns das Vorkommen von A. rubens westlich des Nils an Wasserstellen und Wadiläufen bezeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Altersanalyse an einer Spathopisschale vom Fundplatz 1004/83 hat einen Wert von 8110 +- 45 BP ergeben (KIA 23194), sie ist damit wesentlich älter als der älteste Fundplatz der Playa West und somit wahrscheinlich vor dem ersten Siedler an diesem Ort existent gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Felsbildkunst)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sehr variantenreiche Felskunst Abu Tarturs zeigt unter anderem drei Gravierungen von Rindern und stellt in einer interessanten Perspektivform eine Schafherde dar.&lt;br /&gt;
An Wildtieren werden Spießböcke, Giraffen, Antilopen und ein Strauß präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine seltene Darstellung von Fischschwärmen in der Draufsicht, wie ein Beobachter von einem erhöhten Punkt am Ufer die Tiere sehen würde, weist auf permanentes Wasser hin. Ein in der Seitenansicht gravierter Fisch dürfte sehr viel jünger sein, er ist Teil eines Piktogramms, welches vielleicht schon in die prädynastische Zeit weist. Im Gegensatz zu den oben genannten Fischschwärmen ist er nicht unbedingt ein Beweis für sein Vorkommen an diesem Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In „Rock drawings of southern upper Egypt II“ von 1939 beschreibt Hans A. Winkler die Gravierungen, die sich am Fuße des Abu Tartur Massivs bis nach Dakhla hinziehen und auch noch westlich und südlich der Oasen anzutreffen sind. Die Felszeichnungen von 1005/83 hatte er übersehen, kein Wunder in dem Gewirr von Zeugenbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An neun Stationen finden sich Darstellungen von Giraffen. Antilopen und Strauße sind jeweils sechsmal dargestellt. Viermal kommen Gazellen und Ibex vor, letztere wären eher in der östlichen Wüste zu erwarten gewesen. Neben drei Stationen mit Abbildungen von Rindern sind auch zwei mit Elefanten vorhanden. Außerdem sind Hunde, Esel, Krokodile, Schlangen, Hase, Vogel und Kamel graviert. Bei neolithischen Felsgravierungen gehe ich davon aus, dass die abgebildeten Tiere in der Umgebung lebten und dem Künstler aus eigener Anschauung bekannt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter, ausführliche Informationen und Darstellungen finden sich unter [[Fundkomplex Abu Tartur | Fundkomplex Abu Tartur Felskunst - Zeichnungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen von domestizierten Tieren und von großen Wildtieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| Hund|| Ziege|| Schaf|| Rind|| Büffel*|| Hartebeest|| Nilpferd Nashorn|| Elefant|| Giraffe|| Egnus (Zebra)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundregion'''|||||||||||||||| || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gilf Kebir|||| X|||| X|||||||| X (Myers)|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sandsee|||||| X|| X (96/15)|| X|| X (81/61)||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mudpans|||||||||||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Eastpans|| X|||| X|| X||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla (Mc Donald)|||| X ?|||||||| X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla**|| X|| X|| X|| X|| X|||| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Tartur|||| X|| X|| X|| X|||| X|| X ?|| X ?|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kharga**|||||||| X|||| X|| X|| X|||| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Gerara|||||||||| X||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Djara|||| X (Felsbild)|| X|||||| X|| X||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Farafra|||| X|| X||||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nabta-Kiseiba|| X|| X|| X|| X|| X ?||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Felsbilder Abu Tartur-Dakhla|| X|||| X|| X|||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* * Bouchud (1969) states categorically that the giant buffalo is a savanna dweller needing large quantities of water. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ** Die Oasen im frühen Holozän waren nicht bedeutender als heute. Der Wasseraustritt der Quellen lag allerdings auf einem höheren geographischen Niveau. Das Nachlassen des Wasserdrucks und damit der eventuellen Menge wurde harmonischer Weise durch die starken Deflationsraten ausgeglichen, so dass von einem gleichmäßigen Fördervolumen ausgegangen werden kann.&lt;br /&gt;
Da das Wasser aber nicht wie heute kanalisiert war, bildete sich eine Sumpflandschaft, die von Savannentieren nicht bevorzugt wird. Die aktuelle intensive, durch Pumpen beschleunigte Nutzung der endlichen Wasserreserven hat ein Ungleichgewicht bewirkt. Die Deflation kann die Verminderung des artesischen Drucks nicht mehr ausgleichen. Daher muss immer mehr Wasser aus größeren Teufen gehoben werden.&lt;br /&gt;
Die von Leclant und Churcher durchgeführten Analysen der Oasenfauna sind zweifelhaft. &lt;br /&gt;
Der auf einigen Fundstellen erhöhte Knochenanteil von kleinen Boviden und Hasen kann über die tatsächliche Zusammensetzung der Paläofauna ein falsches Bild zeichnen.&lt;br /&gt;
Klein und Cruz – Uribe (1984) schreiben dazu :&lt;br /&gt;
“In many instances prehistoric hunters probably butchered a large animal where it fell and brought only selected parts to their home base. In contrast, they probably often imported smaller animals intact”. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Komplexität der Beurteilung prähistorischer Knochenfunde wird von Hubert Berke ausführlich in seiner Arbeit “Zum Thema Archäozoologie” (1989) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mensch und Umwelt==&lt;br /&gt;
Die Lage der steinzeitlichen Fundplätze in der sie umgebenden Landschaft lässt zuweilen Schlüsse auf  die klimatischen Bedingungen zu. Die Wasserversorgung ist in diesem Zusammenhang von besonderer Wichtigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel I'''&lt;br /&gt;
AT 0002/84 ist mit 9120 +- 40 Jahren vor heute der bislang älteste datierte Fundplatz Abu Tarturs. Durch sein reichhaltiges, homogenes Fundmaterial weist er sich als Siedlungsplatz  aus, der für eine gewisse Dauer angelegt worden ist. Die Versorgung mit Wasser könnte durch Regenwasser gewährleistet worden sein, welches sich in einem flachen Becken der Fundstelle AT 0014/85, etwa einen Kilometer nordöstlich gelegen, sammeln konnte. Kleinere Tümpel, heute im Gelände nicht mehr auszumachen, hätten sich in der Nähe von AT 0002/84 bilden können. Ähnliche Fundkomplexe gleichen Alters, wenn auch kleiner und weniger deutlich ausgeprägt, werden auf dem Plateau angetroffen aber bisher nie in der Ebene in der Nähe der großen Playas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus kann geschlossen werden, dass nach den großen Regenfällen zu Beginn des Holozäns die Wasserversorgung auf dem Plateau ohne große Endbecken kein Problem für die Siedler darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel II'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle Ä 98/20 im Tiefsten einer Endpfanne, welche Wasser aus einem Einzugsgebiet von 563 km² sammelt, hat zu verschiedenen Zeiten, nach eigener Beobachtung vom Epipaläolithikum (langschmale Dreiecke, Rückenmesser) bis zum Spätneolithikum (gestielte, flächig bearbeitete Pfeilspitzen, side-blow-flakes) als Zufluchtsort am ENDE der Trockenzeiten gedient, wenn höher gelegene Wasserstellen ausgetrocknet waren und wenn die Weiden auf den Hamadas abgegrast waren. Während der Regenzeiten, es sind sowohl Sommerregen aus Süden als auch Winterregen aus Norden nachgewiesen, waren die Wasserstände wesentlich höher wie Proben vom Niveau + 5 m belegen. Die Siedler, ob Jägernomaden oder Hirten nutzten nach den Regenfällen die Hamadas und Wadis außerhalb der Senken, das Aktionsgebiet schloss ebenfalls den Dünengürtel des Abu Muharig ein. Während dieser Zeit waren die Bewohner sehr mobil und legten keine Dauerlager an. Der archäologische Nachweis ist durch die „short-term camps“ und die „overnight stopps“ (Kindermann) gegeben. Am Ende der Trockenzeiten wurde der Raum um die Endpfanne genutzt, die Mobilität war eingeschränkt, da nur noch wenige Wasserlöcher vorhanden waren und hierdurch erklärt sich die höhere Konzentration von Steinplätzen und Artefakten.&lt;br /&gt;
Diese gut durchdachte und zutiefst logische Strategie wird auch heute noch von Hirtenvölkern in der Sahara angewandt (Niger, Mauretanien u.a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach aktueller Hypothese sind lediglich 100 mm Regen im Jahr gefallen. In der folgenden Rechnung werden die bislang für richtig gehaltenen Zahlen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0,1 m Regen im Jahr x 563.000.000 m² = 56.300.000 m³/Jahr. Angenommen 80% des Wassers versickern oder verdunsten auf ihrem Lauf, angenommen die Endpfanne hat eine Größe von  1 km² so beträgt der Wasserstand am Ende der Regenzeit 11,2 m, eine Höhe, die mit meinen Beobachtungen größenordnungsmäßig übereinstimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel III'''&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet von Ä 90/1 beträgt nach der gleichen Quelle wie weiter oben lediglich 1 km². Bei den von mir postulierten Wasserständen werden sich allerdings Überläufe zwischen den einzelnen Teilsenken gebildet haben und so auch hier die noch erkennbaren Mulden aufgefüllt haben. Der besondere Gunstfaktor des Fundplatzes bestand in der als Zisterne dienenden Höhle. Bei stärkeren &lt;br /&gt;
Niederschlagsereignissen konnte Wasser in die Höhle überlaufen und dort eine Reserve von ca. 9000 bis 10.000 m³ bilden, genügend Wasser, um eine größere Population mit Haustieren während des ganzen Jahres zu versorgen (Die tägliche Menge entspricht einem großen Tankwagen von 30 m³ Fassungsvermögen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ereignisse lassen sich nachweisen an den verschwemmten Sedimenten, die im Höhleninneren einen fast waagerechten Untergrund bilden, wie er nur vom Wasser gestaltet werden konnte und an dem Vorhandensein von schalenförmigen pelitischen Sedimentkrusten, die im stillen Wasser abgesetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 100 mm Niederschlag im Jahr und einem Einzugsgebiet von 1 km² kann die Attraktivität des Fundplatzes nicht erklärt werden, da in einem Endbecken von ca. 300 m x 300 m der Höchstwasserstand nur etwas mehr als 1 m betragen würde falls die gesamte Wassermenge dort gesammelt würde. Bei 20% wie im Beispiel II waren es gerade einmal 20 cm Höchststand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel IV'''&lt;br /&gt;
beschreibt die Fundstelle Ä 95/2 in den Eastpans. Hier stehen bei 200mm Niederschlag pro Jahr und einem Einzugsgebiet von 227 km² in einem Sammelbecken von rund 3 km² (von Niv. –1 bis Niv. +5) 45.400.000 m³ Wasser zur Verfügung. Anzumerken ist, dass die bekannten Fundplätze jeweils Becken mit Flächen von ca. 500.000 m² aufweisen. Der Wasserstand würde bei 20% Ausnutzung auf  der Gesamtfläche bei 3 m liegen, die kleineren und tiefer gelegenen Fundplätze könnten unter den gleichen Umständen einen wesentlich höheren Wasserstand aufweisen, rein rechnerisch bis ca. 9 m. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altersangaben betreffen die Zeit um 6000 BP für das Spätneolithikum und 7214 BP für das Mittelneolithikum. Da die Menschen in dieser Zeit neben der Jagd von Körnerfrüchten und von den Produkten der Viehzucht lebten, dürfte eine ähnliche Situation existiert haben wie in Djara 98/20 nämlich eine Konzentration um einen Teich, in dem die letzten Wasserreserven am ENDE der Trockenzeit vorhanden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel V'''&lt;br /&gt;
bezieht sich auf AT 1005/83. Der bedeutende Fundplatz mit einem Alter von 6420 +- 60 BP Jahren weist eine Werkzeugmenge von 897 Stücken auf, hinzu kommen 40 Mahlsteine, 16 Reibschalen, 31 identifizierte Feuerstellen und Keramik. An faunistischen Material wurden u.a. Straußeneiperlen, bulinus truncatus, lymnaea natalensis und aspatharia rubens gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt am Nordrand eines ausgedehnten Playabeckens und ist um einen Inselberg aus nubischem Sandstein, der aus dem Holozänsediment herausragt, angeordnet. Die Positionen der immobilen Feuerstellen liegen zum Teil oberhalb der Niveaulinie 204 und reichen bis nahe an die wahrscheinliche Uferlinie, welche dem Niveau 202 entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiter südlich gelegene mittelneolithische Fundstelle AT 1004/83 mit einem Alter von 7590 +- 75 BP Jahren liegt ebenfalls auf dem Niveau 204. Auch hier wird eine Variationsbreite angetroffen, so dass Fundplatzteile etwa zwischen Niv. 205 und Niv. 203 liegen. Weitere noch nicht datierte Fundstellen wie 1001 bis 1003, 1006 bis 1012 und 1039, 1040, 1044 und 1079 bis 1082 sind ebenfalls um die Niveaulinien 202 bis 205 gruppiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:1005_83_Lageskizze.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Lageskizze Abu Tartur, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Belege lassen darauf schließen, dass die Playa über lange Zeiträume im wesentlichen das gleiche Sammelbecken und ähnliche Wasserstände aufwies. Ein Playaprofil welches an einem Sandsteinhügel ansteht, zeigt an seiner Basis eine Wechsellagerung von sandigen und tonigen Schichten. Darüber liegt eine kompakte tonige Masse von ~ 2 m Mächtigkeit ähnlich der von H. Riemer dokumentierten Schichten im Wadi Asfura in der Nähe der Fundstelle AT 1072/86 oder dem Aufschluss AT 1023/82 wo gut 2,50 m ungeschichtete Tonmassen anstehen und sich im nicht aufgeschlossenen Liegenden fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese tonigen Sedimente weisen auf eine gleichmäßige, nicht turbulente Wasserzufuhr hin wie sie z.B. bei Winterregen auftreten kann. Andere Schichten enthalten Kalkgeröll oder feine kalkige Verwitterungsprodukte, die wiederum auf heftige Sommerregen schließen lassen.&lt;br /&gt;
Eine genauere Untersuchung des Sedimentationsgeschehens durch ein Geologenteam könnte hier endgültige Erkenntnisse erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Diskussion und Konklusion==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die libysche Wüste Ägyptens herrscht bei Wissenschaftlern bislang eine weitgehende Übereinstimmung, wonach die Gebiete zwischen dem 24. und dem 29. Breitengrad Nord zu keiner Zeit während des prähistorischen, holozänen Klimaoptimums eine höhere Regenmenge erhalten haben als 150 mm/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R. Kuper und S. Kröpelin gehen in einer neueren diesbezüglichen Veröffentlichung von mehr als 50 mm bis 150 mm Niederschlägen im Jahr aus (Science 2006, Vol. 313, Fig. 3). Sie postulieren ein Vorrücken des tropischen Monsuns zu Beginn des Holozäns wonach südlich des Wadi Howars &amp;gt; 450 mm Sommerregen/Jahr fielen, bis in die Gegend um Laqiya mehr als 300 mm und bis zur ägyptisch sudanesischen Grenze und im Gilf Kebir &amp;gt; 150 mm Sommerregen im Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem reichte bis ins Fayum, wo &amp;gt; 150 mm Winterregen angegeben sind. Auch dieser Wert ist zu niedrig angesetzt, jagten doch die Menschen im Fayum noch um 6000 BP Elefanten (site K) und Nilpferde (site N) und bauten Gerste, Leinen und Weizen an. Ein striktes Minimum von 250 mm Winterregen wären die Vorraussetzung für eine derartige Flora und Fauna. Durch das Vorhanden sein des Sees herrschte zwar kein Wassermangel, noch wichtiger ist aber ausreichend Regen, um eine Lebensgrundlage für Großtiere und Möglichkeiten zum Ackerbau zu schaffen. Ein Seeuferbewuchs würde nicht ausreichen. Vergleiche mit sogenannten Wüstenelefanten Namibias sind nicht angebracht, da diese die Wasserspeicher der Wadis, die durch Regen aus weit entfernten Gegenden gespeist werden, nutzen und lediglich durch Wüstengebiete wandern, um von einem Wadi zum nächsten zu gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum zwischen dem 30. Breitengrad Nord und dem 23. Breitengrad Nord lag demnach in einer Wüste, die weniger Regen erhielt als heute Agadez in der Republik Niger (200 mm Sommerregen). In dieser ägyptischen Zentralwüste fehlen die Gebirge, die zusätzliches Wasser in die trockenen Ebenen hätten leiten können, allenfalls sind einige Schichtstufen vorhanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Bild einer breitengradparallelen zonalen Klimaentwicklung, wie es für die Westwüste Ägyptens und den nordwestlichen Teil des Sudans gezeichnet wird, ist durchaus stimmig soweit es sich auf den südlichen Teil des Untersuchungsgebiets bezieht. Belege aus der Quartärgeologie, besonders aus dem Gilf Kebir, sowie weitere Fakten aus Fauna und Flora lassen keine Zweifel aufkommen.&lt;br /&gt;
Weiter nördlich betreffen die Untersuchungen Teile der Großen Sandsee und das Abu Ballas Stufenland. Hier stellen sich die ersten Fragen. Wie kommen Savannengehölze und Savannentiere nach Mudpans und woher kommen die Graslandschaften und die Rinder von Eastpans ?&lt;br /&gt;
Diese Gebiete folgen nicht mehr der etablierten Zonung und werden als Vorposten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des 25. Breitengrads Nord, einer Zone, die bis auf Dakhla (M. Mc Donald) nicht intensiv bearbeitet worden ist, erlauben die harten Fakten nicht mehr an dem konservativen System festzuhalten.&lt;br /&gt;
Wie neuere Forschungen nahe legen, reichten die tropischen Sommerregen nicht nur bis zum 24. Breitengrad Nord sondern weit über 27° N hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem wurde bislang nicht genügend berücksichtigt und heute ist klar, dass die Winterregen von der Küste über Djara bis zu den Mudpans und vielleicht sogar bis in den Nordsudan reichten. Selbst der Gilf Kebir scheint zeitweilig in das Winterregenregime eingebunden gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet welches auf Grund seiner Topographie am stärksten durch die zwei sich überlappenden Regenzeiten begünstigt worden ist, liegt um den 25. Breitengrad Nord. Wir dürfen hier von &amp;gt; 150 mm Winterregen und von einer Sommerregenmenge gemäß der zonalen Ausbreitung der Isohyeten von &amp;gt; 50 bis 150 mm ausgehen. Der mittlere jährliche Niederschlag umgerechnet in Sommerregen (100 mm Winterregen entsprechen in der Landwirtschaft 200 mm Sommerregen) würde also nach folgender Rechnung diese Größenordnung gehabt haben :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(50 + 150) : 2 + (&amp;gt;150 x 2) = 100 + &amp;gt;300 = &amp;gt;400 mm äquivalenter Sommerregen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Niederschlagsmenge könnte die Bildung der Rotböden auf dem Plateau und in der „Roten Wüste“ und die zum Teil riesige Ausdehnung der Playas in der Ebene und das Vorhandensein offener Wasserflächen erklärt werden. Damit ließe sich auch die Bildung von Kalzitkristallen in der Kontaktzone von Kalkstein und Playaboden schlüssiger belegen (H. Besler). &lt;br /&gt;
Zugleich liegt diese Regenmenge in einem Bereich, der Rinderhaltung erlaubt und der dem Vorhandensein von wilden Großtieren nicht widerspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem aber wird verständlich warum sich Menschen in diesem Raum niedergelassen haben, hier konnten sie gut leben und nicht nur überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird auch verständlich wenn Wendorf et al. (2001) eine Trockenzeit zwischen 8700 und 8600 BP feststellen, während Mc Donald gerade eine Blüte der Masara C Kultur konstatiert. Die Klimaregime waren unterschiedlich, der Einfluss der Winterregen, wenn überhaupt (Chenopodiceae in Nabta) wird im CPE- Bereich geringer gewesen sein als am 25. Breitengrad Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der veränderten postulierten Umstände konnten die Siedler in der westlichen Wüste Ägyptens keine reine sedentäre Lebensweise führen.&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Regenzeiten wurden das Plateau und die entlegenen Weidegebiete in der Ebene genutzt. Bei Wasserknappheit, auch &amp;gt;400 mm Niederschlag im Jahr ist recht wenig, sie entsprechen in etwa den Regenfällen der Kalahari, wurden die Ressourcen in der Umgebung der Playabecken einbezogen. &lt;br /&gt;
Die Mobilität der Menschen ging aber über diesen jahreszeitlich bedingten Wechsel der Jagd- und Weidegründe sowie des Erntezyklus hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So tauchen auf den Fundplätzen in Abu Tartur einerseits Kaurischnecken und andere Gastropoden aus dem Roten Meer in den Inventaren auf  und auf der anderen Seite libysches Wüstenglas. Zwischen den Herkunftsorten liegen ca. 1000 km Luftlinie.&lt;br /&gt;
Granite und andere Tiefengesteine zur Herstellung von Reibschalen und Mahlsteinen aus der östlichen Wüste haben ebenfalls einen weiten Weg zurückgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Exportiert aus dem Raum Abu Tartur- Kharga wurde der Gebrauch von großen Dreieck- und Stielspitzen, die sich zunächst im Fayum und später in Merimde und in Badari wiederfinden. Einzelne Stücke wurden in Nabta, in der Djararegion und in Dakhla gefunden.&lt;br /&gt;
Aus Sandstein gefertigte Mahlwerkzeuge auf dem Abu Muharig- Plateau stammen aus den Nubiaschichten, wie sie in Kharga, Abu Tartur und Dakhla anstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen viele nicht direkt fassbare gegenseitige Beeinflussungen wie auf dem Gebiet der Keramikherstellung. Für den materiellen und kulturellen Austausch genügte es, wenn Einzelpersonen oder kleine Gruppen während der kühleren Jahreszeit diese Kontakte pflegten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien unter Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg einer solchen Karawane würde über Abu Ballas führen. Abu Ballas ist einer dieser unscheinbaren Sandsteinhügel wie sie zu Tausenden in der westlichen oder libyschen Wüste Ägyptens vorkommen. Das besondere an diesem Hügel sind jedoch die große Menge an Wasserkrügen und die Scherbenreste aus pharaonischen Zeiten, die am Fuße des Hügels deponiert sind. Die Altersspanne reicht mit Intervallen von 2200BC bis 1070BC. Selbst römische Scherben sind noch zu finden. Sie wurden schon 1918 von den Engländern Ball und Moore entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute versuchen Kölner Archäologen die Geheimnisse des Depots, rund 200km südwestlich der Oase Dakhla gelegen, zu lüften.&lt;br /&gt;
*Sie gehen davon aus, dass das Klima zu Zeit der Deponierung der Krüge nicht wesentlich feuchter war als es heute ist, d.h. hyperarid.&lt;br /&gt;
*Sie gehen weiter davon aus, dass der Weg von Abu Ballas weiter bis zum Gilf Kebir führte. Dafür sprechen Wegmarken (alamat), wenn sie auch im gebirgigem Teil sehr weit auseinander liegen und nicht eingesehen werden können, und Funde von Krügen und Keramikscherben.&lt;br /&gt;
*Weiter wird postuliert soll der Weg über den Gebel Uweinat ins Innere Afrikas geführt haben. Der Uweinat ist ein Gebirge im Länderdreieck Ägypten, Sudan, Libyen und bietet reichlich Wasser aber kaum sichere Weiden. Hier liegen auch keine Befunde vor, die diese Theorie untermauern könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfernungen belaufen sich von Abu Ballas zum Gilf Kebir auf rund 200km und vom Gilf zum Uweinat auf weitere approximative 200km.&lt;br /&gt;
Der Weg sollte eine alternative Handelsroute sein, um schwarzafrikanische Luxusgüter nach Ägypten zu bringen. Er sollte die normalerweise genutzte Nilroute unter noch nicht vollständig geklärten Voraussetzungen ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ägypter ihrerseits mussten Güter zum Tausch anbieten können. Schmuckgegenstände und Tuche aber auch Werkzeuge und Waffen aus Kupfer und später aus Bronze wären mögliche Tauschobjekte. Allen Autoren (R. Kuper, K.P Kuhlmann, H. Riemer und anderen), die sich mit dieser Strecke, dem so genannten Abu Ballas Trail (ABT) befassen oder befasst haben ist klar, dass der logistische Aufwand, um solche Handelskarawanen auszurichten und erfolgreich in einem vollariden Wüstenbereich funktionieren zu lassen, enorm ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es soll mit diesem Aufsatz versucht werden den logistischen Aufwand zu quantifizieren und eventuelle Alternativen aufzuzeigen.&lt;br /&gt;
Für die Rechnung werden die Vorgaben von R. Kuper berücksichtigt („die wüste“ von C.C. Müller und J. de Castro Hrsg. 2006, Seite 80).&lt;br /&gt;
*Tagesstrecke der Eselkarawane: 30km&lt;br /&gt;
*Belastbarkeit der Tiere: 50 bis 70kg/Esel&lt;br /&gt;
*Wasser- u. Futterbedarf: 10kg/Esel und Tag&lt;br /&gt;
*Die Strecke Dakhla – Abu Ballas wird in 7 Etappen eingeteilt (7 × ~ 30km ~ 210km).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Zunächst werden von der Oase Dakhla aus Vorräte auf der Strecke verteilt, die es erlauben die Tiere auf dem Hin- wie auch auf dem Rückweg zu versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Danach läuft eine weitere Kolonne los und deponiert z.B. 1m³ Wasser oder 1t Futter am Zielort Abu Ballas. die Krüge wurden nicht nur in Abu Ballas sondern auch nördlich und südlich davon an geeigneten Plätzen deponiert. Um Wasser lagern zu können, müssen Tonkrüge transportiert werden. Diese Behälter, einmal an Ort und Stelle, bleiben dort und können immer wieder nachgefüllt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Um ein Depot von 300 Krügen, das ist die belegte Anzahl, aufzubauen, muss eine Eselkarawane 300 Krüge × 15kg/Krug = 4500kg über eine Distanz von ~ 200km bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Um die Krugkolonne zu versorgen, muss eine weitere Vorratskolonne die entsprechenden Depots anlegen. Die Anzahl der einzusetzenden Tiere wird ermittelt indem die Eseltage*, die benötigt werden um 1000kg zu transportieren mit 4,5 multipliziert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) Um die Vorräte für den Transport der Menge von 10000 l Wasser, die 300 Krüge zu füllen, werden weitere 9 × 1325 Eseltage benötigt, 1m³ Wasser ist vorher schon transportiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) Der eigentliche Wassertransport benötigt 9 x 280 Eseltage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle Eseltage.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach enthalten das Abu Ballas Depot und die weiteren Zwischendepots 300 Krüge mit 10m³ Wasser aber noch kein Futter für die Tiere, keine Nahrung für die Begleitmannschaft und kein Feuerholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *Eseltage, zu vergleichen mit Mannschichten in der Industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aber kein großes Problem, da von der Basis Dakhla aus weitere Kolonnen von Transporttieren auf die Piste gebracht werden können, um die entsprechenden Futtermengen und sonstiges ins Ziel zu bringen. Der Arbeitseinsatz würde sich dann auf rund 50000 Eseltage erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentliche Problem beginnt, unter Respektierung der postulierten Bedingungen, mit dem Vorratstransport zum 200km entfernten Gilf Kebir und weiter zum Gebel Uweinat, der ungefähr weitere 200km Luftlinie entfernt liegt.&lt;br /&gt;
Der Arbeitsaufwand und die Kosten würden exponentiell ansteigen und sämtliche Esel der Oasen würden möglicherweise nicht ausreichen die 600km lange Wüstenstrecke mit Vorräten auszustatten. &lt;br /&gt;
Nun sollen Handelskarawanen mit ägyptischen Waren beladen auf den Weg geschickt werden und mit nubischen Waren nach Dakhla zurückkehren. &lt;br /&gt;
Man könnte Stellschrauben anziehen und argumentieren, die Tiere könnten schneller und weiter laufen und mehr Gepäck laden, es würde nicht wesentlich das Resultat auf der Strecke Abu Ballas – Gilf Kebir – Uweinat (oder Bir Misaha um nach Nubien zu gelangen) ändern. Die Schwierigkeiten wären nahezu unüberwindbar.&lt;br /&gt;
Zu bemerken wäre noch, dass Tiere, die mit trockenem Futter versorgt werden, und dieses dürfte der Fall gewesen sein, täglich getränkt werden sollten. &lt;br /&gt;
Außerdem darf eine ungewöhnliche Einzelleistung, wie z.B. ein Esel läuft 80km an einem Tag, nicht als Dauerleistung hochgerechnet werden. &lt;br /&gt;
Eine Handelskarawane besteht im alten Reich gewöhnlich aus 300 Lasttieren (H.P. Kuhlmann in Tides of the Desert, Köln 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Futter- und Wasserbedarf wäre für eine 600km lange Wüstenstrecke und einer Dauer von 21 Tagen für den Hin- und weitere 21 Tage für den Rückweg wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10kg/Tag und Tier × 42 Tage × 300 Tiere = 126t''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Tabelle geht hervor, dass 55600 Eseltage eingeplant werden müssen, um 1t Vorräte von Dakhla zum Uweinat transportieren zu können. Hinzu kommen noch 840 Eseltage für die Wasserkolonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 126 t : 1 t = 7111440 Eseltage'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge bedarf keiner Interpretation, die Karawanenreise von Dakhla zum Gebel Uweinat ist nicht realisierbar. Selbst eine Minikarawane von 100 Tieren würde immer noch: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 42 t : 1 t = 2370980 Eseltage'''&lt;br /&gt;
			&lt;br /&gt;
benötigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wären weitere Krugdepots anzulegen, Brennholz zum Brotbacken und Verpflegung für die Begleitmannschaft, welche aus Eseltreibern, Händler, Schreibern,  Soldaten und Wachmannschaften besteht, bereitzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Gebel Uweinat aus sind mindestens weitere 200km Wüstenstrecke mit angenommenen Niederschlägen unter 50mm/Jahr zu durchqueren (Climate controlled occupation in the Eastern Sahara during the main phases of the Holocene, Kuper und Kröpelin 2006).&lt;br /&gt;
Hier wird endgültig klar, dass eine transsaharische Handelsroute unter den vorgegebenen Bedingungen nicht existiert haben kann.&lt;br /&gt;
Da aber vieles für einen Abu Ballas Trail spricht, die Kruglager und die Wegzeichen, müssen die Vorbedingungen untersucht werden, vor allem das Klima, welches im alten Reich herrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linien gleicher Niederschlagsmengen, Isohyeten, sind nach Kuper und Kröpelin nach bestmöglichen Schätzungen auf der Basis von geologischen, archäozoologischen und archäobotanischen Daten etabliert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Siedlungskammer Abu Tartur habe ich weiter oben belegen können, dass Rotböden zu Beginn der steinzeitlichen Besiedlung im Holozän gebildet werden konnten. &lt;br /&gt;
Es ist weiterhin belegt, dass Großsäuger wie Elefant, Nashorn oder Nilpferd und Giraffe sowie große Boviden im besprochenem Raum im frühen Holozän vorkamen.&lt;br /&gt;
Die Präsenz von Savannengehölzen ist in den Holzkohlenproben von Abu Tartur und von weiteren Fundplätzen nahe des 25. Breitengrads bewiesen. Neben Sorghum, der in fast allen Fundgebieten nachgewiesen werden konnte, kommt in Djara auch Amarant vor, ein typisches Gewächs der Feuchtsavanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum in der Östlichen Sahara um den 25. Breitengrad hat nach Kuper und Kröpelin eine jährliche Niederschlagsmenge von &amp;gt;50 bis &amp;gt;150mm erhalten (Sommerregen). Er ist gleichzeitig eines der am dichtesten besiedelten Gebiete in der Zeit von ~9200 BP bis ~6200 BP. Es ist nicht gerade einleuchtend, dass Menschen in einen unwirtlichen Wüstenraum einwandern, wo doch zahlreiche nahe liegende Alternativen mit über 450mm Regen im Jahr existiert haben.&lt;br /&gt;
Wenn aber schon die Schätzungen für die steinzeitliche Hauptbesiedlungsphase anzuzweifeln sind, so sind es erst recht die Annahmen für ein plötzliches, fast totales Ausbleiben des Regens nach 6400 BP bis in die dynastische Zeit hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von mir behandelten Fundstellen sind von Berufsarchäologen, bis auf kurze Visiten, nicht besucht worden. Sie liegen außerdem rund 200km östlich von dem Nordsüdtranssekt, dessen Resultate für die Beurteilung von Archäofauna und Archäoflora herangezogen wird.&lt;br /&gt;
Neue Fakten aus Abu Tartur und anderen Plätzen sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
Zahlreiche Belege aus historischer Zeit weisen auf eine nicht geringe Restbevölkerung in der Ostsahara und auf eine extensive Wanderweidewirtschaft hin.&lt;br /&gt;
Geologische Daten: Ein Anwachsen der Playaböden ist nach 6400 BP, wie schon weiter oben erwähnt, nicht mehr zu beobachten. Daraus wurde geschlossen, dass keinerlei bedeutende Niederschläge nach diesem Datum gefallen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geringe Winterregenmengen um 100mm/Jahr haben nicht die Kraft Sedimente zu transportieren und selbst wenn Feinmaterial die Endbecken erreicht haben sollte, wird dieses in wenigen Jahren der Deflation zum Opfer fallen. Außerdem versickert sanfter Regen rasch im Sand oder in den noch vorhandenen Böden und kann so eine ephemerische Grasvegetation möglich machen (Beispiel Agadez in der Republik Niger mit 200mm Sommerregen/Jahr).&lt;br /&gt;
Archäobotanische Daten: Diese Daten sind von Fundplätzen, die gegen Ende der holozänen, steinzeitlichen Besiedlungsphase besiedelt waren, erhoben worden, also bei sehr geringen Niederschlagsmengen.&lt;br /&gt;
Das gleiche gilt für die archäozoologischen Untersuchungen. Sie entsprechen schon fast den Daten der vordynastischen Periode wenn nicht gar denen des Alten Reichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf die Kruglager des Abu Ballas Trails und die Claytonfallen in Mirmalla sind archäologische Funde nach dem Abwandern eines Großteils der neolithischen Bevölkerung sehr selten. Der Grund dafür liegt in der Wirtschaftsweise der Restbevölkerung. Hirten einer halbnomadischen Weidewirtschaft hinterlassen keine Spuren ihrer Präsenz. &lt;br /&gt;
Werden die neue logische Sichtweise und die neuen Schätzungen, die Niederschlagsmengen betreffend, auf die Funktion des Abu Ballas Trails angewandt, so ergibt sich eine Lösung der genannten Probleme und Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien rücken in den Bereich des technisch Möglichen.&lt;br /&gt;
Wasser wird nach Regenfällen an geeigneten Orten gesammelt und in Tonkrüge gefüllt, Gras wird geschnitten oder ausgerissen und an den Etappenplätzen gelagert. Damit haben die „Wachmannschaften“ eine sinnvolle Tätigkeit denn zu bewachen gab es bei der alten Hypothese nichts, da die Wüste undurchlässig gewesen wäre und so auch keine Wasserräuber nach Abu Ballas gelangen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Müller- Karpe bezieht sich in seinem Handbuch der Vorgeschichte Band II Jungsteinzeit, Verlag C.H. Beck 1968, Seite 27 auf K. Butzer wenn er schreibt, Zitat: Dennoch war vor dem 3. Jt. v. Chr. die Austrocknung der beiderseitigen Wüsten nicht so weit fortgeschritten wie heute, so dass mit einer stellenweise Besiedlung in manchen Wadis und auf Hochflächen zu rechnen ist, die heute keine nennenswerte Vegetation mehr aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zur Wahl stehen nun zwei Szenarien:'''      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Die heutige westliche Wüste war, wie viele Berufsarchäologen schätzen, in prädynastischer und Anfang der dynastischen Zeit '''hyperarid'''. Eselkarawanen nach Nubien waren '''nicht möglich'''.&lt;br /&gt;
*2.) Es fiel '''genügend Regen''', der eine ephemere Grasvegetation hervorbrachte, Eselkarawanen nach Nubien waren '''möglich'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Anzahl der Tiere auf dem Hin- und Rückweg'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Erster Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zweiter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 3.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Dritter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 4.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Bir Kiseiba Paradoxon.==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Datei:Hasenjagd_1970.jpg&amp;diff=5568</id>
		<title>Datei:Hasenjagd 1970.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Datei:Hasenjagd_1970.jpg&amp;diff=5568"/>
				<updated>2021-12-27T09:52:00Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundkomplex_Abu_Tartur&amp;diff=5567</id>
		<title>Fundkomplex Abu Tartur</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundkomplex_Abu_Tartur&amp;diff=5567"/>
				<updated>2021-12-27T09:51:13Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Feldbau auf dem Abu Tartur Plateau */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Die steinzeitliche Besiedlung Abu Tarturs im Holozän==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer heute durch die westliche oder libysche Wüste Ägypten reist, findet, dass außer in den Oasen, Vegetation praktisch inexistent ist. Das Klima ist hyperarid und in den Jahren von 1982 bis 1987, in denen ich dort für eine Bergbaugesellschaft tätig war, fielen nur in einer Nacht wenige, schwere Tropfen, die kleine Krater in der ausgetrockneten Erde hinterließen. Messbar war dieser Niederschlag nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur, so heißt die Lokalität, ist eine in der Entwicklung befindliche Phosphatgrube. Wohn- und Verwaltungsgebäude liegen 43 km westlich von Kharga, der Hauptstadt des New Valley Bezirks, an der Asphaltstraße nach Dakhla. Die Grube und die übertägigen technischen Einrichtungen sind über eine nach Norden verlaufende Stichstraße erreichbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur ist aber auch ein ausgedehntes Hochplateau mit einer Höhe von ca. 500 bis 600 m über dem Meeresspiegel, welches die Sandsteinebene, in der die El Ghorab Straße zwischen Kharga und Dakhla verläuft, um bis zu 400 m überragt '''Abb. 1'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Abu_Tartur_Lageskizze_Gesamt.png|400px|Lageskizze_Abu_Tartur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 1: Abu Tartur Gesamtübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drittens steht der Name Abu Tartur für die ca. 150 steinzeitlichen Fundplätze, die in den fünf Jahren meiner Anwesenheit entdeckt und bearbeitet worden sind.&lt;br /&gt;
Von jedem Platz ist eine Skizze erstellt worden, meistens im Maßstab 1 : 1.000. Auf diesen Karten erscheinen die Koordinaten, Höhenlinien, Wadiläufe und größere Regenrinnen sowie Bemerkungen zur Untergrundbeschaffenheit. Von dem archäologischen Inventar werden die Fundstreu und die Fundkonzentrationen, die Herdstellen, anstehende Kulturschichten sowie die Mahlwerkzeuge markiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderheiten wie Steinkreise und andere Bauwerke, Vegetationsreste oder ungewöhnliche Artefakte werden ebenfalls eingezeichnet. Nicht berücksichtigt wird die Verteilung des Oberflächeninventars nach Quadratmetern oder Viertelquadratmetern. Eine Langzeitstudie vor Ort über die Bewegung von Artefakten durch Wind hat die Nutzlosigkeit dieser Maßnahme unter den gegebenen klimatischen und geographischen Verhältnissen eindeutig belegt. Weitere Übersichtsskizzen im Maßstab 1 : 10.000 wurden für die Hauptzonen der prähistorischen Siedlungsreste erarbeitet. Es sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den Inventaren ausschließlich um Oberflächenmaterial handelt. Auf Grabungen ist in jedem Fall verzichtet worden, um die Fundstellen für eventuelle weitergehende Untersuchungen intakt zu erhalten. Vom faunistischem Material und von der Keramik sind Belegstücke aufgelesen worden, die entnommenen Mengen lassen daher nicht auf die tatsächlich vorhandenen Mengen schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird eine Auswahl von drei Fundstellen vorgestellt, sie decken den gesamten erfassten Zeitraum der Besiedlung ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 0002/84 - 9120 +- 40 BP - Poz – 11204 - Straußeneischale&lt;br /&gt;
* 1004/83 - 7590 +- 75 BP - KN 3744 - Holzkohle&lt;br /&gt;
* 1005/83 - 6420 +- 60 BP - KN 3740 - Holzkohle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1005_83_Eickelkamp_selbst.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Autor Eickelkamp bei der Sicherung von Holzkohle, Fundplatz 1005/83, 1985 (Foto: René Gebhardt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste bislang datierte Fundplatz Abu Tarturs (0002/84) fällt in die frühe Zeit der holozänen Besiedlung, die von F. Wendorf und R. Schild als El Adam- Phase bezeichnet wird. Der Fundplatz liegt rund 900 m von der Plateau Bruchkante entfernt an der Südseite eines ausgedehnten, mit Kalksteinhügeln durchsetzten Playafeldes. Anstehender Kalkstein, grob- und feinkörniger Verwitterungsschutt wechseln mit playaähnlichen terra rossa Restböden ab. Für einen unerfahrenen Beobachter, der die Verwitterungsformen der Wüste aus eigener Anschauung nicht kennt, macht die Gegend einen chaotischen Eindruck. Der Platz ist zur Hauptwindrichtung nach Norden völlig offen und nur nach Osten hin durch einen langgestreckten Hügel geschützt. Der teilweise freiliegende Playaboden* zeigt deutlich Deflationsspuren. Die Ausdehnung des Platzes beträgt von N. nach S. 75 m und von W. nach O. 70 m. Die windgeglättete Playaoberfläche ist frei von Artefakten. Erst in den südlich sich anschließenden Schuttfeldern kommt es zu sekundären Konzentrationen vor allem an kleinvoluminösen Stücken. Schwere Artefakte wie Schaber treten in dem westlichen, langgezogenen Schuttstreifen auf. Außer einigen Dunkelfärbungen der ansonsten hell rotbraunen Playa konnte keine Kulturschicht ausgemacht werden. Grabungen im zentralen Südteil und östlich im feinen Hangschutt könnten erfolgreich sein. Feuerstellen oder Schichten mit entnehmbarer Holzkohle sind nicht gefunden worden. Es ist jedoch gebrannter Ton mit winzigen, eingeschlossenen Kohlepartikeln beobachtet worden. An Mahlwerkzeug sind drei Läufersteine und windüberformte Sandsteinreste von  Reibschalen gefunden worden. Straußeneischalen kommen sowohl als glatte, unverzierte Stücke als auch mit Ritzungen versehen vor. Neben zwei runden, nicht perforierten Scheiben und sechs eckigen, perforierten Stücken wurden auch 17 fertiggestellte Perlen gefunden. Ein aus einem Kalzitkristall gearbeiteter „Ohrstecker“ ist fein poliert und sehr gut erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffallend sind die östlich und nordöstlich von 0002/84 gelegenen halbmondartigen Strukturen aus aufgeschichteten Kalksteinbrocken, sie stellen wahrscheinlich Windschilde dar. Eine geschlossene Steinlegung mit den Dimensionen 2 m x 1,5 m und große Mengen von unverzierter Keramik, möglicherweise zu großen, rundbödigen Gefäßen gehörend, fallen ebenfalls auf. Diese Funde und Befunde stehen nicht im Zusammenhang mit 0002/84 sondern sind Teil der Fundstelle 0049/85. Das Gelände ist hier völlig mit lockerem Kalksteinschutt bedeckt und konnte daher nicht untersucht werden. Hier würde eine Grabung sicherlich interessante Resultate zeitigen, zumal eine Massierung von über 20 Bauten bislang in der westlichen Wüste nicht angetroffen worden ist.&lt;br /&gt;
Einige wenige, aus Schwerfahrzeugspuren entnommene Artefakte (1 Stichel, 1 Abschlag und 1 gekerbte und retuschierte Klinge) sind nicht diagnostisch.&lt;br /&gt;
Da der Fundplatz 0002/84 hauptsächlich epipaläolithische Merkmale aufweist, konnte er ohne Schwierigkeiten nach Tixier klassiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Klassische Playaablagerungen können auf dem Plateau schon wegen der geringen Höhenunterschiede und der dadurch mangelnden Größe der Einzugsgebiete nicht vorkommen. Soweit Böden vorhanden sind, handelt es sich um chromic luvisole oder terra rossa. Im Bereich der Fundstellen sind diese durch Siedlungsaktivitäten verdichtet und verunreinigt worden, so dass das übliche helle Rot einem Rotbraun gewichen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0002/84 Werkzeugfrequenz nach Tixier – '''Tabelle 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nr. Tixier&lt;br /&gt;
| Werkzeug Typen&lt;br /&gt;
| Anzahl&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| % der Gruppen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot;|Kratzer*&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| 0,99&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot;|Gruppe I 6,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|14&lt;br /&gt;
|3,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Bohrer&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 0,50&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Gruppe II 1,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Stichel&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| 1,24&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Gruppe III 2,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|27&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 44&lt;br /&gt;
| Kombiwerkzeuge&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| Gruppe V 0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 45&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Gruppe VI 0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|69&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 74&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Kerben&lt;br /&gt;
| 13&lt;br /&gt;
| 3,23&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Gruppe VII 9,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|27&lt;br /&gt;
|7,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 80&lt;br /&gt;
| Endretuschen&lt;br /&gt;
| 11&lt;br /&gt;
| 2,74&lt;br /&gt;
| Gruppe VIII 2,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 85&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;8&amp;quot;|Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;8&amp;quot;|Gruppe IX 48,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|86&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|87&lt;br /&gt;
|84&lt;br /&gt;
|20,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|89&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|91&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|92&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|24,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|93&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|95&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 101&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Microburins&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Gruppe X 5,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|102&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|5,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|103&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 105&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Varia&lt;br /&gt;
| 67&lt;br /&gt;
| 16,67&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Gruppe XI 23,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|106&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|4,49&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''402'''&lt;br /&gt;
| '''100,02'''&lt;br /&gt;
| '''100,01'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 18 Varia (Tix 112) sind sieben Pfeilspitzen (1,74 %), davon zwei Harifspitzen, zwei einseitig flächenretuschierte Stielspitzen und drei beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen. Die verbleibenden elf Stücke machen 2,74 % des Gesamtvolumens aus, darunter sind solche exotische Artefakte wie ein an allen Rändern kantenretuschiertes ypsilonförmiges Stück wie es auch im mauretanischen Küstenneolithikum vorkommt oder ein ebenfalls an allen Rändern kantenretuschiertes Dreieck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Einige Kratzer weisen eine doppelte Patinierung auf, hier sind Paläowerkzeuge geschärft und wiederverwendet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich der Nabta und Kiseiba Fundstellen E-80-4, E-79-8, E-77-7 und der Abu Tartur Fundstelle 0002/84 – '''Tabelle 2'''  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Fundplatz&lt;br /&gt;
| E-80-4&lt;br /&gt;
| E-79-8&lt;br /&gt;
| E-77-7&lt;br /&gt;
| 0002/84&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Alter&lt;br /&gt;
|9220+-120BP SMU-925&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
8920+-130BP SMU-757&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9060+- 80BP SMU-861&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9180+-140BP SMU-914&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9350+-120BP SMU-927&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9440+-230BP SMU-758&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9610+-150BP SMU-928&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9820+-380BP SMU-858&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
8960+-110BP SMU-440&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8875+- 75BP ETH-8583&lt;br /&gt;
|9120+-40BP Poz 11204&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Anzahl der Werkzeuge&lt;br /&gt;
| 423&lt;br /&gt;
| 374&lt;br /&gt;
| 158&lt;br /&gt;
| 402&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Werkzeuggruppen in %&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;I Kratzer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;II Bohrer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;III Stichel&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;V Kombinationswerkz.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;VI Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;VII Kerben&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;VIII Endretuschen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;IX Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;X Microburin&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;XI Verschiedene&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;17,49&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,84&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,95&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;41,37&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;7,57&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;6,62&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,60&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9,69&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;10,87&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;14,17&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;7,22&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;4,28&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;37,17&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;10,70&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;5,08&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,14&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8,02&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;11,23&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;5,06&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;48,10&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8,23&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8,23&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,63&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;13,30&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;16,45&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;6,47&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;1,00&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,24&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,25&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,50&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9,95&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,74&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;48,01&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;5,72&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;23,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''100,00 %'''&lt;br /&gt;
| '''100,01 %'''&lt;br /&gt;
| '''100,00 %'''&lt;br /&gt;
| '''100,01 %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Dekorierte&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Straußeneischalen&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
4 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Farnblattmuster&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
25 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Farnblattmuster&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
8 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Strichmuster&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
3 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Strichmuster&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Komplette&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Straußeneiperlen&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;436&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;175&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
33 davon&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;22 zerbrochen&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schmuck&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| 1 Kalzitstecker&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mahlwerkzeuge&lt;br /&gt;
| Vorhanden&lt;br /&gt;
| Vorhanden&lt;br /&gt;
| Keine&lt;br /&gt;
| Vorhanden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Keramik&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
5 Scherben von&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;der Oberfläche&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
3 Scherben&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;in Situ&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
1 Scherbe&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;mattenverziert&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Keine an der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Oberfläche gefunden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier zu vergleichenden Fundstellen gehören der selben Altersspanne an und weisen bis auf  E-77-7 ähnliche Mengen an Werkzeugen auf.&lt;br /&gt;
Bei den Kratzern, es sind auf allen vier Fundstellen hauptsächlich relativ schwere Endkratzer auf Abschlägen, ist der prozentuale Anteil in Bir Kiseiba mehr als doppelt so hoch wie in Abu Tartur, in Nabta dagegen sind es weniger als in Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Bohrern ist der Unterschied groß, da 0002/84 lediglich vier Exemplare vom Typ Tixier 12, 13 und 16 hervorgebracht hat, was 1,00 % ausmacht gegenüber 2,84 % und 7,22 % in Kiseiba. In Nabta fehlen die Bohrer gänzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Plätze E-80-4 und E-79-8 liegen die Stichel im Mittel bei 2,62 %, das stimmt mit den 2,24 % für 0002/84 gut überein, E-77-7 weist keine Stichel auf. Die Häufigkeit von Kerben, Endretuschen und der Mikroburin Technik ist auf den vier Fundstellen ähnlich. Die Verschiedenen sind doppelt so stark in Abu Tartur vertreten wie in Bir Kiseiba. Nabta und Abu Tartur sind sich ähnlicher. Alles in allem entsprechen die vorgestellten Inventare den Kriterien der El Adam Phase wenn da nicht in Abu Tartur nur 0,50 % rückengestumpfter Lamellen wären gegenüber den 41,37 % respektiverweise 37,17 % in Kiseiba und den 48,10 % in Nabta. Dem Mangel an rückengestumpften Lamellen steht ein Zuviel an geometrischen Mikrolithen, nämlich 48,01 %, gegenüber. Die entsprechenden Zahlen für Kiseiba sind 2,60 % und 2,14 %, in Nabta gibt es nur ein einziges Dreieck, das sind 0,63 % der Gesamtmenge. Diese Mikrolithen von Abu Tartur bestehen zum größten Teil aus Trapezen, die durch ihre Bearbeitung erkennen lassen, dass sie als Pfeilbewehrungen genutzt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Epipaläolithikum der Sahara wie auch im Mesolithikum Europas wurden mehrere rückengestumpfte Mikrolithen zu einer Pfeilbewehrung kombiniert. Der hohe Anteil dieser Artefakte erklärt sich aus der Notwendigkeit effektive Jagdwaffen zur Verfügung zu haben, da eine Hauptnahrungsquelle das Fleisch von Wildtieren war wie die entsprechenden Knochenanalysen belegen. Zu einem gewissen Zeitpunkt, um 9120 BP, hat ein findiger Jäger in Abu Tartur die Kombinationsbewehrung durch eine Einzelbewehrung mittels Querschneidern ersetzt. Werden die Rubriken VI „rückengestumpfte Lamellen“ und IX „geometrische Mikrolithen“ zu einer Rubrik „Bewehrungen“ zusammengefasst, ergeben sich nahezu gleichartige Inventargruppen für die Fundstellen Kiseibas, Nabtas und Abu Tarturs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 3'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| || '''E-80-4'''|| '''E-79-8'''|| '''E-77-7'''|| '''0002-84'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I Kratzer|| 17,49|| 14,17|| 5,06|| 6,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II Bohrer||2,84||7,22||-||1,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| III Stichel|| 0,95|| 4,28|| -|| 2,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| V Kombinationswerkzeuge|| - || -|| -||0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||VI u. IX Bewehrungen||43,97||39,31||48,73||48,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VII Kerben|| 7,57|| 10,70|| 8,23||9,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||VIII Endretuschen||6,62||5,08||8,23||2,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| X Mikroburin Technik|| 9,69|| 8,02|| 13,30|| 5,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| XI Verschiedene||10,87||11,23||16,45||23,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''||'''100,00%'''|| '''100,01%'''|| '''100,00%'''|| '''100,01%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der mittleren steinzeitlichen Phase des Holozäns stammt der Fundplatz 1004/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstelle liegt völlig ungeschützt am Nordostrand der Playa „West“ und ist dem entsprechend stark erodiert. Das Gelände steigt sanft nach Osten an und der Playaboden, auf dem die Artefakte gestreut liegen, geht in Sandstein über. Die gesamte Fläche ist mit Flugsand und Verwitterungsschutt bedeckt. Von Osten nach Westen durchzieht eine breite, sandgefüllte Regenrinne den Fundplatz. In der Fortsetzung nach Westen ist der Playaboden von sehr rezentem Sediment bedeckt. Vegetationsreste kommen in diesem Bereich vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Norden nach Süden erstreckt sich die Fundstelle über 100 m, von Westen nach Osten über 50 m. Die Hauptkonzentrationen liegen auf zwei sehr flachen Playabuckeln. Eine Kulturschicht ist an der Oberfläche nicht mehr zu erkennen, könnte aber im östlichen Teil, welcher sandbedeckt ist, noch existieren. Eine Anhäufung von ca. 200 perforierten Straußeneischeiben, welche gerundet aber noch nicht geschliffen sind, auf einer Fläche von   3 m², spricht für diese Annahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Keramikscherben, eine verziert, die andere unverziert, sind gefunden worden. Das Mahlwerkzeug besteht aus 12 Reibschalen und 43 Läufersteinen. An faunistischem Material sind Straußeneischalen zu nennen und neben den erwähnten ungeschliffenen Scheiben auch solche die völlig fertiggestellt sind. Knochen wurden nicht beobachtet. Schalen von Aspatharia rubens und Gehäuse von Cyprea moneta, der Kaurischnecke, sind vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 4''' 1004/83 Werkzeugfrequenz nach Tixier &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nr. Tixier&lt;br /&gt;
| Werkzeug Typen&lt;br /&gt;
| Anzahl&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| % der Gruppen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;10&amp;quot; | Kratzer&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| 1,11&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;10&amp;quot; |Gruppe I 7,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|2,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|0,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Bohrer&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,95&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Gruppe II 20,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|122&lt;br /&gt;
|19,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 18&lt;br /&gt;
| Stichel&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,95&lt;br /&gt;
| Gruppe III 0,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 54&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| 0,79&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Gruppe VI 1,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|55&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|63&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 73&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot; |Kerben&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 0,32&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot; |Gruppe VII 7,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|0,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|76&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|4,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|79&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 80&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Endretuschen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,16&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe VIII 0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|81&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 105&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Verschiedene&lt;br /&gt;
| 199&lt;br /&gt;
| 31,68&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Gruppe XI 62,26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|106&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|4,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|3,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|109&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|139&lt;br /&gt;
|22,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''628'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                   &lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der verschiedenen Pfeilspitzenformen nach H.J. Hugot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 139 unter Varia (Tixier 112) klassierten Artefakten waren 113 Pfeilspitzen (17,99 %).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Indiz 1 = A + B + E&lt;br /&gt;
Indiz 1 = 2 + 0 + 0&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| Dreieckspitzen und rhombische Spitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 2 = C&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| Blattspitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 3 = D&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| Stielspitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 4 = F + G + H&lt;br /&gt;
Indiz 4 = 0 + 0 + 80&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 80&lt;br /&gt;
|| Kantenretuschierte Spitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''='''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familie I (1 Stück) wird nicht berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 1||=|| 1,78 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz 2||=||21,43 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz 3||=||5,36 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz 4||=||71,43 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verbleibenden 26 Varia machen 4,14 % des Gesamtinventars aus. Eine erste Großspitze vom Typ A2 wurde gefunden. Ebenfalls treten erste, recht primitive side- blow- flakes in geringen Menge auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngste der drei vorgestellten Fundplätze und zugleich der jüngste bisher in Abu Tartur datierte Platz ist 1005/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen liegt am Nordrand eines ausgedehnten Playabeckens, der Playa West, und ist um einen Inselberg aus nubischem Sandstein, der aus dem Holozänsediment herausragt, angeordnet. Westlich und östlich schließt sich eine Sandsteinebene an, die leicht mit Verwitterungsprodukten der Nubiaschichten bedeckt ist. Sie geht nach Süden in ein schluffiges Playagebiet über. Die nördliche Begrenzung bildet ein Sandsteinhügel, weiter im Norden wird eine Geländestufe beobachtet, welche bis zum Niveau 220 m ansteigt. Der Fundplatz hat in Nordsüdrichtung eine Länge von 135 m, die Breite von Westen nach Osten beträgt 75 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nördlichste Teil des Fundplatzes, durch den Hügel vor Nordwind geschützt, ist relativ intakt, hier befinden sich auch die gut erhaltenen Feuerstellen. Südlich, im Windschatten des Inselbergs, hat sich ebenfalls eine Kulturschicht erhalten. An der östlichen und westlichen Flanke ist das Playasediment stark ausgeblasen, die hier vorgefundenen Artefakte sind zweifelsohne transportiert und nach Korngrößen gesichtet worden. Unter dem östlich gelegenen Felsüberhang und rund um den Inselberg, auch auf ihm, werden z.T. ungewöhnliche Felsgravierungen gefunden. Es wurden insgesamt 31 Feuerstellen gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mahlwerkzeug besteht aus 40 Läufersteinen und 16 Reibschalen, außerdem gibt es beträchtliche Menge von Bruchstücken, die Mahlsteinen zugeordnet werden können '''Abb. 2'''.  Die reichlich vorhandene Keramik besteht aus unverzierten Scherben von großen, rundbödigen Gefäßen. Die Farbe der Keramik ist außen rotbraun, teilweise mit schwarzen Flecken, und innen, im Kern, dunkelgrau. In der Töpfermasse befinden sich außer Sand- und Schiefertonmagerung auch organische Bestandteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:1005_83_Lageskizze.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 2: Lageskizze Abu Tartur, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Knochen und Straußeneischalen kommen einerseits Straußeneiperlen in allen Stadien der Herstellung vor andererseits aber auch der Zerstörung durch Deflation. An Gastropoden und Bivalven sind zu nennen Bulinus truncatus, Lymnaea natalensis und Aspatharia rubens.&lt;br /&gt;
Roter und gelber Ocker sowie Malachit als Imprägnationsmaterial im Sandstein gehören ebenfalls zum Fundgut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 5''' 1005/83 Werkzeugfrequenz nach Tixier &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nr. Tixier&lt;br /&gt;
| Werkzeug Typen&lt;br /&gt;
| Anzahl&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| % der Gruppen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Kratzer&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,67&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Gruppe I 3,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|0,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|1,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Bohrer&lt;br /&gt;
| 10&lt;br /&gt;
| 1,11&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe II 4,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|32&lt;br /&gt;
|3,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;9&amp;quot; |Stichel&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 0,33&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;9&amp;quot; |Gruppe III 2,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|19&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|0,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|0,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|28&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 56&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 0,33&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Gruppe VI 0,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|69&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 74&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; |Kerben&lt;br /&gt;
| 18&lt;br /&gt;
| 2,01&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; |Gruppe VII 9,59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|79&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|3,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 80&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Endretuschen&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,67&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe VIII 0,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|81&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 82&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,11&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe IX 0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|88&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 102&lt;br /&gt;
| Microburins&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 0,22&lt;br /&gt;
| Gruppe X 0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 104&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Verschiedene&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 0,33&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Gruppe XI 77,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|105&lt;br /&gt;
|133&lt;br /&gt;
|14,83&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|106&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|1,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|546&lt;br /&gt;
|60,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''897'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz I = A + B + E&lt;br /&gt;
*Indiz I = 16 + 2 + 1      =   19&lt;br /&gt;
*Indiz II = C                  = 223&lt;br /&gt;
*Indiz III = D                 =  73&lt;br /&gt;
*Indiz IV = F + G + H&lt;br /&gt;
*Indiz IV = 0 + 3 + 56   =  59&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz I||=|| 5,08 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz II||=||59,63 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz III||=||19,52 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz IV||=||15,77 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||'''Total||=||100,00 %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den jüngeren Fundstellen wie diesem, welcher am Ende der steinzeitlichen Hauptbesiedlungsphase liegt, kann die statistische Auswertung nach Tixier nur einen Teil der Werkzeuge erfassen. Im Fall von 1005/83 fallen fast 61 % der Werkzeuge unter Varia (Tix. 112). Gut 43 % davon entfallen auf die nach Hugot klassierten Pfeilspitzen, für die restlichen, häufig flächenretuschierten Stücke, die fast 17 % ausmachen, ist ein einfaches System, welches sich erweitern und verfeinern lässt, erstellt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der verschiedenen Pfeilspitzenfamilien nach H.J. Hugot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 546 unter Varia klassierten Artefakten waren 386 Pfeilspitzen. Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Familien und Indizes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familie I (12 Stücke) wird nicht berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 6'''. Die Gruppen oder Typen der Bewehrungen von 1005/83 stellen sich wie folgt dar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 1 ||8||C 6 ||29||D 6 ||1||D 26 ||1||D 46 ||1||H 7 ||11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2 ||7||C 7 ||1||D 7 ||7||D 28 ||7||E 2 ||1||H 8 ||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18 ||1||C 9 ||1||D 11 ||5||D 29 ||1||G 1 ||3||H 12 ||10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1 ||2||C 10 ||1||D 12 ||4||D 37 ||1||H 1 ||14||H 13 ||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1 ||78||C 11 ||8||D 14 ||1||D 38 ||1||H 2 ||1||I 3 ||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2 ||16||D 1 ||8||D 18 ||5||D 39 ||1||H 3 ||1||I 4 ||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3 ||85||D 2 ||5||D 19 ||3||D 40 ||1||H 4 ||1||I 5 ||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4 ||4||D 3 ||8||D 21 ||11||D 41 ||1||H 5 ||12||I 8 ||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klassifizierung erfolgte nach der “Pfeilspitzentypologie der Sahara” einer Weiterführung des “Essai sur les armatures de pointes de flèches du Sahara“ von H.J. Hugot, welche auf Funden aus Algerien basiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pfeilspitzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus den Inventarlisten ersichtlich, haben Pfeilspitzen auf den Fundstellen von Abu Tartur einen hohen Stellenwert. Aber nicht nur die Menge stellt eine Besonderheit dar sondern auch der Formenreichtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Gesamtsahara wurde eine Pfeilspitzentypologie nach dem System H.J. Hugot erarbeitet, welche 188 verschiedene Formen beinhaltet. Eingeflossen sind Bewehrungen aus den Wüstengebieten Ägyptens, Sudans, Libyens, Tschads, Tunesiens, Algeriens, Nigers, Malis, Mauretaniens, Westsaharas und Marokkos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur allein kommt auf 106 Typen, eine Variationsbreite, die sich einerseits aus der zeitlichen Tiefe der Fundstellen erklären lässt aber andererseits auch einen regen kulturellen Austausch mit auswärtigen Gruppen nahe legt. Dieser muss nicht immer friedlich verlaufen sein wie schon die Anzahl der Großspitzen suggeriert. Diese sind für die kurze Distanz konzipiert und somit als Kriegswaffe besonders geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Vergleich wurden von Hugot für die algerische Sahara 97 Gruppen oder Typen gezählt und die riesigen Fundstellen von Aoulef und Fort Flatters erreichen 89 bzw. 75 verschiedene Pfeilspitzenformen. Für Ouargla werden 13 Typen und für den Erg Iguidi 39 angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfeilspitzenauswahl.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 3: Pfeilspitzentypen Abu Tarturs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abb. 3''' zeigt eine kleine Auswahl von Pfeilspitzentypen Abu Tarturs. Die chronologische Abfolge und die mengenmäßige, geographische Verteilung von Pfeilspitzen im Sahararaum ist in dem Aufsatz „Steinzeitliche Pfeilspitzen aus der Wüste, ein Vergleich ägyptischer Bewehrungen mit solchen der Gesamtsahara“ dargestellt worden (Siehe auch: Pfeilspitzen allgemein).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzentypologie-Übersicht wird unter der Rubrik: [[Pfeilspitzen allgemein]] ('''= Pfeilspitzentypologie''') vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Großspitzen von Abu Tartur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schweren Dreiecksspitzen mit zentraler Basiskehle dürften nach den heute bekannten und datierten Funden in Abu Tartur entwickelt worden sein. Von hier aus gelangten sie, so kann postuliert werden, mit geringer Zeitverschiebung zunächst ins Fayum und dann nach Merimde. Im Fayum entwickelte sich aus den unregelmäßigen und zum Teil noch primitiv anmutenden Pfeilspitzen Abu Tarturs vor allem die elegante A25- Spitze mit nach innen gezogenen Schwingen und tiefen, breiten Kehlen. Dieser Typ verbindet die Wirkung eines breiten Geschosses mit entsprechendem Schusskanal mit einer Gewichtsreduzierung, welche mit einer tiefen und breiten Kehle zusammenhängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bevorzugten Typen in Merimde sind A2, A25, A27 und A28. Im Unterschied zu Abu Tartur sind hier die Pfeilspitzen gleichmäßiger gearbeitet, die älteren Abu Tartur Spitzen sind dagegen variantenreicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0289_5_AbuTarturGrossspitzen.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen von Abu Tartur, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0020_P23_AbuTarturGrossspitzen.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen von Abu Tartur, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Abu Tartur auftretenden großen Stielspitzen sind im Fayum bis auf ein Exemplar nicht gefunden worden. Einige wenige Stücke sind in Abu Gerara (Riemer), Djara (Kindermann), Eastpans (Gehlen) und in Merimde (Junker) beobachtet worden. Drei große dreieckige stammen aus Dakhla (Mc Donald), vier weitere aus Kiseiba- Nabta (F. Wendorf). Hinzu kommen noch elf Bewehrungen, welche von Caton- Thompson in Kharga gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Bedeutung dürfte den großen, dreieckigen Pfeilspitzen der Gruppen A2, A13, A18, A19, A26, A27, A28, A29, A30 und A32 zukommen, den Stielspitzen der Typen D3, D4, D14 und D15, sowie den Blattspitzen der Gruppen C1, C2 und C3. Großspitzen anderer Familien und Gruppen sind sehr selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Großspitzen, ob dreieckig, gestielt oder blattförmig sind lediglich Bewehrungen mit mindestens 40mm Länge und 20mm Breite bewertet worden. &lt;br /&gt;
Die Gewichte der Mehrzahl der Großspitzen liegen durchaus in einem Bereich, der keine ballistischen Probleme erkennen lässt. Die sehr gewichtigen Bewehrungen über 10g sind nur in geringen Mengen vertreten. Bei den Dreiecksspitzen mit zentraler Kehle sind es fünf  Stücke, bei den Stielspitzen ebenfalls fünf Stücke und bei den Blattspitzen sieben Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage ob Pfeile, die mit diesen überschweren Spitzen bestückt sind, noch verschossenen werden können, ist falsch gestellt. Sie müsste lauten : „Unter welchen Umständen lassen sich diese Bewehrungen noch erfolgreich verwenden“. Zur Beantwortung der Frage ist ein Versuch gestartet worden. Als Resultat des Experiments kann festgehalten werden, dass auf einer Distanz von bis zu 15m ein Bogen mit 12kg Spannkraft mit überschweren Bewehrungen ausgestattete Pfeile wirksam verschießen kann. Die Durchschlagskraft, die ich sehr hoch einschätze, könnte durch Messungen der Eindringtiefe in verschiedene geeignete Materialien quantifiziert werden. Verteilung der Pfeilspitzen auf verschiedene Gewichtsklassen zeigt '''Tabelle 8'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 8'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Dreieckspitzen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Stielspitzen D u. I'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Blattspitzen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Merimde'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gewicht (g)|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0 – 5,9|| 28|| 56,0|| 30|| 62,5|| 6|| 31,6|| 10|| 58,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6 – 7,9||13||26,0||11||22,9||3||15,8||3||17,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8 – 9,9||4||8,0||2||4,2||3||15,8||3||17,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&amp;gt;10||5||10,0||5||10,4||7||36,8||1||5,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Total|| 50|| 100,00|| 48|| 100,00|| 19|| 100,00|| 17|| 99,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der Gewichtsklassen zwischen den Abu Tartur Dreieck- und Stielspitzen zeigt eine sehr ähnliche Verteilung, 56,0 % bis 65,5 % fallen in die Gruppe mit einem Gewicht von unter 6g, bei den sehr schweren Bewehrungen über 10g sind die Resultate 10,0 % bzw. 10,4 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die großen Blattspitzen wurden die gleichen Kriterien angelegt wie an Dreieck- und Stielspitzen, d.h. die minimale Länge beträgt 40mm und die minimale Breite 20mm. Da 20mm breite Blattspitzen der Gruppen C1 und C3 sehr lang sein müssen, sind sie auch vergleichsweise schwer. Die schweren Blattspitzen konnten auch als Bewehrungen von Stichwaffen Verwendung gefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das durchschnittliche Gewicht sämtlicher gewogener Großspitzen beträgt für die Familie A 6,38g, für die Familie D 5,85g und für die Familie I 6,17g. Das Durchschnittsgewicht für die Familie C beträgt 8,49g, bezogen auf eine geringe Anzahl (15 Stücke) von kleinen C Spitzen. Bei 48 gewogenen C Spitzen erhöht sich das Durchschnittsgewicht auf 9,65g. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden die Blattspitzen nicht einbezogen, so kann für den Raum Abu Tartur – Kharga von 146 Großspitzen ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Caton- Thompson brachte das Fayum 268 Dreiecksspitzen hervor, davon können ca. 200 als Großspitzen bezeichnet werden. Nach Eiwanger kommen in Merimde – benisalam 61 dreieckige Großspitzen und eine große gestielte Pfeilspitze neben kleineren Stielspitzen und Querschneidern vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Vergleich wiegen die zur Verfügung stehenden, modernen Sportpfeile 21 – 22g wobei 5 – 6g auf die Stahlspitze entfallen. Selbst Pfeile des jungsteinzeitlichen Jägers waren mit leichteren Spitzen ausgerüstet, lediglich die steinernen Großspitzen überschreiten im Mittel nur leicht die heute üblichen Gewichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur 30 % der in Abu Tartur vermessenen gekehlten, dreieckigen Großspitzen, also Bewehrungen mit einer Mindesthöhe von 40mm und einer Mindestbreite von 20mm und 35 % der von J. Eiwanger gewogenen Pfeilspitzen überschreiten die 6,6g, die, wie Korfmann postuliert, als Grenzwert angesehen werden sollten.&lt;br /&gt;
Durch Reduzierung von Höhe und Breite wäre es ein Leichtes gewesen, das Spitzengewicht den heutigen Theorien und Erkenntnissen anzupassen. So wiegen kleine, zentral gekehlte Dreiecksspitzen aus der Zentralsahara ca. 1g.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schwere Drittel der Großspitzen mit Gewichten über 6,6g konnte offensichtlich ebenfalls verschossen werden, wie es auch das weiter oben erwähnte Experiment belegt. Eine Gruppe, welche Pfeil und Bogen kennt, würde nicht mehr zur Speerschleuder greifen, da diese das Geschoss weniger präzise ins Ziel bringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgerüstet mit technologischen Kenntnissen würde diese Gruppe auch keinen Speer ohne Hilfsmittel von Hand auf ein Fernziel werfen. Dagegen gehörten Spieße und Lanzen, also Stichwaffen, möglicherweise zum Arsenal, entsprechend geeignete Bewehrungen in Blattform liegen in großer Mengen vor. Die überschweren Pfeilspitzen wären hierfür, schon bedingt durch ihre Widerhaken aber auch durch die mangelnde Masse nicht geeignet gewesen.&lt;br /&gt;
Interessant in diesem Zusammenhang ist eine Veröffentlichung Junkmanns. Er berichtet unter anderem über Weitschussversuche mit 30g schweren Pfeilen, die verschossen von Eibenbögen mit 18 kg bzw. 28 kg Zuggewicht, 108m im ersten Fall und 120m im zweiten Fall flogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kapitel „die Leistungsfähigkeit“ wird die Aufprallenergie eines 35g schweren Pfeils bei einer Geschwindigkeit von 160 km/h mit 35 Joule angegeben, die Angaben passen zu einem jungsteinzeitlichem Bogen vom Typ Robenhausen, Eibe, 1,59m Länge mit 25 kg Zuggewicht. Verglichen mit der Aufprallenergie von mit Feuerwaffen verschossenen Kugeln erscheinen 35 Joule für einen Pfeil sehr bescheiden zu sein. Durch die scharfe, schneidende Ausbildung der Pfeilspitzenränder wird dieser Mangel teilweise kompensiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Logischerweise ist die Eindringtiefe einer schlanken Spitze größer als die einer breiten, letztere hinterlässt jedoch einen breiteren Schusskanal, dieses könnte besonders beim Kampf von Vorteil sein, da eine klaffende, stark blutende Wunde einen Schock auslösen kann. Mit nicht weiter spezifizierten Dreieckspitzen sind auf einer Entfernung von 10m und mit einem Bogen von 16 kg Zugkraft Eindringtiefen in simulierten Tierkörpern von über 70 cm gemessen worden.&lt;br /&gt;
Weitere Versuche belegen, dass die Eindringtiefe von querschneidigen und zugespitzten Bewehrungen bei gleicher Breite ungefähr gleich ist und dass gezähnte Pfeilspitzen tiefer eindringen als glattrandige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eiwanger vermutet, die Großspitzen aus Merinde seien im Deltadickicht für die Jagd auf Großtiere verwendet worden. Das kann nicht ausgeschlossen werden, birgt aber ein enormes Risiko für den Jäger, da eine breite Pfeilspitze wenig geeignet erscheint die dicke, extrem widerstandsfähige Haut z.B. eines Nilpferds zu durchdringen und die vitalen Organe in dem massigen Körper zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein auf kurzer Distanz nicht tödlich verwundetes Hippopotamus macht aus dem Jäger schnell einen Gejagten und das Flusspferd läuft wesentlich schneller als der Mensch.&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon angedeutet halte ich die Großspitzen idealerweise geeignet für den Kampf zwischen verfeindeten Gruppen oder für Auseinandersetzungen Mann gegen Mann.&lt;br /&gt;
Die folgenden Zeichnungen prähistorischer Felskunst belegen diese Verwendung in eindrucksvoller Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die großen Blattspitzen und einige problematische Bewehrungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichnungen von Pfeilspitzen der Familie A, D und I sind im Kapitel: „Pfeilspitzen allgemein, Steinzeitliche Pfeilspitzen aus der Wüste“ zu finden.&lt;br /&gt;
Die großen Blattspitzen deren Zahl in den mir zur Verfügung stehenden Sammlungen bei rund 70 Exemplaren liegt, werden hier anhand von 37 Artefakten vorgestellt. Außerdem sind einige kuriose und in Abu Tartur seltene Stücke gezeichnet und beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der im Raum Abu Tartur gefundenen Großspitzen stellt sich wie folgt dar.&lt;br /&gt;
*Dreieckspitzen der Familie A&lt;br /&gt;
gekehlt 55, &lt;br /&gt;
*spitzflügelig 1, &lt;br /&gt;
*mit gerader Basis 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Total A 58&lt;br /&gt;
*Stielspitzen der Familie D &lt;br /&gt;
Total D 51&lt;br /&gt;
*Atypische Spitzen der Familie I&lt;br /&gt;
Total I 5&lt;br /&gt;
*Blattspitzen der Familie C&lt;br /&gt;
Total C &amp;gt;70&lt;br /&gt;
*Gesamtheit der Großspitzen &amp;gt;184&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Für den Großraum New Valley kann von 146 Exemplaren der Familien A, D und I ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grossspitzen_AbuTartur1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen Abu Tartur, Zeichnung Nr. 1 - 17&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1024/82'''   Länge = 56,0mm, Breite = 24,1mm, Dicke = 12,6mm, Gewicht = 14,0g.&lt;br /&gt;
*Es handelt sich hier um eine ungewöhnliche Pfeilspitze sowohl im Hinblick auf die Form als auf das Gewicht, welches vor allem auf die Dicke zurückzuführen ist. Auf Grund der konkaven Ausbildung des unteren, rechten Randes kann das Artefakt in die Gruppe I12 eingeordnet werden. Der Werkstoff besteht aus dunkel- karamellfarbenem Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1079/86'''   Länge = 51,1mm, Breite = 32,0mm, Dicke = 10,0mm, Gewicht = 15,0g.&lt;br /&gt;
*Dreieckspitze vom Typ A1 mit einem nahezu geradlinigem Rand und einem leicht konvem Rand. Hergestellt wurde die Spitze aus einem sehr hellen, beigefarbenem Hornstein. Die Basis kann als geradlinig bezeichnet werden. Die Spitze ist abgebrochen. Als A1- Spitze dieser Größe ist das Stück eine Ausnahme in Abu Tartur, im Fayum hingegen kommen große A1- Spitzen häufig vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1021/82'''   Länge = 48,3mm, Breite = 25,6mm, Dicke = 7,3mm, Gewicht = 7,1g.&lt;br /&gt;
*Diese Pfeilspitze vom Typ I10 besteht aus karamellfarbenem Feuerstein, wobei das distale Ende dunkler gefärbt ist als das proximale Teilstück. Während die rechte Seite der Schäftungszone, die für I10 charakteristische große Kerbe zeigt, sind auf der linken Seite lediglich winzige Kerben angebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1009/83'''   Länge = 70,2mm, Breite = 33,8mm, Dicke = 8,0mm, Gewicht = 15,4g.&lt;br /&gt;
*Die Pfeilspitze D42 ist wie folgt definiert: „schmale Stielspitze mit konvexen Rändern, der Stiel ist eingeschnürt und hat eine rundliche Knopfform“. Bis auf die Tatsache, dass dieses Artefakt nicht als schmal bezeichnet werden kann, trifft die Definition auf das Stück zu wenn auch der rechte Rand streng genommen nicht konvex verläuft sondern aus zwei geradlinigen Abschnitten besteht. Das ausgefallene Einzelstück kann dennoch unter D42 (breit) geführt werden. Die Farbe des Feuersteins ist von grauem Beige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 0010/83'''   Länge = 77,8mm, Breite = 20,2mm, Dicke = 7,5mm, Gewicht = 10,0g.&lt;br /&gt;
*Dieses ist eine merkwürdige Pfeilspitze. Sie hat die Silhouette einer C- Spitze mit gekappter Basis, einen zwar nicht deutlich aber immerhin abgesetzten Stiel wie bei D- Spitzen und eine gekerbte Basis, wie sie bei A- Spitzen vorkommt. Puristen würden wohl für eine Dreieckspitze votieren, andere vielleicht für D44, ich neige zu einer Blattspitze etwa in der Art von C12 aber mit leichter Kerbe. Auf jeden Fall handelt es sich hier um ein kurioses Einzelexemplar. Das Material ist dunkel- karamellfarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 1003/83'''   Länge = 78,5mm, Breite = 20,7mm, Dicke = 5,2mm, Gewicht = 10,9g.&lt;br /&gt;
*Die Pfeilspitze aus fast schwarzem Sandstein zeigt auf beiden Seiten deutliche Deflationsspuren. Sie kann unter C1 eingeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 1035/84'''   Länge = 54,9mm, Breite = 21,2mm, Dicke = 4,2mm, Gewicht = 3,7g.&lt;br /&gt;
*Wie auf  der Rückseite zu sehen, wurde diese D7- Spitze aus einer Thermoscherbe gefertigt. Der kleine Stiel, charakteristisch für diese Pfeilspitze, ist mit wenigen Schlägen herausgearbeitet worden. Der Werkstoff ist sehr heller beigefarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.) 1023/82'''   Länge = 53,1mm, Breite = 25,8mm, Dicke = 8,0mm, Gewicht = 8,6g.&lt;br /&gt;
*Diese Pfeilspitze kann man unter B3 ablegen obwohl eine Tendenz nach C4 erkennbar ist. Das Material ist ein karamellfarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9.) 1004/83'''   Länge = 49,2mm, Breite = 20,0mm, Dicke = 7,3mm, Gewicht = 6,1g.&lt;br /&gt;
*Mit einer Breite von lediglich 20,0mm ist diese C4- Spitze noch als Großspitze zu klassieren. Die Basis ist nicht perfekt gerundet, eine Tatsache welche die Einordnung als C4- Spitze aber nicht ausschließt. Die Spitze ist aus einem dunklen grau- braunem Hornstein gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.) 1023/82'''   Länge = 56,1mm, Breite = 20,0mm, Dicke = 6,0mm, Gewicht = 6,3g.&lt;br /&gt;
*Diese C3- Spitze tendiert leicht nach C1 ist aber nicht umkehrbar und erfüllt so die Kriterien einer C3. Die Pfeilspitze wurde aus hellem, karamellfarbenem Hornstein hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11.) 1017/82'''   Länge = 59,5mm, Breite = 25,1mm, Dicke = 6,9mm, Gewicht = 6,0g.&lt;br /&gt;
*Mit einem Verhältnis von Länge zu Breite von 0,42 ist diese Pfeilspitze noch als C1 anzusehen. Ab einem Koeffizienten von 0,5 beginnen die C2- Spitzen. Die Rückseite ist stark windüberformt, das Gestein ist karamellfarbener Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12.) 1005/83'''   Länge =  46,2mm, Breite = 27,5mm, Dicke = 5,3mm, Gewicht = 6,8g.&lt;br /&gt;
*Während der rechte Rand eher einer C4- Spitze zugeordnet werden kann, lässt der linke Rand eine Verwandtschaft mit den B- Spitzen erkennen. Die Retuschierung der Basis lässt auf eine spätere Bearbeitung einer größeren, abgebrochenen Spitze schließen. Das Artefakt ist aus Feuerstein mit rotbrauner Färbung hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13.) 1023/82'''   Länge = 41,8mm, Breite = 21,9mm, Dicke = 5,5mm, Gewicht = 3,8g.&lt;br /&gt;
*Mit knapp über 40mm Länge und knapp über 20mm Breite dürfte diese C- Spitze zu den kleinsten Großspitzen gehören. Lediglich die Ränder sind beidseitig mit flachen Retuschen versehen. Die Vorderseite ist geprägt von muldenartigen Abplatzungen, hervorgerufen durch hohe Temperaturschwankungen. Die Rückseite zeigt eine nur wenig bearbeitete Fläche cremefarbigen Feuersteins. Die Vorderseite ist dunkelbeige gefärbt. Auf Grund des Verhältnisses von Breite zu Länge, welche bei 0,52 liegt, wird das Artefakt als C2 klassiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''14.) 1023/82'''   Länge = 82,1mm, Breite = 28,2mm, Dicke = 7,0mm, Gewicht = 16,0g.&lt;br /&gt;
*Leicht asymmetrische große C1- Spitze aus dunkel karamellfarbenem Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''15.) 1051/85'''   Länge = 91,0mm, Breite = 22,1mm, Dicke = 6,8mm, Gewicht = 13,1g.&lt;br /&gt;
*Schlanke C1- Spitze aus hell karamellfarbenem Feuerstein (Koeff B/L = 0,24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''16.) 1051/85'''   Länge = 84,2mm, Breite = 30,1mm, Dicke = 5,9mm, Gewicht = 14,0g.&lt;br /&gt;
*Schön gearbeitete C1- Spitze aus hellem, karamellfarbenem Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''17.) 1024/82'''   Länge = 80,2mm, Breite = 28,3mm, Dicke = 7,5mm, Gewicht = 14,8g.&lt;br /&gt;
*Bedingt durch die Dicke gehört diese perfekt symmetrische C1- Spitze zu den schwereren Bewehrungen. Der Werkstoff ist wie bei Nr. 14 ein dunkel- karamellfarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grossspitzen_AbuTartur2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen Abu Tartur, Zeichnung Nr. 18 - 37&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''18.) 1024/82'''   Länge = 74,9mm, Breite = 27,6mm, Dicke = 11,3mm, Gewicht = 19,5g.&lt;br /&gt;
*Beidseitig flächenretuschierte Spitze des Typs C4 aus hellbeigefarbenem Hornstein. Das Artefakt verfügt über eine gut markierte Schäftungszone an seiner Basis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''19.) 1050/84'''   Länge = 78,0mm, Breite = 26,7mm, Dicke = 13,0mm, Gewicht = 24,0g.&lt;br /&gt;
*C1- Spitze aus schokoladenbraunem Hornstein. Die Rückseite ist nicht vollständig flächenretuschiert. Ein Steg in der Längsachse der Spitze sowie seine zwei Flanken sind unmodifiziert geblieben. Diese Tatsache bedingt das hohe Gewicht des Artefakts. Es ist davon auszugehen, dass die Bearbeitung nicht abgeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''20.) 1023/82'''   Länge = 86,6mm, Breite = 23,5mm, Dicke = 7,4mm, Gewicht = 15,8g.&lt;br /&gt;
*Karamellfarbene C3- Spitze, das untere Ende, welches auch die Schäftungszone bildete, ist abgebrochen. Im Gegensatz zu den meisten C3- Spitzen ist hier die breitere Partie die aktive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''21.) 1005/83'''   Länge =  76,1mm, Breite = 22,5mm, Dicke = 8,2mm, Gewicht = 14,7g.&lt;br /&gt;
*Leicht windüberformte C3- Spitze aus grauem Hornstein. Im Gegensatz zu der Nr. 20 dieser Seite war hier, wie in den meisten Fällen, der Pfeilschaft am breiten Ende der Spitze angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''22.) 1005/83'''   Länge = 74,6mm, Breite = 31,0mm, Dicke = 6,5mm, Gewicht = 14,6g.&lt;br /&gt;
*Vorder- und Rückseite dieses Artefakts sind nur teilflächig, vor allem an der Spitze und den Rändern, retuschiert. Hergestellt wurde die C4- Spitze aus einem plattigen, karamellfarbenen Hornstein. Die Vorderseite zeigt teilweise die natürliche Oberfläche dieser Platte, die Rückseite zeigt eine Spaltfläche und die Vertiefung einer abgeplatzten Thermoscherbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''23.) 1046/84'''   Länge =  53,4mm, Breite = 25,3mm, Dicke = 7,9mm, Gewicht = 11,2g.&lt;br /&gt;
*C3- Spitze groben Flächenretuschen. Der Werkstoff ist der helle, karamellfarbene Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''24.) 1023/82'''   Länge = 58,6mm, Breite = 24,0mm, Dicke = 6,1mm, Gewicht = 8,1g.&lt;br /&gt;
*C1- Spitze aus dunkel, karamellfarbenem Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''25.) 1004/83'''   Länge = 49,4mm, Breite = 25,2mm, Dicke = 5,2mm, Gewicht = 5,8g.&lt;br /&gt;
*Wie am Bulbus und den Schlagwellen auf der Rückseite erkennbar, wurde diese H4- Spitze aus einer breiten Klinge bzw. aus einem schmalen Abschlag hergestellt. Sie ist auf der Vorderseite rundum durch Randretuschen bearbeitet, auf der Rückseite lediglich am rechten Rand vom medialen bis zum distalen Bereich. Das Material ist ein grau- brauner Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''26.) 1045/84'''   Länge = 65,1mm, Breite = 31,2mm, Dicke = 7,0mm, Gewicht = 14,0g.&lt;br /&gt;
*Aus plattigem, karamellfarbenem Hornstein wurde diese große C4- Spitze gefertigt. Bis auf einen schmalen Kortexstreifen ist das Artefakt auf der Vorderseite gänzlich durch flache Retuschen bearbeitet. Die Rückseite weist nur eine inkomplette Bearbeitung durch invasive Retuschen auf, ansonsten ist sie durch unbearbeitete Spaltflächen gekennzeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''27.) 1005/83'''   Länge = 74,0mm, Breite = 26,0mm, Dicke = 6,4mm, Gewicht = 13,5g.&lt;br /&gt;
*Grob randretuschierte H4- Spitze aus hellbeigefarbenem Hornstein. Die Stege auf der Vorderseite lassen auf Abplatzungen von Thermoscherben schließen. Die Rückseite ist durch Spaltflächen und einigen Korrekturretuschen gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''28.) 1017/82'''   Länge = 58,2mm, Breite = 25,9mm, Dicke = 7,1mm, Gewicht = 9,5g (B/L = 0,45).&lt;br /&gt;
*C1- Spitze mit leichter Tendenz zur Stielspitze. Das beidseitig vollflächig retuschierte Artefakt ist aus karamellfarbenem Hornstein gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''29.) 1023/82'''   Länge = 50,1mm, Breite = 24,3mm, Dicke = 5,4mm, Gewicht = 7,2g.&lt;br /&gt;
*Bei einem Koeffizienten B/L = 0,49 zählt diese Spitze noch zum Typus C1. Das Artefakt ist auf der Vorderseite bis auf einen schmalen Streifen von unbearbeiteter Spaltfläche flächig  retuschiert. Die Rückseite weist mit Ausnahme der Schäftungszone, welche zwei kleinere Retuschen aufweist, keinerlei Modifikationen auf und besteht aus einer Spaltfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''30.) 1017/82'''   Länge = 59,0mm, Breite = 29,0mm, Dicke = 6,0mm, Gewicht = 8,5g.&lt;br /&gt;
*H1- Spitze mit Randretuschen, die auf der Vorderseite den gesamten Rand betreffen, auf der Rückseite aber nur den rechten Rand. Die Farbe der Oberfläche auf beiden Seiten ist durch lange Patinierung von einem hellen Beige. Die ursprüngliche Farbe des Hornsteins ist wie an den frischeren Retuschen erkennbar schokoladenbraun. Wie auch die stark gewölbte Rückseite zeigt, ist die Spitze aus einer Thermoscheibe hergestellt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''31.) 1023/82'''   Länge = 56,1mm, Breite = 21,6mm, Dicke = 5,7mm, Gewicht = 5,8g.&lt;br /&gt;
*Klassische C3-Spitze aus karamellfarbenem Hornstein, beidseitig flächenretuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''32.) 1025/82'''   Länge = 40,9mm, Breite = 20,8mm, Dicke = 6,3mm, Gewicht = 3,9g.&lt;br /&gt;
*Aus plattigem, braunem Hornstein gefertigte C3- Spitze. Sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite sind auf der Längsachse jeweils Teile der Spaltflächen stehen geblieben. Die invasiven Randretuschen betreffen auf beiden Seiten den gesamten Umfang des Artefakts vor allem jedoch die Spitze und den Schäftungsbereich. Das Objekt ist eine der kleinsten Großspitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''33.) 1024/82'''   Länge = 46,2mm, Breite = 22,7mm, Dicke = 4,8mm, Gewicht = 6,0g.&lt;br /&gt;
*Etwas unregelmäßig gearbeitete C3- Spitze mit flächenretuschierter Vorderseite und teilflächig retuschierter Rückseite. Die Spitze ist aus hellbeigem Hornstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''34.) 1017/82'''   Länge = 47,4mm, Breite = 20,5mm, Dicke = 6,4mm, Gewicht = 4,6g.&lt;br /&gt;
*Die Vorderseite dieser C1- Spitze ist vollständig flächenretuschiert. Auf der Rückseite betreffen die Retuschen hauptsächlich die beiden Enden. Der Werkstoff ist hellbeiger Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''35.) 1023/82'''   Länge = 47,8mm, Breite = 32,3mm, Dicke = 9,0mm, Gewicht = 12,2g.&lt;br /&gt;
*Sehr breite C4- Spitze aus braunem Hornstein. Im zentralen Bereich der Vorderseite ist eine große Kortexfläche unbearbeitet geblieben ebenso auf der Rückseite. Dieser Fakt unterstreicht die geringe Dicke des plattigen Grundmaterials. Die flachen Retuschen sind auf die Ränder beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''36.) 1005/83'''   Länge = 42,5mm, Breite = 24,2mm, Dicke = 9,7mm, Gewicht = 8,1g.&lt;br /&gt;
*Mit einem Koeffizienten B/L = 0,57 gehört diese Spitze zum Typ C2. Sie ist auf der Vorderseite bis auf eine kleine mediale Spaltfläche, flächig retuschiert. Die Rückseite weist nur geringe Modifikationen auf und zeigt neben einen zentralen Steg zwei Spaltflächen. Das Gesteinsmaterial ist karamellfarbener Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''37.) 1004/83'''   Länge = 44,5mm, Breite = 23,8mm, Dicke = 6,6mm, Gewicht = 6,8g.&lt;br /&gt;
*Die C2- Spitze mit einem Koeffizienten B/L = 0,53 ist aus grauem Hornstein gearbeitet. Beide Seiten weisen im Zentrum Kortex auf. Auf der Vorderseite sind außerdem zwei Thermoabplatzungen zu erkennen. Die Ränder sind durch flache Retuschen bearbeitet, wobei vor allem die aktive Spitze berücksichtigt worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Prähistorische Felsbilder'''&lt;br /&gt;
*In der Halbdistanz kämpfende Bogenschützen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''I'''   Das Bild stammt aus Rust in der Kapprovinz Südafrikas. Zwei Männer aus der Gruppe scheinen sich zur Flucht zu wenden (Aus E. Anati Höhlenmalerei 2002 S. 403, ursprünglich aus J.D. Lewis- Williams, 1983 S. 35).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Felsbilder_Kampf_1.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kampfszene auf Felsbild&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder II bis VII sind aus dem „Handbuch der Vorgeschichte, Band II Jungsteinzeit 1968“ von H. Müller- Karpe abgezeichnet worden.&lt;br /&gt;
Die Felsbilder mit Ausnahme von II und VII wurden ursprünglich von H. Rothert, L. Frobenius, H. Obermeier und H. Lothe vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Felsbilder_Kampf_2.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kampfszenen auf Felsbildern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''II'''   Das Bild aus der Gasulla Schlucht in Spanien zeigt zwei größere Gruppen in kämpferischer Auseinandersetzung. Einige Schützen halten Reservepfeile in der Bogenhand. Ein Mann der linken Gruppe scheint verletzt zu sein, er wirft die Arme hoch, die Beine verbleiben allerdings in der gestreckten Laufstellung ( nach E. Ripoli und H. Breuil).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''III'''   In der Südwest- Ecke Ägyptens, im Wadi Sora, wurde diese Kampfszene entdeckt. Es existiert, ebenfalls im Wadi Sora, eine identische Zeichnung aber mit dem Unterschied, dass im hier nicht abgebildeten Vordergrund weibliche Zuschauer, ein Kind und Rinder gezeichnet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''IV'''   Das Bild wurde in Karkur Talh auf ägyptischer Seite des Dreiländerecks Libyen, Sudan, Ägypten im Quenat Gebirge entdeckt.&lt;br /&gt;
Zwei größere Gruppen bekämpfen sich aus kurzer Distanz mit Pfeil und Bogen. Der Grund des Streits scheint ein Rind zu sein, welches hinter der linken Gruppe steht. Im Gegensatz zu anderen Kampfszenen tragen die Schützen Köcher für ihre Reservepfeile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''V'''   Im gleichen Gebirgsmassiv, dem Quenat oder Auenat, wie andere schreiben, befindet sich Bild Nr. V aber diesesmal auf  libyschem Gebiet in Ain Dua. Rinder scheinen auch hier Objekt des Streits zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''VI'''   Aus dem Tassiligebirge in Algerien, genauer aus Tin Tazarift stammt diese Kampfszene, ähnliche Bilder sind auch aus Sefar bekannt.&lt;br /&gt;
Eine Gestalt der rechten Gruppe ist mit einem beilartigen Gerät bewaffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''VII'''   Das sehr dynamisch gestaltete Bild zeigt acht Bogenschützen, die sich im Nahkampf befinden. Es stammt von Morella la Vella in Spanien (nach E. Hernandez- Pacheco, M. Almagro, E. Ripoli Perelló, H. Breuil und J. Cabré).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend werden Kampfszenen mit Pfeil und Bogen von Spanien über Libyen, Ägypten und Algerien bis Südafrika in ähnlicher Weise dargestellt. Die Halbdistanz oder der Nahkampf scheinen die gängigen und stark verbreiteten Fechtweisen zur Zeit der frühen Rinderhaltung gewesen zu sein. &lt;br /&gt;
Es ist das Einsatzfeld für schwere, große Pfeilspitzen. Ballistische Probleme, die häufig erwähnt werden, können bei den extrem kurzen Flugbahnen der Pfeile ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
Natürlich ist es auch möglich diese Kämpfe mit leichten Pfeilspitzen auszutragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Felskunst - Zeichnungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;HTML5video width=&amp;quot;520&amp;quot; height=&amp;quot;320&amp;quot; autoplay=&amp;quot;false&amp;quot; loop=&amp;quot;true&amp;quot;&amp;gt;kulturen_im_sand&amp;lt;/HTML5video&amp;gt;&lt;br /&gt;
Quelle: Bayerischer Rundfunk, 1983&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felsbilder wurden im Raum Abu Tartur lediglich im Fundkomplex „West“ entdeckt, dort aber in bedeutender Anzahl und von großer Diversität. Es kommen nur Gravierungen vor, Malerei hat entweder nicht existiert oder ist der Erosion zum Opfer gefallen. Farbstoffe wie sie zur Herstellung von Felsbildern üblicherweise benutzt worden sind, Gips und Kalk für weiß, Kohle, Ruß und bituminöser Schiefer für schwarz, gelber und roter Ocker und selbst Malachit und Glaukonitschiefer für Grüntöne waren und sind noch vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Graviertechniken sind vielseitig, es finden sich gepickte Bilder, schmal geritzte, breit gekerbte, flächig ausgeschabte und polierte, sowie aneinander gereihte Bohrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso variantenreich sind die Motive, welche vom Elefanten über Giraffen und Rindern zu Kamelen, wie man die Dromedare in der Sahara nennt, und Piktogrammen und Symbolen reichen. Die Erschaffer der Darstellungen haben uns keinerlei Kommentare hinterlassen, keiner der frühen Künstler erklärt warum er dieses oder jenes graviert hat, ob Magie oder Kult dahinter steht, ob es Kunst um der Kunst willen ist oder ob er einfach Langeweile hatte und eine Beschäftigung gesucht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emanuel Anati, der Verfasser des Buches „Felskunst im Negev und auf Sinai“ fragte einen Beduinen, der damit beschäftigt war eine Felsgravierung herzustellen, nach dem Grund seines Tuns und erhielt folgende Antwort : „Es gibt hier Hirten, die Flöte spielen, und es gibt Hirten, die Felszeichnungen machen“.&lt;br /&gt;
Im Niger übersetzte auf Wunsch des Verfassers ein Targi eine Tifinarinschrift, die neben anderen Felsgravierungen, vor allem Kamelen, an einer steilen Klippe zu sehen war, wie  folgt : „Ich, Goumour, sitze hier und sehe wie die Sonne untergeht“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Zeichen bedeuteten z.B. : Ali liebt Fatima“. Dreierlei ist notwendig, um die Voraussetzung zu schaffen, malen oder gravieren zu können, eine glatte Fläche aus solidem Material gleich welcher Neigung, Malfarben oder Gravierwerkzeuge und Zeit. Es liegt in der Natur des Menschen glatte Flächen zu „verschönern“, die Spraykultur unserer Zeit ist nur ein Beispiel, Kerkerwände wurden während sämtlicher Epochen bekritzelt und das geschnitzte Herz mit den Initialen in der Buchenrinde wäre auch hier einzuordnen. Letzteres führt uns zur Thematik der Bilder. Dargestellt wird immer das, was für den ausführenden Künstler wichtig ist, was ihm am Herzen liegt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Es wäre nun falsch aus den vorhergegangenen Ausführungen zu schließen sämtliche Fels- und Höhlenbilder seien künstlerische Expressionen, die aus purem Zeitvertreib entstanden sind, wir wissen es nicht. Sicherlich gibt es auch andere Motive. Der wahre Sinn, so denn einer hinter den Bildern steckt, bleibt im Dunkel der Zeit verborgen und uns verschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele aus anderen Perioden, von anderen Orten und anderen Volksgruppen liefern zwar reichlich Stoff für hochinteressante Diskussionen aber sie liefern keine Lösung. Bis zu dem Tag, an dem unbestreitbares wissenschaftliches Beweismaterial vorliegt, ist es vielleicht klüger zu akzeptieren, dass die heutigen Kenntnisse nicht ausreichen, allgemein gültige Schlüsse betreffend der Bedeutung der Felsbilder und der Motivierung ihrer Hersteller zu ziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gravierungen sollen kurz vorgestellt werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 1''' Das Rind ist mit starken Strichen fast schon symbolhaft in eleganter Weise gestaltet. Die langen Hörner sind nach hinten geschwungen. Die Gravierung stellt eine reine Seitenansicht dar, so dass auch nur ein Horn zu sehen ist. Das ganze Bild strahlt Kraft aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_1_1005_83_Rind_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 1: Das Rind 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 2'''  wirkt weniger ästhetisch, der Kopf ist nach vorne gebeugt, die zwei langen Hörner, obwohl auch hier eine seitliche Darstellung vorliegt, nur leicht gebogen. Die Hufe sind durch Bohrungen angedeutet.&lt;br /&gt;
In Kopfnähe ist eine Gravierung angebracht, die als Pfahl und Strick interpretiert werden könnte, vielleicht auch als Viehhirte mit Stab oder Seil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_2_1005_83_Rind_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 2: Das Rind 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 3''' ist keine naturalistische Wiedergabe eher eine Karikatur. Es ist sehr lang gestreckt und in mehrere Felder eingeteilt. Der Kopf ist dem Betrachter zugewendet und mit zwei mittellangen geraden Hörner geziert. Der Hals besteht aus einem langschmalem Rechteck, das Mittelteil ebenfalls aus einem Rechteck aber mit einer unten abgerundeten Ausstülpung, welche die Vorderläufe des Rindes andeutet. Das Hinterteil ist unten in der gleichen Art wie die Vorderläufe abgerundet und endet oben in einem kurzen, gestrecktem Schwanz. Stirne, Hals, Rücken und Schwanz bilden eine horizontale Linie, wobei der Schwanz leicht aufwärts weist. Das „Rind“ kann natürlich auch ein anderes Hörner tragendes Tier, z.B. eine Ziege, sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_3_1005_83_Rind_3.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 3: Das Rind 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 4''' zeigt zwei anthropomorphe Gravierungen in der Art des „hemme de Mali“. Zwischen den beiden Gestalten sieht man einen Kreis mit zwei parallelen Kerben. Zwei weitere Kerbstriche sind in der Nähe des Unterarms des größeren der beiden Menschen angebracht. Da die Komposition ein Interesse der zwei Gestalten an dem runden Gegenstand suggeriert, könnte man das Bild ohne jede Ernsthaftigkeit „Das erste Fußballspiel“ nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_4_1005_83_Das_erste_Fussballspiel.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 4: „Das erste Fußballspiel“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 5''' besteht aus zwei, wahrscheinlich in verschiedenen Epochen entstandenen Darstellungen.&lt;br /&gt;
Erstens aus Fischen in Ritztechnik und zweitens aus aneinander gereihten Bohrungen, die in schwungvollen Linien die Sandsteinplatte überziehen. Die am weitesten unten angebrachten Bohrungen könnten eine Rundhütte darstellen, ähnlich den Mattenzelten der Air- Tuaregs im Zentrum der Republik Niger.&lt;br /&gt;
Die Fische sah der Künstler von oben. Ein Schwarm von sieben Tieren verschiedener Größe kurvt von unten rechts nach oben zur Mitte des Bildes hin, während zwei große Fische den oberen linken Bildrand zieren.&lt;br /&gt;
Allen Tieren ist gemeinsam ein runder Kopf, ein massiger Körper, der Schwanz und lange, paarig angeordnete Seitenflossen, zwei auf jeder Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_5_1005_83_aneinandergereihte_Bohrungen_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 5: „Aneinandergereihte Bohrungen“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fischgravierungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Müller-Kerpe stellt in seinem Handbuch der Vorgeschichte, Band II, Jungsteinzeit, unter anderem auf Tafel 23, Abb. 11, Fische in Draufsicht vor. Sie dürften aus der Nagadazeit stammen (zwischen 4.000 und 3.300 BC). Die Fischgravierungen von Abu Tartur sind hier in ähnlicher Art dargestellt (Bild 5, 5394±59 cal BC).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fischgravuren_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In späteren Zeiten wurden im Niltal Fische, aber auch Krokodile, in Seitenansicht gezeichnet, z.B. Abydos, Tafel 33, Abb. 19 und Sakkara, Tafel 39, Abb. 27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 6''' stellt einen nicht näher zu identifizierenden Vierbeiner dar. Auffallend ist die obere Fortsetzung des Kopfes, sind es Ohren oder wollte der Künstler Hörner gravieren? Rätsel gibt auch ein lang gestreckter Buckel oberhalb der Schulter auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_6_1005_83_großer_Vierbeiner.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 6: „Großer Vierbeiner“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 7''' ist noch änigmatischer als das vorherige, dennoch könnte man auch dieses als Vierbeiner interpretieren. Der massige Körper ist in vier Teile gegliedert, die Beine sind nur angedeutet. An Stelle des Kopfes erhebt sich ein rüsselartiges Gebilde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_7_1005_83_Großes_Tier_mit_Ruessel.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 7: „Großes Tier mit Rüssel“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 8''' besteht aus zwei nahezu quadratischen Grundrissen. Im inneren der Quadrate sind rechtwinklig zueinander verlaufende Linien gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_8_1005_83_Zwei_Rechtecke_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 8: „Zwei Rechtecke (Grundrisse?)“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 9''' gibt uns eine schriftliche Nachricht, dieser erste Eindruck drängt sich bei der Betrachtung auf. Dargestellt sind zwei menschliche Gestalten. Während die erste Gestalt klar definierbar ist, ist die äußere Gestalt sehr einfach durch drei Ritzungen, eine senkrechte und zwei schräge, angelegt und könnte etwas anderes bedeuten. Darüber ist ein waagerechter Strich angebracht, von den vier kleinere Striche, leicht gebogen aber nahezu rechtwinklig nach unten führen. Nach links schließt sich ein schön gezeichneter Fisch in Seitenansicht an. Außer der Kiemenspalte, drei Bauchflossen und drei Rückenstacheln hat der Künstler auch sein Wissen um die dem Auge verborgene Anatomie des Fisches eingebracht und die Gräten ebenfalls dargestellt. Nach links fortfahrend erscheint ein Bogen oder ein auf den Kopf gestelltes U, darunter eine einfache, senkrechte Kerbe, von deren oberem Ende eine kurze Kerbe schräg nach unten führt. Mehr als die Hälfte der Gesamtgravierung einnehmend, beschließt eine Sandale das Bild. Das Schuhwerk zeigt Details wie zwei Querriemen, zwei diagonal verlaufende Riemen sowie Bänder zur Befestigung. Die Zehen sind ebenfalls eingezeichnet. Der Arbeitsname des Fundplatzes 1006/83, östlich von 1005/83 gelegen, war „abri d’autruche“. Der Grund dafür war '''Bild 25''', eine wunderschöne Gravierung, die einen flügelschlagenden Strauß zeigt, ein balzendes Männchen vielleicht. Der Vogel ist mit wenigen gekonnten Linien dargestellt, das Federkleid mit feinen Querstrichen angedeutet. Auch für die Augen eines modernen Menschen stellt diese Gravierung ein Kunstwerk dar und ein hoch ästhetisches dazu. Von der B.O.S. Expedition der Universität zu Köln wurde eine Abklatschzeichnung des Bildes angefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_9_1005_83_Pictogramm.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 9: Pictogramm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_25_1006_83_Strauß.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 25: Strauß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 10'''   ist die Darstellung einer sich in rascher Flucht befindlichen langhörnigen Antilope. Eine tiefe Kerbe, die vom Kopf bis zum Schwanz reicht, bildet den Rücken des Tieres. Zwei weitere, leicht gebogene Kerben markieren die Hörner, vier Kerben die Läufe. Der Körper zwischen Rücken und Laufansatz ist flächig ausgeschabt, der Schwanz ist durch Ritzungen angedeutet. &lt;br /&gt;
Das Bild vermittelt recht eindrucksvoll den Vorgang der Bewegung. Eine weitere Antilope, im gleichen Stil graviert, befindet sich auf derselben Wand wie die hier abgebildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_10_1005_83_fluechtende_Antilope.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 10: Flüchtende Antilope &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 11'''   ist auf zwei unterschiedlich hohen Ebenen ausgeführt. Auf der unteren Fläche sind rechts eine V- förmige tiefe Kerbe, die beiden Schenkel durch eine Querkerbe verbunden und links zwei länglich ovale Körper, welche den Fischen von Bild 5 ähneln, nur dass man diesen die Seitenflossen und Schwänze entfernt hat, dargestellt.&lt;br /&gt;
Die obere Fläche weist an ihrer linken ante eine Reihe von Kerben auf. Die Mitte der Fläche ist durch eine große, ovale und eine etwas kleinere, runde Ausschabung gekennzeichnet. Letztere ist von einem Kranz von gebohrten Löchern umgeben. Weitere Bohrungen verschiedener Durchmesser setzen sich nach rechts fort. Den Abschluss bilden im Zickzack angeordnete Kerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_11_1005_83_Ausschabungen_u_Bohrungen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 11: Ausschabungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 12'''   liegt noch auf dem Hügel und ist stark vom Wind erodiert. Zu erkennen sind ein Zickzack-Band, das an eine Schlange erinnert und parallel dazu eine Aneinanderreihung von Formen, die den artikulierten Schwanzabschnitten des Skorpions ähneln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls das Bild gegen Ende der steinzeitlichen Hauptbesiedlungsphase graviert worden wäre, in etwa der Epoche, aus der Bild 9 stammt, könnte eine alternative Interpretation gewählt werden. Das Zickzack-Band könnte ein Zeichen für Wasser sein und der Skorpion der Namensgeber der Wasserstelle. Hier wäre wieder der Rat eines Ägyptologen von Wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_12_1005_83_Scorpion_Schlange.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 12: Scorpion und Schlange&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 13'''   besteht nur aus geradlinigen Kerben, welche Tiere darstellen sollen. Rechts ist ein gehörnter Vierbeiner zu sehen, während links, mit nur drei Beinen, allen Anschein nach eine Giraffe suggeriert werden soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_13_1005_83_Giraffe_etc.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 13: Giraffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 14'''   zeigt zwei Vierbeiner mit großen, runden Köpfen. Bei anderer Betrachtungsweise könnte es aber auch eine erotische Szene darstellen, die zwei kopulierende Menschen zeigt. Darunter eine sehr schematische Kerbung, bestehend aus einem langem Strich für den Körper und vier kürzeren Strichen für die Läufe eines Tieres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_14_1005_83_Strichzeichnung_von_Vierbeinern.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 14: Strichzeichnung von Vierbeinern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 15'''   am Fuße von 1006/83 wird unterteilt in die linke Seite, welche von vielen geraden und einer gekreuzten Kerbe bedeckt ist und der rechten Seite mit einer anthropomorphen Ritzung und einer weiteren Ritzung, deren Bedeutung nicht erkannt ist. Die Trennungslinie zwischen den beiden Bildteilen besteht aus zwei sehr tiefen Kerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_15_1005_83_Anthropomorphe_Ritzung.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 15: Anthropomorphe Ritzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 16'''   stellt einen Fisch in Draufsicht dar, ähnlich graviert wie die Fische des Bildes 5, nur die hinteren Seitenflossen fehlen bei diesem Exemplar. Das vordere Flossenpaar und die Schwanzflosse sind sehr ausgeprägt. Neben einigen Kerben und einem kleinem Zickzack- Band sind zwei Fischkörper ohne Flossen und ohne Schwanz zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_16_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 16: Fisch in Draufsicht 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 17'''   zeigt einen Fisch in Draufsicht mit zwei Paaren von Seitenflossen und einem lediglich angedeutetem Schwanz, darunter zwei Längskerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_17_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 17: Fisch in Draufsicht 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 18''' Besteht aus einer hohlkugelförmigen Ausschabung, welche von einem Kranz von Bohrlöchern umgeben ist. Eine Linie von sieben aneinander gereihten Bohrlöchern weist vom Kranz aus nach unten, eine Linie von fünf Bohrlöchern nach oben. Ein weiteres Bohrloch von größerem Durchmesser ist rechts der unteren Linie angebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_18_1005_83_Runde_Aushoehlung_mit_Bohrungen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 18: Runde Aushöhlung mit Bohrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 19''' stellt ein Kreuz in einem Kreis und zwei Ovale mit je einem Querstrich dar. Ganz in der Nähe des Fundplatzes 1005/83 liegt in westlicher Richtung 1081/86. Der Sandsteinhügel, welcher die Begrenzung nach Westen bildet, weist einige interessante Felsgravierungen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_19_1005_83_Kreis_mit_Kreuz_neu.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 19: Kreis mit Kreuz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 20''' Obwohl stark windüberformt sind klar zwei langhörnige Antilopen zu erkennen. Beine, Hörner und obere Rückenbegrenzung sind geritzt; die Körper, Hälse und Köpfe sind flächig ausgeschabt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_20_1081_86_Zwei_Antilopen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 20: Zwei Antilopen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 21''' Hier versucht der Künstler mit einem perspektivischem Trick eine Gruppe von Schafen darzustellen indem er in den Vordergrund flächig gravierte, große Körper stellt, die in der Tiefe immer kleiner werden und am Ende nur noch durch zwei rechtwinklig zueinander stehende Kerben angedeutet werden. Es ist ihm aber entgangen, dass das dritte, kleinere Tier vor dem zweiten und dieses wiederum vor dem ersten steht. Dadurch stimmt zwar die Perspektive nicht aber der Versuch ist grandios. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_21_1081_86_Gruppe_von_Vierbeinern.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 21: Gruppe von Vierbeinern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bilder 22 – 24''' sind großflächige Schabungen und Kerbungen, die Vulvasymbole darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_22_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_23_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_24_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_3.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 26''' zeigt eine bewegte Szene mit neun bis zehn Personen, davon vier mit ausgeprägtem Fettsteiß. Drei der Gestalten tragen Schmuckelemente an einer Art Lendenschurz und zwei zusätzlich einen Kopfschmuck, hierbei handelt es sich wahrscheinlich um Männer. Die Menschen sind als Strichfiguren angelegt, die Köpfe sind nur leicht angedeutet. Fünf Gestalten zeigen zwei Arme, eine nur einen Arm. Die übrigen sind armlos graviert. Eine tiefe Kerbe, wohl ein Vulvasymbol, trennt das Paar links außen von den anderen. Vor jeder mutmaßlich weiblichen Person ist auf  Höhe des Unterleibs eine Bohrung außerhalb der eigentlichen Strichzeichnung angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_26_1081_86_tanzende_Menschen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 26: Tanzende Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 27''' zeigt in natürlicher Größe eine linke Hand eines relativ kleinen Menschen. Die flächige Gravierung liegt auf  dem Hügel 1006/83 und ist Wind und Wetter ungeschützt ausgesetzt. Auch wenn das Werk durch Erosion leicht verändert worden sein sollte, lässt die Form und Haltung des Daumens auf eine Verletzung schießen, ein verheilter Bruch möglicherweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_27_1005_83_kleine_Hand_neu.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 27: Kleine Hand (Der verletzte Daumen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 28'''   ähnelt den auf Fundplatz 1005/83 dargestellten Fischen in Draufsicht, weicht in seiner Ausführung jedoch in einigen Details ab. So sind die Seitenflossen nicht nach hinten geschwungen sondern ragen rechtwinklig vom Körper ab. Die V- förmige Markierung am Kopf wird bei den übrigen Darstellungen nicht angetroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_28_1006_83_Sandale_Fragezeichen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 28: Sandale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 29'''   erinnert mit seinen Hauptmotiven an Doppeltäxte, es könnten auch anthropomorphe Gravierungen sein. &lt;br /&gt;
Ansonsten sind noch fünf radialstrahlig angeordnete Kerben und weitere dem Betrachter ungeordnet vorkommende Kerben zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_29_1006_83_Doppelaexte_neu.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 29: Doppeläxte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 30'''   zeigt eine auf einer Kante angebrachte Reihe von Kerben und sechs in einer Linie gerade ausgerichtete Bohrungen größeren Durchmessers nebst einigen Ritzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_30_1006_83_Kerbungen_u_Bohrungen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 30: Kerbungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele meist einfache Gravierungen der Fundstellen 1005/83, 1081/86 und 1006/83 sind hier nicht gezeichnet und beschrieben worden. Außerhalb der Fundstellen- Gruppe seien erwähnt die geometrischen Strichanordnungen des Jacobsfelsen, der Elefant am Fuße des Plateauhangs zwischen Ain Elwan und Ain Amour wie ferner die Schlangendarstellungen in den Hügeln nördlich des Fundplatzes 1023/82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Felskunst - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf die Fotografie des Jakobsfelsen, nach dem Entdecker Prof. Dr. K.-H. Jacobs (Techn. Univ. Berlin) benannt, stammen alle Fotografien vom Verfasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:A-desert-zoo-2009.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Die Frau des Verfassers vor einer Felswand mit Schlangenlinien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;Datei:Foto_1_1005_83_Rind_1.jpg | Bild 1: Rind 1&lt;br /&gt;
Datei:Foto_2_1005_83_Rind_2.jpg | Bild 2: Rind 2&lt;br /&gt;
Datei:Foto_3_1005_83_Rind_3.jpg | Bild 3: Rind 3&lt;br /&gt;
Datei:Foto_4_1005_83_Das_erste_Fussballspiel.jpg | Bild 4: Das erste Fussballspiel&lt;br /&gt;
Datei:Foto_5_1005_83_aneinandergereihte_Bohrungen_2.jpg | Bild 5a: Muster aus Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_5_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 5b: Muster aus Bohrungen, schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_6_1005_83_großer_Vierbeiner.jpg | Bild 6: Großer Vierbeiner&lt;br /&gt;
Datei:Foto_7_1005_83_Großes_Tier_mit_Ruessel.jpg | Bild 7a: Großes Tier mit Rüssel&lt;br /&gt;
Datei:Foto_7_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 7b: Großes Tier mit Rüssel, schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_8_1005_83_Zwei_Rechtecke_2.jpg | Bild 8: Zwei Rechtecke, Grundrisse?&lt;br /&gt;
Datei:Foto_9_1005_83_Pictogramm.jpg | Bild 9: Pictogramm&lt;br /&gt;
Datei:Foto_10_1005_83_fluechtende_Antilope.jpg | Bild 10: Flüchtende Antilope&lt;br /&gt;
Datei:Foto_11_1005_83_Ausschabungen_u_Bohrungen.jpg | Bild 11a: Ausschabungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_11_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 11b: Ausschabungen und Bohrungen, schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_12_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 12: Scorpion und Schlange, schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_13_1005_83_Giraffe_etc.jpg | Bild 13: Giraffe&lt;br /&gt;
Datei:Foto_14_1005_83_Strichzeichnung_von_Vierbeinern.jpg | Bild 14: Zeichnung von Vierbeinern&lt;br /&gt;
Datei:Foto_15_1005_83_Anthropomorphe_Ritzung.jpg | Bild 15: Anthropomorphe Ritzung&lt;br /&gt;
Datei:Foto_16_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_1.jpg | Bild 16: Fisch in Draufsicht 1&lt;br /&gt;
Datei:Foto_17_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_2.jpg | Bild 17: Fisch in Draufsicht 2&lt;br /&gt;
Datei:Foto_18_1005_83_Runde_Aushoehlung_mit_Bohrungen.jpg | Bild 18: Runde Aushöhlung mit Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_19_1005_83_Kreis_mit_Kreuz.jpg | Bild 19: Kreis mit Kreuz&lt;br /&gt;
Datei:Foto_20_1081_86_Zwei_Antilopen.jpg | Bild 20: Zwei Antilopen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_21_1081_86_Gruppe_von_Vierbeinern.jpg | Bild 21: Gruppe von Vierbeinern&lt;br /&gt;
Datei:Foto_22_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_1.jpg | Bild 22: Schalenförmige Gravur 1&lt;br /&gt;
Datei:Foto_23_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_2.jpg | Bild 23: Schalenförmige Gravur 2&lt;br /&gt;
Datei:Foto_24_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_3.jpg | Bild 24: Schalenförmige Gravur 3&lt;br /&gt;
Datei:Foto_25_1006_83_Strauß.jpg | Bild 25: Strauß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_26_1081_86_tanzende_Menschen.jpg | Bild 26: Tanzende Menschen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_27_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 27: Kleine Hand (Der verletzte Daumen), schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_28_1006_83_Sandale_Fragezeichen.jpg | Bild 28: Darstellung einer Sandale (?)&lt;br /&gt;
Datei:Foto_29_1006_83_Doppelaexte.jpg | Bild 29: Doppeläxte&lt;br /&gt;
Datei:Foto_30_1006_83_Kerbungen_u_Bohrungen.jpg | Bild 30: Kerbungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_Jakobsfelsen_Strichmuster.jpg | Bild 31: Jakobsfelsen, Strichmuster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hinweis:''' Die Fotografien Nr. 5b, 7b, 11b, 12 und 27 wurden von Rene Gebhardt zur Verfügung gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Töpfern, Bohren, Schleifen und Polieren==&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
Siehe hierzu unter &amp;gt;Pfeilspitzen allgemein&amp;lt; --&amp;gt; &amp;gt;Ägypten&amp;lt; --&amp;gt; &amp;gt;Fotogalerie&amp;lt; --&amp;gt; Abb. 7: Perlen Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;,  versch. Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben genannten Tätigkeiten treten gehäuft und gemeinsam erst im Neolithikum auf. Das gilt sowohl für das Vorhandensein von Keramik als auch für geschliffene und durchbohrte Artefakte zumal wenn diese aus sehr hartem Material, vorzüglich Kieselgestein, bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0353_Keramik_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf rund der Hälfte der Abu Tartur Fundstellen wurde Keramik an der Oberfläche gefunden. Der Anteil der Plateau- Plätze ist größer als der an Playas gebundenen Vorkommen in der Sandsteinebene. Unverzierte Keramikscherben überwiegen und kommen auf 68 Fundstellen vor, während dekorierte Stücke lediglich auf 14 Fundstellen angetroffen werden. Neunmal werden sowohl glatte als auch verzierte Scherben gefunden.&lt;br /&gt;
Ein erster vorläufiger Bericht über die Keramik wurde von H. Riemer und P. Schönfeld veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0355_Keramik_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K1_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1006/4'''&lt;br /&gt;
*Es handelt sich um das Bruchstück eines Clayton – Rings. Beide Ränder sind abgestrichen, außer den vertikalen Fingerlinien sind keine Verzierungen oder Markierungen zu erkennen. Die Farbe der Keramik ist sowohl innen als auch außen von einem dunklem Grau. Die Magerung besteht aus Sand, die Zeitstellung dürfte frühdynastisch sein. Die Dimensionen sind: 125 x 91 x 4 bis 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0059/1'''&lt;br /&gt;
*Die Randscherbe mit einem Reparaturloch weist eine geglättete Oberfläche auf, die Keramik ist sand- und feinshalegemagert. Die Dimensionen sind 61 x 36 x 4 bis 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 0059/4'''&lt;br /&gt;
*Das sehr dünnwandige Randstück ist von rötlich gelber Farbe, es ist grob shalegemagert. Die Oberfläche ist geglättet. Dimension: 56 x 50 x 3 bis 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 0002/10'''&lt;br /&gt;
*Das rot-schwarze Randstück ist mit grobblättriger Dakhla – Shale gemagert. Der schwarze Rand erinnert an Naqada Ware. Dimension: 51 x 40 x 5 bis 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K2_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1038/4'''&lt;br /&gt;
*Das mit organischer und Sandmagerung versehene Randstück weist keine Dekoration auf, es erscheint aber möglich, dass ein Korb – Eindruckmuster für den unteren Teil des Gefäßes existiert haben könnte. Der Rand ist deutlich abgesetzt. Die Farbe der Keramik ist außen rotbraun und innen, im Kern, dunkelgrau. In der Töpfermasse befinden sich ebenfalls einige grobe Schieferton – Plättchen (Dakhla shale).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1029/1'''&lt;br /&gt;
*Die windüberformte Clayton – Scheibe wurde primär und nicht aus einem Bruchstück hergestellt. Sie ist mit Dakhla shale gemagert. Die Scheibe misst 85mm bis 91mm im Durchmesser, die zentrale Öffnung ist 16mm bis 20mm weit.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K3_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K3'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1033/5'''&lt;br /&gt;
*Die große Scherbe weist ein glattes, stark ausbiegendes Randstück auf. Der Körper zeigt ein zum Teil verblasenes Korbeindruck – Muster. Die Magerung ist mineralisch und enthält auch feine Schieferton – Plättchen. Das Innere des Gefäßes ist geschwärzt, das rotbraun gefärbte Äußere zeigt einen markanten, schwarzen Fleck. Üblich war diese Ware im Oasengebiet zwischen 5500 b.p und der 6. Dynastie (Sheik Muftah).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K4_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K4'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1038/3'''&lt;br /&gt;
*Wie 1038/4, nur ist bei dieser Scherbe das Korbeindruck – Muster gut zu erkennen. Wahrscheinlich gehören die beiden Scherben zu einem einzigen Gefäß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0014/16'''&lt;br /&gt;
*Diese Clayton – Scheibe ist sand- und shalegemagert und aus einer sekundären Scherbe gearbeitet. Die ursprünglich wohl runde Scheibe ist so bearbeitet worden, dass zwei nahezu geradlinige, parallel zueinander verlaufende Seite entstanden sind. Oben und unten erscheinen die gerundeten Begrenzungslinien. Die Abmessungen sind außen 70 x 54 und innen 11,5 x 11, die Dicke beträgt 6 – 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K5_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K5'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1004/1'''&lt;br /&gt;
*Die Kammstich verzierte Scherbe weist parallele Eindrücke auf, zum Teil sind sie leicht gewellt oder zick-zack-artig angebracht. Das Muster lässt eine Verwandtschaft mit der Khartoum Ware erkennen. Die Bruchflächen sind schwarz glänzend, die Magerung besteht aus feinkörnigem Sand. Vergleichbare Keramik ist aus Mudpans und Eastpans bekannt und wurde zwischen 7500 und 7600 b,p. datiert. Die Dimensionen der Scherbe sind: 140 x 70 x 6 bis 7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0006/1'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, doch stark windüberformt. Abmessungen: 48 x 31 x 6 bis 7,5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1017/1'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, die Magerung besteht aus grobkörnigem Sand. Dimension: 63 x 35 x 5 bis 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 0008/86E'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, die Magerung ist grobkörnig. Dimension: 34,5 x 17,5 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 0061/165C'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, die Magerung ist grobkörnig. Dimension: 33 x 25 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 0006/2'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, Dimension: 26 x 30 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K6_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K6'''  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 0010/1'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 35 x 27 x 4,5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0061/165/C'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 33 x 25 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 0007/2'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 30 x 26 x 7 (wie K5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1023/7'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 53 x 41 x 7 bis 8	&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
'''5.) 0007/1'''&lt;br /&gt;
*Das Randstück weist eine parallel zum Rand verlaufende Rille auf. Darunter liegt eine schräg zum Rand ausgerichtete Schraffur. Der Abstand zwischen den Schräglinien beträgt 1,5mm bis 2,5mm. Die Scherbe weist eine mineralische Magerung auf. Die Abmessungen betragen: 22 x 20 x 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 0007/3'''&lt;br /&gt;
*Die Verzierung dieser mineralisch gemagerten Scherbe ist wegen der Windüberformung nur schwer auszumachen. Es könnte sich um einen Mattenabdruck handeln. Die Dimensionen sind: 26 x 21 x 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 1021/10'''&lt;br /&gt;
*Auch bei dieser Scherbe hat die Deflation das Muster auf der Oberfläche größtenteils zerstört. Die Dimensionen sind: 48 x 33 x 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.) 0003/8'''&lt;br /&gt;
*Die rot-schwarze, geglättete Oberfläche der Scherbe ist durch „Besenstrich“ verziert. Das Exemplar ist grob shalegemagert und weist folgende Abmessungen auf 75 x 46 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K7_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K7'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 0002/1'''&lt;br /&gt;
*Die auf der Innenseite gelegenen Randverzierungen sind mit den Fingern eingedrückt worden, auf der Außenseite lassen sich ebenfalls Fingerspuren nachweisen. Die Keramik ist sand- und shalegemagert. Das Stück hat folgende Abmessungen: 65 x 50 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0002/5'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, Dimension: 38 x 33 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 0032/1'''&lt;br /&gt;
*Auf dem glatt gestrichenem Rand sind als Verzierung Kreuzkerben angebracht. Die geglättete, graue Außenfläche weist „Rippel“ auf. Die Magerung ist mineralisch, die Abmessungen betragen: 75 x 72 x 3 bis 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 0003/2'''&lt;br /&gt;
*Dimensionen = 45 x 45 x 7,5 (wie Nr. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 0003/1'''&lt;br /&gt;
*Dimensionen = 40 x 31 x 7 bis 8 (wie Nr. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 0015/1'''&lt;br /&gt;
*Dimensionen = 26 x 19 x 6 (wie Nr. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 0032 – 171/A'''&lt;br /&gt;
*Die kleine, schwarze Scherbe weist eine geglättete, mit einem Streifenmuster verzierte Oberfläche auf. Die Keramik ist mineralisch gemagert, die Abmessungen sind: 31 x 15 x 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schleifen und Polieren von Steinwerkzeugen, speziell von Beilen, war in Abu Tartur nicht sehr verbreitet nimmt man als Grundlage die Anzahl der gefundenen Beile und Dechsel. Weit häufiger wurden Pfrieme gefunden, die in den meisten Fällen aus verkieseltem Holz hergestellt sind. Bei diesen Werkzeugen wurden lediglich die Spitzen geschliffen, der Rest des Pfriems ist durch die natürlichen Bruchkanten des Materials bestimmt '''Abb. 7 – (7.3-7.7).'''&lt;br /&gt;
Geschliffen, poliert und zusätzlich noch gebohrt sind vier Bruchstücke von Kalksteinkugeln. Häufig werden diese gerundeten Körper in Verbindung zu Grabstöcken gebracht, sie sollen an diesen befestigt worden sein und dem Werkzeug ein höheres Gewicht verliehen haben, um es auf diese Weise effektiver zu gestalten. Ein schwerer Stock wäre mit weniger Aufwand und mit weniger technischen Schwierigkeiten herzustellen gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Gebohrte_Kugeln_etc_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 7: Gebohrte Kugeln und Pfrieme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.1.) 0001/1'''   &lt;br /&gt;
*Von den vier durchbohrten, kugelähnlichen Gebilden wurde ein Stück auf dem Plateau - Platz 0001/A/82 entdeckt. Es besteht  aus grauem Massenkalk, ist eiförmig ausgebildet mit einer Längsachse von 66mm und einer Querachse von 55mm. Die obere Partie, rund um das konische Bohrloch ist parallel zur Querachse abgeflacht. Die Bohrung mißt an der Oberfläche rund 17mm im Durchmesser. Das Gewicht des Bruchstücks, welches rund ein Drittel des Gesamtkörpers beträgt, ist 100g. Es kann folglich von 300g für das vollständige Artefakt ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.2.) 1024/2'''   &lt;br /&gt;
*Ein Stück stammt vom Playa – Fundplatz 1024/82 und repräsentiert nur noch ein Viertel des ursprünglichen Volumens. Die Dimensionen sind 68mm für die Querachse und 35mm für die Hälfte der Längsachse, so daß man von einer nahezu gleichmäßigen Kugelform ausgehen kann. Das Gewicht des Bruchstücks beträgt 110g, das Gesamtgewicht hätte somit bei rund 440g gelegen. Der Durchmesser des Bohrlochs an der Oberfläche liegt bei rund 20mm, er verjüngt sich zum Kugelinneren hin. Das Gestein ist auch hier ein Massenkalk. Die Farbe ist von einem hellen Beige, welches von millimeterschmalen, roten, parallel zueinander liegenden Streifen durchzogen wird.&lt;br /&gt;
Der geringe Durchmesser der Bohrungen beider Kugeln lässt einen Gebrauch als Gewicht für Grabstöcke irrealistisch erscheinen, da ein so dünner hölzerner Stiel seitliche Kräfte, wie sie beim Stochern und Heraushebeln auftreten, nicht hätte aufnehmen können. Ein zäher biegsamer Stock hätte sich gebogen, ein harter, starrer Stab wäre bei seitlicher Belastung gebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich handelt es sich bei den vier Stücken um Keulenköpfe wofür auch die sorgfältige und zeitaufwendige Bearbeitung sprechen. Ein flexibler Stiel aus Holz oder eventuell aus getrockneter Nilpferdhaut wäre hier angebracht. Bei guter Schlagfestigkeit hat Kalkstein den Vorteil gegenüber anderen in Betracht kommenden Gesteinen, sich relativ gut bohren zu lassen. Außerdem ist er neben Sandstein das einzige wirtschaftlich und technisch bohrbare Material, welches in Abu Tartur ansteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Tabelle 9 wird die Schlagfestigkeit verschiedener Gesteine verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.3.) 1017 – 32/5'''   &lt;br /&gt;
*Pfriem aus verkieseltem Holz mit geschliffener Spitze. ( 70 x 9 x 5 mm) Weitere Bearbeitungsspuren sind nicht vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.4.) 1017 – 33/18'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 3, Dimensionen 43 x 7,5 x 4,5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.5.) 1027 – 158/7'''   &lt;br /&gt;
*Pfriem aus beige – weißlichem, gut durchscheinendem Feuerstein. Das Artefakt ist auf der Ventralseite an beiden Rändern durchgehend retuschiert, die Spitze ist geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.6.) 1017 – 188/31'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 3, Dimensionen = 91 x 9 x 6 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.7.) 1017 – 33/23'''    &lt;br /&gt;
Wie Nr. 3, Dimensionen = 102 x 7 x 4,5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.8.) 1015 – 147/3'''  &lt;br /&gt;
* „Windkanter“. Diese auf drei Seiten geschliffenen Stücke kommen auf Fundplätzen sporadisch vor. Außerhalb der Siedlungsgebiete sind sie nicht beobachtet worden Nr. 8 bis Nr. 10 bestehen aus verkieseltem Holz, aber es werden auch „Windkanter“ aus anderen Materialien angetroffen. Die Verwendung dieser Stücke ist rätselhaft. Dimensionen = 49 x 9 x 8 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.9.) 1015 – 147/2'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 8, Dimensionen = 61 x 9 x 8 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.10.) 1015 – 147/1'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 8, Dimensionen = 76 x 11 x 8,5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.11.) 0006/83/1'''   &lt;br /&gt;
*Durchbohrtes Landschnecken – Gehäuse ( zootecus insularis )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.12.) 0006/83/2'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.13.) 0006/83'''   &lt;br /&gt;
*Meeresschnecke. Die Öffnung wurde durch Abschleifen erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den vier durchbohrten, kugelähnlichen Gebilden wurde ein Stück auf  dem Fundplatz 1024/82 entdeckt. Es besteht aus grauem Massenkalk, ist eiförmig ausgebildet mit einer Längsachse von 66 mm und einer Querachse von 55 mm. Die obere Partie, rund um das konische Bohrloch, ist parallel zur Querachse abgeflacht. Die Bohrung misst an der Oberfläche rund 17 mm im Durchmesser. Das Gewicht des Bruchstücks, welches rund ein Drittel des Gesamtkörpers ausmacht, beträgt 100g. Es kann folglich von 300g für das vollständige Artefakt ausgegangen werden '''Abb. 7 – 7.1'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweites Stück stammt vom Fundplatz 0015/83 und repräsentiert nur noch ein Viertel des ursprünglichen Volumens. Die Dimensionen sind 68 mm für die Querachse und 35 mm für die Hälfte der Längsachse, so dass man von einer nahezu gleichmäßigen Kugelform ausgehen kann. Das Gewicht des Bruchstücks beträgt 110g, das Gesamtgewicht hätte somit bei rund 440g gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Durchmesser des Bohrlochs an der Oberfläche liegt bei rund 20 mm, er verjüngt sich zum Kugelinneren. Das Gestein ist auch hier ein Massenkalk. Die Farbe ist von einem hellen Beige, welches von millimeterschmalen, roten, parallel zueinander liegenden Streifen durchzogen wird '''Abb. 7 – 7.2'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kleinere durchbohrte Kugel wurde auf dem Plateauplatz 0001 B/82 gefunden, sie ist zur Hälfte erhalten. Das obere Ende ist stark abgeflacht, so dass der Durchmesser entlang der Bohrung 44,5 mm, der Durchmesser rechtwinklig zur Bohrung 53,5 mm beträgt. Die Bohrung selbst hat eine Weite von 13 – 15mm. Das Werkzeug beseht aus grauem, streifigem Sinterkalk, der wahrscheinlich aus einer eingebrochenen Tropfsteinhöhle in der Nähe der Fundstelle stammt. Außer einem kleinen Bruchstück einer weiteren Sinterkalk- Kugel befinden sich größere Mengen unbearbeitetes Werkmaterial vor Ort. Das Gesamtgewicht des Artefakts dürfte bei 190g gelegen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich handelt es sich bei den vier Stücken um Keulenköpfe wofür auch die sorgfältige und zeitaufwendige Bearbeitung sprechen. Ein biegsamer Stiel aus Holz oder besser aus getrockneter Nilpferdhaut wäre hier angebracht. Bei guter Schlagfestigkeit hat Kalkstein den Vorteil gegenüber anderen in Betracht kommenden Gesteinen, sich relativ gut bohren zu lassen. Außerdem ist er neben Sandstein das einzige wirtschaftlich und technisch bohrbare Material, welches in Abu Tartur ansteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 9''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Gesteinsart'''|| '''Spez. Gewicht'''|| '''Schlagfestigkeit nach DIN 52109'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| || (kg / dm3)|| Anzahl der Schläge bis zur Zerstörung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Dichter Kalkstein||2,70 – 2,90||8-10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Serpentinfels||2,62 – 2,78||6-15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Quarzitischer Sandstein||2,64 – 2,68||8-10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Grauwacke||2,64 – 2,68||10-15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Quarzsandstein||2,64 – 2,72||5-10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Basalt|| 3,00 – 3,15|| 12-17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Granit||2,62 – 2,85||10-12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In '''Tabelle 9''' wird die Schlagfestigkeit verschiedener Gesteine verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abb. 8 – (8.1-8.4)''' zeigt unter anderem das erste in Abu Tartur gefundene, polierte langschmale, mittig durchbohrte Artefakt, welches „Webschiffchen“ genannt wurde und vom Fundplatz 1014/82 stammt. Weitere, auch zerbrochene Stücke kamen hinzu. Die in Dakhla beobachteten Exemplare wurden von M. Mc Donald „toggles“ genannt. Ein weiteres „Webschiffchen“ wurde in der kleinen Bruchsenke nördlich des Abu Tartur Massivs im Fundstellenbereich Abu Gerara von H. Riemer gefunden. Das Material dieser Artefakte ist eisenhaltiger Tonstein oder dichter Kalkstein. Der Name soll nicht auf die Funktion sondern auf die Form hinweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Diabolos_Ohrstecker_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 8: Webschiffchen, Diabolos und Ohrstecker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.1.) 1014'''   &lt;br /&gt;
*Die natürliche Oberfläche dieses Tonsteinartefaktes liegt tiefer als die geschliffenen und polierten Ränder. Die Öffnung in der Mitte wurde mit einem Stichel von beiden Seiten her geritzt. Die Dimensionen des „Webschiffchens“ sind: Länge = 104mm; Breite = 30mm; Dicke = 4 – 5mm. Die Öffnung ist 7,46mm lang und 1,88mm breit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.2.) 1085'''   &lt;br /&gt;
*Das Stück besteht aus grau- braunem, streifigem Kalkstein, es ist zur Gänze geschliffen. Die Bohrung ist konisch von beiden Seiten angesetzt. Die Öffnung beträgt 3,48mm. Die weiteren Dimensionen dieses „Webschiffchens“ sind: Länge = 97mm; Breite = 20mm; Dicke = 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.3.) 1024 – 48/A'''  &lt;br /&gt;
*Eine stark eisenhaltige Tonsteinplatte diente zur Herstellung dieses „Webschiffchens“. Das Fragment, nur die Hälfte des ursprünglichen Artefakts ist erhalten, zeigt Schliff am gerundetem Ende sowie an seinen seitlichen Begrenzungen. Die zur Hälfte erhaltene Bohrung war rund und wurde fast gänzlich von einer Seite hergestellt. Um den Bohrer ansetzen zu können, wurde die Stelle mit einem Stichel vorbereitet. Länge des Bruchstückes = 48mm; Breite = 22,5mm; Dicke = 3mm. Der Durchmesser der Bohrung durfte 3,79mm betragen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.4.) 0014'''   &lt;br /&gt;
*Dieses Fragment eines „Webschiffchens“ ist an seiner Bruchstelle nachgeschliffen worden und aus diesem Grund in irgendeiner Weise benutzt worden. Fast die gesamte Fläche der Tonsteinplatte ist poliert, die Öffnung ist von beiden Seiten geritzt worden, sie misst 5,43mm in der Länge und 2,39mm in der Breite. Die Länge des Fragments beträgt 45mm; die Breite 25mm und die Dicke 6mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.5.) 1024'''   &lt;br /&gt;
*Pflock aus Kalzit, weiß patiniert, Länge = 32,5mm; Durchmesser Kopf = 10mm; Durchmesser Mitte = 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.6.) 1024'''   &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus hellgrauem Baryt, das Stück ist stark durchscheinend und die Kristallstruktur ist deutlich auszumachen. Auf den im Zentrum liegenden Spaltflächen sind Regenbogenfarben sichtbar. Länge = 34mm; Durchmesser oberer Kopf = 15 – 18mm; Durchmesser unterer Kopf = 15 – 17mm; Durchmesser Taille = 10 – 11mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.7.) 1013 – 39/14'''  &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus weißem Kalzit. Länge = 33mm; Durchmesser oberer Kopf = 16,5 – 19mm; Durchmesser unterer Kopf = 20 – 21,5mm; Durchmesser Taille = 8 – 9mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.8.) 1024 – 48/H'''   &lt;br /&gt;
*Pflock aus weißem Kalzit. Länge = 49,5mm; Durchmesser Kopf = 11 – 13mm; Durchmesser Mitte = 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.9.) 1024 – 48/L'''  &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus weißem Kalzit mit deutlichen Verwitterungsspuren. Länge = 34mm; Durchmesser oberer Kopf = 13 – 14mm; Durchmesser unterer Kopf = 13mm; Durchmesser Taille = 7 – 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.10.) 1032'''   &lt;br /&gt;
*Pflock aus grau- weißem, stark durchscheinendem Baryt. Länge = 31mm; Durchmesser Kopf = 15mm; Durchmesser Mitte = 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.11.) 0049'''   &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus weiß patiniertem Kalzit. Länge = 34,5mm; Durchmesser oberer Kopf = 13 – 14mm; Durchmesser unterer Kopf = 13mm; Durchmesser Taille = 6 – 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.12.) 1024'''   &lt;br /&gt;
*Weißer abgebrochener Kalzitpflock mit ausladendem Kopf und Einschnürung unterhalb des Kopfes. Länge = 27mm; Durchmesser Kopf = 15 – 17mm; Durchmesser Einschnürung = 7 – 7,5mm; Durchmesser Mitte = 7,5 – 8mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.13.) 1044 – 163/B'''   &lt;br /&gt;
*Oberteil eines weißen Kalzitpflocks. Länge = 29mm; Durchmesser Kopf = 15 – 17mm; Durchmesser Mitte = 10 – 11mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.14.) 0059 – 166/A'''   &lt;br /&gt;
*Unterteil eines hellbeigefarbenen Pflocks aus durchscheinendem Kalzit. Die Kristallstruktur ist gut zu erkennen. Länge = 35,5mm; Durchmesser Mitte = 10mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschliffene und polierte „Pflöcke“ und „Diabolos“ sind aus Kalzit- und Barytkristallen hergestellt worden '''Abb. 8 – (8.5-8.14)'''. Ein beliebter Rohstoff war die Schale von Straußeneiern, aus der die überaus zahlreichen „Perlen“ gearbeitet wurden. Aber auch Muschelschalen und Schneckengehäuse sowie Knochen und Elfenbein dienten zur Herstellung von Schmuckobjekten. Selbst härteste Werkstoffe fanden schon Verwendung. Die Technologie war so weit entwickelt, dass auch Material wie Silikatgestein, Amazonit und Basalt erfolgreich gebohrt, geschliffen und poliert werden konnte '''Abb. 9'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Straußeneiperlen_S1_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 9: Verschiedene Ausführungen von Perlen und anderem Schmuck&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)  1024 – 5/G'''   Bruchstück einer Muschelschale, die am oberem Rand zwei Bohrungen aufweist, wovon die linke stark ausgeblasen ist, während die rechte, geschützt durch ein eingeklemmtes Sandkorn, ihren ursprünglichen Durchmesser nahezu beibehalten hat. Dimensionen = 21 x 16,5 x 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)  1024 – 48/D'''  Großes, gerundetes Straußenei – Schalenstück mit großer, von beiden Seiten geführter Bohrung. F.Wendorf und A.E. Close beschreiben ein ähnliches Stück vom Fundplatz E-79-6 ( Wendorf, Schild, Close 1984 ) Auch die Dimensionen liegen in der gleichen Größenordnung. Das Abu Tartur Stück misst 34 x 29 x 2mm. Die Bohrung hat einen Durchmesser von 6,5mm. Die Ränder sind stark windüberformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)  1024 – 5/H'''   Der bis auf die zentrale Bohrung unbearbeitete Hornstein ist an den Rändern von Windschliff gekennzeichnet, die doppelt konische Bohrung weist eine Tiefe von 6,2mm auf. Die Dimensionen sind 42 x 20 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)  124 – 48/K'''   Das weiß-rot gebänderte, achatartige Gesteinsplättchen ist von beiden Seiten angebohrt worden, so daß der typische Doppelkonus sichtbar wird. Die unregelmäßige Polygonform ist 12,5mm hoch und 10,2mm breit. Die Dicke des Plättchens beträgt 3mm. Das Material ist an den Rändern durchscheinend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)  1005 – KT/1'''   Die Perle besteht aus einem dunkel rotbraunem, gebändertem und opakem Kieselgestein. Das Ausgangsmaterial war wahrscheinlich plattig ausgebildet. Die 3,5mm im Diameter messende Bohrung wurde von beiden Seiten durchgeführt. Der Außendurchmesser des Artefakts beträgt 7mm, die Dicke ist 3mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)  1005 – KT/2'''   Ebenfalls rot und braun gebändert aber dunkler als das oben beschriebene Stück ist diese recht dicke Perle. Ihr Außendurchmesser beträgt 7mm bis 8mm, die Bohrung beträgt knapp 3mm und die Dicke ist 5mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.)  1024 – 48/C'''   Das Röhrchen aus Amazonit ist von Wind überformt worden, wodurch der Durchmesser reduziert wurde und ein Ende schief gestaltet wurde. Das Vorkommen dieser Feldspatvariation ist normalerweise an Pegmatite gebunden, welche selbst im weiteren Umfeld von Abu Tartur nicht anzutreffen sind. Sehr ähnlich durchbohrte Zylinder oder tonnenförmige Körper sind dem Verfasser von neolithischen Siedlungsplätzen aus dem       Air – Gebirge in der Republik Niger bekannt. Hier wurde auch ein durchbohrter Zylinder aus ägyptisch anmutendem, streifigem Alabaster beobachtet, der wiederum in diesem Gebiet nicht vorkommt. Das Schmuckstück hat folgende Dimensionen: Länge = 9mm ; Durchmesser außen = 9mm ; Durchmesser innen = 5mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.)  0006 – SE'''   Fragment einer Straußenei – Schale, welche auf der Außenseite durch vier Reihen von Punkten verziert ist. Die Reihen haben untereinander einen Abstand von 3mm, die Punkte in den Reihen sind rund 2mm voneinander entfernt. Die Abmessungen des Stückes sind 18 x 13,5 x 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9.)  0060 – SE'''   Das verzierte Straußenei – Fragment weist den Rand einer Bohrung auf, die von der Innenseite der Schale ausgeführt worden ist. Außer dem Bohrkonus weist die Innenseite zwei tiefe Rillen auf. Die Außenseite ist tief und stark eingekerbt. Ein Rand des Fragments ist mit Kerben versehen. Das Motiv besteht aus z.T. parallelen tiefen Kerben und anderen weniger tiefen Ritzungen, welche die Zwischenräume ausfüllen. Die Dimensionen des nahezu dreieckigen Stückes sind 16mm für die Höhe, 15mm für die Basis und 2mm für die Dicke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.) 0059 – 166/C'''  Die Verzierung dieses Fragments einer Straußeneischale besteht lediglich aus zwei parallel zueinander verlaufenden, geraden Linien. Die Tiefe der Ritzungen ist gering. Die Dimensionen sind 12,5 x 10,5 x 2. ( Zwei weitere Stücke mit parallelen Ritzungen wurden auf dem Fundplatz 0002/84 beobachtet, allerdings sind dort die Linien leicht gekrümmt und sie liegen dichter beieinander. )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11.) 0007 – S1'''   Die kleine, langgestreckte und gerundete „Perle“ ist aus einem schwarzem Gestein hergestellt. Sie ist geschliffen und poliert aber nicht durchbohrt. Das Material weist an der Oberfläche keinerlei Körnung auf, Basalt ist daher ausgeschlossen, möglich wäre eventuell Obsidian. Die Dimensionen sind 11 x 4,5 x 5,6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12.) 0007 – S2'''   Dieser kleine, zylindrische Körper wurde an zwei Stellen rundum eingekerbt. Das Material ist weiß, durchscheinend und hart. Im Gegenlicht werden rechtwinklig zur Längsachse verlaufende Schichtungen erkennbar. Möglichkeiten das Material betreffend wäre Kalzit oder Muschelschale. Die Dimensionen sind: Länge = 12,4mm ; Durchmesser in der Mitte = 4mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13.) 1006 – S'''   Bei diesem Stück handelt es sich um einen Zahn, er wurde an seiner Spitze dergestalt gekerbt, daß eine Schnur, die in der Kerbe hätte angebracht werden können, das Stück als Anhänger hätte tragen können. Die Länge beträgt 21,2mm, die Dicke des oberhalb der Kerbe liegenden Teils ist 3mm, die stärkste Dicke des Zahns ist 6,2mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''14.) 1023 – S'''   Der durchbohrte Anhänger ist aus einem weichem, sich fettig anfühlendem Gestein hergestellt. Das außermittig angebrachte Bohrloch wurde von beiden Seiten angesetzt. Die Länge beträgt 17mm, die Breite maximal 10mm, die Dicke oberhalb der Bohrung ist 3,5mm, unterhalb 5,8mm. Der Durchmesser der Öffnung beträgt 3mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''15.) 0029 – 173/C'''   Die eckige, perforierte Vorstufe zur Perlenherstellung ist cremefarben d.h. nahezu unverwittert. Die konische Bohrung wurde auf der Innenseite, welche Kratzspuren aufweist, angesetzt. Die Außenseite zeigt Aussplitterungen wie sie entstehen wenn der Bohrer durchstößt. Die Schale hat eine Dicke von 1,96mm, der Durchmesser der Bohrung beträgt 2,42mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''16.) 0001A – J'''   Die eckige, perforierte Schale wurde von beiden Seiten mit einem schwach konisch ausgebildetem Bohrer bearbeitet. Das Artefakt ist stark gedunkelt, wie die folgenden Stücke vom Fundplatz 0001A hat es in der Asche einer Feuerstelle gelegen. Die Dicke der Schale beläuft sich auf 1,72mm, die Bohrung misst 2,22mm im Durchmesser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''17.) 0001A – H'''   Das Schalenstück ist nicht durchbohrt, es zeigt auf der Innenseite lediglich Anfänge einer Bohrung. Merkwürdig sind die tiefen Ritzungen, oder sind es Verzierungen, die so normalerweise nur auf den Außenseiten von Straußenei – Schalen anzutreffen sind. Die Schale hat eine Wandstärke von 1,84mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''18.) 0001A – F'''   Wie Nr.15 auch hier wurde die Bohrung nur von der Innenseite her ausgeführt, die Außenseite zeigt Aussplitterungen. Die Dicke der Schale beträgt 1,9mm, der Durchmesser der Bohrung1,89mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''19.) 0001A – E'''   Wie Nr.17 mit Ausnahme der Ritzungen. Die Dicke der Schale ist 1,74mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''20.) 0001A – G'''   Wie Nr.18. Die Schale ist 1,79mm dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''21.) 1075 – 161/E'''   Neben den eckig perforierten Vorstufen zur Perlenherstellung ( Nr.15 bis Nr.20 ) existiert die gerundete, nicht durchbohrte Form. Die Rundung wird zunächst grob herausretuschiert, später folgt die Bohrung. Unvollendete Perforierungen sind bei dieser Vorgehensweise nicht beobachtet worden. Die Innenseite dieses Artefaktes weist Ritzungen auf. Der relativ große Durchmesser der Scheibe misst 14,39 bis 14,82mm, die Dicke 1,76mm. Die Farbe ist hellgrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''22.) 1075 – 161/G'''   Wie Nr.21. Durchmesser = 12,78 bis 13,11mm ; Dicke = 1,88mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''23.) 1075 – 161/F'''   Wie Nr.21. Durchmesser = 12,28 bis 12,88mm ; Dicke = 1,94mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''24.) 1075 – 161/D'''   Wie Nr. 21. Durchmesser = 12,02 bis 13,09mm ; Dicke = 1,89mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''25.) 0001A – D'''   Diese Scheibe ist sehr dunkel gefärbt, ihr Diameter entspricht eher der Durchschnittsgröße von Perlen, er beträgt in diesem Fall 8,80 bis 8,96mm, die Schalendicke ist 1,65mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''26.) 0001A – C'''   Wie Nr.25. Durchmesser 8,67 bis 9,58mm, Dicke = 1,56mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''27.) 1004 – P'''   Wie Nr.25, lediglich die Farbe ist hellgrau und die Ränder weisen Spuren von Windschliff auf. Durchmesser = 9,05 bis 9,83mm ; Dicke = 1,76mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28.) bis 34.) 0016 – 1P bis 7P   Die Serie von gerundeten und perforierten Scheiben stellt einen weiteren Produktionsschritt dar. Die vorhergehende Phase kann sowohl die Serie Nr.14 bis Nr.19 als auch die Serie Nr. 20 bis Nr.26 gewesen sein. Um zu einer gebrauchsfähigen Perle zu kommen fehlen noch die Arbeitsgänge des Schleifens und Polieren des Mantels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abmessungen der Vorderprodukte sind wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||  &lt;br /&gt;
|| P1&lt;br /&gt;
|| P2&lt;br /&gt;
|| P3&lt;br /&gt;
|| P4&lt;br /&gt;
|| P5&lt;br /&gt;
|| P6&lt;br /&gt;
|| P7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Durchmesser außen&lt;br /&gt;
|| 9,77&lt;br /&gt;
|| 9,49&lt;br /&gt;
|| 9,43&lt;br /&gt;
|| 9,46&lt;br /&gt;
|| 9,62&lt;br /&gt;
|| 9,45&lt;br /&gt;
|| 9,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Durchmesser innen&lt;br /&gt;
|| 3,12&lt;br /&gt;
|| 2,86&lt;br /&gt;
|| 2,21&lt;br /&gt;
|| 2,58&lt;br /&gt;
|| 2,68&lt;br /&gt;
|| 3,08&lt;br /&gt;
|| 2,93&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dicke der Schale&lt;br /&gt;
|| 1,84&lt;br /&gt;
|| 1,97&lt;br /&gt;
|| 1,83&lt;br /&gt;
|| 1,81&lt;br /&gt;
|| 1,84&lt;br /&gt;
|| 1,80&lt;br /&gt;
|| 1,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe der unpolierten Perlen ist creme bis hellbeige, die konischen Bohrungen sind alle von einer Seite ausgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.) bis 42.) Das Endprodukt „Perle“ zeichnet sich dadurch aus, daß der polierte Rand mit den beiden Oberflächen der Schale einen rechten Winkel bildet. Auf einer glatten, horizontalen Unterlage können frische, nicht windüberformte Perlen hingestellt werden, sie fallen nicht um.&lt;br /&gt;
Die hier dargestellten Exemplare stammen von den verschiedenartigsten Fundplätzen, alten und jungen, aus der Ebene und vom Plateau. Damit kann belegt werden, daß Straußenei – Perlen über lange Zeiträume von verschiedenen Kulturen immer auf diese Weise gefertigt worden sind, zumindest in dem in Frage kommenden geographischen Bereich.&lt;br /&gt;
Cremefarbene und beige Töne herrschen vor. Die mehr oder weniger konischen Bohrung setzen bei allen Perlen dieser Serie auf einer Seite an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''35.) 0050 – P'''   Eine Ausnahme gegenüber den anderen besprochenen Stücke bildet der Mantel dieser Perle, der nicht rechtwinklig zur Längsachse steht, sondern, obwohl geradlinig, geneigt verläuft. Die Neigung ist aber so leicht, daß auch diese Perle hingestellt werden kann. Dimension: Durchmesser außen = 5,11mm ; Durchmesser innen = 1,98mm, Dicke = 1,78mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''36.) 0007 – 17'''   Dimensionen: Durchmesser außen = 5,35mm ; Durchmesser innen = 1,99mm Dicke = 1,78mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''37.) 1005 – P1'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 6,74mm ; Durchmesser innen = 2,56mm, Dicke = 1,81mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''38.) 0056 – 41'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 7,23mm ; Durchmesser innen = 3,18mm, Dicke = 1,49mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''39.) 1004 – P1'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 8,40mm ; Durchmesser innen = 3,02mm, Dicke = 1,86mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''40.) 0030 – 171/D'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 8,84mm ; Durchmesser innen             = 3,00mm ; Dicke = 1,61mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''41.) 0007 – 12'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 8,79mm ; Durchmesser innen = 2,77mm,&lt;br /&gt;
Dicke = 1,94mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''42.) 0016 – 86'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 9,11mm ; Durchmesser innen = 3,15mm, Dicke = 1,88mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
43.) bis 50.)  Diese Serie zeigt die Auswirkungen der exogenen Kräfte im allgemeinen und der Windüberformung im besonderen. Die Farbe der Perlen ist grau oder dunkel beige, alle ehemaligen Kanten sind abgerundet. Die Zentrale Bohrung scheint von beiden Seiten ausgeführt zu sein, die Wandstärke der Perlen ist verringert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''43.) 1002 – 141/A'''  Eckige, perforierte Vorstufe zur Perlenherstellung, der Durchmesser der Bohrung beträgt 3,00mm, die Dicke der Schale ist 1,89mm. Obwohl die äußere Begrenzung schon verrundet ist, kann der allgemeine Abschliff als nicht weit fortgeschritten bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''44.) 1002 – 141/C'''  Wie Nr. 43, Bohrdurchmesser = 3,96mm, Dicke der Schale = 1,71mm. Die Zerstörung ist weiter fortgeschritten als bei Nr.42.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''45.) 1004 – P2'''  Bei der kleinen, nun ringförmigen Perle ist die Erosion soweit fortgeschritten, daß von der ursprünglichen Oberfläche der Eierschale nichts übrig geblieben ist. Die Dimensionen sind: Durchmesser außen = 4,56mm ; Durchmesser innen = 2,11mm ; &lt;br /&gt;
Dicke = 1,32mm maximal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''46.) 1005 – P2'''  Auf einer Seite ist noch eine schmale Zone der ursprünglichen Schalenoberfläche zu erkennen. Die Dimensionen betragen: Durchmesser außen = 5,73mm ;&lt;br /&gt;
Durchmesser innen = 2,98mm ; Dicke = 1,15mm maximal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''47.) 1005 – P3'''  Auf einer Seite der Perle ist noch eine schmale, nicht abgetragene Fläche zu erkennen. Die Dimensionen betragen: Durchmesser außen = 5,87mm ; Durchmesser innen = 2,99mm ; Dicke = 1,60mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''48.)  1005 – P4'''  Beide Seiten weisen noch gerade, glatte Teilflächen auf. Die Abmessungen der Perle betragen Außendurchmesser = 7,76mm ; Innendurchmesser = 3,74mm ; Dicke = 1,63mm maximal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''49.)  1005 – P5'''  Wie Nr.48, Dimensionen: Außendurchmesser = 8,10mm ; Innendurchmesser = 4,12mm ; Dicke = 1,47mm maximal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''50.) 1005 – P6'''  Wie Nr.48, doch ist der Anteil von geraden und glatten Teilflächen auf einer Seite der Perle größer. Die geringe Dicke des Exemplars weist auf einen erhöhten Windabrieb der gegenüberliegenden Seite hin. Dimensionen: Durchmesser außen = 8,48mm ; Durchmesser innen = 3,71mm ; Dicke = 1,17mm maximal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Beile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Beile_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1046''' &lt;br /&gt;
*Dieses große und schwere Beil aus Diorit ist stark windüberformt. Schliffspuren sind lediglich auf einer Seite im Bereich der Schneide zu erkennen. Die Schneide ist leicht gerundet sowie alle weiteren Begrenzungslinien auch. Lediglich in der Seitenansicht ist eine gewisse Parallelität der Linien  zu erkennen. Zum Nacken hin verringert sich die Breite des Beils. &lt;br /&gt;
Länge = 110mm ; Breite = 53mm ; Dicke = 28mm ; Gewicht = 230g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1058/ 1''' &lt;br /&gt;
*Ebenfalls aus Tiefengestein hergestellt ist dieses elegante Beil. Wegen der sehr dunklen, fast schwarzen Färbung dürfte es sich um Gabbro handeln. Während die Schneide stark gerundet ist, verlaufen die seitlichen Begrenzungslinien schräg, in fast geraden Linien auf den ebenfalls geradlinigen Nacken zu, wobei sich die Breite des Artefaktes stetig verringert. Die Polierung bezieht sich, mit Ausnahme des Nackens, auf die gesamte Vorder- und Rückenseite. &lt;br /&gt;
Länge = 71mm ; Breite = 59mm ; Dicke = 25mm ; Gewicht = 140g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1005''' &lt;br /&gt;
*Ockerfarbener, feinkörniger, quarzitischer Sandstein ist das Material dieses Beils. Der Nacken besteht aus einer tektonischen Gleitfläche, die ehemaligen Sedimentationsflächen verlaufen parallel zur gerundeten Schneide, sie sind durch Farbeinlagerungen kenntlich gemacht. Die seitlichen Begrenzungen verlaufen fast parallel zueinander. Bis auf die Pickungen an den Nackenrändern ist das Artefakt voll geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
Länge = 66mm ; Breite = 48mm ; Dicke = 30mm ; Gewicht = 135g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1058/ 2''' &lt;br /&gt;
*Grau – grün und beige gestreifter, quarzitischer Sandstein ist das Ausgangsmaterial dieses Beils. Die Schneide ist stark gerundet und bildet von vorne gesehen eine Wellenlinie. Die seitlichen Begrenzungen verlaufen geradlinig und sich verjüngend zum nahezu geradlinigem, von einem Bruch gebildetem Nacken. Beide Seiten sind voll geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
Länge =  65mm ; Breite = 49mm ; Dicke = 24mm ; Gewicht = 110g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 1024''' &lt;br /&gt;
*Dieses Artefakt ist aus einem schwarzem Vulkanit gefertigt, die Oberfläche ist von unregelmäßigen Rillen und anderen Vertiefungen durchzogen. Das Beil hat eine Dreiecksform mit abgerundeten Ecken und ist relativ schmal. Die Gesamtoberfläche ist geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
Länge = 62mm ; Breite = 46mm ; Dicke = 14mm ; Gewicht = 46g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 1017''' &lt;br /&gt;
*Ebenfalls aus schwarzem, nicht näher identifizierten Vulkanit ist dieses gänzlich geschliffene und polierte Beil gefertigt. Die Schneide ist nur leicht gerundet, bogenförmig leiten die seitlichen Begrenzungslinien zum abgerundetem Nacken. Die größte Dicke liegt, anders als bei den übrigen vorgestellten Stücken, in der Mitte des Beils.&lt;br /&gt;
Länge = 52mm ; Breite = 34mm ; Dicke = 23mm ; Gewicht = 48g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0341_Beile_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Polierte und geschliffene Beile, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Wirkung der Deflation auf Straußeneiperlen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perlen in allen Stadien ihrer Herstellung sowie auch in allen Stadien ihrer Zerstörung durch Wind, Sand und Sonne, gehören auf den Abu Tartur Fundstellen zum Standartinventar. Auf einigen Plätzen kommen sie in großen Mengen vor.&lt;br /&gt;
Um klar darzulegen wie Perlen bei ihrer Herstellung beschaffen waren und wie sie sich während langer Deflationsperioden verhalten und verändern, werden im Folgenden drei Gruppen von je hundert Stücken verschiedenen Erhaltungsgrades verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, obwohl auch diese schon weitgehend Zufälle ausschließt, konnte nicht größer gewählt werden, da es bei Oberflächenbeobachtungen nur unter besonders günstigen Umständen zu Funden von unverwitterten Perlen kommt. Die Stückzahl der Vergleichsgruppen ist der Gruppenstärke der „frischen“ Perlen angepasst worden.&lt;br /&gt;
Die von Verwitterungsschäden weitgehend unbeeinflusste Perle zeichnet sich im allgemeinen durch folgende drei Punkte aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1.) Farbe: Sie ist hell- eierschalen bis beige. Bei Einfluss von Licht färbt sich die Schale grau.&lt;br /&gt;
* 2.) Geometrie: Die „Perle“ ist ein gerader, kreiszylindrischer Körper von geringer Höhe. Der Mantel des Zylinders bildet mit der unteren und oberen Kreisfläche je einen rechten Winkel. Verrundungen des Mantels sind auf Deflation zurückzuführen.&lt;br /&gt;
* 3.) Bohrung: Die zentrale Bohrung wird, wie bei der geringen Wandstärke nicht anders zu erwarten, im Prinzip nur von einer Seite aus angesetzt. Durch spätere Windüberformung kann der Eindruck entstehen, es sei von zwei Seiten gebohrt worden. Die Vergleichsmessungen beziehen sich auf den Außendurchmesser, den Innen- oder Bohrungsdurchmesser sowie auf die Dicke der Perlen. Die Messungen wurden bis auf ein Hundertstel Millimeter genau durchgeführt. Diese Genauigkeit und die Menge der Objekte waren ausschlaggebend für das erzielte Resultat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Durchschnittswerte sind wie folgt :&lt;br /&gt;
* A.) Unverwitterte Perlen &lt;br /&gt;
Durchmesser außen 	= 	7,7mm (von 9,58mm – 5,03mm) - &lt;br /&gt;
Durchmesser innen 	= 	2,7mm (von 3,48mm – 1,90mm) - &lt;br /&gt;
Dicke 			= 	1,8mm (von 2,11mm – 1,35mm)&lt;br /&gt;
* B.) Windüberformte Perlen&lt;br /&gt;
Durchmesser außen	= 	7,4mm (von 10,99mm – 5,37mm) - &lt;br /&gt;
Durchmesser innen	= 	2,7mm (von 3,65mm – 1,50mm) - &lt;br /&gt;
Dicke			= 	1,7mm (von 2,06mm – 1,25mm)&lt;br /&gt;
* C.) Stark verwitterte Perlen&lt;br /&gt;
Durchmesser außen	= 	7,3mm (von 9,22mm – 5,54mm) - &lt;br /&gt;
Durchmesser innen	=	3,2mm (von 4,10mm – 2,39mm) - &lt;br /&gt;
Dicke			= 	1,5mm (von 1,87mm – 1,16mm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der Gruppe A haben die stark verwitterten Perlen, Gruppe C, rund 16% der Wandstärke der Straußeneischale eingebüßt, ~ 6% des Außendurchmessers verloren, und der Innendurchmesser ist um rund 15% gestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Materialverluste beginnen mit einer Verrundung der Peripherie, später reduzieren die exogenen Kräfte die Dicke und erweitern den Innendurchmesser indem zunächst die Bohrungen trichterförmig erweitert werden. Bevor die Perle gänzlich zerstört wird, entsteht ein Ring, der angeschnitten ein fast kreisrundes Profil zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Betrachtung über den möglichen Gebrauch von gerillten Steinen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Rillensteine sind im Arbeitsbereich Abu Tartur gefunden worden und zwar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ein Stein auf dem Fundplatz 0033/85&lt;br /&gt;
*Zwei Steine auf dem Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
*Ein	Stein auf dem Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
*Zwei Steine auf dem Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
*Drei	 Steine auf dem Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
*Ein 	Stein	auf dem Fundplatz 1027/84&lt;br /&gt;
*Zwei Steine auf dem Fundplatz 1073/86&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exemplare unterscheiden sich untereinander in der Größe, im Material und in der Form und Anzahl der Rillen.&lt;br /&gt;
Die ergonomisch günstige Form aller Steine suggeriert, dass das Werkzeug in der Hand gehalten worden ist, vielleicht auch zwischen den Knien, und nicht etwa als Unterlage gedient hat, da es dazu erstens zu leicht ist oder es zweitens durch Rundungen eine Instabilität gegen seitlichen Schub aufweist. Geht man davon aus, dass die Rille eine Gebrauchsoberfläche ist und keine Hilfsnut zur eventuellen Befestigung des Steines, dieses kann mit weniger Arbeitsaufwand erreicht werden, so kann eine Reihe von möglichen Anwendungsbereichen, wie z.B. jegliche Art von Gewichten, ausgeschaltet werden.&lt;br /&gt;
Bleibt also die schmirgelnde Wirkung der Rille indem das Werkzeug über das Werkstück oder aber umgekehrt das zu bearbeitende Teil über den Rillenstein bewegt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0330_Rillensteine_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Rillensteine, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0331_Rillensteine_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Rillensteine, verschiedene Fundstellen Abu Tartur (der Rillenstein, Reihe oben Mitte, ist bereits auf der ersten Abbildung oben rechts zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Polieren von Straußeneiperlen, wie es in der Kalahari beobachtet worden ist und wohl auch noch gelegentlich heute beobachtet werden kann, muss aus technischen Gründen für die meisten in Abu Tartur gefundenen Stücke ebenfalls ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der feinkörnige Sandstein ist zum Polieren wegen seiner Rauhigkeit ungeeignet. Unverwitterte Straußeneiperlen, man sollte sie besser perforierte Scheiben nennen, weisen sehr glatte Flächen an ihrer Peripherie auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zieht man aufgereihte Perlen in einer Hin- und Herbewegung durch die Nut parallel zu ihrer Achse, kommt es selbst bei strammer Verknotung zu einer seitlichen Verkantung der Perlen. Das hat zur Folge, dass die zu bearbeitenden Oberflächen nicht rechtwinklig zu der Werkstückachse liegen würden sondern Winkel oder zumindest Rundungen bilden würden. Außerdem würden bei dieser Methode sämtliche Perlendurchmesser gleich sein. Es scheint zwar nahe liegend Perlen in größeren Mengen aufgereiht gleichzeitig zu polieren, Beispiele dazu sind bekannt, aber um das gewünschte Resultat, perfekt runde Perlen mit rechtwinklig zur Grundfläche verlaufendem Mantel, wie sie in Abu Tartur gefunden wurden, zu erreichen, müssten die Perlen über eine flache Polierunterlage gerollt und nicht durch eine Schmirgelrille gezogen werden. Nur im ersten Fall wird die exakte Kreisform erreicht, was bei Hin- und Herbewegung problematisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nicht alle Rillendurchmesser und Rillenausbildungen stimmen mit den gängigen Perlengrößen überein. Eine 25mm breite, flache Nut hat wahrscheinlich einen anderen Zweck erfüllt. Die Frage stellt sich, welche Materialien nun in diesen Rillen bearbeitet werden konnten. Ein klassischer Werkstoff zum Schmirgeln ist Holz, und da die Werkzeuge längliche, halbkreisförmige und V- förmige Nuten im Radius von 4mm bis 25mm aufweisen, kann als wahrscheinlich angenommen werden, dass längere Stücke Holz im Bereich dieser Durchmesser geglättet worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:R1_Rillensteine_Zchng_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 10: Gerillte Steine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.1 Rillenstein Nummer 1, Fundplatz 1027/84'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 100mm, y = 63mm, z = 50mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: fein- bis mittelkörniger, weicher, heller Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	10mm, 	Länge 82mm, 	Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	10mm,	Länge 90mm, 	Tiefe 2,5mm &lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser	10mm,	Länge 80mm,	Tiefe 4,5mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die Rillen laufen parallel zueinander und sind auf drei Seiten des Steines angebracht, die vierte Seite ist ohne Rille, sie lässt Sedimentationsflächen erkennen. Die gesamte Oberfläche des Rillensteins ist durch Picken aufgerauht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.2 Rillenstein Nummer 2, Fundplatz 1005/83'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 89mm, y = 74mm, z = 57mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: fein- bis mittelkörniger, weicher, heller Sandstein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	  9mm,	Länge 71mm,	Tiefe 8mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	  9mm, 	Länge 41mm,	Tiefe 8mm&lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser 	25mm, 	Länge 50mm,	Tiefe 5mm  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Rille I und II kreuzen sich. Das Werkzeug ist einseitig in seiner x- Achse stark windüberformt, die nicht erodierte Oberfläche ist durch Picken aufgerauht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.3 Rillenstein Nummer 3, Fundplatz 1017/82'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 50mm, y = 45mm, z = 14mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: feinkörniger, weicher, heller Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: zwei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	10mm,	Länge 50mm,	Tiefe 6,5mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	  9mm, 	Länge 45mm,	Tiefe 6mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein besteht aus einem Bruchstück eines plattigen Sandsteins. Rille I und II kreuzen sich. Parallel zu Rille II ist der Rand einer dritten Rille sichtbar. Als Schwachpunkt hat sie hier den Bruch bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.4 Rillenstein Nummer 4, Fundplatz 1073/86'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 73mm, y = 65mm, z = 18mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: weiches, graues Sedimentgestein, vermutlich Gips. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 9mm, Länge 73mm, Tiefe 5mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: wie Rillenstein Nummer 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.5 Rillenstein Nummer 5, Fundplatz 1024/82'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 150mm, y = 69mm, z = 17mm&lt;br /&gt;
(Die Länge von x ist geschätzt, da der Stein zerbrochen ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: dunkler Vulkanstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 4mm, Länge 52mm, Tiefe 2mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die Rille ist V- förmig eingeritzt, der allseitig geschliffene Stein weist in der y- Achse einen Bruch auf, die Seiten des Rillensteins sind einmal konkav, einmal konvex ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.6 Rillenstein Nummer 6, Fundplatz 0033/85'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 94mm, y = 78mm, z = 6mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: fein- bis mittelkörniger, weicher, mitteldunkler Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser 	  5mm,	Länge 62mm, 	Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	  5mm,	Länge 51mm,	Tiefe 2,5mm&lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser	  5mm,	Länge 56mm,	Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein besteht aus einem plattigen Sandsteinfragment, die Windüberformung ist weit fortgeschritten, eine vierte Rille ist parallel zu den Rillen II und III zu erahnen. Rille I liegt auf der Rückseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.7 Rillenstein Nummer 7, Fundplatz 1023/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 110mm, y = 91mm, z = 42mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: mittelkörniger, weicher, heller Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	10mm,	Länge 109mm,	Tiefe 2,5mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	13mm,	Länge   82mm,	Tiefe 4mm&lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser	  5mm, 	Länge   73mm, Tiefe 1mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein gleicht einem flach ovalen Reibstein und ist wahrscheinlich aus einem solchen hervorgegangen. Rille I und II kreuzen sich, die Oberfläche des Steines und die der Rille I sind durch Picken aufgerauht. Die gegenüberliegende Oberfläche mit Rille III ist stark windüberformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.8 Rillenstein Nummer 8, Fundplatz 1023/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: Bruchstück eines flach ovalen Reibsteines mit möglichen Abmessungen wie Rillenstein Nr. 10.7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: Feinkörniger, mittelharter, mitteldunkler Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine erkennbare.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 10mm, Länge ?, Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die gerillte Seite ist geglättet und leicht gewölbt, die gegenüberliegende Seite ist durch Picken aufgerauht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.9 Rillenstein Nummer 9, Fundplatz 1024/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 120mm, y = 109mm, z = 34mm&lt;br /&gt;
(Die Länge von x ist geschätzt, da der Stein zerbrochen ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: sehr feinkörniger, harter, mitteldunkler Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 12mm, Länge 92mm, Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein ist aus einem flach ovalen Reibstein gearbeitet, beide Arbeitsseiten sind fein geschliffen und gewölbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.10 Rillenstein Nummer 10, Fundplatz 1005/83''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 56mm, y = 44mm, z = 19mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: Sediment mit feiner Grundstruktur, in welche dunkle Körner eingebettet sind, weich, dunkelgrau, wahrscheinlich kalk- oder gipshaltig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 10mm, Länge 50mm, Tiefe 5mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Das Artefakt ist stark erodiert, Querriefen innerhalb der Rille sind jedoch noch erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.11 Rillenstein Nummer 11, Fundplatz 1024/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 100mm, y = 95mm, z = 29mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: grogkörniger, mittelharter, schwarzer Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 25mm, Länge 80mm, Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Es handelt sich um einen umgearbeiteten rund ovalen Reibstein mit parallelen, glatten Flächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.12 Rillenstein Nummer 12, Fundplatz 1073/86''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 67mm, y = 67mm, z = 32mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: weiches, graues Sedimentgestein, vermutlich Gips.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 11mm, Länge 65mm, Tiefe 4mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die Rille des nur an den Seiten unregelmäßig bearbeiteten Steines besteht aus drei parallelen V- förmigen Vertiefungen und unterscheidet sich dadurch von allen vorher genannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praktische Anwendungsbereiche sind vielseitig, genannt seien Pfeil- und Speerschäfte und Stiele für alle möglichen Geräte zu Jagd, zur Feldbestellung und für den Haushalt. Technisch möglich ist ebenfalls das Schmirgeln von Knochen oder das Glätten gespannter Lederseile und Schnüre. Für den letzteren Arbeitsvorgang können auch die Rillensteine '''Abb. 10.1-10.4''' sowie Steine mit einfacher V- förmigen Rille benutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Baustrukturen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinlegungen in der westlichen Wüste Ägyptens sind bekannt aus der Farafrasenke, wo eine italienische Forschergruppe im Wadi Obeiyid seit 1995 arbeitete und Bauten aus dem achten bis siebten Jahrtausend BP entdeckte. Diese Fundplätze liegen ca. 60 km von der Oase Qasr Farafra entfernt und bezogen ihre benötigten Wassermengen durch Niederschläge (B.E. Barich und G. Lucarini 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Strukturen wurden von M. Mc Donald vorgestellt, sie gehören in die Masara C Phase und liegen am Südwest- Ende des Abu Tartur Massivs, ebenfalls weit entfernt von den Quellen der Dakhla Oasen (Mc Donald 2002a, 2002b, 2002, 2003, 2006).&lt;br /&gt;
Auch Wendorf  und Schild (1980, 1984, 2001) berichteten über Bauten in Nabta und Kiseiba. &lt;br /&gt;
Wohnplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bedeutendeste Ansammlung von Baustrukturen in Abu Tartur befindet sich auf dem Plateau auf dem schon weiter oben angesprochenen Fundplatz 0049/85 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fundplatz 0002/84. Dort werden 19 halbmondförmige sicher zu definierende Steinlegungen und eine geschlossene, ovale angetroffen. Um die Dimensionen feststellen zu können, müsste das überlagernde Lockersediment abgetragen werden. An der Oberfläche sind Längen von 2 m messbar. Die geschlossene Struktur misst 2,00 m x 1,50 m. Der Platz wäre idealerweise für eine Ausgrabung geeignet.&lt;br /&gt;
Erkennbar größere Steinlegungen, da nicht überlagert, befinden sich auf dem Fundplatz 0061/87. Die Durchmesser der meist rundlichen „Hütten“ variiert von 2 m bis nahezu 4 m '''Abb. 11'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0061_87_Lageskizze.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 11: Runde Steinlegungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Steinkreise wurden auf folgenden Fundplätzen beobachtet:&lt;br /&gt;
*0006/83	eine kreisförmige Struktur von ca. 2 m Durchmesser&lt;br /&gt;
*0018/84	eine kreisförmige Struktur mit Öffnung, Durchmesser ca. 2 m&lt;br /&gt;
*0022/84	vier Steinkreise Durchmesser ca. 2 m auf dem Fundplatz, ein Kreis und eine offene Struktur in der Nähe des Fundplatzes.&lt;br /&gt;
*0003/83	mögliche Steinkreise, teilweise unter Hangschutt verdeckt&lt;br /&gt;
*1047/84	vier Steinkreise Durchmesser ca. 1,5 m innerhalb einer Kulturschicht&lt;br /&gt;
*1080/86	drei Steinkreise Durchmesser ca. 1,5 m – 2,0 m&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Dammartige Strukturen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonders schönes Beispiel bietet Fundplatz 0032/85. Ein etwa 40 m langer Damm sperrt den natürlichen Abfluss aus einer ca. 2 ha großen Senke. Der Fundplatz liegt in einem Kessel und ist von allen Seiten von Kalksteinhügeln umgeben, sie liegen im Norden bis zu sechs Metern über dem Niveau der Senke. Ein möglicher Überlauf für Regenwasser existiert nach Westen. Er liegt rund 40 cm höher als der Tiefpunkt des Kessels. Der Untergrund besteht aus Rotboden, an den Rändern von feinem Hangschutt, zur Mitte hin mit rezentem Trockenschlamm hellgrauer Färbung bedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nordseite ist durch die erwähnten Hügel einigermaßen windgeschützt. Hier befindet sich eine Konzentration von Artefakten, eingebettet im frischen Sediment. Es sind lediglich zwei Klingen, eine windüberformt, eine frisch, entnommen worden. Keramik ist häufig und zwar sowohl verziert als auch unverziert. Bis auf Reste von Mahlwerkzeug ist weiteres Fundgut nicht beobachtet worden.&lt;br /&gt;
Möglicherweise wurde auf diesem Fundplatz Regenfeldbau unter Ausnutzung der kolluvialen Wassermengen betrieben. Grabungen könnten Klarheit bringen '''Abb. 12'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0032_85_Lageskizze.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 12: Dammartige Steinlegungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Dammbau, nicht so groß wie der von 0032/85 sondern nur 10 m lang, ist auf dem kleinen Fundplatz 0025/84 entdeckt worden. Auch hier wird der Lauf einer Wasserrinne blockiert, um ein Rückhaltebecken zu bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Side blow flakes==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Side_blow_flakes_Titel.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Side-blow flakes sind kurze und sehr breite Abschläge, die durch harte Schläge und ohne Vorbereitung des Kernkortex gewonnen werden.&lt;br /&gt;
Die Breite ist immer größer als die Länge. Von dem ausgeprägten Bulbus aus verlaufen nach beiden Enden Schwingen, die häufig asymmetrisch angeordnet sind. Die Schwingen verlaufen in einer konkavokonvexen Linie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bei G. Caton- Thompson zu findende Bezeichnung „concavo- convex scrapers“ ist nicht ganz glücklich gewählt, da je nach Steilheit der Retuschen zu unterscheiden ist zwischen Kratzern (scraper), Schabern und Messern. Alle drei Bearbeitungsformen sind häufig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorgestellten side-blow flakes von Abu Tartur können in ihrer Gesamtheit mit neolithischen Fundstellen assoziiert werden. Es ist aber erwiesen, dass die Herstellungstechnik schon im Paläolithikum bekannt war, so in Palästina (Tabun Höhle) und in England in Clacton-on-Sea, in Iver Buckinghamshire, in Biddenham Bedfordshire und in Gillingham Kent. Es besteht die Möglichkeit, dass auch die im Hang der östlichen Schichtstufe von G. Caton- Thompson während ihrer Kharga Expeditionen gefundenen Exemplare älter sind als die in der Tabelle aufgeführten Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Alter der neolithischen side-blow flakes'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Bemerkung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Nabta E-75-8||5810||F. Wendorf u. R. Schild&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Farafra||5950||B.E. Barich et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Makhadma||5990||Vermeersch et al. *&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Eastpans 95/20||6170||B. Gehlen et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kiseiba E-79-5B||6180||F. Wendorf et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Fayum||6391-5010||G. Caton-Thompson&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kiseiba E-79-4||6330||F. Wendorf et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bir Murr I||6330||F. Wendorf et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur 1005/83||6420||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Djara 98/20||6430-6365||K. Kindermann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Gerara||6600||H. Riemer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur 1024/82||6620||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Djara 90/1-6||6900-6700||K. Kindermann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Siwa||wie Fayum||F.H. Hassan&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kharga Ebene||wie Abu Tartur||G. Caton-Thompson&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kharga Hang||nicht sicher||G. Caton-Thompson&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur 1004/83||7590||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur Plateau||9000-8000||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * bis auf Makhadma 4, als große Ausnahme, kommen im Niltal nach heutigem Wissensstand keine side-blow flakes vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzentriert erscheinen side-blow flakes vor allem in Fayum, wo 42 Stücke von G. Caton- Thompson gefunden wurden und in Kharga wo in der Sandsteinebene 54 Exemplare und im Hang des östlichen Schichtstufen- Abbruchs sowie auf dem Plateau 50 Stücke gemeldet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur habe ich 86 side-blow flakes aufgesammelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche gedachte Linie Siwa – Abu Minqar – Eastpans – Bir Kiseiba – Nabta, welche ich schon für die Geschossentwicklung etabliert hatte, ist auch gültig für das Vorhandensein oder das Fehlen von side-blow flakes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Westlich der Linie fehlen side-blow flakes und flache Druckretuschen auf Pfeilspitzen und anderen Geräten, östlich davon ist beides auf den jüngeren steinzeitlichen Fundstellen häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch scheint es, dass zwischen dieser gedachten Linie und dem Niltal die einzigen neolithischen Vorkommen von side-blow flakes in der Ostsahara anzutreffen sind. Darüber hinaus sind mir, die Gesamtsahara betreffend, weder aus der Literatur noch aus eigener Anschauung Funde von side-blow flakes bekannt.&lt;br /&gt;
Das europäische Neolithikum kennt diese eigenartigen Werkzeuge ebenfalls nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus der Tabelle hervorgeht, kann davon ausgegangen werden, dass dieses Artefakt von rund 6900 BP bis 5800 BP in der gesamten Zone Verwendung fand.&lt;br /&gt;
Alters- und mengenmäßig ist wieder eine Konzentration um den Breitengrad 25° N zu erkennen mit rund 200 Exemplaren und Daten von 6900 BP bis 6400 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz Abu Tartur 1004/83 mit einem Alter von 7590 BP Jahren weist zwar zwei side-blow flakes auf, die aber wahrscheinlich vom nahe gelegenen Fundplatz 1005/83 stammen. Ein jüngerer Fundplatz als 1004/83 ist 1017/82 mit einem Alter von 7145 BP Jahren und dieser weist keine side-blow flakes auf. Auch die fünf Exemplare von den Plateaufundstellen 0009/83, 0024/84, 0033/85 und 0061/87 dürften später dorthin verbracht worden sein. Die größte Anzahl weisen die Fundplätze 1023/82 mit 15 Exemplaren und 1024/82 mit 14 Exemplaren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zeichnungen im Maßstab 1:1 werden auf den Blättern „Side-blow flakes 1 und 2“ zwölf Exemplare dokumentiert. Zeichnungen von weiteren zwölf Stücken finden sich im Kapitel „Abu Tartur“ Fundstellen 0009/83, 1005/83, 1014/82, 1023/82 und 1024/82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Side_blow_flakes_1_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Side-blow flakes Blatt 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)   0024 – 28'''   L = 31mm, B = 92mm, D = 10mm&lt;br /&gt;
* Der side-blow flake ist aus dunkelgrauem Hornstein gearbeitet, der Kortex ist wie üblich von hellbeiger Farbe. Die proximale, lange Begrenzungslinie, die der Bulbuslinie gegenüber liegt, ist grob als Kratzerkante retuschiert. Die beiden kurzen Begrenzungslinien an den Schwingenenden sind ebenfalls, und hier handelt es sich um eine Seltenheit, als Kratzer konzipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)   1003 – 3'''   L = 38mm, B = 77mm, D = 11mm&lt;br /&gt;
* Sämtliche side-blow flakes Abu Tarturs sind aus Hornstein verschiedenster Ausformungen und Farben hergestellt. Dieses Stück vom Fundplatz 1003 bildet eine Ausnahme, es ist aus dunkelbraunem verfestigtem Sandstein fabriziert und teilweise als Messer retuschiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)   1024 – 90/24'''   L = 41mm, B = 46mm, D = 7mm&lt;br /&gt;
* Es handelt sich hier um einen der ersten Abschläge, die beim Zerlegen eines großen Rohsteins in side-blow flakes, entstehen. Das Material ist grauer Hornstein. Der proximale Rand ist als Messer retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)   1057'''   L = 83mm, B = 109mm, D = 15mm&lt;br /&gt;
* Dieser große Abschlag besitzt einen hohen Kortexanteil. Das Material ist karamellfarbener Hornstein. Gezeigt ist die Ventralseite. Die proximale Begrenzung ist auf der Dorsalseite als Schaber retuschiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)   1004 – 197/4'''   L = 43mm, B = 94mm, D = 10mm&lt;br /&gt;
* Das Exemplar aus durchscheinendem grau- braunem Hornstein ist weder ein normaler Abschlag noch ist es ein klassischer side-blow flake. Es liegt irgendwo zwischen beiden. Wie die Drucklinien zeigen, wurde der Schlag schräg von oben links angesetzt, ein leichter Bulbus ist erkennbar. Der linke Rand ist im unteren Teil von Kortex geprägt, weiter oben weist er steile Kantenretuschen auf. Der rechte Rand ist mit feinen Retuschen als Messer ausgebildet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)   1023 – 49/1'''   L = 47mm, B = 81mm, D = 11mm&lt;br /&gt;
* Ebenfalls als Messer retuschiert ist dieses Werkzeug. Es besteht aus braun- beigefarbigem Hornstein, die sehr dünne Kortexschale ist hellbeige und geht in einen hellen Grauton über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Side_blow_flakes_2_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Side-blow flakes Blatt 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)   1083/7'''   L = 23mm, B = 109mm, D = 7mm&lt;br /&gt;
* Das Exemplar ist aus dunklem, fast schwarzem Hornstein hergestellt. Deutlich erkennbar ist die ausgeprägte Asymmetrie der Schwingen. Sowohl das proximale Ende als auch das distale ist steil kantenretuschiert und weist das Werkzeug als Kratzer aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)   1076 – 6'''   L = 35mm, B = 108mm, D = 8mm&lt;br /&gt;
* Dunkel beigefarbener Hornstein diente zur Fabrikation dieses side-blow flakes. Auf der Dorsalseite sind größere Flächen von Kortex stehen geblieben. Die sehr flachen Retuschen am distalen Ende sind typisch für ein Messer. Außer diesen flachen Bearbeitungsspuren der Messerschneide finden sich auf der Ventralseite nebst einigen flachen auch kleine perlenartige Retuschen. Das proximale Ende weist vor allem auf der rechten Schwinge steile Kantenretuschen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)   1035 – 126/31'''   L = 23mm, B = 72mm, D = 4mm&lt;br /&gt;
* Dieses kleine und leichte Artefakt ist als Schaber ausgelegt. Der verwendete Hornstein ist gebändert, innen dunkelbeige, abgesetzt durch ein noch dunkleres Band zur zweiten Lage von mittlerem Beige und nach außen ein helles Beige, welches in den Kortex übergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)   1004 – 197/22'''   L = 31mm, B = 76mm, D = 7mm&lt;br /&gt;
* Stark asymmetrischer Kratzer aus hellbeigefarbenem Hornstein. Der Kortex ist über die gesamte Länge des proximalen Endes erhalten, die Schicht ist sehr dünn, die Breite des Endes ist durch einige Retuschen reduziert worden. Das Exemplar ist leicht windüberformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)   1018 – 82/3'''   L = 29mm, B = 94mm, D = 8mm&lt;br /&gt;
* Dieser side-blow flake war ursprünglich als glatter Seitenschaber konzipiert wurde aber später zu einem grob gezackten Kratzer umgearbeitet (Unterschiede in der Patinierung). In der Nähe der Schwingenenden ist die Schaberretuschierung, wenn auch stärker windüberformt, noch zu erkennen. Der Werkstoff besteht aus graubraunem Hornstein. Vom Bulbus bis fast zum rechten Schwingenende ist der Kortex stehen geblieben. Der linke Schwingenrand ist unregelmäßig ausgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)   1005 – 201/21'''   L = 31mm, B = 74mm, D = 6mm&lt;br /&gt;
* Das Artefakt aus schwarzem Hornstein ist als Schaber ausgebildet. Das proximale Ende wurde im mittleren Bereich durch Kantenretuschen modifiziert. Links der medialen Zone verläuft ein glatter Bruch und rechts der Mitte steht Kortex an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Plattige Werkzeuge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vom Menschen gefertigten Steingeräte können als Kernwerkzeuge bezeichnet werden, so die behauenen Geröllgeräte und die sich daraus entwickelten Faustkeile. Das schließt nicht aus, dass die Abfallstücke der Prozedur, vor allem wegen ihrer scharfen Schneiden, ebenfalls benutzt worden sind.&lt;br /&gt;
Hersteller und Nutzer dieser Gerätetypen war in erster Linie der homo erectus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Nachfolger, der homo sapiens neanderthalensis, erfand ein technisch aufwendiges Abschlagsystem, welches ihm erlaubte Mousterienspitzen zu fabrizieren. Außerdem fertigte er Bohrer, Schaber, Kratzer und weitere Werkzeuge aus den Levalloisabschlägen her. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Spezies, der homo sapiens sapiens, verfeinerte die Abschlagtechnik und erfand schon im Pleistozän Klingen und Lamellen als Halbfertigprodukte, aus denen dann eine Vielzahl an Werkzeugen bis hin zu mikrolithischen Stücken fabriziert wurde. &lt;br /&gt;
Mit dem Holozän, der Jetztzeit, und der damit einhergehenden Neolithisierung wuchs das Spektrum der Werkzeuge. Druckretuschen und Steinschliff dienten zur Vervollkommnung der Geräte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst spät, so in Abu Tartur gegen Ende des Neolithikums, wurde eine neue Bearbeitungsweise Allgemeingut, die Nutzung von natürlich vorkommenden Platten und durch Verwitterung entstandenen plattigen Stücken unter anderem von Thermoscherben. Wie genau die Spaltflächen hergestellt wurden ist mir nicht bekannt, Spuren wie Bulben und Druckwellen sind nicht zu erkennen. Alleinige Wirkung von Temperaturunterschieden dürfte auszuschließen sein, ebenso wie eine Behandlung durch Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu allen Zeiten hat es Ausnahmen gegeben und es wurde immer auch experimentiert.&lt;br /&gt;
So treten im frühen Paläolithikum parallel zum Acheul Abschlagindustrien auf (Clactonien). &lt;br /&gt;
Anderseits kehrte man im späten Neolithikum z.B. in Mali im Tilemsital zu Levalloisabschlägen zurück, aus denen dann große, gestielte Pfeilspitzen hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden einige plattige Werkstücke aus Abu Tartur vorgestellt. Sie reichen von grobplattigen Hacken und Kratzern bis zu feinplattigen Messern.&lt;br /&gt;
Natürliche Oberflächen, meistens Kortex, sind gepunktet dargestellt, Spaltflächen gestrichelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_001.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 0005/84'''   L = 243mm, B = 122mm, D = 32mm&lt;br /&gt;
*Das Material dieser großen Hacke besteht aus dunkelbraunem, fast schwarzem, feinkörnigem Sandstein, der durch Eisen- Mangansalzen verfestigt ist. Das Artefakt ist auf dem gesamten Umfang durch grobe, halbsteile Retuschen bearbeitet bis auf den rechten Rand der nicht gezeichneten Rückseite. Dieser Rand wird durch eine natürliche Abschrägung gebildet. Die zentrale Fläche der Vorderseite ist gekennzeichnet durch eine lackartige, glänzende Schicht, die aus Limonit besteht. Die Rückseite, welche in Fundlage dem Wetter ausgesetzt war, zeigt deutliche Deflationsspuren. Sehr viele aneinandergrenzende Negativabdrücke von weggeplatzten Thermoscherben kennzeichnen die zentrale Fläche. Windschliff hat polierte Oberflächen auch an den Randretuschen hinterlassen. Werkzeuge dieser Größe waren wahrscheinlich gestielt und dienten vorzüglich zur Bodenbearbeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_002.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1022/82'''   L = 126mm, B = 111mm, D = 26 – 35mm&lt;br /&gt;
*Dieser massive Kratzer von hellgelber Ockerfarbe, besteht aus Sandstein verschiedener Korngrößen, die von sehr fein bis &amp;gt;5mm Durchmesser reichen. Die großen Quarzkörner sind nicht gerundet sondern eckig, was auf einen kurzen Transportweg durch Wasser schließen lässt.  Die zentrale Fläche der gezeichneten Oberseite ist eine Sedimentationsfläche, die durch die Aktion des Windes aufgeraut ist, die großen, harten Quarzkörner sind weniger beeinflusst worden als das feinkörnige Material. Die steilen Kantenretuschen des massiven Kratzers, der Name ist in Anlehnung an G. Caton- Thompsons „massiv scraper“ gewählt worden, sind nur minimal verrundet und die Unterseite ist bedingt durch die Fundlage, nicht von der Deflation verändert worden. Sie zeigt eine für einen Kratzer ungewöhnlich unregelmäßige, raue Fläche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1026/82 – 2'''   L = 134mm, B = 102mm, D = 37mm&lt;br /&gt;
*Dieser massive Kratzer besteht aus beigefarbenem Hornstein. Die Vorderseite ist im zentralen Bereich durch eine Kortexschicht geprägt. Die nicht gezeichnete Rückseite besteht aus einer glatten Fläche, die keinen Bulbus oder andere Merkmale eines klassischen Abschlags erkennen lässt. Die Ränder sind durch grobe, sehr steile und halbsteile Kantenretuschen gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_003.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1023/82 – K318'''   L = 185mm, B = 165mm, D = 5 – 21mm&lt;br /&gt;
*Bei diesem Artefakt dürfte es sich um eine breite und leichte Hacke zur Bodenbearbeitung handeln. Mit einem solchen Gerät kann nur effizient gearbeitet werden wenn es gestielt ist. Ein Stiel wird wahrscheinlich am oberen Rand befestigt gewesen sein. Die gegenüber liegende Arbeitskante weist neben relativ flachen Retuschen auch Aussplitterungen in Folge von Nutzung auf. Das Werkzeug besteht aus einer karamellfarbenen Hornsteinplatte, auf beiden Seiten geprägt durch Kortex. Als Bearbeitungsspuren können eine große Spaltfläche auf der Vorderseite sowie die Randretuschen gelten, die auf der Vorderseite häufiger auftreten als auf der Rückseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_004.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 1026/82 – 93/4'''   L = 153mm, B = 103mm, D = 21mm max.&lt;br /&gt;
*Die elegante ovoide Form des Werkzeugs erinnert ein wenig an Acheulfaustkeile. Allerdings sind die Unterschiede der Bearbeitungstechnik und der Dicke des Stücks nicht zu übersehen. Die Vorderseite weist zwei Spaltflächen, durch einen Steg voneinander getrennt, auf. Der Rand ist vollständig durch flache Retuschen modifiziert, sie erstrecken sich z.T. bis fast 40mm in die Fläche. Die Rückseite ist gekennzeichnet durch Kortex, eine große Spaltfläche sowie flache Retuschen, die den gesamten Rand, mit Ausnahme von 54mm der linken Begrenzung, betreffen. Außergewöhnlich sind die feine Bearbeitung, die stellenweise messerscharfen Ränder und das relativ geringe Gewicht des Artefakts. Es bleibt unklar ob es gestielt als Haue oder ungestielt als Messer und Schaber gedient hat. Beides wäre möglich. Das Material ist der plattige, karamellfarbene Eozänhornstein, aus dem so viele Werkzeuge in Abu Tartur hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_005.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 1026/82 – 96/11'''   L = 203mm, B = 58mm, D = 6 – 22mm&lt;br /&gt;
*Die langschmale, große Hacke ist aus schokoladenbraunem Hornstein gearbeitet. Die Vorderseite weist im oberen Bereich Kortex auf. Rundum wurde das Gerät mit steilen Kantenretuschen versehen. Einige flache, invasive Retuschen auf beiden Seiten im unteren Bereich des Werkzeugs vervollständigen die sekundären Modifikationen. Die große, muldenförmige Aussparung am unteren linken Rand der Rückseite könnte mit Freilegen der Spaltfläche in Zusammenhang stehen. Für den medialen und unteren Bereich der Vorderseite bestehen Zweifel ob es sich um Kortex oder um eine stark durch Deflation verformte Spaltfläche handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_006.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 1024/82 – 28/35'''   L = 168mm, B = 69mm, D = 4 – 18mm&lt;br /&gt;
*Ebens wie die Nr. 6 ist dieses Stück eine große, langschmale Hacke. Sie besteht aus dem häufig vorkommenden karamellfarbenen Hornstein. Der Rand ist gekennzeichnet durch steile und halbsteile Retuschen. Die zentrale Oberfläche der Vorderseite besteht bis auf einen Negativabdruck einer Thermoscherbe im oberen Teil aus Kortex. Die Rückseite weist fünf Teilspaltflächen auf, lediglich am oberen Rand sind einige Druckretuschen zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_007.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.) 1023/82 – 57/8'''   L = 128mm, B = 94mm, D = 3 – 13mm&lt;br /&gt;
*Bis auf die rechte untere Ecke der Rückseite ist bei diesem Werkzeug kein Kortex zu beobachten. Sämtliche Partien sowohl auf der Vorderseite als auch der Rückseite werden durch Spaltflächen gebildet. Die Ränder sind rundum derart retuschiert, dass das Artefakt als Messer verwendbar gewesen wäre. Zusätzlich ist am rechten Rand der Vorderseite eine kleine Kerbe ausgespart worden. Der untere Bereich erinnert ein wenig an die Kerbe eines Fischschwanz- Messer.  Das Material ist karamellfarbener Hornstein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_008.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9.) 1023/82 – 47/21'''   L = 113mm, B = 79mm, D = 3 – 11mm&lt;br /&gt;
*Die Form dieses plattigen Werkstücks gleicht der eines Faustkeils. Die Rückseite besteht aus Spaltflächen, lediglich ein schmaler Streifen am unteren Rand wird durch Kortex gebildet. Nur eine geringe Anzahl von Randretuschen kennzeichnen den oberen, gerundeten Rand. Anders die Vorderseite, die sowohl Kortexanteile als auch Spaltflächen aufweist. Die Ränder sind zum Großteil durch invasive Retuschen modifiziert worden in einer Weise, die das Artefakt als Messer ausweisen. Das Material ist karamellfarbener Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.) 1013/82 – 39/18'''   L = 130mm, B = 55mm, D = 4 – 13mm&lt;br /&gt;
*Karamellfarbener Hornstein ist auch hier das Material mittels dessen dieser Frontkratzer- Seitenschaber aus einem plattigen Rohstück herausgearbeitet worden ist. Beide Seiten bestehen jeweils aus einer einzigen Spaltfläche. Die Rückseite weist am linken Rand einige Bearbeitungsspuren auf, die möglicherweise zur Spaltung der Platte gedient haben könnten. Die Vorderseite weist, bis auf den oberen Teil, umlaufende, vorwiegend halbsteile Retuschen auf, die invasiven Retuschen am oberen, linken Rand könnten ebenfalls der Spaltung gedient haben. Ähnliche Spuren zeigt auch das Artefakt 1026/82 – 96/1, die Nr.6 oben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_009.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11.) 1023/82 – 51/2'''   L = 125mm, B = 58mm, D = 2 – 8mm&lt;br /&gt;
*Beigefarbener Hornstein wurde zur Herstellung dieses dünnen Messers verwendet, das Material ist durchscheinend. Bedingt durch die Struktur des Gesteins besitzt die Vorderseite eine gewellte Oberfläche. Durch die geringe Dicke der Platte sind die umlaufenden Retuschen kurz. Die Rückseite weist zwei Teilspaltflächen und einer rezenten Negativabdruck einer Thermoscherbe auf. Die Druckretuschen, vorwiegend am rechten Rand sind invasiv und tragen zur immer noch vorhandenen Schärfe der Messerschneide bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12.) 1017/82 – 32/1'''   L = 84mm, B = 52mm, D = 3 – 8mm&lt;br /&gt;
*Dieser kleine Winkelschaber ist aus braunem, opakem Hornstein gefertigt. Die Vorderseite (auf der Zeichnung oben) ist geprägt durch den Abdruck einer weggeplatzten Thermoscherbe, die weitere Oberfläche wurde durch Spaltung geformt. Die Rückseite besteht aus einer einzigen Spaltfläche. Der eigentliche Winkelschaber ist beidseitig mit halbsteilen Retuschen versehen und könnte auch als Messer eingesetzt worden sein. Die einseitigen Randretuschen am oberen Rand ergeben einen idealen Seitenkratzer. Durch die Kerbe am gegenüberliegenden Rand wird das Artefakt zu einem Kombinationswerkzeug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rätsel==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder wird gefragt wozu ein gewisses Artefakt gedient haben könnte oder wie ausgefallene Keramikformen genutzt worden seien.&lt;br /&gt;
Meine Antwort ist wie folgt: Angenommen unsere heutige Zivilisation wird, gleich aus welchen Gründen, ausgelöscht, es überleben nur einige wenige Menschen in isolierten Habitaten.&lt;br /&gt;
8.000 bis 10.000 Jahre nach der Katastrophe hat sich eine neue Zivilisation entwickelt und sie hat unter anderem auch wieder Archäologen hervorgebracht. Letztere finden einen gut erhaltenen Korkenzieher aus Edelstahl und fragen sich wozu er nütze war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu muss gesagt werden, dass die Korkeiche ausgestorben ist und dass Flüssigkeiten nicht mehr in Glasflaschen abgefüllt werden. Welche Antworten werden gefunden werden?&lt;br /&gt;
Vielleicht ist es ein zahnärztliches Gerät, ein Gerät zur Verzierung von Keramik wird man sagen und wenn weiter keine Vorschläge kommen eben ein Kultgegenstand oder Teil eines Pferdegeschirrs u.s.w.&lt;br /&gt;
Die Wissenschaftler können den eigentlichen Gebrauch des Artefakts nicht erkennen, weil die Lebensumstände zu unterschiedlich sind und sie der neuen Zivilisation nicht mehr bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neugier und die Lust zu spekulieren verleiteten allerdings immer wieder zu rätseln, so auch hier. Bei einigen Artefakten, die wir heute finden, besteht kein Zweifel an ihrer Funktion weil die dazugehörende Technologie, wenn auch mit anderen Materialien, bekannt ist und auch heute noch Anwendung findet. &lt;br /&gt;
Als Beispiele seien Pfeilspitzen und Keramiktöpfe genannt. Die hier vorgestellten Stücke gehören nicht in die Kategorie der Artefakte, bei denen es leicht fällt ihre Funktion zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Clayton Ringe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Clayton Ring wird eine Keramik in Form eines Mantels, der aus einem Konus herausgeschnitten wurde, bezeichnet. Die Spitze des Konus fehlt, in etwa ein Blumentopf ohne Boden. Eine Clayton Scheibe ist eine runde Keramik mit einer zentralen Öffnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur wurden drei Bruchstücke von Clayton Ringen und zwei Clayton Scheiben gefunden. &lt;br /&gt;
Drei Stücke sind im ''Kapitel Töpferrn, Bohren, Schleifen und Polieren'' beschrieben und gezeichnet.&lt;br /&gt;
* Clayton Ring 	1006/4 unter Tafel K1&lt;br /&gt;
* Clayton Scheibe 1029/1 unter Tafel K2&lt;br /&gt;
* Clayton Scheibe 0014/16 unter Tafel K4  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Bruchstück eines Rings stammt vom Fundplatz 0034/85. Da von der Scherbe nur der obere Rand erhalten ist, kann sie nicht eindeutig als Clayton Ring eingeordnet werden.&lt;br /&gt;
Allerdings weist sie große Gemeinsamkeiten in der Machart, Farbe und Magerung mit dem Ring 1006/4 auf. Direkt unterhalb des Randes dieser Scherbe ist eine Keramikmarke, bestehend aus zwei vertikalen, parallelen Linien angebracht. Sie wurden vor dem Brennen eingeritzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 0003/83 ist ebenfalls ein Bruchstück mit dem typischen abgeflachten Rand des Clayton Rings bekannt. Er ähnelt der Scherbe von 0034/85. &lt;br /&gt;
Über Clayton Ringe wird ausführlich berichtet in: &lt;br /&gt;
“Clayton rings: enigmatic ancient pottery in the Eastern Sahara” von H. Riemer und R. Kuper (Sahara 12/2000)&lt;br /&gt;
und in:&lt;br /&gt;
“News about the Clayton rings: long distance desert travellers during Egypt’s Predynastic”. Von H. Riemer in:&lt;br /&gt;
“Egypt at its origins” (Oriental Lovaniensia Analecta 138. Lenven, Paris, Dudley, M.A. 2004).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde vorgeschlagen die Ringe seien Behältnisse für Honig, Käse oder Salz. &lt;br /&gt;
Abgesehen von der Tatsache, dass diese Ringe über keinem Boden verfügen und so denkbar ungünstig für die Aufnahme von Lebensmitteln jeglicher Konsistenz sein dürften, sind die klimatischen Bedingungen um 3000 BC in der westlichen Wüste so, dass Bienenvölker nicht überleben können. Käse, falls solcher hergestellt worden wäre, ist in ariden Gebieten meistens eine Art getrockneter Quark, er könnte in jedem Korb transportiert worden sein. Ich habe von Tuaregs hergestellten „Käse“ probiert, es ist keine Delikatesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salz kommt an der Oberfläche von Salzseen vor, die Clayton Ringe sind über große Räume mit den verschiedensten geographischen und geologischen Gegebenheiten verteilt. An der überwiegenden Anzahl der Fundstellen kann kein Oberflächensalz existiert haben.&lt;br /&gt;
Ein weiterer Vorschlag, der genannt wurde, betrifft eine Art von Fallen.&lt;br /&gt;
Welche Tiere kämen in Frage?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Vögel &lt;br /&gt;
*Zugvögel erscheinen auch heute noch regelmäßig auf ihrem Hin- und Rückflug in der westlichen Wüste Ägyptens. Dabei bevorzugen sie die ehemaligen Siedlungsplätze, da sie seit dem Beginn des Holozäns so programmiert sind, die Wüstenroute zu fliegen, welche vor tausenden Jahren grün war und ihnen beste Bedingungen bot. Die Clayton Scheibe, welche von G. Caton- Thompson am Mantanapass gefunden wurde ist durch ein Vogelbild verziert. Bei näherer Betrachtung ähnelt das Tier einer Gans oder einer Laufente, die wohl kaum durch eine ~15mm weite Öffnung gepasst hätten. Ein weiterer Vogel, nicht ganz so eindeutig, ist auf einem Ring aus Regenfeld 96/15 bei H. Riemer abgebildet. Nistkästen für heimische Vögel wie Meisen verfügen über Fluglöcher mit Durchmessern von ~25mm, für Blaumeisen etwas weniger. da letztere zu den kleineren Singvögel gehören wird klar, dass eine Öffnung von 15mm zu klein ist, um Zugvögel zu fangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Schlangen&lt;br /&gt;
*Bei den heutigen klimatischen Bedingungen habe ich lediglich Sand-Rennnattern beobachten können und in der Nähe von Wohngebieten auch Hornvipern. Beide sind für 15mm Öffnungen zu groß, sie könnten sich, einmal in der Falle, auch wieder befreien, indem sie den Deckel wegschieben. Sand-Rennnattern sind ungiftig und ernähren sich von den Zugvögeln, die sie mit Hilfe ihrer sehr speziellen Jagdtechnik fangen können. Ihr Schwanz ist sehr dünn und ähnelt an seinem Ende einem Wurm. Die im Gesteinsschutt lauernde Schlange bewegt das Schwanzende und lockt damit den Vogel an. Was dann passiert, ist durch drei Fotos, die ich in Djara im Jahr 2000 aufgenommen habe, dokumentiert. Die Reptilien fressen zweimal im Jahr und zwar wenn die Zugvögel auf ihrer Hin- und Rückreise sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlange_Vogel_1.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 1: Der Vogel hat das wurmähnliche Schwanzende gepackt. Die Schlange beißt zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlange_Vogel_2.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 2: Nachdem der Vogel gewürgt wurde, wird er gefressen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlange_Vogel_3.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 3: Der Vogel ist im Schlangenkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Skorpione &lt;br /&gt;
*Diese Spinnentiere kommen mangels Beutetieren heute in der Vollwüste nicht mehr vor, wohl aber in den Oasen. In Gunsträumen, die ehemals während der stärkeren Feuchtphasen vom Menschen besiedelt waren, hätten sie allerdings noch genügend Nahrung fangen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anwachsen der Playas endete nach Pachur und Roeper gegen 6.400 BP.&lt;br /&gt;
*Das heißt aber nicht, dass kein Regen mehr fiel. Sanfter Winterregen sickert leicht ein und eine begrenzte Niederschlagsmenge ist nicht in der Lage Verwitterungsmaterial zu transportieren und Sedimente in den Endpfannen zu bilden. Hier liegt der Grund, dass Quartärgeologen an Hand des Sedimentationsgeschehens nicht in der Lage sind Niederschläge nachweisen zu können. Selbst noch während der vierten und sechsten Dynastie sind Strafexpeditionen von Pharao Snefru und Weni, dem Gouverneur von Oberägypten in die westliche Wüste bekannt, die eine bedeutende Population in den Oasen und in dem umgebenden Grasland vorfanden, bekämpften und ausplünderten. Das Gebiet war also nach dem Abwandern eines Großteils der Bevölkerung keineswegs eine Vollwüste wie heute sondern konnte eine in den Oasen basierte Gemeinschaft die sporadisch und durch langjährige Beobachtungen gezielt das Umland nutzte, ernähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wozu braucht man nun Skorpione? &lt;br /&gt;
*In Südtunesien in den Oasen Tozeur und Nefta wurden in 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts noch Skorpione gefangen und an Forschungsinstitute verkauft. &lt;br /&gt;
*Im prädynastischen Ägypten kennen wir viele Abbildungen von Skorpionen. Der Horusname des ersten Königs von Oberägypten, dem Vorgängern Namers, war Skorpion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere Informationen ist die Ägyptologie gefragt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Keramik Markierungen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ritzungen in Form von Vögeln sind bereits erwähnt worden. Viele andere Zeichen sind einfache Striche, Kreuze, U-förmige Anordnungen, frühe Hieroglyphen und andere, es könnten Eigentumsmarken sein. Allerdings stimmen die Markierungen von Ringen und zugehörigen Scheiben nicht überein. Häufig werden auf den Scheiben Zeichen gefunden, die aus einer geraden Linie vom Rand zur Öffnung hin bestehen und einer pfeilartigen Ritzung, die in Richtung der Öffnung weist, als wolle man, gleich einem Jagdzauber, dem Skorpion den Weg in die Falle weisen. (Mirmala, Regenfeld und Selima sandsheet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clayton_Ring_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Ritzungen von Skorpionen und Scheiben von Clayton Ringen&lt;br /&gt;
*1. Mirmala 00/10, Keramik-Ritzzeichnungen, die Skorpione darstellen könnten.&lt;br /&gt;
*2. Selima sandsheet, Scheibe mit typischer pfeilartiger Ritzung (nach P.A. Clayton).&lt;br /&gt;
*3. Mirmala 00/10, Scheibe mit typischer pfeilartiger Ritzung.&lt;br /&gt;
*4. wie 3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichen auf den Ringen, welche aus einem Viereck oder einem U bestehen und einem zwei- bis dreimal geknicktem geraden Strich an der Basis des Vierecks oder des U, würde ich als primitive Skizzen von Skorpionen interpretieren, wobei die geknickten Linien den Schwanz mit Stachel darstellen (Mirmala). Auch die perlenartige Anordnung von Chufu weist auf den gegliederten Schwanz des Skorpions hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Skorpione_Darstellungen_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Darstellungen von Skorpionen&lt;br /&gt;
*1. Gerf Hussein, auf Tontopf&lt;br /&gt;
*2. Gerf Hussein, auf bauchigem Tontopf&lt;br /&gt;
*3. Chufu, Keramikmarke		&lt;br /&gt;
*4. Nagada, Zeichnung&lt;br /&gt;
*5. Hierakonpolis, plastisch auf hohem Tongefäß&lt;br /&gt;
*6. Hierakonpolis, plastisch als Henkel auf Tonkrug	&lt;br /&gt;
*7. Hierakonpolis, Keulenkopf des Skorpions&lt;br /&gt;
*8. Nagada, auf Tonkrug&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine Verwendung von Clayton Ringen als Skorpionfalle sehr viel wahrscheinlicher ist als sämtliche übrigen Vorschläge, und dass das Klima in der westlichen Wüste eine extensive Viehhaltung und ein nomadisches Leben während der Winterregenzeit erlaubte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clayton_Falle.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Darstellung einer Clayton Falle &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Distanz z.B. von Farafra, dem Land der Kuh, bis Mirmala beträgt rund 300 km und ohne Wasser ist diese Strecke nicht zu überwinden. Mit einer Viehherde (siehe auch Gabriel) bestehend aus Kühen, Schafen oder Ziegen könnten Hirten die Korridore zwischen den Dünenketten als Weiden nutzen und so in drei bis vier Monaten den Hin- und Rückweg schaffen. Nebenbei könnten sie Fallen aufstellen und, als Zubrot sozusagen, noch Skorpione fangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkbar ist auch, die Fallen wären zur Sicherheit der Hirten und ihrer Herden aufgestellt worden, um vor Stichen der Spinnentiere geschützt zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tulpenförmige Keramikbecher'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Becher sind gekennzeichnet durch einen breiten, ausladenden Rand und einen runden Boden. Die sudanesischen Exemplare weisen außerdem im medialen Bereich eine Verengung auf.&lt;br /&gt;
Beschrieben werden sie unter anderem in:&lt;br /&gt;
*H. Müller- Karpe, Handbuch der Vorgeschichte Band II Jungsteinzeit. C.H. Beck München 1968. &lt;br /&gt;
*L. Krzyzaniak, The Later Prehistory of Upper (main) Nile. Comments on the Current State of the Research. In: New Light on the Northeast African Past. Heinrich- Barth- Institut, Köln 1992.&lt;br /&gt;
*J. Reinold, Néolithique du Soudan central et du Haute Nubie – données sur le materiel en céramique. In: Tides of the Desert. Heinrich- Barth- Institut, Köln 2002.&lt;br /&gt;
*R. Kuper, „Looking behind the scenes“ archaeological distribution patterns and their meaning. In: Atlas of Cultural and Environmental Change in Arid Africa. Heinrich- Barth- Institut, Köln 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datierungen reichen in Kadero von 3800 bis 3000 BC (L. Krzyzaniak). R. Kuper gibt eine Zeitspanne von 4700 – 3400 cal. BC für das gesamte Verbreitungsgebiet an. Es erstreckt sich von Khartum bis nach Assiut und von der östlichen Wüste bis in den Gilf Kebir. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Kalksteinplateau Abu Tarturs ist vom Fundplatz 0034/85 eine kleine Scherbe bekannt, die zu einem dieser Becher gehören könnte. Vor allem die ansonsten in Abu Tartur unbekannte Randdekoration bestehend aus Ritzmustern in Dreiecksform, welche bei vielen Exemplaren aus Mostagedda, Badari und dem Sudan vorkommen, macht diese Vermutung wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ein praktischer Gebrauchswert der Tulpenbecher bislang nicht erkannt worden ist, dürfte die Frage nach der Lebensweise der Spätneolithiker vielleicht eine Lösung bringen. &lt;br /&gt;
Vereinfacht gesagt bauten diese Gruppen Getreide (Sorghum) an und hielten Viehherden. Ein vernünftiger Grund die Tiere zu halten lag in der Möglichkeit der Milchgewinnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den heutigen industrialisierten Gesellschaften ist die anonyme Milchkuh ein zu optimierender Produktionsfaktor, der hoch gezüchtet und medizinisch überwacht in automatisierten karusellartigen Stationen elektrisch gemolken wird. Noch vor einigen Jahrzehnten wurden in unseren Breitengraden den Kühen, die mit Pferden, Ziegen, Schafen, Schweinen, Geflügel und anderen Tieren auf den Hof zusammenlebten, liebevoll Namen gegeben. Der Bauer hatte eine persönliche Beziehung zu seinem Vieh. &lt;br /&gt;
Bei den nomadisierenden afrikanischen Viehhaltern ist das heute noch der Fall und diese persönliche Bindung hatte am Anfang der Domestizierung eine noch größere, fast religiöse Dimension. Das vorher wilde Tier gab dem Menschen von seiner für das Kalb oder das Lamm bestimmten Milch einen Teil ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wird von Hand gemolken?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*In Europa wurde ein Eimer unter das Euter des zu melkenden Tieres gestellt, der Melker setzte sich auf einen Schemel und melkte beidhändig.&lt;br /&gt;
*In Afrika hockt sich der Melker neben das Tier, hält einen Behälter in einer Hand und melkt mit der anderen. Häufig ist es notwendig, dass das Kalb oder das Lamm bei dem Vorgang in der Nähe steht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Gefäß wird heute eine flache Aluminiumschüssel oder das allgegenwärtige chinesische Emailgeschirr benutzt. &lt;br /&gt;
Wie viel eleganter und praktischer, einmal davon abgesehen, dass Keramik über weniger Bruchfestigkeit verfügt, ist ein Tulpenbecher.&lt;br /&gt;
Der breite, auskragende Rand verhindert ein Verspritzen der Milch, der mediale Bereich, besonders wenn er noch verjüngt ist, eignet sich bestens zum Festhalten. So liegen die entsprechenden Durchmesser bei ~7,2cm in Badari, bei ~6,6 bis 8,4cm in Mostagedda und im Sudan in Kadero Grab 113 bei ~7,3cm und bei Grab 114 bei ~6,0cm. Zum Vergleich misst der Durchmesser einer modernen, gläsernen Milchflasche ~8,7cm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Melkbecher_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der untere Teil mit dem runden Boden diente als eigentlicher Sammelbehälter. Ein Grund keinen flachen Boden zu wählen liegt in der einfacheren Reinigungsmöglichkeit eines gerundeten Bodens, ein wichtiger Aspekt in heißen Klimaregionen. Es kann davon ausgegangen werden, dass jeder Hirte seinen eigenen Melkbecher am Gürtel trug.&lt;br /&gt;
Die oft aufwendige Dekoration belegt die Wertschätzung des Artefakts.  Die sehr unterschiedlichen Größen erklären sich zum einen durch die verschiedenen zu melkenden Tiere (Kühe, Schafe und Ziegen) zum anderen durch die unterschiedliche Größe der Hirten (Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Fundplatz A.T. 0034/85 wurde neben der hier behandelten Becherscherbe auch das Bruchstück eines Clayton Rings gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Melkbecher_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im europäischen Neolithikum kommen Gefäße vor, die sich ebenfalls zum einhändigen Melken eignen würden. Besonders auffällige Stücke sind in der Slowakei gefunden worden und zwar in Abrahäm und in Luzianski. Diese Schalen mit langem, massivem Fuß erfüllen in hohem Maße die Kriterien eines Melkbechers. Zu einem anderen Gebrauch, z.B. für ein auf dem Fuß stehendes Gefäß sind sie zu instabil. Ein weiteres schönes Beispiel europäischer Tulpenbecher bietet die Michelsberger Kultur. So sind Exemplare der Fundstelle Goldberg/Ries fast identisch mit den hier vorgestellten Melkbechern aus Ägypten, wenn auch die für Mostagedda und Kadero typische Dreieckverzierung fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Melkbecher_3.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Seltene und seltsame Steinartefakte.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Kleine Beile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Stationen Afara, Tintabesguin und Cory de Noel in der Nähe der Kohlengrube Anou Araren in der Republik Niger haben eine beachtliche Anzahl von geschliffenen und geschlagenen Beilen verschiedener Dimensionen hervorgebracht. Auch Hohlbeile (gouges) sind stark vertreten.&lt;br /&gt;
Von den rund 300 in der Gegend gefundenen Beilen sind einige mikrolithisch ausgebildet. Typologisch handelt es sich bei diesen Artefakten einwandfrei um Beile, kleine geschliffene und polierte Beile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige sind mit ihren Charakteristika aufgelistet und gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleine_Beile_Niger.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Kleine Beile aus Niger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Nr.'''|| '''Kennziffer'''|| '''Länge (mm)'''|| '''Breite (mm)'''|| '''Dicke (mm)'''|| '''Gewicht (g)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 01|| N 13/7|| 24,5|| 14,2|| 7,0|| 2,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 02|| N 09/6|| 18,3|| 15,1|| 7,3|| 2,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 03|| N 13/14|| 24,5|| 16,4|| 7,0|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 04|| N 13/17|| 21,1|| 15,5|| 8,0|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 05|| N 09/5|| 28,2|| 12,0|| 8,0|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 06|| N 09/9|| 19,1|| 7,9|| 3,7|| 0,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 07|| N 13/18|| 23,0|| 11,3|| 6,5|| 1,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 08|| N 05/24|| 20,8|| 11,0|| 6,8|| 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 09|| N 13/3|| 26,6|| 13,7|| 5,4|| 4,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 10|| N 06/19|| 22,5|| 10,2|| 7,0|| 4,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die mittelgroßen und großen Beile aus dem lokal häufig vorkommendem Tonstein gefertigt sind, ist das für die mikrolithischen Stücke verwandte Material ein schwarzes Ergussgestein (Basalt). Eine Ausnahme bildet das Beil Nr. 8, welches aus einem grau- grünem, nicht näher identifiziertem Gestein besteht.&lt;br /&gt;
Die mögliche Funktion dieser Werkzeuge gibt ein Rätsel auf. &lt;br /&gt;
Als Beile konnten diese Artefakte schon aus Mangel an Masse nicht verwendet werden. &lt;br /&gt;
Als Spielzeug sind sie zu klein, hier wären eher die mittelgroßen Stücke geeignet gewesen. Außerdem hätte man für Spielzeuge den günstigeren Werkstoff Tonstein genutzt und nicht den importierten härteren Basalt verwendet.&lt;br /&gt;
Da aus dem üblichen Tonstein keine Klingen geschlagen werden konnten und er ebenfalls zur Herstellung von Sticheln ungeeignet war, wäre es möglich, dass die kleinen Beile hier eine Lücke ausfüllen sollten. Aber auch dieser Ansatz ist wenig zwingend. Wir wissen es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Kerbklinge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Artefakt stammt aus dem Süden Tunesiens und zwar aus Lalla in der Nähe von Gafsa.&lt;br /&gt;
Der schwierige Fundplatz kann einem späten, indifferentem Epipaläolithikum zugeordnet werden. Das proximale Ende der Kerbklinge ist aufwendig zu einer Art Kratzerkappe retuschiert worden. Der Rücken ist fein retuschiert ohne jedoch gestumpft zu sein. Die proximale Kerbe weist die typischen abrupten Retuschen auf, während die distale Kerbe den Eindruck erweckt als sei sie heraus gebrochen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kerbklinge.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Kerbklinge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das distale Ende ist ohne Retuschen und bildet mit der oberen Kerbenkante einen Zinken. Das Material ist hellbeigefarbener, transluzenter Feuerstein bester Qualität. Vielleicht sind die Kerben wie bei normalen Kerbklingen genutzt worden, ansonsten ist eine andere Verwendung schwer vorstellbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Großgeräte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Fundplätzen 1026/82 und 0005/84 stammt jeweils ein großes, plattiges Werkzeug, welches zu seinem Gebrauch hätte gestielt sein müssen.&lt;br /&gt;
Die Artefakte sind einzigartig und kommen auf anderen Fundstellen in Abu Tartur nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0005/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werkzeug von diesem Fundplatz ist im Kapitel plattige Werkzeuge beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Platte aus karamellfarbenem Hornstein bildet den Werkstoff dieses Artefakts. Die Oberfläche wird durch den natürlichen Kortex gebildet, sie ist unregelmäßig, vorspringende Zapfen sind wegretuschiert worden. Die von beiden Seiten geschlagenen, den Gesamtumfang betreffenden Retuschen bilden Winkel von 42° - 55°. Während ein Rand durch zwei tiefe Kerben gekennzeichnet ist, weist der gegenüberliegende Rand nur eine gut ausgeprägte Kerbe auf. (Siehe Foto).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstueck_groß_Vorderseite.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstück Vorderseite&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstueck_groß_Rueckseite.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstück Rückseite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dimensionen des Werkzeugs, des größten und schwersten in der Sammlung, ausgenommen Reibschalen, sind wie folgt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Länge	=	270mm&lt;br /&gt;
*Breite 1	=	210mm&lt;br /&gt;
*Breite 2	=	180mm&lt;br /&gt;
*Breite zwischen den Kerben 	=	160mm&lt;br /&gt;
*Dicke	=	40 – 45mm&lt;br /&gt;
*Gewicht	=	2800g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den beiden Objekten handelt es sich höchstwahrscheinlich um gestielte Hacken oder Hauen. Die Kerben dienten zur Befestigung der Stiele.&lt;br /&gt;
Mögliche Anwendungsgebiete sind der Ackerbau, das Abteufen von Brunnenlöchern, das Ausheben von Gräbern, den Tonabbau zur Keramikherstellung und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) „Spielsteine“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Runde, plattige Artefakte ohne sichtlichen praktischen Gebrauchswert werden hier Spielsteine genannt. In größerer Anzahl sind sie im Südteil des Fundplatzes 1024/82 beobachtet und in ihrer Lage belassen worden. Die zwei hier vorgestellten Artefakte stammen vom Fundplatz 1017/82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielstein 1017/82 – 52 ist aus einer Thermoscherbe aus karamellfarbenem Hornstein mit wenigen Randretuschen hergestellt worden. Er hat einen Durchmesser von 73 bis 78mm und eine Dicke von 15mm. Spielstein 1017/82 – 5 besteht aus einer Kalksteinplatte, die leichte Deflationsspuren auf einer Seite und starke auf der gegenüberliegenden Seite aufweist. Hier sind die Dimensionen wie folgt. Der Durchmesser ist mit 63 bis 68mm geringer als bei dem Hornsteinartefakt. Die Dicke mit 13 – 14mm ist ebenfalls geringer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Spielsteine.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Spielsteine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 1001/83 sind drei Spaltstücke aus einem Kalzitkristall bekannt, die ebenfalls keinen praktischen Gebrauchswert erkennen lassen. Da sie nicht durchbohrt sind, dienten sie wahrscheinlich auch nicht zu Schmuckzwecken. Auch hier kann angenommen werden, sie hätten als Spielsteine eingesetzt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abmessungen betragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18mm	x	14mm	x	2,5mm&lt;br /&gt;
*18mm	x	14mm	x	2,0mm&lt;br /&gt;
*17,5mm	x	14mm	x	3,0mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte die Annahme es handele sich bei diesen Artefakten um Spielsteine korrekt sein, so lässt es in Bezug auf die Lebensweise der Hersteller darauf schließen, dass die Lebensumstände günstig waren und Zeit zum Spielen boten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) Stumpfe Pfeilspitze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Sammlung Ulbrich stammt eine A31 Spitze, gefunden auf dem Fundplatz 1023/82, die sich durch eine gestumpfte Spitze auszeichnet. Das Artefakt ist wie eine A2 Spitze konzipiert aber mit leicht gerundetem Schwingenenden ausgestattet. Das distale Ende besteht aus natürlichem Kortex beschreibt einen Kreisbogen und steht rechtwinklig auf der Längsachse der Pfeilspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Länge		=	35mm&lt;br /&gt;
*Breite 1			=	26mm	&lt;br /&gt;
*Breite 2		=	14mm&lt;br /&gt;
*Tiefe der Kehle	=	11mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wozu wurde ein solches exotisches Projektil benutzt?&lt;br /&gt;
Mögliche Antworten könnten sein:&lt;br /&gt;
*Vogeljagd.&lt;br /&gt;
*Jagd auf kleine Tiere, deren Fell nicht durchlöchert werden sollte.&lt;br /&gt;
*Schuss auf flüchtende Feinde, die nicht getötet sondern gefangen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch hier kann gesagt werden, dass wir es nicht wissen und nur raten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) Seltsame Mikrolithen vom Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 0002/84 ist das bislang älteste in Abu Tartur aufgefundene Zeugnis holozäner steinzeitlicher Besiedlung. Mit einem Alter von 9120+-40 BP oder 8360+- 70 cal AD – BC (Poz – 11204) gehört der Platz zu den ältesten in der Sahara aufgefundenen Fundstellen, die eine genügend große Menge an Werkzeugen aufweisen, um eine Typologie erstellen zu können.&lt;br /&gt;
(Siehe Fundplatzbeschreibung: Fundplätze - Komplex T, größere, 0002_84_Zusammenstellung.pdf.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werkzeuge sind einmal charakterisiert durch schwere Kratzer, zum Teil auf vorholozänen Artefakten und daher mit doppelter Patina versehen, zum anderen durch kantenretuschierte Mikrolithen, hauptsächlich Querschneider in Trapezform. Unter diesen Mikrolithen befinden sich drei Stücke, die nicht einfach einzuordnen sind und deren Gebrauchswert Rätsel aufgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus Tafel 0002-II-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0002_Mikrolithe.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Mikrolithe Nr. 31, 34 und 40&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nr. 31 – 23/131   Nicht zu identifizierendes Werkzeug. Zwei lange Ränder sind konkav retuschiert, ein langer Rand ist geradlinig retuschiert, ein kurzer Rand ist retuschiert und der andere kurze Rand besteht aus einer unretuschierten Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nr. 34-25/045   Viereck, die vier Ränder sind retuschiert, ein Rand davon konkav, die anderen geradlinig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dim.:	L = 15mm,	B = 12mm,	D = 3mm    	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nr. 40-23/142   Kleine dreieckige, an sämtlichen Rändern kantenretuschierte Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dim.:	L = 9,5mm,	B = 7mm,	D = 2mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es eigentlich keinen Sinn macht alle drei Ränder einer Spitze zu stumpfen, könnte aus Gründen, die sich uns heute nicht mehr erschließen, das Artefakt Nr. 40 als Pfeilbewehrung benutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Stücke Nr. 31 und Nr. 34 kann ich keinen Anwendungsbereich erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Klima==&lt;br /&gt;
'''(Siehe auch Klima im Hauptteil)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf welche wirtschaftlichen Ressourcen konnten die Bewohner Abu Tarturs zurückgreifen? Um diese Frage zu beantworten, muss das Klima, welches zur Zeit der Besiedlung herrschte, erfasst werden. Vor allem die Höhe der Niederschläge ist neben den Temperaturen und den Verdunstungsraten von großer Bedeutung. Bodenbeschaffenheit und Geländeprofile sind ebenfalls wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine Ansicht geht bis heute dahin, Sommerregenmengen von 50mm/Jahr bis 150mm/Jahr für den Raum Abu Tartur zu postulieren, das wäre ein Durchschnitt von 100mm/Jahr und somit ungenügend um Böden zu bilden, um Wasserlöcher zu füllen, um Wildtieren, abgesehen von wenigen Ausnahmen, eine Lebensgrundlage zu geben und erst recht ungenügend, um Menschen mit ihren Haustieren in eine solche Wüste zu locken.&lt;br /&gt;
Gegen diese minimalistische Sichtweise sind Fakten zusammengetragen worden, die eindeutig höhere Präzipitationen voraussetzen. Das Klimageschehen ist an anderer Stelle im Detail behandelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geologie''' -  Das Vorhandensein von holozänen Rotböden auf dem Abu Tartur Plateau und in der Sandsteinebene bedingte ein wechselfeuchtes Klima zur Zeit der Pedogenese.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fauna''' -  Großsäuger wie Elefant, Giraffe, Büffel und Nashorn sind im Raum um den 25. Breitengrad Nord nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Flora''' -  Gehölze wie Salvadora persica, Leptadenia pyrotechnica, Maerua crassifolia, Calotropis procera, Ziziphus, Grewia tenax, Boscia senegalensis, Balanites aegyptiaca, Caparis decidua und Acacia nilotica, die in der hier behandelten Zone beheimatet waren, deuten auf ein Savannenklima hin.&lt;br /&gt;
Gräser und Kräuter wie Chencrus, Pennisetum, Bracharia, Echinochloa, Digitaria, Gramineae, Panicum, Setaria, Sorghum, Cyperaceae, Portulaca oleracea, Scirpus maritimus und Hordeum vulgare sind ebenfalls nachgewiesen. Gräser, welche essbare Körnerfrüchte zur Reife bringen, benötigen ein Minimum von 150mm/Jahr Winterregen oder 300mm/Jahr Sommerregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Anzahl von Mahlwerkzeug lässt auf eine intensive und regelmäßige Nutzung der Getreidearten schließen.&lt;br /&gt;
Haustiere -  Rind, Schaf, Ziege, Hund und Esel kommen im behandelten Raum vor.&lt;br /&gt;
Allein in Abu Tartur ist von Oberflächenfundplätzen fünfmal das Rind/Büffel und sechsmal Schaf / Ziege nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das absolute Niederschlagsminimum für die Rinderhaltung liegt bei 400mm/Jahr Sommerregen.&lt;br /&gt;
Menschen -  Gruppen von vernunftbegabten Menschen, denen Alternativen zur Verfügung gestanden haben, (Sudan, Nil, Mittelmeer) begeben sich nicht in einen ariden, ressourcenlosen Raum, um einen Überlebenskampf zu führen, den sie nicht gewinnen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Minimum von 400mm/Jahr äquivalenter Sommerregen (es sind sowohl Sommer- als auch Winterregen nachgewiesen) und ganzjährig durch Brunnen erreichbares Wasser sind die Bedingungen, um Sammler und Jäger in den frühen Phasen und Hirten und erste Bauern in späterer Zeit an diesen Ort zu binden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Feldbau auf dem Abu Tartur Plateau==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei dem Fundplatz-Katalog erwähnt, finden sich auf dem Fundplatz 0049/85 zwanzig Steinkonstruktionen unter Lockersediment, die als Windschilde oder Wohnhütten interpretiert werden können. Sie wurden, da ich mir Grabungen untersagt hatte, nicht weiter untersucht. Ihr Alter dürfte, grob geschätzt, zwischen Abu Tartur B und Abu Tartur D liegen in einem zeitlichen Rahmen von ~9000 BP bis 7800 BP, also in den von F. Wendorf und R. Schild definierten El Ghorab und El Nabta Phasen sowie in den von M. Mc Donald so bezeichneten Masara Phasen, die sich am 25. bis 26. Breitengrad Nord in die aride Zeitspanne im CPE Bereich zwischen El Adam und El Ghorab schieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf jüngere Aktivitäten auf dem Plateau im Abu Tartur E weisen zwei C14- Daten von 7370 BP und 7200 BP sowie das Vorkommen von Schaf und Ziege hin. Die Feuerstellen, welche diese Daten lieferten überlagern einwandfrei zu definierende El Nabta Fundstellen (Abu Tartur D).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mittlere Neolithikum scheint auf dem Plateau nur sporadisch vorgekommen zu sein, es schlägt sich nicht in den Werkzeugtypologien nieder, auch fehlen die typischen Dreieckspitzen der Typen H7 und H8. Ein Grund für die geringere Anwesenheit des Abu Tartur E auf dem Plateau könnten nachlassende Niederschlagsmengen gewesen sein.&lt;br /&gt;
Einzelfunde aus noch jüngeren Phasen, die Werkzeuge mit bifazialen Retuschen aufweisen, sind äußerst selten, einige wenige Pfeilspitzen zeugen von Jagdausflügen. Ebenfalls sind die Querschneider der Abu Tartur A Phase vorhanden aber auch sie bilden Ausnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werkzeugmengen auf den für den Feldbau interessanten Fundstellen sind gering, nur 0003/84 erlaubt eine typologische Einordnung, sie würde in die Abu Tartur B Phase passen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Liste der geeigneten Feldbau-Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz Nr. '''|| '''Koordinaten'''|| '''Steinartefakte*'''|| '''Keramik'''|| '''Mahlwerkzeuge'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0003/84|| 520800/305910|| 105|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0004/84|| 522100/305800|| 23|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0005/84|| 521600/305700|| 9|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0019/84|| 520350/302850|| 42|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0020/84|| 522225/302875|| 10|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0021/84|| 520710/304535|| 9|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0024/84|| 522950/305400|| 28|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0026/84|| 516850/302900|| 57|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0027/84|| 519850/302650|| 17|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0028/84|| 520080/302800|| 4|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0030/87|| 518950/303500|| 59|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0031/87|| 519100/303250|| 14|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0032/85|| 520200/305900|| 2|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0033/85|| 520000/305800|| 9|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0034/85|| 519750/305800|| 21|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0046/84|| 519700/304400|| 9|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0047/84|| 520070/303075|| 4|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *Sämtliche Werkzeuge sind im Fundplätze-Katalog Abu Tartur beschrieben. Sie bestehen hauptsächlich aus retuschierten Abschlägen und Klingen sowie aus Kerben. Weniger häufig sind Stichel oder als Stichel benutzte Kerne, Bohrer, Pfeilspitzen der Familie H und Kratzer. Sehr selten sind Trapeze, Stumpfungen und rückengestumpfte Lamellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hacke1_Zeichnung.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Hacken von den Fundplätzen 0003/84 und 0028/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hacke2_Zeichnung.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Hacken und Schneidegeräte von den Fundplätzen 0003/84, 0034/85 und 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorhandensein verschiedener Getreidearten in der westlichen Wüste Ägyptens ist im Kapitel „Klima – Pkt. 4 Regenfeldbau in der Ostsahara zur Zeit der postpleistozänen Feuchtmaxima“ beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es müsste noch hinzugefügt werden, dass die Niederschläge nur einer Regenzeit, vorzugsweise im Winter, ausreichen musste um Getreide innerhalb von drei Monaten erzeugen zu können. Eine weitere Regenperiode im Sommer konnte lediglich von Nutzen für Bäume und Sträucher sein und natürlich auch für die Menschen und ihre Herden indem Brunnenlöcher und Viehtränken aufgefüllt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hypothese: „Getreideanbau auf dem Abu Tartur Plateau“ basiert weder auf Funden von botanischem Material noch auf einwandfrei zugeordneten C14 Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie beruht auf der Typologie der Werkzeuge und den Funden von Geräten, die für die Vorbereitung der Böden, das Schneiden von Halmen sowie dem Mahlen von Körnerfrüchten geeignet erscheinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine landwirtschaftliche Nutzung der fruchtbaren terra rossa Böden spricht ebenfalls die Massierung von Wohnstätten. Falls eine Belegung mit drei Personen je Einheit angenommen wird, so wären gleichzeitig 60 Menschen auf dem Fundplatz 0049/85 anwesend gewesen. zu viele um sie dauerhaft durch Jagd ernähren zu können. In einem Radius von sieben bis acht Kilometern wären die Beutetiere, nach landläufiger Meinung lediglich kleine Gazellen und Hasen, äußerst selten geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel aus meiner Zeit in Sambia kann diese Annahme untermauern. Die Buschlandschaft war äußerst dünn besiedelt. Wir waren eine Gruppe von sieben Leuten, stellten unsere Blechhütten auf, bohrten nach Wasser und schlossen den Generator an. Eine Hütte diente als Küche. In den ersten Tagen schossen wir je nach Bedarf aus dem Küchenfenster entweder drei bis vier Hasen oder eine kleine Antilope. Größeres Wild war vorhanden wäre aber wegen der mangelnden Konservierungsmöglichkeiten ungeeignet gewesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Woche mussten die Jäger schon in den Busch laufen und nach drei Wochen war ein Geländewagen notwendig geworden, um in sieben bis acht Kilometern Entfernung Wild erbeuten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hasenjagd_1970.jpg|400px]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Hasenjagd mit dem Landrover. Sambia 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sambia_1970_Hase.jpg|400px]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Der Autor beim Häuten eines Hasen (lepus capensis). Sambia 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Feldbau sprechen auch Dämme, die Regenwasser in geeigneten Flächen zurückhalten konnten. Sie würden zu den frühesten wasserbautechnischen Maßnahmen zählen, die logischerweise ergriffen wurden, um dem Getreide bessere Bedingungen zu bieten und die Erntemenge zu erhöhen. Für wildes Getreide würden solche Anlagen nicht gebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gelaendeschnitt_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Geländeschnitte Fundplätze 0004/84 und 0005/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gelaendeschnitt_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Geländeschnitte Fundplätze 0034/85, 0033/85 und 0032/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier könnten Berufsarchäologen, ausgestattet mit ihrem Wissen und großzügigen staatlichen Ressourcen mit geringem logistischem Aufwand beste Resultate erzielen. &lt;br /&gt;
Zusammenfassend sehe ich auf dem Abu Tartur Plateau zunächst im Abu Tartur A eine Jäger- und Sammlergruppe mit eventueller Haltung von Rindern. Zu Beginn der Nutzung des Plateaus müssen die Niederschläge sehr hoch gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der folgenden Phasen Abu Tartur B und Abu Tartur C, kann postuliert werden, entwickelte sich der Ackerbau, es werden domestizierte Getreidearten angebaut, Rinderzucht ist durch Knochenfunde belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung zur voll neolithischen Lebensweise hält im Abu Tartur D an.&lt;br /&gt;
Durch eine Verminderung der Regenmengen wird das Plateau im Abu Tartur E nur noch saisonal genutzt. Ziegen und Schafe treten an die Stelle von Rindern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Phasen wird das Plateau hauptsächlich für die Jagd genutzt, da die Niederschlagsmengen weiter zurückgehen und die Siedlungsaktivität sich bevorzugt auf die Nähe der großen Playabecken in der Sandsteinebene konzentriert. Wie entsprechende Werkzeugfunde belegen, wird nun in der Ebene Ackerbau betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese hypothetischen Aussagen könnten durch Grabungen und Analysen, durchgeführt von qualifizierten Archäologen, Biologen und Geologen, belegt oder aber mit weniger Wahrscheinlichkeit auch widerlegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich selbst hatte weder die Zeit noch die Mittel, um eindeutige Beweise liefern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ausblick==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur unterscheidet sich von vielen anderen Fundkomplexen in der östlichen Sahara durch seine Vielschichtigkeit sowohl in zeitlicher als auch in kultureller Hinsicht. Daher scheint es nicht angebracht eine schematische Klassierung, die auf anderen Fundstellen durchaus Gültigkeit haben kann, auch hier anzuwenden, es sei denn es würde lediglich grob in eine frühe, eine mittlere und eine späte Phase eingeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollten die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden, die es erlauben würden zu einer sinnvollen Interpretation der Abläufe zu gelangen. Es gilt als erstes den zeitlichen Rahmen festzulegen. Die vorhandenen C14- Analysen sind bei weitem nicht ausreichend, um zu gültigen Resultaten zu kommen. So existieren Werkzeuginventare, die sich auffallend von anderen, schon datierten durch das verwendete Rohmaterial sowie durch ihre Typologien absetzen.&lt;br /&gt;
Diese müssten zeitlich fixiert werden, andere schon existierende problematische Datierungen sollten überprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bislang wurden elf C14- Analysen erstellt. Mit den Resultaten und durch typologische Vergleiche mit anderen, außerhalb Abu Tarturs liegenden Fundstellen, lässt sich zumindest die frühe Phase der Besiedlung im Holozän einigermaßen zufriedenstellend einordnen. So kann der Fundplatz 0002/84 durch eine Umstellung der Definition der Werkzeuggruppen klar in die von Wendorf et al. definierte El Adam Phase, ca. von 9500 bis 8900 BP, eingeordnet werden und zwar auf Grund des Alters als auch der Typologie. In die El Ghorab Phase um 8500 bis 8200 BP passen die Typologien des Plateaufundplatzes 0017/83 und des Fundplatzes 1056/86 in der Ebene. Die Analyse an einem auf dem Plateaufundplatz 0015/83 gefundenem Landschneckengehäuses (Zootecus insularis) ergibt ein Datum von 8485 Jahren BP und liegt damit am Beginn der El Ghorab Phase '''Tabelle 10'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besonders gute Übereinstimmung besteht zwischen den Fundstellen der El Nabta Phase wie ein Vergleich der Kiseiba Fundplätze E-79-5, E-79-4, E-80-1 ( C ), E-80-3 und E-75-6 mit den Abu Tartur Fundplätzen 0006/83 und 0007/83 zeigt. Die Phase betrifft den Zeitraum zwischen 8100 und 7900 BP.&lt;br /&gt;
Die Anzahl der rückengestumpften Lamellen liegt gut über 10%, eine ebenso große Gruppe stellen die Bohrer dar. Auch die stärkste Gruppe, die retuschierten Stücke (Tix 105) sind in Kiseiba wie in Abu Tartur mit ca. 30% vertreten '''Tabelle 11'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Abu Tartur B sind die Fundplätze klassiert worden, auf denen epipaläolithische Bearbeitungstechniken verwandt wurden und die typologisch weder in die ältere El Adam Phase noch in die gleichzeitigen oder jüngeren El Ghorab und El Nabta Phasen eingeordnet werden können. Diese Fundstellen müssen mit den Masara Plätzen von Dakhla verglichen werden. Da letztere aber untereinander sehr große Unterschiede in den Typologien aufweisen, musste ein Weg gefunden werden, der es erlaubt Zahlen zu erhalten, die es rechnerisch- statistisch ermöglichen sinnvolle Vergleiche anzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davon ausgehend, dass gleiche Kulturen gleichen Alters und im gleichen geographischen Großraum angesiedelt, gleichartige Bedürfnisse entwickeln, werden auch gleichartige Werkzeuge benutzen und somit gleichartige Typologien hervorbringen. Daher wurden sämtliche in den von M. Mc Donald in den Oasis Papers 3 (2003) vorgestellten neun Masara Fundstellen A, B und C zusammengefasst und nach Tixier aufgeschlüsselt. Die so erhaltenen 711  Artefakte wurden dann mit 1933  Artefakten der neunzehn  Fundstellen des Abu Tartur B verglichen. Das Ergebnis zeigt eine weitgehende Übereinstimmung der beiden Fundkomplexe.&lt;br /&gt;
Die große Anzahl gleicht, wie aus den Tabellen ersichtlich, die großen Ungereimtheiten der Einzelanalysen aus. Die Unterschiede sind z.T. auf die geringen Mengen je Fundplatz und auf die Tatsache, dass es sich bei den Masara Plätzen teilweise und in Abu Tartur ausschließlich um Oberflächenmaterial handelt, zurückzuführen. Die geringen Unterschiede in den zusammengefassten Typologien gehen auf folgende Punkte zurück:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auswertung wurde von zwei Personen durchgeführt, von denen die erste eine international anerkannte Archäologin ist und die andere ein Bergmann, der sich für die Ur- und Frühgeschichte interessiert aber der auch schon seit den frühen 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts seine Funde nach Tixier klassiert. Die sehr geringen Unterschiede bei den Sticheln (Tixier III) und den Kerben (Tixier VII) könnten so eine Erklärung finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur kommen, hauptsächlich auf dem Plateau, neben der Abu Tartur B Phase, mit der die Masara Vorkommen hier verglichen werden, auch El Adam, El Ghorab und El Nabta Fundstellen vor, die in erstaunlicher Klarheit den CPE Plätzen in Nabta und Kiseiba entsprechen. Es besteht die Möglichkeit, dass sich nahe der Süd- West Ecke des Abu Tartur Plateaus (Dakhla) und an seiner Süd- Ost Ecke (Abu Tartur) ähnliche Siedlungsbedingungen geherrscht haben. So sind auch Reste der oben genannten frühholozänen Kulturen auf den Masara Plätzen als Zumischung nicht unmöglich. Das würde den höheren Anteil an rückengestumpften Lamellen sowie der geometrischen Mikrolithen und der damit verbundenen Mikroburin Technik erklären. Auch die Familie XI, die Diversen bei Tixier, weist bei Masara, El Adam und El Ghorab Fundstellen ähnliche Mengen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Unterschied besteht bei den Ounanspitzen, die für Abu Tartur B 0,93 % der Gesamtwerkzeugmenge ausmachen, auf den Masara Fundstellen hingegen 8,86 %. Diese Bewehrungen erreichen erst in der mittleren Besiedlungsphase, im Abu Tartur E, eine größere Bedeutung (1072/86 – 16 % - 7670+-50 BP). Interessant ist in diesem Zusammenhang ein C14- Datum der Masara A Gruppe von 7730+-110 BP, es entspricht dem Abu Tartur E und erklärt das Vorhandensein von großen Mengen Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da für die Abu Tartur B Phase keine Radiocarbon Analysen vorliegen, wurde bei dem Vergleich besonderer Wert auf typologische Gemeinsamkeiten gelegt. Kritisch untersucht wurden ebenfalls das Rohmaterial, die lithische Bearbeitungstechnik und typische Ausprägungen einzelner Artefakte '''Tabelle 14'''. Je jünger die Vorkommen sind, umso größer werden die Unterschiede in den Typologien. Aber auch hier stellen einzelne Artefakte, hauptsächlich Pfeilspitzen, exakt den gleichen Typus dar, so zum Beispiel die randretuschierten Dreieckspitzen H7 und H8, die auch Nabtaspitzen genannt werden, und die typisch für das mittlere Neolithikum sind. Oder die in der Sahara äußerst seltene D26- Spitze, die sowohl in Dakhla, Djara als auch in Abu Tartur erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise ist es der Oberflächencharakter der Fundstellen in der westlichen Wüste Ägyptens, welcher der Deflation nicht viel entgegenzusetzen hat. Denn selbst die aus geringmächtigem Lockersediment ergrabenen Artefakte befinden sich in der „Spielmasse“ des Windes und unterliegen, wie eine in Abu Tartur durchgeführte und weiter oben schon erwähnte Langzeitstudie über die Wirkung des Windes auf steinzeitliche Geräte und Materialien zeigt, einem Transport und vor allem einer Sichtung nach Korngrößen, wobei leichte Artefakte häufig aus dem Bereich der Fundstelle entfernt werden. Ungestörte in situ Fundplätze sind praktisch inexistent, das gilt für die Gesamtsahara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Vergleich der Fundstellen, die jünger als 7900 BP sind, werden vermehrt Ähnlichkeiten einzelner Artefakte oder auch Werkzeuggruppen herangezogen. Für diese mittlere  Phasen der steinzeitlichen  Besiedlung im Holozän  kann als Beispiel 1004/83 dienen aber vor allem 1072/86, ein Fundplatz, der zur Zeit aus seiner Bedeckung durch Playasediment auswittert und als relativ einheitlich und ungestört angesehen werden kann. Er ist charakterisiert durch kurze Klingen mit ungewöhnlich großen Schlagflächen und durch Ounanspitzen (Tixier 107, nach Hugot HI2), die zum Teil mittels einer Kerbtechnik hergestellt worden sind. Bei diesen Spitzen (H13) besteht das Stielende aus einem glatten Bruch. Entsprechende Kerbreste belegen das Herstellungsverfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ounanspitzenanteil der zeitgleichen Al Jerar Fundplätze von Nabta ist wesentlich geringer als der von 1072/86 und 1004/83. Mit zunehmender Häufigkeit der Anwendung der Technik der Flächenretuschierung in Abu Tartur werden die Inventare von Nabta und Kiseiba immer weniger ähnlich, da, obwohl das Bearbeitungsprinzip im Südosten der libyschen Wüste Ägyptens bekannt war, häufig an Randretuschen festgehalten wurde. Hier bietet sich eher ein Vergleich mit den Dakhla FundsteIlen und den Vorkommen von Djara, Abu Gerara, Eastpans und Chufu an, die ebenfalls vermehrt flächenretuschierte Artefakte aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie '''Tabelle 12''' zeigt, ist für Bashendi A Plätze eine gewisse Übereinstimmung für einige Werkzeugklassen noch zu erkennen. Auf der anderen Seite ergeben sich große Unterschiede wie zum Beispiel bei der Häufigkeit der gekerbten Stücke. Eine Gegenüberstellung der Werkzeuge von 1005/83 und den Bashendi B Plätzen 271 und 385 zeigt deutlich die grundlegenden Unterschiede auf. Einem Kerbenanteil von 50 % in Dakhla stehen ca, 10 % in Abu Tartur gegenüber, bei den Pfeilspitzen erreicht Abu Tartur 42 %, dem gegenüber beträgt der Anteil auf den Bashendi B Vorkommen lediglich 5 % '''Tabelle 13'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngste datierte Abu Tartur Platz 1005/83 hat ein Alter von 6420 BP und obwohl zur Zeit keine jüngeren Messdaten vorliegen, kann davon ausgegangen werden, dass die Besiedlung zu diesem Zeitpunkt nicht gänzlich abgeschlossen war. Langschmale Querschneider und mit groben Schieferton gemagerte Keramik weisen auf jüngere Phasen hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clayton Ringe, Keulenköpfe aus Kalkstein sowie Keramik aus historischer Zeit, persisch und römisch, ferner ein Kruglager belegen die Präsenz des Menschen auch während der Zeit der Austrocknung der Sahara. Es werden Reisende gewesen sein, Wanderer zwischen den wasserfiihrenden Oasen, die als Letzte ihr Nachtlager in Abu Tartur aufgeschlagen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 10''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich von EI Ghorab Typ Fundsteilen mit den Abu Tartur FundsteIlen 1056/86 und &lt;br /&gt;
0017/83. &lt;br /&gt;
Alter: 8200 - 8500 BP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||  &lt;br /&gt;
|| '''E-79-1 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-4 LCL'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-3'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-8 X'''&lt;br /&gt;
|| '''1056/86'''&lt;br /&gt;
|| '''0017/83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 0,56&lt;br /&gt;
|| 0,71&lt;br /&gt;
|| 1,80&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1,61&lt;br /&gt;
|| 2,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 5,65&lt;br /&gt;
|| 2,13&lt;br /&gt;
|| 5,40&lt;br /&gt;
|| 5,26&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 6,98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 3,95&lt;br /&gt;
|| 5,67&lt;br /&gt;
|| 30,30&lt;br /&gt;
|| 1,44&lt;br /&gt;
|| 17,74&lt;br /&gt;
|| 9,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombinationswerkzeuge&lt;br /&gt;
|| 0,56&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1,80&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 30,51&lt;br /&gt;
|| 29,79&lt;br /&gt;
|| 28,60&lt;br /&gt;
|| 23,92&lt;br /&gt;
|| 30,63&lt;br /&gt;
|| 30,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 9,60&lt;br /&gt;
|| 4,26&lt;br /&gt;
|| 4,50&lt;br /&gt;
|| 18,66&lt;br /&gt;
|| 20,96&lt;br /&gt;
|| 6,98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 5,08&lt;br /&gt;
|| 2,84&lt;br /&gt;
|| 3,60&lt;br /&gt;
|| 2,87&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 15,82&lt;br /&gt;
|| 29,08&lt;br /&gt;
|| 5,40&lt;br /&gt;
|| 5,74&lt;br /&gt;
|| 14,52&lt;br /&gt;
|| 6,98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Microburins&lt;br /&gt;
|| 12,99&lt;br /&gt;
|| 5,67&lt;br /&gt;
|| 0,90&lt;br /&gt;
|| 5,26&lt;br /&gt;
|| 1,61&lt;br /&gt;
|| 4,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| 15,25&lt;br /&gt;
|| 19,86&lt;br /&gt;
|| 17,80&lt;br /&gt;
|| 36,84&lt;br /&gt;
|| 12,90&lt;br /&gt;
|| 30,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Tix 105&lt;br /&gt;
|| 13,56&lt;br /&gt;
|| 19,89&lt;br /&gt;
|| 16,90&lt;br /&gt;
|| 32,55&lt;br /&gt;
|| 12,90&lt;br /&gt;
|| 30,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Tix 107&lt;br /&gt;
|| 0,56&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 0,48&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total Stück'''&lt;br /&gt;
|| '''177'''&lt;br /&gt;
|| '''141'''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
|| '''209'''&lt;br /&gt;
|| '''62'''&lt;br /&gt;
|| '''43'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 11''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich von EI Nabta Typ Fundstellen und den Abu Tartur Fundstellen 0006/83 und &lt;br /&gt;
0007/83. &lt;br /&gt;
Alter: ~ 8100 -7900 BP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||  &lt;br /&gt;
|| '''E-79-5'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-4'''&lt;br /&gt;
|| '''E-80-1 C'''&lt;br /&gt;
|| '''E-80-3'''&lt;br /&gt;
|| '''E-75-6'''&lt;br /&gt;
|| '''0006/83'''&lt;br /&gt;
|| '''0007/83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 0,69&lt;br /&gt;
|| 0,43&lt;br /&gt;
|| 3,50&lt;br /&gt;
|| 2,90&lt;br /&gt;
|| 1,36&lt;br /&gt;
|| 2,45&lt;br /&gt;
|| 2,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 10,30&lt;br /&gt;
|| 6,09&lt;br /&gt;
|| 11,91&lt;br /&gt;
|| 9,54&lt;br /&gt;
|| 22,36&lt;br /&gt;
|| 13,10&lt;br /&gt;
|| 14,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 13,73&lt;br /&gt;
|| 13,48&lt;br /&gt;
|| 16,64&lt;br /&gt;
|| 29,88&lt;br /&gt;
|| 6,78&lt;br /&gt;
|| 7,85&lt;br /&gt;
|| 7,05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombinationswerkzeuge&lt;br /&gt;
|| 0,46&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2,03&lt;br /&gt;
|| 0,45&lt;br /&gt;
|| 0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 14,87&lt;br /&gt;
|| 22,61&lt;br /&gt;
|| 15,76&lt;br /&gt;
|| 14,52&lt;br /&gt;
|| 20,67&lt;br /&gt;
|| 13,89&lt;br /&gt;
|| 12,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 9,15&lt;br /&gt;
|| 7,83&lt;br /&gt;
|| 10,51&lt;br /&gt;
|| 6,64&lt;br /&gt;
|| 6,44&lt;br /&gt;
|| 12,78&lt;br /&gt;
|| 12,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 1,14&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|| 1,58&lt;br /&gt;
|| 2,90&lt;br /&gt;
|| 2,71&lt;br /&gt;
|| 3,58&lt;br /&gt;
|| 1,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 3,20&lt;br /&gt;
|| 14,35&lt;br /&gt;
|| 3,50&lt;br /&gt;
|| 3,32&lt;br /&gt;
|| 8,48&lt;br /&gt;
|| 3,58&lt;br /&gt;
|| 3,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Microburins&lt;br /&gt;
|| 0,92&lt;br /&gt;
|| 2,17&lt;br /&gt;
|| 2,10&lt;br /&gt;
|| 2,49&lt;br /&gt;
|| 1,70&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| 45,54&lt;br /&gt;
|| 29,13&lt;br /&gt;
|| 34,33&lt;br /&gt;
|| 25,73&lt;br /&gt;
|| 27,47&lt;br /&gt;
|| 42,37&lt;br /&gt;
|| 40,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Tix 105&lt;br /&gt;
|| 29,06&lt;br /&gt;
|| 28,26&lt;br /&gt;
|| 28,20&lt;br /&gt;
|| 22,41&lt;br /&gt;
|| 17,96&lt;br /&gt;
|| 32,06&lt;br /&gt;
|| 30,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Tix 107&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 0,16&lt;br /&gt;
|| 2,07&lt;br /&gt;
|| 1,36&lt;br /&gt;
|| 2,69&lt;br /&gt;
|| 2,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total Stück'''&lt;br /&gt;
|| '''437'''&lt;br /&gt;
|| '''230'''&lt;br /&gt;
|| '''571'''&lt;br /&gt;
|| '''241'''&lt;br /&gt;
|| '''295'''&lt;br /&gt;
|| '''446'''&lt;br /&gt;
|| '''609'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 12'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich zwischen den Abu Tartur Fundstellen 1004/83, 1017/82, 1024/82 und den Bashendi A Fundstellen 228 A1 und 174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_12_AT.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* nicht weiter aufgeschlüsselt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 13'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich zwischen der Abu Tartur Fundstelle 1005/83 und den Bashendi B Fundstellen 271 und 385. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_13_AT.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 14'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur B FundsteIlen im Vergleich mit jüngeren und älteren Abu Tartur FundsteIlen sowie mit den Dakhla Fundstellen Masara A, B und C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_14_neu.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 15'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chronologische Ordnung der Abu Tartur Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_15_AT_neu_deutsch.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundkomplexe von Abu Tartur, Geologie und Geografie==&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeichenerklaerung_AT.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Zeichenerklärung für die Fundkomplexe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorwort'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nördliche Ostsahara wurde schon sehr früh von Wissenschaftlern wie Hassanein Bey (1923) Kemal el Din (1925). Leo Frobenius und Hans Rhotert sowie Caton- Thompson und Gardener in den frühen 30ern, R.A. Bagnold, H. Winkler und viele andere mehr auf prähistorische Fundstätten hin untersucht. Auch bis heute hat das Gebiet trotz seiner extremen klimatischen Bedingungen noch nichts von seiner Attraktivität in Bezug auf die Archäologie verloren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unternehmungen wie die „combined prehistoric expedition“ in den Raum von Bir Kisheiba unter der Leitung von Dr. F. Wendorf und Dr. R. Schild, die Expeditionen zur Erforschung der Besiedlungsgeschichte der Ostsahara unter Leitung von Dr. R. Kuper oder die Arbeiten von Mary M.A. Mc Donald (Toronto, Kanada) über die lithischen Industrien der Dakhla Oasen, um nur einige zu nennen, zeigen den zusätzlichen Informationsbedarf auf und beleuchten die Bedeutung dieses immensen Wüstengebietes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geographische Schwerpunkte der Ur- und Frühgeschichtsforschung in Ägypten waren das Niltal und das Fayum, Südägypten an der Grenze zum Sudan, die Gebiete des Djebel Auenat und des Gilf Khebir sowie die große Sandsee, das Gebiet von Abu Ballas und die Oasen Kharga, Dakhla, Abu Minquar, Farafra und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur ist bis auf sehr kurze Visiten der Kölner B.O.S. Expedition von Archäologen noch nicht angesteuert worden. Die am nahesten gelegene beschriebene Fundstelle nach Osten ist G. Caton- Thompson K0 15 bei Ain Elwan. Nach Westen sind es die Dakhla Oasen, nach Süden und Südwesten die Eastpans, die Dyke area und El Ghorab und nach Norden bzw. Nordwesten Farafra und Djara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geologie und Geographie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abu Tartur Massiv liegt zwischen den Oasen Kharga und Dakhla im Südteil der westlichen oder libyschen Wüste Ägyptens. Wie F. Wendorf treffend schreibt, unterbricht die wuchtige Masse des nach Süden vorspringenden Plateaus die ansonsten monotone Ost- West gerichtete Linie des Kalksteinabbruchs. Begrenzt wird das Plateau durch die Längengrade 29 Grad 30’ – 30 Grad 10’ Ost und die Breitengrade 25 Grad 20’ – 25 Grad 40’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf steinzeitliche, besonders epipaläolithische und neolithische Vorkommen untersuchte Gelände deckt sich mit dem Projektgebiet eines sich in der Entwicklung befindlichen Phosphatabbaus d.h. mit dem südöstlichen Rand des Abu Tartur Massivs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschränkung auf das Projektgebiet hat drei Gründe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Das Gelände ist noch nicht untersucht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Die mit dem Aufbau eines modernen Bergbaubetriebs einhergehenden Arbeiten werden mit Sicherheit archäologisch interessante Fundplätze zerstören. Zum Teil ist dieses durch Exploration, vornehmlich durch Transport schweren Bohrgeräts, auf dem Plateau schon geschehen. Der Bau von Straßen, Eisenbahn, Wohnsiedlungen und Aufbereitungsanlagen wird ein weiteres tun. Es scheint daher angebracht diese gefährdeten Fundplätze vorrangig zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Der dritte Grund ist logistischer Natur. Ohne zu großen materiellen und zeitlichen Aufwand kann das Gebiet im Radius von rund 30km unter den gegebenen geographischen und klimatischen Bedingungen von einer Einzelperson noch überblickt und bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur ist von Kharga, dem Hauptort des Verwaltungsbezirks „New Valley“ über eine gute Asphaltstraße in 40 Autominuten zu erreichen. Bei Kilometerstein 43 in Richtung Dakhla biegt eine Stichstraße nach Norden ab. An dieser Abzeigung liegt der Garten des Bergbauprojekts, eine mehrere Hektar große Anbaufläche für Obst und Gemüse, welche durch Tiefbrunnen bewässert wird. Nach weiteren zehn Kilometern in Richtung Nordwesten erreicht man das Basiscamp und die ersten Wohnblocks; zum Plateau hin folgen technische Anlagen sowie die Pilotgrube. Dort endet die Asphaltstraße. Der Aufstieg zum Plateau ist im Prinzip mit dem Geländewagen möglich, kann aber nicht als sicher gelten, da die vorhandenen Pisten durch Erdbewegungsarbeiten und durch Bruchbau zeitweilig oder definitiv zerstört worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Topographisch lassen sich drei Landschaftsformen unterscheiden:&lt;br /&gt;
* Die Sandsteinebene mit ihren pittoresken Zeugenbergen.&lt;br /&gt;
* Die durch Wadis zerfurchten Hängen, welche die Verbindung zwischen Ebene (Höhe 160m - 250m) und dem Plateau (Höhe 550m) herstellen.&lt;br /&gt;
* Das Kalksteinplateau mit Höhen zwischen 550m in der Nähe der Abbruchkante und 575m im inneren nach Norden und Nordwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen von rezenten äolischen Sänden, limnischen bzw. fluviolimnischen Ablagerungen und einigen Restböden, liegt das Alter der in Abu Tartur anstehenden Sedimente zwischen Unterem Maestricht und Oberem Pleistozän bis Holozän.&lt;br /&gt;
Vom Hangenden zum Liegenden kann wie folgt klassifiziert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)''' Äolische Ablagerungen (rezent).&lt;br /&gt;
*Flugsandfelder und Dünen verschiedener Höhen, häufig als Sicheldünen ausgebildet, bedecken große Flächen hauptsächlich der Sandsteinebene, sie sind aber auch an den Hängen und auf dem Plateau anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)''' Diluviale und alluviale Ablagerungen (Pleistozän bis rezent).&lt;br /&gt;
*Eine Reihe von fuvialen und limnischen Sedimenten kann an den Hängen und in der Sandsteinebene beobachtet werden. Die für diesen Artikel wichtigen Seeablagerungen liegen in einer Entfernung von zehn bis zwanzig Kilometern von der Plateaubruchkante entfernt. Interessanterweise haben sich auf dem Kalksteinplateau in Senken größere Flächen von terra rossa trotz einer starken Deflation erhalten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)''' Kulturschichten (Danian bis oberes Pleistozän).&lt;br /&gt;
*Diese Schichten bestehen aus hartem Riffkalkstein, der die Kappe des Abu Tartur Plateaus bildet und darunter liegenden Schiefertonen und weicheren Kalksteinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)''' Dakhlaschichten (Maestricht).&lt;br /&gt;
*Diese Schichten sind aus Schiefertonen, Kalksteininterkalationen und feinen Sandschiefertonen zusammengesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)''' Phosphat- oder Dawischichten (Unteres Maestricht). &lt;br /&gt;
*Außer dem wirtschaftlich wichtigem unterem Phosphatflöz bestehen die Schichten aus grauschwarzen Schiefertonen, nicht abbauwürdigem Phosphatgestein und Sandschiefern, die teilweise Pyrit und Glaukonit führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)''' Nubiaschichten (vor Unterem Maestricht).&lt;br /&gt;
*Zwei verschiedene Sedimentgruppen sind zu unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grau - grüne und ziegelrote bis violette Töne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sandsteine, zum Teil kreuzgeschichtet und mit örtlichen grauen Tonlinsen durchsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztere Gruppe bildet die sich weit in den Süden hineinstreckende Ebene. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Schichten liegen horizontal oder haben ein nur sehr geringes Einfallen. Große tektonische Störungen sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima in der westlichen Wüste und somit auch in Abu Tartur ist hyperarid. Messbare Niederschläge fallen äußerst selten, man kann davon ausgehen, dass es im langjährigem Durchschnitt alle sieben Jahre einmal regnet. Es handelt sich dabei um heftige, kurze Schauer. Das Wasser läuft in den noch vorhandenen Wadisystemen schnell ab und sammelt sich in den Senken, wo man rezente Sedimentkrusten vom hauchfeinem Überzug bis zu 30mm Dicke beobachten kann, welche 1981 nach starkem Regen gebildet worden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Quelle wird für die Oase Kharga ein langfristiger Mittelwert von 0,9mm bis 1,2mm Regen pro Jahr angegeben. Man unterscheidet zwei Hauptjahreszeiten, den Sommer und den Winter. Während die Temperaturen von November bis Februar bei 30 Grad C maximal und 2 Grad C minimal liegen, klettert die Quecksilbersäule von April bis September auf 48 Grad C maximal, die Nachttemperaturen liegen während dieser Zeit bei etwa 20 Grad C. März und Oktober kann man als Übergangsmonate bezeichnen. Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit liegt während der heißen Zeit zwischen 23% und 30%, in der kühlen zwischen 30% und 55%. Starker Wind ist nicht selten, gefürchtet ist vor allem der heiße und sandgeladene Khamsin, welcher vornehmlich während der Monate April und Mai auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördliche Windrichtungen (N, NO, NW) sind mit rund 62% vorherrschend, 5% verteilen sich auf andere Richtungen. Während 33% der Zeit herrscht Windstille.&lt;br /&gt;
Unter den oben geschilderten klimatischen Bedingungen ist menschliches Leben ohne die jetzt zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten wie Tiefbohrungen, Wasserhebeanlagen  und Nahrungsmitteltransport über weite Strecken, nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren von 1982 bis 1987 wurden in der Umgebung von Abu Tartur 146 Vorkommen neolithischer oder epipaläolithischer Prägung aufgefunden. Es handelt sich in der Mehrzahl um geschlossene Fundplätze, aber auch größere und kleinere Fundstreuungen, selbst Einzelfunde sind manchmal berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
Damit könnten dem immer noch lückenhaftem Mosaik des interessanten Zeitraums vom Epipaläolithikum bis zur Neolithisierung und der Gesamtphase der Neusteinzeit der Ostsahara vielleicht einige Steinchen hinzugefügt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorliegende Beschreibung des Siedlungsraumes Abu Tartur erhebt in keiner Weise Anspruch auf wissenschaftliche Vollständigkeit, der Schreiber des Berichtes ist lediglich ein interessierter Amateur und kein Fachmann für Vor- u. Frühgeschichte. Die Ausrüstung und die zur Verfügung stehende Zeit waren sehr beschränkt, so dass das eigentliche Anliegen dieser Arbeit ist, kompetentere Leuten auf diesem Gebiet einen Hinweis auf die Vorkommen zu geben und sie anzuregen, diese Fundplätze intensiver zu bearbeiten. Obwohl während eines Zeitraumes von fünf Jahren im New Valley ansässig, standen für extraprofessionelle Betätigungen nur die Wochenenden, d.h. der Freitag, zur Verfügung, und wenn die Temperaturen über 40 Grad C liegen, was während der Sommermonate meistens der Fall ist, verliert auch ein akklimatisierter Hobbyarchäologe die Lust in die Wüste zu fahren. Für die Feldarbeit können im Durchschnitt daher nur zwei Tage je Fundplatz angesetzt werden. Das zur Verfügung stehende Fortbewegungsmittel, ein alter, vierradgetriebener Wagen östlicher Bauart, war nicht immer ganz zuverlässig, seine Wartung war nicht gewährleistet. So kam es, dass unfreiwillige längere Fußmärsche zeitweise in Kauf genommen werden mussten. Besonders nach Sonnenuntergang ist es recht schwierig sich in der Wüste zielstrebig und zügig zu bewegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgezeichnete Landkarten waren glücklicherweise vorhanden. Außer Satellitenfotos im Maßstab 1:500.000 und Satellitenkarten 1:250.000 konnte für die meisten Fundplätze auf Detailkarten 1:25.000 und für das engere Projektgebiet sogar auf 1:2.000 zurückgegriffen werden. Für außerhalb liegende Gebiete wie 1023/82 und 1024/82 sind Kartenskizzen im Maßstab 1: 5.000 und 1:10.000 erarbeitet worden, welche natürlich nicht die gleiche Genauigkeit aufweisen wie das vorher erwähnte Material. Zur Erstellung dienten der nicht immer zur Zufriedenheit arbeitende Kilometerzähler des Autos sowie ein Fernglas 10x70 mit eingebautem Kompass. Ein Bandmaß für Messungen innerhalb der Fundplätze und einige Stahlstäbe als Markierungszeichen komplettierten die Ausrüstung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem beschriebenen Inventar handelt es sich ausschließlich um Oberflächenmaterial. Die Teile der Siedlungsplätze, welche von Sediment überdeckt sind, auch wenn es sich nur um einige Zentimeter Lockersediment wie Sand oder Kalksteinstaub handelt, sind unberücksichtigt geblieben, um sie eventuellen späteren Forschungen intakt zu erhalten.&lt;br /&gt;
Diese „in situ“ Fundplatzteile können aber auch nur unter Vorbehalten als solche angesprochen werden, unter Vorbehalt deshalb, weil falls die Kulturschichten unter einem äolischen oder aquatischen Sediment liegen, das Inventar während der Sedimentationsphase ebenfalls bewegt worden sein kann. Allenfalls in Höhlen, unter Felsüberhängen oder an anderen gut geschützten Plätzen können sich Kulturschichten ohne Perturbation aufbauen. So gesehen dürften ungestörte in situ Plätze im besprochenen Raum sehr selten sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Pläne, die die Verteilung der Artefakte per Quadratmeter oder Viertelquadratmeter zeigen, ist bewusst verzichtet worden, da die exogenen Kräfte bei Oberflächenmaterial zu einer Verschiebung oder gar einer Sichtung nach Korngrößen führen wie es im Kapitel „Die Wirkung des Windes auf die Lage steinzeitlicher Artefakte im ariden Klimabereich“ verdeutlicht wird. Konzentrationen bei reinen Oberflächenfundplätzen sind in den häufigsten Fällen, zumindest auf den in Abu Tartur beobachteten, natürlich und nicht kulturell bedingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein kurzes Kartenstudium zeigt, überragt das Abu Tartur Massiv die Ebene nach Süden um 350m und es liegt auch wesentlich höher als das benachbarte libysche Plateau. Die Hauptwindrichtung ist, wie auch im Niltal seit ältester Zeit bekundet, Norden und zwar schon seit dem Pleistozän, was wiederum an Hand von äolischen Überformungsstrukturen nachweisbar ist. Auch heute können ab und zu Wolken aus Norden erscheinen. Es ist beobachtet worden wie Wolken abregneten, bevor die Tropfen jedoch den Boden berührten, verdunsteten sie und stiegen als Wasserdampf wieder auf. Messbare Niederschläge sind in den Jahren von 1982 bis 1987 in Abu Tartur nicht gefallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem weitläufigem Wüstengebiet kann man auch bei guten Vorbedingungen nicht wahllos das Gelände begehen, wenn man Aussicht auf Erfolg haben will. Von großer Hilfe ist, sich die Umwelt und die Bedürfnisse der damaligen Bewohner vorstellen zu können. Dabei ist natürlich von Vorteil, Kenntnisse von Volksgruppen zu haben, die heute noch unter ähnlichen Bedingungen leben (Berbernomaden, Tuaregs, Bouzous, Peul u.a.). Davon ausgehend, dass der Mensch immer Wasser braucht, sei er nun Jäger, Hirte oder Bauer, sind die Wadiläufe zu beobachten und die Zonen ausfindig zu machen, wo Wasser sich in Tümpeln und Seen hat sammeln können. Die Gesamtmenge der nicht verdunsteten Niederschläge ist in der Wüste verblieben, da ein integriertes Flusssystem nicht vorhanden ist oder war, das Wasser hätte ableiten können.&lt;br /&gt;
Es gibt keine Hinweise darauf, dass wie in den Oasen Kharga und Dakhla Quellwasser aus dem nubischen Sandstein an die Oberfläche getreten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar stauen die Schiefertone der Dakhlaschichten das Wasser, welches als Regen auf das Kalksteinplateau fällt, dieses tritt aber am Nordrand bei Ain Amur aus und speist dort auch heute noch ein bescheidenes Wasserloch. Eine weitere Überlaufquelle ist bei Ain Elwan nordöstlich vom besprochenen Gebiet bis in historische Zeiten genutzt worden. Reste eines Tunnelsystems, in dem das Wasser von der Stauschicht zur Oase geleitet wurde, sind noch sichtbar. Außer dem Vorhandensein von Wasser spielen Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, strategische Lage und andere eine Rolle. Die Suche nach prähistorischen Siedlungsplätzen wird also auf einige Zielgebiete, meistens Senken, konzentriert, die vorher durch direkte Beobachtung der Topographie oder auch durch Auswertung von Kartenmaterial ausgewählt worden sind. Im Feld finden sich dann Indikatoren wie vereinzelte Artefakte und Straußeneischalen oder auch von weitem erkennbare ausgewitterte mit dunklen Gesteinsbrocken bedeckte Herdstellen. Die Untersuchungen werden in Zonen gehäufter Indikatoren intensiviert bis eine eventuelle Konzentration gefunden worden ist. Die Begrenzungen des Fundplatzes werden abgesteckt, ausgemessen und auf ein Messblatt übertragen. Dabei wird differenziert zwischen der Hauptkonzentration und der Zone, in der das Inventar weniger dicht gestreut liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberflächenbeschaffenheit, geographische Situation und erkennbar unter Sediment liegende Fundplatzteile werden ebenfalls vermerkt. Nachdem die Koordinaten festgelegt sind, wird die Lage der Fundstelle auf eine Karte übertragen. Wenn diese Vorarbeiten beendet sind wird das Oberflächenmaterial observiert und teilweise zeichnerisch aufgenommen und zwar Werkzeuge, Kerne, Keramik und anderes organisches Material.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls Feuerstellen vorhanden sind, wird gegebenenfalls eine Holzkohlenprobe entnommen. Die Lage der Herde, die als unbedingt immobil gilt, wird auf eine Karte übertragen. Bedingt immobile Mahlwerkzeuge werden eingemessen und bleiben neben unbearbeiteten Klingen, Lamellen und Abschlägen ebenfalls in ihrer ursprünglichen Lage an Ort und Stelle, so dass für eine eventuelle spätere Untersuchung die Strukturen des Fundplatzes erhalten bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Zonen fallen durch besondere Dichte der Siedlungsplätze auf. Es sind dieses die Playagebiete „Renate“, „Vera“, „Ingrid“ und „West“ in der Ebene und „T“ auf dem Plateau letzterer Fundkomplex liegt oberhalb der Pilotgrube der New Valley Phosphate Company.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Fundplätze nach Zonen geht aus den Tabellen I bis VII hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Playa Renate – Vera'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese mit 11km² größte Playa im behandelten Raum liegt nordwestlich des Abu Tartur Bergbauprojektes. Karten dieser Gegend waren nicht vorhanden und mussten mit primitivsten Mitteln und großem Zeitaufwand erstellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentlich zusammenhängende Gebiet wurde unterteilt in Norden (Renate) und Süden (Vera), einerseits der Übersichtlichkeit halber, andererseits wird die Zone „Vera“ von südlichen Zuflüssen, aus dem Nubiagestein kommend, gespeist, die Teilsenke „Renate“ hauptsächlich von Norden, also vom Kalksteinplateau und seinen vorgelagerten Hängen. Die festgesetzte Grenze und gleichzeitig Bestimmungskoordinate ist die Breite 310.000. Die mittlere Längenkoordinate ist 535.000. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet des Wadisystems beträgt mehr als 200km². Selbst bei geringen Niederschlagsmengen kann man davon ausgehen, dass während der Pluvialperioden permanent Wasser vorhanden war. Einige Pflanzen haben bis heute Überlebensbedingungen an den Tiefpunkten gefunden, nach sechs Jahren ohne jeden Regen. In der Nähe der Fundstelle 1053/85 steht noch ein abgestorbener Stumpf einer Dattelpalme, nicht weit davon liegen rote Scherben von auf der Töpferscheibe gearbeiteter Keramik (möglicherweise römisch) als Zeugen dafür, dass auch in jüngerer Vergangenheit Kulturpflanzen hier wachsen konnten und der Mensch, wenn auch vielleicht nicht ganzjährig, präsent war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Playa liegt nicht an einem alten Karawanenweg wie z.B. Playa West. Die Verbindungen Kharga – Dakhla verliefen entweder weiter südlich entlang der jetzigen Asphaltstraße oder aber nördlich über Ain Amur und über das Plateau bis zum Wadi Batikh, was soviel wie Wassermelonenfluss heißt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Nordteil Playa „Renate“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Süden hin offen und in Playa „Vera“ übergehend, ist das Becken von allen Seiten von flachen Hügeln aus nubischem Sandstein umgeben.&lt;br /&gt;
Einige Wissenschaftler sahen in den Sandsteinformationen nach kurzer Prüfung möglicherweise fossile oder stabilisierte Dünen. Dieses kann aus mehreren Gründen als ausgeschlossen gelten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Funde von versteinertem Holz und Abdrücke fossiler Pflanzenblätter in situ zählen in Quartärsedimenten zu den Raritäten, im nubischen Sandstein sind es Leitfossilien. &lt;br /&gt;
*Alle Dünen wandern von Norden her über das libysche Plateau und reichern sich auf ihrer langen Reise mit Kalksteinpartikeln an. Der nubische Sandstein enthält sehr geringe Mengen von Karbonaten, mit Salzsäure ist so leicht ein Nachweis zu führen.&lt;br /&gt;
*Die Stratigraphie der Gegend ist sehr klar und unkompliziert, man könnte sie als monoton bezeichnen. Alles was tiefer liegt als NN 300m muss nubischer Sandstein sein oder von ihm eingeschlossene Tonlinsen. Das Quartär um Abu Tartur ist beschränkt auf klassische Sedimente fluvio- und fluviolimnischer Natur, auf rezente Flugsandfelder, Wanderdünen und Restböden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesem kleinen Ausflug in die Quartärgeologie wieder zu den Fundplätzen.&lt;br /&gt;
Von Nordwesten fließt ein breites Wadi zu, das schon im Playabereich nach Nordosten abbiegt und sich in der Senke in der Höhe von Fundplatz 1045/84 verläuft. &lt;br /&gt;
Das Gefälle ist sehr schwach; hellgraue, dünne Schichten an der Oberfläche weisen auf rezente Wasserzuflüsse hin. Ursprünglich floss das Wadi nach Südosten entsprechend seiner Hauptrichtung weiter, wie ein invertiertes mit Geröll bedecktes Wadibett in der Nähe der Krümmung zeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geringen Niveauunterschied bedingt ist der Lauf des Wadis auch heute noch nicht stabilisiert. Nordwestlich der Krümmung existiert ein kompliziertes Überlauf- und Kommunikationssystem einmal zu einer kleinen Senke nördlich des Ockerhügels hin und zweitens zum vom Süden her kommenden Wadi.&lt;br /&gt;
Weitere Zuflüsse geringeren Ausmaßes erhält die Senke von Norden und Osten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Playaboden hat die typische rotbraune Farbe und kann in den Wadieinschnitten auf seine Struktur hin untersucht werden. Mehr oder weniger sandige und tonige Schichten wechseln einander ab, Mächtigkeit homogener Lagen variiert von Millimeter- bis zum Dezimeterbereich. Eingeschlossene Holzkohle kann ebenfalls beobachtet werden und zwar in der Krümmung des Hauptwadis im gleichen Niveau wie der nach Süden gelegene Fundplatz 1072/86, der eine Kulturschicht mit Kohleresten enthält.&lt;br /&gt;
Breite Trockenrisse bestimmen die Oberfläche der Senke, sie sind z.T. mit Trockenschlämmen und Flugsand ausgefüllt. Die Ausdehnung von Playa „Renate“ beträgt 2km von Norden nach Süden und 2,5km von Westen nach Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Südteil Playa „Vera“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet ist von einem von Süden zufließendem Wadi geprägt, die Einmündung selbst ist nach Osten gerichtet. Westlich schließt sich eine glattgeblasene Playa bis zu den Ausläufern der Hanghügel des Abu Tartur Massivs an, sie ist weitgehend frei von Flugsand und Verwitterungsresten. Der gleiche Playaboden wird östlich des Wadis vorgefunden, nur ist er hier teilweise und gegen die Hügelkette im Osten hin, stark mit Sand und Schutt bedeckt. Westlich dieser Sandsteinhügel befinden sich zwei Buchten des Playabeckens. Nach Norden geht das Gebiet in Playa Renate über. Hohe Sandsteinrücken grenzen das Becken nach Süden und Osten ab. Ohne sichtbare Verbindung zur eigentlichen Senke liegt südlich der Barriere ein weiteres flugsandüberdecktes, leicht nach Süden ansteigendes Playafeld mit dem großen Fundplatz 1024/82. Das mit Playa Vera bezeichnete Gebiet erstreckt sich 2km von Norden nach Süden und 3km von Westen nach Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Playa Ingrid''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundplätze dieser Zone gruppieren sich um eine Playasenke. Die Entfernung der äußeren Ränder beträgt von Norden nach Süden 1,5km, von Westen nach Osten rund 1km. Die obere Uferlinie liegt 190m über dem Meeresspiegel, das ausgeblasene Zentrum dürfte 8 bis 10m tiefer liegen, mit Ausnahme eines langgestreckten Inselrückens, der die Senke mit nordsüdlicher Achse durchläuft. Gespeist wird das Becken von einem im Süden einmündenden Wadi, dessen Hauptrichtung allerdings Westnordwest nach Ostsüdost ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mündungsbereich ist der rotbraune, stark sandige Playaboden von hellgrauem rezentem Sediment überdeckt. Durch eine Bodenwelle ist der Zufluss zum Hauptbecken, der früher existiert haben muss, gesperrt. Zuflüssen von anderen Seiten sind von geringer Bedeutung, außerdem sind Strukturen eventuell bestehender Wasserläufe durch dichten Flugsand verdeckt, lediglich ein schmaler Streifen im am tiefsten gelegenen Bereich der Playa ist weitgehend sandfrei aber auch frei von archäologischem Material.&lt;br /&gt;
Im Osten und Nordosten schließen sich Flugsandfelder an, die teilweise direkt auf nubischem Sandstein liegen, teilweise auch auf roten Restböden. Auch der Süden ist flach, hier tritt aber häufiger Sandstein in Rippen oder Platten auf. Im Westen und Nordwesten erhebt sich eine imposante Gruppe von Zeugenbergen, die das Gelände bis zu 100m überragen. Die zum Teil sehr steilen, bizarren Kegel sind, da sie so isoliert in der Ebene stehen, schon aus großer Entfernung als Landmarken erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die einzelnen Fundplätze der unteren Uferlinie (ca. 185m) sind 1013/82, 1015/82, 1018/82 und 1042/85. &lt;br /&gt;
*An der oberen Uferlinie liegen 1014/82, 1017/82, 1019/82, 1020/82, 1021/82, 1041/85 und 1051/85.&lt;br /&gt;
*Benachbarte Fundplätze sind im Norden 1022/82, im Westen 1043/85 und im Süden in der Wadischleife 1016/82. &lt;br /&gt;
*Als zentrale Koordinaten können als Länge 534.000 und als Breite 301.600 angegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Playa „West“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundkomplex liegt an den Ausläufern des Südhanges des Abu Tartur Massivs und umfasst ein Gebiet von ungefähr 4km². Das Zentrum wird durch ein Playabecken gebildet, in welches von Nordosten her ein Wadisystem einmündet. Unbedeutendere Abflussrinnen speisen die Senke von den umgebenden Hängen und Hügeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Sedimentationsphasen sind an den Schichtenanschnitten z.B. am Wadisteilhang zu beobachten. Stark sandiges Material wechselt mit tonigen Schichten entsprechend den Klimabedingungen während der Ablagerung. Wurmlöcher und Wurzelröhren weisen auf Fauna und Flora hin. Über dem rotbraunen Boden liegt stellenweise eine dünne, helle Schicht sehr rezenten Materials, welches nach den letzten Regenfällen abgesetzt wurde. Die Basis und die Begrenzung des Beckens werden durch nubischen Sandstein gebildet, einige Zeugenberge durchbrechen die playadecke. Playa West liegt auf 30 Grad 06’ 50’’ östlicher Länge und 25 Grad 17’ 40’’ nördlicher Breite. Die entsprechenden Werte der lokalen Karten sind L = 525.750m und B = 288.800m. Die Koordinaten der Einzelfundplätze sind in Metern und nicht in Grad ausgedrückt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Niveau der Uferzone liegt bei 205m, die Flächen rezenten Sediments bei 202m. &lt;br /&gt;
Außer den Höhenlinien, die einen Abstand von je 5m aufweisen, sind der Übersichtlichkeit halber lediglich die Hauptwadis in den Lageplan aufgenommen worden.&lt;br /&gt;
Besiedlungsstrukturen und Dichte werden durch Herdstellen verdeutlicht, da diese, wie schon erwähnt, als unbedingt immobil anzusprechen sind. &lt;br /&gt;
Felsgravierungen sind nur am Nordrand des Beckens beobachtet worden, sie werden gesondert behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Fundkomplex „T“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt auf dem südöstlichen Teil des Abu Tartur Massivs in der Nähe der Bruchkante. Das Niveau über dem Meeresspiegel beträgt rund 550m, das ist ein Unterschied von ca. 350m verglichen mit der Höhe der Fundstellen in der Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geographische Situation ist in sofern günstig, als das Gelände leicht nach Nordwesten einfällt. Die auf das Plateau fallenden Niederschläge laufen nicht nach Südosten am Hang ab, sondern fließen von der Kante nordwestwärts in kleine Senken. Böden können sich bilden und Wasser kann sich in Tümpeln und Teichen sammeln. Damit ist bei genügend hohen und regelmäßigen Regenfällen zunächst einmal eine Basis für Pflanzenwuchs gegeben. Wie die Dichte der Siedlungsplätze und ihre Verteilung zeigen, ist dieser topographische Vorteil reichlich von den damaligen Menschen genutzt worden. Durch Grabungen könnte die Frage geklärt werden, ob es sich bei den größeren Konzentrationen wie 0006/83, 0007/83 und anderen um temporäre oder dauerhafte Siedlungen gehandelt hat. Wasser war möglicherweise ganzjährig in Brunnenlöchern verfügbar. Andere Plätze könnten von nomadisierenden Hirten benutzt worden sein oder als Basislager für Jagdgesellschaften während einer Saison oder mehrere aufeinander folgender gedient haben. Auch hier könnte mehr Klarheit durch intensives Studium, weitere Erstellung von C14 Daten und vor allem durch Grabungen geschaffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände gliedert sich in mit Terra rossa gefüllten Senken einerseits und buckeligen Kalksteinflächen und Hügeln andererseits. Die dem Wind ausgesetzten Zentren der Rotbodenflächen sind geglättet und weitgehend frei von archäologischem Inventar. Die Ränder der Senken sind mit feinkörnigem Kalksteinschutt bedeckt, so dass Oberflächenfunde in diesem Bereich selten sind. Lediglich in den Übergangszonen oder an windgeschützten Stellen trifft man auf eindeutig zu definierende Kulturschichten. Letztere treten ebenfalls in Spurrinnen von Fahrzeugen, welche für Bohrarbeiten auf dem Plateau eingesetzt worden waren, auf. Vorsicht ist geboten bei der Beurteilung von Steinkreisen, sie können von Zeltlagern der Geologenteams stammen. Knochenfunde von eindeutig domestizierten Rindern lassen sich meistens auf importiertes Gefrierfleisch zurückführen. Die spezifische geographische Lage vieler Fundplätze, kleine, abflusslose Senken rings von Kalksteinhügeln umgeben, hat zur Folge, dass zumindest das Inventar der Steinartefakte vollständig sein muss. Weder Wasser noch Wind können es aus den Senken hinaus transportiert haben. Lediglich Verschiebungen innerhalb der Depression sind möglich und solche sind auch häufig beobachtet worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mittleren Koordinaten der Zone „T“ sind:&lt;br /&gt;
Länge = 522.000, Breite = 304.000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Fundstellen außerhalb der dichten Zonen''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein möglichst komplettes Bild der prähistorischen Aktivitäten im Raum Abu Tartur und in einigen wenigen Fällen auch außerhalb zu erhalten, ist die Arbeit nicht auf die oben angeführten Zonen beschränkt worden. Vielmehr ist das Gebiet möglichst flächendeckend im Rahmen der zur Verfügung stehenden Zeit und Mittel erfasst worden. Auch isolierte Herdstellen und Einzelfunde sind koordinatenmäßig festgelegt worden. Allerdings sind auch hier umfangreiche C14 Analysen zu erstellen, um außer den räumlichen auch die zeitlichen Zusammenhänge erkennen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gesteinsrohmaterial''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Inventar an der Oberfläche der Fundplätze besteht zum größten Teil aus Steinartefakten, die als Werkzeuge, Vorstufen zu Werkzeugen, Reststücke und Abfall zu erkennen sind.&lt;br /&gt;
Durch seine Härte und Widerstandsfähigkeit gegenüber der Erosion hat sich der Stein besser erhalten können als z.B. Knochen, Holz und sonstiges organisches Material.&lt;br /&gt;
Der Hauptlieferant zur Herstellung von Artefakten ist das Kieselgestein, ein kieseliges, biogenes Sediment, welches häufig als Konkretionen in Kreidekalken vorkommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu gehören für die Fundstellen von Abu Tartur:&lt;br /&gt;
*Feuerstein (engl. Flint, franz. Silex) in verschiedener Ausbildung und Färbung mit mikrokristalliner und kryptokristalliner Struktur.&lt;br /&gt;
*Jaspis (Hornstein), ein feinkörniges Kieselgestein, welches durch Fremdeinschlüsse gefärbt ist.&lt;br /&gt;
*Holzstein, durch Kieselsäure umgewandeltes Holz aus den Vor- Maestricht Schichten.&lt;br /&gt;
*Opal, amorphes Gestein aus Kieselsäure und mehr oder weniger Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig für Reibschalen und Läufersteine ist der Sandstein, ein psammitisches Sediment. Falls durch Kieselsäure verfestigt und durch Diagnese oder Metamorphose zu Quarzit umgewandelt, eignet er sich auch zur Herstellung von Werkzeugen.&lt;br /&gt;
Weniger wichtig als Materialien sind um Abu Tartur kristalliner Quarz, Plutonite und Vulkanite, Kalkstein, Wüstenglas und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Häufigkeit gestaffelt sind folgende Gestein als Rohstoff verwendet worden:&lt;br /&gt;
*1.) Feuerstein, grau. Er kommt in Knollen und knolligen Verwachsungen vor und wird nicht in unmittelbarer Nähe der Fundstelle angetroffen. Die Kurkur- Kalkschichten, die die Plateaukappe bilden, sind frei von Feuerstein. Das Herkunftsgebiet liegt nördlich und östlich von Abu Tartur, da wo Theben-, Esna- und Garaschichten anstehen. Das Material könnte ebenfalls aus derGegend um Dakhla stammen.&lt;br /&gt;
*2.) Feuerstein, braun. Er kommt in plattiger und linsenförmiger Ausbildung vor, er ist vielfach das Ausgangsmaterial bifazial, druckretuschierter Stücke. Seine Herkunft ist die gleiche wie die des grauen Feiersteins. &lt;br /&gt;
*3.) Sandstein kommt in allen Stufender Verfestigung in den Nubiaschichten im Bereich der besprochenen Fundstellen in der Ebene vor. Die Farbe variiert je nach Beimengungen (Eisen- Mangan) von hellgrau bis schwarz, von hellbeige bis dunkelbraun.&lt;br /&gt;
*4.) Jaspis kommt in kleinen Knollen und unregelmäßigen Gebilden in den tonigen, im Sandstein eingebetteten Linsen, vor. Er ist ein lokales Material.&lt;br /&gt;
*5.) Holzstein (versteinertes Holz) ist häufig in den Nubiaschichten anzutreffen. Ganze Bäume von 20m Länge sind kein Seltenheit. Dieses lokale Rohmaterial steht in großer Menge zur Verfügung.&lt;br /&gt;
*6.) Quarz kommt in Konglomeratbänken der Nubiaschichten in Form von Kieselsteinen verschiedener Größe vor. Dieses lokale Material wird wegen seiner schwierigen Bearbeitung seltener benutzt.&lt;br /&gt;
*7.) Feuerstein, schwarz. Er ist recht selten und kommt in Knollen und Kugeln mit geringem Durchmesser vor. Große Stücke sind wenig verbreitet, das Material ist feinkörnig und eignet sich vorzüglich zur Herstellung von Werkzeugen. Seine Herkunft ist wie die der anderen Feuersteine auf kreidige Kalkschichten beschränkt. &lt;br /&gt;
*8.) Andere Gesteinsrohstoffe kommen nur selten vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu erwähnen sind:&lt;br /&gt;
*Opal, einige Lamellen und Absplisse.&lt;br /&gt;
*Kurkurkalkstein, ein gut definierbares Stück ist bekannt. Artefakte aus Kalkstein an der Oberfläche sind wegen der geringen Härte des Material äolisch bis zur Unkenntlichkeit überformt.&lt;br /&gt;
*Plutonite und Vulkanite fanden Verwendung für polierte Beile, für Mahlsteine und Reibsteine. Sie sind über große Strecken zu den Fundplätzen von Abu Tartur transportiert worden.&lt;br /&gt;
*Wüstenglas fand für Artefakte Verwendung. Eine Bestätigung durch eine mikroskopische Untersuchung scheint angebracht. Herkunftsgebiet wäre die große Sandsee.&lt;br /&gt;
*Kalzit- und Barytkristalle dienten zur Herstellung von Schmuck, beide Mineralien finden sich an Ort und Stelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da in der näheren Umgebung nicht angetroffener Feuerstein die Rohstoffbasis für einen Großteil der Werkzeuge bildet, der prozentuale Anteil variiert zwischen den verschiedenen Fundstellen, muss angenommen werden, dass die rund 50 – 60km entfernten Vorkommen in den Wirtschaftsbereich der Benutzer einbezogen worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bestehen zwei Möglichkeiten:&lt;br /&gt;
*Spezialisierte Gruppen sammelten das Material oder bauten es sogar bergmännisch in Schürfgräben oder Gruben ab und bearbeiteten es teilweise. Die Halbfertigprodukte wurden an Verbraucher verhandelt.&lt;br /&gt;
*Während größerer saisonaler Jagd- u. Sammelausflüge fertigte die Verbrauchergruppe aus Gründen der Gewichtsersparniss selbst Halbfertigprodukte an und verarbeitete sie weiter wenn das Basislager wieder erreicht war.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In beiden Fällen findet man eine einleuchtende, einfache Erklärung dafür, dass große Klingenkerne äußerst selten auf den Fundplätzen angetroffen werden. Die Interpretation, welche besagt, Kerne seien restlos aufgebraucht worden, ist weniger zwingend, werden doch auch fertige, vollfunktionsfähige Werkzeuge in Mengen gefunden, logischerweise müssten dann auch neben fertigen und halbfertigen Stücken nicht verbrauchte Kerne vorhanden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei lokalem Material, z.B. den kleinen Jaspiskonkretionen, sind Kerne oder als Stichel benutzte Kernreste recht häufig. Ebenfalls sind Kerne aus geringvoluminösen, importiertem Material, erkenntlich an der Wölbung des Kortex, anzutreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der großen Entfernung ist bislang nur ein Schlagplatz im Rohstoffvorkommen selbst entdeckt worden, welcher die Vermutung der Vorfertigung an Ort und Stelle untermauern könnte. Er liegt östlich von der Oase Kharga an der Bruchkante des Plateaus in der Nähe des Gebel Ghanima*. (* Der Gebel Ghanima wird von den alten Einwohnern Khargas heute noch Gebel Umm el- Ghanayin genannt; in der frühen Phase der britischen Kolonisierung müssen die Namen der beiden Berge auf einer Karte vertauscht worden sein, dieser Fehler wird immer wieder kopiert. Der Ghanima liegt eigentlich bei El- Deir).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Beschreibungen der einzelnen Fundkomplexe sind PDF Dokumente in Druckqualität, um die Qualität der Zeichnungen und Karten zu erhalten und diese als Katalog ausdrucken zu können. Bei den Fundplätzen mit größeren Fundstellen sind viele Artefakte gezeichnet und beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typenliste Tixiers und Übersetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lesern, welche des Französischen nicht mächtig sind oder denen Tixiers „Typologie de l’Epipaléolithique du Maghreb“ nicht zugänglich ist, wird hiermit eine Liste der Werkzeuge an die Hand gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artefakte sind mit einer Tixier Nummer, ihrer französischen Bezeichnung sowie einer deutschen Übersetzung gekennzeichnet. Da mir keine älteren deutschen Übersetzungen, die sehr wahrscheinlich existieren, bekannt sind, habe ich eine eigene Interpretation versucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''HINWEIS:''' Klicken Sie auf den Link und anschließend auf das angezeigte PDF Symbol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Typenliste_Tixiers_Tabelle_aktuell.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - andere auf dem Plateau==&lt;br /&gt;
[[Datei:0001_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0004_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0005_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0019_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0020_0028_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0021_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0024_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0026_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0027_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0030_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0031_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0032_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0033_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0034_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0046_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0047_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - außerhalb von Abu Tartur==&lt;br /&gt;
[[Datei:0003_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1026_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1027_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1030_82_und_andereZusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1035_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1067_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1068_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1069_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1070_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - beiderseits der Stichstraße==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_beiderseits_der Stichstrasse_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - kleinere nördlich der Basis==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_kleine_noerdl_der_Basis_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Ingrid, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1013_18_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1014_19_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1015_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1016_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1017_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1021_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Renate, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1023_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1045_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1046_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1052_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1056_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1072_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex T, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:0002_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0006_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0007_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0008_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0009_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0010_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0011_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_Komplex_T_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
*Dies ist eine Zusammenfassung verschiedener Fundplätze des Komplexes T.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex T, kleinere==&lt;br /&gt;
[[Datei:0012_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0013_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0014_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0015_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0016_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0017_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0018_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0022_23_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0025_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:0054_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0055_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0056_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0057_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0058_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Vera, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1024_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1050_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex West, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1004_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1005_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Sandsteinebene==&lt;br /&gt;
[[Datei:1001_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1002_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1003_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1006_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1007_08_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1009_10_11_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1012_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1020_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1022_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1025_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1032_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1039_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1040_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1041_42_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1043_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:1057_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1058_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1066_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1073_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1074_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1075_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1076_1077_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1078_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1079_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1080_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1081_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1082_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1085_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1086_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_Komplex_Ebene_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Nordosten des Plateaus==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0059_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0060_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0061_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_Nordosten_des_Plateaus_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vergleich verschiedener Fundstellen nach J. Tixier==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstellen_Grafik_1.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstellen 1005, 1023 und 1024 im Vergleich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstellen_Grafik_2.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstellen 0006, 0007 und 0011 im Vergleich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ergänzende Typologie von Artefakten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Erstellung von Typologien für neolithische Fundstellen mit hohem Anteil von bifazial bearbeiteten Artefakten.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einheitliche Typologien der lithischen Artefakte sind für einen Vergleich von Fundkomplexen wünschenswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Fundplätzen epipaläolithischer Prägung mit randretuschierten Werkzeugen ist die Anwendung der „Typologie de l‘epipaleolithique du Maghreb“ von Tixier ein ausgezeichneter Wegweiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Treten bei jüngeren Vorkommen vermehrt rand- oder flächenretuschierte Pfeilspitzen auf, ist Tixier nicht mehr zuständig, da er außer den typischen epipaläolithischen Werkzeugen lediglich Ounanspitzen und einige Vorstufen zu Bewehrungen beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kann auf H.J. Hugots „Essai sur les armatures de pointes de fléches du Sahara“ zurückgegriffen werden. Da Hugots Aufstellung mit wenigen Ausnahmen lediglich Pfeilspitzen aus Algerien behandelt, wird eine Erweiterung vorgeschlagen, welche die Bewehrungen der übrigen Saharagebiete berücksichtigt, um als Ergebnis eine „Pfeilspitzentypologie der Sahara“ zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Fundstelle 1005/83 mit einem Alter von 6420±60 BP (before present = vor heute) kann die Kombination von Tixier und Hugot beispielhaft angewand werden.&lt;br /&gt;
Rund 40% der lithischen Artefakte lassen sich nach Tixier klassieren. 43% des Gesamtinventars sind Bewehrungen und werden nach der erweiterten Typologie von Hugot eingeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restlichen 17%, zum überwiegenden Teil große bifazial retuschierte Werkzeuge, können problemlos in ein einfaches Schema gebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. kantenretuschierte Stücke'''&lt;br /&gt;
*side-blow-flakes&lt;br /&gt;
*große plattige Artefakte&lt;br /&gt;
*Sicheleinsätze&lt;br /&gt;
*andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. geschliffene Stücke'''&lt;br /&gt;
*Beile&lt;br /&gt;
*Pfrieme&lt;br /&gt;
*Schmuck&lt;br /&gt;
*Mahlwerkzeug&lt;br /&gt;
*andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. bifazial bearbeitete Stücke'''&lt;br /&gt;
*Messer&lt;br /&gt;
*Sichelmesser&lt;br /&gt;
*Spitzen&lt;br /&gt;
*andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kombination Tixier - erweiterter Hugot sowie die Aufschlüsselung der von der Kombination nicht erfassten Stücke wurde in Abu Tartur entwickelt und erstmals angewand.&lt;br /&gt;
Positiv ist zu bewerten, dass Archäologen das vom Autor dieses Berichts entwickelte System anwenden, unverständlich aber auch bezeichnend ist jedoch das Verschweigen der Quellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Technologietransfer==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Formenreichtum der ägyptischen Pfeilspitzen, und besonders der im Raum Abu Tartur dokumentierten Stücke ist außergewöhnlich groß. Allein hier wurden über hundert verschiedene Typen gezählt.&lt;br /&gt;
Die einmalig hohe Dichte an Bewehrungen ist ebenfalls bemerkenswert.&lt;br /&gt;
In der „Pfeilspitzentypologie der Sahara“ sind die in Abu Tartur beobachteten Stücke dunkel eingefärbt, falls eine Datierung vorgenommen wurde, ist diese in der Beschreibung der einzelnen Typen angegeben.&lt;br /&gt;
Ein Vergleich mit anderen ägyptischen Fundstellen sowie solchen aus anderen Saharaländern liegt bereits vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da häufig eine Beeinflussung des ägyptischen Neolithikums durch die Kulturen des „fruchtbarem Halbmonds“ postuliert wird, soll hier eine Auswahl der Pfeilspitzentypen aus der westlichen Wüste Ägyptens mit denjenigen einiger ausgewählter Fundstellen des Nahen Ostens sowie Kleinasiens gegenübergestellt werden.&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wird ein Blick auf die Keramikproduktion, die Bauwerke und die produzierende Nahrungsbeschaffung geworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''A.)   Jericho (Jordanien) nach K.M. Kenyon und J. Gerstang'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die älteste Schicht gehört in die Natuf Gruppe, das Alter beträgt 9850+-240 Jahre. Die jüngeren keramikfreien Schichten weisen C-14 Werte von 8700, 8100 und 7700 Jahren auf.&lt;br /&gt;
Aus Stufe 4 sind fünf kantenretuschierte Pfeilspitzen präsentiert, die den Typen H5 und Übergängen von H1 nach H5 zugeordnet werden können. Eine Spitze ähnelt in der Silhouette einer D20 Spitze, allerdings nicht flächen- sondern kantenretuschiert. Die oberste Schicht, 5100 Jahre alt, führt viel Keramik aber keine Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''B.)   El-Chiam (Jordanien) nach R. Neuville'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Besondere an den unteren Schichten des Natufien sind kantenretuschierte Dreieckspitzen mit im proximalen Bereich sich gegenüberliegenden Schäftungskerben. Die Basis kann geradlinig, leicht konkav oder auch mit einem winzigen Schäftungsdorn gestaltet sein. Zu vergleichen mit A7, A42 und D8. Stielspitzen sind vom Typ H5 oder erinnern, obwohl kantenretuschiert, an D3- Spitzen.&lt;br /&gt;
Letztere sowie die oben genannten Dreieckspitzen sind in der westlichen Wüste Ägyptens nicht bekannt, auch Formen die von diesen Typen hätten abgeleitet werden können sind nicht vorhanden. Wohl aber kommen sie in anderen Sahararegionen vor, allerdings als flächig retuschierte Bewehrungen.&lt;br /&gt;
Die jüngeren Tahune- Schichten El- Chiams weisen schon Flächenretuschen auf. Vertreten sind Stielspitzen der Typen D1, D3, D10 und Blattspitzen der Typen C1, C4 und C10. Häufig ist die Flächenretusche nur partiell. Sämtliche Spitzen- Typen sind bis auf die D10 in Ägypten weit verbreitet. Die D10 sowie die ähnliche D9 kommen in Algerien auf den Fundplätzen Aoulef, Fort Flatters und site 707 vor. Nicht bekannt sind schlanke D3 und D4- Spitzen mit Schäftungskerben. &lt;br /&gt;
Keramik wurde nicht beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''C.)   Beidha (Jordanien) nach D. Kirkbride'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Schicht IV beträgt 8790+- 200 Jahre BP. Die Schicht ist keramiklos. Es kommen Segmente vor. Aus der oberen Schicht II werden Pfeilspitzen der Typen H1, H10 und H11, sowie Ounanspitzen vom Typ H12 und ounanähnliche Stücke u.a. auch H5 vorgestellt. Die Doppelbohrer- Spitze H3 ist ebenfalls vertreten. Ein Bruchstück einer kantenretuschierten Stielspitze mit gegenüberliegenden Schäftungskerben, wie sie in El-Chiam häufiger vorkommen, gehört ebenfalls zum Inventar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''D.)   Byblos (Libanon) nach M. Dunand'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden drei Schichten beschrieben.&lt;br /&gt;
IC obere Neolithschicht 6550+-200 Jahre BP&lt;br /&gt;
IB mittlere Neolithschicht 7000+-80 Jahre BP&lt;br /&gt;
IA unterste Neolithschicht keine Altersangabe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die älteste Schicht Pfeilspitzentypen wie D44, C1 und C10 mit dreieckigem Querschnitt enthält, die mittlere Schicht D44 und C1, verarmt die jüngste Schicht im Hinblick auf die Pfeilspitzen und führt lediglich Segmente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E.)   Mugharet el- Wad (Israel) nach D.A.E. Garrod'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben großen Mengen von geometrischen Mikrolithen, hauptsächlich Segmente, wurden nur wenige kantenretuschierte Pfeilspitzen gefunden. Ein abgebildetes Exemplar ähnelt in der Silhouette der flächenretuschierten D36 Spitze. Eine weitere Abbildung stellt eine Dreieckspitze mit konkaver Basis und zwei sich gegenüberliegenden Schäftungskerben dar. Sie kann mit den Exemplaren von El Chiam verglichen werden. Die Natuf- Fundstelle weist keine Keramik auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''F.)   Scha’ar ha-Golan (Israel) nach M. Stekelis'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Schichten des Yarmukian finden sich in Bezug auf Pfeilspitzen die Typen C1, C3, C10, D21, ounanähnliche Spitzen, sowie Doppelbohrer- Spitzen vom Typ H3. Vielfach sind die Projektile nur teilweise flächig retuschiert. Die Fundstelle führt keine Keramik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben genannten Fundstellen liegen in relativer Nähe zu den ägyptischen Vorkommen und es sind keinerlei Gemeinsamkeiten in den Pfeilspitzen Typologien erkennbar. Jegliche Beeinflussung oder gar ein Technologietransfer kann ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
Weiter entfernte Pfeilspitzen- Vorkommen im „fruchtbaren Halbmond“ bestätigen das Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So führt die iranische Fundstelle Ali Kosh mit einem Alter von 7400 – 9900 Jahren BP lediglich Mikrolithen als eventuelle Bewehrungen (nach F. Hole und K.V. Flannery).&lt;br /&gt;
Die irakische Fundstelle Djarmo weist bei einem Alter von 6500 Jahren BC trapezförmige Querschneider und kantenretuschierte Blattspitzen auf. Keramik kommt trotz nachgewiesener Lebensmittel- Produktion nicht vor (nach P.J. Braidwood et al.).&lt;br /&gt;
Aus Ras Schamra in Syrien sind aus der ältesten Schicht V ounanähnliche, partiell flächenretuschierte Spitzen sowie H5- Spitzen und eine schlanke, flächenretuschierte Dreieckspitze mit sehr kleiner Kehle bekannt. Auch D44 kommt vor (nach C.F. Schaeffer und R. de Vaux).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Türkei seien Catal Hüyük mit einem ältesten Datum von 6385+-101 BC Jahren und das jüngere, in den ältesten Schichten keramikfreie Hacilar mit 5614+-92 BC Jahren genannt.&lt;br /&gt;
Catal Hüyük fährt außer Keramik und teilflächig retuschierten Blattspitzen der Typen C1, C3 und C10, D44- Spitzen, sowie D1 und D3- Spitzen.&lt;br /&gt;
In der Schicht C kommen auch Ounan- und H5 Spitzen vor. Für Hacilar sind keine Pfeilspitzen erwähnt (Catal Hüyük nach J. Mellaart und P.A. Bialor; Hacilar nach J. Mellaart).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen-Typologien im „fruchtbaren Halbmond“ scheinen verglichen mit denen der westlichen Wüste Ägyptens recht einfach angelegt zu sein und ändern sich kaum während langer Besiedlungsphasen. Eine Keramikproduktion setzt in den betroffenen Regionen erst zwischen 6500 BC und 6000 BC ein. Hausbau und Nahrungsmittel- Produktion dagegen sind voll entwickelt und nachgewiesen.&lt;br /&gt;
Frühe Keramikfunde aus der Sahara, besonders aus dem Sudan, aus Ägypten, Niger und Libyen datieren von rund 9500 BC cal bis 8000 BC cal und sind damit im Allgemeinen 2500 bis 2000 Jahre älter als Keramik aus dem „fruchtbaren Halbmond“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hätte ein Austausch zwischen den Kulturen des Nahen- und des Mittleren Ostens und denen der Sahara stattgefunden, so wäre die Wahrscheinlichkeit groß gewesen, dass das Wissen um die Töpferkunst als erstes übernommen worden wäre.&lt;br /&gt;
Da dieser Technologietransfer von der Wüste in den „fruchtbaren Halbmond“ im frühen Neolithikum nicht vollzogen worden ist, kann postuliert werden, dass das Wissen um eine Nahrungsmittelproduktion ebenfalls den umgekehrten Weg vom Nahen Osten in die Wüste nicht gefunden hat.&lt;br /&gt;
Das heißt, Ackerbau und Viehzucht sind höchstwahrscheinlich ohne Beeinflussung von außen in der Sahara entstanden.&lt;br /&gt;
Nun ist es äußerst schwierig in der Wüste mit sehr hohen Deflationsraten Beweise zu finden. Zwar sind Gerste und Weizen in geringen Mengen nachgewiesen, vom ebenfalls gefundenen Sorghum wird gesagt es handele sich um Wildformen. So hätte Sorghum in der Wüste die Rolle, die im östlichen Mittelmeerraum Gerste und Weizen gespielt haben, übernehmen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen Abu Tarturs mit den mächtigen Playaablagerungen, den Böden auf  dem Grund der Dolineneinbrüche und der enormen Anzahl gut erhaltener Feuerplätze, bieten sich der Forschung geradezu an, hier weiter nach Spuren von Domestizierung sowohl im Bereich der Fauna als auch der Flora zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==TIX 16 - mèche de foret - Bohreinsatz==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Tixier definiert wie folgt:&lt;br /&gt;
Werkzeug mit schlanker Silhouette, manchmal aus einem Stichelabschlag hergestellt.&lt;br /&gt;
Die Parallel verlaufenden Ränder sind vollständig oder teilweise durch direkte, abrupte Retuschen modifiziert. Eine Extremität oder auch beide sind mehr oder weniger zugespitzt. Ein Schnitt durch das Werkzeug zeigt die Form eines Trapezes, Quadrats oder Rechtecks. &lt;br /&gt;
Es könnte noch hinzugefügt werden, dass beide Seiten keine Retuschen aufweisen, es sei denn in einigen Fällen lediglich als Schärfung an den Enden.&lt;br /&gt;
Im Widerspruch zu seiner Definition zeigt Tixier ein Exemplar eines Bohreinsatzes, welches weder parallel verlaufende Ränder noch den beschriebenen Querschnitt aufweist (Seite 62 Nr. 13 aus Lalla de Gafsa, E. – G. Gobert).&lt;br /&gt;
So bleibt auch hier Raum für eine gewisse Interpretation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In meiner epipaläolithischen Sammlung aus dem Maghreb befindet sich kein einziger Bohreinsatz, diese Tatsache ist nicht weiter verwunderlich, da der prozentuale Anteil der mèche de foret an den Inventaren des Capsiens aber auch des Iberomaurusiens laut Tixier im Bereich von 0,4 % liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neolithischen Fundstellen von Abu Tartur in Ägypten verfügen in ihrer großen Mehrheit über den Tix 16 wenn auch in sehr verschiedenen Anteilen an der Gesamtmenge der Werkzeuge. Allerdings ist er das häufigste Bohrgerät in der Sammlung.&lt;br /&gt;
Tix 16 kommt in den unterschiedlichsten Dimensionen vor. Ein großes Exemplar vom Fundplatz 1023/82 misst 68mm in der Länge, 10mm in der Breite und 7,5mm in der Dicke. Kleine und kleinste Stücke messen z.B. &lt;br /&gt;
*30 x 3 x 2,8 (mm) Fundplatz 0052/85&lt;br /&gt;
oder  &lt;br /&gt;
*16 x 2,4 x 1,6 (mm) Fundplatz 1013/82 (Reststück)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichnungen sind im Katalog der Fundstellen zu finden.&lt;br /&gt;
*0007/83, 0011/83, 1013/82, 1016/82, 1017/82, 1052/85, 1072/86, 1004/83 und 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Gesamtdauer des Abu Tartur Neolithikums sind Bohrer vom Typ Tix 16 auf den Fundstellen präsent.&lt;br /&gt;
Im mittleren Neolithikum ist eine besondere Dichte zu erkennen. -&amp;gt; Siehe Liste als PDF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Liste_der_Anteile_von_TIX_16.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine rein neolithische Version des Tix 16 ist ein voll flächenretuschiertes Gerät mit der Silhouette einer schlanken Blattspitze vom Typ C1 oder C10. G. Aumassip, die in der Bas Sahara in Algerien geforscht hat, nennt dieses Werkzeug „pointe de Labied“ also Labiedspitze. &lt;br /&gt;
Es handelt sich aber einwandfrei um einen Bohreinsatz, wie unschwer an den Gebrauchsspuren vieler Exemplare nachgewiesen werden kann.&lt;br /&gt;
Der Querschnitt ist dreieckig, wobei die drei Seiten jeweils eine  Krümmung aufweisen,&lt;br /&gt;
Drei „Labiedspitzen“ vom Fundplatz 1023/82 weisen folgende Dimensionen auf:&lt;br /&gt;
*1.)   L = 58,5; B = 10,0; D = 5,9&lt;br /&gt;
*2.)   L = 50,0; B = 8,5; D = 5,1&lt;br /&gt;
*3.)   L = 62,0; B = 10,0; D = 6,5&lt;br /&gt;
Die Dimensionen sind in Millimetern angegeben. Nr.1 und Nr.2 weisen Gebrauchsspuren an beiden Enden auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich waren die Labiedspitzen als auch die klassischen Tix 16- Bohrer in Holz oder Knochen parallel zu ihrer Längsachse gefasst und wurden durch die Hand oder aber durch eine Bogensehne in eine alternierende Rotation gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bergbau wo viel und fast ausschließlich Gestein gebohrt wird, kennt man drei Bohrsysteme, &lt;br /&gt;
1.) Drehendes Bohren. Außer der kontinuierlichen Rotation in eine Richtung ist der Andruck des Bohrers auf das zu bohrende Medium von großer Wichtigkeit. Der Andruck soll ein Eindringen des Bohrers in das Gestein und eine Spahnabhebung bewirken. Fehlt der Druck nutzen sich Bohrer und Gestein lediglich gegenseitig ab. Letzteres ist der Fall bei den Tix 16- Bohrern. Dieses gilt auch für die übrigen steinzeitlichen Bohrer, es sind werkzeugtechnisch gesehen frühe, primitive Abnutzungsbohrer. &lt;br /&gt;
Die anderen Bohrsysteme 2.) das schlagende Bohren und 3.) das Drehschlagbohren waren noch nicht erfunden, dazu braucht es Metall, vorzugsweise Stahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Normalgrößen des Tix 16 existieren sehr kleine 15mm bis 20mm lange mèche de foret. Diese sind als Reststücke anzusehen, sie waren zu kurz um noch gefasst zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Frühere Publikationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag ist die originale Beschreibung und Analyse der holozänen, steinzeitlichen Fundstellen im Raum Abu Tartur, Ägypten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist möglich, dass frühere Publikationen zu dem oben genannten Thema existieren, die vor dieser Veröffentlichung erschienen sind. Diese wären jedoch in jedem Fall durch das Original beeinflusst, falls es sich nicht gar um Plagiate handeln sollte.&lt;br /&gt;
Zwar stand mein Material dem Institut für Ur- und Frühgeschichte zu Köln lange Zeit zur Verfügung, Veröffentlichungen waren allerdings an eine Bedingung geknüpft, welche leider nicht eingehalten wurde.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

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		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Einfluss_des_Klimas&amp;diff=5566</id>
		<title>Einfluss des Klimas</title>
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				<updated>2021-09-22T15:10:18Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Regenfeldbau in der Ostsahara zur Zeit der postpleistozänen Feuchtmaxima */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Das postpleistozäne Klima Abu Tarturs während der steinzeitlichen Besiedlungsperiode.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der hyperariden Endphase des Pleistozäns setzten in der westlichen Wüste Ägyptens vor rund 11.000 Jahren Regenfälle ein, die das Land erneut ergrünen ließen und so den einwandernden Menschen einen Lebensraum boten, der gegenüber dem Niltal im Osten und den feuchten Savannen in der Höhe des Wadi Howar im Süden, klare Vorteile auf seiner Seite gehabt haben musste. Wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, hätten die Einwanderer günstigere Klimazonen gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf seine Siedlungsqualität untersuchte geographische Raum hat sein kulturelles Zentrum in Abu Tartur (30°10’ Ost / 25°30’ Nord, Mittelwerte) reicht aber vom 24. bis zum 27. Breitengrad Nord und von der Großen Sandsee bis zu den Kharga Oasen.&lt;br /&gt;
Da es der Zweck dieses Kapitels ist, das Klima während der steinzeitlichen Phasen des Holozäns zu rekonstruieren, müssen zunächst die geomorphologischen Gegebenheiten und das quartärgeologische Sedimentations- und Deflationsgeschehen untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflation ist in ariden Klimagebieten in höchstem Maße an der Gestaltung der Oberflächen beteiligt.&lt;br /&gt;
Jährlich fliegen aus der Sahara rund 250 Millionen Tonnen Wüstenstaub nach Westen in Richtung Atlantik und nach Süden fallen vor der Küste Westafrikas Jahr für Jahr weitere Abermillionen Tonnen in den Ozean (GEO Kompakt 19).&lt;br /&gt;
In der westlichen Wüste Ägyptens weht der Wind hauptsächlich aus nördlichen Richtungen, wie die Dünenzüge der großen Sandsee und des Abu Muharig anschaulich belegen. Auch die Orientierung von Sicheldünen gibt die vorherrschende Richtung der Winde an.&lt;br /&gt;
Während des Weges über die ausgetrockneten Flächen wird vom Wind nicht nur Sand transportiert sondern in weit höherem Maße Staub.&lt;br /&gt;
Schon geringe Luftbewegungen wirbeln das feine Lockersediment der Böden auf und verfrachten es nach Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Staubsturm_Abu_Tartur_1985.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Staubsturm Abu Tartur, 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflationsraten hängen neben der Stärke und der Häufigkeit des Windes vor allem von der Oberflächenart ab. Sie wird bei festem Gestein gering sein, bei Böden jedoch hoch. Eine Rolle spielen ebenfalls die geomorphologischen Gegebenheiten, die in Ebenen dem Wind freien Raum geben, in Gebirgen hingegen abbremsen.&lt;br /&gt;
Für die Oase Kharga sind Raten von bis zu 8 mm/Jahr gemessen worden.&lt;br /&gt;
Die Tabelle zeigt auf der Abszisse die Zeit und auf der Ordinate die angenommenen Bodenmächtigkeiten. Drei verschieden starke Deflationsraten sind im Koordinatensystem eingezeichnet und zeigen wie lange Böden der Deflation standhalten.&lt;br /&gt;
Nach dieser Tabelle wären heute selbst bei einer minimalen Deflationsrate von durchschnittlich 0,5 mm/Jahr Böden von ursprünglich drei Metern Mächtigkeit vollständig ausgeräumt, falls der Abtragungsprozess 6000 BP beginnen würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen auf dem Abu Tartur Plateau sind größtenteils an flache, mit terra-rossa Böden gefüllte Senken gebunden. Auf der Hochfläche überragen die umgebenden Hügel das Tiefste der Senke nur um wenige Meter. Ähnliche Verhältnisse existieren im Westen des Plateaus in der Nähe der Dakhla Oasen. (Siehe Waldhoff „Spectral analysis of remote sensing data for geomorphological, geological and geoecological research in arid Africa”. Seite 91 Atlas of  cultural and environmental change in arid Africa. 2007 O. Bubenzer, A. Bolten, F. Darius  Herausgeber).&lt;br /&gt;
Die von Waldhoff als playa deposits bezeichneten Ablagerungen sind als Rotböden anzusprechen wie die Oberflächenstruktur des Plateaus nahe legt.&lt;br /&gt;
Es kann von einer Pedogenese auf der Gesamtfläche des Plateaus ausgegangen werden obwohl z.Zt. nur größere Flächen von Abu Tartur und der Südwestecke des Plateaus bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Abu_Tartur_Lageskizze_Gesamt.png|600px|Lageskizze Abu Tartur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Abu Tartur Gesamtübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Possible_development.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Mögliche Entwicklung der Bodenbildung und Abtragung durch exogene Kräfte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Spectral_analysis_2007.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Spektral Analyse im Süd-Westen des Abu Tartur Massivs, G. Waldhoff, 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeitpunkt der Bodenbildung ist wie für die Playas am Fuße des Plateaus, das frühe Holozän ab etwa 11.000 BP, da vorher, während der letzten 60.000 Jahre des Pleistozäns ein hyperarides Klima mit starker äolischer Aktivität herrschte, durch welche der harte Kurkurkalkstein poliert und die heutigen flachen Senken ausgeschliffen wurden. („From 70.000 bp until perhaps 12.000 bp, the sahara was hyperarid and seemingly devoid of life.&amp;quot; In: The Middle Paleolithic of North Africa. A Status Report by F. Wendorf and R. Schild. In: New light on the Northeast African Past. Köln 1992.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wäre verfehlt von Paläoböden (Pleistozän) auszugehen, da bei den hohen Deflationsraten ein feinstkörniger, weicher, ungeschichteter Boden während der großen Zeiträume ausgeräumt worden wäre. Hinzu kommt das Vorhandensein von eingebetteten holozänen Artefakten. Pleistozäne Werkzeuge kommen in den Böden nicht vor, allenfalls werden einige wenige Aterienspitzen und verstreute Levalloisabschläge auf der steinigen Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
Die dünnen Schichten rezenter pelitischer Sedimente sind wie das Ausgangsgestein hellgrau gefärbt, unter den heutigen hyperariden Konditionen ist nichts anderes zu erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Dolineneinbrüchen auf dem Kalksteinplateau, vor Deflation weitgehend geschützt, lassen sich solche hellgrauen Schichten auf Fundstellen wie 0003/84, 0004/84, 0026/84 und anderen beobachten.&lt;br /&gt;
Gräbt man einige Dezimeter tief in diesen Schichten, so verändert sich die Farbe des Sediments in ein Rosagrau oder ein Grau mit einem schwachen Hauch Rot. Diese Mischfarbe tendiert immer stärker nach Rot je tiefer in die Schichten vorgedrungen wird.&lt;br /&gt;
Der eigentliche Fundplatzboden ist durch rotbraune, playaähnliche Färbung gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
Das kontinuierliche Abnehmen der Rubefizierung vom liegenden zur Oberfläche hin veranschaulicht eine langsame Verringerung der Winterniederschläge und belegt eine holozäne Bildung der Ablagerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Befund ist nicht durch Fotos oder Zeichnungen dokumentiert worden. Diese Fundstellen sind jedoch ohne große logistische Aufwendungen aufzufinden und jeder Klimaforscher oder Berufsarchäologe könnte an Ort und Stelle diese Beobachtungen verifizieren.&lt;br /&gt;
Es wäre von großer Bedeutung, denn hier liegt der Beweis für eine holozäne Bildung der terra rossa Böden auf dem Plateau und damit auch der Rotböden in der Sandsteinebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres bedeutendes Rotbodenvorkommen liegt in der Sandsteinebene rund 50 km westlich der Asphaltstraße Esba el Gaga – Baris – Esba Maks el Qibli oder 70 – 100 km südlich von Abu Tartur (CONOCO Sheet Baris 1:250.000 by G. Poehlmann et al. TFH Berlin 1982).  &lt;br /&gt;
Zwei durch Sandbedeckung getrennte Restflächen mit einer Größe von ca. 300 km² lassen ahnen wie dieser Teil der Vollwüste zu Beginn der holozänen, steinzeitlichen Besiedlung ausgesehen haben mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Roeper qualifizieren die Ablagerungen in der „Roten Wüste“ in ihrem Artikel „The Libyen (Western) desert and northern Sudan during the late Pleistocene and Holocene“ als pelitic sediments.&lt;br /&gt;
Holzkohle von der Oberfläche wurde auf 9260 +- 370 BP bzw. 7790 +- 340 BP datiert. Im Sediment eingeschlossene Straußeneischalen ergaben Werte von 7280 +- 110 BP und 6760 +- 70 BP. &lt;br /&gt;
H.P. Uerpmann analysierte die gefundenen Knochen. Neben gazella dorca und gazella dama kommen ein mittelgroßer bis großer Bovide vor, caprinae, ammotragus und lepus capensis und struthio.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch G. Ulbrich (vormals GTZ), der die rote Wüste aus eigener Anschauung als eine eintönige Ebene im nubischen Sandstein, zum Teil mit Sandfeldern und stellenweise einigen Hügeln durchsetzt, kennt, bestätigt den Bodencharakter der roten Sedimente. &lt;br /&gt;
Ein weiteres gutes Beispiel für die Einbettung von Artefakten bietet in Abu Tartur Playa Ingrid, Fundplätze 1014/82 und 1019/82, wo Mengen von holozänen Werkzeugen von der Reibschale bis zum feinsten Bohrer oberhalb der Playaablagerungen von sandigen Rotböden umschlossen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rubefizierungen von Sanden werden ebenfalls aus der Großen Sandsee beschrieben (H. Besler, O. Bubenzer) wobei die chemische Verwitterung der Quarze im Norden (26°40’N) stärker war als an den Messpunkten weiter südlich (25°30’N).&lt;br /&gt;
Ferner sind Restböden und Rotfärbungen aus Djara 98/20 bekannt. H. Besler beschreibt einen Profilschnitt wie folgt : „... die im Profil auftretenden Wurzelstrukturen (wahrscheinlich Schilf) belegen das ehemalige Fußen dichterer Vegetation. An der Basis (Kontaktzone von Kalkstein und Playasedimenten, Anm. des Verfassers) treten Lösungshohlformen im anstehenden Kalkstein auf, die z.T. mit rekristallisiertem Kalzit, z.T. mit einem leuchtend roten, sandigen, bodenartigen Sediment gefüllt sind. Auf den umliegenden Hängen des Beckens wurden in windgeschützten Lagen vergleichbare Sedimente vorgefunden, die als Reste einer ehemaligen initialen Bodenbildung gedeutet werden können“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beschreibung deckt sich mit meinen eigenen Beobachtungen, wobei noch hinzuzufügen wäre, dass sich die Kalzitkristalle nur in einem dauerfeuchten Milieu bilden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Günstige Voraussetzungen zur Bildung und Konservierung von nicht lateritischen Rotböden sind geringe Höhenunterschiede, wie sie auf dem Plateau und in der Sandsteinebene gegeben sind und ein wechselfeuchtes Klima, wie es in afrikanischen Savannen vorherrscht, z.B. im Sudan in der Höhe des 12. Breitengrads Nord, wo heute noch Bedingungen herrschen, unter denen sich Rotböden bilden können. Eine dieser Bedingungen ist eine Niederschlagsmenge von mehr als 500 mm Sommerregen im Jahr oder äquivalenter Winterregen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Bodenart im behandelten Raum ist das pelitische Sediment mit äolischen Einträgen, die Playaablagerung.&lt;br /&gt;
Es ist zu unterscheiden zwischen Seen und Seeablagerungen mit Kalkkrustenbildung und reichlichen biologischen Einträgen einerseits und Playabecken mit nur geringen Resten aquatischer Fauna und Flora und fehlender Kalkausfällungen andererseits. Erstere liegen südlich des Wendekreises und westlich auf libyschem Gebiet und stehen oder standen in Verbindung mit den zu Beginn des Holozäns höheren Grundwasserspiegeln, eine Tatsache, welche einen gleichmäßigen Wasserstand begünstigte, der wiederum Strände und einen Bewuchs der Seeränder erlaubte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus hydrogeologischen Gründen, der Grundwasserspiegel in Abu Tartur z.B. liegt heute bei rund 1000 m Tiefe und war auch im Frühholozän nicht viel höher, dürften die nördlich des Wendekreises und östlich der libyschen Seebildungen gelegenen schluffig- tonigen Sedimente in Endpfannen gebildet worden sein, in Geländehohlformen, die im Pleistozän durch Deflation ausgeschliffen worden sind.        &lt;br /&gt;
Da die dort gesammelten Wassermengen vom Grundwasser getrennt waren, konnten die Wasserspiegel stark variieren und so weder Strände noch regelmäßigen Randbewuchs bilden. Störend auf  Leben im oder unmittelbar am Wasser konnte sich auch die hohe Dynamik beim Wassereintrag auswirken. Die relative biologische Armut der Sedimente sagt demnach nichts über die vorhandene Wassermenge oder die Dauer der Verfügbarkeit von Oberflächenwasser aus. Die Höhe der Niederschlagsmenge, die mittlere Verdunstungsrate und die Speicherkapazität der Playaböden sind hier die ausschlaggebenden Größen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Abu Tartur könnte die Playa Renate / Vera mit einer Fläche von ca. 11 km² und einer Restmächtigkeit von bis zu 29 m dienen (seismische Messung durch Burkhardt TU Berlin in Pachur und Roeper „The libyan (western) desert and northern Sudan during the late pleistocene and holocene“ 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Masse der Sedimente liegt im 100 Millionen Kubikmeterbereich und bei einer Speicherkapazität von lediglich 5 % freiem Wasser und Brunnen von 3 m Tiefe stünde rein rechnerisch eine tägliche Wassermenge in der Größenordnung von einigen 100.000 l zur Verfügung. In dieser Annahme wird nur von untertägigem Speicherwasser ausgegangen. Oberflächenwasser wäre somit für die Versorgung großer Gruppen mit Haustieren nicht nötig gewesen. Das Tiefste des Playakörpers wäre in jedem Fall dauerhaft feucht gewesen.&lt;br /&gt;
Bestätigt wird die Speicherkapazität der Playas von Wendorf / Schild in „Cattle Keepers“ Seite 16 und Seite 22 (Analysen von B. Winter, Institut of Basic Geology, Warsaw University). Ferner von A.E. Close auf Grund ihrer Beobachtungen in Nabta Playa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann schreibt dazu in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ Seite 120 Zitat : „Wichtig ist vielmehr, dass die Wadisedimente eine gewisse Mächtigkeit erreicht haben, so dass die tiefer gelegenen Schichten gegen Austrocknung geschützt sind (Kassas 1952)“. Die Fähigkeit Wasser im Playakörper zu speichern wird durch die Struktur der Sedimente begünstigt. Sandige Lagen wechseln sich mit tonig- schluffigen ab. Während der Sand das Wasser weiterleiten und speichern kann, vermindern die tonigen Schichten die Evaporation.&lt;br /&gt;
Drei Aufschlüsse in Abu Tartur zeigen neben der Wechsellagerung auch mächtige Pakete ungeschichteten, tonigen Materials von dunkel rötlichbrauner Farbe. Diese werden als Niedrigenergie- Sedimente bezeichnet und lassen auf  sanften, regelmäßigen Regen schließen, in unserem Fall auf Winterregen. Da diese Art von Ablagerungen bis in den Gilf Kebir reicht, kann von Winterregen in der gesamten westlichen Wüste ausgegangen werden. In weiten Teilen der östlichen Sahara kommt es also zu einer Überlappung von tropischem Sommerregen und mediterranem Winterregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Playasedimente Abu Tarturs würden es durch ihre Mächtigkeit erlauben die im Gilf Kebir gewonnenen Erkenntnisse über das Klimageschehen während der steinzeitlichen Phase des Holozäns zu ergänzen, zumal auch hier ein zusätzlicher Eintrag durch Quellen auszuschließen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Flora==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Beurteilung der Flora im behandelten Raum wird häufig die Studie von K. Neumann in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ (1989 R. Kuper Herausgeber) herangezogen.&lt;br /&gt;
Auf einem Nord- Süd Transekt von ca. 1500 km Länge, das entspricht der Entfernung Hamburg – Rom, sind Holzkohlenproben von sechs Fundgebieten berücksichtigt worden. Diese sind für den südlichen Teil das Laqiya Gebiet, Selima Sandsheet und Gilf Kebir für die Periode um 5700 BP. Zu dieser Zeit war der Raum um den 25. Breitengrad Nord weitestgehend von Menschen verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den nördlichen Teil des Transekts wurden der Gilf Kebir, Abu Ballas (Mudpans) und Sitra für die Zeit um 7000 BP bis 6500 BP ausgewählt. Gegen 6400 BP wurden letzte Playabildungen gemessen, die Bezugsperiode liegt also am Ende der Feuchtphase für die Region um den 25. Breitengrad Nord. Außerdem sind Proben aus der großen Sandsee (Abu Minqar) und dem Wadi Howar eingeflossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berücksichtigt wurden lediglich die Analysen von Hölzern, die wichtige, klimaanzeigende Kraut- und Grasvegetation konnte nicht untersucht werden. Feuerhölzer unterliegen einer Selektion durch den Menschen und sind daher weniger geeignet ein Klimaprofil zu erstellen.&lt;br /&gt;
Eines der Resultate besagt, dass die Mudpans ein vorgeschobener Außenposten sahelischer Taxa seien. Eine Holzkohlenprobe von Djara (S. Nussbaum) verschob diesen Vorposten des Sommerregens um ca. 300 km nach Norden. Nicht berücksichtigt wurde die frühe Phase des Holozäns von 11.000 BP bis 7000 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann räumt denn auch ein, dass die Anzahl der Messpunkte zu gering, die nicht untersuchten Zwischenräume zu groß und die Menge und Qualität der Holzkohlen nicht immer ausreichend waren.&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage ihrer exzellenten, wenn auch, wie sie selbst sagt, nicht vollständigen und umfassenden Arbeit, kann dennoch gut aufgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezählten Holzkohlenstücke der einzelnen Taxa zeigen für das Gesamtgebiet des Transekts eine Dominanz von zwei Gehölzen. Tamarisken plus Akazien erreichen im Norden (Siwa- Qattara) 97,8 %, in Abu Minqar 100 %, in der glass area 97,7 % und in den Mudpans 93,0 %.&lt;br /&gt;
Im Gilf Khebir ist der Prozentsatz mit 76,1 % wesentlich geringer obwohl hier eine zusätzliche Menge von acacia albida mitgezählt worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Feuerstellen im Selima sandsheet ergeben 83,4 % und im Laqiya Gebiet 55,8 %. Für den Wadi Howar (Djabarona) steigt der Anteil wieder auf 94,5 %, wenn die Früchte der celtis intergrifolia nicht eingeschlossen werden. Mit Früchten sinkt der Anteil auf 62,5 %.&lt;br /&gt;
Wie schwierig es sein kann Schlüsse aus dem Vorkommen von Gehölzarten zu ziehen, zeigen zwei benachbarte Fundplätze in Mudpans mit ähnlicher Zeitstellung. Zum Vergleich wird ein weiterer, in der Nähe liegender Fundplatz, der etwas jünger ist, aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; max-width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Fundplatz&lt;br /&gt;
!Acacia sp.&lt;br /&gt;
!Tamarix sp.&lt;br /&gt;
!Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
!Salvadora persica&lt;br /&gt;
!Maerua crassifolia&lt;br /&gt;
!Leptadenia pyrotechnica&lt;br /&gt;
!Cassia senna&lt;br /&gt;
!Rubiaceae&lt;br /&gt;
!Ziziphus sp.&lt;br /&gt;
!Grewia tenax&lt;br /&gt;
!Grewia villosa&lt;br /&gt;
!Calotropis procera&lt;br /&gt;
!Acacia albida&lt;br /&gt;
!Balanites aegyptiaca&lt;br /&gt;
!Boscia senegalensis&lt;br /&gt;
!Capparidaceae&lt;br /&gt;
!Capparis decidua&lt;br /&gt;
!Celtis integrifolia&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Summe Taxa&lt;br /&gt;
!Summe Proben&lt;br /&gt;
!Acacia inkl. Albida (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix und Acacia (%)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Qattara – Siwa&lt;br /&gt;
|271&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|278&lt;br /&gt;
|97,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Ain Dalla&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Abu Minqar&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Glass area&lt;br /&gt;
|170&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|174&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Mudpans &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!83/39&lt;br /&gt;
|284&lt;br /&gt;
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|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1279&lt;br /&gt;
|22,2&lt;br /&gt;
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|99,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/56&lt;br /&gt;
|1062&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1109&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|0,01&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/50-1 &lt;br /&gt;
|1403&lt;br /&gt;
|349&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|1980&lt;br /&gt;
|70,8&lt;br /&gt;
|17,6&lt;br /&gt;
|88,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Mudpans&lt;br /&gt;
|2749&lt;br /&gt;
|1355&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|41&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|4368&lt;br /&gt;
|62,9&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|93&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Akdar&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|758&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|85&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|889&lt;br /&gt;
|5,1&lt;br /&gt;
|85,3&lt;br /&gt;
|90,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Bakht&lt;br /&gt;
|28&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|438&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1332&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Gilf Kebir&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|782&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|523&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|2221&lt;br /&gt;
|40,9&lt;br /&gt;
|35,2&lt;br /&gt;
|76,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Burg et Tuyur&lt;br /&gt;
|357&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|551&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Djebel Kamil&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|26&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Bir Misaha&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Selima&lt;br /&gt;
|384&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|579&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 1&lt;br /&gt;
|196&lt;br /&gt;
|852&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|36&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|119&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|665&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2058&lt;br /&gt;
|9,5&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|50,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 2&lt;br /&gt;
|53&lt;br /&gt;
|46&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|205&lt;br /&gt;
|25,9&lt;br /&gt;
|22,4&lt;br /&gt;
|48,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Sahal&lt;br /&gt;
|116&lt;br /&gt;
|153&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|275&lt;br /&gt;
|42,2&lt;br /&gt;
|55,6&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Laqiya&lt;br /&gt;
|365&lt;br /&gt;
|1051&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|54&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|134&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|733&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2538&lt;br /&gt;
|14,4&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|55,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Howar &lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|182&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!(Djabarona)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|(93)*&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|*&lt;br /&gt;
|(275)&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!25° N&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während 83/39 und 85/50 –1 ein ähnliches Verteilungsmuster mit einem Tamariskenanteil von über 70 % zeigen, kommt auf dem Fundplatz 85/56 Tamariske aus unbekannten Gründen praktisch nicht vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Akazie %'''|| '''Tamariske %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/39|| 7360-8260||22,20||77,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/56||7370-7700||95,80||0,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||85/50-1||6880-7000||17,60||70,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleicht man Hölzer und andere Pflanzen verschiedener Gebiete der östlichen libyschen Wüste miteinander, so fällt auf, dass im Norden um den 25. Breitengrad Nord die Anzahl der Gehölztaxa höher ist als im Süden in Höhe des 20. Breitengrads Nord. Der Norden ist ebenfalls an Gräsern und Kräutern reicher als der Süden.&lt;br /&gt;
Unter 25° N sind Taxa der Masara C Phase am südwestlichen Ausläufer des Abu Tartur Massivs, die von M. Mc Donald veröffentlicht wurden, zusammengefasst mit den Ergebnissen von Chufu und Kharafish (H. Riemer) und soweit verfügbar von Eastpans 95/2 (B. Gehlen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Holzprobe.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kernprobe Akazie, Abu-Muharik-Plateau, 2000, Foto: H. Riemer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner fließen drei von K. Neumann untersuchte Proben von Abu Tartur ein.&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°14’Nord – 30°03’Ost, nicht datiert, Acacia&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°23’Nord – 30°05’Ost, nicht datiert, Tamarix&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°20’Nord – 30°09’Ost, nicht datiert, Maerua crassifolia, Leptadenia pyrotechnica, Acacia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Steinplätze liegen weit außerhalb der Playagebiete in der Nähe der Asphaltstraße von Kharga nach Dakhla.&lt;br /&gt;
Eine weitere Analyse wurde vom Labor Köln unter der Nummer 3.741 Probe C – 1.638 erstellt. Die Bestimmung ergab ausschließlich Acacia. Das Alter wurde mit 7.370 +- 70 BP angegeben. Fundort ist der Plateauplatz 0011/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund von Analysen einer Kohlen- und Aschenschicht aus der Tropfsteinhöhle von Djara (K. Kindermann) konnte S. Nussbaum eine Vegetationsform feststellen, die als Anastatica hieruchuntica – Anabasis articulata Vergesellschaftung bezeichnet wird. Dazu bemerkt die Autorin : „The dwarf shrub communities thrive under a semiarid* climate regime with seasonal precipitations as presently occurs along the Mediterranean coast of Egypt“.&lt;br /&gt;
Diese Niederschlagsmenge beträgt 150 mm Winterregen (Siehe auch H.D. Müller, Gerstenanbau).&lt;br /&gt;
Katharina Neumann (1989) schreibt dazu : „Jedoch reichen wahrscheinlich die 150 mm Winterniederschlag, die maximal an der marmarischen Küste fallen (Station Marsa Matruh : 144 mm/Jahr), nicht aus, um eine permanente, natürliche Gehölzvegetation zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
Außer dieser Zwergstrauch- Gesellschaft wuchsen aber in Djara &amp;gt; 50 % Tamarix, &amp;lt; 10 % Acacia und &amp;gt; 25 % Capparaceae. &lt;br /&gt;
Daraus geht hervor, dass die Niederschlagsmengen höher als 150 mm Winterregen/Jahr gewesen sein muss !&lt;br /&gt;
Ob diese zusätzliche Menge Wasser nun auf den nachgewiesenen Sommerregen (Capparaceae) oder auf stärkeren Winterregen zurückzuführen ist, bleibt vorerst unklar.&lt;br /&gt;
(* semiarid &amp;gt; 200 mm Winterregen nach Bubenzer und Ritter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger als 500 mm Niederschlag im Jahr spricht man von semiariden Gebieten --- S. Hölzl, M. Kölbl-Ebert in „die wüste“, Begleitbuch zur Landesausstellung im Lokschuppen Rosenheim. 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8 bis 10 Trockenmonate und weniger als 600 mm Sommerregen bzw. 400 mm Winterregen Niederschlag im Jahresmittel.&lt;br /&gt;
(H. Mensching in : „Sahara, 10.000 Jahre zwischen Weide und Wüste“, Museen der Stadt Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche, an Winterregen gebundene Zwergstrauchgesellschaft von Anastatica und Anabasis, die in Djara angetroffen wurde, findet sich in Kharafish am Südrand des Plateaus wieder. Logischerweise muss dann auch für die Zone von Djara bis zum 25. Breitengrad Nord die Niederschlagsmenge von ca. 150 mm Winterregen, die zum Gedeihen dieser Assoziation unabdingbar ist, eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
Der im nubischen Sandstein gelegene Fundplatz Chufu weist Chenopodiaceae auf und verweist damit ebenfalls auf nördlichen Einfluss. Chufu ist, falls gleich hohe Niederschläge wie für das nicht weit entfernte Kharafish angenommen werden, durch höhere Temperaturen und durch seine Lage in der Sandsteinebene, also durch das Substrat, bevorzugt und kann zusätzlich vor allem südsahelische Gehölze wie Boscia senegalensis ausbilden.&lt;br /&gt;
Größere Mengen von Hangwasser und breite, tiefe Wadikanäle, welche die sahelischen Gehölztaxa dauerhaft mit oberflächennahem Grundwasser hätten versorgen können, waren in Chufu nicht zu erwarten, da die Einzugsgebiete relativ unbedeutend sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Identifizierte Taxa der Fundplätze Djara, Kharafish und Chufu'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||  '''Chufu'''|| '''Kharafish'''|| '''Djara'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| Acacia sp.	|| Acacia sp.	&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||Capparidaceae||Capparidaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix||Acacia nilotica||Tamarix&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cornulaca||Anastatica hieruchuntica||Anastatica hieruchuntica&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis ||Shouwia||Monokotyledone&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||Anabasis / Haloxylon||Zilla spinosa&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||Citrullus||Gramineae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Shouwia||Hordeum vulgare||Amaranthaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Farsetia stylosa||Panicum||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia sp.||Paniceae||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Thesium||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M. Mc Donald beschreibt in den „Oasis Papers 3“ (2003) die Vegetation während der Masara Phase, die ungefähr von 9000 bis 8200 BP dauerte, in etwa folgendermaßen : Zwölf Baum- Straucharten sind identifiziert worden, darunter : Acacia nilotica, Balanites aegyptiaca, Calotropis procera, Capparis decidua, Leptadenia pyrotechnica und Salvadora persica. Neun Taxa kommen auf den weit außerhalb der Dakhla- Oasen liegenden Fundstellen 260 und 308 vor. Sieben verschiedene Taxa waren es von 264 und 265 und fünf vom Fundplatz 300.&lt;br /&gt;
Auf dem jüngeren Fundplatz 263 A (7730 +- 110 BP) kommen ebenfalls neun Gehölz- und Strauchtaxa vor.&lt;br /&gt;
Kräuter und Gräser sind mit 49 Typen vertreten unter anderem Portulaca oleracea, ein essbares Kraut, welches offene, feuchte Standorte bevorzugt (Seit der Römerzeit wächst diese Pflanze ebenfalls im Rheinland).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum Abu Tartur weist eine nahezu permanente Besiedlung von 9120 BP bis 6420 BP, das sind 2700 Jahre, auf. Durch weitere C14 Daten, das nötige Material ist vorhanden, könnten sowohl ältere als auch jüngere Fundstellen bestimmt werden.&lt;br /&gt;
An der Oberfläche wurden mehr als 20.000 Werkzeuge beobachtet. Rund um die Playas wurden 459 Reibschalen und 2114 Läufersteine gefunden. Auf dem Kalksteinplateau sind es 18 Reibschalen und 61 Läufersteine neben einer großen Menge von Sandstein- Bruchstücken, die in jedem Fall auf Mahlwerkzeuge zurückgeführt werden können.&lt;br /&gt;
Diese Massierung von steinzeitlichem Mahlwerkzeug ist einmalig in Ägypten und bezeugt in indirekter Weise klimatische Bedingungen, unter denen Getreide und / oder Wildgetreide wachsen und reifen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge der aufgelisteten Herdstellen beträgt in der Ebene 1480 und auf dem Plateau 134, hinzu kommen noch die Feuerstellen, die unter Playasedimenten oder Hangschutt verborgen sind und die völlig der Deflation zum Opfer gefallen sind und die nur noch an der Rotfärbung des Untergrunds nachzuweisen sind. Wie schon die Menge der Mahlutensilien und die Masse der Werkzeuge, so ist auch die Konzentration von Herden ohne Vorbild in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auszuwertende biologische Material, welches hier verborgen liegt, übersteigt bei weitem alles was bisher auf diesem Gebiet zur Verfügung gestanden hat.&lt;br /&gt;
Für Eastpans 95/5 schreibt B. Gehlen zu dem botanischen Material : „Unter den Samen und Pflanzenresten befinden sich acht wilde Grasarten, die noch heute von den Tuareg in der westlichen Sahara als Nahrungsmittel genutzt werden. Die meisten dieser Gräser sind auch aus prähistorischen Fundstellen in Farafra und Nabta bekannt, so unter anderem Reste von wildem Sorghum“.&lt;br /&gt;
H. Barakat, die 95/2 untersucht hat, rekonstruiert auf Grund der botanischen Funde eine relativ feuchte Umwelt mit dichter Grasvegetation. An Gehölzen wurden Acacia sp. und Ziziphus sp. identifiziert. Das Alter der Fundstelle ist 6133 +- 30 BP (U + C 5757) und damit relativ jung wenn man davon ausgeht, dass nach Pachur und Roeper in diesem Raum die Playabildung gegen 6400 BP abgeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pflanzenreste verschiedener Fundplätze== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Bäume und Sträucher'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Mudpans'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix sp.||X||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Salvadora persica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Maerua crassifolia||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cassa senna||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ziziphus sp.||X||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Grewia tenax||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Balanites aegyptiaca||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caparis decidua||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||X ?||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||X ?||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Crucifereae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Malvaceae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Phoenix dactilifera||X||||||X ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Leptadenia pyrotechnica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Kräuter und Gräser'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Chencrus pennisetum|| || X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bracharia||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Digitaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gramineae||||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Panicum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Setaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sorghum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperaceae||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Portulaca oleracea||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus maritimus||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum vulgare||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa colona||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chencrus||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus Schoenoplectus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rumex||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Curcurbi taceae||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Arnebia||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anabasis||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anastatica hieruchuntica||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum hexastichon nudum||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Triticum sp.||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
                                                      &lt;br /&gt;
'''Anzahl der Gehölztaxa'''                                                      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Lage'''|| 20°N|| 21°N||23°N||24°N||25°N&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Anzahl'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 14||||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||12||X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10||||X||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6|||||||X|||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||0||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''|| '''Laqiya'''|| '''Selima'''|| '''Gilf Kebir'''|| '''Mudpans'''|| '''25°N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regenfeldbau in der Ostsahara zur Zeit der postpleistozänen Feuchtmaxima== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die agronomische Trockengrenze für den Regenfeldbau verläuft im Süden der Sahara nach H. Mensching ungefähr auf der Linie Dakar – Niamey – Fort Lamy – Darfur auf der Höhe des 12. Breitengrads.&lt;br /&gt;
Im Norden der Sahara sind lediglich die küstennahen Gebiete und die sich anschließenden Gebirgsregionen Algeriens, Marokkos und Tunesiens geeignet.&lt;br /&gt;
Diese Grenzen werden aber heute schon um 100 km im Maghreb und 200 km im Sahel überschritten. &lt;br /&gt;
H. Mensching definiert die agronomische Trockengrenze dahingehend, dass sie bei etwa 300 mm Winterregen oder 500 mm Sommerregen zu suchen sei, wobei die Niederschläge auf  4 bis 5 Monate im Jahr verteilt sind.&lt;br /&gt;
Versuche im Norden Ägyptens von H.D. Müller haben ergeben, dass bei einem Minimum von 150 mm Winterregen Gerste ihre Körnerfrüchte voll ausbilden kann. Hier sind aber schon ausgewählte Felder eingeschlossen, die zusätzlich kolluviales Wasser erhalten.&lt;br /&gt;
Französische Wissenschaftler ( P. Pfeffer, Y. Monnies und Ph. Taquel ) definieren die Zonen von der Wüste bis zu den tropischen Gefilden wie folgt :&lt;br /&gt;
* Unter 100 mm Sommerregen Wüste.&lt;br /&gt;
* Von 100 bis 300 mm Nordsahel, der Regen fällt jedes Jahr und verteilt sich auf einen Monat. Das „Grün“ wird von Kamelen abgeweidet (z.B. Agadez 200 mm und 21 Tage Regen pro Jahr Anm. des Verfassers).&lt;br /&gt;
* Von 300 bis 500 mm Südsahel, der Regen ist über zwei bis drei Monate verteilt, Bäume tauchen auf und Viehzucht ist möglich.&lt;br /&gt;
* &amp;gt; 500 mm Beginn der tropischen Zone, der Regen verteilt sich über 100 Tage im Jahr, Ackerbau ist möglich, Hirse und Erdnüsse können wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Einteilung stimmt weitesgehend mit der Definition H. Menschings überein.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Nahen Osten von den Zagrosbergen bis ins anatolische Hochland und entlang der Mittelmeerküste Palästinas wuchsen die Wildformen von Gerste und Weizen bei einem durchschnittlichen, jährlichen Niederschlag von über 300 mm. Diese Ressource wurde von ca. 11.000 BP bis 8000 BP von den dort lebenden Menschen genutzt. Frühe dörfliche Siedlungen sind von Osten nach Westen Ali Kosh, Ganj Dareh, Jarmo, Cayöun, Canhasan, Catal Hüyük und Hacilar. Im Bereich der Mittelmeerküste liegen Ras Shamra, Tell Ramad Munhata und Jericho. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ackerbau gelangte um 8000 BP bis 6000 BP in die Euphrat- und Tigrisebene, wo mit künstlicher Bewässerung experimentiert wurde, da das Gebiet außerhalb der 300 mm Isohyete lag. Wahrscheinlich wurden Gerste und Weizen von Palästina ins Nildelta und weiter in den Süden Ägyptens gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon um ca. 8100 BP bis 7900 BP tauchen Gerste in domestizierter und wilder Form in Nabta Playa und etwas später um 7700 – 6200 BP Gerste und Weizen in Nabta und Kiseiba auf (El Hadidi 1980, Stemmler und Falk 1980). &lt;br /&gt;
Wenn wir annehmen das Getreide sei vom Menschen transportiert worden, so kommen als mögliche Wege das Niltal oder aber die westliche Wüste in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorghum und Hirse sind von Süden, aus Nordost- Afrika kommend, nach Ägypten gelangt. &lt;br /&gt;
Sorghum ist vor 7900 BP in Nabta nachgewiesen (E – 75 – 6), um 6700 – 6710 BP ist er zusammen mit Hirse im Wadi Obeiyd in der Farafrasenke angelangt. &lt;br /&gt;
Gerste und Weizen von Norden eingeführt und Hirse und Sorgho von Süden kommend haben wahrscheinlich die gleichen Routen genommen nur jeweils in entgegengesetzter Richtung.&lt;br /&gt;
Wenn aber südliche Getreidearten im Norden gewachsen sind und nördliche im Süden der westlichen Wüste Ägyptens, so kann davon ausgegangen werden, dass an allen geeigneten Orten auf diesem Weg, und das sind die Orte an denen Mahlwerkzeug gefunden wird, beide Getreidegruppen bekannt waren und auch genutzt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit der Verbreitung des Getreides ist ein natürliches Eindringen der Taxa mit fortschreitendem Sommer- und Winterregen. Das würde allerdings Winterregen in Nabta Playa bedeuten.&lt;br /&gt;
In jedem Fall folgt aus dem oben Gesagten, logischerweise dass die klimatischen Bedingungen ein Wachsen und Reifen von Körnerfrüchten erlaubten und daraus folgt wiederum eine jährliche Niederschlagsmenge von mehr als 150 mm Winterregen (Farafra) und von mehr als 300 mm Sommerregen (Nabta).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die stellenweise sehr hohe Dichte von steinzeitlichem Mahlwerkzeug in der Ostsahara zu erklären, wird, da viele Wissenschaftler eine höhere Niederschlagsmenge als 200 mm Sommerregen ausschließen, eine Art von genügsamen, trockenheitresistenten „Wildgetreide“ ins Spiel gebracht, welches mit Niederschlagsmengen von weniger als 200 mm Sommerregen / Jahr in der Lage sein soll essbare Körnerfrüchte zu produzieren. Der Name dieses Grases oder dieser Gräser ist nicht genannt. Die postulierten „Wildgetreide“ scheinen eine Schimäre zu sein. &lt;br /&gt;
Wären sie bekannt, so könnte die Sahelzone endlich vom Hunger befreit werden, denn die Gebiete zwischen den Isohyeten 300 mm und 50 mm ( Sommerregen ) stellen ungeheuere Flächen dar, die für die Produktion von „Wildgetreide“ zur Verfügung stünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert eine Reihe von Wildgräsern, deren Samen in Notzeiten gegessen werden aber sie sind an die 300 mm Isohyete gebunden. Fährt man mit dem Geländewagen von Agadez (200 mm) in Richtung Tahoua, so wird die 300 mm Isohyete gequert und erst südlich dieser Linie macht der Reisende, der seinen Wagen verlässt, die unangenehme Bekanntschaft mit dem cram – cram (chencrus biflorus).&lt;br /&gt;
Auch Wildgetreide in montanen Gunsträumen braucht, wenn es essbare Körner produzieren soll, gute Jahre d.h. ein Minimum von 300 mm Sommerregen oder äquivalente Wassermengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon ausgeführt, wuchsen zu Beginn des Holozäns die Wildformen von Weizen und Gerste bei einer Niederschlagsmenge von ca. 300 mm Winterregen im „fruchtbaren Halbmond“. Diese Wildformen wurden vom Menschen durch Selektion zu Kulturpflanzen herangezüchtet und wuchsen weiterhin bei 300 mm Winterregen in der ursprünglichen Region. Bei niedrigeren Niederschlägen wurde weiter südlich mit Bewässerung experimentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ostsahara wuchsen zur gleichen Zeit Wildpflanzen, als da sind setaria, panicum und sorghum in der Umgebung vieler steinzeitlicher Fundstellen. Es ist anzunehmen, dass auch hier eine ausreichende Regenmenge notwendig war, gleich ob für Wild- oder Kulturpflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem Handbuch für tropische Landwirtschaft (London 1979) weisen die Autoren D. Joy und E.J. Wibberley darauf hin, dass Sorghum heute vorzugsweise bei Niederschlägen zwischen 750 und 1250 mm/Jahr Sommerregen angebaut wird, bei fünf bis sieben Trockenmonaten im Jahr.  Hirse ist weniger anspruchsvoll und benötigt 500 bis 750 mm Sommerregen pro Jahr. Bei weniger als 500 mm/Jahr wird nur noch Kolbenhirse angebaut, es sei denn, künstliche Bewässerung wäre möglich. Das Buch ist für Praktiker konzipiert und richtet sich an westafrikanische Landwirte. Digitaria und Pennisetum, die in der Ostsahara häufig auf holozänen, steinzeitlichen Fundplätzen nachgewiesen sind, wachsen heute u.a. in den Savannengebieten Nigerias. Die Gräser sind ausgezeichnete Futterpflanzen für Rinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun könnte argumentiert werden, dass dank der geographischen Lage an den Schichtstufen, Wasser am Fuße der Hänge sich hätte sammeln können und dass so auch bei niedrigen Regenfällen genügend davon für die Pflanzen zur Verfügung gestanden haben würde.&lt;br /&gt;
Für tiefwurzelnde Bäume und Sträucher ist dies sicherlich zutreffend, nicht aber für Gräser, ausgenommen einige Horstgräser, und vor allem nicht für Getreide.&lt;br /&gt;
Körnerproduzierende Gräser brauchen entweder in bestimmten Abständen Regen, der die oberflächennahen Bodenschichten und so den Wurzelbereich durchfeuchtet oder aber künstliche Bewässerung.&lt;br /&gt;
Wenn K. Neumann ein Beispiel von Hirseanbau aus der Bayuda mit Niederschlägen zwischen 25 mm und 50 mm angibt, so hätte fairerweise gesagt werden müssen, dass dies nur durch künstliche Bewässerung möglich ist (Forschung zur Umweltgeschichte der Ostsahara, Seite 116).&lt;br /&gt;
In meinem Garten in Abu Tartur wuchsen ohne jegliche Regenfälle unter anderem Zuckerrohr und Bananenstauden. In Anou Araren nördlich von Agadez habe ich ca. 50 ha bewirtschaften lassen. Es wurden jährlich vier Ernten und zwar Sorghum, Weizen, Zwiebeln und Tomaten eingefahren und das bei einer Niederschlagsmenge von weniger als 150 mm Sommerregen/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bewässerungstechnik dürfte in dem behandelten Zeitraum von den Siedlern in der libyschen Wüste noch nicht entwickelt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Wirbeltiere)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Knochenfunde der B.O.S. Mission wurden von Wim van Neer und H.P. Uerpmann untersucht. Die Fundstellen sind im Prinzip die gleichen, die für die Untersuchung der Baumvegetation K. Neumanns herangezogen worden sind. So sind auch die Probleme ähnlich. Zu große Distanzen zwischen den Fundplätzen, teilweise schlechter Erhaltungszustand des zu untersuchenden Materials und vor allem eine Lücke zwischen den Breitengraden 24° N und 29° N machen eine eindeutige Bewertung schwierig. &lt;br /&gt;
Für Lobo in der Sandsee wird gesagt : „The sample contains almost nothing but unidentifiable mamal bones which, as far as could be established, belong all to the size class of the dorca gazelle. Only two enamel fragments indicate the presence of a large bovid. Dorca gazelle is represented by five identifiable fragments”.&lt;br /&gt;
Die von Willmann abgesammelten und von H.P. Uerpmann bestimmten Knochen gehören zu Großsäugern, identifiziert wurde Pelorovis antiquus.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz glass area 81/61 sind neben Dorca, Dama, Oryx und Hase vor allem Frosch- oder Krötenknochen gefunden worden, sie machen die Hälfte der Funde aus. Eine neuere Analyse, durchgeführt vom Institut für Paläoanatomie und Geschichte der Tiermedizin, München, gibt für 81/61 folgende Verteilung an :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alcelaphus buselaphus|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oryx dammah||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Addax nasomaculatus||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ovis aries||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||196&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Lepus capensis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amphibien fehlen in dieser Aufstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Münchener Institut hat ebenfalls die Knochenfunde von Djara 90/1 sowie die von Abu Gerara 98/5 untersucht (N. Pöllath in „Drei Tierknochenaufsammlungen aus Ägypten,      TPA 1“).&lt;br /&gt;
Die Fauna von Djara 90/1 setzt sich wie folgt zusammen :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Addax nasomaculatus|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella sp.||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella dorcas||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caracal caracal||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Unbestimmter Großtierknochen||46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Spathopis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht enthalten in dieser Aufstellung von 90/1 sind ein ebenfalls in Djara gefundenes domestiziertes Schaf und ein einwandfrei identifizierter Nilpferdknochen. Die Großtierknochen machen in dieser Aufstellung ca. 80 % der Gesamtmenge aus und geben einen Hinweis auf ein günstiges Klima mit Niederschlägen, welche für dichten Graswuchs sowie für das Gedeihen von Bäumen ausreichend waren. Das Verhältnis von ca. 80 % Großtierknochen zu anderen findet sich in Gerara, nördlich des 26. Breitengrads Nord wieder, ist aber leider nur auf einer geringen Menge basiert. Unter den Boviden befindet sich ein Büffel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camelus dromedarius*|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bos / Syncerus||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die Dromedarknochen sind später in das Fundgut gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von domestizierten Tieren und unbestimmten Großsäugern zu Dama und Dorcas Gazellen beträgt für Abu Tartur 75 %. Aber auch hier ist die Menge der untersuchten Knochen gering.&lt;br /&gt;
In Abu Tartur ist lediglich versucht worden, die Steinwerkzeuge in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Von der Keramik hingegen oder von den faunistischen Relikten sind nur einzelne Belegstücke von der Oberfläche aufgenommen worden. In den Fundplatzbeschreibungen wird aber auf gehäuftes Auftreten von Keramik, Knochen und Holzkohle hingewiesen.&lt;br /&gt;
Dennoch ist das Rind auf den Plateaufundstellen 0009/83, 0012/83 und 0054/85 nachgewiesen. Ziegen und / oder Schafe sind von 0008/13, 0010/83, 0012/83 und 0039/85 bekannt. Auch ein Nashorn kommt auf dem Plateau (0007/83) vor. Neben Gazellenresten wurde auch ein Kieferknochen der Hyäne geborgen.&lt;br /&gt;
In der Sandsteinebene wurden an den Playarändern Knochen von Ziege und / oder Schaf von den Fundplätzen 1010/83 und 1032/82 aufgelesen. Rinder- oder Büffelknochen fanden sich auf dem Fundplatz 1048/84. Ein Nashorn stammt von 1010/83 ein Zebra (equus) von 1005/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Knochenmaterial der domestizierten Tiere und das der Wildfauna wurde dankenswerterweise von H. Berke analysiert. &lt;br /&gt;
In den von M. Mc Donald bearbeiteten Fundstellen der Masara Phase, weit außerhalb der Dakhla Oasen, ist die Fauna weniger reich als die Vegetation es vermuten ließe. Neben Gazellen, Hasen, Eidechsen und einigen Vögeln enthält das Spektrum Schildkröten und Kröten. Das einzige recht anspruchsvolle Tier ist die Steppenkuhantilope, ein Bovide mit einer Schulterhöhe von 1,5 m und einem Gewicht von bis zu 250 kg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der afrikanische Hase (lepus capensis) bevölkert mit Ausnahme der dichten Wälder sämtliche Landschaftsformen und Klimazonen Afrikas. Ich selbst habe ihn im feucht- heißen Sambesital gejagt. Sein Auftreten bedeutet demnach lediglich, dass kein dichter Wald vorhanden war.&lt;br /&gt;
Gazellen können auch in sehr trockenen Gegenden überleben, selbst ohne offenes Wasser. Sie müssen ihren Feuchtigkeitsbedarf aber dann aus ihrer Nahrung decken können, also durch frische, grüne Pflanzen. Wenn kein Wasser zur Verfügung steht und das wenige Futter trocken und verdorrt ist, findet auch eine Gazelle keine Überlebensmöglichkeit.&lt;br /&gt;
Große Antilopen wie Alcelaphus buselaphus, von M. Mc Donald „hartebeest“ genannt, was eher dem südafrikanischen Verwandten Alcelaphus caama entspricht, brauchen Wasser und große Mengen Futter, sie können nicht wie Gazellen längere Trockenperioden überstehen.&lt;br /&gt;
Auch in Dakhla stehen also die paläobotanischen Fakten in scharfen Gegensatz zu der ariden Umwelt südlich des 24. Breitengrads Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mudpans weisen neben Vertretern genügsamer Boviden vor allem Elefant und Giraffe auf savannenartiges Gelände hin. In diesem Zusammenhang ist auch der große Anteil und der Artenreichtum der Raubtiere von Wichtigkeit. Auf keinen Fall sind Hyäne und Karakal Wüstenbewohner, ihre Anwesenheit lässt auf eine Vielzahl von möglichen Beutetieren schließen. Bemerkenswert ist das Fehlen von domestizierten Tieren, kommen doch in Eastpans neben Hund und Schaf auch Rinder vor und selbst in der Sandsee (81/61) werden Schaf und wahrscheinlich auch Rind angetroffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Fundkomplex_T_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex T&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Ingrid_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Ingrid&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_West_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex West&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Vera_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Vera&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Renate_neu_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Renate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Mollusken)== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Landschnecke Zootecus insularis kommt auf dem Abu Tartur Plateau in sehr großen Mengen vor. Sie ist Indikator einer Krautvegetation und kann durch Eingraben kürzere Trockenperioden überleben. Ein Exemplar wurde auf 8485 +- 45 BP datiert. Getragen wurde der Pflanzenwuchs von terra rossa Böden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastropoden, die sich eingraben, suchen Feuchtigkeit, die Böden mussten daher mächtig und in ihren tieferen Schichten dauerfeucht gewesen sein. Für Kröten, die sich in die Erde zurückziehen, gilt das gleiche.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden zwei Exemplare von Bulinus truncatus auf dem Plateau und drei an den Endpfannen gefunden, wobei die Bestimmung nicht ganz zweifelsfrei ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lymnaea natalensis, die fast ausschließlich in permanenten Gewässern lebt, ist mit 23 Exemplaren von Playa West und Playa Renate vertreten. Von Melanoides tuberculata, welche nur in Gewässern, die nicht regelmäßig austrocknen, lebt, ist nur ein Exemplar gefunden worden. &lt;br /&gt;
Pila sp. ist jeweils mit einem juvenilem, ebenfalls zweifelhaftem Exemplar von 1019/82 und 1005/83 vertreten.&lt;br /&gt;
Asphataria rubens oder Spathopis ist in Abu Tartur in großen Mengen vorhanden. 35 Exemplare von 35 verschiedenen Fundplätzen sind als Proben entnommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spathopis ist nicht an tiefes Wasser gebunden, sondern kann auch in flachen Tümpeln leben, wenn diese regelmäßig überflutet werden (S. Kröpelin 1993 : 193 – 195). Bislang wurde angenommen, dass Asphataria aus dem Niltal in die Wüste gelangt sei, nur für den Wadi Howar gilt sie als autochthon, dort sind auf der Fundstelle 80/73 Bulinus truncatus, Melanoides tuberculatus und Planorbis Gastropoden gefunden worden, sie gelten, wie auch Asphataria als nicht eingeschleppt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum sollte eine ähnliche Vergesellschaftung in Abu Tartur allochthon sein zumal Van Damme (1984) für die steinzeitlichen Phasen des Holozäns das Vorkommen von A. rubens westlich des Nils an Wasserstellen und Wadiläufen bezeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Altersanalyse an einer Spathopisschale vom Fundplatz 1004/83 hat einen Wert von 8110 +- 45 BP ergeben (KIA 23194), sie ist damit wesentlich älter als der älteste Fundplatz der Playa West und somit wahrscheinlich vor dem ersten Siedler an diesem Ort existent gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Felsbildkunst)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sehr variantenreiche Felskunst Abu Tarturs zeigt unter anderem drei Gravierungen von Rindern und stellt in einer interessanten Perspektivform eine Schafherde dar.&lt;br /&gt;
An Wildtieren werden Spießböcke, Giraffen, Antilopen und ein Strauß präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine seltene Darstellung von Fischschwärmen in der Draufsicht, wie ein Beobachter von einem erhöhten Punkt am Ufer die Tiere sehen würde, weist auf permanentes Wasser hin. Ein in der Seitenansicht gravierter Fisch dürfte sehr viel jünger sein, er ist Teil eines Piktogramms, welches vielleicht schon in die prädynastische Zeit weist. Im Gegensatz zu den oben genannten Fischschwärmen ist er nicht unbedingt ein Beweis für sein Vorkommen an diesem Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In „Rock drawings of southern upper Egypt II“ von 1939 beschreibt Hans A. Winkler die Gravierungen, die sich am Fuße des Abu Tartur Massivs bis nach Dakhla hinziehen und auch noch westlich und südlich der Oasen anzutreffen sind. Die Felszeichnungen von 1005/83 hatte er übersehen, kein Wunder in dem Gewirr von Zeugenbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An neun Stationen finden sich Darstellungen von Giraffen. Antilopen und Strauße sind jeweils sechsmal dargestellt. Viermal kommen Gazellen und Ibex vor, letztere wären eher in der östlichen Wüste zu erwarten gewesen. Neben drei Stationen mit Abbildungen von Rindern sind auch zwei mit Elefanten vorhanden. Außerdem sind Hunde, Esel, Krokodile, Schlangen, Hase, Vogel und Kamel graviert. Bei neolithischen Felsgravierungen gehe ich davon aus, dass die abgebildeten Tiere in der Umgebung lebten und dem Künstler aus eigener Anschauung bekannt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter, ausführliche Informationen und Darstellungen finden sich unter [[Fundkomplex Abu Tartur | Fundkomplex Abu Tartur Felskunst - Zeichnungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen von domestizierten Tieren und von großen Wildtieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| Hund|| Ziege|| Schaf|| Rind|| Büffel*|| Hartebeest|| Nilpferd Nashorn|| Elefant|| Giraffe|| Egnus (Zebra)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundregion'''|||||||||||||||| || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gilf Kebir|||| X|||| X|||||||| X (Myers)|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sandsee|||||| X|| X (96/15)|| X|| X (81/61)||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mudpans|||||||||||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Eastpans|| X|||| X|| X||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla (Mc Donald)|||| X ?|||||||| X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla**|| X|| X|| X|| X|| X|||| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Tartur|||| X|| X|| X|| X|||| X|| X ?|| X ?|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kharga**|||||||| X|||| X|| X|| X|||| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Gerara|||||||||| X||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Djara|||| X (Felsbild)|| X|||||| X|| X||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Farafra|||| X|| X||||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nabta-Kiseiba|| X|| X|| X|| X|| X ?||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Felsbilder Abu Tartur-Dakhla|| X|||| X|| X|||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* * Bouchud (1969) states categorically that the giant buffalo is a savanna dweller needing large quantities of water. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ** Die Oasen im frühen Holozän waren nicht bedeutender als heute. Der Wasseraustritt der Quellen lag allerdings auf einem höheren geographischen Niveau. Das Nachlassen des Wasserdrucks und damit der eventuellen Menge wurde harmonischer Weise durch die starken Deflationsraten ausgeglichen, so dass von einem gleichmäßigen Fördervolumen ausgegangen werden kann.&lt;br /&gt;
Da das Wasser aber nicht wie heute kanalisiert war, bildete sich eine Sumpflandschaft, die von Savannentieren nicht bevorzugt wird. Die aktuelle intensive, durch Pumpen beschleunigte Nutzung der endlichen Wasserreserven hat ein Ungleichgewicht bewirkt. Die Deflation kann die Verminderung des artesischen Drucks nicht mehr ausgleichen. Daher muss immer mehr Wasser aus größeren Teufen gehoben werden.&lt;br /&gt;
Die von Leclant und Churcher durchgeführten Analysen der Oasenfauna sind zweifelhaft. &lt;br /&gt;
Der auf einigen Fundstellen erhöhte Knochenanteil von kleinen Boviden und Hasen kann über die tatsächliche Zusammensetzung der Paläofauna ein falsches Bild zeichnen.&lt;br /&gt;
Klein und Cruz – Uribe (1984) schreiben dazu :&lt;br /&gt;
“In many instances prehistoric hunters probably butchered a large animal where it fell and brought only selected parts to their home base. In contrast, they probably often imported smaller animals intact”. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Komplexität der Beurteilung prähistorischer Knochenfunde wird von Hubert Berke ausführlich in seiner Arbeit “Zum Thema Archäozoologie” (1989) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mensch und Umwelt==&lt;br /&gt;
Die Lage der steinzeitlichen Fundplätze in der sie umgebenden Landschaft lässt zuweilen Schlüsse auf  die klimatischen Bedingungen zu. Die Wasserversorgung ist in diesem Zusammenhang von besonderer Wichtigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel I'''&lt;br /&gt;
AT 0002/84 ist mit 9120 +- 40 Jahren vor heute der bislang älteste datierte Fundplatz Abu Tarturs. Durch sein reichhaltiges, homogenes Fundmaterial weist er sich als Siedlungsplatz  aus, der für eine gewisse Dauer angelegt worden ist. Die Versorgung mit Wasser könnte durch Regenwasser gewährleistet worden sein, welches sich in einem flachen Becken der Fundstelle AT 0014/85, etwa einen Kilometer nordöstlich gelegen, sammeln konnte. Kleinere Tümpel, heute im Gelände nicht mehr auszumachen, hätten sich in der Nähe von AT 0002/84 bilden können. Ähnliche Fundkomplexe gleichen Alters, wenn auch kleiner und weniger deutlich ausgeprägt, werden auf dem Plateau angetroffen aber bisher nie in der Ebene in der Nähe der großen Playas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus kann geschlossen werden, dass nach den großen Regenfällen zu Beginn des Holozäns die Wasserversorgung auf dem Plateau ohne große Endbecken kein Problem für die Siedler darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel II'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle Ä 98/20 im Tiefsten einer Endpfanne, welche Wasser aus einem Einzugsgebiet von 563 km² sammelt, hat zu verschiedenen Zeiten, nach eigener Beobachtung vom Epipaläolithikum (langschmale Dreiecke, Rückenmesser) bis zum Spätneolithikum (gestielte, flächig bearbeitete Pfeilspitzen, side-blow-flakes) als Zufluchtsort am ENDE der Trockenzeiten gedient, wenn höher gelegene Wasserstellen ausgetrocknet waren und wenn die Weiden auf den Hamadas abgegrast waren. Während der Regenzeiten, es sind sowohl Sommerregen aus Süden als auch Winterregen aus Norden nachgewiesen, waren die Wasserstände wesentlich höher wie Proben vom Niveau + 5 m belegen. Die Siedler, ob Jägernomaden oder Hirten nutzten nach den Regenfällen die Hamadas und Wadis außerhalb der Senken, das Aktionsgebiet schloss ebenfalls den Dünengürtel des Abu Muharig ein. Während dieser Zeit waren die Bewohner sehr mobil und legten keine Dauerlager an. Der archäologische Nachweis ist durch die „short-term camps“ und die „overnight stopps“ (Kindermann) gegeben. Am Ende der Trockenzeiten wurde der Raum um die Endpfanne genutzt, die Mobilität war eingeschränkt, da nur noch wenige Wasserlöcher vorhanden waren und hierdurch erklärt sich die höhere Konzentration von Steinplätzen und Artefakten.&lt;br /&gt;
Diese gut durchdachte und zutiefst logische Strategie wird auch heute noch von Hirtenvölkern in der Sahara angewandt (Niger, Mauretanien u.a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach aktueller Hypothese sind lediglich 100 mm Regen im Jahr gefallen. In der folgenden Rechnung werden die bislang für richtig gehaltenen Zahlen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0,1 m Regen im Jahr x 563.000.000 m² = 56.300.000 m³/Jahr. Angenommen 80% des Wassers versickern oder verdunsten auf ihrem Lauf, angenommen die Endpfanne hat eine Größe von  1 km² so beträgt der Wasserstand am Ende der Regenzeit 11,2 m, eine Höhe, die mit meinen Beobachtungen größenordnungsmäßig übereinstimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel III'''&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet von Ä 90/1 beträgt nach der gleichen Quelle wie weiter oben lediglich 1 km². Bei den von mir postulierten Wasserständen werden sich allerdings Überläufe zwischen den einzelnen Teilsenken gebildet haben und so auch hier die noch erkennbaren Mulden aufgefüllt haben. Der besondere Gunstfaktor des Fundplatzes bestand in der als Zisterne dienenden Höhle. Bei stärkeren &lt;br /&gt;
Niederschlagsereignissen konnte Wasser in die Höhle überlaufen und dort eine Reserve von ca. 9000 bis 10.000 m³ bilden, genügend Wasser, um eine größere Population mit Haustieren während des ganzen Jahres zu versorgen (Die tägliche Menge entspricht einem großen Tankwagen von 30 m³ Fassungsvermögen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ereignisse lassen sich nachweisen an den verschwemmten Sedimenten, die im Höhleninneren einen fast waagerechten Untergrund bilden, wie er nur vom Wasser gestaltet werden konnte und an dem Vorhandensein von schalenförmigen pelitischen Sedimentkrusten, die im stillen Wasser abgesetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 100 mm Niederschlag im Jahr und einem Einzugsgebiet von 1 km² kann die Attraktivität des Fundplatzes nicht erklärt werden, da in einem Endbecken von ca. 300 m x 300 m der Höchstwasserstand nur etwas mehr als 1 m betragen würde falls die gesamte Wassermenge dort gesammelt würde. Bei 20% wie im Beispiel II waren es gerade einmal 20 cm Höchststand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel IV'''&lt;br /&gt;
beschreibt die Fundstelle Ä 95/2 in den Eastpans. Hier stehen bei 200mm Niederschlag pro Jahr und einem Einzugsgebiet von 227 km² in einem Sammelbecken von rund 3 km² (von Niv. –1 bis Niv. +5) 45.400.000 m³ Wasser zur Verfügung. Anzumerken ist, dass die bekannten Fundplätze jeweils Becken mit Flächen von ca. 500.000 m² aufweisen. Der Wasserstand würde bei 20% Ausnutzung auf  der Gesamtfläche bei 3 m liegen, die kleineren und tiefer gelegenen Fundplätze könnten unter den gleichen Umständen einen wesentlich höheren Wasserstand aufweisen, rein rechnerisch bis ca. 9 m. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altersangaben betreffen die Zeit um 6000 BP für das Spätneolithikum und 7214 BP für das Mittelneolithikum. Da die Menschen in dieser Zeit neben der Jagd von Körnerfrüchten und von den Produkten der Viehzucht lebten, dürfte eine ähnliche Situation existiert haben wie in Djara 98/20 nämlich eine Konzentration um einen Teich, in dem die letzten Wasserreserven am ENDE der Trockenzeit vorhanden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel V'''&lt;br /&gt;
bezieht sich auf AT 1005/83. Der bedeutende Fundplatz mit einem Alter von 6420 +- 60 BP Jahren weist eine Werkzeugmenge von 897 Stücken auf, hinzu kommen 40 Mahlsteine, 16 Reibschalen, 31 identifizierte Feuerstellen und Keramik. An faunistischen Material wurden u.a. Straußeneiperlen, bulinus truncatus, lymnaea natalensis und aspatharia rubens gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt am Nordrand eines ausgedehnten Playabeckens und ist um einen Inselberg aus nubischem Sandstein, der aus dem Holozänsediment herausragt, angeordnet. Die Positionen der immobilen Feuerstellen liegen zum Teil oberhalb der Niveaulinie 204 und reichen bis nahe an die wahrscheinliche Uferlinie, welche dem Niveau 202 entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiter südlich gelegene mittelneolithische Fundstelle AT 1004/83 mit einem Alter von 7590 +- 75 BP Jahren liegt ebenfalls auf dem Niveau 204. Auch hier wird eine Variationsbreite angetroffen, so dass Fundplatzteile etwa zwischen Niv. 205 und Niv. 203 liegen. Weitere noch nicht datierte Fundstellen wie 1001 bis 1003, 1006 bis 1012 und 1039, 1040, 1044 und 1079 bis 1082 sind ebenfalls um die Niveaulinien 202 bis 205 gruppiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:1005_83_Lageskizze.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Lageskizze Abu Tartur, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Belege lassen darauf schließen, dass die Playa über lange Zeiträume im wesentlichen das gleiche Sammelbecken und ähnliche Wasserstände aufwies. Ein Playaprofil welches an einem Sandsteinhügel ansteht, zeigt an seiner Basis eine Wechsellagerung von sandigen und tonigen Schichten. Darüber liegt eine kompakte tonige Masse von ~ 2 m Mächtigkeit ähnlich der von H. Riemer dokumentierten Schichten im Wadi Asfura in der Nähe der Fundstelle AT 1072/86 oder dem Aufschluss AT 1023/82 wo gut 2,50 m ungeschichtete Tonmassen anstehen und sich im nicht aufgeschlossenen Liegenden fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese tonigen Sedimente weisen auf eine gleichmäßige, nicht turbulente Wasserzufuhr hin wie sie z.B. bei Winterregen auftreten kann. Andere Schichten enthalten Kalkgeröll oder feine kalkige Verwitterungsprodukte, die wiederum auf heftige Sommerregen schließen lassen.&lt;br /&gt;
Eine genauere Untersuchung des Sedimentationsgeschehens durch ein Geologenteam könnte hier endgültige Erkenntnisse erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Diskussion und Konklusion==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die libysche Wüste Ägyptens herrscht bei Wissenschaftlern bislang eine weitgehende Übereinstimmung, wonach die Gebiete zwischen dem 24. und dem 29. Breitengrad Nord zu keiner Zeit während des prähistorischen, holozänen Klimaoptimums eine höhere Regenmenge erhalten haben als 150 mm/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R. Kuper und S. Kröpelin gehen in einer neueren diesbezüglichen Veröffentlichung von mehr als 50 mm bis 150 mm Niederschlägen im Jahr aus (Science 2006, Vol. 313, Fig. 3). Sie postulieren ein Vorrücken des tropischen Monsuns zu Beginn des Holozäns wonach südlich des Wadi Howars &amp;gt; 450 mm Sommerregen/Jahr fielen, bis in die Gegend um Laqiya mehr als 300 mm und bis zur ägyptisch sudanesischen Grenze und im Gilf Kebir &amp;gt; 150 mm Sommerregen im Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem reichte bis ins Fayum, wo &amp;gt; 150 mm Winterregen angegeben sind. Auch dieser Wert ist zu niedrig angesetzt, jagten doch die Menschen im Fayum noch um 6000 BP Elefanten (site K) und Nilpferde (site N) und bauten Gerste, Leinen und Weizen an. Ein striktes Minimum von 250 mm Winterregen wären die Vorraussetzung für eine derartige Flora und Fauna. Durch das Vorhanden sein des Sees herrschte zwar kein Wassermangel, noch wichtiger ist aber ausreichend Regen, um eine Lebensgrundlage für Großtiere und Möglichkeiten zum Ackerbau zu schaffen. Ein Seeuferbewuchs würde nicht ausreichen. Vergleiche mit sogenannten Wüstenelefanten Namibias sind nicht angebracht, da diese die Wasserspeicher der Wadis, die durch Regen aus weit entfernten Gegenden gespeist werden, nutzen und lediglich durch Wüstengebiete wandern, um von einem Wadi zum nächsten zu gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum zwischen dem 30. Breitengrad Nord und dem 23. Breitengrad Nord lag demnach in einer Wüste, die weniger Regen erhielt als heute Agadez in der Republik Niger (200 mm Sommerregen). In dieser ägyptischen Zentralwüste fehlen die Gebirge, die zusätzliches Wasser in die trockenen Ebenen hätten leiten können, allenfalls sind einige Schichtstufen vorhanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Bild einer breitengradparallelen zonalen Klimaentwicklung, wie es für die Westwüste Ägyptens und den nordwestlichen Teil des Sudans gezeichnet wird, ist durchaus stimmig soweit es sich auf den südlichen Teil des Untersuchungsgebiets bezieht. Belege aus der Quartärgeologie, besonders aus dem Gilf Kebir, sowie weitere Fakten aus Fauna und Flora lassen keine Zweifel aufkommen.&lt;br /&gt;
Weiter nördlich betreffen die Untersuchungen Teile der Großen Sandsee und das Abu Ballas Stufenland. Hier stellen sich die ersten Fragen. Wie kommen Savannengehölze und Savannentiere nach Mudpans und woher kommen die Graslandschaften und die Rinder von Eastpans ?&lt;br /&gt;
Diese Gebiete folgen nicht mehr der etablierten Zonung und werden als Vorposten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des 25. Breitengrads Nord, einer Zone, die bis auf Dakhla (M. Mc Donald) nicht intensiv bearbeitet worden ist, erlauben die harten Fakten nicht mehr an dem konservativen System festzuhalten.&lt;br /&gt;
Wie neuere Forschungen nahe legen, reichten die tropischen Sommerregen nicht nur bis zum 24. Breitengrad Nord sondern weit über 27° N hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem wurde bislang nicht genügend berücksichtigt und heute ist klar, dass die Winterregen von der Küste über Djara bis zu den Mudpans und vielleicht sogar bis in den Nordsudan reichten. Selbst der Gilf Kebir scheint zeitweilig in das Winterregenregime eingebunden gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet welches auf Grund seiner Topographie am stärksten durch die zwei sich überlappenden Regenzeiten begünstigt worden ist, liegt um den 25. Breitengrad Nord. Wir dürfen hier von &amp;gt; 150 mm Winterregen und von einer Sommerregenmenge gemäß der zonalen Ausbreitung der Isohyeten von &amp;gt; 50 bis 150 mm ausgehen. Der mittlere jährliche Niederschlag umgerechnet in Sommerregen (100 mm Winterregen entsprechen in der Landwirtschaft 200 mm Sommerregen) würde also nach folgender Rechnung diese Größenordnung gehabt haben :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(50 + 150) : 2 + (&amp;gt;150 x 2) = 100 + &amp;gt;300 = &amp;gt;400 mm äquivalenter Sommerregen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Niederschlagsmenge könnte die Bildung der Rotböden auf dem Plateau und in der „Roten Wüste“ und die zum Teil riesige Ausdehnung der Playas in der Ebene und das Vorhandensein offener Wasserflächen erklärt werden. Damit ließe sich auch die Bildung von Kalzitkristallen in der Kontaktzone von Kalkstein und Playaboden schlüssiger belegen (H. Besler). &lt;br /&gt;
Zugleich liegt diese Regenmenge in einem Bereich, der Rinderhaltung erlaubt und der dem Vorhandensein von wilden Großtieren nicht widerspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem aber wird verständlich warum sich Menschen in diesem Raum niedergelassen haben, hier konnten sie gut leben und nicht nur überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird auch verständlich wenn Wendorf et al. (2001) eine Trockenzeit zwischen 8700 und 8600 BP feststellen, während Mc Donald gerade eine Blüte der Masara C Kultur konstatiert. Die Klimaregime waren unterschiedlich, der Einfluss der Winterregen, wenn überhaupt (Chenopodiceae in Nabta) wird im CPE- Bereich geringer gewesen sein als am 25. Breitengrad Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der veränderten postulierten Umstände konnten die Siedler in der westlichen Wüste Ägyptens keine reine sedentäre Lebensweise führen.&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Regenzeiten wurden das Plateau und die entlegenen Weidegebiete in der Ebene genutzt. Bei Wasserknappheit, auch &amp;gt;400 mm Niederschlag im Jahr ist recht wenig, sie entsprechen in etwa den Regenfällen der Kalahari, wurden die Ressourcen in der Umgebung der Playabecken einbezogen. &lt;br /&gt;
Die Mobilität der Menschen ging aber über diesen jahreszeitlich bedingten Wechsel der Jagd- und Weidegründe sowie des Erntezyklus hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So tauchen auf den Fundplätzen in Abu Tartur einerseits Kaurischnecken und andere Gastropoden aus dem Roten Meer in den Inventaren auf  und auf der anderen Seite libysches Wüstenglas. Zwischen den Herkunftsorten liegen ca. 1000 km Luftlinie.&lt;br /&gt;
Granite und andere Tiefengesteine zur Herstellung von Reibschalen und Mahlsteinen aus der östlichen Wüste haben ebenfalls einen weiten Weg zurückgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Exportiert aus dem Raum Abu Tartur- Kharga wurde der Gebrauch von großen Dreieck- und Stielspitzen, die sich zunächst im Fayum und später in Merimde und in Badari wiederfinden. Einzelne Stücke wurden in Nabta, in der Djararegion und in Dakhla gefunden.&lt;br /&gt;
Aus Sandstein gefertigte Mahlwerkzeuge auf dem Abu Muharig- Plateau stammen aus den Nubiaschichten, wie sie in Kharga, Abu Tartur und Dakhla anstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen viele nicht direkt fassbare gegenseitige Beeinflussungen wie auf dem Gebiet der Keramikherstellung. Für den materiellen und kulturellen Austausch genügte es, wenn Einzelpersonen oder kleine Gruppen während der kühleren Jahreszeit diese Kontakte pflegten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien unter Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg einer solchen Karawane würde über Abu Ballas führen. Abu Ballas ist einer dieser unscheinbaren Sandsteinhügel wie sie zu Tausenden in der westlichen oder libyschen Wüste Ägyptens vorkommen. Das besondere an diesem Hügel sind jedoch die große Menge an Wasserkrügen und die Scherbenreste aus pharaonischen Zeiten, die am Fuße des Hügels deponiert sind. Die Altersspanne reicht mit Intervallen von 2200BC bis 1070BC. Selbst römische Scherben sind noch zu finden. Sie wurden schon 1918 von den Engländern Ball und Moore entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute versuchen Kölner Archäologen die Geheimnisse des Depots, rund 200km südwestlich der Oase Dakhla gelegen, zu lüften.&lt;br /&gt;
*Sie gehen davon aus, dass das Klima zu Zeit der Deponierung der Krüge nicht wesentlich feuchter war als es heute ist, d.h. hyperarid.&lt;br /&gt;
*Sie gehen weiter davon aus, dass der Weg von Abu Ballas weiter bis zum Gilf Kebir führte. Dafür sprechen Wegmarken (alamat), wenn sie auch im gebirgigem Teil sehr weit auseinander liegen und nicht eingesehen werden können, und Funde von Krügen und Keramikscherben.&lt;br /&gt;
*Weiter wird postuliert soll der Weg über den Gebel Uweinat ins Innere Afrikas geführt haben. Der Uweinat ist ein Gebirge im Länderdreieck Ägypten, Sudan, Libyen und bietet reichlich Wasser aber kaum sichere Weiden. Hier liegen auch keine Befunde vor, die diese Theorie untermauern könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfernungen belaufen sich von Abu Ballas zum Gilf Kebir auf rund 200km und vom Gilf zum Uweinat auf weitere approximative 200km.&lt;br /&gt;
Der Weg sollte eine alternative Handelsroute sein, um schwarzafrikanische Luxusgüter nach Ägypten zu bringen. Er sollte die normalerweise genutzte Nilroute unter noch nicht vollständig geklärten Voraussetzungen ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ägypter ihrerseits mussten Güter zum Tausch anbieten können. Schmuckgegenstände und Tuche aber auch Werkzeuge und Waffen aus Kupfer und später aus Bronze wären mögliche Tauschobjekte. Allen Autoren (R. Kuper, K.P Kuhlmann, H. Riemer und anderen), die sich mit dieser Strecke, dem so genannten Abu Ballas Trail (ABT) befassen oder befasst haben ist klar, dass der logistische Aufwand, um solche Handelskarawanen auszurichten und erfolgreich in einem vollariden Wüstenbereich funktionieren zu lassen, enorm ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es soll mit diesem Aufsatz versucht werden den logistischen Aufwand zu quantifizieren und eventuelle Alternativen aufzuzeigen.&lt;br /&gt;
Für die Rechnung werden die Vorgaben von R. Kuper berücksichtigt („die wüste“ von C.C. Müller und J. de Castro Hrsg. 2006, Seite 80).&lt;br /&gt;
*Tagesstrecke der Eselkarawane: 30km&lt;br /&gt;
*Belastbarkeit der Tiere: 50 bis 70kg/Esel&lt;br /&gt;
*Wasser- u. Futterbedarf: 10kg/Esel und Tag&lt;br /&gt;
*Die Strecke Dakhla – Abu Ballas wird in 7 Etappen eingeteilt (7 × ~ 30km ~ 210km).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Zunächst werden von der Oase Dakhla aus Vorräte auf der Strecke verteilt, die es erlauben die Tiere auf dem Hin- wie auch auf dem Rückweg zu versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Danach läuft eine weitere Kolonne los und deponiert z.B. 1m³ Wasser oder 1t Futter am Zielort Abu Ballas. die Krüge wurden nicht nur in Abu Ballas sondern auch nördlich und südlich davon an geeigneten Plätzen deponiert. Um Wasser lagern zu können, müssen Tonkrüge transportiert werden. Diese Behälter, einmal an Ort und Stelle, bleiben dort und können immer wieder nachgefüllt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Um ein Depot von 300 Krügen, das ist die belegte Anzahl, aufzubauen, muss eine Eselkarawane 300 Krüge × 15kg/Krug = 4500kg über eine Distanz von ~ 200km bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Um die Krugkolonne zu versorgen, muss eine weitere Vorratskolonne die entsprechenden Depots anlegen. Die Anzahl der einzusetzenden Tiere wird ermittelt indem die Eseltage*, die benötigt werden um 1000kg zu transportieren mit 4,5 multipliziert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) Um die Vorräte für den Transport der Menge von 10000 l Wasser, die 300 Krüge zu füllen, werden weitere 9 × 1325 Eseltage benötigt, 1m³ Wasser ist vorher schon transportiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) Der eigentliche Wassertransport benötigt 9 x 280 Eseltage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle Eseltage.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach enthalten das Abu Ballas Depot und die weiteren Zwischendepots 300 Krüge mit 10m³ Wasser aber noch kein Futter für die Tiere, keine Nahrung für die Begleitmannschaft und kein Feuerholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *Eseltage, zu vergleichen mit Mannschichten in der Industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aber kein großes Problem, da von der Basis Dakhla aus weitere Kolonnen von Transporttieren auf die Piste gebracht werden können, um die entsprechenden Futtermengen und sonstiges ins Ziel zu bringen. Der Arbeitseinsatz würde sich dann auf rund 50000 Eseltage erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentliche Problem beginnt, unter Respektierung der postulierten Bedingungen, mit dem Vorratstransport zum 200km entfernten Gilf Kebir und weiter zum Gebel Uweinat, der ungefähr weitere 200km Luftlinie entfernt liegt.&lt;br /&gt;
Der Arbeitsaufwand und die Kosten würden exponentiell ansteigen und sämtliche Esel der Oasen würden möglicherweise nicht ausreichen die 600km lange Wüstenstrecke mit Vorräten auszustatten. &lt;br /&gt;
Nun sollen Handelskarawanen mit ägyptischen Waren beladen auf den Weg geschickt werden und mit nubischen Waren nach Dakhla zurückkehren. &lt;br /&gt;
Man könnte Stellschrauben anziehen und argumentieren, die Tiere könnten schneller und weiter laufen und mehr Gepäck laden, es würde nicht wesentlich das Resultat auf der Strecke Abu Ballas – Gilf Kebir – Uweinat (oder Bir Misaha um nach Nubien zu gelangen) ändern. Die Schwierigkeiten wären nahezu unüberwindbar.&lt;br /&gt;
Zu bemerken wäre noch, dass Tiere, die mit trockenem Futter versorgt werden, und dieses dürfte der Fall gewesen sein, täglich getränkt werden sollten. &lt;br /&gt;
Außerdem darf eine ungewöhnliche Einzelleistung, wie z.B. ein Esel läuft 80km an einem Tag, nicht als Dauerleistung hochgerechnet werden. &lt;br /&gt;
Eine Handelskarawane besteht im alten Reich gewöhnlich aus 300 Lasttieren (H.P. Kuhlmann in Tides of the Desert, Köln 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Futter- und Wasserbedarf wäre für eine 600km lange Wüstenstrecke und einer Dauer von 21 Tagen für den Hin- und weitere 21 Tage für den Rückweg wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10kg/Tag und Tier × 42 Tage × 300 Tiere = 126t''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Tabelle geht hervor, dass 55600 Eseltage eingeplant werden müssen, um 1t Vorräte von Dakhla zum Uweinat transportieren zu können. Hinzu kommen noch 840 Eseltage für die Wasserkolonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 126 t : 1 t = 7111440 Eseltage'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge bedarf keiner Interpretation, die Karawanenreise von Dakhla zum Gebel Uweinat ist nicht realisierbar. Selbst eine Minikarawane von 100 Tieren würde immer noch: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 42 t : 1 t = 2370980 Eseltage'''&lt;br /&gt;
			&lt;br /&gt;
benötigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wären weitere Krugdepots anzulegen, Brennholz zum Brotbacken und Verpflegung für die Begleitmannschaft, welche aus Eseltreibern, Händler, Schreibern,  Soldaten und Wachmannschaften besteht, bereitzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Gebel Uweinat aus sind mindestens weitere 200km Wüstenstrecke mit angenommenen Niederschlägen unter 50mm/Jahr zu durchqueren (Climate controlled occupation in the Eastern Sahara during the main phases of the Holocene, Kuper und Kröpelin 2006).&lt;br /&gt;
Hier wird endgültig klar, dass eine transsaharische Handelsroute unter den vorgegebenen Bedingungen nicht existiert haben kann.&lt;br /&gt;
Da aber vieles für einen Abu Ballas Trail spricht, die Kruglager und die Wegzeichen, müssen die Vorbedingungen untersucht werden, vor allem das Klima, welches im alten Reich herrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linien gleicher Niederschlagsmengen, Isohyeten, sind nach Kuper und Kröpelin nach bestmöglichen Schätzungen auf der Basis von geologischen, archäozoologischen und archäobotanischen Daten etabliert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Siedlungskammer Abu Tartur habe ich weiter oben belegen können, dass Rotböden zu Beginn der steinzeitlichen Besiedlung im Holozän gebildet werden konnten. &lt;br /&gt;
Es ist weiterhin belegt, dass Großsäuger wie Elefant, Nashorn oder Nilpferd und Giraffe sowie große Boviden im besprochenem Raum im frühen Holozän vorkamen.&lt;br /&gt;
Die Präsenz von Savannengehölzen ist in den Holzkohlenproben von Abu Tartur und von weiteren Fundplätzen nahe des 25. Breitengrads bewiesen. Neben Sorghum, der in fast allen Fundgebieten nachgewiesen werden konnte, kommt in Djara auch Amarant vor, ein typisches Gewächs der Feuchtsavanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum in der Östlichen Sahara um den 25. Breitengrad hat nach Kuper und Kröpelin eine jährliche Niederschlagsmenge von &amp;gt;50 bis &amp;gt;150mm erhalten (Sommerregen). Er ist gleichzeitig eines der am dichtesten besiedelten Gebiete in der Zeit von ~9200 BP bis ~6200 BP. Es ist nicht gerade einleuchtend, dass Menschen in einen unwirtlichen Wüstenraum einwandern, wo doch zahlreiche nahe liegende Alternativen mit über 450mm Regen im Jahr existiert haben.&lt;br /&gt;
Wenn aber schon die Schätzungen für die steinzeitliche Hauptbesiedlungsphase anzuzweifeln sind, so sind es erst recht die Annahmen für ein plötzliches, fast totales Ausbleiben des Regens nach 6400 BP bis in die dynastische Zeit hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von mir behandelten Fundstellen sind von Berufsarchäologen, bis auf kurze Visiten, nicht besucht worden. Sie liegen außerdem rund 200km östlich von dem Nordsüdtranssekt, dessen Resultate für die Beurteilung von Archäofauna und Archäoflora herangezogen wird.&lt;br /&gt;
Neue Fakten aus Abu Tartur und anderen Plätzen sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
Zahlreiche Belege aus historischer Zeit weisen auf eine nicht geringe Restbevölkerung in der Ostsahara und auf eine extensive Wanderweidewirtschaft hin.&lt;br /&gt;
Geologische Daten: Ein Anwachsen der Playaböden ist nach 6400 BP, wie schon weiter oben erwähnt, nicht mehr zu beobachten. Daraus wurde geschlossen, dass keinerlei bedeutende Niederschläge nach diesem Datum gefallen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geringe Winterregenmengen um 100mm/Jahr haben nicht die Kraft Sedimente zu transportieren und selbst wenn Feinmaterial die Endbecken erreicht haben sollte, wird dieses in wenigen Jahren der Deflation zum Opfer fallen. Außerdem versickert sanfter Regen rasch im Sand oder in den noch vorhandenen Böden und kann so eine ephemerische Grasvegetation möglich machen (Beispiel Agadez in der Republik Niger mit 200mm Sommerregen/Jahr).&lt;br /&gt;
Archäobotanische Daten: Diese Daten sind von Fundplätzen, die gegen Ende der holozänen, steinzeitlichen Besiedlungsphase besiedelt waren, erhoben worden, also bei sehr geringen Niederschlagsmengen.&lt;br /&gt;
Das gleiche gilt für die archäozoologischen Untersuchungen. Sie entsprechen schon fast den Daten der vordynastischen Periode wenn nicht gar denen des Alten Reichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf die Kruglager des Abu Ballas Trails und die Claytonfallen in Mirmalla sind archäologische Funde nach dem Abwandern eines Großteils der neolithischen Bevölkerung sehr selten. Der Grund dafür liegt in der Wirtschaftsweise der Restbevölkerung. Hirten einer halbnomadischen Weidewirtschaft hinterlassen keine Spuren ihrer Präsenz. &lt;br /&gt;
Werden die neue logische Sichtweise und die neuen Schätzungen, die Niederschlagsmengen betreffend, auf die Funktion des Abu Ballas Trails angewandt, so ergibt sich eine Lösung der genannten Probleme und Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien rücken in den Bereich des technisch Möglichen.&lt;br /&gt;
Wasser wird nach Regenfällen an geeigneten Orten gesammelt und in Tonkrüge gefüllt, Gras wird geschnitten oder ausgerissen und an den Etappenplätzen gelagert. Damit haben die „Wachmannschaften“ eine sinnvolle Tätigkeit denn zu bewachen gab es bei der alten Hypothese nichts, da die Wüste undurchlässig gewesen wäre und so auch keine Wasserräuber nach Abu Ballas gelangen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Müller- Karpe bezieht sich in seinem Handbuch der Vorgeschichte Band II Jungsteinzeit, Verlag C.H. Beck 1968, Seite 27 auf K. Butzer wenn er schreibt, Zitat: Dennoch war vor dem 3. Jt. v. Chr. die Austrocknung der beiderseitigen Wüsten nicht so weit fortgeschritten wie heute, so dass mit einer stellenweise Besiedlung in manchen Wadis und auf Hochflächen zu rechnen ist, die heute keine nennenswerte Vegetation mehr aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zur Wahl stehen nun zwei Szenarien:'''      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Die heutige westliche Wüste war, wie viele Berufsarchäologen schätzen, in prädynastischer und Anfang der dynastischen Zeit '''hyperarid'''. Eselkarawanen nach Nubien waren '''nicht möglich'''.&lt;br /&gt;
*2.) Es fiel '''genügend Regen''', der eine ephemere Grasvegetation hervorbrachte, Eselkarawanen nach Nubien waren '''möglich'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Anzahl der Tiere auf dem Hin- und Rückweg'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Erster Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zweiter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 3.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Dritter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 4.png|600px]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundkomplex_Abu_Tartur&amp;diff=5565</id>
		<title>Fundkomplex Abu Tartur</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundkomplex_Abu_Tartur&amp;diff=5565"/>
				<updated>2021-06-24T16:50:28Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Felskunst - Fotogalerie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Die steinzeitliche Besiedlung Abu Tarturs im Holozän==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer heute durch die westliche oder libysche Wüste Ägypten reist, findet, dass außer in den Oasen, Vegetation praktisch inexistent ist. Das Klima ist hyperarid und in den Jahren von 1982 bis 1987, in denen ich dort für eine Bergbaugesellschaft tätig war, fielen nur in einer Nacht wenige, schwere Tropfen, die kleine Krater in der ausgetrockneten Erde hinterließen. Messbar war dieser Niederschlag nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur, so heißt die Lokalität, ist eine in der Entwicklung befindliche Phosphatgrube. Wohn- und Verwaltungsgebäude liegen 43 km westlich von Kharga, der Hauptstadt des New Valley Bezirks, an der Asphaltstraße nach Dakhla. Die Grube und die übertägigen technischen Einrichtungen sind über eine nach Norden verlaufende Stichstraße erreichbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur ist aber auch ein ausgedehntes Hochplateau mit einer Höhe von ca. 500 bis 600 m über dem Meeresspiegel, welches die Sandsteinebene, in der die El Ghorab Straße zwischen Kharga und Dakhla verläuft, um bis zu 400 m überragt '''Abb. 1'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Abu_Tartur_Lageskizze_Gesamt.png|400px|Lageskizze_Abu_Tartur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 1: Abu Tartur Gesamtübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drittens steht der Name Abu Tartur für die ca. 150 steinzeitlichen Fundplätze, die in den fünf Jahren meiner Anwesenheit entdeckt und bearbeitet worden sind.&lt;br /&gt;
Von jedem Platz ist eine Skizze erstellt worden, meistens im Maßstab 1 : 1.000. Auf diesen Karten erscheinen die Koordinaten, Höhenlinien, Wadiläufe und größere Regenrinnen sowie Bemerkungen zur Untergrundbeschaffenheit. Von dem archäologischen Inventar werden die Fundstreu und die Fundkonzentrationen, die Herdstellen, anstehende Kulturschichten sowie die Mahlwerkzeuge markiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderheiten wie Steinkreise und andere Bauwerke, Vegetationsreste oder ungewöhnliche Artefakte werden ebenfalls eingezeichnet. Nicht berücksichtigt wird die Verteilung des Oberflächeninventars nach Quadratmetern oder Viertelquadratmetern. Eine Langzeitstudie vor Ort über die Bewegung von Artefakten durch Wind hat die Nutzlosigkeit dieser Maßnahme unter den gegebenen klimatischen und geographischen Verhältnissen eindeutig belegt. Weitere Übersichtsskizzen im Maßstab 1 : 10.000 wurden für die Hauptzonen der prähistorischen Siedlungsreste erarbeitet. Es sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den Inventaren ausschließlich um Oberflächenmaterial handelt. Auf Grabungen ist in jedem Fall verzichtet worden, um die Fundstellen für eventuelle weitergehende Untersuchungen intakt zu erhalten. Vom faunistischem Material und von der Keramik sind Belegstücke aufgelesen worden, die entnommenen Mengen lassen daher nicht auf die tatsächlich vorhandenen Mengen schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird eine Auswahl von drei Fundstellen vorgestellt, sie decken den gesamten erfassten Zeitraum der Besiedlung ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 0002/84 - 9120 +- 40 BP - Poz – 11204 - Straußeneischale&lt;br /&gt;
* 1004/83 - 7590 +- 75 BP - KN 3744 - Holzkohle&lt;br /&gt;
* 1005/83 - 6420 +- 60 BP - KN 3740 - Holzkohle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1005_83_Eickelkamp_selbst.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Autor Eickelkamp bei der Sicherung von Holzkohle, Fundplatz 1005/83, 1985 (Foto: René Gebhardt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste bislang datierte Fundplatz Abu Tarturs (0002/84) fällt in die frühe Zeit der holozänen Besiedlung, die von F. Wendorf und R. Schild als El Adam- Phase bezeichnet wird. Der Fundplatz liegt rund 900 m von der Plateau Bruchkante entfernt an der Südseite eines ausgedehnten, mit Kalksteinhügeln durchsetzten Playafeldes. Anstehender Kalkstein, grob- und feinkörniger Verwitterungsschutt wechseln mit playaähnlichen terra rossa Restböden ab. Für einen unerfahrenen Beobachter, der die Verwitterungsformen der Wüste aus eigener Anschauung nicht kennt, macht die Gegend einen chaotischen Eindruck. Der Platz ist zur Hauptwindrichtung nach Norden völlig offen und nur nach Osten hin durch einen langgestreckten Hügel geschützt. Der teilweise freiliegende Playaboden* zeigt deutlich Deflationsspuren. Die Ausdehnung des Platzes beträgt von N. nach S. 75 m und von W. nach O. 70 m. Die windgeglättete Playaoberfläche ist frei von Artefakten. Erst in den südlich sich anschließenden Schuttfeldern kommt es zu sekundären Konzentrationen vor allem an kleinvoluminösen Stücken. Schwere Artefakte wie Schaber treten in dem westlichen, langgezogenen Schuttstreifen auf. Außer einigen Dunkelfärbungen der ansonsten hell rotbraunen Playa konnte keine Kulturschicht ausgemacht werden. Grabungen im zentralen Südteil und östlich im feinen Hangschutt könnten erfolgreich sein. Feuerstellen oder Schichten mit entnehmbarer Holzkohle sind nicht gefunden worden. Es ist jedoch gebrannter Ton mit winzigen, eingeschlossenen Kohlepartikeln beobachtet worden. An Mahlwerkzeug sind drei Läufersteine und windüberformte Sandsteinreste von  Reibschalen gefunden worden. Straußeneischalen kommen sowohl als glatte, unverzierte Stücke als auch mit Ritzungen versehen vor. Neben zwei runden, nicht perforierten Scheiben und sechs eckigen, perforierten Stücken wurden auch 17 fertiggestellte Perlen gefunden. Ein aus einem Kalzitkristall gearbeiteter „Ohrstecker“ ist fein poliert und sehr gut erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffallend sind die östlich und nordöstlich von 0002/84 gelegenen halbmondartigen Strukturen aus aufgeschichteten Kalksteinbrocken, sie stellen wahrscheinlich Windschilde dar. Eine geschlossene Steinlegung mit den Dimensionen 2 m x 1,5 m und große Mengen von unverzierter Keramik, möglicherweise zu großen, rundbödigen Gefäßen gehörend, fallen ebenfalls auf. Diese Funde und Befunde stehen nicht im Zusammenhang mit 0002/84 sondern sind Teil der Fundstelle 0049/85. Das Gelände ist hier völlig mit lockerem Kalksteinschutt bedeckt und konnte daher nicht untersucht werden. Hier würde eine Grabung sicherlich interessante Resultate zeitigen, zumal eine Massierung von über 20 Bauten bislang in der westlichen Wüste nicht angetroffen worden ist.&lt;br /&gt;
Einige wenige, aus Schwerfahrzeugspuren entnommene Artefakte (1 Stichel, 1 Abschlag und 1 gekerbte und retuschierte Klinge) sind nicht diagnostisch.&lt;br /&gt;
Da der Fundplatz 0002/84 hauptsächlich epipaläolithische Merkmale aufweist, konnte er ohne Schwierigkeiten nach Tixier klassiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Klassische Playaablagerungen können auf dem Plateau schon wegen der geringen Höhenunterschiede und der dadurch mangelnden Größe der Einzugsgebiete nicht vorkommen. Soweit Böden vorhanden sind, handelt es sich um chromic luvisole oder terra rossa. Im Bereich der Fundstellen sind diese durch Siedlungsaktivitäten verdichtet und verunreinigt worden, so dass das übliche helle Rot einem Rotbraun gewichen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0002/84 Werkzeugfrequenz nach Tixier – '''Tabelle 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nr. Tixier&lt;br /&gt;
| Werkzeug Typen&lt;br /&gt;
| Anzahl&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| % der Gruppen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot;|Kratzer*&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| 0,99&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot;|Gruppe I 6,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|14&lt;br /&gt;
|3,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Bohrer&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 0,50&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Gruppe II 1,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Stichel&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| 1,24&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Gruppe III 2,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|27&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 44&lt;br /&gt;
| Kombiwerkzeuge&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| Gruppe V 0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 45&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Gruppe VI 0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|69&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 74&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Kerben&lt;br /&gt;
| 13&lt;br /&gt;
| 3,23&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Gruppe VII 9,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|27&lt;br /&gt;
|7,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 80&lt;br /&gt;
| Endretuschen&lt;br /&gt;
| 11&lt;br /&gt;
| 2,74&lt;br /&gt;
| Gruppe VIII 2,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 85&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;8&amp;quot;|Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;8&amp;quot;|Gruppe IX 48,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|86&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|87&lt;br /&gt;
|84&lt;br /&gt;
|20,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|89&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|91&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|92&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|24,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|93&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|95&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 101&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Microburins&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Gruppe X 5,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|102&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|5,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|103&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 105&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Varia&lt;br /&gt;
| 67&lt;br /&gt;
| 16,67&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Gruppe XI 23,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|106&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|4,49&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''402'''&lt;br /&gt;
| '''100,02'''&lt;br /&gt;
| '''100,01'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 18 Varia (Tix 112) sind sieben Pfeilspitzen (1,74 %), davon zwei Harifspitzen, zwei einseitig flächenretuschierte Stielspitzen und drei beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen. Die verbleibenden elf Stücke machen 2,74 % des Gesamtvolumens aus, darunter sind solche exotische Artefakte wie ein an allen Rändern kantenretuschiertes ypsilonförmiges Stück wie es auch im mauretanischen Küstenneolithikum vorkommt oder ein ebenfalls an allen Rändern kantenretuschiertes Dreieck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Einige Kratzer weisen eine doppelte Patinierung auf, hier sind Paläowerkzeuge geschärft und wiederverwendet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich der Nabta und Kiseiba Fundstellen E-80-4, E-79-8, E-77-7 und der Abu Tartur Fundstelle 0002/84 – '''Tabelle 2'''  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Fundplatz&lt;br /&gt;
| E-80-4&lt;br /&gt;
| E-79-8&lt;br /&gt;
| E-77-7&lt;br /&gt;
| 0002/84&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Alter&lt;br /&gt;
|9220+-120BP SMU-925&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
8920+-130BP SMU-757&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9060+- 80BP SMU-861&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9180+-140BP SMU-914&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9350+-120BP SMU-927&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9440+-230BP SMU-758&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9610+-150BP SMU-928&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9820+-380BP SMU-858&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
8960+-110BP SMU-440&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8875+- 75BP ETH-8583&lt;br /&gt;
|9120+-40BP Poz 11204&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Anzahl der Werkzeuge&lt;br /&gt;
| 423&lt;br /&gt;
| 374&lt;br /&gt;
| 158&lt;br /&gt;
| 402&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Werkzeuggruppen in %&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;I Kratzer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;II Bohrer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;III Stichel&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;V Kombinationswerkz.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;VI Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;VII Kerben&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;VIII Endretuschen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;IX Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;X Microburin&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;XI Verschiedene&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;17,49&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,84&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,95&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;41,37&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;7,57&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;6,62&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,60&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9,69&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;10,87&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;14,17&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;7,22&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;4,28&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;37,17&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;10,70&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;5,08&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,14&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8,02&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;11,23&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;5,06&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;48,10&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8,23&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8,23&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,63&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;13,30&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;16,45&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;6,47&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;1,00&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,24&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,25&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,50&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9,95&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,74&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;48,01&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;5,72&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;23,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''100,00 %'''&lt;br /&gt;
| '''100,01 %'''&lt;br /&gt;
| '''100,00 %'''&lt;br /&gt;
| '''100,01 %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Dekorierte&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Straußeneischalen&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
4 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Farnblattmuster&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
25 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Farnblattmuster&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
8 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Strichmuster&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
3 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Strichmuster&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Komplette&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Straußeneiperlen&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;436&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;175&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
33 davon&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;22 zerbrochen&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schmuck&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| 1 Kalzitstecker&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mahlwerkzeuge&lt;br /&gt;
| Vorhanden&lt;br /&gt;
| Vorhanden&lt;br /&gt;
| Keine&lt;br /&gt;
| Vorhanden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Keramik&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
5 Scherben von&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;der Oberfläche&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
3 Scherben&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;in Situ&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
1 Scherbe&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;mattenverziert&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Keine an der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Oberfläche gefunden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier zu vergleichenden Fundstellen gehören der selben Altersspanne an und weisen bis auf  E-77-7 ähnliche Mengen an Werkzeugen auf.&lt;br /&gt;
Bei den Kratzern, es sind auf allen vier Fundstellen hauptsächlich relativ schwere Endkratzer auf Abschlägen, ist der prozentuale Anteil in Bir Kiseiba mehr als doppelt so hoch wie in Abu Tartur, in Nabta dagegen sind es weniger als in Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Bohrern ist der Unterschied groß, da 0002/84 lediglich vier Exemplare vom Typ Tixier 12, 13 und 16 hervorgebracht hat, was 1,00 % ausmacht gegenüber 2,84 % und 7,22 % in Kiseiba. In Nabta fehlen die Bohrer gänzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Plätze E-80-4 und E-79-8 liegen die Stichel im Mittel bei 2,62 %, das stimmt mit den 2,24 % für 0002/84 gut überein, E-77-7 weist keine Stichel auf. Die Häufigkeit von Kerben, Endretuschen und der Mikroburin Technik ist auf den vier Fundstellen ähnlich. Die Verschiedenen sind doppelt so stark in Abu Tartur vertreten wie in Bir Kiseiba. Nabta und Abu Tartur sind sich ähnlicher. Alles in allem entsprechen die vorgestellten Inventare den Kriterien der El Adam Phase wenn da nicht in Abu Tartur nur 0,50 % rückengestumpfter Lamellen wären gegenüber den 41,37 % respektiverweise 37,17 % in Kiseiba und den 48,10 % in Nabta. Dem Mangel an rückengestumpften Lamellen steht ein Zuviel an geometrischen Mikrolithen, nämlich 48,01 %, gegenüber. Die entsprechenden Zahlen für Kiseiba sind 2,60 % und 2,14 %, in Nabta gibt es nur ein einziges Dreieck, das sind 0,63 % der Gesamtmenge. Diese Mikrolithen von Abu Tartur bestehen zum größten Teil aus Trapezen, die durch ihre Bearbeitung erkennen lassen, dass sie als Pfeilbewehrungen genutzt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Epipaläolithikum der Sahara wie auch im Mesolithikum Europas wurden mehrere rückengestumpfte Mikrolithen zu einer Pfeilbewehrung kombiniert. Der hohe Anteil dieser Artefakte erklärt sich aus der Notwendigkeit effektive Jagdwaffen zur Verfügung zu haben, da eine Hauptnahrungsquelle das Fleisch von Wildtieren war wie die entsprechenden Knochenanalysen belegen. Zu einem gewissen Zeitpunkt, um 9120 BP, hat ein findiger Jäger in Abu Tartur die Kombinationsbewehrung durch eine Einzelbewehrung mittels Querschneidern ersetzt. Werden die Rubriken VI „rückengestumpfte Lamellen“ und IX „geometrische Mikrolithen“ zu einer Rubrik „Bewehrungen“ zusammengefasst, ergeben sich nahezu gleichartige Inventargruppen für die Fundstellen Kiseibas, Nabtas und Abu Tarturs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 3'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| || '''E-80-4'''|| '''E-79-8'''|| '''E-77-7'''|| '''0002-84'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I Kratzer|| 17,49|| 14,17|| 5,06|| 6,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II Bohrer||2,84||7,22||-||1,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| III Stichel|| 0,95|| 4,28|| -|| 2,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| V Kombinationswerkzeuge|| - || -|| -||0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||VI u. IX Bewehrungen||43,97||39,31||48,73||48,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VII Kerben|| 7,57|| 10,70|| 8,23||9,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||VIII Endretuschen||6,62||5,08||8,23||2,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| X Mikroburin Technik|| 9,69|| 8,02|| 13,30|| 5,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| XI Verschiedene||10,87||11,23||16,45||23,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''||'''100,00%'''|| '''100,01%'''|| '''100,00%'''|| '''100,01%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der mittleren steinzeitlichen Phase des Holozäns stammt der Fundplatz 1004/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstelle liegt völlig ungeschützt am Nordostrand der Playa „West“ und ist dem entsprechend stark erodiert. Das Gelände steigt sanft nach Osten an und der Playaboden, auf dem die Artefakte gestreut liegen, geht in Sandstein über. Die gesamte Fläche ist mit Flugsand und Verwitterungsschutt bedeckt. Von Osten nach Westen durchzieht eine breite, sandgefüllte Regenrinne den Fundplatz. In der Fortsetzung nach Westen ist der Playaboden von sehr rezentem Sediment bedeckt. Vegetationsreste kommen in diesem Bereich vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Norden nach Süden erstreckt sich die Fundstelle über 100 m, von Westen nach Osten über 50 m. Die Hauptkonzentrationen liegen auf zwei sehr flachen Playabuckeln. Eine Kulturschicht ist an der Oberfläche nicht mehr zu erkennen, könnte aber im östlichen Teil, welcher sandbedeckt ist, noch existieren. Eine Anhäufung von ca. 200 perforierten Straußeneischeiben, welche gerundet aber noch nicht geschliffen sind, auf einer Fläche von   3 m², spricht für diese Annahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Keramikscherben, eine verziert, die andere unverziert, sind gefunden worden. Das Mahlwerkzeug besteht aus 12 Reibschalen und 43 Läufersteinen. An faunistischem Material sind Straußeneischalen zu nennen und neben den erwähnten ungeschliffenen Scheiben auch solche die völlig fertiggestellt sind. Knochen wurden nicht beobachtet. Schalen von Aspatharia rubens und Gehäuse von Cyprea moneta, der Kaurischnecke, sind vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 4''' 1004/83 Werkzeugfrequenz nach Tixier &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nr. Tixier&lt;br /&gt;
| Werkzeug Typen&lt;br /&gt;
| Anzahl&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| % der Gruppen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;10&amp;quot; | Kratzer&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| 1,11&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;10&amp;quot; |Gruppe I 7,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|2,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|0,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Bohrer&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,95&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Gruppe II 20,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|122&lt;br /&gt;
|19,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 18&lt;br /&gt;
| Stichel&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,95&lt;br /&gt;
| Gruppe III 0,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 54&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| 0,79&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Gruppe VI 1,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|55&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|63&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 73&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot; |Kerben&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 0,32&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot; |Gruppe VII 7,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|0,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|76&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|4,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|79&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 80&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Endretuschen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,16&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe VIII 0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|81&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 105&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Verschiedene&lt;br /&gt;
| 199&lt;br /&gt;
| 31,68&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Gruppe XI 62,26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|106&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|4,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|3,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|109&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|139&lt;br /&gt;
|22,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''628'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                   &lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der verschiedenen Pfeilspitzenformen nach H.J. Hugot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 139 unter Varia (Tixier 112) klassierten Artefakten waren 113 Pfeilspitzen (17,99 %).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Indiz 1 = A + B + E&lt;br /&gt;
Indiz 1 = 2 + 0 + 0&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| Dreieckspitzen und rhombische Spitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 2 = C&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| Blattspitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 3 = D&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| Stielspitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 4 = F + G + H&lt;br /&gt;
Indiz 4 = 0 + 0 + 80&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 80&lt;br /&gt;
|| Kantenretuschierte Spitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''='''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familie I (1 Stück) wird nicht berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 1||=|| 1,78 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz 2||=||21,43 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz 3||=||5,36 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz 4||=||71,43 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verbleibenden 26 Varia machen 4,14 % des Gesamtinventars aus. Eine erste Großspitze vom Typ A2 wurde gefunden. Ebenfalls treten erste, recht primitive side- blow- flakes in geringen Menge auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngste der drei vorgestellten Fundplätze und zugleich der jüngste bisher in Abu Tartur datierte Platz ist 1005/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen liegt am Nordrand eines ausgedehnten Playabeckens, der Playa West, und ist um einen Inselberg aus nubischem Sandstein, der aus dem Holozänsediment herausragt, angeordnet. Westlich und östlich schließt sich eine Sandsteinebene an, die leicht mit Verwitterungsprodukten der Nubiaschichten bedeckt ist. Sie geht nach Süden in ein schluffiges Playagebiet über. Die nördliche Begrenzung bildet ein Sandsteinhügel, weiter im Norden wird eine Geländestufe beobachtet, welche bis zum Niveau 220 m ansteigt. Der Fundplatz hat in Nordsüdrichtung eine Länge von 135 m, die Breite von Westen nach Osten beträgt 75 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nördlichste Teil des Fundplatzes, durch den Hügel vor Nordwind geschützt, ist relativ intakt, hier befinden sich auch die gut erhaltenen Feuerstellen. Südlich, im Windschatten des Inselbergs, hat sich ebenfalls eine Kulturschicht erhalten. An der östlichen und westlichen Flanke ist das Playasediment stark ausgeblasen, die hier vorgefundenen Artefakte sind zweifelsohne transportiert und nach Korngrößen gesichtet worden. Unter dem östlich gelegenen Felsüberhang und rund um den Inselberg, auch auf ihm, werden z.T. ungewöhnliche Felsgravierungen gefunden. Es wurden insgesamt 31 Feuerstellen gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mahlwerkzeug besteht aus 40 Läufersteinen und 16 Reibschalen, außerdem gibt es beträchtliche Menge von Bruchstücken, die Mahlsteinen zugeordnet werden können '''Abb. 2'''.  Die reichlich vorhandene Keramik besteht aus unverzierten Scherben von großen, rundbödigen Gefäßen. Die Farbe der Keramik ist außen rotbraun, teilweise mit schwarzen Flecken, und innen, im Kern, dunkelgrau. In der Töpfermasse befinden sich außer Sand- und Schiefertonmagerung auch organische Bestandteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:1005_83_Lageskizze.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 2: Lageskizze Abu Tartur, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Knochen und Straußeneischalen kommen einerseits Straußeneiperlen in allen Stadien der Herstellung vor andererseits aber auch der Zerstörung durch Deflation. An Gastropoden und Bivalven sind zu nennen Bulinus truncatus, Lymnaea natalensis und Aspatharia rubens.&lt;br /&gt;
Roter und gelber Ocker sowie Malachit als Imprägnationsmaterial im Sandstein gehören ebenfalls zum Fundgut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 5''' 1005/83 Werkzeugfrequenz nach Tixier &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nr. Tixier&lt;br /&gt;
| Werkzeug Typen&lt;br /&gt;
| Anzahl&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| % der Gruppen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Kratzer&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,67&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Gruppe I 3,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|0,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|1,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Bohrer&lt;br /&gt;
| 10&lt;br /&gt;
| 1,11&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe II 4,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|32&lt;br /&gt;
|3,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;9&amp;quot; |Stichel&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 0,33&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;9&amp;quot; |Gruppe III 2,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|19&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|0,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|0,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|28&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 56&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 0,33&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Gruppe VI 0,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|69&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 74&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; |Kerben&lt;br /&gt;
| 18&lt;br /&gt;
| 2,01&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; |Gruppe VII 9,59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|79&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|3,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 80&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Endretuschen&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,67&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe VIII 0,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|81&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 82&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,11&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe IX 0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|88&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 102&lt;br /&gt;
| Microburins&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 0,22&lt;br /&gt;
| Gruppe X 0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 104&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Verschiedene&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 0,33&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Gruppe XI 77,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|105&lt;br /&gt;
|133&lt;br /&gt;
|14,83&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|106&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|1,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|546&lt;br /&gt;
|60,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''897'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz I = A + B + E&lt;br /&gt;
*Indiz I = 16 + 2 + 1      =   19&lt;br /&gt;
*Indiz II = C                  = 223&lt;br /&gt;
*Indiz III = D                 =  73&lt;br /&gt;
*Indiz IV = F + G + H&lt;br /&gt;
*Indiz IV = 0 + 3 + 56   =  59&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz I||=|| 5,08 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz II||=||59,63 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz III||=||19,52 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz IV||=||15,77 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||'''Total||=||100,00 %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den jüngeren Fundstellen wie diesem, welcher am Ende der steinzeitlichen Hauptbesiedlungsphase liegt, kann die statistische Auswertung nach Tixier nur einen Teil der Werkzeuge erfassen. Im Fall von 1005/83 fallen fast 61 % der Werkzeuge unter Varia (Tix. 112). Gut 43 % davon entfallen auf die nach Hugot klassierten Pfeilspitzen, für die restlichen, häufig flächenretuschierten Stücke, die fast 17 % ausmachen, ist ein einfaches System, welches sich erweitern und verfeinern lässt, erstellt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der verschiedenen Pfeilspitzenfamilien nach H.J. Hugot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 546 unter Varia klassierten Artefakten waren 386 Pfeilspitzen. Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Familien und Indizes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familie I (12 Stücke) wird nicht berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 6'''. Die Gruppen oder Typen der Bewehrungen von 1005/83 stellen sich wie folgt dar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 1 ||8||C 6 ||29||D 6 ||1||D 26 ||1||D 46 ||1||H 7 ||11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2 ||7||C 7 ||1||D 7 ||7||D 28 ||7||E 2 ||1||H 8 ||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18 ||1||C 9 ||1||D 11 ||5||D 29 ||1||G 1 ||3||H 12 ||10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1 ||2||C 10 ||1||D 12 ||4||D 37 ||1||H 1 ||14||H 13 ||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1 ||78||C 11 ||8||D 14 ||1||D 38 ||1||H 2 ||1||I 3 ||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2 ||16||D 1 ||8||D 18 ||5||D 39 ||1||H 3 ||1||I 4 ||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3 ||85||D 2 ||5||D 19 ||3||D 40 ||1||H 4 ||1||I 5 ||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4 ||4||D 3 ||8||D 21 ||11||D 41 ||1||H 5 ||12||I 8 ||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klassifizierung erfolgte nach der “Pfeilspitzentypologie der Sahara” einer Weiterführung des “Essai sur les armatures de pointes de flèches du Sahara“ von H.J. Hugot, welche auf Funden aus Algerien basiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pfeilspitzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus den Inventarlisten ersichtlich, haben Pfeilspitzen auf den Fundstellen von Abu Tartur einen hohen Stellenwert. Aber nicht nur die Menge stellt eine Besonderheit dar sondern auch der Formenreichtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Gesamtsahara wurde eine Pfeilspitzentypologie nach dem System H.J. Hugot erarbeitet, welche 188 verschiedene Formen beinhaltet. Eingeflossen sind Bewehrungen aus den Wüstengebieten Ägyptens, Sudans, Libyens, Tschads, Tunesiens, Algeriens, Nigers, Malis, Mauretaniens, Westsaharas und Marokkos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur allein kommt auf 106 Typen, eine Variationsbreite, die sich einerseits aus der zeitlichen Tiefe der Fundstellen erklären lässt aber andererseits auch einen regen kulturellen Austausch mit auswärtigen Gruppen nahe legt. Dieser muss nicht immer friedlich verlaufen sein wie schon die Anzahl der Großspitzen suggeriert. Diese sind für die kurze Distanz konzipiert und somit als Kriegswaffe besonders geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Vergleich wurden von Hugot für die algerische Sahara 97 Gruppen oder Typen gezählt und die riesigen Fundstellen von Aoulef und Fort Flatters erreichen 89 bzw. 75 verschiedene Pfeilspitzenformen. Für Ouargla werden 13 Typen und für den Erg Iguidi 39 angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfeilspitzenauswahl.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 3: Pfeilspitzentypen Abu Tarturs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abb. 3''' zeigt eine kleine Auswahl von Pfeilspitzentypen Abu Tarturs. Die chronologische Abfolge und die mengenmäßige, geographische Verteilung von Pfeilspitzen im Sahararaum ist in dem Aufsatz „Steinzeitliche Pfeilspitzen aus der Wüste, ein Vergleich ägyptischer Bewehrungen mit solchen der Gesamtsahara“ dargestellt worden (Siehe auch: Pfeilspitzen allgemein).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzentypologie-Übersicht wird unter der Rubrik: [[Pfeilspitzen allgemein]] ('''= Pfeilspitzentypologie''') vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Großspitzen von Abu Tartur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schweren Dreiecksspitzen mit zentraler Basiskehle dürften nach den heute bekannten und datierten Funden in Abu Tartur entwickelt worden sein. Von hier aus gelangten sie, so kann postuliert werden, mit geringer Zeitverschiebung zunächst ins Fayum und dann nach Merimde. Im Fayum entwickelte sich aus den unregelmäßigen und zum Teil noch primitiv anmutenden Pfeilspitzen Abu Tarturs vor allem die elegante A25- Spitze mit nach innen gezogenen Schwingen und tiefen, breiten Kehlen. Dieser Typ verbindet die Wirkung eines breiten Geschosses mit entsprechendem Schusskanal mit einer Gewichtsreduzierung, welche mit einer tiefen und breiten Kehle zusammenhängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bevorzugten Typen in Merimde sind A2, A25, A27 und A28. Im Unterschied zu Abu Tartur sind hier die Pfeilspitzen gleichmäßiger gearbeitet, die älteren Abu Tartur Spitzen sind dagegen variantenreicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0289_5_AbuTarturGrossspitzen.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen von Abu Tartur, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0020_P23_AbuTarturGrossspitzen.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen von Abu Tartur, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Abu Tartur auftretenden großen Stielspitzen sind im Fayum bis auf ein Exemplar nicht gefunden worden. Einige wenige Stücke sind in Abu Gerara (Riemer), Djara (Kindermann), Eastpans (Gehlen) und in Merimde (Junker) beobachtet worden. Drei große dreieckige stammen aus Dakhla (Mc Donald), vier weitere aus Kiseiba- Nabta (F. Wendorf). Hinzu kommen noch elf Bewehrungen, welche von Caton- Thompson in Kharga gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Bedeutung dürfte den großen, dreieckigen Pfeilspitzen der Gruppen A2, A13, A18, A19, A26, A27, A28, A29, A30 und A32 zukommen, den Stielspitzen der Typen D3, D4, D14 und D15, sowie den Blattspitzen der Gruppen C1, C2 und C3. Großspitzen anderer Familien und Gruppen sind sehr selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Großspitzen, ob dreieckig, gestielt oder blattförmig sind lediglich Bewehrungen mit mindestens 40mm Länge und 20mm Breite bewertet worden. &lt;br /&gt;
Die Gewichte der Mehrzahl der Großspitzen liegen durchaus in einem Bereich, der keine ballistischen Probleme erkennen lässt. Die sehr gewichtigen Bewehrungen über 10g sind nur in geringen Mengen vertreten. Bei den Dreiecksspitzen mit zentraler Kehle sind es fünf  Stücke, bei den Stielspitzen ebenfalls fünf Stücke und bei den Blattspitzen sieben Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage ob Pfeile, die mit diesen überschweren Spitzen bestückt sind, noch verschossenen werden können, ist falsch gestellt. Sie müsste lauten : „Unter welchen Umständen lassen sich diese Bewehrungen noch erfolgreich verwenden“. Zur Beantwortung der Frage ist ein Versuch gestartet worden. Als Resultat des Experiments kann festgehalten werden, dass auf einer Distanz von bis zu 15m ein Bogen mit 12kg Spannkraft mit überschweren Bewehrungen ausgestattete Pfeile wirksam verschießen kann. Die Durchschlagskraft, die ich sehr hoch einschätze, könnte durch Messungen der Eindringtiefe in verschiedene geeignete Materialien quantifiziert werden. Verteilung der Pfeilspitzen auf verschiedene Gewichtsklassen zeigt '''Tabelle 8'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 8'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Dreieckspitzen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Stielspitzen D u. I'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Blattspitzen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Merimde'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gewicht (g)|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0 – 5,9|| 28|| 56,0|| 30|| 62,5|| 6|| 31,6|| 10|| 58,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6 – 7,9||13||26,0||11||22,9||3||15,8||3||17,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8 – 9,9||4||8,0||2||4,2||3||15,8||3||17,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&amp;gt;10||5||10,0||5||10,4||7||36,8||1||5,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Total|| 50|| 100,00|| 48|| 100,00|| 19|| 100,00|| 17|| 99,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der Gewichtsklassen zwischen den Abu Tartur Dreieck- und Stielspitzen zeigt eine sehr ähnliche Verteilung, 56,0 % bis 65,5 % fallen in die Gruppe mit einem Gewicht von unter 6g, bei den sehr schweren Bewehrungen über 10g sind die Resultate 10,0 % bzw. 10,4 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die großen Blattspitzen wurden die gleichen Kriterien angelegt wie an Dreieck- und Stielspitzen, d.h. die minimale Länge beträgt 40mm und die minimale Breite 20mm. Da 20mm breite Blattspitzen der Gruppen C1 und C3 sehr lang sein müssen, sind sie auch vergleichsweise schwer. Die schweren Blattspitzen konnten auch als Bewehrungen von Stichwaffen Verwendung gefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das durchschnittliche Gewicht sämtlicher gewogener Großspitzen beträgt für die Familie A 6,38g, für die Familie D 5,85g und für die Familie I 6,17g. Das Durchschnittsgewicht für die Familie C beträgt 8,49g, bezogen auf eine geringe Anzahl (15 Stücke) von kleinen C Spitzen. Bei 48 gewogenen C Spitzen erhöht sich das Durchschnittsgewicht auf 9,65g. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden die Blattspitzen nicht einbezogen, so kann für den Raum Abu Tartur – Kharga von 146 Großspitzen ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Caton- Thompson brachte das Fayum 268 Dreiecksspitzen hervor, davon können ca. 200 als Großspitzen bezeichnet werden. Nach Eiwanger kommen in Merimde – benisalam 61 dreieckige Großspitzen und eine große gestielte Pfeilspitze neben kleineren Stielspitzen und Querschneidern vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Vergleich wiegen die zur Verfügung stehenden, modernen Sportpfeile 21 – 22g wobei 5 – 6g auf die Stahlspitze entfallen. Selbst Pfeile des jungsteinzeitlichen Jägers waren mit leichteren Spitzen ausgerüstet, lediglich die steinernen Großspitzen überschreiten im Mittel nur leicht die heute üblichen Gewichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur 30 % der in Abu Tartur vermessenen gekehlten, dreieckigen Großspitzen, also Bewehrungen mit einer Mindesthöhe von 40mm und einer Mindestbreite von 20mm und 35 % der von J. Eiwanger gewogenen Pfeilspitzen überschreiten die 6,6g, die, wie Korfmann postuliert, als Grenzwert angesehen werden sollten.&lt;br /&gt;
Durch Reduzierung von Höhe und Breite wäre es ein Leichtes gewesen, das Spitzengewicht den heutigen Theorien und Erkenntnissen anzupassen. So wiegen kleine, zentral gekehlte Dreiecksspitzen aus der Zentralsahara ca. 1g.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schwere Drittel der Großspitzen mit Gewichten über 6,6g konnte offensichtlich ebenfalls verschossen werden, wie es auch das weiter oben erwähnte Experiment belegt. Eine Gruppe, welche Pfeil und Bogen kennt, würde nicht mehr zur Speerschleuder greifen, da diese das Geschoss weniger präzise ins Ziel bringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgerüstet mit technologischen Kenntnissen würde diese Gruppe auch keinen Speer ohne Hilfsmittel von Hand auf ein Fernziel werfen. Dagegen gehörten Spieße und Lanzen, also Stichwaffen, möglicherweise zum Arsenal, entsprechend geeignete Bewehrungen in Blattform liegen in großer Mengen vor. Die überschweren Pfeilspitzen wären hierfür, schon bedingt durch ihre Widerhaken aber auch durch die mangelnde Masse nicht geeignet gewesen.&lt;br /&gt;
Interessant in diesem Zusammenhang ist eine Veröffentlichung Junkmanns. Er berichtet unter anderem über Weitschussversuche mit 30g schweren Pfeilen, die verschossen von Eibenbögen mit 18 kg bzw. 28 kg Zuggewicht, 108m im ersten Fall und 120m im zweiten Fall flogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kapitel „die Leistungsfähigkeit“ wird die Aufprallenergie eines 35g schweren Pfeils bei einer Geschwindigkeit von 160 km/h mit 35 Joule angegeben, die Angaben passen zu einem jungsteinzeitlichem Bogen vom Typ Robenhausen, Eibe, 1,59m Länge mit 25 kg Zuggewicht. Verglichen mit der Aufprallenergie von mit Feuerwaffen verschossenen Kugeln erscheinen 35 Joule für einen Pfeil sehr bescheiden zu sein. Durch die scharfe, schneidende Ausbildung der Pfeilspitzenränder wird dieser Mangel teilweise kompensiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Logischerweise ist die Eindringtiefe einer schlanken Spitze größer als die einer breiten, letztere hinterlässt jedoch einen breiteren Schusskanal, dieses könnte besonders beim Kampf von Vorteil sein, da eine klaffende, stark blutende Wunde einen Schock auslösen kann. Mit nicht weiter spezifizierten Dreieckspitzen sind auf einer Entfernung von 10m und mit einem Bogen von 16 kg Zugkraft Eindringtiefen in simulierten Tierkörpern von über 70 cm gemessen worden.&lt;br /&gt;
Weitere Versuche belegen, dass die Eindringtiefe von querschneidigen und zugespitzten Bewehrungen bei gleicher Breite ungefähr gleich ist und dass gezähnte Pfeilspitzen tiefer eindringen als glattrandige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eiwanger vermutet, die Großspitzen aus Merinde seien im Deltadickicht für die Jagd auf Großtiere verwendet worden. Das kann nicht ausgeschlossen werden, birgt aber ein enormes Risiko für den Jäger, da eine breite Pfeilspitze wenig geeignet erscheint die dicke, extrem widerstandsfähige Haut z.B. eines Nilpferds zu durchdringen und die vitalen Organe in dem massigen Körper zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein auf kurzer Distanz nicht tödlich verwundetes Hippopotamus macht aus dem Jäger schnell einen Gejagten und das Flusspferd läuft wesentlich schneller als der Mensch.&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon angedeutet halte ich die Großspitzen idealerweise geeignet für den Kampf zwischen verfeindeten Gruppen oder für Auseinandersetzungen Mann gegen Mann.&lt;br /&gt;
Die folgenden Zeichnungen prähistorischer Felskunst belegen diese Verwendung in eindrucksvoller Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die großen Blattspitzen und einige problematische Bewehrungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichnungen von Pfeilspitzen der Familie A, D und I sind im Kapitel: „Pfeilspitzen allgemein, Steinzeitliche Pfeilspitzen aus der Wüste“ zu finden.&lt;br /&gt;
Die großen Blattspitzen deren Zahl in den mir zur Verfügung stehenden Sammlungen bei rund 70 Exemplaren liegt, werden hier anhand von 37 Artefakten vorgestellt. Außerdem sind einige kuriose und in Abu Tartur seltene Stücke gezeichnet und beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der im Raum Abu Tartur gefundenen Großspitzen stellt sich wie folgt dar.&lt;br /&gt;
*Dreieckspitzen der Familie A&lt;br /&gt;
gekehlt 55, &lt;br /&gt;
*spitzflügelig 1, &lt;br /&gt;
*mit gerader Basis 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Total A 58&lt;br /&gt;
*Stielspitzen der Familie D &lt;br /&gt;
Total D 51&lt;br /&gt;
*Atypische Spitzen der Familie I&lt;br /&gt;
Total I 5&lt;br /&gt;
*Blattspitzen der Familie C&lt;br /&gt;
Total C &amp;gt;70&lt;br /&gt;
*Gesamtheit der Großspitzen &amp;gt;184&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Für den Großraum New Valley kann von 146 Exemplaren der Familien A, D und I ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grossspitzen_AbuTartur1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen Abu Tartur, Zeichnung Nr. 1 - 17&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1024/82'''   Länge = 56,0mm, Breite = 24,1mm, Dicke = 12,6mm, Gewicht = 14,0g.&lt;br /&gt;
*Es handelt sich hier um eine ungewöhnliche Pfeilspitze sowohl im Hinblick auf die Form als auf das Gewicht, welches vor allem auf die Dicke zurückzuführen ist. Auf Grund der konkaven Ausbildung des unteren, rechten Randes kann das Artefakt in die Gruppe I12 eingeordnet werden. Der Werkstoff besteht aus dunkel- karamellfarbenem Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1079/86'''   Länge = 51,1mm, Breite = 32,0mm, Dicke = 10,0mm, Gewicht = 15,0g.&lt;br /&gt;
*Dreieckspitze vom Typ A1 mit einem nahezu geradlinigem Rand und einem leicht konvem Rand. Hergestellt wurde die Spitze aus einem sehr hellen, beigefarbenem Hornstein. Die Basis kann als geradlinig bezeichnet werden. Die Spitze ist abgebrochen. Als A1- Spitze dieser Größe ist das Stück eine Ausnahme in Abu Tartur, im Fayum hingegen kommen große A1- Spitzen häufig vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1021/82'''   Länge = 48,3mm, Breite = 25,6mm, Dicke = 7,3mm, Gewicht = 7,1g.&lt;br /&gt;
*Diese Pfeilspitze vom Typ I10 besteht aus karamellfarbenem Feuerstein, wobei das distale Ende dunkler gefärbt ist als das proximale Teilstück. Während die rechte Seite der Schäftungszone, die für I10 charakteristische große Kerbe zeigt, sind auf der linken Seite lediglich winzige Kerben angebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1009/83'''   Länge = 70,2mm, Breite = 33,8mm, Dicke = 8,0mm, Gewicht = 15,4g.&lt;br /&gt;
*Die Pfeilspitze D42 ist wie folgt definiert: „schmale Stielspitze mit konvexen Rändern, der Stiel ist eingeschnürt und hat eine rundliche Knopfform“. Bis auf die Tatsache, dass dieses Artefakt nicht als schmal bezeichnet werden kann, trifft die Definition auf das Stück zu wenn auch der rechte Rand streng genommen nicht konvex verläuft sondern aus zwei geradlinigen Abschnitten besteht. Das ausgefallene Einzelstück kann dennoch unter D42 (breit) geführt werden. Die Farbe des Feuersteins ist von grauem Beige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 0010/83'''   Länge = 77,8mm, Breite = 20,2mm, Dicke = 7,5mm, Gewicht = 10,0g.&lt;br /&gt;
*Dieses ist eine merkwürdige Pfeilspitze. Sie hat die Silhouette einer C- Spitze mit gekappter Basis, einen zwar nicht deutlich aber immerhin abgesetzten Stiel wie bei D- Spitzen und eine gekerbte Basis, wie sie bei A- Spitzen vorkommt. Puristen würden wohl für eine Dreieckspitze votieren, andere vielleicht für D44, ich neige zu einer Blattspitze etwa in der Art von C12 aber mit leichter Kerbe. Auf jeden Fall handelt es sich hier um ein kurioses Einzelexemplar. Das Material ist dunkel- karamellfarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 1003/83'''   Länge = 78,5mm, Breite = 20,7mm, Dicke = 5,2mm, Gewicht = 10,9g.&lt;br /&gt;
*Die Pfeilspitze aus fast schwarzem Sandstein zeigt auf beiden Seiten deutliche Deflationsspuren. Sie kann unter C1 eingeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 1035/84'''   Länge = 54,9mm, Breite = 21,2mm, Dicke = 4,2mm, Gewicht = 3,7g.&lt;br /&gt;
*Wie auf  der Rückseite zu sehen, wurde diese D7- Spitze aus einer Thermoscherbe gefertigt. Der kleine Stiel, charakteristisch für diese Pfeilspitze, ist mit wenigen Schlägen herausgearbeitet worden. Der Werkstoff ist sehr heller beigefarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.) 1023/82'''   Länge = 53,1mm, Breite = 25,8mm, Dicke = 8,0mm, Gewicht = 8,6g.&lt;br /&gt;
*Diese Pfeilspitze kann man unter B3 ablegen obwohl eine Tendenz nach C4 erkennbar ist. Das Material ist ein karamellfarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9.) 1004/83'''   Länge = 49,2mm, Breite = 20,0mm, Dicke = 7,3mm, Gewicht = 6,1g.&lt;br /&gt;
*Mit einer Breite von lediglich 20,0mm ist diese C4- Spitze noch als Großspitze zu klassieren. Die Basis ist nicht perfekt gerundet, eine Tatsache welche die Einordnung als C4- Spitze aber nicht ausschließt. Die Spitze ist aus einem dunklen grau- braunem Hornstein gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.) 1023/82'''   Länge = 56,1mm, Breite = 20,0mm, Dicke = 6,0mm, Gewicht = 6,3g.&lt;br /&gt;
*Diese C3- Spitze tendiert leicht nach C1 ist aber nicht umkehrbar und erfüllt so die Kriterien einer C3. Die Pfeilspitze wurde aus hellem, karamellfarbenem Hornstein hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11.) 1017/82'''   Länge = 59,5mm, Breite = 25,1mm, Dicke = 6,9mm, Gewicht = 6,0g.&lt;br /&gt;
*Mit einem Verhältnis von Länge zu Breite von 0,42 ist diese Pfeilspitze noch als C1 anzusehen. Ab einem Koeffizienten von 0,5 beginnen die C2- Spitzen. Die Rückseite ist stark windüberformt, das Gestein ist karamellfarbener Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12.) 1005/83'''   Länge =  46,2mm, Breite = 27,5mm, Dicke = 5,3mm, Gewicht = 6,8g.&lt;br /&gt;
*Während der rechte Rand eher einer C4- Spitze zugeordnet werden kann, lässt der linke Rand eine Verwandtschaft mit den B- Spitzen erkennen. Die Retuschierung der Basis lässt auf eine spätere Bearbeitung einer größeren, abgebrochenen Spitze schließen. Das Artefakt ist aus Feuerstein mit rotbrauner Färbung hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13.) 1023/82'''   Länge = 41,8mm, Breite = 21,9mm, Dicke = 5,5mm, Gewicht = 3,8g.&lt;br /&gt;
*Mit knapp über 40mm Länge und knapp über 20mm Breite dürfte diese C- Spitze zu den kleinsten Großspitzen gehören. Lediglich die Ränder sind beidseitig mit flachen Retuschen versehen. Die Vorderseite ist geprägt von muldenartigen Abplatzungen, hervorgerufen durch hohe Temperaturschwankungen. Die Rückseite zeigt eine nur wenig bearbeitete Fläche cremefarbigen Feuersteins. Die Vorderseite ist dunkelbeige gefärbt. Auf Grund des Verhältnisses von Breite zu Länge, welche bei 0,52 liegt, wird das Artefakt als C2 klassiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''14.) 1023/82'''   Länge = 82,1mm, Breite = 28,2mm, Dicke = 7,0mm, Gewicht = 16,0g.&lt;br /&gt;
*Leicht asymmetrische große C1- Spitze aus dunkel karamellfarbenem Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''15.) 1051/85'''   Länge = 91,0mm, Breite = 22,1mm, Dicke = 6,8mm, Gewicht = 13,1g.&lt;br /&gt;
*Schlanke C1- Spitze aus hell karamellfarbenem Feuerstein (Koeff B/L = 0,24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''16.) 1051/85'''   Länge = 84,2mm, Breite = 30,1mm, Dicke = 5,9mm, Gewicht = 14,0g.&lt;br /&gt;
*Schön gearbeitete C1- Spitze aus hellem, karamellfarbenem Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''17.) 1024/82'''   Länge = 80,2mm, Breite = 28,3mm, Dicke = 7,5mm, Gewicht = 14,8g.&lt;br /&gt;
*Bedingt durch die Dicke gehört diese perfekt symmetrische C1- Spitze zu den schwereren Bewehrungen. Der Werkstoff ist wie bei Nr. 14 ein dunkel- karamellfarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grossspitzen_AbuTartur2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen Abu Tartur, Zeichnung Nr. 18 - 37&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''18.) 1024/82'''   Länge = 74,9mm, Breite = 27,6mm, Dicke = 11,3mm, Gewicht = 19,5g.&lt;br /&gt;
*Beidseitig flächenretuschierte Spitze des Typs C4 aus hellbeigefarbenem Hornstein. Das Artefakt verfügt über eine gut markierte Schäftungszone an seiner Basis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''19.) 1050/84'''   Länge = 78,0mm, Breite = 26,7mm, Dicke = 13,0mm, Gewicht = 24,0g.&lt;br /&gt;
*C1- Spitze aus schokoladenbraunem Hornstein. Die Rückseite ist nicht vollständig flächenretuschiert. Ein Steg in der Längsachse der Spitze sowie seine zwei Flanken sind unmodifiziert geblieben. Diese Tatsache bedingt das hohe Gewicht des Artefakts. Es ist davon auszugehen, dass die Bearbeitung nicht abgeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''20.) 1023/82'''   Länge = 86,6mm, Breite = 23,5mm, Dicke = 7,4mm, Gewicht = 15,8g.&lt;br /&gt;
*Karamellfarbene C3- Spitze, das untere Ende, welches auch die Schäftungszone bildete, ist abgebrochen. Im Gegensatz zu den meisten C3- Spitzen ist hier die breitere Partie die aktive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''21.) 1005/83'''   Länge =  76,1mm, Breite = 22,5mm, Dicke = 8,2mm, Gewicht = 14,7g.&lt;br /&gt;
*Leicht windüberformte C3- Spitze aus grauem Hornstein. Im Gegensatz zu der Nr. 20 dieser Seite war hier, wie in den meisten Fällen, der Pfeilschaft am breiten Ende der Spitze angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''22.) 1005/83'''   Länge = 74,6mm, Breite = 31,0mm, Dicke = 6,5mm, Gewicht = 14,6g.&lt;br /&gt;
*Vorder- und Rückseite dieses Artefakts sind nur teilflächig, vor allem an der Spitze und den Rändern, retuschiert. Hergestellt wurde die C4- Spitze aus einem plattigen, karamellfarbenen Hornstein. Die Vorderseite zeigt teilweise die natürliche Oberfläche dieser Platte, die Rückseite zeigt eine Spaltfläche und die Vertiefung einer abgeplatzten Thermoscherbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''23.) 1046/84'''   Länge =  53,4mm, Breite = 25,3mm, Dicke = 7,9mm, Gewicht = 11,2g.&lt;br /&gt;
*C3- Spitze groben Flächenretuschen. Der Werkstoff ist der helle, karamellfarbene Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''24.) 1023/82'''   Länge = 58,6mm, Breite = 24,0mm, Dicke = 6,1mm, Gewicht = 8,1g.&lt;br /&gt;
*C1- Spitze aus dunkel, karamellfarbenem Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''25.) 1004/83'''   Länge = 49,4mm, Breite = 25,2mm, Dicke = 5,2mm, Gewicht = 5,8g.&lt;br /&gt;
*Wie am Bulbus und den Schlagwellen auf der Rückseite erkennbar, wurde diese H4- Spitze aus einer breiten Klinge bzw. aus einem schmalen Abschlag hergestellt. Sie ist auf der Vorderseite rundum durch Randretuschen bearbeitet, auf der Rückseite lediglich am rechten Rand vom medialen bis zum distalen Bereich. Das Material ist ein grau- brauner Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''26.) 1045/84'''   Länge = 65,1mm, Breite = 31,2mm, Dicke = 7,0mm, Gewicht = 14,0g.&lt;br /&gt;
*Aus plattigem, karamellfarbenem Hornstein wurde diese große C4- Spitze gefertigt. Bis auf einen schmalen Kortexstreifen ist das Artefakt auf der Vorderseite gänzlich durch flache Retuschen bearbeitet. Die Rückseite weist nur eine inkomplette Bearbeitung durch invasive Retuschen auf, ansonsten ist sie durch unbearbeitete Spaltflächen gekennzeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''27.) 1005/83'''   Länge = 74,0mm, Breite = 26,0mm, Dicke = 6,4mm, Gewicht = 13,5g.&lt;br /&gt;
*Grob randretuschierte H4- Spitze aus hellbeigefarbenem Hornstein. Die Stege auf der Vorderseite lassen auf Abplatzungen von Thermoscherben schließen. Die Rückseite ist durch Spaltflächen und einigen Korrekturretuschen gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''28.) 1017/82'''   Länge = 58,2mm, Breite = 25,9mm, Dicke = 7,1mm, Gewicht = 9,5g (B/L = 0,45).&lt;br /&gt;
*C1- Spitze mit leichter Tendenz zur Stielspitze. Das beidseitig vollflächig retuschierte Artefakt ist aus karamellfarbenem Hornstein gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''29.) 1023/82'''   Länge = 50,1mm, Breite = 24,3mm, Dicke = 5,4mm, Gewicht = 7,2g.&lt;br /&gt;
*Bei einem Koeffizienten B/L = 0,49 zählt diese Spitze noch zum Typus C1. Das Artefakt ist auf der Vorderseite bis auf einen schmalen Streifen von unbearbeiteter Spaltfläche flächig  retuschiert. Die Rückseite weist mit Ausnahme der Schäftungszone, welche zwei kleinere Retuschen aufweist, keinerlei Modifikationen auf und besteht aus einer Spaltfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''30.) 1017/82'''   Länge = 59,0mm, Breite = 29,0mm, Dicke = 6,0mm, Gewicht = 8,5g.&lt;br /&gt;
*H1- Spitze mit Randretuschen, die auf der Vorderseite den gesamten Rand betreffen, auf der Rückseite aber nur den rechten Rand. Die Farbe der Oberfläche auf beiden Seiten ist durch lange Patinierung von einem hellen Beige. Die ursprüngliche Farbe des Hornsteins ist wie an den frischeren Retuschen erkennbar schokoladenbraun. Wie auch die stark gewölbte Rückseite zeigt, ist die Spitze aus einer Thermoscheibe hergestellt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''31.) 1023/82'''   Länge = 56,1mm, Breite = 21,6mm, Dicke = 5,7mm, Gewicht = 5,8g.&lt;br /&gt;
*Klassische C3-Spitze aus karamellfarbenem Hornstein, beidseitig flächenretuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''32.) 1025/82'''   Länge = 40,9mm, Breite = 20,8mm, Dicke = 6,3mm, Gewicht = 3,9g.&lt;br /&gt;
*Aus plattigem, braunem Hornstein gefertigte C3- Spitze. Sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite sind auf der Längsachse jeweils Teile der Spaltflächen stehen geblieben. Die invasiven Randretuschen betreffen auf beiden Seiten den gesamten Umfang des Artefakts vor allem jedoch die Spitze und den Schäftungsbereich. Das Objekt ist eine der kleinsten Großspitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''33.) 1024/82'''   Länge = 46,2mm, Breite = 22,7mm, Dicke = 4,8mm, Gewicht = 6,0g.&lt;br /&gt;
*Etwas unregelmäßig gearbeitete C3- Spitze mit flächenretuschierter Vorderseite und teilflächig retuschierter Rückseite. Die Spitze ist aus hellbeigem Hornstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''34.) 1017/82'''   Länge = 47,4mm, Breite = 20,5mm, Dicke = 6,4mm, Gewicht = 4,6g.&lt;br /&gt;
*Die Vorderseite dieser C1- Spitze ist vollständig flächenretuschiert. Auf der Rückseite betreffen die Retuschen hauptsächlich die beiden Enden. Der Werkstoff ist hellbeiger Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''35.) 1023/82'''   Länge = 47,8mm, Breite = 32,3mm, Dicke = 9,0mm, Gewicht = 12,2g.&lt;br /&gt;
*Sehr breite C4- Spitze aus braunem Hornstein. Im zentralen Bereich der Vorderseite ist eine große Kortexfläche unbearbeitet geblieben ebenso auf der Rückseite. Dieser Fakt unterstreicht die geringe Dicke des plattigen Grundmaterials. Die flachen Retuschen sind auf die Ränder beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''36.) 1005/83'''   Länge = 42,5mm, Breite = 24,2mm, Dicke = 9,7mm, Gewicht = 8,1g.&lt;br /&gt;
*Mit einem Koeffizienten B/L = 0,57 gehört diese Spitze zum Typ C2. Sie ist auf der Vorderseite bis auf eine kleine mediale Spaltfläche, flächig retuschiert. Die Rückseite weist nur geringe Modifikationen auf und zeigt neben einen zentralen Steg zwei Spaltflächen. Das Gesteinsmaterial ist karamellfarbener Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''37.) 1004/83'''   Länge = 44,5mm, Breite = 23,8mm, Dicke = 6,6mm, Gewicht = 6,8g.&lt;br /&gt;
*Die C2- Spitze mit einem Koeffizienten B/L = 0,53 ist aus grauem Hornstein gearbeitet. Beide Seiten weisen im Zentrum Kortex auf. Auf der Vorderseite sind außerdem zwei Thermoabplatzungen zu erkennen. Die Ränder sind durch flache Retuschen bearbeitet, wobei vor allem die aktive Spitze berücksichtigt worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Prähistorische Felsbilder'''&lt;br /&gt;
*In der Halbdistanz kämpfende Bogenschützen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''I'''   Das Bild stammt aus Rust in der Kapprovinz Südafrikas. Zwei Männer aus der Gruppe scheinen sich zur Flucht zu wenden (Aus E. Anati Höhlenmalerei 2002 S. 403, ursprünglich aus J.D. Lewis- Williams, 1983 S. 35).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Felsbilder_Kampf_1.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kampfszene auf Felsbild&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder II bis VII sind aus dem „Handbuch der Vorgeschichte, Band II Jungsteinzeit 1968“ von H. Müller- Karpe abgezeichnet worden.&lt;br /&gt;
Die Felsbilder mit Ausnahme von II und VII wurden ursprünglich von H. Rothert, L. Frobenius, H. Obermeier und H. Lothe vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Felsbilder_Kampf_2.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kampfszenen auf Felsbildern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''II'''   Das Bild aus der Gasulla Schlucht in Spanien zeigt zwei größere Gruppen in kämpferischer Auseinandersetzung. Einige Schützen halten Reservepfeile in der Bogenhand. Ein Mann der linken Gruppe scheint verletzt zu sein, er wirft die Arme hoch, die Beine verbleiben allerdings in der gestreckten Laufstellung ( nach E. Ripoli und H. Breuil).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''III'''   In der Südwest- Ecke Ägyptens, im Wadi Sora, wurde diese Kampfszene entdeckt. Es existiert, ebenfalls im Wadi Sora, eine identische Zeichnung aber mit dem Unterschied, dass im hier nicht abgebildeten Vordergrund weibliche Zuschauer, ein Kind und Rinder gezeichnet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''IV'''   Das Bild wurde in Karkur Talh auf ägyptischer Seite des Dreiländerecks Libyen, Sudan, Ägypten im Quenat Gebirge entdeckt.&lt;br /&gt;
Zwei größere Gruppen bekämpfen sich aus kurzer Distanz mit Pfeil und Bogen. Der Grund des Streits scheint ein Rind zu sein, welches hinter der linken Gruppe steht. Im Gegensatz zu anderen Kampfszenen tragen die Schützen Köcher für ihre Reservepfeile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''V'''   Im gleichen Gebirgsmassiv, dem Quenat oder Auenat, wie andere schreiben, befindet sich Bild Nr. V aber diesesmal auf  libyschem Gebiet in Ain Dua. Rinder scheinen auch hier Objekt des Streits zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''VI'''   Aus dem Tassiligebirge in Algerien, genauer aus Tin Tazarift stammt diese Kampfszene, ähnliche Bilder sind auch aus Sefar bekannt.&lt;br /&gt;
Eine Gestalt der rechten Gruppe ist mit einem beilartigen Gerät bewaffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''VII'''   Das sehr dynamisch gestaltete Bild zeigt acht Bogenschützen, die sich im Nahkampf befinden. Es stammt von Morella la Vella in Spanien (nach E. Hernandez- Pacheco, M. Almagro, E. Ripoli Perelló, H. Breuil und J. Cabré).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend werden Kampfszenen mit Pfeil und Bogen von Spanien über Libyen, Ägypten und Algerien bis Südafrika in ähnlicher Weise dargestellt. Die Halbdistanz oder der Nahkampf scheinen die gängigen und stark verbreiteten Fechtweisen zur Zeit der frühen Rinderhaltung gewesen zu sein. &lt;br /&gt;
Es ist das Einsatzfeld für schwere, große Pfeilspitzen. Ballistische Probleme, die häufig erwähnt werden, können bei den extrem kurzen Flugbahnen der Pfeile ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
Natürlich ist es auch möglich diese Kämpfe mit leichten Pfeilspitzen auszutragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Felskunst - Zeichnungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;HTML5video width=&amp;quot;520&amp;quot; height=&amp;quot;320&amp;quot; autoplay=&amp;quot;false&amp;quot; loop=&amp;quot;true&amp;quot;&amp;gt;kulturen_im_sand&amp;lt;/HTML5video&amp;gt;&lt;br /&gt;
Quelle: Bayerischer Rundfunk, 1983&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felsbilder wurden im Raum Abu Tartur lediglich im Fundkomplex „West“ entdeckt, dort aber in bedeutender Anzahl und von großer Diversität. Es kommen nur Gravierungen vor, Malerei hat entweder nicht existiert oder ist der Erosion zum Opfer gefallen. Farbstoffe wie sie zur Herstellung von Felsbildern üblicherweise benutzt worden sind, Gips und Kalk für weiß, Kohle, Ruß und bituminöser Schiefer für schwarz, gelber und roter Ocker und selbst Malachit und Glaukonitschiefer für Grüntöne waren und sind noch vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Graviertechniken sind vielseitig, es finden sich gepickte Bilder, schmal geritzte, breit gekerbte, flächig ausgeschabte und polierte, sowie aneinander gereihte Bohrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso variantenreich sind die Motive, welche vom Elefanten über Giraffen und Rindern zu Kamelen, wie man die Dromedare in der Sahara nennt, und Piktogrammen und Symbolen reichen. Die Erschaffer der Darstellungen haben uns keinerlei Kommentare hinterlassen, keiner der frühen Künstler erklärt warum er dieses oder jenes graviert hat, ob Magie oder Kult dahinter steht, ob es Kunst um der Kunst willen ist oder ob er einfach Langeweile hatte und eine Beschäftigung gesucht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emanuel Anati, der Verfasser des Buches „Felskunst im Negev und auf Sinai“ fragte einen Beduinen, der damit beschäftigt war eine Felsgravierung herzustellen, nach dem Grund seines Tuns und erhielt folgende Antwort : „Es gibt hier Hirten, die Flöte spielen, und es gibt Hirten, die Felszeichnungen machen“.&lt;br /&gt;
Im Niger übersetzte auf Wunsch des Verfassers ein Targi eine Tifinarinschrift, die neben anderen Felsgravierungen, vor allem Kamelen, an einer steilen Klippe zu sehen war, wie  folgt : „Ich, Goumour, sitze hier und sehe wie die Sonne untergeht“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Zeichen bedeuteten z.B. : Ali liebt Fatima“. Dreierlei ist notwendig, um die Voraussetzung zu schaffen, malen oder gravieren zu können, eine glatte Fläche aus solidem Material gleich welcher Neigung, Malfarben oder Gravierwerkzeuge und Zeit. Es liegt in der Natur des Menschen glatte Flächen zu „verschönern“, die Spraykultur unserer Zeit ist nur ein Beispiel, Kerkerwände wurden während sämtlicher Epochen bekritzelt und das geschnitzte Herz mit den Initialen in der Buchenrinde wäre auch hier einzuordnen. Letzteres führt uns zur Thematik der Bilder. Dargestellt wird immer das, was für den ausführenden Künstler wichtig ist, was ihm am Herzen liegt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Es wäre nun falsch aus den vorhergegangenen Ausführungen zu schließen sämtliche Fels- und Höhlenbilder seien künstlerische Expressionen, die aus purem Zeitvertreib entstanden sind, wir wissen es nicht. Sicherlich gibt es auch andere Motive. Der wahre Sinn, so denn einer hinter den Bildern steckt, bleibt im Dunkel der Zeit verborgen und uns verschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele aus anderen Perioden, von anderen Orten und anderen Volksgruppen liefern zwar reichlich Stoff für hochinteressante Diskussionen aber sie liefern keine Lösung. Bis zu dem Tag, an dem unbestreitbares wissenschaftliches Beweismaterial vorliegt, ist es vielleicht klüger zu akzeptieren, dass die heutigen Kenntnisse nicht ausreichen, allgemein gültige Schlüsse betreffend der Bedeutung der Felsbilder und der Motivierung ihrer Hersteller zu ziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gravierungen sollen kurz vorgestellt werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 1''' Das Rind ist mit starken Strichen fast schon symbolhaft in eleganter Weise gestaltet. Die langen Hörner sind nach hinten geschwungen. Die Gravierung stellt eine reine Seitenansicht dar, so dass auch nur ein Horn zu sehen ist. Das ganze Bild strahlt Kraft aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_1_1005_83_Rind_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 1: Das Rind 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 2'''  wirkt weniger ästhetisch, der Kopf ist nach vorne gebeugt, die zwei langen Hörner, obwohl auch hier eine seitliche Darstellung vorliegt, nur leicht gebogen. Die Hufe sind durch Bohrungen angedeutet.&lt;br /&gt;
In Kopfnähe ist eine Gravierung angebracht, die als Pfahl und Strick interpretiert werden könnte, vielleicht auch als Viehhirte mit Stab oder Seil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_2_1005_83_Rind_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 2: Das Rind 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 3''' ist keine naturalistische Wiedergabe eher eine Karikatur. Es ist sehr lang gestreckt und in mehrere Felder eingeteilt. Der Kopf ist dem Betrachter zugewendet und mit zwei mittellangen geraden Hörner geziert. Der Hals besteht aus einem langschmalem Rechteck, das Mittelteil ebenfalls aus einem Rechteck aber mit einer unten abgerundeten Ausstülpung, welche die Vorderläufe des Rindes andeutet. Das Hinterteil ist unten in der gleichen Art wie die Vorderläufe abgerundet und endet oben in einem kurzen, gestrecktem Schwanz. Stirne, Hals, Rücken und Schwanz bilden eine horizontale Linie, wobei der Schwanz leicht aufwärts weist. Das „Rind“ kann natürlich auch ein anderes Hörner tragendes Tier, z.B. eine Ziege, sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_3_1005_83_Rind_3.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 3: Das Rind 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 4''' zeigt zwei anthropomorphe Gravierungen in der Art des „hemme de Mali“. Zwischen den beiden Gestalten sieht man einen Kreis mit zwei parallelen Kerben. Zwei weitere Kerbstriche sind in der Nähe des Unterarms des größeren der beiden Menschen angebracht. Da die Komposition ein Interesse der zwei Gestalten an dem runden Gegenstand suggeriert, könnte man das Bild ohne jede Ernsthaftigkeit „Das erste Fußballspiel“ nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_4_1005_83_Das_erste_Fussballspiel.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 4: „Das erste Fußballspiel“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 5''' besteht aus zwei, wahrscheinlich in verschiedenen Epochen entstandenen Darstellungen.&lt;br /&gt;
Erstens aus Fischen in Ritztechnik und zweitens aus aneinander gereihten Bohrungen, die in schwungvollen Linien die Sandsteinplatte überziehen. Die am weitesten unten angebrachten Bohrungen könnten eine Rundhütte darstellen, ähnlich den Mattenzelten der Air- Tuaregs im Zentrum der Republik Niger.&lt;br /&gt;
Die Fische sah der Künstler von oben. Ein Schwarm von sieben Tieren verschiedener Größe kurvt von unten rechts nach oben zur Mitte des Bildes hin, während zwei große Fische den oberen linken Bildrand zieren.&lt;br /&gt;
Allen Tieren ist gemeinsam ein runder Kopf, ein massiger Körper, der Schwanz und lange, paarig angeordnete Seitenflossen, zwei auf jeder Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_5_1005_83_aneinandergereihte_Bohrungen_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 5: „Aneinandergereihte Bohrungen“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fischgravierungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Müller-Kerpe stellt in seinem Handbuch der Vorgeschichte, Band II, Jungsteinzeit, unter anderem auf Tafel 23, Abb. 11, Fische in Draufsicht vor. Sie dürften aus der Nagadazeit stammen (zwischen 4.000 und 3.300 BC). Die Fischgravierungen von Abu Tartur sind hier in ähnlicher Art dargestellt (Bild 5, 5394±59 cal BC).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fischgravuren_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In späteren Zeiten wurden im Niltal Fische, aber auch Krokodile, in Seitenansicht gezeichnet, z.B. Abydos, Tafel 33, Abb. 19 und Sakkara, Tafel 39, Abb. 27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 6''' stellt einen nicht näher zu identifizierenden Vierbeiner dar. Auffallend ist die obere Fortsetzung des Kopfes, sind es Ohren oder wollte der Künstler Hörner gravieren? Rätsel gibt auch ein lang gestreckter Buckel oberhalb der Schulter auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_6_1005_83_großer_Vierbeiner.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 6: „Großer Vierbeiner“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 7''' ist noch änigmatischer als das vorherige, dennoch könnte man auch dieses als Vierbeiner interpretieren. Der massige Körper ist in vier Teile gegliedert, die Beine sind nur angedeutet. An Stelle des Kopfes erhebt sich ein rüsselartiges Gebilde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_7_1005_83_Großes_Tier_mit_Ruessel.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 7: „Großes Tier mit Rüssel“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 8''' besteht aus zwei nahezu quadratischen Grundrissen. Im inneren der Quadrate sind rechtwinklig zueinander verlaufende Linien gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_8_1005_83_Zwei_Rechtecke_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 8: „Zwei Rechtecke (Grundrisse?)“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 9''' gibt uns eine schriftliche Nachricht, dieser erste Eindruck drängt sich bei der Betrachtung auf. Dargestellt sind zwei menschliche Gestalten. Während die erste Gestalt klar definierbar ist, ist die äußere Gestalt sehr einfach durch drei Ritzungen, eine senkrechte und zwei schräge, angelegt und könnte etwas anderes bedeuten. Darüber ist ein waagerechter Strich angebracht, von den vier kleinere Striche, leicht gebogen aber nahezu rechtwinklig nach unten führen. Nach links schließt sich ein schön gezeichneter Fisch in Seitenansicht an. Außer der Kiemenspalte, drei Bauchflossen und drei Rückenstacheln hat der Künstler auch sein Wissen um die dem Auge verborgene Anatomie des Fisches eingebracht und die Gräten ebenfalls dargestellt. Nach links fortfahrend erscheint ein Bogen oder ein auf den Kopf gestelltes U, darunter eine einfache, senkrechte Kerbe, von deren oberem Ende eine kurze Kerbe schräg nach unten führt. Mehr als die Hälfte der Gesamtgravierung einnehmend, beschließt eine Sandale das Bild. Das Schuhwerk zeigt Details wie zwei Querriemen, zwei diagonal verlaufende Riemen sowie Bänder zur Befestigung. Die Zehen sind ebenfalls eingezeichnet. Der Arbeitsname des Fundplatzes 1006/83, östlich von 1005/83 gelegen, war „abri d’autruche“. Der Grund dafür war '''Bild 25''', eine wunderschöne Gravierung, die einen flügelschlagenden Strauß zeigt, ein balzendes Männchen vielleicht. Der Vogel ist mit wenigen gekonnten Linien dargestellt, das Federkleid mit feinen Querstrichen angedeutet. Auch für die Augen eines modernen Menschen stellt diese Gravierung ein Kunstwerk dar und ein hoch ästhetisches dazu. Von der B.O.S. Expedition der Universität zu Köln wurde eine Abklatschzeichnung des Bildes angefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_9_1005_83_Pictogramm.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 9: Pictogramm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_25_1006_83_Strauß.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 25: Strauß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 10'''   ist die Darstellung einer sich in rascher Flucht befindlichen langhörnigen Antilope. Eine tiefe Kerbe, die vom Kopf bis zum Schwanz reicht, bildet den Rücken des Tieres. Zwei weitere, leicht gebogene Kerben markieren die Hörner, vier Kerben die Läufe. Der Körper zwischen Rücken und Laufansatz ist flächig ausgeschabt, der Schwanz ist durch Ritzungen angedeutet. &lt;br /&gt;
Das Bild vermittelt recht eindrucksvoll den Vorgang der Bewegung. Eine weitere Antilope, im gleichen Stil graviert, befindet sich auf derselben Wand wie die hier abgebildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_10_1005_83_fluechtende_Antilope.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 10: Flüchtende Antilope &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 11'''   ist auf zwei unterschiedlich hohen Ebenen ausgeführt. Auf der unteren Fläche sind rechts eine V- förmige tiefe Kerbe, die beiden Schenkel durch eine Querkerbe verbunden und links zwei länglich ovale Körper, welche den Fischen von Bild 5 ähneln, nur dass man diesen die Seitenflossen und Schwänze entfernt hat, dargestellt.&lt;br /&gt;
Die obere Fläche weist an ihrer linken ante eine Reihe von Kerben auf. Die Mitte der Fläche ist durch eine große, ovale und eine etwas kleinere, runde Ausschabung gekennzeichnet. Letztere ist von einem Kranz von gebohrten Löchern umgeben. Weitere Bohrungen verschiedener Durchmesser setzen sich nach rechts fort. Den Abschluss bilden im Zickzack angeordnete Kerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_11_1005_83_Ausschabungen_u_Bohrungen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 11: Ausschabungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 12'''   liegt noch auf dem Hügel und ist stark vom Wind erodiert. Zu erkennen sind ein Zickzack-Band, das an eine Schlange erinnert und parallel dazu eine Aneinanderreihung von Formen, die den artikulierten Schwanzabschnitten des Skorpions ähneln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls das Bild gegen Ende der steinzeitlichen Hauptbesiedlungsphase graviert worden wäre, in etwa der Epoche, aus der Bild 9 stammt, könnte eine alternative Interpretation gewählt werden. Das Zickzack-Band könnte ein Zeichen für Wasser sein und der Skorpion der Namensgeber der Wasserstelle. Hier wäre wieder der Rat eines Ägyptologen von Wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_12_1005_83_Scorpion_Schlange.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 12: Scorpion und Schlange&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 13'''   besteht nur aus geradlinigen Kerben, welche Tiere darstellen sollen. Rechts ist ein gehörnter Vierbeiner zu sehen, während links, mit nur drei Beinen, allen Anschein nach eine Giraffe suggeriert werden soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_13_1005_83_Giraffe_etc.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 13: Giraffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 14'''   zeigt zwei Vierbeiner mit großen, runden Köpfen. Bei anderer Betrachtungsweise könnte es aber auch eine erotische Szene darstellen, die zwei kopulierende Menschen zeigt. Darunter eine sehr schematische Kerbung, bestehend aus einem langem Strich für den Körper und vier kürzeren Strichen für die Läufe eines Tieres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_14_1005_83_Strichzeichnung_von_Vierbeinern.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 14: Strichzeichnung von Vierbeinern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 15'''   am Fuße von 1006/83 wird unterteilt in die linke Seite, welche von vielen geraden und einer gekreuzten Kerbe bedeckt ist und der rechten Seite mit einer anthropomorphen Ritzung und einer weiteren Ritzung, deren Bedeutung nicht erkannt ist. Die Trennungslinie zwischen den beiden Bildteilen besteht aus zwei sehr tiefen Kerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_15_1005_83_Anthropomorphe_Ritzung.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 15: Anthropomorphe Ritzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 16'''   stellt einen Fisch in Draufsicht dar, ähnlich graviert wie die Fische des Bildes 5, nur die hinteren Seitenflossen fehlen bei diesem Exemplar. Das vordere Flossenpaar und die Schwanzflosse sind sehr ausgeprägt. Neben einigen Kerben und einem kleinem Zickzack- Band sind zwei Fischkörper ohne Flossen und ohne Schwanz zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_16_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 16: Fisch in Draufsicht 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 17'''   zeigt einen Fisch in Draufsicht mit zwei Paaren von Seitenflossen und einem lediglich angedeutetem Schwanz, darunter zwei Längskerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_17_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 17: Fisch in Draufsicht 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 18''' Besteht aus einer hohlkugelförmigen Ausschabung, welche von einem Kranz von Bohrlöchern umgeben ist. Eine Linie von sieben aneinander gereihten Bohrlöchern weist vom Kranz aus nach unten, eine Linie von fünf Bohrlöchern nach oben. Ein weiteres Bohrloch von größerem Durchmesser ist rechts der unteren Linie angebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_18_1005_83_Runde_Aushoehlung_mit_Bohrungen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 18: Runde Aushöhlung mit Bohrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 19''' stellt ein Kreuz in einem Kreis und zwei Ovale mit je einem Querstrich dar. Ganz in der Nähe des Fundplatzes 1005/83 liegt in westlicher Richtung 1081/86. Der Sandsteinhügel, welcher die Begrenzung nach Westen bildet, weist einige interessante Felsgravierungen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_19_1005_83_Kreis_mit_Kreuz_neu.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 19: Kreis mit Kreuz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 20''' Obwohl stark windüberformt sind klar zwei langhörnige Antilopen zu erkennen. Beine, Hörner und obere Rückenbegrenzung sind geritzt; die Körper, Hälse und Köpfe sind flächig ausgeschabt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_20_1081_86_Zwei_Antilopen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 20: Zwei Antilopen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 21''' Hier versucht der Künstler mit einem perspektivischem Trick eine Gruppe von Schafen darzustellen indem er in den Vordergrund flächig gravierte, große Körper stellt, die in der Tiefe immer kleiner werden und am Ende nur noch durch zwei rechtwinklig zueinander stehende Kerben angedeutet werden. Es ist ihm aber entgangen, dass das dritte, kleinere Tier vor dem zweiten und dieses wiederum vor dem ersten steht. Dadurch stimmt zwar die Perspektive nicht aber der Versuch ist grandios. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_21_1081_86_Gruppe_von_Vierbeinern.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 21: Gruppe von Vierbeinern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bilder 22 – 24''' sind großflächige Schabungen und Kerbungen, die Vulvasymbole darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_22_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_23_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_24_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_3.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 26''' zeigt eine bewegte Szene mit neun bis zehn Personen, davon vier mit ausgeprägtem Fettsteiß. Drei der Gestalten tragen Schmuckelemente an einer Art Lendenschurz und zwei zusätzlich einen Kopfschmuck, hierbei handelt es sich wahrscheinlich um Männer. Die Menschen sind als Strichfiguren angelegt, die Köpfe sind nur leicht angedeutet. Fünf Gestalten zeigen zwei Arme, eine nur einen Arm. Die übrigen sind armlos graviert. Eine tiefe Kerbe, wohl ein Vulvasymbol, trennt das Paar links außen von den anderen. Vor jeder mutmaßlich weiblichen Person ist auf  Höhe des Unterleibs eine Bohrung außerhalb der eigentlichen Strichzeichnung angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_26_1081_86_tanzende_Menschen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 26: Tanzende Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 27''' zeigt in natürlicher Größe eine linke Hand eines relativ kleinen Menschen. Die flächige Gravierung liegt auf  dem Hügel 1006/83 und ist Wind und Wetter ungeschützt ausgesetzt. Auch wenn das Werk durch Erosion leicht verändert worden sein sollte, lässt die Form und Haltung des Daumens auf eine Verletzung schießen, ein verheilter Bruch möglicherweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_27_1005_83_kleine_Hand_neu.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 27: Kleine Hand (Der verletzte Daumen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 28'''   ähnelt den auf Fundplatz 1005/83 dargestellten Fischen in Draufsicht, weicht in seiner Ausführung jedoch in einigen Details ab. So sind die Seitenflossen nicht nach hinten geschwungen sondern ragen rechtwinklig vom Körper ab. Die V- förmige Markierung am Kopf wird bei den übrigen Darstellungen nicht angetroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_28_1006_83_Sandale_Fragezeichen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 28: Sandale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 29'''   erinnert mit seinen Hauptmotiven an Doppeltäxte, es könnten auch anthropomorphe Gravierungen sein. &lt;br /&gt;
Ansonsten sind noch fünf radialstrahlig angeordnete Kerben und weitere dem Betrachter ungeordnet vorkommende Kerben zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_29_1006_83_Doppelaexte_neu.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 29: Doppeläxte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 30'''   zeigt eine auf einer Kante angebrachte Reihe von Kerben und sechs in einer Linie gerade ausgerichtete Bohrungen größeren Durchmessers nebst einigen Ritzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_30_1006_83_Kerbungen_u_Bohrungen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 30: Kerbungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele meist einfache Gravierungen der Fundstellen 1005/83, 1081/86 und 1006/83 sind hier nicht gezeichnet und beschrieben worden. Außerhalb der Fundstellen- Gruppe seien erwähnt die geometrischen Strichanordnungen des Jacobsfelsen, der Elefant am Fuße des Plateauhangs zwischen Ain Elwan und Ain Amour wie ferner die Schlangendarstellungen in den Hügeln nördlich des Fundplatzes 1023/82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Felskunst - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf die Fotografie des Jakobsfelsen, nach dem Entdecker Prof. Dr. K.-H. Jacobs (Techn. Univ. Berlin) benannt, stammen alle Fotografien vom Verfasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:A-desert-zoo-2009.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Die Frau des Verfassers vor einer Felswand mit Schlangenlinien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;Datei:Foto_1_1005_83_Rind_1.jpg | Bild 1: Rind 1&lt;br /&gt;
Datei:Foto_2_1005_83_Rind_2.jpg | Bild 2: Rind 2&lt;br /&gt;
Datei:Foto_3_1005_83_Rind_3.jpg | Bild 3: Rind 3&lt;br /&gt;
Datei:Foto_4_1005_83_Das_erste_Fussballspiel.jpg | Bild 4: Das erste Fussballspiel&lt;br /&gt;
Datei:Foto_5_1005_83_aneinandergereihte_Bohrungen_2.jpg | Bild 5a: Muster aus Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_5_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 5b: Muster aus Bohrungen, schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_6_1005_83_großer_Vierbeiner.jpg | Bild 6: Großer Vierbeiner&lt;br /&gt;
Datei:Foto_7_1005_83_Großes_Tier_mit_Ruessel.jpg | Bild 7a: Großes Tier mit Rüssel&lt;br /&gt;
Datei:Foto_7_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 7b: Großes Tier mit Rüssel, schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_8_1005_83_Zwei_Rechtecke_2.jpg | Bild 8: Zwei Rechtecke, Grundrisse?&lt;br /&gt;
Datei:Foto_9_1005_83_Pictogramm.jpg | Bild 9: Pictogramm&lt;br /&gt;
Datei:Foto_10_1005_83_fluechtende_Antilope.jpg | Bild 10: Flüchtende Antilope&lt;br /&gt;
Datei:Foto_11_1005_83_Ausschabungen_u_Bohrungen.jpg | Bild 11a: Ausschabungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_11_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 11b: Ausschabungen und Bohrungen, schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_12_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 12: Scorpion und Schlange, schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_13_1005_83_Giraffe_etc.jpg | Bild 13: Giraffe&lt;br /&gt;
Datei:Foto_14_1005_83_Strichzeichnung_von_Vierbeinern.jpg | Bild 14: Zeichnung von Vierbeinern&lt;br /&gt;
Datei:Foto_15_1005_83_Anthropomorphe_Ritzung.jpg | Bild 15: Anthropomorphe Ritzung&lt;br /&gt;
Datei:Foto_16_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_1.jpg | Bild 16: Fisch in Draufsicht 1&lt;br /&gt;
Datei:Foto_17_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_2.jpg | Bild 17: Fisch in Draufsicht 2&lt;br /&gt;
Datei:Foto_18_1005_83_Runde_Aushoehlung_mit_Bohrungen.jpg | Bild 18: Runde Aushöhlung mit Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_19_1005_83_Kreis_mit_Kreuz.jpg | Bild 19: Kreis mit Kreuz&lt;br /&gt;
Datei:Foto_20_1081_86_Zwei_Antilopen.jpg | Bild 20: Zwei Antilopen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_21_1081_86_Gruppe_von_Vierbeinern.jpg | Bild 21: Gruppe von Vierbeinern&lt;br /&gt;
Datei:Foto_22_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_1.jpg | Bild 22: Schalenförmige Gravur 1&lt;br /&gt;
Datei:Foto_23_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_2.jpg | Bild 23: Schalenförmige Gravur 2&lt;br /&gt;
Datei:Foto_24_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_3.jpg | Bild 24: Schalenförmige Gravur 3&lt;br /&gt;
Datei:Foto_25_1006_83_Strauß.jpg | Bild 25: Strauß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_26_1081_86_tanzende_Menschen.jpg | Bild 26: Tanzende Menschen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_27_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 27: Kleine Hand (Der verletzte Daumen), schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_28_1006_83_Sandale_Fragezeichen.jpg | Bild 28: Darstellung einer Sandale (?)&lt;br /&gt;
Datei:Foto_29_1006_83_Doppelaexte.jpg | Bild 29: Doppeläxte&lt;br /&gt;
Datei:Foto_30_1006_83_Kerbungen_u_Bohrungen.jpg | Bild 30: Kerbungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_Jakobsfelsen_Strichmuster.jpg | Bild 31: Jakobsfelsen, Strichmuster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hinweis:''' Die Fotografien Nr. 5b, 7b, 11b, 12 und 27 wurden von Rene Gebhardt zur Verfügung gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Töpfern, Bohren, Schleifen und Polieren==&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
Siehe hierzu unter &amp;gt;Pfeilspitzen allgemein&amp;lt; --&amp;gt; &amp;gt;Ägypten&amp;lt; --&amp;gt; &amp;gt;Fotogalerie&amp;lt; --&amp;gt; Abb. 7: Perlen Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;,  versch. Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben genannten Tätigkeiten treten gehäuft und gemeinsam erst im Neolithikum auf. Das gilt sowohl für das Vorhandensein von Keramik als auch für geschliffene und durchbohrte Artefakte zumal wenn diese aus sehr hartem Material, vorzüglich Kieselgestein, bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0353_Keramik_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf rund der Hälfte der Abu Tartur Fundstellen wurde Keramik an der Oberfläche gefunden. Der Anteil der Plateau- Plätze ist größer als der an Playas gebundenen Vorkommen in der Sandsteinebene. Unverzierte Keramikscherben überwiegen und kommen auf 68 Fundstellen vor, während dekorierte Stücke lediglich auf 14 Fundstellen angetroffen werden. Neunmal werden sowohl glatte als auch verzierte Scherben gefunden.&lt;br /&gt;
Ein erster vorläufiger Bericht über die Keramik wurde von H. Riemer und P. Schönfeld veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0355_Keramik_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K1_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1006/4'''&lt;br /&gt;
*Es handelt sich um das Bruchstück eines Clayton – Rings. Beide Ränder sind abgestrichen, außer den vertikalen Fingerlinien sind keine Verzierungen oder Markierungen zu erkennen. Die Farbe der Keramik ist sowohl innen als auch außen von einem dunklem Grau. Die Magerung besteht aus Sand, die Zeitstellung dürfte frühdynastisch sein. Die Dimensionen sind: 125 x 91 x 4 bis 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0059/1'''&lt;br /&gt;
*Die Randscherbe mit einem Reparaturloch weist eine geglättete Oberfläche auf, die Keramik ist sand- und feinshalegemagert. Die Dimensionen sind 61 x 36 x 4 bis 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 0059/4'''&lt;br /&gt;
*Das sehr dünnwandige Randstück ist von rötlich gelber Farbe, es ist grob shalegemagert. Die Oberfläche ist geglättet. Dimension: 56 x 50 x 3 bis 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 0002/10'''&lt;br /&gt;
*Das rot-schwarze Randstück ist mit grobblättriger Dakhla – Shale gemagert. Der schwarze Rand erinnert an Naqada Ware. Dimension: 51 x 40 x 5 bis 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K2_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1038/4'''&lt;br /&gt;
*Das mit organischer und Sandmagerung versehene Randstück weist keine Dekoration auf, es erscheint aber möglich, dass ein Korb – Eindruckmuster für den unteren Teil des Gefäßes existiert haben könnte. Der Rand ist deutlich abgesetzt. Die Farbe der Keramik ist außen rotbraun und innen, im Kern, dunkelgrau. In der Töpfermasse befinden sich ebenfalls einige grobe Schieferton – Plättchen (Dakhla shale).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1029/1'''&lt;br /&gt;
*Die windüberformte Clayton – Scheibe wurde primär und nicht aus einem Bruchstück hergestellt. Sie ist mit Dakhla shale gemagert. Die Scheibe misst 85mm bis 91mm im Durchmesser, die zentrale Öffnung ist 16mm bis 20mm weit.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K3_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K3'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1033/5'''&lt;br /&gt;
*Die große Scherbe weist ein glattes, stark ausbiegendes Randstück auf. Der Körper zeigt ein zum Teil verblasenes Korbeindruck – Muster. Die Magerung ist mineralisch und enthält auch feine Schieferton – Plättchen. Das Innere des Gefäßes ist geschwärzt, das rotbraun gefärbte Äußere zeigt einen markanten, schwarzen Fleck. Üblich war diese Ware im Oasengebiet zwischen 5500 b.p und der 6. Dynastie (Sheik Muftah).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K4_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K4'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1038/3'''&lt;br /&gt;
*Wie 1038/4, nur ist bei dieser Scherbe das Korbeindruck – Muster gut zu erkennen. Wahrscheinlich gehören die beiden Scherben zu einem einzigen Gefäß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0014/16'''&lt;br /&gt;
*Diese Clayton – Scheibe ist sand- und shalegemagert und aus einer sekundären Scherbe gearbeitet. Die ursprünglich wohl runde Scheibe ist so bearbeitet worden, dass zwei nahezu geradlinige, parallel zueinander verlaufende Seite entstanden sind. Oben und unten erscheinen die gerundeten Begrenzungslinien. Die Abmessungen sind außen 70 x 54 und innen 11,5 x 11, die Dicke beträgt 6 – 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K5_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K5'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1004/1'''&lt;br /&gt;
*Die Kammstich verzierte Scherbe weist parallele Eindrücke auf, zum Teil sind sie leicht gewellt oder zick-zack-artig angebracht. Das Muster lässt eine Verwandtschaft mit der Khartoum Ware erkennen. Die Bruchflächen sind schwarz glänzend, die Magerung besteht aus feinkörnigem Sand. Vergleichbare Keramik ist aus Mudpans und Eastpans bekannt und wurde zwischen 7500 und 7600 b,p. datiert. Die Dimensionen der Scherbe sind: 140 x 70 x 6 bis 7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0006/1'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, doch stark windüberformt. Abmessungen: 48 x 31 x 6 bis 7,5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1017/1'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, die Magerung besteht aus grobkörnigem Sand. Dimension: 63 x 35 x 5 bis 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 0008/86E'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, die Magerung ist grobkörnig. Dimension: 34,5 x 17,5 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 0061/165C'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, die Magerung ist grobkörnig. Dimension: 33 x 25 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 0006/2'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, Dimension: 26 x 30 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K6_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K6'''  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 0010/1'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 35 x 27 x 4,5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0061/165/C'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 33 x 25 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 0007/2'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 30 x 26 x 7 (wie K5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1023/7'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 53 x 41 x 7 bis 8	&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
'''5.) 0007/1'''&lt;br /&gt;
*Das Randstück weist eine parallel zum Rand verlaufende Rille auf. Darunter liegt eine schräg zum Rand ausgerichtete Schraffur. Der Abstand zwischen den Schräglinien beträgt 1,5mm bis 2,5mm. Die Scherbe weist eine mineralische Magerung auf. Die Abmessungen betragen: 22 x 20 x 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 0007/3'''&lt;br /&gt;
*Die Verzierung dieser mineralisch gemagerten Scherbe ist wegen der Windüberformung nur schwer auszumachen. Es könnte sich um einen Mattenabdruck handeln. Die Dimensionen sind: 26 x 21 x 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 1021/10'''&lt;br /&gt;
*Auch bei dieser Scherbe hat die Deflation das Muster auf der Oberfläche größtenteils zerstört. Die Dimensionen sind: 48 x 33 x 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.) 0003/8'''&lt;br /&gt;
*Die rot-schwarze, geglättete Oberfläche der Scherbe ist durch „Besenstrich“ verziert. Das Exemplar ist grob shalegemagert und weist folgende Abmessungen auf 75 x 46 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K7_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K7'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 0002/1'''&lt;br /&gt;
*Die auf der Innenseite gelegenen Randverzierungen sind mit den Fingern eingedrückt worden, auf der Außenseite lassen sich ebenfalls Fingerspuren nachweisen. Die Keramik ist sand- und shalegemagert. Das Stück hat folgende Abmessungen: 65 x 50 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0002/5'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, Dimension: 38 x 33 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 0032/1'''&lt;br /&gt;
*Auf dem glatt gestrichenem Rand sind als Verzierung Kreuzkerben angebracht. Die geglättete, graue Außenfläche weist „Rippel“ auf. Die Magerung ist mineralisch, die Abmessungen betragen: 75 x 72 x 3 bis 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 0003/2'''&lt;br /&gt;
*Dimensionen = 45 x 45 x 7,5 (wie Nr. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 0003/1'''&lt;br /&gt;
*Dimensionen = 40 x 31 x 7 bis 8 (wie Nr. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 0015/1'''&lt;br /&gt;
*Dimensionen = 26 x 19 x 6 (wie Nr. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 0032 – 171/A'''&lt;br /&gt;
*Die kleine, schwarze Scherbe weist eine geglättete, mit einem Streifenmuster verzierte Oberfläche auf. Die Keramik ist mineralisch gemagert, die Abmessungen sind: 31 x 15 x 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schleifen und Polieren von Steinwerkzeugen, speziell von Beilen, war in Abu Tartur nicht sehr verbreitet nimmt man als Grundlage die Anzahl der gefundenen Beile und Dechsel. Weit häufiger wurden Pfrieme gefunden, die in den meisten Fällen aus verkieseltem Holz hergestellt sind. Bei diesen Werkzeugen wurden lediglich die Spitzen geschliffen, der Rest des Pfriems ist durch die natürlichen Bruchkanten des Materials bestimmt '''Abb. 7 – (7.3-7.7).'''&lt;br /&gt;
Geschliffen, poliert und zusätzlich noch gebohrt sind vier Bruchstücke von Kalksteinkugeln. Häufig werden diese gerundeten Körper in Verbindung zu Grabstöcken gebracht, sie sollen an diesen befestigt worden sein und dem Werkzeug ein höheres Gewicht verliehen haben, um es auf diese Weise effektiver zu gestalten. Ein schwerer Stock wäre mit weniger Aufwand und mit weniger technischen Schwierigkeiten herzustellen gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Gebohrte_Kugeln_etc_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 7: Gebohrte Kugeln und Pfrieme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.1.) 0001/1'''   &lt;br /&gt;
*Von den vier durchbohrten, kugelähnlichen Gebilden wurde ein Stück auf dem Plateau - Platz 0001/A/82 entdeckt. Es besteht  aus grauem Massenkalk, ist eiförmig ausgebildet mit einer Längsachse von 66mm und einer Querachse von 55mm. Die obere Partie, rund um das konische Bohrloch ist parallel zur Querachse abgeflacht. Die Bohrung mißt an der Oberfläche rund 17mm im Durchmesser. Das Gewicht des Bruchstücks, welches rund ein Drittel des Gesamtkörpers beträgt, ist 100g. Es kann folglich von 300g für das vollständige Artefakt ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.2.) 1024/2'''   &lt;br /&gt;
*Ein Stück stammt vom Playa – Fundplatz 1024/82 und repräsentiert nur noch ein Viertel des ursprünglichen Volumens. Die Dimensionen sind 68mm für die Querachse und 35mm für die Hälfte der Längsachse, so daß man von einer nahezu gleichmäßigen Kugelform ausgehen kann. Das Gewicht des Bruchstücks beträgt 110g, das Gesamtgewicht hätte somit bei rund 440g gelegen. Der Durchmesser des Bohrlochs an der Oberfläche liegt bei rund 20mm, er verjüngt sich zum Kugelinneren hin. Das Gestein ist auch hier ein Massenkalk. Die Farbe ist von einem hellen Beige, welches von millimeterschmalen, roten, parallel zueinander liegenden Streifen durchzogen wird.&lt;br /&gt;
Der geringe Durchmesser der Bohrungen beider Kugeln lässt einen Gebrauch als Gewicht für Grabstöcke irrealistisch erscheinen, da ein so dünner hölzerner Stiel seitliche Kräfte, wie sie beim Stochern und Heraushebeln auftreten, nicht hätte aufnehmen können. Ein zäher biegsamer Stock hätte sich gebogen, ein harter, starrer Stab wäre bei seitlicher Belastung gebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich handelt es sich bei den vier Stücken um Keulenköpfe wofür auch die sorgfältige und zeitaufwendige Bearbeitung sprechen. Ein flexibler Stiel aus Holz oder eventuell aus getrockneter Nilpferdhaut wäre hier angebracht. Bei guter Schlagfestigkeit hat Kalkstein den Vorteil gegenüber anderen in Betracht kommenden Gesteinen, sich relativ gut bohren zu lassen. Außerdem ist er neben Sandstein das einzige wirtschaftlich und technisch bohrbare Material, welches in Abu Tartur ansteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Tabelle 9 wird die Schlagfestigkeit verschiedener Gesteine verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.3.) 1017 – 32/5'''   &lt;br /&gt;
*Pfriem aus verkieseltem Holz mit geschliffener Spitze. ( 70 x 9 x 5 mm) Weitere Bearbeitungsspuren sind nicht vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.4.) 1017 – 33/18'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 3, Dimensionen 43 x 7,5 x 4,5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.5.) 1027 – 158/7'''   &lt;br /&gt;
*Pfriem aus beige – weißlichem, gut durchscheinendem Feuerstein. Das Artefakt ist auf der Ventralseite an beiden Rändern durchgehend retuschiert, die Spitze ist geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.6.) 1017 – 188/31'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 3, Dimensionen = 91 x 9 x 6 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.7.) 1017 – 33/23'''    &lt;br /&gt;
Wie Nr. 3, Dimensionen = 102 x 7 x 4,5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.8.) 1015 – 147/3'''  &lt;br /&gt;
* „Windkanter“. Diese auf drei Seiten geschliffenen Stücke kommen auf Fundplätzen sporadisch vor. Außerhalb der Siedlungsgebiete sind sie nicht beobachtet worden Nr. 8 bis Nr. 10 bestehen aus verkieseltem Holz, aber es werden auch „Windkanter“ aus anderen Materialien angetroffen. Die Verwendung dieser Stücke ist rätselhaft. Dimensionen = 49 x 9 x 8 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.9.) 1015 – 147/2'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 8, Dimensionen = 61 x 9 x 8 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.10.) 1015 – 147/1'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 8, Dimensionen = 76 x 11 x 8,5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.11.) 0006/83/1'''   &lt;br /&gt;
*Durchbohrtes Landschnecken – Gehäuse ( zootecus insularis )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.12.) 0006/83/2'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.13.) 0006/83'''   &lt;br /&gt;
*Meeresschnecke. Die Öffnung wurde durch Abschleifen erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den vier durchbohrten, kugelähnlichen Gebilden wurde ein Stück auf  dem Fundplatz 1024/82 entdeckt. Es besteht aus grauem Massenkalk, ist eiförmig ausgebildet mit einer Längsachse von 66 mm und einer Querachse von 55 mm. Die obere Partie, rund um das konische Bohrloch, ist parallel zur Querachse abgeflacht. Die Bohrung misst an der Oberfläche rund 17 mm im Durchmesser. Das Gewicht des Bruchstücks, welches rund ein Drittel des Gesamtkörpers ausmacht, beträgt 100g. Es kann folglich von 300g für das vollständige Artefakt ausgegangen werden '''Abb. 7 – 7.1'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweites Stück stammt vom Fundplatz 0015/83 und repräsentiert nur noch ein Viertel des ursprünglichen Volumens. Die Dimensionen sind 68 mm für die Querachse und 35 mm für die Hälfte der Längsachse, so dass man von einer nahezu gleichmäßigen Kugelform ausgehen kann. Das Gewicht des Bruchstücks beträgt 110g, das Gesamtgewicht hätte somit bei rund 440g gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Durchmesser des Bohrlochs an der Oberfläche liegt bei rund 20 mm, er verjüngt sich zum Kugelinneren. Das Gestein ist auch hier ein Massenkalk. Die Farbe ist von einem hellen Beige, welches von millimeterschmalen, roten, parallel zueinander liegenden Streifen durchzogen wird '''Abb. 7 – 7.2'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kleinere durchbohrte Kugel wurde auf dem Plateauplatz 0001 B/82 gefunden, sie ist zur Hälfte erhalten. Das obere Ende ist stark abgeflacht, so dass der Durchmesser entlang der Bohrung 44,5 mm, der Durchmesser rechtwinklig zur Bohrung 53,5 mm beträgt. Die Bohrung selbst hat eine Weite von 13 – 15mm. Das Werkzeug beseht aus grauem, streifigem Sinterkalk, der wahrscheinlich aus einer eingebrochenen Tropfsteinhöhle in der Nähe der Fundstelle stammt. Außer einem kleinen Bruchstück einer weiteren Sinterkalk- Kugel befinden sich größere Mengen unbearbeitetes Werkmaterial vor Ort. Das Gesamtgewicht des Artefakts dürfte bei 190g gelegen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich handelt es sich bei den vier Stücken um Keulenköpfe wofür auch die sorgfältige und zeitaufwendige Bearbeitung sprechen. Ein biegsamer Stiel aus Holz oder besser aus getrockneter Nilpferdhaut wäre hier angebracht. Bei guter Schlagfestigkeit hat Kalkstein den Vorteil gegenüber anderen in Betracht kommenden Gesteinen, sich relativ gut bohren zu lassen. Außerdem ist er neben Sandstein das einzige wirtschaftlich und technisch bohrbare Material, welches in Abu Tartur ansteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 9''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Gesteinsart'''|| '''Spez. Gewicht'''|| '''Schlagfestigkeit nach DIN 52109'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| || (kg / dm3)|| Anzahl der Schläge bis zur Zerstörung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Dichter Kalkstein||2,70 – 2,90||8-10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Serpentinfels||2,62 – 2,78||6-15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Quarzitischer Sandstein||2,64 – 2,68||8-10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Grauwacke||2,64 – 2,68||10-15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Quarzsandstein||2,64 – 2,72||5-10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Basalt|| 3,00 – 3,15|| 12-17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Granit||2,62 – 2,85||10-12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In '''Tabelle 9''' wird die Schlagfestigkeit verschiedener Gesteine verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abb. 8 – (8.1-8.4)''' zeigt unter anderem das erste in Abu Tartur gefundene, polierte langschmale, mittig durchbohrte Artefakt, welches „Webschiffchen“ genannt wurde und vom Fundplatz 1014/82 stammt. Weitere, auch zerbrochene Stücke kamen hinzu. Die in Dakhla beobachteten Exemplare wurden von M. Mc Donald „toggles“ genannt. Ein weiteres „Webschiffchen“ wurde in der kleinen Bruchsenke nördlich des Abu Tartur Massivs im Fundstellenbereich Abu Gerara von H. Riemer gefunden. Das Material dieser Artefakte ist eisenhaltiger Tonstein oder dichter Kalkstein. Der Name soll nicht auf die Funktion sondern auf die Form hinweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Diabolos_Ohrstecker_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 8: Webschiffchen, Diabolos und Ohrstecker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.1.) 1014'''   &lt;br /&gt;
*Die natürliche Oberfläche dieses Tonsteinartefaktes liegt tiefer als die geschliffenen und polierten Ränder. Die Öffnung in der Mitte wurde mit einem Stichel von beiden Seiten her geritzt. Die Dimensionen des „Webschiffchens“ sind: Länge = 104mm; Breite = 30mm; Dicke = 4 – 5mm. Die Öffnung ist 7,46mm lang und 1,88mm breit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.2.) 1085'''   &lt;br /&gt;
*Das Stück besteht aus grau- braunem, streifigem Kalkstein, es ist zur Gänze geschliffen. Die Bohrung ist konisch von beiden Seiten angesetzt. Die Öffnung beträgt 3,48mm. Die weiteren Dimensionen dieses „Webschiffchens“ sind: Länge = 97mm; Breite = 20mm; Dicke = 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.3.) 1024 – 48/A'''  &lt;br /&gt;
*Eine stark eisenhaltige Tonsteinplatte diente zur Herstellung dieses „Webschiffchens“. Das Fragment, nur die Hälfte des ursprünglichen Artefakts ist erhalten, zeigt Schliff am gerundetem Ende sowie an seinen seitlichen Begrenzungen. Die zur Hälfte erhaltene Bohrung war rund und wurde fast gänzlich von einer Seite hergestellt. Um den Bohrer ansetzen zu können, wurde die Stelle mit einem Stichel vorbereitet. Länge des Bruchstückes = 48mm; Breite = 22,5mm; Dicke = 3mm. Der Durchmesser der Bohrung durfte 3,79mm betragen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.4.) 0014'''   &lt;br /&gt;
*Dieses Fragment eines „Webschiffchens“ ist an seiner Bruchstelle nachgeschliffen worden und aus diesem Grund in irgendeiner Weise benutzt worden. Fast die gesamte Fläche der Tonsteinplatte ist poliert, die Öffnung ist von beiden Seiten geritzt worden, sie misst 5,43mm in der Länge und 2,39mm in der Breite. Die Länge des Fragments beträgt 45mm; die Breite 25mm und die Dicke 6mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.5.) 1024'''   &lt;br /&gt;
*Pflock aus Kalzit, weiß patiniert, Länge = 32,5mm; Durchmesser Kopf = 10mm; Durchmesser Mitte = 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.6.) 1024'''   &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus hellgrauem Baryt, das Stück ist stark durchscheinend und die Kristallstruktur ist deutlich auszumachen. Auf den im Zentrum liegenden Spaltflächen sind Regenbogenfarben sichtbar. Länge = 34mm; Durchmesser oberer Kopf = 15 – 18mm; Durchmesser unterer Kopf = 15 – 17mm; Durchmesser Taille = 10 – 11mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.7.) 1013 – 39/14'''  &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus weißem Kalzit. Länge = 33mm; Durchmesser oberer Kopf = 16,5 – 19mm; Durchmesser unterer Kopf = 20 – 21,5mm; Durchmesser Taille = 8 – 9mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.8.) 1024 – 48/H'''   &lt;br /&gt;
*Pflock aus weißem Kalzit. Länge = 49,5mm; Durchmesser Kopf = 11 – 13mm; Durchmesser Mitte = 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.9.) 1024 – 48/L'''  &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus weißem Kalzit mit deutlichen Verwitterungsspuren. Länge = 34mm; Durchmesser oberer Kopf = 13 – 14mm; Durchmesser unterer Kopf = 13mm; Durchmesser Taille = 7 – 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.10.) 1032'''   &lt;br /&gt;
*Pflock aus grau- weißem, stark durchscheinendem Baryt. Länge = 31mm; Durchmesser Kopf = 15mm; Durchmesser Mitte = 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.11.) 0049'''   &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus weiß patiniertem Kalzit. Länge = 34,5mm; Durchmesser oberer Kopf = 13 – 14mm; Durchmesser unterer Kopf = 13mm; Durchmesser Taille = 6 – 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.12.) 1024'''   &lt;br /&gt;
*Weißer abgebrochener Kalzitpflock mit ausladendem Kopf und Einschnürung unterhalb des Kopfes. Länge = 27mm; Durchmesser Kopf = 15 – 17mm; Durchmesser Einschnürung = 7 – 7,5mm; Durchmesser Mitte = 7,5 – 8mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.13.) 1044 – 163/B'''   &lt;br /&gt;
*Oberteil eines weißen Kalzitpflocks. Länge = 29mm; Durchmesser Kopf = 15 – 17mm; Durchmesser Mitte = 10 – 11mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.14.) 0059 – 166/A'''   &lt;br /&gt;
*Unterteil eines hellbeigefarbenen Pflocks aus durchscheinendem Kalzit. Die Kristallstruktur ist gut zu erkennen. Länge = 35,5mm; Durchmesser Mitte = 10mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschliffene und polierte „Pflöcke“ und „Diabolos“ sind aus Kalzit- und Barytkristallen hergestellt worden '''Abb. 8 – (8.5-8.14)'''. Ein beliebter Rohstoff war die Schale von Straußeneiern, aus der die überaus zahlreichen „Perlen“ gearbeitet wurden. Aber auch Muschelschalen und Schneckengehäuse sowie Knochen und Elfenbein dienten zur Herstellung von Schmuckobjekten. Selbst härteste Werkstoffe fanden schon Verwendung. Die Technologie war so weit entwickelt, dass auch Material wie Silikatgestein, Amazonit und Basalt erfolgreich gebohrt, geschliffen und poliert werden konnte '''Abb. 9'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Straußeneiperlen_S1_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 9: Verschiedene Ausführungen von Perlen und anderem Schmuck&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)  1024 – 5/G'''   Bruchstück einer Muschelschale, die am oberem Rand zwei Bohrungen aufweist, wovon die linke stark ausgeblasen ist, während die rechte, geschützt durch ein eingeklemmtes Sandkorn, ihren ursprünglichen Durchmesser nahezu beibehalten hat. Dimensionen = 21 x 16,5 x 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)  1024 – 48/D'''  Großes, gerundetes Straußenei – Schalenstück mit großer, von beiden Seiten geführter Bohrung. F.Wendorf und A.E. Close beschreiben ein ähnliches Stück vom Fundplatz E-79-6 ( Wendorf, Schild, Close 1984 ) Auch die Dimensionen liegen in der gleichen Größenordnung. Das Abu Tartur Stück misst 34 x 29 x 2mm. Die Bohrung hat einen Durchmesser von 6,5mm. Die Ränder sind stark windüberformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)  1024 – 5/H'''   Der bis auf die zentrale Bohrung unbearbeitete Hornstein ist an den Rändern von Windschliff gekennzeichnet, die doppelt konische Bohrung weist eine Tiefe von 6,2mm auf. Die Dimensionen sind 42 x 20 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)  124 – 48/K'''   Das weiß-rot gebänderte, achatartige Gesteinsplättchen ist von beiden Seiten angebohrt worden, so daß der typische Doppelkonus sichtbar wird. Die unregelmäßige Polygonform ist 12,5mm hoch und 10,2mm breit. Die Dicke des Plättchens beträgt 3mm. Das Material ist an den Rändern durchscheinend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)  1005 – KT/1'''   Die Perle besteht aus einem dunkel rotbraunem, gebändertem und opakem Kieselgestein. Das Ausgangsmaterial war wahrscheinlich plattig ausgebildet. Die 3,5mm im Diameter messende Bohrung wurde von beiden Seiten durchgeführt. Der Außendurchmesser des Artefakts beträgt 7mm, die Dicke ist 3mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)  1005 – KT/2'''   Ebenfalls rot und braun gebändert aber dunkler als das oben beschriebene Stück ist diese recht dicke Perle. Ihr Außendurchmesser beträgt 7mm bis 8mm, die Bohrung beträgt knapp 3mm und die Dicke ist 5mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.)  1024 – 48/C'''   Das Röhrchen aus Amazonit ist von Wind überformt worden, wodurch der Durchmesser reduziert wurde und ein Ende schief gestaltet wurde. Das Vorkommen dieser Feldspatvariation ist normalerweise an Pegmatite gebunden, welche selbst im weiteren Umfeld von Abu Tartur nicht anzutreffen sind. Sehr ähnlich durchbohrte Zylinder oder tonnenförmige Körper sind dem Verfasser von neolithischen Siedlungsplätzen aus dem       Air – Gebirge in der Republik Niger bekannt. Hier wurde auch ein durchbohrter Zylinder aus ägyptisch anmutendem, streifigem Alabaster beobachtet, der wiederum in diesem Gebiet nicht vorkommt. Das Schmuckstück hat folgende Dimensionen: Länge = 9mm ; Durchmesser außen = 9mm ; Durchmesser innen = 5mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.)  0006 – SE'''   Fragment einer Straußenei – Schale, welche auf der Außenseite durch vier Reihen von Punkten verziert ist. Die Reihen haben untereinander einen Abstand von 3mm, die Punkte in den Reihen sind rund 2mm voneinander entfernt. Die Abmessungen des Stückes sind 18 x 13,5 x 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9.)  0060 – SE'''   Das verzierte Straußenei – Fragment weist den Rand einer Bohrung auf, die von der Innenseite der Schale ausgeführt worden ist. Außer dem Bohrkonus weist die Innenseite zwei tiefe Rillen auf. Die Außenseite ist tief und stark eingekerbt. Ein Rand des Fragments ist mit Kerben versehen. Das Motiv besteht aus z.T. parallelen tiefen Kerben und anderen weniger tiefen Ritzungen, welche die Zwischenräume ausfüllen. Die Dimensionen des nahezu dreieckigen Stückes sind 16mm für die Höhe, 15mm für die Basis und 2mm für die Dicke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.) 0059 – 166/C'''  Die Verzierung dieses Fragments einer Straußeneischale besteht lediglich aus zwei parallel zueinander verlaufenden, geraden Linien. Die Tiefe der Ritzungen ist gering. Die Dimensionen sind 12,5 x 10,5 x 2. ( Zwei weitere Stücke mit parallelen Ritzungen wurden auf dem Fundplatz 0002/84 beobachtet, allerdings sind dort die Linien leicht gekrümmt und sie liegen dichter beieinander. )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11.) 0007 – S1'''   Die kleine, langgestreckte und gerundete „Perle“ ist aus einem schwarzem Gestein hergestellt. Sie ist geschliffen und poliert aber nicht durchbohrt. Das Material weist an der Oberfläche keinerlei Körnung auf, Basalt ist daher ausgeschlossen, möglich wäre eventuell Obsidian. Die Dimensionen sind 11 x 4,5 x 5,6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12.) 0007 – S2'''   Dieser kleine, zylindrische Körper wurde an zwei Stellen rundum eingekerbt. Das Material ist weiß, durchscheinend und hart. Im Gegenlicht werden rechtwinklig zur Längsachse verlaufende Schichtungen erkennbar. Möglichkeiten das Material betreffend wäre Kalzit oder Muschelschale. Die Dimensionen sind: Länge = 12,4mm ; Durchmesser in der Mitte = 4mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13.) 1006 – S'''   Bei diesem Stück handelt es sich um einen Zahn, er wurde an seiner Spitze dergestalt gekerbt, daß eine Schnur, die in der Kerbe hätte angebracht werden können, das Stück als Anhänger hätte tragen können. Die Länge beträgt 21,2mm, die Dicke des oberhalb der Kerbe liegenden Teils ist 3mm, die stärkste Dicke des Zahns ist 6,2mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''14.) 1023 – S'''   Der durchbohrte Anhänger ist aus einem weichem, sich fettig anfühlendem Gestein hergestellt. Das außermittig angebrachte Bohrloch wurde von beiden Seiten angesetzt. Die Länge beträgt 17mm, die Breite maximal 10mm, die Dicke oberhalb der Bohrung ist 3,5mm, unterhalb 5,8mm. Der Durchmesser der Öffnung beträgt 3mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''15.) 0029 – 173/C'''   Die eckige, perforierte Vorstufe zur Perlenherstellung ist cremefarben d.h. nahezu unverwittert. Die konische Bohrung wurde auf der Innenseite, welche Kratzspuren aufweist, angesetzt. Die Außenseite zeigt Aussplitterungen wie sie entstehen wenn der Bohrer durchstößt. Die Schale hat eine Dicke von 1,96mm, der Durchmesser der Bohrung beträgt 2,42mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''16.) 0001A – J'''   Die eckige, perforierte Schale wurde von beiden Seiten mit einem schwach konisch ausgebildetem Bohrer bearbeitet. Das Artefakt ist stark gedunkelt, wie die folgenden Stücke vom Fundplatz 0001A hat es in der Asche einer Feuerstelle gelegen. Die Dicke der Schale beläuft sich auf 1,72mm, die Bohrung misst 2,22mm im Durchmesser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''17.) 0001A – H'''   Das Schalenstück ist nicht durchbohrt, es zeigt auf der Innenseite lediglich Anfänge einer Bohrung. Merkwürdig sind die tiefen Ritzungen, oder sind es Verzierungen, die so normalerweise nur auf den Außenseiten von Straußenei – Schalen anzutreffen sind. Die Schale hat eine Wandstärke von 1,84mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''18.) 0001A – F'''   Wie Nr.15 auch hier wurde die Bohrung nur von der Innenseite her ausgeführt, die Außenseite zeigt Aussplitterungen. Die Dicke der Schale beträgt 1,9mm, der Durchmesser der Bohrung1,89mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''19.) 0001A – E'''   Wie Nr.17 mit Ausnahme der Ritzungen. Die Dicke der Schale ist 1,74mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''20.) 0001A – G'''   Wie Nr.18. Die Schale ist 1,79mm dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''21.) 1075 – 161/E'''   Neben den eckig perforierten Vorstufen zur Perlenherstellung ( Nr.15 bis Nr.20 ) existiert die gerundete, nicht durchbohrte Form. Die Rundung wird zunächst grob herausretuschiert, später folgt die Bohrung. Unvollendete Perforierungen sind bei dieser Vorgehensweise nicht beobachtet worden. Die Innenseite dieses Artefaktes weist Ritzungen auf. Der relativ große Durchmesser der Scheibe misst 14,39 bis 14,82mm, die Dicke 1,76mm. Die Farbe ist hellgrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''22.) 1075 – 161/G'''   Wie Nr.21. Durchmesser = 12,78 bis 13,11mm ; Dicke = 1,88mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''23.) 1075 – 161/F'''   Wie Nr.21. Durchmesser = 12,28 bis 12,88mm ; Dicke = 1,94mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''24.) 1075 – 161/D'''   Wie Nr. 21. Durchmesser = 12,02 bis 13,09mm ; Dicke = 1,89mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''25.) 0001A – D'''   Diese Scheibe ist sehr dunkel gefärbt, ihr Diameter entspricht eher der Durchschnittsgröße von Perlen, er beträgt in diesem Fall 8,80 bis 8,96mm, die Schalendicke ist 1,65mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''26.) 0001A – C'''   Wie Nr.25. Durchmesser 8,67 bis 9,58mm, Dicke = 1,56mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''27.) 1004 – P'''   Wie Nr.25, lediglich die Farbe ist hellgrau und die Ränder weisen Spuren von Windschliff auf. Durchmesser = 9,05 bis 9,83mm ; Dicke = 1,76mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28.) bis 34.) 0016 – 1P bis 7P   Die Serie von gerundeten und perforierten Scheiben stellt einen weiteren Produktionsschritt dar. Die vorhergehende Phase kann sowohl die Serie Nr.14 bis Nr.19 als auch die Serie Nr. 20 bis Nr.26 gewesen sein. Um zu einer gebrauchsfähigen Perle zu kommen fehlen noch die Arbeitsgänge des Schleifens und Polieren des Mantels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abmessungen der Vorderprodukte sind wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||  &lt;br /&gt;
|| P1&lt;br /&gt;
|| P2&lt;br /&gt;
|| P3&lt;br /&gt;
|| P4&lt;br /&gt;
|| P5&lt;br /&gt;
|| P6&lt;br /&gt;
|| P7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Durchmesser außen&lt;br /&gt;
|| 9,77&lt;br /&gt;
|| 9,49&lt;br /&gt;
|| 9,43&lt;br /&gt;
|| 9,46&lt;br /&gt;
|| 9,62&lt;br /&gt;
|| 9,45&lt;br /&gt;
|| 9,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Durchmesser innen&lt;br /&gt;
|| 3,12&lt;br /&gt;
|| 2,86&lt;br /&gt;
|| 2,21&lt;br /&gt;
|| 2,58&lt;br /&gt;
|| 2,68&lt;br /&gt;
|| 3,08&lt;br /&gt;
|| 2,93&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dicke der Schale&lt;br /&gt;
|| 1,84&lt;br /&gt;
|| 1,97&lt;br /&gt;
|| 1,83&lt;br /&gt;
|| 1,81&lt;br /&gt;
|| 1,84&lt;br /&gt;
|| 1,80&lt;br /&gt;
|| 1,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe der unpolierten Perlen ist creme bis hellbeige, die konischen Bohrungen sind alle von einer Seite ausgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.) bis 42.) Das Endprodukt „Perle“ zeichnet sich dadurch aus, daß der polierte Rand mit den beiden Oberflächen der Schale einen rechten Winkel bildet. Auf einer glatten, horizontalen Unterlage können frische, nicht windüberformte Perlen hingestellt werden, sie fallen nicht um.&lt;br /&gt;
Die hier dargestellten Exemplare stammen von den verschiedenartigsten Fundplätzen, alten und jungen, aus der Ebene und vom Plateau. Damit kann belegt werden, daß Straußenei – Perlen über lange Zeiträume von verschiedenen Kulturen immer auf diese Weise gefertigt worden sind, zumindest in dem in Frage kommenden geographischen Bereich.&lt;br /&gt;
Cremefarbene und beige Töne herrschen vor. Die mehr oder weniger konischen Bohrung setzen bei allen Perlen dieser Serie auf einer Seite an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''35.) 0050 – P'''   Eine Ausnahme gegenüber den anderen besprochenen Stücke bildet der Mantel dieser Perle, der nicht rechtwinklig zur Längsachse steht, sondern, obwohl geradlinig, geneigt verläuft. Die Neigung ist aber so leicht, daß auch diese Perle hingestellt werden kann. Dimension: Durchmesser außen = 5,11mm ; Durchmesser innen = 1,98mm, Dicke = 1,78mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''36.) 0007 – 17'''   Dimensionen: Durchmesser außen = 5,35mm ; Durchmesser innen = 1,99mm Dicke = 1,78mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''37.) 1005 – P1'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 6,74mm ; Durchmesser innen = 2,56mm, Dicke = 1,81mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''38.) 0056 – 41'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 7,23mm ; Durchmesser innen = 3,18mm, Dicke = 1,49mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''39.) 1004 – P1'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 8,40mm ; Durchmesser innen = 3,02mm, Dicke = 1,86mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''40.) 0030 – 171/D'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 8,84mm ; Durchmesser innen             = 3,00mm ; Dicke = 1,61mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''41.) 0007 – 12'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 8,79mm ; Durchmesser innen = 2,77mm,&lt;br /&gt;
Dicke = 1,94mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''42.) 0016 – 86'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 9,11mm ; Durchmesser innen = 3,15mm, Dicke = 1,88mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
43.) bis 50.)  Diese Serie zeigt die Auswirkungen der exogenen Kräfte im allgemeinen und der Windüberformung im besonderen. Die Farbe der Perlen ist grau oder dunkel beige, alle ehemaligen Kanten sind abgerundet. Die Zentrale Bohrung scheint von beiden Seiten ausgeführt zu sein, die Wandstärke der Perlen ist verringert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''43.) 1002 – 141/A'''  Eckige, perforierte Vorstufe zur Perlenherstellung, der Durchmesser der Bohrung beträgt 3,00mm, die Dicke der Schale ist 1,89mm. Obwohl die äußere Begrenzung schon verrundet ist, kann der allgemeine Abschliff als nicht weit fortgeschritten bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''44.) 1002 – 141/C'''  Wie Nr. 43, Bohrdurchmesser = 3,96mm, Dicke der Schale = 1,71mm. Die Zerstörung ist weiter fortgeschritten als bei Nr.42.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''45.) 1004 – P2'''  Bei der kleinen, nun ringförmigen Perle ist die Erosion soweit fortgeschritten, daß von der ursprünglichen Oberfläche der Eierschale nichts übrig geblieben ist. Die Dimensionen sind: Durchmesser außen = 4,56mm ; Durchmesser innen = 2,11mm ; &lt;br /&gt;
Dicke = 1,32mm maximal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''46.) 1005 – P2'''  Auf einer Seite ist noch eine schmale Zone der ursprünglichen Schalenoberfläche zu erkennen. Die Dimensionen betragen: Durchmesser außen = 5,73mm ;&lt;br /&gt;
Durchmesser innen = 2,98mm ; Dicke = 1,15mm maximal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''47.) 1005 – P3'''  Auf einer Seite der Perle ist noch eine schmale, nicht abgetragene Fläche zu erkennen. Die Dimensionen betragen: Durchmesser außen = 5,87mm ; Durchmesser innen = 2,99mm ; Dicke = 1,60mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''48.)  1005 – P4'''  Beide Seiten weisen noch gerade, glatte Teilflächen auf. Die Abmessungen der Perle betragen Außendurchmesser = 7,76mm ; Innendurchmesser = 3,74mm ; Dicke = 1,63mm maximal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''49.)  1005 – P5'''  Wie Nr.48, Dimensionen: Außendurchmesser = 8,10mm ; Innendurchmesser = 4,12mm ; Dicke = 1,47mm maximal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''50.) 1005 – P6'''  Wie Nr.48, doch ist der Anteil von geraden und glatten Teilflächen auf einer Seite der Perle größer. Die geringe Dicke des Exemplars weist auf einen erhöhten Windabrieb der gegenüberliegenden Seite hin. Dimensionen: Durchmesser außen = 8,48mm ; Durchmesser innen = 3,71mm ; Dicke = 1,17mm maximal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Beile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Beile_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1046''' &lt;br /&gt;
*Dieses große und schwere Beil aus Diorit ist stark windüberformt. Schliffspuren sind lediglich auf einer Seite im Bereich der Schneide zu erkennen. Die Schneide ist leicht gerundet sowie alle weiteren Begrenzungslinien auch. Lediglich in der Seitenansicht ist eine gewisse Parallelität der Linien  zu erkennen. Zum Nacken hin verringert sich die Breite des Beils. &lt;br /&gt;
Länge = 110mm ; Breite = 53mm ; Dicke = 28mm ; Gewicht = 230g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1058/ 1''' &lt;br /&gt;
*Ebenfalls aus Tiefengestein hergestellt ist dieses elegante Beil. Wegen der sehr dunklen, fast schwarzen Färbung dürfte es sich um Gabbro handeln. Während die Schneide stark gerundet ist, verlaufen die seitlichen Begrenzungslinien schräg, in fast geraden Linien auf den ebenfalls geradlinigen Nacken zu, wobei sich die Breite des Artefaktes stetig verringert. Die Polierung bezieht sich, mit Ausnahme des Nackens, auf die gesamte Vorder- und Rückenseite. &lt;br /&gt;
Länge = 71mm ; Breite = 59mm ; Dicke = 25mm ; Gewicht = 140g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1005''' &lt;br /&gt;
*Ockerfarbener, feinkörniger, quarzitischer Sandstein ist das Material dieses Beils. Der Nacken besteht aus einer tektonischen Gleitfläche, die ehemaligen Sedimentationsflächen verlaufen parallel zur gerundeten Schneide, sie sind durch Farbeinlagerungen kenntlich gemacht. Die seitlichen Begrenzungen verlaufen fast parallel zueinander. Bis auf die Pickungen an den Nackenrändern ist das Artefakt voll geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
Länge = 66mm ; Breite = 48mm ; Dicke = 30mm ; Gewicht = 135g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1058/ 2''' &lt;br /&gt;
*Grau – grün und beige gestreifter, quarzitischer Sandstein ist das Ausgangsmaterial dieses Beils. Die Schneide ist stark gerundet und bildet von vorne gesehen eine Wellenlinie. Die seitlichen Begrenzungen verlaufen geradlinig und sich verjüngend zum nahezu geradlinigem, von einem Bruch gebildetem Nacken. Beide Seiten sind voll geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
Länge =  65mm ; Breite = 49mm ; Dicke = 24mm ; Gewicht = 110g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 1024''' &lt;br /&gt;
*Dieses Artefakt ist aus einem schwarzem Vulkanit gefertigt, die Oberfläche ist von unregelmäßigen Rillen und anderen Vertiefungen durchzogen. Das Beil hat eine Dreiecksform mit abgerundeten Ecken und ist relativ schmal. Die Gesamtoberfläche ist geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
Länge = 62mm ; Breite = 46mm ; Dicke = 14mm ; Gewicht = 46g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 1017''' &lt;br /&gt;
*Ebenfalls aus schwarzem, nicht näher identifizierten Vulkanit ist dieses gänzlich geschliffene und polierte Beil gefertigt. Die Schneide ist nur leicht gerundet, bogenförmig leiten die seitlichen Begrenzungslinien zum abgerundetem Nacken. Die größte Dicke liegt, anders als bei den übrigen vorgestellten Stücken, in der Mitte des Beils.&lt;br /&gt;
Länge = 52mm ; Breite = 34mm ; Dicke = 23mm ; Gewicht = 48g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0341_Beile_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Polierte und geschliffene Beile, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Wirkung der Deflation auf Straußeneiperlen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perlen in allen Stadien ihrer Herstellung sowie auch in allen Stadien ihrer Zerstörung durch Wind, Sand und Sonne, gehören auf den Abu Tartur Fundstellen zum Standartinventar. Auf einigen Plätzen kommen sie in großen Mengen vor.&lt;br /&gt;
Um klar darzulegen wie Perlen bei ihrer Herstellung beschaffen waren und wie sie sich während langer Deflationsperioden verhalten und verändern, werden im Folgenden drei Gruppen von je hundert Stücken verschiedenen Erhaltungsgrades verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, obwohl auch diese schon weitgehend Zufälle ausschließt, konnte nicht größer gewählt werden, da es bei Oberflächenbeobachtungen nur unter besonders günstigen Umständen zu Funden von unverwitterten Perlen kommt. Die Stückzahl der Vergleichsgruppen ist der Gruppenstärke der „frischen“ Perlen angepasst worden.&lt;br /&gt;
Die von Verwitterungsschäden weitgehend unbeeinflusste Perle zeichnet sich im allgemeinen durch folgende drei Punkte aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1.) Farbe: Sie ist hell- eierschalen bis beige. Bei Einfluss von Licht färbt sich die Schale grau.&lt;br /&gt;
* 2.) Geometrie: Die „Perle“ ist ein gerader, kreiszylindrischer Körper von geringer Höhe. Der Mantel des Zylinders bildet mit der unteren und oberen Kreisfläche je einen rechten Winkel. Verrundungen des Mantels sind auf Deflation zurückzuführen.&lt;br /&gt;
* 3.) Bohrung: Die zentrale Bohrung wird, wie bei der geringen Wandstärke nicht anders zu erwarten, im Prinzip nur von einer Seite aus angesetzt. Durch spätere Windüberformung kann der Eindruck entstehen, es sei von zwei Seiten gebohrt worden. Die Vergleichsmessungen beziehen sich auf den Außendurchmesser, den Innen- oder Bohrungsdurchmesser sowie auf die Dicke der Perlen. Die Messungen wurden bis auf ein Hundertstel Millimeter genau durchgeführt. Diese Genauigkeit und die Menge der Objekte waren ausschlaggebend für das erzielte Resultat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Durchschnittswerte sind wie folgt :&lt;br /&gt;
* A.) Unverwitterte Perlen &lt;br /&gt;
Durchmesser außen 	= 	7,7mm (von 9,58mm – 5,03mm) - &lt;br /&gt;
Durchmesser innen 	= 	2,7mm (von 3,48mm – 1,90mm) - &lt;br /&gt;
Dicke 			= 	1,8mm (von 2,11mm – 1,35mm)&lt;br /&gt;
* B.) Windüberformte Perlen&lt;br /&gt;
Durchmesser außen	= 	7,4mm (von 10,99mm – 5,37mm) - &lt;br /&gt;
Durchmesser innen	= 	2,7mm (von 3,65mm – 1,50mm) - &lt;br /&gt;
Dicke			= 	1,7mm (von 2,06mm – 1,25mm)&lt;br /&gt;
* C.) Stark verwitterte Perlen&lt;br /&gt;
Durchmesser außen	= 	7,3mm (von 9,22mm – 5,54mm) - &lt;br /&gt;
Durchmesser innen	=	3,2mm (von 4,10mm – 2,39mm) - &lt;br /&gt;
Dicke			= 	1,5mm (von 1,87mm – 1,16mm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der Gruppe A haben die stark verwitterten Perlen, Gruppe C, rund 16% der Wandstärke der Straußeneischale eingebüßt, ~ 6% des Außendurchmessers verloren, und der Innendurchmesser ist um rund 15% gestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Materialverluste beginnen mit einer Verrundung der Peripherie, später reduzieren die exogenen Kräfte die Dicke und erweitern den Innendurchmesser indem zunächst die Bohrungen trichterförmig erweitert werden. Bevor die Perle gänzlich zerstört wird, entsteht ein Ring, der angeschnitten ein fast kreisrundes Profil zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Betrachtung über den möglichen Gebrauch von gerillten Steinen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Rillensteine sind im Arbeitsbereich Abu Tartur gefunden worden und zwar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ein Stein auf dem Fundplatz 0033/85&lt;br /&gt;
*Zwei Steine auf dem Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
*Ein	Stein auf dem Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
*Zwei Steine auf dem Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
*Drei	 Steine auf dem Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
*Ein 	Stein	auf dem Fundplatz 1027/84&lt;br /&gt;
*Zwei Steine auf dem Fundplatz 1073/86&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exemplare unterscheiden sich untereinander in der Größe, im Material und in der Form und Anzahl der Rillen.&lt;br /&gt;
Die ergonomisch günstige Form aller Steine suggeriert, dass das Werkzeug in der Hand gehalten worden ist, vielleicht auch zwischen den Knien, und nicht etwa als Unterlage gedient hat, da es dazu erstens zu leicht ist oder es zweitens durch Rundungen eine Instabilität gegen seitlichen Schub aufweist. Geht man davon aus, dass die Rille eine Gebrauchsoberfläche ist und keine Hilfsnut zur eventuellen Befestigung des Steines, dieses kann mit weniger Arbeitsaufwand erreicht werden, so kann eine Reihe von möglichen Anwendungsbereichen, wie z.B. jegliche Art von Gewichten, ausgeschaltet werden.&lt;br /&gt;
Bleibt also die schmirgelnde Wirkung der Rille indem das Werkzeug über das Werkstück oder aber umgekehrt das zu bearbeitende Teil über den Rillenstein bewegt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0330_Rillensteine_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Rillensteine, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0331_Rillensteine_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Rillensteine, verschiedene Fundstellen Abu Tartur (der Rillenstein, Reihe oben Mitte, ist bereits auf der ersten Abbildung oben rechts zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Polieren von Straußeneiperlen, wie es in der Kalahari beobachtet worden ist und wohl auch noch gelegentlich heute beobachtet werden kann, muss aus technischen Gründen für die meisten in Abu Tartur gefundenen Stücke ebenfalls ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der feinkörnige Sandstein ist zum Polieren wegen seiner Rauhigkeit ungeeignet. Unverwitterte Straußeneiperlen, man sollte sie besser perforierte Scheiben nennen, weisen sehr glatte Flächen an ihrer Peripherie auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zieht man aufgereihte Perlen in einer Hin- und Herbewegung durch die Nut parallel zu ihrer Achse, kommt es selbst bei strammer Verknotung zu einer seitlichen Verkantung der Perlen. Das hat zur Folge, dass die zu bearbeitenden Oberflächen nicht rechtwinklig zu der Werkstückachse liegen würden sondern Winkel oder zumindest Rundungen bilden würden. Außerdem würden bei dieser Methode sämtliche Perlendurchmesser gleich sein. Es scheint zwar nahe liegend Perlen in größeren Mengen aufgereiht gleichzeitig zu polieren, Beispiele dazu sind bekannt, aber um das gewünschte Resultat, perfekt runde Perlen mit rechtwinklig zur Grundfläche verlaufendem Mantel, wie sie in Abu Tartur gefunden wurden, zu erreichen, müssten die Perlen über eine flache Polierunterlage gerollt und nicht durch eine Schmirgelrille gezogen werden. Nur im ersten Fall wird die exakte Kreisform erreicht, was bei Hin- und Herbewegung problematisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nicht alle Rillendurchmesser und Rillenausbildungen stimmen mit den gängigen Perlengrößen überein. Eine 25mm breite, flache Nut hat wahrscheinlich einen anderen Zweck erfüllt. Die Frage stellt sich, welche Materialien nun in diesen Rillen bearbeitet werden konnten. Ein klassischer Werkstoff zum Schmirgeln ist Holz, und da die Werkzeuge längliche, halbkreisförmige und V- förmige Nuten im Radius von 4mm bis 25mm aufweisen, kann als wahrscheinlich angenommen werden, dass längere Stücke Holz im Bereich dieser Durchmesser geglättet worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:R1_Rillensteine_Zchng_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 10: Gerillte Steine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.1 Rillenstein Nummer 1, Fundplatz 1027/84'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 100mm, y = 63mm, z = 50mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: fein- bis mittelkörniger, weicher, heller Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	10mm, 	Länge 82mm, 	Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	10mm,	Länge 90mm, 	Tiefe 2,5mm &lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser	10mm,	Länge 80mm,	Tiefe 4,5mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die Rillen laufen parallel zueinander und sind auf drei Seiten des Steines angebracht, die vierte Seite ist ohne Rille, sie lässt Sedimentationsflächen erkennen. Die gesamte Oberfläche des Rillensteins ist durch Picken aufgerauht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.2 Rillenstein Nummer 2, Fundplatz 1005/83'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 89mm, y = 74mm, z = 57mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: fein- bis mittelkörniger, weicher, heller Sandstein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	  9mm,	Länge 71mm,	Tiefe 8mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	  9mm, 	Länge 41mm,	Tiefe 8mm&lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser 	25mm, 	Länge 50mm,	Tiefe 5mm  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Rille I und II kreuzen sich. Das Werkzeug ist einseitig in seiner x- Achse stark windüberformt, die nicht erodierte Oberfläche ist durch Picken aufgerauht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.3 Rillenstein Nummer 3, Fundplatz 1017/82'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 50mm, y = 45mm, z = 14mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: feinkörniger, weicher, heller Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: zwei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	10mm,	Länge 50mm,	Tiefe 6,5mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	  9mm, 	Länge 45mm,	Tiefe 6mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein besteht aus einem Bruchstück eines plattigen Sandsteins. Rille I und II kreuzen sich. Parallel zu Rille II ist der Rand einer dritten Rille sichtbar. Als Schwachpunkt hat sie hier den Bruch bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.4 Rillenstein Nummer 4, Fundplatz 1073/86'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 73mm, y = 65mm, z = 18mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: weiches, graues Sedimentgestein, vermutlich Gips. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 9mm, Länge 73mm, Tiefe 5mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: wie Rillenstein Nummer 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.5 Rillenstein Nummer 5, Fundplatz 1024/82'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 150mm, y = 69mm, z = 17mm&lt;br /&gt;
(Die Länge von x ist geschätzt, da der Stein zerbrochen ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: dunkler Vulkanstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 4mm, Länge 52mm, Tiefe 2mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die Rille ist V- förmig eingeritzt, der allseitig geschliffene Stein weist in der y- Achse einen Bruch auf, die Seiten des Rillensteins sind einmal konkav, einmal konvex ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.6 Rillenstein Nummer 6, Fundplatz 0033/85'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 94mm, y = 78mm, z = 6mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: fein- bis mittelkörniger, weicher, mitteldunkler Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser 	  5mm,	Länge 62mm, 	Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	  5mm,	Länge 51mm,	Tiefe 2,5mm&lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser	  5mm,	Länge 56mm,	Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein besteht aus einem plattigen Sandsteinfragment, die Windüberformung ist weit fortgeschritten, eine vierte Rille ist parallel zu den Rillen II und III zu erahnen. Rille I liegt auf der Rückseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.7 Rillenstein Nummer 7, Fundplatz 1023/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 110mm, y = 91mm, z = 42mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: mittelkörniger, weicher, heller Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	10mm,	Länge 109mm,	Tiefe 2,5mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	13mm,	Länge   82mm,	Tiefe 4mm&lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser	  5mm, 	Länge   73mm, Tiefe 1mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein gleicht einem flach ovalen Reibstein und ist wahrscheinlich aus einem solchen hervorgegangen. Rille I und II kreuzen sich, die Oberfläche des Steines und die der Rille I sind durch Picken aufgerauht. Die gegenüberliegende Oberfläche mit Rille III ist stark windüberformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.8 Rillenstein Nummer 8, Fundplatz 1023/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: Bruchstück eines flach ovalen Reibsteines mit möglichen Abmessungen wie Rillenstein Nr. 10.7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: Feinkörniger, mittelharter, mitteldunkler Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine erkennbare.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 10mm, Länge ?, Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die gerillte Seite ist geglättet und leicht gewölbt, die gegenüberliegende Seite ist durch Picken aufgerauht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.9 Rillenstein Nummer 9, Fundplatz 1024/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 120mm, y = 109mm, z = 34mm&lt;br /&gt;
(Die Länge von x ist geschätzt, da der Stein zerbrochen ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: sehr feinkörniger, harter, mitteldunkler Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 12mm, Länge 92mm, Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein ist aus einem flach ovalen Reibstein gearbeitet, beide Arbeitsseiten sind fein geschliffen und gewölbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.10 Rillenstein Nummer 10, Fundplatz 1005/83''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 56mm, y = 44mm, z = 19mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: Sediment mit feiner Grundstruktur, in welche dunkle Körner eingebettet sind, weich, dunkelgrau, wahrscheinlich kalk- oder gipshaltig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 10mm, Länge 50mm, Tiefe 5mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Das Artefakt ist stark erodiert, Querriefen innerhalb der Rille sind jedoch noch erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.11 Rillenstein Nummer 11, Fundplatz 1024/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 100mm, y = 95mm, z = 29mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: grogkörniger, mittelharter, schwarzer Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 25mm, Länge 80mm, Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Es handelt sich um einen umgearbeiteten rund ovalen Reibstein mit parallelen, glatten Flächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.12 Rillenstein Nummer 12, Fundplatz 1073/86''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 67mm, y = 67mm, z = 32mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: weiches, graues Sedimentgestein, vermutlich Gips.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 11mm, Länge 65mm, Tiefe 4mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die Rille des nur an den Seiten unregelmäßig bearbeiteten Steines besteht aus drei parallelen V- förmigen Vertiefungen und unterscheidet sich dadurch von allen vorher genannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praktische Anwendungsbereiche sind vielseitig, genannt seien Pfeil- und Speerschäfte und Stiele für alle möglichen Geräte zu Jagd, zur Feldbestellung und für den Haushalt. Technisch möglich ist ebenfalls das Schmirgeln von Knochen oder das Glätten gespannter Lederseile und Schnüre. Für den letzteren Arbeitsvorgang können auch die Rillensteine '''Abb. 10.1-10.4''' sowie Steine mit einfacher V- förmigen Rille benutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Baustrukturen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinlegungen in der westlichen Wüste Ägyptens sind bekannt aus der Farafrasenke, wo eine italienische Forschergruppe im Wadi Obeiyid seit 1995 arbeitete und Bauten aus dem achten bis siebten Jahrtausend BP entdeckte. Diese Fundplätze liegen ca. 60 km von der Oase Qasr Farafra entfernt und bezogen ihre benötigten Wassermengen durch Niederschläge (B.E. Barich und G. Lucarini 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Strukturen wurden von M. Mc Donald vorgestellt, sie gehören in die Masara C Phase und liegen am Südwest- Ende des Abu Tartur Massivs, ebenfalls weit entfernt von den Quellen der Dakhla Oasen (Mc Donald 2002a, 2002b, 2002, 2003, 2006).&lt;br /&gt;
Auch Wendorf  und Schild (1980, 1984, 2001) berichteten über Bauten in Nabta und Kiseiba. &lt;br /&gt;
Wohnplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bedeutendeste Ansammlung von Baustrukturen in Abu Tartur befindet sich auf dem Plateau auf dem schon weiter oben angesprochenen Fundplatz 0049/85 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fundplatz 0002/84. Dort werden 19 halbmondförmige sicher zu definierende Steinlegungen und eine geschlossene, ovale angetroffen. Um die Dimensionen feststellen zu können, müsste das überlagernde Lockersediment abgetragen werden. An der Oberfläche sind Längen von 2 m messbar. Die geschlossene Struktur misst 2,00 m x 1,50 m. Der Platz wäre idealerweise für eine Ausgrabung geeignet.&lt;br /&gt;
Erkennbar größere Steinlegungen, da nicht überlagert, befinden sich auf dem Fundplatz 0061/87. Die Durchmesser der meist rundlichen „Hütten“ variiert von 2 m bis nahezu 4 m '''Abb. 11'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0061_87_Lageskizze.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 11: Runde Steinlegungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Steinkreise wurden auf folgenden Fundplätzen beobachtet:&lt;br /&gt;
*0006/83	eine kreisförmige Struktur von ca. 2 m Durchmesser&lt;br /&gt;
*0018/84	eine kreisförmige Struktur mit Öffnung, Durchmesser ca. 2 m&lt;br /&gt;
*0022/84	vier Steinkreise Durchmesser ca. 2 m auf dem Fundplatz, ein Kreis und eine offene Struktur in der Nähe des Fundplatzes.&lt;br /&gt;
*0003/83	mögliche Steinkreise, teilweise unter Hangschutt verdeckt&lt;br /&gt;
*1047/84	vier Steinkreise Durchmesser ca. 1,5 m innerhalb einer Kulturschicht&lt;br /&gt;
*1080/86	drei Steinkreise Durchmesser ca. 1,5 m – 2,0 m&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Dammartige Strukturen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonders schönes Beispiel bietet Fundplatz 0032/85. Ein etwa 40 m langer Damm sperrt den natürlichen Abfluss aus einer ca. 2 ha großen Senke. Der Fundplatz liegt in einem Kessel und ist von allen Seiten von Kalksteinhügeln umgeben, sie liegen im Norden bis zu sechs Metern über dem Niveau der Senke. Ein möglicher Überlauf für Regenwasser existiert nach Westen. Er liegt rund 40 cm höher als der Tiefpunkt des Kessels. Der Untergrund besteht aus Rotboden, an den Rändern von feinem Hangschutt, zur Mitte hin mit rezentem Trockenschlamm hellgrauer Färbung bedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nordseite ist durch die erwähnten Hügel einigermaßen windgeschützt. Hier befindet sich eine Konzentration von Artefakten, eingebettet im frischen Sediment. Es sind lediglich zwei Klingen, eine windüberformt, eine frisch, entnommen worden. Keramik ist häufig und zwar sowohl verziert als auch unverziert. Bis auf Reste von Mahlwerkzeug ist weiteres Fundgut nicht beobachtet worden.&lt;br /&gt;
Möglicherweise wurde auf diesem Fundplatz Regenfeldbau unter Ausnutzung der kolluvialen Wassermengen betrieben. Grabungen könnten Klarheit bringen '''Abb. 12'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0032_85_Lageskizze.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 12: Dammartige Steinlegungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Dammbau, nicht so groß wie der von 0032/85 sondern nur 10 m lang, ist auf dem kleinen Fundplatz 0025/84 entdeckt worden. Auch hier wird der Lauf einer Wasserrinne blockiert, um ein Rückhaltebecken zu bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Side blow flakes==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Side_blow_flakes_Titel.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Side-blow flakes sind kurze und sehr breite Abschläge, die durch harte Schläge und ohne Vorbereitung des Kernkortex gewonnen werden.&lt;br /&gt;
Die Breite ist immer größer als die Länge. Von dem ausgeprägten Bulbus aus verlaufen nach beiden Enden Schwingen, die häufig asymmetrisch angeordnet sind. Die Schwingen verlaufen in einer konkavokonvexen Linie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bei G. Caton- Thompson zu findende Bezeichnung „concavo- convex scrapers“ ist nicht ganz glücklich gewählt, da je nach Steilheit der Retuschen zu unterscheiden ist zwischen Kratzern (scraper), Schabern und Messern. Alle drei Bearbeitungsformen sind häufig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorgestellten side-blow flakes von Abu Tartur können in ihrer Gesamtheit mit neolithischen Fundstellen assoziiert werden. Es ist aber erwiesen, dass die Herstellungstechnik schon im Paläolithikum bekannt war, so in Palästina (Tabun Höhle) und in England in Clacton-on-Sea, in Iver Buckinghamshire, in Biddenham Bedfordshire und in Gillingham Kent. Es besteht die Möglichkeit, dass auch die im Hang der östlichen Schichtstufe von G. Caton- Thompson während ihrer Kharga Expeditionen gefundenen Exemplare älter sind als die in der Tabelle aufgeführten Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Alter der neolithischen side-blow flakes'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Bemerkung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Nabta E-75-8||5810||F. Wendorf u. R. Schild&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Farafra||5950||B.E. Barich et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Makhadma||5990||Vermeersch et al. *&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Eastpans 95/20||6170||B. Gehlen et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kiseiba E-79-5B||6180||F. Wendorf et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Fayum||6391-5010||G. Caton-Thompson&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kiseiba E-79-4||6330||F. Wendorf et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bir Murr I||6330||F. Wendorf et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur 1005/83||6420||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Djara 98/20||6430-6365||K. Kindermann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Gerara||6600||H. Riemer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur 1024/82||6620||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Djara 90/1-6||6900-6700||K. Kindermann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Siwa||wie Fayum||F.H. Hassan&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kharga Ebene||wie Abu Tartur||G. Caton-Thompson&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kharga Hang||nicht sicher||G. Caton-Thompson&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur 1004/83||7590||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur Plateau||9000-8000||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * bis auf Makhadma 4, als große Ausnahme, kommen im Niltal nach heutigem Wissensstand keine side-blow flakes vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzentriert erscheinen side-blow flakes vor allem in Fayum, wo 42 Stücke von G. Caton- Thompson gefunden wurden und in Kharga wo in der Sandsteinebene 54 Exemplare und im Hang des östlichen Schichtstufen- Abbruchs sowie auf dem Plateau 50 Stücke gemeldet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur habe ich 86 side-blow flakes aufgesammelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche gedachte Linie Siwa – Abu Minqar – Eastpans – Bir Kiseiba – Nabta, welche ich schon für die Geschossentwicklung etabliert hatte, ist auch gültig für das Vorhandensein oder das Fehlen von side-blow flakes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Westlich der Linie fehlen side-blow flakes und flache Druckretuschen auf Pfeilspitzen und anderen Geräten, östlich davon ist beides auf den jüngeren steinzeitlichen Fundstellen häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch scheint es, dass zwischen dieser gedachten Linie und dem Niltal die einzigen neolithischen Vorkommen von side-blow flakes in der Ostsahara anzutreffen sind. Darüber hinaus sind mir, die Gesamtsahara betreffend, weder aus der Literatur noch aus eigener Anschauung Funde von side-blow flakes bekannt.&lt;br /&gt;
Das europäische Neolithikum kennt diese eigenartigen Werkzeuge ebenfalls nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus der Tabelle hervorgeht, kann davon ausgegangen werden, dass dieses Artefakt von rund 6900 BP bis 5800 BP in der gesamten Zone Verwendung fand.&lt;br /&gt;
Alters- und mengenmäßig ist wieder eine Konzentration um den Breitengrad 25° N zu erkennen mit rund 200 Exemplaren und Daten von 6900 BP bis 6400 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz Abu Tartur 1004/83 mit einem Alter von 7590 BP Jahren weist zwar zwei side-blow flakes auf, die aber wahrscheinlich vom nahe gelegenen Fundplatz 1005/83 stammen. Ein jüngerer Fundplatz als 1004/83 ist 1017/82 mit einem Alter von 7145 BP Jahren und dieser weist keine side-blow flakes auf. Auch die fünf Exemplare von den Plateaufundstellen 0009/83, 0024/84, 0033/85 und 0061/87 dürften später dorthin verbracht worden sein. Die größte Anzahl weisen die Fundplätze 1023/82 mit 15 Exemplaren und 1024/82 mit 14 Exemplaren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zeichnungen im Maßstab 1:1 werden auf den Blättern „Side-blow flakes 1 und 2“ zwölf Exemplare dokumentiert. Zeichnungen von weiteren zwölf Stücken finden sich im Kapitel „Abu Tartur“ Fundstellen 0009/83, 1005/83, 1014/82, 1023/82 und 1024/82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Side_blow_flakes_1_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Side-blow flakes Blatt 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)   0024 – 28'''   L = 31mm, B = 92mm, D = 10mm&lt;br /&gt;
* Der side-blow flake ist aus dunkelgrauem Hornstein gearbeitet, der Kortex ist wie üblich von hellbeiger Farbe. Die proximale, lange Begrenzungslinie, die der Bulbuslinie gegenüber liegt, ist grob als Kratzerkante retuschiert. Die beiden kurzen Begrenzungslinien an den Schwingenenden sind ebenfalls, und hier handelt es sich um eine Seltenheit, als Kratzer konzipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)   1003 – 3'''   L = 38mm, B = 77mm, D = 11mm&lt;br /&gt;
* Sämtliche side-blow flakes Abu Tarturs sind aus Hornstein verschiedenster Ausformungen und Farben hergestellt. Dieses Stück vom Fundplatz 1003 bildet eine Ausnahme, es ist aus dunkelbraunem verfestigtem Sandstein fabriziert und teilweise als Messer retuschiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)   1024 – 90/24'''   L = 41mm, B = 46mm, D = 7mm&lt;br /&gt;
* Es handelt sich hier um einen der ersten Abschläge, die beim Zerlegen eines großen Rohsteins in side-blow flakes, entstehen. Das Material ist grauer Hornstein. Der proximale Rand ist als Messer retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)   1057'''   L = 83mm, B = 109mm, D = 15mm&lt;br /&gt;
* Dieser große Abschlag besitzt einen hohen Kortexanteil. Das Material ist karamellfarbener Hornstein. Gezeigt ist die Ventralseite. Die proximale Begrenzung ist auf der Dorsalseite als Schaber retuschiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)   1004 – 197/4'''   L = 43mm, B = 94mm, D = 10mm&lt;br /&gt;
* Das Exemplar aus durchscheinendem grau- braunem Hornstein ist weder ein normaler Abschlag noch ist es ein klassischer side-blow flake. Es liegt irgendwo zwischen beiden. Wie die Drucklinien zeigen, wurde der Schlag schräg von oben links angesetzt, ein leichter Bulbus ist erkennbar. Der linke Rand ist im unteren Teil von Kortex geprägt, weiter oben weist er steile Kantenretuschen auf. Der rechte Rand ist mit feinen Retuschen als Messer ausgebildet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)   1023 – 49/1'''   L = 47mm, B = 81mm, D = 11mm&lt;br /&gt;
* Ebenfalls als Messer retuschiert ist dieses Werkzeug. Es besteht aus braun- beigefarbigem Hornstein, die sehr dünne Kortexschale ist hellbeige und geht in einen hellen Grauton über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Side_blow_flakes_2_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Side-blow flakes Blatt 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)   1083/7'''   L = 23mm, B = 109mm, D = 7mm&lt;br /&gt;
* Das Exemplar ist aus dunklem, fast schwarzem Hornstein hergestellt. Deutlich erkennbar ist die ausgeprägte Asymmetrie der Schwingen. Sowohl das proximale Ende als auch das distale ist steil kantenretuschiert und weist das Werkzeug als Kratzer aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)   1076 – 6'''   L = 35mm, B = 108mm, D = 8mm&lt;br /&gt;
* Dunkel beigefarbener Hornstein diente zur Fabrikation dieses side-blow flakes. Auf der Dorsalseite sind größere Flächen von Kortex stehen geblieben. Die sehr flachen Retuschen am distalen Ende sind typisch für ein Messer. Außer diesen flachen Bearbeitungsspuren der Messerschneide finden sich auf der Ventralseite nebst einigen flachen auch kleine perlenartige Retuschen. Das proximale Ende weist vor allem auf der rechten Schwinge steile Kantenretuschen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)   1035 – 126/31'''   L = 23mm, B = 72mm, D = 4mm&lt;br /&gt;
* Dieses kleine und leichte Artefakt ist als Schaber ausgelegt. Der verwendete Hornstein ist gebändert, innen dunkelbeige, abgesetzt durch ein noch dunkleres Band zur zweiten Lage von mittlerem Beige und nach außen ein helles Beige, welches in den Kortex übergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)   1004 – 197/22'''   L = 31mm, B = 76mm, D = 7mm&lt;br /&gt;
* Stark asymmetrischer Kratzer aus hellbeigefarbenem Hornstein. Der Kortex ist über die gesamte Länge des proximalen Endes erhalten, die Schicht ist sehr dünn, die Breite des Endes ist durch einige Retuschen reduziert worden. Das Exemplar ist leicht windüberformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)   1018 – 82/3'''   L = 29mm, B = 94mm, D = 8mm&lt;br /&gt;
* Dieser side-blow flake war ursprünglich als glatter Seitenschaber konzipiert wurde aber später zu einem grob gezackten Kratzer umgearbeitet (Unterschiede in der Patinierung). In der Nähe der Schwingenenden ist die Schaberretuschierung, wenn auch stärker windüberformt, noch zu erkennen. Der Werkstoff besteht aus graubraunem Hornstein. Vom Bulbus bis fast zum rechten Schwingenende ist der Kortex stehen geblieben. Der linke Schwingenrand ist unregelmäßig ausgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)   1005 – 201/21'''   L = 31mm, B = 74mm, D = 6mm&lt;br /&gt;
* Das Artefakt aus schwarzem Hornstein ist als Schaber ausgebildet. Das proximale Ende wurde im mittleren Bereich durch Kantenretuschen modifiziert. Links der medialen Zone verläuft ein glatter Bruch und rechts der Mitte steht Kortex an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Plattige Werkzeuge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vom Menschen gefertigten Steingeräte können als Kernwerkzeuge bezeichnet werden, so die behauenen Geröllgeräte und die sich daraus entwickelten Faustkeile. Das schließt nicht aus, dass die Abfallstücke der Prozedur, vor allem wegen ihrer scharfen Schneiden, ebenfalls benutzt worden sind.&lt;br /&gt;
Hersteller und Nutzer dieser Gerätetypen war in erster Linie der homo erectus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Nachfolger, der homo sapiens neanderthalensis, erfand ein technisch aufwendiges Abschlagsystem, welches ihm erlaubte Mousterienspitzen zu fabrizieren. Außerdem fertigte er Bohrer, Schaber, Kratzer und weitere Werkzeuge aus den Levalloisabschlägen her. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Spezies, der homo sapiens sapiens, verfeinerte die Abschlagtechnik und erfand schon im Pleistozän Klingen und Lamellen als Halbfertigprodukte, aus denen dann eine Vielzahl an Werkzeugen bis hin zu mikrolithischen Stücken fabriziert wurde. &lt;br /&gt;
Mit dem Holozän, der Jetztzeit, und der damit einhergehenden Neolithisierung wuchs das Spektrum der Werkzeuge. Druckretuschen und Steinschliff dienten zur Vervollkommnung der Geräte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst spät, so in Abu Tartur gegen Ende des Neolithikums, wurde eine neue Bearbeitungsweise Allgemeingut, die Nutzung von natürlich vorkommenden Platten und durch Verwitterung entstandenen plattigen Stücken unter anderem von Thermoscherben. Wie genau die Spaltflächen hergestellt wurden ist mir nicht bekannt, Spuren wie Bulben und Druckwellen sind nicht zu erkennen. Alleinige Wirkung von Temperaturunterschieden dürfte auszuschließen sein, ebenso wie eine Behandlung durch Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu allen Zeiten hat es Ausnahmen gegeben und es wurde immer auch experimentiert.&lt;br /&gt;
So treten im frühen Paläolithikum parallel zum Acheul Abschlagindustrien auf (Clactonien). &lt;br /&gt;
Anderseits kehrte man im späten Neolithikum z.B. in Mali im Tilemsital zu Levalloisabschlägen zurück, aus denen dann große, gestielte Pfeilspitzen hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden einige plattige Werkstücke aus Abu Tartur vorgestellt. Sie reichen von grobplattigen Hacken und Kratzern bis zu feinplattigen Messern.&lt;br /&gt;
Natürliche Oberflächen, meistens Kortex, sind gepunktet dargestellt, Spaltflächen gestrichelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_001.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 0005/84'''   L = 243mm, B = 122mm, D = 32mm&lt;br /&gt;
*Das Material dieser großen Hacke besteht aus dunkelbraunem, fast schwarzem, feinkörnigem Sandstein, der durch Eisen- Mangansalzen verfestigt ist. Das Artefakt ist auf dem gesamten Umfang durch grobe, halbsteile Retuschen bearbeitet bis auf den rechten Rand der nicht gezeichneten Rückseite. Dieser Rand wird durch eine natürliche Abschrägung gebildet. Die zentrale Fläche der Vorderseite ist gekennzeichnet durch eine lackartige, glänzende Schicht, die aus Limonit besteht. Die Rückseite, welche in Fundlage dem Wetter ausgesetzt war, zeigt deutliche Deflationsspuren. Sehr viele aneinandergrenzende Negativabdrücke von weggeplatzten Thermoscherben kennzeichnen die zentrale Fläche. Windschliff hat polierte Oberflächen auch an den Randretuschen hinterlassen. Werkzeuge dieser Größe waren wahrscheinlich gestielt und dienten vorzüglich zur Bodenbearbeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_002.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1022/82'''   L = 126mm, B = 111mm, D = 26 – 35mm&lt;br /&gt;
*Dieser massive Kratzer von hellgelber Ockerfarbe, besteht aus Sandstein verschiedener Korngrößen, die von sehr fein bis &amp;gt;5mm Durchmesser reichen. Die großen Quarzkörner sind nicht gerundet sondern eckig, was auf einen kurzen Transportweg durch Wasser schließen lässt.  Die zentrale Fläche der gezeichneten Oberseite ist eine Sedimentationsfläche, die durch die Aktion des Windes aufgeraut ist, die großen, harten Quarzkörner sind weniger beeinflusst worden als das feinkörnige Material. Die steilen Kantenretuschen des massiven Kratzers, der Name ist in Anlehnung an G. Caton- Thompsons „massiv scraper“ gewählt worden, sind nur minimal verrundet und die Unterseite ist bedingt durch die Fundlage, nicht von der Deflation verändert worden. Sie zeigt eine für einen Kratzer ungewöhnlich unregelmäßige, raue Fläche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1026/82 – 2'''   L = 134mm, B = 102mm, D = 37mm&lt;br /&gt;
*Dieser massive Kratzer besteht aus beigefarbenem Hornstein. Die Vorderseite ist im zentralen Bereich durch eine Kortexschicht geprägt. Die nicht gezeichnete Rückseite besteht aus einer glatten Fläche, die keinen Bulbus oder andere Merkmale eines klassischen Abschlags erkennen lässt. Die Ränder sind durch grobe, sehr steile und halbsteile Kantenretuschen gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_003.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1023/82 – K318'''   L = 185mm, B = 165mm, D = 5 – 21mm&lt;br /&gt;
*Bei diesem Artefakt dürfte es sich um eine breite und leichte Hacke zur Bodenbearbeitung handeln. Mit einem solchen Gerät kann nur effizient gearbeitet werden wenn es gestielt ist. Ein Stiel wird wahrscheinlich am oberen Rand befestigt gewesen sein. Die gegenüber liegende Arbeitskante weist neben relativ flachen Retuschen auch Aussplitterungen in Folge von Nutzung auf. Das Werkzeug besteht aus einer karamellfarbenen Hornsteinplatte, auf beiden Seiten geprägt durch Kortex. Als Bearbeitungsspuren können eine große Spaltfläche auf der Vorderseite sowie die Randretuschen gelten, die auf der Vorderseite häufiger auftreten als auf der Rückseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_004.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 1026/82 – 93/4'''   L = 153mm, B = 103mm, D = 21mm max.&lt;br /&gt;
*Die elegante ovoide Form des Werkzeugs erinnert ein wenig an Acheulfaustkeile. Allerdings sind die Unterschiede der Bearbeitungstechnik und der Dicke des Stücks nicht zu übersehen. Die Vorderseite weist zwei Spaltflächen, durch einen Steg voneinander getrennt, auf. Der Rand ist vollständig durch flache Retuschen modifiziert, sie erstrecken sich z.T. bis fast 40mm in die Fläche. Die Rückseite ist gekennzeichnet durch Kortex, eine große Spaltfläche sowie flache Retuschen, die den gesamten Rand, mit Ausnahme von 54mm der linken Begrenzung, betreffen. Außergewöhnlich sind die feine Bearbeitung, die stellenweise messerscharfen Ränder und das relativ geringe Gewicht des Artefakts. Es bleibt unklar ob es gestielt als Haue oder ungestielt als Messer und Schaber gedient hat. Beides wäre möglich. Das Material ist der plattige, karamellfarbene Eozänhornstein, aus dem so viele Werkzeuge in Abu Tartur hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_005.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 1026/82 – 96/11'''   L = 203mm, B = 58mm, D = 6 – 22mm&lt;br /&gt;
*Die langschmale, große Hacke ist aus schokoladenbraunem Hornstein gearbeitet. Die Vorderseite weist im oberen Bereich Kortex auf. Rundum wurde das Gerät mit steilen Kantenretuschen versehen. Einige flache, invasive Retuschen auf beiden Seiten im unteren Bereich des Werkzeugs vervollständigen die sekundären Modifikationen. Die große, muldenförmige Aussparung am unteren linken Rand der Rückseite könnte mit Freilegen der Spaltfläche in Zusammenhang stehen. Für den medialen und unteren Bereich der Vorderseite bestehen Zweifel ob es sich um Kortex oder um eine stark durch Deflation verformte Spaltfläche handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_006.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 1024/82 – 28/35'''   L = 168mm, B = 69mm, D = 4 – 18mm&lt;br /&gt;
*Ebens wie die Nr. 6 ist dieses Stück eine große, langschmale Hacke. Sie besteht aus dem häufig vorkommenden karamellfarbenen Hornstein. Der Rand ist gekennzeichnet durch steile und halbsteile Retuschen. Die zentrale Oberfläche der Vorderseite besteht bis auf einen Negativabdruck einer Thermoscherbe im oberen Teil aus Kortex. Die Rückseite weist fünf Teilspaltflächen auf, lediglich am oberen Rand sind einige Druckretuschen zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_007.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.) 1023/82 – 57/8'''   L = 128mm, B = 94mm, D = 3 – 13mm&lt;br /&gt;
*Bis auf die rechte untere Ecke der Rückseite ist bei diesem Werkzeug kein Kortex zu beobachten. Sämtliche Partien sowohl auf der Vorderseite als auch der Rückseite werden durch Spaltflächen gebildet. Die Ränder sind rundum derart retuschiert, dass das Artefakt als Messer verwendbar gewesen wäre. Zusätzlich ist am rechten Rand der Vorderseite eine kleine Kerbe ausgespart worden. Der untere Bereich erinnert ein wenig an die Kerbe eines Fischschwanz- Messer.  Das Material ist karamellfarbener Hornstein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_008.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9.) 1023/82 – 47/21'''   L = 113mm, B = 79mm, D = 3 – 11mm&lt;br /&gt;
*Die Form dieses plattigen Werkstücks gleicht der eines Faustkeils. Die Rückseite besteht aus Spaltflächen, lediglich ein schmaler Streifen am unteren Rand wird durch Kortex gebildet. Nur eine geringe Anzahl von Randretuschen kennzeichnen den oberen, gerundeten Rand. Anders die Vorderseite, die sowohl Kortexanteile als auch Spaltflächen aufweist. Die Ränder sind zum Großteil durch invasive Retuschen modifiziert worden in einer Weise, die das Artefakt als Messer ausweisen. Das Material ist karamellfarbener Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.) 1013/82 – 39/18'''   L = 130mm, B = 55mm, D = 4 – 13mm&lt;br /&gt;
*Karamellfarbener Hornstein ist auch hier das Material mittels dessen dieser Frontkratzer- Seitenschaber aus einem plattigen Rohstück herausgearbeitet worden ist. Beide Seiten bestehen jeweils aus einer einzigen Spaltfläche. Die Rückseite weist am linken Rand einige Bearbeitungsspuren auf, die möglicherweise zur Spaltung der Platte gedient haben könnten. Die Vorderseite weist, bis auf den oberen Teil, umlaufende, vorwiegend halbsteile Retuschen auf, die invasiven Retuschen am oberen, linken Rand könnten ebenfalls der Spaltung gedient haben. Ähnliche Spuren zeigt auch das Artefakt 1026/82 – 96/1, die Nr.6 oben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_009.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11.) 1023/82 – 51/2'''   L = 125mm, B = 58mm, D = 2 – 8mm&lt;br /&gt;
*Beigefarbener Hornstein wurde zur Herstellung dieses dünnen Messers verwendet, das Material ist durchscheinend. Bedingt durch die Struktur des Gesteins besitzt die Vorderseite eine gewellte Oberfläche. Durch die geringe Dicke der Platte sind die umlaufenden Retuschen kurz. Die Rückseite weist zwei Teilspaltflächen und einer rezenten Negativabdruck einer Thermoscherbe auf. Die Druckretuschen, vorwiegend am rechten Rand sind invasiv und tragen zur immer noch vorhandenen Schärfe der Messerschneide bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12.) 1017/82 – 32/1'''   L = 84mm, B = 52mm, D = 3 – 8mm&lt;br /&gt;
*Dieser kleine Winkelschaber ist aus braunem, opakem Hornstein gefertigt. Die Vorderseite (auf der Zeichnung oben) ist geprägt durch den Abdruck einer weggeplatzten Thermoscherbe, die weitere Oberfläche wurde durch Spaltung geformt. Die Rückseite besteht aus einer einzigen Spaltfläche. Der eigentliche Winkelschaber ist beidseitig mit halbsteilen Retuschen versehen und könnte auch als Messer eingesetzt worden sein. Die einseitigen Randretuschen am oberen Rand ergeben einen idealen Seitenkratzer. Durch die Kerbe am gegenüberliegenden Rand wird das Artefakt zu einem Kombinationswerkzeug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rätsel==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder wird gefragt wozu ein gewisses Artefakt gedient haben könnte oder wie ausgefallene Keramikformen genutzt worden seien.&lt;br /&gt;
Meine Antwort ist wie folgt: Angenommen unsere heutige Zivilisation wird, gleich aus welchen Gründen, ausgelöscht, es überleben nur einige wenige Menschen in isolierten Habitaten.&lt;br /&gt;
8.000 bis 10.000 Jahre nach der Katastrophe hat sich eine neue Zivilisation entwickelt und sie hat unter anderem auch wieder Archäologen hervorgebracht. Letztere finden einen gut erhaltenen Korkenzieher aus Edelstahl und fragen sich wozu er nütze war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu muss gesagt werden, dass die Korkeiche ausgestorben ist und dass Flüssigkeiten nicht mehr in Glasflaschen abgefüllt werden. Welche Antworten werden gefunden werden?&lt;br /&gt;
Vielleicht ist es ein zahnärztliches Gerät, ein Gerät zur Verzierung von Keramik wird man sagen und wenn weiter keine Vorschläge kommen eben ein Kultgegenstand oder Teil eines Pferdegeschirrs u.s.w.&lt;br /&gt;
Die Wissenschaftler können den eigentlichen Gebrauch des Artefakts nicht erkennen, weil die Lebensumstände zu unterschiedlich sind und sie der neuen Zivilisation nicht mehr bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neugier und die Lust zu spekulieren verleiteten allerdings immer wieder zu rätseln, so auch hier. Bei einigen Artefakten, die wir heute finden, besteht kein Zweifel an ihrer Funktion weil die dazugehörende Technologie, wenn auch mit anderen Materialien, bekannt ist und auch heute noch Anwendung findet. &lt;br /&gt;
Als Beispiele seien Pfeilspitzen und Keramiktöpfe genannt. Die hier vorgestellten Stücke gehören nicht in die Kategorie der Artefakte, bei denen es leicht fällt ihre Funktion zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Clayton Ringe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Clayton Ring wird eine Keramik in Form eines Mantels, der aus einem Konus herausgeschnitten wurde, bezeichnet. Die Spitze des Konus fehlt, in etwa ein Blumentopf ohne Boden. Eine Clayton Scheibe ist eine runde Keramik mit einer zentralen Öffnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur wurden drei Bruchstücke von Clayton Ringen und zwei Clayton Scheiben gefunden. &lt;br /&gt;
Drei Stücke sind im ''Kapitel Töpferrn, Bohren, Schleifen und Polieren'' beschrieben und gezeichnet.&lt;br /&gt;
* Clayton Ring 	1006/4 unter Tafel K1&lt;br /&gt;
* Clayton Scheibe 1029/1 unter Tafel K2&lt;br /&gt;
* Clayton Scheibe 0014/16 unter Tafel K4  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Bruchstück eines Rings stammt vom Fundplatz 0034/85. Da von der Scherbe nur der obere Rand erhalten ist, kann sie nicht eindeutig als Clayton Ring eingeordnet werden.&lt;br /&gt;
Allerdings weist sie große Gemeinsamkeiten in der Machart, Farbe und Magerung mit dem Ring 1006/4 auf. Direkt unterhalb des Randes dieser Scherbe ist eine Keramikmarke, bestehend aus zwei vertikalen, parallelen Linien angebracht. Sie wurden vor dem Brennen eingeritzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 0003/83 ist ebenfalls ein Bruchstück mit dem typischen abgeflachten Rand des Clayton Rings bekannt. Er ähnelt der Scherbe von 0034/85. &lt;br /&gt;
Über Clayton Ringe wird ausführlich berichtet in: &lt;br /&gt;
“Clayton rings: enigmatic ancient pottery in the Eastern Sahara” von H. Riemer und R. Kuper (Sahara 12/2000)&lt;br /&gt;
und in:&lt;br /&gt;
“News about the Clayton rings: long distance desert travellers during Egypt’s Predynastic”. Von H. Riemer in:&lt;br /&gt;
“Egypt at its origins” (Oriental Lovaniensia Analecta 138. Lenven, Paris, Dudley, M.A. 2004).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde vorgeschlagen die Ringe seien Behältnisse für Honig, Käse oder Salz. &lt;br /&gt;
Abgesehen von der Tatsache, dass diese Ringe über keinem Boden verfügen und so denkbar ungünstig für die Aufnahme von Lebensmitteln jeglicher Konsistenz sein dürften, sind die klimatischen Bedingungen um 3000 BC in der westlichen Wüste so, dass Bienenvölker nicht überleben können. Käse, falls solcher hergestellt worden wäre, ist in ariden Gebieten meistens eine Art getrockneter Quark, er könnte in jedem Korb transportiert worden sein. Ich habe von Tuaregs hergestellten „Käse“ probiert, es ist keine Delikatesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salz kommt an der Oberfläche von Salzseen vor, die Clayton Ringe sind über große Räume mit den verschiedensten geographischen und geologischen Gegebenheiten verteilt. An der überwiegenden Anzahl der Fundstellen kann kein Oberflächensalz existiert haben.&lt;br /&gt;
Ein weiterer Vorschlag, der genannt wurde, betrifft eine Art von Fallen.&lt;br /&gt;
Welche Tiere kämen in Frage?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Vögel &lt;br /&gt;
*Zugvögel erscheinen auch heute noch regelmäßig auf ihrem Hin- und Rückflug in der westlichen Wüste Ägyptens. Dabei bevorzugen sie die ehemaligen Siedlungsplätze, da sie seit dem Beginn des Holozäns so programmiert sind, die Wüstenroute zu fliegen, welche vor tausenden Jahren grün war und ihnen beste Bedingungen bot. Die Clayton Scheibe, welche von G. Caton- Thompson am Mantanapass gefunden wurde ist durch ein Vogelbild verziert. Bei näherer Betrachtung ähnelt das Tier einer Gans oder einer Laufente, die wohl kaum durch eine ~15mm weite Öffnung gepasst hätten. Ein weiterer Vogel, nicht ganz so eindeutig, ist auf einem Ring aus Regenfeld 96/15 bei H. Riemer abgebildet. Nistkästen für heimische Vögel wie Meisen verfügen über Fluglöcher mit Durchmessern von ~25mm, für Blaumeisen etwas weniger. da letztere zu den kleineren Singvögel gehören wird klar, dass eine Öffnung von 15mm zu klein ist, um Zugvögel zu fangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Schlangen&lt;br /&gt;
*Bei den heutigen klimatischen Bedingungen habe ich lediglich Sand-Rennnattern beobachten können und in der Nähe von Wohngebieten auch Hornvipern. Beide sind für 15mm Öffnungen zu groß, sie könnten sich, einmal in der Falle, auch wieder befreien, indem sie den Deckel wegschieben. Sand-Rennnattern sind ungiftig und ernähren sich von den Zugvögeln, die sie mit Hilfe ihrer sehr speziellen Jagdtechnik fangen können. Ihr Schwanz ist sehr dünn und ähnelt an seinem Ende einem Wurm. Die im Gesteinsschutt lauernde Schlange bewegt das Schwanzende und lockt damit den Vogel an. Was dann passiert, ist durch drei Fotos, die ich in Djara im Jahr 2000 aufgenommen habe, dokumentiert. Die Reptilien fressen zweimal im Jahr und zwar wenn die Zugvögel auf ihrer Hin- und Rückreise sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlange_Vogel_1.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 1: Der Vogel hat das wurmähnliche Schwanzende gepackt. Die Schlange beißt zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlange_Vogel_2.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 2: Nachdem der Vogel gewürgt wurde, wird er gefressen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlange_Vogel_3.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 3: Der Vogel ist im Schlangenkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Skorpione &lt;br /&gt;
*Diese Spinnentiere kommen mangels Beutetieren heute in der Vollwüste nicht mehr vor, wohl aber in den Oasen. In Gunsträumen, die ehemals während der stärkeren Feuchtphasen vom Menschen besiedelt waren, hätten sie allerdings noch genügend Nahrung fangen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anwachsen der Playas endete nach Pachur und Roeper gegen 6.400 BP.&lt;br /&gt;
*Das heißt aber nicht, dass kein Regen mehr fiel. Sanfter Winterregen sickert leicht ein und eine begrenzte Niederschlagsmenge ist nicht in der Lage Verwitterungsmaterial zu transportieren und Sedimente in den Endpfannen zu bilden. Hier liegt der Grund, dass Quartärgeologen an Hand des Sedimentationsgeschehens nicht in der Lage sind Niederschläge nachweisen zu können. Selbst noch während der vierten und sechsten Dynastie sind Strafexpeditionen von Pharao Snefru und Weni, dem Gouverneur von Oberägypten in die westliche Wüste bekannt, die eine bedeutende Population in den Oasen und in dem umgebenden Grasland vorfanden, bekämpften und ausplünderten. Das Gebiet war also nach dem Abwandern eines Großteils der Bevölkerung keineswegs eine Vollwüste wie heute sondern konnte eine in den Oasen basierte Gemeinschaft die sporadisch und durch langjährige Beobachtungen gezielt das Umland nutzte, ernähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wozu braucht man nun Skorpione? &lt;br /&gt;
*In Südtunesien in den Oasen Tozeur und Nefta wurden in 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts noch Skorpione gefangen und an Forschungsinstitute verkauft. &lt;br /&gt;
*Im prädynastischen Ägypten kennen wir viele Abbildungen von Skorpionen. Der Horusname des ersten Königs von Oberägypten, dem Vorgängern Namers, war Skorpion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere Informationen ist die Ägyptologie gefragt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Keramik Markierungen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ritzungen in Form von Vögeln sind bereits erwähnt worden. Viele andere Zeichen sind einfache Striche, Kreuze, U-förmige Anordnungen, frühe Hieroglyphen und andere, es könnten Eigentumsmarken sein. Allerdings stimmen die Markierungen von Ringen und zugehörigen Scheiben nicht überein. Häufig werden auf den Scheiben Zeichen gefunden, die aus einer geraden Linie vom Rand zur Öffnung hin bestehen und einer pfeilartigen Ritzung, die in Richtung der Öffnung weist, als wolle man, gleich einem Jagdzauber, dem Skorpion den Weg in die Falle weisen. (Mirmala, Regenfeld und Selima sandsheet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clayton_Ring_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Ritzungen von Skorpionen und Scheiben von Clayton Ringen&lt;br /&gt;
*1. Mirmala 00/10, Keramik-Ritzzeichnungen, die Skorpione darstellen könnten.&lt;br /&gt;
*2. Selima sandsheet, Scheibe mit typischer pfeilartiger Ritzung (nach P.A. Clayton).&lt;br /&gt;
*3. Mirmala 00/10, Scheibe mit typischer pfeilartiger Ritzung.&lt;br /&gt;
*4. wie 3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichen auf den Ringen, welche aus einem Viereck oder einem U bestehen und einem zwei- bis dreimal geknicktem geraden Strich an der Basis des Vierecks oder des U, würde ich als primitive Skizzen von Skorpionen interpretieren, wobei die geknickten Linien den Schwanz mit Stachel darstellen (Mirmala). Auch die perlenartige Anordnung von Chufu weist auf den gegliederten Schwanz des Skorpions hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Skorpione_Darstellungen_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Darstellungen von Skorpionen&lt;br /&gt;
*1. Gerf Hussein, auf Tontopf&lt;br /&gt;
*2. Gerf Hussein, auf bauchigem Tontopf&lt;br /&gt;
*3. Chufu, Keramikmarke		&lt;br /&gt;
*4. Nagada, Zeichnung&lt;br /&gt;
*5. Hierakonpolis, plastisch auf hohem Tongefäß&lt;br /&gt;
*6. Hierakonpolis, plastisch als Henkel auf Tonkrug	&lt;br /&gt;
*7. Hierakonpolis, Keulenkopf des Skorpions&lt;br /&gt;
*8. Nagada, auf Tonkrug&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine Verwendung von Clayton Ringen als Skorpionfalle sehr viel wahrscheinlicher ist als sämtliche übrigen Vorschläge, und dass das Klima in der westlichen Wüste eine extensive Viehhaltung und ein nomadisches Leben während der Winterregenzeit erlaubte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clayton_Falle.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Darstellung einer Clayton Falle &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Distanz z.B. von Farafra, dem Land der Kuh, bis Mirmala beträgt rund 300 km und ohne Wasser ist diese Strecke nicht zu überwinden. Mit einer Viehherde (siehe auch Gabriel) bestehend aus Kühen, Schafen oder Ziegen könnten Hirten die Korridore zwischen den Dünenketten als Weiden nutzen und so in drei bis vier Monaten den Hin- und Rückweg schaffen. Nebenbei könnten sie Fallen aufstellen und, als Zubrot sozusagen, noch Skorpione fangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkbar ist auch, die Fallen wären zur Sicherheit der Hirten und ihrer Herden aufgestellt worden, um vor Stichen der Spinnentiere geschützt zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tulpenförmige Keramikbecher'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Becher sind gekennzeichnet durch einen breiten, ausladenden Rand und einen runden Boden. Die sudanesischen Exemplare weisen außerdem im medialen Bereich eine Verengung auf.&lt;br /&gt;
Beschrieben werden sie unter anderem in:&lt;br /&gt;
*H. Müller- Karpe, Handbuch der Vorgeschichte Band II Jungsteinzeit. C.H. Beck München 1968. &lt;br /&gt;
*L. Krzyzaniak, The Later Prehistory of Upper (main) Nile. Comments on the Current State of the Research. In: New Light on the Northeast African Past. Heinrich- Barth- Institut, Köln 1992.&lt;br /&gt;
*J. Reinold, Néolithique du Soudan central et du Haute Nubie – données sur le materiel en céramique. In: Tides of the Desert. Heinrich- Barth- Institut, Köln 2002.&lt;br /&gt;
*R. Kuper, „Looking behind the scenes“ archaeological distribution patterns and their meaning. In: Atlas of Cultural and Environmental Change in Arid Africa. Heinrich- Barth- Institut, Köln 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datierungen reichen in Kadero von 3800 bis 3000 BC (L. Krzyzaniak). R. Kuper gibt eine Zeitspanne von 4700 – 3400 cal. BC für das gesamte Verbreitungsgebiet an. Es erstreckt sich von Khartum bis nach Assiut und von der östlichen Wüste bis in den Gilf Kebir. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Kalksteinplateau Abu Tarturs ist vom Fundplatz 0034/85 eine kleine Scherbe bekannt, die zu einem dieser Becher gehören könnte. Vor allem die ansonsten in Abu Tartur unbekannte Randdekoration bestehend aus Ritzmustern in Dreiecksform, welche bei vielen Exemplaren aus Mostagedda, Badari und dem Sudan vorkommen, macht diese Vermutung wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ein praktischer Gebrauchswert der Tulpenbecher bislang nicht erkannt worden ist, dürfte die Frage nach der Lebensweise der Spätneolithiker vielleicht eine Lösung bringen. &lt;br /&gt;
Vereinfacht gesagt bauten diese Gruppen Getreide (Sorghum) an und hielten Viehherden. Ein vernünftiger Grund die Tiere zu halten lag in der Möglichkeit der Milchgewinnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den heutigen industrialisierten Gesellschaften ist die anonyme Milchkuh ein zu optimierender Produktionsfaktor, der hoch gezüchtet und medizinisch überwacht in automatisierten karusellartigen Stationen elektrisch gemolken wird. Noch vor einigen Jahrzehnten wurden in unseren Breitengraden den Kühen, die mit Pferden, Ziegen, Schafen, Schweinen, Geflügel und anderen Tieren auf den Hof zusammenlebten, liebevoll Namen gegeben. Der Bauer hatte eine persönliche Beziehung zu seinem Vieh. &lt;br /&gt;
Bei den nomadisierenden afrikanischen Viehhaltern ist das heute noch der Fall und diese persönliche Bindung hatte am Anfang der Domestizierung eine noch größere, fast religiöse Dimension. Das vorher wilde Tier gab dem Menschen von seiner für das Kalb oder das Lamm bestimmten Milch einen Teil ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wird von Hand gemolken?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*In Europa wurde ein Eimer unter das Euter des zu melkenden Tieres gestellt, der Melker setzte sich auf einen Schemel und melkte beidhändig.&lt;br /&gt;
*In Afrika hockt sich der Melker neben das Tier, hält einen Behälter in einer Hand und melkt mit der anderen. Häufig ist es notwendig, dass das Kalb oder das Lamm bei dem Vorgang in der Nähe steht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Gefäß wird heute eine flache Aluminiumschüssel oder das allgegenwärtige chinesische Emailgeschirr benutzt. &lt;br /&gt;
Wie viel eleganter und praktischer, einmal davon abgesehen, dass Keramik über weniger Bruchfestigkeit verfügt, ist ein Tulpenbecher.&lt;br /&gt;
Der breite, auskragende Rand verhindert ein Verspritzen der Milch, der mediale Bereich, besonders wenn er noch verjüngt ist, eignet sich bestens zum Festhalten. So liegen die entsprechenden Durchmesser bei ~7,2cm in Badari, bei ~6,6 bis 8,4cm in Mostagedda und im Sudan in Kadero Grab 113 bei ~7,3cm und bei Grab 114 bei ~6,0cm. Zum Vergleich misst der Durchmesser einer modernen, gläsernen Milchflasche ~8,7cm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Melkbecher_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der untere Teil mit dem runden Boden diente als eigentlicher Sammelbehälter. Ein Grund keinen flachen Boden zu wählen liegt in der einfacheren Reinigungsmöglichkeit eines gerundeten Bodens, ein wichtiger Aspekt in heißen Klimaregionen. Es kann davon ausgegangen werden, dass jeder Hirte seinen eigenen Melkbecher am Gürtel trug.&lt;br /&gt;
Die oft aufwendige Dekoration belegt die Wertschätzung des Artefakts.  Die sehr unterschiedlichen Größen erklären sich zum einen durch die verschiedenen zu melkenden Tiere (Kühe, Schafe und Ziegen) zum anderen durch die unterschiedliche Größe der Hirten (Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Fundplatz A.T. 0034/85 wurde neben der hier behandelten Becherscherbe auch das Bruchstück eines Clayton Rings gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Melkbecher_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im europäischen Neolithikum kommen Gefäße vor, die sich ebenfalls zum einhändigen Melken eignen würden. Besonders auffällige Stücke sind in der Slowakei gefunden worden und zwar in Abrahäm und in Luzianski. Diese Schalen mit langem, massivem Fuß erfüllen in hohem Maße die Kriterien eines Melkbechers. Zu einem anderen Gebrauch, z.B. für ein auf dem Fuß stehendes Gefäß sind sie zu instabil. Ein weiteres schönes Beispiel europäischer Tulpenbecher bietet die Michelsberger Kultur. So sind Exemplare der Fundstelle Goldberg/Ries fast identisch mit den hier vorgestellten Melkbechern aus Ägypten, wenn auch die für Mostagedda und Kadero typische Dreieckverzierung fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Melkbecher_3.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Seltene und seltsame Steinartefakte.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Kleine Beile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Stationen Afara, Tintabesguin und Cory de Noel in der Nähe der Kohlengrube Anou Araren in der Republik Niger haben eine beachtliche Anzahl von geschliffenen und geschlagenen Beilen verschiedener Dimensionen hervorgebracht. Auch Hohlbeile (gouges) sind stark vertreten.&lt;br /&gt;
Von den rund 300 in der Gegend gefundenen Beilen sind einige mikrolithisch ausgebildet. Typologisch handelt es sich bei diesen Artefakten einwandfrei um Beile, kleine geschliffene und polierte Beile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige sind mit ihren Charakteristika aufgelistet und gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleine_Beile_Niger.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Kleine Beile aus Niger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Nr.'''|| '''Kennziffer'''|| '''Länge (mm)'''|| '''Breite (mm)'''|| '''Dicke (mm)'''|| '''Gewicht (g)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 01|| N 13/7|| 24,5|| 14,2|| 7,0|| 2,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 02|| N 09/6|| 18,3|| 15,1|| 7,3|| 2,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 03|| N 13/14|| 24,5|| 16,4|| 7,0|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 04|| N 13/17|| 21,1|| 15,5|| 8,0|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 05|| N 09/5|| 28,2|| 12,0|| 8,0|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 06|| N 09/9|| 19,1|| 7,9|| 3,7|| 0,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 07|| N 13/18|| 23,0|| 11,3|| 6,5|| 1,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 08|| N 05/24|| 20,8|| 11,0|| 6,8|| 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 09|| N 13/3|| 26,6|| 13,7|| 5,4|| 4,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 10|| N 06/19|| 22,5|| 10,2|| 7,0|| 4,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die mittelgroßen und großen Beile aus dem lokal häufig vorkommendem Tonstein gefertigt sind, ist das für die mikrolithischen Stücke verwandte Material ein schwarzes Ergussgestein (Basalt). Eine Ausnahme bildet das Beil Nr. 8, welches aus einem grau- grünem, nicht näher identifiziertem Gestein besteht.&lt;br /&gt;
Die mögliche Funktion dieser Werkzeuge gibt ein Rätsel auf. &lt;br /&gt;
Als Beile konnten diese Artefakte schon aus Mangel an Masse nicht verwendet werden. &lt;br /&gt;
Als Spielzeug sind sie zu klein, hier wären eher die mittelgroßen Stücke geeignet gewesen. Außerdem hätte man für Spielzeuge den günstigeren Werkstoff Tonstein genutzt und nicht den importierten härteren Basalt verwendet.&lt;br /&gt;
Da aus dem üblichen Tonstein keine Klingen geschlagen werden konnten und er ebenfalls zur Herstellung von Sticheln ungeeignet war, wäre es möglich, dass die kleinen Beile hier eine Lücke ausfüllen sollten. Aber auch dieser Ansatz ist wenig zwingend. Wir wissen es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Kerbklinge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Artefakt stammt aus dem Süden Tunesiens und zwar aus Lalla in der Nähe von Gafsa.&lt;br /&gt;
Der schwierige Fundplatz kann einem späten, indifferentem Epipaläolithikum zugeordnet werden. Das proximale Ende der Kerbklinge ist aufwendig zu einer Art Kratzerkappe retuschiert worden. Der Rücken ist fein retuschiert ohne jedoch gestumpft zu sein. Die proximale Kerbe weist die typischen abrupten Retuschen auf, während die distale Kerbe den Eindruck erweckt als sei sie heraus gebrochen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kerbklinge.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Kerbklinge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das distale Ende ist ohne Retuschen und bildet mit der oberen Kerbenkante einen Zinken. Das Material ist hellbeigefarbener, transluzenter Feuerstein bester Qualität. Vielleicht sind die Kerben wie bei normalen Kerbklingen genutzt worden, ansonsten ist eine andere Verwendung schwer vorstellbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Großgeräte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Fundplätzen 1026/82 und 0005/84 stammt jeweils ein großes, plattiges Werkzeug, welches zu seinem Gebrauch hätte gestielt sein müssen.&lt;br /&gt;
Die Artefakte sind einzigartig und kommen auf anderen Fundstellen in Abu Tartur nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0005/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werkzeug von diesem Fundplatz ist im Kapitel plattige Werkzeuge beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Platte aus karamellfarbenem Hornstein bildet den Werkstoff dieses Artefakts. Die Oberfläche wird durch den natürlichen Kortex gebildet, sie ist unregelmäßig, vorspringende Zapfen sind wegretuschiert worden. Die von beiden Seiten geschlagenen, den Gesamtumfang betreffenden Retuschen bilden Winkel von 42° - 55°. Während ein Rand durch zwei tiefe Kerben gekennzeichnet ist, weist der gegenüberliegende Rand nur eine gut ausgeprägte Kerbe auf. (Siehe Foto).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstueck_groß_Vorderseite.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstück Vorderseite&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstueck_groß_Rueckseite.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstück Rückseite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dimensionen des Werkzeugs, des größten und schwersten in der Sammlung, ausgenommen Reibschalen, sind wie folgt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Länge	=	270mm&lt;br /&gt;
*Breite 1	=	210mm&lt;br /&gt;
*Breite 2	=	180mm&lt;br /&gt;
*Breite zwischen den Kerben 	=	160mm&lt;br /&gt;
*Dicke	=	40 – 45mm&lt;br /&gt;
*Gewicht	=	2800g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den beiden Objekten handelt es sich höchstwahrscheinlich um gestielte Hacken oder Hauen. Die Kerben dienten zur Befestigung der Stiele.&lt;br /&gt;
Mögliche Anwendungsgebiete sind der Ackerbau, das Abteufen von Brunnenlöchern, das Ausheben von Gräbern, den Tonabbau zur Keramikherstellung und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) „Spielsteine“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Runde, plattige Artefakte ohne sichtlichen praktischen Gebrauchswert werden hier Spielsteine genannt. In größerer Anzahl sind sie im Südteil des Fundplatzes 1024/82 beobachtet und in ihrer Lage belassen worden. Die zwei hier vorgestellten Artefakte stammen vom Fundplatz 1017/82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielstein 1017/82 – 52 ist aus einer Thermoscherbe aus karamellfarbenem Hornstein mit wenigen Randretuschen hergestellt worden. Er hat einen Durchmesser von 73 bis 78mm und eine Dicke von 15mm. Spielstein 1017/82 – 5 besteht aus einer Kalksteinplatte, die leichte Deflationsspuren auf einer Seite und starke auf der gegenüberliegenden Seite aufweist. Hier sind die Dimensionen wie folgt. Der Durchmesser ist mit 63 bis 68mm geringer als bei dem Hornsteinartefakt. Die Dicke mit 13 – 14mm ist ebenfalls geringer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Spielsteine.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Spielsteine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 1001/83 sind drei Spaltstücke aus einem Kalzitkristall bekannt, die ebenfalls keinen praktischen Gebrauchswert erkennen lassen. Da sie nicht durchbohrt sind, dienten sie wahrscheinlich auch nicht zu Schmuckzwecken. Auch hier kann angenommen werden, sie hätten als Spielsteine eingesetzt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abmessungen betragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18mm	x	14mm	x	2,5mm&lt;br /&gt;
*18mm	x	14mm	x	2,0mm&lt;br /&gt;
*17,5mm	x	14mm	x	3,0mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte die Annahme es handele sich bei diesen Artefakten um Spielsteine korrekt sein, so lässt es in Bezug auf die Lebensweise der Hersteller darauf schließen, dass die Lebensumstände günstig waren und Zeit zum Spielen boten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) Stumpfe Pfeilspitze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Sammlung Ulbrich stammt eine A31 Spitze, gefunden auf dem Fundplatz 1023/82, die sich durch eine gestumpfte Spitze auszeichnet. Das Artefakt ist wie eine A2 Spitze konzipiert aber mit leicht gerundetem Schwingenenden ausgestattet. Das distale Ende besteht aus natürlichem Kortex beschreibt einen Kreisbogen und steht rechtwinklig auf der Längsachse der Pfeilspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Länge		=	35mm&lt;br /&gt;
*Breite 1			=	26mm	&lt;br /&gt;
*Breite 2		=	14mm&lt;br /&gt;
*Tiefe der Kehle	=	11mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wozu wurde ein solches exotisches Projektil benutzt?&lt;br /&gt;
Mögliche Antworten könnten sein:&lt;br /&gt;
*Vogeljagd.&lt;br /&gt;
*Jagd auf kleine Tiere, deren Fell nicht durchlöchert werden sollte.&lt;br /&gt;
*Schuss auf flüchtende Feinde, die nicht getötet sondern gefangen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch hier kann gesagt werden, dass wir es nicht wissen und nur raten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) Seltsame Mikrolithen vom Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 0002/84 ist das bislang älteste in Abu Tartur aufgefundene Zeugnis holozäner steinzeitlicher Besiedlung. Mit einem Alter von 9120+-40 BP oder 8360+- 70 cal AD – BC (Poz – 11204) gehört der Platz zu den ältesten in der Sahara aufgefundenen Fundstellen, die eine genügend große Menge an Werkzeugen aufweisen, um eine Typologie erstellen zu können.&lt;br /&gt;
(Siehe Fundplatzbeschreibung: Fundplätze - Komplex T, größere, 0002_84_Zusammenstellung.pdf.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werkzeuge sind einmal charakterisiert durch schwere Kratzer, zum Teil auf vorholozänen Artefakten und daher mit doppelter Patina versehen, zum anderen durch kantenretuschierte Mikrolithen, hauptsächlich Querschneider in Trapezform. Unter diesen Mikrolithen befinden sich drei Stücke, die nicht einfach einzuordnen sind und deren Gebrauchswert Rätsel aufgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus Tafel 0002-II-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0002_Mikrolithe.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Mikrolithe Nr. 31, 34 und 40&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nr. 31 – 23/131   Nicht zu identifizierendes Werkzeug. Zwei lange Ränder sind konkav retuschiert, ein langer Rand ist geradlinig retuschiert, ein kurzer Rand ist retuschiert und der andere kurze Rand besteht aus einer unretuschierten Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nr. 34-25/045   Viereck, die vier Ränder sind retuschiert, ein Rand davon konkav, die anderen geradlinig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dim.:	L = 15mm,	B = 12mm,	D = 3mm    	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nr. 40-23/142   Kleine dreieckige, an sämtlichen Rändern kantenretuschierte Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dim.:	L = 9,5mm,	B = 7mm,	D = 2mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es eigentlich keinen Sinn macht alle drei Ränder einer Spitze zu stumpfen, könnte aus Gründen, die sich uns heute nicht mehr erschließen, das Artefakt Nr. 40 als Pfeilbewehrung benutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Stücke Nr. 31 und Nr. 34 kann ich keinen Anwendungsbereich erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Klima==&lt;br /&gt;
'''(Siehe auch Klima im Hauptteil)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf welche wirtschaftlichen Ressourcen konnten die Bewohner Abu Tarturs zurückgreifen? Um diese Frage zu beantworten, muss das Klima, welches zur Zeit der Besiedlung herrschte, erfasst werden. Vor allem die Höhe der Niederschläge ist neben den Temperaturen und den Verdunstungsraten von großer Bedeutung. Bodenbeschaffenheit und Geländeprofile sind ebenfalls wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine Ansicht geht bis heute dahin, Sommerregenmengen von 50mm/Jahr bis 150mm/Jahr für den Raum Abu Tartur zu postulieren, das wäre ein Durchschnitt von 100mm/Jahr und somit ungenügend um Böden zu bilden, um Wasserlöcher zu füllen, um Wildtieren, abgesehen von wenigen Ausnahmen, eine Lebensgrundlage zu geben und erst recht ungenügend, um Menschen mit ihren Haustieren in eine solche Wüste zu locken.&lt;br /&gt;
Gegen diese minimalistische Sichtweise sind Fakten zusammengetragen worden, die eindeutig höhere Präzipitationen voraussetzen. Das Klimageschehen ist an anderer Stelle im Detail behandelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geologie''' -  Das Vorhandensein von holozänen Rotböden auf dem Abu Tartur Plateau und in der Sandsteinebene bedingte ein wechselfeuchtes Klima zur Zeit der Pedogenese.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fauna''' -  Großsäuger wie Elefant, Giraffe, Büffel und Nashorn sind im Raum um den 25. Breitengrad Nord nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Flora''' -  Gehölze wie Salvadora persica, Leptadenia pyrotechnica, Maerua crassifolia, Calotropis procera, Ziziphus, Grewia tenax, Boscia senegalensis, Balanites aegyptiaca, Caparis decidua und Acacia nilotica, die in der hier behandelten Zone beheimatet waren, deuten auf ein Savannenklima hin.&lt;br /&gt;
Gräser und Kräuter wie Chencrus, Pennisetum, Bracharia, Echinochloa, Digitaria, Gramineae, Panicum, Setaria, Sorghum, Cyperaceae, Portulaca oleracea, Scirpus maritimus und Hordeum vulgare sind ebenfalls nachgewiesen. Gräser, welche essbare Körnerfrüchte zur Reife bringen, benötigen ein Minimum von 150mm/Jahr Winterregen oder 300mm/Jahr Sommerregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Anzahl von Mahlwerkzeug lässt auf eine intensive und regelmäßige Nutzung der Getreidearten schließen.&lt;br /&gt;
Haustiere -  Rind, Schaf, Ziege, Hund und Esel kommen im behandelten Raum vor.&lt;br /&gt;
Allein in Abu Tartur ist von Oberflächenfundplätzen fünfmal das Rind/Büffel und sechsmal Schaf / Ziege nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das absolute Niederschlagsminimum für die Rinderhaltung liegt bei 400mm/Jahr Sommerregen.&lt;br /&gt;
Menschen -  Gruppen von vernunftbegabten Menschen, denen Alternativen zur Verfügung gestanden haben, (Sudan, Nil, Mittelmeer) begeben sich nicht in einen ariden, ressourcenlosen Raum, um einen Überlebenskampf zu führen, den sie nicht gewinnen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Minimum von 400mm/Jahr äquivalenter Sommerregen (es sind sowohl Sommer- als auch Winterregen nachgewiesen) und ganzjährig durch Brunnen erreichbares Wasser sind die Bedingungen, um Sammler und Jäger in den frühen Phasen und Hirten und erste Bauern in späterer Zeit an diesen Ort zu binden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Feldbau auf dem Abu Tartur Plateau==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei dem Fundplatz-Katalog erwähnt, finden sich auf dem Fundplatz 0049/85 zwanzig Steinkonstruktionen unter Lockersediment, die als Windschilde oder Wohnhütten interpretiert werden können. Sie wurden, da ich mir Grabungen untersagt hatte, nicht weiter untersucht. Ihr Alter dürfte, grob geschätzt, zwischen Abu Tartur B und Abu Tartur D liegen in einem zeitlichen Rahmen von ~9000 BP bis 7800 BP, also in den von F. Wendorf und R. Schild definierten El Ghorab und El Nabta Phasen sowie in den von M. Mc Donald so bezeichneten Masara Phasen, die sich am 25. bis 26. Breitengrad Nord in die aride Zeitspanne im CPE Bereich zwischen El Adam und El Ghorab schieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf jüngere Aktivitäten auf dem Plateau im Abu Tartur E weisen zwei C14- Daten von 7370 BP und 7200 BP sowie das Vorkommen von Schaf und Ziege hin. Die Feuerstellen, welche diese Daten lieferten überlagern einwandfrei zu definierende El Nabta Fundstellen (Abu Tartur D).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mittlere Neolithikum scheint auf dem Plateau nur sporadisch vorgekommen zu sein, es schlägt sich nicht in den Werkzeugtypologien nieder, auch fehlen die typischen Dreieckspitzen der Typen H7 und H8. Ein Grund für die geringere Anwesenheit des Abu Tartur E auf dem Plateau könnten nachlassende Niederschlagsmengen gewesen sein.&lt;br /&gt;
Einzelfunde aus noch jüngeren Phasen, die Werkzeuge mit bifazialen Retuschen aufweisen, sind äußerst selten, einige wenige Pfeilspitzen zeugen von Jagdausflügen. Ebenfalls sind die Querschneider der Abu Tartur A Phase vorhanden aber auch sie bilden Ausnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werkzeugmengen auf den für den Feldbau interessanten Fundstellen sind gering, nur 0003/84 erlaubt eine typologische Einordnung, sie würde in die Abu Tartur B Phase passen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Liste der geeigneten Feldbau-Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz Nr. '''|| '''Koordinaten'''|| '''Steinartefakte*'''|| '''Keramik'''|| '''Mahlwerkzeuge'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0003/84|| 520800/305910|| 105|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0004/84|| 522100/305800|| 23|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0005/84|| 521600/305700|| 9|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0019/84|| 520350/302850|| 42|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0020/84|| 522225/302875|| 10|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0021/84|| 520710/304535|| 9|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0024/84|| 522950/305400|| 28|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0026/84|| 516850/302900|| 57|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0027/84|| 519850/302650|| 17|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0028/84|| 520080/302800|| 4|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0030/87|| 518950/303500|| 59|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0031/87|| 519100/303250|| 14|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0032/85|| 520200/305900|| 2|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0033/85|| 520000/305800|| 9|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0034/85|| 519750/305800|| 21|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0046/84|| 519700/304400|| 9|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0047/84|| 520070/303075|| 4|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *Sämtliche Werkzeuge sind im Fundplätze-Katalog Abu Tartur beschrieben. Sie bestehen hauptsächlich aus retuschierten Abschlägen und Klingen sowie aus Kerben. Weniger häufig sind Stichel oder als Stichel benutzte Kerne, Bohrer, Pfeilspitzen der Familie H und Kratzer. Sehr selten sind Trapeze, Stumpfungen und rückengestumpfte Lamellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hacke1_Zeichnung.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Hacken von den Fundplätzen 0003/84 und 0028/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hacke2_Zeichnung.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Hacken und Schneidegeräte von den Fundplätzen 0003/84, 0034/85 und 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorhandensein verschiedener Getreidearten in der westlichen Wüste Ägyptens ist im Kapitel „Klima – Pkt. 4 Regenfeldbau in der Ostsahara zur Zeit der postpleistozänen Feuchtmaxima“ beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es müsste noch hinzugefügt werden, dass die Niederschläge nur einer Regenzeit, vorzugsweise im Winter, ausreichen musste um Getreide innerhalb von drei Monaten erzeugen zu können. Eine weitere Regenperiode im Sommer konnte lediglich von Nutzen für Bäume und Sträucher sein und natürlich auch für die Menschen und ihre Herden indem Brunnenlöcher und Viehtränken aufgefüllt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hypothese: „Getreideanbau auf dem Abu Tartur Plateau“ basiert weder auf Funden von botanischem Material noch auf einwandfrei zugeordneten C14 Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie beruht auf der Typologie der Werkzeuge und den Funden von Geräten, die für die Vorbereitung der Böden, das Schneiden von Halmen sowie dem Mahlen von Körnerfrüchten geeignet erscheinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine landwirtschaftliche Nutzung der fruchtbaren terra rossa Böden spricht ebenfalls die Massierung von Wohnstätten. Falls eine Belegung mit drei Personen je Einheit angenommen wird, so wären gleichzeitig 60 Menschen auf dem Fundplatz 0049/85 anwesend gewesen. zu viele um sie dauerhaft durch Jagd ernähren zu können. In einem Radius von sieben bis acht Kilometern wären die Beutetiere, nach landläufiger Meinung lediglich kleine Gazellen und Hasen, äußerst selten geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel aus meiner Zeit in Sambia kann diese Annahme untermauern. Die Buschlandschaft war äußerst dünn besiedelt. Wir waren eine Gruppe von sieben Leuten, stellten unsere Blechhütten auf, bohrten nach Wasser und schlossen den Generator an. Eine Hütte diente als Küche. In den ersten Tagen schossen wir je nach Bedarf aus dem Küchenfenster entweder drei bis vier Hasen oder eine kleine Antilope. Größeres Wild war vorhanden wäre aber wegen der mangelnden Konservierungsmöglichkeiten ungeeignet gewesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Woche mussten die Jäger schon in den Busch laufen und nach drei Wochen war ein Geländewagen notwendig geworden, um in sieben bis acht Kilometern Entfernung Wild erbeuten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sambia_1970_Hase.jpg|400px]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Der Autor beim Häuten eines Hasen (lepus capensis). Sambia 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Feldbau sprechen auch Dämme, die Regenwasser in geeigneten Flächen zurückhalten konnten. Sie würden zu den frühesten wasserbautechnischen Maßnahmen zählen, die logischerweise ergriffen wurden, um dem Getreide bessere Bedingungen zu bieten und die Erntemenge zu erhöhen. Für wildes Getreide würden solche Anlagen nicht gebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gelaendeschnitt_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Geländeschnitte Fundplätze 0004/84 und 0005/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gelaendeschnitt_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Geländeschnitte Fundplätze 0034/85, 0033/85 und 0032/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier könnten Berufsarchäologen, ausgestattet mit ihrem Wissen und großzügigen staatlichen Ressourcen mit geringem logistischem Aufwand beste Resultate erzielen. &lt;br /&gt;
Zusammenfassend sehe ich auf dem Abu Tartur Plateau zunächst im Abu Tartur A eine Jäger- und Sammlergruppe mit eventueller Haltung von Rindern. Zu Beginn der Nutzung des Plateaus müssen die Niederschläge sehr hoch gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der folgenden Phasen Abu Tartur B und Abu Tartur C, kann postuliert werden, entwickelte sich der Ackerbau, es werden domestizierte Getreidearten angebaut, Rinderzucht ist durch Knochenfunde belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung zur voll neolithischen Lebensweise hält im Abu Tartur D an.&lt;br /&gt;
Durch eine Verminderung der Regenmengen wird das Plateau im Abu Tartur E nur noch saisonal genutzt. Ziegen und Schafe treten an die Stelle von Rindern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Phasen wird das Plateau hauptsächlich für die Jagd genutzt, da die Niederschlagsmengen weiter zurückgehen und die Siedlungsaktivität sich bevorzugt auf die Nähe der großen Playabecken in der Sandsteinebene konzentriert. Wie entsprechende Werkzeugfunde belegen, wird nun in der Ebene Ackerbau betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese hypothetischen Aussagen könnten durch Grabungen und Analysen, durchgeführt von qualifizierten Archäologen, Biologen und Geologen, belegt oder aber mit weniger Wahrscheinlichkeit auch widerlegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich selbst hatte weder die Zeit noch die Mittel, um eindeutige Beweise liefern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ausblick==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur unterscheidet sich von vielen anderen Fundkomplexen in der östlichen Sahara durch seine Vielschichtigkeit sowohl in zeitlicher als auch in kultureller Hinsicht. Daher scheint es nicht angebracht eine schematische Klassierung, die auf anderen Fundstellen durchaus Gültigkeit haben kann, auch hier anzuwenden, es sei denn es würde lediglich grob in eine frühe, eine mittlere und eine späte Phase eingeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollten die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden, die es erlauben würden zu einer sinnvollen Interpretation der Abläufe zu gelangen. Es gilt als erstes den zeitlichen Rahmen festzulegen. Die vorhandenen C14- Analysen sind bei weitem nicht ausreichend, um zu gültigen Resultaten zu kommen. So existieren Werkzeuginventare, die sich auffallend von anderen, schon datierten durch das verwendete Rohmaterial sowie durch ihre Typologien absetzen.&lt;br /&gt;
Diese müssten zeitlich fixiert werden, andere schon existierende problematische Datierungen sollten überprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bislang wurden elf C14- Analysen erstellt. Mit den Resultaten und durch typologische Vergleiche mit anderen, außerhalb Abu Tarturs liegenden Fundstellen, lässt sich zumindest die frühe Phase der Besiedlung im Holozän einigermaßen zufriedenstellend einordnen. So kann der Fundplatz 0002/84 durch eine Umstellung der Definition der Werkzeuggruppen klar in die von Wendorf et al. definierte El Adam Phase, ca. von 9500 bis 8900 BP, eingeordnet werden und zwar auf Grund des Alters als auch der Typologie. In die El Ghorab Phase um 8500 bis 8200 BP passen die Typologien des Plateaufundplatzes 0017/83 und des Fundplatzes 1056/86 in der Ebene. Die Analyse an einem auf dem Plateaufundplatz 0015/83 gefundenem Landschneckengehäuses (Zootecus insularis) ergibt ein Datum von 8485 Jahren BP und liegt damit am Beginn der El Ghorab Phase '''Tabelle 10'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besonders gute Übereinstimmung besteht zwischen den Fundstellen der El Nabta Phase wie ein Vergleich der Kiseiba Fundplätze E-79-5, E-79-4, E-80-1 ( C ), E-80-3 und E-75-6 mit den Abu Tartur Fundplätzen 0006/83 und 0007/83 zeigt. Die Phase betrifft den Zeitraum zwischen 8100 und 7900 BP.&lt;br /&gt;
Die Anzahl der rückengestumpften Lamellen liegt gut über 10%, eine ebenso große Gruppe stellen die Bohrer dar. Auch die stärkste Gruppe, die retuschierten Stücke (Tix 105) sind in Kiseiba wie in Abu Tartur mit ca. 30% vertreten '''Tabelle 11'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Abu Tartur B sind die Fundplätze klassiert worden, auf denen epipaläolithische Bearbeitungstechniken verwandt wurden und die typologisch weder in die ältere El Adam Phase noch in die gleichzeitigen oder jüngeren El Ghorab und El Nabta Phasen eingeordnet werden können. Diese Fundstellen müssen mit den Masara Plätzen von Dakhla verglichen werden. Da letztere aber untereinander sehr große Unterschiede in den Typologien aufweisen, musste ein Weg gefunden werden, der es erlaubt Zahlen zu erhalten, die es rechnerisch- statistisch ermöglichen sinnvolle Vergleiche anzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davon ausgehend, dass gleiche Kulturen gleichen Alters und im gleichen geographischen Großraum angesiedelt, gleichartige Bedürfnisse entwickeln, werden auch gleichartige Werkzeuge benutzen und somit gleichartige Typologien hervorbringen. Daher wurden sämtliche in den von M. Mc Donald in den Oasis Papers 3 (2003) vorgestellten neun Masara Fundstellen A, B und C zusammengefasst und nach Tixier aufgeschlüsselt. Die so erhaltenen 711  Artefakte wurden dann mit 1933  Artefakten der neunzehn  Fundstellen des Abu Tartur B verglichen. Das Ergebnis zeigt eine weitgehende Übereinstimmung der beiden Fundkomplexe.&lt;br /&gt;
Die große Anzahl gleicht, wie aus den Tabellen ersichtlich, die großen Ungereimtheiten der Einzelanalysen aus. Die Unterschiede sind z.T. auf die geringen Mengen je Fundplatz und auf die Tatsache, dass es sich bei den Masara Plätzen teilweise und in Abu Tartur ausschließlich um Oberflächenmaterial handelt, zurückzuführen. Die geringen Unterschiede in den zusammengefassten Typologien gehen auf folgende Punkte zurück:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auswertung wurde von zwei Personen durchgeführt, von denen die erste eine international anerkannte Archäologin ist und die andere ein Bergmann, der sich für die Ur- und Frühgeschichte interessiert aber der auch schon seit den frühen 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts seine Funde nach Tixier klassiert. Die sehr geringen Unterschiede bei den Sticheln (Tixier III) und den Kerben (Tixier VII) könnten so eine Erklärung finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur kommen, hauptsächlich auf dem Plateau, neben der Abu Tartur B Phase, mit der die Masara Vorkommen hier verglichen werden, auch El Adam, El Ghorab und El Nabta Fundstellen vor, die in erstaunlicher Klarheit den CPE Plätzen in Nabta und Kiseiba entsprechen. Es besteht die Möglichkeit, dass sich nahe der Süd- West Ecke des Abu Tartur Plateaus (Dakhla) und an seiner Süd- Ost Ecke (Abu Tartur) ähnliche Siedlungsbedingungen geherrscht haben. So sind auch Reste der oben genannten frühholozänen Kulturen auf den Masara Plätzen als Zumischung nicht unmöglich. Das würde den höheren Anteil an rückengestumpften Lamellen sowie der geometrischen Mikrolithen und der damit verbundenen Mikroburin Technik erklären. Auch die Familie XI, die Diversen bei Tixier, weist bei Masara, El Adam und El Ghorab Fundstellen ähnliche Mengen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Unterschied besteht bei den Ounanspitzen, die für Abu Tartur B 0,93 % der Gesamtwerkzeugmenge ausmachen, auf den Masara Fundstellen hingegen 8,86 %. Diese Bewehrungen erreichen erst in der mittleren Besiedlungsphase, im Abu Tartur E, eine größere Bedeutung (1072/86 – 16 % - 7670+-50 BP). Interessant ist in diesem Zusammenhang ein C14- Datum der Masara A Gruppe von 7730+-110 BP, es entspricht dem Abu Tartur E und erklärt das Vorhandensein von großen Mengen Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da für die Abu Tartur B Phase keine Radiocarbon Analysen vorliegen, wurde bei dem Vergleich besonderer Wert auf typologische Gemeinsamkeiten gelegt. Kritisch untersucht wurden ebenfalls das Rohmaterial, die lithische Bearbeitungstechnik und typische Ausprägungen einzelner Artefakte '''Tabelle 14'''. Je jünger die Vorkommen sind, umso größer werden die Unterschiede in den Typologien. Aber auch hier stellen einzelne Artefakte, hauptsächlich Pfeilspitzen, exakt den gleichen Typus dar, so zum Beispiel die randretuschierten Dreieckspitzen H7 und H8, die auch Nabtaspitzen genannt werden, und die typisch für das mittlere Neolithikum sind. Oder die in der Sahara äußerst seltene D26- Spitze, die sowohl in Dakhla, Djara als auch in Abu Tartur erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise ist es der Oberflächencharakter der Fundstellen in der westlichen Wüste Ägyptens, welcher der Deflation nicht viel entgegenzusetzen hat. Denn selbst die aus geringmächtigem Lockersediment ergrabenen Artefakte befinden sich in der „Spielmasse“ des Windes und unterliegen, wie eine in Abu Tartur durchgeführte und weiter oben schon erwähnte Langzeitstudie über die Wirkung des Windes auf steinzeitliche Geräte und Materialien zeigt, einem Transport und vor allem einer Sichtung nach Korngrößen, wobei leichte Artefakte häufig aus dem Bereich der Fundstelle entfernt werden. Ungestörte in situ Fundplätze sind praktisch inexistent, das gilt für die Gesamtsahara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Vergleich der Fundstellen, die jünger als 7900 BP sind, werden vermehrt Ähnlichkeiten einzelner Artefakte oder auch Werkzeuggruppen herangezogen. Für diese mittlere  Phasen der steinzeitlichen  Besiedlung im Holozän  kann als Beispiel 1004/83 dienen aber vor allem 1072/86, ein Fundplatz, der zur Zeit aus seiner Bedeckung durch Playasediment auswittert und als relativ einheitlich und ungestört angesehen werden kann. Er ist charakterisiert durch kurze Klingen mit ungewöhnlich großen Schlagflächen und durch Ounanspitzen (Tixier 107, nach Hugot HI2), die zum Teil mittels einer Kerbtechnik hergestellt worden sind. Bei diesen Spitzen (H13) besteht das Stielende aus einem glatten Bruch. Entsprechende Kerbreste belegen das Herstellungsverfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ounanspitzenanteil der zeitgleichen Al Jerar Fundplätze von Nabta ist wesentlich geringer als der von 1072/86 und 1004/83. Mit zunehmender Häufigkeit der Anwendung der Technik der Flächenretuschierung in Abu Tartur werden die Inventare von Nabta und Kiseiba immer weniger ähnlich, da, obwohl das Bearbeitungsprinzip im Südosten der libyschen Wüste Ägyptens bekannt war, häufig an Randretuschen festgehalten wurde. Hier bietet sich eher ein Vergleich mit den Dakhla FundsteIlen und den Vorkommen von Djara, Abu Gerara, Eastpans und Chufu an, die ebenfalls vermehrt flächenretuschierte Artefakte aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie '''Tabelle 12''' zeigt, ist für Bashendi A Plätze eine gewisse Übereinstimmung für einige Werkzeugklassen noch zu erkennen. Auf der anderen Seite ergeben sich große Unterschiede wie zum Beispiel bei der Häufigkeit der gekerbten Stücke. Eine Gegenüberstellung der Werkzeuge von 1005/83 und den Bashendi B Plätzen 271 und 385 zeigt deutlich die grundlegenden Unterschiede auf. Einem Kerbenanteil von 50 % in Dakhla stehen ca, 10 % in Abu Tartur gegenüber, bei den Pfeilspitzen erreicht Abu Tartur 42 %, dem gegenüber beträgt der Anteil auf den Bashendi B Vorkommen lediglich 5 % '''Tabelle 13'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngste datierte Abu Tartur Platz 1005/83 hat ein Alter von 6420 BP und obwohl zur Zeit keine jüngeren Messdaten vorliegen, kann davon ausgegangen werden, dass die Besiedlung zu diesem Zeitpunkt nicht gänzlich abgeschlossen war. Langschmale Querschneider und mit groben Schieferton gemagerte Keramik weisen auf jüngere Phasen hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clayton Ringe, Keulenköpfe aus Kalkstein sowie Keramik aus historischer Zeit, persisch und römisch, ferner ein Kruglager belegen die Präsenz des Menschen auch während der Zeit der Austrocknung der Sahara. Es werden Reisende gewesen sein, Wanderer zwischen den wasserfiihrenden Oasen, die als Letzte ihr Nachtlager in Abu Tartur aufgeschlagen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 10''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich von EI Ghorab Typ Fundsteilen mit den Abu Tartur FundsteIlen 1056/86 und &lt;br /&gt;
0017/83. &lt;br /&gt;
Alter: 8200 - 8500 BP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||  &lt;br /&gt;
|| '''E-79-1 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-4 LCL'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-3'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-8 X'''&lt;br /&gt;
|| '''1056/86'''&lt;br /&gt;
|| '''0017/83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 0,56&lt;br /&gt;
|| 0,71&lt;br /&gt;
|| 1,80&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1,61&lt;br /&gt;
|| 2,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 5,65&lt;br /&gt;
|| 2,13&lt;br /&gt;
|| 5,40&lt;br /&gt;
|| 5,26&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 6,98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 3,95&lt;br /&gt;
|| 5,67&lt;br /&gt;
|| 30,30&lt;br /&gt;
|| 1,44&lt;br /&gt;
|| 17,74&lt;br /&gt;
|| 9,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombinationswerkzeuge&lt;br /&gt;
|| 0,56&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1,80&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 30,51&lt;br /&gt;
|| 29,79&lt;br /&gt;
|| 28,60&lt;br /&gt;
|| 23,92&lt;br /&gt;
|| 30,63&lt;br /&gt;
|| 30,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 9,60&lt;br /&gt;
|| 4,26&lt;br /&gt;
|| 4,50&lt;br /&gt;
|| 18,66&lt;br /&gt;
|| 20,96&lt;br /&gt;
|| 6,98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 5,08&lt;br /&gt;
|| 2,84&lt;br /&gt;
|| 3,60&lt;br /&gt;
|| 2,87&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 15,82&lt;br /&gt;
|| 29,08&lt;br /&gt;
|| 5,40&lt;br /&gt;
|| 5,74&lt;br /&gt;
|| 14,52&lt;br /&gt;
|| 6,98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Microburins&lt;br /&gt;
|| 12,99&lt;br /&gt;
|| 5,67&lt;br /&gt;
|| 0,90&lt;br /&gt;
|| 5,26&lt;br /&gt;
|| 1,61&lt;br /&gt;
|| 4,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| 15,25&lt;br /&gt;
|| 19,86&lt;br /&gt;
|| 17,80&lt;br /&gt;
|| 36,84&lt;br /&gt;
|| 12,90&lt;br /&gt;
|| 30,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Tix 105&lt;br /&gt;
|| 13,56&lt;br /&gt;
|| 19,89&lt;br /&gt;
|| 16,90&lt;br /&gt;
|| 32,55&lt;br /&gt;
|| 12,90&lt;br /&gt;
|| 30,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Tix 107&lt;br /&gt;
|| 0,56&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 0,48&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total Stück'''&lt;br /&gt;
|| '''177'''&lt;br /&gt;
|| '''141'''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
|| '''209'''&lt;br /&gt;
|| '''62'''&lt;br /&gt;
|| '''43'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 11''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich von EI Nabta Typ Fundstellen und den Abu Tartur Fundstellen 0006/83 und &lt;br /&gt;
0007/83. &lt;br /&gt;
Alter: ~ 8100 -7900 BP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||  &lt;br /&gt;
|| '''E-79-5'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-4'''&lt;br /&gt;
|| '''E-80-1 C'''&lt;br /&gt;
|| '''E-80-3'''&lt;br /&gt;
|| '''E-75-6'''&lt;br /&gt;
|| '''0006/83'''&lt;br /&gt;
|| '''0007/83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 0,69&lt;br /&gt;
|| 0,43&lt;br /&gt;
|| 3,50&lt;br /&gt;
|| 2,90&lt;br /&gt;
|| 1,36&lt;br /&gt;
|| 2,45&lt;br /&gt;
|| 2,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 10,30&lt;br /&gt;
|| 6,09&lt;br /&gt;
|| 11,91&lt;br /&gt;
|| 9,54&lt;br /&gt;
|| 22,36&lt;br /&gt;
|| 13,10&lt;br /&gt;
|| 14,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 13,73&lt;br /&gt;
|| 13,48&lt;br /&gt;
|| 16,64&lt;br /&gt;
|| 29,88&lt;br /&gt;
|| 6,78&lt;br /&gt;
|| 7,85&lt;br /&gt;
|| 7,05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombinationswerkzeuge&lt;br /&gt;
|| 0,46&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2,03&lt;br /&gt;
|| 0,45&lt;br /&gt;
|| 0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 14,87&lt;br /&gt;
|| 22,61&lt;br /&gt;
|| 15,76&lt;br /&gt;
|| 14,52&lt;br /&gt;
|| 20,67&lt;br /&gt;
|| 13,89&lt;br /&gt;
|| 12,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 9,15&lt;br /&gt;
|| 7,83&lt;br /&gt;
|| 10,51&lt;br /&gt;
|| 6,64&lt;br /&gt;
|| 6,44&lt;br /&gt;
|| 12,78&lt;br /&gt;
|| 12,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 1,14&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|| 1,58&lt;br /&gt;
|| 2,90&lt;br /&gt;
|| 2,71&lt;br /&gt;
|| 3,58&lt;br /&gt;
|| 1,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 3,20&lt;br /&gt;
|| 14,35&lt;br /&gt;
|| 3,50&lt;br /&gt;
|| 3,32&lt;br /&gt;
|| 8,48&lt;br /&gt;
|| 3,58&lt;br /&gt;
|| 3,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Microburins&lt;br /&gt;
|| 0,92&lt;br /&gt;
|| 2,17&lt;br /&gt;
|| 2,10&lt;br /&gt;
|| 2,49&lt;br /&gt;
|| 1,70&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| 45,54&lt;br /&gt;
|| 29,13&lt;br /&gt;
|| 34,33&lt;br /&gt;
|| 25,73&lt;br /&gt;
|| 27,47&lt;br /&gt;
|| 42,37&lt;br /&gt;
|| 40,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Tix 105&lt;br /&gt;
|| 29,06&lt;br /&gt;
|| 28,26&lt;br /&gt;
|| 28,20&lt;br /&gt;
|| 22,41&lt;br /&gt;
|| 17,96&lt;br /&gt;
|| 32,06&lt;br /&gt;
|| 30,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Tix 107&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 0,16&lt;br /&gt;
|| 2,07&lt;br /&gt;
|| 1,36&lt;br /&gt;
|| 2,69&lt;br /&gt;
|| 2,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total Stück'''&lt;br /&gt;
|| '''437'''&lt;br /&gt;
|| '''230'''&lt;br /&gt;
|| '''571'''&lt;br /&gt;
|| '''241'''&lt;br /&gt;
|| '''295'''&lt;br /&gt;
|| '''446'''&lt;br /&gt;
|| '''609'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 12'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich zwischen den Abu Tartur Fundstellen 1004/83, 1017/82, 1024/82 und den Bashendi A Fundstellen 228 A1 und 174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_12_AT.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* nicht weiter aufgeschlüsselt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 13'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich zwischen der Abu Tartur Fundstelle 1005/83 und den Bashendi B Fundstellen 271 und 385. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_13_AT.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 14'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur B FundsteIlen im Vergleich mit jüngeren und älteren Abu Tartur FundsteIlen sowie mit den Dakhla Fundstellen Masara A, B und C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_14_neu.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 15'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chronologische Ordnung der Abu Tartur Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_15_AT_neu_deutsch.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundkomplexe von Abu Tartur, Geologie und Geografie==&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeichenerklaerung_AT.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Zeichenerklärung für die Fundkomplexe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorwort'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nördliche Ostsahara wurde schon sehr früh von Wissenschaftlern wie Hassanein Bey (1923) Kemal el Din (1925). Leo Frobenius und Hans Rhotert sowie Caton- Thompson und Gardener in den frühen 30ern, R.A. Bagnold, H. Winkler und viele andere mehr auf prähistorische Fundstätten hin untersucht. Auch bis heute hat das Gebiet trotz seiner extremen klimatischen Bedingungen noch nichts von seiner Attraktivität in Bezug auf die Archäologie verloren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unternehmungen wie die „combined prehistoric expedition“ in den Raum von Bir Kisheiba unter der Leitung von Dr. F. Wendorf und Dr. R. Schild, die Expeditionen zur Erforschung der Besiedlungsgeschichte der Ostsahara unter Leitung von Dr. R. Kuper oder die Arbeiten von Mary M.A. Mc Donald (Toronto, Kanada) über die lithischen Industrien der Dakhla Oasen, um nur einige zu nennen, zeigen den zusätzlichen Informationsbedarf auf und beleuchten die Bedeutung dieses immensen Wüstengebietes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geographische Schwerpunkte der Ur- und Frühgeschichtsforschung in Ägypten waren das Niltal und das Fayum, Südägypten an der Grenze zum Sudan, die Gebiete des Djebel Auenat und des Gilf Khebir sowie die große Sandsee, das Gebiet von Abu Ballas und die Oasen Kharga, Dakhla, Abu Minquar, Farafra und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur ist bis auf sehr kurze Visiten der Kölner B.O.S. Expedition von Archäologen noch nicht angesteuert worden. Die am nahesten gelegene beschriebene Fundstelle nach Osten ist G. Caton- Thompson K0 15 bei Ain Elwan. Nach Westen sind es die Dakhla Oasen, nach Süden und Südwesten die Eastpans, die Dyke area und El Ghorab und nach Norden bzw. Nordwesten Farafra und Djara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geologie und Geographie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abu Tartur Massiv liegt zwischen den Oasen Kharga und Dakhla im Südteil der westlichen oder libyschen Wüste Ägyptens. Wie F. Wendorf treffend schreibt, unterbricht die wuchtige Masse des nach Süden vorspringenden Plateaus die ansonsten monotone Ost- West gerichtete Linie des Kalksteinabbruchs. Begrenzt wird das Plateau durch die Längengrade 29 Grad 30’ – 30 Grad 10’ Ost und die Breitengrade 25 Grad 20’ – 25 Grad 40’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf steinzeitliche, besonders epipaläolithische und neolithische Vorkommen untersuchte Gelände deckt sich mit dem Projektgebiet eines sich in der Entwicklung befindlichen Phosphatabbaus d.h. mit dem südöstlichen Rand des Abu Tartur Massivs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschränkung auf das Projektgebiet hat drei Gründe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Das Gelände ist noch nicht untersucht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Die mit dem Aufbau eines modernen Bergbaubetriebs einhergehenden Arbeiten werden mit Sicherheit archäologisch interessante Fundplätze zerstören. Zum Teil ist dieses durch Exploration, vornehmlich durch Transport schweren Bohrgeräts, auf dem Plateau schon geschehen. Der Bau von Straßen, Eisenbahn, Wohnsiedlungen und Aufbereitungsanlagen wird ein weiteres tun. Es scheint daher angebracht diese gefährdeten Fundplätze vorrangig zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Der dritte Grund ist logistischer Natur. Ohne zu großen materiellen und zeitlichen Aufwand kann das Gebiet im Radius von rund 30km unter den gegebenen geographischen und klimatischen Bedingungen von einer Einzelperson noch überblickt und bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur ist von Kharga, dem Hauptort des Verwaltungsbezirks „New Valley“ über eine gute Asphaltstraße in 40 Autominuten zu erreichen. Bei Kilometerstein 43 in Richtung Dakhla biegt eine Stichstraße nach Norden ab. An dieser Abzeigung liegt der Garten des Bergbauprojekts, eine mehrere Hektar große Anbaufläche für Obst und Gemüse, welche durch Tiefbrunnen bewässert wird. Nach weiteren zehn Kilometern in Richtung Nordwesten erreicht man das Basiscamp und die ersten Wohnblocks; zum Plateau hin folgen technische Anlagen sowie die Pilotgrube. Dort endet die Asphaltstraße. Der Aufstieg zum Plateau ist im Prinzip mit dem Geländewagen möglich, kann aber nicht als sicher gelten, da die vorhandenen Pisten durch Erdbewegungsarbeiten und durch Bruchbau zeitweilig oder definitiv zerstört worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Topographisch lassen sich drei Landschaftsformen unterscheiden:&lt;br /&gt;
* Die Sandsteinebene mit ihren pittoresken Zeugenbergen.&lt;br /&gt;
* Die durch Wadis zerfurchten Hängen, welche die Verbindung zwischen Ebene (Höhe 160m - 250m) und dem Plateau (Höhe 550m) herstellen.&lt;br /&gt;
* Das Kalksteinplateau mit Höhen zwischen 550m in der Nähe der Abbruchkante und 575m im inneren nach Norden und Nordwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen von rezenten äolischen Sänden, limnischen bzw. fluviolimnischen Ablagerungen und einigen Restböden, liegt das Alter der in Abu Tartur anstehenden Sedimente zwischen Unterem Maestricht und Oberem Pleistozän bis Holozän.&lt;br /&gt;
Vom Hangenden zum Liegenden kann wie folgt klassifiziert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)''' Äolische Ablagerungen (rezent).&lt;br /&gt;
*Flugsandfelder und Dünen verschiedener Höhen, häufig als Sicheldünen ausgebildet, bedecken große Flächen hauptsächlich der Sandsteinebene, sie sind aber auch an den Hängen und auf dem Plateau anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)''' Diluviale und alluviale Ablagerungen (Pleistozän bis rezent).&lt;br /&gt;
*Eine Reihe von fuvialen und limnischen Sedimenten kann an den Hängen und in der Sandsteinebene beobachtet werden. Die für diesen Artikel wichtigen Seeablagerungen liegen in einer Entfernung von zehn bis zwanzig Kilometern von der Plateaubruchkante entfernt. Interessanterweise haben sich auf dem Kalksteinplateau in Senken größere Flächen von terra rossa trotz einer starken Deflation erhalten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)''' Kulturschichten (Danian bis oberes Pleistozän).&lt;br /&gt;
*Diese Schichten bestehen aus hartem Riffkalkstein, der die Kappe des Abu Tartur Plateaus bildet und darunter liegenden Schiefertonen und weicheren Kalksteinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)''' Dakhlaschichten (Maestricht).&lt;br /&gt;
*Diese Schichten sind aus Schiefertonen, Kalksteininterkalationen und feinen Sandschiefertonen zusammengesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)''' Phosphat- oder Dawischichten (Unteres Maestricht). &lt;br /&gt;
*Außer dem wirtschaftlich wichtigem unterem Phosphatflöz bestehen die Schichten aus grauschwarzen Schiefertonen, nicht abbauwürdigem Phosphatgestein und Sandschiefern, die teilweise Pyrit und Glaukonit führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)''' Nubiaschichten (vor Unterem Maestricht).&lt;br /&gt;
*Zwei verschiedene Sedimentgruppen sind zu unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grau - grüne und ziegelrote bis violette Töne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sandsteine, zum Teil kreuzgeschichtet und mit örtlichen grauen Tonlinsen durchsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztere Gruppe bildet die sich weit in den Süden hineinstreckende Ebene. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Schichten liegen horizontal oder haben ein nur sehr geringes Einfallen. Große tektonische Störungen sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima in der westlichen Wüste und somit auch in Abu Tartur ist hyperarid. Messbare Niederschläge fallen äußerst selten, man kann davon ausgehen, dass es im langjährigem Durchschnitt alle sieben Jahre einmal regnet. Es handelt sich dabei um heftige, kurze Schauer. Das Wasser läuft in den noch vorhandenen Wadisystemen schnell ab und sammelt sich in den Senken, wo man rezente Sedimentkrusten vom hauchfeinem Überzug bis zu 30mm Dicke beobachten kann, welche 1981 nach starkem Regen gebildet worden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Quelle wird für die Oase Kharga ein langfristiger Mittelwert von 0,9mm bis 1,2mm Regen pro Jahr angegeben. Man unterscheidet zwei Hauptjahreszeiten, den Sommer und den Winter. Während die Temperaturen von November bis Februar bei 30 Grad C maximal und 2 Grad C minimal liegen, klettert die Quecksilbersäule von April bis September auf 48 Grad C maximal, die Nachttemperaturen liegen während dieser Zeit bei etwa 20 Grad C. März und Oktober kann man als Übergangsmonate bezeichnen. Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit liegt während der heißen Zeit zwischen 23% und 30%, in der kühlen zwischen 30% und 55%. Starker Wind ist nicht selten, gefürchtet ist vor allem der heiße und sandgeladene Khamsin, welcher vornehmlich während der Monate April und Mai auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördliche Windrichtungen (N, NO, NW) sind mit rund 62% vorherrschend, 5% verteilen sich auf andere Richtungen. Während 33% der Zeit herrscht Windstille.&lt;br /&gt;
Unter den oben geschilderten klimatischen Bedingungen ist menschliches Leben ohne die jetzt zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten wie Tiefbohrungen, Wasserhebeanlagen  und Nahrungsmitteltransport über weite Strecken, nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren von 1982 bis 1987 wurden in der Umgebung von Abu Tartur 146 Vorkommen neolithischer oder epipaläolithischer Prägung aufgefunden. Es handelt sich in der Mehrzahl um geschlossene Fundplätze, aber auch größere und kleinere Fundstreuungen, selbst Einzelfunde sind manchmal berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
Damit könnten dem immer noch lückenhaftem Mosaik des interessanten Zeitraums vom Epipaläolithikum bis zur Neolithisierung und der Gesamtphase der Neusteinzeit der Ostsahara vielleicht einige Steinchen hinzugefügt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorliegende Beschreibung des Siedlungsraumes Abu Tartur erhebt in keiner Weise Anspruch auf wissenschaftliche Vollständigkeit, der Schreiber des Berichtes ist lediglich ein interessierter Amateur und kein Fachmann für Vor- u. Frühgeschichte. Die Ausrüstung und die zur Verfügung stehende Zeit waren sehr beschränkt, so dass das eigentliche Anliegen dieser Arbeit ist, kompetentere Leuten auf diesem Gebiet einen Hinweis auf die Vorkommen zu geben und sie anzuregen, diese Fundplätze intensiver zu bearbeiten. Obwohl während eines Zeitraumes von fünf Jahren im New Valley ansässig, standen für extraprofessionelle Betätigungen nur die Wochenenden, d.h. der Freitag, zur Verfügung, und wenn die Temperaturen über 40 Grad C liegen, was während der Sommermonate meistens der Fall ist, verliert auch ein akklimatisierter Hobbyarchäologe die Lust in die Wüste zu fahren. Für die Feldarbeit können im Durchschnitt daher nur zwei Tage je Fundplatz angesetzt werden. Das zur Verfügung stehende Fortbewegungsmittel, ein alter, vierradgetriebener Wagen östlicher Bauart, war nicht immer ganz zuverlässig, seine Wartung war nicht gewährleistet. So kam es, dass unfreiwillige längere Fußmärsche zeitweise in Kauf genommen werden mussten. Besonders nach Sonnenuntergang ist es recht schwierig sich in der Wüste zielstrebig und zügig zu bewegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgezeichnete Landkarten waren glücklicherweise vorhanden. Außer Satellitenfotos im Maßstab 1:500.000 und Satellitenkarten 1:250.000 konnte für die meisten Fundplätze auf Detailkarten 1:25.000 und für das engere Projektgebiet sogar auf 1:2.000 zurückgegriffen werden. Für außerhalb liegende Gebiete wie 1023/82 und 1024/82 sind Kartenskizzen im Maßstab 1: 5.000 und 1:10.000 erarbeitet worden, welche natürlich nicht die gleiche Genauigkeit aufweisen wie das vorher erwähnte Material. Zur Erstellung dienten der nicht immer zur Zufriedenheit arbeitende Kilometerzähler des Autos sowie ein Fernglas 10x70 mit eingebautem Kompass. Ein Bandmaß für Messungen innerhalb der Fundplätze und einige Stahlstäbe als Markierungszeichen komplettierten die Ausrüstung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem beschriebenen Inventar handelt es sich ausschließlich um Oberflächenmaterial. Die Teile der Siedlungsplätze, welche von Sediment überdeckt sind, auch wenn es sich nur um einige Zentimeter Lockersediment wie Sand oder Kalksteinstaub handelt, sind unberücksichtigt geblieben, um sie eventuellen späteren Forschungen intakt zu erhalten.&lt;br /&gt;
Diese „in situ“ Fundplatzteile können aber auch nur unter Vorbehalten als solche angesprochen werden, unter Vorbehalt deshalb, weil falls die Kulturschichten unter einem äolischen oder aquatischen Sediment liegen, das Inventar während der Sedimentationsphase ebenfalls bewegt worden sein kann. Allenfalls in Höhlen, unter Felsüberhängen oder an anderen gut geschützten Plätzen können sich Kulturschichten ohne Perturbation aufbauen. So gesehen dürften ungestörte in situ Plätze im besprochenen Raum sehr selten sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Pläne, die die Verteilung der Artefakte per Quadratmeter oder Viertelquadratmeter zeigen, ist bewusst verzichtet worden, da die exogenen Kräfte bei Oberflächenmaterial zu einer Verschiebung oder gar einer Sichtung nach Korngrößen führen wie es im Kapitel „Die Wirkung des Windes auf die Lage steinzeitlicher Artefakte im ariden Klimabereich“ verdeutlicht wird. Konzentrationen bei reinen Oberflächenfundplätzen sind in den häufigsten Fällen, zumindest auf den in Abu Tartur beobachteten, natürlich und nicht kulturell bedingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein kurzes Kartenstudium zeigt, überragt das Abu Tartur Massiv die Ebene nach Süden um 350m und es liegt auch wesentlich höher als das benachbarte libysche Plateau. Die Hauptwindrichtung ist, wie auch im Niltal seit ältester Zeit bekundet, Norden und zwar schon seit dem Pleistozän, was wiederum an Hand von äolischen Überformungsstrukturen nachweisbar ist. Auch heute können ab und zu Wolken aus Norden erscheinen. Es ist beobachtet worden wie Wolken abregneten, bevor die Tropfen jedoch den Boden berührten, verdunsteten sie und stiegen als Wasserdampf wieder auf. Messbare Niederschläge sind in den Jahren von 1982 bis 1987 in Abu Tartur nicht gefallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem weitläufigem Wüstengebiet kann man auch bei guten Vorbedingungen nicht wahllos das Gelände begehen, wenn man Aussicht auf Erfolg haben will. Von großer Hilfe ist, sich die Umwelt und die Bedürfnisse der damaligen Bewohner vorstellen zu können. Dabei ist natürlich von Vorteil, Kenntnisse von Volksgruppen zu haben, die heute noch unter ähnlichen Bedingungen leben (Berbernomaden, Tuaregs, Bouzous, Peul u.a.). Davon ausgehend, dass der Mensch immer Wasser braucht, sei er nun Jäger, Hirte oder Bauer, sind die Wadiläufe zu beobachten und die Zonen ausfindig zu machen, wo Wasser sich in Tümpeln und Seen hat sammeln können. Die Gesamtmenge der nicht verdunsteten Niederschläge ist in der Wüste verblieben, da ein integriertes Flusssystem nicht vorhanden ist oder war, das Wasser hätte ableiten können.&lt;br /&gt;
Es gibt keine Hinweise darauf, dass wie in den Oasen Kharga und Dakhla Quellwasser aus dem nubischen Sandstein an die Oberfläche getreten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar stauen die Schiefertone der Dakhlaschichten das Wasser, welches als Regen auf das Kalksteinplateau fällt, dieses tritt aber am Nordrand bei Ain Amur aus und speist dort auch heute noch ein bescheidenes Wasserloch. Eine weitere Überlaufquelle ist bei Ain Elwan nordöstlich vom besprochenen Gebiet bis in historische Zeiten genutzt worden. Reste eines Tunnelsystems, in dem das Wasser von der Stauschicht zur Oase geleitet wurde, sind noch sichtbar. Außer dem Vorhandensein von Wasser spielen Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, strategische Lage und andere eine Rolle. Die Suche nach prähistorischen Siedlungsplätzen wird also auf einige Zielgebiete, meistens Senken, konzentriert, die vorher durch direkte Beobachtung der Topographie oder auch durch Auswertung von Kartenmaterial ausgewählt worden sind. Im Feld finden sich dann Indikatoren wie vereinzelte Artefakte und Straußeneischalen oder auch von weitem erkennbare ausgewitterte mit dunklen Gesteinsbrocken bedeckte Herdstellen. Die Untersuchungen werden in Zonen gehäufter Indikatoren intensiviert bis eine eventuelle Konzentration gefunden worden ist. Die Begrenzungen des Fundplatzes werden abgesteckt, ausgemessen und auf ein Messblatt übertragen. Dabei wird differenziert zwischen der Hauptkonzentration und der Zone, in der das Inventar weniger dicht gestreut liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberflächenbeschaffenheit, geographische Situation und erkennbar unter Sediment liegende Fundplatzteile werden ebenfalls vermerkt. Nachdem die Koordinaten festgelegt sind, wird die Lage der Fundstelle auf eine Karte übertragen. Wenn diese Vorarbeiten beendet sind wird das Oberflächenmaterial observiert und teilweise zeichnerisch aufgenommen und zwar Werkzeuge, Kerne, Keramik und anderes organisches Material.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls Feuerstellen vorhanden sind, wird gegebenenfalls eine Holzkohlenprobe entnommen. Die Lage der Herde, die als unbedingt immobil gilt, wird auf eine Karte übertragen. Bedingt immobile Mahlwerkzeuge werden eingemessen und bleiben neben unbearbeiteten Klingen, Lamellen und Abschlägen ebenfalls in ihrer ursprünglichen Lage an Ort und Stelle, so dass für eine eventuelle spätere Untersuchung die Strukturen des Fundplatzes erhalten bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Zonen fallen durch besondere Dichte der Siedlungsplätze auf. Es sind dieses die Playagebiete „Renate“, „Vera“, „Ingrid“ und „West“ in der Ebene und „T“ auf dem Plateau letzterer Fundkomplex liegt oberhalb der Pilotgrube der New Valley Phosphate Company.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Fundplätze nach Zonen geht aus den Tabellen I bis VII hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Playa Renate – Vera'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese mit 11km² größte Playa im behandelten Raum liegt nordwestlich des Abu Tartur Bergbauprojektes. Karten dieser Gegend waren nicht vorhanden und mussten mit primitivsten Mitteln und großem Zeitaufwand erstellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentlich zusammenhängende Gebiet wurde unterteilt in Norden (Renate) und Süden (Vera), einerseits der Übersichtlichkeit halber, andererseits wird die Zone „Vera“ von südlichen Zuflüssen, aus dem Nubiagestein kommend, gespeist, die Teilsenke „Renate“ hauptsächlich von Norden, also vom Kalksteinplateau und seinen vorgelagerten Hängen. Die festgesetzte Grenze und gleichzeitig Bestimmungskoordinate ist die Breite 310.000. Die mittlere Längenkoordinate ist 535.000. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet des Wadisystems beträgt mehr als 200km². Selbst bei geringen Niederschlagsmengen kann man davon ausgehen, dass während der Pluvialperioden permanent Wasser vorhanden war. Einige Pflanzen haben bis heute Überlebensbedingungen an den Tiefpunkten gefunden, nach sechs Jahren ohne jeden Regen. In der Nähe der Fundstelle 1053/85 steht noch ein abgestorbener Stumpf einer Dattelpalme, nicht weit davon liegen rote Scherben von auf der Töpferscheibe gearbeiteter Keramik (möglicherweise römisch) als Zeugen dafür, dass auch in jüngerer Vergangenheit Kulturpflanzen hier wachsen konnten und der Mensch, wenn auch vielleicht nicht ganzjährig, präsent war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Playa liegt nicht an einem alten Karawanenweg wie z.B. Playa West. Die Verbindungen Kharga – Dakhla verliefen entweder weiter südlich entlang der jetzigen Asphaltstraße oder aber nördlich über Ain Amur und über das Plateau bis zum Wadi Batikh, was soviel wie Wassermelonenfluss heißt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Nordteil Playa „Renate“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Süden hin offen und in Playa „Vera“ übergehend, ist das Becken von allen Seiten von flachen Hügeln aus nubischem Sandstein umgeben.&lt;br /&gt;
Einige Wissenschaftler sahen in den Sandsteinformationen nach kurzer Prüfung möglicherweise fossile oder stabilisierte Dünen. Dieses kann aus mehreren Gründen als ausgeschlossen gelten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Funde von versteinertem Holz und Abdrücke fossiler Pflanzenblätter in situ zählen in Quartärsedimenten zu den Raritäten, im nubischen Sandstein sind es Leitfossilien. &lt;br /&gt;
*Alle Dünen wandern von Norden her über das libysche Plateau und reichern sich auf ihrer langen Reise mit Kalksteinpartikeln an. Der nubische Sandstein enthält sehr geringe Mengen von Karbonaten, mit Salzsäure ist so leicht ein Nachweis zu führen.&lt;br /&gt;
*Die Stratigraphie der Gegend ist sehr klar und unkompliziert, man könnte sie als monoton bezeichnen. Alles was tiefer liegt als NN 300m muss nubischer Sandstein sein oder von ihm eingeschlossene Tonlinsen. Das Quartär um Abu Tartur ist beschränkt auf klassische Sedimente fluvio- und fluviolimnischer Natur, auf rezente Flugsandfelder, Wanderdünen und Restböden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesem kleinen Ausflug in die Quartärgeologie wieder zu den Fundplätzen.&lt;br /&gt;
Von Nordwesten fließt ein breites Wadi zu, das schon im Playabereich nach Nordosten abbiegt und sich in der Senke in der Höhe von Fundplatz 1045/84 verläuft. &lt;br /&gt;
Das Gefälle ist sehr schwach; hellgraue, dünne Schichten an der Oberfläche weisen auf rezente Wasserzuflüsse hin. Ursprünglich floss das Wadi nach Südosten entsprechend seiner Hauptrichtung weiter, wie ein invertiertes mit Geröll bedecktes Wadibett in der Nähe der Krümmung zeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geringen Niveauunterschied bedingt ist der Lauf des Wadis auch heute noch nicht stabilisiert. Nordwestlich der Krümmung existiert ein kompliziertes Überlauf- und Kommunikationssystem einmal zu einer kleinen Senke nördlich des Ockerhügels hin und zweitens zum vom Süden her kommenden Wadi.&lt;br /&gt;
Weitere Zuflüsse geringeren Ausmaßes erhält die Senke von Norden und Osten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Playaboden hat die typische rotbraune Farbe und kann in den Wadieinschnitten auf seine Struktur hin untersucht werden. Mehr oder weniger sandige und tonige Schichten wechseln einander ab, Mächtigkeit homogener Lagen variiert von Millimeter- bis zum Dezimeterbereich. Eingeschlossene Holzkohle kann ebenfalls beobachtet werden und zwar in der Krümmung des Hauptwadis im gleichen Niveau wie der nach Süden gelegene Fundplatz 1072/86, der eine Kulturschicht mit Kohleresten enthält.&lt;br /&gt;
Breite Trockenrisse bestimmen die Oberfläche der Senke, sie sind z.T. mit Trockenschlämmen und Flugsand ausgefüllt. Die Ausdehnung von Playa „Renate“ beträgt 2km von Norden nach Süden und 2,5km von Westen nach Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Südteil Playa „Vera“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet ist von einem von Süden zufließendem Wadi geprägt, die Einmündung selbst ist nach Osten gerichtet. Westlich schließt sich eine glattgeblasene Playa bis zu den Ausläufern der Hanghügel des Abu Tartur Massivs an, sie ist weitgehend frei von Flugsand und Verwitterungsresten. Der gleiche Playaboden wird östlich des Wadis vorgefunden, nur ist er hier teilweise und gegen die Hügelkette im Osten hin, stark mit Sand und Schutt bedeckt. Westlich dieser Sandsteinhügel befinden sich zwei Buchten des Playabeckens. Nach Norden geht das Gebiet in Playa Renate über. Hohe Sandsteinrücken grenzen das Becken nach Süden und Osten ab. Ohne sichtbare Verbindung zur eigentlichen Senke liegt südlich der Barriere ein weiteres flugsandüberdecktes, leicht nach Süden ansteigendes Playafeld mit dem großen Fundplatz 1024/82. Das mit Playa Vera bezeichnete Gebiet erstreckt sich 2km von Norden nach Süden und 3km von Westen nach Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Playa Ingrid''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundplätze dieser Zone gruppieren sich um eine Playasenke. Die Entfernung der äußeren Ränder beträgt von Norden nach Süden 1,5km, von Westen nach Osten rund 1km. Die obere Uferlinie liegt 190m über dem Meeresspiegel, das ausgeblasene Zentrum dürfte 8 bis 10m tiefer liegen, mit Ausnahme eines langgestreckten Inselrückens, der die Senke mit nordsüdlicher Achse durchläuft. Gespeist wird das Becken von einem im Süden einmündenden Wadi, dessen Hauptrichtung allerdings Westnordwest nach Ostsüdost ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mündungsbereich ist der rotbraune, stark sandige Playaboden von hellgrauem rezentem Sediment überdeckt. Durch eine Bodenwelle ist der Zufluss zum Hauptbecken, der früher existiert haben muss, gesperrt. Zuflüssen von anderen Seiten sind von geringer Bedeutung, außerdem sind Strukturen eventuell bestehender Wasserläufe durch dichten Flugsand verdeckt, lediglich ein schmaler Streifen im am tiefsten gelegenen Bereich der Playa ist weitgehend sandfrei aber auch frei von archäologischem Material.&lt;br /&gt;
Im Osten und Nordosten schließen sich Flugsandfelder an, die teilweise direkt auf nubischem Sandstein liegen, teilweise auch auf roten Restböden. Auch der Süden ist flach, hier tritt aber häufiger Sandstein in Rippen oder Platten auf. Im Westen und Nordwesten erhebt sich eine imposante Gruppe von Zeugenbergen, die das Gelände bis zu 100m überragen. Die zum Teil sehr steilen, bizarren Kegel sind, da sie so isoliert in der Ebene stehen, schon aus großer Entfernung als Landmarken erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die einzelnen Fundplätze der unteren Uferlinie (ca. 185m) sind 1013/82, 1015/82, 1018/82 und 1042/85. &lt;br /&gt;
*An der oberen Uferlinie liegen 1014/82, 1017/82, 1019/82, 1020/82, 1021/82, 1041/85 und 1051/85.&lt;br /&gt;
*Benachbarte Fundplätze sind im Norden 1022/82, im Westen 1043/85 und im Süden in der Wadischleife 1016/82. &lt;br /&gt;
*Als zentrale Koordinaten können als Länge 534.000 und als Breite 301.600 angegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Playa „West“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundkomplex liegt an den Ausläufern des Südhanges des Abu Tartur Massivs und umfasst ein Gebiet von ungefähr 4km². Das Zentrum wird durch ein Playabecken gebildet, in welches von Nordosten her ein Wadisystem einmündet. Unbedeutendere Abflussrinnen speisen die Senke von den umgebenden Hängen und Hügeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Sedimentationsphasen sind an den Schichtenanschnitten z.B. am Wadisteilhang zu beobachten. Stark sandiges Material wechselt mit tonigen Schichten entsprechend den Klimabedingungen während der Ablagerung. Wurmlöcher und Wurzelröhren weisen auf Fauna und Flora hin. Über dem rotbraunen Boden liegt stellenweise eine dünne, helle Schicht sehr rezenten Materials, welches nach den letzten Regenfällen abgesetzt wurde. Die Basis und die Begrenzung des Beckens werden durch nubischen Sandstein gebildet, einige Zeugenberge durchbrechen die playadecke. Playa West liegt auf 30 Grad 06’ 50’’ östlicher Länge und 25 Grad 17’ 40’’ nördlicher Breite. Die entsprechenden Werte der lokalen Karten sind L = 525.750m und B = 288.800m. Die Koordinaten der Einzelfundplätze sind in Metern und nicht in Grad ausgedrückt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Niveau der Uferzone liegt bei 205m, die Flächen rezenten Sediments bei 202m. &lt;br /&gt;
Außer den Höhenlinien, die einen Abstand von je 5m aufweisen, sind der Übersichtlichkeit halber lediglich die Hauptwadis in den Lageplan aufgenommen worden.&lt;br /&gt;
Besiedlungsstrukturen und Dichte werden durch Herdstellen verdeutlicht, da diese, wie schon erwähnt, als unbedingt immobil anzusprechen sind. &lt;br /&gt;
Felsgravierungen sind nur am Nordrand des Beckens beobachtet worden, sie werden gesondert behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Fundkomplex „T“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt auf dem südöstlichen Teil des Abu Tartur Massivs in der Nähe der Bruchkante. Das Niveau über dem Meeresspiegel beträgt rund 550m, das ist ein Unterschied von ca. 350m verglichen mit der Höhe der Fundstellen in der Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geographische Situation ist in sofern günstig, als das Gelände leicht nach Nordwesten einfällt. Die auf das Plateau fallenden Niederschläge laufen nicht nach Südosten am Hang ab, sondern fließen von der Kante nordwestwärts in kleine Senken. Böden können sich bilden und Wasser kann sich in Tümpeln und Teichen sammeln. Damit ist bei genügend hohen und regelmäßigen Regenfällen zunächst einmal eine Basis für Pflanzenwuchs gegeben. Wie die Dichte der Siedlungsplätze und ihre Verteilung zeigen, ist dieser topographische Vorteil reichlich von den damaligen Menschen genutzt worden. Durch Grabungen könnte die Frage geklärt werden, ob es sich bei den größeren Konzentrationen wie 0006/83, 0007/83 und anderen um temporäre oder dauerhafte Siedlungen gehandelt hat. Wasser war möglicherweise ganzjährig in Brunnenlöchern verfügbar. Andere Plätze könnten von nomadisierenden Hirten benutzt worden sein oder als Basislager für Jagdgesellschaften während einer Saison oder mehrere aufeinander folgender gedient haben. Auch hier könnte mehr Klarheit durch intensives Studium, weitere Erstellung von C14 Daten und vor allem durch Grabungen geschaffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände gliedert sich in mit Terra rossa gefüllten Senken einerseits und buckeligen Kalksteinflächen und Hügeln andererseits. Die dem Wind ausgesetzten Zentren der Rotbodenflächen sind geglättet und weitgehend frei von archäologischem Inventar. Die Ränder der Senken sind mit feinkörnigem Kalksteinschutt bedeckt, so dass Oberflächenfunde in diesem Bereich selten sind. Lediglich in den Übergangszonen oder an windgeschützten Stellen trifft man auf eindeutig zu definierende Kulturschichten. Letztere treten ebenfalls in Spurrinnen von Fahrzeugen, welche für Bohrarbeiten auf dem Plateau eingesetzt worden waren, auf. Vorsicht ist geboten bei der Beurteilung von Steinkreisen, sie können von Zeltlagern der Geologenteams stammen. Knochenfunde von eindeutig domestizierten Rindern lassen sich meistens auf importiertes Gefrierfleisch zurückführen. Die spezifische geographische Lage vieler Fundplätze, kleine, abflusslose Senken rings von Kalksteinhügeln umgeben, hat zur Folge, dass zumindest das Inventar der Steinartefakte vollständig sein muss. Weder Wasser noch Wind können es aus den Senken hinaus transportiert haben. Lediglich Verschiebungen innerhalb der Depression sind möglich und solche sind auch häufig beobachtet worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mittleren Koordinaten der Zone „T“ sind:&lt;br /&gt;
Länge = 522.000, Breite = 304.000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Fundstellen außerhalb der dichten Zonen''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein möglichst komplettes Bild der prähistorischen Aktivitäten im Raum Abu Tartur und in einigen wenigen Fällen auch außerhalb zu erhalten, ist die Arbeit nicht auf die oben angeführten Zonen beschränkt worden. Vielmehr ist das Gebiet möglichst flächendeckend im Rahmen der zur Verfügung stehenden Zeit und Mittel erfasst worden. Auch isolierte Herdstellen und Einzelfunde sind koordinatenmäßig festgelegt worden. Allerdings sind auch hier umfangreiche C14 Analysen zu erstellen, um außer den räumlichen auch die zeitlichen Zusammenhänge erkennen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gesteinsrohmaterial''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Inventar an der Oberfläche der Fundplätze besteht zum größten Teil aus Steinartefakten, die als Werkzeuge, Vorstufen zu Werkzeugen, Reststücke und Abfall zu erkennen sind.&lt;br /&gt;
Durch seine Härte und Widerstandsfähigkeit gegenüber der Erosion hat sich der Stein besser erhalten können als z.B. Knochen, Holz und sonstiges organisches Material.&lt;br /&gt;
Der Hauptlieferant zur Herstellung von Artefakten ist das Kieselgestein, ein kieseliges, biogenes Sediment, welches häufig als Konkretionen in Kreidekalken vorkommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu gehören für die Fundstellen von Abu Tartur:&lt;br /&gt;
*Feuerstein (engl. Flint, franz. Silex) in verschiedener Ausbildung und Färbung mit mikrokristalliner und kryptokristalliner Struktur.&lt;br /&gt;
*Jaspis (Hornstein), ein feinkörniges Kieselgestein, welches durch Fremdeinschlüsse gefärbt ist.&lt;br /&gt;
*Holzstein, durch Kieselsäure umgewandeltes Holz aus den Vor- Maestricht Schichten.&lt;br /&gt;
*Opal, amorphes Gestein aus Kieselsäure und mehr oder weniger Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig für Reibschalen und Läufersteine ist der Sandstein, ein psammitisches Sediment. Falls durch Kieselsäure verfestigt und durch Diagnese oder Metamorphose zu Quarzit umgewandelt, eignet er sich auch zur Herstellung von Werkzeugen.&lt;br /&gt;
Weniger wichtig als Materialien sind um Abu Tartur kristalliner Quarz, Plutonite und Vulkanite, Kalkstein, Wüstenglas und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Häufigkeit gestaffelt sind folgende Gestein als Rohstoff verwendet worden:&lt;br /&gt;
*1.) Feuerstein, grau. Er kommt in Knollen und knolligen Verwachsungen vor und wird nicht in unmittelbarer Nähe der Fundstelle angetroffen. Die Kurkur- Kalkschichten, die die Plateaukappe bilden, sind frei von Feuerstein. Das Herkunftsgebiet liegt nördlich und östlich von Abu Tartur, da wo Theben-, Esna- und Garaschichten anstehen. Das Material könnte ebenfalls aus derGegend um Dakhla stammen.&lt;br /&gt;
*2.) Feuerstein, braun. Er kommt in plattiger und linsenförmiger Ausbildung vor, er ist vielfach das Ausgangsmaterial bifazial, druckretuschierter Stücke. Seine Herkunft ist die gleiche wie die des grauen Feiersteins. &lt;br /&gt;
*3.) Sandstein kommt in allen Stufender Verfestigung in den Nubiaschichten im Bereich der besprochenen Fundstellen in der Ebene vor. Die Farbe variiert je nach Beimengungen (Eisen- Mangan) von hellgrau bis schwarz, von hellbeige bis dunkelbraun.&lt;br /&gt;
*4.) Jaspis kommt in kleinen Knollen und unregelmäßigen Gebilden in den tonigen, im Sandstein eingebetteten Linsen, vor. Er ist ein lokales Material.&lt;br /&gt;
*5.) Holzstein (versteinertes Holz) ist häufig in den Nubiaschichten anzutreffen. Ganze Bäume von 20m Länge sind kein Seltenheit. Dieses lokale Rohmaterial steht in großer Menge zur Verfügung.&lt;br /&gt;
*6.) Quarz kommt in Konglomeratbänken der Nubiaschichten in Form von Kieselsteinen verschiedener Größe vor. Dieses lokale Material wird wegen seiner schwierigen Bearbeitung seltener benutzt.&lt;br /&gt;
*7.) Feuerstein, schwarz. Er ist recht selten und kommt in Knollen und Kugeln mit geringem Durchmesser vor. Große Stücke sind wenig verbreitet, das Material ist feinkörnig und eignet sich vorzüglich zur Herstellung von Werkzeugen. Seine Herkunft ist wie die der anderen Feuersteine auf kreidige Kalkschichten beschränkt. &lt;br /&gt;
*8.) Andere Gesteinsrohstoffe kommen nur selten vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu erwähnen sind:&lt;br /&gt;
*Opal, einige Lamellen und Absplisse.&lt;br /&gt;
*Kurkurkalkstein, ein gut definierbares Stück ist bekannt. Artefakte aus Kalkstein an der Oberfläche sind wegen der geringen Härte des Material äolisch bis zur Unkenntlichkeit überformt.&lt;br /&gt;
*Plutonite und Vulkanite fanden Verwendung für polierte Beile, für Mahlsteine und Reibsteine. Sie sind über große Strecken zu den Fundplätzen von Abu Tartur transportiert worden.&lt;br /&gt;
*Wüstenglas fand für Artefakte Verwendung. Eine Bestätigung durch eine mikroskopische Untersuchung scheint angebracht. Herkunftsgebiet wäre die große Sandsee.&lt;br /&gt;
*Kalzit- und Barytkristalle dienten zur Herstellung von Schmuck, beide Mineralien finden sich an Ort und Stelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da in der näheren Umgebung nicht angetroffener Feuerstein die Rohstoffbasis für einen Großteil der Werkzeuge bildet, der prozentuale Anteil variiert zwischen den verschiedenen Fundstellen, muss angenommen werden, dass die rund 50 – 60km entfernten Vorkommen in den Wirtschaftsbereich der Benutzer einbezogen worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bestehen zwei Möglichkeiten:&lt;br /&gt;
*Spezialisierte Gruppen sammelten das Material oder bauten es sogar bergmännisch in Schürfgräben oder Gruben ab und bearbeiteten es teilweise. Die Halbfertigprodukte wurden an Verbraucher verhandelt.&lt;br /&gt;
*Während größerer saisonaler Jagd- u. Sammelausflüge fertigte die Verbrauchergruppe aus Gründen der Gewichtsersparniss selbst Halbfertigprodukte an und verarbeitete sie weiter wenn das Basislager wieder erreicht war.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In beiden Fällen findet man eine einleuchtende, einfache Erklärung dafür, dass große Klingenkerne äußerst selten auf den Fundplätzen angetroffen werden. Die Interpretation, welche besagt, Kerne seien restlos aufgebraucht worden, ist weniger zwingend, werden doch auch fertige, vollfunktionsfähige Werkzeuge in Mengen gefunden, logischerweise müssten dann auch neben fertigen und halbfertigen Stücken nicht verbrauchte Kerne vorhanden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei lokalem Material, z.B. den kleinen Jaspiskonkretionen, sind Kerne oder als Stichel benutzte Kernreste recht häufig. Ebenfalls sind Kerne aus geringvoluminösen, importiertem Material, erkenntlich an der Wölbung des Kortex, anzutreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der großen Entfernung ist bislang nur ein Schlagplatz im Rohstoffvorkommen selbst entdeckt worden, welcher die Vermutung der Vorfertigung an Ort und Stelle untermauern könnte. Er liegt östlich von der Oase Kharga an der Bruchkante des Plateaus in der Nähe des Gebel Ghanima*. (* Der Gebel Ghanima wird von den alten Einwohnern Khargas heute noch Gebel Umm el- Ghanayin genannt; in der frühen Phase der britischen Kolonisierung müssen die Namen der beiden Berge auf einer Karte vertauscht worden sein, dieser Fehler wird immer wieder kopiert. Der Ghanima liegt eigentlich bei El- Deir).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Beschreibungen der einzelnen Fundkomplexe sind PDF Dokumente in Druckqualität, um die Qualität der Zeichnungen und Karten zu erhalten und diese als Katalog ausdrucken zu können. Bei den Fundplätzen mit größeren Fundstellen sind viele Artefakte gezeichnet und beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typenliste Tixiers und Übersetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lesern, welche des Französischen nicht mächtig sind oder denen Tixiers „Typologie de l’Epipaléolithique du Maghreb“ nicht zugänglich ist, wird hiermit eine Liste der Werkzeuge an die Hand gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artefakte sind mit einer Tixier Nummer, ihrer französischen Bezeichnung sowie einer deutschen Übersetzung gekennzeichnet. Da mir keine älteren deutschen Übersetzungen, die sehr wahrscheinlich existieren, bekannt sind, habe ich eine eigene Interpretation versucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''HINWEIS:''' Klicken Sie auf den Link und anschließend auf das angezeigte PDF Symbol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Typenliste_Tixiers_Tabelle_aktuell.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - andere auf dem Plateau==&lt;br /&gt;
[[Datei:0001_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0004_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0005_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0019_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0020_0028_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0021_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0024_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0026_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0027_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0030_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0031_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0032_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0033_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0034_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0046_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0047_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - außerhalb von Abu Tartur==&lt;br /&gt;
[[Datei:0003_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1026_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1027_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1030_82_und_andereZusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1035_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1067_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1068_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1069_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1070_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - beiderseits der Stichstraße==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_beiderseits_der Stichstrasse_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - kleinere nördlich der Basis==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_kleine_noerdl_der_Basis_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Ingrid, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1013_18_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1014_19_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1015_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1016_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1017_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1021_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Renate, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1023_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1045_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1046_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1052_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1056_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1072_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex T, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:0002_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0006_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0007_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0008_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0009_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0010_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0011_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_Komplex_T_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
*Dies ist eine Zusammenfassung verschiedener Fundplätze des Komplexes T.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex T, kleinere==&lt;br /&gt;
[[Datei:0012_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0013_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0014_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0015_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0016_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0017_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0018_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0022_23_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0025_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0029_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0035_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0036_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0037_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0038_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0039_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Datei:0041_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
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[[Datei:0042_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
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[[Datei:0044_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0045_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0048_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0049_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0050_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0051_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0052_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0053_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0054_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0055_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0056_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0057_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0058_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Vera, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1024_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1050_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex West, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1004_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1005_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Sandsteinebene==&lt;br /&gt;
[[Datei:1001_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1002_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1003_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1006_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1007_08_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1009_10_11_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1012_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1020_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1022_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1025_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1032_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1039_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1040_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1041_42_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:1044_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:1048_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1049_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1051_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1053_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1054_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1055_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1057_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1058_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1066_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1073_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1074_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1075_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1076_1077_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1078_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1079_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1080_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1081_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1082_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1085_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1086_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_Komplex_Ebene_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Nordosten des Plateaus==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0059_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0060_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0061_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_Nordosten_des_Plateaus_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vergleich verschiedener Fundstellen nach J. Tixier==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstellen_Grafik_1.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstellen 1005, 1023 und 1024 im Vergleich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstellen_Grafik_2.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstellen 0006, 0007 und 0011 im Vergleich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ergänzende Typologie von Artefakten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Erstellung von Typologien für neolithische Fundstellen mit hohem Anteil von bifazial bearbeiteten Artefakten.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einheitliche Typologien der lithischen Artefakte sind für einen Vergleich von Fundkomplexen wünschenswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Fundplätzen epipaläolithischer Prägung mit randretuschierten Werkzeugen ist die Anwendung der „Typologie de l‘epipaleolithique du Maghreb“ von Tixier ein ausgezeichneter Wegweiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Treten bei jüngeren Vorkommen vermehrt rand- oder flächenretuschierte Pfeilspitzen auf, ist Tixier nicht mehr zuständig, da er außer den typischen epipaläolithischen Werkzeugen lediglich Ounanspitzen und einige Vorstufen zu Bewehrungen beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kann auf H.J. Hugots „Essai sur les armatures de pointes de fléches du Sahara“ zurückgegriffen werden. Da Hugots Aufstellung mit wenigen Ausnahmen lediglich Pfeilspitzen aus Algerien behandelt, wird eine Erweiterung vorgeschlagen, welche die Bewehrungen der übrigen Saharagebiete berücksichtigt, um als Ergebnis eine „Pfeilspitzentypologie der Sahara“ zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Fundstelle 1005/83 mit einem Alter von 6420±60 BP (before present = vor heute) kann die Kombination von Tixier und Hugot beispielhaft angewand werden.&lt;br /&gt;
Rund 40% der lithischen Artefakte lassen sich nach Tixier klassieren. 43% des Gesamtinventars sind Bewehrungen und werden nach der erweiterten Typologie von Hugot eingeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restlichen 17%, zum überwiegenden Teil große bifazial retuschierte Werkzeuge, können problemlos in ein einfaches Schema gebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. kantenretuschierte Stücke'''&lt;br /&gt;
*side-blow-flakes&lt;br /&gt;
*große plattige Artefakte&lt;br /&gt;
*Sicheleinsätze&lt;br /&gt;
*andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. geschliffene Stücke'''&lt;br /&gt;
*Beile&lt;br /&gt;
*Pfrieme&lt;br /&gt;
*Schmuck&lt;br /&gt;
*Mahlwerkzeug&lt;br /&gt;
*andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. bifazial bearbeitete Stücke'''&lt;br /&gt;
*Messer&lt;br /&gt;
*Sichelmesser&lt;br /&gt;
*Spitzen&lt;br /&gt;
*andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kombination Tixier - erweiterter Hugot sowie die Aufschlüsselung der von der Kombination nicht erfassten Stücke wurde in Abu Tartur entwickelt und erstmals angewand.&lt;br /&gt;
Positiv ist zu bewerten, dass Archäologen das vom Autor dieses Berichts entwickelte System anwenden, unverständlich aber auch bezeichnend ist jedoch das Verschweigen der Quellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Technologietransfer==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Formenreichtum der ägyptischen Pfeilspitzen, und besonders der im Raum Abu Tartur dokumentierten Stücke ist außergewöhnlich groß. Allein hier wurden über hundert verschiedene Typen gezählt.&lt;br /&gt;
Die einmalig hohe Dichte an Bewehrungen ist ebenfalls bemerkenswert.&lt;br /&gt;
In der „Pfeilspitzentypologie der Sahara“ sind die in Abu Tartur beobachteten Stücke dunkel eingefärbt, falls eine Datierung vorgenommen wurde, ist diese in der Beschreibung der einzelnen Typen angegeben.&lt;br /&gt;
Ein Vergleich mit anderen ägyptischen Fundstellen sowie solchen aus anderen Saharaländern liegt bereits vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da häufig eine Beeinflussung des ägyptischen Neolithikums durch die Kulturen des „fruchtbarem Halbmonds“ postuliert wird, soll hier eine Auswahl der Pfeilspitzentypen aus der westlichen Wüste Ägyptens mit denjenigen einiger ausgewählter Fundstellen des Nahen Ostens sowie Kleinasiens gegenübergestellt werden.&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wird ein Blick auf die Keramikproduktion, die Bauwerke und die produzierende Nahrungsbeschaffung geworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''A.)   Jericho (Jordanien) nach K.M. Kenyon und J. Gerstang'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die älteste Schicht gehört in die Natuf Gruppe, das Alter beträgt 9850+-240 Jahre. Die jüngeren keramikfreien Schichten weisen C-14 Werte von 8700, 8100 und 7700 Jahren auf.&lt;br /&gt;
Aus Stufe 4 sind fünf kantenretuschierte Pfeilspitzen präsentiert, die den Typen H5 und Übergängen von H1 nach H5 zugeordnet werden können. Eine Spitze ähnelt in der Silhouette einer D20 Spitze, allerdings nicht flächen- sondern kantenretuschiert. Die oberste Schicht, 5100 Jahre alt, führt viel Keramik aber keine Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''B.)   El-Chiam (Jordanien) nach R. Neuville'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Besondere an den unteren Schichten des Natufien sind kantenretuschierte Dreieckspitzen mit im proximalen Bereich sich gegenüberliegenden Schäftungskerben. Die Basis kann geradlinig, leicht konkav oder auch mit einem winzigen Schäftungsdorn gestaltet sein. Zu vergleichen mit A7, A42 und D8. Stielspitzen sind vom Typ H5 oder erinnern, obwohl kantenretuschiert, an D3- Spitzen.&lt;br /&gt;
Letztere sowie die oben genannten Dreieckspitzen sind in der westlichen Wüste Ägyptens nicht bekannt, auch Formen die von diesen Typen hätten abgeleitet werden können sind nicht vorhanden. Wohl aber kommen sie in anderen Sahararegionen vor, allerdings als flächig retuschierte Bewehrungen.&lt;br /&gt;
Die jüngeren Tahune- Schichten El- Chiams weisen schon Flächenretuschen auf. Vertreten sind Stielspitzen der Typen D1, D3, D10 und Blattspitzen der Typen C1, C4 und C10. Häufig ist die Flächenretusche nur partiell. Sämtliche Spitzen- Typen sind bis auf die D10 in Ägypten weit verbreitet. Die D10 sowie die ähnliche D9 kommen in Algerien auf den Fundplätzen Aoulef, Fort Flatters und site 707 vor. Nicht bekannt sind schlanke D3 und D4- Spitzen mit Schäftungskerben. &lt;br /&gt;
Keramik wurde nicht beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''C.)   Beidha (Jordanien) nach D. Kirkbride'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Schicht IV beträgt 8790+- 200 Jahre BP. Die Schicht ist keramiklos. Es kommen Segmente vor. Aus der oberen Schicht II werden Pfeilspitzen der Typen H1, H10 und H11, sowie Ounanspitzen vom Typ H12 und ounanähnliche Stücke u.a. auch H5 vorgestellt. Die Doppelbohrer- Spitze H3 ist ebenfalls vertreten. Ein Bruchstück einer kantenretuschierten Stielspitze mit gegenüberliegenden Schäftungskerben, wie sie in El-Chiam häufiger vorkommen, gehört ebenfalls zum Inventar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''D.)   Byblos (Libanon) nach M. Dunand'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden drei Schichten beschrieben.&lt;br /&gt;
IC obere Neolithschicht 6550+-200 Jahre BP&lt;br /&gt;
IB mittlere Neolithschicht 7000+-80 Jahre BP&lt;br /&gt;
IA unterste Neolithschicht keine Altersangabe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die älteste Schicht Pfeilspitzentypen wie D44, C1 und C10 mit dreieckigem Querschnitt enthält, die mittlere Schicht D44 und C1, verarmt die jüngste Schicht im Hinblick auf die Pfeilspitzen und führt lediglich Segmente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E.)   Mugharet el- Wad (Israel) nach D.A.E. Garrod'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben großen Mengen von geometrischen Mikrolithen, hauptsächlich Segmente, wurden nur wenige kantenretuschierte Pfeilspitzen gefunden. Ein abgebildetes Exemplar ähnelt in der Silhouette der flächenretuschierten D36 Spitze. Eine weitere Abbildung stellt eine Dreieckspitze mit konkaver Basis und zwei sich gegenüberliegenden Schäftungskerben dar. Sie kann mit den Exemplaren von El Chiam verglichen werden. Die Natuf- Fundstelle weist keine Keramik auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''F.)   Scha’ar ha-Golan (Israel) nach M. Stekelis'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Schichten des Yarmukian finden sich in Bezug auf Pfeilspitzen die Typen C1, C3, C10, D21, ounanähnliche Spitzen, sowie Doppelbohrer- Spitzen vom Typ H3. Vielfach sind die Projektile nur teilweise flächig retuschiert. Die Fundstelle führt keine Keramik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben genannten Fundstellen liegen in relativer Nähe zu den ägyptischen Vorkommen und es sind keinerlei Gemeinsamkeiten in den Pfeilspitzen Typologien erkennbar. Jegliche Beeinflussung oder gar ein Technologietransfer kann ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
Weiter entfernte Pfeilspitzen- Vorkommen im „fruchtbaren Halbmond“ bestätigen das Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So führt die iranische Fundstelle Ali Kosh mit einem Alter von 7400 – 9900 Jahren BP lediglich Mikrolithen als eventuelle Bewehrungen (nach F. Hole und K.V. Flannery).&lt;br /&gt;
Die irakische Fundstelle Djarmo weist bei einem Alter von 6500 Jahren BC trapezförmige Querschneider und kantenretuschierte Blattspitzen auf. Keramik kommt trotz nachgewiesener Lebensmittel- Produktion nicht vor (nach P.J. Braidwood et al.).&lt;br /&gt;
Aus Ras Schamra in Syrien sind aus der ältesten Schicht V ounanähnliche, partiell flächenretuschierte Spitzen sowie H5- Spitzen und eine schlanke, flächenretuschierte Dreieckspitze mit sehr kleiner Kehle bekannt. Auch D44 kommt vor (nach C.F. Schaeffer und R. de Vaux).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Türkei seien Catal Hüyük mit einem ältesten Datum von 6385+-101 BC Jahren und das jüngere, in den ältesten Schichten keramikfreie Hacilar mit 5614+-92 BC Jahren genannt.&lt;br /&gt;
Catal Hüyük fährt außer Keramik und teilflächig retuschierten Blattspitzen der Typen C1, C3 und C10, D44- Spitzen, sowie D1 und D3- Spitzen.&lt;br /&gt;
In der Schicht C kommen auch Ounan- und H5 Spitzen vor. Für Hacilar sind keine Pfeilspitzen erwähnt (Catal Hüyük nach J. Mellaart und P.A. Bialor; Hacilar nach J. Mellaart).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen-Typologien im „fruchtbaren Halbmond“ scheinen verglichen mit denen der westlichen Wüste Ägyptens recht einfach angelegt zu sein und ändern sich kaum während langer Besiedlungsphasen. Eine Keramikproduktion setzt in den betroffenen Regionen erst zwischen 6500 BC und 6000 BC ein. Hausbau und Nahrungsmittel- Produktion dagegen sind voll entwickelt und nachgewiesen.&lt;br /&gt;
Frühe Keramikfunde aus der Sahara, besonders aus dem Sudan, aus Ägypten, Niger und Libyen datieren von rund 9500 BC cal bis 8000 BC cal und sind damit im Allgemeinen 2500 bis 2000 Jahre älter als Keramik aus dem „fruchtbaren Halbmond“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hätte ein Austausch zwischen den Kulturen des Nahen- und des Mittleren Ostens und denen der Sahara stattgefunden, so wäre die Wahrscheinlichkeit groß gewesen, dass das Wissen um die Töpferkunst als erstes übernommen worden wäre.&lt;br /&gt;
Da dieser Technologietransfer von der Wüste in den „fruchtbaren Halbmond“ im frühen Neolithikum nicht vollzogen worden ist, kann postuliert werden, dass das Wissen um eine Nahrungsmittelproduktion ebenfalls den umgekehrten Weg vom Nahen Osten in die Wüste nicht gefunden hat.&lt;br /&gt;
Das heißt, Ackerbau und Viehzucht sind höchstwahrscheinlich ohne Beeinflussung von außen in der Sahara entstanden.&lt;br /&gt;
Nun ist es äußerst schwierig in der Wüste mit sehr hohen Deflationsraten Beweise zu finden. Zwar sind Gerste und Weizen in geringen Mengen nachgewiesen, vom ebenfalls gefundenen Sorghum wird gesagt es handele sich um Wildformen. So hätte Sorghum in der Wüste die Rolle, die im östlichen Mittelmeerraum Gerste und Weizen gespielt haben, übernehmen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen Abu Tarturs mit den mächtigen Playaablagerungen, den Böden auf  dem Grund der Dolineneinbrüche und der enormen Anzahl gut erhaltener Feuerplätze, bieten sich der Forschung geradezu an, hier weiter nach Spuren von Domestizierung sowohl im Bereich der Fauna als auch der Flora zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==TIX 16 - mèche de foret - Bohreinsatz==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Tixier definiert wie folgt:&lt;br /&gt;
Werkzeug mit schlanker Silhouette, manchmal aus einem Stichelabschlag hergestellt.&lt;br /&gt;
Die Parallel verlaufenden Ränder sind vollständig oder teilweise durch direkte, abrupte Retuschen modifiziert. Eine Extremität oder auch beide sind mehr oder weniger zugespitzt. Ein Schnitt durch das Werkzeug zeigt die Form eines Trapezes, Quadrats oder Rechtecks. &lt;br /&gt;
Es könnte noch hinzugefügt werden, dass beide Seiten keine Retuschen aufweisen, es sei denn in einigen Fällen lediglich als Schärfung an den Enden.&lt;br /&gt;
Im Widerspruch zu seiner Definition zeigt Tixier ein Exemplar eines Bohreinsatzes, welches weder parallel verlaufende Ränder noch den beschriebenen Querschnitt aufweist (Seite 62 Nr. 13 aus Lalla de Gafsa, E. – G. Gobert).&lt;br /&gt;
So bleibt auch hier Raum für eine gewisse Interpretation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In meiner epipaläolithischen Sammlung aus dem Maghreb befindet sich kein einziger Bohreinsatz, diese Tatsache ist nicht weiter verwunderlich, da der prozentuale Anteil der mèche de foret an den Inventaren des Capsiens aber auch des Iberomaurusiens laut Tixier im Bereich von 0,4 % liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neolithischen Fundstellen von Abu Tartur in Ägypten verfügen in ihrer großen Mehrheit über den Tix 16 wenn auch in sehr verschiedenen Anteilen an der Gesamtmenge der Werkzeuge. Allerdings ist er das häufigste Bohrgerät in der Sammlung.&lt;br /&gt;
Tix 16 kommt in den unterschiedlichsten Dimensionen vor. Ein großes Exemplar vom Fundplatz 1023/82 misst 68mm in der Länge, 10mm in der Breite und 7,5mm in der Dicke. Kleine und kleinste Stücke messen z.B. &lt;br /&gt;
*30 x 3 x 2,8 (mm) Fundplatz 0052/85&lt;br /&gt;
oder  &lt;br /&gt;
*16 x 2,4 x 1,6 (mm) Fundplatz 1013/82 (Reststück)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichnungen sind im Katalog der Fundstellen zu finden.&lt;br /&gt;
*0007/83, 0011/83, 1013/82, 1016/82, 1017/82, 1052/85, 1072/86, 1004/83 und 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Gesamtdauer des Abu Tartur Neolithikums sind Bohrer vom Typ Tix 16 auf den Fundstellen präsent.&lt;br /&gt;
Im mittleren Neolithikum ist eine besondere Dichte zu erkennen. -&amp;gt; Siehe Liste als PDF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Liste_der_Anteile_von_TIX_16.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine rein neolithische Version des Tix 16 ist ein voll flächenretuschiertes Gerät mit der Silhouette einer schlanken Blattspitze vom Typ C1 oder C10. G. Aumassip, die in der Bas Sahara in Algerien geforscht hat, nennt dieses Werkzeug „pointe de Labied“ also Labiedspitze. &lt;br /&gt;
Es handelt sich aber einwandfrei um einen Bohreinsatz, wie unschwer an den Gebrauchsspuren vieler Exemplare nachgewiesen werden kann.&lt;br /&gt;
Der Querschnitt ist dreieckig, wobei die drei Seiten jeweils eine  Krümmung aufweisen,&lt;br /&gt;
Drei „Labiedspitzen“ vom Fundplatz 1023/82 weisen folgende Dimensionen auf:&lt;br /&gt;
*1.)   L = 58,5; B = 10,0; D = 5,9&lt;br /&gt;
*2.)   L = 50,0; B = 8,5; D = 5,1&lt;br /&gt;
*3.)   L = 62,0; B = 10,0; D = 6,5&lt;br /&gt;
Die Dimensionen sind in Millimetern angegeben. Nr.1 und Nr.2 weisen Gebrauchsspuren an beiden Enden auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich waren die Labiedspitzen als auch die klassischen Tix 16- Bohrer in Holz oder Knochen parallel zu ihrer Längsachse gefasst und wurden durch die Hand oder aber durch eine Bogensehne in eine alternierende Rotation gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bergbau wo viel und fast ausschließlich Gestein gebohrt wird, kennt man drei Bohrsysteme, &lt;br /&gt;
1.) Drehendes Bohren. Außer der kontinuierlichen Rotation in eine Richtung ist der Andruck des Bohrers auf das zu bohrende Medium von großer Wichtigkeit. Der Andruck soll ein Eindringen des Bohrers in das Gestein und eine Spahnabhebung bewirken. Fehlt der Druck nutzen sich Bohrer und Gestein lediglich gegenseitig ab. Letzteres ist der Fall bei den Tix 16- Bohrern. Dieses gilt auch für die übrigen steinzeitlichen Bohrer, es sind werkzeugtechnisch gesehen frühe, primitive Abnutzungsbohrer. &lt;br /&gt;
Die anderen Bohrsysteme 2.) das schlagende Bohren und 3.) das Drehschlagbohren waren noch nicht erfunden, dazu braucht es Metall, vorzugsweise Stahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Normalgrößen des Tix 16 existieren sehr kleine 15mm bis 20mm lange mèche de foret. Diese sind als Reststücke anzusehen, sie waren zu kurz um noch gefasst zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Frühere Publikationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag ist die originale Beschreibung und Analyse der holozänen, steinzeitlichen Fundstellen im Raum Abu Tartur, Ägypten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist möglich, dass frühere Publikationen zu dem oben genannten Thema existieren, die vor dieser Veröffentlichung erschienen sind. Diese wären jedoch in jedem Fall durch das Original beeinflusst, falls es sich nicht gar um Plagiate handeln sollte.&lt;br /&gt;
Zwar stand mein Material dem Institut für Ur- und Frühgeschichte zu Köln lange Zeit zur Verfügung, Veröffentlichungen waren allerdings an eine Bedingung geknüpft, welche leider nicht eingehalten wurde.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundkomplex_Abu_Tartur&amp;diff=5564</id>
		<title>Fundkomplex Abu Tartur</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundkomplex_Abu_Tartur&amp;diff=5564"/>
				<updated>2021-06-24T16:49:48Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Felskunst - Fotogalerie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Die steinzeitliche Besiedlung Abu Tarturs im Holozän==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer heute durch die westliche oder libysche Wüste Ägypten reist, findet, dass außer in den Oasen, Vegetation praktisch inexistent ist. Das Klima ist hyperarid und in den Jahren von 1982 bis 1987, in denen ich dort für eine Bergbaugesellschaft tätig war, fielen nur in einer Nacht wenige, schwere Tropfen, die kleine Krater in der ausgetrockneten Erde hinterließen. Messbar war dieser Niederschlag nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur, so heißt die Lokalität, ist eine in der Entwicklung befindliche Phosphatgrube. Wohn- und Verwaltungsgebäude liegen 43 km westlich von Kharga, der Hauptstadt des New Valley Bezirks, an der Asphaltstraße nach Dakhla. Die Grube und die übertägigen technischen Einrichtungen sind über eine nach Norden verlaufende Stichstraße erreichbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur ist aber auch ein ausgedehntes Hochplateau mit einer Höhe von ca. 500 bis 600 m über dem Meeresspiegel, welches die Sandsteinebene, in der die El Ghorab Straße zwischen Kharga und Dakhla verläuft, um bis zu 400 m überragt '''Abb. 1'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Abu_Tartur_Lageskizze_Gesamt.png|400px|Lageskizze_Abu_Tartur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 1: Abu Tartur Gesamtübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drittens steht der Name Abu Tartur für die ca. 150 steinzeitlichen Fundplätze, die in den fünf Jahren meiner Anwesenheit entdeckt und bearbeitet worden sind.&lt;br /&gt;
Von jedem Platz ist eine Skizze erstellt worden, meistens im Maßstab 1 : 1.000. Auf diesen Karten erscheinen die Koordinaten, Höhenlinien, Wadiläufe und größere Regenrinnen sowie Bemerkungen zur Untergrundbeschaffenheit. Von dem archäologischen Inventar werden die Fundstreu und die Fundkonzentrationen, die Herdstellen, anstehende Kulturschichten sowie die Mahlwerkzeuge markiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderheiten wie Steinkreise und andere Bauwerke, Vegetationsreste oder ungewöhnliche Artefakte werden ebenfalls eingezeichnet. Nicht berücksichtigt wird die Verteilung des Oberflächeninventars nach Quadratmetern oder Viertelquadratmetern. Eine Langzeitstudie vor Ort über die Bewegung von Artefakten durch Wind hat die Nutzlosigkeit dieser Maßnahme unter den gegebenen klimatischen und geographischen Verhältnissen eindeutig belegt. Weitere Übersichtsskizzen im Maßstab 1 : 10.000 wurden für die Hauptzonen der prähistorischen Siedlungsreste erarbeitet. Es sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den Inventaren ausschließlich um Oberflächenmaterial handelt. Auf Grabungen ist in jedem Fall verzichtet worden, um die Fundstellen für eventuelle weitergehende Untersuchungen intakt zu erhalten. Vom faunistischem Material und von der Keramik sind Belegstücke aufgelesen worden, die entnommenen Mengen lassen daher nicht auf die tatsächlich vorhandenen Mengen schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird eine Auswahl von drei Fundstellen vorgestellt, sie decken den gesamten erfassten Zeitraum der Besiedlung ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 0002/84 - 9120 +- 40 BP - Poz – 11204 - Straußeneischale&lt;br /&gt;
* 1004/83 - 7590 +- 75 BP - KN 3744 - Holzkohle&lt;br /&gt;
* 1005/83 - 6420 +- 60 BP - KN 3740 - Holzkohle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1005_83_Eickelkamp_selbst.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Autor Eickelkamp bei der Sicherung von Holzkohle, Fundplatz 1005/83, 1985 (Foto: René Gebhardt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste bislang datierte Fundplatz Abu Tarturs (0002/84) fällt in die frühe Zeit der holozänen Besiedlung, die von F. Wendorf und R. Schild als El Adam- Phase bezeichnet wird. Der Fundplatz liegt rund 900 m von der Plateau Bruchkante entfernt an der Südseite eines ausgedehnten, mit Kalksteinhügeln durchsetzten Playafeldes. Anstehender Kalkstein, grob- und feinkörniger Verwitterungsschutt wechseln mit playaähnlichen terra rossa Restböden ab. Für einen unerfahrenen Beobachter, der die Verwitterungsformen der Wüste aus eigener Anschauung nicht kennt, macht die Gegend einen chaotischen Eindruck. Der Platz ist zur Hauptwindrichtung nach Norden völlig offen und nur nach Osten hin durch einen langgestreckten Hügel geschützt. Der teilweise freiliegende Playaboden* zeigt deutlich Deflationsspuren. Die Ausdehnung des Platzes beträgt von N. nach S. 75 m und von W. nach O. 70 m. Die windgeglättete Playaoberfläche ist frei von Artefakten. Erst in den südlich sich anschließenden Schuttfeldern kommt es zu sekundären Konzentrationen vor allem an kleinvoluminösen Stücken. Schwere Artefakte wie Schaber treten in dem westlichen, langgezogenen Schuttstreifen auf. Außer einigen Dunkelfärbungen der ansonsten hell rotbraunen Playa konnte keine Kulturschicht ausgemacht werden. Grabungen im zentralen Südteil und östlich im feinen Hangschutt könnten erfolgreich sein. Feuerstellen oder Schichten mit entnehmbarer Holzkohle sind nicht gefunden worden. Es ist jedoch gebrannter Ton mit winzigen, eingeschlossenen Kohlepartikeln beobachtet worden. An Mahlwerkzeug sind drei Läufersteine und windüberformte Sandsteinreste von  Reibschalen gefunden worden. Straußeneischalen kommen sowohl als glatte, unverzierte Stücke als auch mit Ritzungen versehen vor. Neben zwei runden, nicht perforierten Scheiben und sechs eckigen, perforierten Stücken wurden auch 17 fertiggestellte Perlen gefunden. Ein aus einem Kalzitkristall gearbeiteter „Ohrstecker“ ist fein poliert und sehr gut erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffallend sind die östlich und nordöstlich von 0002/84 gelegenen halbmondartigen Strukturen aus aufgeschichteten Kalksteinbrocken, sie stellen wahrscheinlich Windschilde dar. Eine geschlossene Steinlegung mit den Dimensionen 2 m x 1,5 m und große Mengen von unverzierter Keramik, möglicherweise zu großen, rundbödigen Gefäßen gehörend, fallen ebenfalls auf. Diese Funde und Befunde stehen nicht im Zusammenhang mit 0002/84 sondern sind Teil der Fundstelle 0049/85. Das Gelände ist hier völlig mit lockerem Kalksteinschutt bedeckt und konnte daher nicht untersucht werden. Hier würde eine Grabung sicherlich interessante Resultate zeitigen, zumal eine Massierung von über 20 Bauten bislang in der westlichen Wüste nicht angetroffen worden ist.&lt;br /&gt;
Einige wenige, aus Schwerfahrzeugspuren entnommene Artefakte (1 Stichel, 1 Abschlag und 1 gekerbte und retuschierte Klinge) sind nicht diagnostisch.&lt;br /&gt;
Da der Fundplatz 0002/84 hauptsächlich epipaläolithische Merkmale aufweist, konnte er ohne Schwierigkeiten nach Tixier klassiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Klassische Playaablagerungen können auf dem Plateau schon wegen der geringen Höhenunterschiede und der dadurch mangelnden Größe der Einzugsgebiete nicht vorkommen. Soweit Böden vorhanden sind, handelt es sich um chromic luvisole oder terra rossa. Im Bereich der Fundstellen sind diese durch Siedlungsaktivitäten verdichtet und verunreinigt worden, so dass das übliche helle Rot einem Rotbraun gewichen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0002/84 Werkzeugfrequenz nach Tixier – '''Tabelle 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nr. Tixier&lt;br /&gt;
| Werkzeug Typen&lt;br /&gt;
| Anzahl&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| % der Gruppen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot;|Kratzer*&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| 0,99&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot;|Gruppe I 6,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|14&lt;br /&gt;
|3,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Bohrer&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 0,50&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Gruppe II 1,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Stichel&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| 1,24&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Gruppe III 2,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|27&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 44&lt;br /&gt;
| Kombiwerkzeuge&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| Gruppe V 0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 45&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Gruppe VI 0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|69&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 74&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Kerben&lt;br /&gt;
| 13&lt;br /&gt;
| 3,23&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Gruppe VII 9,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|27&lt;br /&gt;
|7,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 80&lt;br /&gt;
| Endretuschen&lt;br /&gt;
| 11&lt;br /&gt;
| 2,74&lt;br /&gt;
| Gruppe VIII 2,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 85&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;8&amp;quot;|Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;8&amp;quot;|Gruppe IX 48,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|86&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|87&lt;br /&gt;
|84&lt;br /&gt;
|20,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|89&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|91&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|92&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|24,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|93&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|95&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 101&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Microburins&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Gruppe X 5,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|102&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|5,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|103&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 105&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Varia&lt;br /&gt;
| 67&lt;br /&gt;
| 16,67&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Gruppe XI 23,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|106&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|4,49&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''402'''&lt;br /&gt;
| '''100,02'''&lt;br /&gt;
| '''100,01'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 18 Varia (Tix 112) sind sieben Pfeilspitzen (1,74 %), davon zwei Harifspitzen, zwei einseitig flächenretuschierte Stielspitzen und drei beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen. Die verbleibenden elf Stücke machen 2,74 % des Gesamtvolumens aus, darunter sind solche exotische Artefakte wie ein an allen Rändern kantenretuschiertes ypsilonförmiges Stück wie es auch im mauretanischen Küstenneolithikum vorkommt oder ein ebenfalls an allen Rändern kantenretuschiertes Dreieck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Einige Kratzer weisen eine doppelte Patinierung auf, hier sind Paläowerkzeuge geschärft und wiederverwendet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich der Nabta und Kiseiba Fundstellen E-80-4, E-79-8, E-77-7 und der Abu Tartur Fundstelle 0002/84 – '''Tabelle 2'''  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Fundplatz&lt;br /&gt;
| E-80-4&lt;br /&gt;
| E-79-8&lt;br /&gt;
| E-77-7&lt;br /&gt;
| 0002/84&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Alter&lt;br /&gt;
|9220+-120BP SMU-925&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
8920+-130BP SMU-757&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9060+- 80BP SMU-861&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9180+-140BP SMU-914&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9350+-120BP SMU-927&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9440+-230BP SMU-758&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9610+-150BP SMU-928&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9820+-380BP SMU-858&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
8960+-110BP SMU-440&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8875+- 75BP ETH-8583&lt;br /&gt;
|9120+-40BP Poz 11204&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Anzahl der Werkzeuge&lt;br /&gt;
| 423&lt;br /&gt;
| 374&lt;br /&gt;
| 158&lt;br /&gt;
| 402&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Werkzeuggruppen in %&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;I Kratzer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;II Bohrer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;III Stichel&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;V Kombinationswerkz.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;VI Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;VII Kerben&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;VIII Endretuschen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;IX Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;X Microburin&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;XI Verschiedene&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;17,49&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,84&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,95&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;41,37&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;7,57&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;6,62&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,60&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9,69&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;10,87&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;14,17&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;7,22&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;4,28&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;37,17&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;10,70&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;5,08&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,14&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8,02&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;11,23&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;5,06&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;48,10&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8,23&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8,23&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,63&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;13,30&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;16,45&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;6,47&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;1,00&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,24&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,25&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,50&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9,95&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,74&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;48,01&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;5,72&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;23,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''100,00 %'''&lt;br /&gt;
| '''100,01 %'''&lt;br /&gt;
| '''100,00 %'''&lt;br /&gt;
| '''100,01 %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Dekorierte&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Straußeneischalen&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
4 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Farnblattmuster&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
25 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Farnblattmuster&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
8 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Strichmuster&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
3 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Strichmuster&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Komplette&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Straußeneiperlen&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;436&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;175&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
33 davon&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;22 zerbrochen&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schmuck&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| 1 Kalzitstecker&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mahlwerkzeuge&lt;br /&gt;
| Vorhanden&lt;br /&gt;
| Vorhanden&lt;br /&gt;
| Keine&lt;br /&gt;
| Vorhanden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Keramik&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
5 Scherben von&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;der Oberfläche&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
3 Scherben&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;in Situ&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
1 Scherbe&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;mattenverziert&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Keine an der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Oberfläche gefunden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier zu vergleichenden Fundstellen gehören der selben Altersspanne an und weisen bis auf  E-77-7 ähnliche Mengen an Werkzeugen auf.&lt;br /&gt;
Bei den Kratzern, es sind auf allen vier Fundstellen hauptsächlich relativ schwere Endkratzer auf Abschlägen, ist der prozentuale Anteil in Bir Kiseiba mehr als doppelt so hoch wie in Abu Tartur, in Nabta dagegen sind es weniger als in Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Bohrern ist der Unterschied groß, da 0002/84 lediglich vier Exemplare vom Typ Tixier 12, 13 und 16 hervorgebracht hat, was 1,00 % ausmacht gegenüber 2,84 % und 7,22 % in Kiseiba. In Nabta fehlen die Bohrer gänzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Plätze E-80-4 und E-79-8 liegen die Stichel im Mittel bei 2,62 %, das stimmt mit den 2,24 % für 0002/84 gut überein, E-77-7 weist keine Stichel auf. Die Häufigkeit von Kerben, Endretuschen und der Mikroburin Technik ist auf den vier Fundstellen ähnlich. Die Verschiedenen sind doppelt so stark in Abu Tartur vertreten wie in Bir Kiseiba. Nabta und Abu Tartur sind sich ähnlicher. Alles in allem entsprechen die vorgestellten Inventare den Kriterien der El Adam Phase wenn da nicht in Abu Tartur nur 0,50 % rückengestumpfter Lamellen wären gegenüber den 41,37 % respektiverweise 37,17 % in Kiseiba und den 48,10 % in Nabta. Dem Mangel an rückengestumpften Lamellen steht ein Zuviel an geometrischen Mikrolithen, nämlich 48,01 %, gegenüber. Die entsprechenden Zahlen für Kiseiba sind 2,60 % und 2,14 %, in Nabta gibt es nur ein einziges Dreieck, das sind 0,63 % der Gesamtmenge. Diese Mikrolithen von Abu Tartur bestehen zum größten Teil aus Trapezen, die durch ihre Bearbeitung erkennen lassen, dass sie als Pfeilbewehrungen genutzt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Epipaläolithikum der Sahara wie auch im Mesolithikum Europas wurden mehrere rückengestumpfte Mikrolithen zu einer Pfeilbewehrung kombiniert. Der hohe Anteil dieser Artefakte erklärt sich aus der Notwendigkeit effektive Jagdwaffen zur Verfügung zu haben, da eine Hauptnahrungsquelle das Fleisch von Wildtieren war wie die entsprechenden Knochenanalysen belegen. Zu einem gewissen Zeitpunkt, um 9120 BP, hat ein findiger Jäger in Abu Tartur die Kombinationsbewehrung durch eine Einzelbewehrung mittels Querschneidern ersetzt. Werden die Rubriken VI „rückengestumpfte Lamellen“ und IX „geometrische Mikrolithen“ zu einer Rubrik „Bewehrungen“ zusammengefasst, ergeben sich nahezu gleichartige Inventargruppen für die Fundstellen Kiseibas, Nabtas und Abu Tarturs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 3'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| || '''E-80-4'''|| '''E-79-8'''|| '''E-77-7'''|| '''0002-84'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I Kratzer|| 17,49|| 14,17|| 5,06|| 6,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II Bohrer||2,84||7,22||-||1,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| III Stichel|| 0,95|| 4,28|| -|| 2,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| V Kombinationswerkzeuge|| - || -|| -||0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||VI u. IX Bewehrungen||43,97||39,31||48,73||48,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VII Kerben|| 7,57|| 10,70|| 8,23||9,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||VIII Endretuschen||6,62||5,08||8,23||2,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| X Mikroburin Technik|| 9,69|| 8,02|| 13,30|| 5,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| XI Verschiedene||10,87||11,23||16,45||23,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''||'''100,00%'''|| '''100,01%'''|| '''100,00%'''|| '''100,01%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der mittleren steinzeitlichen Phase des Holozäns stammt der Fundplatz 1004/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstelle liegt völlig ungeschützt am Nordostrand der Playa „West“ und ist dem entsprechend stark erodiert. Das Gelände steigt sanft nach Osten an und der Playaboden, auf dem die Artefakte gestreut liegen, geht in Sandstein über. Die gesamte Fläche ist mit Flugsand und Verwitterungsschutt bedeckt. Von Osten nach Westen durchzieht eine breite, sandgefüllte Regenrinne den Fundplatz. In der Fortsetzung nach Westen ist der Playaboden von sehr rezentem Sediment bedeckt. Vegetationsreste kommen in diesem Bereich vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Norden nach Süden erstreckt sich die Fundstelle über 100 m, von Westen nach Osten über 50 m. Die Hauptkonzentrationen liegen auf zwei sehr flachen Playabuckeln. Eine Kulturschicht ist an der Oberfläche nicht mehr zu erkennen, könnte aber im östlichen Teil, welcher sandbedeckt ist, noch existieren. Eine Anhäufung von ca. 200 perforierten Straußeneischeiben, welche gerundet aber noch nicht geschliffen sind, auf einer Fläche von   3 m², spricht für diese Annahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Keramikscherben, eine verziert, die andere unverziert, sind gefunden worden. Das Mahlwerkzeug besteht aus 12 Reibschalen und 43 Läufersteinen. An faunistischem Material sind Straußeneischalen zu nennen und neben den erwähnten ungeschliffenen Scheiben auch solche die völlig fertiggestellt sind. Knochen wurden nicht beobachtet. Schalen von Aspatharia rubens und Gehäuse von Cyprea moneta, der Kaurischnecke, sind vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 4''' 1004/83 Werkzeugfrequenz nach Tixier &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nr. Tixier&lt;br /&gt;
| Werkzeug Typen&lt;br /&gt;
| Anzahl&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| % der Gruppen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;10&amp;quot; | Kratzer&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| 1,11&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;10&amp;quot; |Gruppe I 7,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|2,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|0,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Bohrer&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,95&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Gruppe II 20,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|122&lt;br /&gt;
|19,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 18&lt;br /&gt;
| Stichel&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,95&lt;br /&gt;
| Gruppe III 0,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 54&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| 0,79&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Gruppe VI 1,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|55&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|63&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 73&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot; |Kerben&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 0,32&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot; |Gruppe VII 7,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|0,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|76&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|4,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|79&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 80&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Endretuschen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,16&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe VIII 0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|81&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 105&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Verschiedene&lt;br /&gt;
| 199&lt;br /&gt;
| 31,68&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Gruppe XI 62,26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|106&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|4,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|3,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|109&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|139&lt;br /&gt;
|22,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''628'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                   &lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der verschiedenen Pfeilspitzenformen nach H.J. Hugot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 139 unter Varia (Tixier 112) klassierten Artefakten waren 113 Pfeilspitzen (17,99 %).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Indiz 1 = A + B + E&lt;br /&gt;
Indiz 1 = 2 + 0 + 0&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| Dreieckspitzen und rhombische Spitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 2 = C&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| Blattspitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 3 = D&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| Stielspitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 4 = F + G + H&lt;br /&gt;
Indiz 4 = 0 + 0 + 80&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 80&lt;br /&gt;
|| Kantenretuschierte Spitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''='''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familie I (1 Stück) wird nicht berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 1||=|| 1,78 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz 2||=||21,43 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz 3||=||5,36 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz 4||=||71,43 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verbleibenden 26 Varia machen 4,14 % des Gesamtinventars aus. Eine erste Großspitze vom Typ A2 wurde gefunden. Ebenfalls treten erste, recht primitive side- blow- flakes in geringen Menge auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngste der drei vorgestellten Fundplätze und zugleich der jüngste bisher in Abu Tartur datierte Platz ist 1005/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen liegt am Nordrand eines ausgedehnten Playabeckens, der Playa West, und ist um einen Inselberg aus nubischem Sandstein, der aus dem Holozänsediment herausragt, angeordnet. Westlich und östlich schließt sich eine Sandsteinebene an, die leicht mit Verwitterungsprodukten der Nubiaschichten bedeckt ist. Sie geht nach Süden in ein schluffiges Playagebiet über. Die nördliche Begrenzung bildet ein Sandsteinhügel, weiter im Norden wird eine Geländestufe beobachtet, welche bis zum Niveau 220 m ansteigt. Der Fundplatz hat in Nordsüdrichtung eine Länge von 135 m, die Breite von Westen nach Osten beträgt 75 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nördlichste Teil des Fundplatzes, durch den Hügel vor Nordwind geschützt, ist relativ intakt, hier befinden sich auch die gut erhaltenen Feuerstellen. Südlich, im Windschatten des Inselbergs, hat sich ebenfalls eine Kulturschicht erhalten. An der östlichen und westlichen Flanke ist das Playasediment stark ausgeblasen, die hier vorgefundenen Artefakte sind zweifelsohne transportiert und nach Korngrößen gesichtet worden. Unter dem östlich gelegenen Felsüberhang und rund um den Inselberg, auch auf ihm, werden z.T. ungewöhnliche Felsgravierungen gefunden. Es wurden insgesamt 31 Feuerstellen gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mahlwerkzeug besteht aus 40 Läufersteinen und 16 Reibschalen, außerdem gibt es beträchtliche Menge von Bruchstücken, die Mahlsteinen zugeordnet werden können '''Abb. 2'''.  Die reichlich vorhandene Keramik besteht aus unverzierten Scherben von großen, rundbödigen Gefäßen. Die Farbe der Keramik ist außen rotbraun, teilweise mit schwarzen Flecken, und innen, im Kern, dunkelgrau. In der Töpfermasse befinden sich außer Sand- und Schiefertonmagerung auch organische Bestandteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:1005_83_Lageskizze.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 2: Lageskizze Abu Tartur, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Knochen und Straußeneischalen kommen einerseits Straußeneiperlen in allen Stadien der Herstellung vor andererseits aber auch der Zerstörung durch Deflation. An Gastropoden und Bivalven sind zu nennen Bulinus truncatus, Lymnaea natalensis und Aspatharia rubens.&lt;br /&gt;
Roter und gelber Ocker sowie Malachit als Imprägnationsmaterial im Sandstein gehören ebenfalls zum Fundgut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 5''' 1005/83 Werkzeugfrequenz nach Tixier &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nr. Tixier&lt;br /&gt;
| Werkzeug Typen&lt;br /&gt;
| Anzahl&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| % der Gruppen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Kratzer&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,67&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Gruppe I 3,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|0,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|1,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Bohrer&lt;br /&gt;
| 10&lt;br /&gt;
| 1,11&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe II 4,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|32&lt;br /&gt;
|3,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;9&amp;quot; |Stichel&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 0,33&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;9&amp;quot; |Gruppe III 2,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|19&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|0,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|0,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|28&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 56&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 0,33&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Gruppe VI 0,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|69&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 74&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; |Kerben&lt;br /&gt;
| 18&lt;br /&gt;
| 2,01&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; |Gruppe VII 9,59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|79&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|3,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 80&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Endretuschen&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,67&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe VIII 0,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|81&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 82&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,11&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe IX 0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|88&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 102&lt;br /&gt;
| Microburins&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 0,22&lt;br /&gt;
| Gruppe X 0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 104&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Verschiedene&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 0,33&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Gruppe XI 77,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|105&lt;br /&gt;
|133&lt;br /&gt;
|14,83&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|106&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|1,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|546&lt;br /&gt;
|60,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''897'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz I = A + B + E&lt;br /&gt;
*Indiz I = 16 + 2 + 1      =   19&lt;br /&gt;
*Indiz II = C                  = 223&lt;br /&gt;
*Indiz III = D                 =  73&lt;br /&gt;
*Indiz IV = F + G + H&lt;br /&gt;
*Indiz IV = 0 + 3 + 56   =  59&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz I||=|| 5,08 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz II||=||59,63 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz III||=||19,52 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz IV||=||15,77 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||'''Total||=||100,00 %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den jüngeren Fundstellen wie diesem, welcher am Ende der steinzeitlichen Hauptbesiedlungsphase liegt, kann die statistische Auswertung nach Tixier nur einen Teil der Werkzeuge erfassen. Im Fall von 1005/83 fallen fast 61 % der Werkzeuge unter Varia (Tix. 112). Gut 43 % davon entfallen auf die nach Hugot klassierten Pfeilspitzen, für die restlichen, häufig flächenretuschierten Stücke, die fast 17 % ausmachen, ist ein einfaches System, welches sich erweitern und verfeinern lässt, erstellt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der verschiedenen Pfeilspitzenfamilien nach H.J. Hugot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 546 unter Varia klassierten Artefakten waren 386 Pfeilspitzen. Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Familien und Indizes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familie I (12 Stücke) wird nicht berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 6'''. Die Gruppen oder Typen der Bewehrungen von 1005/83 stellen sich wie folgt dar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 1 ||8||C 6 ||29||D 6 ||1||D 26 ||1||D 46 ||1||H 7 ||11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2 ||7||C 7 ||1||D 7 ||7||D 28 ||7||E 2 ||1||H 8 ||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18 ||1||C 9 ||1||D 11 ||5||D 29 ||1||G 1 ||3||H 12 ||10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1 ||2||C 10 ||1||D 12 ||4||D 37 ||1||H 1 ||14||H 13 ||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1 ||78||C 11 ||8||D 14 ||1||D 38 ||1||H 2 ||1||I 3 ||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2 ||16||D 1 ||8||D 18 ||5||D 39 ||1||H 3 ||1||I 4 ||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3 ||85||D 2 ||5||D 19 ||3||D 40 ||1||H 4 ||1||I 5 ||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4 ||4||D 3 ||8||D 21 ||11||D 41 ||1||H 5 ||12||I 8 ||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klassifizierung erfolgte nach der “Pfeilspitzentypologie der Sahara” einer Weiterführung des “Essai sur les armatures de pointes de flèches du Sahara“ von H.J. Hugot, welche auf Funden aus Algerien basiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pfeilspitzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus den Inventarlisten ersichtlich, haben Pfeilspitzen auf den Fundstellen von Abu Tartur einen hohen Stellenwert. Aber nicht nur die Menge stellt eine Besonderheit dar sondern auch der Formenreichtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Gesamtsahara wurde eine Pfeilspitzentypologie nach dem System H.J. Hugot erarbeitet, welche 188 verschiedene Formen beinhaltet. Eingeflossen sind Bewehrungen aus den Wüstengebieten Ägyptens, Sudans, Libyens, Tschads, Tunesiens, Algeriens, Nigers, Malis, Mauretaniens, Westsaharas und Marokkos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur allein kommt auf 106 Typen, eine Variationsbreite, die sich einerseits aus der zeitlichen Tiefe der Fundstellen erklären lässt aber andererseits auch einen regen kulturellen Austausch mit auswärtigen Gruppen nahe legt. Dieser muss nicht immer friedlich verlaufen sein wie schon die Anzahl der Großspitzen suggeriert. Diese sind für die kurze Distanz konzipiert und somit als Kriegswaffe besonders geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Vergleich wurden von Hugot für die algerische Sahara 97 Gruppen oder Typen gezählt und die riesigen Fundstellen von Aoulef und Fort Flatters erreichen 89 bzw. 75 verschiedene Pfeilspitzenformen. Für Ouargla werden 13 Typen und für den Erg Iguidi 39 angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfeilspitzenauswahl.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 3: Pfeilspitzentypen Abu Tarturs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abb. 3''' zeigt eine kleine Auswahl von Pfeilspitzentypen Abu Tarturs. Die chronologische Abfolge und die mengenmäßige, geographische Verteilung von Pfeilspitzen im Sahararaum ist in dem Aufsatz „Steinzeitliche Pfeilspitzen aus der Wüste, ein Vergleich ägyptischer Bewehrungen mit solchen der Gesamtsahara“ dargestellt worden (Siehe auch: Pfeilspitzen allgemein).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzentypologie-Übersicht wird unter der Rubrik: [[Pfeilspitzen allgemein]] ('''= Pfeilspitzentypologie''') vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Großspitzen von Abu Tartur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schweren Dreiecksspitzen mit zentraler Basiskehle dürften nach den heute bekannten und datierten Funden in Abu Tartur entwickelt worden sein. Von hier aus gelangten sie, so kann postuliert werden, mit geringer Zeitverschiebung zunächst ins Fayum und dann nach Merimde. Im Fayum entwickelte sich aus den unregelmäßigen und zum Teil noch primitiv anmutenden Pfeilspitzen Abu Tarturs vor allem die elegante A25- Spitze mit nach innen gezogenen Schwingen und tiefen, breiten Kehlen. Dieser Typ verbindet die Wirkung eines breiten Geschosses mit entsprechendem Schusskanal mit einer Gewichtsreduzierung, welche mit einer tiefen und breiten Kehle zusammenhängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bevorzugten Typen in Merimde sind A2, A25, A27 und A28. Im Unterschied zu Abu Tartur sind hier die Pfeilspitzen gleichmäßiger gearbeitet, die älteren Abu Tartur Spitzen sind dagegen variantenreicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0289_5_AbuTarturGrossspitzen.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen von Abu Tartur, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0020_P23_AbuTarturGrossspitzen.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen von Abu Tartur, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Abu Tartur auftretenden großen Stielspitzen sind im Fayum bis auf ein Exemplar nicht gefunden worden. Einige wenige Stücke sind in Abu Gerara (Riemer), Djara (Kindermann), Eastpans (Gehlen) und in Merimde (Junker) beobachtet worden. Drei große dreieckige stammen aus Dakhla (Mc Donald), vier weitere aus Kiseiba- Nabta (F. Wendorf). Hinzu kommen noch elf Bewehrungen, welche von Caton- Thompson in Kharga gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Bedeutung dürfte den großen, dreieckigen Pfeilspitzen der Gruppen A2, A13, A18, A19, A26, A27, A28, A29, A30 und A32 zukommen, den Stielspitzen der Typen D3, D4, D14 und D15, sowie den Blattspitzen der Gruppen C1, C2 und C3. Großspitzen anderer Familien und Gruppen sind sehr selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Großspitzen, ob dreieckig, gestielt oder blattförmig sind lediglich Bewehrungen mit mindestens 40mm Länge und 20mm Breite bewertet worden. &lt;br /&gt;
Die Gewichte der Mehrzahl der Großspitzen liegen durchaus in einem Bereich, der keine ballistischen Probleme erkennen lässt. Die sehr gewichtigen Bewehrungen über 10g sind nur in geringen Mengen vertreten. Bei den Dreiecksspitzen mit zentraler Kehle sind es fünf  Stücke, bei den Stielspitzen ebenfalls fünf Stücke und bei den Blattspitzen sieben Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage ob Pfeile, die mit diesen überschweren Spitzen bestückt sind, noch verschossenen werden können, ist falsch gestellt. Sie müsste lauten : „Unter welchen Umständen lassen sich diese Bewehrungen noch erfolgreich verwenden“. Zur Beantwortung der Frage ist ein Versuch gestartet worden. Als Resultat des Experiments kann festgehalten werden, dass auf einer Distanz von bis zu 15m ein Bogen mit 12kg Spannkraft mit überschweren Bewehrungen ausgestattete Pfeile wirksam verschießen kann. Die Durchschlagskraft, die ich sehr hoch einschätze, könnte durch Messungen der Eindringtiefe in verschiedene geeignete Materialien quantifiziert werden. Verteilung der Pfeilspitzen auf verschiedene Gewichtsklassen zeigt '''Tabelle 8'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 8'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Dreieckspitzen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Stielspitzen D u. I'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Blattspitzen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Merimde'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gewicht (g)|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0 – 5,9|| 28|| 56,0|| 30|| 62,5|| 6|| 31,6|| 10|| 58,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6 – 7,9||13||26,0||11||22,9||3||15,8||3||17,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8 – 9,9||4||8,0||2||4,2||3||15,8||3||17,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&amp;gt;10||5||10,0||5||10,4||7||36,8||1||5,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Total|| 50|| 100,00|| 48|| 100,00|| 19|| 100,00|| 17|| 99,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der Gewichtsklassen zwischen den Abu Tartur Dreieck- und Stielspitzen zeigt eine sehr ähnliche Verteilung, 56,0 % bis 65,5 % fallen in die Gruppe mit einem Gewicht von unter 6g, bei den sehr schweren Bewehrungen über 10g sind die Resultate 10,0 % bzw. 10,4 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die großen Blattspitzen wurden die gleichen Kriterien angelegt wie an Dreieck- und Stielspitzen, d.h. die minimale Länge beträgt 40mm und die minimale Breite 20mm. Da 20mm breite Blattspitzen der Gruppen C1 und C3 sehr lang sein müssen, sind sie auch vergleichsweise schwer. Die schweren Blattspitzen konnten auch als Bewehrungen von Stichwaffen Verwendung gefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das durchschnittliche Gewicht sämtlicher gewogener Großspitzen beträgt für die Familie A 6,38g, für die Familie D 5,85g und für die Familie I 6,17g. Das Durchschnittsgewicht für die Familie C beträgt 8,49g, bezogen auf eine geringe Anzahl (15 Stücke) von kleinen C Spitzen. Bei 48 gewogenen C Spitzen erhöht sich das Durchschnittsgewicht auf 9,65g. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden die Blattspitzen nicht einbezogen, so kann für den Raum Abu Tartur – Kharga von 146 Großspitzen ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Caton- Thompson brachte das Fayum 268 Dreiecksspitzen hervor, davon können ca. 200 als Großspitzen bezeichnet werden. Nach Eiwanger kommen in Merimde – benisalam 61 dreieckige Großspitzen und eine große gestielte Pfeilspitze neben kleineren Stielspitzen und Querschneidern vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Vergleich wiegen die zur Verfügung stehenden, modernen Sportpfeile 21 – 22g wobei 5 – 6g auf die Stahlspitze entfallen. Selbst Pfeile des jungsteinzeitlichen Jägers waren mit leichteren Spitzen ausgerüstet, lediglich die steinernen Großspitzen überschreiten im Mittel nur leicht die heute üblichen Gewichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur 30 % der in Abu Tartur vermessenen gekehlten, dreieckigen Großspitzen, also Bewehrungen mit einer Mindesthöhe von 40mm und einer Mindestbreite von 20mm und 35 % der von J. Eiwanger gewogenen Pfeilspitzen überschreiten die 6,6g, die, wie Korfmann postuliert, als Grenzwert angesehen werden sollten.&lt;br /&gt;
Durch Reduzierung von Höhe und Breite wäre es ein Leichtes gewesen, das Spitzengewicht den heutigen Theorien und Erkenntnissen anzupassen. So wiegen kleine, zentral gekehlte Dreiecksspitzen aus der Zentralsahara ca. 1g.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schwere Drittel der Großspitzen mit Gewichten über 6,6g konnte offensichtlich ebenfalls verschossen werden, wie es auch das weiter oben erwähnte Experiment belegt. Eine Gruppe, welche Pfeil und Bogen kennt, würde nicht mehr zur Speerschleuder greifen, da diese das Geschoss weniger präzise ins Ziel bringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgerüstet mit technologischen Kenntnissen würde diese Gruppe auch keinen Speer ohne Hilfsmittel von Hand auf ein Fernziel werfen. Dagegen gehörten Spieße und Lanzen, also Stichwaffen, möglicherweise zum Arsenal, entsprechend geeignete Bewehrungen in Blattform liegen in großer Mengen vor. Die überschweren Pfeilspitzen wären hierfür, schon bedingt durch ihre Widerhaken aber auch durch die mangelnde Masse nicht geeignet gewesen.&lt;br /&gt;
Interessant in diesem Zusammenhang ist eine Veröffentlichung Junkmanns. Er berichtet unter anderem über Weitschussversuche mit 30g schweren Pfeilen, die verschossen von Eibenbögen mit 18 kg bzw. 28 kg Zuggewicht, 108m im ersten Fall und 120m im zweiten Fall flogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kapitel „die Leistungsfähigkeit“ wird die Aufprallenergie eines 35g schweren Pfeils bei einer Geschwindigkeit von 160 km/h mit 35 Joule angegeben, die Angaben passen zu einem jungsteinzeitlichem Bogen vom Typ Robenhausen, Eibe, 1,59m Länge mit 25 kg Zuggewicht. Verglichen mit der Aufprallenergie von mit Feuerwaffen verschossenen Kugeln erscheinen 35 Joule für einen Pfeil sehr bescheiden zu sein. Durch die scharfe, schneidende Ausbildung der Pfeilspitzenränder wird dieser Mangel teilweise kompensiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Logischerweise ist die Eindringtiefe einer schlanken Spitze größer als die einer breiten, letztere hinterlässt jedoch einen breiteren Schusskanal, dieses könnte besonders beim Kampf von Vorteil sein, da eine klaffende, stark blutende Wunde einen Schock auslösen kann. Mit nicht weiter spezifizierten Dreieckspitzen sind auf einer Entfernung von 10m und mit einem Bogen von 16 kg Zugkraft Eindringtiefen in simulierten Tierkörpern von über 70 cm gemessen worden.&lt;br /&gt;
Weitere Versuche belegen, dass die Eindringtiefe von querschneidigen und zugespitzten Bewehrungen bei gleicher Breite ungefähr gleich ist und dass gezähnte Pfeilspitzen tiefer eindringen als glattrandige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eiwanger vermutet, die Großspitzen aus Merinde seien im Deltadickicht für die Jagd auf Großtiere verwendet worden. Das kann nicht ausgeschlossen werden, birgt aber ein enormes Risiko für den Jäger, da eine breite Pfeilspitze wenig geeignet erscheint die dicke, extrem widerstandsfähige Haut z.B. eines Nilpferds zu durchdringen und die vitalen Organe in dem massigen Körper zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein auf kurzer Distanz nicht tödlich verwundetes Hippopotamus macht aus dem Jäger schnell einen Gejagten und das Flusspferd läuft wesentlich schneller als der Mensch.&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon angedeutet halte ich die Großspitzen idealerweise geeignet für den Kampf zwischen verfeindeten Gruppen oder für Auseinandersetzungen Mann gegen Mann.&lt;br /&gt;
Die folgenden Zeichnungen prähistorischer Felskunst belegen diese Verwendung in eindrucksvoller Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die großen Blattspitzen und einige problematische Bewehrungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichnungen von Pfeilspitzen der Familie A, D und I sind im Kapitel: „Pfeilspitzen allgemein, Steinzeitliche Pfeilspitzen aus der Wüste“ zu finden.&lt;br /&gt;
Die großen Blattspitzen deren Zahl in den mir zur Verfügung stehenden Sammlungen bei rund 70 Exemplaren liegt, werden hier anhand von 37 Artefakten vorgestellt. Außerdem sind einige kuriose und in Abu Tartur seltene Stücke gezeichnet und beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der im Raum Abu Tartur gefundenen Großspitzen stellt sich wie folgt dar.&lt;br /&gt;
*Dreieckspitzen der Familie A&lt;br /&gt;
gekehlt 55, &lt;br /&gt;
*spitzflügelig 1, &lt;br /&gt;
*mit gerader Basis 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Total A 58&lt;br /&gt;
*Stielspitzen der Familie D &lt;br /&gt;
Total D 51&lt;br /&gt;
*Atypische Spitzen der Familie I&lt;br /&gt;
Total I 5&lt;br /&gt;
*Blattspitzen der Familie C&lt;br /&gt;
Total C &amp;gt;70&lt;br /&gt;
*Gesamtheit der Großspitzen &amp;gt;184&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Für den Großraum New Valley kann von 146 Exemplaren der Familien A, D und I ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grossspitzen_AbuTartur1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen Abu Tartur, Zeichnung Nr. 1 - 17&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1024/82'''   Länge = 56,0mm, Breite = 24,1mm, Dicke = 12,6mm, Gewicht = 14,0g.&lt;br /&gt;
*Es handelt sich hier um eine ungewöhnliche Pfeilspitze sowohl im Hinblick auf die Form als auf das Gewicht, welches vor allem auf die Dicke zurückzuführen ist. Auf Grund der konkaven Ausbildung des unteren, rechten Randes kann das Artefakt in die Gruppe I12 eingeordnet werden. Der Werkstoff besteht aus dunkel- karamellfarbenem Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1079/86'''   Länge = 51,1mm, Breite = 32,0mm, Dicke = 10,0mm, Gewicht = 15,0g.&lt;br /&gt;
*Dreieckspitze vom Typ A1 mit einem nahezu geradlinigem Rand und einem leicht konvem Rand. Hergestellt wurde die Spitze aus einem sehr hellen, beigefarbenem Hornstein. Die Basis kann als geradlinig bezeichnet werden. Die Spitze ist abgebrochen. Als A1- Spitze dieser Größe ist das Stück eine Ausnahme in Abu Tartur, im Fayum hingegen kommen große A1- Spitzen häufig vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1021/82'''   Länge = 48,3mm, Breite = 25,6mm, Dicke = 7,3mm, Gewicht = 7,1g.&lt;br /&gt;
*Diese Pfeilspitze vom Typ I10 besteht aus karamellfarbenem Feuerstein, wobei das distale Ende dunkler gefärbt ist als das proximale Teilstück. Während die rechte Seite der Schäftungszone, die für I10 charakteristische große Kerbe zeigt, sind auf der linken Seite lediglich winzige Kerben angebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1009/83'''   Länge = 70,2mm, Breite = 33,8mm, Dicke = 8,0mm, Gewicht = 15,4g.&lt;br /&gt;
*Die Pfeilspitze D42 ist wie folgt definiert: „schmale Stielspitze mit konvexen Rändern, der Stiel ist eingeschnürt und hat eine rundliche Knopfform“. Bis auf die Tatsache, dass dieses Artefakt nicht als schmal bezeichnet werden kann, trifft die Definition auf das Stück zu wenn auch der rechte Rand streng genommen nicht konvex verläuft sondern aus zwei geradlinigen Abschnitten besteht. Das ausgefallene Einzelstück kann dennoch unter D42 (breit) geführt werden. Die Farbe des Feuersteins ist von grauem Beige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 0010/83'''   Länge = 77,8mm, Breite = 20,2mm, Dicke = 7,5mm, Gewicht = 10,0g.&lt;br /&gt;
*Dieses ist eine merkwürdige Pfeilspitze. Sie hat die Silhouette einer C- Spitze mit gekappter Basis, einen zwar nicht deutlich aber immerhin abgesetzten Stiel wie bei D- Spitzen und eine gekerbte Basis, wie sie bei A- Spitzen vorkommt. Puristen würden wohl für eine Dreieckspitze votieren, andere vielleicht für D44, ich neige zu einer Blattspitze etwa in der Art von C12 aber mit leichter Kerbe. Auf jeden Fall handelt es sich hier um ein kurioses Einzelexemplar. Das Material ist dunkel- karamellfarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 1003/83'''   Länge = 78,5mm, Breite = 20,7mm, Dicke = 5,2mm, Gewicht = 10,9g.&lt;br /&gt;
*Die Pfeilspitze aus fast schwarzem Sandstein zeigt auf beiden Seiten deutliche Deflationsspuren. Sie kann unter C1 eingeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 1035/84'''   Länge = 54,9mm, Breite = 21,2mm, Dicke = 4,2mm, Gewicht = 3,7g.&lt;br /&gt;
*Wie auf  der Rückseite zu sehen, wurde diese D7- Spitze aus einer Thermoscherbe gefertigt. Der kleine Stiel, charakteristisch für diese Pfeilspitze, ist mit wenigen Schlägen herausgearbeitet worden. Der Werkstoff ist sehr heller beigefarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.) 1023/82'''   Länge = 53,1mm, Breite = 25,8mm, Dicke = 8,0mm, Gewicht = 8,6g.&lt;br /&gt;
*Diese Pfeilspitze kann man unter B3 ablegen obwohl eine Tendenz nach C4 erkennbar ist. Das Material ist ein karamellfarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9.) 1004/83'''   Länge = 49,2mm, Breite = 20,0mm, Dicke = 7,3mm, Gewicht = 6,1g.&lt;br /&gt;
*Mit einer Breite von lediglich 20,0mm ist diese C4- Spitze noch als Großspitze zu klassieren. Die Basis ist nicht perfekt gerundet, eine Tatsache welche die Einordnung als C4- Spitze aber nicht ausschließt. Die Spitze ist aus einem dunklen grau- braunem Hornstein gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.) 1023/82'''   Länge = 56,1mm, Breite = 20,0mm, Dicke = 6,0mm, Gewicht = 6,3g.&lt;br /&gt;
*Diese C3- Spitze tendiert leicht nach C1 ist aber nicht umkehrbar und erfüllt so die Kriterien einer C3. Die Pfeilspitze wurde aus hellem, karamellfarbenem Hornstein hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11.) 1017/82'''   Länge = 59,5mm, Breite = 25,1mm, Dicke = 6,9mm, Gewicht = 6,0g.&lt;br /&gt;
*Mit einem Verhältnis von Länge zu Breite von 0,42 ist diese Pfeilspitze noch als C1 anzusehen. Ab einem Koeffizienten von 0,5 beginnen die C2- Spitzen. Die Rückseite ist stark windüberformt, das Gestein ist karamellfarbener Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12.) 1005/83'''   Länge =  46,2mm, Breite = 27,5mm, Dicke = 5,3mm, Gewicht = 6,8g.&lt;br /&gt;
*Während der rechte Rand eher einer C4- Spitze zugeordnet werden kann, lässt der linke Rand eine Verwandtschaft mit den B- Spitzen erkennen. Die Retuschierung der Basis lässt auf eine spätere Bearbeitung einer größeren, abgebrochenen Spitze schließen. Das Artefakt ist aus Feuerstein mit rotbrauner Färbung hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13.) 1023/82'''   Länge = 41,8mm, Breite = 21,9mm, Dicke = 5,5mm, Gewicht = 3,8g.&lt;br /&gt;
*Mit knapp über 40mm Länge und knapp über 20mm Breite dürfte diese C- Spitze zu den kleinsten Großspitzen gehören. Lediglich die Ränder sind beidseitig mit flachen Retuschen versehen. Die Vorderseite ist geprägt von muldenartigen Abplatzungen, hervorgerufen durch hohe Temperaturschwankungen. Die Rückseite zeigt eine nur wenig bearbeitete Fläche cremefarbigen Feuersteins. Die Vorderseite ist dunkelbeige gefärbt. Auf Grund des Verhältnisses von Breite zu Länge, welche bei 0,52 liegt, wird das Artefakt als C2 klassiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''14.) 1023/82'''   Länge = 82,1mm, Breite = 28,2mm, Dicke = 7,0mm, Gewicht = 16,0g.&lt;br /&gt;
*Leicht asymmetrische große C1- Spitze aus dunkel karamellfarbenem Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''15.) 1051/85'''   Länge = 91,0mm, Breite = 22,1mm, Dicke = 6,8mm, Gewicht = 13,1g.&lt;br /&gt;
*Schlanke C1- Spitze aus hell karamellfarbenem Feuerstein (Koeff B/L = 0,24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''16.) 1051/85'''   Länge = 84,2mm, Breite = 30,1mm, Dicke = 5,9mm, Gewicht = 14,0g.&lt;br /&gt;
*Schön gearbeitete C1- Spitze aus hellem, karamellfarbenem Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''17.) 1024/82'''   Länge = 80,2mm, Breite = 28,3mm, Dicke = 7,5mm, Gewicht = 14,8g.&lt;br /&gt;
*Bedingt durch die Dicke gehört diese perfekt symmetrische C1- Spitze zu den schwereren Bewehrungen. Der Werkstoff ist wie bei Nr. 14 ein dunkel- karamellfarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grossspitzen_AbuTartur2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen Abu Tartur, Zeichnung Nr. 18 - 37&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''18.) 1024/82'''   Länge = 74,9mm, Breite = 27,6mm, Dicke = 11,3mm, Gewicht = 19,5g.&lt;br /&gt;
*Beidseitig flächenretuschierte Spitze des Typs C4 aus hellbeigefarbenem Hornstein. Das Artefakt verfügt über eine gut markierte Schäftungszone an seiner Basis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''19.) 1050/84'''   Länge = 78,0mm, Breite = 26,7mm, Dicke = 13,0mm, Gewicht = 24,0g.&lt;br /&gt;
*C1- Spitze aus schokoladenbraunem Hornstein. Die Rückseite ist nicht vollständig flächenretuschiert. Ein Steg in der Längsachse der Spitze sowie seine zwei Flanken sind unmodifiziert geblieben. Diese Tatsache bedingt das hohe Gewicht des Artefakts. Es ist davon auszugehen, dass die Bearbeitung nicht abgeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''20.) 1023/82'''   Länge = 86,6mm, Breite = 23,5mm, Dicke = 7,4mm, Gewicht = 15,8g.&lt;br /&gt;
*Karamellfarbene C3- Spitze, das untere Ende, welches auch die Schäftungszone bildete, ist abgebrochen. Im Gegensatz zu den meisten C3- Spitzen ist hier die breitere Partie die aktive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''21.) 1005/83'''   Länge =  76,1mm, Breite = 22,5mm, Dicke = 8,2mm, Gewicht = 14,7g.&lt;br /&gt;
*Leicht windüberformte C3- Spitze aus grauem Hornstein. Im Gegensatz zu der Nr. 20 dieser Seite war hier, wie in den meisten Fällen, der Pfeilschaft am breiten Ende der Spitze angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''22.) 1005/83'''   Länge = 74,6mm, Breite = 31,0mm, Dicke = 6,5mm, Gewicht = 14,6g.&lt;br /&gt;
*Vorder- und Rückseite dieses Artefakts sind nur teilflächig, vor allem an der Spitze und den Rändern, retuschiert. Hergestellt wurde die C4- Spitze aus einem plattigen, karamellfarbenen Hornstein. Die Vorderseite zeigt teilweise die natürliche Oberfläche dieser Platte, die Rückseite zeigt eine Spaltfläche und die Vertiefung einer abgeplatzten Thermoscherbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''23.) 1046/84'''   Länge =  53,4mm, Breite = 25,3mm, Dicke = 7,9mm, Gewicht = 11,2g.&lt;br /&gt;
*C3- Spitze groben Flächenretuschen. Der Werkstoff ist der helle, karamellfarbene Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''24.) 1023/82'''   Länge = 58,6mm, Breite = 24,0mm, Dicke = 6,1mm, Gewicht = 8,1g.&lt;br /&gt;
*C1- Spitze aus dunkel, karamellfarbenem Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''25.) 1004/83'''   Länge = 49,4mm, Breite = 25,2mm, Dicke = 5,2mm, Gewicht = 5,8g.&lt;br /&gt;
*Wie am Bulbus und den Schlagwellen auf der Rückseite erkennbar, wurde diese H4- Spitze aus einer breiten Klinge bzw. aus einem schmalen Abschlag hergestellt. Sie ist auf der Vorderseite rundum durch Randretuschen bearbeitet, auf der Rückseite lediglich am rechten Rand vom medialen bis zum distalen Bereich. Das Material ist ein grau- brauner Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''26.) 1045/84'''   Länge = 65,1mm, Breite = 31,2mm, Dicke = 7,0mm, Gewicht = 14,0g.&lt;br /&gt;
*Aus plattigem, karamellfarbenem Hornstein wurde diese große C4- Spitze gefertigt. Bis auf einen schmalen Kortexstreifen ist das Artefakt auf der Vorderseite gänzlich durch flache Retuschen bearbeitet. Die Rückseite weist nur eine inkomplette Bearbeitung durch invasive Retuschen auf, ansonsten ist sie durch unbearbeitete Spaltflächen gekennzeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''27.) 1005/83'''   Länge = 74,0mm, Breite = 26,0mm, Dicke = 6,4mm, Gewicht = 13,5g.&lt;br /&gt;
*Grob randretuschierte H4- Spitze aus hellbeigefarbenem Hornstein. Die Stege auf der Vorderseite lassen auf Abplatzungen von Thermoscherben schließen. Die Rückseite ist durch Spaltflächen und einigen Korrekturretuschen gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''28.) 1017/82'''   Länge = 58,2mm, Breite = 25,9mm, Dicke = 7,1mm, Gewicht = 9,5g (B/L = 0,45).&lt;br /&gt;
*C1- Spitze mit leichter Tendenz zur Stielspitze. Das beidseitig vollflächig retuschierte Artefakt ist aus karamellfarbenem Hornstein gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''29.) 1023/82'''   Länge = 50,1mm, Breite = 24,3mm, Dicke = 5,4mm, Gewicht = 7,2g.&lt;br /&gt;
*Bei einem Koeffizienten B/L = 0,49 zählt diese Spitze noch zum Typus C1. Das Artefakt ist auf der Vorderseite bis auf einen schmalen Streifen von unbearbeiteter Spaltfläche flächig  retuschiert. Die Rückseite weist mit Ausnahme der Schäftungszone, welche zwei kleinere Retuschen aufweist, keinerlei Modifikationen auf und besteht aus einer Spaltfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''30.) 1017/82'''   Länge = 59,0mm, Breite = 29,0mm, Dicke = 6,0mm, Gewicht = 8,5g.&lt;br /&gt;
*H1- Spitze mit Randretuschen, die auf der Vorderseite den gesamten Rand betreffen, auf der Rückseite aber nur den rechten Rand. Die Farbe der Oberfläche auf beiden Seiten ist durch lange Patinierung von einem hellen Beige. Die ursprüngliche Farbe des Hornsteins ist wie an den frischeren Retuschen erkennbar schokoladenbraun. Wie auch die stark gewölbte Rückseite zeigt, ist die Spitze aus einer Thermoscheibe hergestellt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''31.) 1023/82'''   Länge = 56,1mm, Breite = 21,6mm, Dicke = 5,7mm, Gewicht = 5,8g.&lt;br /&gt;
*Klassische C3-Spitze aus karamellfarbenem Hornstein, beidseitig flächenretuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''32.) 1025/82'''   Länge = 40,9mm, Breite = 20,8mm, Dicke = 6,3mm, Gewicht = 3,9g.&lt;br /&gt;
*Aus plattigem, braunem Hornstein gefertigte C3- Spitze. Sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite sind auf der Längsachse jeweils Teile der Spaltflächen stehen geblieben. Die invasiven Randretuschen betreffen auf beiden Seiten den gesamten Umfang des Artefakts vor allem jedoch die Spitze und den Schäftungsbereich. Das Objekt ist eine der kleinsten Großspitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''33.) 1024/82'''   Länge = 46,2mm, Breite = 22,7mm, Dicke = 4,8mm, Gewicht = 6,0g.&lt;br /&gt;
*Etwas unregelmäßig gearbeitete C3- Spitze mit flächenretuschierter Vorderseite und teilflächig retuschierter Rückseite. Die Spitze ist aus hellbeigem Hornstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''34.) 1017/82'''   Länge = 47,4mm, Breite = 20,5mm, Dicke = 6,4mm, Gewicht = 4,6g.&lt;br /&gt;
*Die Vorderseite dieser C1- Spitze ist vollständig flächenretuschiert. Auf der Rückseite betreffen die Retuschen hauptsächlich die beiden Enden. Der Werkstoff ist hellbeiger Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''35.) 1023/82'''   Länge = 47,8mm, Breite = 32,3mm, Dicke = 9,0mm, Gewicht = 12,2g.&lt;br /&gt;
*Sehr breite C4- Spitze aus braunem Hornstein. Im zentralen Bereich der Vorderseite ist eine große Kortexfläche unbearbeitet geblieben ebenso auf der Rückseite. Dieser Fakt unterstreicht die geringe Dicke des plattigen Grundmaterials. Die flachen Retuschen sind auf die Ränder beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''36.) 1005/83'''   Länge = 42,5mm, Breite = 24,2mm, Dicke = 9,7mm, Gewicht = 8,1g.&lt;br /&gt;
*Mit einem Koeffizienten B/L = 0,57 gehört diese Spitze zum Typ C2. Sie ist auf der Vorderseite bis auf eine kleine mediale Spaltfläche, flächig retuschiert. Die Rückseite weist nur geringe Modifikationen auf und zeigt neben einen zentralen Steg zwei Spaltflächen. Das Gesteinsmaterial ist karamellfarbener Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''37.) 1004/83'''   Länge = 44,5mm, Breite = 23,8mm, Dicke = 6,6mm, Gewicht = 6,8g.&lt;br /&gt;
*Die C2- Spitze mit einem Koeffizienten B/L = 0,53 ist aus grauem Hornstein gearbeitet. Beide Seiten weisen im Zentrum Kortex auf. Auf der Vorderseite sind außerdem zwei Thermoabplatzungen zu erkennen. Die Ränder sind durch flache Retuschen bearbeitet, wobei vor allem die aktive Spitze berücksichtigt worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Prähistorische Felsbilder'''&lt;br /&gt;
*In der Halbdistanz kämpfende Bogenschützen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''I'''   Das Bild stammt aus Rust in der Kapprovinz Südafrikas. Zwei Männer aus der Gruppe scheinen sich zur Flucht zu wenden (Aus E. Anati Höhlenmalerei 2002 S. 403, ursprünglich aus J.D. Lewis- Williams, 1983 S. 35).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Felsbilder_Kampf_1.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kampfszene auf Felsbild&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder II bis VII sind aus dem „Handbuch der Vorgeschichte, Band II Jungsteinzeit 1968“ von H. Müller- Karpe abgezeichnet worden.&lt;br /&gt;
Die Felsbilder mit Ausnahme von II und VII wurden ursprünglich von H. Rothert, L. Frobenius, H. Obermeier und H. Lothe vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Felsbilder_Kampf_2.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kampfszenen auf Felsbildern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''II'''   Das Bild aus der Gasulla Schlucht in Spanien zeigt zwei größere Gruppen in kämpferischer Auseinandersetzung. Einige Schützen halten Reservepfeile in der Bogenhand. Ein Mann der linken Gruppe scheint verletzt zu sein, er wirft die Arme hoch, die Beine verbleiben allerdings in der gestreckten Laufstellung ( nach E. Ripoli und H. Breuil).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''III'''   In der Südwest- Ecke Ägyptens, im Wadi Sora, wurde diese Kampfszene entdeckt. Es existiert, ebenfalls im Wadi Sora, eine identische Zeichnung aber mit dem Unterschied, dass im hier nicht abgebildeten Vordergrund weibliche Zuschauer, ein Kind und Rinder gezeichnet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''IV'''   Das Bild wurde in Karkur Talh auf ägyptischer Seite des Dreiländerecks Libyen, Sudan, Ägypten im Quenat Gebirge entdeckt.&lt;br /&gt;
Zwei größere Gruppen bekämpfen sich aus kurzer Distanz mit Pfeil und Bogen. Der Grund des Streits scheint ein Rind zu sein, welches hinter der linken Gruppe steht. Im Gegensatz zu anderen Kampfszenen tragen die Schützen Köcher für ihre Reservepfeile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''V'''   Im gleichen Gebirgsmassiv, dem Quenat oder Auenat, wie andere schreiben, befindet sich Bild Nr. V aber diesesmal auf  libyschem Gebiet in Ain Dua. Rinder scheinen auch hier Objekt des Streits zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''VI'''   Aus dem Tassiligebirge in Algerien, genauer aus Tin Tazarift stammt diese Kampfszene, ähnliche Bilder sind auch aus Sefar bekannt.&lt;br /&gt;
Eine Gestalt der rechten Gruppe ist mit einem beilartigen Gerät bewaffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''VII'''   Das sehr dynamisch gestaltete Bild zeigt acht Bogenschützen, die sich im Nahkampf befinden. Es stammt von Morella la Vella in Spanien (nach E. Hernandez- Pacheco, M. Almagro, E. Ripoli Perelló, H. Breuil und J. Cabré).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend werden Kampfszenen mit Pfeil und Bogen von Spanien über Libyen, Ägypten und Algerien bis Südafrika in ähnlicher Weise dargestellt. Die Halbdistanz oder der Nahkampf scheinen die gängigen und stark verbreiteten Fechtweisen zur Zeit der frühen Rinderhaltung gewesen zu sein. &lt;br /&gt;
Es ist das Einsatzfeld für schwere, große Pfeilspitzen. Ballistische Probleme, die häufig erwähnt werden, können bei den extrem kurzen Flugbahnen der Pfeile ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
Natürlich ist es auch möglich diese Kämpfe mit leichten Pfeilspitzen auszutragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Felskunst - Zeichnungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;HTML5video width=&amp;quot;520&amp;quot; height=&amp;quot;320&amp;quot; autoplay=&amp;quot;false&amp;quot; loop=&amp;quot;true&amp;quot;&amp;gt;kulturen_im_sand&amp;lt;/HTML5video&amp;gt;&lt;br /&gt;
Quelle: Bayerischer Rundfunk, 1983&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felsbilder wurden im Raum Abu Tartur lediglich im Fundkomplex „West“ entdeckt, dort aber in bedeutender Anzahl und von großer Diversität. Es kommen nur Gravierungen vor, Malerei hat entweder nicht existiert oder ist der Erosion zum Opfer gefallen. Farbstoffe wie sie zur Herstellung von Felsbildern üblicherweise benutzt worden sind, Gips und Kalk für weiß, Kohle, Ruß und bituminöser Schiefer für schwarz, gelber und roter Ocker und selbst Malachit und Glaukonitschiefer für Grüntöne waren und sind noch vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Graviertechniken sind vielseitig, es finden sich gepickte Bilder, schmal geritzte, breit gekerbte, flächig ausgeschabte und polierte, sowie aneinander gereihte Bohrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso variantenreich sind die Motive, welche vom Elefanten über Giraffen und Rindern zu Kamelen, wie man die Dromedare in der Sahara nennt, und Piktogrammen und Symbolen reichen. Die Erschaffer der Darstellungen haben uns keinerlei Kommentare hinterlassen, keiner der frühen Künstler erklärt warum er dieses oder jenes graviert hat, ob Magie oder Kult dahinter steht, ob es Kunst um der Kunst willen ist oder ob er einfach Langeweile hatte und eine Beschäftigung gesucht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emanuel Anati, der Verfasser des Buches „Felskunst im Negev und auf Sinai“ fragte einen Beduinen, der damit beschäftigt war eine Felsgravierung herzustellen, nach dem Grund seines Tuns und erhielt folgende Antwort : „Es gibt hier Hirten, die Flöte spielen, und es gibt Hirten, die Felszeichnungen machen“.&lt;br /&gt;
Im Niger übersetzte auf Wunsch des Verfassers ein Targi eine Tifinarinschrift, die neben anderen Felsgravierungen, vor allem Kamelen, an einer steilen Klippe zu sehen war, wie  folgt : „Ich, Goumour, sitze hier und sehe wie die Sonne untergeht“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Zeichen bedeuteten z.B. : Ali liebt Fatima“. Dreierlei ist notwendig, um die Voraussetzung zu schaffen, malen oder gravieren zu können, eine glatte Fläche aus solidem Material gleich welcher Neigung, Malfarben oder Gravierwerkzeuge und Zeit. Es liegt in der Natur des Menschen glatte Flächen zu „verschönern“, die Spraykultur unserer Zeit ist nur ein Beispiel, Kerkerwände wurden während sämtlicher Epochen bekritzelt und das geschnitzte Herz mit den Initialen in der Buchenrinde wäre auch hier einzuordnen. Letzteres führt uns zur Thematik der Bilder. Dargestellt wird immer das, was für den ausführenden Künstler wichtig ist, was ihm am Herzen liegt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Es wäre nun falsch aus den vorhergegangenen Ausführungen zu schließen sämtliche Fels- und Höhlenbilder seien künstlerische Expressionen, die aus purem Zeitvertreib entstanden sind, wir wissen es nicht. Sicherlich gibt es auch andere Motive. Der wahre Sinn, so denn einer hinter den Bildern steckt, bleibt im Dunkel der Zeit verborgen und uns verschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele aus anderen Perioden, von anderen Orten und anderen Volksgruppen liefern zwar reichlich Stoff für hochinteressante Diskussionen aber sie liefern keine Lösung. Bis zu dem Tag, an dem unbestreitbares wissenschaftliches Beweismaterial vorliegt, ist es vielleicht klüger zu akzeptieren, dass die heutigen Kenntnisse nicht ausreichen, allgemein gültige Schlüsse betreffend der Bedeutung der Felsbilder und der Motivierung ihrer Hersteller zu ziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gravierungen sollen kurz vorgestellt werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 1''' Das Rind ist mit starken Strichen fast schon symbolhaft in eleganter Weise gestaltet. Die langen Hörner sind nach hinten geschwungen. Die Gravierung stellt eine reine Seitenansicht dar, so dass auch nur ein Horn zu sehen ist. Das ganze Bild strahlt Kraft aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_1_1005_83_Rind_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 1: Das Rind 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 2'''  wirkt weniger ästhetisch, der Kopf ist nach vorne gebeugt, die zwei langen Hörner, obwohl auch hier eine seitliche Darstellung vorliegt, nur leicht gebogen. Die Hufe sind durch Bohrungen angedeutet.&lt;br /&gt;
In Kopfnähe ist eine Gravierung angebracht, die als Pfahl und Strick interpretiert werden könnte, vielleicht auch als Viehhirte mit Stab oder Seil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_2_1005_83_Rind_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 2: Das Rind 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 3''' ist keine naturalistische Wiedergabe eher eine Karikatur. Es ist sehr lang gestreckt und in mehrere Felder eingeteilt. Der Kopf ist dem Betrachter zugewendet und mit zwei mittellangen geraden Hörner geziert. Der Hals besteht aus einem langschmalem Rechteck, das Mittelteil ebenfalls aus einem Rechteck aber mit einer unten abgerundeten Ausstülpung, welche die Vorderläufe des Rindes andeutet. Das Hinterteil ist unten in der gleichen Art wie die Vorderläufe abgerundet und endet oben in einem kurzen, gestrecktem Schwanz. Stirne, Hals, Rücken und Schwanz bilden eine horizontale Linie, wobei der Schwanz leicht aufwärts weist. Das „Rind“ kann natürlich auch ein anderes Hörner tragendes Tier, z.B. eine Ziege, sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_3_1005_83_Rind_3.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 3: Das Rind 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 4''' zeigt zwei anthropomorphe Gravierungen in der Art des „hemme de Mali“. Zwischen den beiden Gestalten sieht man einen Kreis mit zwei parallelen Kerben. Zwei weitere Kerbstriche sind in der Nähe des Unterarms des größeren der beiden Menschen angebracht. Da die Komposition ein Interesse der zwei Gestalten an dem runden Gegenstand suggeriert, könnte man das Bild ohne jede Ernsthaftigkeit „Das erste Fußballspiel“ nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_4_1005_83_Das_erste_Fussballspiel.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 4: „Das erste Fußballspiel“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 5''' besteht aus zwei, wahrscheinlich in verschiedenen Epochen entstandenen Darstellungen.&lt;br /&gt;
Erstens aus Fischen in Ritztechnik und zweitens aus aneinander gereihten Bohrungen, die in schwungvollen Linien die Sandsteinplatte überziehen. Die am weitesten unten angebrachten Bohrungen könnten eine Rundhütte darstellen, ähnlich den Mattenzelten der Air- Tuaregs im Zentrum der Republik Niger.&lt;br /&gt;
Die Fische sah der Künstler von oben. Ein Schwarm von sieben Tieren verschiedener Größe kurvt von unten rechts nach oben zur Mitte des Bildes hin, während zwei große Fische den oberen linken Bildrand zieren.&lt;br /&gt;
Allen Tieren ist gemeinsam ein runder Kopf, ein massiger Körper, der Schwanz und lange, paarig angeordnete Seitenflossen, zwei auf jeder Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_5_1005_83_aneinandergereihte_Bohrungen_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 5: „Aneinandergereihte Bohrungen“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fischgravierungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Müller-Kerpe stellt in seinem Handbuch der Vorgeschichte, Band II, Jungsteinzeit, unter anderem auf Tafel 23, Abb. 11, Fische in Draufsicht vor. Sie dürften aus der Nagadazeit stammen (zwischen 4.000 und 3.300 BC). Die Fischgravierungen von Abu Tartur sind hier in ähnlicher Art dargestellt (Bild 5, 5394±59 cal BC).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fischgravuren_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In späteren Zeiten wurden im Niltal Fische, aber auch Krokodile, in Seitenansicht gezeichnet, z.B. Abydos, Tafel 33, Abb. 19 und Sakkara, Tafel 39, Abb. 27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 6''' stellt einen nicht näher zu identifizierenden Vierbeiner dar. Auffallend ist die obere Fortsetzung des Kopfes, sind es Ohren oder wollte der Künstler Hörner gravieren? Rätsel gibt auch ein lang gestreckter Buckel oberhalb der Schulter auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_6_1005_83_großer_Vierbeiner.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 6: „Großer Vierbeiner“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 7''' ist noch änigmatischer als das vorherige, dennoch könnte man auch dieses als Vierbeiner interpretieren. Der massige Körper ist in vier Teile gegliedert, die Beine sind nur angedeutet. An Stelle des Kopfes erhebt sich ein rüsselartiges Gebilde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_7_1005_83_Großes_Tier_mit_Ruessel.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 7: „Großes Tier mit Rüssel“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 8''' besteht aus zwei nahezu quadratischen Grundrissen. Im inneren der Quadrate sind rechtwinklig zueinander verlaufende Linien gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_8_1005_83_Zwei_Rechtecke_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 8: „Zwei Rechtecke (Grundrisse?)“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 9''' gibt uns eine schriftliche Nachricht, dieser erste Eindruck drängt sich bei der Betrachtung auf. Dargestellt sind zwei menschliche Gestalten. Während die erste Gestalt klar definierbar ist, ist die äußere Gestalt sehr einfach durch drei Ritzungen, eine senkrechte und zwei schräge, angelegt und könnte etwas anderes bedeuten. Darüber ist ein waagerechter Strich angebracht, von den vier kleinere Striche, leicht gebogen aber nahezu rechtwinklig nach unten führen. Nach links schließt sich ein schön gezeichneter Fisch in Seitenansicht an. Außer der Kiemenspalte, drei Bauchflossen und drei Rückenstacheln hat der Künstler auch sein Wissen um die dem Auge verborgene Anatomie des Fisches eingebracht und die Gräten ebenfalls dargestellt. Nach links fortfahrend erscheint ein Bogen oder ein auf den Kopf gestelltes U, darunter eine einfache, senkrechte Kerbe, von deren oberem Ende eine kurze Kerbe schräg nach unten führt. Mehr als die Hälfte der Gesamtgravierung einnehmend, beschließt eine Sandale das Bild. Das Schuhwerk zeigt Details wie zwei Querriemen, zwei diagonal verlaufende Riemen sowie Bänder zur Befestigung. Die Zehen sind ebenfalls eingezeichnet. Der Arbeitsname des Fundplatzes 1006/83, östlich von 1005/83 gelegen, war „abri d’autruche“. Der Grund dafür war '''Bild 25''', eine wunderschöne Gravierung, die einen flügelschlagenden Strauß zeigt, ein balzendes Männchen vielleicht. Der Vogel ist mit wenigen gekonnten Linien dargestellt, das Federkleid mit feinen Querstrichen angedeutet. Auch für die Augen eines modernen Menschen stellt diese Gravierung ein Kunstwerk dar und ein hoch ästhetisches dazu. Von der B.O.S. Expedition der Universität zu Köln wurde eine Abklatschzeichnung des Bildes angefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_9_1005_83_Pictogramm.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 9: Pictogramm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_25_1006_83_Strauß.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 25: Strauß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 10'''   ist die Darstellung einer sich in rascher Flucht befindlichen langhörnigen Antilope. Eine tiefe Kerbe, die vom Kopf bis zum Schwanz reicht, bildet den Rücken des Tieres. Zwei weitere, leicht gebogene Kerben markieren die Hörner, vier Kerben die Läufe. Der Körper zwischen Rücken und Laufansatz ist flächig ausgeschabt, der Schwanz ist durch Ritzungen angedeutet. &lt;br /&gt;
Das Bild vermittelt recht eindrucksvoll den Vorgang der Bewegung. Eine weitere Antilope, im gleichen Stil graviert, befindet sich auf derselben Wand wie die hier abgebildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_10_1005_83_fluechtende_Antilope.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 10: Flüchtende Antilope &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 11'''   ist auf zwei unterschiedlich hohen Ebenen ausgeführt. Auf der unteren Fläche sind rechts eine V- förmige tiefe Kerbe, die beiden Schenkel durch eine Querkerbe verbunden und links zwei länglich ovale Körper, welche den Fischen von Bild 5 ähneln, nur dass man diesen die Seitenflossen und Schwänze entfernt hat, dargestellt.&lt;br /&gt;
Die obere Fläche weist an ihrer linken ante eine Reihe von Kerben auf. Die Mitte der Fläche ist durch eine große, ovale und eine etwas kleinere, runde Ausschabung gekennzeichnet. Letztere ist von einem Kranz von gebohrten Löchern umgeben. Weitere Bohrungen verschiedener Durchmesser setzen sich nach rechts fort. Den Abschluss bilden im Zickzack angeordnete Kerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_11_1005_83_Ausschabungen_u_Bohrungen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 11: Ausschabungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 12'''   liegt noch auf dem Hügel und ist stark vom Wind erodiert. Zu erkennen sind ein Zickzack-Band, das an eine Schlange erinnert und parallel dazu eine Aneinanderreihung von Formen, die den artikulierten Schwanzabschnitten des Skorpions ähneln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls das Bild gegen Ende der steinzeitlichen Hauptbesiedlungsphase graviert worden wäre, in etwa der Epoche, aus der Bild 9 stammt, könnte eine alternative Interpretation gewählt werden. Das Zickzack-Band könnte ein Zeichen für Wasser sein und der Skorpion der Namensgeber der Wasserstelle. Hier wäre wieder der Rat eines Ägyptologen von Wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_12_1005_83_Scorpion_Schlange.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 12: Scorpion und Schlange&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 13'''   besteht nur aus geradlinigen Kerben, welche Tiere darstellen sollen. Rechts ist ein gehörnter Vierbeiner zu sehen, während links, mit nur drei Beinen, allen Anschein nach eine Giraffe suggeriert werden soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_13_1005_83_Giraffe_etc.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 13: Giraffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 14'''   zeigt zwei Vierbeiner mit großen, runden Köpfen. Bei anderer Betrachtungsweise könnte es aber auch eine erotische Szene darstellen, die zwei kopulierende Menschen zeigt. Darunter eine sehr schematische Kerbung, bestehend aus einem langem Strich für den Körper und vier kürzeren Strichen für die Läufe eines Tieres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_14_1005_83_Strichzeichnung_von_Vierbeinern.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 14: Strichzeichnung von Vierbeinern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 15'''   am Fuße von 1006/83 wird unterteilt in die linke Seite, welche von vielen geraden und einer gekreuzten Kerbe bedeckt ist und der rechten Seite mit einer anthropomorphen Ritzung und einer weiteren Ritzung, deren Bedeutung nicht erkannt ist. Die Trennungslinie zwischen den beiden Bildteilen besteht aus zwei sehr tiefen Kerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_15_1005_83_Anthropomorphe_Ritzung.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 15: Anthropomorphe Ritzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 16'''   stellt einen Fisch in Draufsicht dar, ähnlich graviert wie die Fische des Bildes 5, nur die hinteren Seitenflossen fehlen bei diesem Exemplar. Das vordere Flossenpaar und die Schwanzflosse sind sehr ausgeprägt. Neben einigen Kerben und einem kleinem Zickzack- Band sind zwei Fischkörper ohne Flossen und ohne Schwanz zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_16_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 16: Fisch in Draufsicht 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 17'''   zeigt einen Fisch in Draufsicht mit zwei Paaren von Seitenflossen und einem lediglich angedeutetem Schwanz, darunter zwei Längskerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_17_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 17: Fisch in Draufsicht 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 18''' Besteht aus einer hohlkugelförmigen Ausschabung, welche von einem Kranz von Bohrlöchern umgeben ist. Eine Linie von sieben aneinander gereihten Bohrlöchern weist vom Kranz aus nach unten, eine Linie von fünf Bohrlöchern nach oben. Ein weiteres Bohrloch von größerem Durchmesser ist rechts der unteren Linie angebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_18_1005_83_Runde_Aushoehlung_mit_Bohrungen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 18: Runde Aushöhlung mit Bohrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 19''' stellt ein Kreuz in einem Kreis und zwei Ovale mit je einem Querstrich dar. Ganz in der Nähe des Fundplatzes 1005/83 liegt in westlicher Richtung 1081/86. Der Sandsteinhügel, welcher die Begrenzung nach Westen bildet, weist einige interessante Felsgravierungen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_19_1005_83_Kreis_mit_Kreuz_neu.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 19: Kreis mit Kreuz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 20''' Obwohl stark windüberformt sind klar zwei langhörnige Antilopen zu erkennen. Beine, Hörner und obere Rückenbegrenzung sind geritzt; die Körper, Hälse und Köpfe sind flächig ausgeschabt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_20_1081_86_Zwei_Antilopen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 20: Zwei Antilopen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 21''' Hier versucht der Künstler mit einem perspektivischem Trick eine Gruppe von Schafen darzustellen indem er in den Vordergrund flächig gravierte, große Körper stellt, die in der Tiefe immer kleiner werden und am Ende nur noch durch zwei rechtwinklig zueinander stehende Kerben angedeutet werden. Es ist ihm aber entgangen, dass das dritte, kleinere Tier vor dem zweiten und dieses wiederum vor dem ersten steht. Dadurch stimmt zwar die Perspektive nicht aber der Versuch ist grandios. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_21_1081_86_Gruppe_von_Vierbeinern.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 21: Gruppe von Vierbeinern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bilder 22 – 24''' sind großflächige Schabungen und Kerbungen, die Vulvasymbole darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_22_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_23_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_24_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_3.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 26''' zeigt eine bewegte Szene mit neun bis zehn Personen, davon vier mit ausgeprägtem Fettsteiß. Drei der Gestalten tragen Schmuckelemente an einer Art Lendenschurz und zwei zusätzlich einen Kopfschmuck, hierbei handelt es sich wahrscheinlich um Männer. Die Menschen sind als Strichfiguren angelegt, die Köpfe sind nur leicht angedeutet. Fünf Gestalten zeigen zwei Arme, eine nur einen Arm. Die übrigen sind armlos graviert. Eine tiefe Kerbe, wohl ein Vulvasymbol, trennt das Paar links außen von den anderen. Vor jeder mutmaßlich weiblichen Person ist auf  Höhe des Unterleibs eine Bohrung außerhalb der eigentlichen Strichzeichnung angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_26_1081_86_tanzende_Menschen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 26: Tanzende Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 27''' zeigt in natürlicher Größe eine linke Hand eines relativ kleinen Menschen. Die flächige Gravierung liegt auf  dem Hügel 1006/83 und ist Wind und Wetter ungeschützt ausgesetzt. Auch wenn das Werk durch Erosion leicht verändert worden sein sollte, lässt die Form und Haltung des Daumens auf eine Verletzung schießen, ein verheilter Bruch möglicherweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_27_1005_83_kleine_Hand_neu.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 27: Kleine Hand (Der verletzte Daumen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 28'''   ähnelt den auf Fundplatz 1005/83 dargestellten Fischen in Draufsicht, weicht in seiner Ausführung jedoch in einigen Details ab. So sind die Seitenflossen nicht nach hinten geschwungen sondern ragen rechtwinklig vom Körper ab. Die V- förmige Markierung am Kopf wird bei den übrigen Darstellungen nicht angetroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_28_1006_83_Sandale_Fragezeichen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 28: Sandale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 29'''   erinnert mit seinen Hauptmotiven an Doppeltäxte, es könnten auch anthropomorphe Gravierungen sein. &lt;br /&gt;
Ansonsten sind noch fünf radialstrahlig angeordnete Kerben und weitere dem Betrachter ungeordnet vorkommende Kerben zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_29_1006_83_Doppelaexte_neu.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 29: Doppeläxte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 30'''   zeigt eine auf einer Kante angebrachte Reihe von Kerben und sechs in einer Linie gerade ausgerichtete Bohrungen größeren Durchmessers nebst einigen Ritzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_30_1006_83_Kerbungen_u_Bohrungen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 30: Kerbungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele meist einfache Gravierungen der Fundstellen 1005/83, 1081/86 und 1006/83 sind hier nicht gezeichnet und beschrieben worden. Außerhalb der Fundstellen- Gruppe seien erwähnt die geometrischen Strichanordnungen des Jacobsfelsen, der Elefant am Fuße des Plateauhangs zwischen Ain Elwan und Ain Amour wie ferner die Schlangendarstellungen in den Hügeln nördlich des Fundplatzes 1023/82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Felskunst - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf die Fotografie des Jakobsfelsen, nach dem Entdecker Prof. Dr. K.-H. Jacobs (Techn. Univ. Berlin) benannt, stammen alle Fotografien vom Verfasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:A-desert-zoo-2009.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Die Frau des Verfassers vor einer Felswand mit Schlangenlinien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;Datei:Foto_1_1005_83_Rind_1.jpg | Bild 1: Rind 1&lt;br /&gt;
Datei:Foto_2_1005_83_Rind_2.jpg | Bild 2: Rind 2&lt;br /&gt;
Datei:Foto_3_1005_83_Rind_3.jpg | Bild 3: Rind 3&lt;br /&gt;
Datei:Foto_4_1005_83_Das_erste_Fussballspiel.jpg | Bild 4: Das erste Fussballspiel&lt;br /&gt;
Datei:Foto_5_1005_83_aneinandergereihte_Bohrungen_2.jpg | Bild 5a: Muster aus Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_5_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 5b: Muster aus Bohrungen, schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_6_1005_83_großer_Vierbeiner.jpg | Bild 6: Großer Vierbeiner&lt;br /&gt;
Datei:Foto_7_1005_83_Großes_Tier_mit_Ruessel.jpg | Bild 7a: Großes Tier mit Rüssel&lt;br /&gt;
Datei:Foto_7_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 7b: Großes Tier mit Rüssel, schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_8_1005_83_Zwei_Rechtecke_2.jpg | Bild 8: Zwei Rechtecke, Grundrisse?&lt;br /&gt;
Datei:Foto_9_1005_83_Pictogramm.jpg | Bild 9: Pictogramm&lt;br /&gt;
Datei:Foto_10_1005_83_fluechtende_Antilope.jpg | Bild 10: Flüchtende Antilope&lt;br /&gt;
Datei:Foto_11_1005_83_Ausschabungen_u_Bohrungen.jpg | Bild 11a: Ausschabungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_11_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 11b: Ausschabungen und Bohrungen, schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_12_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 12: Scorpion und Schlange, schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_13_1005_83_Giraffe_etc.jpg | Bild 13: Giraffe&lt;br /&gt;
Datei:Foto_14_1005_83_Strichzeichnung_von_Vierbeinern.jpg | Bild 14: Zeichnung von Vierbeinern&lt;br /&gt;
Datei:Foto_15_1005_83_Anthropomorphe_Ritzung.jpg | Bild 15: Anthropomorphe Ritzung&lt;br /&gt;
Datei:Foto_16_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_1.jpg | Bild 16: Fisch in Draufsicht 1&lt;br /&gt;
Datei:Foto_17_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_2.jpg | Bild 17: Fisch in Draufsicht 2&lt;br /&gt;
Datei:Foto_18_1005_83_Runde_Aushoehlung_mit_Bohrungen.jpg | Bild 18: Runde Aushöhlung mit Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_19_1005_83_Kreis_mit_Kreuz.jpg | Bild 19: Kreis mit Kreuz&lt;br /&gt;
Datei:Foto_20_1081_86_Zwei_Antilopen.jpg | Bild 20: Zwei Antilopen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_21_1081_86_Gruppe_von_Vierbeinern.jpg | Bild 21: Gruppe von Vierbeinern&lt;br /&gt;
Datei:Foto_22_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_1.jpg | Bild 22: Schalenförmige Gravur 1&lt;br /&gt;
Datei:Foto_23_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_2.jpg | Bild 23: Schalenförmige Gravur 2&lt;br /&gt;
Datei:Foto_24_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_3.jpg | Bild 24: Schalenförmige Gravur 3&lt;br /&gt;
Datei:Foto_25_1006_83_Strauß.jpg | Bild 25: Strauß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_26_1081_86_tanzende_Menschen.jpg | Bild 26: Tanzende Menschen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_27_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 27: Kleine Hand (Der verletzte Daumen), schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_28_1006_83_Sandale_Fragezeichen.jpg | Bild 28: Darstellung einer Sandale (?)&lt;br /&gt;
Datei:Foto_29_1006_83_Doppelaexte.jpg | Bild 29: Doppeläxte&lt;br /&gt;
Datei:Foto_30_1006_83_Kerbungen_u_Bohrungen.jpg | Bild 30: Kerbungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_Jakobsfelsen_Strichmuster.jpg | Bild 31: Jakobsfelsen, Strichmuster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fotografien Nr. 5b, 7b, 11b, 12 und 27 wurden von Rene Gebhardt zur Verfügung gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Töpfern, Bohren, Schleifen und Polieren==&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
Siehe hierzu unter &amp;gt;Pfeilspitzen allgemein&amp;lt; --&amp;gt; &amp;gt;Ägypten&amp;lt; --&amp;gt; &amp;gt;Fotogalerie&amp;lt; --&amp;gt; Abb. 7: Perlen Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;,  versch. Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben genannten Tätigkeiten treten gehäuft und gemeinsam erst im Neolithikum auf. Das gilt sowohl für das Vorhandensein von Keramik als auch für geschliffene und durchbohrte Artefakte zumal wenn diese aus sehr hartem Material, vorzüglich Kieselgestein, bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0353_Keramik_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf rund der Hälfte der Abu Tartur Fundstellen wurde Keramik an der Oberfläche gefunden. Der Anteil der Plateau- Plätze ist größer als der an Playas gebundenen Vorkommen in der Sandsteinebene. Unverzierte Keramikscherben überwiegen und kommen auf 68 Fundstellen vor, während dekorierte Stücke lediglich auf 14 Fundstellen angetroffen werden. Neunmal werden sowohl glatte als auch verzierte Scherben gefunden.&lt;br /&gt;
Ein erster vorläufiger Bericht über die Keramik wurde von H. Riemer und P. Schönfeld veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0355_Keramik_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K1_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1006/4'''&lt;br /&gt;
*Es handelt sich um das Bruchstück eines Clayton – Rings. Beide Ränder sind abgestrichen, außer den vertikalen Fingerlinien sind keine Verzierungen oder Markierungen zu erkennen. Die Farbe der Keramik ist sowohl innen als auch außen von einem dunklem Grau. Die Magerung besteht aus Sand, die Zeitstellung dürfte frühdynastisch sein. Die Dimensionen sind: 125 x 91 x 4 bis 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0059/1'''&lt;br /&gt;
*Die Randscherbe mit einem Reparaturloch weist eine geglättete Oberfläche auf, die Keramik ist sand- und feinshalegemagert. Die Dimensionen sind 61 x 36 x 4 bis 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 0059/4'''&lt;br /&gt;
*Das sehr dünnwandige Randstück ist von rötlich gelber Farbe, es ist grob shalegemagert. Die Oberfläche ist geglättet. Dimension: 56 x 50 x 3 bis 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 0002/10'''&lt;br /&gt;
*Das rot-schwarze Randstück ist mit grobblättriger Dakhla – Shale gemagert. Der schwarze Rand erinnert an Naqada Ware. Dimension: 51 x 40 x 5 bis 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K2_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1038/4'''&lt;br /&gt;
*Das mit organischer und Sandmagerung versehene Randstück weist keine Dekoration auf, es erscheint aber möglich, dass ein Korb – Eindruckmuster für den unteren Teil des Gefäßes existiert haben könnte. Der Rand ist deutlich abgesetzt. Die Farbe der Keramik ist außen rotbraun und innen, im Kern, dunkelgrau. In der Töpfermasse befinden sich ebenfalls einige grobe Schieferton – Plättchen (Dakhla shale).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1029/1'''&lt;br /&gt;
*Die windüberformte Clayton – Scheibe wurde primär und nicht aus einem Bruchstück hergestellt. Sie ist mit Dakhla shale gemagert. Die Scheibe misst 85mm bis 91mm im Durchmesser, die zentrale Öffnung ist 16mm bis 20mm weit.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K3_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K3'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1033/5'''&lt;br /&gt;
*Die große Scherbe weist ein glattes, stark ausbiegendes Randstück auf. Der Körper zeigt ein zum Teil verblasenes Korbeindruck – Muster. Die Magerung ist mineralisch und enthält auch feine Schieferton – Plättchen. Das Innere des Gefäßes ist geschwärzt, das rotbraun gefärbte Äußere zeigt einen markanten, schwarzen Fleck. Üblich war diese Ware im Oasengebiet zwischen 5500 b.p und der 6. Dynastie (Sheik Muftah).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K4_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K4'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1038/3'''&lt;br /&gt;
*Wie 1038/4, nur ist bei dieser Scherbe das Korbeindruck – Muster gut zu erkennen. Wahrscheinlich gehören die beiden Scherben zu einem einzigen Gefäß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0014/16'''&lt;br /&gt;
*Diese Clayton – Scheibe ist sand- und shalegemagert und aus einer sekundären Scherbe gearbeitet. Die ursprünglich wohl runde Scheibe ist so bearbeitet worden, dass zwei nahezu geradlinige, parallel zueinander verlaufende Seite entstanden sind. Oben und unten erscheinen die gerundeten Begrenzungslinien. Die Abmessungen sind außen 70 x 54 und innen 11,5 x 11, die Dicke beträgt 6 – 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K5_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K5'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1004/1'''&lt;br /&gt;
*Die Kammstich verzierte Scherbe weist parallele Eindrücke auf, zum Teil sind sie leicht gewellt oder zick-zack-artig angebracht. Das Muster lässt eine Verwandtschaft mit der Khartoum Ware erkennen. Die Bruchflächen sind schwarz glänzend, die Magerung besteht aus feinkörnigem Sand. Vergleichbare Keramik ist aus Mudpans und Eastpans bekannt und wurde zwischen 7500 und 7600 b,p. datiert. Die Dimensionen der Scherbe sind: 140 x 70 x 6 bis 7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0006/1'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, doch stark windüberformt. Abmessungen: 48 x 31 x 6 bis 7,5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1017/1'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, die Magerung besteht aus grobkörnigem Sand. Dimension: 63 x 35 x 5 bis 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 0008/86E'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, die Magerung ist grobkörnig. Dimension: 34,5 x 17,5 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 0061/165C'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, die Magerung ist grobkörnig. Dimension: 33 x 25 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 0006/2'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, Dimension: 26 x 30 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K6_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K6'''  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 0010/1'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 35 x 27 x 4,5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0061/165/C'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 33 x 25 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 0007/2'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 30 x 26 x 7 (wie K5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1023/7'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 53 x 41 x 7 bis 8	&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
'''5.) 0007/1'''&lt;br /&gt;
*Das Randstück weist eine parallel zum Rand verlaufende Rille auf. Darunter liegt eine schräg zum Rand ausgerichtete Schraffur. Der Abstand zwischen den Schräglinien beträgt 1,5mm bis 2,5mm. Die Scherbe weist eine mineralische Magerung auf. Die Abmessungen betragen: 22 x 20 x 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 0007/3'''&lt;br /&gt;
*Die Verzierung dieser mineralisch gemagerten Scherbe ist wegen der Windüberformung nur schwer auszumachen. Es könnte sich um einen Mattenabdruck handeln. Die Dimensionen sind: 26 x 21 x 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 1021/10'''&lt;br /&gt;
*Auch bei dieser Scherbe hat die Deflation das Muster auf der Oberfläche größtenteils zerstört. Die Dimensionen sind: 48 x 33 x 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.) 0003/8'''&lt;br /&gt;
*Die rot-schwarze, geglättete Oberfläche der Scherbe ist durch „Besenstrich“ verziert. Das Exemplar ist grob shalegemagert und weist folgende Abmessungen auf 75 x 46 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K7_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K7'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 0002/1'''&lt;br /&gt;
*Die auf der Innenseite gelegenen Randverzierungen sind mit den Fingern eingedrückt worden, auf der Außenseite lassen sich ebenfalls Fingerspuren nachweisen. Die Keramik ist sand- und shalegemagert. Das Stück hat folgende Abmessungen: 65 x 50 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0002/5'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, Dimension: 38 x 33 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 0032/1'''&lt;br /&gt;
*Auf dem glatt gestrichenem Rand sind als Verzierung Kreuzkerben angebracht. Die geglättete, graue Außenfläche weist „Rippel“ auf. Die Magerung ist mineralisch, die Abmessungen betragen: 75 x 72 x 3 bis 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 0003/2'''&lt;br /&gt;
*Dimensionen = 45 x 45 x 7,5 (wie Nr. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 0003/1'''&lt;br /&gt;
*Dimensionen = 40 x 31 x 7 bis 8 (wie Nr. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 0015/1'''&lt;br /&gt;
*Dimensionen = 26 x 19 x 6 (wie Nr. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 0032 – 171/A'''&lt;br /&gt;
*Die kleine, schwarze Scherbe weist eine geglättete, mit einem Streifenmuster verzierte Oberfläche auf. Die Keramik ist mineralisch gemagert, die Abmessungen sind: 31 x 15 x 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schleifen und Polieren von Steinwerkzeugen, speziell von Beilen, war in Abu Tartur nicht sehr verbreitet nimmt man als Grundlage die Anzahl der gefundenen Beile und Dechsel. Weit häufiger wurden Pfrieme gefunden, die in den meisten Fällen aus verkieseltem Holz hergestellt sind. Bei diesen Werkzeugen wurden lediglich die Spitzen geschliffen, der Rest des Pfriems ist durch die natürlichen Bruchkanten des Materials bestimmt '''Abb. 7 – (7.3-7.7).'''&lt;br /&gt;
Geschliffen, poliert und zusätzlich noch gebohrt sind vier Bruchstücke von Kalksteinkugeln. Häufig werden diese gerundeten Körper in Verbindung zu Grabstöcken gebracht, sie sollen an diesen befestigt worden sein und dem Werkzeug ein höheres Gewicht verliehen haben, um es auf diese Weise effektiver zu gestalten. Ein schwerer Stock wäre mit weniger Aufwand und mit weniger technischen Schwierigkeiten herzustellen gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Gebohrte_Kugeln_etc_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 7: Gebohrte Kugeln und Pfrieme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.1.) 0001/1'''   &lt;br /&gt;
*Von den vier durchbohrten, kugelähnlichen Gebilden wurde ein Stück auf dem Plateau - Platz 0001/A/82 entdeckt. Es besteht  aus grauem Massenkalk, ist eiförmig ausgebildet mit einer Längsachse von 66mm und einer Querachse von 55mm. Die obere Partie, rund um das konische Bohrloch ist parallel zur Querachse abgeflacht. Die Bohrung mißt an der Oberfläche rund 17mm im Durchmesser. Das Gewicht des Bruchstücks, welches rund ein Drittel des Gesamtkörpers beträgt, ist 100g. Es kann folglich von 300g für das vollständige Artefakt ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.2.) 1024/2'''   &lt;br /&gt;
*Ein Stück stammt vom Playa – Fundplatz 1024/82 und repräsentiert nur noch ein Viertel des ursprünglichen Volumens. Die Dimensionen sind 68mm für die Querachse und 35mm für die Hälfte der Längsachse, so daß man von einer nahezu gleichmäßigen Kugelform ausgehen kann. Das Gewicht des Bruchstücks beträgt 110g, das Gesamtgewicht hätte somit bei rund 440g gelegen. Der Durchmesser des Bohrlochs an der Oberfläche liegt bei rund 20mm, er verjüngt sich zum Kugelinneren hin. Das Gestein ist auch hier ein Massenkalk. Die Farbe ist von einem hellen Beige, welches von millimeterschmalen, roten, parallel zueinander liegenden Streifen durchzogen wird.&lt;br /&gt;
Der geringe Durchmesser der Bohrungen beider Kugeln lässt einen Gebrauch als Gewicht für Grabstöcke irrealistisch erscheinen, da ein so dünner hölzerner Stiel seitliche Kräfte, wie sie beim Stochern und Heraushebeln auftreten, nicht hätte aufnehmen können. Ein zäher biegsamer Stock hätte sich gebogen, ein harter, starrer Stab wäre bei seitlicher Belastung gebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich handelt es sich bei den vier Stücken um Keulenköpfe wofür auch die sorgfältige und zeitaufwendige Bearbeitung sprechen. Ein flexibler Stiel aus Holz oder eventuell aus getrockneter Nilpferdhaut wäre hier angebracht. Bei guter Schlagfestigkeit hat Kalkstein den Vorteil gegenüber anderen in Betracht kommenden Gesteinen, sich relativ gut bohren zu lassen. Außerdem ist er neben Sandstein das einzige wirtschaftlich und technisch bohrbare Material, welches in Abu Tartur ansteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Tabelle 9 wird die Schlagfestigkeit verschiedener Gesteine verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.3.) 1017 – 32/5'''   &lt;br /&gt;
*Pfriem aus verkieseltem Holz mit geschliffener Spitze. ( 70 x 9 x 5 mm) Weitere Bearbeitungsspuren sind nicht vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.4.) 1017 – 33/18'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 3, Dimensionen 43 x 7,5 x 4,5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.5.) 1027 – 158/7'''   &lt;br /&gt;
*Pfriem aus beige – weißlichem, gut durchscheinendem Feuerstein. Das Artefakt ist auf der Ventralseite an beiden Rändern durchgehend retuschiert, die Spitze ist geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.6.) 1017 – 188/31'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 3, Dimensionen = 91 x 9 x 6 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.7.) 1017 – 33/23'''    &lt;br /&gt;
Wie Nr. 3, Dimensionen = 102 x 7 x 4,5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.8.) 1015 – 147/3'''  &lt;br /&gt;
* „Windkanter“. Diese auf drei Seiten geschliffenen Stücke kommen auf Fundplätzen sporadisch vor. Außerhalb der Siedlungsgebiete sind sie nicht beobachtet worden Nr. 8 bis Nr. 10 bestehen aus verkieseltem Holz, aber es werden auch „Windkanter“ aus anderen Materialien angetroffen. Die Verwendung dieser Stücke ist rätselhaft. Dimensionen = 49 x 9 x 8 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.9.) 1015 – 147/2'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 8, Dimensionen = 61 x 9 x 8 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.10.) 1015 – 147/1'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 8, Dimensionen = 76 x 11 x 8,5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.11.) 0006/83/1'''   &lt;br /&gt;
*Durchbohrtes Landschnecken – Gehäuse ( zootecus insularis )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.12.) 0006/83/2'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.13.) 0006/83'''   &lt;br /&gt;
*Meeresschnecke. Die Öffnung wurde durch Abschleifen erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den vier durchbohrten, kugelähnlichen Gebilden wurde ein Stück auf  dem Fundplatz 1024/82 entdeckt. Es besteht aus grauem Massenkalk, ist eiförmig ausgebildet mit einer Längsachse von 66 mm und einer Querachse von 55 mm. Die obere Partie, rund um das konische Bohrloch, ist parallel zur Querachse abgeflacht. Die Bohrung misst an der Oberfläche rund 17 mm im Durchmesser. Das Gewicht des Bruchstücks, welches rund ein Drittel des Gesamtkörpers ausmacht, beträgt 100g. Es kann folglich von 300g für das vollständige Artefakt ausgegangen werden '''Abb. 7 – 7.1'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweites Stück stammt vom Fundplatz 0015/83 und repräsentiert nur noch ein Viertel des ursprünglichen Volumens. Die Dimensionen sind 68 mm für die Querachse und 35 mm für die Hälfte der Längsachse, so dass man von einer nahezu gleichmäßigen Kugelform ausgehen kann. Das Gewicht des Bruchstücks beträgt 110g, das Gesamtgewicht hätte somit bei rund 440g gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Durchmesser des Bohrlochs an der Oberfläche liegt bei rund 20 mm, er verjüngt sich zum Kugelinneren. Das Gestein ist auch hier ein Massenkalk. Die Farbe ist von einem hellen Beige, welches von millimeterschmalen, roten, parallel zueinander liegenden Streifen durchzogen wird '''Abb. 7 – 7.2'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kleinere durchbohrte Kugel wurde auf dem Plateauplatz 0001 B/82 gefunden, sie ist zur Hälfte erhalten. Das obere Ende ist stark abgeflacht, so dass der Durchmesser entlang der Bohrung 44,5 mm, der Durchmesser rechtwinklig zur Bohrung 53,5 mm beträgt. Die Bohrung selbst hat eine Weite von 13 – 15mm. Das Werkzeug beseht aus grauem, streifigem Sinterkalk, der wahrscheinlich aus einer eingebrochenen Tropfsteinhöhle in der Nähe der Fundstelle stammt. Außer einem kleinen Bruchstück einer weiteren Sinterkalk- Kugel befinden sich größere Mengen unbearbeitetes Werkmaterial vor Ort. Das Gesamtgewicht des Artefakts dürfte bei 190g gelegen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich handelt es sich bei den vier Stücken um Keulenköpfe wofür auch die sorgfältige und zeitaufwendige Bearbeitung sprechen. Ein biegsamer Stiel aus Holz oder besser aus getrockneter Nilpferdhaut wäre hier angebracht. Bei guter Schlagfestigkeit hat Kalkstein den Vorteil gegenüber anderen in Betracht kommenden Gesteinen, sich relativ gut bohren zu lassen. Außerdem ist er neben Sandstein das einzige wirtschaftlich und technisch bohrbare Material, welches in Abu Tartur ansteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 9''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Gesteinsart'''|| '''Spez. Gewicht'''|| '''Schlagfestigkeit nach DIN 52109'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| || (kg / dm3)|| Anzahl der Schläge bis zur Zerstörung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Dichter Kalkstein||2,70 – 2,90||8-10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Serpentinfels||2,62 – 2,78||6-15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Quarzitischer Sandstein||2,64 – 2,68||8-10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Grauwacke||2,64 – 2,68||10-15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Quarzsandstein||2,64 – 2,72||5-10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Basalt|| 3,00 – 3,15|| 12-17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Granit||2,62 – 2,85||10-12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In '''Tabelle 9''' wird die Schlagfestigkeit verschiedener Gesteine verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abb. 8 – (8.1-8.4)''' zeigt unter anderem das erste in Abu Tartur gefundene, polierte langschmale, mittig durchbohrte Artefakt, welches „Webschiffchen“ genannt wurde und vom Fundplatz 1014/82 stammt. Weitere, auch zerbrochene Stücke kamen hinzu. Die in Dakhla beobachteten Exemplare wurden von M. Mc Donald „toggles“ genannt. Ein weiteres „Webschiffchen“ wurde in der kleinen Bruchsenke nördlich des Abu Tartur Massivs im Fundstellenbereich Abu Gerara von H. Riemer gefunden. Das Material dieser Artefakte ist eisenhaltiger Tonstein oder dichter Kalkstein. Der Name soll nicht auf die Funktion sondern auf die Form hinweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Diabolos_Ohrstecker_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 8: Webschiffchen, Diabolos und Ohrstecker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.1.) 1014'''   &lt;br /&gt;
*Die natürliche Oberfläche dieses Tonsteinartefaktes liegt tiefer als die geschliffenen und polierten Ränder. Die Öffnung in der Mitte wurde mit einem Stichel von beiden Seiten her geritzt. Die Dimensionen des „Webschiffchens“ sind: Länge = 104mm; Breite = 30mm; Dicke = 4 – 5mm. Die Öffnung ist 7,46mm lang und 1,88mm breit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.2.) 1085'''   &lt;br /&gt;
*Das Stück besteht aus grau- braunem, streifigem Kalkstein, es ist zur Gänze geschliffen. Die Bohrung ist konisch von beiden Seiten angesetzt. Die Öffnung beträgt 3,48mm. Die weiteren Dimensionen dieses „Webschiffchens“ sind: Länge = 97mm; Breite = 20mm; Dicke = 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.3.) 1024 – 48/A'''  &lt;br /&gt;
*Eine stark eisenhaltige Tonsteinplatte diente zur Herstellung dieses „Webschiffchens“. Das Fragment, nur die Hälfte des ursprünglichen Artefakts ist erhalten, zeigt Schliff am gerundetem Ende sowie an seinen seitlichen Begrenzungen. Die zur Hälfte erhaltene Bohrung war rund und wurde fast gänzlich von einer Seite hergestellt. Um den Bohrer ansetzen zu können, wurde die Stelle mit einem Stichel vorbereitet. Länge des Bruchstückes = 48mm; Breite = 22,5mm; Dicke = 3mm. Der Durchmesser der Bohrung durfte 3,79mm betragen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.4.) 0014'''   &lt;br /&gt;
*Dieses Fragment eines „Webschiffchens“ ist an seiner Bruchstelle nachgeschliffen worden und aus diesem Grund in irgendeiner Weise benutzt worden. Fast die gesamte Fläche der Tonsteinplatte ist poliert, die Öffnung ist von beiden Seiten geritzt worden, sie misst 5,43mm in der Länge und 2,39mm in der Breite. Die Länge des Fragments beträgt 45mm; die Breite 25mm und die Dicke 6mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.5.) 1024'''   &lt;br /&gt;
*Pflock aus Kalzit, weiß patiniert, Länge = 32,5mm; Durchmesser Kopf = 10mm; Durchmesser Mitte = 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.6.) 1024'''   &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus hellgrauem Baryt, das Stück ist stark durchscheinend und die Kristallstruktur ist deutlich auszumachen. Auf den im Zentrum liegenden Spaltflächen sind Regenbogenfarben sichtbar. Länge = 34mm; Durchmesser oberer Kopf = 15 – 18mm; Durchmesser unterer Kopf = 15 – 17mm; Durchmesser Taille = 10 – 11mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.7.) 1013 – 39/14'''  &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus weißem Kalzit. Länge = 33mm; Durchmesser oberer Kopf = 16,5 – 19mm; Durchmesser unterer Kopf = 20 – 21,5mm; Durchmesser Taille = 8 – 9mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.8.) 1024 – 48/H'''   &lt;br /&gt;
*Pflock aus weißem Kalzit. Länge = 49,5mm; Durchmesser Kopf = 11 – 13mm; Durchmesser Mitte = 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.9.) 1024 – 48/L'''  &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus weißem Kalzit mit deutlichen Verwitterungsspuren. Länge = 34mm; Durchmesser oberer Kopf = 13 – 14mm; Durchmesser unterer Kopf = 13mm; Durchmesser Taille = 7 – 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.10.) 1032'''   &lt;br /&gt;
*Pflock aus grau- weißem, stark durchscheinendem Baryt. Länge = 31mm; Durchmesser Kopf = 15mm; Durchmesser Mitte = 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.11.) 0049'''   &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus weiß patiniertem Kalzit. Länge = 34,5mm; Durchmesser oberer Kopf = 13 – 14mm; Durchmesser unterer Kopf = 13mm; Durchmesser Taille = 6 – 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.12.) 1024'''   &lt;br /&gt;
*Weißer abgebrochener Kalzitpflock mit ausladendem Kopf und Einschnürung unterhalb des Kopfes. Länge = 27mm; Durchmesser Kopf = 15 – 17mm; Durchmesser Einschnürung = 7 – 7,5mm; Durchmesser Mitte = 7,5 – 8mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.13.) 1044 – 163/B'''   &lt;br /&gt;
*Oberteil eines weißen Kalzitpflocks. Länge = 29mm; Durchmesser Kopf = 15 – 17mm; Durchmesser Mitte = 10 – 11mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.14.) 0059 – 166/A'''   &lt;br /&gt;
*Unterteil eines hellbeigefarbenen Pflocks aus durchscheinendem Kalzit. Die Kristallstruktur ist gut zu erkennen. Länge = 35,5mm; Durchmesser Mitte = 10mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschliffene und polierte „Pflöcke“ und „Diabolos“ sind aus Kalzit- und Barytkristallen hergestellt worden '''Abb. 8 – (8.5-8.14)'''. Ein beliebter Rohstoff war die Schale von Straußeneiern, aus der die überaus zahlreichen „Perlen“ gearbeitet wurden. Aber auch Muschelschalen und Schneckengehäuse sowie Knochen und Elfenbein dienten zur Herstellung von Schmuckobjekten. Selbst härteste Werkstoffe fanden schon Verwendung. Die Technologie war so weit entwickelt, dass auch Material wie Silikatgestein, Amazonit und Basalt erfolgreich gebohrt, geschliffen und poliert werden konnte '''Abb. 9'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Straußeneiperlen_S1_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 9: Verschiedene Ausführungen von Perlen und anderem Schmuck&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)  1024 – 5/G'''   Bruchstück einer Muschelschale, die am oberem Rand zwei Bohrungen aufweist, wovon die linke stark ausgeblasen ist, während die rechte, geschützt durch ein eingeklemmtes Sandkorn, ihren ursprünglichen Durchmesser nahezu beibehalten hat. Dimensionen = 21 x 16,5 x 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)  1024 – 48/D'''  Großes, gerundetes Straußenei – Schalenstück mit großer, von beiden Seiten geführter Bohrung. F.Wendorf und A.E. Close beschreiben ein ähnliches Stück vom Fundplatz E-79-6 ( Wendorf, Schild, Close 1984 ) Auch die Dimensionen liegen in der gleichen Größenordnung. Das Abu Tartur Stück misst 34 x 29 x 2mm. Die Bohrung hat einen Durchmesser von 6,5mm. Die Ränder sind stark windüberformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)  1024 – 5/H'''   Der bis auf die zentrale Bohrung unbearbeitete Hornstein ist an den Rändern von Windschliff gekennzeichnet, die doppelt konische Bohrung weist eine Tiefe von 6,2mm auf. Die Dimensionen sind 42 x 20 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)  124 – 48/K'''   Das weiß-rot gebänderte, achatartige Gesteinsplättchen ist von beiden Seiten angebohrt worden, so daß der typische Doppelkonus sichtbar wird. Die unregelmäßige Polygonform ist 12,5mm hoch und 10,2mm breit. Die Dicke des Plättchens beträgt 3mm. Das Material ist an den Rändern durchscheinend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)  1005 – KT/1'''   Die Perle besteht aus einem dunkel rotbraunem, gebändertem und opakem Kieselgestein. Das Ausgangsmaterial war wahrscheinlich plattig ausgebildet. Die 3,5mm im Diameter messende Bohrung wurde von beiden Seiten durchgeführt. Der Außendurchmesser des Artefakts beträgt 7mm, die Dicke ist 3mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)  1005 – KT/2'''   Ebenfalls rot und braun gebändert aber dunkler als das oben beschriebene Stück ist diese recht dicke Perle. Ihr Außendurchmesser beträgt 7mm bis 8mm, die Bohrung beträgt knapp 3mm und die Dicke ist 5mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.)  1024 – 48/C'''   Das Röhrchen aus Amazonit ist von Wind überformt worden, wodurch der Durchmesser reduziert wurde und ein Ende schief gestaltet wurde. Das Vorkommen dieser Feldspatvariation ist normalerweise an Pegmatite gebunden, welche selbst im weiteren Umfeld von Abu Tartur nicht anzutreffen sind. Sehr ähnlich durchbohrte Zylinder oder tonnenförmige Körper sind dem Verfasser von neolithischen Siedlungsplätzen aus dem       Air – Gebirge in der Republik Niger bekannt. Hier wurde auch ein durchbohrter Zylinder aus ägyptisch anmutendem, streifigem Alabaster beobachtet, der wiederum in diesem Gebiet nicht vorkommt. Das Schmuckstück hat folgende Dimensionen: Länge = 9mm ; Durchmesser außen = 9mm ; Durchmesser innen = 5mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.)  0006 – SE'''   Fragment einer Straußenei – Schale, welche auf der Außenseite durch vier Reihen von Punkten verziert ist. Die Reihen haben untereinander einen Abstand von 3mm, die Punkte in den Reihen sind rund 2mm voneinander entfernt. Die Abmessungen des Stückes sind 18 x 13,5 x 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9.)  0060 – SE'''   Das verzierte Straußenei – Fragment weist den Rand einer Bohrung auf, die von der Innenseite der Schale ausgeführt worden ist. Außer dem Bohrkonus weist die Innenseite zwei tiefe Rillen auf. Die Außenseite ist tief und stark eingekerbt. Ein Rand des Fragments ist mit Kerben versehen. Das Motiv besteht aus z.T. parallelen tiefen Kerben und anderen weniger tiefen Ritzungen, welche die Zwischenräume ausfüllen. Die Dimensionen des nahezu dreieckigen Stückes sind 16mm für die Höhe, 15mm für die Basis und 2mm für die Dicke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.) 0059 – 166/C'''  Die Verzierung dieses Fragments einer Straußeneischale besteht lediglich aus zwei parallel zueinander verlaufenden, geraden Linien. Die Tiefe der Ritzungen ist gering. Die Dimensionen sind 12,5 x 10,5 x 2. ( Zwei weitere Stücke mit parallelen Ritzungen wurden auf dem Fundplatz 0002/84 beobachtet, allerdings sind dort die Linien leicht gekrümmt und sie liegen dichter beieinander. )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11.) 0007 – S1'''   Die kleine, langgestreckte und gerundete „Perle“ ist aus einem schwarzem Gestein hergestellt. Sie ist geschliffen und poliert aber nicht durchbohrt. Das Material weist an der Oberfläche keinerlei Körnung auf, Basalt ist daher ausgeschlossen, möglich wäre eventuell Obsidian. Die Dimensionen sind 11 x 4,5 x 5,6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12.) 0007 – S2'''   Dieser kleine, zylindrische Körper wurde an zwei Stellen rundum eingekerbt. Das Material ist weiß, durchscheinend und hart. Im Gegenlicht werden rechtwinklig zur Längsachse verlaufende Schichtungen erkennbar. Möglichkeiten das Material betreffend wäre Kalzit oder Muschelschale. Die Dimensionen sind: Länge = 12,4mm ; Durchmesser in der Mitte = 4mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13.) 1006 – S'''   Bei diesem Stück handelt es sich um einen Zahn, er wurde an seiner Spitze dergestalt gekerbt, daß eine Schnur, die in der Kerbe hätte angebracht werden können, das Stück als Anhänger hätte tragen können. Die Länge beträgt 21,2mm, die Dicke des oberhalb der Kerbe liegenden Teils ist 3mm, die stärkste Dicke des Zahns ist 6,2mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''14.) 1023 – S'''   Der durchbohrte Anhänger ist aus einem weichem, sich fettig anfühlendem Gestein hergestellt. Das außermittig angebrachte Bohrloch wurde von beiden Seiten angesetzt. Die Länge beträgt 17mm, die Breite maximal 10mm, die Dicke oberhalb der Bohrung ist 3,5mm, unterhalb 5,8mm. Der Durchmesser der Öffnung beträgt 3mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''15.) 0029 – 173/C'''   Die eckige, perforierte Vorstufe zur Perlenherstellung ist cremefarben d.h. nahezu unverwittert. Die konische Bohrung wurde auf der Innenseite, welche Kratzspuren aufweist, angesetzt. Die Außenseite zeigt Aussplitterungen wie sie entstehen wenn der Bohrer durchstößt. Die Schale hat eine Dicke von 1,96mm, der Durchmesser der Bohrung beträgt 2,42mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''16.) 0001A – J'''   Die eckige, perforierte Schale wurde von beiden Seiten mit einem schwach konisch ausgebildetem Bohrer bearbeitet. Das Artefakt ist stark gedunkelt, wie die folgenden Stücke vom Fundplatz 0001A hat es in der Asche einer Feuerstelle gelegen. Die Dicke der Schale beläuft sich auf 1,72mm, die Bohrung misst 2,22mm im Durchmesser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''17.) 0001A – H'''   Das Schalenstück ist nicht durchbohrt, es zeigt auf der Innenseite lediglich Anfänge einer Bohrung. Merkwürdig sind die tiefen Ritzungen, oder sind es Verzierungen, die so normalerweise nur auf den Außenseiten von Straußenei – Schalen anzutreffen sind. Die Schale hat eine Wandstärke von 1,84mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''18.) 0001A – F'''   Wie Nr.15 auch hier wurde die Bohrung nur von der Innenseite her ausgeführt, die Außenseite zeigt Aussplitterungen. Die Dicke der Schale beträgt 1,9mm, der Durchmesser der Bohrung1,89mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''19.) 0001A – E'''   Wie Nr.17 mit Ausnahme der Ritzungen. Die Dicke der Schale ist 1,74mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''20.) 0001A – G'''   Wie Nr.18. Die Schale ist 1,79mm dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''21.) 1075 – 161/E'''   Neben den eckig perforierten Vorstufen zur Perlenherstellung ( Nr.15 bis Nr.20 ) existiert die gerundete, nicht durchbohrte Form. Die Rundung wird zunächst grob herausretuschiert, später folgt die Bohrung. Unvollendete Perforierungen sind bei dieser Vorgehensweise nicht beobachtet worden. Die Innenseite dieses Artefaktes weist Ritzungen auf. Der relativ große Durchmesser der Scheibe misst 14,39 bis 14,82mm, die Dicke 1,76mm. Die Farbe ist hellgrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''22.) 1075 – 161/G'''   Wie Nr.21. Durchmesser = 12,78 bis 13,11mm ; Dicke = 1,88mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''23.) 1075 – 161/F'''   Wie Nr.21. Durchmesser = 12,28 bis 12,88mm ; Dicke = 1,94mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''24.) 1075 – 161/D'''   Wie Nr. 21. Durchmesser = 12,02 bis 13,09mm ; Dicke = 1,89mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''25.) 0001A – D'''   Diese Scheibe ist sehr dunkel gefärbt, ihr Diameter entspricht eher der Durchschnittsgröße von Perlen, er beträgt in diesem Fall 8,80 bis 8,96mm, die Schalendicke ist 1,65mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''26.) 0001A – C'''   Wie Nr.25. Durchmesser 8,67 bis 9,58mm, Dicke = 1,56mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''27.) 1004 – P'''   Wie Nr.25, lediglich die Farbe ist hellgrau und die Ränder weisen Spuren von Windschliff auf. Durchmesser = 9,05 bis 9,83mm ; Dicke = 1,76mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28.) bis 34.) 0016 – 1P bis 7P   Die Serie von gerundeten und perforierten Scheiben stellt einen weiteren Produktionsschritt dar. Die vorhergehende Phase kann sowohl die Serie Nr.14 bis Nr.19 als auch die Serie Nr. 20 bis Nr.26 gewesen sein. Um zu einer gebrauchsfähigen Perle zu kommen fehlen noch die Arbeitsgänge des Schleifens und Polieren des Mantels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abmessungen der Vorderprodukte sind wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||  &lt;br /&gt;
|| P1&lt;br /&gt;
|| P2&lt;br /&gt;
|| P3&lt;br /&gt;
|| P4&lt;br /&gt;
|| P5&lt;br /&gt;
|| P6&lt;br /&gt;
|| P7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Durchmesser außen&lt;br /&gt;
|| 9,77&lt;br /&gt;
|| 9,49&lt;br /&gt;
|| 9,43&lt;br /&gt;
|| 9,46&lt;br /&gt;
|| 9,62&lt;br /&gt;
|| 9,45&lt;br /&gt;
|| 9,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Durchmesser innen&lt;br /&gt;
|| 3,12&lt;br /&gt;
|| 2,86&lt;br /&gt;
|| 2,21&lt;br /&gt;
|| 2,58&lt;br /&gt;
|| 2,68&lt;br /&gt;
|| 3,08&lt;br /&gt;
|| 2,93&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dicke der Schale&lt;br /&gt;
|| 1,84&lt;br /&gt;
|| 1,97&lt;br /&gt;
|| 1,83&lt;br /&gt;
|| 1,81&lt;br /&gt;
|| 1,84&lt;br /&gt;
|| 1,80&lt;br /&gt;
|| 1,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe der unpolierten Perlen ist creme bis hellbeige, die konischen Bohrungen sind alle von einer Seite ausgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.) bis 42.) Das Endprodukt „Perle“ zeichnet sich dadurch aus, daß der polierte Rand mit den beiden Oberflächen der Schale einen rechten Winkel bildet. Auf einer glatten, horizontalen Unterlage können frische, nicht windüberformte Perlen hingestellt werden, sie fallen nicht um.&lt;br /&gt;
Die hier dargestellten Exemplare stammen von den verschiedenartigsten Fundplätzen, alten und jungen, aus der Ebene und vom Plateau. Damit kann belegt werden, daß Straußenei – Perlen über lange Zeiträume von verschiedenen Kulturen immer auf diese Weise gefertigt worden sind, zumindest in dem in Frage kommenden geographischen Bereich.&lt;br /&gt;
Cremefarbene und beige Töne herrschen vor. Die mehr oder weniger konischen Bohrung setzen bei allen Perlen dieser Serie auf einer Seite an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''35.) 0050 – P'''   Eine Ausnahme gegenüber den anderen besprochenen Stücke bildet der Mantel dieser Perle, der nicht rechtwinklig zur Längsachse steht, sondern, obwohl geradlinig, geneigt verläuft. Die Neigung ist aber so leicht, daß auch diese Perle hingestellt werden kann. Dimension: Durchmesser außen = 5,11mm ; Durchmesser innen = 1,98mm, Dicke = 1,78mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''36.) 0007 – 17'''   Dimensionen: Durchmesser außen = 5,35mm ; Durchmesser innen = 1,99mm Dicke = 1,78mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''37.) 1005 – P1'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 6,74mm ; Durchmesser innen = 2,56mm, Dicke = 1,81mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''38.) 0056 – 41'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 7,23mm ; Durchmesser innen = 3,18mm, Dicke = 1,49mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''39.) 1004 – P1'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 8,40mm ; Durchmesser innen = 3,02mm, Dicke = 1,86mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''40.) 0030 – 171/D'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 8,84mm ; Durchmesser innen             = 3,00mm ; Dicke = 1,61mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''41.) 0007 – 12'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 8,79mm ; Durchmesser innen = 2,77mm,&lt;br /&gt;
Dicke = 1,94mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''42.) 0016 – 86'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 9,11mm ; Durchmesser innen = 3,15mm, Dicke = 1,88mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
43.) bis 50.)  Diese Serie zeigt die Auswirkungen der exogenen Kräfte im allgemeinen und der Windüberformung im besonderen. Die Farbe der Perlen ist grau oder dunkel beige, alle ehemaligen Kanten sind abgerundet. Die Zentrale Bohrung scheint von beiden Seiten ausgeführt zu sein, die Wandstärke der Perlen ist verringert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''43.) 1002 – 141/A'''  Eckige, perforierte Vorstufe zur Perlenherstellung, der Durchmesser der Bohrung beträgt 3,00mm, die Dicke der Schale ist 1,89mm. Obwohl die äußere Begrenzung schon verrundet ist, kann der allgemeine Abschliff als nicht weit fortgeschritten bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''44.) 1002 – 141/C'''  Wie Nr. 43, Bohrdurchmesser = 3,96mm, Dicke der Schale = 1,71mm. Die Zerstörung ist weiter fortgeschritten als bei Nr.42.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''45.) 1004 – P2'''  Bei der kleinen, nun ringförmigen Perle ist die Erosion soweit fortgeschritten, daß von der ursprünglichen Oberfläche der Eierschale nichts übrig geblieben ist. Die Dimensionen sind: Durchmesser außen = 4,56mm ; Durchmesser innen = 2,11mm ; &lt;br /&gt;
Dicke = 1,32mm maximal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''46.) 1005 – P2'''  Auf einer Seite ist noch eine schmale Zone der ursprünglichen Schalenoberfläche zu erkennen. Die Dimensionen betragen: Durchmesser außen = 5,73mm ;&lt;br /&gt;
Durchmesser innen = 2,98mm ; Dicke = 1,15mm maximal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''47.) 1005 – P3'''  Auf einer Seite der Perle ist noch eine schmale, nicht abgetragene Fläche zu erkennen. Die Dimensionen betragen: Durchmesser außen = 5,87mm ; Durchmesser innen = 2,99mm ; Dicke = 1,60mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''48.)  1005 – P4'''  Beide Seiten weisen noch gerade, glatte Teilflächen auf. Die Abmessungen der Perle betragen Außendurchmesser = 7,76mm ; Innendurchmesser = 3,74mm ; Dicke = 1,63mm maximal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''49.)  1005 – P5'''  Wie Nr.48, Dimensionen: Außendurchmesser = 8,10mm ; Innendurchmesser = 4,12mm ; Dicke = 1,47mm maximal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''50.) 1005 – P6'''  Wie Nr.48, doch ist der Anteil von geraden und glatten Teilflächen auf einer Seite der Perle größer. Die geringe Dicke des Exemplars weist auf einen erhöhten Windabrieb der gegenüberliegenden Seite hin. Dimensionen: Durchmesser außen = 8,48mm ; Durchmesser innen = 3,71mm ; Dicke = 1,17mm maximal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Beile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Beile_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1046''' &lt;br /&gt;
*Dieses große und schwere Beil aus Diorit ist stark windüberformt. Schliffspuren sind lediglich auf einer Seite im Bereich der Schneide zu erkennen. Die Schneide ist leicht gerundet sowie alle weiteren Begrenzungslinien auch. Lediglich in der Seitenansicht ist eine gewisse Parallelität der Linien  zu erkennen. Zum Nacken hin verringert sich die Breite des Beils. &lt;br /&gt;
Länge = 110mm ; Breite = 53mm ; Dicke = 28mm ; Gewicht = 230g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1058/ 1''' &lt;br /&gt;
*Ebenfalls aus Tiefengestein hergestellt ist dieses elegante Beil. Wegen der sehr dunklen, fast schwarzen Färbung dürfte es sich um Gabbro handeln. Während die Schneide stark gerundet ist, verlaufen die seitlichen Begrenzungslinien schräg, in fast geraden Linien auf den ebenfalls geradlinigen Nacken zu, wobei sich die Breite des Artefaktes stetig verringert. Die Polierung bezieht sich, mit Ausnahme des Nackens, auf die gesamte Vorder- und Rückenseite. &lt;br /&gt;
Länge = 71mm ; Breite = 59mm ; Dicke = 25mm ; Gewicht = 140g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1005''' &lt;br /&gt;
*Ockerfarbener, feinkörniger, quarzitischer Sandstein ist das Material dieses Beils. Der Nacken besteht aus einer tektonischen Gleitfläche, die ehemaligen Sedimentationsflächen verlaufen parallel zur gerundeten Schneide, sie sind durch Farbeinlagerungen kenntlich gemacht. Die seitlichen Begrenzungen verlaufen fast parallel zueinander. Bis auf die Pickungen an den Nackenrändern ist das Artefakt voll geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
Länge = 66mm ; Breite = 48mm ; Dicke = 30mm ; Gewicht = 135g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1058/ 2''' &lt;br /&gt;
*Grau – grün und beige gestreifter, quarzitischer Sandstein ist das Ausgangsmaterial dieses Beils. Die Schneide ist stark gerundet und bildet von vorne gesehen eine Wellenlinie. Die seitlichen Begrenzungen verlaufen geradlinig und sich verjüngend zum nahezu geradlinigem, von einem Bruch gebildetem Nacken. Beide Seiten sind voll geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
Länge =  65mm ; Breite = 49mm ; Dicke = 24mm ; Gewicht = 110g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 1024''' &lt;br /&gt;
*Dieses Artefakt ist aus einem schwarzem Vulkanit gefertigt, die Oberfläche ist von unregelmäßigen Rillen und anderen Vertiefungen durchzogen. Das Beil hat eine Dreiecksform mit abgerundeten Ecken und ist relativ schmal. Die Gesamtoberfläche ist geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
Länge = 62mm ; Breite = 46mm ; Dicke = 14mm ; Gewicht = 46g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 1017''' &lt;br /&gt;
*Ebenfalls aus schwarzem, nicht näher identifizierten Vulkanit ist dieses gänzlich geschliffene und polierte Beil gefertigt. Die Schneide ist nur leicht gerundet, bogenförmig leiten die seitlichen Begrenzungslinien zum abgerundetem Nacken. Die größte Dicke liegt, anders als bei den übrigen vorgestellten Stücken, in der Mitte des Beils.&lt;br /&gt;
Länge = 52mm ; Breite = 34mm ; Dicke = 23mm ; Gewicht = 48g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0341_Beile_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Polierte und geschliffene Beile, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Wirkung der Deflation auf Straußeneiperlen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perlen in allen Stadien ihrer Herstellung sowie auch in allen Stadien ihrer Zerstörung durch Wind, Sand und Sonne, gehören auf den Abu Tartur Fundstellen zum Standartinventar. Auf einigen Plätzen kommen sie in großen Mengen vor.&lt;br /&gt;
Um klar darzulegen wie Perlen bei ihrer Herstellung beschaffen waren und wie sie sich während langer Deflationsperioden verhalten und verändern, werden im Folgenden drei Gruppen von je hundert Stücken verschiedenen Erhaltungsgrades verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, obwohl auch diese schon weitgehend Zufälle ausschließt, konnte nicht größer gewählt werden, da es bei Oberflächenbeobachtungen nur unter besonders günstigen Umständen zu Funden von unverwitterten Perlen kommt. Die Stückzahl der Vergleichsgruppen ist der Gruppenstärke der „frischen“ Perlen angepasst worden.&lt;br /&gt;
Die von Verwitterungsschäden weitgehend unbeeinflusste Perle zeichnet sich im allgemeinen durch folgende drei Punkte aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1.) Farbe: Sie ist hell- eierschalen bis beige. Bei Einfluss von Licht färbt sich die Schale grau.&lt;br /&gt;
* 2.) Geometrie: Die „Perle“ ist ein gerader, kreiszylindrischer Körper von geringer Höhe. Der Mantel des Zylinders bildet mit der unteren und oberen Kreisfläche je einen rechten Winkel. Verrundungen des Mantels sind auf Deflation zurückzuführen.&lt;br /&gt;
* 3.) Bohrung: Die zentrale Bohrung wird, wie bei der geringen Wandstärke nicht anders zu erwarten, im Prinzip nur von einer Seite aus angesetzt. Durch spätere Windüberformung kann der Eindruck entstehen, es sei von zwei Seiten gebohrt worden. Die Vergleichsmessungen beziehen sich auf den Außendurchmesser, den Innen- oder Bohrungsdurchmesser sowie auf die Dicke der Perlen. Die Messungen wurden bis auf ein Hundertstel Millimeter genau durchgeführt. Diese Genauigkeit und die Menge der Objekte waren ausschlaggebend für das erzielte Resultat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Durchschnittswerte sind wie folgt :&lt;br /&gt;
* A.) Unverwitterte Perlen &lt;br /&gt;
Durchmesser außen 	= 	7,7mm (von 9,58mm – 5,03mm) - &lt;br /&gt;
Durchmesser innen 	= 	2,7mm (von 3,48mm – 1,90mm) - &lt;br /&gt;
Dicke 			= 	1,8mm (von 2,11mm – 1,35mm)&lt;br /&gt;
* B.) Windüberformte Perlen&lt;br /&gt;
Durchmesser außen	= 	7,4mm (von 10,99mm – 5,37mm) - &lt;br /&gt;
Durchmesser innen	= 	2,7mm (von 3,65mm – 1,50mm) - &lt;br /&gt;
Dicke			= 	1,7mm (von 2,06mm – 1,25mm)&lt;br /&gt;
* C.) Stark verwitterte Perlen&lt;br /&gt;
Durchmesser außen	= 	7,3mm (von 9,22mm – 5,54mm) - &lt;br /&gt;
Durchmesser innen	=	3,2mm (von 4,10mm – 2,39mm) - &lt;br /&gt;
Dicke			= 	1,5mm (von 1,87mm – 1,16mm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der Gruppe A haben die stark verwitterten Perlen, Gruppe C, rund 16% der Wandstärke der Straußeneischale eingebüßt, ~ 6% des Außendurchmessers verloren, und der Innendurchmesser ist um rund 15% gestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Materialverluste beginnen mit einer Verrundung der Peripherie, später reduzieren die exogenen Kräfte die Dicke und erweitern den Innendurchmesser indem zunächst die Bohrungen trichterförmig erweitert werden. Bevor die Perle gänzlich zerstört wird, entsteht ein Ring, der angeschnitten ein fast kreisrundes Profil zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Betrachtung über den möglichen Gebrauch von gerillten Steinen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Rillensteine sind im Arbeitsbereich Abu Tartur gefunden worden und zwar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ein Stein auf dem Fundplatz 0033/85&lt;br /&gt;
*Zwei Steine auf dem Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
*Ein	Stein auf dem Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
*Zwei Steine auf dem Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
*Drei	 Steine auf dem Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
*Ein 	Stein	auf dem Fundplatz 1027/84&lt;br /&gt;
*Zwei Steine auf dem Fundplatz 1073/86&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exemplare unterscheiden sich untereinander in der Größe, im Material und in der Form und Anzahl der Rillen.&lt;br /&gt;
Die ergonomisch günstige Form aller Steine suggeriert, dass das Werkzeug in der Hand gehalten worden ist, vielleicht auch zwischen den Knien, und nicht etwa als Unterlage gedient hat, da es dazu erstens zu leicht ist oder es zweitens durch Rundungen eine Instabilität gegen seitlichen Schub aufweist. Geht man davon aus, dass die Rille eine Gebrauchsoberfläche ist und keine Hilfsnut zur eventuellen Befestigung des Steines, dieses kann mit weniger Arbeitsaufwand erreicht werden, so kann eine Reihe von möglichen Anwendungsbereichen, wie z.B. jegliche Art von Gewichten, ausgeschaltet werden.&lt;br /&gt;
Bleibt also die schmirgelnde Wirkung der Rille indem das Werkzeug über das Werkstück oder aber umgekehrt das zu bearbeitende Teil über den Rillenstein bewegt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0330_Rillensteine_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Rillensteine, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0331_Rillensteine_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Rillensteine, verschiedene Fundstellen Abu Tartur (der Rillenstein, Reihe oben Mitte, ist bereits auf der ersten Abbildung oben rechts zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Polieren von Straußeneiperlen, wie es in der Kalahari beobachtet worden ist und wohl auch noch gelegentlich heute beobachtet werden kann, muss aus technischen Gründen für die meisten in Abu Tartur gefundenen Stücke ebenfalls ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der feinkörnige Sandstein ist zum Polieren wegen seiner Rauhigkeit ungeeignet. Unverwitterte Straußeneiperlen, man sollte sie besser perforierte Scheiben nennen, weisen sehr glatte Flächen an ihrer Peripherie auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zieht man aufgereihte Perlen in einer Hin- und Herbewegung durch die Nut parallel zu ihrer Achse, kommt es selbst bei strammer Verknotung zu einer seitlichen Verkantung der Perlen. Das hat zur Folge, dass die zu bearbeitenden Oberflächen nicht rechtwinklig zu der Werkstückachse liegen würden sondern Winkel oder zumindest Rundungen bilden würden. Außerdem würden bei dieser Methode sämtliche Perlendurchmesser gleich sein. Es scheint zwar nahe liegend Perlen in größeren Mengen aufgereiht gleichzeitig zu polieren, Beispiele dazu sind bekannt, aber um das gewünschte Resultat, perfekt runde Perlen mit rechtwinklig zur Grundfläche verlaufendem Mantel, wie sie in Abu Tartur gefunden wurden, zu erreichen, müssten die Perlen über eine flache Polierunterlage gerollt und nicht durch eine Schmirgelrille gezogen werden. Nur im ersten Fall wird die exakte Kreisform erreicht, was bei Hin- und Herbewegung problematisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nicht alle Rillendurchmesser und Rillenausbildungen stimmen mit den gängigen Perlengrößen überein. Eine 25mm breite, flache Nut hat wahrscheinlich einen anderen Zweck erfüllt. Die Frage stellt sich, welche Materialien nun in diesen Rillen bearbeitet werden konnten. Ein klassischer Werkstoff zum Schmirgeln ist Holz, und da die Werkzeuge längliche, halbkreisförmige und V- förmige Nuten im Radius von 4mm bis 25mm aufweisen, kann als wahrscheinlich angenommen werden, dass längere Stücke Holz im Bereich dieser Durchmesser geglättet worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:R1_Rillensteine_Zchng_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 10: Gerillte Steine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.1 Rillenstein Nummer 1, Fundplatz 1027/84'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 100mm, y = 63mm, z = 50mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: fein- bis mittelkörniger, weicher, heller Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	10mm, 	Länge 82mm, 	Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	10mm,	Länge 90mm, 	Tiefe 2,5mm &lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser	10mm,	Länge 80mm,	Tiefe 4,5mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die Rillen laufen parallel zueinander und sind auf drei Seiten des Steines angebracht, die vierte Seite ist ohne Rille, sie lässt Sedimentationsflächen erkennen. Die gesamte Oberfläche des Rillensteins ist durch Picken aufgerauht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.2 Rillenstein Nummer 2, Fundplatz 1005/83'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 89mm, y = 74mm, z = 57mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: fein- bis mittelkörniger, weicher, heller Sandstein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	  9mm,	Länge 71mm,	Tiefe 8mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	  9mm, 	Länge 41mm,	Tiefe 8mm&lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser 	25mm, 	Länge 50mm,	Tiefe 5mm  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Rille I und II kreuzen sich. Das Werkzeug ist einseitig in seiner x- Achse stark windüberformt, die nicht erodierte Oberfläche ist durch Picken aufgerauht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.3 Rillenstein Nummer 3, Fundplatz 1017/82'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 50mm, y = 45mm, z = 14mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: feinkörniger, weicher, heller Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: zwei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	10mm,	Länge 50mm,	Tiefe 6,5mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	  9mm, 	Länge 45mm,	Tiefe 6mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein besteht aus einem Bruchstück eines plattigen Sandsteins. Rille I und II kreuzen sich. Parallel zu Rille II ist der Rand einer dritten Rille sichtbar. Als Schwachpunkt hat sie hier den Bruch bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.4 Rillenstein Nummer 4, Fundplatz 1073/86'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 73mm, y = 65mm, z = 18mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: weiches, graues Sedimentgestein, vermutlich Gips. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 9mm, Länge 73mm, Tiefe 5mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: wie Rillenstein Nummer 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.5 Rillenstein Nummer 5, Fundplatz 1024/82'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 150mm, y = 69mm, z = 17mm&lt;br /&gt;
(Die Länge von x ist geschätzt, da der Stein zerbrochen ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: dunkler Vulkanstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 4mm, Länge 52mm, Tiefe 2mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die Rille ist V- förmig eingeritzt, der allseitig geschliffene Stein weist in der y- Achse einen Bruch auf, die Seiten des Rillensteins sind einmal konkav, einmal konvex ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.6 Rillenstein Nummer 6, Fundplatz 0033/85'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 94mm, y = 78mm, z = 6mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: fein- bis mittelkörniger, weicher, mitteldunkler Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser 	  5mm,	Länge 62mm, 	Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	  5mm,	Länge 51mm,	Tiefe 2,5mm&lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser	  5mm,	Länge 56mm,	Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein besteht aus einem plattigen Sandsteinfragment, die Windüberformung ist weit fortgeschritten, eine vierte Rille ist parallel zu den Rillen II und III zu erahnen. Rille I liegt auf der Rückseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.7 Rillenstein Nummer 7, Fundplatz 1023/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 110mm, y = 91mm, z = 42mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: mittelkörniger, weicher, heller Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	10mm,	Länge 109mm,	Tiefe 2,5mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	13mm,	Länge   82mm,	Tiefe 4mm&lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser	  5mm, 	Länge   73mm, Tiefe 1mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein gleicht einem flach ovalen Reibstein und ist wahrscheinlich aus einem solchen hervorgegangen. Rille I und II kreuzen sich, die Oberfläche des Steines und die der Rille I sind durch Picken aufgerauht. Die gegenüberliegende Oberfläche mit Rille III ist stark windüberformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.8 Rillenstein Nummer 8, Fundplatz 1023/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: Bruchstück eines flach ovalen Reibsteines mit möglichen Abmessungen wie Rillenstein Nr. 10.7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: Feinkörniger, mittelharter, mitteldunkler Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine erkennbare.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 10mm, Länge ?, Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die gerillte Seite ist geglättet und leicht gewölbt, die gegenüberliegende Seite ist durch Picken aufgerauht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.9 Rillenstein Nummer 9, Fundplatz 1024/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 120mm, y = 109mm, z = 34mm&lt;br /&gt;
(Die Länge von x ist geschätzt, da der Stein zerbrochen ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: sehr feinkörniger, harter, mitteldunkler Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 12mm, Länge 92mm, Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein ist aus einem flach ovalen Reibstein gearbeitet, beide Arbeitsseiten sind fein geschliffen und gewölbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.10 Rillenstein Nummer 10, Fundplatz 1005/83''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 56mm, y = 44mm, z = 19mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: Sediment mit feiner Grundstruktur, in welche dunkle Körner eingebettet sind, weich, dunkelgrau, wahrscheinlich kalk- oder gipshaltig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 10mm, Länge 50mm, Tiefe 5mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Das Artefakt ist stark erodiert, Querriefen innerhalb der Rille sind jedoch noch erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.11 Rillenstein Nummer 11, Fundplatz 1024/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 100mm, y = 95mm, z = 29mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: grogkörniger, mittelharter, schwarzer Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 25mm, Länge 80mm, Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Es handelt sich um einen umgearbeiteten rund ovalen Reibstein mit parallelen, glatten Flächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.12 Rillenstein Nummer 12, Fundplatz 1073/86''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 67mm, y = 67mm, z = 32mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: weiches, graues Sedimentgestein, vermutlich Gips.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 11mm, Länge 65mm, Tiefe 4mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die Rille des nur an den Seiten unregelmäßig bearbeiteten Steines besteht aus drei parallelen V- förmigen Vertiefungen und unterscheidet sich dadurch von allen vorher genannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praktische Anwendungsbereiche sind vielseitig, genannt seien Pfeil- und Speerschäfte und Stiele für alle möglichen Geräte zu Jagd, zur Feldbestellung und für den Haushalt. Technisch möglich ist ebenfalls das Schmirgeln von Knochen oder das Glätten gespannter Lederseile und Schnüre. Für den letzteren Arbeitsvorgang können auch die Rillensteine '''Abb. 10.1-10.4''' sowie Steine mit einfacher V- förmigen Rille benutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Baustrukturen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinlegungen in der westlichen Wüste Ägyptens sind bekannt aus der Farafrasenke, wo eine italienische Forschergruppe im Wadi Obeiyid seit 1995 arbeitete und Bauten aus dem achten bis siebten Jahrtausend BP entdeckte. Diese Fundplätze liegen ca. 60 km von der Oase Qasr Farafra entfernt und bezogen ihre benötigten Wassermengen durch Niederschläge (B.E. Barich und G. Lucarini 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Strukturen wurden von M. Mc Donald vorgestellt, sie gehören in die Masara C Phase und liegen am Südwest- Ende des Abu Tartur Massivs, ebenfalls weit entfernt von den Quellen der Dakhla Oasen (Mc Donald 2002a, 2002b, 2002, 2003, 2006).&lt;br /&gt;
Auch Wendorf  und Schild (1980, 1984, 2001) berichteten über Bauten in Nabta und Kiseiba. &lt;br /&gt;
Wohnplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bedeutendeste Ansammlung von Baustrukturen in Abu Tartur befindet sich auf dem Plateau auf dem schon weiter oben angesprochenen Fundplatz 0049/85 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fundplatz 0002/84. Dort werden 19 halbmondförmige sicher zu definierende Steinlegungen und eine geschlossene, ovale angetroffen. Um die Dimensionen feststellen zu können, müsste das überlagernde Lockersediment abgetragen werden. An der Oberfläche sind Längen von 2 m messbar. Die geschlossene Struktur misst 2,00 m x 1,50 m. Der Platz wäre idealerweise für eine Ausgrabung geeignet.&lt;br /&gt;
Erkennbar größere Steinlegungen, da nicht überlagert, befinden sich auf dem Fundplatz 0061/87. Die Durchmesser der meist rundlichen „Hütten“ variiert von 2 m bis nahezu 4 m '''Abb. 11'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0061_87_Lageskizze.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 11: Runde Steinlegungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Steinkreise wurden auf folgenden Fundplätzen beobachtet:&lt;br /&gt;
*0006/83	eine kreisförmige Struktur von ca. 2 m Durchmesser&lt;br /&gt;
*0018/84	eine kreisförmige Struktur mit Öffnung, Durchmesser ca. 2 m&lt;br /&gt;
*0022/84	vier Steinkreise Durchmesser ca. 2 m auf dem Fundplatz, ein Kreis und eine offene Struktur in der Nähe des Fundplatzes.&lt;br /&gt;
*0003/83	mögliche Steinkreise, teilweise unter Hangschutt verdeckt&lt;br /&gt;
*1047/84	vier Steinkreise Durchmesser ca. 1,5 m innerhalb einer Kulturschicht&lt;br /&gt;
*1080/86	drei Steinkreise Durchmesser ca. 1,5 m – 2,0 m&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Dammartige Strukturen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonders schönes Beispiel bietet Fundplatz 0032/85. Ein etwa 40 m langer Damm sperrt den natürlichen Abfluss aus einer ca. 2 ha großen Senke. Der Fundplatz liegt in einem Kessel und ist von allen Seiten von Kalksteinhügeln umgeben, sie liegen im Norden bis zu sechs Metern über dem Niveau der Senke. Ein möglicher Überlauf für Regenwasser existiert nach Westen. Er liegt rund 40 cm höher als der Tiefpunkt des Kessels. Der Untergrund besteht aus Rotboden, an den Rändern von feinem Hangschutt, zur Mitte hin mit rezentem Trockenschlamm hellgrauer Färbung bedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nordseite ist durch die erwähnten Hügel einigermaßen windgeschützt. Hier befindet sich eine Konzentration von Artefakten, eingebettet im frischen Sediment. Es sind lediglich zwei Klingen, eine windüberformt, eine frisch, entnommen worden. Keramik ist häufig und zwar sowohl verziert als auch unverziert. Bis auf Reste von Mahlwerkzeug ist weiteres Fundgut nicht beobachtet worden.&lt;br /&gt;
Möglicherweise wurde auf diesem Fundplatz Regenfeldbau unter Ausnutzung der kolluvialen Wassermengen betrieben. Grabungen könnten Klarheit bringen '''Abb. 12'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0032_85_Lageskizze.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 12: Dammartige Steinlegungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Dammbau, nicht so groß wie der von 0032/85 sondern nur 10 m lang, ist auf dem kleinen Fundplatz 0025/84 entdeckt worden. Auch hier wird der Lauf einer Wasserrinne blockiert, um ein Rückhaltebecken zu bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Side blow flakes==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Side_blow_flakes_Titel.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Side-blow flakes sind kurze und sehr breite Abschläge, die durch harte Schläge und ohne Vorbereitung des Kernkortex gewonnen werden.&lt;br /&gt;
Die Breite ist immer größer als die Länge. Von dem ausgeprägten Bulbus aus verlaufen nach beiden Enden Schwingen, die häufig asymmetrisch angeordnet sind. Die Schwingen verlaufen in einer konkavokonvexen Linie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bei G. Caton- Thompson zu findende Bezeichnung „concavo- convex scrapers“ ist nicht ganz glücklich gewählt, da je nach Steilheit der Retuschen zu unterscheiden ist zwischen Kratzern (scraper), Schabern und Messern. Alle drei Bearbeitungsformen sind häufig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorgestellten side-blow flakes von Abu Tartur können in ihrer Gesamtheit mit neolithischen Fundstellen assoziiert werden. Es ist aber erwiesen, dass die Herstellungstechnik schon im Paläolithikum bekannt war, so in Palästina (Tabun Höhle) und in England in Clacton-on-Sea, in Iver Buckinghamshire, in Biddenham Bedfordshire und in Gillingham Kent. Es besteht die Möglichkeit, dass auch die im Hang der östlichen Schichtstufe von G. Caton- Thompson während ihrer Kharga Expeditionen gefundenen Exemplare älter sind als die in der Tabelle aufgeführten Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Alter der neolithischen side-blow flakes'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Bemerkung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Nabta E-75-8||5810||F. Wendorf u. R. Schild&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Farafra||5950||B.E. Barich et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Makhadma||5990||Vermeersch et al. *&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Eastpans 95/20||6170||B. Gehlen et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kiseiba E-79-5B||6180||F. Wendorf et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Fayum||6391-5010||G. Caton-Thompson&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kiseiba E-79-4||6330||F. Wendorf et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bir Murr I||6330||F. Wendorf et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur 1005/83||6420||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Djara 98/20||6430-6365||K. Kindermann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Gerara||6600||H. Riemer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur 1024/82||6620||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Djara 90/1-6||6900-6700||K. Kindermann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Siwa||wie Fayum||F.H. Hassan&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kharga Ebene||wie Abu Tartur||G. Caton-Thompson&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kharga Hang||nicht sicher||G. Caton-Thompson&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur 1004/83||7590||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur Plateau||9000-8000||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * bis auf Makhadma 4, als große Ausnahme, kommen im Niltal nach heutigem Wissensstand keine side-blow flakes vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzentriert erscheinen side-blow flakes vor allem in Fayum, wo 42 Stücke von G. Caton- Thompson gefunden wurden und in Kharga wo in der Sandsteinebene 54 Exemplare und im Hang des östlichen Schichtstufen- Abbruchs sowie auf dem Plateau 50 Stücke gemeldet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur habe ich 86 side-blow flakes aufgesammelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche gedachte Linie Siwa – Abu Minqar – Eastpans – Bir Kiseiba – Nabta, welche ich schon für die Geschossentwicklung etabliert hatte, ist auch gültig für das Vorhandensein oder das Fehlen von side-blow flakes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Westlich der Linie fehlen side-blow flakes und flache Druckretuschen auf Pfeilspitzen und anderen Geräten, östlich davon ist beides auf den jüngeren steinzeitlichen Fundstellen häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch scheint es, dass zwischen dieser gedachten Linie und dem Niltal die einzigen neolithischen Vorkommen von side-blow flakes in der Ostsahara anzutreffen sind. Darüber hinaus sind mir, die Gesamtsahara betreffend, weder aus der Literatur noch aus eigener Anschauung Funde von side-blow flakes bekannt.&lt;br /&gt;
Das europäische Neolithikum kennt diese eigenartigen Werkzeuge ebenfalls nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus der Tabelle hervorgeht, kann davon ausgegangen werden, dass dieses Artefakt von rund 6900 BP bis 5800 BP in der gesamten Zone Verwendung fand.&lt;br /&gt;
Alters- und mengenmäßig ist wieder eine Konzentration um den Breitengrad 25° N zu erkennen mit rund 200 Exemplaren und Daten von 6900 BP bis 6400 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz Abu Tartur 1004/83 mit einem Alter von 7590 BP Jahren weist zwar zwei side-blow flakes auf, die aber wahrscheinlich vom nahe gelegenen Fundplatz 1005/83 stammen. Ein jüngerer Fundplatz als 1004/83 ist 1017/82 mit einem Alter von 7145 BP Jahren und dieser weist keine side-blow flakes auf. Auch die fünf Exemplare von den Plateaufundstellen 0009/83, 0024/84, 0033/85 und 0061/87 dürften später dorthin verbracht worden sein. Die größte Anzahl weisen die Fundplätze 1023/82 mit 15 Exemplaren und 1024/82 mit 14 Exemplaren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zeichnungen im Maßstab 1:1 werden auf den Blättern „Side-blow flakes 1 und 2“ zwölf Exemplare dokumentiert. Zeichnungen von weiteren zwölf Stücken finden sich im Kapitel „Abu Tartur“ Fundstellen 0009/83, 1005/83, 1014/82, 1023/82 und 1024/82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Side_blow_flakes_1_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Side-blow flakes Blatt 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)   0024 – 28'''   L = 31mm, B = 92mm, D = 10mm&lt;br /&gt;
* Der side-blow flake ist aus dunkelgrauem Hornstein gearbeitet, der Kortex ist wie üblich von hellbeiger Farbe. Die proximale, lange Begrenzungslinie, die der Bulbuslinie gegenüber liegt, ist grob als Kratzerkante retuschiert. Die beiden kurzen Begrenzungslinien an den Schwingenenden sind ebenfalls, und hier handelt es sich um eine Seltenheit, als Kratzer konzipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)   1003 – 3'''   L = 38mm, B = 77mm, D = 11mm&lt;br /&gt;
* Sämtliche side-blow flakes Abu Tarturs sind aus Hornstein verschiedenster Ausformungen und Farben hergestellt. Dieses Stück vom Fundplatz 1003 bildet eine Ausnahme, es ist aus dunkelbraunem verfestigtem Sandstein fabriziert und teilweise als Messer retuschiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)   1024 – 90/24'''   L = 41mm, B = 46mm, D = 7mm&lt;br /&gt;
* Es handelt sich hier um einen der ersten Abschläge, die beim Zerlegen eines großen Rohsteins in side-blow flakes, entstehen. Das Material ist grauer Hornstein. Der proximale Rand ist als Messer retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)   1057'''   L = 83mm, B = 109mm, D = 15mm&lt;br /&gt;
* Dieser große Abschlag besitzt einen hohen Kortexanteil. Das Material ist karamellfarbener Hornstein. Gezeigt ist die Ventralseite. Die proximale Begrenzung ist auf der Dorsalseite als Schaber retuschiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)   1004 – 197/4'''   L = 43mm, B = 94mm, D = 10mm&lt;br /&gt;
* Das Exemplar aus durchscheinendem grau- braunem Hornstein ist weder ein normaler Abschlag noch ist es ein klassischer side-blow flake. Es liegt irgendwo zwischen beiden. Wie die Drucklinien zeigen, wurde der Schlag schräg von oben links angesetzt, ein leichter Bulbus ist erkennbar. Der linke Rand ist im unteren Teil von Kortex geprägt, weiter oben weist er steile Kantenretuschen auf. Der rechte Rand ist mit feinen Retuschen als Messer ausgebildet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)   1023 – 49/1'''   L = 47mm, B = 81mm, D = 11mm&lt;br /&gt;
* Ebenfalls als Messer retuschiert ist dieses Werkzeug. Es besteht aus braun- beigefarbigem Hornstein, die sehr dünne Kortexschale ist hellbeige und geht in einen hellen Grauton über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Side_blow_flakes_2_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Side-blow flakes Blatt 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)   1083/7'''   L = 23mm, B = 109mm, D = 7mm&lt;br /&gt;
* Das Exemplar ist aus dunklem, fast schwarzem Hornstein hergestellt. Deutlich erkennbar ist die ausgeprägte Asymmetrie der Schwingen. Sowohl das proximale Ende als auch das distale ist steil kantenretuschiert und weist das Werkzeug als Kratzer aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)   1076 – 6'''   L = 35mm, B = 108mm, D = 8mm&lt;br /&gt;
* Dunkel beigefarbener Hornstein diente zur Fabrikation dieses side-blow flakes. Auf der Dorsalseite sind größere Flächen von Kortex stehen geblieben. Die sehr flachen Retuschen am distalen Ende sind typisch für ein Messer. Außer diesen flachen Bearbeitungsspuren der Messerschneide finden sich auf der Ventralseite nebst einigen flachen auch kleine perlenartige Retuschen. Das proximale Ende weist vor allem auf der rechten Schwinge steile Kantenretuschen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)   1035 – 126/31'''   L = 23mm, B = 72mm, D = 4mm&lt;br /&gt;
* Dieses kleine und leichte Artefakt ist als Schaber ausgelegt. Der verwendete Hornstein ist gebändert, innen dunkelbeige, abgesetzt durch ein noch dunkleres Band zur zweiten Lage von mittlerem Beige und nach außen ein helles Beige, welches in den Kortex übergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)   1004 – 197/22'''   L = 31mm, B = 76mm, D = 7mm&lt;br /&gt;
* Stark asymmetrischer Kratzer aus hellbeigefarbenem Hornstein. Der Kortex ist über die gesamte Länge des proximalen Endes erhalten, die Schicht ist sehr dünn, die Breite des Endes ist durch einige Retuschen reduziert worden. Das Exemplar ist leicht windüberformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)   1018 – 82/3'''   L = 29mm, B = 94mm, D = 8mm&lt;br /&gt;
* Dieser side-blow flake war ursprünglich als glatter Seitenschaber konzipiert wurde aber später zu einem grob gezackten Kratzer umgearbeitet (Unterschiede in der Patinierung). In der Nähe der Schwingenenden ist die Schaberretuschierung, wenn auch stärker windüberformt, noch zu erkennen. Der Werkstoff besteht aus graubraunem Hornstein. Vom Bulbus bis fast zum rechten Schwingenende ist der Kortex stehen geblieben. Der linke Schwingenrand ist unregelmäßig ausgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)   1005 – 201/21'''   L = 31mm, B = 74mm, D = 6mm&lt;br /&gt;
* Das Artefakt aus schwarzem Hornstein ist als Schaber ausgebildet. Das proximale Ende wurde im mittleren Bereich durch Kantenretuschen modifiziert. Links der medialen Zone verläuft ein glatter Bruch und rechts der Mitte steht Kortex an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Plattige Werkzeuge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vom Menschen gefertigten Steingeräte können als Kernwerkzeuge bezeichnet werden, so die behauenen Geröllgeräte und die sich daraus entwickelten Faustkeile. Das schließt nicht aus, dass die Abfallstücke der Prozedur, vor allem wegen ihrer scharfen Schneiden, ebenfalls benutzt worden sind.&lt;br /&gt;
Hersteller und Nutzer dieser Gerätetypen war in erster Linie der homo erectus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Nachfolger, der homo sapiens neanderthalensis, erfand ein technisch aufwendiges Abschlagsystem, welches ihm erlaubte Mousterienspitzen zu fabrizieren. Außerdem fertigte er Bohrer, Schaber, Kratzer und weitere Werkzeuge aus den Levalloisabschlägen her. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Spezies, der homo sapiens sapiens, verfeinerte die Abschlagtechnik und erfand schon im Pleistozän Klingen und Lamellen als Halbfertigprodukte, aus denen dann eine Vielzahl an Werkzeugen bis hin zu mikrolithischen Stücken fabriziert wurde. &lt;br /&gt;
Mit dem Holozän, der Jetztzeit, und der damit einhergehenden Neolithisierung wuchs das Spektrum der Werkzeuge. Druckretuschen und Steinschliff dienten zur Vervollkommnung der Geräte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst spät, so in Abu Tartur gegen Ende des Neolithikums, wurde eine neue Bearbeitungsweise Allgemeingut, die Nutzung von natürlich vorkommenden Platten und durch Verwitterung entstandenen plattigen Stücken unter anderem von Thermoscherben. Wie genau die Spaltflächen hergestellt wurden ist mir nicht bekannt, Spuren wie Bulben und Druckwellen sind nicht zu erkennen. Alleinige Wirkung von Temperaturunterschieden dürfte auszuschließen sein, ebenso wie eine Behandlung durch Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu allen Zeiten hat es Ausnahmen gegeben und es wurde immer auch experimentiert.&lt;br /&gt;
So treten im frühen Paläolithikum parallel zum Acheul Abschlagindustrien auf (Clactonien). &lt;br /&gt;
Anderseits kehrte man im späten Neolithikum z.B. in Mali im Tilemsital zu Levalloisabschlägen zurück, aus denen dann große, gestielte Pfeilspitzen hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden einige plattige Werkstücke aus Abu Tartur vorgestellt. Sie reichen von grobplattigen Hacken und Kratzern bis zu feinplattigen Messern.&lt;br /&gt;
Natürliche Oberflächen, meistens Kortex, sind gepunktet dargestellt, Spaltflächen gestrichelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_001.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 0005/84'''   L = 243mm, B = 122mm, D = 32mm&lt;br /&gt;
*Das Material dieser großen Hacke besteht aus dunkelbraunem, fast schwarzem, feinkörnigem Sandstein, der durch Eisen- Mangansalzen verfestigt ist. Das Artefakt ist auf dem gesamten Umfang durch grobe, halbsteile Retuschen bearbeitet bis auf den rechten Rand der nicht gezeichneten Rückseite. Dieser Rand wird durch eine natürliche Abschrägung gebildet. Die zentrale Fläche der Vorderseite ist gekennzeichnet durch eine lackartige, glänzende Schicht, die aus Limonit besteht. Die Rückseite, welche in Fundlage dem Wetter ausgesetzt war, zeigt deutliche Deflationsspuren. Sehr viele aneinandergrenzende Negativabdrücke von weggeplatzten Thermoscherben kennzeichnen die zentrale Fläche. Windschliff hat polierte Oberflächen auch an den Randretuschen hinterlassen. Werkzeuge dieser Größe waren wahrscheinlich gestielt und dienten vorzüglich zur Bodenbearbeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_002.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1022/82'''   L = 126mm, B = 111mm, D = 26 – 35mm&lt;br /&gt;
*Dieser massive Kratzer von hellgelber Ockerfarbe, besteht aus Sandstein verschiedener Korngrößen, die von sehr fein bis &amp;gt;5mm Durchmesser reichen. Die großen Quarzkörner sind nicht gerundet sondern eckig, was auf einen kurzen Transportweg durch Wasser schließen lässt.  Die zentrale Fläche der gezeichneten Oberseite ist eine Sedimentationsfläche, die durch die Aktion des Windes aufgeraut ist, die großen, harten Quarzkörner sind weniger beeinflusst worden als das feinkörnige Material. Die steilen Kantenretuschen des massiven Kratzers, der Name ist in Anlehnung an G. Caton- Thompsons „massiv scraper“ gewählt worden, sind nur minimal verrundet und die Unterseite ist bedingt durch die Fundlage, nicht von der Deflation verändert worden. Sie zeigt eine für einen Kratzer ungewöhnlich unregelmäßige, raue Fläche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1026/82 – 2'''   L = 134mm, B = 102mm, D = 37mm&lt;br /&gt;
*Dieser massive Kratzer besteht aus beigefarbenem Hornstein. Die Vorderseite ist im zentralen Bereich durch eine Kortexschicht geprägt. Die nicht gezeichnete Rückseite besteht aus einer glatten Fläche, die keinen Bulbus oder andere Merkmale eines klassischen Abschlags erkennen lässt. Die Ränder sind durch grobe, sehr steile und halbsteile Kantenretuschen gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_003.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1023/82 – K318'''   L = 185mm, B = 165mm, D = 5 – 21mm&lt;br /&gt;
*Bei diesem Artefakt dürfte es sich um eine breite und leichte Hacke zur Bodenbearbeitung handeln. Mit einem solchen Gerät kann nur effizient gearbeitet werden wenn es gestielt ist. Ein Stiel wird wahrscheinlich am oberen Rand befestigt gewesen sein. Die gegenüber liegende Arbeitskante weist neben relativ flachen Retuschen auch Aussplitterungen in Folge von Nutzung auf. Das Werkzeug besteht aus einer karamellfarbenen Hornsteinplatte, auf beiden Seiten geprägt durch Kortex. Als Bearbeitungsspuren können eine große Spaltfläche auf der Vorderseite sowie die Randretuschen gelten, die auf der Vorderseite häufiger auftreten als auf der Rückseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_004.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 1026/82 – 93/4'''   L = 153mm, B = 103mm, D = 21mm max.&lt;br /&gt;
*Die elegante ovoide Form des Werkzeugs erinnert ein wenig an Acheulfaustkeile. Allerdings sind die Unterschiede der Bearbeitungstechnik und der Dicke des Stücks nicht zu übersehen. Die Vorderseite weist zwei Spaltflächen, durch einen Steg voneinander getrennt, auf. Der Rand ist vollständig durch flache Retuschen modifiziert, sie erstrecken sich z.T. bis fast 40mm in die Fläche. Die Rückseite ist gekennzeichnet durch Kortex, eine große Spaltfläche sowie flache Retuschen, die den gesamten Rand, mit Ausnahme von 54mm der linken Begrenzung, betreffen. Außergewöhnlich sind die feine Bearbeitung, die stellenweise messerscharfen Ränder und das relativ geringe Gewicht des Artefakts. Es bleibt unklar ob es gestielt als Haue oder ungestielt als Messer und Schaber gedient hat. Beides wäre möglich. Das Material ist der plattige, karamellfarbene Eozänhornstein, aus dem so viele Werkzeuge in Abu Tartur hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_005.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 1026/82 – 96/11'''   L = 203mm, B = 58mm, D = 6 – 22mm&lt;br /&gt;
*Die langschmale, große Hacke ist aus schokoladenbraunem Hornstein gearbeitet. Die Vorderseite weist im oberen Bereich Kortex auf. Rundum wurde das Gerät mit steilen Kantenretuschen versehen. Einige flache, invasive Retuschen auf beiden Seiten im unteren Bereich des Werkzeugs vervollständigen die sekundären Modifikationen. Die große, muldenförmige Aussparung am unteren linken Rand der Rückseite könnte mit Freilegen der Spaltfläche in Zusammenhang stehen. Für den medialen und unteren Bereich der Vorderseite bestehen Zweifel ob es sich um Kortex oder um eine stark durch Deflation verformte Spaltfläche handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_006.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 1024/82 – 28/35'''   L = 168mm, B = 69mm, D = 4 – 18mm&lt;br /&gt;
*Ebens wie die Nr. 6 ist dieses Stück eine große, langschmale Hacke. Sie besteht aus dem häufig vorkommenden karamellfarbenen Hornstein. Der Rand ist gekennzeichnet durch steile und halbsteile Retuschen. Die zentrale Oberfläche der Vorderseite besteht bis auf einen Negativabdruck einer Thermoscherbe im oberen Teil aus Kortex. Die Rückseite weist fünf Teilspaltflächen auf, lediglich am oberen Rand sind einige Druckretuschen zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_007.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.) 1023/82 – 57/8'''   L = 128mm, B = 94mm, D = 3 – 13mm&lt;br /&gt;
*Bis auf die rechte untere Ecke der Rückseite ist bei diesem Werkzeug kein Kortex zu beobachten. Sämtliche Partien sowohl auf der Vorderseite als auch der Rückseite werden durch Spaltflächen gebildet. Die Ränder sind rundum derart retuschiert, dass das Artefakt als Messer verwendbar gewesen wäre. Zusätzlich ist am rechten Rand der Vorderseite eine kleine Kerbe ausgespart worden. Der untere Bereich erinnert ein wenig an die Kerbe eines Fischschwanz- Messer.  Das Material ist karamellfarbener Hornstein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_008.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9.) 1023/82 – 47/21'''   L = 113mm, B = 79mm, D = 3 – 11mm&lt;br /&gt;
*Die Form dieses plattigen Werkstücks gleicht der eines Faustkeils. Die Rückseite besteht aus Spaltflächen, lediglich ein schmaler Streifen am unteren Rand wird durch Kortex gebildet. Nur eine geringe Anzahl von Randretuschen kennzeichnen den oberen, gerundeten Rand. Anders die Vorderseite, die sowohl Kortexanteile als auch Spaltflächen aufweist. Die Ränder sind zum Großteil durch invasive Retuschen modifiziert worden in einer Weise, die das Artefakt als Messer ausweisen. Das Material ist karamellfarbener Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.) 1013/82 – 39/18'''   L = 130mm, B = 55mm, D = 4 – 13mm&lt;br /&gt;
*Karamellfarbener Hornstein ist auch hier das Material mittels dessen dieser Frontkratzer- Seitenschaber aus einem plattigen Rohstück herausgearbeitet worden ist. Beide Seiten bestehen jeweils aus einer einzigen Spaltfläche. Die Rückseite weist am linken Rand einige Bearbeitungsspuren auf, die möglicherweise zur Spaltung der Platte gedient haben könnten. Die Vorderseite weist, bis auf den oberen Teil, umlaufende, vorwiegend halbsteile Retuschen auf, die invasiven Retuschen am oberen, linken Rand könnten ebenfalls der Spaltung gedient haben. Ähnliche Spuren zeigt auch das Artefakt 1026/82 – 96/1, die Nr.6 oben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_009.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11.) 1023/82 – 51/2'''   L = 125mm, B = 58mm, D = 2 – 8mm&lt;br /&gt;
*Beigefarbener Hornstein wurde zur Herstellung dieses dünnen Messers verwendet, das Material ist durchscheinend. Bedingt durch die Struktur des Gesteins besitzt die Vorderseite eine gewellte Oberfläche. Durch die geringe Dicke der Platte sind die umlaufenden Retuschen kurz. Die Rückseite weist zwei Teilspaltflächen und einer rezenten Negativabdruck einer Thermoscherbe auf. Die Druckretuschen, vorwiegend am rechten Rand sind invasiv und tragen zur immer noch vorhandenen Schärfe der Messerschneide bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12.) 1017/82 – 32/1'''   L = 84mm, B = 52mm, D = 3 – 8mm&lt;br /&gt;
*Dieser kleine Winkelschaber ist aus braunem, opakem Hornstein gefertigt. Die Vorderseite (auf der Zeichnung oben) ist geprägt durch den Abdruck einer weggeplatzten Thermoscherbe, die weitere Oberfläche wurde durch Spaltung geformt. Die Rückseite besteht aus einer einzigen Spaltfläche. Der eigentliche Winkelschaber ist beidseitig mit halbsteilen Retuschen versehen und könnte auch als Messer eingesetzt worden sein. Die einseitigen Randretuschen am oberen Rand ergeben einen idealen Seitenkratzer. Durch die Kerbe am gegenüberliegenden Rand wird das Artefakt zu einem Kombinationswerkzeug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rätsel==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder wird gefragt wozu ein gewisses Artefakt gedient haben könnte oder wie ausgefallene Keramikformen genutzt worden seien.&lt;br /&gt;
Meine Antwort ist wie folgt: Angenommen unsere heutige Zivilisation wird, gleich aus welchen Gründen, ausgelöscht, es überleben nur einige wenige Menschen in isolierten Habitaten.&lt;br /&gt;
8.000 bis 10.000 Jahre nach der Katastrophe hat sich eine neue Zivilisation entwickelt und sie hat unter anderem auch wieder Archäologen hervorgebracht. Letztere finden einen gut erhaltenen Korkenzieher aus Edelstahl und fragen sich wozu er nütze war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu muss gesagt werden, dass die Korkeiche ausgestorben ist und dass Flüssigkeiten nicht mehr in Glasflaschen abgefüllt werden. Welche Antworten werden gefunden werden?&lt;br /&gt;
Vielleicht ist es ein zahnärztliches Gerät, ein Gerät zur Verzierung von Keramik wird man sagen und wenn weiter keine Vorschläge kommen eben ein Kultgegenstand oder Teil eines Pferdegeschirrs u.s.w.&lt;br /&gt;
Die Wissenschaftler können den eigentlichen Gebrauch des Artefakts nicht erkennen, weil die Lebensumstände zu unterschiedlich sind und sie der neuen Zivilisation nicht mehr bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neugier und die Lust zu spekulieren verleiteten allerdings immer wieder zu rätseln, so auch hier. Bei einigen Artefakten, die wir heute finden, besteht kein Zweifel an ihrer Funktion weil die dazugehörende Technologie, wenn auch mit anderen Materialien, bekannt ist und auch heute noch Anwendung findet. &lt;br /&gt;
Als Beispiele seien Pfeilspitzen und Keramiktöpfe genannt. Die hier vorgestellten Stücke gehören nicht in die Kategorie der Artefakte, bei denen es leicht fällt ihre Funktion zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Clayton Ringe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Clayton Ring wird eine Keramik in Form eines Mantels, der aus einem Konus herausgeschnitten wurde, bezeichnet. Die Spitze des Konus fehlt, in etwa ein Blumentopf ohne Boden. Eine Clayton Scheibe ist eine runde Keramik mit einer zentralen Öffnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur wurden drei Bruchstücke von Clayton Ringen und zwei Clayton Scheiben gefunden. &lt;br /&gt;
Drei Stücke sind im ''Kapitel Töpferrn, Bohren, Schleifen und Polieren'' beschrieben und gezeichnet.&lt;br /&gt;
* Clayton Ring 	1006/4 unter Tafel K1&lt;br /&gt;
* Clayton Scheibe 1029/1 unter Tafel K2&lt;br /&gt;
* Clayton Scheibe 0014/16 unter Tafel K4  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Bruchstück eines Rings stammt vom Fundplatz 0034/85. Da von der Scherbe nur der obere Rand erhalten ist, kann sie nicht eindeutig als Clayton Ring eingeordnet werden.&lt;br /&gt;
Allerdings weist sie große Gemeinsamkeiten in der Machart, Farbe und Magerung mit dem Ring 1006/4 auf. Direkt unterhalb des Randes dieser Scherbe ist eine Keramikmarke, bestehend aus zwei vertikalen, parallelen Linien angebracht. Sie wurden vor dem Brennen eingeritzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 0003/83 ist ebenfalls ein Bruchstück mit dem typischen abgeflachten Rand des Clayton Rings bekannt. Er ähnelt der Scherbe von 0034/85. &lt;br /&gt;
Über Clayton Ringe wird ausführlich berichtet in: &lt;br /&gt;
“Clayton rings: enigmatic ancient pottery in the Eastern Sahara” von H. Riemer und R. Kuper (Sahara 12/2000)&lt;br /&gt;
und in:&lt;br /&gt;
“News about the Clayton rings: long distance desert travellers during Egypt’s Predynastic”. Von H. Riemer in:&lt;br /&gt;
“Egypt at its origins” (Oriental Lovaniensia Analecta 138. Lenven, Paris, Dudley, M.A. 2004).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde vorgeschlagen die Ringe seien Behältnisse für Honig, Käse oder Salz. &lt;br /&gt;
Abgesehen von der Tatsache, dass diese Ringe über keinem Boden verfügen und so denkbar ungünstig für die Aufnahme von Lebensmitteln jeglicher Konsistenz sein dürften, sind die klimatischen Bedingungen um 3000 BC in der westlichen Wüste so, dass Bienenvölker nicht überleben können. Käse, falls solcher hergestellt worden wäre, ist in ariden Gebieten meistens eine Art getrockneter Quark, er könnte in jedem Korb transportiert worden sein. Ich habe von Tuaregs hergestellten „Käse“ probiert, es ist keine Delikatesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salz kommt an der Oberfläche von Salzseen vor, die Clayton Ringe sind über große Räume mit den verschiedensten geographischen und geologischen Gegebenheiten verteilt. An der überwiegenden Anzahl der Fundstellen kann kein Oberflächensalz existiert haben.&lt;br /&gt;
Ein weiterer Vorschlag, der genannt wurde, betrifft eine Art von Fallen.&lt;br /&gt;
Welche Tiere kämen in Frage?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Vögel &lt;br /&gt;
*Zugvögel erscheinen auch heute noch regelmäßig auf ihrem Hin- und Rückflug in der westlichen Wüste Ägyptens. Dabei bevorzugen sie die ehemaligen Siedlungsplätze, da sie seit dem Beginn des Holozäns so programmiert sind, die Wüstenroute zu fliegen, welche vor tausenden Jahren grün war und ihnen beste Bedingungen bot. Die Clayton Scheibe, welche von G. Caton- Thompson am Mantanapass gefunden wurde ist durch ein Vogelbild verziert. Bei näherer Betrachtung ähnelt das Tier einer Gans oder einer Laufente, die wohl kaum durch eine ~15mm weite Öffnung gepasst hätten. Ein weiterer Vogel, nicht ganz so eindeutig, ist auf einem Ring aus Regenfeld 96/15 bei H. Riemer abgebildet. Nistkästen für heimische Vögel wie Meisen verfügen über Fluglöcher mit Durchmessern von ~25mm, für Blaumeisen etwas weniger. da letztere zu den kleineren Singvögel gehören wird klar, dass eine Öffnung von 15mm zu klein ist, um Zugvögel zu fangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Schlangen&lt;br /&gt;
*Bei den heutigen klimatischen Bedingungen habe ich lediglich Sand-Rennnattern beobachten können und in der Nähe von Wohngebieten auch Hornvipern. Beide sind für 15mm Öffnungen zu groß, sie könnten sich, einmal in der Falle, auch wieder befreien, indem sie den Deckel wegschieben. Sand-Rennnattern sind ungiftig und ernähren sich von den Zugvögeln, die sie mit Hilfe ihrer sehr speziellen Jagdtechnik fangen können. Ihr Schwanz ist sehr dünn und ähnelt an seinem Ende einem Wurm. Die im Gesteinsschutt lauernde Schlange bewegt das Schwanzende und lockt damit den Vogel an. Was dann passiert, ist durch drei Fotos, die ich in Djara im Jahr 2000 aufgenommen habe, dokumentiert. Die Reptilien fressen zweimal im Jahr und zwar wenn die Zugvögel auf ihrer Hin- und Rückreise sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlange_Vogel_1.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 1: Der Vogel hat das wurmähnliche Schwanzende gepackt. Die Schlange beißt zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlange_Vogel_2.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 2: Nachdem der Vogel gewürgt wurde, wird er gefressen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlange_Vogel_3.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 3: Der Vogel ist im Schlangenkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Skorpione &lt;br /&gt;
*Diese Spinnentiere kommen mangels Beutetieren heute in der Vollwüste nicht mehr vor, wohl aber in den Oasen. In Gunsträumen, die ehemals während der stärkeren Feuchtphasen vom Menschen besiedelt waren, hätten sie allerdings noch genügend Nahrung fangen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anwachsen der Playas endete nach Pachur und Roeper gegen 6.400 BP.&lt;br /&gt;
*Das heißt aber nicht, dass kein Regen mehr fiel. Sanfter Winterregen sickert leicht ein und eine begrenzte Niederschlagsmenge ist nicht in der Lage Verwitterungsmaterial zu transportieren und Sedimente in den Endpfannen zu bilden. Hier liegt der Grund, dass Quartärgeologen an Hand des Sedimentationsgeschehens nicht in der Lage sind Niederschläge nachweisen zu können. Selbst noch während der vierten und sechsten Dynastie sind Strafexpeditionen von Pharao Snefru und Weni, dem Gouverneur von Oberägypten in die westliche Wüste bekannt, die eine bedeutende Population in den Oasen und in dem umgebenden Grasland vorfanden, bekämpften und ausplünderten. Das Gebiet war also nach dem Abwandern eines Großteils der Bevölkerung keineswegs eine Vollwüste wie heute sondern konnte eine in den Oasen basierte Gemeinschaft die sporadisch und durch langjährige Beobachtungen gezielt das Umland nutzte, ernähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wozu braucht man nun Skorpione? &lt;br /&gt;
*In Südtunesien in den Oasen Tozeur und Nefta wurden in 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts noch Skorpione gefangen und an Forschungsinstitute verkauft. &lt;br /&gt;
*Im prädynastischen Ägypten kennen wir viele Abbildungen von Skorpionen. Der Horusname des ersten Königs von Oberägypten, dem Vorgängern Namers, war Skorpion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere Informationen ist die Ägyptologie gefragt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Keramik Markierungen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ritzungen in Form von Vögeln sind bereits erwähnt worden. Viele andere Zeichen sind einfache Striche, Kreuze, U-förmige Anordnungen, frühe Hieroglyphen und andere, es könnten Eigentumsmarken sein. Allerdings stimmen die Markierungen von Ringen und zugehörigen Scheiben nicht überein. Häufig werden auf den Scheiben Zeichen gefunden, die aus einer geraden Linie vom Rand zur Öffnung hin bestehen und einer pfeilartigen Ritzung, die in Richtung der Öffnung weist, als wolle man, gleich einem Jagdzauber, dem Skorpion den Weg in die Falle weisen. (Mirmala, Regenfeld und Selima sandsheet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clayton_Ring_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Ritzungen von Skorpionen und Scheiben von Clayton Ringen&lt;br /&gt;
*1. Mirmala 00/10, Keramik-Ritzzeichnungen, die Skorpione darstellen könnten.&lt;br /&gt;
*2. Selima sandsheet, Scheibe mit typischer pfeilartiger Ritzung (nach P.A. Clayton).&lt;br /&gt;
*3. Mirmala 00/10, Scheibe mit typischer pfeilartiger Ritzung.&lt;br /&gt;
*4. wie 3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichen auf den Ringen, welche aus einem Viereck oder einem U bestehen und einem zwei- bis dreimal geknicktem geraden Strich an der Basis des Vierecks oder des U, würde ich als primitive Skizzen von Skorpionen interpretieren, wobei die geknickten Linien den Schwanz mit Stachel darstellen (Mirmala). Auch die perlenartige Anordnung von Chufu weist auf den gegliederten Schwanz des Skorpions hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Skorpione_Darstellungen_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Darstellungen von Skorpionen&lt;br /&gt;
*1. Gerf Hussein, auf Tontopf&lt;br /&gt;
*2. Gerf Hussein, auf bauchigem Tontopf&lt;br /&gt;
*3. Chufu, Keramikmarke		&lt;br /&gt;
*4. Nagada, Zeichnung&lt;br /&gt;
*5. Hierakonpolis, plastisch auf hohem Tongefäß&lt;br /&gt;
*6. Hierakonpolis, plastisch als Henkel auf Tonkrug	&lt;br /&gt;
*7. Hierakonpolis, Keulenkopf des Skorpions&lt;br /&gt;
*8. Nagada, auf Tonkrug&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine Verwendung von Clayton Ringen als Skorpionfalle sehr viel wahrscheinlicher ist als sämtliche übrigen Vorschläge, und dass das Klima in der westlichen Wüste eine extensive Viehhaltung und ein nomadisches Leben während der Winterregenzeit erlaubte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clayton_Falle.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Darstellung einer Clayton Falle &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Distanz z.B. von Farafra, dem Land der Kuh, bis Mirmala beträgt rund 300 km und ohne Wasser ist diese Strecke nicht zu überwinden. Mit einer Viehherde (siehe auch Gabriel) bestehend aus Kühen, Schafen oder Ziegen könnten Hirten die Korridore zwischen den Dünenketten als Weiden nutzen und so in drei bis vier Monaten den Hin- und Rückweg schaffen. Nebenbei könnten sie Fallen aufstellen und, als Zubrot sozusagen, noch Skorpione fangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkbar ist auch, die Fallen wären zur Sicherheit der Hirten und ihrer Herden aufgestellt worden, um vor Stichen der Spinnentiere geschützt zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tulpenförmige Keramikbecher'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Becher sind gekennzeichnet durch einen breiten, ausladenden Rand und einen runden Boden. Die sudanesischen Exemplare weisen außerdem im medialen Bereich eine Verengung auf.&lt;br /&gt;
Beschrieben werden sie unter anderem in:&lt;br /&gt;
*H. Müller- Karpe, Handbuch der Vorgeschichte Band II Jungsteinzeit. C.H. Beck München 1968. &lt;br /&gt;
*L. Krzyzaniak, The Later Prehistory of Upper (main) Nile. Comments on the Current State of the Research. In: New Light on the Northeast African Past. Heinrich- Barth- Institut, Köln 1992.&lt;br /&gt;
*J. Reinold, Néolithique du Soudan central et du Haute Nubie – données sur le materiel en céramique. In: Tides of the Desert. Heinrich- Barth- Institut, Köln 2002.&lt;br /&gt;
*R. Kuper, „Looking behind the scenes“ archaeological distribution patterns and their meaning. In: Atlas of Cultural and Environmental Change in Arid Africa. Heinrich- Barth- Institut, Köln 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datierungen reichen in Kadero von 3800 bis 3000 BC (L. Krzyzaniak). R. Kuper gibt eine Zeitspanne von 4700 – 3400 cal. BC für das gesamte Verbreitungsgebiet an. Es erstreckt sich von Khartum bis nach Assiut und von der östlichen Wüste bis in den Gilf Kebir. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Kalksteinplateau Abu Tarturs ist vom Fundplatz 0034/85 eine kleine Scherbe bekannt, die zu einem dieser Becher gehören könnte. Vor allem die ansonsten in Abu Tartur unbekannte Randdekoration bestehend aus Ritzmustern in Dreiecksform, welche bei vielen Exemplaren aus Mostagedda, Badari und dem Sudan vorkommen, macht diese Vermutung wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ein praktischer Gebrauchswert der Tulpenbecher bislang nicht erkannt worden ist, dürfte die Frage nach der Lebensweise der Spätneolithiker vielleicht eine Lösung bringen. &lt;br /&gt;
Vereinfacht gesagt bauten diese Gruppen Getreide (Sorghum) an und hielten Viehherden. Ein vernünftiger Grund die Tiere zu halten lag in der Möglichkeit der Milchgewinnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den heutigen industrialisierten Gesellschaften ist die anonyme Milchkuh ein zu optimierender Produktionsfaktor, der hoch gezüchtet und medizinisch überwacht in automatisierten karusellartigen Stationen elektrisch gemolken wird. Noch vor einigen Jahrzehnten wurden in unseren Breitengraden den Kühen, die mit Pferden, Ziegen, Schafen, Schweinen, Geflügel und anderen Tieren auf den Hof zusammenlebten, liebevoll Namen gegeben. Der Bauer hatte eine persönliche Beziehung zu seinem Vieh. &lt;br /&gt;
Bei den nomadisierenden afrikanischen Viehhaltern ist das heute noch der Fall und diese persönliche Bindung hatte am Anfang der Domestizierung eine noch größere, fast religiöse Dimension. Das vorher wilde Tier gab dem Menschen von seiner für das Kalb oder das Lamm bestimmten Milch einen Teil ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wird von Hand gemolken?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*In Europa wurde ein Eimer unter das Euter des zu melkenden Tieres gestellt, der Melker setzte sich auf einen Schemel und melkte beidhändig.&lt;br /&gt;
*In Afrika hockt sich der Melker neben das Tier, hält einen Behälter in einer Hand und melkt mit der anderen. Häufig ist es notwendig, dass das Kalb oder das Lamm bei dem Vorgang in der Nähe steht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Gefäß wird heute eine flache Aluminiumschüssel oder das allgegenwärtige chinesische Emailgeschirr benutzt. &lt;br /&gt;
Wie viel eleganter und praktischer, einmal davon abgesehen, dass Keramik über weniger Bruchfestigkeit verfügt, ist ein Tulpenbecher.&lt;br /&gt;
Der breite, auskragende Rand verhindert ein Verspritzen der Milch, der mediale Bereich, besonders wenn er noch verjüngt ist, eignet sich bestens zum Festhalten. So liegen die entsprechenden Durchmesser bei ~7,2cm in Badari, bei ~6,6 bis 8,4cm in Mostagedda und im Sudan in Kadero Grab 113 bei ~7,3cm und bei Grab 114 bei ~6,0cm. Zum Vergleich misst der Durchmesser einer modernen, gläsernen Milchflasche ~8,7cm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Melkbecher_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der untere Teil mit dem runden Boden diente als eigentlicher Sammelbehälter. Ein Grund keinen flachen Boden zu wählen liegt in der einfacheren Reinigungsmöglichkeit eines gerundeten Bodens, ein wichtiger Aspekt in heißen Klimaregionen. Es kann davon ausgegangen werden, dass jeder Hirte seinen eigenen Melkbecher am Gürtel trug.&lt;br /&gt;
Die oft aufwendige Dekoration belegt die Wertschätzung des Artefakts.  Die sehr unterschiedlichen Größen erklären sich zum einen durch die verschiedenen zu melkenden Tiere (Kühe, Schafe und Ziegen) zum anderen durch die unterschiedliche Größe der Hirten (Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Fundplatz A.T. 0034/85 wurde neben der hier behandelten Becherscherbe auch das Bruchstück eines Clayton Rings gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Melkbecher_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im europäischen Neolithikum kommen Gefäße vor, die sich ebenfalls zum einhändigen Melken eignen würden. Besonders auffällige Stücke sind in der Slowakei gefunden worden und zwar in Abrahäm und in Luzianski. Diese Schalen mit langem, massivem Fuß erfüllen in hohem Maße die Kriterien eines Melkbechers. Zu einem anderen Gebrauch, z.B. für ein auf dem Fuß stehendes Gefäß sind sie zu instabil. Ein weiteres schönes Beispiel europäischer Tulpenbecher bietet die Michelsberger Kultur. So sind Exemplare der Fundstelle Goldberg/Ries fast identisch mit den hier vorgestellten Melkbechern aus Ägypten, wenn auch die für Mostagedda und Kadero typische Dreieckverzierung fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Melkbecher_3.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Seltene und seltsame Steinartefakte.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Kleine Beile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Stationen Afara, Tintabesguin und Cory de Noel in der Nähe der Kohlengrube Anou Araren in der Republik Niger haben eine beachtliche Anzahl von geschliffenen und geschlagenen Beilen verschiedener Dimensionen hervorgebracht. Auch Hohlbeile (gouges) sind stark vertreten.&lt;br /&gt;
Von den rund 300 in der Gegend gefundenen Beilen sind einige mikrolithisch ausgebildet. Typologisch handelt es sich bei diesen Artefakten einwandfrei um Beile, kleine geschliffene und polierte Beile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige sind mit ihren Charakteristika aufgelistet und gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleine_Beile_Niger.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Kleine Beile aus Niger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Nr.'''|| '''Kennziffer'''|| '''Länge (mm)'''|| '''Breite (mm)'''|| '''Dicke (mm)'''|| '''Gewicht (g)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 01|| N 13/7|| 24,5|| 14,2|| 7,0|| 2,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 02|| N 09/6|| 18,3|| 15,1|| 7,3|| 2,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 03|| N 13/14|| 24,5|| 16,4|| 7,0|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 04|| N 13/17|| 21,1|| 15,5|| 8,0|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 05|| N 09/5|| 28,2|| 12,0|| 8,0|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 06|| N 09/9|| 19,1|| 7,9|| 3,7|| 0,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 07|| N 13/18|| 23,0|| 11,3|| 6,5|| 1,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 08|| N 05/24|| 20,8|| 11,0|| 6,8|| 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 09|| N 13/3|| 26,6|| 13,7|| 5,4|| 4,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 10|| N 06/19|| 22,5|| 10,2|| 7,0|| 4,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die mittelgroßen und großen Beile aus dem lokal häufig vorkommendem Tonstein gefertigt sind, ist das für die mikrolithischen Stücke verwandte Material ein schwarzes Ergussgestein (Basalt). Eine Ausnahme bildet das Beil Nr. 8, welches aus einem grau- grünem, nicht näher identifiziertem Gestein besteht.&lt;br /&gt;
Die mögliche Funktion dieser Werkzeuge gibt ein Rätsel auf. &lt;br /&gt;
Als Beile konnten diese Artefakte schon aus Mangel an Masse nicht verwendet werden. &lt;br /&gt;
Als Spielzeug sind sie zu klein, hier wären eher die mittelgroßen Stücke geeignet gewesen. Außerdem hätte man für Spielzeuge den günstigeren Werkstoff Tonstein genutzt und nicht den importierten härteren Basalt verwendet.&lt;br /&gt;
Da aus dem üblichen Tonstein keine Klingen geschlagen werden konnten und er ebenfalls zur Herstellung von Sticheln ungeeignet war, wäre es möglich, dass die kleinen Beile hier eine Lücke ausfüllen sollten. Aber auch dieser Ansatz ist wenig zwingend. Wir wissen es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Kerbklinge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Artefakt stammt aus dem Süden Tunesiens und zwar aus Lalla in der Nähe von Gafsa.&lt;br /&gt;
Der schwierige Fundplatz kann einem späten, indifferentem Epipaläolithikum zugeordnet werden. Das proximale Ende der Kerbklinge ist aufwendig zu einer Art Kratzerkappe retuschiert worden. Der Rücken ist fein retuschiert ohne jedoch gestumpft zu sein. Die proximale Kerbe weist die typischen abrupten Retuschen auf, während die distale Kerbe den Eindruck erweckt als sei sie heraus gebrochen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kerbklinge.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Kerbklinge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das distale Ende ist ohne Retuschen und bildet mit der oberen Kerbenkante einen Zinken. Das Material ist hellbeigefarbener, transluzenter Feuerstein bester Qualität. Vielleicht sind die Kerben wie bei normalen Kerbklingen genutzt worden, ansonsten ist eine andere Verwendung schwer vorstellbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Großgeräte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Fundplätzen 1026/82 und 0005/84 stammt jeweils ein großes, plattiges Werkzeug, welches zu seinem Gebrauch hätte gestielt sein müssen.&lt;br /&gt;
Die Artefakte sind einzigartig und kommen auf anderen Fundstellen in Abu Tartur nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0005/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werkzeug von diesem Fundplatz ist im Kapitel plattige Werkzeuge beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Platte aus karamellfarbenem Hornstein bildet den Werkstoff dieses Artefakts. Die Oberfläche wird durch den natürlichen Kortex gebildet, sie ist unregelmäßig, vorspringende Zapfen sind wegretuschiert worden. Die von beiden Seiten geschlagenen, den Gesamtumfang betreffenden Retuschen bilden Winkel von 42° - 55°. Während ein Rand durch zwei tiefe Kerben gekennzeichnet ist, weist der gegenüberliegende Rand nur eine gut ausgeprägte Kerbe auf. (Siehe Foto).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstueck_groß_Vorderseite.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstück Vorderseite&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstueck_groß_Rueckseite.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstück Rückseite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dimensionen des Werkzeugs, des größten und schwersten in der Sammlung, ausgenommen Reibschalen, sind wie folgt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Länge	=	270mm&lt;br /&gt;
*Breite 1	=	210mm&lt;br /&gt;
*Breite 2	=	180mm&lt;br /&gt;
*Breite zwischen den Kerben 	=	160mm&lt;br /&gt;
*Dicke	=	40 – 45mm&lt;br /&gt;
*Gewicht	=	2800g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den beiden Objekten handelt es sich höchstwahrscheinlich um gestielte Hacken oder Hauen. Die Kerben dienten zur Befestigung der Stiele.&lt;br /&gt;
Mögliche Anwendungsgebiete sind der Ackerbau, das Abteufen von Brunnenlöchern, das Ausheben von Gräbern, den Tonabbau zur Keramikherstellung und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) „Spielsteine“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Runde, plattige Artefakte ohne sichtlichen praktischen Gebrauchswert werden hier Spielsteine genannt. In größerer Anzahl sind sie im Südteil des Fundplatzes 1024/82 beobachtet und in ihrer Lage belassen worden. Die zwei hier vorgestellten Artefakte stammen vom Fundplatz 1017/82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielstein 1017/82 – 52 ist aus einer Thermoscherbe aus karamellfarbenem Hornstein mit wenigen Randretuschen hergestellt worden. Er hat einen Durchmesser von 73 bis 78mm und eine Dicke von 15mm. Spielstein 1017/82 – 5 besteht aus einer Kalksteinplatte, die leichte Deflationsspuren auf einer Seite und starke auf der gegenüberliegenden Seite aufweist. Hier sind die Dimensionen wie folgt. Der Durchmesser ist mit 63 bis 68mm geringer als bei dem Hornsteinartefakt. Die Dicke mit 13 – 14mm ist ebenfalls geringer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Spielsteine.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Spielsteine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 1001/83 sind drei Spaltstücke aus einem Kalzitkristall bekannt, die ebenfalls keinen praktischen Gebrauchswert erkennen lassen. Da sie nicht durchbohrt sind, dienten sie wahrscheinlich auch nicht zu Schmuckzwecken. Auch hier kann angenommen werden, sie hätten als Spielsteine eingesetzt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abmessungen betragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18mm	x	14mm	x	2,5mm&lt;br /&gt;
*18mm	x	14mm	x	2,0mm&lt;br /&gt;
*17,5mm	x	14mm	x	3,0mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte die Annahme es handele sich bei diesen Artefakten um Spielsteine korrekt sein, so lässt es in Bezug auf die Lebensweise der Hersteller darauf schließen, dass die Lebensumstände günstig waren und Zeit zum Spielen boten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) Stumpfe Pfeilspitze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Sammlung Ulbrich stammt eine A31 Spitze, gefunden auf dem Fundplatz 1023/82, die sich durch eine gestumpfte Spitze auszeichnet. Das Artefakt ist wie eine A2 Spitze konzipiert aber mit leicht gerundetem Schwingenenden ausgestattet. Das distale Ende besteht aus natürlichem Kortex beschreibt einen Kreisbogen und steht rechtwinklig auf der Längsachse der Pfeilspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Länge		=	35mm&lt;br /&gt;
*Breite 1			=	26mm	&lt;br /&gt;
*Breite 2		=	14mm&lt;br /&gt;
*Tiefe der Kehle	=	11mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wozu wurde ein solches exotisches Projektil benutzt?&lt;br /&gt;
Mögliche Antworten könnten sein:&lt;br /&gt;
*Vogeljagd.&lt;br /&gt;
*Jagd auf kleine Tiere, deren Fell nicht durchlöchert werden sollte.&lt;br /&gt;
*Schuss auf flüchtende Feinde, die nicht getötet sondern gefangen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch hier kann gesagt werden, dass wir es nicht wissen und nur raten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) Seltsame Mikrolithen vom Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 0002/84 ist das bislang älteste in Abu Tartur aufgefundene Zeugnis holozäner steinzeitlicher Besiedlung. Mit einem Alter von 9120+-40 BP oder 8360+- 70 cal AD – BC (Poz – 11204) gehört der Platz zu den ältesten in der Sahara aufgefundenen Fundstellen, die eine genügend große Menge an Werkzeugen aufweisen, um eine Typologie erstellen zu können.&lt;br /&gt;
(Siehe Fundplatzbeschreibung: Fundplätze - Komplex T, größere, 0002_84_Zusammenstellung.pdf.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werkzeuge sind einmal charakterisiert durch schwere Kratzer, zum Teil auf vorholozänen Artefakten und daher mit doppelter Patina versehen, zum anderen durch kantenretuschierte Mikrolithen, hauptsächlich Querschneider in Trapezform. Unter diesen Mikrolithen befinden sich drei Stücke, die nicht einfach einzuordnen sind und deren Gebrauchswert Rätsel aufgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus Tafel 0002-II-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0002_Mikrolithe.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Mikrolithe Nr. 31, 34 und 40&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nr. 31 – 23/131   Nicht zu identifizierendes Werkzeug. Zwei lange Ränder sind konkav retuschiert, ein langer Rand ist geradlinig retuschiert, ein kurzer Rand ist retuschiert und der andere kurze Rand besteht aus einer unretuschierten Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nr. 34-25/045   Viereck, die vier Ränder sind retuschiert, ein Rand davon konkav, die anderen geradlinig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dim.:	L = 15mm,	B = 12mm,	D = 3mm    	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nr. 40-23/142   Kleine dreieckige, an sämtlichen Rändern kantenretuschierte Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dim.:	L = 9,5mm,	B = 7mm,	D = 2mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es eigentlich keinen Sinn macht alle drei Ränder einer Spitze zu stumpfen, könnte aus Gründen, die sich uns heute nicht mehr erschließen, das Artefakt Nr. 40 als Pfeilbewehrung benutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Stücke Nr. 31 und Nr. 34 kann ich keinen Anwendungsbereich erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Klima==&lt;br /&gt;
'''(Siehe auch Klima im Hauptteil)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf welche wirtschaftlichen Ressourcen konnten die Bewohner Abu Tarturs zurückgreifen? Um diese Frage zu beantworten, muss das Klima, welches zur Zeit der Besiedlung herrschte, erfasst werden. Vor allem die Höhe der Niederschläge ist neben den Temperaturen und den Verdunstungsraten von großer Bedeutung. Bodenbeschaffenheit und Geländeprofile sind ebenfalls wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine Ansicht geht bis heute dahin, Sommerregenmengen von 50mm/Jahr bis 150mm/Jahr für den Raum Abu Tartur zu postulieren, das wäre ein Durchschnitt von 100mm/Jahr und somit ungenügend um Böden zu bilden, um Wasserlöcher zu füllen, um Wildtieren, abgesehen von wenigen Ausnahmen, eine Lebensgrundlage zu geben und erst recht ungenügend, um Menschen mit ihren Haustieren in eine solche Wüste zu locken.&lt;br /&gt;
Gegen diese minimalistische Sichtweise sind Fakten zusammengetragen worden, die eindeutig höhere Präzipitationen voraussetzen. Das Klimageschehen ist an anderer Stelle im Detail behandelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geologie''' -  Das Vorhandensein von holozänen Rotböden auf dem Abu Tartur Plateau und in der Sandsteinebene bedingte ein wechselfeuchtes Klima zur Zeit der Pedogenese.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fauna''' -  Großsäuger wie Elefant, Giraffe, Büffel und Nashorn sind im Raum um den 25. Breitengrad Nord nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Flora''' -  Gehölze wie Salvadora persica, Leptadenia pyrotechnica, Maerua crassifolia, Calotropis procera, Ziziphus, Grewia tenax, Boscia senegalensis, Balanites aegyptiaca, Caparis decidua und Acacia nilotica, die in der hier behandelten Zone beheimatet waren, deuten auf ein Savannenklima hin.&lt;br /&gt;
Gräser und Kräuter wie Chencrus, Pennisetum, Bracharia, Echinochloa, Digitaria, Gramineae, Panicum, Setaria, Sorghum, Cyperaceae, Portulaca oleracea, Scirpus maritimus und Hordeum vulgare sind ebenfalls nachgewiesen. Gräser, welche essbare Körnerfrüchte zur Reife bringen, benötigen ein Minimum von 150mm/Jahr Winterregen oder 300mm/Jahr Sommerregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Anzahl von Mahlwerkzeug lässt auf eine intensive und regelmäßige Nutzung der Getreidearten schließen.&lt;br /&gt;
Haustiere -  Rind, Schaf, Ziege, Hund und Esel kommen im behandelten Raum vor.&lt;br /&gt;
Allein in Abu Tartur ist von Oberflächenfundplätzen fünfmal das Rind/Büffel und sechsmal Schaf / Ziege nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das absolute Niederschlagsminimum für die Rinderhaltung liegt bei 400mm/Jahr Sommerregen.&lt;br /&gt;
Menschen -  Gruppen von vernunftbegabten Menschen, denen Alternativen zur Verfügung gestanden haben, (Sudan, Nil, Mittelmeer) begeben sich nicht in einen ariden, ressourcenlosen Raum, um einen Überlebenskampf zu führen, den sie nicht gewinnen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Minimum von 400mm/Jahr äquivalenter Sommerregen (es sind sowohl Sommer- als auch Winterregen nachgewiesen) und ganzjährig durch Brunnen erreichbares Wasser sind die Bedingungen, um Sammler und Jäger in den frühen Phasen und Hirten und erste Bauern in späterer Zeit an diesen Ort zu binden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Feldbau auf dem Abu Tartur Plateau==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei dem Fundplatz-Katalog erwähnt, finden sich auf dem Fundplatz 0049/85 zwanzig Steinkonstruktionen unter Lockersediment, die als Windschilde oder Wohnhütten interpretiert werden können. Sie wurden, da ich mir Grabungen untersagt hatte, nicht weiter untersucht. Ihr Alter dürfte, grob geschätzt, zwischen Abu Tartur B und Abu Tartur D liegen in einem zeitlichen Rahmen von ~9000 BP bis 7800 BP, also in den von F. Wendorf und R. Schild definierten El Ghorab und El Nabta Phasen sowie in den von M. Mc Donald so bezeichneten Masara Phasen, die sich am 25. bis 26. Breitengrad Nord in die aride Zeitspanne im CPE Bereich zwischen El Adam und El Ghorab schieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf jüngere Aktivitäten auf dem Plateau im Abu Tartur E weisen zwei C14- Daten von 7370 BP und 7200 BP sowie das Vorkommen von Schaf und Ziege hin. Die Feuerstellen, welche diese Daten lieferten überlagern einwandfrei zu definierende El Nabta Fundstellen (Abu Tartur D).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mittlere Neolithikum scheint auf dem Plateau nur sporadisch vorgekommen zu sein, es schlägt sich nicht in den Werkzeugtypologien nieder, auch fehlen die typischen Dreieckspitzen der Typen H7 und H8. Ein Grund für die geringere Anwesenheit des Abu Tartur E auf dem Plateau könnten nachlassende Niederschlagsmengen gewesen sein.&lt;br /&gt;
Einzelfunde aus noch jüngeren Phasen, die Werkzeuge mit bifazialen Retuschen aufweisen, sind äußerst selten, einige wenige Pfeilspitzen zeugen von Jagdausflügen. Ebenfalls sind die Querschneider der Abu Tartur A Phase vorhanden aber auch sie bilden Ausnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werkzeugmengen auf den für den Feldbau interessanten Fundstellen sind gering, nur 0003/84 erlaubt eine typologische Einordnung, sie würde in die Abu Tartur B Phase passen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Liste der geeigneten Feldbau-Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz Nr. '''|| '''Koordinaten'''|| '''Steinartefakte*'''|| '''Keramik'''|| '''Mahlwerkzeuge'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0003/84|| 520800/305910|| 105|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0004/84|| 522100/305800|| 23|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0005/84|| 521600/305700|| 9|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0019/84|| 520350/302850|| 42|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0020/84|| 522225/302875|| 10|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0021/84|| 520710/304535|| 9|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0024/84|| 522950/305400|| 28|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0026/84|| 516850/302900|| 57|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0027/84|| 519850/302650|| 17|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0028/84|| 520080/302800|| 4|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0030/87|| 518950/303500|| 59|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0031/87|| 519100/303250|| 14|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0032/85|| 520200/305900|| 2|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0033/85|| 520000/305800|| 9|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0034/85|| 519750/305800|| 21|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0046/84|| 519700/304400|| 9|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0047/84|| 520070/303075|| 4|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *Sämtliche Werkzeuge sind im Fundplätze-Katalog Abu Tartur beschrieben. Sie bestehen hauptsächlich aus retuschierten Abschlägen und Klingen sowie aus Kerben. Weniger häufig sind Stichel oder als Stichel benutzte Kerne, Bohrer, Pfeilspitzen der Familie H und Kratzer. Sehr selten sind Trapeze, Stumpfungen und rückengestumpfte Lamellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hacke1_Zeichnung.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Hacken von den Fundplätzen 0003/84 und 0028/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hacke2_Zeichnung.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Hacken und Schneidegeräte von den Fundplätzen 0003/84, 0034/85 und 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorhandensein verschiedener Getreidearten in der westlichen Wüste Ägyptens ist im Kapitel „Klima – Pkt. 4 Regenfeldbau in der Ostsahara zur Zeit der postpleistozänen Feuchtmaxima“ beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es müsste noch hinzugefügt werden, dass die Niederschläge nur einer Regenzeit, vorzugsweise im Winter, ausreichen musste um Getreide innerhalb von drei Monaten erzeugen zu können. Eine weitere Regenperiode im Sommer konnte lediglich von Nutzen für Bäume und Sträucher sein und natürlich auch für die Menschen und ihre Herden indem Brunnenlöcher und Viehtränken aufgefüllt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hypothese: „Getreideanbau auf dem Abu Tartur Plateau“ basiert weder auf Funden von botanischem Material noch auf einwandfrei zugeordneten C14 Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie beruht auf der Typologie der Werkzeuge und den Funden von Geräten, die für die Vorbereitung der Böden, das Schneiden von Halmen sowie dem Mahlen von Körnerfrüchten geeignet erscheinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine landwirtschaftliche Nutzung der fruchtbaren terra rossa Böden spricht ebenfalls die Massierung von Wohnstätten. Falls eine Belegung mit drei Personen je Einheit angenommen wird, so wären gleichzeitig 60 Menschen auf dem Fundplatz 0049/85 anwesend gewesen. zu viele um sie dauerhaft durch Jagd ernähren zu können. In einem Radius von sieben bis acht Kilometern wären die Beutetiere, nach landläufiger Meinung lediglich kleine Gazellen und Hasen, äußerst selten geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel aus meiner Zeit in Sambia kann diese Annahme untermauern. Die Buschlandschaft war äußerst dünn besiedelt. Wir waren eine Gruppe von sieben Leuten, stellten unsere Blechhütten auf, bohrten nach Wasser und schlossen den Generator an. Eine Hütte diente als Küche. In den ersten Tagen schossen wir je nach Bedarf aus dem Küchenfenster entweder drei bis vier Hasen oder eine kleine Antilope. Größeres Wild war vorhanden wäre aber wegen der mangelnden Konservierungsmöglichkeiten ungeeignet gewesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Woche mussten die Jäger schon in den Busch laufen und nach drei Wochen war ein Geländewagen notwendig geworden, um in sieben bis acht Kilometern Entfernung Wild erbeuten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sambia_1970_Hase.jpg|400px]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Der Autor beim Häuten eines Hasen (lepus capensis). Sambia 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Feldbau sprechen auch Dämme, die Regenwasser in geeigneten Flächen zurückhalten konnten. Sie würden zu den frühesten wasserbautechnischen Maßnahmen zählen, die logischerweise ergriffen wurden, um dem Getreide bessere Bedingungen zu bieten und die Erntemenge zu erhöhen. Für wildes Getreide würden solche Anlagen nicht gebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gelaendeschnitt_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Geländeschnitte Fundplätze 0004/84 und 0005/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gelaendeschnitt_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Geländeschnitte Fundplätze 0034/85, 0033/85 und 0032/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier könnten Berufsarchäologen, ausgestattet mit ihrem Wissen und großzügigen staatlichen Ressourcen mit geringem logistischem Aufwand beste Resultate erzielen. &lt;br /&gt;
Zusammenfassend sehe ich auf dem Abu Tartur Plateau zunächst im Abu Tartur A eine Jäger- und Sammlergruppe mit eventueller Haltung von Rindern. Zu Beginn der Nutzung des Plateaus müssen die Niederschläge sehr hoch gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der folgenden Phasen Abu Tartur B und Abu Tartur C, kann postuliert werden, entwickelte sich der Ackerbau, es werden domestizierte Getreidearten angebaut, Rinderzucht ist durch Knochenfunde belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung zur voll neolithischen Lebensweise hält im Abu Tartur D an.&lt;br /&gt;
Durch eine Verminderung der Regenmengen wird das Plateau im Abu Tartur E nur noch saisonal genutzt. Ziegen und Schafe treten an die Stelle von Rindern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Phasen wird das Plateau hauptsächlich für die Jagd genutzt, da die Niederschlagsmengen weiter zurückgehen und die Siedlungsaktivität sich bevorzugt auf die Nähe der großen Playabecken in der Sandsteinebene konzentriert. Wie entsprechende Werkzeugfunde belegen, wird nun in der Ebene Ackerbau betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese hypothetischen Aussagen könnten durch Grabungen und Analysen, durchgeführt von qualifizierten Archäologen, Biologen und Geologen, belegt oder aber mit weniger Wahrscheinlichkeit auch widerlegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich selbst hatte weder die Zeit noch die Mittel, um eindeutige Beweise liefern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ausblick==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur unterscheidet sich von vielen anderen Fundkomplexen in der östlichen Sahara durch seine Vielschichtigkeit sowohl in zeitlicher als auch in kultureller Hinsicht. Daher scheint es nicht angebracht eine schematische Klassierung, die auf anderen Fundstellen durchaus Gültigkeit haben kann, auch hier anzuwenden, es sei denn es würde lediglich grob in eine frühe, eine mittlere und eine späte Phase eingeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollten die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden, die es erlauben würden zu einer sinnvollen Interpretation der Abläufe zu gelangen. Es gilt als erstes den zeitlichen Rahmen festzulegen. Die vorhandenen C14- Analysen sind bei weitem nicht ausreichend, um zu gültigen Resultaten zu kommen. So existieren Werkzeuginventare, die sich auffallend von anderen, schon datierten durch das verwendete Rohmaterial sowie durch ihre Typologien absetzen.&lt;br /&gt;
Diese müssten zeitlich fixiert werden, andere schon existierende problematische Datierungen sollten überprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bislang wurden elf C14- Analysen erstellt. Mit den Resultaten und durch typologische Vergleiche mit anderen, außerhalb Abu Tarturs liegenden Fundstellen, lässt sich zumindest die frühe Phase der Besiedlung im Holozän einigermaßen zufriedenstellend einordnen. So kann der Fundplatz 0002/84 durch eine Umstellung der Definition der Werkzeuggruppen klar in die von Wendorf et al. definierte El Adam Phase, ca. von 9500 bis 8900 BP, eingeordnet werden und zwar auf Grund des Alters als auch der Typologie. In die El Ghorab Phase um 8500 bis 8200 BP passen die Typologien des Plateaufundplatzes 0017/83 und des Fundplatzes 1056/86 in der Ebene. Die Analyse an einem auf dem Plateaufundplatz 0015/83 gefundenem Landschneckengehäuses (Zootecus insularis) ergibt ein Datum von 8485 Jahren BP und liegt damit am Beginn der El Ghorab Phase '''Tabelle 10'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besonders gute Übereinstimmung besteht zwischen den Fundstellen der El Nabta Phase wie ein Vergleich der Kiseiba Fundplätze E-79-5, E-79-4, E-80-1 ( C ), E-80-3 und E-75-6 mit den Abu Tartur Fundplätzen 0006/83 und 0007/83 zeigt. Die Phase betrifft den Zeitraum zwischen 8100 und 7900 BP.&lt;br /&gt;
Die Anzahl der rückengestumpften Lamellen liegt gut über 10%, eine ebenso große Gruppe stellen die Bohrer dar. Auch die stärkste Gruppe, die retuschierten Stücke (Tix 105) sind in Kiseiba wie in Abu Tartur mit ca. 30% vertreten '''Tabelle 11'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Abu Tartur B sind die Fundplätze klassiert worden, auf denen epipaläolithische Bearbeitungstechniken verwandt wurden und die typologisch weder in die ältere El Adam Phase noch in die gleichzeitigen oder jüngeren El Ghorab und El Nabta Phasen eingeordnet werden können. Diese Fundstellen müssen mit den Masara Plätzen von Dakhla verglichen werden. Da letztere aber untereinander sehr große Unterschiede in den Typologien aufweisen, musste ein Weg gefunden werden, der es erlaubt Zahlen zu erhalten, die es rechnerisch- statistisch ermöglichen sinnvolle Vergleiche anzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davon ausgehend, dass gleiche Kulturen gleichen Alters und im gleichen geographischen Großraum angesiedelt, gleichartige Bedürfnisse entwickeln, werden auch gleichartige Werkzeuge benutzen und somit gleichartige Typologien hervorbringen. Daher wurden sämtliche in den von M. Mc Donald in den Oasis Papers 3 (2003) vorgestellten neun Masara Fundstellen A, B und C zusammengefasst und nach Tixier aufgeschlüsselt. Die so erhaltenen 711  Artefakte wurden dann mit 1933  Artefakten der neunzehn  Fundstellen des Abu Tartur B verglichen. Das Ergebnis zeigt eine weitgehende Übereinstimmung der beiden Fundkomplexe.&lt;br /&gt;
Die große Anzahl gleicht, wie aus den Tabellen ersichtlich, die großen Ungereimtheiten der Einzelanalysen aus. Die Unterschiede sind z.T. auf die geringen Mengen je Fundplatz und auf die Tatsache, dass es sich bei den Masara Plätzen teilweise und in Abu Tartur ausschließlich um Oberflächenmaterial handelt, zurückzuführen. Die geringen Unterschiede in den zusammengefassten Typologien gehen auf folgende Punkte zurück:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auswertung wurde von zwei Personen durchgeführt, von denen die erste eine international anerkannte Archäologin ist und die andere ein Bergmann, der sich für die Ur- und Frühgeschichte interessiert aber der auch schon seit den frühen 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts seine Funde nach Tixier klassiert. Die sehr geringen Unterschiede bei den Sticheln (Tixier III) und den Kerben (Tixier VII) könnten so eine Erklärung finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur kommen, hauptsächlich auf dem Plateau, neben der Abu Tartur B Phase, mit der die Masara Vorkommen hier verglichen werden, auch El Adam, El Ghorab und El Nabta Fundstellen vor, die in erstaunlicher Klarheit den CPE Plätzen in Nabta und Kiseiba entsprechen. Es besteht die Möglichkeit, dass sich nahe der Süd- West Ecke des Abu Tartur Plateaus (Dakhla) und an seiner Süd- Ost Ecke (Abu Tartur) ähnliche Siedlungsbedingungen geherrscht haben. So sind auch Reste der oben genannten frühholozänen Kulturen auf den Masara Plätzen als Zumischung nicht unmöglich. Das würde den höheren Anteil an rückengestumpften Lamellen sowie der geometrischen Mikrolithen und der damit verbundenen Mikroburin Technik erklären. Auch die Familie XI, die Diversen bei Tixier, weist bei Masara, El Adam und El Ghorab Fundstellen ähnliche Mengen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Unterschied besteht bei den Ounanspitzen, die für Abu Tartur B 0,93 % der Gesamtwerkzeugmenge ausmachen, auf den Masara Fundstellen hingegen 8,86 %. Diese Bewehrungen erreichen erst in der mittleren Besiedlungsphase, im Abu Tartur E, eine größere Bedeutung (1072/86 – 16 % - 7670+-50 BP). Interessant ist in diesem Zusammenhang ein C14- Datum der Masara A Gruppe von 7730+-110 BP, es entspricht dem Abu Tartur E und erklärt das Vorhandensein von großen Mengen Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da für die Abu Tartur B Phase keine Radiocarbon Analysen vorliegen, wurde bei dem Vergleich besonderer Wert auf typologische Gemeinsamkeiten gelegt. Kritisch untersucht wurden ebenfalls das Rohmaterial, die lithische Bearbeitungstechnik und typische Ausprägungen einzelner Artefakte '''Tabelle 14'''. Je jünger die Vorkommen sind, umso größer werden die Unterschiede in den Typologien. Aber auch hier stellen einzelne Artefakte, hauptsächlich Pfeilspitzen, exakt den gleichen Typus dar, so zum Beispiel die randretuschierten Dreieckspitzen H7 und H8, die auch Nabtaspitzen genannt werden, und die typisch für das mittlere Neolithikum sind. Oder die in der Sahara äußerst seltene D26- Spitze, die sowohl in Dakhla, Djara als auch in Abu Tartur erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise ist es der Oberflächencharakter der Fundstellen in der westlichen Wüste Ägyptens, welcher der Deflation nicht viel entgegenzusetzen hat. Denn selbst die aus geringmächtigem Lockersediment ergrabenen Artefakte befinden sich in der „Spielmasse“ des Windes und unterliegen, wie eine in Abu Tartur durchgeführte und weiter oben schon erwähnte Langzeitstudie über die Wirkung des Windes auf steinzeitliche Geräte und Materialien zeigt, einem Transport und vor allem einer Sichtung nach Korngrößen, wobei leichte Artefakte häufig aus dem Bereich der Fundstelle entfernt werden. Ungestörte in situ Fundplätze sind praktisch inexistent, das gilt für die Gesamtsahara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Vergleich der Fundstellen, die jünger als 7900 BP sind, werden vermehrt Ähnlichkeiten einzelner Artefakte oder auch Werkzeuggruppen herangezogen. Für diese mittlere  Phasen der steinzeitlichen  Besiedlung im Holozän  kann als Beispiel 1004/83 dienen aber vor allem 1072/86, ein Fundplatz, der zur Zeit aus seiner Bedeckung durch Playasediment auswittert und als relativ einheitlich und ungestört angesehen werden kann. Er ist charakterisiert durch kurze Klingen mit ungewöhnlich großen Schlagflächen und durch Ounanspitzen (Tixier 107, nach Hugot HI2), die zum Teil mittels einer Kerbtechnik hergestellt worden sind. Bei diesen Spitzen (H13) besteht das Stielende aus einem glatten Bruch. Entsprechende Kerbreste belegen das Herstellungsverfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ounanspitzenanteil der zeitgleichen Al Jerar Fundplätze von Nabta ist wesentlich geringer als der von 1072/86 und 1004/83. Mit zunehmender Häufigkeit der Anwendung der Technik der Flächenretuschierung in Abu Tartur werden die Inventare von Nabta und Kiseiba immer weniger ähnlich, da, obwohl das Bearbeitungsprinzip im Südosten der libyschen Wüste Ägyptens bekannt war, häufig an Randretuschen festgehalten wurde. Hier bietet sich eher ein Vergleich mit den Dakhla FundsteIlen und den Vorkommen von Djara, Abu Gerara, Eastpans und Chufu an, die ebenfalls vermehrt flächenretuschierte Artefakte aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie '''Tabelle 12''' zeigt, ist für Bashendi A Plätze eine gewisse Übereinstimmung für einige Werkzeugklassen noch zu erkennen. Auf der anderen Seite ergeben sich große Unterschiede wie zum Beispiel bei der Häufigkeit der gekerbten Stücke. Eine Gegenüberstellung der Werkzeuge von 1005/83 und den Bashendi B Plätzen 271 und 385 zeigt deutlich die grundlegenden Unterschiede auf. Einem Kerbenanteil von 50 % in Dakhla stehen ca, 10 % in Abu Tartur gegenüber, bei den Pfeilspitzen erreicht Abu Tartur 42 %, dem gegenüber beträgt der Anteil auf den Bashendi B Vorkommen lediglich 5 % '''Tabelle 13'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngste datierte Abu Tartur Platz 1005/83 hat ein Alter von 6420 BP und obwohl zur Zeit keine jüngeren Messdaten vorliegen, kann davon ausgegangen werden, dass die Besiedlung zu diesem Zeitpunkt nicht gänzlich abgeschlossen war. Langschmale Querschneider und mit groben Schieferton gemagerte Keramik weisen auf jüngere Phasen hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clayton Ringe, Keulenköpfe aus Kalkstein sowie Keramik aus historischer Zeit, persisch und römisch, ferner ein Kruglager belegen die Präsenz des Menschen auch während der Zeit der Austrocknung der Sahara. Es werden Reisende gewesen sein, Wanderer zwischen den wasserfiihrenden Oasen, die als Letzte ihr Nachtlager in Abu Tartur aufgeschlagen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 10''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich von EI Ghorab Typ Fundsteilen mit den Abu Tartur FundsteIlen 1056/86 und &lt;br /&gt;
0017/83. &lt;br /&gt;
Alter: 8200 - 8500 BP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||  &lt;br /&gt;
|| '''E-79-1 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-4 LCL'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-3'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-8 X'''&lt;br /&gt;
|| '''1056/86'''&lt;br /&gt;
|| '''0017/83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 0,56&lt;br /&gt;
|| 0,71&lt;br /&gt;
|| 1,80&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1,61&lt;br /&gt;
|| 2,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 5,65&lt;br /&gt;
|| 2,13&lt;br /&gt;
|| 5,40&lt;br /&gt;
|| 5,26&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 6,98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 3,95&lt;br /&gt;
|| 5,67&lt;br /&gt;
|| 30,30&lt;br /&gt;
|| 1,44&lt;br /&gt;
|| 17,74&lt;br /&gt;
|| 9,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombinationswerkzeuge&lt;br /&gt;
|| 0,56&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1,80&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 30,51&lt;br /&gt;
|| 29,79&lt;br /&gt;
|| 28,60&lt;br /&gt;
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|| 30,63&lt;br /&gt;
|| 30,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 9,60&lt;br /&gt;
|| 4,26&lt;br /&gt;
|| 4,50&lt;br /&gt;
|| 18,66&lt;br /&gt;
|| 20,96&lt;br /&gt;
|| 6,98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 5,08&lt;br /&gt;
|| 2,84&lt;br /&gt;
|| 3,60&lt;br /&gt;
|| 2,87&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 15,82&lt;br /&gt;
|| 29,08&lt;br /&gt;
|| 5,40&lt;br /&gt;
|| 5,74&lt;br /&gt;
|| 14,52&lt;br /&gt;
|| 6,98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Microburins&lt;br /&gt;
|| 12,99&lt;br /&gt;
|| 5,67&lt;br /&gt;
|| 0,90&lt;br /&gt;
|| 5,26&lt;br /&gt;
|| 1,61&lt;br /&gt;
|| 4,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| 15,25&lt;br /&gt;
|| 19,86&lt;br /&gt;
|| 17,80&lt;br /&gt;
|| 36,84&lt;br /&gt;
|| 12,90&lt;br /&gt;
|| 30,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Tix 105&lt;br /&gt;
|| 13,56&lt;br /&gt;
|| 19,89&lt;br /&gt;
|| 16,90&lt;br /&gt;
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|| 12,90&lt;br /&gt;
|| 30,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Tix 107&lt;br /&gt;
|| 0,56&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 0,48&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total Stück'''&lt;br /&gt;
|| '''177'''&lt;br /&gt;
|| '''141'''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
|| '''209'''&lt;br /&gt;
|| '''62'''&lt;br /&gt;
|| '''43'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 11''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich von EI Nabta Typ Fundstellen und den Abu Tartur Fundstellen 0006/83 und &lt;br /&gt;
0007/83. &lt;br /&gt;
Alter: ~ 8100 -7900 BP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||  &lt;br /&gt;
|| '''E-79-5'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-4'''&lt;br /&gt;
|| '''E-80-1 C'''&lt;br /&gt;
|| '''E-80-3'''&lt;br /&gt;
|| '''E-75-6'''&lt;br /&gt;
|| '''0006/83'''&lt;br /&gt;
|| '''0007/83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 0,69&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 10,30&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Kombinationswerkzeuge&lt;br /&gt;
|| 0,46&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2,03&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|| Microburins&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Tix 107&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 0,16&lt;br /&gt;
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|| 1,36&lt;br /&gt;
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|| 2,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total Stück'''&lt;br /&gt;
|| '''437'''&lt;br /&gt;
|| '''230'''&lt;br /&gt;
|| '''571'''&lt;br /&gt;
|| '''241'''&lt;br /&gt;
|| '''295'''&lt;br /&gt;
|| '''446'''&lt;br /&gt;
|| '''609'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 12'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich zwischen den Abu Tartur Fundstellen 1004/83, 1017/82, 1024/82 und den Bashendi A Fundstellen 228 A1 und 174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_12_AT.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* nicht weiter aufgeschlüsselt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 13'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich zwischen der Abu Tartur Fundstelle 1005/83 und den Bashendi B Fundstellen 271 und 385. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_13_AT.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 14'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur B FundsteIlen im Vergleich mit jüngeren und älteren Abu Tartur FundsteIlen sowie mit den Dakhla Fundstellen Masara A, B und C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_14_neu.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 15'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chronologische Ordnung der Abu Tartur Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_15_AT_neu_deutsch.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundkomplexe von Abu Tartur, Geologie und Geografie==&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeichenerklaerung_AT.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Zeichenerklärung für die Fundkomplexe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorwort'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nördliche Ostsahara wurde schon sehr früh von Wissenschaftlern wie Hassanein Bey (1923) Kemal el Din (1925). Leo Frobenius und Hans Rhotert sowie Caton- Thompson und Gardener in den frühen 30ern, R.A. Bagnold, H. Winkler und viele andere mehr auf prähistorische Fundstätten hin untersucht. Auch bis heute hat das Gebiet trotz seiner extremen klimatischen Bedingungen noch nichts von seiner Attraktivität in Bezug auf die Archäologie verloren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unternehmungen wie die „combined prehistoric expedition“ in den Raum von Bir Kisheiba unter der Leitung von Dr. F. Wendorf und Dr. R. Schild, die Expeditionen zur Erforschung der Besiedlungsgeschichte der Ostsahara unter Leitung von Dr. R. Kuper oder die Arbeiten von Mary M.A. Mc Donald (Toronto, Kanada) über die lithischen Industrien der Dakhla Oasen, um nur einige zu nennen, zeigen den zusätzlichen Informationsbedarf auf und beleuchten die Bedeutung dieses immensen Wüstengebietes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geographische Schwerpunkte der Ur- und Frühgeschichtsforschung in Ägypten waren das Niltal und das Fayum, Südägypten an der Grenze zum Sudan, die Gebiete des Djebel Auenat und des Gilf Khebir sowie die große Sandsee, das Gebiet von Abu Ballas und die Oasen Kharga, Dakhla, Abu Minquar, Farafra und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur ist bis auf sehr kurze Visiten der Kölner B.O.S. Expedition von Archäologen noch nicht angesteuert worden. Die am nahesten gelegene beschriebene Fundstelle nach Osten ist G. Caton- Thompson K0 15 bei Ain Elwan. Nach Westen sind es die Dakhla Oasen, nach Süden und Südwesten die Eastpans, die Dyke area und El Ghorab und nach Norden bzw. Nordwesten Farafra und Djara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geologie und Geographie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abu Tartur Massiv liegt zwischen den Oasen Kharga und Dakhla im Südteil der westlichen oder libyschen Wüste Ägyptens. Wie F. Wendorf treffend schreibt, unterbricht die wuchtige Masse des nach Süden vorspringenden Plateaus die ansonsten monotone Ost- West gerichtete Linie des Kalksteinabbruchs. Begrenzt wird das Plateau durch die Längengrade 29 Grad 30’ – 30 Grad 10’ Ost und die Breitengrade 25 Grad 20’ – 25 Grad 40’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf steinzeitliche, besonders epipaläolithische und neolithische Vorkommen untersuchte Gelände deckt sich mit dem Projektgebiet eines sich in der Entwicklung befindlichen Phosphatabbaus d.h. mit dem südöstlichen Rand des Abu Tartur Massivs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschränkung auf das Projektgebiet hat drei Gründe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Das Gelände ist noch nicht untersucht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Die mit dem Aufbau eines modernen Bergbaubetriebs einhergehenden Arbeiten werden mit Sicherheit archäologisch interessante Fundplätze zerstören. Zum Teil ist dieses durch Exploration, vornehmlich durch Transport schweren Bohrgeräts, auf dem Plateau schon geschehen. Der Bau von Straßen, Eisenbahn, Wohnsiedlungen und Aufbereitungsanlagen wird ein weiteres tun. Es scheint daher angebracht diese gefährdeten Fundplätze vorrangig zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Der dritte Grund ist logistischer Natur. Ohne zu großen materiellen und zeitlichen Aufwand kann das Gebiet im Radius von rund 30km unter den gegebenen geographischen und klimatischen Bedingungen von einer Einzelperson noch überblickt und bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur ist von Kharga, dem Hauptort des Verwaltungsbezirks „New Valley“ über eine gute Asphaltstraße in 40 Autominuten zu erreichen. Bei Kilometerstein 43 in Richtung Dakhla biegt eine Stichstraße nach Norden ab. An dieser Abzeigung liegt der Garten des Bergbauprojekts, eine mehrere Hektar große Anbaufläche für Obst und Gemüse, welche durch Tiefbrunnen bewässert wird. Nach weiteren zehn Kilometern in Richtung Nordwesten erreicht man das Basiscamp und die ersten Wohnblocks; zum Plateau hin folgen technische Anlagen sowie die Pilotgrube. Dort endet die Asphaltstraße. Der Aufstieg zum Plateau ist im Prinzip mit dem Geländewagen möglich, kann aber nicht als sicher gelten, da die vorhandenen Pisten durch Erdbewegungsarbeiten und durch Bruchbau zeitweilig oder definitiv zerstört worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Topographisch lassen sich drei Landschaftsformen unterscheiden:&lt;br /&gt;
* Die Sandsteinebene mit ihren pittoresken Zeugenbergen.&lt;br /&gt;
* Die durch Wadis zerfurchten Hängen, welche die Verbindung zwischen Ebene (Höhe 160m - 250m) und dem Plateau (Höhe 550m) herstellen.&lt;br /&gt;
* Das Kalksteinplateau mit Höhen zwischen 550m in der Nähe der Abbruchkante und 575m im inneren nach Norden und Nordwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen von rezenten äolischen Sänden, limnischen bzw. fluviolimnischen Ablagerungen und einigen Restböden, liegt das Alter der in Abu Tartur anstehenden Sedimente zwischen Unterem Maestricht und Oberem Pleistozän bis Holozän.&lt;br /&gt;
Vom Hangenden zum Liegenden kann wie folgt klassifiziert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)''' Äolische Ablagerungen (rezent).&lt;br /&gt;
*Flugsandfelder und Dünen verschiedener Höhen, häufig als Sicheldünen ausgebildet, bedecken große Flächen hauptsächlich der Sandsteinebene, sie sind aber auch an den Hängen und auf dem Plateau anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)''' Diluviale und alluviale Ablagerungen (Pleistozän bis rezent).&lt;br /&gt;
*Eine Reihe von fuvialen und limnischen Sedimenten kann an den Hängen und in der Sandsteinebene beobachtet werden. Die für diesen Artikel wichtigen Seeablagerungen liegen in einer Entfernung von zehn bis zwanzig Kilometern von der Plateaubruchkante entfernt. Interessanterweise haben sich auf dem Kalksteinplateau in Senken größere Flächen von terra rossa trotz einer starken Deflation erhalten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)''' Kulturschichten (Danian bis oberes Pleistozän).&lt;br /&gt;
*Diese Schichten bestehen aus hartem Riffkalkstein, der die Kappe des Abu Tartur Plateaus bildet und darunter liegenden Schiefertonen und weicheren Kalksteinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)''' Dakhlaschichten (Maestricht).&lt;br /&gt;
*Diese Schichten sind aus Schiefertonen, Kalksteininterkalationen und feinen Sandschiefertonen zusammengesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)''' Phosphat- oder Dawischichten (Unteres Maestricht). &lt;br /&gt;
*Außer dem wirtschaftlich wichtigem unterem Phosphatflöz bestehen die Schichten aus grauschwarzen Schiefertonen, nicht abbauwürdigem Phosphatgestein und Sandschiefern, die teilweise Pyrit und Glaukonit führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)''' Nubiaschichten (vor Unterem Maestricht).&lt;br /&gt;
*Zwei verschiedene Sedimentgruppen sind zu unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grau - grüne und ziegelrote bis violette Töne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sandsteine, zum Teil kreuzgeschichtet und mit örtlichen grauen Tonlinsen durchsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztere Gruppe bildet die sich weit in den Süden hineinstreckende Ebene. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Schichten liegen horizontal oder haben ein nur sehr geringes Einfallen. Große tektonische Störungen sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima in der westlichen Wüste und somit auch in Abu Tartur ist hyperarid. Messbare Niederschläge fallen äußerst selten, man kann davon ausgehen, dass es im langjährigem Durchschnitt alle sieben Jahre einmal regnet. Es handelt sich dabei um heftige, kurze Schauer. Das Wasser läuft in den noch vorhandenen Wadisystemen schnell ab und sammelt sich in den Senken, wo man rezente Sedimentkrusten vom hauchfeinem Überzug bis zu 30mm Dicke beobachten kann, welche 1981 nach starkem Regen gebildet worden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Quelle wird für die Oase Kharga ein langfristiger Mittelwert von 0,9mm bis 1,2mm Regen pro Jahr angegeben. Man unterscheidet zwei Hauptjahreszeiten, den Sommer und den Winter. Während die Temperaturen von November bis Februar bei 30 Grad C maximal und 2 Grad C minimal liegen, klettert die Quecksilbersäule von April bis September auf 48 Grad C maximal, die Nachttemperaturen liegen während dieser Zeit bei etwa 20 Grad C. März und Oktober kann man als Übergangsmonate bezeichnen. Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit liegt während der heißen Zeit zwischen 23% und 30%, in der kühlen zwischen 30% und 55%. Starker Wind ist nicht selten, gefürchtet ist vor allem der heiße und sandgeladene Khamsin, welcher vornehmlich während der Monate April und Mai auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördliche Windrichtungen (N, NO, NW) sind mit rund 62% vorherrschend, 5% verteilen sich auf andere Richtungen. Während 33% der Zeit herrscht Windstille.&lt;br /&gt;
Unter den oben geschilderten klimatischen Bedingungen ist menschliches Leben ohne die jetzt zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten wie Tiefbohrungen, Wasserhebeanlagen  und Nahrungsmitteltransport über weite Strecken, nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren von 1982 bis 1987 wurden in der Umgebung von Abu Tartur 146 Vorkommen neolithischer oder epipaläolithischer Prägung aufgefunden. Es handelt sich in der Mehrzahl um geschlossene Fundplätze, aber auch größere und kleinere Fundstreuungen, selbst Einzelfunde sind manchmal berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
Damit könnten dem immer noch lückenhaftem Mosaik des interessanten Zeitraums vom Epipaläolithikum bis zur Neolithisierung und der Gesamtphase der Neusteinzeit der Ostsahara vielleicht einige Steinchen hinzugefügt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorliegende Beschreibung des Siedlungsraumes Abu Tartur erhebt in keiner Weise Anspruch auf wissenschaftliche Vollständigkeit, der Schreiber des Berichtes ist lediglich ein interessierter Amateur und kein Fachmann für Vor- u. Frühgeschichte. Die Ausrüstung und die zur Verfügung stehende Zeit waren sehr beschränkt, so dass das eigentliche Anliegen dieser Arbeit ist, kompetentere Leuten auf diesem Gebiet einen Hinweis auf die Vorkommen zu geben und sie anzuregen, diese Fundplätze intensiver zu bearbeiten. Obwohl während eines Zeitraumes von fünf Jahren im New Valley ansässig, standen für extraprofessionelle Betätigungen nur die Wochenenden, d.h. der Freitag, zur Verfügung, und wenn die Temperaturen über 40 Grad C liegen, was während der Sommermonate meistens der Fall ist, verliert auch ein akklimatisierter Hobbyarchäologe die Lust in die Wüste zu fahren. Für die Feldarbeit können im Durchschnitt daher nur zwei Tage je Fundplatz angesetzt werden. Das zur Verfügung stehende Fortbewegungsmittel, ein alter, vierradgetriebener Wagen östlicher Bauart, war nicht immer ganz zuverlässig, seine Wartung war nicht gewährleistet. So kam es, dass unfreiwillige längere Fußmärsche zeitweise in Kauf genommen werden mussten. Besonders nach Sonnenuntergang ist es recht schwierig sich in der Wüste zielstrebig und zügig zu bewegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgezeichnete Landkarten waren glücklicherweise vorhanden. Außer Satellitenfotos im Maßstab 1:500.000 und Satellitenkarten 1:250.000 konnte für die meisten Fundplätze auf Detailkarten 1:25.000 und für das engere Projektgebiet sogar auf 1:2.000 zurückgegriffen werden. Für außerhalb liegende Gebiete wie 1023/82 und 1024/82 sind Kartenskizzen im Maßstab 1: 5.000 und 1:10.000 erarbeitet worden, welche natürlich nicht die gleiche Genauigkeit aufweisen wie das vorher erwähnte Material. Zur Erstellung dienten der nicht immer zur Zufriedenheit arbeitende Kilometerzähler des Autos sowie ein Fernglas 10x70 mit eingebautem Kompass. Ein Bandmaß für Messungen innerhalb der Fundplätze und einige Stahlstäbe als Markierungszeichen komplettierten die Ausrüstung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem beschriebenen Inventar handelt es sich ausschließlich um Oberflächenmaterial. Die Teile der Siedlungsplätze, welche von Sediment überdeckt sind, auch wenn es sich nur um einige Zentimeter Lockersediment wie Sand oder Kalksteinstaub handelt, sind unberücksichtigt geblieben, um sie eventuellen späteren Forschungen intakt zu erhalten.&lt;br /&gt;
Diese „in situ“ Fundplatzteile können aber auch nur unter Vorbehalten als solche angesprochen werden, unter Vorbehalt deshalb, weil falls die Kulturschichten unter einem äolischen oder aquatischen Sediment liegen, das Inventar während der Sedimentationsphase ebenfalls bewegt worden sein kann. Allenfalls in Höhlen, unter Felsüberhängen oder an anderen gut geschützten Plätzen können sich Kulturschichten ohne Perturbation aufbauen. So gesehen dürften ungestörte in situ Plätze im besprochenen Raum sehr selten sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Pläne, die die Verteilung der Artefakte per Quadratmeter oder Viertelquadratmeter zeigen, ist bewusst verzichtet worden, da die exogenen Kräfte bei Oberflächenmaterial zu einer Verschiebung oder gar einer Sichtung nach Korngrößen führen wie es im Kapitel „Die Wirkung des Windes auf die Lage steinzeitlicher Artefakte im ariden Klimabereich“ verdeutlicht wird. Konzentrationen bei reinen Oberflächenfundplätzen sind in den häufigsten Fällen, zumindest auf den in Abu Tartur beobachteten, natürlich und nicht kulturell bedingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein kurzes Kartenstudium zeigt, überragt das Abu Tartur Massiv die Ebene nach Süden um 350m und es liegt auch wesentlich höher als das benachbarte libysche Plateau. Die Hauptwindrichtung ist, wie auch im Niltal seit ältester Zeit bekundet, Norden und zwar schon seit dem Pleistozän, was wiederum an Hand von äolischen Überformungsstrukturen nachweisbar ist. Auch heute können ab und zu Wolken aus Norden erscheinen. Es ist beobachtet worden wie Wolken abregneten, bevor die Tropfen jedoch den Boden berührten, verdunsteten sie und stiegen als Wasserdampf wieder auf. Messbare Niederschläge sind in den Jahren von 1982 bis 1987 in Abu Tartur nicht gefallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem weitläufigem Wüstengebiet kann man auch bei guten Vorbedingungen nicht wahllos das Gelände begehen, wenn man Aussicht auf Erfolg haben will. Von großer Hilfe ist, sich die Umwelt und die Bedürfnisse der damaligen Bewohner vorstellen zu können. Dabei ist natürlich von Vorteil, Kenntnisse von Volksgruppen zu haben, die heute noch unter ähnlichen Bedingungen leben (Berbernomaden, Tuaregs, Bouzous, Peul u.a.). Davon ausgehend, dass der Mensch immer Wasser braucht, sei er nun Jäger, Hirte oder Bauer, sind die Wadiläufe zu beobachten und die Zonen ausfindig zu machen, wo Wasser sich in Tümpeln und Seen hat sammeln können. Die Gesamtmenge der nicht verdunsteten Niederschläge ist in der Wüste verblieben, da ein integriertes Flusssystem nicht vorhanden ist oder war, das Wasser hätte ableiten können.&lt;br /&gt;
Es gibt keine Hinweise darauf, dass wie in den Oasen Kharga und Dakhla Quellwasser aus dem nubischen Sandstein an die Oberfläche getreten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar stauen die Schiefertone der Dakhlaschichten das Wasser, welches als Regen auf das Kalksteinplateau fällt, dieses tritt aber am Nordrand bei Ain Amur aus und speist dort auch heute noch ein bescheidenes Wasserloch. Eine weitere Überlaufquelle ist bei Ain Elwan nordöstlich vom besprochenen Gebiet bis in historische Zeiten genutzt worden. Reste eines Tunnelsystems, in dem das Wasser von der Stauschicht zur Oase geleitet wurde, sind noch sichtbar. Außer dem Vorhandensein von Wasser spielen Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, strategische Lage und andere eine Rolle. Die Suche nach prähistorischen Siedlungsplätzen wird also auf einige Zielgebiete, meistens Senken, konzentriert, die vorher durch direkte Beobachtung der Topographie oder auch durch Auswertung von Kartenmaterial ausgewählt worden sind. Im Feld finden sich dann Indikatoren wie vereinzelte Artefakte und Straußeneischalen oder auch von weitem erkennbare ausgewitterte mit dunklen Gesteinsbrocken bedeckte Herdstellen. Die Untersuchungen werden in Zonen gehäufter Indikatoren intensiviert bis eine eventuelle Konzentration gefunden worden ist. Die Begrenzungen des Fundplatzes werden abgesteckt, ausgemessen und auf ein Messblatt übertragen. Dabei wird differenziert zwischen der Hauptkonzentration und der Zone, in der das Inventar weniger dicht gestreut liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberflächenbeschaffenheit, geographische Situation und erkennbar unter Sediment liegende Fundplatzteile werden ebenfalls vermerkt. Nachdem die Koordinaten festgelegt sind, wird die Lage der Fundstelle auf eine Karte übertragen. Wenn diese Vorarbeiten beendet sind wird das Oberflächenmaterial observiert und teilweise zeichnerisch aufgenommen und zwar Werkzeuge, Kerne, Keramik und anderes organisches Material.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls Feuerstellen vorhanden sind, wird gegebenenfalls eine Holzkohlenprobe entnommen. Die Lage der Herde, die als unbedingt immobil gilt, wird auf eine Karte übertragen. Bedingt immobile Mahlwerkzeuge werden eingemessen und bleiben neben unbearbeiteten Klingen, Lamellen und Abschlägen ebenfalls in ihrer ursprünglichen Lage an Ort und Stelle, so dass für eine eventuelle spätere Untersuchung die Strukturen des Fundplatzes erhalten bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Zonen fallen durch besondere Dichte der Siedlungsplätze auf. Es sind dieses die Playagebiete „Renate“, „Vera“, „Ingrid“ und „West“ in der Ebene und „T“ auf dem Plateau letzterer Fundkomplex liegt oberhalb der Pilotgrube der New Valley Phosphate Company.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Fundplätze nach Zonen geht aus den Tabellen I bis VII hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Playa Renate – Vera'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese mit 11km² größte Playa im behandelten Raum liegt nordwestlich des Abu Tartur Bergbauprojektes. Karten dieser Gegend waren nicht vorhanden und mussten mit primitivsten Mitteln und großem Zeitaufwand erstellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentlich zusammenhängende Gebiet wurde unterteilt in Norden (Renate) und Süden (Vera), einerseits der Übersichtlichkeit halber, andererseits wird die Zone „Vera“ von südlichen Zuflüssen, aus dem Nubiagestein kommend, gespeist, die Teilsenke „Renate“ hauptsächlich von Norden, also vom Kalksteinplateau und seinen vorgelagerten Hängen. Die festgesetzte Grenze und gleichzeitig Bestimmungskoordinate ist die Breite 310.000. Die mittlere Längenkoordinate ist 535.000. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet des Wadisystems beträgt mehr als 200km². Selbst bei geringen Niederschlagsmengen kann man davon ausgehen, dass während der Pluvialperioden permanent Wasser vorhanden war. Einige Pflanzen haben bis heute Überlebensbedingungen an den Tiefpunkten gefunden, nach sechs Jahren ohne jeden Regen. In der Nähe der Fundstelle 1053/85 steht noch ein abgestorbener Stumpf einer Dattelpalme, nicht weit davon liegen rote Scherben von auf der Töpferscheibe gearbeiteter Keramik (möglicherweise römisch) als Zeugen dafür, dass auch in jüngerer Vergangenheit Kulturpflanzen hier wachsen konnten und der Mensch, wenn auch vielleicht nicht ganzjährig, präsent war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Playa liegt nicht an einem alten Karawanenweg wie z.B. Playa West. Die Verbindungen Kharga – Dakhla verliefen entweder weiter südlich entlang der jetzigen Asphaltstraße oder aber nördlich über Ain Amur und über das Plateau bis zum Wadi Batikh, was soviel wie Wassermelonenfluss heißt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Nordteil Playa „Renate“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Süden hin offen und in Playa „Vera“ übergehend, ist das Becken von allen Seiten von flachen Hügeln aus nubischem Sandstein umgeben.&lt;br /&gt;
Einige Wissenschaftler sahen in den Sandsteinformationen nach kurzer Prüfung möglicherweise fossile oder stabilisierte Dünen. Dieses kann aus mehreren Gründen als ausgeschlossen gelten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Funde von versteinertem Holz und Abdrücke fossiler Pflanzenblätter in situ zählen in Quartärsedimenten zu den Raritäten, im nubischen Sandstein sind es Leitfossilien. &lt;br /&gt;
*Alle Dünen wandern von Norden her über das libysche Plateau und reichern sich auf ihrer langen Reise mit Kalksteinpartikeln an. Der nubische Sandstein enthält sehr geringe Mengen von Karbonaten, mit Salzsäure ist so leicht ein Nachweis zu führen.&lt;br /&gt;
*Die Stratigraphie der Gegend ist sehr klar und unkompliziert, man könnte sie als monoton bezeichnen. Alles was tiefer liegt als NN 300m muss nubischer Sandstein sein oder von ihm eingeschlossene Tonlinsen. Das Quartär um Abu Tartur ist beschränkt auf klassische Sedimente fluvio- und fluviolimnischer Natur, auf rezente Flugsandfelder, Wanderdünen und Restböden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesem kleinen Ausflug in die Quartärgeologie wieder zu den Fundplätzen.&lt;br /&gt;
Von Nordwesten fließt ein breites Wadi zu, das schon im Playabereich nach Nordosten abbiegt und sich in der Senke in der Höhe von Fundplatz 1045/84 verläuft. &lt;br /&gt;
Das Gefälle ist sehr schwach; hellgraue, dünne Schichten an der Oberfläche weisen auf rezente Wasserzuflüsse hin. Ursprünglich floss das Wadi nach Südosten entsprechend seiner Hauptrichtung weiter, wie ein invertiertes mit Geröll bedecktes Wadibett in der Nähe der Krümmung zeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geringen Niveauunterschied bedingt ist der Lauf des Wadis auch heute noch nicht stabilisiert. Nordwestlich der Krümmung existiert ein kompliziertes Überlauf- und Kommunikationssystem einmal zu einer kleinen Senke nördlich des Ockerhügels hin und zweitens zum vom Süden her kommenden Wadi.&lt;br /&gt;
Weitere Zuflüsse geringeren Ausmaßes erhält die Senke von Norden und Osten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Playaboden hat die typische rotbraune Farbe und kann in den Wadieinschnitten auf seine Struktur hin untersucht werden. Mehr oder weniger sandige und tonige Schichten wechseln einander ab, Mächtigkeit homogener Lagen variiert von Millimeter- bis zum Dezimeterbereich. Eingeschlossene Holzkohle kann ebenfalls beobachtet werden und zwar in der Krümmung des Hauptwadis im gleichen Niveau wie der nach Süden gelegene Fundplatz 1072/86, der eine Kulturschicht mit Kohleresten enthält.&lt;br /&gt;
Breite Trockenrisse bestimmen die Oberfläche der Senke, sie sind z.T. mit Trockenschlämmen und Flugsand ausgefüllt. Die Ausdehnung von Playa „Renate“ beträgt 2km von Norden nach Süden und 2,5km von Westen nach Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Südteil Playa „Vera“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet ist von einem von Süden zufließendem Wadi geprägt, die Einmündung selbst ist nach Osten gerichtet. Westlich schließt sich eine glattgeblasene Playa bis zu den Ausläufern der Hanghügel des Abu Tartur Massivs an, sie ist weitgehend frei von Flugsand und Verwitterungsresten. Der gleiche Playaboden wird östlich des Wadis vorgefunden, nur ist er hier teilweise und gegen die Hügelkette im Osten hin, stark mit Sand und Schutt bedeckt. Westlich dieser Sandsteinhügel befinden sich zwei Buchten des Playabeckens. Nach Norden geht das Gebiet in Playa Renate über. Hohe Sandsteinrücken grenzen das Becken nach Süden und Osten ab. Ohne sichtbare Verbindung zur eigentlichen Senke liegt südlich der Barriere ein weiteres flugsandüberdecktes, leicht nach Süden ansteigendes Playafeld mit dem großen Fundplatz 1024/82. Das mit Playa Vera bezeichnete Gebiet erstreckt sich 2km von Norden nach Süden und 3km von Westen nach Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Playa Ingrid''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundplätze dieser Zone gruppieren sich um eine Playasenke. Die Entfernung der äußeren Ränder beträgt von Norden nach Süden 1,5km, von Westen nach Osten rund 1km. Die obere Uferlinie liegt 190m über dem Meeresspiegel, das ausgeblasene Zentrum dürfte 8 bis 10m tiefer liegen, mit Ausnahme eines langgestreckten Inselrückens, der die Senke mit nordsüdlicher Achse durchläuft. Gespeist wird das Becken von einem im Süden einmündenden Wadi, dessen Hauptrichtung allerdings Westnordwest nach Ostsüdost ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mündungsbereich ist der rotbraune, stark sandige Playaboden von hellgrauem rezentem Sediment überdeckt. Durch eine Bodenwelle ist der Zufluss zum Hauptbecken, der früher existiert haben muss, gesperrt. Zuflüssen von anderen Seiten sind von geringer Bedeutung, außerdem sind Strukturen eventuell bestehender Wasserläufe durch dichten Flugsand verdeckt, lediglich ein schmaler Streifen im am tiefsten gelegenen Bereich der Playa ist weitgehend sandfrei aber auch frei von archäologischem Material.&lt;br /&gt;
Im Osten und Nordosten schließen sich Flugsandfelder an, die teilweise direkt auf nubischem Sandstein liegen, teilweise auch auf roten Restböden. Auch der Süden ist flach, hier tritt aber häufiger Sandstein in Rippen oder Platten auf. Im Westen und Nordwesten erhebt sich eine imposante Gruppe von Zeugenbergen, die das Gelände bis zu 100m überragen. Die zum Teil sehr steilen, bizarren Kegel sind, da sie so isoliert in der Ebene stehen, schon aus großer Entfernung als Landmarken erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die einzelnen Fundplätze der unteren Uferlinie (ca. 185m) sind 1013/82, 1015/82, 1018/82 und 1042/85. &lt;br /&gt;
*An der oberen Uferlinie liegen 1014/82, 1017/82, 1019/82, 1020/82, 1021/82, 1041/85 und 1051/85.&lt;br /&gt;
*Benachbarte Fundplätze sind im Norden 1022/82, im Westen 1043/85 und im Süden in der Wadischleife 1016/82. &lt;br /&gt;
*Als zentrale Koordinaten können als Länge 534.000 und als Breite 301.600 angegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Playa „West“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundkomplex liegt an den Ausläufern des Südhanges des Abu Tartur Massivs und umfasst ein Gebiet von ungefähr 4km². Das Zentrum wird durch ein Playabecken gebildet, in welches von Nordosten her ein Wadisystem einmündet. Unbedeutendere Abflussrinnen speisen die Senke von den umgebenden Hängen und Hügeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Sedimentationsphasen sind an den Schichtenanschnitten z.B. am Wadisteilhang zu beobachten. Stark sandiges Material wechselt mit tonigen Schichten entsprechend den Klimabedingungen während der Ablagerung. Wurmlöcher und Wurzelröhren weisen auf Fauna und Flora hin. Über dem rotbraunen Boden liegt stellenweise eine dünne, helle Schicht sehr rezenten Materials, welches nach den letzten Regenfällen abgesetzt wurde. Die Basis und die Begrenzung des Beckens werden durch nubischen Sandstein gebildet, einige Zeugenberge durchbrechen die playadecke. Playa West liegt auf 30 Grad 06’ 50’’ östlicher Länge und 25 Grad 17’ 40’’ nördlicher Breite. Die entsprechenden Werte der lokalen Karten sind L = 525.750m und B = 288.800m. Die Koordinaten der Einzelfundplätze sind in Metern und nicht in Grad ausgedrückt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Niveau der Uferzone liegt bei 205m, die Flächen rezenten Sediments bei 202m. &lt;br /&gt;
Außer den Höhenlinien, die einen Abstand von je 5m aufweisen, sind der Übersichtlichkeit halber lediglich die Hauptwadis in den Lageplan aufgenommen worden.&lt;br /&gt;
Besiedlungsstrukturen und Dichte werden durch Herdstellen verdeutlicht, da diese, wie schon erwähnt, als unbedingt immobil anzusprechen sind. &lt;br /&gt;
Felsgravierungen sind nur am Nordrand des Beckens beobachtet worden, sie werden gesondert behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Fundkomplex „T“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt auf dem südöstlichen Teil des Abu Tartur Massivs in der Nähe der Bruchkante. Das Niveau über dem Meeresspiegel beträgt rund 550m, das ist ein Unterschied von ca. 350m verglichen mit der Höhe der Fundstellen in der Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geographische Situation ist in sofern günstig, als das Gelände leicht nach Nordwesten einfällt. Die auf das Plateau fallenden Niederschläge laufen nicht nach Südosten am Hang ab, sondern fließen von der Kante nordwestwärts in kleine Senken. Böden können sich bilden und Wasser kann sich in Tümpeln und Teichen sammeln. Damit ist bei genügend hohen und regelmäßigen Regenfällen zunächst einmal eine Basis für Pflanzenwuchs gegeben. Wie die Dichte der Siedlungsplätze und ihre Verteilung zeigen, ist dieser topographische Vorteil reichlich von den damaligen Menschen genutzt worden. Durch Grabungen könnte die Frage geklärt werden, ob es sich bei den größeren Konzentrationen wie 0006/83, 0007/83 und anderen um temporäre oder dauerhafte Siedlungen gehandelt hat. Wasser war möglicherweise ganzjährig in Brunnenlöchern verfügbar. Andere Plätze könnten von nomadisierenden Hirten benutzt worden sein oder als Basislager für Jagdgesellschaften während einer Saison oder mehrere aufeinander folgender gedient haben. Auch hier könnte mehr Klarheit durch intensives Studium, weitere Erstellung von C14 Daten und vor allem durch Grabungen geschaffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände gliedert sich in mit Terra rossa gefüllten Senken einerseits und buckeligen Kalksteinflächen und Hügeln andererseits. Die dem Wind ausgesetzten Zentren der Rotbodenflächen sind geglättet und weitgehend frei von archäologischem Inventar. Die Ränder der Senken sind mit feinkörnigem Kalksteinschutt bedeckt, so dass Oberflächenfunde in diesem Bereich selten sind. Lediglich in den Übergangszonen oder an windgeschützten Stellen trifft man auf eindeutig zu definierende Kulturschichten. Letztere treten ebenfalls in Spurrinnen von Fahrzeugen, welche für Bohrarbeiten auf dem Plateau eingesetzt worden waren, auf. Vorsicht ist geboten bei der Beurteilung von Steinkreisen, sie können von Zeltlagern der Geologenteams stammen. Knochenfunde von eindeutig domestizierten Rindern lassen sich meistens auf importiertes Gefrierfleisch zurückführen. Die spezifische geographische Lage vieler Fundplätze, kleine, abflusslose Senken rings von Kalksteinhügeln umgeben, hat zur Folge, dass zumindest das Inventar der Steinartefakte vollständig sein muss. Weder Wasser noch Wind können es aus den Senken hinaus transportiert haben. Lediglich Verschiebungen innerhalb der Depression sind möglich und solche sind auch häufig beobachtet worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mittleren Koordinaten der Zone „T“ sind:&lt;br /&gt;
Länge = 522.000, Breite = 304.000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Fundstellen außerhalb der dichten Zonen''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein möglichst komplettes Bild der prähistorischen Aktivitäten im Raum Abu Tartur und in einigen wenigen Fällen auch außerhalb zu erhalten, ist die Arbeit nicht auf die oben angeführten Zonen beschränkt worden. Vielmehr ist das Gebiet möglichst flächendeckend im Rahmen der zur Verfügung stehenden Zeit und Mittel erfasst worden. Auch isolierte Herdstellen und Einzelfunde sind koordinatenmäßig festgelegt worden. Allerdings sind auch hier umfangreiche C14 Analysen zu erstellen, um außer den räumlichen auch die zeitlichen Zusammenhänge erkennen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gesteinsrohmaterial''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Inventar an der Oberfläche der Fundplätze besteht zum größten Teil aus Steinartefakten, die als Werkzeuge, Vorstufen zu Werkzeugen, Reststücke und Abfall zu erkennen sind.&lt;br /&gt;
Durch seine Härte und Widerstandsfähigkeit gegenüber der Erosion hat sich der Stein besser erhalten können als z.B. Knochen, Holz und sonstiges organisches Material.&lt;br /&gt;
Der Hauptlieferant zur Herstellung von Artefakten ist das Kieselgestein, ein kieseliges, biogenes Sediment, welches häufig als Konkretionen in Kreidekalken vorkommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu gehören für die Fundstellen von Abu Tartur:&lt;br /&gt;
*Feuerstein (engl. Flint, franz. Silex) in verschiedener Ausbildung und Färbung mit mikrokristalliner und kryptokristalliner Struktur.&lt;br /&gt;
*Jaspis (Hornstein), ein feinkörniges Kieselgestein, welches durch Fremdeinschlüsse gefärbt ist.&lt;br /&gt;
*Holzstein, durch Kieselsäure umgewandeltes Holz aus den Vor- Maestricht Schichten.&lt;br /&gt;
*Opal, amorphes Gestein aus Kieselsäure und mehr oder weniger Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig für Reibschalen und Läufersteine ist der Sandstein, ein psammitisches Sediment. Falls durch Kieselsäure verfestigt und durch Diagnese oder Metamorphose zu Quarzit umgewandelt, eignet er sich auch zur Herstellung von Werkzeugen.&lt;br /&gt;
Weniger wichtig als Materialien sind um Abu Tartur kristalliner Quarz, Plutonite und Vulkanite, Kalkstein, Wüstenglas und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Häufigkeit gestaffelt sind folgende Gestein als Rohstoff verwendet worden:&lt;br /&gt;
*1.) Feuerstein, grau. Er kommt in Knollen und knolligen Verwachsungen vor und wird nicht in unmittelbarer Nähe der Fundstelle angetroffen. Die Kurkur- Kalkschichten, die die Plateaukappe bilden, sind frei von Feuerstein. Das Herkunftsgebiet liegt nördlich und östlich von Abu Tartur, da wo Theben-, Esna- und Garaschichten anstehen. Das Material könnte ebenfalls aus derGegend um Dakhla stammen.&lt;br /&gt;
*2.) Feuerstein, braun. Er kommt in plattiger und linsenförmiger Ausbildung vor, er ist vielfach das Ausgangsmaterial bifazial, druckretuschierter Stücke. Seine Herkunft ist die gleiche wie die des grauen Feiersteins. &lt;br /&gt;
*3.) Sandstein kommt in allen Stufender Verfestigung in den Nubiaschichten im Bereich der besprochenen Fundstellen in der Ebene vor. Die Farbe variiert je nach Beimengungen (Eisen- Mangan) von hellgrau bis schwarz, von hellbeige bis dunkelbraun.&lt;br /&gt;
*4.) Jaspis kommt in kleinen Knollen und unregelmäßigen Gebilden in den tonigen, im Sandstein eingebetteten Linsen, vor. Er ist ein lokales Material.&lt;br /&gt;
*5.) Holzstein (versteinertes Holz) ist häufig in den Nubiaschichten anzutreffen. Ganze Bäume von 20m Länge sind kein Seltenheit. Dieses lokale Rohmaterial steht in großer Menge zur Verfügung.&lt;br /&gt;
*6.) Quarz kommt in Konglomeratbänken der Nubiaschichten in Form von Kieselsteinen verschiedener Größe vor. Dieses lokale Material wird wegen seiner schwierigen Bearbeitung seltener benutzt.&lt;br /&gt;
*7.) Feuerstein, schwarz. Er ist recht selten und kommt in Knollen und Kugeln mit geringem Durchmesser vor. Große Stücke sind wenig verbreitet, das Material ist feinkörnig und eignet sich vorzüglich zur Herstellung von Werkzeugen. Seine Herkunft ist wie die der anderen Feuersteine auf kreidige Kalkschichten beschränkt. &lt;br /&gt;
*8.) Andere Gesteinsrohstoffe kommen nur selten vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu erwähnen sind:&lt;br /&gt;
*Opal, einige Lamellen und Absplisse.&lt;br /&gt;
*Kurkurkalkstein, ein gut definierbares Stück ist bekannt. Artefakte aus Kalkstein an der Oberfläche sind wegen der geringen Härte des Material äolisch bis zur Unkenntlichkeit überformt.&lt;br /&gt;
*Plutonite und Vulkanite fanden Verwendung für polierte Beile, für Mahlsteine und Reibsteine. Sie sind über große Strecken zu den Fundplätzen von Abu Tartur transportiert worden.&lt;br /&gt;
*Wüstenglas fand für Artefakte Verwendung. Eine Bestätigung durch eine mikroskopische Untersuchung scheint angebracht. Herkunftsgebiet wäre die große Sandsee.&lt;br /&gt;
*Kalzit- und Barytkristalle dienten zur Herstellung von Schmuck, beide Mineralien finden sich an Ort und Stelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da in der näheren Umgebung nicht angetroffener Feuerstein die Rohstoffbasis für einen Großteil der Werkzeuge bildet, der prozentuale Anteil variiert zwischen den verschiedenen Fundstellen, muss angenommen werden, dass die rund 50 – 60km entfernten Vorkommen in den Wirtschaftsbereich der Benutzer einbezogen worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bestehen zwei Möglichkeiten:&lt;br /&gt;
*Spezialisierte Gruppen sammelten das Material oder bauten es sogar bergmännisch in Schürfgräben oder Gruben ab und bearbeiteten es teilweise. Die Halbfertigprodukte wurden an Verbraucher verhandelt.&lt;br /&gt;
*Während größerer saisonaler Jagd- u. Sammelausflüge fertigte die Verbrauchergruppe aus Gründen der Gewichtsersparniss selbst Halbfertigprodukte an und verarbeitete sie weiter wenn das Basislager wieder erreicht war.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In beiden Fällen findet man eine einleuchtende, einfache Erklärung dafür, dass große Klingenkerne äußerst selten auf den Fundplätzen angetroffen werden. Die Interpretation, welche besagt, Kerne seien restlos aufgebraucht worden, ist weniger zwingend, werden doch auch fertige, vollfunktionsfähige Werkzeuge in Mengen gefunden, logischerweise müssten dann auch neben fertigen und halbfertigen Stücken nicht verbrauchte Kerne vorhanden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei lokalem Material, z.B. den kleinen Jaspiskonkretionen, sind Kerne oder als Stichel benutzte Kernreste recht häufig. Ebenfalls sind Kerne aus geringvoluminösen, importiertem Material, erkenntlich an der Wölbung des Kortex, anzutreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der großen Entfernung ist bislang nur ein Schlagplatz im Rohstoffvorkommen selbst entdeckt worden, welcher die Vermutung der Vorfertigung an Ort und Stelle untermauern könnte. Er liegt östlich von der Oase Kharga an der Bruchkante des Plateaus in der Nähe des Gebel Ghanima*. (* Der Gebel Ghanima wird von den alten Einwohnern Khargas heute noch Gebel Umm el- Ghanayin genannt; in der frühen Phase der britischen Kolonisierung müssen die Namen der beiden Berge auf einer Karte vertauscht worden sein, dieser Fehler wird immer wieder kopiert. Der Ghanima liegt eigentlich bei El- Deir).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Beschreibungen der einzelnen Fundkomplexe sind PDF Dokumente in Druckqualität, um die Qualität der Zeichnungen und Karten zu erhalten und diese als Katalog ausdrucken zu können. Bei den Fundplätzen mit größeren Fundstellen sind viele Artefakte gezeichnet und beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typenliste Tixiers und Übersetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lesern, welche des Französischen nicht mächtig sind oder denen Tixiers „Typologie de l’Epipaléolithique du Maghreb“ nicht zugänglich ist, wird hiermit eine Liste der Werkzeuge an die Hand gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artefakte sind mit einer Tixier Nummer, ihrer französischen Bezeichnung sowie einer deutschen Übersetzung gekennzeichnet. Da mir keine älteren deutschen Übersetzungen, die sehr wahrscheinlich existieren, bekannt sind, habe ich eine eigene Interpretation versucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''HINWEIS:''' Klicken Sie auf den Link und anschließend auf das angezeigte PDF Symbol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Typenliste_Tixiers_Tabelle_aktuell.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - andere auf dem Plateau==&lt;br /&gt;
[[Datei:0001_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0004_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0005_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0019_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0020_0028_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0021_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0024_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0026_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0027_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0030_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0031_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0032_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0033_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0034_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0046_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0047_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - außerhalb von Abu Tartur==&lt;br /&gt;
[[Datei:0003_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1026_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1027_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1030_82_und_andereZusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1035_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1067_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1068_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1069_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1070_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - beiderseits der Stichstraße==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_beiderseits_der Stichstrasse_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - kleinere nördlich der Basis==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_kleine_noerdl_der_Basis_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Ingrid, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1013_18_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1014_19_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1015_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1016_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1017_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1021_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Renate, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1023_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1045_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1046_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1052_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1056_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1072_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex T, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:0002_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0006_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0007_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0008_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0009_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0010_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0011_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_Komplex_T_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
*Dies ist eine Zusammenfassung verschiedener Fundplätze des Komplexes T.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex T, kleinere==&lt;br /&gt;
[[Datei:0012_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0013_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0014_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0015_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0016_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0017_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0018_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0022_23_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0025_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0029_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0035_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0036_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0037_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0038_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0039_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0040_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:0055_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0056_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0057_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0058_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Vera, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1024_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1050_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex West, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1004_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1005_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Sandsteinebene==&lt;br /&gt;
[[Datei:1001_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1002_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1003_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1006_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1007_08_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1009_10_11_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1012_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1020_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1022_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1025_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1032_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1039_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1040_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1041_42_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1043_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1044_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1047_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1048_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1049_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1051_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1053_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1054_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1055_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1057_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1058_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1066_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1073_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1074_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1075_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1076_1077_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1078_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1079_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1080_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1081_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1082_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1085_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1086_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_Komplex_Ebene_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Nordosten des Plateaus==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0059_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0060_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0061_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_Nordosten_des_Plateaus_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vergleich verschiedener Fundstellen nach J. Tixier==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstellen_Grafik_1.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstellen 1005, 1023 und 1024 im Vergleich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstellen_Grafik_2.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstellen 0006, 0007 und 0011 im Vergleich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ergänzende Typologie von Artefakten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Erstellung von Typologien für neolithische Fundstellen mit hohem Anteil von bifazial bearbeiteten Artefakten.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einheitliche Typologien der lithischen Artefakte sind für einen Vergleich von Fundkomplexen wünschenswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Fundplätzen epipaläolithischer Prägung mit randretuschierten Werkzeugen ist die Anwendung der „Typologie de l‘epipaleolithique du Maghreb“ von Tixier ein ausgezeichneter Wegweiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Treten bei jüngeren Vorkommen vermehrt rand- oder flächenretuschierte Pfeilspitzen auf, ist Tixier nicht mehr zuständig, da er außer den typischen epipaläolithischen Werkzeugen lediglich Ounanspitzen und einige Vorstufen zu Bewehrungen beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kann auf H.J. Hugots „Essai sur les armatures de pointes de fléches du Sahara“ zurückgegriffen werden. Da Hugots Aufstellung mit wenigen Ausnahmen lediglich Pfeilspitzen aus Algerien behandelt, wird eine Erweiterung vorgeschlagen, welche die Bewehrungen der übrigen Saharagebiete berücksichtigt, um als Ergebnis eine „Pfeilspitzentypologie der Sahara“ zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Fundstelle 1005/83 mit einem Alter von 6420±60 BP (before present = vor heute) kann die Kombination von Tixier und Hugot beispielhaft angewand werden.&lt;br /&gt;
Rund 40% der lithischen Artefakte lassen sich nach Tixier klassieren. 43% des Gesamtinventars sind Bewehrungen und werden nach der erweiterten Typologie von Hugot eingeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restlichen 17%, zum überwiegenden Teil große bifazial retuschierte Werkzeuge, können problemlos in ein einfaches Schema gebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. kantenretuschierte Stücke'''&lt;br /&gt;
*side-blow-flakes&lt;br /&gt;
*große plattige Artefakte&lt;br /&gt;
*Sicheleinsätze&lt;br /&gt;
*andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. geschliffene Stücke'''&lt;br /&gt;
*Beile&lt;br /&gt;
*Pfrieme&lt;br /&gt;
*Schmuck&lt;br /&gt;
*Mahlwerkzeug&lt;br /&gt;
*andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. bifazial bearbeitete Stücke'''&lt;br /&gt;
*Messer&lt;br /&gt;
*Sichelmesser&lt;br /&gt;
*Spitzen&lt;br /&gt;
*andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kombination Tixier - erweiterter Hugot sowie die Aufschlüsselung der von der Kombination nicht erfassten Stücke wurde in Abu Tartur entwickelt und erstmals angewand.&lt;br /&gt;
Positiv ist zu bewerten, dass Archäologen das vom Autor dieses Berichts entwickelte System anwenden, unverständlich aber auch bezeichnend ist jedoch das Verschweigen der Quellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Technologietransfer==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Formenreichtum der ägyptischen Pfeilspitzen, und besonders der im Raum Abu Tartur dokumentierten Stücke ist außergewöhnlich groß. Allein hier wurden über hundert verschiedene Typen gezählt.&lt;br /&gt;
Die einmalig hohe Dichte an Bewehrungen ist ebenfalls bemerkenswert.&lt;br /&gt;
In der „Pfeilspitzentypologie der Sahara“ sind die in Abu Tartur beobachteten Stücke dunkel eingefärbt, falls eine Datierung vorgenommen wurde, ist diese in der Beschreibung der einzelnen Typen angegeben.&lt;br /&gt;
Ein Vergleich mit anderen ägyptischen Fundstellen sowie solchen aus anderen Saharaländern liegt bereits vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da häufig eine Beeinflussung des ägyptischen Neolithikums durch die Kulturen des „fruchtbarem Halbmonds“ postuliert wird, soll hier eine Auswahl der Pfeilspitzentypen aus der westlichen Wüste Ägyptens mit denjenigen einiger ausgewählter Fundstellen des Nahen Ostens sowie Kleinasiens gegenübergestellt werden.&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wird ein Blick auf die Keramikproduktion, die Bauwerke und die produzierende Nahrungsbeschaffung geworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''A.)   Jericho (Jordanien) nach K.M. Kenyon und J. Gerstang'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die älteste Schicht gehört in die Natuf Gruppe, das Alter beträgt 9850+-240 Jahre. Die jüngeren keramikfreien Schichten weisen C-14 Werte von 8700, 8100 und 7700 Jahren auf.&lt;br /&gt;
Aus Stufe 4 sind fünf kantenretuschierte Pfeilspitzen präsentiert, die den Typen H5 und Übergängen von H1 nach H5 zugeordnet werden können. Eine Spitze ähnelt in der Silhouette einer D20 Spitze, allerdings nicht flächen- sondern kantenretuschiert. Die oberste Schicht, 5100 Jahre alt, führt viel Keramik aber keine Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''B.)   El-Chiam (Jordanien) nach R. Neuville'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Besondere an den unteren Schichten des Natufien sind kantenretuschierte Dreieckspitzen mit im proximalen Bereich sich gegenüberliegenden Schäftungskerben. Die Basis kann geradlinig, leicht konkav oder auch mit einem winzigen Schäftungsdorn gestaltet sein. Zu vergleichen mit A7, A42 und D8. Stielspitzen sind vom Typ H5 oder erinnern, obwohl kantenretuschiert, an D3- Spitzen.&lt;br /&gt;
Letztere sowie die oben genannten Dreieckspitzen sind in der westlichen Wüste Ägyptens nicht bekannt, auch Formen die von diesen Typen hätten abgeleitet werden können sind nicht vorhanden. Wohl aber kommen sie in anderen Sahararegionen vor, allerdings als flächig retuschierte Bewehrungen.&lt;br /&gt;
Die jüngeren Tahune- Schichten El- Chiams weisen schon Flächenretuschen auf. Vertreten sind Stielspitzen der Typen D1, D3, D10 und Blattspitzen der Typen C1, C4 und C10. Häufig ist die Flächenretusche nur partiell. Sämtliche Spitzen- Typen sind bis auf die D10 in Ägypten weit verbreitet. Die D10 sowie die ähnliche D9 kommen in Algerien auf den Fundplätzen Aoulef, Fort Flatters und site 707 vor. Nicht bekannt sind schlanke D3 und D4- Spitzen mit Schäftungskerben. &lt;br /&gt;
Keramik wurde nicht beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''C.)   Beidha (Jordanien) nach D. Kirkbride'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Schicht IV beträgt 8790+- 200 Jahre BP. Die Schicht ist keramiklos. Es kommen Segmente vor. Aus der oberen Schicht II werden Pfeilspitzen der Typen H1, H10 und H11, sowie Ounanspitzen vom Typ H12 und ounanähnliche Stücke u.a. auch H5 vorgestellt. Die Doppelbohrer- Spitze H3 ist ebenfalls vertreten. Ein Bruchstück einer kantenretuschierten Stielspitze mit gegenüberliegenden Schäftungskerben, wie sie in El-Chiam häufiger vorkommen, gehört ebenfalls zum Inventar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''D.)   Byblos (Libanon) nach M. Dunand'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden drei Schichten beschrieben.&lt;br /&gt;
IC obere Neolithschicht 6550+-200 Jahre BP&lt;br /&gt;
IB mittlere Neolithschicht 7000+-80 Jahre BP&lt;br /&gt;
IA unterste Neolithschicht keine Altersangabe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die älteste Schicht Pfeilspitzentypen wie D44, C1 und C10 mit dreieckigem Querschnitt enthält, die mittlere Schicht D44 und C1, verarmt die jüngste Schicht im Hinblick auf die Pfeilspitzen und führt lediglich Segmente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E.)   Mugharet el- Wad (Israel) nach D.A.E. Garrod'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben großen Mengen von geometrischen Mikrolithen, hauptsächlich Segmente, wurden nur wenige kantenretuschierte Pfeilspitzen gefunden. Ein abgebildetes Exemplar ähnelt in der Silhouette der flächenretuschierten D36 Spitze. Eine weitere Abbildung stellt eine Dreieckspitze mit konkaver Basis und zwei sich gegenüberliegenden Schäftungskerben dar. Sie kann mit den Exemplaren von El Chiam verglichen werden. Die Natuf- Fundstelle weist keine Keramik auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''F.)   Scha’ar ha-Golan (Israel) nach M. Stekelis'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Schichten des Yarmukian finden sich in Bezug auf Pfeilspitzen die Typen C1, C3, C10, D21, ounanähnliche Spitzen, sowie Doppelbohrer- Spitzen vom Typ H3. Vielfach sind die Projektile nur teilweise flächig retuschiert. Die Fundstelle führt keine Keramik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben genannten Fundstellen liegen in relativer Nähe zu den ägyptischen Vorkommen und es sind keinerlei Gemeinsamkeiten in den Pfeilspitzen Typologien erkennbar. Jegliche Beeinflussung oder gar ein Technologietransfer kann ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
Weiter entfernte Pfeilspitzen- Vorkommen im „fruchtbaren Halbmond“ bestätigen das Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So führt die iranische Fundstelle Ali Kosh mit einem Alter von 7400 – 9900 Jahren BP lediglich Mikrolithen als eventuelle Bewehrungen (nach F. Hole und K.V. Flannery).&lt;br /&gt;
Die irakische Fundstelle Djarmo weist bei einem Alter von 6500 Jahren BC trapezförmige Querschneider und kantenretuschierte Blattspitzen auf. Keramik kommt trotz nachgewiesener Lebensmittel- Produktion nicht vor (nach P.J. Braidwood et al.).&lt;br /&gt;
Aus Ras Schamra in Syrien sind aus der ältesten Schicht V ounanähnliche, partiell flächenretuschierte Spitzen sowie H5- Spitzen und eine schlanke, flächenretuschierte Dreieckspitze mit sehr kleiner Kehle bekannt. Auch D44 kommt vor (nach C.F. Schaeffer und R. de Vaux).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Türkei seien Catal Hüyük mit einem ältesten Datum von 6385+-101 BC Jahren und das jüngere, in den ältesten Schichten keramikfreie Hacilar mit 5614+-92 BC Jahren genannt.&lt;br /&gt;
Catal Hüyük fährt außer Keramik und teilflächig retuschierten Blattspitzen der Typen C1, C3 und C10, D44- Spitzen, sowie D1 und D3- Spitzen.&lt;br /&gt;
In der Schicht C kommen auch Ounan- und H5 Spitzen vor. Für Hacilar sind keine Pfeilspitzen erwähnt (Catal Hüyük nach J. Mellaart und P.A. Bialor; Hacilar nach J. Mellaart).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen-Typologien im „fruchtbaren Halbmond“ scheinen verglichen mit denen der westlichen Wüste Ägyptens recht einfach angelegt zu sein und ändern sich kaum während langer Besiedlungsphasen. Eine Keramikproduktion setzt in den betroffenen Regionen erst zwischen 6500 BC und 6000 BC ein. Hausbau und Nahrungsmittel- Produktion dagegen sind voll entwickelt und nachgewiesen.&lt;br /&gt;
Frühe Keramikfunde aus der Sahara, besonders aus dem Sudan, aus Ägypten, Niger und Libyen datieren von rund 9500 BC cal bis 8000 BC cal und sind damit im Allgemeinen 2500 bis 2000 Jahre älter als Keramik aus dem „fruchtbaren Halbmond“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hätte ein Austausch zwischen den Kulturen des Nahen- und des Mittleren Ostens und denen der Sahara stattgefunden, so wäre die Wahrscheinlichkeit groß gewesen, dass das Wissen um die Töpferkunst als erstes übernommen worden wäre.&lt;br /&gt;
Da dieser Technologietransfer von der Wüste in den „fruchtbaren Halbmond“ im frühen Neolithikum nicht vollzogen worden ist, kann postuliert werden, dass das Wissen um eine Nahrungsmittelproduktion ebenfalls den umgekehrten Weg vom Nahen Osten in die Wüste nicht gefunden hat.&lt;br /&gt;
Das heißt, Ackerbau und Viehzucht sind höchstwahrscheinlich ohne Beeinflussung von außen in der Sahara entstanden.&lt;br /&gt;
Nun ist es äußerst schwierig in der Wüste mit sehr hohen Deflationsraten Beweise zu finden. Zwar sind Gerste und Weizen in geringen Mengen nachgewiesen, vom ebenfalls gefundenen Sorghum wird gesagt es handele sich um Wildformen. So hätte Sorghum in der Wüste die Rolle, die im östlichen Mittelmeerraum Gerste und Weizen gespielt haben, übernehmen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen Abu Tarturs mit den mächtigen Playaablagerungen, den Böden auf  dem Grund der Dolineneinbrüche und der enormen Anzahl gut erhaltener Feuerplätze, bieten sich der Forschung geradezu an, hier weiter nach Spuren von Domestizierung sowohl im Bereich der Fauna als auch der Flora zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==TIX 16 - mèche de foret - Bohreinsatz==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Tixier definiert wie folgt:&lt;br /&gt;
Werkzeug mit schlanker Silhouette, manchmal aus einem Stichelabschlag hergestellt.&lt;br /&gt;
Die Parallel verlaufenden Ränder sind vollständig oder teilweise durch direkte, abrupte Retuschen modifiziert. Eine Extremität oder auch beide sind mehr oder weniger zugespitzt. Ein Schnitt durch das Werkzeug zeigt die Form eines Trapezes, Quadrats oder Rechtecks. &lt;br /&gt;
Es könnte noch hinzugefügt werden, dass beide Seiten keine Retuschen aufweisen, es sei denn in einigen Fällen lediglich als Schärfung an den Enden.&lt;br /&gt;
Im Widerspruch zu seiner Definition zeigt Tixier ein Exemplar eines Bohreinsatzes, welches weder parallel verlaufende Ränder noch den beschriebenen Querschnitt aufweist (Seite 62 Nr. 13 aus Lalla de Gafsa, E. – G. Gobert).&lt;br /&gt;
So bleibt auch hier Raum für eine gewisse Interpretation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In meiner epipaläolithischen Sammlung aus dem Maghreb befindet sich kein einziger Bohreinsatz, diese Tatsache ist nicht weiter verwunderlich, da der prozentuale Anteil der mèche de foret an den Inventaren des Capsiens aber auch des Iberomaurusiens laut Tixier im Bereich von 0,4 % liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neolithischen Fundstellen von Abu Tartur in Ägypten verfügen in ihrer großen Mehrheit über den Tix 16 wenn auch in sehr verschiedenen Anteilen an der Gesamtmenge der Werkzeuge. Allerdings ist er das häufigste Bohrgerät in der Sammlung.&lt;br /&gt;
Tix 16 kommt in den unterschiedlichsten Dimensionen vor. Ein großes Exemplar vom Fundplatz 1023/82 misst 68mm in der Länge, 10mm in der Breite und 7,5mm in der Dicke. Kleine und kleinste Stücke messen z.B. &lt;br /&gt;
*30 x 3 x 2,8 (mm) Fundplatz 0052/85&lt;br /&gt;
oder  &lt;br /&gt;
*16 x 2,4 x 1,6 (mm) Fundplatz 1013/82 (Reststück)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichnungen sind im Katalog der Fundstellen zu finden.&lt;br /&gt;
*0007/83, 0011/83, 1013/82, 1016/82, 1017/82, 1052/85, 1072/86, 1004/83 und 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Gesamtdauer des Abu Tartur Neolithikums sind Bohrer vom Typ Tix 16 auf den Fundstellen präsent.&lt;br /&gt;
Im mittleren Neolithikum ist eine besondere Dichte zu erkennen. -&amp;gt; Siehe Liste als PDF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Liste_der_Anteile_von_TIX_16.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine rein neolithische Version des Tix 16 ist ein voll flächenretuschiertes Gerät mit der Silhouette einer schlanken Blattspitze vom Typ C1 oder C10. G. Aumassip, die in der Bas Sahara in Algerien geforscht hat, nennt dieses Werkzeug „pointe de Labied“ also Labiedspitze. &lt;br /&gt;
Es handelt sich aber einwandfrei um einen Bohreinsatz, wie unschwer an den Gebrauchsspuren vieler Exemplare nachgewiesen werden kann.&lt;br /&gt;
Der Querschnitt ist dreieckig, wobei die drei Seiten jeweils eine  Krümmung aufweisen,&lt;br /&gt;
Drei „Labiedspitzen“ vom Fundplatz 1023/82 weisen folgende Dimensionen auf:&lt;br /&gt;
*1.)   L = 58,5; B = 10,0; D = 5,9&lt;br /&gt;
*2.)   L = 50,0; B = 8,5; D = 5,1&lt;br /&gt;
*3.)   L = 62,0; B = 10,0; D = 6,5&lt;br /&gt;
Die Dimensionen sind in Millimetern angegeben. Nr.1 und Nr.2 weisen Gebrauchsspuren an beiden Enden auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich waren die Labiedspitzen als auch die klassischen Tix 16- Bohrer in Holz oder Knochen parallel zu ihrer Längsachse gefasst und wurden durch die Hand oder aber durch eine Bogensehne in eine alternierende Rotation gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bergbau wo viel und fast ausschließlich Gestein gebohrt wird, kennt man drei Bohrsysteme, &lt;br /&gt;
1.) Drehendes Bohren. Außer der kontinuierlichen Rotation in eine Richtung ist der Andruck des Bohrers auf das zu bohrende Medium von großer Wichtigkeit. Der Andruck soll ein Eindringen des Bohrers in das Gestein und eine Spahnabhebung bewirken. Fehlt der Druck nutzen sich Bohrer und Gestein lediglich gegenseitig ab. Letzteres ist der Fall bei den Tix 16- Bohrern. Dieses gilt auch für die übrigen steinzeitlichen Bohrer, es sind werkzeugtechnisch gesehen frühe, primitive Abnutzungsbohrer. &lt;br /&gt;
Die anderen Bohrsysteme 2.) das schlagende Bohren und 3.) das Drehschlagbohren waren noch nicht erfunden, dazu braucht es Metall, vorzugsweise Stahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Normalgrößen des Tix 16 existieren sehr kleine 15mm bis 20mm lange mèche de foret. Diese sind als Reststücke anzusehen, sie waren zu kurz um noch gefasst zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Frühere Publikationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag ist die originale Beschreibung und Analyse der holozänen, steinzeitlichen Fundstellen im Raum Abu Tartur, Ägypten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist möglich, dass frühere Publikationen zu dem oben genannten Thema existieren, die vor dieser Veröffentlichung erschienen sind. Diese wären jedoch in jedem Fall durch das Original beeinflusst, falls es sich nicht gar um Plagiate handeln sollte.&lt;br /&gt;
Zwar stand mein Material dem Institut für Ur- und Frühgeschichte zu Köln lange Zeit zur Verfügung, Veröffentlichungen waren allerdings an eine Bedingung geknüpft, welche leider nicht eingehalten wurde.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

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		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Datei:Foto_12_sw_Rene_Gebhardt.jpg&amp;diff=5562</id>
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&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

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&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundkomplex_Abu_Tartur&amp;diff=5558</id>
		<title>Fundkomplex Abu Tartur</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundkomplex_Abu_Tartur&amp;diff=5558"/>
				<updated>2021-06-24T10:29:43Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Felskunst - Fotogalerie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Die steinzeitliche Besiedlung Abu Tarturs im Holozän==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer heute durch die westliche oder libysche Wüste Ägypten reist, findet, dass außer in den Oasen, Vegetation praktisch inexistent ist. Das Klima ist hyperarid und in den Jahren von 1982 bis 1987, in denen ich dort für eine Bergbaugesellschaft tätig war, fielen nur in einer Nacht wenige, schwere Tropfen, die kleine Krater in der ausgetrockneten Erde hinterließen. Messbar war dieser Niederschlag nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur, so heißt die Lokalität, ist eine in der Entwicklung befindliche Phosphatgrube. Wohn- und Verwaltungsgebäude liegen 43 km westlich von Kharga, der Hauptstadt des New Valley Bezirks, an der Asphaltstraße nach Dakhla. Die Grube und die übertägigen technischen Einrichtungen sind über eine nach Norden verlaufende Stichstraße erreichbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur ist aber auch ein ausgedehntes Hochplateau mit einer Höhe von ca. 500 bis 600 m über dem Meeresspiegel, welches die Sandsteinebene, in der die El Ghorab Straße zwischen Kharga und Dakhla verläuft, um bis zu 400 m überragt '''Abb. 1'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Abu_Tartur_Lageskizze_Gesamt.png|400px|Lageskizze_Abu_Tartur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 1: Abu Tartur Gesamtübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drittens steht der Name Abu Tartur für die ca. 150 steinzeitlichen Fundplätze, die in den fünf Jahren meiner Anwesenheit entdeckt und bearbeitet worden sind.&lt;br /&gt;
Von jedem Platz ist eine Skizze erstellt worden, meistens im Maßstab 1 : 1.000. Auf diesen Karten erscheinen die Koordinaten, Höhenlinien, Wadiläufe und größere Regenrinnen sowie Bemerkungen zur Untergrundbeschaffenheit. Von dem archäologischen Inventar werden die Fundstreu und die Fundkonzentrationen, die Herdstellen, anstehende Kulturschichten sowie die Mahlwerkzeuge markiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderheiten wie Steinkreise und andere Bauwerke, Vegetationsreste oder ungewöhnliche Artefakte werden ebenfalls eingezeichnet. Nicht berücksichtigt wird die Verteilung des Oberflächeninventars nach Quadratmetern oder Viertelquadratmetern. Eine Langzeitstudie vor Ort über die Bewegung von Artefakten durch Wind hat die Nutzlosigkeit dieser Maßnahme unter den gegebenen klimatischen und geographischen Verhältnissen eindeutig belegt. Weitere Übersichtsskizzen im Maßstab 1 : 10.000 wurden für die Hauptzonen der prähistorischen Siedlungsreste erarbeitet. Es sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den Inventaren ausschließlich um Oberflächenmaterial handelt. Auf Grabungen ist in jedem Fall verzichtet worden, um die Fundstellen für eventuelle weitergehende Untersuchungen intakt zu erhalten. Vom faunistischem Material und von der Keramik sind Belegstücke aufgelesen worden, die entnommenen Mengen lassen daher nicht auf die tatsächlich vorhandenen Mengen schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird eine Auswahl von drei Fundstellen vorgestellt, sie decken den gesamten erfassten Zeitraum der Besiedlung ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 0002/84 - 9120 +- 40 BP - Poz – 11204 - Straußeneischale&lt;br /&gt;
* 1004/83 - 7590 +- 75 BP - KN 3744 - Holzkohle&lt;br /&gt;
* 1005/83 - 6420 +- 60 BP - KN 3740 - Holzkohle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1005_83_Eickelkamp_selbst.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Autor Eickelkamp bei der Sicherung von Holzkohle, Fundplatz 1005/83, 1985 (Foto: René Gebhardt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste bislang datierte Fundplatz Abu Tarturs (0002/84) fällt in die frühe Zeit der holozänen Besiedlung, die von F. Wendorf und R. Schild als El Adam- Phase bezeichnet wird. Der Fundplatz liegt rund 900 m von der Plateau Bruchkante entfernt an der Südseite eines ausgedehnten, mit Kalksteinhügeln durchsetzten Playafeldes. Anstehender Kalkstein, grob- und feinkörniger Verwitterungsschutt wechseln mit playaähnlichen terra rossa Restböden ab. Für einen unerfahrenen Beobachter, der die Verwitterungsformen der Wüste aus eigener Anschauung nicht kennt, macht die Gegend einen chaotischen Eindruck. Der Platz ist zur Hauptwindrichtung nach Norden völlig offen und nur nach Osten hin durch einen langgestreckten Hügel geschützt. Der teilweise freiliegende Playaboden* zeigt deutlich Deflationsspuren. Die Ausdehnung des Platzes beträgt von N. nach S. 75 m und von W. nach O. 70 m. Die windgeglättete Playaoberfläche ist frei von Artefakten. Erst in den südlich sich anschließenden Schuttfeldern kommt es zu sekundären Konzentrationen vor allem an kleinvoluminösen Stücken. Schwere Artefakte wie Schaber treten in dem westlichen, langgezogenen Schuttstreifen auf. Außer einigen Dunkelfärbungen der ansonsten hell rotbraunen Playa konnte keine Kulturschicht ausgemacht werden. Grabungen im zentralen Südteil und östlich im feinen Hangschutt könnten erfolgreich sein. Feuerstellen oder Schichten mit entnehmbarer Holzkohle sind nicht gefunden worden. Es ist jedoch gebrannter Ton mit winzigen, eingeschlossenen Kohlepartikeln beobachtet worden. An Mahlwerkzeug sind drei Läufersteine und windüberformte Sandsteinreste von  Reibschalen gefunden worden. Straußeneischalen kommen sowohl als glatte, unverzierte Stücke als auch mit Ritzungen versehen vor. Neben zwei runden, nicht perforierten Scheiben und sechs eckigen, perforierten Stücken wurden auch 17 fertiggestellte Perlen gefunden. Ein aus einem Kalzitkristall gearbeiteter „Ohrstecker“ ist fein poliert und sehr gut erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffallend sind die östlich und nordöstlich von 0002/84 gelegenen halbmondartigen Strukturen aus aufgeschichteten Kalksteinbrocken, sie stellen wahrscheinlich Windschilde dar. Eine geschlossene Steinlegung mit den Dimensionen 2 m x 1,5 m und große Mengen von unverzierter Keramik, möglicherweise zu großen, rundbödigen Gefäßen gehörend, fallen ebenfalls auf. Diese Funde und Befunde stehen nicht im Zusammenhang mit 0002/84 sondern sind Teil der Fundstelle 0049/85. Das Gelände ist hier völlig mit lockerem Kalksteinschutt bedeckt und konnte daher nicht untersucht werden. Hier würde eine Grabung sicherlich interessante Resultate zeitigen, zumal eine Massierung von über 20 Bauten bislang in der westlichen Wüste nicht angetroffen worden ist.&lt;br /&gt;
Einige wenige, aus Schwerfahrzeugspuren entnommene Artefakte (1 Stichel, 1 Abschlag und 1 gekerbte und retuschierte Klinge) sind nicht diagnostisch.&lt;br /&gt;
Da der Fundplatz 0002/84 hauptsächlich epipaläolithische Merkmale aufweist, konnte er ohne Schwierigkeiten nach Tixier klassiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Klassische Playaablagerungen können auf dem Plateau schon wegen der geringen Höhenunterschiede und der dadurch mangelnden Größe der Einzugsgebiete nicht vorkommen. Soweit Böden vorhanden sind, handelt es sich um chromic luvisole oder terra rossa. Im Bereich der Fundstellen sind diese durch Siedlungsaktivitäten verdichtet und verunreinigt worden, so dass das übliche helle Rot einem Rotbraun gewichen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0002/84 Werkzeugfrequenz nach Tixier – '''Tabelle 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nr. Tixier&lt;br /&gt;
| Werkzeug Typen&lt;br /&gt;
| Anzahl&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| % der Gruppen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot;|Kratzer*&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| 0,99&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot;|Gruppe I 6,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|14&lt;br /&gt;
|3,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Bohrer&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 0,50&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Gruppe II 1,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Stichel&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| 1,24&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Gruppe III 2,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|27&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 44&lt;br /&gt;
| Kombiwerkzeuge&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| Gruppe V 0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 45&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Gruppe VI 0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|69&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 74&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Kerben&lt;br /&gt;
| 13&lt;br /&gt;
| 3,23&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Gruppe VII 9,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|27&lt;br /&gt;
|7,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 80&lt;br /&gt;
| Endretuschen&lt;br /&gt;
| 11&lt;br /&gt;
| 2,74&lt;br /&gt;
| Gruppe VIII 2,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 85&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;8&amp;quot;|Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;8&amp;quot;|Gruppe IX 48,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|86&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|87&lt;br /&gt;
|84&lt;br /&gt;
|20,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|89&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|91&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|92&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|24,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|93&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|95&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 101&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Microburins&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Gruppe X 5,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|102&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|5,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|103&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 105&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Varia&lt;br /&gt;
| 67&lt;br /&gt;
| 16,67&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Gruppe XI 23,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|106&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|4,49&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''402'''&lt;br /&gt;
| '''100,02'''&lt;br /&gt;
| '''100,01'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 18 Varia (Tix 112) sind sieben Pfeilspitzen (1,74 %), davon zwei Harifspitzen, zwei einseitig flächenretuschierte Stielspitzen und drei beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen. Die verbleibenden elf Stücke machen 2,74 % des Gesamtvolumens aus, darunter sind solche exotische Artefakte wie ein an allen Rändern kantenretuschiertes ypsilonförmiges Stück wie es auch im mauretanischen Küstenneolithikum vorkommt oder ein ebenfalls an allen Rändern kantenretuschiertes Dreieck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Einige Kratzer weisen eine doppelte Patinierung auf, hier sind Paläowerkzeuge geschärft und wiederverwendet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich der Nabta und Kiseiba Fundstellen E-80-4, E-79-8, E-77-7 und der Abu Tartur Fundstelle 0002/84 – '''Tabelle 2'''  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Fundplatz&lt;br /&gt;
| E-80-4&lt;br /&gt;
| E-79-8&lt;br /&gt;
| E-77-7&lt;br /&gt;
| 0002/84&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Alter&lt;br /&gt;
|9220+-120BP SMU-925&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
8920+-130BP SMU-757&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9060+- 80BP SMU-861&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9180+-140BP SMU-914&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9350+-120BP SMU-927&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9440+-230BP SMU-758&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9610+-150BP SMU-928&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9820+-380BP SMU-858&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
8960+-110BP SMU-440&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8875+- 75BP ETH-8583&lt;br /&gt;
|9120+-40BP Poz 11204&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Anzahl der Werkzeuge&lt;br /&gt;
| 423&lt;br /&gt;
| 374&lt;br /&gt;
| 158&lt;br /&gt;
| 402&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Werkzeuggruppen in %&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;I Kratzer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;II Bohrer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;III Stichel&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;V Kombinationswerkz.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;VI Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;VII Kerben&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;VIII Endretuschen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;IX Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;X Microburin&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;XI Verschiedene&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;17,49&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,84&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,95&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;41,37&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;7,57&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;6,62&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,60&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9,69&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;10,87&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;14,17&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;7,22&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;4,28&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;37,17&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;10,70&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;5,08&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,14&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8,02&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;11,23&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;5,06&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;48,10&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8,23&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8,23&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,63&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;13,30&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;16,45&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;6,47&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;1,00&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,24&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,25&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,50&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9,95&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,74&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;48,01&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;5,72&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;23,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''100,00 %'''&lt;br /&gt;
| '''100,01 %'''&lt;br /&gt;
| '''100,00 %'''&lt;br /&gt;
| '''100,01 %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Dekorierte&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Straußeneischalen&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
4 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Farnblattmuster&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
25 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Farnblattmuster&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
8 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Strichmuster&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
3 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Strichmuster&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Komplette&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Straußeneiperlen&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;436&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;175&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
33 davon&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;22 zerbrochen&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schmuck&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| 1 Kalzitstecker&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mahlwerkzeuge&lt;br /&gt;
| Vorhanden&lt;br /&gt;
| Vorhanden&lt;br /&gt;
| Keine&lt;br /&gt;
| Vorhanden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Keramik&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
5 Scherben von&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;der Oberfläche&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
3 Scherben&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;in Situ&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
1 Scherbe&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;mattenverziert&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Keine an der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Oberfläche gefunden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier zu vergleichenden Fundstellen gehören der selben Altersspanne an und weisen bis auf  E-77-7 ähnliche Mengen an Werkzeugen auf.&lt;br /&gt;
Bei den Kratzern, es sind auf allen vier Fundstellen hauptsächlich relativ schwere Endkratzer auf Abschlägen, ist der prozentuale Anteil in Bir Kiseiba mehr als doppelt so hoch wie in Abu Tartur, in Nabta dagegen sind es weniger als in Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Bohrern ist der Unterschied groß, da 0002/84 lediglich vier Exemplare vom Typ Tixier 12, 13 und 16 hervorgebracht hat, was 1,00 % ausmacht gegenüber 2,84 % und 7,22 % in Kiseiba. In Nabta fehlen die Bohrer gänzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Plätze E-80-4 und E-79-8 liegen die Stichel im Mittel bei 2,62 %, das stimmt mit den 2,24 % für 0002/84 gut überein, E-77-7 weist keine Stichel auf. Die Häufigkeit von Kerben, Endretuschen und der Mikroburin Technik ist auf den vier Fundstellen ähnlich. Die Verschiedenen sind doppelt so stark in Abu Tartur vertreten wie in Bir Kiseiba. Nabta und Abu Tartur sind sich ähnlicher. Alles in allem entsprechen die vorgestellten Inventare den Kriterien der El Adam Phase wenn da nicht in Abu Tartur nur 0,50 % rückengestumpfter Lamellen wären gegenüber den 41,37 % respektiverweise 37,17 % in Kiseiba und den 48,10 % in Nabta. Dem Mangel an rückengestumpften Lamellen steht ein Zuviel an geometrischen Mikrolithen, nämlich 48,01 %, gegenüber. Die entsprechenden Zahlen für Kiseiba sind 2,60 % und 2,14 %, in Nabta gibt es nur ein einziges Dreieck, das sind 0,63 % der Gesamtmenge. Diese Mikrolithen von Abu Tartur bestehen zum größten Teil aus Trapezen, die durch ihre Bearbeitung erkennen lassen, dass sie als Pfeilbewehrungen genutzt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Epipaläolithikum der Sahara wie auch im Mesolithikum Europas wurden mehrere rückengestumpfte Mikrolithen zu einer Pfeilbewehrung kombiniert. Der hohe Anteil dieser Artefakte erklärt sich aus der Notwendigkeit effektive Jagdwaffen zur Verfügung zu haben, da eine Hauptnahrungsquelle das Fleisch von Wildtieren war wie die entsprechenden Knochenanalysen belegen. Zu einem gewissen Zeitpunkt, um 9120 BP, hat ein findiger Jäger in Abu Tartur die Kombinationsbewehrung durch eine Einzelbewehrung mittels Querschneidern ersetzt. Werden die Rubriken VI „rückengestumpfte Lamellen“ und IX „geometrische Mikrolithen“ zu einer Rubrik „Bewehrungen“ zusammengefasst, ergeben sich nahezu gleichartige Inventargruppen für die Fundstellen Kiseibas, Nabtas und Abu Tarturs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 3'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| || '''E-80-4'''|| '''E-79-8'''|| '''E-77-7'''|| '''0002-84'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I Kratzer|| 17,49|| 14,17|| 5,06|| 6,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II Bohrer||2,84||7,22||-||1,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| III Stichel|| 0,95|| 4,28|| -|| 2,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| V Kombinationswerkzeuge|| - || -|| -||0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||VI u. IX Bewehrungen||43,97||39,31||48,73||48,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VII Kerben|| 7,57|| 10,70|| 8,23||9,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||VIII Endretuschen||6,62||5,08||8,23||2,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| X Mikroburin Technik|| 9,69|| 8,02|| 13,30|| 5,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| XI Verschiedene||10,87||11,23||16,45||23,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''||'''100,00%'''|| '''100,01%'''|| '''100,00%'''|| '''100,01%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der mittleren steinzeitlichen Phase des Holozäns stammt der Fundplatz 1004/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstelle liegt völlig ungeschützt am Nordostrand der Playa „West“ und ist dem entsprechend stark erodiert. Das Gelände steigt sanft nach Osten an und der Playaboden, auf dem die Artefakte gestreut liegen, geht in Sandstein über. Die gesamte Fläche ist mit Flugsand und Verwitterungsschutt bedeckt. Von Osten nach Westen durchzieht eine breite, sandgefüllte Regenrinne den Fundplatz. In der Fortsetzung nach Westen ist der Playaboden von sehr rezentem Sediment bedeckt. Vegetationsreste kommen in diesem Bereich vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Norden nach Süden erstreckt sich die Fundstelle über 100 m, von Westen nach Osten über 50 m. Die Hauptkonzentrationen liegen auf zwei sehr flachen Playabuckeln. Eine Kulturschicht ist an der Oberfläche nicht mehr zu erkennen, könnte aber im östlichen Teil, welcher sandbedeckt ist, noch existieren. Eine Anhäufung von ca. 200 perforierten Straußeneischeiben, welche gerundet aber noch nicht geschliffen sind, auf einer Fläche von   3 m², spricht für diese Annahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Keramikscherben, eine verziert, die andere unverziert, sind gefunden worden. Das Mahlwerkzeug besteht aus 12 Reibschalen und 43 Läufersteinen. An faunistischem Material sind Straußeneischalen zu nennen und neben den erwähnten ungeschliffenen Scheiben auch solche die völlig fertiggestellt sind. Knochen wurden nicht beobachtet. Schalen von Aspatharia rubens und Gehäuse von Cyprea moneta, der Kaurischnecke, sind vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 4''' 1004/83 Werkzeugfrequenz nach Tixier &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nr. Tixier&lt;br /&gt;
| Werkzeug Typen&lt;br /&gt;
| Anzahl&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| % der Gruppen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;10&amp;quot; | Kratzer&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| 1,11&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;10&amp;quot; |Gruppe I 7,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|2,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|0,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Bohrer&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,95&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Gruppe II 20,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|122&lt;br /&gt;
|19,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 18&lt;br /&gt;
| Stichel&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,95&lt;br /&gt;
| Gruppe III 0,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 54&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| 0,79&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Gruppe VI 1,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|55&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|63&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 73&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot; |Kerben&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 0,32&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot; |Gruppe VII 7,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|0,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|76&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|4,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|79&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 80&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Endretuschen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,16&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe VIII 0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|81&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 105&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Verschiedene&lt;br /&gt;
| 199&lt;br /&gt;
| 31,68&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Gruppe XI 62,26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|106&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|4,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|3,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|109&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|139&lt;br /&gt;
|22,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''628'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                   &lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der verschiedenen Pfeilspitzenformen nach H.J. Hugot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 139 unter Varia (Tixier 112) klassierten Artefakten waren 113 Pfeilspitzen (17,99 %).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Indiz 1 = A + B + E&lt;br /&gt;
Indiz 1 = 2 + 0 + 0&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| Dreieckspitzen und rhombische Spitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 2 = C&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| Blattspitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 3 = D&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| Stielspitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 4 = F + G + H&lt;br /&gt;
Indiz 4 = 0 + 0 + 80&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 80&lt;br /&gt;
|| Kantenretuschierte Spitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''='''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familie I (1 Stück) wird nicht berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 1||=|| 1,78 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz 2||=||21,43 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz 3||=||5,36 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz 4||=||71,43 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verbleibenden 26 Varia machen 4,14 % des Gesamtinventars aus. Eine erste Großspitze vom Typ A2 wurde gefunden. Ebenfalls treten erste, recht primitive side- blow- flakes in geringen Menge auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngste der drei vorgestellten Fundplätze und zugleich der jüngste bisher in Abu Tartur datierte Platz ist 1005/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen liegt am Nordrand eines ausgedehnten Playabeckens, der Playa West, und ist um einen Inselberg aus nubischem Sandstein, der aus dem Holozänsediment herausragt, angeordnet. Westlich und östlich schließt sich eine Sandsteinebene an, die leicht mit Verwitterungsprodukten der Nubiaschichten bedeckt ist. Sie geht nach Süden in ein schluffiges Playagebiet über. Die nördliche Begrenzung bildet ein Sandsteinhügel, weiter im Norden wird eine Geländestufe beobachtet, welche bis zum Niveau 220 m ansteigt. Der Fundplatz hat in Nordsüdrichtung eine Länge von 135 m, die Breite von Westen nach Osten beträgt 75 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nördlichste Teil des Fundplatzes, durch den Hügel vor Nordwind geschützt, ist relativ intakt, hier befinden sich auch die gut erhaltenen Feuerstellen. Südlich, im Windschatten des Inselbergs, hat sich ebenfalls eine Kulturschicht erhalten. An der östlichen und westlichen Flanke ist das Playasediment stark ausgeblasen, die hier vorgefundenen Artefakte sind zweifelsohne transportiert und nach Korngrößen gesichtet worden. Unter dem östlich gelegenen Felsüberhang und rund um den Inselberg, auch auf ihm, werden z.T. ungewöhnliche Felsgravierungen gefunden. Es wurden insgesamt 31 Feuerstellen gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mahlwerkzeug besteht aus 40 Läufersteinen und 16 Reibschalen, außerdem gibt es beträchtliche Menge von Bruchstücken, die Mahlsteinen zugeordnet werden können '''Abb. 2'''.  Die reichlich vorhandene Keramik besteht aus unverzierten Scherben von großen, rundbödigen Gefäßen. Die Farbe der Keramik ist außen rotbraun, teilweise mit schwarzen Flecken, und innen, im Kern, dunkelgrau. In der Töpfermasse befinden sich außer Sand- und Schiefertonmagerung auch organische Bestandteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:1005_83_Lageskizze.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 2: Lageskizze Abu Tartur, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Knochen und Straußeneischalen kommen einerseits Straußeneiperlen in allen Stadien der Herstellung vor andererseits aber auch der Zerstörung durch Deflation. An Gastropoden und Bivalven sind zu nennen Bulinus truncatus, Lymnaea natalensis und Aspatharia rubens.&lt;br /&gt;
Roter und gelber Ocker sowie Malachit als Imprägnationsmaterial im Sandstein gehören ebenfalls zum Fundgut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 5''' 1005/83 Werkzeugfrequenz nach Tixier &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nr. Tixier&lt;br /&gt;
| Werkzeug Typen&lt;br /&gt;
| Anzahl&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| % der Gruppen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Kratzer&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,67&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Gruppe I 3,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|0,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|1,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Bohrer&lt;br /&gt;
| 10&lt;br /&gt;
| 1,11&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe II 4,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|32&lt;br /&gt;
|3,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;9&amp;quot; |Stichel&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 0,33&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;9&amp;quot; |Gruppe III 2,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|19&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|0,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|0,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|28&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 56&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 0,33&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Gruppe VI 0,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|69&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 74&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; |Kerben&lt;br /&gt;
| 18&lt;br /&gt;
| 2,01&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; |Gruppe VII 9,59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|79&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|3,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 80&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Endretuschen&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,67&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe VIII 0,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|81&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 82&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,11&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe IX 0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|88&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 102&lt;br /&gt;
| Microburins&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 0,22&lt;br /&gt;
| Gruppe X 0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 104&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Verschiedene&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 0,33&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Gruppe XI 77,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|105&lt;br /&gt;
|133&lt;br /&gt;
|14,83&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|106&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|1,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|546&lt;br /&gt;
|60,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''897'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz I = A + B + E&lt;br /&gt;
*Indiz I = 16 + 2 + 1      =   19&lt;br /&gt;
*Indiz II = C                  = 223&lt;br /&gt;
*Indiz III = D                 =  73&lt;br /&gt;
*Indiz IV = F + G + H&lt;br /&gt;
*Indiz IV = 0 + 3 + 56   =  59&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz I||=|| 5,08 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz II||=||59,63 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz III||=||19,52 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz IV||=||15,77 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||'''Total||=||100,00 %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den jüngeren Fundstellen wie diesem, welcher am Ende der steinzeitlichen Hauptbesiedlungsphase liegt, kann die statistische Auswertung nach Tixier nur einen Teil der Werkzeuge erfassen. Im Fall von 1005/83 fallen fast 61 % der Werkzeuge unter Varia (Tix. 112). Gut 43 % davon entfallen auf die nach Hugot klassierten Pfeilspitzen, für die restlichen, häufig flächenretuschierten Stücke, die fast 17 % ausmachen, ist ein einfaches System, welches sich erweitern und verfeinern lässt, erstellt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der verschiedenen Pfeilspitzenfamilien nach H.J. Hugot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 546 unter Varia klassierten Artefakten waren 386 Pfeilspitzen. Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Familien und Indizes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familie I (12 Stücke) wird nicht berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 6'''. Die Gruppen oder Typen der Bewehrungen von 1005/83 stellen sich wie folgt dar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 1 ||8||C 6 ||29||D 6 ||1||D 26 ||1||D 46 ||1||H 7 ||11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2 ||7||C 7 ||1||D 7 ||7||D 28 ||7||E 2 ||1||H 8 ||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18 ||1||C 9 ||1||D 11 ||5||D 29 ||1||G 1 ||3||H 12 ||10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1 ||2||C 10 ||1||D 12 ||4||D 37 ||1||H 1 ||14||H 13 ||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1 ||78||C 11 ||8||D 14 ||1||D 38 ||1||H 2 ||1||I 3 ||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2 ||16||D 1 ||8||D 18 ||5||D 39 ||1||H 3 ||1||I 4 ||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3 ||85||D 2 ||5||D 19 ||3||D 40 ||1||H 4 ||1||I 5 ||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4 ||4||D 3 ||8||D 21 ||11||D 41 ||1||H 5 ||12||I 8 ||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klassifizierung erfolgte nach der “Pfeilspitzentypologie der Sahara” einer Weiterführung des “Essai sur les armatures de pointes de flèches du Sahara“ von H.J. Hugot, welche auf Funden aus Algerien basiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pfeilspitzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus den Inventarlisten ersichtlich, haben Pfeilspitzen auf den Fundstellen von Abu Tartur einen hohen Stellenwert. Aber nicht nur die Menge stellt eine Besonderheit dar sondern auch der Formenreichtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Gesamtsahara wurde eine Pfeilspitzentypologie nach dem System H.J. Hugot erarbeitet, welche 188 verschiedene Formen beinhaltet. Eingeflossen sind Bewehrungen aus den Wüstengebieten Ägyptens, Sudans, Libyens, Tschads, Tunesiens, Algeriens, Nigers, Malis, Mauretaniens, Westsaharas und Marokkos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur allein kommt auf 106 Typen, eine Variationsbreite, die sich einerseits aus der zeitlichen Tiefe der Fundstellen erklären lässt aber andererseits auch einen regen kulturellen Austausch mit auswärtigen Gruppen nahe legt. Dieser muss nicht immer friedlich verlaufen sein wie schon die Anzahl der Großspitzen suggeriert. Diese sind für die kurze Distanz konzipiert und somit als Kriegswaffe besonders geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Vergleich wurden von Hugot für die algerische Sahara 97 Gruppen oder Typen gezählt und die riesigen Fundstellen von Aoulef und Fort Flatters erreichen 89 bzw. 75 verschiedene Pfeilspitzenformen. Für Ouargla werden 13 Typen und für den Erg Iguidi 39 angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfeilspitzenauswahl.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 3: Pfeilspitzentypen Abu Tarturs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abb. 3''' zeigt eine kleine Auswahl von Pfeilspitzentypen Abu Tarturs. Die chronologische Abfolge und die mengenmäßige, geographische Verteilung von Pfeilspitzen im Sahararaum ist in dem Aufsatz „Steinzeitliche Pfeilspitzen aus der Wüste, ein Vergleich ägyptischer Bewehrungen mit solchen der Gesamtsahara“ dargestellt worden (Siehe auch: Pfeilspitzen allgemein).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzentypologie-Übersicht wird unter der Rubrik: [[Pfeilspitzen allgemein]] ('''= Pfeilspitzentypologie''') vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Großspitzen von Abu Tartur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schweren Dreiecksspitzen mit zentraler Basiskehle dürften nach den heute bekannten und datierten Funden in Abu Tartur entwickelt worden sein. Von hier aus gelangten sie, so kann postuliert werden, mit geringer Zeitverschiebung zunächst ins Fayum und dann nach Merimde. Im Fayum entwickelte sich aus den unregelmäßigen und zum Teil noch primitiv anmutenden Pfeilspitzen Abu Tarturs vor allem die elegante A25- Spitze mit nach innen gezogenen Schwingen und tiefen, breiten Kehlen. Dieser Typ verbindet die Wirkung eines breiten Geschosses mit entsprechendem Schusskanal mit einer Gewichtsreduzierung, welche mit einer tiefen und breiten Kehle zusammenhängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bevorzugten Typen in Merimde sind A2, A25, A27 und A28. Im Unterschied zu Abu Tartur sind hier die Pfeilspitzen gleichmäßiger gearbeitet, die älteren Abu Tartur Spitzen sind dagegen variantenreicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0289_5_AbuTarturGrossspitzen.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen von Abu Tartur, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0020_P23_AbuTarturGrossspitzen.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen von Abu Tartur, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Abu Tartur auftretenden großen Stielspitzen sind im Fayum bis auf ein Exemplar nicht gefunden worden. Einige wenige Stücke sind in Abu Gerara (Riemer), Djara (Kindermann), Eastpans (Gehlen) und in Merimde (Junker) beobachtet worden. Drei große dreieckige stammen aus Dakhla (Mc Donald), vier weitere aus Kiseiba- Nabta (F. Wendorf). Hinzu kommen noch elf Bewehrungen, welche von Caton- Thompson in Kharga gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Bedeutung dürfte den großen, dreieckigen Pfeilspitzen der Gruppen A2, A13, A18, A19, A26, A27, A28, A29, A30 und A32 zukommen, den Stielspitzen der Typen D3, D4, D14 und D15, sowie den Blattspitzen der Gruppen C1, C2 und C3. Großspitzen anderer Familien und Gruppen sind sehr selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Großspitzen, ob dreieckig, gestielt oder blattförmig sind lediglich Bewehrungen mit mindestens 40mm Länge und 20mm Breite bewertet worden. &lt;br /&gt;
Die Gewichte der Mehrzahl der Großspitzen liegen durchaus in einem Bereich, der keine ballistischen Probleme erkennen lässt. Die sehr gewichtigen Bewehrungen über 10g sind nur in geringen Mengen vertreten. Bei den Dreiecksspitzen mit zentraler Kehle sind es fünf  Stücke, bei den Stielspitzen ebenfalls fünf Stücke und bei den Blattspitzen sieben Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage ob Pfeile, die mit diesen überschweren Spitzen bestückt sind, noch verschossenen werden können, ist falsch gestellt. Sie müsste lauten : „Unter welchen Umständen lassen sich diese Bewehrungen noch erfolgreich verwenden“. Zur Beantwortung der Frage ist ein Versuch gestartet worden. Als Resultat des Experiments kann festgehalten werden, dass auf einer Distanz von bis zu 15m ein Bogen mit 12kg Spannkraft mit überschweren Bewehrungen ausgestattete Pfeile wirksam verschießen kann. Die Durchschlagskraft, die ich sehr hoch einschätze, könnte durch Messungen der Eindringtiefe in verschiedene geeignete Materialien quantifiziert werden. Verteilung der Pfeilspitzen auf verschiedene Gewichtsklassen zeigt '''Tabelle 8'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 8'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Dreieckspitzen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Stielspitzen D u. I'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Blattspitzen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Merimde'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gewicht (g)|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0 – 5,9|| 28|| 56,0|| 30|| 62,5|| 6|| 31,6|| 10|| 58,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6 – 7,9||13||26,0||11||22,9||3||15,8||3||17,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8 – 9,9||4||8,0||2||4,2||3||15,8||3||17,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&amp;gt;10||5||10,0||5||10,4||7||36,8||1||5,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Total|| 50|| 100,00|| 48|| 100,00|| 19|| 100,00|| 17|| 99,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der Gewichtsklassen zwischen den Abu Tartur Dreieck- und Stielspitzen zeigt eine sehr ähnliche Verteilung, 56,0 % bis 65,5 % fallen in die Gruppe mit einem Gewicht von unter 6g, bei den sehr schweren Bewehrungen über 10g sind die Resultate 10,0 % bzw. 10,4 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die großen Blattspitzen wurden die gleichen Kriterien angelegt wie an Dreieck- und Stielspitzen, d.h. die minimale Länge beträgt 40mm und die minimale Breite 20mm. Da 20mm breite Blattspitzen der Gruppen C1 und C3 sehr lang sein müssen, sind sie auch vergleichsweise schwer. Die schweren Blattspitzen konnten auch als Bewehrungen von Stichwaffen Verwendung gefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das durchschnittliche Gewicht sämtlicher gewogener Großspitzen beträgt für die Familie A 6,38g, für die Familie D 5,85g und für die Familie I 6,17g. Das Durchschnittsgewicht für die Familie C beträgt 8,49g, bezogen auf eine geringe Anzahl (15 Stücke) von kleinen C Spitzen. Bei 48 gewogenen C Spitzen erhöht sich das Durchschnittsgewicht auf 9,65g. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden die Blattspitzen nicht einbezogen, so kann für den Raum Abu Tartur – Kharga von 146 Großspitzen ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Caton- Thompson brachte das Fayum 268 Dreiecksspitzen hervor, davon können ca. 200 als Großspitzen bezeichnet werden. Nach Eiwanger kommen in Merimde – benisalam 61 dreieckige Großspitzen und eine große gestielte Pfeilspitze neben kleineren Stielspitzen und Querschneidern vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Vergleich wiegen die zur Verfügung stehenden, modernen Sportpfeile 21 – 22g wobei 5 – 6g auf die Stahlspitze entfallen. Selbst Pfeile des jungsteinzeitlichen Jägers waren mit leichteren Spitzen ausgerüstet, lediglich die steinernen Großspitzen überschreiten im Mittel nur leicht die heute üblichen Gewichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur 30 % der in Abu Tartur vermessenen gekehlten, dreieckigen Großspitzen, also Bewehrungen mit einer Mindesthöhe von 40mm und einer Mindestbreite von 20mm und 35 % der von J. Eiwanger gewogenen Pfeilspitzen überschreiten die 6,6g, die, wie Korfmann postuliert, als Grenzwert angesehen werden sollten.&lt;br /&gt;
Durch Reduzierung von Höhe und Breite wäre es ein Leichtes gewesen, das Spitzengewicht den heutigen Theorien und Erkenntnissen anzupassen. So wiegen kleine, zentral gekehlte Dreiecksspitzen aus der Zentralsahara ca. 1g.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schwere Drittel der Großspitzen mit Gewichten über 6,6g konnte offensichtlich ebenfalls verschossen werden, wie es auch das weiter oben erwähnte Experiment belegt. Eine Gruppe, welche Pfeil und Bogen kennt, würde nicht mehr zur Speerschleuder greifen, da diese das Geschoss weniger präzise ins Ziel bringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgerüstet mit technologischen Kenntnissen würde diese Gruppe auch keinen Speer ohne Hilfsmittel von Hand auf ein Fernziel werfen. Dagegen gehörten Spieße und Lanzen, also Stichwaffen, möglicherweise zum Arsenal, entsprechend geeignete Bewehrungen in Blattform liegen in großer Mengen vor. Die überschweren Pfeilspitzen wären hierfür, schon bedingt durch ihre Widerhaken aber auch durch die mangelnde Masse nicht geeignet gewesen.&lt;br /&gt;
Interessant in diesem Zusammenhang ist eine Veröffentlichung Junkmanns. Er berichtet unter anderem über Weitschussversuche mit 30g schweren Pfeilen, die verschossen von Eibenbögen mit 18 kg bzw. 28 kg Zuggewicht, 108m im ersten Fall und 120m im zweiten Fall flogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kapitel „die Leistungsfähigkeit“ wird die Aufprallenergie eines 35g schweren Pfeils bei einer Geschwindigkeit von 160 km/h mit 35 Joule angegeben, die Angaben passen zu einem jungsteinzeitlichem Bogen vom Typ Robenhausen, Eibe, 1,59m Länge mit 25 kg Zuggewicht. Verglichen mit der Aufprallenergie von mit Feuerwaffen verschossenen Kugeln erscheinen 35 Joule für einen Pfeil sehr bescheiden zu sein. Durch die scharfe, schneidende Ausbildung der Pfeilspitzenränder wird dieser Mangel teilweise kompensiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Logischerweise ist die Eindringtiefe einer schlanken Spitze größer als die einer breiten, letztere hinterlässt jedoch einen breiteren Schusskanal, dieses könnte besonders beim Kampf von Vorteil sein, da eine klaffende, stark blutende Wunde einen Schock auslösen kann. Mit nicht weiter spezifizierten Dreieckspitzen sind auf einer Entfernung von 10m und mit einem Bogen von 16 kg Zugkraft Eindringtiefen in simulierten Tierkörpern von über 70 cm gemessen worden.&lt;br /&gt;
Weitere Versuche belegen, dass die Eindringtiefe von querschneidigen und zugespitzten Bewehrungen bei gleicher Breite ungefähr gleich ist und dass gezähnte Pfeilspitzen tiefer eindringen als glattrandige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eiwanger vermutet, die Großspitzen aus Merinde seien im Deltadickicht für die Jagd auf Großtiere verwendet worden. Das kann nicht ausgeschlossen werden, birgt aber ein enormes Risiko für den Jäger, da eine breite Pfeilspitze wenig geeignet erscheint die dicke, extrem widerstandsfähige Haut z.B. eines Nilpferds zu durchdringen und die vitalen Organe in dem massigen Körper zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein auf kurzer Distanz nicht tödlich verwundetes Hippopotamus macht aus dem Jäger schnell einen Gejagten und das Flusspferd läuft wesentlich schneller als der Mensch.&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon angedeutet halte ich die Großspitzen idealerweise geeignet für den Kampf zwischen verfeindeten Gruppen oder für Auseinandersetzungen Mann gegen Mann.&lt;br /&gt;
Die folgenden Zeichnungen prähistorischer Felskunst belegen diese Verwendung in eindrucksvoller Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die großen Blattspitzen und einige problematische Bewehrungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichnungen von Pfeilspitzen der Familie A, D und I sind im Kapitel: „Pfeilspitzen allgemein, Steinzeitliche Pfeilspitzen aus der Wüste“ zu finden.&lt;br /&gt;
Die großen Blattspitzen deren Zahl in den mir zur Verfügung stehenden Sammlungen bei rund 70 Exemplaren liegt, werden hier anhand von 37 Artefakten vorgestellt. Außerdem sind einige kuriose und in Abu Tartur seltene Stücke gezeichnet und beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der im Raum Abu Tartur gefundenen Großspitzen stellt sich wie folgt dar.&lt;br /&gt;
*Dreieckspitzen der Familie A&lt;br /&gt;
gekehlt 55, &lt;br /&gt;
*spitzflügelig 1, &lt;br /&gt;
*mit gerader Basis 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Total A 58&lt;br /&gt;
*Stielspitzen der Familie D &lt;br /&gt;
Total D 51&lt;br /&gt;
*Atypische Spitzen der Familie I&lt;br /&gt;
Total I 5&lt;br /&gt;
*Blattspitzen der Familie C&lt;br /&gt;
Total C &amp;gt;70&lt;br /&gt;
*Gesamtheit der Großspitzen &amp;gt;184&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Für den Großraum New Valley kann von 146 Exemplaren der Familien A, D und I ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grossspitzen_AbuTartur1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen Abu Tartur, Zeichnung Nr. 1 - 17&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1024/82'''   Länge = 56,0mm, Breite = 24,1mm, Dicke = 12,6mm, Gewicht = 14,0g.&lt;br /&gt;
*Es handelt sich hier um eine ungewöhnliche Pfeilspitze sowohl im Hinblick auf die Form als auf das Gewicht, welches vor allem auf die Dicke zurückzuführen ist. Auf Grund der konkaven Ausbildung des unteren, rechten Randes kann das Artefakt in die Gruppe I12 eingeordnet werden. Der Werkstoff besteht aus dunkel- karamellfarbenem Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1079/86'''   Länge = 51,1mm, Breite = 32,0mm, Dicke = 10,0mm, Gewicht = 15,0g.&lt;br /&gt;
*Dreieckspitze vom Typ A1 mit einem nahezu geradlinigem Rand und einem leicht konvem Rand. Hergestellt wurde die Spitze aus einem sehr hellen, beigefarbenem Hornstein. Die Basis kann als geradlinig bezeichnet werden. Die Spitze ist abgebrochen. Als A1- Spitze dieser Größe ist das Stück eine Ausnahme in Abu Tartur, im Fayum hingegen kommen große A1- Spitzen häufig vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1021/82'''   Länge = 48,3mm, Breite = 25,6mm, Dicke = 7,3mm, Gewicht = 7,1g.&lt;br /&gt;
*Diese Pfeilspitze vom Typ I10 besteht aus karamellfarbenem Feuerstein, wobei das distale Ende dunkler gefärbt ist als das proximale Teilstück. Während die rechte Seite der Schäftungszone, die für I10 charakteristische große Kerbe zeigt, sind auf der linken Seite lediglich winzige Kerben angebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1009/83'''   Länge = 70,2mm, Breite = 33,8mm, Dicke = 8,0mm, Gewicht = 15,4g.&lt;br /&gt;
*Die Pfeilspitze D42 ist wie folgt definiert: „schmale Stielspitze mit konvexen Rändern, der Stiel ist eingeschnürt und hat eine rundliche Knopfform“. Bis auf die Tatsache, dass dieses Artefakt nicht als schmal bezeichnet werden kann, trifft die Definition auf das Stück zu wenn auch der rechte Rand streng genommen nicht konvex verläuft sondern aus zwei geradlinigen Abschnitten besteht. Das ausgefallene Einzelstück kann dennoch unter D42 (breit) geführt werden. Die Farbe des Feuersteins ist von grauem Beige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 0010/83'''   Länge = 77,8mm, Breite = 20,2mm, Dicke = 7,5mm, Gewicht = 10,0g.&lt;br /&gt;
*Dieses ist eine merkwürdige Pfeilspitze. Sie hat die Silhouette einer C- Spitze mit gekappter Basis, einen zwar nicht deutlich aber immerhin abgesetzten Stiel wie bei D- Spitzen und eine gekerbte Basis, wie sie bei A- Spitzen vorkommt. Puristen würden wohl für eine Dreieckspitze votieren, andere vielleicht für D44, ich neige zu einer Blattspitze etwa in der Art von C12 aber mit leichter Kerbe. Auf jeden Fall handelt es sich hier um ein kurioses Einzelexemplar. Das Material ist dunkel- karamellfarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 1003/83'''   Länge = 78,5mm, Breite = 20,7mm, Dicke = 5,2mm, Gewicht = 10,9g.&lt;br /&gt;
*Die Pfeilspitze aus fast schwarzem Sandstein zeigt auf beiden Seiten deutliche Deflationsspuren. Sie kann unter C1 eingeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 1035/84'''   Länge = 54,9mm, Breite = 21,2mm, Dicke = 4,2mm, Gewicht = 3,7g.&lt;br /&gt;
*Wie auf  der Rückseite zu sehen, wurde diese D7- Spitze aus einer Thermoscherbe gefertigt. Der kleine Stiel, charakteristisch für diese Pfeilspitze, ist mit wenigen Schlägen herausgearbeitet worden. Der Werkstoff ist sehr heller beigefarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.) 1023/82'''   Länge = 53,1mm, Breite = 25,8mm, Dicke = 8,0mm, Gewicht = 8,6g.&lt;br /&gt;
*Diese Pfeilspitze kann man unter B3 ablegen obwohl eine Tendenz nach C4 erkennbar ist. Das Material ist ein karamellfarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9.) 1004/83'''   Länge = 49,2mm, Breite = 20,0mm, Dicke = 7,3mm, Gewicht = 6,1g.&lt;br /&gt;
*Mit einer Breite von lediglich 20,0mm ist diese C4- Spitze noch als Großspitze zu klassieren. Die Basis ist nicht perfekt gerundet, eine Tatsache welche die Einordnung als C4- Spitze aber nicht ausschließt. Die Spitze ist aus einem dunklen grau- braunem Hornstein gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.) 1023/82'''   Länge = 56,1mm, Breite = 20,0mm, Dicke = 6,0mm, Gewicht = 6,3g.&lt;br /&gt;
*Diese C3- Spitze tendiert leicht nach C1 ist aber nicht umkehrbar und erfüllt so die Kriterien einer C3. Die Pfeilspitze wurde aus hellem, karamellfarbenem Hornstein hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11.) 1017/82'''   Länge = 59,5mm, Breite = 25,1mm, Dicke = 6,9mm, Gewicht = 6,0g.&lt;br /&gt;
*Mit einem Verhältnis von Länge zu Breite von 0,42 ist diese Pfeilspitze noch als C1 anzusehen. Ab einem Koeffizienten von 0,5 beginnen die C2- Spitzen. Die Rückseite ist stark windüberformt, das Gestein ist karamellfarbener Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12.) 1005/83'''   Länge =  46,2mm, Breite = 27,5mm, Dicke = 5,3mm, Gewicht = 6,8g.&lt;br /&gt;
*Während der rechte Rand eher einer C4- Spitze zugeordnet werden kann, lässt der linke Rand eine Verwandtschaft mit den B- Spitzen erkennen. Die Retuschierung der Basis lässt auf eine spätere Bearbeitung einer größeren, abgebrochenen Spitze schließen. Das Artefakt ist aus Feuerstein mit rotbrauner Färbung hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13.) 1023/82'''   Länge = 41,8mm, Breite = 21,9mm, Dicke = 5,5mm, Gewicht = 3,8g.&lt;br /&gt;
*Mit knapp über 40mm Länge und knapp über 20mm Breite dürfte diese C- Spitze zu den kleinsten Großspitzen gehören. Lediglich die Ränder sind beidseitig mit flachen Retuschen versehen. Die Vorderseite ist geprägt von muldenartigen Abplatzungen, hervorgerufen durch hohe Temperaturschwankungen. Die Rückseite zeigt eine nur wenig bearbeitete Fläche cremefarbigen Feuersteins. Die Vorderseite ist dunkelbeige gefärbt. Auf Grund des Verhältnisses von Breite zu Länge, welche bei 0,52 liegt, wird das Artefakt als C2 klassiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''14.) 1023/82'''   Länge = 82,1mm, Breite = 28,2mm, Dicke = 7,0mm, Gewicht = 16,0g.&lt;br /&gt;
*Leicht asymmetrische große C1- Spitze aus dunkel karamellfarbenem Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''15.) 1051/85'''   Länge = 91,0mm, Breite = 22,1mm, Dicke = 6,8mm, Gewicht = 13,1g.&lt;br /&gt;
*Schlanke C1- Spitze aus hell karamellfarbenem Feuerstein (Koeff B/L = 0,24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''16.) 1051/85'''   Länge = 84,2mm, Breite = 30,1mm, Dicke = 5,9mm, Gewicht = 14,0g.&lt;br /&gt;
*Schön gearbeitete C1- Spitze aus hellem, karamellfarbenem Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''17.) 1024/82'''   Länge = 80,2mm, Breite = 28,3mm, Dicke = 7,5mm, Gewicht = 14,8g.&lt;br /&gt;
*Bedingt durch die Dicke gehört diese perfekt symmetrische C1- Spitze zu den schwereren Bewehrungen. Der Werkstoff ist wie bei Nr. 14 ein dunkel- karamellfarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grossspitzen_AbuTartur2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen Abu Tartur, Zeichnung Nr. 18 - 37&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''18.) 1024/82'''   Länge = 74,9mm, Breite = 27,6mm, Dicke = 11,3mm, Gewicht = 19,5g.&lt;br /&gt;
*Beidseitig flächenretuschierte Spitze des Typs C4 aus hellbeigefarbenem Hornstein. Das Artefakt verfügt über eine gut markierte Schäftungszone an seiner Basis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''19.) 1050/84'''   Länge = 78,0mm, Breite = 26,7mm, Dicke = 13,0mm, Gewicht = 24,0g.&lt;br /&gt;
*C1- Spitze aus schokoladenbraunem Hornstein. Die Rückseite ist nicht vollständig flächenretuschiert. Ein Steg in der Längsachse der Spitze sowie seine zwei Flanken sind unmodifiziert geblieben. Diese Tatsache bedingt das hohe Gewicht des Artefakts. Es ist davon auszugehen, dass die Bearbeitung nicht abgeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''20.) 1023/82'''   Länge = 86,6mm, Breite = 23,5mm, Dicke = 7,4mm, Gewicht = 15,8g.&lt;br /&gt;
*Karamellfarbene C3- Spitze, das untere Ende, welches auch die Schäftungszone bildete, ist abgebrochen. Im Gegensatz zu den meisten C3- Spitzen ist hier die breitere Partie die aktive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''21.) 1005/83'''   Länge =  76,1mm, Breite = 22,5mm, Dicke = 8,2mm, Gewicht = 14,7g.&lt;br /&gt;
*Leicht windüberformte C3- Spitze aus grauem Hornstein. Im Gegensatz zu der Nr. 20 dieser Seite war hier, wie in den meisten Fällen, der Pfeilschaft am breiten Ende der Spitze angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''22.) 1005/83'''   Länge = 74,6mm, Breite = 31,0mm, Dicke = 6,5mm, Gewicht = 14,6g.&lt;br /&gt;
*Vorder- und Rückseite dieses Artefakts sind nur teilflächig, vor allem an der Spitze und den Rändern, retuschiert. Hergestellt wurde die C4- Spitze aus einem plattigen, karamellfarbenen Hornstein. Die Vorderseite zeigt teilweise die natürliche Oberfläche dieser Platte, die Rückseite zeigt eine Spaltfläche und die Vertiefung einer abgeplatzten Thermoscherbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''23.) 1046/84'''   Länge =  53,4mm, Breite = 25,3mm, Dicke = 7,9mm, Gewicht = 11,2g.&lt;br /&gt;
*C3- Spitze groben Flächenretuschen. Der Werkstoff ist der helle, karamellfarbene Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''24.) 1023/82'''   Länge = 58,6mm, Breite = 24,0mm, Dicke = 6,1mm, Gewicht = 8,1g.&lt;br /&gt;
*C1- Spitze aus dunkel, karamellfarbenem Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''25.) 1004/83'''   Länge = 49,4mm, Breite = 25,2mm, Dicke = 5,2mm, Gewicht = 5,8g.&lt;br /&gt;
*Wie am Bulbus und den Schlagwellen auf der Rückseite erkennbar, wurde diese H4- Spitze aus einer breiten Klinge bzw. aus einem schmalen Abschlag hergestellt. Sie ist auf der Vorderseite rundum durch Randretuschen bearbeitet, auf der Rückseite lediglich am rechten Rand vom medialen bis zum distalen Bereich. Das Material ist ein grau- brauner Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''26.) 1045/84'''   Länge = 65,1mm, Breite = 31,2mm, Dicke = 7,0mm, Gewicht = 14,0g.&lt;br /&gt;
*Aus plattigem, karamellfarbenem Hornstein wurde diese große C4- Spitze gefertigt. Bis auf einen schmalen Kortexstreifen ist das Artefakt auf der Vorderseite gänzlich durch flache Retuschen bearbeitet. Die Rückseite weist nur eine inkomplette Bearbeitung durch invasive Retuschen auf, ansonsten ist sie durch unbearbeitete Spaltflächen gekennzeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''27.) 1005/83'''   Länge = 74,0mm, Breite = 26,0mm, Dicke = 6,4mm, Gewicht = 13,5g.&lt;br /&gt;
*Grob randretuschierte H4- Spitze aus hellbeigefarbenem Hornstein. Die Stege auf der Vorderseite lassen auf Abplatzungen von Thermoscherben schließen. Die Rückseite ist durch Spaltflächen und einigen Korrekturretuschen gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''28.) 1017/82'''   Länge = 58,2mm, Breite = 25,9mm, Dicke = 7,1mm, Gewicht = 9,5g (B/L = 0,45).&lt;br /&gt;
*C1- Spitze mit leichter Tendenz zur Stielspitze. Das beidseitig vollflächig retuschierte Artefakt ist aus karamellfarbenem Hornstein gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''29.) 1023/82'''   Länge = 50,1mm, Breite = 24,3mm, Dicke = 5,4mm, Gewicht = 7,2g.&lt;br /&gt;
*Bei einem Koeffizienten B/L = 0,49 zählt diese Spitze noch zum Typus C1. Das Artefakt ist auf der Vorderseite bis auf einen schmalen Streifen von unbearbeiteter Spaltfläche flächig  retuschiert. Die Rückseite weist mit Ausnahme der Schäftungszone, welche zwei kleinere Retuschen aufweist, keinerlei Modifikationen auf und besteht aus einer Spaltfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''30.) 1017/82'''   Länge = 59,0mm, Breite = 29,0mm, Dicke = 6,0mm, Gewicht = 8,5g.&lt;br /&gt;
*H1- Spitze mit Randretuschen, die auf der Vorderseite den gesamten Rand betreffen, auf der Rückseite aber nur den rechten Rand. Die Farbe der Oberfläche auf beiden Seiten ist durch lange Patinierung von einem hellen Beige. Die ursprüngliche Farbe des Hornsteins ist wie an den frischeren Retuschen erkennbar schokoladenbraun. Wie auch die stark gewölbte Rückseite zeigt, ist die Spitze aus einer Thermoscheibe hergestellt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''31.) 1023/82'''   Länge = 56,1mm, Breite = 21,6mm, Dicke = 5,7mm, Gewicht = 5,8g.&lt;br /&gt;
*Klassische C3-Spitze aus karamellfarbenem Hornstein, beidseitig flächenretuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''32.) 1025/82'''   Länge = 40,9mm, Breite = 20,8mm, Dicke = 6,3mm, Gewicht = 3,9g.&lt;br /&gt;
*Aus plattigem, braunem Hornstein gefertigte C3- Spitze. Sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite sind auf der Längsachse jeweils Teile der Spaltflächen stehen geblieben. Die invasiven Randretuschen betreffen auf beiden Seiten den gesamten Umfang des Artefakts vor allem jedoch die Spitze und den Schäftungsbereich. Das Objekt ist eine der kleinsten Großspitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''33.) 1024/82'''   Länge = 46,2mm, Breite = 22,7mm, Dicke = 4,8mm, Gewicht = 6,0g.&lt;br /&gt;
*Etwas unregelmäßig gearbeitete C3- Spitze mit flächenretuschierter Vorderseite und teilflächig retuschierter Rückseite. Die Spitze ist aus hellbeigem Hornstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''34.) 1017/82'''   Länge = 47,4mm, Breite = 20,5mm, Dicke = 6,4mm, Gewicht = 4,6g.&lt;br /&gt;
*Die Vorderseite dieser C1- Spitze ist vollständig flächenretuschiert. Auf der Rückseite betreffen die Retuschen hauptsächlich die beiden Enden. Der Werkstoff ist hellbeiger Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''35.) 1023/82'''   Länge = 47,8mm, Breite = 32,3mm, Dicke = 9,0mm, Gewicht = 12,2g.&lt;br /&gt;
*Sehr breite C4- Spitze aus braunem Hornstein. Im zentralen Bereich der Vorderseite ist eine große Kortexfläche unbearbeitet geblieben ebenso auf der Rückseite. Dieser Fakt unterstreicht die geringe Dicke des plattigen Grundmaterials. Die flachen Retuschen sind auf die Ränder beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''36.) 1005/83'''   Länge = 42,5mm, Breite = 24,2mm, Dicke = 9,7mm, Gewicht = 8,1g.&lt;br /&gt;
*Mit einem Koeffizienten B/L = 0,57 gehört diese Spitze zum Typ C2. Sie ist auf der Vorderseite bis auf eine kleine mediale Spaltfläche, flächig retuschiert. Die Rückseite weist nur geringe Modifikationen auf und zeigt neben einen zentralen Steg zwei Spaltflächen. Das Gesteinsmaterial ist karamellfarbener Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''37.) 1004/83'''   Länge = 44,5mm, Breite = 23,8mm, Dicke = 6,6mm, Gewicht = 6,8g.&lt;br /&gt;
*Die C2- Spitze mit einem Koeffizienten B/L = 0,53 ist aus grauem Hornstein gearbeitet. Beide Seiten weisen im Zentrum Kortex auf. Auf der Vorderseite sind außerdem zwei Thermoabplatzungen zu erkennen. Die Ränder sind durch flache Retuschen bearbeitet, wobei vor allem die aktive Spitze berücksichtigt worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Prähistorische Felsbilder'''&lt;br /&gt;
*In der Halbdistanz kämpfende Bogenschützen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''I'''   Das Bild stammt aus Rust in der Kapprovinz Südafrikas. Zwei Männer aus der Gruppe scheinen sich zur Flucht zu wenden (Aus E. Anati Höhlenmalerei 2002 S. 403, ursprünglich aus J.D. Lewis- Williams, 1983 S. 35).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Felsbilder_Kampf_1.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kampfszene auf Felsbild&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder II bis VII sind aus dem „Handbuch der Vorgeschichte, Band II Jungsteinzeit 1968“ von H. Müller- Karpe abgezeichnet worden.&lt;br /&gt;
Die Felsbilder mit Ausnahme von II und VII wurden ursprünglich von H. Rothert, L. Frobenius, H. Obermeier und H. Lothe vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Felsbilder_Kampf_2.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kampfszenen auf Felsbildern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''II'''   Das Bild aus der Gasulla Schlucht in Spanien zeigt zwei größere Gruppen in kämpferischer Auseinandersetzung. Einige Schützen halten Reservepfeile in der Bogenhand. Ein Mann der linken Gruppe scheint verletzt zu sein, er wirft die Arme hoch, die Beine verbleiben allerdings in der gestreckten Laufstellung ( nach E. Ripoli und H. Breuil).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''III'''   In der Südwest- Ecke Ägyptens, im Wadi Sora, wurde diese Kampfszene entdeckt. Es existiert, ebenfalls im Wadi Sora, eine identische Zeichnung aber mit dem Unterschied, dass im hier nicht abgebildeten Vordergrund weibliche Zuschauer, ein Kind und Rinder gezeichnet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''IV'''   Das Bild wurde in Karkur Talh auf ägyptischer Seite des Dreiländerecks Libyen, Sudan, Ägypten im Quenat Gebirge entdeckt.&lt;br /&gt;
Zwei größere Gruppen bekämpfen sich aus kurzer Distanz mit Pfeil und Bogen. Der Grund des Streits scheint ein Rind zu sein, welches hinter der linken Gruppe steht. Im Gegensatz zu anderen Kampfszenen tragen die Schützen Köcher für ihre Reservepfeile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''V'''   Im gleichen Gebirgsmassiv, dem Quenat oder Auenat, wie andere schreiben, befindet sich Bild Nr. V aber diesesmal auf  libyschem Gebiet in Ain Dua. Rinder scheinen auch hier Objekt des Streits zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''VI'''   Aus dem Tassiligebirge in Algerien, genauer aus Tin Tazarift stammt diese Kampfszene, ähnliche Bilder sind auch aus Sefar bekannt.&lt;br /&gt;
Eine Gestalt der rechten Gruppe ist mit einem beilartigen Gerät bewaffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''VII'''   Das sehr dynamisch gestaltete Bild zeigt acht Bogenschützen, die sich im Nahkampf befinden. Es stammt von Morella la Vella in Spanien (nach E. Hernandez- Pacheco, M. Almagro, E. Ripoli Perelló, H. Breuil und J. Cabré).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend werden Kampfszenen mit Pfeil und Bogen von Spanien über Libyen, Ägypten und Algerien bis Südafrika in ähnlicher Weise dargestellt. Die Halbdistanz oder der Nahkampf scheinen die gängigen und stark verbreiteten Fechtweisen zur Zeit der frühen Rinderhaltung gewesen zu sein. &lt;br /&gt;
Es ist das Einsatzfeld für schwere, große Pfeilspitzen. Ballistische Probleme, die häufig erwähnt werden, können bei den extrem kurzen Flugbahnen der Pfeile ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
Natürlich ist es auch möglich diese Kämpfe mit leichten Pfeilspitzen auszutragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Felskunst - Zeichnungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;HTML5video width=&amp;quot;520&amp;quot; height=&amp;quot;320&amp;quot; autoplay=&amp;quot;false&amp;quot; loop=&amp;quot;true&amp;quot;&amp;gt;kulturen_im_sand&amp;lt;/HTML5video&amp;gt;&lt;br /&gt;
Quelle: Bayerischer Rundfunk, 1983&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felsbilder wurden im Raum Abu Tartur lediglich im Fundkomplex „West“ entdeckt, dort aber in bedeutender Anzahl und von großer Diversität. Es kommen nur Gravierungen vor, Malerei hat entweder nicht existiert oder ist der Erosion zum Opfer gefallen. Farbstoffe wie sie zur Herstellung von Felsbildern üblicherweise benutzt worden sind, Gips und Kalk für weiß, Kohle, Ruß und bituminöser Schiefer für schwarz, gelber und roter Ocker und selbst Malachit und Glaukonitschiefer für Grüntöne waren und sind noch vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Graviertechniken sind vielseitig, es finden sich gepickte Bilder, schmal geritzte, breit gekerbte, flächig ausgeschabte und polierte, sowie aneinander gereihte Bohrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso variantenreich sind die Motive, welche vom Elefanten über Giraffen und Rindern zu Kamelen, wie man die Dromedare in der Sahara nennt, und Piktogrammen und Symbolen reichen. Die Erschaffer der Darstellungen haben uns keinerlei Kommentare hinterlassen, keiner der frühen Künstler erklärt warum er dieses oder jenes graviert hat, ob Magie oder Kult dahinter steht, ob es Kunst um der Kunst willen ist oder ob er einfach Langeweile hatte und eine Beschäftigung gesucht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emanuel Anati, der Verfasser des Buches „Felskunst im Negev und auf Sinai“ fragte einen Beduinen, der damit beschäftigt war eine Felsgravierung herzustellen, nach dem Grund seines Tuns und erhielt folgende Antwort : „Es gibt hier Hirten, die Flöte spielen, und es gibt Hirten, die Felszeichnungen machen“.&lt;br /&gt;
Im Niger übersetzte auf Wunsch des Verfassers ein Targi eine Tifinarinschrift, die neben anderen Felsgravierungen, vor allem Kamelen, an einer steilen Klippe zu sehen war, wie  folgt : „Ich, Goumour, sitze hier und sehe wie die Sonne untergeht“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Zeichen bedeuteten z.B. : Ali liebt Fatima“. Dreierlei ist notwendig, um die Voraussetzung zu schaffen, malen oder gravieren zu können, eine glatte Fläche aus solidem Material gleich welcher Neigung, Malfarben oder Gravierwerkzeuge und Zeit. Es liegt in der Natur des Menschen glatte Flächen zu „verschönern“, die Spraykultur unserer Zeit ist nur ein Beispiel, Kerkerwände wurden während sämtlicher Epochen bekritzelt und das geschnitzte Herz mit den Initialen in der Buchenrinde wäre auch hier einzuordnen. Letzteres führt uns zur Thematik der Bilder. Dargestellt wird immer das, was für den ausführenden Künstler wichtig ist, was ihm am Herzen liegt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Es wäre nun falsch aus den vorhergegangenen Ausführungen zu schließen sämtliche Fels- und Höhlenbilder seien künstlerische Expressionen, die aus purem Zeitvertreib entstanden sind, wir wissen es nicht. Sicherlich gibt es auch andere Motive. Der wahre Sinn, so denn einer hinter den Bildern steckt, bleibt im Dunkel der Zeit verborgen und uns verschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele aus anderen Perioden, von anderen Orten und anderen Volksgruppen liefern zwar reichlich Stoff für hochinteressante Diskussionen aber sie liefern keine Lösung. Bis zu dem Tag, an dem unbestreitbares wissenschaftliches Beweismaterial vorliegt, ist es vielleicht klüger zu akzeptieren, dass die heutigen Kenntnisse nicht ausreichen, allgemein gültige Schlüsse betreffend der Bedeutung der Felsbilder und der Motivierung ihrer Hersteller zu ziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gravierungen sollen kurz vorgestellt werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 1''' Das Rind ist mit starken Strichen fast schon symbolhaft in eleganter Weise gestaltet. Die langen Hörner sind nach hinten geschwungen. Die Gravierung stellt eine reine Seitenansicht dar, so dass auch nur ein Horn zu sehen ist. Das ganze Bild strahlt Kraft aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_1_1005_83_Rind_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 1: Das Rind 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 2'''  wirkt weniger ästhetisch, der Kopf ist nach vorne gebeugt, die zwei langen Hörner, obwohl auch hier eine seitliche Darstellung vorliegt, nur leicht gebogen. Die Hufe sind durch Bohrungen angedeutet.&lt;br /&gt;
In Kopfnähe ist eine Gravierung angebracht, die als Pfahl und Strick interpretiert werden könnte, vielleicht auch als Viehhirte mit Stab oder Seil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_2_1005_83_Rind_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 2: Das Rind 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 3''' ist keine naturalistische Wiedergabe eher eine Karikatur. Es ist sehr lang gestreckt und in mehrere Felder eingeteilt. Der Kopf ist dem Betrachter zugewendet und mit zwei mittellangen geraden Hörner geziert. Der Hals besteht aus einem langschmalem Rechteck, das Mittelteil ebenfalls aus einem Rechteck aber mit einer unten abgerundeten Ausstülpung, welche die Vorderläufe des Rindes andeutet. Das Hinterteil ist unten in der gleichen Art wie die Vorderläufe abgerundet und endet oben in einem kurzen, gestrecktem Schwanz. Stirne, Hals, Rücken und Schwanz bilden eine horizontale Linie, wobei der Schwanz leicht aufwärts weist. Das „Rind“ kann natürlich auch ein anderes Hörner tragendes Tier, z.B. eine Ziege, sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_3_1005_83_Rind_3.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 3: Das Rind 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 4''' zeigt zwei anthropomorphe Gravierungen in der Art des „hemme de Mali“. Zwischen den beiden Gestalten sieht man einen Kreis mit zwei parallelen Kerben. Zwei weitere Kerbstriche sind in der Nähe des Unterarms des größeren der beiden Menschen angebracht. Da die Komposition ein Interesse der zwei Gestalten an dem runden Gegenstand suggeriert, könnte man das Bild ohne jede Ernsthaftigkeit „Das erste Fußballspiel“ nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_4_1005_83_Das_erste_Fussballspiel.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 4: „Das erste Fußballspiel“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 5''' besteht aus zwei, wahrscheinlich in verschiedenen Epochen entstandenen Darstellungen.&lt;br /&gt;
Erstens aus Fischen in Ritztechnik und zweitens aus aneinander gereihten Bohrungen, die in schwungvollen Linien die Sandsteinplatte überziehen. Die am weitesten unten angebrachten Bohrungen könnten eine Rundhütte darstellen, ähnlich den Mattenzelten der Air- Tuaregs im Zentrum der Republik Niger.&lt;br /&gt;
Die Fische sah der Künstler von oben. Ein Schwarm von sieben Tieren verschiedener Größe kurvt von unten rechts nach oben zur Mitte des Bildes hin, während zwei große Fische den oberen linken Bildrand zieren.&lt;br /&gt;
Allen Tieren ist gemeinsam ein runder Kopf, ein massiger Körper, der Schwanz und lange, paarig angeordnete Seitenflossen, zwei auf jeder Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_5_1005_83_aneinandergereihte_Bohrungen_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 5: „Aneinandergereihte Bohrungen“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fischgravierungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Müller-Kerpe stellt in seinem Handbuch der Vorgeschichte, Band II, Jungsteinzeit, unter anderem auf Tafel 23, Abb. 11, Fische in Draufsicht vor. Sie dürften aus der Nagadazeit stammen (zwischen 4.000 und 3.300 BC). Die Fischgravierungen von Abu Tartur sind hier in ähnlicher Art dargestellt (Bild 5, 5394±59 cal BC).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fischgravuren_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In späteren Zeiten wurden im Niltal Fische, aber auch Krokodile, in Seitenansicht gezeichnet, z.B. Abydos, Tafel 33, Abb. 19 und Sakkara, Tafel 39, Abb. 27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 6''' stellt einen nicht näher zu identifizierenden Vierbeiner dar. Auffallend ist die obere Fortsetzung des Kopfes, sind es Ohren oder wollte der Künstler Hörner gravieren? Rätsel gibt auch ein lang gestreckter Buckel oberhalb der Schulter auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_6_1005_83_großer_Vierbeiner.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 6: „Großer Vierbeiner“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 7''' ist noch änigmatischer als das vorherige, dennoch könnte man auch dieses als Vierbeiner interpretieren. Der massige Körper ist in vier Teile gegliedert, die Beine sind nur angedeutet. An Stelle des Kopfes erhebt sich ein rüsselartiges Gebilde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_7_1005_83_Großes_Tier_mit_Ruessel.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 7: „Großes Tier mit Rüssel“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 8''' besteht aus zwei nahezu quadratischen Grundrissen. Im inneren der Quadrate sind rechtwinklig zueinander verlaufende Linien gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_8_1005_83_Zwei_Rechtecke_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 8: „Zwei Rechtecke (Grundrisse?)“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 9''' gibt uns eine schriftliche Nachricht, dieser erste Eindruck drängt sich bei der Betrachtung auf. Dargestellt sind zwei menschliche Gestalten. Während die erste Gestalt klar definierbar ist, ist die äußere Gestalt sehr einfach durch drei Ritzungen, eine senkrechte und zwei schräge, angelegt und könnte etwas anderes bedeuten. Darüber ist ein waagerechter Strich angebracht, von den vier kleinere Striche, leicht gebogen aber nahezu rechtwinklig nach unten führen. Nach links schließt sich ein schön gezeichneter Fisch in Seitenansicht an. Außer der Kiemenspalte, drei Bauchflossen und drei Rückenstacheln hat der Künstler auch sein Wissen um die dem Auge verborgene Anatomie des Fisches eingebracht und die Gräten ebenfalls dargestellt. Nach links fortfahrend erscheint ein Bogen oder ein auf den Kopf gestelltes U, darunter eine einfache, senkrechte Kerbe, von deren oberem Ende eine kurze Kerbe schräg nach unten führt. Mehr als die Hälfte der Gesamtgravierung einnehmend, beschließt eine Sandale das Bild. Das Schuhwerk zeigt Details wie zwei Querriemen, zwei diagonal verlaufende Riemen sowie Bänder zur Befestigung. Die Zehen sind ebenfalls eingezeichnet. Der Arbeitsname des Fundplatzes 1006/83, östlich von 1005/83 gelegen, war „abri d’autruche“. Der Grund dafür war '''Bild 25''', eine wunderschöne Gravierung, die einen flügelschlagenden Strauß zeigt, ein balzendes Männchen vielleicht. Der Vogel ist mit wenigen gekonnten Linien dargestellt, das Federkleid mit feinen Querstrichen angedeutet. Auch für die Augen eines modernen Menschen stellt diese Gravierung ein Kunstwerk dar und ein hoch ästhetisches dazu. Von der B.O.S. Expedition der Universität zu Köln wurde eine Abklatschzeichnung des Bildes angefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_9_1005_83_Pictogramm.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 9: Pictogramm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_25_1006_83_Strauß.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 25: Strauß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 10'''   ist die Darstellung einer sich in rascher Flucht befindlichen langhörnigen Antilope. Eine tiefe Kerbe, die vom Kopf bis zum Schwanz reicht, bildet den Rücken des Tieres. Zwei weitere, leicht gebogene Kerben markieren die Hörner, vier Kerben die Läufe. Der Körper zwischen Rücken und Laufansatz ist flächig ausgeschabt, der Schwanz ist durch Ritzungen angedeutet. &lt;br /&gt;
Das Bild vermittelt recht eindrucksvoll den Vorgang der Bewegung. Eine weitere Antilope, im gleichen Stil graviert, befindet sich auf derselben Wand wie die hier abgebildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_10_1005_83_fluechtende_Antilope.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 10: Flüchtende Antilope &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 11'''   ist auf zwei unterschiedlich hohen Ebenen ausgeführt. Auf der unteren Fläche sind rechts eine V- förmige tiefe Kerbe, die beiden Schenkel durch eine Querkerbe verbunden und links zwei länglich ovale Körper, welche den Fischen von Bild 5 ähneln, nur dass man diesen die Seitenflossen und Schwänze entfernt hat, dargestellt.&lt;br /&gt;
Die obere Fläche weist an ihrer linken ante eine Reihe von Kerben auf. Die Mitte der Fläche ist durch eine große, ovale und eine etwas kleinere, runde Ausschabung gekennzeichnet. Letztere ist von einem Kranz von gebohrten Löchern umgeben. Weitere Bohrungen verschiedener Durchmesser setzen sich nach rechts fort. Den Abschluss bilden im Zickzack angeordnete Kerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_11_1005_83_Ausschabungen_u_Bohrungen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 11: Ausschabungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 12'''   liegt noch auf dem Hügel und ist stark vom Wind erodiert. Zu erkennen sind ein Zickzack-Band, das an eine Schlange erinnert und parallel dazu eine Aneinanderreihung von Formen, die den artikulierten Schwanzabschnitten des Skorpions ähneln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls das Bild gegen Ende der steinzeitlichen Hauptbesiedlungsphase graviert worden wäre, in etwa der Epoche, aus der Bild 9 stammt, könnte eine alternative Interpretation gewählt werden. Das Zickzack-Band könnte ein Zeichen für Wasser sein und der Skorpion der Namensgeber der Wasserstelle. Hier wäre wieder der Rat eines Ägyptologen von Wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_12_1005_83_Scorpion_Schlange.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 12: Scorpion und Schlange&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 13'''   besteht nur aus geradlinigen Kerben, welche Tiere darstellen sollen. Rechts ist ein gehörnter Vierbeiner zu sehen, während links, mit nur drei Beinen, allen Anschein nach eine Giraffe suggeriert werden soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_13_1005_83_Giraffe_etc.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 13: Giraffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 14'''   zeigt zwei Vierbeiner mit großen, runden Köpfen. Bei anderer Betrachtungsweise könnte es aber auch eine erotische Szene darstellen, die zwei kopulierende Menschen zeigt. Darunter eine sehr schematische Kerbung, bestehend aus einem langem Strich für den Körper und vier kürzeren Strichen für die Läufe eines Tieres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_14_1005_83_Strichzeichnung_von_Vierbeinern.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 14: Strichzeichnung von Vierbeinern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 15'''   am Fuße von 1006/83 wird unterteilt in die linke Seite, welche von vielen geraden und einer gekreuzten Kerbe bedeckt ist und der rechten Seite mit einer anthropomorphen Ritzung und einer weiteren Ritzung, deren Bedeutung nicht erkannt ist. Die Trennungslinie zwischen den beiden Bildteilen besteht aus zwei sehr tiefen Kerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_15_1005_83_Anthropomorphe_Ritzung.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 15: Anthropomorphe Ritzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 16'''   stellt einen Fisch in Draufsicht dar, ähnlich graviert wie die Fische des Bildes 5, nur die hinteren Seitenflossen fehlen bei diesem Exemplar. Das vordere Flossenpaar und die Schwanzflosse sind sehr ausgeprägt. Neben einigen Kerben und einem kleinem Zickzack- Band sind zwei Fischkörper ohne Flossen und ohne Schwanz zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_16_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 16: Fisch in Draufsicht 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 17'''   zeigt einen Fisch in Draufsicht mit zwei Paaren von Seitenflossen und einem lediglich angedeutetem Schwanz, darunter zwei Längskerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_17_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 17: Fisch in Draufsicht 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 18''' Besteht aus einer hohlkugelförmigen Ausschabung, welche von einem Kranz von Bohrlöchern umgeben ist. Eine Linie von sieben aneinander gereihten Bohrlöchern weist vom Kranz aus nach unten, eine Linie von fünf Bohrlöchern nach oben. Ein weiteres Bohrloch von größerem Durchmesser ist rechts der unteren Linie angebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_18_1005_83_Runde_Aushoehlung_mit_Bohrungen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 18: Runde Aushöhlung mit Bohrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 19''' stellt ein Kreuz in einem Kreis und zwei Ovale mit je einem Querstrich dar. Ganz in der Nähe des Fundplatzes 1005/83 liegt in westlicher Richtung 1081/86. Der Sandsteinhügel, welcher die Begrenzung nach Westen bildet, weist einige interessante Felsgravierungen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_19_1005_83_Kreis_mit_Kreuz_neu.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 19: Kreis mit Kreuz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 20''' Obwohl stark windüberformt sind klar zwei langhörnige Antilopen zu erkennen. Beine, Hörner und obere Rückenbegrenzung sind geritzt; die Körper, Hälse und Köpfe sind flächig ausgeschabt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_20_1081_86_Zwei_Antilopen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 20: Zwei Antilopen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 21''' Hier versucht der Künstler mit einem perspektivischem Trick eine Gruppe von Schafen darzustellen indem er in den Vordergrund flächig gravierte, große Körper stellt, die in der Tiefe immer kleiner werden und am Ende nur noch durch zwei rechtwinklig zueinander stehende Kerben angedeutet werden. Es ist ihm aber entgangen, dass das dritte, kleinere Tier vor dem zweiten und dieses wiederum vor dem ersten steht. Dadurch stimmt zwar die Perspektive nicht aber der Versuch ist grandios. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_21_1081_86_Gruppe_von_Vierbeinern.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 21: Gruppe von Vierbeinern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bilder 22 – 24''' sind großflächige Schabungen und Kerbungen, die Vulvasymbole darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_22_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_23_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_24_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_3.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 26''' zeigt eine bewegte Szene mit neun bis zehn Personen, davon vier mit ausgeprägtem Fettsteiß. Drei der Gestalten tragen Schmuckelemente an einer Art Lendenschurz und zwei zusätzlich einen Kopfschmuck, hierbei handelt es sich wahrscheinlich um Männer. Die Menschen sind als Strichfiguren angelegt, die Köpfe sind nur leicht angedeutet. Fünf Gestalten zeigen zwei Arme, eine nur einen Arm. Die übrigen sind armlos graviert. Eine tiefe Kerbe, wohl ein Vulvasymbol, trennt das Paar links außen von den anderen. Vor jeder mutmaßlich weiblichen Person ist auf  Höhe des Unterleibs eine Bohrung außerhalb der eigentlichen Strichzeichnung angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_26_1081_86_tanzende_Menschen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 26: Tanzende Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 27''' zeigt in natürlicher Größe eine linke Hand eines relativ kleinen Menschen. Die flächige Gravierung liegt auf  dem Hügel 1006/83 und ist Wind und Wetter ungeschützt ausgesetzt. Auch wenn das Werk durch Erosion leicht verändert worden sein sollte, lässt die Form und Haltung des Daumens auf eine Verletzung schießen, ein verheilter Bruch möglicherweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_27_1005_83_kleine_Hand_neu.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 27: Kleine Hand (Der verletzte Daumen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 28'''   ähnelt den auf Fundplatz 1005/83 dargestellten Fischen in Draufsicht, weicht in seiner Ausführung jedoch in einigen Details ab. So sind die Seitenflossen nicht nach hinten geschwungen sondern ragen rechtwinklig vom Körper ab. Die V- förmige Markierung am Kopf wird bei den übrigen Darstellungen nicht angetroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_28_1006_83_Sandale_Fragezeichen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 28: Sandale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 29'''   erinnert mit seinen Hauptmotiven an Doppeltäxte, es könnten auch anthropomorphe Gravierungen sein. &lt;br /&gt;
Ansonsten sind noch fünf radialstrahlig angeordnete Kerben und weitere dem Betrachter ungeordnet vorkommende Kerben zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_29_1006_83_Doppelaexte_neu.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 29: Doppeläxte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 30'''   zeigt eine auf einer Kante angebrachte Reihe von Kerben und sechs in einer Linie gerade ausgerichtete Bohrungen größeren Durchmessers nebst einigen Ritzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_30_1006_83_Kerbungen_u_Bohrungen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 30: Kerbungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele meist einfache Gravierungen der Fundstellen 1005/83, 1081/86 und 1006/83 sind hier nicht gezeichnet und beschrieben worden. Außerhalb der Fundstellen- Gruppe seien erwähnt die geometrischen Strichanordnungen des Jacobsfelsen, der Elefant am Fuße des Plateauhangs zwischen Ain Elwan und Ain Amour wie ferner die Schlangendarstellungen in den Hügeln nördlich des Fundplatzes 1023/82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Felskunst - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf die Fotografie des Jakobsfelsen, nach dem Entdecker Prof. Dr. K.-H. Jacobs (Techn. Univ. Berlin) benannt, stammen alle Fotografien vom Verfasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:A-desert-zoo-2009.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Die Frau des Verfassers vor einer Felswand mit Schlangenlinien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;Datei:Foto_1_1005_83_Rind_1.jpg | Bild 1: Rind 1&lt;br /&gt;
Datei:Foto_2_1005_83_Rind_2.jpg | Bild 2: Rind 2&lt;br /&gt;
Datei:Foto_3_1005_83_Rind_3.jpg | Bild 3: Rind 3&lt;br /&gt;
Datei:Foto_4_1005_83_Das_erste_Fussballspiel.jpg | Bild 4: Das erste Fussballspiel&lt;br /&gt;
Datei:Foto_5_1005_83_aneinandergereihte_Bohrungen_2.jpg | Bild 5a: Muster aus Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_5_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 5b: Muster aus Bohrungen, schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_6_1005_83_großer_Vierbeiner.jpg | Bild 6: Großer Vierbeiner&lt;br /&gt;
Datei:Foto_7_1005_83_Großes_Tier_mit_Ruessel.jpg | Bild 7a: Großes Tier mit Rüssel&lt;br /&gt;
Datei:Foto_7_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 7b: Großes Tier mit Rüssel, schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_8_1005_83_Zwei_Rechtecke_2.jpg | Bild 8: Zwei Rechtecke, Grundrisse?&lt;br /&gt;
Datei:Foto_9_1005_83_Pictogramm.jpg | Bild 9: Pictogramm&lt;br /&gt;
Datei:Foto_10_1005_83_fluechtende_Antilope.jpg | Bild 10: Flüchtende Antilope&lt;br /&gt;
Datei:Foto_11_1005_83_Ausschabungen_u_Bohrungen.jpg | Bild 11a: Ausschabungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_11_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 11b: Ausschabungen und Bohrungen, schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_12_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 12: Scorpion und Schlange, schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_13_1005_83_Giraffe_etc.jpg | Bild 13: Giraffe&lt;br /&gt;
Datei:Foto_14_1005_83_Strichzeichnung_von_Vierbeinern.jpg | Bild 14: Zeichnung von Vierbeinern&lt;br /&gt;
Datei:Foto_15_1005_83_Anthropomorphe_Ritzung.jpg | Bild 15: Anthropomorphe Ritzung&lt;br /&gt;
Datei:Foto_16_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_1.jpg | Bild 16: Fisch in Draufsicht 1&lt;br /&gt;
Datei:Foto_17_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_2.jpg | Bild 17: Fisch in Draufsicht 2&lt;br /&gt;
Datei:Foto_18_1005_83_Runde_Aushoehlung_mit_Bohrungen.jpg | Bild 18: Runde Aushöhlung mit Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_19_1005_83_Kreis_mit_Kreuz.jpg | Bild 19: Kreis mit Kreuz&lt;br /&gt;
Datei:Foto_20_1081_86_Zwei_Antilopen.jpg | Bild 20: Zwei Antilopen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_21_1081_86_Gruppe_von_Vierbeinern.jpg | Bild 21: Gruppe von Vierbeinern&lt;br /&gt;
Datei:Foto_22_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_1.jpg | Bild 22: Schalenförmige Gravur 1&lt;br /&gt;
Datei:Foto_23_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_2.jpg | Bild 23: Schalenförmige Gravur 2&lt;br /&gt;
Datei:Foto_24_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_3.jpg | Bild 24: Schalenförmige Gravur 3&lt;br /&gt;
Datei:Foto_25_1006_83_Strauß.jpg | Bild 25: Strauß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_26_1081_86_tanzende_Menschen.jpg | Bild 26: Tanzende Menschen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_27_sw_Rene_Gebhardt.jpg | Bild 27: Kleine Hand (Der verletzte Daumen), schwarz/weiß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_28_1006_83_Sandale_Fragezeichen.jpg | Bild 28: Darstellung einer Sandale (?)&lt;br /&gt;
Datei:Foto_29_1006_83_Doppelaexte.jpg | Bild 29: Doppeläxte&lt;br /&gt;
Datei:Foto_30_1006_83_Kerbungen_u_Bohrungen.jpg | Bild 30: Kerbungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_Jakobsfelsen_Strichmuster.jpg | Bild 31: Jakobsfelsen, Strichmuster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Töpfern, Bohren, Schleifen und Polieren==&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
Siehe hierzu unter &amp;gt;Pfeilspitzen allgemein&amp;lt; --&amp;gt; &amp;gt;Ägypten&amp;lt; --&amp;gt; &amp;gt;Fotogalerie&amp;lt; --&amp;gt; Abb. 7: Perlen Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;,  versch. Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben genannten Tätigkeiten treten gehäuft und gemeinsam erst im Neolithikum auf. Das gilt sowohl für das Vorhandensein von Keramik als auch für geschliffene und durchbohrte Artefakte zumal wenn diese aus sehr hartem Material, vorzüglich Kieselgestein, bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0353_Keramik_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf rund der Hälfte der Abu Tartur Fundstellen wurde Keramik an der Oberfläche gefunden. Der Anteil der Plateau- Plätze ist größer als der an Playas gebundenen Vorkommen in der Sandsteinebene. Unverzierte Keramikscherben überwiegen und kommen auf 68 Fundstellen vor, während dekorierte Stücke lediglich auf 14 Fundstellen angetroffen werden. Neunmal werden sowohl glatte als auch verzierte Scherben gefunden.&lt;br /&gt;
Ein erster vorläufiger Bericht über die Keramik wurde von H. Riemer und P. Schönfeld veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0355_Keramik_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K1_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1006/4'''&lt;br /&gt;
*Es handelt sich um das Bruchstück eines Clayton – Rings. Beide Ränder sind abgestrichen, außer den vertikalen Fingerlinien sind keine Verzierungen oder Markierungen zu erkennen. Die Farbe der Keramik ist sowohl innen als auch außen von einem dunklem Grau. Die Magerung besteht aus Sand, die Zeitstellung dürfte frühdynastisch sein. Die Dimensionen sind: 125 x 91 x 4 bis 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0059/1'''&lt;br /&gt;
*Die Randscherbe mit einem Reparaturloch weist eine geglättete Oberfläche auf, die Keramik ist sand- und feinshalegemagert. Die Dimensionen sind 61 x 36 x 4 bis 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 0059/4'''&lt;br /&gt;
*Das sehr dünnwandige Randstück ist von rötlich gelber Farbe, es ist grob shalegemagert. Die Oberfläche ist geglättet. Dimension: 56 x 50 x 3 bis 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 0002/10'''&lt;br /&gt;
*Das rot-schwarze Randstück ist mit grobblättriger Dakhla – Shale gemagert. Der schwarze Rand erinnert an Naqada Ware. Dimension: 51 x 40 x 5 bis 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K2_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1038/4'''&lt;br /&gt;
*Das mit organischer und Sandmagerung versehene Randstück weist keine Dekoration auf, es erscheint aber möglich, dass ein Korb – Eindruckmuster für den unteren Teil des Gefäßes existiert haben könnte. Der Rand ist deutlich abgesetzt. Die Farbe der Keramik ist außen rotbraun und innen, im Kern, dunkelgrau. In der Töpfermasse befinden sich ebenfalls einige grobe Schieferton – Plättchen (Dakhla shale).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1029/1'''&lt;br /&gt;
*Die windüberformte Clayton – Scheibe wurde primär und nicht aus einem Bruchstück hergestellt. Sie ist mit Dakhla shale gemagert. Die Scheibe misst 85mm bis 91mm im Durchmesser, die zentrale Öffnung ist 16mm bis 20mm weit.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K3_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K3'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1033/5'''&lt;br /&gt;
*Die große Scherbe weist ein glattes, stark ausbiegendes Randstück auf. Der Körper zeigt ein zum Teil verblasenes Korbeindruck – Muster. Die Magerung ist mineralisch und enthält auch feine Schieferton – Plättchen. Das Innere des Gefäßes ist geschwärzt, das rotbraun gefärbte Äußere zeigt einen markanten, schwarzen Fleck. Üblich war diese Ware im Oasengebiet zwischen 5500 b.p und der 6. Dynastie (Sheik Muftah).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K4_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K4'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1038/3'''&lt;br /&gt;
*Wie 1038/4, nur ist bei dieser Scherbe das Korbeindruck – Muster gut zu erkennen. Wahrscheinlich gehören die beiden Scherben zu einem einzigen Gefäß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0014/16'''&lt;br /&gt;
*Diese Clayton – Scheibe ist sand- und shalegemagert und aus einer sekundären Scherbe gearbeitet. Die ursprünglich wohl runde Scheibe ist so bearbeitet worden, dass zwei nahezu geradlinige, parallel zueinander verlaufende Seite entstanden sind. Oben und unten erscheinen die gerundeten Begrenzungslinien. Die Abmessungen sind außen 70 x 54 und innen 11,5 x 11, die Dicke beträgt 6 – 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K5_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K5'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1004/1'''&lt;br /&gt;
*Die Kammstich verzierte Scherbe weist parallele Eindrücke auf, zum Teil sind sie leicht gewellt oder zick-zack-artig angebracht. Das Muster lässt eine Verwandtschaft mit der Khartoum Ware erkennen. Die Bruchflächen sind schwarz glänzend, die Magerung besteht aus feinkörnigem Sand. Vergleichbare Keramik ist aus Mudpans und Eastpans bekannt und wurde zwischen 7500 und 7600 b,p. datiert. Die Dimensionen der Scherbe sind: 140 x 70 x 6 bis 7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0006/1'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, doch stark windüberformt. Abmessungen: 48 x 31 x 6 bis 7,5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1017/1'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, die Magerung besteht aus grobkörnigem Sand. Dimension: 63 x 35 x 5 bis 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 0008/86E'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, die Magerung ist grobkörnig. Dimension: 34,5 x 17,5 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 0061/165C'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, die Magerung ist grobkörnig. Dimension: 33 x 25 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 0006/2'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, Dimension: 26 x 30 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K6_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K6'''  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 0010/1'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 35 x 27 x 4,5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0061/165/C'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 33 x 25 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 0007/2'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 30 x 26 x 7 (wie K5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1023/7'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 53 x 41 x 7 bis 8	&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
'''5.) 0007/1'''&lt;br /&gt;
*Das Randstück weist eine parallel zum Rand verlaufende Rille auf. Darunter liegt eine schräg zum Rand ausgerichtete Schraffur. Der Abstand zwischen den Schräglinien beträgt 1,5mm bis 2,5mm. Die Scherbe weist eine mineralische Magerung auf. Die Abmessungen betragen: 22 x 20 x 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 0007/3'''&lt;br /&gt;
*Die Verzierung dieser mineralisch gemagerten Scherbe ist wegen der Windüberformung nur schwer auszumachen. Es könnte sich um einen Mattenabdruck handeln. Die Dimensionen sind: 26 x 21 x 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 1021/10'''&lt;br /&gt;
*Auch bei dieser Scherbe hat die Deflation das Muster auf der Oberfläche größtenteils zerstört. Die Dimensionen sind: 48 x 33 x 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.) 0003/8'''&lt;br /&gt;
*Die rot-schwarze, geglättete Oberfläche der Scherbe ist durch „Besenstrich“ verziert. Das Exemplar ist grob shalegemagert und weist folgende Abmessungen auf 75 x 46 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K7_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K7'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 0002/1'''&lt;br /&gt;
*Die auf der Innenseite gelegenen Randverzierungen sind mit den Fingern eingedrückt worden, auf der Außenseite lassen sich ebenfalls Fingerspuren nachweisen. Die Keramik ist sand- und shalegemagert. Das Stück hat folgende Abmessungen: 65 x 50 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0002/5'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, Dimension: 38 x 33 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 0032/1'''&lt;br /&gt;
*Auf dem glatt gestrichenem Rand sind als Verzierung Kreuzkerben angebracht. Die geglättete, graue Außenfläche weist „Rippel“ auf. Die Magerung ist mineralisch, die Abmessungen betragen: 75 x 72 x 3 bis 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 0003/2'''&lt;br /&gt;
*Dimensionen = 45 x 45 x 7,5 (wie Nr. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 0003/1'''&lt;br /&gt;
*Dimensionen = 40 x 31 x 7 bis 8 (wie Nr. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 0015/1'''&lt;br /&gt;
*Dimensionen = 26 x 19 x 6 (wie Nr. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 0032 – 171/A'''&lt;br /&gt;
*Die kleine, schwarze Scherbe weist eine geglättete, mit einem Streifenmuster verzierte Oberfläche auf. Die Keramik ist mineralisch gemagert, die Abmessungen sind: 31 x 15 x 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schleifen und Polieren von Steinwerkzeugen, speziell von Beilen, war in Abu Tartur nicht sehr verbreitet nimmt man als Grundlage die Anzahl der gefundenen Beile und Dechsel. Weit häufiger wurden Pfrieme gefunden, die in den meisten Fällen aus verkieseltem Holz hergestellt sind. Bei diesen Werkzeugen wurden lediglich die Spitzen geschliffen, der Rest des Pfriems ist durch die natürlichen Bruchkanten des Materials bestimmt '''Abb. 7 – (7.3-7.7).'''&lt;br /&gt;
Geschliffen, poliert und zusätzlich noch gebohrt sind vier Bruchstücke von Kalksteinkugeln. Häufig werden diese gerundeten Körper in Verbindung zu Grabstöcken gebracht, sie sollen an diesen befestigt worden sein und dem Werkzeug ein höheres Gewicht verliehen haben, um es auf diese Weise effektiver zu gestalten. Ein schwerer Stock wäre mit weniger Aufwand und mit weniger technischen Schwierigkeiten herzustellen gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Gebohrte_Kugeln_etc_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 7: Gebohrte Kugeln und Pfrieme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.1.) 0001/1'''   &lt;br /&gt;
*Von den vier durchbohrten, kugelähnlichen Gebilden wurde ein Stück auf dem Plateau - Platz 0001/A/82 entdeckt. Es besteht  aus grauem Massenkalk, ist eiförmig ausgebildet mit einer Längsachse von 66mm und einer Querachse von 55mm. Die obere Partie, rund um das konische Bohrloch ist parallel zur Querachse abgeflacht. Die Bohrung mißt an der Oberfläche rund 17mm im Durchmesser. Das Gewicht des Bruchstücks, welches rund ein Drittel des Gesamtkörpers beträgt, ist 100g. Es kann folglich von 300g für das vollständige Artefakt ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.2.) 1024/2'''   &lt;br /&gt;
*Ein Stück stammt vom Playa – Fundplatz 1024/82 und repräsentiert nur noch ein Viertel des ursprünglichen Volumens. Die Dimensionen sind 68mm für die Querachse und 35mm für die Hälfte der Längsachse, so daß man von einer nahezu gleichmäßigen Kugelform ausgehen kann. Das Gewicht des Bruchstücks beträgt 110g, das Gesamtgewicht hätte somit bei rund 440g gelegen. Der Durchmesser des Bohrlochs an der Oberfläche liegt bei rund 20mm, er verjüngt sich zum Kugelinneren hin. Das Gestein ist auch hier ein Massenkalk. Die Farbe ist von einem hellen Beige, welches von millimeterschmalen, roten, parallel zueinander liegenden Streifen durchzogen wird.&lt;br /&gt;
Der geringe Durchmesser der Bohrungen beider Kugeln lässt einen Gebrauch als Gewicht für Grabstöcke irrealistisch erscheinen, da ein so dünner hölzerner Stiel seitliche Kräfte, wie sie beim Stochern und Heraushebeln auftreten, nicht hätte aufnehmen können. Ein zäher biegsamer Stock hätte sich gebogen, ein harter, starrer Stab wäre bei seitlicher Belastung gebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich handelt es sich bei den vier Stücken um Keulenköpfe wofür auch die sorgfältige und zeitaufwendige Bearbeitung sprechen. Ein flexibler Stiel aus Holz oder eventuell aus getrockneter Nilpferdhaut wäre hier angebracht. Bei guter Schlagfestigkeit hat Kalkstein den Vorteil gegenüber anderen in Betracht kommenden Gesteinen, sich relativ gut bohren zu lassen. Außerdem ist er neben Sandstein das einzige wirtschaftlich und technisch bohrbare Material, welches in Abu Tartur ansteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Tabelle 9 wird die Schlagfestigkeit verschiedener Gesteine verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.3.) 1017 – 32/5'''   &lt;br /&gt;
*Pfriem aus verkieseltem Holz mit geschliffener Spitze. ( 70 x 9 x 5 mm) Weitere Bearbeitungsspuren sind nicht vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.4.) 1017 – 33/18'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 3, Dimensionen 43 x 7,5 x 4,5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.5.) 1027 – 158/7'''   &lt;br /&gt;
*Pfriem aus beige – weißlichem, gut durchscheinendem Feuerstein. Das Artefakt ist auf der Ventralseite an beiden Rändern durchgehend retuschiert, die Spitze ist geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.6.) 1017 – 188/31'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 3, Dimensionen = 91 x 9 x 6 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.7.) 1017 – 33/23'''    &lt;br /&gt;
Wie Nr. 3, Dimensionen = 102 x 7 x 4,5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.8.) 1015 – 147/3'''  &lt;br /&gt;
* „Windkanter“. Diese auf drei Seiten geschliffenen Stücke kommen auf Fundplätzen sporadisch vor. Außerhalb der Siedlungsgebiete sind sie nicht beobachtet worden Nr. 8 bis Nr. 10 bestehen aus verkieseltem Holz, aber es werden auch „Windkanter“ aus anderen Materialien angetroffen. Die Verwendung dieser Stücke ist rätselhaft. Dimensionen = 49 x 9 x 8 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.9.) 1015 – 147/2'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 8, Dimensionen = 61 x 9 x 8 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.10.) 1015 – 147/1'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 8, Dimensionen = 76 x 11 x 8,5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.11.) 0006/83/1'''   &lt;br /&gt;
*Durchbohrtes Landschnecken – Gehäuse ( zootecus insularis )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.12.) 0006/83/2'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.13.) 0006/83'''   &lt;br /&gt;
*Meeresschnecke. Die Öffnung wurde durch Abschleifen erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den vier durchbohrten, kugelähnlichen Gebilden wurde ein Stück auf  dem Fundplatz 1024/82 entdeckt. Es besteht aus grauem Massenkalk, ist eiförmig ausgebildet mit einer Längsachse von 66 mm und einer Querachse von 55 mm. Die obere Partie, rund um das konische Bohrloch, ist parallel zur Querachse abgeflacht. Die Bohrung misst an der Oberfläche rund 17 mm im Durchmesser. Das Gewicht des Bruchstücks, welches rund ein Drittel des Gesamtkörpers ausmacht, beträgt 100g. Es kann folglich von 300g für das vollständige Artefakt ausgegangen werden '''Abb. 7 – 7.1'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweites Stück stammt vom Fundplatz 0015/83 und repräsentiert nur noch ein Viertel des ursprünglichen Volumens. Die Dimensionen sind 68 mm für die Querachse und 35 mm für die Hälfte der Längsachse, so dass man von einer nahezu gleichmäßigen Kugelform ausgehen kann. Das Gewicht des Bruchstücks beträgt 110g, das Gesamtgewicht hätte somit bei rund 440g gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Durchmesser des Bohrlochs an der Oberfläche liegt bei rund 20 mm, er verjüngt sich zum Kugelinneren. Das Gestein ist auch hier ein Massenkalk. Die Farbe ist von einem hellen Beige, welches von millimeterschmalen, roten, parallel zueinander liegenden Streifen durchzogen wird '''Abb. 7 – 7.2'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kleinere durchbohrte Kugel wurde auf dem Plateauplatz 0001 B/82 gefunden, sie ist zur Hälfte erhalten. Das obere Ende ist stark abgeflacht, so dass der Durchmesser entlang der Bohrung 44,5 mm, der Durchmesser rechtwinklig zur Bohrung 53,5 mm beträgt. Die Bohrung selbst hat eine Weite von 13 – 15mm. Das Werkzeug beseht aus grauem, streifigem Sinterkalk, der wahrscheinlich aus einer eingebrochenen Tropfsteinhöhle in der Nähe der Fundstelle stammt. Außer einem kleinen Bruchstück einer weiteren Sinterkalk- Kugel befinden sich größere Mengen unbearbeitetes Werkmaterial vor Ort. Das Gesamtgewicht des Artefakts dürfte bei 190g gelegen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich handelt es sich bei den vier Stücken um Keulenköpfe wofür auch die sorgfältige und zeitaufwendige Bearbeitung sprechen. Ein biegsamer Stiel aus Holz oder besser aus getrockneter Nilpferdhaut wäre hier angebracht. Bei guter Schlagfestigkeit hat Kalkstein den Vorteil gegenüber anderen in Betracht kommenden Gesteinen, sich relativ gut bohren zu lassen. Außerdem ist er neben Sandstein das einzige wirtschaftlich und technisch bohrbare Material, welches in Abu Tartur ansteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 9''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Gesteinsart'''|| '''Spez. Gewicht'''|| '''Schlagfestigkeit nach DIN 52109'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| || (kg / dm3)|| Anzahl der Schläge bis zur Zerstörung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Dichter Kalkstein||2,70 – 2,90||8-10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Serpentinfels||2,62 – 2,78||6-15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Quarzitischer Sandstein||2,64 – 2,68||8-10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Grauwacke||2,64 – 2,68||10-15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Quarzsandstein||2,64 – 2,72||5-10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Basalt|| 3,00 – 3,15|| 12-17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Granit||2,62 – 2,85||10-12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In '''Tabelle 9''' wird die Schlagfestigkeit verschiedener Gesteine verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abb. 8 – (8.1-8.4)''' zeigt unter anderem das erste in Abu Tartur gefundene, polierte langschmale, mittig durchbohrte Artefakt, welches „Webschiffchen“ genannt wurde und vom Fundplatz 1014/82 stammt. Weitere, auch zerbrochene Stücke kamen hinzu. Die in Dakhla beobachteten Exemplare wurden von M. Mc Donald „toggles“ genannt. Ein weiteres „Webschiffchen“ wurde in der kleinen Bruchsenke nördlich des Abu Tartur Massivs im Fundstellenbereich Abu Gerara von H. Riemer gefunden. Das Material dieser Artefakte ist eisenhaltiger Tonstein oder dichter Kalkstein. Der Name soll nicht auf die Funktion sondern auf die Form hinweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Diabolos_Ohrstecker_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 8: Webschiffchen, Diabolos und Ohrstecker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.1.) 1014'''   &lt;br /&gt;
*Die natürliche Oberfläche dieses Tonsteinartefaktes liegt tiefer als die geschliffenen und polierten Ränder. Die Öffnung in der Mitte wurde mit einem Stichel von beiden Seiten her geritzt. Die Dimensionen des „Webschiffchens“ sind: Länge = 104mm; Breite = 30mm; Dicke = 4 – 5mm. Die Öffnung ist 7,46mm lang und 1,88mm breit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.2.) 1085'''   &lt;br /&gt;
*Das Stück besteht aus grau- braunem, streifigem Kalkstein, es ist zur Gänze geschliffen. Die Bohrung ist konisch von beiden Seiten angesetzt. Die Öffnung beträgt 3,48mm. Die weiteren Dimensionen dieses „Webschiffchens“ sind: Länge = 97mm; Breite = 20mm; Dicke = 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.3.) 1024 – 48/A'''  &lt;br /&gt;
*Eine stark eisenhaltige Tonsteinplatte diente zur Herstellung dieses „Webschiffchens“. Das Fragment, nur die Hälfte des ursprünglichen Artefakts ist erhalten, zeigt Schliff am gerundetem Ende sowie an seinen seitlichen Begrenzungen. Die zur Hälfte erhaltene Bohrung war rund und wurde fast gänzlich von einer Seite hergestellt. Um den Bohrer ansetzen zu können, wurde die Stelle mit einem Stichel vorbereitet. Länge des Bruchstückes = 48mm; Breite = 22,5mm; Dicke = 3mm. Der Durchmesser der Bohrung durfte 3,79mm betragen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.4.) 0014'''   &lt;br /&gt;
*Dieses Fragment eines „Webschiffchens“ ist an seiner Bruchstelle nachgeschliffen worden und aus diesem Grund in irgendeiner Weise benutzt worden. Fast die gesamte Fläche der Tonsteinplatte ist poliert, die Öffnung ist von beiden Seiten geritzt worden, sie misst 5,43mm in der Länge und 2,39mm in der Breite. Die Länge des Fragments beträgt 45mm; die Breite 25mm und die Dicke 6mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.5.) 1024'''   &lt;br /&gt;
*Pflock aus Kalzit, weiß patiniert, Länge = 32,5mm; Durchmesser Kopf = 10mm; Durchmesser Mitte = 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.6.) 1024'''   &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus hellgrauem Baryt, das Stück ist stark durchscheinend und die Kristallstruktur ist deutlich auszumachen. Auf den im Zentrum liegenden Spaltflächen sind Regenbogenfarben sichtbar. Länge = 34mm; Durchmesser oberer Kopf = 15 – 18mm; Durchmesser unterer Kopf = 15 – 17mm; Durchmesser Taille = 10 – 11mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.7.) 1013 – 39/14'''  &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus weißem Kalzit. Länge = 33mm; Durchmesser oberer Kopf = 16,5 – 19mm; Durchmesser unterer Kopf = 20 – 21,5mm; Durchmesser Taille = 8 – 9mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.8.) 1024 – 48/H'''   &lt;br /&gt;
*Pflock aus weißem Kalzit. Länge = 49,5mm; Durchmesser Kopf = 11 – 13mm; Durchmesser Mitte = 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.9.) 1024 – 48/L'''  &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus weißem Kalzit mit deutlichen Verwitterungsspuren. Länge = 34mm; Durchmesser oberer Kopf = 13 – 14mm; Durchmesser unterer Kopf = 13mm; Durchmesser Taille = 7 – 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.10.) 1032'''   &lt;br /&gt;
*Pflock aus grau- weißem, stark durchscheinendem Baryt. Länge = 31mm; Durchmesser Kopf = 15mm; Durchmesser Mitte = 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.11.) 0049'''   &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus weiß patiniertem Kalzit. Länge = 34,5mm; Durchmesser oberer Kopf = 13 – 14mm; Durchmesser unterer Kopf = 13mm; Durchmesser Taille = 6 – 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.12.) 1024'''   &lt;br /&gt;
*Weißer abgebrochener Kalzitpflock mit ausladendem Kopf und Einschnürung unterhalb des Kopfes. Länge = 27mm; Durchmesser Kopf = 15 – 17mm; Durchmesser Einschnürung = 7 – 7,5mm; Durchmesser Mitte = 7,5 – 8mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.13.) 1044 – 163/B'''   &lt;br /&gt;
*Oberteil eines weißen Kalzitpflocks. Länge = 29mm; Durchmesser Kopf = 15 – 17mm; Durchmesser Mitte = 10 – 11mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.14.) 0059 – 166/A'''   &lt;br /&gt;
*Unterteil eines hellbeigefarbenen Pflocks aus durchscheinendem Kalzit. Die Kristallstruktur ist gut zu erkennen. Länge = 35,5mm; Durchmesser Mitte = 10mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschliffene und polierte „Pflöcke“ und „Diabolos“ sind aus Kalzit- und Barytkristallen hergestellt worden '''Abb. 8 – (8.5-8.14)'''. Ein beliebter Rohstoff war die Schale von Straußeneiern, aus der die überaus zahlreichen „Perlen“ gearbeitet wurden. Aber auch Muschelschalen und Schneckengehäuse sowie Knochen und Elfenbein dienten zur Herstellung von Schmuckobjekten. Selbst härteste Werkstoffe fanden schon Verwendung. Die Technologie war so weit entwickelt, dass auch Material wie Silikatgestein, Amazonit und Basalt erfolgreich gebohrt, geschliffen und poliert werden konnte '''Abb. 9'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Straußeneiperlen_S1_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 9: Verschiedene Ausführungen von Perlen und anderem Schmuck&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)  1024 – 5/G'''   Bruchstück einer Muschelschale, die am oberem Rand zwei Bohrungen aufweist, wovon die linke stark ausgeblasen ist, während die rechte, geschützt durch ein eingeklemmtes Sandkorn, ihren ursprünglichen Durchmesser nahezu beibehalten hat. Dimensionen = 21 x 16,5 x 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)  1024 – 48/D'''  Großes, gerundetes Straußenei – Schalenstück mit großer, von beiden Seiten geführter Bohrung. F.Wendorf und A.E. Close beschreiben ein ähnliches Stück vom Fundplatz E-79-6 ( Wendorf, Schild, Close 1984 ) Auch die Dimensionen liegen in der gleichen Größenordnung. Das Abu Tartur Stück misst 34 x 29 x 2mm. Die Bohrung hat einen Durchmesser von 6,5mm. Die Ränder sind stark windüberformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)  1024 – 5/H'''   Der bis auf die zentrale Bohrung unbearbeitete Hornstein ist an den Rändern von Windschliff gekennzeichnet, die doppelt konische Bohrung weist eine Tiefe von 6,2mm auf. Die Dimensionen sind 42 x 20 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)  124 – 48/K'''   Das weiß-rot gebänderte, achatartige Gesteinsplättchen ist von beiden Seiten angebohrt worden, so daß der typische Doppelkonus sichtbar wird. Die unregelmäßige Polygonform ist 12,5mm hoch und 10,2mm breit. Die Dicke des Plättchens beträgt 3mm. Das Material ist an den Rändern durchscheinend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)  1005 – KT/1'''   Die Perle besteht aus einem dunkel rotbraunem, gebändertem und opakem Kieselgestein. Das Ausgangsmaterial war wahrscheinlich plattig ausgebildet. Die 3,5mm im Diameter messende Bohrung wurde von beiden Seiten durchgeführt. Der Außendurchmesser des Artefakts beträgt 7mm, die Dicke ist 3mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)  1005 – KT/2'''   Ebenfalls rot und braun gebändert aber dunkler als das oben beschriebene Stück ist diese recht dicke Perle. Ihr Außendurchmesser beträgt 7mm bis 8mm, die Bohrung beträgt knapp 3mm und die Dicke ist 5mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.)  1024 – 48/C'''   Das Röhrchen aus Amazonit ist von Wind überformt worden, wodurch der Durchmesser reduziert wurde und ein Ende schief gestaltet wurde. Das Vorkommen dieser Feldspatvariation ist normalerweise an Pegmatite gebunden, welche selbst im weiteren Umfeld von Abu Tartur nicht anzutreffen sind. Sehr ähnlich durchbohrte Zylinder oder tonnenförmige Körper sind dem Verfasser von neolithischen Siedlungsplätzen aus dem       Air – Gebirge in der Republik Niger bekannt. Hier wurde auch ein durchbohrter Zylinder aus ägyptisch anmutendem, streifigem Alabaster beobachtet, der wiederum in diesem Gebiet nicht vorkommt. Das Schmuckstück hat folgende Dimensionen: Länge = 9mm ; Durchmesser außen = 9mm ; Durchmesser innen = 5mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.)  0006 – SE'''   Fragment einer Straußenei – Schale, welche auf der Außenseite durch vier Reihen von Punkten verziert ist. Die Reihen haben untereinander einen Abstand von 3mm, die Punkte in den Reihen sind rund 2mm voneinander entfernt. Die Abmessungen des Stückes sind 18 x 13,5 x 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9.)  0060 – SE'''   Das verzierte Straußenei – Fragment weist den Rand einer Bohrung auf, die von der Innenseite der Schale ausgeführt worden ist. Außer dem Bohrkonus weist die Innenseite zwei tiefe Rillen auf. Die Außenseite ist tief und stark eingekerbt. Ein Rand des Fragments ist mit Kerben versehen. Das Motiv besteht aus z.T. parallelen tiefen Kerben und anderen weniger tiefen Ritzungen, welche die Zwischenräume ausfüllen. Die Dimensionen des nahezu dreieckigen Stückes sind 16mm für die Höhe, 15mm für die Basis und 2mm für die Dicke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.) 0059 – 166/C'''  Die Verzierung dieses Fragments einer Straußeneischale besteht lediglich aus zwei parallel zueinander verlaufenden, geraden Linien. Die Tiefe der Ritzungen ist gering. Die Dimensionen sind 12,5 x 10,5 x 2. ( Zwei weitere Stücke mit parallelen Ritzungen wurden auf dem Fundplatz 0002/84 beobachtet, allerdings sind dort die Linien leicht gekrümmt und sie liegen dichter beieinander. )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11.) 0007 – S1'''   Die kleine, langgestreckte und gerundete „Perle“ ist aus einem schwarzem Gestein hergestellt. Sie ist geschliffen und poliert aber nicht durchbohrt. Das Material weist an der Oberfläche keinerlei Körnung auf, Basalt ist daher ausgeschlossen, möglich wäre eventuell Obsidian. Die Dimensionen sind 11 x 4,5 x 5,6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12.) 0007 – S2'''   Dieser kleine, zylindrische Körper wurde an zwei Stellen rundum eingekerbt. Das Material ist weiß, durchscheinend und hart. Im Gegenlicht werden rechtwinklig zur Längsachse verlaufende Schichtungen erkennbar. Möglichkeiten das Material betreffend wäre Kalzit oder Muschelschale. Die Dimensionen sind: Länge = 12,4mm ; Durchmesser in der Mitte = 4mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13.) 1006 – S'''   Bei diesem Stück handelt es sich um einen Zahn, er wurde an seiner Spitze dergestalt gekerbt, daß eine Schnur, die in der Kerbe hätte angebracht werden können, das Stück als Anhänger hätte tragen können. Die Länge beträgt 21,2mm, die Dicke des oberhalb der Kerbe liegenden Teils ist 3mm, die stärkste Dicke des Zahns ist 6,2mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''14.) 1023 – S'''   Der durchbohrte Anhänger ist aus einem weichem, sich fettig anfühlendem Gestein hergestellt. Das außermittig angebrachte Bohrloch wurde von beiden Seiten angesetzt. Die Länge beträgt 17mm, die Breite maximal 10mm, die Dicke oberhalb der Bohrung ist 3,5mm, unterhalb 5,8mm. Der Durchmesser der Öffnung beträgt 3mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''15.) 0029 – 173/C'''   Die eckige, perforierte Vorstufe zur Perlenherstellung ist cremefarben d.h. nahezu unverwittert. Die konische Bohrung wurde auf der Innenseite, welche Kratzspuren aufweist, angesetzt. Die Außenseite zeigt Aussplitterungen wie sie entstehen wenn der Bohrer durchstößt. Die Schale hat eine Dicke von 1,96mm, der Durchmesser der Bohrung beträgt 2,42mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''16.) 0001A – J'''   Die eckige, perforierte Schale wurde von beiden Seiten mit einem schwach konisch ausgebildetem Bohrer bearbeitet. Das Artefakt ist stark gedunkelt, wie die folgenden Stücke vom Fundplatz 0001A hat es in der Asche einer Feuerstelle gelegen. Die Dicke der Schale beläuft sich auf 1,72mm, die Bohrung misst 2,22mm im Durchmesser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''17.) 0001A – H'''   Das Schalenstück ist nicht durchbohrt, es zeigt auf der Innenseite lediglich Anfänge einer Bohrung. Merkwürdig sind die tiefen Ritzungen, oder sind es Verzierungen, die so normalerweise nur auf den Außenseiten von Straußenei – Schalen anzutreffen sind. Die Schale hat eine Wandstärke von 1,84mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''18.) 0001A – F'''   Wie Nr.15 auch hier wurde die Bohrung nur von der Innenseite her ausgeführt, die Außenseite zeigt Aussplitterungen. Die Dicke der Schale beträgt 1,9mm, der Durchmesser der Bohrung1,89mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''19.) 0001A – E'''   Wie Nr.17 mit Ausnahme der Ritzungen. Die Dicke der Schale ist 1,74mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''20.) 0001A – G'''   Wie Nr.18. Die Schale ist 1,79mm dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''21.) 1075 – 161/E'''   Neben den eckig perforierten Vorstufen zur Perlenherstellung ( Nr.15 bis Nr.20 ) existiert die gerundete, nicht durchbohrte Form. Die Rundung wird zunächst grob herausretuschiert, später folgt die Bohrung. Unvollendete Perforierungen sind bei dieser Vorgehensweise nicht beobachtet worden. Die Innenseite dieses Artefaktes weist Ritzungen auf. Der relativ große Durchmesser der Scheibe misst 14,39 bis 14,82mm, die Dicke 1,76mm. Die Farbe ist hellgrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''22.) 1075 – 161/G'''   Wie Nr.21. Durchmesser = 12,78 bis 13,11mm ; Dicke = 1,88mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''23.) 1075 – 161/F'''   Wie Nr.21. Durchmesser = 12,28 bis 12,88mm ; Dicke = 1,94mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''24.) 1075 – 161/D'''   Wie Nr. 21. Durchmesser = 12,02 bis 13,09mm ; Dicke = 1,89mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''25.) 0001A – D'''   Diese Scheibe ist sehr dunkel gefärbt, ihr Diameter entspricht eher der Durchschnittsgröße von Perlen, er beträgt in diesem Fall 8,80 bis 8,96mm, die Schalendicke ist 1,65mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''26.) 0001A – C'''   Wie Nr.25. Durchmesser 8,67 bis 9,58mm, Dicke = 1,56mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''27.) 1004 – P'''   Wie Nr.25, lediglich die Farbe ist hellgrau und die Ränder weisen Spuren von Windschliff auf. Durchmesser = 9,05 bis 9,83mm ; Dicke = 1,76mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28.) bis 34.) 0016 – 1P bis 7P   Die Serie von gerundeten und perforierten Scheiben stellt einen weiteren Produktionsschritt dar. Die vorhergehende Phase kann sowohl die Serie Nr.14 bis Nr.19 als auch die Serie Nr. 20 bis Nr.26 gewesen sein. Um zu einer gebrauchsfähigen Perle zu kommen fehlen noch die Arbeitsgänge des Schleifens und Polieren des Mantels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abmessungen der Vorderprodukte sind wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||  &lt;br /&gt;
|| P1&lt;br /&gt;
|| P2&lt;br /&gt;
|| P3&lt;br /&gt;
|| P4&lt;br /&gt;
|| P5&lt;br /&gt;
|| P6&lt;br /&gt;
|| P7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Durchmesser außen&lt;br /&gt;
|| 9,77&lt;br /&gt;
|| 9,49&lt;br /&gt;
|| 9,43&lt;br /&gt;
|| 9,46&lt;br /&gt;
|| 9,62&lt;br /&gt;
|| 9,45&lt;br /&gt;
|| 9,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Durchmesser innen&lt;br /&gt;
|| 3,12&lt;br /&gt;
|| 2,86&lt;br /&gt;
|| 2,21&lt;br /&gt;
|| 2,58&lt;br /&gt;
|| 2,68&lt;br /&gt;
|| 3,08&lt;br /&gt;
|| 2,93&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dicke der Schale&lt;br /&gt;
|| 1,84&lt;br /&gt;
|| 1,97&lt;br /&gt;
|| 1,83&lt;br /&gt;
|| 1,81&lt;br /&gt;
|| 1,84&lt;br /&gt;
|| 1,80&lt;br /&gt;
|| 1,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe der unpolierten Perlen ist creme bis hellbeige, die konischen Bohrungen sind alle von einer Seite ausgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.) bis 42.) Das Endprodukt „Perle“ zeichnet sich dadurch aus, daß der polierte Rand mit den beiden Oberflächen der Schale einen rechten Winkel bildet. Auf einer glatten, horizontalen Unterlage können frische, nicht windüberformte Perlen hingestellt werden, sie fallen nicht um.&lt;br /&gt;
Die hier dargestellten Exemplare stammen von den verschiedenartigsten Fundplätzen, alten und jungen, aus der Ebene und vom Plateau. Damit kann belegt werden, daß Straußenei – Perlen über lange Zeiträume von verschiedenen Kulturen immer auf diese Weise gefertigt worden sind, zumindest in dem in Frage kommenden geographischen Bereich.&lt;br /&gt;
Cremefarbene und beige Töne herrschen vor. Die mehr oder weniger konischen Bohrung setzen bei allen Perlen dieser Serie auf einer Seite an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''35.) 0050 – P'''   Eine Ausnahme gegenüber den anderen besprochenen Stücke bildet der Mantel dieser Perle, der nicht rechtwinklig zur Längsachse steht, sondern, obwohl geradlinig, geneigt verläuft. Die Neigung ist aber so leicht, daß auch diese Perle hingestellt werden kann. Dimension: Durchmesser außen = 5,11mm ; Durchmesser innen = 1,98mm, Dicke = 1,78mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''36.) 0007 – 17'''   Dimensionen: Durchmesser außen = 5,35mm ; Durchmesser innen = 1,99mm Dicke = 1,78mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''37.) 1005 – P1'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 6,74mm ; Durchmesser innen = 2,56mm, Dicke = 1,81mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''38.) 0056 – 41'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 7,23mm ; Durchmesser innen = 3,18mm, Dicke = 1,49mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''39.) 1004 – P1'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 8,40mm ; Durchmesser innen = 3,02mm, Dicke = 1,86mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''40.) 0030 – 171/D'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 8,84mm ; Durchmesser innen             = 3,00mm ; Dicke = 1,61mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''41.) 0007 – 12'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 8,79mm ; Durchmesser innen = 2,77mm,&lt;br /&gt;
Dicke = 1,94mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''42.) 0016 – 86'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 9,11mm ; Durchmesser innen = 3,15mm, Dicke = 1,88mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
43.) bis 50.)  Diese Serie zeigt die Auswirkungen der exogenen Kräfte im allgemeinen und der Windüberformung im besonderen. Die Farbe der Perlen ist grau oder dunkel beige, alle ehemaligen Kanten sind abgerundet. Die Zentrale Bohrung scheint von beiden Seiten ausgeführt zu sein, die Wandstärke der Perlen ist verringert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''43.) 1002 – 141/A'''  Eckige, perforierte Vorstufe zur Perlenherstellung, der Durchmesser der Bohrung beträgt 3,00mm, die Dicke der Schale ist 1,89mm. Obwohl die äußere Begrenzung schon verrundet ist, kann der allgemeine Abschliff als nicht weit fortgeschritten bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''44.) 1002 – 141/C'''  Wie Nr. 43, Bohrdurchmesser = 3,96mm, Dicke der Schale = 1,71mm. Die Zerstörung ist weiter fortgeschritten als bei Nr.42.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''45.) 1004 – P2'''  Bei der kleinen, nun ringförmigen Perle ist die Erosion soweit fortgeschritten, daß von der ursprünglichen Oberfläche der Eierschale nichts übrig geblieben ist. Die Dimensionen sind: Durchmesser außen = 4,56mm ; Durchmesser innen = 2,11mm ; &lt;br /&gt;
Dicke = 1,32mm maximal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''46.) 1005 – P2'''  Auf einer Seite ist noch eine schmale Zone der ursprünglichen Schalenoberfläche zu erkennen. Die Dimensionen betragen: Durchmesser außen = 5,73mm ;&lt;br /&gt;
Durchmesser innen = 2,98mm ; Dicke = 1,15mm maximal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''47.) 1005 – P3'''  Auf einer Seite der Perle ist noch eine schmale, nicht abgetragene Fläche zu erkennen. Die Dimensionen betragen: Durchmesser außen = 5,87mm ; Durchmesser innen = 2,99mm ; Dicke = 1,60mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''48.)  1005 – P4'''  Beide Seiten weisen noch gerade, glatte Teilflächen auf. Die Abmessungen der Perle betragen Außendurchmesser = 7,76mm ; Innendurchmesser = 3,74mm ; Dicke = 1,63mm maximal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''49.)  1005 – P5'''  Wie Nr.48, Dimensionen: Außendurchmesser = 8,10mm ; Innendurchmesser = 4,12mm ; Dicke = 1,47mm maximal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''50.) 1005 – P6'''  Wie Nr.48, doch ist der Anteil von geraden und glatten Teilflächen auf einer Seite der Perle größer. Die geringe Dicke des Exemplars weist auf einen erhöhten Windabrieb der gegenüberliegenden Seite hin. Dimensionen: Durchmesser außen = 8,48mm ; Durchmesser innen = 3,71mm ; Dicke = 1,17mm maximal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Beile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Beile_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1046''' &lt;br /&gt;
*Dieses große und schwere Beil aus Diorit ist stark windüberformt. Schliffspuren sind lediglich auf einer Seite im Bereich der Schneide zu erkennen. Die Schneide ist leicht gerundet sowie alle weiteren Begrenzungslinien auch. Lediglich in der Seitenansicht ist eine gewisse Parallelität der Linien  zu erkennen. Zum Nacken hin verringert sich die Breite des Beils. &lt;br /&gt;
Länge = 110mm ; Breite = 53mm ; Dicke = 28mm ; Gewicht = 230g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1058/ 1''' &lt;br /&gt;
*Ebenfalls aus Tiefengestein hergestellt ist dieses elegante Beil. Wegen der sehr dunklen, fast schwarzen Färbung dürfte es sich um Gabbro handeln. Während die Schneide stark gerundet ist, verlaufen die seitlichen Begrenzungslinien schräg, in fast geraden Linien auf den ebenfalls geradlinigen Nacken zu, wobei sich die Breite des Artefaktes stetig verringert. Die Polierung bezieht sich, mit Ausnahme des Nackens, auf die gesamte Vorder- und Rückenseite. &lt;br /&gt;
Länge = 71mm ; Breite = 59mm ; Dicke = 25mm ; Gewicht = 140g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1005''' &lt;br /&gt;
*Ockerfarbener, feinkörniger, quarzitischer Sandstein ist das Material dieses Beils. Der Nacken besteht aus einer tektonischen Gleitfläche, die ehemaligen Sedimentationsflächen verlaufen parallel zur gerundeten Schneide, sie sind durch Farbeinlagerungen kenntlich gemacht. Die seitlichen Begrenzungen verlaufen fast parallel zueinander. Bis auf die Pickungen an den Nackenrändern ist das Artefakt voll geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
Länge = 66mm ; Breite = 48mm ; Dicke = 30mm ; Gewicht = 135g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1058/ 2''' &lt;br /&gt;
*Grau – grün und beige gestreifter, quarzitischer Sandstein ist das Ausgangsmaterial dieses Beils. Die Schneide ist stark gerundet und bildet von vorne gesehen eine Wellenlinie. Die seitlichen Begrenzungen verlaufen geradlinig und sich verjüngend zum nahezu geradlinigem, von einem Bruch gebildetem Nacken. Beide Seiten sind voll geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
Länge =  65mm ; Breite = 49mm ; Dicke = 24mm ; Gewicht = 110g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 1024''' &lt;br /&gt;
*Dieses Artefakt ist aus einem schwarzem Vulkanit gefertigt, die Oberfläche ist von unregelmäßigen Rillen und anderen Vertiefungen durchzogen. Das Beil hat eine Dreiecksform mit abgerundeten Ecken und ist relativ schmal. Die Gesamtoberfläche ist geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
Länge = 62mm ; Breite = 46mm ; Dicke = 14mm ; Gewicht = 46g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 1017''' &lt;br /&gt;
*Ebenfalls aus schwarzem, nicht näher identifizierten Vulkanit ist dieses gänzlich geschliffene und polierte Beil gefertigt. Die Schneide ist nur leicht gerundet, bogenförmig leiten die seitlichen Begrenzungslinien zum abgerundetem Nacken. Die größte Dicke liegt, anders als bei den übrigen vorgestellten Stücken, in der Mitte des Beils.&lt;br /&gt;
Länge = 52mm ; Breite = 34mm ; Dicke = 23mm ; Gewicht = 48g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0341_Beile_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Polierte und geschliffene Beile, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Wirkung der Deflation auf Straußeneiperlen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perlen in allen Stadien ihrer Herstellung sowie auch in allen Stadien ihrer Zerstörung durch Wind, Sand und Sonne, gehören auf den Abu Tartur Fundstellen zum Standartinventar. Auf einigen Plätzen kommen sie in großen Mengen vor.&lt;br /&gt;
Um klar darzulegen wie Perlen bei ihrer Herstellung beschaffen waren und wie sie sich während langer Deflationsperioden verhalten und verändern, werden im Folgenden drei Gruppen von je hundert Stücken verschiedenen Erhaltungsgrades verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, obwohl auch diese schon weitgehend Zufälle ausschließt, konnte nicht größer gewählt werden, da es bei Oberflächenbeobachtungen nur unter besonders günstigen Umständen zu Funden von unverwitterten Perlen kommt. Die Stückzahl der Vergleichsgruppen ist der Gruppenstärke der „frischen“ Perlen angepasst worden.&lt;br /&gt;
Die von Verwitterungsschäden weitgehend unbeeinflusste Perle zeichnet sich im allgemeinen durch folgende drei Punkte aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1.) Farbe: Sie ist hell- eierschalen bis beige. Bei Einfluss von Licht färbt sich die Schale grau.&lt;br /&gt;
* 2.) Geometrie: Die „Perle“ ist ein gerader, kreiszylindrischer Körper von geringer Höhe. Der Mantel des Zylinders bildet mit der unteren und oberen Kreisfläche je einen rechten Winkel. Verrundungen des Mantels sind auf Deflation zurückzuführen.&lt;br /&gt;
* 3.) Bohrung: Die zentrale Bohrung wird, wie bei der geringen Wandstärke nicht anders zu erwarten, im Prinzip nur von einer Seite aus angesetzt. Durch spätere Windüberformung kann der Eindruck entstehen, es sei von zwei Seiten gebohrt worden. Die Vergleichsmessungen beziehen sich auf den Außendurchmesser, den Innen- oder Bohrungsdurchmesser sowie auf die Dicke der Perlen. Die Messungen wurden bis auf ein Hundertstel Millimeter genau durchgeführt. Diese Genauigkeit und die Menge der Objekte waren ausschlaggebend für das erzielte Resultat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Durchschnittswerte sind wie folgt :&lt;br /&gt;
* A.) Unverwitterte Perlen &lt;br /&gt;
Durchmesser außen 	= 	7,7mm (von 9,58mm – 5,03mm) - &lt;br /&gt;
Durchmesser innen 	= 	2,7mm (von 3,48mm – 1,90mm) - &lt;br /&gt;
Dicke 			= 	1,8mm (von 2,11mm – 1,35mm)&lt;br /&gt;
* B.) Windüberformte Perlen&lt;br /&gt;
Durchmesser außen	= 	7,4mm (von 10,99mm – 5,37mm) - &lt;br /&gt;
Durchmesser innen	= 	2,7mm (von 3,65mm – 1,50mm) - &lt;br /&gt;
Dicke			= 	1,7mm (von 2,06mm – 1,25mm)&lt;br /&gt;
* C.) Stark verwitterte Perlen&lt;br /&gt;
Durchmesser außen	= 	7,3mm (von 9,22mm – 5,54mm) - &lt;br /&gt;
Durchmesser innen	=	3,2mm (von 4,10mm – 2,39mm) - &lt;br /&gt;
Dicke			= 	1,5mm (von 1,87mm – 1,16mm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der Gruppe A haben die stark verwitterten Perlen, Gruppe C, rund 16% der Wandstärke der Straußeneischale eingebüßt, ~ 6% des Außendurchmessers verloren, und der Innendurchmesser ist um rund 15% gestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Materialverluste beginnen mit einer Verrundung der Peripherie, später reduzieren die exogenen Kräfte die Dicke und erweitern den Innendurchmesser indem zunächst die Bohrungen trichterförmig erweitert werden. Bevor die Perle gänzlich zerstört wird, entsteht ein Ring, der angeschnitten ein fast kreisrundes Profil zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Betrachtung über den möglichen Gebrauch von gerillten Steinen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Rillensteine sind im Arbeitsbereich Abu Tartur gefunden worden und zwar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ein Stein auf dem Fundplatz 0033/85&lt;br /&gt;
*Zwei Steine auf dem Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
*Ein	Stein auf dem Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
*Zwei Steine auf dem Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
*Drei	 Steine auf dem Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
*Ein 	Stein	auf dem Fundplatz 1027/84&lt;br /&gt;
*Zwei Steine auf dem Fundplatz 1073/86&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exemplare unterscheiden sich untereinander in der Größe, im Material und in der Form und Anzahl der Rillen.&lt;br /&gt;
Die ergonomisch günstige Form aller Steine suggeriert, dass das Werkzeug in der Hand gehalten worden ist, vielleicht auch zwischen den Knien, und nicht etwa als Unterlage gedient hat, da es dazu erstens zu leicht ist oder es zweitens durch Rundungen eine Instabilität gegen seitlichen Schub aufweist. Geht man davon aus, dass die Rille eine Gebrauchsoberfläche ist und keine Hilfsnut zur eventuellen Befestigung des Steines, dieses kann mit weniger Arbeitsaufwand erreicht werden, so kann eine Reihe von möglichen Anwendungsbereichen, wie z.B. jegliche Art von Gewichten, ausgeschaltet werden.&lt;br /&gt;
Bleibt also die schmirgelnde Wirkung der Rille indem das Werkzeug über das Werkstück oder aber umgekehrt das zu bearbeitende Teil über den Rillenstein bewegt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0330_Rillensteine_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Rillensteine, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0331_Rillensteine_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Rillensteine, verschiedene Fundstellen Abu Tartur (der Rillenstein, Reihe oben Mitte, ist bereits auf der ersten Abbildung oben rechts zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Polieren von Straußeneiperlen, wie es in der Kalahari beobachtet worden ist und wohl auch noch gelegentlich heute beobachtet werden kann, muss aus technischen Gründen für die meisten in Abu Tartur gefundenen Stücke ebenfalls ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der feinkörnige Sandstein ist zum Polieren wegen seiner Rauhigkeit ungeeignet. Unverwitterte Straußeneiperlen, man sollte sie besser perforierte Scheiben nennen, weisen sehr glatte Flächen an ihrer Peripherie auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zieht man aufgereihte Perlen in einer Hin- und Herbewegung durch die Nut parallel zu ihrer Achse, kommt es selbst bei strammer Verknotung zu einer seitlichen Verkantung der Perlen. Das hat zur Folge, dass die zu bearbeitenden Oberflächen nicht rechtwinklig zu der Werkstückachse liegen würden sondern Winkel oder zumindest Rundungen bilden würden. Außerdem würden bei dieser Methode sämtliche Perlendurchmesser gleich sein. Es scheint zwar nahe liegend Perlen in größeren Mengen aufgereiht gleichzeitig zu polieren, Beispiele dazu sind bekannt, aber um das gewünschte Resultat, perfekt runde Perlen mit rechtwinklig zur Grundfläche verlaufendem Mantel, wie sie in Abu Tartur gefunden wurden, zu erreichen, müssten die Perlen über eine flache Polierunterlage gerollt und nicht durch eine Schmirgelrille gezogen werden. Nur im ersten Fall wird die exakte Kreisform erreicht, was bei Hin- und Herbewegung problematisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nicht alle Rillendurchmesser und Rillenausbildungen stimmen mit den gängigen Perlengrößen überein. Eine 25mm breite, flache Nut hat wahrscheinlich einen anderen Zweck erfüllt. Die Frage stellt sich, welche Materialien nun in diesen Rillen bearbeitet werden konnten. Ein klassischer Werkstoff zum Schmirgeln ist Holz, und da die Werkzeuge längliche, halbkreisförmige und V- förmige Nuten im Radius von 4mm bis 25mm aufweisen, kann als wahrscheinlich angenommen werden, dass längere Stücke Holz im Bereich dieser Durchmesser geglättet worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:R1_Rillensteine_Zchng_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 10: Gerillte Steine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.1 Rillenstein Nummer 1, Fundplatz 1027/84'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 100mm, y = 63mm, z = 50mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: fein- bis mittelkörniger, weicher, heller Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	10mm, 	Länge 82mm, 	Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	10mm,	Länge 90mm, 	Tiefe 2,5mm &lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser	10mm,	Länge 80mm,	Tiefe 4,5mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die Rillen laufen parallel zueinander und sind auf drei Seiten des Steines angebracht, die vierte Seite ist ohne Rille, sie lässt Sedimentationsflächen erkennen. Die gesamte Oberfläche des Rillensteins ist durch Picken aufgerauht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.2 Rillenstein Nummer 2, Fundplatz 1005/83'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 89mm, y = 74mm, z = 57mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: fein- bis mittelkörniger, weicher, heller Sandstein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	  9mm,	Länge 71mm,	Tiefe 8mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	  9mm, 	Länge 41mm,	Tiefe 8mm&lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser 	25mm, 	Länge 50mm,	Tiefe 5mm  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Rille I und II kreuzen sich. Das Werkzeug ist einseitig in seiner x- Achse stark windüberformt, die nicht erodierte Oberfläche ist durch Picken aufgerauht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.3 Rillenstein Nummer 3, Fundplatz 1017/82'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 50mm, y = 45mm, z = 14mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: feinkörniger, weicher, heller Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: zwei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	10mm,	Länge 50mm,	Tiefe 6,5mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	  9mm, 	Länge 45mm,	Tiefe 6mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein besteht aus einem Bruchstück eines plattigen Sandsteins. Rille I und II kreuzen sich. Parallel zu Rille II ist der Rand einer dritten Rille sichtbar. Als Schwachpunkt hat sie hier den Bruch bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.4 Rillenstein Nummer 4, Fundplatz 1073/86'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 73mm, y = 65mm, z = 18mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: weiches, graues Sedimentgestein, vermutlich Gips. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 9mm, Länge 73mm, Tiefe 5mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: wie Rillenstein Nummer 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.5 Rillenstein Nummer 5, Fundplatz 1024/82'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 150mm, y = 69mm, z = 17mm&lt;br /&gt;
(Die Länge von x ist geschätzt, da der Stein zerbrochen ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: dunkler Vulkanstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 4mm, Länge 52mm, Tiefe 2mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die Rille ist V- förmig eingeritzt, der allseitig geschliffene Stein weist in der y- Achse einen Bruch auf, die Seiten des Rillensteins sind einmal konkav, einmal konvex ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.6 Rillenstein Nummer 6, Fundplatz 0033/85'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 94mm, y = 78mm, z = 6mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: fein- bis mittelkörniger, weicher, mitteldunkler Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser 	  5mm,	Länge 62mm, 	Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	  5mm,	Länge 51mm,	Tiefe 2,5mm&lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser	  5mm,	Länge 56mm,	Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein besteht aus einem plattigen Sandsteinfragment, die Windüberformung ist weit fortgeschritten, eine vierte Rille ist parallel zu den Rillen II und III zu erahnen. Rille I liegt auf der Rückseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.7 Rillenstein Nummer 7, Fundplatz 1023/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 110mm, y = 91mm, z = 42mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: mittelkörniger, weicher, heller Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	10mm,	Länge 109mm,	Tiefe 2,5mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	13mm,	Länge   82mm,	Tiefe 4mm&lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser	  5mm, 	Länge   73mm, Tiefe 1mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein gleicht einem flach ovalen Reibstein und ist wahrscheinlich aus einem solchen hervorgegangen. Rille I und II kreuzen sich, die Oberfläche des Steines und die der Rille I sind durch Picken aufgerauht. Die gegenüberliegende Oberfläche mit Rille III ist stark windüberformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.8 Rillenstein Nummer 8, Fundplatz 1023/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: Bruchstück eines flach ovalen Reibsteines mit möglichen Abmessungen wie Rillenstein Nr. 10.7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: Feinkörniger, mittelharter, mitteldunkler Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine erkennbare.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 10mm, Länge ?, Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die gerillte Seite ist geglättet und leicht gewölbt, die gegenüberliegende Seite ist durch Picken aufgerauht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.9 Rillenstein Nummer 9, Fundplatz 1024/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 120mm, y = 109mm, z = 34mm&lt;br /&gt;
(Die Länge von x ist geschätzt, da der Stein zerbrochen ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: sehr feinkörniger, harter, mitteldunkler Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 12mm, Länge 92mm, Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein ist aus einem flach ovalen Reibstein gearbeitet, beide Arbeitsseiten sind fein geschliffen und gewölbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.10 Rillenstein Nummer 10, Fundplatz 1005/83''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 56mm, y = 44mm, z = 19mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: Sediment mit feiner Grundstruktur, in welche dunkle Körner eingebettet sind, weich, dunkelgrau, wahrscheinlich kalk- oder gipshaltig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 10mm, Länge 50mm, Tiefe 5mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Das Artefakt ist stark erodiert, Querriefen innerhalb der Rille sind jedoch noch erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.11 Rillenstein Nummer 11, Fundplatz 1024/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 100mm, y = 95mm, z = 29mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: grogkörniger, mittelharter, schwarzer Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 25mm, Länge 80mm, Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Es handelt sich um einen umgearbeiteten rund ovalen Reibstein mit parallelen, glatten Flächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.12 Rillenstein Nummer 12, Fundplatz 1073/86''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 67mm, y = 67mm, z = 32mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: weiches, graues Sedimentgestein, vermutlich Gips.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 11mm, Länge 65mm, Tiefe 4mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die Rille des nur an den Seiten unregelmäßig bearbeiteten Steines besteht aus drei parallelen V- förmigen Vertiefungen und unterscheidet sich dadurch von allen vorher genannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praktische Anwendungsbereiche sind vielseitig, genannt seien Pfeil- und Speerschäfte und Stiele für alle möglichen Geräte zu Jagd, zur Feldbestellung und für den Haushalt. Technisch möglich ist ebenfalls das Schmirgeln von Knochen oder das Glätten gespannter Lederseile und Schnüre. Für den letzteren Arbeitsvorgang können auch die Rillensteine '''Abb. 10.1-10.4''' sowie Steine mit einfacher V- förmigen Rille benutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Baustrukturen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinlegungen in der westlichen Wüste Ägyptens sind bekannt aus der Farafrasenke, wo eine italienische Forschergruppe im Wadi Obeiyid seit 1995 arbeitete und Bauten aus dem achten bis siebten Jahrtausend BP entdeckte. Diese Fundplätze liegen ca. 60 km von der Oase Qasr Farafra entfernt und bezogen ihre benötigten Wassermengen durch Niederschläge (B.E. Barich und G. Lucarini 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Strukturen wurden von M. Mc Donald vorgestellt, sie gehören in die Masara C Phase und liegen am Südwest- Ende des Abu Tartur Massivs, ebenfalls weit entfernt von den Quellen der Dakhla Oasen (Mc Donald 2002a, 2002b, 2002, 2003, 2006).&lt;br /&gt;
Auch Wendorf  und Schild (1980, 1984, 2001) berichteten über Bauten in Nabta und Kiseiba. &lt;br /&gt;
Wohnplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bedeutendeste Ansammlung von Baustrukturen in Abu Tartur befindet sich auf dem Plateau auf dem schon weiter oben angesprochenen Fundplatz 0049/85 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fundplatz 0002/84. Dort werden 19 halbmondförmige sicher zu definierende Steinlegungen und eine geschlossene, ovale angetroffen. Um die Dimensionen feststellen zu können, müsste das überlagernde Lockersediment abgetragen werden. An der Oberfläche sind Längen von 2 m messbar. Die geschlossene Struktur misst 2,00 m x 1,50 m. Der Platz wäre idealerweise für eine Ausgrabung geeignet.&lt;br /&gt;
Erkennbar größere Steinlegungen, da nicht überlagert, befinden sich auf dem Fundplatz 0061/87. Die Durchmesser der meist rundlichen „Hütten“ variiert von 2 m bis nahezu 4 m '''Abb. 11'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0061_87_Lageskizze.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 11: Runde Steinlegungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Steinkreise wurden auf folgenden Fundplätzen beobachtet:&lt;br /&gt;
*0006/83	eine kreisförmige Struktur von ca. 2 m Durchmesser&lt;br /&gt;
*0018/84	eine kreisförmige Struktur mit Öffnung, Durchmesser ca. 2 m&lt;br /&gt;
*0022/84	vier Steinkreise Durchmesser ca. 2 m auf dem Fundplatz, ein Kreis und eine offene Struktur in der Nähe des Fundplatzes.&lt;br /&gt;
*0003/83	mögliche Steinkreise, teilweise unter Hangschutt verdeckt&lt;br /&gt;
*1047/84	vier Steinkreise Durchmesser ca. 1,5 m innerhalb einer Kulturschicht&lt;br /&gt;
*1080/86	drei Steinkreise Durchmesser ca. 1,5 m – 2,0 m&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Dammartige Strukturen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonders schönes Beispiel bietet Fundplatz 0032/85. Ein etwa 40 m langer Damm sperrt den natürlichen Abfluss aus einer ca. 2 ha großen Senke. Der Fundplatz liegt in einem Kessel und ist von allen Seiten von Kalksteinhügeln umgeben, sie liegen im Norden bis zu sechs Metern über dem Niveau der Senke. Ein möglicher Überlauf für Regenwasser existiert nach Westen. Er liegt rund 40 cm höher als der Tiefpunkt des Kessels. Der Untergrund besteht aus Rotboden, an den Rändern von feinem Hangschutt, zur Mitte hin mit rezentem Trockenschlamm hellgrauer Färbung bedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nordseite ist durch die erwähnten Hügel einigermaßen windgeschützt. Hier befindet sich eine Konzentration von Artefakten, eingebettet im frischen Sediment. Es sind lediglich zwei Klingen, eine windüberformt, eine frisch, entnommen worden. Keramik ist häufig und zwar sowohl verziert als auch unverziert. Bis auf Reste von Mahlwerkzeug ist weiteres Fundgut nicht beobachtet worden.&lt;br /&gt;
Möglicherweise wurde auf diesem Fundplatz Regenfeldbau unter Ausnutzung der kolluvialen Wassermengen betrieben. Grabungen könnten Klarheit bringen '''Abb. 12'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0032_85_Lageskizze.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 12: Dammartige Steinlegungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Dammbau, nicht so groß wie der von 0032/85 sondern nur 10 m lang, ist auf dem kleinen Fundplatz 0025/84 entdeckt worden. Auch hier wird der Lauf einer Wasserrinne blockiert, um ein Rückhaltebecken zu bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Side blow flakes==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Side_blow_flakes_Titel.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Side-blow flakes sind kurze und sehr breite Abschläge, die durch harte Schläge und ohne Vorbereitung des Kernkortex gewonnen werden.&lt;br /&gt;
Die Breite ist immer größer als die Länge. Von dem ausgeprägten Bulbus aus verlaufen nach beiden Enden Schwingen, die häufig asymmetrisch angeordnet sind. Die Schwingen verlaufen in einer konkavokonvexen Linie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bei G. Caton- Thompson zu findende Bezeichnung „concavo- convex scrapers“ ist nicht ganz glücklich gewählt, da je nach Steilheit der Retuschen zu unterscheiden ist zwischen Kratzern (scraper), Schabern und Messern. Alle drei Bearbeitungsformen sind häufig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorgestellten side-blow flakes von Abu Tartur können in ihrer Gesamtheit mit neolithischen Fundstellen assoziiert werden. Es ist aber erwiesen, dass die Herstellungstechnik schon im Paläolithikum bekannt war, so in Palästina (Tabun Höhle) und in England in Clacton-on-Sea, in Iver Buckinghamshire, in Biddenham Bedfordshire und in Gillingham Kent. Es besteht die Möglichkeit, dass auch die im Hang der östlichen Schichtstufe von G. Caton- Thompson während ihrer Kharga Expeditionen gefundenen Exemplare älter sind als die in der Tabelle aufgeführten Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Alter der neolithischen side-blow flakes'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Bemerkung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Nabta E-75-8||5810||F. Wendorf u. R. Schild&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Farafra||5950||B.E. Barich et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Makhadma||5990||Vermeersch et al. *&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Eastpans 95/20||6170||B. Gehlen et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kiseiba E-79-5B||6180||F. Wendorf et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Fayum||6391-5010||G. Caton-Thompson&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kiseiba E-79-4||6330||F. Wendorf et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bir Murr I||6330||F. Wendorf et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur 1005/83||6420||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Djara 98/20||6430-6365||K. Kindermann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Gerara||6600||H. Riemer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur 1024/82||6620||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Djara 90/1-6||6900-6700||K. Kindermann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Siwa||wie Fayum||F.H. Hassan&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kharga Ebene||wie Abu Tartur||G. Caton-Thompson&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kharga Hang||nicht sicher||G. Caton-Thompson&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur 1004/83||7590||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur Plateau||9000-8000||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * bis auf Makhadma 4, als große Ausnahme, kommen im Niltal nach heutigem Wissensstand keine side-blow flakes vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzentriert erscheinen side-blow flakes vor allem in Fayum, wo 42 Stücke von G. Caton- Thompson gefunden wurden und in Kharga wo in der Sandsteinebene 54 Exemplare und im Hang des östlichen Schichtstufen- Abbruchs sowie auf dem Plateau 50 Stücke gemeldet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur habe ich 86 side-blow flakes aufgesammelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche gedachte Linie Siwa – Abu Minqar – Eastpans – Bir Kiseiba – Nabta, welche ich schon für die Geschossentwicklung etabliert hatte, ist auch gültig für das Vorhandensein oder das Fehlen von side-blow flakes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Westlich der Linie fehlen side-blow flakes und flache Druckretuschen auf Pfeilspitzen und anderen Geräten, östlich davon ist beides auf den jüngeren steinzeitlichen Fundstellen häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch scheint es, dass zwischen dieser gedachten Linie und dem Niltal die einzigen neolithischen Vorkommen von side-blow flakes in der Ostsahara anzutreffen sind. Darüber hinaus sind mir, die Gesamtsahara betreffend, weder aus der Literatur noch aus eigener Anschauung Funde von side-blow flakes bekannt.&lt;br /&gt;
Das europäische Neolithikum kennt diese eigenartigen Werkzeuge ebenfalls nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus der Tabelle hervorgeht, kann davon ausgegangen werden, dass dieses Artefakt von rund 6900 BP bis 5800 BP in der gesamten Zone Verwendung fand.&lt;br /&gt;
Alters- und mengenmäßig ist wieder eine Konzentration um den Breitengrad 25° N zu erkennen mit rund 200 Exemplaren und Daten von 6900 BP bis 6400 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz Abu Tartur 1004/83 mit einem Alter von 7590 BP Jahren weist zwar zwei side-blow flakes auf, die aber wahrscheinlich vom nahe gelegenen Fundplatz 1005/83 stammen. Ein jüngerer Fundplatz als 1004/83 ist 1017/82 mit einem Alter von 7145 BP Jahren und dieser weist keine side-blow flakes auf. Auch die fünf Exemplare von den Plateaufundstellen 0009/83, 0024/84, 0033/85 und 0061/87 dürften später dorthin verbracht worden sein. Die größte Anzahl weisen die Fundplätze 1023/82 mit 15 Exemplaren und 1024/82 mit 14 Exemplaren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zeichnungen im Maßstab 1:1 werden auf den Blättern „Side-blow flakes 1 und 2“ zwölf Exemplare dokumentiert. Zeichnungen von weiteren zwölf Stücken finden sich im Kapitel „Abu Tartur“ Fundstellen 0009/83, 1005/83, 1014/82, 1023/82 und 1024/82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Side_blow_flakes_1_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Side-blow flakes Blatt 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)   0024 – 28'''   L = 31mm, B = 92mm, D = 10mm&lt;br /&gt;
* Der side-blow flake ist aus dunkelgrauem Hornstein gearbeitet, der Kortex ist wie üblich von hellbeiger Farbe. Die proximale, lange Begrenzungslinie, die der Bulbuslinie gegenüber liegt, ist grob als Kratzerkante retuschiert. Die beiden kurzen Begrenzungslinien an den Schwingenenden sind ebenfalls, und hier handelt es sich um eine Seltenheit, als Kratzer konzipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)   1003 – 3'''   L = 38mm, B = 77mm, D = 11mm&lt;br /&gt;
* Sämtliche side-blow flakes Abu Tarturs sind aus Hornstein verschiedenster Ausformungen und Farben hergestellt. Dieses Stück vom Fundplatz 1003 bildet eine Ausnahme, es ist aus dunkelbraunem verfestigtem Sandstein fabriziert und teilweise als Messer retuschiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)   1024 – 90/24'''   L = 41mm, B = 46mm, D = 7mm&lt;br /&gt;
* Es handelt sich hier um einen der ersten Abschläge, die beim Zerlegen eines großen Rohsteins in side-blow flakes, entstehen. Das Material ist grauer Hornstein. Der proximale Rand ist als Messer retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)   1057'''   L = 83mm, B = 109mm, D = 15mm&lt;br /&gt;
* Dieser große Abschlag besitzt einen hohen Kortexanteil. Das Material ist karamellfarbener Hornstein. Gezeigt ist die Ventralseite. Die proximale Begrenzung ist auf der Dorsalseite als Schaber retuschiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)   1004 – 197/4'''   L = 43mm, B = 94mm, D = 10mm&lt;br /&gt;
* Das Exemplar aus durchscheinendem grau- braunem Hornstein ist weder ein normaler Abschlag noch ist es ein klassischer side-blow flake. Es liegt irgendwo zwischen beiden. Wie die Drucklinien zeigen, wurde der Schlag schräg von oben links angesetzt, ein leichter Bulbus ist erkennbar. Der linke Rand ist im unteren Teil von Kortex geprägt, weiter oben weist er steile Kantenretuschen auf. Der rechte Rand ist mit feinen Retuschen als Messer ausgebildet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)   1023 – 49/1'''   L = 47mm, B = 81mm, D = 11mm&lt;br /&gt;
* Ebenfalls als Messer retuschiert ist dieses Werkzeug. Es besteht aus braun- beigefarbigem Hornstein, die sehr dünne Kortexschale ist hellbeige und geht in einen hellen Grauton über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Side_blow_flakes_2_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Side-blow flakes Blatt 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)   1083/7'''   L = 23mm, B = 109mm, D = 7mm&lt;br /&gt;
* Das Exemplar ist aus dunklem, fast schwarzem Hornstein hergestellt. Deutlich erkennbar ist die ausgeprägte Asymmetrie der Schwingen. Sowohl das proximale Ende als auch das distale ist steil kantenretuschiert und weist das Werkzeug als Kratzer aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)   1076 – 6'''   L = 35mm, B = 108mm, D = 8mm&lt;br /&gt;
* Dunkel beigefarbener Hornstein diente zur Fabrikation dieses side-blow flakes. Auf der Dorsalseite sind größere Flächen von Kortex stehen geblieben. Die sehr flachen Retuschen am distalen Ende sind typisch für ein Messer. Außer diesen flachen Bearbeitungsspuren der Messerschneide finden sich auf der Ventralseite nebst einigen flachen auch kleine perlenartige Retuschen. Das proximale Ende weist vor allem auf der rechten Schwinge steile Kantenretuschen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)   1035 – 126/31'''   L = 23mm, B = 72mm, D = 4mm&lt;br /&gt;
* Dieses kleine und leichte Artefakt ist als Schaber ausgelegt. Der verwendete Hornstein ist gebändert, innen dunkelbeige, abgesetzt durch ein noch dunkleres Band zur zweiten Lage von mittlerem Beige und nach außen ein helles Beige, welches in den Kortex übergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)   1004 – 197/22'''   L = 31mm, B = 76mm, D = 7mm&lt;br /&gt;
* Stark asymmetrischer Kratzer aus hellbeigefarbenem Hornstein. Der Kortex ist über die gesamte Länge des proximalen Endes erhalten, die Schicht ist sehr dünn, die Breite des Endes ist durch einige Retuschen reduziert worden. Das Exemplar ist leicht windüberformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)   1018 – 82/3'''   L = 29mm, B = 94mm, D = 8mm&lt;br /&gt;
* Dieser side-blow flake war ursprünglich als glatter Seitenschaber konzipiert wurde aber später zu einem grob gezackten Kratzer umgearbeitet (Unterschiede in der Patinierung). In der Nähe der Schwingenenden ist die Schaberretuschierung, wenn auch stärker windüberformt, noch zu erkennen. Der Werkstoff besteht aus graubraunem Hornstein. Vom Bulbus bis fast zum rechten Schwingenende ist der Kortex stehen geblieben. Der linke Schwingenrand ist unregelmäßig ausgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)   1005 – 201/21'''   L = 31mm, B = 74mm, D = 6mm&lt;br /&gt;
* Das Artefakt aus schwarzem Hornstein ist als Schaber ausgebildet. Das proximale Ende wurde im mittleren Bereich durch Kantenretuschen modifiziert. Links der medialen Zone verläuft ein glatter Bruch und rechts der Mitte steht Kortex an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Plattige Werkzeuge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vom Menschen gefertigten Steingeräte können als Kernwerkzeuge bezeichnet werden, so die behauenen Geröllgeräte und die sich daraus entwickelten Faustkeile. Das schließt nicht aus, dass die Abfallstücke der Prozedur, vor allem wegen ihrer scharfen Schneiden, ebenfalls benutzt worden sind.&lt;br /&gt;
Hersteller und Nutzer dieser Gerätetypen war in erster Linie der homo erectus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Nachfolger, der homo sapiens neanderthalensis, erfand ein technisch aufwendiges Abschlagsystem, welches ihm erlaubte Mousterienspitzen zu fabrizieren. Außerdem fertigte er Bohrer, Schaber, Kratzer und weitere Werkzeuge aus den Levalloisabschlägen her. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Spezies, der homo sapiens sapiens, verfeinerte die Abschlagtechnik und erfand schon im Pleistozän Klingen und Lamellen als Halbfertigprodukte, aus denen dann eine Vielzahl an Werkzeugen bis hin zu mikrolithischen Stücken fabriziert wurde. &lt;br /&gt;
Mit dem Holozän, der Jetztzeit, und der damit einhergehenden Neolithisierung wuchs das Spektrum der Werkzeuge. Druckretuschen und Steinschliff dienten zur Vervollkommnung der Geräte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst spät, so in Abu Tartur gegen Ende des Neolithikums, wurde eine neue Bearbeitungsweise Allgemeingut, die Nutzung von natürlich vorkommenden Platten und durch Verwitterung entstandenen plattigen Stücken unter anderem von Thermoscherben. Wie genau die Spaltflächen hergestellt wurden ist mir nicht bekannt, Spuren wie Bulben und Druckwellen sind nicht zu erkennen. Alleinige Wirkung von Temperaturunterschieden dürfte auszuschließen sein, ebenso wie eine Behandlung durch Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu allen Zeiten hat es Ausnahmen gegeben und es wurde immer auch experimentiert.&lt;br /&gt;
So treten im frühen Paläolithikum parallel zum Acheul Abschlagindustrien auf (Clactonien). &lt;br /&gt;
Anderseits kehrte man im späten Neolithikum z.B. in Mali im Tilemsital zu Levalloisabschlägen zurück, aus denen dann große, gestielte Pfeilspitzen hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden einige plattige Werkstücke aus Abu Tartur vorgestellt. Sie reichen von grobplattigen Hacken und Kratzern bis zu feinplattigen Messern.&lt;br /&gt;
Natürliche Oberflächen, meistens Kortex, sind gepunktet dargestellt, Spaltflächen gestrichelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_001.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 0005/84'''   L = 243mm, B = 122mm, D = 32mm&lt;br /&gt;
*Das Material dieser großen Hacke besteht aus dunkelbraunem, fast schwarzem, feinkörnigem Sandstein, der durch Eisen- Mangansalzen verfestigt ist. Das Artefakt ist auf dem gesamten Umfang durch grobe, halbsteile Retuschen bearbeitet bis auf den rechten Rand der nicht gezeichneten Rückseite. Dieser Rand wird durch eine natürliche Abschrägung gebildet. Die zentrale Fläche der Vorderseite ist gekennzeichnet durch eine lackartige, glänzende Schicht, die aus Limonit besteht. Die Rückseite, welche in Fundlage dem Wetter ausgesetzt war, zeigt deutliche Deflationsspuren. Sehr viele aneinandergrenzende Negativabdrücke von weggeplatzten Thermoscherben kennzeichnen die zentrale Fläche. Windschliff hat polierte Oberflächen auch an den Randretuschen hinterlassen. Werkzeuge dieser Größe waren wahrscheinlich gestielt und dienten vorzüglich zur Bodenbearbeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_002.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1022/82'''   L = 126mm, B = 111mm, D = 26 – 35mm&lt;br /&gt;
*Dieser massive Kratzer von hellgelber Ockerfarbe, besteht aus Sandstein verschiedener Korngrößen, die von sehr fein bis &amp;gt;5mm Durchmesser reichen. Die großen Quarzkörner sind nicht gerundet sondern eckig, was auf einen kurzen Transportweg durch Wasser schließen lässt.  Die zentrale Fläche der gezeichneten Oberseite ist eine Sedimentationsfläche, die durch die Aktion des Windes aufgeraut ist, die großen, harten Quarzkörner sind weniger beeinflusst worden als das feinkörnige Material. Die steilen Kantenretuschen des massiven Kratzers, der Name ist in Anlehnung an G. Caton- Thompsons „massiv scraper“ gewählt worden, sind nur minimal verrundet und die Unterseite ist bedingt durch die Fundlage, nicht von der Deflation verändert worden. Sie zeigt eine für einen Kratzer ungewöhnlich unregelmäßige, raue Fläche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1026/82 – 2'''   L = 134mm, B = 102mm, D = 37mm&lt;br /&gt;
*Dieser massive Kratzer besteht aus beigefarbenem Hornstein. Die Vorderseite ist im zentralen Bereich durch eine Kortexschicht geprägt. Die nicht gezeichnete Rückseite besteht aus einer glatten Fläche, die keinen Bulbus oder andere Merkmale eines klassischen Abschlags erkennen lässt. Die Ränder sind durch grobe, sehr steile und halbsteile Kantenretuschen gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_003.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1023/82 – K318'''   L = 185mm, B = 165mm, D = 5 – 21mm&lt;br /&gt;
*Bei diesem Artefakt dürfte es sich um eine breite und leichte Hacke zur Bodenbearbeitung handeln. Mit einem solchen Gerät kann nur effizient gearbeitet werden wenn es gestielt ist. Ein Stiel wird wahrscheinlich am oberen Rand befestigt gewesen sein. Die gegenüber liegende Arbeitskante weist neben relativ flachen Retuschen auch Aussplitterungen in Folge von Nutzung auf. Das Werkzeug besteht aus einer karamellfarbenen Hornsteinplatte, auf beiden Seiten geprägt durch Kortex. Als Bearbeitungsspuren können eine große Spaltfläche auf der Vorderseite sowie die Randretuschen gelten, die auf der Vorderseite häufiger auftreten als auf der Rückseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_004.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 1026/82 – 93/4'''   L = 153mm, B = 103mm, D = 21mm max.&lt;br /&gt;
*Die elegante ovoide Form des Werkzeugs erinnert ein wenig an Acheulfaustkeile. Allerdings sind die Unterschiede der Bearbeitungstechnik und der Dicke des Stücks nicht zu übersehen. Die Vorderseite weist zwei Spaltflächen, durch einen Steg voneinander getrennt, auf. Der Rand ist vollständig durch flache Retuschen modifiziert, sie erstrecken sich z.T. bis fast 40mm in die Fläche. Die Rückseite ist gekennzeichnet durch Kortex, eine große Spaltfläche sowie flache Retuschen, die den gesamten Rand, mit Ausnahme von 54mm der linken Begrenzung, betreffen. Außergewöhnlich sind die feine Bearbeitung, die stellenweise messerscharfen Ränder und das relativ geringe Gewicht des Artefakts. Es bleibt unklar ob es gestielt als Haue oder ungestielt als Messer und Schaber gedient hat. Beides wäre möglich. Das Material ist der plattige, karamellfarbene Eozänhornstein, aus dem so viele Werkzeuge in Abu Tartur hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_005.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 1026/82 – 96/11'''   L = 203mm, B = 58mm, D = 6 – 22mm&lt;br /&gt;
*Die langschmale, große Hacke ist aus schokoladenbraunem Hornstein gearbeitet. Die Vorderseite weist im oberen Bereich Kortex auf. Rundum wurde das Gerät mit steilen Kantenretuschen versehen. Einige flache, invasive Retuschen auf beiden Seiten im unteren Bereich des Werkzeugs vervollständigen die sekundären Modifikationen. Die große, muldenförmige Aussparung am unteren linken Rand der Rückseite könnte mit Freilegen der Spaltfläche in Zusammenhang stehen. Für den medialen und unteren Bereich der Vorderseite bestehen Zweifel ob es sich um Kortex oder um eine stark durch Deflation verformte Spaltfläche handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_006.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 1024/82 – 28/35'''   L = 168mm, B = 69mm, D = 4 – 18mm&lt;br /&gt;
*Ebens wie die Nr. 6 ist dieses Stück eine große, langschmale Hacke. Sie besteht aus dem häufig vorkommenden karamellfarbenen Hornstein. Der Rand ist gekennzeichnet durch steile und halbsteile Retuschen. Die zentrale Oberfläche der Vorderseite besteht bis auf einen Negativabdruck einer Thermoscherbe im oberen Teil aus Kortex. Die Rückseite weist fünf Teilspaltflächen auf, lediglich am oberen Rand sind einige Druckretuschen zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_007.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.) 1023/82 – 57/8'''   L = 128mm, B = 94mm, D = 3 – 13mm&lt;br /&gt;
*Bis auf die rechte untere Ecke der Rückseite ist bei diesem Werkzeug kein Kortex zu beobachten. Sämtliche Partien sowohl auf der Vorderseite als auch der Rückseite werden durch Spaltflächen gebildet. Die Ränder sind rundum derart retuschiert, dass das Artefakt als Messer verwendbar gewesen wäre. Zusätzlich ist am rechten Rand der Vorderseite eine kleine Kerbe ausgespart worden. Der untere Bereich erinnert ein wenig an die Kerbe eines Fischschwanz- Messer.  Das Material ist karamellfarbener Hornstein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_008.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9.) 1023/82 – 47/21'''   L = 113mm, B = 79mm, D = 3 – 11mm&lt;br /&gt;
*Die Form dieses plattigen Werkstücks gleicht der eines Faustkeils. Die Rückseite besteht aus Spaltflächen, lediglich ein schmaler Streifen am unteren Rand wird durch Kortex gebildet. Nur eine geringe Anzahl von Randretuschen kennzeichnen den oberen, gerundeten Rand. Anders die Vorderseite, die sowohl Kortexanteile als auch Spaltflächen aufweist. Die Ränder sind zum Großteil durch invasive Retuschen modifiziert worden in einer Weise, die das Artefakt als Messer ausweisen. Das Material ist karamellfarbener Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.) 1013/82 – 39/18'''   L = 130mm, B = 55mm, D = 4 – 13mm&lt;br /&gt;
*Karamellfarbener Hornstein ist auch hier das Material mittels dessen dieser Frontkratzer- Seitenschaber aus einem plattigen Rohstück herausgearbeitet worden ist. Beide Seiten bestehen jeweils aus einer einzigen Spaltfläche. Die Rückseite weist am linken Rand einige Bearbeitungsspuren auf, die möglicherweise zur Spaltung der Platte gedient haben könnten. Die Vorderseite weist, bis auf den oberen Teil, umlaufende, vorwiegend halbsteile Retuschen auf, die invasiven Retuschen am oberen, linken Rand könnten ebenfalls der Spaltung gedient haben. Ähnliche Spuren zeigt auch das Artefakt 1026/82 – 96/1, die Nr.6 oben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_009.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11.) 1023/82 – 51/2'''   L = 125mm, B = 58mm, D = 2 – 8mm&lt;br /&gt;
*Beigefarbener Hornstein wurde zur Herstellung dieses dünnen Messers verwendet, das Material ist durchscheinend. Bedingt durch die Struktur des Gesteins besitzt die Vorderseite eine gewellte Oberfläche. Durch die geringe Dicke der Platte sind die umlaufenden Retuschen kurz. Die Rückseite weist zwei Teilspaltflächen und einer rezenten Negativabdruck einer Thermoscherbe auf. Die Druckretuschen, vorwiegend am rechten Rand sind invasiv und tragen zur immer noch vorhandenen Schärfe der Messerschneide bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12.) 1017/82 – 32/1'''   L = 84mm, B = 52mm, D = 3 – 8mm&lt;br /&gt;
*Dieser kleine Winkelschaber ist aus braunem, opakem Hornstein gefertigt. Die Vorderseite (auf der Zeichnung oben) ist geprägt durch den Abdruck einer weggeplatzten Thermoscherbe, die weitere Oberfläche wurde durch Spaltung geformt. Die Rückseite besteht aus einer einzigen Spaltfläche. Der eigentliche Winkelschaber ist beidseitig mit halbsteilen Retuschen versehen und könnte auch als Messer eingesetzt worden sein. Die einseitigen Randretuschen am oberen Rand ergeben einen idealen Seitenkratzer. Durch die Kerbe am gegenüberliegenden Rand wird das Artefakt zu einem Kombinationswerkzeug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rätsel==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder wird gefragt wozu ein gewisses Artefakt gedient haben könnte oder wie ausgefallene Keramikformen genutzt worden seien.&lt;br /&gt;
Meine Antwort ist wie folgt: Angenommen unsere heutige Zivilisation wird, gleich aus welchen Gründen, ausgelöscht, es überleben nur einige wenige Menschen in isolierten Habitaten.&lt;br /&gt;
8.000 bis 10.000 Jahre nach der Katastrophe hat sich eine neue Zivilisation entwickelt und sie hat unter anderem auch wieder Archäologen hervorgebracht. Letztere finden einen gut erhaltenen Korkenzieher aus Edelstahl und fragen sich wozu er nütze war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu muss gesagt werden, dass die Korkeiche ausgestorben ist und dass Flüssigkeiten nicht mehr in Glasflaschen abgefüllt werden. Welche Antworten werden gefunden werden?&lt;br /&gt;
Vielleicht ist es ein zahnärztliches Gerät, ein Gerät zur Verzierung von Keramik wird man sagen und wenn weiter keine Vorschläge kommen eben ein Kultgegenstand oder Teil eines Pferdegeschirrs u.s.w.&lt;br /&gt;
Die Wissenschaftler können den eigentlichen Gebrauch des Artefakts nicht erkennen, weil die Lebensumstände zu unterschiedlich sind und sie der neuen Zivilisation nicht mehr bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neugier und die Lust zu spekulieren verleiteten allerdings immer wieder zu rätseln, so auch hier. Bei einigen Artefakten, die wir heute finden, besteht kein Zweifel an ihrer Funktion weil die dazugehörende Technologie, wenn auch mit anderen Materialien, bekannt ist und auch heute noch Anwendung findet. &lt;br /&gt;
Als Beispiele seien Pfeilspitzen und Keramiktöpfe genannt. Die hier vorgestellten Stücke gehören nicht in die Kategorie der Artefakte, bei denen es leicht fällt ihre Funktion zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Clayton Ringe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Clayton Ring wird eine Keramik in Form eines Mantels, der aus einem Konus herausgeschnitten wurde, bezeichnet. Die Spitze des Konus fehlt, in etwa ein Blumentopf ohne Boden. Eine Clayton Scheibe ist eine runde Keramik mit einer zentralen Öffnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur wurden drei Bruchstücke von Clayton Ringen und zwei Clayton Scheiben gefunden. &lt;br /&gt;
Drei Stücke sind im ''Kapitel Töpferrn, Bohren, Schleifen und Polieren'' beschrieben und gezeichnet.&lt;br /&gt;
* Clayton Ring 	1006/4 unter Tafel K1&lt;br /&gt;
* Clayton Scheibe 1029/1 unter Tafel K2&lt;br /&gt;
* Clayton Scheibe 0014/16 unter Tafel K4  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Bruchstück eines Rings stammt vom Fundplatz 0034/85. Da von der Scherbe nur der obere Rand erhalten ist, kann sie nicht eindeutig als Clayton Ring eingeordnet werden.&lt;br /&gt;
Allerdings weist sie große Gemeinsamkeiten in der Machart, Farbe und Magerung mit dem Ring 1006/4 auf. Direkt unterhalb des Randes dieser Scherbe ist eine Keramikmarke, bestehend aus zwei vertikalen, parallelen Linien angebracht. Sie wurden vor dem Brennen eingeritzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 0003/83 ist ebenfalls ein Bruchstück mit dem typischen abgeflachten Rand des Clayton Rings bekannt. Er ähnelt der Scherbe von 0034/85. &lt;br /&gt;
Über Clayton Ringe wird ausführlich berichtet in: &lt;br /&gt;
“Clayton rings: enigmatic ancient pottery in the Eastern Sahara” von H. Riemer und R. Kuper (Sahara 12/2000)&lt;br /&gt;
und in:&lt;br /&gt;
“News about the Clayton rings: long distance desert travellers during Egypt’s Predynastic”. Von H. Riemer in:&lt;br /&gt;
“Egypt at its origins” (Oriental Lovaniensia Analecta 138. Lenven, Paris, Dudley, M.A. 2004).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde vorgeschlagen die Ringe seien Behältnisse für Honig, Käse oder Salz. &lt;br /&gt;
Abgesehen von der Tatsache, dass diese Ringe über keinem Boden verfügen und so denkbar ungünstig für die Aufnahme von Lebensmitteln jeglicher Konsistenz sein dürften, sind die klimatischen Bedingungen um 3000 BC in der westlichen Wüste so, dass Bienenvölker nicht überleben können. Käse, falls solcher hergestellt worden wäre, ist in ariden Gebieten meistens eine Art getrockneter Quark, er könnte in jedem Korb transportiert worden sein. Ich habe von Tuaregs hergestellten „Käse“ probiert, es ist keine Delikatesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salz kommt an der Oberfläche von Salzseen vor, die Clayton Ringe sind über große Räume mit den verschiedensten geographischen und geologischen Gegebenheiten verteilt. An der überwiegenden Anzahl der Fundstellen kann kein Oberflächensalz existiert haben.&lt;br /&gt;
Ein weiterer Vorschlag, der genannt wurde, betrifft eine Art von Fallen.&lt;br /&gt;
Welche Tiere kämen in Frage?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Vögel &lt;br /&gt;
*Zugvögel erscheinen auch heute noch regelmäßig auf ihrem Hin- und Rückflug in der westlichen Wüste Ägyptens. Dabei bevorzugen sie die ehemaligen Siedlungsplätze, da sie seit dem Beginn des Holozäns so programmiert sind, die Wüstenroute zu fliegen, welche vor tausenden Jahren grün war und ihnen beste Bedingungen bot. Die Clayton Scheibe, welche von G. Caton- Thompson am Mantanapass gefunden wurde ist durch ein Vogelbild verziert. Bei näherer Betrachtung ähnelt das Tier einer Gans oder einer Laufente, die wohl kaum durch eine ~15mm weite Öffnung gepasst hätten. Ein weiterer Vogel, nicht ganz so eindeutig, ist auf einem Ring aus Regenfeld 96/15 bei H. Riemer abgebildet. Nistkästen für heimische Vögel wie Meisen verfügen über Fluglöcher mit Durchmessern von ~25mm, für Blaumeisen etwas weniger. da letztere zu den kleineren Singvögel gehören wird klar, dass eine Öffnung von 15mm zu klein ist, um Zugvögel zu fangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Schlangen&lt;br /&gt;
*Bei den heutigen klimatischen Bedingungen habe ich lediglich Sand-Rennnattern beobachten können und in der Nähe von Wohngebieten auch Hornvipern. Beide sind für 15mm Öffnungen zu groß, sie könnten sich, einmal in der Falle, auch wieder befreien, indem sie den Deckel wegschieben. Sand-Rennnattern sind ungiftig und ernähren sich von den Zugvögeln, die sie mit Hilfe ihrer sehr speziellen Jagdtechnik fangen können. Ihr Schwanz ist sehr dünn und ähnelt an seinem Ende einem Wurm. Die im Gesteinsschutt lauernde Schlange bewegt das Schwanzende und lockt damit den Vogel an. Was dann passiert, ist durch drei Fotos, die ich in Djara im Jahr 2000 aufgenommen habe, dokumentiert. Die Reptilien fressen zweimal im Jahr und zwar wenn die Zugvögel auf ihrer Hin- und Rückreise sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlange_Vogel_1.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 1: Der Vogel hat das wurmähnliche Schwanzende gepackt. Die Schlange beißt zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlange_Vogel_2.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 2: Nachdem der Vogel gewürgt wurde, wird er gefressen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlange_Vogel_3.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 3: Der Vogel ist im Schlangenkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Skorpione &lt;br /&gt;
*Diese Spinnentiere kommen mangels Beutetieren heute in der Vollwüste nicht mehr vor, wohl aber in den Oasen. In Gunsträumen, die ehemals während der stärkeren Feuchtphasen vom Menschen besiedelt waren, hätten sie allerdings noch genügend Nahrung fangen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anwachsen der Playas endete nach Pachur und Roeper gegen 6.400 BP.&lt;br /&gt;
*Das heißt aber nicht, dass kein Regen mehr fiel. Sanfter Winterregen sickert leicht ein und eine begrenzte Niederschlagsmenge ist nicht in der Lage Verwitterungsmaterial zu transportieren und Sedimente in den Endpfannen zu bilden. Hier liegt der Grund, dass Quartärgeologen an Hand des Sedimentationsgeschehens nicht in der Lage sind Niederschläge nachweisen zu können. Selbst noch während der vierten und sechsten Dynastie sind Strafexpeditionen von Pharao Snefru und Weni, dem Gouverneur von Oberägypten in die westliche Wüste bekannt, die eine bedeutende Population in den Oasen und in dem umgebenden Grasland vorfanden, bekämpften und ausplünderten. Das Gebiet war also nach dem Abwandern eines Großteils der Bevölkerung keineswegs eine Vollwüste wie heute sondern konnte eine in den Oasen basierte Gemeinschaft die sporadisch und durch langjährige Beobachtungen gezielt das Umland nutzte, ernähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wozu braucht man nun Skorpione? &lt;br /&gt;
*In Südtunesien in den Oasen Tozeur und Nefta wurden in 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts noch Skorpione gefangen und an Forschungsinstitute verkauft. &lt;br /&gt;
*Im prädynastischen Ägypten kennen wir viele Abbildungen von Skorpionen. Der Horusname des ersten Königs von Oberägypten, dem Vorgängern Namers, war Skorpion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere Informationen ist die Ägyptologie gefragt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Keramik Markierungen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ritzungen in Form von Vögeln sind bereits erwähnt worden. Viele andere Zeichen sind einfache Striche, Kreuze, U-förmige Anordnungen, frühe Hieroglyphen und andere, es könnten Eigentumsmarken sein. Allerdings stimmen die Markierungen von Ringen und zugehörigen Scheiben nicht überein. Häufig werden auf den Scheiben Zeichen gefunden, die aus einer geraden Linie vom Rand zur Öffnung hin bestehen und einer pfeilartigen Ritzung, die in Richtung der Öffnung weist, als wolle man, gleich einem Jagdzauber, dem Skorpion den Weg in die Falle weisen. (Mirmala, Regenfeld und Selima sandsheet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clayton_Ring_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Ritzungen von Skorpionen und Scheiben von Clayton Ringen&lt;br /&gt;
*1. Mirmala 00/10, Keramik-Ritzzeichnungen, die Skorpione darstellen könnten.&lt;br /&gt;
*2. Selima sandsheet, Scheibe mit typischer pfeilartiger Ritzung (nach P.A. Clayton).&lt;br /&gt;
*3. Mirmala 00/10, Scheibe mit typischer pfeilartiger Ritzung.&lt;br /&gt;
*4. wie 3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichen auf den Ringen, welche aus einem Viereck oder einem U bestehen und einem zwei- bis dreimal geknicktem geraden Strich an der Basis des Vierecks oder des U, würde ich als primitive Skizzen von Skorpionen interpretieren, wobei die geknickten Linien den Schwanz mit Stachel darstellen (Mirmala). Auch die perlenartige Anordnung von Chufu weist auf den gegliederten Schwanz des Skorpions hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Skorpione_Darstellungen_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Darstellungen von Skorpionen&lt;br /&gt;
*1. Gerf Hussein, auf Tontopf&lt;br /&gt;
*2. Gerf Hussein, auf bauchigem Tontopf&lt;br /&gt;
*3. Chufu, Keramikmarke		&lt;br /&gt;
*4. Nagada, Zeichnung&lt;br /&gt;
*5. Hierakonpolis, plastisch auf hohem Tongefäß&lt;br /&gt;
*6. Hierakonpolis, plastisch als Henkel auf Tonkrug	&lt;br /&gt;
*7. Hierakonpolis, Keulenkopf des Skorpions&lt;br /&gt;
*8. Nagada, auf Tonkrug&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine Verwendung von Clayton Ringen als Skorpionfalle sehr viel wahrscheinlicher ist als sämtliche übrigen Vorschläge, und dass das Klima in der westlichen Wüste eine extensive Viehhaltung und ein nomadisches Leben während der Winterregenzeit erlaubte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clayton_Falle.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Darstellung einer Clayton Falle &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Distanz z.B. von Farafra, dem Land der Kuh, bis Mirmala beträgt rund 300 km und ohne Wasser ist diese Strecke nicht zu überwinden. Mit einer Viehherde (siehe auch Gabriel) bestehend aus Kühen, Schafen oder Ziegen könnten Hirten die Korridore zwischen den Dünenketten als Weiden nutzen und so in drei bis vier Monaten den Hin- und Rückweg schaffen. Nebenbei könnten sie Fallen aufstellen und, als Zubrot sozusagen, noch Skorpione fangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkbar ist auch, die Fallen wären zur Sicherheit der Hirten und ihrer Herden aufgestellt worden, um vor Stichen der Spinnentiere geschützt zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tulpenförmige Keramikbecher'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Becher sind gekennzeichnet durch einen breiten, ausladenden Rand und einen runden Boden. Die sudanesischen Exemplare weisen außerdem im medialen Bereich eine Verengung auf.&lt;br /&gt;
Beschrieben werden sie unter anderem in:&lt;br /&gt;
*H. Müller- Karpe, Handbuch der Vorgeschichte Band II Jungsteinzeit. C.H. Beck München 1968. &lt;br /&gt;
*L. Krzyzaniak, The Later Prehistory of Upper (main) Nile. Comments on the Current State of the Research. In: New Light on the Northeast African Past. Heinrich- Barth- Institut, Köln 1992.&lt;br /&gt;
*J. Reinold, Néolithique du Soudan central et du Haute Nubie – données sur le materiel en céramique. In: Tides of the Desert. Heinrich- Barth- Institut, Köln 2002.&lt;br /&gt;
*R. Kuper, „Looking behind the scenes“ archaeological distribution patterns and their meaning. In: Atlas of Cultural and Environmental Change in Arid Africa. Heinrich- Barth- Institut, Köln 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datierungen reichen in Kadero von 3800 bis 3000 BC (L. Krzyzaniak). R. Kuper gibt eine Zeitspanne von 4700 – 3400 cal. BC für das gesamte Verbreitungsgebiet an. Es erstreckt sich von Khartum bis nach Assiut und von der östlichen Wüste bis in den Gilf Kebir. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Kalksteinplateau Abu Tarturs ist vom Fundplatz 0034/85 eine kleine Scherbe bekannt, die zu einem dieser Becher gehören könnte. Vor allem die ansonsten in Abu Tartur unbekannte Randdekoration bestehend aus Ritzmustern in Dreiecksform, welche bei vielen Exemplaren aus Mostagedda, Badari und dem Sudan vorkommen, macht diese Vermutung wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ein praktischer Gebrauchswert der Tulpenbecher bislang nicht erkannt worden ist, dürfte die Frage nach der Lebensweise der Spätneolithiker vielleicht eine Lösung bringen. &lt;br /&gt;
Vereinfacht gesagt bauten diese Gruppen Getreide (Sorghum) an und hielten Viehherden. Ein vernünftiger Grund die Tiere zu halten lag in der Möglichkeit der Milchgewinnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den heutigen industrialisierten Gesellschaften ist die anonyme Milchkuh ein zu optimierender Produktionsfaktor, der hoch gezüchtet und medizinisch überwacht in automatisierten karusellartigen Stationen elektrisch gemolken wird. Noch vor einigen Jahrzehnten wurden in unseren Breitengraden den Kühen, die mit Pferden, Ziegen, Schafen, Schweinen, Geflügel und anderen Tieren auf den Hof zusammenlebten, liebevoll Namen gegeben. Der Bauer hatte eine persönliche Beziehung zu seinem Vieh. &lt;br /&gt;
Bei den nomadisierenden afrikanischen Viehhaltern ist das heute noch der Fall und diese persönliche Bindung hatte am Anfang der Domestizierung eine noch größere, fast religiöse Dimension. Das vorher wilde Tier gab dem Menschen von seiner für das Kalb oder das Lamm bestimmten Milch einen Teil ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wird von Hand gemolken?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*In Europa wurde ein Eimer unter das Euter des zu melkenden Tieres gestellt, der Melker setzte sich auf einen Schemel und melkte beidhändig.&lt;br /&gt;
*In Afrika hockt sich der Melker neben das Tier, hält einen Behälter in einer Hand und melkt mit der anderen. Häufig ist es notwendig, dass das Kalb oder das Lamm bei dem Vorgang in der Nähe steht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Gefäß wird heute eine flache Aluminiumschüssel oder das allgegenwärtige chinesische Emailgeschirr benutzt. &lt;br /&gt;
Wie viel eleganter und praktischer, einmal davon abgesehen, dass Keramik über weniger Bruchfestigkeit verfügt, ist ein Tulpenbecher.&lt;br /&gt;
Der breite, auskragende Rand verhindert ein Verspritzen der Milch, der mediale Bereich, besonders wenn er noch verjüngt ist, eignet sich bestens zum Festhalten. So liegen die entsprechenden Durchmesser bei ~7,2cm in Badari, bei ~6,6 bis 8,4cm in Mostagedda und im Sudan in Kadero Grab 113 bei ~7,3cm und bei Grab 114 bei ~6,0cm. Zum Vergleich misst der Durchmesser einer modernen, gläsernen Milchflasche ~8,7cm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Melkbecher_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der untere Teil mit dem runden Boden diente als eigentlicher Sammelbehälter. Ein Grund keinen flachen Boden zu wählen liegt in der einfacheren Reinigungsmöglichkeit eines gerundeten Bodens, ein wichtiger Aspekt in heißen Klimaregionen. Es kann davon ausgegangen werden, dass jeder Hirte seinen eigenen Melkbecher am Gürtel trug.&lt;br /&gt;
Die oft aufwendige Dekoration belegt die Wertschätzung des Artefakts.  Die sehr unterschiedlichen Größen erklären sich zum einen durch die verschiedenen zu melkenden Tiere (Kühe, Schafe und Ziegen) zum anderen durch die unterschiedliche Größe der Hirten (Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Fundplatz A.T. 0034/85 wurde neben der hier behandelten Becherscherbe auch das Bruchstück eines Clayton Rings gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Melkbecher_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im europäischen Neolithikum kommen Gefäße vor, die sich ebenfalls zum einhändigen Melken eignen würden. Besonders auffällige Stücke sind in der Slowakei gefunden worden und zwar in Abrahäm und in Luzianski. Diese Schalen mit langem, massivem Fuß erfüllen in hohem Maße die Kriterien eines Melkbechers. Zu einem anderen Gebrauch, z.B. für ein auf dem Fuß stehendes Gefäß sind sie zu instabil. Ein weiteres schönes Beispiel europäischer Tulpenbecher bietet die Michelsberger Kultur. So sind Exemplare der Fundstelle Goldberg/Ries fast identisch mit den hier vorgestellten Melkbechern aus Ägypten, wenn auch die für Mostagedda und Kadero typische Dreieckverzierung fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Melkbecher_3.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Seltene und seltsame Steinartefakte.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Kleine Beile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Stationen Afara, Tintabesguin und Cory de Noel in der Nähe der Kohlengrube Anou Araren in der Republik Niger haben eine beachtliche Anzahl von geschliffenen und geschlagenen Beilen verschiedener Dimensionen hervorgebracht. Auch Hohlbeile (gouges) sind stark vertreten.&lt;br /&gt;
Von den rund 300 in der Gegend gefundenen Beilen sind einige mikrolithisch ausgebildet. Typologisch handelt es sich bei diesen Artefakten einwandfrei um Beile, kleine geschliffene und polierte Beile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige sind mit ihren Charakteristika aufgelistet und gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleine_Beile_Niger.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Kleine Beile aus Niger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Nr.'''|| '''Kennziffer'''|| '''Länge (mm)'''|| '''Breite (mm)'''|| '''Dicke (mm)'''|| '''Gewicht (g)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 01|| N 13/7|| 24,5|| 14,2|| 7,0|| 2,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 02|| N 09/6|| 18,3|| 15,1|| 7,3|| 2,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 03|| N 13/14|| 24,5|| 16,4|| 7,0|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 04|| N 13/17|| 21,1|| 15,5|| 8,0|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 05|| N 09/5|| 28,2|| 12,0|| 8,0|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 06|| N 09/9|| 19,1|| 7,9|| 3,7|| 0,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 07|| N 13/18|| 23,0|| 11,3|| 6,5|| 1,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 08|| N 05/24|| 20,8|| 11,0|| 6,8|| 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 09|| N 13/3|| 26,6|| 13,7|| 5,4|| 4,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 10|| N 06/19|| 22,5|| 10,2|| 7,0|| 4,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die mittelgroßen und großen Beile aus dem lokal häufig vorkommendem Tonstein gefertigt sind, ist das für die mikrolithischen Stücke verwandte Material ein schwarzes Ergussgestein (Basalt). Eine Ausnahme bildet das Beil Nr. 8, welches aus einem grau- grünem, nicht näher identifiziertem Gestein besteht.&lt;br /&gt;
Die mögliche Funktion dieser Werkzeuge gibt ein Rätsel auf. &lt;br /&gt;
Als Beile konnten diese Artefakte schon aus Mangel an Masse nicht verwendet werden. &lt;br /&gt;
Als Spielzeug sind sie zu klein, hier wären eher die mittelgroßen Stücke geeignet gewesen. Außerdem hätte man für Spielzeuge den günstigeren Werkstoff Tonstein genutzt und nicht den importierten härteren Basalt verwendet.&lt;br /&gt;
Da aus dem üblichen Tonstein keine Klingen geschlagen werden konnten und er ebenfalls zur Herstellung von Sticheln ungeeignet war, wäre es möglich, dass die kleinen Beile hier eine Lücke ausfüllen sollten. Aber auch dieser Ansatz ist wenig zwingend. Wir wissen es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Kerbklinge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Artefakt stammt aus dem Süden Tunesiens und zwar aus Lalla in der Nähe von Gafsa.&lt;br /&gt;
Der schwierige Fundplatz kann einem späten, indifferentem Epipaläolithikum zugeordnet werden. Das proximale Ende der Kerbklinge ist aufwendig zu einer Art Kratzerkappe retuschiert worden. Der Rücken ist fein retuschiert ohne jedoch gestumpft zu sein. Die proximale Kerbe weist die typischen abrupten Retuschen auf, während die distale Kerbe den Eindruck erweckt als sei sie heraus gebrochen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kerbklinge.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Kerbklinge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das distale Ende ist ohne Retuschen und bildet mit der oberen Kerbenkante einen Zinken. Das Material ist hellbeigefarbener, transluzenter Feuerstein bester Qualität. Vielleicht sind die Kerben wie bei normalen Kerbklingen genutzt worden, ansonsten ist eine andere Verwendung schwer vorstellbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Großgeräte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Fundplätzen 1026/82 und 0005/84 stammt jeweils ein großes, plattiges Werkzeug, welches zu seinem Gebrauch hätte gestielt sein müssen.&lt;br /&gt;
Die Artefakte sind einzigartig und kommen auf anderen Fundstellen in Abu Tartur nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0005/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werkzeug von diesem Fundplatz ist im Kapitel plattige Werkzeuge beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Platte aus karamellfarbenem Hornstein bildet den Werkstoff dieses Artefakts. Die Oberfläche wird durch den natürlichen Kortex gebildet, sie ist unregelmäßig, vorspringende Zapfen sind wegretuschiert worden. Die von beiden Seiten geschlagenen, den Gesamtumfang betreffenden Retuschen bilden Winkel von 42° - 55°. Während ein Rand durch zwei tiefe Kerben gekennzeichnet ist, weist der gegenüberliegende Rand nur eine gut ausgeprägte Kerbe auf. (Siehe Foto).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstueck_groß_Vorderseite.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstück Vorderseite&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstueck_groß_Rueckseite.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstück Rückseite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dimensionen des Werkzeugs, des größten und schwersten in der Sammlung, ausgenommen Reibschalen, sind wie folgt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Länge	=	270mm&lt;br /&gt;
*Breite 1	=	210mm&lt;br /&gt;
*Breite 2	=	180mm&lt;br /&gt;
*Breite zwischen den Kerben 	=	160mm&lt;br /&gt;
*Dicke	=	40 – 45mm&lt;br /&gt;
*Gewicht	=	2800g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den beiden Objekten handelt es sich höchstwahrscheinlich um gestielte Hacken oder Hauen. Die Kerben dienten zur Befestigung der Stiele.&lt;br /&gt;
Mögliche Anwendungsgebiete sind der Ackerbau, das Abteufen von Brunnenlöchern, das Ausheben von Gräbern, den Tonabbau zur Keramikherstellung und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) „Spielsteine“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Runde, plattige Artefakte ohne sichtlichen praktischen Gebrauchswert werden hier Spielsteine genannt. In größerer Anzahl sind sie im Südteil des Fundplatzes 1024/82 beobachtet und in ihrer Lage belassen worden. Die zwei hier vorgestellten Artefakte stammen vom Fundplatz 1017/82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielstein 1017/82 – 52 ist aus einer Thermoscherbe aus karamellfarbenem Hornstein mit wenigen Randretuschen hergestellt worden. Er hat einen Durchmesser von 73 bis 78mm und eine Dicke von 15mm. Spielstein 1017/82 – 5 besteht aus einer Kalksteinplatte, die leichte Deflationsspuren auf einer Seite und starke auf der gegenüberliegenden Seite aufweist. Hier sind die Dimensionen wie folgt. Der Durchmesser ist mit 63 bis 68mm geringer als bei dem Hornsteinartefakt. Die Dicke mit 13 – 14mm ist ebenfalls geringer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Spielsteine.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Spielsteine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 1001/83 sind drei Spaltstücke aus einem Kalzitkristall bekannt, die ebenfalls keinen praktischen Gebrauchswert erkennen lassen. Da sie nicht durchbohrt sind, dienten sie wahrscheinlich auch nicht zu Schmuckzwecken. Auch hier kann angenommen werden, sie hätten als Spielsteine eingesetzt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abmessungen betragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18mm	x	14mm	x	2,5mm&lt;br /&gt;
*18mm	x	14mm	x	2,0mm&lt;br /&gt;
*17,5mm	x	14mm	x	3,0mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte die Annahme es handele sich bei diesen Artefakten um Spielsteine korrekt sein, so lässt es in Bezug auf die Lebensweise der Hersteller darauf schließen, dass die Lebensumstände günstig waren und Zeit zum Spielen boten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) Stumpfe Pfeilspitze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Sammlung Ulbrich stammt eine A31 Spitze, gefunden auf dem Fundplatz 1023/82, die sich durch eine gestumpfte Spitze auszeichnet. Das Artefakt ist wie eine A2 Spitze konzipiert aber mit leicht gerundetem Schwingenenden ausgestattet. Das distale Ende besteht aus natürlichem Kortex beschreibt einen Kreisbogen und steht rechtwinklig auf der Längsachse der Pfeilspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Länge		=	35mm&lt;br /&gt;
*Breite 1			=	26mm	&lt;br /&gt;
*Breite 2		=	14mm&lt;br /&gt;
*Tiefe der Kehle	=	11mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wozu wurde ein solches exotisches Projektil benutzt?&lt;br /&gt;
Mögliche Antworten könnten sein:&lt;br /&gt;
*Vogeljagd.&lt;br /&gt;
*Jagd auf kleine Tiere, deren Fell nicht durchlöchert werden sollte.&lt;br /&gt;
*Schuss auf flüchtende Feinde, die nicht getötet sondern gefangen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch hier kann gesagt werden, dass wir es nicht wissen und nur raten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) Seltsame Mikrolithen vom Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 0002/84 ist das bislang älteste in Abu Tartur aufgefundene Zeugnis holozäner steinzeitlicher Besiedlung. Mit einem Alter von 9120+-40 BP oder 8360+- 70 cal AD – BC (Poz – 11204) gehört der Platz zu den ältesten in der Sahara aufgefundenen Fundstellen, die eine genügend große Menge an Werkzeugen aufweisen, um eine Typologie erstellen zu können.&lt;br /&gt;
(Siehe Fundplatzbeschreibung: Fundplätze - Komplex T, größere, 0002_84_Zusammenstellung.pdf.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werkzeuge sind einmal charakterisiert durch schwere Kratzer, zum Teil auf vorholozänen Artefakten und daher mit doppelter Patina versehen, zum anderen durch kantenretuschierte Mikrolithen, hauptsächlich Querschneider in Trapezform. Unter diesen Mikrolithen befinden sich drei Stücke, die nicht einfach einzuordnen sind und deren Gebrauchswert Rätsel aufgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus Tafel 0002-II-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0002_Mikrolithe.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Mikrolithe Nr. 31, 34 und 40&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nr. 31 – 23/131   Nicht zu identifizierendes Werkzeug. Zwei lange Ränder sind konkav retuschiert, ein langer Rand ist geradlinig retuschiert, ein kurzer Rand ist retuschiert und der andere kurze Rand besteht aus einer unretuschierten Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nr. 34-25/045   Viereck, die vier Ränder sind retuschiert, ein Rand davon konkav, die anderen geradlinig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dim.:	L = 15mm,	B = 12mm,	D = 3mm    	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nr. 40-23/142   Kleine dreieckige, an sämtlichen Rändern kantenretuschierte Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dim.:	L = 9,5mm,	B = 7mm,	D = 2mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es eigentlich keinen Sinn macht alle drei Ränder einer Spitze zu stumpfen, könnte aus Gründen, die sich uns heute nicht mehr erschließen, das Artefakt Nr. 40 als Pfeilbewehrung benutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Stücke Nr. 31 und Nr. 34 kann ich keinen Anwendungsbereich erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Klima==&lt;br /&gt;
'''(Siehe auch Klima im Hauptteil)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf welche wirtschaftlichen Ressourcen konnten die Bewohner Abu Tarturs zurückgreifen? Um diese Frage zu beantworten, muss das Klima, welches zur Zeit der Besiedlung herrschte, erfasst werden. Vor allem die Höhe der Niederschläge ist neben den Temperaturen und den Verdunstungsraten von großer Bedeutung. Bodenbeschaffenheit und Geländeprofile sind ebenfalls wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine Ansicht geht bis heute dahin, Sommerregenmengen von 50mm/Jahr bis 150mm/Jahr für den Raum Abu Tartur zu postulieren, das wäre ein Durchschnitt von 100mm/Jahr und somit ungenügend um Böden zu bilden, um Wasserlöcher zu füllen, um Wildtieren, abgesehen von wenigen Ausnahmen, eine Lebensgrundlage zu geben und erst recht ungenügend, um Menschen mit ihren Haustieren in eine solche Wüste zu locken.&lt;br /&gt;
Gegen diese minimalistische Sichtweise sind Fakten zusammengetragen worden, die eindeutig höhere Präzipitationen voraussetzen. Das Klimageschehen ist an anderer Stelle im Detail behandelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geologie''' -  Das Vorhandensein von holozänen Rotböden auf dem Abu Tartur Plateau und in der Sandsteinebene bedingte ein wechselfeuchtes Klima zur Zeit der Pedogenese.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fauna''' -  Großsäuger wie Elefant, Giraffe, Büffel und Nashorn sind im Raum um den 25. Breitengrad Nord nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Flora''' -  Gehölze wie Salvadora persica, Leptadenia pyrotechnica, Maerua crassifolia, Calotropis procera, Ziziphus, Grewia tenax, Boscia senegalensis, Balanites aegyptiaca, Caparis decidua und Acacia nilotica, die in der hier behandelten Zone beheimatet waren, deuten auf ein Savannenklima hin.&lt;br /&gt;
Gräser und Kräuter wie Chencrus, Pennisetum, Bracharia, Echinochloa, Digitaria, Gramineae, Panicum, Setaria, Sorghum, Cyperaceae, Portulaca oleracea, Scirpus maritimus und Hordeum vulgare sind ebenfalls nachgewiesen. Gräser, welche essbare Körnerfrüchte zur Reife bringen, benötigen ein Minimum von 150mm/Jahr Winterregen oder 300mm/Jahr Sommerregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Anzahl von Mahlwerkzeug lässt auf eine intensive und regelmäßige Nutzung der Getreidearten schließen.&lt;br /&gt;
Haustiere -  Rind, Schaf, Ziege, Hund und Esel kommen im behandelten Raum vor.&lt;br /&gt;
Allein in Abu Tartur ist von Oberflächenfundplätzen fünfmal das Rind/Büffel und sechsmal Schaf / Ziege nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das absolute Niederschlagsminimum für die Rinderhaltung liegt bei 400mm/Jahr Sommerregen.&lt;br /&gt;
Menschen -  Gruppen von vernunftbegabten Menschen, denen Alternativen zur Verfügung gestanden haben, (Sudan, Nil, Mittelmeer) begeben sich nicht in einen ariden, ressourcenlosen Raum, um einen Überlebenskampf zu führen, den sie nicht gewinnen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Minimum von 400mm/Jahr äquivalenter Sommerregen (es sind sowohl Sommer- als auch Winterregen nachgewiesen) und ganzjährig durch Brunnen erreichbares Wasser sind die Bedingungen, um Sammler und Jäger in den frühen Phasen und Hirten und erste Bauern in späterer Zeit an diesen Ort zu binden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Feldbau auf dem Abu Tartur Plateau==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei dem Fundplatz-Katalog erwähnt, finden sich auf dem Fundplatz 0049/85 zwanzig Steinkonstruktionen unter Lockersediment, die als Windschilde oder Wohnhütten interpretiert werden können. Sie wurden, da ich mir Grabungen untersagt hatte, nicht weiter untersucht. Ihr Alter dürfte, grob geschätzt, zwischen Abu Tartur B und Abu Tartur D liegen in einem zeitlichen Rahmen von ~9000 BP bis 7800 BP, also in den von F. Wendorf und R. Schild definierten El Ghorab und El Nabta Phasen sowie in den von M. Mc Donald so bezeichneten Masara Phasen, die sich am 25. bis 26. Breitengrad Nord in die aride Zeitspanne im CPE Bereich zwischen El Adam und El Ghorab schieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf jüngere Aktivitäten auf dem Plateau im Abu Tartur E weisen zwei C14- Daten von 7370 BP und 7200 BP sowie das Vorkommen von Schaf und Ziege hin. Die Feuerstellen, welche diese Daten lieferten überlagern einwandfrei zu definierende El Nabta Fundstellen (Abu Tartur D).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mittlere Neolithikum scheint auf dem Plateau nur sporadisch vorgekommen zu sein, es schlägt sich nicht in den Werkzeugtypologien nieder, auch fehlen die typischen Dreieckspitzen der Typen H7 und H8. Ein Grund für die geringere Anwesenheit des Abu Tartur E auf dem Plateau könnten nachlassende Niederschlagsmengen gewesen sein.&lt;br /&gt;
Einzelfunde aus noch jüngeren Phasen, die Werkzeuge mit bifazialen Retuschen aufweisen, sind äußerst selten, einige wenige Pfeilspitzen zeugen von Jagdausflügen. Ebenfalls sind die Querschneider der Abu Tartur A Phase vorhanden aber auch sie bilden Ausnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werkzeugmengen auf den für den Feldbau interessanten Fundstellen sind gering, nur 0003/84 erlaubt eine typologische Einordnung, sie würde in die Abu Tartur B Phase passen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Liste der geeigneten Feldbau-Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz Nr. '''|| '''Koordinaten'''|| '''Steinartefakte*'''|| '''Keramik'''|| '''Mahlwerkzeuge'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0003/84|| 520800/305910|| 105|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0004/84|| 522100/305800|| 23|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0005/84|| 521600/305700|| 9|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0019/84|| 520350/302850|| 42|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0020/84|| 522225/302875|| 10|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0021/84|| 520710/304535|| 9|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0024/84|| 522950/305400|| 28|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0026/84|| 516850/302900|| 57|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0027/84|| 519850/302650|| 17|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0028/84|| 520080/302800|| 4|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0030/87|| 518950/303500|| 59|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0031/87|| 519100/303250|| 14|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0032/85|| 520200/305900|| 2|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0033/85|| 520000/305800|| 9|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0034/85|| 519750/305800|| 21|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0046/84|| 519700/304400|| 9|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0047/84|| 520070/303075|| 4|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *Sämtliche Werkzeuge sind im Fundplätze-Katalog Abu Tartur beschrieben. Sie bestehen hauptsächlich aus retuschierten Abschlägen und Klingen sowie aus Kerben. Weniger häufig sind Stichel oder als Stichel benutzte Kerne, Bohrer, Pfeilspitzen der Familie H und Kratzer. Sehr selten sind Trapeze, Stumpfungen und rückengestumpfte Lamellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hacke1_Zeichnung.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Hacken von den Fundplätzen 0003/84 und 0028/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hacke2_Zeichnung.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Hacken und Schneidegeräte von den Fundplätzen 0003/84, 0034/85 und 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorhandensein verschiedener Getreidearten in der westlichen Wüste Ägyptens ist im Kapitel „Klima – Pkt. 4 Regenfeldbau in der Ostsahara zur Zeit der postpleistozänen Feuchtmaxima“ beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es müsste noch hinzugefügt werden, dass die Niederschläge nur einer Regenzeit, vorzugsweise im Winter, ausreichen musste um Getreide innerhalb von drei Monaten erzeugen zu können. Eine weitere Regenperiode im Sommer konnte lediglich von Nutzen für Bäume und Sträucher sein und natürlich auch für die Menschen und ihre Herden indem Brunnenlöcher und Viehtränken aufgefüllt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hypothese: „Getreideanbau auf dem Abu Tartur Plateau“ basiert weder auf Funden von botanischem Material noch auf einwandfrei zugeordneten C14 Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie beruht auf der Typologie der Werkzeuge und den Funden von Geräten, die für die Vorbereitung der Böden, das Schneiden von Halmen sowie dem Mahlen von Körnerfrüchten geeignet erscheinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine landwirtschaftliche Nutzung der fruchtbaren terra rossa Böden spricht ebenfalls die Massierung von Wohnstätten. Falls eine Belegung mit drei Personen je Einheit angenommen wird, so wären gleichzeitig 60 Menschen auf dem Fundplatz 0049/85 anwesend gewesen. zu viele um sie dauerhaft durch Jagd ernähren zu können. In einem Radius von sieben bis acht Kilometern wären die Beutetiere, nach landläufiger Meinung lediglich kleine Gazellen und Hasen, äußerst selten geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel aus meiner Zeit in Sambia kann diese Annahme untermauern. Die Buschlandschaft war äußerst dünn besiedelt. Wir waren eine Gruppe von sieben Leuten, stellten unsere Blechhütten auf, bohrten nach Wasser und schlossen den Generator an. Eine Hütte diente als Küche. In den ersten Tagen schossen wir je nach Bedarf aus dem Küchenfenster entweder drei bis vier Hasen oder eine kleine Antilope. Größeres Wild war vorhanden wäre aber wegen der mangelnden Konservierungsmöglichkeiten ungeeignet gewesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Woche mussten die Jäger schon in den Busch laufen und nach drei Wochen war ein Geländewagen notwendig geworden, um in sieben bis acht Kilometern Entfernung Wild erbeuten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sambia_1970_Hase.jpg|400px]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Der Autor beim Häuten eines Hasen (lepus capensis). Sambia 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Feldbau sprechen auch Dämme, die Regenwasser in geeigneten Flächen zurückhalten konnten. Sie würden zu den frühesten wasserbautechnischen Maßnahmen zählen, die logischerweise ergriffen wurden, um dem Getreide bessere Bedingungen zu bieten und die Erntemenge zu erhöhen. Für wildes Getreide würden solche Anlagen nicht gebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gelaendeschnitt_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Geländeschnitte Fundplätze 0004/84 und 0005/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gelaendeschnitt_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Geländeschnitte Fundplätze 0034/85, 0033/85 und 0032/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier könnten Berufsarchäologen, ausgestattet mit ihrem Wissen und großzügigen staatlichen Ressourcen mit geringem logistischem Aufwand beste Resultate erzielen. &lt;br /&gt;
Zusammenfassend sehe ich auf dem Abu Tartur Plateau zunächst im Abu Tartur A eine Jäger- und Sammlergruppe mit eventueller Haltung von Rindern. Zu Beginn der Nutzung des Plateaus müssen die Niederschläge sehr hoch gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der folgenden Phasen Abu Tartur B und Abu Tartur C, kann postuliert werden, entwickelte sich der Ackerbau, es werden domestizierte Getreidearten angebaut, Rinderzucht ist durch Knochenfunde belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung zur voll neolithischen Lebensweise hält im Abu Tartur D an.&lt;br /&gt;
Durch eine Verminderung der Regenmengen wird das Plateau im Abu Tartur E nur noch saisonal genutzt. Ziegen und Schafe treten an die Stelle von Rindern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Phasen wird das Plateau hauptsächlich für die Jagd genutzt, da die Niederschlagsmengen weiter zurückgehen und die Siedlungsaktivität sich bevorzugt auf die Nähe der großen Playabecken in der Sandsteinebene konzentriert. Wie entsprechende Werkzeugfunde belegen, wird nun in der Ebene Ackerbau betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese hypothetischen Aussagen könnten durch Grabungen und Analysen, durchgeführt von qualifizierten Archäologen, Biologen und Geologen, belegt oder aber mit weniger Wahrscheinlichkeit auch widerlegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich selbst hatte weder die Zeit noch die Mittel, um eindeutige Beweise liefern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ausblick==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur unterscheidet sich von vielen anderen Fundkomplexen in der östlichen Sahara durch seine Vielschichtigkeit sowohl in zeitlicher als auch in kultureller Hinsicht. Daher scheint es nicht angebracht eine schematische Klassierung, die auf anderen Fundstellen durchaus Gültigkeit haben kann, auch hier anzuwenden, es sei denn es würde lediglich grob in eine frühe, eine mittlere und eine späte Phase eingeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollten die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden, die es erlauben würden zu einer sinnvollen Interpretation der Abläufe zu gelangen. Es gilt als erstes den zeitlichen Rahmen festzulegen. Die vorhandenen C14- Analysen sind bei weitem nicht ausreichend, um zu gültigen Resultaten zu kommen. So existieren Werkzeuginventare, die sich auffallend von anderen, schon datierten durch das verwendete Rohmaterial sowie durch ihre Typologien absetzen.&lt;br /&gt;
Diese müssten zeitlich fixiert werden, andere schon existierende problematische Datierungen sollten überprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bislang wurden elf C14- Analysen erstellt. Mit den Resultaten und durch typologische Vergleiche mit anderen, außerhalb Abu Tarturs liegenden Fundstellen, lässt sich zumindest die frühe Phase der Besiedlung im Holozän einigermaßen zufriedenstellend einordnen. So kann der Fundplatz 0002/84 durch eine Umstellung der Definition der Werkzeuggruppen klar in die von Wendorf et al. definierte El Adam Phase, ca. von 9500 bis 8900 BP, eingeordnet werden und zwar auf Grund des Alters als auch der Typologie. In die El Ghorab Phase um 8500 bis 8200 BP passen die Typologien des Plateaufundplatzes 0017/83 und des Fundplatzes 1056/86 in der Ebene. Die Analyse an einem auf dem Plateaufundplatz 0015/83 gefundenem Landschneckengehäuses (Zootecus insularis) ergibt ein Datum von 8485 Jahren BP und liegt damit am Beginn der El Ghorab Phase '''Tabelle 10'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besonders gute Übereinstimmung besteht zwischen den Fundstellen der El Nabta Phase wie ein Vergleich der Kiseiba Fundplätze E-79-5, E-79-4, E-80-1 ( C ), E-80-3 und E-75-6 mit den Abu Tartur Fundplätzen 0006/83 und 0007/83 zeigt. Die Phase betrifft den Zeitraum zwischen 8100 und 7900 BP.&lt;br /&gt;
Die Anzahl der rückengestumpften Lamellen liegt gut über 10%, eine ebenso große Gruppe stellen die Bohrer dar. Auch die stärkste Gruppe, die retuschierten Stücke (Tix 105) sind in Kiseiba wie in Abu Tartur mit ca. 30% vertreten '''Tabelle 11'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Abu Tartur B sind die Fundplätze klassiert worden, auf denen epipaläolithische Bearbeitungstechniken verwandt wurden und die typologisch weder in die ältere El Adam Phase noch in die gleichzeitigen oder jüngeren El Ghorab und El Nabta Phasen eingeordnet werden können. Diese Fundstellen müssen mit den Masara Plätzen von Dakhla verglichen werden. Da letztere aber untereinander sehr große Unterschiede in den Typologien aufweisen, musste ein Weg gefunden werden, der es erlaubt Zahlen zu erhalten, die es rechnerisch- statistisch ermöglichen sinnvolle Vergleiche anzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davon ausgehend, dass gleiche Kulturen gleichen Alters und im gleichen geographischen Großraum angesiedelt, gleichartige Bedürfnisse entwickeln, werden auch gleichartige Werkzeuge benutzen und somit gleichartige Typologien hervorbringen. Daher wurden sämtliche in den von M. Mc Donald in den Oasis Papers 3 (2003) vorgestellten neun Masara Fundstellen A, B und C zusammengefasst und nach Tixier aufgeschlüsselt. Die so erhaltenen 711  Artefakte wurden dann mit 1933  Artefakten der neunzehn  Fundstellen des Abu Tartur B verglichen. Das Ergebnis zeigt eine weitgehende Übereinstimmung der beiden Fundkomplexe.&lt;br /&gt;
Die große Anzahl gleicht, wie aus den Tabellen ersichtlich, die großen Ungereimtheiten der Einzelanalysen aus. Die Unterschiede sind z.T. auf die geringen Mengen je Fundplatz und auf die Tatsache, dass es sich bei den Masara Plätzen teilweise und in Abu Tartur ausschließlich um Oberflächenmaterial handelt, zurückzuführen. Die geringen Unterschiede in den zusammengefassten Typologien gehen auf folgende Punkte zurück:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auswertung wurde von zwei Personen durchgeführt, von denen die erste eine international anerkannte Archäologin ist und die andere ein Bergmann, der sich für die Ur- und Frühgeschichte interessiert aber der auch schon seit den frühen 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts seine Funde nach Tixier klassiert. Die sehr geringen Unterschiede bei den Sticheln (Tixier III) und den Kerben (Tixier VII) könnten so eine Erklärung finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur kommen, hauptsächlich auf dem Plateau, neben der Abu Tartur B Phase, mit der die Masara Vorkommen hier verglichen werden, auch El Adam, El Ghorab und El Nabta Fundstellen vor, die in erstaunlicher Klarheit den CPE Plätzen in Nabta und Kiseiba entsprechen. Es besteht die Möglichkeit, dass sich nahe der Süd- West Ecke des Abu Tartur Plateaus (Dakhla) und an seiner Süd- Ost Ecke (Abu Tartur) ähnliche Siedlungsbedingungen geherrscht haben. So sind auch Reste der oben genannten frühholozänen Kulturen auf den Masara Plätzen als Zumischung nicht unmöglich. Das würde den höheren Anteil an rückengestumpften Lamellen sowie der geometrischen Mikrolithen und der damit verbundenen Mikroburin Technik erklären. Auch die Familie XI, die Diversen bei Tixier, weist bei Masara, El Adam und El Ghorab Fundstellen ähnliche Mengen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Unterschied besteht bei den Ounanspitzen, die für Abu Tartur B 0,93 % der Gesamtwerkzeugmenge ausmachen, auf den Masara Fundstellen hingegen 8,86 %. Diese Bewehrungen erreichen erst in der mittleren Besiedlungsphase, im Abu Tartur E, eine größere Bedeutung (1072/86 – 16 % - 7670+-50 BP). Interessant ist in diesem Zusammenhang ein C14- Datum der Masara A Gruppe von 7730+-110 BP, es entspricht dem Abu Tartur E und erklärt das Vorhandensein von großen Mengen Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da für die Abu Tartur B Phase keine Radiocarbon Analysen vorliegen, wurde bei dem Vergleich besonderer Wert auf typologische Gemeinsamkeiten gelegt. Kritisch untersucht wurden ebenfalls das Rohmaterial, die lithische Bearbeitungstechnik und typische Ausprägungen einzelner Artefakte '''Tabelle 14'''. Je jünger die Vorkommen sind, umso größer werden die Unterschiede in den Typologien. Aber auch hier stellen einzelne Artefakte, hauptsächlich Pfeilspitzen, exakt den gleichen Typus dar, so zum Beispiel die randretuschierten Dreieckspitzen H7 und H8, die auch Nabtaspitzen genannt werden, und die typisch für das mittlere Neolithikum sind. Oder die in der Sahara äußerst seltene D26- Spitze, die sowohl in Dakhla, Djara als auch in Abu Tartur erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise ist es der Oberflächencharakter der Fundstellen in der westlichen Wüste Ägyptens, welcher der Deflation nicht viel entgegenzusetzen hat. Denn selbst die aus geringmächtigem Lockersediment ergrabenen Artefakte befinden sich in der „Spielmasse“ des Windes und unterliegen, wie eine in Abu Tartur durchgeführte und weiter oben schon erwähnte Langzeitstudie über die Wirkung des Windes auf steinzeitliche Geräte und Materialien zeigt, einem Transport und vor allem einer Sichtung nach Korngrößen, wobei leichte Artefakte häufig aus dem Bereich der Fundstelle entfernt werden. Ungestörte in situ Fundplätze sind praktisch inexistent, das gilt für die Gesamtsahara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Vergleich der Fundstellen, die jünger als 7900 BP sind, werden vermehrt Ähnlichkeiten einzelner Artefakte oder auch Werkzeuggruppen herangezogen. Für diese mittlere  Phasen der steinzeitlichen  Besiedlung im Holozän  kann als Beispiel 1004/83 dienen aber vor allem 1072/86, ein Fundplatz, der zur Zeit aus seiner Bedeckung durch Playasediment auswittert und als relativ einheitlich und ungestört angesehen werden kann. Er ist charakterisiert durch kurze Klingen mit ungewöhnlich großen Schlagflächen und durch Ounanspitzen (Tixier 107, nach Hugot HI2), die zum Teil mittels einer Kerbtechnik hergestellt worden sind. Bei diesen Spitzen (H13) besteht das Stielende aus einem glatten Bruch. Entsprechende Kerbreste belegen das Herstellungsverfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ounanspitzenanteil der zeitgleichen Al Jerar Fundplätze von Nabta ist wesentlich geringer als der von 1072/86 und 1004/83. Mit zunehmender Häufigkeit der Anwendung der Technik der Flächenretuschierung in Abu Tartur werden die Inventare von Nabta und Kiseiba immer weniger ähnlich, da, obwohl das Bearbeitungsprinzip im Südosten der libyschen Wüste Ägyptens bekannt war, häufig an Randretuschen festgehalten wurde. Hier bietet sich eher ein Vergleich mit den Dakhla FundsteIlen und den Vorkommen von Djara, Abu Gerara, Eastpans und Chufu an, die ebenfalls vermehrt flächenretuschierte Artefakte aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie '''Tabelle 12''' zeigt, ist für Bashendi A Plätze eine gewisse Übereinstimmung für einige Werkzeugklassen noch zu erkennen. Auf der anderen Seite ergeben sich große Unterschiede wie zum Beispiel bei der Häufigkeit der gekerbten Stücke. Eine Gegenüberstellung der Werkzeuge von 1005/83 und den Bashendi B Plätzen 271 und 385 zeigt deutlich die grundlegenden Unterschiede auf. Einem Kerbenanteil von 50 % in Dakhla stehen ca, 10 % in Abu Tartur gegenüber, bei den Pfeilspitzen erreicht Abu Tartur 42 %, dem gegenüber beträgt der Anteil auf den Bashendi B Vorkommen lediglich 5 % '''Tabelle 13'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngste datierte Abu Tartur Platz 1005/83 hat ein Alter von 6420 BP und obwohl zur Zeit keine jüngeren Messdaten vorliegen, kann davon ausgegangen werden, dass die Besiedlung zu diesem Zeitpunkt nicht gänzlich abgeschlossen war. Langschmale Querschneider und mit groben Schieferton gemagerte Keramik weisen auf jüngere Phasen hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clayton Ringe, Keulenköpfe aus Kalkstein sowie Keramik aus historischer Zeit, persisch und römisch, ferner ein Kruglager belegen die Präsenz des Menschen auch während der Zeit der Austrocknung der Sahara. Es werden Reisende gewesen sein, Wanderer zwischen den wasserfiihrenden Oasen, die als Letzte ihr Nachtlager in Abu Tartur aufgeschlagen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 10''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich von EI Ghorab Typ Fundsteilen mit den Abu Tartur FundsteIlen 1056/86 und &lt;br /&gt;
0017/83. &lt;br /&gt;
Alter: 8200 - 8500 BP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||  &lt;br /&gt;
|| '''E-79-1 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-4 LCL'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-3'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-8 X'''&lt;br /&gt;
|| '''1056/86'''&lt;br /&gt;
|| '''0017/83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 0,56&lt;br /&gt;
|| 0,71&lt;br /&gt;
|| 1,80&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1,61&lt;br /&gt;
|| 2,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 5,65&lt;br /&gt;
|| 2,13&lt;br /&gt;
|| 5,40&lt;br /&gt;
|| 5,26&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 6,98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 3,95&lt;br /&gt;
|| 5,67&lt;br /&gt;
|| 30,30&lt;br /&gt;
|| 1,44&lt;br /&gt;
|| 17,74&lt;br /&gt;
|| 9,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombinationswerkzeuge&lt;br /&gt;
|| 0,56&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1,80&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 30,51&lt;br /&gt;
|| 29,79&lt;br /&gt;
|| 28,60&lt;br /&gt;
|| 23,92&lt;br /&gt;
|| 30,63&lt;br /&gt;
|| 30,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 9,60&lt;br /&gt;
|| 4,26&lt;br /&gt;
|| 4,50&lt;br /&gt;
|| 18,66&lt;br /&gt;
|| 20,96&lt;br /&gt;
|| 6,98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 5,08&lt;br /&gt;
|| 2,84&lt;br /&gt;
|| 3,60&lt;br /&gt;
|| 2,87&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 15,82&lt;br /&gt;
|| 29,08&lt;br /&gt;
|| 5,40&lt;br /&gt;
|| 5,74&lt;br /&gt;
|| 14,52&lt;br /&gt;
|| 6,98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Microburins&lt;br /&gt;
|| 12,99&lt;br /&gt;
|| 5,67&lt;br /&gt;
|| 0,90&lt;br /&gt;
|| 5,26&lt;br /&gt;
|| 1,61&lt;br /&gt;
|| 4,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| 15,25&lt;br /&gt;
|| 19,86&lt;br /&gt;
|| 17,80&lt;br /&gt;
|| 36,84&lt;br /&gt;
|| 12,90&lt;br /&gt;
|| 30,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Tix 105&lt;br /&gt;
|| 13,56&lt;br /&gt;
|| 19,89&lt;br /&gt;
|| 16,90&lt;br /&gt;
|| 32,55&lt;br /&gt;
|| 12,90&lt;br /&gt;
|| 30,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Tix 107&lt;br /&gt;
|| 0,56&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 0,48&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total Stück'''&lt;br /&gt;
|| '''177'''&lt;br /&gt;
|| '''141'''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
|| '''209'''&lt;br /&gt;
|| '''62'''&lt;br /&gt;
|| '''43'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 11''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich von EI Nabta Typ Fundstellen und den Abu Tartur Fundstellen 0006/83 und &lt;br /&gt;
0007/83. &lt;br /&gt;
Alter: ~ 8100 -7900 BP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||  &lt;br /&gt;
|| '''E-79-5'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-4'''&lt;br /&gt;
|| '''E-80-1 C'''&lt;br /&gt;
|| '''E-80-3'''&lt;br /&gt;
|| '''E-75-6'''&lt;br /&gt;
|| '''0006/83'''&lt;br /&gt;
|| '''0007/83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 0,69&lt;br /&gt;
|| 0,43&lt;br /&gt;
|| 3,50&lt;br /&gt;
|| 2,90&lt;br /&gt;
|| 1,36&lt;br /&gt;
|| 2,45&lt;br /&gt;
|| 2,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 10,30&lt;br /&gt;
|| 6,09&lt;br /&gt;
|| 11,91&lt;br /&gt;
|| 9,54&lt;br /&gt;
|| 22,36&lt;br /&gt;
|| 13,10&lt;br /&gt;
|| 14,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 13,73&lt;br /&gt;
|| 13,48&lt;br /&gt;
|| 16,64&lt;br /&gt;
|| 29,88&lt;br /&gt;
|| 6,78&lt;br /&gt;
|| 7,85&lt;br /&gt;
|| 7,05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombinationswerkzeuge&lt;br /&gt;
|| 0,46&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2,03&lt;br /&gt;
|| 0,45&lt;br /&gt;
|| 0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 14,87&lt;br /&gt;
|| 22,61&lt;br /&gt;
|| 15,76&lt;br /&gt;
|| 14,52&lt;br /&gt;
|| 20,67&lt;br /&gt;
|| 13,89&lt;br /&gt;
|| 12,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 9,15&lt;br /&gt;
|| 7,83&lt;br /&gt;
|| 10,51&lt;br /&gt;
|| 6,64&lt;br /&gt;
|| 6,44&lt;br /&gt;
|| 12,78&lt;br /&gt;
|| 12,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 1,14&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|| 1,58&lt;br /&gt;
|| 2,90&lt;br /&gt;
|| 2,71&lt;br /&gt;
|| 3,58&lt;br /&gt;
|| 1,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 3,20&lt;br /&gt;
|| 14,35&lt;br /&gt;
|| 3,50&lt;br /&gt;
|| 3,32&lt;br /&gt;
|| 8,48&lt;br /&gt;
|| 3,58&lt;br /&gt;
|| 3,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Microburins&lt;br /&gt;
|| 0,92&lt;br /&gt;
|| 2,17&lt;br /&gt;
|| 2,10&lt;br /&gt;
|| 2,49&lt;br /&gt;
|| 1,70&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 4,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| 45,54&lt;br /&gt;
|| 29,13&lt;br /&gt;
|| 34,33&lt;br /&gt;
|| 25,73&lt;br /&gt;
|| 27,47&lt;br /&gt;
|| 42,37&lt;br /&gt;
|| 40,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Tix 105&lt;br /&gt;
|| 29,06&lt;br /&gt;
|| 28,26&lt;br /&gt;
|| 28,20&lt;br /&gt;
|| 22,41&lt;br /&gt;
|| 17,96&lt;br /&gt;
|| 32,06&lt;br /&gt;
|| 30,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Tix 107&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 0,16&lt;br /&gt;
|| 2,07&lt;br /&gt;
|| 1,36&lt;br /&gt;
|| 2,69&lt;br /&gt;
|| 2,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total Stück'''&lt;br /&gt;
|| '''437'''&lt;br /&gt;
|| '''230'''&lt;br /&gt;
|| '''571'''&lt;br /&gt;
|| '''241'''&lt;br /&gt;
|| '''295'''&lt;br /&gt;
|| '''446'''&lt;br /&gt;
|| '''609'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 12'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich zwischen den Abu Tartur Fundstellen 1004/83, 1017/82, 1024/82 und den Bashendi A Fundstellen 228 A1 und 174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_12_AT.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* nicht weiter aufgeschlüsselt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 13'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich zwischen der Abu Tartur Fundstelle 1005/83 und den Bashendi B Fundstellen 271 und 385. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_13_AT.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 14'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur B FundsteIlen im Vergleich mit jüngeren und älteren Abu Tartur FundsteIlen sowie mit den Dakhla Fundstellen Masara A, B und C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_14_neu.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 15'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chronologische Ordnung der Abu Tartur Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_15_AT_neu_deutsch.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundkomplexe von Abu Tartur, Geologie und Geografie==&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeichenerklaerung_AT.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Zeichenerklärung für die Fundkomplexe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorwort'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nördliche Ostsahara wurde schon sehr früh von Wissenschaftlern wie Hassanein Bey (1923) Kemal el Din (1925). Leo Frobenius und Hans Rhotert sowie Caton- Thompson und Gardener in den frühen 30ern, R.A. Bagnold, H. Winkler und viele andere mehr auf prähistorische Fundstätten hin untersucht. Auch bis heute hat das Gebiet trotz seiner extremen klimatischen Bedingungen noch nichts von seiner Attraktivität in Bezug auf die Archäologie verloren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unternehmungen wie die „combined prehistoric expedition“ in den Raum von Bir Kisheiba unter der Leitung von Dr. F. Wendorf und Dr. R. Schild, die Expeditionen zur Erforschung der Besiedlungsgeschichte der Ostsahara unter Leitung von Dr. R. Kuper oder die Arbeiten von Mary M.A. Mc Donald (Toronto, Kanada) über die lithischen Industrien der Dakhla Oasen, um nur einige zu nennen, zeigen den zusätzlichen Informationsbedarf auf und beleuchten die Bedeutung dieses immensen Wüstengebietes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geographische Schwerpunkte der Ur- und Frühgeschichtsforschung in Ägypten waren das Niltal und das Fayum, Südägypten an der Grenze zum Sudan, die Gebiete des Djebel Auenat und des Gilf Khebir sowie die große Sandsee, das Gebiet von Abu Ballas und die Oasen Kharga, Dakhla, Abu Minquar, Farafra und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur ist bis auf sehr kurze Visiten der Kölner B.O.S. Expedition von Archäologen noch nicht angesteuert worden. Die am nahesten gelegene beschriebene Fundstelle nach Osten ist G. Caton- Thompson K0 15 bei Ain Elwan. Nach Westen sind es die Dakhla Oasen, nach Süden und Südwesten die Eastpans, die Dyke area und El Ghorab und nach Norden bzw. Nordwesten Farafra und Djara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geologie und Geographie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abu Tartur Massiv liegt zwischen den Oasen Kharga und Dakhla im Südteil der westlichen oder libyschen Wüste Ägyptens. Wie F. Wendorf treffend schreibt, unterbricht die wuchtige Masse des nach Süden vorspringenden Plateaus die ansonsten monotone Ost- West gerichtete Linie des Kalksteinabbruchs. Begrenzt wird das Plateau durch die Längengrade 29 Grad 30’ – 30 Grad 10’ Ost und die Breitengrade 25 Grad 20’ – 25 Grad 40’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf steinzeitliche, besonders epipaläolithische und neolithische Vorkommen untersuchte Gelände deckt sich mit dem Projektgebiet eines sich in der Entwicklung befindlichen Phosphatabbaus d.h. mit dem südöstlichen Rand des Abu Tartur Massivs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschränkung auf das Projektgebiet hat drei Gründe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Das Gelände ist noch nicht untersucht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Die mit dem Aufbau eines modernen Bergbaubetriebs einhergehenden Arbeiten werden mit Sicherheit archäologisch interessante Fundplätze zerstören. Zum Teil ist dieses durch Exploration, vornehmlich durch Transport schweren Bohrgeräts, auf dem Plateau schon geschehen. Der Bau von Straßen, Eisenbahn, Wohnsiedlungen und Aufbereitungsanlagen wird ein weiteres tun. Es scheint daher angebracht diese gefährdeten Fundplätze vorrangig zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Der dritte Grund ist logistischer Natur. Ohne zu großen materiellen und zeitlichen Aufwand kann das Gebiet im Radius von rund 30km unter den gegebenen geographischen und klimatischen Bedingungen von einer Einzelperson noch überblickt und bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur ist von Kharga, dem Hauptort des Verwaltungsbezirks „New Valley“ über eine gute Asphaltstraße in 40 Autominuten zu erreichen. Bei Kilometerstein 43 in Richtung Dakhla biegt eine Stichstraße nach Norden ab. An dieser Abzeigung liegt der Garten des Bergbauprojekts, eine mehrere Hektar große Anbaufläche für Obst und Gemüse, welche durch Tiefbrunnen bewässert wird. Nach weiteren zehn Kilometern in Richtung Nordwesten erreicht man das Basiscamp und die ersten Wohnblocks; zum Plateau hin folgen technische Anlagen sowie die Pilotgrube. Dort endet die Asphaltstraße. Der Aufstieg zum Plateau ist im Prinzip mit dem Geländewagen möglich, kann aber nicht als sicher gelten, da die vorhandenen Pisten durch Erdbewegungsarbeiten und durch Bruchbau zeitweilig oder definitiv zerstört worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Topographisch lassen sich drei Landschaftsformen unterscheiden:&lt;br /&gt;
* Die Sandsteinebene mit ihren pittoresken Zeugenbergen.&lt;br /&gt;
* Die durch Wadis zerfurchten Hängen, welche die Verbindung zwischen Ebene (Höhe 160m - 250m) und dem Plateau (Höhe 550m) herstellen.&lt;br /&gt;
* Das Kalksteinplateau mit Höhen zwischen 550m in der Nähe der Abbruchkante und 575m im inneren nach Norden und Nordwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen von rezenten äolischen Sänden, limnischen bzw. fluviolimnischen Ablagerungen und einigen Restböden, liegt das Alter der in Abu Tartur anstehenden Sedimente zwischen Unterem Maestricht und Oberem Pleistozän bis Holozän.&lt;br /&gt;
Vom Hangenden zum Liegenden kann wie folgt klassifiziert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)''' Äolische Ablagerungen (rezent).&lt;br /&gt;
*Flugsandfelder und Dünen verschiedener Höhen, häufig als Sicheldünen ausgebildet, bedecken große Flächen hauptsächlich der Sandsteinebene, sie sind aber auch an den Hängen und auf dem Plateau anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)''' Diluviale und alluviale Ablagerungen (Pleistozän bis rezent).&lt;br /&gt;
*Eine Reihe von fuvialen und limnischen Sedimenten kann an den Hängen und in der Sandsteinebene beobachtet werden. Die für diesen Artikel wichtigen Seeablagerungen liegen in einer Entfernung von zehn bis zwanzig Kilometern von der Plateaubruchkante entfernt. Interessanterweise haben sich auf dem Kalksteinplateau in Senken größere Flächen von terra rossa trotz einer starken Deflation erhalten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)''' Kulturschichten (Danian bis oberes Pleistozän).&lt;br /&gt;
*Diese Schichten bestehen aus hartem Riffkalkstein, der die Kappe des Abu Tartur Plateaus bildet und darunter liegenden Schiefertonen und weicheren Kalksteinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)''' Dakhlaschichten (Maestricht).&lt;br /&gt;
*Diese Schichten sind aus Schiefertonen, Kalksteininterkalationen und feinen Sandschiefertonen zusammengesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)''' Phosphat- oder Dawischichten (Unteres Maestricht). &lt;br /&gt;
*Außer dem wirtschaftlich wichtigem unterem Phosphatflöz bestehen die Schichten aus grauschwarzen Schiefertonen, nicht abbauwürdigem Phosphatgestein und Sandschiefern, die teilweise Pyrit und Glaukonit führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)''' Nubiaschichten (vor Unterem Maestricht).&lt;br /&gt;
*Zwei verschiedene Sedimentgruppen sind zu unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grau - grüne und ziegelrote bis violette Töne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sandsteine, zum Teil kreuzgeschichtet und mit örtlichen grauen Tonlinsen durchsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztere Gruppe bildet die sich weit in den Süden hineinstreckende Ebene. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Schichten liegen horizontal oder haben ein nur sehr geringes Einfallen. Große tektonische Störungen sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima in der westlichen Wüste und somit auch in Abu Tartur ist hyperarid. Messbare Niederschläge fallen äußerst selten, man kann davon ausgehen, dass es im langjährigem Durchschnitt alle sieben Jahre einmal regnet. Es handelt sich dabei um heftige, kurze Schauer. Das Wasser läuft in den noch vorhandenen Wadisystemen schnell ab und sammelt sich in den Senken, wo man rezente Sedimentkrusten vom hauchfeinem Überzug bis zu 30mm Dicke beobachten kann, welche 1981 nach starkem Regen gebildet worden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Quelle wird für die Oase Kharga ein langfristiger Mittelwert von 0,9mm bis 1,2mm Regen pro Jahr angegeben. Man unterscheidet zwei Hauptjahreszeiten, den Sommer und den Winter. Während die Temperaturen von November bis Februar bei 30 Grad C maximal und 2 Grad C minimal liegen, klettert die Quecksilbersäule von April bis September auf 48 Grad C maximal, die Nachttemperaturen liegen während dieser Zeit bei etwa 20 Grad C. März und Oktober kann man als Übergangsmonate bezeichnen. Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit liegt während der heißen Zeit zwischen 23% und 30%, in der kühlen zwischen 30% und 55%. Starker Wind ist nicht selten, gefürchtet ist vor allem der heiße und sandgeladene Khamsin, welcher vornehmlich während der Monate April und Mai auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördliche Windrichtungen (N, NO, NW) sind mit rund 62% vorherrschend, 5% verteilen sich auf andere Richtungen. Während 33% der Zeit herrscht Windstille.&lt;br /&gt;
Unter den oben geschilderten klimatischen Bedingungen ist menschliches Leben ohne die jetzt zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten wie Tiefbohrungen, Wasserhebeanlagen  und Nahrungsmitteltransport über weite Strecken, nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren von 1982 bis 1987 wurden in der Umgebung von Abu Tartur 146 Vorkommen neolithischer oder epipaläolithischer Prägung aufgefunden. Es handelt sich in der Mehrzahl um geschlossene Fundplätze, aber auch größere und kleinere Fundstreuungen, selbst Einzelfunde sind manchmal berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
Damit könnten dem immer noch lückenhaftem Mosaik des interessanten Zeitraums vom Epipaläolithikum bis zur Neolithisierung und der Gesamtphase der Neusteinzeit der Ostsahara vielleicht einige Steinchen hinzugefügt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorliegende Beschreibung des Siedlungsraumes Abu Tartur erhebt in keiner Weise Anspruch auf wissenschaftliche Vollständigkeit, der Schreiber des Berichtes ist lediglich ein interessierter Amateur und kein Fachmann für Vor- u. Frühgeschichte. Die Ausrüstung und die zur Verfügung stehende Zeit waren sehr beschränkt, so dass das eigentliche Anliegen dieser Arbeit ist, kompetentere Leuten auf diesem Gebiet einen Hinweis auf die Vorkommen zu geben und sie anzuregen, diese Fundplätze intensiver zu bearbeiten. Obwohl während eines Zeitraumes von fünf Jahren im New Valley ansässig, standen für extraprofessionelle Betätigungen nur die Wochenenden, d.h. der Freitag, zur Verfügung, und wenn die Temperaturen über 40 Grad C liegen, was während der Sommermonate meistens der Fall ist, verliert auch ein akklimatisierter Hobbyarchäologe die Lust in die Wüste zu fahren. Für die Feldarbeit können im Durchschnitt daher nur zwei Tage je Fundplatz angesetzt werden. Das zur Verfügung stehende Fortbewegungsmittel, ein alter, vierradgetriebener Wagen östlicher Bauart, war nicht immer ganz zuverlässig, seine Wartung war nicht gewährleistet. So kam es, dass unfreiwillige längere Fußmärsche zeitweise in Kauf genommen werden mussten. Besonders nach Sonnenuntergang ist es recht schwierig sich in der Wüste zielstrebig und zügig zu bewegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgezeichnete Landkarten waren glücklicherweise vorhanden. Außer Satellitenfotos im Maßstab 1:500.000 und Satellitenkarten 1:250.000 konnte für die meisten Fundplätze auf Detailkarten 1:25.000 und für das engere Projektgebiet sogar auf 1:2.000 zurückgegriffen werden. Für außerhalb liegende Gebiete wie 1023/82 und 1024/82 sind Kartenskizzen im Maßstab 1: 5.000 und 1:10.000 erarbeitet worden, welche natürlich nicht die gleiche Genauigkeit aufweisen wie das vorher erwähnte Material. Zur Erstellung dienten der nicht immer zur Zufriedenheit arbeitende Kilometerzähler des Autos sowie ein Fernglas 10x70 mit eingebautem Kompass. Ein Bandmaß für Messungen innerhalb der Fundplätze und einige Stahlstäbe als Markierungszeichen komplettierten die Ausrüstung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem beschriebenen Inventar handelt es sich ausschließlich um Oberflächenmaterial. Die Teile der Siedlungsplätze, welche von Sediment überdeckt sind, auch wenn es sich nur um einige Zentimeter Lockersediment wie Sand oder Kalksteinstaub handelt, sind unberücksichtigt geblieben, um sie eventuellen späteren Forschungen intakt zu erhalten.&lt;br /&gt;
Diese „in situ“ Fundplatzteile können aber auch nur unter Vorbehalten als solche angesprochen werden, unter Vorbehalt deshalb, weil falls die Kulturschichten unter einem äolischen oder aquatischen Sediment liegen, das Inventar während der Sedimentationsphase ebenfalls bewegt worden sein kann. Allenfalls in Höhlen, unter Felsüberhängen oder an anderen gut geschützten Plätzen können sich Kulturschichten ohne Perturbation aufbauen. So gesehen dürften ungestörte in situ Plätze im besprochenen Raum sehr selten sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Pläne, die die Verteilung der Artefakte per Quadratmeter oder Viertelquadratmeter zeigen, ist bewusst verzichtet worden, da die exogenen Kräfte bei Oberflächenmaterial zu einer Verschiebung oder gar einer Sichtung nach Korngrößen führen wie es im Kapitel „Die Wirkung des Windes auf die Lage steinzeitlicher Artefakte im ariden Klimabereich“ verdeutlicht wird. Konzentrationen bei reinen Oberflächenfundplätzen sind in den häufigsten Fällen, zumindest auf den in Abu Tartur beobachteten, natürlich und nicht kulturell bedingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein kurzes Kartenstudium zeigt, überragt das Abu Tartur Massiv die Ebene nach Süden um 350m und es liegt auch wesentlich höher als das benachbarte libysche Plateau. Die Hauptwindrichtung ist, wie auch im Niltal seit ältester Zeit bekundet, Norden und zwar schon seit dem Pleistozän, was wiederum an Hand von äolischen Überformungsstrukturen nachweisbar ist. Auch heute können ab und zu Wolken aus Norden erscheinen. Es ist beobachtet worden wie Wolken abregneten, bevor die Tropfen jedoch den Boden berührten, verdunsteten sie und stiegen als Wasserdampf wieder auf. Messbare Niederschläge sind in den Jahren von 1982 bis 1987 in Abu Tartur nicht gefallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem weitläufigem Wüstengebiet kann man auch bei guten Vorbedingungen nicht wahllos das Gelände begehen, wenn man Aussicht auf Erfolg haben will. Von großer Hilfe ist, sich die Umwelt und die Bedürfnisse der damaligen Bewohner vorstellen zu können. Dabei ist natürlich von Vorteil, Kenntnisse von Volksgruppen zu haben, die heute noch unter ähnlichen Bedingungen leben (Berbernomaden, Tuaregs, Bouzous, Peul u.a.). Davon ausgehend, dass der Mensch immer Wasser braucht, sei er nun Jäger, Hirte oder Bauer, sind die Wadiläufe zu beobachten und die Zonen ausfindig zu machen, wo Wasser sich in Tümpeln und Seen hat sammeln können. Die Gesamtmenge der nicht verdunsteten Niederschläge ist in der Wüste verblieben, da ein integriertes Flusssystem nicht vorhanden ist oder war, das Wasser hätte ableiten können.&lt;br /&gt;
Es gibt keine Hinweise darauf, dass wie in den Oasen Kharga und Dakhla Quellwasser aus dem nubischen Sandstein an die Oberfläche getreten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar stauen die Schiefertone der Dakhlaschichten das Wasser, welches als Regen auf das Kalksteinplateau fällt, dieses tritt aber am Nordrand bei Ain Amur aus und speist dort auch heute noch ein bescheidenes Wasserloch. Eine weitere Überlaufquelle ist bei Ain Elwan nordöstlich vom besprochenen Gebiet bis in historische Zeiten genutzt worden. Reste eines Tunnelsystems, in dem das Wasser von der Stauschicht zur Oase geleitet wurde, sind noch sichtbar. Außer dem Vorhandensein von Wasser spielen Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, strategische Lage und andere eine Rolle. Die Suche nach prähistorischen Siedlungsplätzen wird also auf einige Zielgebiete, meistens Senken, konzentriert, die vorher durch direkte Beobachtung der Topographie oder auch durch Auswertung von Kartenmaterial ausgewählt worden sind. Im Feld finden sich dann Indikatoren wie vereinzelte Artefakte und Straußeneischalen oder auch von weitem erkennbare ausgewitterte mit dunklen Gesteinsbrocken bedeckte Herdstellen. Die Untersuchungen werden in Zonen gehäufter Indikatoren intensiviert bis eine eventuelle Konzentration gefunden worden ist. Die Begrenzungen des Fundplatzes werden abgesteckt, ausgemessen und auf ein Messblatt übertragen. Dabei wird differenziert zwischen der Hauptkonzentration und der Zone, in der das Inventar weniger dicht gestreut liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberflächenbeschaffenheit, geographische Situation und erkennbar unter Sediment liegende Fundplatzteile werden ebenfalls vermerkt. Nachdem die Koordinaten festgelegt sind, wird die Lage der Fundstelle auf eine Karte übertragen. Wenn diese Vorarbeiten beendet sind wird das Oberflächenmaterial observiert und teilweise zeichnerisch aufgenommen und zwar Werkzeuge, Kerne, Keramik und anderes organisches Material.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls Feuerstellen vorhanden sind, wird gegebenenfalls eine Holzkohlenprobe entnommen. Die Lage der Herde, die als unbedingt immobil gilt, wird auf eine Karte übertragen. Bedingt immobile Mahlwerkzeuge werden eingemessen und bleiben neben unbearbeiteten Klingen, Lamellen und Abschlägen ebenfalls in ihrer ursprünglichen Lage an Ort und Stelle, so dass für eine eventuelle spätere Untersuchung die Strukturen des Fundplatzes erhalten bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Zonen fallen durch besondere Dichte der Siedlungsplätze auf. Es sind dieses die Playagebiete „Renate“, „Vera“, „Ingrid“ und „West“ in der Ebene und „T“ auf dem Plateau letzterer Fundkomplex liegt oberhalb der Pilotgrube der New Valley Phosphate Company.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Fundplätze nach Zonen geht aus den Tabellen I bis VII hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Playa Renate – Vera'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese mit 11km² größte Playa im behandelten Raum liegt nordwestlich des Abu Tartur Bergbauprojektes. Karten dieser Gegend waren nicht vorhanden und mussten mit primitivsten Mitteln und großem Zeitaufwand erstellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentlich zusammenhängende Gebiet wurde unterteilt in Norden (Renate) und Süden (Vera), einerseits der Übersichtlichkeit halber, andererseits wird die Zone „Vera“ von südlichen Zuflüssen, aus dem Nubiagestein kommend, gespeist, die Teilsenke „Renate“ hauptsächlich von Norden, also vom Kalksteinplateau und seinen vorgelagerten Hängen. Die festgesetzte Grenze und gleichzeitig Bestimmungskoordinate ist die Breite 310.000. Die mittlere Längenkoordinate ist 535.000. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet des Wadisystems beträgt mehr als 200km². Selbst bei geringen Niederschlagsmengen kann man davon ausgehen, dass während der Pluvialperioden permanent Wasser vorhanden war. Einige Pflanzen haben bis heute Überlebensbedingungen an den Tiefpunkten gefunden, nach sechs Jahren ohne jeden Regen. In der Nähe der Fundstelle 1053/85 steht noch ein abgestorbener Stumpf einer Dattelpalme, nicht weit davon liegen rote Scherben von auf der Töpferscheibe gearbeiteter Keramik (möglicherweise römisch) als Zeugen dafür, dass auch in jüngerer Vergangenheit Kulturpflanzen hier wachsen konnten und der Mensch, wenn auch vielleicht nicht ganzjährig, präsent war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Playa liegt nicht an einem alten Karawanenweg wie z.B. Playa West. Die Verbindungen Kharga – Dakhla verliefen entweder weiter südlich entlang der jetzigen Asphaltstraße oder aber nördlich über Ain Amur und über das Plateau bis zum Wadi Batikh, was soviel wie Wassermelonenfluss heißt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Nordteil Playa „Renate“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Süden hin offen und in Playa „Vera“ übergehend, ist das Becken von allen Seiten von flachen Hügeln aus nubischem Sandstein umgeben.&lt;br /&gt;
Einige Wissenschaftler sahen in den Sandsteinformationen nach kurzer Prüfung möglicherweise fossile oder stabilisierte Dünen. Dieses kann aus mehreren Gründen als ausgeschlossen gelten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Funde von versteinertem Holz und Abdrücke fossiler Pflanzenblätter in situ zählen in Quartärsedimenten zu den Raritäten, im nubischen Sandstein sind es Leitfossilien. &lt;br /&gt;
*Alle Dünen wandern von Norden her über das libysche Plateau und reichern sich auf ihrer langen Reise mit Kalksteinpartikeln an. Der nubische Sandstein enthält sehr geringe Mengen von Karbonaten, mit Salzsäure ist so leicht ein Nachweis zu führen.&lt;br /&gt;
*Die Stratigraphie der Gegend ist sehr klar und unkompliziert, man könnte sie als monoton bezeichnen. Alles was tiefer liegt als NN 300m muss nubischer Sandstein sein oder von ihm eingeschlossene Tonlinsen. Das Quartär um Abu Tartur ist beschränkt auf klassische Sedimente fluvio- und fluviolimnischer Natur, auf rezente Flugsandfelder, Wanderdünen und Restböden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesem kleinen Ausflug in die Quartärgeologie wieder zu den Fundplätzen.&lt;br /&gt;
Von Nordwesten fließt ein breites Wadi zu, das schon im Playabereich nach Nordosten abbiegt und sich in der Senke in der Höhe von Fundplatz 1045/84 verläuft. &lt;br /&gt;
Das Gefälle ist sehr schwach; hellgraue, dünne Schichten an der Oberfläche weisen auf rezente Wasserzuflüsse hin. Ursprünglich floss das Wadi nach Südosten entsprechend seiner Hauptrichtung weiter, wie ein invertiertes mit Geröll bedecktes Wadibett in der Nähe der Krümmung zeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geringen Niveauunterschied bedingt ist der Lauf des Wadis auch heute noch nicht stabilisiert. Nordwestlich der Krümmung existiert ein kompliziertes Überlauf- und Kommunikationssystem einmal zu einer kleinen Senke nördlich des Ockerhügels hin und zweitens zum vom Süden her kommenden Wadi.&lt;br /&gt;
Weitere Zuflüsse geringeren Ausmaßes erhält die Senke von Norden und Osten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Playaboden hat die typische rotbraune Farbe und kann in den Wadieinschnitten auf seine Struktur hin untersucht werden. Mehr oder weniger sandige und tonige Schichten wechseln einander ab, Mächtigkeit homogener Lagen variiert von Millimeter- bis zum Dezimeterbereich. Eingeschlossene Holzkohle kann ebenfalls beobachtet werden und zwar in der Krümmung des Hauptwadis im gleichen Niveau wie der nach Süden gelegene Fundplatz 1072/86, der eine Kulturschicht mit Kohleresten enthält.&lt;br /&gt;
Breite Trockenrisse bestimmen die Oberfläche der Senke, sie sind z.T. mit Trockenschlämmen und Flugsand ausgefüllt. Die Ausdehnung von Playa „Renate“ beträgt 2km von Norden nach Süden und 2,5km von Westen nach Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Südteil Playa „Vera“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet ist von einem von Süden zufließendem Wadi geprägt, die Einmündung selbst ist nach Osten gerichtet. Westlich schließt sich eine glattgeblasene Playa bis zu den Ausläufern der Hanghügel des Abu Tartur Massivs an, sie ist weitgehend frei von Flugsand und Verwitterungsresten. Der gleiche Playaboden wird östlich des Wadis vorgefunden, nur ist er hier teilweise und gegen die Hügelkette im Osten hin, stark mit Sand und Schutt bedeckt. Westlich dieser Sandsteinhügel befinden sich zwei Buchten des Playabeckens. Nach Norden geht das Gebiet in Playa Renate über. Hohe Sandsteinrücken grenzen das Becken nach Süden und Osten ab. Ohne sichtbare Verbindung zur eigentlichen Senke liegt südlich der Barriere ein weiteres flugsandüberdecktes, leicht nach Süden ansteigendes Playafeld mit dem großen Fundplatz 1024/82. Das mit Playa Vera bezeichnete Gebiet erstreckt sich 2km von Norden nach Süden und 3km von Westen nach Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Playa Ingrid''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundplätze dieser Zone gruppieren sich um eine Playasenke. Die Entfernung der äußeren Ränder beträgt von Norden nach Süden 1,5km, von Westen nach Osten rund 1km. Die obere Uferlinie liegt 190m über dem Meeresspiegel, das ausgeblasene Zentrum dürfte 8 bis 10m tiefer liegen, mit Ausnahme eines langgestreckten Inselrückens, der die Senke mit nordsüdlicher Achse durchläuft. Gespeist wird das Becken von einem im Süden einmündenden Wadi, dessen Hauptrichtung allerdings Westnordwest nach Ostsüdost ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mündungsbereich ist der rotbraune, stark sandige Playaboden von hellgrauem rezentem Sediment überdeckt. Durch eine Bodenwelle ist der Zufluss zum Hauptbecken, der früher existiert haben muss, gesperrt. Zuflüssen von anderen Seiten sind von geringer Bedeutung, außerdem sind Strukturen eventuell bestehender Wasserläufe durch dichten Flugsand verdeckt, lediglich ein schmaler Streifen im am tiefsten gelegenen Bereich der Playa ist weitgehend sandfrei aber auch frei von archäologischem Material.&lt;br /&gt;
Im Osten und Nordosten schließen sich Flugsandfelder an, die teilweise direkt auf nubischem Sandstein liegen, teilweise auch auf roten Restböden. Auch der Süden ist flach, hier tritt aber häufiger Sandstein in Rippen oder Platten auf. Im Westen und Nordwesten erhebt sich eine imposante Gruppe von Zeugenbergen, die das Gelände bis zu 100m überragen. Die zum Teil sehr steilen, bizarren Kegel sind, da sie so isoliert in der Ebene stehen, schon aus großer Entfernung als Landmarken erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die einzelnen Fundplätze der unteren Uferlinie (ca. 185m) sind 1013/82, 1015/82, 1018/82 und 1042/85. &lt;br /&gt;
*An der oberen Uferlinie liegen 1014/82, 1017/82, 1019/82, 1020/82, 1021/82, 1041/85 und 1051/85.&lt;br /&gt;
*Benachbarte Fundplätze sind im Norden 1022/82, im Westen 1043/85 und im Süden in der Wadischleife 1016/82. &lt;br /&gt;
*Als zentrale Koordinaten können als Länge 534.000 und als Breite 301.600 angegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Playa „West“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundkomplex liegt an den Ausläufern des Südhanges des Abu Tartur Massivs und umfasst ein Gebiet von ungefähr 4km². Das Zentrum wird durch ein Playabecken gebildet, in welches von Nordosten her ein Wadisystem einmündet. Unbedeutendere Abflussrinnen speisen die Senke von den umgebenden Hängen und Hügeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Sedimentationsphasen sind an den Schichtenanschnitten z.B. am Wadisteilhang zu beobachten. Stark sandiges Material wechselt mit tonigen Schichten entsprechend den Klimabedingungen während der Ablagerung. Wurmlöcher und Wurzelröhren weisen auf Fauna und Flora hin. Über dem rotbraunen Boden liegt stellenweise eine dünne, helle Schicht sehr rezenten Materials, welches nach den letzten Regenfällen abgesetzt wurde. Die Basis und die Begrenzung des Beckens werden durch nubischen Sandstein gebildet, einige Zeugenberge durchbrechen die playadecke. Playa West liegt auf 30 Grad 06’ 50’’ östlicher Länge und 25 Grad 17’ 40’’ nördlicher Breite. Die entsprechenden Werte der lokalen Karten sind L = 525.750m und B = 288.800m. Die Koordinaten der Einzelfundplätze sind in Metern und nicht in Grad ausgedrückt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Niveau der Uferzone liegt bei 205m, die Flächen rezenten Sediments bei 202m. &lt;br /&gt;
Außer den Höhenlinien, die einen Abstand von je 5m aufweisen, sind der Übersichtlichkeit halber lediglich die Hauptwadis in den Lageplan aufgenommen worden.&lt;br /&gt;
Besiedlungsstrukturen und Dichte werden durch Herdstellen verdeutlicht, da diese, wie schon erwähnt, als unbedingt immobil anzusprechen sind. &lt;br /&gt;
Felsgravierungen sind nur am Nordrand des Beckens beobachtet worden, sie werden gesondert behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Fundkomplex „T“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt auf dem südöstlichen Teil des Abu Tartur Massivs in der Nähe der Bruchkante. Das Niveau über dem Meeresspiegel beträgt rund 550m, das ist ein Unterschied von ca. 350m verglichen mit der Höhe der Fundstellen in der Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geographische Situation ist in sofern günstig, als das Gelände leicht nach Nordwesten einfällt. Die auf das Plateau fallenden Niederschläge laufen nicht nach Südosten am Hang ab, sondern fließen von der Kante nordwestwärts in kleine Senken. Böden können sich bilden und Wasser kann sich in Tümpeln und Teichen sammeln. Damit ist bei genügend hohen und regelmäßigen Regenfällen zunächst einmal eine Basis für Pflanzenwuchs gegeben. Wie die Dichte der Siedlungsplätze und ihre Verteilung zeigen, ist dieser topographische Vorteil reichlich von den damaligen Menschen genutzt worden. Durch Grabungen könnte die Frage geklärt werden, ob es sich bei den größeren Konzentrationen wie 0006/83, 0007/83 und anderen um temporäre oder dauerhafte Siedlungen gehandelt hat. Wasser war möglicherweise ganzjährig in Brunnenlöchern verfügbar. Andere Plätze könnten von nomadisierenden Hirten benutzt worden sein oder als Basislager für Jagdgesellschaften während einer Saison oder mehrere aufeinander folgender gedient haben. Auch hier könnte mehr Klarheit durch intensives Studium, weitere Erstellung von C14 Daten und vor allem durch Grabungen geschaffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände gliedert sich in mit Terra rossa gefüllten Senken einerseits und buckeligen Kalksteinflächen und Hügeln andererseits. Die dem Wind ausgesetzten Zentren der Rotbodenflächen sind geglättet und weitgehend frei von archäologischem Inventar. Die Ränder der Senken sind mit feinkörnigem Kalksteinschutt bedeckt, so dass Oberflächenfunde in diesem Bereich selten sind. Lediglich in den Übergangszonen oder an windgeschützten Stellen trifft man auf eindeutig zu definierende Kulturschichten. Letztere treten ebenfalls in Spurrinnen von Fahrzeugen, welche für Bohrarbeiten auf dem Plateau eingesetzt worden waren, auf. Vorsicht ist geboten bei der Beurteilung von Steinkreisen, sie können von Zeltlagern der Geologenteams stammen. Knochenfunde von eindeutig domestizierten Rindern lassen sich meistens auf importiertes Gefrierfleisch zurückführen. Die spezifische geographische Lage vieler Fundplätze, kleine, abflusslose Senken rings von Kalksteinhügeln umgeben, hat zur Folge, dass zumindest das Inventar der Steinartefakte vollständig sein muss. Weder Wasser noch Wind können es aus den Senken hinaus transportiert haben. Lediglich Verschiebungen innerhalb der Depression sind möglich und solche sind auch häufig beobachtet worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mittleren Koordinaten der Zone „T“ sind:&lt;br /&gt;
Länge = 522.000, Breite = 304.000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Fundstellen außerhalb der dichten Zonen''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein möglichst komplettes Bild der prähistorischen Aktivitäten im Raum Abu Tartur und in einigen wenigen Fällen auch außerhalb zu erhalten, ist die Arbeit nicht auf die oben angeführten Zonen beschränkt worden. Vielmehr ist das Gebiet möglichst flächendeckend im Rahmen der zur Verfügung stehenden Zeit und Mittel erfasst worden. Auch isolierte Herdstellen und Einzelfunde sind koordinatenmäßig festgelegt worden. Allerdings sind auch hier umfangreiche C14 Analysen zu erstellen, um außer den räumlichen auch die zeitlichen Zusammenhänge erkennen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gesteinsrohmaterial''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Inventar an der Oberfläche der Fundplätze besteht zum größten Teil aus Steinartefakten, die als Werkzeuge, Vorstufen zu Werkzeugen, Reststücke und Abfall zu erkennen sind.&lt;br /&gt;
Durch seine Härte und Widerstandsfähigkeit gegenüber der Erosion hat sich der Stein besser erhalten können als z.B. Knochen, Holz und sonstiges organisches Material.&lt;br /&gt;
Der Hauptlieferant zur Herstellung von Artefakten ist das Kieselgestein, ein kieseliges, biogenes Sediment, welches häufig als Konkretionen in Kreidekalken vorkommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu gehören für die Fundstellen von Abu Tartur:&lt;br /&gt;
*Feuerstein (engl. Flint, franz. Silex) in verschiedener Ausbildung und Färbung mit mikrokristalliner und kryptokristalliner Struktur.&lt;br /&gt;
*Jaspis (Hornstein), ein feinkörniges Kieselgestein, welches durch Fremdeinschlüsse gefärbt ist.&lt;br /&gt;
*Holzstein, durch Kieselsäure umgewandeltes Holz aus den Vor- Maestricht Schichten.&lt;br /&gt;
*Opal, amorphes Gestein aus Kieselsäure und mehr oder weniger Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig für Reibschalen und Läufersteine ist der Sandstein, ein psammitisches Sediment. Falls durch Kieselsäure verfestigt und durch Diagnese oder Metamorphose zu Quarzit umgewandelt, eignet er sich auch zur Herstellung von Werkzeugen.&lt;br /&gt;
Weniger wichtig als Materialien sind um Abu Tartur kristalliner Quarz, Plutonite und Vulkanite, Kalkstein, Wüstenglas und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Häufigkeit gestaffelt sind folgende Gestein als Rohstoff verwendet worden:&lt;br /&gt;
*1.) Feuerstein, grau. Er kommt in Knollen und knolligen Verwachsungen vor und wird nicht in unmittelbarer Nähe der Fundstelle angetroffen. Die Kurkur- Kalkschichten, die die Plateaukappe bilden, sind frei von Feuerstein. Das Herkunftsgebiet liegt nördlich und östlich von Abu Tartur, da wo Theben-, Esna- und Garaschichten anstehen. Das Material könnte ebenfalls aus derGegend um Dakhla stammen.&lt;br /&gt;
*2.) Feuerstein, braun. Er kommt in plattiger und linsenförmiger Ausbildung vor, er ist vielfach das Ausgangsmaterial bifazial, druckretuschierter Stücke. Seine Herkunft ist die gleiche wie die des grauen Feiersteins. &lt;br /&gt;
*3.) Sandstein kommt in allen Stufender Verfestigung in den Nubiaschichten im Bereich der besprochenen Fundstellen in der Ebene vor. Die Farbe variiert je nach Beimengungen (Eisen- Mangan) von hellgrau bis schwarz, von hellbeige bis dunkelbraun.&lt;br /&gt;
*4.) Jaspis kommt in kleinen Knollen und unregelmäßigen Gebilden in den tonigen, im Sandstein eingebetteten Linsen, vor. Er ist ein lokales Material.&lt;br /&gt;
*5.) Holzstein (versteinertes Holz) ist häufig in den Nubiaschichten anzutreffen. Ganze Bäume von 20m Länge sind kein Seltenheit. Dieses lokale Rohmaterial steht in großer Menge zur Verfügung.&lt;br /&gt;
*6.) Quarz kommt in Konglomeratbänken der Nubiaschichten in Form von Kieselsteinen verschiedener Größe vor. Dieses lokale Material wird wegen seiner schwierigen Bearbeitung seltener benutzt.&lt;br /&gt;
*7.) Feuerstein, schwarz. Er ist recht selten und kommt in Knollen und Kugeln mit geringem Durchmesser vor. Große Stücke sind wenig verbreitet, das Material ist feinkörnig und eignet sich vorzüglich zur Herstellung von Werkzeugen. Seine Herkunft ist wie die der anderen Feuersteine auf kreidige Kalkschichten beschränkt. &lt;br /&gt;
*8.) Andere Gesteinsrohstoffe kommen nur selten vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu erwähnen sind:&lt;br /&gt;
*Opal, einige Lamellen und Absplisse.&lt;br /&gt;
*Kurkurkalkstein, ein gut definierbares Stück ist bekannt. Artefakte aus Kalkstein an der Oberfläche sind wegen der geringen Härte des Material äolisch bis zur Unkenntlichkeit überformt.&lt;br /&gt;
*Plutonite und Vulkanite fanden Verwendung für polierte Beile, für Mahlsteine und Reibsteine. Sie sind über große Strecken zu den Fundplätzen von Abu Tartur transportiert worden.&lt;br /&gt;
*Wüstenglas fand für Artefakte Verwendung. Eine Bestätigung durch eine mikroskopische Untersuchung scheint angebracht. Herkunftsgebiet wäre die große Sandsee.&lt;br /&gt;
*Kalzit- und Barytkristalle dienten zur Herstellung von Schmuck, beide Mineralien finden sich an Ort und Stelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da in der näheren Umgebung nicht angetroffener Feuerstein die Rohstoffbasis für einen Großteil der Werkzeuge bildet, der prozentuale Anteil variiert zwischen den verschiedenen Fundstellen, muss angenommen werden, dass die rund 50 – 60km entfernten Vorkommen in den Wirtschaftsbereich der Benutzer einbezogen worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bestehen zwei Möglichkeiten:&lt;br /&gt;
*Spezialisierte Gruppen sammelten das Material oder bauten es sogar bergmännisch in Schürfgräben oder Gruben ab und bearbeiteten es teilweise. Die Halbfertigprodukte wurden an Verbraucher verhandelt.&lt;br /&gt;
*Während größerer saisonaler Jagd- u. Sammelausflüge fertigte die Verbrauchergruppe aus Gründen der Gewichtsersparniss selbst Halbfertigprodukte an und verarbeitete sie weiter wenn das Basislager wieder erreicht war.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In beiden Fällen findet man eine einleuchtende, einfache Erklärung dafür, dass große Klingenkerne äußerst selten auf den Fundplätzen angetroffen werden. Die Interpretation, welche besagt, Kerne seien restlos aufgebraucht worden, ist weniger zwingend, werden doch auch fertige, vollfunktionsfähige Werkzeuge in Mengen gefunden, logischerweise müssten dann auch neben fertigen und halbfertigen Stücken nicht verbrauchte Kerne vorhanden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei lokalem Material, z.B. den kleinen Jaspiskonkretionen, sind Kerne oder als Stichel benutzte Kernreste recht häufig. Ebenfalls sind Kerne aus geringvoluminösen, importiertem Material, erkenntlich an der Wölbung des Kortex, anzutreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der großen Entfernung ist bislang nur ein Schlagplatz im Rohstoffvorkommen selbst entdeckt worden, welcher die Vermutung der Vorfertigung an Ort und Stelle untermauern könnte. Er liegt östlich von der Oase Kharga an der Bruchkante des Plateaus in der Nähe des Gebel Ghanima*. (* Der Gebel Ghanima wird von den alten Einwohnern Khargas heute noch Gebel Umm el- Ghanayin genannt; in der frühen Phase der britischen Kolonisierung müssen die Namen der beiden Berge auf einer Karte vertauscht worden sein, dieser Fehler wird immer wieder kopiert. Der Ghanima liegt eigentlich bei El- Deir).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Beschreibungen der einzelnen Fundkomplexe sind PDF Dokumente in Druckqualität, um die Qualität der Zeichnungen und Karten zu erhalten und diese als Katalog ausdrucken zu können. Bei den Fundplätzen mit größeren Fundstellen sind viele Artefakte gezeichnet und beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typenliste Tixiers und Übersetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lesern, welche des Französischen nicht mächtig sind oder denen Tixiers „Typologie de l’Epipaléolithique du Maghreb“ nicht zugänglich ist, wird hiermit eine Liste der Werkzeuge an die Hand gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artefakte sind mit einer Tixier Nummer, ihrer französischen Bezeichnung sowie einer deutschen Übersetzung gekennzeichnet. Da mir keine älteren deutschen Übersetzungen, die sehr wahrscheinlich existieren, bekannt sind, habe ich eine eigene Interpretation versucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''HINWEIS:''' Klicken Sie auf den Link und anschließend auf das angezeigte PDF Symbol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Typenliste_Tixiers_Tabelle_aktuell.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - andere auf dem Plateau==&lt;br /&gt;
[[Datei:0001_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0004_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0005_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0019_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0020_0028_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0021_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0024_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0026_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0027_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0030_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0031_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0032_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0033_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0034_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0046_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0047_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - außerhalb von Abu Tartur==&lt;br /&gt;
[[Datei:0003_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1026_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1027_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1030_82_und_andereZusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1035_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1067_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1068_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1069_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1070_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - beiderseits der Stichstraße==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_beiderseits_der Stichstrasse_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - kleinere nördlich der Basis==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_kleine_noerdl_der_Basis_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Ingrid, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1013_18_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1014_19_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1015_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1016_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1017_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1021_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Renate, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1023_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1045_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1046_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1052_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1056_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1072_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex T, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:0002_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0006_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0007_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0008_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0009_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0010_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0011_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_Komplex_T_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
*Dies ist eine Zusammenfassung verschiedener Fundplätze des Komplexes T.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex T, kleinere==&lt;br /&gt;
[[Datei:0012_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0013_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0014_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0015_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0016_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0017_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0018_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0022_23_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0025_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0029_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0035_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0036_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:0055_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0056_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0057_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0058_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Vera, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1024_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1050_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex West, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1004_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1005_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Sandsteinebene==&lt;br /&gt;
[[Datei:1001_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1002_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1003_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1006_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1007_08_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1009_10_11_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1012_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1020_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1022_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1025_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1032_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1039_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1040_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1041_42_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1043_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1044_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:1054_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1055_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1057_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1058_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1066_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1073_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1074_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1075_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1076_1077_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1078_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1079_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1080_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1081_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1082_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1085_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1086_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_Komplex_Ebene_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Nordosten des Plateaus==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0059_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0060_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0061_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_Nordosten_des_Plateaus_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vergleich verschiedener Fundstellen nach J. Tixier==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstellen_Grafik_1.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstellen 1005, 1023 und 1024 im Vergleich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstellen_Grafik_2.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstellen 0006, 0007 und 0011 im Vergleich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ergänzende Typologie von Artefakten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Erstellung von Typologien für neolithische Fundstellen mit hohem Anteil von bifazial bearbeiteten Artefakten.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einheitliche Typologien der lithischen Artefakte sind für einen Vergleich von Fundkomplexen wünschenswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Fundplätzen epipaläolithischer Prägung mit randretuschierten Werkzeugen ist die Anwendung der „Typologie de l‘epipaleolithique du Maghreb“ von Tixier ein ausgezeichneter Wegweiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Treten bei jüngeren Vorkommen vermehrt rand- oder flächenretuschierte Pfeilspitzen auf, ist Tixier nicht mehr zuständig, da er außer den typischen epipaläolithischen Werkzeugen lediglich Ounanspitzen und einige Vorstufen zu Bewehrungen beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kann auf H.J. Hugots „Essai sur les armatures de pointes de fléches du Sahara“ zurückgegriffen werden. Da Hugots Aufstellung mit wenigen Ausnahmen lediglich Pfeilspitzen aus Algerien behandelt, wird eine Erweiterung vorgeschlagen, welche die Bewehrungen der übrigen Saharagebiete berücksichtigt, um als Ergebnis eine „Pfeilspitzentypologie der Sahara“ zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Fundstelle 1005/83 mit einem Alter von 6420±60 BP (before present = vor heute) kann die Kombination von Tixier und Hugot beispielhaft angewand werden.&lt;br /&gt;
Rund 40% der lithischen Artefakte lassen sich nach Tixier klassieren. 43% des Gesamtinventars sind Bewehrungen und werden nach der erweiterten Typologie von Hugot eingeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restlichen 17%, zum überwiegenden Teil große bifazial retuschierte Werkzeuge, können problemlos in ein einfaches Schema gebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. kantenretuschierte Stücke'''&lt;br /&gt;
*side-blow-flakes&lt;br /&gt;
*große plattige Artefakte&lt;br /&gt;
*Sicheleinsätze&lt;br /&gt;
*andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. geschliffene Stücke'''&lt;br /&gt;
*Beile&lt;br /&gt;
*Pfrieme&lt;br /&gt;
*Schmuck&lt;br /&gt;
*Mahlwerkzeug&lt;br /&gt;
*andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. bifazial bearbeitete Stücke'''&lt;br /&gt;
*Messer&lt;br /&gt;
*Sichelmesser&lt;br /&gt;
*Spitzen&lt;br /&gt;
*andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kombination Tixier - erweiterter Hugot sowie die Aufschlüsselung der von der Kombination nicht erfassten Stücke wurde in Abu Tartur entwickelt und erstmals angewand.&lt;br /&gt;
Positiv ist zu bewerten, dass Archäologen das vom Autor dieses Berichts entwickelte System anwenden, unverständlich aber auch bezeichnend ist jedoch das Verschweigen der Quellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Technologietransfer==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Formenreichtum der ägyptischen Pfeilspitzen, und besonders der im Raum Abu Tartur dokumentierten Stücke ist außergewöhnlich groß. Allein hier wurden über hundert verschiedene Typen gezählt.&lt;br /&gt;
Die einmalig hohe Dichte an Bewehrungen ist ebenfalls bemerkenswert.&lt;br /&gt;
In der „Pfeilspitzentypologie der Sahara“ sind die in Abu Tartur beobachteten Stücke dunkel eingefärbt, falls eine Datierung vorgenommen wurde, ist diese in der Beschreibung der einzelnen Typen angegeben.&lt;br /&gt;
Ein Vergleich mit anderen ägyptischen Fundstellen sowie solchen aus anderen Saharaländern liegt bereits vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da häufig eine Beeinflussung des ägyptischen Neolithikums durch die Kulturen des „fruchtbarem Halbmonds“ postuliert wird, soll hier eine Auswahl der Pfeilspitzentypen aus der westlichen Wüste Ägyptens mit denjenigen einiger ausgewählter Fundstellen des Nahen Ostens sowie Kleinasiens gegenübergestellt werden.&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wird ein Blick auf die Keramikproduktion, die Bauwerke und die produzierende Nahrungsbeschaffung geworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''A.)   Jericho (Jordanien) nach K.M. Kenyon und J. Gerstang'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die älteste Schicht gehört in die Natuf Gruppe, das Alter beträgt 9850+-240 Jahre. Die jüngeren keramikfreien Schichten weisen C-14 Werte von 8700, 8100 und 7700 Jahren auf.&lt;br /&gt;
Aus Stufe 4 sind fünf kantenretuschierte Pfeilspitzen präsentiert, die den Typen H5 und Übergängen von H1 nach H5 zugeordnet werden können. Eine Spitze ähnelt in der Silhouette einer D20 Spitze, allerdings nicht flächen- sondern kantenretuschiert. Die oberste Schicht, 5100 Jahre alt, führt viel Keramik aber keine Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''B.)   El-Chiam (Jordanien) nach R. Neuville'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Besondere an den unteren Schichten des Natufien sind kantenretuschierte Dreieckspitzen mit im proximalen Bereich sich gegenüberliegenden Schäftungskerben. Die Basis kann geradlinig, leicht konkav oder auch mit einem winzigen Schäftungsdorn gestaltet sein. Zu vergleichen mit A7, A42 und D8. Stielspitzen sind vom Typ H5 oder erinnern, obwohl kantenretuschiert, an D3- Spitzen.&lt;br /&gt;
Letztere sowie die oben genannten Dreieckspitzen sind in der westlichen Wüste Ägyptens nicht bekannt, auch Formen die von diesen Typen hätten abgeleitet werden können sind nicht vorhanden. Wohl aber kommen sie in anderen Sahararegionen vor, allerdings als flächig retuschierte Bewehrungen.&lt;br /&gt;
Die jüngeren Tahune- Schichten El- Chiams weisen schon Flächenretuschen auf. Vertreten sind Stielspitzen der Typen D1, D3, D10 und Blattspitzen der Typen C1, C4 und C10. Häufig ist die Flächenretusche nur partiell. Sämtliche Spitzen- Typen sind bis auf die D10 in Ägypten weit verbreitet. Die D10 sowie die ähnliche D9 kommen in Algerien auf den Fundplätzen Aoulef, Fort Flatters und site 707 vor. Nicht bekannt sind schlanke D3 und D4- Spitzen mit Schäftungskerben. &lt;br /&gt;
Keramik wurde nicht beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''C.)   Beidha (Jordanien) nach D. Kirkbride'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Schicht IV beträgt 8790+- 200 Jahre BP. Die Schicht ist keramiklos. Es kommen Segmente vor. Aus der oberen Schicht II werden Pfeilspitzen der Typen H1, H10 und H11, sowie Ounanspitzen vom Typ H12 und ounanähnliche Stücke u.a. auch H5 vorgestellt. Die Doppelbohrer- Spitze H3 ist ebenfalls vertreten. Ein Bruchstück einer kantenretuschierten Stielspitze mit gegenüberliegenden Schäftungskerben, wie sie in El-Chiam häufiger vorkommen, gehört ebenfalls zum Inventar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''D.)   Byblos (Libanon) nach M. Dunand'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden drei Schichten beschrieben.&lt;br /&gt;
IC obere Neolithschicht 6550+-200 Jahre BP&lt;br /&gt;
IB mittlere Neolithschicht 7000+-80 Jahre BP&lt;br /&gt;
IA unterste Neolithschicht keine Altersangabe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die älteste Schicht Pfeilspitzentypen wie D44, C1 und C10 mit dreieckigem Querschnitt enthält, die mittlere Schicht D44 und C1, verarmt die jüngste Schicht im Hinblick auf die Pfeilspitzen und führt lediglich Segmente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E.)   Mugharet el- Wad (Israel) nach D.A.E. Garrod'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben großen Mengen von geometrischen Mikrolithen, hauptsächlich Segmente, wurden nur wenige kantenretuschierte Pfeilspitzen gefunden. Ein abgebildetes Exemplar ähnelt in der Silhouette der flächenretuschierten D36 Spitze. Eine weitere Abbildung stellt eine Dreieckspitze mit konkaver Basis und zwei sich gegenüberliegenden Schäftungskerben dar. Sie kann mit den Exemplaren von El Chiam verglichen werden. Die Natuf- Fundstelle weist keine Keramik auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''F.)   Scha’ar ha-Golan (Israel) nach M. Stekelis'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Schichten des Yarmukian finden sich in Bezug auf Pfeilspitzen die Typen C1, C3, C10, D21, ounanähnliche Spitzen, sowie Doppelbohrer- Spitzen vom Typ H3. Vielfach sind die Projektile nur teilweise flächig retuschiert. Die Fundstelle führt keine Keramik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben genannten Fundstellen liegen in relativer Nähe zu den ägyptischen Vorkommen und es sind keinerlei Gemeinsamkeiten in den Pfeilspitzen Typologien erkennbar. Jegliche Beeinflussung oder gar ein Technologietransfer kann ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
Weiter entfernte Pfeilspitzen- Vorkommen im „fruchtbaren Halbmond“ bestätigen das Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So führt die iranische Fundstelle Ali Kosh mit einem Alter von 7400 – 9900 Jahren BP lediglich Mikrolithen als eventuelle Bewehrungen (nach F. Hole und K.V. Flannery).&lt;br /&gt;
Die irakische Fundstelle Djarmo weist bei einem Alter von 6500 Jahren BC trapezförmige Querschneider und kantenretuschierte Blattspitzen auf. Keramik kommt trotz nachgewiesener Lebensmittel- Produktion nicht vor (nach P.J. Braidwood et al.).&lt;br /&gt;
Aus Ras Schamra in Syrien sind aus der ältesten Schicht V ounanähnliche, partiell flächenretuschierte Spitzen sowie H5- Spitzen und eine schlanke, flächenretuschierte Dreieckspitze mit sehr kleiner Kehle bekannt. Auch D44 kommt vor (nach C.F. Schaeffer und R. de Vaux).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Türkei seien Catal Hüyük mit einem ältesten Datum von 6385+-101 BC Jahren und das jüngere, in den ältesten Schichten keramikfreie Hacilar mit 5614+-92 BC Jahren genannt.&lt;br /&gt;
Catal Hüyük fährt außer Keramik und teilflächig retuschierten Blattspitzen der Typen C1, C3 und C10, D44- Spitzen, sowie D1 und D3- Spitzen.&lt;br /&gt;
In der Schicht C kommen auch Ounan- und H5 Spitzen vor. Für Hacilar sind keine Pfeilspitzen erwähnt (Catal Hüyük nach J. Mellaart und P.A. Bialor; Hacilar nach J. Mellaart).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen-Typologien im „fruchtbaren Halbmond“ scheinen verglichen mit denen der westlichen Wüste Ägyptens recht einfach angelegt zu sein und ändern sich kaum während langer Besiedlungsphasen. Eine Keramikproduktion setzt in den betroffenen Regionen erst zwischen 6500 BC und 6000 BC ein. Hausbau und Nahrungsmittel- Produktion dagegen sind voll entwickelt und nachgewiesen.&lt;br /&gt;
Frühe Keramikfunde aus der Sahara, besonders aus dem Sudan, aus Ägypten, Niger und Libyen datieren von rund 9500 BC cal bis 8000 BC cal und sind damit im Allgemeinen 2500 bis 2000 Jahre älter als Keramik aus dem „fruchtbaren Halbmond“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hätte ein Austausch zwischen den Kulturen des Nahen- und des Mittleren Ostens und denen der Sahara stattgefunden, so wäre die Wahrscheinlichkeit groß gewesen, dass das Wissen um die Töpferkunst als erstes übernommen worden wäre.&lt;br /&gt;
Da dieser Technologietransfer von der Wüste in den „fruchtbaren Halbmond“ im frühen Neolithikum nicht vollzogen worden ist, kann postuliert werden, dass das Wissen um eine Nahrungsmittelproduktion ebenfalls den umgekehrten Weg vom Nahen Osten in die Wüste nicht gefunden hat.&lt;br /&gt;
Das heißt, Ackerbau und Viehzucht sind höchstwahrscheinlich ohne Beeinflussung von außen in der Sahara entstanden.&lt;br /&gt;
Nun ist es äußerst schwierig in der Wüste mit sehr hohen Deflationsraten Beweise zu finden. Zwar sind Gerste und Weizen in geringen Mengen nachgewiesen, vom ebenfalls gefundenen Sorghum wird gesagt es handele sich um Wildformen. So hätte Sorghum in der Wüste die Rolle, die im östlichen Mittelmeerraum Gerste und Weizen gespielt haben, übernehmen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen Abu Tarturs mit den mächtigen Playaablagerungen, den Böden auf  dem Grund der Dolineneinbrüche und der enormen Anzahl gut erhaltener Feuerplätze, bieten sich der Forschung geradezu an, hier weiter nach Spuren von Domestizierung sowohl im Bereich der Fauna als auch der Flora zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==TIX 16 - mèche de foret - Bohreinsatz==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Tixier definiert wie folgt:&lt;br /&gt;
Werkzeug mit schlanker Silhouette, manchmal aus einem Stichelabschlag hergestellt.&lt;br /&gt;
Die Parallel verlaufenden Ränder sind vollständig oder teilweise durch direkte, abrupte Retuschen modifiziert. Eine Extremität oder auch beide sind mehr oder weniger zugespitzt. Ein Schnitt durch das Werkzeug zeigt die Form eines Trapezes, Quadrats oder Rechtecks. &lt;br /&gt;
Es könnte noch hinzugefügt werden, dass beide Seiten keine Retuschen aufweisen, es sei denn in einigen Fällen lediglich als Schärfung an den Enden.&lt;br /&gt;
Im Widerspruch zu seiner Definition zeigt Tixier ein Exemplar eines Bohreinsatzes, welches weder parallel verlaufende Ränder noch den beschriebenen Querschnitt aufweist (Seite 62 Nr. 13 aus Lalla de Gafsa, E. – G. Gobert).&lt;br /&gt;
So bleibt auch hier Raum für eine gewisse Interpretation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In meiner epipaläolithischen Sammlung aus dem Maghreb befindet sich kein einziger Bohreinsatz, diese Tatsache ist nicht weiter verwunderlich, da der prozentuale Anteil der mèche de foret an den Inventaren des Capsiens aber auch des Iberomaurusiens laut Tixier im Bereich von 0,4 % liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neolithischen Fundstellen von Abu Tartur in Ägypten verfügen in ihrer großen Mehrheit über den Tix 16 wenn auch in sehr verschiedenen Anteilen an der Gesamtmenge der Werkzeuge. Allerdings ist er das häufigste Bohrgerät in der Sammlung.&lt;br /&gt;
Tix 16 kommt in den unterschiedlichsten Dimensionen vor. Ein großes Exemplar vom Fundplatz 1023/82 misst 68mm in der Länge, 10mm in der Breite und 7,5mm in der Dicke. Kleine und kleinste Stücke messen z.B. &lt;br /&gt;
*30 x 3 x 2,8 (mm) Fundplatz 0052/85&lt;br /&gt;
oder  &lt;br /&gt;
*16 x 2,4 x 1,6 (mm) Fundplatz 1013/82 (Reststück)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichnungen sind im Katalog der Fundstellen zu finden.&lt;br /&gt;
*0007/83, 0011/83, 1013/82, 1016/82, 1017/82, 1052/85, 1072/86, 1004/83 und 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Gesamtdauer des Abu Tartur Neolithikums sind Bohrer vom Typ Tix 16 auf den Fundstellen präsent.&lt;br /&gt;
Im mittleren Neolithikum ist eine besondere Dichte zu erkennen. -&amp;gt; Siehe Liste als PDF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Liste_der_Anteile_von_TIX_16.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine rein neolithische Version des Tix 16 ist ein voll flächenretuschiertes Gerät mit der Silhouette einer schlanken Blattspitze vom Typ C1 oder C10. G. Aumassip, die in der Bas Sahara in Algerien geforscht hat, nennt dieses Werkzeug „pointe de Labied“ also Labiedspitze. &lt;br /&gt;
Es handelt sich aber einwandfrei um einen Bohreinsatz, wie unschwer an den Gebrauchsspuren vieler Exemplare nachgewiesen werden kann.&lt;br /&gt;
Der Querschnitt ist dreieckig, wobei die drei Seiten jeweils eine  Krümmung aufweisen,&lt;br /&gt;
Drei „Labiedspitzen“ vom Fundplatz 1023/82 weisen folgende Dimensionen auf:&lt;br /&gt;
*1.)   L = 58,5; B = 10,0; D = 5,9&lt;br /&gt;
*2.)   L = 50,0; B = 8,5; D = 5,1&lt;br /&gt;
*3.)   L = 62,0; B = 10,0; D = 6,5&lt;br /&gt;
Die Dimensionen sind in Millimetern angegeben. Nr.1 und Nr.2 weisen Gebrauchsspuren an beiden Enden auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich waren die Labiedspitzen als auch die klassischen Tix 16- Bohrer in Holz oder Knochen parallel zu ihrer Längsachse gefasst und wurden durch die Hand oder aber durch eine Bogensehne in eine alternierende Rotation gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bergbau wo viel und fast ausschließlich Gestein gebohrt wird, kennt man drei Bohrsysteme, &lt;br /&gt;
1.) Drehendes Bohren. Außer der kontinuierlichen Rotation in eine Richtung ist der Andruck des Bohrers auf das zu bohrende Medium von großer Wichtigkeit. Der Andruck soll ein Eindringen des Bohrers in das Gestein und eine Spahnabhebung bewirken. Fehlt der Druck nutzen sich Bohrer und Gestein lediglich gegenseitig ab. Letzteres ist der Fall bei den Tix 16- Bohrern. Dieses gilt auch für die übrigen steinzeitlichen Bohrer, es sind werkzeugtechnisch gesehen frühe, primitive Abnutzungsbohrer. &lt;br /&gt;
Die anderen Bohrsysteme 2.) das schlagende Bohren und 3.) das Drehschlagbohren waren noch nicht erfunden, dazu braucht es Metall, vorzugsweise Stahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Normalgrößen des Tix 16 existieren sehr kleine 15mm bis 20mm lange mèche de foret. Diese sind als Reststücke anzusehen, sie waren zu kurz um noch gefasst zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Frühere Publikationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag ist die originale Beschreibung und Analyse der holozänen, steinzeitlichen Fundstellen im Raum Abu Tartur, Ägypten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist möglich, dass frühere Publikationen zu dem oben genannten Thema existieren, die vor dieser Veröffentlichung erschienen sind. Diese wären jedoch in jedem Fall durch das Original beeinflusst, falls es sich nicht gar um Plagiate handeln sollte.&lt;br /&gt;
Zwar stand mein Material dem Institut für Ur- und Frühgeschichte zu Köln lange Zeit zur Verfügung, Veröffentlichungen waren allerdings an eine Bedingung geknüpft, welche leider nicht eingehalten wurde.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

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		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Einfluss_des_Klimas&amp;diff=5557</id>
		<title>Einfluss des Klimas</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Einfluss_des_Klimas&amp;diff=5557"/>
				<updated>2021-03-24T17:39:12Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Regenfeldbau in der Ostsahara zur Zeit der postpleistozänen Feuchtmaxima */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Das postpleistozäne Klima Abu Tarturs während der steinzeitlichen Besiedlungsperiode.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der hyperariden Endphase des Pleistozäns setzten in der westlichen Wüste Ägyptens vor rund 11.000 Jahren Regenfälle ein, die das Land erneut ergrünen ließen und so den einwandernden Menschen einen Lebensraum boten, der gegenüber dem Niltal im Osten und den feuchten Savannen in der Höhe des Wadi Howar im Süden, klare Vorteile auf seiner Seite gehabt haben musste. Wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, hätten die Einwanderer günstigere Klimazonen gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf seine Siedlungsqualität untersuchte geographische Raum hat sein kulturelles Zentrum in Abu Tartur (30°10’ Ost / 25°30’ Nord, Mittelwerte) reicht aber vom 24. bis zum 27. Breitengrad Nord und von der Großen Sandsee bis zu den Kharga Oasen.&lt;br /&gt;
Da es der Zweck dieses Kapitels ist, das Klima während der steinzeitlichen Phasen des Holozäns zu rekonstruieren, müssen zunächst die geomorphologischen Gegebenheiten und das quartärgeologische Sedimentations- und Deflationsgeschehen untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflation ist in ariden Klimagebieten in höchstem Maße an der Gestaltung der Oberflächen beteiligt.&lt;br /&gt;
Jährlich fliegen aus der Sahara rund 250 Millionen Tonnen Wüstenstaub nach Westen in Richtung Atlantik und nach Süden fallen vor der Küste Westafrikas Jahr für Jahr weitere Abermillionen Tonnen in den Ozean (GEO Kompakt 19).&lt;br /&gt;
In der westlichen Wüste Ägyptens weht der Wind hauptsächlich aus nördlichen Richtungen, wie die Dünenzüge der großen Sandsee und des Abu Muharig anschaulich belegen. Auch die Orientierung von Sicheldünen gibt die vorherrschende Richtung der Winde an.&lt;br /&gt;
Während des Weges über die ausgetrockneten Flächen wird vom Wind nicht nur Sand transportiert sondern in weit höherem Maße Staub.&lt;br /&gt;
Schon geringe Luftbewegungen wirbeln das feine Lockersediment der Böden auf und verfrachten es nach Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Staubsturm_Abu_Tartur_1985.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Staubsturm Abu Tartur, 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflationsraten hängen neben der Stärke und der Häufigkeit des Windes vor allem von der Oberflächenart ab. Sie wird bei festem Gestein gering sein, bei Böden jedoch hoch. Eine Rolle spielen ebenfalls die geomorphologischen Gegebenheiten, die in Ebenen dem Wind freien Raum geben, in Gebirgen hingegen abbremsen.&lt;br /&gt;
Für die Oase Kharga sind Raten von bis zu 8 mm/Jahr gemessen worden.&lt;br /&gt;
Die Tabelle zeigt auf der Abszisse die Zeit und auf der Ordinate die angenommenen Bodenmächtigkeiten. Drei verschieden starke Deflationsraten sind im Koordinatensystem eingezeichnet und zeigen wie lange Böden der Deflation standhalten.&lt;br /&gt;
Nach dieser Tabelle wären heute selbst bei einer minimalen Deflationsrate von durchschnittlich 0,5 mm/Jahr Böden von ursprünglich drei Metern Mächtigkeit vollständig ausgeräumt, falls der Abtragungsprozess 6000 BP beginnen würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen auf dem Abu Tartur Plateau sind größtenteils an flache, mit terra-rossa Böden gefüllte Senken gebunden. Auf der Hochfläche überragen die umgebenden Hügel das Tiefste der Senke nur um wenige Meter. Ähnliche Verhältnisse existieren im Westen des Plateaus in der Nähe der Dakhla Oasen. (Siehe Waldhoff „Spectral analysis of remote sensing data for geomorphological, geological and geoecological research in arid Africa”. Seite 91 Atlas of  cultural and environmental change in arid Africa. 2007 O. Bubenzer, A. Bolten, F. Darius  Herausgeber).&lt;br /&gt;
Die von Waldhoff als playa deposits bezeichneten Ablagerungen sind als Rotböden anzusprechen wie die Oberflächenstruktur des Plateaus nahe legt.&lt;br /&gt;
Es kann von einer Pedogenese auf der Gesamtfläche des Plateaus ausgegangen werden obwohl z.Zt. nur größere Flächen von Abu Tartur und der Südwestecke des Plateaus bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Abu_Tartur_Lageskizze_Gesamt.png|600px|Lageskizze Abu Tartur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Abu Tartur Gesamtübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Possible_development.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Mögliche Entwicklung der Bodenbildung und Abtragung durch exogene Kräfte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Spectral_analysis_2007.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Spektral Analyse im Süd-Westen des Abu Tartur Massivs, G. Waldhoff, 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeitpunkt der Bodenbildung ist wie für die Playas am Fuße des Plateaus, das frühe Holozän ab etwa 11.000 BP, da vorher, während der letzten 60.000 Jahre des Pleistozäns ein hyperarides Klima mit starker äolischer Aktivität herrschte, durch welche der harte Kurkurkalkstein poliert und die heutigen flachen Senken ausgeschliffen wurden. („From 70.000 bp until perhaps 12.000 bp, the sahara was hyperarid and seemingly devoid of life.&amp;quot; In: The Middle Paleolithic of North Africa. A Status Report by F. Wendorf and R. Schild. In: New light on the Northeast African Past. Köln 1992.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wäre verfehlt von Paläoböden (Pleistozän) auszugehen, da bei den hohen Deflationsraten ein feinstkörniger, weicher, ungeschichteter Boden während der großen Zeiträume ausgeräumt worden wäre. Hinzu kommt das Vorhandensein von eingebetteten holozänen Artefakten. Pleistozäne Werkzeuge kommen in den Böden nicht vor, allenfalls werden einige wenige Aterienspitzen und verstreute Levalloisabschläge auf der steinigen Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
Die dünnen Schichten rezenter pelitischer Sedimente sind wie das Ausgangsgestein hellgrau gefärbt, unter den heutigen hyperariden Konditionen ist nichts anderes zu erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Dolineneinbrüchen auf dem Kalksteinplateau, vor Deflation weitgehend geschützt, lassen sich solche hellgrauen Schichten auf Fundstellen wie 0003/84, 0004/84, 0026/84 und anderen beobachten.&lt;br /&gt;
Gräbt man einige Dezimeter tief in diesen Schichten, so verändert sich die Farbe des Sediments in ein Rosagrau oder ein Grau mit einem schwachen Hauch Rot. Diese Mischfarbe tendiert immer stärker nach Rot je tiefer in die Schichten vorgedrungen wird.&lt;br /&gt;
Der eigentliche Fundplatzboden ist durch rotbraune, playaähnliche Färbung gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
Das kontinuierliche Abnehmen der Rubefizierung vom liegenden zur Oberfläche hin veranschaulicht eine langsame Verringerung der Winterniederschläge und belegt eine holozäne Bildung der Ablagerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Befund ist nicht durch Fotos oder Zeichnungen dokumentiert worden. Diese Fundstellen sind jedoch ohne große logistische Aufwendungen aufzufinden und jeder Klimaforscher oder Berufsarchäologe könnte an Ort und Stelle diese Beobachtungen verifizieren.&lt;br /&gt;
Es wäre von großer Bedeutung, denn hier liegt der Beweis für eine holozäne Bildung der terra rossa Böden auf dem Plateau und damit auch der Rotböden in der Sandsteinebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres bedeutendes Rotbodenvorkommen liegt in der Sandsteinebene rund 50 km westlich der Asphaltstraße Esba el Gaga – Baris – Esba Maks el Qibli oder 70 – 100 km südlich von Abu Tartur (CONOCO Sheet Baris 1:250.000 by G. Poehlmann et al. TFH Berlin 1982).  &lt;br /&gt;
Zwei durch Sandbedeckung getrennte Restflächen mit einer Größe von ca. 300 km² lassen ahnen wie dieser Teil der Vollwüste zu Beginn der holozänen, steinzeitlichen Besiedlung ausgesehen haben mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Roeper qualifizieren die Ablagerungen in der „Roten Wüste“ in ihrem Artikel „The Libyen (Western) desert and northern Sudan during the late Pleistocene and Holocene“ als pelitic sediments.&lt;br /&gt;
Holzkohle von der Oberfläche wurde auf 9260 +- 370 BP bzw. 7790 +- 340 BP datiert. Im Sediment eingeschlossene Straußeneischalen ergaben Werte von 7280 +- 110 BP und 6760 +- 70 BP. &lt;br /&gt;
H.P. Uerpmann analysierte die gefundenen Knochen. Neben gazella dorca und gazella dama kommen ein mittelgroßer bis großer Bovide vor, caprinae, ammotragus und lepus capensis und struthio.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch G. Ulbrich (vormals GTZ), der die rote Wüste aus eigener Anschauung als eine eintönige Ebene im nubischen Sandstein, zum Teil mit Sandfeldern und stellenweise einigen Hügeln durchsetzt, kennt, bestätigt den Bodencharakter der roten Sedimente. &lt;br /&gt;
Ein weiteres gutes Beispiel für die Einbettung von Artefakten bietet in Abu Tartur Playa Ingrid, Fundplätze 1014/82 und 1019/82, wo Mengen von holozänen Werkzeugen von der Reibschale bis zum feinsten Bohrer oberhalb der Playaablagerungen von sandigen Rotböden umschlossen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rubefizierungen von Sanden werden ebenfalls aus der Großen Sandsee beschrieben (H. Besler, O. Bubenzer) wobei die chemische Verwitterung der Quarze im Norden (26°40’N) stärker war als an den Messpunkten weiter südlich (25°30’N).&lt;br /&gt;
Ferner sind Restböden und Rotfärbungen aus Djara 98/20 bekannt. H. Besler beschreibt einen Profilschnitt wie folgt : „... die im Profil auftretenden Wurzelstrukturen (wahrscheinlich Schilf) belegen das ehemalige Fußen dichterer Vegetation. An der Basis (Kontaktzone von Kalkstein und Playasedimenten, Anm. des Verfassers) treten Lösungshohlformen im anstehenden Kalkstein auf, die z.T. mit rekristallisiertem Kalzit, z.T. mit einem leuchtend roten, sandigen, bodenartigen Sediment gefüllt sind. Auf den umliegenden Hängen des Beckens wurden in windgeschützten Lagen vergleichbare Sedimente vorgefunden, die als Reste einer ehemaligen initialen Bodenbildung gedeutet werden können“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beschreibung deckt sich mit meinen eigenen Beobachtungen, wobei noch hinzuzufügen wäre, dass sich die Kalzitkristalle nur in einem dauerfeuchten Milieu bilden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Günstige Voraussetzungen zur Bildung und Konservierung von nicht lateritischen Rotböden sind geringe Höhenunterschiede, wie sie auf dem Plateau und in der Sandsteinebene gegeben sind und ein wechselfeuchtes Klima, wie es in afrikanischen Savannen vorherrscht, z.B. im Sudan in der Höhe des 12. Breitengrads Nord, wo heute noch Bedingungen herrschen, unter denen sich Rotböden bilden können. Eine dieser Bedingungen ist eine Niederschlagsmenge von mehr als 500 mm Sommerregen im Jahr oder äquivalenter Winterregen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Bodenart im behandelten Raum ist das pelitische Sediment mit äolischen Einträgen, die Playaablagerung.&lt;br /&gt;
Es ist zu unterscheiden zwischen Seen und Seeablagerungen mit Kalkkrustenbildung und reichlichen biologischen Einträgen einerseits und Playabecken mit nur geringen Resten aquatischer Fauna und Flora und fehlender Kalkausfällungen andererseits. Erstere liegen südlich des Wendekreises und westlich auf libyschem Gebiet und stehen oder standen in Verbindung mit den zu Beginn des Holozäns höheren Grundwasserspiegeln, eine Tatsache, welche einen gleichmäßigen Wasserstand begünstigte, der wiederum Strände und einen Bewuchs der Seeränder erlaubte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus hydrogeologischen Gründen, der Grundwasserspiegel in Abu Tartur z.B. liegt heute bei rund 1000 m Tiefe und war auch im Frühholozän nicht viel höher, dürften die nördlich des Wendekreises und östlich der libyschen Seebildungen gelegenen schluffig- tonigen Sedimente in Endpfannen gebildet worden sein, in Geländehohlformen, die im Pleistozän durch Deflation ausgeschliffen worden sind.        &lt;br /&gt;
Da die dort gesammelten Wassermengen vom Grundwasser getrennt waren, konnten die Wasserspiegel stark variieren und so weder Strände noch regelmäßigen Randbewuchs bilden. Störend auf  Leben im oder unmittelbar am Wasser konnte sich auch die hohe Dynamik beim Wassereintrag auswirken. Die relative biologische Armut der Sedimente sagt demnach nichts über die vorhandene Wassermenge oder die Dauer der Verfügbarkeit von Oberflächenwasser aus. Die Höhe der Niederschlagsmenge, die mittlere Verdunstungsrate und die Speicherkapazität der Playaböden sind hier die ausschlaggebenden Größen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Abu Tartur könnte die Playa Renate / Vera mit einer Fläche von ca. 11 km² und einer Restmächtigkeit von bis zu 29 m dienen (seismische Messung durch Burkhardt TU Berlin in Pachur und Roeper „The libyan (western) desert and northern Sudan during the late pleistocene and holocene“ 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Masse der Sedimente liegt im 100 Millionen Kubikmeterbereich und bei einer Speicherkapazität von lediglich 5 % freiem Wasser und Brunnen von 3 m Tiefe stünde rein rechnerisch eine tägliche Wassermenge in der Größenordnung von einigen 100.000 l zur Verfügung. In dieser Annahme wird nur von untertägigem Speicherwasser ausgegangen. Oberflächenwasser wäre somit für die Versorgung großer Gruppen mit Haustieren nicht nötig gewesen. Das Tiefste des Playakörpers wäre in jedem Fall dauerhaft feucht gewesen.&lt;br /&gt;
Bestätigt wird die Speicherkapazität der Playas von Wendorf / Schild in „Cattle Keepers“ Seite 16 und Seite 22 (Analysen von B. Winter, Institut of Basic Geology, Warsaw University). Ferner von A.E. Close auf Grund ihrer Beobachtungen in Nabta Playa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann schreibt dazu in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ Seite 120 Zitat : „Wichtig ist vielmehr, dass die Wadisedimente eine gewisse Mächtigkeit erreicht haben, so dass die tiefer gelegenen Schichten gegen Austrocknung geschützt sind (Kassas 1952)“. Die Fähigkeit Wasser im Playakörper zu speichern wird durch die Struktur der Sedimente begünstigt. Sandige Lagen wechseln sich mit tonig- schluffigen ab. Während der Sand das Wasser weiterleiten und speichern kann, vermindern die tonigen Schichten die Evaporation.&lt;br /&gt;
Drei Aufschlüsse in Abu Tartur zeigen neben der Wechsellagerung auch mächtige Pakete ungeschichteten, tonigen Materials von dunkel rötlichbrauner Farbe. Diese werden als Niedrigenergie- Sedimente bezeichnet und lassen auf  sanften, regelmäßigen Regen schließen, in unserem Fall auf Winterregen. Da diese Art von Ablagerungen bis in den Gilf Kebir reicht, kann von Winterregen in der gesamten westlichen Wüste ausgegangen werden. In weiten Teilen der östlichen Sahara kommt es also zu einer Überlappung von tropischem Sommerregen und mediterranem Winterregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Playasedimente Abu Tarturs würden es durch ihre Mächtigkeit erlauben die im Gilf Kebir gewonnenen Erkenntnisse über das Klimageschehen während der steinzeitlichen Phase des Holozäns zu ergänzen, zumal auch hier ein zusätzlicher Eintrag durch Quellen auszuschließen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Flora==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Beurteilung der Flora im behandelten Raum wird häufig die Studie von K. Neumann in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ (1989 R. Kuper Herausgeber) herangezogen.&lt;br /&gt;
Auf einem Nord- Süd Transekt von ca. 1500 km Länge, das entspricht der Entfernung Hamburg – Rom, sind Holzkohlenproben von sechs Fundgebieten berücksichtigt worden. Diese sind für den südlichen Teil das Laqiya Gebiet, Selima Sandsheet und Gilf Kebir für die Periode um 5700 BP. Zu dieser Zeit war der Raum um den 25. Breitengrad Nord weitestgehend von Menschen verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den nördlichen Teil des Transekts wurden der Gilf Kebir, Abu Ballas (Mudpans) und Sitra für die Zeit um 7000 BP bis 6500 BP ausgewählt. Gegen 6400 BP wurden letzte Playabildungen gemessen, die Bezugsperiode liegt also am Ende der Feuchtphase für die Region um den 25. Breitengrad Nord. Außerdem sind Proben aus der großen Sandsee (Abu Minqar) und dem Wadi Howar eingeflossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berücksichtigt wurden lediglich die Analysen von Hölzern, die wichtige, klimaanzeigende Kraut- und Grasvegetation konnte nicht untersucht werden. Feuerhölzer unterliegen einer Selektion durch den Menschen und sind daher weniger geeignet ein Klimaprofil zu erstellen.&lt;br /&gt;
Eines der Resultate besagt, dass die Mudpans ein vorgeschobener Außenposten sahelischer Taxa seien. Eine Holzkohlenprobe von Djara (S. Nussbaum) verschob diesen Vorposten des Sommerregens um ca. 300 km nach Norden. Nicht berücksichtigt wurde die frühe Phase des Holozäns von 11.000 BP bis 7000 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann räumt denn auch ein, dass die Anzahl der Messpunkte zu gering, die nicht untersuchten Zwischenräume zu groß und die Menge und Qualität der Holzkohlen nicht immer ausreichend waren.&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage ihrer exzellenten, wenn auch, wie sie selbst sagt, nicht vollständigen und umfassenden Arbeit, kann dennoch gut aufgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezählten Holzkohlenstücke der einzelnen Taxa zeigen für das Gesamtgebiet des Transekts eine Dominanz von zwei Gehölzen. Tamarisken plus Akazien erreichen im Norden (Siwa- Qattara) 97,8 %, in Abu Minqar 100 %, in der glass area 97,7 % und in den Mudpans 93,0 %.&lt;br /&gt;
Im Gilf Khebir ist der Prozentsatz mit 76,1 % wesentlich geringer obwohl hier eine zusätzliche Menge von acacia albida mitgezählt worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Feuerstellen im Selima sandsheet ergeben 83,4 % und im Laqiya Gebiet 55,8 %. Für den Wadi Howar (Djabarona) steigt der Anteil wieder auf 94,5 %, wenn die Früchte der celtis intergrifolia nicht eingeschlossen werden. Mit Früchten sinkt der Anteil auf 62,5 %.&lt;br /&gt;
Wie schwierig es sein kann Schlüsse aus dem Vorkommen von Gehölzarten zu ziehen, zeigen zwei benachbarte Fundplätze in Mudpans mit ähnlicher Zeitstellung. Zum Vergleich wird ein weiterer, in der Nähe liegender Fundplatz, der etwas jünger ist, aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; max-width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Fundplatz&lt;br /&gt;
!Acacia sp.&lt;br /&gt;
!Tamarix sp.&lt;br /&gt;
!Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
!Salvadora persica&lt;br /&gt;
!Maerua crassifolia&lt;br /&gt;
!Leptadenia pyrotechnica&lt;br /&gt;
!Cassia senna&lt;br /&gt;
!Rubiaceae&lt;br /&gt;
!Ziziphus sp.&lt;br /&gt;
!Grewia tenax&lt;br /&gt;
!Grewia villosa&lt;br /&gt;
!Calotropis procera&lt;br /&gt;
!Acacia albida&lt;br /&gt;
!Balanites aegyptiaca&lt;br /&gt;
!Boscia senegalensis&lt;br /&gt;
!Capparidaceae&lt;br /&gt;
!Capparis decidua&lt;br /&gt;
!Celtis integrifolia&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Summe Taxa&lt;br /&gt;
!Summe Proben&lt;br /&gt;
!Acacia inkl. Albida (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix und Acacia (%)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Qattara – Siwa&lt;br /&gt;
|271&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|278&lt;br /&gt;
|97,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Ain Dalla&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Abu Minqar&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Glass area&lt;br /&gt;
|170&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|174&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Mudpans &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!83/39&lt;br /&gt;
|284&lt;br /&gt;
|988&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1279&lt;br /&gt;
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|99,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/56&lt;br /&gt;
|1062&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
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|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1109&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|0,01&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/50-1 &lt;br /&gt;
|1403&lt;br /&gt;
|349&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|1980&lt;br /&gt;
|70,8&lt;br /&gt;
|17,6&lt;br /&gt;
|88,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Mudpans&lt;br /&gt;
|2749&lt;br /&gt;
|1355&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|41&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|4368&lt;br /&gt;
|62,9&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|93&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Akdar&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|758&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|85&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|889&lt;br /&gt;
|5,1&lt;br /&gt;
|85,3&lt;br /&gt;
|90,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Bakht&lt;br /&gt;
|28&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|438&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1332&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Gilf Kebir&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|782&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|523&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|2221&lt;br /&gt;
|40,9&lt;br /&gt;
|35,2&lt;br /&gt;
|76,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Burg et Tuyur&lt;br /&gt;
|357&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|551&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Djebel Kamil&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|26&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Bir Misaha&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Selima&lt;br /&gt;
|384&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|579&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 1&lt;br /&gt;
|196&lt;br /&gt;
|852&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|36&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|119&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|665&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2058&lt;br /&gt;
|9,5&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|50,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 2&lt;br /&gt;
|53&lt;br /&gt;
|46&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|205&lt;br /&gt;
|25,9&lt;br /&gt;
|22,4&lt;br /&gt;
|48,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Sahal&lt;br /&gt;
|116&lt;br /&gt;
|153&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|275&lt;br /&gt;
|42,2&lt;br /&gt;
|55,6&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Laqiya&lt;br /&gt;
|365&lt;br /&gt;
|1051&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|54&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|134&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|733&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2538&lt;br /&gt;
|14,4&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|55,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Howar &lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|182&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!(Djabarona)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|(93)*&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|*&lt;br /&gt;
|(275)&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!25° N&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während 83/39 und 85/50 –1 ein ähnliches Verteilungsmuster mit einem Tamariskenanteil von über 70 % zeigen, kommt auf dem Fundplatz 85/56 Tamariske aus unbekannten Gründen praktisch nicht vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Akazie %'''|| '''Tamariske %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/39|| 7360-8260||22,20||77,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/56||7370-7700||95,80||0,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||85/50-1||6880-7000||17,60||70,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleicht man Hölzer und andere Pflanzen verschiedener Gebiete der östlichen libyschen Wüste miteinander, so fällt auf, dass im Norden um den 25. Breitengrad Nord die Anzahl der Gehölztaxa höher ist als im Süden in Höhe des 20. Breitengrads Nord. Der Norden ist ebenfalls an Gräsern und Kräutern reicher als der Süden.&lt;br /&gt;
Unter 25° N sind Taxa der Masara C Phase am südwestlichen Ausläufer des Abu Tartur Massivs, die von M. Mc Donald veröffentlicht wurden, zusammengefasst mit den Ergebnissen von Chufu und Kharafish (H. Riemer) und soweit verfügbar von Eastpans 95/2 (B. Gehlen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Holzprobe.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kernprobe Akazie, Abu-Muharik-Plateau, 2000, Foto: H. Riemer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner fließen drei von K. Neumann untersuchte Proben von Abu Tartur ein.&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°14’Nord – 30°03’Ost, nicht datiert, Acacia&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°23’Nord – 30°05’Ost, nicht datiert, Tamarix&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°20’Nord – 30°09’Ost, nicht datiert, Maerua crassifolia, Leptadenia pyrotechnica, Acacia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Steinplätze liegen weit außerhalb der Playagebiete in der Nähe der Asphaltstraße von Kharga nach Dakhla.&lt;br /&gt;
Eine weitere Analyse wurde vom Labor Köln unter der Nummer 3.741 Probe C – 1.638 erstellt. Die Bestimmung ergab ausschließlich Acacia. Das Alter wurde mit 7.370 +- 70 BP angegeben. Fundort ist der Plateauplatz 0011/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund von Analysen einer Kohlen- und Aschenschicht aus der Tropfsteinhöhle von Djara (K. Kindermann) konnte S. Nussbaum eine Vegetationsform feststellen, die als Anastatica hieruchuntica – Anabasis articulata Vergesellschaftung bezeichnet wird. Dazu bemerkt die Autorin : „The dwarf shrub communities thrive under a semiarid* climate regime with seasonal precipitations as presently occurs along the Mediterranean coast of Egypt“.&lt;br /&gt;
Diese Niederschlagsmenge beträgt 150 mm Winterregen (Siehe auch H.D. Müller, Gerstenanbau).&lt;br /&gt;
Katharina Neumann (1989) schreibt dazu : „Jedoch reichen wahrscheinlich die 150 mm Winterniederschlag, die maximal an der marmarischen Küste fallen (Station Marsa Matruh : 144 mm/Jahr), nicht aus, um eine permanente, natürliche Gehölzvegetation zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
Außer dieser Zwergstrauch- Gesellschaft wuchsen aber in Djara &amp;gt; 50 % Tamarix, &amp;lt; 10 % Acacia und &amp;gt; 25 % Capparaceae. &lt;br /&gt;
Daraus geht hervor, dass die Niederschlagsmengen höher als 150 mm Winterregen/Jahr gewesen sein muss !&lt;br /&gt;
Ob diese zusätzliche Menge Wasser nun auf den nachgewiesenen Sommerregen (Capparaceae) oder auf stärkeren Winterregen zurückzuführen ist, bleibt vorerst unklar.&lt;br /&gt;
(* semiarid &amp;gt; 200 mm Winterregen nach Bubenzer und Ritter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger als 500 mm Niederschlag im Jahr spricht man von semiariden Gebieten --- S. Hölzl, M. Kölbl-Ebert in „die wüste“, Begleitbuch zur Landesausstellung im Lokschuppen Rosenheim. 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8 bis 10 Trockenmonate und weniger als 600 mm Sommerregen bzw. 400 mm Winterregen Niederschlag im Jahresmittel.&lt;br /&gt;
(H. Mensching in : „Sahara, 10.000 Jahre zwischen Weide und Wüste“, Museen der Stadt Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche, an Winterregen gebundene Zwergstrauchgesellschaft von Anastatica und Anabasis, die in Djara angetroffen wurde, findet sich in Kharafish am Südrand des Plateaus wieder. Logischerweise muss dann auch für die Zone von Djara bis zum 25. Breitengrad Nord die Niederschlagsmenge von ca. 150 mm Winterregen, die zum Gedeihen dieser Assoziation unabdingbar ist, eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
Der im nubischen Sandstein gelegene Fundplatz Chufu weist Chenopodiaceae auf und verweist damit ebenfalls auf nördlichen Einfluss. Chufu ist, falls gleich hohe Niederschläge wie für das nicht weit entfernte Kharafish angenommen werden, durch höhere Temperaturen und durch seine Lage in der Sandsteinebene, also durch das Substrat, bevorzugt und kann zusätzlich vor allem südsahelische Gehölze wie Boscia senegalensis ausbilden.&lt;br /&gt;
Größere Mengen von Hangwasser und breite, tiefe Wadikanäle, welche die sahelischen Gehölztaxa dauerhaft mit oberflächennahem Grundwasser hätten versorgen können, waren in Chufu nicht zu erwarten, da die Einzugsgebiete relativ unbedeutend sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Identifizierte Taxa der Fundplätze Djara, Kharafish und Chufu'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||  '''Chufu'''|| '''Kharafish'''|| '''Djara'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| Acacia sp.	|| Acacia sp.	&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||Capparidaceae||Capparidaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix||Acacia nilotica||Tamarix&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cornulaca||Anastatica hieruchuntica||Anastatica hieruchuntica&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis ||Shouwia||Monokotyledone&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||Anabasis / Haloxylon||Zilla spinosa&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||Citrullus||Gramineae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Shouwia||Hordeum vulgare||Amaranthaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Farsetia stylosa||Panicum||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia sp.||Paniceae||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Thesium||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M. Mc Donald beschreibt in den „Oasis Papers 3“ (2003) die Vegetation während der Masara Phase, die ungefähr von 9000 bis 8200 BP dauerte, in etwa folgendermaßen : Zwölf Baum- Straucharten sind identifiziert worden, darunter : Acacia nilotica, Balanites aegyptiaca, Calotropis procera, Capparis decidua, Leptadenia pyrotechnica und Salvadora persica. Neun Taxa kommen auf den weit außerhalb der Dakhla- Oasen liegenden Fundstellen 260 und 308 vor. Sieben verschiedene Taxa waren es von 264 und 265 und fünf vom Fundplatz 300.&lt;br /&gt;
Auf dem jüngeren Fundplatz 263 A (7730 +- 110 BP) kommen ebenfalls neun Gehölz- und Strauchtaxa vor.&lt;br /&gt;
Kräuter und Gräser sind mit 49 Typen vertreten unter anderem Portulaca oleracea, ein essbares Kraut, welches offene, feuchte Standorte bevorzugt (Seit der Römerzeit wächst diese Pflanze ebenfalls im Rheinland).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum Abu Tartur weist eine nahezu permanente Besiedlung von 9120 BP bis 6420 BP, das sind 2700 Jahre, auf. Durch weitere C14 Daten, das nötige Material ist vorhanden, könnten sowohl ältere als auch jüngere Fundstellen bestimmt werden.&lt;br /&gt;
An der Oberfläche wurden mehr als 20.000 Werkzeuge beobachtet. Rund um die Playas wurden 459 Reibschalen und 2114 Läufersteine gefunden. Auf dem Kalksteinplateau sind es 18 Reibschalen und 61 Läufersteine neben einer großen Menge von Sandstein- Bruchstücken, die in jedem Fall auf Mahlwerkzeuge zurückgeführt werden können.&lt;br /&gt;
Diese Massierung von steinzeitlichem Mahlwerkzeug ist einmalig in Ägypten und bezeugt in indirekter Weise klimatische Bedingungen, unter denen Getreide und / oder Wildgetreide wachsen und reifen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge der aufgelisteten Herdstellen beträgt in der Ebene 1480 und auf dem Plateau 134, hinzu kommen noch die Feuerstellen, die unter Playasedimenten oder Hangschutt verborgen sind und die völlig der Deflation zum Opfer gefallen sind und die nur noch an der Rotfärbung des Untergrunds nachzuweisen sind. Wie schon die Menge der Mahlutensilien und die Masse der Werkzeuge, so ist auch die Konzentration von Herden ohne Vorbild in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auszuwertende biologische Material, welches hier verborgen liegt, übersteigt bei weitem alles was bisher auf diesem Gebiet zur Verfügung gestanden hat.&lt;br /&gt;
Für Eastpans 95/5 schreibt B. Gehlen zu dem botanischen Material : „Unter den Samen und Pflanzenresten befinden sich acht wilde Grasarten, die noch heute von den Tuareg in der westlichen Sahara als Nahrungsmittel genutzt werden. Die meisten dieser Gräser sind auch aus prähistorischen Fundstellen in Farafra und Nabta bekannt, so unter anderem Reste von wildem Sorghum“.&lt;br /&gt;
H. Barakat, die 95/2 untersucht hat, rekonstruiert auf Grund der botanischen Funde eine relativ feuchte Umwelt mit dichter Grasvegetation. An Gehölzen wurden Acacia sp. und Ziziphus sp. identifiziert. Das Alter der Fundstelle ist 6133 +- 30 BP (U + C 5757) und damit relativ jung wenn man davon ausgeht, dass nach Pachur und Roeper in diesem Raum die Playabildung gegen 6400 BP abgeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pflanzenreste verschiedener Fundplätze== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Bäume und Sträucher'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Mudpans'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix sp.||X||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Salvadora persica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Maerua crassifolia||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cassa senna||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ziziphus sp.||X||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Grewia tenax||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Balanites aegyptiaca||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caparis decidua||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||X ?||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||X ?||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Crucifereae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Malvaceae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Phoenix dactilifera||X||||||X ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Leptadenia pyrotechnica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Kräuter und Gräser'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Chencrus pennisetum|| || X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bracharia||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Digitaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gramineae||||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Panicum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Setaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sorghum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperaceae||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Portulaca oleracea||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus maritimus||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum vulgare||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa colona||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chencrus||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus Schoenoplectus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rumex||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Curcurbi taceae||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Arnebia||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anabasis||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anastatica hieruchuntica||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum hexastichon nudum||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Triticum sp.||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
                                                      &lt;br /&gt;
'''Anzahl der Gehölztaxa'''                                                      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Lage'''|| 20°N|| 21°N||23°N||24°N||25°N&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Anzahl'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 14||||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||12||X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10||||X||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6|||||||X|||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||0||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''|| '''Laqiya'''|| '''Selima'''|| '''Gilf Kebir'''|| '''Mudpans'''|| '''25°N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regenfeldbau in der Ostsahara zur Zeit der postpleistozänen Feuchtmaxima== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die agronomische Trockengrenze für den Regenfeldbau verläuft im Süden der Sahara nach H. Mensching ungefähr auf der Linie Dakar – Niamey – Fort Lamy – Darfur auf der Höhe des 12. Breitengrads.&lt;br /&gt;
Im Norden der Sahara sind lediglich die küstennahen Gebiete und die sich anschließenden Gebirgsregionen Algeriens, Marokkos und Tunesiens geeignet.&lt;br /&gt;
Diese Grenzen werden aber heute schon um 100 km im Maghreb und 200 km im Sahel überschritten. &lt;br /&gt;
H. Mensching definiert die agronomische Trockengrenze dahingehend, dass sie bei etwa 300 mm Winterregen oder 500 mm Sommerregen zu suchen sei, wobei die Niederschläge auf  4 bis 5 Monate im Jahr verteilt sind.&lt;br /&gt;
Versuche im Norden Ägyptens von H.D. Müller haben ergeben, dass bei einem Minimum von 150 mm Winterregen Gerste ihre Körnerfrüchte voll ausbilden kann. Hier sind aber schon ausgewählte Felder eingeschlossen, die zusätzlich kolluviales Wasser erhalten.&lt;br /&gt;
Französische Wissenschaftler ( P. Pfeffer, Y. Monnies und Ph. Taquel ) definieren die Zonen von der Wüste bis zu den tropischen Gefilden wie folgt :&lt;br /&gt;
* Unter 100 mm Sommerregen Wüste.&lt;br /&gt;
* Von 100 bis 300 mm Nordsahel, der Regen fällt jedes Jahr und verteilt sich auf einen Monat. Das „Grün“ wird von Kamelen abgeweidet (z.B. Agadez 200 mm und 21 Tage Regen pro Jahr Anm. des Verfassers).&lt;br /&gt;
* Von 300 bis 500 mm Südsahel, der Regen ist über zwei bis drei Monate verteilt, Bäume tauchen auf und Viehzucht ist möglich.&lt;br /&gt;
* &amp;gt; 500 mm Beginn der tropischen Zone, der Regen verteilt sich über 100 Tage im Jahr, Ackerbau ist möglich, Hirse und Erdnüsse können wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Einteilung stimmt weitesgehend mit der Definition H. Menschings überein.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Nahen Osten von den Zagrosbergen bis ins anatolische Hochland und entlang der Mittelmeerküste Palästinas wuchsen die Wildformen von Gerste und Weizen bei einem durchschnittlichen, jährlichen Niederschlag von über 300 mm. Diese Ressource wurde von ca. 11.000 BP bis 8000 BP von den dort lebenden Menschen genutzt. Frühe dörfliche Siedlungen sind von Osten nach Westen Ali Kosh, Ganj Dareh, Jarmo, Cayöun, Canhasan, Catal Hüyük und Hacilar. Im Bereich der Mittelmeerküste liegen Ras Shamra, Tell Ramad Munhata und Jericho. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ackerbau gelangte um 8000 BP bis 6000 BP in die Euphrat- und Tigrisebene, wo mit künstlicher Bewässerung experimentiert wurde, da das Gebiet außerhalb der 300 mm Isohyete lag. Wahrscheinlich wurden Gerste und Weizen von Palästina ins Nildelta und weiter in den Süden Ägyptens gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon um ca. 8100 BP bis 7900 BP tauchen Gerste in domestizierter und wilder Form in Nabta Playa und etwas später um 7700 – 6200 BP Gerste und Weizen in Nabta und Kiseiba auf (El Hadidi 1980, Stemmler und Falk 1980). &lt;br /&gt;
Wenn wir annehmen das Getreide sei vom Menschen transportiert worden, so kommen als mögliche Wege das Niltal oder aber die westliche Wüste in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorghum und Hirse sind von Süden, aus Nordost- Afrika kommend, nach Ägypten gelangt. &lt;br /&gt;
Sorghum ist vor 7900 BP in Nabta nachgewiesen (E – 75 – 6), um 6700 – 6710 BP ist er zusammen mit Hirse im Wadi Obeiyd in der Farafrasenke angelangt. &lt;br /&gt;
Gerste und Weizen von Norden eingeführt und Hirse und Sorgho von Süden kommend haben wahrscheinlich die gleichen Routen genommen nur jeweils in entgegengesetzter Richtung.&lt;br /&gt;
Wenn aber südliche Getreidearten im Norden gewachsen sind und nördliche im Süden der westlichen Wüste Ägyptens, so kann davon ausgegangen werden, dass an allen geeigneten Orten auf diesem Weg, und das sind die Orte an denen Mahlwerkzeug gefunden wird, beide Getreidegruppen bekannt waren und auch genutzt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit der Verbreitung des Getreides ist ein natürliches Eindringen der Taxa mit fortschreitendem Sommer- und Winterregen. Das würde allerdings Winterregen in Nabta Playa bedeuten.&lt;br /&gt;
In jedem Fall folgt aus dem oben Gesagten, logischerweise dass die klimatischen Bedingungen ein Wachsen und Reifen von Körnerfrüchten erlaubten und daraus folgt wiederum eine jährliche Niederschlagsmenge von mehr als 150 mm Winterregen (Farafra) und von mehr als 300 mm Sommerregen (Nabta).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die stellenweise sehr hohe Dichte von steinzeitlichem Mahlwerkzeug in der Ostsahara zu erklären, wird, da viele Wissenschaftler eine höhere Niederschlagsmenge als 200 mm Sommerregen ausschließen, eine Art von genügsamen, trockenheitresistenten „Wildgetreide“ ins Spiel gebracht, welches mit Niederschlagsmengen von weniger als 200 mm Sommerregen / Jahr in der Lage sein soll essbare Körnerfrüchte zu produzieren. Der Name dieses Grases oder dieser Gräser ist nicht genannt. Die postulierten „Wildgetreide“ scheinen eine Schimäre zu sein. &lt;br /&gt;
Wären sie bekannt, so könnte die Sahelzone endlich vom Hunger befreit werden, denn die Gebiete zwischen den Isohyeten 300 mm und 50 mm ( Sommerregen ) stellen ungeheuere Flächen dar, die für die Produktion von „Wildgetreide“ zur Verfügung stünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert eine Reihe von Wildgräsern, deren Samen in Notzeiten gegessen werden aber sie sind an die 300 mm Isohyete gebunden. Fährt man mit dem Geländewagen von Agadez (200 mm) in Richtung Tahoua, so wird die 300 mm Isohyete gequert und erst südlich dieser Linie macht der Reisende, der seinen Wagen verlässt, die unangenehme Bekanntschaft mit dem cram – cram (chencrus biflorus).&lt;br /&gt;
Auch Wildgetreide in montanen Gunsträumen braucht, wenn es essbare Körner produzieren soll, gute Jahre d.h. ein Minimum von 300 mm Sommerregen oder äquivalente Wassermengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon ausgeführt, wuchsen zu Beginn des Holozäns die Wildformen von Weizen und Gerste bei einer Niederschlagsmenge von ca. 300 mm Winterregen im „fruchtbaren Halbmond“. Diese Wildformen wurden vom Menschen durch Selektion zu Kulturpflanzen herangezüchtet und wuchsen weiterhin bei 300 mm Winterregen in der ursprünglichen Region. Bei niedrigeren Niederschlägen wurde weiter südlich mit Bewässerung experimentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ostsahara wuchsen zur gleichen Zeit Wildpflanzen, als da sind setaria, punicum und sorghum in der Umgebung vieler steinzeitlicher Fundstellen. Es ist anzunehmen, dass auch hier eine ausreichende Regenmenge notwendig war, gleich ob für Wild- oder Kulturpflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem Handbuch für tropische Landwirtschaft (London 1979) weisen die Autoren D. Joy und E.J. Wibberley darauf hin, dass Sorghum heute vorzugsweise bei Niederschlägen zwischen 750 und 1250 mm/Jahr Sommerregen angebaut wird, bei fünf bis sieben Trockenmonaten im Jahr.  Hirse ist weniger anspruchsvoll und benötigt 500 bis 750 mm Sommerregen pro Jahr. Bei weniger als 500 mm/Jahr wird nur noch Kolbenhirse angebaut, es sei denn, künstliche Bewässerung wäre möglich. Das Buch ist für Praktiker konzipiert und richtet sich an westafrikanische Landwirte. Digitaria und Pennisetum, die in der Ostsahara häufig auf holozänen, steinzeitlichen Fundplätzen nachgewiesen sind, wachsen heute u.a. in den Savannengebieten Nigerias. Die Gräser sind ausgezeichnete Futterpflanzen für Rinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun könnte argumentiert werden, dass dank der geographischen Lage an den Schichtstufen, Wasser am Fuße der Hänge sich hätte sammeln können und dass so auch bei niedrigen Regenfällen genügend davon für die Pflanzen zur Verfügung gestanden haben würde.&lt;br /&gt;
Für tiefwurzelnde Bäume und Sträucher ist dies sicherlich zutreffend, nicht aber für Gräser, ausgenommen einige Horstgräser, und vor allem nicht für Getreide.&lt;br /&gt;
Körnerproduzierende Gräser brauchen entweder in bestimmten Abständen Regen, der die oberflächennahen Bodenschichten und so den Wurzelbereich durchfeuchtet oder aber künstliche Bewässerung.&lt;br /&gt;
Wenn K. Neumann ein Beispiel von Hirseanbau aus der Bayuda mit Niederschlägen zwischen 25 mm und 50 mm angibt, so hätte fairerweise gesagt werden müssen, dass dies nur durch künstliche Bewässerung möglich ist (Forschung zur Umweltgeschichte der Ostsahara, Seite 116).&lt;br /&gt;
In meinem Garten in Abu Tartur wuchsen ohne jegliche Regenfälle unter anderem Zuckerrohr und Bananenstauden. In Anou Araren nördlich von Agadez habe ich ca. 50 ha bewirtschaften lassen. Es wurden jährlich vier Ernten und zwar Sorghum, Weizen, Zwiebeln und Tomaten eingefahren und das bei einer Niederschlagsmenge von weniger als 150 mm Sommerregen/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bewässerungstechnik dürfte in dem behandelten Zeitraum von den Siedlern in der libyschen Wüste noch nicht entwickelt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Wirbeltiere)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Knochenfunde der B.O.S. Mission wurden von Wim van Neer und H.P. Uerpmann untersucht. Die Fundstellen sind im Prinzip die gleichen, die für die Untersuchung der Baumvegetation K. Neumanns herangezogen worden sind. So sind auch die Probleme ähnlich. Zu große Distanzen zwischen den Fundplätzen, teilweise schlechter Erhaltungszustand des zu untersuchenden Materials und vor allem eine Lücke zwischen den Breitengraden 24° N und 29° N machen eine eindeutige Bewertung schwierig. &lt;br /&gt;
Für Lobo in der Sandsee wird gesagt : „The sample contains almost nothing but unidentifiable mamal bones which, as far as could be established, belong all to the size class of the dorca gazelle. Only two enamel fragments indicate the presence of a large bovid. Dorca gazelle is represented by five identifiable fragments”.&lt;br /&gt;
Die von Willmann abgesammelten und von H.P. Uerpmann bestimmten Knochen gehören zu Großsäugern, identifiziert wurde Pelorovis antiquus.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz glass area 81/61 sind neben Dorca, Dama, Oryx und Hase vor allem Frosch- oder Krötenknochen gefunden worden, sie machen die Hälfte der Funde aus. Eine neuere Analyse, durchgeführt vom Institut für Paläoanatomie und Geschichte der Tiermedizin, München, gibt für 81/61 folgende Verteilung an :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alcelaphus buselaphus|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oryx dammah||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Addax nasomaculatus||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ovis aries||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||196&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Lepus capensis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amphibien fehlen in dieser Aufstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Münchener Institut hat ebenfalls die Knochenfunde von Djara 90/1 sowie die von Abu Gerara 98/5 untersucht (N. Pöllath in „Drei Tierknochenaufsammlungen aus Ägypten,      TPA 1“).&lt;br /&gt;
Die Fauna von Djara 90/1 setzt sich wie folgt zusammen :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Addax nasomaculatus|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella sp.||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella dorcas||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caracal caracal||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Unbestimmter Großtierknochen||46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Spathopis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht enthalten in dieser Aufstellung von 90/1 sind ein ebenfalls in Djara gefundenes domestiziertes Schaf und ein einwandfrei identifizierter Nilpferdknochen. Die Großtierknochen machen in dieser Aufstellung ca. 80 % der Gesamtmenge aus und geben einen Hinweis auf ein günstiges Klima mit Niederschlägen, welche für dichten Graswuchs sowie für das Gedeihen von Bäumen ausreichend waren. Das Verhältnis von ca. 80 % Großtierknochen zu anderen findet sich in Gerara, nördlich des 26. Breitengrads Nord wieder, ist aber leider nur auf einer geringen Menge basiert. Unter den Boviden befindet sich ein Büffel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camelus dromedarius*|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bos / Syncerus||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die Dromedarknochen sind später in das Fundgut gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von domestizierten Tieren und unbestimmten Großsäugern zu Dama und Dorcas Gazellen beträgt für Abu Tartur 75 %. Aber auch hier ist die Menge der untersuchten Knochen gering.&lt;br /&gt;
In Abu Tartur ist lediglich versucht worden, die Steinwerkzeuge in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Von der Keramik hingegen oder von den faunistischen Relikten sind nur einzelne Belegstücke von der Oberfläche aufgenommen worden. In den Fundplatzbeschreibungen wird aber auf gehäuftes Auftreten von Keramik, Knochen und Holzkohle hingewiesen.&lt;br /&gt;
Dennoch ist das Rind auf den Plateaufundstellen 0009/83, 0012/83 und 0054/85 nachgewiesen. Ziegen und / oder Schafe sind von 0008/13, 0010/83, 0012/83 und 0039/85 bekannt. Auch ein Nashorn kommt auf dem Plateau (0007/83) vor. Neben Gazellenresten wurde auch ein Kieferknochen der Hyäne geborgen.&lt;br /&gt;
In der Sandsteinebene wurden an den Playarändern Knochen von Ziege und / oder Schaf von den Fundplätzen 1010/83 und 1032/82 aufgelesen. Rinder- oder Büffelknochen fanden sich auf dem Fundplatz 1048/84. Ein Nashorn stammt von 1010/83 ein Zebra (equus) von 1005/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Knochenmaterial der domestizierten Tiere und das der Wildfauna wurde dankenswerterweise von H. Berke analysiert. &lt;br /&gt;
In den von M. Mc Donald bearbeiteten Fundstellen der Masara Phase, weit außerhalb der Dakhla Oasen, ist die Fauna weniger reich als die Vegetation es vermuten ließe. Neben Gazellen, Hasen, Eidechsen und einigen Vögeln enthält das Spektrum Schildkröten und Kröten. Das einzige recht anspruchsvolle Tier ist die Steppenkuhantilope, ein Bovide mit einer Schulterhöhe von 1,5 m und einem Gewicht von bis zu 250 kg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der afrikanische Hase (lepus capensis) bevölkert mit Ausnahme der dichten Wälder sämtliche Landschaftsformen und Klimazonen Afrikas. Ich selbst habe ihn im feucht- heißen Sambesital gejagt. Sein Auftreten bedeutet demnach lediglich, dass kein dichter Wald vorhanden war.&lt;br /&gt;
Gazellen können auch in sehr trockenen Gegenden überleben, selbst ohne offenes Wasser. Sie müssen ihren Feuchtigkeitsbedarf aber dann aus ihrer Nahrung decken können, also durch frische, grüne Pflanzen. Wenn kein Wasser zur Verfügung steht und das wenige Futter trocken und verdorrt ist, findet auch eine Gazelle keine Überlebensmöglichkeit.&lt;br /&gt;
Große Antilopen wie Alcelaphus buselaphus, von M. Mc Donald „hartebeest“ genannt, was eher dem südafrikanischen Verwandten Alcelaphus caama entspricht, brauchen Wasser und große Mengen Futter, sie können nicht wie Gazellen längere Trockenperioden überstehen.&lt;br /&gt;
Auch in Dakhla stehen also die paläobotanischen Fakten in scharfen Gegensatz zu der ariden Umwelt südlich des 24. Breitengrads Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mudpans weisen neben Vertretern genügsamer Boviden vor allem Elefant und Giraffe auf savannenartiges Gelände hin. In diesem Zusammenhang ist auch der große Anteil und der Artenreichtum der Raubtiere von Wichtigkeit. Auf keinen Fall sind Hyäne und Karakal Wüstenbewohner, ihre Anwesenheit lässt auf eine Vielzahl von möglichen Beutetieren schließen. Bemerkenswert ist das Fehlen von domestizierten Tieren, kommen doch in Eastpans neben Hund und Schaf auch Rinder vor und selbst in der Sandsee (81/61) werden Schaf und wahrscheinlich auch Rind angetroffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Fundkomplex_T_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex T&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Ingrid_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Ingrid&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_West_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex West&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Vera_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Vera&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Renate_neu_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Renate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Mollusken)== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Landschnecke Zootecus insularis kommt auf dem Abu Tartur Plateau in sehr großen Mengen vor. Sie ist Indikator einer Krautvegetation und kann durch Eingraben kürzere Trockenperioden überleben. Ein Exemplar wurde auf 8485 +- 45 BP datiert. Getragen wurde der Pflanzenwuchs von terra rossa Böden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastropoden, die sich eingraben, suchen Feuchtigkeit, die Böden mussten daher mächtig und in ihren tieferen Schichten dauerfeucht gewesen sein. Für Kröten, die sich in die Erde zurückziehen, gilt das gleiche.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden zwei Exemplare von Bulinus truncatus auf dem Plateau und drei an den Endpfannen gefunden, wobei die Bestimmung nicht ganz zweifelsfrei ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lymnaea natalensis, die fast ausschließlich in permanenten Gewässern lebt, ist mit 23 Exemplaren von Playa West und Playa Renate vertreten. Von Melanoides tuberculata, welche nur in Gewässern, die nicht regelmäßig austrocknen, lebt, ist nur ein Exemplar gefunden worden. &lt;br /&gt;
Pila sp. ist jeweils mit einem juvenilem, ebenfalls zweifelhaftem Exemplar von 1019/82 und 1005/83 vertreten.&lt;br /&gt;
Asphataria rubens oder Spathopis ist in Abu Tartur in großen Mengen vorhanden. 35 Exemplare von 35 verschiedenen Fundplätzen sind als Proben entnommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spathopis ist nicht an tiefes Wasser gebunden, sondern kann auch in flachen Tümpeln leben, wenn diese regelmäßig überflutet werden (S. Kröpelin 1993 : 193 – 195). Bislang wurde angenommen, dass Asphataria aus dem Niltal in die Wüste gelangt sei, nur für den Wadi Howar gilt sie als autochthon, dort sind auf der Fundstelle 80/73 Bulinus truncatus, Melanoides tuberculatus und Planorbis Gastropoden gefunden worden, sie gelten, wie auch Asphataria als nicht eingeschleppt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum sollte eine ähnliche Vergesellschaftung in Abu Tartur allochthon sein zumal Van Damme (1984) für die steinzeitlichen Phasen des Holozäns das Vorkommen von A. rubens westlich des Nils an Wasserstellen und Wadiläufen bezeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Altersanalyse an einer Spathopisschale vom Fundplatz 1004/83 hat einen Wert von 8110 +- 45 BP ergeben (KIA 23194), sie ist damit wesentlich älter als der älteste Fundplatz der Playa West und somit wahrscheinlich vor dem ersten Siedler an diesem Ort existent gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Felsbildkunst)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sehr variantenreiche Felskunst Abu Tarturs zeigt unter anderem drei Gravierungen von Rindern und stellt in einer interessanten Perspektivform eine Schafherde dar.&lt;br /&gt;
An Wildtieren werden Spießböcke, Giraffen, Antilopen und ein Strauß präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine seltene Darstellung von Fischschwärmen in der Draufsicht, wie ein Beobachter von einem erhöhten Punkt am Ufer die Tiere sehen würde, weist auf permanentes Wasser hin. Ein in der Seitenansicht gravierter Fisch dürfte sehr viel jünger sein, er ist Teil eines Piktogramms, welches vielleicht schon in die prädynastische Zeit weist. Im Gegensatz zu den oben genannten Fischschwärmen ist er nicht unbedingt ein Beweis für sein Vorkommen an diesem Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In „Rock drawings of southern upper Egypt II“ von 1939 beschreibt Hans A. Winkler die Gravierungen, die sich am Fuße des Abu Tartur Massivs bis nach Dakhla hinziehen und auch noch westlich und südlich der Oasen anzutreffen sind. Die Felszeichnungen von 1005/83 hatte er übersehen, kein Wunder in dem Gewirr von Zeugenbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An neun Stationen finden sich Darstellungen von Giraffen. Antilopen und Strauße sind jeweils sechsmal dargestellt. Viermal kommen Gazellen und Ibex vor, letztere wären eher in der östlichen Wüste zu erwarten gewesen. Neben drei Stationen mit Abbildungen von Rindern sind auch zwei mit Elefanten vorhanden. Außerdem sind Hunde, Esel, Krokodile, Schlangen, Hase, Vogel und Kamel graviert. Bei neolithischen Felsgravierungen gehe ich davon aus, dass die abgebildeten Tiere in der Umgebung lebten und dem Künstler aus eigener Anschauung bekannt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter, ausführliche Informationen und Darstellungen finden sich unter [[Fundkomplex Abu Tartur | Fundkomplex Abu Tartur Felskunst - Zeichnungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen von domestizierten Tieren und von großen Wildtieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| Hund|| Ziege|| Schaf|| Rind|| Büffel*|| Hartebeest|| Nilpferd Nashorn|| Elefant|| Giraffe|| Egnus (Zebra)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundregion'''|||||||||||||||| || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gilf Kebir|||| X|||| X|||||||| X (Myers)|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sandsee|||||| X|| X (96/15)|| X|| X (81/61)||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mudpans|||||||||||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Eastpans|| X|||| X|| X||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla (Mc Donald)|||| X ?|||||||| X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla**|| X|| X|| X|| X|| X|||| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Tartur|||| X|| X|| X|| X|||| X|| X ?|| X ?|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kharga**|||||||| X|||| X|| X|| X|||| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Gerara|||||||||| X||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Djara|||| X (Felsbild)|| X|||||| X|| X||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Farafra|||| X|| X||||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nabta-Kiseiba|| X|| X|| X|| X|| X ?||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Felsbilder Abu Tartur-Dakhla|| X|||| X|| X|||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* * Bouchud (1969) states categorically that the giant buffalo is a savanna dweller needing large quantities of water. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ** Die Oasen im frühen Holozän waren nicht bedeutender als heute. Der Wasseraustritt der Quellen lag allerdings auf einem höheren geographischen Niveau. Das Nachlassen des Wasserdrucks und damit der eventuellen Menge wurde harmonischer Weise durch die starken Deflationsraten ausgeglichen, so dass von einem gleichmäßigen Fördervolumen ausgegangen werden kann.&lt;br /&gt;
Da das Wasser aber nicht wie heute kanalisiert war, bildete sich eine Sumpflandschaft, die von Savannentieren nicht bevorzugt wird. Die aktuelle intensive, durch Pumpen beschleunigte Nutzung der endlichen Wasserreserven hat ein Ungleichgewicht bewirkt. Die Deflation kann die Verminderung des artesischen Drucks nicht mehr ausgleichen. Daher muss immer mehr Wasser aus größeren Teufen gehoben werden.&lt;br /&gt;
Die von Leclant und Churcher durchgeführten Analysen der Oasenfauna sind zweifelhaft. &lt;br /&gt;
Der auf einigen Fundstellen erhöhte Knochenanteil von kleinen Boviden und Hasen kann über die tatsächliche Zusammensetzung der Paläofauna ein falsches Bild zeichnen.&lt;br /&gt;
Klein und Cruz – Uribe (1984) schreiben dazu :&lt;br /&gt;
“In many instances prehistoric hunters probably butchered a large animal where it fell and brought only selected parts to their home base. In contrast, they probably often imported smaller animals intact”. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Komplexität der Beurteilung prähistorischer Knochenfunde wird von Hubert Berke ausführlich in seiner Arbeit “Zum Thema Archäozoologie” (1989) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mensch und Umwelt==&lt;br /&gt;
Die Lage der steinzeitlichen Fundplätze in der sie umgebenden Landschaft lässt zuweilen Schlüsse auf  die klimatischen Bedingungen zu. Die Wasserversorgung ist in diesem Zusammenhang von besonderer Wichtigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel I'''&lt;br /&gt;
AT 0002/84 ist mit 9120 +- 40 Jahren vor heute der bislang älteste datierte Fundplatz Abu Tarturs. Durch sein reichhaltiges, homogenes Fundmaterial weist er sich als Siedlungsplatz  aus, der für eine gewisse Dauer angelegt worden ist. Die Versorgung mit Wasser könnte durch Regenwasser gewährleistet worden sein, welches sich in einem flachen Becken der Fundstelle AT 0014/85, etwa einen Kilometer nordöstlich gelegen, sammeln konnte. Kleinere Tümpel, heute im Gelände nicht mehr auszumachen, hätten sich in der Nähe von AT 0002/84 bilden können. Ähnliche Fundkomplexe gleichen Alters, wenn auch kleiner und weniger deutlich ausgeprägt, werden auf dem Plateau angetroffen aber bisher nie in der Ebene in der Nähe der großen Playas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus kann geschlossen werden, dass nach den großen Regenfällen zu Beginn des Holozäns die Wasserversorgung auf dem Plateau ohne große Endbecken kein Problem für die Siedler darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel II'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle Ä 98/20 im Tiefsten einer Endpfanne, welche Wasser aus einem Einzugsgebiet von 563 km² sammelt, hat zu verschiedenen Zeiten, nach eigener Beobachtung vom Epipaläolithikum (langschmale Dreiecke, Rückenmesser) bis zum Spätneolithikum (gestielte, flächig bearbeitete Pfeilspitzen, side-blow-flakes) als Zufluchtsort am ENDE der Trockenzeiten gedient, wenn höher gelegene Wasserstellen ausgetrocknet waren und wenn die Weiden auf den Hamadas abgegrast waren. Während der Regenzeiten, es sind sowohl Sommerregen aus Süden als auch Winterregen aus Norden nachgewiesen, waren die Wasserstände wesentlich höher wie Proben vom Niveau + 5 m belegen. Die Siedler, ob Jägernomaden oder Hirten nutzten nach den Regenfällen die Hamadas und Wadis außerhalb der Senken, das Aktionsgebiet schloss ebenfalls den Dünengürtel des Abu Muharig ein. Während dieser Zeit waren die Bewohner sehr mobil und legten keine Dauerlager an. Der archäologische Nachweis ist durch die „short-term camps“ und die „overnight stopps“ (Kindermann) gegeben. Am Ende der Trockenzeiten wurde der Raum um die Endpfanne genutzt, die Mobilität war eingeschränkt, da nur noch wenige Wasserlöcher vorhanden waren und hierdurch erklärt sich die höhere Konzentration von Steinplätzen und Artefakten.&lt;br /&gt;
Diese gut durchdachte und zutiefst logische Strategie wird auch heute noch von Hirtenvölkern in der Sahara angewandt (Niger, Mauretanien u.a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach aktueller Hypothese sind lediglich 100 mm Regen im Jahr gefallen. In der folgenden Rechnung werden die bislang für richtig gehaltenen Zahlen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0,1 m Regen im Jahr x 563.000.000 m² = 56.300.000 m³/Jahr. Angenommen 80% des Wassers versickern oder verdunsten auf ihrem Lauf, angenommen die Endpfanne hat eine Größe von  1 km² so beträgt der Wasserstand am Ende der Regenzeit 11,2 m, eine Höhe, die mit meinen Beobachtungen größenordnungsmäßig übereinstimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel III'''&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet von Ä 90/1 beträgt nach der gleichen Quelle wie weiter oben lediglich 1 km². Bei den von mir postulierten Wasserständen werden sich allerdings Überläufe zwischen den einzelnen Teilsenken gebildet haben und so auch hier die noch erkennbaren Mulden aufgefüllt haben. Der besondere Gunstfaktor des Fundplatzes bestand in der als Zisterne dienenden Höhle. Bei stärkeren &lt;br /&gt;
Niederschlagsereignissen konnte Wasser in die Höhle überlaufen und dort eine Reserve von ca. 9000 bis 10.000 m³ bilden, genügend Wasser, um eine größere Population mit Haustieren während des ganzen Jahres zu versorgen (Die tägliche Menge entspricht einem großen Tankwagen von 30 m³ Fassungsvermögen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ereignisse lassen sich nachweisen an den verschwemmten Sedimenten, die im Höhleninneren einen fast waagerechten Untergrund bilden, wie er nur vom Wasser gestaltet werden konnte und an dem Vorhandensein von schalenförmigen pelitischen Sedimentkrusten, die im stillen Wasser abgesetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 100 mm Niederschlag im Jahr und einem Einzugsgebiet von 1 km² kann die Attraktivität des Fundplatzes nicht erklärt werden, da in einem Endbecken von ca. 300 m x 300 m der Höchstwasserstand nur etwas mehr als 1 m betragen würde falls die gesamte Wassermenge dort gesammelt würde. Bei 20% wie im Beispiel II waren es gerade einmal 20 cm Höchststand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel IV'''&lt;br /&gt;
beschreibt die Fundstelle Ä 95/2 in den Eastpans. Hier stehen bei 200mm Niederschlag pro Jahr und einem Einzugsgebiet von 227 km² in einem Sammelbecken von rund 3 km² (von Niv. –1 bis Niv. +5) 45.400.000 m³ Wasser zur Verfügung. Anzumerken ist, dass die bekannten Fundplätze jeweils Becken mit Flächen von ca. 500.000 m² aufweisen. Der Wasserstand würde bei 20% Ausnutzung auf  der Gesamtfläche bei 3 m liegen, die kleineren und tiefer gelegenen Fundplätze könnten unter den gleichen Umständen einen wesentlich höheren Wasserstand aufweisen, rein rechnerisch bis ca. 9 m. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altersangaben betreffen die Zeit um 6000 BP für das Spätneolithikum und 7214 BP für das Mittelneolithikum. Da die Menschen in dieser Zeit neben der Jagd von Körnerfrüchten und von den Produkten der Viehzucht lebten, dürfte eine ähnliche Situation existiert haben wie in Djara 98/20 nämlich eine Konzentration um einen Teich, in dem die letzten Wasserreserven am ENDE der Trockenzeit vorhanden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel V'''&lt;br /&gt;
bezieht sich auf AT 1005/83. Der bedeutende Fundplatz mit einem Alter von 6420 +- 60 BP Jahren weist eine Werkzeugmenge von 897 Stücken auf, hinzu kommen 40 Mahlsteine, 16 Reibschalen, 31 identifizierte Feuerstellen und Keramik. An faunistischen Material wurden u.a. Straußeneiperlen, bulinus truncatus, lymnaea natalensis und aspatharia rubens gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt am Nordrand eines ausgedehnten Playabeckens und ist um einen Inselberg aus nubischem Sandstein, der aus dem Holozänsediment herausragt, angeordnet. Die Positionen der immobilen Feuerstellen liegen zum Teil oberhalb der Niveaulinie 204 und reichen bis nahe an die wahrscheinliche Uferlinie, welche dem Niveau 202 entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiter südlich gelegene mittelneolithische Fundstelle AT 1004/83 mit einem Alter von 7590 +- 75 BP Jahren liegt ebenfalls auf dem Niveau 204. Auch hier wird eine Variationsbreite angetroffen, so dass Fundplatzteile etwa zwischen Niv. 205 und Niv. 203 liegen. Weitere noch nicht datierte Fundstellen wie 1001 bis 1003, 1006 bis 1012 und 1039, 1040, 1044 und 1079 bis 1082 sind ebenfalls um die Niveaulinien 202 bis 205 gruppiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:1005_83_Lageskizze.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Lageskizze Abu Tartur, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Belege lassen darauf schließen, dass die Playa über lange Zeiträume im wesentlichen das gleiche Sammelbecken und ähnliche Wasserstände aufwies. Ein Playaprofil welches an einem Sandsteinhügel ansteht, zeigt an seiner Basis eine Wechsellagerung von sandigen und tonigen Schichten. Darüber liegt eine kompakte tonige Masse von ~ 2 m Mächtigkeit ähnlich der von H. Riemer dokumentierten Schichten im Wadi Asfura in der Nähe der Fundstelle AT 1072/86 oder dem Aufschluss AT 1023/82 wo gut 2,50 m ungeschichtete Tonmassen anstehen und sich im nicht aufgeschlossenen Liegenden fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese tonigen Sedimente weisen auf eine gleichmäßige, nicht turbulente Wasserzufuhr hin wie sie z.B. bei Winterregen auftreten kann. Andere Schichten enthalten Kalkgeröll oder feine kalkige Verwitterungsprodukte, die wiederum auf heftige Sommerregen schließen lassen.&lt;br /&gt;
Eine genauere Untersuchung des Sedimentationsgeschehens durch ein Geologenteam könnte hier endgültige Erkenntnisse erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Diskussion und Konklusion==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die libysche Wüste Ägyptens herrscht bei Wissenschaftlern bislang eine weitgehende Übereinstimmung, wonach die Gebiete zwischen dem 24. und dem 29. Breitengrad Nord zu keiner Zeit während des prähistorischen, holozänen Klimaoptimums eine höhere Regenmenge erhalten haben als 150 mm/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R. Kuper und S. Kröpelin gehen in einer neueren diesbezüglichen Veröffentlichung von mehr als 50 mm bis 150 mm Niederschlägen im Jahr aus (Science 2006, Vol. 313, Fig. 3). Sie postulieren ein Vorrücken des tropischen Monsuns zu Beginn des Holozäns wonach südlich des Wadi Howars &amp;gt; 450 mm Sommerregen/Jahr fielen, bis in die Gegend um Laqiya mehr als 300 mm und bis zur ägyptisch sudanesischen Grenze und im Gilf Kebir &amp;gt; 150 mm Sommerregen im Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem reichte bis ins Fayum, wo &amp;gt; 150 mm Winterregen angegeben sind. Auch dieser Wert ist zu niedrig angesetzt, jagten doch die Menschen im Fayum noch um 6000 BP Elefanten (site K) und Nilpferde (site N) und bauten Gerste, Leinen und Weizen an. Ein striktes Minimum von 250 mm Winterregen wären die Vorraussetzung für eine derartige Flora und Fauna. Durch das Vorhanden sein des Sees herrschte zwar kein Wassermangel, noch wichtiger ist aber ausreichend Regen, um eine Lebensgrundlage für Großtiere und Möglichkeiten zum Ackerbau zu schaffen. Ein Seeuferbewuchs würde nicht ausreichen. Vergleiche mit sogenannten Wüstenelefanten Namibias sind nicht angebracht, da diese die Wasserspeicher der Wadis, die durch Regen aus weit entfernten Gegenden gespeist werden, nutzen und lediglich durch Wüstengebiete wandern, um von einem Wadi zum nächsten zu gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum zwischen dem 30. Breitengrad Nord und dem 23. Breitengrad Nord lag demnach in einer Wüste, die weniger Regen erhielt als heute Agadez in der Republik Niger (200 mm Sommerregen). In dieser ägyptischen Zentralwüste fehlen die Gebirge, die zusätzliches Wasser in die trockenen Ebenen hätten leiten können, allenfalls sind einige Schichtstufen vorhanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Bild einer breitengradparallelen zonalen Klimaentwicklung, wie es für die Westwüste Ägyptens und den nordwestlichen Teil des Sudans gezeichnet wird, ist durchaus stimmig soweit es sich auf den südlichen Teil des Untersuchungsgebiets bezieht. Belege aus der Quartärgeologie, besonders aus dem Gilf Kebir, sowie weitere Fakten aus Fauna und Flora lassen keine Zweifel aufkommen.&lt;br /&gt;
Weiter nördlich betreffen die Untersuchungen Teile der Großen Sandsee und das Abu Ballas Stufenland. Hier stellen sich die ersten Fragen. Wie kommen Savannengehölze und Savannentiere nach Mudpans und woher kommen die Graslandschaften und die Rinder von Eastpans ?&lt;br /&gt;
Diese Gebiete folgen nicht mehr der etablierten Zonung und werden als Vorposten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des 25. Breitengrads Nord, einer Zone, die bis auf Dakhla (M. Mc Donald) nicht intensiv bearbeitet worden ist, erlauben die harten Fakten nicht mehr an dem konservativen System festzuhalten.&lt;br /&gt;
Wie neuere Forschungen nahe legen, reichten die tropischen Sommerregen nicht nur bis zum 24. Breitengrad Nord sondern weit über 27° N hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem wurde bislang nicht genügend berücksichtigt und heute ist klar, dass die Winterregen von der Küste über Djara bis zu den Mudpans und vielleicht sogar bis in den Nordsudan reichten. Selbst der Gilf Kebir scheint zeitweilig in das Winterregenregime eingebunden gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet welches auf Grund seiner Topographie am stärksten durch die zwei sich überlappenden Regenzeiten begünstigt worden ist, liegt um den 25. Breitengrad Nord. Wir dürfen hier von &amp;gt; 150 mm Winterregen und von einer Sommerregenmenge gemäß der zonalen Ausbreitung der Isohyeten von &amp;gt; 50 bis 150 mm ausgehen. Der mittlere jährliche Niederschlag umgerechnet in Sommerregen (100 mm Winterregen entsprechen in der Landwirtschaft 200 mm Sommerregen) würde also nach folgender Rechnung diese Größenordnung gehabt haben :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(50 + 150) : 2 + (&amp;gt;150 x 2) = 100 + &amp;gt;300 = &amp;gt;400 mm äquivalenter Sommerregen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Niederschlagsmenge könnte die Bildung der Rotböden auf dem Plateau und in der „Roten Wüste“ und die zum Teil riesige Ausdehnung der Playas in der Ebene und das Vorhandensein offener Wasserflächen erklärt werden. Damit ließe sich auch die Bildung von Kalzitkristallen in der Kontaktzone von Kalkstein und Playaboden schlüssiger belegen (H. Besler). &lt;br /&gt;
Zugleich liegt diese Regenmenge in einem Bereich, der Rinderhaltung erlaubt und der dem Vorhandensein von wilden Großtieren nicht widerspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem aber wird verständlich warum sich Menschen in diesem Raum niedergelassen haben, hier konnten sie gut leben und nicht nur überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird auch verständlich wenn Wendorf et al. (2001) eine Trockenzeit zwischen 8700 und 8600 BP feststellen, während Mc Donald gerade eine Blüte der Masara C Kultur konstatiert. Die Klimaregime waren unterschiedlich, der Einfluss der Winterregen, wenn überhaupt (Chenopodiceae in Nabta) wird im CPE- Bereich geringer gewesen sein als am 25. Breitengrad Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der veränderten postulierten Umstände konnten die Siedler in der westlichen Wüste Ägyptens keine reine sedentäre Lebensweise führen.&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Regenzeiten wurden das Plateau und die entlegenen Weidegebiete in der Ebene genutzt. Bei Wasserknappheit, auch &amp;gt;400 mm Niederschlag im Jahr ist recht wenig, sie entsprechen in etwa den Regenfällen der Kalahari, wurden die Ressourcen in der Umgebung der Playabecken einbezogen. &lt;br /&gt;
Die Mobilität der Menschen ging aber über diesen jahreszeitlich bedingten Wechsel der Jagd- und Weidegründe sowie des Erntezyklus hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So tauchen auf den Fundplätzen in Abu Tartur einerseits Kaurischnecken und andere Gastropoden aus dem Roten Meer in den Inventaren auf  und auf der anderen Seite libysches Wüstenglas. Zwischen den Herkunftsorten liegen ca. 1000 km Luftlinie.&lt;br /&gt;
Granite und andere Tiefengesteine zur Herstellung von Reibschalen und Mahlsteinen aus der östlichen Wüste haben ebenfalls einen weiten Weg zurückgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Exportiert aus dem Raum Abu Tartur- Kharga wurde der Gebrauch von großen Dreieck- und Stielspitzen, die sich zunächst im Fayum und später in Merimde und in Badari wiederfinden. Einzelne Stücke wurden in Nabta, in der Djararegion und in Dakhla gefunden.&lt;br /&gt;
Aus Sandstein gefertigte Mahlwerkzeuge auf dem Abu Muharig- Plateau stammen aus den Nubiaschichten, wie sie in Kharga, Abu Tartur und Dakhla anstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen viele nicht direkt fassbare gegenseitige Beeinflussungen wie auf dem Gebiet der Keramikherstellung. Für den materiellen und kulturellen Austausch genügte es, wenn Einzelpersonen oder kleine Gruppen während der kühleren Jahreszeit diese Kontakte pflegten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien unter Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg einer solchen Karawane würde über Abu Ballas führen. Abu Ballas ist einer dieser unscheinbaren Sandsteinhügel wie sie zu Tausenden in der westlichen oder libyschen Wüste Ägyptens vorkommen. Das besondere an diesem Hügel sind jedoch die große Menge an Wasserkrügen und die Scherbenreste aus pharaonischen Zeiten, die am Fuße des Hügels deponiert sind. Die Altersspanne reicht mit Intervallen von 2200BC bis 1070BC. Selbst römische Scherben sind noch zu finden. Sie wurden schon 1918 von den Engländern Ball und Moore entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute versuchen Kölner Archäologen die Geheimnisse des Depots, rund 200km südwestlich der Oase Dakhla gelegen, zu lüften.&lt;br /&gt;
*Sie gehen davon aus, dass das Klima zu Zeit der Deponierung der Krüge nicht wesentlich feuchter war als es heute ist, d.h. hyperarid.&lt;br /&gt;
*Sie gehen weiter davon aus, dass der Weg von Abu Ballas weiter bis zum Gilf Kebir führte. Dafür sprechen Wegmarken (alamat), wenn sie auch im gebirgigem Teil sehr weit auseinander liegen und nicht eingesehen werden können, und Funde von Krügen und Keramikscherben.&lt;br /&gt;
*Weiter wird postuliert soll der Weg über den Gebel Uweinat ins Innere Afrikas geführt haben. Der Uweinat ist ein Gebirge im Länderdreieck Ägypten, Sudan, Libyen und bietet reichlich Wasser aber kaum sichere Weiden. Hier liegen auch keine Befunde vor, die diese Theorie untermauern könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfernungen belaufen sich von Abu Ballas zum Gilf Kebir auf rund 200km und vom Gilf zum Uweinat auf weitere approximative 200km.&lt;br /&gt;
Der Weg sollte eine alternative Handelsroute sein, um schwarzafrikanische Luxusgüter nach Ägypten zu bringen. Er sollte die normalerweise genutzte Nilroute unter noch nicht vollständig geklärten Voraussetzungen ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ägypter ihrerseits mussten Güter zum Tausch anbieten können. Schmuckgegenstände und Tuche aber auch Werkzeuge und Waffen aus Kupfer und später aus Bronze wären mögliche Tauschobjekte. Allen Autoren (R. Kuper, K.P Kuhlmann, H. Riemer und anderen), die sich mit dieser Strecke, dem so genannten Abu Ballas Trail (ABT) befassen oder befasst haben ist klar, dass der logistische Aufwand, um solche Handelskarawanen auszurichten und erfolgreich in einem vollariden Wüstenbereich funktionieren zu lassen, enorm ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es soll mit diesem Aufsatz versucht werden den logistischen Aufwand zu quantifizieren und eventuelle Alternativen aufzuzeigen.&lt;br /&gt;
Für die Rechnung werden die Vorgaben von R. Kuper berücksichtigt („die wüste“ von C.C. Müller und J. de Castro Hrsg. 2006, Seite 80).&lt;br /&gt;
*Tagesstrecke der Eselkarawane: 30km&lt;br /&gt;
*Belastbarkeit der Tiere: 50 bis 70kg/Esel&lt;br /&gt;
*Wasser- u. Futterbedarf: 10kg/Esel und Tag&lt;br /&gt;
*Die Strecke Dakhla – Abu Ballas wird in 7 Etappen eingeteilt (7 × ~ 30km ~ 210km).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Zunächst werden von der Oase Dakhla aus Vorräte auf der Strecke verteilt, die es erlauben die Tiere auf dem Hin- wie auch auf dem Rückweg zu versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Danach läuft eine weitere Kolonne los und deponiert z.B. 1m³ Wasser oder 1t Futter am Zielort Abu Ballas. die Krüge wurden nicht nur in Abu Ballas sondern auch nördlich und südlich davon an geeigneten Plätzen deponiert. Um Wasser lagern zu können, müssen Tonkrüge transportiert werden. Diese Behälter, einmal an Ort und Stelle, bleiben dort und können immer wieder nachgefüllt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Um ein Depot von 300 Krügen, das ist die belegte Anzahl, aufzubauen, muss eine Eselkarawane 300 Krüge × 15kg/Krug = 4500kg über eine Distanz von ~ 200km bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Um die Krugkolonne zu versorgen, muss eine weitere Vorratskolonne die entsprechenden Depots anlegen. Die Anzahl der einzusetzenden Tiere wird ermittelt indem die Eseltage*, die benötigt werden um 1000kg zu transportieren mit 4,5 multipliziert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) Um die Vorräte für den Transport der Menge von 10000 l Wasser, die 300 Krüge zu füllen, werden weitere 9 × 1325 Eseltage benötigt, 1m³ Wasser ist vorher schon transportiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) Der eigentliche Wassertransport benötigt 9 x 280 Eseltage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle Eseltage.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach enthalten das Abu Ballas Depot und die weiteren Zwischendepots 300 Krüge mit 10m³ Wasser aber noch kein Futter für die Tiere, keine Nahrung für die Begleitmannschaft und kein Feuerholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *Eseltage, zu vergleichen mit Mannschichten in der Industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aber kein großes Problem, da von der Basis Dakhla aus weitere Kolonnen von Transporttieren auf die Piste gebracht werden können, um die entsprechenden Futtermengen und sonstiges ins Ziel zu bringen. Der Arbeitseinsatz würde sich dann auf rund 50000 Eseltage erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentliche Problem beginnt, unter Respektierung der postulierten Bedingungen, mit dem Vorratstransport zum 200km entfernten Gilf Kebir und weiter zum Gebel Uweinat, der ungefähr weitere 200km Luftlinie entfernt liegt.&lt;br /&gt;
Der Arbeitsaufwand und die Kosten würden exponentiell ansteigen und sämtliche Esel der Oasen würden möglicherweise nicht ausreichen die 600km lange Wüstenstrecke mit Vorräten auszustatten. &lt;br /&gt;
Nun sollen Handelskarawanen mit ägyptischen Waren beladen auf den Weg geschickt werden und mit nubischen Waren nach Dakhla zurückkehren. &lt;br /&gt;
Man könnte Stellschrauben anziehen und argumentieren, die Tiere könnten schneller und weiter laufen und mehr Gepäck laden, es würde nicht wesentlich das Resultat auf der Strecke Abu Ballas – Gilf Kebir – Uweinat (oder Bir Misaha um nach Nubien zu gelangen) ändern. Die Schwierigkeiten wären nahezu unüberwindbar.&lt;br /&gt;
Zu bemerken wäre noch, dass Tiere, die mit trockenem Futter versorgt werden, und dieses dürfte der Fall gewesen sein, täglich getränkt werden sollten. &lt;br /&gt;
Außerdem darf eine ungewöhnliche Einzelleistung, wie z.B. ein Esel läuft 80km an einem Tag, nicht als Dauerleistung hochgerechnet werden. &lt;br /&gt;
Eine Handelskarawane besteht im alten Reich gewöhnlich aus 300 Lasttieren (H.P. Kuhlmann in Tides of the Desert, Köln 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Futter- und Wasserbedarf wäre für eine 600km lange Wüstenstrecke und einer Dauer von 21 Tagen für den Hin- und weitere 21 Tage für den Rückweg wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10kg/Tag und Tier × 42 Tage × 300 Tiere = 126t''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Tabelle geht hervor, dass 55600 Eseltage eingeplant werden müssen, um 1t Vorräte von Dakhla zum Uweinat transportieren zu können. Hinzu kommen noch 840 Eseltage für die Wasserkolonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 126 t : 1 t = 7111440 Eseltage'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge bedarf keiner Interpretation, die Karawanenreise von Dakhla zum Gebel Uweinat ist nicht realisierbar. Selbst eine Minikarawane von 100 Tieren würde immer noch: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 42 t : 1 t = 2370980 Eseltage'''&lt;br /&gt;
			&lt;br /&gt;
benötigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wären weitere Krugdepots anzulegen, Brennholz zum Brotbacken und Verpflegung für die Begleitmannschaft, welche aus Eseltreibern, Händler, Schreibern,  Soldaten und Wachmannschaften besteht, bereitzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Gebel Uweinat aus sind mindestens weitere 200km Wüstenstrecke mit angenommenen Niederschlägen unter 50mm/Jahr zu durchqueren (Climate controlled occupation in the Eastern Sahara during the main phases of the Holocene, Kuper und Kröpelin 2006).&lt;br /&gt;
Hier wird endgültig klar, dass eine transsaharische Handelsroute unter den vorgegebenen Bedingungen nicht existiert haben kann.&lt;br /&gt;
Da aber vieles für einen Abu Ballas Trail spricht, die Kruglager und die Wegzeichen, müssen die Vorbedingungen untersucht werden, vor allem das Klima, welches im alten Reich herrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linien gleicher Niederschlagsmengen, Isohyeten, sind nach Kuper und Kröpelin nach bestmöglichen Schätzungen auf der Basis von geologischen, archäozoologischen und archäobotanischen Daten etabliert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Siedlungskammer Abu Tartur habe ich weiter oben belegen können, dass Rotböden zu Beginn der steinzeitlichen Besiedlung im Holozän gebildet werden konnten. &lt;br /&gt;
Es ist weiterhin belegt, dass Großsäuger wie Elefant, Nashorn oder Nilpferd und Giraffe sowie große Boviden im besprochenem Raum im frühen Holozän vorkamen.&lt;br /&gt;
Die Präsenz von Savannengehölzen ist in den Holzkohlenproben von Abu Tartur und von weiteren Fundplätzen nahe des 25. Breitengrads bewiesen. Neben Sorghum, der in fast allen Fundgebieten nachgewiesen werden konnte, kommt in Djara auch Amarant vor, ein typisches Gewächs der Feuchtsavanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum in der Östlichen Sahara um den 25. Breitengrad hat nach Kuper und Kröpelin eine jährliche Niederschlagsmenge von &amp;gt;50 bis &amp;gt;150mm erhalten (Sommerregen). Er ist gleichzeitig eines der am dichtesten besiedelten Gebiete in der Zeit von ~9200 BP bis ~6200 BP. Es ist nicht gerade einleuchtend, dass Menschen in einen unwirtlichen Wüstenraum einwandern, wo doch zahlreiche nahe liegende Alternativen mit über 450mm Regen im Jahr existiert haben.&lt;br /&gt;
Wenn aber schon die Schätzungen für die steinzeitliche Hauptbesiedlungsphase anzuzweifeln sind, so sind es erst recht die Annahmen für ein plötzliches, fast totales Ausbleiben des Regens nach 6400 BP bis in die dynastische Zeit hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von mir behandelten Fundstellen sind von Berufsarchäologen, bis auf kurze Visiten, nicht besucht worden. Sie liegen außerdem rund 200km östlich von dem Nordsüdtranssekt, dessen Resultate für die Beurteilung von Archäofauna und Archäoflora herangezogen wird.&lt;br /&gt;
Neue Fakten aus Abu Tartur und anderen Plätzen sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
Zahlreiche Belege aus historischer Zeit weisen auf eine nicht geringe Restbevölkerung in der Ostsahara und auf eine extensive Wanderweidewirtschaft hin.&lt;br /&gt;
Geologische Daten: Ein Anwachsen der Playaböden ist nach 6400 BP, wie schon weiter oben erwähnt, nicht mehr zu beobachten. Daraus wurde geschlossen, dass keinerlei bedeutende Niederschläge nach diesem Datum gefallen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geringe Winterregenmengen um 100mm/Jahr haben nicht die Kraft Sedimente zu transportieren und selbst wenn Feinmaterial die Endbecken erreicht haben sollte, wird dieses in wenigen Jahren der Deflation zum Opfer fallen. Außerdem versickert sanfter Regen rasch im Sand oder in den noch vorhandenen Böden und kann so eine ephemerische Grasvegetation möglich machen (Beispiel Agadez in der Republik Niger mit 200mm Sommerregen/Jahr).&lt;br /&gt;
Archäobotanische Daten: Diese Daten sind von Fundplätzen, die gegen Ende der holozänen, steinzeitlichen Besiedlungsphase besiedelt waren, erhoben worden, also bei sehr geringen Niederschlagsmengen.&lt;br /&gt;
Das gleiche gilt für die archäozoologischen Untersuchungen. Sie entsprechen schon fast den Daten der vordynastischen Periode wenn nicht gar denen des Alten Reichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf die Kruglager des Abu Ballas Trails und die Claytonfallen in Mirmalla sind archäologische Funde nach dem Abwandern eines Großteils der neolithischen Bevölkerung sehr selten. Der Grund dafür liegt in der Wirtschaftsweise der Restbevölkerung. Hirten einer halbnomadischen Weidewirtschaft hinterlassen keine Spuren ihrer Präsenz. &lt;br /&gt;
Werden die neue logische Sichtweise und die neuen Schätzungen, die Niederschlagsmengen betreffend, auf die Funktion des Abu Ballas Trails angewandt, so ergibt sich eine Lösung der genannten Probleme und Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien rücken in den Bereich des technisch Möglichen.&lt;br /&gt;
Wasser wird nach Regenfällen an geeigneten Orten gesammelt und in Tonkrüge gefüllt, Gras wird geschnitten oder ausgerissen und an den Etappenplätzen gelagert. Damit haben die „Wachmannschaften“ eine sinnvolle Tätigkeit denn zu bewachen gab es bei der alten Hypothese nichts, da die Wüste undurchlässig gewesen wäre und so auch keine Wasserräuber nach Abu Ballas gelangen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Müller- Karpe bezieht sich in seinem Handbuch der Vorgeschichte Band II Jungsteinzeit, Verlag C.H. Beck 1968, Seite 27 auf K. Butzer wenn er schreibt, Zitat: Dennoch war vor dem 3. Jt. v. Chr. die Austrocknung der beiderseitigen Wüsten nicht so weit fortgeschritten wie heute, so dass mit einer stellenweise Besiedlung in manchen Wadis und auf Hochflächen zu rechnen ist, die heute keine nennenswerte Vegetation mehr aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zur Wahl stehen nun zwei Szenarien:'''      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Die heutige westliche Wüste war, wie viele Berufsarchäologen schätzen, in prädynastischer und Anfang der dynastischen Zeit '''hyperarid'''. Eselkarawanen nach Nubien waren '''nicht möglich'''.&lt;br /&gt;
*2.) Es fiel '''genügend Regen''', der eine ephemere Grasvegetation hervorbrachte, Eselkarawanen nach Nubien waren '''möglich'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Anzahl der Tiere auf dem Hin- und Rückweg'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Erster Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zweiter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 3.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Dritter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 4.png|600px]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Einfluss_des_Klimas&amp;diff=5556</id>
		<title>Einfluss des Klimas</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Einfluss_des_Klimas&amp;diff=5556"/>
				<updated>2021-03-24T14:35:03Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Regenfeldbau in der Ostsahara zur Zeit der postpleistozänen Feuchtmaxima */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Das postpleistozäne Klima Abu Tarturs während der steinzeitlichen Besiedlungsperiode.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der hyperariden Endphase des Pleistozäns setzten in der westlichen Wüste Ägyptens vor rund 11.000 Jahren Regenfälle ein, die das Land erneut ergrünen ließen und so den einwandernden Menschen einen Lebensraum boten, der gegenüber dem Niltal im Osten und den feuchten Savannen in der Höhe des Wadi Howar im Süden, klare Vorteile auf seiner Seite gehabt haben musste. Wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, hätten die Einwanderer günstigere Klimazonen gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf seine Siedlungsqualität untersuchte geographische Raum hat sein kulturelles Zentrum in Abu Tartur (30°10’ Ost / 25°30’ Nord, Mittelwerte) reicht aber vom 24. bis zum 27. Breitengrad Nord und von der Großen Sandsee bis zu den Kharga Oasen.&lt;br /&gt;
Da es der Zweck dieses Kapitels ist, das Klima während der steinzeitlichen Phasen des Holozäns zu rekonstruieren, müssen zunächst die geomorphologischen Gegebenheiten und das quartärgeologische Sedimentations- und Deflationsgeschehen untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflation ist in ariden Klimagebieten in höchstem Maße an der Gestaltung der Oberflächen beteiligt.&lt;br /&gt;
Jährlich fliegen aus der Sahara rund 250 Millionen Tonnen Wüstenstaub nach Westen in Richtung Atlantik und nach Süden fallen vor der Küste Westafrikas Jahr für Jahr weitere Abermillionen Tonnen in den Ozean (GEO Kompakt 19).&lt;br /&gt;
In der westlichen Wüste Ägyptens weht der Wind hauptsächlich aus nördlichen Richtungen, wie die Dünenzüge der großen Sandsee und des Abu Muharig anschaulich belegen. Auch die Orientierung von Sicheldünen gibt die vorherrschende Richtung der Winde an.&lt;br /&gt;
Während des Weges über die ausgetrockneten Flächen wird vom Wind nicht nur Sand transportiert sondern in weit höherem Maße Staub.&lt;br /&gt;
Schon geringe Luftbewegungen wirbeln das feine Lockersediment der Böden auf und verfrachten es nach Süden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Staubsturm_Abu_Tartur_1985.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Staubsturm Abu Tartur, 1985&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deflationsraten hängen neben der Stärke und der Häufigkeit des Windes vor allem von der Oberflächenart ab. Sie wird bei festem Gestein gering sein, bei Böden jedoch hoch. Eine Rolle spielen ebenfalls die geomorphologischen Gegebenheiten, die in Ebenen dem Wind freien Raum geben, in Gebirgen hingegen abbremsen.&lt;br /&gt;
Für die Oase Kharga sind Raten von bis zu 8 mm/Jahr gemessen worden.&lt;br /&gt;
Die Tabelle zeigt auf der Abszisse die Zeit und auf der Ordinate die angenommenen Bodenmächtigkeiten. Drei verschieden starke Deflationsraten sind im Koordinatensystem eingezeichnet und zeigen wie lange Böden der Deflation standhalten.&lt;br /&gt;
Nach dieser Tabelle wären heute selbst bei einer minimalen Deflationsrate von durchschnittlich 0,5 mm/Jahr Böden von ursprünglich drei Metern Mächtigkeit vollständig ausgeräumt, falls der Abtragungsprozess 6000 BP beginnen würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen auf dem Abu Tartur Plateau sind größtenteils an flache, mit terra-rossa Böden gefüllte Senken gebunden. Auf der Hochfläche überragen die umgebenden Hügel das Tiefste der Senke nur um wenige Meter. Ähnliche Verhältnisse existieren im Westen des Plateaus in der Nähe der Dakhla Oasen. (Siehe Waldhoff „Spectral analysis of remote sensing data for geomorphological, geological and geoecological research in arid Africa”. Seite 91 Atlas of  cultural and environmental change in arid Africa. 2007 O. Bubenzer, A. Bolten, F. Darius  Herausgeber).&lt;br /&gt;
Die von Waldhoff als playa deposits bezeichneten Ablagerungen sind als Rotböden anzusprechen wie die Oberflächenstruktur des Plateaus nahe legt.&lt;br /&gt;
Es kann von einer Pedogenese auf der Gesamtfläche des Plateaus ausgegangen werden obwohl z.Zt. nur größere Flächen von Abu Tartur und der Südwestecke des Plateaus bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Abu_Tartur_Lageskizze_Gesamt.png|600px|Lageskizze Abu Tartur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Abu Tartur Gesamtübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Possible_development.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Mögliche Entwicklung der Bodenbildung und Abtragung durch exogene Kräfte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Spectral_analysis_2007.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Spektral Analyse im Süd-Westen des Abu Tartur Massivs, G. Waldhoff, 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeitpunkt der Bodenbildung ist wie für die Playas am Fuße des Plateaus, das frühe Holozän ab etwa 11.000 BP, da vorher, während der letzten 60.000 Jahre des Pleistozäns ein hyperarides Klima mit starker äolischer Aktivität herrschte, durch welche der harte Kurkurkalkstein poliert und die heutigen flachen Senken ausgeschliffen wurden. („From 70.000 bp until perhaps 12.000 bp, the sahara was hyperarid and seemingly devoid of life.&amp;quot; In: The Middle Paleolithic of North Africa. A Status Report by F. Wendorf and R. Schild. In: New light on the Northeast African Past. Köln 1992.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wäre verfehlt von Paläoböden (Pleistozän) auszugehen, da bei den hohen Deflationsraten ein feinstkörniger, weicher, ungeschichteter Boden während der großen Zeiträume ausgeräumt worden wäre. Hinzu kommt das Vorhandensein von eingebetteten holozänen Artefakten. Pleistozäne Werkzeuge kommen in den Böden nicht vor, allenfalls werden einige wenige Aterienspitzen und verstreute Levalloisabschläge auf der steinigen Oberfläche gefunden.&lt;br /&gt;
Die dünnen Schichten rezenter pelitischer Sedimente sind wie das Ausgangsgestein hellgrau gefärbt, unter den heutigen hyperariden Konditionen ist nichts anderes zu erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Dolineneinbrüchen auf dem Kalksteinplateau, vor Deflation weitgehend geschützt, lassen sich solche hellgrauen Schichten auf Fundstellen wie 0003/84, 0004/84, 0026/84 und anderen beobachten.&lt;br /&gt;
Gräbt man einige Dezimeter tief in diesen Schichten, so verändert sich die Farbe des Sediments in ein Rosagrau oder ein Grau mit einem schwachen Hauch Rot. Diese Mischfarbe tendiert immer stärker nach Rot je tiefer in die Schichten vorgedrungen wird.&lt;br /&gt;
Der eigentliche Fundplatzboden ist durch rotbraune, playaähnliche Färbung gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
Das kontinuierliche Abnehmen der Rubefizierung vom liegenden zur Oberfläche hin veranschaulicht eine langsame Verringerung der Winterniederschläge und belegt eine holozäne Bildung der Ablagerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Befund ist nicht durch Fotos oder Zeichnungen dokumentiert worden. Diese Fundstellen sind jedoch ohne große logistische Aufwendungen aufzufinden und jeder Klimaforscher oder Berufsarchäologe könnte an Ort und Stelle diese Beobachtungen verifizieren.&lt;br /&gt;
Es wäre von großer Bedeutung, denn hier liegt der Beweis für eine holozäne Bildung der terra rossa Böden auf dem Plateau und damit auch der Rotböden in der Sandsteinebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres bedeutendes Rotbodenvorkommen liegt in der Sandsteinebene rund 50 km westlich der Asphaltstraße Esba el Gaga – Baris – Esba Maks el Qibli oder 70 – 100 km südlich von Abu Tartur (CONOCO Sheet Baris 1:250.000 by G. Poehlmann et al. TFH Berlin 1982).  &lt;br /&gt;
Zwei durch Sandbedeckung getrennte Restflächen mit einer Größe von ca. 300 km² lassen ahnen wie dieser Teil der Vollwüste zu Beginn der holozänen, steinzeitlichen Besiedlung ausgesehen haben mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H.J. Pachur und H.P. Roeper qualifizieren die Ablagerungen in der „Roten Wüste“ in ihrem Artikel „The Libyen (Western) desert and northern Sudan during the late Pleistocene and Holocene“ als pelitic sediments.&lt;br /&gt;
Holzkohle von der Oberfläche wurde auf 9260 +- 370 BP bzw. 7790 +- 340 BP datiert. Im Sediment eingeschlossene Straußeneischalen ergaben Werte von 7280 +- 110 BP und 6760 +- 70 BP. &lt;br /&gt;
H.P. Uerpmann analysierte die gefundenen Knochen. Neben gazella dorca und gazella dama kommen ein mittelgroßer bis großer Bovide vor, caprinae, ammotragus und lepus capensis und struthio.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch G. Ulbrich (vormals GTZ), der die rote Wüste aus eigener Anschauung als eine eintönige Ebene im nubischen Sandstein, zum Teil mit Sandfeldern und stellenweise einigen Hügeln durchsetzt, kennt, bestätigt den Bodencharakter der roten Sedimente. &lt;br /&gt;
Ein weiteres gutes Beispiel für die Einbettung von Artefakten bietet in Abu Tartur Playa Ingrid, Fundplätze 1014/82 und 1019/82, wo Mengen von holozänen Werkzeugen von der Reibschale bis zum feinsten Bohrer oberhalb der Playaablagerungen von sandigen Rotböden umschlossen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rubefizierungen von Sanden werden ebenfalls aus der Großen Sandsee beschrieben (H. Besler, O. Bubenzer) wobei die chemische Verwitterung der Quarze im Norden (26°40’N) stärker war als an den Messpunkten weiter südlich (25°30’N).&lt;br /&gt;
Ferner sind Restböden und Rotfärbungen aus Djara 98/20 bekannt. H. Besler beschreibt einen Profilschnitt wie folgt : „... die im Profil auftretenden Wurzelstrukturen (wahrscheinlich Schilf) belegen das ehemalige Fußen dichterer Vegetation. An der Basis (Kontaktzone von Kalkstein und Playasedimenten, Anm. des Verfassers) treten Lösungshohlformen im anstehenden Kalkstein auf, die z.T. mit rekristallisiertem Kalzit, z.T. mit einem leuchtend roten, sandigen, bodenartigen Sediment gefüllt sind. Auf den umliegenden Hängen des Beckens wurden in windgeschützten Lagen vergleichbare Sedimente vorgefunden, die als Reste einer ehemaligen initialen Bodenbildung gedeutet werden können“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beschreibung deckt sich mit meinen eigenen Beobachtungen, wobei noch hinzuzufügen wäre, dass sich die Kalzitkristalle nur in einem dauerfeuchten Milieu bilden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Günstige Voraussetzungen zur Bildung und Konservierung von nicht lateritischen Rotböden sind geringe Höhenunterschiede, wie sie auf dem Plateau und in der Sandsteinebene gegeben sind und ein wechselfeuchtes Klima, wie es in afrikanischen Savannen vorherrscht, z.B. im Sudan in der Höhe des 12. Breitengrads Nord, wo heute noch Bedingungen herrschen, unter denen sich Rotböden bilden können. Eine dieser Bedingungen ist eine Niederschlagsmenge von mehr als 500 mm Sommerregen im Jahr oder äquivalenter Winterregen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Bodenart im behandelten Raum ist das pelitische Sediment mit äolischen Einträgen, die Playaablagerung.&lt;br /&gt;
Es ist zu unterscheiden zwischen Seen und Seeablagerungen mit Kalkkrustenbildung und reichlichen biologischen Einträgen einerseits und Playabecken mit nur geringen Resten aquatischer Fauna und Flora und fehlender Kalkausfällungen andererseits. Erstere liegen südlich des Wendekreises und westlich auf libyschem Gebiet und stehen oder standen in Verbindung mit den zu Beginn des Holozäns höheren Grundwasserspiegeln, eine Tatsache, welche einen gleichmäßigen Wasserstand begünstigte, der wiederum Strände und einen Bewuchs der Seeränder erlaubte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus hydrogeologischen Gründen, der Grundwasserspiegel in Abu Tartur z.B. liegt heute bei rund 1000 m Tiefe und war auch im Frühholozän nicht viel höher, dürften die nördlich des Wendekreises und östlich der libyschen Seebildungen gelegenen schluffig- tonigen Sedimente in Endpfannen gebildet worden sein, in Geländehohlformen, die im Pleistozän durch Deflation ausgeschliffen worden sind.        &lt;br /&gt;
Da die dort gesammelten Wassermengen vom Grundwasser getrennt waren, konnten die Wasserspiegel stark variieren und so weder Strände noch regelmäßigen Randbewuchs bilden. Störend auf  Leben im oder unmittelbar am Wasser konnte sich auch die hohe Dynamik beim Wassereintrag auswirken. Die relative biologische Armut der Sedimente sagt demnach nichts über die vorhandene Wassermenge oder die Dauer der Verfügbarkeit von Oberflächenwasser aus. Die Höhe der Niederschlagsmenge, die mittlere Verdunstungsrate und die Speicherkapazität der Playaböden sind hier die ausschlaggebenden Größen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Abu Tartur könnte die Playa Renate / Vera mit einer Fläche von ca. 11 km² und einer Restmächtigkeit von bis zu 29 m dienen (seismische Messung durch Burkhardt TU Berlin in Pachur und Roeper „The libyan (western) desert and northern Sudan during the late pleistocene and holocene“ 1984).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Masse der Sedimente liegt im 100 Millionen Kubikmeterbereich und bei einer Speicherkapazität von lediglich 5 % freiem Wasser und Brunnen von 3 m Tiefe stünde rein rechnerisch eine tägliche Wassermenge in der Größenordnung von einigen 100.000 l zur Verfügung. In dieser Annahme wird nur von untertägigem Speicherwasser ausgegangen. Oberflächenwasser wäre somit für die Versorgung großer Gruppen mit Haustieren nicht nötig gewesen. Das Tiefste des Playakörpers wäre in jedem Fall dauerhaft feucht gewesen.&lt;br /&gt;
Bestätigt wird die Speicherkapazität der Playas von Wendorf / Schild in „Cattle Keepers“ Seite 16 und Seite 22 (Analysen von B. Winter, Institut of Basic Geology, Warsaw University). Ferner von A.E. Close auf Grund ihrer Beobachtungen in Nabta Playa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann schreibt dazu in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ Seite 120 Zitat : „Wichtig ist vielmehr, dass die Wadisedimente eine gewisse Mächtigkeit erreicht haben, so dass die tiefer gelegenen Schichten gegen Austrocknung geschützt sind (Kassas 1952)“. Die Fähigkeit Wasser im Playakörper zu speichern wird durch die Struktur der Sedimente begünstigt. Sandige Lagen wechseln sich mit tonig- schluffigen ab. Während der Sand das Wasser weiterleiten und speichern kann, vermindern die tonigen Schichten die Evaporation.&lt;br /&gt;
Drei Aufschlüsse in Abu Tartur zeigen neben der Wechsellagerung auch mächtige Pakete ungeschichteten, tonigen Materials von dunkel rötlichbrauner Farbe. Diese werden als Niedrigenergie- Sedimente bezeichnet und lassen auf  sanften, regelmäßigen Regen schließen, in unserem Fall auf Winterregen. Da diese Art von Ablagerungen bis in den Gilf Kebir reicht, kann von Winterregen in der gesamten westlichen Wüste ausgegangen werden. In weiten Teilen der östlichen Sahara kommt es also zu einer Überlappung von tropischem Sommerregen und mediterranem Winterregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Playasedimente Abu Tarturs würden es durch ihre Mächtigkeit erlauben die im Gilf Kebir gewonnenen Erkenntnisse über das Klimageschehen während der steinzeitlichen Phase des Holozäns zu ergänzen, zumal auch hier ein zusätzlicher Eintrag durch Quellen auszuschließen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Flora==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Beurteilung der Flora im behandelten Raum wird häufig die Studie von K. Neumann in „Forschungen zur Umweltgeschichte der Ostsahara“ (1989 R. Kuper Herausgeber) herangezogen.&lt;br /&gt;
Auf einem Nord- Süd Transekt von ca. 1500 km Länge, das entspricht der Entfernung Hamburg – Rom, sind Holzkohlenproben von sechs Fundgebieten berücksichtigt worden. Diese sind für den südlichen Teil das Laqiya Gebiet, Selima Sandsheet und Gilf Kebir für die Periode um 5700 BP. Zu dieser Zeit war der Raum um den 25. Breitengrad Nord weitestgehend von Menschen verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den nördlichen Teil des Transekts wurden der Gilf Kebir, Abu Ballas (Mudpans) und Sitra für die Zeit um 7000 BP bis 6500 BP ausgewählt. Gegen 6400 BP wurden letzte Playabildungen gemessen, die Bezugsperiode liegt also am Ende der Feuchtphase für die Region um den 25. Breitengrad Nord. Außerdem sind Proben aus der großen Sandsee (Abu Minqar) und dem Wadi Howar eingeflossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berücksichtigt wurden lediglich die Analysen von Hölzern, die wichtige, klimaanzeigende Kraut- und Grasvegetation konnte nicht untersucht werden. Feuerhölzer unterliegen einer Selektion durch den Menschen und sind daher weniger geeignet ein Klimaprofil zu erstellen.&lt;br /&gt;
Eines der Resultate besagt, dass die Mudpans ein vorgeschobener Außenposten sahelischer Taxa seien. Eine Holzkohlenprobe von Djara (S. Nussbaum) verschob diesen Vorposten des Sommerregens um ca. 300 km nach Norden. Nicht berücksichtigt wurde die frühe Phase des Holozäns von 11.000 BP bis 7000 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K. Neumann räumt denn auch ein, dass die Anzahl der Messpunkte zu gering, die nicht untersuchten Zwischenräume zu groß und die Menge und Qualität der Holzkohlen nicht immer ausreichend waren.&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage ihrer exzellenten, wenn auch, wie sie selbst sagt, nicht vollständigen und umfassenden Arbeit, kann dennoch gut aufgebaut werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgezählten Holzkohlenstücke der einzelnen Taxa zeigen für das Gesamtgebiet des Transekts eine Dominanz von zwei Gehölzen. Tamarisken plus Akazien erreichen im Norden (Siwa- Qattara) 97,8 %, in Abu Minqar 100 %, in der glass area 97,7 % und in den Mudpans 93,0 %.&lt;br /&gt;
Im Gilf Khebir ist der Prozentsatz mit 76,1 % wesentlich geringer obwohl hier eine zusätzliche Menge von acacia albida mitgezählt worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Feuerstellen im Selima sandsheet ergeben 83,4 % und im Laqiya Gebiet 55,8 %. Für den Wadi Howar (Djabarona) steigt der Anteil wieder auf 94,5 %, wenn die Früchte der celtis intergrifolia nicht eingeschlossen werden. Mit Früchten sinkt der Anteil auf 62,5 %.&lt;br /&gt;
Wie schwierig es sein kann Schlüsse aus dem Vorkommen von Gehölzarten zu ziehen, zeigen zwei benachbarte Fundplätze in Mudpans mit ähnlicher Zeitstellung. Zum Vergleich wird ein weiterer, in der Nähe liegender Fundplatz, der etwas jünger ist, aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; max-width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Fundplatz&lt;br /&gt;
!Acacia sp.&lt;br /&gt;
!Tamarix sp.&lt;br /&gt;
!Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
!Salvadora persica&lt;br /&gt;
!Maerua crassifolia&lt;br /&gt;
!Leptadenia pyrotechnica&lt;br /&gt;
!Cassia senna&lt;br /&gt;
!Rubiaceae&lt;br /&gt;
!Ziziphus sp.&lt;br /&gt;
!Grewia tenax&lt;br /&gt;
!Grewia villosa&lt;br /&gt;
!Calotropis procera&lt;br /&gt;
!Acacia albida&lt;br /&gt;
!Balanites aegyptiaca&lt;br /&gt;
!Boscia senegalensis&lt;br /&gt;
!Capparidaceae&lt;br /&gt;
!Capparis decidua&lt;br /&gt;
!Celtis integrifolia&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Summe Taxa&lt;br /&gt;
!Summe Proben&lt;br /&gt;
!Acacia inkl. Albida (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix (%)&lt;br /&gt;
!Tamarix und Acacia (%)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Qattara – Siwa&lt;br /&gt;
|271&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|278&lt;br /&gt;
|97,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Ain Dalla&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Abu Minqar&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|70&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Glass area&lt;br /&gt;
|170&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|174&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|97,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Mudpans &lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!83/39&lt;br /&gt;
|284&lt;br /&gt;
|988&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1279&lt;br /&gt;
|22,2&lt;br /&gt;
|77,2&lt;br /&gt;
|99,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/56&lt;br /&gt;
|1062&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1109&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|0,01&lt;br /&gt;
|95,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!85/50-1 &lt;br /&gt;
|1403&lt;br /&gt;
|349&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|11&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|1980&lt;br /&gt;
|70,8&lt;br /&gt;
|17,6&lt;br /&gt;
|88,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Mudpans&lt;br /&gt;
|2749&lt;br /&gt;
|1355&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|41&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|4368&lt;br /&gt;
|62,9&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|93&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Akdar&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
|758&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|85&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|889&lt;br /&gt;
|5,1&lt;br /&gt;
|85,3&lt;br /&gt;
|90,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Bakht&lt;br /&gt;
|28&lt;br /&gt;
|24&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|438&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|1332&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|0,02&lt;br /&gt;
|64,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Gilf Kebir&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|782&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|523&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|836&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|2221&lt;br /&gt;
|40,9&lt;br /&gt;
|35,2&lt;br /&gt;
|76,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Burg et Tuyur&lt;br /&gt;
|357&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|551&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|82,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Djebel Kamil&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|26&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|96,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Bir Misaha&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Selima&lt;br /&gt;
|384&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|42&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|579&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|83,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 1&lt;br /&gt;
|196&lt;br /&gt;
|852&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|36&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|119&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|665&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2058&lt;br /&gt;
|9,5&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|50,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Shaw 2&lt;br /&gt;
|53&lt;br /&gt;
|46&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|205&lt;br /&gt;
|25,9&lt;br /&gt;
|22,4&lt;br /&gt;
|48,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Sahal&lt;br /&gt;
|116&lt;br /&gt;
|153&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|275&lt;br /&gt;
|42,2&lt;br /&gt;
|55,6&lt;br /&gt;
|97,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Total Laqiya&lt;br /&gt;
|365&lt;br /&gt;
|1051&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|54&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|134&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|733&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|12&lt;br /&gt;
|2538&lt;br /&gt;
|14,4&lt;br /&gt;
|41,4&lt;br /&gt;
|55,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Wadi Howar &lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|182&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|94,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!(Djabarona)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|(93)*&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|*&lt;br /&gt;
|(275)&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|(62,5)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!25° N&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|x&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während 83/39 und 85/50 –1 ein ähnliches Verteilungsmuster mit einem Tamariskenanteil von über 70 % zeigen, kommt auf dem Fundplatz 85/56 Tamariske aus unbekannten Gründen praktisch nicht vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Akazie %'''|| '''Tamariske %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/39|| 7360-8260||22,20||77,20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||83/56||7370-7700||95,80||0,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||85/50-1||6880-7000||17,60||70,80&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleicht man Hölzer und andere Pflanzen verschiedener Gebiete der östlichen libyschen Wüste miteinander, so fällt auf, dass im Norden um den 25. Breitengrad Nord die Anzahl der Gehölztaxa höher ist als im Süden in Höhe des 20. Breitengrads Nord. Der Norden ist ebenfalls an Gräsern und Kräutern reicher als der Süden.&lt;br /&gt;
Unter 25° N sind Taxa der Masara C Phase am südwestlichen Ausläufer des Abu Tartur Massivs, die von M. Mc Donald veröffentlicht wurden, zusammengefasst mit den Ergebnissen von Chufu und Kharafish (H. Riemer) und soweit verfügbar von Eastpans 95/2 (B. Gehlen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Holzprobe.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kernprobe Akazie, Abu-Muharik-Plateau, 2000, Foto: H. Riemer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner fließen drei von K. Neumann untersuchte Proben von Abu Tartur ein.&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°14’Nord – 30°03’Ost, nicht datiert, Acacia&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°23’Nord – 30°05’Ost, nicht datiert, Tamarix&lt;br /&gt;
* Steinplatz 25°20’Nord – 30°09’Ost, nicht datiert, Maerua crassifolia, Leptadenia pyrotechnica, Acacia&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Steinplätze liegen weit außerhalb der Playagebiete in der Nähe der Asphaltstraße von Kharga nach Dakhla.&lt;br /&gt;
Eine weitere Analyse wurde vom Labor Köln unter der Nummer 3.741 Probe C – 1.638 erstellt. Die Bestimmung ergab ausschließlich Acacia. Das Alter wurde mit 7.370 +- 70 BP angegeben. Fundort ist der Plateauplatz 0011/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund von Analysen einer Kohlen- und Aschenschicht aus der Tropfsteinhöhle von Djara (K. Kindermann) konnte S. Nussbaum eine Vegetationsform feststellen, die als Anastatica hieruchuntica – Anabasis articulata Vergesellschaftung bezeichnet wird. Dazu bemerkt die Autorin : „The dwarf shrub communities thrive under a semiarid* climate regime with seasonal precipitations as presently occurs along the Mediterranean coast of Egypt“.&lt;br /&gt;
Diese Niederschlagsmenge beträgt 150 mm Winterregen (Siehe auch H.D. Müller, Gerstenanbau).&lt;br /&gt;
Katharina Neumann (1989) schreibt dazu : „Jedoch reichen wahrscheinlich die 150 mm Winterniederschlag, die maximal an der marmarischen Küste fallen (Station Marsa Matruh : 144 mm/Jahr), nicht aus, um eine permanente, natürliche Gehölzvegetation zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
Außer dieser Zwergstrauch- Gesellschaft wuchsen aber in Djara &amp;gt; 50 % Tamarix, &amp;lt; 10 % Acacia und &amp;gt; 25 % Capparaceae. &lt;br /&gt;
Daraus geht hervor, dass die Niederschlagsmengen höher als 150 mm Winterregen/Jahr gewesen sein muss !&lt;br /&gt;
Ob diese zusätzliche Menge Wasser nun auf den nachgewiesenen Sommerregen (Capparaceae) oder auf stärkeren Winterregen zurückzuführen ist, bleibt vorerst unklar.&lt;br /&gt;
(* semiarid &amp;gt; 200 mm Winterregen nach Bubenzer und Ritter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei weniger als 500 mm Niederschlag im Jahr spricht man von semiariden Gebieten --- S. Hölzl, M. Kölbl-Ebert in „die wüste“, Begleitbuch zur Landesausstellung im Lokschuppen Rosenheim. 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8 bis 10 Trockenmonate und weniger als 600 mm Sommerregen bzw. 400 mm Winterregen Niederschlag im Jahresmittel.&lt;br /&gt;
(H. Mensching in : „Sahara, 10.000 Jahre zwischen Weide und Wüste“, Museen der Stadt Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche, an Winterregen gebundene Zwergstrauchgesellschaft von Anastatica und Anabasis, die in Djara angetroffen wurde, findet sich in Kharafish am Südrand des Plateaus wieder. Logischerweise muss dann auch für die Zone von Djara bis zum 25. Breitengrad Nord die Niederschlagsmenge von ca. 150 mm Winterregen, die zum Gedeihen dieser Assoziation unabdingbar ist, eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
Der im nubischen Sandstein gelegene Fundplatz Chufu weist Chenopodiaceae auf und verweist damit ebenfalls auf nördlichen Einfluss. Chufu ist, falls gleich hohe Niederschläge wie für das nicht weit entfernte Kharafish angenommen werden, durch höhere Temperaturen und durch seine Lage in der Sandsteinebene, also durch das Substrat, bevorzugt und kann zusätzlich vor allem südsahelische Gehölze wie Boscia senegalensis ausbilden.&lt;br /&gt;
Größere Mengen von Hangwasser und breite, tiefe Wadikanäle, welche die sahelischen Gehölztaxa dauerhaft mit oberflächennahem Grundwasser hätten versorgen können, waren in Chufu nicht zu erwarten, da die Einzugsgebiete relativ unbedeutend sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Identifizierte Taxa der Fundplätze Djara, Kharafish und Chufu'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||  '''Chufu'''|| '''Kharafish'''|| '''Djara'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| Acacia sp.	|| Acacia sp.	&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||Capparidaceae||Capparidaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae||Chenopodiaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix||Acacia nilotica||Tamarix&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cornulaca||Anastatica hieruchuntica||Anastatica hieruchuntica&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis ||Shouwia||Monokotyledone&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||Anabasis / Haloxylon||Zilla spinosa&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||Citrullus||Gramineae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Shouwia||Hordeum vulgare||Amaranthaceae&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Farsetia stylosa||Panicum||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia sp.||Paniceae||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Thesium||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M. Mc Donald beschreibt in den „Oasis Papers 3“ (2003) die Vegetation während der Masara Phase, die ungefähr von 9000 bis 8200 BP dauerte, in etwa folgendermaßen : Zwölf Baum- Straucharten sind identifiziert worden, darunter : Acacia nilotica, Balanites aegyptiaca, Calotropis procera, Capparis decidua, Leptadenia pyrotechnica und Salvadora persica. Neun Taxa kommen auf den weit außerhalb der Dakhla- Oasen liegenden Fundstellen 260 und 308 vor. Sieben verschiedene Taxa waren es von 264 und 265 und fünf vom Fundplatz 300.&lt;br /&gt;
Auf dem jüngeren Fundplatz 263 A (7730 +- 110 BP) kommen ebenfalls neun Gehölz- und Strauchtaxa vor.&lt;br /&gt;
Kräuter und Gräser sind mit 49 Typen vertreten unter anderem Portulaca oleracea, ein essbares Kraut, welches offene, feuchte Standorte bevorzugt (Seit der Römerzeit wächst diese Pflanze ebenfalls im Rheinland).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum Abu Tartur weist eine nahezu permanente Besiedlung von 9120 BP bis 6420 BP, das sind 2700 Jahre, auf. Durch weitere C14 Daten, das nötige Material ist vorhanden, könnten sowohl ältere als auch jüngere Fundstellen bestimmt werden.&lt;br /&gt;
An der Oberfläche wurden mehr als 20.000 Werkzeuge beobachtet. Rund um die Playas wurden 459 Reibschalen und 2114 Läufersteine gefunden. Auf dem Kalksteinplateau sind es 18 Reibschalen und 61 Läufersteine neben einer großen Menge von Sandstein- Bruchstücken, die in jedem Fall auf Mahlwerkzeuge zurückgeführt werden können.&lt;br /&gt;
Diese Massierung von steinzeitlichem Mahlwerkzeug ist einmalig in Ägypten und bezeugt in indirekter Weise klimatische Bedingungen, unter denen Getreide und / oder Wildgetreide wachsen und reifen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge der aufgelisteten Herdstellen beträgt in der Ebene 1480 und auf dem Plateau 134, hinzu kommen noch die Feuerstellen, die unter Playasedimenten oder Hangschutt verborgen sind und die völlig der Deflation zum Opfer gefallen sind und die nur noch an der Rotfärbung des Untergrunds nachzuweisen sind. Wie schon die Menge der Mahlutensilien und die Masse der Werkzeuge, so ist auch die Konzentration von Herden ohne Vorbild in der westlichen Wüste Ägyptens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auszuwertende biologische Material, welches hier verborgen liegt, übersteigt bei weitem alles was bisher auf diesem Gebiet zur Verfügung gestanden hat.&lt;br /&gt;
Für Eastpans 95/5 schreibt B. Gehlen zu dem botanischen Material : „Unter den Samen und Pflanzenresten befinden sich acht wilde Grasarten, die noch heute von den Tuareg in der westlichen Sahara als Nahrungsmittel genutzt werden. Die meisten dieser Gräser sind auch aus prähistorischen Fundstellen in Farafra und Nabta bekannt, so unter anderem Reste von wildem Sorghum“.&lt;br /&gt;
H. Barakat, die 95/2 untersucht hat, rekonstruiert auf Grund der botanischen Funde eine relativ feuchte Umwelt mit dichter Grasvegetation. An Gehölzen wurden Acacia sp. und Ziziphus sp. identifiziert. Das Alter der Fundstelle ist 6133 +- 30 BP (U + C 5757) und damit relativ jung wenn man davon ausgeht, dass nach Pachur und Roeper in diesem Raum die Playabildung gegen 6400 BP abgeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pflanzenreste verschiedener Fundplätze== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Bäume und Sträucher'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Mudpans'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Acacia sp.|| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Tamarix sp.||X||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Salvadora persica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Maerua crassifolia||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cassa senna||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Calotropis procera||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ziziphus sp.||X||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Grewia tenax||||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Boscia senegalensis||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Balanites aegyptiaca||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caparis decidua||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Acacia nilotica||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chenopodiaceae||X ?||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Capparidaceae||X ?||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Crucifereae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Malvaceae||X ?||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Phoenix dactilifera||X||||||X ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Leptadenia pyrotechnica||||X||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Kräuter und Gräser'''|| '''Nabta E-75-6'''|| '''Farafra'''|| '''25° N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Chencrus pennisetum|| || X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bracharia||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Digitaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gramineae||||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Panicum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Setaria||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Sorghum||X||X||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperaceae||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Portulaca oleracea||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus maritimus||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum vulgare||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Echinochloa colona||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Chencrus||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Cyperus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Scirpus Schoenoplectus||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Rumex||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Curcurbi taceae||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Arnebia||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anabasis||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Anastatica hieruchuntica||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Hordeum hexastichon nudum||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Triticum sp.||X||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
                                                      &lt;br /&gt;
'''Anzahl der Gehölztaxa'''                                                      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Lage'''|| 20°N|| 21°N||23°N||24°N||25°N&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Anzahl'''||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 14||||||||||X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||12||X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||10||||X||||X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6|||||||X|||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||4||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||2||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||0||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundstellen'''|| '''Laqiya'''|| '''Selima'''|| '''Gilf Kebir'''|| '''Mudpans'''|| '''25°N'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regenfeldbau in der Ostsahara zur Zeit der postpleistozänen Feuchtmaxima== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die agronomische Trockengrenze für den Regenfeldbau verläuft im Süden der Sahara nach H. Mensching ungefähr auf der Linie Dakar – Niamey – Fort Lamy – Darfur auf der Höhe des 12. Breitengrads.&lt;br /&gt;
Im Norden der Sahara sind lediglich die küstennahen Gebiete und die sich anschließenden Gebirgsregionen Algeriens, Marokkos und Tunesiens geeignet.&lt;br /&gt;
Diese Grenzen werden aber heute schon um 100 km im Maghreb und 200 km im Sahel überschritten. &lt;br /&gt;
H. Mensching definiert die agronomische Trockengrenze dahingehend, dass sie bei etwa 300 mm Winterregen oder 500 mm Sommerregen zu suchen sei, wobei die Niederschläge auf  4 bis 5 Monate im Jahr verteilt sind.&lt;br /&gt;
Versuche im Norden Ägyptens von H.D. Müller haben ergeben, dass bei einem Minimum von 150 mm Winterregen Gerste ihre Körnerfrüchte voll ausbilden kann. Hier sind aber schon ausgewählte Felder eingeschlossen, die zusätzlich kolluviales Wasser erhalten.&lt;br /&gt;
Französische Wissenschaftler ( P. Pfeffer, Y. Monnies und Ph. Taquel ) definieren die Zonen von der Wüste bis zu den tropischen Gefilden wie folgt :&lt;br /&gt;
* Unter 100 mm Sommerregen Wüste.&lt;br /&gt;
* Von 100 bis 300 mm Nordsahel, der Regen fällt jedes Jahr und verteilt sich auf einen Monat. Das „Grün“ wird von Kamelen abgeweidet (z.B. Agadez 200 mm und 21 Tage Regen pro Jahr Anm. des Verfassers).&lt;br /&gt;
* Von 300 bis 500 mm Südsahel, der Regen ist über zwei bis drei Monate verteilt, Bäume tauchen auf und Viehzucht ist möglich.&lt;br /&gt;
* &amp;gt; 500 mm Beginn der tropischen Zone, der Regen verteilt sich über 100 Tage im Jahr, Ackerbau ist möglich, Hirse und Erdnüsse können wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Einteilung stimmt weitesgehend mit der Definition H. Menschings überein.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Nahen Osten von den Zagrosbergen bis ins anatolische Hochland und entlang der Mittelmeerküste Palästinas wuchsen die Wildformen von Gerste und Weizen bei einem durchschnittlichen, jährlichen Niederschlag von über 300 mm. Diese Ressource wurde von ca. 11.000 BP bis 8000 BP von den dort lebenden Menschen genutzt. Frühe dörfliche Siedlungen sind von Osten nach Westen Ali Kosh, Ganj Dareh, Jarmo, Cayöun, Canhasan, Catal Hüyük und Hacilar. Im Bereich der Mittelmeerküste liegen Ras Shamra, Tell Ramad Munhata und Jericho. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ackerbau gelangte um 8000 BP bis 6000 BP in die Euphrat- und Tigrisebene, wo mit künstlicher Bewässerung experimentiert wurde, da das Gebiet außerhalb der 300 mm Isohyete lag. Wahrscheinlich wurden Gerste und Weizen von Palästina ins Nildelta und weiter in den Süden Ägyptens gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon um ca. 8100 BP bis 7900 BP tauchen Gerste in domestizierter und wilder Form in Nabta Playa und etwas später um 7700 – 6200 BP Gerste und Weizen in Nabta und Kiseiba auf (El Hadidi 1980, Stemmler und Falk 1980). &lt;br /&gt;
Wenn wir annehmen das Getreide sei vom Menschen transportiert worden, so kommen als mögliche Wege das Niltal oder aber die westliche Wüste in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorghum und Hirse sind von Süden, aus Nordost- Afrika kommend, nach Ägypten gelangt. &lt;br /&gt;
Sorghum ist vor 7900 BP in Nabta nachgewiesen (E – 75 – 6), um 6700 – 6710 BP ist er zusammen mit Hirse im Wadi Obeiyd in der Farafrasenke angelangt. &lt;br /&gt;
Gerste und Weizen von Norden eingeführt und Hirse und Sorgho von Süden kommend haben wahrscheinlich die gleichen Routen genommen nur jeweils in entgegengesetzter Richtung.&lt;br /&gt;
Wenn aber südliche Getreidearten im Norden gewachsen sind und nördliche im Süden der westlichen Wüste Ägyptens, so kann davon ausgegangen werden, dass an allen geeigneten Orten auf diesem Weg, und das sind die Orte an denen Mahlwerkzeug gefunden wird, beide Getreidegruppen bekannt waren und auch genutzt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit der Verbreitung des Getreides ist ein natürliches Eindringen der Taxa mit fortschreitendem Sommer- und Winterregen. Das würde allerdings Winterregen in Nabta Playa bedeuten.&lt;br /&gt;
In jedem Fall folgt aus dem oben Gesagten, logischerweise dass die klimatischen Bedingungen ein Wachsen und Reifen von Körnerfrüchten erlaubten und daraus folgt wiederum eine jährliche Niederschlagsmenge von mehr als 150 mm Winterregen (Farafra) und von mehr als 300 mm Sommerregen (Nabta).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die stellenweise sehr hohe Dichte von steinzeitlichem Mahlwerkzeug in der Ostsahara zu erklären, wird, da viele Wissenschaftler eine höhere Niederschlagsmenge als 200 mm Sommerregen ausschließen, eine Art von genügsamen, trockenheitresistenten „Wildgetreide“ ins Spiel gebracht, welches mit Niederschlagsmengen von weniger als 200 mm Sommerregen / Jahr in der Lage sein soll essbare Körnerfrüchte zu produzieren. Der Name dieses Grases oder dieser Gräser ist nicht genannt. Die postulierten „Wildgetreide“ scheinen eine Schimäre zu sein. &lt;br /&gt;
Wären sie bekannt, so könnte die Sahelzone endlich vom Hunger befreit werden, denn die Gebiete zwischen den Isohyeten 300 mm und 50 mm ( Sommerregen ) stellen ungeheuere Flächen dar, die für die Produktion von „Wildgetreide“ zur Verfügung stünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert eine Reihe von Wildgräsern, deren Samen in Notzeiten gegessen werden aber sie sind an die 300 mm Isohyete gebunden. Fährt man mit dem Geländewagen von Agadez (200 mm) in Richtung Tahoua, so wird die 300 mm Isohyete gequert und erst südlich dieser Linie macht der Reisende, der seinen Wagen verlässt, die unangenehme Bekanntschaft mit dem cram – cram (chencrus biflorus).&lt;br /&gt;
Auch Wildgetreide in montanen Gunsträumen braucht, wenn es essbare Körner produzieren soll, gute Jahre d.h. ein Minimum von 300 mm Sommerregen oder äquivalente Wassermengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hier wird ein ergänzender Text eingefügt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun könnte argumentiert werden, dass dank der geographischen Lage an den Schichtstufen, Wasser am Fuße der Hänge sich hätte sammeln können und dass so auch bei niedrigen Regenfällen genügend davon für die Pflanzen zur Verfügung gestanden haben würde.&lt;br /&gt;
Für tiefwurzelnde Bäume und Sträucher ist dies sicherlich zutreffend, nicht aber für Gräser, ausgenommen einige Horstgräser, und vor allem nicht für Getreide.&lt;br /&gt;
Körnerproduzierende Gräser brauchen entweder in bestimmten Abständen Regen, der die oberflächennahen Bodenschichten und so den Wurzelbereich durchfeuchtet oder aber künstliche Bewässerung.&lt;br /&gt;
Wenn K. Neumann ein Beispiel von Hirseanbau aus der Bayuda mit Niederschlägen zwischen 25 mm und 50 mm angibt, so hätte fairerweise gesagt werden müssen, dass dies nur durch künstliche Bewässerung möglich ist (Forschung zur Umweltgeschichte der Ostsahara, Seite 116).&lt;br /&gt;
In meinem Garten in Abu Tartur wuchsen ohne jegliche Regenfälle unter anderem Zuckerrohr und Bananenstauden. In Anou Araren nördlich von Agadez habe ich ca. 50 ha bewirtschaften lassen. Es wurden jährlich vier Ernten und zwar Sorghum, Weizen, Zwiebeln und Tomaten eingefahren und das bei einer Niederschlagsmenge von weniger als 150 mm Sommerregen/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bewässerungstechnik dürfte in dem behandelten Zeitraum von den Siedlern in der libyschen Wüste noch nicht entwickelt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Wirbeltiere)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Knochenfunde der B.O.S. Mission wurden von Wim van Neer und H.P. Uerpmann untersucht. Die Fundstellen sind im Prinzip die gleichen, die für die Untersuchung der Baumvegetation K. Neumanns herangezogen worden sind. So sind auch die Probleme ähnlich. Zu große Distanzen zwischen den Fundplätzen, teilweise schlechter Erhaltungszustand des zu untersuchenden Materials und vor allem eine Lücke zwischen den Breitengraden 24° N und 29° N machen eine eindeutige Bewertung schwierig. &lt;br /&gt;
Für Lobo in der Sandsee wird gesagt : „The sample contains almost nothing but unidentifiable mamal bones which, as far as could be established, belong all to the size class of the dorca gazelle. Only two enamel fragments indicate the presence of a large bovid. Dorca gazelle is represented by five identifiable fragments”.&lt;br /&gt;
Die von Willmann abgesammelten und von H.P. Uerpmann bestimmten Knochen gehören zu Großsäugern, identifiziert wurde Pelorovis antiquus.&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz glass area 81/61 sind neben Dorca, Dama, Oryx und Hase vor allem Frosch- oder Krötenknochen gefunden worden, sie machen die Hälfte der Funde aus. Eine neuere Analyse, durchgeführt vom Institut für Paläoanatomie und Geschichte der Tiermedizin, München, gibt für 81/61 folgende Verteilung an :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Alcelaphus buselaphus|| 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Oryx dammah||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Addax nasomaculatus||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Ovis aries||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||196&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Lepus capensis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amphibien fehlen in dieser Aufstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Münchener Institut hat ebenfalls die Knochenfunde von Djara 90/1 sowie die von Abu Gerara 98/5 untersucht (N. Pöllath in „Drei Tierknochenaufsammlungen aus Ägypten,      TPA 1“).&lt;br /&gt;
Die Fauna von Djara 90/1 setzt sich wie folgt zusammen :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Addax nasomaculatus|| 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella sp.||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Gazella dorcas||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide groß||9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide mittelgroß||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide unbestimmt||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Caracal caracal||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Unbestimmter Großtierknochen||46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Spathopis||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht enthalten in dieser Aufstellung von 90/1 sind ein ebenfalls in Djara gefundenes domestiziertes Schaf und ein einwandfrei identifizierter Nilpferdknochen. Die Großtierknochen machen in dieser Aufstellung ca. 80 % der Gesamtmenge aus und geben einen Hinweis auf ein günstiges Klima mit Niederschlägen, welche für dichten Graswuchs sowie für das Gedeihen von Bäumen ausreichend waren. Das Verhältnis von ca. 80 % Großtierknochen zu anderen findet sich in Gerara, nördlich des 26. Breitengrads Nord wieder, ist aber leider nur auf einer geringen Menge basiert. Unter den Boviden befindet sich ein Büffel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| '''Anzahl der Fragmente'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Camelus dromedarius*|| 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide klein||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bovide sehr groß||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bos / Syncerus||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Die Dromedarknochen sind später in das Fundgut gelangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis von domestizierten Tieren und unbestimmten Großsäugern zu Dama und Dorcas Gazellen beträgt für Abu Tartur 75 %. Aber auch hier ist die Menge der untersuchten Knochen gering.&lt;br /&gt;
In Abu Tartur ist lediglich versucht worden, die Steinwerkzeuge in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Von der Keramik hingegen oder von den faunistischen Relikten sind nur einzelne Belegstücke von der Oberfläche aufgenommen worden. In den Fundplatzbeschreibungen wird aber auf gehäuftes Auftreten von Keramik, Knochen und Holzkohle hingewiesen.&lt;br /&gt;
Dennoch ist das Rind auf den Plateaufundstellen 0009/83, 0012/83 und 0054/85 nachgewiesen. Ziegen und / oder Schafe sind von 0008/13, 0010/83, 0012/83 und 0039/85 bekannt. Auch ein Nashorn kommt auf dem Plateau (0007/83) vor. Neben Gazellenresten wurde auch ein Kieferknochen der Hyäne geborgen.&lt;br /&gt;
In der Sandsteinebene wurden an den Playarändern Knochen von Ziege und / oder Schaf von den Fundplätzen 1010/83 und 1032/82 aufgelesen. Rinder- oder Büffelknochen fanden sich auf dem Fundplatz 1048/84. Ein Nashorn stammt von 1010/83 ein Zebra (equus) von 1005/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Knochenmaterial der domestizierten Tiere und das der Wildfauna wurde dankenswerterweise von H. Berke analysiert. &lt;br /&gt;
In den von M. Mc Donald bearbeiteten Fundstellen der Masara Phase, weit außerhalb der Dakhla Oasen, ist die Fauna weniger reich als die Vegetation es vermuten ließe. Neben Gazellen, Hasen, Eidechsen und einigen Vögeln enthält das Spektrum Schildkröten und Kröten. Das einzige recht anspruchsvolle Tier ist die Steppenkuhantilope, ein Bovide mit einer Schulterhöhe von 1,5 m und einem Gewicht von bis zu 250 kg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der afrikanische Hase (lepus capensis) bevölkert mit Ausnahme der dichten Wälder sämtliche Landschaftsformen und Klimazonen Afrikas. Ich selbst habe ihn im feucht- heißen Sambesital gejagt. Sein Auftreten bedeutet demnach lediglich, dass kein dichter Wald vorhanden war.&lt;br /&gt;
Gazellen können auch in sehr trockenen Gegenden überleben, selbst ohne offenes Wasser. Sie müssen ihren Feuchtigkeitsbedarf aber dann aus ihrer Nahrung decken können, also durch frische, grüne Pflanzen. Wenn kein Wasser zur Verfügung steht und das wenige Futter trocken und verdorrt ist, findet auch eine Gazelle keine Überlebensmöglichkeit.&lt;br /&gt;
Große Antilopen wie Alcelaphus buselaphus, von M. Mc Donald „hartebeest“ genannt, was eher dem südafrikanischen Verwandten Alcelaphus caama entspricht, brauchen Wasser und große Mengen Futter, sie können nicht wie Gazellen längere Trockenperioden überstehen.&lt;br /&gt;
Auch in Dakhla stehen also die paläobotanischen Fakten in scharfen Gegensatz zu der ariden Umwelt südlich des 24. Breitengrads Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mudpans weisen neben Vertretern genügsamer Boviden vor allem Elefant und Giraffe auf savannenartiges Gelände hin. In diesem Zusammenhang ist auch der große Anteil und der Artenreichtum der Raubtiere von Wichtigkeit. Auf keinen Fall sind Hyäne und Karakal Wüstenbewohner, ihre Anwesenheit lässt auf eine Vielzahl von möglichen Beutetieren schließen. Bemerkenswert ist das Fehlen von domestizierten Tieren, kommen doch in Eastpans neben Hund und Schaf auch Rinder vor und selbst in der Sandsee (81/61) werden Schaf und wahrscheinlich auch Rind angetroffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Fundkomplex_T_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex T&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Ingrid_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Ingrid&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_West_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex West&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Vera_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Vera&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Uebersicht_Playa_Renate_neu_Taxa.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Taxa, Komplex Renate&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Mollusken)== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Landschnecke Zootecus insularis kommt auf dem Abu Tartur Plateau in sehr großen Mengen vor. Sie ist Indikator einer Krautvegetation und kann durch Eingraben kürzere Trockenperioden überleben. Ein Exemplar wurde auf 8485 +- 45 BP datiert. Getragen wurde der Pflanzenwuchs von terra rossa Böden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastropoden, die sich eingraben, suchen Feuchtigkeit, die Böden mussten daher mächtig und in ihren tieferen Schichten dauerfeucht gewesen sein. Für Kröten, die sich in die Erde zurückziehen, gilt das gleiche.&lt;br /&gt;
Weiterhin wurden zwei Exemplare von Bulinus truncatus auf dem Plateau und drei an den Endpfannen gefunden, wobei die Bestimmung nicht ganz zweifelsfrei ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lymnaea natalensis, die fast ausschließlich in permanenten Gewässern lebt, ist mit 23 Exemplaren von Playa West und Playa Renate vertreten. Von Melanoides tuberculata, welche nur in Gewässern, die nicht regelmäßig austrocknen, lebt, ist nur ein Exemplar gefunden worden. &lt;br /&gt;
Pila sp. ist jeweils mit einem juvenilem, ebenfalls zweifelhaftem Exemplar von 1019/82 und 1005/83 vertreten.&lt;br /&gt;
Asphataria rubens oder Spathopis ist in Abu Tartur in großen Mengen vorhanden. 35 Exemplare von 35 verschiedenen Fundplätzen sind als Proben entnommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spathopis ist nicht an tiefes Wasser gebunden, sondern kann auch in flachen Tümpeln leben, wenn diese regelmäßig überflutet werden (S. Kröpelin 1993 : 193 – 195). Bislang wurde angenommen, dass Asphataria aus dem Niltal in die Wüste gelangt sei, nur für den Wadi Howar gilt sie als autochthon, dort sind auf der Fundstelle 80/73 Bulinus truncatus, Melanoides tuberculatus und Planorbis Gastropoden gefunden worden, sie gelten, wie auch Asphataria als nicht eingeschleppt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum sollte eine ähnliche Vergesellschaftung in Abu Tartur allochthon sein zumal Van Damme (1984) für die steinzeitlichen Phasen des Holozäns das Vorkommen von A. rubens westlich des Nils an Wasserstellen und Wadiläufen bezeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Altersanalyse an einer Spathopisschale vom Fundplatz 1004/83 hat einen Wert von 8110 +- 45 BP ergeben (KIA 23194), sie ist damit wesentlich älter als der älteste Fundplatz der Playa West und somit wahrscheinlich vor dem ersten Siedler an diesem Ort existent gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fauna (Felsbildkunst)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sehr variantenreiche Felskunst Abu Tarturs zeigt unter anderem drei Gravierungen von Rindern und stellt in einer interessanten Perspektivform eine Schafherde dar.&lt;br /&gt;
An Wildtieren werden Spießböcke, Giraffen, Antilopen und ein Strauß präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine seltene Darstellung von Fischschwärmen in der Draufsicht, wie ein Beobachter von einem erhöhten Punkt am Ufer die Tiere sehen würde, weist auf permanentes Wasser hin. Ein in der Seitenansicht gravierter Fisch dürfte sehr viel jünger sein, er ist Teil eines Piktogramms, welches vielleicht schon in die prädynastische Zeit weist. Im Gegensatz zu den oben genannten Fischschwärmen ist er nicht unbedingt ein Beweis für sein Vorkommen an diesem Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In „Rock drawings of southern upper Egypt II“ von 1939 beschreibt Hans A. Winkler die Gravierungen, die sich am Fuße des Abu Tartur Massivs bis nach Dakhla hinziehen und auch noch westlich und südlich der Oasen anzutreffen sind. Die Felszeichnungen von 1005/83 hatte er übersehen, kein Wunder in dem Gewirr von Zeugenbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An neun Stationen finden sich Darstellungen von Giraffen. Antilopen und Strauße sind jeweils sechsmal dargestellt. Viermal kommen Gazellen und Ibex vor, letztere wären eher in der östlichen Wüste zu erwarten gewesen. Neben drei Stationen mit Abbildungen von Rindern sind auch zwei mit Elefanten vorhanden. Außerdem sind Hunde, Esel, Krokodile, Schlangen, Hase, Vogel und Kamel graviert. Bei neolithischen Felsgravierungen gehe ich davon aus, dass die abgebildeten Tiere in der Umgebung lebten und dem Künstler aus eigener Anschauung bekannt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter, ausführliche Informationen und Darstellungen finden sich unter [[Fundkomplex Abu Tartur | Fundkomplex Abu Tartur Felskunst - Zeichnungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorkommen von domestizierten Tieren und von großen Wildtieren==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Taxon'''|| Hund|| Ziege|| Schaf|| Rind|| Büffel*|| Hartebeest|| Nilpferd Nashorn|| Elefant|| Giraffe|| Egnus (Zebra)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundregion'''|||||||||||||||| || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gilf Kebir|||| X|||| X|||||||| X (Myers)|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Sandsee|||||| X|| X (96/15)|| X|| X (81/61)||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Mudpans|||||||||||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Eastpans|| X|||| X|| X||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla (Mc Donald)|||| X ?|||||||| X||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dakhla**|| X|| X|| X|| X|| X|||| X|| X|| X|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Tartur|||| X|| X|| X|| X|||| X|| X ?|| X ?|| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kharga**|||||||| X|||| X|| X|| X|||| X&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Abu Gerara|||||||||| X||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Djara|||| X (Felsbild)|| X|||||| X|| X||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Farafra|||| X|| X||||||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Nabta-Kiseiba|| X|| X|| X|| X|| X ?||||||||||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Felsbilder Abu Tartur-Dakhla|| X|||| X|| X|||||||| X|| X||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* * Bouchud (1969) states categorically that the giant buffalo is a savanna dweller needing large quantities of water. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ** Die Oasen im frühen Holozän waren nicht bedeutender als heute. Der Wasseraustritt der Quellen lag allerdings auf einem höheren geographischen Niveau. Das Nachlassen des Wasserdrucks und damit der eventuellen Menge wurde harmonischer Weise durch die starken Deflationsraten ausgeglichen, so dass von einem gleichmäßigen Fördervolumen ausgegangen werden kann.&lt;br /&gt;
Da das Wasser aber nicht wie heute kanalisiert war, bildete sich eine Sumpflandschaft, die von Savannentieren nicht bevorzugt wird. Die aktuelle intensive, durch Pumpen beschleunigte Nutzung der endlichen Wasserreserven hat ein Ungleichgewicht bewirkt. Die Deflation kann die Verminderung des artesischen Drucks nicht mehr ausgleichen. Daher muss immer mehr Wasser aus größeren Teufen gehoben werden.&lt;br /&gt;
Die von Leclant und Churcher durchgeführten Analysen der Oasenfauna sind zweifelhaft. &lt;br /&gt;
Der auf einigen Fundstellen erhöhte Knochenanteil von kleinen Boviden und Hasen kann über die tatsächliche Zusammensetzung der Paläofauna ein falsches Bild zeichnen.&lt;br /&gt;
Klein und Cruz – Uribe (1984) schreiben dazu :&lt;br /&gt;
“In many instances prehistoric hunters probably butchered a large animal where it fell and brought only selected parts to their home base. In contrast, they probably often imported smaller animals intact”. (Aus dem englischen Original)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Komplexität der Beurteilung prähistorischer Knochenfunde wird von Hubert Berke ausführlich in seiner Arbeit “Zum Thema Archäozoologie” (1989) dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mensch und Umwelt==&lt;br /&gt;
Die Lage der steinzeitlichen Fundplätze in der sie umgebenden Landschaft lässt zuweilen Schlüsse auf  die klimatischen Bedingungen zu. Die Wasserversorgung ist in diesem Zusammenhang von besonderer Wichtigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel I'''&lt;br /&gt;
AT 0002/84 ist mit 9120 +- 40 Jahren vor heute der bislang älteste datierte Fundplatz Abu Tarturs. Durch sein reichhaltiges, homogenes Fundmaterial weist er sich als Siedlungsplatz  aus, der für eine gewisse Dauer angelegt worden ist. Die Versorgung mit Wasser könnte durch Regenwasser gewährleistet worden sein, welches sich in einem flachen Becken der Fundstelle AT 0014/85, etwa einen Kilometer nordöstlich gelegen, sammeln konnte. Kleinere Tümpel, heute im Gelände nicht mehr auszumachen, hätten sich in der Nähe von AT 0002/84 bilden können. Ähnliche Fundkomplexe gleichen Alters, wenn auch kleiner und weniger deutlich ausgeprägt, werden auf dem Plateau angetroffen aber bisher nie in der Ebene in der Nähe der großen Playas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus kann geschlossen werden, dass nach den großen Regenfällen zu Beginn des Holozäns die Wasserversorgung auf dem Plateau ohne große Endbecken kein Problem für die Siedler darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel II'''&lt;br /&gt;
Die Fundstelle Ä 98/20 im Tiefsten einer Endpfanne, welche Wasser aus einem Einzugsgebiet von 563 km² sammelt, hat zu verschiedenen Zeiten, nach eigener Beobachtung vom Epipaläolithikum (langschmale Dreiecke, Rückenmesser) bis zum Spätneolithikum (gestielte, flächig bearbeitete Pfeilspitzen, side-blow-flakes) als Zufluchtsort am ENDE der Trockenzeiten gedient, wenn höher gelegene Wasserstellen ausgetrocknet waren und wenn die Weiden auf den Hamadas abgegrast waren. Während der Regenzeiten, es sind sowohl Sommerregen aus Süden als auch Winterregen aus Norden nachgewiesen, waren die Wasserstände wesentlich höher wie Proben vom Niveau + 5 m belegen. Die Siedler, ob Jägernomaden oder Hirten nutzten nach den Regenfällen die Hamadas und Wadis außerhalb der Senken, das Aktionsgebiet schloss ebenfalls den Dünengürtel des Abu Muharig ein. Während dieser Zeit waren die Bewohner sehr mobil und legten keine Dauerlager an. Der archäologische Nachweis ist durch die „short-term camps“ und die „overnight stopps“ (Kindermann) gegeben. Am Ende der Trockenzeiten wurde der Raum um die Endpfanne genutzt, die Mobilität war eingeschränkt, da nur noch wenige Wasserlöcher vorhanden waren und hierdurch erklärt sich die höhere Konzentration von Steinplätzen und Artefakten.&lt;br /&gt;
Diese gut durchdachte und zutiefst logische Strategie wird auch heute noch von Hirtenvölkern in der Sahara angewandt (Niger, Mauretanien u.a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach aktueller Hypothese sind lediglich 100 mm Regen im Jahr gefallen. In der folgenden Rechnung werden die bislang für richtig gehaltenen Zahlen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0,1 m Regen im Jahr x 563.000.000 m² = 56.300.000 m³/Jahr. Angenommen 80% des Wassers versickern oder verdunsten auf ihrem Lauf, angenommen die Endpfanne hat eine Größe von  1 km² so beträgt der Wasserstand am Ende der Regenzeit 11,2 m, eine Höhe, die mit meinen Beobachtungen größenordnungsmäßig übereinstimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel III'''&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet von Ä 90/1 beträgt nach der gleichen Quelle wie weiter oben lediglich 1 km². Bei den von mir postulierten Wasserständen werden sich allerdings Überläufe zwischen den einzelnen Teilsenken gebildet haben und so auch hier die noch erkennbaren Mulden aufgefüllt haben. Der besondere Gunstfaktor des Fundplatzes bestand in der als Zisterne dienenden Höhle. Bei stärkeren &lt;br /&gt;
Niederschlagsereignissen konnte Wasser in die Höhle überlaufen und dort eine Reserve von ca. 9000 bis 10.000 m³ bilden, genügend Wasser, um eine größere Population mit Haustieren während des ganzen Jahres zu versorgen (Die tägliche Menge entspricht einem großen Tankwagen von 30 m³ Fassungsvermögen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ereignisse lassen sich nachweisen an den verschwemmten Sedimenten, die im Höhleninneren einen fast waagerechten Untergrund bilden, wie er nur vom Wasser gestaltet werden konnte und an dem Vorhandensein von schalenförmigen pelitischen Sedimentkrusten, die im stillen Wasser abgesetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 100 mm Niederschlag im Jahr und einem Einzugsgebiet von 1 km² kann die Attraktivität des Fundplatzes nicht erklärt werden, da in einem Endbecken von ca. 300 m x 300 m der Höchstwasserstand nur etwas mehr als 1 m betragen würde falls die gesamte Wassermenge dort gesammelt würde. Bei 20% wie im Beispiel II waren es gerade einmal 20 cm Höchststand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel IV'''&lt;br /&gt;
beschreibt die Fundstelle Ä 95/2 in den Eastpans. Hier stehen bei 200mm Niederschlag pro Jahr und einem Einzugsgebiet von 227 km² in einem Sammelbecken von rund 3 km² (von Niv. –1 bis Niv. +5) 45.400.000 m³ Wasser zur Verfügung. Anzumerken ist, dass die bekannten Fundplätze jeweils Becken mit Flächen von ca. 500.000 m² aufweisen. Der Wasserstand würde bei 20% Ausnutzung auf  der Gesamtfläche bei 3 m liegen, die kleineren und tiefer gelegenen Fundplätze könnten unter den gleichen Umständen einen wesentlich höheren Wasserstand aufweisen, rein rechnerisch bis ca. 9 m. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Altersangaben betreffen die Zeit um 6000 BP für das Spätneolithikum und 7214 BP für das Mittelneolithikum. Da die Menschen in dieser Zeit neben der Jagd von Körnerfrüchten und von den Produkten der Viehzucht lebten, dürfte eine ähnliche Situation existiert haben wie in Djara 98/20 nämlich eine Konzentration um einen Teich, in dem die letzten Wasserreserven am ENDE der Trockenzeit vorhanden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Beispiel V'''&lt;br /&gt;
bezieht sich auf AT 1005/83. Der bedeutende Fundplatz mit einem Alter von 6420 +- 60 BP Jahren weist eine Werkzeugmenge von 897 Stücken auf, hinzu kommen 40 Mahlsteine, 16 Reibschalen, 31 identifizierte Feuerstellen und Keramik. An faunistischen Material wurden u.a. Straußeneiperlen, bulinus truncatus, lymnaea natalensis und aspatharia rubens gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz liegt am Nordrand eines ausgedehnten Playabeckens und ist um einen Inselberg aus nubischem Sandstein, der aus dem Holozänsediment herausragt, angeordnet. Die Positionen der immobilen Feuerstellen liegen zum Teil oberhalb der Niveaulinie 204 und reichen bis nahe an die wahrscheinliche Uferlinie, welche dem Niveau 202 entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiter südlich gelegene mittelneolithische Fundstelle AT 1004/83 mit einem Alter von 7590 +- 75 BP Jahren liegt ebenfalls auf dem Niveau 204. Auch hier wird eine Variationsbreite angetroffen, so dass Fundplatzteile etwa zwischen Niv. 205 und Niv. 203 liegen. Weitere noch nicht datierte Fundstellen wie 1001 bis 1003, 1006 bis 1012 und 1039, 1040, 1044 und 1079 bis 1082 sind ebenfalls um die Niveaulinien 202 bis 205 gruppiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:1005_83_Lageskizze.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Lageskizze Abu Tartur, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Belege lassen darauf schließen, dass die Playa über lange Zeiträume im wesentlichen das gleiche Sammelbecken und ähnliche Wasserstände aufwies. Ein Playaprofil welches an einem Sandsteinhügel ansteht, zeigt an seiner Basis eine Wechsellagerung von sandigen und tonigen Schichten. Darüber liegt eine kompakte tonige Masse von ~ 2 m Mächtigkeit ähnlich der von H. Riemer dokumentierten Schichten im Wadi Asfura in der Nähe der Fundstelle AT 1072/86 oder dem Aufschluss AT 1023/82 wo gut 2,50 m ungeschichtete Tonmassen anstehen und sich im nicht aufgeschlossenen Liegenden fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese tonigen Sedimente weisen auf eine gleichmäßige, nicht turbulente Wasserzufuhr hin wie sie z.B. bei Winterregen auftreten kann. Andere Schichten enthalten Kalkgeröll oder feine kalkige Verwitterungsprodukte, die wiederum auf heftige Sommerregen schließen lassen.&lt;br /&gt;
Eine genauere Untersuchung des Sedimentationsgeschehens durch ein Geologenteam könnte hier endgültige Erkenntnisse erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Diskussion und Konklusion==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die libysche Wüste Ägyptens herrscht bei Wissenschaftlern bislang eine weitgehende Übereinstimmung, wonach die Gebiete zwischen dem 24. und dem 29. Breitengrad Nord zu keiner Zeit während des prähistorischen, holozänen Klimaoptimums eine höhere Regenmenge erhalten haben als 150 mm/Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
R. Kuper und S. Kröpelin gehen in einer neueren diesbezüglichen Veröffentlichung von mehr als 50 mm bis 150 mm Niederschlägen im Jahr aus (Science 2006, Vol. 313, Fig. 3). Sie postulieren ein Vorrücken des tropischen Monsuns zu Beginn des Holozäns wonach südlich des Wadi Howars &amp;gt; 450 mm Sommerregen/Jahr fielen, bis in die Gegend um Laqiya mehr als 300 mm und bis zur ägyptisch sudanesischen Grenze und im Gilf Kebir &amp;gt; 150 mm Sommerregen im Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem reichte bis ins Fayum, wo &amp;gt; 150 mm Winterregen angegeben sind. Auch dieser Wert ist zu niedrig angesetzt, jagten doch die Menschen im Fayum noch um 6000 BP Elefanten (site K) und Nilpferde (site N) und bauten Gerste, Leinen und Weizen an. Ein striktes Minimum von 250 mm Winterregen wären die Vorraussetzung für eine derartige Flora und Fauna. Durch das Vorhanden sein des Sees herrschte zwar kein Wassermangel, noch wichtiger ist aber ausreichend Regen, um eine Lebensgrundlage für Großtiere und Möglichkeiten zum Ackerbau zu schaffen. Ein Seeuferbewuchs würde nicht ausreichen. Vergleiche mit sogenannten Wüstenelefanten Namibias sind nicht angebracht, da diese die Wasserspeicher der Wadis, die durch Regen aus weit entfernten Gegenden gespeist werden, nutzen und lediglich durch Wüstengebiete wandern, um von einem Wadi zum nächsten zu gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum zwischen dem 30. Breitengrad Nord und dem 23. Breitengrad Nord lag demnach in einer Wüste, die weniger Regen erhielt als heute Agadez in der Republik Niger (200 mm Sommerregen). In dieser ägyptischen Zentralwüste fehlen die Gebirge, die zusätzliches Wasser in die trockenen Ebenen hätten leiten können, allenfalls sind einige Schichtstufen vorhanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Bild einer breitengradparallelen zonalen Klimaentwicklung, wie es für die Westwüste Ägyptens und den nordwestlichen Teil des Sudans gezeichnet wird, ist durchaus stimmig soweit es sich auf den südlichen Teil des Untersuchungsgebiets bezieht. Belege aus der Quartärgeologie, besonders aus dem Gilf Kebir, sowie weitere Fakten aus Fauna und Flora lassen keine Zweifel aufkommen.&lt;br /&gt;
Weiter nördlich betreffen die Untersuchungen Teile der Großen Sandsee und das Abu Ballas Stufenland. Hier stellen sich die ersten Fragen. Wie kommen Savannengehölze und Savannentiere nach Mudpans und woher kommen die Graslandschaften und die Rinder von Eastpans ?&lt;br /&gt;
Diese Gebiete folgen nicht mehr der etablierten Zonung und werden als Vorposten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des 25. Breitengrads Nord, einer Zone, die bis auf Dakhla (M. Mc Donald) nicht intensiv bearbeitet worden ist, erlauben die harten Fakten nicht mehr an dem konservativen System festzuhalten.&lt;br /&gt;
Wie neuere Forschungen nahe legen, reichten die tropischen Sommerregen nicht nur bis zum 24. Breitengrad Nord sondern weit über 27° N hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mediterrane Winterregensystem wurde bislang nicht genügend berücksichtigt und heute ist klar, dass die Winterregen von der Küste über Djara bis zu den Mudpans und vielleicht sogar bis in den Nordsudan reichten. Selbst der Gilf Kebir scheint zeitweilig in das Winterregenregime eingebunden gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet welches auf Grund seiner Topographie am stärksten durch die zwei sich überlappenden Regenzeiten begünstigt worden ist, liegt um den 25. Breitengrad Nord. Wir dürfen hier von &amp;gt; 150 mm Winterregen und von einer Sommerregenmenge gemäß der zonalen Ausbreitung der Isohyeten von &amp;gt; 50 bis 150 mm ausgehen. Der mittlere jährliche Niederschlag umgerechnet in Sommerregen (100 mm Winterregen entsprechen in der Landwirtschaft 200 mm Sommerregen) würde also nach folgender Rechnung diese Größenordnung gehabt haben :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(50 + 150) : 2 + (&amp;gt;150 x 2) = 100 + &amp;gt;300 = &amp;gt;400 mm äquivalenter Sommerregen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dieser Niederschlagsmenge könnte die Bildung der Rotböden auf dem Plateau und in der „Roten Wüste“ und die zum Teil riesige Ausdehnung der Playas in der Ebene und das Vorhandensein offener Wasserflächen erklärt werden. Damit ließe sich auch die Bildung von Kalzitkristallen in der Kontaktzone von Kalkstein und Playaboden schlüssiger belegen (H. Besler). &lt;br /&gt;
Zugleich liegt diese Regenmenge in einem Bereich, der Rinderhaltung erlaubt und der dem Vorhandensein von wilden Großtieren nicht widerspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem aber wird verständlich warum sich Menschen in diesem Raum niedergelassen haben, hier konnten sie gut leben und nicht nur überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird auch verständlich wenn Wendorf et al. (2001) eine Trockenzeit zwischen 8700 und 8600 BP feststellen, während Mc Donald gerade eine Blüte der Masara C Kultur konstatiert. Die Klimaregime waren unterschiedlich, der Einfluss der Winterregen, wenn überhaupt (Chenopodiceae in Nabta) wird im CPE- Bereich geringer gewesen sein als am 25. Breitengrad Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der veränderten postulierten Umstände konnten die Siedler in der westlichen Wüste Ägyptens keine reine sedentäre Lebensweise führen.&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Regenzeiten wurden das Plateau und die entlegenen Weidegebiete in der Ebene genutzt. Bei Wasserknappheit, auch &amp;gt;400 mm Niederschlag im Jahr ist recht wenig, sie entsprechen in etwa den Regenfällen der Kalahari, wurden die Ressourcen in der Umgebung der Playabecken einbezogen. &lt;br /&gt;
Die Mobilität der Menschen ging aber über diesen jahreszeitlich bedingten Wechsel der Jagd- und Weidegründe sowie des Erntezyklus hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So tauchen auf den Fundplätzen in Abu Tartur einerseits Kaurischnecken und andere Gastropoden aus dem Roten Meer in den Inventaren auf  und auf der anderen Seite libysches Wüstenglas. Zwischen den Herkunftsorten liegen ca. 1000 km Luftlinie.&lt;br /&gt;
Granite und andere Tiefengesteine zur Herstellung von Reibschalen und Mahlsteinen aus der östlichen Wüste haben ebenfalls einen weiten Weg zurückgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Exportiert aus dem Raum Abu Tartur- Kharga wurde der Gebrauch von großen Dreieck- und Stielspitzen, die sich zunächst im Fayum und später in Merimde und in Badari wiederfinden. Einzelne Stücke wurden in Nabta, in der Djararegion und in Dakhla gefunden.&lt;br /&gt;
Aus Sandstein gefertigte Mahlwerkzeuge auf dem Abu Muharig- Plateau stammen aus den Nubiaschichten, wie sie in Kharga, Abu Tartur und Dakhla anstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen viele nicht direkt fassbare gegenseitige Beeinflussungen wie auf dem Gebiet der Keramikherstellung. Für den materiellen und kulturellen Austausch genügte es, wenn Einzelpersonen oder kleine Gruppen während der kühleren Jahreszeit diese Kontakte pflegten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien unter Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen.==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg einer solchen Karawane würde über Abu Ballas führen. Abu Ballas ist einer dieser unscheinbaren Sandsteinhügel wie sie zu Tausenden in der westlichen oder libyschen Wüste Ägyptens vorkommen. Das besondere an diesem Hügel sind jedoch die große Menge an Wasserkrügen und die Scherbenreste aus pharaonischen Zeiten, die am Fuße des Hügels deponiert sind. Die Altersspanne reicht mit Intervallen von 2200BC bis 1070BC. Selbst römische Scherben sind noch zu finden. Sie wurden schon 1918 von den Engländern Ball und Moore entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute versuchen Kölner Archäologen die Geheimnisse des Depots, rund 200km südwestlich der Oase Dakhla gelegen, zu lüften.&lt;br /&gt;
*Sie gehen davon aus, dass das Klima zu Zeit der Deponierung der Krüge nicht wesentlich feuchter war als es heute ist, d.h. hyperarid.&lt;br /&gt;
*Sie gehen weiter davon aus, dass der Weg von Abu Ballas weiter bis zum Gilf Kebir führte. Dafür sprechen Wegmarken (alamat), wenn sie auch im gebirgigem Teil sehr weit auseinander liegen und nicht eingesehen werden können, und Funde von Krügen und Keramikscherben.&lt;br /&gt;
*Weiter wird postuliert soll der Weg über den Gebel Uweinat ins Innere Afrikas geführt haben. Der Uweinat ist ein Gebirge im Länderdreieck Ägypten, Sudan, Libyen und bietet reichlich Wasser aber kaum sichere Weiden. Hier liegen auch keine Befunde vor, die diese Theorie untermauern könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfernungen belaufen sich von Abu Ballas zum Gilf Kebir auf rund 200km und vom Gilf zum Uweinat auf weitere approximative 200km.&lt;br /&gt;
Der Weg sollte eine alternative Handelsroute sein, um schwarzafrikanische Luxusgüter nach Ägypten zu bringen. Er sollte die normalerweise genutzte Nilroute unter noch nicht vollständig geklärten Voraussetzungen ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ägypter ihrerseits mussten Güter zum Tausch anbieten können. Schmuckgegenstände und Tuche aber auch Werkzeuge und Waffen aus Kupfer und später aus Bronze wären mögliche Tauschobjekte. Allen Autoren (R. Kuper, K.P Kuhlmann, H. Riemer und anderen), die sich mit dieser Strecke, dem so genannten Abu Ballas Trail (ABT) befassen oder befasst haben ist klar, dass der logistische Aufwand, um solche Handelskarawanen auszurichten und erfolgreich in einem vollariden Wüstenbereich funktionieren zu lassen, enorm ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es soll mit diesem Aufsatz versucht werden den logistischen Aufwand zu quantifizieren und eventuelle Alternativen aufzuzeigen.&lt;br /&gt;
Für die Rechnung werden die Vorgaben von R. Kuper berücksichtigt („die wüste“ von C.C. Müller und J. de Castro Hrsg. 2006, Seite 80).&lt;br /&gt;
*Tagesstrecke der Eselkarawane: 30km&lt;br /&gt;
*Belastbarkeit der Tiere: 50 bis 70kg/Esel&lt;br /&gt;
*Wasser- u. Futterbedarf: 10kg/Esel und Tag&lt;br /&gt;
*Die Strecke Dakhla – Abu Ballas wird in 7 Etappen eingeteilt (7 × ~ 30km ~ 210km).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Zunächst werden von der Oase Dakhla aus Vorräte auf der Strecke verteilt, die es erlauben die Tiere auf dem Hin- wie auch auf dem Rückweg zu versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Danach läuft eine weitere Kolonne los und deponiert z.B. 1m³ Wasser oder 1t Futter am Zielort Abu Ballas. die Krüge wurden nicht nur in Abu Ballas sondern auch nördlich und südlich davon an geeigneten Plätzen deponiert. Um Wasser lagern zu können, müssen Tonkrüge transportiert werden. Diese Behälter, einmal an Ort und Stelle, bleiben dort und können immer wieder nachgefüllt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Um ein Depot von 300 Krügen, das ist die belegte Anzahl, aufzubauen, muss eine Eselkarawane 300 Krüge × 15kg/Krug = 4500kg über eine Distanz von ~ 200km bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Um die Krugkolonne zu versorgen, muss eine weitere Vorratskolonne die entsprechenden Depots anlegen. Die Anzahl der einzusetzenden Tiere wird ermittelt indem die Eseltage*, die benötigt werden um 1000kg zu transportieren mit 4,5 multipliziert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) Um die Vorräte für den Transport der Menge von 10000 l Wasser, die 300 Krüge zu füllen, werden weitere 9 × 1325 Eseltage benötigt, 1m³ Wasser ist vorher schon transportiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) Der eigentliche Wassertransport benötigt 9 x 280 Eseltage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle Eseltage.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach enthalten das Abu Ballas Depot und die weiteren Zwischendepots 300 Krüge mit 10m³ Wasser aber noch kein Futter für die Tiere, keine Nahrung für die Begleitmannschaft und kein Feuerholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *Eseltage, zu vergleichen mit Mannschichten in der Industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aber kein großes Problem, da von der Basis Dakhla aus weitere Kolonnen von Transporttieren auf die Piste gebracht werden können, um die entsprechenden Futtermengen und sonstiges ins Ziel zu bringen. Der Arbeitseinsatz würde sich dann auf rund 50000 Eseltage erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentliche Problem beginnt, unter Respektierung der postulierten Bedingungen, mit dem Vorratstransport zum 200km entfernten Gilf Kebir und weiter zum Gebel Uweinat, der ungefähr weitere 200km Luftlinie entfernt liegt.&lt;br /&gt;
Der Arbeitsaufwand und die Kosten würden exponentiell ansteigen und sämtliche Esel der Oasen würden möglicherweise nicht ausreichen die 600km lange Wüstenstrecke mit Vorräten auszustatten. &lt;br /&gt;
Nun sollen Handelskarawanen mit ägyptischen Waren beladen auf den Weg geschickt werden und mit nubischen Waren nach Dakhla zurückkehren. &lt;br /&gt;
Man könnte Stellschrauben anziehen und argumentieren, die Tiere könnten schneller und weiter laufen und mehr Gepäck laden, es würde nicht wesentlich das Resultat auf der Strecke Abu Ballas – Gilf Kebir – Uweinat (oder Bir Misaha um nach Nubien zu gelangen) ändern. Die Schwierigkeiten wären nahezu unüberwindbar.&lt;br /&gt;
Zu bemerken wäre noch, dass Tiere, die mit trockenem Futter versorgt werden, und dieses dürfte der Fall gewesen sein, täglich getränkt werden sollten. &lt;br /&gt;
Außerdem darf eine ungewöhnliche Einzelleistung, wie z.B. ein Esel läuft 80km an einem Tag, nicht als Dauerleistung hochgerechnet werden. &lt;br /&gt;
Eine Handelskarawane besteht im alten Reich gewöhnlich aus 300 Lasttieren (H.P. Kuhlmann in Tides of the Desert, Köln 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Futter- und Wasserbedarf wäre für eine 600km lange Wüstenstrecke und einer Dauer von 21 Tagen für den Hin- und weitere 21 Tage für den Rückweg wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10kg/Tag und Tier × 42 Tage × 300 Tiere = 126t''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Tabelle geht hervor, dass 55600 Eseltage eingeplant werden müssen, um 1t Vorräte von Dakhla zum Uweinat transportieren zu können. Hinzu kommen noch 840 Eseltage für die Wasserkolonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 126 t : 1 t = 7111440 Eseltage'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge bedarf keiner Interpretation, die Karawanenreise von Dakhla zum Gebel Uweinat ist nicht realisierbar. Selbst eine Minikarawane von 100 Tieren würde immer noch: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''56440 Eseltage x 42 t : 1 t = 2370980 Eseltage'''&lt;br /&gt;
			&lt;br /&gt;
benötigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich wären weitere Krugdepots anzulegen, Brennholz zum Brotbacken und Verpflegung für die Begleitmannschaft, welche aus Eseltreibern, Händler, Schreibern,  Soldaten und Wachmannschaften besteht, bereitzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Gebel Uweinat aus sind mindestens weitere 200km Wüstenstrecke mit angenommenen Niederschlägen unter 50mm/Jahr zu durchqueren (Climate controlled occupation in the Eastern Sahara during the main phases of the Holocene, Kuper und Kröpelin 2006).&lt;br /&gt;
Hier wird endgültig klar, dass eine transsaharische Handelsroute unter den vorgegebenen Bedingungen nicht existiert haben kann.&lt;br /&gt;
Da aber vieles für einen Abu Ballas Trail spricht, die Kruglager und die Wegzeichen, müssen die Vorbedingungen untersucht werden, vor allem das Klima, welches im alten Reich herrschte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linien gleicher Niederschlagsmengen, Isohyeten, sind nach Kuper und Kröpelin nach bestmöglichen Schätzungen auf der Basis von geologischen, archäozoologischen und archäobotanischen Daten etabliert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Siedlungskammer Abu Tartur habe ich weiter oben belegen können, dass Rotböden zu Beginn der steinzeitlichen Besiedlung im Holozän gebildet werden konnten. &lt;br /&gt;
Es ist weiterhin belegt, dass Großsäuger wie Elefant, Nashorn oder Nilpferd und Giraffe sowie große Boviden im besprochenem Raum im frühen Holozän vorkamen.&lt;br /&gt;
Die Präsenz von Savannengehölzen ist in den Holzkohlenproben von Abu Tartur und von weiteren Fundplätzen nahe des 25. Breitengrads bewiesen. Neben Sorghum, der in fast allen Fundgebieten nachgewiesen werden konnte, kommt in Djara auch Amarant vor, ein typisches Gewächs der Feuchtsavanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Raum in der Östlichen Sahara um den 25. Breitengrad hat nach Kuper und Kröpelin eine jährliche Niederschlagsmenge von &amp;gt;50 bis &amp;gt;150mm erhalten (Sommerregen). Er ist gleichzeitig eines der am dichtesten besiedelten Gebiete in der Zeit von ~9200 BP bis ~6200 BP. Es ist nicht gerade einleuchtend, dass Menschen in einen unwirtlichen Wüstenraum einwandern, wo doch zahlreiche nahe liegende Alternativen mit über 450mm Regen im Jahr existiert haben.&lt;br /&gt;
Wenn aber schon die Schätzungen für die steinzeitliche Hauptbesiedlungsphase anzuzweifeln sind, so sind es erst recht die Annahmen für ein plötzliches, fast totales Ausbleiben des Regens nach 6400 BP bis in die dynastische Zeit hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von mir behandelten Fundstellen sind von Berufsarchäologen, bis auf kurze Visiten, nicht besucht worden. Sie liegen außerdem rund 200km östlich von dem Nordsüdtranssekt, dessen Resultate für die Beurteilung von Archäofauna und Archäoflora herangezogen wird.&lt;br /&gt;
Neue Fakten aus Abu Tartur und anderen Plätzen sind nicht berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
Zahlreiche Belege aus historischer Zeit weisen auf eine nicht geringe Restbevölkerung in der Ostsahara und auf eine extensive Wanderweidewirtschaft hin.&lt;br /&gt;
Geologische Daten: Ein Anwachsen der Playaböden ist nach 6400 BP, wie schon weiter oben erwähnt, nicht mehr zu beobachten. Daraus wurde geschlossen, dass keinerlei bedeutende Niederschläge nach diesem Datum gefallen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geringe Winterregenmengen um 100mm/Jahr haben nicht die Kraft Sedimente zu transportieren und selbst wenn Feinmaterial die Endbecken erreicht haben sollte, wird dieses in wenigen Jahren der Deflation zum Opfer fallen. Außerdem versickert sanfter Regen rasch im Sand oder in den noch vorhandenen Böden und kann so eine ephemerische Grasvegetation möglich machen (Beispiel Agadez in der Republik Niger mit 200mm Sommerregen/Jahr).&lt;br /&gt;
Archäobotanische Daten: Diese Daten sind von Fundplätzen, die gegen Ende der holozänen, steinzeitlichen Besiedlungsphase besiedelt waren, erhoben worden, also bei sehr geringen Niederschlagsmengen.&lt;br /&gt;
Das gleiche gilt für die archäozoologischen Untersuchungen. Sie entsprechen schon fast den Daten der vordynastischen Periode wenn nicht gar denen des Alten Reichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf die Kruglager des Abu Ballas Trails und die Claytonfallen in Mirmalla sind archäologische Funde nach dem Abwandern eines Großteils der neolithischen Bevölkerung sehr selten. Der Grund dafür liegt in der Wirtschaftsweise der Restbevölkerung. Hirten einer halbnomadischen Weidewirtschaft hinterlassen keine Spuren ihrer Präsenz. &lt;br /&gt;
Werden die neue logische Sichtweise und die neuen Schätzungen, die Niederschlagsmengen betreffend, auf die Funktion des Abu Ballas Trails angewandt, so ergibt sich eine Lösung der genannten Probleme und Eselkarawanen von Dakhla nach Nubien rücken in den Bereich des technisch Möglichen.&lt;br /&gt;
Wasser wird nach Regenfällen an geeigneten Orten gesammelt und in Tonkrüge gefüllt, Gras wird geschnitten oder ausgerissen und an den Etappenplätzen gelagert. Damit haben die „Wachmannschaften“ eine sinnvolle Tätigkeit denn zu bewachen gab es bei der alten Hypothese nichts, da die Wüste undurchlässig gewesen wäre und so auch keine Wasserräuber nach Abu Ballas gelangen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Müller- Karpe bezieht sich in seinem Handbuch der Vorgeschichte Band II Jungsteinzeit, Verlag C.H. Beck 1968, Seite 27 auf K. Butzer wenn er schreibt, Zitat: Dennoch war vor dem 3. Jt. v. Chr. die Austrocknung der beiderseitigen Wüsten nicht so weit fortgeschritten wie heute, so dass mit einer stellenweise Besiedlung in manchen Wadis und auf Hochflächen zu rechnen ist, die heute keine nennenswerte Vegetation mehr aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zur Wahl stehen nun zwei Szenarien:'''      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Die heutige westliche Wüste war, wie viele Berufsarchäologen schätzen, in prädynastischer und Anfang der dynastischen Zeit '''hyperarid'''. Eselkarawanen nach Nubien waren '''nicht möglich'''.&lt;br /&gt;
*2.) Es fiel '''genügend Regen''', der eine ephemere Grasvegetation hervorbrachte, Eselkarawanen nach Nubien waren '''möglich'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Anzahl der Tiere auf dem Hin- und Rückweg'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Erster Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zweiter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 3.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Dritter Abschnitt'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Eselkarawanen von Dakhla Tabelle 4.png|600px]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundkomplex_Abu_Tartur&amp;diff=5555</id>
		<title>Fundkomplex Abu Tartur</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steinzeit-sahara.de/w/index.php?title=Fundkomplex_Abu_Tartur&amp;diff=5555"/>
				<updated>2021-03-24T14:27:55Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Ederieker: /* Rätsel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Die steinzeitliche Besiedlung Abu Tarturs im Holozän==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer heute durch die westliche oder libysche Wüste Ägypten reist, findet, dass außer in den Oasen, Vegetation praktisch inexistent ist. Das Klima ist hyperarid und in den Jahren von 1982 bis 1987, in denen ich dort für eine Bergbaugesellschaft tätig war, fielen nur in einer Nacht wenige, schwere Tropfen, die kleine Krater in der ausgetrockneten Erde hinterließen. Messbar war dieser Niederschlag nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur, so heißt die Lokalität, ist eine in der Entwicklung befindliche Phosphatgrube. Wohn- und Verwaltungsgebäude liegen 43 km westlich von Kharga, der Hauptstadt des New Valley Bezirks, an der Asphaltstraße nach Dakhla. Die Grube und die übertägigen technischen Einrichtungen sind über eine nach Norden verlaufende Stichstraße erreichbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur ist aber auch ein ausgedehntes Hochplateau mit einer Höhe von ca. 500 bis 600 m über dem Meeresspiegel, welches die Sandsteinebene, in der die El Ghorab Straße zwischen Kharga und Dakhla verläuft, um bis zu 400 m überragt '''Abb. 1'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Abu_Tartur_Lageskizze_Gesamt.png|400px|Lageskizze_Abu_Tartur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 1: Abu Tartur Gesamtübersicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drittens steht der Name Abu Tartur für die ca. 150 steinzeitlichen Fundplätze, die in den fünf Jahren meiner Anwesenheit entdeckt und bearbeitet worden sind.&lt;br /&gt;
Von jedem Platz ist eine Skizze erstellt worden, meistens im Maßstab 1 : 1.000. Auf diesen Karten erscheinen die Koordinaten, Höhenlinien, Wadiläufe und größere Regenrinnen sowie Bemerkungen zur Untergrundbeschaffenheit. Von dem archäologischen Inventar werden die Fundstreu und die Fundkonzentrationen, die Herdstellen, anstehende Kulturschichten sowie die Mahlwerkzeuge markiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderheiten wie Steinkreise und andere Bauwerke, Vegetationsreste oder ungewöhnliche Artefakte werden ebenfalls eingezeichnet. Nicht berücksichtigt wird die Verteilung des Oberflächeninventars nach Quadratmetern oder Viertelquadratmetern. Eine Langzeitstudie vor Ort über die Bewegung von Artefakten durch Wind hat die Nutzlosigkeit dieser Maßnahme unter den gegebenen klimatischen und geographischen Verhältnissen eindeutig belegt. Weitere Übersichtsskizzen im Maßstab 1 : 10.000 wurden für die Hauptzonen der prähistorischen Siedlungsreste erarbeitet. Es sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den Inventaren ausschließlich um Oberflächenmaterial handelt. Auf Grabungen ist in jedem Fall verzichtet worden, um die Fundstellen für eventuelle weitergehende Untersuchungen intakt zu erhalten. Vom faunistischem Material und von der Keramik sind Belegstücke aufgelesen worden, die entnommenen Mengen lassen daher nicht auf die tatsächlich vorhandenen Mengen schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird eine Auswahl von drei Fundstellen vorgestellt, sie decken den gesamten erfassten Zeitraum der Besiedlung ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 0002/84 - 9120 +- 40 BP - Poz – 11204 - Straußeneischale&lt;br /&gt;
* 1004/83 - 7590 +- 75 BP - KN 3744 - Holzkohle&lt;br /&gt;
* 1005/83 - 6420 +- 60 BP - KN 3740 - Holzkohle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1005_83_Eickelkamp_selbst.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Autor Eickelkamp bei der Sicherung von Holzkohle, Fundplatz 1005/83, 1985 (Foto: René Gebhardt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste bislang datierte Fundplatz Abu Tarturs (0002/84) fällt in die frühe Zeit der holozänen Besiedlung, die von F. Wendorf und R. Schild als El Adam- Phase bezeichnet wird. Der Fundplatz liegt rund 900 m von der Plateau Bruchkante entfernt an der Südseite eines ausgedehnten, mit Kalksteinhügeln durchsetzten Playafeldes. Anstehender Kalkstein, grob- und feinkörniger Verwitterungsschutt wechseln mit playaähnlichen terra rossa Restböden ab. Für einen unerfahrenen Beobachter, der die Verwitterungsformen der Wüste aus eigener Anschauung nicht kennt, macht die Gegend einen chaotischen Eindruck. Der Platz ist zur Hauptwindrichtung nach Norden völlig offen und nur nach Osten hin durch einen langgestreckten Hügel geschützt. Der teilweise freiliegende Playaboden* zeigt deutlich Deflationsspuren. Die Ausdehnung des Platzes beträgt von N. nach S. 75 m und von W. nach O. 70 m. Die windgeglättete Playaoberfläche ist frei von Artefakten. Erst in den südlich sich anschließenden Schuttfeldern kommt es zu sekundären Konzentrationen vor allem an kleinvoluminösen Stücken. Schwere Artefakte wie Schaber treten in dem westlichen, langgezogenen Schuttstreifen auf. Außer einigen Dunkelfärbungen der ansonsten hell rotbraunen Playa konnte keine Kulturschicht ausgemacht werden. Grabungen im zentralen Südteil und östlich im feinen Hangschutt könnten erfolgreich sein. Feuerstellen oder Schichten mit entnehmbarer Holzkohle sind nicht gefunden worden. Es ist jedoch gebrannter Ton mit winzigen, eingeschlossenen Kohlepartikeln beobachtet worden. An Mahlwerkzeug sind drei Läufersteine und windüberformte Sandsteinreste von  Reibschalen gefunden worden. Straußeneischalen kommen sowohl als glatte, unverzierte Stücke als auch mit Ritzungen versehen vor. Neben zwei runden, nicht perforierten Scheiben und sechs eckigen, perforierten Stücken wurden auch 17 fertiggestellte Perlen gefunden. Ein aus einem Kalzitkristall gearbeiteter „Ohrstecker“ ist fein poliert und sehr gut erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auffallend sind die östlich und nordöstlich von 0002/84 gelegenen halbmondartigen Strukturen aus aufgeschichteten Kalksteinbrocken, sie stellen wahrscheinlich Windschilde dar. Eine geschlossene Steinlegung mit den Dimensionen 2 m x 1,5 m und große Mengen von unverzierter Keramik, möglicherweise zu großen, rundbödigen Gefäßen gehörend, fallen ebenfalls auf. Diese Funde und Befunde stehen nicht im Zusammenhang mit 0002/84 sondern sind Teil der Fundstelle 0049/85. Das Gelände ist hier völlig mit lockerem Kalksteinschutt bedeckt und konnte daher nicht untersucht werden. Hier würde eine Grabung sicherlich interessante Resultate zeitigen, zumal eine Massierung von über 20 Bauten bislang in der westlichen Wüste nicht angetroffen worden ist.&lt;br /&gt;
Einige wenige, aus Schwerfahrzeugspuren entnommene Artefakte (1 Stichel, 1 Abschlag und 1 gekerbte und retuschierte Klinge) sind nicht diagnostisch.&lt;br /&gt;
Da der Fundplatz 0002/84 hauptsächlich epipaläolithische Merkmale aufweist, konnte er ohne Schwierigkeiten nach Tixier klassiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Klassische Playaablagerungen können auf dem Plateau schon wegen der geringen Höhenunterschiede und der dadurch mangelnden Größe der Einzugsgebiete nicht vorkommen. Soweit Böden vorhanden sind, handelt es sich um chromic luvisole oder terra rossa. Im Bereich der Fundstellen sind diese durch Siedlungsaktivitäten verdichtet und verunreinigt worden, so dass das übliche helle Rot einem Rotbraun gewichen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0002/84 Werkzeugfrequenz nach Tixier – '''Tabelle 1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nr. Tixier&lt;br /&gt;
| Werkzeug Typen&lt;br /&gt;
| Anzahl&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| % der Gruppen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot;|Kratzer*&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| 0,99&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot;|Gruppe I 6,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|14&lt;br /&gt;
|3,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Bohrer&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 0,50&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Gruppe II 1,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Stichel&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| 1,24&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Gruppe III 2,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|27&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 44&lt;br /&gt;
| Kombiwerkzeuge&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| Gruppe V 0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 45&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Gruppe VI 0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|69&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 74&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Kerben&lt;br /&gt;
| 13&lt;br /&gt;
| 3,23&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Gruppe VII 9,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|27&lt;br /&gt;
|7,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 80&lt;br /&gt;
| Endretuschen&lt;br /&gt;
| 11&lt;br /&gt;
| 2,74&lt;br /&gt;
| Gruppe VIII 2,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 85&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;8&amp;quot;|Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;8&amp;quot;|Gruppe IX 48,01&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|86&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|87&lt;br /&gt;
|84&lt;br /&gt;
|20,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|89&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|91&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|92&lt;br /&gt;
|99&lt;br /&gt;
|24,63&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|93&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|95&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 101&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Microburins&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,25&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;|Gruppe X 5,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|102&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|5,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|103&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 105&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Varia&lt;br /&gt;
| 67&lt;br /&gt;
| 16,67&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot;|Gruppe XI 23,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|106&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|4,49&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''402'''&lt;br /&gt;
| '''100,02'''&lt;br /&gt;
| '''100,01'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 18 Varia (Tix 112) sind sieben Pfeilspitzen (1,74 %), davon zwei Harifspitzen, zwei einseitig flächenretuschierte Stielspitzen und drei beidseitig flächenretuschierte Blattspitzen. Die verbleibenden elf Stücke machen 2,74 % des Gesamtvolumens aus, darunter sind solche exotische Artefakte wie ein an allen Rändern kantenretuschiertes ypsilonförmiges Stück wie es auch im mauretanischen Küstenneolithikum vorkommt oder ein ebenfalls an allen Rändern kantenretuschiertes Dreieck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * Einige Kratzer weisen eine doppelte Patinierung auf, hier sind Paläowerkzeuge geschärft und wiederverwendet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich der Nabta und Kiseiba Fundstellen E-80-4, E-79-8, E-77-7 und der Abu Tartur Fundstelle 0002/84 – '''Tabelle 2'''  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Fundplatz&lt;br /&gt;
| E-80-4&lt;br /&gt;
| E-79-8&lt;br /&gt;
| E-77-7&lt;br /&gt;
| 0002/84&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Alter&lt;br /&gt;
|9220+-120BP SMU-925&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
8920+-130BP SMU-757&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9060+- 80BP SMU-861&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9180+-140BP SMU-914&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9350+-120BP SMU-927&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9440+-230BP SMU-758&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9610+-150BP SMU-928&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9820+-380BP SMU-858&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
8960+-110BP SMU-440&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8875+- 75BP ETH-8583&lt;br /&gt;
|9120+-40BP Poz 11204&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Anzahl der Werkzeuge&lt;br /&gt;
| 423&lt;br /&gt;
| 374&lt;br /&gt;
| 158&lt;br /&gt;
| 402&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Werkzeuggruppen in %&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;I Kratzer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;II Bohrer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;III Stichel&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;V Kombinationswerkz.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;VI Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;VII Kerben&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;VIII Endretuschen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;IX Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;X Microburin&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;XI Verschiedene&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;17,49&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,84&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,95&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;41,37&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;7,57&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;6,62&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,60&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9,69&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;10,87&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;14,17&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;7,22&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;4,28&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;37,17&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;10,70&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;5,08&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,14&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8,02&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;11,23&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;5,06&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;-&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;48,10&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8,23&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;8,23&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,63&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;13,30&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;16,45&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;6,47&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;1,00&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,24&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,25&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;0,50&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;9,95&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;2,74&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;48,01&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;5,72&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;23,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''100,00 %'''&lt;br /&gt;
| '''100,01 %'''&lt;br /&gt;
| '''100,00 %'''&lt;br /&gt;
| '''100,01 %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Dekorierte&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Straußeneischalen&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
4 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Farnblattmuster&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
25 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Farnblattmuster&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
8 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Strichmuster&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
3 Fragmente&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Strichmuster&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Komplette&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Straußeneiperlen&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;436&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;175&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
33 davon&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;22 zerbrochen&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schmuck&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
| 1 Kalzitstecker&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mahlwerkzeuge&lt;br /&gt;
| Vorhanden&lt;br /&gt;
| Vorhanden&lt;br /&gt;
| Keine&lt;br /&gt;
| Vorhanden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Keramik&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
5 Scherben von&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;der Oberfläche&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
3 Scherben&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;in Situ&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
1 Scherbe&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;mattenverziert&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
Keine an der&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Oberfläche gefunden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier zu vergleichenden Fundstellen gehören der selben Altersspanne an und weisen bis auf  E-77-7 ähnliche Mengen an Werkzeugen auf.&lt;br /&gt;
Bei den Kratzern, es sind auf allen vier Fundstellen hauptsächlich relativ schwere Endkratzer auf Abschlägen, ist der prozentuale Anteil in Bir Kiseiba mehr als doppelt so hoch wie in Abu Tartur, in Nabta dagegen sind es weniger als in Abu Tartur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Bohrern ist der Unterschied groß, da 0002/84 lediglich vier Exemplare vom Typ Tixier 12, 13 und 16 hervorgebracht hat, was 1,00 % ausmacht gegenüber 2,84 % und 7,22 % in Kiseiba. In Nabta fehlen die Bohrer gänzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Plätze E-80-4 und E-79-8 liegen die Stichel im Mittel bei 2,62 %, das stimmt mit den 2,24 % für 0002/84 gut überein, E-77-7 weist keine Stichel auf. Die Häufigkeit von Kerben, Endretuschen und der Mikroburin Technik ist auf den vier Fundstellen ähnlich. Die Verschiedenen sind doppelt so stark in Abu Tartur vertreten wie in Bir Kiseiba. Nabta und Abu Tartur sind sich ähnlicher. Alles in allem entsprechen die vorgestellten Inventare den Kriterien der El Adam Phase wenn da nicht in Abu Tartur nur 0,50 % rückengestumpfter Lamellen wären gegenüber den 41,37 % respektiverweise 37,17 % in Kiseiba und den 48,10 % in Nabta. Dem Mangel an rückengestumpften Lamellen steht ein Zuviel an geometrischen Mikrolithen, nämlich 48,01 %, gegenüber. Die entsprechenden Zahlen für Kiseiba sind 2,60 % und 2,14 %, in Nabta gibt es nur ein einziges Dreieck, das sind 0,63 % der Gesamtmenge. Diese Mikrolithen von Abu Tartur bestehen zum größten Teil aus Trapezen, die durch ihre Bearbeitung erkennen lassen, dass sie als Pfeilbewehrungen genutzt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Epipaläolithikum der Sahara wie auch im Mesolithikum Europas wurden mehrere rückengestumpfte Mikrolithen zu einer Pfeilbewehrung kombiniert. Der hohe Anteil dieser Artefakte erklärt sich aus der Notwendigkeit effektive Jagdwaffen zur Verfügung zu haben, da eine Hauptnahrungsquelle das Fleisch von Wildtieren war wie die entsprechenden Knochenanalysen belegen. Zu einem gewissen Zeitpunkt, um 9120 BP, hat ein findiger Jäger in Abu Tartur die Kombinationsbewehrung durch eine Einzelbewehrung mittels Querschneidern ersetzt. Werden die Rubriken VI „rückengestumpfte Lamellen“ und IX „geometrische Mikrolithen“ zu einer Rubrik „Bewehrungen“ zusammengefasst, ergeben sich nahezu gleichartige Inventargruppen für die Fundstellen Kiseibas, Nabtas und Abu Tarturs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 3'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| || '''E-80-4'''|| '''E-79-8'''|| '''E-77-7'''|| '''0002-84'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| I Kratzer|| 17,49|| 14,17|| 5,06|| 6,47&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||II Bohrer||2,84||7,22||-||1,00&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| III Stichel|| 0,95|| 4,28|| -|| 2,24&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| V Kombinationswerkzeuge|| - || -|| -||0,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||VI u. IX Bewehrungen||43,97||39,31||48,73||48,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| VII Kerben|| 7,57|| 10,70|| 8,23||9,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||VIII Endretuschen||6,62||5,08||8,23||2,74&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| X Mikroburin Technik|| 9,69|| 8,02|| 13,30|| 5,72&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| XI Verschiedene||10,87||11,23||16,45||23,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''||'''100,00%'''|| '''100,01%'''|| '''100,00%'''|| '''100,01%'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der mittleren steinzeitlichen Phase des Holozäns stammt der Fundplatz 1004/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstelle liegt völlig ungeschützt am Nordostrand der Playa „West“ und ist dem entsprechend stark erodiert. Das Gelände steigt sanft nach Osten an und der Playaboden, auf dem die Artefakte gestreut liegen, geht in Sandstein über. Die gesamte Fläche ist mit Flugsand und Verwitterungsschutt bedeckt. Von Osten nach Westen durchzieht eine breite, sandgefüllte Regenrinne den Fundplatz. In der Fortsetzung nach Westen ist der Playaboden von sehr rezentem Sediment bedeckt. Vegetationsreste kommen in diesem Bereich vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Norden nach Süden erstreckt sich die Fundstelle über 100 m, von Westen nach Osten über 50 m. Die Hauptkonzentrationen liegen auf zwei sehr flachen Playabuckeln. Eine Kulturschicht ist an der Oberfläche nicht mehr zu erkennen, könnte aber im östlichen Teil, welcher sandbedeckt ist, noch existieren. Eine Anhäufung von ca. 200 perforierten Straußeneischeiben, welche gerundet aber noch nicht geschliffen sind, auf einer Fläche von   3 m², spricht für diese Annahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Keramikscherben, eine verziert, die andere unverziert, sind gefunden worden. Das Mahlwerkzeug besteht aus 12 Reibschalen und 43 Läufersteinen. An faunistischem Material sind Straußeneischalen zu nennen und neben den erwähnten ungeschliffenen Scheiben auch solche die völlig fertiggestellt sind. Knochen wurden nicht beobachtet. Schalen von Aspatharia rubens und Gehäuse von Cyprea moneta, der Kaurischnecke, sind vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 4''' 1004/83 Werkzeugfrequenz nach Tixier &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nr. Tixier&lt;br /&gt;
| Werkzeug Typen&lt;br /&gt;
| Anzahl&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| % der Gruppen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;10&amp;quot; | Kratzer&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| 1,11&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;10&amp;quot; |Gruppe I 7,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|2,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,64&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|0,79&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Bohrer&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,95&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Gruppe II 20,70&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|13&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|122&lt;br /&gt;
|19,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 18&lt;br /&gt;
| Stichel&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,95&lt;br /&gt;
| Gruppe III 0,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 54&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| 0,79&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Gruppe VI 1,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|55&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|63&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 73&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot; |Kerben&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 0,32&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot; |Gruppe VII 7,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|0,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|76&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|4,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|79&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 80&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Endretuschen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,16&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe VIII 0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|81&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 105&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Verschiedene&lt;br /&gt;
| 199&lt;br /&gt;
| 31,68&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Gruppe XI 62,26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|106&lt;br /&gt;
|29&lt;br /&gt;
|4,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|3,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|109&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|139&lt;br /&gt;
|22,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''628'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
                                   &lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der verschiedenen Pfeilspitzenformen nach H.J. Hugot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 139 unter Varia (Tixier 112) klassierten Artefakten waren 113 Pfeilspitzen (17,99 %).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|| Indiz 1 = A + B + E&lt;br /&gt;
Indiz 1 = 2 + 0 + 0&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 2&lt;br /&gt;
|| Dreieckspitzen und rhombische Spitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 2 = C&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 24&lt;br /&gt;
|| Blattspitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 3 = D&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 6&lt;br /&gt;
|| Stielspitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 4 = F + G + H&lt;br /&gt;
Indiz 4 = 0 + 0 + 80&lt;br /&gt;
|| =&lt;br /&gt;
|| 80&lt;br /&gt;
|| Kantenretuschierte Spitzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total'''&lt;br /&gt;
|| '''='''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familie I (1 Stück) wird nicht berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Indiz 1||=|| 1,78 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz 2||=||21,43 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz 3||=||5,36 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz 4||=||71,43 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verbleibenden 26 Varia machen 4,14 % des Gesamtinventars aus. Eine erste Großspitze vom Typ A2 wurde gefunden. Ebenfalls treten erste, recht primitive side- blow- flakes in geringen Menge auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngste der drei vorgestellten Fundplätze und zugleich der jüngste bisher in Abu Tartur datierte Platz ist 1005/83.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen liegt am Nordrand eines ausgedehnten Playabeckens, der Playa West, und ist um einen Inselberg aus nubischem Sandstein, der aus dem Holozänsediment herausragt, angeordnet. Westlich und östlich schließt sich eine Sandsteinebene an, die leicht mit Verwitterungsprodukten der Nubiaschichten bedeckt ist. Sie geht nach Süden in ein schluffiges Playagebiet über. Die nördliche Begrenzung bildet ein Sandsteinhügel, weiter im Norden wird eine Geländestufe beobachtet, welche bis zum Niveau 220 m ansteigt. Der Fundplatz hat in Nordsüdrichtung eine Länge von 135 m, die Breite von Westen nach Osten beträgt 75 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nördlichste Teil des Fundplatzes, durch den Hügel vor Nordwind geschützt, ist relativ intakt, hier befinden sich auch die gut erhaltenen Feuerstellen. Südlich, im Windschatten des Inselbergs, hat sich ebenfalls eine Kulturschicht erhalten. An der östlichen und westlichen Flanke ist das Playasediment stark ausgeblasen, die hier vorgefundenen Artefakte sind zweifelsohne transportiert und nach Korngrößen gesichtet worden. Unter dem östlich gelegenen Felsüberhang und rund um den Inselberg, auch auf ihm, werden z.T. ungewöhnliche Felsgravierungen gefunden. Es wurden insgesamt 31 Feuerstellen gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mahlwerkzeug besteht aus 40 Läufersteinen und 16 Reibschalen, außerdem gibt es beträchtliche Menge von Bruchstücken, die Mahlsteinen zugeordnet werden können '''Abb. 2'''.  Die reichlich vorhandene Keramik besteht aus unverzierten Scherben von großen, rundbödigen Gefäßen. Die Farbe der Keramik ist außen rotbraun, teilweise mit schwarzen Flecken, und innen, im Kern, dunkelgrau. In der Töpfermasse befinden sich außer Sand- und Schiefertonmagerung auch organische Bestandteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:1005_83_Lageskizze.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 2: Lageskizze Abu Tartur, Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Knochen und Straußeneischalen kommen einerseits Straußeneiperlen in allen Stadien der Herstellung vor andererseits aber auch der Zerstörung durch Deflation. An Gastropoden und Bivalven sind zu nennen Bulinus truncatus, Lymnaea natalensis und Aspatharia rubens.&lt;br /&gt;
Roter und gelber Ocker sowie Malachit als Imprägnationsmaterial im Sandstein gehören ebenfalls zum Fundgut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 5''' 1005/83 Werkzeugfrequenz nach Tixier &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nr. Tixier&lt;br /&gt;
| Werkzeug Typen&lt;br /&gt;
| Anzahl&lt;br /&gt;
| %&lt;br /&gt;
| % der Gruppen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Kratzer&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,67&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Gruppe I 3,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|0,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|1,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Bohrer&lt;br /&gt;
| 10&lt;br /&gt;
| 1,11&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe II 4,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|16&lt;br /&gt;
|32&lt;br /&gt;
|3,57&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;9&amp;quot; |Stichel&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 0,33&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;9&amp;quot; |Gruppe III 2,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|18&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|19&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|0,67&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|0,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|28&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|0,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 56&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Rückengestumpfte Lamellen&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 0,33&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; |Gruppe VI 0,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|66&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|69&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 74&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; |Kerben&lt;br /&gt;
| 18&lt;br /&gt;
| 2,01&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; |Gruppe VII 9,59&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|75&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|0,45&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|3,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|79&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|3,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 80&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Endretuschen&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 0,67&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe VIII 0,89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|81&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 82&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Geometrische Mikrolithen&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 0,11&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gruppe IX 0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|88&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 102&lt;br /&gt;
| Microburins&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 0,22&lt;br /&gt;
| Gruppe X 0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 104&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Verschiedene&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 0,33&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Gruppe XI 77,37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|105&lt;br /&gt;
|133&lt;br /&gt;
|14,83&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|106&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|0,22&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|1,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|546&lt;br /&gt;
|60,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''Total'''&lt;br /&gt;
| '''897'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
| '''99,98'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Indiz I = A + B + E&lt;br /&gt;
*Indiz I = 16 + 2 + 1      =   19&lt;br /&gt;
*Indiz II = C                  = 223&lt;br /&gt;
*Indiz III = D                 =  73&lt;br /&gt;
*Indiz IV = F + G + H&lt;br /&gt;
*Indiz IV = 0 + 3 + 56   =  59&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz I||=|| 5,08 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz II||=||59,63 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz III||=||19,52 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Indiz IV||=||15,77 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||'''Total||=||100,00 %'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den jüngeren Fundstellen wie diesem, welcher am Ende der steinzeitlichen Hauptbesiedlungsphase liegt, kann die statistische Auswertung nach Tixier nur einen Teil der Werkzeuge erfassen. Im Fall von 1005/83 fallen fast 61 % der Werkzeuge unter Varia (Tix. 112). Gut 43 % davon entfallen auf die nach Hugot klassierten Pfeilspitzen, für die restlichen, häufig flächenretuschierten Stücke, die fast 17 % ausmachen, ist ein einfaches System, welches sich erweitern und verfeinern lässt, erstellt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statistische Auswertung der verschiedenen Pfeilspitzenfamilien nach H.J. Hugot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 546 unter Varia klassierten Artefakten waren 386 Pfeilspitzen. Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Familien und Indizes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familie I (12 Stücke) wird nicht berücksichtigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 6'''. Die Gruppen oder Typen der Bewehrungen von 1005/83 stellen sich wie folgt dar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl||Gruppe ||Anzahl&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 1 ||8||C 6 ||29||D 6 ||1||D 26 ||1||D 46 ||1||H 7 ||11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 2 ||7||C 7 ||1||D 7 ||7||D 28 ||7||E 2 ||1||H 8 ||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||A 18 ||1||C 9 ||1||D 11 ||5||D 29 ||1||G 1 ||3||H 12 ||10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||B 1 ||2||C 10 ||1||D 12 ||4||D 37 ||1||H 1 ||14||H 13 ||3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 1 ||78||C 11 ||8||D 14 ||1||D 38 ||1||H 2 ||1||I 3 ||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 2 ||16||D 1 ||8||D 18 ||5||D 39 ||1||H 3 ||1||I 4 ||5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 3 ||85||D 2 ||5||D 19 ||3||D 40 ||1||H 4 ||1||I 5 ||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||C 4 ||4||D 3 ||8||D 21 ||11||D 41 ||1||H 5 ||12||I 8 ||1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klassifizierung erfolgte nach der “Pfeilspitzentypologie der Sahara” einer Weiterführung des “Essai sur les armatures de pointes de flèches du Sahara“ von H.J. Hugot, welche auf Funden aus Algerien basiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pfeilspitzen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus den Inventarlisten ersichtlich, haben Pfeilspitzen auf den Fundstellen von Abu Tartur einen hohen Stellenwert. Aber nicht nur die Menge stellt eine Besonderheit dar sondern auch der Formenreichtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Gesamtsahara wurde eine Pfeilspitzentypologie nach dem System H.J. Hugot erarbeitet, welche 188 verschiedene Formen beinhaltet. Eingeflossen sind Bewehrungen aus den Wüstengebieten Ägyptens, Sudans, Libyens, Tschads, Tunesiens, Algeriens, Nigers, Malis, Mauretaniens, Westsaharas und Marokkos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur allein kommt auf 106 Typen, eine Variationsbreite, die sich einerseits aus der zeitlichen Tiefe der Fundstellen erklären lässt aber andererseits auch einen regen kulturellen Austausch mit auswärtigen Gruppen nahe legt. Dieser muss nicht immer friedlich verlaufen sein wie schon die Anzahl der Großspitzen suggeriert. Diese sind für die kurze Distanz konzipiert und somit als Kriegswaffe besonders geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Vergleich wurden von Hugot für die algerische Sahara 97 Gruppen oder Typen gezählt und die riesigen Fundstellen von Aoulef und Fort Flatters erreichen 89 bzw. 75 verschiedene Pfeilspitzenformen. Für Ouargla werden 13 Typen und für den Erg Iguidi 39 angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfeilspitzenauswahl.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 3: Pfeilspitzentypen Abu Tarturs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abb. 3''' zeigt eine kleine Auswahl von Pfeilspitzentypen Abu Tarturs. Die chronologische Abfolge und die mengenmäßige, geographische Verteilung von Pfeilspitzen im Sahararaum ist in dem Aufsatz „Steinzeitliche Pfeilspitzen aus der Wüste, ein Vergleich ägyptischer Bewehrungen mit solchen der Gesamtsahara“ dargestellt worden (Siehe auch: Pfeilspitzen allgemein).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzentypologie-Übersicht wird unter der Rubrik: [[Pfeilspitzen allgemein]] ('''= Pfeilspitzentypologie''') vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Großspitzen von Abu Tartur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schweren Dreiecksspitzen mit zentraler Basiskehle dürften nach den heute bekannten und datierten Funden in Abu Tartur entwickelt worden sein. Von hier aus gelangten sie, so kann postuliert werden, mit geringer Zeitverschiebung zunächst ins Fayum und dann nach Merimde. Im Fayum entwickelte sich aus den unregelmäßigen und zum Teil noch primitiv anmutenden Pfeilspitzen Abu Tarturs vor allem die elegante A25- Spitze mit nach innen gezogenen Schwingen und tiefen, breiten Kehlen. Dieser Typ verbindet die Wirkung eines breiten Geschosses mit entsprechendem Schusskanal mit einer Gewichtsreduzierung, welche mit einer tiefen und breiten Kehle zusammenhängt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bevorzugten Typen in Merimde sind A2, A25, A27 und A28. Im Unterschied zu Abu Tartur sind hier die Pfeilspitzen gleichmäßiger gearbeitet, die älteren Abu Tartur Spitzen sind dagegen variantenreicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0289_5_AbuTarturGrossspitzen.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen von Abu Tartur, Tableau 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0020_P23_AbuTarturGrossspitzen.jpg|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen von Abu Tartur, Tableau 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Abu Tartur auftretenden großen Stielspitzen sind im Fayum bis auf ein Exemplar nicht gefunden worden. Einige wenige Stücke sind in Abu Gerara (Riemer), Djara (Kindermann), Eastpans (Gehlen) und in Merimde (Junker) beobachtet worden. Drei große dreieckige stammen aus Dakhla (Mc Donald), vier weitere aus Kiseiba- Nabta (F. Wendorf). Hinzu kommen noch elf Bewehrungen, welche von Caton- Thompson in Kharga gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Bedeutung dürfte den großen, dreieckigen Pfeilspitzen der Gruppen A2, A13, A18, A19, A26, A27, A28, A29, A30 und A32 zukommen, den Stielspitzen der Typen D3, D4, D14 und D15, sowie den Blattspitzen der Gruppen C1, C2 und C3. Großspitzen anderer Familien und Gruppen sind sehr selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Großspitzen, ob dreieckig, gestielt oder blattförmig sind lediglich Bewehrungen mit mindestens 40mm Länge und 20mm Breite bewertet worden. &lt;br /&gt;
Die Gewichte der Mehrzahl der Großspitzen liegen durchaus in einem Bereich, der keine ballistischen Probleme erkennen lässt. Die sehr gewichtigen Bewehrungen über 10g sind nur in geringen Mengen vertreten. Bei den Dreiecksspitzen mit zentraler Kehle sind es fünf  Stücke, bei den Stielspitzen ebenfalls fünf Stücke und bei den Blattspitzen sieben Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage ob Pfeile, die mit diesen überschweren Spitzen bestückt sind, noch verschossenen werden können, ist falsch gestellt. Sie müsste lauten : „Unter welchen Umständen lassen sich diese Bewehrungen noch erfolgreich verwenden“. Zur Beantwortung der Frage ist ein Versuch gestartet worden. Als Resultat des Experiments kann festgehalten werden, dass auf einer Distanz von bis zu 15m ein Bogen mit 12kg Spannkraft mit überschweren Bewehrungen ausgestattete Pfeile wirksam verschießen kann. Die Durchschlagskraft, die ich sehr hoch einschätze, könnte durch Messungen der Eindringtiefe in verschiedene geeignete Materialien quantifiziert werden. Verteilung der Pfeilspitzen auf verschiedene Gewichtsklassen zeigt '''Tabelle 8'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 8'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Dreieckspitzen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Stielspitzen D u. I'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Blattspitzen'''&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | '''Merimde'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Gewicht (g)|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %|| Anzahl|| %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0 – 5,9|| 28|| 56,0|| 30|| 62,5|| 6|| 31,6|| 10|| 58,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||6 – 7,9||13||26,0||11||22,9||3||15,8||3||17,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||8 – 9,9||4||8,0||2||4,2||3||15,8||3||17,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||&amp;gt;10||5||10,0||5||10,4||7||36,8||1||5,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Total|| 50|| 100,00|| 48|| 100,00|| 19|| 100,00|| 17|| 99,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vergleich der Gewichtsklassen zwischen den Abu Tartur Dreieck- und Stielspitzen zeigt eine sehr ähnliche Verteilung, 56,0 % bis 65,5 % fallen in die Gruppe mit einem Gewicht von unter 6g, bei den sehr schweren Bewehrungen über 10g sind die Resultate 10,0 % bzw. 10,4 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die großen Blattspitzen wurden die gleichen Kriterien angelegt wie an Dreieck- und Stielspitzen, d.h. die minimale Länge beträgt 40mm und die minimale Breite 20mm. Da 20mm breite Blattspitzen der Gruppen C1 und C3 sehr lang sein müssen, sind sie auch vergleichsweise schwer. Die schweren Blattspitzen konnten auch als Bewehrungen von Stichwaffen Verwendung gefunden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das durchschnittliche Gewicht sämtlicher gewogener Großspitzen beträgt für die Familie A 6,38g, für die Familie D 5,85g und für die Familie I 6,17g. Das Durchschnittsgewicht für die Familie C beträgt 8,49g, bezogen auf eine geringe Anzahl (15 Stücke) von kleinen C Spitzen. Bei 48 gewogenen C Spitzen erhöht sich das Durchschnittsgewicht auf 9,65g. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden die Blattspitzen nicht einbezogen, so kann für den Raum Abu Tartur – Kharga von 146 Großspitzen ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Caton- Thompson brachte das Fayum 268 Dreiecksspitzen hervor, davon können ca. 200 als Großspitzen bezeichnet werden. Nach Eiwanger kommen in Merimde – benisalam 61 dreieckige Großspitzen und eine große gestielte Pfeilspitze neben kleineren Stielspitzen und Querschneidern vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Vergleich wiegen die zur Verfügung stehenden, modernen Sportpfeile 21 – 22g wobei 5 – 6g auf die Stahlspitze entfallen. Selbst Pfeile des jungsteinzeitlichen Jägers waren mit leichteren Spitzen ausgerüstet, lediglich die steinernen Großspitzen überschreiten im Mittel nur leicht die heute üblichen Gewichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur 30 % der in Abu Tartur vermessenen gekehlten, dreieckigen Großspitzen, also Bewehrungen mit einer Mindesthöhe von 40mm und einer Mindestbreite von 20mm und 35 % der von J. Eiwanger gewogenen Pfeilspitzen überschreiten die 6,6g, die, wie Korfmann postuliert, als Grenzwert angesehen werden sollten.&lt;br /&gt;
Durch Reduzierung von Höhe und Breite wäre es ein Leichtes gewesen, das Spitzengewicht den heutigen Theorien und Erkenntnissen anzupassen. So wiegen kleine, zentral gekehlte Dreiecksspitzen aus der Zentralsahara ca. 1g.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schwere Drittel der Großspitzen mit Gewichten über 6,6g konnte offensichtlich ebenfalls verschossen werden, wie es auch das weiter oben erwähnte Experiment belegt. Eine Gruppe, welche Pfeil und Bogen kennt, würde nicht mehr zur Speerschleuder greifen, da diese das Geschoss weniger präzise ins Ziel bringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgerüstet mit technologischen Kenntnissen würde diese Gruppe auch keinen Speer ohne Hilfsmittel von Hand auf ein Fernziel werfen. Dagegen gehörten Spieße und Lanzen, also Stichwaffen, möglicherweise zum Arsenal, entsprechend geeignete Bewehrungen in Blattform liegen in großer Mengen vor. Die überschweren Pfeilspitzen wären hierfür, schon bedingt durch ihre Widerhaken aber auch durch die mangelnde Masse nicht geeignet gewesen.&lt;br /&gt;
Interessant in diesem Zusammenhang ist eine Veröffentlichung Junkmanns. Er berichtet unter anderem über Weitschussversuche mit 30g schweren Pfeilen, die verschossen von Eibenbögen mit 18 kg bzw. 28 kg Zuggewicht, 108m im ersten Fall und 120m im zweiten Fall flogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kapitel „die Leistungsfähigkeit“ wird die Aufprallenergie eines 35g schweren Pfeils bei einer Geschwindigkeit von 160 km/h mit 35 Joule angegeben, die Angaben passen zu einem jungsteinzeitlichem Bogen vom Typ Robenhausen, Eibe, 1,59m Länge mit 25 kg Zuggewicht. Verglichen mit der Aufprallenergie von mit Feuerwaffen verschossenen Kugeln erscheinen 35 Joule für einen Pfeil sehr bescheiden zu sein. Durch die scharfe, schneidende Ausbildung der Pfeilspitzenränder wird dieser Mangel teilweise kompensiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Logischerweise ist die Eindringtiefe einer schlanken Spitze größer als die einer breiten, letztere hinterlässt jedoch einen breiteren Schusskanal, dieses könnte besonders beim Kampf von Vorteil sein, da eine klaffende, stark blutende Wunde einen Schock auslösen kann. Mit nicht weiter spezifizierten Dreieckspitzen sind auf einer Entfernung von 10m und mit einem Bogen von 16 kg Zugkraft Eindringtiefen in simulierten Tierkörpern von über 70 cm gemessen worden.&lt;br /&gt;
Weitere Versuche belegen, dass die Eindringtiefe von querschneidigen und zugespitzten Bewehrungen bei gleicher Breite ungefähr gleich ist und dass gezähnte Pfeilspitzen tiefer eindringen als glattrandige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eiwanger vermutet, die Großspitzen aus Merinde seien im Deltadickicht für die Jagd auf Großtiere verwendet worden. Das kann nicht ausgeschlossen werden, birgt aber ein enormes Risiko für den Jäger, da eine breite Pfeilspitze wenig geeignet erscheint die dicke, extrem widerstandsfähige Haut z.B. eines Nilpferds zu durchdringen und die vitalen Organe in dem massigen Körper zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein auf kurzer Distanz nicht tödlich verwundetes Hippopotamus macht aus dem Jäger schnell einen Gejagten und das Flusspferd läuft wesentlich schneller als der Mensch.&lt;br /&gt;
Wie weiter oben schon angedeutet halte ich die Großspitzen idealerweise geeignet für den Kampf zwischen verfeindeten Gruppen oder für Auseinandersetzungen Mann gegen Mann.&lt;br /&gt;
Die folgenden Zeichnungen prähistorischer Felskunst belegen diese Verwendung in eindrucksvoller Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die großen Blattspitzen und einige problematische Bewehrungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichnungen von Pfeilspitzen der Familie A, D und I sind im Kapitel: „Pfeilspitzen allgemein, Steinzeitliche Pfeilspitzen aus der Wüste“ zu finden.&lt;br /&gt;
Die großen Blattspitzen deren Zahl in den mir zur Verfügung stehenden Sammlungen bei rund 70 Exemplaren liegt, werden hier anhand von 37 Artefakten vorgestellt. Außerdem sind einige kuriose und in Abu Tartur seltene Stücke gezeichnet und beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtzahl der im Raum Abu Tartur gefundenen Großspitzen stellt sich wie folgt dar.&lt;br /&gt;
*Dreieckspitzen der Familie A&lt;br /&gt;
gekehlt 55, &lt;br /&gt;
*spitzflügelig 1, &lt;br /&gt;
*mit gerader Basis 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Total A 58&lt;br /&gt;
*Stielspitzen der Familie D &lt;br /&gt;
Total D 51&lt;br /&gt;
*Atypische Spitzen der Familie I&lt;br /&gt;
Total I 5&lt;br /&gt;
*Blattspitzen der Familie C&lt;br /&gt;
Total C &amp;gt;70&lt;br /&gt;
*Gesamtheit der Großspitzen &amp;gt;184&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Für den Großraum New Valley kann von 146 Exemplaren der Familien A, D und I ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grossspitzen_AbuTartur1.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen Abu Tartur, Zeichnung Nr. 1 - 17&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1024/82'''   Länge = 56,0mm, Breite = 24,1mm, Dicke = 12,6mm, Gewicht = 14,0g.&lt;br /&gt;
*Es handelt sich hier um eine ungewöhnliche Pfeilspitze sowohl im Hinblick auf die Form als auf das Gewicht, welches vor allem auf die Dicke zurückzuführen ist. Auf Grund der konkaven Ausbildung des unteren, rechten Randes kann das Artefakt in die Gruppe I12 eingeordnet werden. Der Werkstoff besteht aus dunkel- karamellfarbenem Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1079/86'''   Länge = 51,1mm, Breite = 32,0mm, Dicke = 10,0mm, Gewicht = 15,0g.&lt;br /&gt;
*Dreieckspitze vom Typ A1 mit einem nahezu geradlinigem Rand und einem leicht konvem Rand. Hergestellt wurde die Spitze aus einem sehr hellen, beigefarbenem Hornstein. Die Basis kann als geradlinig bezeichnet werden. Die Spitze ist abgebrochen. Als A1- Spitze dieser Größe ist das Stück eine Ausnahme in Abu Tartur, im Fayum hingegen kommen große A1- Spitzen häufig vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1021/82'''   Länge = 48,3mm, Breite = 25,6mm, Dicke = 7,3mm, Gewicht = 7,1g.&lt;br /&gt;
*Diese Pfeilspitze vom Typ I10 besteht aus karamellfarbenem Feuerstein, wobei das distale Ende dunkler gefärbt ist als das proximale Teilstück. Während die rechte Seite der Schäftungszone, die für I10 charakteristische große Kerbe zeigt, sind auf der linken Seite lediglich winzige Kerben angebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1009/83'''   Länge = 70,2mm, Breite = 33,8mm, Dicke = 8,0mm, Gewicht = 15,4g.&lt;br /&gt;
*Die Pfeilspitze D42 ist wie folgt definiert: „schmale Stielspitze mit konvexen Rändern, der Stiel ist eingeschnürt und hat eine rundliche Knopfform“. Bis auf die Tatsache, dass dieses Artefakt nicht als schmal bezeichnet werden kann, trifft die Definition auf das Stück zu wenn auch der rechte Rand streng genommen nicht konvex verläuft sondern aus zwei geradlinigen Abschnitten besteht. Das ausgefallene Einzelstück kann dennoch unter D42 (breit) geführt werden. Die Farbe des Feuersteins ist von grauem Beige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 0010/83'''   Länge = 77,8mm, Breite = 20,2mm, Dicke = 7,5mm, Gewicht = 10,0g.&lt;br /&gt;
*Dieses ist eine merkwürdige Pfeilspitze. Sie hat die Silhouette einer C- Spitze mit gekappter Basis, einen zwar nicht deutlich aber immerhin abgesetzten Stiel wie bei D- Spitzen und eine gekerbte Basis, wie sie bei A- Spitzen vorkommt. Puristen würden wohl für eine Dreieckspitze votieren, andere vielleicht für D44, ich neige zu einer Blattspitze etwa in der Art von C12 aber mit leichter Kerbe. Auf jeden Fall handelt es sich hier um ein kurioses Einzelexemplar. Das Material ist dunkel- karamellfarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 1003/83'''   Länge = 78,5mm, Breite = 20,7mm, Dicke = 5,2mm, Gewicht = 10,9g.&lt;br /&gt;
*Die Pfeilspitze aus fast schwarzem Sandstein zeigt auf beiden Seiten deutliche Deflationsspuren. Sie kann unter C1 eingeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 1035/84'''   Länge = 54,9mm, Breite = 21,2mm, Dicke = 4,2mm, Gewicht = 3,7g.&lt;br /&gt;
*Wie auf  der Rückseite zu sehen, wurde diese D7- Spitze aus einer Thermoscherbe gefertigt. Der kleine Stiel, charakteristisch für diese Pfeilspitze, ist mit wenigen Schlägen herausgearbeitet worden. Der Werkstoff ist sehr heller beigefarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.) 1023/82'''   Länge = 53,1mm, Breite = 25,8mm, Dicke = 8,0mm, Gewicht = 8,6g.&lt;br /&gt;
*Diese Pfeilspitze kann man unter B3 ablegen obwohl eine Tendenz nach C4 erkennbar ist. Das Material ist ein karamellfarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9.) 1004/83'''   Länge = 49,2mm, Breite = 20,0mm, Dicke = 7,3mm, Gewicht = 6,1g.&lt;br /&gt;
*Mit einer Breite von lediglich 20,0mm ist diese C4- Spitze noch als Großspitze zu klassieren. Die Basis ist nicht perfekt gerundet, eine Tatsache welche die Einordnung als C4- Spitze aber nicht ausschließt. Die Spitze ist aus einem dunklen grau- braunem Hornstein gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.) 1023/82'''   Länge = 56,1mm, Breite = 20,0mm, Dicke = 6,0mm, Gewicht = 6,3g.&lt;br /&gt;
*Diese C3- Spitze tendiert leicht nach C1 ist aber nicht umkehrbar und erfüllt so die Kriterien einer C3. Die Pfeilspitze wurde aus hellem, karamellfarbenem Hornstein hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11.) 1017/82'''   Länge = 59,5mm, Breite = 25,1mm, Dicke = 6,9mm, Gewicht = 6,0g.&lt;br /&gt;
*Mit einem Verhältnis von Länge zu Breite von 0,42 ist diese Pfeilspitze noch als C1 anzusehen. Ab einem Koeffizienten von 0,5 beginnen die C2- Spitzen. Die Rückseite ist stark windüberformt, das Gestein ist karamellfarbener Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12.) 1005/83'''   Länge =  46,2mm, Breite = 27,5mm, Dicke = 5,3mm, Gewicht = 6,8g.&lt;br /&gt;
*Während der rechte Rand eher einer C4- Spitze zugeordnet werden kann, lässt der linke Rand eine Verwandtschaft mit den B- Spitzen erkennen. Die Retuschierung der Basis lässt auf eine spätere Bearbeitung einer größeren, abgebrochenen Spitze schließen. Das Artefakt ist aus Feuerstein mit rotbrauner Färbung hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13.) 1023/82'''   Länge = 41,8mm, Breite = 21,9mm, Dicke = 5,5mm, Gewicht = 3,8g.&lt;br /&gt;
*Mit knapp über 40mm Länge und knapp über 20mm Breite dürfte diese C- Spitze zu den kleinsten Großspitzen gehören. Lediglich die Ränder sind beidseitig mit flachen Retuschen versehen. Die Vorderseite ist geprägt von muldenartigen Abplatzungen, hervorgerufen durch hohe Temperaturschwankungen. Die Rückseite zeigt eine nur wenig bearbeitete Fläche cremefarbigen Feuersteins. Die Vorderseite ist dunkelbeige gefärbt. Auf Grund des Verhältnisses von Breite zu Länge, welche bei 0,52 liegt, wird das Artefakt als C2 klassiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''14.) 1023/82'''   Länge = 82,1mm, Breite = 28,2mm, Dicke = 7,0mm, Gewicht = 16,0g.&lt;br /&gt;
*Leicht asymmetrische große C1- Spitze aus dunkel karamellfarbenem Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''15.) 1051/85'''   Länge = 91,0mm, Breite = 22,1mm, Dicke = 6,8mm, Gewicht = 13,1g.&lt;br /&gt;
*Schlanke C1- Spitze aus hell karamellfarbenem Feuerstein (Koeff B/L = 0,24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''16.) 1051/85'''   Länge = 84,2mm, Breite = 30,1mm, Dicke = 5,9mm, Gewicht = 14,0g.&lt;br /&gt;
*Schön gearbeitete C1- Spitze aus hellem, karamellfarbenem Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''17.) 1024/82'''   Länge = 80,2mm, Breite = 28,3mm, Dicke = 7,5mm, Gewicht = 14,8g.&lt;br /&gt;
*Bedingt durch die Dicke gehört diese perfekt symmetrische C1- Spitze zu den schwereren Bewehrungen. Der Werkstoff ist wie bei Nr. 14 ein dunkel- karamellfarbener Feuerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grossspitzen_AbuTartur2.png|600px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Großspitzen Abu Tartur, Zeichnung Nr. 18 - 37&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''18.) 1024/82'''   Länge = 74,9mm, Breite = 27,6mm, Dicke = 11,3mm, Gewicht = 19,5g.&lt;br /&gt;
*Beidseitig flächenretuschierte Spitze des Typs C4 aus hellbeigefarbenem Hornstein. Das Artefakt verfügt über eine gut markierte Schäftungszone an seiner Basis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''19.) 1050/84'''   Länge = 78,0mm, Breite = 26,7mm, Dicke = 13,0mm, Gewicht = 24,0g.&lt;br /&gt;
*C1- Spitze aus schokoladenbraunem Hornstein. Die Rückseite ist nicht vollständig flächenretuschiert. Ein Steg in der Längsachse der Spitze sowie seine zwei Flanken sind unmodifiziert geblieben. Diese Tatsache bedingt das hohe Gewicht des Artefakts. Es ist davon auszugehen, dass die Bearbeitung nicht abgeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''20.) 1023/82'''   Länge = 86,6mm, Breite = 23,5mm, Dicke = 7,4mm, Gewicht = 15,8g.&lt;br /&gt;
*Karamellfarbene C3- Spitze, das untere Ende, welches auch die Schäftungszone bildete, ist abgebrochen. Im Gegensatz zu den meisten C3- Spitzen ist hier die breitere Partie die aktive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''21.) 1005/83'''   Länge =  76,1mm, Breite = 22,5mm, Dicke = 8,2mm, Gewicht = 14,7g.&lt;br /&gt;
*Leicht windüberformte C3- Spitze aus grauem Hornstein. Im Gegensatz zu der Nr. 20 dieser Seite war hier, wie in den meisten Fällen, der Pfeilschaft am breiten Ende der Spitze angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''22.) 1005/83'''   Länge = 74,6mm, Breite = 31,0mm, Dicke = 6,5mm, Gewicht = 14,6g.&lt;br /&gt;
*Vorder- und Rückseite dieses Artefakts sind nur teilflächig, vor allem an der Spitze und den Rändern, retuschiert. Hergestellt wurde die C4- Spitze aus einem plattigen, karamellfarbenen Hornstein. Die Vorderseite zeigt teilweise die natürliche Oberfläche dieser Platte, die Rückseite zeigt eine Spaltfläche und die Vertiefung einer abgeplatzten Thermoscherbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''23.) 1046/84'''   Länge =  53,4mm, Breite = 25,3mm, Dicke = 7,9mm, Gewicht = 11,2g.&lt;br /&gt;
*C3- Spitze groben Flächenretuschen. Der Werkstoff ist der helle, karamellfarbene Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''24.) 1023/82'''   Länge = 58,6mm, Breite = 24,0mm, Dicke = 6,1mm, Gewicht = 8,1g.&lt;br /&gt;
*C1- Spitze aus dunkel, karamellfarbenem Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''25.) 1004/83'''   Länge = 49,4mm, Breite = 25,2mm, Dicke = 5,2mm, Gewicht = 5,8g.&lt;br /&gt;
*Wie am Bulbus und den Schlagwellen auf der Rückseite erkennbar, wurde diese H4- Spitze aus einer breiten Klinge bzw. aus einem schmalen Abschlag hergestellt. Sie ist auf der Vorderseite rundum durch Randretuschen bearbeitet, auf der Rückseite lediglich am rechten Rand vom medialen bis zum distalen Bereich. Das Material ist ein grau- brauner Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''26.) 1045/84'''   Länge = 65,1mm, Breite = 31,2mm, Dicke = 7,0mm, Gewicht = 14,0g.&lt;br /&gt;
*Aus plattigem, karamellfarbenem Hornstein wurde diese große C4- Spitze gefertigt. Bis auf einen schmalen Kortexstreifen ist das Artefakt auf der Vorderseite gänzlich durch flache Retuschen bearbeitet. Die Rückseite weist nur eine inkomplette Bearbeitung durch invasive Retuschen auf, ansonsten ist sie durch unbearbeitete Spaltflächen gekennzeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''27.) 1005/83'''   Länge = 74,0mm, Breite = 26,0mm, Dicke = 6,4mm, Gewicht = 13,5g.&lt;br /&gt;
*Grob randretuschierte H4- Spitze aus hellbeigefarbenem Hornstein. Die Stege auf der Vorderseite lassen auf Abplatzungen von Thermoscherben schließen. Die Rückseite ist durch Spaltflächen und einigen Korrekturretuschen gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''28.) 1017/82'''   Länge = 58,2mm, Breite = 25,9mm, Dicke = 7,1mm, Gewicht = 9,5g (B/L = 0,45).&lt;br /&gt;
*C1- Spitze mit leichter Tendenz zur Stielspitze. Das beidseitig vollflächig retuschierte Artefakt ist aus karamellfarbenem Hornstein gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''29.) 1023/82'''   Länge = 50,1mm, Breite = 24,3mm, Dicke = 5,4mm, Gewicht = 7,2g.&lt;br /&gt;
*Bei einem Koeffizienten B/L = 0,49 zählt diese Spitze noch zum Typus C1. Das Artefakt ist auf der Vorderseite bis auf einen schmalen Streifen von unbearbeiteter Spaltfläche flächig  retuschiert. Die Rückseite weist mit Ausnahme der Schäftungszone, welche zwei kleinere Retuschen aufweist, keinerlei Modifikationen auf und besteht aus einer Spaltfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''30.) 1017/82'''   Länge = 59,0mm, Breite = 29,0mm, Dicke = 6,0mm, Gewicht = 8,5g.&lt;br /&gt;
*H1- Spitze mit Randretuschen, die auf der Vorderseite den gesamten Rand betreffen, auf der Rückseite aber nur den rechten Rand. Die Farbe der Oberfläche auf beiden Seiten ist durch lange Patinierung von einem hellen Beige. Die ursprüngliche Farbe des Hornsteins ist wie an den frischeren Retuschen erkennbar schokoladenbraun. Wie auch die stark gewölbte Rückseite zeigt, ist die Spitze aus einer Thermoscheibe hergestellt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''31.) 1023/82'''   Länge = 56,1mm, Breite = 21,6mm, Dicke = 5,7mm, Gewicht = 5,8g.&lt;br /&gt;
*Klassische C3-Spitze aus karamellfarbenem Hornstein, beidseitig flächenretuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''32.) 1025/82'''   Länge = 40,9mm, Breite = 20,8mm, Dicke = 6,3mm, Gewicht = 3,9g.&lt;br /&gt;
*Aus plattigem, braunem Hornstein gefertigte C3- Spitze. Sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite sind auf der Längsachse jeweils Teile der Spaltflächen stehen geblieben. Die invasiven Randretuschen betreffen auf beiden Seiten den gesamten Umfang des Artefakts vor allem jedoch die Spitze und den Schäftungsbereich. Das Objekt ist eine der kleinsten Großspitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''33.) 1024/82'''   Länge = 46,2mm, Breite = 22,7mm, Dicke = 4,8mm, Gewicht = 6,0g.&lt;br /&gt;
*Etwas unregelmäßig gearbeitete C3- Spitze mit flächenretuschierter Vorderseite und teilflächig retuschierter Rückseite. Die Spitze ist aus hellbeigem Hornstein gefertigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''34.) 1017/82'''   Länge = 47,4mm, Breite = 20,5mm, Dicke = 6,4mm, Gewicht = 4,6g.&lt;br /&gt;
*Die Vorderseite dieser C1- Spitze ist vollständig flächenretuschiert. Auf der Rückseite betreffen die Retuschen hauptsächlich die beiden Enden. Der Werkstoff ist hellbeiger Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''35.) 1023/82'''   Länge = 47,8mm, Breite = 32,3mm, Dicke = 9,0mm, Gewicht = 12,2g.&lt;br /&gt;
*Sehr breite C4- Spitze aus braunem Hornstein. Im zentralen Bereich der Vorderseite ist eine große Kortexfläche unbearbeitet geblieben ebenso auf der Rückseite. Dieser Fakt unterstreicht die geringe Dicke des plattigen Grundmaterials. Die flachen Retuschen sind auf die Ränder beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''36.) 1005/83'''   Länge = 42,5mm, Breite = 24,2mm, Dicke = 9,7mm, Gewicht = 8,1g.&lt;br /&gt;
*Mit einem Koeffizienten B/L = 0,57 gehört diese Spitze zum Typ C2. Sie ist auf der Vorderseite bis auf eine kleine mediale Spaltfläche, flächig retuschiert. Die Rückseite weist nur geringe Modifikationen auf und zeigt neben einen zentralen Steg zwei Spaltflächen. Das Gesteinsmaterial ist karamellfarbener Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''37.) 1004/83'''   Länge = 44,5mm, Breite = 23,8mm, Dicke = 6,6mm, Gewicht = 6,8g.&lt;br /&gt;
*Die C2- Spitze mit einem Koeffizienten B/L = 0,53 ist aus grauem Hornstein gearbeitet. Beide Seiten weisen im Zentrum Kortex auf. Auf der Vorderseite sind außerdem zwei Thermoabplatzungen zu erkennen. Die Ränder sind durch flache Retuschen bearbeitet, wobei vor allem die aktive Spitze berücksichtigt worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Prähistorische Felsbilder'''&lt;br /&gt;
*In der Halbdistanz kämpfende Bogenschützen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''I'''   Das Bild stammt aus Rust in der Kapprovinz Südafrikas. Zwei Männer aus der Gruppe scheinen sich zur Flucht zu wenden (Aus E. Anati Höhlenmalerei 2002 S. 403, ursprünglich aus J.D. Lewis- Williams, 1983 S. 35).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Felsbilder_Kampf_1.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kampfszene auf Felsbild&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder II bis VII sind aus dem „Handbuch der Vorgeschichte, Band II Jungsteinzeit 1968“ von H. Müller- Karpe abgezeichnet worden.&lt;br /&gt;
Die Felsbilder mit Ausnahme von II und VII wurden ursprünglich von H. Rothert, L. Frobenius, H. Obermeier und H. Lothe vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Felsbilder_Kampf_2.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Kampfszenen auf Felsbildern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''II'''   Das Bild aus der Gasulla Schlucht in Spanien zeigt zwei größere Gruppen in kämpferischer Auseinandersetzung. Einige Schützen halten Reservepfeile in der Bogenhand. Ein Mann der linken Gruppe scheint verletzt zu sein, er wirft die Arme hoch, die Beine verbleiben allerdings in der gestreckten Laufstellung ( nach E. Ripoli und H. Breuil).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''III'''   In der Südwest- Ecke Ägyptens, im Wadi Sora, wurde diese Kampfszene entdeckt. Es existiert, ebenfalls im Wadi Sora, eine identische Zeichnung aber mit dem Unterschied, dass im hier nicht abgebildeten Vordergrund weibliche Zuschauer, ein Kind und Rinder gezeichnet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''IV'''   Das Bild wurde in Karkur Talh auf ägyptischer Seite des Dreiländerecks Libyen, Sudan, Ägypten im Quenat Gebirge entdeckt.&lt;br /&gt;
Zwei größere Gruppen bekämpfen sich aus kurzer Distanz mit Pfeil und Bogen. Der Grund des Streits scheint ein Rind zu sein, welches hinter der linken Gruppe steht. Im Gegensatz zu anderen Kampfszenen tragen die Schützen Köcher für ihre Reservepfeile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''V'''   Im gleichen Gebirgsmassiv, dem Quenat oder Auenat, wie andere schreiben, befindet sich Bild Nr. V aber diesesmal auf  libyschem Gebiet in Ain Dua. Rinder scheinen auch hier Objekt des Streits zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''VI'''   Aus dem Tassiligebirge in Algerien, genauer aus Tin Tazarift stammt diese Kampfszene, ähnliche Bilder sind auch aus Sefar bekannt.&lt;br /&gt;
Eine Gestalt der rechten Gruppe ist mit einem beilartigen Gerät bewaffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''VII'''   Das sehr dynamisch gestaltete Bild zeigt acht Bogenschützen, die sich im Nahkampf befinden. Es stammt von Morella la Vella in Spanien (nach E. Hernandez- Pacheco, M. Almagro, E. Ripoli Perelló, H. Breuil und J. Cabré).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend werden Kampfszenen mit Pfeil und Bogen von Spanien über Libyen, Ägypten und Algerien bis Südafrika in ähnlicher Weise dargestellt. Die Halbdistanz oder der Nahkampf scheinen die gängigen und stark verbreiteten Fechtweisen zur Zeit der frühen Rinderhaltung gewesen zu sein. &lt;br /&gt;
Es ist das Einsatzfeld für schwere, große Pfeilspitzen. Ballistische Probleme, die häufig erwähnt werden, können bei den extrem kurzen Flugbahnen der Pfeile ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
Natürlich ist es auch möglich diese Kämpfe mit leichten Pfeilspitzen auszutragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Felskunst - Zeichnungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;HTML5video width=&amp;quot;520&amp;quot; height=&amp;quot;320&amp;quot; autoplay=&amp;quot;false&amp;quot; loop=&amp;quot;true&amp;quot;&amp;gt;kulturen_im_sand&amp;lt;/HTML5video&amp;gt;&lt;br /&gt;
Quelle: Bayerischer Rundfunk, 1983&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felsbilder wurden im Raum Abu Tartur lediglich im Fundkomplex „West“ entdeckt, dort aber in bedeutender Anzahl und von großer Diversität. Es kommen nur Gravierungen vor, Malerei hat entweder nicht existiert oder ist der Erosion zum Opfer gefallen. Farbstoffe wie sie zur Herstellung von Felsbildern üblicherweise benutzt worden sind, Gips und Kalk für weiß, Kohle, Ruß und bituminöser Schiefer für schwarz, gelber und roter Ocker und selbst Malachit und Glaukonitschiefer für Grüntöne waren und sind noch vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Graviertechniken sind vielseitig, es finden sich gepickte Bilder, schmal geritzte, breit gekerbte, flächig ausgeschabte und polierte, sowie aneinander gereihte Bohrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso variantenreich sind die Motive, welche vom Elefanten über Giraffen und Rindern zu Kamelen, wie man die Dromedare in der Sahara nennt, und Piktogrammen und Symbolen reichen. Die Erschaffer der Darstellungen haben uns keinerlei Kommentare hinterlassen, keiner der frühen Künstler erklärt warum er dieses oder jenes graviert hat, ob Magie oder Kult dahinter steht, ob es Kunst um der Kunst willen ist oder ob er einfach Langeweile hatte und eine Beschäftigung gesucht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emanuel Anati, der Verfasser des Buches „Felskunst im Negev und auf Sinai“ fragte einen Beduinen, der damit beschäftigt war eine Felsgravierung herzustellen, nach dem Grund seines Tuns und erhielt folgende Antwort : „Es gibt hier Hirten, die Flöte spielen, und es gibt Hirten, die Felszeichnungen machen“.&lt;br /&gt;
Im Niger übersetzte auf Wunsch des Verfassers ein Targi eine Tifinarinschrift, die neben anderen Felsgravierungen, vor allem Kamelen, an einer steilen Klippe zu sehen war, wie  folgt : „Ich, Goumour, sitze hier und sehe wie die Sonne untergeht“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Zeichen bedeuteten z.B. : Ali liebt Fatima“. Dreierlei ist notwendig, um die Voraussetzung zu schaffen, malen oder gravieren zu können, eine glatte Fläche aus solidem Material gleich welcher Neigung, Malfarben oder Gravierwerkzeuge und Zeit. Es liegt in der Natur des Menschen glatte Flächen zu „verschönern“, die Spraykultur unserer Zeit ist nur ein Beispiel, Kerkerwände wurden während sämtlicher Epochen bekritzelt und das geschnitzte Herz mit den Initialen in der Buchenrinde wäre auch hier einzuordnen. Letzteres führt uns zur Thematik der Bilder. Dargestellt wird immer das, was für den ausführenden Künstler wichtig ist, was ihm am Herzen liegt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Es wäre nun falsch aus den vorhergegangenen Ausführungen zu schließen sämtliche Fels- und Höhlenbilder seien künstlerische Expressionen, die aus purem Zeitvertreib entstanden sind, wir wissen es nicht. Sicherlich gibt es auch andere Motive. Der wahre Sinn, so denn einer hinter den Bildern steckt, bleibt im Dunkel der Zeit verborgen und uns verschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele aus anderen Perioden, von anderen Orten und anderen Volksgruppen liefern zwar reichlich Stoff für hochinteressante Diskussionen aber sie liefern keine Lösung. Bis zu dem Tag, an dem unbestreitbares wissenschaftliches Beweismaterial vorliegt, ist es vielleicht klüger zu akzeptieren, dass die heutigen Kenntnisse nicht ausreichen, allgemein gültige Schlüsse betreffend der Bedeutung der Felsbilder und der Motivierung ihrer Hersteller zu ziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gravierungen sollen kurz vorgestellt werden :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 1''' Das Rind ist mit starken Strichen fast schon symbolhaft in eleganter Weise gestaltet. Die langen Hörner sind nach hinten geschwungen. Die Gravierung stellt eine reine Seitenansicht dar, so dass auch nur ein Horn zu sehen ist. Das ganze Bild strahlt Kraft aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_1_1005_83_Rind_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 1: Das Rind 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 2'''  wirkt weniger ästhetisch, der Kopf ist nach vorne gebeugt, die zwei langen Hörner, obwohl auch hier eine seitliche Darstellung vorliegt, nur leicht gebogen. Die Hufe sind durch Bohrungen angedeutet.&lt;br /&gt;
In Kopfnähe ist eine Gravierung angebracht, die als Pfahl und Strick interpretiert werden könnte, vielleicht auch als Viehhirte mit Stab oder Seil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_2_1005_83_Rind_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 2: Das Rind 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 3''' ist keine naturalistische Wiedergabe eher eine Karikatur. Es ist sehr lang gestreckt und in mehrere Felder eingeteilt. Der Kopf ist dem Betrachter zugewendet und mit zwei mittellangen geraden Hörner geziert. Der Hals besteht aus einem langschmalem Rechteck, das Mittelteil ebenfalls aus einem Rechteck aber mit einer unten abgerundeten Ausstülpung, welche die Vorderläufe des Rindes andeutet. Das Hinterteil ist unten in der gleichen Art wie die Vorderläufe abgerundet und endet oben in einem kurzen, gestrecktem Schwanz. Stirne, Hals, Rücken und Schwanz bilden eine horizontale Linie, wobei der Schwanz leicht aufwärts weist. Das „Rind“ kann natürlich auch ein anderes Hörner tragendes Tier, z.B. eine Ziege, sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_3_1005_83_Rind_3.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 3: Das Rind 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 4''' zeigt zwei anthropomorphe Gravierungen in der Art des „hemme de Mali“. Zwischen den beiden Gestalten sieht man einen Kreis mit zwei parallelen Kerben. Zwei weitere Kerbstriche sind in der Nähe des Unterarms des größeren der beiden Menschen angebracht. Da die Komposition ein Interesse der zwei Gestalten an dem runden Gegenstand suggeriert, könnte man das Bild ohne jede Ernsthaftigkeit „Das erste Fußballspiel“ nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_4_1005_83_Das_erste_Fussballspiel.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 4: „Das erste Fußballspiel“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 5''' besteht aus zwei, wahrscheinlich in verschiedenen Epochen entstandenen Darstellungen.&lt;br /&gt;
Erstens aus Fischen in Ritztechnik und zweitens aus aneinander gereihten Bohrungen, die in schwungvollen Linien die Sandsteinplatte überziehen. Die am weitesten unten angebrachten Bohrungen könnten eine Rundhütte darstellen, ähnlich den Mattenzelten der Air- Tuaregs im Zentrum der Republik Niger.&lt;br /&gt;
Die Fische sah der Künstler von oben. Ein Schwarm von sieben Tieren verschiedener Größe kurvt von unten rechts nach oben zur Mitte des Bildes hin, während zwei große Fische den oberen linken Bildrand zieren.&lt;br /&gt;
Allen Tieren ist gemeinsam ein runder Kopf, ein massiger Körper, der Schwanz und lange, paarig angeordnete Seitenflossen, zwei auf jeder Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_5_1005_83_aneinandergereihte_Bohrungen_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 5: „Aneinandergereihte Bohrungen“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fischgravierungen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Müller-Kerpe stellt in seinem Handbuch der Vorgeschichte, Band II, Jungsteinzeit, unter anderem auf Tafel 23, Abb. 11, Fische in Draufsicht vor. Sie dürften aus der Nagadazeit stammen (zwischen 4.000 und 3.300 BC). Die Fischgravierungen von Abu Tartur sind hier in ähnlicher Art dargestellt (Bild 5, 5394±59 cal BC).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fischgravuren_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In späteren Zeiten wurden im Niltal Fische, aber auch Krokodile, in Seitenansicht gezeichnet, z.B. Abydos, Tafel 33, Abb. 19 und Sakkara, Tafel 39, Abb. 27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 6''' stellt einen nicht näher zu identifizierenden Vierbeiner dar. Auffallend ist die obere Fortsetzung des Kopfes, sind es Ohren oder wollte der Künstler Hörner gravieren? Rätsel gibt auch ein lang gestreckter Buckel oberhalb der Schulter auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_6_1005_83_großer_Vierbeiner.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 6: „Großer Vierbeiner“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 7''' ist noch änigmatischer als das vorherige, dennoch könnte man auch dieses als Vierbeiner interpretieren. Der massige Körper ist in vier Teile gegliedert, die Beine sind nur angedeutet. An Stelle des Kopfes erhebt sich ein rüsselartiges Gebilde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_7_1005_83_Großes_Tier_mit_Ruessel.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 7: „Großes Tier mit Rüssel“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 8''' besteht aus zwei nahezu quadratischen Grundrissen. Im inneren der Quadrate sind rechtwinklig zueinander verlaufende Linien gezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_8_1005_83_Zwei_Rechtecke_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 8: „Zwei Rechtecke (Grundrisse?)“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 9''' gibt uns eine schriftliche Nachricht, dieser erste Eindruck drängt sich bei der Betrachtung auf. Dargestellt sind zwei menschliche Gestalten. Während die erste Gestalt klar definierbar ist, ist die äußere Gestalt sehr einfach durch drei Ritzungen, eine senkrechte und zwei schräge, angelegt und könnte etwas anderes bedeuten. Darüber ist ein waagerechter Strich angebracht, von den vier kleinere Striche, leicht gebogen aber nahezu rechtwinklig nach unten führen. Nach links schließt sich ein schön gezeichneter Fisch in Seitenansicht an. Außer der Kiemenspalte, drei Bauchflossen und drei Rückenstacheln hat der Künstler auch sein Wissen um die dem Auge verborgene Anatomie des Fisches eingebracht und die Gräten ebenfalls dargestellt. Nach links fortfahrend erscheint ein Bogen oder ein auf den Kopf gestelltes U, darunter eine einfache, senkrechte Kerbe, von deren oberem Ende eine kurze Kerbe schräg nach unten führt. Mehr als die Hälfte der Gesamtgravierung einnehmend, beschließt eine Sandale das Bild. Das Schuhwerk zeigt Details wie zwei Querriemen, zwei diagonal verlaufende Riemen sowie Bänder zur Befestigung. Die Zehen sind ebenfalls eingezeichnet. Der Arbeitsname des Fundplatzes 1006/83, östlich von 1005/83 gelegen, war „abri d’autruche“. Der Grund dafür war '''Bild 25''', eine wunderschöne Gravierung, die einen flügelschlagenden Strauß zeigt, ein balzendes Männchen vielleicht. Der Vogel ist mit wenigen gekonnten Linien dargestellt, das Federkleid mit feinen Querstrichen angedeutet. Auch für die Augen eines modernen Menschen stellt diese Gravierung ein Kunstwerk dar und ein hoch ästhetisches dazu. Von der B.O.S. Expedition der Universität zu Köln wurde eine Abklatschzeichnung des Bildes angefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_9_1005_83_Pictogramm.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 9: Pictogramm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_25_1006_83_Strauß.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 25: Strauß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 10'''   ist die Darstellung einer sich in rascher Flucht befindlichen langhörnigen Antilope. Eine tiefe Kerbe, die vom Kopf bis zum Schwanz reicht, bildet den Rücken des Tieres. Zwei weitere, leicht gebogene Kerben markieren die Hörner, vier Kerben die Läufe. Der Körper zwischen Rücken und Laufansatz ist flächig ausgeschabt, der Schwanz ist durch Ritzungen angedeutet. &lt;br /&gt;
Das Bild vermittelt recht eindrucksvoll den Vorgang der Bewegung. Eine weitere Antilope, im gleichen Stil graviert, befindet sich auf derselben Wand wie die hier abgebildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_10_1005_83_fluechtende_Antilope.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 10: Flüchtende Antilope &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 11'''   ist auf zwei unterschiedlich hohen Ebenen ausgeführt. Auf der unteren Fläche sind rechts eine V- förmige tiefe Kerbe, die beiden Schenkel durch eine Querkerbe verbunden und links zwei länglich ovale Körper, welche den Fischen von Bild 5 ähneln, nur dass man diesen die Seitenflossen und Schwänze entfernt hat, dargestellt.&lt;br /&gt;
Die obere Fläche weist an ihrer linken ante eine Reihe von Kerben auf. Die Mitte der Fläche ist durch eine große, ovale und eine etwas kleinere, runde Ausschabung gekennzeichnet. Letztere ist von einem Kranz von gebohrten Löchern umgeben. Weitere Bohrungen verschiedener Durchmesser setzen sich nach rechts fort. Den Abschluss bilden im Zickzack angeordnete Kerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_11_1005_83_Ausschabungen_u_Bohrungen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 11: Ausschabungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 12'''   liegt noch auf dem Hügel und ist stark vom Wind erodiert. Zu erkennen sind ein Zickzack-Band, das an eine Schlange erinnert und parallel dazu eine Aneinanderreihung von Formen, die den artikulierten Schwanzabschnitten des Skorpions ähneln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls das Bild gegen Ende der steinzeitlichen Hauptbesiedlungsphase graviert worden wäre, in etwa der Epoche, aus der Bild 9 stammt, könnte eine alternative Interpretation gewählt werden. Das Zickzack-Band könnte ein Zeichen für Wasser sein und der Skorpion der Namensgeber der Wasserstelle. Hier wäre wieder der Rat eines Ägyptologen von Wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_12_1005_83_Scorpion_Schlange.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 12: Scorpion und Schlange&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 13'''   besteht nur aus geradlinigen Kerben, welche Tiere darstellen sollen. Rechts ist ein gehörnter Vierbeiner zu sehen, während links, mit nur drei Beinen, allen Anschein nach eine Giraffe suggeriert werden soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_13_1005_83_Giraffe_etc.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 13: Giraffe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 14'''   zeigt zwei Vierbeiner mit großen, runden Köpfen. Bei anderer Betrachtungsweise könnte es aber auch eine erotische Szene darstellen, die zwei kopulierende Menschen zeigt. Darunter eine sehr schematische Kerbung, bestehend aus einem langem Strich für den Körper und vier kürzeren Strichen für die Läufe eines Tieres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_14_1005_83_Strichzeichnung_von_Vierbeinern.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 14: Strichzeichnung von Vierbeinern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 15'''   am Fuße von 1006/83 wird unterteilt in die linke Seite, welche von vielen geraden und einer gekreuzten Kerbe bedeckt ist und der rechten Seite mit einer anthropomorphen Ritzung und einer weiteren Ritzung, deren Bedeutung nicht erkannt ist. Die Trennungslinie zwischen den beiden Bildteilen besteht aus zwei sehr tiefen Kerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_15_1005_83_Anthropomorphe_Ritzung.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 15: Anthropomorphe Ritzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 16'''   stellt einen Fisch in Draufsicht dar, ähnlich graviert wie die Fische des Bildes 5, nur die hinteren Seitenflossen fehlen bei diesem Exemplar. Das vordere Flossenpaar und die Schwanzflosse sind sehr ausgeprägt. Neben einigen Kerben und einem kleinem Zickzack- Band sind zwei Fischkörper ohne Flossen und ohne Schwanz zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_16_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 16: Fisch in Draufsicht 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 17'''   zeigt einen Fisch in Draufsicht mit zwei Paaren von Seitenflossen und einem lediglich angedeutetem Schwanz, darunter zwei Längskerben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_17_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 17: Fisch in Draufsicht 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 18''' Besteht aus einer hohlkugelförmigen Ausschabung, welche von einem Kranz von Bohrlöchern umgeben ist. Eine Linie von sieben aneinander gereihten Bohrlöchern weist vom Kranz aus nach unten, eine Linie von fünf Bohrlöchern nach oben. Ein weiteres Bohrloch von größerem Durchmesser ist rechts der unteren Linie angebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_18_1005_83_Runde_Aushoehlung_mit_Bohrungen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 18: Runde Aushöhlung mit Bohrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 19''' stellt ein Kreuz in einem Kreis und zwei Ovale mit je einem Querstrich dar. Ganz in der Nähe des Fundplatzes 1005/83 liegt in westlicher Richtung 1081/86. Der Sandsteinhügel, welcher die Begrenzung nach Westen bildet, weist einige interessante Felsgravierungen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_19_1005_83_Kreis_mit_Kreuz_neu.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 19: Kreis mit Kreuz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 20''' Obwohl stark windüberformt sind klar zwei langhörnige Antilopen zu erkennen. Beine, Hörner und obere Rückenbegrenzung sind geritzt; die Körper, Hälse und Köpfe sind flächig ausgeschabt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_20_1081_86_Zwei_Antilopen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 20: Zwei Antilopen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 21''' Hier versucht der Künstler mit einem perspektivischem Trick eine Gruppe von Schafen darzustellen indem er in den Vordergrund flächig gravierte, große Körper stellt, die in der Tiefe immer kleiner werden und am Ende nur noch durch zwei rechtwinklig zueinander stehende Kerben angedeutet werden. Es ist ihm aber entgangen, dass das dritte, kleinere Tier vor dem zweiten und dieses wiederum vor dem ersten steht. Dadurch stimmt zwar die Perspektive nicht aber der Versuch ist grandios. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_21_1081_86_Gruppe_von_Vierbeinern.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 21: Gruppe von Vierbeinern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bilder 22 – 24''' sind großflächige Schabungen und Kerbungen, die Vulvasymbole darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_22_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_23_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_24_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_3.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 26''' zeigt eine bewegte Szene mit neun bis zehn Personen, davon vier mit ausgeprägtem Fettsteiß. Drei der Gestalten tragen Schmuckelemente an einer Art Lendenschurz und zwei zusätzlich einen Kopfschmuck, hierbei handelt es sich wahrscheinlich um Männer. Die Menschen sind als Strichfiguren angelegt, die Köpfe sind nur leicht angedeutet. Fünf Gestalten zeigen zwei Arme, eine nur einen Arm. Die übrigen sind armlos graviert. Eine tiefe Kerbe, wohl ein Vulvasymbol, trennt das Paar links außen von den anderen. Vor jeder mutmaßlich weiblichen Person ist auf  Höhe des Unterleibs eine Bohrung außerhalb der eigentlichen Strichzeichnung angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_26_1081_86_tanzende_Menschen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 26: Tanzende Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 27''' zeigt in natürlicher Größe eine linke Hand eines relativ kleinen Menschen. Die flächige Gravierung liegt auf  dem Hügel 1006/83 und ist Wind und Wetter ungeschützt ausgesetzt. Auch wenn das Werk durch Erosion leicht verändert worden sein sollte, lässt die Form und Haltung des Daumens auf eine Verletzung schießen, ein verheilter Bruch möglicherweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_27_1005_83_kleine_Hand_neu.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 27: Kleine Hand (Der verletzte Daumen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 28'''   ähnelt den auf Fundplatz 1005/83 dargestellten Fischen in Draufsicht, weicht in seiner Ausführung jedoch in einigen Details ab. So sind die Seitenflossen nicht nach hinten geschwungen sondern ragen rechtwinklig vom Körper ab. Die V- förmige Markierung am Kopf wird bei den übrigen Darstellungen nicht angetroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_28_1006_83_Sandale_Fragezeichen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 28: Sandale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 29'''   erinnert mit seinen Hauptmotiven an Doppeltäxte, es könnten auch anthropomorphe Gravierungen sein. &lt;br /&gt;
Ansonsten sind noch fünf radialstrahlig angeordnete Kerben und weitere dem Betrachter ungeordnet vorkommende Kerben zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_29_1006_83_Doppelaexte_neu.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 29: Doppeläxte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Bild 30'''   zeigt eine auf einer Kante angebrachte Reihe von Kerben und sechs in einer Linie gerade ausgerichtete Bohrungen größeren Durchmessers nebst einigen Ritzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bild_30_1006_83_Kerbungen_u_Bohrungen.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild 30: Kerbungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele meist einfache Gravierungen der Fundstellen 1005/83, 1081/86 und 1006/83 sind hier nicht gezeichnet und beschrieben worden. Außerhalb der Fundstellen- Gruppe seien erwähnt die geometrischen Strichanordnungen des Jacobsfelsen, der Elefant am Fuße des Plateauhangs zwischen Ain Elwan und Ain Amour wie ferner die Schlangendarstellungen in den Hügeln nördlich des Fundplatzes 1023/82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Felskunst - Fotogalerie==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf die Fotografie des Jakobsfelsen, nach dem Entdecker Prof. Dr. K.-H. Jacobs (Techn. Univ. Berlin) benannt, stammen alle Fotografien vom Verfasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:A-desert-zoo-2009.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Die Frau des Verfassers vor einer Felswand mit Schlangenlinien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Felskunstzeichnugen Nr. 12 und Nr. 27 sind keine Fotos vorhanden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;Datei:Foto_1_1005_83_Rind_1.jpg | Bild 1: Rind 1&lt;br /&gt;
Datei:Foto_2_1005_83_Rind_2.jpg | Bild 2: Rind 2&lt;br /&gt;
Datei:Foto_3_1005_83_Rind_3.jpg | Bild 3: Rind 3&lt;br /&gt;
Datei:Foto_4_1005_83_Das_erste_Fussballspiel.jpg | Bild 4: Das erste Fussballspiel&lt;br /&gt;
Datei:Foto_5_1005_83_aneinandergereihte_Bohrungen_2.jpg | Bild 5: Muster aus Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_6_1005_83_großer_Vierbeiner.jpg | Bild 6: Großer Vierbeiner&lt;br /&gt;
Datei:Foto_7_1005_83_Großes_Tier_mit_Ruessel.jpg | Bild 7: Großes Tier mit Rüssel&lt;br /&gt;
Datei:Foto_8_1005_83_Zwei_Rechtecke_2.jpg | Bild 8: Zwei Rechtecke, Grundrisse?&lt;br /&gt;
Datei:Foto_9_1005_83_Pictogramm.jpg | Bild 9: Pictogramm&lt;br /&gt;
Datei:Foto_10_1005_83_fluechtende_Antilope.jpg | Bild 10: Flüchtende Antilope&lt;br /&gt;
Datei:Foto_11_1005_83_Ausschabungen_u_Bohrungen.jpg | Bild 11: Ausschabungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_13_1005_83_Giraffe_etc.jpg | Bild 13: Giraffe&lt;br /&gt;
Datei:Foto_14_1005_83_Strichzeichnung_von_Vierbeinern.jpg | Bild 14: Zeichnung von Vierbeinern&lt;br /&gt;
Datei:Foto_15_1005_83_Anthropomorphe_Ritzung.jpg | Bild 15: Anthropomorphe Ritzung&lt;br /&gt;
Datei:Foto_16_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_1.jpg | Bild 16: Fisch in Draufsicht 1&lt;br /&gt;
Datei:Foto_17_1005_83_Fisch_in_Draufsicht_2.jpg | Bild 17: Fisch in Draufsicht 2&lt;br /&gt;
Datei:Foto_18_1005_83_Runde_Aushoehlung_mit_Bohrungen.jpg | Bild 18: Runde Aushöhlung mit Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_19_1005_83_Kreis_mit_Kreuz.jpg | Bild 19: Kreis mit Kreuz&lt;br /&gt;
Datei:Foto_20_1081_86_Zwei_Antilopen.jpg | Bild 20: Zwei Antilopen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_21_1081_86_Gruppe_von_Vierbeinern.jpg | Bild 21: Gruppe von Vierbeinern&lt;br /&gt;
Datei:Foto_22_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_1.jpg | Bild 22: Schalenförmige Gravur 1&lt;br /&gt;
Datei:Foto_23_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_2.jpg | Bild 23: Schalenförmige Gravur 2&lt;br /&gt;
Datei:Foto_24_1081_86_Schalenfoermige_Gravur_3.jpg | Bild 24: Schalenförmige Gravur 3&lt;br /&gt;
Datei:Foto_25_1006_83_Strauß.jpg | Bild 25: Strauß&lt;br /&gt;
Datei:Foto_26_1081_86_tanzende_Menschen.jpg | Bild 26: Tanzende Menschen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_28_1006_83_Sandale_Fragezeichen.jpg | Bild 28: Darstellung einer Sandale (?)&lt;br /&gt;
Datei:Foto_29_1006_83_Doppelaexte.jpg | Bild 29: Doppeläxte&lt;br /&gt;
Datei:Foto_30_1006_83_Kerbungen_u_Bohrungen.jpg | Bild 30: Kerbungen und Bohrungen&lt;br /&gt;
Datei:Foto_Jakobsfelsen_Strichmuster.jpg | Bild 31: Jakobsfelsen, Strichmuster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Töpfern, Bohren, Schleifen und Polieren==&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
Siehe hierzu unter &amp;gt;Pfeilspitzen allgemein&amp;lt; --&amp;gt; &amp;gt;Ägypten&amp;lt; --&amp;gt; &amp;gt;Fotogalerie&amp;lt; --&amp;gt; Abb. 7: Perlen Schmuck und &amp;quot;Webschiffchen&amp;quot;,  versch. Fundstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben genannten Tätigkeiten treten gehäuft und gemeinsam erst im Neolithikum auf. Das gilt sowohl für das Vorhandensein von Keramik als auch für geschliffene und durchbohrte Artefakte zumal wenn diese aus sehr hartem Material, vorzüglich Kieselgestein, bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0353_Keramik_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf rund der Hälfte der Abu Tartur Fundstellen wurde Keramik an der Oberfläche gefunden. Der Anteil der Plateau- Plätze ist größer als der an Playas gebundenen Vorkommen in der Sandsteinebene. Unverzierte Keramikscherben überwiegen und kommen auf 68 Fundstellen vor, während dekorierte Stücke lediglich auf 14 Fundstellen angetroffen werden. Neunmal werden sowohl glatte als auch verzierte Scherben gefunden.&lt;br /&gt;
Ein erster vorläufiger Bericht über die Keramik wurde von H. Riemer und P. Schönfeld veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0355_Keramik_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K1_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K1'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1006/4'''&lt;br /&gt;
*Es handelt sich um das Bruchstück eines Clayton – Rings. Beide Ränder sind abgestrichen, außer den vertikalen Fingerlinien sind keine Verzierungen oder Markierungen zu erkennen. Die Farbe der Keramik ist sowohl innen als auch außen von einem dunklem Grau. Die Magerung besteht aus Sand, die Zeitstellung dürfte frühdynastisch sein. Die Dimensionen sind: 125 x 91 x 4 bis 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0059/1'''&lt;br /&gt;
*Die Randscherbe mit einem Reparaturloch weist eine geglättete Oberfläche auf, die Keramik ist sand- und feinshalegemagert. Die Dimensionen sind 61 x 36 x 4 bis 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 0059/4'''&lt;br /&gt;
*Das sehr dünnwandige Randstück ist von rötlich gelber Farbe, es ist grob shalegemagert. Die Oberfläche ist geglättet. Dimension: 56 x 50 x 3 bis 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 0002/10'''&lt;br /&gt;
*Das rot-schwarze Randstück ist mit grobblättriger Dakhla – Shale gemagert. Der schwarze Rand erinnert an Naqada Ware. Dimension: 51 x 40 x 5 bis 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K2_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K2'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1038/4'''&lt;br /&gt;
*Das mit organischer und Sandmagerung versehene Randstück weist keine Dekoration auf, es erscheint aber möglich, dass ein Korb – Eindruckmuster für den unteren Teil des Gefäßes existiert haben könnte. Der Rand ist deutlich abgesetzt. Die Farbe der Keramik ist außen rotbraun und innen, im Kern, dunkelgrau. In der Töpfermasse befinden sich ebenfalls einige grobe Schieferton – Plättchen (Dakhla shale).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1029/1'''&lt;br /&gt;
*Die windüberformte Clayton – Scheibe wurde primär und nicht aus einem Bruchstück hergestellt. Sie ist mit Dakhla shale gemagert. Die Scheibe misst 85mm bis 91mm im Durchmesser, die zentrale Öffnung ist 16mm bis 20mm weit.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K3_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K3'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1033/5'''&lt;br /&gt;
*Die große Scherbe weist ein glattes, stark ausbiegendes Randstück auf. Der Körper zeigt ein zum Teil verblasenes Korbeindruck – Muster. Die Magerung ist mineralisch und enthält auch feine Schieferton – Plättchen. Das Innere des Gefäßes ist geschwärzt, das rotbraun gefärbte Äußere zeigt einen markanten, schwarzen Fleck. Üblich war diese Ware im Oasengebiet zwischen 5500 b.p und der 6. Dynastie (Sheik Muftah).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K4_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K4'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1038/3'''&lt;br /&gt;
*Wie 1038/4, nur ist bei dieser Scherbe das Korbeindruck – Muster gut zu erkennen. Wahrscheinlich gehören die beiden Scherben zu einem einzigen Gefäß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0014/16'''&lt;br /&gt;
*Diese Clayton – Scheibe ist sand- und shalegemagert und aus einer sekundären Scherbe gearbeitet. Die ursprünglich wohl runde Scheibe ist so bearbeitet worden, dass zwei nahezu geradlinige, parallel zueinander verlaufende Seite entstanden sind. Oben und unten erscheinen die gerundeten Begrenzungslinien. Die Abmessungen sind außen 70 x 54 und innen 11,5 x 11, die Dicke beträgt 6 – 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K5_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K5'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1004/1'''&lt;br /&gt;
*Die Kammstich verzierte Scherbe weist parallele Eindrücke auf, zum Teil sind sie leicht gewellt oder zick-zack-artig angebracht. Das Muster lässt eine Verwandtschaft mit der Khartoum Ware erkennen. Die Bruchflächen sind schwarz glänzend, die Magerung besteht aus feinkörnigem Sand. Vergleichbare Keramik ist aus Mudpans und Eastpans bekannt und wurde zwischen 7500 und 7600 b,p. datiert. Die Dimensionen der Scherbe sind: 140 x 70 x 6 bis 7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0006/1'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, doch stark windüberformt. Abmessungen: 48 x 31 x 6 bis 7,5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1017/1'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, die Magerung besteht aus grobkörnigem Sand. Dimension: 63 x 35 x 5 bis 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 0008/86E'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, die Magerung ist grobkörnig. Dimension: 34,5 x 17,5 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 0061/165C'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, die Magerung ist grobkörnig. Dimension: 33 x 25 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 0006/2'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, Dimension: 26 x 30 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K6_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K6'''  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 0010/1'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 35 x 27 x 4,5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0061/165/C'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 33 x 25 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 0007/2'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 30 x 26 x 7 (wie K5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1023/7'''&lt;br /&gt;
*Dimension = 53 x 41 x 7 bis 8	&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
'''5.) 0007/1'''&lt;br /&gt;
*Das Randstück weist eine parallel zum Rand verlaufende Rille auf. Darunter liegt eine schräg zum Rand ausgerichtete Schraffur. Der Abstand zwischen den Schräglinien beträgt 1,5mm bis 2,5mm. Die Scherbe weist eine mineralische Magerung auf. Die Abmessungen betragen: 22 x 20 x 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 0007/3'''&lt;br /&gt;
*Die Verzierung dieser mineralisch gemagerten Scherbe ist wegen der Windüberformung nur schwer auszumachen. Es könnte sich um einen Mattenabdruck handeln. Die Dimensionen sind: 26 x 21 x 8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 1021/10'''&lt;br /&gt;
*Auch bei dieser Scherbe hat die Deflation das Muster auf der Oberfläche größtenteils zerstört. Die Dimensionen sind: 48 x 33 x 5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.) 0003/8'''&lt;br /&gt;
*Die rot-schwarze, geglättete Oberfläche der Scherbe ist durch „Besenstrich“ verziert. Das Exemplar ist grob shalegemagert und weist folgende Abmessungen auf 75 x 46 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Keramik, Tafel 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Keramik_K7_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tafel K7'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 0002/1'''&lt;br /&gt;
*Die auf der Innenseite gelegenen Randverzierungen sind mit den Fingern eingedrückt worden, auf der Außenseite lassen sich ebenfalls Fingerspuren nachweisen. Die Keramik ist sand- und shalegemagert. Das Stück hat folgende Abmessungen: 65 x 50 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 0002/5'''&lt;br /&gt;
*Wie Nr.1, Dimension: 38 x 33 x 6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 0032/1'''&lt;br /&gt;
*Auf dem glatt gestrichenem Rand sind als Verzierung Kreuzkerben angebracht. Die geglättete, graue Außenfläche weist „Rippel“ auf. Die Magerung ist mineralisch, die Abmessungen betragen: 75 x 72 x 3 bis 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 0003/2'''&lt;br /&gt;
*Dimensionen = 45 x 45 x 7,5 (wie Nr. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 0003/1'''&lt;br /&gt;
*Dimensionen = 40 x 31 x 7 bis 8 (wie Nr. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 0015/1'''&lt;br /&gt;
*Dimensionen = 26 x 19 x 6 (wie Nr. 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 0032 – 171/A'''&lt;br /&gt;
*Die kleine, schwarze Scherbe weist eine geglättete, mit einem Streifenmuster verzierte Oberfläche auf. Die Keramik ist mineralisch gemagert, die Abmessungen sind: 31 x 15 x 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schleifen und Polieren von Steinwerkzeugen, speziell von Beilen, war in Abu Tartur nicht sehr verbreitet nimmt man als Grundlage die Anzahl der gefundenen Beile und Dechsel. Weit häufiger wurden Pfrieme gefunden, die in den meisten Fällen aus verkieseltem Holz hergestellt sind. Bei diesen Werkzeugen wurden lediglich die Spitzen geschliffen, der Rest des Pfriems ist durch die natürlichen Bruchkanten des Materials bestimmt '''Abb. 7 – (7.3-7.7).'''&lt;br /&gt;
Geschliffen, poliert und zusätzlich noch gebohrt sind vier Bruchstücke von Kalksteinkugeln. Häufig werden diese gerundeten Körper in Verbindung zu Grabstöcken gebracht, sie sollen an diesen befestigt worden sein und dem Werkzeug ein höheres Gewicht verliehen haben, um es auf diese Weise effektiver zu gestalten. Ein schwerer Stock wäre mit weniger Aufwand und mit weniger technischen Schwierigkeiten herzustellen gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Gebohrte_Kugeln_etc_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 7: Gebohrte Kugeln und Pfrieme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.1.) 0001/1'''   &lt;br /&gt;
*Von den vier durchbohrten, kugelähnlichen Gebilden wurde ein Stück auf dem Plateau - Platz 0001/A/82 entdeckt. Es besteht  aus grauem Massenkalk, ist eiförmig ausgebildet mit einer Längsachse von 66mm und einer Querachse von 55mm. Die obere Partie, rund um das konische Bohrloch ist parallel zur Querachse abgeflacht. Die Bohrung mißt an der Oberfläche rund 17mm im Durchmesser. Das Gewicht des Bruchstücks, welches rund ein Drittel des Gesamtkörpers beträgt, ist 100g. Es kann folglich von 300g für das vollständige Artefakt ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.2.) 1024/2'''   &lt;br /&gt;
*Ein Stück stammt vom Playa – Fundplatz 1024/82 und repräsentiert nur noch ein Viertel des ursprünglichen Volumens. Die Dimensionen sind 68mm für die Querachse und 35mm für die Hälfte der Längsachse, so daß man von einer nahezu gleichmäßigen Kugelform ausgehen kann. Das Gewicht des Bruchstücks beträgt 110g, das Gesamtgewicht hätte somit bei rund 440g gelegen. Der Durchmesser des Bohrlochs an der Oberfläche liegt bei rund 20mm, er verjüngt sich zum Kugelinneren hin. Das Gestein ist auch hier ein Massenkalk. Die Farbe ist von einem hellen Beige, welches von millimeterschmalen, roten, parallel zueinander liegenden Streifen durchzogen wird.&lt;br /&gt;
Der geringe Durchmesser der Bohrungen beider Kugeln lässt einen Gebrauch als Gewicht für Grabstöcke irrealistisch erscheinen, da ein so dünner hölzerner Stiel seitliche Kräfte, wie sie beim Stochern und Heraushebeln auftreten, nicht hätte aufnehmen können. Ein zäher biegsamer Stock hätte sich gebogen, ein harter, starrer Stab wäre bei seitlicher Belastung gebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich handelt es sich bei den vier Stücken um Keulenköpfe wofür auch die sorgfältige und zeitaufwendige Bearbeitung sprechen. Ein flexibler Stiel aus Holz oder eventuell aus getrockneter Nilpferdhaut wäre hier angebracht. Bei guter Schlagfestigkeit hat Kalkstein den Vorteil gegenüber anderen in Betracht kommenden Gesteinen, sich relativ gut bohren zu lassen. Außerdem ist er neben Sandstein das einzige wirtschaftlich und technisch bohrbare Material, welches in Abu Tartur ansteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Tabelle 9 wird die Schlagfestigkeit verschiedener Gesteine verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.3.) 1017 – 32/5'''   &lt;br /&gt;
*Pfriem aus verkieseltem Holz mit geschliffener Spitze. ( 70 x 9 x 5 mm) Weitere Bearbeitungsspuren sind nicht vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.4.) 1017 – 33/18'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 3, Dimensionen 43 x 7,5 x 4,5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.5.) 1027 – 158/7'''   &lt;br /&gt;
*Pfriem aus beige – weißlichem, gut durchscheinendem Feuerstein. Das Artefakt ist auf der Ventralseite an beiden Rändern durchgehend retuschiert, die Spitze ist geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.6.) 1017 – 188/31'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 3, Dimensionen = 91 x 9 x 6 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.7.) 1017 – 33/23'''    &lt;br /&gt;
Wie Nr. 3, Dimensionen = 102 x 7 x 4,5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.8.) 1015 – 147/3'''  &lt;br /&gt;
* „Windkanter“. Diese auf drei Seiten geschliffenen Stücke kommen auf Fundplätzen sporadisch vor. Außerhalb der Siedlungsgebiete sind sie nicht beobachtet worden Nr. 8 bis Nr. 10 bestehen aus verkieseltem Holz, aber es werden auch „Windkanter“ aus anderen Materialien angetroffen. Die Verwendung dieser Stücke ist rätselhaft. Dimensionen = 49 x 9 x 8 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.9.) 1015 – 147/2'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 8, Dimensionen = 61 x 9 x 8 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.10.) 1015 – 147/1'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 8, Dimensionen = 76 x 11 x 8,5 mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.11.) 0006/83/1'''   &lt;br /&gt;
*Durchbohrtes Landschnecken – Gehäuse ( zootecus insularis )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.12.) 0006/83/2'''   &lt;br /&gt;
*Wie Nr. 11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.13.) 0006/83'''   &lt;br /&gt;
*Meeresschnecke. Die Öffnung wurde durch Abschleifen erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den vier durchbohrten, kugelähnlichen Gebilden wurde ein Stück auf  dem Fundplatz 1024/82 entdeckt. Es besteht aus grauem Massenkalk, ist eiförmig ausgebildet mit einer Längsachse von 66 mm und einer Querachse von 55 mm. Die obere Partie, rund um das konische Bohrloch, ist parallel zur Querachse abgeflacht. Die Bohrung misst an der Oberfläche rund 17 mm im Durchmesser. Das Gewicht des Bruchstücks, welches rund ein Drittel des Gesamtkörpers ausmacht, beträgt 100g. Es kann folglich von 300g für das vollständige Artefakt ausgegangen werden '''Abb. 7 – 7.1'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweites Stück stammt vom Fundplatz 0015/83 und repräsentiert nur noch ein Viertel des ursprünglichen Volumens. Die Dimensionen sind 68 mm für die Querachse und 35 mm für die Hälfte der Längsachse, so dass man von einer nahezu gleichmäßigen Kugelform ausgehen kann. Das Gewicht des Bruchstücks beträgt 110g, das Gesamtgewicht hätte somit bei rund 440g gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Durchmesser des Bohrlochs an der Oberfläche liegt bei rund 20 mm, er verjüngt sich zum Kugelinneren. Das Gestein ist auch hier ein Massenkalk. Die Farbe ist von einem hellen Beige, welches von millimeterschmalen, roten, parallel zueinander liegenden Streifen durchzogen wird '''Abb. 7 – 7.2'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kleinere durchbohrte Kugel wurde auf dem Plateauplatz 0001 B/82 gefunden, sie ist zur Hälfte erhalten. Das obere Ende ist stark abgeflacht, so dass der Durchmesser entlang der Bohrung 44,5 mm, der Durchmesser rechtwinklig zur Bohrung 53,5 mm beträgt. Die Bohrung selbst hat eine Weite von 13 – 15mm. Das Werkzeug beseht aus grauem, streifigem Sinterkalk, der wahrscheinlich aus einer eingebrochenen Tropfsteinhöhle in der Nähe der Fundstelle stammt. Außer einem kleinen Bruchstück einer weiteren Sinterkalk- Kugel befinden sich größere Mengen unbearbeitetes Werkmaterial vor Ort. Das Gesamtgewicht des Artefakts dürfte bei 190g gelegen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich handelt es sich bei den vier Stücken um Keulenköpfe wofür auch die sorgfältige und zeitaufwendige Bearbeitung sprechen. Ein biegsamer Stiel aus Holz oder besser aus getrockneter Nilpferdhaut wäre hier angebracht. Bei guter Schlagfestigkeit hat Kalkstein den Vorteil gegenüber anderen in Betracht kommenden Gesteinen, sich relativ gut bohren zu lassen. Außerdem ist er neben Sandstein das einzige wirtschaftlich und technisch bohrbare Material, welches in Abu Tartur ansteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 9''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Gesteinsart'''|| '''Spez. Gewicht'''|| '''Schlagfestigkeit nach DIN 52109'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| || (kg / dm3)|| Anzahl der Schläge bis zur Zerstörung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Dichter Kalkstein||2,70 – 2,90||8-10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Serpentinfels||2,62 – 2,78||6-15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Quarzitischer Sandstein||2,64 – 2,68||8-10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Grauwacke||2,64 – 2,68||10-15&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Quarzsandstein||2,64 – 2,72||5-10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Basalt|| 3,00 – 3,15|| 12-17&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Granit||2,62 – 2,85||10-12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In '''Tabelle 9''' wird die Schlagfestigkeit verschiedener Gesteine verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abb. 8 – (8.1-8.4)''' zeigt unter anderem das erste in Abu Tartur gefundene, polierte langschmale, mittig durchbohrte Artefakt, welches „Webschiffchen“ genannt wurde und vom Fundplatz 1014/82 stammt. Weitere, auch zerbrochene Stücke kamen hinzu. Die in Dakhla beobachteten Exemplare wurden von M. Mc Donald „toggles“ genannt. Ein weiteres „Webschiffchen“ wurde in der kleinen Bruchsenke nördlich des Abu Tartur Massivs im Fundstellenbereich Abu Gerara von H. Riemer gefunden. Das Material dieser Artefakte ist eisenhaltiger Tonstein oder dichter Kalkstein. Der Name soll nicht auf die Funktion sondern auf die Form hinweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Diabolos_Ohrstecker_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 8: Webschiffchen, Diabolos und Ohrstecker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.1.) 1014'''   &lt;br /&gt;
*Die natürliche Oberfläche dieses Tonsteinartefaktes liegt tiefer als die geschliffenen und polierten Ränder. Die Öffnung in der Mitte wurde mit einem Stichel von beiden Seiten her geritzt. Die Dimensionen des „Webschiffchens“ sind: Länge = 104mm; Breite = 30mm; Dicke = 4 – 5mm. Die Öffnung ist 7,46mm lang und 1,88mm breit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.2.) 1085'''   &lt;br /&gt;
*Das Stück besteht aus grau- braunem, streifigem Kalkstein, es ist zur Gänze geschliffen. Die Bohrung ist konisch von beiden Seiten angesetzt. Die Öffnung beträgt 3,48mm. Die weiteren Dimensionen dieses „Webschiffchens“ sind: Länge = 97mm; Breite = 20mm; Dicke = 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.3.) 1024 – 48/A'''  &lt;br /&gt;
*Eine stark eisenhaltige Tonsteinplatte diente zur Herstellung dieses „Webschiffchens“. Das Fragment, nur die Hälfte des ursprünglichen Artefakts ist erhalten, zeigt Schliff am gerundetem Ende sowie an seinen seitlichen Begrenzungen. Die zur Hälfte erhaltene Bohrung war rund und wurde fast gänzlich von einer Seite hergestellt. Um den Bohrer ansetzen zu können, wurde die Stelle mit einem Stichel vorbereitet. Länge des Bruchstückes = 48mm; Breite = 22,5mm; Dicke = 3mm. Der Durchmesser der Bohrung durfte 3,79mm betragen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.4.) 0014'''   &lt;br /&gt;
*Dieses Fragment eines „Webschiffchens“ ist an seiner Bruchstelle nachgeschliffen worden und aus diesem Grund in irgendeiner Weise benutzt worden. Fast die gesamte Fläche der Tonsteinplatte ist poliert, die Öffnung ist von beiden Seiten geritzt worden, sie misst 5,43mm in der Länge und 2,39mm in der Breite. Die Länge des Fragments beträgt 45mm; die Breite 25mm und die Dicke 6mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.5.) 1024'''   &lt;br /&gt;
*Pflock aus Kalzit, weiß patiniert, Länge = 32,5mm; Durchmesser Kopf = 10mm; Durchmesser Mitte = 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.6.) 1024'''   &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus hellgrauem Baryt, das Stück ist stark durchscheinend und die Kristallstruktur ist deutlich auszumachen. Auf den im Zentrum liegenden Spaltflächen sind Regenbogenfarben sichtbar. Länge = 34mm; Durchmesser oberer Kopf = 15 – 18mm; Durchmesser unterer Kopf = 15 – 17mm; Durchmesser Taille = 10 – 11mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.7.) 1013 – 39/14'''  &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus weißem Kalzit. Länge = 33mm; Durchmesser oberer Kopf = 16,5 – 19mm; Durchmesser unterer Kopf = 20 – 21,5mm; Durchmesser Taille = 8 – 9mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.8.) 1024 – 48/H'''   &lt;br /&gt;
*Pflock aus weißem Kalzit. Länge = 49,5mm; Durchmesser Kopf = 11 – 13mm; Durchmesser Mitte = 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.9.) 1024 – 48/L'''  &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus weißem Kalzit mit deutlichen Verwitterungsspuren. Länge = 34mm; Durchmesser oberer Kopf = 13 – 14mm; Durchmesser unterer Kopf = 13mm; Durchmesser Taille = 7 – 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.10.) 1032'''   &lt;br /&gt;
*Pflock aus grau- weißem, stark durchscheinendem Baryt. Länge = 31mm; Durchmesser Kopf = 15mm; Durchmesser Mitte = 8mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.11.) 0049'''   &lt;br /&gt;
*„Diabolo“ aus weiß patiniertem Kalzit. Länge = 34,5mm; Durchmesser oberer Kopf = 13 – 14mm; Durchmesser unterer Kopf = 13mm; Durchmesser Taille = 6 – 7mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.12.) 1024'''   &lt;br /&gt;
*Weißer abgebrochener Kalzitpflock mit ausladendem Kopf und Einschnürung unterhalb des Kopfes. Länge = 27mm; Durchmesser Kopf = 15 – 17mm; Durchmesser Einschnürung = 7 – 7,5mm; Durchmesser Mitte = 7,5 – 8mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.13.) 1044 – 163/B'''   &lt;br /&gt;
*Oberteil eines weißen Kalzitpflocks. Länge = 29mm; Durchmesser Kopf = 15 – 17mm; Durchmesser Mitte = 10 – 11mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.14.) 0059 – 166/A'''   &lt;br /&gt;
*Unterteil eines hellbeigefarbenen Pflocks aus durchscheinendem Kalzit. Die Kristallstruktur ist gut zu erkennen. Länge = 35,5mm; Durchmesser Mitte = 10mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschliffene und polierte „Pflöcke“ und „Diabolos“ sind aus Kalzit- und Barytkristallen hergestellt worden '''Abb. 8 – (8.5-8.14)'''. Ein beliebter Rohstoff war die Schale von Straußeneiern, aus der die überaus zahlreichen „Perlen“ gearbeitet wurden. Aber auch Muschelschalen und Schneckengehäuse sowie Knochen und Elfenbein dienten zur Herstellung von Schmuckobjekten. Selbst härteste Werkstoffe fanden schon Verwendung. Die Technologie war so weit entwickelt, dass auch Material wie Silikatgestein, Amazonit und Basalt erfolgreich gebohrt, geschliffen und poliert werden konnte '''Abb. 9'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Straußeneiperlen_S1_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 9: Verschiedene Ausführungen von Perlen und anderem Schmuck&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)  1024 – 5/G'''   Bruchstück einer Muschelschale, die am oberem Rand zwei Bohrungen aufweist, wovon die linke stark ausgeblasen ist, während die rechte, geschützt durch ein eingeklemmtes Sandkorn, ihren ursprünglichen Durchmesser nahezu beibehalten hat. Dimensionen = 21 x 16,5 x 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)  1024 – 48/D'''  Großes, gerundetes Straußenei – Schalenstück mit großer, von beiden Seiten geführter Bohrung. F.Wendorf und A.E. Close beschreiben ein ähnliches Stück vom Fundplatz E-79-6 ( Wendorf, Schild, Close 1984 ) Auch die Dimensionen liegen in der gleichen Größenordnung. Das Abu Tartur Stück misst 34 x 29 x 2mm. Die Bohrung hat einen Durchmesser von 6,5mm. Die Ränder sind stark windüberformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)  1024 – 5/H'''   Der bis auf die zentrale Bohrung unbearbeitete Hornstein ist an den Rändern von Windschliff gekennzeichnet, die doppelt konische Bohrung weist eine Tiefe von 6,2mm auf. Die Dimensionen sind 42 x 20 x 7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)  124 – 48/K'''   Das weiß-rot gebänderte, achatartige Gesteinsplättchen ist von beiden Seiten angebohrt worden, so daß der typische Doppelkonus sichtbar wird. Die unregelmäßige Polygonform ist 12,5mm hoch und 10,2mm breit. Die Dicke des Plättchens beträgt 3mm. Das Material ist an den Rändern durchscheinend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)  1005 – KT/1'''   Die Perle besteht aus einem dunkel rotbraunem, gebändertem und opakem Kieselgestein. Das Ausgangsmaterial war wahrscheinlich plattig ausgebildet. Die 3,5mm im Diameter messende Bohrung wurde von beiden Seiten durchgeführt. Der Außendurchmesser des Artefakts beträgt 7mm, die Dicke ist 3mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)  1005 – KT/2'''   Ebenfalls rot und braun gebändert aber dunkler als das oben beschriebene Stück ist diese recht dicke Perle. Ihr Außendurchmesser beträgt 7mm bis 8mm, die Bohrung beträgt knapp 3mm und die Dicke ist 5mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.)  1024 – 48/C'''   Das Röhrchen aus Amazonit ist von Wind überformt worden, wodurch der Durchmesser reduziert wurde und ein Ende schief gestaltet wurde. Das Vorkommen dieser Feldspatvariation ist normalerweise an Pegmatite gebunden, welche selbst im weiteren Umfeld von Abu Tartur nicht anzutreffen sind. Sehr ähnlich durchbohrte Zylinder oder tonnenförmige Körper sind dem Verfasser von neolithischen Siedlungsplätzen aus dem       Air – Gebirge in der Republik Niger bekannt. Hier wurde auch ein durchbohrter Zylinder aus ägyptisch anmutendem, streifigem Alabaster beobachtet, der wiederum in diesem Gebiet nicht vorkommt. Das Schmuckstück hat folgende Dimensionen: Länge = 9mm ; Durchmesser außen = 9mm ; Durchmesser innen = 5mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.)  0006 – SE'''   Fragment einer Straußenei – Schale, welche auf der Außenseite durch vier Reihen von Punkten verziert ist. Die Reihen haben untereinander einen Abstand von 3mm, die Punkte in den Reihen sind rund 2mm voneinander entfernt. Die Abmessungen des Stückes sind 18 x 13,5 x 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9.)  0060 – SE'''   Das verzierte Straußenei – Fragment weist den Rand einer Bohrung auf, die von der Innenseite der Schale ausgeführt worden ist. Außer dem Bohrkonus weist die Innenseite zwei tiefe Rillen auf. Die Außenseite ist tief und stark eingekerbt. Ein Rand des Fragments ist mit Kerben versehen. Das Motiv besteht aus z.T. parallelen tiefen Kerben und anderen weniger tiefen Ritzungen, welche die Zwischenräume ausfüllen. Die Dimensionen des nahezu dreieckigen Stückes sind 16mm für die Höhe, 15mm für die Basis und 2mm für die Dicke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.) 0059 – 166/C'''  Die Verzierung dieses Fragments einer Straußeneischale besteht lediglich aus zwei parallel zueinander verlaufenden, geraden Linien. Die Tiefe der Ritzungen ist gering. Die Dimensionen sind 12,5 x 10,5 x 2. ( Zwei weitere Stücke mit parallelen Ritzungen wurden auf dem Fundplatz 0002/84 beobachtet, allerdings sind dort die Linien leicht gekrümmt und sie liegen dichter beieinander. )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11.) 0007 – S1'''   Die kleine, langgestreckte und gerundete „Perle“ ist aus einem schwarzem Gestein hergestellt. Sie ist geschliffen und poliert aber nicht durchbohrt. Das Material weist an der Oberfläche keinerlei Körnung auf, Basalt ist daher ausgeschlossen, möglich wäre eventuell Obsidian. Die Dimensionen sind 11 x 4,5 x 5,6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12.) 0007 – S2'''   Dieser kleine, zylindrische Körper wurde an zwei Stellen rundum eingekerbt. Das Material ist weiß, durchscheinend und hart. Im Gegenlicht werden rechtwinklig zur Längsachse verlaufende Schichtungen erkennbar. Möglichkeiten das Material betreffend wäre Kalzit oder Muschelschale. Die Dimensionen sind: Länge = 12,4mm ; Durchmesser in der Mitte = 4mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''13.) 1006 – S'''   Bei diesem Stück handelt es sich um einen Zahn, er wurde an seiner Spitze dergestalt gekerbt, daß eine Schnur, die in der Kerbe hätte angebracht werden können, das Stück als Anhänger hätte tragen können. Die Länge beträgt 21,2mm, die Dicke des oberhalb der Kerbe liegenden Teils ist 3mm, die stärkste Dicke des Zahns ist 6,2mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''14.) 1023 – S'''   Der durchbohrte Anhänger ist aus einem weichem, sich fettig anfühlendem Gestein hergestellt. Das außermittig angebrachte Bohrloch wurde von beiden Seiten angesetzt. Die Länge beträgt 17mm, die Breite maximal 10mm, die Dicke oberhalb der Bohrung ist 3,5mm, unterhalb 5,8mm. Der Durchmesser der Öffnung beträgt 3mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''15.) 0029 – 173/C'''   Die eckige, perforierte Vorstufe zur Perlenherstellung ist cremefarben d.h. nahezu unverwittert. Die konische Bohrung wurde auf der Innenseite, welche Kratzspuren aufweist, angesetzt. Die Außenseite zeigt Aussplitterungen wie sie entstehen wenn der Bohrer durchstößt. Die Schale hat eine Dicke von 1,96mm, der Durchmesser der Bohrung beträgt 2,42mm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''16.) 0001A – J'''   Die eckige, perforierte Schale wurde von beiden Seiten mit einem schwach konisch ausgebildetem Bohrer bearbeitet. Das Artefakt ist stark gedunkelt, wie die folgenden Stücke vom Fundplatz 0001A hat es in der Asche einer Feuerstelle gelegen. Die Dicke der Schale beläuft sich auf 1,72mm, die Bohrung misst 2,22mm im Durchmesser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''17.) 0001A – H'''   Das Schalenstück ist nicht durchbohrt, es zeigt auf der Innenseite lediglich Anfänge einer Bohrung. Merkwürdig sind die tiefen Ritzungen, oder sind es Verzierungen, die so normalerweise nur auf den Außenseiten von Straußenei – Schalen anzutreffen sind. Die Schale hat eine Wandstärke von 1,84mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''18.) 0001A – F'''   Wie Nr.15 auch hier wurde die Bohrung nur von der Innenseite her ausgeführt, die Außenseite zeigt Aussplitterungen. Die Dicke der Schale beträgt 1,9mm, der Durchmesser der Bohrung1,89mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''19.) 0001A – E'''   Wie Nr.17 mit Ausnahme der Ritzungen. Die Dicke der Schale ist 1,74mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''20.) 0001A – G'''   Wie Nr.18. Die Schale ist 1,79mm dick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''21.) 1075 – 161/E'''   Neben den eckig perforierten Vorstufen zur Perlenherstellung ( Nr.15 bis Nr.20 ) existiert die gerundete, nicht durchbohrte Form. Die Rundung wird zunächst grob herausretuschiert, später folgt die Bohrung. Unvollendete Perforierungen sind bei dieser Vorgehensweise nicht beobachtet worden. Die Innenseite dieses Artefaktes weist Ritzungen auf. Der relativ große Durchmesser der Scheibe misst 14,39 bis 14,82mm, die Dicke 1,76mm. Die Farbe ist hellgrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''22.) 1075 – 161/G'''   Wie Nr.21. Durchmesser = 12,78 bis 13,11mm ; Dicke = 1,88mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''23.) 1075 – 161/F'''   Wie Nr.21. Durchmesser = 12,28 bis 12,88mm ; Dicke = 1,94mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''24.) 1075 – 161/D'''   Wie Nr. 21. Durchmesser = 12,02 bis 13,09mm ; Dicke = 1,89mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''25.) 0001A – D'''   Diese Scheibe ist sehr dunkel gefärbt, ihr Diameter entspricht eher der Durchschnittsgröße von Perlen, er beträgt in diesem Fall 8,80 bis 8,96mm, die Schalendicke ist 1,65mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''26.) 0001A – C'''   Wie Nr.25. Durchmesser 8,67 bis 9,58mm, Dicke = 1,56mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''27.) 1004 – P'''   Wie Nr.25, lediglich die Farbe ist hellgrau und die Ränder weisen Spuren von Windschliff auf. Durchmesser = 9,05 bis 9,83mm ; Dicke = 1,76mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28.) bis 34.) 0016 – 1P bis 7P   Die Serie von gerundeten und perforierten Scheiben stellt einen weiteren Produktionsschritt dar. Die vorhergehende Phase kann sowohl die Serie Nr.14 bis Nr.19 als auch die Serie Nr. 20 bis Nr.26 gewesen sein. Um zu einer gebrauchsfähigen Perle zu kommen fehlen noch die Arbeitsgänge des Schleifens und Polieren des Mantels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abmessungen der Vorderprodukte sind wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||  &lt;br /&gt;
|| P1&lt;br /&gt;
|| P2&lt;br /&gt;
|| P3&lt;br /&gt;
|| P4&lt;br /&gt;
|| P5&lt;br /&gt;
|| P6&lt;br /&gt;
|| P7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Durchmesser außen&lt;br /&gt;
|| 9,77&lt;br /&gt;
|| 9,49&lt;br /&gt;
|| 9,43&lt;br /&gt;
|| 9,46&lt;br /&gt;
|| 9,62&lt;br /&gt;
|| 9,45&lt;br /&gt;
|| 9,50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Durchmesser innen&lt;br /&gt;
|| 3,12&lt;br /&gt;
|| 2,86&lt;br /&gt;
|| 2,21&lt;br /&gt;
|| 2,58&lt;br /&gt;
|| 2,68&lt;br /&gt;
|| 3,08&lt;br /&gt;
|| 2,93&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Dicke der Schale&lt;br /&gt;
|| 1,84&lt;br /&gt;
|| 1,97&lt;br /&gt;
|| 1,83&lt;br /&gt;
|| 1,81&lt;br /&gt;
|| 1,84&lt;br /&gt;
|| 1,80&lt;br /&gt;
|| 1,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe der unpolierten Perlen ist creme bis hellbeige, die konischen Bohrungen sind alle von einer Seite ausgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35.) bis 42.) Das Endprodukt „Perle“ zeichnet sich dadurch aus, daß der polierte Rand mit den beiden Oberflächen der Schale einen rechten Winkel bildet. Auf einer glatten, horizontalen Unterlage können frische, nicht windüberformte Perlen hingestellt werden, sie fallen nicht um.&lt;br /&gt;
Die hier dargestellten Exemplare stammen von den verschiedenartigsten Fundplätzen, alten und jungen, aus der Ebene und vom Plateau. Damit kann belegt werden, daß Straußenei – Perlen über lange Zeiträume von verschiedenen Kulturen immer auf diese Weise gefertigt worden sind, zumindest in dem in Frage kommenden geographischen Bereich.&lt;br /&gt;
Cremefarbene und beige Töne herrschen vor. Die mehr oder weniger konischen Bohrung setzen bei allen Perlen dieser Serie auf einer Seite an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''35.) 0050 – P'''   Eine Ausnahme gegenüber den anderen besprochenen Stücke bildet der Mantel dieser Perle, der nicht rechtwinklig zur Längsachse steht, sondern, obwohl geradlinig, geneigt verläuft. Die Neigung ist aber so leicht, daß auch diese Perle hingestellt werden kann. Dimension: Durchmesser außen = 5,11mm ; Durchmesser innen = 1,98mm, Dicke = 1,78mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''36.) 0007 – 17'''   Dimensionen: Durchmesser außen = 5,35mm ; Durchmesser innen = 1,99mm Dicke = 1,78mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''37.) 1005 – P1'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 6,74mm ; Durchmesser innen = 2,56mm, Dicke = 1,81mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''38.) 0056 – 41'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 7,23mm ; Durchmesser innen = 3,18mm, Dicke = 1,49mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''39.) 1004 – P1'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 8,40mm ; Durchmesser innen = 3,02mm, Dicke = 1,86mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''40.) 0030 – 171/D'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 8,84mm ; Durchmesser innen             = 3,00mm ; Dicke = 1,61mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''41.) 0007 – 12'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 8,79mm ; Durchmesser innen = 2,77mm,&lt;br /&gt;
Dicke = 1,94mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''42.) 0016 – 86'''  Dimensionen: Durchmesser außen = 9,11mm ; Durchmesser innen = 3,15mm, Dicke = 1,88mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
43.) bis 50.)  Diese Serie zeigt die Auswirkungen der exogenen Kräfte im allgemeinen und der Windüberformung im besonderen. Die Farbe der Perlen ist grau oder dunkel beige, alle ehemaligen Kanten sind abgerundet. Die Zentrale Bohrung scheint von beiden Seiten ausgeführt zu sein, die Wandstärke der Perlen ist verringert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''43.) 1002 – 141/A'''  Eckige, perforierte Vorstufe zur Perlenherstellung, der Durchmesser der Bohrung beträgt 3,00mm, die Dicke der Schale ist 1,89mm. Obwohl die äußere Begrenzung schon verrundet ist, kann der allgemeine Abschliff als nicht weit fortgeschritten bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''44.) 1002 – 141/C'''  Wie Nr. 43, Bohrdurchmesser = 3,96mm, Dicke der Schale = 1,71mm. Die Zerstörung ist weiter fortgeschritten als bei Nr.42.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''45.) 1004 – P2'''  Bei der kleinen, nun ringförmigen Perle ist die Erosion soweit fortgeschritten, daß von der ursprünglichen Oberfläche der Eierschale nichts übrig geblieben ist. Die Dimensionen sind: Durchmesser außen = 4,56mm ; Durchmesser innen = 2,11mm ; &lt;br /&gt;
Dicke = 1,32mm maximal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''46.) 1005 – P2'''  Auf einer Seite ist noch eine schmale Zone der ursprünglichen Schalenoberfläche zu erkennen. Die Dimensionen betragen: Durchmesser außen = 5,73mm ;&lt;br /&gt;
Durchmesser innen = 2,98mm ; Dicke = 1,15mm maximal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''47.) 1005 – P3'''  Auf einer Seite der Perle ist noch eine schmale, nicht abgetragene Fläche zu erkennen. Die Dimensionen betragen: Durchmesser außen = 5,87mm ; Durchmesser innen = 2,99mm ; Dicke = 1,60mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''48.)  1005 – P4'''  Beide Seiten weisen noch gerade, glatte Teilflächen auf. Die Abmessungen der Perle betragen Außendurchmesser = 7,76mm ; Innendurchmesser = 3,74mm ; Dicke = 1,63mm maximal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''49.)  1005 – P5'''  Wie Nr.48, Dimensionen: Außendurchmesser = 8,10mm ; Innendurchmesser = 4,12mm ; Dicke = 1,47mm maximal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''50.) 1005 – P6'''  Wie Nr.48, doch ist der Anteil von geraden und glatten Teilflächen auf einer Seite der Perle größer. Die geringe Dicke des Exemplars weist auf einen erhöhten Windabrieb der gegenüberliegenden Seite hin. Dimensionen: Durchmesser außen = 8,48mm ; Durchmesser innen = 3,71mm ; Dicke = 1,17mm maximal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Beile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Funde_Beile_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 1046''' &lt;br /&gt;
*Dieses große und schwere Beil aus Diorit ist stark windüberformt. Schliffspuren sind lediglich auf einer Seite im Bereich der Schneide zu erkennen. Die Schneide ist leicht gerundet sowie alle weiteren Begrenzungslinien auch. Lediglich in der Seitenansicht ist eine gewisse Parallelität der Linien  zu erkennen. Zum Nacken hin verringert sich die Breite des Beils. &lt;br /&gt;
Länge = 110mm ; Breite = 53mm ; Dicke = 28mm ; Gewicht = 230g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1058/ 1''' &lt;br /&gt;
*Ebenfalls aus Tiefengestein hergestellt ist dieses elegante Beil. Wegen der sehr dunklen, fast schwarzen Färbung dürfte es sich um Gabbro handeln. Während die Schneide stark gerundet ist, verlaufen die seitlichen Begrenzungslinien schräg, in fast geraden Linien auf den ebenfalls geradlinigen Nacken zu, wobei sich die Breite des Artefaktes stetig verringert. Die Polierung bezieht sich, mit Ausnahme des Nackens, auf die gesamte Vorder- und Rückenseite. &lt;br /&gt;
Länge = 71mm ; Breite = 59mm ; Dicke = 25mm ; Gewicht = 140g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1005''' &lt;br /&gt;
*Ockerfarbener, feinkörniger, quarzitischer Sandstein ist das Material dieses Beils. Der Nacken besteht aus einer tektonischen Gleitfläche, die ehemaligen Sedimentationsflächen verlaufen parallel zur gerundeten Schneide, sie sind durch Farbeinlagerungen kenntlich gemacht. Die seitlichen Begrenzungen verlaufen fast parallel zueinander. Bis auf die Pickungen an den Nackenrändern ist das Artefakt voll geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
Länge = 66mm ; Breite = 48mm ; Dicke = 30mm ; Gewicht = 135g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1058/ 2''' &lt;br /&gt;
*Grau – grün und beige gestreifter, quarzitischer Sandstein ist das Ausgangsmaterial dieses Beils. Die Schneide ist stark gerundet und bildet von vorne gesehen eine Wellenlinie. Die seitlichen Begrenzungen verlaufen geradlinig und sich verjüngend zum nahezu geradlinigem, von einem Bruch gebildetem Nacken. Beide Seiten sind voll geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
Länge =  65mm ; Breite = 49mm ; Dicke = 24mm ; Gewicht = 110g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 1024''' &lt;br /&gt;
*Dieses Artefakt ist aus einem schwarzem Vulkanit gefertigt, die Oberfläche ist von unregelmäßigen Rillen und anderen Vertiefungen durchzogen. Das Beil hat eine Dreiecksform mit abgerundeten Ecken und ist relativ schmal. Die Gesamtoberfläche ist geschliffen und poliert.&lt;br /&gt;
Länge = 62mm ; Breite = 46mm ; Dicke = 14mm ; Gewicht = 46g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 1017''' &lt;br /&gt;
*Ebenfalls aus schwarzem, nicht näher identifizierten Vulkanit ist dieses gänzlich geschliffene und polierte Beil gefertigt. Die Schneide ist nur leicht gerundet, bogenförmig leiten die seitlichen Begrenzungslinien zum abgerundetem Nacken. Die größte Dicke liegt, anders als bei den übrigen vorgestellten Stücken, in der Mitte des Beils.&lt;br /&gt;
Länge = 52mm ; Breite = 34mm ; Dicke = 23mm ; Gewicht = 48g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0341_Beile_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Polierte und geschliffene Beile, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Wirkung der Deflation auf Straußeneiperlen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Perlen in allen Stadien ihrer Herstellung sowie auch in allen Stadien ihrer Zerstörung durch Wind, Sand und Sonne, gehören auf den Abu Tartur Fundstellen zum Standartinventar. Auf einigen Plätzen kommen sie in großen Mengen vor.&lt;br /&gt;
Um klar darzulegen wie Perlen bei ihrer Herstellung beschaffen waren und wie sie sich während langer Deflationsperioden verhalten und verändern, werden im Folgenden drei Gruppen von je hundert Stücken verschiedenen Erhaltungsgrades verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl, obwohl auch diese schon weitgehend Zufälle ausschließt, konnte nicht größer gewählt werden, da es bei Oberflächenbeobachtungen nur unter besonders günstigen Umständen zu Funden von unverwitterten Perlen kommt. Die Stückzahl der Vergleichsgruppen ist der Gruppenstärke der „frischen“ Perlen angepasst worden.&lt;br /&gt;
Die von Verwitterungsschäden weitgehend unbeeinflusste Perle zeichnet sich im allgemeinen durch folgende drei Punkte aus :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1.) Farbe: Sie ist hell- eierschalen bis beige. Bei Einfluss von Licht färbt sich die Schale grau.&lt;br /&gt;
* 2.) Geometrie: Die „Perle“ ist ein gerader, kreiszylindrischer Körper von geringer Höhe. Der Mantel des Zylinders bildet mit der unteren und oberen Kreisfläche je einen rechten Winkel. Verrundungen des Mantels sind auf Deflation zurückzuführen.&lt;br /&gt;
* 3.) Bohrung: Die zentrale Bohrung wird, wie bei der geringen Wandstärke nicht anders zu erwarten, im Prinzip nur von einer Seite aus angesetzt. Durch spätere Windüberformung kann der Eindruck entstehen, es sei von zwei Seiten gebohrt worden. Die Vergleichsmessungen beziehen sich auf den Außendurchmesser, den Innen- oder Bohrungsdurchmesser sowie auf die Dicke der Perlen. Die Messungen wurden bis auf ein Hundertstel Millimeter genau durchgeführt. Diese Genauigkeit und die Menge der Objekte waren ausschlaggebend für das erzielte Resultat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Durchschnittswerte sind wie folgt :&lt;br /&gt;
* A.) Unverwitterte Perlen &lt;br /&gt;
Durchmesser außen 	= 	7,7mm (von 9,58mm – 5,03mm) - &lt;br /&gt;
Durchmesser innen 	= 	2,7mm (von 3,48mm – 1,90mm) - &lt;br /&gt;
Dicke 			= 	1,8mm (von 2,11mm – 1,35mm)&lt;br /&gt;
* B.) Windüberformte Perlen&lt;br /&gt;
Durchmesser außen	= 	7,4mm (von 10,99mm – 5,37mm) - &lt;br /&gt;
Durchmesser innen	= 	2,7mm (von 3,65mm – 1,50mm) - &lt;br /&gt;
Dicke			= 	1,7mm (von 2,06mm – 1,25mm)&lt;br /&gt;
* C.) Stark verwitterte Perlen&lt;br /&gt;
Durchmesser außen	= 	7,3mm (von 9,22mm – 5,54mm) - &lt;br /&gt;
Durchmesser innen	=	3,2mm (von 4,10mm – 2,39mm) - &lt;br /&gt;
Dicke			= 	1,5mm (von 1,87mm – 1,16mm)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der Gruppe A haben die stark verwitterten Perlen, Gruppe C, rund 16% der Wandstärke der Straußeneischale eingebüßt, ~ 6% des Außendurchmessers verloren, und der Innendurchmesser ist um rund 15% gestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Materialverluste beginnen mit einer Verrundung der Peripherie, später reduzieren die exogenen Kräfte die Dicke und erweitern den Innendurchmesser indem zunächst die Bohrungen trichterförmig erweitert werden. Bevor die Perle gänzlich zerstört wird, entsteht ein Ring, der angeschnitten ein fast kreisrundes Profil zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Betrachtung über den möglichen Gebrauch von gerillten Steinen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Rillensteine sind im Arbeitsbereich Abu Tartur gefunden worden und zwar :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ein Stein auf dem Fundplatz 0033/85&lt;br /&gt;
*Zwei Steine auf dem Fundplatz 1005/83&lt;br /&gt;
*Ein	Stein auf dem Fundplatz 1017/82&lt;br /&gt;
*Zwei Steine auf dem Fundplatz 1023/82&lt;br /&gt;
*Drei	 Steine auf dem Fundplatz 1024/82&lt;br /&gt;
*Ein 	Stein	auf dem Fundplatz 1027/84&lt;br /&gt;
*Zwei Steine auf dem Fundplatz 1073/86&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exemplare unterscheiden sich untereinander in der Größe, im Material und in der Form und Anzahl der Rillen.&lt;br /&gt;
Die ergonomisch günstige Form aller Steine suggeriert, dass das Werkzeug in der Hand gehalten worden ist, vielleicht auch zwischen den Knien, und nicht etwa als Unterlage gedient hat, da es dazu erstens zu leicht ist oder es zweitens durch Rundungen eine Instabilität gegen seitlichen Schub aufweist. Geht man davon aus, dass die Rille eine Gebrauchsoberfläche ist und keine Hilfsnut zur eventuellen Befestigung des Steines, dieses kann mit weniger Arbeitsaufwand erreicht werden, so kann eine Reihe von möglichen Anwendungsbereichen, wie z.B. jegliche Art von Gewichten, ausgeschaltet werden.&lt;br /&gt;
Bleibt also die schmirgelnde Wirkung der Rille indem das Werkzeug über das Werkstück oder aber umgekehrt das zu bearbeitende Teil über den Rillenstein bewegt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0330_Rillensteine_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Rillensteine, verschiedene Fundstellen Abu Tartur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:eickelkamp_0331_Rillensteine_AbuTartur.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Rillensteine, verschiedene Fundstellen Abu Tartur (der Rillenstein, Reihe oben Mitte, ist bereits auf der ersten Abbildung oben rechts zu sehen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Polieren von Straußeneiperlen, wie es in der Kalahari beobachtet worden ist und wohl auch noch gelegentlich heute beobachtet werden kann, muss aus technischen Gründen für die meisten in Abu Tartur gefundenen Stücke ebenfalls ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der feinkörnige Sandstein ist zum Polieren wegen seiner Rauhigkeit ungeeignet. Unverwitterte Straußeneiperlen, man sollte sie besser perforierte Scheiben nennen, weisen sehr glatte Flächen an ihrer Peripherie auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Zieht man aufgereihte Perlen in einer Hin- und Herbewegung durch die Nut parallel zu ihrer Achse, kommt es selbst bei strammer Verknotung zu einer seitlichen Verkantung der Perlen. Das hat zur Folge, dass die zu bearbeitenden Oberflächen nicht rechtwinklig zu der Werkstückachse liegen würden sondern Winkel oder zumindest Rundungen bilden würden. Außerdem würden bei dieser Methode sämtliche Perlendurchmesser gleich sein. Es scheint zwar nahe liegend Perlen in größeren Mengen aufgereiht gleichzeitig zu polieren, Beispiele dazu sind bekannt, aber um das gewünschte Resultat, perfekt runde Perlen mit rechtwinklig zur Grundfläche verlaufendem Mantel, wie sie in Abu Tartur gefunden wurden, zu erreichen, müssten die Perlen über eine flache Polierunterlage gerollt und nicht durch eine Schmirgelrille gezogen werden. Nur im ersten Fall wird die exakte Kreisform erreicht, was bei Hin- und Herbewegung problematisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nicht alle Rillendurchmesser und Rillenausbildungen stimmen mit den gängigen Perlengrößen überein. Eine 25mm breite, flache Nut hat wahrscheinlich einen anderen Zweck erfüllt. Die Frage stellt sich, welche Materialien nun in diesen Rillen bearbeitet werden konnten. Ein klassischer Werkstoff zum Schmirgeln ist Holz, und da die Werkzeuge längliche, halbkreisförmige und V- förmige Nuten im Radius von 4mm bis 25mm aufweisen, kann als wahrscheinlich angenommen werden, dass längere Stücke Holz im Bereich dieser Durchmesser geglättet worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:R1_Rillensteine_Zchng_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 10: Gerillte Steine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.1 Rillenstein Nummer 1, Fundplatz 1027/84'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 100mm, y = 63mm, z = 50mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: fein- bis mittelkörniger, weicher, heller Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	10mm, 	Länge 82mm, 	Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	10mm,	Länge 90mm, 	Tiefe 2,5mm &lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser	10mm,	Länge 80mm,	Tiefe 4,5mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die Rillen laufen parallel zueinander und sind auf drei Seiten des Steines angebracht, die vierte Seite ist ohne Rille, sie lässt Sedimentationsflächen erkennen. Die gesamte Oberfläche des Rillensteins ist durch Picken aufgerauht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.2 Rillenstein Nummer 2, Fundplatz 1005/83'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 89mm, y = 74mm, z = 57mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: fein- bis mittelkörniger, weicher, heller Sandstein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	  9mm,	Länge 71mm,	Tiefe 8mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	  9mm, 	Länge 41mm,	Tiefe 8mm&lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser 	25mm, 	Länge 50mm,	Tiefe 5mm  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Rille I und II kreuzen sich. Das Werkzeug ist einseitig in seiner x- Achse stark windüberformt, die nicht erodierte Oberfläche ist durch Picken aufgerauht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.3 Rillenstein Nummer 3, Fundplatz 1017/82'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 50mm, y = 45mm, z = 14mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: feinkörniger, weicher, heller Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: zwei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	10mm,	Länge 50mm,	Tiefe 6,5mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	  9mm, 	Länge 45mm,	Tiefe 6mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein besteht aus einem Bruchstück eines plattigen Sandsteins. Rille I und II kreuzen sich. Parallel zu Rille II ist der Rand einer dritten Rille sichtbar. Als Schwachpunkt hat sie hier den Bruch bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.4 Rillenstein Nummer 4, Fundplatz 1073/86'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 73mm, y = 65mm, z = 18mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: weiches, graues Sedimentgestein, vermutlich Gips. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 9mm, Länge 73mm, Tiefe 5mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: wie Rillenstein Nummer 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.5 Rillenstein Nummer 5, Fundplatz 1024/82'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 150mm, y = 69mm, z = 17mm&lt;br /&gt;
(Die Länge von x ist geschätzt, da der Stein zerbrochen ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: dunkler Vulkanstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 4mm, Länge 52mm, Tiefe 2mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die Rille ist V- förmig eingeritzt, der allseitig geschliffene Stein weist in der y- Achse einen Bruch auf, die Seiten des Rillensteins sind einmal konkav, einmal konvex ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.6 Rillenstein Nummer 6, Fundplatz 0033/85'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 94mm, y = 78mm, z = 6mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: fein- bis mittelkörniger, weicher, mitteldunkler Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser 	  5mm,	Länge 62mm, 	Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	  5mm,	Länge 51mm,	Tiefe 2,5mm&lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser	  5mm,	Länge 56mm,	Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein besteht aus einem plattigen Sandsteinfragment, die Windüberformung ist weit fortgeschritten, eine vierte Rille ist parallel zu den Rillen II und III zu erahnen. Rille I liegt auf der Rückseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.7 Rillenstein Nummer 7, Fundplatz 1023/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 110mm, y = 91mm, z = 42mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: mittelkörniger, weicher, heller Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: drei.&lt;br /&gt;
'''Rille I'''	Durchmesser	10mm,	Länge 109mm,	Tiefe 2,5mm&lt;br /&gt;
'''Rille II'''	Durchmesser	13mm,	Länge   82mm,	Tiefe 4mm&lt;br /&gt;
'''Rille III'''	Durchmesser	  5mm, 	Länge   73mm, Tiefe 1mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein gleicht einem flach ovalen Reibstein und ist wahrscheinlich aus einem solchen hervorgegangen. Rille I und II kreuzen sich, die Oberfläche des Steines und die der Rille I sind durch Picken aufgerauht. Die gegenüberliegende Oberfläche mit Rille III ist stark windüberformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.8 Rillenstein Nummer 8, Fundplatz 1023/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: Bruchstück eines flach ovalen Reibsteines mit möglichen Abmessungen wie Rillenstein Nr. 10.7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: Feinkörniger, mittelharter, mitteldunkler Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine erkennbare.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 10mm, Länge ?, Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die gerillte Seite ist geglättet und leicht gewölbt, die gegenüberliegende Seite ist durch Picken aufgerauht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.9 Rillenstein Nummer 9, Fundplatz 1024/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 120mm, y = 109mm, z = 34mm&lt;br /&gt;
(Die Länge von x ist geschätzt, da der Stein zerbrochen ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: sehr feinkörniger, harter, mitteldunkler Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 12mm, Länge 92mm, Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Der Rillenstein ist aus einem flach ovalen Reibstein gearbeitet, beide Arbeitsseiten sind fein geschliffen und gewölbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.10 Rillenstein Nummer 10, Fundplatz 1005/83''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 56mm, y = 44mm, z = 19mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: Sediment mit feiner Grundstruktur, in welche dunkle Körner eingebettet sind, weich, dunkelgrau, wahrscheinlich kalk- oder gipshaltig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 10mm, Länge 50mm, Tiefe 5mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Das Artefakt ist stark erodiert, Querriefen innerhalb der Rille sind jedoch noch erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.11 Rillenstein Nummer 11, Fundplatz 1024/82''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 100mm, y = 95mm, z = 29mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: grogkörniger, mittelharter, schwarzer Sandstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 25mm, Länge 80mm, Tiefe 3mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Es handelt sich um einen umgearbeiteten rund ovalen Reibstein mit parallelen, glatten Flächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.12 Rillenstein Nummer 12, Fundplatz 1073/86''' (ohne Zeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen: x = 67mm, y = 67mm, z = 32mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material: weiches, graues Sedimentgestein, vermutlich Gips.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anzahl der Rillen: eine.&lt;br /&gt;
Rillendurchmesser 11mm, Länge 65mm, Tiefe 4mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die Rille des nur an den Seiten unregelmäßig bearbeiteten Steines besteht aus drei parallelen V- förmigen Vertiefungen und unterscheidet sich dadurch von allen vorher genannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praktische Anwendungsbereiche sind vielseitig, genannt seien Pfeil- und Speerschäfte und Stiele für alle möglichen Geräte zu Jagd, zur Feldbestellung und für den Haushalt. Technisch möglich ist ebenfalls das Schmirgeln von Knochen oder das Glätten gespannter Lederseile und Schnüre. Für den letzteren Arbeitsvorgang können auch die Rillensteine '''Abb. 10.1-10.4''' sowie Steine mit einfacher V- förmigen Rille benutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Baustrukturen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinlegungen in der westlichen Wüste Ägyptens sind bekannt aus der Farafrasenke, wo eine italienische Forschergruppe im Wadi Obeiyid seit 1995 arbeitete und Bauten aus dem achten bis siebten Jahrtausend BP entdeckte. Diese Fundplätze liegen ca. 60 km von der Oase Qasr Farafra entfernt und bezogen ihre benötigten Wassermengen durch Niederschläge (B.E. Barich und G. Lucarini 2002).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Strukturen wurden von M. Mc Donald vorgestellt, sie gehören in die Masara C Phase und liegen am Südwest- Ende des Abu Tartur Massivs, ebenfalls weit entfernt von den Quellen der Dakhla Oasen (Mc Donald 2002a, 2002b, 2002, 2003, 2006).&lt;br /&gt;
Auch Wendorf  und Schild (1980, 1984, 2001) berichteten über Bauten in Nabta und Kiseiba. &lt;br /&gt;
Wohnplätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bedeutendeste Ansammlung von Baustrukturen in Abu Tartur befindet sich auf dem Plateau auf dem schon weiter oben angesprochenen Fundplatz 0049/85 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fundplatz 0002/84. Dort werden 19 halbmondförmige sicher zu definierende Steinlegungen und eine geschlossene, ovale angetroffen. Um die Dimensionen feststellen zu können, müsste das überlagernde Lockersediment abgetragen werden. An der Oberfläche sind Längen von 2 m messbar. Die geschlossene Struktur misst 2,00 m x 1,50 m. Der Platz wäre idealerweise für eine Ausgrabung geeignet.&lt;br /&gt;
Erkennbar größere Steinlegungen, da nicht überlagert, befinden sich auf dem Fundplatz 0061/87. Die Durchmesser der meist rundlichen „Hütten“ variiert von 2 m bis nahezu 4 m '''Abb. 11'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0061_87_Lageskizze.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 11: Runde Steinlegungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Steinkreise wurden auf folgenden Fundplätzen beobachtet:&lt;br /&gt;
*0006/83	eine kreisförmige Struktur von ca. 2 m Durchmesser&lt;br /&gt;
*0018/84	eine kreisförmige Struktur mit Öffnung, Durchmesser ca. 2 m&lt;br /&gt;
*0022/84	vier Steinkreise Durchmesser ca. 2 m auf dem Fundplatz, ein Kreis und eine offene Struktur in der Nähe des Fundplatzes.&lt;br /&gt;
*0003/83	mögliche Steinkreise, teilweise unter Hangschutt verdeckt&lt;br /&gt;
*1047/84	vier Steinkreise Durchmesser ca. 1,5 m innerhalb einer Kulturschicht&lt;br /&gt;
*1080/86	drei Steinkreise Durchmesser ca. 1,5 m – 2,0 m&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Dammartige Strukturen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonders schönes Beispiel bietet Fundplatz 0032/85. Ein etwa 40 m langer Damm sperrt den natürlichen Abfluss aus einer ca. 2 ha großen Senke. Der Fundplatz liegt in einem Kessel und ist von allen Seiten von Kalksteinhügeln umgeben, sie liegen im Norden bis zu sechs Metern über dem Niveau der Senke. Ein möglicher Überlauf für Regenwasser existiert nach Westen. Er liegt rund 40 cm höher als der Tiefpunkt des Kessels. Der Untergrund besteht aus Rotboden, an den Rändern von feinem Hangschutt, zur Mitte hin mit rezentem Trockenschlamm hellgrauer Färbung bedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nordseite ist durch die erwähnten Hügel einigermaßen windgeschützt. Hier befindet sich eine Konzentration von Artefakten, eingebettet im frischen Sediment. Es sind lediglich zwei Klingen, eine windüberformt, eine frisch, entnommen worden. Keramik ist häufig und zwar sowohl verziert als auch unverziert. Bis auf Reste von Mahlwerkzeug ist weiteres Fundgut nicht beobachtet worden.&lt;br /&gt;
Möglicherweise wurde auf diesem Fundplatz Regenfeldbau unter Ausnutzung der kolluvialen Wassermengen betrieben. Grabungen könnten Klarheit bringen '''Abb. 12'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0032_85_Lageskizze.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 12: Dammartige Steinlegungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Dammbau, nicht so groß wie der von 0032/85 sondern nur 10 m lang, ist auf dem kleinen Fundplatz 0025/84 entdeckt worden. Auch hier wird der Lauf einer Wasserrinne blockiert, um ein Rückhaltebecken zu bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Side blow flakes==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Side_blow_flakes_Titel.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Side-blow flakes sind kurze und sehr breite Abschläge, die durch harte Schläge und ohne Vorbereitung des Kernkortex gewonnen werden.&lt;br /&gt;
Die Breite ist immer größer als die Länge. Von dem ausgeprägten Bulbus aus verlaufen nach beiden Enden Schwingen, die häufig asymmetrisch angeordnet sind. Die Schwingen verlaufen in einer konkavokonvexen Linie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bei G. Caton- Thompson zu findende Bezeichnung „concavo- convex scrapers“ ist nicht ganz glücklich gewählt, da je nach Steilheit der Retuschen zu unterscheiden ist zwischen Kratzern (scraper), Schabern und Messern. Alle drei Bearbeitungsformen sind häufig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier vorgestellten side-blow flakes von Abu Tartur können in ihrer Gesamtheit mit neolithischen Fundstellen assoziiert werden. Es ist aber erwiesen, dass die Herstellungstechnik schon im Paläolithikum bekannt war, so in Palästina (Tabun Höhle) und in England in Clacton-on-Sea, in Iver Buckinghamshire, in Biddenham Bedfordshire und in Gillingham Kent. Es besteht die Möglichkeit, dass auch die im Hang der östlichen Schichtstufe von G. Caton- Thompson während ihrer Kharga Expeditionen gefundenen Exemplare älter sind als die in der Tabelle aufgeführten Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Alter der neolithischen side-blow flakes'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz'''|| '''Alter BP'''|| '''Bemerkung'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Nabta E-75-8||5810||F. Wendorf u. R. Schild&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Farafra||5950||B.E. Barich et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Makhadma||5990||Vermeersch et al. *&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Eastpans 95/20||6170||B. Gehlen et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kiseiba E-79-5B||6180||F. Wendorf et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Fayum||6391-5010||G. Caton-Thompson&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kiseiba E-79-4||6330||F. Wendorf et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Bir Murr I||6330||F. Wendorf et al.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur 1005/83||6420||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Djara 98/20||6430-6365||K. Kindermann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Gerara||6600||H. Riemer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur 1024/82||6620||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Djara 90/1-6||6900-6700||K. Kindermann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Siwa||wie Fayum||F.H. Hassan&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kharga Ebene||wie Abu Tartur||G. Caton-Thompson&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Kharga Hang||nicht sicher||G. Caton-Thompson&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur 1004/83||7590||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
||Abu Tartur Plateau||9000-8000||S. Eickelkamp&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* * bis auf Makhadma 4, als große Ausnahme, kommen im Niltal nach heutigem Wissensstand keine side-blow flakes vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzentriert erscheinen side-blow flakes vor allem in Fayum, wo 42 Stücke von G. Caton- Thompson gefunden wurden und in Kharga wo in der Sandsteinebene 54 Exemplare und im Hang des östlichen Schichtstufen- Abbruchs sowie auf dem Plateau 50 Stücke gemeldet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur habe ich 86 side-blow flakes aufgesammelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche gedachte Linie Siwa – Abu Minqar – Eastpans – Bir Kiseiba – Nabta, welche ich schon für die Geschossentwicklung etabliert hatte, ist auch gültig für das Vorhandensein oder das Fehlen von side-blow flakes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Westlich der Linie fehlen side-blow flakes und flache Druckretuschen auf Pfeilspitzen und anderen Geräten, östlich davon ist beides auf den jüngeren steinzeitlichen Fundstellen häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch scheint es, dass zwischen dieser gedachten Linie und dem Niltal die einzigen neolithischen Vorkommen von side-blow flakes in der Ostsahara anzutreffen sind. Darüber hinaus sind mir, die Gesamtsahara betreffend, weder aus der Literatur noch aus eigener Anschauung Funde von side-blow flakes bekannt.&lt;br /&gt;
Das europäische Neolithikum kennt diese eigenartigen Werkzeuge ebenfalls nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus der Tabelle hervorgeht, kann davon ausgegangen werden, dass dieses Artefakt von rund 6900 BP bis 5800 BP in der gesamten Zone Verwendung fand.&lt;br /&gt;
Alters- und mengenmäßig ist wieder eine Konzentration um den Breitengrad 25° N zu erkennen mit rund 200 Exemplaren und Daten von 6900 BP bis 6400 BP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz Abu Tartur 1004/83 mit einem Alter von 7590 BP Jahren weist zwar zwei side-blow flakes auf, die aber wahrscheinlich vom nahe gelegenen Fundplatz 1005/83 stammen. Ein jüngerer Fundplatz als 1004/83 ist 1017/82 mit einem Alter von 7145 BP Jahren und dieser weist keine side-blow flakes auf. Auch die fünf Exemplare von den Plateaufundstellen 0009/83, 0024/84, 0033/85 und 0061/87 dürften später dorthin verbracht worden sein. Die größte Anzahl weisen die Fundplätze 1023/82 mit 15 Exemplaren und 1024/82 mit 14 Exemplaren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zeichnungen im Maßstab 1:1 werden auf den Blättern „Side-blow flakes 1 und 2“ zwölf Exemplare dokumentiert. Zeichnungen von weiteren zwölf Stücken finden sich im Kapitel „Abu Tartur“ Fundstellen 0009/83, 1005/83, 1014/82, 1023/82 und 1024/82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Side_blow_flakes_1_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Side-blow flakes Blatt 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)   0024 – 28'''   L = 31mm, B = 92mm, D = 10mm&lt;br /&gt;
* Der side-blow flake ist aus dunkelgrauem Hornstein gearbeitet, der Kortex ist wie üblich von hellbeiger Farbe. Die proximale, lange Begrenzungslinie, die der Bulbuslinie gegenüber liegt, ist grob als Kratzerkante retuschiert. Die beiden kurzen Begrenzungslinien an den Schwingenenden sind ebenfalls, und hier handelt es sich um eine Seltenheit, als Kratzer konzipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)   1003 – 3'''   L = 38mm, B = 77mm, D = 11mm&lt;br /&gt;
* Sämtliche side-blow flakes Abu Tarturs sind aus Hornstein verschiedenster Ausformungen und Farben hergestellt. Dieses Stück vom Fundplatz 1003 bildet eine Ausnahme, es ist aus dunkelbraunem verfestigtem Sandstein fabriziert und teilweise als Messer retuschiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)   1024 – 90/24'''   L = 41mm, B = 46mm, D = 7mm&lt;br /&gt;
* Es handelt sich hier um einen der ersten Abschläge, die beim Zerlegen eines großen Rohsteins in side-blow flakes, entstehen. Das Material ist grauer Hornstein. Der proximale Rand ist als Messer retuschiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)   1057'''   L = 83mm, B = 109mm, D = 15mm&lt;br /&gt;
* Dieser große Abschlag besitzt einen hohen Kortexanteil. Das Material ist karamellfarbener Hornstein. Gezeigt ist die Ventralseite. Die proximale Begrenzung ist auf der Dorsalseite als Schaber retuschiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)   1004 – 197/4'''   L = 43mm, B = 94mm, D = 10mm&lt;br /&gt;
* Das Exemplar aus durchscheinendem grau- braunem Hornstein ist weder ein normaler Abschlag noch ist es ein klassischer side-blow flake. Es liegt irgendwo zwischen beiden. Wie die Drucklinien zeigen, wurde der Schlag schräg von oben links angesetzt, ein leichter Bulbus ist erkennbar. Der linke Rand ist im unteren Teil von Kortex geprägt, weiter oben weist er steile Kantenretuschen auf. Der rechte Rand ist mit feinen Retuschen als Messer ausgebildet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)   1023 – 49/1'''   L = 47mm, B = 81mm, D = 11mm&lt;br /&gt;
* Ebenfalls als Messer retuschiert ist dieses Werkzeug. Es besteht aus braun- beigefarbigem Hornstein, die sehr dünne Kortexschale ist hellbeige und geht in einen hellen Grauton über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Side_blow_flakes_2_Num.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Side-blow flakes Blatt 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)   1083/7'''   L = 23mm, B = 109mm, D = 7mm&lt;br /&gt;
* Das Exemplar ist aus dunklem, fast schwarzem Hornstein hergestellt. Deutlich erkennbar ist die ausgeprägte Asymmetrie der Schwingen. Sowohl das proximale Ende als auch das distale ist steil kantenretuschiert und weist das Werkzeug als Kratzer aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)   1076 – 6'''   L = 35mm, B = 108mm, D = 8mm&lt;br /&gt;
* Dunkel beigefarbener Hornstein diente zur Fabrikation dieses side-blow flakes. Auf der Dorsalseite sind größere Flächen von Kortex stehen geblieben. Die sehr flachen Retuschen am distalen Ende sind typisch für ein Messer. Außer diesen flachen Bearbeitungsspuren der Messerschneide finden sich auf der Ventralseite nebst einigen flachen auch kleine perlenartige Retuschen. Das proximale Ende weist vor allem auf der rechten Schwinge steile Kantenretuschen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)   1035 – 126/31'''   L = 23mm, B = 72mm, D = 4mm&lt;br /&gt;
* Dieses kleine und leichte Artefakt ist als Schaber ausgelegt. Der verwendete Hornstein ist gebändert, innen dunkelbeige, abgesetzt durch ein noch dunkleres Band zur zweiten Lage von mittlerem Beige und nach außen ein helles Beige, welches in den Kortex übergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)   1004 – 197/22'''   L = 31mm, B = 76mm, D = 7mm&lt;br /&gt;
* Stark asymmetrischer Kratzer aus hellbeigefarbenem Hornstein. Der Kortex ist über die gesamte Länge des proximalen Endes erhalten, die Schicht ist sehr dünn, die Breite des Endes ist durch einige Retuschen reduziert worden. Das Exemplar ist leicht windüberformt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)   1018 – 82/3'''   L = 29mm, B = 94mm, D = 8mm&lt;br /&gt;
* Dieser side-blow flake war ursprünglich als glatter Seitenschaber konzipiert wurde aber später zu einem grob gezackten Kratzer umgearbeitet (Unterschiede in der Patinierung). In der Nähe der Schwingenenden ist die Schaberretuschierung, wenn auch stärker windüberformt, noch zu erkennen. Der Werkstoff besteht aus graubraunem Hornstein. Vom Bulbus bis fast zum rechten Schwingenende ist der Kortex stehen geblieben. Der linke Schwingenrand ist unregelmäßig ausgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)   1005 – 201/21'''   L = 31mm, B = 74mm, D = 6mm&lt;br /&gt;
* Das Artefakt aus schwarzem Hornstein ist als Schaber ausgebildet. Das proximale Ende wurde im mittleren Bereich durch Kantenretuschen modifiziert. Links der medialen Zone verläuft ein glatter Bruch und rechts der Mitte steht Kortex an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Plattige Werkzeuge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten vom Menschen gefertigten Steingeräte können als Kernwerkzeuge bezeichnet werden, so die behauenen Geröllgeräte und die sich daraus entwickelten Faustkeile. Das schließt nicht aus, dass die Abfallstücke der Prozedur, vor allem wegen ihrer scharfen Schneiden, ebenfalls benutzt worden sind.&lt;br /&gt;
Hersteller und Nutzer dieser Gerätetypen war in erster Linie der homo erectus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Nachfolger, der homo sapiens neanderthalensis, erfand ein technisch aufwendiges Abschlagsystem, welches ihm erlaubte Mousterienspitzen zu fabrizieren. Außerdem fertigte er Bohrer, Schaber, Kratzer und weitere Werkzeuge aus den Levalloisabschlägen her. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Spezies, der homo sapiens sapiens, verfeinerte die Abschlagtechnik und erfand schon im Pleistozän Klingen und Lamellen als Halbfertigprodukte, aus denen dann eine Vielzahl an Werkzeugen bis hin zu mikrolithischen Stücken fabriziert wurde. &lt;br /&gt;
Mit dem Holozän, der Jetztzeit, und der damit einhergehenden Neolithisierung wuchs das Spektrum der Werkzeuge. Druckretuschen und Steinschliff dienten zur Vervollkommnung der Geräte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst spät, so in Abu Tartur gegen Ende des Neolithikums, wurde eine neue Bearbeitungsweise Allgemeingut, die Nutzung von natürlich vorkommenden Platten und durch Verwitterung entstandenen plattigen Stücken unter anderem von Thermoscherben. Wie genau die Spaltflächen hergestellt wurden ist mir nicht bekannt, Spuren wie Bulben und Druckwellen sind nicht zu erkennen. Alleinige Wirkung von Temperaturunterschieden dürfte auszuschließen sein, ebenso wie eine Behandlung durch Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu allen Zeiten hat es Ausnahmen gegeben und es wurde immer auch experimentiert.&lt;br /&gt;
So treten im frühen Paläolithikum parallel zum Acheul Abschlagindustrien auf (Clactonien). &lt;br /&gt;
Anderseits kehrte man im späten Neolithikum z.B. in Mali im Tilemsital zu Levalloisabschlägen zurück, aus denen dann große, gestielte Pfeilspitzen hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden werden einige plattige Werkstücke aus Abu Tartur vorgestellt. Sie reichen von grobplattigen Hacken und Kratzern bis zu feinplattigen Messern.&lt;br /&gt;
Natürliche Oberflächen, meistens Kortex, sind gepunktet dargestellt, Spaltflächen gestrichelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_001.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.) 0005/84'''   L = 243mm, B = 122mm, D = 32mm&lt;br /&gt;
*Das Material dieser großen Hacke besteht aus dunkelbraunem, fast schwarzem, feinkörnigem Sandstein, der durch Eisen- Mangansalzen verfestigt ist. Das Artefakt ist auf dem gesamten Umfang durch grobe, halbsteile Retuschen bearbeitet bis auf den rechten Rand der nicht gezeichneten Rückseite. Dieser Rand wird durch eine natürliche Abschrägung gebildet. Die zentrale Fläche der Vorderseite ist gekennzeichnet durch eine lackartige, glänzende Schicht, die aus Limonit besteht. Die Rückseite, welche in Fundlage dem Wetter ausgesetzt war, zeigt deutliche Deflationsspuren. Sehr viele aneinandergrenzende Negativabdrücke von weggeplatzten Thermoscherben kennzeichnen die zentrale Fläche. Windschliff hat polierte Oberflächen auch an den Randretuschen hinterlassen. Werkzeuge dieser Größe waren wahrscheinlich gestielt und dienten vorzüglich zur Bodenbearbeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_002.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.) 1022/82'''   L = 126mm, B = 111mm, D = 26 – 35mm&lt;br /&gt;
*Dieser massive Kratzer von hellgelber Ockerfarbe, besteht aus Sandstein verschiedener Korngrößen, die von sehr fein bis &amp;gt;5mm Durchmesser reichen. Die großen Quarzkörner sind nicht gerundet sondern eckig, was auf einen kurzen Transportweg durch Wasser schließen lässt.  Die zentrale Fläche der gezeichneten Oberseite ist eine Sedimentationsfläche, die durch die Aktion des Windes aufgeraut ist, die großen, harten Quarzkörner sind weniger beeinflusst worden als das feinkörnige Material. Die steilen Kantenretuschen des massiven Kratzers, der Name ist in Anlehnung an G. Caton- Thompsons „massiv scraper“ gewählt worden, sind nur minimal verrundet und die Unterseite ist bedingt durch die Fundlage, nicht von der Deflation verändert worden. Sie zeigt eine für einen Kratzer ungewöhnlich unregelmäßige, raue Fläche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.) 1026/82 – 2'''   L = 134mm, B = 102mm, D = 37mm&lt;br /&gt;
*Dieser massive Kratzer besteht aus beigefarbenem Hornstein. Die Vorderseite ist im zentralen Bereich durch eine Kortexschicht geprägt. Die nicht gezeichnete Rückseite besteht aus einer glatten Fläche, die keinen Bulbus oder andere Merkmale eines klassischen Abschlags erkennen lässt. Die Ränder sind durch grobe, sehr steile und halbsteile Kantenretuschen gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_003.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.) 1023/82 – K318'''   L = 185mm, B = 165mm, D = 5 – 21mm&lt;br /&gt;
*Bei diesem Artefakt dürfte es sich um eine breite und leichte Hacke zur Bodenbearbeitung handeln. Mit einem solchen Gerät kann nur effizient gearbeitet werden wenn es gestielt ist. Ein Stiel wird wahrscheinlich am oberen Rand befestigt gewesen sein. Die gegenüber liegende Arbeitskante weist neben relativ flachen Retuschen auch Aussplitterungen in Folge von Nutzung auf. Das Werkzeug besteht aus einer karamellfarbenen Hornsteinplatte, auf beiden Seiten geprägt durch Kortex. Als Bearbeitungsspuren können eine große Spaltfläche auf der Vorderseite sowie die Randretuschen gelten, die auf der Vorderseite häufiger auftreten als auf der Rückseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_004.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.) 1026/82 – 93/4'''   L = 153mm, B = 103mm, D = 21mm max.&lt;br /&gt;
*Die elegante ovoide Form des Werkzeugs erinnert ein wenig an Acheulfaustkeile. Allerdings sind die Unterschiede der Bearbeitungstechnik und der Dicke des Stücks nicht zu übersehen. Die Vorderseite weist zwei Spaltflächen, durch einen Steg voneinander getrennt, auf. Der Rand ist vollständig durch flache Retuschen modifiziert, sie erstrecken sich z.T. bis fast 40mm in die Fläche. Die Rückseite ist gekennzeichnet durch Kortex, eine große Spaltfläche sowie flache Retuschen, die den gesamten Rand, mit Ausnahme von 54mm der linken Begrenzung, betreffen. Außergewöhnlich sind die feine Bearbeitung, die stellenweise messerscharfen Ränder und das relativ geringe Gewicht des Artefakts. Es bleibt unklar ob es gestielt als Haue oder ungestielt als Messer und Schaber gedient hat. Beides wäre möglich. Das Material ist der plattige, karamellfarbene Eozänhornstein, aus dem so viele Werkzeuge in Abu Tartur hergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_005.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.) 1026/82 – 96/11'''   L = 203mm, B = 58mm, D = 6 – 22mm&lt;br /&gt;
*Die langschmale, große Hacke ist aus schokoladenbraunem Hornstein gearbeitet. Die Vorderseite weist im oberen Bereich Kortex auf. Rundum wurde das Gerät mit steilen Kantenretuschen versehen. Einige flache, invasive Retuschen auf beiden Seiten im unteren Bereich des Werkzeugs vervollständigen die sekundären Modifikationen. Die große, muldenförmige Aussparung am unteren linken Rand der Rückseite könnte mit Freilegen der Spaltfläche in Zusammenhang stehen. Für den medialen und unteren Bereich der Vorderseite bestehen Zweifel ob es sich um Kortex oder um eine stark durch Deflation verformte Spaltfläche handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_006.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7.) 1024/82 – 28/35'''   L = 168mm, B = 69mm, D = 4 – 18mm&lt;br /&gt;
*Ebens wie die Nr. 6 ist dieses Stück eine große, langschmale Hacke. Sie besteht aus dem häufig vorkommenden karamellfarbenen Hornstein. Der Rand ist gekennzeichnet durch steile und halbsteile Retuschen. Die zentrale Oberfläche der Vorderseite besteht bis auf einen Negativabdruck einer Thermoscherbe im oberen Teil aus Kortex. Die Rückseite weist fünf Teilspaltflächen auf, lediglich am oberen Rand sind einige Druckretuschen zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_007.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8.) 1023/82 – 57/8'''   L = 128mm, B = 94mm, D = 3 – 13mm&lt;br /&gt;
*Bis auf die rechte untere Ecke der Rückseite ist bei diesem Werkzeug kein Kortex zu beobachten. Sämtliche Partien sowohl auf der Vorderseite als auch der Rückseite werden durch Spaltflächen gebildet. Die Ränder sind rundum derart retuschiert, dass das Artefakt als Messer verwendbar gewesen wäre. Zusätzlich ist am rechten Rand der Vorderseite eine kleine Kerbe ausgespart worden. Der untere Bereich erinnert ein wenig an die Kerbe eines Fischschwanz- Messer.  Das Material ist karamellfarbener Hornstein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_008.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9.) 1023/82 – 47/21'''   L = 113mm, B = 79mm, D = 3 – 11mm&lt;br /&gt;
*Die Form dieses plattigen Werkstücks gleicht der eines Faustkeils. Die Rückseite besteht aus Spaltflächen, lediglich ein schmaler Streifen am unteren Rand wird durch Kortex gebildet. Nur eine geringe Anzahl von Randretuschen kennzeichnen den oberen, gerundeten Rand. Anders die Vorderseite, die sowohl Kortexanteile als auch Spaltflächen aufweist. Die Ränder sind zum Großteil durch invasive Retuschen modifiziert worden in einer Weise, die das Artefakt als Messer ausweisen. Das Material ist karamellfarbener Hornstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10.) 1013/82 – 39/18'''   L = 130mm, B = 55mm, D = 4 – 13mm&lt;br /&gt;
*Karamellfarbener Hornstein ist auch hier das Material mittels dessen dieser Frontkratzer- Seitenschaber aus einem plattigen Rohstück herausgearbeitet worden ist. Beide Seiten bestehen jeweils aus einer einzigen Spaltfläche. Die Rückseite weist am linken Rand einige Bearbeitungsspuren auf, die möglicherweise zur Spaltung der Platte gedient haben könnten. Die Vorderseite weist, bis auf den oberen Teil, umlaufende, vorwiegend halbsteile Retuschen auf, die invasiven Retuschen am oberen, linken Rand könnten ebenfalls der Spaltung gedient haben. Ähnliche Spuren zeigt auch das Artefakt 1026/82 – 96/1, die Nr.6 oben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattiges_Werkzeug_009.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''11.) 1023/82 – 51/2'''   L = 125mm, B = 58mm, D = 2 – 8mm&lt;br /&gt;
*Beigefarbener Hornstein wurde zur Herstellung dieses dünnen Messers verwendet, das Material ist durchscheinend. Bedingt durch die Struktur des Gesteins besitzt die Vorderseite eine gewellte Oberfläche. Durch die geringe Dicke der Platte sind die umlaufenden Retuschen kurz. Die Rückseite weist zwei Teilspaltflächen und einer rezenten Negativabdruck einer Thermoscherbe auf. Die Druckretuschen, vorwiegend am rechten Rand sind invasiv und tragen zur immer noch vorhandenen Schärfe der Messerschneide bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''12.) 1017/82 – 32/1'''   L = 84mm, B = 52mm, D = 3 – 8mm&lt;br /&gt;
*Dieser kleine Winkelschaber ist aus braunem, opakem Hornstein gefertigt. Die Vorderseite (auf der Zeichnung oben) ist geprägt durch den Abdruck einer weggeplatzten Thermoscherbe, die weitere Oberfläche wurde durch Spaltung geformt. Die Rückseite besteht aus einer einzigen Spaltfläche. Der eigentliche Winkelschaber ist beidseitig mit halbsteilen Retuschen versehen und könnte auch als Messer eingesetzt worden sein. Die einseitigen Randretuschen am oberen Rand ergeben einen idealen Seitenkratzer. Durch die Kerbe am gegenüberliegenden Rand wird das Artefakt zu einem Kombinationswerkzeug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Rätsel==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder wird gefragt wozu ein gewisses Artefakt gedient haben könnte oder wie ausgefallene Keramikformen genutzt worden seien.&lt;br /&gt;
Meine Antwort ist wie folgt: Angenommen unsere heutige Zivilisation wird, gleich aus welchen Gründen, ausgelöscht, es überleben nur einige wenige Menschen in isolierten Habitaten.&lt;br /&gt;
8.000 bis 10.000 Jahre nach der Katastrophe hat sich eine neue Zivilisation entwickelt und sie hat unter anderem auch wieder Archäologen hervorgebracht. Letztere finden einen gut erhaltenen Korkenzieher aus Edelstahl und fragen sich wozu er nütze war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu muss gesagt werden, dass die Korkeiche ausgestorben ist und dass Flüssigkeiten nicht mehr in Glasflaschen abgefüllt werden. Welche Antworten werden gefunden werden?&lt;br /&gt;
Vielleicht ist es ein zahnärztliches Gerät, ein Gerät zur Verzierung von Keramik wird man sagen und wenn weiter keine Vorschläge kommen eben ein Kultgegenstand oder Teil eines Pferdegeschirrs u.s.w.&lt;br /&gt;
Die Wissenschaftler können den eigentlichen Gebrauch des Artefakts nicht erkennen, weil die Lebensumstände zu unterschiedlich sind und sie der neuen Zivilisation nicht mehr bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neugier und die Lust zu spekulieren verleiteten allerdings immer wieder zu rätseln, so auch hier. Bei einigen Artefakten, die wir heute finden, besteht kein Zweifel an ihrer Funktion weil die dazugehörende Technologie, wenn auch mit anderen Materialien, bekannt ist und auch heute noch Anwendung findet. &lt;br /&gt;
Als Beispiele seien Pfeilspitzen und Keramiktöpfe genannt. Die hier vorgestellten Stücke gehören nicht in die Kategorie der Artefakte, bei denen es leicht fällt ihre Funktion zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Clayton Ringe'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Clayton Ring wird eine Keramik in Form eines Mantels, der aus einem Konus herausgeschnitten wurde, bezeichnet. Die Spitze des Konus fehlt, in etwa ein Blumentopf ohne Boden. Eine Clayton Scheibe ist eine runde Keramik mit einer zentralen Öffnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur wurden drei Bruchstücke von Clayton Ringen und zwei Clayton Scheiben gefunden. &lt;br /&gt;
Drei Stücke sind im ''Kapitel Töpferrn, Bohren, Schleifen und Polieren'' beschrieben und gezeichnet.&lt;br /&gt;
* Clayton Ring 	1006/4 unter Tafel K1&lt;br /&gt;
* Clayton Scheibe 1029/1 unter Tafel K2&lt;br /&gt;
* Clayton Scheibe 0014/16 unter Tafel K4  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Bruchstück eines Rings stammt vom Fundplatz 0034/85. Da von der Scherbe nur der obere Rand erhalten ist, kann sie nicht eindeutig als Clayton Ring eingeordnet werden.&lt;br /&gt;
Allerdings weist sie große Gemeinsamkeiten in der Machart, Farbe und Magerung mit dem Ring 1006/4 auf. Direkt unterhalb des Randes dieser Scherbe ist eine Keramikmarke, bestehend aus zwei vertikalen, parallelen Linien angebracht. Sie wurden vor dem Brennen eingeritzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 0003/83 ist ebenfalls ein Bruchstück mit dem typischen abgeflachten Rand des Clayton Rings bekannt. Er ähnelt der Scherbe von 0034/85. &lt;br /&gt;
Über Clayton Ringe wird ausführlich berichtet in: &lt;br /&gt;
“Clayton rings: enigmatic ancient pottery in the Eastern Sahara” von H. Riemer und R. Kuper (Sahara 12/2000)&lt;br /&gt;
und in:&lt;br /&gt;
“News about the Clayton rings: long distance desert travellers during Egypt’s Predynastic”. Von H. Riemer in:&lt;br /&gt;
“Egypt at its origins” (Oriental Lovaniensia Analecta 138. Lenven, Paris, Dudley, M.A. 2004).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde vorgeschlagen die Ringe seien Behältnisse für Honig, Käse oder Salz. &lt;br /&gt;
Abgesehen von der Tatsache, dass diese Ringe über keinem Boden verfügen und so denkbar ungünstig für die Aufnahme von Lebensmitteln jeglicher Konsistenz sein dürften, sind die klimatischen Bedingungen um 3000 BC in der westlichen Wüste so, dass Bienenvölker nicht überleben können. Käse, falls solcher hergestellt worden wäre, ist in ariden Gebieten meistens eine Art getrockneter Quark, er könnte in jedem Korb transportiert worden sein. Ich habe von Tuaregs hergestellten „Käse“ probiert, es ist keine Delikatesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salz kommt an der Oberfläche von Salzseen vor, die Clayton Ringe sind über große Räume mit den verschiedensten geographischen und geologischen Gegebenheiten verteilt. An der überwiegenden Anzahl der Fundstellen kann kein Oberflächensalz existiert haben.&lt;br /&gt;
Ein weiterer Vorschlag, der genannt wurde, betrifft eine Art von Fallen.&lt;br /&gt;
Welche Tiere kämen in Frage?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Vögel &lt;br /&gt;
*Zugvögel erscheinen auch heute noch regelmäßig auf ihrem Hin- und Rückflug in der westlichen Wüste Ägyptens. Dabei bevorzugen sie die ehemaligen Siedlungsplätze, da sie seit dem Beginn des Holozäns so programmiert sind, die Wüstenroute zu fliegen, welche vor tausenden Jahren grün war und ihnen beste Bedingungen bot. Die Clayton Scheibe, welche von G. Caton- Thompson am Mantanapass gefunden wurde ist durch ein Vogelbild verziert. Bei näherer Betrachtung ähnelt das Tier einer Gans oder einer Laufente, die wohl kaum durch eine ~15mm weite Öffnung gepasst hätten. Ein weiterer Vogel, nicht ganz so eindeutig, ist auf einem Ring aus Regenfeld 96/15 bei H. Riemer abgebildet. Nistkästen für heimische Vögel wie Meisen verfügen über Fluglöcher mit Durchmessern von ~25mm, für Blaumeisen etwas weniger. da letztere zu den kleineren Singvögel gehören wird klar, dass eine Öffnung von 15mm zu klein ist, um Zugvögel zu fangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Schlangen&lt;br /&gt;
*Bei den heutigen klimatischen Bedingungen habe ich lediglich Sand-Rennnattern beobachten können und in der Nähe von Wohngebieten auch Hornvipern. Beide sind für 15mm Öffnungen zu groß, sie könnten sich, einmal in der Falle, auch wieder befreien, indem sie den Deckel wegschieben. Sand-Rennnattern sind ungiftig und ernähren sich von den Zugvögeln, die sie mit Hilfe ihrer sehr speziellen Jagdtechnik fangen können. Ihr Schwanz ist sehr dünn und ähnelt an seinem Ende einem Wurm. Die im Gesteinsschutt lauernde Schlange bewegt das Schwanzende und lockt damit den Vogel an. Was dann passiert, ist durch drei Fotos, die ich in Djara im Jahr 2000 aufgenommen habe, dokumentiert. Die Reptilien fressen zweimal im Jahr und zwar wenn die Zugvögel auf ihrer Hin- und Rückreise sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlange_Vogel_1.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 1: Der Vogel hat das wurmähnliche Schwanzende gepackt. Die Schlange beißt zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlange_Vogel_2.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 2: Nachdem der Vogel gewürgt wurde, wird er gefressen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlange_Vogel_3.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb. 3: Der Vogel ist im Schlangenkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Skorpione &lt;br /&gt;
*Diese Spinnentiere kommen mangels Beutetieren heute in der Vollwüste nicht mehr vor, wohl aber in den Oasen. In Gunsträumen, die ehemals während der stärkeren Feuchtphasen vom Menschen besiedelt waren, hätten sie allerdings noch genügend Nahrung fangen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Anwachsen der Playas endete nach Pachur und Roeper gegen 6.400 BP.&lt;br /&gt;
*Das heißt aber nicht, dass kein Regen mehr fiel. Sanfter Winterregen sickert leicht ein und eine begrenzte Niederschlagsmenge ist nicht in der Lage Verwitterungsmaterial zu transportieren und Sedimente in den Endpfannen zu bilden. Hier liegt der Grund, dass Quartärgeologen an Hand des Sedimentationsgeschehens nicht in der Lage sind Niederschläge nachweisen zu können. Selbst noch während der vierten und sechsten Dynastie sind Strafexpeditionen von Pharao Snefru und Weni, dem Gouverneur von Oberägypten in die westliche Wüste bekannt, die eine bedeutende Population in den Oasen und in dem umgebenden Grasland vorfanden, bekämpften und ausplünderten. Das Gebiet war also nach dem Abwandern eines Großteils der Bevölkerung keineswegs eine Vollwüste wie heute sondern konnte eine in den Oasen basierte Gemeinschaft die sporadisch und durch langjährige Beobachtungen gezielt das Umland nutzte, ernähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wozu braucht man nun Skorpione? &lt;br /&gt;
*In Südtunesien in den Oasen Tozeur und Nefta wurden in 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts noch Skorpione gefangen und an Forschungsinstitute verkauft. &lt;br /&gt;
*Im prädynastischen Ägypten kennen wir viele Abbildungen von Skorpionen. Der Horusname des ersten Königs von Oberägypten, dem Vorgängern Namers, war Skorpion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere Informationen ist die Ägyptologie gefragt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Keramik Markierungen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ritzungen in Form von Vögeln sind bereits erwähnt worden. Viele andere Zeichen sind einfache Striche, Kreuze, U-förmige Anordnungen, frühe Hieroglyphen und andere, es könnten Eigentumsmarken sein. Allerdings stimmen die Markierungen von Ringen und zugehörigen Scheiben nicht überein. Häufig werden auf den Scheiben Zeichen gefunden, die aus einer geraden Linie vom Rand zur Öffnung hin bestehen und einer pfeilartigen Ritzung, die in Richtung der Öffnung weist, als wolle man, gleich einem Jagdzauber, dem Skorpion den Weg in die Falle weisen. (Mirmala, Regenfeld und Selima sandsheet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clayton_Ring_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Ritzungen von Skorpionen und Scheiben von Clayton Ringen&lt;br /&gt;
*1. Mirmala 00/10, Keramik-Ritzzeichnungen, die Skorpione darstellen könnten.&lt;br /&gt;
*2. Selima sandsheet, Scheibe mit typischer pfeilartiger Ritzung (nach P.A. Clayton).&lt;br /&gt;
*3. Mirmala 00/10, Scheibe mit typischer pfeilartiger Ritzung.&lt;br /&gt;
*4. wie 3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichen auf den Ringen, welche aus einem Viereck oder einem U bestehen und einem zwei- bis dreimal geknicktem geraden Strich an der Basis des Vierecks oder des U, würde ich als primitive Skizzen von Skorpionen interpretieren, wobei die geknickten Linien den Schwanz mit Stachel darstellen (Mirmala). Auch die perlenartige Anordnung von Chufu weist auf den gegliederten Schwanz des Skorpions hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Skorpione_Darstellungen_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Darstellungen von Skorpionen&lt;br /&gt;
*1. Gerf Hussein, auf Tontopf&lt;br /&gt;
*2. Gerf Hussein, auf bauchigem Tontopf&lt;br /&gt;
*3. Chufu, Keramikmarke		&lt;br /&gt;
*4. Nagada, Zeichnung&lt;br /&gt;
*5. Hierakonpolis, plastisch auf hohem Tongefäß&lt;br /&gt;
*6. Hierakonpolis, plastisch als Henkel auf Tonkrug	&lt;br /&gt;
*7. Hierakonpolis, Keulenkopf des Skorpions&lt;br /&gt;
*8. Nagada, auf Tonkrug&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine Verwendung von Clayton Ringen als Skorpionfalle sehr viel wahrscheinlicher ist als sämtliche übrigen Vorschläge, und dass das Klima in der westlichen Wüste eine extensive Viehhaltung und ein nomadisches Leben während der Winterregenzeit erlaubte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Clayton_Falle.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Darstellung einer Clayton Falle &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Distanz z.B. von Farafra, dem Land der Kuh, bis Mirmala beträgt rund 300 km und ohne Wasser ist diese Strecke nicht zu überwinden. Mit einer Viehherde (siehe auch Gabriel) bestehend aus Kühen, Schafen oder Ziegen könnten Hirten die Korridore zwischen den Dünenketten als Weiden nutzen und so in drei bis vier Monaten den Hin- und Rückweg schaffen. Nebenbei könnten sie Fallen aufstellen und, als Zubrot sozusagen, noch Skorpione fangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkbar ist auch, die Fallen wären zur Sicherheit der Hirten und ihrer Herden aufgestellt worden, um vor Stichen der Spinnentiere geschützt zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tulpenförmige Keramikbecher'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Becher sind gekennzeichnet durch einen breiten, ausladenden Rand und einen runden Boden. Die sudanesischen Exemplare weisen außerdem im medialen Bereich eine Verengung auf.&lt;br /&gt;
Beschrieben werden sie unter anderem in:&lt;br /&gt;
*H. Müller- Karpe, Handbuch der Vorgeschichte Band II Jungsteinzeit. C.H. Beck München 1968. &lt;br /&gt;
*L. Krzyzaniak, The Later Prehistory of Upper (main) Nile. Comments on the Current State of the Research. In: New Light on the Northeast African Past. Heinrich- Barth- Institut, Köln 1992.&lt;br /&gt;
*J. Reinold, Néolithique du Soudan central et du Haute Nubie – données sur le materiel en céramique. In: Tides of the Desert. Heinrich- Barth- Institut, Köln 2002.&lt;br /&gt;
*R. Kuper, „Looking behind the scenes“ archaeological distribution patterns and their meaning. In: Atlas of Cultural and Environmental Change in Arid Africa. Heinrich- Barth- Institut, Köln 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datierungen reichen in Kadero von 3800 bis 3000 BC (L. Krzyzaniak). R. Kuper gibt eine Zeitspanne von 4700 – 3400 cal. BC für das gesamte Verbreitungsgebiet an. Es erstreckt sich von Khartum bis nach Assiut und von der östlichen Wüste bis in den Gilf Kebir. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Kalksteinplateau Abu Tarturs ist vom Fundplatz 0034/85 eine kleine Scherbe bekannt, die zu einem dieser Becher gehören könnte. Vor allem die ansonsten in Abu Tartur unbekannte Randdekoration bestehend aus Ritzmustern in Dreiecksform, welche bei vielen Exemplaren aus Mostagedda, Badari und dem Sudan vorkommen, macht diese Vermutung wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ein praktischer Gebrauchswert der Tulpenbecher bislang nicht erkannt worden ist, dürfte die Frage nach der Lebensweise der Spätneolithiker vielleicht eine Lösung bringen. &lt;br /&gt;
Vereinfacht gesagt bauten diese Gruppen Getreide (Sorghum) an und hielten Viehherden. Ein vernünftiger Grund die Tiere zu halten lag in der Möglichkeit der Milchgewinnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den heutigen industrialisierten Gesellschaften ist die anonyme Milchkuh ein zu optimierender Produktionsfaktor, der hoch gezüchtet und medizinisch überwacht in automatisierten karusellartigen Stationen elektrisch gemolken wird. Noch vor einigen Jahrzehnten wurden in unseren Breitengraden den Kühen, die mit Pferden, Ziegen, Schafen, Schweinen, Geflügel und anderen Tieren auf den Hof zusammenlebten, liebevoll Namen gegeben. Der Bauer hatte eine persönliche Beziehung zu seinem Vieh. &lt;br /&gt;
Bei den nomadisierenden afrikanischen Viehhaltern ist das heute noch der Fall und diese persönliche Bindung hatte am Anfang der Domestizierung eine noch größere, fast religiöse Dimension. Das vorher wilde Tier gab dem Menschen von seiner für das Kalb oder das Lamm bestimmten Milch einen Teil ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wird von Hand gemolken?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*In Europa wurde ein Eimer unter das Euter des zu melkenden Tieres gestellt, der Melker setzte sich auf einen Schemel und melkte beidhändig.&lt;br /&gt;
*In Afrika hockt sich der Melker neben das Tier, hält einen Behälter in einer Hand und melkt mit der anderen. Häufig ist es notwendig, dass das Kalb oder das Lamm bei dem Vorgang in der Nähe steht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Gefäß wird heute eine flache Aluminiumschüssel oder das allgegenwärtige chinesische Emailgeschirr benutzt. &lt;br /&gt;
Wie viel eleganter und praktischer, einmal davon abgesehen, dass Keramik über weniger Bruchfestigkeit verfügt, ist ein Tulpenbecher.&lt;br /&gt;
Der breite, auskragende Rand verhindert ein Verspritzen der Milch, der mediale Bereich, besonders wenn er noch verjüngt ist, eignet sich bestens zum Festhalten. So liegen die entsprechenden Durchmesser bei ~7,2cm in Badari, bei ~6,6 bis 8,4cm in Mostagedda und im Sudan in Kadero Grab 113 bei ~7,3cm und bei Grab 114 bei ~6,0cm. Zum Vergleich misst der Durchmesser einer modernen, gläsernen Milchflasche ~8,7cm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Melkbecher_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der untere Teil mit dem runden Boden diente als eigentlicher Sammelbehälter. Ein Grund keinen flachen Boden zu wählen liegt in der einfacheren Reinigungsmöglichkeit eines gerundeten Bodens, ein wichtiger Aspekt in heißen Klimaregionen. Es kann davon ausgegangen werden, dass jeder Hirte seinen eigenen Melkbecher am Gürtel trug.&lt;br /&gt;
Die oft aufwendige Dekoration belegt die Wertschätzung des Artefakts.  Die sehr unterschiedlichen Größen erklären sich zum einen durch die verschiedenen zu melkenden Tiere (Kühe, Schafe und Ziegen) zum anderen durch die unterschiedliche Größe der Hirten (Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Fundplatz A.T. 0034/85 wurde neben der hier behandelten Becherscherbe auch das Bruchstück eines Clayton Rings gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Melkbecher_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im europäischen Neolithikum kommen Gefäße vor, die sich ebenfalls zum einhändigen Melken eignen würden. Besonders auffällige Stücke sind in der Slowakei gefunden worden und zwar in Abrahäm und in Luzianski. Diese Schalen mit langem, massivem Fuß erfüllen in hohem Maße die Kriterien eines Melkbechers. Zu einem anderen Gebrauch, z.B. für ein auf dem Fuß stehendes Gefäß sind sie zu instabil. Ein weiteres schönes Beispiel europäischer Tulpenbecher bietet die Michelsberger Kultur. So sind Exemplare der Fundstelle Goldberg/Ries fast identisch mit den hier vorgestellten Melkbechern aus Ägypten, wenn auch die für Mostagedda und Kadero typische Dreieckverzierung fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Melkbecher_3.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Seltene und seltsame Steinartefakte.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Kleine Beile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Stationen Afara, Tintabesguin und Cory de Noel in der Nähe der Kohlengrube Anou Araren in der Republik Niger haben eine beachtliche Anzahl von geschliffenen und geschlagenen Beilen verschiedener Dimensionen hervorgebracht. Auch Hohlbeile (gouges) sind stark vertreten.&lt;br /&gt;
Von den rund 300 in der Gegend gefundenen Beilen sind einige mikrolithisch ausgebildet. Typologisch handelt es sich bei diesen Artefakten einwandfrei um Beile, kleine geschliffene und polierte Beile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige sind mit ihren Charakteristika aufgelistet und gezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleine_Beile_Niger.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Kleine Beile aus Niger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Nr.'''|| '''Kennziffer'''|| '''Länge (mm)'''|| '''Breite (mm)'''|| '''Dicke (mm)'''|| '''Gewicht (g)'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 01|| N 13/7|| 24,5|| 14,2|| 7,0|| 2,4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 02|| N 09/6|| 18,3|| 15,1|| 7,3|| 2,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 03|| N 13/14|| 24,5|| 16,4|| 7,0|| 4,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 04|| N 13/17|| 21,1|| 15,5|| 8,0|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 05|| N 09/5|| 28,2|| 12,0|| 8,0|| 3,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 06|| N 09/9|| 19,1|| 7,9|| 3,7|| 0,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 07|| N 13/18|| 23,0|| 11,3|| 6,5|| 1,9&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 08|| N 05/24|| 20,8|| 11,0|| 6,8|| 1,0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 09|| N 13/3|| 26,6|| 13,7|| 5,4|| 4,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 10|| N 06/19|| 22,5|| 10,2|| 7,0|| 4,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die mittelgroßen und großen Beile aus dem lokal häufig vorkommendem Tonstein gefertigt sind, ist das für die mikrolithischen Stücke verwandte Material ein schwarzes Ergussgestein (Basalt). Eine Ausnahme bildet das Beil Nr. 8, welches aus einem grau- grünem, nicht näher identifiziertem Gestein besteht.&lt;br /&gt;
Die mögliche Funktion dieser Werkzeuge gibt ein Rätsel auf. &lt;br /&gt;
Als Beile konnten diese Artefakte schon aus Mangel an Masse nicht verwendet werden. &lt;br /&gt;
Als Spielzeug sind sie zu klein, hier wären eher die mittelgroßen Stücke geeignet gewesen. Außerdem hätte man für Spielzeuge den günstigeren Werkstoff Tonstein genutzt und nicht den importierten härteren Basalt verwendet.&lt;br /&gt;
Da aus dem üblichen Tonstein keine Klingen geschlagen werden konnten und er ebenfalls zur Herstellung von Sticheln ungeeignet war, wäre es möglich, dass die kleinen Beile hier eine Lücke ausfüllen sollten. Aber auch dieser Ansatz ist wenig zwingend. Wir wissen es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Kerbklinge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Artefakt stammt aus dem Süden Tunesiens und zwar aus Lalla in der Nähe von Gafsa.&lt;br /&gt;
Der schwierige Fundplatz kann einem späten, indifferentem Epipaläolithikum zugeordnet werden. Das proximale Ende der Kerbklinge ist aufwendig zu einer Art Kratzerkappe retuschiert worden. Der Rücken ist fein retuschiert ohne jedoch gestumpft zu sein. Die proximale Kerbe weist die typischen abrupten Retuschen auf, während die distale Kerbe den Eindruck erweckt als sei sie heraus gebrochen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kerbklinge.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Kerbklinge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das distale Ende ist ohne Retuschen und bildet mit der oberen Kerbenkante einen Zinken. Das Material ist hellbeigefarbener, transluzenter Feuerstein bester Qualität. Vielleicht sind die Kerben wie bei normalen Kerbklingen genutzt worden, ansonsten ist eine andere Verwendung schwer vorstellbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Großgeräte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Fundplätzen 1026/82 und 0005/84 stammt jeweils ein großes, plattiges Werkzeug, welches zu seinem Gebrauch hätte gestielt sein müssen.&lt;br /&gt;
Die Artefakte sind einzigartig und kommen auf anderen Fundstellen in Abu Tartur nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
0005/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werkzeug von diesem Fundplatz ist im Kapitel plattige Werkzeuge beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1026/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Platte aus karamellfarbenem Hornstein bildet den Werkstoff dieses Artefakts. Die Oberfläche wird durch den natürlichen Kortex gebildet, sie ist unregelmäßig, vorspringende Zapfen sind wegretuschiert worden. Die von beiden Seiten geschlagenen, den Gesamtumfang betreffenden Retuschen bilden Winkel von 42° - 55°. Während ein Rand durch zwei tiefe Kerben gekennzeichnet ist, weist der gegenüberliegende Rand nur eine gut ausgeprägte Kerbe auf. (Siehe Foto).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstueck_groß_Vorderseite.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstück Vorderseite&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstueck_groß_Rueckseite.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstück Rückseite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dimensionen des Werkzeugs, des größten und schwersten in der Sammlung, ausgenommen Reibschalen, sind wie folgt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Länge	=	270mm&lt;br /&gt;
*Breite 1	=	210mm&lt;br /&gt;
*Breite 2	=	180mm&lt;br /&gt;
*Breite zwischen den Kerben 	=	160mm&lt;br /&gt;
*Dicke	=	40 – 45mm&lt;br /&gt;
*Gewicht	=	2800g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den beiden Objekten handelt es sich höchstwahrscheinlich um gestielte Hacken oder Hauen. Die Kerben dienten zur Befestigung der Stiele.&lt;br /&gt;
Mögliche Anwendungsgebiete sind der Ackerbau, das Abteufen von Brunnenlöchern, das Ausheben von Gräbern, den Tonabbau zur Keramikherstellung und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) „Spielsteine“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Runde, plattige Artefakte ohne sichtlichen praktischen Gebrauchswert werden hier Spielsteine genannt. In größerer Anzahl sind sie im Südteil des Fundplatzes 1024/82 beobachtet und in ihrer Lage belassen worden. Die zwei hier vorgestellten Artefakte stammen vom Fundplatz 1017/82.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spielstein 1017/82 – 52 ist aus einer Thermoscherbe aus karamellfarbenem Hornstein mit wenigen Randretuschen hergestellt worden. Er hat einen Durchmesser von 73 bis 78mm und eine Dicke von 15mm. Spielstein 1017/82 – 5 besteht aus einer Kalksteinplatte, die leichte Deflationsspuren auf einer Seite und starke auf der gegenüberliegenden Seite aufweist. Hier sind die Dimensionen wie folgt. Der Durchmesser ist mit 63 bis 68mm geringer als bei dem Hornsteinartefakt. Die Dicke mit 13 – 14mm ist ebenfalls geringer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Spielsteine.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Spielsteine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Fundplatz 1001/83 sind drei Spaltstücke aus einem Kalzitkristall bekannt, die ebenfalls keinen praktischen Gebrauchswert erkennen lassen. Da sie nicht durchbohrt sind, dienten sie wahrscheinlich auch nicht zu Schmuckzwecken. Auch hier kann angenommen werden, sie hätten als Spielsteine eingesetzt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abmessungen betragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*18mm	x	14mm	x	2,5mm&lt;br /&gt;
*18mm	x	14mm	x	2,0mm&lt;br /&gt;
*17,5mm	x	14mm	x	3,0mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte die Annahme es handele sich bei diesen Artefakten um Spielsteine korrekt sein, so lässt es in Bezug auf die Lebensweise der Hersteller darauf schließen, dass die Lebensumstände günstig waren und Zeit zum Spielen boten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) Stumpfe Pfeilspitze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Sammlung Ulbrich stammt eine A31 Spitze, gefunden auf dem Fundplatz 1023/82, die sich durch eine gestumpfte Spitze auszeichnet. Das Artefakt ist wie eine A2 Spitze konzipiert aber mit leicht gerundetem Schwingenenden ausgestattet. Das distale Ende besteht aus natürlichem Kortex beschreibt einen Kreisbogen und steht rechtwinklig auf der Längsachse der Pfeilspitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dimensionen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Länge		=	35mm&lt;br /&gt;
*Breite 1			=	26mm	&lt;br /&gt;
*Breite 2		=	14mm&lt;br /&gt;
*Tiefe der Kehle	=	11mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wozu wurde ein solches exotisches Projektil benutzt?&lt;br /&gt;
Mögliche Antworten könnten sein:&lt;br /&gt;
*Vogeljagd.&lt;br /&gt;
*Jagd auf kleine Tiere, deren Fell nicht durchlöchert werden sollte.&lt;br /&gt;
*Schuss auf flüchtende Feinde, die nicht getötet sondern gefangen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch hier kann gesagt werden, dass wir es nicht wissen und nur raten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.) Seltsame Mikrolithen vom Fundplatz 0002/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundplatz 0002/84 ist das bislang älteste in Abu Tartur aufgefundene Zeugnis holozäner steinzeitlicher Besiedlung. Mit einem Alter von 9120+-40 BP oder 8360+- 70 cal AD – BC (Poz – 11204) gehört der Platz zu den ältesten in der Sahara aufgefundenen Fundstellen, die eine genügend große Menge an Werkzeugen aufweisen, um eine Typologie erstellen zu können.&lt;br /&gt;
(Siehe Fundplatzbeschreibung: Fundplätze - Komplex T, größere, 0002_84_Zusammenstellung.pdf.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werkzeuge sind einmal charakterisiert durch schwere Kratzer, zum Teil auf vorholozänen Artefakten und daher mit doppelter Patina versehen, zum anderen durch kantenretuschierte Mikrolithen, hauptsächlich Querschneider in Trapezform. Unter diesen Mikrolithen befinden sich drei Stücke, die nicht einfach einzuordnen sind und deren Gebrauchswert Rätsel aufgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus Tafel 0002-II-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0002_Mikrolithe.png|400px|]]&lt;br /&gt;
Abb.: Mikrolithe Nr. 31, 34 und 40&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nr. 31 – 23/131   Nicht zu identifizierendes Werkzeug. Zwei lange Ränder sind konkav retuschiert, ein langer Rand ist geradlinig retuschiert, ein kurzer Rand ist retuschiert und der andere kurze Rand besteht aus einer unretuschierten Schneide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nr. 34-25/045   Viereck, die vier Ränder sind retuschiert, ein Rand davon konkav, die anderen geradlinig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dim.:	L = 15mm,	B = 12mm,	D = 3mm    	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nr. 40-23/142   Kleine dreieckige, an sämtlichen Rändern kantenretuschierte Spitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dim.:	L = 9,5mm,	B = 7mm,	D = 2mm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es eigentlich keinen Sinn macht alle drei Ränder einer Spitze zu stumpfen, könnte aus Gründen, die sich uns heute nicht mehr erschließen, das Artefakt Nr. 40 als Pfeilbewehrung benutzt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Stücke Nr. 31 und Nr. 34 kann ich keinen Anwendungsbereich erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Klima==&lt;br /&gt;
'''(Siehe auch Klima im Hauptteil)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf welche wirtschaftlichen Ressourcen konnten die Bewohner Abu Tarturs zurückgreifen? Um diese Frage zu beantworten, muss das Klima, welches zur Zeit der Besiedlung herrschte, erfasst werden. Vor allem die Höhe der Niederschläge ist neben den Temperaturen und den Verdunstungsraten von großer Bedeutung. Bodenbeschaffenheit und Geländeprofile sind ebenfalls wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine Ansicht geht bis heute dahin, Sommerregenmengen von 50mm/Jahr bis 150mm/Jahr für den Raum Abu Tartur zu postulieren, das wäre ein Durchschnitt von 100mm/Jahr und somit ungenügend um Böden zu bilden, um Wasserlöcher zu füllen, um Wildtieren, abgesehen von wenigen Ausnahmen, eine Lebensgrundlage zu geben und erst recht ungenügend, um Menschen mit ihren Haustieren in eine solche Wüste zu locken.&lt;br /&gt;
Gegen diese minimalistische Sichtweise sind Fakten zusammengetragen worden, die eindeutig höhere Präzipitationen voraussetzen. Das Klimageschehen ist an anderer Stelle im Detail behandelt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geologie''' -  Das Vorhandensein von holozänen Rotböden auf dem Abu Tartur Plateau und in der Sandsteinebene bedingte ein wechselfeuchtes Klima zur Zeit der Pedogenese.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Fauna''' -  Großsäuger wie Elefant, Giraffe, Büffel und Nashorn sind im Raum um den 25. Breitengrad Nord nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Flora''' -  Gehölze wie Salvadora persica, Leptadenia pyrotechnica, Maerua crassifolia, Calotropis procera, Ziziphus, Grewia tenax, Boscia senegalensis, Balanites aegyptiaca, Caparis decidua und Acacia nilotica, die in der hier behandelten Zone beheimatet waren, deuten auf ein Savannenklima hin.&lt;br /&gt;
Gräser und Kräuter wie Chencrus, Pennisetum, Bracharia, Echinochloa, Digitaria, Gramineae, Panicum, Setaria, Sorghum, Cyperaceae, Portulaca oleracea, Scirpus maritimus und Hordeum vulgare sind ebenfalls nachgewiesen. Gräser, welche essbare Körnerfrüchte zur Reife bringen, benötigen ein Minimum von 150mm/Jahr Winterregen oder 300mm/Jahr Sommerregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die große Anzahl von Mahlwerkzeug lässt auf eine intensive und regelmäßige Nutzung der Getreidearten schließen.&lt;br /&gt;
Haustiere -  Rind, Schaf, Ziege, Hund und Esel kommen im behandelten Raum vor.&lt;br /&gt;
Allein in Abu Tartur ist von Oberflächenfundplätzen fünfmal das Rind/Büffel und sechsmal Schaf / Ziege nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das absolute Niederschlagsminimum für die Rinderhaltung liegt bei 400mm/Jahr Sommerregen.&lt;br /&gt;
Menschen -  Gruppen von vernunftbegabten Menschen, denen Alternativen zur Verfügung gestanden haben, (Sudan, Nil, Mittelmeer) begeben sich nicht in einen ariden, ressourcenlosen Raum, um einen Überlebenskampf zu führen, den sie nicht gewinnen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Minimum von 400mm/Jahr äquivalenter Sommerregen (es sind sowohl Sommer- als auch Winterregen nachgewiesen) und ganzjährig durch Brunnen erreichbares Wasser sind die Bedingungen, um Sammler und Jäger in den frühen Phasen und Hirten und erste Bauern in späterer Zeit an diesen Ort zu binden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Feldbau auf dem Abu Tartur Plateau==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei dem Fundplatz-Katalog erwähnt, finden sich auf dem Fundplatz 0049/85 zwanzig Steinkonstruktionen unter Lockersediment, die als Windschilde oder Wohnhütten interpretiert werden können. Sie wurden, da ich mir Grabungen untersagt hatte, nicht weiter untersucht. Ihr Alter dürfte, grob geschätzt, zwischen Abu Tartur B und Abu Tartur D liegen in einem zeitlichen Rahmen von ~9000 BP bis 7800 BP, also in den von F. Wendorf und R. Schild definierten El Ghorab und El Nabta Phasen sowie in den von M. Mc Donald so bezeichneten Masara Phasen, die sich am 25. bis 26. Breitengrad Nord in die aride Zeitspanne im CPE Bereich zwischen El Adam und El Ghorab schieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf jüngere Aktivitäten auf dem Plateau im Abu Tartur E weisen zwei C14- Daten von 7370 BP und 7200 BP sowie das Vorkommen von Schaf und Ziege hin. Die Feuerstellen, welche diese Daten lieferten überlagern einwandfrei zu definierende El Nabta Fundstellen (Abu Tartur D).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mittlere Neolithikum scheint auf dem Plateau nur sporadisch vorgekommen zu sein, es schlägt sich nicht in den Werkzeugtypologien nieder, auch fehlen die typischen Dreieckspitzen der Typen H7 und H8. Ein Grund für die geringere Anwesenheit des Abu Tartur E auf dem Plateau könnten nachlassende Niederschlagsmengen gewesen sein.&lt;br /&gt;
Einzelfunde aus noch jüngeren Phasen, die Werkzeuge mit bifazialen Retuschen aufweisen, sind äußerst selten, einige wenige Pfeilspitzen zeugen von Jagdausflügen. Ebenfalls sind die Querschneider der Abu Tartur A Phase vorhanden aber auch sie bilden Ausnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werkzeugmengen auf den für den Feldbau interessanten Fundstellen sind gering, nur 0003/84 erlaubt eine typologische Einordnung, sie würde in die Abu Tartur B Phase passen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Liste der geeigneten Feldbau-Fundstellen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Fundplatz Nr. '''|| '''Koordinaten'''|| '''Steinartefakte*'''|| '''Keramik'''|| '''Mahlwerkzeuge'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0003/84|| 520800/305910|| 105|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0004/84|| 522100/305800|| 23|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0005/84|| 521600/305700|| 9|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0019/84|| 520350/302850|| 42|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0020/84|| 522225/302875|| 10|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0021/84|| 520710/304535|| 9|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0024/84|| 522950/305400|| 28|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0026/84|| 516850/302900|| 57|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0027/84|| 519850/302650|| 17|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0028/84|| 520080/302800|| 4|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0030/87|| 518950/303500|| 59|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0031/87|| 519100/303250|| 14|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0032/85|| 520200/305900|| 2|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0033/85|| 520000/305800|| 9|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0034/85|| 519750/305800|| 21|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0046/84|| 519700/304400|| 9|| x|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 0047/84|| 520070/303075|| 4|| xx|| x&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *Sämtliche Werkzeuge sind im Fundplätze-Katalog Abu Tartur beschrieben. Sie bestehen hauptsächlich aus retuschierten Abschlägen und Klingen sowie aus Kerben. Weniger häufig sind Stichel oder als Stichel benutzte Kerne, Bohrer, Pfeilspitzen der Familie H und Kratzer. Sehr selten sind Trapeze, Stumpfungen und rückengestumpfte Lamellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hacke1_Zeichnung.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Hacken von den Fundplätzen 0003/84 und 0028/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hacke2_Zeichnung.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Hacken und Schneidegeräte von den Fundplätzen 0003/84, 0034/85 und 1023/82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorhandensein verschiedener Getreidearten in der westlichen Wüste Ägyptens ist im Kapitel „Klima – Pkt. 4 Regenfeldbau in der Ostsahara zur Zeit der postpleistozänen Feuchtmaxima“ beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es müsste noch hinzugefügt werden, dass die Niederschläge nur einer Regenzeit, vorzugsweise im Winter, ausreichen musste um Getreide innerhalb von drei Monaten erzeugen zu können. Eine weitere Regenperiode im Sommer konnte lediglich von Nutzen für Bäume und Sträucher sein und natürlich auch für die Menschen und ihre Herden indem Brunnenlöcher und Viehtränken aufgefüllt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hypothese: „Getreideanbau auf dem Abu Tartur Plateau“ basiert weder auf Funden von botanischem Material noch auf einwandfrei zugeordneten C14 Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie beruht auf der Typologie der Werkzeuge und den Funden von Geräten, die für die Vorbereitung der Böden, das Schneiden von Halmen sowie dem Mahlen von Körnerfrüchten geeignet erscheinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine landwirtschaftliche Nutzung der fruchtbaren terra rossa Böden spricht ebenfalls die Massierung von Wohnstätten. Falls eine Belegung mit drei Personen je Einheit angenommen wird, so wären gleichzeitig 60 Menschen auf dem Fundplatz 0049/85 anwesend gewesen. zu viele um sie dauerhaft durch Jagd ernähren zu können. In einem Radius von sieben bis acht Kilometern wären die Beutetiere, nach landläufiger Meinung lediglich kleine Gazellen und Hasen, äußerst selten geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel aus meiner Zeit in Sambia kann diese Annahme untermauern. Die Buschlandschaft war äußerst dünn besiedelt. Wir waren eine Gruppe von sieben Leuten, stellten unsere Blechhütten auf, bohrten nach Wasser und schlossen den Generator an. Eine Hütte diente als Küche. In den ersten Tagen schossen wir je nach Bedarf aus dem Küchenfenster entweder drei bis vier Hasen oder eine kleine Antilope. Größeres Wild war vorhanden wäre aber wegen der mangelnden Konservierungsmöglichkeiten ungeeignet gewesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Woche mussten die Jäger schon in den Busch laufen und nach drei Wochen war ein Geländewagen notwendig geworden, um in sieben bis acht Kilometern Entfernung Wild erbeuten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sambia_1970_Hase.jpg|400px]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Der Autor beim Häuten eines Hasen (lepus capensis). Sambia 1970&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Feldbau sprechen auch Dämme, die Regenwasser in geeigneten Flächen zurückhalten konnten. Sie würden zu den frühesten wasserbautechnischen Maßnahmen zählen, die logischerweise ergriffen wurden, um dem Getreide bessere Bedingungen zu bieten und die Erntemenge zu erhöhen. Für wildes Getreide würden solche Anlagen nicht gebaut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gelaendeschnitt_1.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Geländeschnitte Fundplätze 0004/84 und 0005/84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gelaendeschnitt_2.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Geländeschnitte Fundplätze 0034/85, 0033/85 und 0032/85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier könnten Berufsarchäologen, ausgestattet mit ihrem Wissen und großzügigen staatlichen Ressourcen mit geringem logistischem Aufwand beste Resultate erzielen. &lt;br /&gt;
Zusammenfassend sehe ich auf dem Abu Tartur Plateau zunächst im Abu Tartur A eine Jäger- und Sammlergruppe mit eventueller Haltung von Rindern. Zu Beginn der Nutzung des Plateaus müssen die Niederschläge sehr hoch gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der folgenden Phasen Abu Tartur B und Abu Tartur C, kann postuliert werden, entwickelte sich der Ackerbau, es werden domestizierte Getreidearten angebaut, Rinderzucht ist durch Knochenfunde belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung zur voll neolithischen Lebensweise hält im Abu Tartur D an.&lt;br /&gt;
Durch eine Verminderung der Regenmengen wird das Plateau im Abu Tartur E nur noch saisonal genutzt. Ziegen und Schafe treten an die Stelle von Rindern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Phasen wird das Plateau hauptsächlich für die Jagd genutzt, da die Niederschlagsmengen weiter zurückgehen und die Siedlungsaktivität sich bevorzugt auf die Nähe der großen Playabecken in der Sandsteinebene konzentriert. Wie entsprechende Werkzeugfunde belegen, wird nun in der Ebene Ackerbau betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese hypothetischen Aussagen könnten durch Grabungen und Analysen, durchgeführt von qualifizierten Archäologen, Biologen und Geologen, belegt oder aber mit weniger Wahrscheinlichkeit auch widerlegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich selbst hatte weder die Zeit noch die Mittel, um eindeutige Beweise liefern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ausblick==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur unterscheidet sich von vielen anderen Fundkomplexen in der östlichen Sahara durch seine Vielschichtigkeit sowohl in zeitlicher als auch in kultureller Hinsicht. Daher scheint es nicht angebracht eine schematische Klassierung, die auf anderen Fundstellen durchaus Gültigkeit haben kann, auch hier anzuwenden, es sei denn es würde lediglich grob in eine frühe, eine mittlere und eine späte Phase eingeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollten die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden, die es erlauben würden zu einer sinnvollen Interpretation der Abläufe zu gelangen. Es gilt als erstes den zeitlichen Rahmen festzulegen. Die vorhandenen C14- Analysen sind bei weitem nicht ausreichend, um zu gültigen Resultaten zu kommen. So existieren Werkzeuginventare, die sich auffallend von anderen, schon datierten durch das verwendete Rohmaterial sowie durch ihre Typologien absetzen.&lt;br /&gt;
Diese müssten zeitlich fixiert werden, andere schon existierende problematische Datierungen sollten überprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bislang wurden elf C14- Analysen erstellt. Mit den Resultaten und durch typologische Vergleiche mit anderen, außerhalb Abu Tarturs liegenden Fundstellen, lässt sich zumindest die frühe Phase der Besiedlung im Holozän einigermaßen zufriedenstellend einordnen. So kann der Fundplatz 0002/84 durch eine Umstellung der Definition der Werkzeuggruppen klar in die von Wendorf et al. definierte El Adam Phase, ca. von 9500 bis 8900 BP, eingeordnet werden und zwar auf Grund des Alters als auch der Typologie. In die El Ghorab Phase um 8500 bis 8200 BP passen die Typologien des Plateaufundplatzes 0017/83 und des Fundplatzes 1056/86 in der Ebene. Die Analyse an einem auf dem Plateaufundplatz 0015/83 gefundenem Landschneckengehäuses (Zootecus insularis) ergibt ein Datum von 8485 Jahren BP und liegt damit am Beginn der El Ghorab Phase '''Tabelle 10'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besonders gute Übereinstimmung besteht zwischen den Fundstellen der El Nabta Phase wie ein Vergleich der Kiseiba Fundplätze E-79-5, E-79-4, E-80-1 ( C ), E-80-3 und E-75-6 mit den Abu Tartur Fundplätzen 0006/83 und 0007/83 zeigt. Die Phase betrifft den Zeitraum zwischen 8100 und 7900 BP.&lt;br /&gt;
Die Anzahl der rückengestumpften Lamellen liegt gut über 10%, eine ebenso große Gruppe stellen die Bohrer dar. Auch die stärkste Gruppe, die retuschierten Stücke (Tix 105) sind in Kiseiba wie in Abu Tartur mit ca. 30% vertreten '''Tabelle 11'''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Abu Tartur B sind die Fundplätze klassiert worden, auf denen epipaläolithische Bearbeitungstechniken verwandt wurden und die typologisch weder in die ältere El Adam Phase noch in die gleichzeitigen oder jüngeren El Ghorab und El Nabta Phasen eingeordnet werden können. Diese Fundstellen müssen mit den Masara Plätzen von Dakhla verglichen werden. Da letztere aber untereinander sehr große Unterschiede in den Typologien aufweisen, musste ein Weg gefunden werden, der es erlaubt Zahlen zu erhalten, die es rechnerisch- statistisch ermöglichen sinnvolle Vergleiche anzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davon ausgehend, dass gleiche Kulturen gleichen Alters und im gleichen geographischen Großraum angesiedelt, gleichartige Bedürfnisse entwickeln, werden auch gleichartige Werkzeuge benutzen und somit gleichartige Typologien hervorbringen. Daher wurden sämtliche in den von M. Mc Donald in den Oasis Papers 3 (2003) vorgestellten neun Masara Fundstellen A, B und C zusammengefasst und nach Tixier aufgeschlüsselt. Die so erhaltenen 711  Artefakte wurden dann mit 1933  Artefakten der neunzehn  Fundstellen des Abu Tartur B verglichen. Das Ergebnis zeigt eine weitgehende Übereinstimmung der beiden Fundkomplexe.&lt;br /&gt;
Die große Anzahl gleicht, wie aus den Tabellen ersichtlich, die großen Ungereimtheiten der Einzelanalysen aus. Die Unterschiede sind z.T. auf die geringen Mengen je Fundplatz und auf die Tatsache, dass es sich bei den Masara Plätzen teilweise und in Abu Tartur ausschließlich um Oberflächenmaterial handelt, zurückzuführen. Die geringen Unterschiede in den zusammengefassten Typologien gehen auf folgende Punkte zurück:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auswertung wurde von zwei Personen durchgeführt, von denen die erste eine international anerkannte Archäologin ist und die andere ein Bergmann, der sich für die Ur- und Frühgeschichte interessiert aber der auch schon seit den frühen 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts seine Funde nach Tixier klassiert. Die sehr geringen Unterschiede bei den Sticheln (Tixier III) und den Kerben (Tixier VII) könnten so eine Erklärung finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abu Tartur kommen, hauptsächlich auf dem Plateau, neben der Abu Tartur B Phase, mit der die Masara Vorkommen hier verglichen werden, auch El Adam, El Ghorab und El Nabta Fundstellen vor, die in erstaunlicher Klarheit den CPE Plätzen in Nabta und Kiseiba entsprechen. Es besteht die Möglichkeit, dass sich nahe der Süd- West Ecke des Abu Tartur Plateaus (Dakhla) und an seiner Süd- Ost Ecke (Abu Tartur) ähnliche Siedlungsbedingungen geherrscht haben. So sind auch Reste der oben genannten frühholozänen Kulturen auf den Masara Plätzen als Zumischung nicht unmöglich. Das würde den höheren Anteil an rückengestumpften Lamellen sowie der geometrischen Mikrolithen und der damit verbundenen Mikroburin Technik erklären. Auch die Familie XI, die Diversen bei Tixier, weist bei Masara, El Adam und El Ghorab Fundstellen ähnliche Mengen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Unterschied besteht bei den Ounanspitzen, die für Abu Tartur B 0,93 % der Gesamtwerkzeugmenge ausmachen, auf den Masara Fundstellen hingegen 8,86 %. Diese Bewehrungen erreichen erst in der mittleren Besiedlungsphase, im Abu Tartur E, eine größere Bedeutung (1072/86 – 16 % - 7670+-50 BP). Interessant ist in diesem Zusammenhang ein C14- Datum der Masara A Gruppe von 7730+-110 BP, es entspricht dem Abu Tartur E und erklärt das Vorhandensein von großen Mengen Ounanspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da für die Abu Tartur B Phase keine Radiocarbon Analysen vorliegen, wurde bei dem Vergleich besonderer Wert auf typologische Gemeinsamkeiten gelegt. Kritisch untersucht wurden ebenfalls das Rohmaterial, die lithische Bearbeitungstechnik und typische Ausprägungen einzelner Artefakte '''Tabelle 14'''. Je jünger die Vorkommen sind, umso größer werden die Unterschiede in den Typologien. Aber auch hier stellen einzelne Artefakte, hauptsächlich Pfeilspitzen, exakt den gleichen Typus dar, so zum Beispiel die randretuschierten Dreieckspitzen H7 und H8, die auch Nabtaspitzen genannt werden, und die typisch für das mittlere Neolithikum sind. Oder die in der Sahara äußerst seltene D26- Spitze, die sowohl in Dakhla, Djara als auch in Abu Tartur erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise ist es der Oberflächencharakter der Fundstellen in der westlichen Wüste Ägyptens, welcher der Deflation nicht viel entgegenzusetzen hat. Denn selbst die aus geringmächtigem Lockersediment ergrabenen Artefakte befinden sich in der „Spielmasse“ des Windes und unterliegen, wie eine in Abu Tartur durchgeführte und weiter oben schon erwähnte Langzeitstudie über die Wirkung des Windes auf steinzeitliche Geräte und Materialien zeigt, einem Transport und vor allem einer Sichtung nach Korngrößen, wobei leichte Artefakte häufig aus dem Bereich der Fundstelle entfernt werden. Ungestörte in situ Fundplätze sind praktisch inexistent, das gilt für die Gesamtsahara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Vergleich der Fundstellen, die jünger als 7900 BP sind, werden vermehrt Ähnlichkeiten einzelner Artefakte oder auch Werkzeuggruppen herangezogen. Für diese mittlere  Phasen der steinzeitlichen  Besiedlung im Holozän  kann als Beispiel 1004/83 dienen aber vor allem 1072/86, ein Fundplatz, der zur Zeit aus seiner Bedeckung durch Playasediment auswittert und als relativ einheitlich und ungestört angesehen werden kann. Er ist charakterisiert durch kurze Klingen mit ungewöhnlich großen Schlagflächen und durch Ounanspitzen (Tixier 107, nach Hugot HI2), die zum Teil mittels einer Kerbtechnik hergestellt worden sind. Bei diesen Spitzen (H13) besteht das Stielende aus einem glatten Bruch. Entsprechende Kerbreste belegen das Herstellungsverfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ounanspitzenanteil der zeitgleichen Al Jerar Fundplätze von Nabta ist wesentlich geringer als der von 1072/86 und 1004/83. Mit zunehmender Häufigkeit der Anwendung der Technik der Flächenretuschierung in Abu Tartur werden die Inventare von Nabta und Kiseiba immer weniger ähnlich, da, obwohl das Bearbeitungsprinzip im Südosten der libyschen Wüste Ägyptens bekannt war, häufig an Randretuschen festgehalten wurde. Hier bietet sich eher ein Vergleich mit den Dakhla FundsteIlen und den Vorkommen von Djara, Abu Gerara, Eastpans und Chufu an, die ebenfalls vermehrt flächenretuschierte Artefakte aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie '''Tabelle 12''' zeigt, ist für Bashendi A Plätze eine gewisse Übereinstimmung für einige Werkzeugklassen noch zu erkennen. Auf der anderen Seite ergeben sich große Unterschiede wie zum Beispiel bei der Häufigkeit der gekerbten Stücke. Eine Gegenüberstellung der Werkzeuge von 1005/83 und den Bashendi B Plätzen 271 und 385 zeigt deutlich die grundlegenden Unterschiede auf. Einem Kerbenanteil von 50 % in Dakhla stehen ca, 10 % in Abu Tartur gegenüber, bei den Pfeilspitzen erreicht Abu Tartur 42 %, dem gegenüber beträgt der Anteil auf den Bashendi B Vorkommen lediglich 5 % '''Tabelle 13'''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüngste datierte Abu Tartur Platz 1005/83 hat ein Alter von 6420 BP und obwohl zur Zeit keine jüngeren Messdaten vorliegen, kann davon ausgegangen werden, dass die Besiedlung zu diesem Zeitpunkt nicht gänzlich abgeschlossen war. Langschmale Querschneider und mit groben Schieferton gemagerte Keramik weisen auf jüngere Phasen hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clayton Ringe, Keulenköpfe aus Kalkstein sowie Keramik aus historischer Zeit, persisch und römisch, ferner ein Kruglager belegen die Präsenz des Menschen auch während der Zeit der Austrocknung der Sahara. Es werden Reisende gewesen sein, Wanderer zwischen den wasserfiihrenden Oasen, die als Letzte ihr Nachtlager in Abu Tartur aufgeschlagen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 10''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich von EI Ghorab Typ Fundsteilen mit den Abu Tartur FundsteIlen 1056/86 und &lt;br /&gt;
0017/83. &lt;br /&gt;
Alter: 8200 - 8500 BP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||  &lt;br /&gt;
|| '''E-79-1 Oberfläche'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-4 LCL'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-3'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-8 X'''&lt;br /&gt;
|| '''1056/86'''&lt;br /&gt;
|| '''0017/83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 0,56&lt;br /&gt;
|| 0,71&lt;br /&gt;
|| 1,80&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1,61&lt;br /&gt;
|| 2,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 5,65&lt;br /&gt;
|| 2,13&lt;br /&gt;
|| 5,40&lt;br /&gt;
|| 5,26&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 6,98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 3,95&lt;br /&gt;
|| 5,67&lt;br /&gt;
|| 30,30&lt;br /&gt;
|| 1,44&lt;br /&gt;
|| 17,74&lt;br /&gt;
|| 9,30&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombinationswerkzeuge&lt;br /&gt;
|| 0,56&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 1,80&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2,33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 30,51&lt;br /&gt;
|| 29,79&lt;br /&gt;
|| 28,60&lt;br /&gt;
|| 23,92&lt;br /&gt;
|| 30,63&lt;br /&gt;
|| 30,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 9,60&lt;br /&gt;
|| 4,26&lt;br /&gt;
|| 4,50&lt;br /&gt;
|| 18,66&lt;br /&gt;
|| 20,96&lt;br /&gt;
|| 6,98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 5,08&lt;br /&gt;
|| 2,84&lt;br /&gt;
|| 3,60&lt;br /&gt;
|| 2,87&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 15,82&lt;br /&gt;
|| 29,08&lt;br /&gt;
|| 5,40&lt;br /&gt;
|| 5,74&lt;br /&gt;
|| 14,52&lt;br /&gt;
|| 6,98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Microburins&lt;br /&gt;
|| 12,99&lt;br /&gt;
|| 5,67&lt;br /&gt;
|| 0,90&lt;br /&gt;
|| 5,26&lt;br /&gt;
|| 1,61&lt;br /&gt;
|| 4,66&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| 15,25&lt;br /&gt;
|| 19,86&lt;br /&gt;
|| 17,80&lt;br /&gt;
|| 36,84&lt;br /&gt;
|| 12,90&lt;br /&gt;
|| 30,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Tix 105&lt;br /&gt;
|| 13,56&lt;br /&gt;
|| 19,89&lt;br /&gt;
|| 16,90&lt;br /&gt;
|| 32,55&lt;br /&gt;
|| 12,90&lt;br /&gt;
|| 30,23&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Tix 107&lt;br /&gt;
|| 0,56&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 0,48&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total Stück'''&lt;br /&gt;
|| '''177'''&lt;br /&gt;
|| '''141'''&lt;br /&gt;
|| '''112'''&lt;br /&gt;
|| '''209'''&lt;br /&gt;
|| '''62'''&lt;br /&gt;
|| '''43'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 11''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich von EI Nabta Typ Fundstellen und den Abu Tartur Fundstellen 0006/83 und &lt;br /&gt;
0007/83. &lt;br /&gt;
Alter: ~ 8100 -7900 BP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
||  &lt;br /&gt;
|| '''E-79-5'''&lt;br /&gt;
|| '''E-79-4'''&lt;br /&gt;
|| '''E-80-1 C'''&lt;br /&gt;
|| '''E-80-3'''&lt;br /&gt;
|| '''E-75-6'''&lt;br /&gt;
|| '''0006/83'''&lt;br /&gt;
|| '''0007/83'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kratzer&lt;br /&gt;
|| 0,69&lt;br /&gt;
|| 0,43&lt;br /&gt;
|| 3,50&lt;br /&gt;
|| 2,90&lt;br /&gt;
|| 1,36&lt;br /&gt;
|| 2,45&lt;br /&gt;
|| 2,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Bohrer&lt;br /&gt;
|| 10,30&lt;br /&gt;
|| 6,09&lt;br /&gt;
|| 11,91&lt;br /&gt;
|| 9,54&lt;br /&gt;
|| 22,36&lt;br /&gt;
|| 13,10&lt;br /&gt;
|| 14,94&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Stichel&lt;br /&gt;
|| 13,73&lt;br /&gt;
|| 13,48&lt;br /&gt;
|| 16,64&lt;br /&gt;
|| 29,88&lt;br /&gt;
|| 6,78&lt;br /&gt;
|| 7,85&lt;br /&gt;
|| 7,05&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kombinationswerkzeuge&lt;br /&gt;
|| 0,46&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 2,03&lt;br /&gt;
|| 0,45&lt;br /&gt;
|| 0,32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Rückengest. Lamellen&lt;br /&gt;
|| 14,87&lt;br /&gt;
|| 22,61&lt;br /&gt;
|| 15,76&lt;br /&gt;
|| 14,52&lt;br /&gt;
|| 20,67&lt;br /&gt;
|| 13,89&lt;br /&gt;
|| 12,95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Kerben&lt;br /&gt;
|| 9,15&lt;br /&gt;
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|| 6,64&lt;br /&gt;
|| 6,44&lt;br /&gt;
|| 12,78&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|| Endretuschen&lt;br /&gt;
|| 1,14&lt;br /&gt;
|| 3,91&lt;br /&gt;
|| 1,58&lt;br /&gt;
|| 2,90&lt;br /&gt;
|| 2,71&lt;br /&gt;
|| 3,58&lt;br /&gt;
|| 1,31&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Geom. Mikrolithen&lt;br /&gt;
|| 3,20&lt;br /&gt;
|| 14,35&lt;br /&gt;
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|| 3,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Microburins&lt;br /&gt;
|| 0,92&lt;br /&gt;
|| 2,17&lt;br /&gt;
|| 2,10&lt;br /&gt;
|| 2,49&lt;br /&gt;
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|| -&lt;br /&gt;
|| 4,60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Varia&lt;br /&gt;
|| 45,54&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|| 32,06&lt;br /&gt;
|| 30,87&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Tix 107&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| -&lt;br /&gt;
|| 0,16&lt;br /&gt;
|| 2,07&lt;br /&gt;
|| 1,36&lt;br /&gt;
|| 2,69&lt;br /&gt;
|| 2,46&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| '''Total Stück'''&lt;br /&gt;
|| '''437'''&lt;br /&gt;
|| '''230'''&lt;br /&gt;
|| '''571'''&lt;br /&gt;
|| '''241'''&lt;br /&gt;
|| '''295'''&lt;br /&gt;
|| '''446'''&lt;br /&gt;
|| '''609'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 12'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich zwischen den Abu Tartur Fundstellen 1004/83, 1017/82, 1024/82 und den Bashendi A Fundstellen 228 A1 und 174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_12_AT.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* nicht weiter aufgeschlüsselt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 13'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleich zwischen der Abu Tartur Fundstelle 1005/83 und den Bashendi B Fundstellen 271 und 385. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_13_AT.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 14'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur B FundsteIlen im Vergleich mit jüngeren und älteren Abu Tartur FundsteIlen sowie mit den Dakhla Fundstellen Masara A, B und C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_14_neu.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tabelle 15'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chronologische Ordnung der Abu Tartur Fundstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Tabelle_15_AT_neu_deutsch.png|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundkomplexe von Abu Tartur, Geologie und Geografie==&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeichenerklaerung_AT.png|400px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Zeichenerklärung für die Fundkomplexe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Vorwort'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nördliche Ostsahara wurde schon sehr früh von Wissenschaftlern wie Hassanein Bey (1923) Kemal el Din (1925). Leo Frobenius und Hans Rhotert sowie Caton- Thompson und Gardener in den frühen 30ern, R.A. Bagnold, H. Winkler und viele andere mehr auf prähistorische Fundstätten hin untersucht. Auch bis heute hat das Gebiet trotz seiner extremen klimatischen Bedingungen noch nichts von seiner Attraktivität in Bezug auf die Archäologie verloren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unternehmungen wie die „combined prehistoric expedition“ in den Raum von Bir Kisheiba unter der Leitung von Dr. F. Wendorf und Dr. R. Schild, die Expeditionen zur Erforschung der Besiedlungsgeschichte der Ostsahara unter Leitung von Dr. R. Kuper oder die Arbeiten von Mary M.A. Mc Donald (Toronto, Kanada) über die lithischen Industrien der Dakhla Oasen, um nur einige zu nennen, zeigen den zusätzlichen Informationsbedarf auf und beleuchten die Bedeutung dieses immensen Wüstengebietes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geographische Schwerpunkte der Ur- und Frühgeschichtsforschung in Ägypten waren das Niltal und das Fayum, Südägypten an der Grenze zum Sudan, die Gebiete des Djebel Auenat und des Gilf Khebir sowie die große Sandsee, das Gebiet von Abu Ballas und die Oasen Kharga, Dakhla, Abu Minquar, Farafra und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur ist bis auf sehr kurze Visiten der Kölner B.O.S. Expedition von Archäologen noch nicht angesteuert worden. Die am nahesten gelegene beschriebene Fundstelle nach Osten ist G. Caton- Thompson K0 15 bei Ain Elwan. Nach Westen sind es die Dakhla Oasen, nach Süden und Südwesten die Eastpans, die Dyke area und El Ghorab und nach Norden bzw. Nordwesten Farafra und Djara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Geologie und Geographie'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abu Tartur Massiv liegt zwischen den Oasen Kharga und Dakhla im Südteil der westlichen oder libyschen Wüste Ägyptens. Wie F. Wendorf treffend schreibt, unterbricht die wuchtige Masse des nach Süden vorspringenden Plateaus die ansonsten monotone Ost- West gerichtete Linie des Kalksteinabbruchs. Begrenzt wird das Plateau durch die Längengrade 29 Grad 30’ – 30 Grad 10’ Ost und die Breitengrade 25 Grad 20’ – 25 Grad 40’ Nord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auf steinzeitliche, besonders epipaläolithische und neolithische Vorkommen untersuchte Gelände deckt sich mit dem Projektgebiet eines sich in der Entwicklung befindlichen Phosphatabbaus d.h. mit dem südöstlichen Rand des Abu Tartur Massivs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschränkung auf das Projektgebiet hat drei Gründe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1.) Das Gelände ist noch nicht untersucht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*2.) Die mit dem Aufbau eines modernen Bergbaubetriebs einhergehenden Arbeiten werden mit Sicherheit archäologisch interessante Fundplätze zerstören. Zum Teil ist dieses durch Exploration, vornehmlich durch Transport schweren Bohrgeräts, auf dem Plateau schon geschehen. Der Bau von Straßen, Eisenbahn, Wohnsiedlungen und Aufbereitungsanlagen wird ein weiteres tun. Es scheint daher angebracht diese gefährdeten Fundplätze vorrangig zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*3.) Der dritte Grund ist logistischer Natur. Ohne zu großen materiellen und zeitlichen Aufwand kann das Gebiet im Radius von rund 30km unter den gegebenen geographischen und klimatischen Bedingungen von einer Einzelperson noch überblickt und bearbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu Tartur ist von Kharga, dem Hauptort des Verwaltungsbezirks „New Valley“ über eine gute Asphaltstraße in 40 Autominuten zu erreichen. Bei Kilometerstein 43 in Richtung Dakhla biegt eine Stichstraße nach Norden ab. An dieser Abzeigung liegt der Garten des Bergbauprojekts, eine mehrere Hektar große Anbaufläche für Obst und Gemüse, welche durch Tiefbrunnen bewässert wird. Nach weiteren zehn Kilometern in Richtung Nordwesten erreicht man das Basiscamp und die ersten Wohnblocks; zum Plateau hin folgen technische Anlagen sowie die Pilotgrube. Dort endet die Asphaltstraße. Der Aufstieg zum Plateau ist im Prinzip mit dem Geländewagen möglich, kann aber nicht als sicher gelten, da die vorhandenen Pisten durch Erdbewegungsarbeiten und durch Bruchbau zeitweilig oder definitiv zerstört worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Topographisch lassen sich drei Landschaftsformen unterscheiden:&lt;br /&gt;
* Die Sandsteinebene mit ihren pittoresken Zeugenbergen.&lt;br /&gt;
* Die durch Wadis zerfurchten Hängen, welche die Verbindung zwischen Ebene (Höhe 160m - 250m) und dem Plateau (Höhe 550m) herstellen.&lt;br /&gt;
* Das Kalksteinplateau mit Höhen zwischen 550m in der Nähe der Abbruchkante und 575m im inneren nach Norden und Nordwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen von rezenten äolischen Sänden, limnischen bzw. fluviolimnischen Ablagerungen und einigen Restböden, liegt das Alter der in Abu Tartur anstehenden Sedimente zwischen Unterem Maestricht und Oberem Pleistozän bis Holozän.&lt;br /&gt;
Vom Hangenden zum Liegenden kann wie folgt klassifiziert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.)''' Äolische Ablagerungen (rezent).&lt;br /&gt;
*Flugsandfelder und Dünen verschiedener Höhen, häufig als Sicheldünen ausgebildet, bedecken große Flächen hauptsächlich der Sandsteinebene, sie sind aber auch an den Hängen und auf dem Plateau anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.)''' Diluviale und alluviale Ablagerungen (Pleistozän bis rezent).&lt;br /&gt;
*Eine Reihe von fuvialen und limnischen Sedimenten kann an den Hängen und in der Sandsteinebene beobachtet werden. Die für diesen Artikel wichtigen Seeablagerungen liegen in einer Entfernung von zehn bis zwanzig Kilometern von der Plateaubruchkante entfernt. Interessanterweise haben sich auf dem Kalksteinplateau in Senken größere Flächen von terra rossa trotz einer starken Deflation erhalten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.)''' Kulturschichten (Danian bis oberes Pleistozän).&lt;br /&gt;
*Diese Schichten bestehen aus hartem Riffkalkstein, der die Kappe des Abu Tartur Plateaus bildet und darunter liegenden Schiefertonen und weicheren Kalksteinen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4.)''' Dakhlaschichten (Maestricht).&lt;br /&gt;
*Diese Schichten sind aus Schiefertonen, Kalksteininterkalationen und feinen Sandschiefertonen zusammengesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5.)''' Phosphat- oder Dawischichten (Unteres Maestricht). &lt;br /&gt;
*Außer dem wirtschaftlich wichtigem unterem Phosphatflöz bestehen die Schichten aus grauschwarzen Schiefertonen, nicht abbauwürdigem Phosphatgestein und Sandschiefern, die teilweise Pyrit und Glaukonit führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6.)''' Nubiaschichten (vor Unterem Maestricht).&lt;br /&gt;
*Zwei verschiedene Sedimentgruppen sind zu unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grau - grüne und ziegelrote bis violette Töne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sandsteine, zum Teil kreuzgeschichtet und mit örtlichen grauen Tonlinsen durchsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztere Gruppe bildet die sich weit in den Süden hineinstreckende Ebene. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Schichten liegen horizontal oder haben ein nur sehr geringes Einfallen. Große tektonische Störungen sind nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima in der westlichen Wüste und somit auch in Abu Tartur ist hyperarid. Messbare Niederschläge fallen äußerst selten, man kann davon ausgehen, dass es im langjährigem Durchschnitt alle sieben Jahre einmal regnet. Es handelt sich dabei um heftige, kurze Schauer. Das Wasser läuft in den noch vorhandenen Wadisystemen schnell ab und sammelt sich in den Senken, wo man rezente Sedimentkrusten vom hauchfeinem Überzug bis zu 30mm Dicke beobachten kann, welche 1981 nach starkem Regen gebildet worden sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Quelle wird für die Oase Kharga ein langfristiger Mittelwert von 0,9mm bis 1,2mm Regen pro Jahr angegeben. Man unterscheidet zwei Hauptjahreszeiten, den Sommer und den Winter. Während die Temperaturen von November bis Februar bei 30 Grad C maximal und 2 Grad C minimal liegen, klettert die Quecksilbersäule von April bis September auf 48 Grad C maximal, die Nachttemperaturen liegen während dieser Zeit bei etwa 20 Grad C. März und Oktober kann man als Übergangsmonate bezeichnen. Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit liegt während der heißen Zeit zwischen 23% und 30%, in der kühlen zwischen 30% und 55%. Starker Wind ist nicht selten, gefürchtet ist vor allem der heiße und sandgeladene Khamsin, welcher vornehmlich während der Monate April und Mai auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nördliche Windrichtungen (N, NO, NW) sind mit rund 62% vorherrschend, 5% verteilen sich auf andere Richtungen. Während 33% der Zeit herrscht Windstille.&lt;br /&gt;
Unter den oben geschilderten klimatischen Bedingungen ist menschliches Leben ohne die jetzt zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten wie Tiefbohrungen, Wasserhebeanlagen  und Nahrungsmitteltransport über weite Strecken, nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren von 1982 bis 1987 wurden in der Umgebung von Abu Tartur 146 Vorkommen neolithischer oder epipaläolithischer Prägung aufgefunden. Es handelt sich in der Mehrzahl um geschlossene Fundplätze, aber auch größere und kleinere Fundstreuungen, selbst Einzelfunde sind manchmal berücksichtigt worden.&lt;br /&gt;
Damit könnten dem immer noch lückenhaftem Mosaik des interessanten Zeitraums vom Epipaläolithikum bis zur Neolithisierung und der Gesamtphase der Neusteinzeit der Ostsahara vielleicht einige Steinchen hinzugefügt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorliegende Beschreibung des Siedlungsraumes Abu Tartur erhebt in keiner Weise Anspruch auf wissenschaftliche Vollständigkeit, der Schreiber des Berichtes ist lediglich ein interessierter Amateur und kein Fachmann für Vor- u. Frühgeschichte. Die Ausrüstung und die zur Verfügung stehende Zeit waren sehr beschränkt, so dass das eigentliche Anliegen dieser Arbeit ist, kompetentere Leuten auf diesem Gebiet einen Hinweis auf die Vorkommen zu geben und sie anzuregen, diese Fundplätze intensiver zu bearbeiten. Obwohl während eines Zeitraumes von fünf Jahren im New Valley ansässig, standen für extraprofessionelle Betätigungen nur die Wochenenden, d.h. der Freitag, zur Verfügung, und wenn die Temperaturen über 40 Grad C liegen, was während der Sommermonate meistens der Fall ist, verliert auch ein akklimatisierter Hobbyarchäologe die Lust in die Wüste zu fahren. Für die Feldarbeit können im Durchschnitt daher nur zwei Tage je Fundplatz angesetzt werden. Das zur Verfügung stehende Fortbewegungsmittel, ein alter, vierradgetriebener Wagen östlicher Bauart, war nicht immer ganz zuverlässig, seine Wartung war nicht gewährleistet. So kam es, dass unfreiwillige längere Fußmärsche zeitweise in Kauf genommen werden mussten. Besonders nach Sonnenuntergang ist es recht schwierig sich in der Wüste zielstrebig und zügig zu bewegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgezeichnete Landkarten waren glücklicherweise vorhanden. Außer Satellitenfotos im Maßstab 1:500.000 und Satellitenkarten 1:250.000 konnte für die meisten Fundplätze auf Detailkarten 1:25.000 und für das engere Projektgebiet sogar auf 1:2.000 zurückgegriffen werden. Für außerhalb liegende Gebiete wie 1023/82 und 1024/82 sind Kartenskizzen im Maßstab 1: 5.000 und 1:10.000 erarbeitet worden, welche natürlich nicht die gleiche Genauigkeit aufweisen wie das vorher erwähnte Material. Zur Erstellung dienten der nicht immer zur Zufriedenheit arbeitende Kilometerzähler des Autos sowie ein Fernglas 10x70 mit eingebautem Kompass. Ein Bandmaß für Messungen innerhalb der Fundplätze und einige Stahlstäbe als Markierungszeichen komplettierten die Ausrüstung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem beschriebenen Inventar handelt es sich ausschließlich um Oberflächenmaterial. Die Teile der Siedlungsplätze, welche von Sediment überdeckt sind, auch wenn es sich nur um einige Zentimeter Lockersediment wie Sand oder Kalksteinstaub handelt, sind unberücksichtigt geblieben, um sie eventuellen späteren Forschungen intakt zu erhalten.&lt;br /&gt;
Diese „in situ“ Fundplatzteile können aber auch nur unter Vorbehalten als solche angesprochen werden, unter Vorbehalt deshalb, weil falls die Kulturschichten unter einem äolischen oder aquatischen Sediment liegen, das Inventar während der Sedimentationsphase ebenfalls bewegt worden sein kann. Allenfalls in Höhlen, unter Felsüberhängen oder an anderen gut geschützten Plätzen können sich Kulturschichten ohne Perturbation aufbauen. So gesehen dürften ungestörte in situ Plätze im besprochenen Raum sehr selten sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Pläne, die die Verteilung der Artefakte per Quadratmeter oder Viertelquadratmeter zeigen, ist bewusst verzichtet worden, da die exogenen Kräfte bei Oberflächenmaterial zu einer Verschiebung oder gar einer Sichtung nach Korngrößen führen wie es im Kapitel „Die Wirkung des Windes auf die Lage steinzeitlicher Artefakte im ariden Klimabereich“ verdeutlicht wird. Konzentrationen bei reinen Oberflächenfundplätzen sind in den häufigsten Fällen, zumindest auf den in Abu Tartur beobachteten, natürlich und nicht kulturell bedingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein kurzes Kartenstudium zeigt, überragt das Abu Tartur Massiv die Ebene nach Süden um 350m und es liegt auch wesentlich höher als das benachbarte libysche Plateau. Die Hauptwindrichtung ist, wie auch im Niltal seit ältester Zeit bekundet, Norden und zwar schon seit dem Pleistozän, was wiederum an Hand von äolischen Überformungsstrukturen nachweisbar ist. Auch heute können ab und zu Wolken aus Norden erscheinen. Es ist beobachtet worden wie Wolken abregneten, bevor die Tropfen jedoch den Boden berührten, verdunsteten sie und stiegen als Wasserdampf wieder auf. Messbare Niederschläge sind in den Jahren von 1982 bis 1987 in Abu Tartur nicht gefallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem weitläufigem Wüstengebiet kann man auch bei guten Vorbedingungen nicht wahllos das Gelände begehen, wenn man Aussicht auf Erfolg haben will. Von großer Hilfe ist, sich die Umwelt und die Bedürfnisse der damaligen Bewohner vorstellen zu können. Dabei ist natürlich von Vorteil, Kenntnisse von Volksgruppen zu haben, die heute noch unter ähnlichen Bedingungen leben (Berbernomaden, Tuaregs, Bouzous, Peul u.a.). Davon ausgehend, dass der Mensch immer Wasser braucht, sei er nun Jäger, Hirte oder Bauer, sind die Wadiläufe zu beobachten und die Zonen ausfindig zu machen, wo Wasser sich in Tümpeln und Seen hat sammeln können. Die Gesamtmenge der nicht verdunsteten Niederschläge ist in der Wüste verblieben, da ein integriertes Flusssystem nicht vorhanden ist oder war, das Wasser hätte ableiten können.&lt;br /&gt;
Es gibt keine Hinweise darauf, dass wie in den Oasen Kharga und Dakhla Quellwasser aus dem nubischen Sandstein an die Oberfläche getreten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar stauen die Schiefertone der Dakhlaschichten das Wasser, welches als Regen auf das Kalksteinplateau fällt, dieses tritt aber am Nordrand bei Ain Amur aus und speist dort auch heute noch ein bescheidenes Wasserloch. Eine weitere Überlaufquelle ist bei Ain Elwan nordöstlich vom besprochenen Gebiet bis in historische Zeiten genutzt worden. Reste eines Tunnelsystems, in dem das Wasser von der Stauschicht zur Oase geleitet wurde, sind noch sichtbar. Außer dem Vorhandensein von Wasser spielen Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, strategische Lage und andere eine Rolle. Die Suche nach prähistorischen Siedlungsplätzen wird also auf einige Zielgebiete, meistens Senken, konzentriert, die vorher durch direkte Beobachtung der Topographie oder auch durch Auswertung von Kartenmaterial ausgewählt worden sind. Im Feld finden sich dann Indikatoren wie vereinzelte Artefakte und Straußeneischalen oder auch von weitem erkennbare ausgewitterte mit dunklen Gesteinsbrocken bedeckte Herdstellen. Die Untersuchungen werden in Zonen gehäufter Indikatoren intensiviert bis eine eventuelle Konzentration gefunden worden ist. Die Begrenzungen des Fundplatzes werden abgesteckt, ausgemessen und auf ein Messblatt übertragen. Dabei wird differenziert zwischen der Hauptkonzentration und der Zone, in der das Inventar weniger dicht gestreut liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberflächenbeschaffenheit, geographische Situation und erkennbar unter Sediment liegende Fundplatzteile werden ebenfalls vermerkt. Nachdem die Koordinaten festgelegt sind, wird die Lage der Fundstelle auf eine Karte übertragen. Wenn diese Vorarbeiten beendet sind wird das Oberflächenmaterial observiert und teilweise zeichnerisch aufgenommen und zwar Werkzeuge, Kerne, Keramik und anderes organisches Material.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls Feuerstellen vorhanden sind, wird gegebenenfalls eine Holzkohlenprobe entnommen. Die Lage der Herde, die als unbedingt immobil gilt, wird auf eine Karte übertragen. Bedingt immobile Mahlwerkzeuge werden eingemessen und bleiben neben unbearbeiteten Klingen, Lamellen und Abschlägen ebenfalls in ihrer ursprünglichen Lage an Ort und Stelle, so dass für eine eventuelle spätere Untersuchung die Strukturen des Fundplatzes erhalten bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Zonen fallen durch besondere Dichte der Siedlungsplätze auf. Es sind dieses die Playagebiete „Renate“, „Vera“, „Ingrid“ und „West“ in der Ebene und „T“ auf dem Plateau letzterer Fundkomplex liegt oberhalb der Pilotgrube der New Valley Phosphate Company.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteilung der Fundplätze nach Zonen geht aus den Tabellen I bis VII hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Playa Renate – Vera'''''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese mit 11km² größte Playa im behandelten Raum liegt nordwestlich des Abu Tartur Bergbauprojektes. Karten dieser Gegend waren nicht vorhanden und mussten mit primitivsten Mitteln und großem Zeitaufwand erstellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentlich zusammenhängende Gebiet wurde unterteilt in Norden (Renate) und Süden (Vera), einerseits der Übersichtlichkeit halber, andererseits wird die Zone „Vera“ von südlichen Zuflüssen, aus dem Nubiagestein kommend, gespeist, die Teilsenke „Renate“ hauptsächlich von Norden, also vom Kalksteinplateau und seinen vorgelagerten Hängen. Die festgesetzte Grenze und gleichzeitig Bestimmungskoordinate ist die Breite 310.000. Die mittlere Längenkoordinate ist 535.000. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Einzugsgebiet des Wadisystems beträgt mehr als 200km². Selbst bei geringen Niederschlagsmengen kann man davon ausgehen, dass während der Pluvialperioden permanent Wasser vorhanden war. Einige Pflanzen haben bis heute Überlebensbedingungen an den Tiefpunkten gefunden, nach sechs Jahren ohne jeden Regen. In der Nähe der Fundstelle 1053/85 steht noch ein abgestorbener Stumpf einer Dattelpalme, nicht weit davon liegen rote Scherben von auf der Töpferscheibe gearbeiteter Keramik (möglicherweise römisch) als Zeugen dafür, dass auch in jüngerer Vergangenheit Kulturpflanzen hier wachsen konnten und der Mensch, wenn auch vielleicht nicht ganzjährig, präsent war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Playa liegt nicht an einem alten Karawanenweg wie z.B. Playa West. Die Verbindungen Kharga – Dakhla verliefen entweder weiter südlich entlang der jetzigen Asphaltstraße oder aber nördlich über Ain Amur und über das Plateau bis zum Wadi Batikh, was soviel wie Wassermelonenfluss heißt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Nordteil Playa „Renate“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Süden hin offen und in Playa „Vera“ übergehend, ist das Becken von allen Seiten von flachen Hügeln aus nubischem Sandstein umgeben.&lt;br /&gt;
Einige Wissenschaftler sahen in den Sandsteinformationen nach kurzer Prüfung möglicherweise fossile oder stabilisierte Dünen. Dieses kann aus mehreren Gründen als ausgeschlossen gelten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Funde von versteinertem Holz und Abdrücke fossiler Pflanzenblätter in situ zählen in Quartärsedimenten zu den Raritäten, im nubischen Sandstein sind es Leitfossilien. &lt;br /&gt;
*Alle Dünen wandern von Norden her über das libysche Plateau und reichern sich auf ihrer langen Reise mit Kalksteinpartikeln an. Der nubische Sandstein enthält sehr geringe Mengen von Karbonaten, mit Salzsäure ist so leicht ein Nachweis zu führen.&lt;br /&gt;
*Die Stratigraphie der Gegend ist sehr klar und unkompliziert, man könnte sie als monoton bezeichnen. Alles was tiefer liegt als NN 300m muss nubischer Sandstein sein oder von ihm eingeschlossene Tonlinsen. Das Quartär um Abu Tartur ist beschränkt auf klassische Sedimente fluvio- und fluviolimnischer Natur, auf rezente Flugsandfelder, Wanderdünen und Restböden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesem kleinen Ausflug in die Quartärgeologie wieder zu den Fundplätzen.&lt;br /&gt;
Von Nordwesten fließt ein breites Wadi zu, das schon im Playabereich nach Nordosten abbiegt und sich in der Senke in der Höhe von Fundplatz 1045/84 verläuft. &lt;br /&gt;
Das Gefälle ist sehr schwach; hellgraue, dünne Schichten an der Oberfläche weisen auf rezente Wasserzuflüsse hin. Ursprünglich floss das Wadi nach Südosten entsprechend seiner Hauptrichtung weiter, wie ein invertiertes mit Geröll bedecktes Wadibett in der Nähe der Krümmung zeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die geringen Niveauunterschied bedingt ist der Lauf des Wadis auch heute noch nicht stabilisiert. Nordwestlich der Krümmung existiert ein kompliziertes Überlauf- und Kommunikationssystem einmal zu einer kleinen Senke nördlich des Ockerhügels hin und zweitens zum vom Süden her kommenden Wadi.&lt;br /&gt;
Weitere Zuflüsse geringeren Ausmaßes erhält die Senke von Norden und Osten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Playaboden hat die typische rotbraune Farbe und kann in den Wadieinschnitten auf seine Struktur hin untersucht werden. Mehr oder weniger sandige und tonige Schichten wechseln einander ab, Mächtigkeit homogener Lagen variiert von Millimeter- bis zum Dezimeterbereich. Eingeschlossene Holzkohle kann ebenfalls beobachtet werden und zwar in der Krümmung des Hauptwadis im gleichen Niveau wie der nach Süden gelegene Fundplatz 1072/86, der eine Kulturschicht mit Kohleresten enthält.&lt;br /&gt;
Breite Trockenrisse bestimmen die Oberfläche der Senke, sie sind z.T. mit Trockenschlämmen und Flugsand ausgefüllt. Die Ausdehnung von Playa „Renate“ beträgt 2km von Norden nach Süden und 2,5km von Westen nach Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Südteil Playa „Vera“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet ist von einem von Süden zufließendem Wadi geprägt, die Einmündung selbst ist nach Osten gerichtet. Westlich schließt sich eine glattgeblasene Playa bis zu den Ausläufern der Hanghügel des Abu Tartur Massivs an, sie ist weitgehend frei von Flugsand und Verwitterungsresten. Der gleiche Playaboden wird östlich des Wadis vorgefunden, nur ist er hier teilweise und gegen die Hügelkette im Osten hin, stark mit Sand und Schutt bedeckt. Westlich dieser Sandsteinhügel befinden sich zwei Buchten des Playabeckens. Nach Norden geht das Gebiet in Playa Renate über. Hohe Sandsteinrücken grenzen das Becken nach Süden und Osten ab. Ohne sichtbare Verbindung zur eigentlichen Senke liegt südlich der Barriere ein weiteres flugsandüberdecktes, leicht nach Süden ansteigendes Playafeld mit dem großen Fundplatz 1024/82. Das mit Playa Vera bezeichnete Gebiet erstreckt sich 2km von Norden nach Süden und 3km von Westen nach Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Playa Ingrid''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundplätze dieser Zone gruppieren sich um eine Playasenke. Die Entfernung der äußeren Ränder beträgt von Norden nach Süden 1,5km, von Westen nach Osten rund 1km. Die obere Uferlinie liegt 190m über dem Meeresspiegel, das ausgeblasene Zentrum dürfte 8 bis 10m tiefer liegen, mit Ausnahme eines langgestreckten Inselrückens, der die Senke mit nordsüdlicher Achse durchläuft. Gespeist wird das Becken von einem im Süden einmündenden Wadi, dessen Hauptrichtung allerdings Westnordwest nach Ostsüdost ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mündungsbereich ist der rotbraune, stark sandige Playaboden von hellgrauem rezentem Sediment überdeckt. Durch eine Bodenwelle ist der Zufluss zum Hauptbecken, der früher existiert haben muss, gesperrt. Zuflüssen von anderen Seiten sind von geringer Bedeutung, außerdem sind Strukturen eventuell bestehender Wasserläufe durch dichten Flugsand verdeckt, lediglich ein schmaler Streifen im am tiefsten gelegenen Bereich der Playa ist weitgehend sandfrei aber auch frei von archäologischem Material.&lt;br /&gt;
Im Osten und Nordosten schließen sich Flugsandfelder an, die teilweise direkt auf nubischem Sandstein liegen, teilweise auch auf roten Restböden. Auch der Süden ist flach, hier tritt aber häufiger Sandstein in Rippen oder Platten auf. Im Westen und Nordwesten erhebt sich eine imposante Gruppe von Zeugenbergen, die das Gelände bis zu 100m überragen. Die zum Teil sehr steilen, bizarren Kegel sind, da sie so isoliert in der Ebene stehen, schon aus großer Entfernung als Landmarken erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die einzelnen Fundplätze der unteren Uferlinie (ca. 185m) sind 1013/82, 1015/82, 1018/82 und 1042/85. &lt;br /&gt;
*An der oberen Uferlinie liegen 1014/82, 1017/82, 1019/82, 1020/82, 1021/82, 1041/85 und 1051/85.&lt;br /&gt;
*Benachbarte Fundplätze sind im Norden 1022/82, im Westen 1043/85 und im Süden in der Wadischleife 1016/82. &lt;br /&gt;
*Als zentrale Koordinaten können als Länge 534.000 und als Breite 301.600 angegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Playa „West“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fundkomplex liegt an den Ausläufern des Südhanges des Abu Tartur Massivs und umfasst ein Gebiet von ungefähr 4km². Das Zentrum wird durch ein Playabecken gebildet, in welches von Nordosten her ein Wadisystem einmündet. Unbedeutendere Abflussrinnen speisen die Senke von den umgebenden Hängen und Hügeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Sedimentationsphasen sind an den Schichtenanschnitten z.B. am Wadisteilhang zu beobachten. Stark sandiges Material wechselt mit tonigen Schichten entsprechend den Klimabedingungen während der Ablagerung. Wurmlöcher und Wurzelröhren weisen auf Fauna und Flora hin. Über dem rotbraunen Boden liegt stellenweise eine dünne, helle Schicht sehr rezenten Materials, welches nach den letzten Regenfällen abgesetzt wurde. Die Basis und die Begrenzung des Beckens werden durch nubischen Sandstein gebildet, einige Zeugenberge durchbrechen die playadecke. Playa West liegt auf 30 Grad 06’ 50’’ östlicher Länge und 25 Grad 17’ 40’’ nördlicher Breite. Die entsprechenden Werte der lokalen Karten sind L = 525.750m und B = 288.800m. Die Koordinaten der Einzelfundplätze sind in Metern und nicht in Grad ausgedrückt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Niveau der Uferzone liegt bei 205m, die Flächen rezenten Sediments bei 202m. &lt;br /&gt;
Außer den Höhenlinien, die einen Abstand von je 5m aufweisen, sind der Übersichtlichkeit halber lediglich die Hauptwadis in den Lageplan aufgenommen worden.&lt;br /&gt;
Besiedlungsstrukturen und Dichte werden durch Herdstellen verdeutlicht, da diese, wie schon erwähnt, als unbedingt immobil anzusprechen sind. &lt;br /&gt;
Felsgravierungen sind nur am Nordrand des Beckens beobachtet worden, sie werden gesondert behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Fundkomplex „T“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet liegt auf dem südöstlichen Teil des Abu Tartur Massivs in der Nähe der Bruchkante. Das Niveau über dem Meeresspiegel beträgt rund 550m, das ist ein Unterschied von ca. 350m verglichen mit der Höhe der Fundstellen in der Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geographische Situation ist in sofern günstig, als das Gelände leicht nach Nordwesten einfällt. Die auf das Plateau fallenden Niederschläge laufen nicht nach Südosten am Hang ab, sondern fließen von der Kante nordwestwärts in kleine Senken. Böden können sich bilden und Wasser kann sich in Tümpeln und Teichen sammeln. Damit ist bei genügend hohen und regelmäßigen Regenfällen zunächst einmal eine Basis für Pflanzenwuchs gegeben. Wie die Dichte der Siedlungsplätze und ihre Verteilung zeigen, ist dieser topographische Vorteil reichlich von den damaligen Menschen genutzt worden. Durch Grabungen könnte die Frage geklärt werden, ob es sich bei den größeren Konzentrationen wie 0006/83, 0007/83 und anderen um temporäre oder dauerhafte Siedlungen gehandelt hat. Wasser war möglicherweise ganzjährig in Brunnenlöchern verfügbar. Andere Plätze könnten von nomadisierenden Hirten benutzt worden sein oder als Basislager für Jagdgesellschaften während einer Saison oder mehrere aufeinander folgender gedient haben. Auch hier könnte mehr Klarheit durch intensives Studium, weitere Erstellung von C14 Daten und vor allem durch Grabungen geschaffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände gliedert sich in mit Terra rossa gefüllten Senken einerseits und buckeligen Kalksteinflächen und Hügeln andererseits. Die dem Wind ausgesetzten Zentren der Rotbodenflächen sind geglättet und weitgehend frei von archäologischem Inventar. Die Ränder der Senken sind mit feinkörnigem Kalksteinschutt bedeckt, so dass Oberflächenfunde in diesem Bereich selten sind. Lediglich in den Übergangszonen oder an windgeschützten Stellen trifft man auf eindeutig zu definierende Kulturschichten. Letztere treten ebenfalls in Spurrinnen von Fahrzeugen, welche für Bohrarbeiten auf dem Plateau eingesetzt worden waren, auf. Vorsicht ist geboten bei der Beurteilung von Steinkreisen, sie können von Zeltlagern der Geologenteams stammen. Knochenfunde von eindeutig domestizierten Rindern lassen sich meistens auf importiertes Gefrierfleisch zurückführen. Die spezifische geographische Lage vieler Fundplätze, kleine, abflusslose Senken rings von Kalksteinhügeln umgeben, hat zur Folge, dass zumindest das Inventar der Steinartefakte vollständig sein muss. Weder Wasser noch Wind können es aus den Senken hinaus transportiert haben. Lediglich Verschiebungen innerhalb der Depression sind möglich und solche sind auch häufig beobachtet worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mittleren Koordinaten der Zone „T“ sind:&lt;br /&gt;
Länge = 522.000, Breite = 304.000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Fundstellen außerhalb der dichten Zonen''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein möglichst komplettes Bild der prähistorischen Aktivitäten im Raum Abu Tartur und in einigen wenigen Fällen auch außerhalb zu erhalten, ist die Arbeit nicht auf die oben angeführten Zonen beschränkt worden. Vielmehr ist das Gebiet möglichst flächendeckend im Rahmen der zur Verfügung stehenden Zeit und Mittel erfasst worden. Auch isolierte Herdstellen und Einzelfunde sind koordinatenmäßig festgelegt worden. Allerdings sind auch hier umfangreiche C14 Analysen zu erstellen, um außer den räumlichen auch die zeitlichen Zusammenhänge erkennen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Gesteinsrohmaterial''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Inventar an der Oberfläche der Fundplätze besteht zum größten Teil aus Steinartefakten, die als Werkzeuge, Vorstufen zu Werkzeugen, Reststücke und Abfall zu erkennen sind.&lt;br /&gt;
Durch seine Härte und Widerstandsfähigkeit gegenüber der Erosion hat sich der Stein besser erhalten können als z.B. Knochen, Holz und sonstiges organisches Material.&lt;br /&gt;
Der Hauptlieferant zur Herstellung von Artefakten ist das Kieselgestein, ein kieseliges, biogenes Sediment, welches häufig als Konkretionen in Kreidekalken vorkommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu gehören für die Fundstellen von Abu Tartur:&lt;br /&gt;
*Feuerstein (engl. Flint, franz. Silex) in verschiedener Ausbildung und Färbung mit mikrokristalliner und kryptokristalliner Struktur.&lt;br /&gt;
*Jaspis (Hornstein), ein feinkörniges Kieselgestein, welches durch Fremdeinschlüsse gefärbt ist.&lt;br /&gt;
*Holzstein, durch Kieselsäure umgewandeltes Holz aus den Vor- Maestricht Schichten.&lt;br /&gt;
*Opal, amorphes Gestein aus Kieselsäure und mehr oder weniger Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig für Reibschalen und Läufersteine ist der Sandstein, ein psammitisches Sediment. Falls durch Kieselsäure verfestigt und durch Diagnese oder Metamorphose zu Quarzit umgewandelt, eignet er sich auch zur Herstellung von Werkzeugen.&lt;br /&gt;
Weniger wichtig als Materialien sind um Abu Tartur kristalliner Quarz, Plutonite und Vulkanite, Kalkstein, Wüstenglas und andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Häufigkeit gestaffelt sind folgende Gestein als Rohstoff verwendet worden:&lt;br /&gt;
*1.) Feuerstein, grau. Er kommt in Knollen und knolligen Verwachsungen vor und wird nicht in unmittelbarer Nähe der Fundstelle angetroffen. Die Kurkur- Kalkschichten, die die Plateaukappe bilden, sind frei von Feuerstein. Das Herkunftsgebiet liegt nördlich und östlich von Abu Tartur, da wo Theben-, Esna- und Garaschichten anstehen. Das Material könnte ebenfalls aus derGegend um Dakhla stammen.&lt;br /&gt;
*2.) Feuerstein, braun. Er kommt in plattiger und linsenförmiger Ausbildung vor, er ist vielfach das Ausgangsmaterial bifazial, druckretuschierter Stücke. Seine Herkunft ist die gleiche wie die des grauen Feiersteins. &lt;br /&gt;
*3.) Sandstein kommt in allen Stufender Verfestigung in den Nubiaschichten im Bereich der besprochenen Fundstellen in der Ebene vor. Die Farbe variiert je nach Beimengungen (Eisen- Mangan) von hellgrau bis schwarz, von hellbeige bis dunkelbraun.&lt;br /&gt;
*4.) Jaspis kommt in kleinen Knollen und unregelmäßigen Gebilden in den tonigen, im Sandstein eingebetteten Linsen, vor. Er ist ein lokales Material.&lt;br /&gt;
*5.) Holzstein (versteinertes Holz) ist häufig in den Nubiaschichten anzutreffen. Ganze Bäume von 20m Länge sind kein Seltenheit. Dieses lokale Rohmaterial steht in großer Menge zur Verfügung.&lt;br /&gt;
*6.) Quarz kommt in Konglomeratbänken der Nubiaschichten in Form von Kieselsteinen verschiedener Größe vor. Dieses lokale Material wird wegen seiner schwierigen Bearbeitung seltener benutzt.&lt;br /&gt;
*7.) Feuerstein, schwarz. Er ist recht selten und kommt in Knollen und Kugeln mit geringem Durchmesser vor. Große Stücke sind wenig verbreitet, das Material ist feinkörnig und eignet sich vorzüglich zur Herstellung von Werkzeugen. Seine Herkunft ist wie die der anderen Feuersteine auf kreidige Kalkschichten beschränkt. &lt;br /&gt;
*8.) Andere Gesteinsrohstoffe kommen nur selten vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu erwähnen sind:&lt;br /&gt;
*Opal, einige Lamellen und Absplisse.&lt;br /&gt;
*Kurkurkalkstein, ein gut definierbares Stück ist bekannt. Artefakte aus Kalkstein an der Oberfläche sind wegen der geringen Härte des Material äolisch bis zur Unkenntlichkeit überformt.&lt;br /&gt;
*Plutonite und Vulkanite fanden Verwendung für polierte Beile, für Mahlsteine und Reibsteine. Sie sind über große Strecken zu den Fundplätzen von Abu Tartur transportiert worden.&lt;br /&gt;
*Wüstenglas fand für Artefakte Verwendung. Eine Bestätigung durch eine mikroskopische Untersuchung scheint angebracht. Herkunftsgebiet wäre die große Sandsee.&lt;br /&gt;
*Kalzit- und Barytkristalle dienten zur Herstellung von Schmuck, beide Mineralien finden sich an Ort und Stelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da in der näheren Umgebung nicht angetroffener Feuerstein die Rohstoffbasis für einen Großteil der Werkzeuge bildet, der prozentuale Anteil variiert zwischen den verschiedenen Fundstellen, muss angenommen werden, dass die rund 50 – 60km entfernten Vorkommen in den Wirtschaftsbereich der Benutzer einbezogen worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bestehen zwei Möglichkeiten:&lt;br /&gt;
*Spezialisierte Gruppen sammelten das Material oder bauten es sogar bergmännisch in Schürfgräben oder Gruben ab und bearbeiteten es teilweise. Die Halbfertigprodukte wurden an Verbraucher verhandelt.&lt;br /&gt;
*Während größerer saisonaler Jagd- u. Sammelausflüge fertigte die Verbrauchergruppe aus Gründen der Gewichtsersparniss selbst Halbfertigprodukte an und verarbeitete sie weiter wenn das Basislager wieder erreicht war.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In beiden Fällen findet man eine einleuchtende, einfache Erklärung dafür, dass große Klingenkerne äußerst selten auf den Fundplätzen angetroffen werden. Die Interpretation, welche besagt, Kerne seien restlos aufgebraucht worden, ist weniger zwingend, werden doch auch fertige, vollfunktionsfähige Werkzeuge in Mengen gefunden, logischerweise müssten dann auch neben fertigen und halbfertigen Stücken nicht verbrauchte Kerne vorhanden sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei lokalem Material, z.B. den kleinen Jaspiskonkretionen, sind Kerne oder als Stichel benutzte Kernreste recht häufig. Ebenfalls sind Kerne aus geringvoluminösen, importiertem Material, erkenntlich an der Wölbung des Kortex, anzutreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der großen Entfernung ist bislang nur ein Schlagplatz im Rohstoffvorkommen selbst entdeckt worden, welcher die Vermutung der Vorfertigung an Ort und Stelle untermauern könnte. Er liegt östlich von der Oase Kharga an der Bruchkante des Plateaus in der Nähe des Gebel Ghanima*. (* Der Gebel Ghanima wird von den alten Einwohnern Khargas heute noch Gebel Umm el- Ghanayin genannt; in der frühen Phase der britischen Kolonisierung müssen die Namen der beiden Berge auf einer Karte vertauscht worden sein, dieser Fehler wird immer wieder kopiert. Der Ghanima liegt eigentlich bei El- Deir).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Beschreibungen der einzelnen Fundkomplexe sind PDF Dokumente in Druckqualität, um die Qualität der Zeichnungen und Karten zu erhalten und diese als Katalog ausdrucken zu können. Bei den Fundplätzen mit größeren Fundstellen sind viele Artefakte gezeichnet und beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Typenliste Tixiers und Übersetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Lesern, welche des Französischen nicht mächtig sind oder denen Tixiers „Typologie de l’Epipaléolithique du Maghreb“ nicht zugänglich ist, wird hiermit eine Liste der Werkzeuge an die Hand gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Artefakte sind mit einer Tixier Nummer, ihrer französischen Bezeichnung sowie einer deutschen Übersetzung gekennzeichnet. Da mir keine älteren deutschen Übersetzungen, die sehr wahrscheinlich existieren, bekannt sind, habe ich eine eigene Interpretation versucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''HINWEIS:''' Klicken Sie auf den Link und anschließend auf das angezeigte PDF Symbol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Typenliste_Tixiers_Tabelle_aktuell.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - andere auf dem Plateau==&lt;br /&gt;
[[Datei:0001_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0004_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0005_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0019_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0020_0028_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0021_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0024_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0026_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0027_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0030_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0031_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0032_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0033_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0034_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0046_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0047_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - außerhalb von Abu Tartur==&lt;br /&gt;
[[Datei:0003_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1026_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1027_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1030_82_und_andereZusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1035_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1067_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1068_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1069_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1070_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - beiderseits der Stichstraße==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_beiderseits_der Stichstrasse_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - kleinere nördlich der Basis==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_kleine_noerdl_der_Basis_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Ingrid, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1013_18_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1014_19_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1015_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1016_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1017_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1021_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Renate, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1023_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1045_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1046_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1052_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1056_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1072_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex T, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:0002_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0006_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0007_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0008_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0009_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0010_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0011_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_Komplex_T_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
*Dies ist eine Zusammenfassung verschiedener Fundplätze des Komplexes T.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex T, kleinere==&lt;br /&gt;
[[Datei:0012_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0013_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0014_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0015_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0016_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0017_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0018_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0022_23_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0025_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0029_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0035_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0036_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0037_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0038_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0039_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0040_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:0055_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0056_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0057_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0058_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Vera, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1024_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1050_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex West, größere==&lt;br /&gt;
[[Datei:1004_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1005_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Komplex Sandsteinebene==&lt;br /&gt;
[[Datei:1001_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1002_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1003_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1006_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1007_08_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1009_10_11_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1012_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1020_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1022_83_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1025_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1032_82_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1039_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1040_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1041_42_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1043_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1044_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1047_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1048_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1049_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1051_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1053_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1054_84_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1055_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1057_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1058_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1066_85_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1073_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1074_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1075_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1076_1077_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1078_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1079_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1080_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1081_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1082_86_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1085_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1086_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_Komplex_Ebene_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fundplätze - Nordosten des Plateaus==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0059_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0060_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:0061_87_Zusammenstellung.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundpl_Nordosten_des_Plateaus_Zus.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vergleich verschiedener Fundstellen nach J. Tixier==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstellen_Grafik_1.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstellen 1005, 1023 und 1024 im Vergleich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fundstellen_Grafik_2.jpg|400px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abb.: Fundstellen 0006, 0007 und 0011 im Vergleich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ergänzende Typologie von Artefakten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Erstellung von Typologien für neolithische Fundstellen mit hohem Anteil von bifazial bearbeiteten Artefakten.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einheitliche Typologien der lithischen Artefakte sind für einen Vergleich von Fundkomplexen wünschenswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Fundplätzen epipaläolithischer Prägung mit randretuschierten Werkzeugen ist die Anwendung der „Typologie de l‘epipaleolithique du Maghreb“ von Tixier ein ausgezeichneter Wegweiser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Treten bei jüngeren Vorkommen vermehrt rand- oder flächenretuschierte Pfeilspitzen auf, ist Tixier nicht mehr zuständig, da er außer den typischen epipaläolithischen Werkzeugen lediglich Ounanspitzen und einige Vorstufen zu Bewehrungen beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kann auf H.J. Hugots „Essai sur les armatures de pointes de fléches du Sahara“ zurückgegriffen werden. Da Hugots Aufstellung mit wenigen Ausnahmen lediglich Pfeilspitzen aus Algerien behandelt, wird eine Erweiterung vorgeschlagen, welche die Bewehrungen der übrigen Saharagebiete berücksichtigt, um als Ergebnis eine „Pfeilspitzentypologie der Sahara“ zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Fundstelle 1005/83 mit einem Alter von 6420±60 BP (before present = vor heute) kann die Kombination von Tixier und Hugot beispielhaft angewand werden.&lt;br /&gt;
Rund 40% der lithischen Artefakte lassen sich nach Tixier klassieren. 43% des Gesamtinventars sind Bewehrungen und werden nach der erweiterten Typologie von Hugot eingeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die restlichen 17%, zum überwiegenden Teil große bifazial retuschierte Werkzeuge, können problemlos in ein einfaches Schema gebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. kantenretuschierte Stücke'''&lt;br /&gt;
*side-blow-flakes&lt;br /&gt;
*große plattige Artefakte&lt;br /&gt;
*Sicheleinsätze&lt;br /&gt;
*andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. geschliffene Stücke'''&lt;br /&gt;
*Beile&lt;br /&gt;
*Pfrieme&lt;br /&gt;
*Schmuck&lt;br /&gt;
*Mahlwerkzeug&lt;br /&gt;
*andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. bifazial bearbeitete Stücke'''&lt;br /&gt;
*Messer&lt;br /&gt;
*Sichelmesser&lt;br /&gt;
*Spitzen&lt;br /&gt;
*andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kombination Tixier - erweiterter Hugot sowie die Aufschlüsselung der von der Kombination nicht erfassten Stücke wurde in Abu Tartur entwickelt und erstmals angewand.&lt;br /&gt;
Positiv ist zu bewerten, dass Archäologen das vom Autor dieses Berichts entwickelte System anwenden, unverständlich aber auch bezeichnend ist jedoch das Verschweigen der Quellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Technologietransfer==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Formenreichtum der ägyptischen Pfeilspitzen, und besonders der im Raum Abu Tartur dokumentierten Stücke ist außergewöhnlich groß. Allein hier wurden über hundert verschiedene Typen gezählt.&lt;br /&gt;
Die einmalig hohe Dichte an Bewehrungen ist ebenfalls bemerkenswert.&lt;br /&gt;
In der „Pfeilspitzentypologie der Sahara“ sind die in Abu Tartur beobachteten Stücke dunkel eingefärbt, falls eine Datierung vorgenommen wurde, ist diese in der Beschreibung der einzelnen Typen angegeben.&lt;br /&gt;
Ein Vergleich mit anderen ägyptischen Fundstellen sowie solchen aus anderen Saharaländern liegt bereits vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da häufig eine Beeinflussung des ägyptischen Neolithikums durch die Kulturen des „fruchtbarem Halbmonds“ postuliert wird, soll hier eine Auswahl der Pfeilspitzentypen aus der westlichen Wüste Ägyptens mit denjenigen einiger ausgewählter Fundstellen des Nahen Ostens sowie Kleinasiens gegenübergestellt werden.&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wird ein Blick auf die Keramikproduktion, die Bauwerke und die produzierende Nahrungsbeschaffung geworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''A.)   Jericho (Jordanien) nach K.M. Kenyon und J. Gerstang'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die älteste Schicht gehört in die Natuf Gruppe, das Alter beträgt 9850+-240 Jahre. Die jüngeren keramikfreien Schichten weisen C-14 Werte von 8700, 8100 und 7700 Jahren auf.&lt;br /&gt;
Aus Stufe 4 sind fünf kantenretuschierte Pfeilspitzen präsentiert, die den Typen H5 und Übergängen von H1 nach H5 zugeordnet werden können. Eine Spitze ähnelt in der Silhouette einer D20 Spitze, allerdings nicht flächen- sondern kantenretuschiert. Die oberste Schicht, 5100 Jahre alt, führt viel Keramik aber keine Pfeilspitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''B.)   El-Chiam (Jordanien) nach R. Neuville'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Besondere an den unteren Schichten des Natufien sind kantenretuschierte Dreieckspitzen mit im proximalen Bereich sich gegenüberliegenden Schäftungskerben. Die Basis kann geradlinig, leicht konkav oder auch mit einem winzigen Schäftungsdorn gestaltet sein. Zu vergleichen mit A7, A42 und D8. Stielspitzen sind vom Typ H5 oder erinnern, obwohl kantenretuschiert, an D3- Spitzen.&lt;br /&gt;
Letztere sowie die oben genannten Dreieckspitzen sind in der westlichen Wüste Ägyptens nicht bekannt, auch Formen die von diesen Typen hätten abgeleitet werden können sind nicht vorhanden. Wohl aber kommen sie in anderen Sahararegionen vor, allerdings als flächig retuschierte Bewehrungen.&lt;br /&gt;
Die jüngeren Tahune- Schichten El- Chiams weisen schon Flächenretuschen auf. Vertreten sind Stielspitzen der Typen D1, D3, D10 und Blattspitzen der Typen C1, C4 und C10. Häufig ist die Flächenretusche nur partiell. Sämtliche Spitzen- Typen sind bis auf die D10 in Ägypten weit verbreitet. Die D10 sowie die ähnliche D9 kommen in Algerien auf den Fundplätzen Aoulef, Fort Flatters und site 707 vor. Nicht bekannt sind schlanke D3 und D4- Spitzen mit Schäftungskerben. &lt;br /&gt;
Keramik wurde nicht beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''C.)   Beidha (Jordanien) nach D. Kirkbride'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Schicht IV beträgt 8790+- 200 Jahre BP. Die Schicht ist keramiklos. Es kommen Segmente vor. Aus der oberen Schicht II werden Pfeilspitzen der Typen H1, H10 und H11, sowie Ounanspitzen vom Typ H12 und ounanähnliche Stücke u.a. auch H5 vorgestellt. Die Doppelbohrer- Spitze H3 ist ebenfalls vertreten. Ein Bruchstück einer kantenretuschierten Stielspitze mit gegenüberliegenden Schäftungskerben, wie sie in El-Chiam häufiger vorkommen, gehört ebenfalls zum Inventar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''D.)   Byblos (Libanon) nach M. Dunand'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden drei Schichten beschrieben.&lt;br /&gt;
IC obere Neolithschicht 6550+-200 Jahre BP&lt;br /&gt;
IB mittlere Neolithschicht 7000+-80 Jahre BP&lt;br /&gt;
IA unterste Neolithschicht keine Altersangabe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die älteste Schicht Pfeilspitzentypen wie D44, C1 und C10 mit dreieckigem Querschnitt enthält, die mittlere Schicht D44 und C1, verarmt die jüngste Schicht im Hinblick auf die Pfeilspitzen und führt lediglich Segmente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''E.)   Mugharet el- Wad (Israel) nach D.A.E. Garrod'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben großen Mengen von geometrischen Mikrolithen, hauptsächlich Segmente, wurden nur wenige kantenretuschierte Pfeilspitzen gefunden. Ein abgebildetes Exemplar ähnelt in der Silhouette der flächenretuschierten D36 Spitze. Eine weitere Abbildung stellt eine Dreieckspitze mit konkaver Basis und zwei sich gegenüberliegenden Schäftungskerben dar. Sie kann mit den Exemplaren von El Chiam verglichen werden. Die Natuf- Fundstelle weist keine Keramik auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''F.)   Scha’ar ha-Golan (Israel) nach M. Stekelis'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Schichten des Yarmukian finden sich in Bezug auf Pfeilspitzen die Typen C1, C3, C10, D21, ounanähnliche Spitzen, sowie Doppelbohrer- Spitzen vom Typ H3. Vielfach sind die Projektile nur teilweise flächig retuschiert. Die Fundstelle führt keine Keramik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben genannten Fundstellen liegen in relativer Nähe zu den ägyptischen Vorkommen und es sind keinerlei Gemeinsamkeiten in den Pfeilspitzen Typologien erkennbar. Jegliche Beeinflussung oder gar ein Technologietransfer kann ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
Weiter entfernte Pfeilspitzen- Vorkommen im „fruchtbaren Halbmond“ bestätigen das Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So führt die iranische Fundstelle Ali Kosh mit einem Alter von 7400 – 9900 Jahren BP lediglich Mikrolithen als eventuelle Bewehrungen (nach F. Hole und K.V. Flannery).&lt;br /&gt;
Die irakische Fundstelle Djarmo weist bei einem Alter von 6500 Jahren BC trapezförmige Querschneider und kantenretuschierte Blattspitzen auf. Keramik kommt trotz nachgewiesener Lebensmittel- Produktion nicht vor (nach P.J. Braidwood et al.).&lt;br /&gt;
Aus Ras Schamra in Syrien sind aus der ältesten Schicht V ounanähnliche, partiell flächenretuschierte Spitzen sowie H5- Spitzen und eine schlanke, flächenretuschierte Dreieckspitze mit sehr kleiner Kehle bekannt. Auch D44 kommt vor (nach C.F. Schaeffer und R. de Vaux).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Türkei seien Catal Hüyük mit einem ältesten Datum von 6385+-101 BC Jahren und das jüngere, in den ältesten Schichten keramikfreie Hacilar mit 5614+-92 BC Jahren genannt.&lt;br /&gt;
Catal Hüyük fährt außer Keramik und teilflächig retuschierten Blattspitzen der Typen C1, C3 und C10, D44- Spitzen, sowie D1 und D3- Spitzen.&lt;br /&gt;
In der Schicht C kommen auch Ounan- und H5 Spitzen vor. Für Hacilar sind keine Pfeilspitzen erwähnt (Catal Hüyük nach J. Mellaart und P.A. Bialor; Hacilar nach J. Mellaart).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfeilspitzen-Typologien im „fruchtbaren Halbmond“ scheinen verglichen mit denen der westlichen Wüste Ägyptens recht einfach angelegt zu sein und ändern sich kaum während langer Besiedlungsphasen. Eine Keramikproduktion setzt in den betroffenen Regionen erst zwischen 6500 BC und 6000 BC ein. Hausbau und Nahrungsmittel- Produktion dagegen sind voll entwickelt und nachgewiesen.&lt;br /&gt;
Frühe Keramikfunde aus der Sahara, besonders aus dem Sudan, aus Ägypten, Niger und Libyen datieren von rund 9500 BC cal bis 8000 BC cal und sind damit im Allgemeinen 2500 bis 2000 Jahre älter als Keramik aus dem „fruchtbaren Halbmond“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hätte ein Austausch zwischen den Kulturen des Nahen- und des Mittleren Ostens und denen der Sahara stattgefunden, so wäre die Wahrscheinlichkeit groß gewesen, dass das Wissen um die Töpferkunst als erstes übernommen worden wäre.&lt;br /&gt;
Da dieser Technologietransfer von der Wüste in den „fruchtbaren Halbmond“ im frühen Neolithikum nicht vollzogen worden ist, kann postuliert werden, dass das Wissen um eine Nahrungsmittelproduktion ebenfalls den umgekehrten Weg vom Nahen Osten in die Wüste nicht gefunden hat.&lt;br /&gt;
Das heißt, Ackerbau und Viehzucht sind höchstwahrscheinlich ohne Beeinflussung von außen in der Sahara entstanden.&lt;br /&gt;
Nun ist es äußerst schwierig in der Wüste mit sehr hohen Deflationsraten Beweise zu finden. Zwar sind Gerste und Weizen in geringen Mengen nachgewiesen, vom ebenfalls gefundenen Sorghum wird gesagt es handele sich um Wildformen. So hätte Sorghum in der Wüste die Rolle, die im östlichen Mittelmeerraum Gerste und Weizen gespielt haben, übernehmen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fundstellen Abu Tarturs mit den mächtigen Playaablagerungen, den Böden auf  dem Grund der Dolineneinbrüche und der enormen Anzahl gut erhaltener Feuerplätze, bieten sich der Forschung geradezu an, hier weiter nach Spuren von Domestizierung sowohl im Bereich der Fauna als auch der Flora zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==TIX 16 - mèche de foret - Bohreinsatz==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. Tixier definiert wie folgt:&lt;br /&gt;
Werkzeug mit schlanker Silhouette, manchmal aus einem Stichelabschlag hergestellt.&lt;br /&gt;
Die Parallel verlaufenden Ränder sind vollständig oder teilweise durch direkte, abrupte Retuschen modifiziert. Eine Extremität oder auch beide sind mehr oder weniger zugespitzt. Ein Schnitt durch das Werkzeug zeigt die Form eines Trapezes, Quadrats oder Rechtecks. &lt;br /&gt;
Es könnte noch hinzugefügt werden, dass beide Seiten keine Retuschen aufweisen, es sei denn in einigen Fällen lediglich als Schärfung an den Enden.&lt;br /&gt;
Im Widerspruch zu seiner Definition zeigt Tixier ein Exemplar eines Bohreinsatzes, welches weder parallel verlaufende Ränder noch den beschriebenen Querschnitt aufweist (Seite 62 Nr. 13 aus Lalla de Gafsa, E. – G. Gobert).&lt;br /&gt;
So bleibt auch hier Raum für eine gewisse Interpretation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In meiner epipaläolithischen Sammlung aus dem Maghreb befindet sich kein einziger Bohreinsatz, diese Tatsache ist nicht weiter verwunderlich, da der prozentuale Anteil der mèche de foret an den Inventaren des Capsiens aber auch des Iberomaurusiens laut Tixier im Bereich von 0,4 % liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neolithischen Fundstellen von Abu Tartur in Ägypten verfügen in ihrer großen Mehrheit über den Tix 16 wenn auch in sehr verschiedenen Anteilen an der Gesamtmenge der Werkzeuge. Allerdings ist er das häufigste Bohrgerät in der Sammlung.&lt;br /&gt;
Tix 16 kommt in den unterschiedlichsten Dimensionen vor. Ein großes Exemplar vom Fundplatz 1023/82 misst 68mm in der Länge, 10mm in der Breite und 7,5mm in der Dicke. Kleine und kleinste Stücke messen z.B. &lt;br /&gt;
*30 x 3 x 2,8 (mm) Fundplatz 0052/85&lt;br /&gt;
oder  &lt;br /&gt;
*16 x 2,4 x 1,6 (mm) Fundplatz 1013/82 (Reststück)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichnungen sind im Katalog der Fundstellen zu finden.&lt;br /&gt;
*0007/83, 0011/83, 1013/82, 1016/82, 1017/82, 1052/85, 1072/86, 1004/83 und 1005/83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Gesamtdauer des Abu Tartur Neolithikums sind Bohrer vom Typ Tix 16 auf den Fundstellen präsent.&lt;br /&gt;
Im mittleren Neolithikum ist eine besondere Dichte zu erkennen. -&amp;gt; Siehe Liste als PDF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Liste_der_Anteile_von_TIX_16.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine rein neolithische Version des Tix 16 ist ein voll flächenretuschiertes Gerät mit der Silhouette einer schlanken Blattspitze vom Typ C1 oder C10. G. Aumassip, die in der Bas Sahara in Algerien geforscht hat, nennt dieses Werkzeug „pointe de Labied“ also Labiedspitze. &lt;br /&gt;
Es handelt sich aber einwandfrei um einen Bohreinsatz, wie unschwer an den Gebrauchsspuren vieler Exemplare nachgewiesen werden kann.&lt;br /&gt;
Der Querschnitt ist dreieckig, wobei die drei Seiten jeweils eine  Krümmung aufweisen,&lt;br /&gt;
Drei „Labiedspitzen“ vom Fundplatz 1023/82 weisen folgende Dimensionen auf:&lt;br /&gt;
*1.)   L = 58,5; B = 10,0; D = 5,9&lt;br /&gt;
*2.)   L = 50,0; B = 8,5; D = 5,1&lt;br /&gt;
*3.)   L = 62,0; B = 10,0; D = 6,5&lt;br /&gt;
Die Dimensionen sind in Millimetern angegeben. Nr.1 und Nr.2 weisen Gebrauchsspuren an beiden Enden auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich waren die Labiedspitzen als auch die klassischen Tix 16- Bohrer in Holz oder Knochen parallel zu ihrer Längsachse gefasst und wurden durch die Hand oder aber durch eine Bogensehne in eine alternierende Rotation gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bergbau wo viel und fast ausschließlich Gestein gebohrt wird, kennt man drei Bohrsysteme, &lt;br /&gt;
1.) Drehendes Bohren. Außer der kontinuierlichen Rotation in eine Richtung ist der Andruck des Bohrers auf das zu bohrende Medium von großer Wichtigkeit. Der Andruck soll ein Eindringen des Bohrers in das Gestein und eine Spahnabhebung bewirken. Fehlt der Druck nutzen sich Bohrer und Gestein lediglich gegenseitig ab. Letzteres ist der Fall bei den Tix 16- Bohrern. Dieses gilt auch für die übrigen steinzeitlichen Bohrer, es sind werkzeugtechnisch gesehen frühe, primitive Abnutzungsbohrer. &lt;br /&gt;
Die anderen Bohrsysteme 2.) das schlagende Bohren und 3.) das Drehschlagbohren waren noch nicht erfunden, dazu braucht es Metall, vorzugsweise Stahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Normalgrößen des Tix 16 existieren sehr kleine 15mm bis 20mm lange mèche de foret. Diese sind als Reststücke anzusehen, sie waren zu kurz um noch gefasst zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Frühere Publikationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag ist die originale Beschreibung und Analyse der holozänen, steinzeitlichen Fundstellen im Raum Abu Tartur, Ägypten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist möglich, dass frühere Publikationen zu dem oben genannten Thema existieren, die vor dieser Veröffentlichung erschienen sind. Diese wären jedoch in jedem Fall durch das Original beeinflusst, falls es sich nicht gar um Plagiate handeln sollte.&lt;br /&gt;
Zwar stand mein Material dem Institut für Ur- und Frühgeschichte zu Köln lange Zeit zur Verfügung, Veröffentlichungen waren allerdings an eine Bedingung geknüpft, welche leider nicht eingehalten wurde.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ederieker</name></author>	</entry>

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